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29 Aug 13:52

Typografie für Dummköpfe: 18 Regeln für den Einsatz von Texten [Bildergalerie]

by Andreas Weck

Wer diese 18 Regeln nicht kennt, sollte sie schnellstens kennenlernen. In sechs Grafiken zeigen wir euch die Regeln der Typografie.

Texte richtig einzusetzen und sie visuell ansprechend zu gestalten, kann den Erfolg deines Projektes beflügeln – daran gibt es wohl keinen Zweifel. Doch die Gestaltung fällt nicht immer ganz leicht, da nicht jeder über alle Regeln im Bilde ist. Es gibt viele Faktoren und Kriterien zu beachten. Beispielsweise hat jede Schriftart eine ganze eigene Persönlichkeit – egal ob dezent, schroff, verspielt oder professionell. Manche Menschen mögen den einenTypografie-Charakter lieber als den anderen, insofern sollte ihr aufmerksam sein, welche Font ihr für euer Projekt auswählt.

„Jede Schriftart hat eine eigene Persönlichkeit.“

Doch damit nicht genug. Auch was die Anordnung der Textbausteine und die Lesbarkeit des Dokuments angeht, gibt es etliches zu beachten. Letzteres wird beispielsweise durch die Schriftgröße, den Schrifttyp und die Zeilen- und Buchstabenabstände gewährleistet. Gute Typografie-Designer wissen das natürlich und wer da noch hinkommen möchte, muss sie natürlich pauken.

Was alles wichtig ist: Typografie-Regeln für den Einsatz von Texten

Typografie für Dummköpfe: 18 Regeln für den Einsatz von Texten. (Grafik: The Visual Communication Guy)
Typografie für Dummköpfe: 18 Regeln für den Einsatz von Texten. (Grafik: The Visual Communication Guy)

Die Kollegen von The Visual Communication Guy haben dazu eine ziemlich ausführliche Grafik erstellt, die wir euch an dieser Stelle gerne kuratieren möchten. In der unteren Bildergalerie könnt ihr die 18 Regeln für den Einsatz von Text in einem (Web)-Projekt nachlesen – und sie euch gerne in den Favoriten abspeichern.

Typografie für Dummköpfe: 18 Regeln für den Einsatz von Texten.

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Alle 6 Bilder

via www.creativebloq.com

16 Aug 15:40

An Introduction to Model-Based Machine Learning

08 Aug 14:07

Beziehung: Zusammenziehen muss kein Sex-Killer sein

by ZEIT ONLINE: Gesellschaft -
In der ersten gemeinsamen Wohnung wird das Liebesleben noch intensiver? Ja, aber nur, wenn die Beziehung nicht im Alltagsstress endet.
08 Aug 13:48

Nicht ohne mein Kernkraftwerk

by Rainer Klute

Von Dr. Anna Veronika Wendland

Dieser Beitrag ist eine erweiterte Fassung eines zuvor in der F.A.Z. erschienenen Artikels.

Im östlichen Europa schaut man mit Unverständnis auf die deutsche Energiewende – und setzt auf die Kernenergie als Rückgrat der Stromversorgung. Moderne Leistungsreaktoren aus Russland gehören heute weltweit zu den Technologieführern und lösen somit die deutschen Anlagen ab, die lange Zeit als Goldstandard der Sicherheitstechnik galten.

Nahezu unbemerkt von der westlichen Öffentlichkeit hat sich am 20. Mai ein stiller technischer Generationswechsel vollzogen: Im russischen Kernkraftwerk Novovoronezh II wurde erstmals in Europa ein Druckwasserreaktor der sogenannten Generation III+ in Betrieb genommen1, dessen Sicherheits-Charakteristika jene der im westlichen Teil des Kontinents befindlichen Anlagen übertreffen – auch die der deutschen. Eine wichtige Rolle spielt bei der Zuordnung zu dieser Reaktorgeneration neben der höheren Wirtschaftlichkeit vor allem die Auslegung der Sicherheitssysteme, welche den neuesten Anforderungen der EU für Neuanlagen entsprechen müssen. Diese Auslegung soll gewährleisten, dass auch schwerste Störfallverläufe nicht in der Freisetzung von Radionukliden über das unmittelbare Anlagengelände hinaus resultieren. Auch im Fall eines totalen Spannungsverlusts infolge des Ausfalls von Landesnetz, Fremdnetz und Notstromdiesel-Aggregaten, so wie es nach dem Tsunami in Fukushima geschah, sollte eine sichere Abfuhr der Nachzerfallswärme aus einem Kernreaktor gewährleistet sein. In diesem im Kraftwerkerjargon Station blackout genannten Fall übernehmen bei Kernkraftwerken der neuesten Generation passive, ohne elektrisch angetriebene Komponenten arbeitende Systeme die Not- und Nachkühlung des Reaktorkerns an Stelle der bei funktionierender Stromversorgung arbeitenden aktiven, d.h. auf elektrische Versorgung ihrer Pumpen angewiesenen Not- und Nachkühlsysteme.

Passivität von Systemen als Prinzip inhärenter Sicherheit von Leistungskernkraftwerken ist für sich gesehen nichts Neues. So ist beispielsweise die Reaktorschnellabschaltung von Druckwasserreaktoren ein passives System, da die Steuerelemente bei Auslösung des Reaktorschutzsignals gravitationsbedingt in den Reaktorkern einfallen. Auch die Notkühlung durch Druckspeicher, die in bei Kühlmittelverluststörfällen nach Abfall des Drucks im Primärkreislauf automatisch boriertes Wasser einspeisen, funktioniert passiv und ist Stand der Technik in den heute eingesetzten Kernkraftwerken.2

Allerdings unterscheiden die kerntechnischen Regelwerke verschiedene Kategorien von Passivität: Es gibt passive Systeme, deren Inbetriebsetzung, wie im genannten Beispiel, ein aktiver Input (etwa ein elektrisches Signal) vorausgeht, oder solche, die mit beweglichen Teilen (z.B. Ventilen, Rückschlagklappen) funktionieren. Andere kommen ohne diese Merkmale aus. Neu im ersten Block von Novovoronezh II sind jedoch einige Systeme, die in Europa bis heute nicht zum Einsatz kamen, und deren Notwendigkeit erst mit dem Station blackout von Fukushima allen vor Augen geführt wurde. Es handelt sich dabei vor allem um zusätzliche passive Möglichkeiten der Boreinspeisung – die chemische Reaktivitätsregelung durch Borsäure ist in Druckwasserreaktoren neben der elektromechanischen Regelung durch Steuerstäbe ein wichtiges Merkmal der Diversität von Sicherheitseinrichtungen.

Vor allem aber verfügen Kernkraftwerke der russischen Familie AES-2006, zu der auch der VVER-1200/392M von Novovoronezh II-1 gehört, über die Möglichkeit, die Nachzerfallswärme aus dem Reaktorkern passiv über die Dampferzeuger abzuführen, auch wenn bei einem totalen Spannungsverlust jene Systeme, welche diese Wärmesenke normalerweise sichern, nicht mehr funktionieren, da sie von Pumpen abhängig sind. In einem solchen passiven Szenario wird der im Dampferzeuger entstehende Dampf nicht im üblichen Wasser-Dampf-Kreislauf kondensiert und mithilfe von Kondensat- und Speisewasserpumpen wieder in den Dampferzeuger zurückbefördert, sondern er wird über ein außenluftgekühltes System kondensiert und das Kondensat per Naturumlauf, ohne aktive Pumpen, wieder dem Dampferzeuger zugeführt.3

Diese Kombination von aktiven und passiven Sicherheitssystemen bringt russischen Angaben zufolge die kumulative Core damage frequency (CDF) des VVER-1200/392M auf einen Wert von 7,3·10−7 pro Reaktorbetriebsjahr4, was ein dem französisch-deutschen EPR vergleichbarer Wert ist.5 Mit diesem Indikator wird in Sicherheitsanalysen auf der Grundlage von Wahrscheinlichkeitsberechnungen für unterschiedliche Anlagenzustände und Störfallverläufe (sogenannten PSA, probabilistic safety assessments) die Eintrittswahrscheinlichkeit eines schweren Kernschadens angegeben. Der EPR und der neue Russe unterbieten mit diesem Wert die Empfehlungen der IAEA und den Richtwert der EU für neu zu genehmigende Anlagen (10-5 IAEA bzw. < 10-5 EU)6 weit. Zum Vergleich: Für die heute in Deutschland in Betrieb befindlichen Vorkonvoi- und Konvoi-Anlagen von Siemens-KWU werden CDF-Werte zwischen 10-5 und 5,4·10-6 angegeben.7 Der in älteren KKW auslegungsüberschreitende Kernschmelzunfall geht dabei in der Generation III+ in die Basisauslegung des Kernkraftwerks ein: In diesem Falle sorgt ein sogenannter Core catcher für eine kontrollierte Aufnahme und Abkühlung des Coriums, bis es in der Auffangvorrichtung erstarrt.

Core damage frequencies

Abb. 1: Historische Entwicklung der Core damage frequency (CDF) verschiedener Leistungsreaktor-Baulinien und -Generationen im Vergleich. Die einzelnen Quellen für die CDF der im Artikel genannten VVER-V392M, EPR und Konvoi werden in den Fußnoten dieses Beitrags gesondert aufgeführt. Grafik: Dirk Egelkraut, Nucleopedia, unter Weiterentwicklung einer Grafik in Ignatiev (1995), ALWR Safety approaches, Fig.3. / SVG-Version

Doch während der moderne russische Reaktor bereits läuft, hat sein europäisches Gegenstück, der EPR, große Anlaufschwierigkeiten: Kostenexplosionen, Skandale, Rechtsstreitigkeiten und Bauverzögerungen begleiten seit Jahren die EPR-Projekte in Frankreich, Finnland und China. Es ist gerade die Umsetzung der innovativen Lösungen in der Kerntechnik, in der die Russen die Europäer, aber auch die Amerikaner und Japaner abgehängt haben. Das hat etwas mit der wesentlich kostengünstigeren und zügigeren Abwicklung nuklearer Großbaustellen durch den russischen Anbieter zu tun. In Russland, China, Indien und demnächst auch Finnland errichten die russischen Reaktorbauer ihre Anlagen mit stoischer Routine und hoher Professionalität, welche durch die üblichen russischen Probleme – Korruption, darniederliegende Infrastruktur, Bildungsmisere, fehlende Rechtssicherheit – nicht beeinträchtigt zu werden scheint.

Ihr Geheimnis ist nicht nur die Erfahrung – bis auf eine Pause in den 1990ern haben die Russen seit Ende der 1960er Jahre ununterbrochen Kernkraftwerke gebaut – sondern auch die besondere Organisationsform der russischen Staats-Kerntechnik, die, wie seinerzeit der Erbauer der (Vor-)Konvoi-Anlagen Siemens-KWU, Lösungen aus einer Hand anbietet und Baustellen mit komplexen Subunternehmensgeflechten nicht kennt. Gerade Auftraggeber aus Schwellenländern, die auf das Preis-Leistungsverhältnis schauen, geben daher den russischen Anlagen den Vorzug. Allenfalls die russische Wirtschaftskrise im Zeichen des niedrigen Ölpreises und der Sanktionen hat dieser Entwicklung einen Dämpfer verpasst – viele der russischen Ankündigungen neuer Kernkraftwerksbauten in aller Herren Länder, die in den letzten Monaten getätigt wurden, stehen unter ungewissen Prognosen.

Abb. 2: Skizze des Kernkraftwerks Novovoronezh II. Quelle: Atomenergoproekt

Deutschland hingegen hat im kerntechnischen Anlagenbau seine Spitzenposition abgegeben, ohne dass hierzulande, wo sonst jeder Schnupfen der Automobilindustrie zu Krisensitzungen im Kanzleramt führt, dieser Abstieg nennenswert thematisiert würde. Und das ist schlimm – finden die Osteuropäer, die sich die Augen reiben über die deutsche Selbstdemontage. Denn deutsche Kernkraftwerke wurden lange als Goldstandard für kerntechnische Sicherheit gehandelt. In vielen Bereichen gelten die Deutschen bis heute als unschlagbar, so beim Reaktorschutz und bei der leittechnischen Staffelung in Regel-, Begrenzungs- und Schutzebene, welche die deutschen Anlagen zu Weltmeistern in der Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit machte. Die leittechnische Geschmeidigkeit der deutschen Anlagen macht sie besonders fit für den nuklearen Lastfolgebetrieb in Netzen mit hohem Anteil an volatiler Einspeisung durch Erneuerbare. In Ländern, die anders als Deutschland sowohl auf regenerative als auch auf nukleare Stromerzeugung setzen, werden solche Lösungen in Zukunft gebraucht werden.

Der Wechsel der Technologieführerschaft ist in vieler Hinsicht historisch bedeutend, galten doch die deutschen Anlagen den Osteuropäern lange Zeit als unerreichbares Vorbild – nicht nur was den Anlagenbau betraf, sondern auch hinsichtlich der Betriebsführung, des Strahlen- und Arbeitsschutzes. Überdies hätte vor drei Jahrzehnten, als die damals noch sowjetische zivile Kerntechnik in Tschernobyl in Trümmern lag, niemand prophezeit, dass die Osteuropäer sich einmal an die Spitze der Entwicklung setzen würden. Doch im Unterschied zu Deutschland, wo Tschernobyl und schließlich Fukushima in einem Umschlagen der Diskurshoheit zugunsten der Kernkraftgegner und zum Ausstiegsbeschluss führten, haben Russland, die Ukraine und die Länder Ostmitteleuropas die großen kerntechnischen Unfälle nicht zum Anlass genommen, das Fürchten vor dem Atom zu lernen. Im Gegenteil, sie haben die Krise als Chance genutzt.

Denn eine schwere Krise war sie, die Zeit nach Tschernobyl. Moratorien und Protestbewegungen setzten vielen Kernkraftprojekten ein Ende. Selbst Anlagen in fortgeschrittenem Baustadium wurden dem Ruin übergeben. Dieser Fall nach dem Knall, die Legitimationskrise nach der nuklearen Katastrophe, der wirtschaftliche Verfall und die Desintegration des gerade zwischen der Ukraine und Russland personell und technologisch hochverflochtenen Kernenergiesektors bleibt den älteren Atomingenieuren als schlimmste Zeit ihrer Karriere in Erinnerung.

Einige ließen sich nicht unterkriegen, warteten ab und beschritten individuelle Wege, um den Verfall aufzuhalten. Zu diesen Partisanen gehörten auch die leitenden Ingenieure des ukrainischen Kernkraftwerks Rivne. Dessen vierter Block war zum Zeitpunkt des Kiewer Atom-Baumoratoriums 1990 zu 75 Prozent fertiggestellt. Doch die Rivner gaben ihre Baustelle nicht auf. Strom war in der westlichen Ukraine immer noch ein knappes Gut. Man versiegelte die Anlagenräume und ließ sie als Korrosionsschutz für die Ausrüstung mit Stickstoff konservieren. An anderen Gewerken wurde auf Sparflamme weitergearbeitet, unter dem Vorwand der Bestandserhaltung.

Der damalige Anlagenleiter erzählte mir diese Episode mit einem verschwörerischen Augenzwinkern. Jedenfalls waren die Rivner nach Aufhebung des Moratoriums auf dem Posten – und 2004 wurde die gerettete 1000-Megawatt-Anlage schließlich doch in Betrieb genommen. So wurde der vierte Block von Rivne in gewissem Sinne der Gegenentwurf zum 300 Kilometer östlich gelegenen Tschernobyler Block 4: Markierte dieser am 26. April 1986 den Tiefpunkt der Kernenergieentwicklung in der Ukraine, so stand Rivne-4 für das Wiederaufleben der Kerntechnik im Land und für die Suche nach Lösungen sowohl mit einheimischen als auch mit russischen und schließlich mit westlichen Technologiepartnern. Rivne-4 wird im KKW daher scherzhaft »Euroblock« genannt, auch wenn es sich um eine Anlage sowjetischen Typs handelt.

Heute, nach dem kriegsbedingten Fortfall ostukrainischer Kohlekapazitäten, gehört die Ukraine neben Frankreich, Belgien und der Slowakei zu den Ländern mit dem höchsten Atomstromanteil weltweit. Und neben der Schweiz zu jenen Nicht-EU-Ländern, die ihre Kernkraftwerke nach Fukushima dem europäischen Stresstest unterzogen. Überhaupt hofft die kerntechnische Community in der Ukraine auf Diversifizierung mit europäischen und amerikanischen Partnern, seit der einstmals hochzuverlässige Partner Russland kein Partner mehr sein kann. Russische Stellen grollen und streuen als Antwort diffamatorische Nachrichten, so über die angebliche Schadensanfälligkeit von in ukrainischen Kernkraftwerken eingesetzten Brennelementen des US-Herstellers Westinghouse.

Was die Russen selbstverständlich nicht daran hindert, ihrerseits Brennelemente für Kernkraftwerke westlicher Hersteller auf dem Weltmarkt anzubieten.8 Denn im Zuge jahrelanger Wissenstransfers kam es zu einer Konvergenz westlicher und östlicher Standards im nuklearen Anlagenbau. Die vielfältigen Möglichkeiten, die sich für die Osteuropäer nach dem Ende des Kalten Krieges ergaben, nutzten sie optimal: ob in Ost-West-Kraftwerks-Partnerschaften, ob durch Beteiligung an Programmen technischer Zusammenarbeit und an Institutionen des Erfahrungsaustauschs und der Begutachtung, wie sie die IAEA und die Betreiber-Organisation WANO nach Tschernobyl aufbauten. Die Russen entschieden sich konsequent gegen den in Tschernobyl verunfallten sowjetischen »Nationalreaktor« RBMK, dessen Konzept auf die militärischen Plutoniumproduktionsanlagen der nuklearen Anfangsepoche zurückgeht. Seitdem setzen auch sie auf die transnationale Druckwasserbaulinie, deren sowjetische Verfechter sich einst mangelnden Patriotismus und Amerika-Liebäugelei hatten vorwerfen lassen müssen.

Weder in der Ukraine noch in Russland, weder in Tschechien, Polen, der Slowakei oder Ungarn gibt es starke Anti-Atom-Bewegungen. Das hat je spezifische Gründe. Polen, das bis jetzt auf heimische Kohle setzte, hat gerade erst die Standortsuche für sein erstes Kernkraftwerk abgeschlossen. Die anderen Ostmitteleuropäer sind seit langem im Geschäft und schätzen die Kernkraft als zuverlässige und luftschadstoffarme Form der Stromproduktion. In der Ukraine, deren Bewohner seit den kriegsbedingten rotierenden Abschaltungen den Wert einer sicheren Stromversorgung zu schätzen wissen, wird ein Atomausstieg nicht diskutiert. In Russland sieht es ähnlich aus, doch hier macht auch die Repression der Staatsgewalt jeden Antiatomprotest zur Mutprobe.

So unterschiedlich ihre Motive und Verbündeten auch sein mögen – Polen und die Ukraine setzen auf westliche Partner, Tschechen und Ungarn auf russische – einig sind sich unsere östlichen Nachbarn im Unmut über den deutschen Energiewende-Alleingang. In Windspitzenzeiten destabilisiert nicht gebrauchter deutscher Strom die Netze in Polen und Tschechien. Dort installiert man nun technische Vorkehrungen, um das zu verhindern. Die Ostmitteleuropäer unterstützen EU-Initiativen über innovative Kernforschung, während Berlin dieselben Initiativen als »rückwärtsgewandt« abkanzelt und in Brüssel Druck zu ihrer Verhinderung macht. Deutschland fordert derzeit in harschem Ton Gefolgschaft – zuletzt mit einem kaum verhohlenen Einmischungsversuch in Belange der belgischen Atomaufsicht. Die östlichen Nachbarn registrieren dies mit zunehmendem Unmut: Warum fordert Berlin europäische Solidarität für seine stockende Energiewende ein, wenn es sich bei deren Einführung nicht mit seinen Nachbarn beraten hat?

Was den Osteuropäern aufstößt, ist darüber hinaus der Modus des moralischen Imperialismus, der die deutschen Aussagen prägt. Die Deutschen von heute, so scheint es, kommen nicht mehr auf Panzern. Doch sie tun und lassen, was ihnen gerade opportun scheint – immer mit höheren Begründungen. Man handelt ohne Konsultation Polens eine für die Sicherheit Europas sensible russisch-deutsche Gastrasse aus? Das dient dem Frieden und der Entwicklungspartnerschaft. Man tadelt die Polen, Tschechen und Ungarn für ihre Kernenergiepläne? Das ist im Interesse des Überlebens der Menschheit.

Die Russen und Ukrainer indessen betrachten die Szene aus der Ferne mit ungläubigem Staunen – sie verstehen die Ingenieursnation Deutschland nicht mehr, und vermuten, dass bei der Energiewende-Entscheidung wohl die »Politik« über die Experten für Versorgungsnetze und Kraftwerkstechnik obsiegt habe. »Ein Land, das es sich leisten kann, seine Hauptstadt zu verlegen, kann sich vielleicht auch leisten, die besten Kernkraftwerke der Welt abzuschalten«, sagte mir ein russischer Atomingenieur, »aber ich bin überzeugt: früher oder später werden die Deutschen zur Kerntechnik zurückkehren. Vielleicht nicht zur Kerntechnik in ihrer heutigen Form. Aber sie werden zurückkehren. Und wir brauchen sie.«


1: Pervyj rossijskij energoblok pokolenija 3+ vyšel na minimal’no kontruliruemyj uroven‘ moščnosti (MKU), http://publicatom.ru/blog/nvaes/20427.html

2: IAEA Tecdoc 1624: Passive Safety Systems and Natural Circulation in Water Cooled Nuclear Power Plants, Vienna 2009, S. 2-19

3: OAO Sankt-Peterburgskij naučno-issledovatel’skij i konstruktorskij institut “Atomenergoproekt”, Proekt AES-2006, Sankt-Peterburg 2013; IAEA Tecdoc 1624: Passive Safety Systems and Natural Circulation in Water Cooled Nuclear Power Plants, Vienna 2009,S. 100-105

4: Vladimir Morozov: Proektom predusmotreno. Rezul’taty verojatnostnogo analiza bezopasnosti proekta, in: Rosenergoatom Nr. 12 (2012), S. 18-20, http://www.rosenergoatom.info/images/PDF/2012/web_REA_12.pdf; Eine andere Angabe, nämlich CDF für VVER-1200/V392M von 6,1·10-7, gibt ein IAEA-Bericht auf der Grundlage russischer Daten an: IAEA, Status report 107, VVER-1200 (V392M), S. 13, Table 4, https://aris.iaea.org/sites/..%5CPDF%5CVVER-1200(V-392M).pdf. Dieser Wert wäre identisch mit Angaben zum EPR.

5: Zur CDF des EPR:

6: Richtlinien und Empfehlungen zur CDF:

7: Zur CDF deutscher Anlagen:

  • Der „Licensee report“ aus dem EU-Stresstest für deutsche Anlagen nennt für die Vorkonvoi-Anlage Grohnde eine CDF von 1·10-5: „The probabilistic safety analysis (PSA) so far performed for the periodic safety review (PSR) of KWG pursuant to BMU guidelines yields Level 1 PSA results (core damage frequency, CDF) clearly below the CDF target specified by IAEA for operational plants (< 1*10-4/a). Actual results are as low as those recommended for evolutionary power reactors (1*10-5/a)“, in: Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety [BMU], EU Stresstest report, Annex 1, Summaries of the licensee reports [2011], Annex A1-7 KWG, S. A1- 65: http://www.bmub.bund.de/fileadmin/bmu-import/files/pdfs/allgemein/application/pdf/eu_stresstest_report_annex.pdf
  • Im „Progress Report“ des BMU von September 2011 sind die CDF-Angaben für alle deutschen Anlagen noch unvollständig aufgeführt und daher nicht in einer Quelle vergleichbar. Für die Konvoi-Anlage Neckarwestheim-2 wird hier eine CDF von 5,4·10-6 angegeben. Diese Angabe deckt sich mit der Grafik Fig. 3 in Ignatiev (1995), der den Konvoi bei 5·10-6 verzeichnet. Dieser Wert wurde auch für unsere Grafik in Abb. 1 übernommen. Vgl. Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation and Nuclear Safety [BMU], EU Stresstest National Report for Germany. Progress Report of September 15, 2011, Tabelle S. 19, GKN-2. http://www.bmub.bund.de/fileadmin/bmu-import/files/english/pdf/application/pdf/progress_report_bf.pdf.

8: Russia’s Rosatom signs 10 billion-worth of deals at AtomExpo, in: World Nuclear News, 01. Juni 2016, http://www.world-nuclear-news.org/C-Russias-Rosatom-signs-10-billion-worth-of-deals-at-AtomExpo-01061601.html


Titelbild: Kernkraftwerke Novovoronezh I (rechts) und II (links). Quelle: Wikimapia.


Dr. Anna Veronika Wendland

Dr. Anna Veronika Wendland ist Osteuropa-Historikerin und Forschungskoordinatorin am Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg. Sie forscht zur Geschichte von Atomstädten und nuklearen Sicherheitskulturen in Ost- und Westeuropa, unter anderem auch im Zusammenhang des transregionalen Sonderforschungsbereiches SFB-TRR 138 »Dynamiken der Sicherheit« der Universitäten Marburg und Gießen sowie des Herder-Instituts, in dem es um Versicherheitlichungsprozesse von der Antike bis zur Jetztzeit geht.

Der Beitrag Nicht ohne mein Kernkraftwerk erschien zuerst auf Nuklearia.

08 Aug 13:46

Klimazombis, die nicht sterben dürfen, wie der Poopó-See in Bolivien

Rechts: Klima-Lügendetektor auf der Homepage von Klimaretter.Info

Klimaretter.Info 09. Juli 2016: [1] Poopó-See in Bolivien ausgetrocknet

"Es gibt einen klaren Zusammenhang mit dem Klimawandel", sagte der Regionalleiter des Netzwerks Red Latinoamericana Ambiental, Raul Perez Albrecht, dem Magazin National Geographic.

Diese Meldung über den See in Bolivien ging bereits im Februar durch deutsche Medien und wurde darauf hin auf EIKE rezensiert:

EIKE 23.02.2016: [2] Ein See in Bolivien verschwindet – und (nicht nur) die dpa berichtet sofort „... ein Grund ist der Klimawandel“

Auf „kaltesonne“ wird gerade um die Wahrheit zur Berichterstattung über einen in Bolivien verschwindenden See gerungen „Lago Poopo Ente nun auch im SRF“ und „Skandal in Bolivien“. Worum geht es dabei?

Es geht um ein Beispiel wie in einzelnen  Medien Berichterstattungen bewusst und konsequent politisch zurechtgebogen werden

Seit Monaten bringen Medien wechselweise eine Information über Boliviens zweitgrößten See, den Lago Poopo, welcher aktuell am Austrocknen ist. In vielen Meldungen wird es dabei in den Überschriften so dargestellt, als ob  die Ursache sicher der Klimawandel wäre. Doch mit wenigen Web-Klicks kann man sich darüber informieren, dass dieser extrem flache See in der Vergangenheit regelmäßig vollkommen austrocknete und es deshalb nicht mit einem (anthropogenen) Klimawandel zusammen hängt.

Aktuell scheint zum Klimawandel etwas Saure-Gurken Zeit zu herrschen und so findet man es im Klimaretter-Redakteursteam wohl angebracht, dem deutschen Publikum im Sommerloch aufgewärmte Klimawandel-Schauergeschichten zu präsentieren. Es hätte sich angeboten, den damaligen Bericht auf EIKE zu analysieren und mit neuer – gerne auch kritischer - Information zu ergänzen, wo doch auch in der Klimaretter-„Information“ in Stichworten die wahren Probleme erkennbar werden. Aber es ging wohl ausschließlich darum, zum Schluss das Klimawandel-Statement des Aktivisten vom Netzwerk Red Latinoamericana platzieren zu können.

Klimaretter.Info: [1] Boliviens einstmals zweitgrößter See, der Poopó-See, ist heute nahezu verschwunden. Wegen steigender Temperaturen, einer Dürre infolge des letzten El Niños und dem Missmanagement von Wasser ist der See Medienberichten zufolge nahezu ausgetrocknet.

"Es gibt einen klaren Zusammenhang mit dem Klimawandel", sagte der Regionalleiter des Netzwerks Red Latinoamericana Ambiental, Raul Perez Albrecht, dem Magazin National Geographic.

Im Klima-Lügendetektor dieser Homepage ist der Artikel noch nicht eingetragen. Der Antrag dazu sei hiermit gestellt.

Quellen

[1] Klimaretter.Info 09. Juli 2016: Poopó-See in Bolivien ausgetrocknet

http://www.klimaretter.info/umwelt/nachricht/21550-poopo-see-in-boliven-ausgetrocknet

[2] EIKE 23.02.2016: Ein See in Bolivien verschwindet – und (nicht nur) die dpa berichtet sofort „... ein Grund ist der Klimawandel“

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/ein-see-in-bolivien-verschwindet-und-nicht-nur-die-dpa-berichtet-sofort-ein-grund-ist-der-klimawandel/

08 Aug 13:46

Ist billiger Strom rechtsradikal?

So langsam erkennen diese normalen Kunden, dass bestimmte  „Energiefachpersonen“ immer die gleichen Sprüche vom billigen EEG-Strom verkünden „Eine Professorin klärt den VDI auf, wie das EEG „wirklich“ funktioniert“, was im Merkeldeutschland zum unaufhaltsamen Aufstieg als EEG-Wunderheilerin führt „Claudia Kemfert wird Sachverständige“, die Wirklichkeit aber eben doch an ihn keine Vergütungen, sondern massiv Rechnungen stellt „Muttertag war EEG-Geschenktag auf Kosten der nicht privilegierten Stromkunden“ und mucken dagegen auf. 

<iframe allowfullscreen="" frameborder="0" src="https://www.youtube.com/embed/wnnuosDXFg4" height="315" width="560"></iframe>

Video der Reden im Bundestag am 8.7.16 zur Novellierung des EEG. Noch mehr Fachleute melden sich zu Wort und erklären wie alles viel, viel besser wird. Anmerkung der Redaktion: Wer sich diese Reden antut, egal von welcher Partei sie kommen, kann nur feststellen: Der Zusammenbruch der Energieversorgung im Lande ist fest programmiert. Es ist nur noch eine Frage der Zeit. Mit Dank an Spürnase Hans Meier.

 

Nun hat auch der große Konzernlenker Teyssen der tatkräftig hilft, teuren EEG-Strom zu erzeugen und als grandiose Neuerung, ihn dank intelligenter Netze noch teurer zu verteilen, dies bemerkt. Aber nicht etwa den teuren Strom, sondern die deshalb mögliche falsche Wahl der Wähler und stimmt damit – politikaffin wie er ist – in die herrschende politische Meinung ein, dass der Wähler für die Regierenden inzwischen zu dumm geworden ist. Was jedoch bald nicht mehr stört, da nur noch Unisono-Koalitionen geplant sind um künftig unabhängig vom Wahlausgang allen Parteien die Fleischtöpfe sicher zu stellen. Störend sind da nur noch Parteien, von denen die Gefahr droht, dieses Spiel zu stören. Folgerichtig appelliert er  an das Volk, solche Störungen der Politik bitte zu unterlassen. Seine Argumentation ist zwingend, denn wer sich in Deutschland erdreistet, Unsinn der einzig wahren Politik anzuprangern, kann nur aus der rechten Ecke stammen. 

FOCUS ONLINE: [1] Eon-Chef Johannes Teyssen hat davor gewarnt, dass Rechtspopulisten eine Kampagne gegen die Energiewende fahren könnten, wenn die Strompreise nicht sinken.

„Die AfD hat die Energiewende bereits für sich entdeckt“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Samstag). „Wenn das Thema von Populisten besetzt wird, sollten wir sprechfähig sein und belegen können, dass wir nicht Milliarden verschwendet haben.“ Den Menschen sei immer versprochen worden, dass die Energiewende langfristig auch mit günstigeren Strompreisen einhergehe. „Wenn wir das nicht halten können, gleichzeitig aber unsere Landschaft verspargeln, wird sich das rächen“, sagte Teyssen.

 

Herr Übervater Teyssen hätte natürlich (theoretisch) alle Möglichkeiten, das „... sollten wir sprechfähig sein“ zu erklären. Von einem Versorger-Vorstand hätte man schließlich erwartet, dass er es ist und nicht nur sollte. Und davon, dass Führungskräfte wie er „ ... belegen können, dass wir nicht Milliarden verschwendet haben“ müsste eigentlich genügend Übung  vorliegen „E.on verzeichnet vor Aufspaltung Milliardenverlust„.

Was er aber damit meint:  “Den Menschen sei immer versprochen worden, dass die Energiewende langfristig auch mit günstigeren Strompreisen einhergehe.“ ist dem Autor ein Rätsel. Ist es für einen Versorger-CEO wirklich unzumutbar, mit einem Taschenrechner die Daten des von ihm getragenen EEG zu nehmen, die Zahlen zu addieren und dann Preise zu vergleichen? Der dann folgende Satz ist zwar richtig, aber aus seinem Mund so dumm, dass er nicht mehr kommentiert wird. 

Folgerung

Dümmer gehts nimmer. Es wäre ein Traum, dies in einer Wahl auch einmal zum Ausdruck bringen zu können.

 

 

Quellen

[1]

FOCUS ONLINE, 09.07.2016, 09:27: Eon-Chef warnt vor Anti-Energiewende-Kampagne der AfD

http://www.focus.de/regional/nordrhein-westfalen/energie-eon-chef-warnt-vor-anti-energiewende-kampagne-der-afd_id_5713087.html

[2]

EIKE 06.07.2016: EON verliert Schadensersatzprozess wg. erzwungener Abschaltung seiner KKW. Gericht: EON blieb zu lange untätig!

www.eike-klima-energie.eu/news-cache/eon-verliert-schadensersatzprozess-wg-erzwungener-abschaltung-seiner-kkw-gericht-eon-blieb-zu-lange-untaetig/ 

[3]

EIKE 01.07.2016: Die EEG-Wunder-App, Der Energiemix bestimmt inzwischen das Wetter sagt der Energiekonzern RWE auf seiner Bildungsseite und liefert gleich eine App dazu.

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/die-eeg-wunder-app/ 

[4]

EIKE 06.06.2016: Wie Politiker ihre Kuh schlachten und sich danach beklagen, dass diese keine Milch mehr gibt

Thema E.ON-Zerschlagung

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/wie-politiker-ihre-kuh-schlachten-und-sich-danach-beklagen-dass-diese-keine-milch-mehr-gibt/ 

[5]

EIKE 05.06.2016: Eine Professorin klärt den VDI auf, wie das EEG „wirklich“ funktioniert

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/eine-professorin-klaert-den-vdi-auf-wie-das-eeg-wirklich-funktioniert/

 

[6]

EIKE 04.06.2016 : Muttertag war EEG-Geschenktag auf Kosten der nicht privilegierten Stromkunden

www.eike-klima-energie.eu/news-cache/muttertag-war-eeg-geschenktag-auf-kosten-der-nicht-privilegierten-stromkunden/

 

14 Jul 20:47

Was ist nur mit der Sonne los?

Schon seit Wochen scheint bei uns die Sonne nur selten mal einen ganzen Tag lang. Meist zieht sich der Himmel schon nach wenigen Stunden Sonnenschein mit dunklen Wolken zu, und es folgen schwere Gewitter mit Wolkenbrüchen. Inzwischen gibt es in West- und Mitteleuropa kaum noch ein Gebiet, das im Juni 2016 nicht von Überschwemmungen, Erdrutschen und Blitzeinschlägen heimgesucht wurde. Was mit dem bloßen Auge nicht wahrnehmbar ist: Im gleichen Monat zeigte sich auf unserem wärmenden Himmelsgestirn bis in den Juli hinein gleich zweimal hintereinander jeweils für einige Tage bis Wochen kein einziger Sonnenfleck. Das weist auf eine sehr niedrige Aktivität der Sonne hin. Davor hatte sich die Sonne über zwei Jahre lang nicht gänzlich fleckenfrei gezeigt.

Ob und wie das unruhige Wetter dieses Frühsommers damit zusammenhängt, ist freilich wissenschaftlich nicht leicht zu beurteilen, zumal wir davon ausgehen müssen, dass Zustandsveränderungen der Sonne das irdische Wetter nicht unmittelbar, sondern mit einer zeitlichen Verzögerung beeinflussen. Der historische Rückblick offenbart jedoch, dass eine Folge schwacher Sonnenfleckenzyklen immer zu einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Abkühlung der Erde führte. Bekannt ist das nach seinem Entdecker benannte Maunder-Minimum von 1645 bis 1715, als es auf der Erde so kühl wurde, dass in Amsterdam die Grachten und in London die Themse zufroren und auf dem Kontinent Hungersnöte infolge von Missernten ausbrachen. Die Zahl der Sonnenflecken schwankt normalerweise in einem durchschnittlich etwa elfjährigen Zyklus, der nach seinem Entdecker „Schwabe-Zyklus“ genannt wird. Seit dem Jahre 1749 tragen die Zyklen eine Nummer. Erst seit wenigen Jahren weiß man, dass ein neuer Zyklus beginnt, wenn zusammengehörige Flecken ihre magnetische Polarität vertauschen. Seit sieben Jahren befinden wir uns nun im 24. Zyklus. Schon der 23. Zyklus war deutlich schwächer ausgefallen als der 22., der sein Maximum im Jahr 1990 erreichte. Etliche Solarforscher erwarten nun, dass der 25. Zyklus noch schwächer ausfällt als der 24. und eine spürbare Abkühlung der Erdatmosphäre einleitet. Manche Wissenschaftler sprechen schon von einer uns bevorstehenden „Kleinen Eiszeit“. Aber es ist nicht sicher, ob es so weit kommt, denn auch in der Vergangenheit sorgte die Sonne mitunter für Überraschungen.

Warum die Zahl der Sonnenflecken das irdische Wetter beeinflussen kann, verstehen wir seit einigen Jahren relativ gut, da die erstmals in den 1990er Jahren vom dänischen Astrophysiker Henrik Svensmark formulierte Hypothese einer Modulation der Wolkenbildung durch den Sonnenwind in der Zwischenzeit durch das CLOUD-Experiment am europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf Schritt für Schritt erhärtet wurde. Svensmark hatte angenommen, dass aus dem Weltraum kommende galaktische Strahlung (Muonen) Luftmoleküle ionisiert, so dass diese zu Kondensationskeimen für die Bildung von Wassertröpfchen und schließlich von Wolken werden. Dicke Regenwolken wirken kühlend, weil sie das Sonnenlicht auf ihrer hellen Oberseite reflektieren. Bei hoher Sonnenaktivität kann jedoch der von der Sonne Richtung Erde geschleuderte Teilchenstrom (Sonnenwind) starke Magnetfelder induzieren, die die Erde vor der Bombardierung durch galaktische Teilchen schützen können. Steigt die Zahl der Sonnenflecken, vermindert sich auf der Erde die Bewölkung und es wird im Schnitt wärmer. Bei sinkender Sonnenaktivität ist es umgekehrt.

Offizielle Lehrmeinung des Weltklimarates IPCC war aber bislang, dass hauptsächlich Schwefeldioxid und andere von der Industrie ausgestoßene Luftschadstoffe die Rolle von Kondensationskeimen spielen und dass die leichte Erderwärmung seit dem 19. Jahrhundert auf den vermehrten Ausstoß des „Klimagases“ CO2 zurückgeht. So wollten die der globalistischen Klimapolitik zuarbeitenden Wissenschaftler die Tatsache erklären, dass die Erdtemperatur nun schon seit fast zwei Jahrzehnten stagniert und auch davor schon deutlich hinter dem von Supercomputern berechneten Trend zurückgeblieben war. Die Forscherteams um Jasper Kirkby am CERN und Joachim Curtius an der Frankfurter Goethe-Universität konnten jedoch kürzlich in einer Nebelkammer experimentell nachweisen, dass nicht Schwefeldioxid, sondern natürliche Ausdünstungen der Vegetation die Hauptrolle bei der Wolkenbildung spielen. Das Team von Federico Bianchi konnte das übrigens im Rahmen des CLOUD-Projekts durch Freiluft-Messungen am Jungfraujoch in den Berner Alpen bestätigen. Die Zunahme der Bewölkung und das Zurückbleiben der Erdtemperatur hinter den Modellrechnungen können also nicht auf industrielle Schadstoffe zurückgeführt werden. Die Klimamodelle müssen umgeschrieben werden: An Stelle des CO2 und anderer Gase müssen Sonnenfleckenzyklen darin die Hauptrolle spielen.

Die internationale Klimabürokratie nimmt von den Ergebnissen des CLOUD-Projekts aber bislang kaum Notiz. In der zweiten Mai-Hälfte trafen sich in Bonn-Bad Godesberg die Vertreter von 196 UN-Mitgliedsstaaten, um über die Umsetzung des Pariser Klima-Abkommens vom Dezember 2015 zu beraten. Danach soll die Erderwärmung durch die Reduktion des CO2-Ausstoßes auf 1,5 Grad Celsius mit Hilfe des Umstiegs auf „erneuerbare“ Energien begrenzt werden. Christiana Figueres, die scheidende Generalsekretärin des UN-Klimasekretariats, erklärte dort, der Klimawandel und seine katastrophalen Folgen seien so offensichtlich, dass nun alle zum Handeln entschlossen seien. Doch die Delegierten trennten sich, ohne auch nur einen einzigen konkreten Beschluss zu fassen. Es scheint, dass immer weniger von ihnen noch von der Gefährlichkeit des CO2 überzeugt sind.

Zuerst erschienen bei ef Magazin

 

14 Jul 11:47

Enable TCP Fast Open in Microsoft Edge for quicker page load times

by Daniel Rubino

One of the benefits of building a browser from the ground up is you get to put in all the best web technology and standards that are available while avoiding older deprecated ones. Microsoft Edge is slowly but surely becoming one of the most modern web browsers available without the bloat of competitors.

TCP Fast Open became available in some of the most recent builds of the Windows 10 Anniversary Update (Slow and Fast Ring) starting in mid-June (build 14352 and higher). Today I'll explain what it is and why you may want to turn it on in Windows 10 for PC and Mobile.

14 Jul 11:27

Hyperuniformity Found In Birds, Math And Physics

14 Jul 11:24

How a modest contract morphed into the CIA’s brutal interrogation program

14 Jul 10:58

Tom Kummer: Gegen die öde, blöde Welt der Fakten

by ZEIT ONLINE: Kultur - Bernhard Pörksen
Seit Jahrzehnten ist Tom Kummer im Journalismus als Fälscher unterwegs. Für ihn ist der Fake ein erkenntnistheoretisches Experiment. Jetzt war er wieder aktiv.
14 Jul 10:54

Recruiting: „Abschlussnoten sind nicht mehr wichtig“

by Daniel Hüfner

Alle Personalverantwortung geht vom Chef aus? Nicht so bei Sipgate. Bei der IT-Firma aus Düsseldorf entscheiden allein die Mitarbeiter, wer eingestellt oder gekündigt wird.

Wie Recruiting ohne Chef funktioniert

Eigentlich sind Carina Visser und Thu Huynh Anh bei Sipgate für das Personal zuständig. Eigentlich, denn wenn man es genau nimmt, stimmt nicht einmal mehr das. Der VoIP-Anbieter aus Düsseldorf hat sich bereits vor einiger Zeit vom klassischen Recruiting-Modell verabschiedet. Einen Bewerber zum Vorstellungsgespräch einladen und vom Chef oder Personalreferent ausquetschen lassen? „Das funktioniert nicht mehr“, sind sich Visser und Huynh Anh einig.

Thu Huynh Anh (Bildmitte) sichtet mit Kollegen neue Bewerbungen. Bei Sipgate setzt man auf einen ein Recruiting-Modell ohne Chef. (Foto: Sipgate)
Thu Huynh Anh (Bildmitte) sichtet mit Kollegen neue Bewerbungen. Bei Sipgate setzt man auf einen ein Recruiting-Modell ohne Chef. (Foto: Sipgate)

Stattdessen bekommt bei Sipgate jeder der insgesamt 128 Mitarbeiter eigene Personalverantwortung übertragen. Vorstellungsgespräche führen und Absagen schreiben inklusive. Entschieden wird alles im Kollegenkreis. „Peer Recruiting“ heißt das neue Erfolgsrezept, das den Bewerbungsprozess erheblich verkürzen soll. Im Interview mit t3n.de sprechen Visser und Huynh Anh über die Vorteile der außergewöhnlichen Idee, den Abschied von der Gehaltsverhandlung und worauf ihre Mitarbeiter im Vorstellungsgespräch wirklich achten.

t3n.de: Bei Sipgate wurde die Personalverantwortung vom Chef auf die Mitarbeiter übertragen. Eine ziemlich radikale Idee, oder?

Carina Visser: So radikal ist das gar nicht. Wir haben vor sechs Jahren angefangen, auf Scrum zu setzen und dies bedeutete auch eine Anpassung der Strukturen im HR-Bereich. Gerade in Unternehmen mit stark produktbezogenen Teams bedarf es einfach eines anderen Recruiting-Prozesses. Früher wurden Bewerber auch bei uns nur dem Chef vorgesetzt. Heute ist das undenkbar.

t3n.de: Warum?

Thu Huynh Anh: Weil Entscheidungen immer dort am besten getroffen werden können, wo sie später auch ihre Wirkung entfalten. Bei Sipgate gibt es deshalb auch keine Abteilungs- oder Teamleiter mehr. Jedes Team bestimmt selbst, was es zum Arbeiten braucht. Warum sollte es also nicht auch über einen neuen Mitarbeiter entscheiden dürfen? Immerhin muss es ja später acht Stunden täglich mit dem zusammenarbeiten.

t3n.de: Und aus diesem Gedanken ist dann letztlich auch die Idee des Peer Recruitings entstanden?

Huynh Anh: Genau.

t3n.de: Was steckt hinter dem Peer Recruiting?

Visser: Wenn wir von einem Peer sprechen, meinen wir immer mehrere Leute, die tagtäglich mit einem Mitarbeiter zusammenarbeiten und diesen auch fachlich beurteilen können. Auf das Recruiting bezogen stellt also niemals nur eine einzige Person einen neuen Kollegen ein, sondern immer ein Team.

t3n.de: Wie kann man sich den Ablauf in der Praxis vorstellen?

Visser: Wenn zum Beispiel ein neuer Entwickler eingestellt werden soll, ist das die Entscheidung eines Produktteams, das selbst aus drei oder vier Entwicklern besteht. Am Anfang des Peer Recruitings wird überlegt, wer eigentlich eingestellt werden soll und welche Fähigkeiten benötigt werden. Dann werden gemeinsam Bewerbungen gesichtet, Vorstellungsgespräche geführt und Probearbeitstage vereinbart. Geeignete Bewerber werden anschließend von ihren jeweiligen Peers bis zum Ende ihrer Probezeit mit mehreren Feedbackgesprächen begleitet. Danach entscheidet das Team dann endgültig über den Verbleib.

t3n.de: Im schlimmsten Fall müssen Mitarbeiter also auch eine Kündigung aussprechen?

Visser: Korrekt.

t3n.de: Und der Chef hat da wirklich kein Wort mitzureden?

Visser: Nein. Der will das auch nicht wissen.

t3n.de: Das ist gewagt.

Visser: Ja, aber nur so schaffen wir bei den Mitarbeitern am Ende auch ein Bewusstsein für die Verantwortung, die sie gegenüber dem Team und damit dem gesamten Unternehmen haben.

t3n.de: Wollen Mitarbeiter denn überhaupt Personalverantwortung haben?

Huynh Anh: Also es ist schon so, dass jeder Mitarbeiter bei Sipgate diese Verantwortung tragen muss. Nach diesem Kriterium stellen wir ja auch neue Leute ein. Natürlich liegt die Personalverantwortung manchen mehr, manchen dagegen weniger. Wir stellen aber fest, dass es schnell große Lerneffekte gibt. Und wir lassen ja niemanden allein, sondern begleiten aktiv.

t3n.de: Welche Vorteile bietet das Peer Recruiting?

Huynh Anh: Es verkürzt den Bewerbungsprozess enorm. Besonders deutlich wird das zum Beispiel an den Absageschreiben.

t3n.de: Inwiefern?

Huynh Anh: Dadurch, dass die Personalverantwortung beim Peer Recruiting auf den Schultern aller Mitarbeiter verteilt ist, können wir jedem Bewerber eine persönliche Antwort innerhalb von 24 Stunden zusichern. Auch die übliche Standardabsage gibt es bei uns nicht. Wir achten darauf, dass jeder Bewerber eine qualifizierte und individuelle Absage bekommt.

An den vollverglasten Bürowänden hat das Team von Sipgate zahlreiche Absagen an Bewerber ausgehängt. Das Unternehmen beantwortet jede Bewerbung innerhalb von 24 Stunden persönlich. (Foto: Sipgate)
An den Bürowänden hat das Team von Sipgate zahlreiche Absagen an Bewerber ausgehängt. Das Unternehmen beantwortet jede Bewerbung innerhalb von 24 Stunden. (Foto: Sipgate)

t3n.de: Wie sieht so eine Absage denn aus?

Visser: Da stehen zunächst einmal positive Sachen drin. Was war gut an der Bewerbung, was hat uns gefallen? Dann natürlich auch die konkreten Gründe der Absage. Vor allem aber erklären wir Bewerbern in den Schreiben, warum wir so direkt und auch in dieser ungewöhnlichen Form antworten. Schließlich zahlt das am Ende auch alles auf die Außenwahrnehmung unserer Marke ein.

t3n.de: Das klingt so, als würden die Mitarbeiter den ganzen Tag nur noch Bewerbungen sichten und beantworten. Kollidiert die Personalverantwortung gar nicht mit den eigentlichen Aufgaben?

Visser: Tatsächlich haben auch wir uns gefragt, ob dadurch nicht vielleicht viele Sachen liegen bleiben. Am Ende ist es aber eine Frage der Priorisierung. Und es ist ja auch nicht so, dass alle Teams zur gleichen Zeit zehn neue Kollegen suchen. Das passiert schrittweise. So entfällt nur ein kleiner Teil des Zeitbudgets auf die Personalarbeit.

t3n.de: Okay, aber wie profitieren denn Mitarbeiter überhaupt davon?

Visser: Es hilft dabei, Probleme im Kollegenkreis viel offener und direkter anzusprechen. Aus meiner Erfahrung ist es in vielen Unternehmen so, dass sich einige Kollegen untereinander nicht verstehen. Allerdings wird dann oft nur hinter vorgehaltener Hand gelästert, ändern tut sich hingegen nichts. Beim Peer Recruiting brechen wir dieses Gefüge total auf. Wenn du Zoff mit jemandem hast oder etwas im Team schief läuft, bist du derjenige, der das Problem ansprechen und lösen muss. Denn du hast die Verantwortung für das Personal.

t3n.de: Wenn jeder Mitarbeiter Personalverantwortung hat, brauchen Unternehmen dann überhaupt noch eine HR-Abteilung?

Huynh Anh: Auf jeden Fall. Unsere Aufgabe besteht ja darin, die Prozesse als Berater zu begleiten und Mitarbeiter im Umgang mit ihrer Personalverantwortung zu coachen. Kürzlich haben wir nach langer Zeit mal wieder einen Buchhalter gesucht. Für die bestehenden Mitarbeiter aus dem Team war das also ein relativ neuer Prozess. Denen haben wir zum Beispiel erklärt, wie man absagen schreibt oder Vorstellungsgespräche führt.

t3n.de: Und auch, wie viel Gehalt sie dem Bewerber maximal anbieten sollen?

Huynh Anh: Nein. Wir wollen weg von der klassischen Gehaltsverhandlung.

t3n.de: Das heißt?

Huynh Anh: Wir testen derzeit ein neues Gehaltsmodell, das für mehr Transparenz sorgen soll. Zwar legen wir die Gehälter nicht offen, wie es zum Beispiel von Unternehmen in den USA häufig gemacht wird, aber wir erklären damit, wie ein Gehalt bei Sipgate überhaupt entsteht.

t3n.de: Wie entsteht denn ein Gehalt bei Sipgate?

Visser: Da gibt es verschiedene Komponenten, über die ich jetzt nicht sprechen kann. Aber ich könnte jetzt ohne weiteres den Gehaltswunsch eines Bewerbers nehmen und herausfinden, was andere Mitarbeiter bei Sipgate in ähnlichen Positionen verdienen. Das erleichtert uns die Einschätzung und verhindert, dass jemand weniger verdient, nur weil er sich nicht so gut verkaufen kann wie andere Bewerber oder Kollegen.

t3n.de: Welche Trends seht ihr denn noch im Recruiting-Bereich?

Visser: Das persönliche Mindset der Bewerber wird immer wichtiger. Jemand muss vor allem kulturell ins Unternehmen passen. Die fachliche Qualifikation alleine reicht aus unserer Sicht nicht mehr aus, um ein neuen Mitarbeiter auch langfristig an das Unternehmen zu binden. Übrigens sind aus genau diesem Grund auch Abschlussnoten oder Zeugnisse für uns nicht mehr so wichtig.

t3n.de: Warum denn das nicht?

Huynh Anh: Weil Abschlussnoten nur noch etwas aussagen, wenn sie wirklich schlecht sind. Bei sehr guten Noten hält sich der Erkenntnisgewinn dagegen in Grenzen.

t3n.de: Worauf schaut ihr dann bei einem Bewerber?

Huynh Anh: Zum Beispiel, ob sich der Bewerber mit unserer Kultur beschäftigt hat. Und: Was macht er in seiner Freizeit? Ist er lernfähig und wenn ja, wie eignet er sich neues Wissen an? Bei Entwicklern macht sich beispielsweise ein aktives Profil auf Github immer ziemlich gut. Darüber hinaus wollen wir auch wissen, welche Zeitschriften ein Bewerber liest und warum.

t3n.de: Überflieger lassen euch also komplett kalt?

Huynh Anh: Also natürlich bleibt ein Hochschulabschluss in Informatik mit 1,0 nicht unberücksichtigt. Aber für uns es ist eben auch kein relevantes Einstellungskriterium. Wir suchen Leute, die lernen wollen und nicht Leute, die irgendwo einen Abschluss haben.

t3n.de: Könnt ihr anderen Unternehmen noch einen Tipp geben?

Huynh Anh: Den Mitarbeitern viel mehr Vertrauen schenken. Auch was die Entscheidungsbefugnisse angeht. Wichtig ist nur, sie darin auch zu begleiten und die richtigen Fragen zu stellen.

Visser: Genau. Gerade bei der Personalarbeit haben Chefs eben oft die Befürchtung, die Mitarbeiter hätten keine Zeit dafür oder seien nicht ausreichend geschult. Ich kann nur dazu raten, auch mal den Mut zu haben, Dinge aus der Hand zu geben. Die Erfahrung macht ja auch Spaß. Bei uns jedenfalls wird der Chef nie wieder jemanden einstellen, mit dem er nicht unmittelbar etwas zu tun hat.

13 Jul 19:15

„Focus Online“ fällt auf einen 85 Jahre alten Witz rein

by Moritz Tschermak

Wenn eine, nun ja, Nachrichtenseite wie „Focus Online“ ein Video veröffentlicht, in dem der Mitschnitt eines Gesprächs von 2003 zwischen der Besatzung eines Schiffs der US-Navy und einem Spanier zu hören ist, dann muss das schon ein besonderer Dialog sein. Die Leute bei „Focus Online“ fanden das Ganze jedenfalls so gut, dass sie nur noch einen kurzen Aufsager vor die Unterhaltung gepackt haben und, zack!, raus damit:

Ein Funkgespräch, das offenbar Anfang 2000 entstanden ist, macht derzeit auf Facebook die Runde. Darin fordert ein Spanier ein Schiff der US-Navy auf den Kurs zu ändern. Der Schiffkapitän [sic] verlangt jedoch, dass der Spanier seine Route ändert. Dann wird es unendlich peinlich für den Kapitän.

Und tatsächlich ist das Gespräch recht kurios:

Spanier: Dies ist A-853, bitte ändern Sie Ihren Kurs um 15°, um eine Kollision zu vermeiden. Sie fahren direkt auf uns zu. Distanz: 25 nautische Meilen.

US-Navy: Dies ist der Kapitän eines Schiffs der United States Navy. Wir bestehen darauf, dass Sie Ihren Kurs um 15° Nord ändern, um eine Kollision zu vermeiden.

Spanier: Das halten wir nicht für möglich oder angemessen. Wir schlagen vor, dass Sie Ihren Kurs um 15° Nord ändern.

US-Navy: Hier spricht Kapitän ***, Kommandeur des Flugzeugträgers U.S.S. *** [Auslassungen im Original], des zweitgrößten Flugzeugträgers der United States Navy. Wir werden von zwei Schlachtschiffen, sechs Zerstörern, fünf Kreuzern, vier U-Booten und Versorgungsschiffen begleitet. Wir sind aktuell unterwegs zum Persischen Golf, um in militärischen Manövern gegen den Irak teilzunehmen. Ich schlage nicht vor, ich befehle Ihnen, Ihren Kurs um 15° Nord zu ändern. Sonst sind wir gezwungen, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, um die Sicherheit dieser Flotte zu garantieren. Sie gehören zu einer verbündeten Nation, die Mitglied der NATO und der Koalition ist. Befolgen Sie sofort meinen Befehl und gehen Sie uns aus dem Weg.

Spanier: Hier spricht Juan Manual Salaas Alcantra. Wir sind zwei Personen, aktuell begleitet von unserem Hund, unserem Essen, zwei Bier und einem Kanarienvogel, der gerade schläft. Wir bekommen Unterstützung von „Coruna Daily Radio“ und der „Maritime Emergencys Frequency no. 16“. Wie werden nirgends hingehen, da wir mit Ihnen vom Festland aus sprechen. Wir befinden uns im Leuchttum A-853 Finisterre an der galizischen Küste. Wir haben verdammt noch mal keine Ahnung, wo wir im Ranking der spanischen Leuchttürme stehen. Sie können jegliche Aktion vornehmen, die Sie für notwendig halten und verdammt noch mal mögen, um die Sicherheit Ihres Schiffs zu garantieren, das sonst an den Felsen zerschellen wird. Wir wiederholen noch einmal, dass das gesündeste und zu empfehlende Vorgehen eine Kursänderung von Ihnen um 15° ist, damit wir nicht miteinander kollidieren.

US-Navy: OK, angekommen, danke.

Nun könnte man misstrauisch werden, dass eine moderne Schiffsflotte keine ordentlichen Karten oder gut funktionierende Radar- und GPS-Systeme an Bord hat. Oder dass ein Navy-Kapitän Leuten, die er gar nicht kennt, davon erzählt, auf welcher Mission er und wie seine Flotte zusammengesetzt ist.

Tatsächlich ist das, was sich wie ein alter Witz liest, ein alter Witz. Die Geschichte vom wichtigtuerischen Navy-Kapitän, der großkotzig seinem Funk-Gegenüber droht, stammt in der von „Focus Online“ verbreiteten Form mindestens aus den 1980er-Jahren. Eine abgewandelte Variante soll es bereits 1931 gegeben haben.

Es gibt verschiedene Versionen des Witzes: Mal ist es die U.S.S. Enterprise, die auf Kollisionskurs sein soll, mal die U.S.S. Missouri. Mal vor der Küste Neufundlands, mal vor Spanien. Es gibt einen eigenen Wikipedia-Eintrag zu der Geschichte. Eine schwedische Firma, die Navigationsgeräte herstellt, hat aus ihr einen Werbespot gemacht, genauso eine spanische Biermarke.

Man hätte also rausfinden können, dass mit der Funkaufnahme etwas nicht stimmt („Focus Online“ merkt zumindest an einer Stelle an, dass unklar sei, ob es sich bei dem Audiomitschnitt „um Originalaufnahmen handelt.“). 2009 hat sogar die US-Navy auf den „Lighthouse Joke“ offiziell reagiert:

The following is being transmitted around the Internet as an event that really took place, but it never happened. It is simply an old joke like those found in popular magazines

Sieben Jahre später sind dann auch die Fake-Video-Verbreiter von „Focus Online“ darauf reingefallen.

Mit Dank an Alexander F.!

Nachtrag, 14. Juli: Die Leute von „Focus Online“ haben den Witz inzwischen verstanden und die Überschrift ihres Artikel entscheidend geändert:

Im Artikel ist ein neuer Absatz hinzugekommen:

Was FOCUS Online zunächst entgangen war: Es handelt sich dabei um Satire. Aufgrund des freundlichen Hinweises von „Bildblog“ haben wir unseren Fehler nun bemerkt und korrigiert.

Ehrlich gesagt wäre unser „freundlicher Hinweis“ aber gar nicht nötig gewesen. Die Mitarbeiter von „Focus Online“ hätten sich einfach mal die Kommentare ihrer eigenen Leser anschauen müssen — da gab es von Anfang an reichlich Protest, dass es sich um einen alten Witz handelt.

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13 Jul 16:05

IPCC und RCP 8.5 „Szenarien, aus dem Alpträume gemacht werden“

Bild rechts: Quelle

In den meisten, wenn nicht sogar in allen AGW-Katastrophe-Studien wird das RCP 8.5-Szenario (oder ein Äquivalent) als das „Business-as-Usual-Szenario“ bemüht. Ein Beispiel aus jüngerer Zeit steht hier. In der begutachteten Studie heißt es: „Die Antarktis hat das Potential, mehr als einen Meter zum Anstieg des Meeresspiegels bis zum Jahr 2100 beizutragen“. Journalisten übersetzten dies zu „Es wird erwartet, dass die Antarktischen Eisschilde den Anstieg des Meeresspiegels bis zum Jahr 2100 auf zwei Meter verdoppeln werden, falls die Kohlenstoff-Emissionen nicht reduziert werden“.

Der Unterschied zwischen „hat das Potential“ und „es wird erwartet“ ist größer als eine ganze Welt, vor allem, wenn das „Potential“ auf einem absolut unsinnigen Szenario beruht.

Das Zeug, aus dem Alpträume entstehen

Dr. Judith Curry hat auf ihrem Climate Etc. Blog sehr nachdenkliche Überlegungen angestellt über „RCP 8.5, das Zeug, aus dem Alpträume gemacht werden“:

Eine Einführung zu Szenarien bezüglich unserer Zukunft

Im AR 5 werden Szenarien zukünftiger Emissionen, Konzentrationen und Landverbrauch mit vier Representative Concentration Pathways (RCPs) beschrieben. Sie enden mit Niveaus des Strahlungsantriebs von 2,6; 4,5; 6,0 und 8,5 W/m² bis zum Jahr 2100. Tief greifende politische Maßnahmen zur Abschwächung führen zu einem niedrigen Antriebsniveau (RCP 2.6) Zwei mittlere Stabilisierungs-Szenarien führen zu dazwischen liegenden Ergebnissen: (RCP4.5, RCP6.0).

RCP 8,5 wird die größte Aufmerksamkeit zuteil. Es geht vom stärksten Bevölkerungswachstum (eine Verdoppelung der Erdbevölkerung auf 12 Milliarden), von der niedrigsten Rate technologischer Entwicklung, geringem BIP-Wachstum, einer massiven Zunahme der Armut in der Welt plus hohem Energieverbrauch und Emissionen aus. Mehr zu den RCPs steht hier: „The representative concentration pathways: an overview” by Detlef P. van Vuuren et al, Climatic Change, Nov 2011.

RCP 8.5 geht von einer alptraumhaften Welt aus, sogar noch vor Klimaauswirkungen, die sich aus substantiellen Änderungen schon lange bestehender Trends ergeben. Es rüstet den AR 5 mit einem essentiellen Worst-Case-Szenario aus, welches für die konservative Planung erforderlich ist.

Unglücklicherweise bezeichnen Wissenschaftler RCP 8.5 ungenau als das Grundlagen-Szenario – eine Zukunft ohne politische Maßnahmen: „Ein relativ konservativer ,Business-as-Usual-Fall' mit niedrigem Einkommen, hoher Bevölkerungszahl und hoher Energienachfrage infolge lediglich geringer Verbesserungen der Energiedichte“ aus RCP 8.5: A scenario of comparatively high greenhouse gas emissions” by Keywan Riahi et al in Climate Change, November 2011. Dies ist eine erhebliche Falschinterpretation von RCP 8.5, um schreckliche Zukunftsvisionen (hier) zu konstruieren. Nur selten wird erwähnt, wie unrealistisch die darin aufgestellten Hypothesen sind.

„Wissenschaftler zogen dann RCP 8.5 heran, um schreckliche Zukunftsvisionen zu konstruieren“. Warum sollten „Wissenschaftler“ sich überzeugt davon fühlen, „schreckliche Zukunftsvisionen zu konstruieren“? Warum außerdem sollten sie so oft diese „schrecklichen Zukunftsvisionen“ als Grundlinie beschreiben, die bei „Business-as-Usual“-Szenarien erwartet werden?

Test von RCP 8.5

Einer der Kommentatoren meines früheren Beitrages war so freundlich, mich zu der RCP-Databasis zu führen. Unter Verwendung der RCP-Daten und des Statistical Review of World Energy 2015 von BP werde ich zeigen, wie absurd RCP 8.5 daherkommt in einem besseren Vergleich von „Äpfeln mit Äpfeln“ als in meinem Beitrag zuvor. Ich werde die Kohlenstoff-Emissionen und die atmosphärischen CO2-Konzentrationen aus RCP 4.5, 6.0 und 8.5 mit den Daten aus der realen Welt vergleichen.

Zunächst zu meinem Beitrag zuvor:

Mittels BP’s Statistical Review of World Energy 2015 konstruierte ich ein „Modell“.

Abbildung 1: Cross-Plots des kumulativen Verbrauchs fossiler Treibstoffe MTOE im Vergleich zum atmosphärischen CO2-Gehalt in ppm, wie er gemessen wurde am Mauna Loa Observatorium MLO (oben) und des jährlichen Verbrauchs fossiler Treibstoffe in Abhängigkeit von der Zeit.

In diesem „Modell“ werden zwei Gleichungen abgeleitet:

1. CO2 (ppm) = 0.0002*(MTOE) + 320.87 (R² = 0.9986)

2. MTOE = 142.16*(Year) – 275,639 (R² = 0.9698)

Anmerkung: MTOE = Millionen Tonnen Öl-Äquivalent

Anmerkung für Erbsenzähler: Ja, ich weiß, die Graphiken oben und unten sowie die Gleichungen 1 und 2 sollten in umgekehrter Reihenfolge gelistet sein.

Diese zwei Gleichungen ermöglichen es mir, den Verbrauch fossiler Treibstoffe und den atmosphärischen CO2-Gehalt in ferne Zukunft zu projizieren. Unter der Annahme, dass die Mischung aus Rohöl, Erdgas und Kohle weiterhin in einem konstanten Verhältnis zueinander stehen (nämlich dem wie im Zeitraum 2005 bis 2014), komme ich auf eine atmosphärische CO2-Konzentration von 683 ppm im Jahre 2100. Das ist etwa halb so viel wie bei RCP 8.5 (Venus) und vergleichbar mit RCP 4,5 (nicht katastrophal).

Abbildung 2: GIGO is as GIGO does.

Um die Realität noch besser abzubilden, habe ich mir noch genauer das Verhältnis zwischen Rohöl, Erdgas und Kohle im Gemisch fossiler Treibstoffe angeschaut. Dabei habe ich bemerkt, dass Erdgas und Rohöl sehr robuste Trends aufweisen...

Abbildung 3: Erdgas ersetzt graduell das Öl als den obersten fossilen Treibstoff... Großer Dank an George Mitchell!

Eine Kombination meines früheren Verfahrens der Projektion des Gesamtverbrauchs fossiler Treibstoffe und deren Trends in Abbildung 3 ergab Folgendes...:

Abbildung 4: Die Rückkehr von Peak Oil.

Kein Zweifel, irgendwann um das Jahr 2060 werden die Anhänger von Peak Oil dessen Rückkehr willkommen heißen.

Mittels der Zahlen von BP zu Kohlendioxid-Emissionen:

Öl – 73,300 kg CO2 per TJ (3.07 Tonnen pro Tonne Öl-Äquivalent)
Erdgas – 56,100 kg CO2 per TJ (2.35 Tonnen pro Tonne Öl-Äquivalent)
Kohle – 94,600 kg CO2 per TJ (3.96 Tonnen pro Tonne Öl-Äquivalent)

Ich habe Szenarien bzgl. Kohlenstoff-Emissionen für zwei Fälle gebildet:

1. Konstantes Verhältnis zwischen Öl, Gas und Kohle basierend auf den Mittelwerten von 2005 bis 2014 (links)

2. Abnehmender Öl- und zunehmender Gasverbrauch sowie relativ stabiler Kohleverbrauch, basierend auf den in Abbildung 3 gezeigten Trends.

Abbildung 5: RCP 8.5 kann schon „Business-as-Usual“ sein … auf der Venus! Der Graph links hat ein konstantes Verhältnis von Öl, Gas und Kohle zur Grundlage. Bei dem Graphen rechts wird Öl durch Gas ersetzt.

Auf der Grundlage eines „Business-as-Usual“-Szenarios in der realen Welt, wobei Erdgas das Öl mit dem gegenwärtigen Tempo ersetzt und ohne Kohlenstoff-Steuer, komme ich auf einen CO2-Gehalt, der auf der Linie des RCP 6.0-Szenarios liegt, also „einem Abschwächungs-Szenario, das heißt es enthält explizite Schritte bzgl. des Kampfes gegen Treibhausgasemissionen (in diesem Falle mittels einer Kohlenstoff-Steuer)“ (hier).

Abbildung 6. QED

Dann zog ich mein „Business-as-Usual“-Szenario der realen Welt heran bei der Abschätzung der Konzentration und wandte darauf drei vernünftige Klimasensitivitäten an: 0,5; 1,5 und 2,5°C pro Verdoppelung des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre mit einem Anfangswert von 280 ppmv (TCR 0.5, TCR 1.5 and TCR 2.5). HadCRUT4 mit Referenz zu 1850 bis 1879 folgt eindeutig sehr eng TCR 1,5...

Abbildung 7: Ein Szenario „Business-as-Usual“ aus der realen Welt (diese Welt, nicht Venus!) würde kaum das bis zum Jahr 2100 angedrohte 2°C-Limit sprengen … Geht man davon aus, dass die gesamte Erwärmung seit 1850 Treibhausgas-Antrieben geschuldet ist … was nicht der Fall ist.

Da allgemein angenommen wird, dass zumindest die Hälfte der Erwärmung seit 1850 natürlichen Ursprungs ist, müsste die tatsächliche Klimasensitivität deutlich niedriger sein als 1,5°C pro Verdoppelung. Darum sollte RCP 8.5 niemals als „Business-as-Usual“, „es wird erwartet“ oder „als Grundlinien-Fall“ beschrieben werden. Da deren Hypothesen hirnverbrannt unrealistisch sind, sollte es überhaupt in keiner seriösen Veröffentlichung auftauchen. Es ist einfach schlechte Science Fiction.

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/04/06/rcp-8-5-part-deux-the-stuff-nightmares-are-made-from/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

13 Jul 07:40

A Course in Machine Learning

13 Jul 07:40

Professional Software Development

13 Jul 07:40

A 'slow catastrophe' unfolds as the golden age of antibiotics comes to an end

13 Jul 07:40

Warum Pokémon Go eine schlechte Nachricht für Facebook, Snapchat und Co. ist [Kolumne]

by Martin Weigert

Pokémon Go geht durch die Decke. Für Dienste wie Facebook, Snapchat und Instagram ist die Entwicklung besorgniserregend. Die Weigerts-World-Kolumne.

Wenn es um Consumer-Software für Smartphones geht, waren die letzten Tage die für mich bislang aufregendsten des Jahres. Erst tauchte mit Prisma eine geniale iPhone-Foto-App auf. Kurz darauf wurde das Augmented-Reality/Mixed-Reality-Spiel Pokémon Go in den App-Stores und Play-Stores englischsprachiger Länder veröffentlicht. Es verzückte umgehend die Massen. Allein in den USA soll die App innerhalb von fünf Tagen 7,5 Millionen Mal heruntergeladen worden sein. Bei wichtigen Schlüsselmetriken kann sie es aktuell sogar mit bekannten, etablierten Apps wie Tinder, Twitter, Snapchat und Instagram aufnehmen.

Ich habe bislang aus Rücksicht auf meinen Tagess- und Arbeitsblauf darauf verzichtet, selbst in die Pokémon-Welt einzutauchen, aber andere beim Spielen beobachtet. Das initiale Suchtpotenzial ist enorm. Eine Person aus meinem Umfeld hat mir gestern Abend berichtet, dass sie wegen des Spiels den gesamten Tag weder Snapchat noch den Facebooks-Feed angeschaut habe.

Plötzlich gibt es nur noch eine Smartphone-App

Aus dem Stand ist es der App gelungen, einen erheblichen Teil des verfügbaren Smartphone-Zeitbudgets von Anwendern für sich zu reklamieren. Man kann Pokémon Go nicht spielen, wenn man gleichzeitig bei Snapchat, Facebook, Instagram oder Twitter abhängt. Die App erfordert die gesamte Aufmerksamkeit der User, und zumindest initial gelingt es ihr blendend, diese auch zu erhalten. Zwar muss man davon ausgehen, dass Nutzer für Pokémon Go auch andere Freizeitaktivitäten opfern, dennoch ist offensichtlich, dass eine große Zahl der frischgebackenen Zocker ihre Social-Media-Nutzung zumindest erst einmal deutlich verringern werden. Jedenfalls den Teil, der vor allem aus dem Scrollen durch die Feeds auf der Suche nach Ablenkung und Unterhaltung besteht. Das ist eine entscheidende Entwicklung.

(Foto: Matthew Corley / Shutterstock.com)
Pokémon Go zwingt die Nutzer zur vollen Aufmerksamkeit – nebenbei Facebook, Instagram oder Snapchat checken ist nicht drin. (Foto: Matthew Corley / Shutterstock.com)

Die führenden Social-Media-Dienste basieren auf den Prinzipien der Aufmerksamkeitsökonomie. Sie verwenden raffinierte Tricks und Verfahren, um User anzulocken und um das mehrfach tägliche Öffnen der App zu einer Gewohnheit zu machen. Anschließend wird diese Aufmerksamkeit monetarisiert. Ist eine App erst einmal zur Gewohnheit geworden, wird es für Rivalen oder Newcomer schwerer, ihrerseits ein Stück vom im Endeffekt begrenzten Aufmerksamkeitskuchen abzubekommen. Doch Pokémon Go ist dieses Kunststück gelungen. Die Anwendung hat angetrieben durch Mundpropaganda umgehend eine globale Reichweite erreicht und hat innerhalb weniger Tage Millionen Menschen dazu gebracht, ihre über lange Zeiträume verfestigten Gewohnheiten zumindest temporär aufzugeben.

Aktuell befindet sich Pokémon Go wahrscheinlich auf dem Höhepunkt seines Hypes. Sobald er nachlässt, wird sich bei Usern die geistige Liste der priorisierten Apps wieder an den Zustand vor Pokémon Go annähern. Bis dahin aber werden Millionen weitere Menschen dem Charme der App verfallen sein. Niantic und Nintendo, die Macher des Spiels, könnten die Euphorie außerdem durch neue Funktionen wie etwa eine Komponente zur Kommunikation mit anderen Usern innerhalb der App verlängern und damit über die anfängliche Begeisterungswelle hinaus Nutzer bei Laune halten. Es ist also sehr denkbar, dass mehr als nur ein paar Tage lang eine große Zahl von vor allem jungen Smartphone-Nutzern rund um den Globus ihre Aufmerksamkeit Pikachu & Co widmen wird. Den führenden Social-Media-Anbietern kann dies ganz und gar nicht gefallen.

Herausforderung fürs App-Establishment

Der in diesen Ausmaßen überraschende Erfolg von Pokémon Go liefert eine spannende Gegenthese zum verbreiteten Bild von unaufhaltsam jede Minute Aufmerksamkeit der User aufsaugenden, schier allmächtigen Netzgiganten. Für diese Firmen und ihre Geschäftsmodelle ist es eine Bedrohung, wenn ein Newcomer auftaucht, der innerhalb weniger Tage die Welt erobert, unverzüglich zur Lieblingsbeschäftigung von Smartphone-Nutzern wird und für Anwender alle anderen sonst zum Zwecke des Zeitvertreibs frequentierten Apps vergessen lässt. Ein Phänomen wie Pokémon Go ist nicht im Interesse von Snapchat, Facebook, Instagram und Konsorten.

Ein Technologieriese muss sich dagegen keine Sorgen machen, weil es ihm nie gelungen ist, eine erfolgreiche, von der Masse genutzte Social-Media-Plattform aufzubauen: Google. Und ganz zufälligerweise begann Pokémon-Go-Macherin Niantic als Division innerhalb von Google. Wer Pokémon Go spielen möchte, muss sich mit einem Google-Konto anmelden. Und Google selbst hat auch in das heute unabhängige Spielestudio investiert. Dieses Engagement führt nun nicht nur zu einem gigantischen App-Erfolg und bereits auch zu beachtlichen Umsätzen, sondern es sorgt nun auch für mutmaßlich schlechte Stimmung bei den Firmen, gegen die Google im Social-Media-Segment so lange nichts ausrichten konnte.

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13 Jul 07:39

Announcing Windows 10 Insider Preview Build 14388 for PC and Mobile

by Dona Sarkar

UPDATE 7/15: We have released Build 14388 for PC and Mobile to Windows Insiders in the Slow ring.

Hello my Windows Insiders!

I’m at the Worldwide Partner Conference (WPC) this week to meet partners and customers to understand the needs of their businesses and brands. Yesterday I gave a talk about what I have learned about my first 41 days about being the Insider lead and what I envision for the future of the program. Nothing should be a surprise for you, my Insiders. We are all about education and empowerment to transform every industry with our tech skills in the next decade. The audience had quite a few questions about how to engage their own customers in different industries (autos, medical, construction) and I learned quite a bit about how these industries differ from tech. It got me thinking about how to help these leaders build fans-as-part-of-product programs like ours. You can find the audio and slides from the talk here.

In build news, today we are releasing Build 14388 for both PC and Mobile to Windows Insiders in the Fast ring. This build has 44 new fixes in it including a bunch of fixes to improvement reliability and battery life and improvements to accessibility. A few of the most notable fixes are listed below.

Improvements and fixes for PC

  • We have updated the Store to version 11606.1001.39 with bug fixes.
  • We fixed an issue where Narrator keyboard shortcuts would not work after locking your PC and then logging back in and going to your desktop.
  • We fixed an issue where Narrator would not read the date and time under Settings > Time & language > Date & time.
  • We fixed a TPM driver crash that could result in the device bug-checking (bluescreen) and rebooting.

Improvements and fixes for Mobile

  • We have updated the Store to version 11606.1001.39 with bug fixes.
  • We fixed the issue causing the keyboard to not show up consistently for InPrivate mode on Microsoft Edge.
  • We fixed an issue that could result in an app getting into a state after being suspended where it would be unable to launch until rebooting the device.

Known issues for PC

  • A recent fix went into place for the Hyper-V firmware that will that affect the ability to boot Windows Server 2016 Tech Preview 5 VMs with Secure Boot enabled. A fix for TP5 builds has been developed however, due to release schedules, the Insider Preview build changes will be released before the TP5 fix is released. During that time, if you try to boot a new TP5 VM with Secure Boot enabled, it will fail. The workaround is to disable Secure Boot during this period.
  • After you install this build on a PC using a non-EN-US language, you may get error code 0x80004005 when enabling Developer Mode on the “For Developers” Settings Page. Even after seeing this error message, your machine is in developer mode and you should still be able to use Visual Studio to develop Universal Windows Applications. In most cases, this error indicates that extra components required by the operating system to enable additional debugging features in Visual Studio or the Windows Device Portal could not be installed automatically.

To fix this:

#1. Go to Settings > System.
#2. Click on “Apps & features”
#3. Choose “Manage Optional features”
#4. Press the button “Add a feature”
#5. Select the package for Windows Developer Mode
#6. Click “Install”
#7. Reboot your PC
#8. Launch Command Prompt as Administrator
#9. Run: sc config debugregsvc start=auto

Finally, return to the “For Developers” Settings page. You will still see the error code, 0x80004005 but you should now be able to enable Windows Device Portal and the Device Discovery features.

Known issues for Mobile

  • Voice Recorder does not show up consistently as an option for Call Recording. We heard your feedback and plan to release a Voice Recorder app update via the Store soon that has the fix for this issue.
  • Wallet users are prompted for a PIN twice when using tap to pay from a locked phone. You can enter their PIN twice and tap as usual once the phone is unlocked.
  • REMINDER: We have changed the backup format for Windows 10 Mobile devices to reduce the size of the backup stored in OneDrive. As a result, if you do a backup on a device running the latest Windows 10 Mobile Insider Preview builds and move back to the released version of Windows 10 Mobile (Build 10586) and restore from your backup – your Start screen layout won’t restore and remain the default Start layout. Your previous backup also gets overwritten. If you need to go back to Build 10586 temporarily, once you are on Build 10586 you should disable backup so it doesn’t overwrite the good backup from Windows 10 Mobile Insider Preview builds.

We’re getting down to the wire, my Insiders. Thank you for your dedication this past weekend and every day.

Keep hustling,
Dona <3

12 Jul 14:11

Danke Microsoft: PC-Markt wächst zum ersten Mal seit über einem Jahr

by Albert Jelica

Microsoft Surface Pro 4 Pen

Laut den Analyse-Ergebnissen von Gartner ist der PC-Markt im zweiten Quartal 2016 zum ersten Mal seit Q1 2015 gewachsen, zumindest in den USA. In allen anderen Regionen der Welt setzt sich der Trend fort, dass immer weniger PCs verkauft werden.

HP, Dell. ASUS und Acer konnten allesamt ein Wachstum einfahren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, während Marktführer Apple und zweitplatzierter Lenovo einen Rückgang an verkauften Einheiten feststellen mussten.

Ob das Wachstum weitergeht, kann aktuell nur schwer prognostiziert werden. Viel wird von Windows 10 in der zweiten Jahreshälfte abhanden, wenn nämlich das Anniversary Update erscheint. Üblicherweise steigt die Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte sowohl bei Endkunden, als auch bei Unternehmen und daher könnte 2016 das Jahr der Trendumkehr im PC-Markt werden.

„Danke Microsoft“

Die Hersteller dürfen sich dafür bei Microsoft bedanken, denn der Erfolg der Hersteller ist vor allem den Redmondern geschuldet. Das Microsoft Surface hat das Tablet revolutioniert und mittlerweile sind alle namhaften Hersteller auf diesen Zug aufgesprungen.

Die Kunden sehen in diesem Konzept offenbar einen großen Mehrwert gegenüber herkömmlichen Tablets, wo Windows-OEMs bekanntlich nicht mit der Android- und iOS-Konkurrenz mithalten können. Bei Convertibles ist die Geschichte wiederum eine völlig andere und hier haben Windows-OEMs einen enormen Vorteil, wie selbst Huawei und Samsung festgestellt haben.

Microsoft hat mit dem Surface gezeigt, dass man den PC-Markt aus der Krise reißen kann. Man hat das Ziel, der Festigung des PCs als Hauptgerät, zwar noch nicht erreicht, aber ein Wachstum dieses Segments ist ein sehr wichtiger erster Schritt.


Quelle: Gartner

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12 Jul 09:37

Harald Martenstein: Über eine Falle am Hauptbahnhof

by ZEIT ONLINE: leben - Harald Martenstein
Sie sah nett aus. Sie sagte, sie käme aus Afghanistan und brauche 14 Euro. Er gab ihr zehn. Sie wollte mehr. Dann stürmten drei Männer auf ihn zu. Wie blöd war er denn?
12 Jul 09:32

GOMX-3 Satellite, cubesat doing ADS-B surveys

12 Jul 09:29

Brexit für Amerika - Soll Washington noch mehr Macht über unser Leben haben - oder gewinnen wir "die Kontrolle zurück"

Die diesjährigen US-Wahlen beispielsweise, konzentrieren sich darauf, ein neues Maß an Freiheit gegenüber der autoritären, niemand Rechenschaft ablegenden Executiv-Gruppe in Washington zu gewinnen. Wie beim Brexit, stimmen bei den Wahlen auch die Menschen darüber ab, welche Rolle sie tatsächlich in einer Demokratie haben, eine Abstimmung darüber, wie viel Macht die Regierung über unser Leben haben wird. Das Motto des Brexit wird immer mehr die treibende politische Kraft im Jahr 2016: "Geben Sie die Kontrolle über uns zurück!"

Die heutigen herrschenden Eliten regieren nicht aus den Positionen des Grundbesitzes oder der Geburt heraus, sondern behaupten mehr Ausbildung, Fachwissen und Weisheit zu haben, als es angeblich die meisten Bürger besitzen. Diese herrschenden Klassen kontrollieren zunehmend unser Land, die Bodenschätze darunter, die Energie und das Leben, die Existenzen und den Lebensstandard von denen die jenseits des DC Beltway leben [Autobahnring 495 um Washington herum, „innerhalb“ lebt die Elite]. Diese herrschenden Eliten bekommen selbst immer genug.

Eine Schlagzeile der Financial Times, nur wenige Tage nach dem Brexit "Hillary Clinton ist auf der Hut vor populistischer Ansteckung." Sie sollte es sein.

Allein die Vorstellung, dass die Menschen vielleicht abstimmen, die Fesseln der aufdringlichen Regierung zu lösen, ist ein Gräuel für sie. Wie Präsident Obama, teilt auch Hillary Clinton die Mentalität mit ihm, dass die Demokratie in Ordnung ist, wenn aufgebrachte Liberale mobilisiert werden können, einen Aktivisten, einen Reichtum-Umverteilungs-Präsidenten zu wählen, um Amerika "grundlegend zu transformieren". Es ist [für sie] beunruhigend und unerträglich, wenn die Konservativen sich mobilisieren, um diese Agenda nicht zu wählen.

Quelle CFACT; „Wir die hohen Tiere - schreiben mysteriöse und geheimnisvolle Gesetze“

[Arcane Rules: secret or mysterious: known or understood by only a few people]

Frau Clinton und ihr ganz linker Parteiflügel, sorgen sich zu Recht, dass die Wähler die Nase voll haben, von der liberal-progressiven Politik, die das Wirtschaftswachstum und die Schaffung von Arbeitsplätzen und Einkommen für die arme, arbeitende Klasse und Familien der Minderheiten zurück gedreht hat; Wellen illegaler Einwanderung entfesselt und massive kulturelle Veränderungen unseren Gemeinden und des Militärs verhängte.

Und doch, gleich nach der Brexit Abstimmung sagte Frau Clinton: "Unsere erste Aufgabe muss es sein, dass die wirtschaftliche Unsicherheit die durch diese Ereignisse geschaffen wurden, keine Familien der hier in Amerika arbeitenden Klasse beeinträchtigt." So spricht jemand, der von der Realität isoliert ist.

Mögliche Auswirkungen von Großbritanniens Austritt aus der EU sind kaum das Problem. Amerikas Sorge sind gewisse Beeinträchtigungen für die Arbeiterklasse, die durch Mr. Obamas Politik verursacht werden - die Frau Hillary, wenn sie gewählt wird, verspricht zu verdoppeln. Ihr Kommentar zu West Virginia‘s Kohle[-industrie] und deren Wählerschaft unterstreicht ihre gefühlslose Verachtung.

"Ich werde eine Menge Arbeitsplätze von Bergleuten auslöschen", informierte sie. Und sie wird es damit nicht belassen.

Deutschland, Großbritannien und Polen wachen letztendlich auf, wie überhöhte Preise für subventionierte, unzuverlässigen Wind- und Solarstrom ihre Armen und die Mittelklasse-Familien zerschlagen, ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit zerstören und ihre Stahl, Auto, Keramik und anderen Branchen aus dem Geschäft drängen. Aber Mrs. Clinton hat auch geschworen, Hydraulik Fracking bis zur Vergessenheit zu regulieren und Bergbau und Bohrungen auf föderativ kontrollierten Gebieten zu verbieten. Diese betreffen 30% bis 85% aller Immobilien in Alaska und in Amerikas westlichen Staaten. Ihre tollwütigen Umweltschützer wollen diese Bereiche auch von Viehzucht und Weide befreien.

 

Quelle CFACT, Titel: Bankers hassen Brexit

Die wirtschaftlichen Auswirkungen werden durch Länder und Gemeinden wie aufeinanderfolgende Tsunamis rollen. Frau Clinton, ihre Medien und intellektuellen Anhänger und die herrschenden Eliten werden wahrscheinlich reagieren, wie sie es immer tun.

„Was für einen Unterschied macht es an dieser Stelle?" Wetterte sie gegen Abgeordnete, die es gewagt haben, ihre Lügen und Inkompetenz zum Tod von Botschafter Chris Stevens und seinem heldenhaften Sicherheitsteam in Benghazi [Hillarys Rolle beim Anschlag auf die US Botschaft 2012] nachzufragen.

„Sollten, könnten, würden. Wir haben nicht", antwortete die First Lady höhnisch auf Andeutungen, sie und Präsident Clinton hätten finanzielle Berichte über ihre Whitewater Immobiliengeschäfte falsch behandelt [Verdacht auf Manipulation, konnte nicht bewiesen werden]. Sie gab die gleiche ablehnende Antwort auf "impertinente" Fragen über ihren falschen State Department E-Mail-Server.

"Jede[r] Überlebende sexueller Gewalt verdient es gehört zu werden, geglaubt und unterstützt", twitterte sie im Jahr 2015. Aber wenn sie Opfer von sexuellen Druck ihres Mannes sind, kennzeichnet sie diese [Opfer] mit "trailer trash" [Abschaum], wie Gennifer Flowers [Schauspielerin, hatte ein Verhältnis mit Bill Clinton] oder versucht sie zum Schweigen zu bringen, wie Juanita Broaddrick [bezichtigte Bill Clinton der Vergewaltigung] und andere Frauen.

Quelle CFACT, Branco Legalinsurection.com ; „Ms. Clinton, sie sind nun bereit für Ihren Kampf um Meinungsfreiheit für Frauen“.

Wie Herr Obama und andere Eliten, umgibt Frau Clinton sich mit bewaffneten Sicherheitskräften - und fordert dann mehr Waffenkontrolle, wenn unbewaffnete oder entwaffnete Amerikaner ermordet werden - in Orlando, San Bernardino oder Fort Hood ..“ … while scrubbing press releases and cell phone transcripts of any mention of Islamist motives.” [Sinn ist mir nicht ganz klar, es könnte sein: „… während aufgemotzte Pressemitteilungen und alle Facebook und Twitter Mitteilungen islamistische Motive erwähnen“  - der Übersetzer].

Das Obama-Justizministerium [Department of Justice] verfolgt Ex-Virginias Gouverneur Bob McDonnell mit Ermittlungen zu Terminen und Besprechungen. (Eine 8 zu 0 Entscheidung des Obersten Gerichtshofes kippte diese Verurteilung.) Aber das DOJ schwieg als Außenministerin Clinton   Rajiv Fernando zum Internationalen Sicherheitsberater ernannte, der ihm Zugang zu hochsensiblen Informationen ermöglicht – auch wenn seine scheinbare "Qualifikation" nur darin bestand, Millionen von Dollar für Mrs. Clintons Präsidentschaftswahlkampf 2008 zu sammeln, Hunderttausende für die Clinton-Stiftung zu spenden und Zehntausende für Hillary‘s Pan-Afrikanischen Kongress zu geben. 

Die umfangreichen „quid-pro-quo“ [gibst Du mir, gebe ich Dir] 200.000 Dollar [Honorare] für Bill‘s und Hillary‘s Reden und besondere Abkommen für die Wall Street, Saudi-Arabien und andere Bittsteller - lassen Clinton‘s Stiftungskasse anschwellen - haben ähnliche Unaufmerksamkeit des DOJ erhalten.

Obama‘s, Clinton‘s und Kinder andere Demokraten gehen zu teuren, privaten Schulen - während sie die Finanzierung für Charter-Schulen [öffentlich finanziert, aber unter unabhängiger Leitung] opponieren, die Kinder von Armen und Minderheiten eine Chance geben, dem Innenstadtleben zu entkommen. Sie fordern die vollständige Integration in Nachbarschaften mit mittlerem Einkommen, leben aber selbst in getrennten, abgeschirmten Kommunen.

 

Quelle CFACT, Haus der Clintons in Chappapua

Diejenigen, die es wagen, das Diktat der Regierung in Frage zu stellen, werden gezielt beobachtet oder von der Steuerbehörde geprüft oder es finden sich sogar bewaffnete SWAT-Teams [Spezialeinheiten der Polizei], die durch ihre Türen platzen.

Legale Einwanderer sehen sich langsamer, teurer Abwicklung gegenüber - während Illegale aus Lateinamerika Gesundheitsversorgung und Bildung erhalten, leben in „sanctuary cities“ [geschützte Bezirke / Städte] und werden nur selten wegen Verbrechen abgeschoben. Über 99% der syrischen Flüchtlinge, die nach dem neuesten Obama Dekret ankommen sind Muslime, die auch wie Christen in Syrien und dem Irak ausgerottet werden.

Mehr und mehr, so scheint es, macht unsere Regierung was auch immer sie für die Anforderung der Zeiten entscheidet - auch wenn es bedeutet, Innovation, Wachstum, Arbeitsplätze und Einkommen für alle zu ersticken, ausgenommen für Bürokraten und kooparatistische Kumpane, deren Entscheidungen, Anordnungen, Vergünstigungen und Pensionen sakrosankt sind.

"Als Präsident kann ich tun, was ich will", sagte Präsident Obama. Wenn es als Scherz gemeint war, nur einige lachten. Am 30. Juni erreichten die gesamten Staatsschulden den Rekord von 19,4 Billionen Dollar, ein Sprung um fast $ 98 Milliarden Dollar gegenüber dem Vortag. Unsere Kinder und ihre zukünftigen Generationen werden den Preis dafür zahlen.

Quelle CFACT; obamacan

Die Eliten nötigen [der Bevölkerung] eine Gesundheitsversorgung, den Klimawandel, finanzielle Schulden und Regeln für Transsexuelle auf - und werden dann rasend vor Wut über Donald Trumps umstrittenen Bemerkungen. Es gibt einen "klaren Konsens" unter den intellektuellen, politischen und Medieneliten, dass Trump "schlecht geeignet ist um Präsident zu sein", wie wir immer wieder hören.

Im Gegensatz dazu bietet Frau Clinton die "ruhige, beständige und erfahrene Führung", was wir in diesen unsicheren Zeiten brauchen. So wie wir es mit Benghazi, E-Mails, Energie, Wirtschaft und sexueller Nötigung sehen?

Ronald Reagan wurde einmal gefragt: "Wenn niemand unter uns fähig ist, sich selbst zu regieren, wer von uns hat dann die Fähigkeit, jemand anderes zu regieren?"

Quelle CAFCT; die drei Affen

In der Tat, wer in der Regierung hat die Weisheit, das Wissen oder das Recht, um den Rest von uns, vor allem vermehrt mit eiserner Faust zu regieren - und ohne Transparenz oder Rechenschaftspflicht?

Wir gewannen die Unabhängigkeit von Großbritannien, bei weit weniger schweren Missbräuchen und Anmaßungen. Lassen Sie uns hoffen, dass wir zumindest eine wütende Bevölkerung im Wahljahr 2016 haben. Und wenn Mr. Trump formulieren, artikulieren und praktisch jene Stimmung implementieren kann, die Arbeitsplätze schafft und die Wirtschaft stimulierende Politik - und genügend Wähler um sich und seine Politik vereinen kann - Amerika könnte seinen eigenen Brexit von der tyrannischen, zentralisierten, linken Regierung bekommen

Erschienen auf CFACT am 03.07.2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://www.cfact.org/2016/07/03/brexit-for-america/

12 Jul 09:14

Jailbreaking the Microsoft Fitness Band

12 Jul 09:10

Ein kurzes Lernvideo zeigt die Farblehre in nur 1:30 Minuten

by Jessy Kösterke

Das Video von Rhea Lelina Manglapus „A Brief Lesson on Color Theory“ zeigt die wichtigsten Informationen der Farblehre.

Egal ob Anfänger oder fortgeschrittener Designer, mit dem kurzen Video wird die Farblehre wieder aufgefrischt.

(Screenshots: vimeo.com)
(Screenshots: vimeo.com)

Ob nur die richtige Farbkombination gefunden werden oder den bereits bestehenden Farben ein gewisses Extra verpasst werden soll, mit dem kurzen Video über die Welt der Farblehre werden neue Inspirationen freigesetzt.

Zurück zu den Basics

Von den Basics des Farbspektrums, warmen und kalten sowie primären und sekundären Farben, leitet das Video schön über in tiefere und fortgeschrittene Einblicke der Farblehre. Auch die Zusammensetzung von Schatten, dem CMYK- und RGB-Modell wird noch mal aufgefrischt.

Wie gut kennst du dich mit Farben aus? Teste dein Wissen und deine Schnelligkeit auf Kolor. Vielleicht interessiert sich auch: Die Psychologie der Farben – und wie sie unser Einkaufsverhalten beeinflusst

via www.creativebloq.com

11 Jul 17:44

The Case Against Climate Change, by Former Greenpeace President

11 Jul 17:42

How we're scammed into eating phony food

11 Jul 17:37

Greenpeace endlich unter Druck

Anfang Dezember 2014 haben mehr als 20 Greenpeace-Aktivisten ein UNESCO-Weltkulturerbe beschädigt als Teil einer öffentlichen Demonstration, um mehr Regierungsunterstützung für erneuerbare Energiequellen zu bekommen, die sie für den Kampf gegen den vermeintlich vom Menschen verursachten Klimawandel als notwendig erachteten. Die Aktivisten marschierten in ein „streng-verboten“-Gebiet, in dem sich die Nazca-Linien in Peru befinden. Dort legten sie große, gelbe Buchstaben aus Stoff aus, die den Schriftzug bildeten [übersetzt] „Zeit für Veränderung; die Zukunft ist erneuerbar“.

Weil die Nazca-Linien sehr empfindlich sind und Fußabdrücke hunderte Jahre lang erhalten bleiben können, dürfen nicht einmal Staatschefs dort ohne Sondergenehmigung herumlaufen, und selbst dann sind sie verpflichtet, Spezialschuhe zu tragen. Über 20 Personen wurden ob dieses Aktes festgenommen, aber nach Feststellung der Personalien verließen sie das Land, und soweit ich weiß, haben sich die „Nazca-Zerstörer“ von Greenpeace der peruanischen Justiz bis auf den heutigen Tag nicht gestellt.

Kurz darauf hat das Informations-Ministerium von Indien Greenpeace zu einer „potentiellen Bedrohung der nationalen ökonomischen Sicherheit“ erklärt. Man hatte berechnet, dass die Aktivitäten der Organisation jedes Jahr 2 bis 3% Verlust des indischen BIP ausmachen. Indische Beamte erklärten, dass die Gruppe Eigentum beschädigt habe, sich in finanziellen Betrügereien engagiert und Daten gefälscht hat. Anfang 2015 hat Indien die internationalen Reisen von Greenpeace-Indien-Aktivisten eingeschränkt und ihren Zugang zu Geldern aus dem Ausland blockiert. Bis September 2015 hat Indien die Lizenz von Greenpeace zu Operationen in dem Land vollständig einkassiert und der Gruppe einen Monat Zeit eingeräumt, sämtliche Operationen zu beenden.

Kanadisches Wald-Unternehmen will Millionen an Schadenersatz von Greenpeace

Am 31. Mai 2016 hat die Firma Resolute Forest Productions (RPS) die Umweltorganisation Greenpeace vor dem US-Bezirksgericht für den Southern District of Georgia verklagt. RPS machte geltend, dass Greenpeace [US-]Bundesgesetze betreffend dunkler Machenschaften, Trademarks und Diffamierung verletzt habe, ebenso wie staatliche Gesetze von Georgia, die unerlaubte Einmischung in die Operationen von RPS verbieten.

Resolute zufolge hat die seit sechs Jahren währende Boykott-Kampagne von Greenpeace unter dem Motto „Resolute: Forest Destroyer (RFD)“ RPS fälschlich vorgeworfen, gefährdete Wälder und Spezies zu vernichten, Ureinwohner auszubeuten und die Fähigkeit borealer Nadelwälder zu beeinträchtigen, sich an den Klimawandel anzupassen.

Greenpeace musste bereits eine andere juristische Niederlage vor kanadischen Gerichtshöfen hinnehmen, seit sie die RFD-PR-Kampagne losgetreten hatte. Im März 2013 haben kanadische Gerichte Greenpeace dazu verurteilt, sich bei Resolute zu entschuldigen und eine offizielle „Berichtigung“ [Notice of Correction] zu verbreiten bezüglich von Greenpeace-Statements, denen zufolge Resolute das Canadian Boreal Forest Agreement* verletzt habe.

[Zu diesem Agreement hier. Aber ohne Alarmismus auch hier geht es wohl nicht. Anm. d. Übers.]

Trotz dieser Niederlage hat Greenpeace RFD fortgesetzt und erfolgreich Druck auf die Firma Home Depot and Best Buy ausgeübt, kein Nutzholz mehr bei Resolute, sondern anderswo zu ordern. Resolute macht geltend, dass das Unternehmen während der letzten vier Jahre 50 bis 100 Millionen Dollar verloren habe als Folge der Medienkampagne von Greenpeace. Resolute sagt außerdem, dass die Kampagne das Unternehmen gezwungen hat, eine Papierfabrik in Ontario sowie zwei Maschinen zur Papierherstellung in Quebec aufzugeben, was 300 Arbeitsplätze vernichtet hatte.

Resolute vernichtet keine Wälder

In dem Bemühen, die RFD-Kampagne zum Halten zu bringen und einige der Verluste ausgeglichen zu bekommen, hat Resolute im Jahre 2014 Greenpeace Kanada verklagt unter dem Vorwurf der Diffamierung und „absichtliche Störung ökonomischer Beziehungen“. Im Januar 2015 hat es das Ontario-Berufungsgericht [Court of Appeal] abgelehnt, die Beschwerde von Greenpeace über das Urteil einer untergeordneten Instanz anzunehmen, in dem der Organisation verboten worden war, die Behauptungen von Resolute als ungültig zu erklären. Das Gericht verurteilte Greenpeace auch dazu, Resolute die Gerichtskosten in Höhe von 20.000 Dollar zu ersetzen.

In dem kanadischen Prozess klagt Resolute auf 7 Millionen Dollar sowie zusätzlich weitere Millionen von Dollar als Schadenersatz und Strafzahlungen in den USA.

In der Klageschrift von Resolute wird festgestellt, dass man kein „Vernichter“ borealer Wälder ist, in jeder Hinsicht des Wortes, seit Kanada etwa 90% seiner natürlichen Waldbedeckung unter Schutz gestellt hat. Landwirtschaft und Verstädterung, nicht die Forstwirtschaft im Allgemeinen oder die Waldbewirtschaftung von Resolute im Besonderen, sind verantwortlich für den Verlust von 10% der Waldbedeckung während der letzten paar hundert Jahre. Resolute sagt, dass weniger als 0,5% des kanadischen borealen Waldes jährlich durch die gesamte Holzindustrie bewirtschaftet wird, und nur eine Minderheit des jährlichen Holzeinschlags geht auf Resolute zurück.

Der Anwalt und Rechtsberater von Resolute Michael Bowe sagt, dass jedes Gebiet, in dem Resolute Holz eingeschlagen hatte, sofort wieder natürlich regeneriert wurde, sei es durch Neuansaat oder Neupflanzungen. Im Mittel hat Resolute von 2010 bis 2012 über 60 Millionen Bäume pro Jahr gepflanzt als Teil seiner Wiederaufforstungs-Bemühungen. Die Bemühungen von Resolute zusammen mit den Bemühungen anderer kanadischer Holzunternehmen hat praktisch zu keinem permanenten Verlust durch Holzeinschlag geführt.

„Der Vorwurf, dass Resolute den borealen Wald ,vernichtet', ist absurd“, sagte Bowe. „Das Unternehmen hat über eine Milliarde Bäume in dem borealen Wald gepflanzt – eine Milliarde mehr als Greenpeace – und hat praktisch eine Null-Entwaldung verursacht. Diese falschen Beschuldigungen verleumden ein gutes Unternehmen, das von guten Menschen geführt wird, die sich um den Wald kümmern, weil deren Leben und das aller Gemeinden, die das Unternehmen unterstützt, davon abhängen“, sagte Bowe. „Greenpeace dagegen tut nichts für den borealen Wald“.

In der Klageschrift von Resolute heißt es des Weiteren, dass die Bewirtschaftungspraxis im Gegensatz zu den RFD-Behauptungen die Fähigkeit des borealen Waldes, atmosphärisches Kohlendioxid aufzunehmen, verbessert habe. Zahlreiche Studien zeigen, was auch das IPCC eingeräumt hatte, nämlich dass der Holzeinschlag in borealen und anderen Urwäldern ein bedeutendes Mittel ist, den Klimawandel abzuschwächen, weil junge Wälder substantiell mehr Treibhausgase absorbieren als ältere Wälder, welche oftmals insgesamt auch Emittenten von Treibhausgasen sind.

Aufstand gegen ,Erpressungsversuche'

Der Ökologe Patrick Moore, ein Mitbegründer von Greenpeace und 15 Jahre lang Chef von Greenpeace Kanada, liegt mit der von ihm mitbegründeten Gemeinschaft hinsichtlich boreale Forstwirtschaft über Kreuz.

„Ich bin stolz darauf, mit Resolute hierbei über drei Jahre lang zusammengearbeitet zu haben“, sagte Moore. „Es ist das einzige Unternehmen in Nordamerika, das sich gegen die Lügen, den Betrug und die Erpressungen seitens Greenpeace auflehnt“.

Moore zufolge beutet Resolute auch nicht die Ureinwohner in Kanada aus, wie es Greenpeace behauptet. „Resolute wird gestützt von den lokalen Behörden und auch den Ureinwohnern in den nördlichen Wäldern, wo man Bäume nachhaltig anpflanzt und wo man damit wichtige Arbeitsplätze für die lokalen Anwohner schafft. Greenpeace stellte Fundraising vor die Wahrheit und sollte dazu verurteilt werden, für den von ihnen angerichteten Schaden zu zahlen“, sagte Moore.

Ich wünschte mir, dass noch mehr Unternehmen das Rückgrat hätten, gegen die Ausbeutungs-Taktik von Greenpeace aufzustehen. Bis dahin werde ich, falls ich Holzprodukte benötige, diese von Händlern kaufen, die Kunde bei Resolute sind und ich werde meine Freunde überreden, das Gleiche zu tun.

[Originally published at the Washington Times]

Link: http://news.heartland.org/editorial/2016/07/01/greenpeace-under-fire

Übersetzt von Chris Frey EIKE

11 Jul 16:31

Florida Keys: Ein Paradies geht unter – wegen des Klimawandels?

Bild rechts: Miami Strand. Originaltext: … keine Stadt in den USA ist stärker durch den Klimawandel bedroht. Das betrifft nicht nur den South Beach, … Foto: Andrea Damm  / pixelio.de

Das Portal zur Sicherstellung garantiert klimaalarmistischer Information der Klimaberaterin C. Kemfert meldet wieder eine schlimme Klimawandel- Auswirkung:

Klimaretter.Info: [1] Florida Keys: Ein Paradies geht unter

Auf den beliebten Florida Keys an der Südostspitze der USA kämpfen die Bewohner mit immer stärkeren Fluten, die ihre Grundstücke bedrohen und das Ökosystem zerstören. Obwohl die Anzeichen des Klimawandels unübersehbar sind, wollen viele von menschengemachten Ursachen nichts wissen.

Überflutungen gab es hier schon immer, sogar mehrere Male im Jahr. Sogenannte king tides, besonders große Flutereignisse, und Hurrikans bedrängen die Idylle seit jeher. Dennoch sind die Key-Bewohner beunruhigt. Dauer und Ausmaß der Fluten stehen in keinem Verhältnis mehr. Die Angst geht um, dass auf den Inseln, wie an vielen Orten der Welt, das Wetter unberechenbar wird. Mitten im Meer sind die Landstreifen schutzlos den Launen der Natur ausgesetzt.

Weil es aktuell noch nicht schlimm genug ist, dürfen selbstverständlich „belegende“ Studien mit apokalyptisch hochsimulierten Zukunftsszenarien als Schreckensverstärker nicht fehlen. Diese parametrieren beliebige, fiktive Pegelerhöhungen und zählen dann die davon betroffenen Populationen. Beim Klimawandel und Kimaretter.info geht so etwas locker als wissenschaftlich durch. Welch Glück, dass die Steinzeitmenschen als es noch richtig kalt war und die Meere viele Meter tiefer lagen noch keine Computer hatten, sie hätten deren simulierte Zukunft nicht überleben können.

Simulierte Apokalypsen

[1] Steigt das Meer um "nur" einen Meter bis zum Ende des Jahrhunderts, müssen über vier Millionen Amerikaner an den Küsten der USA ihre Heimat verlassen, hatte eine Studie der University of Georgia errechnet. Dies seien aber sehr konservative Zahlen, gibt die Forschergruppe um den Demografen Mathew Hauer zu bedenken. Andere Szenarien der Studie gehen von bis zu zwei Metern aus. In diesem Fall müssten über 13 Millionen US-Amerikaner umgesiedelt werden.

Die Botschaft ist einfach und klar

Nun erfahren es (angeblich [3]) nicht mehr nur die armen Südseeinseln, sondern der Klimawandel packt sich endlich auch die Reichen, die dazu noch zu arrogant sind, den Klimawandel als Ursache wahrhaben zu wollen. Ein ausgewiesener Umweltaktivist Chris Bergh, ist als Zeuge angegeben. Auf einem anderen Link berichtet dieser:

[2] The Nature Conservancy: Chris Bergh Spoke at the "States at Risk" Press Conference

Bergh remarked on threats of extreme heat, wildfire, drought, inland flooding, and coastal flooding. The "States at Risk” report was issued by Climate Central and ICF International.

The Southeast Florida Regional Climate Change Compact – comprised of Monroe, Miami-Dade, Broward and Palm Beach Counties - just released an updated estimate of sea level rise that suggests we will see 3 to 5 (12,7 cm) inches of rise between now and 2030, as much as 22 (55,9 cm) inches by 2060 and as much as 57 (1,448 m) inches by 2100.

Florida faces real risks today and those risks are growing as the global climate changes and extreme weather events become less predictable and more severe.

So neu ist diese Information nicht. Bereits früher wurde Ähnliches berichtet, damals allerdings noch mit etwas mehr (leicht kritischen) Zusatz-Informationen.

[4] DIE WELT 06.08.2014: Die Zukunft von Miami Beach ist unsicher

Auch extreme Wetterereignisse wie Wirbelstürme und Hochwasser scheinen an Zahl und Intensität zuzunehmen. Es ist ein Teufelskreis: "Steigender Meeresspiegel erhöht die Auswirkungen von Wirbelstürmen", erklärt Piers Sellers von der Weltraumbehörde NASA den Senatoren. Erosion bedroht zudem die kilometerlangen Strände um Miami.

Im November stehen Gouverneurswahlen an. Der demokratische Herausforderer Charlie Christ hat Umweltschutz zu seinem zentralen Wahlkampfthema gemacht. Amtsinhaber Rick Scott hingegen hat damit wenig am Hut. "Ich bin kein Wissenschaftler", sagt der Republikaner. Er glaubt nicht, dass die steigenden Temperaturen etwas mit den Aktivitäten der Menschen zu tun haben.

Wolkenkratzer auf flachstem Korallensand mitten in einem Hurrikan-Durchzugsgebiet gebaut

Bild 2 Downtown Miami skyline as seen from Biscayne Bay to the east. Quelle: WIKIPEDIA

Es gibt genügend natürliche Gründe, warum diese Gegend mit dem Meer und Hurricans (Bild 6) solche Probleme hat:

[1] "Viele Grundstücke stehen bei 30 Zentimetern schon dauerhaft unter Wasser", sagt Bergh.

Phys.Org April 22, 2014: [5] Florida is 'Ground Zero' for sea level rise

"We are on this massive substrate of limestone and coquina rock which is porous and infused by water," Nelson said at the hearing, held on the 44th anniversary of Earth Day. "You could put up a dyke but it is not going to do any good," he added, describing the land beneath Florida as "like Swiss cheese."

Sinngemäß lautet die Aussage: Der Untergrund hat als Basis ein Substrat aus Kalkstein und Muschelkalk. Dieses ist porös, weshalb Wasser einfließt. Deiche nützen wenig, da der Untergrund löchrig wie Schweizer Käse ist und das Meerwasser unten hindurch fließt. Man kann das eindringende Wasser lediglich wegpumpen. Dass das Problem der Überflutungen bereits vor dem Beginn des Klimawandels vorlag, zeigt das Bild 3 von 1926.

Und auf diesen hochproblematischen Untergrund werden Wolkenkratzer-Zentren wie im Bild 2 gezeigt gebaut. Das ist naturgemäß in vielen durch Korallen entstandenen Inselgegenden so, zum Beispiel auch extrem auf der Hauptinsel der Malediven. Jedoch hatten das die Korallentierchen bei ihrem Aufbau der Inseln nicht vorgesehen und so entstehen Probleme.

Und deren Lösungen kosten Geld. Ob allerdings Ausgaben von 300 ... 400 Millionen Dollar für Schutzmaßnahmen gegenüber einem Staats-Budget von 260 Milliarden Dollar (anteilig 0,154 %) und allein einem Jahresumsatz durch Tourismus von 23 Milliarden Dollar (anteilig 1,4 %) ein Problem darstellen welches die übrige Welt zu Tränen rühren muss, sei dahingestellt.

[5] a $260 billion annual economy In 2013, 14.2 million visitors spent nearly $23 billion in the Miami area
Officials are investigating the use of tidal control valves and new water pumps to improve drainage, with three pumps planned for installation before October's high tides, Levine said. "We are projecting the cost of being anywhere from three and four hundred million dollars," he said.

Zu den Fakten

Der Autor hat sich die Mühe gemacht, Daten zu Florida zu recherchieren und aufzubereiten und den Angaben im Klimaretter-Bericht gegenüber zu stellen.

Pegelanstieg

Liest man die erschütternden Berichte, dann gab es alles früher nicht, zumindest nicht in dem Ausmaß. Deshalb ein Bild welches zeigt, wie vollständig Straßen in Miami im Jahr 1926 überschwemmt waren. Dagegen zeigen aktuelle Bilder eher harmlose Pfützen.

Bild 3 Überschwemmte Straße in Miami im Jahr 1926 Quelle: NOAA

Im Bild 4 hat der Autor Bild die Daten aller Pegelstationen von Florida mit ausreichend langen und kontinuierlichen Pegel-Messreihen zusammengefasst und den Mittelwert gebildet. Die lineare Regression im Pegelbild ermittelt einen Anstieg von 2,1 mm pa und damit einen Pegelanstieg in 100 Jahren von 21 cm. Wie man sieht, ist der Anstieg seit dem Beginn verfügbarer Daten kontinuierlich. Er ist vollkommen unspektakulär und der Alarm resultiert aus einer kurzen Beschleunigung seit ca. 2013, welche es in der Vergangenheit regelmäßig gab.

Trotzdem simulieren sogenannte Klimawissenschaftler in „Studien“[1] skrupellos „konservativ“ einen Anstieg von 1m (5 x dem wahren Anstieg), eher 2 m[1] (10 x dem wahren Anstieg) und zeigen damit, dass in der AGW-Klimawissenschaft die wahre Welt konsequent ignoriert wird. Damit ist nicht ausgesagt, dass es keinen Pegelanstieg gibt. Es wird gesagt, dass der vorhandene die Folge eines ein natürlichen Zyklusteils ist und nicht aus einer Zunahme durch anthropogenes CO2 resultieren kann.

Bild 4 Pegelverlauf Florida von ca. 1898 – 2015. Mittelwert der Pegelstationen: Fernandina Beach, Mayport, Key West, St. Petersburg, Cedar Key, Pensacola. Grafik vom Autor zusammengestellt.

Um aufzuzeigen, wie problemlos irrsinnig beim Klimawandel mit Zahlen umgegangen wird sind die Angaben des „Klimafachmanns“ in die Pegelgrafik eingetragen (Bild 5).

Der im Bericht von Klimaretter als Fachmann zitierte Klimaaktivist Chris Bergh sagt einen weiteren Pegelanstieg bis zum Jahr 2030 von 12,7 cm und für das Jahr 2100 von 1,448 m vorher. Das würde bedeuten, dass der Anstieg für das Jahr 2010 ab sofort 8,46 mm pa (anstelle des langjährigen von 2,1 mm pa) und für den Pegelanstieg zum Jahr 2100 weit über 17 mm pa betragen müsste. Doch selbst die sich als Fachfrau titulierende Frau Hendricks-Klimaberaterin C. Kemfert kommt nicht auf die Idee zu fragen, wie das auf der realen Erde funktionieren soll, sondern lässt ihr ausgesucht nicht-fachausgebildetes Redakteurspersonal (die Ausbildung der betreffenden Redakteurinn ist mit Studium: Literatur, Politik und Geschichte, angegeben) den Aktivisten als angeblich seriösen Fachmann darstellen.

Es lässt sich entgegenhalten, dass diese Anstiege ja nicht von diesem „Fachmann“ erfunden wurden, sondern abgeschrieben sind. Abhängig von der Quelle lassen sich so unbezweifelbar, da durch Studien und Peer-Reviews „beglaubigt“, alle gewünschten Werte zusammenstellen. In der Publizierung EIKE: PIK-Alarmmeldung: „Meeresspiegelanstieg: Zu groß zum Wegpumpen“, er könnte bis 2100 um 1,3 m steigen sind einige Vorhersagewerte gelistet:

- Uni Stockholm: 10 cm +- 10 cm

- IPCC: +40 cm wahrscheinlichstes Scenarion, 80 cm unwahrscheinlich

- PIK Potsdam: “Offiziell” ca. 1,3 m

- PIK Potsdam, Leiter Herr Schellnhuber: 2 m

- Die bei Klimaretter.Info angezogene, US-Studie: 2m

- Europäische Studie: 16,5 ... 69 cm

Anhand der “Pegelvorhersagen” lässt sich leicht die Seriösität bzw.der Aktivismusgrad ablesen: Wer sogar über dem IPCC-Pegel liegt, glaubt nicht einmal den 50.000 jährlichen “Reviewern” auf den Klimagipfeln, sondern meint, selbst diese noch übertreffen zu müssen.

Der von Klimaretter angezogene ”Fachmann” hat sich weit über den IPCC-Wert “gelegt”. Beim Autor lässt er (nicht nur dadurch) massivste Zweifel an seiner Seriösität aufkommen. Interessant ist dabei, dass ausgerechnet die beiden Klimaberater (Hr. Schellnhuber, C. Kemfert) der Klimahysterikern Frau Hendricks dieser Extremfraktion angehören. Es belegt, dass in Berlin niemand an einem seriösen Umgang mit diesem Thema Interesse hat.

Bild 5 Pegelverlauf Florida von ca. 1898 – 2015 (Daten von Bild 4). Ergänzt um die Pegelvorhersagen verschiedener Institute und Personen (Klimaaktivist: Chris Bergh)

Wie die „Klimawissenschaftler“ darauf kommen, dass der Meerespegel aus natürlichen Gründen angeblich nicht schwanken darf bleibt sowieso ihr durch nichts begründbares Geheimnis. Selbst in der aktuell auslaufenden Nach-Eiszeitphase sind die langfristigen Schwankungen erheblich, wie eine Pegelrekonstruktion der Malediven zeigt. Wer da bei 30 cm Pegelanstieg bereits überflutet ist [1, wohnt in der falschen Gegend, bzw. baut falsch. Nicht umsonst kann man in der Südsee oft sehen, dass die Häuser der vernünftigen (alten) Einwohner auf hohen Stelzen stehen.

Bild5.1 [7] Fig. 1. Sea level curve for the last 5000 years for the Maldives.

Hurrikane

Wer in Florida Angst vor Hurricans hat, wohnt wie jemand mit Spinnenphobie mitten im Spinnennest. Eine Gegend mit mehr Hurricanfrequenz findet sich fast auf der ganzen Welt nicht mehr wie das Trackbild der NOAA zeigt NOAA Historical Hurricane Tracks.

Bild 6 NOAA Explore more than 150 years of historical hurricane landfalls. Der weisse Pfeil zeigt die Lage von Florida

Die Bewohner erleiden die daraus resultierenden Probleme regelmäßig. Wer würde da nicht meinen, die Vorgänger müssen es bestimmt besser gehabt haben, sonst wären sie doch nicht genau dort hin gezogen. Also muss es schlimmer geworden sein und wer kann das verursachen außer dem Klimawandel.

Offizielle Angaben und sogar der IPCC sagen jedoch, dass die Hurricans nicht zunehmen: Klaus Puls: Extremwetter-Ereignisse : Was finden die Wetterdienste? Was schreibt der Klimarat IPCC?. Aber was interessiert das Aktivisten.

Doch die Auswertung der NOAA Hurrikandaten dieser Region bestätigt diese Angaben (Bild 7) und widerspricht eindeutig den alarmistischen Meldungen.

Der Mittelwert hat sich seit Beginn der Messreihe um 1851 nicht erhöht und fällt seit 1971! ab. Die letzten Hurricans mit Stärke 5 waren 1993, 1966 und 1935. Hurricans der Stärke 4 hatten von 1945 ... 1963 und 1915 ... 1932 letzte Häufungen. Das Mittelwert-Maximum liegt zeitlich zum Ende von 1960 und damit in der damaligen Kaltzeit, zudem weit vor dem Beginn des „heißen“ Klimawandels. Von einer Klimawandel-bedingten Zunahme kann also nicht entfernt gesprochen werden.

Bild 7 NOAA Hurricandaten von 1851 – 2015. Tabelle vom Autor in eine Grafik umgesetzt. Y-Achse: Einstufung von 1 – 5 (Highest Saffir-Simpson U.S. Category), gleitender Mittelwert (rot)

In [6] ist an Beispielen gezeigt, dass es im Pazifik mit den Zyklonen entgegen der Medienmeldungen ähnlich ist (keine Zunahme).

Auch sonst ist Florida vom Wetter arg gebeutelt. Neben den vielen Hurricans „gesellen“ sich auch regelmäßig Tornados dazu, welche schon einmal mitten durch die Großstadt fegen.

Bild 8 Quelle: WIKIPEDIA

Temperaturverlauf

Nach den Berichten wird es in Florida immer heißer. Dass es auch dort wärmer geworden ist, sei nicht in Abrede gestellt. Entscheiden ist jedoch, ob sich ein alleine CO2-bedingter, alarmistischer Anstieg ableiten lässt. Zur Klärung muss man den gemessenen Verlauf ansehen. Die folgenden Bilder 9 und 10 zeigen die Temperaturdaten der NOAA mit Mittelwert und Maximalwerten.

Zwar steigen die langjährigen Mittelwertlinien aufgrund der Zeitverzögerung vom Zwischentief der 1970er Jahre an, aber die Lage des aktuellen Wertes (lange gestrichelte Linie) weist nicht wirklich auf alarmistische Klimawandel-Erhöhungen hin. Schon gar nicht lassen sich damit Fortschreibungen in eine endlose alarmistische Zukunft begründen. Gerade beim Maximalwert wird es deutlich: 2014 hatte er den Stand vom Jahr 1907. Alarme welche die Welt zu dringenden, unaufschiebbaren Sondermaßnahmen veranlassen müssen stellt man sich anders vor.

Bild 9 Florida Jahres-Mittelwert (Fahrenheit) Quelle: NOAA (vom Autor ergänzt)

Bild 10 Florida Maximaltemperaturen (Fahrenheit) Quelle: NOAA (vom Autor ergänzt)

Fazit

Wieder eine Meldung die beim einfachen Nachprüfen zeigt, dass gerade die wichtigen Angaben zur Haupt-Problemursache nicht stimmen können. Komisch, dass solche leicht erkennbaren Fehlinformationen zum Klimawandel unkommentiert ausgerechnet auf dem Portal der Regierungs-Klimaberaterin häufig erscheinen.

Dass Florida selbst mit moderaten Anstiegen des Meerespegels wie es die Natur seit Ende der letzten Eiszeit ständig, inzwischen aber immer weniger veranlasst Probleme hat, wir nicht in Frage gestellt. Es wird aber bezweifelt, ob auch nur 1 Cent Ausgabe zur CO2-Reduzierung dafür sinnvoll ausgegeben wäre. Leider hat genau dies unsere Umweltministerin im Großmaßstab vor.

Ob die der Extremfraktion zuzurechnende Blogbetreiberin C. Kemfert unsere klimahysterische Frau Hendricks dazu sachlich neutral beraten wird?

Quellen

[1] Klimaretter.Info 04. Juli 2016: Florida Keys: Ein Paradies geht unter

http://www.klimaretter.info/umwelt/hintergrund/21518-florida-keys-ein-paradies-geht-unter

[2] The Nature Conservancy: Chris Bergh Spoke at the "States at Risk" Press Conference

http://www.nature.org/ourinitiatives/regions/northamerica/unitedstates/florida/newsroom/florida-chris-bergh-at-states-at-risk-press-conference.xml

[3] EIKE 14.12.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/gehen-die-suedseeinseln-wirklich-wegen-des-klimawandels-unter-teil-3-die-marshall-inselgruppe-kein-beispiel-fuer-einen-untergang/

[4] DIE WELT 06.08.2014: Die Zukunft von Miami Beach ist unsicher

[5] Phys.Org April 22, 2014: Florida is 'Ground Zero' for sea level rise

http://phys.org/news/2014-04-florida-ground-sea.html

[6] EIKE 01.04.2016: PIK-Alarmmeldung: „Meeresspiegelanstieg: Zu groß zum Wegpumpen“, er könnte bis 2100 um 1,3 m steigen

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/pik-alarmmeldung-meeresspiegelanstieg-zu-gross-zum-wegpumpen-er-koennte-bis-2100-um-13-m-steigen/

[7] Nils-Axel Mörner: SETTING THE FRAMES OF EXPECTED FUTURE SEA LEVEL CHANGES BY EXPLORING PAST GEOLOGICAL SEA LEVEL RECORDS

Nils-Axel Mörner, Paleogeophysics & Geodynamics, Stockholm, Sweden, Presentation 2007: Sea level changes from past and present records to future estimates

11 Jul 16:28

Intel HD Graphics Driver Update Hits Surface Book and Surface Pro 4

by Paul Thurrott
Intel HD Graphics Driver Update Hits Surface Book and Surface Pro 4

An important update to the Intel HD Graphics driver has finally been approved by Microsoft for delivery to Surface Book and Surface Pro 4. It should improve performance and reliability across the board, Intel says.

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