Am Montag dem 22.10.18 verstarb unser langjähriger Weggefährte, der unermüdliche Kämpfer gegen Dämmwahn und das Märchen vom menschgemachten Klimawandel im Kreise seiner Familie. Ein heimtückischer Bauchspeicheldrüsenkrebs setzte seinem Leben innerhalb weniger Monate ein jähes Ende. Konrad Fischer wurde nur 63 Jahre alt.
Der diplomierte Architekt der TU München und Familienmensch widmete sich in seinem erfolgreichen Berufsleben besonders der Pflege und dem Erhalt denkmalsgeschützter Bauten, darunter viele Sakralbauten, aber auch dem Neubau, unter Verwendung klassischer Materialien und Formen. Dafür erhielt Konrad Fischer viele Preise.
Doch seine besondere Leidenschaft galt dem Kampf gegen den unvernünftigen Dämmwahn und, daraus abgeleitet, dem Kampf gegen das Märchen vom menschgemachten Klimawandel. Er führte diesen Kampf mit vollem Einsatz, manchmal auch mit der nötigen verbalen Härte, aber immer mit viel Witz. Ihn zeichnete ein große Portion Humor aus.
Wir schätzen uns sehr glücklich, dass er vor einem guten Jahr seine Gedanken und Vorschläge einem großen Fachpublikum auf unserer 11. Internationalen Klima- und Energiekonferenz in Düsseldorf zur Kenntnis brachte
Konrad Fischer war ein sehr begabter Zeichner. Jedes Jahr bekamen seine Freunde und manche Geschäftspartner wunderschöne Kalender mit Zeichnungen von Konrad Fischer. Für jeden Monate eine.
Er liebte die Musik, und musizierte oft mit seiner Frau und vier Kindern bei passenden Gelegenheiten. Vielfach auch öffentlich.
Sein Fleiß war legendär. Neben seiner beruflich selbstständigen Tätigkeit als Architekt und Gutachter betrieb er eine vollgepackte Website, hielt permanent Vorträge gegen den Dämmwahn und seine unendlich fürchterlichen Folgen und erreichte auch mehr und mehr eine breite Öffentlichkeit durch Sendungen der öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten, die ihn irgendwann nicht länger ignorieren konnten.
Konrad Fischer war Protestant und ein sehr gläubiger Mensch.
Sein Wahlspruch wird ihn auch jetzt nach dem Ableben – auch in unserer Erinnerung – begleiten. Wir vermissen ihn schon jetzt sehr!
Der Herr ist mein Licht und mein Heil;
vor wem sollte ich mich fürchten!
Der Herr ist meines Lebens Kraft;
vor wem sollte mir grauen!
Ps. 27.1.
Der Familie gilt unsere tief empfundene Anteilname, wir sprechen ihr an dieser Stelle unser Beileid aus.
Die meisten Menschen verlassen sich bei ihrer Meinungsbildung über das Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre auf die Medien. Die Berichterstattung begann am 14. August 1986 mit einem Bericht im Spiegel: „Das Weltklima gerät aus den Fugen“, mit dem Titelbild des im Schmelzwasser der Polkappen bereits zur Hälfte versunkenen Kölner Doms. Die verheerenden Auswirkungen sollten bereits im Jahre 1990 beginnen. Bis 2040 sollten sie unter anderem dazu geführt haben, dass die Wolkenkratzer von Manhattan weit vor der neuen amerikanischen Ostküste einen reichlich verlorenen Eindruck machen. Ein großer Teil der damals betrachteten Prognoseperiode ist inzwischen vergangen. Man kann aber immer noch in Köln am Ufer des Rheines trockenen Fußes spazieren gehen. Und nachdem sich die damals angekündigte Sintflut als eine totale Fehlprognose erwiesen hat, wird nun nach einem Siebenschläfer-Sommer von den gleichen Medien die „Heißzeit“ mit ebenfalls apokalyptischen Auswirkungen verkündet. Verantwortung sieht anders aus. Es ist das Geschäft mit der Angst, das auch die IPCC-Agenda von Anfang an geprägt hat. Was solche und ähnliche, ständig wiederholte, ständig variierte und vom IPCC inspirierte Katastrophenankündigungen im Bewusstsein und Unterbewusstsein der Menschen bewirkt haben, ist schwer zu sagen. Aber eine große Mehrheit scheint der CO2-Angstmache noch immer Glauben zu schenken. Daher ist der Angstmache immer wieder Aufklärung entgegenzusetzen – auch wenn mir das längst zum Hals raushängt.
Noch immer kein Beweis für die behauptete Erderwärmung durch CO2
Es gibt keinen anerkannten wissenschaftlichen Beweis für die behauptete atmosphärische Erwärmung der Erde durch CO2. Selbst wenn man sich auf die von den regierungsnahen Instituten vertretenen Hypothesen, und es sind weiter nichts als Hypothesen, einlässt, ist die von Deutschland verfolgte Politik, die anthropogenen CO2-Emission zu vermeiden, sinnlos und aussichtslos. Sie führt zu unvertretbaren, teilweise selbstzerstörerischen Belastungen der deutschen Wirtschaft, der Verbraucher, der Natur und der Landschaft. Es geht hier um volkswirtschaftliche Schäden von mehreren Billionen Euro.
Kein globaler Temperaturanstieg durch CO2 in den letzten fünfzehn Jahren
Nach offiziellen Messwerten hat in den letzten fünfzehn Jahren kein globaler Temperaturanstieg stattgefunden, der auf CO2-Emissionen zurückgeführt werden kann. Als sich dieses abzeichnete, wurde 2013 vom Feindbild der „globalen Erwärmung“ auf das Feindbild „Klimawandel“ umgeschaltet, damit die Alarmisten nicht brotlos werden.
Temperaturschwankungen gab’s in der Erdgeschichte immer
Temperaturschwankungen der Atmosphäre in erheblichem Ausmaß hat es in vorindustrieller Zeit immer gegeben. Es gab Eiszeiten und Warmzeiten. Die Wissenschaft führt dies auf Sonneneruptionen und -magnetismus, auf Vulkanaktivitäten, Änderungen der Neigung der Erdachse, Wasserdampf und Wolkenbildung, Methan, ozeanische Strömungen, kosmische Strahlungen etc. zurück. Diese Faktoren wirken auch heute noch in erratischer Weise teilweise gleichgerichtet, teilweise entgegengerichtet auf die Temperatur der Atmosphäre ein. Selbst wenn CO2, was unbewiesen ist, einen Einfluss auf die Temperatur hätte, würde dieser in der Wirkung all der anderen Faktoren untergehen.
Schwankungen auch des Anteils von natürlichem CO2 in der Atmosphäre
Auch das weit überwiegende natürliche CO2 hat in der Vergangenheit immer in erheblichem Umfang geschwankt. Mit dem Manipulieren an dem äußerst geringen Anteil des anthropogenen CO2 kann gegenüber den Schwankungen des wesentlich größeren Anteils des natürlichen CO2 und den zufälligen Schwankungen der anderen dominanten klimabestimmenden Faktoren keinerlei nennenswerte Einflussnahme auf die Temperatur der Atmosphäre stattfinden. Was wir aber mit Sicherheit erreichen, ist über die Jahre ein volkswirtschaftlicher Schaden in Billionenhöhe, der Verlust der Sicherheit unserer Energieversorgung, die Grundlagen unserer Industrie und damit auch unseres Sozialsystems und die weitere Zerstörung unserer Landschaft.
Im Übrigen würde bei dem von den Alarmisten unterstelltem Wirkungszusammenhang das Risiko bestehen, dass die durch CO2-Minderung bewirkte Abkühlung gerade dann wirksam wird, wenn die Natur wieder einmal auf Kühlung schaltet. Umsteuern geht dann nicht mehr.
Ein wissenschaftlich getarntes Geschäftsmodell
Die Schadstoff-These wurde 1988 erstmals von dem Politiker und Geschäftsmann Al Gore mit einer Reihe von Co-Investoren mit Verbindung zu UN-nahen Kreisen aufgestellt. Dem darauf aufgebauten Geschäftsmodell im Energiebereich wurde zur Tarnung ein wissenschaftliches oder besser pseudowissenschaftliches Gewand umgehängt. Von Anfang an waren die Thesen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) von mangelnder Wissenschaftlichkeit und groben Fälschungen gekennzeichnet. Das begann mit dem Gründungsauftrag des IPCC, der einseitig, nicht ergebnisoffen und damit unwissenschaftlich war.
Manipulationen, Fälschungen, Umdeutungen im Namen angeblicher Wissenschaft
Weitere Manipulationen waren die so genannte Hockeystick-Lüge, die als „Climategate“ bekannten großvolumigen kriminellen Fälschungen bei der University of East Anglia bis hin zu der Veröffentlichung des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg vom 28. Januar 2015. Dort versuchte man, die Ergebnisse von Computer-Simulationen, die über zehn Jahre eben keine Erwärmung zeigten, in höchst unwissenschaftlicher Weise umzuinterpretieren, nämlich in dem Sinn, „dass nicht sein kann, was nicht sein darf“. Ebendas beweist, dass auch nach dreißig Jahren keine überzeugenden Forschungsergebnisse erbracht werden konnten, denn sonst hätte man sich solche Manipulationen und Peinlichkeiten erspart.
Nicht Mehrheiten entscheiden über richtig oder falsch
Es wird immer wieder behauptet, 97 Prozent aller Wissenschaftler stimmten der CO2-These zu. Richard Tol, Professor für die wirtschaftlichen Aspekte des Klimawandels der Freien Universität in Amsterdam, hat die Herkunft dieser Aussage gründlich untersucht und festgestellt, dass sie völlig aus der Luft gegriffen ist (pulled from the thin air.) Im Übrigen kommt es überhaupt nicht darauf an, wieviele Wissenschaftler etwas für richtig oder falsch halten, entscheidend ist, was sich als zutreffend herausstellt – entweder als bewiesen oder als besonders plausibel belegt. Dafür genügt ein einziger Wissenschaftler oder ein sonstiger Mensch.
Wissenschaftler protestierten gegen die IPCC-Zumutungen und kündigten ihre Mitarbeit auf
Im Verlauf dieses elementar unwissenschaftlichen Vorgehens ist es immer wieder zu erheblichen Protesten der vom IPCC beauftragten Wissenschaftler gekommen. Sie verwahrten sich dagegen, die Messdaten in gewünschter Weise zu manipulieren und kündigten die Zusammenarbeit mit dem IPCC wegen der an sie ergangenen Zumutungen unter Protest auf. Besonders prägnant kommt diese fehlende wissenschaftliche Basis des IPCC in der Feststellung von Prof. Dr. H. Steven Schneider, Lead Author in Group I of the IPCC (1989), zum Ausdruck:
„Deshalb müssen wir Schrecken einjagende Szenarien ankündigen, vereinfachende dramatische Statements machen und nicht irgendwelche Zweifel, die wir haben mögen, erwähnen. Um Aufmerksamkeit zu erregen, brauchen wir dramatische Statements und keine Zweifel am Gesagten. Jeder von uns Forschern muss entscheiden, wie weit er eher ehrlich oder eher effektiv sein will“.
Die Bundesregierung ignorierte, was ihr bekannt wurde
Als in dieser frühen Phase der IPCC-Aktivitäten diese unglaubliche Feststellung eines führenden IPCC-Wissenschaftlers bekannt wurde, hätte die Bundesregierung doch sofort einen genaueren Blick auf dieses merkwürdige Unternehmen werfen und auf Distanz gehen müssen. Stattdessen wurde eine Wende in der Energiepolitik eingeleitet und beschleunigt fortgeführt. Warum bloß?
Die Lindzen-Petition von 300 unabhängigen Wissenschaftlern 2017
In der Folge haben dann immer wieder hunderte unabhängiger Wissenschaftler, darunter viele Nobelpreisträger, gegen diese Thesen des IPCC protestiert. Besonders deutlich kommt dies in der Petition vom 23. Februar 2017 von 300 unabhängigen amerikanischen Wissenschaftlern unter der Federführung des renommierten MIT-Professors Richard Lindzen zum Ausdruck:
„Kohlendoxid ist Pflanzendünger und kein Gift“
„Wir unterstützen effektive erschwingliche und direkte Kontrollen üblicher Umweltschadstoffe, aber Kohlendioxid ist kein Schadstoff. Im Gegenteil, es gibt viele klare und eindeutige Beweise, dass ein steigender atmosphärischer Kohlendioxidgehalt für die Umwelt sehr hilfreich ist, um Ernteerträge zu verbessern und andere Pflanzen besser wachsen zu lassen, die die Nahrungsgrundlage für alles Leben bilden. Es ist Pflanzendünger und kein Gift“.
Dies mag dazu beigetragen haben, dass die USA ihr Ausscheiden aus dem Pariser Abkommen angekündigt haben, um hinsichtlich CO2 vollen Handlungsspielraum zu haben, während sie die Emission tatsächlicher Umweltschadstoffe durchaus mit scharfen Gesetzen und, wie wir aus der Dieselkrise wissen, mit rigorosen Erzwingungsmaßnahmen zu verhindern wissen.
Trotz Lindzen-Petition weitere Milliarden verschwendet
Klarer als in der Lindzen-Petition geht es nun doch wirklich nicht mehr. Man fragt sich verzweifelt, warum die Bundesregierung nicht spätestens diese Petition als hinreichenden Sachgrund gewertet hat, alle direkten und indirekten CO2-Vermeidungsmaßnahmen sofort zu beenden, um Schaden von Deutschland abzuwenden. Sie hat aber keinerlei politische Initiative ergriffen, ja, nicht einmal mit einer klärenden Stellungnahme darauf reagiert, sondern sich weggeduckt. Sie hat dann weitere Milliarden Euro für die direkte und indirekte Vermeidung von CO2 verschwendet. Man kann dafür keinen vernünftigen Grund erkennen. Und dies geschah unter einer „Klimakanzlerin“, die sich als promovierte Physikerin über wissenschaftliche Methodik und die physikalischen Wirkungen von Gasen doch hinreichend im Klaren sein sollte.
Große Staaten wie USA, China und Indien verhalten sich anders als Deutschland
Da sich die amerikanische Regierung und auch andere große Staaten wie China und Indien gegenüber CO2 passiv verhalten, ist doch wohl im Ernst nicht anzunehmen, dass ihnen die von den Alarmisten unterstellten negativen Folgen der CO2-Emissionen völlig gleichgültig wären und sie ihr Land, ihre Menschen und ihre Zukunft wissentlich und willentlich solchen Gefahren aussetzen würden, wie die Alarmisten sie mit dem CO2 verbinden.
Kyoto-Protokoll – Von den USA nicht ratifiziert, Neuseeland, Japan, Russland machen nicht mehr mit
Bei diesen extrem fragwürdigen Aktivitäten des IPCC haben die USA das Kyoto-Protokoll vom 11. Dezember 1997 nicht ratifiziert, Kanada hat seinen Ausstieg 2011 erklärt, andere Ländern, wie Neuseeland, Russland und Japan, in dessen Stadt Kyoto einmal der Rahmen der unsinnigen CO2-Politik abgesteckt wurde, haben entschieden, von 2013 an nicht mehr teilzunehmen. Zum Schluss waren nur noch die Verursacher von 13 Prozent der gesamten anthropogenen CO2-Emission zu Einschränkungen nach dem Kyoto-Protokoll bereit, so dass es wegen völliger Wirkungslosigkeit gerade dabei ist, sang- und klanglos auszulaufen.
Warum hat sich Deutschland den Aussteigern nicht angeschlossen?
Schon damals, als sich abzeichnete, dass sich für das Kyoto-Protokoll nie eine tragfähige Mehrheit finden würde und als Japan und Kanada die Mitwirkung aufkündigten, hätte doch auch Deutschland die CO2-Einsparung beenden und die massiven Eingriffe in die Energiewirtschaft einstellen müssen. Auch darüber hat die Bundesregierung nie Rechenschaft abgelegt. Warum nicht?
Im Paris-Abkommen anders als im Kyoto-Protokoll keine CO2-Mengenbeschränkungen mehr
Anstelle des Kyoto-Protokolls ist 2015 das Pariser Abkommen getreten. Deutschland ist im Oktober 2016 beigetreten. Die Voraussetzung für das Inkrafttreten wurde am 4. November 2016 erfüllt, als mindestens 55 Länder mit 55 Prozent Anteil an der CO2-Emission das Protokoll ratifiziert hatten. An der Haltung der Mehrheit der industriellen Länder zur CO2-Emission wird sich durch diesen neuen Rahmen und diesen neuen Titel nicht das Geringste ändern. Denn im Gegensatz zum Kyoto-Protokoll, das noch so etwas wie eine mengenmäßige Begrenzung der CO2-Emissionen vorsah, deren Verfehlung allerdings in keiner Weise pönalisiert wurde, ist im Pariser Abkommen von vornherein keine mengenmäßige Beschränkung mehr vorgesehen. Sonst wären nicht so viele Länder beigetreten.
Jedes Land kann aus dem Pariser Abkommen austreten
Jedes Mitglied muss lediglich einige gut klingende Erklärungen abgeben, aber sich keinerlei ernsthaften Beschränkungen unterwerfen. Wie im Kyoto-Protokoll haben sie keinerlei Risiken zu befürchten, wenn sie gegebenenfalls selbst gesetzte mengenmäßige Ziele verfehlen. Jedes Mitglied kann auch wieder austreten, was gerade in Australien diskutiert wird. Jeder kann im Grunde machen was er will.
Deutschland zahlt an andere Staaten jährlich 8,2 Milliarden für CO2-sparende Maßnahmen
Deutschland aber hat sich in einem Maße verpflichtet, dass es erforderlich macht, über die massiven Eingriffe im Inland hinaus, zurzeit jedes Jahr etwa 8,2 Milliarden Euro an asiatische und afrikanische Staaten zu zahlen, die damit CO2-sparende Maßnahmen finanzieren sollen. 8,2 Milliarden Euro im Jahr für ein aussichtsloses Unterfangen. Dies irre zu nennen, ist noch untertrieben.
Deutschland übereifrig in Selbstergriffenheit und Sendungsbewusstsein
Deutschland betreibt den Co2-Ausstieg mit besonderem Eifer, um nicht zu sagen Selbstergriffenheit, ja geradezu mit Sendungsbewusstsein. Das führt dazu, dass die Vertreter abweichender Meinungen gern als „Klimaleugner“ diffamiert werden. Das ist schon deshalb absurd, weil sich das, was jedermann tagtäglich als existierendes Klima erlebt, gar nicht leugnen lässt.
In seinem blinden Eifer wird Deutschland einsamer
Das Thema CO2 und Klimaschutz findet fast täglich in den Medien einen breiten Raum. Es beherrscht die Politik. Es beeinträchtigt massiv die Automobilindustrie, die Energiewirtschaft, die mittelständische Wirtschaft und die Verbraucher, und es zerstört Natur und Landschaft. Ein solcher blinder Eifer ist aus den meisten anderen Ländern nicht bekannt. Die Niederlande haben die Förderung der Windkraft gerade eingestellt. Spanien und Tschechien investieren in alternativen Energien nicht mehr, und Schweden plant die Rückkehr zur Kernkraft. Deutschland wird einsamer.
Über die deutsche Selbstzerstörung verwundert und befremdet
Bei dieser Sachlage muss man leider auch befürchten, dass man im Rest der Welt die Art und Weise, wie Deutschland seine Industrie, die Interessen seiner Bevölkerung, seine Natur und seine Landschaft in Musterschülerhaftigkeit mit der CO2-Keule erschlägt, um es milde auszudrücken, mit großer Verwunderung oder Befremdung verfolgt. Dazu kommt sicherlich auch Eigeninteresse daran, wie Deutschland seine leistungsfähige Energiewirtschaft und die Wettbewerbsfähigkeit seiner Unternehmen zerstört, insbesondere im Hinblick darauf, dass es damit zugleich im großen Maße auf den Import von Sonnenkollektoren und Batteriezellen für Elektroautos angewiesen ist.
Andere Staaten werden sich wegen des CO2 nicht einschränken lassen
Es kann als gewiss gelten, dass die großen, starken und selbstbewussten Industrienationen wie USA, Russland, China, Japan und andere Staaten mit leistungsfähigen physikalischen und meteorologischen Forschungskapazitäten ihr weiteres Wirtschaftswachstum und ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht durch Einschränkung der CO2-Emissionen gefährden werden. Sie werden sich nicht dadurch beeindrucken lassen, dass ein gewisser Al Gore aus Washington vor über dreißig Jahren ein ziemlich obskures Geschäftsmodell entwickelt hat. Sie können dies unbedenklich tun in der Überzeugung, dass CO2 nicht schädlich ist, sondern positive Wirkungen auf die Vegetation hat. Auch deshalb sind alle deutschen Bemühungen der CO2-Einsparung nutzlos und sinnlos.
64 Länder bauen hunderte neue Kohlekraftwerke, Deutschland will seine abschaffen
Hierzu nur ein aktuelles Beispiel: In 64 Ländern befinden sich derzeit mehrere hundert Kohlekraftwerke im Bau, aber Deutschland will eine Kohleausstiegskommission bilden und die CDU, die CSU, die SPD, FDP, Grünen und Linken wollen durch Ihre Kohlepolitik den Mitarbeitern unserer modernen Kohlebergwerke und –kraftwerke und ihren Familien die Existenzgrundlage mit erfundener, falscher Begründung rauben. Das ist ein starkes Stück.
Deutschland betreibt weitere Kapitalvernichtung
Mit dem Ausstieg aus der Stromerzeugung mittels Kohle wollen die Altparteien ferner eine weitere Vernichtung von Betriebskapital im Milliardenbereich betreiben, weil Ihnen die Vernichtung moderner Kernkraftkapazitäten offenbar noch nicht genügt. Das sind Schäden im dreistelligen Milliardenbereich, alles zu Lasten der Steuerzahler und Verbraucher, während andere Länder solche Kapazitäten gerade in großem Stil aufbauen.
Unbewiesene Behauptungen contra gegenteilige Erkenntnisse
Fassen wir zusammen: Die ganze CO2-Bewegung ist unter höchst obskuren Umständen in Gang gekommen und gründete vor allem auf dem Schüren von Angst. Es gibt keinen schlüssigen, wissenschaftlich anerkannten Beweis, dass CO2-Emissionen die Temperatur der Atmosphäre nennenswert beeinflussen. Den unbewiesenen Behauptungen IPPC-naher Wissenschaftler und Institute stehen konträre Erkenntnisse von mindestens ebenso vielen unabhängigen Wissenschaftlern und Nobelpreisträgern entgegen.
USA, Russland, China, Japan, Indien sind zum CO2-Verringern nicht zwingend verpflichtet
Nach dem Pariser Abkommen haben sich die großen Industrienationen wie USA, Russland, China, Japan und auch Indien keinerlei zwingenden Verpflichtung zur CO2-Einsparungen unterworfen, und es gibt keine Druckmittel, sie dazu zu veranlassen. Sie können auch wieder austreten. Das wird sich dann beschleunigen, wenn die CO2-Hysterie, die keinerlei reale Grundlage hat, wie z. B auch das Angstschüren vor dem „Waldsterben“ und dem „Ozonloch“, kaum noch jemanden interessiert. Denn so etwas nutzt sich ab, wenn die mit dem anthropogenen CO2 behauptete Erwärmung auf sich warten lässt. Bei dem wissenschaftlichen Stand dieser Länder ist anzunehmen, dass sie CO2 nicht für einen Schadstoff halten und überzeugt sind, auch keine Risiken für ihr Land, ihre Bevölkerung und ihre Zukunft einzugehen, wie von den Alarmisten im Hinblick auf CO2 behauptet wird. Mit dem weiteren Wirtschaftswachstum dieser Länder werden sich auch deren CO2-Emissionen weiter erhöhen.
Die offenkundige Sinnlosigkeit deutscher CO2-Einsparung erzwingt ein Umschalten
Es ist völlig unverantwortlich, auf einer so brüchigen Grundlage derart weitreichende und irreversible energie- und umweltpolitische Maßnahmen zu ergreifen. Der Klimaschutzplan 2050 ist von vornherein technisch undurchführbar und in der Sache sinnlos. Aus einem Vorausbericht zu einer aktuellen OECD-Studie zum künftigen Rohstoffverbrauch geht hervor, dass sich aufgrund der expandierenden Weltwirtschaft bis zum Jahre 2060 der Ausstoß von CO2 nahezu verdoppeln wird. Da wird die Sinnlosigkeit jeglicher deutscher Einsparungsbemühungen unmittelbar klar ersichtlich. Unter diesen Umständen müssen die Bundesregierung, das Parlament und die Altparteien sofort radikal umschalten und zurückkehren zu einer rationalen Energiepolitik, um Deutschland vor weiteren schwerwiegenden Schäden zu bewahren. Dazu verpflichtet ist die Bundesregierung auch nach Ihrem Amtseid.
Jetzt geht es darum, noch mehr Schaden zu verhindern
Spätestens im Februar 2017, dem Zeitpunkt der Lindzen-Petition, hätte sie handeln müssen. Sie kann jetzt nur noch Schadensbegrenzung betreiben, muss also weiteren Schaden über den bisher bereits angerichteten hinaus umgehend beenden und weiteren unbedingt verhindern. Sonst wäre ihr zu unterstellen, Deutschland nicht nur mit der Migrationspolitik und anderen Fehlentscheidungen, sondern auch mit ihrer Energiewende-Politik nachhaltig zu ruinieren. Nachhaltigkeit, die zu bekunden alle gern im Munde führen, muss anders aussehen. Noch allerdings unterstützen alle Bundestagsparteien die Klimaschutz- und Energiewendepolitik – nur eine nicht: die AfD.
Der Beitrag wurde vom Blog Dr. K.P. Krauses übernommen hier
Gores Eingeständnis, dass der IPCC-Report „aufgemotzt“ war, um die „Aufmerksamkeit politischer Entscheidungsträger auf der ganzen Welt zu erregen“, ist lediglich der jüngste in einer langen Kette von Beweisen dafür, dass das UN-Klimagremium nichts weiter ist als eine „durch und durch politische Institution, die sich als eine wissenschaftliche Institution geriert und verkleidet“.
PBS-Moderatorin Judy Woodruff zum ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore: „Sie zeichnen ein viel alarmierenderes Bild dessen, was uns bevorsteht, als wir bisher wussten…“.
Gore: „Die vom IPCC gebrauchte Sprache bei der Präsentation des Klimaberichtes war ein wenig aufgemotzt. Das war angemessen – wie sonst sollte man die Aufmerksamkeit der Politiker der Welt erregen?“
Es steckt aber noch viel mehr dahinter, was der Klima-Untergangsprophet Dr. Steven Schneider so ausdrückte:
„Einerseits sind wir als Wissenschaftler der wissenschaftlichen Methodik verpflichtet. Andererseits sind wir aber nicht nur Wissenschaftler, sondern auch Menschen. Als solche brauchen wir eine breit gefächerte Unterstützung, um der Vorstellungskraft der Leute zu genügen. Das bedeutet natürlich viel Präsenz in den Medien. Also müssen wir ängstigende Szenarien sowie vereinfachte dramatische Statements ausgeben, wobei wir irgendwelche Zweifel, die wir haben, unter den Teppich kehren müssen. Jeder von uns muss für sich selbst entscheiden, wie das richtige Gleichgewicht aussieht zwischen ehrlich zu sein oder effektiv zu sein“
Vorab der Kenntnisstand über die Alpengletscher vor Erscheinen der PSI-Studie (von H.-J. Lüdecke)
Das der Öffentlichkeit von den Medien angediente Bild der Alpengletscher war schon immer falsch. Die Temperatur Grönlands und der Nordhemisphäre ist seit Ende der letzten Eiszeit gesunken (s. Bild A). Die nordhemisphärische Gletschermasse über die letzten 9000 Jahre war in der überwiegenden Zeit kleiner als heute (s. Bild B). Die stetig von heute wieder schmelzenden Gletscherzungen freigelegten Baumreste belegen sehr anschaulich die höheren Baumgrenzen der Vergangenheit (s. Bild C).
Bild A: Verlauf der Grönlandtemperaturen über die letzten 8000 Jahre aus Lecavalier et al., Quaternary Science Reviews 63 (2013).
Bild B: Delta 18O aus grönländischen Eisbohrkernen. Die Werte entsprechen den Temperaturen seit Ende der letzten Eiszeit (Zeitskala Jahre von 2000 n.Chr.), Bildautor Prof. Dr. Gernot Patzelt, Univ. Insbruck.
Bild C: Von schmelzender Gletscherzunge freigegebener Baumrest, der eine früher höhere Baumgrenze belegt, Bildautor Prof. Dr. Gernot Patzelt, Univ. Innsbruck
Eine für die moderne Menschheit maßgebende Unterbrechung dieses Geschehens war die „kleine Eiszeit“, die etwa Ende des 15. Jahrhunderts einsetzte und bis Mitte des 19. Jahrhunderts andauerte. Die Alpengletscher begannen nach Ende der kleinen Eiszeit wieder zu schmelzen. Dokumentiert ist dies u.a. von „H. Holzhauser: Auf dem Holzweg der Gletschergeschichte, Sonderdruck aus „Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern“, Band 66, 2009 (hier)“ sowie seiner weiteren Veröffentlichung „Neuzeitliche Gletscher-Schwankungen, Geogr. Helv. 2, 1982 (hier)“. Aber auch von „H. J. Zumbühl: Die Schwankungen der Grindelwaldgletscher in den historischen Bild- und Schriftquellen des 12. bis 19. Jahrhunderts, Birkhäuser Verlag 1980) (hier)“. Und schlussendlich sogar vom Deutschen Alpenverein: (Praterinsel München), Jg. 1885, Band XVI, S. 54-65, Fortsetzung Im Jg. 1888. Die Beobachtungen des dt. Alpenvereins begannen in 1881, berichtet wurde von Prof. Eduard Richter aus Salzburg, sie betrafen verschiedene Gletscher im Ötztal, Zillertal und die Pasterze.
Zu betonen ist, dass es zum Zeitpunkt des Schmelzbeginns noch praktisch kein menschgemachtes CO2 gab. Mitte des 19. Jahrhunderts unterschied sich die CO2-Konzentration der Luft mit 286 ppm noch praktisch nicht von der in der weiteren Vergangenheit, und erst ab 1960 mit 316 ppm begann sich der Einfluss der Industrialisierung in der CO2-Konzentration der Luft deutlicher bemerkbar zu machen (hier).
Das erneute Schmelzen der Alpengletscher um die Mitte des 19. Jahrhunderts konnte infolgedessen keine Ursache in Konzentrationsveränderungen des Spurengases CO2 gehabt haben. Tatsächlich konnte man aber auch keine andere sichere Ursache für das erneute Schmelzen finden. So entstand die Hypothese vom Ruß aus der britischen Industrialisierung als Ursache. Damit räumt nun die Veröffentlichung von Sigl et al. in Cryosphere, 2018 auf (hier). Nachfolgend nun die Pressemeldung des Pauls Scherrer Instituts (Original-Medienmitteilung hier)
Warum die Kleine Eiszeit Mitte des 19. Jahrhunderts endete
Analyse von Eisbohrkernen liefert erstmals lückenlose Daten von 1740 bis heute zum industriellen Russ
In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts führte eine Serie grosser Vulkanausbrüche in den Tropen zu einer vorübergehenden globalen Abkühlung des Erdklimas. Dass in dieser Endphase der sogenannten Kleinen Eiszeit die Alpengletscher wuchsen und anschliessend wieder zurückgingen, war ein natürlicher Prozess. Dies haben nun PSI-Forschende anhand von Eisbohrkernen nachgewiesen. Bislang wurde vermutet, dass industrieller Russ ab der Mitte des 19. Jahrhunderts die damalige Gletscherschmelze ausgelöst hatte. Die erstmalige Analyse der im Eis eingeschlossenen und so historisch archivierten Russmenge widerlegt diese Vermutung nun. Die hierbei ermittelten Werte zum zeitlichen Verlauf der Russmenge werden zudem dazu beitragen, dass Forschende, die zukünftige Klimamodelle erstellen, auch für den Beitrag des industriellen Russes experimentelle Daten nutzen können. Die Ergebnisse wurden nun in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift The Cryosphere veröffentlicht (hier).
In populärwissenschaftlichen Darstellungen werden oft Bilder der Alpengletscher aus den 1850er Jahren zum Vergleich herangezogen, um den menschengemachten Klimawandel zu visualisieren. Dies ist jedoch falsch, haben Forschende nun anhand von Daten aus Eisborkernen nachgewiesen. Die Wissenschaftler um Michael Sigl vom PSI analysierten die in den unterschiedlichen Eistiefen archivierte Luftzusammensetzung und darin vor allem die Menge an industriellem Russ. Sie erstellten so für Mitteleuropa die erste ununterbrochene Datenreihe zur Menge des industriellen Russes in der Atmosphäre für die Zeit von den 1740er Jahren bis heute.
Bild 1: Die Chemikerin Margit Schwikowski mit einem Eisbohrkern am Colle Gnifetti. (Foto: Paul Scherrer Institut/Beat Gerber)
Diese Daten zeigen eindeutig, dass industrieller Russ kaum verantwortlich sein kann für die damalige Schmelze der Alpengletscher, die sich vor allem zwischen 1850 und 1875 vollzog. Bis 1875 waren bereits rund 80 Prozent des damaligen Gletscherrückgangs abgeschlossen, so Sigl. Doch erst ab 1875 überstieg die Menge an industriellem Russ in Mitteleuropa die natürlich in der Atmosphäre vorhandene Menge. Nur bei den letzten 20 Prozent des Rückgangs könnte der Russ eventuell einen Einfluss gehabt haben, stellt Sigl klar.
PSI, Foto: Michael Sigl
Bild 2: Das Camp der Forschenden im Jahr 2015 auf dem südöstlich von Zermatt gelegenen Colle Gnifetti. Hier hat das Forschungsteam sowohl 2003 als auch 2015 mehrere bis zu 82 Meter lange Eisbohrkerne entnommen. (Foto: Paul Scherrer Institut/Michael Sigl)
Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts war geprägt von mehreren grossen Vulkanausbrüchen in den Tropen, deren ausgestossene Schwefelpartikel zu einer vorübergehenden globalen Abkühlung führten. In dieser finalen Kaltphase der sogenannten Kleinen Eiszeit wuchsen bis Mitte des 19. Jahrhunderts die Alpengletscher noch einmal stark an. Bislang dachte man, dass ihr Rückgang ab den 1860er Jahren auch auf den Beginn der Industrialisierung zurückzuführen sei. Doch die PSI-Ergebnisse wiederlegen diese Theorie nun eindeutig: Es handelte sich (zunächst) lediglich um einen Rückgang zur vorherigen, ungestörten Gletscherausdehnung.
Bild 3: Michael Sigl im analytischen Labor am PSI mit verschiedenen Eisproben aus dem 19. Jahrhundert, in denen die Luftzusammensetzung archiviert ist. (Foto: Paul Scherrer Institut/Markus Fischer)
1850 eignet sich nicht als Referenzjahr für Klimamodelle
Die Frage, ab wann der menschliche Einfluss auf das Klima beginnt, ist weiterhin offen, sagt Sigl. Und dieser Beginn, so zeigt diese Studie, ist aufgrund weiterer Faktoren nicht unbedingt ein geeigneter Referenzwert für Klimamodelle. Sigl schätzt, dass sich die 1750er Jahre besser als vorindustrielle Referenzzeit eignen, also ein Zeitpunkt vor der Kleinen Eiszeit. Auch bisher wird schon – wann immer es die dünne Datenlage vergangener Jahrhunderte ermöglicht – 1750 als Referenzjahr angenommen, wenn es in Klimamodellen darum geht, Daten aus der vorindustriellen Zeit mit denen nach Beginn der Industrialisierung zu vergleichen. Das ist sinnvoll, denn dass das Klima in der Mitte des 19. Jahrhunderts nicht das urtümliche war, sehen wir in unseren Daten nun deutlich.
Zukünftige Klimamodelle könnten die experimentellen Russdaten einberechnen
In Modellrechnungen zum Klimawandel geht auch der zeitliche Verlauf der Russmenge in der Atmosphäre als eine von vielen Variablen ein. Bisher wird von den Modellierern jedoch ein Schätzwert der jeweiligen Russmenge eingesetzt, so Sigl. Vor allem für das 19. Jahrhundert liegen hierbei nur grobe Schätzungen der einzelnen Industrienationen auf Grundlage des damaligen Energieverbrauchs zugrunde. Für die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde bislang ein linearer Anstieg der Russmenge in der Atmosphäre angenommen, so Sigl. Dass dies nicht der Realität entspricht, lässt sich dank der Eisbohrkernuntersuchungen von Sigl und seinen Mitforschenden nun belegen. Die Forschenden plädieren daher dafür, dass in zukünftigen Modellrechnungen experimentelle Russdaten Einzug erhalten. Diese Modelle wiederum bilden einen wichtigen Teil des Berichts, den der als Weltklimarat bekannte IPCC, der Intergovernmental Panel on Climate Change, rund alle sieben Jahre herausgibt.
Im IPCC-Bericht haben die Modellrechnungen, die das Klima seit 1850 mathematisch nachvollziehen, eine zentrale Rolle, unterstreicht Margit Schwikowski, Leiterin des Projekts, in dessen Rahmen die Untersuchungen durchgeführt wurden. Mit unserer Forschung haben wir nun dazu beigetragen, dass die Wissenschaftsgruppen, die solche Klimamodelle erstellen, im Bereich des industriellen Russes auf experimentelle Daten zurückgreifen werden können.
Text: Paul Scherrer Institut/Laura Hennemann
Über das PSI
Das Paul Scherrer Institut PSI entwickelt, baut und betreibt grosse und komplexe Forschungsanlagen und stellt sie der nationalen und internationalen Forschungsgemeinde zur Verfügung. Eigene Forschungsschwerpunkte sind Materie und Material, Energie und Umwelt sowie Mensch und Gesundheit. Die Ausbildung von jungen Menschen ist ein zentrales Anliegen des PSI. Deshalb sind etwa ein Viertel unserer Mitarbeitenden Postdoktorierende, Doktorierende oder Lernende. Insgesamt beschäftigt das PSI 2100 Mitarbeitende, das damit das grösste Forschungsinstitut der Schweiz ist. Das Jahresbudget beträgt rund CHF 390 Mio. Das PSI ist Teil des ETH-Bereichs, dem auch die ETH Zürich und die ETH Lausanne angehören sowie die Forschungsinstitute Eawag, Empa und WSL. (Stand 05/2018)
Weiterführende Informationen
http://psi.ch/DFD3 – Gefrorenes Klimagedächtnis: Hintergrundtext http://psi.ch/FDxs – Historisches Kupfer, gefangen im Eis: Medienmitteilung vom 1. Februar 2017
Borenstein hat einen Abschluss in Journalismus und arbeitet seit 2006 für die Associated Press (AP) als Wissenschaftsreporter. Er könnte Anspruch auf das Journalismus-Label haben, außer dass alles, was er schreibt, voreingenommen, irreführend, verzerrt und falsch ist, weil er nur seine Seite jeder Geschichte präsentiert. Es ist keine Überraschung, dass er die jüngsten Behauptungen des IPCC ausnutzt. Sein Artikel zeigt, dass er ein Meister der Propaganda und gefälschten Nachrichten ist.
Viele haben seine Aktivitäten, Vorurteile und Verfehlungen identifiziert, aber eine gute Zusammenfassung erscheint in „Left Exposed“. Dort werden viele Beispiele aufgelistet, darunter auch Artikel in der Associated Press.
Der Artikel in der Associated Press (AP) vom 27. Juni 2006 mit dem Titel „Wissenschaftler geben Gores Film das OK für Genauigkeit“ von Seth Borenstein, wirft einige ernste Fragen über die Voreingenommenheit und Methodik von AP auf.
AP entschied sich, die Zahl der Wissenschaftler zu ignorieren, die die Wissenschaft, die in dem Film „Eine unbequeme Wahrheit“ des ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore präsentiert wurde, scharf kritisiert haben.
Im Interesse einer vollständigen Offenlegung sollte die AP die Namen der „mehr als 100 Top-Klimaforscher“ veröffentlichen, die sie kontaktieren wollten, um „Eine unbequeme Wahrheit“ zu überprüfen. AP sollte auch alle 19 Wissenschaftler benennen, die Gore „fünf Sterne für Genauigkeit gaben „AP behauptet, 19 Wissenschaftler hätten Gores Film gesehen, aber zitieren nur fünf davon in dem Artikel. AP sollte auch die Namen der sogenannten wissenschaftlichen „Skeptiker“ veröffentlichen, von denen sie behaupten, sie hätten sie kontaktiert.
Borenstein hat sich hartnäckig geweigert, die Namen bekannt zu geben.“
Der Artikel enthält keinen spezifischen Hinweis, auf die Berücksichtigung der von ihm selbst reklamierten journalistischen Prinzipien. Borenstein stand in ausschließlichem und regelmäßigem Kontakt mit den Leuten der Climate Research Unit (CRU), berüchtigt durch die im November 2009 veröffentlichten E-Mails, bekannt als Climategate, die das Niveau der korrupten Wissenschaft(ler) offenlegten. Eine E-Mail vom 23. Juli 2009, stammte auch von Borenstein. Er schrieb,
„Kevin, Gavin, Mike, hier ist wieder Seth.
Anbei ist ein Artikel vom JGR [Journal of Geophysical Research] von heute, den Marc Morano wild aufbauscht. Es ist in einem legitimen Journal. Was denkst Du?“
[im selben Link zu den Emails ist auch zu lesen:
On Jul 23, 2009, at 11:01 PM, Jim Salinger wrote:
… Gibt es eine Chance an JGR zu schreiben und das Ganze als Müllwissenschaft darzustellen? … …..wenn es nicht widerlegt wird, dann werden alle Skeptiker dies nutzen, um ihre Meinung zu rechtfertigen.Jim
Kevin Trenberth antwortet und wiederholt eine Mail von Phil Jones, in der dieser schreibt:
… Das IPCC soll feststellen und nicht alles was geschrieben wurde überprüfen
Das Wort „wieder“ weist auf eine vorherige Kommunikation. Die in der E-Mail vorkommenden Namen sind Kevin (Trenberth), Gavin Schmidt) und Mike (Mann). Marc Morano, ein [Gegner und Skeptiker und] ehemaliger Assistent von Senator James Inhofe, der einzige Senator, der sich über die korrupte IPCC-Arbeit aussprach. Marc betreibt jetzt Climate Depot , eine zuverlässige Informationsquelle. JGR ist das Journal of Geophysical Research. Der Artikel und die ganze Geschichte, auf die Bezug genommen wird, werden in “Censorship at AGU: Scientists Denied the Right of Reply.”„Zensur bei AGU: Wissenschaftler verweigert das Recht zu antworten“ diskutiert.
Borensteins Voreingenommenheit und der Mangel an selbst minimaler Objektivität, die vom Journalismus verlangt werden, sind offensichtlich, aber noch mehr, wenn Sie die gesamte IPCC-Täuschung betrachten. Das schockierende ist, dass die Schöpfer und die Teilnehmer des IPCC wussten, was sie taten. Es war von Anfang an eine vorsätzliche wissenschaftliche Täuschung, aber sollten Sie mir nicht glauben, sie haben es gesagt und ihre gescheiterten Ergebnisse bestätigen es. Hier ist das, was Borenstein den Leuten bewusst nicht erzählt.
Das IPCC hat bewusst eine Illusion von Gewissheit über ihre Wissenschaft und damit ihre Vorhersagen geschaffen. Sie wussten von Anfang an, dass die Wissenschaft unzulänglich und falsch war, weil sie es uns erzählten. Sie strukturierten den gesamten Prozess, um die Täuschung durchzuführen. Sie lassen die Menschen denken, dass sie alle [möglichen] Ursachen des Klimawandels untersuchen, dabei betrachten sie nur vom Menschen verursachte Veränderungen. Das ist nur möglich, wenn Sie mehr über den Klimawandel und die Mechanismen kennen und verstehen, aber wir nicht. Es erlaubte ihnen, alle nicht-menschlichen Ursachen der Veränderung zu ignorieren.
Das IPCC erstellte vier Berichte , aber nur zwei folgerichtig. Der erste von Arbeitsgruppe I trägt den Titel “ The Physical Science Basis“. Dessen Ergebnisse untermauern den zweiten und dritten Bericht, also zählen sie nicht. Das vierte ist der Synthesis Report Summary for Policymakers.(SRS)Zusammenfassungfür politische Entscheidungsträger. Er wurde zuletzt geschrieben, aber zuerst von der Redaktion veröffentlicht, wie der IPCC Reviewer David Wojick erklärte:
Was aus dem SRS systematisch weggelassen wird, sind genau die Unsicherheiten und positiven Gegenbeweise, die die menschliche Interferenztheorie[… Einflussnahme] negieren könnten. Anstatt diese Einwände zu bewerten, behauptet die Zusammenfassung selbstbewusst nur die Ergebnisse, die ihren Fall stützen. Kurz gesagt, das ist Interessenvertretung, nicht Beurteilung.
In diesem letzten Fiasko hat der IPCC einen Sonderbericht zum SRS erstellt, um sicherzustellen, dass niemand den Hype verpassen würde. Zweifellos haben sie das getan, weil die Umfragen zeigen, dass sich die Öffentlichkeit ironischerweise, teilweise von der Fehlinformation Borensteins abwendet.
Der Science Report steht in direktem Gegensatz zum SRS. Er listet alle Probleme auf, Mangel an Daten, unvollständiges Wissen über Mechanismen und schwerwiegende Einschränkungen der Wissenschaft. Im Jahr 2012 habe ich eine im Umfang begrenzte Listung der Probleme erstellt.
Das IPCC erstellt die Zusammenfassung zuerst und in dem Wissen, dass es die Medien und die Öffentlichkeit täuschen will. Aber selbst wenn jemand den Wissenschaftsbericht liest, ist es unwahrscheinlich, dass er es versteht, und wenn er es tut, wird derjenige ausgegrenzt als Skeptiker, Leugner oder Schlimmer: bezahlt durch eine Ölgesellschaft. Unabhängig von meiner Aufstellung, genügt ein Zitat aus Abschnitt 14.2.2 des Wissenschaftlichen Teils des Dritten IPCC-Berichts, um zu beweisen, dass sie die Zukunft nicht vorhersagen können:
„Insgesamt muss eine Strategie erkennen, was möglich ist. In der Klimaforschung und -modellierung sollten wir erkennen, dass es sich um ein gekoppeltes nichtlineares chaotisches System handelt und daher die langfristige Vorhersage zukünftiger Klimazustände nicht möglich ist „ (Mein Schwerpunkt).
Denken Sie an die weitere Tatsache, die erklärt, warum ihre Computerprognosen scheitern. Ihre Computermodelle sind so programmiert, dass ein CO2-Anstieg [von vorher] einen Temperaturanstieg [danach] verursacht.
Jede Aufzeichnung der Wetterdaten zeigt jedoch genau das Gegenteil, zuerst steigt die Temperatur, erst danach das CO2.
Die IPCC-Klimaprognosen waren seit dem frühesten Bericht von 1990 falsch. Sie waren so falsch, dass sie aufhörten, sie Prognosen zu nennen und drei „Projektionen“ daraus machten; niedrig, mittel und hoch. [Trotzdem] waren seitdem sogar ihre „niedrigen“ Szenario-Prognosen (Vorhersagen) falsch.
Jede IPCC-Vorhersage ist falsch und wenn Ihre Vorhersage falsch ist, ist auch die [genutzte] Wissenschaft falsch. Das garantiert, dass die 12-Jahres-Vorhersage im aktuellen Bericht falsch ist. Das IPCC weiß das, aber es egal, denn es geht um Politik, nicht um Wissenschaft. Es gibt keine bestätigenden Beweise; ein vertrauter Refrain in Washington in diesen Tagen. Hier ist es jedoch schlimmer, weil die Beweise der Behauptung widersprechen.
Nur wenige Wissenschaftler, wahrscheinlich nur etwa 3%, haben überhaupt einen der Berichte gelesen. Die angenommenen 97% anderen, gehen davon aus, dass andere Wissenschaftler die Wissenschaft nicht für eine politische Agenda manipulieren würden. Einer, der die Berichte gelesen hat, ist der deutsche Physiker und Meteorologe Klaus Eckart Puls [der auch öfter bei Eike schreibt]:
Puls: Bis vor zehn Jahren habe auch ich ungeprüft nachgeplappert, was das IPCC uns so erzählt. Irgendwann dann habe ich angefangen, die Behauptungen nachzuprüfen. Das Ergebnis: Es begann mit Zweifeln und mündete dann in Entsetzen und in der Erkenntnis, dass ganz viel von dem, was der IPCC und die Medien bezüglich des Klimawandels sagen, nicht stimmt und gar nicht durch naturwissenschaftliche Fakten und Messungen gedeckt ist. Für das, was ich früher als Naturwissenschaftler ungeprüft auch in eigenen Vorträgen „nach-erzählt“ habe, dafür schäme ich mich heute.
Die offensichtlich in Deutschland besonders stark ausgeprägte CO2-Klima-Hysterie wird meines Erachtens durch eine Interessen-Gemeinschaft von Profiteuren ideologisch und materiell vernetzt und durchgesetzt.
Die letzte „Bedrohung“ ist ein Anstieg um 1,5 bis 2 ° C, aber [keiner sagt, von welchem Niveau aus, und] die globalen Temperaturen waren während des Holozän-Optimums in den letzten 10.000 Jahren auf mindestens den gleichen Stand wie heute. Eine Studie zeigte, dass es vor 9000 Jahren 6°C wärmer war. Die Eisbären und die Welt haben überlebt. Erwarten Sie jedoch nicht, dass solche Journalisten wie „Borenstein“ überhaupt die Fakten berücksichtigen oder eine Erklärung liefern. Wenn es so wäre, wäre Journalismus keine Propaganda.
Das bedeutet dann weiterhin, dass
a) die Umstellung von Verbrennungsmotoren auf Elektromotore keinen Sinn macht
b) die geforderte Verminderung des CO2-Aussoßes bei Verbrennungsmotoren auf Mittelwerte für die jeweilige Autoflotte in 2021 auf 95 g CO2/km (etwa 3-4 l/100 km) und die jüngst in der Diskussion stehende weitere Verminderung um 35% bis 2030 für Deutschland völlig obsolet geworden ist, da diesen Extremforderungen nur durch einen erheblichen Anteil an Elektroautos nachgekommen werden könnte.
Um weiteren nicht mehr rückängig zu machenden Schaden von Deutschland abzuwenden, muß Abschied genommen werden von dieser „Klimaromantik“ (CO2 hat keinen Einfluß auf das Klima) und die komplette Energiewende eingestampft und neu überdacht werden.
Die Kohlekommission zum Ausstieg aus der Braunkohle zur Absenkung des CO2-Ausstieges hat ihre Arbeit aufgenommen, spätestens am Ende des Jahres soll sie liefern.
Erste Aussagen dringen bereits durch: kurzfristige Abschaltung von Braunkohlekraftwerkskapazität von 5 Gigawatt (GW), Verzicht auf den Anschluß des modernen Uniper-Steinkohlekraftwerkes in Datteln (1,1 GW-Block) mit einem Wirkungsgrad von 58%, das Klima-freundlichste Kohlekraftwerk Deutschlands.
Deutschland ist ein hoch technologiesiertes Industrieland, dessen Entscheidungen früher auf der Basis von Fakten getroffen wurden. Mit dem Beginn der zahlreichen Energiewenden hat Deutschland den Pfad der Faktenlage verlassen, das Wort des Jahres 2016 war „postfaktisch“.
Eine gründliche Diskussion einer Fehleranalyse zur Durchführung der Energiewende hat es nie gegeben, man schlittert von einer Energiewende in die andere.
So wurde nie die Frage diskutiert, ob die Energiewende bei einer von der Abnahme der Stromverbraucher stark abhängige und schwankende Leistungsanforderung mit der flatternden Stromerzeugung über Wind+Sonne überhaupt möglich ist und ob bei den technisch möglichen Gegebenheiten (Stromspeicher) über eine Herausnahme der Kohle im Strommix eine Absenkung des CO2-Ausstoßes überhaupt funktionieren kann.
Nach dem Atomausstieg nun der Ausstieg aus der Kohle analog zur Anhebung der erneuerbaren Energien auf 65% bis 2030 und darüber hinaus (Koalitionsvertrag 2018)
In einer früheren Arbeit (1) war die Anhebung der erneuerbaren Energien auf 65% bis 2030 auf Kosten des Kohleanteiles auf der Basis der Zahlen des Jahres 2017 quantifiziert worden einschließlich einer Betrachtung der Verhältnisse bis zum 100%igen Anteil an erneuerbaren Energien, so dass im Folgenden die Berechnungsschritte im Einzelnen nicht mehr aufgeführt werden müssen. Als Ergebnis soll hier nur noch einmal festgehalten werden:
a) Bei einer Anhebung der Erneuerbaren auf 65% bis 2030 kann über Braun- und Steinkohle nur noch eine Leistung von 1,4 bzw. 9,6 GW beigestellt werden. Dazu muß eine Leistung über Wind+Sonne von 250 GW installiert werden (vgl.später auch Bild 3).
Zur Aufrechterhaltung der Stromerzeugung müssen jedoch in 2030 im Jahresmittel Stromspeicher mit einer Kapazität von 435 GWh/Tag bzw. einer Leistung von 18 GW zur Verfügung stehen.
Das schließt nicht aus, dass an einzelnen Tagen die klomplette über Wind+Sonne beizustellende Leistung gegen null gehen kann, d.h. dass die Stromspeicher in der Lage sein müssen, eine Tagesleistung von 1610 GWh abzudecken oder gar eine 14-tägige Windflaute (vgl. später).
Um eine tägliche Spitzenanforderung von 80 GW abzudecken, müssen Wind- und Solaranlagen mit einer Kapazität von 310 GW installiert werden bei einer gleichzeitigen Erfordernis einer mittleren Stromspeicherleistung von 22,4 GW – eine Illusion. (vgl.später)
b) Bei Fortführung der Geschwindigkeit der Anhebung der Erneuerbaren über 2030 hinaus könnte in 2037 auf Kohle komplett verzichtet werden, wenn 327 GW über Wind- und Solaranlagen installiert werden. Zur Abdeckung einer täglichen Leistungsanforderung von 80 GW wären dann bereits 420 GW erforderlich, ohne noch einmal die müßige Frage der Stromspeicherung strapazieren zu wollen.
c) Soll auch noch auf die restlichen Kohlenstoffträger wie Erdgas, Öl, Sonstige im Strommix zugunsten der Erneuerbaren verzichtet werden (das wäre 2044 möglich) – schließlich soll nach den jüngsten Vorstellungen des IPCC in 2050 der CO2-Ausstoß weltweit bei null liegen -, erhöht sich die zu installierende Leistung für Wind+Sonne auf 412 GW, bei einer täglichen Leistungsanforderung von 80 GW auf 505 GW.
d) Auf das Problem des Ausbaues der Netzkapazität soll hier nicht eingegangen werden.
Sichtbarmachung des Problems der Stromversorgungssicherheit
In Bild 1 ist die Entwicklung des Ausbaues der Windleistung onshore und offshore von 2010 bis Juni 2018 auf der Basis von Stundenwerten dargestellt. (2) Lag in 2010 die installierte Leistung (rote Linie) noch bei etwa 27 GW, so stieg sie in 2018 auf über 55 GW an.
Bild 1: Entwicklung der installierten und erzielten Windleistungen
Erkennbar ist eine permanente starke Streuung der Stromleistungen zwischen praktisch null GW und nahe an die Installationsleistung heranreichende Werte, die bei einer Auflösung der Stundenwerte in kleinere Zeiteinheiten anzunehmen sind.
Bild 2: Schwankungsbreite der vom Verbraucher geforderten und von den alternativen Energien gelieferten Leistungen im Dez. 2017
Wird mit der Windstromleistung gleichzeitig die Solarleistung wie in Bild 2(Beispiel Dez. 2017) (3) im Verbund mit der vom Verbraucher gefordenden Leistung („Load; Last“) dargestellt, so bedarf es nur geringer intellektueller Fähigkeiten um zu begreifen, dass eine gesicherte Stromerzeugung bei ausschließlich erneuerbare Energien ohne einen Ausgleich der Streubreite der gegebenen Leistungen über Wind+Sonne ohne eine ausreichende Kapazität an Stromspeichern oder konventionellen Stromerzeugern als Illusion anzusehen ist.
Es ist deulich zu erkennen, dass bei einem Anteil an erneuerbaren Energien von etwa 30% die erzeugte Leistung teilweise gegen null geht und teilweise bereits an die von den Verbrauchern geforderte Leistung heranreicht. Wenn nun die Erneuerbaren im ersten Schritt auf 65% in 2030 angehoben werden sollen oder gar auf 100%, so wird die unabdingbare und sofortige Forderung nach funktionierenden Stromspeicher deutlich. Bild 2zeigt zudem den Stromimport wie -export sowie die an der Strombörse gehandelten Strompreise. Die teilweise negativen Strompreise machen bereits jetzt die Notwendigkeit der Stromspeicher deutlich.
Aber das einzige z.Z. diskutierte Speicherverfahren Power-to-Gas ist von einer technischen Reife und Bezahlbarkeit bei solchen zu speichernden Strommengen in 2030 meilenweit entfernt. In 2030 sollen gerade einmal 7,5 GW installiert sein. (4)
Es ist schon verwunderlich, wenn dann der Leiter der deutschen Sektion des Weltklimarates, C. Stolle, erst jetzt zur Kenntnis gibt: „Ambitionierte Klimaziele können nur erreicht werden, wenn erneuerbare Energien nicht nur direkt als Strom genutzt werden, sondern auch als Gas oder flüssiger Brennstoff speicherbar sind“. (FAZ, 18.10 2018)
Der Generalsekretär des europäischen Energieverbandes Eurelectric, K.Ruby, klagte, es müsse dringend diskutiert werden, wie es in ganz Europa bei den ständig weiter abgebauten Atom- oder Kohlekraftwerken eine ausreichende Menge an gesicherter Leistung geben könne.
Auch der Chef des deutschen Branchenverbandes BDEW, Kapferer, verwies auf eine Stellungnahme von 10 Verbänden: es fehle ein Konzept, wie die Versorgung in Deutschland nach der Abschaltung der Kernkraftwerke und der bis 2030 erwarteten Halbierung des Kohlestromangebotes gesichert werden könne. Dabei gehe es immerhin um etwa 30 GW. (FAZ, 11.10.2018)
Ausschließliche Stromerzeugung aus alternativen Energien ohne ausreichende Stromspeicherkapazität und ihre Bedeutung für den CO2-Ausstoß
In der in Kapitel 1 zitierten Arbeit (1) war die Auswirkung der Erhöhung der Alternativen auf 65% bis 2030 und darüber hinaus auf Kosten des Kohleanteiles berechnet worden.
Dieses in (1) dargestellte Bild ist im Sinne der o.g. Aufgabenstellung hier leicht modifiziert worden (Bild 3).
Bild 3: Notwendiger Kohleanteil im Strommix ohne funktionierende Stromspeicher
Bild 3zeigt über den „Nicht fluktuierenden erneuerbaren Energien EE“ den Anteil „Erdgas, Öl, Sonstige“, schließlich die über Kernenergie und Kohle beizustellende Leistung von 2017 bis 2030, dann die Daten bis zum Ausstieg aus der Kohle (2037) bis hin zum gänzlichen Verzicht der Kohlenstoff-enthaltenen Energieträger wie Erdgas, Öl, Sonstige in 2044.
Über dem Anteil der mit zunehmenden Erneuerbaren abnehmende Kern- und Kohleanteil im Strommix ist die stark zunehmende zu installierende Kapazität über Wind+Sonne aufgetragen mit einer mittleren Gesamtleistung von 66,6 GW über den gesamten Zeitraum (rot gestrichelt im Bild dargestellt).
Der Wert 66,6 GW aus dem Jahre 2017 wurde im Sinne einer gleichbleibenden Stromerzeugung gleich gelassen, auch wenn der vorgesehenen Sektorkopplung („Klimaschutzplan 2050“) folgend der Wert demnächst angehoben werden müßte, so das Ganze denn funktionieren kann.
Die über Wind+Sonne eingestellte mittlere Stromerzeugungskapazität von 66,6 GW besagt bei den in den Bildern 1 und 2aufgezeigten Streubreiten der Leistungsträger Wind+Sonne , dass der oberhalb dieses Mittelwertes anfallende Strom aus Wind+Sonne gespeichert werden muß, um ihn dann bei Wind- und Solarleistungen unterhalb des Mittelwertes wieder einspeisen zu können.
Wenn diese Stromspeicher nicht vorhanden sind – wovon auszugehen ist -, muß diese fehlende Leistung über Kohle gedeckt werden ((Atomkraft wird in 2022 abgestellt) (Bild 3). Das wären in 2030 36 GW, in 2037 47,1 GW Stromleistung zusätzlich über Kohle.
Ohne Stromspeicher müßte dann die oberhalb des Mittelwertes 66,6 GW anfallende Stromerzeugung ins Ausland abgeschoben werden – was bei dieser Leistung illusorisch wäre -, oder die Anlagen müssen still gesetzt werden. Schließlich bedeuten diese Aussagen, dass ohne eine ausreichende und funktionierende Stromspeicherkapazität eine Absenkung des CO2-Ausstoßes nicht möglich ist, d.h. das Ende der Energiewende ist längstens erreicht. Nach Aussagen des Bundesrechnungshofes kostete diese Energiewende zu allem Überfluß in den letzten 5 Jahren 150 Mrd.€ (der Hälfte des Bundeshaushaltes), alleine in 2017 34,36 Mrd. €.
Da die Stromerzeugung für etwa 50% des CO2-Ausstoßes verantwortlich zeichnet, ist ohne Stromspeicher auch der „Klimaschutzplan 2050“ gescheitert, da auch
a) eine Umstellung vom Verbrennungsmotor auf den Elektromotor nun keinen Sinn mehr macht
b) die erforderliche Verminderung des CO2-Ausstoßes des Verbrennungsmotors für die Autoflotte in 2021 auf 95 g CO2/km (entsprechend etwa 3-4 l/100 km) und die jüngst in der Diskussion stehende weitere Verminderung von 35% bis 2030 völlig obsolet geworden ist, da diese Extremforderungen nur durch einen erheblichen Anteil an Elektrofahrzeugen zustande kommen kann.
Um weiteren nicht mehr rückgängig zu machenden Schaden von Deutschland abzuwenden, muß die komplette Energiewende eingestampft werden mit einem Neuanfang ohne postfaktisches Geplänkel.
Die beste Lösung dabei wäre, die gesamten Maßnahmen zum CO2-Abbau für alle Sektoren („Klimaschutzplan 2050“) einzustellen, da CO2 ohnehin keinen Einfluß auf das Klima ausüben kann.
Die Ausarbeitungen des IPCC und ihre Modelle zum Einfluß des CO2 auf das Klima fußen auf Fake News. (1) So können die Modelle die Vergangenheit nicht nachvollziehen, wohl aber werden sie dazu mißbraucht, die Zukunft in Form von Untergangsszenarien zu beschreiben (Weltuntergang durch Verglühen durch hohe CO2-Gehalte, obwohl die Erdgeschichte schon um Potenzen höhere Zeiträume prächtig überstanden hat).
Wenn es nicht gelingt, die Deutschen von dieser „Klimaromantik“ (Einfluß von CO2 auf das Klima) und der daraus resultierenden Energiewende abzubringen, besteht die Gefahr eines irreparablen Schadens – es wäre nicht das erste Mal, dass sich Deutschland verrennt.
Quellen
Beppler, E.: „Über eine auf Fake News des IPCC basierende Vorstellung zum Ausstieg aus der Kohle“, EIKE, 24.09.2018
2. Schuster, R.: Mitteilung 03.07.2018
3. Schuster, R.: Mitteilung 02.01.2018
4. Beppler, E.: „Energiebranche jetzt für Kohleausstieg bis 2030 – aber wo bleiben die Speicher?“; EIKE, 02.07.2018
Seit November 2017 bringt die ARD in lockeren Abständen sog. Reportagen, in denen EIKE schlecht weg kommt. Inzwischen sind es vier solcher Sendungen, mit immer demselben Ergebnis. Bei den fraglichen Sendungen handelt es sich um eine Sendung des Hessischen Rundfunks namens Klimareport vom November 2017; eine Sendung des rbb aus seiner Reihe Kontraste vom Januar 2018, mit dem Namen „Aus der Nische in den Bundestag“, eine Sendung des ndr unter dem Namen „Die Lügenmacher“vom 23.07.18 und eine Sendung des wdr aus seiner Reihe Monitor mit dem Titel „Klimawandel und Sommerhitze: Die Gegner machen mobil“vom 16.8.2018
EIKE wird darin diffamiert was Griffel, Kamera und Mikro samt Schnitttechnik nur hergeben. Man tut dies, indem man EIKE oder seine handelnden Personen mittels obskurer Behauptungen an den medialen Pranger stellt, ihnen Unredlichkeit oder Täuschungsabsichten unterstellt, sie als „Klimaleugner“ in die Nähe von Holocaustleugnern rückt, oder ihre – dank raffinierter Schnitttechnik- getätigte Aussagen in ihrer Bedeutung verdreht oder sogar ins Gegenteil verkehrt. Auch glatte, nur schwer zu widerlegende Falschbehauptungen sind beliebte Mittel der Macher.
Der Sinn und Zweck dieser Berichte und Reportagen ist klar. Durch ständige Wiederholung dieser falschen Tatsachenbehauptungen, Halbwahrheiten und Verdrehungen soll der Ruf von EIKE als seriösem Institut mit ernsthaftem wissenschaftlichem Anspruch ruiniert werden. Es soll erreicht werden, dass sich niemand, der sich öffentlich mit diesen Themen auseinandersetzt, auch nur auf die Idee kommt, sich den von EIKE vertretenen Argumenten zu stellen.
Schon die öffentliche Beschäftigung damit soll unterbleiben, denn sie würde denjenigen der das wagte in seiner Reputation gefährden. Und deshalb unterbleibt diese Beschäftigung auch.
Gezielt wird damit Zersetzung betrieben, in einer Art und Weise, wie es seinerzeit die STASI ihren Mitarbeitern eingebläut hat.
In der Richtlinie 1/76 des Ministeriums für Staatssicherheit, die Zersetzung betreffend heißt es unter anderem
Bewährte Formen der Zersetzung sind:
– systematische Diskreditierung des öffentlichen Rufes, des Ansehens und des Prestiges auf der Grundlage miteinander verbundener wahrer, überprüfbarer und diskreditierender sowie unwahrer, glaubhafter, nicht widerlegbarer und damit ebenfalls diskreditierender Angaben;
Wir vermuten, dass diese Richtlinie den Autoren der Sendungen über EIKE in Kontraste, Monitor, oder den „Reportagen“ des swr und des ndr, gar nicht oder vielleicht nicht in ihrer Deutlichkeit und Herkunft bekannt war oder ist, man kann aber mit Sicherheit davon ausgehen, dass sie – vermutlich nur unbewusst- nach dieser Regel vorgehen.
Deswegen hat EIKE Klage eingereicht.
Gegen den wdr und den ndr aus vielen Gründen aber auch gegen den Direktor des Max-Planck-Instituts für Meteorologie Prof. Dr. Jochem Marotzke u.a. in der Süddeutsche Zeitung SZ Magazin, wegen seiner Behauptung über eine Arbeit unseres Kollegen Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke „Die Arbeit genügt nicht den allerniedrigsten wissenschaftlichen Standards“. Diese Behauptung ist unwahr und rechtswidrig. Sie ist geeignet, Herrn Lüdecke in seiner persönlichen Ehre zu verletzen.
Auch gegen die Süddeutsche Zeitung SZ Magazin läuft derzeit eine Klage mit dem Verlangen auf Berichtigung und Widerruf bzw. Richtigstellung wegen eines von der SZ Magazin verbreitetem Artikels „Das Scheingeschäft“, Unterüberschrift „Angriff auf die Wissenschaft“.
Ein Sonderfall ist Wikipedia
Die Quelle vieler Aussagen ist Wikipedia. Dort wird besonders viel Falsches und Schräges über EIKE verbreitet. So auch jüngst in einer umfangreichen Prosa mit pseudowissenschaftlichem Anstrich.über „Klimawandelleugner“ Darin wird die unrühmliche Tradition der Diffamierung und Verleumdung auf breiter Front und oft selbst referenzierend fortgesetzt. Frei nach der alten Göbbels´schen Erkenntnis: Eine Lüge 100 x wiederholt wird zur Wahrheit.
Wikipedia ist aber für viele Journalisten noch immer die erste Wahl, etwas über ein Objekt ihres Interesses zu erfahren. Auch wenn sie inzwischen wissen müssten, dass bei ideologisch aufgeladenen Themen wie es „der Klimawandel“ und die Energiewende nun mal sind, Wikipedia oft völlig faktenfrei, dafür aber ideologisch stramm links-grün und häufig falsch und verdrehend immer aber diffamierend informiert. Aber das kommt manchen vermutlich gerade recht.
Gegen Wikipedia juristisch vorzugehen ist rechtlich schwierig und vermutlich auch sehr kostspielig. Auch deswegen brauchen wir Ihre großzügige Spende.
Der Grund liegt vor allem darin, dass Wikipedia bis heute – trotz eindeutiger Verpflichtung nach dem Netzwerk-Durchsetzungsgesetz – keine ladungsfähige Anschrift in Deutschland ausweist. Zur Klageerhebung muss also vor ein Gericht in Florida gezogen werden. Wir prüfen derzeit alle Möglichkeiten ob und seit wann sich das ggf. geändert hat und werden darüber berichten.
Abschließend sei festgestellt, dass man vor Gericht zwar ein Urteil bekommt, aber nicht unbedingt Gerechtigkeit. Wir erwarten deshalb nicht von vornherein in allen Klagepunkten Recht zu bekommen. Was wir aber auf jeden Fall erreichen werden, dass all die, die glauben EIKE in der Öffentlichkeit diffamieren zu können, dieses nun in der Gewissheit tun können, dass wir uns wehren werden. Zumindest bedeutet das für diese merkwürdigen Vertreter ihrer Zunft zusätzliche Arbeit und ggf. auch Kosten und negative Urteile. Wir werden sehen.
Das „bessere“ daran ist allerdings, dass man gegen die bestimmte – so oft zerstörerisch wirkenden– Religion(skrieger) wenig ausrichtet, sie in politischen Kreisen aus verschiedenen Gründen sogar eher mehr als hofiert, gegen den Klimawandel allerdings das ökogöttliche Wundermittel „CO2-Verhinderung“ gewachsen scheint (wobei „Wachsen-verhindern“ dabei wörtlich zu nehmen ist, denn CO2 ist der lebensnotwendige Grünpflanzen-Luftdünger) weshalb sich der Kampf der „Weltzukunfts-Retter“ zunehmend auf diesen viel einfacher zu bekämpfenden Weltzerstörer verlagert und konzentriert.
Kulturstätten versinken wegen des Klimawandels zunehmend im Mittelmeer …
Hat jüngst eine Studie [4] der Universität Kiel herausgefunden. Und Schuld – wer könnte es schon anderes sein – ist der (AGW-)Klimawandel.
Wie ein Lauffeuer ging diese Meldung durch die Deutschen Qualitätsmedien. Denn nun sind nicht mehr „ferne Buddha-Statuen“ und fremde Wüstenkulturen wie Petra betroffen, sondern der Kulturursprung des Abendlandes, also griechisch-römische Zeugnisse. Ein Dank geht an die Studienautor*innen, dass sie diese schlimme Kenntnis noch rechtzeitig vor dem kommenden Klimagipfel erfahren und publiziert haben.
BR Info 17.10.2018 [1]Weltkulturerbestätten durch Klimawandel bedroht Weltkulturerbestätten im Mittelmeerraum. Eine aktuelle Studie verdeutlicht das steigende Risiko durch Sturmfluten und Küstenerosionen.
BR Info: [1]Zeugnisse vergangener Kulturen sind durch den Klimawandel in Gefahr … … In den nächsten Jahrzehnten steigt die Gefahr, dass beliebte Touristenattraktionen durch Überflutungen beschädigt werden oder im Meer versinken. Zu den Opfern zählt nicht nur die Lagunenstadt Venedig, zahlreiche Kulturdenkmäler in Kroatien und Griechenland sind ebenso davon betroffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Kiel, die im Oktober 2018 im Fachjournal „Nature Communications“ veröffentlicht wurde. Die Studie wurde von Lena Reimann vom Geographischen Institut der Christian-Albrechts-Universität zusammen mit Professor Athanasios Vafeidis und internationalen Partnern durchgeführt. Kulturstätten versinken zunehmend im Mittelmeer Von 49 untersuchten Weltkulturerbestätten sind heute bereits 37 von einer Jahrhundertsturmflut bedroht. Besonders in den niedriggelegenen Küstengebieten steigt das Risiko jedes Jahr um ein Prozent. Bis im Jahr 2100 könnte damit die Gefahr einer Überflutung in der gesamten Mittelmeerregion um das Doppelte steigen. Davon betroffen sind gerade die Kulturstätten im nördlichen Adriaraum, wie die Lagune von Venedig, die Renaissancestadt Ferrara im Po-Delta und die Basilika von Aquileia. In Kroatien wäre die historische Stadt Trogir und die Kathedrale des Heiligen Jakob in Šibenik gefährdet. Die Forscher betonen, dass nicht immer ganze Denkmäler oder Kulturstätten untergehen werden, es könnten auch nur Teile betroffen sein. Um das Risiko abzuschätzen, verglichen sie aktuelle Daten mit einem möglichen Anstieg des Meeresspiegels im Jahr 2100 und wie er sich aufgrund des Klimawandels verändern könnte.
[1] Von 49 untersuchten Weltkulturerbestätten (am Mittelmeer) sind heute bereits 37 von einer Jahrhundertsturmflut bedroht …
… und das Risiko steigt jedes Jahr um ein Prozent. Damit sind zum berühmten Jahr 2100 des Klimawandel-Armageddon 82 % erreicht und damit unwiederbringlich fast alles an der Mittelmeerküste vernichtet, sofern es die Studie richtig prophezeit.
Doch nicht nur in der Zukunft, bereits heute sind nach der Studie viele Stätten schlimm bedroht, neben denen sich nichtsahnende Touristen unbekümmert in der Sonne räkeln.
Wie immer, wenn es um berichtete, schlimme Szenarien des AGW-Klimawandels geht, lohnt es sich, den aktuellen Status anhand von messbaren Belegen abzufragen und auch andere Studien zu sichten.
Mit Pegeltrends vom Mittelmeer wird (wie auch mit den Pegeln rund um die Welt) alles „bewiesen“. Allerdings, indem ganz bewusst teils unbrauchbare Daten verwendet und dazu noch – ebenfalls bewusst – falsch auswertet wird. Wie hemmungslos – und trotzdem „unbemerkt“ – „investigative Institute“ dabei vorgehen, hat der Autor in (nicht nur) einer Artikelreihe anhand mehrerer Beispiele auch aus dem Mittelmeerraum gezeigt:
EIKE 07.08.2017: [2]Meerespegelanstieg: Europa kann nicht alle (vor Klimawandel-Desinformation) schützen T1 (2) Dabei gibt es auch Stimmen, welche nichts von einer solchen, „sind heute bereits …. bedroht“-Situation an den Mittelmeerküsten wissen: [2] SPIEGEL ONLINE, 27.06.2000: Geoforschung: Das Mittelmeer trocknet langsam aus
… Während die Wasserstände der Weltmeere jährlich steigen, sinken die Pegel im Mittelmeer…. Um drei bis fünf Zentimeter ist der Wasserstand in den Küstenregionen des Mittelmeeres in den letzten 40 Jahren gefallen, sagt der griechische Meeresforscher Michalis Tsiblis. In einer Studie, die in der griechischen Presse veröffentlicht wurde, macht Tsiblis die schnellere Verdampfung und den erhöhte Salzgehalt des Mittelmeeres dafür verantwortlich. Am stärksten wird das Phänomen der Studie zufolge entlang der dalmatinischen Küste registriert. Dort ist das Wasser im Vergleich zum Ende des 19. Jahrhunderts um fünf Zentimeter gesunken, hieß es …
Dazu ein Pegelverlauf aus der Ägäis:
Bild 2 [2] Pegelverlauf Insel Siros (zwischen Athen und Kreta) 1969 – 2015 in Monatsauflösung. Quelle: PSMSL ViewerSelbstverständlich war auch diese Meldung des Spiegel einst als Klimawandel-Alarmmeldung gedacht, nur dass dessen vorhergesagte, schlimme Auswirkung genau andersherum verlaufen soll, als es die aktuelle Studie „belegt“.
Nun ändern sich beim Klimawandel die Erkenntnisse fast im Stundentakt, und das konzentriert – dann fast wie die Blitzeinschläge bei einem Gewitter – vor den Klimagipfeln.
Es könnte also immer aktuellere Daten geben, welche das Gegenteil eines vor kurzem Gesagten zeigen. Also muss man immer neu die aktuellen Pegelwerte sichten. Dabei fällt auf, dass rund um das Mittelmeer – zumindest in der PSMSL-Datenbank – eine geradezu katastrophale Datenbasis vorliegt. Es gibt nur ganz wenige, längere Messreihen und viele davon brechen inzwischen ab, weil scheinbar keinerlei Interesse an langen, durchgängigen und leidlich fehlerfreien Pegelmessreihen besteht. Für das Mittelmeer auf der Levanteseite finden sich zum Beispiel fast gar keine Hinterlegung. Ein bei Recherchen ständig festzustellendes „Phänomen“, denn solche schlechtn Datenlagen finden sich meistens bei „sehr stark vom Klimawandel“ betroffenen Gegenden (ein rein persönlicher Eindruck des Autors nach jahrelangen Pegelrecherchen).
Vom Mittelmeer würde man es allerdings am Wenigsten erwarten.
Tiden-Pegelverläufe in den Mittelmeerregionen
Zur Feststellung, wie schlimm die nahe an den Küsten liegenden Altertümer aktuell vom AGW-Klimawandel betroffen sind, anbei Tidenpegel-Verlaufsdaten, wie sie bei der NOAA im Viewer hinterlegt sind. Dazu wurden längere und noch nicht allzu lückenhafte und früh abbrechende Verläufe herausgesucht.
Östliches Mittelmeer
Bild 3 Pegelverlauf östliches Mittelmeer, Marseille. Pegeltrend: 1,3 mm/pa. Quelle: NOAA ViewerBild 4 Pegelverlauf östliches Mittelmeer, Genua. Pegeltrend: 1,2 mm/pa. Quelle: NOAA ViewerBild 5 Pegelverlauf östliches Mittelmeer, Malaga. Pegeltrend: 0,76 mm/pa. Quelle: NOAA ViewerBild 6 Pegelverlauf Grenze östliches Mittelmeer, Malta, Marsalox. Pegeltrend: -0,1 mm/pa. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: PSML-Datenbank
Fazit Im östlichen Mittelmeer zeigen die Pegeldaten keinerlei durch einen AGW-Klimawandel zunehmende Pegelbedrohung auf. Ein möglicher Trend dazu ist ebenfalls nicht erkennbar.
Fazit Auch in der Adria zeigen die Pegeldaten keinerlei durch einen AGW-Klimawandel zunehmende Pegelbedrohung. Ein möglicher Trend dazu ist ebenfalls nicht erkennbar.
Ionisches Meer und Raum Athen
Weiter geht die Sichtung entsprechender Pegelverläufe.
Fazit Auch in diesem Mittelmeerbereich zeigen die Pegeldaten keinerlei durch einen AGW-Klimawandel zunehmende Pegelbedrohung. Ein möglicher Trend dazu ist ebenfalls nicht erkennbar. Es gibt sogar mehrere Verläufe mit fallenden Pegelverläufen.
Kleinasiatische Küste
In der BR-Information ist als Bild zur Veranschaulichung der Klimawandel-Gefahr die Bibliothek von Ephesos gezeigt. Wie sieht die Gefährdung durch einen unaufhörlich, übernatürlich steigenden Pegel dort aus?
Die (negativen) Pegelverläufe bei Athen und von Siros kamen im vorhergehenden Absatz. Nun die zwei verfügbaren Pegelverläufe aus dem Raum des anscheinend stark betroffenen Ephesos:
Fazit Auch in diesem Mittelmeerbereich zeigen die Pegeldaten (bis auf den „Ausreißer“ – tektonisch bedingt? – Kios, keinerlei durch einen AGW-Klimawandel zunehmende Pegelbedrohung. Ein möglicher Trend dazu ist ebenfalls nicht erkennbar.
Was sich die BR-Redaktion beim Einsetzen des Bildes von Ephesos (Bild 1) in ihrer „Studieninformation“ gedacht hat, entzieht sich der Kenntnis des Autors. Am Einfachsten ist die Erklärung, dass damit reine Propaganda geschürt werden soll. Denn gerade Ephesos zeigt exemplarisch das Gegenteil der in der Studie vorhergesagten Bedrohung:
WIKIPEDIA: Ephesos … In der Antike lag die Stadt direkt am Meer; durch Sedimentation sowie klimatische und seismische Veränderungen verschob sich die Küstenlinie im Laufe der Zeit nach Westen, so dass sich die Reste der Stadt heute mehrere Kilometer landeinwärts befinden … Ephesos dürfte damit eine der am Sichersten gerade nicht durch den AGW-Klimawandel „untergehenden“ Antikstätten sein. Aber was kümmern solche Details Berichter*innen vom öffentlichen Propagandafunk.
Alexandria (Ägypten), die untergehende Stadt
Wer erinnert sich noch an die berüchtigte Seite der Regierungsberaterin für Klima und Energie, auf welcher eine abstruse Journalist*innenschar, die vorwiegend (eigentlich ausschließlich) nach ihrer Erfahrung in Agitation ausgesucht war, für die Beraterin und eine Vereinigung von „Gutmenschen“ zur Unterstützung der politisch gewünschten Meinung fast täglich jede auffindbare Klima-Apokalypse in die Welt posaunen durfte:
klimaretter-Info 19. Februar 2014: Das Nildelta versinkt im Meer … Die Kornkammer Ägyptens, das Nildelta, beheimatet und ernährt 40 Millionen Menschen. Doch die über 200 Kilometer lange Seeseite des Deltas ist eine der weltweit am meisten bedrohten Küsten. Erosion, Salzwasser und der steigende Meeresspiegel könnten bald zu einer Ernährungskrise führen.
… Seit Jahren beobachtet der ägyptische Bauer, wie sich die See immer weiter auf seine zwei Hektar große Parzelle zubewegt. Nur noch 400 Meter trennen sein Kleefeld von der Mittelmeerküste. In weniger als zehn Jahren, da ist er sich sicher, wird sein Land verschwunden sein …„Sollte der Meeresspiegel bis Ende des 21. Jahrhunderts um einen Meter steigen, wären 8.033 Quadratkilometer landunter. Das entspricht etwa einem Drittel des gesamten Nildeltas“, fügt Ouda hinzu …
… Doch andere Stimmen wenden ein, dass die westlichen Industriestaaten als Hauptverursacher des Klimawandels mit der Finanzierung des Projekts eine Art Wiedergutmachung leisten könnten.
Eine schlimme, geradezu herzzerreißende, Geschichte, welche hier erzählt wurde. Und dazu noch ein unbestechlicher Augenzeuge des Dramas. Nur, stimmt diese Geschichte wirklich?
Dieser (natürliche) Pegelverlauf bestätigt wieder, dass ganz Anderes Ursache der von dem Bauern geschilderten Probleme sein wird. Für diese Probleme bezahlt der reiche Westen aber nicht wie gewünscht Wiedergutmachungsleistungen:
kaltesonne: [7]Flussdeltas in Gefahr … Angeführt werden mehrere gefährdete Deltas im Mittelmeer. Ein Großteil der Probleme rührt jedoch nicht vom Meeresspiegelanstieg her, sondern von der Senkung der Deltagebiete. Zum einen ist dies ein ganz natürlicher Prozess, der sich aus der zunehmenden Verdichtung („Kompaktierung“) der Deltaablagerungen im Laufe der Zeit ableitet. Becker & Sultan haben 2009 in einem Beitrag im Fachmagazin The Holocene die Senkungsraten im Nildelta auskartiert. Dabei fanden sie Subsidenzbeträge von bis zu 8 Millimeter pro Jahr, Beträge die den globalen Meeresspiegelanstieg um bis das Vierfache übersteigen … Zum anderen wird gerade in ariden Bereichen wie dem Nildelta exzessiv Grundwasser abgepumpt, was das Land ebenfalls absinken lässt
… Während in der Vergangenheit die vom Nil herantransportierten Sande und Tone das durch die Senkungsbewegung verlorene Sedimentvolumen meist ausgleichen konnten, ist dies nach dem Bau des Assuan-Staudamms nun nicht mehr möglich. Die im Delta abgelagerten Sedimentmengen sind seitdem stark zurückgegangen. Wellen und Strömungen nagen am Delta und drängen es zurück.
… Natürliche Senkung durch Sedimentkompaktion, exzessive Grundwassernutzung und durch Staudämme zurückgehaltene Sedimentmengen sind die wahren Probleme im Nildelta, nicht so sehr der globale Meeresspiegelanstieg. Und wie sieht es außerhalb der Deltas aus? Weite Teile des Mittelmeers bestehen aus Felsküsten, denen ein moderater Meeresspiegelanstieg von 20 cm pro Jahrhundert wenig ausmachen sollte.
Diese auf die Homepage einer Klima-Regierungsberaterin gestellte Geschichte erinnert an das inzwischen gängige Vorgehen bei der Vermittlung des „schlimmen“ Klimawandels. Man lässt beliebige Personen herzzerreißende Geschichten erzählen und „vergisst“ dazu Fakten zu bringen. Denn nur so lässt sich eine Bedrohung durch von Westen emittiertes CO2 fabulieren. Ein extremes – oder besser: typisches – Beispiel solcher Agitationsdarstellungen brachte die Volkshochschule Hannover als Ausstellung:
EIKE 10.05.2017: Die Volkshochschule Hannover und ihre Ausstellung: Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel
Zusammenfassung der aktuellen Klimawandel-Pegelbedrohung im Mittelmeer
Der Autor kann zumindest anhand der aktuellen (allerdings desaströs schlechten) Pegeldaten rund um das Mittelmeer keine – wie in der Studie berichtete -, aktuelle Bedrohung erkennen, und auch keinen Trend dazu. Dabei zeigen die PSML und NOAA-Daten (im Kern ist es ein gemeinsamer Datensatz) die wirklichen Pegel, also keine um vertikale Bewegungseffekte bereinigte Daten. Deshalb sind es genau die Pegel, welcher aktuell die „bedrohten Bauwerke“ treffen würden.
Wie die Verfasser*innen der Studie auf ihre Aussage [1] „ … sind heute bereits 37 von einer Jahrhundertsturmflut bedroht … „ gekommen sind und dies dazu noch einem AGW-Klimawandel zuweisen, ist dem Autor ein Rätsel.
Im zweiten Teil geht es um die weiteren Inhalte der Studie und die Probleme, welche im Adriaraum seit dem Altertum (eigentlich, seitdem die afrikanische Platte an die europäische stößt und die Alpen hochstemmt) an den Küsten durch gewaltige, tektonische Bewegungen bestehen – von der Studie aber vollkommen ignoriert wurden.
[8] Bulletin of the Geological Society of Greece vol. XLII/II-2008 BAIKA, K.: Archaeological indicators of relative sea-level changes in the Attico-Cycladic massif: preliminary results
[9] Marinella Masina1 and Alberto Lamberti, JOURNAL OF GEOPHYSICAL RESEARCH: OCEANS, VOL. 118, 3999–4016, 3 September 2013: A nonstationary analysis for the Northern Adriatic extreme sea levels
[11] J. R. Houston† and R. G. Dean, February 23, 201: Sea-Level Acceleration Based on U.S. Tide Gauges and Extensions of Previous Global-Gauge Analyses
[12] Università degli Studi di Napoli Parthenope, Pietro P.C. Aucelli at al.: FIRST RESULTS ON THE COASTAL CHANGES RELATED TO LOCAL SEA LEVEL VARIATIONS ALONG THE PUTEOLI SECTOR (CAMPI FLEGREI, ITALY) DURING THE HISTORICAL TIMES
Zur Studie, veröffentlich in Nature: [4] Mediterranean UNESCO World Heritage at risk from coastal flooding and erosion due to sea-level rise Dazu wurde wie üblich eine Pressemeldung herausgegeben, damit sich keine Redaktion die Mühe macht, in der Studie selbst genauer nachzusehen:
Universität Kiel, Pressemeldung 16.10.2018: [5]Weltkulturerbe durch Anstieg des Meeresspiegels bedroht
Die Gefährdung könnte sein … wenn der Meeresspiegel weiter zunimmt
Pressemeldung: [5] … Gefährdung durch Sturmfluten könnte um bis zu 50 Prozent steigen …
… Im Mittelmeerraum befinden sich eine Vielzahl von UNESCO Weltkulturerbestätten in tiefliegenden Küstengebieten. Dazu zählen zum Beispiel die Lagune von Venedig, die Altstadt von Dubrovnik oder die Ruinen von Karthago. Diese Stätten werden im Laufe des 21. Jahrhunderts verstärkt durch einen steigenden Meeresspiegel und durch zunehmende Küstenerosion gefährdet sein …
… Nimmt der Meeresspiegelanstieg weiter zu, „wird die Gefährdung durch Sturmfluten, die unter heutigen Bedingungen einer Jahrhundertsturmflut entsprechen, im Mittelmeerraum durchschnittlich bis zu 50 Prozent und durch Küstenerosion bis zu 13 Prozent zunehmen, und das noch bis Ende des 21. Jahrhunderts.
Die aktuell postulierte Gefährdung hat eine Wahrscheinlichkeit von 1 % und muss nicht vom Klimawandel kommen, da sie schon immer bestand …
Pressemeldung: [5] … Bereits heute sind ein Großteil der insgesamt 49 untersuchten Weltkulturerbestätten durch den Anstieg des Meeresspiegels gefährdet. Bis zu 37 dieser Stätten sind durch eine sogenannte Jahrhundertsturmflut bedroht, die mit jährlich 1 Prozent Wahrscheinlichkeit stattfindet …
Alle Gefährdungsszenarien stammen ausschließlich aus Modellsimulationen
Pressemeldung: [5] … Um die Gefährdungspotenziale auswerten zu können, hat das Forschungsteam eine räumliche Datenbank aller UNESCO Weltkulturerbestätten in tiefliegenden Küstengebieten des Mittelmeerraums erstellt … „Mithilfe dieser … Modellsimulationen von Überschwemmung unter Berücksichtigung verschiedener Szenarien des Meeresspiegelanstiegs konnten wir Indizes entwickeln: den Index für Flutrisiko und für Erosionsrisiko“ …
… Der Anstieg von Flut- und Erosionsrisiko von bis zu 50 Prozent … basiert auf einem im Mittelmeerraum angenommenen Meeresspiegelanstieg von durchschnittlich 1.46 Meter bis zum Jahr 2100. Dieser Anstieg könnte mit einer fünfprozentigen Wahrscheinlichkeit (95. Perzentil) unter einem hohen Klimawandelszenario (RCP8.5) eintreten. „Auch wenn ein so hoher Meeresspiegelanstieg mit einer geringen Wahrscheinlichkeit bis 2100 eintreten wird, ist dieses Szenario nicht auszuschließen, was auf die hohen Unsicherheiten in Bezug auf das Abschmelzen der Eisschilde zurückzuführen ist“, so Professor Vafeidis, „außerdem ist ein solches Szenario aus Sicht des Risikomanagements durchaus relevant, da eine fünfprozentige Eintrittswahrscheinlichkeit in diesem Zusammenhang nicht als gering einzustufen ist.“ …
Die Aussage des Mitautors, Professor Vafeidis, zeigt, wie unverfroren einem Redakteur (der es kritiklos aufnimmt) jedes Klimawandelmärchen fabuliert werden kann.
Im folgenden Bild 22 ist dessen Aussage visualisiert. Man ahnt, dass selbst die „berechneten“ 5 % Wahrscheinlichkeit für +1,46 m nicht möglich sind. So viel Unsicherheit besteht im Abschmelzen der Eisschilde keinesfalls, da es rein massenphysikalisch nicht möglich ist. Allerdings projiziert und publiziert unser PIK solche Szenarien auch regelmäßig und widerspruchslos.
Bild 2.1 Gemessener, durchschnittlicher Pegelanstieg im Mittelmeer [11], ergänzt um das Ergebnis von Simulationen in der Studie [4]. Grafik vom Autor erstellt
Was hat die Studie „studiert“?
Genau das, was heute Standard ist, wenn der schlimme Einfluss des Klimawandels belegt werden soll: „Forscher“ setzen sich vor einen Computer, startet Simulationsprogramme und schaut nach, in welchen Gegenden die Simulationen durch geeignete Parametrierung ausreichend schlimme Effekte errechnen. Aktuelle – wirkliche – und historische, sowie geologische Daten interessieren dabei nicht.
Ein großer Treppenwitz der Geschichte ist dabei, dass keiner der Pseudo-Wissenschaftler im Studierzimmer weiß. welches Simulationsergebnis „richtig“ sein könnte. Man nimmt deshalb verschiedene Simulationsprogramme!, simuliert möglichst viele Läufe mit unterschiedlichen Parametrierungen und „entscheidet“ dann, welches Simulationsprogramm das „richtigste“ Ergebnis ermittelt haben könnte. Durch Statistik lässt man sich dann „präzise“ berechnen, wie „genau“ ausgerechnet dieses Ergebnis ausgefallen ist. Ganz genau ist es, wenn der Computer dabei „high confidence“ ausspuckt.
Bild 2.2 Vom Klimawandel gefährdete Gebiete an der Mittelmeerküste. Quelle: Christian-Albrechts-Universität Kiel. Präsentation Lena Reimann at al., April 2018: Mediterranean UNESCO World Heritage at risk from coastal hazards due to sea-level rise
Sind die „Verschlimmerungen“ nicht ausreichend alarmistisch, zum Beispiel, weil selbst das extreme RCP8.5-Scenario zu wenig „bringt“, werden zusätzliche „Verschlimmerungs-Parametrierungen“ erdacht, hier ein spezielles „high-end-szenario“ (HE).
Bild 2.3 Auswirkungen des Klimawandels auf den Mittelmeerpegel, abhängig von verschiedenen CO2-Szenarien-Annahmen [4]Um dem Ganzen einen „wissenschaftlichen“ Anstrich zu geben und zu vertuschen, dass kein wirklich neuer Gedanke, schon gar nicht einer, der nach den physikalischen Ursachen des sich stetig wandelnden Klimas und darauf basierenden, wahren Messwerten fragt, enthalten ist, werden endlos Referenzen gelistet. Alleine in dieser Studie mit gerade einmal 8,5 Seiten mit Fachinhalt, beträgt deren Anzahl 126 Zitierungen.
Ob die bisherigen Simulationsprogramme deshalb überhaupt Zukunfts-Pegel im Mittelmeer „ermitteln“ können, ist ein vollkommen anderes Problem. Das Mittelmeer ist bezüglich der Pegelentwicklung weitgehend vom „Weltmeer“ entkoppelt, weshalb andere Studien wegen der Klimawandel-bedingten Temperaturerhöhung ja vor der zukünftigen Austrocknung warnen.
Als Folge bekommt der Bürger, je nachdem, welches Scenario gerade die „schlimmere“ Klimaapokalypse verspricht, zur notwendigen Zeit – spätestens vor einem Klimagipfel – eine neue „Auswertung“ vorgesetzt.
Das Mittelmeer, ein Heben und Senken von Küstenstreifen und dazu das sich ständig wandelnde Klima …
Was hat die Altertümer bisher „zerstört“ und wird es wohl auch in Zukunft tun?
Nicht zufällig stehen zwischen dem kalten Nordeuropa und dem warmen Süden des Mittelmeeres als Wetterbarriere die Alpen. Und weil die afrikanische Landplatte immer noch gegen Europa „bumst“, ist das Mittelmeergebiet auch heute noch tektonisch sehr aktiv. Entsprechend schnell hoben und senkten sich große Bereiche früher und auch heute noch relativ schnell.
Anbei ein extremes Beispiel in der Nähe von Neapel (Italien).
Bild 2.4 Textauszug zu Senkungen und Hebungen im Mittelmeer. Quelle: Hans-Günter, Gierloff-Emden: Geographie des Meeres – Ozeane und Küsten, Teil 2
Nun eine historische Zeiten abdeckende Pegelverlaufskurve von Süditalien (vulkanisch aktive Gegend an der Küste zwischen Rom und Sizilien).
Bild 2.5 Historischer Pegelverlauf südlich von Rom. Quelle: [12] Fig. 1 – A) Relative sea level curve since the Greek-Roman times; B) 3D landscape with the Roman structures nowadays submerged and the coastline positions between the 2nd century BC and 1st century AD
Wesentliche Teile der Mittelmeerküste erleben „täglich“ – ohne Klimawandel – ein gewaltiges, tektonisches Heben und Senken
Es gibt nicht nur metertiefe Untergänge, sondern parallel auch erhebliche Hebungen. Wer sich etwas auskennt, erinnert sich, dass rund um das Mittelmeer einige ursprünglich am Wasser liegende Infrastrukturen, wie der Hafen des antiken Roms und der von Ephesus, längst auf dem Trockenen liegen, also das Gegenteil eines Untergangs erlebten: WUWT, October 20, 2018: [3] “Climate change endangers dozens of World Heritage sites” – Leaning Tower of Pizza Edition
Ein weiteres Beispiel, WIKIPEDIA: Ephesos … In der Antike lag die Stadt direkt am Meer; durch Sedimentation sowie klimatische und seismische Veränderungen verschob sich die Küstenlinie im Laufe der Zeit nach Westen, so dass sich die Reste der Stadt heute mehrere Kilometer landeinwärts befinden.
Dazu auch großflächig in die umgekehrte Richtung:
[8] ... Finally, the preliminary study of all available archaeological data demonstrated that a major part of the ancient Attica coast and of the Cycladic islands is today submerged. Numerous invaluable archaeological sites dating from the Palaeolithic to the Medieval period are lying in depths of few centimetres up to ca. -6m or more. Grob übersetzt: … abschließend zeigte die vorläufige Sichtung aller verfügbaren, archäologischen Daten, dass ein großer Teil der alten Attika-Küste und der Kykladen-Inseln heute unter Wasser ist. Zahlreiche archäologisch wertvolle Fundstellen aus dem Paläolithikum bis zum Mittelalter liegen in Tiefen von wenigen Zentimetern bis ca. minus 6m oder mehr … [8] Table A. Archaeological data in Attica (Auszüge)
Marathon plain 1800BP 3.55m
Aghios Kosmas (Koliasakra) 1550-1050 BC Late Helladic (=Mycenaean) At least –1.00 – 2.00m
Sounion Bay 500-30BC -2,34 m
Zea harbour (east side), Area 1 500 – 300 BC -1,90 m estimation max. -2.90m
Piraeus, Krommydarou bay Classical /Hellenistic? 500-30BC? –2.00 to 3.00m
Phaleron bay 400 BC – 1.80 to 2.00m
Coasts of Attica ca. 500BC ca. –3.00m
Passalimani (SE Attica) Classical/Hellenistic? Roman? –2.00m Table B. Archaeological data in the Cyclades (Auszüge)
Antiparos (Saliagos) ca. 4000BC –5.00 to 6.00m or more
Cyclades (Delos, Mykonos, Rheinia) ca. 2000 BC −3.6 m
Kea (Aghia Irini) 16c. BC -3.78m
Naxos, Grotta 1600-1100 BC Mycenaean -2.50-3.50 m
Aigina, bay north of Kolonna hill ca. 1880 BC – 3.55-4.05m
Melos, Klima Late Roman/Early Byzantine -1.50-2.00m of recent alluvium
Der Tidenpegel hat dabei wenig Anteil. Und dieser könnte noch geringer werden
[11] J. R. Houston at al.: Sea-Level Acceleration Based on U.S. Tide Gauges and Extensions of Previous Global-Gauge Analyses: Abstract … Without sea-level acceleration, the 20th-century sea-level trend of 1.7 mm/y would produce a rise of only approximately 0.15 m from 2010 to 2100 … To determine this acceleration, we analyze monthly-averaged records for 57 U.S. tide gauges in the Permanent Service for Mean Sea Level (PSMSL) data base that have lengths of 60–156 years. Least-squares quadratic analysis of each of the 57 records are performed to quantify accelerations, and 25 gauge records having data spanning from 1930 to 2010 are analyzed. In both cases we obtain small average sea-level decelerations. To compare these results with worldwide data, we extend the analysis of Douglas (1992) by an additional 25 years and analyze revised data of Church and White (2006) from 1930 to 2007 and also obtain small sea-level decelerations similar to those we obtain from U.S. gauge records …
Doch selbst, wenn der Pegel um weitere 5 … 10 m steigen würde, wäre es keinesfalls unnatürlich
Der Mittelmeerpegel würde dann nur wiederholen, was er seit den letzten Eiszeiten bereits gemacht hat.
Michal Lichter at al., May 2010: Sea-Level Changes in the Mediterranean: Past, Present, and Future: Review Mediterranean Sea-Level Change Since the Middle Pleistocene
“Global” sea-level curves indicate that during the last 600,000 years (ka), the sea reached a maximum elevation of 5–10 m above present sea level (asl) (Fig. 1) at least three times and dropped to more than 100 m below present sea level (bsl) at least five times …
Bild 2.6 Pegelverlauf des Mittelmeeres während der letzten Eiszeiten und aktuell. Quelle: Michal Lichter et al.
Nochmals Venedig
Laut der Studie ist Venedig aktuell und vor allem in der Zukunft zunehmend durch den Klimawandel bedroht: [5] Universität Kiel, Pressemeldung: ... Im Mittelmeerraum befinden sich eine Vielzahl von UNESCO Weltkulturerbestätten in tiefliegenden Küstengebieten. Dazu zählen zum Beispiel die Lagune von Venedig, die Altstadt von Dubrovnik oder die Ruinen von Karthago. Diese Stätten werden im Laufe des 21. Jahrhunderts verstärkt durch einen steigenden Meeresspiegel und durch zunehmende Küstenerosion gefährdet sein … Venedig mag wirklich bedroht sein. Das ist allerdings schon seit Bestehen der Besiedlung der Fall und aktuell durch menschengemachte Ursachen. Auf keinen Fall jedoch durch einen AGW-Klimawandel..
SPIEGEL ONLINE: [10]Vorboten des Untergangs Venedig sinkt – langsam, aber offenbar unaufhaltsam. Gegen das Wasser kämpft die Lagunenstadt seit ihrer Gründung.
… Denn der Boden, auf dem Venedig steht, sinkt ab, das Wasser steigt – die Stadt geht langsam, aber stetig unter …
Venedig steht auf Pudding Bereits im Mittelalter wurde berichtet, was wir heute täglich als eine durch unsere CO2-Emission selbst verursachte Bedrohung lesen: [10]… Von September bis April drohte alljährlich die Heimsuchung des Scirocco. „Stürme, die mit solcher Gewalt die Lidi und die Inseln von Venedig überfluten“, klagte der Gelehrte und Lagunenforscher Jacopo Filiasi, „dass man den Eindruck hat, es handele sich um eine neue Sintflut.“ Die salzigen Wassermassen liefen in die Häuser, verdarben Vorräte und Handelswaren, bedrohten die Brunnen, vor allem, wenn die Wärter es nicht geschafft hatten, sie rechtzeitig mit Lehm zu versiegeln. Zusätzlich blockierte der enorme Wasserdruck aus der Adria den Abfluss der Flüsse, die mit viel Wasser aus den Alpen kamen. Das trieb den Hochwasserstand in der Lagune noch weiter in die Höhe. Gefährlicher als die Sturmfluten der Adria waren die Flüsse Die Sturmfluten der Adria, draußen vor den Porti der Lagune, waren nicht die einzige Bedrohung. Weit gefährlicher noch für das Leben in der Lagunenstadt waren die Flüsse. Sie strömten in das Becken und trugen vom Land Steine, Erde und Sand herein. Dann kam die Industrialisierung und damit neue Bedrohungen – aber wieder nicht durch emittiertes CO2: [10]… Für die Industrietransporte wurden die Fahrrinnen in der Lagune auf bis zu 18 Meter vertieft und die Durchlässe zur Adria auf bis zu 900 Meter erweitert. Teile der Lagune wurden – etwa für den Flughafen Marco Polo – trockengelegt, andere durch Straßenbauten abgeschnitten. Das blieb nicht folgenlos … In 50 Jahren, sagen Wissenschaftler, werde die Lagune allein dadurch um 15 Zentimeter absinken. Weitere Faktoren beschleunigen den Niedergang: Aus Tausenden Tiefbrunnen werden permanent gewaltige Mengen Süßwasser gepumpt – als Trinkwasser und als Brauchwasser für die Industrie. Aus anderen Quellen kommt Erdgas. Alle diese Bohrungen senken den Boden ab… Trotz der großen Flut vom 4. November 1966, die das Wasser 1,94 Meter über normal steigen ließ und große Schäden in Geschäften, Restaurants und Handwerksbetrieben anrichtete, dauerte es drei Jahrzehnte, bis die Venezianer ernsthafte Konsequenzen zogen.
Eine Klimawandelbedrohung für Venedig ist nicht in Sicht
Es gibt eine Studie, welche sich viel Mühe gemacht hat, die Bedrohung von Venedig durch einen Klimawandel zu ermitteln. Im Gegensatz zu vielen, hat sie nicht simuliert, sondern wirkliche Daten verwendet – und deshalb keine AGW-Bedrohung gefunden.
[9] Since there is no evidence of this seasonal temperature induced pattern in the sea level data, the effects of temperature changes can be assumed not relevant for the present analysis … Land subsidence had much greater intensity during the industrialization period and still continues to represent a critical element for the low-lying Romagna coast: a sinking rate of 4.3 mm/yr is found over the interval 1981–2011 after subtracting the Trieste time series from that of Porto Corsini.
Anhand der folgenden Pegelverläufe lässt es sich gut erkennen: Seit ca. 1960 steigt der Pegel nur noch minimal. Insgesamt stieg er im Venedig gegenüber liegenden Triest – wo er nicht durch Landsenkung verfälscht ist – nur um die Hälfte an.
Bild 2.7 [9] Pegelvergleiche. Deutlich erkennbar die Stagnation seit 1960 in der Adria und dem östlichen MittelmeerIm folgenden Pegelbild sieht man den fast horizontalen Verlauf in der oberen Adria seit 1960 noch deutlicher.
Bild 2.8 Pegelverlauf Venedig (+0,4 mm/pa) und Split (Kroatien) ab 1960. Grafik vom Autor erstellt. Daten: PSMSL-Viewer
Besonders investigative Medien interessieren Daten allerdings grundsätzlich nicht, wenn sie ideologisch bedingten „Tatsachen“ widersprechen:
FOCUS 17.10.2018: Klimawandel bedroht Welterbe am MittelmeerWissenschaftler: „Venedig werden wir verlieren, das ist nicht umstritten“
Noch etwas Analyse der Wirklichkeit
Wie mit viel Statistik aus „nichts“ wenigstens noch ein kleines bisschen Alarm „herausgekitzelt werden kann, zeigt das folgende Beispiel.
Zuerst der Verlauf monatlicher Pegel-Maximas in der oberen Adria.
Bild 2.9 [9] Pegelmaxima von Triest, Venedig, Ravenna. Vom Autor um Kommentar ergänztDazu die Verläufe der einzelnen Monate.
Bild 2.10 [9] Monatliche Pegelmaxima-Verläufe von VenedigMan sieht, dass die Maximalpegel seit über hundert Jahren keinerlei übernatürlichen Anstieg und auch keinen ansteigenden Trend zeigen. Entsprechend ist das Ergebnis der Auswertung: Es ließ sich auch mit viel Statistik nur ein leichter Anstieg von Extremwasserhöhen feststellen. Weit weg von den Behauptungen in der neuen Studie:
[9] The mean rate of sea level rise found at Trieste over the last 137 years, 1,3 mm/yr, is consistent with that of the global average sea level reconstruction estimated by Church and White [2011] for the period 1880–2009 (1.5 mm/yr) …
… The application of the linear regression and TFPW techniques to the deseasonalized and nondeseasonalized monthly maximum tide elevations, after the removal of the corresponding regularized annual mean sea level necessary to eliminate the effect of the local subsidence and sea level rise, indicates a slight increase in the magnitude of extreme high water levels at Venice and Porto Corsini. This aggravation of the extreme conditions on the northwestern side of the Adriatic basin appears to be mainly associated with a wind regime change occurred in the 1990s and determined by an intensification of the Bora wind events … Dazu kommt noch, dass der höchste, bisher gemessene Sturmpegel bei Venedig ausgerechnet auftrat, als die kommende Eiszeit ausgerufen wurde.
An Stellen, wo die Studie besondere „AGW-Bedrohung“ feststellte, sind tektonische Effekte vorherrschend
Beim Betrachten von Bild 2.2 fällt auf, dass an wichtigen Stellen mit deklariert hoher, (simulierter) AGW-Bedrohung, tektonische – oder wie im Fall von Venedig auch direkte, menschliche Einflüsse – vorherrschen, hinter denen die postulierte AGW-Bedrohung verschwindet. Das ist an der Ostküste von Italien der Fall [3] und [12] (Bild 2.5), an der oberen Adria und in der Ägäis [8]. Für Malta ist die eingezeichnete Bedrohung ebenfalls ein Rätsel: Marsalox (Bild 6, Teil 1) zeigt sogar einen negativen Pegeltrend. Wie die Pegelbedrohungen im östlichen Teil der nordafrikanischen Mittelmeerküste ermittelt werden konnte, ist dem Autor auch unklar. Zwischen Alexandria und Gibraltar gibt es auf PSMSL keine Pegeldaten zur (Er-)Klärung. Für Simulationsprogramme ist das allerdings wohl unerheblich, denn die Klimavergangenheit interessiert diese nicht.
Die „Studie“ – beziehungsweise die Forschungsarbeiten dieser Gruppe von Wissenschaftlern – soll die Untertanen bestärken, im Kampf gegen das CO2 nicht nachzulassen. Dabei kann keine aktuelle Messung die darin „ermittelte“ AGW-Gefährdung finden. Welche Gefährdung aber wirklich besteht, lässt sich regelmäßig lesen:
SZ 26.10.2018: Starkes Seebeben erschüttert Griechenland
… Ein starkes Seebeben im Ionischen Meer hat am frühen Freitagmorgen Griechenland erschüttert und viele Menschen aus dem Schlaf gerissen. Das Zentrum des Bebens lag nach Messungen verschiedener Erdbebenwarten in der Region um die Insel Zakynthos und hatte eine Stärke zwischen 6,6 und 6,9. Zu spüren war das Beben in ganz Griechenland sowie auf Malta, in Albanien und Süditalien sowie entlang der Westküste der Türkei … „Es war ein sehr starkes Beben“, sagte der Bürgermeister von Zakynthos, Pavlos Kolokotsas, im griechischen Rundfunk. … Die Region des Ionischen Meeres ist latent von Erdbeben gefährdet. Westlich der Inselgruppe verläuft ein tiefer Graben am Meeresgrund, dort treffen die europäische und die afrikanische Kontinentalplatte aufeinander. Durch die Reibungen der gewaltigen Platten werden immer wieder starke Beben ausgelöst.
Im Jahr 1953 erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,2 die Region und kostete fast 500 Menschen das Leben. Fast alle Ortschaften der Inseln Kefalonia und Zakynthos wurden damals dem Erdboden gleichgemacht.
Solche Meldungen zeigen die wirklichen Bedrohungen.
Für Simulationsprogramme ist das allerdings unerheblich, denn weder Geologie noch Klimavergangenheit interessiert diese.
Seit der AGW-Klimawandeldoktrin macht das Forschen spaß
Die Studie und das Sichtungsergebnis zeigen wieder eine Problematik auf. Seit der „AGW-Klimawandel“ ausgerufen wurde, ist das Niveau der wissenschaftlichen“ Publikationen rund um dieses Thema stetig im Sinken begriffen. Es ist immer neu erschütternd lesen zu müssen, wie alleine durch beliebige Simulationsspielereien Aussagen getätigt (und öffentlich akzeptiert) werden, denen jegliche Verbindung und Diskussion mit der messbaren Realität fehlt, vor allem bei denen man außer Parametrierungen und viel Fleiß keinen tiefer gehenden Gedanken beisteuern muss. Eine Veröffentlichung in einem „renommierten Fachjournal“ schützt davor nicht. Wenn das simulierte Ergebnis ausreichend demonstrativ der „AGW-Klimawandel-Belegung“ dient, kann man damit sogar promovieren.
Nachdem die „Kenntnis“ über den als unbezweifelbar deklarierten AGW-Klimawandel zum Allgemeingut erklärt wurde und ein weltweites Öko-Kirchengebäude mit allen erforderlichen Instanzen und Finanzmitteln aufgebaut ist, gibt es keine Not mehr, sich für klimatische- oder Bedrohungs-Wahrheiten interessieren zu müssen, beziehungsweise darüber, dass beim „Klimawandel“ fast täglich Studien erscheinen, welche fundamentale „Glaubensgebäude“ zumindest in Frage stellen.
kaltesonne 27. Oktober 2018: Mehr Luft nach oben: Kipppunkt erst bei 51°C globaler Durchschnittstemperatur
Es reicht, der AGW-Doktrin gläubig anzuhängen, zumindest, sie auf keinen Fall in Frage zu stellen:
EIKE: Eindrücke und Schlussfolgerungen zur internationalen Konferenz über landwirtschaftliche Treibhausgasemissionen und Ernährungssicherheit, AgriGHG-2018 in Berlin (10.-13. 9. 2018)
und basierend auf dieser dogmatischen Basis eine rein fiktive Zukunft zu simulieren.
Ob die von Menschen programmierten Simulationsprogramme das künftige Weltklima überhaupt richtig berechnen können, interessiert einen „modernen“ Klimaforscher*in ebenfalls nicht, es ist ja nicht seine Aufgabe, daran zu zweifeln, obwohl es etwas Verklausuliert im IPCC Bericht steht:
IPCC, neuester Klimabericht SR 1.5, Kapitel 1: … Uncertainties in projections of future climate change and impacts come from a variety of different sources, including the assumptions made regarding future emission pathways (Moss et al., 2010), the inherent limitations and assumptions of the climate models used for the projections, including limitations in simulating regional climate variability (James et al., 2017), downscaling and bias correction methods (Ekström et al., 2015), and in impact models (e.g., Asseng et al., 2013).
Dazu ein Blick in die Vita der Leitautorin:
Die Doktorandin arbeitet in einer „Forschergruppe, welche laut Beschreibung nichts weiter „erforscht“, als rund um die Welt mit Klima-Simulationsprogrammen fiktive Bedrohungen zu berechnen. Wenn diese Berechnungen das gleiche – niedrige – Niveau, wie die aktuelle Studie aufweisen – wovon wohl auszugehen ist -, sind sie in der Bedeutung von „Wissen schaffen“ nutzlos und bleiben teure, vom Steuerzahler bezahlte Simulationsspielereien. Doch nach solchen lechzen die 30.000 „Fachteilnehmer“ an Klimagipfeln und unsere Zeitungsredaktionen.
Vita: Lena Reimann, Doktoranden/Doktorandinnen Coastal Risks and Sea-Level Rise Research Group … In ihrer Masterarbeit führte sie eine GIS-basierte Vulnerabilitätsanalyse der Bevölkerung Salt Lake Citys gegenüber der durch Temperaturinversionen hervorgerufenen Luftverschmutzung durch. Seit April 2015 ist Lena als Doktorandin in der Arbeitsgruppe CRSLR tätig und beschäftigt sich seither mit der Regionalisierung großräumiger Datensätze zur Analyse der zukünftigen, mit dem Meeresspiegelanstieg einhergehenden, sozioökonomischen Auswirkungen in Küstengebieten. Insbesondere entwickelt Lena regionale sozioökonomische Szenarien und räumliche Bevölkerungsprojektionen, die zwischen Bevölkerungswachstum an Küsten und im Inland unterscheiden, basierend auf den Shared Socioeconomic Pathways (SSPs). Sie beschäftigt sich außerdem mit der räumlichen Verteilung weiterer sozioökonomischer Variablen als Indikatoren für Vulnerabilität in tiefliegenden Küstengebieten. Da das UNESCO Weltkulturerbe aufgrund seines immateriellen Werts einen wichtigen Vulnerabilitätsindikator darstellt, hat Lena eine räumliche Datenbank des Weltkulturerbes in Küstengebieten erstellt, mit Hilfe derer sie die Gefährdung der Weltkulturerbestätten durch Sturmfluten und Küstenerosion bis 2100 unter Berücksichtigung verschiedener Meeresspiegelanstiegsszenarien analysiert.
[8] Bulletin of the Geological Society of Greece vol. XLII/II-2008 BAIKA, K.: Archaeological indicators of relative sea-level changes in the Attico-Cycladic massif: preliminary results
[9] Marinella Masina1 and Alberto Lamberti, JOURNAL OF GEOPHYSICAL RESEARCH: OCEANS, VOL. 118, 3999–4016, 3 September 2013: A nonstationary analysis for the Northern Adriatic extreme sea levels
[11] J. R. Houston† and R. G. Dean, February 23, 201: Sea-Level Acceleration Based on U.S. Tide Gauges and Extensions of Previous Global-Gauge Analyses
[12] Università degli Studi di Napoli Parthenope, Pietro P.C. Aucelli at al.: FIRST RESULTS ON THE COASTAL CHANGES RELATED TO LOCAL SEA LEVEL VARIATIONS ALONG THE PUTEOLI SECTOR (CAMPI FLEGREI, ITALY) DURING THE HISTORICAL TIMES
Heimische Investitionen, Innovation und eine boomende US-Wirtschaft haben es den USA ermöglicht, im Jahre 2009 zum größten Erdgas-Erzeuger der Welt aufzusteigen und „Russland zu überholen“. Im Jahre 2014 wurde dieser Status auch bzgl. „Petroleum-Kohlenwasserstoffe erreicht und Saudi-Arabien überholt“.
Nachdem der Kongress das 40-Jahre-Moratorium des Exports von Rohöl und Erdgas aus den USA aufgehoben hatte, kam es zu einer Explosion der Treibstoff-Exporte. Aber damit wurden die USA auch in das geopolitische Durcheinander befördert, welches die Deutschen angerichtet haben, als diese Russland gestatteten, die Kontrolle über die kontroverse Nord Stream 2-Pipeline (NS2) zu erlangen. Kritiker monieren, dass dies „den Einfluss Russlands in Europa verstärken und die Ukraine isolieren werde“. Es sei jetzt an der Zeit für die Deutschen, „in den Spiegel zu schauen“ und sich zu fragen, warum sie diese Aufwertung russischer Energie zugelassen haben, während doch ihr Militär, ihre Außenpolitik und die Merkel-Regierung vor den Augen der Welt zerfällt.
Während Deutschland dies als ein kommerzielles Projekt ansehen mag, haben sich die USA mit Polen abgestimmt und versuchen, die Deutschen in eine gemeinsame Nachfrage zu zwingen, falls sich das Projekt jemals materialisieren sollte. Zu diesem „ungewöhnliche Vorstoß“ in die europäische und deutsche Energiepolitik war es gekommen, nachdem die Deutschen die schwächelnde Ukraine gefördert haben, während sie gleichzeitig die NATO mit dem Kauf von zusätzlichen 55 Milliarden Kubikmeter russischen Gazprom-Gases über die Interessen der USA und von Brüssel hinweg kauften. Diese wollten den russischen Einfluss auf die Energiesicherheit in Europa von diesem Kontinent fernhalten.
Der Ärger Washingtons, angeführt von Präsident Trump, ließ seine Regierung Sanktionen gegen Deutschland in Erwägung ziehen und ein Handelsabkommen zwischen den USA und Europa auf Eis legen, bis die Deutschen und andere europäische Unterstützer das Projekt Nord Stream 2 fallen lassen. Zusätzliche Sorgenfalten auf die Stirnen in Washington und bei der NATO brachten jüngste russische Vorstöße in Griechenland, was Mazedonien auf dem linken Fuß erwischt hat. Russlands Außenminister hat kürzlich eine Reise nach Griechenland abgesagt:
„Angesichts eskalierender Spannungen zwischen beiden Ländern wegen einer Entscheidung Athens, zwei Diplomaten auszuweisen, weil diese angeblich versucht hätten, gegen ein Abkommen zu opponieren, welches ,den Weg für Mazedonien freimachen würde, der NATO beizutreten‚“.
Dies hat Trump den Schub verliehen, zur Bestürzung von Deutschland und Europa gegen NS2 vorzugehen. Damit wollte er die Konsequenzen einer verstärkten russischen Einmischung in europäische Angelegenheiten zurückdrängen. Sie wollen einfach das Erdgas, sind doch die Energiepreise in Deutschland – wegen des immer weiter zunehmenden Verbrauchs erneuerbarer Energie – die höchsten in Europa und weltweit in einem industrialisierten Land. NS2 teilt Europa, während es der Kontinent schon jetzt mit zunehmendem Nationalismus, einer inkohärenten Einwanderungspolitik und einem Auseinanderdriften wohlhabenderer nordeuropäischer Länder von den ärmeren südlichen Ländern der EU zu tun hat.
Unglücklicherweise hat die EU nicht beachtet, dass Russland sein Erdgas zunehmend als Waffe in der Außenpolitik benutzt mittels eines „Würgegriffes von Gazprom auf den Gasmarkt in Europa“. Die USA wollen, dass sich die gesamte EU und die europäische Hemisphäre von Erdgas aus den USA abhängig machen oder auch von Quellen aus dem Nahen Osten außer Iran – aber anstatt sich zu diversifizieren hat Europa zugelassen, dass „russische Erdgasexporte nach Europa im Jahre 2017 einen Rekord von 155 m³ erreichten“. Zuvor hatte Russland seine Energiequellen als Waffe gegen Polen, die Tschechoslowakei, die Ukraine, Lettland und Estland eingesetzt, indem Lieferungen zurückgehalten sowie Preise und Verträge manipuliert worden waren. Putin glaubt, dass dies Puffer gegen eine Invasion sind wie einst unter Napoleon und Hitler.
Polens Erdgasversorgung in kalten Wintermonaten wurde kontrolliert von der Yamal Europa-Pipeline von Gazprom; und die Ukraine war Schauplatz einer kriegsähnlichen Offensive von Gazprom durch eine Manipulation der Energiemärkte, welche über ein Jahrzehnt dauerte. Man kann darüber streiten, ob Gazprom und Rosneft ein Monopol haben in der EU und den früheren sowjetischen Satellitenstaaten hinsichtlich Energieversorgung und wirtschaftlichem Wachstum. Darum ist die Trump-Regierung so besorgt hinsichtlich der Kontrolle des Kreml über die NATO und die wirtschaftliche Unversehrtheit der EU, und auch hinsichtlich der Mischung dieser Kontrolle mit dem Erpressungspotential russischer Energiequellen auf die Geopolitik.
Einschneidende russische Maßnahmen haben Nachbarländer außerhalb des Einflusses Deutschlands dazu gebracht, ihre Energieversorgung zu diversifizieren und sich mit den USA wie nie zuvor abzustimmen. Mit einem beispiellosen Vorstoß, um dem russischen Einfluss und der deutschen Unentschlossenheit bzgl. NS2 zu begegnen, „wünscht Polen sich eine permanente Militärbasis in seinem Land mit der Bezeichnung ,Fort Trump’“. Die Slowakei, Polen und die Tschechische Republik haben ebenfalls Probleme mit NS2, weil damit Erdgas direkt nach Deutschland geliefert werden kann ohne Durchfluss durch ihre Länder:
„Das bedeutet, dass Russland separat Gaslieferungen an diese Länder manipulieren kann, ohne sich Sorgen hinsichtlich der Konsequenzen für den größeren deutschen Markt machen zu müssen“. Die Zukunft wird wahrscheinlich geopolitisch, ökonomisch und mit Sicherheit bzgl. Energie immer engere Bindungen zwischen Polen und den USA bringen.
Die USA und Polen sind die größten Hürden für die Akzeptanz der Realität von NS2 über Deutschlands Einwände hinweg. Die USA will osteuropäische Länder stärker sehen, und es ist keine Überraschung, dass derzeit „in Norwegen die größten NATO-Manöver seit dem Ende des Kalten Krieges im Gange sind. Damit soll Russland klargemacht werden, dass die Allianz vereint steht“. Polen und die Staaten des Baltikums werden sich nicht einfach zurücklehnen und zulassen, dass NS2 oder russische Energie-Interessen, gestützt durch dessen militärische Macht, die Zukunft diktieren. In den USA wurde auch ein Gesetz erlassen*, um jedwede auswärtige Firma zu sanktionieren, welche in russische Export-Pipelines investiert, einschließlich deren Bau. Dies schließt NS2 und möglicherweise die türkische Pipeline (Turk Stream) ein. Damit schlagen Washington, Warschau, Kiew und – wenn auch zögerlich – die NATO und die EU härtere Töne gegenüber Moskau und Ankara an.
Berlin macht jedoch geltend, dass NS2 keine direkten geopolitischen Konsequenzen mit sich bringen werde, und dreigleisige Verfahren der europäischen Energie-Gemeinschaft* sorgen dafür, dass Gazprom, Rosneft oder der Kreml keine Vorteile aus NS2 zieht. Die Schwierigkeit zu verstehen, wie eine funktionierende Politik, die besten Verfahren Europas und regulatorische Übersicht Putin aufhalten werden, seine Agenda voranzutreiben, sind Gründe, warum die EU ihre Haltung zu NS2 überdenken muss. Länder östlich von Deutschland, die durch russische Aggressionen Jahrhunderte lang terrorisiert worden waren, streben nach einem stärkeren Engagement der USA und vergrößern ihre eigenen militärischen Einrichtungen, möglicherweise auch mit atomaren Arsenalen. NS2 hat also gefährliche geopolitische, ökonomische und die globale Stabilität betreffende Auswirkungen, welche die Deutschen nicht in Erwägung ziehen.
Berlin hat jetzt gegenüber Washington bzgl. Pipeline-Politik und Energie-Diplomatie unter Berücksichtigung von NS2 und Moskau nur die Wahl, entweder Trump zu kompromittieren – was nicht wahrscheinlich ist – oder sich mit Washington, Polen und den meisten Baltischen Staaten abzustimmen. Handelsabkommen und angedrohte Sanktionen der USA werden involviert, um die NS2-Problematik zu lösen, welche Deutschland und die EU an vorderste Front geschoben haben. Russland wird seine Macht, seinen Einfluss, die Versorgung und geopolitische Vorteile missbrauchen, welche das Land durch NS2 und Turk Stream hat, egal mit welchen Konsequenzen. Es ist jetzt an der Zeit für die EU, die NATO und die Trump-Regierung, eine Entscheidung größerer Tragweite zu treffen: Beendigung der russischen Energie-Aggression und der größten Bedrohung der Stabilität der EU entgegenzutreten, welche von NS2 seit dem Ende des Kalten Krieges ausgeht.
Belgien darbt an Strommangel, weil es auf Atomstrom angewiesen ist
Glaubt man unseren Medien, dann ist Belgien ein Musterbeispiel, wie es einem Land ergeht, welches nicht so konsequent und schnell wie Deutschland auf Ökoenergie umstellt. Weil Deutschland seine Atomkraftwerke bereits abgeschaltet hat und nur noch ein kleiner Restbestand in Betrieb ist, kann bei uns nicht passieren, worunter Belgiens Versorgung leidet:
Handelsblatt: [2] Belgien droht der Strom-Blackout In Belgien sind sechs von sieben Atomreaktoren defekt oder in Wartung. Im Winter droht dem Land deswegen eine massive Stromknappheit …
Warum Belgien sechs von sieben KKWs gleichzeitig vom Netzt nimmt und deshalb die Gefahr von Strommangel bewusst einkalkuliert, werden deren Versorger vielleicht mit der üblichen „Sorgfalt“ überlegt haben. Vielleicht haben sie auch einfach nur auf deutsches „Fachwissen“ gehört:
[1] … SPD-Bundesumweltministerin Svenja Schulze hatte Belgien zur Abschaltung alter Atomkraftwerke gedrängt, weil sich viele Menschen im Grenzgebiet um Aachen von den Atommeilern bedroht fühlten …
In Deutschland hat dies jedenfalls über viele Jahrzehnte problemlos und sicher funktioniert. Aber zum Glück gibt es Deutschland mit seinem EEG-Überfluss, und wie bei allen Problemen, welche Länder rund um den Globus bedrohen, hilft Deutschland generös und ohne schnöde über Kosten zu reden (mit dem Geld ihrer Untertanen) aus.
Handelsblatt: [2] … Deutschland will Belgien helfen, eine drohende Energieknappheit im Winter abzuwenden. In Belgien dürften nicht die Lichter ausgehen, sagte CDU-Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier … Es gehe darum, die Stromversorgung in dem Nachbarland zu jeder Zeit sicherzustellen …
… Deutschland produziert mehr Strom als es verbraucht. Dies liegt auch am Ausbau der erneuerbaren Energien, also Strom aus Wind und Sonne. Bei der Produktion von erneuerbaren Energien sind außerdem in den vergangenen Jahren Kosten gesenkt worden …
Altmaier kann ausschließlich Kohlestrom als Überfluss liefern
Herr Altmaier – eine Person, bei der man immer erst nachsehen muss, in welche Position sie gerade geschubst wurde, da er dank einer hervorstechenden Eigenschaft – jegliches eigene Denken konsequent zu unterdrücken – immer dort eingesetzt wird, wo Frau Merkel ihre eigene (alternativ keine, auf keinen Fall jedoch eine falsche, heißt: Ihr gefährlich werden könnende) Meinung sicher platziert haben will, versprach den Belgiern, „zu jeder Zeit“ überflüssigen Ökostrom liefern zu können.
In einem hat Herr Altmaier allerdings recht. Derzeit ist es Deutschland noch möglich, etwas Strom auch ins Ausland zu liefern. Aber nur so lange, wie die beschlossenen Zwangsabschaltungen weiterer Grundlastkraftwerke noch nicht umgesetzt sind. Der (noch) „zu jeder Zeit“ lieferbare Strom kann aber ausschließlich aus Kohle- oder/und etwas Kernkraft erzeugt sein, denn unsere Ökolieferanten liefern den ihren nur sporadisch wenn es die Sonne und das Wetter gerade wollen.
Was passiert, wenn alle auf Stromimporte angewiesen sind?
Nun ist es so, dass Deutschland ja ebenfalls darauf baut, in Flautezeiten vom Ausland versorgt zu werden. Allerdings nicht wegen Kraftwerksrenovierungen, sondern weil es unsere Ökoenergie-Versorgung aufgrund der physikalischen Gesetze der Elektrophysik verlangt:
EIKE 07. 02.2018: In Zukunft sorgt die EU für die Sicherheit von Deutschlands Stromversorgung Je mehr auch im Ausland auf EEG-Versorgung umgebaut wird, umso unsicherer wird allerdings diese Hoffnung auf sichere „Rettung“ durch Auslandsstrom.
Doch auch dafür hat unsere Politik eine Lösung. Weil diese allerdings nicht jedem Untertanen gefällt, wird sie über die EU eingeführt, gegen deren Anordnungen sich Deutschland ja nicht wehren darf, beziehungsweise umgekehrt, deren Anordnungen Deutschland laut Koalitionsvertrag immer bedingungslos und am Parlament vorbei erfüllen will:
EIKE 22.02.2018:Die Lösung des EEG-Problems wurde von der EU gestartet – Energie (in Deutschland) immer teurer zu machen, bis sie niemand mehr „benötigt“
Nichtwissen wird zum Allgemeingut, wenn es Konsens geworden ist
Politisch Unbedarfte nehmen an, dass in Berlin zwar Parteien agieren können, denen jegliche Sachkenntnis fremd ist und deren Führungskräfte, wie beispielhaft Herr Hofreiter, nicht zwischen „Hofschranzenberichten“ und freier Wissenschaft unterscheiden können (besser: wollen):
Achgut 12. Oktober 2018: Anton Hofreiter: Dunkelflaute gibt es nicht und ist längst gutachterlich widerlegt !
EIKE 23.07.2018: Deutschland kann 100 Prozent Ökostrom EIKE 24.01.2018: GRÜNE Energieexpertin: Das Netz fungiert als Speicher EIKE 11. September 2017: Die GRÜNEN: Es mangelt weder an erneuerbaren Energien noch an der Entwicklung von Speichern und Netzen Meinen jedoch, dass die anderen Parteien, vor allem die großen, es kompensieren würden.
Doch dass dieses vollkommene Unwissen dank der Führung durch eine gesichtslose, aber „unfehlbare“ große Vorsitzende inzwischen bei (fast) allen Parteien durchgängige Methode geworden ist, zeigen (wieder) Herr Altmaier (CDU) und die ihrer Vorgängerin an fachlicher Unkenntnis in nichts nachstehende Frau Svenja Schulze (SPD), deren „Fachkenntnis“ sich auf das ständige Herunterbeten des Mantras: „CO2 ist Klimagift und muss vernichtet werden“ reduziert: [4]… Mittlerweile hätten viele andere Länder beim Klimaschutz aufgeholt. „Vorreiter waren wir mal, über viele Jahre“, sagte Schulze. „Aber wir sind zu lange stehen geblieben.“ Die bisherigen Maßnahmen seien überschätzt worden: „Sie reichen schlicht nicht“ … EIKE 7. Januar 2018: Ministerin Hendricks: Wir haben im Gegenteil sogar gigantische Stromüberschüsse Einige politisch interessierte (und darüber besorgte) Bürger bemerken es. Quellen
In der Zwischenzeit klammert sich Australien an den Pariser Deal, als ob unser Leben davon abhängt.
Wie Alan Moran betont, ist es höchste Zeit, dass Australien der Führung Amerikas folgt und Paris für immer verlässt.
Die Warmisten beginnen zu schwitzen
Quadrant Online, Alan Moran
7 October 2018
In der nächsten Woche wird der Bericht, der auf einem dem Treffen des IPCC in Korea fertiggestellt wird, eine Flut von Panikmache zeigen. Endzeit-beladene Faktoiden und Prognosen werden veröffentlicht, um einen drohenden Zusammenbruch des „Konsens“ abzuwenden, der in der Obama-Ära seinen Höhepunkt erreicht hatte. [Der Ausdruck Faktoid (englischfactoid) bedeutet im gewöhnlichen Gebrauch eine falsche oder scheinbar richtige Feststellung, die als Tatsache ausgegeben wird]
Die EU-USA-Achse, die im Pariser Abkommen von 2015 gipfelte, hat die Entwicklung politischer Maßnahmen zur Regulierung von Kohlendioxid- und anderen Treibhausgasemissionen vorangetrieben.
Die Strategie bestand im Grunde darin, die Nutzung von Kohle und anderen fossilen Brennstoffen für die Stromversorgungsindustrie herunter zu drücken und diese Quellen durch Wind- und Solarenergie zu ersetzen.
Die Industrieländer einigten sich darauf, die Emissionen um etwa 26% zu reduzieren; Erfolgreiche Entwicklungsländer wie China und Indien erklärten, sie würden sich (erst) in 15 Jahren dazu in Einklang bringen. Auf Grund dieses zweifelhaften Versprechens wurden ihnen keine Disziplinen auferlegt, während sie die selbstverstümmelnden Handlungen der entwickelten Welt begrüßten, die ihre eigene Wettbewerbsfähigkeit verbesserten.
Die emissionssuppressive Koalition wurde durch eine Reihe von scheiternden Entwicklungsländern, die durch das Versprechen eines 100-Milliarden-Dollar-Jahresfonds, um ihre Bettelschalen zu füllen und den Lebensstil ihrer Eliten zu finanzieren, unter Dach und Fach gebracht. Sehr unwahrscheinlicher Zufall, dass dies jemals geschehen wird.
Von dem Treffen in Korea können wir mehr vom Bekannten erwarten: Dürren, Überschwemmungen, Wirbelstürme und reduzierte Nahrungsmittelproduktion, höhere Temperaturen, die auch Seuchen, Massensterben und die lang vorhergesagten, aber nie gesehenen „Klimaflüchtlinge“ bringen.
Weitere behauptete Ergebnisse, werden das fortschreitende Verschwinden des Great Barrier Reefs [Korallen überstehen auch wärmere Perioden und: 1790 war es in Sidney viel wärmer] und die steigenden Infrastrukturkosten beinhalten, da Regen (oder ist es die Dürre?) das Fundament von Straßen und Gebäuden untergräbt.
Es gibt nicht den geringsten Beweis, dass irgendwelche dieser Ergebnisse irgendwo anders, als in den Vorstellungen ihrer Befürworter auftreten werden. Tatsächlich haben wir in den letzten 40 Jahren, in denen die Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre um 30% gestiegen sind, den Planeten um 11% grüner gemacht, was alles die landwirtschaftliche Produktivität verbessert hat. Währenddessen ist die Hurrikan-Aktivität tatsächlich gefallen, im Gegensatz zu dem, was uns die Klima-Karrieristen glauben machen wollen.
Es gab keine Zunahme von Dürre oder wärmebedingten Bränden. Sprüche über dauerhaft geringere Niederschläge wurden von den Ikonen der Linken gefördert. Sie kennen den „shtick“: „Die Dämme werden sich nie wieder füllen“, „Murray Darling wird nie wieder so fließen wie er es einmal getan hat“ erzählt man Ihnen bis zum Erbrechen. Professor Ross Garnaut sagte sogar, dass das Murray-Becken die Bewässerung der Landwirtschaft für 50 Jahre lang nicht unterstützen würde.
[Murray-Darling-Becken, die Kornkammer des Landes, hat eine Ausdehnung von über eine Million Quadratkilometer]
All dies wird aufgebracht, um Ereignisse mit viel Hype zu versehen, aber die Warmisten-Krieger schnappen kaum Luft, bevor sie die letzte Wetteranomalie, was immer es auch sein mag, als Vorläufer eines tödlichen neuen Trends beschworen haben.
Wissenschaftler, Soziologen, Diplomaten, Anbieter erneuerbarer Energien und andere haben sich königlich an der Größe der Datenmanipulationen gemästet, die die Regierungen dazu veranlasst haben, die Problemlösungen an sie zu übertragen. Machen Sie sich nichts vor, die USA nehmen werden ihre Unterstützung und noch wichtiger, ihre Barmittel aus dem Pariser Deal abziehen. Die Profiteure verstehen, dass der [Geld-] Zug im Begriff ist, ohne sie weiterzufahren.
Ein Teil der Panik der globalen Klimaveränderung ist die Erkenntnis, dass der Temperaturanstieg aufgrund der prognostizierten CO2-Vermehrung eben gerade nicht stattfindet. Der Durchschnitt der 32 Klimamodelle, die von John Christy an der Universität von Alabama untersucht wurden, ist für eine Erwärmung von 2,4° C pro Jahrhundert, aber das tatsächliche Niveau seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1979 beträgt nicht viel mehr als 1 ° C pro Jahrhundert.
Dies ist vergleichbar mit den Projektionen von Richard Lindzen und Donald Trumps neuem Berater: Will Happer. Und nimmt man selbst die IPCC Daten, als Grundlage der künftigen Emissionen, ist es schwierig, ein Szenario zu finden, bei dem die Temperaturen weit über 2 ° C ansteigen werden bis 2100. Daher die plötzliche Betonung des IPCC beunruhigender Ergebnisse, bereits bei weit niedrigeren Temperaturen, als die Alarmisten sich zuvor darauf konzentrierten.
Der Trump-Sieg von vor weniger als zwei Jahren bedroht den Geldfluss der Steuerzahler und Elektrizitätsverbraucher für die Warmisten viel direkter.
Der Triumph des Außenseiters untergräbt diese eigennützige Konstellation, nicht nur wegen der Größe der US-Wirtschaft, sondern weil Trumps Ablehnung von Emissionsminderungen Konsequenzen im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit der US-Industrie bedeutet.
Die USA erweisen sich als ein Magnet auf Kosten der Länder, die ihren Elektrizitätsindustrien Klimakosten auferlegt haben. Besonders betroffen ist die EU, aber auch, wie man an Visys Investmentstrategie sehen kann, Australien. [Visy Industries Australia Pty Ltd. Ist ein Spezialist für neue und recycelte Verpackungen].
Die Morrison Regierung behauptet, dass Australien seine eigenen Ziele von Paris in einem Galopp schlagen wird. Das kann bedeuten, dass die Stromproduktion aus fossilen Brennstoffen gewollt noch weiter zerstört wird und im Gegenzug, die bereits schon exorbitant teuren, weil subventioniert, erneuerbaren Energien weiter ausgebaut werden sollen. Die Elektrizitätsversorgung aus fossilen Quellen machen jedoch nur etwa 30% der Emissionen aus, der Rest kommt aus der Landwirtschaft, dem Verkehr und der Industrie.
Die Aktivisten erkennen zu Recht an, dass das Erreichen von CO2-Kürzungen in anderen Wirtschaftsbereichen noch schwieriger sein wird, als bei der Elektrizität. Um dies zu unterstreichen, gibt es bereits Aufrufe, die nationalen Viehbestände um 25% oder mehr zu keulen.
Die Morrison-Regierung, anstatt Trump zu folgen und vollständig von Paris abzukehren, will den Prozess der „Absetzung“ CO2-intensiver Aktivitäten fortsetzen. Dies ist ein schrecklicher Fehler – vielleicht wurde er dem Premierminister von seinen Unterstützern in der Liberalen Partei in New South Wales diktiert, bei denen der Warmismus weit mehr verbreitet ist als bei den Konservativen. Es bedeutet auch, dass die Liberalen dort keine klare Abgrenzung von der Australian Labor Party haben.
Die Abwendung vom Pariser Abkommens und Beendigung aller Subventionen für erneuerbare Energien, sowohl der regulatorischen Bedingungen wie das RET [Erneuerbare-Energien-Ziel] als auch der direkten Haushaltsauszahlungen, würde Einsparungen in Höhe von mindestens 4 Milliarden Dollar und mehr bringen.
Diese Strategie würde die australischen Investitionen in die USA bremsen und Investitionen aus anderen Ländern in Australien fördern. Vielleicht ist das noch viel wichtiger als einen Wahlkampf zu führen, damit Australien seine preiswerte Stromversorgung zurückbekommen kann – eine Position, die es vor 15 Jahren innehatte, bevor das Gift der Erneuerbaren Energien die Strompreise in schwindelnde Höhen katapultierte.
Möglicherweise ist diese Strategie für die Regierung von Morrison die größte Chance, dass sie / er wiedergewählt wird.
Ein Glaube, wonach böse Menschen Klima und Wetter negativ beeinflussen, war zu jener Zeit „Konsens“. Welche unheimliche und grauenhafte Gemeinsamkeit besteht hier zum derzeitigen, wieder und immer wieder wiederholten Mantra, dass menschliche Aktivitäten das Klima kontrollieren und zu katastrophalen Konsequenzen führen?
Die ersten extensiven Hexenjagden in Europa fielen zusammen mit dem raschen Rückgang der Temperaturen, als auf dem Kontinent die vorteilhaften Bedingungen der Mittelalterlichen Warmzeit (während der Jahre 850 bis 1250) zu Ende gingen. Zunehmend kälteres Wetter, welches im 13. Jahrhundert einsetzte, führte im Verlauf von fast fünf Jahrhunderten zu Gletschervorstößen in den Bergen und langen Perioden mit regnerischem oder kühlem Wetter. Diese Zeit des natürlich angetriebenen Klimawandels war gekennzeichnet durch Missernten, Hunger, steigende Preise und Epidemien.
Große systematische Hexenjagden setzten dann in den 1430-ger Jahren ein. Sie verstärkten sich im weiteren Verlauf des 15. Jahrhunderts immer mehr auf Betreiben eines dominikanischen Mönches und päpstlichen Inquisitors namens Heinrich Kramer. Auf Kramers Drängen hin hat Papst Innozenz VIII eine Enzyklika ausgegeben, in welcher die Verfolgung und Ausmerzung von das Wetter verändernden Hexen verankert war. Die schlimmsten Auswüchse der Inquisition und nachfolgende Hexenjagden waren nicht zuletzt durch dieses Schriftstück befeuert worden.
Diese Anfangszeit niedrigerer Temperaturen und mit Ernteausfällen setzte sich bis in die ersten Jahrzehnte des 16. Jahrhunderts fort. Dann setzte ein geringer Erwärmungstrend ein, begleitet von Verbesserungen der Erntemengen. Eindeutig war also das Pogrom gegen das Wetter ändernde Hexen ein Erfolg!
Unglücklicherweise für die Menschen zum Ende des Mittelalters machten die rund vierzig Jahre etwas wärmeren Wetters einer noch stärkeren Abkühlung Platz. Der Sommer des Jahres 1560 brachte eine Rückkehr von Kälte und Nässe mit der Folge schwerer Missernten sowie Zunahme der Kindersterblichkeit und von Epidemien. Man beachte, dass dies eine auf Landwirtschaft basierende Kultur war, welche fast vollständig vom jährlichen Ernteertrag abhängig war. Eine einzelne Missernte konnte man hinnehmen, aber immer neue Missernten würden schreckliche Konsequenzen nach sich ziehen, und genau das war auch der Fall.
Natürlich wurde das Unglück der Menschen sofort das Wetter ändernden Hexen in die Schuhe geschoben, welche das Tod und Verderben mit sich bringende Wetter ausgelöst haben sollen. Am häufigsten manifestierte sich dies in Kälte, Regen, Frost und verheerenden Hagelunwettern.
Schreckliche Gräueltaten wurden den Hexen vorgeworfen, darunter fränkische Hexen, welche „zugegeben“ hätten, durch die Luft zu fliegen und dabei ein Balsam versprüht zu haben, hergestellt aus dem Fett von Kindern, um einen tödlichen Frost zu initiieren. Auf dem gesamten europäischen Kontinent wurden vom 15. bis zum 17. Jahrhundert vermutlich Zehntausende vermeintliche Hexen bei lebendigem Leib verbrannt, und viele andere dieser alten Frauen lebten ohne Ehemann an den Rändern der Gesellschaft.
Zu den schlimmsten Exzessen der Hexenjagd war es während des bitterkalten Zeitraumes von 1560 bis 1680 gekommen. Der Wahnsinn des Tötens kulminierte in der Tötung von 63 Hexen allein im Gebiet von Wiesensteig in Deutschland im Jahre 1563. Europaweit jedoch nahm die Anzahl der Hexen immer weiter zu mit dem Höhepunkt von 500 pro Jahr Mitte des 17. Jahrhunderts. Die meisten wurden lebendig verbrannt, andere gehängt.
Das Ende der Hexenjagden und Tötungen fällt ziemlich genau zusammen mit dem Beginn unseres derzeitigen Erwärmungstrends zum Ende des 17. Jahrhunderts. Diese Erwärmung begann vor über 300 Jahren und setzt sich schubweise bis heute fort.
Im späten Mittelalter glaube ein großer Teil der Bevölkerung tatsächlich, dass böse Menschen das Klima negativ beeinflussen konnten. Es scheint, als hätten wir die Lektionen des 16. Jahrhunderts nicht gelernt, einschließlich der Gefahren des Aufrührens unbegründeter Ängste bzgl. Änderungen unseres Klimas. Vielleicht werden wir in nicht allzu ferner Zukunft in der Rückschau erkennen, dass Al Gore und Dr. Michael Mann die Heinrich Kramers zu Anfang des 21. Jahrhundert sind. Sie versuchen uns alle davon zu überzeugen, dass wir das Unkontrollierbare kontrollieren können – die natürlichen Zyklen von Sonne und Erde, die natürlich heute genauso wirken wie sie das viele Millionen Jahre lang getan haben.
Einer dieser Klimaforscher ist Valentina Zharkova, Astrophysikerin an der Northumbria University im Vereinigten Königreich. Zharkova und ihr Forscherteam sagen, auf der Grundlage mathematischer Modelle der magnetischen Aktivität der Sonne, ist es wahrscheinlich, dass die Erde über einem Zeitraum von 33 Jahren abnehmende Magnetfelder erlebt, beginnend ab 2021.
Zharkova ist nicht allein. Forscher des Physikalischen Meteorologischen Observatoriums Davos, des Eidgenössischen Wasserforschungsinstituts, der ETH Zürich und der Universität Bern haben 2017 ein Modell veröffentlicht, das eine Abkühlphase „in 50 bis 100 Jahren“ projektiert. Zahlreiche andere Studien haben ähnliche Projektionen. Die Website NoTricksZone listet Hunderte von Peer-Reviewed-Studien [Die Sonne treibt das Klima], in denen argumentiert wird, dass Sonnenaktivität und Sonnenzyklen auf dekadischen, jahrhundertlangen und tausendjährigen Zeitskalen einen wesentlichen Einfluss auf den globalen Klimawandel haben. Einige dieser Papers untermauern sogar, dass Sonnenaktivität oft der dominierende Faktor für den Klimawandel ist.
Die Forscher sagen, dass verminderte solare magnetische Aktivität mit historisch kühlen Perioden in der Erdgeschichte in Verbindung gebracht werden konnten, wie das Maunder-Minimum, eine Periode niedriger magnetischer Aktivität, die mit der „Mini-Eiszeit“ von 1645 bis 1715 zusammenhängt. Während des Maunder-Minimums stürzten die Temperaturen so stark ab, dass die Londoner „Frostmessen“ auf der gefrorenen Themse veranstalteten.
„In der ungewöhnlichen Kälte, die von den 1620er bis in die 1690er Jahre dauerte, war das Eis am Bosporus und an der Ostsee so dick, dass die Menschen von einer Seite zur anderen laufen konnten.“
Obwohl Zharkova sagt, dass die Genauigkeit ihres Modells bei 97 Prozent liegt, ist sie sich nicht sicher, wie einflussreich die niedrigere magnetische Sonnenaktivität sein wird, insbesondere weil man glaubt, dass es heutzutage mehr Kohlendioxid in der Atmosphäre gibt als im 17. Jahrhundert, und es gibt auch Klimaforscher, die glauben, dass höhere CO2-Werte zusätzliche Erwärmung verursachen.
Viele von denen, die überzeugt sind, dass die Menschen für die höheren globalen Temperaturen verantwortlich sind, die im vergangenen Jahrhundert aufgezeichnet wurden, haben sie bereits begonnen, Zharkova und andere abzutun, die sagen, dass die globale Temperatur sich aufgrund der Sonnenaktivität bald abschwächen könnte. Michael Mann , Professor an der Pennsylvania State University, der den widerlegten „Hockeyschläger-Graphen“ kreierte, sagte der Washington Post in 2015, dass der Effekt der geringeren Sonnenaktivität im Vergleich zu den Kohlendioxidemissionen „ein Tropfen auf den heißen Stein“ wäre.
Wenn Mann und andere CO2 – Warmisten, falsch liegen und mit einer geringeren Sonnenaktivität sich auch das Klima abkühlt, dann könnten diese Ergebnisse katastrophal für die Kreuzzüge des Klimawandels in der Democratic Party, den Vereinten Nationen und anderen Ländern sein, die unbedingt CO2-Emissionsbeschränkungen, Strafen oder beides verhängen wollen – das schließt alle auf der Welt ein, auch Sie. Eine Abkühlung würde nicht nur praktisch jedes einzelne Klimamodell unterminieren, welches auf eine stetige Erwärmung im nächsten Jahrhundert getrimmt ist, sondern es würde auch zeigen, wie schlecht die Mainstream-Klimawissenschaft geworden ist. Wenn Klimaaktivisten noch nicht einmal eine 33-jährige Abkühlungsdauer aufgrund der Sonnenaktivität nicht genau vorhersagen können, wieso sollte man dann darauf vertrauen, dass sie die globale Temperatur für 100 Jahre in der Zukunft vorhersagen können?
Im Gegensatz zu den schrecklichen Warnungen, die regelmäßig von linken Zeloten und Politikern wie Sen. Bernie Sanders (I-VT) ausgegeben werden, ist die Debatte über Ursachen und Folgen des Klimawandels noch immer sehr lebendig. Ironisch wäre es, wenn Zharkovas Theorie der reduzierten Sonnenaktivität sich als zutreffend erweist und Befürworter der Theorie, dass Menschen für den Klimawandel verantwortlich sind, darin Recht haben, das auch die Menschheit etwas zur Erderwärmung beiträgt.
Wenn die Klimaalarmisten Recht hätten, dann müsste der Planet heute viel kühler sein als er es ist, wenn der Mensch nie größere Mengen CO2 produziert hätte. Das bedeutet, dass die Kühlung, die sich aus der verringerten Sonnenaktivität ergibt, theoretisch ohne die CO2-Emissionen der Menschen viel extremer wäre. Das ist unglaublich wichtig, weil kühlere globale Temperaturen in der Vergangenheit tödlichere Lebensbedingungen für Menschen, Pflanzen und Wildtiere bedeutet hätten.
Wie Parker in der Times bemerkte:
„Die tiefe Kälte in Europa und extreme Wetterereignisse [während der letzten kleinen Eiszeit] führten zu einer Reihe von Dürren, Überschwemmungen und Ernteausfällen, die zu erzwungenen Wanderungen, Kriegen und Revolutionen [und zur Inquisition und Hexenverfolgung] führten.“
Die angesehene akademische Zeitschrift The Lancet veröffentlichte 2015 eine Studie, in der Gesundheitsdaten aus 13 Ländern berücksichtigt wurden. Die Untersuchung von 74 Millionen Todesfällen ergab, dass kaltes Wetter indirekt oder direkt 1.700 Prozent mehr Menschen tötet als warmes Wetter. Dies deutet stark darauf hin, dass, selbst wenn Menschen dafür verantwortlich sind, das globale Klima wärmer zu machen, sie in den nächsten 30 bis 40 Jahren viel besser dran sein werden, als sie es sonst in einem kälteren Klima wären, vorausgesetzt, Zharkovas Theorie ist richtig.
Zusätzliche Beweise zeigen auch, dass das wärmere Klima, über das Umweltaktivisten ständig lamentieren, zahlreiche Vorteile hat. Eine Studie, die im Jahr 2017 veröffentlicht wurde, fand rund 5 Mio km² Wälder, die bisher nicht gezählt wurden [Fläche der 28 EU-Mitgliedsländer 4,3 Mio km²], was laut Patrick Michaels vom Cato Institute ein starker Beweis dafür ist, dass die Erwärmung eine signifikante Ökologisierung verursacht hat.
In 2016 wurde in Nature Climate Change eine Untersuchung veröffentlich, dass es von 1982 bis 2009 eine erhöhte Begrünung gab, in 25-50 Prozent des globalen Vegetationsbereiches, während nur 4 Prozent des Vegetationsbereiches eine Dürre (Bräunung) erlebte. Die Forscher schätzen, dass 70 Prozent der Begrünung auf höhere Kohlendioxidemissionen zurückzuführen sind.
Wenn eine globale Abkühlperiode stattfinden würde, wie würden Klimaalarmisten reagieren? Wahrscheinlicher eher gar nicht, indem sie vorschlagen, dass die Abkühlphase der Menschheit die letzte Chance bietet, die Katastrophe der globalen Erwärmung abzuwenden, indem sie radikalere Energiepolitiken wie CO2-Handelssysteme oder CO2-Steuern anwendet.
„Ich hoffe, dass die globale Warnung durch diesen Effekt [geringere solare magnetische Aktivität] außer Kraft gesetzt wird und der Menschheit und der Erde 30 Jahre Zeit gibt, um unsere Verschmutzung zu beseitigen. Wir müssen uns in dieser Zeit sammeln und alles auf der Erde für die nächste große Sonnenaktivität vorbereiten“.
Wenn Klimawissenschaftler nur halb so viel Zeit und Energie darauf verwenden würden, zu lernen mit einem sich verändernden Klima zu leben, anstatt zu versuchen, Vorhersagen darüber zu machen, was mit dem Klima der Erde in hundert Jahren sein könnte, wären wir alle viel besser dran. Natürlich gäbe es dann weniger dringende „Krisen“ und damit weniger Möglichkeiten, weit reichende Gesetze zu begründen, die jeden Aspekt des Lebens der Menschen kontrollieren.
Und das können wir sicher nicht, oder?
[hier bin ich mir nicht sicher, wie das gemeint ist: … dass die Wissenschaftler sich um Anpassung bemühen und weniger alarmistische Warnungen ausgeben – oder weniger knebelnde Gesetzgebung? – der Übersetzer]
Justin Haskins ist Chefredakteur und wissenschaftlicher Mitarbeiter und H. Sterling Burnett, Ph.D., ist Senior Fellow, beide am Heartland Institute.
Die Einwirkung kosmischer Strahlen und ihre Auswirkung auf das Wettergeschehen der Erde, ist Forschungsthema von Prof. Dr. Henrik Svensmark, hier auf Eike schon öfter vorgestellt – und Gastredner auf der12. Internationalen Klima- und Energiekonferenz in München
Für seine jüngste Angabe von 1,5 Grad hat das IPCC die Definition von ,Klima‘ verändert zu etwas, das man lose als „das Klima, in dem wir uns befinden“ bezeichnen könnte. Es zieht immer noch den 30-Jahre-Zeitraum für seine Abschätzung der globalen Erwärmung heran und nennt das folgerichtig Klima – aber jetzt sind es die 30 Jahre um den heutigen Tag.
Es gibt einige offensichtliche Probleme mit dieser heimlichen Verschiebung der Torpfosten. Wir haben gemessene Temperaturdaten aus den letzten 15 Jahren, aber natürlich keine einzige Messung aus den kommenden 15 Jahren. Allerdings kann man nun wirklich nicht sagen, dass fehlende Daten irgendein Problem für erfinderische Klimawissenschaftler sind.
Globale Erwärmung wird vom IPCC jetzt als eine spekulative globale Mitteltemperatur über 30 Jahre gehandelt, welche einerseits auf gemessenen globalen Temperaturdaten aus den letzten 15 Jahren beruht, und andererseits auf den vermuteten globalen Temperaturen der nächsten 15 Jahre. Dieser Vorschlag wurde vor dem jüngsten IPCC-Treffen in Incheon, Korea, auf den Tisch gelegt. Er wurde zustimmend als eine vernünftige Sache angesehen, um Klimatrends besser zu kommunizieren. Erstaunlicherweise vermengt diese neue IPCC-Definition reale und empirische Daten mit nicht existenten und spekulativen Daten – und geht dann einfach davon aus, dass sich ein kurzfristiger 15-Jahre-Trend auch während der kommenden 15 Jahre fortsetzen wird.
Allerdings ist diese neue Definition von Klima und globaler Erwärmung nicht nur philosophisch bedenklich, sondern sie ist auch offen für Spekulation und Manipulation. Es ist eine Sache zu spekulieren, wie das zukünftige Klima aussehen könnte; aber es ist eine ganz andere Sache, wenn das IPCC das Klima aufgrund von Daten definiert, die noch gar nicht existieren und nur Erwartungen darüber zur Grundlage hat, dass das Zukünftige einfach nur mit Gefahren befrachtet ist.
Diese Strategie betont die Temperatur der letzten 15 Jahre gleich doppelt, welche keine Extrapolation der Daten aus den 15 Jahren zuvor ist, und deren Verlauf war auch anders als prophezeit. Seit dem Jahr 2000 nämlich hat die Natur uns eine Lektion erteilt, welche das IPCC immer noch nicht gelernt hat.
Mit dieser neuen Definition von Klima sind sämtliche Daten aus der Zeit vor den letzten 15 Jahren irrelevant, sind sie doch Teil des Klimas zuvor. Schauen wir mal auf die vergangenen 15 Jahre nach HadCRUT4. Die erste Abbildung zeigt den Zeitraum 2003 bis 2017:
Es ist eine allgemein bekannte Graphik, die keinen Erwärmungstrend zeigt – außer man fügt am Ende den El Nino hinzu, welcher aber natürlich ein Wetterereignis ist und nichts mit Klima zu tun hat. Die Auswirkung des El Nino auf den Trend ist signifikant. Mit Hinzufügung desselben nämlich beträgt der Trend der letzten 15 Jahre etwa 0,15°C pro Jahrzehnt, das liegt nahe dem derzeit mit 0,2°C pro Jahrzehnt angegebenen dekadischen Trend. Vor dem El Nino-Ereignis hatte der Erwärmungstrend jedoch lediglich 0,02°C pro Jahrzehnt betragen, was statistisch völlig insignifikant ist.
Diese zweite Graphik zeigt den Verlauf über die 15 Jahre vor dem jüngsten El Nino, also von 2000 bis 2014. Der Trend über diesen Zeitraum wird beeinflusst durch den Startzeitpunkt, bei welchem es sich um ein starkes La Nina-Jahr handelt. Ohne diesen beträgt der Trend 0,03°C pro Jahrzehnt – statistisch ebenfalls völlig insignifikant. Man beachte, dass es schwächere El Ninos und La Ninas im Verlauf dieses Zeitraumes gegeben hat, aber insgesamt zeigt sich dabei nur ein geringer Gesamteffekt.
Was also soll man heranziehen? Die El Nino-Version, welcher eine Erwärmung von 0,6°C über die letzten 30 Jahre bis heute zeigt, oder die Nicht-El Nino-Version, die keine signifikante Erwärmung zeigt? Nun, die Letztere natürlich! Trends sollten frei sein von einer Kontamination durch kurrzzeitige Wetterereignisse – ebenso wie sie frei sein sollten von Abnahmen aufgrund von Aerosolen durch Vulkanausbrüche, welche durch Abschirmung des Sonnenlichts eine gewisse Zeit Abkühlung bewirken.
Das gleiche Problem erkennt man in dem 1,5°C-Report des IPCC, wenn dieses das Jahrzehnt 2006 bis 2015 analysiert, was es extensiv tut. In diesem spezifischen Jahrzehnt ist es signifikant wärmer als in den anderen Jahren, und zwar um etwa 0,2°C. Die NOAA sagt dazu: „Die globalen Temperaturen des Jahres 2015 waren stark beeinflusst durch starke El Nino-Bedingungen während jenes Jahres“. Der Temperaturtrend einschließlich des El Nino 2015 beträgt 0,2°C, wieder jene Zukunft. Ohne den El Nino ist der Trend statistisch nicht signifikant.
Um die zukünftige Temperatur und das Klima zu sehen, welche das IPCC in seinem Report ins Auge fasst, betrachte man die Abbildung 1 in ihrer Summary for Policymakers:
Der Versuch des IPCC, die Torpfosten zu verschieben, ist höchst fragwürdig. Nicht existierende Daten, extrapoliert über vermutete Temperaturtrends während der nächsten 15 Jahre sollten nicht formaler Bestandteil dessen sein, was Klima konstituiert.
——————————
Aktualisierung: Im befindet sich auf Seite 4 eine Fußnote, welche den falschen Denkansatz des IPCC darstellt:
Bolsonaro in, Merkel out: Die Pariser Klima-Bande zerfällt
Während die Brasilianer einen neuen, klimaskeptischen Präsidenten gewählt haben, hat Deutschlands ,Klima-Kanzlerin‘ Angela Merkel angekündigt, sich nach und nach aus allen ihren politischen Ämtern zurückzuziehen. Grüne Propaganda-Medien äußern bereits Bedenken, dass diese und andere Entwicklungen in der westlichen Welt das Pariser Klima-Abkommen und die gesamte Klima-Agenda dem Risiko des Auseinanderbrechens aussetzen.
Die Allianz reicher, sich entwickelnder und armer Ökonomien, welche den Pariser Klima-Deal abgesegnet haben, zerbricht.
Im Jahre 2015 haben sich die beiden Spitzen-Emittenten zusammen mit Brasilien, einigen kleinen Inselnationen und die Europäische Union unter Führung von Deutschland, Frankreich und UK zusammengetan und das Abkommen erarbeitet.
Aber seitdem hat sich die Klimawandel-Politik erheblich verschoben, wobei es diese Woche zu zwei weiteren einschneidenden Ereignissen gekommen ist. Brasilien wählte einen überzeugten und radikalen Anti-Umwelt-Aktivisten zum Präsidenten, und Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel bestätigte ihre Rückzugspläne, womit sie ihr bereits schwächelndes Image als „Klima-Kanzlerin“ und Europas Führerin in diesem Bereich weiter schwächte.
Es ist der jüngste Schwächeanfall der Klima-Bemühungen, seit Donald Trump 2016 in den USA zum Präsidenten gewählt worden ist.
Inzwischen greifen in vielen bedeutenden Ländern Klima-Skeptizismus und ökonomischer Nationalismus immer weiter um sich und usurpieren den grünen Enthusiasmus des Jahres 2015. Als Folge davon schwindet die politische Unterstützung zur Kappung von Treibhausgas-Emissionen, die Hilfe für die ärmsten und verwundbarsten Länder und die Bereitschaft zu Diskussionen zu diesem Thema auf multilateralen Gipfeltreffen immer mehr. Andere, die sich noch weiter Klima-Maßnahmen verpflichtet fühlen, werden von heimischen Problemen erfasst – wie dem Brexit in UK und politischer Instabilität in Deutschland.
Werden Trump und Bolsonaro das Pariser Klima-Abkommen abwickeln?
Der Sieg des designierten Präsidenten Jair Bolsonaro in Brasilien hat international Bedenken ausgelöst,dass seine Geringschätzung des Pariser Klima-Abkommens das gesamte Abkommen zu Fall bringen könnte.
Präsident Trump verkündete seinen Rückzug aus dem Abkommen im Juni 2017, als er der Welt sagte, dass er „als Präsident der Bürger von Pittsburgh und nicht der von Paris“ gewählt worden ist.
Trotz des Status‘ als einzige Supermacht der Welt, die sich aus dem Abkommen zurückgezogen hatte, hat dessen Rückzug dieses nicht ultimativ zu Fall gebracht. Kein anderes Land folgte diesem Schritt, während zahlreiche Politiker auf [US-]staatlicher und lokaler Ebene darum bemüht waren, die [US-]Bundesregierung davon zu überzeugen, dem Abkommen treu zu bleiben.
Nun jedoch könnte diese Einzelrolle Amerikas zu ihrem Ende kommen. In Brasilien wurde mit lautem Nachhall ein konservativer Politiker gewählt, welcher eine genauso starke Ablehnung des internationalen Klima-Abkommens an den Tag gelegt hat wie Trump: Jair Bolsonaro.
Im Laufe seiner Kampagne hat der 63 Jahre alte Kongressmann versprochen, aus dem globalen Abkommen auszutreten, weil es die Souveränität Brasiliens beeinträchtigte.
Allerdings hat der konservative Politiker seine Haltung mit dem Näherkommen des Wahltermins abgeschwächt. Er sagte, dass er Brasilien in dem Abkommen belassen würde, solange es Garantien gibt, dass die Regierung ihre Souveränität über das Amazonas-Gebiet und die indigenen Ländereien in dem Gebiet behalten kann.
„Können wir das Risiko eingehen, unseren Amazonas im Zuge des Paris-Abkommens zu verlieren? Ihr wisst die Antwort“, sagte Bolsonaro auf einer Pressekonferenz in Rio de Janeiro.
Sollte Bolsonaro zu der Überzeugung kommen, dass er diese Garantien nicht bekommt, könnte er dem Beispiel Trumps folgen und sich zurückziehen – womit er das einflussreichste Land Südamerikas und das Land mit der fünfthöchsten Bevölkerung weltweit mit sich nähme.
Der Austritt eines großen und einflussreichen Landes wäre nicht nur ein vernichtender Schlag gegen das Pariser Klima-Abkommen, sondern der Besitz des Amazonas-Gebietes macht das Land auch zu einem strategischen Mitglied des Paktes, weil das Land über die Hälfte der noch verbliebenen Regenwälder der Welt repräsentiert, ist doch das Amazonas-Becken eine wesentliche Senke für die globalen CO2-Emissionen. Millionen Dollar an Subventionen fließen an Brasilien, um die Entwaldung zu stoppen.
Allerdings wären große internationale Unterstützer des Paris-Deals sofort zur Stelle, um rasch gegen die brasilianische Regierung vorzugehen, sollte sich diese tatsächlich zurückziehen. Der französische Präsident Emanuel Macron verkündete auf einer Rede vor den UN, dass sein Land – und weiteren Sinne alle EU-Länder – kein Handelsabkommen mit einem Land schließen würden, welches sich nicht an das Abkommen gebunden fühlt. Brasilien würde damit nicht nur seine Subventionen aufs Spiel setzen, sondern der landwirtschaftliche Sektor würde auch einen großen Markt für seine Exporte verlieren.
Full storyim Daily Caller vom 29. 10. 2018 (paywalled)
——————————–
Weitere Kurzmeldungen und Schlagzeilen aus dem Rundbrief zu anderen relevanten Themen:
Neue Studie: nur 16 Nationen erfüllen ihre Verpflichtungen aus dem Paris-Abkommen
Nur 16 von 197 Ländern, welche das Paris-Abkommen unterzeichnet hatten, haben einen nationalen Klima-Maßnahmenplan auf den Weg gebracht, um ihre Versprechungen zu halten. Diese Länder sind: Algerien, Kanada, Costa Rica, Äthiopien, Guatemala, Indonesien, Japan, FYR Mazedonien, Malaysia, Montenegro, Norwegen, Papua Neu-Guinea, Peru, Samoa, Singapore und Tonga. – EurActiv, 29 October 2018
Eine Windturbine in Fukushima, Symbol der Erholung des Landes nach dem Tsunami, wird wegen zu hoher Wartungskosten abgebaut. – Financial Times, 31 October 2018
Und zwar machten die Farbwerke Hoechst damals durch eine weithin sichtbar gelbe Fahne auf sich aufmerksam. Diese wurde im Volksmund quasi zum Wahrzeichen des Chemiekonzerns. Die Fahne bestand nicht aus festem Stoff, sondern aus den bräunlich-gelben Abgasen der riesigen Salpetersäure-Anlage des Chemiewerks. Das war eine Mischung verschiedener Stickoxide, die als Nitrosegas bezeichnet wird. Dessen Hauptkomponente ist Stickstoffdioxid (NO2). Dieses gilt nach dem maßgeblichen Klinischen Wörterbuch „Pschyrembel“ als typisches Reizgas. In höherer Dosierung führt es akut zu Hustenreiz, Schwindel und Kopfschmerzen. Das Einatmen sehr hoher NO2-Konzentrationen führt nach einem symptomfreien Intervall von etwa acht Stunden zum starken Anschwellen der Kehlkopfschleimhaut (Glottisödem) mit Todesfolge. Die chronische Exposition kann darüber hinaus zu Schlaflosigkeit, Schleimhautgeschwüren, Bindehautentzündung, Bronchitis, Abmagerung und Anämie führen.
Das alles war 1970 schon lange bekannt. Deshalb begannen sich die Anwohner des Chemiewerks über die „gelbe Fahne“ zu sorgen. In diesem Jahr wurde übrigens unter der Regentschaft des damaligen US-Präsidenten Richard Nixon das Schlagwort „Environment Protection“ in die Welt gesetzt. Um der damit verbundenen Sensibilisierung und Beunruhigung der Bevölkerung zu begegnen, lud Hoechst an einem schönen Sonntag zu einer Film- und Vortragsveranstaltung über die „gelbe Fahne“. Ich ließ mir die Gelegenheit nicht entgehen und schrieb darüber in dem von der kommunistischen Betriebsgruppe herausgegebenen Blättchen „Der Farbwerker“. Der vortragende Toxikologe konnte zumindest mich von der Harmlosigkeit der „gelben Fahne“ überzeugen. Denn es war mir klar, dass der hohe Schornstein ausreichte, um die Stickoxide auf eine ungefährliche Konzentration zu verdünnen. Inzwischen ist der Hoechst-Konzern mitsamt der „gelben Fahne“ längst verschwunden. Die Hauptquelle für die Stickoxide in der Frankfurter Luft war schon zu Beginn der 1970er Jahre nicht Hoechst, sondern mit großem Abstand der Kraftverkehr. Es war damals unmöglich, sich eine halbe Stunde an einer vielbefahrenen Straßenkreuzung aufzuhalten, ohne dass einem Hustenreiz überkam und die Augen zu brennen begannen. Dafür waren allerdings nicht allein die Stickoxide verantwortlich. Sehr bedenklich waren auch Schwefeldioxid sowie die Rückstände des damals mit dem Antiklopfmittel Bleitetraäthyl versetzten Benzins.
Eigenartigerweise waren es dann weniger die damit verbundenen Gesundheitsgefahren für die Menschen, sondern von den Grünen als Vorboten eines allgemeinen „Waldsterbens“ missdeutete Waldschäden, mit denen in den 1980er Jahren Milliarden-Investitionen in die Entschwefelung und Entstickung von Kraftwerks- und Kfz-Abgasen durch Filter und Katalysatoren begründet wurden. Mit Diesel betriebene Fahrzeuge, die wegen höherer Verbrennungstemperaturen als Hauptquelle innerstädtischer NO2-Emissionen gelten, wurden durch diese Maßnahmen aber zunächst nicht erfasst. Schwefeldioxid aus Kohlekraftwerken galt als Hauptquelle des „Sauren Regens“ und dieser wiederum als Hauptursache des „Waldsterbens“. Stickoxide hingegen sollten die Wälder durch Überdüngung mit Stickstoff in Form von Nitrat schädigen, d.h. durch zu viel des Guten. Außerdem galten und gelten Stickoxide noch heute als Vorläufer-Substanzen für die photochemische Bildung des gesundheitsschädlichen Ozons unter dem Einfluss des Sonnenlichts. Hinzu kommen Wechselwirkungen mit Feinstaub. Das als Los-Angeles-Smog bekannte Schadstoff-Gebräu war sicher auch für die Menschen alles andere als gesund. Aber die Bäume waren den Deutschen offenbar zunächst wichtiger.
Ich habe in den 1980er Jahren selbst ein durchaus erfolgreiches Buch und zahlreiche Artikel (auf Deutsch und französisch) über das „Waldsterben“ verbrochen. Um die Mitte der 80er Jahre machten mir dann Schweizer und französische Wissenschaftler, die wirklich etwas von Wald verstanden, aber klar, dass ich einem Fehlalarm aufgesessen war. Selbstverständlich trug ich dem in späteren Beiträgen Rechnung. Aber kaum jemand wollte das drucken, zumal das für Fragen der Waldforschung nicht kompetente, aber dennoch für zuständig erklärte Bundeslandwirtschaftsministerium bis weit ins 21. Jahrhundert Jahr für Jahr alarmistische „Waldschadensberichte“ veröffentlichte. In Wirklichkeit wuchs der deutsche Wald nachweislich besser als je zuvor. So lernte ich meine Lektion über das Aufkommen und die Verbreitung „wissenschaftlicher“ Mythen. Das half mir später, den Hype um eine drohende Klimakatastrophe von vornherein zu durchschauen.
Seit dem politischen Aufstieg der Grünen haben Stickstoffverbindungen aller Art (außer Proteine) bei uns eine schlechte Presse. Das gilt nicht nur für Stickoxide aus den Auspuffrohren von Automobilen, sondern auch für den Pflanzennährstoff Nitrat. Die alarmistische Kommunikation grüner Lobbygruppen beschränkt sich nicht selten auf den bloßen Nachweis „böser“ beziehungsweise politisch-unkorrekter Substanzen ohne Berücksichtigung der Dosis. Vergessen wird dabei, dass die Wirkung aller Stoffe ohne Ausnahme (einschließlich der radioaktiven) der Paracelsus-Regel unterliegt: Kleine Dosen sind harmlos und oft sogar nützlich. Erst Dosen oberhalb eines Schwellenwerts erweisen sich als schädlich. Die Bestimmung dieser Schwellenwerte mithilfe von Tierversuchen oder Tests an Zellkulturen ist Aufgabe der wissenschaftlichen Toxikologie.
Noch im Jahre 2011 warnte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor dem Genuss zu großer Mengen von Wintergemüse wie Rote Beete, Radicchio, Rucola, Sellerie oder Spinat. Begründet wurde diese Warnung mit dem hohen Nitratgehalt der Nahrungspflanzen in der dunklen Jahreszeit. Normalerweise dient das von den Pflanzen aus dem Boden aufgenommene Nitrat als Stickstoffquelle für den Aufbau von Proteinen. Im Dunkeln läuft die Proteinsynthese jedoch nur langsam ab, so dass sich Nitrat in den Pflanzen anreichern kann. Es empfiehlt sich nicht, Babys mit nitratreichem Gemüse und nitratreichem Trinkwasser zu füttern. Denn bei ihnen kann überschüssiges Nitrat zur „Blausucht“ führen. Nitrat kann sich nämlich wie Kohlenstoffmonoxid mit dem roten Blutfarbstoff Hämoglobin zu Methämoglobin verbinden, das keinen Sauerstoff mehr transportieren kann. Auch bei Erwachsenen wird ein Teil des mit der Nahrung aufgenommenen Nitrats schon beim Kontakt mit Speichel im Mund in giftiges Nitrit umgewandelt. Aus Nitrit können dann im Magen potenziell krebserregende Nitrosamine entstehen. Soweit die Theorie.
Tatsächlich wurde bei Menschen, die nachweislich viel Nitrat zu sich nehmen, nie ein erhöhtes Krebsrisiko nachgewiesen. Stattdessen konnten Gary Miller und Daniel Kim-Shapiro an der Wake Forest University von North Carolina in einer schon im Jahre 2011 veröffentlichten Studie zeigen, dass der Genuss von nitratreichem Gemüse wie Rote Beete, Fenchel oder Sellerie insbesondere bei älteren Personen die Durchblutung des Gehirns und die Verdauung fördert. Warum das so ist, können die Mediziner heute genau erklären: Nitrit kann im Blutkreislauf wie auch eingeatmetes NO2zu Stickstoffmonoxid (NO) umgewandelt werden. Das eigentlich giftige Gas spielt im Organismus in winzigen Mengen eine wichtige Rolle als Botenstoff für die Erweiterung der Blutgefäße. Es bewirkt über die Synthese von zyklischem Guanosinmonophosphat (cGMP) die rasche Senkung des Blutdrucks infolge der Erschlaffung glatter Muskelzellen. (Auch darauf weist der „Pschyrembel“ hin.) Stickstoffmonoxid wird mit großem Erfolg für die Bekämpfung von Lungenhochdruck eingsetzt. Wie Stickstoffmonoxid wirkt auch das Medikament Sildenafil, bekannt unter dem Markennamen Viagra®, indem es den Abbau von cGMP hemmt und somit die Weitung der Blutgefäße des Penis aufrechterhält. Nicht von ungefähr gilt Rote-Beete-Saft inzwischen bei Kennern als „Viagra des kleinen Mannes.“ Ich selbst nehme immer vor dem Gang ins Fitness-Studio Rote-Beete-Saft zu mir und stelle dann eine messbare Verstärkung meiner Muskelkraft fest. (Aber Achtung: Ein Zuviel davon kann zu Durchfall führen!)
Nitrat und Stickoxide erweisen sich somit als Paradebeispiele für die Paracelsus-Regel. Für den achtstündigen Aufenthalt in geschlossenen Räumen hat die unabhängige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffeder Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) einen Grenzwert von 950 Mikrogramm NO2je Kubikmeter Luft vorgeschlagen, der durch die Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS 900) gesetzlich vorgeschrieben ist. In der Schweiz liegt dieser Grenzwert bei 6.000 Mikrogramm. Der Unterschied erklärt sich durch unterschiedliche Sicherheitsabstände zwischen der experimentell ermittelten Schädlichkeits-Schwelle und dem gesetzlichen Grenzwert. Der bekannte Lungenspezialist und ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft für Lungenheilkunde Professor Dieter Köhler wies kürzlich darauf hin, dass akute Atem-Beschwerden erst bei einer NO2-Konzentration von 800.000 bis 900.000 Mikrogramm je Kubikmeter beginnen, und zwar nicht bei Gesunden, sondern bei unbehandelten Asthmatikern. Die Reizung der Augenschleimhäute beginnt freilich bereits bei 20.000 µg/m3. Schon beim Anzünden von Kerzen oder beim Betreiben von Gasherden werden aber in geschlossenen Räumen leicht NO2-Konzentrationen von über 200.000 µg/m3erreicht.
Das wirft die Frage auf, warum die EU (auf Druck der deutschen Regierung!) 40 Mikrogramm NO2je Kubikmeter im Jahresmittel als Grenzwert für NO2eingeführt hat. Dieser muss seit 2010 eingehalten werden. Angeblich wurde dieser Wert von epidemiologischen Untersuchungen abgeleitet, wonach in Deutschland mit jährlich 6.000 Todesopfern durch NO2gerechnet werden müsse. Doch diese Zahl ist rein fiktiv, denn epidemiologische Untersuchungen liefern im Unterschied zu toxikologischen Experimenten allenfalls Anhaltspunkte für vermutete Zusammenhänge. In diesem Fall hat man aus der etwas höheren Sterblichkeit von Stadt- gegenüber Landbewohnern geschlossen, dass NO2dafür verantwortlich ist. Andere Faktoren blieben unbeachtet.
Offenbar steckt hinter der Einführung des extrem niedrigen NO2-Grenzwerts eine Strategie. Bei der Suche nach deren Urheber stößt man auf den Grünen Rainer Baake, der über lange Zeit als beamteter Staatssekretär im Umweltministerium oder als Geschäftsführer des Abmahnvereins Deutsche Umwelthilfe e.V. (DUH) die Rolle einer „Grauen Eminenz“ der deutschen Umweltpolitik spielte. Baake durchlief in Chicago Saul Alinskys Schule des „Community Organizing” (CO), wo man die systematische kommunistisch bzw. ökologistische Unterwanderung und machtpolitische Umfunktionierung bürgerlicher Institutionen lernt. Die vom Bunddsumweltministerium mit Millionenbeträgen geförderte DUH entwickelte sich als klageberechtigte Vereinigung zur privaten Umweltpolizei, die Städte, in denen der NO2-Grenzwert überschritten wird, mit Klagen überziehen, um Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge durchzusetzen.
Ich verstehe, wie gesagt, nicht viel von Dieselmotoren. Aber aufgrund meiner Chemie-Kenntnisse leuchtet es mir ein, dass man deren Treibstoffbedarf und Stickoxid-Ausstoß nicht gleichzeitig minimieren kann. Jahrelang haben die Ingenieure der Automobil-Industrie Diesel-Motoren auf eine Minimierung des CO2-Ausstoßes (der für mich nur ein Maß für den Treibstoffverbrauch darstellt) getrimmt. So wurden Diesel-Motoren durch Verbesserungen der Kraftstoff-Einspritz-Technik und eine sukzessive Erhöhung der Verbrennungs-Temperatur zum bei weitem öko-effizientesten Antrieb für Kraftfahrzeuge. Sie sind nach einer im Auftrag des Automobil-Clubs ADAC erstellten unvoreingenommenen Öko-Bilanz gerade auch dem von Politik und Massenmedien über den grünen Klee gelobten Elektro-Antrieb haushoch überlegen. Höhere Verbrennungs-Temperaturen ziehen aber einen höheren NO2-Ausstoß nach sich, da der normalerweise reaktionsträge Luftstickstoff nur bei hohen Temperaturen mit Sauerstoff reagiert. Vor die Herausforderung gestellt, auf einmal den strengen NO2-Grenzwerten genügen zu müssen, hatten die Kfz-Ingenieure zunächst keine andere Wahl, als die Motorsteuerungs-Software so zu modifizieren, dass ihre Motoren den amtlichen Prüfzyklus ohne Beanstandung durchlaufen konnten. Man darf ihnen dabei keine Betrugs-Absicht unterstellen, wie das in unseren machthörigen Medien leider geschah. Denn zum Betrug gehört in einem Rechtsstaat, dass dadurch jemand nachweislich geschädigt wird. Das aber ist ausgeschlossen, da die Deutschen in ihren Wohnungen gerade in der nun bald beginnenden Adventszeit ein Mehrtausendfaches an Stickoxiden akzeptieren, als ihnen Alinsky-Jünger auf den Straßen erlauben wollen. Ich kann (als Nicht-Jurist) jedem, der in den kommenden Monaten mit Diesel-Fahrverboten in Konflikt kommt, nur raten, auf dem Nachweis einer Schädigung zu bestehen.
Die Anklageschrift in einem Koblenzer Mammutprozess umfasst 926 Seiten. Da gerade die Verteidiger die Anklageschrift schon vor ihrer Verlesung zum Prozessauftakt zur Genüge kennen bzw. jedenfalls kennen sollten, kann das Zuhören bei so einem Umfang schon zu einer Qual werden.
Der Anwalt döste bei Verlesung der Anklageschrift weg. Geholfen hat’s weder ihm noch den anderen zahlreichen Verteidigern in dem Großverfahren. Die geistige Abwesenheit wurde bemerkt und das Gericht ordnete wohlweislich an, dass alles, was der Anwalt verpasst haben könnte, noch mal vorgelesen werden muss. Das geht auch nicht anders, denn ein Angeklagter, dessen Verteidiger in einem Verfahren vor dem Landgericht schläft, gilt als nicht verteidigt. Das aber wäre ein Revisionsgrund.
Ob dem betroffenen Kollegen mit einem Käffchen oder einem anderen Wachmacher weitergeholfen wurde, wäre natürlich auch eine interessante Frage.
Bitcoins sind auch nur ein wirtschaftlicher Wert wie so gut wie alles andere auch – so zumindest nach Auffassung des Bundesgerichtshofs. Und da diese Meinung zählt, ist nun auch höchstrichterlich klargestellt, dass Bitcoins im Strafprozess ebenso einkassiert werden können wie andere wirtschaftliche Werte, etwa Autos, Aktien oder Uhren.
In dem entschiedenen Fall ging es um Bitcoins im Wert von über 400.000 Euro. Die Angeklagten hatte die Bitcoins geschürft, indem sie über Botnetze fremde Computer kaperten und diese als Rechensklaven zum Bitcoin-Mining einsetzten. Das ist unter anderem eine strafbare Datenveränderung (§ 303a StGB). Gegen die Beschlagnahme ihres Erlöses hatten sich die Angeklagten eben mit dem Hinweis gewehrt, dass Bitcoins weder Sachen noch Rechte seien und somit nicht von den gesetzlichen Vorschriften erfasst würden.
Diese Argumentation hatte, wenig überraschend, keinen Erfolg. Die Richter sehen überhaupt keinen Grund, Bitcoin anders zu behandeln als sonstige Vermögenswerte. Auch der Einwand, dass die Behörden ohne Kenntnis des privaten Schlüssels nicht auf die Wallets der Angeklagten zugreifen könnten, ändert hieran nichts. Das sei eine reine Vollstreckungsfrage, so das Gericht. Dass der Zugriff möglicherweise nicht gelingen werde, ändere nichts daran, dass die Beschlagnahme rechtmäßig war und die Bitcoins dem Staat zustehen (Aktenzeichen 1 StR 412/16).
Es geht um den Diebstahl und anschließenden Missbrauch einer Bankkarte. Einziges Beweismittel sind Videoaufnahmen aus der Bankfiliale, wo die Karte nach dem Diebstahl verwendet wurde. Darauf sieht man einen Mann in einem Trainingsanzug, etwa 1,75 Meter groß, nach meiner Meinung stinknormale Statur. Eine Baseball-Cap hat er so tief ins Gesicht gezogen, dass dieses nicht erkennbar ist. Die Turnschuhe, die der Mann trägt, sind von der Stange.
Die Frau, der die Scheckkarte abhanden gekommen ist, schaut sich bei der Polizei das Video aus der Bankfiliale an. Dann benennt sie einen Mann aus der Nachbarschaft. Der komme für sie in Frage, weil er, so habe sie gehört, schon öfter mal mit dem Gesetz in Konflikt geraten sei. Im Protokoll steht, sie sei sich sogar „relativ sicher hinsichtlich der Identifizierung“. Die konkrete Kleidung habe sie zwar noch nie bei dem Nachbarn gesehen. Aber auch der trage gern Trainingsanzüge, jetzt mal so generell.
Im Ergebnis erkenne sie ihn aber, denn der Mann auf dem Video und der Nachbar hätten „ein vergleichsweise dickes Gesäß“. Tja, das nenne ich mal eine solide Beweissituation. Ich traue mich fast nicht zu sagen, dass die Polizei tatsächlich einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss gekriegt und vollstreckt hat. Auch wenn bei meinem Mandanten rein gar nichts Belastendes gefunden wurde, mache ich mir jetzt doch etwas Sorgen, dass es eng werden könnte, wenn es – wie soll ich es anders nennen – vor Gericht zum großen Arschvergleich kommen sollte.
Heute zitiere ich mal die Antwort, die mir eine hessische Polizeidienststelle auf ein Akteneinsichtsgesuch geschickt hat:
Zu Ihrem Schreiben vom 26.10.2018 muss ich Ihnen mitteilen, dass die Ermittlungen derzeit noch andauern und dass die Polizei bei laufenden Ermittlungen keine Akteneinsicht gewährt.
Ihr Schreiben wird dem Vorgang beigefügt und nach Abschluss der Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft Wiesbaden übersandt.
Keine Ahnung, ob der Beamte so tatsächlich erfolgreich Anwälte abbügelt. Bei mir wird ihm das nicht gelingen. Denn was er da schreibt, geht an der Sache doch etwas mehr als haarscharf vorbei.
Richtig ist zunächst, dass die Polizei selbst keine Akteneinsicht gewährt. Aber das verlange ich ja auch gar nicht. Vielmehr schreibe ich in meine Anträge an die Polizei immer rein, dass ich die Akteneinsicht gegenüber der Staatsanwaltschaft beantrage und darum bitte, mein Schreiben zeitnah an die Staatsanwaltschaft weiterzuleiten. Und zwar, damit diese über mein Akteneinsichtsgesuch entscheiden kann.
Die Staatsanwaltschaft ist zu jedem Zeitpunkt „Herrin“ des Ermittlungsverfahrens, nicht die Polizei. Das heißt, wenn ich einen strafprozessualen Antrag an die Polizei schicke (zum Beispiel einen Antrag auf Akteneinsicht), dann muss die Polizei diesen Antrag an die Staatsanwaltschaft weiterleiten.
Weiter erweckt das Schreiben den Eindruck, solange die Polizei ermittele, gebe es schon mal grundsätzlich keine Akteneinsicht. Den „Abschluss der Ermittlungen“ legt aber gar nicht die Polizei fest, sondern die Staatsanwaltschaft. Der Abschluss der Ermittlungen ist nach der Strafprozessordnung der Zeitpunkt, ab welchem dem Verteidiger eine Akteneinsicht nicht mehr verwehrt werden kann. Mit der Frage, wie lange sich die Ermittlungsakte bei der Polizei befindet, hat das rein gar nichts zu tun.
Aber auch vor Abschluss der Ermittlungen muss Akteneinsicht gewährt werden. Das ist der Regelfall. Von diesem gibt es allerdings Ausnahmen. Die wichtigste ist, dass die Akteneinsicht den Erfolg der Ermittlungen gefährden kann. Um das prüfen zu können, muss sich der Staatsanwalt aber schon vorher mit meinem Antrag beschäftigen, selbst wenn sich die Akte offiziell noch zu Ermittlungen bei der Polizei befindet. Es besteht die Möglichkeit, dass der Staatsanwalt nach dieser Prüfung die Akte nicht herausrückt. Aber das alles gibt dem Polizeibeamten halt nicht das Recht, die Entscheidung über den Antrag durch die zuständige Stelle erst mal dadurch zu vereiteln, indem er ihn schlicht zurückhält. Oder indem er sogar so tut, als entscheide momentan er und nicht der Staatsanwalt.
Die Polizei ist in dem Teil des Spiels kein Akteur, sondern allenfalls Bote. Ich kann nachvollziehen, dass diese Rolle dem Selbstbild manches Kommissars nicht genügt, aber so ist es nun mal.
Heute hat der Mordprozess gegen den Krankenpfleger Nils H. begonnen. Dem bereits wegen mehrfachen Mordes verurteilten Mann werden weitere 100 Taten zur Last gelegt – mutmaßlich die größte Mordserie in der bundesdeutschen Geschichte.
Ebenso ungewöhnlich wie sich der Fall gestaltet, so startete auch das Verfahren. Jedenfalls in einem Detail. Wie zum Beispiel der NDR berichtet, ordnete der Vorsitzende Richter zunächst eine Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer an.
Da habe ich schon ziemlich gestutzt.
Fest steht zunächst: Die Strafprozessordnung kennt viele mögliche Verfahrenshandlungen, eine Schweigeminute jedoch nicht. Das liegt offenkundig am eigentlichen Ziel des Strafverfahrens, nämlich Verantwortung und Schuld des Angeklagten herauszufinden. Damit steht der Angeklagte als Subjekt des Verfahrens im Vordergrund. Es geht in erster Linie um ihn und die ihm vorgeworfene Tat. Was man übrigens schon daran sieht, dass ein Strafprozess sofort endet, wenn der Angeklagte stirbt.
Ein sicher enger „Fahrplan“, aber dieser hat einen guten Grund. Offenkundig ist zunächst die Gefahr einer Emotionalisierung des Verfahrens durch eine vorgeschaltete Schweigeminute. Wenn Richter Trauer und Mitgefühl empfinden, ist das zwar eine menschlich nachvollziehbare Regung. Nur ist der Gerichtssaal hierfür doch eher der falsche Ort. Denn am Ende soll ein objektives Urteil im Namen des Volkes stehen.
Abgesehen davon, dass sich beim Angeklagten ein gewisser Eindruck der Voreingenommenheit auf Seiten der Richter aufdrängen könnte, stellt sich mir als Anwalt aber doch eher noch drängender die Frage, wieso und warum das Gericht hier andere Verfahrensbeteiligte mit einbezieht.
Wie soll man sich zum Beispiel als Verteidiger des Angeklagten dazu stellen, wenn einem durch Teilnahme an der Schweigeminute indirekt ein Bekenntnis menschlicher Regungen abgefordert wird, die man mit Blick auf die eigene Rolle als Interessenvertreter des Angeklagten vielleicht nicht kommunizieren möchte – schon gar nicht in großer Öffentlichkeit. Was bleibt einem Verteidiger, der an dieser Stelle nicht trauern möchte, für eine Option? Rausgehen? Nicht schweigen? Mit anderen Worten: einen Eklat provozieren?
Ohnehin ist es zumindest fraglich, ob dem Vorsitzenden in dem streng formalisierten Strafverfahren überhaupt die Kompetenz zukommt, um eine Schweigeminute zu „bitten“. Anknüpfungspunkt dafür kann höchstens die Sitzungsleitung des Vorsitzenden sein. Auch die Befugnis zur Leitung der Sitzung erfasst aber erst mal nur den nach der Strafprozessordnung vorgesehenen Ablauf des Verfahrens und die Sicherung dieses Verfahrens (zum Beispiel die Entfernung von Störern).
Ich habe persönlich noch keine Schweigeminute im Vorfeld eines Strafprozesses miterlebt. Google verrät hierzu auch nur einen Präzedenzfall. Im Prozess um das ICE-Unglück in Eschede gab es ebenfalls eine Schweigeminute. Dort war die Ausgangssituation aber eine ganz andere. Den Angeklagten wurden Fahrlässigkeitsdelikte zur Last gelegt.
Ob das Gericht insgesamt mit so einer Schweigeminute die Besorgnis der Befangenheit provoziert, ist eine spannende Frage. Nach meiner Meinung kommt es wohl darauf an, wie das Gericht vorgeht. War die Schweigeminute mit der Verteidigung abgesprochen, kein Problem. Kam das Ganze überraschend, sieht es schon ganz anders aus. Gleiches gilt natürlich für den Fall, dass das Gericht auf einer Schweigeminute besteht, obwohl die Verteidigung hieran nicht mitwirken möchte.
Womöglich müssen Strafverteidiger sich nach dem heutigen Tag also auf ganz neue Situationen vor dem eigentlichen Beginn der Hauptverhandlung einstellen. Ich persönlich wage aber die Prognose, dass die weitaus meisten Richter sich an Oldenburg kein Vorbild nehmen und eine Emotionalisierung des Verfahrens auch künftig eher vermeiden werden.
Weil sie die Leihfrist für 50 Bücher in einer Unibibliothek überzogen hat, soll eine Professorin aus Nordrhein-Westfalen insgesamt 2.250 Euro Verspätungsgebühren zahlen. Das war ihr deutlich zu viel Geld, deswegen zog sie gegen den Gebührenbescheid der Hochschule Niederrhein vor Gericht.
Man könnte jetzt vermuten, die Wissenschaftlerin beruft sich auf wichtige Gründe, warum sie die Bücher unverschuldet länger behielt. Zum Beispiel eine Erkrankung oder einen anderen plausiblen Notfall. Beides gab es aber anscheinend nicht, so dass die Professorin juristisch argumentierte. Sie fühle sich in ihrer Freiheit auf Forschung und Lehre eingeschränkt.
Dieses Argument zog allerdings vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf nicht. Die Forschungsfreiheit beinhalte eine Pflicht der Universität, ihr die für Forschung und Lehre benötigten Mittel zur Verfügung zu stellen. Dieser Anspruch berechtige sie aber nicht dazu, die Leihfristen eigenmächtig zu verlängern – zumal wohl eine Verlängerung möglich gewesen wäre.
Etwas mehr Aussicht auf Erfolg hätte ich dem zweiten Argumentationsstrang zugetraut. Die Professorin machte geltend, die Säumnisgebühren von 20 Euro und eine Verwaltungsgebühr von 25 Euro je Buch seien unverhältnismäßig. Aber auch solche happigen Tarife sind bei einer Überschreitung von mehr als 30 Tagen noch in Ordnung, befand das Gericht.
Gegen das Urteil kann die Wissenschaftlerin die Zulassung der Berufung beantragen (Aktenzeichen 15 K 1130/16).
by ZEIT ONLINE: Wirtschaft - Hasan Gökkaya, Zacharias Zacharakis
In Istanbul eröffnet am Montag ein neuer Flughafen, der zum größten der Welt werden soll. Für Präsident Erdoğan wäre das ein Erfolg – der Preis aber ist hoch.
Mit 13 gründet Tarek Müller seine erste Firma. Mit 18 macht er 150.000 Euro Schulden. Heute leitet er About You – eines der erfolgreichsten deutschen Start-ups.
An Azure Sphere tenant provides a secure way for your organization to remotely manage its Azure Sphere devices in isolation from other customers' devices. Your organization must create an Azure Sphere tenant and then claim each of its devices into that tenant, so that you can manage those devices remotely and securely.
The Azure Sphere tenant is associated with your organization’s Azure Active Directory (Azure AD) instance. Only people with an account in that directory will be able to manage devices within your Azure Sphere tenant, and you can further restrict access to specific people. Note that the term "tenant" is sometimes used elsewhere to refer to a directory, but here we use the term "tenant" only to refer to the Azure Sphere tenant.
You can determine whether an Azure Sphere tenant is already associated with your directory by issuing this command in an Azure Sphere developer command prompt and signing in with your work or school account if prompted:
azsphere tenant list
If no tenant exists already, you can create one. You must have an Azure Sphere device attached to your PC when creating a tenant. Type the following command to create a tenant; sign in to your directory if prompted:
azsphere tenant create –name <your-tenant-name>
If you enclose the name in quotes, it can be of any length and can contain spaces or other special characters.
Most organizations need only one Azure Sphere tenant. However, large organizations that have independent divisions, such as different brands or geographically independent suborganizations, might need to administer devices on a per-division basis. Such organizations might want to consider creating a separate Azure Sphere tenant for each division.
If you are certain that you want to create an additional tenant, use the –force option on the tenant create command:
Each device can be used only once to create a tenant. So, if the currently attached device has already been used for this purpose, you’ll need to attach a new device.
Finally, before you can remotely manage your attached device or any other device, you need to claim it into your newly created tenant:
azsphere device claim
Your tenant then has permanent ownership of the device. Nobody else can claim ownership of the same device. We currently do not provide a way to transfer ownership to another tenant.
For more information on tenant creation, claiming, and remotely managing devices, see the tenant documentation.
Die Berliner Polizei hat vor einigen Tagen ein Youtube-Video veröffentlicht. Ich verstehe nicht so ganz, ob es jetzt in erster Linie um Imagepflege in eigener Sache geht. Oder um ein (weiteres) Bekenntnis gegen Fremdenfeindlichkeit, also an sich um eine Selbstverständlichkeit bei der Polizei. Oder vielleicht ist das Ziel ja ein Ehrenplatz im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler. Falls letzteres der Fall ist, dieser Plan geht garantiert auf.
Aber seht selbst:
Weil das Video völlig überraschend im Netz doch eher nur verhaltene Zustimmung erfährt, stilisiert sich die Berliner Polizei jetzt sogar als Opfer von „Hass“. In einem Twitter-Beitrag heißt es:
Mal in aller Deutlichkeit: Wer schweigt, der stimmt gar nichts zu.
Dieser ganze verkorkste Pathos in dem Video und die nun auch noch zur Schau getragene Weinerlichkeit sind vielmehr an Peinlichkeit nicht zu überbieten. Ich jedenfalls wünsche mir eine Polizei, die in jeder Situation und unabhängig von der Herkunft der Beteiligten ihre Arbeit ruhig, sachlich und vorurteilsfrei macht. Wenn das geschieht, muss man sich auch an nix und niemanden so ranzwanzen wie insbesondere der sonnenbebrillte „Homie“ in Uniform. Für mich bislang unangefochten die Witzfigur des Monats.
Get emails with specific, actionable feedback about certain errors if your flows fail. Repair tips tell you exactly why a flow failed and how you can fix it. You can also see Repair tips when you click on a run failure in the Flow portal. Additionally, Microsoft Flow is now deployed to South America, so you can create environments that are primarily located in Brazil.
We’re pleased to announce the final build of Exchange Server 2019 is now available and can be downloaded from the Volume Licensing Service Center.
Exchange Server 2019 is designed to deliver security, performance and improved administration and management capabilities; attributes our largest on-premises customers expect from Exchange.
If you haven’t yet seen the session delivered at Microsoft Ignite 2018 we suggest you watch the video and download the slides here. During that session we talked for the first time about how the code paths between on-premises and online have separated, and the impact to on-premises customers – in short, less code churn and more stability.
Here is a selection of other key features in Exchange Server 2019:
Security: Exchange Server 2019 requires Windows Server 2019. In fact, we recommend installing Exchange Server 2019 onto Windows Server 2019 Server Core. Exchange Server 2019 installed on Windows Server 2019 Core provides the most secure platform for Exchange. You also have the option of installing Exchange 2019 onto Windows Server 2019 with Desktop Experience, but we have worked hard to make sure running Exchange on Server Core is the best choice for our code.
We’re aware all media for Windows Server 2019 and Windows Server, version 1809 has been temporarily removed and Microsoft will provide an update when refreshed media is available. Exchange Server 2019 will be fully compatible with version 1809, and the refreshed version.
We also built Exchange Server 2019 to only use TLS 1.2 out of the box, and to remove legacy ciphers and hashing algorithms. To understand how this affects coexistence with earlier versions, please reference our previous series of posts on TLS.
Performance: We’ve done significant work to allow Exchange Server to take advantage of larger core and memory packed systems available in market today. With our improvements, Exchange Server can use up to 48 processor cores and 256GB of RAM.
We’ve re-engineered search using Bing technology to make it even faster and provide better results, and in doing so have made database failovers much faster, and administration easier.
We’re adding dual storage read/write capabilities to Exchange Server 2019 using Solid State Drive (SSD) technology to provide a super-fast cache of key data for improving end user experience. We also talked about this in our Email Search in a Flash! Accelerating Exchange 2019 with SSDs session at Ignite.
We also changed the way database caching works to allocate more memory to active database copies, again improving the end user experience. You can learn more about Dynamic Database Cache from Welcome to Exchange Server 2019! video and slides.
The improvements we have made to Exchange Server 2019 will enable you to scale to a larger number of users per server than ever before, use much larger disks, and see the latency of many client operations being cut in half.
End user experience: We all rely on Exchange for calendaring, and we know large enterprises are heavy calendar users. We are bringing a few key features such as restricting the forwarding of meeting requests and better control over OOF settings to Exchange Server 2019. Administrators get some new calendaring features too, as we’re adding the ability to manage events on user’s calendars and assign delegate permissions more easily.
We are also adding support for routing mail to and from EAI/IDN recipients and hope to add additional capabilities in this area in the future.
The session recording also goes into some of the other features we have plans for, so make sure you watch it to the very end.
As we mentioned in the Preview post in July, the Unified Messaging role will not be available in Exchange Server 2019. Customers who currently connect either a 3rd party PBX or Skype for Business Server to Exchange Server won’t be able to do so with Exchange Server 2019 mailboxes. Those customers considering an upgrade to Exchange Server 2019 should consider migrating to Skype for Business Server 2019 and using Cloud Voicemail, or migrating to Office 365 with Cloud Voicemail.
Our official product documentation is now live, and we’ll be publishing the updated Preferred Architecture documentation soon.
We’re also pleased to also announce there are even more Office Server products releasing today! You can read more about those releases here.
We look forward to your feedback and thank you for your continued support and love of Exchange.