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29 Aug 14:22

Zombie-Wissenschaft: das schlimmste Beispiel der Manipulation von Klimadaten – jemals: der zurückgezogene Beitrag Gergis 2012 wird zu Gergis 2016

Das Wiedererscheinen des Artikels von Gergis im Journal of Climate wurde begleitet von einer unwahren Darstellung zum Zurückziehen der Version aus dem Jahr 2012. Gergis' Phantastereien und Fehlinterpretationen riefen übermäßiges Lob von Akademikern und anderen Kommentatoren hervor. Gergis zitierte mich persönlich mit der Aussage aus dem Jahr 2012, dass es „fundamentale Mängel“ in dem Artikel gab – eine Behauptung, die sie (fälschlich) als „unrichtig“ bezeichnete und die ihrer Ansicht nach vermutlich „eine Schmierenkampagne koordinieren sollte, um (ihre) Wissenschaft zu diskreditieren“. Ihre folgenden Schwierigkeiten, den Artikel erneut zu veröffentlichen, wofür sie über vier Jahre brauchten, scheint mir eine so eloquente Bestätigung meiner ursprünglichen Diagnose zu sein wie man nur erwarten kann.

Ich habe einige längere Anmerkungen zu Gergis' falschen Statements zu dem Vorfall entworfen, im Besonderen über falsche Behauptungen von Gergis und Karoly, dass die ursprünglichen Autoren den ursprünglichen Fehler unabhängig voneinander entdeckten „zwei Tage“ bevor er bei Climate Audit diagnostiziert worden ist. Diese Behauptungen wurden schon vor vielen Jahren widerlegt in Gestalt von E-Mails, die im Zuge einer Anforderung im Rahmen des FOI herausgegeben werden mussten. Gergis charakterisierte die Anforderungen aus dem FOI als „einen Versuch, Wissenschaftler einzuschüchtern und unsere Bemühungen zu torpedieren, unsere Arbeit zu machen“, aber zu diesen Anforderungen war es nur gekommen infolge der implausiblen Behauptungen von Gergis und Karoly bzgl. Climate Audit.

Obwohl in Gergis et al. 2016 nicht ausdrücklich darauf hingewiesen worden war (um es milde auszudrücken), stellte sich deren Arbeit als identisch mit den australasiatischen Rekonstruktionen in PAGES2K (Nature 2013) heraus, während die Rekonstruktionen selbst nahezu identisch sind. PAGES2K wurde im April 2013 veröffentlicht, und man kann nicht anders als sich zu fragen, warum es über drei Jahre gedauert und es neun Überarbeitungen bedurft hatte, um etwas zu veröffentlichen, das sich so ähnlich ist.

Außerdem war es eine der Erwartungen hinsichtlich des PAGES2K-Programms dass es verfügbare Proxy-Daten identifizieren und ausweiten würde, die die vergangenen zwei Jahrtausende abdecken. In dieser Hinsicht sind Gergis und die AUS2K-Arbeitsgruppe kläglich gescheitert. Das Fehlen jedweder Fortschritte von der AUS2K-Arbeitsgruppe ist sowohl erstaunlich als auch erbärmlich, ein Scheitern, dass in Gergis et al. 2016 nicht erwähnt wird, wo doch in Anspruch genommen wurde, „die regionale Konsolidierung australasiatischer Temperatur-Proxys der AUS2K-Arbeitsgruppe zu evaluieren“.

Trendbereinigtes und nicht trendbereinigtes Sichten [screening]

Die folgende Diskussion über die Datenmanipulation bei Gergis et al. 2016 baut auf meiner ähnlichen Kritik an Datenmanipulationen in PAGES2K auf (hier).

In einer Erwiderung auf damals gerade erfolgte Skandale in Sozialpsychologie hat Wagenmakers (2011 pdf, 2012 pdf) die Skandale in den Zusammenhang mit Akademikern gestellt, die ihre Analyse so frisieren, dass ein „erwünschtes Ergebnis“ herauskommt. Er klassifizierte dies als eine Form von „Datenmanipulation“ [data torture]:

Wir sprechen über eine unbequeme Tatsache, die das Herz der Forschung zu Psychologie an Akademien bedroht: Fast ohne Ausnahme verpflichten sich Psychologen nicht zu einem Verfahren der Datenanalyse, bevor sie die tatsächlichen Daten auf den Tisch bekommen. Die Versuchung ist dann groß, die Analyse einer Feinabstimmung zu unterziehen, um ein erwünschtes Ergebnis zu erhalten – ein Verfahren, dass die Interpretation der allgemeinen statistischen Tests hinfällig macht. Das Ausmaß der Feinabstimmung variiert erheblich bei Experimenten und Experimentierern, aber es ist praktisch unmöglich für Begutachter und Leser, dies aufzudecken...

Einige Forscher erliegen dieser Versuchung leichter als andere, und aus der präsentierten Arbeit geht in keiner Weise hervor, bis zu welchem Ausmaß die Daten manipuliert worden sind, um die berichtete Bestätigung zu erhalten.

Wie ich weiter unten zeigen werde, ist es schwierig, ein noch besseres Beispiel von Datenmanipulation zu finden, wie es von Wagenmakers beschrieben worden ist, als Gergis et al. 2016.

Die Kontroverse um Gergis et al. 2012 entzündete sich um das ex post screening* von Daten, ein bei IPCC-Klimawissenschaftlern sehr populäres Verfahren, aber eines, dass ich seit Jahren scharf kritisiere. Jeff Id und Lucia haben auch etwas Deutliches zu diesem Thema geschrieben (z. B. Lucia hier und im Zusammenhang mit Gergis et al. hier). Ich selbst habe meinen ersten Beitrag zu Gergis et al.2012 am 31. Mai 2012 geschrieben. Eng damit verbundene statistische Dinge tauchen in anderen Bereichen mit anderer Terminologie auf, z. B. Verzerrungen beim Sammeln von Stichproben, Nachbehandlung von Variablen, endogener Bias bei der Auswahl. Das Potential von ex post screening scheint absurd trivial, falls man das Beispiel eines Drogenprozesses betrachtet. Aber aus irgendwelchen Gründen leugnen die IPCC-Klimawissenschaftler den Bias stumpfsinnig immer weiter. (Eine Schwäche ist, dass statistischer Bias von ex post screening nicht automatisch gegenteilige Ergebnisse beweist. Mein Punkt lautet einfach, dass verzerrte Verfahren statistisch nicht durchgeführt werden sollten).

[*Der Terminus ,ex post screening' taucht im Folgenden noch öfter auf. Da mir keine vernünftige Übersetzung einfällt, belasse ich es beim Original. Kann jemand einen Vorschlag machen, was gemeint ist? Anm. d. Übers.]

Trotz der öffentlichen Beschränktheit von Klimawissenschaftlern hinsichtlich des Verfahrens hat Karoly kurz nach einer ursprünglichen Kritik an Gergis et al. 2012 privat den Bias erkannt, der verbunden ist mit dem ex post screening, wie aus einer E-Mail an Neukom vom 7. Juni 2012 hervorgeht (FOI K,58):

Falls die Auswahl der Proxys ohne Trendbereinigung erfolgt, d. h. der gesamten Proxy-Aufzeichnungen über das 20.Jahrhundert, dann wird man Aufzeichnungen mit starken Trends wählen, was effektiv zu einem Hockeyschläger-Ergebnis führt. Dann ist die Kritik von Steve McIntyre valid. Ich denke, dass es wirklich wichtig ist, trendbereinigte Proxydaten für die Auswahl heranzuziehen und dann Proxys auszuwählen, die über eine Stichprobenmenge für Korrelationen während des Kalibrierungs-Zeitraumes hinausgehen, entweder für die jährliche oder dekadische Variabilität der trendbereinigten Daten … Die Kritik, dass das Auswahlverfahren zu einem Hockeyschläger-Ergebnis führt, wird valid sein, falls der Trend bei der Auswahl der Proxys nicht außen vor gelassen wird.

Gergis et al. 2012 hatten so getan, als ob sie diesen Bias umgangen hätten mit der Betrachtung trendbereinigter Daten. Sie haben dieses Verfahren sogar beworben als eines, das „die Aufblähung des Korrelations-Koeffizienten umgeht“:

Bei der Auswahl der Prädiktoren wurden Proxy-Klima-Daten als auch instrumentelle Daten linear trendbereinigt über den Zeitraum von 1921 bis 1990, um das Aufblähen des Korrelations-Koeffizienten zu vermeiden, zu der es kommt infolge der Präsenz des Signals der globalen Erwärmung, der sich in den gemessenen Temperaturaufzeichnungen zeigt. Nur Aufzeichnungen, die signifikant (p < 0,05) mit dem trendbereinigten instrumentellen Ziel korrelierten, wurden für die Analyse herangezogen. Dieses Verfahren identifizierte 27 temperatur-sensitive Prädiktoren der warmen Saison von September bis Februar.

Wie inzwischen allgemein bekannt ist, haben sie die behauptete Berechnung tatsächlich nicht durchgeführt. Stattdessen haben sie Korrelations-Koeffizienten mit nicht trendbereinigten Daten durchgeführt. Dieser Fehler wurde zuerst von dem Kommentator Jean S am 5. Juni 2012 bei Climate Audit (CA) angesprochen (hier). Zwei Stunden später (um 2 Uhr nachts Schweizer Zeit) hat Mitautor Raphi Neukom Gergis und Karoly über diesen Fehler informiert (FOI 2G, Seite 77). Obwohl Karoly später (fälschlich) behauptet hatte, dass seine Mitautoren sich der Bedrohung von Climate Audit nicht bewusst waren, zeigen E-Mails, die im Zuge des FOI herausgegeben werden mussten, dass Gergis an seine Mitautoren eine E-Mail gesandt hatte (FOI 2G, Seite 17), in der er auf die Bedrohung bei CA hinwies, dass Karoly selbst an Myles Allen geschrieben hatte (FOI 2K, Seite 11) über Kommentare, die ihm bei dieser Bedrohung zugeordnet wurden und dass Climate Audit und/oder ich selbst in vielen anderen E-Mails erwähnt werden (FOI 2G).

Wenn Korrelations-Koeffizienten nach der beschriebenen Methode neu berechnet werden, kam nur eine Handvoll davon durch die Sichtung, ein Punkt, der von Jean S am 5. Juni bei Climate Audit angesprochen und von mir in einem Beitrag am 6. Juni beschrieben worden war. Meinen Berechnungen zufolge haben nur 6 der 27 Proxys im G12-Netzwerk die trendbereinigte Sichtung passiert. Am 8. Juni (FOI 2G, Seite 112) schrieb Neukom an Karoly und Gergis, dass acht Proxys die trendbereinigte Sichtung passiert hätten (wobei die Differenz zwischen seinen und meinen Ergebnissen vermutlich Unterschieden bei den Algorithmen geschuldet ist). Er sandte ihnen eine Abbildung (gegenwärtig nicht verfügbar), in der die berichtete Rekonstruktion mit der Rekonstruktion nach dem beschriebenen Verfahren verglichen wird:

Die gestrichelte Rekonstruktion verwendet nur 8 von den Proxys, die die trendbereinigte Sichtung passiert hatten. Die durchgezogene Linie ist die ursprüngliche Rekonstruktion.

Leider war diese Abbildung nicht Teil der FOI-Erwiderung. Sie wäre extrem interessant gewesen.

Da immer mehr Menschen online den Fehler bemerkten, beschloss Leitautor Karoly, dass sie das Journal of Nature informieren müssten. Gergis meldete dem Journal am 8. Juni einen „Fehler beim Daten-Processing“, und der Herausgeber hob die Akzeptanz der Studie am nächsten Tag sofort auf, und zwar mit der Feststellung, dass er verstehe, dass sie die Analyse noch einmal durchführen würden, um mit ihrem beschriebenen Verfahren konform zu gehen:

Nach Gesprächen mit dem Chefredakteur über unsere Lage lautet meine Entscheidung, die Akzeptanz Ihres Manuskriptes für die Veröffentlichung aufzuheben. So wie ich es verstehe, werden Sie die Analyse erneut durchführen, um mit ihrer Original-Beschreibung der Auswahl der Prädiktoren konform zu gehen. In diesem Fälle könnten Sie zu einem anderen Ergebnis kommen als im Original-Manuskript. Angesichts dieser Umstände fordere ich Sie auf, das Manuskript zurückzuziehen.

Im Gegensatz zu ihrer kürzlich erschienenen Story bei Conservation versuchte Gergis, die erneute Durchführung der Analyse zu vermeiden. Stattdessen versuchte sie den Herausgeber zu überreden, dass der Fehler rein semantischer Natur war („Irrtum der Worte“) anstatt eines Programmierfehlers, und sie suchte nach Unterstützung der nicht trendbereinigten Sichtung von Michael Mann, der Gergis hinter den Kulissen anfeuerte:

Nur zur Klarstellung – es gab einen Irrtum in den Worten, mit denen das Auswahlverfahren der Proxys beschrieben wurde, und keine Fehler in der Gesamtanalyse, wie es von Amateuren klimaskeptischer Blogger behauptet wurde … Man hat argumentiert, dass trendbereinigte Aufzeichnungen von Proxys, wenn man die Temperatur rekonstruiert, tatsächlich unerwünscht sind.

Die Herausgeber des Journal of Climate ließen sich nicht überreden und forderten Gergis spitz auf, die Differenz zwischen ihrer ersten E-Mail, in der der Fehler als Programmierfehler beschrieben worden war, und ihrer zweiten E-Mail, in der der Fehler als semantisch bezeichnet worden war, aufzuklären:

Ihre jüngste E-Mail an John charakterisiert den Fehler in Ihrem Manuskript als einen der Wortwahl. Aber dies unterscheidet sich von der Charakterisierung in Ihrer ersten E-Mail, in der Sie den Fehler ansprachen. In jener E-Mail (vom 7. Juni) beschrieben Sie es als „einen unglücklichen Fehler beim Daten-Processing“, was Ihre Absicht bekundete, die Daten vom Trend zu bereinigen. Dies würde bedeuten, dass das Problem nicht die Wortwahl war, sondern in der Durchführung des beabsichtigten Verfahrens lag. Würden Sie bitte erklären, warum Ihre beiden E-Mails unterschiedliche Eindrücke von der Natur des Fehlers vermitteln?

Gergis versuchte, von der Frage abzulenken. Sie fuhr fort, das Journal of Climate zu überreden, die Änderung ihrer Beschreibung des Verfahrens zu akzeptieren, war sie doch gegen die Neudurchführung der Analyse nach dem beschriebenen Verfahren. Sie bot lediglich an, die Differenzen in einer Fußnote kurz zu beschreiben:

Die Mail vom 8. Juni war eine rasche Erwiderung, als wir bemerkten, dass es eine Inkonsistenz gab zwischen dem in der Studie beschriebenen Verfahren der Auswahl von Proxys und dem tatsächlichen Verfahren. Die E-Mail wurde überhastet verschickt, da wir Sie so schnell wie möglich informieren wollten, bevor die Studie zum Druck vorbereitet würde. Inzwischen hatten wir jedoch mehr Zeit, uns ausführlich mit Kollegen auszutauschen und die bestehende Literatur zu dem Thema durchzugehen. Es gibt Gründe, warum die Trendbereinigung vor der Proxy-Auswahl ungeeignet sein könnte. Die Unterschiede zwischen den beiden Verfahren werden im Begleitmaterial beschrieben, wie ich in meiner E-Mail vom 14. Juni erklärt habe. Als solche werden die Änderungen im Manuskript vermutlich gering sein, wobei Details der alternativen Proxy-Auswahl im Begleitmaterial umrissen werden.

Der Herausgeber des Journal of Climate widersetzte sich dem, räumte aber Gergis widerstrebend ein kurzes Zeitfenster ein (bis Juli 2012), den Artikel zu überarbeiten, verlangte aber, dass sie direkt die Senistivität der Proy-Auswahl bzgl. der Rekonstruktion ansprechen und die „Robustheit ihrer Schlussfolgerungen zu demonstrieren“ sollte:

In der Überarbeitung fordere ich strikt, dass das Thema Sensitivität der Klima-Rekonstruktion hinsichtlich der Auswahl des Verfahrens zur Proxy-Aufzeichnungen (trendbereinigt oder nicht) angesprochen wird. So wie ich es verstehe, ist dies genau das, was Sie vorhaben, und dies ist eine gute Gelegenheit, die Robustheit Ihrer Schlussfolgerungen zu belegen.

Unter den Umständen war Chiangs Angebot sehr generös. Gergis griff nach dieser Gelegenheit und versprach, am 27. Juli einen überarbeiteten Artikel zu übermitteln, der den Einfluss dieser Entscheidung auf die sich ergebenden Rekonstruktionen zeigte:

Unser Team wäre sehr erfreut, ein überarbeitetes Manuskript einzureichen am oder vor dem 27. Juli 2012 zur Begutachtung. Wie Sie unten gefordert haben, werden wir ausführlich die Proxy-Auswahl ansprechen zu trendbereinigten oder nicht trendbereinigten Daten sowie den Einfluss auf die resultierenden Rekonstruktionen.

...

Manipulation und Verwässerung der Daten

In der zweiten Hälfte des Jahres 2012 verschrieben sich Gergis und ihre Mitautoren einem bemerkenswerten Programm zur Datenmanipulation mit dem Ziel, ein Netzwerk von 27 Proxys zu retten, während sie immer noch angeblich eine „trendbereinigte“ Sichtung verwendeten. Ihr vermutliches Vorgehen beim ex post screening hatte keine Ähnlichkeit mit der grob vereinfachenden Sichtung von Mann und Jones 2003.

Eines ihrer Kernpunkte bei der Datenmanipulation war es, Proxydaten-Korrelationen nicht einfach mit den Temperaturen im gleichen Jahr zu vergleichen, sondern mit Temperaturen im Vorjahr und im folgenden Jahr.

Um Proxys mit jahreszeitlichem Bezug Rechnung zu tragen zu anderen Jahreszeiten als September bis Februar (d. h. Mittelwerte über das Kalenderjahr) wurden die Vergleiche durchgeführt mittels Verschiebungen von -1, 0 und +1 Jahr für jedes einzelne Proxy.

Hauptsächlich waren hier Baumring-Proxys gemeint. In ihrem Verfahren bedeutete eine Verschiebung um -1 Jahr, dass eine Baumring-Serie ein Jahr früher zugewiesen wird als die Chronologie (+1 Jahr wird ein Jahr später zugeordnet). Für eine Reihe mit einer Verschiebung von -1 Jahr soll also die Ringdicke z. B. im Sommer 1989-90 mit den Sommertemperaturen des Vorjahres korrelieren. Es gibt Präzedenzfälle bzgl. einer Korrelation mit Temperaturen des Vorjahres in speziellen Studien [specialist studies]. Beispielsweise sagen Brookhouse et al. 2008 (Abstract hier), dass die Baumringdaten von Baw Baw (ein Gergis-Proxy) positiv mit Frühjahrstemperaturen des Vorjahres korrelieren. In diesem Falle jedoch ordnete Gergis dieser Reihe eine Null-Verschiebung zu, ebenso wie eine negative Orientierung.

Die Verschiebung um +1 Jahr, wie sie 5 Orten zugeordnet worden ist, ist physikalisch nur sehr schwierig zu interpretieren. Eine solche Verschiebung erfordert (zum Beispiel) Mangawhera-Ringdicken, die dem Sommer 1989-90 zugeordnet sind, mit den Temperaturen des Folgesommers (1990-91) korrelieren – was bedeutet, dass die Dicke der Ringe als ein Prädiktor der Temperatur im nächsten Jahr fungiert. Gergis' vermeintliche Rechtfertigung im Text war nichts weiter als Schaumschlägerei, aber den Juroren schien das egal zu sein.

Von den 19 Baumring-Reihen im 51 Reihen umfassenden G16-Netzwerk wurde fünf Reihen eine (unphysikalische) Verschiebung von +1 Jahr, zwei Reihen eine Verschiebung von -1 Jahr und sieben Reihen gar keine Verschiebung zugeordnet. Fünf Reihen wurden aussortiert. Von den sieben Reihen ohne Verschiebung hatten zwei eine inverse Orientierung im PAGES2K. Im Einzelnen gibt es kaum Konsistenz bei Bäumen und Stellen mit der gleichen Spezies. Beispiel: Neuseeland LIBI-Komposit-1 hatte eine +1-Verschiebung, während Neuseeland LIBI-Komposit-2 keine Verschiebung aufwies. Eine andere LIBI-Reihe (Urewara) wird eine inverse Orientierung in der (identischen) PAGES2K-Reihe zugeordnet und folglich vermutlich auch in der CPS-Version von G16. Zwei LIBI-Reihen (Takapari und Flanagan's Hut) werden in G16 ausgesucht, obwohl Takapari in G12 enthalten war. Weil die Zuordnung von Verschiebungen nichts weiter ist als ein Versuch, das Netzwerk zu retten, ist es unmöglich, den Ergebnissen irgendeine Bedeutung zuzumessen.

[Die Übersetzung des vorstehenden Absatzes war für den Übersetzer ein reiner Blindflug. Weil Fehler in einem solchen Fall kaum zu vermeiden sind, folgt er hier im Original:

Of the 19 tree ring series in the 51-series G16 network, an (unphysical) +1 lag was assigned to five series, a  -1 lag to two series and a 0 lag to seven series, with five series being screened out.  Of the seven series with 0 lag, two had inverse orientation in the PAGES2K. In detail, there is little consistency for trees and sites of the same species. For example, New Zealand LIBI composite-1 had a +1 lag, while New Zealand LIBI composite-2 had 0 lag.  Another LIBI series (Urewara) is assigned an inverse orientation in the (identical) PAGES2K and thus presumably in the CPS version of G16.  Two LIBI series (Takapari and Flanagan’s Hut) are screened out in G16, though Takapari was included in G12.  Because the assignment of lags is nothing more than an ad hoc after-the-fact attempt to rescue the network, it is impossible to assign meaning to the results.

Ende Original.]

Zusätzlich hat sich Gergis auch bei einem Daten-Manipulations-Verfahren von Michael Mann bedient. Mann et al. 2008 waren unzufrieden mit der Anzahl der Proxys, die einen Sichtungstest bestanden hatten, der auf der Grundlage einer lokalen Gitterzelle erfolgt war, ein allgemein verwendetes Kriterium (z. B. Mann and Jones 2003). Stattdessen verglich Mann also Ergebnisse mit den zwei „am nächsten gelegenen Gitterzellen“, pickte die höchste der beiden Korrelationen heraus, jedoch ohne den Signifikanz-Test zu modifizieren, um das „Wähle-Zwei“-Verfahren zu reflektieren. (Eine Diskussion dazu gibt es hier). Anstatt lediglich mit den zwei am nächsten gelegenen Gitterzellen zu vergleichen, weitete Gergis den Vergleich auf alle Gitterzellen aus „innerhalb eines Radius' von 500 km um den Ort der Proxys“, ein Verfahren mit erlaubten Vergleichen mit 2 bis 6 Gitterzellen abhängig sowohl von der geogr. Breite und der Nähe des Proxys zur Kante der Gitterzelle:

Wie in Anhang A detailliert ausgeführt, wurden für die weitere Analyse über den Zeitraum 1931 bis 1990 nur Aufzeichnungen ausgewählt, die signifikant mit Temperaturvariationen korrelierten (p < 0,05) in mindestens einer Gitterzelle innerhalb von 500 km um den Ort des Proxys.

Wie im Artikel beschrieben wurden beide Faktoren in den G16-Vergleichen vermischt. Mit der Multiplikation von drei Verschiebungen mit 2 bis 6 Gitterzellen scheint Gergis 6 bis 18 trendbereinigte Vergleiche angestellt zu haben, wobei sie jene Proxys beibehielt, für die eine „statistisch signifikante“ Korrelation bestand. It doesn’t appear that any allowance was made in the benchmark for the multiplicity of tests.* In jedem Falle haben sie es mit diesem „trendbereinigten“ Vergleich fertig gebracht, mit einem Netzwerk von 28 Proxys aufzuwarten, einem mehr als im Netzwerk von Gergis et al. 2012. Die meisten der längeren Proxys sind in beiden Netzwerken die Gleichen mit einer Verschachtelung von etwa sieben kürzeren Proxys. Keine Eisbohrkern-Daten sind im überarbeiteten Netzwerk enthalten und nur eine kurze speläologische Proxy. Es besteht fast ausschließlich aus Baumring- und Korallen-Daten.

[*Ich kapituliere hier. Fachleute wissen sicher, was gemeint ist. Anm. d. Übers.]

Offensichtlich enthielt die ursprüngliche Datenanalyse von Gergis et al. kein verschnörkeltes [baroque] Sichtungs-Verfahren. Es ist klar, dass sie dieses bizarre Sichtungs-Verfahren ausgeheckt haben, um eine Rekonstruktion zu erhalten, die wie die ursprüngliche Rekonstruktion aussah anstatt einer divergenten Version, die sie nicht erwähnt haben. Wer weiß, wie viele Permutationen und Kombinationen und Iterationen getestet worden sind, bevor man zu einem finalen Sichtungs-Verfahren gekommen war.

Es ist unmöglich, ein noch klareres Beispiel von „Datenmanipulation“ zu erhalten (selbst Mann et al. 2008).

Auch werden hierdurch nicht alle Elemente der Datenmanipulation in der Studie offensichtlich, da Manipulations-Verfahren aus Gergis et al.2012 auch in Gergis et al. 2016 zur Anwendung kamen. Mittels originaler und (noch) nicht archivierter Daten hatten Gergis et al. 2012 alle Baumring-Chronologien erneut berechnet mit Ausnahme von zweien. Dabei wendeten sie ein undurchsichtiges, an der University of East Anglia entwickeltes Verfahren an. Die beiden Ausnahmen waren die beiden langen Baumring-Chronologien, die bis ins Mittelalter zurückreichen:

Alle Baumring-Chronologien wurden auf der Grundlage von Roh-Messungen entwickelt mittels des signalfreien Trendbereinigungs-Verfahrens (Melvin et al. 2007; Melvin and Briffa 2008) … Die einzige Ausnahme dieses signalfreien Trendbereinigungs-Verfahrens von Baumringen war das Silver Pine-Baumring-Komposit aus Neuseeland (Oroko Swamp und Ahaura), welches nach 1957 durch Abholzen gestört wurde (D’Arrigo et al., 1998; Cook et al., 2002a; Cook et al., 2006) und die Mount Read Huon Pine-Chronologie aus Tasmanien, welches eine komplexe Ansammlung von Material ist, welches von lebenden Bäumen und sub-fossilem Material stammt. Der Konsistenz mit veröffentlichten Ergebnissen halber verwenden wir die finalen Temperatur-Rekonstruktionen, die von den ursprünglichen Autoren zur Verfügung gestellt worden waren und die störungs-korrigierte Daten für die Silver Pine-Aufzeichnung und die Regional Curve-Standardisierung enthalten für die komplexe Altersstruktur des Holzes, das zur Entwicklung der Mount read-Temperatur-Rekonstruktion verwendet wurde.*

[*Wieder ein Blindflug. Ich verweise auf das Original! Anm. d. Übers.]

Damit erhebt sich die offensichtliche Frage, warum „Konsistenz mit veröffentlichten Ergebnissen“ von so großem Belang ist für Mt Read und Oroko, aber nicht für die anderen Reihen, von denen ebenfalls veröffentlichte Ergebnisse vorliegen. Zum Beispiel zeigen Allen et al. 2001 die Chronologie links in Blue Tier, während Gergis et al. 2016 die Chronologie rechts verwendeten als Kombination von Blue Tier und einer benachbarten Stelle. Mittels der Verfahren von East Anglia zeigt die Chronologie eine scharfe Zunahme im 20.Jahrhundert, und „Konsistenz“ mit den Ergebnissen von Allen et al. 2001 machte den Autoren keine Bedenken. Man vermutet, dass Gergis et al. ähnliche Berechnungen für Mount Read und Oroko durchgeführt haben, sich aber entschlossen haben, diese nicht zu verwenden. Man kommt kaum umhin sich zu fragen, ob die aussortierten Berechnungen die erwünschte Story vielleicht nicht gestützt haben.

Dies ist auch nicht die einzige Ad-Hoc-Auswahl, welche diese beiden wichtigen Proxys involviert. Gergis et al. sagten, dass ihr Proxy-Bestand eine Untermenge von 62 Reihen war, entnommen dem Bestand von Neukom und Gergis 2011. (Es war mir nicht möglich, diese Zahl abzugleichen, und Gergis et al. 2016 geben keine solche Liste). Dann sortierten sie Reihen aus, die „zur Zeit der Analyse noch im Entwicklungsstadium waren“ (obwohl sie an einer anderen Stelle sagen, dass der Datensatz ab Juli 2011 eingefroren war wegen der „Komplexität der extensiven mehrdimensionalen Analyse“).

Von den sich daraus ergebenden 62 Reihen sortieren wir außerdem Reihen aus, die sich zur Zeit der Analyse noch in der Entwicklung befanden … und Reihen mit einem in der Literatur identifizierten Mangel oder durch persönliche Kommunikation.

Allerdings war die Anwendung dieses Kriteriums inkonsistent. Gergis et al. räumen ein, dass die Oroko-Stelle nach 1957 von einer „Störung durch Holzeinschlag“ betroffen war – ein eindeutiges Beispiel für einen „in der Literatur identifizierten Mangel“. Die Daten wurden aber trotzdem verwendet. In einigen populären Oroko-Versionen (bei Climate Audit gibt es dazu eine Diskussion hier) wurden Proxy-Daten nach 1957 sogar ersetzt durch instrumentelle Daten. Gergis et al. 2016 fügten eine Diskussion dieses Problems hinzu, taten jedoch die Einfügung von instrumentellen Daten in die Proxy-Reihe als belanglos ab:

Man beachte, dass die instrumentellen Daten, die den von Störungen betroffenen Zeitraum seit 1957 in der Baumring-Aufzeichnung von Silver Pine (Oroko) ersetzen, die Sichtung der Proxys beeinflusst haben können, ebenso wie die Kalibrierungs-Verfahren in diesem Zeitraum. Angesichts dessen jedoch, dass unsere Rekonstruktionen zu Beginn des Verifikations-Intervall Qualität [skill] zeigen, also außerhalb des Zeitraumes mit den Störungen, und dass unsere Unsicherheits-Schätzungen das Proxy-Resampling einschließen, argumentieren wir, dass diese Unregelmäßigkeit in der Silver Pine-Reihe unsere Schlussfolgerungen nicht verzerrt.

Es gibt eine Art von Blindekuh-Spiel in Gergis' Analyse an dieser Stelle. Es sieht für mich so aus, als ob G16 eine Oroko-Version enthalten könnte, die nicht mit instrumentellen Daten versetzt ist. Weil jedoch niemals Messdaten für Oroko archiviert worden waren und eine Schlüsselversion nur als Bestandteil eine Klimagate-E-Mail bekannt geworden ist, ist es schwierig, solche Details zu erkennen.

Schlussfolgerungen

Gergis ist viel vertrauensseliges Lob von Akademikern bei Conversation zuteil geworden, aber keiner von ihnen scheint sich die Mühe gemacht zu haben, den Artikel vor der Belobigung zu evaluieren. Anstatt dass die Version 2016 eine Bestätigung oder Verbesserung der Version 2012 ist, zeigt sie ein Beispiel von Datenmanipulation so klar wie man es sich nur wünschen kann. Wir kennen den ex ante-Plan zur Datenanalyse von Gergis, weil er in Gergis et al. 2012 beschrieben worden ist. Leider machen sie in ihrem Computerskript einen Fehler und waren nicht in der Lage, ihre Ergebnisse zu wiederholen mittels des Sichtungs-Verfahrens, das in Gergis et al. 2012 beschrieben worden ist.

Man fragt sich, ob die Herausgeber und Begutachter des Journal of Climate die extreme Datenmanipulation überhaupt in vollem Umfang verstanden haben, um deren Genehmigung sie aufgefordert waren. Eindeutig scheint es einigen Widerstand von Herausgebern und Begutachtern gegeben zu haben – anderenfalls hätte es nicht neun Runden der Überarbeitung und 21 Begutachtungen gegeben. Da die zahlreichen Begutachtungen das Netzwerk unverändert ließen, ohne auch nur ein Iota vom Netzwerk der Rekonstruktion in PAGES2K abzuweichen (April 2013), kann man nur vermuten, dass Gergis et al. schließlich über ein zögerliches Journal of Climate triumphierten, nach vier Jahren Einreichung und Neu-Einreichung, so dass der Artikel schließlich angenommen wurde.

Wie oben erwähnt, hat Wagenmakers Datenmanipulation definiert als „der Versuchung erliegen, eine Analyse mit den Daten abzustimmen, um ein erwünschtes Ergebnis zu bekommen“. Er diagnostizierte das Phänomen als besonders wahrscheinlich, wenn sich die Autoren nicht selbst „eines Verfahrens der Datenanalyse verpflichtet haben, bevor sie die tatsächlichen Daten gesehen haben“. In diesem Falle hatten Gergis et al. ironischerweise sich selbst einer Methode der Datenanalyse verschrieben nicht privat, sondern im Zusammenhang mit einem angenommenen Artikel, aber offensichtlich haben ihnen die Ergebnisse nicht gefallen.

Es ist verständlich, wie erleichtert Gergis war, nachdem ein derartig manipuliertes Manuskript angenommen worden war. Aber gleichzeitig waren die Probleme vollständig hausgemacht. Gergis nahm besonderen Anstoß an meiner ursprüngliche Behauptung, dass es „fundamentale Probleme“ bei Gergis et al.2012 gebe, was sie „unrichtig“ nannte. Aber da ist nichts „Unrichtiges“ an der tatsächlichen Kritik (hier):

Eines der der Analyse im Gergis-Stil zugrunde liegenden Mysterien ist, dass scheinbar äquivalente Proxys „signifikant“ sein können, andere dagegen nicht. Leider werden diese fundamentalen Dinge in der „begutachteten Literatur“ niemals angesprochen.

Dieser Kommentar ist heute noch genauso treffend wie im jahre 2012.

In ihrem Conversion-Beitrag behauptete Gergis, dass ihr „Team“ die Fehler in Gergis et al. 2012 unabhängig voneinander entdeckt hätten und „zwei Tage“ bevor die Fehler bei Climate Audit beschrieben wurden. Diese Behauptungen sind falsch. Sie haben die Fehler nicht „unabhängig“ von oder vor Climate Audit entdeckt.

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Anmerkungen von Anthony Watts:

Es ist wieder und immer wieder die Mann'sche Leugnung von Aufsplittung und Zuordnung, nur um den „Hockeyschläger“ zu erhalten.

Das ist keine Wissenschaft, sondern Verteidigung von „The Cause“.

Der ganze Beitrag steht hier.

Es ist verblüffend, dass Derartiges immer weiter geht, und ich bewundere Steve McIntyre für seine Geduld und seine mikroskopische Detail-Verliebtheit, die er an den Tag legen musste, um durch diese Art der – zweimal – total gescheiterten Begutachtung zu waten. Das Journal of Climate sollte Gergis 2016 zurückziehen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/08/08/zombie-science-the-worst-example-of-climate-data-torturing-ever-withdrawn-gergis-2012-becomes-gergis-2016/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

29 Aug 10:23

Why It Doesn't Pay to Be a People Pleaser

16 Aug 15:18

The Anker SoundCore Bluetooth speaker punches far above its price

by Richard Devine

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Why bad-tempered people earn more and live longer

16 Aug 15:16

So frei sind wir wirklich - Ein Selbstversuch

by Johannes Heininger
Im Alltag scheinen wir unsere Entscheidungen frei treffen zu können. Doch ist das wirklich so? Wir haben mit einer Expertin gesprochen.
16 Aug 15:15

PaketButler informiert Empfänger über Paketeingang

Der PaketButler im zusammengefalteten Zustand - aufgeklappt passen auch grere Pakete hinein.Der PaketButler nimmt Pakete in Empfang, wenn der Besteller gerade nicht zuhause ist. Dank einer integrierten SIM-Karte wird der Empfänger sofort über den Sendungseingang informiert.
12 Aug 14:58

O365Migrator v0.92 beta release

by Jos

Version 0.92 of O365Migrator is now available as a free download, this version has not yet been tested thoroughly.

What was changed?

  • Retry support of failed folders or files
  • Export of failed items to XML file so you can edit the file before retrying
  • Ignore list of root folders is now specified in the config of the main script file and passed down
  • Precise display of total number of failed items in UI
  • Bug fixed: items that were checked out could not be overwritten

You can find the new version here.

12 Aug 14:57

Mein O2-App erhält ein Update und wird zur Windows 10 Universal App

by Bastian Thanscheidt

Mein O2 App Windows 10 Windows Phone

Der deutsche Mobilfunkanbieter O2, eine Tochter der Telefónica-Gruppe, hat die eigene Mein O2-App für Windows aktualisiert. Die Anwendung wird damit zur Universal App und funktioniert nun auf sämtlichen Windows 10-Geräten.

Diese bietet eine sehr moderne Oberfläche und wurde für Windows 10 Geräte optimiert.  Mithilfe der App könnt ihr Statistiken zur Nutzung eures Tarifs abrufen und bekommt eine umfassende Kontrolle für euer Konto. Im Folgenden haben wir für euch die wichtigsten Funktionen der Anwendung aus der Beschreibung eingefügt:

Mein o2 App für * Vertragskunden: *

  • Verbrauchsanzeige Ihrer Daten-, Telefonie- und SMS-Nutzung
  • Tarifdetails einsehen und Tarifoptionen buchen
  • Ihre letzten sechs Rechnungen und Einzelverbindungsnachweise (EVN)
  • Jahresübersicht mit Rechnungsbeträgen der vergangenen fünf Jahre
  • Prüfen und ändern Sie Ihre Kundendaten bequem von unterwegs und ohne Wartezeiten
  • Preisinformationen zur Nutzung im Ausland ganz einfach über die Länderauswahl
  • Versenden von Frei-SMS (App-to-SMS) in 34 Länder

Mein o2 App für * Prepaid-Kunden: *

  • Verbrauchsanzeige der Inklusiv-Einheiten Ihrer gebuchten Optionen
  • Aktuelles Guthaben einsehen und über Gutscheincode aufladen
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Danke an Stephan für den Tipp!

Der Beitrag Mein O2-App erhält ein Update und wird zur Windows 10 Universal App erschien zuerst auf WindowsArea.de.

12 Aug 14:57

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12 Aug 14:51

Ausgewogenheit: Was der eine darf, darf der anderen noch lange nicht. Der Kampf um Informationen bei Negativ-Beispielen aus der Windkraft

Besonders tat sich in dieser Hinsicht ein Dr. Rüdiger Haude, Öffentlichkeitsreferent des  Solarförderverein Deutschland e.V. hervor. Dieser versandte einen Tag nach der Ausstrahlung einen wütenden Brief an die verantwortliche Redakteurin vom SWR Frau Schreckenberger.  Dr. Haude ist als Geisteswissenschaftler sicher gut in der deutschen Sprache zu Hause, und mag vielfältiges Wissen besitzen, ob er jedoch die fachliche Kompetenz besitzt, diesen technisch nicht ganz leichten Sachverhalt richtig zu verstehen, darf getrost bezweifelt werden. Auf diesen Umstand weist u.a. auch die Herren Bernhard Blach  und Michael Hauer vom Vorstand des Lobbyverabandes Revierkohle in ihrem Schreiben an  Herrn Dr. Haude hin . Wir veröffentlichen beide Schreiben im Wortlaut (s.u.). Auch der SWR hat ausführlich zu den Vorwürfen Stellung genommen. Die unsere Meinung nach unbefriedigenden halbherzige Reaktion lesen Sie hier

Der Branchendienst MEEDIA beschreibt den Film so

Die halbstündige Doku zeichnet ein eindeutiges Bild: Windenergie wird in Deutschland zu massiv ausgebaut, ohne Rücksicht auf Anwohner und Natur. In Kommunen herrscht Korruption, die Politik wird von der mächtigen Wind-Lobby gesteuert. Die Zeche zahlen die kleinen Leute, etwa eine alleinerziehende Mutter, die ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen kann (angeblich wegen der Erneuerbare Energien Umlage).

Über die vielen Kriiker liest man da u.a.

Das Magazin Klimaretter.info etwa kritisierte die einseitige, emotionale Darstellung, die Windenergie und die Energiewende pauschal verteufle. Statt Umfragen oder Statistiken würden emotional Einzelschicksale herausgegriffen und mit dem CDU-Politiker Michael Fuchs auch ein ausgewiesener Freund der Atom-Lobby zu Wort kommen gelassen.
Das Magazin Erneuerbare Energien listet sogar minütlich angebliche Fakten-Fehler in der Doku auf. Wobei freilich nicht unerwähnt bleiben soll, dass das Magazin Erneuerbare Energien sich als eine Art Sprachrohr für die Branche versteht.
kommt aber abschließend zur Überzeugung dass der Beitrag zu einseitig negativ gegenüber der Windkraft sei, und zu wenig ausgewogen.

Merkwürdigerweise, fehlt die diese Forderung immer dann, wenn es um Hochjubeln der Energiewende geht. oder, um die Verdammung der „Atomkraft“ geht. Diese dürfen und sollen so einseitig sein, wie nur möglich. Lückenpresse eben.

Den Filmbeitrag finden Sie für 1 Jahr in der ARD Mediathek und dauerhaft hier https://www.youtube.com/watch?v=t8S8wTm101I

Hier die Schreiben

 

Berufsverband Revierkohle e.V.

Sehr geehrter Herr Dr. Haude,

 

in einer Rundmail an die verantwortliche Redakteurin beim SWR , Frau Sibylle Schreckenberger, beklagen Sie sich über den unanständigen Umgang mit der Windkraftproblematik. Die journalistische Aufarbeitung bezeichnen Sie als perfide, unaufrichtig und intransparent. In Ihrem Schreiben führen Sie drei Punkte auf, um deren Beantwortung Sie bitten. Da wir als Windkraft-Kritiker auch Informationslieferant sind, gehen wir gerne auf Ihre Kritikpunkte ein.  

Zunächst beklagen Sie sich in Ihrem Schreiben darüber, das in der Sendung der Zusammenhang zwischen Klima und Klimawandel nicht erwähnt worden wäre. Das halten Sie für unanständig. Warum das so ist, begründen Sie allerdings nicht. Da Sie als studierter Philosoph und Dozent für neuere Geschichte kein ausgewiesener Fachmann auf dem Gebiet der Energiewirtschaft und der Physik sind, sind Sie möglicherweise von der medial tagtäglich als richtig verbreiteten Annahme ausgegangen, dass es einen Zusammenhang zwischen unterstellter Klimaerwärmung und der Zunahme von Co2-Emissionen geben würde und Sie deshalb erwartet haben, das die Sendung dieses Problem erwähnt. Das war aber nicht Tenor der Sendung. Auch gibt es bis heute nicht eine einzige wissenschaftlich fundierte Studie, die einen signifikanten Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und Kohlenstoffdioxidzunahme in der Atmosphäre belegen könnte. Bei den veröffentlichten Untersuchungen, u.a. des Weltklimarates (IPCC) , handelt es sich um hypothetische Annahmen, die auf der Grundlage mathematischer Modellbildung erfolgten und in der Praxis nicht belegt werden konnten. Das Klima als statistische Größe ändert sich ansonsten seit Mrd. von Jahren und zwar in nicht-linearer Weise. Da der Wandel insofern das Normalste von der Welt ist, hat er in der Sendung auch nicht besonders erwähnt werden müssen. Wenn Sie allerdings gemeint haben sollten, das es einen Zusammenhang zwischen Klimaerwärmung und Co2-Zunahme geben könnte und das daher der Ausbau von Windkraftanlagen zu Ungunsten der zahlenden Bevölkerung gerechtfertigt sei, unterliegen Sie ebenfalls diesem medial verbreiteten Irrtum, da es einen solchen , von Menschen erzeugten, Zusammenhang nicht gibt. Im Gegenteil: seit rd. 18 Jahren verläuft die globale mittlere Durchschnittstemperatur konstant, während sich die Co2-Emissionen in diesem Zeitraum verdreifacht haben. Die positiven Folgen für das Pflanzenwachstum wurden u.a. in der Fachzeitschrift „Nature“ und bei unserem Partner, dem europäischen Institut für Klima und Energie (Eike) schon mehrmals ausführlich beschrieben. Gerne können wir Sie mit den Fachleuten in Kontakt bringen, wenn Sie das wünschen.

 

Des weiteren beklagen Sie sich in Ihrer e-Mail über die fehlende Transparenz in der Sendung. Den CDU-Politiker Michael Fuchs bezeichnen Sie als Lobbyisten und Atom-Fuchs wegen seiner Nähe zur Atomwirtschaft. Inwieweit die Redakteure die früheren Tätigkeiten des Politikers Fuchs durchleuchtet haben, entzieht sich unserer Kenntnis. Hinsichtlich der fehlenden Transparenz stimmen wir Ihnen insofern zu, als das eine 45 minutige Sendung, die ja auf ein breites Publikum Rücksicht nehmen muss , nicht alle Details und Fakten bei einem solch komplexen Thema einmalig vermitteln kann. Wir helfen Ihnen aber gerne mit Fakten weiter. Warum wir gegen die Energiewende und insbesondere gegen den weiteren Ausbau von Windkraftanlagen sind, entnehmen Sie dem beigefügten Flyer. Des weiteren verweisen wir auf die beigefügte Grafik des Netzbetreibers Entso-E und der EEX-Strombörse aus Juni 2016. Diesen Grafiken können Sie entnehmen, dass der Strom aus regenerativen Energieträgern ganzjährig schwankend ist und meistens dann nicht zur Verfügung steht, wenn der Bedarf steigt. (braune Felder der Kurvenverläufe) Diese großen Lücken müssen regelmäßig durch die fossilen Grundlastkraftwerke ausgeglichen werden. Darüber hinaus haben unsere Kraftwerke die Funktion, als Taktgeber für die Aufrechterhaltung der notwendigen 50 Hetz-Netzspannung zu fungieren. Geringste Abweichungen führen ansonsten zu einem Netzzusammenbruch. Windkraft steht das Jahr über betrachtet nur an rd. 2 Monaten zur Verfügung und kann bei Überproduktion nur herab-, aber nicht heraufgeregelt werden. Das können nur Grundlastkraftwerke. Daraus folgt, dass es eine Zukunft ohne Kraftwerke bis auf weiteres nicht geben kann. Zwar können Sie den produzierten Strom aus regenerativen Energieträgern in Methangas durch Aufspaltung von Wasser und Wasserstoff mit Hilfe der Wasserstoffelektrolyse umwandeln und speichern, jedoch kostet dann die Kilowattstunde Strom rd. 2,00 EUR. Und der zur Erzeugung von Methangas notwendige Energieaufwand beträgt 80 %. Sie sehen, es ist nicht wirtschaftlich.

 

Das energiewirtschaftliche Institut der Universität Köln hat in 2016 freundlicherweise einmal die Kosten für die Einsparung von Co2-Emissionen ausgerechnet. Danach kostet die Einsparung von einer Tonne Kohlenstoffdioxid :

 

400,00 EUR bei Photovoltaik-Anlagen

135,00 EUR bei Offshore-Windkraftanlagen

 50,00 EUR bei Onshore-Windkraftanlagen

   6,00 EUR bei konventionellen Kraftwerken

 

Und auch ansonsten sind die Kosten pro Kilowattstunde erzeugter Strom aus regenerativen Energieträgern nicht marktfähig. Daher werden Sie ja auch vom Staat allein in 2016 mit 25 Mrd. EUR subventioniert. Seit Einführung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in 2000 sind das bisher mehr als 200 Mrd. EUR für gerade einmal 2,3 % Anteil des erzeugten Stroms aus Windkraftanlagen am Primärenergieverbrauch (2015, Quelle: BM für Wirtschaft und Energie) Um die Transparenz für Sie herzustellen, hier die Kosten pro kWh:

 

Kosten pro kWh für erzeugten Strom aus Windkraftanlagen:   

 Offshore: 19 Ct;  Onshore: 9 CtSolarstromanlagen : 14 Ct.Biogasanlagen:           14 Ct.Elektrolyseanlagen: 2,00 EUR/kWhfoss.Kraftwerke:       Braunkohle: 3,5 Ct;   Steinkohle: 6,5 Ct.Quelle: Prof. Dr.-Ing. Helmut Alt, FH Aachen Zum Abschluss Ihres Schreibens fragen Sie die Redaktion, ob es neuerdings Standard wäre, sozialpolitische Skandale als energiepolitische Skandale auszugeben und verweisen auf das im Film erwähnte Beispiel einer alleinerziehenden Frau, die dank der Energiepolitik der Bundesregierung mit 1000,00 EUR im Monat auskommen muss. Zugegeben: etwas polemisch ist dieses Beispiel auch aus unserer Sicht schon. Aber es ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Denn wenn die Bundesregierung für eine zum Scheitern verurteilte Politik wie die sog. Energiewende allein in 2016  rd. 25 Mrd. EUR aufwendet, dann fehlt dieses Geld naturgemäß an anderer Stelle. Die Einsparungen gehen in unserer Gesellschaft i.d.R. immer zu Lasten derjenigen, die sich nicht wehren können und keine Lobby haben. Dazu gehören eben auch die Alleinerziehenden. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit unserer Stellungnahme Ihre e-Mail ausreichend beantworten konnten und verbleiben mit freundlichem Glückauf  

Bernhard Blach            Michael Hauer 

Berufsverband Revierkohle e.V.

Aussenstelle Hamburg 

Stoeckhardstr. 11 B20535 Hamburg Tel.:040 – 251 46 84Fax: 040 – 24827429e-Mail: vorstand@revierkohle.de Büro NRW:Preussenstr. 6845888 Gelsenkirchen EnergiedienstTel.: 040- 644 232 00Fax: 040- 64423102 Steinkohle-und KesselberatungTel.: 09187- 90 7227 denn ohne Kohle läuft nichts www.revierkohle.de 

 

und hier der Solarförderverein in einer rundmail vom 02.08.2016


Haben Sie auch die widerwärtige Sendung gegen die Windenergie gesehen?
"Der Kampf um die Windräder" Mo, 01.08.16 um 21:45 Uhr.


Wir haben sie gesehen und wollen protestieren.

Dazu ein Schreiben von Dr. Rüdiger Haude, Öffentlichkeitsreferent des 
SFV an den verantwortlichen SWR:


Sehr geehrte Frau Schreckenberger,
ich habe mir die im Betreff genannte Reportage angeschaut und frage 
mich, mit welcher Motivation ein solches Lehrstück perfider Demagogie, 
das allen Grundsätzen journalistischer Aufrichtigkeit Hohn spricht, 
produziert und zur "prime time" im Ersten platziert wird. Für 
entsprechende Auskünfte wäre ich Ihnen (bzw. den zuständigen Stellen, 
an welche Sie meine Anfrage freundlicherweise weiterleiten) sehr 
verbunden.

Anhand weniger Stichworte möchte ich andeuten, was mich zu meinem 
harschen Urteil über diesen Beitrag bringt.

1) Es ist ein Kunststück, in einer 30-minütigen Dokumentation über 
Windenergie-Konflikte die Worte "Klima" bzw. "Klimawandel" nicht ein 
einziges Mal auftauchen zu lassen. An einigen Stellen lässt sich 
erahnen, wie in Wort und Bild alles herausgeschnitten wurde, was 
diesen Bezug erkennbar hätte machen können. Insbesondere bei den 
Angriffen auf den BUND (bei dem die schwierige Abwägung zwischen 
kurzfristigem Artenschutz und der fundamentalen naturschützerischen 
Aufgabe des Klimaschutzes gewiss nicht auf die leichte Schulter 
genommen wird) erscheint mir diese Vorgehensweise als zutiefst 
unanständig.

2) Als Kronzeugen wider den Lobbyismus der "Wind-Industrie" Politiker 
wie Michael Fuchs (CDU) auftreten zu lassen, der laut "Lobbypedia" 
jahrlang die Transparenzregeln des Bundestags brach, indem er 
Nebentätigkeiten verschwieg, und den der SPD-Politiker Thomas 
Oppermann aufgrund seiner energiepolitischen Affinitäten als 
"Atom-Fuchs" titulieren konnte, müsste für Journalisten doch Anlass 
sein, einmal zu untersuchen, wieviel Lobby-Aktivitäten in Berlin für, 
und wieviel gegen die Windenergie aktiviert wurden. Dass der Tenor der 
Reportage hier das Absurde streift und jedenfalls Propaganda an die 
Stelle von Journalismus gesetzt wurde, hätte eigentlich im Sender 
auffallen müssen.

3) Ist es neuerdings Standard bei der Redaktion von "report Mainz", 
den Fall einer alleinerziehenden Mutter, die bei zwei Jobs mit 1000 
Euro monatlich über die Runden kommen muss, als energiepolitischen und 
nicht als sozialpolitischen Skandal zu rubrizieren?
Ich könnte diese Auflistung lange fortsetzen. Kein Klischee der 
militanten (dieses Wort wähle ich mit Bedacht) Windkraftgegner a la 
"Vernunftkraft" wurde ausgelassen. Keines hätte bei einer kritischen 
Analyse Bestand.

Ich bin, ehrlich gesagt, ratlos darüber, was mit dieser Dokumentation 
bezweckt werden soll, nachdem doch der Bundestag vor wenigen Wochen 
die Energiewende in Deutschland bereits beerdigt hat - mit 
voraussichtlich schlimmen Konsequenzen für die Erderwärmung. Gilt das 
Treten auf einen Gegner, der bereits am Boden liegt, jetzt als fein?

Für eine Aufklärung über die Motive, die zur Produktion und zur 
Sendung dieses Beitrags geführt haben, wäre ich Ihnen daher sehr 
verbunden.

Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Rüdiger Haude

12 Aug 09:38

Ingesting MySQL data at scale – Part 1

11 Aug 15:51

Windows 10 Anniversary Update: Microsoft macht Secure Boot kaputt

Bei der Entwicklung des Anniversary-Updates für Windows 10 ist Microsoft ein peinlicher Fehler unterlaufen: Die ausgelieferte Version der Software enthielt Funktionen, die Secure Boot außer Kraft setzen. Das Unternehmen versucht, den Schaden zu begrenzen. (Windows 10, Microsoft)
11 Aug 14:58

Richter verurteilt Anwälte gleich mit

by Udo Vetter

Der aufsehenerregender Prozess um einen möglichen Mord- bzw. Totschlagsversuch auf dem Münchner Oktoberfest endete gestern mit einem Urteil. Viereinhalb Jahre soll die Angeklagte für den Messerstich in Haft. Neben der juristischen Kernfrage Notwehr bot das Verfahren auch kuriose Randaspekte. So zum Beispiel einen Vorsitzenden Richter, der nach der eigentlichen Urteilsbegründung über die Verteidiger der Angeklagten herzog, wie es etwa Spiegel Online heute schildert.

Den Anwälten scheint das Gericht nämlich zu unterstellen, sie hätten sich zu Mittätern gemacht. Und zwar bei der Präsentation eines bezahlten Entlastungszeugen. Diesen Zeugen gab es in der Tat. Jedenfalls soll neben dem (aufgeflogenen) Zeugen auch der Lebensgefährte der Angeklagten gestanden haben, dass er Geld für diese Aktion bereitstellte.

Außerdem ist dem Gericht ein Dorn im Auge, dass die Verteidiger mit dem Verletzten über statthafte Entschädigungssummen verhandelt haben. Ob man darin nun ein Schweigegeld sehen kann, hängt natürlich von den Umständen und den Inhalten einer möglichen Vereinbarung ab. Allerdings ist es keinem Angeklagten verwehrt, sich frühzeitig an das Opfer zu wenden und einen Täter-Opfer-Ausgleich anzubieten, wie ihn das Gesetz in § 46a StGB ausdrücklich vorsieht.

Da die Frau den Stich gestanden hat, konnte sie in dieser Hinsicht auch zweigleisig fahren. Dass sie dem Verletzten quasi vorsorglich Kompensation anbot, hinderte sie trotzdem nicht daran, weiter auf Notwehr zu plädieren. Wenn das Gericht die Bereitschaft zur Entschädigung quasi durch die Hintertür als Schuldeingeständnis wertet, wäre das sicherlich nicht in Ordnung.

Aber zurück zu den Anwälten. Sowohl beim angeblichen Schweigegeld als auch bei dem gekauften Zeugen sparte der Vorsitzende laut den übereinstimmenden Medienberichten nicht mit Wertungen, aber dafür umso mehr mit Fakten. Dabei kann jedenfalls ein dringender Verdacht (zum Beispiel auf versuchte Strafvereiteilung) gegen die Anwälte gar nicht vorliegen. Denn ansonsten wäre das Gericht verpflichtet, die Verteidiger auszuschließen (§ 138a StPO). Damit darf es auch nicht warten, um das Verfahren noch über die Runden zu retten.

Wenn aber – so überhaupt – nur ein einfacher Tatverdacht vorliegt, dann hätte sich der Richter seine Vorwürfe auch sparen können. Denn dann gilt für die betroffenen Anwälte jedenfalls uneingeschränkt die Unschuldsvermutung. Dann wäre es besser gewesen, die weiteren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abzuwarten. Die Strafkammer urteilte gestern über die Angeklagte, nicht über ihre Verteidiger.

Dass es Ermittlungen geben wird, ist allerdings wahrscheinlich. Die Staatsanwaltschaft hat in den turbulenten Tagen vor dem Urteil sowohl den gekauften Zeugen als auch den Financier, den Lebensgefährten der Angeklagten, festnehmen lassen. Am Ende standen jeweils Geständnisse, getreu der Erfahrung „U-Haft schafft Rechtskraft“. Wenn die Strafverfolger bei ihrer Linie bleiben, könnte es für die Anwälte durchaus noch sehr ungemütlich werden.

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11 Aug 14:54

o2 LTE-Roaming in mehr als 60 Ländern freigeschaltet

Roaming mit LTE in mehr als 60 LndernMehr als 100 Netze in 60 Ländern sind es schon, in denen o2-Kunden LTE-Roaming nutzen können. Welche das sind und wo die Übersicht zu finden ist, zeigen wir Ihnen.
11 Aug 14:50

Extracting city blocks from OpenStreetMap data

11 Aug 14:48

Cronzy Pen, der nächste Wunderstift zum Wundern

by Dieter Petereit

Letzte Woche wurde auf Indiegogo eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, die einen Stift finanzieren soll. Das besondere an dem Stift ist, dass er alle Farben dieser Welt selber mischen kann. Déjà vu.

Der Scribble, äh Cronzy Pen mit den 16 Millionen Farben

Während man den Begriff Scribble noch prima aus dem Englischen übersetzen kann, fällt das beim Begriff Cronzy schon deutlich schwerer. Das Wort gibt es nicht. Am nächsten dran ist das Wort Crony, das etwa mit alter Bekannter übersetzt werden kann. Und das trifft die Sache besser als die Macher es sich vermutlich vorgestellt haben.

Denn der Cronzy Pen ist tatsächlich ein alter Bekannter. Unter dem Namen Scribble Pen wird eine quasi identische Lösung seit Jahren angekündigt und auf verschiedensten Wegen mit immer neuem Geld versorgt. Erst vor einem knappen Monat fasste ich hier auf t3n zusammen, was letztlich von dem Projekt zu halten ist. Es erweist sich nämlich als durchaus dubios.

Beide Stifte sollen mittels Scanner Farben aus der Umgebung aufnehmen und dann intern zusammenmischen können. Im direkten Anschluss an den Scanvorgang steht die aus CMYK-Patronen gemixte Tinte zum Zeichnen bereit. Im eben genannten Beitrag stelle ich die Funktionsweise detaillierter vor. Schau dir auch das Promo-Video der Cronzy-Crew an:

Erstaunlich, nicht wahr? Das Projekt wird über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo finanziert. Das Ziel ist mit 200.000 Dollar angegeben, von denen zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels rund 40.000 Dollar bereits eingespielt sind. Cronzy setzt auf das Indiegogo-Modell des Flexible Funding, was bedeutet, dass sie auf jeden Fall das eingespielte Kapital bekommen werden, auch wenn und soweit das gesetzte Funding-Ziel nicht erreicht werden sollte. An dieser Stelle darf mit Fug und Recht das erste Warnlämpchen angehen.

Nachdem ich mich durch das bereitgestellte Video- und Bildmaterial gearbeitet habe, ist meine Skepsis nicht geringer als jene, mit der ich dem Scribble Pen begegnet bin. Lass mich das mal strukturiert erläutern.

Merkwürdigkeiten rund um Cronzy als Unternehmen

Bevor ich mich mit dem Produkt befasse, schauen wir auf das Unternehmen hinter der Kampagne. Natürlich verfügt Cronzy über eine sehr ansehnliche Website, der man durchaus einigen Erstellungsaufwand ansieht. Es mag ein Zufall sein, dass sie derjenigen des Scribble Pen überaus ähnelt. Wie es sich gehört, sind am Fuß der Seite auch die Social-Media-Accounts verlinkt. Erstaunlicherweise funktioniert von den angegebenen jedoch nur der Facebook-Account, Twitter und Google+ sind nicht hinterlegt. Hat da etwa einer das Template nicht sauber angepasst?

Cronzy behauptet, seinen Sitz in Los Angeles zu haben. Über den Informationsdienstleister Datalog findet man heraus, dass es sich bei Cronzy Inc. um ein im US-Bundesstaat Wyoming am 12. Mai 2016 gegründetes Unternehmen handelt. Als Betriebsanschrift ist 1875 Century Park East Suite 700 angegeben. Dabei handelt es sich um das Business Center Watt Plaza der Kette Premier Business Centers.

Watt Plaza bietet echten Büroplatz an, verfügt jedoch auch über das Angebot des sogenannten Virtual Office. Beim Virtual Office geht es Kunden vornehmlich darum, eine Meldeadresse sowie einen Service für ankommende Post und/oder Telefonate zu haben. Man muss nicht tatsächlich dort residieren. Ich konnte nicht recherchieren, welches Angebot Cronzy Inc. im Watt Plaza nutzt. Auf der Website ist keinerlei Adresse angegeben.

Die Website Cronzy.com wiederum wird erstaunlicherweise nicht in den USA gehostet, sondern liegt auf einem Server des deutschen Providers Hetzner in Nürnberg, wie ich mittels Tracert herausfand. Ruft man die per Tracert ermittelte Adresse im Browser auf, sieht man nur das Logo der Firma Revolife. Revolife ist eine Agentur aus Estland. Auf dem gleichen Server befinden sich weitere sechs Domains, alle mit Bezug zu russisch-sprachigen Angeboten oder Anbietern, teils aus Deutschland, teils aus anderen Ländern. Auch der slowenische, oder zumindest über eine slowenische Telefonnummer zu erreichende Homepagebaukasten Alphaspace findet sich auf dem Server. Von der Optik der damit zu erstellenden Seiten zu urteilen, könnte Cronzy.com durchaus mit Alphaspace gebaut worden sein. Damit gäbe es dann auch gleich eine Erklärung für das nicht vollständig angepasste Template.

Der Geschäftsführer von Cronzy, ein Herr namens Alex Leonets, gibt auf seiner Facebook-Seite an, aus Magdeburg zu stammen, dann in Kiew studiert zu haben und nun in Los Angeles zu leben. Vielleicht sogar um letztere Behauptung zu untermauern, postete er im Mai 2016 zwei Runkeeper-Aktivitäten auf Facebook. Bei einer davon findet sich eine Aufzeichnung des gelaufenen Weges. Dieser Lauf fand danach in Los Angeles statt. Insgesamt verzeichnet das Runkeeper-Profil von Alex Leonets nur vier Aktivitäten, alle von Anfang Mai. Zwei davon sind mit der Map von Los Angeles hinterlegt, bei zweien ist der Kartenausschnitt als privat markiert. Frühere oder spätere Aktivitäten gibt es nicht.

Die im Promo-Video zu sehende Stadt ist mit großer Wahrscheinlichkeit Kiew in der Ukraine und nicht etwa Los Angeles in Kalifornien.

Alex Leonets ist ansonsten ein unbeschriebenes Blatt. Im Internet ist so gut wie nichts über ihn zu erfahren. Sein Facebook-, wie sein LinkedIn-Profil wirken wie gerade rechtzeitig eröffnet und bestückt, um Cronzy glaubhaft vertreten zu können. Auf der Seite der Kampagne stellt Leonets auch sein Team vor, allerdings beschränkt er sich auf Bilder mit Vornamen. Nachnamen oder weitere Hintergrundinfos zum Team werden nicht geboten. Was die Beteiligten warum und wie qualifiziert, an diesem Projekt zu arbeiten, bleibt völlig im Dunklen.

Fazit: Für ein Projekt, das dein Geld will und es aufgrund der gewählten Funding-Methode auf jeden Fall behalten wird, gibt es deutlich zu wenige Informationen zu Unternehmen und Team. Keine deutsche Bank würde auf der Basis dieser Infos auch nur einen Kredit vergeben. Auffällig ist zudem die breite Vielfalt verschiedener Länder, die in dieser Kampagne auf die eine oder andere Weise eine Rolle spielen.

Es scheint, als habe man versucht, auf die Kritik am Scribble-Projekt zu reagieren und den Eindruck von mehr Transparenz zu erschaffen, ohne sie tatsächlich zu bieten.

Merkwürdigkeiten rund um Cronzy als Produkt

Ebenso wirken die Informationen, die man zum Produkt bereitstellt. Es werden konsequent die Punkte bearbeitet, die man bei Scribble zu Recht kritisiert hat. Es gibt klare technische Daten, es gibt animierte Explosionszeichnungen. Prototypen werden im Video gezeigt, einer davon sogar sehr ausführlich:

Erstaunlicherweise werden in dem langen Video nur drei von vier sichtbaren Farben erzeugt. Zudem hält der Tester den Stift überaus seltsam. Dennoch muss man sagen, dass hier zumindest eine funktionierende Einheit gezeigt wird. Warum sie funktioniert und wie ist allerdings fraglich.

Schaut man sich die Konstruktion in Kombination mit dem Promo-Video an und achtet auf die Details, ergeben sich weitere Fragezeichen. Nehmen wir mal diese Illustration:

Explosionszeichnung des Cronzy Pen. (Quelle: Cronzy Inc.)
Explosionszeichnung des Cronzy Pen. (Quelle: Cronzy Inc.)

Das sieht auf den ersten Blick doch recht durchdacht aus. Die vier CMYK-Patronen liegen in einer Art Tampon-Form nebeneinander und werden unten von einer Düseneinheit angeschlossen. Die Patrone für die Farbe Weiß wird oberhalb der eben genannten Patronen eingesteckt und dort von einer Nadel angepiekt, die sich nach unten durch die CMYK-Patronen verlängert.

Unten am Stift kommen also fünf Nadeln für die fünf unterschiedlichen Farben an. Aber, wo werden die denn nun gemischt? Eine Mischeinheit ist offenbar nicht vorgesehen.

Sollte das Innenleben des Stiftes so aussehen wie dargestellt, gibt es eine weitere Seltsamkeit. Schau dir nochmal das Promovideo an und scrolle zur Position 2:10. An dieser Stelle dreht die nette Dame aus dem Video nämlich die Spitze des Stiftes ab, wählt eine andere und dreht diese wieder auf. Dabei fällt auf, dass sowohl der Stift, wie auch der Spitzenaufsatz an den Kontaktstellen hohl sind. Nadeln oder ähnliches sind nicht zu sehen. Wie kommt die Tinte aufs Papier?

Der Stift ist zumindest am oberen Ende hohl. (Quelle: Promovideo von Cronzy Inc.)
Der Stift ist zumindest am oberen Ende hohl. (Quelle: Promo-Video von Cronzy Inc.)
Die Wechselspitze ist allerdings erstaunlicherweise ebenfalls hohl. (Quelle: Promovideo von Cronzy Inc.)
Die Wechselspitze ist allerdings erstaunlicherweise ebenfalls hohl. (Quelle: Promo-Video von Cronzy Inc.)

Würde der Stift denn auch tatsächlich so konstruiert sein, wie die Konstruktionsskizze suggeriert, würdest du die Spitze gar nicht schrauben können. Denn auf diese Weise verbögest du unweigerlich sämtliche Tintennadeln. Seltsam, oder?

In diesem Zusammenhang wirf mal einen Blick auf dieses Bild aus dem Hause Cronzy. Hier wird der schwarze Stift mit den mitgelieferten Wechselspitzen gezeigt:

Wechselspitzen: Hohl und mit Innengewinde. (Quelle: Cronzy Inc.)
Wechselspitzen: Hohl und mit Innengewinde. (Quelle: Cronzy Inc.)

Im Gegensatz zum Stift im Video, der ein Außengewinde hat und in den Stiftkörper eingedreht wird, zeigt das Bild Spitzen mit Innengewinde, die auf den Stift aufgedreht würden. Ja, was denn nun?

Fazit: Speziell das Fehlen einer Mischeinheit lässt mich stutzen. Denn das ist der wichtigste Part, der zugleich auch das größte Problem darstellt. Zu den grundsätzlichen Problemen im Umgang mit Tinte, sowie deren Verarbeitungsweise habe ich bereits im Artikel zu Scribble einige weitere Aspekte genannt.

Wenn wir schon dabei sind, lass uns gleich noch darüber nachdenken, wozu man einen Cronzy Pen denn überhaupt brauchen sollte. Wo ist der Markt dafür? Ich meine klar, momentan wird die Kampagne gut unterstützt. Auf den ersten Blick scheint der Nutzen auf der Hand zu liegen. Aber mal im Ernst. Ich habe keine Verwendung für ein solches Produkt. Das liegt nicht nur an der zu erwartenden Anfälligkeit für Störungen aller Art. Ich pflege schlicht nicht durch die Landschaft zu tanzen, wie die junge Dame im Promo-Video, um mich spontan farblich in einer Weise inspirieren zu lassen, dass ich es direkt zu Papier bringen müsste. Spontane Skizzen fertige ich natürlich dennoch an. Aber Tinte habe ich dazu noch nie verwendet. Denk mal nach, warum nicht?

Kleiner Exkurs: Cronzy Spray

In Kürze ebenfalls erhältlich soll das nicht von der Kampagne betroffene Produkt Cronzy Spray sein. Abgesehen davon, dass es vom Formfaktor und dem so vorhandenen größeren Nutzraum her eine weit kleinere technische Herausforderung darstellen würde, stellt sich ziemlich direkt nach dem Anschauen der Produktbilder die Frage, ob die das denn nun wirklich ernst meinen.

Das Cronzy Spray wirkt auf mich, als hätte es Extra3 oder die Heute-Show entworfen. (Quelle: Cronzy Inc.)
Das Cronzy Spray wirkt auf mich, als hätten es die Spaßvögel  von Extra3 oder der Heute-Show entworfen. (Quelle: Cronzy Inc.)

Besonders die Düse hat es mir angetan. Es handelt sich offenbar um eine handelsübliche Düse, wie sie bei jeder Lack- oder auch Deospraydose verwendet werden würde. Soll das eine Einwegdüse sein, die man vor jedem Farbwechsel tauschen muss oder war es nicht vielleicht doch schlicht die Fantasie, die da mit dem Grafiker durchgegangen ist?

Generell wäre auch interessant zu erfahren, was den erforderlichen Sprühdruck erzeugen soll und wie. Du merkst schon. Dieses Produkt halte ich für absolut unwahrscheinlich. Generell könnte man ein solches großvolumigeres Projekt technisch sicherlich leichter an den Start bringen, aber man würde mit Sicherheit eine ganz andere Sprühtechnik und einen ganz anderen Formfaktor wählen.

Cronzys Stellungnahme

Natürlich habe ich mich auch in diesem Falle an den angeblichen Hersteller gewendet, um die offenen Fragen und Seltsamkeiten zu klären. Nachdem ich auf meine Mails an den Pressekontakt keine Antwort bekam, beschickte ich alle der angegebenen E-Mail-Adressen mit meinem Anliegen. Wenig erstaunlich für mich, dass ich auch nach zwei Tagen keinerlei Antwort erhielt.

Was das zu bedeuten hat, kann jeder für sich selbst bewerten.

11 Aug 13:32

Einfahrverbot für Diesel immer wahrscheinlicher

by Ulrich Lobinger
Vor knapp einem Jahr, am 1. September 2015, trat Stephanie Jacobs (39) ihr Amt als Umwelt- und Gesundheitsreferentin an. Seitdem musste sie sich in eine Fülle von Themen einarbeiten – ob Luftreinhaltung, Ärzteversorgung oder Bestattungswesen. Das Spektrum reiche „von der Wiege bis zur Bahre“, sagt Jacobs. Am Mittwoch erreichte Jacobs dann noch die Nachricht, dass die Bundesregierung die Einführung der Blauen Plakette auf Eis gelegt hat – ein Rückschlag im Kampf um saubere Luft in München, wie die Referentin im Merkur-Interview einräumt.
11 Aug 13:32

Vorratsdatenspeicherung: Regierung will jede Art von Kommunikation auswerten

Ganz egal, wie Nutzer im Netz kommunizieren: Bundesinnenminister de Maizière will alle Anbieter dazu verpflichten, die Verbindungsdaten auf Vorrat zu speichern. (Störerhaftung, Instant Messenger)
11 Aug 07:24

Show HN: Give 7B people an instant physical address

11 Aug 07:23

Microsoft proves backdoor keys are a bad idea

11 Aug 07:15

Algolia (YC W14) wants to bring transparency to service-level agreements

11 Aug 07:10

Vollverschleierung: Union diskutiert über Burkaverbot

by ZEIT ONLINE: Deutschland -
Gemeinsam wollen die Innenminister der Union bald ein neues Sicherheitskonzept vorstellen. Uneinigkeit herrscht unter anderem noch über Regeln zur Vollverschleierung.
10 Aug 19:17

Türkei: Bundesländer rücken von Islamverband Ditib ab

by ZEIT ONLINE: Deutschland - Tilman Steffen
Nach den Massensuspendierungen in der Türkei prüfen immer mehr Bundesländer ihre Zusammenarbeit mit islamischen Verbänden. Besonders im Fokus ist die staatsnahe Ditib.
10 Aug 19:16

Türkei: Erdoğan vergleicht Vorgehen mit Zeit nach Wiedervereinigung

by ZEIT ONLINE: Ausland -
Der türkische Staatschef verbittet sich die Kritik Deutschlands an Massenentlassungen und -verhaftungen seit dem Putschversuch. Er bemüht einen verblüffenden Vergleich.
10 Aug 19:16

Smart Home: Bluetooth-Schlösser senden Passwort im Klartext

Smart Home: Bluetooth-Schlösser senden Passwort im Klartext

Hacking-Spaß mit dem "smarten" Haushalt: Auf der Defcon 24 in Las Vegas haben Sicherheitsexperten gezeigt, mit welchen verhältnismäßig einfachen Mitteln so ein Smart Lock auszutricksen geht.

10 Aug 18:25

Im Anhang noch ein Ablaufplan

by Udo Vetter

Aus der Menge unerfreulicher Mails, die einen Anwalt so erreichen, stach am Montag eine besonders heraus. Jemand, den ich früher mal als Anwalt vertreten habe und zu dem aktuell kein konkretes Mandatsverhältnis besteht, fragte per Mail nach einem Besprechungstermin für einige juristische Probleme.

So weit natürlich kein Ding. Leider gab es den zweiten Teil der Mail. Darin schilderte der Betreffende einen unerträglichen Druck, dem er sich ausgesetzt fühle. Und dann erklärte er mir, wie er diesen Druck zu lindern gedenke. Abgesehen davon, dass er mich wegen der juristischen Sachen als Anwalt beauftragen möchte. Nämlich, ich fasse zusammen, durch einen Amoklauf.

Es folgte ein sehr detaillierter Ablaufplan, wie der Betreffende an einem der nächsten Werktage vier Personen binnen ca. 90 Minuten metzeln würde. Darunter einen Richter und die Ehefrau eines Polizisten. Alles inklusive (existierender) Namen, inklusive (existierender) Adressen und plausibler örtlicher Gegebenheiten. Und dann jeweils eine detaillierte Schilderung der Tötungsprozedur. Diese war wiederum angelehnt an einschlägig bekannte Filmmotive.

Ich habe mir die Mail ein paar Mal durchgelesen. Und dann ins Gesetz geschaut, nämlich den § 138 StGB (Nichtanzeige geplanter Straftaten). Zu gern wäre ich zu dem Ergebnis gekommen, dass das „Vorhaben“ jedenfalls nicht „glaubhaft“ rüberkommt. Das war mir aber leider nicht möglich.

Die anwaltliche Schweigepflicht half auch nicht weiter. Zum einen, weil es noch kein aktuelles Mandatsverhältnis gab. Zum anderen, weil das Anwaltsprivileg (§ 139 Abs. 3 StGB) ausdrücklich nicht für Mord oder Totschlag gilt. Auch eine eventuell bestehende Schweigepflicht hätte mir also juristisch nichts gebracht, wenn etwas passiert wäre.

Ich habe also die Polizei informiert. Der bisher einzige Fall in mehr als 20 Berufsjahren, in dem ich einen (Fast-)Mandanten, der sich an mich gewandt hat, angeschwärzt habe. Ich hoffe, das passiert mir so schnell nicht wieder.

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10 Aug 15:11

iPhone und iPad: Nach iOS-Update Durcheinander in Bilder-Ordnern

Probleme nach iPhone-Firmware-UpdateNach einem iOS-Update können bei iPhone und iPad Probleme mit den vom PC oder Mac via iTunes synchronisierten Fotos auftreten. Wir beschreiben einen Workaround, der bis zu einer Lösung durch Apple genutzt werden kann.
10 Aug 13:09

Joschka Fischer: "Das hätte uns 68er vor Fehlern bewahrt"

by ZEIT ONLINE: Zeitgeschehen -
Was hat Joschka Fischer zu spät im Leben erkannt? Dass der Rechtsstaat entscheidend ist, sagt der frühere Außenminister dem ZEITmagazin.
10 Aug 13:04

Briten kürzen Subventionen drastisch – während Südaustraliens „grüner Traum“ ein Alptraum wird.

Wir haben nicht die Lücke übersehen, welche die Nach-dem-Brexit Briten nun besetzen, mit Theresa May dem Ministerium für Energie und Klimawandel den Garaus machen und die Arbeit von David Cameron beenden, als er die Windenergie Subventionen gekürzt und die Entscheidungen und Veto zur Windparkplanung zurück an die lokalen Gemeinden delegierte. Obiges Ministerium wurde von Trotskisten bevölkert, versessen mit diesen Dingen ganz Großbritannien zu überziehen. Nun ist es weg.

In diesem klugen, kleinem Bericht von Nick Cater [siehe nächsten Absatz], ist es offensichtlich, dass das Vereinigte Königreich auf dem besten Weg ist, seinen wahnsinnigen Ansturm auf Windkraft umzukehren, während Südaustralier für Generationen auf eine dunkle und düstere Zukunft blicken können [wie die Deutschen, der Übersetzer].

Grüne Träume versetzen Südaustralien in einem traurigen Zustand

The Australian

Nick Cater

19. Juli 2016

Es ist ein wenig zu früh, um ein Urteil über Großbritanniens neue Premierministerin zu fällen, aber wenn The Independent die Ökos (Tree huggers  ~ wörtlich Baum-Umarmer] entschuldigt, "einen historischen Fehler globalen Ausmaßes" gemacht zu haben, dann spürt man, sie [Theresa May] ist auf dem richtigen Weg.

Stunden nach ihrem Amtsantritt, schaffte Theresa May das Ministerium für Energie und Klimawandel ab , ein Ungetüm, durch Labours Gordon Brown im Jahr 2008 in der irrigen Annahme ins Leben gerufen, der erste Schritt in Richtung Lösung eines Problems, ist eine außerordentliche Bürokratie einzurichten. Umwelt-Korrespondent Ian Johnston verurteilte die ketzerische Handlung der Premierministerin - es war der Beweis, wenn eines Beweises bedurft hätte - dass May "über die globale Erwärmung nicht im geringsten verstört" ist.

May‘s Unvernunft wurde aus Sicht des britischen, kosmopolitischen Establishments durch die Ernennung von Boris Johnson zum Außenminister verschlimmert. Die Liste der vermeintlichen Fehlgriffe, die Johnson ungeeignet als Abgesandten machen, beinhaltet Skepsis zum Klima und Unterstützung für Israel, bei einem Besuch in den palästinensischen Gebieten zum Ausdruck zu bringen.

Johnson Ernennung war "eine peinliche Entscheidung epischen Ausmaßes" donnerte Kevin Maxwell vom The Independent. "May hat ... Britanniens internationale Präsenz und Status untergraben und gibt uns der globalen Lächerlichkeit preis."

Die Angst vor dem Abstieg in die globale Lächerlichkeit beunruhigt Kommentatoren auf der Linken in der Art und Weise, wie ihre Pendants auf der Rechten sich sorgen, ein Triple-A-Rating zu behalten. Letzteres ist ein Maß für das wirtschaftliche Risiko eines Staates; das andere Maß zeigt das Risiko der politischen Korrektheit und die Ernsthaftigkeit, mit der die Führer die Pietät des täglichen Geschäfts beachten.

Die Wahl von Politikern wie Mai und Johnson, welche die herkömmliche Meinung herausfordern, ist ein erfrischender Moment für die britische Politik. Sklavischer Gehorsam gegenüber den "Experten" des Klimawandels, kam Großbritannien und seinen Bürger teuer.

Es ist ein Maß für die Pervertierung des Klimawandels Dogma, dass das Versprechen von May, eine billige und zuverlässige Energieversorgung wieder herzustellen, als subversiv angesehen wird. Großbritanniens Erfolg, nun außerhalb der EU, wird sich mit internationaler Wettbewerbsfähigkeit durchsetzen oder scheitern. Der Preis für Strom, eine unverzichtbare Grundvoraussetzung in jedem Geschäft, könnte bestimmen, ob das Land abrutscht oder floriert.

Das bringt uns zu dem traurigen Zustand von Südaustralien, wo die Folgen einer seltsamen und widersprüchlichen Energiepolitik seit kurzem deutlich werden.

Vor zwei Jahren kündigte Jay Weatherill an, seine Regierung würde ihre Ziele für erneuerbare Energien in diesem Jahr auf 50 Prozent für 2025 erhöhen. Dieses „schafft Arbeitsplätze und erhöht die Investitionen in fortschrittliche Fertigungsindustrie", versprach der Premier.

Der Erfolg dieser Politik, wie praktisch jeder andere Plan, um Südaustraliens darbende Wirtschaft zu fördern, würde natürlich auf einem erheblichen Zuschuss aus dem Commonwealth beruhen, in diesem Fall für das Ziel „erneuerbare Energien“, das dann in Überprüfung war.

Nun blieb das Ziel der Erneuerbaren bestehen, mit einigen Anpassungen, aber die Tausende von Arbeitsplätzen, die Weatherill versprach, blieben. Die Arbeitslosigkeit liegt bei 7 Prozent und damit deutlich über dem nationalen Durchschnitt.

Nicht nur das, aber einige der größten Arbeitgeber in Südaustralien, darunter BHP Billiton, Arrium und Nyrstar, warnen vor Abschaltungen der Energieversorgung nach der Schließung der Port Augusta Kohlekraftwerke in diesem Jahr, was Instabilität bei der Versorgung bedeutet. Übernimmt die Landesregierung die Verantwortung für seine Überinvestitionen in launenhafte Windgeneratoren? – kein bisschen davon.

Dies wiederum ist die Schuld des Gemeinwesens, ein „weiteres Beispiel für das Scheitern des sogenannten nationalen Energiemarkts", behauptet Finanzminister Tom Koutsantonis, der auf kohle-erzeugte Energie von weniger aufgeklärten Staaten setzt, um eine Wende von Südaustraliens Wirtschaft zu erreichen.

Labours Fata Morgana grüner Arbeitsplätze und Wohlstand, ist einer der grausamsten Täuschungen der australischen Wähler seit Amtsbeginn. Es war die Ausrede für Weatherill und seinem aufgeblähten Gefolge, im Dezember 2015 eine 13.000 Dollar Rechnung im Paris-Opera Hotel zu verursachen, während sie an der COP-21-Klimakonferenz teilnahmen.

Wenn Südaustraliens Transformation zu einer Windenergie betriebenen Wirtschaft funktioniert, warum müssen wir dann das ineffiziente Stahlwerk in Whyalla unterstützen? Wenn die Kosten für die Erzeugung erneuerbarer Energie als De-facto-Kohlendioxid-Steuer wirken, zwingt es Energiefresser wie Arrium [Energie und Rohstoffe, Aktienkurs 1 Eurocent] ihr Geschäft zu schließen, sollte die Landesregierung dann nicht eine gut gemachte Arbeit feiern, anstatt für einen weiteren Zuschuss plädieren?

Die Weatherill Regierung kämpft nicht allein mit den Widersprüchen einer Dekarbonisierung der Wirtschaft. Die Armen [Leute], so wird uns gesagt, leiden am meisten unter dem Klimawandel und werden so am meisten von dessen Milderung profitieren. Doch in der Praxis funktioniert der Umverteilungseffekt in die andere Richtung: Milderung straft die Armen, während die Reichen Subventionen und Pfründe absahnen.

In Großbritannien, wo die Strompreise sich in den letzten 10 Jahren verdoppelt haben, ist die Zahl der „Energie-Armen“ Haushalte auf 2,3 Millionen gestiegen, nach dem „Ausschuss gegen Energiearmut“ der Regierung. Bürokraten und Politiker reden ernsthaft über "die Lücke der Energiearmut zu schließen", aber die beiden am nächsten liegenden Lösungen, billigere Energie und eine höhere Bezahlung unterstützt durch Produktivität, werden zu Gunsten der Wohlfahrt übersehen. Nach der letzten Erfassung kosteten die Zuschüsse für Heizkosten, Schlechtwetter-Geld und Rabattsysteme für warme Häuser, den Fiskus über 4,5 Milliarden Dollar (2,6 Mrd. Pfund) im Jahr.

Ein Jahrzehnt nach Al Gores „Eine unbequeme Wahrheit“ ist die globale Erwärmung abgekühlt, ist es Zeit, Bilanz über die Konsequenzen zu ziehen. Eine Rückkehr zur industriellen Intervention, getrieben durch moralische Panik, hat von europäischen Volkswirtschaften einen hohen Preis gefordert und, in geringerem Maße, von Australien. Als Reaktion auf die Ermahnungen heiliger Experten wie der britische Nicholas Stern, haben die Regierungen den Trend zu erleichterten Regulierung und der Privatisierung von Versorgungsleistungen umgekehrt und unangekündigt ein Maß an zentraler Planung (erstmalig wieder seit dem Zweiten Weltkrieg) eingeleitet. Wir erleben die Rückkehr von Zielen und Pläne, untermauert mit einer illiberalen Verachtung für Menschen, die als verschwenderische Energieverbraucher angesehen werden und deren Verhalten korrigiert werden muss.

Re-Engineering der Energiebasis der gesamten Weltwirtschaft war ein kühner Ehrgeiz; Technokraten, die die Größe der Aufgabe unterschätzten und die Stärke der Regierung überschätzten - Technokraten sind anfällig dafür.

In Südaustralien ist die Tragödie a ´la Miniatur in Kraft gesetzt. Die Regierung rühmt sich mit Fantasie-Arbeitsplätzen und einer Fantasie Grüne-Technik Zukunft, während sie die Eigentümern des Pelican Point Kraftwerks [Nähe Adelaide] anfleht, ihre gasbefeuerten  Turbinen aus der Mottenkiste  zu nehmen. Und die technokratischen Kobolde, die dieses Chaos geschaffen haben, suchen die Schuld bei jedem, aber nicht bei sich selbst.

Der Autor, Nick Cater ist Geschäftsführer des Menzies Research Centre [Medizinisches Institut der Universität von Tasmanien]


The Australian

Erschienen auf StopTheseThings am 29.07.2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://stopthesethings.com/2016/07/29/brits-slash-subsidies-to-wind-power-as-south-australias-green-dream-turns-nightmare/

10 Aug 11:57

TTIP: Selbst Gabriels Experten glauben nicht mehr dran

by ZEIT ONLINE: Wirtschaft -
Ein Gutachten des Wirtschaftsministeriums dürfte dem Kanzleramt nicht gefallen: Die Fachleute im Ressort von Sigmar Gabriel halten TTIP für einen hoffnungslosen Fall.