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“Ich wollte dieses Jahr 10 kg abnehmen”

“Ich wollte dieses Jahr 10 kg abnehmen. Fehlen nur noch 13.”
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Alle Jahre wieder

(von Tim Robinson, verbildlicht von Martin Vogel, via Christian)
Wie man Minister wird
GSGefühlt ist das das schlechteste Kabinett ever.
Regierungsbildungen folgen den Regeln der Proporzrechnung: Mann und Frau, Nord und Süd, Ost und West, links und rechts.
Deshalb mussten es bei der SPD drei Ministerinnen sein und eine davon aus NRW, dem größten Bundesland, kommen. So wurde Barbara Hendricks Umweltministerin. Deshalb wurde Heiko Maass aus dem Saarland, formerly links, Justizminister. Er kommt, von Berlin aus gesehen, aus dem Süden, der bei der SPD nur mit Andrea Nahles bedient wird. Und auch sie gilt immer noch als Linke.
Deshalb konnte Thomas Oppermann nicht Minister werden (mit Gabriel und Steinmeier wären das zu viele Niedersachsen gewesen) und wird deshalb Fraktionschef. Deshalb muss jetzt wieder eine Frau Generalsekretärin werden und nicht der favorisierte Ralf Stegner aus Schleswig-Holstein, wahrscheinlich eine Frau aus Berlin.
Und deshalb tauchen bei den Staatssekretären der SPD besonders Politiker aus nicht bedachten Ländern wie Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen auf. Die Hessen werden mit einer Fraktionsgeschäftsführerin und einem Staatssekretär befriedigt.
Bei der CDU ist es nicht viel anders: weil Ronald Pofalla in die Wirtschaft geht, muss einer anderer NRW-Politiker ins Kabinett. So wurde Hermann Gröhe Gesundheitsminister. Und die CDU leistet sich – im Gegensatz zur SPD -zwar keine zahlenmäßige Frauenquote, aber eine Frauen-Bedeutungsquote – mit der Kanzlerin und der neuen Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.
Der Osten ist bei der SPD mit Manuela Schwesig und bei der CDU mit Johanna Wanka und natürlich durch die Kanzlerin vertreten.
Die CSU macht es sich mit den Quoten einfacher. Eine Frauenquote gibt es nicht, nur den bayerischen Regionalproporz, der bei der Landesregierung voll durchschlägt, aber bei nur drei Bundesministern nicht einzuhalten ist.
Bei der CSU spielen machtstrategische Motive eine größere Rolle. Generalsekretär Alexander Dobrindt wird zum Verkehrs- und Datennetzminister aufgewertet, um als dritter potenzieller Anwärter die um die Seehofer-Nachfolge rivalisierenden Ilse Aigner und Markus Söder in Schach zu halten.
Aber Dobrindts Beförderung ist auch mit einer Giftpille versehen. Dobrindt muss die Quadratur des Kreises bei der PKW-Maut gelingen, an der Peter Ramsauer gescheitert ist. Hans-Peter Friedrich, der NSA-blinde Innenminister, kommt muss ins Landwirtschaftsministerium.
Bei diesen Kriterien kann aber immer noch eine gute Regierung herauskommen. Mit Merkel, Gabriel, Steinmeier, Schäuble, de Maiziere, Altmaier und von der Leyen sitzen immerhin sieben professionelle Schwergewichte am Kabinettstisch.
Zwei davon sind potenzielle Kanzlerkandidaten: Sigmar Gabriel, wenn ihm die Energiewende gelingt, und Ursula von der Leyen, wenn sie das schwierigste Ressort der Bundesregierung in den Griff bekommt und Merkel 2017 nicht mehr antreten sollte. Gabriel gegen von der Leyen – das wäre doch spannend. Zumindest spannender als Steinbrück gegen Merkel.
Wenn ein Basejump schief geht
GSSo krass!
Basejumper und Vimeo-User Subterminally ist letztens mit seinem Schirm von einer Klippe gesprungen. Beschissenerweise verhedderte sich irgendwie sein Schirm und drückte ihn an die Klippenwand. An dieser ging es dann ganz schnell nach unten. Er brach sich dabei einen Wirbel und musste sich an Kinn, Auge und den Händen nähen lassen. Immerhin aber hat er diesen 13 Sekunden dauernden Horror überlebt. Heilige Shice!
Und natürlich packt er ein Slow-Motion Video davon auf seinen Vimeo-Account. o.Ò
(Direktlink, via Kottke)
Du kannst schon Nazi sein, aber dann biste halt kacke – die Sieger von “Sticker gegen Rechts” 2013
Zum nun schon fünften Mal haben die Initiatoren von “Sticker gegen Rechts” jedermann dazu aufgefordert, eben Sticker gegen Rechts zu entwerfen. Jetzt wurden die Siegersticker prämiert und ich will genau diesen hier, Platz 3, auf meinem Laptop haben. Supergut. Alle anderen Gewinner gibt es hier zu sehen.
“Nachdem in den Vorjahren sehr prägnante Motive die Spitzenpositionen erreicht haben, war in diesem Jahr ein etwas kreativerer Trend zu erkennen. Besonders Wortspiele, die auch ohne bildliche Untermalungen eine starke Aussage darstellen, erfreuten sich großer Beliebtheit. Kein Wunder also, dass gleich zwei der Gewinnersticker reine Textmotive sind.”
Dieses Motiv kann hier kostenlos und im Gegenzug für eine Spende, welche an die Amadeu Antonio Stiftung geht, bestellt werden. Ich bekomme 50.
(via Pillchen)
Als Shell auf ihrem Science Slam das Öl um die Ohren flog
Ziemlich grandiose Aktion der Aktivisten vom Peng! Collective, die auf dem “Shell Science Slam” in Berlin eine Maschine vorstellten, mit der sich angeblich Autoabgase für die Getränkeherstellung umwandeln lassen. Die Maschine allerdings machte ganz etwas anderes und schleuderte eine ölartige Flüssigkeit durch das Berliner Tempodrom. Die vermeintlichen Wissenschaftler zogen den Stecker und merkten an, dass das in diesem Rahmen funktioniert in der Arktis hingegen nicht.
Die Veranstaltung wurde daraufhin abgebrochen, Shell ging mit einem Schuss im Knie in die Notaufnahme.
Die Veranstaltung wurde durch den Moderator Markus Kavka für beendet erklärt, nachdem ein Berliner unter dem Pseudonym „Paul von Ribbeck“ eine Maschine vorstellte, mit der sich angeblich Autoabgase für die Getränkeherstellung umwandeln ließen. Der für den Klimawandel verantwortliche Kohlendioxid-Ausstoß aus Automobilen sei durch seine Erfindung zu stoppen, sagte der Aktivist. Tatsächlich jedoch befand sich im Inneren der Maschine ein 60-Liter-Tank mit einer ölartigen, schwarzen Flüssigkeit. Diese spritzte unmittelbar nach dem Anlassen der Maschine meterweit durch den Veranstaltungsraum – unter großem Beifall weiter Teile des Publikums.
(Direktlink, via Metronaut)
Sozialdemokraten | Aus Ja wird Nein
Gutjahrs Fail
Endlich macht mit Richard Gutjahr mal jemand den Versuch, sich auf das Niveau jener zu begeben, die Vorratsdatenspeicherung und Überwachung für (über)lebensnotwendig halten. Und denen zur Verteidigung ihrer Meinung keine Platitüde zu schade ist. Als aktuelle Beispiele sind SPD-Chef Sigmar Gabriel und Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich zu nennen.
Gleichwohl schwächelt Gutjahr leider auf der Zielgeraden. Im Laufe seines Beitrags lässt er dann doch wieder sachliche Argumente sprechen. Also irgendwie ein Fail. Aber ein unbedingt lesenswerter.
Die Spulphobie des Mario Barth
GSKomisch. Ich finde den Typen eh nicht lustig.
Mario Barth ist lustig. Er will zum Beispiel nicht, dass die Leute bei seinen Fernsehshows einfach vor– oder zurückspulen oder zu bestimmten Stellen springen. Und hat die Möglichkeit deshalb in der RTL-Mediathek unterbinden lassen.
Aktuell kann man das zum Beispiel bei seiner Sendung »Willkommen bei Mario Barth« auf RTLnow sehen. Die übliche Fortschrittsanzeige beim Player fehlt. Dafür steht dort der Hinweis: »Aus rechtlichen Gründen ist die Spulfunktion bei diesem Format deaktiviert.«

Screenshow: RTLnow
Man kann nicht einfach ein paar Sekunden zurückspringen, um sich eine Szene nochmal anzugucken. Man kann auch nicht bei Minute 30 einsteigen, um den Rest der Sendung nachzuholen, den man im Fernsehen vielleicht verpasst hatte. Und man kann nicht nur die Werbung nicht überspringen, wie es üblich ist bei solchen Video-on-Demand-Angeboten, sondern gar nichts.
Das war auch bei »Mario Barth deckt auf« schon so, einem neuen Unvestigativ-Format des sympathischen Nachwuchskomikers, das im Oktober auf RTL lief. Auf Anfrage erklärte mir RTL interactive damals, dass der Lizenzgeber der Sendung, das Management von Mario Barth, dem Unternehmen die Auswertungsrechte nur unter der Bedingung eingeräumt habe, dass die Spulfunktion deaktiviert wird. Sonst hätte RTLnow die Sendung gar nicht zeigen können.
Barth und sein Management kämpfen offenbar bereits seit Jahren gegen die Unsitte des eigenmächtigen Hin– und Herspringens in seinen Programmen. Schon 2009 klagte ein Mensch im Internet, dass ihm beim Anschauen von »Willkommen bei Mario Barth« der Browser abgestürzt sei, und er danach nicht einfach an der Stelle weiterschauen konnte, wo er war, sondern wieder alles von vorne hätte gucken müssen (»das war mir dann zui doof«).
Es gibt bestimmt einen Super-Grund dafür, dass Mario Barth den Leuten, die ihn sich im Internet ansehen wollen, die Fernbedienung aus der Hand nimmt. Aber sein Management — eine Düsseldorfer Firma, die ihm gehört und den vermutlich doppelt ironischen Namen »Hauptstadt-Helden« trägt — möchte nicht drüber reden. (Ich hatte allerdings auch zuerst von einem Mobiltelefon aus dort angerufen, was die zuständige Frau äußerst dubios fand, da könnte ja auch jeder kommen.) Aber schon auf meine dritte schriftliche Anfrage bekam ich, wenn schon keine Antwort, so doch zumindest eine Reaktion:
Leider kann ich Ihnen keine aussagekräftige Auskunft zu diesem technischen Vorgang geben.
Weitere Nachfragen verhallten ohne Lebenszeichen.
Also müssen wir uns das wohl alleine zusammenreimen. Hat jemand eine Idee, welchen Sinn so ein Barthsches Spulverbot hat?
Heucheln lernen mit Gabriel
Richtig, richtig, richtig schlechte Laune
Immer dieses Lächeln. Dieses Unverbindliche. Freundlichkeit. Zuvorkommenheit. Dieser ganze Quatsch. Wir schauen dieses Video, ziehen unsere Mundwinkel runter und plädieren für noch mehr schlechte Laune im Sport.
Olympia | Als Charaktermaske unterwegs
Mit Mandela auf Robben Island
Woher kommt eigentlich der Bullshit, den unsere Politiker jeden Tag erzählen?
GSCoole Idee. Morgen schon was vor? Lass mal zum Kanzleramt fahren...

Spannende Frage: wo kriegen unsere Politiker eigentlich den verbalen Dünnpfiff her, den sie uns täglich so vorsetzen. In England wird der Bullshit direkt ins Parlament geliefert, wie die BBC zeigt.
Das Ganze ist ein Trailer für die BBC Serie “The Revolution Will Be Televised”, die einiges verspreicht:
Series bringing corruption, greed and hypocrisy to the fore. Politicians, multinationals and tax-shy corporations who have been taking the public for a ride for years are now on the receiving end.
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1Live Krone: Öffentlich-Rechtliche Unfähigkeit
GSSo ist das!
Balotelli und der Zombie
Da möchte sich Mario Balotelli bei seinen Facebook-Fans bedanken und wird plötzlich unterbrochen. Und weil das hier nicht Philipp Lahm, Andres Iniesta oder Neymar ist, sondern Mario Balotelli, taucht natürlich ein Zombie auf. Klar. Logisch.
Arschkalt
Passend zum strahlend blauen Himmel und der Kälte in Hamburg heute:

Verantwortlich für die knackigen Hintern ist die Kreativagentur Philipp und Keuntje.
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Der Yps Spot: Seit heute gibt es wieder “Yps”. Die 1. Ausgabe kommt mit den leckeren Urzeitkrebsen als Gimmick und kostet 5,90 €...
extra 3 wünscht einen satirisch-schönen 1. Advent!

Karikatur: Mario Lars
Jeff Bridges and Lloyd Bridges
GSIch wusste gar nicht, dass Lloyd der Vater von Jeff ist.
Dann fliegste halt mal mit dem Auto in einen Fluss – kein Grund, nervös zu werden
Only in Russia.
Driver: Oh, we float.
Passenger: Where are we going?
Driver: I don’t know. Maybe to the shore.
Passenger: Don’t turn the wheel, it’s useless.
(Direktlink, via BoingBoing)
Wenn Kinder auf die schiefe Bahn geraten
GS:-)

…oder Präsident von FC Bayern München.
Karikatur: Mario Lars
Mordparagraf unter der Lupe
GSDer Zeit Artikel ist ganz interessant.
Mord. Ausgerechnet eine der schwersten Strafvorschriften passt nicht recht ins sonstige System des Strafgesetzbuches. Der Mordparagraf geht in erster Linie von den Beweggründen des mutmaßlichen Täters aus, nicht wie sonst üblich von der eigentlichen Tat. Jetzt gibt es mal wieder Initiativen, das Relikt in eine sinnvollere Fassung zu bringen.
Der Mordparagraf erklärt unter anderem jenen zum Mörder, der einen Menschen aus bestimmten Motiven tötet. Genannt werden Mordlust, die Befriedigung des Geschlechtstriebs, Habgier oder niedrige Beweggründe. Der Katalog hat keine sonderlich sympathischen Urheber. Seine nach wie vor aktuelle Fassung erhielt er 1941 unter Federführung Roland Freislers.
Schleswig-Holsteins Justizministerin Anke Spoorendonk möchte mit dem unglücklichen Paragrafen nun brechen. Sie hat eine Bundesratsinitiative eingebracht, um die Vorschrift zu ändern. Mit guten Gründen, wie ein Bericht der Zeit belegt.
Interessant finde ich auch den Aspekt, dass ein weiteres Mordmerkmal, die Heimtücke, strukturell schwache Täter benachteiligt. Zum Beispiel Frauen, die aus körperlicher Unterlegenheit zu Gift greifen. Hätten sie die Möglichkeit, ihrem Opfer offen gegenüber zu treten, stünde ihre Chance auf eine mildere Strafe deutlich besser. Denn ist eine Tat erst mal als Heimtückemord eingeordnet, hat das Gericht kaum noch eine Möglichkeit, die lebenslange Freiheitsstrafe zu umgehen.
Brewers bid to give beer purity law Unesco status
GSGute Idee.
Germans want greater state control of internet
Der Stimmzettel der SPD Mitgliederbefragung aufgetaucht

(via Martin Sonneborn)
Wunschzetteln heute
Heute mehrfach gesehen. Aber hat sich mal wer die Mühe gemacht, tatsächlich die URL einzutippen? Ich nämlich auch nicht…
[Update] Ja, manche haben das getan. Offenbar geht es darum.

(via Interweb3000)





