Shared posts

26 Jul 08:58

Reichweitenangst, die neue Volkskrankheit

Bild rechts: Startbild der Homepage der Stadt Freudenstadt im Schwarzwald

Die Krankheit

[1] „Viele haben vor allem Bedenken, dass das Aufladen von E-Autos sehr lange dauert und so nur begrenzte Strecken gefahren werden können. Man spricht dabei auch von Reichweitenangst

Die Medizin

[1]„Durch das aktive Erleben von E-Mobilität können etwaige Vorbehalte fallen“

Wenn man das schnelle Laden von E-Autos selbst einmal hautnah erlebt hat, fallen die typischen Vorbehalte gegenüber E-Mobilität.“

Ein bekanntes Portal, wie so oft ganz vorne dran beim Vermitteln wirklich wichtigen Wissens brachte die Information auf den Punkt:

Die Information

Klimaretter.Info: [2] Es liegt gar nicht nur am Preis der Fahrzeuge: Vor allem Vorurteile in Bezug auf ihr Durchhaltevermögen stehen der Verbreitung von Elektroautos im Weg.

Immer öfter zeigt es sich, dass die wahren Lösungen für unseren Planeten immer weniger von Ingenieuren kommen, sondern von bisher eher vernachlässigten Wissenschaften. Und wieder war es einfach sträflich, diese nicht bereits im Vorfeld ausreichend einzubinden. Wenn also demnächst Elektroautos nicht nur subventioniert sind, sondern auch jeder Bürger im führerschein-fähigen Alter seinen Erfahrungskurs „hautnahes Erleben des schnellen Ladens von E-Autos“ erhält, bzw. verpflichtend besuchen muss, so wie den obligatorischen Kurs in Erster Hilfe, verkaufen sich die E-Autos wie warme Semmeln, denn überzeugte Käufer interessieren Preise nicht mehr, was jeder an der von Verlust zu Verlust tappenden Erfolgsfirma Tesla belegt sehen kann.

Wie in der Psychologie erforderlich, werden dann bestimmt auch über Wochen reichende – auf Krankenschein finanzierte – Therapieaufenthalte zur „kognitive Erfassung der Unterscheidung einer langsam ladenden AC und einer schnell ladenden DC Ladesäule zum Abbau der 8-Stunden Ladeangst durch Kompensation mittels dem Gefühl, dass nur E-Autos umweltschonend sind und auch von unserer (allein selig machenden) Bundeskanzlerin gefordert werden“ angeboten. So lässt sich verhindern, dass ein Teil der Bürger nach dem Aufwachen eventuell wieder in die unselige Denkweise der behavioristischen Erfasssung von E-Auto-Eigenschaften zurückfällt.

Schon im Vorfeld sei gesagt, dass dann auf keinen Fall mehr Publizierungen geduldet werden können, wie sie aktuell noch im Netz kursieren: „Gleiches Recht für Alle: Warum dürfen Elektroautos so weit von den Prospektangaben abweichen?“.

Man stelle sich vor, der stolz gehirngewaschene E-Auto-Besitzer erfährt, dass sein teuer bezahlter Akku beim Schnelladen gar nicht voll wird und zusätzlich auch stark verschleißt. Neuerdings kann man ihn zwar beruhigen, indem er im Kurs lernen darf, dass sein zu früh verschleißter Akku dem EEG auf die Sprünge hilft, also einen EEG-Verschleißakku-Zusatznutzen generiert:

eLife: Stromspeicher der Zukunft? Alte Batterien aus Elektroautos

Psychologisch gesehen ist das dann wie beim Gedenken: Bei jedem Einschalten eines Elektro-Verbrauchers kann man sich so an seinen alten Akku erinnern lassen, von dem im Moment sicher ein paar Elektronen mit aus der Steckdose fließen. Hoch-innovative Undertaker könnten bereits dabei sein Apps zu entwickeln, welche dieses Gedenken und Zählen der verflossenen Elektronen unterstützen und mit Akku-Gedenk-Sprachausgabefunktionen untermauern. Industrie 4, Smart-Grid, intelligente Netze und die personelle und technische IT-Zusatzausstattung der lokalen Versorger bieten dazu die sehnlichst vermissten Lösungsplattformen.

Zurück zum Thema

Viele Gemeinden, denen bisher mangels Geld die Bildquellen zur Positionierung ihrer Bürgermeister und vielen Gemeinderatsmitglieder im Amtsblättchen gefehlt haben, sind dabei die Lösung aktiv umzusetzen. Jede Gelegenheit wird genutzt und kein Eis oder Schnee kann ein Foto verhindern.

Bild Homepage der Stadt Freudenstadt im Schwarzwald, Einweihung einer Elektroauto-Ladesäule

Denn die Bekämpfung der Reichweitenangst ist mindestens genau so wichtig und sinnvoll wie damals die gegen BSE. Und hier kann man statt dessen viele Keulen setzen. Gut, ein bisschen Geld kostet es und x mal 50 kW Anschlussleistung muss man zu vielen Standorten erst einmal legen. Aber wenn man sowieso verschuldet ist, machen mehr auch nichts mehr aus. Eine Gemeinde, welche das in Zukunft aber nicht bietet und ihre Bürger weiter mit der zermürbenden Reichweitenangst aus der heimischen Steckdose alleine lässt, bekommt keinen Zuzug mehr – zumindest nicht den gewünschten.

Ein bisschen aufpassen sollte man dabei aber schon, erlaubt sich der Autor zu bemerken. Denn die Ladesäule in Freudenstadt ist zum Beispiel bereits jetzt kurz nach der Errichtung hoffnungslos veraltet, da bei weitem nicht mehr zur Reichweitenangst-Therapie mit den erforderlichen 50 kW geeignet:

Homepage Stadt Freudenstadt: Die Ladung der Fahrzeuge erfolgt mit 22 KW, das entspricht ca. 22 Föns und speist sich zu 100% aus Ökostrom. 17.000 Euro habe man in die Säule investiert ...

Also wieder einmal so ganz nebenbei haarnadelscharf investigativ aufgedeckt, wie gemeindliche Unkenntnis eine typische Fehlinvestition tätigt. Man hätte die fachlich versierteren Psychologen vorher fragen sollen.

Bei BMW – die diese bahnbrechende Studie in Auftrag gegeben haben - wird einigen Entwicklern ein Stein vom Herzen gefallen sein. Endlich ist belegt, was sich dort wohl viele schon länger dachten: Diese manische Überhöhung des technisch unausgereiften Elektroautos muss krankheitsbedingte Ursachen haben. Zwar wurde diese Krankheits-Metastase von der Uni Bamberg noch nicht erforscht, aber ein Anfang, in welche Richtung zu suchen ist wurde gemacht.

Quellen

[1] Universität Bamberg: Mehr Akzeptanz von E-Autos durch Schnellladetechnologie

Bamberger Psychologen untersuchen Vorurteile gegenüber E-Mobilität

https://www.uni-bamberg.de/news/artikel/mehr-akzeptanz-von-e-autos-durch-schnellladetechnologie/

[2] Klimaretter.Info, 22. 07.2016: E-Autos: Akzeptanz steigt durch Nutzung

http://www.klimaretter.info/mobilitaet/nachricht/21614-e-autos-akzeptanz-steigt-durch-nutzung

26 Jul 08:56

Globale Temperaturen sind meistens Schwindel

Bild rechts: Quelle

Aus den weitaus meisten Gebieten der Südhemisphäre hatte die NOAA niemals Daten.

Quelle: TimesMachine: January 5, 1978 – NYTimes.com

Übersetzung Zeitungstext: The New York Times, Donnerstag, 5. Januar 1978

Ein internationales Expertenteam hat mittels 8 Klimaindizes herausgefunden, dass kein Ende des Abkühlungstrends der letzten 30 Jahre abzusehen ist, zumindest auf der Nordhemisphäre.

Der Report, geschrieben von deutschen, japanischen und amerikanischen Experten, erschien in der Ausgabe vom 15. Dezember von Nature, dem britischen Journal. Die Ergebnisse zeigen, dass von 1950 bis 1975 die Abkühlung der meisten Klimaindizes pro Jahrzehnt Werte zwischen 0,1 und 0,2°C ergab.

Daten aus der Südhemisphäre, besonders südlich von 30°S, sind so rar, dass zuverlässige Schlussfolgerungen nicht möglich sind, heißt es in dem Report.

Ende Zeitungstext

date: Wed Apr 15 14:29:03 2009
from: Phil Jones <p.jones@uea.ac.uk> subject: Re: Fwd: Re: contribution to RealClimate.org
to: Thomas Crowley <thomas.crowley@ed.ac.uk>

Tom,

The issue Ray alludes to is that in addition to the issue
of many more drifters providing measurements over the last
5-10 years, the measurements are coming in from places where
we didn’t have much ship data in the past. For much of the SH between 40 and 60S the normals are mostly made up as there is very little ship data there.

Übersetzung: Das Thema, auf das sich Ray bezieht ist, dass zusätzlich zu dem Umstand, dass viele weitere Fischerboote Messungen während der letzten 5 bis 10 Jahre lieferten, die Messungen aus Gebieten kommen, wo es in der Vergangenheit praktisch keine Schiffsmessungen gab. Für große Gebiete der Südhemisphäre zwischen 40 und 60°S wurden die Normalwerte zumeist selbst erdacht, eben weil es dort nur sehr wenige Schiffsdaten gibt.

Cheers
Phil

di2.nu/foia/foia2011/mail/2729.txt

Die USA verfügen über die besten Daten der NOAA, und fast die Hälfte von ihnen sind ebenfalls Schwindel.

<iframe src="https://www.youtube.com/embed/Gh-DNNIUjKU" width="560" frameborder="0" height="315"></iframe>

Video des Vortrags von Tony Heller alias Steve Goddard Betreiber des Blogs realclimatescience.com. Obwohl in US Englisch lohnt es sich den Vortrag in voller Länge anzuschauen. Mit Dank an Spürnase Pierre Goselin. Ggf. hilft die automatische Untertitelung von Youtube. Die Folien des Vortrages finden Sie hier.

Dieser Tag im Jahre 1934 könnte der heißeste Tag in der US-Geschichte sein. Die folgende Karte zeigt tatsächliche Temperaturen, nicht den „Hitze-Index“. In fast zwei Dritteln des US-Festlandes war es am 21. Juli 1934 über 100°F warm [ca. 38°C; 104°F = 40°C] – mit den höchsten Werten von 115°F [46,1°C] in Missouri und South Dakota sowie 113°F [45,0°C] in Minnesota.

In den USA gibt es weitaus weniger heißes Wetter als gewohnt.

Kein seriöser Wissenschaftler würde Behauptungen auf der Grundlage erschwindelter Daten aufstellen, weshalb die NOAA genau das macht. Deren Klimaleute sind Propagandisten, keine Wissenschaftler.

Link: http://realclimatescience.com/2016/07/global-temperatures-are-mostly-fake/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

26 Jul 08:39

Die vier Pferdefüße des politischen Dämmungswahns

Heizkosten sparen ist richtig. Strom sparen ist richtig. Jegliche Energie sparen ist richtig. Sparen ist überhaupt richtig. Auch Geld sparen, um sich dann vom Ersparten etwas leisten zu können: ein Auto, ein Haus, eine Reise. Aber sollen wir uns das Sparen vorschreiben lassen? Vom Staat? Von ausgeflippten, weil ideologieverblendeten und regulierungssüchtigen Politikern? Nein, das wollen wir nicht, das wollen wir partout nicht. Wer, wann, was und wieviel spart, darüber muss jeder in freier Entscheidung selbst befinden. Staatlicher Zwang ist hier völlig fehl am Platz, ist eine unverschämte Anmaßung. Nicht anders zu beurteilen sind die staatlichen Zwangsmaßnahmen zur Wärmedämmung, um, wenn es kalt ist, weniger heizen zu müssen.

Eigenständigkeit der Bürger? Nicht gewollt


Diese Maßnahmen gelten gerade auch für private Häuser. Ich selbst aber will nicht dämmen, jedenfalls nicht dämmen müssen. Und wenn mir das Heizen zu teuer wird, dann heize ich weniger und ziehe mich wärmer an. Oder ich dämme schließlich doch. Aber freiwillig. Ob ich mir zu teures Heizen leiste, ist mein Privatvergnügen. Auch Dämmen soll mein Privatvergnügen sein. Und bleiben. Ob ich entweder teuer heize oder aber heizkostensparend dämme, geht keinen etwas an. Schon gar nicht den Staat und seine Politiker. Das schert die aber nicht. Eigenständigkeit der Bürger, Selbstverantwortung, Subsidiarität, Bürgerwille? Nicht gewollt. Wo kämen wir mit so etwas hin. Das habe ich vor fünf Jahren geschrieben (siehe hier). Es schert diese Politiker aber immer noch nicht. Im Gegenteil sie treiben’s immer schlimmer.
Für die Bürger kostspielig und eine Industrie, die prima davon lebt
Doch geht es beim Energiesparen durch Dämmen vor allem darum, bei der Stromerzeugung mittels Kohle, Öl und Gas das dabei wieder freiwerdende Kohledioxid (CO2) zu verringern und vorgeblich das Klima zu schützen. Daher hat zum Beispiel die Schutzgemeinschaft für Wohnungseigentümer und Mieter Hausgeld-Vergleich e.V. hat in ihrer Kurz-Information für Wohnungsinhaber Meine Wohnung vom 8. Februar 2016 einen kritischen Hinweis weitergereicht, der ihr zugegangen war. Er lautet: „Seit Jahren wird das Dämmen von Häusern als Allheilmittel angepriesen, um die bundesdeutsche Klima-Bilanz zu verbessern. Dieser unerschütterliche Glaube manifestiert sich inzwischen in teuren Baugesetzen und einer Industrie, die prima davon lebt, das Handwerk eingeschlossen. Im Supermarkt wollen wir die Plastiktüten verbieten, stattdessen sollen wir jetzt in welchen leben. Dabei liegt doch eigentlich der Gedanke nahe, dass ein Wesen wie der Mensch, das auf die Zufuhr von Sauerstoff angewiesen ist, in luftdichten Räumen schlecht gedeiht.“

 

Von der Freude, den ganzen Stuss nicht erzählen zu müssen

Der Hinweisgeber weiter: „Ich habe kürzlich ein Haus umgebaut und konnte die Ansinnen der Handwerker und Berater in dieser Hinsicht erfolgreich abwehren. Die interessante Erfahrung dabei war: Sobald ich den Versprechungen der Dämmfreunde widersprach und detailliert auf die zweifelhaften physikalischen, ästhetischen und ökonomischen Aspekte hinwies, waren meine Gesprächspartner wie umgewandelt. Ausführlich und anhand zahlreicher Beispiele berichteten Sie mir von schimmelnden Fassaden und Wohnungen, von Bränden und nicht eingehaltenen Einspar-Versprechungen. Sie sind offenbar nicht mehr gewohnt mit Bauherren umzugehen, die in dieser Hinsicht noch nicht komplett verblödet sind. Sie freuen sich regelrecht, mal jemanden zu treffen, dem sie den ganzen Stuss nicht erzählen müssen. Das schönste Beispiel für so einen gigantischen Flop ist – Trommelwirbel – der Musterbau des Umweltbundesamtes in Dessau. Sein Architekt hat dankenswerter Weise aus dem Nähkästchen geplaudert. Das Ergebnis des Betriebsmonitorings habe ihn ‚schockiert’.“ Die Web-Seite der Schutzgemeinschaft hier.

Zwei Fragen an Politiker nach wissenschaftlichen Beweisen


Die gleiche Schutzgemeinschaft hatte am 16. Dezember 2015 nach dem Klimagipfel in Paris bei allen unseren Ministerpräsidenten und Bürgermeistern der Stadtstaaten, allen Parteien des Bundestages und bei Bundesministern für Wirtschaft und Umwelt. nachgefragt, ob bei ihnen wissenschaftliche Beweise vorliegen, dass der Mensch mit CO2 Einsparungen das Klima nennenswert beeinflussen kann. Vorstand Norbert Deul wollte beantwortet wissen: „Welche wissenschaftlichen Beweise können Sie uns als in der Verantwortung stehender Politiker vorlegen,
a. dass das von Menschen verursachte CO2 verantwortlich für eine negative Entwicklung unseres Klimas ist und
b. dass die Reduzierung von CO2 folgenlos für die Produktion von Nahrungsmitteln für die wachsende Bevölkerung ist?“

Die beiden Fragen von keinem beantwortet

 

Die meisten Angeschriebenen haben nur den Eingang bestätigt, und die wenigen, die ausführlich geantwortet haben (so die zuständigen Ministerien Bayerns und Baden-Württembergs), gingen- wie Deul in seiner Rückäußerung schrieb, „auf die beiden Fragen gar nicht ein, sondern behaupteten stattdessen offensichtlich und nachprüfbar Falsches, Halbrichtiges oder nahmen zu Themen Stellung, nach denen nicht gefragt wurde“. Sie finden den Briefwechsel hier unter der Rubrik „News und Infos“ und müssen dort den Link anklicken zum Beitrag „Politiker sind sprachlos bei CO2-Fragen! Keine Antwort zu einfachen Fragen, keinen Beweis, nur Ablenkung“.

Die vier Pferdefüße der Fassadendämmung

Die vier „Problemfelder“ der Fassadendämmung hat der Kieler Bürger Thomas Walther, der Unterschriften für eine Petition (hier) an die Bundesumweltministerin Hendricks sammelt, so dargestellt:


1. Zerstörung von Architektur und Stadtbildern
„Offensichtlich ist, dass durch eine Dämmung der Fassade die ursprüngliche Architektur zerstört wird. Ist dies bei einer einfachen Putzfassade – abgesehen von den dann tiefliegenden Fenstern – vielleicht noch zu verschmerzen, so ist die Architekturzerstörung bei einer Ziegel- bzw. Backsteinfassade offensichtlich. Sogar ornamentierte Fassaden werden zerstört, um die Dämmplatten befestigen zu können – ein erheblicher künstlerischer und auch ästhetischer Verlust! Lediglich die Denkmalschutzbehörden haben die Möglichkeit, Fassadendämmungen eingetragener Kulturdenkmäler zu unterbinden; diese machen allerdings gerade einmal ca. 4 Prozent des Gebäudebestandes aus! Durch die häufige Verwendung greller Farbtöne werden auch unsere Stadtbilder in gravierender Weise verändert, man könnte auch sagen ‚verschandelt’. Man muss sich außerdem vergegenwärtigen, dass hierdurch auch die Lebens- und Wohnqualität leidet; dies hat die Bundesstiftung Baukultur in einer Studie herausgefunden.“

 

2. Verlust von Heimat

„Menschen brauchen in ihrem Leben Sicherheiten, Beständigkeiten, ein Heimatgefühl. Heimat speist sich aus vielem: aus sozialen Bindungen, Sprache, Kultur, aber eben auch aus unseren (vielleicht noch aus Kindertagen stammenden) vertrauten Stadtbildern, aus unserem vertrauten öffentlichen Raum, unserer vertrauten Architektur. Wenn das Äußere unserer ehemaligen Schule, unseres Hauses, in welchem wir unsere Kindheit verbracht haben, durch eine Fassadendämmung bis zur Unkenntlichkeit verändert wird, so ruft dies ein tiefes Gefühl von Heimatverlust, ja von Entwurzelung hervor!“

 

3. Energetische und bauphysikalische Problematiken

„Die Dämmstoffindustrie verspricht bei einer Dämmung der Außenwände einen Energieeinspareffekt von ca.15 Prozent. Eine Studie des Bausachverständigen Prof. Fehrenberg hat allerdings ergeben, dass außengedämmte Gebäude nicht weniger Energie verbrauchen als ungedämmte, tendenziell sogar mehr! Dies liegt daran, dass ungedämmte Außenwände von der natürlichen solaren Wärmespeicherung profitieren. Diese wird natürlich unterbunden, wenn eine Außenwand abgedichtet wird. In diesem Falle nimmt sie zwar tagsüber Wärme auf, kühlt aber nachts umso schneller wieder ab. Dies führt zu Bildung von Kondensat und schließlich zu Schimmelbildung auf den Innenoberflächen. Außerdem wird dadurch der Abtransport der Innenraumfeuchte (Atemluft, Wasserdampf durch Kochen u.s.w.) blockiert.“

 

4. Erhebliche gesundheitliche Risiken

„Zur Vermeidung von Schimmel wird im Zuge einer Fassadendämmung (z.B. in Schulen) oftmals eine automatische Lüftung eingebaut – vordergründig eine sehr sinnvolle Maßnahme. Mit der Zeit lagern sich allerdings gesundheitsgefährdende Stoffe in den Filtern und Lüftungs rohren ein, die durchaus eine Bedrohung für die Schüler darstellen. Aus Kostengründen werden zumeist Wärmedämmverbundsysteme aus Polystyrol verbaut. Hier ist die Schimmelgefahr besonders hoch, da sich zwischen Dämmschicht und Außenwand ein Hohlraum bildet, in welchem sich Feuchtigkeit ansammelt. Bereits 1998 wies ein Umweltmediziner darauf hin, dass Schimmel die Entstehung von Asthma, Allergien und Infektionskrankheiten begünstigt. Gefährdet sind hier in erster Linie Kinder, da deren Immunsystem noch nicht voll entwickelt ist.“
Opfer sind vor allem Kinder


„Der renommierte Bausachverständige Konrad Fischer weist darauf hin, dass es nirgendwo so viele Asthmatote unter Kindern gibt wie in Deutschland – eine äußerst besorgniserregende Tatsache! Noch weitaus beunruhigender ist, dass sich in den Substanzen, die in den Fassadenfarben zur Prophylaxe von Algen-, Pilz- und Schimmelbewuchs eingesetzt werden, Giftstoffe befinden und durch das Lüften in das Innere des Hauses gelangen. Diese waren jahrzehntelang auch im Holzschutzmittel Xyladecor vorhanden und führten u.a. zu neurologischen Krankheiten und sogar zu Krebs. Auch hier waren wieder Kinder besonders betroffen!“

 

Das Dämm-Material wirkt bei Feuer wie ein Brandbeschleuniger


„Im Jahre 2012 bewies ein Versuch in einer Dokumentation des NDR, dass diese Dämmsysteme nicht wie offiziell deklariert schwer entflammbar, sondern normal entflammbar sind. Dies führt dazu, dass diese wie Brandbeschleuniger wirken und somit Brände intensivieren. Trauriger Höhepunkt solcher Ereignisse ist ein Brand in Duisburg am 17.Mai 2016 mit 27 Verletzten; eine Mutter und ihre beiden Kinder im Alter von 8 und 14 Jahren sterben. Wenn man sich all diese Aspekte und vor allem die erhebliche Gefährdung von Kindern vor Augen führt, muss man sich fragen: Wann endlich nimmt das bei genauerer Betrachtung nur den Interessen von Politik und Wirtschaft dienende Verpacken unserer schönen Häuser ein Ende?“

 

Wie man sich der Dämmpflicht entziehen kann

Aber die Energie-Einspar-Verordnung (EnEV, hier) hat die Gebäudedämmung zur gesetzlichen Pflicht gemacht. Sie schreibt Eigentümern vor, wer wann und wie sein Gebäude in Deutschland „energetisch“ sanieren muss. Seit Jahresbeginn 2016 ist sie noch verschärft worden. Allerdings kann man sich der Dämmpflicht entwinden. Wenn die Dämmkosten höher als die zu erwartende Einsparung, muss man nicht dämmen. Denn nach Paragraph 25 EnEV*) muss Dämmung wirtschaftlich sein. Als wirtschaftlich gilt die Dämmung, wenn die Dämmkosten nach spätestens zehn Jahren durch die Energieersparnis ausgeglichen sind. Dauert es länger, ist es für den Hauseigentümer eine unbillige Härte. Er kann sich dann von der Dämmpflicht befreien lassen. Das geht aber nur, wenn er ein entsprechendes Gutachten vorlegt. Er muss also einenzugelassenen Gutachter finden, muss ihn beauftragen und natürlich bezahlen.

 

Der Dämmungswahn-Aufklärer Konrad Fischer


Über die Brandbeschleunigung wird zum Beispiel hier informiert. Der Experte für die Gefahren der Dämmung ist der Diplom-Ingenieur und Architekt Konrad Fischer. Zahlreiche Informationen dazu finden Sie auf seiner Web-Seite www.konrad-fischer-info.de  Seit Jahrzehnten restauriert und renoviert er Burgen, Schlösser, Kirchen, Klöster und Rathäuser, ist aber als Kritiker auch unermüdlich tätig, um über den deutschen Dämmungswahn aufzuklären (Beispiel hier). Fischer im Interview hier (Dauer: 72 Minuten).

 

Die einzige Partei, die die EnEV ersatzlos streichen will


Die einzige Partei, die sich dafür einsetzt die Energie-Einspar-Verordnung ersatzlos zu streichen, ist die AfD. Ebenso das Erneuerbare-Energie-Wärmegesetz (EEWärmeG). In ihrem Grundsatzprogramm heißt es hierzu unter anderem:
Erhoffte Wirkungen nur bei wenigen Gebäudekonstruktionen
„Wie bei EEG und Energiewende reden Regierung und Profiteure die erforderlichen Kosten zum Umsetzen dieser Maßnahmen klein oder verschweigen sie. Die Kosten liegen auch in diesem Fall bei mehr als 3.000 Milliarden Euro. Tragen müssen diese zusätzlichen Kosten die Gebäudeeigner und Mieter. Wie von Fachleuten nachgewiesen, werden die erhofften Wirkungen nur bei wenigen Gebäudekonstruktionen mit zuvor sehr schlechter Wärmedämmung erreicht. Daneben verursacht das Dämmen an den Gebäuden häufig massive Schäden, als Folge z.B. von mangelhaftem Luftaustausch,  aber auch von Durchfeuchtung, Algen- und Pilzbefall der Außenwände. Historische und Denkmalgeschützte Fassaden werden zerstört. Zudem erhöhen die überwiegend genutzten Dämmmaterialen aus Polystyrol (Hartschaumplatten) die Brandgefahr.“

 

Die staatliche Bevormundung beenden


„Ein messbar geringerer Energieverbrauch wird hingegen nur selten erreicht. Oft tritt das Gegenteil ein, da die Dämmmaterialien das Eindringen der durch die Sonne erzeugten Wärme verhindern. Für die Erzeugung von Wärme und Kälte sind die EE gegenüber der Energie aus fossilen und Kernbrennstoffen auch langfristig nicht wettbewerbsfähig. … Die staatliche Bevormundung der Besitzer von Gebäuden, der Wohneigentümer und Mieter für Maßnahmen zur Wärmedämmung und Erhöhung der Energie-Effizienz in Gebäuden ist zu beenden. EnEV und EEWärmeG führen zu einem rasanten Anstieg der Baukosten und dienen als Rechtfertigung für Luxussanierungen. Dadurch sind die Mieten vieler Wohnungen für Bürger mit mittleren und geringen Einkommen kaum noch bezahlbar. Auch aus diesen Gründen setzt sich die AfD dafür ein, die EnEV und das EEWärmeG ersatzlos zu streichen.“


__________________________________________________________________________
*) § 25 Befreiungen
(1) Die nach Landesrecht zuständigen Behörden haben auf Antrag von den Anforderungen dieser Verordnung zu befreien, soweit die Anforderungen im Einzelfall wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen. Eine unbillige Härte liegt insbesondere vor, wenn die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer, bei Anforderungen an bestehende Gebäude innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen nicht erwirtschaftet werden können.
(2) Absatz 1 ist auf die Vorschriften des Abschnitts 5 nicht anzuwenden.
Abschnitt 5 betrifft die Energieausweise und Empfehlungen für die Verbesserung der Energieeffizienz.


§ 24 Ausnahmen
(1) Soweit bei Baudenkmälern oder sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz die Erfüllung der Anforderungen dieser Verordnung die Substanz oder das Erscheinungsbild beeinträchtigen oder andere Maßnahmen zu einem unverhältnismäßig hohen Aufwand führen, kann von den Anforderungen dieser Verordnung abgewichen werden.
(2) Soweit die Ziele dieser Verordnung durch andere als in dieser Verordnung vorgesehene Maßnahmen im gleichen Umfang erreicht werden, lassen die nach Landesrecht zuständigen Behörden auf Antrag Ausnahmen zu.

 

Der Beitrag erschien zuerst auf dem Blog des Autors hier

26 Jul 08:06

People can sense single photons

26 Jul 08:05

Presseschau zu Anschlag in Ansbach: "Alptraum, der kein Ende nimmt"

by ZEIT ONLINE: Zeitgeschehen -
Deutschland stehe wegen der jüngsten Anschläge unter Schock, analysieren internationale Medien. Unter Druck gerate die Flüchtlingspolitik Angela Merkels.
26 Jul 08:05

Goodbye Britain: Berlin zählt Hunderte Startup-Anfragen nach Brexit

by Lisa Hegemann

Was der Brexit konkret für Europa bedeutet, lässt sich noch nicht absehen. Doch in der Startup-Szene profitiert bereits eine Stadt: Berlin.

(Foto: Heimat Berlin)
Die Werbung der FDP in London scheint zu helfen: Seit dem Brexit haben etliche britische Startups bei Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer in Berlin angeklopft. (Foto: Heimat Berlin)

Brexit bringt Startup-Boom in Berlin

Wenn Cornelia Yzer dieser Tage auf die Bühne tritt und über den Techhub Berlin spricht, dann ist ihr die Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer sicher. So auch kürzlich auf der „London Fintech Week“. Seit dem Brexit-Votum folgten auf ihre Auftritte jedes Mal eine Welle des Interesses von britischen Startups, sagt die Berliner Wirtschaftssenatorin auf der Veranstaltung laut International Business Times. Die Zahlen bestätigen, was sich bisher nur vermuten ließ: Die deutsche Hauptstadt profitiert von dem möglichen EU-Austritt der Briten.

„Berlin ist eine boomende Stadt für Fintech und E-Commerce.“

Nicht zehn oder 20 oder 30 Startups hätten sich bei ihr gemeldet, sagt Yzer. Ihren Angaben zufolge haben „mehr als 100 Unternehmen“ ihr Büro seit dem Brexit-Votum kontaktiert. Während ihrer Präsentation preist Yzer die deutsche Hauptstadt noch weiter an. „Berlin ist eine boomende Stadt für Unternehmen, die sich auf Fintech, E-Commerce oder mobile Apps fokussieren“, sagt sie. Was sie versprechen könne: dass Berlin „offen für Geschäfte“ sei und dass es der Ort sei, an dem sich Träume leben ließen.

Berlin wirbt vor allem um Fintechs

Die Berliner Wirtschaftssenatorin wirbt vor allem um Fintechs: Berlin habe sich 2015 zehn große Deals in diesem Bereich gesichert, fast 80 Milliarden Dollar flossen in junge Finanzfirmen. Zwar gibt Yzer zu, dass sich auch in Frankfurt diverse Fintechs angesiedelt haben. Allerdings sei Berlin das Zuhause aller innovativer digitaler Lösungen.

In Bezug auf Investmentsummen zog Berlin bereits 2015 an London vorbei. Im vergangenen Jahr sammelten Startups in der deutschen Hauptstadt 2,1 Milliarden Euro ein. Das waren 400 Millionen Euro mehr, als Londoner Jungunternehmen im selben Zeitraum erhielten.

Kommentar zum Thema Brexit: Nach dem Schock ist vor dem deutschen Startup-Boom

26 Jul 06:38

"Ich könnt kotzen!" Klammheimlich zerstört die Windmafia seltene Storchennester, um den Weg frei zu machen für Windkraftanlagen

Das Video beginnt mit Herrn Kieling, der, offensichtlich betroffen, erklärt:

„Innerhalb von nur 15 Min. hat [Hund] Kleo einen Mäusebussard, zwei Wacholderdrosseln, eine Singdrossel und die Überreste von zwei Fledermäusen gefunden. Das ist unglaublich und das allein an einer einzigen Anlage, die hier allerdings ziemlich nah am Waldrand steht. Jedoch, wenn man am nächsten Morgen diese Grasfläche hier absuchen würde, würde man wahrscheinlich kein einziges Tier mehr finden, weil die Kleinpredatoren, also Kleinraubwild wie Fuchs, Marder und Dachs natürlich diese Tiere [Vögel] abtransportieren und auffressen. Offensichtlich haben viele Vögel keine direkte Feindwahrnehmung was diese großen Generatoren angeht, d.h. sie sehen sie irgendwie als Gebilde, als Bäume, die sich sehr schnell bewegen und fliegen durchaus einfach auf sie zu und rechnen nicht damit dass sie von so einem Propeller getroffen werden."

<iframe allowfullscreen="" frameborder="0" src="https://www.youtube.com/embed/8SUFxIZEg3o" height="315" width="560"></iframe>

Video Der Naturfilmer Andreas Kieling schrieb am 14.07.2016 zu seinem Video auf FACEBOOK: "Drama am Himmel, Windkraft ist ein Symbol für saubere, umweltfreundliche Energie. Tote Fledermäuse und Vögel sind ein hoher Preis dafür! Was meint ihr dazu? Bitte teilt das Video so oft wie möglich! Es geht alle Menschen an. Nachdenklich, euer Andreas"Die Vögel haben kaum eine Chance gegen die WKA, denn die Schaufelspitzen laufen mit Geschwindigkeiten von bis zu 270 km / h umher.

"Bei Fledermäusen kommt noch dazu, dass durch diesen Unterdruck der hier herrscht, man kann es richtig fühlen, Kleo fühlt sich hier auch total unwohl… offensichtlich können Fledermäuse ihr Ortungssystem dann nicht mehr einsetzen … und werden dann auch eben zum Opfer…. Bei Greifvögeln kommt noch hinzu, dass wenn sie so eine Anlage anfliegen, in der Regel nicht nach vorne schauen, sondern… nach unten zur Beute hinunter."

Das endet dann damit, dass die Vögel geshreddert werden.

"Was am Standort dieser ["Windindustrieanlagen”] am schlimmsten ist, es sollen noch mehr davon dorthin gebaut werden, vor allem noch größere. Ungefähr 1000m von hier war ein Schwarzstorch Nest von der Windmaffia einfach abgebaut worden. Es ist nicht mehr existent."

An Zeitmarke 2:05 zeigt Kieling auf eine alte Eiche:

„… haben über 40 Jahre lang Schwarzstörche gebrütet, es war quasi ein Mehrgenerationsnest und auf einmal ist das Nest spurlos verschwunden, … dasselbe ist mit dem Ausweichnest passiert, Schwarzstörche haben oft zwei Nester …, der Windpark ist gerade mal 1 km entfernt und das ist wahrscheinlich der Grund dafür. … Schwarzstörche bauen sehr gerne ihre Nester an einen Bachlauf. Meistens sind es eben solche alten, knorrigen Bäume, wie eine Rotbuche oder eben so eine alte Eiche und sie bauen ihre Nester nie in die Krone rein, sondern immer auf einen schweren Seitenast …“

Die Nester werden wieder und wieder benutzt, manchmal bis zu 30 Jahre lang, sie werden jährlich verbessert, weiter aufgepolstert und ausgebaut und können sie bis zu 500 kilo wiegen, sodass sie einfach abbrechen

… aber nicht hier, denn man müsste dann die Überreste des Nestes oder den abgebrochenen Ast finden. In der ganzen Nachbarschaft der ehemaligen Nester findet man keine Spuren mehr. Und im Dorf wo ich wohne, Ahrenberg, dort ist ein Schwarzstorchnest seit langer, langer Zeit. Dieses hier war das letzte Schwarzstorchnest in der Nordeifel. In der Zwischenzeit geht es glücklicherweise wieder aufwärts mit der Anzahl der Störche. … ich frage mich, wie verborgen und zurückgezogen müssen diese Vögel leben, dass sie nicht behelligt werden. Und das was hier passiert ist, ist kriminell, und es waren Profis, am Wald, am Baum sind keine Kletterspuren zu sehen, die Astgabel ist noch oben drin, das Nest ist komplett weg, das heißt es wurde abgebaut, wahrscheinlich mit [leichten] Aluminiumleitern und das Nestmaterial wurde im weiten Umfeld verstreut. An den anderen Nestern genau dasselbe. Ich bin so wütend, ich könnte kotzen…. Es ist irgendwie ein Kampf gegen Windmühlen“

In der Zwischenzeit kommt kein Pieps des Protests von WWF oder anderen, hochkarätigen Umweltgruppen. Kielings Frustration und das Gefühl der Verzweiflung sind verständlich. Wir können ihn nur das Beste wünschen im Kampf gegen diese Kumpanei der "Wind Mafia" und den beklagenswerten Politikern, die wegschauen.

Gefunden auf NoTricksZone am 16.07.2016

Übersetzt bzw. vom Video abgeschrieben durch Andreas Demmig

notrickszone.com/2016/07/16/i-could-throw-up-wind-power-mafia-clandestinely-destroys-rare-stork-nests-to-clear-way-for-turbines/

Hinweis zum Video: Bei mir ist das Video einwandfrei mit Google Chrome zu sehen und zu hören, Mit Egde und InternetExplorer klappt es nicht.

Bei facebook muss man nicht angemeldet sein.

25 Jul 21:00

Der Kampf der Ideen

Es erscheint paradox: Der Sozialismus, die beherrschende Ideologie des Sowjetimperiums, ist seit dem Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 in der Schweiz nicht zurückgewichen, sondern vorgerückt.

Ab 1990 schnellte die Staatsquote in sechs Jahren von 28 auf 33 Prozent des Bruttoinlandprodukts, und die Schuldenquote der Schweiz stieg in 13 Jahren von 29 Prozent auf 51 Prozent an (2014: 35 Prozent). Die Ausgaben für die soziale Wohlfahrt kletterten in nur zehn Jahren von 22 auf 31 Prozent des Bundeshaushalts.

Gleichfalls ab 1990 holten die linken Parteien im Ständerat von einem Zehntel der bürgerlichen Sitze auf ein Drittel auf, während sie im Nationalrat bei einem Drittel der bürgerlichen Sitze verharrten. Die linken Parteien blieben den bürgerlichen immer deutlich unterlegen. Der Linkskurs in der nationalen Politik nach 1989 lässt sich also nicht mit dem Kräfteverhältnis zwischen linken und bürgerlichen Parteien erklären. Es scheint, dass das bürgerliche Lager selbst sich weltanschaulich verändert hat.

BEISPIEL UMWELTPOLITIK

Ein Beispiel für die Verschiebung der ideologischen Kräfteverhältnisse liefert die heutige Umwelt- und Klimapolitik. Aus den Studentenprotesten in den 1960er Jahren hervorgegangen, war die Umweltschutzbewegung bis Ende der 1970er Jahre eine Domäne der Linken. Allmählich erfasste die Ökologie auch das bürgerliche Lager und setzte dem dort bestehenden Natur- und Heimatschutz seinen linken Stempel auf. Ausdruck der neuen parteiübergreifenden Ausrichtung war die Verabschiedung des Umweltschutzgesetzes 1983 und der darauf abgestützten Verordnungen über die Luftreinhaltung (1985), umweltgefährdende Stoffe, Boden-Schadstoffe und den Lärmschutz (alle 1986) sowie Abfälle (1990).

Bürgerliche und Linke setzten unterschiedliche Akzente – Bürgerliche wiesen stets auch auf die Kosten hin und zielten stärker auf technische Massnahmen, während Linke das Schutzziel über alles stellten und auch auf gesellschaftliche und globale Veränderungen abzielten. Doch die linke Stossrichtung setzte sich schliesslich gegen die bürgerliche durch. Jüngste Beispiele sind die Klimapolitik mit dem 2011 verabschiedeten CO2-Gesetz und das Vorhaben einer Energiewende, deren Energiestrategie 2050 voraussichtlich im Herbst dieses Jahres im Parlament zur Schlussabstimmung kommen wird.

DIE IDEE EINER ENERGIEWENDE

Das Ziel in der Energiestrategie 2050 ist der Verzicht auf Kernkraftwerke, verbunden mit einer Senkung des CO2-Ausstosses auf unter ein Viertel gegenüber 1990. Anders als bei früheren Umweltschutzmassnahmen, die wenigstens das Leben der Bürgerinnen und Bürger verbesserten, bringt die Energiestrategie 2050 keinen fassbaren Nutzen, werden doch weltweit neue Kernkraftwerke gebaut, und der CO2-Ausstoss steigt global stark an – namentlich in China, Indien, Südostasien und im Nahen Osten. Der Vorteil einer schweizerischen Energiewende existiert einzig in der Vorstellung. Real sind dagegen die enormen Kosten für die schweizerischen Konsumenten, die Landschaft und die Wirtschaft. Real sind auch die gesellschaftlichen Veränderungen und der Rückschritt, die sie mit sich führen, und die mit Formulierungen wie «2000-Watt-Gesellschaft », «ökologischer Fussabdruck eins» oder «ökologische Gerechtigkeit» verschleiert werden.

Den Auftrag zur Entwicklung der Energiestrategie 2050 erteilte das nationale Parlament. Am 18. März 2011, eine Woche nach dem Kernkraftwerk-Unfall in Fukushima, reichte die Grüne Fraktion einen Vorstoss ein, der den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie verlangte. Der Nationalrat hiess ihn mit 108 zu 76 Stimmen gut. Für den Vorstoss stimmten alle SP-, Grüne- und BDP-Vertreter sowie fast alle CVP-Vertreter (30 Stimmen bei einer Gegenstimme und vier Enthaltungen) und fast jeder dritte FDP-Parlamentarier. Gegen den Vorstoss stimmten die ganze SVP-Fraktion und gut jeder zweite FDP-Vertreter (19 zu zehn Stimmen bei fünf Enthaltungen). Die zuständige Bundesrätin Doris Leuthard (CVP), bis zu jenem Zeitpunkt für ihre Befürwortung von Kernkraftwerken bekannt, änderte in wenigen Tagen ihre Position und vertritt seither konsequent einen Ausstieg aus der Kernenergie. Ohne bürgerliche Unterstützung gäbe es heute also keine Energiestrategie 2050. Wie kam es dazu?

DIE IDEOLOGISCHEN WURZELN

Die Idee einer Energiewende geht weltanschaulich wie die Umweltpolitik auf die 1968er Bewegung, die Botschaft von «Grenzen des Wachstums» und die Ölkrisen in den 1970er Jahren zurück. Die 1968er Bewegung war zum einen vom Marxismus beeinflusst, das heisst von den Ideen des Klassenkampfs und der Revolution, zum andern vom Hedonismus, wonach ein grösstmöglicher Lustgewinn erstrangig erstrebenswert ist und das Gefühl dem Verstand vorgeht. Der revolutionäre Zorn richtete sich gegen den Kapitalismus und gegen die herkömmlichen Gemeinschaften: die Familie, die Kirche, die Nation. Seine Methode waren Dekonstruktion, Spott und Zerstörung. Mit der 1968er Bewegung drang progressives linkes Gedankengut über die Kultur in alle gesellschaftlichen auch bürgerlichen Schichten und erfasste sämtliche Lebensbereiche.

Auftraggeber des 1972 veröffentlichten Buches «Die Grenzen des Wachstums» war der 1968 gegründete Club of Rome, ein lockerer Zusammenschluss von Wissenschaftlern und Industriellen, die nichts weniger als die Untersuchung, Darstellung und Deutung der «Lage der Menschheit» unter Berücksichtigung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Bedingungen zum Ziel hatten. Mit dem Buch zog Angst vor dem Weltuntergang in die Wissenschaft ein.

Die Ölkrisen von 1973/74 und 1979/80, die durch den Jom-Kippur-Krieg und die islamische Revolution in Iran ausgelöst worden waren, äusserten sich in einem starken und sprunghaften Preisanstieg für Erdöl aufgrund einer drastischen Drosselung der Erdölförderung in arabischen Ländern. Sie führten den westlichen Industrienationen deren Abhängigkeit von fossilen Brenn- und Treibstoffen vor Augen und hatten staatliche Massnahmen zur Sicherung der Energieversorgung zur Folge. Seither greift der Staat immer tiefer in die Energieversorgung ein.

Die Ökologiebewegung entstand unter dem Einfluss dieser Entwicklungen. Stellvertretend genannt seien das 1962 erschienene Buch «Silent Spring» der Biologin Rachel Carson gegen den Einsatz von Pestiziden, die 1971 gegründete Organisation Greenpeace und das 1973 publizierte Buch «Small is Beautiful» des Ökonomen Ernst Friedrich Schumacher, in dem dieser sich gegen Grosstechnik und die Industriegesellschaft aussprach. Mit der Ökologiebewegung verbanden sich geistige Strömungen wie der Pazifismus und der Feminismus sowie spirituell-religiöse Ideen (zum Beispiel New Age). Seither werden Technik und Zivilisation als zerstörerische Kräfte angesehen.

Alle diese Einflüsse finden wir in einer Energiewende wieder: klassenkämpferisches Misstrauen gegen die Energiewirtschaft (insbesondere die Stromwirtschaft), revolutionärer Fanatismus im grundlegenden Umbau der Energieversorgung und in der Unempfindlichkeit für die Folgelast. Auch zeigt es sich in der Angst vor dem Weltuntergang in Form von Kernkraftwerken oder der Klimaveränderung, ein stetig wachsender Staat sowie die Ablehnung von Grosstechnik (Kernkraftwerke, Staudämme) und die Vorliebe für eine dezentrale Energieerzeugung und -speicherung.

«MARSCH DURCH DIE INSTITUTIONEN»

Dass Grüne, die aus linken Bewegungen hervorgegangen sind, und Linke, ideologisch derart beseelt eine Energiewende vorbehaltlos unterstützen, liegt auf der Hand, da sie auf derselben weltanschaulichen Grundlage beruhen. Erstaunlich ist dagegen, dass ihr Gedankengut jenseits vom traditionellen Natur- und Heimatschutz in bürgerlichen Kreisen Fuss gefasst hat. Eine Erklärung dafür ist der starke Einfluss der 1968er Bewegung auf die Kultur. Verbunden damit ist der «Marsch durch die Institutionen», das heisst die schleichende Veränderung der Gesellschaft durch die 1968er Generation an den Universitäten und Schulen, in den Medien und im Staat. Geschichtlich gesehen waren es erst Linke, die ihren Gegner, das Bürgertum, für dessen Ideologie kritisiert haben. Sich selbst nur den angeblichen Bewegungs- und Entwicklungsgesetzen der Natur und der Welt verpflichtet glaubend, richtete sich ihre Kritik gegen die bürgerliche Ideologie, die sie als «falsches Bewusstsein» bezeichneten. Ihre Kritik war, aus dem Marxismus kommend, theoretisch und ideologisch hoch entwickelt und rhetorisch aggressiv.

Heute sind es mehrheitlich Bürgerliche, die ihren Gegner für dessen Ideologie kritisieren. Sich selbst halten sie aber für ideologiefrei – sachlich, pragmatisch, lösungsorientiert. Das ist ihre Schwäche. Sie blenden aus, dass auch ihre Positionen auf einem ideologischen, das heisst weltanschaulichen Boden stehen, sei es der Liberalismus, der Katholizismus, der Protestantismus oder auch der Nationalismus. Deshalb ist ihre Kritik an Linken häufig steril und wirkungslos. Sie übersehen dabei den Einfluss der aus der 1968er Bewegung über die Kultur in die bürgerlichen Parteien eingedrungenen linken Ideen. Sie haben ideologisch kapituliert.

AUSEINANDERSETZUNG SUCHEN

Bürgerliche unterliegen – vielleicht mit Ausnahme der Wirtschaftspolitik im engen Sinn – häufig in der ideologischen Auseinandersetzung mit Linken, weil sie den Kampf der Ideen, insbesondere die Beschäftigung mit den Grundsätzen und der Geschichte der eigenen Weltanschauung vernachlässigen – sei es aus Achtlosigkeit, Hochmut oder Faulheit. Politische Terrainverluste, wie wir sie heute in den Parlamenten, der öffentlichen Verwaltung und den Gerichten, beispielsweise bei der Energie- und Klimapolitik feststellen, sind die logische Folge. Wenn Bürgerliche nicht nur gewählt werden, sondern tatsächlich eine bürgerliche Politik verwirklichen wollen, dann dürfen sie der ideologischen Auseinandersetzung nicht aus dem Weg gehen, sondern sollten diese nachgerade suchen, um ihren Überzeugungen in der Politik und der Kultur Wirkung zu verschaffen. Zwar stimmt es, dass Ideen nicht satt machen. Ideen aber sind es, die die Welt bewegen.

Lukas Weber (aus: Basler Zeitung, 14. Juli 2016 auf dem Blog des Autors hier)

25 Jul 20:58

Des Menschen heilige Pflicht, CO2 freizusetzen!

Bild rechts: Erklärung siehe unten!

Das Leben, so wie wir es kennen, ruht auf drei Säulen. Wenn auch nur eine dieser Säulen wegbricht, stirbt dieses Leben vollständig aus, egal in welchem Zustand sich die anderen beiden Säulen befinden.

Diese drei Säulen sind: a) Sonnenlicht, b) Wasser und c) Kohlenstoff in Gestalt von Kohlendioxid in der Luft.

Zu Sonnenlicht und Wasser muss nicht viel gesagt werden. Sonnenlicht gibt es jeden Tag, und Wasser ist wegen seines Kreislaufes immer verfügbar.

Aber wie ist das mit der Säule Kohlenstoff? Die Pflanzen bilden ihn aus dem Kohlendioxid der Luft, indem sie ihn mit Hilfe von Sonnenlicht (Energie) und Wasser aufspalten. Das nennt man Photosynthese. Das haben wir zwar alle mal in der Schule gelernt, aber die herrschende Klasse von Öko-Terroristen möchte uns diesen Prozess vergessen machen – leider ziemlich erfolgreich.

Bevor sich vor vielen Millionen Jahren das Leben (und damit meine ich jetzt immer das Leben, so wie wir es heute kennen) zu entwickeln begann, muss erheblich mehr an CO2 in der Luft gewesen sein als heute. Eine Kommentatorin hat dafür nach Belegen gefragt. Antwort: Die Belege befinden sich für jedermann sichtbar im Boden (Kohle usw.) oder im Kalkgestein. Wie viel Kalkgestein gibt es auf der Erde? (Alpen, Himalaya, …) All das war natürlich vor Entwicklung des Lebens als CO2 in der Luft, und wenn man die ungeheure Menge dieser Stoffe bedenkt, wird jedem des logischen Denkens fähigen Menschen sofort klar, dass es seinerzeit wirklich auch drastisch mehr als doppelt so viel gewesen sein muss. Oder glaubt etwa jemand, der Kohlenstoff in all seinen Formen im Boden ist gleich bei der Erdentstehung mitentstanden?

Vielleicht war es etwa zehn mal so viel, wie es Moore angenommen hat. Wie viel genau, spielt eigentlich keine Rolle.

Sonnenlicht und Wasser sind, wie gesagt, jeden Tag neu verfügbar. Anders sieht es bei Kohlenstoff aus. Ist dieser erst einmal gebildet, ist er für die nächsten Generationen von Pflanzen verloren. Zwar verwesen viele Pflanzenteile, aber ein Großteil wird auch im Boden eingelagert (sonst gäbe es ja keine fossilen Treibstoffe!). Zum Glück gab es in der Uratmosphäre soviel Kohlendioxid, dass der Vorrat sehr lange reichte. Inzwischen aber...

Nehmen wir mal an, dass es seinerzeit wirklich zehn mal so viel dieses Spurengases in der Luft gab wie heute, also 0,4%. Dann hätte die Natur inzwischen neun Zehntel dieses Vorrats verbraucht. Mit anderen Worten:

Die Natur hat sich selbst viel effektiver dekarbonisiert als wir Menschen das jemals tun könnten!

Und: Die Natur allein ist NICHT IN DER LAGE, diesen Kohlenstoff zu recyceln! Und sie ist außerdem nicht in der Lage, den benötigten Vorrat allein aus natürlichen Quellen zu decken!

Fazit: Ohne Eingriffe von außen würde sich die Natur immer weiter dekarbonisieren, bis der gesamte Vorrat an CO2 aufgebraucht ist. Die Natur sägt sich also selbst den Ast ab, auf dem sie sitzt.

Wie aber kann man denn den Kohlenstoff „recyceln“? Das geht nur in einem Prozess, den durchzuführen keine einzige Tierart und auch die Natur insgesamt nicht in der Lage ist.

Für uns Menschen ist es dagegen ein recht simpler Prozess: Man muss den Kohlenstoff einfach nur verbrennen!

Ohne Verbrennung des Kohlenstoffes würde also das Leben in etwa – sagen wir mal – einer Million Jahren (was erdgeschichtlich gesehen kein sehr langer Zeitraum ist) nur noch ein sehr kümmerliches Dasein fristen, wenn es überhaupt noch existent wäre. Es ist allein dem Menschen vorbehalten, der Natur (und damit sich selbst!) dieses Schicksal zu ersparen.

Die Natur kann also aus eigener Kraft nicht den erforderlichen Nachschub an CO2 erzeugen. Aber sie leistet uns Menschen Hilfestellung, wenn wir das an Stelle der Natur tun: Sie stellt uns den gesamten Kohlenstoff, in welcher Form auch immer, einfach zur Verfügung. Er ist da, im Boden, und die Natur schickt dafür keine Rechnung!

Bisher hieß es immer, dass der Mensch die Natur braucht, die Natur aber nicht den Menschen. Das erweist sich jetzt als Irrtum: Die Natur braucht den Menschen unabdingbar für ihr Überleben auf lange Sicht! Und damit auch für das Überleben der Menschen selbst.

Über die Vorteile des Verbrauchs fossiler Treibstoffe für die menschliche Gesellschaft ist auf diesem Blog schon vielfältig berichtet worden. Genau an dieser Stelle kommt mein Vorwurf an die herrschende Klasse von Öko-Terroristen. Sie beherrschen Politik und Gesellschaft, treiben uns alle mit tatkräftiger Hilfe der Main-Stream-Medien (allen voran der sich ach so seriös gerierenden „Süddeutschen Zeitung“) vor sich her wie Lemminge.

Aber warum sind diese Öko-Terroristen damit so erfolgreich?

Weil sie weltweit agieren sowie über ungeheure finanzielle und andere Ressourcen verfügen! Mit diesen Ressourcen können sie ungestraft behaupten, dass das „böse CO2 die Erde überkochen lässt“, und zwar schon bei einer Verdoppelung des jetzigen CO2-Gehaltes. Es fällt mir wirklich immer schwerer zu verstehen, warum niemand sieht (oder sich nicht traut zu sagen, was er sieht), dass seinerzeit, vor der Entwicklung des Lebens, die Erde keineswegs übergekocht ist – mit der zehnfachen Menge dieses Lebenselixiers in der Luft. Sondern dass stattdessen eine beispiellose Erfolgsgeschichte des Lebens auf unserem Planeten ihren Anfang nahm.

Das Bild oben rechts zeigt eine Fläche von 1 Meter mal 1 Meter – ein Quadratmeter oder zehntausend Quadratzentimeter.

Und von diesen zehntausend Quadratzentimetern gehören dem CO2 ganze vier! Sie sind links oben in der Ecke blau gefärbt.

Und dieser winzige Anteil, der für das Leben fast schon zu klein ist, der soll nach Ansicht einiger Menschen die Erde verbrennen, wenn man den Anteil ein klein wenig größer macht - etwa um die rote Fläche!

Noch deutlicher wird dieser Unsinn, wenn man sich die grün gefärbte Fläche anschaut. Dies entspricht vielleicht dem Anteil von CO2 in der Luft zu Beginn der Entwicklung des Lebens. Es ist viel mehr als heute - und die Welt ist natürlich nicht verbrannt! Sondern sie ist aufgeblüht!

Mit ihrer Argumentation bekämpfen die Öko-Terroristen folglich nicht nur den Fortbestand des Lebens allgemein, sondern sie leisten der Zerstörung des Lebens auch noch aktiv Vorschub – mit ihrer gemeingefährlichen Kampagne pro Windräder!

Alle Begleiterscheinungen der Förderung fossiler Treibstoffe seitens der Menschen lassen sich dank menschlicher Innovationsfähigkeit immer besser beherrschen. Verschmutzung durch Ruß? Da gibt es heute doch schon sehr effektive Filter.

Naturzerstörung durch Tagebau? Es gibt gerade auch in Deutschland inzwischen viele Beispiele einer sehr gelungenen Renaturierung – in Gestalt wertvoller Landschaften mit Wäldern, Feldern und Seen, in denen vielfältiges Leben blüht (auch dank des tatsächlich schon etwas gestiegenen CO2-Gehaltes).

Darauf zu achten, dass diesen und anderen Begleiterscheinungen unseres Verbrauchs fossiler Treibstoffe auf angemessene Weise Rechnung getragen wird, wäre die Aufgabe von wirklichen Umweltschützern – aber auf keinen Fall der selbst ernannten „Umweltschützer“, die mit diesem Mäntelchen nur ihren Öko-Terrorismus verschleiern.

Fazit, und damit schließt sich der Kreis bis zurück zum Titel dieses Beitrages: Es muss im ureigenen Interesse des Menschen liegen, möglichst viel CO2 in die Atmosphäre freizusetzen! Jeder, der dagegen kämpft, kämpft gegen die Menschheit und gegen das Leben selbst!

© Chris Frey im Juli 2016

Dieser Beitrag steht auch auf meinem Blog, und zwar hier.

25 Jul 20:55

ZDF: Einflussnahme durch die Hintertür

by ZEIT ONLINE: Film - Bernd Gäbler
Mehr Diversität und weniger politischer Einfluss: Das ZDF hat seine Gremien reformiert. Doch die wahren Machtverhältnisse sind kaum angetastet worden.
25 Jul 20:45

Nuclear Plant Accidents: Sodium Reactor Experiment

25 Jul 20:45

Consciousness: The Mind Messing with the Mind

25 Jul 20:45

Report: Hot engine shutdowns caused engine failure on Bombardier CS100 prototype

by Harro Ranter
Left inboard thrust reverser cowl damage

Left inboard thrust reverser cowl damage

The Transportation Safety Board of Canada (TSB) found that the failure of an engine oil feed tube seal led to the turbine rotor failure, and a subsequent fire, during a Bombardier CS100 engine ground tests at the Montréal International (Mirabel) Airport, Canada.

On 29 May 2014, two pilots and four test engineers onboard the Bombardier CS100 prototype were conducting engine ground runs at the Mirabel Airport; this was part of testing processes prior to aircraft certification by Transport Canada. During the test, the left engine, a Pratt & Whitney Canada PW1524G, experienced an uncontained turbine rotor failure and sudden power loss. The crew immediately shut down the engine and declared an emergency after being advised of smoke and fire on the engine. All personnel on board evacuated the aircraft safely, but the engine and aircraft sustained substantial damage.

The investigation determined that “heat soaking,” as a result of insufficient cooldown, caused the seal of a bearing oil feed tube to fail. It was determined that the engine had been shut down after high power operation, without sufficient time for its internal temperatures to reduce at lower power. As a result, when the seal failed, it allowed engine oil to mix with the turbine rotor’s cooling air flow. The resulting air/oil mixture ignited due to high ambient temperatures, and the ensuing combustion caused the entire turbine rotor stage to fail. This resulted in major damage to the engine, nacelle and wing.

The investigation identified that Pratt & Whitney had issued a Restriction and/or Special Instruction (RSI) with cooling procedures for their engines before shutdown, with alternate solutions for hot shutdowns. Bombardier interpreted the alternate solutions in the RSI as an alternative equal to the other shutdown options contained in the RSI. This resulted in the engine being exposed to one or more hot shutdowns, which led to heat soaking beyond the design criteria of the bearing oil feed tube’s seal.

The investigation also found that, while Bombardier ground personnel successfully extinguished the fire, the engine’s fire extinguishing system had not been activated. There is an increased risk that fire may spread if nacelle fire bottles are not deployed in the event of a fire, and/or if ground fire extinguishers are not located in a way to permit quick access.

Following the occurrence, Bombardier grounded the C Series test aircraft fleet until the cause of the occurrence could be clearly established. For its part, Pratt & Whitney proposed a plan to return to flight which included an enhanced seal, a revised cool-down procedure, and other measures to monitor engine temperatures and prevent hot shutdowns. Further, production engines will feature an enhanced oil supply tube and a cooling airflow configuration that will physically separate the turbine rotor airflow from the bearing compartment to eliminate the possibility of recurrence.

More information:

The CS100 prototype  (Photo: Yan Gouger CC:by-sa)

The CS100 prototype (Photo: Yan Gouger CC:by-sa)

25 Jul 20:43

Responsiveres Design mit Element Queries

by Dieter Petereit

Sicherlich lassen sich mit CSS Media Queries Designelemente an die Breite oder Höhe des Viewports, also des Browserfensters oder der Bildschirmdimensionen mobiler Geräte, anpassen. Allerdings gibt es keine Möglichkeit, Elemente responsiv in Abhängigkeit von anderen Elementen anzupassen. Dafür braucht es Element Queries. Die gibt es aber nicht, also eigentlich.

Media oder Element Queries: Wo ist der Unterschied?

Responsive Webdesign ist die Art, wie man heutzutage Seiten gestaltet. Das Webprojekt soll sich automatisch an das Sichtfenster des Gerätes, mit dem die Seite betrachtet wird, anpassen. So sehen aufwändige Desktopdesigns nach entsprechender Behandlung mit Media Queries und spezifischem CSS auch auf Smartphones gut aus. Media Queries verändern die Seitenoptik stets in Abhängigkeit vom Viewport, also der Breite oder Höhe des Betrachtergeräts oder Browserfensters. Das ist schön und gut, jedoch für aufwändigere Projekte zu wenig.

Modernes Design muss responsiv sein. (Illustration: Pixabay)
Modernes Design muss responsiv sein. (Illustration: Pixabay)

In aufwändigeren Projekten benötigt man Elemente, deren Größe sich nicht nur bezogen auf den Viewport, sondern responsiv in Bezug auf andere Elemente ändert. Das ist mit Media Queries nicht zu machen. Daher singt der Chor der fortgeschrittenen Webentwickler dem W3C schon seit vielen Jahren ein Klagelied. Will man sich nicht mit dem Singen aufhalten, muss man sich mit Alternativen befassen. Und was kommt hier, wie eigentlich immer, in Frage? Genau: JavaScript.

EQCSS: Element Queries in CSS per JavaScript

Aus dem Mangel an nativen Lösungen entstanden in den letzten Jahren verschiedene Möglichkeiten. Die nach meiner Beobachtung in aktivster Entwicklung befindliche ist EQCSS von Tommy Hodgins und Maxime Euzière. EQCSS steht unter der liberalen MIT-Lizenz zur kostenlosen Nutzung in persönlichen, aber auch kommerziellen Projekten zur Verfügung und bringt keinerlei Abhängigkeiten mit, dafür aber ein Polyfill für IE8.

EQCSS: Element Queries mit JavaScript. (Screenshot: t3n)
EQCSS: Element Queries mit JavaScript. (Screenshot: t3n)

Die Verwendung des JavaScripts folgt dem gängigen Standard. Zunächst gilt es, die Datei EQCSS.js auf jeder Seite, die mit Element Queries ausgestattet werden soll, einzubinden. Dies erfolgt per Script-Element am Ende der Seite, unmittelbar vor dem schließenden Body-Tag.

<script src=EQCSS.js></script>
Per If-Anweisung implementierst du etwa das erforderliche Polyfill für den greisen Internet Explorer. Alternativ zum Upload der Dateien auf deinen Webspace kannst du EQCSS auch via CDNjs einbinden.

So gehts: Element Queries in CSS mit EQCSS

Ist EQCSS so verfügbar, schreibst du Element Queries direkt in deine Stylesheets oder lagerst die EQCSS-Anweisungen in ein separates Stylesheet aus. Bleib einfach bei deiner bisherigen Arbeitsweise.

Übrigens: Element Queries werden wie Media Queries getriggert, also beim ersten Aufruf und beim Ändern des Viewports. Nun wäre EQCSS nicht JavaScript, wenn es nicht zusätzliche Möglichkeiten mitbrächte, um den Neuaufbau manuell zu triggern, so z.B. bei Klicks, aber auch bei weiteren Änderungen an Elementen, die mit dem zu Ändernden in Relation stehen.

Generell werden Element Queries mit EQCSS stets in diesem Format geschrieben:

@element {selector} and {condition} [ and {condition} ]* { {css} }

{selector} steht für die CSS-Selektoren #id und .class. {condition} gibt die zu erfüllende Bedingung an, etwa einen Wert in Pixeln. Und über {css} fügst du beliebige gültige CSS-Anweisungen hinzu. Die Website zu EQCSS beinhaltet etliche Beispiele der verschiedenen Optionen nebst Syntax und der Möglichkeit, sie gleich auszuprobieren.

Weitere Lösungen

Der Vollständigkeit halber will ich die wesentlichen anderen Ansätze auch noch verlinken, damit sich jeder selbst ein Bild der alternativen Möglichkeiten machen kann. Beachtet aber, dass die folgenden Lösungen teilweise seit Jahren nicht weiterentwickelt wurden:

25 Jul 20:43

Avalonia – A multi-platform .NET UI framework

25 Jul 20:42

How to stay anonymous online

25 Jul 20:42

Interviewing my mother, a mainframe COBOL programmer

25 Jul 20:41

A Method for Password-Less Authentication

25 Jul 20:40

Anker Technology: Mit Mutters Ersparnissen auf dem Weg zum Amazon-Unicorn

by Jochen G. Fuchs

Steven Yang wollte eigentlich nur mal eben seiner Freundin helfen. Jetzt leitet er ein Unternehmen, das bei Amazon auf dem Weg zu einer Milliarde Jahresumsatz ist. Eigentlich wollte der Google-Ingenieur Steven Yang 2009 nur seine Freundin unterstützen, und ihr als Hilfestellung eine Software entwickeln, die sich um eine einfachere Abwicklung ihrer Amazon-Verkäufe kümmern sollte. Yangs Freundin verkauft zu diesem Zeitpunkt per Dropshipping Batterien und Notebook-Akkus über ihren Amazon-Account.

Yang wirft seinen Google Job hin, um Batterien auf Amazon zu verkaufen.

Also setzt sich Yang in den nächsten zwei Monaten jedes Wochenende und jeden Abend zuhause an seinen Rechner und entwickelt eine Softwareautomatisierung für den Account seiner Freundin. Einen Monat später beobachtet Yang fasziniert, wie seine Freundin bereits 300 Bestellungen am Tag abwickelt. Die Softwareautomatisierung lief wie am Schnürchen. Aber nicht nur das: Die rasende Absatzsteigerung hat einen unumkehrbaren Denkprozess bei Yang in Gang gesetzt, der schließlich am 01. Juli 2011 dazu führt, dass der Informatiker Google verlässt, um Batterien bei Amazon zu verkaufen.

Heute verkauft Steven Yang mit Anker Technology jährlich für rund 500 Millionen US-Dollar USB-fokussierte Produkte und befindet sich auf dem Weg zum Unicorn – aufgebaut hat Yang sein Amazon-Business mit den Ersparnissen seiner Mutter.

Anker Technology setzt auf USB: Ladegeräte, Kabel und intelligente Battery-Packs für Smartphone, Tablet und Notebook

(Screenshot: Anker)
Die Anker Website aus den USA.(Screenshot: Anker)

Anker Technology verkauft überwiegend Zubehör auf USB-Basis sowie einige Audio-Produkte wie Bluetooth-Lautsprecher, hauptsächlich auf Amazon. In den USA auch auf eBay und im eigenen Onlineshop. Nachdem Anker vor einigen Jahren langsam aus der Palette der Standard-Zubehör-Produkte herausgewachsen ist, finden sich im Sortiment auch allerlei intelligente Produkte. Um nur einige Beispiele zu nennen: Portable Battery-Packs für mehrere Endgeräte mit mehr als 20.000 mAh Kapazität und 6A Power, elegante Schreibtischlampen mit intelligenten Lichtmodi und integriertem USB-Charger für mehrere Endgeräte mit bis zu 2A Output sowie völlig ungewöhnliche Produkte wie ein Outdoor-Battery-Pack für mobile Endgeräte, das mit einem mitgelieferten Starterkabel deine Autobatterie wieder flott macht.

Schneller laden als gewöhnlich: Ankers Alleinstellungsmerkmal PowerIQ

Ankers Flaggschiff dürfte aber die sogenannte PowerIQ-Technologie sein. PowerIQ ist eine intelligente Ladeelektronik, die weit über das hinausgeht, was ein herkömmliches geregeltes Schaltnetzteil leistet. Die Ladeelektronik tauscht mit Android- und iOS-Geräten einen spezifischen Handshake aus, um die optimalen Parameter für den Ladevorgang festzulegen. Und lädt dann mit maximaler Leistung.

Ankers PowerIQ-Technologie ist ein Alleinstellungsmerkmal – und das nicht nur bei Amazon. (Screenshot: Anker)
Ankers PowerIQ-Technologie ist ein Alleinstellungsmerkmal – und das nicht nur bei Amazon. (Screenshot: Anker)

Maximaler Ladestrom bedeutet für einen Akku eine wesentlich kürze Ladezeit aber auch eine etwas höhere Belastung. Im Gespräch mit t3n erläutert Anker CEO Steven Yang auf Nachfrage, dass die höhere Belastung sich im Feldversuch mit minimalen Einbußen auf die Anzahl der Ladezyklen niederschlagen würde. Bei der heute üblichen, zyklischen Lebensdauer eines Smartphones würde das nicht mehr ins Gewicht fallen.

Mutti wird's schon richten: Wie ein Griff unter die Matratze einen Nebenerwerb zum Milliarden-Unternehmen gemacht hat

Steven Yang, der CEO von Anker Technology. (Screenshot: Amazon)
Steven Yang, der CEO von Anker Technology. (Screenshot: Amazon)

Als Yang am 01. Juli 2011 seinen sicheren Arbeitsplatz bei Google verlässt, werden einige Kollegen den Kopf geschüttelt haben. Große Vorteile hat Yang für seine Gründung von Google nicht mitgenommen, außer der Berufserfahrung. Die ihm aber auch nicht viel bringt, wie er erzählt: „Bei Google habe ich Software entwickelt, wir stellen jetzt aber Hardware her. Das ist eine ganz andere Welt“. Investment-Hilfe gab es auch keine, Anker ist komplett gebootstrapped – die erste große Erweiterung hat Yangs Mutter mit ihren privaten Ersparnissen finanziert.

china-shenzen-archivbild-fair
Shenzhen in China bietet einen der attraktivsten Märkte für Händler auf Produzentensuche. Hier die Huaquiangbei Markets im Longsheng. (Foto: Björn Assmann)

Als Yang die Dimensionen des Amazon Business seiner Frau klar wurden, ist er nach China geflogen und hat nach Herstellern gesucht, die seinen Weg zuverlässig mit ihm gehen würden. Keine leichte Aufgabe. Zurück in den USA starten Yang und seine Freundin 2012 Anker. Den Grundstock bilden maximal 20 bis 30 Standard-Produkte, wie Ladegeräte und Akkus, die die beiden Gründer simpel auf Anker umgelabelt und unter der eigenen Marke verkaufen. Als der Zeitpunkt näher rückte, eigene Produkte zu entwickeln und Kapital nötig gewesen wäre, standen auch die ersten Investoren vor der Tür. Yangs Mutter stellte ihrem Sohn die schicksalshafte Frage „Junge, ist das hier etwas, von dem du denkst dass es richtig groß werden könnte?“. „Nun, wir sind an einem guten Punkt angelangt. und wir machen etwas, das Bedeutung hat.“ antwortete Yang. „Wenn das hier etwas ist, dass Bedeutung hat, dann sollten wir selbst investieren“. Was nach dem metaphorischen Griff unter die Matratze passierte, ist jetzt Geschichte.

Anker hat 2014 schon 100 Millionen US-Dollar Umsatz erreicht, im letzten Jahr die 500 Millionen-Grenze geknackt und befindet sich auf dem Weg zur Umsatz-Milliarde. Tausende von Bestellungen verlassen weltweit die Lager und gehen an Millionen von Kunden: Ende 2014 knackt Anker die 10 Millionen-Marke, im letzten Monat ist Anker an der 20 Millionen-Marke vorbeigezogen. Das, technisch betrachtet, in den USA gegründete Startup Anker, sitzt heute in Hongkong, betreibt für die Berechnung und Abführ von Mehrwertsteuer ein europäisches Headquarter in London und liefert aus hauptsächlich drei Logistikzentren, einigen lokalen Fulfilment-Partnern und durch Amazon an Kunden in zehn Ländern aus. Darunter Deutschland, USA, Japan und China.

Steven Yang hat seine langjährige Freundin, die mit ihm Anker groß gemacht hat, mittlerweile geheiratet. Vater und Mutter von Anker sind mittlerweile auch privat Eltern geworden – Yangs Frau hat im Moment eine Baby-Pause eingelegt. Sobald die nächste Geburt, der Börsengang von Anker, vorbei ist, wird mit Anker der erste Amazon-Händler wohl auch offiziell den Unicorn-Status erreicht haben.

Markenaufbau bei Amazon: Ankers Erfolgsgeheimnis

Anker hat mit Produkten aus dem Großhandel begonnen, ist dann durch simples „umlabeln“ zu sogenannten „Private-Label-Produkten“ übergegangen um schließlich zu vollständig eigenentwickelten Produkten überzugehen.

(Bild: Anker.com)
(Bild: Anker.com)

Aus den knapp 20 Mitarbeitern bei der Gründung von Anker sind rund 500 Mitarbeiter geworden. Heute sind über 250 Mitarbeiter in der Produkt-Entwicklung tätig, im Marketing hingegen nur sechs Mitarbeiter. Anker ist längst kein Händler mehr, sondern ist vom Private-Label-Unternehmen zu eine komplett vertikal integrierten Consumer-Electronics-Marke geworden: Sämtliche Bestandteile der Wertschöpfungskette finden bei Anker Inhouse statt. Marketing, Marktforschung, Produkt-Management und vor allem Forschung und Entwicklung.

Differenzierung durch  Mehrwert

Yang erklärt uns sein Erfolgsgeheimnis: „Differenzierung ist das Stichwort. Frage dich, welchen Mehrwert dein Produkt deinen Kunden bringen kann.“

  1. Versuche die bestmögliche Innovation zu erreichen
  2. Versuche die besten Produkte zu finden
  3. Versuche einen wettbewerbsfähigen Preis zu finden

„Auf lange Sicht wirst du so den Kunden gewinnen.“ Ankers Entwicklungsabteilung soll, wie Yang es ausdrückt „unseren Kunden unaufhörlichen großartigen Mehrwert bieten“. Einblicke in die Technologie und eine Durchsicht der Bewertungen zu den Produkten sprechen eine deutliche Sprache – das Ziel scheint Anker erreicht zu haben.

Langfristig denken: Qualität vor Wachstum

Das Verhalten einer Marke muss sich bei Amazon von dem Verhalten eines Amazon Händlers unterscheiden. „Vieles, was für Amazon Händler natürlich ist, ist nicht natürlich für uns“ sagt Yang. Umsätze um jeden Preis sei nicht die Devise bei Anker. „Um langfristig zu agieren, lautet die Antwort immer Qualität, wenn die Frage Umsatz oder Qualität lautet.“ Yang empfiehlt nicht über die Grenzen der Mitarbeiter zu gehen und auf die Mitarbeiter zu vertrauen. Man solle niemals Umsätze herauspressen: „Lass das Team das machen, wozu es in der Lage ist. Zwingst du dein Team dazu, bestimmte Umsätze zu bringen, kann dich das in Schwierigkeiten bringen.“

(Screenshot: Anker)
(Screenshot: Anker)

Ein plastisches Beispiel liefert uns Yang auf Nachfrage: Vor einiger Zeit hat Anker als erster einen Multiport-Desktop-Charger auf den Markt gebracht, die Verkaufszahlen sollen wohl durch die Decken gegangen sein – mit mehreren Tausend Stück am Tag. Dann kam ein bitterer Schlag: Durch Kundenfeedback ist dann 2014 klar geworden, dass das Produkt eine Sicherheitslücke hat. In manchen Situationen konnten Stromspitzen dazu führen, dass ein Steckplatz des Ladegerätes durchgeschmort ist. „Das erste was wir taten? Wir haben den Verkauf gestoppt und hunderttausende dieser Ladegeräte zurückgerufen aus dem Handel.“ Anker hat das Produkt überarbeitet, so dass der Steckplatz bei Überlastung abgeschaltet wird – und erst wieder zugeschaltet wird, wenn die Elektronik abgekühlt ist.

Wieso es egal ist, ob du bei Amazon verkaufst: Marken werden nicht durch die Sichtbarkeit in Verkaufskanälen ausgebaut

Yang widerspricht sowohl mit seinen Thesen zum langfristigen Handeln und zur Regel „Qualität geht immer vor Umsatz“ als auch wortwörtlich der Überschrift dieses Abschnitts „Markenaufbau bei Amazon“. Für ihn werden Marken nicht dadurch aufgebaut, dass sie Verkaufskanälen ausgesetzt werden.  Guten Kundenservice sichtbar machen scheint hingegen schon zu helfen: Anker macht das, was bisher jeder Amazon-Händler in dieser Artikel-Serie getan hat: Jedes Feedback lesen und in Produktverbesserungen einfließen lassen – und: antworten, antworten, antworten. Immer in der Landessprache, durch Muttersprachler.

Deal with it: Da ist ein Amazon-Warenkorb neben dem Warenkorb.(Screenshot: Anker.com)
Deal with it: Da ist ein Amazon-Warenkorb neben dem Warenkorb. (Screenshot: Anker.com)

„Anker hat zwei Warenkorb-Buttons im Shop: Amazon und den eigenen.“

Wieso dann Amazon? „Du willst in den Kanälen aktiv sein, wo auch deine Kunden sind.“ führt Yang aus. Versuche in anderen Kanälen hätte Anker gemacht, in Deutschland ist Anker nicht mehr bei eBay aktiv, in den USA hingegen noch. Ausgewählte Produkte sind mittlerweile in den USA auch regulär in Handelsketten wie Staples oder Best Buy zu finden. Trotzdem pocht Yang auf Amazon als bevorzugten Kanal der Kunden: „In unserem Onlineshop in den USA haben wir auch den Amazon-Warenkorb-Button neben unserem Warenkorb eingebaut.“ Die Konversionsrate im eigenen Shop wird der Konversionsrate bei Amazon nämlich immer hinterherhinken, begründet Yang seine Einstellung – die bei dem einen oder anderen deutschen Onlinehändler für hektische Schnappatmung sorgen dürfte. Yang zuckt verbal mit den Achseln: „Ich kann verstehen, dass Kunden bei Amazon kaufen wollen. Da gibt es Gründe für: Die Lieferung ist kostenfrei, schnell. Das ganze läuft völlig reibungslos.“

Dem Kunden beim Auspacken ein Erlebnis verschaffen: Anker macht seine Marke beim direkten Kundenkontakt sichtbar

Während KW Commerce beispielsweise stark auf Performance Marketing setzt, lässt Anker diesen Bereich nahezu unberücksichtigt. Außer den generellen Amazon Regularien zu folgen und die grundsätzliche Amazon-SEO-Regeln zu beachten, läuft da nicht viel. „Wir investieren lieber in Customer-Touchpoints“, sagt Yang dazu lakonisch. „Wir gestalten die Verkaufsverpackung unseres Produktes so, dass der Kunde das beste Unboxing-Erlebnis hat. Unsere Verpackungen sind übermütig und rotzfrech gestaltet“, lacht Yang. Ankers Produkt-Werbevideos bieten ein anschauliches Beispiel.

ChargeWars: Launiges Produkt-Werbevideo von Anker

„Unsere Verpackungen sind aufwendig und auffallend gestaltet.“

Nach Paketbeilegern gefragt antwortet Yang „Das ist nichts für Markeneigner, eher etwas für Händler. Wir machen da etwas anderes.“ Yang spielt dabei auf eines der ersten Elemente an, welches Anker gestaltet hat: Die sogenannte „Happy Card“. Eine zweiseitige Karte, die jeder Verpackung beiliegt. Eine Seite zeigt die Aufschrift „If your're happy, this is what you can do“, die andere Seite die Aufschrift „If you're unhappy, this is what you can do.“
(Foto: Jochen G. Fuchs)
Eine Auswahl der Produktverpackungen von Anker. (Foto: Jochen G. Fuchs)
Die Vorderseite der „Happy Card“. (Foto: Jochen G. Fuchs)
Die Vorderseite der „Happy Card“. (Foto: Jochen G. Fuchs)
DSC_0421
Die Rückseite der „Happy Card“. (Foto: Jochen G. Fuchs)

Verpackungsdesign von Anker in der Übersicht

Bildergalerie

DSC_0412DSC_0413DSC_0414DSC_0415
Alle 9 Bilder

Anker hats' geschafft: Wiederkehrende Kunden und steigende Warenkörbe mit mehreren Produkte

Während bei den bisherigen Händler-Portraits aus unserer Serie zu Händlern, die erfolgreich in Ökosystemen zu Marken geworden sind, messbar eher ein Artikel pro Sendung die Regel ist, die wiederkehrende Kunden zwar irgendwie vorhanden, aber schwer messbar waren und die Warenkorb-Höhen immer auf gleichbleibenden Niveau geblieben sind, will Anker wohl das geschafft haben, was viele für unmöglich gehalten haben.

Der Warenkorb-Wert steigt stetig von Jahr zu Jahr – die Werte die uns Anker genannt hat, zeigen fast schon eine Verdopplung des Warenkorbwertes von 2014 auf 2015 an. Etwa 30-40 Prozent der Kunden sollen mehrere Artikel pro Lieferung bestellen und die Quote der wiederkehrenden Kunden steigt stetig an. Und in diesem Jahr will Anker die Milliarde Umsatz knacken. Wird das Unternehmen an die Börse gehen, ist der Unicorn-Status wohl sicher. Ohne jegliche Hybris lässt sich feststellen: Steven Yang und seine Frau haben's mit Anker geschafft. Die ultimative Amazon-Success-Story.

Im nächsten Teil unserer Reihe Brandbuilding in Ökosystemen stellen wir euch Chal-tec vor, die mit 13 Eigenmarken in einigen Ökosystemen aktiv sind und eigene Onlineshops betreiben. Das große Fazit findet ihr dann im kommenden t3n Magazin Nummer 45, in meinem Artikel „Brandbuilding in Ökosystemen“.

In unserer Rubrik „E-Commerce kreativ“ findest du weitere Artikel aus der Reihe Brandbuilding in Ökosystemen: „The Friendly Swede: Der Lehrer, der auf Amazon 8 Millionen Euro Umsatz im Jahr macht“ und „Den Onlineshop braucht kein Mensch mehr: Einblicke in das Performance-Marketing im Amazon-Zeitalter“.

25 Jul 20:40

SEO im E-Commerce: Diese 10 Best Practices geben dir Tipps für dein Business

by Irina Hey

Das Auflisten hunderter verschiedener Produkte allein verschafft nicht viel organischen Traffic. Neben vielen Online-Marketing-Aspekten ist auch Suchmaschinenoptimierung ein wichtiger Faktor. 

Um die Umsätze mit einem Onlineshop stabil zu halten oder zu steigern, sind daher einige wichtige Punkte zu beachten. Wir zeigen Dir mit diesen zehn SEO-Praxistipps, wie du deinen Onlineshop von der Produktseite bis zur Kategorieseite optimieren kannst.

1. Was tun, wenn Produkte vergriffen sind?

Wenn Produkte in einem Onlineshop vergriffen sind, hat der Nutzer theoretisch keinen Mehrwert davon. Viele Shopbetreiber neigen deshalb dazu, die betreffende Seite zu deaktivieren, umzuleiten oder sogar zu löschen. Damit wäre jedoch wertvolles Potential verschenkt. Versuche deshalb die Besucher mit perfekten Alternativ-Angeboten zum Bleiben und zum Kaufen zu animieren:

  • Verweise auf neuere Modelle oder neuere Versionen des Produkts.
  • Liste ähnliche Produkte von anderen Marken auf.
  • Zeige Produkte aus der gleichen Kategorie, die hinsichtlich ihrer Preise und Qualität den vergriffenen Produkten entsprechen.
  • Zeige das gleiche Produkt in anderen Farben oder Größen.
  • Informiere Nutzer, wann das Produkt wieder erhältlich ist und biete an, sie darüber zu informieren.
  • Gib Rabatte, wenn das Produkt wieder verfügbar ist oder Rabatte auf Alternativen.
Hinweis auf esprit.de, dass der Kunde eine Nachricht über Verfügbarkeit eines Artikels erhält. (Screenshot: esprit.de)
Hinweis auf esprit.de, dass der Kunde eine Nachricht über Verfügbarkeit eines Artikels erhält. (Screenshot: esprit.de)

Mit alternativen Angeboten sorgst du dafür, dass Besucher bleiben und mit hoher Wahrscheinlichkeit etwas Ähnliches kaufen. Zugleich belegen solche Anpassungen, dass du einen hohen Serviceanspruch hast.

2. Was macht man mit alten, ausgelaufenen Produktseiten?

In jedem Onlineshop gibt es Produkte, die ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr wieder in den Handel kommen. Dabei kann es sich um limitierte Produkte oder um gewöhnliche Auslaufprodukte handeln, die durch neue Serien ersetzt werden. Die schlechteste Lösung wäre es, die Seite mit dem ausgelaufenen Produkt einfach zu löschen. Eingehende Backlinks würden Fehler verursachen und Besucher über die organische Suche Fehlermeldungen wie 404-Seiten erhalten.

So kannst du vermeiden, dass deiner E-Commerce-Webseite Nachteile durch Webseiten mit ausgelaufenen Produkten entstehen:

  • 301-Weiterleitung auf die neue Produktseite setzen: Existiert eine Webseite mit einem neueren Produkt, kann die Webseite mit dem alten Produkt einfach per 301-redirect darauf weitergeleitet werden. Auf diese Weise wird die Linkkraft auf die neue Webseite übertragen. Nutzer werden ohne große Verzögerung direkt auf die neue URL umgeleitet.
  • 301-Weiterleitung auf die übergeordnete Kategorieseite setzen: Gibt es kein passendes neues Produkt, kann die alte URL per 301-redirect auf die übergeordnete Kategorie weitergeleitet werden. So besteht die Chance, dass der Nutzer etwas Ähnliches findet, das zu seiner Suche passt. Zum anderen wird hier ebenfalls die Linkkraft weitergegeben und die Kategorie damit gestärkt.
  • URL wiederverwenden: Bestand die alte URL aus einem sehr generischen Produktnamen, kann diese URL übernommen und stattdessen ein neues Produkt eingefügt werden, das lieferbar ist. Auf diese Weise bleiben Texte, Linkjuice und SEO-Relevanz erhalten.
Verweis auf eine neuere Produktversion bei amazon.de. (Screenshot: amazon.de)
Verweis auf eine neuere Produktversion bei amazon.de. (Screenshot: amazon.de)

3. Was sollte man bei saisonalen Produkten beachten?

Saisonale Produkte stellen Onlineshops häufig vor eine Herausforderung, da Produkt-URLs nur für eine bestimmte (Jahres-)Zeit relevant sind. Eine erfolgreiche Taktik könnte es sein, die übergeordnete Produktategorie zu stärken und von dort aus auf die saisonalen Produkte zu verlinken.

Tipps bei saisonalen Produkten:

  • Integriere Formulare zur Vorbestellung von Produkten.
  • Informiere im jeweiligen Produkttext, wann saisonale Produkte erhältlich sein werden.
  • Gib Nutzern die Möglichkeit, die Produktseite direkt in Sozialen Netzwerken zu teilen.
  • Verwende das Veröffentlichungsdatum oder -jahr in der URL. Wenn du weißt, dass im Folgejahr eine neue Version entsteht, kannst Du die alte URL per 301-redirect auf das neue Produkt weiterleiten.

4. SEO-Basics für neue Produktseiten

Idealerweise sollten neue Produkte möglichst schnell gute Rankings erzielen. Eine sinnvolle Webseitenstruktur sowie eine zielführende interne Verlinkung sind deshalb besonders wichtig. Sowohl Nutzer als auch Suchmaschinenbots sollen deine Produkte schnell und einfach finden können.

Vorgehensweise bei der Strukturierung:

  • Strukturierte interne Verlinkung: Verlinke Kategorien von deiner Startseite und verweise von den Kategorien direkt weiter auf die Produktunterseiten.
  • Präsentiere neue Produkte prominent auf der Startseite. So werden sie in der Regel schneller indexiert und können schneller ranken. Und sie fallen den Besuchern sofort ins Auge.

5. Was passiert mit Produktseiten, die wenig einzigartigen Content enthalten?

In Onlineshops sollte für jedes Produkt so einzigartige Texte wie möglich hinterlegt werden. Allerdings ist das bei Shops mit mehr als 1000 Produkten kein einfaches Unterfangen, das mit viel Zeit, Arbeit und Kosten verbunden ist. Manche Shops versuchen dem Problem mit der datenbankgesteuerten Ausgabe von Texten entgegenzuwirken. Allerdings besteht häufig die Gefahr von Verwendung von doppelten Inhalten (ergo: Duplicate Content).

Vorgehensweise für Produktseiten:

  • Ermittle die erfolgreichsten Produkte und die Produkte, die man am meisten verkaufen möchte (z.B. anhand von Verkaufszahlen oder Traffic). Optimiere diese Produkttexte zuerst und umfangreich mit einzigartigen, redaktionell erstellten Inhalten.
  • Anstelle einer Optimierung von allen Produkttexten sollte man zunächst die Produkthauptkategorie stärken. Dabei sollte die Erstellung des  relevanten Contents in Form von informativen Texten im Fokus liegen. Anschließend sollte gezielt auf einzelne Produkte verlinkt werden. Hilfreich ist dabei auch eine Breadcrumb-Navigation, die idealerweise von jedem Produkt zurück in seine Elternkategorie verlinkt.
  • Animiere Nutzer dazu, eigenen Content zu erstellen. Hierbei kann es sich um individuelle Fragen zu Produkten oder um Bewertungen handeln. Durch diesen “User generated Content” schaffst du eine höhere SEO-Relevanz und kannst zugleich Conversions steigern.
User generated Content auf einer Produktseite von otto.de. (Screenshot: otto.de)
User generated Content auf einer Produktseite von otto.de. (Screenshot: otto.de)
25 Jul 20:37

The Great Lightbulb Conspiracy (2014)

25 Jul 20:37

Nancy – A lightweight web framework for .NET

25 Jul 20:37

How to set up an OpenStreetMap server

25 Jul 20:36

Sicherheitslücken in vielen Virenscannern gefunden: Mehr als 15 Programme betroffen

by Kim Rixecker

Statt unsere Systeme sicherer zu machen, können Virenscanner und andere sicherheitsrelevante Tools ein echtes Risiko darstellen. Insgesamt 15 Programme sollen betroffen sein.

Sicherheitsrisiko durch Virenscanner

Einige der Techniken, die vor allem bei Virenscannern und anderen sicherheitsrelevanten Programmen genutzt werden, scheinen genau das Gegenteil ihres eigentlichen Zweckes zu bewirken: Die Sicherheitsforscher Udi Yavo und Tommer Bitton haben insgesamt sechs Sicherheitslücken gefunden, die unter anderem Produkte von AVG, Kaspersky Lab, McAfee/Intel Security, Symantec, Trend Micro, Bitdefender, Citrix, Webroot, Avast, Emsisoft und Vera Security betreffen sollen. Tatsächlich könnten aber noch weitaus mehr Programme problematisch sein, da sich die Sicherheitslücken auch in Microsofts Hooking-Engine Detours befinden sollen. Die wird von mehr als 100 Drittanbietern eingesetzt.

Konkret geht es dabei um die Nutzung von Hooks, also Schnittstellen, die fremden Programmcode in bestehende Anwendungen integrieren, um ihr Verhalten zu verändern oder – wie im Fall von Virenscannern – ungewollte Aktionen aufzuhalten. Diese Technik wird auch beim Performance-Monitoring oder Virtualisierungslösungen genutzt. Aufgrund der von Yavo und Bitton aufgedeckten Sicherheitslücken können entsprechende Programme aber auch dafür genutzt werden, schadhaften Code auszuführen.

Hooks: Gerade Virenscanner könnten euer System paradoxerweise unsicherer machen. (Screenshot: breakingmalware.com)
Hooks: Gerade Virenscanner könnten euer System paradoxerweise unsicherer machen. (Screenshot: breakingmalware.com)

Sicherheitslücken: Erste Hersteller sollen bereits Bugfixes veröffentlicht haben

Einige der betroffenen Programme sollen laut PC World bereits Bugfixes veröffentlicht haben. Auch Microsoft soll einen entsprechenden Patch für Detours im August 2016 ausliefern. Wer sich über die Funktionsweise der Hooking-Sicherheitslücken informieren möchte, findet zusätzliche Angaben in einem Blogbeitrag der beiden Sicherheitsexperten Yavo und Bitton. Weitere Details wollen sie aber erst im Rahmen der Black-Hat-Konferenz im August 2016 vorstellen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Experten gefährliche Sicherheitslücken in Virenscannern aufdecken. Schon 2014 hatte der Sicherheitsdienstleister Coseinc bedrohliche Lücken im Update-Prozess vieler gängiger Anti-Viren-Programme aufgedeckt. Auch viele Sicherheits-Apps für Android sollen eher für ein höheres Maß an Unsicherheit sorgen.

25 Jul 20:35

Show HN: Convert PDF files into structured data

25 Jul 20:27

Overview of all Amazon AWS APIs

25 Jul 13:37

Mit dem Auto gegen den Macheten-Mann

by Udo Vetter

Bei dem tödlichen Messerangriff gestern in Reutlingen hat ein Autofahrer den mutmaßlichen Täter gestoppt, indem er den Mann absichtlich anfuhr. Zu dem Zeitpunkt befand sich der 21-Jährige wohl mit der Machete in der Hand auf der Flucht. Dabei soll er kurz zuvor noch zwei Personen in einem anderen Auto attackiert und diese verletzt haben.

Beherzt handelte der Autofahrer auf jeden Fall, als er den 21-Jährigen stoppte. Aber war es auch juristisch richtig, was er da tat? Oder handelt er sich jetzt selbst eine Strafe ein? Eine vorsätzliche Körperverletzung hat der Autofahrer wohl begangen, aber diese kann gerechtfertigt sein. In Frage kommen im wesentlichen zwei Vorschriften.

1. Notwehr, § 32 StGB: „Notwehr ist die Verteidigung, die geboten ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwehren.“

Neben der Notwehr gibt es auch die sogenannte Nothilfe, das heißt das Einschreiten für einen Dritten. Man muss also nicht selbst angegriffen werden, sondern darf auch anderen zur Hilfe kommen.

Genau das dürfte hier passiert sein. Die Kernfrage ist aber, ob es sich hier noch um einen „gegenwärtigen“ Angriff handelte. Auch wenn der Täter mit der Machete in der Hand weglief, fehlte es in dem Augenblick – so weit wir wissen – an weiteren Personen, die in diesem Augenblick noch konkret bedroht wurden.

Tendenziell steht es also eher schlecht um einen „gegenwärtigen“ Angriff. Eine Notwehrlage ist also nicht eindeutig.

2. Rechtfertigender Notstand, § 34 StGB: „Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr … eine rechtswidrige Tat begeht, um die Gefahr … abzuwenden, handelt nicht rechtswidrig, wenn bei Abwägung der widerstreitenden Interessen … das geschützte Interesse wesentlich überwiegt. Dies gilt jedoch nur, soweit die Tat ein angemessenes Mittel ist, die Gefahr abzuwenden.“

Wie der Notwehrparagraf verlangt auch spricht § 34 StGB eine „gegenwärtige“ Situation. Allerdings ist dort nicht von einem Angriff die Rede, sondern von einer Gefahr. Das ist ein gewichtiger Unterschied, gerade in diesem Fall. Hier lag nämlich eine nicht zu leugnende Gefahr vor, wenn der Täter weiter mit der Machete in der Hand seine Flucht fortsetzte. Die greifbare fortbestehende Gefahr für Leib und Leben Dritter rechtfertigte es nach meiner Meinung auch grundsätzlich, den Mann anzufahren.

Allerdings macht schon der gewundene Gesetzestext deutlich, auf welches Risiko sich man beim Handeln einlässt. Die Gefahr darf „nicht anders abwendbar“ sein. Dem Handelnden wird also abverlangt, dass er sich vorher überlegt, ob ihm ein milderes Mittel zur Verfügung steht. Zu dem müsste er dann auch greifen. Dann muss die Tat auch noch ein „angemessenes Mittel“ sein, um die Gefahr abzuwenden. Das heißt, man muss – möglicherweise in Sekundenbruchteilen – abwägen, welche Rechtsgüter höher einzuschätzen sind.

Um ein Gegenbeispiel zu nennen: Einen nach außen unbewaffneten Verdächtigen, den man aus einer Fahndung bei Aktenzeichen XY ungelöst erkennt, wird man kaum an- oder gar überfahren dürfen, wenn er vor einem die Straße überquert. Dazwischen gibt es aber in jedem dieser Fälle eine riesige Grauzone. Und ein entsprechendes juristisches Risiko für Menschen, die in schwierigen Situationen helfen wollen. Dieses Risiko umfasst auch die Fehlbewertung einer Situation. Wer sich vertut, handelt dann meist auf eigenes Risiko. Helfen kann dann nur noch die Vorschrift über den entschuldigenden Notstand (§ 35 StGB), die aber noch viel komplexere Hürden mit sich bringt.

Es wäre also jetzt nicht verwunderlich, wenn die Justiz gegen den Autofahrer erst mal ermittelt. Allerdings meine ich, dass er am Ende wohl zumindest rechtfertigenden Notstand für sich reklamieren kann. Auf eventuellen Anwaltskosten bliebe er aber trotzdem sitzen, denn die würden ihm auch im Falle einer Einstellung wegen fehlenden Tatverdachts nicht erstattet.

Nachtrag: Die Reutlinger Polizei spricht von einem ganz normalen Verkehrsunfall. Der BMW-Fahrer sei abgelenkt gewesen und habe den Verdächtigen deshalb angefahren. Laut Spiegel Online hatte aber vorher sogar schon ein Polizeisprecher bestätigt, der Autofahrer habe den Vorfall beobachtet.

Flattr this!

25 Jul 10:48

Nach München: Die Spielekiller sind zurück [Kommentar]

by Stephan Dörner

Nach dem Amoklauf von München bringen zwei CDU-Politiker ein Verbot von Ego-Shootern wieder ins Gespräch. Sie verstehen Spiele nicht als Medien.

Der Amokläufer von München war nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler offenbar besessen von Amokläufen, besorgte sich Literatur dazu und besuchte den Ort des Anschlags von Winnenden, um Fotos zu machen. Er litt unter Angststörungen und Depressionen und war in psychologischer Behandlung. Außerdem war er wohl intensiver Spieler des Ego-Sgooters Counter-Strike: Source.

Nach dem Amoklauf von München ist niemand auf die Idee gekommen, Literatur oder Berichterstattung über Amokläufe verbieten zu wollen – und das, obwohl bekannt ist, dass Amokläufe zu Nachahmungstaten anregen. Gut so: Eine derartig tiefer Eingriff in die Presse- und Forschungsfreiheit wären in einer freien Gesellschaft auch undenkbar.

Thomas de Maizière belebt „Killerspiele“ erneut

120216-D-TT977-152_cropped
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (Foto: Ash Carter, Lizenz: Gemeinfrei)

Weniger Probleme hat Innenminister Thomas Thomas de Maizière aber  damit, die Existenz einer ganzen Medienkategorie in Frage zu stellen, die ihm fremd ist: Er beklagte nach dem Anschlag die Verbreitung von Gewaltcomputerspielen und sprach von „einem unerträgliche Ausmaß von gewaltverherrlichenden Spielen im Internet."

Auch Volker Kauder, Chef der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, nutzt das schreckliche Ereignis in München, um die längst überstanden geglaubte Debatte über die sogenannten „Killerspiele“ aufleben zu lassen. „Auch diese Ego-Shooter-Spiele müssen einmal hinterfragt werden. Es gibt für alles Grenzen, wenn Gewalt damit gefördert wird", sagte er der Welt.

In der Geschichte der Menschheit hat es immer Amoktaten gegeben. Sie lassen sich auch nicht grundsätzlich verhindern – weder durch Geheimdienstarbeit noch durch schärfere Gesetze. Einen einzelnen, der in seinem Zimmer einsam einen Anschlag plant, wird man wohl nur selten stoppen können.

Der Schrecken, der von einem Amoklauf ausgeht, ist verständlicherweise groß. Die Gewalt erscheint so sinnlos wie erratisch. Doch die vage und nach wissenschaftlichem Stand kaum begründbare Hoffnung, dass das Verbot von Ego-Shootern Amokläufe verhindern könnte, sollte nicht so einem derartigen Eingriff in Grundfreiheiten führen.

So schrecklich die neun Mordopfer in München sind: Vergangenes Jahr sind pro Tag im Schnitt etwa zehn Menschen am Tag durch Verkehrsunfälle gestorben. Als Gesellschaft sind wir bereit, diesen Preis für die Freiheit der Mobilität zu bezahlen.

Auch Computerspiele können Kunst sein

Es muss der Politik endlich klar werden: Auch Computerspiele sind Kulturgut, Ausdrucksform, Medium. Sie erzählen Geschichten und können Kunst sein. Ein Shooter wie Spec Ops: The Line ist ein Anti-Kriegs-Spiel, das die Schrecken des Krieges dem Spieler eindrucksvoll näherbringt.

Eine ganze Kategorie von Spielen zu verbieten oder im Verkauf stark einzuschränken, muss von der Politik endlich als der starke Grundrechtseingriff begriffen werden, der eine solche Entscheidung wäre. Für einen Minister de Maizière oder einen Fraktionschef Kauder sind Computerspiele fremde Dinge aus einer fremden Welt – für alle Generationen, die mit Computern aufgewachsen sind, sind es ganz normale Medien.

25 Jul 07:46

Brandschutz: Die Diktatur der Feuermelder

by ZEIT ONLINE: Wissen - Dirk Asendorpf
Wenn Flughäfen nicht fertig werden und Schulen plötzlich unsicher sind, liegt's wohl am Brandschutz. Warum die obsessive Angst vorm Feuer das Land zu ersticken droht.
25 Jul 07:26

Brain may flush out toxins during sleep (2015)