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26 Jun 17:43

Die Energieausbeute von Solar PV

Man hat mich aufgefordert, einen Beitrag zu schreiben, in dem das Konzept der Energie-Ausbeute im Verhältnis zur Energie-Investition begutachtet wird, und als Ersten Schritt in diese Richtung habe ich eine E-Mail an meine State-side-Freunde Charlie Hall, Nate Hagens und David Murphy geschrieben mit der Bitte, mir Literatur aus jüngerer Zeit zu übermitteln. Die erste Studie stammt von Ferruccio Ferroni und Robert J. Hopkirk und trägt den Titel [übersetzt; Originaltitel siehe unten] „Energieausbeute im Verhältnis zu Energieinvestition (ERoEI) für Photovoltaik-Solarsysteme in Gebieten mit moderater Einstrahlung (1). Die Ergebnisse sind so Atem beraubend, dass ich diesen Beitrag sofort schreiben musste.

Was also ist ERoEI? Es ist einfach das Verhältnis zwischen Energieausbeute und der Energiemenge, die verbraucht wird zur Erzeugung dieser Energieausbeute:

ERoEI = erzeugte Energie / investierte Energie

Einfach, nicht wahr? Nun, ganz so einfach, wie es auf den ersten Blick aussieht, ist es nicht. Um den Punkt herauszuarbeiten: verwendet man PV, wird die erzeugte Energie abhängig sein von Breite, der Sonnenscheindauer, der Ausrichtung der Paneele und auch von der Lebensdauer der Paneele selbst. Und wie misst man die investierte Energie bzw. zeichnet diese auf? Misst man einfach den von der PV-Fabrik verbrauchten Strom, oder fügt man noch die von den Arbeitern, den Bergbauarbeitern verbrauchte Energie hinzu, die das Silikon und die Kohle abgebaut haben, um den Strom herzustellen? Ferroni und Hopkirk beleuchten all diese Details und kommen auf ein Verhältnis ERoEI von Solarpaneelen in gemäßigten Breiten von 0,83. Solar-PV ist also keine Energiequelle, sondern eine Energiesenke. Das gilt für die Schweiz und Deutschland. In Aberdeen dürfte es noch viel schlechter sein!

Warum ist ERoEI so wichtig? Es ist ein für die meisten Individuen fremdes Konzept, einschließlich vieler Ingenieure, Beschäftigten im Energiesektor, Akademiker und Politiker. Das damit in Beziehung stehende Konzept der Gesamt-Energie [net energy] ist definiert als:

Net Energy = ERoEI – 1 (wobei 1 die investierte Energie ist).

Die Gesamtenergie ist der Überschuss an Energie, der von unserem Energie-Input übrig bleibt und den wir gebrauchen, um die Gesellschaft mit Energie zu versorgen – Krankenhäuser bauen, Schulen, Frachtflugzeuge und zum Anbau von Nahrungsmitteln. In der Vergangenheit lag das ERoEI unserer primären Energiequellen – Öl, Gas und Kohle – wahrscheinlich über 50, das heißt, dass eimerweise billige Energie übrig war, um unsere gesamte Infrastruktur einzurichten und alle Menschen zu ernähren, die heute die Erde bewohnen. Aber mit der Gesamtenergie-Gleichung für Solar-PV sieht es so aus:

0,83 – 1 = – 0,17

… Brüssel, wir haben ein Problem!

Wie in aller Welt kann es also sein, dass wir in großem Umfang Apparate zu installieren, die offensichtlich Energie verbrauchen anstatt sie zu erzeugen? Die einfache Antwort lautet, dass unser Finanzsystem, Gesetze und Subventionen in der Lage sind, die Gesetze von Physik und Thermodynamik so lange zu verbiegen, bis wir ein ausreichend hohes ERoEI erreichen, um das ganze System am Laufen zu halten und um parasitäre Erneuerbare zu subventionieren. Man versuche mal, Silikon abzubauen und zu veredeln mittels einer elektrischen Bergbau-Maschine, die von der Sonne angetrieben wird – und die Gesetze der Physik werden sich sehr rasch wieder etablieren.

Einfach ausgedrückt, die in Nordeuropa installierte PV kann man betrachten als Kohle, die in China verbrannt wird zur Stromerzeugung hierzulande. Sämtliche CO2-Emissionen, die die Motive für PV stützen, erfolgen in China. Nur im Falle eines hohen Energie-Gewinns durch die PV-Paneele würden durch Solar-PV CO2-Emissionen reduziert. Mehr dazu weiter unten.

[Hervorhebung vom Übersetzer].

Energie-Ausbeute

Die Berechnungen basieren alle auf die erzeugte Energie von 1 m² PV.

Theoretische Berechnungen der Hersteller, was PV-Module erzeugen sollten, berücksichtigen nicht die operationelle Einbuße durch Staub auf der Oberfläche. Auch schlechte Ausrichtung, Ausfall einer Einheit oder deren Bruch finden keinen Eingang in die Berechnungen, obwohl derartige Störungen sehr verbreitet sind.

Die tatsächlich erzeugte Energie, errechnet mittels Schweizer Statistiken, ergibt sich zu 106 kWe/m² pro Jahr.

Dann müssen wir noch wissen, wie lange die Paneele halten. Die Hersteller behaupten 30 Jahre, jedoch zeigen empirische Beweise, dass die mittlere Lebensdauer in Deutschland lediglich 17 Jahre beträgt. Ferroni und Hopkirk rechnen großzügig mit einer Lebensdauer von 25 Jahren.

Kombiniert man all diese Faktoren, kommt man auf eine Zahl von 2203 kWe/m² während der Lebenszeit einer Einheit.

Aufgewendete Energie

Die Berechnung der aufgewendeten Energie erfolgt ebenfalls auf der Grundlage von 1 m² PV-Fläche und verwendet die Material-Masse als Proxy für die verbrauchte Energie und das BIP der Energiedichte als Proxy für den Arbeits-Term in der Gleichung.

Zwei verschiedene Verfahren zur Erfassung der aufgewendeten Energie werden beschrieben:

ERoEI (IEA)

ERoEI (Ext)

Dabei steht IEA für die Verfahren der International Energy Agency und Ext für die erweiterte Grenze wie von Murphy und Hall 2010 beschrieben (2, 3). Der Unterschied zwischen beiden Verfahren ist, dass die IEA dazu tendiert, sich auf die beim Industrieprozess verbrauchte Energie zu konzentrieren, während das erweiterte verfahren von Murphy und Hall 2010 auch Aktivitäten wie Bergbau, Veredelung und Transport des Silikon-Rohmaterials enthält.

Meiner Ansicht nach folgen Ferroni und Hopkirk korrekt dem erweiterten ERoEI-Verfahren von Murphy und Hall. In ihre Berechnungen gehen ein:

Material zur Herstellung der Paneele, aber auch zur Aufrichtung und Installation derselben

Arbeit in jedem Stadium des Prozesses, vom Abbau bis zur Entsorgung

Herstellungsprozess, d. h. die in den verschiedenen Fabriken verbrauchte Energie

Fehlerhafte Paneele, die aussortiert werden

Kapital, welches angesehen wird als die Verwertung bereits bestehender Infrastruktur und Energieinvestitionen

Anschluss der lückenhaften PV an das Netz

Und daraus ergibt sich das Resultat von ERoEI:

2203 : 2664 kWe/m² = 0,83

Der einzige Punkt, den ich in Frage stellen möchte, ist der Einbezug der Energiekosten des Kapitals. Alle erzeugte Energie kann unterteilt werden in Energieverbrauch zur Energiegewinnung und Energie für die Gesellschaft, und ich würde fragen, ob die Kapitalkosten nicht in die letztere Kategorie fallen.

Aber es scheint eine wesentliche Auslassung zu geben, und zwar die Energiekosten der Verteilung. In Europa entfallen etwa 50% der Stromkosten (ohne Steuern) auf Netzausbau und Wartung desselben. Würde man dies auch noch in die Rechnung eingehen lassen, ergäbe sich ein weiterer tiefer Zacken im ERoEI.

Dieser ERoEI-Wert ist niedriger als der Wert 2, wie er von Prieto und Hall (4) angegeben wird und erheblich niedriger als der Wert 5 bis 6, den die IEA nennt (5). Ein Grund hierfür ist, dass die jetzige Studie (1) speziell für Mittlere Breiten gilt. Aber Ferroni und Hopkirk führen auch detailliert Auslassungen der IEA auf, die folgendermaßen zusammengefasst werden können:

a) Der Energiefluss über die Systemgrenzen hinweg und dessen Investition für die Arbeit ist nicht enthalten.

b) Der Energiefluss über die Systemgrenzen hinweg und dessen Investition für das Kapital ist nicht enthalten.

c) Die für die Integration des PV-erzeugten Stromes in eine komplexe und flexible Stromversorgung sowie in ein Verteilungssystem aufgewendete Energie ist nicht enthalten (die Energieerzeugung folgt nicht dem Bedarf der Verbraucher).

d) Die IEA-Leitfäden spezifizieren den Gebrauch eines „primären Energie-Äquivalents“ als eine Grundlage. Da jedoch die erzeugte Energie als sekundäre elektrische Energie gemessen wird, nämlich dem Energieträger selbst, und da etwa 64% bis 67% der aufgewendeten Energie für die Herstellung der PV-Module und -Paneele ebenfalls in Form von Strom vorliegt (Weissbach et al.2013), und da außerdem die Gesetze der Konversion vom Träger oder sekundärer Energie zurück zu primärer Energie nicht wissenschaftlich perfekt sind (Giampietro und Sorman 2013), ist es sowohl einfacher als auch angemessener, die aufgewendete Energie als elektrische Energie zu bezeichnen. Der direkte Beitrag fossiler Treibstoffe, zum Beispiel um die Energie für die Prozesswärme zur Verfügung zu stellen, muss ebenfalls in sekundäre Energie konvertiert werden. Die Konversion der internen chemischen Energie in fossilen Treibstoffen zu Strom wird in modernen Kraftwerken erreicht mit einer Effizienz von 38%, jedenfalls dem statistischen Protokoll von BP zufolge (BP Statistical Review of World Energy, June 2015). In dieser Studie wollen wir zur Vermeidung von Fehlern bei der Konversion weiterhin elektrische (d. h. sekundäre) Energie verwenden mit kW he/m² als zugrunde liegende Energieeinheit.

e) Die angegebene Lebensdauer der Paneele von 30 Jahren muss aufgrund der Erfahrungen bis jetzt als unrealistisch angesehen werden.

f) Die Energieausbeute kann und sollte auf tatsächlichen experimentellen Daten beruhen, gemessen auf dem Feld. Wendet man diese Prozedur an, wird man Werte erhalten, die allgemein viel niedriger liegen als die von Investoren und Politikern erwartete Erzeugung.

Den Punkten a), c) und f) würde ich sofort zustimmen. Beim Punkt b) bin ich mir nicht sicher, und Punkt e) wird Gegenstand von Diskussionen sein. d) ist eine sehr komplexe Angelegenheit und im Grunde das, was ich in meinem jüngsten Beitrag hier beschrieben habe. Ich stimme Ferroni und Hopkirk zu, wenn sie schreiben, dass Einheiten von Strom durchweg verwendet werden müssen, aber falls die IEA die verbrauchte Energie für thermische Verluste in Kraftwerken hochgerechnet hat, würde dies ihre investierte Energie zunehmen lassen und ihre Schätzungen von ERoEI drücken und nicht aufblähen. Dieser Punkt bedarf also noch der Klärung.

Auswirkungen auf die Umwelt

Der Hauptgrund für die Hinwendung zu Solar-PV in Europa ist die Reduktion der CO2-Emissionen. Die Europäische Kommission und die meisten Regierungen in Europa haben in Wolkenkuckucksheim geweilt, als sie CO2-intensive Industrien nach China zu übersiedeln erlaubten, damit die Emissionen in Europa zurückgehen, während sie in China steigen, und weil sie uns glauben machen wollten, dass der aus China importierte Stahl irgendwie emissionsfrei ist.

Das Beispiel Solar-PV rückt dies scharf in den Mittelpunkt. Geht man davon aus, dass der Haupt-Energie-Input von Kohle stammt (und schmutziger Kohle mit geringer Effizienz obendrein) und mit einem ERoEI <1, führt die Stromerzeugung mittels PV in Wirklichkeit zu höheren Emissionen, als wenn man die Kohle gleich von Anfang an zur Stromerzeugung verbrannt hätte. Aber es ist noch viel schlimmer. Alle Emissionen, die mit 25 Jahren der Stromerzeugung assoziiert sind, befinden sich jetzt in der Atmosphäre und würden die globale Erwärmung noch viel schlimmer machen als es ohne PV der Fall wäre [so es diese globale Erwärmung wirklich gibt und so sie wirklich schlimm wäre. Anm. d. Übers.]

Und es wird sogar noch schlimmer! Zur Herstellung der PV-Paneele braucht man außerdem noch viele hässliche Chemikalien:

Viele potentiell gefährliche Chemikalien werden während der Herstellung der Solarmodule gebraucht. Erwähnt werden sollen hier Stickstoff-Trifluorid (NF3; Arnold et al.2013). Dieses Gas wird gebraucht, um verbleibende, mit Silizium kontaminierte Zusätze in den Herstellungsräumen zu reinigen. Dem IPCC zufolge hat dieses Gas ein Potential zur globalen Erwärmung 16.600 mal so hoch wie CO2. Zwei weitere, ähnlich unerwünschte „Treibhaus“-Gase sind Hexafluoräthan (C2F6) und Schwefel-Hexafluorid (SF6).

Und:

Das mittlere Gewicht eines PV-Moduls beträgt etwa 16 kg/m² und das Gewicht des stützenden Systems, der Umwandler und dem Gleichgewicht des Systems mindestens 25 kg/m² (Myrans 2009). Das Gewicht des Betons ist nicht enthalten. Auch sind die meisten verwendeten Chemikalien wie Säuren, Basen, Beizen, elementare Gase, Dotierstoffe [?], photo-lithographische Chemikalien usw. nicht enthalten, da deren Verbrauch nur gering ist. Aber wir müssen Salzsäure (HCl) hinzufügen: Die Herstellung des Solar-Siliziums für ein Quadratmeter Paneelfläche erfordert 3,5 kg konzentrierte Salzsäure.

Vergleich mit Kernkraft

Die Studie zeigt einige interessante Vergleiche mit Kernkraft. Schauen wir zunächst auf das pro Einheit erzeugten Stromes benötigte Material:

● PV verbraucht 20,2 g pro kW he (hauptsächlich Aluminiumstahl und Kupfer)

● Ein Kernkraftwerk verbraucht 0,31 g pro kW he (hauptsächlich Stahl) für einen Nutzungsgrad [load factor] von 85%.

kW he = kilowatt hours electrical

Bezüglich der Arbeitskraft stellen die Autoren fest:

Die in der Erneuerbaren-Industrie involvierten Industrien werben mit ihrer Fähigkeit, viele neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Während natürlich die beste Energieform so wenig Arbeitskraft wie möglich erfordern sollte. An einem Punkt, wo ERoEI 1 erreicht, ist jedermann im Bereich Energieerzeugung tätig, und die Gesellschaft, so wie wir sie kennen, kollabiert!

● Solar-PV erzeugt 94,4 Arbeitsplätze pro installierter MW, adjustiert für den Kapazitätsfaktor.

● Kernkraft erzeugt 13 Arbeitsplätze pro installierter MW, darin enthalten sind Aufbau, Betrieb und Stilllegung.

Das könnte für Politiker großartig aussehen, aber es ist diese Ineffizienz, die Solar-PV teuer macht und ERoEI killt. Und schaut man auf die Kapitalkosten:

● Solar-PV kostet CHF 6000 pro installiertem KW (CHF = Schweizer Franken)

● Kernkraft kostet CHF 5500 pro installierten KW.

Aber normalisiert hinsichtlich der Kapazitätsfaktoren von 9% für Solar und 85% für Kernkraft erhalten wir als effektive Kapazität

66.667 : 6471 = 10,3

Fazit: Solar-PV ist zehn mal so kapitalintensiv wie Kernkraft.

Energieumsatz

Wenn ERoEI sich 1 nähert oder unter diesen Wert sinkt, betreten wir den Bereich Energieumsatz, der in unserem Energiesystem ziemlich verbreitet ist. Konvertieren wir beispielsweise Kohle zu Strom, verlieren wir etwa 62% der thermischen Energie. Die Konversion von Kohle und anderer Rohmaterialien in ein PV-Paneel könnte unter bestimmten Bedingungen sinnvoll sein. Zum Beispiel können PV und ein Batteriesystem afrikanische Dörfer mit etwas Strom versorgen, wenn diese keinerlei Aussicht haben, in absehbarer Zeit an ein Netz angeschlossen zu werden. Gleiches gilt für eine Berghütte. Individuen, die sich Sorgen bzgl. Blackouts machen, könnten ebenfalls ein PV-Batteriesystem als Backup in Erwägung ziehen.

Aber hinsichtlich des Zieles der Reduktion von CO2-Emissionen scheitert PV kläglich in Mittleren Breiten. Es fügt dem System einfach Kosten und Rauschen hinzu. In sonnigeren Klimaten könnte sich die Lage verbessern.

Abschließende Bemerkungen

Die Ergebnisse dieser einen Studie zeigen, dass die Installation von Solar-PV in Mittleren Breiten, also in Ländern wie Deutschland und UK, eine einzige Verschwendung von Zeit, Energie und Geld ist. Alles, was man erreicht ist, dass die Strompreise steigen und das Netz destabilisiert wird. Verteidiger von erneuerbarer Energie und Solar werden darauf verweisen, dass dies nur eine einzige Studie ist und dass die von Ferroni und Hopkirk verwendeten Eingangsparameter diskussionswürdig sind. Aber es gibt gute Gründe zu glauben, dass die Ergebnisse ziemlich genau der Realität entsprechen. Zum Beispiel fanden Prieto und Hall ein ERoEI für Solar-PV = 2. Schaut man allein auf wolkige hohe und Mittlere Breiten, wird sich diese Zahl substantiell verkleinern.

Und man muss sich nur mal die unten gezeigten Outputs ansehen. Solar-PV erzeugt ein Tröpfeln im Winter und absolut gar nichts mehr bei der Bedarfsspitze gegen 18 Uhr. Und hierfür müssen gewaltige finanzielle Kosten und Energie aufgewendet werden, um dies zu kompensieren – und was die Erneuerbaren-Enthusiasten mit einem Schulterzucken vom Tisch wischen.

Abbildung 1, Quelle: UK Grid Graphed: Die Verteilung von Solarerzeugung in UK hat sich im Verlauf von 4 Jahren versiebenfacht. Aber 7 mal Tröpfeln im Winter ist immer noch tröpfeln. Die große Menge Energie in diesen teuren Objekten bringt uns gar nichts, wenn wir es am meisten brauchen.

Energy Matters hat eine gute Sucheinrichtung oben rechts. Man gebe Solar-PV ein, und ich war überrascht zu sehen, wie viele Artikel Roger und ich geschrieben haben und sie alle mehr oder weniger zu den gleichen Ergebnissen kommen. Ich habe diese Links unten an diesen Beitrag angefügt.

Abbildung 2: Eine typische Solar-Installation in Aberdeen, wo sich die Paneele auf einem nach Osten geneigten Dach befinden, während das ideale, nach Süden zeigende Dach frei davon ist. Dies ist ein Symbol für Dummheit und Ignoranz, die inzwischen auch in der Akademiker-Zunft Einzug hält. Hat irgendjemand eine Universität gesehen, die sich keine Solarpaneele auf das Dach gepappt hat? Ich habe Akademien argumentieren hören, dass die Ausrichtung in Schottland gar keine Rolle spielt, und damit könnten sie recht haben. Ich wage zu sagen, dass es kaum einen Unterschied hinsichtlich des Outputs ausmachen würde, wenn man die Solarpaneele einfach in ihrer Verpackung belässt. Akademiker sind natürlich immer stärker darauf bedacht, die Regierungspolitik zu unterstützen. Man beachte, dass sonnige Tage in Aberdeen nur extrem selten auftreten. Und im Winter geht die Sonne gegen 10 Uhr auf und gegen 15 Uhr unter.

Vor zwei Jahren wetterte ich gegen die Zufalls-Ausrichtung von Solarpaneelen in Aberdeen, und zwar in einem Beitrag mit dem Titel Solar Scotland. Und diese Zufalls-Orientierung wird zweifellos zu ernsthaft geringeren Werten von ERoEI führen. PV-Enthusiasten werden ohne Zweifel in ihren Gesamtenergie-Analysen davon ausgehen, dass alle Solarpaneele optimal ausgerichtet sind, während sie dies in der realen Welt von Ferroni und Hopkirk nicht sind. Ein gutes Rezept hierzu wäre die Streichung der Einspeisetarife für Systeme, die nicht optimal ausgerichtet sind, während man in Zukunft die Solar-PV-Einspeisetarife vollständig streicht.

Aber wie kann man erreichen, dass diese Botschaft auf der politischen Ebene gehört wird? Das finale Interview von David McKay war sehr aufschlussreich:

Der einzige Grund dafür, dass Solar überhaupt ein Thema wurde, war Demokratie. Die Parlaments-Abgeordneten wollten einen Solar-Einspeisetarif. Daher wurde gegen den Ratschlag der Bediensteten in den Ministerien ,Nein, wir sollten solar nicht subventionieren' diese Politik in Kraft gesetzt. Es gab außerdem sehr erfolgreiche Lobbyarbeit durch die Solar-Lobbyisten. Und so herrscht jetzt weit verbreitet dieser Glaube, dass Solar etwas Wunderbares ist, obwohl … UK eines der dunkelsten Länder der Welt ist.

Falls die Politiker jetzt nicht auf den Ratschlag eines der berühmtesten und angesehensten Energie-Analysten der Welt hören, dann, so glaube ich, werden sie auf niemanden hören. Aber mit der Zeit wird ihnen allmählich und immer mehr dämmern, welche Konsequenzen es hat, wenn ihre Wähler über die Energie-Klippe stürzen.

References

[1] Ferruccio Ferroni and Robert J. Hopkirk 2016: Energy Return on Energy Invested (ERoEI) for photovoltaic solar systems in regions of moderate insolation: Energy Policy 94 (2016) 336–344

[2] Murphy, D.J.R., Hall, C.A.S., 2010. Year in review-EROI or energy return on (energy) invested. Ann. N. Y. Acad. Sci. Spec. Issue Ecol. Econ. Rev. 1185, 102–118.

[3] Murphy, D.J.R., Hall, C.A.S., 2011. Energy return on investment, peak oil and the end of economic growth. Ann. N.Y. Acad. Sci. Spec. Issue Ecol. Econ. 1219, 52–72.

[4] Prieto, P.A., Hall, C.A.S., 2013. Spain’s Photovoltaic Revolution – The Energy Return on Investment. By Pedro A. Prieto and Charles A.S. Hall, Springer.

[5] IEA-PVPS T12, Methodology Guidelines on the Life Cycle Assessment of Photovoltaic Electricity – Report IEA-PVPS T12-03:2011.

Link: http://euanmearns.com/the-energy-return-of-solar-pv/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

03 Jun 12:28

Homöopathie: Die Nestbeschmutzerin

by ZEIT ONLINE: Gesundheit - Edda Grabar
Natalie Grams war Homöopathin. Bis sie für ihr Buch über die Globuli-Lehre recherchierte und herausfand: Es kann nicht wirken! Seitdem steht sie auf der anderen Seite.
03 Jun 12:24

Windows 10 Insider build 14342 ISO files now available for download

by Dan Thorp-Lancaster

The official ISO files for Windows 10 PC Insider build 14342 are now available for download.

03 Jun 12:05

Alle Neuerungen in Windows 10 Build 10586.338

by Albert Jelica

Microsoft Lumia 650 Review Test Windows 10 Mobile Lockscreen

Microsoft hat gestern die Windows 10 Build 10586.338 im Release Preview-Ring für Windows Insider am PC veröffentlicht und vorgestern kam dieselbe Version bereits für Windows 10 Mobile.

Mittlerweile gibt es einen offiziellen Changelog, wo sämtliche Neuerungen des Updates aufgelistet sind. Diesen hat eine Microsoft-Mitarbeiterin über Twitter veröffentlicht, nachdem er im Feedback Hub gepostet wurde. Wir haben die gesamten Neuerungen im Folgenden für euch eingefügt:

  • Verbesserte Stabilität in einigen Bereichen, wie Internet Explorer 11, Microsoft Edge, Cortana, Audiowiedergabe, Groove Musik-Wiedergabe, Karten-App, Miracast und Windows Explorer.
  • Bugfix für Fehler, dass Tipps immer oben links angezeigt wurden.
  • Bugfix für dysfunktionales VPN bei Änderung des Netzwerks (WLAN, 4G,…)
  • Narrator kann nun besser Listen lesen.
  • Ortungs-Bug gefixt, der die genaue Position des Nutzers verzögert anzeigte.
  • Verbesserte Performance beim Laden von Webseiten im Internet Explorer 11.
  • Bugfix unter Windows 10 Mobile, das den Klingelton beim Anruf stummschaltete, wenn eine SMS einging.
  • Weitere Problembehebungen.

Wie wir bereits in den vorangegangenen Artikeln vermutet hatten, handelt es sich hierbei lediglich um eine Reihe von Bugfixes, die sich aber insgesamt nur positiv auf das Benutzererlebnis auswirken können. Windows Insider im Release Preview-Ring können die Aktualisierung bereits über die Einstellungen laden, während sich reguläre Nutzer noch eine Zeit lang gedulden werden müssen. Microsoft testet die Aktualisierung nämlich als kumulatives Update für beide Systeme.


via mspu / Quelle: Twitter

Der Beitrag Alle Neuerungen in Windows 10 Build 10586.338 erschien zuerst auf WindowsArea.de.

03 Jun 10:19

App-Tipp: Pocket File Explorer 10 – Der beste Dateimanager für Windows 10 Mobile

by Albert Jelica

Pocket FIle Explorer 10 Windows 10 Mobile File Explorer App

Als es noch keinen Dateimanager unter Windows Phone gab, war der Schrei danach sehr laut. Viele Nutzer erwarteten sich dadurch eine wesentliche Vereinfachung der Bedienung, da sie nicht mehr jede App einzeln öffnen mussten, um bestimmte Dateien abzurufen. Als Microsoft den Dateimanager veröffentlicht hat, war die Enttäuschung groß, denn einige hatten sich Systemzugriff erwartet, andere einfach eine bessere Anwendung.

Zweifellos hat der Dateimanager unter Windows Phone stets seinen Zweck erfüllt. Wer das Dateisystem durchsuchen will, kann das auf eine einfache Art und Weise tun. Es gibt allerdings auch Apps, die das ganze auf eine komplett neue Ebene bringen und deswegen wollen wir euch heute den Pocket File Explorer 10 vorstellen.

Hierbei handelt es sich zweifellos um den besten Dateimanager für Windows 10 Mobile und die App ist sogar kostenlos und werbefrei, es wird jedoch beim Start eine Spendenerinnerung angezeigt. Das Design ist großartig und führt Microsofts Designer vor, wie man eine solche Anwendung gut, nützlich und wirklich schön, aber dennoch schlicht umsetzen kann.

Das Hamburger-Menü befindet sich unten links, ist daher auf jedem Smartphone erreichbar, egal, ob 6-Zoll Lumia 1520 oder 4-Zoll Lumia 532. Die Icons sind logisch, sodass die Bedienung sehr einfach und intuitiv ist. Außerdem wird beim jeweils gewählten Speicher auch ein Balken angezeigt, wie viel Speicherplatz am Smartphone oder dem jeweiligen Dienst belegt ist.

Cloud-Integration mit Platzhaltern

Pocket File Explorer 10 Windows 10

Daneben bietet die Anwendung aktuell die Integration dreier Cloud-Dienste, nämlich OneDrive, Dropbox und Google Drive. Diese funktioniert ebenfalls sehr gut und es werden sämtliche Dateien im eigenen Cloud-Speicher korrekt angezeigt.

Wer lange auf eine Datei tippt in einem der drei Cloud-Dienste, kann „make available offline“ wählen, sodass der Ordner oder die Datei offline im Cache der Anwendung gespeichert wird.

Weitere Features:

Zudem bietet die App eine Live Tile an, das Speichern von Dateien über das „Teilen“-Menü, eine Suche nach Dateien online und offline sowie die Möglichkeit, .zip, .rar. 7z und .tar Dateien zu extrahieren sowie zu komprimieren. Daneben gibt es Windows Hello-Unterstützung, sodass Dateien oder Ordner erst nach Eingabe eines PINs oder der Authentifizierung durch Windows Hello geöffnet werden können.

Fazit: Perfekt, aber…

Die Anwendung ist der beste Dateimanager unter Windows 10 Mobile und bietet alles, was der Nutzer braucht, in einer gut durchdachten, schönen App. Die 1,99 Euro für die App sind wirklich gut angelegtes Geld, jedoch aktuell nur, wenn man des Englischen mächtig ist, denn eine Übersetzung gibt es noch nicht. Dennoch: Von uns gibt es eine absolute Download-Empfehlung für Pocket File Explorer 10!

\Download


Enthält Partnerlinks.

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03 Jun 07:07

Chaos vor dem KVR: Nun spricht OB Reiter

by Sascha Karowski
München - Die Warteschlangen vor dem KVR in München sorgen für genervte Bürger und viel Ärger. Nach dem tz-Bericht über das Chaos reagiert nun OB Reiter.
03 Jun 07:05

Bringing Outlook Mail and Calendar to Microsoft HoloLens

by Outlook Team

Today, we are thrilled to bring the first holographic email and calendaring apps, Outlook Mail and Calendar, to Microsoft HoloLens—the first fully self-contained holographic computer. Our team is eager to get Outlook apps into the hands of early HoloLens developers to allow them to experience the benefits of email and calendaring in mixed reality.

Outlook Mail on HoloLens—personalize the app by choosing an accent that matches your surroundings.

With Outlook Mail on HoloLens, you can now place your inbox on your office wall to stay on top of emails while simultaneously interacting with other digital content in your real world. You can also quickly see what’s coming up next in your day with your new wall calendar. Since Outlook Mail and Calendar apps are built on the Universal Windows Platform (UWP), like other Office apps for HoloLens released at //build 2016, it was easy for our developers to deliver a familiar experience to users who are already using the apps on Windows 10 PCs, tablets and phones.

Oulook on Hololens 2

Outlook Calendar on HoloLens—vertically resize the app to see even more of your day.

This release is just the beginning, and we’re excited about the opportunities that HoloLens presents to build new and powerful ways of staying connected, productive and on top of your schedule. We are far from done innovating in mixed reality and would love to hear your feedback on how you use Outlook Mail and Calendar on HoloLens and what features you want to see next.

We invite HoloLens developers to install the Outlook Mail and Calendar apps from Windows Store on HoloLens and write to us with your feedback, comments and questions at the developer forums.

—The Outlook team

Frequently asked questions

Q. How do I get Outlook Mail and Calendar apps on HoloLens?

A. Open the Windows Store on HoloLens, and search for Outlook Mail and Calendar. Click “Free” to follow the steps for installation.

Q. How do I get a HoloLens?

A. You can order a HoloLens Development Edition from the HoloLens product website.

Q. Where can I get more information or give feedback?

A. Please see more FAQs in this help article for more information about Office on HoloLens. You can share your feedback with us at the developer forums.

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02 Jun 05:49

Rockt oder Ramsch? 20-Euro-Bluetooth-Speaker von Xiaomi

In unserer heutigen Folge von „Rockt oder Ramsch?“ schauen wir uns einen günstigen Bluetooth-Lautsprecher des chinesischen Unternehmens Xiaomi an. Die „Mi Square Box“ hat unter anderem zwei Speaker mit einer Leistung von insgesamt 5 Watt und steckt in einem Gehäuse mit Aluminium-Rahmen. Da klingt zu einem Preis von um die 20 Euro doch gar nicht übel, oder? Ob das Gadget uns soundmäßig überzeugen konnte, erfahrt Ihr in unserem Video.

Wer lieber liest, statt ein Video zu gucken: Nachfolgend findet Ihr den Inhalt des Clips als Text.

Neben Smartphones, Tablets, Fitness-Armbändern, TV-Boxen, Kopfhörern – und seit Kurzem sogar einer Drohne – hat das chinesische Unternehmen Xiaomi auch Bluetooth-Lautsprecher im Sortiment, von denen wir uns heute die „Mi Square Box“ anschauen. Es handelt sich dabei um einen kompakten Speaker mit den Abmessungen 12,4 × 6 × 2,7 Zentimeter und einem Gewicht von knapp 400 Gramm. Das hochwertig anmutende Lautsprecherchen hat einen Aluminiumrahmen rund ums Gerät und auf Vorder- und Rückseite Kunststoff in einer Art Wabenoptik. Im Inneren des Gehäuses sitzen zwei Speaker mit einer Leistung von jeweils 2,5 Watt. Die Verarbeitung ist – wie meistens bei Produkten von Xiaomi – gut, hier gibt es keinerlei Kritikpunkte.

In Sachen Ausstattung zeigt sich die Square Box minimalistisch: Als einziges Bedienelement am Gerät gibt es einen Power-Button. Nach circa 5-sekündigem Drücken des Knopfs bescheinigt ein Audiosignal, dass der Speaker ein bzw. ausgeschaltet wurde. Aufgeladen wird der Wireless-Speaker mit einem gewöhnlichen Handy-Ladegerät per microUSB-Anschluss. Die Verbindung zu Abspielgeräten erfolgt per Bluetooth 4.0.

In Sachen Funktionsumfang kann die Mi Square Box mit einzig einem Ein/Aus-Schalter ja nicht gerade punkten, allerdings in zwei wesentlich wichtigeren Punkten: der Klangqualität und der Akkulaufzeit. Ohne Zweifel ist das Gadget der am besten klingende Bluetooth-Lautsprecher dieser Größenordnung, den ich bisher in den Fingern hatte. Die Bässe kommen druckvoll rüber und dröhnen oder verzerren auch bei voller Lautstärke nicht. Mit bis zu 80 Dezibel ist der Kleine übrigens auch recht laut. Die Höhen hingegen klingen brillant, ohne zu spitz zu sein, die Mitten ausgewogen. Das gesamte Klangbild ist sehr klar und aufgeräumt. Der 1200 mAh starke Akku hält laut Hersteller bis zu 10 Stunden durch. Die haben wir im Test zwar nicht erreicht, aber knapp 9 Stunden waren schon drin – alles andere als schlecht für einen so kleinen Lautsprecher.

Für um die 20 Euro, beispielsweise bei einem der bekanntesten China-Shops Gearbest, bekommt man mit der „Mi Square Box“ einen sehr gut klingenden kompakten Bluetooth-Lautsprecher mit guter Akkulaufzeit. Viel mehr hat die Box zwar nicht zu bieten – keine Bedienelemente am Gerät, keinen Aux-Eingang oder gar einen microSD-Karten-Slot –, kann dafür aber bei den wichtigsten Kriterien eines mobilen Lautsprechers überzeugen. In Relation zum Preis lässt sich also sagen: die Xiaomi Square Box rockt.

Kompletter Beitrag
02 Jun 05:48

Announcing Windows 10 Mobile Insider Preview Build 14356

by Dona Sarkar

Earlier today, I tweeted about going and hustling the build team about getting a new build as soon as possible. I am excited to report that we have released Windows 10 Mobile Insider Preview Build 14356 to Windows Insiders in the Fast ring. This build has a good set of fixes I think Insiders will enjoy!

Here’s what’s new in Build 14356

Cortana Improvements

Get notifications from your phone to your PC: Cortana will now surface your phone notifications and critical alerts, including messages from messaging services, SMS or social media as well as missed calls from any Windows 10 phone or Android device to your PC, so you never miss a beat while staying focused on your PC.

NOTE: Android requires Cortana version 1.7.1 or higher. (download here for U.S. and download here for China) Some actions on Cortana forward notifications may not be fully functional yet, including reply from PC (for Windows 10 Mobile). Muting the forwarded Windows 10 Mobile notifications per app will come soon. In the meantime, if you want to stop receiving phone notifications, go to Cortana settings and toggle off “Send notifications between devices”. 

Send a photo from your phone to PC: If you need to quickly transfer a photo from your phone to your PC wirelessly – just ask Cortana “send this photo to my PC” and see what happens. This feature is currently exclusive to Windows 10 phones.

New listening animation: When you tap the mic icon in Cortana, there is a new animation that shows Cortana is listening to you as you speak.

New Cortana listening animation

Here’s what’s fixed for Mobile

  • We fixed an issue that was resulting in high battery usage when using the Microsoft Health app.
  • We fixed an issue where the 75-85% battery icon was not very accurate, and made it look like you had more battery left than you actually did.
  • We updated the UI for rearranging Quick Actions in the Settings app to now show a visual confirmation of readiness on press and hold, and to show the other Quick Actions reflowing while you’re dragging the Quick Action to its new spot.
  • The Settings app will no longer crash when you are re-arranging Quick Actions resulting in the loss of Quick Action slots.
  • We fixed an issue that caused the Brightness Quick Action to appear missing.
  • We updated thumbnail generation logic to now only create the small thumbnail automatically after taking a picture, and create a larger thumbnail on demand. This saves SD card space for people who take a very large number of photos.
  • We have made improvements to the Glance screen. We fixed an issue that resulted in the Glance screen clock occasionally not being up to date. The Glance screen will now “Always show Glance screen when charging” as the default behavior. And we fixed an issue resulting in Glace screen possibly showing an unexpected and extremely large badge count.
  • We fixed an issue where the Alarms & Clock app might not update corresponding to a time zone change, resulting in an alarm going off at the wrong time.
  • We fixed an issue where the Camera app wouldn’t launch from the hardware key for certain devices if the Flashlight Quick Action was active.
  • We decreased the size of icons used in notifications from 64×64 to 48×48 – maintaining the visibility, while improving the use of space in the Action Center.
  • We fixed an issue where the solid black rectangle of the keyboard could sometimes be seen for a second after entering your pin on the Lock screen to unlock your device.
  • We fixed a few issues causing the keyboard not to come up with various UWP apps like the Messaging app, Microsoft Edge, and Cortana.
  • We fixed an issue where diversity emoji might show up as two characters (emoji and diversity modifier) in certain apps, including Messaging.
  • We updated backup logic to also include Start tile transparency percent, so that backups created from Build 14356 onwards will restore preferred transparency.
  • We fixed an issue that resulted in PCs failing to connect to the phone’s mobile hotspot with the error “Can’t set up network”.
  • We have updated app names on Live tiles to now reflect Ease of Access’ Text Scaling setting.
  • We fixed an issue resulting in the Brightness Quick Action not doing anything on certain devices after setting brightness to “automatic” in the Settings app.
  • We fixed an issue that resulted in Groove crashing when swiping to open the hamburger menu.
  • We fixed an issue that resulted in the Settings app sometimes freezing for a bit when moving a very large number of apps to a SD card.
  • We fixed an issue that resulted in Continuum having extremely fast scrolling inertia with certain TVs.
  • Fixed an issue where Glance screen might show stale badge counters for a few seconds immediately after Glance appeared
  • We have updated the Mobile Hotspot settings page to give clearer error messaging when setting up a hotspot fails due to no SIM being connected.
  • We fixed an issue that could result in Reminders not showing up at the correct time after upgrading.
  • We fixed an issue that would result in Cortana not showing any results if you started the mic and didn’t say anything, and then typed out the query.
  • We improved the reliability of Cortana listening after tapping the mic button.
  • We improved the refresh time of Wi-Fi data usage breakdown under Settings > Network and wireless > Data usage so it will more quickly update to reflect your usage when you open the page.
  • We fixed an issue where the navigation bar buttons for certain devices might be mapped incorrectly when the phone was locked leading to press and hold on back button invoking one-handed mode, and press and hold on Windows button invoking search.
  • We fixed an issue that resulted in not being able to turn off Bluetooth above the Lock screen without entering your pin.
  • We fixed an issue where certain apps, such as WhatsApp, were not displaying a detailed status on the Lock screen.
  • We fixed an issue where certain games developed for Windows Phone 8.1 might not scale correctly after the navigation bar had been hidden and would result in a black bar at the bottom of the screen on devices like the Lumia 535.

Known issues for Mobile

  • We are continuing to investigate battery life issues impacting certain devices. We have fixed a few bugs that improve battery life but we have more work to do here.
  • We are investigating data issues with some Dual-SIM devices where cellular data doesn’t work correctly with a second SIM. Several issues relating to cellular data with Dual-SIM devices have been reported by Insiders with the last two Mobile builds and we’re investigating these reports.
  • In some cases, the new Cortana features highlighted above may not work. Restarting your phone should fix the issue and get the features working.
  • After installing this build, you may notice your Quick Actions icons are not in the same order. This is a side effect of the fixes/changes we made to Action Center. To re-arrange your icons to your preferred order, just go to Settings > System > Notifications & actions > (Quick actions) and touch, hold, and then drag to re-arrange icons to whatever position you want. Remember: the four items in the top row are what will show as your immediately viewable Quick Actions.
  • ADDED 6/2: Your phone will freeze after touching the screen immediately after enabling Narrator.  
  • ADDED 6/7: You won’t be able to deploy an app via Visual Studio 2015 Update 2 to a phone running this build. As a workaround – you can deploy the app by using the Windows 10 Application Deployment (WinAppDeployCmd.exe) command-line tool.

I look forward to getting many more builds out to Windows Insiders!

Thanks,
Dona

01 Jun 18:25

Gain enhanced visibility and control with Office 365 Advanced Security Management

by Office 365 Team

The cloud offers many security benefits to organizations, but also raises new security considerations. It can also add to existing ones such as shadow IT, the use of software that is not formally sanctioned by the organization. Today, we are thrilled to introduce Office 365 Advanced Security Management, a new set of capabilities powered by Microsoft Cloud App Security—to give you greater visibility and control over your Office 365 environment.

Advanced Security Management includes:

  • Threat detection—Helps you identify high-risk and abnormal usage, and security incidents.
  • Enhanced control—Shapes your Office 365 environment leveraging granular controls and security policies.
  • Discovery and insights—Get enhanced visibility into your Office 365 usage and shadow IT without installing an end point agent.

Let’s go a bit deeper into each one of these areas.

Threat detection

Advanced Security Management enables you to set up anomaly detection policies, so you can be alerted to potential breaches of your network. Anomaly detection works by scanning user activities and evaluating their risk against over 70 different indicators, including sign-in failures, administrator activity and inactive accounts. For example, you can be alerted to impossible travel scenarios, such as if a user signs in to the service to check their mail from New York and then two minutes later is downloading a document from SharePoint Online in Tokyo.

Gaining enhanced visibility and control with Office 365 Advanced Security Management 1

Anomaly detection alert of suspicious administrator activity.

Advanced Security Management also leverages behavioral analytics as part of its anomaly detection to assess potentially risky user behavior. It does this by understanding how users typically interact with Office 365, spotting anomalies and giving the anomalous activity a risk score to help IT decide whether to take further action. Advanced Security Management incorporates Microsoft’s insights from our view into the threat landscape that are the result of operating a range of cloud services at massive worldwide scale.

Enhanced control

Advanced Security Management lets you set up activity policies that can track specific activities. With out-of-the-box templates, IT can easily create policies that flag when someone is downloading an unusually large amount of data, has multiple failed sign-in attempts or signs in from a risky IP address. Policies can also be customized to your environment. Using activity filters, IT can look for the location of a user, device type, IP address or if someone is granted admin rights. Alerts can be created to notify an IT lead immediately via email or text message.

Activity policy being created from an out-of-the-box template.

After reviewing an alert and investigating a user’s activities, IT may deem that the behavior is risky and want to stop the user from doing anything else. This can be done directly from the alert. Some activities may be deemed so risky that IT may want to immediately suspend the account. To help with this, IT can configure the activity policy so that an account is automatically suspended if that risky activity takes place.

We have also heard from organizations that they need a way to monitor the applications users are connecting with Office 365. Users are often unaware of which Office 365 data their third-party applications may have access to. Advanced Security Management shows which apps are connected to Office 365 in their environment, who is using them and the permissions they have. For example, if a user grants a scheduling application access to their Office 365 calendar data, IT will be able to see the details of the connection and revoke that application’s permissions with one click if they deem it a security risk.

Discovery and insights

Advanced Security Management also provides an app discovery dashboard that allows IT Pros to visualize your organization’s usage of Office 365 and other productivity cloud services, so you can maximize investments in IT-approved solutions. With the ability to discover about 1,000 applications in categories like collaboration, cloud storage, webmail and others, IT can better determine the extent to which shadow IT is occurring in your organization. Advanced Security Management will also give you details about the top apps in each category. For example, you can see how much data is being sent to OneDrive for Business, Box, Dropbox and other cloud storage providers.

You can do all this without installing anything on device end points. To load the data into the dashboard, all you have to do is take the logs from your network devices and upload them via an easy-to-use interface.

How to get Advanced Security Management

Advanced Security Management is included in Office 365 E5 and is also available as an add-on to other Office 365 enterprise plans for US $3 per user, per month. The threat detection and activity policy creation features are rolling out to Office 365 E5 customers worldwide starting today. The ability to view an application’s permissions into Office 365 and the application discovery dashboard will be available by the end of the third quarter of 2016.

To learn more about Advanced Security Management, check out this Microsoft Mechanics video:

The post Gain enhanced visibility and control with Office 365 Advanced Security Management appeared first on Office Blogs.

01 Jun 17:43

Watch a machine-learning system parse the grammatical structure of sentences

01 Jun 17:42

FullPageOS – A RaspberryPi distro to display a full page browser on boot

01 Jun 17:41

DeepOSM: Detect roads and features in imagery with neural nets using OpenStreetMap

01 Jun 17:34

9 Tipps: So kannst du deine besten Mitarbeiter halten

by Lisa Hegemann

Mehr Gehalt, eine Beförderung, ein dickes Auto – mehr als materielle Anreize fallen Unternehmen oft nicht ein, wenn sie einem Beschäftigten ihre Wertschätzung zeigen wollen. Wir zeigen, wie Firmen gute Mitarbeiter wirklich halten können.

„Nicht jeder Spieler funktioniert unter jedem Trainer“

Mitarbeiterbefragungen durchfuehren
Gute Mitarbeiter zu halten, ist gar nicht so einfach. (Foto: Shutterstock)

Wenn ein guter Mitarbeiter geht, bedeutet das einen doppelten Verlust für ein Unternehmen: Es verliert nicht nur eine kompetente Arbeitskraft, sondern muss auch Zeit investieren, um eine neue zu finden und aufzubauen. Und das ist teuer: Um eine neue Stelle zu besetzen, fallen laut Schätzungen etwa 40 Prozent des Jahresgehalts des neuen Mitarbeiters an – für Stellenanzeigen, für Bewerbungsgespräche, für die Einarbeitung.

Um diese Kosten zu reduzieren, lautet das einfachste Mittel: Binde deinen Mitarbeiter an dein Unternehmen. Das gilt vor allem für die guten, denn die kannst du nur schwer ersetzen. Die erste Frage, die es deshalb zu beantworten gilt: Was macht einen guten Mitarbeiter aus? Eine einfache Definition gibt es dafür leider nicht. Es gibt aber Anhaltspunkte, an denen Unternehmen gute Mitarbeiter erkennen können.

Dominic Multerer, der als Berater für Führungskräfte arbeitet, vergleicht Betriebe mit einem Fußballteam: „Nicht jeder Spieler funktioniert gut unter jedem Trainer“, sagt er. Das mache aber den Mitarbeiter nicht schlecht. Ein Chef muss deshalb erst einmal herausfinden, welcher Art Mensch in sein Team passt und wie er das Beste aus ihm herausholt.

Welcher Mitarbeiter passt in mein Team?

Betriebswirte haben dafür eine ganz eigene Form der Bewertung entwickelt: die sogenannte ABC-Analyse. Sie beurteilt Mitarbeiter auf Basis ihrer Leistungen. Das Forschungsinstitut Gallup unterteilt sie in Mutmacher (A), Mitmacher (B) und Miesmacher (C). Ein Chef kann anhand verschiedener Kriterien erkennen, zu welcher Gruppe sein Angestellter gehört: So arbeitet A gewöhnlich selbstständig und gilt als visionär, B folgt den Anweisungen und C bremst die anderen eher aus.

In deutschen Unternehmen fallen nach Schätzungen von Gallup nur 16 Prozent der Mitarbeiter in die Kategorie A. 68 Prozent zählen zu den Mitmachern und wiederum 16 Prozent zu den Miesmachern. „Die Spreizung von A- bis C-Mitarbeitern ist sehr viel größer, als ein durchschnittlicher Arbeitgeber glaubt“, sagt Personalberater Jörg Knoblauch im Gespräch mit t3n. Wenn ein Mitarbeiter also in Kategorie A fällt, dann sollte ein Unternehmen alles machen, um ihn zu halten.

Dass das derzeit nicht einfach ist, belegt eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft. Demnach haben im vergangenen Jahr fast ein Drittel der Beschäftigten ein neues Arbeitsverhältnis angefangen oder beendet – fünf Prozent mehr als noch 2011. Der Grund dafür ist simpel: Je weniger Arbeitslosigkeit herrsche, desto eher wechselten Arbeitnehmer ihren Job, wie IW-Experte Holger Schäfer der „FAZ“ sagte.

Mitarbeiter halten: So geht's

t3n hat neun Tipps zusammengetragen, mit denen es mit der Mitarbeiterbindung trotzdem klappen kann.

1. Rede mit deinen Mitarbeitern.

Um zu verstehen, welche Ziele ein guter Beschäftigter anstrebt, hilft nur eins: Reden. „Es klingt banal“, sagt Dominic Multerer, „aber am Ende musst du mit deinen Mitarbeitern sprechen.“ Statt eines Jahresgesprächs regt der Experte monatliche Feedback-Runden mit dem Beschäftigten an. Dadurch weiß der Chef, was den Mitarbeiter stört, und kann darauf reagieren.

Der Vorgesetzte muss sich zudem mit der Entwicklung des Mitarbeiters auseinandersetzen. Nur jeder dritte Beschäftigte gibt an, aus einem Dialog mit seinem Chef tatsächlich etwas Nützliches für seine Arbeit mitgenommen zu haben, wie der „Engagement Index 2015“ von Gallup zeigt. Statt sich ausschließlich auf die Stimmung des Mitarbeiters und seine Wünsche zu konzentrieren, sollte sich das Gespräch deshalb auch darum drehen, was der Beschäftigte konkret besser machen kann und wie er neue Ziele erreicht. Denn wenn ein A-Mitarbeiter das Gefühl hat, sich nicht mehr weiterentwickeln zu können, dann besteht die Gefahr, dass er sich nach einem Unternehmen umguckt, bei dem er neue Herausforderungen angehen kann.

Aber Achtung: Während der eine sich über Mitarbeitergespräche freut, nerven sie den anderen eher. „Das Gespräch darf kein Muss sein“, so Multerer. Das führe bei manchen Mitarbeitern eher zu Unzufriedenheit als zu einer guten Arbeitsatmosphäre. „Es ist wichtig, auf die individuellen Wünsche einzugehen.“ Statt ein Mal im Jahr ein Gespräch anzusetzen, solle ein Chef regelmäßig Dialogangebote machen – und den Mitarbeiter entscheiden lassen, ob er diese annehmen will oder nicht.

2. Höre auf deine Mitarbeiter.

Wenn du einen Mitarbeiter schätzt, hole seine Meinung ein. Oft baue ein Beschäftigter jahrelang eine Kompetenz auf und sammle Erfahrung, aber niemand nehme ihn ernst, wenn er einen Prozess kritisiere, sagt Multerer. „Ich habe es erlebt, dass ein Mitarbeiter vier Jahre lang in einem Unternehmen arbeitete und einen Vorschlag einbrachte, wie sein Arbeitgeber etwas besser machen könnte“, so der Experte. Der Chef reagierte mit den Worten: „Netter Vorschlag, aber machen wir schon immer so.“ Eine solche Aussage vermittelt den Eindruck, dass die Meinung des Mitarbeiters nicht zählt – und das kann ihn frustrieren.

Um das zu vermeiden, sollte sich der Vorgesetzte den Vorschlag sehr genau anhören. Denn: Wer lange für dich arbeitet, wird einen guten Grund haben, wenn er einen Prozess verändern will. Sollte die Idee trotzdem nicht passen, musst du dein „Nein“ gut begründen. Dadurch vermittelst du dem Mitarbeiter, dass du seinen Vorschlag ernst genommen hast.

3. Frage nach deinen eigenen Schwächen.

Als Chef musst du dich auch deinen eigenen Fehlern stellen. Deine Mitarbeiter werden sie am besten kennen – frage sie, was du noch besser machen kannst. „Ein Vorgesetzter ist nicht unfehlbar“, sagt Personalberater Knoblauch. In Gesprächen sei es daher wichtig, auch die eigenen Schwächen herauszufinden und herauszufiltern, woran man noch arbeiten kann. Gerade wenn ein Mitarbeiter mit seinem Chef unzufrieden ist oder sich unfair behandelt fühlt können durch eine offene Frage wie „Was kann ich noch besser machen?“ Probleme angesprochen werden.

Allerdings: Nicht jeder Mitarbeiter äußert gerne direkt Kritik. Für ein ehrliches Feedback können daher ein anonymer Fragebogen oder eine Onlineumfrage helfen. Am Ende geht es aber nicht nur um die Frage nach Feedback, sondern auch um den Umgang damit. Wenn dich ein Mitarbeiter kritisiert, rechtfertige dich nicht. Frage stattdessen genau nach, was ihn stört, und überlege dir später in Ruhe, wie du deine Schwächen ausbügeln kannst. Wenn du diese Schwächen nicht erkennen kannst, frage andere, wie sie die Situation einschätzen. Solltest du danach das Gefühl haben, es handle sich gar nicht um eine Schwäche, suche erneut das Gespräch, zeige aber trotzdem Respekt vor der Meinung deines Mitarbeiters.

Warum das wichtig für die Mitarbeiterbindung ist? Weil jeder vierte Beschäftigte 2015 wegen seines Chefs gekündigt hat.

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Wenn sich ein Mitarbeiter wohlfühlt, wird er seltener gehen. (Foto: © Alexander Klebe / Crunchbase)

4. Mach es dem Mitarbeiter so bequem wie möglich.

Nichts ist Mitarbeitern wichtiger als das Betriebsklima. Es gilt als der bedeutendste Aspekt, um einen Beschäftigten an das eigene Unternehmen zu binden, wie eine Umfrage des Arbeitsministerums zeigt. Auf einer Skala von eins bis fünf, also von unwichtig bis sehr wichtig, bewerten die Befragten das Betriebsklima mit 4,3 – noch vor Gehalt und persönlichem Kontakt.

„Eine familiäre Atmosphäre schaffen Unternehmen, indem sie das Gefühl von Zusammenhalt kreieren“, sagt Jörg Knoblauch. Er berichtet von einem Software-Unternehmen, bei dem der Chef die Devise „Weg von der Work-Life-Balance hin zum Work-Life-Blend“ ausgegeben hat. Statt aus Arbeit und Freizeit einen Gegensatz zu machen, will er die beiden Felder zusammenbringen: durch gemeinsames Kochen, durch Volleyballspielen, durch Mountainbike-Touren, durch kostenlosen Cappuccino. „Es geht dabei um Kreativität, um den Mitarbeitern zu zeigen, dass sie mir etwas wert sind“, so Knoblauch.

Dominic Multerer bezeichnet das als „Mitarbeiter-Service“. Genau wie der Kundenservice solle dieser einen Mehrwert für den Beschäftigten bieten. „Wenn du eine Kantine und einen Kindergarten baust, machst du das Leben für den Mitarbeiter bequemer“, sagt Multerer. Bei der Bindung kann das durchaus eine Rolle spielen – wer will sich schon um einen Kindergartenplatz kümmern, wenn er ihn bisher automatisch erhielt?

5. Sei transparent.

Ob bei der Budgetplanung, dem nächsten großen Projekt oder der allgemeinen Strategie – viele Entscheidungen trifft ein Chef allein oder gemeinsam mit der nächsten Management-Ebene. Die Mitarbeiter informiert er dagegen erst, wenn alles schon beschlossene Sache ist. Für die Identifikation mit dem Unternehmen kann sich das negativ auswirken: Der Beschäftigte bekommt dadurch den Eindruck, dass über seinen Kopf hinweg entschieden wird, dass seine Meinung keinen Einfluss hat, dass er ohnehin nichts verändern kann. Das sorgt für eine Distanz zum Arbeitgeber.

Transparenz ist deshalb ein wichtiges Mittel, um gute Mitarbeiter zu halten. „Wenn du dich als Chef hinsetzt und deinem Mitarbeiter erklärst, was du für nächstes Jahr planst und warum, kreierst du eine Bindung zu deinem Unternehmen“, erklärt Multerer. Viele Firmen sprächen nie über ihre Ziele oder Veränderungen. Die Mitarbeiter stehen deshalb oft ratlos vor den neuen Aufgaben, ohne zu wissen, warum sie überhaupt angeleiert wurden. Deshalb sollte die Führungskraft viel kommunzieren: „Wenn ein Chef etwas verändern will, sollte er auch die Meinung der Mitarbeiter einholen“, sagt der Experte. Denn: Wer seine eigene Zukunft mitgestaltet, wird prinzipiell zufriedener sein.

6. Es muss nicht immer ein neuer Jobtitel sein.

Manche Theorien der Verhaltensforschung haben es aus der Psychologie in den Arbeitsalltag geschafft. Dazu zählt beispielsweise das Belohnen nach B.F. Skinner: Für eine richtig ausgeführte Tätigkeit gibt es eine Anerkennung, einen Preis, eine Würdigung. Beispiel: Wer gute Arbeit leistet, der erhält mehr Geld oder wird befördert. Prinzipiell macht ein Unternehmen damit erst einmal nichts falsch. Doch statt alle Mitarbeiter mit denselben „Incentives“, wie es in der Fachsprache so schön heißt, zu locken, sollte es individuelle Anreize finden.

Das lässt sich besonders gut am Beispiel der Beförderung belegen. Viele Chefs wollen ihrem Firmenprimus einen Gefallen tun, wenn sie ihn in eine höhere Position beordern. Allerdings solltest du dir immer die Frage stellen, ob der Mitarbeiter das eigentlich will. Denn nicht jeder will mehr Verantwortung, nicht jeder will Chef sein. Einem Mitarbeiter, der mit seiner Position glücklich ist, kannst du auch anders deine Wertschätzung zeigen – zum Beispiel mit mehr Gehalt.

Doch es gilt: Geld ist nicht alles. „Es gibt Menschen, die reagieren auf Geschenke, es gibt Menschen, die reagieren auf gute Worte“, sagt Jörg Knoblauch. Ein Chef müsse herausfinden, was für seine Mitarbeiter zählt. So brauche der extrovertierte Verkäufer sehr wahrscheinlich eine andere Art der Belohnung als der introvertierte Controller, mahnt Knoblauch. Das kann alles sein – eine Weiterbildung, mehr Urlaub, eine interne Anerkennung wie „Mitarbeiter des Monats“.

7. Das Ein-Minuten-Lob.

Auch wenn ein gutes Wort erst einmal nicht nach einer sonderlich hochwertigen Belohnung klingt: Wertschätzung sollte ein Arbeitgeber nicht nur materiell zeigen. Zu oft gilt in Unternehmen noch die Devise: „Wenn ich nichts kritisiere, ist das doch Lob genug.“

Dabei stellen Lob und Dank einen einfachen, aber effektiven Weg dar, um dem Mitarbeiter das eigene Wohlwollen auszudrücken. Jörg Knoblauch hat dafür in seinem Unternehmen das „Ein-Minuten-Lob“ etabliert: Die Führungskräfte in seiner Firma hält er dazu an, jeden Tag einen Mitarbeiter zu loben. Es geht dabei nicht um ausufernde Hymnen, sondern um kurze Aufmerksamkeiten. Hat der Mitarbeiter eine tolle Powerpoint-Präsentation gehalten? Einen neuen Kunden gewinnen können? Oder einem anderen Beschäftigten geholfen? All das kann als Grund schon ausreichen.

Allerdings sollte das Lob auch nicht täglich kommen, sonst nutzt es sich ab. Dann wird es nicht mehr als Wertschätzung erkannt, sondern als Floskel. Aber jeden Tag einen Mitarbeiter zu loben, bedeutet ja nicht, jeden Tag denselben Mitarbeiter zu loben.

pizza ins buero

Oh, oh, das sind aber definitiv zu viele Pizzen – zumindest laut Jeff Bezos. (Foto: Shutterstock)

8. Die Zwei-Pizzen-Regel: Mach das Team nur so groß, dass du noch jeden kennst.

Um tatsächlich zu wissen, was deine Mitarbeiter wollen, musst du sie persönlich kennen. Amazon-Gründer Jeff Bezos hat in seinem Konzern dafür die sogenannte „Zwei-Pizzen-Regel“ eingeführt: Ein Team sollte immer nur so groß sein, dass zwei Familienpizzen für alle Mitglieder ausreichen. Umgerechnet bedeutet das: höchstens 20 Mitarbeiter pro Team.

„Wenn du nicht weißt, wie es deinem Mitarbeiter geht, dann bist du kein guter Chef.“

Wie das mit der Firmenbindung zusammenhängt? „Eine Führungskraft muss wissen, wie es einem Mitarbeiter gerade geht“, so Multerer. Das könne man zwar nicht von einem Chef mit 300 Mitarbeitern erwarten, aber genau dafür gebe es Abteilungsleiter. Ihre Aufgabe sei es, die Stimmung ihres Teams zu kennen. Für Multerer ist das eine entscheidende Führungsqualität: „Wenn du nicht weißt, wie es deinem Mitarbeiter geht, dann bist du kein guter Chef“, sagt er. „Ein Abteilungsleiter hat mitzubekommen, wenn ein Beschäftigter unzufrieden ist.“

9. Rekrutiere mithilfe deiner Mitarbeiter.

Musst du doch mal einen neuen Mitarbeiter einstellen, beziehe deine anderen Beschäftigten mit in den Auswahlprozess ein und frage sie, wen sie empfehlen. Das hat gleich zwei Vorteile für das Unternehmen: Erstens kannst du so viel gezielter Personen ansprechen, die für die Firma interessant sein können. „Die meisten Einstellungen entstehen nicht über Bewerbungen, sondern über Empfehlungen“, sagt Knoblauch. Denn ein Mitarbeiter wird niemanden empfehlen, von dem er nichts hält.

Und zweitens sorgst du wieder für ein Stück mehr Bindung zu deinem Betrieb, wenn du den Freund eines Mitarbeiters einstellst. „Wenn er seine Freunde im Unternehmen hat, wird er es seltener wieder verlassen“, sagt Knoblauch.

Fazit

Kommunikation, Wertschätzung, Mitbestimmung: Das sind die drei Grundprinzipien, die jede Führungskraft berücksichtigen sollte. Ein Chef sollte immer ein offenes Ohr für die Probleme und Wünsche seiner Mitarbeiter haben. Gerade bei einem Overperformer sollte ein Unternehmen ganz genau hinhören. Sucht er neue Herausforderungen, biete sie ihm; will er mehr eingebunden werden, frage nach seiner Meinung; kritisiert er dich, versuche, darauf einzugehen. Am Ende muss aber auch immer die Atmosphäre im Unternehmen stimmen – sonst bringt alle Aufmerksamkeit nichts.

Sollte das alles doch nichts helfen, um den Mitarbeiter zu halten, sei hier noch ein letzter Tipp gegeben: Bleibe in Kontakt mit ehemaligen Beschäftigten, die du gerne behalten hättest. Nach Schätzungen von Jörg Knoblauch funktionieren etwa 50 Prozent der Arbeitsplatzwechsel nicht. Er rät deshalb, auch nach der Kündigung eines Mitarbeiters regelmäßig mit ihm zu sprechen und ihn zu fragen, wie es ihm geht. Dabei sollte ein Chef die Option der Rückkehr immer aktiv anbieten.

Wenn es sich ein Unternehmen leisten kann, solle es die Stelle sogar zwei bis drei Monate lang nicht wieder besetzen. Denn: „Das Schönste, das passieren kann, ist, dass ein guter Mitarbeiter in das Unternehmen zurückkehrt“, so Knoblauch. Das Beste ist natürlich, ihn gar nicht erst zu verlieren.

Mehr zum Boomerang-Hiring findet ihr auch hier. 

01 Jun 17:28

Dalai Lama: "Deutschland kann kein arabisches Land werden"

by ZEIT ONLINE: Zeitgeschehen -
Der Dalai Lama findet, in Europa seien inzwischen zu viele Flüchtlinge. Sie sollten nur vorübergehend aufgenommen werden, sagt das im Exil lebende Oberhaupt der Tibeter.
01 Jun 17:28

Ein weiterer falscher Alarm bzgl. Anstieg des Meeresspiegels und Antarktischer Eisschmelze

Berichte in den Medien

Dazu ein Beispiel vom Weather Channel:

Ein antarktischer Gletscher von der Größe von drei Vierteln der Fläche von Texas schmilzt unverändert, und falls er vollständig verschwindet, wird der Meeresspiegel auf der ganzen Welt dramatisch steigen, wie aus einer neuen Studie hervorgeht. Der Totten-Gletscher in der östlichen Antarktis schmilzt rasch und droht zu einem weiteren Sorgenkind zu werden angesichts der steigenden globalen Temperaturen. Die Studie wurde in dem Journal Nature veröffentlicht. Er ist bereits nahe an einen „Kipp-Punkt“, und – der Studie zufolge – falls er ganz kollabiert, könnte der globale Meeresspiegel um fast 10 Fuß steigen [ca. 3 m]... „Ich prophezeie, dass vor Ende dieses Jahrhunderts die großen Städte unseres Planeten in Küstennähe zwei bis drei Meter hohe Deiche um sich herum haben werden“. Das sagte der Autor der Studie Martin Siegert der French Press Agency (Hervorhebung vom Autor).

Aus Science Daily stammt dieser Auszug aus einer Presseerklärung des Imperial College London:

Gegenwärtige Raten des Klimawandels könnten einen großen Gletscher der Antarktis instabil werden lassen, was ultimativ einen Anstieg des Meeresspiegels über 2 Meter nach sich ziehen würde. Bei der Erforschung der Historie der Rückzüge und Vorstöße des Totten-Gletschers haben die Forscher entdeckt, dass falls sich der Klimawandel ohne Abschwächung fortsetzt, der Gletscher eine kritische Grenze während des nächsten Jahrhunderts überschreiten und eine irreversible Periode eines rapiden Rückzugs erleiden könnte. Dies würde ihn sich während der folgenden Jahrhunderte bis zu 300 Kilometer landeinwärts zurückziehen lassen, wobei riesige Wassermengen frei werden würden, die um 2,9 Meter zum globalen Anstieg des Meeresspiegels beitragen könnten. (Hervorhebung vom Autor).

Und schließlich noch die reißerische Schlagzeile von Chris Mooneys Beitrag in der Washington Post vom 18. Mai: ,Fundamental instabil': Wissenschaftler bestätigen ihre Befürchtungen hinsichtlich des größten Gletschers der Antarktis.

Aus der Studie

Den größten Teil der Studie macht eine komplexe Analyse der detaillierten gravimetrischen und magnetischen Daten aus, die aus Messungen eines tief fliegenden Flugzeuges gewonnen wurden, das wichtige Komponenten der Geologie unter dem Totten-Gletscher kartographiert hatte.

Es ist hilfreich, den Zusammenhang zu verstehen hinsichtlich eines alarmierenden Meeresspiegel-Anstiegs (SLR). Siehe dazu meinen früheren Beitrag hier. Der SLR beschleunigt sich nicht, weshalb die Warmisten nach zukünftigen Eisschild-,Kipp-Punkten' suchen mussten, die einen abrupten SLR auslösen könnten, was dringende Maßnahmen zur Abschwächung der CO2-Emissionen erforderlich machen würde. Grönland stand ursprünglich im Mittelpunkt, aber Grönland kooperiert nicht aufgrund seiner schüsselförmigen Geologie.

Der Westantarktische Eisschild (WAIS) war der nächste Konzentrationspunkt. Das Ronne-Eisschelf erwies sich als fest und stabil, wie in dem oben verlinkten Beitrag zu den Tipping Points beschrieben. ANDRILL zeigte, dass das Ross-Schelfeis ebenso stabil ist, hat sich doch dessen Aufsetzlinie [grounding line] seit vier Jahrtausenden nicht verändert. Die Aufmerksamkeit wandte sich dann der Amundsen-Bucht zu, wo im Jahre 2014 viel Aufhebens gemacht wurde um den fließenden Pine Island-Gletscher (PIG) – bis sich herausstellte, dass der PIG auf einem aktiven Vulkan saß, was nichts mit der globalen Erwärmung zu tun hatte. (Eingelagert in den PIG sind Schichten vulkanischer Asche). Auch der WAIS hat nicht kooperiert. Also verlagerte sich die Aufmerksamkeit jetzt zum Ostantarktischen Eisschild (EAIS), bei dem der Totten-Gletscher das größte Einzugsgebiet hat, welches etwa die Hälfte des von der NASA definierten geologischen Sektors einnimmt (siehe folgernde Karte.Darin auch eingezeichnet ist der Eisschild der Moscow University und der Frost-Gletscher).

Wo der Totten den Südlichen Ozean erreicht, liegt er zumeist in flachen Gewässern auf Grund, die weniger als 500 m tief sind. Dies beeinträchtigt nicht dessen Stabilität (genauso wie beim Ross-Eisschelf), liegt doch die Wassertemperatur der oberen rund 500 m der Antarktischen Küstengewässer um den Gefrierpunkt. Aber wärmeres Meerwasser unterhalb von etwa 500 m schmilzt die Basis des Totten-Gletschers über einem tiefen untermeerischen Tal (hier), das etwa 5 km breit und etwa 800 m tief ist. Es wurde im Jahre 2015 entdeckt (hier). Dieses Abschmelzen verursachte ein langsames Zurückweichen der Aufsetzlinie hinter dem Tal. Der jährliche Rückzug der Aufsetzlinie beträgt gegenwärtig etwa 100 Meter pro Jahr. (Jedoch sind es Aitken in der Washington Post zufolge an manchen Stellen 175 m pro Jahr). Dazu muss man wissen, dass Aitken ein Mit- aber nicht der Leitautor der Studie 2015 war, in der es um das Tal gegangen war.

Dieser Schmelzprozess in der Tiefsee könnte sich im Verlauf von etwa 1500 Jahren etwa 150 km landeinwärts zurückziehen durch das unter dem Gletscher liegende Sabrina-Becken (in der folgenden Abbildung aus der Studie 2015 dunkelblau markiert), bevor er eine Felsenbarriere unter dem Eis erreicht, die lotrecht zum Gletscher nur etwa 200 Meter unter der Meeresoberfläche liegt. Dies würde das Abschmelzen zum Stoppen bringen (befindet sich doch das das Schmelzen verursachende Wasser in Tiefen unter 500 m). Aitken et al. 2016 schätzen, dass dies den Meeresspiegel um 0,9 Meter oder ~6 cm pro Jahrhundert steigen lassen könnte. Keinerlei Grund für Alarm.

Wovon Aitken et al. 2016 berichten, ist ein anderer Fjord-artiger ,Einschnitt' in diesem blockierenden Rücken, welcher (im Falle einer unveränderten Schichten-Abfolge der Wassertemperatur) es möglich machen würde, dass sich das Schmelzen an der Basis durch das innere Aurora-Becken unter dem Eis hinter dem Rücken fortsetzt. Dieser Prozess würde sich weitere 350 km lang fortsetzen oder etwa um 40% in das Totten-Becken hinein. Aitken et al haben auch Eis durchdringendes Radar eingesetzt zur Untersuchung des Meeresgrundes sowohl im Sabrina- als auch im Aurora-Becken, um zu bestätigen, dass der Totten-Gletscher tatsächlich durch beide Becken hindurch schon vor 3 Millionen Jahren im Pliozän (vor dem Einsetzen der gegenwärtigen Eiszeiten) geschmolzen war, wobei der CO2-Gehalt etwa 400 ppm betragen hatte. Dies wurde in den PR-Alarm hinein geworfen – es geschah zuvor bei 400 ppm!!! Mit den gegenwärtigen Schmelzraten würde dies etwa 3 Jahrtausende in Anspruch nehmen, was den Meeresspiegel um 2,9 Meter steigen lassen könnte – eine keineswegs alarmierende Rate von 10 cm pro Jahrhundert. Auch das ist möglicherweise noch viel zu hoch gegriffen, müsste doch das gesamte wärmere Wasser aus dem Aurora-Becken ungestört durch den gerade entdeckten Einschnitt im Rücken strömen.

Dies ist KEIN fundamental instabiler Kollaps, der 2 bis 3 m SLR bis zum Ende dieses Jahrhunderts implizieren würde, was die Autoren in ihren Presseerklärungen auch klar bekannt gegeben hatten.

Wie bekommt man einen SLR von 3 Fuß [ca. 0,9 m] durch das Schmelzen im Sabrina-Becken bis zu dem Rücken? Man nehme einfach an, dass das gesamte Eis in dem zurückhaltenden Becken verschwindet, auch das oberhalb des Meeresspiegels, das nicht durch warmes Meerwasser schmilzt. Bis zum Rücken ist das Rückhalte-Becken etwa 200 bis 250 km breit, der Gletscher etwa 100 km breit, dessen Zunge und der vorstehende Eisschild etwa 145 km breit. Diese Annahme ist dubios, aber nicht unplausibel. Es würde einen Eisfluss implizieren von ähnlicher Größenordnung wie bei den Gletschern im nordöstlichen Grönland heutzutage (ein weiterer Favorit der Übertreibung durch Alarmisten) außer dort, wo es heute keine solchen fließenden Gletscher gibt und wo die Temperatur im antarktischen Sommer niemals über den Gefrierpunkt steigt (in den meisten Gebieten von Grönland ist dies sommers kurzzeitig der Fall).

Wie bekommt man 2,9 Meter SLR aus dem roten Oval? Einfach! Just use the same entire catchment assumption to that deeper recessional melting point. [Verzeihung! Eine sinnvolle Übersetzung dieses Satzes habe ich nicht hinbekommen! Mag jemand einen Vorschlag machen? Anm. d. Übers.]

Wie bekommt man ~4 Meter (Washington Post)? Man nehme einfach an, dass falls das Aurora-Becken hinter den Rücken abschmilzt via Eindringens wärmeren Meerwassers durch den Einschnitt, dann wird das gesamte Rückhalte-Becken all sein Eis verlieren because it lost its Totten ‘plug’ (up catchment ice is about 2.5 km thick). [Gleiches Problem! Anm. d. Übers.]

Dies ist die gleiche Hypothese, die Rignot bei seinem PIG-Alarm aufgestellt hat hinsichtlich des Verlustes des gesamten Eises in der Amundsen-Bucht, obwohl sogar seine eigene Studie zeigte, dass dies unmöglich ist.

Dies ist die gleiche Hypothese, die Greenbaum et al. 2015 in der oben genannten Studie aufgestellt haben (bei der Aitken Mitautor war), aufgrund derer Aitken et al. 2016 aufbauen (hier; Abschnitt 8)

Schlussfolgerungen

Die alarmistischen Schätzungen dieser neuen Nature-Studie, vor allem wie sie in den Medien repräsentiert werden, sind ganz schwer falsch, sowohl hinsichtlich der Größenordnung als auch der Rate des Meeresspiegel-Anstiegs, der mit dem Schmelzen des Totten-Gletschers einher gehen könnte.

In den Presseerklärungen und den Interviews der Autoren gibt es völlig ungerechtfertigte Übertreibungen. Es wurden Hypothesen zugrunde gelegt, die niemals erwähnt worden sind außer als Referenz auf zuvor zurück gewiesene Studien durch Rignot. Ein gewebtes Netz des Betruges!

Link: https://judithcurry.com/2016/05/22/another-antarctic-sea-level-rise-false-alarm/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

01 Jun 17:21

Technikfehler mit Technik bekämpfen,

....unter dieser Überschrift brachte die „Junge Freiheit“ vor kurzem  (6. Mai 2016) einen aktuellen Bericht über die jetzt laufenden Arbeiten in Tschernobyl. Wer Interesse an dem ganzen Artikel hat, kann sich melden, ich kann dann einen Scan schicken. Hier will ich jetzt mal die Stichpunkte zitieren.

 

Untertitel: „Trotz bedrückender Geschichten verbreitet der Betreiber Optimismus“.

„Das Resümee nach dem SuperGAU fällt trotz allem positiv aus: der Preis war hoch, doch es war Lehrgeld für die Welt“. Igor Gramotkin (der die Arbeiten dort leitet), sagt: „Wir wissen jetzt, dass am Ende selbst die Folgen einer solchen Katastrophe wie in Tschernobyl beherrschbar sind“.

 

Es wird die neue, zweite Schutzhülle beschrieben, 40.000 Tonnen scher, es ist das größte, jemals von Menschen gebaute bewegliche Konstrukt (beweglich, weil es dann über die Reaktor-Ruine geschoben wird). Die Kosten tragen die EU und Russland zum größten Teil(ca. 2 Milliarden so weit ich weiß, im Vergleich dazu, was uns die Energiewende jedes Jahr kostet geradezu Peanuts). Die neue Schutzhülle  wird im November 2017 über den Reaktor geschoben und ist für 100 Jahre ausgelegt, in diesem Zeitraum kann man dann im Innern einiges aufräumen, so ist die Einschätzung.

 

Wer zum ersten Mal nach Tschernobyl kommt wundert sich, wie nahe man herangehen kann, ohne jede Schutzausrüstung (ich hatte auch keine). Die radioaktive Belastung des Kraftwerkareals liegt nur unbedeutend höher als normal, man hat dort auch reichlich Boden ausgetauscht. In übrigen weiteren Bereich soll es aber noch vereinzelt Stellen geben, die eine  hohe Intensität haben (und andere fast keine), also sehr unregelmäßig. Der kontaminierte Niederschlag sinkt pro Jahr etwa 1 cm weiter tiefer in den Boden.Während auf dem Kraftwerksgelände kein Vogelschrei zu hören ist (Vögel sammeln sich lieber da, wo Menschen hausen, da gibt es was zu fressen), gedeiht das Wild in der Sperrzone wie sonst kaum in Europa (naja, da wird auch nicht bejagt, außerdem haben die Tiere das Glück, dass sie nicht lesen können. Es gibt viele interessante Untersuchungen und auch Filmberichte über die dort eingelebte Fauna, alle ehemaligen Zäune haben die Tiere längst entsorgt, die braucht man nicht. Die Fauna dort ist überraschend gesund. Naturschützer sorgen sich eher, weil Teile allmählich wieder von der Landwirtschaft übernommen werden sollen, dann ist das ganz freie Leben für die Tiere vorbei.).

 

Einen weltweiten Ausstieg aus der Kernenergie hält Gramotkin für ausgeschlossen (ich auch). Sein eigentliches Argument ist, dass der technische Fortschritt zu allen Zeiten stärker war als jeder Widerstand (nur in Deutschland hinken wir da deutlich hinterher). Der steigende Energiebedarf der Menschheit wird anders nicht zu decken sein. Nach dem Untergang der Titanic hat man auch nicht beschlossen, die Seefahrt endgültig aufzugeben, natürlich nicht, aus Unfällen muss die Menschheit eben lernen, und das kann sie auch, ein Argument, das ich in meinen Vorträgen auch so bringe.

 

Das zu dem Artikel, und dabei kann ich dann berichten, dass ich mir im Sommer vor zwei Jahren auch so einen Ausflug gegönnt habe, wird von Touristik-Unternehmen so angeboten. Wir waren eine Gruppe von etwa 12 Leuten (ein Japaner wie immer auch dabei) und starteten in einem Kleinbus in Kiew. Es gibt zwei Sperrzonen jeweils mit einem Schlagbaum, eine äu0ere von 30 km und eine innere von 10 km, da ging es aber recht unverkrampft zu. Die äußere Zone ist seit einigen Jahren wieder bewohnt (eine Führerin wohnte auch dort), man sieht die verkommenen Ruinen (Hütten der Bauern) und dazwischen schmucke neue Häuschen, die Ruinen machen einen düsteren Eindruck, aber eben weil die Gebäude über Jahrzehnte verlassen sind und weil, eine russische Sitte, die Leute beim Umziehen Fenster und Türen mitgenommen haben (die waren Mangelartikel im Sozialismus, diese Sitte hat sich so erhalten), da bleibt dann nur das Mauerwerk stehen..

 

In der inneren Zone hat die Führerin (in einem ehemaligen Kindergarten) Messungen gemacht, direkt über dem Boden ist die Strahlung etwa doppelt so stark wie bei einem Interkontinentalflug, in der Luft selbst gibt es keine erhöhte Radioaktivität, deshalb gibt es auch keinerlei Schutzkleidung. Wir wanderten auch durch die Gebäude der verlassenen Stadt (Pripjat), ein merkwürdig unaufgeräumter Eindruck, teilweise wachsen die Bäume vom Wald in die Gebäude hinein, die Natur holt sich ihren Teil zurück. Manche Zerstörungen im Innern, weil man beim Auszug ziemlich rabiat abgebaut hat, mitnehmen konnte man, da die Aktivität ja nur außerhalb der Gebäude war. Ich hatte einen einfachen Geigerzähler mit und dann auch Messungen gemacht, auf einer Straße war einfach nichts mehr zu messen, das war schon richtig enttäuschend (da hatte man neu asphaltiert), aber der Führer war so nett und tröstete mich und führte mich durch ein Waldstück zu einem alten Sportgelände (betonierter Boden), da konnte ich dann endlich mal noch einen Ausschlag beobachten.

 

Man kann bis etwa 200 m an den Reaktor 4 heran (da bin ich auf dem Bild), und wir wanderten auch durch den berühmten Spielpark, ich gönnte mir den Jux, mich mal in einen Autoscooter zu setzen, die fahren allerdings nicht mehr, und einige von uns sind dann auch auf dem Riesenrad herumgeklettert, immerhin, der Eintritt ist jetzt frei, das wollte ich aber nicht auch noch.

 

Die riesige neue Hülle überragt vieles und ist weit zu sehen, eigenartig nur, es waren keine Arbeiter zu sehen, vermutlich weil Urlaubszeit war, die wird dort sehr ausgedehnt genossen. Am späten Nachmittag ging es dann zurück, wir hatten noch einen Imbiss in einem Restaurant in der äußeren Sperrzone, und man fährt an dem unvermeidlichen Lenin-Denkmal vorbei, das steht da immer noch, da müsste man gründlicher dekontaminieren, vor allem ideologisch. Bei jeder der beiden Kontrollposten gibt es zum Ausgang eine Messstelle, durch die man durch muss, aber die Ergebnisse waren bei allen unserer Teilnehmer im normalen Bereich. Gut, gründlich messen, das schadet ja nicht.

 

Alles zusammen für einen Physiker ein interessanter Ausflug, und an diesem Spätsommertag hatten wir schönes Wetter, das einzige, was richtig strahlte, war die Sonne, und das haben wir dankbar genossen.

01 Jun 17:21

Ökostromreform: Merkel gibt ihre klimapolitischen Ambitionen auf

by ZEIT ONLINE: Deutschland - Alexandra Endres
Die Grundzüge des neuen EEG-Gesetzes stehen. Investoren haben jetzt Planungssicherheit, doch der Ökostromausbau wird gebremst – fatal für Deutschlands Klimaziele.
01 Jun 17:15

Leipzig: Neuer Telekom-Funkturm für DVB-T2 und DAB+

Die Stadt Leipzig hat einen neuen Sendeturm. Aus 170 Metern Höhe wird das Signal des digitalen Antennenfernsehens DVB-T2 und für das Digitalradio DAB+ verbreitet. (DVB-T, Telekom)
01 Jun 17:06

Secret airplane bedrooms where flight attendants sleep

01 Jun 17:06

Dalai Lama says there are 'too many refugees in Europe'

31 May 09:49

EuGH: Kopftuchverbot in Unternehmen kann zulässig sein

by ZEIT ONLINE: Zeitgeschehen -
Darf einer Angestellten gekündigt werden, weil sie ihr Kopftuch nicht ablegen will? Ja, wenn allgemein religiöse Symbole untersagt sind, so die EuGH-Generalanwältin.
31 May 08:07

„Sinnfreier Quatsch!“: Was Agenturchefs von der Forderung halten, Halbtagsarbeit einzuführen

by HORIZONT Online

Mit seiner Kritik, viele Agenturen würden ineffizient arbeiten und man solle Halbtagsarbeit einführen, sorgte der Hamburger freie Kreativdirektor Nicolas Kittner für Aufsehen. HORIZONT Online hat sich umgehört, was Agenturchefs von der Idee halten.

Halbtagsarbeit:

Agenturchefs meinen: "Totaler Quatsch!" (Kollage: Horizont Online)
Agenturchefs sind sich uneinig über Agenturarbeit. (Kollage: Horizont Online)

Fast alle der befragten Agenturmanager schütteln angesichts der von Kreativdirektor Nicolas Kittner gestellten Forderung nach Halbtagsarbeit nur mit dem Kopf. Für Kolle-Rebbe-Chef Stefan Kolle führe ein kürzerer Arbeitstag mitnichten zwangsläufig zu mehr Effizienz, denn die durchschnittliche Konzentrationsspanne eines normalen Menschen in der westlichen Arbeitswelt liege gerade einmal bei acht Minuten. „Jeder Goldfisch ist fokussierter“, so Kolle. Effizienz würde man eher durch eine bessere Organisation erreichen. Dem pflichtet auch McCann-Kreativchefin Elke Klinkhammer bei: „Ganz oft hapert es an guten Briefings, klaren To-do’s und konkreten Deliverables.“

Pausen gehören für Kolle zum täglichen Job dazu – doch warum diese nicht einmal mit Spazierengehen oder Yoga verbringen? Auch für Matthias Maurer sind kleine Auszeiten während der Arbeit essentiell: „Nicht jeder kann und/oder will in seiner Arbeitszeit seinen Aufgaben dauerfokussiert und ohne soziale Kontakte nachgehen.“ Der Geschäftsführer von La Red sieht in einer adäquaten Planung einen deutlich besseren Weg für mehr Effizienz als die simple Reduzierung der Arbeitszeit.

Zwischendurch mal ein Päuschen – Stefan Zschaler betont dessen Bedeutung ebenfalls. Eine generelle Verkürzung macht für den Kreativchef von Leagas Delaney keinerlei Sinn: „Große Ideen und kreative Leistung entstehen nicht auf Knopfdruck. Im kreativen Schaffen sind Pausen und Ablenkung immer wieder nötig.“

Halbtagsarbeit richtet es nicht allein

Starke Kritik für seine Halbtagsarbeit-Idee. (Foto: nicolaskittner.com)
Starke Kritik für seine Halbtagsarbeit-Idee. (Foto: nicolaskittner.com)

Als „grundlegend sinnfreien Quatsch“ bezeichnet Christoph Bornschein, Chef von Torben, Lucie und die gelbe Gefahr, die Ausführungen von Freelancer Kittner. Für ihn ist es genau das Gegenteil, nämlich Ineffizienz, die wirklich große kreative und strategische Gedanken möglich mache: „Kreativwirtschaft funktioniert eben nicht wie ein Fließband und zwischen aufgewendeter Zeit und dem Arbeitsergebnis 'Genialer Gedanke' gibt es oft keine klare Korrelation.“

Zustimmung bekommt Kittner in einigen Punkten von Mathias Keswani. Auch der Manager von Nerdindustries sieht die Möglichkeit des ungestörten Arbeitens in einer Agentur oftmals als nicht gegeben an. „Viel entscheidender als der Faktor Zeit ist, ob man sich diesem Prozess ungestört und effizient widmen kann. Das ist in kaum einer Agentur wirklich der Fall.“ Das Einzige, was in der Kreativbranche wirklich effizient funktioniere, sei die „Verschwendung von Lebenszeit“, so Keswanis hartes Urteil. Gemeinsames Vorlesen von Briefings, Telkos mit den Fachabteilungen des Kunden, Meetings zu Buttonfarben – ein Großteil dessen diene lediglich der sozialen Interaktion, sei jedoch für den Output „völlig kontraproduktiv“.

Ähnlicher Meinung ist auch Dieckertschmidt-Gründer Stefan Schmidt: „Die Agentur/Marketing-Welt neigt dazu, sich mit Meetings und Quassel-Runden die Zeit für’s Denken und Arbeiten zu rauben.“ Von einer Halbierung der Arbeitszeit hält aber auch er nichts. Kreative Arbeit brauche Strukturen und einen Zeitrahmen von 9-18 Uhr. „Dieses fast dämlich Preussische hilft vielen Kreativen einen Raum vorzufinden, in dem man disruptieren kann.“

Halbtagsarbeit zeigt heutigen Stellenwert von Arbeit

Leagas-Delaney-Chef Zschaler ist sich ebenfalls sicher, „dass sehr viele Kreative nicht effizient arbeiten“. Aber weniger, weil sie zu abgelenkt seien, sondern „weil sie zu lange sich selbst überlassen werden und vor sich hin wursteln“. Einzige Lösung seien gut organisierte Prozesse: „Jeder sollte zu jedem Zeitpunkt wissen, was er bis wann zu liefern hat. Das klingt logisch und einfach, ist in einem turbulenten und dynamischen Agenturkosmos aber schwerer zu implantieren, als man denkt.“

Demodern-Chef Thomas Junk will sich den Forderungen Kittners zwar nicht anschließen, begrüßt diese aber Diskussionsanstoß über kürzere Arbeitszeiten und die Kultur des Aussitzens. Ein wichtiger Aspekt angesichts kommender Generationen, für die „Arbeit nicht mehr den gleichen Stellenwert und Status wie in der Wirtschaftswunderzeit besitzt“.

Die vollständigen Statements lesen Sie hier:

Stefan Kolle, Geschäftsführer Kreation Kolle Rebbe

Stefan Kolle (Bild: Kolle Rebbe)
Stefan Kolle (Bild: Kolle Rebbe)

Ein kürzerer Arbeitstag führt nicht zwangsläufig zu mehr Effizienz. Die durchschnittliche Konzentrationsspanne eines normalen Menschen in der westlichen Arbeitswelt liegt bei acht Minuten. In manchen Fällen auch gefühlt unter einer Minute. Jeder Goldfisch ist fokussierter. Kürzere Arbeitszeiten lösen dieses Problem nicht wirklich. Eher schon diese Maßnahmen: Mails nur noch dreimal am Tag durch den Server lassen, keine sinnlosen cc-Mails schicken, Meetings auf maximal 30 Minuten verkürzen, mit maximal drei Teilnehmern. Ab zehn Teilnehmern aufwärts kommt nichts raus außer Kopfschmerzen. Teams klein halten, unter hartem Zeitdruck eine Lösung erarbeiten, sich an Müttern mit Halbtagsjobs ein Beispiel nehmen, und regelmäßig alle Abläufe in Frage stellen. All das hilft. Genau so wie regelmäßige Pausen, die man nicht auf Facebook verbringt, sondern mit Spazierengehen oder Yoga.

„Kürzere Arbeitszeiten lösen das Problem nicht wirklich. – Stefan Kolle

Branchenspezifische Gründe für Ineffizienz sind unklare Aufgabenstellungen („Fangen Sie schon mal an, Briefing kommt dann“). Oder die Unfähigkeit, Nein zu sagen zu Jobs mit zu wenig Zeit für zu wenig Geld. Der Klassiker: viele Leute auf einem Job, aber kaum einer, der die Aufgabe lösen kann. Zehn Junioren und drei Freelancer geben einem zwar das Gefühl einer starken Mannschaft, aber ein einzelner gestandener Kreativer schafft meist mehr vom Hof. Kürzere Arbeitszeiten sind also vielleicht eine Lösung. Davor kommt aber eine bessere Organisation.

Matthias Maurer, Geschäftsführer La Red

Matthias Maurer (Bild: La Red)
Matthias Maurer (Bild: La Red)

Vielleicht wäre es schön, wenn wir alle unseren Arbeitstag verkürzen könnten. So einfach ist das aber nicht. Nicht jeder kann und/oder will in seiner Arbeitszeit seinen Aufgaben dauerfokussiert und ohne soziale Kontakte nachgehen. Das hängt zum einen vom Charakter jedes einzelnen ab und auch von der Lebensphase, in der man sich gerade befindet. Daher kommt man ohne eine gemeinsame zeitliche Regel, die versucht, alle unter einen Hut zu kriegen, nicht aus. Viel wichtiger ist es, als Agentur alles daran zu setzen, so gut zu planen, dass eine 40-Stunden-Woche auch genau so viele Arbeitsstunden hat. Und dabei aber keinen Wettbewerbsnachteil gegenüber den Agenturen zu erzeugen, denen das egal ist. Das ist die eigentliche Herausforderung.

Jeder Kreative weiß, dass man bessere und schlechtere Tage hat. Die Organisation von kreativen Prozessen, die Kreation selbst und auch das Programmieren sind keine standardisierbaren Aufgaben. Fakt ist aber auch, dass klar definierte Aufträge mit kurzen Zeithorizonten die Effizienz genauso erhöhen wie die Meetingdisziplin. Man kann es allerdings auch mit allem übertreiben und zu einem Arbeitsplatz mutieren, zu dem keiner mehr gerne hingeht. Das ist dann auch nicht schlau. Denn wenn man nur seinen Job erfüllen muss, kann auch eine 20-Stunden-Woche schon zu viel sein.

Elke Klinkhammer, CCO McCann Worldgroup Germany

Elke Klinkhammer (Bild: McCann)
Elke Klinkhammer (Bild: McCann)

Wieso ist eine generelle Arbeitszeitverkürzung überhaupt ein Thema im Zeitalter von Kollaboration, Co-working und agilen Arbeitsmethoden? Es geht vielmehr um Effizienz, Fokus und Teamwork. Das sind die Herausforderungen von Agenturen, und diese gilt gut zu organisieren.

Viele Meetings, alle abholen, nochmal abstimmen und viele Runden drehen, gehört zum Agenturalltag, aber nicht notwendigerweise. Denn ganz oft hapert es an guten Briefings, klaren To-Do’s und konkreten Deliverables. Klar kommt es dabei auch zu Spitzen, aber die lassen sich zeitlich auch wieder ausgleichen. Meine Erfahrung ist, dass Mitarbeiter gerne intensiv sprinten, wenn es zielführend ist, und anfangen zu trudeln, wenn sie das Gefühl bekommen, es handelt sich um Zeitverschwendung.

Christoph Bornschein, Geschäftsführer Torben, Lucie und die gelbe Gefahr

Christoph Bornschein (Bild: TLGG)
Christoph Bornschein (Bild: TLGG)

Sicher ist es unterm Strich ineffizient, sich acht Stunden Arbeit mit Höhen und Tiefen, Denkpausen und Müdigkeit ans Bein zu binden, statt mit klarem Ziel und Fokus einen halben Tag durchzuleisten. Doch eine generelle Verkürzung des Arbeitstages halte ich dennoch für überhaupt nicht sinnvoll. Denn die Aufteilung in Zone „Arbeit" und Zone „Nichtarbeit" ist grundlegend sinnfreier Quatsch. Hier ist „Work-Life-Blending" beziehungsweise „Zwischendurch-mal-einholen-gehen" der viel sinnvollere Weg. Es gibt in ideengetriebener strategischer Arbeit eben keine lineare Effizienz. Tatsächlich ist es eher Ineffizienz, die wirklich große kreative und strategische Gedanken möglich macht. Kreativwirtschaft funktioniert eben nicht wie ein Fließband und zwischen aufgewendeter Zeit und dem Arbeitsergebnis „Genialer Gedanke" gibt es oft keine klare Korrelation.

Mathias Keswani, Geschäftsführer Nerdindustries

Mathias Keswani (Bild: Nerdindustries)
Mathias Keswani (Bild: Nerdindustries)

Aus der Sicht eines „Kreativen" finde ich, dass die reine Arbeitszeit keine Rolle spielen sollte, wenn man für ein Problem eine Lösung sucht. Kreativität ist nicht der Geistesblitz, sondern das Ergebnis harter Arbeit und manchmal auch emotionaler Quälerei. Viel entscheidender als der Faktor Zeit ist, ob man sich diesem Prozess ungestört und effizient widmen kann. Das ist in kaum einer Agentur wirklich der Fall.

„Was in der Kreativbranche wirklich funktioniert, ist Verschwendung von Lebenszeit.“ Mathias Keswani

Das Einzige, was in der Kreativbranche wirklich effizient funktioniert, ist die Verschwendung von Lebenszeit. Ich würde sagen, dass man in großen Agenturen 80 Prozent seines Arbeitstages getrost vergessen kann. Gemeinsames Vorlesen von Briefings, Telkos mit den Fachabteilungen des Kunden, Meetings zu Buttonfarben – ein Großteil dessen dient lediglich der sozialen Interaktion. Das mag zwar für die Zusammenarbeit wichtig sein, ist für den Output aber völlig kontraproduktiv. Und dann ploppen zwischen den Meetings noch im Minutentakt Emails, Skype- und Slack-Nachrichten auf. Es ist ein Irrtum, zu denken, konstanter Austausch würde uns effizienter machen. Das Gegenteil ist der Fall: Die meisten Kreativen, die ich kenne, erledigen ihren eigentlichen Job dann, wenn der Rest schon nach Hause gegangen ist. Nicht weil sie es so wollen, sondern weil es anders nicht machbar ist. So gesehen könnte man den Arbeitstag auf fünf Stunden minimieren. Dann blieben einem immerhin noch drei Stunden, um wirklich produktiv zu sein.

Stefan Zschaler, Geschäftsführer Leagas Delaney

Stefan Zschaler (Bild: Leagas Delaney)
Stefan Zschaler (Bild: Leagas Delaney)

„Sehr viele Kreative arbeiten nicht effizient, weil sie zu lange sich selbst überlassen werden und vor sich hin wursteln.“ Stefan Zschaler

Eine generelle Verkürzung der Arbeitszeit macht keinen Sinn. Große Ideen und kreative Leistung entstehen nicht auf Knopfdruck. Im kreativen Schaffen sind Pausen und Ablenkung immer wieder nötig. Hinzu kommt, dass die einzelnen Personen ganz unterschiedliche Rahmenbedingungen brauchen, um ihre Kreativität zu entfalten. Unter dem Strich zählt in einer Agentur (und damit bei jedem Agenturmitarbeiter) die Menge und die Qualität an Output, die über einen gewissen Zeitraum geleistet wird. Und nicht die einzelne Arbeitsstunde.

Ich bin sicher, dass sehr viele Kreative nicht effizient arbeiten. Aber weniger, weil sie zu abgelenkt sind, sondern eher deshalb, weil sie zu lange sich selbst überlassen werden und vor sich hin wursteln. Wir haben Prozesse und Mechanismen erarbeitet, um das Teamwork und die Kommunikation zu verbessern. Je früher und klarer Ansagen gemacht und Entscheidungen von den Leuten getroffen werden, die in einem Prozess den Lead haben, desto besser. Jeder sollte zu jedem Zeitpunkt wissen, was er bis wann zu liefern hat. Das klingt logisch und einfach, ist in einem turbulenten und dynamischen Agenturkosmos aber schwerer zu implantieren, als man denkt.

Thomas Junk, Managing Partner Demodern

Thomas Junk (Bild: Demodern)
Thomas Junk (Bild: Demodern)

Es macht Sinn, die Kernarbeitszeit restriktiver zu denken und den freien Umgang mit der restlichen Zeit damit akzeptierter. Es wäre sinnvoller, Zeitfenster einzuführen, so dass zum Beispiel nur Vormittags Meetings erlaubt sind. Eine Anwesenheit sollte nur in der Kernarbeitszeit verlangt sein, um sich mit anderen abstimmen zu können. Für manche Fachbereiche machen sicherlich auch Sprints wie im Scrum-Modell Sinn, da sie Ablenkung fernhalten können. Allerdings bedarf das jeder Menge Vertrauen und auch der Bereitschaft auf allen Seiten, Strukturen und Erwartungen zu verändern. Effiziente Menschen strukturieren ihren Arbeitsalltag schon in einer solchen Art und Weise. Die Frage ist, ob man ein allgemeingültiges Modell findet. Ich denke, wir werden noch vermehrt über solche Modelle diskutieren, da sich bei der nächsten und übernächsten Generation die Balance zwischen Leben und Arbeit hin zum Leben verschiebt und Arbeit nicht mehr den gleichen Stellenwert und Status wie in der Wirtschaftswundezeit besitzt. Es gilt aber auch, eine Kultur des Aussitzens aufzubrechen – also „Der, der als erster nach Hause geht, hat verloren“ und den Glauben, dass der, der länger da ist, auch mehr arbeitet. Dabei kann die Diskussion über kürzere Arbeitszeiten schon helfen.

„Es gilt, eine Kultur des Aussitzens aufzubrechen.“ Thomas Junk

Leider kann man an vielen Stellen nicht auf Meetings verzichten. Allerdings sollte man sehr genau prüfen, ob ein Meeting wirklich notwendig und vor allem für die Beteiligten notwendig ist, oder ob gegebenfalls auch eine „Mail an alle“ oder Slack-Channel Mitteilung reicht. Unsere Meetingkultur hat sich drastisch verändert seit wir auf den Multichat Service Slack umgestiegen sind. Dadurch werden Meetings zu dem, was sie sein sollten: eine Eichung der Beteiligten auf ein eingeschworendes Ziel und nicht simple Informationsvermittlung. Und: regelmäßige Meetings (wie Standups und Themengespräche) reduzieren die ungerichtete Notwendigkeit von Austausch. Meetings sollten sich natürlich anfühlen und jedem Beteiligten die Intention bewusst sein. Es ist schon bezeichnend, dass man für eine Taxifahrt in größeren Unternehmen mehrere Unterschriften und Formulare braucht, um die Kosten genehmigt zu bekommen. Aber ein Projektmeeting mit allen Beteiligten über mehrere Stunden, bei dem nichts herauskommt, kann mehr oder weniger jeder ansetzen.

Stefan Schmidt, Mitgründer Dieckertschmidt

Stefan Schmidt (Bild: Dieckertschmidt)
Stefan Schmidt (Bild: Dieckertschmidt)

Die Agentur/Marketing-Welt neigt dazu, sich mit Meetings und Quassel-Runden die Zeit für’s Denken und Arbeiten zu rauben.

Je größer die Abteilung, desto schlimmer. Mit Graus denke ich daran zurück, Ideen um den halben Globus zu schicken, weil der Planner in New York auch noch einen Arbeitsbeweis liefern musste und seinen Senf dazu abgegeben hat. Diese Arbeitsnachweis-Show macht Networks wahnsinnig uneffizient und zu oft auch viel zu mittelmäßig (Stichwort: zu viele Köche!)

Arbeit, auch die kreative, braucht Strukturen. Deshalb ist es für mich wie für viele Kreative wichtig, Rahmen zu haben: der Zeitrahmen 9-18 Uhr, der Ordnungsrahmen (alles an seinem Platz und recht aufgeräumt), und so weiter. Dieses fast dämlich Preussische hilft vielen Kreativen einen Raum vorzufinden, in dem man disruptieren kann – das Chaos, den Punk, die bewusste Verrückung feiern kann. Das Problem beginnt, wenn dieser Rahmen durch Prozessnachlässigkeiten aufweicht. Warum ist die große Runde mit allen Kreativen, CDs und Plannern am Abend um 19.30 Uhr? Können diese Agenturen keine Uhr lesen? Wer unsere Arbeit nicht an fünf Tagen die Woche zwischen 9 und 18 Uhr managen kann, sollte seinen Titel Project Manager bitte sofort wieder an der Garderobe abgeben.

Natürlich gibt es heiße Phasen, in denen das Fass mal überläuft, und man am Wochenende oder später am Abend noch Dinge fertig machen muss. Aber wieso das bei vielen Agenturen immer noch die Regel ist, erschließt sich mir auf keinen Fall.

31 May 08:01

Scientist Engineers Bacterium That Inhales CO2, Produces Energy

30 May 12:19

The SQL filter clause: selective aggregates – e.g., to pivot data

30 May 10:23

I defeated a long-broken fridge and became a household hero through 3D printing

30 May 10:21

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30 May 08:02

Bemerkungen zur Energiewende

Das Stromversorgungsnetz ist ein sensibles physikalisches System, dem man nicht mit grünen Phantastereien, kaufmännischen Gesichtspunkten und einer möglichst großen Anzahl von Solar- und Windkraftanlagen gerecht wird, da gehört mehr dazu. Erzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energien können die physikalischen und elektrotechnischen Anforderungen an die Systemsicherheit des Stromnetzes nur unzureichend erfüllen. Im Rahmen der Netz- und Systemregeln der deutschen Übertragungsnetzbetreiber sind für die Funktionstüchtigkeit des Netzes eine Reihe von Systemdienstleistungen zu erbringen, hier in Stichworten aufgelistet: Kurzschlussleistung, Schwarzstartfähigkeit, Frequenzregelung, Momentanreserve, statische und transiente Stabilität, Blindleistung, Inselnetzbetrieb u.s.w. Diese Anforderungen an das Stromversorgungsnetz werden in allen Diskussionen völlig ausgeblendet.

Überbordende Kraftwerksleistung. Bislang reichte eine verlässliche konventionelle Kraftwerksleistung von 120000 Megawatt aus, um die deutsche Höchstlast von rund 80000 Megawatt zu decken. Ab 2022 soll in Deutschland aber nach bisherigen Plänen der Bundesregierung eine Leistung von 230000 Megawatt vorgehalten werden, weil Sonne und Wind seltener bereitstehen als konventionelle Quellen. In allen 16 Bundesländern, in Nord- und Ostsee wird der hemmungslose Ausbau der erneuerbaren Energien ohne Sinn und Verstand vorangetrieben. Als die Welt in Deutschland noch in Ordnung war und die Stromerzeugungsanlagen von den Fachleuten der EVUs geplant wurden, da musste dem Wirtschaftsministerium nachgewiesen werden, ob das zu bauende Kraftwerk überhaupt kapazitätsmäßig erforderlich war. Außerdem musste begründet werden, welche Primärenergie und warum eingesetzt werden sollte, selbstverständlich musste ein Stromanschluss vorhanden sein. Nach einer Prognose der sog. Denkfabrik Agora, mit der das Wirtschaftsministerium eng zusammenarbeitet, beträgt die installierte Leistung im Jahre 2040 rund 280000 Megawatt.

Hohe Kosten für stabile Netze. Wenn der Zubau von Wind- und Sonnenstrom nicht deutlich gebremst wird, werden die Kosten für die Stabilisierung des Stromnetzes explosionsartig ansteigen. Hatten die Netzbetreiber dafür 2015 rund eine Milliarde Euro aufgewendet, befürchtet die Bundesnetzagentur, dass sich dieser Betrag in wenigen Jahren vervierfachen könnte. Um das System stabil zu halten, kommt es immer häufiger zu Eingriffen in den Einsatz von Kraftwerken. Diese Eingriffe werden aber nicht mehr nach Marktbedingungen, sondern nach den Erfordernissen der Netzstabilität durchgeführt. Darüber hinaus fürchten sich Deutschlands östliche Nachbarn vor einem Zusammenbruch ihrer Netze, falls deutscher Windstrom weiter ungehindert über die Grenze fließt. An der Grenze zu Polen und Tschechien ist deshalb der Bau von Phasenschiebertransformatoren geplant, die unerwünschte Stromexporte regulieren sollen.

Merkel Berater: EEG abschaffen. Eine vom Bundestag eingesetzte Expertenkommission rät, das EEG- Gesetz komplett abzuschaffen. Das EEG sei weder ein kosteneffizientes Instrument für den Klimaschutz, noch entfalte es eine messbare Innovationswirkung.                                                                                    Diese Energiepolitik ist ausschließlich gesinnungsethisch zu begründen, denn sie kann nun einmal keinen Beitrag zur Verringerung der Erderwärmung leisten, sagt Prof. Hans- Werner Sinn bei seiner Abschiedsvorlesung am 14.12.15 an der LMU München.

Negative Strompreise. Ein besonderes“ Highlight“ der Energiewende sind negative Strompreise. Negative Strompreise entstehen häufig dann, wenn ein überdurchschnittliches hohes Stromangebot aus fluktuierenden erneuerbaren Energien auf eine niedrige Nachfrage bspw. an Feiertagen oder Wochenenden trifft. Im Jahresdurchschnitt bewegen sich die negativen Preise zwischen  minus 5 und minus 60 Euro/MWh. Es gibt jedoch auch Preisausreißer im Bereich von minus 150 bis minus  500 Euro/MWh.

Der hohe Stromübertragungsbedarf vom Norden zum Süden soll ja bekanntlich nach den Plänen der Bundesregierung über sogenannte Hochspannungsgleichstromübertragungsstrecken, kurz HGÜ genannt,  erfolgen. Diese Nord- Süd- Autobahnen seien notwendig, um die stromintensive Industrie in Süddeutschland mit Windstrom anstelle von Atomstrom zu versorgen. Mit nicht steuerbarem Windstrom lässt sich aber kein steuerbarer Atomstrom ersetzen. Die bayrischen Kernkraftwerke haben eine Arbeitsverfügbarkeit von größer als 90 Prozent, während die Windenergie in Nord- und Ostsee auf 40 Prozent und an Land auf 20 Prozent Jahresverfügbarkeit kommt. Die Stromversorgung muss aber über 8760 Stunden im Jahr sichergestellt werden.                                                                            

Anders als im herkömmlichen Drehstromnetz haben die HGÜ- Trassen den Nachteil, dass sie nur einen Einspeise- und Ausspeisepunkt haben. Man kann nirgendwo unterwegs Strom abzweigen, um ihn in lokale Netze einzuspeisen. Außerdem: Fällt diese einzelne Leitung aus, hat man im Norden einen großen Energieüberschuss und im Süden einen erheblichen Energiemangel.

Fazit: Irrwitzige Einspeise- Subventionen für Ökostrom sorgen dafür, dass die modernsten Kraftwerke der Welt in Irrsching außer Betrieb genommem werden müssen. Die Momentanreserve und Regelenergie, die Blindleistungsbereitstellung zur Spannungshaltung und die Bereitstellung von Kurzschlussleistung zur Systemstützung im Fehlerfall erfolgt heute durch konventionelle Kraftwerke, deren Einsatzzeiten infolge des Ausbaus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien sich zukünftig stark verringern werden und somit in Zukunft immer seltener für die Erbringung von Systemdienstleistungen zur Verfügung stehen. Zudem müssen die erneuerbaren Energien endlich aus dem Streichelzoo der risikolosen Profite in den Markt entlassen werden.

Anmerkung der Redaktion: Die hier vorliegende Version ist die Kurzfassung. Die Langfassung mit noch viel mehr Beispielen und Argumenten können sie als pdf Datei im Anhang herunterladen

Über den Autor

 

Wilfried Limbach; Geb. 1938; Dipl. Ing. für Elektrotechnik, war Bereichsleiter Elektrotechnik und für den Kraftwerksbetrieb ( 5 Blöcke mit ca. 2000 MW ) und den Umspannwerksbetrieb ( mit den Spannungsebenen 10 kV bis 380 kV ) zuständig. Er war 40 Jahre bei einem großen EVU tätig.

 

30 May 08:00

Die Klimapfadfinder: Wie man in Bayern dem Klima helfen will

Bayerische Klima-Allianz [1]:

Der Klimawandel ist längst in Bayern angekommen – er ist spür- und messbar. Die Durchschnittstemperatur ist hierzulande zwischen 1931 und 2010 um rund 1,1°C gestiegen, im sensiblen Alpenraum sind die Temperaturen in den letzten 100 Jahren sogar doppelt so stark gestiegen wie im weltweiten Durchschnitt. Bayern bleibt von den unvermeidbaren Veränderungen des Klimawandels nicht verschont. Wir erwarten zukünftig mehr Extremwetterereignisse, nassere Winter und trockenere Sommer. Die Folgen dieser Entwicklungen zeigen sich auch in den Kommunen in Bayern und wirken sich auf das Leben der Menschen aus.

Von dieser Aussage stimmt alleine das mit den Mittelwert- Temperaturen so ungefähr, weil die Kälte abnahm, während die Maximaltemperatur sich nicht veränderte, bzw. in Bayern um max. 0,1 Grad in den letzten 33 Jahren. Alle Aussagen können genau so gut auch ohne Klimawandelbezug gelten, da die Klimavariabilität in Bayern derzeit gering ist und Änderungen wie sie gerade in vorindustrieller Zeit extrem auftraten immer wieder eintreten können, bzw. auch zu erwarten sind. Details kann man in den folgenden Publikationen nachlesen:

- Wie sich der Klimawandel-Einfluss in Bayern wirklich darstellt: [2] „Die bayerische Umweltministerin Frau Scharf: Extremwetter, Extrem-Hochwasser und die Unberechenbarkeit des Wetters nehmen zu. Doch stimmt das wirklich?

- Was die Simulationsmodelle (nicht) sagen: „Rezension: UBA Studie 24/2015 Die Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel

- Dass es in den Alpen nicht überall wärmer wird: [4] [5] „Eine Analyse aktueller Temperatur- und Schneemessreihen aus den Ostalpen

Wie unspektakulär sich die Temperatur Bayerns entwickelt hat, zeigt das Verlaufsbild aus dem Klimaatlas Bayern. Eine angebliche gefährliche Überhitzung liegt nicht vor. Der Mittelwert stieg vor allem weil es nicht mehr so kalt wird, was man eher begrüßen sollte (sofern es nicht einfach einem Wärmeinseleffekt geschuldet ist). Keiner Klimaprojektionen gelang es, den aktuellen Mittelwert richtig zu simulieren, was über deren miserable Aussagefähigkeit Bände spricht.

Zur Information wie unter-alarmistisch sich die Temperatur auf Bayerns höchstem Berg und damit in den Alpen zeigt, in Rot der Temperaturverlauf der Zugspitze seit 1900. Dort hat es sich nur halb so stark erwärmt wie die Fläche Bayerns. Die Alpen sind demnach bisher wohl doch nicht übermäßig vom Klimawandel betroffen.

Bild 1 Temperaturverlauf Bayern. Vom Autor mit dem Verlauf der Zugspitze sowie Erklärungen und Hilfslinien ergänzt. Quelle: DWD Deutscher Klimaatlas Bayern

Wenn etwas zu retten ist, muss Planung her. So etwas hat auch Bayern und wie eine solche konkret aussieht, ist im folgenden Bild dargestellt. Dabei wurde wirklich intensiv nachgedacht. Man beachte die Reihenfolge: Zuerst auf Energie verzichten und den Rest dann durch Ausbau der Erneuerbaren (versuchen zu) erzeugen. Das ist schon einmal um Welten „fundierter“ als im Rest von Deutschland, wo bei gleich bleibendem Energiebedarf, also im Zustand 0 der 3. Sprung vorgezogen wurde.

Bild 2, Quelle: www.energieatlas.bayern.de/energieatlas/energiedreisprung.html

Es überrascht, dass sich das Klima vor allem durch energetische Maßnahmen und das EEG retten lassen soll. Man könnte meinen, es handelt sich um eine Gehirnwäsche-Strategie zur Verschleierung der EEG-Problematik, indem diese dem Bürger als „alternativlos“ verkauft wird. Gehirnlos ist zumindest das, was das Bayerische Umweltministerium dazu mit dem Bildtext zur nächsten Abbildung vermeldet.

Bild 3, (Vermutung des Autors) Endlich auch für Oberbayern zugelassene Windrad-Ausführung.

Bildquelle: www.energieatlas.bayern.de/energieatlas/energiedreisprung/erneuerbareenergien.html

Original-Bildtext: Sonne und Wind stehen unbegrenzt zur Verfügung – kostenlos!

Bayerische Klimaallianz: KLIMAWANDEL MEISTERN

Pfadfindern wird aufgetragen, jeden Tag eine gute Tat zu vollbringen. Von den ehemaligen Ostblockstaaten und aktueller von Nordkorea sind solche Verpflichtungen für die Bevölkerung und Institutionen bekannt und nahmen / nehmen dort oft exzessive und im damaligen „Westen“ oftmals belächelte Formen an. Inzwischen erwartet man solche Ergebenheitsbekundungen in Form übernommener Verpflichtungen zu von Führerinnen vorgegebenen Vorwärtssprüngen allerdings auch (wieder) in Deutschland. Leider koppelt sich Bayern dabei nicht vom Rest Deutschlands ab, sondern macht wie immer in der Geschichte Gesamtdeutschlands eifrig mit.

Interessant ist, wie problemlos sich Führungskräfte vor solche Ideologien spannen lassen und vor allem, wie wenig ihnen dabei einfällt, wo es doch um die Rettung der Welt geht. Sofern auch nur Einer dieser „Intelligenz“ wirkliches Interesse an einer „Weltrettung vor dem alltäglichen Klimawandel“ hätte, müsste er sich fragen lassen, ob seine Maßnahmen wirklichen Klimanutzen generieren. Doch nirgendwo in den vielen (immer gleichen) Maßnahmen taucht auch nur der leiseste Hinweis auf, dass man den Sinn hinterfragen sollte oder will. Beim Durchlesen fragt man sich eher, wann die erste Gemeinde ihr Ortsschild um das Plakat „CO2 freie Gemeinde Deutschlands“ ergänzt, wie es bei Liegenschaften mit dem Wahn zur Klimaneutralität und den „Energie-autarken“ Gemeinden bereits der Fall ist.

Um eine Wirkung auf das Klima zu erzielen, dürfte keines der gelisteten Projekte auch nur entfernt geeignet sein. Für eine soziologische Studie wie problemlos es einer Führerin gelingen konnte, in einer Demokratie eine Meinungshoheit zu erringen dürften sie jedoch ausreichen.

Intelligenz ist eben dehnbar, wie es Claudia Roth in einer Talkshow mit der folgenden Aussage bewies: „Wer den (anthropogenen) Klimawandel leugnet, kann nicht intelligent sein“. Es gab nur schon Vieles in der Geschichte, das man eine Zeit lang nicht leugnen durfte und sich hinterher als falsch herausgestellt hat. Nur Religionen überleben solches problemlos und in diesen Zustand ist die Klimahysterie als Ökokirche bereits angelangt.

Projekte zur Klimarettung

Um zu zeigen, mit welchem Einfallsreichtum, Genialität und Wirksamkeit von teuren Führungskräften geleitete Institutionen verkünden die Welt zu retten, hat der Autor aus den Projektbeschreibungen der beteiligten Institutionen wesentliche Vorschläge gelistet.

Der Verdacht drängt sich auf, da könnte in der Bekundungsnot einmal ein Zettel herumgereicht worden sein von dem jeder abschreiben durfte. Geradezu richtungsweisend aber repräsentativ bezüglich der Empathie zum Thema, Ideenreichtum und Klimawirkung erscheint dem Autor das Bild der Lutherisch-Evangelischen Kirche. Danach kann man das Lesen einstellen, denn es wiederholt sich alles. Der Autor hat deshalb nicht wie sonst üblich zum Schluss noch ein Kapitel angehängt.

Bild 2 [1] Teilnehmer der Klimaallianz Bayern

Vorschläge von Führungskräften, wie man das Weltklima retten kann

Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern

Klimaschutz und ein nachhaltiger Lebensstil sind Ziele, die in allen Angeboten der ELKB in den nächsten Jahren verstärkt zum Tragen kommen sollen. Bewusstseinsbildung bei und mit den einzelnen Gemeindegliedern gehört dazu genauso wie faire und nachhaltige Beschaffung in kirchlichen Tagungshäusern und anderen Einrichtungen und die konsequente energetische Sanierung der kirchlichen Gebäude.

Bild 3, Quelle: Klimaallianz Bayern, Projekte der Evangelisch-Lutherischen Kirche

Katholische Kirche: Die sieben Bayerischen (Erz-)Bistümer

... die vielfältigen Möglichkeiten der Bildungs- und Umweltarbeit engagiert wahrnehmen, um das Verantwortungsgefühl der Menschen für nachhaltige Entwicklung und insbesondere den Klimaschutz zu wecken,

die Förderung zukunftsfähiger Lebensstile und die Verankerung der Generationengerechtigkeit und der globalen Verantwortung im Bewusstsein des Einzelnen und der Gesellschaft,

energetische Optimierung der eigenen Liegenschaften, Maßnahmen zur Energieeinsparung und verstärkter Einsatz erneuerbarer Energien.

Umweltauditoren sorgen für Maßnahmen in katholischen Gemeinden, die ihren ökologischen Fußabdruck nachhaltig reduzieren

Bayerischer Landkreistag

die kommunale Selbstverwaltung auf Kreisebene zu Maßnahmen im Klimaschutz motivieren,

die Mitwirkung der Bevölkerung an der selbstverantwortlichen Gestaltung des öffentlichen Lebens im Sinn eines nachhaltigen Klimaschutzes in den Landkreisen unterstützen,

den Landkreisen Empfehlungen zum nachhaltigen Klimaschutz zur Verfügung stellen,

Bayerische Architektenkammer

Aus Sicht der Architekten bedeutet nachhaltige Klimaschutzpolitik, in Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit ein entsprechendes Bewusstsein zu schaffen, breit angelegte Informationen bereit zu stellen, Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und alle gesellschaftlichen Gruppen einzubeziehen.l

Beispiele

Klimadetektive gehen auf Spurensuche in Bayerns Schulen

Verleihung des Klimadiploms

Bund deutscher Architekten

Die Bayerische Staatsregierung, die Architektenschaft und die Ingenieure im Bauwesen in Bayern stimmen darin überein, dass weitere Potenziale für mehr Energieeffizienz und Energieeinsparung sowohl in der Erstellung, dem Betrieb und Unterhalt von Gebäuden als auch in der Stadt- und Siedlungsentwicklung, im Verkehrs- und Infrastrukturbereich sowie bei Produktionsprozessen ausgeschöpft werden müssen.

Die Bündnispartner werden sich für eine verstärkte Bewusstseinsbildung und Information einer breiten Öffentlichkeit einsetzen, zudem soll der berufliche Nachwuchs so ausgebildet werden, dass er den aktuellen und künftigen globalen Anforderungen des Klimaschutzes und der Anpassung an den Klimawandel kompetent und innovativbegegnen kann.

Bayerische Ingenieurkammer-Bau

Unsere Mitglieder setzen sich dafür ein, Potenziale für mehr Energieeffizienz und Energieeinsparung auszuschöpfen. Geboten ist dies sowohl in der Erstellung, dem Betrieb und Unterhalt von Gebäuden als auch in der Stadt- und Siedlungsentwicklung, im Verkehrs- und Infrastrukturbereich sowie bei Produktionsprozessen. Es gilt, lokal vorhandene Ressourcen effizient einzusetzen.

Landesbund für Vogelschutz

Zentrales Anliegen des LBV ist es, dass die Themen Nachhaltigkeit und Erhalt der Biodiversität auch  beim Klimaschutz und dem Ausbau der regenerativen Energien ein herausragende Rolle spielen. So müssen beim Ausbau der regenerativen Energien die Inhalte der Bayerischen Biodiversitätsstrategie berücksichtigt werden. Maßnahmen zum Klimaschutz dürfen nicht zu Lasten der Biodiversität gehen.

Der LBV verfolgt zusammen mit den Partnern in der Bayerischen Klima-Allianz und der Bayerischen Staatsregierung ehrgeizige Klimaschutzziele zur Energieeinsparung, zur Steigerung der Energieeffizienz und beim umweltverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien.

Über vielfältige Veranstaltungen im Bereich Umweltbildung soll das Bewusstsein für die Notwendigkeit, Maßnahmen zum Klimaschutz rasch und nachhaltig zu ergreifen, in der Bevölkerung aber auch in der Politik verankert werden.

Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks

Über ein Viertel des gesamten deutschen Endenergieverbrauchs dient dem Heizen. Und der Aufwand für das Bauen selbst – das Herstellen der Baumaterialien und Bauprodukte – ist mit einem Energieverbrauch verbunden, der oft so hoch ist wie der für jahrzehntelanges Heizen. Das Bauen und das Heizen gehören also zu den größten Energieverbrauchern und CO2-Emittenten überhaupt. Doch glücklicherweise weisen sie auch hohe Einsparpotenziale auf. Die werden allerdings bisher aus Mangel an Wissen nur ungenügend ausgeschöpft. Deshalb ist hier noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten!

Sparkassenverband Bayern

Mit dem Beitritt zur Bayerischen Klima-Allianz bestätigt der Sparkassenverband Bayern seine strategische Positionierung und das Bekenntnis zum Umwelt- und Klimaschutz und unterstützt die bayerischen Sparkassen bei der Optimierung und Umsetzung von Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz.

Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club e.V.

Ziel ist eine zukunftsfähige Mobilität, die die Potentiale des Radverkehrs, auch in Kombination mit anderen Verkehrsmitteln, zum Klimaschutz nutzt.

C.A.R.M.E.N e.V.

Im Rahmen der Bayerischen Klimaallianz wird C.A.R.M.E.N. e.V. im Verbund mit den Klima-Allianzpartnern weiterhin bei vielen Veranstaltungen, Seminaren und Beratungen über die ökonomisch sinnvollen, ökologisch nachhaltigen und technisch machbaren Anwendungen von nachwachsenden Rohstoffen für die energetische und industrielle Nutzung informieren und einen Treibhausgas-emissionsarmen Weg in die Zukunft weisen, in der ein weiter anwachsender Energiebedarf zunehmend mit erneuerbaren Energien gedeckt werden kann.

In Zusammenarbeit mit interessierten Bürgern, kommunalen Beauftragten, Wissenschaftlern und Vertretern der Wirtschaft werden Projektumsetzungen realisiert, bei denen sowohl ressourcenschonende und umweltfreundliche als auch wirtschaftliche Lösungen nicht nur modellhaften Charakter haben, sondern zur Standardlösung reifen sollen.

Verband der Bayerischen Entsorgungsunternehmen (VBS)

Mit einer jährlichen Einsparung von rund 13 Millionen Tonnen klimaschädlichem CO2 trägt die bayerische Abfallwirtschaft ganz erheblich zum Klimaschutz bei. Die größten Einzelbeiträge stammen aus der Verbrennung von Restabfällen in Müllverbrennungsanlagen, aus dem Recycling sowie dem Verzicht auf die Deponierung von Abfällen. Neben dem Recycling der Abfälle tragen ressourcen- und energieeffiziente Prozesse und Ausstattungen in den Entsorgungsunternehmen zum Klimaschutz bei. So nutzen viele VBS-Mitgliedsfirmen Fahrzeugflotten nach Euro-V. Einige Unternehmen haben bereits auf Hybridbasis betriebene Müllfahrzeuge im Einsatz.

VerbraucherService Bayern im Katholischen Deutschen Frauenbund e.V. (VSB)

Nach seinem Beitritt zur Bayerischen Klima-Allianz wird mit dem Projekt „Klimafreundlich mobil“ speziell auf die hohen Einsparpotentiale von Kohlendioxid und Feinstaub auf kurzen Strecken eingegangen und Alternativen veranschaulicht.

Bayerischer Volkshochschulverband e.V.

... Sie möchten verstärkt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) für die jährlich 3 Millionen Teilnehmer, Multiplikatorenschulungen für Kursleiterinnen und Kursleiter im Bereich BNE sowie berufliche Fort- und Weiterbildung von Fachkräften anbieten. Im eigenen Bildungsbetrieb soll Energie eingespart und effizienter genutzt werden. Kommunale und landesweite Netzwerke und Aktionen werden unterstützt.

Bayerischer Jugendring

Als Bündnispartner der Klima-Allianz der Staatsregierung knüpft der BJR mit anderen Organisationen ein breites Netz, um die Wichtigkeit des Themas für alle Gesellschaftsbereiche zu verdeutlichen. Auch in anderen Gremien wie dem Arbeitskreis Bildung für nachhaltige Entwicklung verfolgt der BJR Ansätze, um Bildungsprozesse neu zu gestalten und das Thema "nachhaltige Entwicklung" in der Jugendarbeit aktiv mitzugestalten.

Landesverband der steuerberatenden und wirtschaftsprüfenden Berufe in Bayern

Orientierung für die Energiewende bietet das Prinzip des "Energie-Dreisprungs": Energie muss eingespart, herkömmliche Energieformen müssen effizienter genutzt und erneuerbare Energien ausgebaut werden. Im Rahmen ihrer Tätigkeit können Steuerberater an dieser Stelle großen Einfluss nehmen.

Quellen

[1] Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz: Bayerische Klimaallianz KLIMAWANDEL MEISTERN

http://www.klimawandel-meistern.bayern.de/index.htm#MainHeader

[2] EIKE 21.11.2015: Die bayerische Umweltministerin Frau Scharf: Extremwetter, Extrem-Hochwasser und die Unberechenbarkeit des Wetters nehmen zu. Doch stimmt das wirklich?

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/die-bayerische-umweltministerin-frau-scharf-extremwetter-extrem-hochwasser-und-die-unberechenbarkeit-des-wetters-nehmen-zu-doch-stimmt-das-wirklich/

[3] EIKE 07.02.2016: Der Himmel fällt uns auf den Kopf und ohne die Glaskugel im Computer würden wir es nie erfahren

Rezension: UBA Studie 24/2015 Die Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/der-himmel-faellt-uns-auf-den-kopf-und-ohne-die-glaskugel-im-computer-wuerden-wir-es-nie-erfahren/

[4] Hufflington Post 21.11.2013: Die Alpen trotzen der Klimaerwärmung - doch keiner will es hören!

http://www.huffingtonpost.de/dominik-jung/die-alpen-trotzen-der-kli_b_4300905.html

[5] Querschuesse.de, 9. Oktober 2014, Gastbeitrag vom Von Skitourismus-Forscher Günther Aigner, Kitzbühel (Österreich):

Eine Analyse aktueller Temperatur- und Schneemessreihen aus den Ostalpen

http://www.querschuesse.de/eine-analyse-aktueller-temperatur-und-schneemessreihen-aus-den-ostalpen/

[7]

Glitzerwasser: Frau Merkel und die Ordnung im Kanzleramt

http://glitzerwasser.blogspot.de/2016/05/frau-merkel-und-die-ordnung-im.html

Bundesregierung Homepage: Rede von Bundeskanzlerin Merkel im Rahmen der Plenarsitzung beim World Humanitarian Summit am Montag, 23. Mai 2016

https://www.bundeskanzlerin.de/Content/DE/Rede/2016/05/2016-05-23-merkel-plenarsitzung-whs.html

30 May 07:57

Grundgerüst fürs Startup: So erstellst du den perfekten Businessplan

by Darius Moeini

Veraltet, aufwendig, kompliziert: Die Reputation des Businessplan in der Startup-Szene könnte besser sein. Doch um die grundsätzliche Geschäftsmodellierung und -kalkulation kommt auch heute niemand herum. Im Rahmen unserer Themenwoche Startups erklärt t3n-Gastautor Darius Moeini die wesentlichen Grundzüge des Businessplans.

Themenwoche Startups: Der Businessplan

Der oft gehörte Kommentar „Den Businessplan liest doch eh niemand“ stimmt nicht ganz. Richtiger wäre: „Einen schlechten Businessplan liest niemand.“ Denn auch heute noch gehört die grundsätzliche Planung und Analyse des eigenen Geschäftsmodells zur Pflichtübung für jeden Gründer. Wichtiger als die Anzahl der Seiten sind dabei Struktur und Tiefe der Inhalte: Der Businessplan sollte so präzise wie möglich formuliert sein und mit Zahlen und Grafiken argumentieren.

So erstellst du den perfekten Businessplan. (Foto: Shutterstock)
So erstellst du den perfekten Businessplan. (Foto: Shutterstock)

Folgende Elemente dürfen in einem guten Businessplan nicht fehlen:

1. Die Geschäftsidee

Beschreibe das Problem, das du mit deinem Startup lösen wirst. Hierbei gilt: Eine Geschichte mit Personenbezug reißt den Leser eher mit als eine rein faktische Beschreibung einer Marktlücke. Zeige auf, wie das Problem gelöst und Kundennutzen generiert werden soll, ohne allzu technisch zu werden, und skizziere die Zielgruppe, die von deiner Geschäftsidee profitiert. Achte darauf, keine „Nicht-Probleme“ zu lösen!

2. Produkt oder Service

Gehe jetzt im Detail auf dein Produkt und seine Varianten ein und erkläre deren Funktionsweise. Welche prominenten Features prägen das Frontend, welche Schlüsselfunktionen zeichnen deine Lösung sonst noch aus? Unique Selling Points wie etwa ein besonderer Matching-Algorithmus gehören hierher. Bilder und Screenshots sind besonders wichtig – wenn noch keine zur Verfügung stehen, arbeite mit Mockups oder Wireframes. Überlege, ob du Szenarien oder User-Stories beschreiben kannst, um das Nutzungsverhalten zu veranschaulichen. Gehe auch auf die Infrastruktur und eventuelle Service-Komponenten ein, die dir helfen, dein Produkt anzubieten. So zeigst du, dass du dich mit den komplexen internen Prozessen auseinandergesetzt hast.

3. Markt und Wettbewerb

Ordne dein Startup einer Branche zu und gib grundsätzliche Branchen- und Industriezahlen an. Bei der Marktgröße musst du dann ganz genau kalkulieren: Es genügt auf keinen Fall, von der Branche auf die Marktgröße zu schließen. Stattdessen solltest du die Chancen deines Produkts anhand des Gesamtmarktes (engl. TAM, Total Addressable Market), des tatsächlich erreichbaren Marktes (SAM, Served Available Market) und der wahrscheinlichsten Käufergruppe (Target Market) belegen. Auch die Konkurrenz solltest du an dieser Stelle würdigen, indem du direkte und indirekte Wettbewerber aufzählst und ihr Potenzial realistisch einschätzt. Anhand einer Positionierungsmatrix lässt sich illustrieren, wie sich dein Produkt im Verhältnis zu anderen Marktteilnehmern schlagen soll.

4. Strategie

Wie willst du vorgehen, um den Markt zu erobern? Wie sieht deine Wertschöpfungskette aus? In diesem Teil des Businessplans legst du deinen Masterplan offen und beantwortest die Frage, warum deine Idee und dein Team besser, schneller oder kosteneffizienter sind als alle anderen am Markt. Nenne mögliche strategische Partnerschaften und gib einen Ausblick auf Innovationen und mögliche Erweiterungen des Geschäftsmodells.

Von Kundenakquise bis Umsatz: Die von Dave McClure festgelegten „Pirate Metrics“ sind in der Startup-Szene beliebte Kennzahlen. Mehr dazu unter Punkt 5.
Von Kundenakquise bis Umsatz: Die von Dave McClure festgelegten „Pirate Metrics“ sind in der Startup-Szene beliebte Kennzahlen. Mehr dazu unter Punkt 5.  (Grafik: Darius Moeini)

Verdeutliche hier auch anhand von strategischen Kennzahlen, an welchen Hebeln dein Unternehmen Profit generieren wird und auf welcher Basis du deine taktischen Entscheidungen getroffen hast. Mögliche Kennzahlen fangen bei Umsatz, Deckungsbeitrag und EBIT an und werden bis auf Conversion-Rates im Sales-Funnel heruntergebrochen. Dabei kommt es auch auf die Art deines Startups an: Im E-Commerce beispielsweise sind Warenkorbgrößen aussagekräftig, bei Saas-Modellen Customer Acquisition Costs und Customer Lifetime Values. Im Hardware-Bereich wirst du um Stückkosten nicht herumkommen. Wenn du Orientierung brauchst, schau dir verfügbare Planungsdokumente deiner Vorbilder und Wettbewerber an.

5. Marketing und Sales

Kategorisiere deine Zielgruppen nach Archetypen, die etwa Geschlecht, Einkommensverhältnisse, Familienstruktur, Geschmack und Bezug zum ursprünglichen Problem beinhalten. Auf dieser Basis kannst du im Folgenden Marketing-Strategien und -Maßnahmen entwickeln, von deiner Kommunikationsstrategie bis hin zu Content- und Suchmaschinenmarketing. Denke die Kampagnen genau durch und zeige, dass du jetzt schon weißt, was du mit einem Marketing-Budget machen würdest. Falls du den offiziellen Launch noch vor dir hast, solltest du an dieser Stelle die Markteintrittsstrategie darlegen.

Hierbei solltest du darauf achten, so viele Hypothesen wie möglich zu validieren und nur dann mit allgemeinen Zahlen aus der Branche zu arbeiten, wenn dir selbst noch keine historischen Werte, beispielsweise aus vorangegangenen Kampagnen oder Umfragen, vorliegen. Denn an den Zahlen erkennt ein Experte, ob du deinen Markt und dein Produkt verstehst. Eine Möglichkeit, den Conversion-Funnel zu beschreiben, bieten die sogenannten „Pirate Metrics“ des Investors Dave McClure, der seinen Startups die Schritte Acquisition (Akquise), Activation (Konvertierung), Retention (Kundenbindung), Referral (Weiterempfehlungen) und Revenue (Umsatz) ans Herz legt. Aus diesen fünf Kategorien ergibt sich der einprägsame Piraten-Ausruf „AARRR“.

6. Organisation und Prozesse

Welche Rechtsform hat dein Startup oder wird es haben? Welchen Standort und welche Grundstruktur stellst du dir für die Zeit nach der Finanzierungsrunde vor? Gehe dabei auf mögliche Outsourcing-Partner, Stake- und Shareholder ein und nenne geplante Vertriebsbüros oder angestrebte Finanzierungsrunden in Übersee. Ebenfalls an diese Stelle gehören eine Kurzbeschreibung aller Gründer, ihrer Erfahrungen und ihrer Rolle im Team sowie deine Pläne in Bezug auf das Unternehmenswachstum. Sofern es für dein Startup relevant ist, solltest du auch auf das Thema Intellectual Property eingehen: Wem gehört das geistige Eigentum einzelner Aspekte des Unternehmens und gibt es Patente und eingetragene Marken?

7. SWOT-Analyse 2.0

Schreibe wie bei einer klassischen SWOT-Analyse deine wichtigsten Stärken (intern), Schwächen (intern), Chancen (extern), und Risiken (extern) auf. Sei realistisch und ehrlich. Wenn du Eindruck schinden willst, erweiterst du den Blick um eine strategische Perspektive: Kreuze Stärken und Chancen und zeige, dass der Fokus deines Geschäftsmodells genau an der Schnittstelle liegt. Dann kreuze Schwächen und Risiken und beschreibe deine Ideen zum Risikomanagement: Wie beugst du den größten Gefahren vor? Dabei ist es okay, nicht auf alles eine Antwort zu haben. Eine ehrliche Risikoanalyse ist im Businessplan mehr wert als eine scheinbar lückenlose Strategie.

8. Finanzen

Der Finanzteil des Businessplans ist eine Zusammenfassung des Finanzplans, den viele Gründer noch einmal separat erstellen. Der Finanzplan ist das Herzstück deiner Business-Planung und die Grundlage für alle Überlegungen rund um externen Kapitalbedarf, Marketing- und Mitarbeiterbudgets, Infrastruktur-Investitionen und mehr. Ein guter Finanzplan sagt dir schon Monate im Voraus, wann du neues Kapital benötigen wirst.

Die grundsätzliche Struktur eines Finanzplans entnimmst du am besten einem gut aufgesetzten Template. Der Plan kann mehrere Monate bis Jahre in den Blick nehmen und enthält typischerweise folgende Themenkomplexe: Gewinn- und Verlustrechnung, Umsatzplanung, Personalplanung, Liquiditätsplanung, Investitions- und AfA-Plan, Zins- und Tilgungsplan, Kapitalbedarf und Rentabilität sowie Planbilanz. Hilfreiche Tipps rund um den Finanzplan hat beispielsweise Fabian Westerheide auf bootstrapping.me veröffentlicht.

Besonders wichtig ist hierbei die Aufzählung der Kennzahlen und Annahmen. In diesem Teil steckt die individuelle Magie deines Business. Gib dir also besonders Mühe, selbst wenn es noch keine historischen Daten zu deinen Annahmen gibt. Dann solltest du mit Best Practices arbeiten und mit Szenarien – Base Case, Best Case und Worst Case – spielen.

Wer Stärken und Chancen sowie Schwächen und Risiken kreuzt, erweitert die klassische SWOT-Analyse um eine strategische Perspektive.
Wer Stärken und Chancen sowie Schwächen und Risiken kreuzt, erweitert die klassische SWOT-Analyse um eine strategische Perspektive. (Grafik: Darius Moeini)

Die Auseinandersetzung mit all diesen Elementen hilft dir, dein Geschäftsmodell im Detail zu verstehen. Der letzte Schritt zum Endprodukt „Businessplan“ ist jetzt schnell gemacht! Auf dieser Grundlage lassen sich dann weitere Dokumente wie ein kurzes, prägnantes Pitchdeck oder ein ausführlicher Finanzplan für Banken und Förderinstitute erstellen. Und auf kritische Fragen zu USP, Strategie oder Einnahmenplanung kannst du ab jetzt ganz souverän antworten.

Ihr wollt noch mehr rund um Startups lesen? In unserem aktuellen Heft haben wir uns dieses Mal in besonderer Form mit dem Thema beschäftigt: in unserem 36-seitigen Spezial „Der große Startup-Guide“. Auch im Heft gibt es wie immer viele Geschichten von Gründern. Zur Bestellung geht es hier entlang. Achtung: Wenn ihr bis zum 01. Juni ein Abo abschließt, bekommt ihr zudem die Ausgabe 43 gratis dazu! 

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