Wir zeigen auf, dass ein UMTS-basierter Internet-Zugang manchmal besser als ein LTE-Zugang sein kann. Zudem haben wir Tests mit dem Huawei E5776, einem mobilen Hotspot, durchgeführt.
Arndt Dibi
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LTE oder UMTS? Manchmal kann weniger auch mehr sein!
Wir zeigen auf, dass ein UMTS-basierter Internet-Zugang manchmal besser als ein LTE-Zugang sein kann. Zudem haben wir Tests mit dem Huawei E5776, einem mobilen Hotspot, durchgeführt.
Psychologie: Warum manche Menschen immer zu spät sind
Configure TLS relay on IIS for Exchange Online / Office 365
A while ago, you may have read that Microsoft will no longer allow relaying everything by default in Exchange Online when using normal authentication starting in february 2017.
So I went about and set my SMTP relay in IIS to use a certificate instead, as the article explains. This resulted in a flood of bad mail drops with the following error:
Action: failed
Status: 5.7.57
Diagnostic-Code: smtp;530 5.7.57 SMTP; Client was not authenticated to send anonymous mail during MAIL FROM
After messing around with this for a while, I discovered the outbound port you have to use when connecting to smtp.office365.com to relay a message using anonymous TLS is port 25, NOT port 587 as we were using before to submit mail using a user account + password.
For those who want to configure a relay server on IIS to allow applications and devices that don’t support TLS, I’ll set out the steps to configure this properly:
Preparation
- Order a certificate for one of the domains in Office 365 you own, either a wildcard cert or a cert that has the hostname of your intended relay server in it’s subject name
- a Windows 2008R2 or higher machine
- test accounts
Configuration
- Import your certificate in the local computer certificate store
- Install SMTP Server (under Features in the Server Manager). IIS 6 Management Compatibility should be added automatically:
- Open the IIS manager and ensure your certificate was loaded and the expiration date matches:
- Configure ‘Connection’ and ‘Relay’ to your preferences, I highly recommend using a whitelist instead of a blanket allow all to prevent infected devices from using this machine to send out spam or worse.
- On the Delivery tab, configure as follows:
- Configure Outbound connections as well, ensure you set it to port 25:
- And configure your hostname and smarthost under Advanced. Make sure the hostname matches the certificate from step 1. The smarthost should match the hostname in the MX record for the domain in your certificate. You can find this under domain properties in Office 365.
- Don’t forget to set the connector in Office 365 to certificate based and to test your setup:
- Your server is now ready for use, legacy devices and apps can now submit their mail on port 25, unencrypted, and IIS SMTP will forward it to Office 365 using TLS.
This is basically the only supported method to relay email through office 365 without user based authentication.
Further steps
- Depending on your business needs, you may wish to build a second server for load balancing
- Set up monitoring of the badmail folder
- Monitor the eventlog and SMTP service
- Make sure you set a note for yourself somewhere before the certificate expires
- Restrict access to this machine so only trusted apps/devices can send mail
CERN CLOUD-Experiment: Industrielle Revolution reduzierte die Wolkenbedeckung. Auch kosmische Strahlen haben Einfluss
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Diesen beiden Studien zufolge (1, 2) zeigen neue Ergebnisse des CLOUD-Experiments (3) am CERN (4), dass das vorindustrielle Klima durch mehr Bewölkung gekennzeichnet war als bisher gedacht. CLOUD zeigt, dass von Bäumen emittierte organische Dämpfe vielfältige Aerosol-Partikel in die Atmosphäre freisetzen beim Fehlen von schwefliger Säure*. Zuvor hatte man gedacht, dass schweflige Säure – zum größten Teil aus fossilen Treibstoffen – für die Bildung von Partikeln erforderlich war. CLOUD zeigt nun, dass diese sog. biogenen Dämpfe auch der Schlüssel sind für das Wachstum neu gebildeter Partikel bis hin zu Größen, wo sie als Kondensationskerne für Wolken dienen können.
[*Es gibt ,schweflige Säure' und ,Schwefelsäure'. Ich weiß nicht, welche hier gemeint ist. Ich bleibe erst mal bei ,schwefliger Säure, weil das ,sulfuric' wie ein Adjektiv daherkommt. Anm. d. Übers.]
„Diese Ergebnisse sind die bislang wichtigsten Ergebnisse des CLOUD-Experimentes am CERN“, sagte CLOUD-Sprecher Jasper Kirkby. „Wenn die Bildung und das Wachstum reiner biogener Aerosol-Partikel in Klimamodelle eingehen, sollte dies unser Verständnis bzgl. des Einflusses menschlicher Aktivitäten auf Wolken und Klima verbessern“.
Das IPCC betrachtet die Zunahme von Aerosolen und Wolken seit präindustriellen Zeiten als eine der größten Unsicherheits-Quellen des Klimawandels (5). CLOUD zielt darauf ab zu verstehen, wie sich neue Aerosol-Partikel bilden und in der Atmosphäre wachsen sowie deren Auswirkungen auf Wolken und Klima.
CLOUD zeigt auch, dass Ionen aus der kosmischen Strahlung die Entstehungsrate reiner biogener Partikel erheblich verstärken – um einen Faktor 10 bis 100 verglichen mit Partikeln ohne Ionen. Dies zeigt, dass kosmische Strahlen eine viel wichtigere Rolle bei der Bildung von Aerosolen und Wolken in vorindustriellen Zeiten gespielt haben als in der heutigen verschmutzten Atmosphäre.
Eine gleichzeitig in Science veröffentlichte Studie (Bianchi 2016; Science, doi 10.1126/ science.aad5456(link is external) beschreibt eine Beobachtung [Messung?] reiner organischer Aerosolbildung am Observatorium auf dem Jungfraujoch durch den gleichen Mechanismus, der auch vom CLOUD gezeigt wird. Die Messungen haben CLOUD nicht direkt involviert, aber die meisten Autoren sind auch Mitglied des CLOUD-Teams.
„Die Beobachtung reiner organischer Kernbildung auf dem Jungfraujoch ist sehr befriedigend“, sagte Kirkby. „Es bestätigt, dass der gleiche Prozess, wie er vom CLOUD entdeckt wurde, auch in der Atmosphäre stattfindet“.
Striche
Anmerkungen
1. Kirkby, J., et al. Ion-induced nucleation of pure biogenic particles. Nature, doi 10.1038/nature 17953(link is external) (2016).
2. Tröstl, J., et al. The role of low-volatility organic compounds in initial particle growth in the atmosphere. Nature, doi 10.1038/nature18271(link is external) (2016).
3. Das CLOUD-Experiment besteht aus einer großen, mit Instrumenten ausgestatteten Kammer, in der die Atmosphäre präzise simuliert werden kann, und Bildung und Wachstum von Aerosol-Partikeln sowie die damit entstehenden Wolken können unter präzise überwachten atmosphärischen Bedingungen untersucht werden. Unerwünschte Beimengungen können deutlich unter die Marke von 1 ppt [part per trillion] gedrückt werden. Beim CLOUD-Experiment wurde ein Strahl vom Proton-Synchroton am CERN verwendet, um kosmische Strahlen zu simulieren – Partikel, die die Erde aus dem Weltraum bombardieren.
Die experimentelle Zusammenarbeit umfasst 21 Institute: Aerodyne Research, California Institute of Technology, Carnegie Mellon University, CERN, Finnish Meteorological Institute, Goethe University Frankfurt, Helsinki Institute of Physics, Karlsruhe Institute of Technology, Lebedev Physical Institute, Leibniz Institute for Tropospheric Research, Paul Scherrer Institute, Stockholm University, Tofwerk, University of Beira Interior, University of Eastern Finland, University of Helsinki, University of Innsbruck, University of Leeds, University of Lisbon, University of Manchester und University of Vienna.
4. CERN, the European Organization for Nuclear Research, is the world’s leading laboratory for particle physics. Its headquarters are in Geneva. Its Member States are: Austria, Belgium, Bulgaria, Czech Republic, Denmark, Finland, France, Germany, Greece, Hungary, Israel, Italy, Netherlands, Norway, Poland, Portugal, Slovakia, Spain, Sweden, Switzerland and United Kingdom. Romania is a Candidate for Accession. Cyprus and Serbia are Associate Member States in the pre-stage to Membership. Pakistan and Turkey are Associate Member States. European Union, India, Japan, JINR, Russian Federation, UNESCO and United States of America have Observer status.
5.Boucher, O. et al. in Climate Change 2013: The Physical Science Basis. Working Group I Contribution to the Fifth Assessment Report of the Intergovernmental Panel on Climate Change (eds. Stocker, T.F. et al.) 571–658 (Cambridge Univ. Press, 2013).
[Diese ganzen Namen lasse ich aus Zeitgründen mal unübersetzt! Anm. d. Übers.]
Striche
Unterstützende Informationen für Presseinformationen bzgl. Nature-Veröffentlichungen durch das CLOUD-Team
Kirkby, J. et al. Ion-induced nucleation of pure biogenic particles. Nature, doi 10.1038/nature17953 (2016).
Tröstl, J. et al. The role of low-volatility organic compounds in initial particle growth in the atmosphere. Nature, doi 10.1038/nature18271 (2016).
Hintergrund des CLOUD-Experimentes am CERN: CLOUD untersucht, wie sich neue Aerosol-Partikel in der Atmosphäre bilden und auf Größen wachsen, bei der sie Wolken und Klima modifizieren. Mittels eines Partikel-Strahls vom Proton-Synchroton am CERN untersucht das CLOUD-Experiment auch, ob diese Prozesse durch Ionisierung durch kosmische Strahlung beeinflusst wird. Atmosphärische Aerosol-Partikel kühlen das Klima, weil sie das Sonnenlicht reflektieren und weil sich mehr, aber kleinere Wolkentröpfchen bilden, welche die Wolken heller machen und ihre Lebensdauer verlängern. Abkühlung durch verstärkte Freisetzung von Aerosol-Partikeln aus menschlichen Aktivitäten hat einen Teil der Erwärmung durch Treibhausgase [so es die überhaupt gibt, Anm. d. Übers.] kompensiert. Um die Stärke der Abkühlung zu bestimmen, bedarf es Kenntnissen über die Aerosol-Verhältnisse in der präindustriellen Atmosphäre. Unglücklicherweise kann man dies nicht direkt messen, weil es in der heutigen Atmosphäre fast keine Gebiete mehr gibt, die perfekt frei von Verschmutzung sind [ach? Aerosole nannte man in vorindustrieller Zeit Aerosole und heute Verschmutzung? Anm. d. Übers.]. Darum muss die präindustrielle Atmosphäre mit Klimamodellen simuliert werden, die auf sorgfältigen Messungen der zugrunde liegenden mikrophysikalischen Prozesse beruhen, über die man durch Laborexperimente Kenntnis erlangt. CLOUD bringt fundamentale Experimente unter einen Hut, wobei die Klimamodellierung eine einzelne Bemühung in internationaler Zusammenarbeit ist.
Was hat CLOUD untersucht? CLOUD hat die Bildung neuer atmosphärischer Partikel untersucht in einer eigens dafür konstruierten Kammer, in der Laborbedingungen von Temperatur, Feuchtigkeit und Konzentrationen kondensierender und Keime bildender Dämpfe extrem gut kontrolliert werden. Im gegenwärtigen Experiment haben wir die Bildung und das Wachstum von Partikeln gemessen ausschließlich aus organischen Dämpfen, die von Bäumen emittiert werden ( so genannte biogene Dämpfe). Im Mittelpunkt stand dabei Alpha-Pinene, welches Kiefernwäldern den charakteristischen angenehmen Geruch verleiht. Alpha-Pinene oxidiert sehr schnell, wenn es Ozon ausgesetzt ist, was Dämpfe erzeugt mit extrem geringer Volatilität, aber in nur sehr geringen Konzentrationen von etwa ein Molekül pro Billion Luftmolekülen.
Was ist das Besondere am CLOUD-Experiment? Mit dem Know-How vom CERN konnten in der CLOUD-Kammer viel geringere Konzentrationen unerwünschter Beimengungen erreicht werden als bei allen Experimenten zuvor. Dies gestattete es uns, Partikelbildung und -wachstum aus biogenen Dämpfen zu messen, bei vollständig fehlender kontaminierender Dämpfe wie Schwefliger Säure. Das Kollektiv hat eigens Instrumente zur Messung der Dämpfe, der Ionen und Aerosol-Partikel entwickelt bei ultrageringen Konzentrationen in der Luft, entsprechend der CLOUD-Kammer. Wir messen, wie diese Dämpfe und Ionen molekulare Cluster bilden und welche Dämpfe das folgende Wachstum der Partikel kontrollieren. Eine besondere Eigenschaft von CLOUD ist dessen Fähigkeit, Partikelbildung zu messen, die von der Ionisierung durch kosmische Strahlung verstärkt wird, simuliert durch einen Pion-Strahl – oder mit allen Auswirkungen der Ionisierung, die vollständig unterdrückt werden mit einem internen elektrischen Feld.
Was hat CLOUD entdeckt? Es hat entdeckt, dass oxidierte biogene Dämpfe reichlich Partikel in der Atmosphäre erzeugen beim Fehlen von schwefliger Säure. Zuvor hatte man geglaubt, dass schweflige Säure – hauptsächlich aus Schwefeldioxid, emittiert durch fossile Treibstoffe [ach? Aus Vulkanen kommt gar nichts davon? Anm. d. Übers.] – war zur Partikelbildung erforderlich. Wir entdeckten, dass Ionen aus kosmischer Strahlung die Produktionsrate reiner [pure] biogener Partikel erheblich verstärkt – um einen Faktor 10 bis 100 verglichen mit Partikeln ohne Ionen, wenn die Konzentrationen gering sind. Wir zeigen auch, dass oxidierte biogene Dämpfe das Partikel-Wachstum in nicht verschmutzter Umgebung kontrollieren. Das beginnt, unmittelbar nachdem sich die ersten paar Moleküle zusammengetan haben und weiter wachsen bis zu Größen über 50 bis 100 nm, wo die Partikel zur Bildung von Wolkentröpfchen führen können. Die Wachstumsrate beschleunigt sich, wenn die Partikel an Größe zunehmen, wenn biogene Dämpfe höherer Volatilität daran teilhaben können. Wir erklären dies quantitativ mittels eines Modells organischer Kondensation.
Warum ist dies wichtig für unser Verständnis von Klima? Ionen-induzierte Bildung purer biogener Partikel kann wichtige Konsequenzen haben für unverfälschte Klimate [?], bietet sich hier doch ein bislang unbekannter Prozess, bei dem die Natur Partikel entstehen lässt ohne Verschmutzung. Und haben sich embryonische Partikel erst einmal gebildet, sorgen damit zusammenhängende, aber reichlichere oxidierte biogene Dämpfe für eine Beschleunigung des Wachstums der Partikel. Rapides Wachstum der neuen Partikel, während sie immer noch klein und sehr mobil sind impliziert, dass ein größerer Teil eine Koagulation mit zuvor schon existierenden größeren Partikeln vermeidet und eventuell Größenordnungen erreicht, bei der sie Wolkentröpfchen und damit das Klima beeinflussen können. Rein biogene Bildung und Wachstum könnte den grundlegenden Aerosol-Status der makellosen vorindustriellen Atmosphäre angehoben haben und so den vermuteten anthropogenen Strahlungsantrieb durch verstärke Aerosol-Wolken-Albedo im Zuge der industriellen Periode reduziert haben. Ionen-induzierte biogene Partikelbildung kann auch neues Licht werfen auf die schon lange im Raum stehende Frage nach einem physikalischen Mechanismus für die Sonnen-Klima-Variabilität in dem unverfälschten vorindustriellen Klima.
Eine gleichzeitig in Science veröffentlichte Studie (Bianchi 2016) berichtet von Messungen auf dem Jungfraujoch purer organischer Partikelbildung in der freien Troposphäre, was die Relevanz der CLOUD-Messungen der Atmosphäre bestätigt.
Übersetzt von Chris Frey EIKE
Dänemarks neue Regierung kommt zur Vernunft – und sagt die Energiewende ab
[1] Kopenhagen will den Ausbau von Wind- und Solarenergie bremsen und schafft sein EEG ab. Die rechtsliberale Regierung setzt auf mehr Kohleverstomung, um "die Wirtschaft zu entlasten".
Scheibchenweise wurden die Klimaziele früherer Regierungen zurückgenommen. Ende letzter Woche kam dann der entscheidende Schlag. Eine der deutschen EEG-Umlage vergleichbare Abgabe, die bislang die Energiewende mitfinanziert hat, soll ab dem nächsten Jahr schrittweise gestrichen werden.
Dabei hatte alles doch immer so vorbildlich und erfolgreich ausgesehen:
[2] Wirtschaftswoche, 24.07.2014: Dänemark: Windkraft ist billigste Form der Energieerzeugung
Allerdings liegt die Wahrheit eben woanders als es deutsche Zeitungen berichten. Die Grafik des bdew zeigt, dass diese „billigste Form der Energieerzeugung“ in Dänemark zum höchsten Strompreis in der EU geführt hat, dicht gefolgt von einem Land mit Sehnsucht nach der gleichen Art der Stromerzeugung.
Bild: Haushalts-Strompreis Europa © Bild Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft
Und wie bei uns muss dadurch auch keine Einsicht bei den Verursachern verbunden sein.
[1] "Totale Idiotie! Ich bin ganz einfach sprachlos", kommentierte der ehemalige Klima- und Energieminister Martin Lidegaard von den linksliberalen "Radikalen", und WWF-Klimachef John Nordbo spricht von einem "Massaker an der dänischen Klimapolitik".
Kritiker wie Brian Vad Mathiesen, Professor für Energieplanung in Aalborg, stellen die Argumentation aber auch aus ökonomischer Sicht infrage: Die dänische Industrie habe schon jetzt sehr viel niedrigere Stromkosten als vergleichbare EU-Länder. Sie lägen beispielsweise deutlich unter denen in Deutschland. Streiche man die PSO-Abgabe, komme dies einer regelrechten Industriesubvention gleich.
Kosten kann man von unten, aber auch von oben betrachten. Der Ex-Energieminister erklärt den Vorteil so: Es war doch viel teurer geplant. Somit ist dieses hohe Niveau geradezu billig.
[1] Aufgrund des gesunkenen Strompreisniveaus sei die Energiewende bislang wesentlich billiger geworden als ursprünglich kalkuliert, betont auch Ex-Energieminister Lidegaard. Es bestehe deshalb absolut keine Veranlassung, PSO zu streichen.
Auch die Versorger kümmerte es nicht. Ein CEO verdient genug Geld und der Kunde bezahlt schließlich alternativlos so oder so. Wie geht aber sparen an, wenn die Welt gerettet werden muss (vor 0,000001 Grad / pa, siehe am Schluss). Erinnerungen an eigene Stadtwerke – z.B. die von München - werden wach:
[1] "Damit wird unser Ziel, Kopenhagen bis zum Jahr 2025 CO2-neutral zu machen, sabotiert", beklagt sich Jesper Pedersen, Windkraftchef von Hofor, der kommunalen Energiegesellschaft der Hauptstadt.
Aber die neue dänische Regierung fand auch dafür eine pragmatische Lösung (Anm.: Die natürlich nur funktioniert, weil der CO2-Handel zusammengebrochen ist).
[1]"Da wir mit steigendem Stromverbrauch rechnen, wird es auch einen wachsenden CO2-Ausstoß geben", erklärte Klimaminister Lars Christian Lilleholt, meinte aber: "Einen globalen Effekt wird das nicht haben." Der dänische Stromsektor sei nämlich Teil des CO2-Emissionshandels der EU. Werde zukünftig in Dänemark nun eine Million Tonnen CO2 zusätzlich durch den Umstieg auf Kohleverstromung freigesetzt, müsste andere Länder eben mehr einsparen.
Man wird wohl nicht lange warten müssen, bis sich ein vorbildliches Land findet, welches pflichtbewusst das CO2-Kontingent von Dänemark „übernimmt“. Und sollte es nicht so sein wird die Welt auch nicht unter gehen:
1 Megatonne CO2 erhöht die Welttemperatur um sagenhafte 0,000001 Grad / pa (mit hohem IPCC-Forcing gerechnet, realistisch sind es davon etwa ein Drittel). Das dürfte für die Bewohner Dänemarks verschmerzbarer sein als ihre hohen Stromkosten. Deutsche Bürger werden diese Schmerzen wohl noch länger ertragen müssen. Aber ein Land in dem Greenpeace, der BUND, Windkraft- und Solarverbände sowie eine klimahysterische Umweltministerin die Energieerzeugung bestimmen verdient es eigentlich nicht anders.
Quellen
[1] KLIMARETTER.INFO, 17. Mai 2016: Dänemark sagt Energiewende ab http://www.klimaretter.info/energie/hintergrund/21237-daenemark-sagt-die-energiewende-ab
[2] Wirtschaftswoche, 24.07.2014: Dänemark: Windkraft ist billigste Form der Energieerzeugung
http://green.wiwo.de/jetzt-offiziell-windkraft-ist-billigste-form-der-energieerzeugung-in-daenemark/
Klimamodellierung dominiert Klimawissenschaft
Bild rechts: Der Supercomputer Cray Ecoplex von NOAA GAEA, der für Modellierungen am Oak Ridge Lab. benutzt wird. GAEA wurde finanziert durch eine Investition von 73 Millionen Dollar im Rahmen des American Reinvestment and Recovery-Gesetzes aus dem Jahr 2009, und zwar durch eine Partnerschaft zwischen der NOAA und dem Energieministerium.
Was wir gemacht haben
Wir fanden zwei Paare überraschender statistischer Verfahren. Hierzu durchsuchten wir zuerst die gesamte Literatur der Wissenschaft aus den letzten zehn Jahren mittels Google Scholar zum Thema Modellierung. Es gibt grob geschätzt 900.000 begutachtete Artikel in Journalen, in denen zumindest einmal die Wörter Modell, modelliert oder Modellierung vorkommen. Dies zeigt, dass der Gebrauch von Modellen in der Wissenschaft weit verbreitet ist. Das ist keine Überraschung.
Wenn wir diese Ergebnisse jedoch filtern dergestalt, dass gleichzeitig der Terminus Klimawandel auftaucht,passiert etwas Seltsames. Die Anzahl der Beiträge reduziert sich lediglich auf 55% der Gesamtzahl.
Mit anderen Worten, es sieht so aus, als wäre die Klimawissenschaft für ganze 55% aller Modellierungen verantwortlich, die in der gesamten Wissenschaft durchgeführt werden. Das ist eine gewaltige Konzentration, weil Klimawandel nur ein winziger Bruchteil der Wissenschaft als Ganzes ist. Im Forschungsbudget der USA schlägt die Klimawissenschaft lediglich mit 4% zu Buche, und nicht in der gesamten Klimawissenschaft geht es um Klimawandel.
Kurz gesagt: es sieht so aus, als würde in 4% Anteil der Gesamtwissenschaft, nämlich dem Anteil der Klimawissenschaft, etwa 55% aller Modellierungen im Bereich der Wissenschaft als Ganzes durchgeführt. Noch einmal, dies ist eine gewaltige Konzentration und hat in der gesamten übrigen Wissenschaft keine Entsprechung.
Als nächstes kommen wir zu dem Ergebnis, dass es bei der Suche des Terminus' Klimawandel allein nur wenig mehr Artikel gibt, als wir schon zuvor gefunden hatten. Tatsächlich macht die Anzahl der Klimawandel-Artikel, die einen der drei Modellierungs-Termini enthalten, 97% aller Artikel aus, in denen es um Klimawandel allein geht. Dies ist ein weiterer Beleg, dass die Modellierung die Klimawandel-Forschung vollständig dominiert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es so aussieht, als würden 55% aller Modellierungen in der gesamten Wissenschaft allein in der Klimawandel-Wissenschaft durchgeführt, obwohl diese nur einen winzigen Bruchteil der gesamten Wissenschaft ausmacht. Außerdem beziehen sich innerhalb der Klimawandel-Wissenschaft fast alle Forschungen (97%) in irgendeiner Form auf Modellierung.
Was bedeutet das?
Die Klimawissenschaft scheint sich wie besessen auf Modellierung zu konzentrieren. Modelle können ein nützliches Hilfsmittel sein, eine Art, Hypothesen auf ihre Implikationen abzuklopfen oder sie gegen Beobachtungen zu überprüfen. In den meisten Wissenschaften ist dies der Hauptzweck von Modellierungen.
Aber in der Klimawandel-Wissenschaft scheinen Modellierungen zu einem Selbstzweck geworden zu sein. Tatsächlich scheinen diese praktisch zum einzigen Forschungsgegenstand geworden zu sein. Das von den Modellierern oft genannte Ziel ist es, das Klima vorherzusagen, ähnlich wie Wettervorhersagen, im lokalen und regionalen Maßstab.
Das Problem hier lautet, dass das wissenschaftliche Verständnis von Klimaprozessen alles andere als geeignet ist, irgendeine Art sinnvoller Vorhersagen zu unterstützen. Die Klimawandel-Forschung sollte sich darauf konzentrieren, unser Verständnis dieser Prozesse zu verbessern, und nicht darauf, Ignoranz zu modellieren. Dies gilt vor allem, wenn es um jüngste langfristige natürliche Variabilität geht, welche die Modellierer permanent ignorieren. Es scheint, als ob die Modellierungs-Kutsche weit vor den wissenschaftlichen Zugpferden fährt.
Klimamodellierung ist nicht Klimawissenschaft. Außerdem scheint sich die tatsächlich durchgeführte Forschung zum Thema Klimawandel weitgehend auf die Verbesserung der Modelle zu konzentrieren. Damit wird suggeriert, dass die Modelle im Grunde korrekt sind, dass die Wissenschaft settled ist. Das ist alles andere als richtig.
Die Modelle pflegen im Grunde die Hypothese des vom Menschen verursachten Klimawandels. Die natürliche Variabilität kommt nur als kurzfristiger Einfluss ins Spiel, die langfristig vernachlässigbar ist. Aber es gibt eine Fülle von Beweisen, dass die langfristige natürliche Variabilität eine Hauptrolle bzgl. Klimawandel spielt. Wir müssen uns daran erinnern, dass wir erst seit Kurzem aus der jüngsten Pleistozän-Vereisung gekommen sind, und zwar vor etwa 11.000 Jahren.
Milliarden Forschungsgelder werden für diesen einen einseitigen Prozess aufgewendet. In der Zwischenzeit wird die zentrale wissenschaftliche Frage, nämlich die richtige Zuordnung der Faktoren des Klimawandels natürlichen im Gegensatz zu menschlichen Gründen, weitgehend außen vor gelassen.
Übersetzt von Chris Frey EIKE
A deep dive into Internet infrastructure, plus a visit to a subsea cable site
Schock-Studie: BER-Witze drohen auszugehen, bevor BER fertig ist
Kompletten Artikel auf www.der-postillon.com lesen.
o2 MultiCard mit neuen Features: Umstellung im Praxis-Test
Wir haben die Umstellung einer o2 MultiCard auf die neue Plattform begleitet und berichten über die Erfahrungen. Dabei lässt sich o2 ein bislang kostenloses Feature in Zukunft bezahlen.
Dem windgepeitschten Dänemark wird die Wind Energie zu teuer
"Seit wir 2012 die politische Einigung darüber erreichten, sind die Kosten für unsere Politik der Erneuerbaren dramatisch gestiegen", sagte Klimaminister Lars Christian Lille, ein Politiker der Liberalen Partei und Vertreter der Minderheitsregierung des Landes, laut Reuters.
Die Regierung hätte 10,63 Mrd. Dollar zu zahlen um Strom aus den fünf Windparks zu kaufen - ein Preis zu teuer für die Verbraucher, die bereits mit den höchsten Strompreisen in Europa konfrontiert sind.
"Wir können das nicht akzeptieren, da der Privatsektor und die Haushalte viel zu viel bezahlen. Dänemarks erneuerbare Politik hat sich als zu teuer erwiesen ", sagte Lille.
Dänemark bekommt etwa 40 Prozent seines Stroms aus Windkraft und hat das Ziel, die Hälfte seines Stroms bis 2020 aus Wind zu erhalten. Aber das Ziel bekommt nun einen stärker vorherrschenden Gegenwind: hohe Energiepreise.
Die Dänen haben Milliarden an Steuern und Gebühren zu zahlen, um Windenergie zu unterstützen, welche die Strompreise in die Höhe schnellen lässt, obwohl der Preis für Strom abgenommen hat. [im Durchschnitt 21 Euro / MWh in 2015] Nun, grüne Steuern bilden 66 Prozent der dänischen Stromrechnungen. Nur 15 Prozent der Stromrechnung dient der Energieerzeugung.
Die Strompreise sind so hoch geworden, dass die Regierung entschieden hat, die Ökosteuern auf Energiekosten für Verbraucher zu senken.
"Der PSO Tarif ist teuer und ineffektiv. Wir haben lange geglaubt, dass die steigenden Kosten nicht mehr tragbar sind und jetzt ist es völlig klar, dass wir eine Alternative zu finden haben. Deshalb ist die Regierung für eine Kraftprobe über die PSO Abgabe bereit", sagte Finanzminister Karsten Lauritzen am Dienstag.
Dänische Politiker wollen noch immer das Land bis zum Jahr 2050 von fossilen Brennstoffen vollständig unabhängig machen, als Teil ihrer Bemühungen zur Bekämpfung der Erderwärmung. Aber grüne Energiesteuern nach unten zu schrauben bedeutet, dass sie andere Wege finden müssen, um Windprojekte zu finanzieren.
Die Subventionen für die Erzeuger von Windenergie müssen steigen, damit die Produktion profitabel wird; gemäß Reuter.
Erschienen auf The Daily Caller am 13.05.2016
Übersetzt von Andreas Demmig
http://dailycaller.com/2016/05/13/windswept-denmark-says-wind-energy-has-become-too-expensive/
Das größte Solarkraftwerk der Welt hat sich soeben selbst verbrannt
Bild rechts: Das Solarkraftwerk Ivanpah (Bild: ISEGS)
Gestern früh wurde ein kleines Feuer gemeldet am Ivanpah Solar Electric Generating System (ISEGS) in Kalifornien, weshalb das Kraftwerk vorübergehend heruntergefahren werden musste. Es läuft jetzt lediglich mit einem Drittel seiner Kapazität (ein zweiter Turm ist wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet), und im Moment ist unklar, wann der beschädigte Turm wieder in Betrieb genommen werden kann. Ebenso unklar ist, wie sich der Vorfall auf die Stromversorgung Kaliforniens auswirken wird.
Das Löschen des Feuers war keine leichte Aufgabe. Die Feuerwehrleute mussten 300 Fuß [ca. 91 m] auf einen Boiler-Turm klettern, um das Feuer überhaupt zu erreichen. Behörden sagen, dass das Feuer im oberen Drittel ausgebrochen war. Arbeiter des Kraftwerkes war es gelungen, die Flammen unter Kontrolle zu halten, bis die Feuerwehr vor Ort war, und 20 Minuten nach Ausbruch wurde es offiziell für gelöscht erklärt.
Das Kraftwerk erstreckt sich über 4000 Acres [ca. 1600 Hektar] öffentlichen Landes in der Mojave-Wüste. Es ist ausgestattet mit 173.500 Heliostats – jedes Einzelne mit zwei Spiegeln – die Sonnenlicht konzentriert auf Boiler reflektieren, die auf der Spitze von 459 Fuß [ca. 140 m] hohen Türmen montiert sind. Die durch die konzentrierte Solarenergie erzeugte gewaltige Hitze erzeugt Dampf, der Turbinen zur Stromerzeugung antreibt. Das Kraftwerk, das größte seiner Art weltweit, hat eine Gesamt-Kapazität von 392 Megawatt, also ausreichend, um 140.000 Wohnungen mit Energie zu versorgen [auch nachts? Anm. d. Übers.] Jeder der mit Computern gesteuerten, das Sonnenlicht reflektierenden Spiegeln hat etwa die Größe eines Garagentores.
Ein Sprecher des Kraftwerkes sagte, dass es zu früh sei, um über die Ursache zu sprechen, aber es scheint, als ob falsch eingestellte Spiegel die Ursache waren. AP zitiert Mike Clintock, den Feuerwehrchef von San Bernardino County mit den Worten, dass einige Spiegel das Sonnenlicht auf ein anderes Niveau der dritten Einheit reflektiert hätten, wodurch Stromkabel in Brand geraten seien.
Unvermeidlich macht dieser Vorfall die inhärenten Gefahren konzentrierter Solarenergie klar, ebenso wie die Notwendigkeit sicherzustellen, dass die Spiegel das Licht immer an die richtige Stelle reflektieren. Konzentrierte Solarkraftwerke sind nicht nur eine Bedrohung für sie selbst, sondern auch eine große Gefahr für die lokale Fauna. Im vorigen Jahr hat ein Kraftwerk in Nevada bei einem Test über 100 Vögel in der Luft verbrannt, als diese durch das „flux field“ des Kraftwerkes geflogen sind (hier, unbedingt mal reinklicken! Hervorhebung vom Übersetzer.).
Es ist ein weiterer Rückschlag für das Ivanpah-Kraftwerk. Während der letzten Monate war das Kraftwerk nicht in der Lage gewesen, den Output zu liefern, der im Power-Purchase-Agreement festgelegt worden war, und man hatte ihm eine Verlängerung der Frist bis zum 31. Juli 2016 eingeräumt (hier), um seinen Wirkungsgrad zu verbessern. Der Brand hat dieser Aufgabe sicherlich nicht geholfen.
Link: http://gizmodo.com/the-world-s-largest-solar-plant-just-torched-itself-1777767880
Übersetzt von Chris Frey EIKE
Frei nach der Devise: D W D – Das War's Dann! [Anm. d. Übers.]
Photoshop Content Aware Crop: Schiefe Fotos geraderücken
Ein Foto hat wohl jeder schon mal schief aufgenommen und später in der Bildverarbeitung geradegerückt. Die weißen Ecken, die dabei entstehen, füllt Adobe Photoshop mit der Funktion Content Aware Crop künftig intelligent aus. (Photoshop, Grafiksoftware) Verkehr: "Radfahrer gehören auf die Fahrbahn!"
So sicher sind die Straßen von Wedel
Wie der Bayerische Rundfunk auf die Überschrift einer Pressemitteilung der Munich Re hereinfällt
Jüngst kam wieder einer dieser Beiträge, diesmal über den unaufhaltsamen und bereits – auch in Deutschland - schon schlimmen Klimawandel:
Bayerischer Rundfunk, Homepageinformation am 08.03.2016:
Extremwetter durch Klimawandel: Mehr Starkregen, Dürren, Hitzewellen und Orkane
Extreme Wetterphänomene treten weltweit immer häufiger auf, auch in Deutschland. Wissenschaftler machen auch die Klimaerwärmung dafür verantwortlich. Und sie zeichnen ein düsteres Szenario.
Auf diese „Information“ hin fragte der Autor beim BR zu Belegen nach und bekam als einen (mit einem Zweiten des IPCC) die Information zur jüngsten Pressemeldung der Munich Re genannt:
Vom BR gemeldete Belegstelle zur Zunahme von klimawandel-bedingten Extremwetterereignissen:
Munich RE „Risiken durch anhaltende Extremwetterlagen steigen – „Topics GEO“ analysiert Naturkatastrophen 2014
Was dem BR nicht auffiel: Diese Pressemeldung der Munich Re ist eines der typischen Beispiele, wie ein bewusst alarmistischer Header eine bestimmte Risikoursache suggerieren soll, und in den Ausführungen dann sorgfältig umschrieben wird, dass sich diese Risiken aber nicht (wie man aufgrund der Überschrift meinen könnte) auf den Klimawandel beziehen. Bei „Klima-Alarmmeldungen“ eine übliche Methode, um aus nicht vorhandenen oder schwammigen Belegen doch noch die „gewünschte“ Aussage „herauszukitzeln“ – und als Folge ein typischer „Reinfaller“ für unsere Klimawandel-glaubensgestählten Medien, wie es auch der EIKE-Beitrag „Als der Meeresspiegel doppelt so schnell anstieg – nur weil eine Studie nicht richtig gelesen wurde“ zeigt.
Munich Re Pressemitteilung [1] vom 3. März 2015: Risiken durch anhaltende Extremwetterlagen steigen
In den vergangenen Jahren haben lang anhaltende Extremwetterlagen schwere Naturkatastrophen ausgelöst und Schäden in Milliardenhöhe verursacht. In der Wissenschaft mehren sich Studien, die eine Zunahme von quasi ortsfesten Wetterlagen sowie einen Zusammenhang mit der durch den Klimawandel verursachten starken Erwärmung in der Arktis nahelegen.
Die Klimaapokalypse nimmt seinen vorhergesagten Verlauf und ist zu einem messbaren Risikofaktor geworden – könnte man anhand der Pressemitteilungs-Überschrift meinen.
Allerdings, etwas weiter hinten im Text kommt eine vollkommen andere Information (Hervorhebungen durch den Autor):
MuRe[1] 2014 blieben die Schäden aus Naturkatastrophen zum dritten Mal in Folge unter dem langjährigen Durchschnitt. Auch wenn immer noch 7700 Menschen bei den Naturkatastrophen ums Leben kamen, so waren es zumindest deutlich weniger als im Durchschnitt; die Zahl der Todesopfer lag in einer Größenordnung wie zuletzt 1984 (rund 7000).
So positiv konnte man das nicht stehen lassen, weshalb Erklärungen nachgeschoben kommen – die genau das Vorhergehende bestätigen: Die Schadenssummen und damit der Schadenstrend steigt (... steigenden exponierten Werte), aber nicht die klimabedingten Ereignisse.
MuRe [1]: Jeworrek betonte: „Aus dem Schadenverlauf der vergangenen Jahre auf eine Trendumkehr zu schließen, wäre verfehlt. Der Schadentrend der vergangenen Jahrzehnte zeigt eindeutig nach oben, vor allem getrieben durch die steigenden exponierten Werte.“
Bestätigt wird also genau das, was der Autor schon Anfang des Jahres in der umfangreichen Rezension [3] anhand der Schadensdaten von Munich Re und Swiss Re feststellen konnte – klimabedingte Schadensereignisse nehmen weltweit nicht zu. Damals machte der Autor jedoch einen Fehler, bzw. bei MuRe stand es so: Er gab den aktuellen Stand als vergleichbar dem vom Jahr 1991 an. Munich Re korrigierte dies nun auf 1984 (1980) und datiert es um weitere 10 Jahre vor.
Jemanden, der das Thema verfolgt, wundert dies nicht. Zum Beispiel ist der Stand Tornadoopfer in den USA fast auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen um 1875 [20].
Fazit
Die Munich Re stellt fest, dass die aktuelle Mortalität durch Klimaschadens-Ereignisse dem Stand von 1980, also dem vor 35 Jahren entspricht!
Personelle Risiken sind also seit 35 Jahren nicht mehr gestiegen. Allerdings steigen die Risiken für Vermögenswerte, weil immer mehr Urbanität in Risikogebiete gebaut wird.
Steht aber vielleicht im von der Pressemitteilung als Hintergrundinformation angezogenen MuRe Analysepaper doch noch etwas Anderes drin?
Munich Re, Publikation TOPICS CEO, Ausgabe 2015: Naturkatastrophen 2014 Analysen, Bewertungen, Positionen
Im MuRe TOPICS CEO steht das Positive gleich im Vorwort:
TOPICS CEO [2]: Liebe Leserinnen und Leser,
das Jahr 2014 war im Hinblick auf Naturkatastrophen für die Versicherungswirtschaft sicherlich ein Jahr zum Durchatmen. Zum dritten Mal in Folge blieben die Schäden unter dem langjährigen Durchschnitt. Nur einmal, bei den verheerenden Schneestürmen in Japan, erreichten die versicherten Schäden eine Höhe von über drei Milliarden US-Dollar.
Erfreulich war zudem, dass es 2014 vergleichsweise wenige Todesopfer durch Naturkatastrophen gab – die zweitniedrigste Anzahl seit 1980.
Und im weiteren Verlauf wird es noch deutlicher. Beim Lesen dieser Publikation merkt man unverkennbar der Einfluss des PIK. Etliches was man von dort an „vielleicht möglichen, zumindest nicht mit absoluter Sicherheit ausschließbaren Szenarien für die Zukunft kennt“ findet sich auch hier. Der Grund ist erkennbar. Wenn es aktuell keine Apokalypse gibt, muss sie eben in der Zukunft zu finden sein. Und das PIK mit seinem Supercomputer (und als Berater der Munich Re) kann diese Zukunft sicher am besten in allen parametrierbaren Variantenausführungen simulieren.
So wird das wohl liebste Kind des PIK, der Arktische Kipppunkt, lange ausgeführt, endet aber mit der Schlussbemerkung, dass es sich um eine Meinung und eben nicht um gesicherte Erkenntnisse, ja nicht einmal (sofern es überhaupt käme) um ein klimawandel-bedingtes Ereignis handeln müsste (Anm.: Siehe dazu auch [6]):
[2] Nach herrschender Meinung der Klimaforscher sind „Kippeffekte“ mit erheblichen irreversiblen Folgen
nicht auszuschließen, wenn die globale Durchschnittstemperatur gegenüber der vorindustriellen Zeit um mehr als
2 °C zunimmt
Ein – voraussichtlich über Jahrhunderte andauernder – Verlust des Westantarktischen Eisschilds würde den globalen Meeresspiegel um mehr als drei Meter ansteigen lassen. Ob der Beginn des irreversiblen Zerfallsprozesses
des Westantarktischen Eisschilds eindeutig auf die anthropogene Klimaerwärmung zurückzuführen ist, lässt sich derzeit wissenschaftlich nicht eindeutig belegen.
Viel mehr gibt die Publikation zum Thema Klimawandel nicht her, schon gar nicht einen Beleg.
Mangels Belegen werden schreckliche Bilder gezeigt und Szenarien fabuliert
Wie können aber „Risiken durch anhaltende Extremwetterlagen steigen“, wenn die weltgrößte Rückversicherung gleichzeitig „ durchatmet“ und die Anzahl Mortalität durch Naturkatastrophen die zweitniedrigste seit 1980 (niedrigste seit 1983) ist?
Die Pressemitteilung klärt im Innersten etwas auf.
Die Risiken sind nicht wirklich da, sondern Studien „legen es nahe“. Auch sind die letzten richtig großen Schadensereignisse vorwiegend Kälte-bedingt und wollen damit so gar nicht zum „überhitzten Planeten“ passen. Das bemerken die Klimawissenschaftler auch und [1]„ ... diskutiert intensiv, ob der Klimawandel und insbesondere die besonders starke Erwärmung in der Arktis für diese veränderten Wettermuster verantwortlich ist.“
Um die schlimme Klima-Umwelt trotzdem zu demonstrieren ist in der Broschüre noch ein Bild der globalen Welttemperatur enthalten (Bild 1).
Vom Autor sind im Bild das Toleranzband der Messgenauigkeit einer elektronischen Station von +- 0,2 Grad und die ungefähre globale Mess-Ungenauigkeit vor 1990 mit ca. +- 1 Grad und ab 1990 von +-0,6 Grad [7] bläulich eingefärbt zugefügt.
Der Temperaturstillstand seit ca. 2000 ist deutlich erkennbar (die geringfügige Erhöhung der Balken ist so weit unterhalb der Messgenauigkeit, dass das bisschen angezeigte Erhöhung eine reine Zufallsaussage darstellt). Anhand der Toleranzbänder kann sich Jeder klar machen, wie un-glaubhaft solche Darstellungen in Wirklichkeit sind und wie wenig diese einen waren Global-Temperaturverlauf repräsentieren.
Bild 1 [2] Verlauf der Globaltemperatur seit 1950. Vom Autor um die Toleranzbänder einer Messstation (rot) und der Globalmessung (blau) ergänzt
Zu den Maximaltemperaturen erklärt MuRe:
[2] Allerdings wurden die bisherigen maximalen Jahres-Durchschnittstemperaturen von 2005 und 2010 nur sehr knapp um 0,04 °C geknackt.
Diese Aussage ist ein Affront an alle, welche noch etwas Minimal-Ahnung von Messtechnik haben. Bei den hohen Temperatur-Messtoleranzen (Bild 1) eine nicht mehr messbare Änderung von 0,04 °C als „geknackt“ anzugeben zeigt überhaupt nichts, außer deutlich das niedrige Wissenschaftsniveau dieser (Populär-)Publizierung und Versagen oder Fehlen aller fachlichen Kontrollinstanzen.
Anm.: Vergleichbares musste der Autor auch bei der Rezension der Vulnerabilitätsstudie Deutschland [8] feststellen.
Warum die Globaltemperatur (falls überhaupt) höher wurde, ist ebenfalls interessant:
[2] Für die Einstufung als global wärmstes Jahr waren ausschließlich die dauerhaft von Juni bis Dezember höchsten je gemessenen Temperaturen der Meeresoberflächen verantwortlich. Über Land erreichte die Erwärmung im globalen Jahresmittel keinen neuen Spitzenwert.
Erinnert man sich an Deutschland, dass laut seiner Umweltministerin „den Klimawandel täglich spürt“, obwohl nun gemeldet wird, dass sich die Landtemperaturen gar nicht erhöht haben. Nun gut, für Deutschland vielleicht um 0,1 Grad in den letzten 33 Jahren [11].
Zuletzt noch der vom Autor aus einer MuRe Darstellung extrahierte jährliche Verlauf wetterbedingter Schadensereignisse (Bild 2). Diesen extrahiert der Autor wegen des Aufwandes nicht neu sondern entnimmt sie aus [4]. Es fehlt damit nur das letzte Jahr. Auch darin ist keine Erhöhung erkennbar, was auch für eine vergleichbare Darstellung von Swiss Re (Bild 3) gilt.
Bild 2 [4] Wetterbedingte Schadenereignisse weltweit 1980 – 2014 mit vom Autor herauskopierten und auf die Grundlinie gesetzten Balken der Gesamtschäden.
Bild 3 [5] Swiss Re Anzahl Naturkatastrophen-Ereignisse (rot) und man-made-events (blau) von 1970 - 2015
Fazit
Wer die Pressemitteilung von Munich Re[1] als Beleg für die Aussage “Extreme Wetterphänomene treten weltweit immer häufiger auf“ anzieht, belegt nur dass er sich keinerlei Mühe gemacht hat hineinzusehen - vielleicht, um nicht Gefahr zu laufen, an seiner vorgefassten Ideologie zweifeln zu müssen.
Und in Deutschland?
Beim Bayerischen Rundfunk heißt es ergänzend „... auch in Deutschland“. Die angegebene „Belegstelle“ sagt dazu nichts aus. Aber es gibt ja genügend Informationsmaterial. Rein zufällig kam gerade auf kaltesonne.de eine Darstellung:
kaltesonne[13]: Steigende Temperaturen in Deutschland? Ja und nein:
Die Eisheiligen werden immer kälter
Winter in Deutschland seit 30 Jahren unverändert
Deutschland-Temperaturen 1990-2015: 7 Monate wärmer, 5 Monate kälter
Deutschlandtemperaturen 1995-2015: 8 Monate wärmer, 4 Monate kälter
Winter in Deutschland: Immer wärmer oder immer kälter?
Deutschland-Temperaturen 2000-2015: 7 Monate wärmer, 5 Monate kälter
Feuchtere Winter? Kann sein. Aber ist das schlimm? Bei den Extremniederschlägen sind jedenfalls keine Auffälligkeiten zu vermelden:
Häufigere Wetterextreme? Wohl kaum:
Keine Belege für mehr Extremwetter in Deutschland
Wie ist es mit dem Starkregen?
Die umfassendste und bestimmt seriöse Informationsquelle zu Klimaereignissen in Deutschland, der Uba Klimamonitoringbericht 2015[12] sagt zu Starkregen – nichts.
Das lässt nur den einen Schluss zu: Er hat nicht signifikant zugenommen! Das zeigt sich auch wenn man die Daten aus einem Einzelbericht des DWD ansieht (Bild 4). Es lässt sich keine Verschlimmerung feststellen. Stark geregnet hat es immer, die höchste Spitze ist vor dem Jahr 1940, die zweithöchste um 1970 und erst dann kommt ein jüngeres Datum. Auch die Darstellung zum hohen Niederschlag (Bild 5) weist seit 1950 keinen Anstieg aus. Aktuell regnet es so stark wie um 1950.
Alarme stellt man sich anders vor.
Bild 4 Starkregenereignisse Köln Wahn ab 1931. Quelle: DWD „Das Projekt Starkregen DWD/GDV“
Bild 5 Anzahl der Tage mit mindestens 30 mm Niederschlag pro Jahr für Deutschland. Quelle CSC Climate Service Center
Wie steht es mit den Dürren?
Auch dazu sagt der Uba Klimamonitoringbericht nichts, weshalb man die Angaben zu Trockenperioden zu Rate ziehen muss.
Dazu wird vermeldet:
Uba [12]: Wie Abbildung 11 zeigt, ist die Anzahl solcher Trockenperioden im Flächenmittel von Deutschland seit 1951
um ca. 0,3 Ereignisse pro Jahr geringfügig angestiegen. Bereits aufgrund der Seltenheit solcher Ereignisse mit einem Mittelwert von nur 1,3 Fällen pro Jahr im klimatologischen Referenzzeitraum 1961-1990 sowie der extrem
hohen Variabilität von Jahr zu Jahr ist aber auch diese Zunahme bislang statistisch keineswegs gesichert.
Also auch dazu Entwarnung, wie es Bild 6 auch zeigt.
Bild 6 [12] Anzahl von Trockenperioden seit 1960 in Deutschland
Hitzewellen
Uba [12]: Im Rückblick zeichnet sich seit den 1970er Jahren bereits ein Trend zur Zunahme sogenannter „Heißer Tage“ ab, an denen der Tageshöchstwert der Temperatur 30 °C oder mehr beträgt. In „Tropennächten“ sinken die Temperaturen nicht unter 20 °C, eine nächtliche Erholung ist dann insbesondere nach sehr heißen Tagen eingeschränkt. Tropennächte treten bislang in unseren Breiten im Gegensatz zu den Heißen Tagen noch selten auf.
Dies ist die einzige Veränderung, welche in Deutschland überhaupt eine Signifikanz ausweist. Allerdings hat dabei der Wärmeinseleffekt auch einen großen Einfluss und den verursacht nicht das Klima. Unter der Betrachtung, dass die Maximaltemperatur in Deutschland (vielleicht) nach 33 Jahren um 0,1 Grad gestiegen ist, obwohl der Trend ausgerechnet zur Kaltzeit des letzten Jahrhunderts beginnt, relativiert sich jedoch diese Signifikanz.
Bild 7 [12] Gebietsmittel von Heißen Tagen und Tropennächten seit 1970 in Deutschland
Aber die Orkane
Es wird ermüdend, aber der Uba Klimamonitoringbericht [12] sagt auch dazu nichts. Wieder der sichere Beleg, dass kein positiver Trend vorliegt, oder keine brauchbaren Daten (darin ist der Bericht ehrlich).
Also muss man wieder nach einem Ersatzparameter suchen und der findet sich zum Beispiel in der „ungeplanten Holznutzung“. Und siehe da, es gibt keinen gesicherten Trend. Man musste sich für die „notwendige Alarmrichtung“ mit dem „Eindruck“ begnügen.
Uba Klimamonitoringbericht [12]: Auch wenn sich in den zurückliegenden knapp zwanzig Jahren kein statistisch abgesicherter Trend zu einer Zunahme des Umfangs ungeplanter Holznutzungen abzeichnet, entsteht in der Forstwirtschaft zunehmend der Eindruck, dass die Phasen ohne relevante Einflüsse von Zwangsnutzungen immer kürzer werden.
Vielleicht eine viel sicherere, da wesentlich sorgfältiger und genauer registrierte Aussage bieten die Wetter-bedingten Schäden an Freileitungen (Bild 8). Auch diese zeigen keinerlei steigenden Trend sondern das Gegenteil.
Bild 8 [12] Wetterbedingte Unterbrechungen der Stromversorgung
Was den Bürger direkt betrifft, ist die Schadensquote. Aber auch diese zeigt keinen steigenden Trend.
Bild 9 [12] Schäden der Wohngebäudeversicherung
Schlussbetrachtung
Gegenüber der letzten Rezension [3] hat sich nichts verändert. Die Munich Re kann einen Klimawandel-Einfluss für wetterbedingte Schadensereignisse weiterhin nicht finden, sondern nur in der Zukunft simulieren. Man könnte lediglich meinen, dass das fachliche Niveau in den MuRe Publizierungen etwas nachgelassen hat.
Weder für die Welt, noch für Deutschland lässt sich die Meldung des BR bestätigen. Die angegebene Belegstelle sagt ebenfalls das Gegenteil.
Schade ist, dass unsere gut bezahlten und mit extensivem Personalbestand ausgestatteten „Öffentlichen“ zwar auf ihrer Homepage und in Reportagen in vorbildlicher Propaganda-Pflichterfüllung den Klimateufel an die Wand malen, jedoch keinen Anlass sehen dazu zu recherchieren. Für sie reicht es, wenn öffentlich bezahlte Alarm-Publizier-Institute und Firmen welche davon profitieren entsprechende Meldungen über die dpa verteilen. Ihr Vorteil ist: Eine dpa-Agenturmeldung muss nicht geprüft werden. Sie ist über den Weg durch dieses „Wahrheitsinstitut“ (ausschließlich persönliche Meinung des Autors) juristisch gesehen automatisch „wahr“ geworden*. Konsequenzen für nachfolgende Publizierer aus der Berichts-Gehirnwäsche sind damit ausgeschlossen.
* [19] Äußerungs- / Presserecht Prüfung der Quelle
Bei der Übernahme von Informationen aus sog. "privilegierten Quellen" ist die Prüfungspflicht des Journalisten weniger streng. Er darf sich hier i.d.R. darauf verlassen, dass die Information zutreffend und ggf. unter Zugrundelegung des journalistischen Sorgfaltsmaßstabes geprüft wurden.
Beispiele für privilegierte Quellen: Agenturmeldungen, Gerichtsurteile, behördliche Mitteilungen, Mitteilungen über Parlaments- oder Gerichtsverhandlungen.
Was muss Deutschland beim Klima wirklich fürchten?
Dass dieses in sein Verhalten zur vorindustriellen Zeit zurückfällt, wie es von Deutschlands „Intelligenz“ sehnlichst gewünscht wird.
Kaum Jemand denkt beim ständigen Klimaalarmismus-Getrommel daran, dass wir aktuell in einem verblüffend ruhigen und angenehmen Klimavariabilitäts- Zeitalter leben, für das wir dankbar sein sollten. Früher, als das Klima angeblich erstrebenswert natürlich war, verhielt es sich wesentlich grausamer und extensiver. In der EIKE-Publizierung: „Extremhochwasser und Unberechenbarkeit des Wetters“[14] ist das umfassend beschrieben. Ein Bild daraus:
Bild 10 Hochwassermarken des Mains bei Würzburg seit dem Mittelalter bis 2013. Vom Autor als Grafik anhand von der Stadt Würzburg hinterlegten Daten erstellt. Y-Achse: Pegelhöhe in cm
Frage an die Leser: Wann wurde eine Freiluftveranstaltung in Würzburg vom Hochwasser überflutet und musste abgebrochen werden? – Im Jahr 2013.
Selbstverständlich galt das als ein Menetekel des immer zerstörerischeren Klimawandels. In der EIKE-Publizierug des Autors:
„Kann man den Klimawandel in Deutschland wirklich täglich spüren? Eine Suche mit überraschendem Ergebnis“ ist es detaillierter dargestellt. Anbei der Auszug daraus über das würzburger Festival von 2013:
DIE WELT am 05.12.14: Würzburg (dpa/lby) - Der Klimawandel macht dem Würzburger Africa Festival zu schaffen: 2013 wurde es von Hochwasser überrascht, musste abgebrochen werden und herbe Verluste verkraften. Um künftig im Fall von Naturkatastrophen und ähnlichen Notfällen finanziell abgesichert zu sein, hat der Veranstalter nun eine Stiftung gegründet. «Das Wetter wird leider nicht besser, sondern schlechter. Wir müssen uns auf den Klimawandel einstellen», betonte Festivalleiter Stefan Oschmann am Freitag in Würzburg.
Damaliger Kommentar des Autors dazu:
Fühlt man sich da nicht verarscht? Der niedrigste Hochwasserpegel seit Menschengedenken und darauf muss man sich nun „einstellen“ weil es immer schlechter wird! Dass man eine Veranstaltung auf einer Fläche errichten lässt, die in einem weit unter 20-jährigem Turnus (nach der Grafik alle 6,6 Jahre) regelmäßig überschwemmt wird, ist ein Armutszeugnis der Planer. Aber diesen Dilettantismus einem Klimawandel zuzuschieben ist unverfroren. Dem „DIE WELT“-Redakteur ist es nicht aufgefallen und die Verantwortlichen vom städtischen Planungsamt haben es aus gutem Grund vermieden, ihn darauf hinzuweisen.
Wer sich sicher ist, dass der Main ein (vom Autor ausgesuchtes) Ausnahmebeispiel wäre, sehe sich den Hochwasserverlauf des Rheins bei Köln an.
Bild 11 Hochwasserpegel Köln 1784 – 2013 nach den Daten der Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR vom Autor als Grafik erstellt). Y-Achse: Rheinpegel (m)
Auf „The European“ kam jüngst ein Artikel, der dieses Thema unter verschiedenen Blickwinkeln darstellt „Der Mythos vom Gleichgewicht der Natur“[17]. Auch wenn der Autor mit einigen Aussagen nicht übereinstimmt, ist er absolut lesenswert – und er bestätigt auch viele Thesen des Autors.
Darin steht zum Beispiel
[17] In der Wissenschaftszeitschrift „Science“ wurde vor Kurzem eine Arbeit veröffentlicht, die belegt, wie der Kaltzeittrend durch die menschengemachte Erwärmung abrupt unterbrochen wurde. Hätte sich die natürliche Abkühlung des Planeten fortgesetzt, wäre es heute ein Grad kälter. Man könnte Nordeuropa nicht mehr bewohnen.
Nun behauptet der Autor dass dies insofern nicht stimmt, weil die mittelalterliche Kaltzeit spätestens um 1600, wenn nicht sogar um 1400 endete und die aktuelle (kleine) Warmzeit damit bestimmt nicht durch menschlichen Einfluss begann „Rekonstruierte Temperaturverläufe der vergangenen zwei Jahrtausende“[18]. Das ändert aber nichts an der Folgerung was passiert wäre, hätte die „gütige Natur“ mit dem vorindustriellen Klima einfach so weiter gemacht.
Nachspann
Herr Limburg hat sich eben auf EIKE beklagt, dass die Jugend so wenig (über Technik) lernt und weiß: „AfD Chefin Frauke Petry muss Oberschülern über den Unterschied zwischen Smog und CO2 belehren“.
Leider liegt dies auch daran, dass im Grün-vermerkelten Deutschland unter der Aufsicht von Herrn Kauder zu viel Wissen praktisch einem Verbot für höhere Ämter gleichkommt. Es ist viel vorteilhafter Theologie, Politik, ev. noch Philosophie studiert zu haben, obwohl ein guter Studienabbruch als Sprungbrett auch nicht schlecht ist.
Immer wieder anschaulich dafür ist die Fachausbildung der Reihe von Umweltminister –innen:
-
Umweltminister
-
Barbara Hendricks Geschichte und Sozialwissenschaften
-
Peter Altmaier Jurist
-
Norbert Röttgen Jurist
-
Sigmar Gabriel Politik/Soziologie/Germanistik
-
Jürgen Trittin Studium der Sozialwissenschaften
-
-
Umweltbundesamt Leiterin
-
Maria Krautzberger Soziologie
-
(seit 2014)
Waren die bisherigen allerdings einfach nur von Unkenntnis gezeichnet (zu Herrn Trittin schreibt der Autor seine Meinung nicht öffentlich), scheint die aktuelle Umweltministerin zusätzlich durch das andauernde Klimawandel-Bombardement noch klimawandel-psychisch angeknackst. Wie kann es sonst sein, dass Sie sich mit einem bekannten Klimawandel-Betrüger einlässt und das noch berichtenswert findet:
Zitat aus einem Zeitungsartikel vom 14.12.2015 (Print-Lokalausgabe der nordbayerischen Nachrichten):
„Zum wiederholten Male lobt Hendricks das politische Geschick ihres „Freundes Tony de Brum“. Der Außenminister der Marshallinseln, die bei einem weiteren Anstieg des Meeresspiegels im Meer versinken würden, hatte am Morgen Anstecker aus getrockneten Halmen verteilt. Sie sollten Glück bringen. Auch Bundesumweltministerin Frau Hendricks und EU-Klimakommissar Miguel Arias Cañete befestigten ihre Bast-Anstecker am Revers.“
Anmerkung: In der Recherche über die Marshall-Inseln[16] wurde gezeigt, dass Herr Tony de Brum eine ganz unrühmliche bis betrügerische Rolle bei der (falschen) Darstellung zur Ursache der Probleme seiner Inseln spielt um an Klimagelder zu gelangen. Aber politisches Geschick hatte ein Herr Blatter auch um an Geld zu kommen – und war zu seinen Zeiten allseits beliebt und geachtet. Und seine früheren Freunde haben zwar viel Geld an ihn gegeben, aber nicht gleich viele Milliarden und auch nicht das der Bürger (Anm.: in den Klimafonds – aktuell mit 100 Milliarden $ pa vorgesehen will Deutschland 10 % einzahlen).
Auch die Darstellungen über die „Recherchequalität“ des Bayerischen Rundfunks zeigen es – Wissen ist eher ein Grund für keine Anstellung.
Welche (auf keinen Fall fachliche, sondern eine als Aktivist) Ausbildung man bei Klimaretter.Info erwaret, ist im Artikel „Berichterstattung von klimaretterinfo ueber die am Pfingstwochenende durchgefuehrten Agitationen im Braunkohlerevier“ anhand der Ausbildungslistung der Redakteure ebenfalls am Schluss gezeigt.
Gehört nicht mehr zum Artikel
Auf ScienceSceptical hat ein Leser den folgenden Kommentarbeitrag eingestellt
Hatten wir nicht in Japan ein Erdbeben bisher unbekannter Stärke?
Und in Südamerika wurde ein neuer Supervulkan entdeckt.
Jetzt das Erdbeben vor Sumatra, auch von gewaltiger Stärke!
Der Ätna, Europas grösster Vulkan, ist aktiv geworden, schon 6 mal in diesem Jahr!!
Die Sonnenflecken verhalten sich ungewöhnlich!!!
In Japan gab es erst vor ein paar Tagen wieder ein Beben, fast gleichzeitig auch eines in Mexiko!
Doch das ist nicht alles: In der letzten Woche zeigten 13 Vulkane Änderungen in ihrer Aktivität und bei 4 Vulkanen wurden neue, ungewöhnliche Aktivitäten festgestellt!
Gewiss handelt es sich hier um GAGA (garantiert anthropogene geologische Aktivität).
Schuld ist natürlich niemand anderes als die Erdölkapitalisten, die rücksichtslos auf der Suche nach dem schnellen Dollar in Gäas Haut herumbohren — jetzt kommt noch das Fracking hinzu —, bis diese allergisch mit Schüttelfrost (Erdbeben) und Ausschlag (Eruptionen) reagiert. Mit Menschen- und Ziegenopfern ist es nicht getan: nur ein sofortiger Stopp aller Grabungs- und Bohrungstätigkeit kann helfen.
Als Übergangsmaßnahme schlage ich einstweilen einen Handel mit Erdzertifikaten vor, um die industrielle Penetration der Erdkruste künstlich zu verteuern und so einzuregeln.
Quellen
[1] Munich Re Rückversicherung 3. März 2015, Pressemitteilung: Risiken durch anhaltende Extremwetterlagen steigen – „Topics GEO“ analysiert Naturkatastrophen 2014
[2] Munich Re, Publikation TOPICS CEO: Naturkatastrophen 2014 Analysen, Bewertungen, Positionen Ausgabe 2015
[3] EIKE 13.01.2016: Munich Re Presseinfo: Natur fordert mehr Opfer – Naturkatastrophen wie Erdbeben, Überschwemmungen und Hitzewellen haben 2015 deutlich mehr Menschenleben gekostet als im Vorjahr
[4] Munich RE, NatCatSERVICE Januar 2015 Foliensatz: Wetterbedingte Schadenereignisse weltweit 1980 – 2014, Gesamtschäden und versicherte Schäden
[5] Swiss Re Zürich: Sigma explorer
http://www.sigma-explorer.com/
[6] EIKE 01.04.2016: PIK-Alarmmeldung: „Meeresspiegelanstieg: Zu groß zum Wegpumpen“, er könnte bis 2100 um 1,3 m steigen
[7] EIKE, 26.04.2016: Systematischer Fehler bei Klimamessungen: Die Aufzeichnung der Lufttemperatur an der Erdoberfläche
[8] EIKE 07.02.2016: Der Himmel fällt uns auf den Kopf und ohne die Glaskugel im Computer würden wir es nie erfahren
Rezension: UBA Studie 24/2015 Die Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel
[9] EIKE 10.04.2016: Nachgefragt: BR Programm 14.3.2016, Sendung: „Jetzt mal ehrlich Verstrahltes Bayern: Wie viel Wahrheit ist uns zumutbar?“
[10] EIKE 10.04.2016 : Nachgefragt: BR Programm 14.3.2016, Sendung: „Jetzt mal ehrlich Verstrahltes Bayern: Wie viel Wahrheit ist uns zumutbar?“
[11] EIKE 28.07.2015: 5. Juli 2015, der bisher heißeste Tag Deutschlands?
http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/5-juli-2015-der-bisher-heisseste-tag-deutschlands/
[12] Umweltbundesamt: Monitoringbericht 2015 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel, Bericht der Interministeriellen Arbeitsgruppe Anpassungsstrategie der Bundesregierung
[13] kaltesonne, 21. Mai 2016 : ARD-Doku “Im Land der Lügen – Wie uns Politik und Wirtschaft mit Zahlen manipulieren”, Teil Journalistenworkshop “Klimawandel in Norddeutschland”
[14] EIKE, 21.11.2015: Die bayerische Umweltministerin Frau Scharf: Extremwetter, Extrem-Hochwasser und die Unberechenbarkeit des Wetters nehmen zu. Doch stimmt das wirklich?
[15] EIKE 29.10.2015 :Kann man den Klimawandel in Deutschland wirklich täglich spüren? Eine Suche mit überraschendem Ergebnis
[16] EIKE 14.12.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang
[17] The European, 16.12.2015: Der Mythos vom Gleichgewicht der Natur
http://www.theeuropean.de/gerd-gantefoer/10602-klimaerwaermung-im-diskurs
[18] EIKE 26.03.2016: Rekonstruierte Temperaturverläufe der vergangenen zwei Jahrtausende. Eine Literatursichtung von 1990 bis ganz aktuell
[19] böhmanwaltskanzlei: Äußerungs- / Presserecht Prüfung der Quelle
[20] EIKE 27.03.2016 : Nachgesehen: Anzahl Tornadoopfer in den USA fast auf dem niedrigsten Stand seit Beginn der Zählung um 1875
Shopware 5.2: Das kann die kostenfrei integrierte Warenwirtschaft Pickware
Shopware spendiert seinem Shopsystem in Kooperation mit Pickware eine integrierte Warenwirtschaft. Zusammen mit kostenpflichtigen Erweiterungen können Shopware-Nutzer so einen großen Teil ihrer Geschäftsprozesse automatisieren.
Wie der Hersteller auf dem Shopware-Community-Day am Freitag enthüllt hat, enthält Shopware ab der Version 5.2 PE eine Warenwirtschaft. „Shopware ERP powered by Pickware“ heißt die Integration, die aus einer strategischen Partnerschaft mit Pickware entstanden ist. Sie erweitert das Shopware-Backend um Warenwirtschafts- und Auswertungsfunktionen.
Das schon im Shopware-Auslieferungszustand enthaltene Pickware-Backend kann mit zwei kostenpflichtigen Addons und einigen Module zu einer nahezu vollautomatisierten Versandhandelslösung für kleine bis mittlere Unternehmen erweitert werden.
Shopware ERP powered by Pickware: Das gibt’s kostenlos
Die bisher als Pickware-Backend kostenpflichtig erhältliche Software erweitert Shopware um eine Warenwirtschaft, ein Bestellwesen, eine Retouren-Abwicklung und einen Auswertungsbereich für die wichtigsten Kennzahlen des Onlineshops, die sogenannten Key-Performance-Indikatoren (KPI).
Lieferanten- und Einkaufsverwaltung
- Lieferantenverwaltung
- Nachbestellungen erstellen
- Lagerbestandsplanung
- Automatische Bestellvorschläge
Lagerverwaltung & Protokoll
- Protokollierung aller Warenbewegungen
- Bewertung des Warenbestands nach LIFO-Prinzip
- Inventurexport
- Etikettendruck für Artikel und Lagerplätze
Teilstornos & Retourenabwicklung
- Rücksendungen und Rücksendeanfragen verwalten
- Retourenaufkleber drucken
- Self Service: Kunden drucken Retourenaufkleber im Kundenbereich aus (zukünftig)
- Rückerstattungen auslösen
Auswertungen: Übersicht über Key-Performance-Indikatoren
- Retourenquoten
- Pick- und Packzeiten je Mitarbeiter
- Gewinn pro Artikel
- Abverkaufsquoten
Bildergalerie
Lager- und Versandprozesse mit dem Shopware ERP automatisieren: Pickware Mobile
Um Pickware Mobile zu nutzen, den mobilen Lager-Client der Lösung, brauchen Händler ein iOS-Gerät und einen Barcode-Scanner. Pickware bietet eine Hülle für das iPhone mit einem integrierten, hochauflösenden Scanner nach Industriestandard an, der Preis für die Aufrüstung liegt bei 495 Euro. Die Lizenz für Pickware Mobile schaltet die Nutzung der beiden iOS-Apps „Versand“ und „Lager“ frei.
„Pickware Versand“ erstellt dem Händler eine Packliste mit allen offenen Bestellungen, geordnet nach ihrer Priorität – Expresslieferungen zuerst. Jede Bestellung kann entweder als Einzelkommissionierung zusammengestellt und gepackt werden oder Händler können in der sogenannten rollenden Kommissionierung mehrere Bestellungen auf einem Kommissionierwagen gleichzeitig bearbeiten. Kommissionierboxen, Lagerplätze und Artikel werden gescannt und so wird automatisch der Lagerplatz geprüft, ob der richtige Artikel in diese Bestellung gepackt wird, Entnahmen gebucht – und zusammen mit dem letzten Artikel die Bestellung als erledigt markiert. Bei einer Einzelkommissionierung erfolgt jetzt automatisch der Rechnungs- und Versandetiketten-Druck und der Bestellstatus wird im Onlineshop verändert und an den Kunden geschickt. Bei einer rollenden Kommissionierung passieren der Druck und die Statusmeldung erst am Packplatz, zusammen mit dem letzten Scan der fertig gepackten Kommissionierbox.
Diese Barcodesteuerung ermöglicht ein sehr schnelles Arbeiten, minimiert mögliche Fehler und steht für jeden Versand- und Lagerarbeitsschritt zur Verfügung – auch für Retouren und Inventuren.
Demo-Video Versand
Demo-Video Lager
Für Händler mit Ladenlokal: Pickware POS
Wer zusätzlich zum Onlineshop einen Laden betreibt, kann mit dem Modul „Pickware POS“ für 49 Euro pro Monat einen Kassenarbeitsplatz hinzufügen. Dafür bietet Pickware einen Bluetooth-Scanner und eine Kassenschublade mit integriertem Bon-Drucker an.
Alle Umsätze im Laden können als Barverkauf oder nach Wunsch auch mit Kundendaten in das Shopware-Backend übertragen werden, so liegen alle Umsätze zentral in der Shopware-Datenbank. Artikelbestände, Kundenkonten und Gutscheincodes werden dabei berücksichtigt.
Pickware erweitern: Versand, Datev-Export und Multichannel
Pickware bietet einige Module an, die zusätzliche Funktionen in die Warenwirtschaft oder in das Shopsystem bringen – mit Preisen ab 39 Euro monatlich oder ab einem einmaligen Kaufpreis von 495 Euro. Die Erweiterung des Shopsystems statt der Warenwirtschaft ist auch der logische Knackpunkt, wenn man die geringe Auswahl der Module bemängeln möchte – Features, die Pickware nicht bietet, können in der Regel über Module für das Shopsystem realisiert werden. Das sollten Händler im Hinterkopf behalten.
Manches muss auch nicht zwingend über die Warenwirtschaft angebunden werden – eine Finanzbuchhaltung kann sich ihre Daten auch aus dem Shopware-Rechnungswesen und den Daten des Payment-Service-Providers ziehen.
Pickware ist sinnvoll und eine echte Hilfe für Händler
Pickware gibt kleinen bis mittleren Händlern die Basis für einen professionelle Organisation ihrer Betriebsabläufe: Nachbestellungen mit einem Klick aus dem System an Lieferanten senden, professionelle Packlisten mit einer Abarbeitung nach Prioritäten, Automatisierung aller Vorgänge im Lager – das legt die Grundlage für ein zukünftiges Wachstum und verhindert dass das Lager und der Versand zum Flaschenhals für den Erfolg eines Onlinehändlers werden.
Die kostenfreien Funktionen sind eine sinnvolle Erweiterung des Shopware-Backends, besonders die Auswertung der KPI gibt Händlern ohne eigene Buchhaltung wichtige Informationen an die Hand. Aber richtig interessant wird Pickware erst mit dem kostenpflichtigen Addon Mobile. Der Preis von 99 Euro pro Pickware-Arbeitsplatz ist moderat, geht aber ins Geld, sobald einige Mitarbeiter im Lager beschäftigt sind. Ab dem vierten Arbeitsplatz kalkuliert Pickware die Preise auf Anfrage neu.
Allerdings könnten ab dem Zeitpunkt, an dem mehrere Lagermitarbeiter notwendig sind, Händler theoretisch schon Bedarf für ein vollständiges ERP-System entwickelt haben – was mit 300 Euro Budget pro Monat erreichbar wäre. Bis dahin ist Pickware eine viel bessere Alternative als eine manuelle Waren-, Lager- und Versandwirtschaft.
Wunsch und Wirklichkeit beim Elektroauto
Für so was sitzt das Geld locker, für so was wird es verschleudert: für E l e k t r o a u t o s ! Die Bundesregierung der großen Koalition von Union und SPD hat sich entschieden, den Absatz dieser Autos mit einer Kaufprämie voranzutreiben (hier). Der Bundestag allerdings soll darüber nicht bestimmen dürfen, denn Bundesfinanzminister Schäuble will für die Prämienkosten (600 Millionen Euro) keinen Nachtragshaushalt vorlegen, sondern den Betrag aus dem Klima- und Energiefonds bestreiten. Dem Nachtragshaushalt müsste das Parlament zustimmen, der Finanzierung aus dem Fonds nicht, und dann bekäme der Haushaltsausschuss den Prämienbeschluss der Regierung nur zur Kenntnisnahme (FAZ vom 11. Mai, Seite 17).
Das Geschwätz von gestern
Immerhin aber sind die Bedenken gegen die Prämie in der Unionsfraktion erheblich (FAZ vom 27. April, Seite 1). Bundesfinanzminister Schäuble war lange dagegen, erst Ende März zeigte er Bereitschaft. Abgelehnt hat die Prämie auch der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (hier). Ebenso hatte die frühere Bundesregierung unter Merkel 2012 entschieden – sogar einhellig, also mit Merkel (hier). Und noch zu Beginn der großen Koalition im Herbst 2013 war im Koalitionsvertrag festgeschrieben: „Bei der Unterstützung des Markthochlaufs der Elektromobilität setzen wir auf nutzerorientierte Anreize statt auf Kaufprämien.“ (FAZ vom 27.04.2016, Seite 16). Wir kennen das: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern. Oder gebildeter: Tempora mutantur et nos mutamus in illis. Aber Wunsch und Wirklichkeit klaffen auseinander.
Von 2030 an wollen die „Klimaretter“ nur noch Elektroautos zulassen
Der Wunsch ist dieser: Den federführenden Politikern Barbara Hendricks und Rainer Baake schwebt vor, den Antrieb der Autos bis zum Jahr 2050 völlig auf Strom umzustellen, also den Treibstofftank durch die Batterie zu ersetzen. Hendricks ist Bundesministerin für Umwelt und hat einst Sozialwissenschaften und Geschichte für das Lehramt studiert. Baake ist Staatssekretär für Energie im Bundeswirtschaftsministerium und hat an der Uni Marburg seinen Diplom-Volkswirt gemacht. Da die Nutzungsdauer von Autos bis zu zwanzig Jahre beträgt, sollen nach den Vorstellungen dieser beiden und anderer “Klimaretter” von 2030 an nur noch Autos mit Elektroantrieb zugelassen werden. Gesetzlich verankern will man das bereits in der laufenden Legislaturperiode.
Die irrige Ansicht, Überschussstrom koste nichts
Die Wirklichkeit beschreibt die Stromverbraucherschutzvereinigung NAEB e.V. so: „Die Forderung, per Gesetz Elektromobilität zu erzwingen, sind typische Aktivitäten von ideologisch verblendeten Politikern, die keinen Bezug zur Realität haben.
Aus: Lübecker Nachrichten vom 19. Mai 2016
Sie gehen offensichtlich davon aus, mit dem Bau von weiteren Windstrom-, Solarstrom- und Biogasstromanlagen gäbe es in 15 Jahren Ökostrom im Überfluss, der Autobatterien füllen könne. Dahinter steckt die irrige Ansicht, Überschussstrom koste nichts. Natürlich ist das eine Milchmädchenrechnung. Die Kosten für den Überschussstrom muss der Stromkunde bezahlen, oder die Erzeuger von Ökostrom gehen pleite.“
Elektromobilität allein mit Ökostrom klappt nicht
„Das Laden von Autobatterien mit Ökostrom ist nur möglich, wenn Wind weht und Sonne scheint. Ist das nicht der Fall, müssen konventionelle Kraftwerke den Strom mit Brennstoffen erzeugen. Damit kommt die Frage auf: Gibt es überhaupt genug Strom, um die mehr als 40 Millionen Personenkraftwagen und die rund 2 Millionen Lastkraftwagen elektrisch zu betreiben? Allein die Personenkraftwagen verbrauchen für ihren Antrieb ohne Heizung und Klimaanlage im Jahr mindestens 120 Milliarden Kilowattstunden (kWh), die zusätzlich zu den 600 Milliarden kWh Stromverbrauch in Deutschland hinzukommen. Der Verbrauch für die Lastwagen liegt in einer ähnlichen Größenordnung. Die mehr als 25.000 Windstromanlagen und die Solaranlagen erzeugen zusammen knapp 100 Milliarden kWh Strom im Jahr, die im Mittel mit 15 Cent/kWh nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) vergütet werden. Mit der von der Bundesregierung geplanten Verdreifachung der Ökostromanlagen in Deutschland ist also rein rechnerisch genügend Ökostrom für den Elektroantrieb vorhanden.“
Nur wegen der Elektroautos werden 40 neue Großkraftwerke nötig
„Doch das gilt nur für die Strommengen, also für die Energie. Ganz anders sieht es mit der Verfügbarkeit der Energie aus, der Leistung (kW). Zum Aufladen der Autobatterien wird viel Strom, also eine hohe Leistung benötigt. Die muss zum Ladezeitpunkt vom Stromerzeuger bereitgestellt werden, weil sich Strom in größeren Mengen weder physikalisch noch wirtschaftlich speichern lässt. Dazu sind mindestens 40 neue große Kraftwerke mit je 1000 Megawatt Leistung zusätzlich erforderlich, die jederzeit abgerufen werden kann. Wind- und Solaranlagen sind nicht geeignet, denn nachts scheint keine Sonne und der Wind weht unregelmäßig oder gar nicht. Für elektrisch angetriebene Autos brauchen wir daher neue Großkraftwerke mit Brennstoffen. Dazu müssen auch noch Kernkraftwerke ersetzt werden, die in Deutschland nicht mehr akzeptiert werden. Wenn man also eine Elektromobilität erreichen will, müssen schleunigst neue Kraftwerke zum Betreiben mit Brennstoffen gebaut werden, statt Kohlekraftwerke abzuschalten.“
Elektromobilität wird viel teurer: Allein die Autobatterie kostet 40 000 Euro
„Es ist typisch für die gesamte Energiewende-Diskussion: Die Energiewende muss kommen – über Kosten reden wir nicht. Doch hier sollen die Kosten abgeschätzt werden. Ein Auto mit Elektroantrieb ist preiswerter und einfacher zu fahren als ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Dies ist der einzige Pluspunkt. Teuer wird die Batterie. Nach Angabe von NAEB-Mitgliedern, die in diesem Bereich forschen, kosten Batterien heute 500 Euro je 1 kWh Speicherkapazität. Selbst bei einer Halbierung durch Großserienproduktion kostet die Batterie etwa das Gleiche wie das restliche Fahrzeug. Für ein Auto mit einer Fahrleistung von 500 Kilometern braucht man eine Batterie, die 80 kWh speichern kann. Die Batterie kostet rund 40.000 Euro und muss nach etwa 7 Jahren erneuert werden. Die Speicherfähigkeit lässt bereits früher nach, wodurch die Reichweite sinkt.“
Batterie aufladen dauert 8 Stunden, Diesel tanken 3 Minuten
„Aber Elektrofahrzeuge, so wird dem Bürger suggeriert, fahren mit preiswertem Ökostrom. Dies ist falsch. Die Wendepolitik mit dem EEG treibt die Strompreise in die Höhe. Heute kostet Strom bereits 30 Cent/kWh. Und die Kosten steigen mit jeder Ökostromanlage weiter an. Man kann sich das selbst leicht ausrechnen. Mit vier Kilowattstunden Strom, die 1,20 Euro kosten, kommt ein Auto genau so weit wie mit einem Liter Diesel für 1,00 Euro. Der Dieselmotor liefert darüber hinaus reichlich Wärme und Kühlung, während die Reichweite beim Elektroauto drastisch sinkt, wenn das Fahrzeuginnere temperiert werden soll. Die Batterie muss mit einer Leistung von 10 kW aufgeladen werden, damit sie nach 8 Stunden ihre volle Kapazität hat. Für diese hohe Leistung brauchen viele Haushalte eine stärkere Leitung. Der Treibstoff für den Verbrennungsmotor ist dagegen ohne Zusatzkosten für den Autofahrer innerhalb von drei Minuten getankt.“
Die Kaufprämie ändert an der Wirklichkeit nichts
„Trägt man alle Fakten zusammen, kostet ein Elektroauto mindestens doppelt so viel wie ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Darüber hinaus muss man warten, bis die Batterie aufgeladen ist. Eine Fahrt quer durch Deutschland geht dann nur noch mit längeren Aufenthalten. Fast alle Autokäufer haben dies begriffen. Auch Kaufprämien von einigen tausend Euro ändern hieran nichts. Denn das Elektroauto ist auch dann noch wesentlich teurer und unzuverlässiger als die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Und selbst das Argument, Brennstoffe würden eingespart, stimmt nicht. Der Strom muss überwiegend in Kraftwerken mit Brennstoffen erzeugt werden mit dem gleichen Wirkungsgrad wie beim Verbrennungsmotor. Die Abwärme geht dann ungenutzt ins Freie und die Abgase in die Umwelt. Elektroautos werden daher nur von gut betuchten Technik-Freaks gekauft, die ein solches Gefährt als Zweit- oder Drittauto ausprobieren.“
Elektroautos sind technisch wie auch wirtschaftlich bisherigen Autos unterlegen
„Elektroautos sind technisch und wirtschaftlich den Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor unterlegen. Sie bringen auch keine Verbesserung des Umweltschutzes und schonen Brennstoffvorkommen nicht. Die Planung, in Zukunft nur noch Elektromobile zuzulassen, ist sowohl technisch wie auch wirtschaftlich Unsinn. Die Frage lautet: Sind in den Ministerien keine Fachleute mit ausreichenden technischen und wirtschaftlichen Kenntnissen oder werden diese Fachleute zu weitreichenden Entscheidungen nicht gehört? Dem Autokäufer wird das egal sein. Er kann rechnen und wird eine solche unsinnige Politik durch die nächsten Wahlen hoffentlich beenden.“
Soweit die wörtlich zitierte NAEB-PR-Mitteilung zum Elektroauto (hier), nur die Zwischenüberschriften sind von mir hinzugefügt. Ein Professor, der an einer deutschen Hochschule Elektrochemie lehrt, kommentiert: „Die Deutschen werden irgendwann den Betrug erkennen, und ich kann nur hoffen, dass bis dahin kein irreversibler Schaden eingetreten ist. Narren kann man nicht aufhalten.“
Der Bürger und promovierte Diplom-Chemiker Hans Penner in Linkenheim-Hochstetten schrieb in einem Offenen Brief vom 27. April 2016 an Bundeskanzlerin Merkel: „Sehr geehrte Frau Dr. Merkel, das Volk braucht noch etwas Zeit, bis es erkennt, wie schwer es von Ihnen finanziell unnötig belastet wird:
1. Arme Bürger müssen die Elektro-Autos reicher Leute finanzieren.
2. Arme Bürger müssen die Solardächer reicher Leute finanzieren.
3. Hunderttausende von Haushalten können ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen wegen Ihrer katastrophalen Energiepolitik.
4. Sie haben die Staatsverschuldung dramatisch in die Höhe getrieben.
5. Die Bürger müssen korrupte Banken und Staaten finanzieren.
6. Die Bürger müssen Immigranten finanzieren, die nicht asylberechtigt sind.
7. Die Kriminalität steigt und kostet Geld.
Auch haben viele Bürger Ihre Absicht noch nicht durchschaut, aus Deutschland einen islamischen Staat werden zu lassen, der die Menschenrechte ablehnt.“
Solche Briefe an Merkel hat dieser Bürger über die Jahre viele geschrieben (siehe hier). Es ist ziemlich sicher, dass Frau Merkel keinen dieser Brief je zu Gesicht bekommen hat und mit dem Namen Penner nichts wird anfangen können.
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Was zur Kaufprämie konkret vereinbart wurde: „Die Zuschüsse sollen 4000 Euro für reine Elektroautos und 3000 Euro für Hybride mit aufladbarer Batterie plus Verbrennungsmotor betragen. Dabei darf das Basismodell nach Listenpreis nicht teurer als 60 000 Euro sein. Finanziert werden soll die Prämie je zur Hälfte vom Bund und von der Industrie, wie am Dienstagabend bei einem Treffen im Kanzleramt mit Branchenvertretern vereinbart wurde. „Wer zuerst kommt, bekommt die Förderung“, sagte Schäuble. Wenn die Summe von 1,2 Milliarden Euro ausgeschöpft sei, ende die Prämie. Daimler, Volkswagen und BMW haben eine fünfzigprozentige Beteiligung laut Regierung schon zugesagt. Zum Förderprogramm gehört auch der Aufbau von 15 000 neuen Ladestellen. Dafür stellt der Bund von 2017 bis 2020 rund 300 Millionen Euro bereit. Künftig soll auch jeder fünfte Wagen des Bundes ein Elektroauto sein. Für die Mehrkosten bei der Beschaffung werden 100 Millionen Euro vorgesehen. Wer das Elektroauto an seiner Arbeitsstätte auflädt, muss das nicht als geldwerten Vorteil in der Steuererklärung angeben. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte, mit den vereinbarten Maßnahmen hoffe man die Zahl der Elektroautos über die Schwelle von 500 000 zu heben.“ (Die FAZ vom Donnerstag, den 28. April 2016, Seite 1).
DIE ZEIT vom 18. Mai 2016: http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-05/kaufpraemie-elektroautos-bundeskabinett-beschluss-elektromobilitaet „Die Bundesregierung will den autoverliebten Deutschen die Elektromobilität schmackhaft machen. Das Kabinett beschloss die umstrittene Kaufprämie. 4.000 Euro gibt es demnach für reine Elektroautos und 3.000 Euro für Hybridfahrzeuge mit aufladbarer Batterie plus Verbrennungsmotor. Bedingung ist, dass das Basismodell nach Listenpreis nicht teurer als 60.000 Euro ist. Zudem sollen Käufer von Elektroautos für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit werden; bislang galt die Steuerbefreiung für fünf Jahre. Außerdem steckt der Bund 300 Millionen Euro in den Aufbau von 15.000 neuen Stromladestellen. Die Regierung hofft, mindestens 300.000 Elektroautos auf die Straßen zu bringen. Im schwarz-roten Koalitionsvertrag war noch das Ziel ausgerufen worden, dass bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge durch Deutschland rollen. Die Zuschüsse gibt es nur für Wagen, die nach dem 18. Mai gekauft wurden und mindestens neun Monate behalten werden. Privatpersonen, Unternehmen, Stiftungen und Vereine können sie ausschließlich online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragen. Die Prämie soll so lange ausgeschüttet werden, bis der 1,2-Milliarden-Fördertopf leer ist – spätestens aber Ende Juni 2019. Die Kosten teilen sich Bund und Industrie. Neben deutschen Herstellern werden auch zahlreiche ausländische Autobauer für ihre Elektromodelle die Prämie anbieten.“
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#Canalnotes: Der epische Post-It-Krieg der Werbeagenturen
Was mit einem einfachen „Hi“ aus Klebezetteln am Fenster einer New Yorker Werbeagentur begann, hat sich innerhalb von zwei Wochen in einen ausgewachsenen Post-It-Krieg verwandelt. Wir verraten euch, was dahinter steckt, und zeigen euch die besten Kreationen der beteiligten Agenturen.
Post-It-Krieg der New Yorker Werbeagenturen
Anfang Mai brachten Mitarbeiter eines New Yorker Bürogebäudes ein simples „Hi“, gebastelt aus Post-It-Zetteln, an ihrem Fenster an. Das wollten die angesprochenen Nachbarn auf der anderen Straßenseite der Canal Street, allen voran die Werbeagentur Havas Worldwide natürlich nicht unkommentiert lassen, und so begannen auch sie, erste Bilder und Nachrichten aus Klebezetteln an ihren Fenstern anzubringen. Innerhalb von zwei Wochen eskalierte das Ganze zu einem ausgewachsenen Post-It-Krieg, an dem sich Mitarbeiter von Horizon Media, Cake Group, Biolumina, Harrison and Star und Getty Images beteiligten.
So viel öffentlichkeitswirksame Kreativität gefiel natürlich 3M, dem Unternehmen hinter der Post-It-Marke. 3M ließ es sich daher nicht nehmen, Koffer voller Klebezettel an die beteiligten Agenturen zu schicken. Mit dabei waren Anleitungen zum Aufbau von Pixelgrafiken auf Basis der kleinen Klebezettel und die Aufforderung, ihre Nachbarn ein für alle Mal zu schlagen. Laut dem Branchenblatt AdWeek soll das tatsächlich die Standardvorgehensweise von 3M sein, sobald das Unternehmen von einem Post-It-Wettkampf zwischen benachbarten Firmen erfährt.
Post-It-Krieg in der Canal Street: Gebäudemanager erzwingen Frieden
Jede noch so spaßige Aktion muss natürlich irgendwann enden. Im Fall des Klebezettelkrieges in der Canal Street war dafür wohl das Management eines der betroffenen Gebäude verantwortlich. Beide Seiten wurden dazu aufgefordert, die Zettelkleberei einzustellen und alle Post-Its aus den Fenstern zu entfernen. Havas Worldwide nahm das erzwungene Ende allerdings zum Anlass, um noch einmal richtig nachzulegen. Dazu entwarf einer der Designer das Bild einer Hand, die ein Mikrofon fallen lässt. Das gigantische Bild erstreckt sich über sechs Etagen und über die Büros mehrere Firmen hinweg. Ein angemessenes Ende für eine Aktion, die den beteiligten sicherlich viel Spaß und 3M einiges an beinahe kostenloser Aufmerksamkeit eingebracht hat.
#Canalnotes: Der epische Post-It-Krieg in Bildern
via www.reddit.com
Browser-Sicherheit: Die meisten Schwachstellen hat ... nicht Microsofts Internet Explorer
Welche Software aktuell die meisten Sicherheitslücken hat, zeigt der Sicherheitsanbieter Stormshield seinem „Vulnerabilities Barometer“. Neben Flash finden sich dort die gängigen Browser – der Internet Explorer rangiert aber weiter hinten.
Unrühmliches Software-Ranking: Flash vor Chrome und Firefox
Der Flash Player ist und bleibt ein beliebtes Ziel für Angreifer, wie jetzt auch die erste Ausgabe des „Vulnerabilities Barometers“ des Sicherheitsanbieters Stormshield zeigt. Demnach weisen Adobes Flash Player sowie die weitverbreiteten Browser Google Chrome und Mozilla Firefox die meisten Schwachstellen auf. Der Internet Explorer hat dagegen laut den Experten deutlich weniger Schwachstellen als die Browser-Konkurrenz.
Insgesamt 1.175 Schwachstellen haben die Stormshield-Analysten in den von ihnen untersuchten gängigsten Software-Programmen ausgemacht. Davon sind 325 bei Adobes Flash, 184 in Googles Chrome-Browser und 162 in Firefox von Mozilla entdeckt worden. Der Internet Explorer und Java finden sich mit 108 beziehungsweise 93 Schwachstellen auf den Plätzen sechs und sieben der unrühmlichen Liste.
Software-Hersteller auf der Suche nach Bugs
Ob das jetzt aber damit zu tun hat, dass man sich bei Microsoft und Oracle besonders um die Sicherheitslücken gekümmert hat, oder ob einfach das Interesse der Angreifer in den vergangenen Monaten gesunken ist, darauf gehen die Sicherheitsforscher in ihrem Bericht nicht ein. Auch Google hatte zuletzt seine Anstrengungen in dem Bereich erhöht und das Preisgeld für das Finden kritischer Chrome-Bugs auf 100.000 US-Dollar erhöht.
Von den untersuchten Sicherheitslücken hat Stormshield 71 Prozent als kritisch eingestuft, bei ihnen wäre es also möglich, dass Hacker darüber die Kontrolle über ein System übernehmen könnten. Speicherfehler machen mit 60 Prozent übrigens die am häufigsten ausgenutzten Schwachstellen aus. In der Statistik von Stormshield werden nur Angriffe auf Windows-Plattformen berücksichtigt.
via www.zdnet.de
Schweiz: Muslimische Schüler müssen Lehrerin die Hand geben
Restrukturierung: Microsoft denkt gar nicht daran, Windows Phone aufzugeben

Microsoft hat heute in einer Ankündigung an die Mitarbeiter bekanntgegeben, dass man bis 1850 Stellen kürzen will und zwar wird es hauptsächlich Mitarbeiter der Lumia-Sparten betreffen. Aus diesem Grund wird die neue Entlassungswelle bis zu 1350 Jobs in Finnland kürzen. Man wolle das eigene Smartphone Hardware-Geschäft damit sanieren, erheblich verkleinern und den Markt fokussierter angehen. Windows Phone ist von diesen Maßnahmen allerdings nicht betroffen.
Die Restrukturierungsmaßnahmen werden das Unternehmen rund 950 Millionen US-Dollar kosten, von denen rund 200 Millionen Dollar als Abfindungen ausgezahlt werden. Die Kosten werden sich in den nächsten Quartalszahlen zum Ende des Fiskaljahrs bemerkbar machen und für das nächste Fiskaljahr, das bei Microsoft Mitte 2016 beginnen wird, werden die Bilanzen wieder „sauber“ sein.
Windows Phone: Am Boden, aber nicht am Ende
Terry Myerson, der das Memo verfasst hat, betonte darin die bisherigen Erfolge mit Windows auf Surface, Xbox und HoloLens, gestand aber ein, dass man am Smartphone-Markt wenig erfolgreich war.
Im nächsten Absatz spricht der Windows & Geräte-Chef aber auch, dass weder Windows Phone, noch Smartphones aus dem Hause Microsoft damit der Geschichte angehören:
Wir haben uns immer schon um unsere Kunden gekümmert, Windows Phone ist keine Ausnahme. Wir werden aktuelle Lumia und OEM-Geräte weiterhin unterstützen und eigene großartige Geräte entwickeln.
Der Satz ist unmissverständlich formuliert. Am Boden, das gibt auch Microsoft zu, aber die Reise ist noch sehr lang, gibt man zu verstehen.
Microsoft hat bereits vor einiger Zeit eingesehen, dass es keinen Sinn hat, das Smartphone-Geschäft so groß aufzuziehen, wie bisher. Die Lumia-Sparte ist in ihrer Größe ein Relikt aus Nokias erfolgreicher Zeit und diese Ressourcen will Microsoft für eine so kleine Sparte nicht mehr aufwenden.
Stattdessen werden die Redmonder das eigene Smartphone-Geschäft fokussieren und nicht mehr in den Händen der Lumia-Sparte liegen, sondern an Panos Panay und das Surface Team übergeben. Im Frühjahr werden wir wohl das erste Ergebnis sehen und sollte alles nach Plan laufen, auch ein Surface Phone sehen.
Bis dahin ist zumindest laut Fachpresse Windows Phone tot und wir wagen jetzt schon die Prophezeiung, dass es Anfang nächsten Jahres „auferstehen“ wird. Wer die Ankündigung liest, der weiß aber: Microsoft brennt darauf, mit Windows ein konsistentes Benutzererlebnis auf allen Geräten und Formfaktoren anzubieten, egal, wie lange es dauert. Microsoft gibt so schnell nicht auf.
Team,
Last week we announced the sale of our feature phone business. Today I want to share that we are taking the additional step of streamlining our smartphone hardware business, and we anticipate this will impact up to 1,850 jobs worldwide, up to 1,350 of which are in Finland. These changes are incredibly difficult because of the impact on good people who have contributed greatly to Microsoft. Speaking on behalf of Satya and the entire Senior Leadership Team, we are committed to help each individual impacted with our support, resources, and respect.
For context, Windows 10 recently crossed 300 million monthly active devices, our Surface and Xbox customer satisfaction is at record levels, and HoloLens enthusiasts are developing incredible new experiences. Yet our phone success has been limited to companies valuing our commitment to security, manageability, and Continuum, and with consumers who value the same. Thus, we need to be more focused in our phone hardware efforts.
With this focus, our Windows strategy remains unchanged:
1. Universal apps. We have built an amazing platform, with a rich innovation roadmap ahead. Expanding the devices we reach and the capabilities for developers is our top priority.
2. We always take care of our customers, Windows phones are no exception. We will continue to update and support our current Lumia and OEM partner phones, and develop great new devices.
3. We remain steadfast in our pursuit of innovation across our Windows devices and our services to create new and delightful experiences. Our best work for customers comes from our device, platform, and service combination.
At the same time, our company will be pragmatic and embrace other mobile platforms with our productivity services, device management services, and development tools — regardless of a person’s phone choice, we want everyone to be able to experience what Microsoft has to offer them.
With that all said… I used the words “be more focused” above. This in fact describes what we are doing (we’re scaling back, but we’re not out!), but at the same time I don’t love it because it lacks the emotional impact of this decision. When I look back on our journey in mobility, we’ve done hard work and had great ideas, but have not always had the alignment needed across the company to make an impact. At the same time, Ars Technica recently published a long story documenting our journey to create the universal platform for our developers. The story shows the real challenges we faced, and the grit required to get it done. The story closes with this:
“And as long as it has taken the company, Microsoft has still arguably achieved something that its competitors have not… It took more than two decades to get there, but Microsoft still somehow got there first.”
For me, that’s what focus can deliver for us, and now we get to build on that foundation to build amazing products.
Terry
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