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06 Sep 10:33

Streaming: So viel Werbung verpassen deine Kinder bei Netflix und Co.

by Jörn Brien

Bei Streamingdiensten wie Netflix oder Amazon Prime Video werden Filme oder Serien nicht durch Werbung unterbrochen. Kinder könnte das jedes Jahr vor sechs Tagen Spots am Stück bewahren.

Netflix und Co.: Streaming ohne Werbespots

Aktuellen Zahlen zufolge schauen 43 Prozent aller Internetnutzer in Deutschland Filme und Serien über kostenpflichtige Streamingangebote wie Amazon Prime Video, Netflix, Sky oder Maxdome – auch Kinder. Dabei bekommen sowohl die Kleinen als auch die Großen, anders als im TV, keine Werbespots zu sehen. Ein Branchenbeobachter hat jetzt ausgerechnet, dass das Streaming via Netflix und Co. Kinder vor 150 Stunden Werbeanzeigen bewahrt.

Bei Netflix schauen Kinder keine Werbespots – Product Placement gibt es aber auch. (Foto: Netflix)
Bei Netflix schauen Kinder keine Werbespots – Product Placement gibt es aber auch. (Foto: Netflix)

Die Rechnung ist ganz einfach, gilt aber so nur für die USA: Demnach schauen US-Kinder im Alter zwischen zwei und 18 Jahren durchschnittlich 1,8 Stunden pro Tag gestreamte Filme und Serien – also rund 650 Stunden pro Jahr. Im US-Fernsehen sind 14 Minuten Werbung pro Stunde erlaubt. Das bedeutet, dass ein Kind, das ebenso viele Stunden vor dem Fernseher verbringen würde, 150 Stunden Werbespots im Jahr ausgesetzt wäre, das sind ganze sechs Tage durchgängige Werbung.

Für Deutschland ist eine ähnliche Rechnung nur schwer aufzustellen, da es anders als in den USA keine aktuellen Zahlen zur Nutzung von Streamingdiensten durch Kinder und Jugendliche gibt. Schaut man sich den Fernsehkonsum von deutschen Kindern zwischen drei und 13 Jahren an, so beträgt dieser 58 Minuten am Tag, was rund 354 Stunden pro Jahr entspricht. In Deutschland sind privaten Sendern bis zu zwölf Minuten pro Stunde an Werbung erlaubt. Damit würden Kinder bis 13 Jahre im schlimmsten Fall 71 Stunden Werbung pro Jahr sehen – immerhin fast drei Tage. Bei Teenagern dürften die Zahlen entsprechend etwas höher sein.

Product Placement bei Netflix und Co.

Allerdings ist die Rechnung natürlich etwas einfach – schließlich kommen die Filme und Serien bei den Streamingdiensten nicht ganz ohne Werbung aus. Statt auf gekennzeichnete Werbeblöcke wird dort auf Product Placement gesetzt. Bei der Netflix-Serie „House of Cards“ kommen etwa Apple, Samsung, Oneplus, Dell, Acer, CNN oder Budweiser zum Zuge. Product Placement ist wiederum auch im TV keine Seltenheit mehr.

Auch interessant: Ist es verboten das eigene Netflix-Passwort zu teilen? Das Unternehmen sagt Nein

via www.independent.co.uk

06 Sep 10:32

Office Suite: Apache denkt über mögliches Ende von Openoffice nach

Dennis Hamilton hat eine Diskussion die Zukunft der freien Officesuite angestoßen. Für den Vorsitzenden des Apache Openoffice Project Management Committee (PMC) gehört dazu auch ein mögliches Aus für das Projekt. (Openoffice, Office-Suite)
06 Sep 10:32

Was bei TTIP und CETA verhindert werden muss, ist beim Klimawandel richtig

Umweltinstitut München e.V: TTIP und CETA stoppen! Für einen gerechten Welthandel!
Beide Abkommen enthalten zudem Investitionsschutzkapitel, die es Konzernen erlauben, Staaten auf Schadensersatz zu verklagen, wenn politische Entscheidungen den Wert von Investitionen oder Gewinnerwartungen schmälern.
Beim Klimawandel ist es auf einmal anders herum richtig. Da „gieren“ unsere NGO-Weltretter und die Berliner Politik geradezu danach, dass weltweit sich betroffen erklärende Deutschland und seine Wirtschaft vor internationalen Gerichtshöfen verklagen dürfen.

Klimaretter.Info 23. August 2016: Klimaseniorinnen verklagen Schweiz
Mehr als 100 Seniorinnen aus der Schweiz wollen ihren Staat verklagen. Grund ist die verfehlte Klimapolitik, die zu einer Zunahme gesundheitsbelastender Wetterextreme führt, berichtet der Zürcher Tages-Anzeiger.
"Klimaschutz per Gericht" entwickelt sich derzeit zum wichtigen Standbein im Kampf gegen Treibhausgase. Mit dem Paris-Vertrag gibt es aller Voraussicht nach bald eine starke völkerrechtliche Grundlage dafür. Erfolgreich waren bereits Privatklagen wegen unterlassenem Klimaschutz gegen Regierungen in den Niederlanden und in Pakistan sowie in mehreren US-Bundesstaaten. Noch nicht entschieden sind die Klagen von elf prominenten Belgiern gegen Bundes- und Landesregierungen sowie die Klage eines Peruaners gegen den Kohlekonzern RWE. Auf den Philippinen geht auch eine Regierungskommission juristisch gegen 47 Weltkonzerne vor.

Auf dem jüngsten Petersberger Klimagipfel hat Frau Merkel dazu erklärt, wie sehnlichst sie es wünscht, auch für das Klima des Deutschen Bürgers Geld in die Welt zu verschleudern. Neben dem, dass sie nicht die geringste Spur von Zweifel an der Klimahysterie zulässt (ob sie wirklich daran glaubt, lässt sich nicht ergründen), übergibt sie bedenkenlos die Souveränität an Banken und ausländische Gremien:

Die Bundesregierung: Rede von Bundeskanzlerin Merkel zum VII. Petersberger Klimadialog am 5. Juli 2016
(Da die Rede sehr lang ist, anbei nur ganz kurze Auszüge, Hervorhebungen durch den Autor)
In Paris hat sich zum ersten Mal die gesamte Weltgemeinschaft dazu verpflichtet, den Klimawandel einzudämmen. Alle Staaten haben sich zu dem Ziel bekannt, die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten und sie möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Alle Staaten haben sich bereiterklärt, dazu ihren Beitrag zu leisten.
Wir haben eine neue Etappe vor uns. Wenn man das genau durchdenkt, wird die Sache jetzt noch ernster. Es wurden Verpflichtungen eingegangen. Und nun müssen diese auch eingelöst werden.

Nicht nur bei uns, sondern in allen Regionen der Welt gibt es sehr viel Bewegung. Die globale Transformation hat bereits begonnen.

Was die globale Transformation ist und bedeutet kann man an verschiedenen Stellen nachlesen:

PIK Vizechef Edenhofer: Die Besitzer von Kohle, Öl und Gasvorkommen müssen enteignet werden.

Eine Zusammenfassung findet sich in einem erklärenden Dokument von EIKE: „kurze und verständliche Fassung des Dokuments des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderung vom 7. April 2011. [http://www.wbgu.de/]“:

Auszug (Hervorhebungen durch den Autor): Welt im Wandel - Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation
1.Ein neuer Gesellschaftsvertrag (S. 1 der Kurzfassung)
Das kohlenstoffbasierte Weltwirtschaftsmodell ist normativ unhaltbar, gefährdet das Klimasystem und die Existenzgrundlagen zukünftiger Generationen. Transformation zur Klimaverträglichkeit ist moralisch geboten. Der WBGU versteht den Umbruch des fossilen ökonomischen Systems als Beginn einer "Großen Transformation".
Die politischen Instrumente für die Transformation sind bekannt. Sie werden tiefgreifende Änderungen von Infrastrukturen, Produktionsprozessen, Regulierungssystemen und Lebensstilen sowie ein neues Zusammenspiel von Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft umfassen.
Die "Große Transformation" will das "Unplanbare" gestalten. Die Gesellschaften müssen auf einen Weltgesellschaftsvertrag für eine klimaverträgliche und nachhaltige Weltwirtschaftsordnung umgestellt werden. Individuen, Zivilgesellschaften, Staaten, Staatengemeinschaften müssen eine kollektive Verantwortung zur Vermeidung des Klimawandels und anderer Gefährdungen des Erdsytems übernehmen. ... Zentrales Element ist der "gestaltende Staat".
Merkmale großer Transformationen

Die vor uns liegende Transformation ist sehr groß und nur vergleichbar mit dem Übergang des Menschen zum Ackerbau in der Jungsteinzeit (neolithische Revolution), sowie der Industriellen Revolution (Übergang von der Agrar- in die Industriegesellschaft).
Internationale Kooperation der Staatengemeinschaft mit dem Aufbau von Strukturen für die globale Politikgestaltung (global governance).

Staatszielbestimmung Klimaschutz verfassungsrechtlich verankern. Legislative, Exekutive, Judikative sind zum Handeln verpflichtet. Die öffentlichen Verwaltungen sollen ein klimapolitisches Mainstreaming durchlaufen. Im Gesetzgebungsverfahren könnte eine "Zukunftskammer" institutionalisiert werden. 3. Erweiterte Informations-, Beteiligungs-, Rechtsschutzmöglichkeiten für Bürger, NGO’en ... Zulassung von überindividuellen Verbandsklagen.

Forschung und Wissenschaft sollten Dialoge anstoßen, u. a. mit Visionen für eine "dekarbonisierte Gesellschaft", zu den Anforderungen an die Transformation, usw. bis hin zu kulturellen und künstlerischen Veranstaltungen.
"
Der ’fossilnukleare Metabolismus’ der Industriegesellschaft hat keine Zukunft. ... ein neuer Contrat Social muss geschlossen werden.

(Weiter beim) Petersberger Klimadialog: Zum ersten Punkt: Dass wir Langfriststrategien brauchen, liegt auf der Hand, weil wir festgelegt haben, dieses Jahrhundert zu einem Jahrhundert der Dekarbonisierung zu machen.
Eine Vielzahl von privaten Investoren handelt aus eigenem Antrieb. Ich möchte in diesem Zusammenhang das Beispiel des „Carbon Disclosure Project“ nennen, das von mehr als 820 institutionellen Investoren mit einem Vermögen von mehr als 95 Billionen US-Dollar unterstützt wird.
Diese sogenannte CDP-Initiative fordert weltweit von Unternehmen die Offenlegung ihrer CO2-Emissionen und Klimarisiken.

Eine Arbeitsgruppe des Financial Stability Board, also des internationalen Gremiums zur Überwachung des Finanzsystems, arbeitet derzeit an Empfehlungen für eine Offenlegung von Klimarisiken. Ich finde, das ist auch ein sehr spannender Beitrag. Wenn man bisher vom FSB gesprochen hat, dann hat man sich im Allgemeinen mit systemrelevanten Banken beschäftigt oder mit Schattenbanken. Aber dass sich dieses Gremium jetzt auch mit Klimarisiken beschäftigt, zeigt: Klimaschutz findet auch Eingang in die breite Frage des globalen Finanzsystems. Da uns das globale Finanzsystem ja schon viele Bürden hinterlassen hat, wäre es schön, das globale Finanzsystem würde bei der Frage des Klimaschutzes eine positivere Rolle spielen als während der Finanzkrise der Jahre 2008 und 2009.

Ich will hier noch einmal sagen: Ich halte das für einen richtigen Ansatz. Ein Kohlenstoffpreis lenkt Investitionen in kohlenstoffarme Infrastrukturen, Technologien und Produkte. Ein solcher Preis sorgt dafür, dass Emissionen dort reduziert werden, wo dies besonders kosteneffizient möglich ist. Zudem werden öffentliche Einnahmen gewonnen, die für die Klimafinanzierung sowohl im In- als auch im Ausland verwendet werden können.

Ich möchte an dieser Stelle die Aktivitäten der Weltbankgruppe und des Internationalen Währungsfonds zur Förderung einer globalen Kohlenstoffbepreisung hervorheben, die ich gerne unterstütze. Sie merken es schon: OECD, Weltbank, das Financial Stability Board – alle sind inzwischen in diese Aktivitäten eingebunden. Das war vor Jahren nicht so. Und das zeigt durchaus, dass diese Entwicklung sehr viel stärker vorangehen wird.

Klimaschutz ist eine globale Aufgabe, die sich eben nur global bewältigen lässt. Dabei ist uns natürlich bewusst, dass wir in unterschiedlichem Maße für den Klimawandel verantwortlich sind, dass seine Folgen uns unterschiedlich treffen und dass wir unterschiedliche Möglichkeiten haben, dieser Herausforderung zu begegnen. Das ist nach wie vor die Philosophie – vom Kyoto-Protokoll bis heute. Trotzdem hat sich seitdem, auch wenn wir die globale Rolle von Volkswirtschaften sehen, dramatisch viel verändert. Deshalb ist es so wichtig, dass die großen Wirtschaftsnationen eine Führungsrolle übernehmen.

06 Sep 10:31

Using molecular codes, plants cry for help, ward off bugs (2013)

06 Sep 08:44

Insomnia REST Client

05 Sep 16:24

Why are so many BASE jumpers dying?

05 Sep 16:23

Studie: Pflanzen überstehen Dürre bei erhöhten CO2-Werten besser

Eine neue Studie der Universitäten von Kalifornien, Irvine und der University von Washington zeigt, dass Pflanzen unter hohen CO2-Anteilen Wasser konservieren, damit viel von der Wirkung der wärmeren Temperaturen kompensieren und mehr Wasser auf dem Land halten, als bei Dürre häufig vorhergesagt. 

Nach dieser Studie, die in dieser Woche in den Proceedings of the National Academy of Sciences [~ Fortschrittsbericht der…] veröffentlicht wurde, ändert das Verhalten der Pflanzen die Annahmen über Auswirkungen von höheren CO2 Anteilen auf die Umwelt und damit die Annahmen über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft, die Wasserressourcen, das Risiko von Buschbränden und das Pflanzenwachstum. 

Diese Studie vergleicht aktuelle Indizes von Dürre mit denen, die Veränderungen im Wasserverbrauch der Pflanzen berücksichtigen. Geringere Niederschläge erhöhen die Dürre im südlichen Nordamerika, Südeuropa und Nordosten von Südamerika. Aber die Ergebnisse zeigen, dass in Zentralafrika und gemäßigten Asien - einschließlich China, dem Nahen Osten, Ostasien und die meisten Gebiete von Russland – die Konservierung von Wasser durch Pflanzen, dem Austrocknen aufgrund des Klimawandels weitgehend entgegen wirkt.

 "Diese Studie bestätigt, dass sich die Dürre in vielen Regionen in Zukunft noch verstärken wird", sagte Co-Autor James Randerson, UCI Professor für Erdsystemforschung. "Es zeigt auch, dass der Wasserbedarf der Pflanzen einen wichtigen Einfluss auf die Verfügbarkeit von Wasser haben wird und dieser Teil der Gleichung ist in vielen Studien über Dürre und Hydrologie vernachlässigt worden."

Jüngste Studien haben geschätzt, dass mehr als 70 Prozent unseres Planeten mehr Trockenheit erleben, wenn sich die Kohlendioxid-Werte vom vorindustriellen Niveau über über die nächsten 100 Jahre vervierfachen.

[Im Original: … have estimated that more than 70 percent of our planet will experience more drought as carbon dioxide levels quadruple from pre-industrial levels over about the next 100 years. ..

 Ähm, spontan wundere ich mich: in 100 Jahren auf 1000 ppm CO2 oder mehr und mehr als 70% der Erde erlebt mehr Trockenheit, bei einem Anteil von 71% der mit Wasser bedecken Erdoberfläche!? Wie ich dann an den Kommentaren gesehen habe, geht es anderen ebenso; der Übersetzer]

Aber wenn Forscher den Veränderungen des Wasserbedarfs der Pflanzen Rechnung tragen, dann fällt die Schätzung auf 37 Prozent, mit größeren Unterschieden auf bestimmte Regionen konzentriert.

Der Grund dafür ist, dass, wenn die Atmosphäre der Erde mehr Kohlendioxid enthält, können Pflanzen tatsächlich mehr Moleküle nutzen, um ihre kohlenstoffreichen Körper zu bauen. Pflanzen nehmen Kohlendioxid durch winzige Öffnungen auf, genannt Stomata, die ihre Blätter bedecken. Aber, bei der Aufnahme von Kohlendioxid, entweicht Feuchtigkeit. Ist Kohlendioxid reichlicher vorhanden, müssen die Stomata nicht so lange offen sein, so dass die Pflanzen weniger Wasser verlieren. Die Pflanzen ziehen somit weniger Wasser über die Wurzeln aus dem Boden.

Globale Klimamodelle berücksichtigen bereits diese Veränderungen im Pflanzenwachstum. Aber viele Schätzungen von zukünftiger Trockenheit, nutzen die heutigen Standardindizes, wie den Palmer Drought Severity Index […Vorhersage Index der Dürren], der nur atmosphärische Variable berücksichtigt wie zukünftige Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Niederschlag.

"Neue Satellitenbeobachtungen und Verbesserungen in unserem Verständnis des hydrologischen Kreislauf führten zu bedeutenden Fortschritten in unsere Fähigkeit, die Veränderungen in der Bodenfeuchte zu modellieren", sagte Randerson. "Leider kann die Verwendung von Proxy-Schätzungen von Trockenstress geben uns irreführende Ergebnisse geben, weil sie die gut etablierten Prinzipien der Pflanzenphysiologie ignorieren."

Planer benötigen genaue Vorhersagen langfristiger Dürre, um die zukünftige Wasserversorgung zu entwerfen, die erwarteten Belastungen der Ökosysteme, Risiken von Buschbränden zu bewerten und zu entscheiden, wo Landwirtschaft sinnvoll ist.

"In gewissem Sinne gibt es eine einfache Lösung für dieses Problem, wir müssen nur neue Metriken erstellen, die berücksichtigen, was die Pflanzen tun", sagte der leitende Autor Abigail Swann, der University of Washington, Assistant Professor für Atmosphärenwissenschaften. "Wir haben bereits die Information, was zu tun ist; wir müssen nur mehr vorsichtig sein, um sicherzustellen, dass wir die Rolle der Pflanzen berücksichtigen."

Ist das eine gute Nachricht für den Klimawandel? Obwohl die Trocknung extrem geringer sein mag, als in einigen aktuellen Schätzungen, werden die Dürren mit Sicherheit zunehmen, sagen Forscher, und andere Aspekte des Klimawandels könnten schwerwiegende Auswirkungen auf die Vegetation haben.

"Es gibt viel, was wir nicht wissen, vor allem über heiße Dürren", sagte Swann. Die gleiche Dürre bei einer höheren Temperatur könnte schwerere Auswirkungen haben, oder Pflanzen vielleicht mehr stressen und anfällig für Schädlinge machen.

Selbst wenn Dürren nicht extrem weiter verbreitet oder häufiger sind, können sie tödlicher sein, wenn sie passieren".

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Andere Co-Autoren sind Forrest Hoffman am Oak Ridge National Laboratory und Charles Koven am Lawrence am Berkeley National Laboratory. Die Forschung wurde von der National Science Foundation und dem US-Department of Energy, Office of Science finanziert.

Erschienen auf WUWT am 30. 08.2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

 https://wattsupwiththat.com/2016/08/30/study-plants-do-better-during-drought-thanks-to-increased-co2-levels/

05 Sep 16:05

First new antibiotic in 30 years discovered in major breakthrough

05 Sep 16:04

How to Learn Advanced Mathematics Without Heading to University – Part 3

05 Sep 15:52

Nachfragen bitte an Frau Merkel

by Udo Vetter

Laut Anhörungsbogen der Polizei war die Sache klar:

„In Auswertung des XY-Forums durch das LKA wurde festgestellt, dass Sie als User „schnepfe“ in der Zeit vom 18.02.2008 bis 14.06.2012 mindestens 3625 Beiträge verfasst haben. Ihre Beiträge haben zum Fortbestand und damit zur Unterstützung des Forums als kriminelle Vereinigung beigetragen…“

Dass „schnepfe“ nicht immer freundliche Dinge geschrieben hat, war klar. Aber wie kam die Polizei darauf, dass mein Mandant „schnepfe“ ist? Lediglich darüber, dass der Nutzer „schnepfe“ bei Anlage seines Foren-Accounts eine E-Mail-Adresse bei einem bekannte Freemailer angegeben hatte. Diese E-Mail-Adresse war wiederum registriert worden unter Angabe von zwei E-Mail-Adressen für eventuelle Rückfragen oder Systemnachrichten, von denen eine meinem Mandanten gehörte.

Nun wies schon der Freemailer in seiner Auskunft an die Polizei darauf hin, dass er die Anmeldedaten nicht überprüft. Und dass er auch die E-Mail-Adressen nicht kontrolliert, die als Kontaktmöglichkeit genannt werden. Das wiederum schien der Staatsanwalt aber nicht gelesen zu haben, denn er klagte den Sachverhalt ebenso selbstsicher an wie schon das LKA den Anhörungsbogen formuliert hatte.

Tja, dann saßen wir also in der Hauptverhandlung, und selbst die nicht sehr IT-affine Amtsrichterin hielt eine nicht verifizierte E-Mail-Adresse für kein schlagkräftiges Indiz (von einem Beweis konnte man ja ohnehin kaum sprechen). „In das Anmeldeformular kann man ja alles eintragen“, stellte sie zutreffend fest. „Möchte nicht wissen, wie oft Angela Merkel genannt wird…“

Zwei Minuten später war das Verfahren eingestellt, sogar die Anwaltskosten fallen der Landeskasse zur Last.

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05 Sep 15:52

Angeklagter wurde scharf beobachtet

by Udo Vetter

Der Angeklagte sitzt in der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht und tut das, was viele Angeklagte auch besser tun sollten. Er schweigt. Das wiederum gefällt dem Gericht ganz und gar nicht, wie sich aus dem Urteil ergibt. Darin heißt es über den Angeklagten:

Auch sein nonverbale Verhalten in der Hauptverhandlung lies nicht den geringsten Ansatz von Unrechtseinsicht und Problembewusstsein für die schwierige Lage der Polizei in E an diesem Tag erkennen.

Dem Angeklagten wird also strafschärfend zur Last gelegt, dass er nichts sagt. Mehr noch: Offenbar begutachtete das Gericht Mimik, Bewegungen oder Haltung des Angeklagten und schloss daraus auf fehlende Unrechtseinsicht und fehlendes Problembewusstsein.

Wären solche Rückschlüsse erlaubt, wäre das grundlegende Schweigerecht praktisch nicht mehr allzu viel wert. Denn ein schweigender oder leugnender Angeklagter kann ja schlecht Unrechtseinsicht zeigen, ohne damit mittelbar ein Geständnis abzugeben. So sieht es auch das Oberlandesgericht Hamm. Es hob die Entscheidung auf und ordnete eine Neuverhandlung an (Aktenzeichen 1 RVs 20/16).

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05 Sep 14:03

Der neue Mann : Ein Leben auf der Streckbank

by ZEIT ONLINE: leben - Daniel Erk
Heute soll ein Mann alles sein: Vater, Hausmann, Handwerker, erfolgreich und gutaussehend. Er soll weicher werden und immer härtere Kritik ertragen. Wie hält man das aus?
05 Sep 11:33

Broschüre, Flyer, Poster und Co.: 25 inspirierende Business-Printprodukte

by Melanie Petersen

Gedrucktes gehört immer noch zur klassischen Geschäftsausstattung. In Kooperation mit der Online-Druckerei viaprinto haben wir uns auf die Suche nach richtig schicken Business-Printprodukten gemacht.

Nicht nur zum Angucken, sondern auch zum Anfassen

Auch wenn alles digitaler wird, sind Printprodukte keineswegs von der Bildfläche verschwunden. Als Werbemittel oder Teil der Geschäftsausstattung sind Flyer, Briefpapier, Broschüren, Visitenkarten et cetera sogar in der digitalen Businesswelt immer noch sehr präsent. Visitenkarten werden nach wie vor in Papierform überreicht, Einladungen werden (wieder) per Brief verschickt für den großen Aha-Effekt, Online-Shops werben auch mit Flyern, um an Neukunden zu kommen und Geschäftsberichte werden aufwendig gestaltet, gedruckt und gebunden. Der Anspruch an Layout, Design und auch Haptik sind aber in den letzten Jahren erheblich gestiegen.

Um herausragende Business-Printprodukte zu gestalten, kann man sich dabei ganz verschiedener Methoden bedienen. Man kann auf außergewöhnliche Illustrationen und Designs setzen, mit Sonderfarben oder spannenden Farbkombinationen arbeiten, ein sehr minimalistisches Produkt kreieren oder eine originelle Form, ein besonderes Papier oder einen speziellen Lack wählen. Wir haben uns im Netz einmal nach richtig schönen Printprodukten umgesehen.

Farben

Wenn man mit seinen Printprodukten durch Farbe bestechen will, gibt es viele Möglichkeiten. Nicht immer muss es eine besonders knallige Farbe sein. Das könnt ihr an dem Beispiel von Voltalab und Hedeker in unserer Galerie sehen. Voltalab schafft mit einem satten Orange und Olive, beides in Matt, ein intensives Farberlebnis und Hedeker kombiniert einen Bronzeton mit einem kräftigen blau und einem tiefen braun, mischt zudem mattes und glänzendes Material, was die Farben schön voneinander abhebt. Sascha Lobe trumpft dagegen mit knalliger Farbe am Anschnitt eines gebundenen Buches auf. Das Masala-Programm, von Hardy Seiler gestaltet, trägt die Farben direkt auf dem Umschlag. Hier macht die Kombination vieler verschiedener Farben den Reiz aus.

Bildergalerie „Farben“:

Große Farbflächen auf der Geschäftsausstattung für die deutsche Manufakturenstraße  (Foto: <a href="http://hardyseiler.de/">hardyseiler.de</a>)
Große Farbflächen auf der Geschäftsausstattung für die deutsche Manufakturenstraße (Foto: hardyseiler.de)

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Beschnitt in knalligen Farben (Foto:<a href="http://saschalobe.tumblr.com"> Sascha Lobe)</a>)
Beschnitt in knalligen Farben (Foto: Sascha Lobe))

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Geschäftsausstattung: Voltalab Sound Studios  <a href="https://www.behance.net/gallery/41136289/Voltalab-Sound-Studios">Eve Warren, Fieldwork, Loz Eves</a>
Geschäftsausstattung: Voltalab Sound Studios Eve Warren, Fieldwork, Loz Eves

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Form und Haptik

Speziallacke, besondere Papierqualitäten, Anschnitte und Falttechniken können deine Business-Papierprodukte von anderen abheben. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Manchmal kann schon eine ganz simple Idee einiges ausmachen, wie man am Flyer von Hyperakt sieht. Das Promotionmaterial von RISD, bei dem aus einer kleinen Box ein Flyer wird, wenn man diese auffaltet, ist da schon wesentlich aufwändiger und eher für kleinere Stückzahlen sinnig. Form und Haptik sind die Punkte, bei denen sich Printprodukte am weitesten von ihren digitalen Artgenossen abheben können. Besonders bei Einladungen und Visitenkarten lässt sich hier punkten.

Bildergalerie „Form und Haptik“:

Auffaltbare Einladung für „Epic Awards“ (Foto: <a href="http://hyperakt.com/items/archived/epic-awards-2011/">hyperakt.com</a>)
Auffaltbare Einladung für „Epic Awards“ (Foto: hyperakt.com)

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Promotionmaterial für „RISD graduating class events“  (Foto: <a href="http://www.underconsideration.com/fpo/archives/2011/09/risd-calendar.php">Max Ackerman, Printing: Powder Horn Press</a>)
Promotionmaterial für „RISD graduating class events“ (Foto: Max Ackerman, Printing: Powder Horn Press)

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Geschenkgutscheine, Visitenkarten, Mappen und Prägezange zur Druckveredelung für ein kleines Budget. (Foto: <a href="https://www.behance.net/gallery/16243523/lectro-dco-GORGES">Lisa Elsen</a>)
Geschenkgutscheine, Visitenkarten, Mappen und Prägezange zur Druckveredelung für ein kleines Budget. (Foto: Lisa Elsen)

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Minimalistisch

Es muss nicht immer viel Tamtam sein. Ein minimalistisches Design für die Geschäftsausstattung ist in vielen Branchen eine gute Wahl. Minimalistisch heißt dabei keineswegs langweilig oder uninspiriert. Sondern, dass sich das Design auf wenige Farben und einfache Muster beschränkt, klare Linien, geometrische Formen sowie unaufdringliche Farben und viel Weißraum nutzt. Die Geschäftsausstattungen von Open Ruum und Nord Nord, gestaltet von Hardy Seiler, zeigen, wie stilvoll und wertig ein reduziertes Design aussehen kann.

Bildergalerie „Minimalistisch“:

 

Branding for Design für ARTHOLL (Foto: <a href="https://www.behance.net/gallery/41143345/ARTHOLL-Branding">Yana Klochihina</a>)
Branding for Design für ARTHOLL (Foto: Yana Klochihina)

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Minimalistisches Design für Nord Nord (Foto: <a href="http://hardyseiler.de/">hardyseiler.de/</a>)
Minimalistisches Design für Nord Nord (Foto: hardyseiler.de/)

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Minimalistisches Design für Selfi Box (Foto: <a href="https://www.behance.net/gallery/33910820/Selfiebox">Wedesignstuff TM</a>)
Minimalistisches Design für Selfi Box (Foto: Wedesignstuff TM)

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Starke Illustrationen und Muster

Business-Printprodukte, die außergewöhnliche Illustrationen tragen, haben eine tolle Außenwirkung und gute Chancen zweitverwertet zu werden. Das gilt zum Beispiel für Poster, Kalender und Postkarten. Das ist natürlich gut fürs Branding des Unternehmens. Die Möglichkeiten sind vielfältig: handgezeichnetes, Illustrationen mit hohem küstlerischen Anspruch, besondere Farbgebung, filigrane Muster ...

Bildergalerie „Starke Illustrationen und Muster“:

Portfolio <a href="https://www.behance.net/gallery/33299767/Portfolio">Samantha Yap</a>
Portfolio Samantha Yap

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Portfolio <a href="https://www.behance.net/gallery/33299767/Portfolio">Samantha Yap</a>
Portfolio Samantha Yap

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Portfolio Samantha Yap

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05 Sep 09:29

Diese Firma führte den 5-Stunden-Tag ein und die Mitarbeiter verdienen jetzt doppelt so viel

by Jörn Brien

Der Chef der US-Firma Tower hat in seiner Firma auf den Fünf-Stunden-Tag umgestellt – erfolgreich. Auch dank einer Gewinnbeteiligung hat sich der Stundenlohn der Mitarbeiter verdoppelt.

Firma stellt auf Fünf-Stunden-Tag um

Weniger arbeiten und mehr verdienen? Das ist sicher der Traum vieler Arbeitnehmer. In dem US-Unternehmen Tower, das sich auf Lifestyle-Produkte für den Strand wie Paddelboards oder Sonnenbrillen spezialisiert hat, ist genau das passiert, nachdem Chef Stephan Aarstol auf einen Fünf-Stunden-Tag umgestellt hat.

Stephen Aarstol, Chef der US-Firma Tower. (Bild: Tower)
Stephen Aarstol, Chef der US-Firma Tower. (Bild: Tower)

Aarstol hat schon als Gründer mit seinem eigenen Zeitmanagement gearbeitet und weniger Zeit in seinen Unternehmen zugebracht als seine Freunde. Diese Idee wollte der Tower-Chef auch seinen Angestellten zugute kommen lassen. Im Sommer 2015 stellte er die Arbeitszeit in seiner Firma auf einen Fünf-Stunden-Tag um, darüber hinaus verteilte er fünf Prozent seines Gewinnes an die Mitarbeiter. Die Folge: Die Stundenlöhne wurden von 20 auf 38,4 US-Dollar pro Stunde fast verdoppelt. Damit verdienten die Tower-Angestellten mehr als zuvor, bei weniger Arbeitszeit.

Dabei, betonte Aarstol, habe das die Firma keinen Cent mehr gekostet. Allerdings setzte der Tower-Chef auch auf einen hohen Druck. Seine Mitarbeiter sollten sich überlegen, wie sie in den fünf Stunden genauso viel Arbeit erledigen könnten, wie sie es an einem Acht-Stunden-Tag zuvor geschafft hatten. Wer sich das nicht vorstellen konnte, dem drohte die Kündigung. Das Ergebnis: Die Mitarbeiter waren fröhlicher, produktiver und mehr in das Geschäft eingebunden als zuvor. Die Umsätze kletterten um satte 40 Prozent.

Technologie hilft Effizienzsteigerung in der Firma

Aarstol, der seine Erfahrungen ein Jahr nach Beginn des Experiments in dem Buch „The Five-Hour Workday: Live Differently, Unlock Productivity, and Find Happiness“ niedergeschrieben hat, gibt Interessenten eine Reihe von Tipps mit auf den Weg. So weist er nachdrücklich auf das Beachten der 80-20-Regel hin, nach der 80 Prozent der Produktion aus 20 Prozent der Anstrengungen resultieren. Zudem sollte die Arbeitszeit weniger in Stunden als vielmehr in Erfolgen gemessen werden. Darüber hinaus soll Technologie helfen, die Effizienz zu steigern.

Das Prinzip des Fünf-Stunden-Tages, so räumt auch Aarstol ein, ist sicher nicht für jeden Mitarbeiter und nicht für jedes Unternehmen geeignet. Eine Überlegung ist es aber allemal wert. Tower will mit zehn Mitarbeitern in diesem Jahr einen Umsatz von neun Millionen US-Dollar erwirtschaften. Das Unternehmen befindet sich in der Liste der 5.000 am schnellsten wachsenden US-Unternehmen derzeit auf Rang 1.121.

via www.fastcompany.com

05 Sep 09:05

Abkommen von Paris: Ein Blankoscheck für CO2-Emissionen durch China und Indien

Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie von Prof. Dr. jur. David Campbell (Lancaster University Law School), die heute von der GWPF veröffentlicht worden ist.

Während der letzten 25 Jahre ist die Klimawandel-Internationale damit gescheitert, ein Programm zur Reduktion der globalen Emissionen zustande zu bringen. Tatsächlich garantiert dieses Programm [von Paris] eine Erlaubnis für große Emittenten wie China und Indien, so viel zu emittieren, wie es ihnen passt. Daher waren globale Emissions-Reduktionen immer unmöglich, und seit 1992 haben die globalen Emissionen auch enorm zugenommen [zum Glück! Anm. d. Übers.].

Tatsächlich enthält das Paris-Abkommen eine kategorische Klausel, der zufolge Länder wie China und Indien nicht verpflichtet sind, irgendwelche Reduktionen vorzunehmen.

Die UK-Regierung schlägt vor, mit der Dekarbonisierung fortzufahren, obwohl die einseitige Dekarbonisierung von UK komplett sinnlos und damit total irrational ist.

Die ganze Studie steht hier (pdf).

Link: http://www.thegwpf.org/paris-agreement-a-blank-cheque-for-co2-emissions-by-developing-nations/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

05 Sep 07:49

Diplom-Ingenieur: Wenn Lehrer sich so richtig irren

by ZEIT ONLINE: Beruf - Peter Ilg
Seine Lehrer sahen ihn auf der Hauptschule. Heute ist Pascal Hofmann ein promovierter Ingenieur. Dafür musste er aber Umwege über Norwegen in Kauf nehmen.
05 Sep 07:48

Dieser Schulpavillon ist für die Tonne!

by Sascha Karowski
München - Weil in den eigenen Räumlichkeiten kein Platz mehr ist, wollte die Adalbert-Stifter-Realschule auf eine Pavillon ausweichen. Doch der entspricht nicht den Standards.
05 Sep 07:48

Roboter: Perfekt eingeparkt

by ZEIT ONLINE: Mobilitaet - Jürgen Pander
Endlich nehmen Roboter uns etwas wirklich Lästiges ab: die Parkplatzsuche. Effizienter als im vollautomatischen Parkhaus von Aarhus lässt sich Parkraum kaum nutzen.
05 Sep 07:43

Zika-Bekämpfung: Einsatz von Insektizid tötet Millionen Bienen

by ZEIT ONLINE: Umwelt -
Im US-Bundesstaat South Carolina ist ein Insektizid gegen Stechmücken versprüht worden, die das Zika-Virus übertragen. Betroffen sind aber auch die Bienen.
05 Sep 07:38

Erdogan will Kritiker aus Elmshorn mundtot machen

Auf Verlangen der Türkei: Staatsanwaltschaft lädt Polit-Aktivisten Ali C. wegen Facebook-Äußerungen vor.
05 Sep 07:31

Presseschau Mecklenburg-Vorpommern: "Sie, die so souverän war, sieht ihren Thron wackeln"

by ZEIT ONLINE: Deutschland -
Internationale Medien deuten die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern als Niederlage für Angela Merkels Flüchtlingspolitik. Der Bonus der Kanzlerin sei nun verpufft.
05 Sep 07:31

Neural Network Architectures

05 Sep 07:27

EFF to Court: Government Must Inform People That It’s Accessing Their Data

05 Sep 07:26

Internet-Lyrik: Diese App macht Haikus aus IP-Adressen

by Kim Rixecker

Die quelloffene Web-App Hipku verwandelt IP-Adressen in Haikus. Wir verraten euch, was dahintersteckt.

Internet-Lyrik: IP-Adressen werden zu Haikus

IP-Adressen nach dem alten IPv4-Standard sehen in etwa so aus: 127.0.0.1. Im Grunde kann man sie sich also einigermaßen gut merken. Da nach diesem Standard jedoch nur 4,3 Milliarden davon existieren, wurde der IPv6-Standard eingeführt. Mit ihm lassen sich 340 Sextillionen IP-Adressen erzeugen. Das war notwendig, um das weitere Wachstum des Internets zu ermöglichen. Allerdings dürfte es für die meisten Menschen deutlich schwieriger sein, sich eine Adresse wie die folgende zu merken: 29A1:A600:F19B:B703:7080:5387:3685:A2AF.

Zugegeben, die meisten von uns brauchen im Grunde auch nie wirklich eine IP-Adresse aus dem Gedächtnis abzurufen. Aber wenn doch, dann solltet ihr euch Hipku anschauen. Die quelloffene Web-App verwandelt IP-Adressen nach dem IPv4- und dem IPv6-Standard in Haikus in englischer Sprache. Die kurze japanische Gedichtform besteht üblicherweise aus drei Zeilen, die sich einigermaßen gut merken lassen sollten. Zumindest war das der Gedanke von Gabriel Martin, der 2014 die erste Version von Hipku entwickelt hat.

IP-Adressen als Haikus: Warum Zahlensalat, wenn es auch anderes geht? (Screenshot: gabrielmartin.net)
IP-Adressen als Haikus: Warum Zahlensalat, wenn es auch anders geht? (Screenshot: gabrielmartin.net)

Hipku: So werden IP-Adressen zu Haikus

Über die Projektseite von Hipku könnt ihr jede IP-Adresse in ein Haiku verwandeln. Natürlich funktioniert aber auch der umgekehrte Weg und ihr könnt aus einem einmal generierten Haiku wieder die ursprüngliche IP-Adresse erzeugen. Außerdem könnt ihr euch auch eure aktuelle IP-Adresse als Haiku anzeigen lassen.

Zugegeben: Der Nutzwert von Hipku ist eher gering. Trotzdem ist es ein schönes Beispiel für ein kreatives Coding-Projekt mit Internet-Bezug. Wer sich dafür interessiert, der findet den Hipku-Quellcode auf Github. Der Source-Code steht unter der MIT-Lizenz.

Ebenfalls interessant: „So schön kann Code sein: Codeology visualisiert eure GitHub-Projekte“.

via www.nerdcore.de

05 Sep 07:23

How Do Criminals Launder Money Through a Restaurant?

05 Sep 07:20

Vorratsdatenspeicherung: Comeback vor dem Bundesverfassungsgericht

16 Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen wollen die Vorratsdatenspeicherung stoppen. Dazu sind sie vor das Bundesverfassungsgericht gezogen. Es ist nicht der erste Versuch, das neue Gesetz zu stoppen. (Vorratsdatenspeicherung, Internet)
05 Sep 07:19

Der Weg zur Eigenmarke: Wie Onlinehändler ihre Marke richtig anmelden

by Heidi Kneller-Gronen

Was ist bei der Eintragung eine Marke zu beachten, und was bedenken Händler bei der Markenbildung? Ein Ratgeber für Onlinehändler, die eine Marke anmelden wollen.

Eine Marke dient der Stärkung des eigenen Unternehmens. Durch eine Marke kann man dem Unternehmen ein Gesicht geben. Ein Gesicht, das der Kunde mit dem Unternehmen verbindet, und das ihn immer wieder zu diesem hinzieht. Dies bedeutet damit auch eine Stärkung der Marktmacht gegenüber dem Wettbewerber. Erstaunlich viele Onlinehändler lassen dieses Potential einfach außer Acht, begnügen sich mit einem im Prinzip unbedeutenden Firmennamen und müssen bei jedem Produkt aufs Neue um neue Kunden buhlen und bei Null anfangen.

Aller Anfang ist schwer: Planlos durchs Marken-Weltall

Aber auch diejenigen, die bereits den Wert einer Eigenmarke realisiert haben, sind doch noch erstaunlich planlos.

Typischer Erstdialog mit Mandanten:

Ich möchte gerne eine Marke anmelden.

Wofür?

Alles im Bereich [hier kann jetzt ein beliebiger Begriff stehen, äußerst beliebt: 'Haushaltswaren'].

Okay, welchen Zweck soll die Marke erfüllen?

Ich will, dass meine Mitbewerber sich nicht mehr bei Amazon an mein Produkt anhängen.

Und wofür soll die Marke stehen? Für was steht Ihr Unternehmen?

Qualität und Kundenservice.

Und die anderen werben mit Schrott und Unfreundlichkeit?

I. Bevor Händler eine Marke anmelden: Erste Gedanken zur Markenbildung

Was ist denn der Sinn einer Marke? Eine Marke soll Vertrauen zu einem bestimmten Unternehmen schaffen und Produkte mit diesem verknüpfen. Der Kunde soll bestimmte Eigenschaften mit dem Unternehmen und den Produkten verbinden.

Dies können ganz unterschiedliche Eigenschaften sein, wie zum Beispiel hochwertig oder auch besonders günstig, stabil, einfach zusammen zu bauen, perfekte Leistung oder Sauberkeit, Klebekraft, Haltbarkeit, Design und vieles mehr. Mit anderen Worten: Was kann das eigene Produkt besser als die anderen? Womit kann man sich mit der eigenen Marke von den anderen Mitbewerbern abheben? Was ist das Alleinstellungsmerkmal? Mit welchen Begriffen soll der Kunde die Produkte wahrnehmen und verbinden?

Dabei gilt: Mehr als zwei bis drei Schlagworte sollten es nicht sein. Qualität und Kundenservice sind dabei keine Optionen, denn das hat für alle eine Selbstverständlichkeit zu sein! Diese vorab fälligen Überlegungen sollte jeder Unternehmer jederzeit machen, um sich überhaupt von seinen Konkurrenten abzuheben. Aber dies gilt umso mehr bei der Markenbildung. Nur ein schönes Logo reicht einfach nicht.

II. Bildung von Warengruppen

Sind diese Grundgedanken einmal gefasst, müssen die eigenen Produkte unter die Lupe genommen werden: Passen alle Produkte unter die überlegten Definitionen?

Es ist nicht besonders förderlich, wenn man beispielsweise hochwertiges Werkzeug mit der Marke versehen möchte, auf der anderen Seite aber dann noch Bleistifte verkaufen möchte. Dies verwässert die Marke massiv, denn mit was soll der Kunde nun die Marke verbinden? Zur Verdeutlichung ein anderes Beispiel: Uhu steht für hohe Klebekraft. Wer würde aber ein Shampoo von Uhu kaufen?

Wer hier bereits mehrere etablierte Standbeine hat, sollte überlegen, auch mehrere Marken zu etablieren. Wer aber nur ein Hauptstandbein hat und mit anderen Produkten lediglich experimentiert, sollte sich erst einmal nur auf sein Hauptprodukt fokussieren. Über allem sollte die Überlegung stehen: Kann ich das noch unter das Dach der Marke fassen?

III. Entwicklung der Marke

(Screenshot: Metabo)
Markentechnisch gut zu bewerten sind Abkürzungen, wie zum Beispiel Metabo, was für Metallbohrdreher steht. Eine solche Marke lässt sich nicht nur gut anmelden, sondern belibt auch im Gedächtnis. (Screenshot: Metabo)

Nun kommt die nächste Hürde, nachdem die Produkte und die Definitionen feststehen: Die richtige Marke! Hier gibt es jede Menge Spezialisten, die bei der Erstellung helfen können.

Aber da die meisten es doch selbst in die Hand nehmen, ein paar Hinweise: Wenn ich zum Beispiel eine starke Bohrmaschine in den Markt bringen möchte, ist es im Allgemeinen nicht ganz clever, als Logo ein Mäuschen zu nehmen oder rosa als Grundfarbe. Damit verbindet der normale Verbraucher nicht unbedingt Stärke. Es macht auch nicht unbedingt Sinn, die Bohrmaschine „Bohri“ zu nennen. Die Marke selbst sollte schon das transportieren können, was man sich als Definition überlegt hat. Das fängt bei den Farben an: Farben wecken unbewusst Gefühle und sind so ein ganz einfaches Mittel der „Manipulation“ von Kunden. Darüber gibt es ganze Wissenschaften. Dies kann bei der Erstellung von farbigen Marken durchaus eingesetzt werden.

Aber auch Wortmarken unterliegen Gesetzen: Reine Beschreibungen sind grundsätzlich nicht anzumelden: Sie sind freihaltebedürftig. Aber auch einfache Wortspielereien (Bohri, Täschle) sind zwar äußerst beliebt, aber grundsätzlich nicht sehr stark als Marke, da nicht sehr unterscheidungskräftig – falls nicht ohnehin lediglich beschreibend)

Sehr beliebt sind auch Einkürzungen des Wortes oder der Austausch einzelner Buchstaben, aber wer soll das noch aussprechen können? Die Buchstaben „Blstft“ – als Marke für Bleistifte? Oder auch „Bl3!st!ft“? Geschrieben sieht es teilweise sogar ganz gut und unterscheidungskräftig aus, aber wie soll der Kunde seinem Nachbarn sagen, bei wem er nun die tollen Bleistifte gekauft hat?

Sehr beliebt, einfach und meist auch markentechnisch gut sind wohl Abkürzungen, wie zum Beispiel Metabo, was für Metallbohrdreher steht. Hier kann der Kunde sich durch die „Eselsbrücke“ ganz einfach die Marke merken, verbindet schnell das entsprechende Unternehmen damit – und  man hat kein Problem mit beschreibenden Elementen und seltener das Problem, mit anderen Marken zu kollidieren.

IV. Marke anmelden: Der Weg zur Eintragung

Sind die ersten Überlegungen abgeschlossen, sollte man unbedingt eine Markenrecherche machen. Dies können Händler entweder selbst erledigen, bevor sie ihre Marke anmelden oder zum Beispiel bei einem Anwalt erledigen lassen. Es gibt hier auch verschiedene Dienstleister.

Jedoch muss eine Warnung laut und deutlich ausgesprochen werden: Was der Laie als „völlig anders“ wahrnimmt und wie Juristen dies beurteilen, sind oft zwei sehr unterschiedliche Paar Schuhe. Sehr oft beteuern engagierte Neumarken-Anmelder, dass sie im Vorfeld nichts Ähnliches gefunden haben und man soll als Anwalt dies nur nochmal bestätigen. Und schon oft musste dem Mandanten doch nahegelegt werden, sich einen anderen Markennamen zu überlegen, um nicht mit anderen zu kollidieren.

Sind auch die Bedenken der Juristen aus dem Weg geräumt, muss nur noch überlegt werden, welche Länder in Frage kommen: In Zeiten des europäischen Binnenmarktes sollte die Gemeinschaftsmarke durchaus empfehlenswert sein, die einen länderübergreifenden Schutz in der EU verspricht. Zusätzlich sollte klar sein, welche Waren- oder Dienstleistungsklassen in Frage kommen.

Dabei gilt: Die Marke muss, nach einer Schonfrist von fünf Jahren, für die eingetragenen Produkte auch verwendet werden – sonst kann sie gelöscht werden. Aber in jedem Fall sollten Händler ihre Expansionspläne im Kopf haben und diese bei der Anmeldung auch berücksichtigen.

V. Fazit: Marke anmelden, ist mehr als nur Marke anmelden

Eine Marke zu entwickeln und sich eine Markenstrategie zu überlegen, sind überschaubare und lösbare Aufgaben, die jeder Unternehmer sich durchaus vornehmen sollte, um sich langfristig von seinen Mitbewerbern abheben zu können. Hier lassen viele Unternehmer noch großes Potential ungenutzt rumliegen.

Dieser Artikel erschien bereits im Blog der Kanzlei IP Kneller.

In diesem Zusammenhang interessiert dich bestimmt auch: „Das Zeitalter der Ökosysteme: Wieso „Onlineshop“ keine ausreichende Antwort mehr ist.“

05 Sep 07:04

Apple, Google & Amazon unterstützen Microsoft-Klage gegen US-Regierung

by Albert Jelica

Surface 3 Review Microsoft Logo

Einige große Unternehmen in den USA haben Microsoft ihre Unterstützung im Rechtsstreit zwischen Microsoft und der US-Regierung zugesagt. In der Klage gegen das Justizministerium geht es darum, dass Technologiekonzernen Geheimhaltungspflichten gegenüber ihren Kunden aufgebürdet werden und man in vielen Fällen nie das Recht hat, den Nutzer darüber zu informieren, dass auf dessen Daten von einer Regierungsbehörde zugegriffen wurde.

Microsoft ist der Meinung, dass solche Durchsuchungsbefehle in Verbindung mit der Geheimhaltungspflicht unrechtmäßig sind. Man fordert, Nutzer darüber informieren zu dürfen, wenn der Regierung Zugriff auf dessen Daten stattgegeben wurde. Das Unternehmen bezieht sich hierbei auf den ersten Verfassungsgrundsatz in den USA, das Recht auf freie Meinungsäußerung, aber auch das Recht zu wissen, ob und wann die Regierung deren Besitz durchsucht oder beschlagnahmt.

Es ist ein Verfahren, das, wie auch Microsofts andere Rechtsstreitigkeiten, wegweisend sein wird, wie Daten zukünftig in den USA von Regierungsbehörden gehandhabt werden dürfen. Das Interesse am Ausgang dieses Verfahrens ist natürlich enorm und zahlreiche Unternehmen und Behörden haben als Amici Curiae einen Brief an das Gericht verfasst. Darin heißt es, die Rechte der US-Regierung überstiegen Limits der Notwendigkeit bei Weitem und verstießen gegen die fundamentalen Rechte der Nutzer. „Die Möglichkeit der Behörden, Häuser und andere Objekte zu durchsuchen sei rechtlich geregelt, aber die Gesetze erlauben der Regierung persönliche Daten in der Cloud zu durchsuchen ohne jemals den Besitzer dieser zu benachrichtigen.“, heißt es im gemeinsamen Statement der 11 Konzerne.

Zu den Unterstützern zählen neben Apple, Google und Amazon zählen auch Twitter, BP America, Delta Air Lines, die US-Handelskammer, die EFF, Fox News, National Newspaper Associaten und viele andere.

Der Beitrag Apple, Google & Amazon unterstützen Microsoft-Klage gegen US-Regierung erschien zuerst auf WindowsArea.de.

02 Sep 14:39

Force Powershell functions to array, ALWAYS, and ensure no zero / empty results

by Jos

One thing that annoys me in Powershell is it’s tendency to automatically cast arrays with 1 object to a normal object, thus you can’t do $array[0] anymore or use .Count (unless using PS v3+).

You can’t really ensure your methods/functions always return a proper array, they might be empty or they might have been converted to an object. Here’s how to force anything into an array, always, and to make sure there are no ’empty’ objects that mess up the array’s count property:

[Array]$result = @(myFunctionCall | where {$_})

[Array] and @() make sure that $result becomes an array, while | where {$_} ensures that there are no empty values 🙂

02 Sep 12:49

Weltweit einzigartiger Stromspeicher im Pilotversuch: Der Naturstromspeicher – die von Berlin geförderte EEG-Naturvernichtung

STUTTGARTER ZEITUNG 10. Juni 2016: [3] Weltweit einzigartig: Naturstromspeicher Strom kommt aus Wind und Wasser
In Gaildorf entsteht der weltweit erste Naturstromspeicher, der eine flexible Energieversorgung sicherstellen soll.
Riesige Speicher
Die Idee klingt für technische Laien bestechend einfach: Als Oberwasserbecken dient nicht wie etwa in den Alpen ein riesiger Stausee. Das Wasser befindet sich größtenteils in 40 Meter hohen, mit 16,8 Meter Durchmesser recht gewaltigen Windrad-Sockeln. Diese wiederum stehen in einem Außenbecken mit 63 Metern Durchmesser, das bis zu 13 Meter hoch mit Wasser gefüllt ist. Insgesamt sind hier 160 000 Kubikmeter gespeichert.
Ein Druckrohr verbindet die Windräder untereinander und mit dem 200 Meter tiefer im Tal gelegenen Pumpspeicherwerk. Zusätzlich erhöhen so genannten Aktivspeicher das Fundament der Anlagen und damit die Nabenhöhe der Rotoren. Samt Rotor ist eine Gesamthöhe von bis zu 240 Metern möglich – dadurch ist die Windausbeute um 20 Prozent höher als gewöhnlich. Das unterhalb des Pumpspeicherwerks gelegene Unterbecken misst 400 mal 150 Meter und soll als „attraktiv gestaltetes Gewässer“ der Naherholung dienen. Es kann mit einem so genannten Naturwärmespeicher nachgerüstet werden, der zur Energiequelle für Nah- und Fernwärmeversorgung wird: „Naturversorgung“ heißt das im PR-Auftritt des Unternehmens. Natur pur.
Der Naturstromspeicher ist ein „typisch deutsches Produkt – innovativ und intelligent“, ereifert sich der Initiator Alexander Schechner. Die Politik sieht das offenbar ebenso: Mit 7,5 Millionen Euro aus dem Innovationsprogramm fördert das Bundesumweltministerium die Entwicklung. In Gaildorf entsteht der kleinste von drei Anlagentypen. Die Wasserkraftanlage – auch sie ist modular gebaut – kommt mit Voith-Turbinen auf 16 Megawatt (MW) installierte Leistung; überdies werden Anlagen mit 24 und 32 MW entwickelt. Mit 50 und 100 Millionen Euro pro Gesamtkraftwerk liege die Anlage im Investitionsrahmen von Stadtwerken und Regionalversorgern. Und im Trend: „Wir wollen möglichst viel Strom vor Ort erzeugen, statt lange Leitungen durchs Land zu bauen, die politisch schwer durchsetzbar und teuer sind“

 

Was ist neu an diesem weltweit einzigartigen Stromspeicher?

Ein Zyniker würde sagen: Die Menge an Unsinn und Kosten, sowie eine neue und bisher ungeahnte Dimension großflächiger Landschaftszerstörung. Leider handelt es sich um keine Ironie, sondern die kompromisslose Weiterführung der bereits im Artikel: Wälder brauchen Windräder angesprochenen, bedingungslosen EEG-Landschaftszerstörung.

 
Die Erfinder stellen „einfach“ unter und in den Sockel eines Windrades zusätzlich einen Beton-ummantelten Wasserbottich mit 63 m Durchmesser und 16 m Tiefe. Im Prinzip also nichts anderes, als ein ordinärer Pumpspeicher, aber hypermodern kleinteilig und dezentral errichtet. In der Werbung sieht dies wie folgt aus (Bild 1),

 

Bild 1 [6] Prinzipbild des Naturstromspeichers. Quelle: Homepage der Entwicklungsfirma NATURSPEICHER, Broschüre: Der Naturstromspeicher

 ... und in der Natur dann so (Bild 2):

Bild 2 [1] Baubild eines Naturstromspeichers als „Sockel“ eines Windrades. Quelle: Homepage der Entwicklungsfirma NATURSPEICHER

 

Während schon eine normale Windradgründung einen Wald massiv „durchlöchert“ (Bild 3), vergrößert sich diese durch die „Naturstromspeicher“ um Dimensionen (Bild 4).

Bild 3 mit der Darstellung, wie Windrad-Gründungen, Freiflächen und Zufahrtsstraßen einen Wald zerstören. Quelle: ARD, Film „Der Kampf um die Windräder“. Aus dem Artikel: Wälder brauchen Windräder

 

Bild 4 [6] Coverbild des Werbeprospektes. Quelle: Homepage der Entwicklungsfirma NATURSPEICHER, Broschüre: Der Naturstromspeicher

 

Als konkrete Anlage umgesetzt sieht das Prinzip von Bild 1 im Pilotprojekt wie folgt aus (Bild 5):

Bild 5 [6] Realisierungsbild Projekt Gaildorf. Quelle: Homepage der Entwicklungsfirma NATURSPEICHER, Broschüre: Der Naturstromspeicher. Bild vom Autor ergänzt.

 

Projekt-Daten

Wie bei solchen „Leuchtturmprojekten“ üblich, ist es unmöglich, an Daten über die Kosten zu kommen. Es war dem Autor nicht möglich, anhand der pauschalen Kostenspanne die der Pumpspeicher-Installation zu extrahieren, über Betriebskosten findet sich überhaupt keine Angabe.

 

Projekt Gaildorf [3] [6]:
-4 St. Windräder
-Windrad-Typen:
-Windenergie-Leistung: 20 MW (5 MW je Windrad)
-Windenergie-Erzeugung: 44 GWh Jahreserzeugung (11 GWh / Windrad lt. Prospekt)
-Stauhöhe Aktivbecken (Umbau des Windradfußes): 31 m
-Stauhöhe Passivbecken (Speicherbecken um den Windradfuß-Grund): 8 ... 13 m

-Höhendifferenz Speicher-Druckleitung: 200 m (erforderlich: 150 ... 350 m)
-Speicherkapazität Pumpspeicher-Kraftwerke:  70 MWh
-Leistung Pumpspeicher-Kraftwerke:  16 MW
-Speichervermögen an Nennleistung der eigenen Windräder: 3,5 Stunden
-Kosten Gesamt-Projekt: 50 ... 100 Mio EUR
-Die Kosten für 1 MWh Speichervermögen könnten sich vielleicht um 1 Mio EUR bewegen[7].

 

Wie viele Naturstromspeicher würden benötigt

Gerechnet wird mit den Prospektangaben, die bestimmt stark geschönt sind. Aber auch damit erkennt man die Dimensionen.

 -Durchschnittlicher Strombedarf Deutschland: 70 GW

-Mittlere Speicherkapazität eines Naturstromspeicher-Windrades im Projekt: 17,5 MWh
-Anzahl bisher in Deutschland installierter Windräder (Stand 31.12.2015): 26.500 St.

 

Benötigte Anzahl Naturstromspeicher zur Überbrückung bei fehlender EEG-Stromlieferung von Deutschland:
-Für 1 Stunde: 4.000 St. (8 ... 12.000* St.)
-Für 24 Stunden: 96.000 St. (192 ... 288.000* St.)
-Für 1 Woche: 16.128.000 St. (32 ... 48.000.000* St.)

Wobei die Speicherung nur für eine Woche bei Weitem nicht ausreicht.

 

*Natürlich reicht das nur, wenn jedes Windrad zum Füll- und Entleersee ca. 200 m Höhendifferenz hat. Windräder unter 150 m möglicher Wasser-Fallhöhe fallen als unrentabel ganz aus. Und die Speicher müssen bei Bedarf immer ganz voll sein. Zur wirklichen Nutzung die „kleine“ Bedarfsstückzahl also ruhig nochmals mit den Faktoren Zwei*, eher Drei multiplizieren.

Viele schöne Landschaften werden allerdings nicht Ökofabrik-nachhaltig ausgerüstet werden können, weil die erforderliche Fallhöhe nicht erreicht wird, oder das erforderliche Wasser mit dem kleinen See fehlt.

 

Förderung durch das BMUB und die Landespolitik

 Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit als Musterprojekt propagiert und mit Mitteln in Höhe von 7.150.000 € aus dem Umweltinnovationsprogramm gefördert.

Vorteile der Erfindung sind in der Projektbeschreibung des BMUB gelistet:

[8] Dadurch entfallen Baumaßnahmen sowie An- und Abtransport der Aushubmasse. Es können ca. 19.000 Lkw - Fahrten mit einem CO2-Ausstoß von ca. 400 Tonnen vermieden werden. Weiterhin entfallen Rodungsarbeiten einer Waldfläche von 2 bis 4 Hektar

 

Die Politik ist von der Erfindung begeistert [6]:
Annette Sawade, SPD, Vorsitzende des Unterausschusses Kommunales, Mitglied im  Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur, Mitglied im Petitionsausschuss
„Mit der Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit ist ein ganz wichtiger Meilenstein für die Umsetzung dieses innovativen Projektes erreicht. Ich bin überzeugt und hoffe sehr, dass der Gaildorfer Naturstromspeicher seinen wichtigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende leisten kann.“

 

Frank Zimmermann, Bürgermeister von Gaildorf
„Ich bin überzeugt: das Projekt „Naturstromspeicher“ ist gut für Gaildorf. Wir sind mit innovativer Technik jetzt ganz vorne bei der Energiewende mit dabei.“

 

Man muss dafür wohl Verständnis haben. Schließlich bekommt eine Gemeinde so praktisch „umsonst“ noch einen Freizeitsee geschenkt und sofern man ganz innovativ weiter baut, kann dieser auch noch mit einem Wärmespeicher hochgerüstet werden. Gerade einen Niedertemperatur-Fernheizungsausbau werden viele ländlichen Kleinstädte und Gemeinden schon lange vermisst haben – und nun bezahlt diesen Wunsch alleine das EEG – Schlaraffenland, ich komme.

[6] Das Unterbecken kann zusätzlich mit einem Naturwärmespeicher ausgerüstet werden. So steigt Ihr Kraftwerk zusätzlich in die hocheffiziente Wärmeversorgung von ganzen Stadtquartieren ein. Wir nennen die Kombination unserer Lösungen für Stromspeicherung und Wärme Naturversorgung.

 

Die ferne Zukunft ist schon nah

Falls sich der „Naturstromspeicher“ und die „Naturversorgung“ entgegen den Erwartungen der Herstellfirma und der Politik doch nicht durchsetzen sollte, steht als ultimative Lösung schon die nächste, wieder ganz innovative Erfindung kurz vor den Startlöchern.

Klimaretter.Info: [9] Biogasanlagen: Vom Koch zum Kellner
... Krautkremer arbeitet mit seinen Institutskollegen an einer Rehabilitierung der Bioenergie. Die sollte in Zukunft zum einen auf Rest- und Abfallstoffe setzen statt großflächig auf Anbaupflanzen. Sie könnte zum anderen ein wichtiger Partner einer anderen Technologie werden, die derzeit besonders angesagt ist.
Die Rede ist von
Power-to-Gas. Bei dem Verfahren wird Strom, im Idealfall überschüssiger Ökostrom, genutzt, um Wasser durch Elektrolyse in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. In einem nächsten Schritt wird der Wasserstoff mithilfe von CO2 in Methan umgewandelt, den Hauptbestandteil von Erdgas. Methan lässt sich zum Beispiel im Erdgasnetz speichern – und bei Bedarf in einem Gaskraftwerk verfeuern.

 

Diese Innovation, diesmal vom berühmten Forschungsinstitut für neue Energien IWES, ist noch nicht so weit wie das Projekt Gaildorf, mit dessen Bau bereits begonnen wurde. Aber im Herbst soll bereits eine Pilotanlage mit 50-Kilowatt beginnen zu entstehen. Die Lösung der aktuell immer wichtigeren Speicherproblematik steht als schon vor dem zweiten Startloch – auch diesmal gefördert, allerdings mit weniger Volumen:

[9] Das hessische Umwelt- und Energieministerium fördert das Vorhaben mit einer Million Euro.
Nach der Erprobungsphase soll die Idee in einer zehnmal größeren Anlage umgesetzt werden, hat Hessens Energie-Staatsministerin Priska Hinz
(Bündnis 90/Die Grünen) angekündigt.

 

Wenn das mit den Innovationgeschwindigkeiten so weiter geht, werden vielleicht bald mehr Innovationen als EEG-Strom gefördert und Deutschland wird Grünes Innovationsland.

 

Zufügung

Der Autor dankt Ruhrkultour, welches mit seinem Artikel: [4] “Naturstromspeicher” – Der Erfolg eines Lügensystems
auf das Projekt Naturstromspeicher Gaildorf hingewiesen hat.

 

 

Quellen

[1]

Homepage NATURSPEICHER
http://www.naturspeicher.de/de/pilotprojekt/pilotprojekt.php

[2]
RUNDSCHAU Südwest-Presse 24.08.2016: Keine Sommerpause beim Naturstromspeicher
www.swp.de/gaildorf/lokales/gaildorf/Keine-Sommerpause-beim-Naturstromspeicher;art1223023,3977660

[3]
STUTTGARTER ZEITUNG 10. Juni 2016: Weltweit einzigartig: Naturstromspeicher Strom kommt aus Wind und Wasser
www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.weltweit-einzigartig-naturstromspeicher-strom-kommt-aus-wind-und-wasser.f24f65e2-a907-4a6b-84b7-f201335b8ca7.html

[4]
Ruhrkultour: “Naturstromspeicher” – Der Erfolg eines Lügensystems
ruhrkultour.de/naturstromspeicher-der-erfolg-eines-luegensystems/

[5]
Deutsche WINDGUARD: KOSTENSITUATION DER WINDENERGIE AN LAND IN DEUTSCHLAND UPDATE

[6]
Homepage NATURSPEICHER: Broschüre: Der Naturstromspeicher  Wir speichern Strom mit Wasser

[7]
phbBB, Projekt Gaildorf: BMUB: Neues Projekt "Naturstromspeicher Gaildorf"

pbb.53rv3r.de/viewtopic.php

[8]
BMUB Projektbeschreibung
www.umweltinnovationsprogramm.de/sites/default/files/benutzer/36/dokumente/internetbeitrag_naturstromspeicher_gaildorf.pdf

[9]
Klimaretter.Info: Biogasanlagen: Vom Koch zum Kellner
www.klimaretter.info/forschung/hintergrund/21804-biogasanlagen-vom-koch-zum-kellner