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14 Apr 05:27

Komplizierte Projektpläne führen nicht zu besseren Ergebnissen

by Sigrid Hauer
Du hast einen genauen, gründlichen Projektplan für Dein Projekt erstellt? Vergiss ihn, er stimmt sowieso nicht. Schau lieber, dass Du die Prioritäten Deines Projektes immer vor Augen hast und handle danach.

So kurz und knapp würde ich jetzt mal 25 Jahre Erfahrung in der Planung von Projekten zusammenfassen.

Ich kann die Stimmen gut hören, die jetzt gleich sagen, "ich muss mein Projekt nun mal sorgfältig planen. Da es ein großes und komplexes Projekt ist, ist der Plan eben auch entsprechend umfangreich."
Das stimmt. Und es ist mir erst mal egal.

Natürlich kann niemand ein Raumschiff bauen ohne einen sorgfältig ausgearbeiteten Projektplan. Oder einen Airbus, oder einen Flughafen, oder eine Konzerthalle. Nehmt was Ihr wollt.

Nur kann ich ein Projekt (egal ob "komplex" oder "einfach")  nicht zum Erfolg führen, wenn ich nicht genau weiß, wo die Erfolgsfaktoren und die Prioritäten für das Projekt liegen. Damit meine ich, dass es wichtig ist, sorgfältig zu planen, nachdem (!) ich mir über die Prioritäten Gedanken gemacht habe.

Die Projekt-Prioritäten sind von verschiedenen Dingen abhängig:
  • Das Projektziel
  • Der Projektnutzen
  • Meine Stakeholder und deren (aktuelle) Meinung
  • Die Ressourcen, die mir zu Verfügung stehen
  • und noch ein paar mehr, je nach Projektumfeld.

Denn
, alles in allem: Wenn Du Dein Projekt kennst und Dir gründlich Gedanken gemacht hast, was wirklich wichtig dafür ist, dann kannst Du Entscheidungen für dein Projekt auch treffen, ohne vorher den Projektplan befragt zu haben. Denn dann weißt Du, worauf es in meinem Projekt ankommt. Und das führt zu besseren Ergebnissen im Projekt.
Anschließend aktualisierst Du den Projektplan....
Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de
14 Apr 05:27

CaptionBot by Microsoft

13 Apr 12:34

Migrating files and folders to Onedrive for Business and Sharepoint Online without user interaction part 2

by Jos

This is the second post in a series about moving to Onedrive for Business and/or Sharepoint Online from traditional fileshares and/or homedirectories, in bulk, without user interaction.

O365_DC_2

  1. Making your data compliant with Office 365 standards, and keeping it that way
  2. Moving the data (in bulk)
  3. User and endpoint transitioning

Many of my employer’s clients are transitioning to a Cloud First IT model. Think triple A, work anywhere, anytime, anyplace.

In the previous post, we’ve talked about requirements, making your data compliant and essentially preparing your environment for migration. Now that you’ve done that, your data should be in a more or less consistent state, it’s time to move it to the cloud!

1: you’ll need to decide if you want to move all your users at once, or in groups.

Whichever you choose, you have to gather their usernames and the paths to their homedirectories and communicatie a time to migrate to them. It’s best to build a CSV file with 2 columns into which you can put this data. If you’re not moving all users at once, make multiple files, you’ll need these in step 4.

2: restrict access to data

While you’re moving data, you don’t want new data to be added or current data to be changed. Depending on the way your users currently access their data, this may be as simple as setting a number of folders to ‘read-only’. Your users will still be able to read from their homedirectories, but will no longer have access. This is also very easy to script if you’re dealing with a large number of users.

3: preparing Office 365

Normally speaking, admins do not have access to individual Onedrive folders. This has to be fixed. Secondly, Onedrive folders don’t exist until the user first logs into them. Have all of your users logged in and ‘touched’ their Onedrive?

Let’s assume neither is the case, but to add data to their Onedrive, you need both. Download and run O365Migrator (for free!) and click the ‘Provisioning’ and ‘Authorization’ tabs, it’ll handle everything for you automatically.

4: moving the data

Now that your environment has been prepared, you can start uploading the data. Note that Microsoft imposes limits on the bandwidth you consume, if you have very large quantities of data it may be advisable to migrate during a weekend or reduce the size of the groups you migrate. Using seperate accounts for simultaneous batch uploads also seems to greatly improve performance, but these accounts then both have to go through the previous step (3).

Simply run your CSV file from step 1 through O365Migrator and you’re done!

And no worries, if they changed their data since the last time you ran a ‘Verify’, O365Migrator runs a final correction on the data before it actually uploads anything.

Your users can now use the web portal, the Onedrive Client or Onedrivemapper to expose the data to your users.

 

12 Apr 14:46

It's time to dispel the myths about nuclear power

12 Apr 14:41

Show HN: GoldenLayout – slick JavaScript layoutmanager with multi-screen support

12 Apr 13:13

Local SEO: Umfangreiche Checkliste und kostenloses Whitepaper helfen euch bei der Websiteoptimierung

by Andreas Floemer

Local SEO kann als sinnvolle Methode betrachtet werden, mit der KMU sich auf den oberen Plätzen in der Google-Suche positionieren können. Die Suchmaschinenexperten von MOZ haben dafür jetzt ein Whitepaper mitsamt Checkliste erarbeitet, das kleinen Unternehmen dabei helfen kann.

Local SEO: Checkliste zeigt Möglichkeiten zur Verbesserug der Sichtbarkeit

Mithilfe von Local SEO könnt ihr euer Business nach vorne bringen. (Bild: Vector Goddess; Shutterstock)
Mithilfe von Local SEO könnt ihr euer Business nach vorne bringen. (Bild: Vector Goddess; Shutterstock)

Ihr betreibt ein Restaurant in Berlin, einen Fahrradladen in Münster oder ein Café in Hamburg, aber auf Google sind eure Webauftritte nicht gut zu finden? Damit verbaut ihr euch potenzielle Kunden, denn vor dem Weg zu einem Geschäft oder einem Laden wird oft die Websuche genutzt. Einer Studie von Google zufolge (PDF) suchen 80 Prozent (Stand: 2014) der User online nach lokalen Shopping-Optionen. Seid ihr in den Suchergebnissen weit oben zu finden, könnt ihr mit Wahrscheinlichkeit neue Kunden gewinnen.

Mit Marketingmaßnahmen, mit denen ihr eure Internetpräsenz für lokale Suchanfragen optimiert – auch Local SEO genannt – könnt ihr die Auffindbarkeit eurer Website verbessern. Zur Optimierung der lokalen Sichtbarkeit eures Auftritts könnt ihr diverse Schritte durchführen, die MOZ in einer übersichtlichen Infografik zusammengefasst hat.

Ein Klick auf den unten stehenden Ausschnitt öffnet die vollständige Infografik.

Local-SEO-Infografik. (Bild: MOZ)
Die Local-SEO-Infografik von MOZ. (Bild: MOZ)

Abgesehen von den speziellen Ratschlägen für unterschiedliche Unternehmensformen liefert MOZ auch diverse Tipps, die universell anwendbar sind. Dazu gehören beispielsweise technische Anforderungen, spezieller lokaler Content und einiges mehr. Darüber hinaus bietet MOZ ein umfangreiches Whitepaper, das ihr euch per E-Mail schicken lassen könnt.

Passend zum Thema: Local SEO: Das sind die wichtigsten Rankingfaktoren 2014.

via www.webdesignernews.com

12 Apr 11:04

Setting calendar permission in bulk

by Jos

A simple snippet that’ll allow you to give a certain group PublishingAuthor rights to all calendars in your organization:


$mailboxes = get-mailbox -Resultsize Unlimited
foreach ($mailbox in $mailboxes){
try{
Remove-MailboxFolderPermission -Identity "$($mailbox.alias):\Calendar" -User INSERTUSERORGROUPNAMEHERE -Confirm:$False -ErrorAction Stop | Out-Null
Add-MailboxFolderPermission -Identity "$($mailbox.alias):\Calendar" -User INSERTUSERORGROUPNAMEHERE -AccessRights PublishingEditor -ErrorAction Stop | Out-Null
Write-Host "$($mailbox.alias) processed" -ForeGroundColor Green
}catch{
Write-Host "$($mailbox.alias) failed" -ForeGroundColor Red
}

}

A warning though, calendar permissions in Exchange Online can easily become corrupted. I’ve been in touch with support several times, but their only fix is to tell the user to remove and reapply the permissions, which is a sure way to annoy your users during migration.

So, communicate this in advance!

12 Apr 11:04

Almost complete guide to flexbox (without flexbox)

12 Apr 11:01

How to Start Running

12 Apr 11:01

Drop-Down-Menüs: 5 moderne Alternativen für eine perfekte Nutzerführung – auch mobil

by Jessy Kösterke

Mit moderneren Websites und immer moderneren Design-Methoden verschwindet auch das klassische Drop-Down-Menü mehr und mehr. Wir zeigen euch fünf Alternativen, die sich jedem Design anpassen.

Das Drop-Down-Menü mag für manche nicht mehr zeitgemäß sein, gravierender aber ist: Es ist ungeeignet auf kleinen Screens wie zum Beispiel dem Smartphone. Benutzer wollen eine Navigation, die einfach zu bedienen und auf die nötigsten Funktionen beschränkt ist. Eine Navigation, die unabhängig vom Endgerät ist und überall gleich funktioniert. Doch wie lässt sich das umsetzen? Wir schauen uns heute deshalb fünf Alternativen zum klassischen Drop-Down-Menü.

Diese Alternativen eignen sich natürlich nicht für jeden Anwendungsfall – meistens sind sie auf wenige Menüpunkte beschränkt. Damit ein Menü nicht zu voll wird oder zu gequetscht wirkt, empfehle ich entweder eine Sitemap – oder, weniger relevante Menüpunkte in den Footer zu verschieben.

1. Das Parallax-Menü

(Screenshot: barrelandcrow.com)
(Screenshot: barrelandcrow.com)

Ob als Parallax-Effekt oder feste Ebenen, das Menü wird in Kategorien aufgeteilt und nimmt die ganze Seite ein. Es ist kein Untergang wenn nicht alle Menüpunkte auf den ersten Blick ersichtlich sind, Benutzer scheuen sich nicht davor zu scrollen – ganz im Gegenteil. Dadurch hat das Parallax-Menü einen großen Vorteil auf kleineren Screens wie Smartphones.

Aber ganz ohne Hilfe sollte man seine Besucher dann doch nicht stehen lassen. Ein kleiner Hinweis durch Icons sollte symbolisieren, wie es weiter geht oder was der Benutzer zu tun hat. Ebenso sollten die einzelnen Abschnitte sichtbar voneinander getrennt und die Klickbereiche über das ganze Feld gelegt sein.

2. Das Hamburger-Menü

True lässt den Inhalt von rechts einfahren. (Screenshot: true.agecy)
True lässt den Inhalt von rechts einfahren. (Screenshot: true.agecy)

Ja – Das umstrittene Hamburger-Menü. Spätestens seitdem die meisten Websites responsive sind und in mobiler Version gut aussehen, ist das Hamburger-Menü-Icon kein fremdes Symbol mehr. Wer das Menü nicht auf Anhieb findet, wird ausprobieren – das liegt schließlich in unserer Natur. Und keiner schreibt vor, dass das Icon aus drei waagerechten Strichen bestehen muss, man findet es inzwischen in den verschiedensten Variationen.

(Screenshot: tschibo.de)
Um Platz zu sparen, setzt Tchibo einfach das Wort „Menü“ mit in das Burger-Icon.(Screenshot: tchibo.de)

Ob der Inhalt hinter dem Menü nun von links, rechts, oben, als listenartige Aufzählung oder in Kreisen daher kommt, ist euch überlassen. Hamburger-Menüs schaffen Platz und geben dem Benutzer nur eine Möglichkeit. Und: Es funktioniert auf allen Geräten. Wie ihr diese leckere Hamburger Animation umsetzt, erfahrt ihr in diesem Artikel.

3. Das Raster-Menü

drop-down-alternative-katvig
Katvig integriert Bilder und einfache Animationen um Aufmerksamkeit zu erlangen. (Screenshot: katvig.dk)

Das Card-Design wird schon an vielen Orten im Web genutzt, warum nicht auch das Menü im Card-Design gestalten – wenn es die Menüpunkte und das Design möglich machen? Eine Aufteilung erfolgt in einem Raster mit verschiedenen Kästchen – und zwar so, dass der Besucher durch jede Karte auf eine andere Seite geleitet wird – wie bei einem Menü auch. Die Idee ist so einfach und intuitiv, dass jeder Besucher in der Lage ist zu navigieren – und mit Bequemlichkeit zu seinem Ziel gelangt.

Aufgrund der flexiblen Kästchen rutschen sie, je nach Größe des Endgeräts, in die richtige Position und sehen in jeder Auflösung gut aus. Um Aufmerksamkeit auf die einzelnen Bereiche zu lenken, kannst du mit Texten, Farben, Bildern und Videos spielen.

4. Fixiertes Menü

(Screenshot: t3n.de)
(Screenshot: t3n.de)

Einfach und benutzerfreundlich: Gerade wo der Trend zu langen One-Page-Seiten tendiert, helfen die fixierten Menüleisten deinen Besuchern, sich einfach durch die Website zu bewegen – eine einfache Menüleiste mit den wichtigsten Menüpunkten, die an relevanter Stelle fixiert wird. Die meisten fixierten Menüleisten sind erst etwas höher und schrumpfen dann beim Scrollen ein wenig zusammen.

Diese Variante ist eine der benutzerfreundlichsten Methoden. Natürlich kann man das in der mobilen Version nicht immer genauso umsetzten. Aber es gibt einige Methoden, wie das horizontale Scrollen, die ein fixiertes Menü weiterhin möglich machen.

(Screenshot: apple.com)
Apple hat in der mobilen Version die zweite Ebene in ein horizontales Menü verstaut, indem von horizontal gescrollt wird. (Screenshot: apple.com)

5. Das vertikale Seiten-Menü

(Screenshot: twitter.com)
(Screenshot: twitter.com)

Zwei der wohl bekanntesten Websites nutzen es – Facebook und Twitter. Gerade für Websites mit vielen Ebenen bietet sich eine solche Seiten-Navigation an. Beide Websites packen wichtige Inhalte in die Seiten-Navigation. Die schlichte und schlanke Übersicht ist optimal, um einfache und vor allem viele Textelemente auf einen Blick darzustellen.

Es ist dabei natürlich dir überlassen, ob sich die Navigation rechts oder links befindet, beides hat Vor- und Nachteile und hängt von der Gesamtaufteilung ab. Grundsätzlich sollte man nicht darüber nachdenken, ob das eine vom anderen Elemente ablenkt. Sieh es als Ganzes: Das eine Element vervollständigt das andere.

Und wie löst du dein Menü in Zeiten mobiler Seiten und Burger-Menüs?

12 Apr 11:00

CSS-Selektoren, aber so richtig: Die 10 besten Selektoren um den Quellcode aufzuräumen

by Jonathan Schneider

Nicht nur HTML5 hat viele neue Funktion erhalten um Webseiten, strukturell und funktional, aufzumotzen. Auch bei den Cascading Style Sheets (CSS) hat sich sehr viel getan. Viele neue CSS-Selektoren werden aber noch kaum oder wenig benutzt, da es auch weiterhin mit ID und Klasse umständlich funktioniert. Wir werfen jetzt einen Blick auf die neuen dynamischen Selektoren von CSS3.

„Viele Wege führen nach Rom.“ – Diesen Spruch hat sicherlich jeder schon einmal gehört. Nur leider ist nicht jeder Weg, der nach Rom führt, der Beste. So ist es auch mit CSS. Mit den richtigen CSS-Selektoren könnt ihr aber auch schnell den richtigen Weg finden und euren Quellcode sauber, flexibel und aufgeräumt halten.

Das CSS-Problem: Wenn Quellcode unübersichtlich wird

Benutzen wir ausschließlich nur die Selektierung über ID und Klassen, kann das Selektieren von dem ersten Element, dem letzten Element oder jedem zweiten Element den Quellcode verunstalten.

Beispiel: Falsch

Der HTML-Quellcode ist sehr unübersichtlich und schlecht zu verstehen. Zudem ist die Struktur nicht dynamisch und erfordert immer wieder die Adressierungen mit den Klassen.

<ul class="list">
<li class="startElement">Lorem ipsum</li>
<li class="boldElement">Lorem ipsum</li>
<li>Lorem ipsum</li>
<li class="boldElement">Lorem ipsum</li>
<li>Lorem ipsum</li>
<li class="boldElement">Lorem ipsum</li>
<li class="endElement">Lorem ipsum</li>
</ul>

.list li.startElement {
color: #f00;
}
.list li.boldElement {
font-weight:bold;
}
.list li.endElement {
color: #f00;
}

Beispiel: Richtig

Bei dieser Variante wird immer das erste Element und das letzte Element ausgewählt. Zudem wird automatisch über die Pseudoklasse :nth-child(2n) immer das zweite Element innerhalb der Liste ausgewählt und formatiert. Dies macht den CSS-Code nicht nur dynamisch und sauber, sondern sorgt auch für einen einwandfreien HTML-Quellcode.

<ul class="list">
<li>Lorem ipsum</li>
<li>Lorem ipsum</li>
<li>Lorem ipsum</li>
<li>Lorem ipsum</li>
<li>Lorem ipsum</li>
<li>Lorem ipsum</li>
<li>Lorem ipsum</li>
</ul>

.list li:first-child {
color: #f00;
}
.list li:nth-child(2n) {
font-weight: bold;
}
.list li:last-child {
color: #f00;
}

Mit diesem kleinen Beispiel können wir nachvollziehen, welche Auswirkungen gute CSS-Selektoren auf ein gesamtes Projekt haben können. Nicht nur die CSS-Dateien sind übersichtlich und dynamisch, sondern auch die HTML-Datei ist nicht überfüllt mit unzähligen Klassen und IDs. Besonders bei großen Projekten ist es wichtig, den Überblick zu bewahren.  Zu viele Klassen und IDs können schnell vertauscht werden und lähmen unsere Webseite.

Die CSS-Selektoren: Das sind unsere Top 10

1. Jedes n. Kind-Element auswählen

table tr:nth-child(2n) {
background-color: #999;
}

Jedes zweite Kind-Element wird ausgewählt und formatiert. In diesem Beispiel wird somit immer das zweite tr grau hinterlegt.

2. Leere Elemente verstecken

p:empty {
display:none;
}

Mit :empty werden alle Elemente selektiert, die keinen Inhalt besitzen. Dies ist praktisch um ggf. leere Elemente einfach auszublenden – hier alle leeren p-Tags.

3. HTTPS Links formatieren

a[href^="https://"] {
color: #0f0;
}

Über den Attribut-Selektor können Elemente mit einem bestimmen Attribut beziehungsweise Inhalt selektiert werden. Mit einem bevorstehenden ^ brauch nur der Anfang übereinstimmen. In unserem Fall überprüfen wir, ob der Link ein HTTPS-Link ist und wollen diesen in der Farbe grün formatieren.

4. Dateiformat überprüfen

a[href$=".pdf"] {
background-color: #fff;
}

Der Attribut-Selektor kann aber auch nur den hinteren Teil eines Attributes überprüfen. Dies funktioniert mit einem bevorstehenden $. Unser CSS-Code überprüft, ob der Link auf eine PDF-Datei verweist und formatiert den Link mit einem weißen Hintergrund. Natürlich könnte man hier auch beispielsweise ein PDF-Icon als Hintergrundbild definieren.

5. Vollständigen Inhalt eines Attributes überprüfen

div[class*="left"] {
float: left;
}

Wissen wir nicht, ob sich unser gesuchtes Keyword vorne oder hinten versteckt, können wir auch mit einem bevorstehenden * den vollständigen Inhalt prüfen. Es ist egal ob sich left in der Klasse vorne, hinten oder in der Mitte befindet.

6. Negationen mit not()

:not(p) {
color: #fff;
}

Sollen alle Elemente – bis auf p-Tags – ausgewählt werden? Kein Problem mit der Negationen :not(). In unserem Beispiel werden alle DOM-Elemente ausgewählt, die kein p-Tag sind und mit der Schriftfarbe weiß formatiert.

7. Aktive Checkbox oder Radiobox hervorheben

input:checked {
border: 1 solid;
}

Aktive Checkboxen oder Radioboxen werden mit einem Rand dargestellt. Werden diese abgewählt, verschwindet der Rahmen automatisch. Folgend gibt es auch noch die Pseudoklassen :enabled und :disabled, die deaktivierte oder aktivierte Elemente selektiert.

8. Geschwister-Elemente selektieren

p ~ ul {
background-color: #f00;
}

Geschwister-Elemente sind Elemente, die das gleiche Eltern-Element besitzen und somit sich auf einer Ebene befinden. Mit unserem Selektor werden alle Listen-Elemente mit einem roten Hintergrund formatiert, die sich auf der gleichen Ebene wie der p-Tag befinden.

9. Erstes Zeichen formatieren

p:first-letter {
text-transform: uppercase;
font-weight: bold;
font-size: 28px;
}

Mit :first-letter können wir das erste Zeichnen eines Elementes formatieren. Wir nutzen dies um den ersten Buchstaben von unserem p-Tag uppercase, bold und in 28px darzustellen.

10. Erstes oder letztes Element von einem Typ

article:first-of-type,
article:last-of-type {
margin: 10px 0;
}

Möchten wir von unserem Dokument das insgesamt erste oder letzte Element von einem Typ selektieren, können wir dafür die Pseudoklasse :first-of-type oder :last-of-type benutzen. In unserem Beispiel erhält das letzte und erste article-Element einen Abstand von 10px nach unten und oben.

Die richtigen CSS-Selektoren immer zur Hand!

Es gibt noch weitaus mehr praktische CSS-Selektoren, die euch bei eurer täglichen Arbeit helfen können. Nicht immer sind alle interessant und es muss abgewägt werden, welche wirklich Sinn ergeben. Wenn wir aber erstmal den Dreh raus haben und mit den neuen CSS-Selektoren vertraut sind, wollen wir diese auch nicht mehr missen. Egal ob kleine oder große Projekte, es ist immer sinnvoll effizient und produktiv zu arbeiten.

Welche neuen CSS-Selektoren benutzt ihr regelmäßig?

12 Apr 11:00

The Deep Learning Book

12 Apr 10:59

The Sugar Conspiracy

12 Apr 10:55

Office at Build 2016—new opportunities for developers

by Kirk Koenigsbauer

Today’s post was written by Kirk Koenigsbauer, corporate vice president for the Office team.

Today at Build 2016, Qi Lu announced three new Office-specific opportunities for developers: enhancements to the Microsoft Graph that can be used to build smarter business solutions; improvements to the add-in model, including support for Office for Mac 2016, centralized deployment and programmatic creation of solution-specific ribbons and buttons; and new extensibility features for Skype and Office 365 Groups.

Build smarter apps with Microsoft Graph and Office 365

Last November, we made the Microsoft Graph generally available, allowing developers to integrate data and intelligence from Microsoft services into their own apps. Today, we’re expanding the capabilities of the Microsoft Graph so developers can build even smarter apps—powered by data and insights from Office 365. Developers can now use the Microsoft Graph to access a user’s out-of-office status and recent email attachments. New APIs return “relevant documents” and suggestions for meeting times based on real-time calendar availability. And new web and device SDKs make it easier than ever to access the Microsoft Graph and surface Office 365 data in business solutions using simple drop-in integrations like the OneDrive file picker. In addition, we’re making applications that consume Office data more responsive by providing notifications through Microsoft Graph for changes to users’ mail, calendar and contacts.

One great example of these capabilities in action is DocuSign. On stage they showed how they’re using the Microsoft Graph to make the experience of digitally signing a document better. People who use DocuSign with Office 365 will be able to pick files directly from their OneDrive, search for signatories from their contacts and colleagues by expertise or phonetic name matches, and automatically be notified when a colleague to whom they are sending a document is out of the office. Another example is Zapier—a company focused on automating the more tedious parts of your day-to-day job. Using the new Excel REST API, exposed via the Microsoft Graph, they’re able to interact with a file sitting in OneDrive for Business and create actions in the Zapier service that result in adding data to the Excel spreadsheet.

Build native solutions in Office

Since introducing a new Office add-in platform with Office 2013, we’ve collaborated with companies like Uber, Yelp and PickIt, whose services are integrated directly into Office. Today, we’re excited to announce the extension of add-ins to Office for Mac (available later this spring), centralized deployment and programmatic creation of solution-specific ribbons and buttons.

For example, Starbucks is developing an Outlook add-in that allows people to send Starbucks e-gifts within Outlook and schedule meetings at nearby Starbucks locations instead of a conference room. In the future, Starbucks plans to enable employees to mobile order right within the Office experience—offering convenience and saving time.

Baydin has developed an add-in for Boomerang, which uses custom ribbon buttons to provide a suite of email productivity tools inside of Outlook, including one-click sharing of calendar availability and timed reminders for mails to which you don’t receive a reply. And the officeatwork Document Wizard add-in makes it easy to create professional Word documents based on data-driven templates. In each of these cases, developers and companies now have the ability to expand their reach and scale their innovation—through the familiar context of the Office platform.

Build solutions that engage users through conversations

At Build 2016, Satya and Qi described their vision for intelligent, contextual conversations as the new platform for apps, and Office is making that vision real with the new Skype Web SDK, Skype for Business App SDK and Office 365 Groups connectors.

The new Skype Web SDK and Skype for Business App SDK allow companies like MDLIVE to facilitate doctor/patient consultations through a mobile app using voice and video powered by Skype for Business. Making these features available is an important step in our Skype Developer Platform roadmap to combine the power of cloud voice, meetings and messaging with new cloud APIs and SDKs that work across a range of web and device platforms to drive new scenarios and help developers and partners reimagine how they engage and win customers. Check out the Skype Developer Platform site for more information.

Office 365 Groups connectors are also generally available today, and allow developers to push data from their own services into an Office 365 Groups conversation in Outlook. This means businesses can leverage familiar experiences to collaborate on and interact with data from these external services. We also announced that we will be bringing Office 365 Connectors to the Outlook inbox soon. Zendesk has built an Office 365 Groups connector that allows different departments working in Zendesk to easily escalate tickets to groups in Office 365. Colleagues can then collaborate on the ticket together to resolve the issue.

Sneak peek at Inking and Office on HoloLens

In addition to the Office extensibility enhancements, yesterday we also demonstrated two prototypes of exciting future Office inking experiences designed to make pen and ink a primary input across the Office apps. One example leveraged upcoming Windows capabilities for simultaneous touch and pen use, showing the ability to draw lines with a digital pen and line up objects against a ruler in PowerPoint that could be actively positioned with two fingers. And the other highlighted intelligent markup capabilities in Word, demonstrating how a pen could be used naturally—with simple gestures like crossing out words and phrases—to edit a document in Track Changes mode. These demos were a very early look at the types of things we’re working on, but they paint a picture of the potential for Windows and Office to push the boundaries of what’s possible with digital inking. Stay tuned for much more over the coming months.

Finally, we’re excited to announce that preview versions of the Office Universal apps are available in the Windows Store for download on HoloLens Development Edition. In addition to making your HoloLens a productivity device and demonstrating what the device can do, the ease with which the Office team was able to develop these HoloLens experiences based on our Word, Excel, PowerPoint and OneNote Universal Windows apps is an example of how developers can easily create incredible things for HoloLens leveraging their pre-existing code. Learn more about Office Apps on HoloLens here.

Get started today

The opportunity here is tremendous—smarter apps, deeper integration and richer conversations. So get started today! To learn more about the Office extensibility announcements at Build 2016, visit dev.office.com. There you can read more details about today’s news, sign up to join a vibrant and growing community and start taking advantage of the possibilities for developing on the Office platform.

—Kirk Koenigsbauer

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12 Apr 10:54

Kindererziehung: Wenn du immer machst, was du willst, wird nicht alles gut

by ZEIT ONLINE: Familie - Parvin Sadigh
Das narzisstische Ideal der Freiheit erschwert die Kindererziehung, glaubt die Psychotherapeutin Leibovici-Mühlberger. Ein Gespräch über tyrannische Kinder und Eltern
12 Apr 10:39

Kippende Drehachse: Eisschmelze lässt Erde taumeln – Jeden Tag eine neue „Klimasau“ durchs Dorf getrieben

Warum die Erde nicht mehr ganz rund dreht

[2] Die Erderwärmung lässt das Eis von Gletschern schmelzen. Das verändert die Verteilung der Masse auf der Erde. Das wiederum hat Einfluss auf die Polarachse, um die sich der Planet dreht: Sie und der Nordpol verschieben sich. Das wiederum bedeutet, dass die Erde aus dem Gleichgewicht gerät und zu taumeln beginnt. Das geht aus einer in der Zeitschrift "Science Advances" hervor.

"Die jüngste Abweichung von der Richtung des 20. Jahrhunderts ist sehr dramatisch", sagte der führende Autor der Untersuchung, Surendra Adhikari.

Wissenschaftler halten diese Änderung für harmlos. Jonathan Overpeck, Professor für Geowissenschaften an der Universität von Arizona, sagte jedoch, durch die Studie werde hervorgehoben, "wie real und hochgradig groß der Einfluss von Menschen ist, den sie auf den Planeten haben".

Wie hat sich die Erde vor dem (anthropogenen) Klimawandel gedreht

Leider bleiben die fleissig Klimaalarm produzierenden Forscher und unsere Medien die Antwort zur Frage schuldig, warum die Erde dann während der Eiszeiten vor 20.000 Jahren nicht durch das damals um viele Dimensionen größere Eis-Ungleichgewicht ganz „vertaumelt“ ist, wenn das aktuelle bereits „dramatisch“ sein soll.

Das Bild zeigt die damaligen Dimensionen (aktuell befindet sich die Erde im Bild bei „0“ Eisvolumen) und vor allem die Ungleichheit zwischen dem Verlauf der Eisvolumen zwischen der Nord- und Südhemisphere.

Bild [3] Verlauf der Erd-Eisvoluminas während der letzten Eiszei bis heute

Die Wissenschaftler muss man selbstverständlich loben. Schließlich zeigt deren Studie wie genau man heute dank Satelliten anscheinend messen kann. Auch dass schon wieder eine neue kleine Korrelation zwischen irgend etwas entdeckt wurde was zu neuen Vermutungen Anlass geben kann: „Doch die Wirkung der Eisschmelze bestimmt offenbar die Hauptrichtung der kreisenden Polwanderung“[1] hätte man vorher nie geahnt. Es ist eben einer der wichtigen, unendlich vielen klitzekleinen Meilensteine moderner Klimawissenschaft. Und so etwas ist dem Bürger natürlich sofort mitzuteilen.

Eine Verschwörungstheorie lässt jedoch auch vermuten:

Unsere „Leitmedien“ haben von der Regierung die Aufforderung bekommen, Frau Umweltministerin Dr. Hendricks medial zu unterstützen – denn Ihre Unterschrift zum Klimavertrag naht.

Die horrenten Ausgaben Deutschlands an Dritte-Welt Potentaten für alleine vom Klimawandel am sonst sicheren Reichtum und paradiesischen Zuständen gehinderte Entwicklungsländer (Klimahilfsfond) müssen dem Volk schließlich vermittelt werden. Wenn dem Bürger bei schlappen 100 Milliarden US$ jährlich vor den Augen taumelt, hilft nur die Information dass es der Erde dabei doch genau so geht. Dafür können Journalisten schon einmal beide investigativen Augen voll zudrücken. Der Abonnentenschwund lässt sich sowieso nicht aufhalten.

Quellen

[1] DER SPIEGEL auf facebook, 08.04.2016: Kippende Drehachse;Eisschmelze lässt Ede taumeln

https://de-de.facebook.com/DerSpiegel/posts/1025710840847234

[2] DIE WELT 09.04.16: Warum die Erde nicht mehr ganz rund dreht

http://www.welt.de/wissenschaft/article154164518/Warum-die-Erde-nicht-mehr-ganz-rund-dreht.html

[3] GeoForschungsZentrum Potsdam,Scientific, Technical Report STR 07/05, Ingo Sasgen et al.: Glacial-isostatic adju stment and sea-level change near Berkner Island, A ntarctica

12 Apr 10:37

Aber stimmt es auch? – Die Forschungen von Aaron Wildavsky 20 Jahre später

Das Verlangen nach Sicherheit ist dem Menschen angeboren, ist aber nichtsdestotrotz ein intellektuelles Laster. Solange die Menschen nicht geübt darin sind, von Urteilen über etwas ohne Beweise Abstand zu nehmen, werden sie durch sich todsicher gerierende Propheten in die Irre geführt, und es ist wahrscheinlich, dass ihre Führer entweder ignorante Fanatiker oder unehrliche Scharlatane sind. Unsicherheit zu ertragen ist schwierig, aber das gilt auch für die meisten anderen Tugenden“.

Die sich todsicher gerierenden Propheten sind Umweltaktivisten und Befürworter der globalen Erwärmung, die die Behauptung vor sich her tragen, dass sie die Einzigen Wissenden sind und die Einzigen, die sich um die Umwelt kümmern. Sie sind säkulare Missionare des neuen Paradigmas des Umweltaktivismus', welches sie zu einer Religion von Umweltaktivismus machten. 20 Jahre Doom-and-Gloom-Prophezeiungen von ihnen zusammen mit den von ihnen aufgerührten Ängsten erwiesen sich als unrichtig, während sich jene, die unrecht zu haben beschuldigt worden sind, als recht habend herausstellten.

Eine Verschiebung eines Paradigmas ist eine wichtige Änderung des Vorgehens oder der Hypothesen einer Gesellschaft, die alles in unterschiedliche Richtungen trägt; es kam mit der Verschiebung hin zu Umweltaktivismus. Die meisten Menschen akzeptieren ein neues Paradigma nur sehr zögerlich, weil sie die Änderung fürchten. Sie wissen, wenn es zu einer Änderung kommt, werden Einige geschädigt, und einige werden profitieren, aber die Furcht davor, geschädigt zu werden, steht im Vordergrund. Allerdings gibt es immer eine kleine Gruppe, die die Paradigma-Verschiebung aufschnappen und für ihre Agenda ausschlachten, entweder in finanzieller oder in politischer Hinsicht oder beidem. Sie werden zu „sich todsicher gerierenden Propheten“.

Wir alle sind Umweltaktivisten, aber einige Wenige griffen danach und behaupteten, dass nur sie sich um die Umwelt kümmern. Sie predigten uns dies aus moralisch hoher Perspektive. Globale Erwärmung wurde zum Zugpferd für ihre politischen Angriffe auf entwickelte Gesellschaften, weil sie nationale Grenzen überschritt und nach einer Eine-Welt-Lösung verlangte. Sie erzeugten und verbreiteten eine Vielfalt von Angst erzeugenden Stories über verschiedene Aspekte der Umwelt, um die Lüge am Leben zu halten. H. L.Mencken erklärte diese Objektive kurz und bündig mit zwei Aussagen:

Das ganze Ziel praktischer Politik ist es, die breite Masse im Alarmzustand zu halten (und ihnen daher lärmend vorzumachen, dass man sie in Sicherheit führen werde) mittels einer endlosen Folge von Kobolden und Geistern – die allesamt imaginär sind (hier).

Die Dringlichkeit, die Menschheit zu retten, ist fast immer die Maske für die Dringlichkeit, sie zu führen. Macht ist alles, was jeder Messias in Wirklichkeit anstrebt: nicht die Möglichkeit zu dienen. Das gilt selbst für die Pius-Brüder, die ihre Prinzipien nach außen tragen.

Die Stories bestehen aus einer Mischung von Makro- und Mikro-Dingen, die sich allesamt um die Behauptung ranken, dass sie eine direkte oder indirekte Folge der menschlichen Existenz sind, verschlimmert durch industriellen Fortschritt. Auf der Liste der Makros finden sich u. A. Wüstenbildung, Entwaldung, Aussterben von Spezies, Verlust von Habitaten, steigender Meeresspiegel, Zerstörung der Ozonschicht, gigantische Mülldeponien, Asbest-Kontamination, saurer Regen und Ozeanversauerung uvm. Die Liste der Mikros ist sogar noch länger und enthält u. A. die Erblindung von Schafen in Chile, deformiert geborene Frösche, geringere Spermazahlen beim Menschen, zerstörte Korallenriffe, eine Vielzahl von sinkenden Tierpopulationen, und so weiter und so fort, bis zum Erbrechen.

Ich weiß durch meine Mitarbeit in vielen Untersuchungsausschüssen, dass schon limitierte Ermittlungen sehr unterschiedliche Wahrheiten ans Licht bringen. Unter diesen Erfahrungen ist auch der Vorsitz in Anhörungen, um vermeintlichen Umwelt-Herausforderungen zu begegnen einschließlich der Bedrohungen für Luft, Boden, Wasser und Wälder. Ich war Vorsitzender des Hazardous Waste Committee [etwa: Komitee gegen übermäßigen Müll] der Stadt Winnipeg und habe Beweise erbracht für Verfahren, in denen es um Wetter, Klima und Umweltthemen ging. Der Unterschied zwischen der Berichterstattung in den Medien, dem öffentlichen Verständnis und den Fakten war riesig und erschütternd, aber trotzdem treiben diese Stories die öffentliche Politik. Nur wenige Politiker wagen es, sie in Frage zu stellen, und so erzeugen sie unnötige, ungeeignete und oftmals schädliche Politik. Wie moderne Kreuzfahrer streifen sie sich das grüne Mäntelchen über, nicht um sich den Fakten zu stellen, sondern um Vorwürfen zu begegnen, dass es ihnen egal ist.

Die Medien berichten diese Stories, weil Sensationalismus sich gut verkauft, und sie akzeptieren ohne Nachfrage die Behauptungen des Ausmaßes unserer Beeinflussung der Umwelt. In den USA haben die Medien bei der Ausfüllung der Rolle versagt, die Rolle auszufüllen, die ihnen von den Gründungsvätern des Kongresses im Jahre 1776 zugedacht worden war.

Das letzte Recht, das wir erwähnen sollten, betrifft die Pressefreiheit. Die Wichtigkeit hiervon besteht neben dem Voranbringen von Wahrheit in Wissenschaft, Moral und Kunst allgemein in seiner Ausbreitung liberaler Gefühle auf die Regierungs-Administration, in seiner angemessenen Kommunikation von Gedanken zwischen den Themen und in der konsequenten Verfolgung von Einheit unter ihnen, während unterdrückende Funktionäre beschämt oder getrieben werden, ehrbareres Verhalten zu übernehmen sowie eine bessere Art, mit Skandalen umzugehen.

Sie haben die Rolle der Akademiker nicht definiert, wahrscheinlich aufgrund der Annahme, dass sie nach der Wahrheit streben. Tatsächlich manifestieren sich in den Akademikern die sich ergebenden Probleme, wenn man Sozialhilfe bezieht. Henry Canby drückte es so aus:

Arroganz, Pedanterie und Dogmatismus sind berufliche Krankheiten von denjenigen, die ihr Leben danach ausrichten, das Intellekt der Jugend zu dirigieren.

Einige wenige Akademiker stellen die vorherrschende Weisheit in Frage, absichtlich oder zufällig, und sind sofort Ziel von Angriffen, darunter sogar Ausweisung oder Isolation. Judith Curry ist sich jetzt nur zu bewusst, was passiert.

Aaron Wildavsky war ein politischer Wissenschaftler, spezialisiert auf öffentliche Politik, Budgetierung der Regierung und Risikomanagement (hier). Wildavsky stellte sich dem entgegen, was Michael Crichton als die größte Herausforderung identifizierte, vor der die Menschheit derzeit steht. In einer Rede vor dem Commonwealth Club in San Francisco sagte er im Jahre 2003:

Man hat mich aufgefordert, darüber zu sprechen, was ich als die wichtigste Herausforderung ansehe, vor der die Menschheit steht, und ich habe die fundamentale Antwort. Die größte derzeitige Herausforderung für die Menschheit ist die Herausforderung zu unterscheiden zwischen Realität und Phantasie, Wahrheit und Propaganda Das Erkennen der Wahrheit war immer eine Herausforderung für die Menschheit, aber im Informationszeitalter (oder, wie ich es sehe, dem Desinformationszeitalter), wird es zu einer speziellen Notwendigkeit und Wichtigkeit.

Wildavsky machte sich auf, die Wahrheit zu erkennen bzgl. Umweltbedrohungen mittels Anwendung der angemessenen wissenschaftlichen Methoden beim Stellen einer Frage oder mit Experimenten. Er stellte die einfache Frage „aber stimmt das auch?“ (hier). Sie wurde später zu seinem posthum veröffentlichten Buch (1995). In das Experiment waren graduierende Studenten ohne wissenschaftliche Titel involviert, die der Frage nachgingen und nach Ursprung und Gültigkeit der verschiedenen Umweltstories forschten.

In einem Artikel aus dem Jahr 1995 wurden einige der Ergebnisse zusammengefasst:

•„Das DDT-Verbot, einer der ersten großen Triumphe der modernen Umweltbewegung (und ein Tribut an Silent Spring von Rachel Carson) hat „mehr Schaden als Nutzen“ gebracht.

Trotz der hysterischen Ängste von Eltern stellt Asbest in Schulen keine erkennbare Gefahr für Kinder dar.

Es gibt keine Beweise dafür, dass saurer Regen für die Umwelt eine außerordentliche Gefahr darstellt, außer an einigen wenigen isolierten Stellen (wie in paar Wälder in Hochlagen).

Die meisten gefährlichen Mülldeponien (darunter so notorische Deponien wie in Love Canal in New York State und Times Beach in Missouri) sind keine signifikante Gefahr für Anwohner. Das außerordentlich teure Superfonds-Programm der Regierung zur Beseitigung dieser Deponien ist alles in allem Geldverschwendung.

Es gibt keine glaubwürdigen Beweise, die die Angst vor der globalen Erwärmung stützen.

•„Es gibt keine glaubwürdigen Beweise für die Ozon-Zerstörung“, und es gibt gute Gründe für die Annahme, dass welche Zerstörung auch immer aufgetreten war, dies nichts mit FCKWs zu tun hat und dass es „starke Hinweise gibt, dass der Schaden durch Ozonzerstörung zwischen gering oder gar nicht schwankt“.

Heute, über 20 Jahre später, ist die Validität dieser Ergebnisse bestätigt. Sie sind alle Opfer von etwas, das Wildavsky als den grundlegenden Betrug des Absolutismus bei der Umweltbewegung identifiziert hatte. Er fragte:

Welche Norm legt fest, dass Gesundheit der einzige Wert oder auch nur der dominante Wert ist?“ - Was ist mit den anderen Werten? Was bedeutet eine marginal bessere Gesundheit im Vergleich zu Verlusten bei anderen Werten wie Freiheit, Gerechtigkeit und Vorzüglichkeit?“

In einem Beitrag für The Concise Encyclopedia of Economics hat Wildavsky das Aufkommen von Regierungs-Bürokratie geahnt, weil Politiker keine Fragen gestellt und sich selbst das grüne Mäntelchen umgehängt hatten.

Seit Ende der fünfziger Jahre ist die Regulierung von Risiken für Gesundheit und Sicherheit in politischen Debatten immer wichtiger geworden – und Maßnahmen. In seinen Bemühungen, die Bürger vor schwierig zu erkennenden Gefahren zu schützen wie industrielle Chemikalien und gegen offensichtliche Gefahren am Arbeitsplatz und anderswo, hat der Kongress die Autorität der Food and Drug Administration, der Environmental Protection Agency, der Occupational Health and Safety Administration, das Federal Trade Commission’s Bureau of Consumer Protection und andere administrative grüne Agenturen erzeugt oder verstärkt.

Bei meinem Auftritt vor der kanadischen parlamentarischen Anhörung zum Thema Ozon habe ich meinen vorbereiteten Vortrag nicht gehalten. Ich habe nämlich schnell erkannt, dass die Politiker beim Zuhören der Beweise und den Fragen von Anderen die wissenschaftliche Methode nicht verstanden. Sie erkannten nicht, dass eine wissenschaftliche Hypothese wissenschaftliche Spekulation ist, sondern betrachteten dies als Tatsache. Ich bot eine wissenschaftliche Spekulation auf der Grundlage von Beweisen an.

•Die Rotationsgeschwindigkeit der Erde verlangsamt sich.

•Das Magnetfeld schwächt sich seit 1000 Jahren ab.

•Falls das mit der derzeitigen Rate so weitergeht, wird das Feld in etwa 120 Jahren verschwunden sein.

•Einige Beweise zeigen Massen-Aussterben in Verbindung mit früheren Zusammenbrüchen.

•Der Schutz vor einigen schädlichen Strahlen der Sonne ist verschwunden.

•Einige behaupten, dass DNA besonders verwundbar ist, wenn sie ultravioletter Strahlung ausgesetzt ist.

Ich fragte, was meine Regierung plant, um diese Bedrohungen zu verhindern. Ich sagte ihnen, dass ich Dutzende solcher spekulativen Bedrohungen erzeugen könnte. Ihre Aufgabe und Herausforderung bestand darin herauszufinden, welche gültig waren, und dem Setzen von Prioritäten, weil sie nicht alles auf einmal angehen konnten. Wildavsky zeigt eine exzellente Synoptik von Risiken und Prioritäten in seinem in der Encyclopedia of Economics erschienenen Artikel mit dem Titel „Risk and Safety.

Die globale Erwärmung war eine weitere ungeprüfte Hypothese, genau wie alle anderen auch. Sie stellten niemals die in der wissenschaftlichen Methode fundamentale Frage: „Aber stimmt das auch?“. Stattdessen wurden alle jene attackiert, die zu fragen versucht haben. Die globale Erwärmung war größer als alle anderen falschen Bedrohungen, wie die Pariser Klimakonferenz 2015 gezeigt hat. Sie war verpackt in dem größeren Umwelt-Umschlag durch mächtige Personen, die annahmen, dass die Spekulationen Tatsachen waren. Die beste Anschauung zum Erkennen der schlimmsten Konfusion und der Zurschaustellung größten Unverständnisses, zu denen es durch die Akzeptanz der Spekulation als Tatsache gekommen war, ist die Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus. Es ist ein Paper, dass bereits im ersten Semester an Hochschulen durchfallen sollte. Es fehlen darin Beweise, es fehlen Erklärungen der Mechanismen, es fehlt Objektivität, und es ignoriert Entwicklung und Fortschritt als Teil der natürlichen menschlichen Evolution. Traurigerweise wurde es von sich todsicher gerierenden Propheten, von Medien, Akademikern und Lehrern hochgelobt, welche die Forderung der Gesellschaft nach Sicherheit repräsentieren und sicherstellen.

Link: http://wattsupwiththat.com/2016/03/26/but-is-it-true-the-research-of-aaron-wildavsky-twenty-years-later/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

12 Apr 10:37

Seit 30 Jahren erfolgt laut DWD- Daten die Forsythienblüte in Hamburg immer später.

Bild rechts: Blütenbeginn im Ostalbkreis erst am 5.April. Foto Kowatsch

Die Forsythie ist eine vom Deutschen Wetterdienst benutzte Zeigerpflanze für den Erstfrühlingsbeginn im März Eigentlich ist die Forsythie nicht besonders geeignet als Erstblütenbetrachtung, der DWD hat sie auch nicht ausgesucht, denn er erhielt mehr zufällig die lange Datenreihe. Und mit schöner Regelmäßigkeit behauptet die politisch besetzte Führungsriege des Deutschen Wetterdienstes einen früheren Frühlingsbeginn der Forsythienblüte an der Lombardsbrücke inmitten der großen Wärmeinsel Hamburg. Der immer frühere Beginn sei ein eindeutiger Beweis der Klimaerwärmung, die wiederum ausschließlich CO2 bedingt wäre.

Wir sind der Sache nachgegangen und haben uns zeitraubend die Daten seit 1980 aus einem Diagramm des Hamburger Bildungsservers besorgt. Die vielen uns angebotenen links in das DWD-Archiv endeten im Nichts bzw. auf der ersten Seite der Homepage. Eine einfache telefonische oder mail-Übermittelung beim DWD oder direkt beim Phänologen fand trotz mehrmaliger Anfrage auch nicht statt. Die Daten der letzten vier Jahre mussten wir uns einzeln aus den Tageszeitungen besorgen, wo man jedesmal auch lesen konnte, dass der Blütenbeginn sich verfrüht hätte. 2016 erhielten wir erst nach langem Suchen durch den Hinweis eines EIKE-Lesers.

Abb. 1: Vorsicht, nicht verwechseln, die violette Trendlinie steigt, das bedeutet aber nicht Erwärmung. Auf der linken senkrechten y-Achse sind nicht die Temperaturen aufgetragen, sondern die Kalendertage nach Neujahr. Je mehr Kalendertage, desto später der Forsythien-Blütenbeginn.

Die Überraschung ist groß. Die Hamburger Daten zeigen eine Verspätung seit 1987 und nicht die stets in allen Medien behauptete Verfrühung. Können die weniger naturwissenschaftlich ausgebildeten Reporter der Medien die Diagramme nicht lesen? Eine mögliche Erklärung des Sachverhaltes geben wir am Schluss des Artikels.

Wir stellen hier nur fest: Obwohl die Beobachtungsreihe mitten in der großen Wärmeinsel Hamburg aufgenommen wurde, und damit gar nicht die Bedingungen einer objektiven Beobachtung erfüllt, ist der Blütenbeginn genauso wie wir es bei anderen Frühblühern der freien Fläche beschrieben haben: http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/fruehlingsbeginn-in-deutschland-zeitiger-oder-leicht-verspaetet/

Seit 30 Jahren kommt das Frühjahr mit seinen Erstblühern etwas später und nicht früher, freilich bei sehr großer Streuung. Der Blütenbeginn der Forsythie verzögert sich sogar in der großen Wärmeinsel Hamburg.

Der Grund ist einleuchtend und logisch: Die Forsythienblüte verzögert sich, weil die Temperaturen der beiden Vorfrühlingsmonate laut DWD leicht fallend sind. Das zeigt das nächste Diagramm.

Abb. 2: Das Diagramm zeigt den Durchschnitt des Monates Februar und März. Im Spätwinter/Vorfrühling (Februar und März) blieb die von den „Klimamodellen“ vorhergesagte Erwärmung in Deutschland bislang aus. Die zusammengefasste Trendlinie beider Monate ist leicht fallend (nicht signifikant; sehr große Streuung!), sie deutet ein leichtes Kälter werden in den letzten 30 Jahren an.

Sinkende Temperaturen führen in aller Regel zu einem verspäteten Frühlingsbeginn.

Erg: Die vom DWD beobachtete Forsythienblüte der Stadt Hamburg zeigt seit 1987 einen deutlich verspäteten Frühlingsbeginn. Alle Veröffentlichungen in den Medien, dass just dieser Strauch an der Lombardsbrücke immer früher dran wäre, sind falsch.

Zur Vergewisserung suchten wir nach einer weiteren Forsythienreihe und wurden fündig. Der Phänologe Georg von Petersdorff-Campen in Seesen/Kirchberg schickte uns gerne seine eigenen Beobachtungsdaten der Forsythienblüte zu. Der Ortsteil Kirchberg hat 550 Einwohner und liegt südwestlich vom Harz. Bei der folgenden Grafik wieder beachten: Nach oben sind die Tage nach Neujahr aufgetragen. Je höher der Ausschlag, desto später der Blühbeginn. Eine steigende Trendlinie heißt Verspätung des Frühlingsbeginns.

Abb. 3: Seit 30 Jahren erfolgt die Forsythienblüte auch in Seesen/Kirchberg immer später, obwohl die letzten 3 Winter relativ mild waren. Die Beobachtung stimmt mit der Verspätung der Forsythienblüte in Hamburg überein. Wie zu erwarten ist der Blütenbeginn im eher ländlichen Kirchberg gegenüber der großen Wärmeinsel Hamburg allgemein um gut eine Woche später. Datenquelle: Phänologe Georg v. Petersdorff-Campen.

Ergebnis: Auch die Forsythienblüte in Seesen/Harz ist seit 30 Jahren verspätet, ganz wie dies nach dem Temperaturdiagramm 2 der beiden Vorfrühlingsmonate zu erwarten ist.

Ebenso mitbestimmend sind der Photoperiodismus (Tageslänge!) sowie die Sonnenscheindauer und der UV- Anteil im Sonnenlicht (wirkt blühhemmend!), Feuchtigkeit und Nachtfröste sowie trohische Faktoren (Nährstoff- Versorgung im weitesten Sinne). Auch die gestiegene CO2-Konzentration der Luft dürfte in den letzten 3 Jahrzehnten bei Gehölzen die Blühwilligkeit gefördert haben; was indirekt nach den Gesetzen der Wahrscheinlichkeit in Richtung einer leichten Verfrühung wirkt. In einem weiteren Frühlingsartikel, dessen Erscheinen für Ende April/Anfang Mai geplant ist, werden wir die Ursachen der Temperaturänderungen im Erst- und Vollfrühlingsmonat April erklären. Wir werden darin auch erklären, warum die Natur wegen sehr milder Winter nicht zwangsläufig aus dem Takt gerät, und warum eine Erwärmung viel mehr Vor- als Nachteile für Flora und Fauna hätte.

Ergebnis: Der Erstfrühling beginnt in Deutschland seit 30 Jahren etwas später. Alle Märzblüher wie Forsythien, Märzenveilchen, Buschwindröschen sind leicht verspätet. Wir führen das hauptsächlich auf die seit 30 Jahren insgesamt etwas kälter werdenden Monate Januar, vor allem aber Februar und den März zurück.

Teil II:

Wie kommt der DWD zu den gegenteiligen Behauptungen bei den Forsythien?

Im Gegensatz zu uns behauptet die Führungsriege und vor allem die Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes das genaue Gegenteil. Der DWD bietet auf seiner Homepage die folgende Grafik für Deutschland an. Das Diagramm beginnt 1951. Die Daten Deutschlands unterscheiden sich geringfügig vom Standort Hamburg/Lombardsbrücke.

Abb. 4: Seit 1951 verfrüht sich die Forsythienblüte in Deutschland. Quelle: http://tinyurl.com/Phaenologische-Jahreszeiten.

Anzumerken ist, dass es seit 1951 keine Beobachtungsreihen von Forsythien in Deutschland gibt, außer einer, nämlich dem Standort Hamburg/Lombardsbrücke. Der DWD hat obige Datenreihe auch durch eine Homogenisierung der Hamburg-Daten auf ganz Deutschland und aus neuzeitlichen Ergänzungen vieler anderer Standorte erhalten.

Kann man insbesondere aus den Hamburger Daten auf einen verfrühten Frühlingsbeginn seit 1951 und auf eine Klimaerwärmung schließen so wie die politische Führungsregie des DWD das stets behauptet? Selbst der DWD-Forsythien-Phänologe Jens Iska-Holtz, der die Hamburg-Daten erstellt, sieht das skeptischer.  Am 4. 3. 2012 hat er gegenüber einem Reporter von "Die Welt" erklärt: "...Dieser Trend zum Immer-früher-blühen (seit 1951) dürfe allerdings nicht allgemein als Zeichen des Klimawandels angesehen werden, sondern sei eine Besonderheit des urbanen Standorts, der andere Bedingungen für die Blüten schaffe. Die Umwelt' dieses urbanen Standortes wird ganz wesentlich durch die Stadt und ihre Temperaturen bestimmt…“ http://www.welt.de/print/wams/vermischtes/article13901980/Fruehling-ist-wenn-die-Forsythien-bluehen.html .

Hier zeigt sich erneut, dass die Sachkenner die Daten oft anders beurteilen als die politische DWD-Führungsriege, die ständig Beweise einer CO2-erwärmung finden wollen.

Nicht nur die Wärmeinsel Hamburg verfälscht die Datenreihen, sondern auch das Startjahr 1951 in der DWD-Grafik ist entscheidend. Wir haben beschrieben, dass die deutschen Temperaturen der letzten 100 Jahre einen sinusähnlichen Schwingungsverlauf zeigen mit einer Kältedelle in der Mitte des letzten Jahrhunderts. Und dieses Kälteloch zieht der DWD gerne für seine Betrachtungen heran. So auch bei der Forsythienblüte inmitten der Großstadt Hamburg. Nicht nur die Wärmeinsel Hamburg treibt den Blütenbeginn zeitlich nach vorne wie der DWD-Phänologe zu bedenken gibt, sondern auch das kalte Startjahr 1951 mit den kalten Folgejahren. Die Temperaturen sind heute höher als inmitten des Kältelochs 1951, sie waren es aber auch zu Beginn des 20 Jahrhunderts. Das zeigt uns das nächste Diagramm der beiden Vorfrühlingsmonate Februar und März.

Abb. 5: Aufgetragen ist der Durchschnitt der beiden Monate Febr./März=Vorfrühling. Um die Mitte des letzten Jahrhunderts verhielten sich die beiden Vorfrühlingsmonate genauso wie die anderen Monate. Sie waren kälter als heute, aber auch kälter als zu Beginn des Jahrhunderts. Der Verlauf ist nach den Originaldaten des Deutschen Wetterdienstes gezeichnet, also nicht einmal wärmeinselbereinigt.

Verlassen wir das Kälteloch als Betrachtungsbeginn. Es wurde wärmer, aber seit über einem Jahrzehnt auch wieder kälter. Der neuzeitliche Wärmehöhepunkt ist überschritten. Wir wollen wissen, seit wann die Forsythienblüte in Hamburg stagniert. Zur Info: der Standort Lombardsbrücke markiert den alten Verlauf der Stadtmauern Hamburgs und ist ein zentraler Ort der heutigen Stadt.

Abb. 6: Seit 1982, also seit 35 Jahren bereits haben wir bei der Forsythienblüte inmitten der Stadt Hamburg eine Stagnation. Der geringe Anstieg der Trendlinie=sehr leichte Verspätung ist nicht signifikant. Nächstes Jahr werden es aber 36 Jahre Stagnation sein. Im Schnitt erfolgt die Forsythienblüte inmitten der Großstadt Hamburg am 79.ten Tag nach Neujahr, das entspricht außer in Schaltjahren dem 20. März.

(Anmerkung: Der Blühtermin für 2016 ist von uns aufgrund Vergleichen mit anderen Beobachtungen auf den 22. März=82 Tage taxiert.)

Es ist bedauerlich, dass eine seriöse Behörde wie der Deutsche Wetterdienst durch eine fehlgeleitete Führungsriege die Deutsche Bevölkerung, aber wohl auch die Medien falsch informiert.

Denn wie in www.wetterspiegel.de, in einem Artikel vom 2.März 2016 über „Die Sprache der Pflanzen –Phänologie“ liest man nahezu überall diese Falschnachricht: „Tatsächlich gibt es bei den jahrelangen Beobachtungen der Blütenentwicklungen einen Trend, der zu einer deutlich früheren Blütenbildung tendiert. Grund dafür sind die milden Winter der letzten Jahre.“

Tatsache ist: Es gibt in den Phänologiedatenreihen der Forsythie auch beim DWD keinen Trend zur früheren Blütenbildung in den letzten Jahren, sondern seit gut 30 Jahren einen Trend zur späteren Blühentwicklung. Durch die drei letzten milden Winter wurde der Trend zur späteren Blüte nur etwas abgebremst.

Gesamt:

  1. 1) Seit 35 Jahren gibt es keine Verfrühung der Forsythienblüte in Hamburg mehr. Seit 35 Jahren ist die Trendlinie eben und zeigt keine signifikante Veränderung. Seit 35 Jahren argumentieren die Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes gegen die eigenen Daten, indem sie stets aufs Neue behaupten, dass die Erstblüte der Forsythie immer früher wäre und der Trend zur weiteren Erwärmung wäre ungebrochen.

2) Bei der kleinen Klimabetrachtungseinheit von 30 Jahren haben wir sogar eine nach oben steigende Trendlinie, die zeigt, dass sich seit 30 Jahren die Forsythienblüte auch in der Stadt Hamburg verspätet hat.

3) Bei einer Betrachtung seit 1951 müsste die richtige Antwort des DWD an die Medien lauten: Der Blütenbeginn des Forsythienstrauches in Hamburg hat sich bis 1980 verfrüht, seit 35/36 Jahren zeigt er eine Stagnation.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger Klimawissenschaftler

Stefan Kämpfe, Naturbeobachter und unabhängiger Klimawissenschaftler.

12 Apr 10:37

Klima-Sozialismus - Eine Buch-Rezension

Dient das alles nur der offensichtlich beabsichtigten Reduzierung von Leben auf dieser Erde oder ist es gar ein von langer Hand geplanter Völkermord verrückt gewordener, selbsternannter Gutmenschen?

Die beiden Autoren Gerhard Breunig und Dieter Ber führen den Kampf gegen die Mär der drohenden, vom Menschen verursachten Klimakatastrophe faktenreich fort. Sie legen schlüssig dar, dass die Schauermärchen nur einer kleinen Machtelite und den davon – vor allem – profitierenden NGOs nützen und zeigen auf, wie notwendig es ist, sich gegen den modernen „großen Sprung nach vorn“ zu wehren. Denn tun wir das nicht, ist der Weg in eine ungeahnte Armut für Millionen von Menschen nur noch eine Frage der Zeit.“

So wird das Buch „Klimasozialismus“ auf der Homepage des Verlages beschrieben – und wenn man die Lektüre der in der Tat verstörenden Fakten und Hintergründe gelesen hat, dann kann man den beiden Autoren nur zustimmen.

Das Buch von Gerhard Breunig und Dieter Ber zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass dem „Klima-Laien“ und dem interessierten Leser, der noch nicht so tief in den „Dschungel des Wahnsinns“ eingedrungen ist, vermeintlich komplizierte Zusammenhänge einfach und verständlich näher gebracht werden. Es macht dem nicht wissenschaftlich „vorbelasteten“ Leser (auf auch erheiternde Weise) klar, dass der Klima-Schwindel nur einer kleinen Gruppe von vermeintlichen Klima-Gutmenschen nützlich ist – in Form von Milliardengewinnen und allerlei Auszeichnungen und Ehrungen, die den narzisstischen Selbstbeweihräucherern nur allzu gut zu Gesicht stehen.

Lassen Sie sich nicht täuschen vom angeblichen menschengemachten Klimawandel. Nachdem Sie dieses Buch gelesen haben, haben Sie die Grundlagen, um den Schwindel zu entlarven. 

Gerhard Breunig, Dieter Ber "Klimasozialismus; Massenarmut – Millionen Tote – Niedergang der Kulturen. Was bezweckt der weltweite CO2-Schwindel wirklich? 294 Seiten als Hardcover erschienen im Juwelenverlag unter der ISBN Nr, 978 3 945822-38-8

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12 Apr 10:37

Ohne Energie keine Zivilisation Deutschland: Mit Vollgas in die Steinzeit

Bild rechts: Fortschritt 2050: Ultramoderne, rostfreie, garantiert carbonfrei hergestellte Messerklinge Marke „Flintstone“

Bei früheren Kreuzzügen ging es vorgeblich darum, das heilige Land von „den Heiden“ zu befreien. Heutzutage sind wir moderner. Die „Heiden“ werden mit Gummibärchen und Selfies willkommen geheißen, als Beelzebub haben wir stattdessen das CO2 ausgemacht, von dem die Welt und ihr Klima befreit werden müssen. Letzteres wurde im Dezember 2015 auf der denkwürdigen „Welt-Klimakonferenz“ COP21 in Paris beschlossen. Die Bundesregierung will dabei den Vorreiter geben und hat deshalb am 9. März 2016 der Unterzeichnung dieses „Klimaschutzabkommens“ zugestimmt. Die Unterzeichnungszeremonie soll am 22. April 2016, dem „Tag der Erde“, in New York stattfinden. Umweltministerin Barbara Hendricks betont, dass Deutschland damit zu den Erstunterzeichnern gehören werde. Schon am 19. März 2016 präsentierte sie der Nation einen Katalog von 89 Maßnahmenvorschlägen für den deutschen „Klimaschutzplan 2050“ und kündigte den weiteren „klimafreundlichen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft“ mit dem Ziel der „Treibhausgasneutralität“ an. Worin unterscheidet sich dies von gesellschaftspolitischen Ansätzen früherer Jahrtausende?

Ohne Energie keine Zivilisation

In der Geschichte der Menschheit haben nur wenige Herrscher bewusst auf eine Verelendung des eigenen Volkes hingearbeitet. Es gab natürlich jede Menge unfähiger Fürsten und Könige, doch hat kaum jemand von diesen ernsthaft versucht, einmal erreichte zivilisatorische Errungenschaften für seine eigenen Leute rückgängig zu machen. Im Gegenteil: Sieht man sich die Geschichte von Hochzivilisationen an, so sind Fortschritte für die Masse der Bevölkerung untrennbar mit der Verfügbarkeit von zusätzlicher Nahrung und Energie verbunden. Das Große an Karl dem Großen war nicht das Massaker an den Sachsen, sondern die Einführung der Dreifelderwirtschaft. Das dadurch verbesserte Nahrungsangebot kam letztlich allen zugute, und das war das entscheidende. Den herrschenden Klassen ging es nämlich auch schon vor Jahrtausenden gut, wie das Sterbealter  ägyptischer Pharaonenmumien oder die Grabinschriften römischer Patrizier unschwer beweisen. Die weit überwiegende Masse der Bevölkerung jedoch fristete selbst noch im 16. Jahrhundert ein kärgliches Dasein, das von Mühsal, Entbehrungen, Siechtum und frühem Tod geprägt war. Eltern mussten oft vier von fünf Kindern begraben, die durchschnittliche Lebenserwartung lag bis 1700 auch in Deutschland bei 30 Jahren, teilweise sogar noch darunter. Als einzige Energiequellen standen Reit- und Zugtiere sowie in geringem Umfang Wind- und Wassermühlen zur Verfügung.

Den Anstoß zu einer modernen Zivilisation, welche auch der Bevölkerung in ihrer Breite merklich zugute kam, gaben erst die Kohlegewinnung und die damit verknüpfte Einführung der Dampfmaschine ab etwa 1720. Damit erschloss sich die Menschheit den Zugriff auf thermische, mechanische und schließlich auch elektrische Energie in einem Ausmaß, das sich vorher niemand hatte vorstellen können. Dokumentieren lässt sich dies an zwei entscheidenden Kenngrößen: Der Zunahme des Ausstoßes an CO2 durch Verbrennung von fossilen Rohstoffen einerseits und der Zunahme der Lebenserwartung der breiten Bevölkerung andererseits, Bild 1. Nur die reichliche Verfügbarkeit von Energie ermöglichte die Entwicklung unserer modernen technischen Zivilisation mit den Errungenschaften für die gesamte Bevölkerung, die wir heute kennen und als selbstverständlich empfinden.


Bild 1. Erst die Verfügbarkeit von reichlicher und bezahlbarer Energie ermöglichte die Entwicklung der modernen technischen Zivilisation, wie wir sie heute kennen. Vereinfachte linearisierte Darstellung. Daten: [CDIA, LEBE, BPB] (Grafik: eigene Berechnungen)

Weltweit gelten diese Gesetzmäßigkeiten übrigens auch heute noch. Nach wie vor verfügen Millionen von Menschen nicht über die Energieressourcen, die ihnen unseren Lebensstandard ermöglichen würden. Das zeigt sich beispielsweise, wenn man die Lebenserwartung in verschiedenen Ländern mit dem jeweiligen Pro-Kopf-Ausstoß an CO2 in einem Diagramm aufträgt, Bild 2.

 

Bild 2. Zusammenhang zwischen Verfügbarkeit von Energie, ausgedrückt durch den nationalen Pro-Kopf-Ausstoß an CO2, und der durchschnittlichen Lebenserwartung. Daten: [CDIA, LEBE] (Grafik: eigene Berechnungen) 

Zivilisatorisches Niveau, ausgedrückt durch die mittlere Lebenserwartung, und die Verfügbarkeit von (fossiler) Energie sind daher nach wie vor eng verknüpft. Bei den CO2-Ausreißern nach oben handelt es sich meist um Länder mit überreichlichen Ressourcen an Öl und Gas sowie vergleichsweise geringer Bevölkerungszahl wie Katar, Brunei, Oman oder Trinidad und Tobago. In anderen Fällen dürfte es sich um kleine Inselnationen mit weit überdurchschnittlichem Flugverkehrsaufkommen durch Tourismus handeln. Deutschland liegt ebenso wie die meisten seiner Nachbarländer im Bereich zwischen 7-11 t CO2/Kopf und Jahr.

 

Energieverweigerung bedeutet Massenmord

Allen politischen Akteure, die heute publikumswirksam den weitgehenden oder vollständigen Verzicht auf die Verbrennung fossiler Rohstoffe predigen, müsste eigentlich klar sein, dass es nicht darum gehen darf, der Menschheit die Verfügbarkeit von Energie zu verwehren. Das liefe auf Massenmord in einem Ausmaß hinaus, wie es in der ganzen Menschheitsgeschichte bisher nicht dagewesen ist. Betroffen wären nicht nur die Länder der 3. Welt, sondern auch die Industrienationen, denn deren Infrastruktur und auch die gesundheitliche Robustheit der Bevölkerung sind viel empfindlicher als in Ländern der 3.Welt. Mit dem Technologieniveau des 16. Jahrhunderts könnte Deutschland nicht einmal die Hälfte seiner heutigen Bevölkerung ernähren. Wir hätten „Bio“ für die Reichen und Hungertod für die Massen. Ganz wie früher.

Diejenigen, die uns den Verzicht auf fossile Ressourcen predigen, müssen daher die Frage beantworten, welche Alternativen sie der Menschheit als Ersatz anbieten wollen. Die vielfach angepriesenen „erneuerbaren“ Energien wie Solar- und Windenergie sind hierzu untauglich [ELHI, IVAN, TASM], nicht zuletzt auch deshalb, weil es derzeit keine technisch wie wirtschaftlich vertretbaren Lösungen für die erforderliche Energiespeicherung gibt. Alle derzeit propagierten Konzepte stecken in den Kinderschuhen. Keine einzige hat sich bisher als ausreichend praxistauglich erwiesen, im Gegenteil: Diverse hochgelobte Inselprojekte wie El Hierro, Tasmanien oder die eine oder andere Nordseeinsel haben sich bisher stets als teure Flops erwiesen.

Als einzige andere Alternative bliebe dann noch die Kernenergie. Diese wird jedoch im Augenblick von den meisten selbst ernannten „progressiven Kräften“ mit aller Leidenschaft bekämpft. „Alternativloser“ Verzicht, wie er teilweise propagiert wird, hätte gerade bei den Ärmsten der Armen katastrophale Auswirkungen. Letztlich ist es egal, ob jemand umweltpolitisch oder kirchlich ausgerichtet ist oder schlicht und undifferenziert gegen „Sozialkapitalismus“ wettert: Er sollte sich hier und jetzt klarmachen, dass er der Weltbevölkerung von aktuell rund 7,4 Mrd. Menschen Wege anbieten muss, an günstige Energie zu gelangen, sonst gibt es mehr Opfer ideologischer Verblendung als jemals zuvor in der Geschichte.

 

Die Utopie einer deutschen „Treibhausgasneutralität“

Bis vor einigen Monaten verfolgte die Bundesregierung noch vorrangig das Ziel, die deutschen CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 auf 625 Mio. Tonnen/Jahr zu senken. Dieses wurde insbesondere im Rahmen von EU-Vereinbarungen propagiert. Ein Blick auf die tatsächliche Entwicklung zeigt jedoch, dass der Rückgang bereits weit oberhalb dieser Zielmarke zum Stillstand gekommen ist, Bild 3.


Bild 3. Der Rückgang der deutschen CO2-Emissionen ist faktisch zum Stillstand gekommen. Das für 2020 angestrebte Ziel dürfte um rund 190 Mio. t/a verfehlt werden. Daten: [STAT], eigene Berechnungen. 

Betrachtet man die Trendlinie, so dürfte das Ziel sogar um rund 190 Mio. t CO2/a verfehlt werden. Das entspricht glatten 30 %. Hierbei muss man noch ins Kalkül ziehen, dass wir in 2014 und 2015 zwei vergleichsweise milde Jahre in Folge hatten, was eine entsprechende Verringerung der heizungsbedingten CO2-Emissionen zur Folge hatte [AGEV]. Während man in ökopolitischen Kreisen lautstark über die „Verhagelung“ der CO2-Bilanz aufgrund des „zu kalten“ Jahres 2015 klagte, zeigt der Blick auf das langjährige Mittel 1981-2010, dass nicht nur das extrem milde Jahr 2014 mit 2453 sogenannten Gradtagen (was das ist? hier), sondern auch das angeblich zu kalte Jahr 2015 mit 2852 Gradtagen immer noch unterhalb des Durchschnitts von 2.993 Gradtagen lagen. Zudem war das Jahr 2015 außergewöhnlich sonnen- und windreich, was zu einem massiven Anstieg vor allem beim Windstrom (+ 50 % !) wie auch bei der Fotovoltaik (+ 7%) führte. All dies zusammen hatte entsprechende Auswirkungen auf die CO2-Emissionen. Realistisch betrachtet waren 2014 und 2015 also Ausnahmejahre mit außergewöhnlich niedrigen CO2-Emissionen.

Bei nüchterner Betrachtung der Zahlen zur Entwicklung der deutschen CO2-Emissionen kommt man zu dem Schluss, dass schon die bisherige Politik der Bundesregierung bezüglich der Verringerung der deutschen CO2-Emissionen gescheitert ist. Mit den üblichen Mitteln politischer und wirtschaftlicher Lenkung und Anreizbildung steckt man hier offensichtlich in der Sackgasse. Normalerweise müsste die Politik in einer solchen Situation einen Rückzieher machen. Im heute „alternativlos“gewordenen Deutschland ist die Reaktion jedoch eine andere.

 

Die Vision einer deutschen „Treibhausgasneutralität“

Doch beflügelt vom erfolgreichen Verlauf des großen Klimarettungs-Jamborees in Paris hat sich die Bundesregierung in Person der Ministerin Hendricks stattdessen jetzt noch viel ambitioniertere Ziele gesteckt. Zwar sind konkrete Zahlenwerke noch nicht veröffentlicht, doch sollen schon bis Mitte 2016 gesetzliche Vorgaben erarbeitet werden, welche den CO2-Ausstoss Deutschlands bis zum Jahre 2050 um rund 85 % drücken sollen. Wichtige Eckpunkte des „Klimaschutzplans 2050“ sind bereits bekannt [EIKE] und lassen Schlimmes befürchten.

So soll im Autoland Deutschland, wo etwa jeder siebte Industriearbeitsplatz direkt oder indirekt am Automobil hängt, der Verkauf von Verbrennungsmotoren für den Einsatz bei Transport und Verkehr schon ab 2030 verboten werden. Da die Modellpolitik der Hersteller über lange Zeiträume geplant werden muss, bedeutet dies mehr oder weniger das Aus für wesentliche Teile der Branche innerhalb der nächsten paar Jahre. Hausbesitzer sollen durch „Straf-Grundsteuern“ und eine Umstellungspflicht auf „EE-Heizungen“ zu unrentablen Investitionen in angebliche „Energiesparmaßnahmen“ gezwungen werden. Zusätzlich flankiert werden soll dies durch Brennstoffsteuern auf Öl- und Gasheizungen. Innerorts soll das Verkehrstempo grundsätzlich auf 30 km/h begrenzt werden, für Autobahnen sollen 120 km/h gelten. Die Stromproduktion soll verringert werden. Ein besonderes „Schmankerl“ ist hierbei die beabsichtigte Beendigung des Kohleeinsatzes in Kraftwerken bereits ab 2035. Da die Kernenergie sogar noch früher, nämlich bis 2022 auslaufen soll, wäre Deutschland bezüglich seiner Stromversorgung dann weitgehend auf Windmühlen, Solarpaneele, Biomasse und etwas Wasserkraft beschränkt. Zur Stabilisierung der Netze stünde lediglich noch ein wenig Erdgas zur Verfügung Die Blaupause hierfür liefert unter anderem ein jetzt bereits verabschiedetes Gesetz für das Land Berlin [EWBE, EWB2], siehe Bild 4.

Bild 4. Die vom Land Berlin im Rahmen seiner Klimaschutzgesetzgebung festgelegten Maßnahmen sehen bis 2050 eine Reduzierung der CO2- Emissionen um 85 % vor (Grafik: [KLNB])

 

Utopische Vorstellungen beim Strom

Unterzieht man die bis jetzt bekannten Eckdaten der Politik beispielsweise bezüglich der Stromerzeugung einem Plausibilitätstest, so stellt man schnell fest, dass es sich hier um politische Vorgaben handelt, die in der Realität gar nicht umsetzbar wären. Das beginnt bereits mit der aktuell von verschiedenen Quellen erwarteten Verringerung der Stromproduktion von rund 10 % seit 1990 bis zum Jahr 2050, Bild 5.


Bild 5. Laut aktuellen Daten von AGEB und Prognosen von Statista wird eine Rückgang der Stromproduktion von 1990 bis 2050 um ca. 10 % erwartet (Daten: [AGE2, STA2] 

Als Begründung für die allgemein erwarteten Reduzierungen bei der Stromerzeugung werden u.a. Effizienzsteigerungen und der Einsatz „smarter“ Energieverteilungstechnologien angeführt. „Smarte“ Netze sollen dafür sorgen, dass Strom vorrangig dann genutzt wird, wenn er aufgrund geeigneter Wetterlagen reichlicher vorhanden und damit billiger ist. Das ist so weltfremd, dass man sich fragen muss, welchen Leuten man denn da das Steuerrad für das Land übergeben hat. Bei einigermaßen realistischer Betrachtung gibt es nämlich weder im privaten noch im gewerblichen Bereich viele Möglichkeit, zeitlich „flexibel“ auf ein erratisch schwankendes Stromangebot zu reagieren. Im Privatbereich ist es der Lebensrhythmus der Bewohner, der festlegt, wann gebadet, gekocht oder der Fernseher eingeschaltet wird, und es ist schlechterdings kaum vorstellbar, dass ein Bundesligaspiel oder ein Boxwettkampf um eine Stunde verzögert würden, weil dann billigerer Windstrom zur Verfügung stünde. Auch im gewerblichen Bereich mit seinen synchronisierten Abläufen ist die Vorstellung, tausende Mitarbeiter Däumchen drehen zu lassen, weil bei den Windmühlen gerade Flaute herrscht, so aberwitzig, dass man darüber gar nicht zu diskutieren braucht. Dass dennoch selbst große Unternehmen der Energiebranche in teuren Werbekampagnen suggerieren, in Zukunft werde sich der Verbrauch anders als bisher nach dem Angebot richten, sollte eigentlich strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

 

Hinweg mit den fossilen Energien?

Der Gesamtenergieverbrauch Deutschlands im Jahre 2015 erreichte 13.306 Petajoule (PJ) [AGEB], was in etwa 3.700 TWh entspricht. Hiervon stammten lediglich 1670 PJ bzw. ca. 460 TWh (12,5 %) aus „erneuerbarer“ Energieerzeugung, der Rest von 3.240 TWh aus fossilen Energien bzw. aus Kernkraftwerken. Geht man davon aus, dass die Bundesregierung vorhat, den CO2-Ausstoss aus der Verbrennung fossiler Rohstoffe um 85 % zu reduzieren, so dürften im Jahre 2050 nur noch rund 158 Mio. Tonnen CO2 emittiert werden, siehe Bild 3. Bei der Verbrennung von Erdgas entstehen rund 219 g CO2/kWh [VDS]. Rechnet man diese Werte entsprechend um, so dürften 2050 noch maximal 2.600 PJ Energie aus Erdgas gewonnen werden. Erdgas wäre die einzige noch sinnvoll nutzbare Quelle, denn Kohle und Erdöl kämen wegen ihrer deutlich schlechteren CO2-Bilanz nicht infrage, Bild 6. Verglichen mit dem heutigen Gesamt-Energiebedarf der Nation müssten also zusätzliche 9.040 PJ bzw. 2.510 TWh allein durch Strom aus „sauberer EE-Erzeugung“ zur Verfügung gestellt werden, um auch nur den aktuellen Stand der Energieversorgung aufrechtzuerhalten. Hierfür kämen ausschließlich zwei Technologien infrage: Wind und Fotovoltaik. Alle anderen „EE“-Technologien sind faktisch bereits ausgereizt und können keine wesentlich höheren Beiträge als bisher liefern. Zusammen haben Wind und FV 2015 insgesamt 124,5 TWh Strom geliefert. Um auch noch den Rest zu erzeugen, müsste ihre Kapazität demnach um den Faktor 20 gesteigert werden. Da uns die „Energiewende“ bisher bereits mehr als eine halbe Billion € gekostet hat, kämen demnach Kosten von mehr als 10 Billionen € auf uns zu, nur um unseren heutigen Status im Bereich der Energieversorgung zu erhalten. Und das noch ohne Berücksichtigung der zusätzlich erforderlichen Investitionen in Infrastruktur.


Bild 6. Im Vergleich zu anderen fossilen Rohstoffen weist Erdgas die geringsten CO2-Emissionen auf (Grafik: [VDS])

 

Der „vergessene“ Strombedarf

Noch grotesker werden die Vorstellungen der Politik, wenn man sich ansieht, welcher zusätzliche Strombedarf allein schon durch die Umstellung einiger wichtiger Bereiche wie Verkehr und Heizung in Zukunft entstehen würde. Während die Politik und die „grünlinken“ Lobbyverbände und Thinktanks von einer Verringerung der Stromproduktion fabulieren, sähe die Realität ganz anders aus. Allein die Umstellung des PKW-Verkehrs auf E-Mobile würde einen zusätzlichen Strombedarf von mindestens 135 TWh bedingen, das sind gut 20 % der derzeitigen Jahresproduktion von 647 TWh [AGE2]. Hinzu kommt der gewerbliche Verkehr, denn man müsste ja auch LKW, Busse und evtl. Schiffe auf E-Antriebe umstellen. Hierfür müssten jährlich weitere 64 TWh Strom bereitgestellt werden. Vom Flugverkehr wollen wir in diesem Zusammenhang gar nicht erst reden.

Der eigentliche 400-Pfund-Gorilla des künftigen Stromverbrauchs lauert aber in den Bereichen Heizung, Warmwasser und industrieller Prozesswärme. Will man diese CO2-frei gestalten, so muss man von Gas oder Öl auf Elektrizität umstellen. Insgesamt benötigte Deutschland im Jahre 2015 866 Terawattstunden (TWh) an Erdgas [AGEB]. Hiervon wurden 384 TWh in Haushalten und Kleingewerben eingesetzt, 360 TWh in der Industrie und 110 TWh in Kraftwerken und Heizanlagen [AGEB]. Durch Strom ersetzbar sind etwa 66 % des Anteils der Haushalte. (Der Einsatz von Wärmepumpen ist nur im Bereich von Niedertemperaturanwendungen wie Heizung und Warmwasser sinnvoll). Der Energiebedarf einer Wärmepumpenheizung liegt bei rund 1/3 dessen, den die bisherige Heizung benötigte [FAWA]. Der zusätzliche Bedarf an elektrischer Energie für die Wärmepumpen kann in etwa auf jährlich rund 200 TWh geschätzt werden (Erdgas und Erdöl zusammen). Bei den industriellen Anwendungen lassen sich wegen des meist deutlich höheren Temperaturniveaus grob geschätzt nicht mehr als 20 % einsparen, so dass hier wiederum ein zusätzlicher jährlicher Strombedarf von 290 TWh erforderlich wäre. Noch außen vorgelassen wurden bei dieser Betrachtung das leichte Heizöl in der Industrie sowie der Einsatz von Kohle bzw. Koks in der Stahlerzeugung.

Zählt man diesen zusätzlichen Strombedarf einmal zusammen, so landet man bei insgesamt 690 TWh/ a. Zusammen mit den bereits jetzt erzeugten 647 TWh/a müsste unser Kraftwerkspark daher 2050 insgesamt 1.340 TWh bereitstellen, das sind über200 % mehr als heute. Die Differenz zu den „offiziös“ verbreiteten Planzahlen ist auf gut Deutsch erschreckend.

 

Großangriff auf die Hausbesitzer

Hinzu kommt die Frage, welche Kosten denn zusätzlich noch auf unsere Bevölkerung zukämen, beispielsweise durch die Umstellung der Heizsysteme. Wie Bild 7 zeigt, haben unsere Häuslebauer in den letzten Jahren in erster Linie auf Erdgas- und daneben auf Erdölheizungen gesetzt.


Bild 7. Bei den Heizungen dominieren mit deutlichem Abstand Erdgas und Erdöl (Grafik: [AGEV]) 

Der Einsatz von Fernwärme dürfte wegen des gesetzlichen Drucks zur Reduzierung von CO2-Emissionen in den nächsten Jahren drastisch zurückgehen. Fernwärme- und Heizkraftwerke funktionieren nur mit Verbrennungsprozessen, und die Ressourcen an Pellets und Biomasse sind bereits heute nahezu ausgereizt. Man mag sich gar nicht vorstellen, was es bedeutet, wenn der Staat darangeht, die Besitzer von rund 29 Mio. bestens funktionierender und teils sogar hochmoderner Heizungsanlagen (19 Mio. Erdgas-, 10 Mio. Ölheizungen, Zahlen nach [AGEV]) zu zwingen, für schätzungsweise kumulierte 700-750 Mrd. € auf elektrisch betriebene Wärmepumpensysteme umzustellen [HEIZ, HEI2]. Hinzu kommen noch weitere staatlich verordnete „energetische Sanierungsmaßnahmen“. Wenn dann auch noch die Zinsen anziehen, dürfte so mancher Häuslebauer aufgeben müssen. Industriebetriebe dürften in Scharen abwandern. Auf Deutschland werden wohl noch sehr „interessante Zeiten“ zukommen.

Fred F. Mueller

 

Quellen

[AGEB] Energieverbrauch in Deutschland im Jahr 2015. ageb_jahresbericht2015_20160317_final

[AGE2] www.ag-energiebilanzen.de/index.php

[AGEV] Energieverbrauch in Deutschland. Daten für das 1.- 4. Quartal 2015. Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen e.V.

[BPB] www.bpb.de/politik/grundfragen/deutsche-verhaeltnisse-eine-sozialkunde/138003/historischer-rueckblick

[BURN] www.welt.de/politik/deutschland/article122939590/Die-Frau-die-bei-der-CDU-Burning-Barbara-heisst.html

[CDIA] cdiac.ornl.gov/trends/emis/meth_reg.html

[EWBE] Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt. Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der Energiewende und zur Förderung des Klimaschutzes in Berlin (Berliner Energiewendegesetz – EWG Bln)

[EWB2] www.berliner-e-agentur.de/news/land-berlin-beschliesst-energiewendegesetz

[HEIZ] www.heizsparer.de/heizung/heizungssysteme/heizungsvergleich/heizungsvergleich-einfamilienhaus

[HEI2] www.co2-emissionen-vergleichen.de/Heizungsvergleich/CO2-Vergleich-Heizung.html

[KLNB] www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/klimaschutz/studie_klimaneutrales_berlin/

[EIKE] www.eike-klima-energie.eu/news-cache/klimaschutzplan-2050-morgenthauplan-20/

[ELHI] www.eike-klima-energie.eu/energie-anzeige/100-ee-millionengrab-el-hierro-windenergie-unreif-fuer-die-insel/

[IVAN] www.eike-klima-energie.eu/news-cache/ivanpah-das-groesste-us-solarprojekt-koennte-gezwungen-werden-abzuschalten/

[LEBE] www.lebenserwartung.info/index-Dateien/ledeu.htm

[STAT] de.statista.com/statistik/daten/studie/2275/umfrage/hoehe-der-co2-emissionen-in-deutschland-seit-1990/

[STA2] de.statista.com/statistik/daten/studie/182020/umfrage/prognose-zur-bruttostromerzeugung-in-deutschland-bis-2050/

[TASM] www.eike-klima-energie.eu/news-cache/inseln-sind-mit-dem-versuch-gescheitert-sich-zu-100-mit-gruener-energie-zu-versorgen-und-kehrten-zurueck-zu-diesel/

[VDS] www.erdgas.ch/erdgas/umwelt/emissionswerte/

 

12 Apr 10:37

Wie der Deutsche Wetterdienst seine Daten einseitig auswertet

Doch in diesem Artikel soll nicht die Höhe der Wärmeinselbereinigung um Vergleichbarkeit herzustellen im Vordergrund stehen, sondern die real vom DWD veröffentlichten Temperaturdaten. Aus diesen Daten liest die Führungsspitze einen Beweis für die angeblich C02-menschengemachte Klimaerwärmung heraus, so auch vor kurzem bei der Presseerklärung am 7. März. Wie das geschieht, soll hier erklärt werden.

Als Beispiel wählen wir die Jahreszeit Winter, zunächst über einen längeren Zeitraum

Grafik 1: Im Diagramm sind die letzten 107 Winter aufgetragen. Es wurde keinesfalls immer wärmer wie der DWD das in seinen Presseerklärungen suggeriert, sondern der Winter hatte zu Beginn des letzten Jahrhunderts einen Höhepunkt, fiel dann kurz nach der Mitte – von 1945 bis 1965- in eine Kältedelle, um sich dann daraus wieder emporzuarbeiten. Momentan sind wir wieder auf einem Höhepunkt, bzw. hinter einem Wendepunkt angelangt.

Eine Frage zur Anregung an den Leser sei erlaubt: Was sind nun die „normalen“ deutschen Wintertemperaturen?

Grundsätzlich ist der Temperaturverlauf aller Jahreszeiten und Monate in den deutschen Temperaturdaten ähnlich. Auch der erste Frühlingsmonat März verhält sich ähnlich, die Kältedelle beginnt nur etwas früher.

Grafik 2: Monat März im gleichen Betrachtungsraum. Auch der März zeigt in den letzten 100 Jahren zwei Temperaturhöhepunkte und eine Kältedelle. Da die Kältedelle etwa fünf Jahre früher war wie bei den drei Wintermonaten, haben wir auch den Wendepunkt in der Gegenwart schon überschritten, die polynome Trendlinie zeigt bereits am Schluss nach unten.

Im Wesentlichen verhalten sich die Deutschlandtemperaturen nach einer sinusähnlihcen Schwingung. Die Kältedelle, also der untere Wendepunkt der Sinusschwingung lag in der Mitte des letzten Jahrhunderts bei manchen Monaten etwas früher, bei anderen wie beim April (hier nicht aufgeführt) etwas später.

Diese Grafik 2 zeigt, dass die stetig zunehmende CO2-Konzentration in der Luft von damals (1920) 0,03% auf heute 0,04% keinen statistischen Zusammenhang zeigt mit dem vom Deutschen Wetterdienst gemessenen Temperaturverlauf. Die leichte CO2-Zunahme kann nicht bis 1960 die Temperaturen erniedrigen, und dann wieder ansteigen lassen. Betrachtet man das Deutsche Jahresmittel ab dem Beginn der 2000er Jahre, also den Zeitraum, in dem die CO2- Konzentration besonders stark gestiegen ist, so zeigt sich praktisch keine Temperaturzunahme mehr:

Grafik 3: Seit dem Beginn der 2000er Jahre stagnieren in Deutschland die Temperaturen- trotz stark steigender CO2- Werte.

Der Trick der CO2-Erwärmungsverkünder

Um das Märchen der sich ständig fortsetzenden und stetig steigenden Erwärmung den Medien und damit den Deutschen zu verkaufen, betreibt die Führungsriege des DWD ein ausgesprochenes Cherry-picking.

  1. Der wahre vom DWD ermittelte Temperaturverlauf wie oben aus den Grafiken ersichtlich, wird nicht erwähnt. Der Sinusverlauf der Temperaturen wird verschwiegen.

  2. Als Startpunkt der Betrachtung nimmt der DWD entweder die Jahrhundertmitte oder die Kältedelle vor 1900 und veröffentlicht dann die linear steigende Trendlinie bis zur Gegenwart. (siehe Grafik 4)

Mit dem international gültigen Vergleichszeitraum von 1961 bis 1990 steht dem DWD derzeit auch noch das Definitionsglück zur Seite, was der DWD als Vergleich nehmen darf. Der Großteil des international gültigen Betrachtungszeitraumes befindet sich noch in der Kältedelle. Bei diesem gewählten Betrachtungsansatz ist diese Aussage vom 7.März dieses Jahres –siehe DWD homepage- „In Deutschland waren 23 der insgesamt 25 Jahre seit 1991 zu warm“ sogar richtig, wobei der Ausdruck „zu warm“ bewusst falsch gewählt ist. Dann müsste man die Kältedelle nämlich als Normaltemperatur für Deutschland ansehen, womit bestimmt niemand einverstanden sein kann.

Diesen Betrachtungstrick des DWD erklären wir nun an einem Beispiel: Mit einem gewählten Startbetrachtungsjahr 1954 in der Kältedelle und einer linearen Trendlinie erscheint dann folgendes Diagramm, aus welchem der DWD und die anderen CO2-Erwärmungsanhänger weitere Prognosetricks ableiten:

Grafik 4: Mit 1954, dem Startjahr der Betrachtung haben wir ein Jahr in der Kältedelle gewählt, die Trendlinie zeigt eine stetige Fortsetzung der Erwärmung. Dabei verschweigt der DWD nicht nur die Kältedelle, sondern er manipuliert auch noch die Zukunftsbetrachtung.

Trick 4: Das Diagramm ist nur eine Momentaufnahme für den gewählten Zeitraum. Die steigende Trendlinie besagt lediglich, dass es in der Gegenwart wärmer ist als in der Jahrhundertmitte.

Trick 5: Der DWD behauptet nun wie alle C02-Erwärmungsgläubigen, dass diese steigende Trendlinie ein Beweis der Zunahme der Kohlendioxidkonzentration in der Luft wäre. Zufällig gleich laufende Trendlinien sind wissenschaftlich aber kein Beweis. Erst durch einen Bestätigungsversuch muss wissenschaftlich eine kausale Beziehung bewiesen werden.

Trick 6: Es wird behauptet, dass sich die Trendlinie auch in den nächsten Jahrzehnten ungebremst fortsetzen würde. Dabei wird meist noch orakelt, dass es auch viel schlimmer kommen könne. Reine Softwarespielereien sollen diese Zufallsbehauptungen dann bestätigen und die Menschen ängstigen.

Dabei weiß jeder Statistiker, dass die Trendlinie nur für den Zeitraum gilt, der im Diagramm ausgewiesen ist. Eine Trendlinie beschreibt somit die Vergangenheit und keine Zukunft. Doch welcher Reporter unserer ideologisierten Medien weiß das schon?

Jede Trendlinie beschreibt einen Zeitraum der Vergangenheit. Da wir schon erklärt haben, dass die Deutschlandtemperaturen über die letzten 110 Jahre nach einer Sinusschwingung verlaufen und wir momentan den jüngsten Wendepunkt bereits überschritten haben, fragen wir uns stets, bei welchem Zeitpunkt vor dem Wendpunkt wir inzwischen wieder angelangt sind.

Wir wollen also wissen, seit wann die Temperaturen auf diesem neuzeitlichen Wendepunkt der sinusähnlichen Temperaturschwingung stagnieren.

Grafik 5: Die Wintertemperaturen stagnieren seit 30 Jahren, obwohl die letzten 3 Winter relativ mild waren. Nächstes Jahr werden es dann 31 Jahre Stagnation sein.

Diese Stagnation, die jeder Monat zeigt –siehe nächste Grafik- wird von der Führungsriege des DWD sogar bestritten und entgegen den eigenen Daten behauptet, der Trend zur Erwärmung sei ungebrochen. Diese Aussage, die erst jüngst in einer persönlichen mail des Pressesprechers Gerhard Lux einem der Autoren gegenüber gemacht wurde, muss man eigentlich als eine glatte Lüge bezeichnen. Wir möchten aber nicht so hart ins Gericht gehen, es könnte sich auch lediglich um einen Mangel an naturwissenschaftlicher Ausbildung handeln.

Ergebnis: Es gibt keine 60jährige kontinuierliche Erwärmung der deutschen Winter, sondern lediglich einen 30jährigen Anstieg aus der Kältedelle heraus und einen 30jährigen Stillstand.

Seit wann stagnieren die Frühlingstemperaturen?

Antwort: seit 27 Jahren, das zeigt die nächste Grafik. Da wir uns mitten im Frühling befinden, kann der Leser dann selbst mitverfolgen wo sich der Frühling 2016 einreihen wird. Das Ergebnis Ende Mai wird mit ziemlicher Sicherheit lauten: Die Frühlingstemperaturen Deutschlands stagnieren seit 28 Jahren.

Grafik 6: Die Frühlingsmonate stagnieren seit 27 Jahren. Zwar stagnieren März und Mai auch seit 30 Jahren, aber der April hatte seine Kältedelle nicht um die Jahrhundertmitte, sondern über 10 Jahre später. Auch der Temperatur-Wendepunkt der Gegenwart war dann gute 10 Jahre später.

Fazit: Die weniger naturwissenschaftlich ausgebildete Führungsriege des DWD muss als Unterorganisation des Verkehrsministeriums und damit der Bundesregierung Beweise für die gegenüber der Bevölkerung behauptete stetige Erwärmung aufgrund einer CO2-Zunahme abliefern. Das ist der eigentliche Grund, weshalb die seit fast drei Jahrzehnten andauernde Temperaturstagnation der Winter- und Frühlingstemperaturen in Deutschland verschwiegen wird.

Wir möchten zum Schluss nochmals betonen, dass alle Daten die Originaldaten des Deutschen Wetterdienstes sind, und damit nicht wärmeinselbereinigt. Sonst wäre die Stagnation je nach Monat oder Jahreszeit um ein bis zwei Jahre länger. Die zunehmenden Wärmeinseleffekte in den deutschen Temperaturreihen erklären auch, weshalb der neuzeitliche Wendepunkt der sinusähnlichen Temperaturschwingung vor etwa 15 Jahren etwas höher liegt als der Wendepunkt vor 100 Jahren.

Kurze Antwort auf unsere Artikelüberschrift:

Der DWD geht bei Temperaturbetrachtungen immer von den beiden Kältedellen um die Jahrhundertmitte des letzten oder gar des vorletzten Jahrhunderts aus.

Die Temperaturdaten des DWD sind nicht wärmeinselbereinigt.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und neutraler Klimaforscher

Stefan Kämpfe, Diplom- Agraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

12 Apr 10:36

Treibhäuser des Klima-Alarmismus - Mit welchen Tricks deutsche Universitäten abweichende Meinungen niederhalten

? Herr Limburg, Sie hatten vor im März 2010, an der Universität Leipzig zu promovieren, und wurden daran mit rechtswidrigen Methoden gehindert. Könnten Sie zunächst kurz die Ausgangslage schildern?

Michael Limburg: Lassen Sie mich vorausschicken, dass ich mich zu dieser Promotion erst vergleichsweise spät entschloss. Ich bin berufserfahrener Ingenieur mit vertieften Kenntnissen in den Bereichen Messtechnik und Fehlerstatistik. Zur Erlangung der Promotion als Externer reichte ich im März 2010 bei der Fakultät für Physik und Geowissenschaften der Universität Leipzig eine ingenieurwissenschaftliche Untersuchung zur Frage der Qualität historischer Temperatur- und Meeresspiegeldaten ein. Der Titel lautete „Analyse zur Bewertung und Fehlerabschätzung der globalen Daten für Temperatur und Meeresspiegel und deren Bestimmungsprobleme“ [DISS]. Zuvor hatte ich sämtliche Vorbedingungen welche die Promotionsordnung für eine externen Doktoranden vorschreibt – inkl. einer Promotionsvorprüfung – erfüllt. Mein Doktorvater war der damalige Inhaber des Lehrstuhls für physische Geographie, Prof. Dr. Werner Kirstein.

 

? Als man sich in den zuständigen Gremien mit den Inhalt beschäftigt hatte, gingen dort anscheinend diverse Alarmglocken los?

 

Michael Limburg: Vermutlich. Dabei hatte die Arbeit mit der bekanntlich strittigen Klimafrage nur bedingt etwas zu tun und mit dem dazu postulierten Treibhauseffekt rein gar nichts. Ich wollte lediglich herausfinden, ob die meteorologischen Daten der Vergangenheit – über den Zeitraum der letzten ca. 150 Jahre – genau genug sind, um daraus die in der Klimadebatte verwendete statistische Größe „Globale Mitteltemperatur“ über die gesamte Zeitspanne hinweg mit ausreichender Genauigkeit von etwa ±1/10 °C glaubwürdig zu berechnen. Dabei kam ich zu dem eindeutigen Ergebnis, dass die verwendeten historischen Wetter-Messdaten dies nicht erlauben. Ich fand heraus, dass die bei der Berechnung der globalen Mitteltemperatur unvermeidliche verbleibende Unsicherheit mindestens genau so groß ist wie die ganzen offiziell angegebenen Änderung über 150 Jahre, wahrscheinlich aber sogar ein Vielfaches beträgt. Dies ergibt sich zwangsläufig bei Anwendung aller gängigen und vielfach erprobten Regeln der Messtechnik und der statistischen Fehlerrechnung. Diese Unsicherheit nimmt zwar mit der im Verlauf des 20. Jahrhunderts zunehmenden Stationsdichte ab, jedoch kommen dafür andere systematische Fehler hinzu. Erst mit der Verfügbarkeit von Satellitenmessungen – also seit ca. 35 Jahren – kann man von einer für diese Zwecke hinreichenden Genauigkeit sprechen. Die Messungen zuvor sind allenfalls für eine grobe Quantifizierung von Zyklen brauchbar, jedoch weder für die Ableitung einer absoluten noch einer relativen globalen Mitteltemperatur innerhalb der genannten engen Unsicherheit. Beim Meeresspiegel ist die Datenlage noch erheblich schlechter und das Ergebnis dementsprechend noch viel unsicherer. Natürlich hätte man meinen Erkenntnissen wissenschaftlich nicht unbedingt folgen müssen. Dann hätte es aber zur guten wissenschaftlichen Praxis gehört, die Ergebnisse mit guten nachprüfbaren Argumenten zu widerlegen. Das jedoch geschah nicht.

 

? Stattdessen hat man versucht, diese für die Vertreter des Klimaalarmismus unangenehme Wahrheit mit allen Mitteln zu unterdrücken?

 

Michael Limburg: Das trifft den Sachverhalt. Der Eingang des Manuskripts wurde ordnungsgemäß bestätigt, das Promotionsverfahren damit ordentlich eröffnet, dann jedoch wurde es seitens der federführenden Fakultät zu einer unfassbaren Scharade pervertiert, deren einziges Ziel es war, die Annahme der Promotion zu verhindern. Hierbei scheute man vor keinem Verfahrenstrick zurück und griff sogar zu Methoden, die nicht nur dem akademischen Ehrenkodex widersprachen, sondern teilweise eindeutig rechtswidrig waren. Begründet wurde die dann folgende Ablehnung mit Hilfe von Gutachtern, deren Sachkenntnis ganz offensichtlich so minimal war, dass man hier von einer Bestellung von Gefälligkeitsgutachten sprechen kann.

Doch das war bei weitem nicht alles. Die Fakultät ritt eine regelrechte Attacke auf die Freiheit der Wissenschaft. Grund hierfür dürfte sein, dass die Sicherung von Pfründen für die Universität absoluten Vorrang hatte, weshalb missliebige Ergebnisse unterdrückt werden sollten. Die Arbeit stellte ja indirekt wesentliche Aussagen zur angeblichen „menschengemachten Klimaerwärmung“ und damit einen der Hauptgründe für die Förderung der sogenannten „Erneuerbaren Energien“ infrage. Für beide Themenkomplexe gibt es jedoch höchst umfangreiche Fördergelder. Vermutlich befürchteten die Verantwortlichen diesbezügliche Nachteile, falls sie einer Arbeit Platz und dem Autor einen akademische Grad zugestanden, der dem bisherigem Dogma – und sei es auch nur indirekt – widersprach.

 

? Sie sprachen soeben von illegalen Methoden. Können Sie das näher ausführen?

 

Michael Limburg: Das ist leicht nachzuweisen. Die Einreichung der Dissertationsschrift erfolgte am 19. März 2010. Danach hörte ich erst mal lange Zeit nichts. Als ich nach diesem unüblich langen Stillschweigen der Fakultät im August insgesamt sechs renommierte Experten auf diesem Gebiet als Gutachter vorschlug, wurde keiner davon – nicht einmal mein Doktorvater – berücksichtigt. Es wurde darüber nicht einmal diskutiert, weder intern noch mit dem Betreuer oder dem Doktoranden. Dabei waren alle zu diesem Zeitpunkt sehr kompetente und aktive oder ehemalige Hochschullehrer. Einer davon hätte als Gutachter – neben dem Betreuer – bestellt werden sollen, so wie es zuvor immer Usus an dieser Fakultät war. Ich darf dazu anmerken, dass dieses krass von den üblichen Gepflogenheiten abweichende Vorgehen ein Novum darstellte, und zwar nicht nur mit Blick auf die Uni Leipzig.

 

? Den Grund hierfür haben Sie erst später verstanden?

 

Michael Limburg: Man wollte vermutlich damit die bereits vorher gelaufenen Machenschaften tarnen. Denn lange zuvor und ohne mir dies überhaupt mitzuteilen, war bereits am 4. Mai. 2010 eine (erste) Promotionskommission zusammengetreten. Diese trat sofort wieder geschlossen zurück und begründete dies mit vermeintlicher „weitgehender politischer Motivation der Thematik der Arbeit“. Wenig später machte die Rechtsabteilung der Universität den Akteuren klar, dass diese Rücktrittsaktion illegal war, weil sie nicht nur gegen die Promotionsordnung, sondern auch gegen das Grundrecht des Doktoranden auf Meinungsfreiheit und das allgemeine Grundrecht der Wissenschaftsfreiheit verstieß. Die Schwere dieses Vorwurfs muss man sich einmal vor Augen halten: Es handelt sich um einen in der Universitätsgeschichte der Bundesrepublik Deutschland einmaligen Vorgang. Dennoch wurde ich als Betroffener nicht über diese Vorgänge informiert. Der zuständige „Doktorandenbetreuer“, ein Hr. Dr. Schiele, hat mich diesbezüglich sogar offen belogen: Auf eine telefonische Anfrage hin wurde mir noch am 11. Mai 2010 wahrheitswidrig mitgeteilt, alles liefe normal. Es wurde sogar versprochen, dass ich über alles zeitnah unterrichtet würde. Dabei war die Promotionskommission bereits eine Woche vorher zurückgetreten.

 

? Und man hat sich nicht bemüht, die Angelegenheit danach wieder in rechtmäßige Bahnen zu lenken?

 

Michael Limburg: Nein, im Gegenteil. Um diese Rechtswidrigkeit (so das Justiziariat der Universität in einer Email vom 30. Juni 2010) zu „heilen“, übernahm dann der heutige Dekan der Fakultät, Prof. Dr. J. Haase, selbst die Leitung des Verfahrens und berief im Oktober 2010 eine zweite Promotionskommission ein. Er besetzte sie sofort mit einem zuvor zurückgetretenen Mitglied der ersten Kommission, während diverse Mitglieder derselben der Berufung aller neuen Mitglieder der zweiten Kommission zustimmten. Auch das war formal falsch, denn sie hätten weder mit abstimmen noch teilnehmen dürfen, weil sie nach allen Regeln objektiv befangen waren. Und das war erst der Auftakt zu einer Häufung weiterer Verfahrensfehler und illegaler Praktiken bei der Besetzung der neuen Promotionskommission.

Als nächstes sorgte Dekan Haase dafür dass mein Betreuer, Prof. Werner Kirstein, nicht als Gutachter bestellt wurde. Gründe dafür wurden nicht genannt, jedoch fand sich in den Unterlagen ein Schreiben des Prorektors Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs vom 16.11.2010 an den Promovierendenrat, in dem es heißt: „Probleme um den Arbeitskreis Kirstein und die widersprüchliche Antizipation in der Wissenschaftsgemeinschaft haben in der letzten Zeit eine starke Eskalation erfahren“. Das lässt den Schluss zu, dass hier ein missliebig gewordener Professorenkollege nicht zum Zuge kommen sollte. Stattdessen berief Haase einen anderen Gutachter aus der Fakultät sowie einen weiteren externen Gutachter, die beide eindeutig dem Lager des IPCC zuzurechnen waren. 

 

? Und an deren Kompetenz hatten Sie Zweifel?

 

Michael Limburg: Um es kurz und knapp zu sagen: Sie war miserabel. Einer der beiden war der Gutachter der Fakultät, der Meteorologe Prof. Dr. Manfred Wendisch. Dieser hatte sich sogar selbst als nicht ausreichend kompetent für das spezielle Gebiet bezeichnet, um das es bei der Dissertation ging. Dies geht aus einem Schreiben vom 6. Juli 2010 an den Dekan hervor, in dem er sich als nicht sachverständig genug bezeichnet, um in der zweiten Promotionskommission mitzuwirken [WEN1]. In dieser an Haase gerichteten Bitte um Freistellung ist zu lesen: „Leider sehe ich - als Meteorologe mit dem Fachgebiet Atmosphärische Strahlung - nicht, wie ich den Aufgaben eines Kommissionsmitgliedes in diesem Fall voll gerecht werden kann...“. Seiner Bitte wurde damals entsprochen und er wurde durch Prof. Zielhofer ersetzt.

Im Falle Wendisch wurde später deutlich, dass sein zuvor erfolgter Rückzieher bezüglich einer Mitwirkung an der zweiten Promotionskommission (wegen unzureichender Kompetenzen auf diesem Spezialgebiet) korrekt begründet war. Dies hinderte ihn aber nicht daran, später als fakultätseigener Gutachter aufzutreten.

 

? Wie haben Sie auf diese Berufung einer zweiten Promotionskommission reagiert?

 

Michael Limburg: Als ich von der Berufung von Prof. Wendisch erfuhr, befürchtete ich aus guten Gründen Befangenheit und protestierte. Wie sehr ich damit Recht hatte, stellte sich später heraus, denn diese Befangenheit manifestierte sich eindeutig in den handgeschriebenen Anmerkungen seines Exemplars der Dissertation, das mir vorliegt. Darin wimmelt es nur so von herabsetzenden Bemerkungen über mich und das dort Geschriebene, vielfach gewürzt mit Fäkalausdrücken wie „Scheiße“ oder „Bullshit“ Ich habe diese in meiner Kritik [KRIT] ausgewertet. Hanebüchen. 

Bezeichnenderweise finden sich diese „Beurteilungen“ sogar an Stellen, wo ich zur Untermauerung bestimmter Gedankengänge gängiges Lehrbuchwissen zitierte. Kann man einen deutlicheren Beweis für eigene Inkompetenz als  Gutachter für ein Promotionsverfahrens liefern als diesen Herrn, der etablierte Lehrmeinungen mit Begriffen wie „Bullshit“, „lächerlich“ oder „Blödsinn“ bezeichnet? Neben den fachlichen Schwächen seines Gutachtens machen ihn der damit dokumentierte eklatante Mangel an Höflichkeit und Respekt vor der Person und Arbeit eines Doktoranden offensichtlich unwürdig, als akademischer Lehrer zu wirken. Sein Gutachten [WEN2].entsprach damit allerdings seiner zuvor abgegebenen Selbsteinschätzung mangelnder Kompetenz. Folgt man meiner hier ebenfalls im Anhang aufgeführten Fachüberprüfung des Gutachtens [KRIT], so war dieses fachlich einfach unbrauchbar und wäre mit der Note „ungenügend“ zu bewerten.

 

? Das lässt befürchten, dass es um den zweiten Gutachter kaum besser bestellt war?

 

Michael Limburg: Genau so war es. Auch der externe Gutachter war erkennbar voreingenommen und hätte nicht eingesetzt werden dürfen. Nach diesem zweiten Gutachter hatte der Dekan lange und mit sehr viel Mühe gesucht. Er fand ihn schließlich in dem Meereskundler Prof. Dr. Martin Visbeck vom GEOMAR in Kiel. Mit diesem hatte ich schon im Sommer 2010 einen wissenschaftlichen - aber zivilisierten - Disput per Email über bestimmte Aspekte der Klimafrage per Email ausgetragen. Wobei anzumerken ist, dass wir zum Zeitpunkt dieses Disputs beide nicht wissen konnten, dass er später mal als Gutachter über meine Arbeit tätig werden sollte. Besonders im Gedächtnis geblieben ist mir ein Satz aus seiner abschließenden Email vom 03.07.2010. Darin sagt er aus, er ziehe es vor, seine Kenntnisse aus „den autorisierten Informationen unserer Regierung zu beziehen“.

Mit dieser Äußerung belegt Visbeck, in selten zu findender Offenheit, dass es ihm weniger auf wissenschaftliche Erkenntnis denn auf die Ausrichtung akademischer Betätigung an regierungsamtlichen Vorgaben ankommt. Man muss gar nicht erst Galileo oder als Gegenstück Lyssenko bemühen, um zu erkennen, dass Visbeck nach objektiven Kriterien zumindest befangen war. Hinzu kam noch, dass ihn zuvor der Dekan in seinem Einladungsschreiben an den GEOMAR-Chef Prof. Herzig darauf hingewiesen hatte, dass die Arbeit aus „aktuellem Anlass kontrovers diskutiert werden“ würde. Er war also schon vorab in gewünschter Weise „geimpft“ worden.

 

? Offensichtlich hatte man somit alle Versatzstücke für ein absurdes Theater sorgfältig ausgewählt und in Stellung gebracht?

 

Michael Limburg: Ja, man war offensichtlich entschlossen, diese Angelegenheit durchzuziehen und einen „Abweichler“ kaltzustellen. Trotz der bereits bekannten Vorgeschichte wurde Prof. Visbeck im Oktober 2010 als Gutachter bestellt. Als ich das erfuhr, machte ich noch am 9.11.10 und damit rechtzeitig, den Dekan und seinen Stellvertreter Prof. Jacobi auf diesen Sachverhalt aufmerksam und protestierte gegen Visbecks Berufung. Mein Antrag auf Ablehnung wegen Befangenheit wurde aber rundweg abgelehnt. Visbeck lieferte dann sein Gutachten mit zwei Monaten Verspätung ab [VISB]. Darin war er zwar in der Wortwahl seiner Anmerkungen weniger unhöflich als sein Kollege Wendisch. Offensichtlich fehlten ihm aber vielfach die nötigen Kenntnisse, um den in der Dissertation gewählten Weg und die entsprechenden Ergebnisse zu verstehen. Dies war deutlich daran zu erkennen, dass er häufig in seinen Rand-Anmerkungen seines Exemplars der Dissertation die Formulierung „Quatsch“ benutzte. Das ist zwar sein gutes Recht, doch damit ist gleichzeitig auch seine Voreingenommenheit belegt, von der inhaltlichen Wertung der als „Quatsch“ bezeichneten Passagen mal ganz abgesehen.

 

? Somit hatte die Vorarbeit des Dekans, Gutachter zu berufen, die nicht ausreichend kompetent und zugleich voreingenommen waren, in seinem Sinne Früchte getragen?

 

Michael Limburg: Definitiv. Beiden Gutachten ist gemeinsam, dass sie es versäumten, zu den überaus umfangreich entwickelten und umfassend belegten Kerngedanken der Arbeit vorzustoßen. Vielmehr blieben sie – vermutlich wegen ihrer manchmal wütenden Voreingenommenheit und fachlichen Begrenztheit – an der Oberfläche. Visbeck gab schon nach wenigen Seiten das intensive Lesen auf. Dies dokumentiert sich daran, dass seine Anmerkungen schon nach wenigen Seiten aufhören. Zudem ließ er sich von seiner Voreingenommenheit zu nicht haltbaren Wertungsaussagen hinreißen.

Wendisch hatte wesentlich mehr gelesen, aber immer wieder darauf beharrt, dass ich den Treibhauseffekt nicht verstanden hätte, was er dann zum Anlass nahm, diesen in seinem Gutachten wortreich zu erklären. Ihm war gar nicht aufgefallen, dass der Treibhauseffekt nirgends und in keiner Weise Gegenstand der Arbeit war. Denn nur an einer Stelle nahm die Arbeit hierauf indirekt Bezug, nämlich als die zwingend logische Schlussfolgerung gezogen wurde, dass die große Unsicherheit der Daten keinerlei Zuordnung von Ursachen zulassen würde, auch nicht die, dass das CO2 auf die Temperatur einwirken würde. Des weiteren ist er auch nicht zu der mathematisch exakten, aber sehr umfangreichen und anspruchsvollen Begründung mittels Fehlerrechnung in der Arbeit vorgedrungen. Stattdessen bemängelte er, ebenso wie Visbeck, ein angebliches Fehlen derselben. Beide hätten sie nur lesen müssen. Das taten sie aber nicht, oder sie wollten sie nicht zur Kenntnis nehmen! Deshalb wurde dieser Teil von keinem der beiden erwähnt, geschweige denn bewertet. Dies lässt sich anhand der im Quellenverzeichnis verfügbar gemachten Dokumente nachweisen.

 

? Beide Gutachter lieferten demnach die gewünschten „Gefälligkeits-Ablehnungen“ ab?

 

Michael Limburg: Exakt dies ist erfolgt. Beide Gutachter wurden unter sehr trickreicher Umgehung formalrechtlicher sowie üblicher akademischer Gepflogenheiten beauftragt, was schon per se einen Verstoß gegen wissenschaftliche Regeln darstellt. Sie erstellten dann wunschgemäß Gefälligkeitsgutachten, deren wissenschaftliche Begründungen äußerst dürftig und in Teilen sogar falsch waren und weder formal noch inhaltlich den üblichen Ansprüchen bezüglich wissenschaftlicher Richtigkeit und Objektivität genügten. Beide sind demnach zu Recht als wertlose Gefälligkeitsgutachten zu bezeichnen. Die im Anhang unten zugänglich gemachten Dokumente belegen unwiderlegbar ihre tiefe Voreingenommenheit. Zudem offenbaren sie die oft recht lückenhaften Kenntnisse der Herren bezüglich des in der Dissertation behandelten Wissensgebiets.

Diese Gutachten führten dann zur Ablehnung der Dissertation durch den Fakultätsrat am 28. Februar 2011, ohne dass noch eine wissenschaftliche Diskussion stattgefunden hätte. Dieser Ablehnung habe ich dann am 22. März 2011 anwaltlich widersprochen. Zur Begründung des Widerspruchs, der sich, ausführlich auf formale wie inhaltliche Mängel bezog, nahm der von mir beauftragte Anwalt Selbmann beide Gutachten in einem Gegengutachten vom 30. April 2011 Stück für Stück formal rechtlich auseinander [SELB] und ich tat dasselbe inhaltlich-fachlich [KRIT]. Nur ganz wenige Kritikpunkte in den Gutachten hatten danach Hand und Fuß, bezogen sich aber auf absolute Nebenaspekte ohne reale Bedeutung.

 

? Doch selbst davon ließ sich die Universität nicht von ihrem Kurs abbringen?

 

Michael Limburg: Nein, man hielt trotz eindeutiger Rechtsverstöße am einmal eingeschlagenen Weg fest. Eigentlich hätte dieses Gegengutachten nach den Regeln des Verwaltungsrechts bei Prüfungen in einem „Überdenkverfahren“ mit den Gutachtern und mir diskutiert werden müssen. Doch beide bekamen es wohl nie zu Gesicht, denn der mir vorliegende Schriftverkehr zeigt keinerlei entsprechende Hinweise.

Damit fügte die Universität der langen Reihe ihrer Versäumnisse einen weiteren schweren Formfehler hinzu. Und auch danach ging es im gleichen Stil weiter. Ich hatte noch vor dem abschließenden Negativurteil des Fakultätsrates diesen auf seiner Sitzung vom 28. Februar 2011 gebeten, von einer Beschlussfassung über die Dissertation abzusehen und zunächst vier weitere Gutachten abzuwarten, die ich selbst in Auftrag gegeben hatte. Dem wurde jedoch nicht stattgegeben. Man würde doch damit die bisherigen Gutachter brüskieren, hieß es dazu im Protokoll dieser nichtöffentlichen Sitzung. Stattdessen verwarf der Fakultätsrat auf Grund der vorliegenden Gutachten die gesamte Dissertation. Später bewerteten die vier echten Experten-Gutachten meine Arbeit mit den Noten „summa cum laude“ bis „rite“. Diese Gutachten wurden der Universität zur Unterstützung meines Widerspruchs vorgelegt, sie hatten jedoch keinen Einfluss. Rund 10 Monate später lehnte sie am 15. Dezember 2011 meinen Widerspruch mit äußerst schwachen und dürftigen Argumenten als unbegründet ab. Mir ist bis heute unbegreiflich, warum das Verwaltungsrecht vorsieht, dass die Fakultät als Urheberin der Ablehnung auch über den Widerspruch entscheiden durfte, aber so ist die Rechtslage nun mal.

 

? Und Sie waren nicht gewillt, dies einfach hinzunehmen?

 

Michael Limburg: Nein, mein Kampfgeist war jetzt geweckt. Deshalb reichte ich Anfang Januar 2012 beim Verwaltungsgericht Leipzig Klage ein. Allerdings kann nach geltender Rechtslage ein Doktorand nur auf Aufhebung der Ablehnung klagen, nicht aber auf Anerkennung der Arbeit. Und es vergingen mehr als anderthalb Jahre, bis ein erster Gerichtstermin angesetzt werden konnte. Dieser wurde für Ende September 2013 anberaumt.

Dem Verwaltungsgericht Leipzig, das über die Klage zu urteilen hatte, muss die ganze Tragweite dieses wohl einmaligen Vorgangs klar gewesen sein, denn es wollte nicht nur über die zahlreichen beanstandeten Formfehler urteilen, sondern auch über die inhaltlichen Differenzen informiert werden und hatte deshalb beide Gutachter als Zeugen geladen. Ich hatte mich schon auf eine Befragung dieser Herren gefreut und mich entsprechend vorbereitet. Doch dazu kam es nicht mehr, weil zuvor auf Wunsch der beklagten Fakultät ein Vergleich geschlossen wurde. Dieser sah vor, dass die Universität die Ablehnung der Arbeit zurückzunehmen hatte. Mit der Zustimmung zu diesem Vergleich wurde auch implizit anerkannt, dass die Gutachten untauglich waren, andernfalls hätte man das Gerichtsurteil abgewartet.

 

? Sie haben also Recht bekommen, konnten jedoch ihr eigentliches Ziel nicht erreichen?

 

Michael Limburg: Im Endeffekt hatte ich einen klaren juristischen Erfolg vorzuweisen und stand dennoch mit leeren Händen da. Entsprechend dem im September 2013 getroffenen gerichtlichen Vergleich musste sich die Fakultät mir gegenüber für die Art und Weise der Durchführung des Promotionsverfahrens entschuldigen. Damit hat sie zugleich anerkannt, dass die handelnden Personen mir schweres Unrecht zugefügt haben. Doch was mein eigentliches Ziel, die Erlangung des Doktorgrades anging, so blieb mir dies verwehrt. Ich konnte lediglich erreichen, dass die Arbeit als nicht eingereicht galt. Damit wäre es üblicherweise möglich, sie an jeder anderen deutschen Hochschule wieder einzureichen. Doch wie sich herausstellte war das eine wohl eher theoretische Möglichkeit.

Das zeigte sich, als ich es im Frühjahr 2014 erneut an der Technischen Universität Clausthal versuchte, wo ich zwei fähige Betreuer gefunden hatte. Doch angesichts der offensichtlichen Meinungsgleichschaltung, die auf diesem Gebiet anscheinend an deutschen Hochschulen anzutreffen ist, verweigerte die TU Clausthal zunächst die Annahme der Arbeit. Als Begründung wurde angeführt, dass sie die gerichtliche Rücknahme der Ablehnung seitens der Uni Leipzig für sich nicht gelten lassen wolle. Als sie einsehen musste, dass das aus rechtlichen Gründen nicht haltbar sein würde, errichtete der Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Esderts, weitere formale Hürden, die erst nach einer längeren juristischen Auseinandersetzungen hätten überwunden werden können. Dazu war ich im Hinblick auf den dann mit Sicherheit folgenden juristischen Kleinkrieg aber nicht mehr bereit. Ich habe deshalb den akademischen Weg aufgegeben und beschlossen, stattdessen meine Arbeit im Internet zur Diskussion zu stellen. Dazu gehört auch, dass sowohl meine Dissertation als auch die hier im Rahmen des Interviews erwähnten Dokumente im Anhang zu diesem Artikel als abrufbare PDF-Dateien zur Verfügung gestellt werden.

 

Das Interview führte Fred F. Mueller

Alle Literaturstellen siehe pdf Anlagen

 

Literaturverzeichnis

[DISS] Limburg, M. (19. März 2010). Analyse zur Bewertung und Fehlerabschätzung der globalen Daten für Temperatur und Meeresspiegel und deren Bestimmungsprobleme. Leipzig, Sachsen, Deutschland.

[KRIT] Limburg, M. (30. April 2011). Kritik Gutachen Wendisch & Visbeck.

[SELB] Selbmann, F. (19. April 2011). Widerspruch und ausführliche Begründung. Leipzig, Sachsen, Deutschland.

[VISB] Visbeck, M. (28. Februar 2011). Gutachten Dissertation Limburg. Kiel, S-H, Deutschland.

[WEN1] Wendisch, M. (6. Juli 2010). an Haase Bitte um Freistellung.

[WEN2] Wendisch, M. (26. Januar 2011). Gutachten Dissertation Limburg. Leipzig, Sachsen, Deutschland.

 

12 Apr 10:36

Lichtblick: European Association of Geoscientists & Engineers (EAGE) veröffentlicht Kritik am Klimaalarmismus

Siehe unsere Zusammenfassung “Pioniere des Klimarealismus: Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR)“.

Zur gleichen Zeit glaubte auch ein Heidelberger Klimawissenschaftler an die Überzeugungskraft von harten Fakten und wagte es doch tatsächlich, die starke natürliche Variabilität der vorindustriellen Zeit und die erkannten Muster in die Diskussion einzubringen. Wiederum wurden die Kampfhunde losgelassen und eine mediale Vernichtungskampagne initiiert. Der Fall Mangini wurde schnell erledigt (siehe “Prof. Augusto Mangini – Ein Pionier des Klimarealismus“), der Querulant aus dem Weg geschafft.

Ähnlich erging es dem Bochumer Geochemiker Jan Veizer. Wikipedia fasst Veizers Beitrag wie folgt zusammen:

Zusammen mit anderen Wissenschaftlern verglich Veizer die rekonstruierten historischen Meereswassertemperaturen der letzten 545 Millionen Jahre mit der Variabilität der kosmischen Strahlung, die die Erde erreicht, sowie den historischen CO2-Konzentrationen in der Erdatmosphäre. Nach einem vorsichtig formulierten Artikel in Nature im Jahr 2000,[4] den er zusammen mit Yves Godderis und Louis M. François verfasste, können die Resultate in Übereinstimmung gebracht werden, wenn die CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre nicht die Haupttreiber des Klimawandels in geologisch relevanten Zeiträumen sind, zumindest für ein Drittel der phanerozoischen Periode, es sei denn, die rekonstruierten CO2-Konzentrationen seien nicht zuverlässig. 2003 publizierte Veizer zusammen mit dem israelischen Astrophysiker Nir J. Shaviv einen Artikel in der Zeitschrift Geological Society of America.[5] Darin bekräftigt Veizer einen reduzierten (gekappten) Einfluss von CO2 auf den Klimawandel und schreibt der kosmischen Strahlung eine größere Bedeutung zu. Obwohl der Mechanismus noch nicht voll verstanden sei, zeigten die empirischen Daten eine geeignete Übereinstimmung. Der Artikel wurde, unter anderem von Vertretern des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung scharf kritisiert.[6] Veizer and Shaviv betonten die Anwendbarkeit ihrer Forschung auf das heutige Klima wie auch ihren Respekt für Forscher, die sich auf der Linie des IPCC befinden. Veizer und Shaviv erhalten als Wert für die Klimasensitivität einen Wert von 1,5 °C; das IPCC hält dagegen Werte zwischen 2 und 4,5° für wahrscheinlich, mit einem besten Schätzwert von 3°.

Dies ist übrigens genau die CO2-Klimasensitivität, die auch wir 2012 in unserem Buch “Die kalte Sonne” annahmen, wofür auch wir vom Klimaestablishment seinerzeit heftig abgestraft wurden. Zwei Jahre später wurde Sebastian Lüning von einem Vorstandsmitglied einer großen deutschen geowissenschaftlichen Organisation aufgefordert, seine Thesen in einem Artikel für die Mitgliederzeitschrift vorzustellen. Lüning erstellte das eingeladene Manuskript – und wartete. Und wartete und wartete. Die vormals so emailfreudige Kontaktperson aus der Verbandsleitung schaltete plötzlich auf stumm. Nachfragen zwecklos. Schließlich veröffentlichten wir den Artikel einfach hier im Blog (“Klimawandel in Deutschland: Eine geowissenschaftliche Betrachtung“). Zu gerne hätten wir gewusst, was hier hinter den Kulissen passiert ist. Wer hat sich hier quer gestellt? Gab es politischen Druck, vielleicht Drohungen hinsichtlich der weiteren Karriereentwicklung der Beteiligten? Man weiß es nicht.

Im November 2015 gab es jedoch Grund zur kurzzeitigen Freude. Die 19.000 Mitglieder starke europäische geowissenschaftliche Vereinigung EAGE (European Association of Geoscientists & Engineers) veröffentlichte in ihrer Mitgliederzeitschrift First Break einen Beitrag ihres Mitglieds Bob Heath: Hier der erste Absatz (der Rest des Beitrags leider nur für Mitglieder bzw. hinter einer 30 Euro schweren Paywall):

,Unsettled' Wissenschaft

Die wissenschaftliche Methode und Kohlenwasserstoff-Manie.

Die wissenschaftliche Methode ist vielleicht die größte Errungenschaft der Menschheit. Sie legte den Grundstein für die industrielle Revolution, die für so Manchen den Lebensstandard auf zuvor unvorstellbare Niveaus verbessert hat. Es führte zur Ausbeutung fossiler Treibstoffe, die weitaus mehr Energie für eine Einzelperson zur Verfügung stellten als jemals zuvor, was sich sehr förderlich auf den Wohlstand auswirkte. Es gibt direkte Relationen zwischen Pro-Kopf-CO2-Output und Indizes des Lebensstandards, als da wären Kindersterblichkeit/Lebenserwartung sowie verfügbare Mittel für den Umweltschutz. Fast jeder soziale Fortschritt basierte auf Strom, der mittels fossiler Treibstoffe erzeugt worden war, die aufzufinden unsere Aufgabe ist, und trotz der kostspieligen Bemühungen hin zu Erneuerbaren stammen etwa 87% der Weltenergie aus Kohlenwasserstoffen. Seit 150 Jahren geistern Behauptungen durch den Raum, dass fossile Treibstoffe ihren Höhepunkt überschritten hätten. William Jevons prophezeite in den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts, dass UK sehr schnell die Kohle ausgehen würde, was ihn folgern ließ, dass die seinerzeit glücklichen Lebensumstände des Landes nur von kurzer Dauer sein würden. Aber zum großen Teil dank der Geowissenschaftler gibt es immer noch Vorräte im Überfluss. Trotz der Dämonisierung seitens der Umweltaktivisten wird die Zivilisation in absehbarer Zukunft zum allergrößten Teil von Kohlenwasserstoffen abhängig bleiben, was uns weiterhin von den Malthusianischen Grenzen fernhält. Man stelle sich eine Welt vor, in der Jevons recht gehabt hätte und uns die Kohlenwasserstoffe während der Regierungszeit von Queen Victoria ausgegangen wären. Würde sich der Lebensstandard dann auch immer weiter verbessert haben, und wie hätte in diesem Falle die Umwelt gelitten?

In dem erfrischenden achtseitigen Artikel legt Heath die bekannten klimaskeptischen Argumente vor. Interessant auf Seite 101 der Hinweis auf Mauscheleien im 2. IPCC-Bericht (SAR):

Im Zweiten Zustandsbericht wurden viele zentrale wissenschaftliche Abschnitte gelöscht, z. B. die Aussage, dass „bis heute keine Studie (die beobachtete Klimaänderung) teilweise oder ganz anthropogenen Gründen positiv zugeordnet hat“. Das IPCC hat diese Löschungen nicht bestritten, sondern gesagt, dass es unter Druck der Regierungen stand. Am Schluss hieß es: „die Beweise alles in allem zeigen einen erkennbaren menschlichen Einfluss auf das globale Klima“. Prof. Frederick Seiz schrieb: Während meiner über 60 Jahre als Mitglied der amerikanischen wissenschaftlichen Gemeinschaft einschließlich meiner Tätigkeit als Präsident sowohl der National Academy of Sciences als auch der American Physical Society habe ich niemals eine schlimmere Kaperung des Begutachtungs-Prozesses erlebt als das, was zu diesem IPCC-Bericht führte“.

Heath empfiehlt die Lektüre der IPCC-Broschüre von 1997

“AN INTRODUCTION TO SIMPLE CLIMATE MODELS USED IN THE IPCC SECONDASSESSMENT REPORT”

[Übersetzung des Titels: Eine Einführung in im Zweiten Zustandsbericht verwendeten einfache Klimamodelle]

Er schreibt weiter:

Aber im AR3 wurde eingeräumt, dass „wir es mit einem gekoppelten nichtlinearen chaotischen System zu tun haben. Daher sind langfristige Prophezeiungen der Zustände des Klimas nicht möglich“. Dabei wurde die aberwitzige Hypothese aufgestellt, dass die natürliche Variation vollständig geklärt ist.

Nachzulesen im Original des 3. IPCC-Berichts in Kapitel 14.2.2.2. Natürlich hatte sich die EAGE vor Publikation des Beitrags abgesichert und dem Artikel einen Disclaimer vorangestellt:

EAGE möchte klarstellen, dass in dieser Studie geäußerte Meinungen jene des Autors sind und nicht die Haltung der Association zum Klimawandel reflektieren“.

Es ist vermutlich nicht falsch anzunehmen, dass ein großer Teil der EAGE-Mitglieder sich trotzdem mit dem Artikel von Heath identifizieren konnte. Man kann weiter annehmen, dass es eine große Anzahl von Leserbriefen zum Thema gegeben haben muss, die jedoch bis auf zwei Zuschriften in First Break 1/2016 nicht abgedruckt wurden. Hierzu gehört auch ein Leserbrief des Hamburger Geophysikers Uli Weber, der folgendes an die EAGE schrieb:

Sehr geehrter Herausgeber,

vielen Dank an Bob Heath und das für die Veröffentlichung verantwortliche Team bei der EAGE für den brillanten Artikel über Klimawandel in First Break 11-2015. Als ein Erkundungs-Geophysiker in der E&P-Industrie habe ich in den achtziger Jahren an die wissenschaftliche Vorgehensweise im Bereich Klimawissenschaft geglaubt und den Medienhype für das übliche Verhalten beim Beschreiben extremer Ergebnisse gehalten. In den neunziger Jahren habe ich das Fehlen fundierten paläoklimatischen Wissens in der Medien-Repräsentation bedauert, als man der Öffentlichkeit die befürchtete Klimakatastrophe vortrug. Und nach dem Jahr 2000 musste ich erkennen, dass in den Klimawissenschaften erwiesene paläoklimatische Fakten geleugnet wurden und das „Ende der Diskussion“ für ihre „settled Wissenschaft“ zum Klimawandel proklamiert wurde. Dies brachte mich dazu, nach meinem Rückzug ein Buch zu schreiben über die Verbindung zwischen Geologie und der Abfolge des Klimas, was, ehrlich gesagt, niemand lesen wollte.

Während meiner gesamten Profi-Tätigkeit in der Industrie war das Märchen von der zukünftigen Klimakatastrophe eine permanente Quelle von Gelächter unter den Geowissenschaftlern. Aber dieses Gelächter wurde nicht der geängstigten Öffentlichkeit vermittelt. Im Gegenteil, im Zuge der wachsenden Panik in der Öffentlichkeit über die zukünftige Klimaentwicklung fühlten sich die Geowissenschaftler mit ihren wissenschaftlichen Argumenten zunehmend isoliert, sogar in ihrem privaten Umfeld. Heute wurden politische Maßnahmen bereits umgesetzt, Milliarden Dollar sind ausgegeben worden für abartige Computermodelle, und Organisationen haben sich manifestiert, um die angepeilte Dekarbonisierung der Welt durchzusetzen. Angesichts der zukünftigen Zerschlagung unserer Industrie durch Klimaalarmisten sind wir im Zweifel, ob wir unser wissenschaftliches Wissen über das Paläoklima angemessen einer verängstigten Bevölkerung erklärt haben.

Freundliche Grüße

Ulrich O. Weber

Link: http://www.kaltesonne.de/lichtblick-european-association-of-geoscientists-engineers-eage-veroffentlicht-kritik-am-klimaalarmismus/

Anmerkung: Dieser Beitrag ist zuerst auf dem Blog „Die Kalte Sonne“ hier erschienen. Übersetzung der englischen Passagen von Chris Frey EIKE

12 Apr 10:36

Umwälzende Änderungen unseres Lebensstils stehen bevor

Er wird herangezogen, um den Krieg gegen Kohle zu rechtfertigen, um Bohren und Fahren mit immer neuen Restriktionen zu belegen, für Zertifikate-Handel, Verfügungen zugunsten von Wind und Solar, für Subventionen bis zu 45.000 Dollar pro Elektroauto, für höhere Treibstoff- und Strompreise und für kriminelle Gesetze, die gegen jeden in Stellung gebracht werden, der den Katechismus des Klima-Kataklysmus' in Frage zu stellen wagt.

Aber all diese Maßnahmen sind immer noch unzureichend, erzählt man uns. Dem Klimapakt von Paris zufolge sind sogar noch schärfere Maßnahmen erforderlich – „ausgeprägte Änderungen des Lebensstils“. So jedenfalls steht es in einem neuen Report der Europäischen Kommission.

Obwohl sogar CO2-Emissionen insgesamt signifikant abgenommen haben und pro Einheit Wirtschaftsleistung, ist es nicht genug. Das behaupten Vorschriftengeber der Europäischen Union. Die Menschen müssen ihren Energieverbrauch deutlich senken, ihre „Treibhausgas-Emissionen“ und ihren Lebensstandard.

Das Dokument zielt auf Familien in der EU, aber die Geltendmachung wird auf die Amerikaner genauso oder noch stärker angewendet. Die verschriebene Medizin wird wahrscheinlich drakonisch sein.

Dennoch werden sie mit Sicherheit von der Obama-Administration begrüßt, ebenso wie von jedweder Regierung unter Hillary Clinton oder Bernie Sanders – die allesamt hinter den Klimachaos-Behauptungen stehen, einen mit starker Hand geführten bürokratischen Staat wollen und danach trachten, einen widerstrebenden Kongress zu kompromittieren und sich gefügig zu machen.

Fast zwei Milliarden Menschen haben immer noch kaum oder gar keinen Zugang zu Strom. Sogar Umweltaktivisten wollen das ändern und den Lebensstandard jener Menschen verbessern, ihre Gesundheit und ihr Wohlergehen – aber nicht allzu stark, weil dies nicht nachhaltig und außerdem schädlich für das Klima wäre. Inzwischen wäre es „umweltliche Gerechtigkeit“, gerecht und billig, nachhaltig und besser für das Klima, wenn entwickelte Länder signifikant ihr Niveau reduzieren würden.

Das EU-Dokument hat die genaue Natur dieser einschneidenden Änderungen des Lebensstils nicht spezifiziert. Es heißt darin lediglich, dass man eine „breite gesellschaftliche Debatte“ fordere. Gesetzliche Verordnungen sind wesentlich wahrscheinlicher.

Der ehemalige UN-Generalsekretär Kofi Annan sagte, ein Weg könnte es sein, den Verzehr roten Fleisches einzuschränken. Das würde Fälle von Krebs und Herzattacken reduzieren, argumentiert er – und würde helfen, den Klimawandel zu verhindern, da Vieh Kohlendioxid und Methan emittiere, ein weiteres, vermeintlich „gefährliches“ Treibhausgas, das zu etwa 0,0002% in der Erdatmosphäre enthalten ist (zwei Cent von 10.000 Dollar).

Als alternative Proteinquelle schlägt Annan vor, dem Vorbild von Marie Antoinette zu folgen: lasst sie Insekten essen. „Insekten haben eine sehr gute Konversionsrate von Futter zu Fleisch“, sagt er. „Sie sind Teil einer Diät von zwei Milliarden Menschen und sind in vielen Teilen der Welt ein normales Nahrungsmittel“.

Es ist schwierig sich vorzustellen, dass auf der nächsten UN-IPCC-Klimakonferenz geröstete Kakerlaken anstatt der üblichen 5-Sterne-Menüs gereicht werden – in Lagos, Dhaka oder irgendeiner anderen Stadt auf der Liste der schlimmsten Städte der Welt anstatt in Bali oder Paris. Dito für das Weiße Haus in der Cafeteria der EPA.

Die regierenden Eliten der Welt bevorzugen es, ihren Bürgern zu sagen, nicht ihrem Beispiel zu folgen. Man kann sehr einfach ein Eco-Hunger Games [Begriff aus Endzeit Sf – Film: Die Tribute von Panem, Brot und Spiele für die Unterdrückten] an die Wand malen, in dem die Bewohner des Kapitals sehr gut leben, während sie den gemeinen Bürgern draußen pikante Rezepte anbieten mit gekochtem Seetang mit wenig Salzgehalt oder via Solar geröstete Heuschrecken. Als Getränk werden kleine Tassen recyceltem „Brauchwasser“ gereicht als gesunde Alternative zu Super-Sodas.

Der Cowboy-Komiker Will Rogers pflegt zu sagen „mit dem Kongress ist es so: wann immer sie einen Witz machen, ist es ein Gesetz. Und immer, wenn sie ein Gesetz machen, ist es ein Witz“. Aber lachen kann man darüber nicht.

Jene, die danach trachten, unser Leben, unser Auskommen und unseren Lebensstandard zu regulieren, wollen, dass wir für praktisch alles mehr bezahlen, vor allem für die Energie, mit der wir unsere Wohnungen heizen, unser Essen kochen oder mit der wir Auto fahren, was sie uns am liebsten verbieten würden. Sie bevorzugen die Zupflasterung Amerikas mit subventionierten Windturbinen und Solarpaneelen und wollen zuverlässige und preiswerte Energie aus Öl, Gas und Kohle über Bord werfen.

Dank des hydraulischen Brechens ist die Öl- und Erdgaserzeugung in den USA stark gestiegen, zahlreiche Arbeitsplätze wurden geschaffen, die Ölimporte gehen immer weiter zurück, und die Preise für Erdgas haben zusätzliche 1200 Dollar pro Jahr auf die Bankkonten amerikanischer Familien gespült.

Jetzt sponsert Mr. Sanders ein Gesetz, um Amerikas Energie „im Boden zu lassen“. Mrs. Clinton würde die gesamte Extraktion von Ressourcen auf öffentlichen Ländereien verbieten und „Fracking“ so lange regulieren, bis es in Vergessenheit gerät. Sie werden beide sicherstellen, dass uns die Kohlenwasserstoff-Energie „ausgeht“, indem man sie verschließt.

Klimaalarmisten sind erbost darüber, dass die mittlere globale Temperatur seit etwa 1850, dem Beginn der industriellen Revolution, nur um etwa 1°C gestiegen ist – und die fünf Jahrhunderte lange Kleine Eiszeit zu Ende gegangen ist. Sie behaupten, dass die Verbannung fossiler Treibstoffe, die Reduktion von Pflanzen düngendem Kohlendioxid und die Schädigung moderner Ökonomien und unseres Lebensstandards eine zusätzliche „katastrophale“ Erwärmung um 0,5°C verhindern würde.

Sie erklären aber niemals, inwiefern es den heute lebenden Pflanzen, Tieren und Menschen schlechter geht als während der vorindustriellen Kleinen Eiszeit – oder warum schnelleres Wachstum von Getreide oder Wäldern infolge gestiegenen CO2-Gehaltes so schlimm ist für einen etwas wärmeren Planeten. Sie konzentrieren sich einzig auf die vermeintlichen Risiken der Verbrennung fossiler Treibstoffe – und ignorieren dessen unglaubliche Segnungen.

Es geht um viel in diesen Wahlen des Jahres 2016. Es geht nicht nur um unsere Zukunft hinsichtlich Energie, Ökonomie und Beschäftigung, nicht nur um unsere Redefreiheit und die Einschüchterungsversuche von IRS [eine US-Steuerbehörde], EPA und UN – sondern vielleicht auch um unser Recht, uns ein saftiges Steak zuzubereiten anstatt eines Käfers oder einer Nacktschnecke.

Link: http://www.cfact.org/2016/03/21/profound-lifestyle-changes-heading-your-way/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

12 Apr 10:36

Die falsche Klima-Prognose des DWD (Deutscher Wetterdienst)

Leider wurde dabei vom DWD ein fundamentaler Fehler gemacht: man hat die Tatsache, übersehen, dass es auch schon vor 1881 Klima gab, und zwar mit erheblichen Schwankungen - ohne menschlichen Einfluss.

Man ignoriert dort einfach die fundamentale Tatsache, dass die künftige Klimaentwicklung zwei Aspekte hat: einerseits die natürlichen  Klimafaktoren und historischen Klimazyklen (die durchaus nicht ihre Tätigkeit plötzlich aufgegeben haben), und zweitens die menschlichen Einflüsse auf das Klima (z.B. die CO2-Emissionen), die das IPCC ausschließlich betrachtet. Die Tatsache der zwei verschiedenen Klima-Aspekte waren eine grundsätzliche Feststellung des United Nations Framework Convention on Climate Change (UN-FCCC), der Mutter des IPCC, bereits im Jahre 1992.

Zunächst einmal fällt auf, dass die hellblau gefärbte Spannbreite der Klimamodelle unterhalb der realen Temperaturentwicklung eingezeichnet wurde. Eine Verkehrung der Tatsachen in das glatte Gegenteil, denn die Temperaturprognosen schießen in Wahrheit meilenweit über das Ziel hinaus. Siehe auch “Temperaturprognose von 1995 auf dem Prüfstand: Temperaturen heute knapp unterhalb der niedrigsten Schätzung” und “Graßl’s Erwärmungsprognose von 1990 droht dramatisch zu scheitern“.

Abbildung 2: Vergleich der Temperaturprognosen laut Klimamodellen (dünne bunte Kurven; die schwarze dicke Kurve entspricht der mittleren IPCC-Prognose) mit der real gemessenen Entwicklung (dicke blaue und pinke Kurven). Quelle: Roy Spencer


Das Temperatur-Diagramm des DWD für die Zukunft beruht ausschließlich auf den CO2-basierten Modellannahmen des IPCC, die eine CO2-Sensitivität von 3°C bei Verdoppelung des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre annehmen.  Diese theoretische Annahme stammt aber aus dem Jahre 1979 (Charney-Report) und ignoriert die verschiedenen neuen Studien zu diesem Thema, die auf eine wesentlich geringere Sensitivität in der Größenordnung von ca. 1° kommen. Damit reduziert sich der befürchtete Temperaturanstieg bis zum Jahr 2100 von 2 bis 4°C (weswegen nicht weniger als 21 Klima-Massenkonferenzen abgehalten wurden !) automatisch auf  0,7 bis 1°C. Der IPCC kann aber - im Gegensatz zu allen wissenschaftlichen Regeln - die neueren Ergebnisse nicht berücksichtigen, denn dann würde die ganze politisch inszenierte Klima-Hysterie zusammenbrechen. 

Der bisherige Temperaturanstieg in Deutschland von 1881 bis 2015 betrug laut dem DWD-Diagramm 1,4°C  (global ca. 1,1°C), was einen Trend von + 0,01° pro Jahr entspricht. Extrapoliert man diesen Wert bis zum Jahr 2100, was eine andere Prognose-Methode wäre, dann ergibt sich für die kommenden 85 Jahre bis zum Jahr 2100 ein Anstieg von 0,9°C (siehe die ergänzte Linie in dem DWD-Diagramm). Tatsächlich aber erfolgte der fast der gesamte Temperaturanstieg in Deutschland vor dem Jahr 1998; danach in den letzten 17 Jahren waren es praktisch Null Grad, was vom DWD verschwiegen wird. Es passt überhaupt nicht zum politisch verordneten Klima-Dogma und widerspricht vollständig der DWD-Behauptung, dass "der Temperaturanstieg sich  unverändert fortsetzt".  Eine unglaubliche Falschaussage einer öffentlichen  Behörde.

Es ist auch seltsam, dass kaum ein Journalist in der Lage ist, diese Diskrepanz zu erkennen und publik zu machen.

 

 

Die Sache wird noch dubioser, wenn man in Betracht zieht, dass im Zeitraum 1998 bis 2015 insgesamt nicht weniger als 500 Milliarden Tonnen CO2 emittiert wurden: die größte Menge in der Menschheits-Geschichte. Und die Global-Temperatur stagnierte - im Gegensatz zu allen Klimamodellen, Behauptungen und Befürchtungen der letzten 20 Jahre. Einen besseren Beweis dafür, dass die CO2-Theorie des IPCC falsch ist, kann es nicht geben.

Es ist ein Skandal, dass man beim DWD diese Tatsachen ignoriert und sich aus politischen und/oder ideologischen Gründen am Klima-Alarmismus beteiligt.  So werden völlig unnötige Klimaängste in der Bevölkerung gefördert, was man nur als verantwortungslos bezeichnen kann. Und das von einer aus Steuergeldern finanzierten Organisation. 

12 Apr 10:35

Klimavariationen von vor 5 Mio. Jahren zeigen wiederkehrende Muster

Bild rechts: Peter Ditlevsen’s Kalkulationen zeigen, dass Sie das Klima als Fraktal ansehen können, d.h., Muster oder Strukturen widerholen sich in kleinen und kleineren Versionen unendlich. Die Formel ist: Fq(s)~sHq .(Kredit: Maria Lemming)

Das Klima der Erde System zeichnet sich durch komplexe Wechselwirkungen aus zwischen Atmosphäre, Ozeanen, Eisflächen, Landmassen und die Biosphäre (Teilen der Welt mit Pflanzen- und Tierwelt). Astronomische Faktoren spielen auch eine Rolle in Bezug auf die großen Veränderungen, wie die Verschiebung zwischen den Eiszeiten, die in der Regel etwa 100.000 Jahre dauert und den Warmzeiten, die typischerweise etwa 10-12.000 Jahre dauern.

Klima wiederholt sich als Fraktale
"Sie können das Klima als Fraktale ansehen, das heißt, Muster oder Strukturen, die sich auf unbestimmte Zeit in immer kleineren Versionen wiederholen. Wenn Sie über 100-jährige Stürme sprechen, gibt es dann 100 Jahre zwischen ihnen? - Oder finden Sie plötzlich, dass es drei solche Stürme über einen kurzen Zeitraum sind? Wenn Sie über sehr heiße Sommer reden, passieren sie jedes zehnte Jahr oder jedes fünfte Jahr? Wie groß sind die normalen Schwankungen? - Wir haben dies nun untersucht ", erklärt Peter Ditlevsen, Associate Professor für Klimaphysik am Niels-Bohr-Institut der Universität Kopenhagen. Geforscht wurde in Zusammenarbeit mit Zhi-Gang Shao der South China University, Guangzhou in China.

Die Forscher untersuchten: Temperaturmessungen der letzten 150 Jahre. Eisbohrkerndaten von Grönland aus der Warmzeit von vor 12.000 Jahren, für die Eiszeit von vor 120.000 Jahren, Eisbohrkerndaten aus der Antarktis, die bis zu 800.000 Jahre zurück gehen, sowie Daten aus Meeressedimentkernen bis 5.000.000 Jahre zurück.

"Wir haben nur etwa 150 Jahre [lang] direkte Messungen von Temperatur, also, wenn wir zum Beispiel abschätzen wollen, wie große Variationen über mehr als 100 Jahren zu erwarten sind, dann schauen wir die Temperaturaufzeichnungen für diesen Zeitraum an, aber es kann uns nicht sagen, was wir für die Temperaturaufzeichnung über 1000 Jahren zu erwarten haben. Aber wenn wir die Beziehung zwischen den Variationen in einem bestimmten Zeitraum bestimmen können, dann können wir eine Schätzung machen. Diese Art von Schätzungen sind von großer Bedeutung für die Sicherheitsbewertungen von Bauwerken, die für eine sehr lange Zeit halten müssen oder für Strukturen, bei denen Unwetter ein Sicherheitsrisiko darstellt, wie bei Bohrinseln oder Kernkraftwerken. Wir haben nun diese untersucht, indem wir sowohl direkte als auch indirekte Messungen in der Zeit davor analysierten ", erklärt Peter Ditlevsen.

Die Forschung zeigt, dass die natürlichen Variationen über einen bestimmten Zeitraum von der Länge dieser Periode in ganz besonderer Art und Weise davon abhängt, wie sie für Fraktale charakteristisch ist. Dieses Wissen sagt uns etwas darüber, wie groß wir den 1000-jährigen Sturm in Bezug auf den 100- jährigen Sturm erwarten sollten und wie groß der 100- jährige Sturm zu erwarten sein sollte im Vergleich auf einen 10-jährigen Sturm. Sie haben ferner heraus gefunden, dass es einen Unterschied in dem fraktalen Verhalten in dem Eiszeit-Klima und in dem aktuellen warmen interglazial-Klima gibt.

Abrupte Klimaschwankungen während der Eiszeit

"Wir können sehen, dass das Klima während einer Eiszeit hat viel größere Schwankungen macht als während einer Warmzeit. Es wurde spekuliert, dass der Grund astronomische Variationen sein könnte, aber wir können das jetzt auszuschließen, da die große Fluktuation während der Eiszeit sich in der gleichen "fraktalen" Art und Weise verhält, wie die anderen natürlichen Schwankungen in der Welt, "Peter Ditlevsen.

Die astronomischen Faktoren, die das Klima der Erde beeinflussen, das sind die anderen Planeten im Sonnensystem, die die Erde aufgrund ihrer Schwerkraft anziehen. Dies wirkt auf die Bahn der Erde um die Sonne, die von fast kreisförmig bis zu mehr elliptisch variiert und dies wirkt auf die Sonneneinstrahlung auf die Erde. Die Schwere der anderen Planeten wirkt auch auf die Rotation der Erde um ihre Achse. Die Erdachse schwankt zwischen einer Neigung von 22 Grad und 24 Grad und wenn die Neigung 24 Grad ist, gibt es eine größere Differenz zwischen Sommer und Winter, und dies hat einen Einfluss auf die heftigen Verschiebungen im Klima zwischen Eis- und Warmzeiten.

Die abrupten Klimaänderungen während der Eiszeit könnten durch verschiedene Mechanismen ausgelöst worden sein, welche die mächtige Meeresströmung, den Golfstrom, beeinflusst haben könnte, der im Atlantik warmes Wasser vom Äquator nach Norden transportiert, wo es abkühlt und in das kalte Meerwasser unter dem Eis zu Boden sinkt und zurück in den Süden geschoben wird. Diese Wasserpumpe kann ausgesetzt oder geschwächt werden durch, Änderungen im Süßwasserdruck, dem Aufbrechen der Eisdecke oder durch Verschiebung des Meereises und dies führt zu einer zunehmenden Klimavariabilität.

Natürliche und vom Menschen verursachten Klimaveränderungen

Das Klima während der warmen Warmzeiten ist stabiler als das Klima während der Eiszeiten

"In der Tat sehen wir, dass das Eiszeit Klima das darstellt, was wir " multifraktal "nennen, was ein Merkmal ist, dass Sie in sehr chaotischen Systemen sehen, während das interglaziale Klima 'monofractal' ist. Dies bedeutet, dass das Verhältnis zwischen den Extremen des Klimas über verschiedene Zeiträume sich verhält wie das Verhältnis zwischen den normaleren Verhältnissen von unterschiedlichen Zeitskalen ", erklärt Peter Ditlevsen

Dieses neue Merkmal des Klimas wird es leichter machen für Klimaforscher, zwischen natürlichen und vom Menschen verursachten Klimaveränderungen zu unterscheiden, weil erwartet werden kann, dass die vom Menschen verursachten Klimaveränderungen sich nicht in der gleichen Weise verhalten wie die natürlichen Schwankungen.

"Die Unterschiede, die wir zwischen den beiden Klimazuständen finden, deuten auch darauf hin, dass, wenn wir das System zu viel verschieben, wir ein anderes System bekommen könnten, was zu größeren Schwankungen führen könnte. Wir haben sehr weit in die geologische Geschichte der Erde zu gehen, um ein Klima zu finden, das so warm ist wie das, auf das wir zusteuern. Auch wenn wir die Klimaschwankungen so weit zurück im Detail nicht kennen, wissen wir, dass es in dem warmen Klima damals abrupte Klimaveränderungen waren", betont Peter Ditlevsen.

Die ausführlichere Studie zu „Klimafraktalen“ von Prof. Ditlevsen finden Sie hier:
http://www.nature.com/ncomms/2016/160316/ncomms10951/full/ncomms10951.html

Gefunden auf WUWT am 16. März 2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://wattsupwiththat.com/2016/03/16/climate-variations-analyzed-5-million-years-back-in-time-show-repeating-fractal-patterns/

Persönliche Anmerkungen des Übersetzers:

Ich habe den englischsprachigen Beitrag für Sie, sehr verehrte Leser übersetzt, für den Inhalt ist einzig der Autor verantwortlich.

Aber auch ich habe mir Gedanken dazu gemacht:

Also, ein chaotisches Wetter ergibt ein chaotisches Klima. Und wir müssen nach Prof. Ditlevsen auch [sehr weit] bis zur mittelalterlichen Warmzeit zurückgehen, „…, um ein Klima zu finden, das so warm ist wie das, auf das wir zusteuern“. So weit ist das aber nicht, in erdgeschichtlichen Zeiträumen.

In meiner Studienzeit haben wir auch Vorlesungen und Übungen zu Fraktalen gehabt. Wenn wir die „Teile“ nur klein genug machten, brachten wir immer Fraktale hin - was lernten wir daraus: Nix für die Praxis.

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