Arndt Dibi
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Programmatically enabling or disabling the Unified Audit Log in Office 365
For our enrollment process of customers in Office 365, we enable the Unified Audit Log by default, as this has a great number of benefits.
At first, the only way to do this was through the UI, but now we can enable the Unified Audit Log with the following Powershell command in the Exchange Online Remote Shell:
Set-AdminAuditLogConfig -UnifiedAuditLogIngestionEnabled:$True
Or to disable the Unified Audit Log through Powershell:
Set-AdminAuditLogConfig -UnifiedAuditLogIngestionEnabled:$False
Note that disabling the Unified Audit Log can only be done through Powershell.
Introducing Google Cloud Natural Language API, Speech API and New Data Center
Mumps! Krankheit breitet sich rasend schnell in München aus
Elon Musk enthüllt den Tesla-Masterplan: Carsharing, Solarenergie und vollautonome Autos
Der Tesla-CEO hat am Mittwoch endlich die neuen Visionen für sein Unternehmen präsentiert. Günstigeren Fahrzeugen erteilt er eine Absage, dafür hat Musk bereits neue Modelle in Entwicklung.
Tesla-Chef teilt seine Visionen für die kommenden Jahre
Nach langer Ankündigung hat Tesla-CEO Elon Musk seinen neuen „Masterplan“ für das Unternehmen fertiggestellt. In dem Blogpost erklärt der Gründer, wie es mit Tesla in den nächsten Jahren weitergehen soll, und woran der Autohersteller gerade arbeitet. Der CEO bestätigt darin, dass in Zukunft vollautonome Fahrtechnologie zum Einsatz kommen soll, Solarenergie ein wichtiger Bestandteil des Unternehmens sein wird und Tesla bald auch Lastwägen produzieren will.
Gleich zu Beginn des Masterplans erwähnt Musk seine Pläne für die nachhaltige Energieproduktion. Tesla soll eine einfache Lösung für Photovoltaik-Anlagen mit integriertem Energiespeicher anbieten, die mit einer Smartphone-App gesteuert werden können. Dabei will der Gründer die Tesla-Powerwall mit den Lösungen von SolarCity vereinen – womit Musk sich einmal mehr für die Übernahme seines Energieunternehmens durch Tesla ausspricht.
Selbstfahrende Lastwägen und Kompakt-SUV
Neben den Plänen für Solarenergie will Tesla auch die E-Auto-Sparte expandieren. Der Hersteller arbeitet dem Masterplan zufolge bereits an Lastwägen und Bussen, die nächstes Jahr der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen. „Ein günstigeres Modell als das Model 3 ist nicht unbedingt notwendig“, schreibt Musk. Im PKW-Bereich plant das börsennotierte Unternehmen einen Kompakt-SUV sowie einen Pickup-Truck.
Ein Grund, warum der Tesla-Chef keine günstigeren Modelle produzieren will, ist die Einführung von Carsharing. Sobald vollautonome Autos auf den Straßen zugelassen sind, will Musk ein entsprechendes Konzept einführen, bei dem das Fahrzeug den Carsharing-Kunden abholt.
Die vollautonome Fahrtechnologie ist ein wesentlicher Teil von Musks Masterplan, schon seit Monaten gibt es Spekulationen um einen selbstfahrenden Tesla. Die Entwicklung der Software für selbstfahrende Autos werde länger dauern als die Entwicklung der Hardware, erklärt der Geschäftsführer. Außerdem geht Tesla davon aus, dass für den weltweiten Regulierungsprozess zehn Milliarden Kilometer mit der Fahrtechnologie absolviert werden müssen. Derzeit legt die Tesla-Flotte fünf Millionen Kilometer pro Tag zurück.
Ohne den tödlichen Autopilot-Unfall zu erwähnen, betont Musk, dass die teilautonome Fahrtechnologie bei richtiger Anwendung schon jetzt sicherer als menschliche Autolenker ist. Die Betaphase des Autopilot-Systems will Tesla deshalb fortsetzen.
Am Ende seines Masterplans fasst der CEO die wichtigsten Punkte noch einmal zusammen:
- „Atemberaubende Solarkollektoren mit nahtlos integrierter Speicherbatterie entwickeln“
- „Die Elektrofahrzeug-Sparte ausweiten, um alle Segmente abzudecken“
- „Eine autonome Fahrtechnologie entwickeln, die zehn Mal sicherer als manuelles Fahren ist“
- „Mit dem Auto Geld verdienen, wenn man es nicht nutzt".
via www.tesla.com
Zensurversuch in Frankreich: Microsoft, Google müssen Torrents nicht zensieren
Eigentlich wollte der französische Verband der Musikproduzenten gerichtlich erzwingen, dass Google und Bing, den Begriff "Torrent" herausfiltern. Das Urteil des Pariser Gerichts endete für den Kläger aber ganz anders als erhofft. (Urheberrecht, Google) New in owncloud 9.1
Today is the release of the long awaited ownCloud 9.1 Community Edition. It includes significant improvements for users, administrators and developers.
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Authentication – ownCloud is delivering innovative security features like pluggable authentication and token based authentication sessions. You can now also list all connected devices in your personal user’s page and invalidate sessions if needed. Another significant security improvement is device specific tokens. This allows you to control the access to your ownCloud on even more secure ways. Time-based one-time passwords (TOTP) enable users to automatically increase the security of their accounts by using services like Google Authenticator or the open-source implementation of the TOTP standard.
ownCloud has partnered with PrivacyIDEA, an open source authentication server solution with a lot of experience with authentication, provided by Net Knights GmbH. - Collabora Online – We’ve teamed up with the developers of Collabora Online and provided a Docker Image for collaborative online document editing. We encourage our users to use the collabora vm which can be also found here. Available formats for editing are DOC, DOCX, PPT, PPTX, XLS, XLSX + ODF.
- Ultimate Scalability – ownCloud’s goal is to get users the files they are looking for quickly and smoothly, and as larger installations are being deployed, ownCloud has collaborated with large ownCloud users, like CERN and Sciebo, to bring the scalability of ownCloud to a new level. To be able to deliver petabytes of data to hundreds of thousands of users, key areas like the storage and sharing functionality of ownCloud have been improved. ownCloud 9.1 can now use multi-bucket object storage as a backend.
- Full Federation – ownCloud 9 brings federation of ownCloud servers to a new level with better performance; resharing a federated share does not create a chain of shares any more, but instead connects the share owner’s server to the reshare recipient.
- Contacts, Calendar and ownCloud Mail – Contacts, Calendar and ownCloud Mail have all received significant updates and improvements. They can be updated conveniently in the ownCloud App Store. For example: Birthdays are now also generated based on shared address books owncloud/core#23510 in your ownCloud Calendar.
With the latest release of ownCloud Community Edition, it is only a matter of weeks before ownCloud 9.1 Enterprise Edition will also be released and available to our customers.
Ein kleiner Entwickler an der Spitze des App-Stores: Wie die App „Achtung Pleite“ durch die Decke ging
Wenig Mittel, viel Erfolg. Ulrich Keil gelang ohne Marketingbudget ein Hit. Im Gespräch erzählt er, wie das funktioniert hat.
Es als unabhängiger Entwickler an die Spitze der App-Stores zu schaffen ist heute deutlich schwieriger als früher. Denn die „App-Economy“ hat sich professionalisiert und wird von den großen Internetkonzernen und spezialisierten Gaming-Publishern dominiert. Ulrich Keil hat es trotzdem geschafft, seine App „Achtung Pleite“ in Deutschland an den Dickschiffen vorbei auf dem ersten Platz zu bringen. Wie er Online Marketing Rockstars verraten hat, war dafür nur eine clevere Idee und eine Pressemitteilung nötig.
Ramsen liegt im Pfälzerwald zwischen Kaiserslautern und Mannheim. Noch nicht einmal 2.000 Einwohner hat das kleine, verschlafene Örtchen. Und doch kommt von dort – und nicht aus Berlin oder Hamburg – eine der aktuell erfolgreichsten Apps Deutschlands: Mit „Achtung Pleite“ (zum Preis von 2,99 Euro verfügbar für iOS- und Android-Geräte) können die Nutzer nachsehen, welche Unternehmen und welche Privatpersonen in ihrer Nähe zahlungsunfähig sind. Die Nutzer müssen dafür lediglich eine Postleitzahl angeben und erhalten dann die entsprechenden Informationen übersichtlich auf einer Karte aufgelistet.
Nach Angaben der App-Betreiber stammen die Informationen in der App von den jeweiligen Insolvenzgerichten. Wie Macher Ulrich Keil gegenüber Online Marketing Rockstars bestätigte, greift die App die Daten von der Website Insolvenzbekanntmachungen.de ab. Zielgruppe der App sollen sowohl Gewerbetreibende als auch Privatpersonen sein. Unternehmen (wie etwa Handwerksbetriebe) sollen mit „Achtung Pleite“ bereits zahlungsunfähige Kunden abweisen, Privatnutzer beispielsweise die Seriosität eines Online-Shops überprüfen können. „Wir haben Handwerker im Freundeskreis, die uns berichtet haben, wie hoch ihre Außenstände sind – so sind wir auf die Idee für die App gekommen“, so Keil.
„Ist mein Nachbar pleite?“
Die Vermutung liegt nahe, dass „Achtung Pleite“ bei manchen Nutzern auch andere Bedürfnisse befriedigt – Voyeurismus zum Beispiel („Habe ich einen Nachbarn, der pleite ist?“). Oder finanzielle Interessen: Nicht umsonst gibt es den Ausdruck „Pleitegeier“ für Geschäftemacher, die die Insolvenzmasse von Unternehmen aufkaufen und teurer weiterveräußern.
So oder so stößt die App offensichtlich auf Interesse: Aktuell liegt „Achtung Pleite“ in Deutschland in Apples App-Store unter den kostenpflichtigen Apps kategorieübergreifend auf Platz 16 und in der Kategorie Finanzen auf Platz 1; im Google-Play-Store rangiert die App übergreifend auf Platz 7 und auf Platz 1 in der Kategorie Finanzen. In den Wochen zuvor hatte „Achtung Pleite“ im iOS-Store unter den kostenpflichtigen Apps für mehrere Tage auf Platz 1 gelegen, im Google-Play-Store mehrfach auf Platz 2.
Eigentlich ist die App ein Nebenprojekt: Ihr Entwickler Ulrich Keiler ist studierter Informatiker, war bereits für SAP und Ing-Diba tätig und hat an der Hochschule Mannheim Informatik gelehrt. Heute berät er mit seiner Firma eigenen Angaben zufolge DAX-Unternehmen in der Software-Entwicklung und in der Verarbeitung großer Datenmengen. „Achtung Pleite“ hat er gemeinsam mit vier Mitarbeitern nach Feierabend und am Wochenende programmiert; etwas mehr als ein halbes Jahr habe das gedauert, erzählt er.
Am 15. Juni war die App dann in beiden Stores erstmals verfügbar. Schon zu Beginn war sie dort in den jeweiligen Finanz-Kategorien relativ weit oben. „Wir haben zum Start in ein paar Handwerker-Gruppen Infos über die App gepostet“, sagt Keil. Gerade für solche lokalen Gewerbetreibenden mit geringem Kapital dürfte es wichtig sein, dass sie von ihren Kunden Geld bekommen.
Drei Lokalzeitungen sorgen für den Durchbruch
Viel wichtiger für den Erfolg war jedoch ein anderes Mittel, wie Keil erklärt: Pressearbeit. „Meine Frau ist Journalistin, die hat für uns eine Pressemitteilung vorbereitet, die wir dann zum Launch per E-Mail verschickt haben.“ Auch hier nimmt Keil kein Geld in die Hand: „Wir haben uns die Mühe gemacht, die Kontakte zu den Redaktionen selbst zusammenzutragen“ – statt die Pressemitteilung über einen Dienstleister verschicken zu lassen.
Die Entscheidung erweist sich als richtig: Am 4. Juli berichten gleich drei Zeitungen online und in Print über „Achtung Pleite“: der „Kölner Express“, die „Hamburger Morgenpost“ und die „Berliner Zeitung“. Alle drei gehören zur DuMont-Mediengruppe. Am 5. Juni erreicht „Achtung Pleite“ daraufhin den ersten Platz in Apples App-Store.
Die meisten Medien kopieren einfach die Pressemitteilung
„Wir haben die Pressemitteilung dann noch an andere Medien gesendet und weitere Mitteilungen nachgeschickt“, sagt Keil. „Das war dann schon sehr erfolgreich – auch beim Medienmix.“ So berichten in den kommenden Tagen nicht nur weitere Print-Medien, sondern auch das Fernsehen (RTL West und WDR) und Radiosender (Radio Regenbogen). Die Qualität der Pressemitteilung sei für diesen Erfolg mit entscheidend gewesen, so Keil. „Die meisten Artikel bestanden hauptsächlich aus kopierten Teilen der Pressemitteilung.“
Von da an entwickelt „Achtung Pleite“ eine Eigendynamik: Die Deutsche Presse-Agentur schreibt ebenfalls über die App; so steigt noch einmal ihr Verbreitungsgrad, weil der Text von verschiedenen Medien verwendet wird. Weil sie nun im App-Store ganz oben rangiert, wird auch in Berichten über „Die Top Apps der vergangenen Wochen“ auf Seiten wie T-Online und Bild.de über die Achtung-Pleite-App berichtet.
Zugegeben: Dieser Erfolg dürfte nicht für jeden Entwickler mit jeder x-beliebigen App wiederholbar sein. „Achtung Pleite“ bietet Journalisten wegen der dahinterstehenden Idee eine gute Story: „So sehen Sie, ob Ihr Nachbar knapp bei Kasse ist“, titelten beispielsweise die DuMont-Zeitungen. Die App selbst reizt damit nicht nur die Neugier („Das will ich auch ausprobieren!“), sondern sorgt auch für Kontroversen („Ist das rechtmäßig?“).
Trotzdem zeigt das Beispiel, welche Kraft gezielte, gute Pressearbeit bei der Nutzerakquise für Mobile-Apps entwickeln kann. Denn Downloads zu generieren ist für App-Entwickler heute sehr schwer geworden. „Früher haben Leute sich eine App heruntergeladen, wenn sie davon gehört haben, einfach weil die App neu war. Heute muss man dafür viel Überzeugungsarbeit leisten, dem Nutzer die App mehrfach zeigen und ihm ihren Mehrwert verdeutlichen“, sagte Mobile-Experte Eric Seufert vor wenigen Wochen im Interview mit Online Marketing Rockstars. „Deswegen sind die Kosten und entsprechend auch die Budgets gestiegen.“ Professionelle App-Publisher investieren heute sehr hohe Beträge, um Nutzer und Downloads „einzukaufen“.
„Fast jeder Journalist hat ein iPhone“
„Es ist schwer, mit Paid Apps Geld zu verdienen. Wenn man pro Nutzer einen Euro investieren muss, rechnet sich das schon nicht mehr“, sagt Ulrich Keil dazu. Ihm ist es gelungen, komplett ohne Marketingausgaben erfolgreich zu sein. Er empfiehlt Entwicklern, gleich zum Launch mit ihrer App sowohl bei Apple als auch bei Google vertreten zu sein. „Die Zielgruppe unserer App dürfte zwar größtenteils Android-Geräte nutzen. Aber fast jeder Journalist hat ein iPhone – das haben wir gemerkt, als wir Promo-Codes verschickt haben.“
Trotz des Erfolges von „Achtung Pleite“ ist Keil ein wenig ernüchtert: „Wir haben bislang deutlich weniger verdient, als ich erwartet hätte.“ Konkrete Download-Zahlen möchte er nicht nennen. Die Schätzung, der mit der App erwirtschaftete Umsatz habe bislang im mittleren vierstelligen Bereich gelegen, kommentiert er: „Es war schon deutlich besser als vierstellig. Wir haben die Entwicklungskosten innerhalb kürzester Zeit wieder hereinbekommen.“
Ob Keil in Zukunft auch relevanten Gewinn erzielen kann, dürfte davon abhängen, ob das Interesse an der App nach dem ersten großen Presserummel anhält. In den vergangenen Tagen ist die App von den oberen Plätzen abgestiegen. „Ich glaube nicht, dass wir den Hype langfristig halten können“, so Keil. Aber es seien noch weitere, neue Funktionen geplant – sie sollen jedoch keine zusätzlichen Kosten verursachen. Die Handwerker, die Keil auf die Idee zur App gebracht hatten, nutzten die App bereits heute regelmäßig, so der Entwickler.
Dieser Beitrag erschien zuerst auf OnlineMarketingRockstars Daily
Weiterhin Bonus-Datenvolumen für Base-Kunden nach Migration zu o2
Telefónica migriert Base-Kunden derzeit zu o2 und räumt ihnen danach das 10-fache Datenvolumen für zwei Monate ein. Herumgesprochen hat sich dies nicht im ganzen Unternehmen.
Warum die Microsoft-Aktionäre über sinkenden Umsatz jubeln [Analyse]
Paradox: Microsoft berichtet über einen deutlich gesunkenen Umsatz – und die Aktie steigt nachbörslich. Doch die Lösung des Rätsels ist einfach.
Microsoft hat am Dienstagabend nach US-Börsenschuss neue Zahlen veröffentlicht: Nach einem Verlust im Vorjahresquartal durch Abschreibungen aus der Nokia-Übernahme konnte Microsoft im jüngsten Quartal 3,12 Milliarden Dollar einfahren. Doch erstmals seit 2009 fiel der Gesamtumsatz – und zwar kräftig: Er sank um 8,8 Prozent auf 85,32 Milliarden Dollar.
Trotzdem machte die Microsoft-Aktie im weniger aussagekräftigen nachbörslichen Handel einen Satz und legte vier Prozent zu. Warum? Die Aktionäre haben verstanden, wie das Geschäft mit der Cloud-Software funktioniert: Während bei klassischer Software der gesamte Betrag beim Kauf fällig wird, verdient Microsoft mit Cloud-Software wie Office 365 beim Verkauf zunächst weniger. Die Cloud-Software mietet der Nutzer monatlich, statt den Gesamtbetrag im Voraus zu bezahlen.
23,1 Millionen Abonnenten für Microsofts Office 365
Die Zahlen von Microsoft zeigen ein starkes Wachstum in der Cloud. Um satte 19 Prozent stieg beispielsweise der Umsatz mit Office-Produkten für Konsumenten in der Cloud. Inzwischen hat Office 365 23,1 Millionen Abonnenten. Der Umsatz mit Microsofts Cloud-Service Azure wuchs sogar um 102 Prozent.
Langfristig bedeutet der insgesamt geringe Umsatz mit Software sogar ein Wachstum, weil sich die Nutzung in Richtung Mietmodellen verlagert – der Umsatz verteilt sich nur stärker über die kommenden Jahre. Bei der Umstellung vom sogenannten On-Premise-Modell – also klassischer Software, die einmalig bezahlt wird – auf Cloud-Software nach dem Mietmodell gibt es daher eine paradoxe Situation: Je stärker der Umsatz jetzt fällt, weil Kunden statt klassischer Software zu Cloud-Software greifen, desto stärker wird er in den folgenden Jahren steigen.
Den Cloud-Trend hat Microsoft ausnahmsweise nicht verpennt
Die Microsoft-Zahlen zeigen klar: Das Cloud-Modell, in dem Microsoft-Software nach Bedarf gemietet werden kann, wird von Unternehmen wie Konsumenten auf breiter Front angenommen. Die Konzentration auf die Cloud war daher richtig. Microsoft mag das Internet und die mobile Revolution verpennt haben – beim Cloud-Computing war der Konzern ausnahmsweise mal vorne mit dabei.
Mehr zum Thema Cloud-Computing: Kein Vertrauen in die Cloud? Cryptomator verschlüsselt eure Daten bei Dropbox, Google und Co.
Warum die Lämmer schweigen – sie sind einfach noch viel zu satt
Aber sind wir tatsächlich wegen einer menschengemachten Klimakatastrophe gezwungen, unsere westlichen Volkswirtschaften und damit unseren Lebensstandard durch eine Aufgabe unserer gegenwärtigen technologischen Basis zu zerstören? Der Mainstream der Klimawissenschaft verdächtigt Kohlenstoffdioxid (CO2) aus dem industriellen Verbrauch von fossilen Energieträgern, den natürlichen Treibhauseffekt soweit zu verstärken, dass die Erde schließlich unbewohnbar wird. Legionen von Klimaalarmisten, weltweit bezahlt mit Milliarden von Euros aus staatlichen Forschungsmitteln, von privaten Stiftungen und ökologischen NGOs, stützen die Wahrnehmung einer angeblichen Klimakatastrophe in der Bevölkerung und behaupten, ihre AGW-Theorie sei gesicherte Wissenschaft. In einer abartigen Verzerrung wissenschaftlicher Ideale fordern sie ein Ende der Klimadebatte und werden dabei von einer ideologisierten Mehrheit der Massenmedien unterstützt.
Unprofitable Wissenschaftszweige drängen sich an die Tröge des Klimawahns, Psychologen und Historiker publizieren eine wachsende Zahl von Veröffentlichungen, in denen der häretische Einfluss von unabhängigen Klimawissenschaftlern, sogenannten „Klimaleugnern“, auf die öffentliche Wahrnehmung einer Klimakatastrophe gegeißelt wird. Gegenwärtig wird von einigen Politikern sogar gefordert, die wissenschaftlichen Standpunkte solcher „Klimaleugner“ unter Strafandrohung zu stellen, um diese in der öffentlichen Diskussion mundtot zu machen.
Solche unabhängigen Klimawissenschaftler, mit abweichenden wissenschaftlichen Ergebnissen zum angeblich menschengemachten Klimawandel, arbeiten meist mit spärlichen Forschungsmitteln oder sogar ehrenamtlich. Aber anstelle einer offenen und fairen wissenschaftlichen Diskussion über ihre Erkenntnisse werden sie üblicherweise persönlich diskeditiert, und der Klimamainstream versucht, sie aus der wissenschaftlichen Gemeinschaft herauszumobben.
Es sieht so aus, als wären der klimawissenschaftliche Mainstream und seine politischen Unterstützer vom Virus einer Gutmenschen-Korruption befallen, die von einem ökologischen kohlenstoff-freien Paradies auf Erden träumt.
Im Angesicht der geplanten Dekarbonisierung unserer Welt sollten wir nicht vergessen, dass sich im Laufe der kulturellen Evolution des Menschen die verfügbare pro-Kopf Energiemenge mehrfach drastisch erhöht hatte und unseren heutigen Lebensstandard erst ermöglicht:
- Steinzeit (= kleine dörfliche Gemeinschaften):
Die verfügbare pro-Kopf Energiemenge betrug etwa das 3 bis 6-fache des Grundbedarfs. - Zeitalter des Ackerbaus (=fortgeschrittene regionale Kulturen):
Die verfügbare pro-Kopf Energiemenge betrug etwa das 18 bis 24-fache des Grundbedarfs. - Industriezeitalter (=globalisierte Welt):
Die verfügbare pro-Kopf Energiemenge beträgt etwa das 70 bis 80-fache des Grundbedarfs.
Der industrielle Gebrauch von fossilen Energieträgern seit Beginn der Industrialisierung hat das Gesundheitswesen, die individuelle Lebenserwartung, unseren Lebensstandard, die Verfügbarkeit und die Qualität von Lebensmitteln, das Transportwesen, die Kommunikation und den allgemeinen technologischen Standard für jedermann nachhaltig verbessert.
Im Umkehrschluss heißt dass, unser gegenwärtiger Lebensstandard beruht zwingend auf der Nutzung fossiler Energieträger.
Das Prinzip der menschengemachten Klimakatastrophe kann jeder Laie ganz einfach verstehen: Je höher der atmosphärische CO2-Anteil steigt, umso höher wird die globale Durchschnittstemperatur. Folglich glaubt eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung in den Industrienationen, der Verbrauch fossiler Energieträger würde durch den verursachten CO2-Ausstoß zu einer Klimakatastrophe führen. Aber ist diese direkte Abhängigkeit zwischen Temperatur und atmosphärischem CO2-Gehalt wissenschaftlich wirklich bewiesen?
Die AGW-Theorie steht in fundamentalem Widerspruch zu diversen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fakten:
(1) Die gegenwärtigen Klimamodelle können die tatsächliche Klimahistorie gar nicht abbilden: Aktuelle Klimamodelle sind nicht einmal in der Lage, den historisch gemessenen Temperaturverlauf bis zum Jahr 1850 korrekt zurückzurechnen. Diese Schwäche der Klimamodelle beweist, dass weder alle klimarelevanten Parameter, noch ihr tatsächlicher Klimaeinfluss und schon gar nicht die Interaktion dieser Parameter miteinander korrekt in die aktuellen Klimamodelle eingeflossen sind. Mit solchen Klimamodellen wird dann aber das zukünftige Klima bis weit in die Zukunft hinein hochgerechnet und die Politik beruft sich bei der vorgesehenen globalen Dekarbonisierung auf solche Modellergebnisse.
(2) Die Klimawissenschaften sind bis heute nicht in der Lage, den natürlichen und den angeblich menschengemachten Klimaantrieb zu trennen. Bis heute wurde eine solche quantitative Trennung beider Effekte nirgendwo veröffentlicht. Die meteorologischen Temperaturmessungen begannen um 1850, am Ende der „Kleinen Eiszeit“ und zu Beginn der Industrialisierung. Der Temperaturanstieg von der „Kleinen Eiszeit“ muss eine natürliche Ursache gehabt haben, denn diese „Kleine Eiszeit“ endete ohne jeden menschlichen Einfluss. Aber im Gegenteil, die Klimawissenschaft rechnet diesen Anstieg der menschengemachten Klimaerwärmung zu, obwohl der Temperaturanstieg viel schneller verlaufen ist, als die Entwicklung der Industrialisierung.
(3) Klimamodelle ignorieren den Einfluss von natürlichen solaren Zyklen auf das Klima. Die bekannten Zyklen (Schwabe, Hale, Yoshimura, Gleißberg, Seuss-de-Vries, Dansgaard-Oeschger, and Hallstatt)mit Perioden von 11 bis mehr als 2.000 Jahre sind in den computerbasierten Klimamodellen nicht enthalten. Die Klimawissenschaft argumentiert mit der geringen Veränderung der Solarkonstanten über solche Zyklen. Aber diese Zyklen waren vor der Industrialisierung die einzige Ursache für natürliche Klimaschwankungen in unserer aktuellen Warmzeit. Die Klimawissenschaft ignoriert die Ergebnisse von Svensmark, dass nämlich die Kerne zur Wolkenbildung aus der kosmischen Strahlung geliefert werden, die wiederum vom Magnetfeld der Sonne gesteuert wird. Dieser Effekt stellt eine natürliche Verstärkung der Strahlungsschwankungen unserer Sonne dar. Bei einer schwachen Sonne kann vermehrt kosmische Strahlung in die Erdatmosphäre eindringen und führt über eine verstärkte Wolkenbildung zu einer weiteren Abkühlung. Das CLOUD-Experiment am Züricher CERN Institut hat das herkömmliche Aerosolmodell für die Wolkenbildung in Klimamodellen um einen Faktor von einem Zehntel bis einem Tausendstel reduziert und gleichzeitig die Wirksamkeit des Svensmark-Effekts bis zum Zehnfachen bestätigt.
(4) Die historisch gut dokumentierte Mittelalterliche Warmzeit (MWP), die der “Kleinen Eiszeit” vorausgegangen war, wurde im dritten Bericht des IPCC (TAR 2001) von der Mann’schen „Hockeystick-Kurve“ unterdrückt, offenbar, um zur Stützung der AGW-Theorie ein konstantes vorindustrielles Klima auf dem Niveau der „Kleinen Eiszeit“ nachzuweisen. Diese „Hockeystickkurve“ wurde inzwischen zwar wissenschaftlich widerlegt, dient aber Klimaalarmisten immer noch als Argument für den menschengemachten Klimawandel, während die Mittelalterliche Wärme Periode von der Klimawissenschaft auf ein europäisches Phänomen herabgestuft worden ist.
Aber das Gegenteil ist der Fall: Die Auswertung von hunderten von wissenschaftlichen Veröffentlichungen weltweit durch Lüning und Vahrenholt beweist, dass die mittelalterliche Wärmeperiode ein globales Ereignis war, das durch die Variabilität der Sonneneinstrahlung verursacht worden ist. Dadurch wird aber die Theorie vom menschengemachten Klimawandel existenziell in Frage gestellt. Online Atlas von Lüning/Vahrenholt.
(5) Die Klimawissenschaft verleugnet in ihren Klimamodellen die natürlichen Bahnschwankungen unserer Erde um die Sonne(Milanković-Zyklen), um ihren eingängigen linearen Zusammenhang zwischen Globaltemperatur und CO2-Gehalt der Atmosphäre aufrecht zu erhalten. Inzwischen reduziert die Klimawissenschaft die historische Klimaentwicklung sogar auf die zweite Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, nur um CO2 als den angeblichen Hauptklimaantrieb zu stützen. Bereits im Jahre 1924 hatten Wladimir Köppen und Alfred Wegener, der Vater der modernen Plattentektonik, die orbitalen Milanković-Zyklen als Ursache der paläoklimatischen Schwankungen der vergangenen Eiszeitalter identifiziert und nachgewiesen.
Reprint des Buches “Die Klimate der geologischen Vorzeit” (Bornträger 1924) mit englischer Übersetzung.
(6) Eine wachsende Versauerung der Ozeane durch den vom Menschen verursachten CO2-Aussoß soll in Zukunft zu einer Einschränkung des marinen Artenreichtums führen. Erstens kann eine bestimmte Menge an CO2 entweder als klimaaktives Gas in der Atmosphäre wirken oder, gelöst in Meerwasser, zu einer Versauerung der Ozeane führen, aber nicht beides zur gleichen Zeit. Üblicherweise werden aber beide Effekte für sich mit dem gesamten anthropogenen CO2-Aussoß berechnet.
Zweitens sinkt die Lösungsfähigkeit von CO2 mit steigender Wassertemperatur. Je wärmer also das Meerwasser wird, umso weniger CO2 kann es aufnehmen und versauern. Der verzögerte Anstieg von atmosphärischem CO2 nach paleoklimatischen Temperaturanstiegen beweist diesen Zusammenhang und wird von Eiskernanalysen bestätigt.
(7) Ein globaler Meeresspiegelanstieg durch eine vom Menschen verursachte Klimaerwärmung soll zu einem Verschwinden der pazifischen Inseln führen und Tieflandgebiete und Hafenstädte in aller Welt überfluten. Ein dramatischer Meeresspiegelanstieg von mehr als einhundert Metern ist ein natürliches Phänomen zu Beginn aller Warmzeiten. Die Existenz mariner Eismassen wird offenbar allein durch die Meerwassertemperatur bestimmt, während landgebundene Eismassen auf eine Veränderung der vertikalen geographischen Klimazonen reagieren. Die Durchschnittstemperaturen in zwischeneiszeitlichen Warmperioden schwanken üblicherweise um einige Grade und terrestrische Gletscher reagieren darauf mit natürlichen Vorstößen und Rückzügen. Aus den Alpen ist bekannt, dass Gletscher beim gegenwärtigen Abschmelzen Bäume aus der Mittelalterlichen Warmzeit freigeben, die damals dort natürlich gewachsen waren.
Was wir heute auf Grönland und der antarktischen Halbinsel beobachten, ist ein Gletscherrückzug in größere Höhenlagen, während die Eismassen auf dem antarktischen Kontinent weiter anwachsen. Satellitenmessungen der Meeresspiegelschwankungen im offenen Ozean sind sehr viel anfälliger für Fehler bei der Gezeitenkorrektur, Meeresströmungen, zusätzlichen windgetriebenen Wassermassen und Meereswellen als feste Pegel an den Küsten. Diese konventionellen Pegelmessungen zeigen aber seit vorindustriellen Zeiten einen konstanten Meeresspiegelanstieg von einigen Millimetern pro Jahr. Ohne zielgerichtete Adjustierung historischer Messwerte wird sich dieser Trend sicherlich auch in Zukunft weiterhin so fortsetzen.
(8) Der „Stillstand“ des globalen Temperaturanstiegs, der inzwischen etwa 20 Jahre andauert, hat bereits mehrfach zu Korrekturen an den historischen Temperaturmessungen geführt. Verbesserte Klimamodelle verlagern diese „fehlende Wärme“ jetzt in die Tiefen der Ozeane. Offensichtlich hatten die Klimamodelle diesen Stillstand des globalen Temperaturanstiegs nicht abgebildet. Aber anstatt nun die Eingangsbedingungen der zugrundeliegenden Gleichungssysteme zu korrigieren, um die Modelle mit den aktuellen Messwerten in Übereinstimmung zu bringen, werden die Ergebnisse aktueller Klimamodelle dahingehend angepasst, dass sie zu den Vorhersagen veralteter Modellrechnungen passen.
Es bleibt die Frage offen, wie die „fehlende Wärme“ in tiefere Lagen der Ozeane entweichen konnte, ohne von dem weltumspannenden Messbojennetz ARGO bemerkt worden zu sein.
(9) Die Klimawissenschaften reduzieren die Auswirkungen einer globalen Klimaerwärmung auf dessen negative Folgen und veröffentlichen Horrorszenarien über einen Temperaturanstieg von 3 Grad bis zum Jahre 2100, während in jedem Winter tausende Menschen erfrieren. Für das Jahr 2014 wurde allein in Europa von etwa 40.000 Kältetoten berichtet, einfach weil diese Menschen ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen konnten.
(10) Die Klimawissenschaft nimmt für sich in Anspruch, sie würde das Vorsorgeprinzip für die gesamte Menschheit verfolgen, indem sie den angeblich menschengemachten Klimawandel bekämpft. Die letzte große Klimaprophezeiung wurde von den wohlversorgten Propheten der Apokalypse rechtzeitig zum Pariser COP21-Klimagipfel veröffentlicht:
Der menschliche CO2-Ausstoß wird die nächste Eiszeit verhindern – in 50.000 Jahren! Ist es wirklich das Vorsorgeprinzip, eine gefährdete Eiszeit in 50.000 Jahren vor dem Menschen zu retten? Nein, das ist wahrhaftige Science-Fiction, wenn die Klimawissenschaft gesichertes paläoklimatisches Wissen über hunderttausende von Jahren ignoriert und auf der Datenbasis eines halben Jahrhunderts Spekulationen über eine in 50.000 Jahren ausfallende Eiszeit verbreitet. Mit dem Vorhaben, die Welt von ihren natürlichen Klimaschwankungen zu befreien, zerstören wir unsere Wirtschaft und die Zukunft unserer Kinder und Enkel. Und was ist mit den tatsächlichen Gefahren, die in Zukunft die Existenz der Menschheit bedrohen könnten, was ist mit Supervulkan-Eruptionen, Asteroideneinschlägen und der Abschwächung des Erdmagnetfeldes, was ist das Vorsorgeprinzip gegen diese sehr realen Bedrohungen?
(11) Erneuerbare Energien aus Sonnenstrahlung und Wind sollen die konventionelle Energieerzeugung ersetzen, um eine Klimaerwärmung durch CO2 zu vermeiden. Bisher kann solche erneuerbare Energie aber nur mit hohen Subventionen erzeugt werden, die direkt vom Verbraucher eingezogen werden, der wiederum einen Lebensunterhalt in einer mit konventioneller Energie betriebenen Industriegesellschaft verdient. Um unseren Lebensstandard zu erhalten, muss also nach einer globalen Dekarbonisierung der globale Energieverbrauch vollständig durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Es werden in den Medien Zahlen verbreitet, die besagen, eine solche Dekarbonisierung sei bezahlbar und bis zum Jahre 2100 umsetzbar.
Aber diese publizierten Zahlen schließen nicht einmal die Kosten für die lebensnotwendigen Energiespeicher und die neuen Verteilungsnetzwerke ein, um bei nächtlicher Windstille die Versorgungssicherheit zu garantieren; und ebenfalls fehlen dort die steigenden Herstellungskosten für nahezu alle Produkte des täglichen Lebens. Durch diese steigenden Kosten, bei möglicherweise sinkenden Stückzahlen, werden durch fallende Löhne oder gar insgesamt weniger Beschäftigte die globalen Bruttoinlandsprodukte sinken. Die Frage ist, wer dann die steigenden Subventionen für erneuerbare Energien bezahlen soll.
(12) Der Landschaftsverbrauch in naturnahen Gebieten durch die Erzeugung von Solar- und Windenergie ist etwa 1.000- bis 10.000-mal höher als der Flächenverbrauch für konventionelle Kraftwerke. Es fragt sich, was die Dekarbonisierung der Welt aus unseren naturnahen Landschaften und den natürlichen Ressourcen unserer Erde machen wird.
(13) Gleichzeitig wird Druck auf die industrielle Landwirtschaft ausgeübt, sich auf eine ökologische Produktion ohne Kunstdünger und chemischen Pflanzenschutz umzustellen. Die landwirtschaftliche Erzeugung von Nahrungsmitteln steht bereits in Konkurrenz mit der Landnutzung für erneuerbare Energien. Durch die Einführung von Öko-Kraftstoffen, Stichwort E10, hat sich die weltweite Anbaufläche für Nahrungsmittel bereits verringert und Millionen Menschen zusätzlich leiden unter Unterernährung und Hunger. Die beabsichtigte globale ökologische Nahrungsmittelproduktion geht mit einem geringeren spezifischen Flächenertrag einher und dürfte daher den Ansprüchen einer wachsenden Weltbevölkerung in keiner Weise genügen.
Diese Zusammenstellung legt nahe, dass die Theorie vom menschengemachten Klimawandel auf falschen wissenschaftlichen Annahmen und wirtschaftlichen Spekulationen aufbaut.
Trotzdem verbreiten die Propheten des Weltuntergangs mit sehr unterschiedlichen persönlichen Motiven weiterhin ihre Weltuntergangs-Spekulationen und befeuern damit eine Massenhysterie gegen unser gegenwärtiges Wirtschaftssystem, das allein auf der Nutzung fossiler Energien basiert. Der religiöse Glaube an eine vom Menschen verursachte Klimaerwärmung ist ihre Waffe, um unsere gegenwärtige technische Zivilisation zu zerstören und die Menschheit in eine schöne neue kohlenstoff-freie Welt zu führen. Wir leben heute in einer neuen kulturellen Epoche, dem Anthropozän, in dem sich die fundamentalen Unterschiede zwischen wissenschaftlichen Fakten, persönlichen Meinungen und religiösen Gewissheiten zunehmend verwischen, während übersättigte Menschen ernsthaft glauben, sie könnten ihre Kuh schlachten und weiterhin deren Milch trinken.
Das wirkliche Problem der Menschheit bleibt eine ständig wachsende Weltbevölkerung und deren ausreichende Versorgung mit Nahrungsmitteln und Energie sowie der Erhalt natürlicher Lebensräume, die das Erbe der gesamten Menschheit darstellen.
Die Armut in der Dritten Welt ist aber eine direkte Folge von Energiemangel und fehlender demokratischer Beteiligung. Der einzige Weg, der aus diesem Dilemma herausführt, ist eine Demokratisierung und wirtschaftliche Entwicklung dieser Gesellschaften. Eine solche Entwicklung würde ein weiteres Wachstum der Weltbevölkerung eindämmen, wie es der demographische Wandel in den Industrienationen im vergangenen Jahrhundert bewiesen hat. Während einer solchen Entwicklung kann der Verbrauch fossiler Energien in den Industrieländern unter Beibehaltung des gegenwärtigen Lebensstandards minimiert und der Schutz der weltweiten natürlichen Ressourcen sukzessive ausgeweitet werden.
Aber mit dem religiösen Glauben an eine menschengemachte Klimakatastrophe haben sich nun die gewählten und nicht gewählten politischen Führer dieser Welt, unterstützt von wissenschaftlichen Wahrsagern, indoktrinierten Massenmedien, religiösen Führern, mißgeleiteten ökologischen NGOs und malthusianischen Stiftungen entschieden, die Menschheit genau in die entgegengesetzte Richtung zu führen.
Ihr Fahrplan für die herbeigesehnte Dekarbonisierung der Welt bis zum Jahre 2100 wird eher über den Niedergang demokratischer Rechte in den Industrienationen zu einer nachhaltigen globalen Energieverknappung führen, die uns malthusianische Perspektiven für eine Globale Dritte Welt von ökologischen Biokleinbauern eröffnen mag. Oder um es weniger verklausuliert zu formulieren, in einer dekarbonisierten Welt werden die Menschen, unabhängig wie groß deren Zahl am Ende noch sein mag, zwölf Stunden am Tag in der Landwirtschaft arbeiten, um ein Viertel der gegenwärtig verfügbaren pro-Kopf Energiemenge zu erzeugen – gerade so viel wie einstmals in vorgeblich glücklicheren ökologisch-vorindustriellen Zeiten.
Und nun, während in Vorbereitung einer globalen Dekarbonisierung die Klimaideologen bereits weltweit ihre Messer wetzen, um die Menschheit aus diesem fossil befeuerten Paradies zu vertreiben, schauen die übersättigten Lämmer in den westlichen Industrienationen diesem Unterfangen gelassen wiederkäuend zu, als ginge sie das Ganze überhaupt nichts an…
Uli Weber ist Autor des Buches Klimahysterie ist keine Lösung.
Übernommen vom Die kalte Sonne Blog
Mehr Züge in Richtung Hamburg
Sie sind ja Deutscher
Ich bewege mich geschäftlich viel im Ausland, daher bin ich es gewöhnt, lösungsorientiert zu denken, statt alles nach Recht und Ordnung auszurichten, selbst wenn es dem Geschäft schadet. Entschuldigen Sie bitte, wenn ich das Gleiche, natürlich unberechtigt, bei Ihnen vorausgesetzt habe. Schließlich sind Sie ja Deutscher.
Missbrauch muss Missbrauch sein
Kann man jemanden sexuell missbrauchen, der sich „missbrauchen“ lassen will? Auf diese Frage spitzte sich ein Fall zu, über den der Bundesgerichtshof nun entschieden hat. Einem Psychiater, der oft als Gerichtssachverständiger auftrat, war vorgeworfen worden, eine seiner Patientinnen sexuell missbraucht zu haben.
Bei der Frau handelt es sich um eine dem Psychiater bekannte Richterin am Landgericht, die später als Staatsanwältin arbeitete. Während ihrer Zeit als Richterin hatte sie ein Verhältnis zu einem anderen verheirateten Richter. Dieser Richter war wiederum ein guter Freund des Psychiaters. Nach ihrer Versetzung zur Staatsanwaltschaft wollte die ehemals alkoholabhängige Frau an Beruhigungsmittel kommen. Wegen ihrer Krankheitsgeschichte fürchtete sie aber, diese Mittel nicht mehr von ihrem Hausarzt zu bekommen.
Deshalb ließ sich die Staatsanwältin auf eigene Initiative mit dem Angeklagten ein, der ihr schon früher erfolglos Avancen gemacht hatte. Außerdem wollte sie mit dem Verhältnis ihre frühere Affäre, den Richter, ärgern. Es kam dann zu einem mehrmonatigen Verhältnis, in dessen Rahmen der Angeklagte der Staatsanwältin auch Blankorezepte ausstellte und sie medizinisch beriet.
Das Landgericht München verurteilte den Arzt wegen sexuellen Missbrauchs unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses (§ 174c StGB) zu einer Bewährungsstrafe von zehn Monaten.
Der Bundesgerichtshof wertet die Sache anders. Das Gericht weist darauf hin, das Tatbestandsmerkmal „Missbrauch“ habe eine eigenständige Bedeutung. Hier sei es so, dass die Frau sich bereits außerhalb des Behandlungsverhältnisses entschlossen hatte, den Angeklagten für sich zu instrumentalisieren. Aufgrund ihrer Stellung und Persönlichkeit sei die Betroffene dem Angeklagten auch „auf Augenhöhe“ begegnet. Ihr Verhalten sei somit kein Missbrauch, sondern Ausdruck ihrer sexuellen Selbstbestimmung.
Das Gericht spricht selbst von einem „atypischen Fall“. Das Ergebnis ist ein Freispruch (Aktenzeichen 1 StR 24/16).
Grüne Bundestagsfraktion: Wissenschaft unerwünscht
Gastbeitrag von Jan-Christian Lewitz
Am 11. Juli 2016 fand im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestages ein sogenanntes Fachgespräch der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen statt. Thema: »Forschungsreaktoren in Deutschland – Probleme und Herausforderungen«. Diplom-Physiker Jan-Christian Lewitz war mit seinem kerntechnischen Fachwissen dabei. Hier sein Bericht.
Es war eine der üblichen Veranstaltungen der Anti-AKW-Bewegung: Krebserkrankungen in der Familie und bei Nachbarn, für die es keine Begründung gibt, also muss die Atombranche dafür herhalten.
Mein erster Redebeitrag brachte deshalb das Argument der wissenschaftlichen Beobachtungen zum Cobalt-60-Ereignis in Taiwan. Dieser Beitrag wurde von der Leiterin des Fachgespräches, Sylvia Kotting-Uhl MdB, Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion für Atompolitik, mit der Aussage zurückgewiesen, dass ja gerade dieser biopositive Effekt zeige, dass es einen Effekt gebe und man nur den negativen hier nicht sehen würde. Fragen zur Entstehung des Lebens auf der Erde unter wesentlich höherer Strahlenexposition vor Milliarden von Jahren und die Ausbildung von Reparaturmechanismen für durch Strahlung induzierte DNA-Defekte sind in so einer unwissenschaftlichen Umgebung natürlich nicht möglich. Erstaunlich ist nur, dass es den Anschein hat, dass die Grüne Bundestagsfraktion völlig auf fundierte, externe, wissenschaftliche Beratung verzichtet.
Dann wurde lang und breit wurde über das Restrisiko gesprochen, welches vom Forschungsreaktor BER-II ausgehen könnte, den das Helmholtz-Zentrum-Berlin (HZB) in Berlin-Wannsee betreibt. Dieser Reaktor wird Ende 2019 außer Dienst gestellt werden. Das letzte Brennelement im BER-II ist in Gebrauch, und ein neues ist nicht genehmigt worden. Im Pausengespräch wurde die Kompetenz der Aufsichtsbehörde in Frage gestellt. Die entsprechenden Senatsverwaltungen wurden seit 2001 durch SPD, PDS-LINKE oder Grüne Senatoren geführt. Aktuell gibt es einen Rot-Schwarzen Senat; die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt wird durch einen SPD-Senator geführt, und vielleicht ist deshalb der Argwohn in grünen Kreisen besonders hoch.
Letztere fordern, dass nun endlich Jodtabletten an die Bevölkerung ausgegeben werden müssten und dass es zusätzliche Ausbreitungsrechnungen für den Fall einer Anlagenzerstörung, zum Beispiel durch einen Flugzeugabsturz, geben müsse. Aktuell hält die Feuerwehr die Jodtabletten vorrätig. Das ist sicher auch besser, als wenn Jodtabletten auf Vorrat eingenommen würden, etwa wenn sich in Japan ein kerntechnischer Unfall ereignete. Die meisten Menschen wissen leider nicht, dass eine Überdosis Jod, wie sie eine solche Tablette darstellt, das Risiko für Schilddrüsenkrebs deutlich erhöht. Der positive Effekt, nämlich die Abwehr einer Aufnahme radioaktiven Jods, tritt erst dann ein, wenn eine deutliche Kontamination der Atmosphäre durch radioaktives Jod vorliegt.
Mein zweiter Beitrag ging auf das Thema Endlagerung ein und behandelte Partitioning und Transmutation (Abtrennung und Umwandlung), eine Technologie, die uns das Endlager für Wärme entwickelnde radioaktive Abfälle ersparen kann. Diese Technologie wurde von MdB Kotting-Uhl mit dem Verweis auf die durchgeführten Untersuchungen und eingeholten Expertisen zurückgewiesen. Es blieb mir nur die deutliche Aussage, dass die Grünen nicht zukunftsfähig seien, da sie den aktuellen Stand von Wissenschaft und Forschung ignorierten: Das im Endlagersuchbericht dargestellte PUREX-Verfahren wurde 1947 patentiert, und aktuell entwickelte Verfahren wie fraktionierte Destillation von Brennstoffchloriden und vollständiger Abband in kleinen Reaktoren mit sehr hohen Neutronenenergien wurden nicht berücksichtigt, obwohl Wissenschaftler mehrfach darauf bestanden hatten.
Einen Bericht über dieses »Fachgespräch« gibt die taz vom 13.07.2016 wieder. Nachfolgend ein Zitat und meine Anmerkungen dazu:
Unter erhöhtem Rechtfertigungsdruck steht dagegen der „Forschungsreaktor München“ (FRM), der jüngste Wissenschaftsreaktor, der 2004 seinen Vorläufer, das „Garchinger Atom-Ei“, abgelöst hatte. Obwohl damals schon klar war, dass alle Forschungreaktoren von HEU auf LEU-Betrieb umgestellt werden sollen, wurde der FRM II für die Verwendung von hoch angereicherten Uran konzipiert. Der Grund: Die bei der Kernspaltung entstehenden Neutronenstrahlen haben eine bessere Qualität für die wissenschaftlichen Experimente. Trotzdem handele es sich um „einen Waffenstoff, der nicht in den zivilen Bereich gehört“, betonte Wolfgang Liebert vom Institut für Sicherheits- und Risikowissenschaften der Universität für Bodenkultur in Wien. Liebert stellte dar, wie intensiv sich die internationale Wissenschaftsgemeinde bemüht, ihre Neutronenproduktion über andere Strahlquellen zu erreichen. Als der Münchener TU-Physiker Winfried Petry das FRM-Vorgehen verteidigte und bekräftigte, „Deutschlands Wissenschaft ist stolz auf den FRM II“, ging ein Protestschrei durch die Bundestagsrunde: „Nein! Überhaupt nicht!“. Kernspaltung bleibt weiterhin Gesellschaftsspaltung.
HEU steht für „High Enriched Uranium“, also für hoch mit U-235 angereichertes Uran. Die Prozentzahlen geben den Anteil an U-235 zum gesamten Uran an. Daneben wird der Begriff LEU = „Low Enriched Uranium“, niedrig angereichertes Uran, verwendet. Allgemein spricht man bei Anreicherungen unter 20 Prozent von LEU, darüber von HEU. Waffenfähig („weapons grade“) ist Uran bei einer Anreicherung ab 85 Prozent.
Einen entscheidenden Punkt erwähnt die taz aber gar nicht: Wolfgang Liebert hatte in seinem Vortrag vorgeschlagen, einen Kompromiss zu suchen, um von maximal 90 Prozent Anreicherung des Uran 235 wegzukommen. Es wäre möglich, in einer Übergangsphase mit maximal auf 45 bis 50 Prozent angereichertem Uran in hochdichten Materialien zu arbeiten. Gleichzeitig könnte man weiter daran zu forschen, hochdichte Materialien zu entwickeln, die alle für den Reaktorbetrieb erforderlichen Eigenschaften aufweisen – insbesondere geringer Volumenausdehnungskoeffizient unter Neutronenfluss, damit die schmalen Kühlkanäle offen bleiben –, so dass sie sich zum Einsatz bei nur maximal 20 Prozent Anreicherung (LEU) eignen.
Ein solcher Kompromiss wäre mit nur geringen und – so schien es im Fachgespräch – für den Betreiber akzeptablen Leistungseinbußen im Reaktorbetrieb verbunden. Damit wären bereits mindestens 40 Prozentprodukte der 70 Prozentprodukte Reduktion zwischen einer Anreicherung von 90 Prozent (HEU) und 20 Prozent (LEU) erreicht.
Der Bereich zwischen 20 Prozent Anreicherung (LEU) und 85 Prozent („weapons grade“) unterliegt der politischen Bewertung, die die Frage beantworten muss, wie groß der Sicherheitsabstand zu waffenfähigem Spaltmaterial sein soll.
Die anwesenden pro-nuklearen Vertreter aus München (Prof. Winfried Petry), Rossendorf (Dr.-Ing. Yuriy Tsoglin) und Dresden (Jan-Christian Lewitz) waren sich allesamt einig, dass es wichtig sei, dem ideologischen und unwissenschaftlichen Standpunkt der Grünen öffentlich zu widersprechen und dass sich die Teilnahme am Fachgespräch schon deshalb gelohnt habe.
Das Ziel der Grünen scheint klar zu sein: Alle kerntechnischen Einrichtungen in Deutschland und danach vermutlich in der EU sind zu schließen – sofern wir sie weiterhin an der Macht beteiligen.

Dipl.-Phys. Jan-Christian Lewitz studierte am Portland Community College, Oregon, USA, an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel und an der TU Dresden. 1993 schloss er sein Studium mit einem Diplom in Strahlenschutzphysik ab. Seit 1993 ist er international technisch-organisatorisch im Bereich Energie und Umwelt tätig mit Schnittstellen zu Wissenschaft, Militär und Politik. Seit 2002 ist Lewitz selbständig. Er ist Gründer, Inhaber und Geschäftsführer der LTZ-Consulting GmbH in Dresden.
Titelbild: Blick in die Experimentierhalle des Forschungsreaktors BER-II des Helmholtz-Zentrums Berlin (HZB) in Berlin-Wannsee. Foto: HZB
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Wann wird Afrika aufblühen und wohlhabend sein?

Afrika kämpft immer noch mit „Übergangsproblemen“, von Sklaverei und Kolonialismus hin zu Neokolonialismus und Öko-Imperialismus. Die Kriege dort und das Leiden werden niemals enden, solange es dort habgierige Führer gibt, die sich nur um ihre Familien, ihre Kumpel und Stammesmitglieder kümmern.
Der Kontinent verfügt über genügend natürliche Ressourcen, um Frieden, Gesundheit und Wohlstand für nahezu jeden zu bringen. Und doch fehlen 90% aller Afrikaner immer noch der Zugang zu Strom und grundlegenden Bedarfsartikeln, während korrupte Führer, welche helfen könnten, die Nationen zu transformieren, Milliarden unterschlagen und Eltern nebst Kindern hungernd und arm hinterlassen.
Von Ruanda und Liberia bis hin nach Sudan und Uganda erleben wir jeden Tag die schrecklichen Folgen von Krieg – verkrüppelte Menschen, verwitwete Frauen, verwaiste Kinder sowie gebrechliche alte Menschen, ohne Hände und Füße, mit Narben am ganzen Körper. Sie fristen ihr Dasein als Lumpensammler, brechen vor Hunger und Krankheit zusammen, während die Politiker immer reicher werden.
Derweil diktieren Umweltaktivisten, Westmächte und UN-Agenturen, welche Dinge wichtig sind – und benutzen diese, um uns arm und mittellos zu halten: Vom Menschen verursachter Klimawandel, kein Genfood, kein DDT zur Bekämpfung von Malaria, die Nutzung von Wind- und Solarenergie und niemals den Bau von Kohle-, Erdgas- oder Kernkraftwerken. Dies sind kriminelle Machenschaften, um uns unsere grundlegenden Rechte bzgl. bezahlbarer Energie, Arbeitsplätze und modernem Lebensstandard vorzuenthalten.
Anfang dieses Jahres sah ich in Südsudan tausende hungernde Menschen, die unter Kriegsverletzungen litten sowie unter Malaria, Meningitis, Hepatitis, Vitaminmangel und anderen Krankheiten. Hier in Uganda sehe ich Hunderte, die versuchen, diese Krankheiten, Herzattacken, Diabetes, Nierenversagen und Krebs zu überleben und sich davon zu erholen, obwohl sie kaum oder gar keine Medikamente bekommen und in Krankenhäusern, die schon zerfallen und nicht einmal Fenster oder eine sichere Versorgung mit frischem Wasser aufweisen, eine miserable Behandlung erfahren.
Im Januar 2015 besuchte ich das Mulago Hospital in Kampala. Dort war mein Freund und Mentor Cyril Boynes (Foto) in Behandlung wegen Nierenversagens nach einer Herzattacke. Die Ärzte und Krankenschwestern versuchten, ihn zu retten, aber ihnen standen nur eine alte, defekte Ausrüstung zur Verfügung, und ewig kam es zu Stromausfällen. Oftmals gingen dabei die Lichter aus, die medizinischen Geräte stellten ihren Dienst ein, und die Menschen starben, bevor der Strom wieder da war.
Für all jene, die nicht nach Europa zur Behandlung fliegen können, unterscheidet der Tod nicht zwischen arm und reich, zwischen Ugandern und Ausländern. Jedermann ist von den gleichen furchtbaren Mängeln und dem Fehlen von Medikamenten betroffen. In einer Welt mit so viel Geld, Technologie und Wissen gibt es keinen Grund, dass sich dieses immer weiter fortsetzt, Jahr für Jahr.
Bevor im Jahre 2013 der Krieg in Südsudan ausgebrochen war, gab es dort eine gewisse Stabilität und viele Nicht-Regierungs-Organisationen, Unternehmen wie Ford Motor Company, private Investoren und andere Geschäftsleute. Viele dachten, gute Profite zu erzielen, und einige waren erfolgreich.
Einige Menschen in Ostafrika, in Uganda, Kenia, Tansania, Ruanda, Burundi, Somalia, Kongo und anderen Ländern um Südsudan bekamen neue Gelegenheiten und Erfahrungen. Sie konnten ihre Familien ernähren, ihre Kinder zur Schule schicken, Arztrechnungen bezahlen und andere Ausgaben stemmen.
Aber heute herrscht dort Krieg und ökonomische Rezession; die Ölpreise sind kollabiert, und Ford und andere Unternehmen haben ihre Tätigkeit längst eingestellt und sind gegangen. Jetzt haben wieder etwa 80% der Menschen keine Arbeit. Ihre Familien sind wieder verarmt und hungern.
In Südsudan praktizieren die meisten Menschen immer noch eine primitive Landwirtschaft für den Lebensunterhalt. Einem Bericht des UN-Entwicklungsprogramms zufolge sind 90% der Landfläche Südsudans für Ackerbau geeignet, aber nur weniger als 5% werden auch bearbeitet. Ursache hierfür war, dass Öl die primäre Einkommensquelle des Landes war, aber auch der Kollaps der Wirtschaft, und nur wenige Landwirte verfügen über moderne Geräte, Dünger oder Saatgut, um Überschüsse zu erzielen.
Falls die Südsudanesen überhaupt elektrischen Storm haben, stammt dieser aus kleinen Dieselgeneratoren für Wohnungen, Geschäfte und Krankenhäuser. Das ist völlig unzureichend, nur zeitweise verfügbar, und es gibt fast keinen Strom außerhalb der Hauptstadt Juba und anderer größerer Städte. Auch haben nur sehr wenige Menschen Treibstoff für Motoren, für Autos oder landwirtschaftliche Fahrzeuge, und das Land ist zu groß, um von Hand oder durch Huftiere bearbeitet zu werden.
Wenn wir aufgefordert werden, „nachhaltig“ zu leben, und ausschließlich Wind- und Solarenergie sowie Biotreibstoffe, aber niemals fossile Treibstoffe zu verwenden, ist dies die Forderung, dass wir weiterhin Hunger und Tod in unseren armen Ländern akzeptieren sollen. Sie befeuern damit verzweifelte Menschen, furchtbare Dinge zu tun, um zu überleben, jeden Tag aufs neue.
Im Jahre 2006 traf ich im Mulago Hospital eine Frau, deren Sohn wegen Malaria im Sterben lag. Der Congress of Racial Equality [etwa: Kongress zur Rassengleichheit], dem ich angehörte, fragte sie, ob sie wüsste , dass DDT ein gutes Hilfsmittel zum Kampf gegen Malaria war, würde dieses Mittel doch Krankheitserreger tragende Mücken davon abhalten, in die Häuser zu fliegen. Sie erwiderte ja, aber „DDT ist schlecht für die Umwelt“. Also lehnte sie den Gebrauch ab.
Es ist verrückt, wie Lügen über diese Chemikalie Mütter dazu bringt, willentlich ihre Kinder sterben zu lassen, anstatt die Wohnungen zu besprühen. Malaria hat Millionen Menschen in Uganda getötet und ist nach wie vor die Haupttodesursache in Afrika. Über 1000 Babys und Mütter sterben jeden Tag an dieser Krankheit. Wir schützen die Umwelt vor imaginären Problemen und sterben an Krankheiten aus dieser Umwelt.
Welchen Nutzen hat es, eine Umwelt ohne Menschen zu haben, ohne mich und Sie?
Im Jahre 2010 wurden in Südafrika 32 Kohlebergleute erschossen. Sie hatten für mehr Lohn demonstriert, was jedoch die Minenbetreiber und die Regierung von Südafrika mit der Begründung ablehnten, dass sie es sich nicht leisten konnten – wegen der schlimmen Weltwirtschaftslage und niedrigen Kohlepreisen. Inzwischen hungern die Familien der Bergleute.
Unsere Regierung plant den Bau einer Pipeline vom westlichen Uganda nach Tansania. Das Projekt könnte über 15.000 Menschen in Lohn und Brot bringen. Zusammen mit anderen Ölgeschäften wäre sie ein Schub für unsere Wirtschaft und würde uns mehr unabdingbar notwendige Energie bringen. Aber einige Agenturen und Organisationen sind dagegen, weil dies „zur globalen Erwärmung“ beitragen würde, und sie würden lieber sehen, wenn wir arme Bettler beim Westen bleiben würden.
Genau wie diese „Umwelt“-Aktivisten, scheren sich afrikanische Führer nicht um das Wohlergehen ihrer Bürger. Sie sind inkompetent, habgierig, gefühllose Kriminelle, getrieben von Ideologien und einer Sucht nach Macht über Menschen.
Sie lieben ihre Armeen und ihre schnellen Autos, behandeln ihre eigenen Bürger wie Terroristen und haben unseren Kontinent betrogen. Die dringendsten und fundamentalsten Bedürfnisse und Sorgen der Menschen, die arbeitslos und hungrig sind oder Krankheiten und der Umwelt ausgeliefert sind, sind ihnen völlig egal. Es kümmert sie nicht, dass die meisten ihrer Bürger niemals sauberes Wasser, ein vernünftiges Zuhause, genug zu essen oder Strom auch nur für eine Glühbirne oder einen kleinen Kühlschrank haben.
Im Jahre 2007 organisierte Cyril Boynes einen 332 Kilometer langen Marsch von Menschen von Kampala nach Gulu in Uganda, um für die Verwendung von DDT zur Bekämpfung von Malaria zu demonstrieren. Dieses Jahr nahm ich an einem Marsch von Gulu nach Kampala teil, um an all jene zu erinnern, die unter dem langen Krieg mit der mörderischen Gottesarmee von Joseph Kony gelitten hatten; um meine Mutter zu ehren, die jeden Tag 20 Kilometer laufen musste, damit ihre Kinder essen und leben konnten – und um für Gesundheit und Wohlstand für unseren Kontinent einzutreten.
Wann wird jener Tag anbrechen? Wann werden Politiker und Aktivisten, die vorgeben, sich um die Armen dieser Welt zu kümmern, aufhören, über die globale Erwärmung zu schwadronieren, über Pestizide und GMO-Nahrungsmittel – und anfangen uns zu helfen, die Energie, Nahrungsmittel, medizinischen Einrichtungen, Technologien, Arbeitsplätze und ökonomisches Wachstum zu bekommen, die wir zur Verbesserung unseres Lebens brauchen?
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Steven Lyazi is a student and day laborer in Kampala, Uganda. He served as special assistant to Congress of Racial Equality-Uganda director Cyril Boynes, until Mr. Boynes died in January 2015.
Link: http://www.cfact.org/2016/07/14/when-will-africa-get-healthy-and-prosperous/
Übersetzt von Chris Frey EIKE
Strafbar! Strafbar! (Oder doch nicht?)
Aus dem Polizeibericht für Bamberg:
Am frühen Samstagmorgen sollte eine Person am Schönleinsplatz kontrolliert werden. Der 29-jährige Student verweigerte die Personalienangabe und begann damit, die Zivilpolizisten zu filmen. Er wurde belehrt, dass dies so nicht erlaubt ist und eine Straftat darstellt, dennoch machte der Mann unbeeindruckt weiter.
Als nun sein Handy sichergestellt werden sollte, leistete der Mann Widerstand, sodass er festgenommen werden musste.
Die Strafanzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte wird erstellt.
Schon erstaunlich, dass die Legende vom Fotografierverbot von Polizisten nicht nur fröhlich lebt. Sondern dass sie es sogar in den offiziellen Polizeibericht schafft.
Vielleicht kann sich der Student am Ende ja sogar erfolgreich auf § 113 Abs. 4 StGB berufen. Danach ist ein Widerstand gegen Vollsteckungsbeamte nicht rechtswidrig, wenn die Diensthandlung selbst rechtswidrig ist. Normalerweise ist mit diesem Rechtfertigungsgrund eigentlich wenig zu reißen. Denn die Gerichte lesen noch so viele zusätzliche Anforderungen in die Vorschrift hinein, dass sie in der Praxis kaum greift.
Aber andererseits ist schon krass, dass Beamte von einer Strafbarkeit ausgehen, die es so schlicht und einfach nicht gibt. Wäre sicher interessant, wie weit sich ein Staatsanwalt und ein Richter am Ende argumentativ verbiegen würden, um diese krasse Fehlleistung noch durchzuwinken.
TRANSATOMIC - schon wieder ein neuer Reaktortyp?
Gänzlich anders als in Deutschland, in dem man sich mehr denn je zurück ins Mittelalter träumt, setzt man in USA verstärkt auf die Ausbildung junger Ingenieure und Wissenschaftler und ermutigt sie, eigene Unternehmen zu gründen. Eines der Programme ist das Gateway for Accelerated Innovation in Nuclear (GAIN), des U.S. Department of Energy (DOE). Vereinfacht gesagt, gibt es dort Gutscheine, die die (sonst kostenpflichtige) Nutzung staatlicher Forschungseinrichtungen durch Unternehmensgründungen ermöglicht. Acht solcher “Gutscheine” im Gesamtwert von zwei Millionen Dollar gingen an sog. startups aus der Kerntechnik.
Eines dieser jungen Unternehmen der Kerntechnik ist Transatomic Power Corporation (TPC). Wie so oft in den USA, ist es eine Gründung von Absolventen des MIT. Glückliches Amerika, in dem noch immer tausende junger Menschen bereit sind, sich den Strapazen eines Kerntechnik-Studienganges aussetzen, während man hierzulande lieber “irgendwas mit Medien” studiert. Allerdings kennt man in den USA auch keine Zwangsgebühren zur Schaffung von hoch dotierten Nachrichtenvorlesern und Volksbelehrern. Jeder Staat setzt halt seine eigenen Prioritäten.
Noch etwas ist in den USA völlig anders. Das junge Unternehmen hat bereits mehrere Millionen Dollar privates Risikokapital eingesammelt. Es braucht noch mehr Kapital und hat deshalb ein Papier veröffentlicht, in dem das Konzept seines Reaktors näher beschrieben ist. Sicherlich ein erhebliches wirtschaftliches Risiko. Man vertraut offensichtlich darauf, mangelnde “Geldmacht” durch Schnelligkeit kompensieren zu können. Erklärtes Ziel ist es, möglichst schnell einen kleinen Versuchsreaktor mit 20 MWth zu bauen. Das erste kommerzielle Kraftwerk soll rund 500 MWel (1250 MWth) Leistung haben und rund zwei Milliarden Dollar kosten.
Abgebrannte Brennelemente als Brennstoff
Der Reaktor ist vom Typ “molten salt”. Der Brennstoff wird in geschmolzenem Salz gelöst, welches gleichzeitig dem Wärmetransport dient. Populär ist dieser Reaktortyp im Zusammenhang mit Thorium gemacht worden. Man beschränkt sich hier bewußt auf Uran als Brennstoff, um auf die dafür vorhandene Infrastruktur zurückgreifen zu können. Thorium wird eher als Option in ferner Zukunft gesehen.
Der besondere Charme dieses Konzeptes liegt in der Verwendung abgebrannter Brennelemente aus Leichtwasserreaktoren als Brennstoff. Solche abgebrannten Brennelemente bestehen zu rund 95% aus Uran–238 und etwa je einem Prozent Uran–235 und Plutonium. Der Rest sind Spaltprodukte als Abfall. Das klassische Modell, wie es z.B. in Frankreich praktiziert wird, ist die Wiederaufbereitung nach dem Purex-Verfahren: Man erhält sehr reines Uran, welches als Ersatz für Natururan wieder in den Kreislauf zurückgeführt wird und reines Plutonium, welches als Mischoxid zu neuen Brennelementen verarbeitet wird. Die Spaltprodukte mit Spuren von Aktinoiden werden verglast und als Atommüll endgelagert. Für diese chemischen Prozeßschritte (Wiederaufbereitungsanlage) geht man von Kosten in Höhe von 1300 bis 3000 US-Dollar pro kg aus. Bei heutigen Preisen für Natururan eine unwirtschaftliche Angelegenheit. Deshalb füllen sich die Lager mit abgebrannten Brennelementen auch weiterhin. Allein in den USA lagern über 70.000 to ausgedienter Brennelemente. Für die “Zwischenlagerung” in Behältern (ähnlich den Castoren in Deutschland) geht man von etwa 100 Dollar pro kg aus. Für die “Entsorgung” haben sich bereits über 31 Milliarden US-Dollar Rücklagen angesammelt – was etwa 400 Dollar pro kg entspricht.
Wem es gelingt, einen Reaktor zu bauen, der die abgebrannten Brennelemente “frißt”, ist in der Rolle einer Müllverbrennungsanlage: Er wird für die Beseitigung des Mülls bezahlt und kann sich mit seinem Preis an den anderen Möglichkeiten (z. B. Müllkippe) orientieren. Die entstehende Wärme ist umsonst. Die elektrische Energie aus der “Müllbeseitigung” ist ein weiteres Zubrot. Es kommt lediglich darauf an, eine besonders günstige “Müllverbrennungsanlage” zu bauen. Genau an diesem Punkt, setzt TPC an.
Das Transatomic Konzept
Die Angst vor dem “Atommüll” wird mit seiner Langlebigkeit begründet. Es gibt wahrlich gefährlichere Stoffe, als abgebrannte Brennelemente. Solange man sie nicht aufisst, sind sie recht harmlos. Es ist aber die berechtigte Angst, ob man diese Stoffe für Jahrmillionen sicher von der Biosphäre fern halten kann, die viele Menschen umtreibt. Spaltprodukte sind in diesem Sinne kein Problem, da sie in wenigen hundert Jahren faktisch von selbst verschwunden sind. Jahrhunderte sind aber durch technische Bauwerke (Kathedralen, Pyramiden etc.) oder natürliche Barrieren (einige hundert Meter gewachsene Erdschichten) sicher beherrschbar.
Man kann aber alle langlebigen Aktinoide durch Spaltung in kurzlebige Spaltprodukte umwandeln und dabei noch riesige Mengen Energie erzeugen – am besten in einem Kernkraftwerk. Ein solcher Reaktor muß besonders sparsam mit den bei einer Spaltung freiwerdenden Neutronen umgehen, um möglichst viele andere Kerne umzuwandeln und letztendlich zu spalten.
Spaltprodukte haben teilweise sehr große Einfangquerschnitte. Mit anderen Worten, sie wirken parasitär indem sie wertvolle Neutronen “wegfangen”. Die Konsequenz ist eine integrierte Wiederaufbereitung. Dies läßt sich nur über eine Brennstofflösung erreichen.
Es dürfen nur möglichst wenig Neutronen das System verlassen. Dazu muß man den Reaktor mit einem Reflektor versehen, der die Neutronen wieder in den Reaktor zurück streut. Idealerweise verwendet man dafür ebenfalls Uran, damit nicht zurück streubare Neutronen bei ihrem Einfang wenigstens neuen Spaltstoff – hier Plutonium – erzeugen.
Bei Reaktoren mit festen Brennstoffen, kann man die Spaltstoffe nicht kontinuierlich ersetzen. Man benötigt deshalb zu Anfang eine Überschußreaktivität. So zu sagen, mehr Spaltstoff als eigentlich zuträglich ist. Diese Überschußreaktivität muß durch Regelstäbe und abbrennbare Gifte kompensiert werden: Wertvolle Neutronen werden unnütz weg gefangen.
Will man mit möglichst geringer Anreicherung auskommen – was einem bereits abgebrannten Brennelement entspricht – muß man zwingend auf ein thermisches Neutronenspektrum übergehen. Sogenannte “Schnelle Brüter” erfordern eine zweistellige Anreicherung. Also wesentlich höher, als sie in einem frischen Brennelement für einen Leichtwasserreaktor vorliegen. Man kann in einem thermischen Reaktor zwar nicht brüten – also mehr Spaltstoff erzeugen als beim Betrieb verbraucht wird – aber fast genau soviel erzeugen, wie verbraucht wird. Man muß es auch gar nicht, da ja der “Atommüll” noch Spaltstoff enthält.
Wieviel wird nun gespart?
Ein heutiger Leichtwasserreaktor produziert pro 1000 MWel etwa 20 to abgebrannter Brennelemente pro Jahr. Geht man von einer direkten Endlagerung aus, ist dies die Menge “Atommüll” die in ein Endlager muß. Erzeugt man die gleiche elektrische Energie aus eben solchem “Atommüll”, ist diese Menge schon mal komplett eingespart.
Gleichzeitig wird aber auch der ursprünglich vorhandene “Atommüll” in der Form abgebrannter Brennelemente weniger. Die Energie wird durch die Spaltung von Atomkernen erzeugt. Sie sind nach der Spaltung unwiederbringlich vernichtet. Wird Uran noch von vielen Menschen als natürlich und damit relativ harmlos angesehen, ist z. B. Plutonium für sie reines Teufelszeug. Genau diese Stoffgruppe dient aber bei diesem Reaktortyp als Brennstoff und wird beständig verbraucht.
Ein solcher Reaktor produziert rund 1 to Spaltprodukte pro 1000 MWel und Jahr. Die Spaltprodukte sind darüberhinaus in einigen Jahrhunderten – gegenüber 100.000den von Jahren bei Plutonium – verschwunden. In Bezug auf die Energieversorgung sind solche Reaktoren eine echte Alternative zu sog. “Schnellen Brütern”. Bereits die vorhandenen abgebrannten Brennelemente und die absehbar hinzukommenden, wären eine schier unerschöpfliche Energiequelle.
Was ist neu bei diesem Reaktortyp?
In den USA hat man über Jahrzehnte Erfahrungen mit Salzschmelzen in Versuchsreaktoren gesammelt. Hier strebt man bewußt die Verwendung von Uran und nicht von Thorium an. Dies hat bezüglich des Salzes Konsequenzen: Lithiumfluorid kann wesentlich höhere Konzentrationen Uran gelöst halten (LiF-(Actinoid)F4) als das bekanntere FLiBe-Salz. Erst dadurch ist der Einsatz abgebrannter Brennelemente (niedrige Anreicherung) möglich. Allerdings liegt die Schmelztemperatur dieses Brennstoffs bei etwa 500 °C. Ein wesentliches Sicherheitskriterium ist daher, Verstopfungen in Kanälen und Rohrleitungen durch Ablagerungen sicher zu vermeiden.
Als Moderator sollen Stäbe aus Zirconiumhydrid eingesetzt werden. Sie wirken wie “umgekehrte Regelstäbe”: Je tiefer sie in die Schmelze eingetaucht werden, um so mehr Neutronen werden abgebremst und die Spaltungsrate erhöht sich. Die Moderation solcher Stäbe ist gegenüber früher verwendetem Graphit so viel besser, daß fast der doppelte Raum für die Salzschmelze bei einem vorgegebenen Reaktorvolumen zur Verfügung steht. Ein weiterer wichtiger Schritt zu der Verwendung von “Atommüll” als Brennstoff.
Die integrierte Wiederaufbereitung
Die Spaltprodukte müssen kontinuierlich aus der Salzschmelze entfernt werden. Sie wirken nicht nur parasitär, sondern stellen auch das eigentliche Sicherheitsproblem dar. Je weniger Spaltprodukte gelöst sind, um so weniger Radioaktivität könnte bei einem Störfall freigesetzt werden.
Etwa 20% der Spaltprodukte sind Edelgase. Sie sollen mit Helium aus der Salzschmelze abgeschieden werden und anschließend in Druckgasflaschen gelagert werden.
Rund 40% der Spaltprodukte sind Metalle, die Kolloide in der Schmelze bilden. Sie sollen mit Geweben aus Nickel ausgefiltert werden.
Der Rest – hauptsächlich Lanthanoide – sind sehr gut in der Salzschmelze gelöst. Sie sollen mittels flüssigen Metallen extrahiert werden und anschließend in eine keramische Form zur Lagerung überführt werden.
In der Abscheidung, Behandlung und Lagerung der Spaltprodukte dürfte die größte Hemmschwelle bei der Einführung von Reaktoren mit Salzschmelzen liegen. Welcher Energieversorger will schon gern eine Chemiefabrik betreiben? Vielleicht werden deshalb erste Anwendungen dieses Reaktors gerade in der chemischen Industrie liegen.
Zusammenfassung
Der Gedanke, “Atommüll” möglichst direkt als Brennstoff einzusetzen, hat Charme. Wirtschaftlich kommt man damit in die Situation einer Müllverbrennungsanlage. Man kann sich an den Aufbereitungs- und Entsorgungspreisen des Marktes orientieren. Diese Einnahmen sind schon mal vorhanden. Die Stromproduktion ist ein Zubrot. Es wird noch sehr viel Entwicklungszeit nötig werden, bis ein genehmigungsfähiger Reaktor vorliegt. Auch die Kostenschätzung über zwei Milliarden Dollar für den ersten kommerziellen Reaktor, ist in diesem Sinne mit der gebotenen Vorsicht zu betrachten. Allerdings handelt es sich bei diesem Reaktor nicht um ein Produkt einer “Erfindermesse”. Man hat sehr sorgfältig den Stand der Technik analysiert und bewegt sich auf allen Ebenen auf dem machbaren und gangbaren Weg. Es ist nur zu hoffen, daß diesem jungen Unternehmen noch etwas Zeit verbleibt, bis es – wie so viele vor ihm – auf und weg gekauft wird.
Weltweit tut sich etwas in der Entsorgungsfrage: Salzbadreaktoren, Entwicklung metallischer Brennstoffe – sogar für Leichtwasserreaktoren – und abgespeckte chemische Wiederaufbereitungsverfahren in Rußland.
Übernommen von NUKEKLAUS hier
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UK schafft das Energie- und Klimaministerium ab*
Bildinschrift Bild rechts: „Offizielle Zahlen – ursprünglich vom Ministerium zurückgehalten – zeigen gewaltige Anstiege der Strompreise bis zum Ende dieses Jahrzehnts, die jeder aufbringen müsste, um die Maßnahmen der Regierung bzgl. des Klimawandels zu finanzieren“.
Angesichts dessen, dass sich die neue Regierung unter Theresa May auf die erheblich wichtigeren Themen konzentriert wie wirtschaftliches Wachstum, internationale Wettbewerbsfähigkeit und den Austritt aus der EU wird diese Entscheidung vitale Einsparungen mit sich bringen. Allgemein herrscht die Hoffnung, dass die Auflösung des DECC auch neues Gewicht auf den Übergang zu einer kosteneffektiven Politik legt.
„Die Verlagerung der Energiepolitik in das neue Department for Business, Energy and Industrial Strategy [Ministerium für Wirtschaft, Energie und Industriestrategie] sollte den Ministern frischen Schwung verleihen sicherzustellen, dass die Kosten für Verbraucher und Wirtschaft sinken und nicht weiter nach oben getrieben werden“, sagte GWPF-Direktor Dr. Benny Peiser.
Die Zeitung The Independent nennt dies einen „einfach dummen und zutiefst besorglichen Vorgang“ (hier), siehe folgenden Auszug:
Die Entscheidung, das DECC aufzulösen, wurde von vielen Seiten als „einfach nur dumm“, „zutiefst besorglich“ und „schrecklich“ verurteilt – von Politikern, Campaignern und Experten.
Eine der ersten Amtshandlungen von Theresa May als Premierministerin war es, die Verantwortung für Klimawandel einem neuen Department for Business, Energy & Industrial Strategy zuzuweisen.
Erst am Montag hatten Berater der Regierung die dringende Notwendigkeit sofortiger Maßnahmen hervorgehoben (hier), um UK auf Überschwemmungen, Dürren, Hitzewellen und Nahrungsmittelknappheit vorzubereiten, die vom Klimawandel verursacht werden.
Die Nachricht kam nach der Berufung von Andrea Leadsom – deren erste Frage an die Regierung lautete, nachdem sie im vorigen Jahr Energieministerin geworden war „ist der Klimawandel real?“ – zur neuen Umweltministerin.
Und nachdem die ehemalige Ministerin für Energie und Klimawandel Amber Rudd im November verkündet hatte, dass UK bis zum Jahr 2025 die „Kohle schließen“ werde, hat Ms. Leadsom später die Kohleindustrie aufgefordert, definieren zu helfen, was dies tatsächlich bedeutet (hier).
Experten fürchten ein ,Freudenfeuer' von Vorschriften mit dem Ziel, die Umwelt zu schützen
Der ehemalige Labourführer Ed Milliband twitterte: „Die Auflösung des DECC ist einfach dumm. Das Stichwort ,Klima' wird im Titel des neuen Ministeriums nicht einmal erwähnt. Dies ist von Bedeutung, weil Ministerien Prioritäten setzen und Ergebnisse bringen“.
Greenpeace sagte, man sei besorgt, dass die neue Regierung den Klimawandel nicht als eine ernste Bedrohung betrachte.
John Sauven, der geschäftsführende Direktor der Kampagnen-Gruppe sagte: „Das Abstimmungsergebnis und der Anschluss an Klimaskeptiker seitens Schlüsselmitgliedern des Kabinetts sind zutiefst besorglich“.
Der gesamte Beitrag steht hier.
Nein! Alles, was zutiefst besorglich ist, ist der Umstand, dass Organisationen wie Greenpeace so viel Macht erlangen konnten, dass sie die Regierung effektiv mit Aktivisten infiltrieren konnte. Meiner Ansicht nach haben sie die Ergebnisse ihrer Jahre mit übertriebenem Alarmismus eingeheimst, und der Rückschlag, den wir jetzt erleben, ist die direkte Folge davon, dass sie den Bogen überspannt haben mit Bemerkungen wie „Notwendigkeit dringender Maßnahmen“ (hier), wenn eine allmähliche Änderung es auch tun würde. Falls es einige wirkliche Untersuchungen bzgl. Klimagate anstatt der Reinwaschung von Muir Russell (hier) gegeben hätte – vielleicht wäre dann das Ministerium nicht total aufgelöst worden. Und dann sind da natürlich noch die zusätzlichen Kosten, die zu veröffentlichen das DECC verpflichtet worden ist:
siehe Bild oben rechts!
Die Auflösung des DECC ist hoch verdient und war meiner Absicht nach schon lange überfällig.
Übersetzt von Chris Frey EIKE
Elektroauto-Verehrung und -Subventionierung – eine Politiker-Krankheit
Den neuen Startschuss gab kein Geringerer als Barack Obama während seiner Wahlkampagne im August 2008. Er forderte, dass bis zum Jahre 2015 eine Million Hybrid- und Elektroautos (merken Sie was ?) über die Straßen der U.S.A. rollen sollten. Seither ist dort eine sehr erhebliche Summe an Dollars – die Zeitschrift Scientific American spricht von „Milliarden“ – an staatlicher Förderung ausgegeben worden: An Steuervergünstigungen (7.500 US$ beim Kauf) ; 2,4 Mrd. US$ für Batterie-F&E; 115 Mio US$ für Ladestationen…(Es kommt einem sehr bekannt vor – siehe unten die Beschreibung des deutschen „Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität“.)
Dieses Ziel der US-Administration wurde weit verfehlt.
Deutschland folgt: Mit dem Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität (Lit.6)
Dieser Regierungsplan vom August 2009 nennt als Ziele: Forschung und Entwicklung, aber dann auch Marktvorbereitung und Markteinführung – also Planwirtschaft, anstatt die Entwicklung dieses Wirtschaftsbereichs dem Markt zu überlassen. Die gleiche Planwirtschaft, die die gesamte Energiewendepolitik kennzeichnet.
Interessante Aussagen im Plan: (Anmerkungen kursiv)
- „In Verbindung mit erneuerbaren Energien leistet sie (die E-Mobilität) einen bedeutenden Beitrag zur Umsetzung der Klimaschutzziele der Bundesregierung.
Bewertung: Das bedeutet: Wind- und Solarstrom sollen die E-Autos antreiben, was leider nicht funktioniert, weil deren Stromerzeugung unzuverlässig ist und speziell nachts kaum im Netz existiert. Es sei denn, man zwingt die E-Auto-Besitzer zur Installierung sog. Smart Meter für ihre private Ladestation, mit denen man den Strom durch den Versorger abschalten kann, wenn nur der böse Braunkohlestrom im Netz ist – und ihn wieder anschaltet, wenn Petrus etwas Wind wehen lässt.
- „Fahrzeuge in das Stromnetz integrieren“. „Die intelligente Nutzung der Batterien von E-Fahrzeugen als Stromspeicher bietet die Möglichkeit, die Gesamteffizienz der Stromversorgung zu erhöhen. Das geschieht über eine verbesserte Abnahme von Erzeugungsspitzen (die es in der konventionellen Stromversorgung gar nicht gibt), Annäherung von Erzeugungs- und Lastkurven (was eine konventionelle Stromversorgung routinemäßig erledigt) sowie perspektivisch auch die Bereitstellung von Regelenergie (die in einer konventionellen Stromversorgung kaum benötigt wird).
Bewertung: Das durch die Energiewende angerichtete Elend bei der Stromversorgung (massive Netzstörungen durch Windstromspitzen und Flautenlöcher, Ruinierung der Spitzenlast-Gaskraftwerke und auch der Pumpspeicherkraftwerke) soll jetzt durch Heranziehung der noch arglosen Käufer von E-Autos etwas abgemildert werden.
- Ein verblüffend ehrlicher Satz ergänzt diese Absichtserklärungen:
„Die damit verbundene Reduzierung der Batterielebensdauer ist dem gegenüberzustellen.“
Bewertung: Es ist zu hoffen, dass die E-Auto-Besitzer diese Falle rechtzeitig erkennen
(s.u. den Abschnitt „E-Autos als Hilfsspeicher für das Stromnetz ?“).
- Eine weitere sehr zutreffende Feststellung fand ihren etwas versteckten Platz im Plan:
„Der Mangel an Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und technischen Fachkräften droht zur vielleicht größten Wachstumsbremse für die E-Mobilität zu werden.“
Bewertung: Das Wörtchen „vielleicht“ ist zu streichen. Prof. Endres, einer der wenigen in Deutschland noch tätigen Fachleute der Physikalischen Chemie, von dem im vorliegenden Artikel ausführliche Stellungnahmen enthalten sind, schrieb dazu in Lit.2
„Forschungsgeld für die physikalische Chemie: Polit-Saison-bedingt.
Die politische Blamage in den 1990er Jahren hatte leider für die Forscher fatale Folgen, denn in der Folge wurde die Elektrochemie an den deutschen Hochschulen faktisch abgewickelt; es gab keine Forschungsgelder mehr für Batterien, höchstens vereinzelt, und in der Szene der physikalischen Chemie wurden Elektrochemiker milde belächelt.
Dann kam ca. 2007/2008 das Thema wieder hoch, dieses Mal begründet mit der „Klimakatastrophe“ und der Endlichkeit der Ressourcen. Diesmal wurde das politische Ziel ausgegeben, gleich eine Million Elektroautos bis 2020 auf die Straßen zu bringen (Manfred Kanther lässt grüßen). Im April 2015 platzte auch diese Politblase, denn auf eine präzise parlamentarische Anfrage vermied die wenig amüsierte Regierung die nochmalige Erwähnung oder gar Bestätigung dieses Ziels.
Zwar gibt es wieder einige Batterieforscher, aber diese sind wegen der geringen Forschungsmittel in gegenseitiger Konkurrenz, der erhebliche technologische Rückstand zum Ausland konnte auch noch nicht aufgeholt werden. Erfahren die Politiker aber vom selbst verschuldeten und kaum aufzuholenden Rückstand, werden sie die Finanzierung vermutlich wieder einstellen, das könnte man auch Grundlagenforschung nach der Methode des politischen Schweinezyklus nennen.
Für neue Ideen, die einen langen Atem erfordern, fehlt Politikern meistens der Mut; lieber werden wohl die alten Fehler schnell vergessen.
Die Musik der Batterieforschung spielt sowieso längst in Asien und jetzt auch vermehrt in den USA.“ (Ende des Zitats)
- Ohne die unausweichlichen Konsequenzen dieses von den Autoren des Nationalen Plans selbst erkannten Riesenproblems zu begreifen, haben sie der kaum noch existierenden Forschung und Entwicklung in der Physikalischen Chemie eine Reihe von Anforderungen an die zu erbringenden Ergebnisse verordnet:
o Kostenziel: 300 – 500 €/kWh (heute 1000 – 1200 €/kWh)
o Energiedichte-Ziel: 200 Wh/kg bis 2015 (das ist der Faktor 2 gegenüber Li-Ionenbatterien im Jahre 2009). Langfristig 1000 Wh/kg.
o Lebensdauer und Zyklenfestigkeit: 10 – 15 Jahre, d.h. 3000 – 5000 Ladezyklen.
Bewertung: So denken Planwirtschaftler. Sie verordnen der viele Jahre vernachlässigten Forschung die tollsten Ergebnisse. Das ist nur noch tragikomisch.
Angela Merkel wünscht sich die Million
Bei der Konferenz „Elektromobilität bewegt die Welt“ am 27.5.2013 mit Vertretern aus Wissenschaft, Industrie und Politik erklärte Merkel: „Ziel der Bundesregierung ist es, dass bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen im Einsatz sind. Bis 2030 könnten es auch 6 Millionen Fahrzeuge sein“. Und noch am 27.5.2013 verkündete sie auf der von der Regierung organisierten Konferenz „Elektromobilität weltweit“: „Das ist machbar.“
Damit übernahm sie Obamas großes Ziel, allerdings für ein viel kleineres Land und ohne die geringste Chance, bei der Entwicklung neuer und sehr viel besserer Batterien – also bei der für E-Autos alles entscheidenden Technologie - noch eine Rolle spielen zu können (s.o.). Aber politische Visionen haben keine Obergrenze und eine Million bringt ja viel mehr PR als mickrige 50.000.
„Der neue und alte Elektroauto-Hype (Zitat von Prof. Frank Endres, Lit.2)
Es scheint eine Gesetzmäßigkeit zu sein, dass die deutschen Politiker in regelmäßigen Abständen meinen, dass sie jetzt in den Automobilmarkt eingreifen müssen, um einer vermeintlich überlegenen Antriebstechnik zu ihrem verdienten Durchbruch zu verhelfen, der ihr von der verstockten Kundschaft verwehrt wird.
Elektrofahrzeuge sind ja in der Tat sehr leise und, so lange die Batterie genügend Ladung hat, entspannt und angenehm zu fahren. Aber eine Reichweite von 60 km im Winter bei einem bald
30.000 € teuren Kleinwagen ist nicht wirklich ein Kaufanreiz, dazu kommt die Alterung von Batterien, und ein schneller Rückgang der Preise ist bei ihnen nicht zu erwarten.
Das Problem der Elektrofahrzeuge liegt somit bei den Batterien – wie schon immer. Die deutsche Politik hat schon einmal den großen Durchbruch verkündet. Zwischen 1992 und 1995 führte die damalige Regierung – begeistert befürwortet durch Forschungsminister Heinz Riesenhuber und die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel, damals Umweltministerin, - einen großen Feldtest für Elektroautos auf Rügen durch. Und der damalige Innenminister Manfred Kanther gab das Ziel aus, dass mindestens 10 Prozent aller neu zugelassenen KFZ im Jahre 2000 Elektroautos sein sollten. Nicht allzu überraschend kam es etwas anders.“ (Lit.2)
Und abermals das Elektroauto – diesmal für den Klimaschutz
Dass die derzeitige Regierung – wie auch schon Regierungen vor ihr – trotzdem wieder einmal das Elektroauto exhumiert, ist nicht weiter verwunderlich. Man kann folgende Gründe finden:
Ø Mit dem sogenannten Klimaschutz glaubt man ein neues und stichhaltiges Argument für E-Mobilität zu haben. Dazu gehört der Glaube an große CO2-Einsparungen durch den Elektroantrieb – was sich als ein Irrglaube herausstellt (s.u.).
Ø Politiker sind zunehmend beratungsresistent und empfinden Sachargumente als kleinkarierte Quengelei und lästige Ablenkung von ihren Plänen zur Beglückung der Wähler.
Ø Die Ministerien, die eigentlich auch die Aufgabe haben, die Regierung von unsinnigen Plänen abzubringen, sind mittlerweile in allen mittleren und oberen Etagen mit Parteibuch-Karrieristen und Mitläufern besetzt, von denen nur Vorschläge für Gesetze und Verordnungen erzeugt werden, die eine Unterstützung der Ideen „derer da oben“ bewirken sollen.
Bisher glaubte man, dass die Regierung deshalb auf die massive Einführung von Elektroautos setzt, weil sie damit etwas für den „Klimaschutz“ tun will. Es wird schließlich fest angenommen, dass E-Autos weniger CO2 produzieren als Benzin- oder Diesel-PKW. Dass mit dieser Annahme etwas nicht stimmt, ergaben bereits einfache Vergleichsmessungen, aus denen hervorging, dass Otto- oder Dieselmotoren kleinerer Leistung schon jetzt nicht mehr CO2 emittieren als die E-Autos.
Aber diese Bilanz wird für die Elektroautos noch schlechter; dafür hat die Regierung bereits gesorgt:
Weil die E-Autos weit überwiegend tagsüber genutzt werden, erfolgt die Aufladung ihrer Batterien nachts in der eigenen Garage. Niemand wird stundenlange Wartezeiten an öffentlichen Aufladestellen in Kauf nehmen. Nachts ist leider absolut kein Solarstrom im Netz - und ob sich etwas Windstrom im Strommix befindet, entscheidet das Wetter. Man kann den Erzeugungs-Diagrammen der gesamten installierten Windkraft entnehmen, dass im Durchschnitt der Nächte etwa 10% des Stroms aus der Steckdose von Windrädern erzeugt wird – der „Rest“ von 90% besteht überwiegend aus Braunkohlestrom – und bis 2022 auch noch aus Kernkraftstrom. Und weil die restliche Kernkraft ab 2022 per Gesetz abgeschaltet wird, bestehen die 90% des Auflade-Nachtstroms danach nur noch aus Braunkohlestrom. Damit sind die Elektroautos dazu verurteilt, die CO2-Emissionen Deutschlands weiter zu erhöhen. Diese Bilanz wird mit jedem abgeschalteten Kernkraftwerk schlechter.
Und sie wird nochmals schlechter durch die von der EU beschlossene mehrfache Anrechenbarkeit von E-Auto-Verkäufen auf den für die Hersteller attraktiven und dann von Strafzahlungen befreiten Verkauf von mehr großen PKW und SUV’s (s.u.).
Von „Klimaschutz“ kann bei Elektroautos also keine Rede sein
Das Bündel schwerwiegender Nachteile hat eine Ursache: Die Batterien
Die Angebote der Industrie an E-Autos überzeugten bisher nur wenige Kunden, was nicht weiter verwundert, wenn man die hohen Preise, das hohe Gewicht, die kläglichen Reichweiten – die im Winter nochmals abnehmen -, die langen Ladezeiten und die begrenzte Lebensdauer der extrem teuren Batterien betrachtet. Autofahrer sind nicht dumm und es spricht für sie, dass sie sich auch nicht für dumm verkaufen lassen. (Lit.4)
Weiter aus dem Beitrag von Prof. Endres (Lit.2):
„Die weitgehend auf Erinnerungsschwäche beruhende neue Begeisterung von Politikern für das alte Thema ignoriert weiterhin das Fehlen zuverlässiger und kostengünstiger Antriebsbatterien. Das ist seit etwa 100 Jahren der Fall, als mit der Erfindung des Automobils sofort auch der Elektroantrieb Anwendung fand. Nach einigen Jahren hängte der Verbrennungsmotor, der seine Energie aus den flüssigen Kohlenwasserstoffen holt, den E-Antrieb hoffnungslos ab. Seither arbeiten Generationen von Experten der physikalischen Chemie an der Verbesserung der Akkumulatoren. Alternativ versucht man den Menschen einzureden, dass sie eh kein Auto bräuchten, das mehr als 100 km Reichweite hat. Sie sollen für längere Strecken schließlich die Bahn nutzen.
Lebensdauer, Alterung und Betriebssicherheit von Batterien
Alle Batterien unterliegen unvermeidbar einer zyklischen (gemäß der Zahl der Lade/Entladezyklen) und kalendarischen Alterung. In den letzten Jahren waren Lithiumionen-Batterien in aller Munde. Lithium ist jedoch ein sehr reaktives und auch nicht sehr häufiges Metall, das mit jedem bekannten Elektrolyten chemisch reagiert. Solche Batterien sind daher nicht dauerhaft stabil. Lässt man eine Lithiumionenbatterie mehrere Jahre liegen, bläht sie sich im Laufe der Zeit wegen der Alterung auf. Wird sie dann stark belastet, kann sie zu brennen beginnen. Auch beim wiederholten Laden/Entladen leidet die Batterie – ihre Materialien werden durch mechanischen Stress während der zyklischen Belastung immer mehr zerstört.
Wir haben post-mortem-Analysen von Batterien, die gebrannt hatten, durchgeführt und konnten sehen, dass sich in den Batterien sog. „hotspots“ bildeten, die schließlich derart viel Wärme erzeugten, dass die Batterie in einen instabilen Überhitzungszustand geriet.
Bei Zink-Luft-Akkumulatoren nimmt die dort verwendete Kalilauge Kohlenstoffdioxid aus der Luft auf; hier altert also der Elektrolyt, und neue Konzepte sind erforderlich.
Wegen der kalendarischen Alterung liegt die maximale Lebensdauer bei 6 Jahren, aber auch nur 3 Jahre Lebensdauer können vorkommen.
Und ein gänzlich neues Batteriekonzept ist so schnell nicht zu erwarten.
Die Energiedichte
In der Frage der erreichbaren Energiedichte schlägt leider die Thermodynamik unbarmherzig zu. Die elektrochemische Spannungsreihe erlaubt maximal 6 Volt für ein Elektrodenpaar; das wäre dann aber eine (hochgefährliche) Lithium/Fluor-Batterie, deren technische Umsetzung und Verwendung kaum vorstellbar sind. Voll geladene Lithiumionen-Akkus heutiger Bauart haben bei einer Einzelzelle eine Spannung von 4,2 Volt. Mehr ist schwer zu erreichen, weil man noch keine Elektrolyte gefunden hat, die für sog. „5-Volt-Batterien“ geeignet sind. Es ergibt sich wegen des spezifischen Gewichts der Batteriematerialien derzeit eine maximale Energiedichte von 0,3 kWh/kg; technisch erreichen kann man heute nicht mehr als 0,15 kWh/kg.
Kohlenwasserstoffe enthalten dagegen rund 12 kWh/kg, wovon ein guter Dieselmotor ca. 5 kWh in mechanische Energie umsetzt.
Wirkungsgrad-bereinigt schneiden Kohlenwasserstoffe bezüglich der Energiedichte also mindestens 30-mal besser ab als Li-Ionen-Akkumulatoren.
Energiedichten von 1 – 5 kWh/kg sind nur mit Metall-Luft-Batterien denkbar. Relativ leicht herstellbare Zink/Luft-Batterien erreichen schon bis zu 0,5 kWh/kg, aber die oben beschriebene Alterung des Elektrolyten ist das zentrale Problem. Neue Konzepte sind in der Erforschung; mit einem Markteinsatz ist frühestens in 5 Jahren zu rechnen – und da am ehesten aus US-amerikanischer Fertigung.
Lithium-Luft-Batterien wurden als die Lösung aller Probleme angepriesen, und man sprach von bis zu 15 kWh/kg, was aber eine höchst unseriöse Zahl ist, da sie nur auf das Lithium alleine bezogen wurde und die andere Elektrode, der Elektrolyt, das Gehäuse usw. nicht berücksichtigt wurden. Im Labor erreichen Lithium/Luft-Batterien 1 kWh/kg, sie altern aber rasch, und eine Lösung für dieses Problem erscheint in weiter Ferne. Ein Einsatz ist frühestens in 20 Jahren zu erwarten, falls überhaupt.
Mit Unterstützung des BMBF arbeitet unser Institut an der TU Clausthal grundlegend an Aluminium/Luft und Silizium/Luft-Batterien. Die denkbaren Energiedichten liegen bei 1 – 4 kWh/kg, aber das ist Grundlagenforschung und ebenfalls weit von einer kommerziellen Nutzung entfernt.
Vielleicht können Lithium/Schwefel-Batterien als Nächstes vermarktet werden. Im Labor erreichen sie schon 1 kWh/kg. Sie altern aber schnell und die nutzbare Energiedichte liegt bei ca. 0,3 kWh/kg, was im Vergleich zu Lithiumionenbatterien immerhin um einen Faktor 2 besser wäre.
Ich rechne eher mit einer langsamen Evolution im Batteriesektor als mit einer schnellen Revolution.
Die Kosten
Wirklich gute Lithiumionen-Akkus, wie sie z.B. im Modellflug verwendet werden, kosten zwischen 1.000 und 1.500 €/kWh und selbst die „billigen“, wie sie in Elektroautos genutzt werden, kosten heute 500 €/kWh. Auf die immer einmal wieder ins Feld geführten 100 – 200 €/kWh werden wir m.E. noch ein wenig warten müssen, und bei der angepriesenen Speicherbatterie eines Elektroautoherstellers mit ca. 300 €/kWh muss man die Langzeitqualität abwarten.
Das Fazit der näheren Betrachtung der elektrochemischen Batteriearten, die mindestens eine gewisse Entwicklungsreife aufweisen, als mögliche Speicher zur großtechnischen Netzstabilisierung lautet somit „nicht langzeitbeständig“ und „unbezahlbar“.
(Ende des Zitats von Prof. Endres)
Feuer !
Akkus, die brennen können, gab es bei den braven, schweren Bleiakkus, die in unseren nichtelektrifizierten Autos immer noch treu ihre Dienste verrichten, niemals. Seit den Lithium-Ionen-Batterien – eine große Erfolgsgeschichte – hat sich das geändert. Als erstes gingen Laptops reihenweise in Flammen auf. Dann traf es auch mehrfach Autos, die mit diesen Stromspeichern angefüllt waren: So verabschiedete sich am 4.1.2016 ein Tesla Modell S an einer norwegischen Ladestation in einer spektakulären Flammenshow. Der Brand konnte nicht gelöscht werden.
Aber die Alarmnachrichten berücksichtigen nicht, dass inzwischen Hunderte von Millionen Li-Ionenbatterien in Gebrauch sind und diese Unfälle daher immer noch selten sind. Benzin- und Dieselautos brennen durchaus häufiger als E-Autos – weshalb es sogar Konferenzen dazu gibt: So die „3. Internationale Konferenz über Feuer in Fahrzeugen“, die am 1. Oktober 2014 in Berlin stattfand.
Aber neue Gefahren rufen immer neue Gegenmaßnahmen hervor, weshalb die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation ICAO Anfang ab April 2016 die Mitnahme aller Geräte mit Lithium-Ionen-Akkus im aufgegebenen Fluggepäck verboten hat. Ebenso dürften aber auch gefüllte Benzinkanister verboten sein.
Je näher man den physikalischen Grenzen in der Batterietechnik kommt, desto kritischer scheint es für die Benutzer zu werden. Ob deshalb die Hoffnungen auf Batterietechnologien mit wesentlich höheren Energiedichten so ihr Ende finden, wird sich zeigen.
Mein persönlicher Albtraum ist allerdings die Wasserstoff-Tankstelle in der Nähe.
E-Autos als Hilfsspeicher für das Stromnetz ?
Eine Idee, die schon länger und immer wieder einmal in die hoffnungslose Diskussion über die im Stromnetz zum Ausgleich der gefährlichen Windstromschwankungen erforderlichen Speicher (die es nicht gibt und auch niemals geben kann) geworfen wird, ist die Benutzung von E-Autos als Hilfsspeicher für das Netz.
Die in den Garagen stehenden und am Ladekabel hängenden PKW sollten nach diesen Vorstellungen vom Stromversorgungs-Unternehmen mit einer Fernwirktechnik ansteuerbar gemacht werden, damit man sie bei Bedarf entweder als Stromlieferanten in das Netz oder auch zur Aufnahme von Leistungsspitzen der wetterabhängigen Ökostromerzeuger benutzen kann.
Im Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität, der oben behandelt wurde, ist diese Idee ganz deutlich als politische Absicht enthalten.
Anscheinend hat bei den Verfassern niemand nachgerechnet, weil das bei der Energiewende als unfair gilt.
Jedenfalls erzeugt schon eine Bierdeckel-Kalkulation einiges Kopfschütteln, denn die geringe Kapazität der Antriebsbatterien von ca. 25 kWh, von der nur ein kleinerer Teil wirklich für Lade-Entlade-Vorgänge zur Verfügung stünde, ergibt nur eine bescheidene und uninteressante Gesamt-Speicherkapazität. Hinzu kommt erschwerend, dass die E-Auto-Besitzer genau wissen, dass viele zusätzliche Lade-Entlade-Zyklen die ohnehin schon geringe Batterielebensdauer drastisch verkürzen – siehe die Ausführungen von F. Endres, aber sogar auch der im Text des Plans schamhaft versteckte Hinweis auf dieses Problem. Wenn die teure Batterie dann ein Jahr früher den Geist aufgibt, als es sowieso schon droht, wird sich wohl niemand darauf einlassen. Und die zwangsweise Installierung von Smart Metern bei den E-Auto-Besitzern traut sich die Regierung nicht anzuordnen – noch nicht.
Diese Idee ist also sinnlos, aber teuer, weshalb sie zur Energiewende passt – deshalb wird sie gewiss verwirklicht. Noch nicht mit Zwang, aber mit weiteren Subventionen.
Wie die Industrie gezwungen wurde, E-PKW zu entwickeln
Zu den Methoden, eine offenkundig unattraktive Technik dennoch in den Markt zu bringen, gehört die Ausübung von wirtschaftlichem Druck auf die Hersteller. Das hat die EU sehr wirksam erledigt (s.u.). Nun also bieten die großen Automobilhersteller unter erheblicher Selbstverleugnung gequält begeistert etliche E-Mobile an. Wegen der sehr teuren Technik zu unvermeidlich saftigen Preisen, an denen dennoch nichts verdient werden kann.
Dass die renitenten Autofahrer aber trotzdem und immer noch auf die regierungsamtliche E-Auto-Begeisterung nur mit Kaufverweigerung reagierten, verstört die Politiker sehr.
Es ist das Verdienst des Heidelberger Umwelt- und Prognoseinstituts UPI, mit seinem im August 2015 veröffentlichten Bericht Nr. 79 mit dem Titel „Ist die staatliche Förderung von Elektro- und Hybridautos sinnvoll ?“ (Lit. 1) Licht in diese seltsame Aktivität gebracht zu haben.
Das Geheimnis dieser teuren Aktivität ist die Flottengrenzwertregelung der EU, in der die Elektroautos trotz ihrer Emissionen, die mit ihrer Stromversorgung zusammenhängen, juristisch als „Null-Emissionsfahrzeuge“ definiert sind. Die von den Herstellern sehr erwünschte Folge: Fügen sie E-Autos ihrer PKW-Palette hinzu, dann sinkt der Durchschnitt der Emissionen der ganzen Flotte zwar überhaupt nicht, sehr wohl aber in der EU-Statistik. Hersteller können daher mit den verkauften Elektro- und Plug-In-Hybridautos hohe, über dem Grenzwert liegende Emissionen bei großen PKW rechnerisch kompensieren – und ersparen sich Strafzahlungen.
Dass sich die Hersteller aus EU-fernen Ländern kreativ weitere Statistik-Tricks zur Schönung ihres Flottenverbrauchs ausgedacht haben, wird unten im Abschnitt „Irreführende Fahrzeugstatistik..“ beschrieben.
Die Folgen der „Kompensationslösung“ in der Praxis
- „Ein Elektroauto ermöglicht im Durchschnitt ca. 5 großen PKW mit über dem Grenzwert liegenden CO2-Emissionen die rechnerische Einhaltung des Grenzwerts.
- Die Automobilindustrie kann 2013-2015 und 2020-2022 E-PKW als „Super-Credits“ definieren: Dann zählen Elektroautos mehrfach. Ein E-PKW kompensiert dann auf dem Papier die CO2-Grenzwertüberschreitungen von 7 bis 10 großen PKW.
- Ein E-Auto erspart den Herstellern pro ca. 5 Geländewagen oder SUV Strafzahlungen wegen CO2-Grenzwertüberschreitung in Höhe von z.Zt. 10.000 Euro.
- Dieselben Regelungen gelten bei Plug-In-Hybrid-PKW; die CO2-Kompensationen sind etwa halb so stark wie bei reinen E-Autos.
- Elektro- und Plug-In-Hybridautos führen deshalb entgegen der allgemeinen Meinung nicht zu einer Minderung, sondern zu einer Erhöhung der CO2-Emissionen. Ein neu verkauftes Elektroauto ermöglicht mehreren großen PKW über die Laufzeit gerechnet über dem CO2-Grenzwert liegende Emissionen von ca. 50 Tonnen CO2 ohne Strafzahlungen.“
„Rebound-Effekte“ – wenn gute Absichten ins Leere gehen
Die UPI-Forscher haben weitere Auswirkungen des Einsatzes von E-Autos eingehend betrachtet, und zwar die sog. Rebound-Effekte. Damit werden Nebenwirkungen oder Rückkopplungseffekte einer Maßnahme bezeichnet, die letztlich zum Gegenteil des ursprünglichen mit der Maßnahme Beabsichtigten führen.
Bekanntes Beispiel dafür: Die Anschaffung stromsparender Geräte im Haushalt (z.B. Energiesparlampen) macht eine stärkere Nutzung von Strom attraktiv, weil man ja nun durch das Stromsparen neuen Spielraum für den Verbrauch gewonnen hat. Die Stromkunden verwenden die erzielten Einsparungen zur Erhöhung ihrer Wohnqualität und ihres Komforts; die Ziele der Politiker sind nicht die ihren.
Zu den Rebound-Effekten bei E-Autos sagen die UPI-Experten:
- „Da E-Autos häufig als Zweit-oder Dritt-Wagen angeschafft werden, erhöhen sie die Gesamtzahl der Autos. Das verschärft den Ressourcen- und Flächenverbrauch des Straßenverkehrs und das Stellplatzproblem in den Städten.“
- „Obwohl in der Anschaffung teurer als normale PKW, liegen E-Autos in den Betriebskosten niedriger. Außerdem meint man, besonders umweltfreundlich unterwegs zu sein. Das führt zu einer recht drastischen Verkehrsverlagerung vom öffentlichen zum Individualverkehr:
In Norwegen, dem Land mit besonders vielen Elektro-PKW, nutzten 23% der Bürger den ÖPNV für Fahrten zur Arbeit vor dem Kauf eines E-Autos; nach dem Kauf eines E-Autos waren es nur noch 4%. Weil der Strom in Norwegen fast ausschließlich mit Wasserkraft erzeugt wird, gibt es bezogen auf die Art der genutzten Energie keinen Unterschied zwischen dem ÖPNV (elektrische Bahnen) und E-Autos. Einen anderen Unterschied aber gab es: Mehr Straßenverkehr und Parkplatzknappheit. (Lit.1 und 3).
Eine Umfrage des DLR-Instituts für Verkehrsforschung im Jahre 2014 zum gleichen Thema ergab identische Zahlen für Deutschland.(Lit.1)
- „Wenn der Plan der Bundesregierung, bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straßen zu bringen, realisiert werden würde, dann würde die von der EU vorgesehene Absenkung des Grenzwerts von heute 130 auf 95 g CO2/km im Jahr 2020 durch die beschriebenen Kompensationsmöglichkeiten einer Million E-Autos fast vollständig unwirksam gemacht. Es gäbe die damit geplante Absenkung nicht.“ (Lit.1)
Auf diese Weise konterkariert die EU ihre CO2-Absenkungspolitik durch eigene Maßnahmen.
Es ist allerdings nicht zu erwarten, dass der Plan der Regierung aufgehen wird, denn sie hat dabei die Physik gegen sich: UPI: „Die Speicherung von Strom erfordert auch bei modernen Akkus eine um mehr als das 10-fache höhere Masse des Speichers als die Energiespeicherung mit flüssigen Treibstoffen. Deshalb gibt es einen Markterfolg nur bei E-Bikes und Pedelecs, da bei diesen wegen ihrer viel kleineren Masse, der geringeren benötigten Reichweite und der integrierten Muskelkraft die zu speichernde Strommenge viel kleiner ist.
Elektromobilität ist daher wie schon bisher nur beim schienengebundenen öffentlichen Verkehr sinnvoll.“(Lit.1)
Wenn alles nichts mehr nützt: Subventionen verteilen
Als dieser Artikel im Oktober 2015 in einer ersten Fassung geschrieben wurde (Lit.4), lautete der Schlußsatz:
„Es ist zu befürchten, dass die Regierung bei weiter anhaltender Ablehnung der Kunden in ihrer bekannten Methode, Fehler nicht zu beheben, sondern sie mit mehr Geld zuzukleistern, dem Wunsch der Automobilindustrie nach Kaufpreis-Subventionen nachgeben wird. Es wäre die logische Konsequenz in Befolgung des bereits angetretenen Marsches in die staatliche Planwirtschaft.“
Genau das ist nun erfolgt. Die Regierung beschloss eine Subvention – den „Umweltbonus“ (s.u.) - für den Kauf von Elektroautos, Hybrid-Elektro-PKW und auch Brennstoffzellen-Fahrzeugen.
Irreführende Fahrzeugstatistik: Fast jedes zweite Elektroauto in Deutschland verschwindet spurlos
Das war der Titel eines Artikels von Nils-Viktor Sorge in SPIEGEL Online am 12.4.2016. (Lit.5)
Das Kraftfahrzeug-Bundesamt (KBA) hatte gemeldet: In 2015 hätte die Zulassung reiner Batteriefahrzeuge um 45% zugenommen – auf 12.363 Exemplare in diesem einen Jahr. Der SPIEGEL bemerkte aber Ungereimtheiten in dieser Aussage: Im Vergleich zum 1.1.2015 erhöhte sich die Zahl der in D. länger als nur kurzfristig zugelassenen Batterieautos lediglich um 6554 Autos. Mit den vom KBA angegebenen zusätzlichen 12.363 Stück hätten es insgesamt 31.311 in D. zugelassene Batterieautos sein müssen – aber es waren in Wahrheit nur 25.502 Stück.
Fast jedem zweiten neu zugelassenen E-Auto steht also ein anderes gegenüber, das nahezu spurlos aus der Statistik verschwindet.
Ironisch bemerkt der Autor, dass es bei diesem Tempo bis zum Jahr 2168 dauern würde, bis die Merkel‘sche Million erreicht wäre.
Das KBA lehnte es ab, gegenüber der Presse seine Statistik nicht erläutern.
Die SPIEGEL-Leute fanden aber eine Erklärung für dieses Wunder. Es ist eine übliche Praxis für ausländische Hersteller – z.B. wie beim in Deutschland beliebten KIA Soul EV – ihre nach Deutschland importierten Elektroautos auch hier zuzulassen, sie aber anschließend wieder in Drittländer zu exportieren. Zweck dieser Kurzzeitzulassungen ist es, die CO2-Flottenbilanz des Herstellers in der EU zu schönen. Auch der Autoexperte Dudenhöffer meint, dass Exporte eine der wahrscheinlichsten Ursachen für den nur schleppend steigenden E-Auto-Absatz in Deutschland sind. Kurt Sigl, Präsident des Bundesverbandes Elektromobilität erklärte mit Blick auf die „verschwundenen“ Autos: „Die gehen alle ins Ausland“. Zum Absatz in Deutschland meinte er, dass dieser mittlerweile faktisch rückläufig sei.
Autor Sorge meint zu dieser Statistik-Ente: „Damit gerät das offizielle Ziel der Bundesregierung noch mehr zur Lachnummer als ohnehin.“
Der Artikel schließt mit der Aussage, dass die Industrie verzweifelt auf staatliche Kaufanreize hoffe.
Ihre Bitten wurden inzwischen erhört – siehe unten: „Der Umweltbonus“.
Ist die Zukunftstechnik Elektroauto bereits ein Auslaufmodell ?
Dass die Brennstoffzellen-Autos hinzu kamen ist offenbar eine Reaktion auf die Entscheidung von Toyota, in Anbetracht der vielen prinzipiellen Probleme der Batterie-E-Autos künftig auf die Brennstoffzelle (BSZ) zu setzen. Dadurch wird man das Reichweiten- und das Ladezeitproblem der Batterieautos los, handelt sich aber große Schwierigkeiten bei der Reife dieser Technik und angesichts noch viel höherer Kosten ein. Auf jeden Fall ist dieser Schritt des weltgrößten Automobilherstellers ein klares Signal für das absehbare Ende der Batterie-Elektroautos, für die die Deutschen jetzt ein Subventionsprogramm auflegen.
Was den Zeitraum für das Erreichen der Marktreife der Brennstoffzellen-PKW anbelangt, kann der Autor dieser Zeilen aus seinen ersten Erfahrungen beim Eintritt in das Bundesministerium für Forschung und Technologie im Jahre 1972 berichten: Als erstes bekam ich einen Aktenstapel mit laufenden Förderungsprojekten zur weiteren Bearbeitung auf den Tisch. Es waren Entwicklungsprojekte für Brennstoffzellen. Seitdem sind 44 Jahre weiterer Entwicklung ins Land gegangen – und auf die Produktion zuverlässiger und bezahlbarer BSZ werden wir noch lange warten dürfen.
Politiker denken in Legislaturperioden. In diesen 4-Jahres-Etappen verkünden sie sehr gerne Visionen für neue Technologien (die oft schon ziemlich alt sind) und können sich die wahren Zeiträume der Entwicklung bis zur Marktreife nicht im Entferntesten vorstellen. Bei den BSZ sind es schon mehr als 12 Legislaturperioden….Eine besondere Anwendung gibt es aber bereits: In den neuen U-Booten.
Der „Umweltbonus“
So nennt die Bundesregierung ihre neue Subvention. Dass E-Autos der Umwelt eher schaden als nützen, wurde bereits erläutert. In dem Förderungs-Infoblatt des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) steht dazu immerhin ein verräterischer Satz: „Der Bundesanteil am Umweltbonus beträgt für ein reines Batteriefahrzeug bzw. ein Brennstoffzellenfahrzeug (keine lokale CO2-Emission) 2000 Euro…..“ Damit wird zugegeben, dass die Emissionen nur an einen anderen Ort verlagert werden.
Weitere Einzelheiten: Hybrid-E-Fahrzeuge sollen 1.500 € bekommen; die Automobilhersteller sollen mindestens den gleichen Anteil vom Listenpreis als Nachlass gewähren – und „der Netto-Listenpreis des Basismodells darf 60.000 € netto nicht überschreiten“ (!).
Das könnte man fast eine Sozialklausel nennen.
Man findet noch eine weitere interessante Zahl im BAFA-Infoblatt: Es werde damit auch eine „Stärkung der Nachfrage nach umweltschonenden Elektrofahrzeugen um mindestens 300.000 Fahrzeuge geleistet“. So lange ist es ja nicht her, dass Frau Merkel 1 Million E-Autos in Deutschland sehen konnte. Aber was ist schon ein Faktor 3,3 in der Politik ?
Immerhin gab es wenigstens einige Kritik und es dauerte etwas, bis alle Kabinettsmitglieder zugestimmt hatten. Dies wäre eine Chance für den Finanzminister gewesen, eine unsinnige Ausgabe zu verhindern. Aber er ließ schon viele andere Gelegenheiten dazu verstreichen.
Es gab auch einige Kritik in der Presse: Man konstatierte, dass auch diese Subvention nichts an den immer noch viel zu hohen Kosten dieser Fahrzeuge ändere; von den übrigen zahlreichen Nachteilen, an denen sich auch nichts ändert, ganz abgesehen. Als einzigen Effekt würde man damit die Anschaffung von Zweit- oder Drittwagen durch Wohlhabende subventionieren, die sich mit etwas Öko-Image schmücken möchten. Also etwas Öko-Deko für Reiche auf Kosten des „kleinen Mannes“.
Insofern eine zum Grundprinzip der Energiewende gut passende Maßnahme.
Quellen:
Lit.1: D. Teufel, S. Arnold, P. Bauer, T.Schwarz: „Ist die staatliche Förderung von Elektro- und Hybridautos sinnvoll ?“, UPI-Bericht Nr. 79 vom August 2015,
www.upi-institut.de/upi79_elektroautos.pdf
Lit.2: Frank Endres: „Batterien: Physikalische und ökonomische Grenzen“, aus G. Keil, F. Endres, H. Klinkert, M. Limburg, B. Reimer und H. Stirnberg :„Energiepolitisches Manifest 2 - Argumente für die Beendigung der Energiewende“, Juli 2015, Kap. 2.14, S.115, www.eike-klima-energie.eu/uploads/media/Manifest_2-_Fassg_3-35_1_02.pdf
Lit.3: Bjart Holtsmark, Statistics Norway und Anders Skonhoft, Dept. Of Economics, Norw. University of Science and Technology, Trondheim
Lit.4: Günter Keil: „Der Elektroauto Bluff“:
www.ageu-die-realisten.com/archives/date/2015/10
Lit.5: Nils-Viktor Sorge: „Irreführende Fahrzeugstatistik: Fast jedes zweite Elektroauto in Deutschland verschwindet spurlos“, SPIEGEL Online vom 12.4.2016;
Lit.6: Bundesregierung: „Nationaler Entwicklungsplan Elektromobilität“, August 2009;
www.bundesregierung.de/webs/Breg/DE/Themen/Energiewende/Mobilitaet/podcast/_node.html
Sankt Augustin, 14.8.2016


Jeff Bezos ist, was viele immer vermutet haben: Ein Außerirdischer. In einem kurzen Gastauftritt wird der Milliardär Teil der Sternenflotte. (