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23 Nov 19:23

Herr Hofreiter ist sich sicher, dass es keine Dunkel­flauten geben kann. Doch das Wetter führt vor, dass es solche regelmäßig auch über ganz Europa erzeugt

by Chris Frey

Dunkelflaute“ ist nur eine Frage der Definition

Seit Deutschlands Politiker bewusst und konsequent darauf bestehen, dass der gemeine Bürger in Zukunft keinen Anspruch auf sichere Energie hat, geht die Diskussion nur noch darum, wie wenig für die Bürger als „angemessen“ zu definieren ist. Der DWD machte vor, wie eine solche Diskussion aussieht:
EIKE 20. März 2018: Der DWD ist überzeugt: 10 % Strom über zwei Tage, dabei nicht zuverlässiger als Wettervorhersagen, reicht

Fachleute dagegen zeigen, wie die Wirklichkeit aussieht:
EIKE 28.01.2016: [3] Ein EEG-Märchen wird zum Öko-Dogma – Offshore Windkraft sei grundlastfähig
Vernunftkraft Detlef Ahlborn – März 2017: [5] Energiewende gescheitert Glättung von Windstrom
… Wie … eindringlich nahelegt, ist eine flächendeckende Windstille in ganz Europa ebenso Realität wie in Deutschland. Auch in Europa gibt es Situationen ohne Ausgleich. Diese Situationen sind zwar selten, aber nicht ausgeschlossen. Nicht einmal in ganz Europa weht der Wind immer irgendwo. Damit ist auch klar, dass selbst ein paneuropäisches Stromnetz ein hundertprozentiges (wie auch immer beschaffenes) Kraftwerks-Ersatzsystem bräuchte, um die Sicherheit der Stromversorgung in jedem Augenblick zu gewährleisten …

Bild 1 [5] Ganglinie des Windstromangebotes über 15 EU-Länder
Herr Dr. Ahlborn stellte dabei etwas fest, was den Autor ebenfalls umtreibt: [5] … Warum sich wissenschaftlich vorgebildete Mitteleuropäer angesichts eines Leistungsverlaufs wie in Abb. x (Anm.: hier Bild 1) dazu hinreißen lassen, hier von Glättung zu sprechen, soll hier nicht weiter bewertet werden …

Wie von Herrn Ahlborn angesprochen: Personen in Führungsetagen diskutieren solche Details nicht, sondern erzählen lieber „Passendes“, mit dem Wissen, dass es kaum einem Bürger auffällt. Wichtig ist nur, dass das Verkündete politikkonform ist und zusätzlich ihren Geschäftsinteressen dient. Anbei Beispiele:
Die Beraterin für Klima und Energie der Bonner Politikriege auf ihrer Homepage: klimaretter.Info: [4] Europa kann Windstrom glätten
Kölnische Rundschau 18.01.2016: dpa Rekordjahr für Windparks auf See – [2] Weil der Wind auf dem Meer stetiger und häufiger weht als an Land, liefern Windräder auf See mehr Strom und sind besser ausgelastet. Sie gelten wie Atom- und Kohlekraftwerke als „grundlastfähig“, können also den Versorgungssockel absichern.
Münchner Stadtwerke:
Christian Vogt, Leiter des Beteiligungsmanagements der Stadtwerke München: … Bis 2025 wollen wir so viel Ökostrom erzeugen, wie ganz München verbraucht. Eine ganz wesentliche Bedeutung bei der Umsetzung hat die Windkraft, insbesondere Offshore. Sie hat das größte Potenzial und ist sogar grundlastfähig.
Stern, Rubrik Energiewende, 05. April 2014: Rolf-Herbert Peters: Die sieben Märchen der Stromlobby
… Das funktioniert inzwischen gut: Es gibt Windmühlen mit langen Rotorblättern und kleinen Generatoren, die zwar geringere Gewinne abwerfen, aber selbst beim lauesten Lüftchen im Neckartal oder in Niederbayern noch Energie liefern. Zuverlässige Grundlast also …

Deshalb kann es Dunkelflaute nie geben

Da ist es kein Wunder, dass Personen in der hohen Politik es ebenfalls allenthalben nachplappern. Schlimm allerdings, wenn Personen, welche dazu politische Weichen stellen wollen, nicht nur nachplappern, sondern zusätzlich Behauptungen aufstellen, welche nur zeigen, dass sie noch nie wirklich darüber nachgedacht oder Fakten nachgelesen haben:
Achgut 12. Oktober 2018: Anton Hofreiter: Dunkelflaute gibt es nicht und ist längst gutachterlich widerlegt !

Bild 2 Eingebettetes Video von der Talkshow mit Herrn Hofreiters Aussage. YouTube. YouTube link: Hofreiter

Bei Herrn Hofreiter wundert sich der Autor nicht. Allerdings ist man auch bei Konzernlenkern inzwischen nicht mehr überrascht, wenn sie dem Zeitgeist ihre Firma – zumindest einen Teil ihrer Mitarbeiter – preisgeben. Das machte CEO Zetsche von Daimler [6], die Vorstände der großen Versorger und Herr Kaeser nimmt sich davon nicht aus::
SPON 01.11.2017: Siemens fordert raschen Kohleausstieg
„Ein beschleunigter Ausstieg aus der Kohleverstromung muss die klimapolitische Priorität der nächsten Bundesregierung werden“, heißt es in einem zweiseitigen Arbeitspapier, das die Berliner Lobbyabteilung des Konzerns an Vertreter von Grünen, CDU und FDP geschickt hat. „Die vorzeitige Stilllegung der CO2-intensivsten Kraftwerke sollte geprüft werden.“ Auf europäischer Ebene solle sich die neue Bundesregierung zudem für einen CO2-Mindestpreis und ein Ende der Subventionen und Kapazitätszahlungen für CO2-intensive Kraftwerke einsetzen, heißt es in dem Papier weiter.
Haben dagegen die im Konzernvorstand sitzenden Arbeitnehmervertreter protestiert? Die Entscheidung, die konventionellen Sparten über politische Beschlüsse „austrocknen“ zu lassen und auf die „windige“ EEG-Erzeugung zu fokussieren haben sie – mindestens durch Stillhalten – mitgetragen. Die zwingenden Folgen sollten auch Arbeitnehmervertretern in solch hohen – gut bezahlten – Positionen klar gewesen sein.
Man hatte wohl gehofft, die mit den Abschaltungen erforderlich werdenden Backup-Gaskra
ftwerke werden schneller bestellt. Daran glaubt die Konzernspitze aber wohl nicht mehr. Es wird zwar irgendwann kommen (müssen), aber der Konzern will es halt nicht alleine zwischenfinanzieren.

Leider wird die „Dunkelflaute“ von jeder seriösen Untersuchung immer neu bestätigt

Inzwischen liegt eine neue Studie zur Windverteilung über Europa vor:
[1] VGB PowerTech e.V. Thomas Linnemann, Guido S. Vallana, 10.2018: Windenergie in Deutschland und Europa Status quo, Potenziale und Herausforderungen in der Grundversorgung mit Elektrizität Teil 2: Europäische Situation im Jahr 2017
Und diese bestätigt alles, was Herr Dr. Ahlborn damals [5] recherchierte: Auch über Gesamt-Europa weht der Wind nicht immer irgendwo.
Weil die neue Studie von VGB PowerTech e.V. zum Thema tiefer geht und auch Randeffekte – wie Kosten – anspricht, sei der wesentliche Inhalt anbei dargestellt.

Installationen Windenergie Deutschland und Europa

VGB PowerTech e.V., neue Windstudie: [1] … Die installierte Nennleistung sämtlicher Windenergieanlagen in Deutschland hat sich in den letzten 18 Jahren, von Anfang 2000 bis Ende 2017, auf rund 56.000 Megawatt (MW) mehr als verzwölffacht.
Die Jahreshöchstlast liegt im Vergleich dazu aktuell bei etwa 84.000 MW. Zusammen mit 17 weiteren europäischen Ländern erhöhte sich die kumulierte installierte Nennleistung sämtlicher Windenergieanlagen zeitgleich um etwa das 18-Fache auf nahezu 170.000 MW. Damit verfügt allein Deutschland über ein Drittel der europaweit installierten Windenergieanlagenleistung.

Bild 3 [1] Windparkinstallationen in der EU

Es erfolgt keine „Glättung“ der eingespeisten Windleistung

VGB PowerTech e.V.: [1] … Die intuitive Erwartung einer deutlichen Glättung der Gesamtleistung in einem Maße, das einen Verzicht auf Backup-Kraftwerksleistung ermöglichen würde, tritt allerdings nicht ein. Das Gegenteil ist der Fall, nicht nur für ein einzelnes Land, sondern auch für die große Leistungsspitzen und -minima zeigende Summenzeitreihen der Windstromproduktion 18 europäischer Länder.
Für die Jahre 2015 bis 2017 weisen diese Summenzeitreihen Jahresmittelwerte zwischen 22 und 24 % der Nennleistung auf.
Die Jahresminimalleistungen (Stundenwerte) erreichen trotz europaweit verteilter Windparkstandorte rechnerisch 4 bis 5 % der in den betrachteten 18 europäischen Ländern insgesamt installierten Nennleistung …
… Windenergie trägt damit praktisch nicht zur Versorgungssicherheit bei und erfordert planbare Backup-Systeme nach heutigem Stand der Technik von fast 100 % der Nennleistung des „europäischen Windparks“, solange dessen Nennleistung die kumulierte Jahreshöchstlast der betreffenden Länder zuzüglich Reserven noch nicht
überschritten hat.

Weder über Deutschland mit bis zu 14-tägigen Dunkelflauten …

VGB PowerTech e.V.: [1] Von 2010 bis 2016 gab es in jedem Jahr mindestens eine Viertelstunde, in der mehr als 99 % der Nennleistung des deutschen Windparks nicht verfügbar waren und praktisch ein Bedarf an 100 % planbarer Backup-Leistung herrschte, obwohl sich dessen Nennleistung zeitgleich fast verdoppelte. Die intuitive Erwartung einer Glättung der Windstromproduktion in einem Maße, das einen Verzicht auf planbare Backup-Leistung ermöglichen würde, hat sich damit nicht erfüllt.
… Solarenergie (Photovoltaik) als weiterer skalierbarer, politisch auserkorener Eckpfeiler der Energiewende ist in den für die
Jahreshöchstlast relevanten Jahres- und Tageszeiten und ganzjährig nachts übrigens immer zu 100 % unverfügbar und
kann zur gesicherten Kraftwerksleistung daher per se nichts beitragen …
Erwähnenswert ist die zehntägige „kalte Dunkelflaute“ vom 16. bis 25. Januar 2017, bei der das Wetter hierzulande gleichzeitig von Kälte, Nebel und Windstille geprägt war. Die Wetterlage führte dazu, dass alle Windenergie- und Photovoltaikanlagen in Deutschland über diese zehn Tage bei einer Gesamtnennleistung von rund 90.000 MW
lediglich eine Durchschnittsleistung von knapp 4.600 MW ins Stromnetz einspeisten. Von dieser Durchschnittsleistung entfielen drei Viertel auf Windenergie.
Der deutsche Windpark lieferte an mehreren Tagen zeitweise über mehrere aufeinander folgende Stunden Leistungen von weniger als 1.800 MW bzw.
2 % seiner Nennleistung,

… Noch über Europa

VGB PowerTech e.V.: [1] Windstromproduktion 18 europäischer Länder

Bild 4 [1] Jahres-Ganglinienverlauf Wind Deutschland im Jahr 2017
Bild 5 [1] Auszug von Bild 5 der Studie: Summenzeitreihen der Windstromproduktion 2017 für Deutschland (Bild 4), sowie für Deutschland plus siebzehn Länder
Der europäische Windpark (DE+17 EU-Länder) erreichte eine Jahresmaximalleistung von 54 % der Nennleistung und eine Ausnutzung von 23 %.

Bild 6 [1] Wahrscheinlichkeiten normierter Nennleistung für Deutschland plus siebzehn Länder
Bild 7 [1] Angebotene Windstromproduktion und wirklicher Verbrauch über 18 Europäische Länder im Jahr 2017

Weitere Probleme eines europäischen Windparksystems

VGB PowerTech e.V.: [1] Somit bleibt ein Großteil der zeitlichen Schwankungen der Windstromproduktion auch bei weit entfernten Ländern erhalten … Eine Nutzung der in überschaubarem Maße erkennbaren Glättungseffekte setzt Stromtransporte über große Distanzen voraus.

Leitungsverluste
Für einen Stromferntransport über die hier betrachteten größten Einzeldistanzen zwischen Windparkschwerpunkten peripherer Länder wie Finnland oder Norwegen (Skandinavien), Portugal oder Spanien (Iberische Halbinsel) sowie Griechenland (Ägäis) und Rumänien (Balkanhalbinsel) von rund 3.000 km oder mehr würde eine HVAC-Übertragung vermutlich nicht in Erwägung gezogen, da hohe Netzverluste von 40 % der Übertragungsleistung oder mehr einzukalkulieren wären [26]. Auch im Falle einer HVDC-Übertragung wäre bei solchen Transportdistanzen mit Netzverlusten von einem Fünftel der Übertragungsleistung auszugehen.
Hinzuzurechnen wären in allen obigen Fällen weitere Netzverluste für das Einsammeln und Hochtransformieren der Leistungsabgabe der Windenergieanlagen im Produktionsland auf eine geeignete Spannungsebene und die Weiterverteilung der nach dem Ferntransport noch verbliebenen Übertragungsleistung im Zielland über dortige Höchst-, Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetze bis zum Endverbraucher

Dass Netzverluste sich bei einem hohen Anteil dezentraler Erzeugung deutlich erhöhen können, zeigt das Beispiel des spanischen Verteilnetzbetreibers Viesgo.
Dieser stellte fest, dass sich durch die Windstromproduktion in seinem Verteilnetz die Netzverluste auf der Hochspannungsebene (132 kV) deutlich erhöhten.
Je nach den Leistungsflüssen (Leistungsfluss bezeichnet die in einem elektrischen Netz zwischen zwei Knoten übertragene Leistung) in seinem Netzgebiet registrierte der Verteilnetzbetreiber einen Anstieg der Netzverluste von üblicherweise etwa 2 bis 4 % der Summe aus Last und Export-Import-Saldo auf höhere und extreme Werte von bis zu 20 % in Fällen, in denen Nettostromimporte in sein Netzgebiet erforderlich waren. Diese Erkenntnisse verdeutlichen, dass die Netzverluste beim weiteren Ausbau der Windenergienutzung mit europaweiter Vernetzung auch vor dem Hintergrund europäischer Anstrengungen zur Erhöhung der Effizienz nicht vernachlässigbar sind.

Diskussion
Auch wenn aus europäischer Perspektive statistisch signifikante Glättungseffekte zu verzeichnen sind, so helfen diese Effekte bei der gesicherten Leistung offensichtlich nur bedingt weiter, denn theoretische Werte von 4 bis 5 % der Nennleistung bedeuten mit Berücksichtigung der Netzverluste, dass auch auf der europäischen Ebene planbare Backup-Leistung von praktisch 100 % der Nennleistung des solange dessen Nennleistung die kumulierte Jahreshöchstlast der betreffenden Länder zuzüglich Reserven noch nicht überschritten hat.

Netzverluste können dramatisch werden …

VGB PowerTech e.V.: [1] Für die Netzverluste bei europaweiter Vernetzung gilt für ein Szenario nach dem Motto „Jeder hilft Jedem“:
Bei diesem Szenario könnten sich die Netzverluste über alle drei Schritte bei vereinfachender Ingenieurabschätzung auf
insgesamt etwa ein Fünftel bis ein Drittel der eingespeisten Summenleistung aufsummieren (Produktionsland: etwa 7 %,
Ferntransporte: etwa 10 bis 15 %, Zielland: etwa 7 %).

… Die Kosten ebenfalls

VGB PowerTech e.V.: [1] Ausbaukosten
Die Bruttostromproduktion der betrachteten 18 Länder lag im Vergleich dazu im Jahr 2017 bei knapp 3.300 TWh.
Bei spezifichen Investitionskosten von 1,5 M€ pro Megawatt Onshore-Nennleistung und 4,0 M€ pro Megawatt Offshore-Nennleistung wären unter der Annahme, dass unverändert 90 % der zuzubauenden Nennleistung auf Onshore-Windenergieanlagen entfallen und der Rest auf Offshore-Windenergieanlagen, für einen derartigen Ausbau der europäischen Windenergienutzung Gesamtinvestitionen von ungefähr 1.500 Milliarden € einzukalkulieren. Dies ist im Vergleich zum
Bruttoinlandsprodukt 2015 der 18 Länder von nahezu 11.500 Milliarden € ein beträchtlicher Betrag.
… Gleichzeitig wären weitere Milliardeninvestitionen für nach wie vor erforderliche planbare Backup-Systeme und zur Verstärkung der Netzinfrastruktur einzukalkulieren

… Ein weiterer Punkt: Bei einer unterstellten Einsatzfähigkeit heutiger Windenergieanlagen von durchschnittlich 25 Jahren wäre
bei einem Anlagenbestand von rund 1.000.000 MW Nennleistung eine Erneuerungsrate von 40.000 MW pro Jahr erforderlich …
(wobei) die Einsatzfähigkeit von Windenergieanlagen in der Realität auch deutlich geringer ausfallen kann,

Regelungstechnisch hat man schon Deutschlands Netze nicht mehr im Griff

VGB PowerTech e.V.: [1] technischer Geschäftsführer der Amprion GmbH … von Dezember 2016 bis Februar 2017 habe es immer wieder Stunden an diversen Abenden gegeben, an denen das Stromnetz am Limit gewesen sei und mehrmals am
Rande eines großflächigen Zusammenbruches gestanden habe. Hätte sich in diesen Zeiten nur eine große Leitung aufgrund Überlastung abgeschaltet, so wäre womöglich eine Kaskade von Abschaltungen und Stromausfällen unausweichlich gewesen.
Darüber hinaus habe sein Unternehmen am 18. Januar 2017, drei Tage nach dem Beginn der zehntägigen kalten Dunkelflute in Deutschland, das Bundeswirtschaftsministerium und die Bundesnetzagentur in einer Alarmnachricht schriftlich auf den temporären Verlust der (n-1)-sicheren Netzführung hingewiesen. Spätestens mit dem Wegfall der Kernkraftwerke im Süden Deutschlands werde der hohe Transportbedarf zur Regel werden.

Der Rat von Experten

VGB PowerTech e.V.: [1] Der Branchenverband BDEW stellte kürzlich die Verfügbarkeit ausländischer Kraftwerke für die Stromversorgung in Deutschland in Frage und meldete, alle Nachbarländer stünden wie Deutschland selbst vor der Herausforderung, ihre Versorgungssicherheit bei steigenden Anteilen intermittierender regenerativer Kraftwerksleistung zu gewährleisten. Deutschland werde sich daher in Knappheitssituationen künftig nur bedingt auf Lieferungen aus dem Ausland verlassen können.
… Dies lässt nur einen Schluss zu: Jedes Land sollte auch künftig weitgehend selbst für die Bereitstellung ausreichend gesicherter Kraftwerkskapazität in der Verantwortung stehen.

Sogar der Klimawandel soll dagegen arbeiten

topagrarONLINE 18.07.2018: Klimawandel beeinflusst Windkraft
Windenergie soll eigentlich dazu beitragen, die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen. Doch der Klimawandel stellt umgekehrt auch die Windkraft in Europa vor große Herausforderungen: Es wird in einigen Regionen häufiger Schwachwindphasen geben, was die Windstromproduktion stärker schwanken lässt. Das zeigen Forschungsergebnisse des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) anhand räumlich und zeitlich hochaufgelöster Klimamodelle.
Mehr Schwachwindphasen
Zwar werde sich die mittlere Windstromerzeugung für den gesamten europäischen Kontinent bis Ende des 21. Jahrhunderts nur geringfügig ändern. Dafür sind im Allgemeinen größere jahreszeitliche Schwankungen sowie eine Häufung von Schwachwindphasen zu erwarten ...

Die Ignoranz der Politik

Herr Dr. Hofreiter ist nur eine der GRÜNEN Speerspitzen mit vollkommener Ignoranz, wenn es um die generelle Ablehnung nicht ideologiekonformer (Er-)Kenntnisse geht.
Merkur.de 28.10.2018: ... Die Grünen-Spitzenkandidaten Priska Hinz und Tarek Al-Wazir haben ihr „historisches“ Ergebnis bei der Landtagswahl in Hessen gefeiert … Das Wahlergebnis sei ein Auftrag an die Grünen, bei der Energiewende und der Verkehrswende weiterzumachen, sagte Al-Wazir.
Wenn man die jüngsten Landtags-Wahlergebnisse betrachtet, finden diese Märchenerzähler zunehmende Akzeptanz. Vielen der Wähler dürfte allerdings (noch) gar nicht bewusst sein, was die Umsetzung dieser Märchen bedeutet.

Bild 8 Startbild eines Filmtrailers. Quelle: ScienceScepticalBlog 26.Oktober 2018: End of Landschaft. Die Perversion der Energiewende. Der Trailer.

Den Nacherzählern in anderen Parteien geht es allerdings erheblich schlechter. Dabei unterscheiden sich diese nur geringfügig in der Präsentation. Ein Beispiel lieferte jüngst Herr Altmaier und unsere Umweltministerin:
EIKE: Deutschland hat Ökostrom im Überfluss und kann damit Belgien zu jeder Zeit mit Energie aushelfen

Mit-schuldig an diesem technischen Desaster sind Berater*innen, welche hemmungslos wirklich jeden technischen Unsinn erzählen, sofern er zur Unterstützung der ideologisch geforderten Meinung dient, vorwiegend auch, um eine Reputation aufrecht zu erhalten, welche sie in einer normal agierenden Wissenschaft wohl viel schwerer erlangen oder halten könnten. Frau Professor C. Kemfert und ihr inzwischen beigezogener „Fachpartner“, Professor Quaschning gehören auf jeden Fall dazu:
EIKE 28. Mai 2018: Augen zu und vorwärts in die Vergangenheit!
Interview: C. Kemfert … Wir benötigen ein Energiesystem, das mit erneuerbaren Energien dezentral, lastnah und intelligent Energie herstellt und verbraucht. Eine kluge Energiewende hält nicht möglichst lang künstlich das konventionelle Energiesystem aufrecht. Alte Zöpfe müssen abgeschnitten werden. Je konsequenter wir uns vom alten System verabschieden und das neue und intelligente System aufbauen, desto klüger.
… besonders bei der Stromerzeugung durch Wind Offshore muss eine stärkere gesamtwirtschaftliche Betrachtung erfolgen und sich in der Art der Förderung niederschlagen. Wird diese Erzeugungsform, die nicht nur regional- und strukturpolitisch erhebliche Chancen bietet,
sondern durch ihre vergleichsweise stetige Stromproduktion auch einen hohen Beitrag zur Systemstabilität leisten kann,

Interview: C. Kemfert … Heute liegt der Anteil erneuerbarer Energien bei über 30 %, zudem haben wir aufgrund des fehlenden Kohleausstiegs große Stromangebotsüberkapazitäten. Schon heute könnten wir alle restlichen Atomkraftwerke abschalten, ohne dass in Deutschland die Lichter ausgehen würden …

Lichtblicke?

Leider nirgends in Sicht. Die GRÜNEN stellen fast überall wo sie mitregieren den Umweltminister*in. Damit ist das, was in Hessen nun Al-Wazir als politisches Ziel und angeblichen Bürgerauftrag vorhat: Das Wahlergebnis sei ein Auftrag an die Grünen, bei der Energiewende … weiterzumachen, kaum mehr aufzuhalten.

Wer allerdings meint, das Wählen einer anderen, etablierten Partei wäre eine Alternative, weiß: Ist es in Deutschland nicht: Denn die etablierten Parteien unterscheiden sich ja nicht mehr:
BAYERISCHER LANDTAG Pressemitteilung 05.02.2014: (Ulrike) Scharf (bis vor einiger Zeit noch bayerische CSU-Umweltministerin): Die Energiewende muss konsequent umgesetzt werden … „Die Energiewende in Bayern ist ein Erfolgsmodell und wird konsequent weiter entwickelt. Wir befinden uns auf einem sehr guten Weg zu einer verantwortlichen und nachhaltigen Energieversorgung der Zukunft …
Während Herr Seehofer – als er noch bei vollem Bewusstsein war – mit der 10H-Regelung Bayern vor der Landschaftszerstörung rettete, setze seine eigene Umweltministerin (als Sprechpuppe der damaligen Umweltministerin, Frau Hendricks) alles daran, dies zu unterlaufen:
(Ulrike) Scharf: … auch in Bezug auf die Windkraft müssen wir angemessene Regelungen für die Anlagen an Land finden. Hier muss der Ausbau im Konsens mit Gemeinden und Bevölkerung erfolgen und es müssen auch Ausnahmen, beispielsweise beim Mindestabstand, in Übereinstimmung mit den Betroffenen vor Ort, möglich sein.
Weitere Energie-Märchenerzählungen Verantwortlicher im Berliner Politikzirkus:
EIKE 3.10.2018: Deutschland hat Ökostrom im Überfluss und kann damit Belgien zu jeder Zeit mit Energie aushelfen
Nachrichten vom 01. Oktober 2018:
Deutschland: Regierung forciert Windkraftausbau
Bayern: Stromtrassengegner setzten auf Freie Wähler … (FW-Vertreter:) … geht es nach ihm, bringt die (bayerische) Koalition die 10 H Abstandsregelung zu Fall …

Und das Radio meldete es gerade: Herr Merz hält die Bekämpfung des Klimawandels für eine der wichtigsten Zukunftsausgaben.
Man benötigt wirklich Mut, zu sagen: durchgängig „Gehirngewaschen“ ist für Deutschlands „Intelligenz“ arg untertrieben. Wie konnte es nur so weit kommen, dass eine ganze Generation einem, ausschließlich auf von Menschen programmierten Computersimulationen basierenden Apokalypse-Szenario glaubt und über-introvertierten und narzisstisch veranlagten Heilsbringern wie Herrn Schellnhuber [8] bedenkenlos hinterherrennt? Und sich auch weigert, die grundlegenden Funktionen eines elektrischen Energienetzes als physikalisch gegeben akzeptieren zu wollen.

NGOs und Profiteure Hand in Hand

Dabei arbeiten NGOs und kommunale Versorger inzwischen Hand in Hand. Hatte man sich früher über die enge Verbindung zwischen Kirche, Staat und kommunaler Politik aufgeregt, entstand die gleiche Verfilzung blitzartig auch bei der Ökokirche.

Lokalausgabe der nordbayerischen Nachrichten, Printausgabe vom 31.10.2018: Die Politik wird die Klimaziele krachend verfehlen
„Die Energiewende muss aktiv vorangetrieben werden … sagte Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz in Deutschland, und Josef Hasler, Vorstandsvorsitzender der N-Ergie-Aktiengesellschaft.
„Der Klimawandel ist keine Chimäre, er ist Realität“, sagt Weiger. Das habe man gerade in diesem heißen Jahr zu spüren bekommen. Es wird härter, als viele glauben …
(Hasler:) … N-ergie schon 2014 darauf hingewiesen, dass die derzeitige Politik nicht ausreiche … Der Verbandschef (H. Weiger) fordert, die Windenergie und Photovoltaik ohne Vorgaben und Deckelung konsequent auszubauen sowie zeitnah aus der Stromversorgung auszusteigen … Weigert sitzt in der Kohlekommission …
(Hasler:) … die Stadtwerke sind ein zentraler Partner bei der sozial-ökologischen Energiewende … es sei Aufgabe der bayerischen Staatsregierung, so Hasler und Weiger, den Ausbau der Erneuerbaren voranzutreiben …

Seit der Autor Herrn Weiger in einer Talkshow gesehen hat und seine vorbehaltlose – schon fast hysterische – Gläubigkeit an die von Herrn Schellnhuber propagierten Klimakipppunkte [9] erlebte, ist er nicht (mehr) überzeugt, dass solche Personen zu rationalen Zukunftsentscheidungen fähig oder befugt sind (rein persönliche Überzeugung des Autors, die niemand teilen muss). Bei Herrn CEO J. Hasler ist ein Kalkül zu vermuten. Er weiß, wie er Geschäfte zu seinem Vorteil machen kann. Wohl nicht umsonst ist er einer der bestbezahlte CEO eines Versorgers. Wenn es sein muss, macht er solche Geschäfte auch problemlos gegen seine Stammkunden.
EIKE 30.11.2016: Ökostrom verschieben zur Lösung der EEG-Blockade Ein lokaler Versorger ist innovativ und löst das Speicherproblem – Koste es was es wolle
EIKE 06.02.2016: Nachgefragt: Ein lokaler Versorger bricht die Macht der Stromgiganten
Führt dies doch mal zu Protest, wird dieser gerne unterstützt und in die „richtige“ Richtung weg vom lokalen Profiteur ins ferne Berlin gelenkt:
EIKE 22.11.2016: Energieversorger helfen ihren Kunden gegen teuren EEG-Strom! Aktion lokaler Versorger in Bayern: Energiewende bezahlbar

Quellen

[1] VGB PowerTech e.V. Thomas Linnemann, Guido S. Vallana, 10.2018: Windenergie in Deutschland und Europa Status quo, Potenziale und Herausforderungen in der Grundversorgung mit Elektrizität Teil 2: Europäische Situation im Jahr 2017

[2] VGG PowerTech e.V. Thomas Linnemann, Guido S. Vallana, Vortragsfoliensatz zur Studie 19. Juni 2018: Windenergie in Deutschland und Europa Status, Potenziale und Herausforderungen in der Grundversorgung mit Strom

http://www.vernunftkraft.de/energiewende-gescheitert/

[3] EIKE 28.01.2016: Ein EEG-Märchen wird zum Öko-Dogma – Offshore Windkraft sei grundlastfähig

[4] klimaretter.Info: Europa kann Windstrom glätten

[5] Vernunftkraft Detlef Ahlborn – März 2017: Energiewende gescheitert Glättung von Windstrom

[6] EIKE 23.12.2016: Freunde, wollen wir trinken, auf die schöne kurze Zeit* … Ich bin für die Dekarbonisierung der Industriestaaten, und auch die Autobauer wollen die Transformation in die CO2-freie Zukunft

[7] ScienceScepticalBlog 26.Oktober 2018: End of Landschaft. Die Perversion der Energiewende. Der Trailer.

[8] EIKE 25.05.2018: Zu jedem Parteitag eine Freifahrt in der Klima-Geisterbahn

[9] kaltesonne 27. Oktober 2018: Mehr Luft nach oben: Kipppunkt erst bei 66°C globaler Durchschnittstemperatur

23 Nov 19:20

Das „Kohlenstoff-Abspeicher-Syndrom [Carbon Capture Syndrome] – Teil 2

by Chris Frey

Das CCS muss noch genauer unter die Lupe genommen werden, besonders im Hinblick auf eine soeben erschienene Studie mit dem Titel „Carbon capture and storage (CCS): the way forward“, veröffentlicht im Journal Energy & Environmental Science und als PDF hier einsehbar.

Dieser 114 Seiten starke Report, geschrieben von nicht weniger als 30 Autoren, Forschungsinstituten, Universitäts-Fachbereichen und Unternehmen, enthält u. A. auch Proklamationen zu Dingen wie „key negative emission technologies (NETs)“ [etwa: Schlüssel-Technologien für Nicht-Emissionen], „bioenergy with CCS (BECCS)“ und „direktes Einfangen von CO2 aus der Luft (DAC)“. Leitautor ist Dr. Mai Bui vom Imperial College London, UK.

Im Abstract der Studie heißt es inter alia: „Carbon Capture and Storage ist weithin anerkannt, das Potential zu haben, eine Schlüsselrolle zu spielen zum Erreichen von Klimawandel-Zielen, weniger Wärme und Energie durch Kohlenstoff, zur Dekarbonisierung der Industrie und jüngst bzgl. ihrer Fähigkeit, die Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre zu bewerkstelligen“.

Ein zweiter Report mit dem Titel „ CO2 Pipeline Infrastructure“, veröffentlicht von der IEA Environmental Projects Ltd. (IEAGHG) im Jahre 2014 ist für diesen Beitrag eine weitere Referenz. Dieser 147 Seiten dicke Report kann auf der Website des Global CCS Institute hier eingesehen werden.

Zuallererst

Zunächst möchte ich hier eindeutig und zuallererst klarstellen, dass beide Artikel die Hypothese zur Grundlage haben, dass CO2-Emissionen beendet werden müssen, wenn nicht sogar „umgekehrt“ werden müssen (mittels Einfangens des gegenwärtig in der Atmosphäre vorhandenen CO2-Anteils von 0,04%), um „das Klima zu retten“.

Ich widerspreche dieser Vorstellung mit aller Schärfe! Daher verleiht dieser Beitrag über die CCS-Thematik den weit verbreiteten Behauptungen einer Relation CO2 ↔ Klima keinerlei Glaubwürdigkeit.

Darin ist der grundlegende Gedanke des Kommunismus‘ enthalten, wo „das gemeinsame Eigentum“ über allem anderen stehen muss. Natürlich hat der Terminus „gemeinsames Eigentum“ völlig verschiedene Bedeutungen für die Elite und jedermann sonst.

Da es jedoch so aussieht, als ob die westliche Welt wild entschlossen dem Weg zum Energie-Entzug folgen will, gemeinsam mit CCS-Programmen, ist es notwendig, diesen Gedanken etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Beginnen wir mit dem Gebrauch von CO2, um eine verstärkte Öl-Erkundung [Enhanced Oil Recovery (EOR)] zu erreichen.

Enhanced Oil Recovery (EOR)

Der wesentliche industrielle Verbrauch von CO2 soll die Ölerzeugung bei der Erkundung neuer und der Ausbeutung älterer Ölfelder erhöhen. Zu diesem Zweck wird das CO2-Gas typischerweise komprimiert bei einer Temperatur über dem kritischen Punkt (31°C). Dies erfordert einen Druck über 73 Bar. Da industrielle Ressourcen wie Kohle, Öl oder Erdgas, die in Gaskraftwerken verbrannt werden, oftmals ziemlich weit entfernt liegen von den EOR-Ölfeldern, braucht man spezielle CO2-Pipelines, um dieses komprimierte Gas an den Zielort zu leiten. Die folgende Tabelle listet eine Auswahl betriebener EOR-Systemen in Nordamerika:

Tabelle: In Betrieb befindliche EOR-Einrichtungen mit CO2-Injektionen in Nordamerika. Die Daten stammen aus Tabelle 2 aus der IEAGHG-Abschätzung aus dem Jahr 2013 hier.

Tatsächlich stammt die Idee, komprimiertes CO2 zur Verstärkung der Ölförderung einzusetzen, bereits aus den fünfziger Jahren. Einem detaillierten Report des US Geological Service of 2015 zufolge handelt es sich dabei um ein sehr effektives Verfahren, die Förderrate um bis zu 50% zu steigern, verglichen mit herkömmlichen Verfahren. Dies gilt vor allem für Reservoire tiefer als ca. 600 m.

Die Gründe für das CO2-EOR-Verfahren und dessen Effektivität

Die durch CO2 verstärkte Ölförderung stützt sich primär auf eine wichtige Eigenschaft von CO2, nämlich dessen Löslichkeit in Rohöl (in superkritischem Zustand). Mit anderen Worten, es löst sich im Öl und reduziert dabei die Viskosität desselben. Dies wiederum lässt das Öl leichter durch die Risse im Gestein strömen und an die Oberfläche steigen. Der Effekt kann zu einer substantiellen Zunahme der Ölförderung in ansonsten schon erschöpften Felder führen. Unnötig zu betonen, dass dies ein großer Vorteil für die Erzeuger und die Welt als Ganzem ist.

Zusätzlich komprimiert das CO2-EOR das Reservoir in der Tiefe, um den Ölfluss zu verstärken.

Natürlich war dieses CO2-EOR niemals als ein permanentes „CO2-Speichesystem“ vorgesehen. Nichtsdestotrotz hat es nicht lange gedauert, bis das CO2-EOR-Verfahren als Aushängeschild für das (vermeintlich) erfolgreiche „CCS-Verfahren“ gepriesen worden ist. Kein Wunder, dass einige Anti-Kohlenstoff-Individuen glauben, dass der Grund für die Existenz von CO2-EOR von Anfang an war, als „Kohlenstoff-Fänger“ zu fungieren. In Wirklichkeit ist das eine falsche Behauptung.

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Dr. Klaus L.E. Kaiser is a professional scientist with a Ph.D. in chemistry from the Technical University, Munich, Germany. He has worked as a research scientist and project chief at Environment Canada‘s Canada Centre for Inland Waters for over 30 years and is currently Director of Research at TerraBase Inc. He is author of nearly 300 publications in scientific journals, government and agency reports, books, computer programs, trade magazines, and newspaper articles.

Dr. Kaiser has been president of the International Association for Great Lakes Research, a peer reviewer of numerous scientific papers for several journals, Editor-in-Chief of the Water Quality Research Journal of Canada for nearly a decade, and an adjunct professor. He has contributed to a variety of scientific projects and reports and has made many presentations at national and international conferences.

Dr. Kaiser is author of CONVENIENT MYTHS, the green revolution – perceptions, politics, and facts
Link: https://www.iceagenow.info/the-carbon-capture-syndrome-ccs-part-2/

23 Nov 19:20

GEGENDAR­STELLUNG: Der IPCC-Klimawandel-Report beruht auf falschen Grund­lagen

by Chris Frey

Die Friends of Science-Gesellschaft hat einen neuen Report veröffentlicht mit dem Titel „Faulty Premises = Poor Public Policy on Climate“. Darin werden die Klimakatastrophen-Behauptungen ebenso widerlegt wie die fehlerhaften und ineffektiven Lösungen und Vorschläge zu einer Kohlenstoff-Steuer zurückgewiesen werden, wie sie im IPCC-Klimawandel-Report SR15 – veröffentlicht am 8.Oktober 2018 – zum Ausdruck kommen. Der Link: ipcc.ch/report/sr15/.

„Falsche Grundlagen…“ [hiernach FG-Report genannt, Anm. d. Übers.] zerlegt die IPCC-Behauptungen bzgl. Klima mittels Kommentaren von Experten, darunter auch einige ehemalige Begutachter der IPCC-Arbeiten. Dabei wird klar, dass die Klimawissenschaft voller Unsicherheiten steckt. Der Standpunkt lautet, dass es sinn- und nutzlos ist zu versuchen, eine Reduktion von Kohlendioxid als einen Thermostaten bzgl. Klimawandel zu nutzen. Anpassung wäre der viel bessere Weg.

Der ehemalige IPCC-Expertenbegutachter und WMO-Regionalexperte Dr. Madhav Khandekar bereitete im Jahre 2000 einen Report für die Regierung von Alberta vor, in welchem er „Unsicherheiten bzgl. des von Treibhausgasen induzierten Klimawandels“ (hier) unter die Lupe nahm. In einem Interview in diesem Jahr erklärte Dr. Khandekar bei Friends of Science auf deren jährlicher Versammlung: „…Diese Unsicherheiten bzgl. eines durch Treibhausgase induzierten Klimawandels bestehen nach wie vor, und es gibt sogar noch viele weitere…“.

Der FG-Report erwähnt auch eine Arbeit von Prof. Philip Lloyd aus Südafrika. Er war koordinierender Leitautor des IPCC-Sonderberichtes zu CCS (2004) sowie Begutachter der IPCC-Zustandsberichte 3 und 4. Seine Arbeit ist eine detaillierte Kritik der Quellen, Verfahren und Schlussfolgerungen des IPCC.

Friends of Science veröffentlichte eine ökonomische Übersicht der IPCC-Vorschläge bzgl. einer Kohlenstoff-Steuer im SR15. Die Reduktion von CO2-Emissionen, um das vom IPCC anvisierte Ziel einer Begrenzung der Erwärmung auf 1,5°C über das vorindustrielle Niveau zu erreichen, würde im Jahre 2030 880 Dollar pro Tonne CO2 kosten (der Mittelwert der geschätzten Kosten-Bandbreite). Die Reduktion von CO2-Emissionen würde weitere 8 Dollar pro Tonne CO2 kosten, und zwar infolge des Verlustes der Vorteile einer CO2-Pflanzendüngung sowie der Vorteile durch eine Erwärmung. Insgesamt ergibt sich ein Gesamtverlust von 888 Dollar pro Tonne CO2-Reduktion.

Der SR15 des IPCC ist unverantwortlich, wenn er eine rapide Dekarbonisierung verlangt und dafür ein unmögliches Ultimatum von 12 Jahren setzt. Die Gesellschaft würde an allen Tagen ohne fossile Treibstoffe in Anarchie versinken. Wind und Solar können nicht einmal grundlegende Bedürfnisse der Gesellschaft decken, was Prof. Michael Kelly von der Cambridge University bereits im Jahre 2010 schrieb.

Der FG-Report erkundet die vielen kommerziellen Interessenkonflikte, welche einen globalen Zertifikate-Handel antreiben, und welche Sonderinteressen bzgl. Erneuerbarer und ein globales Kohlenstoff-Gesetz mit sich bringen. Alle diese Dinge werden als eine Gefahr für die Demokratie zurückgewiesen. Außerdem ist so etwas keine „Lösung für alles“.

Im Report kommt Roger Pielke Jr. zu Wort, der sagt: „Man entferne das gesamte spekulative Verfahren, welches den Szenarien und Modellen sowie der gesamten Polit-Architektur im Paris-Abkommen und dessen Schöpfer, dem UNFCCC innewohnt … und das Abkommen zerfällt in Stücke … Entfernung von Kohlendioxid in großem Umfang ist Science Fiction“. Dies schrieb er in einem Hintergrund-Kommentar in der Ausgabe August 2018 von Issues in Science and Technology.

Der Link zum gesamten FG-Report steht hier.

Executive summary:

Klimawissenschaft ist ein Komplex eines chaotischen, dynamischen Systems. Der jüngste SR15-Report des IPCC versucht die Implikationen einer Erwärmung um 1,5°C über die Temperatur der vorindustriellen Ära zu prophezeien. Der Schwerpunkt des Reports liegt auf dem Einfluss industrieller Emissionen von Kohlendioxid als hypothetischem Treiber des Klimawandels und der jüngsten Erwärmung. Trotz der Anzahl involvierter Wissenschaftler kann die Wissenschaft lediglich aufgrund der singulären Konzentration auf einen einzigen Punkt vom Weg abkommen.

Die Friends of Science-Gesellschaft kritisiert den SR15-Report des IPCC aus vielfachen Gründen, darunter den Folgenden:

1. Wir leben in der Meghalayan-Epoche, nicht im Anthropozän. Im SR15-Report wird behauptet, dass man den Klimawandel durch „die Lupe des Anthropozän“ betrachtet. Mit diesem Terminus wird allgemein eine neuzeitliche geologische Periode bezeichnet, in welcher die Menschen vermeintlich die Welt stärker beeinflussen als die Natur. Am 13. Juli 2018 veröffentlichte die International Union of Geological Sciences (IUGS) ein Statement, wonach sich die Erde derzeit in der Meghalayan-Epoche befindet, einer Periode also, die vor 4200 Jahren begann. Als Antwort auf die Frage, warum der Terminus „Anthropozän“ in dem Statement nicht vorkam, zumindest für die letzte 50 Jahre eines vermuteten menschlichen Einflusses, erwiderte die IUGS, dass der Terminus „Anthropozän“ nicht einmal in Erwägung gezogen worden ist und dass er lediglich soziologische, aber keine wissenschaftliche Relevanz hat. Das IPCC sollte diese ,Lupe‘ nicht verwenden.

2. Alle vom IPCC herangezogenen Modell(-simulationen) laufen ,viel zu heiß‘ im Vergleich mit Messungen. Die Computer-Simulationen projizieren eine zukünftige Erwärmung (und bilden die Rationale für eine Klimapolitik bzgl. globaler Erwärmung). Sie zeigen signifikant höhere Temperaturwerte als die, welche gemessen werden. Nur das russische Klimamodell und die Daten von Satelliten und Wetterballonen passen gut zu den gegenwärtigen Temperaturen in der unteren Troposphäre. Dies zeigt, dass die meisten Klimamodelle von einem viel zu hohen Erwärmungseffekt durch Kohlendioxid ausgehen (Klima-Sensitivität). Dies bedeutet, dass man die Klimamodelle nicht als Grundlage für staatliche Politik heranziehen sollte.

3. Temperaturdaten können nicht mit einer Präzision von weniger als ±0.1°C gemessen werden. Globale Temperaturdaten sind ein Parameter gemittelter und adjustierter Daten aus vielen Quellen. Dies zeigt, dass eine Temperaturdifferenz von 0,5°C irrelevant und eine willkürliche Zahl ist. Sie ist keine tatsächliche Messung der Temperatur der Erde; die Öffentlichkeit wird damit in die Irre geführt.

4. Das IPC behauptet, seiner Satzung folgend politisch neutral zu sein. Allerdings erhebt das IPCC viele Forderungen hinsichtlich von Systemen zur Entfernung von Kohlendioxid (CDRS), von denen viele nicht getestet und ungeeignet und außerdem keiner Kosten-Nutzen-Analyse unterzogen worden sind. Derartige Forderungen stehen in direktem Widerspruch zum Anspruch des IPCC und sollten von den Politikern nicht beachtet werden. Das IPCC sollte einfach nur wissenschaftliche Ergebnisse bekannt machen.

5. Eine vom IPCC geforderte rapide Dekarbonisierung ist unmöglich und unrealistisch. Die Welt hängt zu über 80% von fossilen Treibstoffen ab. Alle anderen Verfahren zur Energieerzeugung, darunter Wasserkraft, Kernkraft, Wind und Solar hängen vollständig von fossilen Treibstoffen ab für deren Einrichtung. Millionen Menschen würden sterben, falls eine rapide Dekarbonisierung wirklich umgesetzt werden würde. Für eine moderne Gesellschaft gibt es keine passende und gleichberechtigte Alternative zu fossilen Treibstoffen. Jedes offizielle internationale Wissenschaftler-Gremium, welches Maßnahmen fordert, die zu einem Massensterben führen, sollte davon gejagt werden.

6. Es gibt keine Beweise dafür, dass Änderungen oder eine Erwärmung seit Mitte des 19. Jahrhunderts den Verbrauch fossiler Treibstoffe seitens der Menschheit zur Ursache haben – obwohl es tatsächlich eine gewisse Erwärmung sowie verschiedene erkennbare Änderungen einiger natürlicher Phänomene gegeben hat. Tatsächlich liegt die Bandbreite des zur Diskussion stehenden Klimawandels deutlich innerhalb der natürlichen Variation seit dem Jahr 1850. Ebenso sind globale Temperaturaufzeichnungen unvollständig und inkonsistent; Messverfahren und Platzierungen der Messpunkte wurden verändert, und die Temperatur wird nicht gleichzeitig an verschiedenen Standorten gemessen. Die Validität der globalen mittleren Temperatur ist unpräzise.

7. Die geforderten Abhilfen in Gestalt von Wind und Solar lassen Kohlendioxid weiter zunehmen und verursachen Erwärmung. Anstatt den Verbrauch fossiler Treibstoffe zur Reduktion von Kohlendioxid zu reduzieren, verbrauchen Wind und Solar in Wirklichkeit riesige Mengen fossiler Treibstoffe für deren Herstellung, Errichtung und Backup durch Erdgas – was zu einer Zunahme von Kohlendioxid führt. Wind und Solar sind ineffektiv, teuer und destabilisieren Stromnetze. Damit wird die Gesellschaft vermeidbaren Risiken ausgesetzt, die Industrie geschädigt; es werden Arbeitsplätze vernichtet und Verbraucher vor die Wahl zwischen Nahrung oder Heizung gestellt. Wind und Solar sind das genaue Gegenteil von Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

8. Extremwetter-Ereignisse sind ein integraler Bestandteil des Klimas. Der IPCC-Zustandsbericht 5 und dessen Sonderbericht SREX zu Extremwetter machen beide klar, dass menschliche Einflüsse auf das Klima nicht Extremwetter zunehmen lassen; Gleiches gilt für eine Zunahme von Kohlendioxid. Das IPCC sollte dies in den Medien klarstellen anstatt es der Presse zu gestatten, sich in Schrecken erzeugenden Übertreibungen zu ergehen.

9. Ein Extremes Missverhältnis zwischen Kosten und Nutzen sollte Politiker und Bürger davon abhalten, den Forderungen des IPCC nach einer Besteuerung von Kohlenstoff nachzukommen. Die Kosten von Emissions-Reduktionen sind etwa 95 mal so hoch wie die Vorteile, falls man der CO2-Klimasensitivität der Klimamodelle glaubt. Zieht man die von Lewis und Curry aus Messungen errechnete Klimasensitivität heran, liegen die Kosten von Emissions-Reduktionen sogar um das 210-fache über den Vorteilen, jedoch ist bei dieser Schätzung der natürliche Klimawandel nicht berücksichtigt. Zieht man das beste ökonomische Modell heran, in welches auch die Vorteile einer Erwärmung und der CO2-Düngung von Ernteerträgen eingehen und in welchem außerdem die natürliche Erwärmung seit 1850 berücksichtigt wird, würde jedes Mal die Ausgabe von 888 Dollar pro Tonne Kohlenstoff einen Nutzen von 8 Dollar nach sich ziehen. Tatsächlich stellt Dr. Judith Curry fest, dass Bemühungen zur Kohlenstoff-Reduktion, um das ,Klima zu stabilisieren‘, angesichts des natürlichen Klimawandels völlig nutzlos sind.

10. Die Wissenschaft ist nicht settled. Anderegg et al. (2010) [1] haben gezeigt, dass 34% der Autoren der IPCC-Berichte nicht der Haltung des IPCC zum menschlichen Einfluss auf das Klima zustimmen. Hunderte anderer Wissenschaftler haben die Ergebnisse des IPCC in Zweifel gezogen – in begutachteten Studien, Büchern, der Blogosphäre und in Videos. Es gibt eine ungeeignete wissenschaftliche Begutachtung seitens des IPCC der Berichte des Nongovernmental International Panel Climate Change. Es gibt keine Berücksichtigung der natürlichen Kräfte von der Sonne und der planetarischen Dynamik, ebensowenig wie die natürliche interne Variabilität etwa in Gestalt von Meeresströmen, Vulkanausbrüchen und tektonischen Aktivitäten nebst deren Korrelation mit dem Erdmagnetismus (und damit des solaren Einflusses). Die Reduktion von Kohlendioxid aufgrund menschlicher industrieller Aktivitäten ist eine sinnlose Reaktion auf den fortgesetzten Klimawandel auf der Erde. Öffentliche Gelder wären wesentlich besser angelegt für Anpassung und Investitionen in eine widerstandsfähige Infrastruktur.


Im Video: Der Klimawissenschaftler Dr. Madhav Khandekar ist ein ehemaliger Forscher bei Environment Canada und war Experten-Begutachter des IPCC. Er ist seit vielen Jahren Mitglied in der Canadian Meteorological and Oceanographic Society CMOS. Im Jahre 2000 wurde Dr. Khandekar von der Regierung von Alberta beauftragt, die Wissenschaft zu evaluieren, welche dem Vernehmen nach die Kyoto-Bemühungen unterstützt. Sein Report „Uncertainties in Greenhouse Gas Induced Climate Change“ findet sich hier. Überraschenderweise haben sich jene Unsicherheiten über 18 Jahre hinweg kaum geändert, und er sagt, da „seien noch viel mehr“. Dr. Khandekar erklärt, dass der größte Teil der Klimawissenschaft auf Computermodellen beruht, welche rasch dabei sind, Erwärmung zu prophezeien, was jedoch durch Jahre lange Temperaturmessungen nicht reflektiert wird. Die Erwärmung war im Vergleich zu den Projektionen der Computermodelle minimal. Regierungen haben jedoch diese ,überhitzten‘ Modellsimulationen zur Grundlage ihrer Klimapolitik gemacht, obwohl sie in keiner Weise die Realität reflektiere.

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About

Friends of Science Society is an independent group of earth, atmospheric and solar scientists, engineers, and citizens who are celebrating its 16th year of offering climate science insights. After a thorough review of a broad spectrum of literature on climate change, Friends of Science Society has concluded that the sun is the main driver of climate change, not carbon dioxide (CO2). 

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/10/31/rebuttal-ipcc-sr15-climate-change-report-is-based-on-faulty-premises/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

23 Nov 19:19

SPD auf neuem Tiefpunkt! Vielleicht auch, weil sich Generalsekretär Klingbeil bei Fragen, die ihm nicht gefallen, tot stellt?

by Admin

Meine Erinnerungsmail vom 29.1.18 um 22:12 Uhr

Sehr geehrter Herr Klingbeil,

leider sind Sie mir immer noch eine Antwort auf meine Mail vom 25.10.17 schuldig, obwohl Sie mir diese persönlich im direkten Gespräch zugesagt hatten. Nun habe ich bestimmt Verständnis für Ihre Belastung durch die Geschehnisse nach der Wahl. Doch inzwischen sollten Sie sich genügend frei geschaufelt haben, um jetzt auch bisher Unerledigtes zu erledigen. Zumal Ihr Parteifreund der Ministerpräsident Brandenburgs Herr Woidke in einem Interview vom 1. Januar des Jahres mir vollumfänglich recht gegeben hat, dass das EEG die größte Umverteilung von unten nach oben seit dem Ende des 2. Weltkrieges bewirke. Leider hat er bisher nicht die entsprechenden Konsequenzen aus dieser richtigen Erkenntnis gezogen. Ihre Mitglieder und Wähler würden es hingegen bestimmt begrüßen, wenn Sie in den Koalitionsverhandlungen auf das sofortige Ende des EEG als Grundbedingung einer Regierungsbeteiligung dringen würden. Letztendlich werden Sie aber an Ihren Taten gemessen und nicht an Ihren Worten.
Ich danke für schnelle Erledigung und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Ihr
Michael Limburg
Vizepräsident EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)
Tel: +49-(0)33201-31132
http://www.eike-klima-energie.eu/

Die ursprüngliche Mail:

Am 25.10.2017 um 12:32 schrieb Michael Limburg IMAP <m.limburg@eike-klima-energie.eu>:

Sehr geehrter Herr Klingbeil,

ich nehme Bezug auf unser kurzes Gespräch gestern Abend anlässlich des Empfangs der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft im Hause von Thelen-Consult.
Dabei fragte ich Sie nach Ihrem „Klartext-Gespräch“ nach dem m.E.n. offenen Widerspruch zwischen dem Anspruch der SPD die Partei der Sozialen Gerechtigkeit sein zu wollen, besonders nochmals hervorgehoben, auch von Ihrem Kanzlerkandidaten und Parteivorsitzenden Martin Schulz, und der federführenden (als Kanzlerpartei im Jahre 2000) Beteiligung Ihrer Partei am Zustandekommen und Durchführen, des sog. Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) und seiner allein durch dieses Gesetz bis heute stattfindenden und andauernden massivsten Umverteilung von Vermögen von unten nach oben, die diese Republik je gesehen hat.
Begründung: Seit Einführung im Jahre 2000 bis Ende 2016 – und das sind alles offizielle Zahlen, die ich gern belege- haben die Verbraucher, per EEG Umlage gezwungen, an die Betreiber von EEG Anlagen über 200 Mrd € bezahlt. Der Gegenwert ist negativ, weil diesen Strom niemand braucht (1) (2) und dazu noch zigtausende von mehrwertschöpfenden Jobs in der Kraftwerks- der Kohle- und der Grundstoffindustrie bereits verloren gingen, oder noch verloren gehen werden. Die bis dahin ständig gefüllte „Schatztruhe“ vieler Kommunen, nämlich die Beteiligung an den Versorgern, ist durch das EEG geplündert worden, und die kleinen Leute bezahlen den Villenbesitzern, die Arzthelferin ihrem Arzt, die Krankenschwester ihrem Chefarzt, die Solaranlage auf dem Dach oder die lukrative Beteiligung an einem Windpark.
Als wäre das nicht schon schlimm genug, sehen die nach EEG geschlossenen Verträge vor, dass diese eine Laufzeit von 20 Jahren haben (ja, ich weiß, das ist jetzt tlw. etwas vermindert worden, ändert aber an den gegenwärtigen Zahlen nichts), und damit müssen die Verbraucher per Ende 2016 (jetzt ist es bereits wieder deutlich mehr) mehr als 500 Mrd € abdrücken.
Ingesamt haben wir dann also für rd. 30.000 Windkraftanlagen, knapp 2 Mio Solaranlagen und noch einige Biomasseanlagen, die bereits installiert sind, dann insgesamt > 700 Mrd € aufgewendet. Für Anlagen, die in der Masse Zappelstrom (Strom ist nicht gleich Strom) erzeugen, den niemand freiwillig kaufen würde. Eine der Folgen ist, dass mehr als 6,6 Mio Haushalte bereits jetzt Schwierigkeiten haben ihre Stromrechnung regelmäßig zu bezahlen und mehr als 300.000 der Strom aus diesem Grunde abgestellt wird. Hauptgrund: Der teure Strom, dank EEG, und (jetzt zunehmend durch den Flatterstrom verteuerte) Netzentgelt. Details dazu hier. Das böse Wort von der Energiearmut macht die Runde und sie erfasst ständig weitere Kreise.
Soviel zunächst, bevor die Mail zu lang wird, über eine schnelle und informative Antwort würde ich mich freuen.
Diese Mail geht auch per Bcc an eine Reihe von Experten
Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihr
Michael Limburg
Vizepräsident EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)
Tel: +49-(0)33201-31132
http://www.eike-klima-energie.eu/

(1) Dass dieser Strom überflüssig ist veranschaulicht folgendes Gedankenexperiment: Wenn morgen alle EEG Erzeuger abgeschaltet würden, merkte es niemand. Die Stromversorgung bliebe (noch) intakt. Nur dass der Strom stabiler flösse und deutlich billiger sein würde. Wenn morgen aber alle fossilen wie Kernkraftwerke abgeschaltet würden, erlebte die Republik einen Blackout, der direkt in eine Zivilisationskatastophe führen würde. Jeder Experte wird Ihnen das bestätigen.

(2) Bevor Sie jetzt den Klimaschutz und die Verpflichtung aus dem Pariser Abkommen anführen, der deutsche Anteil an den weltweiten CO2 Emissionen liegt mit rd 900 Mio t bei gut 2 %. Auf die gesamte CO2 Konzentration von derzeit 0,0406 Vo % in der Atmosphäre bezogen, bedeutet das, dass bei völliger „Dekarbonisierung“ (Von der Regierung Merkel und SPD Beteiligung beschlossen, vom Parlament ohne Disskussion durchgewunken) der Anstieg um maximal 0,015 % vermindert würde. Ob dieser deutsche Anteil nun um 0%, 10%, 20% oder 40% oder gar 100 % abgesenkt werden würde, ist für das Weltklima völlig und in jeder denkbaren Variante, so oder so, völlig irrelevant, für Deutschland als Industrie- und Wirtschaftsstandort aber tödlich.Details dazu hier
Eine Antwort steht bis heute aus!
Ist das „sprachlos in Berlin“? Oder ahnungslos auf der ganzen Linie, ohne es zugeben zu wollen?
23 Nov 19:19

Report: Klima­aktivisten kollabo­rieren heimlich mit [US-]Staatsre­gierungen

by Chris Frey

Für den neuen Report wurden Anfragen nach dem Informationsfreiheits-Gesetz ausgewertet, welche teilweise auf dem Klageweg veröffentlicht werden mussten. Daraus beschreibt der Report detailliert das Vorgehen der Aktivisten.

Der Report, veröffentlicht vom Competitive Enterprise Institute (CEI) und geschrieben vom Forschungsleiter Christopher C. Horner, zeigt auf, wie Nicht-Regierungs-Organisationen, die als Mittler fungieren, üppige Förderungen verwalten, während sie für Politiker arbeiten und diese unterstützen. Diese wiederum unterstützen die Klima-Agenda der Geldgeber, darunter auch Gerichtsverfahren gegen Unternehmen in der Branche fossile Treibstoffe.

Enorme Klima-Industrie

Unter den im Report genannten Beispielen findet sich die Zusammenarbeit von Umwelt-Aktivistengruppen mit der Regierung von Kalifornien, um den „Global Climate Action Summit“ zu organisieren, der dann vom 12. bis zum 14. September in San Francisco stattfand. Gesponsert und geleitet vom kalifornischen Gouverneur Jerry Brown als offizielle staatliche Veranstaltung hatte der Gipfel nichts Anderes zu tun als die Klimapolitik der Aktivisten voranzutreiben.

Das Treffen war mit einem Budget von 10 Millionen Dollar ausgestattet, wobei Brown unablässig die Unterstützung hinaus posaunte, die er von Individuen, Stiftungen, Regierungen und der Industrie erhalten habe.

„Die Ergebnisse enthüllen, dass dieser Gipfel Teil einer gewaltigen Klima-Industrie ist, welches gespendete Gelder über gemeinnützige Organisationen zu den Büros der Politiker kanalisiert“, stellt der CEI-Report fest. „Das fließt an den Büchern vorbei, und die nonprofits kassieren einen üppigen Prozentsatz davon für ihre Dienste als Vermittler“.

Der Report zeigt einen gewaltigen Schub des riesigen Netzwerkes von Geldgebern, Aktivisten und Regierungsbeamten auf dem Gipfel, um die Klima- und Energiepolitik der Trump-Regierung zu torpedieren, einschließlich des Rückzugs aus dem Pariser Klima-Abkommen.

Um das zu erreichen, führt der Report weiter aus, „nutzen die Politiker ihre Büros, um die Agenda der Geldgeber zu unterstützen, und die Geldgeber nutzen ihre Quellen, um Mitarbeiter, Autoren von Reporten, PR-Operationen und Berater auszustatten – alles im Namen der Politiker. Spender arrangieren auch private, nicht zum Mitarbeiterstab gehörende Berater in den Büros der Gouverneure und Bürgermeister“.

Unter den prominenten Geldgebern dieser Art finden sich der kalifornische Milliardär Tom Steyer und die Hewlett Foundation, weist der Report nach.

Mehr Geld, Trachten nach Einfluss

Staatsbeamte wollen sogar noch mehr Geld haben, um den Druck auf die Trump-Regierung und die Industrie fossiler Treibstoffe aufrecht zu erhalten.

Die Studie veröffentlicht auch einen Austausch von E-Mails zwischen den Büros der Gouverneure von Kalifornien (Jerry Brown), New York City (Andrew Cuomo) und Washington State (Jay Inslee). Darin beraten sich die Gouverneure, wie viel Geld sie locker machen würden für Bemühungen bzgl. Klima-Befürwortung einschließlich der Gelder, die über private Klima-Alarmistengruppen fließen sollten.

[Der folgende Absatz wird im Original beibehalten, gefolgt ausnahmsweise von der Übersetzung des Google-Translators. Es geht detailliert um die Summen, die in diesem schmutzigen Geschäft im Spiel sind. Außerdem soll damit gezeigt werden, warum ich für Übersetzungen sonst niemals diesen Translator einsetze. Anm. d. Übers.]

“[The governors’] staff budgeted ‘$15 million [which] ramps up work ($10 million passed through to consortium partners)’ in 2018, to ‘$30 million as we engage new governors, share deployment learnings, and drive a new national priorities debate ($25 million passed through to consortium partners)’ for 2019, then ‘$50 million to drive state leadership activity in a critical year and develop new federalism funding models to leverage investments in mid-term targets and carbon pricing moving forward,’ in 2020–2021,” Horner writes.

Die Mitarbeiter [der Gouverneure] stellten im Jahr 2018 Haushaltsmittel in Höhe von 15 Mio. USD bereit, was die Arbeit beschleunigt (10 Mio. USD an die Konsortialpartner weitergereicht), auf 30 Mio. USD, wenn wir neue Gouverneure engagieren, Einführungserfahrungen austauschen und eine neue Debatte über nationale Prioritäten anstoßen (25 Mio. US-Dollar wurden an Konsortialpartner weitergegeben) „2019, dann 50 Mio. US-Dollar, um die staatliche Führungstätigkeit in einem kritischen Jahr voranzutreiben und neue Modelle für die Finanzierung des Föderalismus zu entwickeln, um Investitionen in mittelfristige Ziele und die CO2-Preisgestaltung voranzutreiben“, 2021

Browns Klimagipfel wurde vor den Wahlen in den USA [midterm elections] Anfang November abgehalten. Damit hoffte man, die Wähler dazu zu bringen zu wählen und dabei Klima-Belange zu berücksichtigen.

„Aufzeichnungen im Rahmen des Informationsfreiheits-Gesetzes zeigen, dass Browns Gipfel auch als ein privat unterschriebener Zusatz agieren soll zum offiziellen Klimagipfel (COP) des UNFCCC“, schreibt Horner.

Obamas ,Flüchtlinge‘ sind zur Stelle

Der Report zeigt, dass Beamte der früheren Regierung von Präsident Obama, im E-Mail-Austausch als „Flüchtlinge“ bezeichnet, die Büros lokaler und staatlicher Beamten durchsetzen, um „die Haltung der USA zu Energie und Klimawandel wiederherzustellen“, wie es in einer der E-Mails heißt.

Einer der im Report genannten „Flüchtlinge“ ist Jonathan Pershing, ehemals Sonderbotschafter für Klimawandel im State Department und leitender US-Unterhändler beim UNFCCC. Die Hewlett Foundation engagierte Pershing und gab ihm ein Budget, mit welchem er Mitarbeiter bzgl. Klima- und Energiepolitik in den Büros der Gouverneure unterbringen sollte, wobei das Geld über das in Washington ansässige World Resources Institute floss.

Weitere Dokumente, die Horner in die Hände fielen, enthüllen, dass der ehemalige Bürgermeister von New York Michael Bloomberg und die U.S. Climate Alliance neben anderen Gruppen Klima-Aktivisten und ehemalige Obama-Beamte finanzieren als Mitarbeiter und Berater außerhalb des offiziellen Mitarbeiterstabes. Das gilt für alle Büros in den USA bis hinunter zur Gemeinde-Ebene.

,Missbrauch ins Gesicht geschrieben‘

Staatliche Gesetzgebung und Generalstaatsanwälte sollten diese im Geheimen ablaufenden Kungeleien einmal untersuchen, aber das tun sie nicht, sagt Horner.

„Das ist missbräuchlich von Anfang an und schreit nach gesetzlicher Untersuchung“, sagte Horner. „Unglücklicherweise haben Staatsanwälte ihre eigene Klima-Agenda und werden wahrscheinlich hier nicht die Interessen der Öffentlichkeit schützen“.

All jene, welche die anti-fossile Klimawandel-Agenda forcieren, ignorieren die hohen Kosten der von ihnen befürworteten Politik, sagt Paul Driessen, leitender Politik-Analyst beim CFACT.

Driessen weiter: „Der Klima-industriell-politisch-umweltliche Komplex ist jetzt ein Unterfangen im Wert von 2,4 Billionen Dollar jährlich. Er erhält Subventionen und Aufträge als Gegenleistung für Beiträge zur Kampagne.

Und jetzt, mit dem jüngsten IPCC-Klimareport im Rücken, will man weitere 2,4 Billionen Dollar pro Jahr für die nächsten 17 Jahre haben, um den vorgeschriebenen Übergang zu erneuerbarer Energie zu finanzieren, während man gleichzeitig die hohen Kosten hinsichtlich des Verbrauchs von Land und natürlicher Ressourcen ignoriert, welche erforderlich sind für all die Windturbinen, Solar-Installationen, ultralangen Überlandleitungen und Batterien als back up für die vom Wetter abhängige erneuerbare Energie“.

Bonner R. Cohen, Ph.D. is a senior fellow at the National Center for Public Policy Research and a senior policy analyst with the Committee for a Constructive Tomorrow.

Die ganze Geschichte steht hier.

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/report-climate-activists-are-secretly-collaborating-with-state-governments

Übersetzt von Chris Frey EIKE

23 Nov 19:19

Erneuerbar sind nur Illusionen ………Die „Zukunftstechnologie“ Windkraft steht vor unlösbaren Problemen Teil 1              

by Admin

Dass so etwas tatsächlich ernsthaft zur Politik der Regierung einer Industrienation werden konnte, hatte mehrere Gründe: Das Aufkommen einer Partei, die Umweltprobleme zu ihrem Hauptthema machte und geschickt mit der Angst als Überzeugungsmittel agierte – auch heute noch. Berichte über Umweltkatastrophen (Beispiel „Seveso“); Bücher wie „Der stille Frühling“; das Ozonloch; das angebliche Waldsterben – dessen Widerlegung als „Fake“ dennoch nichts an dessen Wirkung auf die Bürger ändert. Die bis heute unbewiesene und wissenschaftlich umstrittene Hypothese vom menschengemachten Klimawandel; die Angst vor „Strahlen“ jeder Art…Diese Liste ist unvollständig…
Dieses für natur- und ingenieurwissenschaftlich nicht ausgebildete Personen – leider auch Politiker – undurchschaubare Dickicht von wahren und falschen Informationen führte immerhin dazu, dass erkannte Umweltschädigungen an ihrer Quelle bekämpft, minimiert und auch eliminiert wurden: Oft war die Industrie die Verursacherin, oft die Landwirtschaft, oft der gedankenlose oder ahnungslose Verbraucher selbst.

Auch die Energiewirtschaft musste sich daran beteiligen und insbesondere die Gesetze zur Luftreinhaltung aus der Regierungszeit von Willy Brandt erwiesen sich als außerordentlich wirksam.
Der Regierung Helmut Kohls war es vorbehalten, einen Schritt weiter zu gehen, indem sie die Entwicklung bestimmter, scheinbar besonders umweltfreundlicher Energietechniken zu fördern begann. Das war die Geburtsstunde des Erneuerbare Energien-Gesetzes (EEG) – dessen Geburtsfehler bezeichnenderweise bereits in dessen Namen liegt: Es gibt keine erneuerbare Energie. Die Sonne strahlt elektromagnetische Energie (Licht, UV, IR) ab, die durch Kernfusion (Wasserstoff zu Helium) erzeugt wird. Die dabei „verbrannte“ Masse ergibt sich aus Albert Einsteins berühmter Gleichung E=m c2.
Dabei wird nichts „erneuert“. Korrekt wäre „regenerative Energie“, die ohne unser Zutun kostenlos nachgeliefert wird, aber an ihrer Quelle selbstverständlich ständig neuen „Brennstoff“ verbraucht. Solarzellen sind folglich Energieumwandler;  Wasserkraftwerke, Dieselmotoren, Windmühlen, Kaminöfen, Brennstoffzellen und Heizstrahler sind es ebenfalls.
Die Bezeichnung eines großen wirtschaftspolitischen Regierungsprogramms mit einem physikalischen Unsinnsbegriff beschreibt bereits das fachliche Niveau der Schöpfer der vielen Gesetzesparagraphen, die die Energiewende mit ihrem Fernziel eines überwiegenden Einsatzes „erneuerbarer Energien“ konzipierten.

 

Mittlerweile ist bereits eine der beiden Zukunftstechnik-Branchen, die hunderttausende von Jobs schaffen und ihre Produkte als Exportschlager weltweit verkaufen würden, bis auf kleine Reste aus Deutschland verschwunden: Die Produktion der Photovoltaik-Zellen. Über den mit den EEG-Umlagen massiv subventionierten Aufbau dieser Fertigungsbetriebe und deren Untergang durch die chinesische Billig-Konkurrenz ist bereits umfassend berichtet worden.
Dann war nur noch eine Zukunftstechnik übrig: Windräder. Weil es sich dabei um eine sehr alte Technik der Windenergie-Nutzung handelt, lag zum Zeitpunkt der Verkündigung der Energiewende neben den längst geklärten  physikalisch-aerodynamischen Wirkungsmechanismen auch ein riesiger historischer Erfahrungsschatz über die Vor- und Nachteile dieser Technik vor. Es gab keine Unklarheiten über die im vorliegenden Artikel genannten Einflussfaktoren und über die Ergebnisse bei der Anwendung.
Eine Ausnahme bildeten die verschiedenen Auswirkungen neuer, riesiger Windräder: Die Lärm- und Infraschall-Abstrahlung und deren gesundheitliche Auswirkung auf Menschen. Ferner die Folgen des Baus dieser Anlagen, insbesondere der Fundamente. Deren aufwendiger Rückbau am Ende der Betriebsdauer. Der tatsächliche Flächenbedarf für Standort und Zufahrtswege. Die Gefährdungslage bei Bränden; z.B. in Wäldern. Die Gefährdung geschützter Tierarten.
Bei den historischen Windmühlen, die relativ klein waren, gab es derartige Probleme kaum oder gar nicht. Somit fehlten entsprechende Erfahrungen und Regelungen für die Vermeidung derartiger Auswirkungen.
Aber in Bezug auf die wetterbedingte Unzuverlässigkeit, auf die Aussichtslosigkeit, Windkraft zu bekommen, wenn man sie brauchte, lieferten bereits die historischen Erfahrungen den Beweis für die Unbrauchbarkeit der Windkraft für eine Versorgung mit elektrischer Energie.

Die heute von den zahlreichen „Gegenwind“-Bürgerinitiativen kritisierte Verantwortungslosigkeit der zuständigen Politiker und Ämter, die in den vergangenen Jahren  den erfolgten massiven Ausbau der Windenergieerzeugung mit immer monströseren Windturbinen ohne Rücksicht auf die schädlichen Folgen gestattet und vorangetrieben haben, kann man auf  eine sträfliche Unterlassung des Gesetzgebers zurückführen:
Was wir heute bei der erst vor wenigen Jahren begonnenen wissenschaftlichen Untersuchung der größten Probleme der Windstromerzeugung lernen müssen – über die gesundheitlichen Auswirkungen auf Menschen, die bereits seit Jahren dem Gesamtspektrum der Schallemissionen ausgesetzt sind –  ist das Ergebnis der überhasteten und buchstäblich massenhaften Errichtung von Windrädern in bewohnten Gebieten. Eine verantwortungsvolle Vorgehensweise wäre eine jahrelange experimentelle Erprobung der neuen Großanlagen in unbewohnten Regionen gewesen.
Aber tatsächlich werden immer größere Windräder errichtet. Die Anwohner sind die unfreiwilligen Versuchspersonen, die einfach Pech haben, wenn sie nicht weit genug entfernt wohnen. In den USA würde man sie guineapigs nennen.

„Es liegt allein an den ausgebliebenen Sonderausschreibungen !“
Bis zum Jahre 2017, das einen Neubau-Rekord brachte und mit der ab Herbst 2017 abermals regierenden Großen Koalition eine Fortsetzung der guten Geschäfte versprach, ging es der Windstrom-Branche nicht schlecht. 2018 verdüsterten sich jedoch die Aussichten. Negative Einflussfaktoren kamen aus unterschiedlichen Richtungen und die bisherige angestrengte Euphorie in den Medien ging in Warnungen über. Schuldige werden bereits gesucht und weil es die Windenergie-Lobby selbst nicht sein kann, müssen es Politiker sein, vorzugsweise diejenigen, die gerade Ärger machen. Das ist das übliche politische Spiel, wenn ein Potemkinsches Dorf zusammenfällt und das Baumaterial Pappe für jeden sichtbar geworden ist.

Soweit ist es inzwischen mit unserem Vorreiter-Land gekommen: Die durch Energie-Planwirtschaft mit dem Geld der Stromkunden aus dem Nichts emporgewachsene Windenergie-Branche, die nach der Vision der Bundesregierungen jetzt im 21. Jahrhundert nach Christus mit ihrer schon einmal durch James Watts Dampfmaschinen ausgerotteten Windmühlen-Technik die Industrienation Deutschland exklusiv mit Strom versorgen, und dabei auch noch das angeblich bedrohte Klima des Planeten retten sollte, sieht sich in ihrer Existenz bedroht. Und zwar durch ein Zögern der Bundesregierung bei dem Beschluss, geplante   Sonderausschreibungen für Wind- und Solarstromanlagen wirksam werden zu lassen. Die Regierung hatte aber in letzter Zeit andere Sorgen.
In ihrem Koalitionsvertrag war vorgesehen, dass Sonderausschreibungen von jeweils 4000 MW für Wind- und Solarstromanlagen in den Jahren 2018 und 2019 ermöglicht werden sollten, um absehbare Auftragseinbrüche auszugleichen. Das hatte die Windbranche schon rechtzeitig erreicht. Die nun im Herbst 2018 beklagten Probleme hatte die Regierung durch einen Fehler in ihrem Ausschreibungssystem selbst geschaffen – es war die gut gemeinte Privilegierung kleiner Bürgerenergiegesellschaften, die sich jedoch mit Bauaufträgen sehr zurückhielten. Den Auftragsbüchern der Windradhersteller hätte es noch gut getan, wenn dieser Beschluss für die Sonderausschreibungen noch vor der Sommerpause 2018 erfolgt wäre. Aber das Kabinett hatte bekanntlich auch noch andere politische Aufgaben zu bewältigen – und so geriet die Energiepolitik vorübergehend ins Hintertreffen. Außerdem blockierte ein Streit zwischen der Union und der SPD im Parlament über Forderungen zweier Bundesländer  – mit CDU- und SPD-Ministerpräsidenten – nach Änderungen der Windenergie-Förderung (Abschaffung ihrer  Privilegierung im Baurecht; größere Mindestabstände zu Wohngebäuden; erst Netzausbau realisieren) die anstehende Entscheidung (2) (3).

„Nun ist es zu spät“, schrieb der Journalist Daniel Wetzel am 4. Oktober (4). „Wenn die Bundesregierung die Sonderausschreibungen erst Ende Oktober beschließt, wird wohl kein einziges Extra-Windrad noch im Jahre 2019 fertig.“ Schon 2018 habe es in den Auftragsbüchern große Lücken gegeben, nachdem im Jahr zuvor die Windindustrie ein geradezu enormes „Übersoll“ mit 5333 MW (1792 Windturbinen) an Stelle der im „Ausbaupfad“ der Regierung vorgesehenen 2800 MW geleistet hatte.

Die Verzögerung der Subventionserweiterung stellt nun für die davon abhängige Branche eine bedrohliche Situation dar; Vorwürfe wurden erhoben und Schuldige benannt. Politiker, Medien und Gewerkschaften sparten nicht mit Kritik und in den Kommunen, in denen Windenergie-Betriebe ihren Sitz haben, wuchsen die Sorgen. Wie sich zeigte, waren sie berechtigt.

Werksschließungen und Entlassungen. Deutschlands zweite Zukunftstechnik-Branche sieht Gefahren.
Bereits Anfang August d.J. brachte Handelsblatt Online einen Artikel von Kathrin Witsch (1) über die schwere Krise, die der deutschen Windbranche – die mehr als 143.000 Mitarbeiter zählt – bevorsteht und die bereits zu beträchtlichen Entlassungen geführt hat.
Der Auricher Hersteller Enerconhatte bereits Jobverluste angekündigt, die sich dann Anfang August auf bundesweit 835 Arbeitsplätze summierten. Zur Erläuterung der Situation und der nun folgenden Konsequenzen wurde mitgeteilt, dass das Unternehmen wegen fehlender Aufträge aus dem Inland nicht nur die erwähnten Stellen im eigenen Hause streichen müsse, sondern dass auch bestehende Verträge mit Zulieferern zu reduzieren sind. Man werde sich jetzt auf internationale Märkte ausrichten.
Wie es diese Zulieferfirmen getroffen hat, wird in dem Artikel eingehend geschildert. Der Bundesverband für Windenergie BWE gehe für das Jahr 2017 von einer „fünfstelligen Zahl“ wegfallender Arbeitsplätze aus. Sogar komplette Betriebsschließungen werden in dem Handelsblatt-Bericht genannt (1):
So fallen bei der WEC Turmbauin Emden 190 Jobs weg, bei der WEC Turmbau GmbH in Magdeburg 130 Arbeitsplätze – und der WEC-Betrieb in Westerstede werde geschlossen; das koste weitere 150 Stellen. .

Das Unternehmen Senvionhatte bereits im März 2018 angekündigt, dass seine Betriebsstätten in Husum (S.-H.) und Trampe (Brandenburg) geschlossen werden müssten. Auch die Senvion-Tochter Powerbladesin Bremerhaven wurde geschlossen, wie der Weser-Kurier am 11.7.2018 meldete (12).
In diesem Artikel wird berichtet, dass ein Rettungsplan für die Mitarbeiter vom Vorstand des Mutterkonzerns abgelehnt wurde.
Die Fertigung von Rotorblättern bei Powerblades solle von Bremerhaven nach Portugal (Nähe Porto) verlegt werden. Betroffen sind 386 Beschäftigte, von denen einige in den Servicebereich übernommen werden sollen, der in der Nähe Hamburgs konzentriert werden solle. Oder in die Turbinenfertigung, die in Bremerhaven verbleibt.

Über die Vorgänge bei dem ebenfalls Rotorblätter produzierenden Hersteller Carbon Rotecin Lemwerder bei Bremen berichtete die Nordwest-Zeitung (NWZ Online) am 21.12.17 (13) und am 4.7.2018 (14). In dem Artikel vom 21.12.(13) wird die Carbon Rotec als „einer der führenden Hersteller von Rotorblättern für Windkraftanlagen“ bezeichnet. Deren Geschäftsführung hatte Mitte Oktober 2017 einen Insolvenzantrag gestellt, nachdem der einzige Großkunde, das Windenergieunternehmen Nordex, seine Lieferverträge nicht verlängert habe. Der Geschäftsbetrieb muss daher zum 1.1.2018 eingestellt werden. Es habe weder andere größere Kunden oder Aufträge gegeben. Auch keinen möglichen Erwerber.
In einem zweiten Artikel in der NWZ vom 4. Juli 2018 (14) wurde das weitere Geschehen nach der Betriebsschließung geschildert: Die Gustav-Zech-Stiftungmit Sitz in Bremen habe ein ca. 8 ha großes Gelände der Carbon Rotecin Lemwerder von Christopher Seagon erworben. Die Stiftung sehe den Kauf als Kapitalanlage und beabsichtige, das Gelände zu entwickeln – z.B. durch die Ansiedlung eines Betonfertigteil-Werks. Für Bestandsgebäude werde man andere Interessenten suchen.
Die Stiftung gehe im Moment davon aus, dass durch die Ansiedlung von verschiedenen Unternehmen rd. 200 neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. (Soweit die NWZ.)

Die hier beschriebenen Beispiele harter und schmerzhafter Reaktionen dieser beiden Unternehmen auf die kritischen Entwicklungen im Jahre 2017 und die sich daraus ergebenden Folgen für die Situation der Windenergiebranche ab dem Jahre 2020 geben eher den Schwarzsehern recht:
Ein Rotorenhersteller, der das Land verlässt, und ein weiterer, der Betrieb und Gelände aufgegeben hat, werden 2020 in Deutschland nicht mehr produzieren und keinen Beitrag für einen späteren, erneuten Aufschwung der deutschen Windenergie-Branche leisten.
Sollte die Regierung die fast unglaublichen Fehler wiederholen, die ihre Vorgänger bei der Solarstromförderung begingen ? Mit dieser Technik sollte eine eindrucksvolle neue Branche in Deutschland die Welt versorgen; von einem Solar-Valley war euphorisch die Rede. Dann begann ein Trauerspiel: Erst wurde das in dieser Technik vollkommen „unterbelichtete“ China mit Krediten der deutschen Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW für die Beschaffung moderner deutscher Produktionseinrichtungen gefördert, ebenso mit dem dafür nötigen know-how, dann begannen Chinas Unternehmen, Solarzellen zu fertigen – und am Ende waren sie die größten Hersteller im Weltmaßstab, die die deutschen Produzenten mit Niedrigpreisen in den Bankrott trieben. Und die seither die Dächer der netten Deutschen mit ihren Solar-Panels ausrüsten. Montieren dürfen das deutsche Handwerker. Die Gewinne gehen nach China.

Ganz ähnlich könnte es der Windenergiebranche ergehen. China gedenkt offenbar, auch bei den Windrädern ebenso zu verfahren, wie bei den Solarstromanlagen: Nur wenige im eigenen Land installieren, Importe unterbinden – aber dafür mit Nachdruck in den Export gehen.
Die Sätze von Daniel Wetzel (4) , „Die Hersteller-Industrie muss mit dem Einbruch der Nachfrage im kommenden Jahr also leben“. ..“Denn nach dem Einbruch 2019 dürfte es ab 2020 wieder steil bergauf gehen: Dann dürften immer mehr Anlagen aus den Sonderauschreibungen wirklich gebaut werden“, könnten sich als teils falsch und teils ungewollt doppeldeutig erweisen:
Ein Teil der Hersteller-Industrie lebt schon jetzt nicht mehr – siehe oben. Und wer wird nach diesen Erfahrungen neue Produktionsstätten finanzieren?  Steil bergauf wird es wohl mit der Vermehrung der Windräder in Deutschland dank der unfreiwilligen Millionenzahlungen der Stromkunden tatsächlich gehen – mit dänischen Vestas‘ und Chinas-Windturbinen. Und für die deutschen Firmen bliebe der Zusammenbau der importierten Komponenten; die Montage am Standort und die spätere Wartung. Wie bei der Zukunftsbranche Solarstrom.

Power-to-Hope
Die in letzter Zeit geradezu verzweifelten Versuche, die erheblichen, nicht in Deutschland verwendbaren und auch nicht speicherbaren Windstrom-Überschüsse in Starkwindperioden „irgendwie“ doch noch zu verwenden – wenn auch leider nicht mehr als elektrische Energie (die im Moment ihrer Einspeisung in das Stromnetz auch genutzt bzw. verbraucht werden muss; nicht novellierbares Kirchhoffsches Gesetz) – führten zu einem Bündel von Umwandlungsvorschlägen, die bedeutend klingende englische Namen bekamen: Power-to-Gas und Power-to-Heat.

Dabei sollte bei Power-to-Gas mittels der Elektrolyse Wasserstoff aus Wasser erzeugt werden, wobei man diese Verfahrenskette noch um einen weiteren Umwandlungsschritt verlängern könnte, indem aus dem Wasserstoff zusammen mit Kohlenstoff  Methan erzeugt wird. Beide Gase könnten in das Erdgasnetz eingeleitet werden (Wasserstoff jedoch nur begrenzt), womit eine Speicherung möglich ist. Bei diesen mehrstufigen Verfahren muss man in jeder Umwandlungsstufe erhebliche Verluste (Abwärme) hinnehmen, die sich multiplizieren und den Gesamtprozess zu einem Energievernichtungs- und Verschwendungsverfahren werden lassen.
Der dadurch erlittene Verlust von ca. zwei Dritteln der mit den Windrädern teuer erzeugten Edel-Energieform Strom mit dem nicht gerade eindrucksvollen Energieträger Methan/synthetisches Erdgas als kostspieliges Endprodukt des enormen Aufwands lässt ein derartiges Verfahren als besonders absurden Schildbürgerstreich erscheinen. Aber mindestens eine derartige Anlage ist im Bau.

Das Power-to-Heat-Verfahren ist vom Prinzip her nichts anderes als es die Warmwasser-Boiler oder Tauchsieder sind: Die hochwertigste und besonders teuer produzierte Energieform elektrische Energie wird zur geringwertigsten Energieform Niedertemperaturwärme umgewandelt; für Energiewirtschaftler und Physiker ein Horrorbeispiel für Verschwendung.

Diese Verfahren dürften vor allem wegen ihrer extremen Kosten keine Chancen haben, in der Energiewirtschaft eine Rolle zu spielen. Die Endverbraucher würden im Grunde das meiste Geld nicht für einen Energieträger oder eine Energiemenge bezahlen, sondern für Vergeudung und Verluste bei den Anbietern. Diese Rolle möchte vermutlich kein Unternehmen spielen.
Aber so unglaublich es auch für Energiewirtschaftler und -Techniker erscheinen mag, dass derartige Power-to-Irgendetwas-Verfahren durch neue Gesetze,  Verordnungen, Umlagen oder Steuern in den Energiemarkt hineingezwungen werden könnten; es kann geschehen. Denn es handelt sich dabei um scheinbare Problemlösungen, die den ratlosen Politikern und ihren Ministerialbeamten offeriert werden.  Es winkt immerhin Zeitgewinn durch den Start neuer Zukunftsprojekte und das kostet natürlich etwas.

Das Problem dabei sind ja nicht diese Kritiker, die solche Artikel wie diesen hier schreiben; sondern die Verbraucher. Diese könnten noch höhere Energierechnungen, die auch wieder nicht von der Sonne veranlasst sind, derart unakzeptabel finden, dass sie politisch reagieren. Das wiederum könnte die Windenergiebranche, die schon genug Probleme hat, davon abhalten, sich auch noch diesen Power-to-Trouble aufzuladen.
Die hier verwendeten zahlreichen „dürften“, „könnte“ und „würde“ sind natürlich nur energiepolitische Kaffeesatzleserei. Es ist schlicht unmöglich, die weiteren Entwicklungen in  der erratischen deutschen  Energiepolitik mit dem Mittel der Logik abzuschätzen. Auch die Reaktionen – bzw. das Ausbleiben deutlicher Reaktionen – der Wirtschaftsverbände sind kaum noch mit der Interessenlage ihrer Mitgliedsunternehmen in Übereinstimmung zu bringen.
Die mehrfach bestätigte und beklagte Zurückhaltung der Investoren bei Kraftwerksneubauten – man lese die Berichte der Bundesnetzagentur – scheint die einzige nachvollziehbare Reaktion der Wirtschaft auf das Ende der  Sicherheit für einen langfristigen wirtschaftlichen Betrieb solcher Anlagen zu sein.
Die Antwort einer Planwirtschaft lautet Staatskraftwerke, finanziert mit Steuermitteln, deren Energieträger wäre Erdgas aus Russland. Sie werden bereits als Lösung diskutiert. Unter dem besser klingenden Namen „Kapazitätsmarkt“. Als Investoren und Betreiber seien die Übertragungsnetzbetreiber geeignet; das könnte dann fast wie eine marktwirtschaftliche Lösung aussehen.
Die deutsche Energiepolitik würde dadurch einen großen Schritt in die Richtung der Verstaatlichung des gesamten Energiesektors tun.


Die Windenergiebranche hat erheblich mehr Probleme…

Die Branche hat jedoch weitere und sehr viel größere Probleme, als verzögerte zusätzliche Ausschreibungen für Neubauten. Einerseits Probleme der verwendeten Technik, die überhaupt nicht zu beheben sind, zum anderen Probleme, die verdrängt oder krass unterschätzt werden.
Eine Zusammenstellung:
Die Witterung mit ihren typischen kurzfristigen Windstärke-Schwankungen, die für Windräder auf Grund physikalischer Gesetze zu noch weitaus stärkeren Schwankungen ihrer Stromerzeugung führen. Diese Eigenschaft bedeutet für die Netzbetreiber nur schwer ausgleichbare Stromeinspeisungs-Schwankungen, die mit steigender Zahl der angeschlossenen Windturbinen immer größer und gefährlicher werden. Dass sich die Stromproduktion vieler Windräder gegenseitig ausgleicht, ist ein Unsinn; das Gegenteil ist der Fall.   Die Großräumigkeit mitteleuropäischer Wetterlagen führt dazu, dass faktisch alle Windkraftanlagen in Europa ihre Stromspitzen und -Löcher fast gleichzeitig aufweisen. Denn auch der häufig gehörte Satz „Irgendwo ist immer Wind“ gehört daher gleichfalls zum Wunschdenken und zur Ökostrom-Märchenstunde.

Weiterhin führt die Witterungsabhängigkeit der Windstromerzeugung zu deutlich unterschiedlichen „guten“ und „schlechten Windjahren“, wie man an den Volllaststunden-Grafiken in den BDEW-Jahresberichten ablesen kann. Ein „schlechtes Windjahr“ kann daher zu drastischen Erlöseinbußen führen, was schon sehr viele Betreiber zu spüren bekamen.

Diese grundsätzlichen Nachteile sind auch mit modernen Windturbinen unvermeidbar und sie waren der Grund für die völlige Verdrängung dieser nicht bedarfsgerecht produzierenden Energiegewinnungstechnik durch die Dampfmaschinen, die jederzeit ihre Leistung freisetzen konnten. Auch diese wurden später durch Dampfturbinen ersetzt. Diesel- und Gasmotoren ergänzten diese Kraftmaschinenfamilie. Trotz ihrer katastrophalen Nachteile als Energieerzeuger, die zudem auch große Umweltschäden zur Folge haben – siehe das letzte Kapitel zum Thema „weitere Probleme“ – , haben in technischen Dingen inkompetente Politiker zusammen mit einer gehorsamen Beamtenschaft diese antike Technik zur wichtigsten Waffe gegen den angeblich vom Menschen verschuldeten Klimawandel ernannt – und immense Finanzmittel dafür eingesetzt. Nicht aus dem Haushalt des Finanzressorts, sondern durch die EEG-Umlage, die die Stromverbraucher bezahlen müssen. Dass damit mehrere Bundesregierungen, deren Koalitionsparteien die Worte „sozial“ und „christlich“ im Parteinamen führten, seit 18 Jahren eine milliardenschwere Umverteilung „von unten nach oben“ betreiben, ist zwar ein skandalöser Tatbestand, aber selbstverständlich keine zu der Technik der Windturbinen gehörende Besonderheit. Das gilt auch für Belastungen der Bewohner von Gebäuden in der Nähe von Windparks durch Lärm und Infraschall (Näheres s.u.), denn zu geringe Abstände sind gleichfalls nicht dieser Technik anzulasten.

– Beeinflussbar ist der Preis des Windstroms, allerdings nur in Grenzen. Denn wenn nur ein konventionelles Großkraftwerk (Kohle- oder Kernkraftwerk) mit 1.200 Megawatt Dauerleistung durch Windkraftanlagen ersetzt werden soll, steht man vor einem unlösbaren Dilemma: Selbst wenn man für diesen Zweck 2.800 riesige Windturbinen zu je 2 Megawatt Maximalleistung in die Landschaft und schlimmer noch auf neuen Kahlschlagsflächen in Waldgebiete setzt, sorgt das Wetter dafür, dass entweder in windarmen Wochen alle 2.800 Windräder still stehen, oder dass sie bei starkem Wind das Stromnetz gefährlich überlasten; bis eine weitere Zunahme der Windstärke die Windräder zur Sicherheitsabschaltung zwingt. Dieser Leistungsabsturz kann u.U. zu einem landesweiten Netzzusammenbruch führen.

(Die obige Rechnung, wie viele Windräder für die jährliche Erzeugung der gleichen elektrischen Energie erforderlich sind, die ein konventionelles Kraftwerk liefert, wird weiter unten zusammen mit dem Flächenverbrauch beider Techniken nochmals präsentiert. Zu beachten ist, dass es wegen des Mangels an Reservekraftwerken, an Pumpspeicherkraftwerken und ohne Stromimporte (s.u.) keine Möglichkeit mehr gibt, bei einem großen Anteil der Windräder an der Stromerzeugung, wie es die Regierung plant, im Falle von längeren Flautenperioden die Kunden überhaupt zu beliefern.)-
Wenn man alle diese Nachteile ignoriert und nur auf die Herstellungskosten der Windräder und auf die bislang erzielten Renditen blickt, dann sind Preissenkungen durchaus möglich. Daher hat die Regierung beschlossen, die Genehmigung zur Errichtung von Windkraftanlagen von einem Wettbewerb der Interessenten bei Ausschreibungen abhängig zu machen. Die bisherige feste Vergütung, die für 20 Jahre garantiert wurde, wurde durch den Zuschlag für den günstigsten Anbieter ersetzt.
Das ist immerhin der erste Versuch, den immer weiter gehenden Anstieg der Stromkosten zu bremsen – bei denen Deutschland in der EU jetzt einen unrühmlichen Spitzenplatz erobert hat. Damit wurde das Musterland der Windenergie Dänemark auf Platz 2 verdrängt. Dort wurde übrigens der Neubau von Windrädern an Land gestoppt – man wartet auf die Ergebnisse der großen Untersuchung der gesundheitlichen Auswirkungen (Näheres s.u.).

Das Konzept Ausschreibung hatte hier die beabsichtigte Wirkung: Den deutlichen Preisverfall für den Windstrom. Das bedeutete aber auch einen Dämpfer für Renditeaussichten und hatte daher auch eine Zurückhaltung bei den Investoren zur Folge….

Weiter geht’s im Teil 2 hier

23 Nov 19:19

Erneuerbar sind nur Illusionen ………Die „Zukunftstechnologie“ Windkraft steht vor unlösbaren Problemen Teil 2

by Admin

Der größte Teil Deutschlands ist für die Windkraftnutzung ungeeignet.

Das ist ein weiteres unbeeinflussbares Problem, das von der Geographie Deutschlands bestimmt wird:
Schon in den vergangenen Jahren hatten Windparkbetreiber schmerzlich erfahren müssen, dass die ihnen von viel zu optimistischen Gutachten über die „Windhöffigkeit“ eines Standortes prophezeiten Erlöse ihrer Windräder nicht eintraten und statt dessen Verluste zu verzeichnen waren (9)..

Wenn man das Windangebot in Deutschland betrachtet, zeigt sich die für jeden ohnehin klare Situation, dass im Norden größere Windstärken zu verzeichnen sind. Keine Frage, dass sich diese Tatsache auf den Stromertrag und damit auch auf die Rentabilität von Windparks auswirkt. Die Regierung hat das zum Anlass genommen, die Fördersätze für ungeeignete Windenergie-Standorte zu erhöhen.
Zusammen mit den „negativen Strompreisen“ (Zuzahlungen für den Export von bereits teuer subventioniertem Überschuß-Windstrom an Abnehmer in Nachbarländern) hat Deutschland damit den planwirtschaftlichen Irrsinn in ein selbst in den ehemals sozialistischen Ostblockländern nie gesehenes Extrem weiterentwickelt.

Die Zahlen der mittleren Windgeschwindigkeiten in Deutschland zeigen sowohl den sehr deutlichen Unterschied zwischen den nördlichen und südlichen Bundesländern, aber auch die ebenfalls deutlichen Unterschiede zwischen den „Windjahren“, die gelegentlich zu frustrierenden Windstrom-„Ernten“ führen. Sie vermitteln jedoch noch eine für Investoren weitaus wichtigere Information, wenn man die Feststellung des Deutschen Windenergieinstituts Wilhelmshaven (DEWI) beachtet, die auf umfangreichen Untersuchungen basiert:

Die Schwelle zu einer wirtschaftlichen Nutzung der Windenergie liegt bei ca. 2.000 Volllaststunden oder bei einem sich daraus ergebenden Auslastungsgrad von 22,8 Prozent. Das bedeutet, dass sich die Windstromerzeugung nur im hohen Norden Deutschlands ohne Subventionen rentiert – und das auch nur in guten bis mittelguten Windjahren.
Ein klares Bild von dieser Situation vermitteln die jährlich vom BDEW (Bundesverband ser Energie- und Wasserwirtschaft) unter der Überschrift „BDEW-Energie-Info: Erneuerbare Energien und das EEG“ veröffentlichten .Grafiken und Tabellen. Aus den Darstellungen der Windstromerträge – gemessen in Jahresvolllaststunden (Definition siehe unter (11)) – in den Bundesländern erkennt man gut das Gefälle des nutzbaren Windangebots von Nord- nach Süddeutschland.
Aus diesen BDEW-Berichten für die Jahre 2014 und 2015 werden hier die höchsten und die niedrigsten Zahlen der erreichten Jahresvolllaststunden vorgestellt:

2014: 1934 h in Schleswig-Holstein; 1171 h in Bayern = 61%
2015: 2003 h in Mecklenburg-VP;     1362 h in Baden-Württemberg = 68%

 

Das bedeutet:
– Die mindest-notwendige Zahl von 2000 h wird nur in den nördlichsten
Bundesländern knapp erreicht – und das auch nicht in jedem Jahr.
– In der südlichen Ländern ist der Ertrag 30 -40% niedriger als im Norden.
Die Unrentabilität von Windparks ist dort garantiert. Deshalb hat die Regierung
für die unrentablen Standorte höhere Subventionen beschlossen.
– Weil ein Jahr 8760 Stunden hat, bedeuten die genannten Zahlen, dass die
Windräder zwar respektable Maximalleistungen haben, diese aber im realen
Betrieb niemals oder allenfalls kurzzeitig bei Starkwind erreichen – und statt
dessen nur einen geringen Bruchteil ihrer installierten Leistungsfähigkeit
nutzen können. Und bei wenig Wind oder Flaute nutzlos (aber keineswegs
kostenlos) in der Landschaft stehen.
Deutschland ist nun einmal ein sehr ungeeigneter Standort für Windenergieanlagen, was man aber schon immer wusste.

Die Folge: Ein großer Teil der Windparks ist unrentabel.

Es ist das Verdienst des Bundesverbands WindEnergie BWE, gründlich der Frage nachgegangen zu sein, ob sich eine Investition in Windparks selbst mit Subventionen überhaupt lohnt und welche Risiken auf Anleger lauern. Der BWE ist eine Windkraft-Lobby, steht aber klar auf der Seite der Investoren von Windparks – oft Kommunen und Stadtwerke – und weniger auf der Seite der WKA-Hersteller, der Fondsmanager, der Berater, der Reparaturbetriebe  und der Verpächter der Standortflächen.

Der BWE hat mehr als 1200 Jahresabschlüsse von Windparks in einem Zeitraum von 13 Jahren verglichen. Sein Fazit: Mehr als zwei Drittel der Windparks im Binnenland machen Verluste – trotz der Subventionen.

Dazu erklärte der stv. Vorsitzende im Anlegerbeirat des BWE Dr. Christian Herz:

„80 Prozent der deutschen Land-Windparks sind defizitär. Völlig überhöhte Windprognosen. Das bedeutet, es ist zu wenig Geld da, gleichzeitig ist die Anlagetechnik in einem Großteil der Anlagen und Projekte so schlecht, dass die Reparaturkosten-Ansätze verdoppelt bis verdreifacht werden müssen – und das bei der Masse im jetzt achten bis zwölften Betriebsjahr, und sie sollten ja eigentlich 20 Jahre halten.“(10).

In einem „Ratgeber für Windpark-Anleger“ (9) haben Werner Daldorf und weitere 6 BWE-Vorstandsmitglieder eine sehr harte Kritik an den Praktiken der Windkraft-Fonds publiziert, in dem alle Tricks und Täuschungen beschrieben werden, mit denen die Anleger in äußerst verlustreiche Investitionen hineingelockt werden.

Zitate: „Es darf nicht übersehen werden, dass es in deutlichem Umfang Fonds gibt, die sich inzwischen als Finanzdesaster entpuppen. Von der angestrebten Zielrendite aus bestimmte Überbewertungen der Windertragspotentiale, oft unausgereifte Anlagentechnik und zu niedrig angesetzte Wartungskosten, völlig überzogene weiche Kosten (Provisionen, Aufschläge, usw.) und nicht selten ein inkompetentes und wenig engagiertes oder gar trickreich-unredliches Management ernüchtern den Anleger zunehmend.“

Es gibt eine Reihe von Stadtwerken, die von den Rathauspolitikern ihrer Kommunen gezwungen wurden, in Windparks zu investieren, weil sie dann Ökostrom anbieten könnten. Über die damit erlittenen hohen Verluste spricht man ungern.

Diese Warnungen stammen noch aus der Zeit, als die Ausschreibungsverfahren zwar diskutiert wurden, aber noch nicht eingeführt waren.

Und schließlich ein weiteres ernstes und vermutlich kaum vermeidbares Problem – außer, man verzichtet auf den Einsatz dieser Technik:
Negative Auswirkungen auf die Umwelt und auf die Menschen wurden ignoriert – jedoch nicht von den Betroffenen
Dass Aktivitäten der Wirtschaft Auswirkungen auf die Umwelt haben und auf der Grundlage von Umweltgesetzen auch Konsequenzen für die Akteure, ist nicht neu. Wenn eine Industriebranche wie die Hersteller von Windenergieanlagen durch die Errichtung und die Anwendung ihrer Produkte zwangsläufig und teilweise sogar unvermeidlich in mehrfacher Hinsicht negative Auswirkungen auf die belebte wie auch die unbelebte Umwelt verursachen, dann gehört diese Thematik zu der Gruppe ihrer prioritär anzugehenden Aufgaben.
Die Auswirkungen von Windenergieanlagen auf die Umwelt:
1. Schall- und Infraschall-Emissionen und deren gesundheitliche Auswirkungen
Es genügt nicht, umweltpolitische Entscheidungen zu kritisieren wie es der BDEW-Chef Kapferer in seiner Beurteilung der 10H-Abstandsregel in Bayern getan hat und vor einer Anwendung ähnlicher Regeln in anderen Bundesländern zu warnen. In seiner Presseinformation vom 24.8.2017 argumentiert er allein damit, dass diese Regel „zu einem faktischen Ausbaustopp der Windenergie in Bayern“ geführt habe.
Dass diese Entscheidung der bayrischen Staatsregierung eine Reaktion auf die anhaltenden Protestaktionen der zahlreichen Bürgerinitiativen war und dass diese Bürger ihre Gründe dafür hatten, wird nicht kommentiert. Die Bewertung der Abstandsregelung durch Herrn Kapferer als „politischer Spielball“ sagt aus, dass er diese von der Landesregierung getroffene Entscheidung als Spielerei von Berufspolitikern betrachtet.
Die ernsten Gründe für die Bürgerproteste sind bequem zu erfahren. Wer sich darüber informieren möchte, findet eine große Fülle an seriösen Fachartikeln und Studien, die die Auswirkungen von Windrädern und vor allem von Anlagen-Gruppen (Windparks) auf Menschen, aber auch auf geschützte Tierarten behandeln.
In Dänemark hatten Vorfälle, bei denen Anrainer von Windenergieanlagen über gesundheitliche Probleme berichteten, bereits 2013 eine von der Regierung veranlasste umfangreiche experimentelle Untersuchung ausgelöst, die vom Kopenhagener Krebsforschungsinstitut „Kraeftens Bekaempelse“ durchgeführt und Anfang 2018 abgeschlossen worden ist. Im Kürze soll die akademische Kontrolle (Peer Review) abgeschlossen sein. Dann folgt die Veröffentlichung, die auch in Deutschland von Kommunen und auch von Bürgern in den Windkraftgebieten mit Spannung erwartet wird. Anders als in Deutschland erlauben die recht weit gefassten dänischen Datenschutzgesetze eine auf jede einzelne Windturbine bezogene Auswertung persönlicher medizinischer Daten der Anwohner.
Die öffentliche Debatte dürfte dann sehr lebhaft werden, auch in unserem Land (18).

2. Windräder in Wäldern
Die verstärkte Errichtung von Windrädern in Wäldern, die von mehreren Bundesländern erlaubt wird, ist die Folge von knapper gewordenen Standorten in Norddeutschland. Die Auswirkungen sind beträchtlich, weil die Größe dieser Anlagen die Rodung größerer Flächen für Zufahrten und für den Standort. notwendig macht. Mächtige Stahlbeton-Fundamente werden in den Waldboden gesetzt. Naturschützer beklagen die Tötung geschützter Greifvogelarten (Roter Milan) und ebenso von Fledermäusen.
Eine Entwicklung, die zahlreiche neue Anti-Windkraft-Bürgerinitiativen ins Leben gerufen hat. Der Antrag der FDP-Bundestagsfraktion richtet sich auf diese Auswirkungen (15).

3. Landschaftsbeeinträchtigung
Inzwischen gibt es viele Dokumentationen von Landschaften, die mit Windrädern „verspargelt“ sind. Viele Bürgerinitiativen sind aus diesem Grund entstanden. Über Erfolge bei der Verhinderung neuer Windparks wird im Internet berichtet – ein besonderes Erfolgserlebnis hatten die BI im Rheingau/ Hessen, wo mit einem jahrelangen Kampf die „Verschandelung“ des Rheingaus (darin die Region Lorch-Stephanshausen, die UNESCO-Weltkulturerbe ist) endgültig verhindert werden konnte.

  1. Enormer Flächenverbrauch
    Jeder kann durch Betrachten der großen Kahlschlagsflächen in Wäldern den Zusammenhang von beanspruchter Landfläche in Relation zu der elektrischen Erzeugung eines Windrades berechnen.
    Die oben angegebenen, im Grunde deprimierenden Zahlen der Jahres-Volllaststunden von im Durchschnitt 1500h/a bei 8760 Stunden eines Jahres besagen, dass eine wetterabhängige Windkraftanlage, die 2 MW Maximalleistung hat, in einem Jahr so viel bzw. so wenig Strom liefert, wie ein dauerhaft arbeitendes Miniaturkraftwerk von 0,36 MW.
    Bei einem Flächenverbrauch von 60×60=3.600 m2und dieser Leistung von 0,36 MW ergeben sich 100 Watt an mittlerer Leistung pro Quadratmeter.

Zum Vergleich: Ein 1000-MW Steinkohlekraftwerk mit einer Fläche von 300×300=90.000 m2hätte eine Leistungsdichte von 11.000 Watt pro Quadratmeter .
Um die durchschnittliche jährliche Stromerzeugung eines 1000-MW-Steinkohlenkraftwerks durch 2 MW-Windräder zu erreichen, müssten 2.800 dieser Anlagen errichtet werden. Die dann gleich große durchschnittliche Jahreserzeugung täuscht jedoch über den außerordentlich problematischen Nachteil für die Verbraucher hinweg: In Perioden geringer Windstärken, die häufig vorkommen (unter Windstärke 3), stehen sämtliche Windräder still.
Wenn die Verbraucher dann überhaupt noch Strom geliefert bekommen, stammt der aus sog. konventionellen Kraftwerken.
Diese 2.800 Windräder benötigten – verglichen mit dem Kohlekraftwerk – das 110-fache an dessen Flächenbedarf.

Und dann müsste noch der notwendige Abstand der Wohnhäuser zu diesen Windenergieanlagen einbezogen werden.

5. Was geschieht mit stillgelegten Windrädern?

Wenn nach 20 Jahren die Förderung tausender älterer Anlagen ausläuft, stellt sich vor allem die Frage, wie man mit den Betonfundamenten umgeht. Die Betreiber sind zu einem vollständigen Abbau auch dieser Fundamente verpflichtet. Im Internet wird über Fälle berichtet, wo die Eigentümer der Standortflächen gegen Bezahlung auf den kompletten Rückbau verzichten und mit einer Entfernung nur der oberen 1 Meter-Schicht der Betonmassen einverstanden sind. Ob diese Vorgehensweise zulässig ist, wird wohl erst noch geklärt.

Der Widerstand gegen neue Windkraftanlagen hat die Parteien erreicht.
Es hat einige Zeit gedauert, bis die Politiker – insbesondere Landespolitiker – auf den inzwischen mächtigen Widerstand von inzwischen über 1000 Bürgerinitiativen gegen die Errichtung von Windrädern in ihrer Region reagierten. Wie bereits berichtet wurde, gab es im Zusammenhang mit der beabsichtigten Einführung der oben erwähnten Sonderabschreibungen einen Widerstand von zwei SPD- und CDU- geführten Ländern sowie von der FDP-Fraktion im Bundestag, in dem als Voraussetzung ihrer Zustimmung Änderungen für das gesamte bisherige Genehmigungsverfahren für die Errichtung von Windkraftanlagen gefordert wurden:
– In der Bundesratsinitiative von Brandenburg wurde vom Ministerpräsidenten Dietmar Woidke gefordert, dass die im Baugesetzbuch verankerten baurechtlichen Privilegierungen von Windenergieanlagen im Außenbereich abzuschaffen sind.
– Auch der Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung und stv. Fraktionsvorsitzender Carsten Linnemann schloss sich dieser Forderung an – und verlangte „einen besseren Ausgleich zwischen der Erneuerten-Branche und den Anwohnerinteressen. Wir sprechen hier insbesondere über Mindestabstände zur Wohnbebauung und über ein Ende der nächtlichen Dauerbefeuerung von Windrädern.“
– NRW strebt mit seiner Bundesratsinitiative die Wiederauflage der sogenannten Länderöffnungsklausel an, nach der jedes Bundesland eigene Abstandsregelungen (zu einer Wohnbebauung) für Windräder einführen könnte.
– Die Bundestagsfraktion der FDP brachte am 26.9.18 den Antrag ein (15), den Stopp der Rodungen in Wäldern, die sowohl für die Schaffung von Freiflächen für Windturbinen als auch für das Schlagen von Schneisen für den Transport des Baumaterials sowie der Kräne und Maschinen benötigt werden. Ferner wird die Bundesregierung in dem Antrag aufgefordert, einen Gesetzentwurf vorzulegen, der Waldflächen, Nationalparke, Naturschutzgebiete und Biosphärenreservate als Standorte von Windenergieanlagen dauerhaft ausschließt. Ferner sollten Abstandsgrenzen zu Brutstätten und Nahrungshabitaten gefährdeter Vogelarten verbindlich…,geregelt werden.

Der Industrieverband BDEW kritisiert die Länderinitiativen
Die Reaktion des BDEW auf die Bundesratsinitiativen von Brandenburg und Nordrhein-Westfalen ist in zwei Presseinformationen vom 24. August und vom 18. Oktober 2018 nachzulesen: https://www.bdew.de/presse/presseinformationen/
Beide Pressemitteilungen zitieren den Vorsitzenden der BDEW Geschäftsführung Stefan Kapferer.
Es folgen Zitate:
Zur:Presseinformation des BDEW vom 24.8.18
– Zur Forderung von MP Dietmar Woidke zur Abschaffung der Privilegierungen und zur Forderung vom Land NRW, die Länderöffnungsklausel wieder einzuführen (s.o.) äußerte sich Herr Kapferer wie folgt (Auszüge):
„Ohne die jetzigen Regelungen (Anm.: die Privilegierung betreffend) wären Windkraftprojekte zunächst automatisch unzulässig….Ohne die Privilegierung wären Windenergievorhaben im Außenbereich nur noch zulässig, wenn Kommunen entsprechende Flächen im Zuge der Bauleitplanung ausweisen. Projektierer müssten dann für jedes individuelle Projekt als Bittsteller an die kommunalen Verantwortlichen herantreten, um eine Flächenausweisung zu erwirken.Der Fortschritt der Energiewende wäre dann vom Gutdünken jeder einzelnen Kommune abhängig.“…
„Ebenso kritisch sehen wir die Forderungen, die Länderöffnungsklausel wieder aufzugreifen. Was diese Klausel verursacht, haben wir am faktischen Ausbaustopp der Windenergie in Bayern gesehen. Es ist schlichtweg bedenklich, dass die Abstandsregelungen zu einem politischen Spielball wurden, der bei jeder Landtagswahl neu gespielt zu werden scheint.
(Unterstreichungen vom Autor G.K.).

Zur Presseinformation des BDEW vom 18.10.2018
Zur Befassung des Bundesrats mit den Länderinitiativen von Brandenburg und Nordrhein-Westfalen (s.o.) äußerte sich Herr Kapferer  wie folgt (Auszüge):
„Die Bundesratsinitiativen der Landesregierungen von Brandenburg und Nordrhein-Westfalen laufen den energie- und klimapolitischen Anstrengungen zuwider und vergiften das Investitionsklima. Die Umsetzung der ‚10H-Regelung‘ in Bayern hat eindrücklich gezeigt, dass derartige Restriktionen den Erneuerbaren-Ausbau drastisch ausbremsen. Nun strebt NRW eine Wiederauflage der sogenannten Länderöffnungsklausel an, nach der jedes Bundesland eigene Abstandsregelungen für Windräder einführen könnte.“……
Zum Thema Abschaffung der Privilegierung im Baugesetzbuch wird ausgeführt:
„Ein noch drastischerer Einschnitt wäre mit der Abschaffung der baurechtlichen Privilegierung von Windenergieanlagen verbunden, wie sie das Land Brandenburg vorschlägt. Das würde zu einem abrupten Fadenriss bei der Neuaufstellung von Windrädern führen…..
Neue Restriktionen würden zudem die Bemühungen der Energiewirtschaft vor Ort umdie dringend benötigte Akzeptanz der Bevölkerung für den Windkraftausbau konterkarieren. Sie würden Protestbewegungen befeuern und ihnen ein politisches Gütesiegel aufsetzen.
(Unterstreichungen vom Autor G.K.)

Es ist anzunehmen, dass die Anti-Windkraft-Bürgerinitiativen diese klaren Äußerungen als durchaus hilfreich und eine Bestätigung für die Richtigkeit ihres Kampfes betrachten werden.
Aus diesen beiden Presseinformationen, die man sich von der Webseite des BDEW vollständig herunterladen und ausdrucken kann, sind mehrere grundsätzliche Argumentationslinien erkennbar:

1. Argumentationslinie Nr.1: Der BDEW unterstützt die Energiewendepolitik absolut, denn es ist nicht ein Hauch von Kritik erkennbar. Die beiden Länderinitiativen werden als gezielte Schädigung der Windkraftbranche bewertet („Fadenriss“) und mit deren auch stets von der Regierung betonten entscheidenden Wichtigkeit für die Energiewende stellen sie – in dieser Logik – einen Angriff auf die Energiewendepolitik der Regierung dar.
Diese derzeit von keinen Zweifeln getrübte eindeutige Unterstützung der Energiewendepolitik seitens des BDEW-Cefs stimmt allerdings nicht mit seiner Präsentation der von seinem Verband durchgeführten Untersuchung „Verfügbarkeit ausländischer Kraftwerkskapazitäten für die Versorgung in Deutschland“ vom 28.5.2018 überein, die er bei der Jahrestagung seines Verbandes vorstellte (16) und die anschließend in der Presse unter der Überschrift „„Die deutsche Energiewende verliert ihren Risikopuffer“ der Öffentlichkeit in deutlichen Worten erläutert wurde (17).
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Diese Studie zerstörte die bis zu diesem Zeitpunkt von der Regierung, speziell vom BMWi, benutzte beruhigende Aussage, dass im Falle einer angespannten Situation (Sturm, Flaute, großer Wärmebedarf bei tiefen Temperaturen, Ausfälle von Kraftwerken, Schaltanlagen oder Leitungen) die Nachbarländer eine ausreichende Hilfe durch Stromexporte leisten könnten, weil sie angeblich über ausreichende Kraftwerks-Überkapazitäten verfügten. Die Untersuchung des BDEW auf der Grundlage der Daten der Organisation europäischer Netzbetreiber ENTSO-E  belegte jedoch, dass  es diese Überkapazitäten tatsächlich nicht gibt.
Die jahrelang verbreitete Falschmeldung sei angeblich ein „Rechenfehler“ um den Faktor 3 bis 4 (!) bei der Ermittlung der verfügbaren Reservekapazitäten gewesen, wie das Ministerium einräumte.
Dadurch haben die Beschwichtigungsversuche der Regierung hinsichtlich der Abwendung eines katastrophalen „Blackouts“ durch rettende Stromimporte aus unseren Nachbarländern ihr letztes Argument verloren.

Der BDEW unter der Leitung von Stefan Kapferer hatte damit der Regierung das einzige verbliebene und nun als grob unwahr festgestellte Ausrede- und Beschwichtigungsargument aus den Händen geschlagen.
Bei dieser verdienstvollen Aktion, die harte Entscheidungen der Netzbetreiber in kritischen Situationen zu untermauern hilft und die daher den Interessen der Verbandsmitglieder entsprach, hatte sich der Verbandschef nicht als ein Unterstützer der Energiepolitik erwiesen; sehr wohl aber als Verbandschef, der seine Aufgaben kennt. Das war im Mai. Und jetzt naht die von den Übertragungsnetz-Betreibern ungeliebte kritische Wintersaison mit Dunkelflauten, Redispatch-Aktionen und weiteren Schwierigkeiten – ohne die im Ernstfall rettenden Erzeuger jenseits der Grenzen.

Zu den verzögerten Sonderausschreibungen und den Bundesrats-Initiativen:
Erstaunlicherweise fiel dem BDEW-Chef in seinen Presseinformationen kein Motiv für den Vorstoß der beiden Bundesländer ein. Das absichtliche Anrichten von Schäden verbunden mit der Unfähigkeit, die bösen Folgen ihres Tuns zu begreifen, steht zwar als Vorwurf für die beiden Ministerpräsidenten (der eine SPD, der andere CDU) deutlich zwischen den Zeilen, aber das wäre ja wohl wenig glaubhaft. Also, welche Motive sind es dann? Könnte es nicht sein, dass der Druck der Bürger in diesen Bundesländern deren Vorstoß auslöste?

2. Argumentationslinie Nr.2: Die Projektierer als Bittsteller bei der kommunalen Verwaltung. Diese Bezeichnung beschreibt diejenigen Kommunen als Hindernis gegen höherrangige Ziele, die sich eine eigene Meinung leisten – und das vermutlich auch noch auf der Grundlage der Mehrheitsmeinung der Bürgerschaft.  Wo die Regierung doch nur ihr Bestes will. Und die Projektierer ebenfalls. Wenn andere Unternehmen – ein Sägewerk, ein Outlet-Center, ein Möbellager, ein Containerhof – in einer Kommune Bauwerke errichten möchten, müssen die ebenfalls als „Bittsteller“ auftreten? Sie sind Interessenten bzw. Antragsteller. Die kommunale Planung entscheidet in diesen Fällen, wie es  immer gehandhabt wird. Kein Landrat, kein Regierungspräsident und auch kein Minister. Selbstverwaltung.
Dagegen halfen bis jetzt Privilegien im Baugesetzbuch – aber nur für politisch unterstützte Branchen. Das sieht wie eine fragwürdige Praxis aus, die es in Friedenszeiten nicht geben sollte. Privilegien bedeuten Tempo, Durchsetzung eigener Pläne, keine Diskussionen, höhere Renditen. Ein Erfolgsrezept – in China.

3. Argumentationslinie Nr.3: Der schlimmste Störfaktor für die Windbranche ist offensichtlich die Bevölkerung. Die Logik der vorgelegten Argumente verwirrt allerdings. Die „dringend nötige“ Akzeptanz der Bevölkerung würde „konterkariert“ werden. Und zwar durch „neue Restriktionen“. Wenn also die Bürger mitreden dürfen, wenn ihre gewählten Ratsmitglieder mitentscheiden dürfen, ob es eine Flächenausweisung für Windräder geben soll, dann „würde die dringend nötige Akzeptanz dieser Bürger konterkariert.“ Zutreffender wäre die Aussage, „dass die Mitsprachemöglichkeit für die Bürger einer Kommune gestärkt würde.“
Und Protestbewegungen würden nicht etwa überflüssig, weil die Kommune durch die Restriktionen das letzte Wort behält – nein, diese „Protestbewegungen würden befeuert“ und bekämen noch „ein politisches Gütesiegel“ aufgesetzt.

Für die enorme Zahl der Bürgerinitiativen – wie Gegenwind, Windwahn, Pro Natur, Windvernunft, BI Pro Tauschwald, Wattenrat Ostfriesland, Rettet Brandenburg, Bundesverband Landschaftsschutz, Aktion Gegenwind Allgäu, ArGe windradfreie Heimat, Vernunftkraft und weitere 1000 BI-Gruppen – aber auch für Kommunalpolitiker sind diese zwei verbandspolitischen Texte wichtig.
Sie zeigen die Denkmuster sehr deutlich, aber wichtiger sind vermutlich die großen Lücken in der gesamten Argumentation. Man registriert im Verband, dass es Gegner der Energiewendepolitik gibt und dass sich diese Haltung gegen die industriellen Vollzugskräfte und (vorübergehend) Profiteure dieser Politik wendet. Und plötzlich droht ein Absturz, ausgelöst durch ein eher geringfügiges Versagen des Gesetzgebers, aber tatsächlich verursacht von den zahlreichen, ernsten und zumeist nicht steuerbaren Problemen, die hier aufgezählt wurden.
Selbstverständlich ist der kürzlich der Regierung vom Bundesrechnungshof
amtlich bestätigte Kontrollverlust der zahlreichen, unkoordiniert mit der (planwirtschaftlichen) Regulierung und Steuerung der Energiewende befassten Teile des Regierungsapparates von erheblicher Bedeutung (5, 6, 7, 8).
Aber auch wenn das Management der Energiewende weniger kritikwürdig wäre, würden deren inhärente Fehlkonstruktionen dennoch alle „ehrgeizigen“ Ziele („ehrgeizig“ ist das politisch korrekte Synonym für „unerreichbar“) zum Scheitern verurteilen.

Schlussbemerkungen – nicht nur an die Adresse der Windenergiebranche
Eigentlich kennt beinahe jeder die „Randbedingungen“, die uns die Natur bei unseren Versuchen, die „Erneuerbaren Energien“ zu nutzen, gesetzt hat.
Die Energiedichte, die Wind, Sonnenlicht, Meeresströmungen oder Erdwärme aufweisen, ist gering, weshalb man große Flächen und entsprechend große Anlagen braucht, um nennenswerte Energieernten zu erzielen. Das wiederum führt zu hohen Kosten.
Wo man große nutzbare Flächen zur Verfügung hat und auch hohe Kosten für die Energiemenge 1 Kilowattstunde nicht scheut, kann man in die Nutzung dieser regenerativen Energiequellen einsteigen.
In einem dichtbesiedelten Land wie Deutschland, das zudem eine starke, exportabhängige Industrie besitzt, deren Wirtschaftlichkeit stark von ihren Stromkosten abhängt, und das außerdem von der Natur durch seine geografische Lage weder mit viel Sonne noch viel Wind und auch nicht mit reichlicher Geothermie ausgestattet ist, benötigt man genau die Stromerzeugungstechniken, die man bis zur Jahrtausendwende nutzte – und von denen gerade noch ausreichende Kapazitäten existieren. Deren Weiterentwicklung ist beendet worden; ihre Stilllegung politisch gewollt.
Wie das enden wird, wissen die Experten in den Wirtschaftsverbänden sehr genau.
Aus der langen Liste der verschiedenen ernsten Probleme, denen sich die Windenergiebranche gegenüber sieht – und fast alle sind grundsätzlicher Natur und sowohl lange bekannt als auch nicht ausräumbar – kann man feststellen, dass das aktuell beklagte administrative Problem im Vergleich mit dem unüberwindlichen Berg der tatsächlich ernsten Grundsatzprobleme nicht in den Vordergrund der Debatten gehört.

Die heute sehr wahrscheinlich in ihrer Existenz bedrohte Windenergie-Branche ist nicht die Verursacherin ihrer Schwierigkeiten, sondern Opfer einer bestimmten Politik. Aber das Ignorieren der aussichtslosen Situation, in die die gesamte Energiewirtschaft Deutschlands durch die rein ideologisch begründete, aber fachlich-betriebswirtschaftlich und planerisch inkompetente Administration gebracht worden ist, verschlechtert die Lage für jede beteiligte und abhängige Branche. Auf künftig noch mehr Förderung zu hoffen, wäre gewagt.
Die Gegner, über die man sich heute beklagt, sind erst durch die Defizite der Politik und deren zahlreiche Nebenwirkungen geschaffen worden. Auch eine kompetentere Planung und ein effizienteres Management hätte die Probleme nicht beheben, sondern allenfalls Begleitschäden verringern können.
Auch bei einem vorübergehend weitergehenden Ausbau der Windkraft werden diese Gegner nur zahlreicher und stärker. Wenn deren Sorgen und Beschwerden berechtigt sind, ist das Erzielen von Akzeptanz keine vernünftige Strategie.
Wann beginnt der BDEW, sich umfassend über die Ursachen der beginnenden Schwierigkeiten, die nur den Beginn einer Abwärtsspirale andeuten, zu informieren? Sämtliche Fakten liegen auf dem Tisch.
Die Industrieverbände sollten sich entscheiden: Zwischen unkritischer Regierungsfrommheit oder klarer, selbstbewusster Vertretung der berechtigten Interessen ihrer Mitglieder auf der Grundlage kritischer und kompetenter Analysen der Politik.

Quellen:
(1): Kathrin Witsch: „Die deutsche Windbranche steht vor einer schweren
Krise“, Handelsblatt Online, 2.8.2018.
(2): Birgit Marschall: „Union und SPD streiten sich über Ausbau der Windenergie“,
Rheinische Post Online, 10.8.2018;                                                           https://rp-online.de/politik/deutschland/groessere-abstaende-fuer-windraeder-union-und-spd-streiten-sich-ueber-ausbau-der-windenergie_aid-24778049/

(3): Helmut Alt (Prof.Dr.-Ing.): „Windkraft: Angriff auf die Privilegierung“, Leserbrief in
der ZfK (Zeitschr. f. Kommunale Wirtschaft), September 2018
(4): Daniel Wetzel:“Windkraft-Booster der Bundesregierung kommt zu spät“;
DIE WELT, 4.10.2018
(5):  Bundesrechnungshof (BRH) : „Bericht – nach §99 BHO
(Bundeshaushaltsordnung) – über die Koordinierung und Steuerung zur
Umsetzung der Energiewende durch das Bundesministerium für Wirtschaft und
Energie“ (BMWi), Langfassung; Hrsg. Bundesrechnungshof, Referat Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit, Bonn 28.09.2018;  www.bundesrechnungshof.de
(6): Bundesrechnungshof: „Energiewende droht zu scheitern. Bundesrechnungshof
bilanziert Stand und Umsetzung der Energiewende“; Pressemitteilung vom
28.09.2018;
(7): Bundesrechnungshof: „2018 Sonderbericht – Koordination und Steuerung zur
Umsetzung der Energiewende durch das Bundesministerium für Wirtschaft und
Energie“, – Zusammenfassung– Pressemitteilung – Statement. 28.09.2018.
Mit Stellungnahme des BMWi zum Bericht des BRH.
(8): Daniel Wetzel: „Bei der Energiewende droht Deutschland der endgültige
Kontrollverlust“, Untertitel: „Deutschlands Defizite bei der Umsetzung der
Energiewende.“ DIE WELT, 28.09.2018;
https://www.welt.de/wirtschaft/article181690102/Bundesrechnungshof-wirft-
Regierung-Versagen-bei-Energiewende-vor.html
(9): W. Daldorf, R. Ernst, H. Feddersen, Chr. Herz, H. Visel, J. Bonorden, J. Vry:

„Ratgeber für Windpark-Anleger“, Bundesverband Windenergie,
Version 18.3.2011;  

http://www.energieverbraucher.de/files_db/1300471869_4207_12.pdf 

(10):bund der energieverbraucher: „Bundesverband WindEnergie will mit
neuem Anlegerinfo für mehr Transparenz auf dem Kapitalmarkt sorgen“,
2014 ;

http://www.energieverbraucher.de/de/windkraftfonds_pruefen_584#con1082

(11): Was Jahresvollaststunden bedeuten, erklärt der BDEW:
„Eine wichtige Kenngröße für die Nutzbarkeit einer Energiequelle ist die Anzahl
der Jahresvolllaststunden. Diese gibt an, in wieviel Stunden eine Anlage ihre
(tatsächliche) Jahresstromerzeugung erbracht hätte, wenn sie ständig (ihre)
maximale Leistung erbracht hätte.“
(12): Stefan Lakeband: „Rettung bei Senvion gescheitert.“; Weser-Kurier; 11.7.2018;
https://www.weser-kurier.de/bremen/bremen-wirtschaft_artikel,-rettung-bei-senvion-gescheitert-_arid,1623675.html
(13): Friederike Liebscher und Markus Minten: „Kündigung für 420 Mitarbeiter“;
NWZ Online; 21.12.2017;  https://www.nwzonline.de/wirtschaft/lemwerder-carbon-rotec-in-lemwerder-kuendigung-fuer-420-mitarbeiter_a_50,0,1746237949.hmtl/
(14): Ulrich Schlüter: „Carbon-Rotec-Gelände hat neuen Besitzer“; NWZ; 4.7.2018
https://www.nwzonline.de/wirtschaft/
(15): FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag: Antrag vom 27.9.2018: „Wälder
schützen – Rodungen für die Windkraft stoppen“, Drucksache 19/2802;
https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2018/kw39-de-waldrodung-
windkraft/570240

(16): BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.:
„Verfügbarkeit ausländischer Kraftwerkskapazitäten für die Versorgung in
Deutschland“, Studie; Berlin, 28.5.2018; www.bdew.de
(17): Daniel Wetzel: „Die deutsche Energiewende verliert ihren Risikopuffer“,
DIE WELT, 23.4.18

(18): Günter Keil: „Infraschall von Windturbinen: Dänemark geht den Wirkungen auf
den Grund“; 25.05.2018,
http://ageu-die-realisten.com/archives/2787

St. Augustin, den 27.10.2018

23 Nov 19:19

Die globalen Temperaturen stiegen, als die Wolkenbedeckung in den 1980er und 1990er Jahren abnahm

by Andreas Demmig

Einleitung von Paul Homewood

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Dr. Roy Spencer weist in seinem Buch The Great Global Warming Blunder: How Mother Nature Fooled the World’s Top Climate Scientists (Encounter Broadsides [ist der Verlag]) darauf hin

The Great Global Warming Blunder enthüllt neue Erkenntnisse aus wichtigen wissenschaftlichen Erkenntnissen, die die konventionelle Weisheit über den Klimawandel explodieren lassen und die Debatte über die globale Erwärmung, wie wir sie kennen, neu formulieren. Roy W. Spencer, ein ehemaliger leitender NASA-Klimatologe, enthüllt, wie Klimaforscher Ursache und Wirkung bei der Analyse des Wolkenverhaltens falsch verstanden haben und von Mutter Natur getäuscht wurden, um zu glauben, dass das Klimasystem der Erde für menschliche Aktivitäten und Kohlendioxid viel empfindlicher sei, als es wirklich ist.

 

Wir haben über den plötzlichen Anstieg der Temperaturen in Großbritannien und Europa in den 1990er Jahren diskutiert, und ich wurde an eine Studie erinnert, die Clive Best und Euan Mearns vor vier Jahren über die Auswirkungen der Wolkendecke durchgeführt haben:

Wolken bedingen einen durchschnittlichen kühlenden Effekt auf das Klima der Erde. Klimamodelle gehen davon aus, dass Änderungen in der Wolkendecke eine Reaktion auf die CO2-Erwärmung sind. Ist diese Annahme gültig? Nach einer Studie mit Euan Mearns, die eine starke Korrelation zwischen den britischen Temperaturen und Wolken aufzeigte, haben wir die globalen Auswirkungen von Wolken untersucht, indem wir ein Modell entwickelt haben, was die kombinierten Antriebe von Wolken- und CO 2  (Erwärmung / Abkühlung) berücksichtigt, um zu zeigen, wie Variationen bei Wolken [8] und CO 2 sich [14] auf die Daten globaler Temperaturanomalien zwischen 1983 und 2008 auswirken. Das unten beschriebene Modell bietet eine gute Übereinstimmung mit HADCRUT4-Daten mit einer Transient Climate Response (TCR) = 1,6 ± 0,3 ° C. Die 17-jährige Unterbrechung der Erwärmung kann als Folge einer Stabilisierung der globalen Wolkenbedeckung seit 1998 erklärt werden. Eine Excel-Tabelle, die das unten beschriebene Modell implementiert, kann von http://clivebest.com/GCC heruntergeladen werden

Den vollständigen Beitrag mit allen detaillierten statistischen Analysen finden Sie hier.

Dies ist jedoch das wichtigste Diagramm:

Abbildung 1a zeigt die von ISCCP im Durchschnitt gemittelte monatliche Wolkenbedeckung von Juli 1983 bis Dezember 2008, die mit den monatlichen Anomaliedaten von Hadcrut4 blau überlagert ist. Der Rückgang der Wolkenbedeckung fällt mit einem rapiden Temperaturanstieg von 1983-1999 zusammen. Danach sind sowohl die Temperatur- als auch die Wolkentrends abgeflacht. Der CO2-Antrieb von 1998 auf 2008 steigt um weitere ~ 0,3 W / m2. Dies ist ein Beleg dafür, dass Änderungen in den Wolken kein direkter Einfluss auf den CO2-Antrieb haben.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die natürliche zyklische Veränderung der globalen Wolkenbedeckung die globalen Durchschnittstemperaturen stärker beeinflusst als das CO2. Es gibt kaum Hinweise auf eine direkte Rückkopplungsbeziehung zwischen Wolken und CO2. Basierend auf Satellitenmessungen der Wolkenbedeckung (ISCCP), des Net Cloud Forcing (CERES) und des CO2-Niveaus (KEELING) entwickelten wir ein Modell zur Vorhersage der globalen Temperaturen. Dies ergibt einen Best-Fit-Wert für TCR = 1,4 ± 0,3 ° C. Die Wolken-Antrieb (forcing) hat im Sommer einen größeren Effekt in der nördlichen Hemisphäre, was zu einem niedrigeren TCR von 1,0 ± 0,3 ° C führt. Naturphänomene beeinflussen Wolken, obwohl die Details noch unklar sind. Das CLOUD-Experiment (Henrik Svensmark, nachvollzogen am Cern in Bern) geben Hinweise darauf, dass ein erhöhter Fluss kosmischer Strahlung die Keimbildung von Wolken erhöhen kann [19]. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die allmähliche Verringerung der Wolkenbedeckung über 50% der globalen Erwärmung der 80er und 90er Jahre erklärt.

Warum die Wolkenbedeckung zurückging, ist natürlich eine andere Frage.

 

Neben der o.g. Studie von Paul Homewood wurde auf WUWT im Jahr 2012 berichtet:

Spencers postulierte Abnahme der Wolkenbedeckung von 1-2% wurde gefunden

Ein in der letzten Woche veröffentlichtes Papier stellt fest, dass die Wolkenbedeckung über China im Zeitraum 1954-2005 deutlich abgenommen hat. Diese Feststellung steht in direktem Widerspruch zur Theorie der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung, die davon ausgeht, dass die angeblich durch CO2 verursachte Erwärmung zu einer Erhöhung des Wasserdampfs und der Trübung führen sollte. Die Autoren stellen auch fest, dass der Rückgang der Wolkenbedeckung nicht mit künstlich hergestellten Aerosolen zusammenhängt und daher wahrscheinlich ein natürliches Phänomen war, das möglicherweise auf eine verstärkte Sonnenaktivität wie nach der Svensmark-Theorie oder andere Mechanismen zurückzuführen ist .

Gefunden auf WUWT vom 01.11.2018

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://wattsupwiththat.com/2018/11/01/data-global-temperatures-rose-as-cloud-cover-fell-in-the-1980s-and-90s/

23 Nov 19:19

DIESEL, NO UND OZON »Moderne Dieselmotoren sind Ozonkiller und Rußfilter.«

by Admin

Die Vorschriften für Abgasemissionen von Dieselmotoren durch EU und deutsche Behörden haben in der vergangenen Dekade die Giftigkeit der Luft erhöht statt gesenkt, weil sie die falschen Schwerpunkte gesetzt haben. Statt der Gesundheit zu dienen, schaden sie ihr.

Zu diesen aufsehenerregenden Schlüssen kommen Prof. Dr. Paul Tavan und Dr. Robert Denschlag. Der Physikprofessor im Ruhestand und sein früherer Mitarbeiter haben in einer Studie den aktuellen Stand der Wissenschaft zur Zusammensetzung und Toxizität der Abgase moderner Dieselmotoren zusammengefasst. Anschließend analysierten sie den Einfluss der Abgase auf die Toxizität der Atemluft. Sie kommen zum Schluss, dass moderne Dieselmotoren sogar die Stadtluft reinigen können.

Ihre Kritik an dem derzeit geltenden Regelwerk der europäischen Abgasvorschriften: Die Regulierungsbehörden konzentrieren sich lediglich auf NOx Emissionen. Sie unterscheiden aber nicht zwischen den beiden Stickstoffoxiden NO und NO2. Doch die weisen erhebliche Unterschiede auf, die bedeutsam für die Gesundheit sind.

Während NO in den in der Stadtluft vorkommenden Konzentrationen als ungiftig angesehen werden kann, ist NO2 ein toxisches Reizgas.

»Merkwürdigerweise werden Atemluftgrenzwerte für NO2, Emissionsgrenzwerte aber für die Summe NOx = NO + NO2 formuliert, wodurch der wesentliche Unterschied zwischen NO und NO2 verwischt wird.«

Die Behörden haben eine wichtige Eigenschaft der Emissionen moderner Dieselmotoren übersehen: »Sie befreien die Luft von hochtoxischem Ozon und senken somit die Ozonbelastung (sog. Sommersmog). Ferner wurde nicht zur Kenntnis genommen, dass solche Dieselmotoren die Stadtluft dank moderner Abgasnachbehandlung von krebserregenden Rußpartikeln aus Holzverbrennung, die vor allem im Winter in der angesaugten Luft schweben, befreien. Kommission und Parlament der EU haben schließlich den 2017 durch die US-Umweltbehörde erbrachten wissenschaftlichen Nachweis, dass von geringen NO2-Konzentrationen im Bereich von 40-100 μg/m3 keinerlei Gesundheitsgefahren ausgehen, ignoriert.
Stattdessen haben EU Kommission und EU Parlament an den Anfang des Jahrtausends in Bezug auf Stickoxid-Emissionen getroffenen und ursprünglich gut gemeinten Entscheidungen festgehalten. Dadurch wurde zum einen die Lufttoxizität durch die Erhöhung der Ozonbelastung vergrößert und zum anderen das Vermögen von Millionen von Autofahrern geschädigt.«Denn die regulatorisch erzwungene Reduktion der Stickstoffoxid-Emissionen aufgrund der Katalysatoren und verbesserter Motorentechnik erhöht nachweislich den Ozongehalt der Atmosphäre. Das von Dieselmotoren fast ausschließlich emittierte Stickstoffmonoxid (NO) entgiftet gewissermaßen die Stadtluft vom gefährlichen Ozon. Das ist ein Reizgas und wirkt fünfmal stärker als NO2, wenn man die Grenzwerte beider Gase am Arbeitplatz als Referenz wählt.

Die Entgiftung funktioniert folgendermaßen: Das dem Auspuff entweichende Stickstoffmonoxid (NO) reagiert mit Ozon (O3) zu Stickstoffdioxid (NO2) und Luftsauerstoff (O2). Tagsüber kann sich dieser Prozess unter der Einwirkung der solaren UV-Strahlung auch zum Teil umkehren. Es entstehen dann erneut Stickstoffmonoxid und das zuvor aus der Atmosphäre entnommene Ozon. Sobald die Sonneneinstrahlung nachlässt, kehrt sich dieser Prozess um: Das photochemisch entstandene stark toxische Ozon verschwindet wieder und erzeugt dabei aus dem ungiftigen Stickstoffmonoxid das viel weniger toxische Stickstoffdioxid.

Aufgrund des beschriebene Prozesses können Stickoxide aus modernen Dieselmotoren aber nicht, wie häufig behauptet wird, die Quelle von hohen Ozon-(O3)-Konzentrationen in der Luft sein. Das Ozon entsteht vielmehr, vor allem an heißen Sommertagen, überall in der Biosphäre aus zerfallendem organischem Material und Luftsauerstoff unter der Einwirkung solarer UV-Strahlung.

Eine andere Quelle von Ozon in den unteren Atmosphärenschichten sind vertikale Turbulenzen. Diese transportieren Ozon aus der Ozonschicht der Stratosphäre ein atmosphärisches Stockwerk tiefer an die Erdoberfläche. Eine Folge aus dem oben beschriebenen Mechanismus ist, dass im Wald die Ozonkonzentration im Jahresmittel auch nachts noch auf relativ hohem Niveau oberhalb von 50 µg/Kubikmeter bleibt und tagsüber auf 70 µg/Kubikmeter ansteigt, weil dort der Eintrag an Stickstoffmonoxid aus Dieselmotoren entfällt.

In verkehrsreichen Städten dagegen variiert der Ozongehalt aufgrund des hohen Eintrags an Stickstoffmonoxid zwischen lediglich 20 µg/Kubikmeter (nachts) und 45 µg/Kubikmeter (tagsüber). Ein weiterer Beweis für die Bedeutung des oben beschriebenen Prozesses ist der weltweit in vielen Städten beobachtete Anstieg der Ozonkonzentration an Wochenenden. Dieser Anstieg folgt aus dem geringeren Verkehrsaufkommen und dem dadurch reduzierten Stickstoffmonoxid-Eintrag.

NICHT DER DIESEL- DIE POLITIK STINKT

Das bedeutet: Stadtluft ist im Hinblick auf das Reizgas Ozon vor allem im Sommer weniger toxisch als Landluft. Andererseits ist Stadtluft aber heutzutage im Winter vor allem durch Holzruß aus den Holzöfen, Kaminen und Pelletheizungen belastet, die in Städten 25 % des gesamten Feinstaubeintrages verursachen. Dieselmotoren geben aufgrund ihrer neuen Technologien praktisch keine anderen Stoffe außer Stickstoffmonoxid und CO2 mehr ab. Aus dem Auspuff kommt vor allem kein Dieselruß mehr, den halten die Partikelfilter wirksam zurück. Die Zeiten, da qualmende Rußwolken und unverbrannte Kohlenwasserstoffe aus dem Auspuff kamen, sind vorbei; moderne Dieselfahrzeuge sind nur noch in den Schlagzeilen »Stinker«.Tavan und Denschlag folgern: »Diese Filtereigenschaft kommt der Stadtluft gerade im Winter zu gute, da die wieder in Mode gekommene Verfeuerung von Holz große Mengen sehr kleiner Rußpartikel freisetzt. Solche in der städtischen Ansaugluft schwebende Rußpartikel werden von Dieselmotoren angesaugt und dann durch Verbrennung, Katalyse und Filterung beseitigt.

Moderne Dieselmotoren emittieren spätestens seit 2009 (Eu-ro5-Norm) neben CO2 das ungiftige Stickstoffmonoxid NO und sonst fast nichts. Das den Auspuff verlassende NO wandelt sich in der Umgebungsluft in NO2 um, indem es dem hochtoxischen bodennahen Ozon (O3) ein Sauerstoffatom (O) entzieht und es so in Luftsauerstoff (O2) verwandelt. Bei der Erzeugung des vom EU-Atemluft-Grenzwert inkriminierten NO2 leistet das von Dieselmotoren emit-tierte NO also den nützlichen Dienst, das stark toxische Ozon durch das fünfmal weniger toxische NO2 zu ersetzen.

Sie formulieren sogar: »Plakativ ausgedrückt sind moderne Dieselmotoren also Rußfilter und Ozonkiller«.

Sie weisen anhand von Daten von Luftmeßstationen in Nordrhein-Westfalen nach, dass die Verringerung der NO-Emissionen seit 1984 zu einem starken Anstieg der mittleren Ozon-Konzentration insbesondere in urbanen Gebieten führen: »Hierdurch stieg die Toxizität der Atemluft dort effektiv an, obgleich ihr NO2-Gehalt abnahm. Die Emissionsregulation für NOx hat also das Gegenteil der beabsichtigten Gesundheitsfürsorge erreicht.«

»Der gültige EU-Grenzwert von 40 μg/m3 für NO2 in der Luft von Städten stammt aus Zeiten, in denen Dieselmotoren neben NOx noch große Mengen Ruß und andere Schadstoffe ausstießen. Man hoffte damals, mit der Reduktion von NOx die übrigen Schadstoffe zu beschränken. Heute aber wissen wir, dass die regulatorische Beschränkung der NOx Emissionen durch Motoren kontraproduktiv ist, da sie die Emission des Ozonkillers NO verringert und so die Toxizität der Luft erhöht.«

»Zu Beginn des Jahrtausends war das Zusammentreffen von erhöhten NO2 Konzentrationen mit Gesundheitsschäden (»vorzeitigen Todesfällen«) nicht von der Hand zu weisen, weil damals gesundheitsschädliche Stoffe von Dieselmotoren immer gemeinsam mit NOx emittiert wurden. Dass auch in manchen heutigen epidemiologischen Studien (z.B. in einem kürzlich vom Bundesgesundheitsamt veröffentlichten Bericht) immer noch Gesundheitsschäden erhöhten NO2 Konzentrationen angelastet werden, widerspricht dem Stand der Wissenschaft.« Das hat nicht zuletzt die US-Umweltbehörde im August 2017 erneut festgestellt. Prof. Dr. Paul Tavan und Dr. Robert Denschlag fassen die für uns zum Teil sehr überraschenden Einsichten, die unser Studium verfügbarer Literatur zur Entwicklung der Dieselmotoren-Technik, der damit einhergehenden Änderungen der von ihnen emittierten Abgase sowie der daraus folgenden Wirkung auf die menschliche Gesundheit geliefert hat, folgendermaßen zusammen:1. Dieselmotoren neuerer Technologie emittieren außer CO2 und NO fast nichts, insbesondere nicht mehr den gefährlichen Dieselruß.

2. Das durch den Auspuff abgegebene NO ist ein nützliches Gas, weil es durch Vernichtung von Ozon (O3) die Gesamttoxizität der Atemluft verringert, wie Langzeitmessungen aus Nordrhein-Westfalen eindeutig bestätigt haben.

3. Der Grund für diese positive Wirkung ist die Entgiftungsreaktion. Insbesondere wirken NOx-Emissionen (bei kleinen Beimischungen von NO2) nach den Daten eher schwach hemmend als, wie häufig behauptet, fördernd auf die photochemische Ozon-Produktion in verkehrsreichen Gebieten.

4. Dieselmotoren neuerer Technologie können den in der Stadtluft schwebenden Holzruß, der von den zunehmenden Holzöfen stammt, und den ebenfalls in der Luft schwebenden Dieselruß aus Motoren älterer Technologie ansaugen und rückstandslos verbrennen.

5. Die Regulierungsbemühungen der Behörden zur Luftreinhaltung waren in Bezug auf die Befreiung der Luft von Dieselruß erfolgreich. Sie haben aber bei oxidierenden Gasen wie O3 und NO2 das Gegenteil dessen bewirkt, was beabsichtigt war: Die Toxizität der Luft ist im Jahresmittel beträchtlich größer statt kleiner geworden.

Einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Lufttoxizität liefert also gegenwärtig die weitere Reduktion der NOx-Emissionen, die durch den Übergang zur Euro6_Norm erzwungen wird. Also müssen Nachrüstungen von Euro5 Dieselmotoren durch sogenannte SCR Katalysatoren als besonders gesundheitsschädlich angesehen werden.

Der Beitrag erschien zuerst auf TICHYS Einblick hier

23 Nov 19:18

„Auf Sonne folgt Regen“

by Klaus-eckart Puls

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Christoph Mörgeli (Red. WELTWOCHE Zürich)

Am letzten Wochenende hat es ein bisschen geregnet. Am Montag titelte der Blick in fetten Lettern: «So verregnet ist die Schweiz.» Am meisten Niederschläge gebe es auf dem Pass des Grossen Sankt Bernhard und auf dem Säntis. Dann folge in der Regenstatistik ein kleines Tessiner Dörfchen: «Dicke Tropfen prasseln auf die Steindächer von Mosogno.» Eine Einwohnerin erzählt von Tagen, an denen «es regnet wie aus Kübeln». Dann schiesse schon mal «das Wasser wie ein Sturzbach durch die Gassen und die Treppen hinab».

Noch letzte Woche lauteten die Schlagzeilen im Blick: 

«Noch so ein Jahr überleben wir nicht. In der Ostschweiz ist es so trocken wie seit 71 Jahren nicht mehr.» Oder so: «Sorgt die Trockenheit jetzt auch für Dürre im Portemonnaie?» Oder so: «Der trockene Rekordsommer macht den Schweizer Bauern auch im Herbst zu schaffen.» Oder so: «Am Rhein geht nichts mehr. Seit Freitag können auf dem Rhein bei Basel keine Frachtschiffe mehr verkehren. Grund dafür ist der tiefe Wasserstand.» Die Trockenheit sei schuld: «Nach einem regenlosen Sommer folgt nun auch ein trockener Herbst.»

Die Launen des Wetters und die Journalisten haben eines gemeinsam:

Es ist unmöglich, sie zu ändern. Da schreiben sie sich über Monate die Finger wund, um eine Dürrekatastrophe biblischen Ausmasses zu beklagen.

Und kaum fallen ein paar Regentropfen, lautet ihre Schlagzeile: «So verregnet ist die Schweiz.» Dies passt zu den in atemloser Spannung vorgetragenen Wetterprognosen unserer Fernseh-Meteorologen. Als es am Wochenende in höheren Lagen auch noch schneite, überschlugen sich beinahe ihre Stimmen vor Aufregung.

Egal, ob die Sonne brennt, der Regen prasselt oder Schneeflocken tanzen – hinter jedem Lächeln unserer Monopol-Wetterpropheten steht die kaum verhüllte Drohung: «Das habt ihr Menschen jetzt von eurem menschen-gemachten Klimawandel ! »

Also verkleinern wir unseren ökologischen Fussabdruck.

Also lassen wir uns eine planwirtschaftliche Energieversorgung aufs Auge drücken.

Also refeudalisieren wir uns zurück ins Mittelalter, als sich Mobilität nur die Reichen leisten konnten.

Also senken wir unseren Lebensstandard.

Also ändern wir unser Ernährungsmuster.

Dennoch haben wir weiterhin mit Sonne, Regen und Schnee zu rechnen. Es ist halt schon so: Alle schimpfen über das Wetter. Aber niemand unternimmt etwas dagegen.

 

Der Autor ist Historiker und ehemaliger SVP-Nationalrat.

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23 Nov 19:18

Der Milleniums-Wendepunkt – Sonnen­aktivität und die bevor­stehende Abkühlung

by Chris Frey

Zharkova et al. (2015; DOI:10.10381/srep15683) sagen: „Es zeigte sich, dass Dynamo-Wellen, erzeugt mit nahe beieinander liegenden Frequenzen, deren Wechselwirkungen verantwortlich waren für die Überlagerung der Großen Zyklen (350 bis 400 Jahre) über dem Standard-Zyklus von 22 Jahren. Dieses Verfahren ist der Beginn einer neuen Ära der Untersuchung und relativ sicheren Prognose der Sonnenaktivität im Zeitmaßstab eines Jahrtausends“.

Svalgaard kam in seinem Beitrag auf WUWT vom 27. Oktober 2018 (hier) zu dem Ergebnis:

Die Rekonstruktion von Wu et al. (2018) der Sonnenfleckenzahl seit dem Jahr 6755 v. Chr. kombiniert mit modernen Multimessenger-Proxies, welche das 19. Jahrhundert bis heute abdecken, hat einen langen Weg zurückgelegt, um die Aufzeichnung der kosmogenen Sonnenaktivität mit jüngsten Abschätzungen der langzeitlichen Sonnenaktivität in Einklang zu bringen“.

Das ist vollständig konsistent mit meinen Verfahren und Vorhersagen. Die empirischen Temperaturdaten sind eindeutig. Die vorhergehende Temperaturspitze des Jahrtausend-Zyklus‘ lag um das Jahr 990 (siehe Abb. 3 im Link unten). Der jüngste Milleniums-Wendepunkt lag um das Jahr 2003/2004 (Abb. 4 im Link unten). Das korreliert mit dem Spitzenwert der Milleniums-Sonnenaktivität um das Jahr 1991. Der Zyklus ist asymmetrisch mit dem Abwärtstrend von 650 Jahren und einem Aufwärtstrend von 350 Jahren. Die Stärke des solaren Magnetfeldes, wie sie in der TSI zum Ausdruck kommt, wird allgemein abnehmen (moduliert durch kürzerfristige überlagerte Zyklen der Sonnenaktivität) bis etwa zum Jahr 2650.

Der Temperaturanstieg seit etwa 1650 ist eindeutig hauptsächlich der positiven Steigung der natürlichen Sonnenaktivität im Zuge des Milleniums-Zyklus‘ geschuldet, wie von Lean (2018) in Abb. 5 in „Estimating Solar Irradiance Since 850 AD” gezeigt:

Lean (2018) Abb. 5.

Diese Graphik von Lean zeigt eine Zunahme der TSI von etwa 2 W/m² vom Maunder-Minimum bis zum Aktivitäts-Maximum 1991. Diese Variation der TSI und des solaren Magnetfeldes moduliert die Albedo der Erde via GR-Fluss [?] und Wolkenbedeckung. Aus der Differenz zwischen den höheren und den niedrigeren Quintilen in Abb. 4 (im Link unten) würde eine einfache Faustregel à la Fermi dies bequemerweise einem Milleniums-Zyklus der Temperatur auf der Nordhemisphäre von etwa 2°C gleich machen mit dem gleichen Ausmaß einer Abkühlung bis möglicherweise zum Jahr 2650. Der MTP der Wolkenbedeckung lag um das Jahr 2000:

Die Abnahme der Sonnenaktivität seit dem MTP im Jahre 1991 ist erkennbar in der Neutronen-Zählung von Oulu:

Wegen der thermischen Trägheit der Ozeane gibt es eine variierende Verzögerung zwischen dem MTP der Sonnenaktivität und den variierenden Klima-Parametern. Die Verzögerung bzgl. der Temperaturspitze um das Jahr 2003/2004 beträgt etwa 12 Jahre. Das Minimum des Volumens des arktischen Meereises lag im Jahre 2012 – Verzögerung = 21 Jahre. Der mögliche MTP bzgl. des Meeresspiegels – Oktober 2015 – = 24 Jahre (siehe hier).

Seit Oktober 2015 ist der Meeresspiegel mit einer Rate von lediglich 8,3 cm pro Jahrhundert gestiegen. Er wird wahrscheinlich innerhalb der nächsten 4 bis 5 Jahre wieder fallen. Details sind in den Links unten zu finden.

Siehe die Energie- und Umweltstudie „The coming cooling: usefully accurate climate forecasting for policy makers“ http://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/0958305X16686488 sowie eine frühere Version hier.

Man betrachte hierzu auch die Diskussion mit Prof. William Happer hier.

Das Narrativ einer gefährlichen globalen Erwärmung seitens des Establishments, die damit assoziierte Reihe von IPCC-Berichten, der gesamte UNFCCC-Zirkus, die jüngsten IPCC-Vorschläge im SR1.5 sowie jüngst die Verleihung des Nobelpreises an Nordhaus basieren allesamt auf zwei grundlegenden Fehlern der wissenschaftlichen Beurteilung. Erstens – die Stichprobe ist viel zu klein. Die meisten IPCC-Modellstudien überdecken lediglich einen 100 bis 150 Jahre zurückreichenden Zeitraum, obwohl die größte, das Klima treibende Amplitude der Sonnenaktivität millenial ist. Dies bedeutet, dass sämtliche Ergebnisse der Klimamodelle bzgl. der Temperatur viel zu hoch sind und wahrscheinlich außerhalb der realen zukünftigen Welt liegen.

Zweitens – die Modelle begehen den fundamentalen wissenschaftlichen Fehler der direkten Prognose über den MTP und den Spitzenwert der Sonnenaktivität hinaus, welcher im Jahre 1991 überschritten worden war. Diese Fehler werden durch Voreingenommenheit und akademische Konsens-Denkschablonen verstärkt.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/11/02/the-millennial-turning-point-solar-activity-and-the-coming-cooling/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

23 Nov 19:18

Grönland-Eis: 150 Milliarden Tonnen über dem Mittelwert

by Chris Frey
Oberflächen-Massenbilanz 2017/18 (oben) und 2018/19 (unten) als blaue Kurven. Die graue Kurve kennzeichnet das Mittel der Jahre 1981 bis 2010, die rote Kurve zeigt das Rekord-Minimum der Saison 2011/12

Ende August ist traditionellerweise der Zeitpunkt des Endes der Schmelzsaison des Grönland-Eises. Dann erfolgt der Übergang von überwiegendem Eisverlust zu überwiegender Zunahme von Schnee.

Wie üblich um diese Zeit bewerten die Wissenschaftler am DMI und unsere Partner im Polar Portal den Zustand des Eisschildes nach einem Jahr Schneefall und Eisschmelze. Unter Verwendung eines Wettervorhersage-Modells in Kombination mit einem Modell, welches das Schmelzen von Schnee und Eis berechnet, berechnen wir das „Oberflächen-Massenbudget“ (SMB) des Eisschildes.

Dieses Budget berücksichtigt das Gleichgewicht zwischen Schnee, welcher dem Eis hinzugefügt wird, und schmelzendem Schnee und Gletschereis, das in den Ozean abfließt. Der Eisschild verliert auch Eis durch das Kalben, also den Abbruch von Eisbergen an der Gletscherzunge. Dies ist jedoch in dieser Art Budget nicht enthalten. Als Folge davon wird das SMB immer positiv sein – das heißt, der Eisschild erhält mehr Schnee als er durch Eisverlust verliert.

Für dieses Jahr berechneten wir ein SMB von 517 Milliarden Tonnen, was fast 150 Milliarden Tonnen über dem Mittel der Jahre 1981 bis 2010 liegt. Damit liegt er an sechster Stelle unmittelbar hinter dem sechsthöchsten jemals in der Saison 2016/2017.

Im Gegensatz dazu schlägt das geringste SMB jemals mit gerade mal 38 Milliarden Tonnen zu Buche, und zwar in der Saison 2011/2012. Dies zeigt die große Variabilität des SMB von einem Jahr zum anderen.

Die Karten zeigen den Unterschied zwischen dem jährlichen SMB im Jahre 2017 (links) und 2018 (rechts) im Vergleich mit der Periode 1981 bis 2010 (in mm Eisschmelze). Blaue Flächen kennzeichnen mehr Eiszuwachs als im Mittel, rote Flächen kennzeichnen mehr Eisverlust als -zuwachs (Quelle: DMI Polar Portal).

Wir müssen jetzt auf die Daten des GRACE-Satelliten warten, bevor wir wissen, wie das Gesamt-Massenbudget dieses Jahres aussieht – darin enthalten sind dann das Kalben und Schmelzen am Grund des Eisschildes. Allerdings ist es wahrscheinlich, dass das relativ hohe SMB ein Gesamtbudget von Null oder nahe Null ergibt – in diesem Jahr ebenso wie im vorigen Jahr.

Im Zeitraum 2003 bis 2011 war es zu einem Eisverlust in Grönland gekommen, der im Mittel 234 Milliarden Tonnen pro Jahr ausmachte. Die neutrale Massenänderung der letzten beiden Jahre kompensiert diese Verluste nicht – und kann das auch nicht. Der hier gezeigte Vergleich macht deutlich, dass das Massenbudget des Eisschildes in jedem gegebenen Jahr sehr stark abhängig ist von der regionalen Klima-Variabilität und speziellen Wetterlagen.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/greenland-ice-sheet-150-billion-tonnes-above-average/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

23 Nov 19:18

Die Mainstream Medien hofieren Experten, die den Strom von Migranten, als Vorschau der Wellen von „Klimaflüchtlingen“ ansehen

by Andreas Demmig

Der Guardian zitierte „Experten„, die sich sicher sind, dass der Klimawandel die Landwirte zwingt ihr Land zu verlassen – und es wird wahrscheinlich noch schlimmer kommen. Die Huffington Post schreibt, dass die Karawane der Migranten „die unausweichlichen Anzeichen sind„, was mit der weitergehenden globalen Erwärmung auf die USA zukommen wird.

Ebenso nennt die E & E -News, die Karawane eine „Vorschau von Klima -Migrationen“ – die Menschen werden aufgrund vom Menschen verursachter globaler Erwärmung aus ihren Häusern vertrieben.

Tausende Migranten aus mittelamerikanischen Ländern wie Honduras und Guatemala machen sich auf dem Weg durch Mexiko zur US-Grenze, um Asyl zu beantragen. Viele der Migranten berichteten von schrecklichen Geschichten über das organisierte Verbrechen, extreme Armut und mangelnde Möglichkeiten, ihr Leben zu gestalten.

Die MSM, welche die globale Erwärmung hochhalten, fanden Experten, die der Meinung sind, dass die Karawane der Migranten eine Vorschau auf die Wellen der „Klimaflüchtlinge“ ist, die mit mehr Erwärmung einhergehen.

Es ist eine Zukunft, die schnell voranschreitet“, sagte Frank Femia, Mitbegründer des Zentrums für Klima und Sicherheit, gegenüber E & E News.

Femia ist auch ein Befürworter der Theorie, dass die globale Erwärmung den syrischen Bürgerkrieg ausgelöst hat. Er wie andere Gleichgesinnte argumentieren, die globale Erwärmung habe eine mehrjährige Dürre verschärft und dadurch den Aufstand des Arabischen Frühlings im Jahr 2011 ausgelöst, der schließlich zu einem Bürgerkrieg geführt habe.

Das Ganze ist Teil einer umfassenderen Theorie, dass die globale Erwärmung zu gewalttätigen Konflikten in gefährdeten Gebieten der Welt führen kann. Das Verteidigungsministerium der Obama-Regierung, hielt die globale Erwärmung sogar für einen „Bedrohungsmultiplikator“.

Viele dieser Behauptungen sind durch Konfliktforscher weitgehend entlarvt, aber die Medien versuchen mit ideologischem Eifer, die globale Erwärmung mit den Migrationen in Zentralamerika zu verknüpfen.

Der Guardian berichtete beispielsweise, dass „… der Klimawandel in der Region das Ausmaß anderer Probleme, darunter Ernteausfälle und Armut, verschlimmert und manchmal auch verursacht. … Und sie warnen davor, dass in den kommenden Jahrzehnten wahrscheinlich Millionen Menschen mehr nach Norden, in Richtung USA gedrängt werden“.

Wie in Syrien weisen angebliche Experten auf den Kampf Mittelamerikas mit Dürren in jüngster Zeit hin, die die Ernten von Mais und Bohnen fast ausfallen lassen. Vertreter der Vereinten Nationen warnten davor, dass Millionen Menschen verhungern könnten.

Mit „Die Auswirkungen des Klimawandels sind Teil der Auslöser der Migration“ steht auch die zentralamerikanische Kommission für Umwelt und Entwicklung in einer veröffentlichten Erklärung in dieser Linie.

Die jüngsten Dürreperioden in Zentralamerika wurden von dem unglaublich starken El Nino getragen, der 2015 begann und anhielt. El Nino ist jedoch ein regelmäßig vorkommendes Naturphänomen, nicht das Produkt menschlicher Emissionen.

Und in Bezug auf Dürreperioden stellte das IPCC fest : „das Vertrauen in einen global beobachteten Trend von Dürre oder Trockenheit (Regenmangel) seit der Mitte des 20. Jahrhunderts ist gering“. [d.h.: … wir können keinen Trend feststellen]

Der Guardian wies auch darauf hin, dass die Daten der Bundesstaaten „einen Anstieg der Abwanderung aus West-Honduras, einem erstklassigen Kaffee-Anbaugebiet, gezeigt haben“. Das liegt daran, dass der Preiseinbruch bei Kaffeebohnen den Anbau weniger rentabel macht und die Arbeiter gezwungen waren, sich auf den Weg zu machen, zu Gegenden, wo es Arbeit gibt.

Gefunden auf The Daily Caller vom 31.10.2018

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://dailycaller.com/2018/10/31/media-caravan-global-warming/

 

23 Nov 19:13

Faktencheck beim Umweltministerium

by Anna Veronika Wendland

Was passiert, wenn die Regierung mit dem Volk diskutieren will, aber ihren Job nicht ernst nimmt? Das Volk checkt die Fakten selbst. Unsere Autorin, Nuklearia-Vorstandsmitglied Anna Veronika Wendland, hat sich angesehen, wie das Umweltministerium Energiepolitik darstellt.

Es kommt wieder etwas Bewegung in die klima- und energiepolitische Diskussion. Im Westen tobt die Braunkohlen-Kontroverse, und der Bundesrechnungshof nörgelt über Geldverschwendung bei der Energiewende-Förderung. Nach Jahren des Schweigens und Desinteresses wagen sich neuerdings einige Nuklear-Ketzer hervor und sagen, man solle doch noch einmal kritisch über das 2011 beschlossene deutsche Kernenergie-Verbot nachdenken. Und wie es der Teufel will, kündigt ausgerechnet jetzt die Klima- und Atomausstiegs-Kanzlerin ihr persönliches Laufzeitende an. Ironischerweise wird sie‘s nicht länger machen als das letzte deutsche Kernkraftwerk.

Diskutieren à la BMU

Das ist gefährlich, dachte sich offenbar das SPD-geführte Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Damit niemand auf falsche Gedanken kommt, verbreitete es am vergangenen Dienstag auf den sozialen Netzwerken einen hausgemachten „Faktencheck“ über die Kernenergie und kündigte an, dass das Volk darüber auch mit dem zuständigen Staatssekretär Jochen Flasbarth diskutieren dürfe, allerdings nur auf Twitter, und nicht ohne klarzustellen, dass es eigentlich gar nichts zum Diskutieren gebe:

„Mit Atomkraft gegen den Klimawandel? Höchste Zeit, diese und weitere gängige Behauptungen einem Faktencheck zu unterziehen. Und es bleibt dabei: Bis spätestens 2022 wird in Deutschland das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet.“

Was dann kam, ließ einen daran zweifeln, ob wir es hier mit einer Bundesbehörde zu tun haben, der unter anderem auch die Oberaufsicht über unsere Kernkraftwerke obliegt, oder nicht vielmehr mit einem Fall von Urkundenfälschung. Denn es sah eher so aus, als betreibe Greenpeace unter missbräuchlicher Verwendung staatlicher Hoheitszeichen in einer Bundesliegenschaft eine Anti-Atom-Flugblatt-Druckerei.

Grüne Häkchen, rote Kreuzchen

Garniert mit grünen Häkchen, präsentierte uns das Ministerium, was wir zu denken haben:

„Atomstrom ist keineswegs CO2-neutral“, „Unsere Stromversorgung ist sicher“, „Deutschland produziert Strom im Überfluss“. Und es versah mit einem fetten roten Kreuz, was man besser nicht denken sollte: „Atomkraft hilft beim Klimaschutz“, „Ohne AKWs gehen die Lichter aus“.Dabei bediente sich das BMU des beliebten Tricks, Aussagen zu falsifizieren, die in dieser Form gar nicht gemacht wurden. Denn niemand behauptet, die Kernenergie sei „CO2-neutral“ – selbst die Erneuerbaren sind es nicht. Auch sagt niemand, ohne Kernkraftwerke säßen wir im Dunkeln; dieses historische Verdienst gebührt allein dem aus heutiger Sicht prähistorischen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Filbinger, der bekanntlich gesagt hat, ohne das (nie gebaute) KKW Wyhl gingen im Ländle die Lichter aus.

Doch heute sind wir näher dran am Notstromfall als damals, wie jeder Lastverteiler – würde ihn das Ministerium denn mal fragen – bestätigen könnte: Noch gehen bei uns die Lichter nicht aus. Aber weil das energiewende-endsieg-gewisse Deutschland beabsichtigt, der Kernenergie auch noch die Braunkohle hinterherzuschmeißen, wird es eng mit der gesicherten Leistung.

Es bleiben dann nur mehr Pumpspeicher, Wasserkraft und Biomasse-Verstromung nebst (noch zu errichtenden) Gaskraftwerken als Backup-Struktur für die wetterabhängigen Wind- und Solarkraftwerke – viel zu wenig, um die in Flautewochen und bei Dunkelheit fehlende Erneuerbaren-Leistung zu ersetzen. Was die Erneuerbaren bedauerlicherweise häufig tun – Strom zu produzieren, wenn keiner ihn braucht – bejubelt das BMU hingegen als „Strom im Überfluss“.

Und hier kommt das Volk

Doch hat das BMU wohl nicht mit dem Volk gerechnet, das es unter seinen Bedingungen zur Diskussion einlud. Etliche Bürgerinnen und Bürger nahmen die Einladung an – allerdings nicht in des Ministeriums Sinne. Denn das Volk hat den „Faktencheck“ des BMU einer, wie man im Kernkraftwerk sagen würde, strengen wiederkehrenden Prüfung unterzogen. Weniger vornehm ausgedrückt: es kam zu einem veritablen Fakten-Shitstorm.

Und das war nicht der erste. Denn die Bundesregierung ist bereits in der Vergangenheit mit kuriosen Eigenfakten auffällig geworden, so im Jahr 2016 mit einer Facebook-Traueranzeige über die 18.000 Opfer des Reaktorunfalls von Fukushima, die in Wirklichkeit beim Großen Tohoku-Seebeben vom 11. März 2011 und dem darauffolgenden Tsunami umkamen.

In dieser Woche legte das Volk den Öffentlichkeitsarbeitern des Umweltministeriums unter anderem nahe, mal die einschlägigen Studien zum Thema zu lesen – darunter auch auf der Ministeriums-Webseite verlinkte. Diese Studien kommen nämlich, wie auch die sonstige Fachliteratur, übereinstimmend zu dem Schluss, dass Atomstrom keine CO2-Direktemissionen bewirkt. Mit Bezug auf die gesamte Produktionskette vom Uranabbau bis zur Steckdose steht Strom aus Kernkraftwerken ähnlich gut da wie Windstrom und wesentlich besser als Solarstrom (nachzulesen auf Englisch hier S.7, oder gut verständlich in deutscher Sprache hier). Weil die Kernenergie einen ähnlichen carbon footprint aufweist wie Erneuerbaren, wird sie vom Weltklimarat IPCC folgerichtig als eines der Instrumente für die Defossilisierung der Energiewirtschaft genannt – eine Tatsache, die das BMU lieber nicht so genau zur Kenntnis nehmen mag.

Achtsamkeits-Gedöns als Fakten-Ersatz

Doch wie antwortet nun das BMU der Volks-Schwarmintelligenz? Nicht etwa mit einer Diskussion der angeführten Studien, sondern mit Links auf Informationen einer Webseite namens „Time for Change“, die sich ausweislich ihrer Startseite auf Achtsamkeits-Prosa spezialisiert hat, und wo man unter vielem anderen Krimskrams auch Infos über Seelen-Reinkarnation geboten bekommt.

Dort werden die CO2-Emissionen von Kernstrom im Vergleich zu den in der Fachliteratur genannten Werten sechs- bis siebenfach höher veranschlagt. Die obskure Webseite verlinkt wiederum auf einen „independent consultant“ in den Niederlanden. Offensichtlich wurden diese Angaben weder problematisiert noch überprüft, weil sie eben in den Kram passten. Das ist einfacher, als die im eigenen Hause ohne Zweifel vorgehehaltene Expertise zu nutzen oder dicke Studien renommierter Forschungsinstitute zu wälzen.

Womit wir wieder bei unserer Eingangs-Beobachtung wären: Wer oder was ist das Umweltministerium? Und wer kontrolliert eigentlich, was dieses Haus an Textproduktion verlässt? Es ist unter anderem letztverantwortlich für die atomrechtliche Aufsicht über kerntechnische Anlagen und deren Betreiber, welche in Auftragsverwaltung von den Bundesländern durchgeführt wird. Zu seinem Auftrag zählt jedoch weder, gegen jene Anlagen Stimmung zu machen, die es beaufsichtigen soll, noch, sich als NGO mit Bundesadler-Deko aufzuführen. Das Ministerium sollte folglich sein Social-Media-Team dahin schicken, wo es hingehört: zur Umwelthilfe, zum BUND oder zu Greenpeace, oder meinetwegen auch auf die Bäume im Hambacher Forst.


Dieser Beitrag erschien zuerst bei den Salonkolumnisten.


Dr. Anna Veronika Wendland

Dr. Anna Veronika Wendland forscht zur Geschichte und Gegenwart nuklearer Sicherheitskulturen in Ost- und Westeuropa. Für ihre Habilitationsschrift hat sie in mehreren Kernkraftwerken in Osteuropa und in Deutschland Forschungsaufenthalte durchgeführt. Dr. Wendland arbeitet in der Direktion des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung in Marburg. Sie leitet Arbeitsgruppen im Bereich Technik-, Umwelt- und Sicherheitsgeschichte.

Der Beitrag Faktencheck beim Umweltministerium erschien zuerst auf Nuklearia.

23 Nov 19:13

Die „Notizen“ eines Richters

by Udo Vetter

Einsicht in Gerichtsakten fördert die interessantesten Dinge zutage. Zu den nicht nur interessanten, sondern auch ungewöhnlichen Fundstücken gehört ein Dokument, über das ein Angeklagter in einem Verfahren vor dem Amtsgericht Hamburg-Harburg „stolperte“.

Der Umweltaktivist war wegen der Blockade eines Urantransportes im Jahr 2014 angeklagt. In der Gerichtsakte, die er bzw. sein Verteidiger zur Einsicht erhielt, fand sich ein Ablaufplan für den noch anstehenden Prozess als „Lückentext“ – und ein bereits verfasstes Urteil, das auf Nötigung in Tateinheit mit Störung öffentlicher Betriebe lautete.

Zudem stand folgender Vermerk in der Akte: „Bitte vor der Akteneinsicht alle Unterlagen dringend entfernen.“ Das war dann aber wohl versehentlich nicht geschehen, wie es in diesem Bericht heißt.

Der Angeklagte stellte daraufhin einen Befangenheitsantrag. Dieser wurde jedoch abgelehnt. Begründung: Es stehe dem Tatrichter frei, einen Urteilsentwurf anzufertigen, um sich auf die Hauptverhandlung vorzubereiten. Das ist in der Tat richtig. Aber Notizen des Richters dürfen natürlich nicht so weit gehen, dass sich beim Angeklagten die Besorgnis der Befangenheit aufdrängt – wenn er denn, wie hier, unabsichtlich von den Unterlagen Kenntnis erlangt.

Für die Besorgnis der Befangenheit reicht es nach § 24 Abs. 2 StPO, dass ein Grund vorliegt, der geeignet ist, Misstrauen gegen die Unparteilichkeit eines Richters zu rechtfertigen. Der Richter muss also noch nicht einmal tatsächlich befangen sein. Über den Urteilsentwurf als solchen könnte man ja noch diskutieren. Jedenfalls so lange, wie sich aus dem Entwurf nicht ergibt, dass der Richter absolut unzugänglich für Entwicklungen ist, gerade im Rahmen der Beweisaufnahme.

Aber zusammen mit dem Vermerk, die Unterlagen doch bitte unbedingt vorher aus der Akte zu entfernen, sollte die Diskussion allerdings auf eine Besorgnis der Befangenheit hinauslaufen. Maßgeblich dürften hier zwei formale Grundsätze sein: Die Aktenwahrheit. Und die Aktenklarheit. Beide Grundsätze erfordern im Kern, dass die Akte chronologisch nachvollziehbar ist. Wichtigstes Hilfsmittel ist die Seitennummerierung, die nicht nachträglich geändert werden darf, ohne dies zu dokumentieren. Außerdem können Unterlagen, die zur Akte gelangt sind (auch lose hinten eingelegt), nicht so einfach wieder entfernt werden. Kurz gesagt: Die Akte muss ein vollständiges, nicht geschöntes Bild geben.

Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn der Richter es mit seinen „Notizen“ so gehandhabt hätte, wie dies schlaue Richter zu tun pflegen. Sie bringen ihre Notizen und Urteilsentwürfe nicht mal in die Nähe der Aktendeckel, sondern behalten diese für sich. Das ist problemlos zulässig. Extrem problematisch ist es aber, wenn der Richter anordnet, bestimmte Unterlagen, die sich offenbar bereits in der Akte befinden, dem Angeklagten vorzuenthalten. Aus diesem Grund dürfte der Befangenheitsantrag deshalb zu Unrecht abgelehnt worden sein.

Autor: Dr. André Bohn, Assessor

14 Nov 18:44

Fachkundig geprüft

by Udo Vetter

Heute ein kleines Fundstück aus dem Landgericht Aachen. Dort sind die Steckdosenleisten, die freundlicherweise in den Sitzungssälen auch für Anwälte vorgehalten werden, von geschultem Personal fachkundig auf ihre Sicherheit geprüft:

Vermute ich mal.

14 Nov 18:44

Genervte Stromverbraucher wollen, dass es aufhört – während der Klimakult die Rhetorik über Erneuerbare Energien steigert

by Andreas Demmig

Sydney‘s-Milliardäre, die in 100-Millionen-Dollar-Häusern in der malerischen „Harbourside“ leben, sind nur die jüngsten tugendhaften Zynikern, die aus ihren sehr privilegierten Position die Bedingungen für die Quelle der Elektrizität festlegen, die sich nur ihresgleichen leisten können. Mike Cannon-Brookes, der einen Master in Smug hat [ein Computerspiel, bei dem man Geld gewinnen oder verlieren kann], belehrt nun Australier über „gerechte authentische Energie“ [„fair dinkum power“, d.h. über Wind-, Sonnen- und Wasserenergie]. Er hat sein Glück im Internet gemacht, das in Australien mit Kohlekraft betrieben wird, wie immer, wie es immer sein wird.

Jetzt fordert Cannon-Brookes zu beenden, was Australien und sein geliebtes Internet antreibt.

Natürlich beginnt Cannon-Brookes [ein australischer Umwelt Aktivist, ähnlich wie Tom Steyer in USA] mit seiner dogmatischen Belehrung, indem er den hohen moralischen Wert des Kampfes gegen den Klimawandels geltend macht und er spinnt den Anspruch weiter, dass dringende Maßnahmen erforderlich sind, um den Planeten vor dem Energieverbrauch aller anderen zu retten (natürlich nicht seines).

Cannon-Brookes griff kürzlich STT an, als Teil seines Twitter-Sturms für erneuerbare Energie und forcierte seinen Anstoß in die Zukunft mit Sonne und Wind – man könne damit rechnen, dass er „Australien zu 100% auf erneuerbare Energien“ umstellen könne. Cannon-Brookes, in Sydney geboren, hat wahrscheinlich noch nie von Südaustralien (SA) gehört, das bislang nur die halbe Zielmarke [des Anteils der Erneuerbaren Energie] erreicht hat und bereits die Pointe internationaler Witze ist, bei den höchsten Strompreise der Welt und der Energiezuverlässigkeit wie in der Dritten Welt erleidet.

Da sie nicht bereit sind, sich mit beunruhigenden Fakten wie den explodierenden Strompreisen und Stromausfällen zu beschäftigen, die SA plagen, greifen Cannon-Brookes und seine Leute stattdessen STT und unsere Leser als „Anti-Wind-Klima-Leugner“ an.

Der Drang STT (oder irgendein anderes Repository des gesunden Menschenverstandes) als „Anti-Wind“ zu bezeichnen und damit eine Diskussion unmöglich machen, ist … naja … einfach dumm.

STT liebt eine Sommerbrise genauso wie die nächste Mitmenschen, die am Strand schwitzen – wir lieben es zu Teil im Wintersturm surfen zu gehen – und dann den Wintersturm mitten drin auszukosten. Und was wäre das Segeln, ohne ein südliches Briese. [Zur Erinnerung: der australische Winter ist dort Sommer]

Nein, es ist der Blödsinn der hochgejubelten Windkraft, die das Hauptziel von STT ist.

Die Verwendung von Wörtern und Ausdrücken wie „Anti-Wind“, „Leugner“, „Leugnung“, „Glaube“ und „Gläubiger“ haben keinen Platz in Wissenschaft, Politik oder Wirtschaft. Und dann gibt es noch die hysterische Phrase: „Klima-Leugner“.

Niemand bei STT, nun ja, es gibt eigentlich niemanden, der bestreitet, dass es so etwas wie das „Klima“ gibt.

Dieses Wort beinhaltet per Definition den Begriff der „Veränderung“. Wenn sich das Klima in den 4,6 Milliarden Jahren, in denen unsere Erde die Sonne umrundet hat, nicht gewandelt hätte, wäre es wahrscheinlich ein gefrorener Eisklumpen geblieben. Und wir würden uns nicht über ein paar Grad hin oder her streiten können.

Klima-Hysteriker betreiben eine Art „Goldilocks-Fantasie“ [englisches Märchen], bei der irgendwann in der jüngeren Vergangenheit (wir können uns nicht genau festlegen, wann) das Klima „genau richtig“ war. Seitdem tappen wir scheinbar auf eine von Menschen gemachte Klimakatastrophe zu.

Screenshot von Welt-Online, [hier von Anfang 2010. Im Text werden andere Pressestimmen dazu aufgeführt, lesenswert.]

– In den 70er Jahren wurden Schulkinder mit Prognosen einer drohenden Eiszeit terrorisiert.

[Und Rudi Carrell sang: Wann wird’s mal wieder richtig Sommer? – im Rückblick hörenswert – ob das heute noch gesungen werden dürfte? der Übersetzer]

20 Jahre später wurde wegen Erwärmung die Terrorherrschaft umgekehrt: Die globale Erwärmung war die nächste große Sache – mit den gleichen selben Behauptungen der Ursache wie vorher.

Und dann, als die globalen Oberflächentemperaturen sich fast 20 Jahre lang hartnäckig weigerten, sich zu weiteren Höhen zu bewegen – „die Pause“ -, verlagerte sich die Rhetorik von der globalen Erwärmung hin zu einem „Klimawandel“: Eine Tautologie, d.h. es ist auf alle Fälle wahr [… wenn’s regnet, dann regnet‘s].

Wie jeder Geologe Ihnen sagen wird, befindet sich das Klima der Erde in ständigem Wandel: Veränderung ist für das Wetter der Erde endogen [~ eine Eigenschaft…]. Ob diese Veränderung signifikant oder „gefährlich“ ist, wie die am lautesten kreischenden uns glauben lassen wollen, ist noch abzuwarten. Die Menschen haben schwere Eiszeiten toleriert und auf wundersame Weise überlebt. Wenn der Planet sich erwärmt, werden wir auch das überleben. Man nennt es „Anpassung“: ein zentrales Merkmal allen Lebens auf der Erde, ohne das die Menschen keine 8 Milliarden Bewohner auf dem Planeten haben würden.

STT vertritt die Position, dass die von Menschen verursachten CO2-Emissionen die Temperatur der nahen Umgebung erhöhen könnte. Wir räumen jedoch nicht ein, dass Wind- oder Sonnenenergie den CO2-Ausstoß im Elektrizitätssektor erheblich beeinflusst hat – oder überhaupt beeinflussen kann; Hauptsächlich deshalb, weil diese keine Alternative zu herkömmlichen Erzeugungssystemen sind und sein werden, die bei Bedarf immer und überall verfügbar sind:

Wenn Sie annehmen, dass die vom Menschen verursachten CO2-Emissionen im Stromsektor ein Problem sind, dann ist die einzige derzeit verfügbare Lösung die Kernkraft. Es sei denn, Sie sind bereit, in der Dunkelheit der Steinzeit zu leben.

Das Engagement von STT zielt auf ein Paar bedeutungslose Stromquellen ab; diese sind wahnsinnig teuer und absolut sinnlos, in jeder Beziehung. Für diejenigen auf beiden Seiten des Arguments (einschließlich „Klimaverweigerer“), die industrielle Windkraftanlagen oder Solarmodule sklavisch mit der globalen Erwärmung (oder dem Klimawandel) verbinden – sie befinden sich beide in einer logischen Ecke.

Auf der einen Seite, wenn die AGW-Champions falsch liegen und wir tatsächlich am Rande der nächsten Eiszeit stehen und ihr (bis dahin gescheitertes) künstliches CO2-Erwärmungs-Argument anwenden, dann sollten wir jede letzte (Planetenkühlungs-) Windindustrieanlage ausschalten, auch die Solarpanel und beginnen, Kohle und Gas so schnell wie möglich zu verbrennen, um den nächsten „großen Frost“ zu verhindern.

Wenn dagegen die „Klimaverweigerer“ falsch liegen, die Temperaturen steigen und Australien zu einer leblosen Wüste wird, kann das AGW-Lager den Sieg und den hohen moralischen Anspruch behaupten.

Bei diesem Szenario wird die Anti-CO2-Gruppe die Notwendigkeit haben, den gesamten Planeten mit einem endlosen Meer riesiger industrieller Windkraftanlagen und Sonnenkollektoren so weit auszustatten, wie das Auge reicht.

Nachdem die „Leugner“ ihre Argumente gegen die Windenergie auf der Grundlage der Annahme aufgestellt hatten, dass Behauptungen, CO2 verursacht die AGW eine „furphy“ sei, würden sie gezwungen sein, einzugestehen, dass ein komplett durch Wind und Sonne betriebenes Stromsystem erforderlich ist.

[„furphy“ (austr. Slang), meint eine falsche oder mindestens unwahrscheinliche Geschichte, die als sachlich korrekt behauptet wird. Furphys werden von angeblich seriösen Quellen, oftmals aus zweiter Hand oder aus dritter Hand, „gehört“ und weithin geglaubt, bis sie nicht mehr haltbar sind.]

STT versucht, die Argumente für und gegen die globale Erwärmung, von den Argumenten zur Stromerzeugung mit Sonnenschein und Wind zu trennen.

Da Strom aus Windenergie immer (wenn überhaupt) nur in verrückten, zufälligen Intervallen geliefert wird / werden kann, wird das niemals eine sinnvolle Energiequelle darstellen und erfordert immer eine 100% ige Unterstützung der Kapazität durch die Bereithaltung von Strom aus fossilen Brennstoffen; in Australien sind das hauptsächlich Kohlekraftwerke. Infolgedessen wird die Erzeugung von Windenergie „fossile“ Energiequellen niemals „verdrängen“, geschweige denn ersetzen können.

Im Gegensatz zur Meinung der Leute, die über den Kampf gegen fossile Brennstoffe schwadronieren, gibt es keine „Wahl“ zwischen Stromerzeugung aus Windenergie oder aus fossilen Brennstoffen: Es gibt nur eine „Wahl“ ob fossile Brennstoffe 100% der Windenergie Kapazität unterstützen, oder sich allein auf Windenergie zu verlassen. Wenn Sie sich für das Letztere entscheiden, können Sie davon ausgehen, dass Sie in mehr als 60% der Fälle im Dunkeln frieren (oder schwitzen).

Windstrom ist kein „System“, sondern „Chaos“ – die Grafik aktueller Windstromproduktion von Aneroid Energy zeigt Ihnen alles:

Dies war die tatsächlich verfügbare „Leistung“ aller Windparks, der im Juni am dem östlichen Netz Australiens eingespeist haben (das die QLD, ACT, NSW, VIC, TAS & SA verbindet); 1.800 Turbinen mit einer installierten Gesamtleistung von über 5.000 MW.

Im Kontext der notwendigen Bedürfnisse einer funktionierenden Industriegesellschaft kann die Windenergie als ein Patent auf Unsinn verstanden werden, was sie eindeutig ist. Wenn ein Land kein konventionelles Stromerzeugungssystem hätte (wie wir es haben bzw. hatten), würde es ein solches bauen.

Trotz des Hype der Zeloten von Erneuerbarer Energien – wird die völlig chaotische und sehr gelegentliche Lieferung von Strom aus Wind und Sonne, nicht mit riesigen Batterien geheilt. Natürlich ist es technisch möglich, Strommengen für einen bestimmten Zeitraum zu speichern, sodass sie freigegeben werden, wenn Stromverbraucher dies benötigen. Überall, wo so etwas jedoch schon versucht wurde, waren die Kosten des erzeugten, gespeicherten und später freigegebenen Stroms astronomisch und außerhalb der Möglichkeiten normaler Verbraucher, außer vielleicht von dot.com-Milliardären – Menschen wie Mike Cannon-Brookes.

Die größte Batterie der Welt macht einen einsamen Eindruck in einem Schuppen in der Nähe von Jamestown,  im mittleren Norden von Südaustralien. Sie erzeugt keine Energie; sie speichert das Äquivalent von knackigen 100 MW; sie verbraucht bei jedem Lade- / Entladezyklus Energie, die als Abwärme verloren geht [jeweils rund 10%!]; das Ganze kostete die Steuerzahler 150 Millionen Dollar [für eine Lebensdauer von geschätzten 8 Jahren]; und kann den minimalen Energiebedarf von SA für vier Minuten liefern [- danach darf sie während der Ladung „nicht wieder gestört werden“, wenn denn Wind und Sonne überhaupt Überschuss produzieren]. Jeder, der Batterien nennt, als eine wirtschaftliche Lösung für Australiens Energiekrise, ist entweder irreführend oder hofft, sie verkaufen zu können.

Tatsachen, Logik und Vernunft haben Aktivisten wie Mike Cannon-Brookes nie davon abgehalten, ein funktionierendes System zu zerstören, indem er Erneuerbare Energien favorisiert.

Aber immer und überall ist die Idee von zentraler Bedeutung, dass der einzige Weg, um den Planeten zu retten, darin besteht, ihn vollständig mit Sonnenschein und Wind zu betreiben.

Menschen wie Cannon-Brookes sind etwas völlig Nervendes: Eine Figur, die bereit ist, die Ärmsten und Schwächsten in der Gesellschaft einer Ware zu berauben, die vor nicht allzu langer Zeit in diesem Land als Geburtsrecht betrachtet wurde: zuverlässiger und erschwinglicher Strom.

Gefunden auf Stopthesething vom 04.11.2018

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://stopthesethings.com/2018/11/04/battered-power-consumers-cry-mercy-as-climate-cult-ramps-up-renewables-rhetoric/

13 Nov 18:03

Warum Windkraft nicht die Antwort ist

by Chris Frey

Vier Tage zuvor veröffentlichten zwei Forscher bei Harvard mit viel weniger Getöse eine Studie, die zeigte, dass der Versuch, unsere Energie-intensive Gesellschaft allein durch Erneuerbare zu versorgen, den Verbrauch ungeheurer Landflächen erfordert. Wie ungeheuer? Man überlege: Um die Deckung der derzeitigen Nachfrage allein nach Strom in Amerika zu decken – ohne Benzin oder Kerosin oder Erdgas – würde ein Territorium zweimal so groß wie Kalifornien beanspruchen, welches mit Windturbinen zugepflastert werden müsste.

Das IPCC und andere Klimawandel-Aktivisten heben Solar- und Windenergie in den Himmel, und linksextreme Politiker wie Alexandria Ocasio-Cortez haben nach einer nationalen Mobilisierung wie zu einem Krieg verlangt, um zu einem Verbrauch von 100% erneuerbarer Energie überzugehen (hier). Aber dieses Credo ignoriert eine fundamentale Wahrheit: Energiepolitik und Landverbrauch-Politik sind unvereinbar.

Die Ausschließlich-Erneuerbare-Befürworter haben keine Schwierigkeiten, gegen den Landverbrauch durch die Förderung von Kohlenwasserstoffen mobil zu machen. Man denke nur an die Schlacht in Colorado über den Vorschlag 112, welchem zufolge Öl- und Gasbohr-Aktivitäten in einem Umkreis von ca. 760 m um Häuser, Krankenhäuser, Schulen und „verwundbaren Gebieten“ verboten werden. Umweltgruppen wie 350.org, der Sierra Club und Greenpeace haben diese Initiative begrüßt, welche auch Thema bei den [inzwischen erfolgten] Wahlen am 6. November sind. Falls die Initiative durchkommt, würde Vorschlag 112 effektiv die weitere Öl- und Gaserzeugung in Colorado verbieten, dem fünftgrößten Erdgas-Produzenten.

Oder man denke an die Monate langen Demonstrationen, welche im vorigen Jahr bzgl. der Dakota Access-Pipeline stattgefunden haben. Über 700 Klimawandel-Aktivisten und Andere wurden während der Proteste festgenommen. Sie hatten behauptet, dass die Pipeline die kulturellen und spirituellen Rechte des Stammes der Sioux-Indianer verletzen würde, weil sie über deren traditionelles Stammesgebiet verläuft. Diese Schlachten bzgl. Energie und Landverbrauch wurden von Klimaaktivisten und Umweltgruppen angezettelt, deren Absicht es ist, die Kohlenwasserstoff-Industrie zu zerschlagen. Die meisten dieser Gruppen, darunter 350.org und der Sierra Club, behaupten routinemäßig, dass die amerikanische Ökonomie ohne Weiteres allein auf Basis von Erneuerbaren laufen kann. Außerdem hat der Sierra Club 74 US-Städte zusammengetrommelt, welche versprochen haben, ihre gesamten Strom aus erneuerbarer Energie zu beziehen.

Aber die neue, in den Environmental Research Letters veröffentlichte Studie zeigt erneut, dass die Achillesferse der Windenergie deren minimale Energiedichte ist. „Wir kamen zu dem Ergebnis, dass die mittlere Energiedichte – also die Rate der Energieerzeugung dividiert durch die umgebende Landfläche des Windparks – bis zu 100 mal geringer war als Schätzungen einiger führender Experten“, sagte Leitautor Lee Miller. Das Problem ist, dass die meisten Schätzungen des Windenergie-Potentials den „Windschatten“ ignorieren. Zu diesem Effekt kommt es, wenn Turbinen zu nahe beieinander stehend errichtet werden: die windaufwärts stehenden Turbinen nehmen denselben im Windschatten einfach den Wind.

Die Studie untersucht Daten der Energieerzeugung aus dem Jahr 2016 von 1150 Solarprojekten und 411 Festlands-Windparks. Die kombinierte Kapazität der Windprojekte belief sich insgesamt auf 43.000 Megawatt oder grob die Hälfte der gesamten US-Windkapazität in jenem Jahr. Miller und Keith zeigten, dass Solarpaneele etwa 10 mal mehr Energie pro Einheit Landfläche erzeugen als Windturbinen – ein signifikantes Ergebnis. Aber ihre Arbeit verlangt nach Beachtung von zwei anderen Gründen: erstens, es werden Daten der realen Welt herangezogen und nicht Modelldaten, um zu ihren Ergebnissen zu kommen, und zweitens zeigt die Arbeit, dass die Energiedichte der Windenergie weitaus geringer ist als den Behauptungen des Energieministeriums, des IPCC und zahlreicher anderer Akademiker zufolge.

Und weiter: „Während ein verbessertes Design der Windturbinen den Kapazitätsfaktor hat zunehmen lassen (und die Kosten erheblich reduziert hat), ist die geringe Energiedichte immer noch die Gleiche“. Mit anderen Worten, obwohl Big Wind Größe und Effizienz der Turbinen hat zunehmen lassen – die jüngsten Modelle sind über 200 Meter hoch – konnten sie dennoch nicht mehr Energie aus dem Wind erzeugen. Infolge des Windschatten-Effektes müssen diese großen Turbinen immer weiter voneinander platziert werden, was einen immer größeren Landverbrauch bedeutet. Die immer größeren Turbinen mit immer mehr Landverbrauch werden von immer mehr Menschen gesehen.

Stadtbewohner sind gegen Wind-Projekte, weil sie den Wert ihres Eigentums erhalten wollen. Sie wollen die rot blinkenden Lichter auf den Spitzen der massiven Turbinen nicht sehen, die jede Nacht die ganze Nacht über für den Rest ihres Lebens blinken. Auch wollen sie nicht dem gesundheitsschädlichen Lärm ausgesetzt sein – sowohl hörbar als auch unhörbar – welchen diese Turbinen erzeugen.

Der Kampf gegen Big Wind wird in der gesamten Nation von Küste zu Küste ausgefochten. In New York, wo man bis zum Jahr 2030 den Verbrauch Erneuerbarer um 50% vorgeschrieben hat, kämpfen die Städte Yates und Somerset gegen Lighthouse Wind, ein 200-MW-Windprojekt, geplant an den Ufern des Ontario-Sees. In Oklahoma kämpft die Kleinstadt Hinton unverändert gegen NextEra Energy, den weltgrößten Windenergie-Erzeuger, bzgl. der Errichtung von Windprojekten in unmittelbarer Nähe. In Kalifornien, wo man jüngst bis zum Jahr 2030 einen Anteil von 60% Erneuerbaren am Energieverbrauch vorgeschrieben hat, sind Windturbinen so unpopulär, dass die Industrie dort von neuen Projekten Abstand genommen hat. Im tiefblauen Vermont [blau = Farbe der Demokraten] sind beide Gouverneurs-Kandidaten – Amtsinhaber Phil Scott von den Republikanern und ihre Herausforderin Christine Hallquist von den Demokraten – im Prinzip für erneuerbare Energie, wenden sich aber gegen einen weiteren Ausbau der Windenergie in ihrem Staat.

Die ganze Story steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/robert-bryce-why-wind-power-isnt-the-answer/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

13 Nov 17:57

Extended support for SharePoint Server 2010 ends in October 2020

by Bill Baer

This month marks the beginning of the 24-month countdown before SharePoint Server 2010 reaches end of extended support.  It’s not too late to start planning an upgrade or migration to the latest version of SharePoint whether your plans are on-premises, in the cloud, or somewhere in between. 

 

It’s hard to believe it’s been over 9 years since we announced SharePoint Server 2010 at our first SharePoint Conference outside of Seattle, SharePoint Conference 2009 held in Las Vegas, Nevada on October 20th, 2009 at the Mandalay Bay with the keynote delivered by Steve Ballmer. 

 

2010-Logo.png

SharePoint Server 2010 ushered in a new era of capabilities delivering a platform for composite applications and flexible information management through the newly introduced Access Services and sandboxed solutions to support rapid application development.  SharePoint Server 2010 helped workers find information and connect with subject-matter experts, regardless of their location and with the versions of SharePoint to follow, to include our latest 2019 version, we’ve continued that mission – to connect the content and people that matter most

 

As revolutionary as SharePoint Server 2010 was at the time, our latest versions of SharePoint both on-premises and in the cloud through Office 365 have even more to offer.  For customers who want to upgrade to the latest version of SharePoint on-premises, you will first need to upgrade to 2013, 2016, and finally 2019.  Through advancements in both on-premises and hybrid cloud capabilities, SharePoint Server 2019 provides the benefits of years of cloud innovation, providing best in class IT and Developer experiences, along with new user experiences that work the way users work.  Customers can also choose to migrate their data directly from SharePoint Server 2010 to 2013 or to SharePoint Online. 

 

Customers wanting to maximize their on-premises server investment should strongly consider migrating to SharePoint Server 2019 as SharePoint Server 2013 is already well into its own 10-year lifecycle. 

If you’re planning an upgrade or migration to SharePoint Server 2019 or SharePoint Online, a list of useful resources is available in the resources section at the end of this post.

 

Mainstream support for SharePoint Server 2010 ends in October 2020.  SharePoint Server 2010 has been on extended support since then, which means only security updates are released.  On October 13, 2020, Microsoft will completely end support for SharePoint Server 2010.  Here's what end of support means for you:

 

  • No critical updates were released in 2017 for SharePoint Server 2010 under extended support. 
  • No security updates will be developed or released after end of support. 
  • More importantly the operating systems supporting SharePoint Server 2010 are reaching or have reached end of support.

Lack of compliance with various standards and regulations can be devastating.  This may include regulatory and industry standards for which compliance can no longer be achieved.  For example, lack of compliance with Payment Card Industry (PCI) Data Security Standards might mean companies such as Visa and MasterCard will no longer do business with you.  Or, the new cost of doing business will include paying catastrophic penalties and astronomically high transaction fees.  In the worst case, lack of compliance can even result in lost business.

 

Servers running SharePoint Server 2010 are affected.  Both virtualized and physical instances of SharePoint Server 2010 are vulnerable and would not pass a compliance audit.  Many applications will also cease to be supported once the operating system they are running on is unsupported.  This includes all Microsoft applications, including Groove Server servers.

 

Staying put will cost more in the end.  Maintenance costs for aging hardware will also increase, and you will face added costs for intrusion detection systems, more advanced firewalls, network segmentation, and other security measures-all simply to isolate legacy server operating systems and SharePoint Server 2010.

 

Not migrating is more costly in the end.

 

Two important considerations are the costs and the risks of not migrating. Costs will include adding or dramatically improving an intrusion detection system, more advanced firewalls, network segmentation, and so on simply to isolate servers. There will also be costs for maintaining aging hardware and potentially the cost of a Microsoft CSA. Without the CSA, there are risks. End of support means no fixes, and that means your SharePoint Server 2010 instances are vulnerable to any new security issues. And vulnerable servers are a target for security breaches of various types.

 

Migration options

 Migration-Flow.png

 

 

 

 

Migrate to SharePoint Server 2016 or SharePoint Server 2019

 

If your unique business characteristics and requirements will result in remaining on-premises for the foreseeable future, SharePoint Server 2016 and SharePoint Server 2019 are great opportunities to modernize your infrastructure and take advantage of the latest in content collaboration and portal technologies.  Upgrading to the latest versions of SharePoint on-premises is a multi-phased approach meaning you will need to first upgrade to SharePoint Server 2013 before you can upgrade to SharePoint Server 2016 – and for SharePoint Server 2019, upgrading to SharePoint Server 2013, then SharePoint Server 2016, before upgrading to SharePoint Server 2019.  Below are helpful resources for navigating the upgrade process.

 

 

Migrate to Office 365

Office 365 is a cloud-based subscription service that brings together the best tools for the way people work today. By combining best-in-class apps with powerful cloud services, Office 365 lets anyone create and collaborate anywhere on any device.

 

Collaboration

Every group is unique, with its own needs and workstyle. Office 365 provides an integrated solution so everyone can collaborate more effectively with team chat, online meetings, co-authoring and sharing files securely, group email and a social network for work.

 

Security and Compliance

With Office 365, Microsoft takes security and compliance to the next level. Now you have even more control with built-in privacy, transparency, and refined user controls. It's easy to see why this is the most secure Office. 

 

Intelligence & analytics

Easy-to-use live data monitoring and in-depth personal and organizational analysis tools let you discover new stories in your data with even more interactive reports, simpler dashboards, and compelling data visualizations.

 

Mobility

Office 365 empowers your teams to stay connected and productive anywhere. View and edit documents on the go with Office 365 mobile apps. Securely view, co-author, and share files in the cloud. Access content, conversations, tasks, and schedules from any device.

 

Microsoft FastTrack

FastTrack for Microsoft 365 offers deployment and adoption self-serve resources, tools, guidance and engineering assistance for all things Microsoft 365 - collaboration, voice, devices, and security across Windows 10, Office 365, and EMS.

 

By tapping into the expertise of Microsoft engineers you can confidently migrate email, content, and light up Microsoft 365 services; deploy and securely manage devices; enable your business and drive end-user adoption. FastTrack will also work with you partner or help find one for additional services, ensuring a single plan to help you move to the cloud with confidence.

 

Learn more on how FastTrack can accelerate your journey to Office 365 at https://fasttrack.microsoft.com/.

13 Nov 17:56

Wahlen in USA: Keine grüne Welle, die meisten Wähler lehnen einschneidende Maßnahmen ab

by Andreas Demmig

[[Hier eine kleine Übersicht über die Ergebnisse in Bezug auf Maßnahmen gegen Klima Wandel und für Erneuerbare Energien Anteile. Hinweis: Bei fast allen „midterms“ gewann die jeweilige Opposition die Mehrheit im Abgeordneten Haus zurück, gegen die amtierende Regierungspartei. Das heißt, für die Amerikaner ist das ein höchst demokratischer Vorgang. Deutsche Pressestimmen sprechen von: „.. nun wird Trump endlich wieder demokratisch kontrolliert“, bei dem vorherigen Präsidenten sprachen dieselben Medien zum gleichen Wahlergebnis: „Schade für Obama“- der Übersetzer]]

Wähler in Arizona, Colorado und Washington lehnten Maßnahmen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung ab, obwohl zwei dieser Staaten in demokratischen Händen waren.

(RELATED: Climate Caucus Republicans Suffer A String Of Election Defeats, Including Their Pro-Carbon Tax Leader)

Der Republikanische Abgeordnete von Florida, Carlos Curbelo, ist Mitglied im Climate Solutions Caucus (CSC), einer zweiseitigen Partei [Dem. & Rep.], um politische Maßnahmen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung zu pushen. Die Wähler sprachen sich für die demokratische Kandidatin Debbie Mucarsel-Powell aus, die eine CO2 Steuer ablehnt. Konservative sagen, die Niederlage von Curbelo, der als „GOP-Führer“ zur Erderwärmung bezeichnet wird, zeigt, dass Kohlenstoffsteuern immer noch „politisch giftig“ sind.

„Curbelo konnte und hätte wiedergewählt werden können, aber er wurde dazu gedrängt, eine Energiesteuer für alle Amerikaner zu erheben – die sogenannte Kohlenstoffsteuer – und als Folge davon wurde er von den Wählern aus dem Amt geworfen„, sagte Grover Norquist, Präsident der Lobbygruppe für Steuern Reformen (ATR).

Es war bereits der zweite Anlauf, eine Kohlenstoffsteuer einzuführen.

Der „Green New Deal“ im US-Bundesstaat Washington ging in Flammen auf, und die Wähler lehnten eine staatliche Wahlmaßnahme zur Besteuerung von Kohlendioxidemissionen, trotz ihrer Unterstützung durch den Demokratischen Gouverneur Jay Inslee, überwiegend ab.

Die Washingtoner stimmten gegen die CO2-Steuerinitiative mit 56 % zu 43 %, laut Wahlbeamten des Staates.

„Die Wähler haben gesprochen„, sagte Tom Pyle, Präsident der American Energy Alliance des freien Marktes und ein ehemaliger Leiter des Trump-Übergangsteams gegen Kohlenstoffsteuern.

„Es ist an der Zeit, ihnen zuzuhören und sich auf Richtlinien zu konzentrieren, die die Verfügbarkeit, die Erschwinglichkeit und die Zuverlässigkeit von Energie erhöhen, und nicht auf Richtlinien, die Energie knapper, teurer und unzuverlässiger machen“

Umweltschützer argumentieren, dass der Cash-Zufluss der Ölindustrie in Höhe von 30 Millionen US-Dollar in die Wahlkampfkampagne den Ausschlag gegeben hatte, verglichen mit den über 15 Millionen US-Dollar, die von Kohlenstoffsteuer-Unterstützern ausgegeben wurden.

 

In The New Republic, schreibt EMILY ATKIN am 7. November 2018

Amerika hat gewählt. Das Klima hat verloren

Fossile Brennstofffirmen gaben Rekordbeträge aus, um Pro-Klima-Wahlinitiativen zu widersprechen, und das hat sich gelohnt.

Die letzten zwei Jahre in der amerikanischen Politik haben, vor allem dank der Trump-Regierung, Probleme für das Weltklima verursacht. Und die nächsten zwei Jahre werden angesichts der Zwischenwahlen am Dienstag wahrscheinlich nicht viel besser sein.

Die Wähler haben es nicht geschafft, eine historische Wahlinitiative in Washington zu ergreifen, um die erste Kohlenstoffsteuer in den Vereinigten Staaten zu schaffen. Sie lehnten in einer [gesonderten] Abstimmung es ab, die Maßnahmen für erneuerbare Energien in Arizona zuerhöhen und das Fracking in Colorado zu begrenzen. Einige der offenkundigsten Klimaverweigerer des Kongresses, behielten ihre Mandate. Mehrere Kandidaten, die explizit klimaorientiert agierten, verloren.

Die Demokraten erreichten nicht die gewünschte blaue Welle, aber für Umweltschützer war es noch schlimmer. Es gab überhaupt keine grüne Welle. Dies liegt zum einen an den rekordhohen politischen Ausgaben der Industrie für fossile Brennstoffe, um sich gegen klimapolitische Initiativen zu stellen, aber auch, weil die Demokratische Partei insgesamt nicht in der Lage ist, auf das Problem aufmerksam zu machen.

Die midterm Wahlen bedeuten schon immer Konsequenzen für den Klimawandel. Die Regierungen der Welt haben nur noch etwa zwölf Jahre Zeit, um eine Politik umzusetzen, die die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius begrenzen kann. Dies ist der Punkt, an dem katastrophale Auswirkungen beginnen, heißt es in einem kürzlich veröffentlichten Bericht eines internationalen Konsortiums von Wissenschaftlern.

Die USA sind als größter historischer Treibhausgasemittent unerlässlich, um dieses Ziel zu erreichen. In den letzten zwei Jahren ignorierte die US-Regierung jedoch die Notwendigkeit, Emissionen zu reduzieren – und in vielen Fällen aktiv gegen sie zu arbeiten. Neben dem Austritt aus dem Pariser Klimaabkommen hat Präsident Donald Trump mit Unterstützung des von den Republikanern kontrollierten Kongresses versucht, die bestehende Klimaverordnung aufzuheben und zu schwächen.

 ***

Allerdings lehnten die Wähler in Washington eine ähnliche CO2-Steuermaßnahme im Jahr 2016 ab, und Inslee erlitt Anfang des Jahres eine Niederlage, als er versuchte, eine Kohlendioxidsteuer über eine Gesetzesvorlage durchzusetzen.

In Arizona lehnten die Wähler die Kampagne des Umweltaktivisten und  Milliardärs Tom Steyer ab, um Arizonas Ökostrom-Mandat von 15 Prozent bis 2025 auf 50 Prozent bis 2030 zu erhöhen. Steyers Kampagnengruppe NextGen Climate Action spendete rund 23 Millionen US-Dollar für die Wahlpropaganda.

Versorgungsunternehmen, darunter der Eigentümer des größten Versorgungsunternehmens des Staates, gaben fast 31 Millionen US-Dollar in Opposition gegen die Bemühungen von Steyer aus. Fast 70 Prozent der Wähler lehnten die CO2 Steuer ab, nur etwa 30 Prozent stimmten dafür.

Steyer gelang es jedoch, die Wähler aus Nevada zu einer ähnlichen Maßnahme zu bewegen, die in Arizona zur Wahl stand. Nevadans stimmten mit fast 59 % zu 41 %, um das grüne Energiemandat des Bundesstaates bis 2030 auf 50 Prozent zu erhöhen.

NextGen hat mehr als 10 Millionen US-Dollar in die Wahlkampagne gepumpt, aber es wurde keine Gruppe registriert, die dieser grünen Kampagne dagegen hält. Einzig die Koalition der Energieverbraucher, hat gegen die Erhöhung des grünen Mandats gearbeitet, aber ihre Spenden wurden nicht bei Ballotpedia registriert.[für die Renewable Energy Standards Initiative (2018)]

Umweltschützer mussten auch erleben, dass die Wähler mit überwältigender Mehrheit einen Bann gegen Fracking ablehnten., was dann Fracking in den meisten Bundesstaaten effektiv verboten hätte. Die Wähler lehnten die Maßnahme mit fast 57 % zu 43 % ab.

Gegen diese Kampagne spendete die Öl- und Gasindustrie mehr als 30 Millionen US-Dollar den Oppositionskräften gegen die  Anti-Fracking-Initiative. Gefordert war gewesen, einen Puffer von min. 750 m Entfernung zwischen Bohrungen und „anfälligen“ Gebieten einzuhalten.

Die Umweltschützer gaben nur rund 1,2 Millionen US-Dollar für die Unterstützung der Anti-Fracking-Maßnahme aus, aber das Versagen der Initiavive könnte darauf zurückzuführen sein, dass die Demokraten in dieser Frage gespalten waren. Prominente Demokraten, darunter der ehemalige Innenminister Ken Salazar und der frühere Gouverneur von Colorado, Bill Ritter, lehnten das De-facto-Fracking-Verbot ab.

Der „Vorschlag 112 hätte mehr als nur die Erdgas- und Erdölindustrie getroffen, da 77% der 43.000 Arbeitsplätze, die bereits im ersten Jahr beseitigt worden wären, von außerhalb des Energiesektors stammen würden“, sagte Tracee Bentley, Executive Director des Colorado Petroleum Council in einer Stellungnahme.

Gefunden auf The Daily Caller und o.g. Links vom 07.11.2018

Zusammengestellt und Übersetzt von Andreas Demmig

https://dailycaller.com/2018/11/07/no-green-wave-midterms/

13 Nov 17:35

Feedback: Bloß keinen Konflikt!

by ZEIT ONLINE: Arbeit - Ulrich Jordan
Zu viele Führungskräfte scheuen sich davor, ihre Mitarbeiter offen zu kritisieren. Davon hat niemand etwas. Feedback ist wichtig, sagt der Managercoach Ulrich Jordan.
13 Nov 17:34

IETF: HTTP über Quic wird zu HTTP/3

Obwohl sich HTTP/2 noch nicht besonders weit im Internet durchgesetzt hat, arbeitet die IETF bereits an HTTP/3. Dabei handelt es sich um die Verwendung von HTTP über das neu spezifizierte Quic-Transportprotokoll. (HTTP, Internet)
13 Nov 17:27

A web based mission control framework by NASA

by ____Sash---701_

Article URL: https://github.com/nasa/openmct

Comments URL: https://news.ycombinator.com/item?id=18429909

Points: 159

# Comments: 28

13 Nov 17:24

Landkreis Bautzen: Größtes gefördertes FTTB-Projekt startet

Das Bundesverkehrsministerium hat die Förderung für ein FTTB-Projekt freigegeben. Die Telekom bekam den Auftrag. (Telekom, Glasfaser)
13 Nov 16:11

Abgasskandal: Audi startet Rückruf von Dieselautos

by ZEIT ONLINE: Mobilitaet -
Im Zuge des Abgasskandals ruft Audi 31.200 Dieselfahrzeuge zurück. Ein Update soll bei den Fahrzeugen einen unzulässigen Teil der Software zur Motorsteuerung entfernen.
13 Nov 16:10

Die AfD hat eine gute Idee

by Udo Vetter

Wer als Anwalt zumindest ab und zu Verfassungsbeschwerden für seine Mandanten formuliert, kennt das Gefühl einer gewissen Leere im Bauch, wenn die sorgfältig ausgearbeitete Verfassungsbeschwerde nicht mal zur Entscheidung angenommen wird. Richtig schlimm ist es allerdings gerade für den Mandanten, wie dies geschieht. Die Richter in Karlsruhe verlieren nämlich in aller Regel kein Wort zur Sache. Der Antragsteller bleibt völlig im Unklaren, warum ausgerechnet seine Beschwerde nicht mal für eine nähere juristische Prüfung taugt.

Mit einem Einzeiler ohne jeden Sachbezug abgebürstet zu werden, das ist weiß Gott nicht jedermanns Sache. Auch wenn ich es jetzt nicht sonderlich gerne mache, muss ich in diesem Zusammenhang die AfD loben. Deren Bundestagsfraktion weist in einem aktuellen Gesetzentwurf nämlich drauf hin, dass die Begründungspflicht für Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts über die Jahrzehnte immer mehr ausgehöhlt wurde und mittlerweile bei null angekommen ist.

Völlig zu Recht sieht die AfD hierin ein Defizit, denn es ist eines Rechtsstaats in der Tat unwürdig, wenn gerichtliche Entscheidungen zwar ergehen, aber nicht mal ein Wort zu ihrer Begründung gesagt werden muss. Dies gilt umso mehr, als der Wegfall jedweder Begründungspflichten offiziell ja nur einen einzigen Grund hat und hatte: Arbeitsersparnis für das angeblich so stark belastete Verfassungsgericht.

Insofern ist es wirklich keine schlechte Idee, mal wieder über eine Begründungspflicht für die Nichtannahme von Verfassungsbeschwerden nachzudenken. Ein paar einzelfallbezogene Sätze, warum es halt nicht gereicht hat, wären durchaus Balsam auf die Seelen unzähliger Beschwerdeführer (und natürlich auch auf die ihrer Anwälte). Natürlich lässt sich dem AfD-Antrag deutlich entnehmen, dass es der Fraktion selbst um etwas anderes geht, nämlich das vermeintlich ungerechtfertigte Abbügeln politisch „unbequemer“ Verfassungsbeschwerden durch eine stillschweigende Koalition von Politik und Verfassungsgericht.

Das ändert aber nichts daran, dass die Begründungspflicht natürlich insgesamt kein Rückschritt, sondern ein Fortschritt wäre. Die paar Euro Mehrkosten wären wahrscheinlich gut angelegtes Geld, wenn man was gegen Staatsverdrossenheit unternehmen will, von der ja interessanterweise wiederum die AfD profitiert.

13 Nov 16:00

Show HN: FreePizza.io – free pizza for usergroups, meetups, hackathons, talks

by andrewstuart

Article URL: https://www.freepizza.io

Comments URL: https://news.ycombinator.com/item?id=18434156

Points: 187

# Comments: 94

13 Nov 15:47

Freier Videocodec: Microsoft verteilt Windows-Decoder für AV1

Windows-Hersteller Microsoft hat damit begonnen, einen Software-Decoder für den freien Videocodec AV1 über seinen Store zu verteilen. Der Decoder wird als frühe Beta bezeichnet und ist entsprechend experimentell. (AV1, Microsoft)
13 Nov 15:43

Laut Apple-Mitgründer Steve Wozniak werden wir niemals vollautonome Autos haben

Apple-Mitgründer Steve Wozniak ist überzeugt, dass die nächste große Disruption im Automobilsektor stattfinden wird – glaubt aber nicht an vollautonome Autos auf herkömmlichen Straßen. Mit t3n sprach er über Elektromobilität, autonomes Fahren und langweilige Smartphones.

Apple-Mitgründer Steve Wozniak ist überzeugt: Die kommende technologische Revolution wird kein neues Smartphone oder sonstiges Gadgets bringen, sondern eher ein Auto. „Einer der realistischsten futuristischen Träume sind Autos, die sich selbst fahren“, sagte er t3n am Rande des MQ-Summit 2018 von Audi. Allerdings glaubt er nicht, dass Fahrzeuge jemals das sogenannte Level 5 beim autonomen Fahren ...

weiterlesen auf t3n.de
13 Nov 15:34

Warum du keine Ziele vorgeben solltest

Ziele vorzugeben, gilt als professionell. Ein Irrtum. Denn Unternehmen, die den Mitarbeitern Ziele vorgeben, demotivieren damit nicht nur die Mannschaft, sondern riskieren auch den gemeinsamen Erfolg.

Da geht ihr beide im Schwarzwald wandern. Und dein Begleiter sagt: „Dein Ziel für heute sind 22 Kilometer, fünf mehr als beim letzten Mal.“ Du wirst ihm was husten, oder? So skurril die Szene im privaten Bereich anmutet, so gängig ist sie im Business-Umfeld: „Herr Martens, Ihr Vertriebsziel für 2019 für den mitteldeutschen Raum ist: zehn Prozent mehr Umsatz.“ Sie sagen nicht, was sie meinen Jedes...

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