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29 May 19:24

Reise ins Innere von Tschernobyl

by Rainer Klute

Von Dr. Walter Rüegg

Vor 32 Jahren explodierte Reaktorblock 4 des Kernkraftwerks Tschernobyl. Heute ist die Strahlung in der Sperrzone von Tschernobyl fast überall geringer als in den Alpen oder in Rom. Trotzdem gibt es tödliche Gefahren, wie eine Studienreise zeigte.

Die Reise

Immer wieder werde ich gefragt, ob eine Reise nach Tschernobyl nicht gefährlich sei. Natürlich gibt es Gefahren. Ich wurde jedenfalls einer Dosis ausgesetzt, welche etwa der halben tödlichen entsprach, ein Kollege kam sogar recht nahe an die tödliche Dosis heran. Doch der Reihe nach!

Vom 6. bis 12. September 2015 konnte ich als Mitglied einer informellen, 12-köpfigen amerikanischen Expertengruppe Tschernobyl und Umgebung besuchen. Die Gruppe war sehr heterogen zusammengesetzt: mehrere Universitätsforscher, Strahlenschutzfachleute, Katastrophenexperten, eine Reaktoroperateurin – und ich als »Privatgelehrter«. Organisiert wurde die Exkursion vom Strahlenschutzbeauftragten einer amerikanischen Universität und einem Feuerwehr-Strahlenexperten.
Wir logierten während des ganzen Aufenthaltes im einzigen »richtigen« Hotel von Slavutych, mit überraschend gutem westlichen Komfort. Diese Stadt wurde nach der Reaktorkatastrophe vom 26. April 1986 in aller Eile als »Ersatzstadt« für die evakuierte Stadt Pripyat gebaut. Jede Sowjetrepublik musste ein Quartier bauen, entsprechend bunt ist ihr Erscheinungsbild (Abbildung 1).

Abbildung 1: Die Stadt Slavutych, etwa 45 km vom Unglücksreaktor entfernt (Bild im Tschernobyl-Museum von Slavutych, Aufnahme bewilligt).

Die meisten der heute im Kernkraftwerk Tschernobyl Beschäftigten wohnen in Slavutych und pendeln täglich zum 45 km entfernten Kraftwerk. Auch wir benutzten jeden Morgen einer dieser Züge. Die Fahrt führt durch menschenleere Waldgebiete, ein Teil der Strecke liegt in Weißrussland. Eine nennenswerte Strahlung misst man erst in der Nähe des Kraftwerkes. Noch im Zug wurden wir mündlich und schriftlich darüber informiert, was man in der Exclusion Zone machen darf und was nicht. Durch Unterschrift mussten wir bestätigen, dass wir alles verinnerlicht hatten. Viele dieser Vorschriften sind heute übertrieben (z.B. darf in der ganzen Zone nichts berührt werden), werden aber andererseits auch nicht mehr ganz ernst genommen.

Abbildung 2: Einfahrt des Pendelzugs Slavutych-Tschernobyl

 

Abbildung 3: Das zu unterschreibende Formular regelt genau was man darf und was nicht.

 

Die Katastrophe

Vor dem Besuch der Kraftwerksblöcke standen eine Reihe von Vorträgen auf dem Programm. Besonders interessant: Ein ehemaliger Reaktoroperateur von Block 3 erläuterte den genauen Ablauf der Explosion im Unglücksblock 4; die nachfolgenden Abbildungen stammen aus seinem Vortrag (Aufnahmen bewilligt).

Das Drama begann bereits in der Vorbereitungsphase für einen Sicherheitstest. Ein Absenken der Leistung auf 25 Prozent war vorgesehen, durch eine Fehlmanipulation oder durch einen Elektronikdefekt sackte sie jedoch auf 1 Prozent ab. In jeder Vorlesung über Reaktorphysik lernt man, dass dann eine schwere Xenonvergiftung einsetzt. Der Reaktor muss für etwa zwei Tage ganz abgeschaltet werden; das Xenon baut sich dann ab. Das Problem: Das Xenon wirkt wie eine Vollbremsung, ein stabiler Betrieb ist nicht mehr möglich. Aber den Test wollte man unbedingt durchführen, also man gab Vollgas: Praktisch alle Steuerstäbe wurden bis zum Anschlag ausgefahren. Die Leistung stieg trotzdem nur auf kümmerliche 7 Prozent. Als der eigentliche Test eingeleitet wurde (Abschaltung der Turbine) stieg die Leistung aus physikalischen Gründen (Dampfblasen entstanden) plötzlich an, die Notabschaltung wurde manuell eingeleitet. Aber es war schon zu spät.

Abbildung 4: Die kritische Phase nach Beginn der Notabschaltung, wenige Sekunden vor der Explosion. Im unteren Teil des Bildes (violette Linien) ist die vertikale Verteilung des Neutronenfluss (und damit die Leistung) für drei Steuerstabstellungen abgebildet.

 

Eigentlich unglaublich: Diese Reaktoren verfügten über keine Schnellabschaltung. Die ganz ausgefahrenen Steuerstäbe (»Vollgasstellung«) benötigten 15 bis 20 Sekunden, bis sie völlig eingefahren waren (»Vollbremsung«). Schlimmer noch: Um beim Normalbetrieb die Leistung zu maximieren, bestanden die Spitzen der Steuerstäbe aus Graphit (gelbe Teile in Abbildung 4). Dieses Graphit erhöhte in den ersten paar Sekunden des Einfahrens den Neutronenfluss und damit die Leistung im unteren Teil des Reaktors. Der Zustand des instabilen Reaktors kippte plötzlich auf Vollgas. Die Leistung stieg lawinenartig an, innerhalb von vier Sekunden auf den hundertfachen Nominalwert.

Der untere Teil des Reaktorkerns erhitzte sich auf über 3.000 °C, das Kühlwasser verdampfte explosionsartig. Der entstehende Dampfdruck war so gewaltig, dass er den gesamten Reaktorkern (mit Abschirmungsdeckel um die 3000 Tonnen) wie eine Rakete etwa 40 m hoch in die Luft steigen liess. Der Reaktor drehte sich dabei um fast 180 Grad. Dann erfolgte eine zweite, noch stärkere Explosion, verursacht durch das entstehende Knallgas. Der untere Teil des Reaktors wurde in Stücke gerissen und in die Umgebung geschleudert. Der ganze Ablauf ist in Abbildung 5 dargestellt, der »Flug« des Reaktors dauerte 4 bis 5 Sekunden.

Abbildung 5: Ablauf der Zerstörung des Reaktors. Beschriftungen und Pfeile vom Autor eingefügt.

 

Der obere Reaktorteil mit dem schweren Betondeckel fiel in den Reaktorschacht zurück (siehe Abbildung 6). Man sieht in dieser Abbildung die vielen Druckröhren aus dem Reaktordeckel herausragen. Der Brennstoff in diesem oberen Reaktorteil dürfte sich noch teilweise in diesen Rohren befinden. Die meisten sowjetischen Reaktoren dieser Zeit bestanden aus Bündeln von einzelnen Druckröhren, direkt abgeleitet von den ersten militärischen Typen. Trotz der bekannten Instabilitäten dieses Reaktortyps wurde sowohl eine Schnellabschaltung als auch ein Containment als überflüssig angesehen.

Wer ist schuld?

Auf die Frage an den Reaktoroperateur, ob seine Kollegen vom Katastrophenblock 4 Fehler gemacht haben, lautete die spontane Antwort: Nein. Etwas einschränkend fügte er hinzu, dass zumindest keine Betriebsvorschriften verletzt worden seien. Diese Reaktion ist typisch: Die Ukrainer schieben alles auf die »Konstruktionsfehler« des russischen Reaktors. Für die Russen hingegen ist die ignorante ukrainische Mannschaft an allem schuld. Wer hat recht? Beide: Nur das Zusammentreffen einer nicht instruierten Mannschaft mit einem »heiklen« Reaktortyp ohne Schnellabschaltung konnte zu einer solchen Katastrophe führen.

Rätselhafterweise sind die spezifischen Betriebsvorschriften für diesen Reaktor »verschwunden«. Ohne Zweifel wurden die allgemeinen Vorschriften für diesen Reaktortyp massiv verletzt (z.B. minimale Anzahl Steuerstäbe im Reaktor), unklar ist aber der Instruktionsgrad der Mannschaft.

Abbildung 6: Oberes Ende des zerstörten Reaktors von Block 4. Die rötliche Farbe stammt von der Beleuchtung.

 

Eines ist klar: Der Reaktor hatte keine »Konstruktionsfehler«. Die Reaktoren der 60er- und 70er-Jahre wurden auf Leistung optimiert. Die Sicherheit war kein zentrales Thema (wie auch bei den Fukushima-Reaktoren, ebenfalls ein Produkt dieser Zeit). Die russischen Konstrukteure waren sich der Schwächen des Designs sehr wohl bewusst, die Betriebsvorschriften berücksichtigten dies entsprechend. Das funktioniert aber nur bei einer guten Sicherheitskultur, und diese fehlte vollkommen.

Im Kernkraftwerk Leningrad 1 kam es 1974, dem erstes Betriebsjahr mit einem »Tschernobyl-Typ-Reaktor«, zu verschiedenen ernsthaften Problemen. Unter anderem erfolgte eine partielle Kernschmelze mit teilweiser Zerstörung des Reaktorkernes. Drei Mitarbeiter starben. Und 1982 trat im Block 2 von Tschernobyl ebenfalls eine Kernschmelze auf. In beiden Fällen wurden beträchtliche Mengen radioaktiver Substanzen freigesetzt, da die Reaktoren über kein Containment verfügten. Lehren daraus wurden kaum gezogen; im Gegenteil, alles wurde streng geheim gehalten.

Der Sarkophag

Ein weiterer interessanter Vortrag betraf den Bau des Sarkophags. Der Vortragende war ein Liquidator der ersten Monate und zugleich einer der Leiter des Baus des Sarkophages – und er jagte mir einen gehörigen Schrecken ein! Als er strammen Schrittes den Saal betrat, fragte er als erstes (über die Dolmetscherin), wer Walter Rüegg sei. Ich zuckte zusammen, in solchen Staaten kann man vieles falsch machen. Als ich zögernd meine Hand aufstreckte, kam er auf mich zu und begrüsste mich herzlich. Die Dolmetscherin klärte mich auf: Ich sei genau gleich alt wie er (Jahrgang 1941).

In der Pause unterhielten wir uns wie alte Bekannte. Über die seinerzeit erhaltene Strahlendosis wollte er sich nicht so recht äussern. Wenn ich ihn richtig verstanden habe, dürften es einige 100 mSv gewesen sein – heute für viele eine Horrordosis. Offensichtlich hatte die Strahlung keine negative Wirkung entfaltet, im Gegenteil: Man würde ihm höchstens 60 Jahre geben (siehe Abbildung 7), er ist dynamisch und fit wie ein Tennisschuh. Und zwar buchstäblich: In seiner Freizeit trainiert er die Tennisjunioren von Slavutych. Als er vernahm, dass ich auch noch Tennis spiele, wollte er unbedingt mit mir spielen. Der enge Terminplan unserer Gruppe rettete mich.

Der Bau des Sarkophags einige Monate nach der Katastrophe war, unter Berücksichtigung der sehr schwierigen Umstände, eine Meisterleistung. Aber zum Zeitpunkt unserer Reise 2015 war er in einem schlechten Zustand. Er war einsturzgefährdet, insbesondere bei einem schweren Erdbeben. Dicht war er auch nicht; man berichtete von über 100 m2 offener Flächen, Vögel flogen hinein und heraus. Im Innern des Sarkophags herrschten Strahlendosen, die mehrere Zehnerpotenzen höher waren als in der Umgebung des Kraftwerkes.

Abbildung 7: Erste Phase des Baus des Sarkophags um den explodierten Block 4. Der Vortragende, Jahrgang 1941, war in leitender Stellung vor Ort tätig.

 

2007 wurde mit dem Bau einer riesigen neuen Hülle begonnen. Abbildung 8 zeigt den Zustand des New Safe Confinements im September 2015. Man erkennt direkt hinter der neuen Hülle den Sarkophag um Block 4 sowie die Blöcke 3, 2 und 1. Ende 2016 wurde das NSC über den bestehenden Sarkophag geschoben.

Abbildung 8: Neue Hülle aus einem Stahlgerüst, innen und aussen verkleidet mit Stahlplatten, Kostenpunkt ca. 2 Milliarden $. Im Hintergrund die Blöcke 4, 3, 2 und 1.

 

Das Kraftwerk

Im Kraftwerk selber besuchten wir die verschiedenen Blöcke. Abbildung 9 zeigt unsere Expertengruppe im Kontrollraum von Block 2.

Abbildung 9: Unsere Expertengruppe im Kontrollraum von Block 2. Dieser Reaktor wurde 1991 stillgelegt.

Die unbeschädigten Reaktoren der Blöcke 1, 2 und 3 wurden nach dem Unglück weiterbetrieben, aber umgehend für etwa 400 Millionen $ mit vielen zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen aufgerüstet. Unter anderem wurden »richtige« Schnellabschaltungen eingebaut, die den Reaktor in 1 – 2 Sekunden stoppen konnten, zudem machten verschiedene Umbauten eine explosive Leistungsexkursion unmöglich. Ein neues »Tschernobyl« mit einem massiven Austritt radioaktiver Substanzen konnte aus physikalischen Gründen ausgeschlossen werden, eine »normale« Kernschmelze aber nicht. Trotzdem: Sehr zum Ärger der Ukrainer mussten sie auf Druck der Europäer die Reaktoren der Blöcke 1, 2 und 3 abschalten, den letzten im Jahr 2000. In Russland sind Stand heute immer noch 11 dieser aufgerüsteten »Tschernobyl«-Reaktoren in drei Kernkraftwerken im Betrieb, ernsthafte Probleme gab es nie mehr.

Für die Ukraine war die Stilllegung ein ökonomisches Problem: Jeder Block hätte pro Jahr für rund eine halbe Milliarde $ Strom produziert. Ein gewisser Ausgleich erfolgte durch die finanzielle Unterstützung insbesondere bei Sicherheitsaufrüstungen in anderen Kraftwerken. Die Ukraine verfügt heute über insgesamt 15 Reaktoren russischer Bauart, damit wird rund 50 Prozent des elektrischen Stromes erzeugt. Diese zwischen 1981 und 2006 in Betrieb genommenen Druckwasserreaktoren gehören einer neueren Generation an, sie besitzen ein Containment und sind mittlerweile sicherheitstechnisch auf einem westlichen Niveau.

Abbildung 10 zeigt das langgestreckte Turbinengebäude, dahinter befinden sich die vier Reaktorblöcke. Ganz hinten sieht man die neue Hülle. Die Strahlungsintensität an diesem Ende des Kraftwerkes ist mit 0,16 µSv/h (Mikrosievert pro Stunde) überraschend niedrig, ähnliche Werte misst man überall auf der Welt. Ein Grund für die tiefen Werte: Der Boden ist mit Steinplatten belegt, diese schirmen einen großen Teil der Strahlung ab. Über Naturboden war die Strahlung deutlich höher, wir maßen typischerweise 0,5 – 2 µSv/h. In der Nähe vom Block 4 stieg die Strahlung auf etwa 10 µSv/h. Direkt an der Wand des Sarkophags (Zugang normalerweise streng verboten, aber wir waren keine »normale« Gruppe) registrierten wir Werte über 100 µSv/h.

Ohne Vergleiche sind solche Dosisleistungsangaben wenig aussagekräftig, man kann sie nicht einordnen. Daher enthält der folgende Text einige Vergleiche mit anderen Orten dieser Welt. So etwas fehlt in den meisten Berichten in den Medien, wie auch sehr häufig überhaupt keine konkreten Zahlen zu finden sind. Man beruft sich allenfalls auf die »normale« Strahlung, doch die liegt je nach Ort zwischen 0,04 µSv/h und 100 µSv/h. Oder man zitiert Grenzwerte, doch die liegen mittlerweile weit unter der natürlichen Strahlung. Anstelle von Vergleichen findet man nicht besonders hilfreiche Ausdrücke wie »Todeszone«, »radioaktive, strahlende Hölle«, »Sperrgebiete, deren Betreten unmittelbar lebensgefährlich sein kann« (Zitate aus: Die strahlende Wahrheit, M. Arnold, U. Fitze, 2015, ISBN: 978-3-907625-77-4).

Abbildung 10: Blick vom südlichen Ende des Kraftwerkes. Die Strahlung ist hier recht tief (0,16 µSv/h), in Bülach/Schweiz ist sie höher (eines meiner Lieblingslokale befindet sich dort).

 

Abbildung 11: Der alte Sarkophag, Zustand September 2015. Die Strahlung im Abstand von 100 m betrug etwa 10 µSv/h.

 

Im Inneren von Block 4

Eine Exkursion ins Innere des Sarkophags, z.B. in den Kontrollraum von Block 4, sei lebensgefährlich, deshalb völlig unmöglich und streng verboten, wurde uns am ersten Besuchstag erklärt. Aber wir waren, wie bereits erwähnt, offenbar keine »normale« Besuchergruppe. Es half wohl auch, dass zwei Mitglieder unserer Gruppe fliessend Russisch/Ukrainisch sprachen und sich mit den lokalen Sitten und Gebräuchen auskannten. Aber so genau will ich es gar nicht wissen.

Jedenfalls kamen wir in den Unglücksblock 4 hinein und konnten den Kontrollraum gründlich besichtigen und ausmessen. In die völlig zerstörte Reaktorhalle oder in die Räume direkt unter dem Reaktor konnten wir nicht gehen. Dort ist es bei Strahlungswerten von bis zu mehreren Sv/h bei längerem Aufenthalt von mehr als etwa einer halben Stunde tatsächlich lebensgefährlich. Abgesehen davon sind die Trümmer instabil.

In den zugänglichen Bereichen um Block 4 herum maßen wir Strahlenintensitäten von typischerweise 10 µSv/h, mit Spitzen bis etwa 200 µSv/h. Der Hauptteil der Strahlung stammt heute von Cäsium-137. Während der Katastrophe herrschten hier Intensitäten von bis zu einigen 10 Sv/h, tödlich innerhalb von 5 – 30 Minuten. Am schlimmsten war die Strahlung in der Reaktorhalle, direkt neben dem zerstörten Reaktorkern: innerhalb von einer Minute tödlich. Mehrere Tage lang hatte man kaum Informationen über die Höhe der Strahlung, denn geeignete Strahlenmessgeräte fehlten weitgehend. Zudem behaupteten die Verantwortlichen einen vollen Tag lang steif und fest, dass der Reaktor nicht zerstört sei. Die Folgen: Etwa 1.000 Einsatzkräfte wurden sehr stark bestrahlt, über 130 wurden schwer strahlenkrank, 30 verloren ihr Leben.

Abbildung 12: Der Autor im Kontrollraum des Unglücksblock 4, ca. 40 m von der völlig zerstörten Reaktorhalle entfernt. Ein doppelter Schutzanzug ist Pflicht, über dessen Notwendigkeit kann man sich streiten.

 

Der Kontrollraum 4 befindet sich rund 40 m von der zerstörten Reaktorhalle entfernt. Dicke Betonwände verhinderten eine direkte Einwirkung der Explosionen, konnten aber das Eindringen von radioaktiven Substanzen nicht verhindern, teils durch die Luft, teils von der Belegschaft hineingebracht. Die Strahlendosis erreichte sehr hohe, bei längerem Aufenthalt lebensbedrohende Werte von 20.000 – 50.000 µSv/h. Anatoli Dyatlov, stellvertretender Chefingenieur des Kraftwerkes und Leiter des Versuches, erlitt, wenn man den Angaben trauen kann, eine nahezu tödliche Strahlendosis von 3.9 Sv. Er starb 10 Jahre nach dem Unglück im Alter von 64 Jahren an einem Herzinfarkt, nachdem er wegen seiner Fehlentscheidungen fünf Jahre lang im Gefängnis verbracht hatte.

Heute ist die Strahlung im Kontrollraum auf relativ harmlose 5 µSv/h abgeklungen, siehe Abbildung 13. Der Raum befindet sich in einem trostlosen Zustand. Alles ist von einer dicken Staubschicht überzogen, praktisch sämtliche Instrumente wurden ausgebaut. Offiziell dienten sie als Ersatzteile für die anderen Reaktoren, inoffiziell wurden sie als Souvenirs mitgenommen, manchmal tauchen sie auf dem Schwarzmarkt wieder auf.

Abbildung 13: Die Strahlung im Kontrollraum 4 beträgt heute etwa 5 µSv/h. Zum Vergleich: Während des Fluges Kiev-Zürich maß ich über 3 µSv/h, bei Flügen nach USA oder Asien kann sie bis gegen 10 µSv/h steigen. Während der Katastrophe betrug die Strahlung 20.000 – 50.000 µSv/h.

 

Die hochradioaktiven Abfälle

Die vier Tschernobyl-Reaktoren erzeugten im Laufe der Zeit einiges an hochradioaktiven Abfall, vor allem in Form abgebrannter Brennstäbe. Die Lagerung wird sehr pragmatisch angegangen. Die Abfälle werden in grosse, relativ dünnwandige Stahlzylinder verpackt. Diese sind doppelwandig, die Luft dazwischen wird ständig überwacht. Ein allfälliges Leck kann leicht festgestellt werden.

Diese Behälter werden horizontal und leicht herausholbar in einem Betonbunker gelagert, siehe Abbildung 14. Die Lagerung ist für einen Zeitraum von höchstens 100 Jahren vorgesehen. Die Idee dahinter: Die abgebrannten Brennstäbe der Tschernobyl-Reaktoren bestehen zu etwa 97 – 98 Prozent aus unverbrauchtem Uran. Mehrere kommerzielle Reaktortypen der nächsten Generation können solche »Abfälle« als Brennstoff nutzen. Vor allem Russland und China werden solche Reaktoren in größerer Zahl bauen, vermutlich auch Südkorea, Indien und möglicherweise westliche Industriestaaten. Prototypen laufen bereits. Mit einer gewissen Berechtigung erwarten die Ukrainer deshalb, dass ihre »Abfälle« in 20 bis 30 Jahren als Brennstoff für diese neuen Reaktoren benutzt werden können.

Ein (extrem teures) Endlager tief unter der Erde ist jedenfalls nicht vorgesehen. Plan B: Nach 100 Jahren könnte man die Bunker unter einer zusätzlichen meterdicken Betondecke vergraben. Diese sollte mindestens 500 Jahre halten. Anschließend ist der gefährlichste Teil der Abfälle, die stark strahlenden und beweglichen Spaltprodukte, praktisch vollständig zerfallen. Die übriggebliebenen, unbeweglichen radioaktiven Schwermetalle stellen keine grosse Gefahr mehr dar. Letzteres ist im Westen allerdings stark umstritten. Die Meinungen reichen bis zu »extrem gefährlich«.

Abbildung 14: Etwa 1 km neben den Reaktorblöcken wurden die Bunker zur Lagerung der hochradioaktiven Abfälle gebaut (2015).

 

Pripyat

Die Stadt Pripyat liegt 3 bis 4 km vom Kraftwerk entfernt im Gebiet des größten Fallouts. Die etwa 50.000 Bewohner wurden als erste evakuiert. Wenn man den Berichten in den Medien glauben darf, herrscht dort immer noch eine gefährlich hohe Strahlung. Beliebte Bezeichnungen sind »Todeszone«, »radioaktiv strahlende Hölle« usw.

Im offenkundigen Widerspruch zu diesen Aussagen steht der rege Katastrophentourismus. Ganze Busladungen von Touristen aus Kiev ergießen sich täglich über die Stadt. Die systematischen Plünderungen und der überall sichtbare Vandalismus vermitteln ein düsteren Bild, haben aber nichts mit der Strahlung zu tun.

Unsere Gruppe wanderte kreuz und quer durch Pripyat und erfasste dabei Tausende von Messpunkten. Auf den asphaltierten oder betonierten Strassen war die Strahlung recht tief, zumindest auf den moosfreien Teilen, und lag dort typischerweise bei 0,2 – 0.3 µSv/h, siehe Abbildung 15. Solche Werte misst man auch bei uns. Über Naturböden und ganz besonders über einem der vielen Moosbeete strahlt es wesentlich stärker. Die meisten Werte lagen um 1 – 2 µSv/h herum, mit Spitzen von etwa 4 µSv/h, gemessen in 1 m Höhe.

Abbildung 15: Strahlung von 0,22 µSv/h auf einer der Hauptstraßen von Pripyat

 

Abbildung 16: Der Kulturpalast im Zentrum von Pripyat vor der Katastrophe (Bild im Tschernobyl-Museum von Slavutych, Aufnahme bewilligt).

 

Im Zentrum von Pripyat befindet sich der Kulturpalast. Abbildung 16 zeigt dieses Gebäude vor der Katastrophe (links im Bild). In Abbildung 17 sieht man den heutigen Zustand. Diese Aufnahme habe ich über einer stark vermoosten Stelle gemacht.

Moose lieben Kalium. Wer ein schönes Moosbeet will, sollte deshalb reichlich mit Kalium düngen. Cäsium ist chemisch mit Kalium eng verwandt, es steht im Periodensystem unterhalb von Kalium. Das Moos verwechselt Cäsium-137 mit Kalium und nimmt es begierig auf. Wenn man also in Fallout-Gebieten nach stark strahlenden Stellen sucht, wird man über Moosflächen schnell fündig. Cäsium-137 ist übrigens mit Abstand für den größten Teil der Strahlendosis der Bevölkerung verantwortlich, übrigens auch in Fukushima.

Abbildung 17: Kulturpalast 2015. Die Strahlung über einem Moosbeet ist mit 2 µSv/h relativ hoch.

 

Die Strahlung im Inneren der Gebäude liegt meistens im Bereich zwischen 0,1 und 0,2 µSv/h. Das sind Werte, die auch bei uns üblich sind. Ein Beispiel aus dem Kulturpalast mit 0.11 µSv/h zeigt Abbildung 18. Wenn ein Gebäude einigermassen dicht ist und man während des radioaktiven Niederschlags alle Fenster und Türen geschlossen hält, dringen nur minimale Mengen radioaktiver Substanzen ins Innere. Die externe Strahlung wird durch das Mauerwerk weitgehend abgeschirmt, zudem reduziert bereits der Abstand die Strahlung. Ganz offensichtlich wird auch keine Radioaktivität von außen in die Gebäude verschleppt, trotz täglich Dutzenden, wenn nicht Hunderten von Besuchern und völlig demolierten Fenstern und Türen. Der einfache Grund: Praktisch sämtlicher radioaktive Staub ist schon längst von Wind und Regen weggeblasen oder weggeschwemmt worden oder in tiefere Erdschichten gewandert.

Abbildung 18: Die Strahlung im Innern des Kulturpalastes ist ähnlich tief wie in unseren Gebäuden: 0,11 µSv/h. Man beachte den Vandalismus, auch massivste Glasscheiben wurden systematisch zerstört.

Die höchsten Strahlungswerte in Pripyat registrierten wir über einem Moosbeet: 11 µSv/h, gemessen in einigen Zentimetern Abstand, siehe Abbildung 19. Zum Vergleich: Meine alte Tissot »Seastar« aus den 50er-Jahren, mindestens 15 Jahre lang Tag und Nacht getragen, strahlt dank der Radium-Leuchtziffern auch heute noch mit etwa 14 µSv/h. Andere Uhren aus dieser Zeit können noch stärker strahlen; ich habe Werte bis zu 200 µSv/h (!) gemessen. Meiner Schätzung nach haben die vielen Millionen Radium-Leuchtzifferuhren, die zwischen ca. 1915 und 1965 hergestellt wurden, die Menschheit mit einer ähnlich hohen Kollektivdosis bedacht wie der gesamte Fallout des Tschernobyl-Unglücks.

Abbildung 19: Die höchste in Pripyat gemessene Strahlung war 11,1 µSv/h über einem Moosbeet. Zum Vergleich meine alte Tissot „Seastar“, strahlt mit 14,5 µSv/h. Und läuft heute noch.

Das Dilemma

Die durchschnittliche Strahlung während meines gesamten Aufenthaltes in Pripyat betrug 1,0 µSv/h. Das ist der Mittelwert aus sämtlichen Messungen, die alle 10 Sekunden automatisch erfolgten. Dies entspricht einer Jahresdosis von 8,8 mSv. Allerdings bewegten wir uns zum größten Teil außerhalb der Gebäude, suchten bewusst nach »heißen« Stellen und legten die Messgeräte darüber.

Ein »normaler« heutiger Bewohner dürfte kaum über 5 mSv im Jahr kommen, selbst wenn er sich vorwiegend im Freien aufhält. Dies entspricht etwa der natürlichen Durchschnittsdosis in der Schweiz und in vielen anderen Teilen der Welt. Eliminiert man alle Moosbeete, kann man mit etwa 3 mSv rechnen. Hinzu kommt die innere Bestrahlung: Ernährt man sich hauptsächlich von lokalen Lebensmitteln, könnten durchschnittlich noch etwa 1 bis 2 mSv dazukommen. Dazu gibt es viele Untersuchungen, auch mit Ganzkörperzähler. Meist rechnet man mit 10 bis 20 Prozent der externen Dosis.

Die Grünen im Europäischen Parlament gaben 2006 einen sehr kritischen Bericht über die Folgen von Tschernobyl heraus (TORCH-Bericht: The Other Report on Chernobyl). In diesem Bericht schätzen sie die innere Dosis der Bevölkerung in den Fallout-Gebieten auf etwa 30 Prozent der totalen Dosis, vor allem durch Cäsium-137. Der gleiche Bericht anerkennt übrigens ausdrücklich, dass natürliche Strahlung genau gleich wirkt wie »künstliche«. Weiter wird vermerkt, dass keine erhöhte Anzahl von Missgeburten registriert wurde, wohl aber mehrere tausend Schilddrüsentumore bei Kindern, zum Glück praktisch immer gut heilbar.

Das grosse Dilemma: In Anbetracht einer Pripyat-Dosis von 5 mSv pro Jahr müsste man konsequenterweise auch große Teile der Alpen zur Todeszone erklären. Denn dort erreichen die Dosen Werte bis über 30 mSv pro Jahr, inklusive der inneren Bestrahlung. Dies verdanken die Alpenbewohner dem überdurchschnittlichen Gehalt von Uran oder Thorium im Gestein. Das gleiche gilt auch für Teile von Schwarzwald, Erzgebirge, Massif Central, Süditalien, Piemont usw. Dasselbe Dilemma besteht auch im Fall von Fukushima – mit wesentlich weniger Fallout als bei Tschernobyl.

Aufgrund des Vorsorgeprinzips und der heutigen Forderung nach Nullrisiko wurden die Grenzwerte immer weiter gesenkt. Heute liegen sie unterhalb der natürlichen Umgebungsstrahlung. Die ist allerdings – aus welchen Gründen auch immer – vom Grenzwert ausgenommen. Rein juristisch müssen die Alpen also doch nicht evakuiert werden, und ich kann weiterhin wandern und skifahren.

Um es nochmals klar zu sagen: Es besteht ein breiter wissenschaftlicher Konsens, dass natürliche Strahlung genau gleich wirkt wie »künstliche«. Eine Unterscheidung macht physikalisch keinen Sinn.

Tschernobyl-Stadt und Asti (Piemont)

Wir besuchten auch die Stadt Tschernobyl, etwa 15 km südlich des Kernkraftwerks gelegen. Sie liegt ebenfalls in der Sperrzone und ist für eine dauerhafte Besiedlung nicht freigegeben. Allerdings befinden sich einige Verwaltungsgebäude der Zone in der Stadt, außerdem Unterkünfte für Einsatzkräfte und sogar ein kleines Hotel (sah nicht gut aus, würde ich nicht empfehlen). Die Stadt ist, ganz im Gegensatz zu Pripyat, in einem guten Zustand. Es leben dort auch illegale Bewohner. In der gesamten Sperrzone sind es mehrere hundert. Sie werden von den Behörden toleriert. Diese Menschen ernähren sich fast ausschliesslich von lokalen Produkten.

Unsere Messungen zeigten etwas Erstaunliches: Die Strahlung in dieser Stadt liegt typischerweise zwischen 0,1 und 0,2 µSv/h – und ist damit niedriger als in vielen anderen Städten auf diesem Planeten. In Rom etwa liegt die externe Strahlung meist über 0,2 µSv/h; zusammen mit der internen Strahlung muss man mit mindestens 0,5 µSv/h rechnen. Auch in weiten Teilen des Piemonts strahlt es stärker als in Tschernobyl, siehe Abbildung 21.

Abbildung 20: Tiefe Strahlungswerte (0,08 µSv/h) am Rand von Tschernobyl-Stadt.

 

Abbildung 21: Strahlung im Zentrum von Tschernobyl (0.10 µSv/h). In dieser Stadt strahlt es
wesentlich weniger als in vielen anderen Städten auf dieser Erde.

Plutonium und Co

Aus der Tatsache, dass die Sperrzone immer noch eine Sperrzone ist, wird geschlossen, dass der Aufenthalt gefährlich sein muss. Die Zone sei für Hunderte von Jahren unbewohnbar, je nach Quelle auch für Tausende oder gar Zehntausende von Jahren. Man argumentiert mit den teilweise sehr langen Halbwertszeiten gewisser Fallout-Elemente wie vor allem Plutonium, obwohl diese langlebigen Elemente

  1. nur einen sehr kleinen Bruchteil des Fallouts ausmachen,
  2. nur schwach strahlen (je länger die Halbwertszeit, desto schwächer die Strahlung, ein Naturgesetz),
  3. von den natürlicherweise vorhandenen langlebigen radioaktiven Elementen wie Uran mengenmässig und auch radiotoxisch in den Schatten gestellt werden.

Durchschnittlich findet man etwa 5 g Uran und etwa 15 g Thorium pro Kubikmeter Erde. Und viele ihrer Zerfallsprodukte, wie Radium, Radon oder Polonium, sind gefährlicher als Plutonium.

Wie dem auch sei, es ist eine leicht zu überprüfende Tatsache, dass die Strahlung des Fallouts heute auf einen winzigen Bruchteil der Werte abgesunken ist, die während oder unmittelbar nach dem Unglück beispielsweise in Pripyat gemessen wurden. Zu diesem Zeitpunkt dominierten die kurzlebigen und zum guten Teil gasförmigen Spaltprodukte wie Xenon-133, Tellur-132 oder Iod-131. Mit Halbwertszeiten von wenigen Tagen sind diese Substanzen längst zerfallen und haben »ausgestrahlt«. Heute beträgt die Strahlung des Fallouts nur noch Zehntausendstel des ursprünglichen Wertes oder weniger. Oft ist sie kaum noch nachweisbar. In weiten Teilen der Sperrzone dominiert die natürliche Strahlung. Nur in unmittelbarer Umgebung des Unglückreaktors gibt es noch vereinzelt Stellen mit hoher Strahlungsintensität, teilweise sogar höher als die höchsten natürlich vorkommenden Werte (100 µSv/h).

Gefährlich?

Immer wieder werde ich gefragt, ob eine solche Reise nicht gefährlich sei. Natürlich gibt es Gefahren. Da sind einmal die vielen wilden Wölfe, siehe Abbildung 22. Auch das Klettern im halb zerfallenen Block 5, im Halbdunkeln, mit vielen tiefen Schächten war nicht ohne Gefahr. Aber wirklich gefährlich war etwas anderes. Ich wurde jedenfalls einer Dosis ausgesetzt, welche etwa der halben tödlichen entsprach.

Das kam so: Am letzten Tag organisierte unser lokaler Guide eine tolle Abschiedsparty in einer Datscha. Dabei war das Trinken von selbstgebranntem, 60-prozentigem (!) »Wodka« obligatorisch. Siehe Abbildung 23, man beachte die interessante grünlich-giftige Farbe! Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie etwas Grauenhafteres getrunken. Benzin dürfte besser schmecken. Mit Mühe, Not und List – es gelang mir manchmal, mein Wodka-Glas heimlich mit Wasser zu füllen – kam ich mit 3 bis 4 Gläsern davon. Das entspricht rund 100 g Alkohol, etwa 50 Prozent der tödlichen Dosis. Die Nachwehen dauerten 2 Tage.

Ein Kollege setzte sich unvorsichtigerweise direkt neben unserem Guide. Er konnte kaum kneifen und verpasste die tödliche Dosis nur knapp. Noch einen Tag später war er kaum ansprechbar. Ein anderer Kollege, ein ehemaliger US-Marine, konnte erstaunlich gut mithalten. Aber unser Guide schlug alle: Er dürfte an diesem Abend die doppelte tödliche Dosis getrunken haben, ohne sichtbare Wirkung. Ein medizinisches Wunder! Vermutlich wurde er als ehemaliger Rotarmist durch intensives Trink-Training gründlich immunisiert. Und ein häufiges Training ist in der Ukraine, selbst bei einem durchschnittlichen Monatseinkommen von nur etwa 150$, noch finanzierbar: Der Wodka war für etwa 1$ die Flasche zu kaufen, kaum teurer als die Milch im Laden. Die traurige Folge: bis zu 200.000 alkoholbedingte Todesfälle pro Jahr!

Abbildung 22: Die Umgebung des Kraftwerks (fast) ohne Menschen hat sich in ein üppiges Naturparadies verwandelt. Allerdings sollte man sich vor Wölfen in acht nehmen, aber auch Wildschweine, Bären und Bisons sind nicht ganz harmlos.

 

Abbildung 23: Selbstgebrannter Wodka, ca. 60 Prozent. Kostet etwa 1$ pro Liter. Man beachte die ordentlich grossen Gläser. Das Glas muss mit einem Schluck geleert werden (anders bringt man das Zeugs auch gar nicht runter). Die tödliche Dosis liegt für Ungeübte bei etwa 6 Gläsern.

 

Nachtrag

Ich habe in diesem Bericht ganz bewusst nichts über die gesundheitlichen Langzeitfolgen der Katastrophe geschrieben. Denn damit verlässt man die exakte Wissenschaft.

Google Scholar registrierte 2016 über 225.000 wissenschaftliche Arbeiten unter dem Stichwort »Chernobyl«. Man kann leicht eine Unmenge Arbeiten finden, die zu dem Schluss kommen, dass die Strahlung schädlich war oder noch immer ist. Ebenso leicht findet man eine Unmenge Arbeiten, die keine oder sogar positive Auswirkungen belegen. Die Qualität der Arbeiten schwankt zwischen unbrauchbar und hochwissenschaftlich. Und so kommt es, dass man sich darüber streitet, ob 50 oder viele Millionen Todesfälle auf das Konto der Strahlung gehen.

Es gibt zwei Gründe für diese Situation:

  1. Parallel zum Niedergang der Sowjetunion in den 1980er und 1990er Jahren fand eine dramatische Abnahme der Lebenserwartung statt, bei Männern von etwa 65 Jahren auf 57 Jahre. Dies ist auf eine massive Verschlechterung des Gesundheitszustandes zurückzuführen. Krebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Infektionen nahmen sehr stark zu. In der gesamten damaligen Sowjetunion, auch im fernen Sibirien, starben Millionen Menschen vorzeitig. Wenn die Menschen 20 Jahre früher sterben als bei uns, ist der allgemeine Gesundheitszustand vergleichsweise sehr schlecht, mit oder ohne Fallout.
  2. Sämtliche der Strahlung zugeschriebenen Langzeitfolgen kommen auch »natürlich« vor. Man kann bei einer Krankheit wie z.B. Krebs nicht feststellen, ob die Strahlung sie verursacht hat oder die Ursache eine andere ist. Verschlechtert sich der Gesundheitszustand einer Bevölkerung (siehe Punkt 1), kann man natürlich auch der Strahlung die Schuld geben.

Im Falle der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki ist die Situation viel eindeutiger: Erstens war die Strahlenbelastung der betroffenen Bevölkerung sehr viel höher (bis 100 mal), und zweitens wurden die Untersuchungen mit einem Milliardenaufwand äusserst professionell durchgeführt. Man streitet sich höchstens um Faktor 2.

Bei Tschernobyl ist man sich zumindest einig über die Folgen der sehr hohen Strahlendosen der ersten Tage und Wochen: Etwa 50 Todesopfer sind darauf und auf die Explosionen zurückzuführen. Außerdem kam es zu einigen tausend Schilddrüsentumoren bei Kindern.

Ziemlich einig ist man sich auch über die Dosen, welche die umliegende Bevölkerung erhalten haben; diese lassen sich auch einfach messen. Diese Dosen liegen praktisch ausnahmslos weit unter der natürlichen Strahlung. Eigentlich würde man kaum strahlenbedingte Langzeitfolgen erwarten. Mit Hilfe umstrittener und unbeweisbarer Risikomodelle, welche annehmen, auch die kleinste Dosis sei schädlich, können einige 1.000 bis einige 10.000 vorzeitige Todesopfer errechnet werden. Eindeutig nachweisen wird man dies aber nie können. Allerdings verlangt eine außerordentliche Behauptung, nämlich kleine Strahlendosen seien stark gesundheitsschädlich, auch außerordentliche Beweise, insbesondere wenn die Behauptung dem bisherigen 115-jährigen Wissen über die Wirkungen kleiner Dosen widerspricht.

In den betroffenen Gebieten kann man das gesamte Spektrum von Ansichten hören, von »Die Strahlung ist an allem schuld« bis »Die Strahlung ist völlig irrelevant«. Die erste Ansicht ist stärker verbreitet. Ein möglicher Grund dafür könnte sein: Viele Menschen haben den Status von Strahlenopfern und bekommen deshalb finanzielle Zuwendungen und verschiedene Privilegien. Diese würden entfallen, falls man der Strahlung keine negativen Auswirkungen zuschreiben kann. Die wirtschaftliche Situation dieser Menschen ist katastrophal, sehr viele sind auf solche Zuwendungen angewiesen.


Dr. Walter Rüegg

Dr. sc. nat. Walter Rüegg ist Kernphysiker mit einem starken Interesse an der Strahlenbiologie. Er war 20 Jahre lang an der ETH Zürich und am Schweizerischen Institut für Nuklearphysik (SIN), heute Paul Scherrer Institut (PSI), in der Grundlagenforschung tätig und arbeitete später im Bereich Elektronik und Messtechnik der Asea Brown Boveri (ABB). Als langjähriger Chefphysiker der Schweizer Armee befasste er sich intensiv mit der Radioaktivität und ihren Wirkungen auf Mensch und Umwelt. Heute ist er selbständiger Berater und Entwickler elektronischer Systeme für die Energietechnik, unter anderem auch für Windenergieanlagen.

Seit 2006 pensioniert, ist Walter Rüegg noch immer intensiv auf dem Gebiet der Elektronik und Messtechnik tätig, vorwiegend als freier Mitarbeiter und Berater für ABB. Daneben betätigt er sich publizistisch, schreibt Artikel und hält Vorträge über Radioaktivität, Nuklearwaffen, Radiobiologie, Molekularbiologie, Abfälle (nicht nur nukleare), allgemeine Lebensrisiken und Energiesysteme/Energiewende.

Der Beitrag Reise ins Innere von Tschernobyl erschien zuerst auf Nuklearia.

29 May 18:16

Was sind „Reisewarnungen“ des Auswärtigen Amtes wert?

by Admin

Wir haben das im Orient erlebt. Da noch nicht alle Orientalen hier sind, muss der Zustand dort als „gefährlich“ hingestellt werden.

Ein anderes Beispiel ist Fukushima. Es nun mal ein Ziel der Merkel-Regierung, bei den dummen Deutschen Angst vor Genen, Kohlendioxid und Atomen zu erzeugen.

Dosisleistungen wie im Flugzeug, nämlich 3 Mikrosievert pro Stunde, werden nur noch an einigen Punkten überschritten. Dort würde man sich nicht allzu lange aufhalten. Im Sperrgebiet Tschernobyl gibt es aktivere Stellen. Ich war mehrmals dort und habe immer eine geringere Gesamtdosis erhalten als auf dem sehr viel kürzeren Flug nach Kiew.

Vor dem ganzen Gebiet von Fukushima zu warnen, kann nur den Zweck haben, unbegründet Angst zu erzeugen.

 

09 May 07:08

Polizeiliche Kriminalstatistik: 8,5 Prozent aller Straftatverdächtigen sind Zuwanderer

by ZEIT ONLINE: Zeitgeschehen -
Asylbewerber, Geduldete und Flüchtlinge machen einem Bericht zufolge zwei Prozent der Bevölkerung, aber 8,5 Prozent aller Verdächtigen aus. Viele sind junge Männer.
30 Apr 18:31

Flugtaxi-Erfinder Daniel Wiegand: „Ich würde sogar meine Mutter in das Ding setzen“

Daniel Wiegand will das weltweit erste Flugtaxi auf den Markt bringen. Der Lilium-Gründer über den Spott aus der Bevölkerung, die Konkurrenz durch Airbus und seine krassen Arbeitszeiten.

Wer Daniel Wiegand treffen will, muss viel Geduld mitbringen. Auch wenn man sich bereits vor Wochen mit ihm zum Interview verabredet hat. Kaum verlässt er auf dem hauseigenen Unternehmerforum der TU München die Bühne, wird Wiegand umringt von einer Menschentraube. Investoren, Gründer, alte Kommilitonen – alle wollen ihm an diesem sonnigen Apriltag die Hand schütteln oder wenigstens eine Visitenkarte abstauben. Sogar auf dem Weg zum Interview muss der 32-Jährige noch dreimal anhalten und die anderen Gesprächsangebote höflich, aber bestimmt ablehnen.

Popstar der deutschen Startup-Szene

Wiegand ist ein gefragter Mann. Und der neue Popstar der deutschen Startup-Szene. Spätestens seit er im vergangenen Jahr die stolze Summe von 90 Millionen Dollar für sein Startup eingeworben hat, ist Lilium vielen Menschen ein Begriff.

Das Gründerteam von Lilium mit dem elektrischen Flugtaxi. (Foto: Lilium)

Das Startup mit Sitz in Gilching bei München arbeitet an einem vollelektrischen Flugtaxi, das den Stadtverkehr revolutionieren soll. Geplant ist nicht weniger als ein weltumspannendes Transportnetzwerk aus Flugtaxis, die nach dem Vorbild von Uber per App nach Hause oder zur Arbeitsstelle gerufen werden können.

Eine Idee, die Wiegand ausgerechnet in Deutschland vorantreiben will – dem Land der Bedenkenträger. Als sich die frisch ins Amt gewählte Staatsministerin für Digitales, Dorothee Bär, kürzlich vor laufenden Fernsehkameras für Flugtaxis stark machte, erntete sie in der Bevölkerung viel Spott. „Absolut nicht angebracht“, sagt Wiegand rückblickend. Im Gespräch mit t3n.de erklärt der Lilium-Gründer, wie er sein Lufttaxi entgegen der Meinung vieler Kritiker schon bald auf den Markt bringen will.

t3n.de: Herr Wiegand, Dorothee Bär hat für ihre Flugtaxi-Äußerung kürzlich viel Spott geerntet. Wie haben Sie die Aussage aufgenommen?

Daniel Wiegand: Ich fand es toll, dass sie so pragmatisch war und ehrlich gesagt hat, wie sie über Flugtaxis denkt. Das Problem ihrer Aussage lag eher im Kontext: Wenn ich als neue Digitalministerin zum ersten Mal ein Fernsehinterview gebe, dann wollen die Menschen natürlich erstmal was zum Breitbandausbau in Deutschland hören.

t3n.de: Also war die Kritik durchaus berechtigt?

Nein, der Spott war absolut nicht angebracht. Dorothee Bär hat nämlich recht: Digital bedeutet nicht nur Breitbandausbau, sondern steckt in Tausenden Anwendungen. Alle reden über Industrie 4.0, das Internet der Dinge – das ist alles genauso digital wie ein Flugtaxi, in dem über 1.000 Prozessoren verbaut sind.

t3n.de: Allerdings gilt die digitale Infrastruktur in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern als sehr rückständig. Es gibt kaum Glasfaserausbau und bis flächendeckende 5G-Netze die Realität sind, wird es noch Jahre dauern. Das klingt nicht nach guten Rahmenbedingungen für den Betrieb von Flugtaxis.

Technologisch gesehen können wir mit dem arbeiten, was bereits an Infrastruktur vorhanden ist. Wir sind auch in ständigem Kontakt mit Netzanbietern in Regionen, von denen wir glauben, unseren Service als erstes anbieten zu können. Noch kann ich aber nicht sagen, wo wir als erstes starten werden. Vielleicht auch im Ausland.

t3n.de: Wann wird der Lilium-Jet denn erstmals Menschen von A nach B befördern?

Das wird Anfang bis Mitte der 2020er-Jahre passieren. Natürlich ist das noch einige Jahre hin, aber es wird schneller gehen, als viele Menschen jetzt noch glauben. Übrigens schließen sich der Breitbandausbau und die Entwicklung von Flugtaxis auch nicht aus. Wir brauchen beides, um das Land digital voranzubringen.

t3n.de: Im vergangenen Jahr haben Sie einen weltweit beachteten, unbemannten Jungfernflug mit dem Lilium-Jet absolviert. Was ist seitdem passiert?

Was wir damals gezeigt haben, war ein lebensgroßer Prototyp mit zwei Sitzen. Seitdem haben wir das Flugzeug in allen erdenklichen Manövern getestet. Wir kennen jetzt die Technologie und sind nun dabei, aus dem Prototyp ein serienreifes Flugtaxi mit fünf Sitzen zu bauen. Nach der Zulassung wollen wir damit auf den Markt gehen.

t3n.de: Apropos Zulassung – oft wird in Deutschland ja eine Überregulierung beklagt. Ist das nicht ein Problem für Sie?

Ich finde nicht, dass wir ein überreguliertes Land sind. Sobald Menschen zusammenleben und es neue Technologien gibt, muss man sie sogar regulieren.

t3n.de: Das müssen Sie erklären.

Bei Lilium haben wir das Henne-Ei-Problem: Es gibt eine neue Technologie, jedoch in manchen Aspekten keine Regulierung dafür. Die werden wir aber brauchen. Mein Wunsch als CEO vom Lilium ist nicht: „bloß keine Regulierung“, sondern ich möchte klare Regeln sowohl für den Luftraum als auch bei Lärmstandards und Landeplätzen. Sonst funktioniert es nicht.

t3n.de: Trotzdem müssen Sie für ihre Idee viel Lobbyarbeit betreiben.

Das ist richtig. In Gesprächen mit Behörden vernehmen wir jedoch keine Ängste. Es gibt viel Begeisterung für das Projekt und die Bereitschaft, uns Steine aus dem Weg räumen zu wollen.

t3n.de: Wie wird der Lilium-Jet in Vergleich zu anderen Transportmitteln bei der Sicherheit dastehen?

Extrem gut. Eines unserer großen Ziele war, dieselbe Sicherheitsstufe zu erreichen wie in der Passagierluftfahrt. Dafür setzen wir nicht nur auf dieselben Entwicklungsprozesse, sondern auch auf technologische Redundanzen. Es gibt kein Bauteil im Lilium-Jet, das nicht mindestens zweimal vorhanden ist. Fällt beispielsweise eine Turbine aus, übernimmt eine andere den Job.

t3n.de: Und wenn es trotzdem zu ernsten Zwischenfall kommt?

Natürlich gibt es keine hundertprozentige Sicherheit. Nichts ist absolut sicher, auch nicht unsere Atomkraftwerke. Sollte der Ernstfall eintreten, verfügt der Lilium-Jet aber über einen Fallschirm an Bord, der das Flugzeug sicher zu Boden bringt.

t3n.de: Also würden Sie den Jet auch Menschen mit Flugangst empfehlen?

Absolut! Ich würde sogar meine Mutter und meine Kinder in das Ding reinsetzen. Das Ziel hatte ich schon vor Augen, als ich die Firma gegründet habe. So erklärt sich eigentlich von selbst, wie man das Flugzeug bauen muss.

t3n.de: Wie viele Stunden pro Woche arbeiten Sie?

Das kommt darauf an. Zählt das Grübeln unter der Dusche auch dazu? Wenn ja, schätze ich mal bis zu 75 Stunden pro Woche.

t3n.de: Das sind fast elf Stunden pro Tag. 

Das Unternehmen würde auch 500 Stunden von mir vertragen. Natürlich ist eine gesunde Balance zwischen Arbeit und Freizeit immer eines der größten Probleme, die man als Selbstständiger bewältigen muss. Mittlerweile schaffe ich es, mir wenigstens einen Tag in der Woche frei zu nehmen. Dafür musste ich lernen, mich selbst zu stoppen und viele Teile meiner Arbeit auf andere Schultern zu verteilen. Aber das ist auch wichtig. Ich würde niemandem empfehlen, dem Klischee vom Unternehmer nachzueifern, der bis zum Umfallen arbeitet oder unterm Schreibtisch schläft.

t3n.de: Klingt nicht so, als sei Elon Musk Ihr Vorbild.

Doch, nur messe ich meine Vorbilder nicht an ihren Arbeitszeiten.

t3n.de: Wer sind Ihre Vorbilder?

Gottlieb Daimler, Carl-Friedrich Benz und Otto Lilienthal. Das waren Menschen, die einfach nur eine Idee hatten mit dem Ziel, die Welt besser zu machen. Ohne sich bremsen zu lassen. Auch Elon Musk gehört für mich dazu.

t3n.de: Und Sie treibt dasselbe an?

Ja. Bevor ich Lilium gegründet habe, war mir die Schwierigkeit des Vorhabens bewusst. Ein Flugtaxi baut man ja nicht mal eben aus einer Bierlaune heraus. Aber ich habe mir immer gesagt: Das, was ich da bauen möchte, würde so vielen Menschen das Leben erleichtern, so viel wirtschaftliches Wachstum freisetzen. Ich könnte zu jederzeit überall hinreisen und viel mehr Freunde besuchen als früher. Zudem schont der elektrisch betriebene Jet noch die Umwelt. Also habe ich mich rangesetzt.

t3n.de: Bisher sind rund 100 Millionen Dollar in Ihre Idee geflossen. Wie viel Geld wird es am Ende brauchen, um Ihr kommerzielles Flugtaxi an den Start zu bringen?

Das kommt auf die jeweilige Phase des Unternehmens an. In den nächsten Jahren werden noch einmal mehrere hundert Millionen Euro in Lilium investiert werden müssen. Später, wenn wir auf dem Markt sind, sprechen wir irgendwann von Milliardenbeträgen.

t3n.de: Und trotzdem wird ein Flug mit Lilium später günstiger sein als ein normales Taxi?

Genau.

t3n.de: Wie kommt der geringe Flugpreis zustande? Immerhin kostet die Fertigung eines Jets sicher mehr als ein Sportwagen.

Der Lilium-Jet kostet ungefähr eine Million Euro im Bau, das ist richtig. Wie können wir trotzdem günstiger sein als ein Taxi? Ganz einfach: Ein Auto ist zwar zehn- bis 20-mal günstiger als ein Flugzeug, es kann aber auch nur ein Zehntel so viel Kilometer machen in seiner Lebenszeit. Flugzeuge können fünf bis sechs Millionen Kilometer zurücklegen, ehe man sie ausmustern muss.

Beim Personal ist das ähnlich: Ein Pilot ist zwar teurer als ein Taxifahrer aufgrund der Ausbildung, aber er fliegt bei uns ungefähr viermal schneller von A nach B. Das heißt er macht in derselben Zeit viermal so viel Kilometer und Umsatz. Unterm Strich kommen wir also günstiger weg – spätestens, wenn unsere Flugtaxis autonom fliegen.

t3n.deMit Volocopter gibt es in Deutschland ein ähnlich ambitioniertes Flugtaxi-Projekt, das unter anderem von Daimler finanziert wird. Beunruhigt Sie das?

Überhaupt nicht. Der Volocopter ist mit seiner Reichweite von knapp 30 Kilometern darauf optimiert, kurze Strecken im einfachen Schwebemodus zurückzulegen. Wir hingegen wollen mit dem Lilium-Jet größere Strecken bis zu 300 Kilometer in hoher Geschwindigkeit bedienen. Auf lange Sicht wird es im Flugtaxi-Markt sehr viele Wettbewerber geben. Und wenn ich ehrlich bin, wünsche ich mir das sogar.

t3n.de: Wieso?

Wir haben gerade eben noch über Carl-Friedrich Benz und Gottlieb Daimler gesprochen. Wenn Daimler-Benz die einzige Firma gewesen wäre, die Autos gebaut hätte, wäre das Auto niemals zum Standard-Transportmittel der Menschheit geworden. Genauso wird es bei den Flugtaxis sein. Der Markt ist viel zu groß, als dass ihn ein einziges Unternehmen wie Lilium alleine abdecken könnte.

t3n.de: Trotzdem arbeiten selbst große Konzerne wie Airbus oder auch Boeing an eigenen Flugtaxis. Wie stellen Sie sich dagegen?

Ich sehe darin kein Problem für uns. Als Startup können wir schneller an Geld kommen als die großen Luftfahrt-Konzerne. Wir sind agiler, innovativer und für neue Mitarbeiter interessanter. Natürlich beobachten wir den Markt und die Wettbewerber sehr genau. Viele werden uns nacheifern und ebenfalls in den Markt drängen. Solange wir am Ende aber die beste Technologie haben – und das haben wir derzeit –,  kann ich gut schlafen.

t3n.de: Sind Sie heimlich eigentlich schon mit dem Jet abgehoben?

Ich bin natürlich eingestiegen, aber nicht abgehoben. Das darf ich nicht. Ich möchte es mir mit den Behörden ja nicht verscherzen.

t3n.de: Danke für das Gespräch.

Zum Weiterlesen:

30 Apr 18:29

Show HN: ReLaXed – High-quality PDFs using web technologies

30 Apr 18:28

Der Vogel-Killer-Strom

by Admin

Klar ist: Wenn je­mand ge­gen un­se­ren Tier­schutz ver­stößt, muss das be­straft wer­den.“ Gesagt hat das die neue Ministerin im Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU). Hört, hört, denn in der strafrechtlichen Praxis ist das leider überhaupt nicht klar. Auf deutschem Boden und in deutschen Küstengewässern zerschlagen rund 30 000 Windstromanlagen*) unbestritten seit Jahren und in den nächsten Jahrzehnten hunderttausende Vögel und Fledermäuse, jährlich derzeit rund 100 000 bis 150 000. Es sind Morde aus niedrigen Motiven. Die Betreiber der Anlagen handeln aus Gewinnsucht. Aber ist je ein Betreiber für diese Morde vor Gericht gestellt und bestraft worden? Hat man je einen Bericht darüber gelesen? Frau Klöckner handeln Sie.

Tierschutzverstöße: Häufung von Einzelfällen oder Systemversagen?

Der eingangs zitierte Satz von Julia Klöckner stammt aus einem Interview mit der FAZ vom 26. März, dort auf Seite 4. Er fiel im Zusammenhang mit Tierschutzverstößen in der viehhaltenden Landwirtschaft, also nicht im Zusammenhang mit Windstromanlagen, an denen viele Landwirte durch Pachteinnahmen allerdings ebenfalls viel verdienen. Tierschutz in diesem Zusammenhang ist auch für die FAZ  kein Thema, denn: Windkraft für den „Klimaschutz“ ist doch etwas Gutes, Vogelmord daher hinzunehmen. Klimaschutz ja, Vogelschutz nein. Die Interviewer-Frage lautete: „Ver­stö­ße ge­gen Tier­schutz ge­hö­ren, glaubt man dem me­dia­len Grund­rau­schen, zum All­tag. Ist das ei­ne Häu­fung von Ein­zel­fäl­len oder Sys­tem­ver­sa­gen?“

Julia Klöckner (CDU): Tie­re sind Mit­ge­schöp­fe, kei­ne Weg­werf­wa­re

Klöckners Antwort: „Es ist falsch, Land­wir­te pau­schal un­ter Ge­ne­ral­ver­dacht zu stel­len. Klar ist: Wenn je­mand ge­gen un­se­ren Tier­schutz ver­stößt, muss das be­straft wer­den.“ Die beiden Interviewer haken nach: „Aber es geht da­bei doch auch um Preis­druck, um gleich­gül­ti­ge Ver­brau­cher, um Tier­zucht­kon­zer­ne, und den Land­wirt, der am En­de ei­ner kom­pli­zier­ten Ket­te al­lein da­steht.“ Klöckners Antwort: „Wir ha­ben in Eu­ro­pa und vor al­lem na­tio­nal ho­he Tier­schutz­stan­dards. Es geht in den meis­ten Fäl­len nicht um ein Ge­set­zes­de­fi­zit, son­dern um ein Voll­zugs­de­fi­zit, al­so um ef­fek­ti­ve Kon­trol­len durch die zu­stän­di­gen Be­hör­den. Tie­re sind Mit­ge­schöp­fe, kei­ne Ma­schi­nen oder Weg­werf­wa­re.“

Aber Vögel und Fledermäuse sind es

Also, wir haben hohe Tierschutzstandards. Schön zu wissen. Aber Vögel und Fledermäuse haben nichts davon, für sie sind sie offenkundig außer Kraft gesetzt. Sie also sind Wegwerfware. Ein Gesetzesdefizit, Frau Klöckner, oder ein Vollzugsdefizit? Möglicherweise hat die nunmehr Ministerin in ihrer verinnerlichten politischen Korrektheit noch nie oder noch nie so genau mitbekommen, was mit diesen Tieren der Lüfte geschieht, wenn sie in die Nähe der 30 000 Windkraftanlagen in Deutschland geraten. Der Naturschützer Dr. Friedrich Bruer hat das einmal so beschrieben:

Wie das fliegende Getier in die Rotorblätter hineingesaugt wird

„Kommt ein Vogel oder eine Fledermaus auch nur in die Nähe des Rotorblattes, saugt sie der Unterdruck unweigerlich gegen das Rotorblatt und es ist um sie geschehen. Dieser Unterdruck baut sich immer dann auf, wenn der Wind langsamer wird und sich das Rotorblatt wegen seines hohen Trägheitsmomentes nur verzögert verlangsamen kann. Da der Wind ständig wechselt, wechseln auch der Unterdruck und der resultierende Sog ständig. Verstärkt werden die Druckschwankungen und der Sog durch den Turmschatten-Effekt, weil immer dann, wenn ein Rotorblatt hinter dem Turm vorbei saust, es durch den Windschatten muss, den der Turm erzeugt. Obwohl sich die Druckwellen mit Schallgeschwindigkeit ausbreiten und sich dabei mit dem Quadrat der Entfernung abschwächen, hört man ihr Wummern noch kilometerweit. Daran erkennt man die enorme Wucht der Druckschwankungen und ihre Gefährlichkeit für Vögel und Fledermäuse. Die Hersteller wissen das natürlich, weil die Druckschwankungen, die sich ja pausenlos wiederholen, sogar die Rotorblätter zerstören können. Deshalb führen sie millionenteure Prüfungen durch, um zu testen, ob die Rotorblätter die Druckschwankungen aushalten. Vögel und Fledermäuse kommen in den Tests aber nicht vor.“

Warum schweigen die Naturschutzverbände?

Die Überschrift zu Bruers Beitrag lautet „Das Fukushima des Naturschutzes – Windräder töten Vögel und Fledermäuse und warum die Naturschutzverbände dazu schweigen“. Der ganze Beitrag hier. Veröffentlicht hat ihn das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) am 10. Oktober 2011, dazu zahlreiche Leserkommentare – auch mit kritischer Meinung dazu. Sein Mitglied im wissenschaftlichen Fachbeirat, der Physiker Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke, schreibt dazu: „Langsam sich drehende Windräder suggerieren eine heile Energiewelt. Welcher Laie weiß schon, wie weit die Wirklichkeit davon entfernt ist? Und warum schweigen die Naturschutzverbände zur grausamen Realität, wie mit Lebewesen umgegangen wird, zu deren Schutz wir ethisch und insbesondere auch als Christen verpflichtet sind?

Alle früheren grünen Überzeugungen über Bord geworfen

Lüdecke weiter: „Die Grünen haben sich in der Vergangenheit bei vielen Gutmenschen berechtigterweise einen Platz im Herzen erobert, weil sie konsequent für den Tier- und Landschaftsschutz eintraten. Mit diesem Eintreten für eine richtige Sache hat es nun ersichtlich ein Ende, und das hässliche Antlitz von gesellschaftsverändernden Ideologen kommt zum Vorschein. Alle früheren grünen Überzeugungen werden über Bord geworfen. Windräder werden als Hebel eingesetzt, um eine Industrienation ‚umzugestalten’ – zum Nachteil unserer Volkswirtschaft und des Wohlstands unserer künftigen Generationen! Dass dabei zudem noch Landschaft und Natur in großem Ausmaß geschädigt werden, schert die Grünen nicht.“

Die deutschen Intellektuellen: Wieder einmal versagen sie

Lüdecke nochmals: „Angesichts der so gut wie kompletten, freiwilligen Gleichschaltung der Medien und aller politischen Parteien sprechen viele Stimmen bereits von einem neuen Faschismus, diesmal einem grünen. Wir wollen uns aus Platzgründen hierzu nicht äußern. Es sei nur angemerkt, dass insbesondere wieder einmal die deutschen Intellektuellen versagen, wie bereits in unserer unseligen Vergangenheit geschehen, als es noch Zeit gewesen wäre. Man duckt sich weg, man hört weg und man sieht weg, obwohl in privaten Gesprächen die meisten Zeitgenossen mit entsprechender Bildung sehr gut erkennen, was gespielt wird. Schließlich möchte man Karriere und Ruf nicht gefährden – hatten wir doch alles schon einmal!“

Die Bundesregierung nimmt in Kauf, was geschieht

Ich selbst habe über das Thema 2017 schon einmal geschrieben. Der Titel: Für die Energiewende gehen sie auch über Leichen . Sie finden den Beitrag hier.  In einer Meldung der FAZ vom 19. Dezember 2016 (Seite 21 im Wirtschaftsteil) war zu lesen  „Die Bundesregierung nimmt für die Ziele der Energiewende und des Klimaschutzes Beeinträchtigungen beim Natur- und Artenschutz in Kauf.“ Zählt Vögel totschlagen nur als eine Beeinträchtigung?

Bienen sind „systemrelevant“, Vögel und Fledermäuse offenkundig nicht

Abschließend noch einmal zurück zum FAZ-Interview mit Julia Klöckner. Dort wird sie auch dies gefragt: „Im Ko­ali­ti­ons­ver­trag kommt selbst die Bie­ne vor. Ist das nicht et­was über­trie­ben?“ Die Ministerin Klöckner antwortet: „Bie­nen sind sys­tem­re­le­vant. Der wirt­schaft­li­che Nut­zen ih­rer Be­stäu­bungs­leis­tung ent­spricht rund zwei Mil­li­ar­den Eu­ro – pro Jahr al­lein bei uns in Deutsch­land.“  Die Interviewer fragen weiter: „Dann wol­len Sie ein Ver­bot bie­nen­schäd­li­cher Pflan­zen­schutz­mit­tel wie der Neo­ni­co­ti­no­ide?“ Antwort Klöckner: „Wir brau­chen ge­si­cher­te wis­sen­schaft­li­che Grund­la­gen, um zu wis­sen, was der Bie­ne scha­det. Be­reits jetzt ha­ben wir in Deutsch­land ei­ni­ge Stof­fe des­halb ver­bo­ten, weil nach­ge­wie­sen ist, dass Bie­nen ih­re Ori­en­tie­rung ver­lie­ren, wenn sie mit ih­nen in Be­rüh­rung kom­men. Für mich ist klar: Was der Bie­ne scha­det, muss vom Markt.

Die sich aufdrängende Folgerung zum Vogeltod durch Windstromanlagen: Vögel und Fledermäuse sind offenkundig nicht systemrelevant, dürfen also weiter dezimiert werden. Sollte Frau Klöckner auch dafür Bestrafung durchsetzen wollen, hat sie noch viel zu tun. Doch würde sie damit schon in Merkels Kabinett scheitern.

________________________________________________________________________

*)  In Deutschland standen Ende 2017 insgesamt 28 675 Onshore-Windstromanlagen (Quelle hier) und vor den deutschen Küsten insgesamt 1196 Offshore-Windstromanlagen in zwanzig Seegebieten (Quelle hier).

Der Beitrag erschien zuerst auf K.-P- Krauses Blog hier

30 Apr 18:03

What’s new in the Windows 10 April 2018 Update

by Mollie Ruiz-Hopper

With this update, available as a free download today, you get new experiences that help minimize distractions and make the most of every moment by saving you time. Our hope is that you’ll have more time to do what matters most to you whether that’s to create, play, work, or simply do what you love.

You can get the April 2018 Update in a couple different ways. If you already have a Windows 10 PC and have automatic updates enabled, the update will be delivered to you when it’s ready for your machine. That roll-out begins on May 8. If you are an advanced user and would like to get the update today, visit this blog post to learn how.

Here’s what’s new in the Windows 10 April 2018 Update

Timeline

We’ve all had the experience of digging through email or file folders for the document you know you wrote, but just can’t find. Or looking for photos and videos that you know you’ve seen and love, but can no longer locate. Timeline can help you get back this wasted time, by helping you easily find what matters to you across your devices. Timeline lets you go back in time to past activities you’ve worked on across your devices, so you can jump back into them like you never left. So, if you’re looking for a specific document, image, or video you worked on yesterday or a week ago, Timeline makes it even easier to find what you’re looking for. You can even pick up what you were doing on your iOS or Android device on your Windows 10 PC when you’re ready to get back to it. Here’s some more information on how Timeline works.

  • Go back and forth in time. Easily scroll back in time to find things you were working on earlier today or a few weeks ago.1
  • Find activities easily. Click the new Task bar icon to see all your activities on a specific day grouped by hour, including all the things you did using Microsoft Edge and Office 365 on your tablet and mobile phone.2 If you don’t see what you need, you can easily search Timeline to find it.
  • Remove activities whenever you want. Delete activities from a specific day or hour.

To get started with using Timeline, click the new Task view icon in the taskbar to see all your activities on a specific day, grouped by hour, and easily search for something you’d like to go back to (you can also open Task view by pressing Windows logo key + Tab).

Nearby Sharing

Nearby sharing shown with the Photos app

Nearby Sharing lets you instantly share your videos, photos, documents, and websites with people and devices near you over Bluetooth or Wi-Fi. Say you’re in a meeting with your boss and need to quickly send them the report or PowerPoint presentation you’re looking at on your screen, Nearby Sharing helps you do this quickly and easily. Here’s what you can do with Nearby Sharing.

  • Share quickly. Send any video, photo, document, or webpage viewed on Microsoft Edge to people nearby by clicking on the share charm in the app or right-clicking to get the share menu. You can share a report with a colleague in your meeting room or a vacation photo with your best friend in the library.3
  • Take the quickest path. Your computer automatically picks the fastest way to share your file or webpage, either over Bluetooth or Wifi.
  • See who’s available. Bluetooth allows you to quickly discover potential devices with which you could share.4

Focus Assist

As Yusuf mentioned last week, most of us spend between 3-6 hours – each day – on screens. Much of this time is spent on social media, where the constant stream of distractions across our myriad of devices makes it hard to focus. With this update, we’re introducing Focus Assist to help you stay in the zone. Focus Assist helps you get more done by easily blocking notifications, sounds, and alerts to create distraction-free work times. This is helpful if you’re giving a presentation or trying to focus on a paper, you can use Focus Assist to block interruptions or distractions. Here’s how it works.

  • Work the way you want. Focus assist gives you the flexibility to choose when to block interruptions. Turn on Focus assist whenever you want to get things done without distractions, like notifications, sounds, and alerts. Or set Focus Assist to turn on automatically at certain times during the day.
  • Stay connected when you need to. You can make sure your most important people breakthrough by creating a priority list of those you always want to reach you, even when you’re working. Or when you need complete concentration, block all notifications.
  • Catch up quickly. Find out what you missed while you were heads down on a project. As soon as you finish working, a summary of notifications and alerts appears on your screen.

You can quickly toggle Focus Assist on or off from a quick action button in the Action Center. Or, to set up your rules with Focus Assist, just go to display settings > Focus Assist to pick which scenarios will automatically turn on this feature.

Microsoft Edge

We’re also helping you focus on the web with updates to Microsoft Edge, from muting tabs to auto-filling cards on web forms. Here’s a look at what’s new in Microsoft Edge with this update.

  • Mute-a-tab. Simply click the audio icon or right-click the tab to mute and unmute the tab that is playing sound.
  • Autofill cards on web forms. Use Microsoft Edge to securely save your address, credit card, and other information on top retail sites so that you have the option of autofill on web payment forms.5
  • Clutter-free printing. Print web pages from Microsoft Edge without pop-ups and other unnecessary clutter. Enable the “Clutter-free printing” option in the print dialog and print only the content you want.6
  • Full-screen reading experience. Take Books, PDFs, and Reading view pages full-screen, for a distraction-free reading experience. To enable full-screen reading, you can click on the double-arrow icon on the reading bar, or in the more menu or hit F11 on your keyboard.
  • More EPUB book options. Read EPUBs books in Microsoft Edge—whether downloaded from the web, which you can save with the latest Windows update, or purchased from the Microsoft Store. You’ll also find reading suggestions at the Books tab in the “Hub” menu.
  • Grammar tools. Microsoft Edge has added Grammar tools support in reading mode for web pages and books to help improve reading comprehension to create a more inclusive reading experience.
  • Fluent Design. Microsoft Edge now supports an updated Dark theme and much better contrast with all colors, text, and icons.
  • Microsoft Edge on your phone and tablet. Get Microsoft Edge on your Android phone, tablet, iPhone, or iPad. Just go to the apps store on your device and download Microsoft Edge for free. Then use Microsoft Edge on your phone or tablet to read EPUB books you’ve saved, currently a preview feature. Or start reading a webpage on phone or tablet, send the page to your PC, and pick up reading right where you left off.7

Windows Ink

Tap to ink and ink acceleration are new with this update. Here’s how they work:

Tap to ink. Now you can choose to ink instead of type. Use your digital pen to write directly in text fields for a more natural experience.

  • Tap to ink. Now you can choose to ink instead of type. Use your digital pen to write directly in text fields for a more natural experience. Just tap a space, like a search box, and it expands to give you a comfortable area in which to write. You can even edit what you’ve written with simple, intuitive gestures. Go to Settings > Devices > Pen & Windows Ink > select, “Write directly into text field”, then tap on a new text field to try the experience.8
  • Ink acceleration. Designed to reduce the delay and improve latency of your digital pen by up to 30-50%. With virtually no latency, using a pen is almost like drawing on paper. This is the fastest Windows Ink yet.9

Windows Mixed Reality

Skyloft in Windows Mixed Reality

In this update, we’re pleased to share that Windows Mixed Reality for Steam®VR is coming out of “early access,” and we have further improved our integration with haptic motion controller feedback. It’s also now easier to take photos of your mixed reality experiences (hold the Windows button and tap the trigger). Plus, it’s simpler to personalize and manipulate content inside of Cliff House or Skyloft. What’s Skyloft? A brand new virtual place for you to make your own and expand your mixed reality experience in addition to the Cliff House. Visit this link to learn more about Windows Mixed Reality.10

Windows Hello

Animation of setting up Windows Hello straight from the lockscreen

We’ve made it easier for Microsoft account users to set up Windows Hello on their compatible devices for faster and more secure sign-in. Previously, you had to navigate deep into Settings to find Windows Hello. Now, you can set up Windows Hello Face, Fingerprint or PIN straight from your lock screen by clicking the Windows Hello tile under Sign-in options.

Microsoft Photos

Here’s what’s new in the Microsoft Photos app:

Sleeping dog shown in the Photos app

  • Add 3D to your creation. Using the Photos built-in video editor, you can now add 3D effects right into your photo or video. Need some inspiration? The built-in 3D Library lets you choose a 3D model from one of your favorite artists in the Remix 3D community to add a whole new dimension to your creation.
  • Search and find more quickly. The Photos app automatically groups pictures of people to help you organize your photos and videos and find exactly what you’re looking for more quickly. It even helps you combine multiple photos of the same person by merging them into one contact.

3D in Windows 10

Woman standing outside next to a 3D model of a dinosaur in Mixed Reality Viewer

  • Animations in Mixed Reality Viewer. Record a video with animated 3D objects. Capture a flying saucer hovering over your friend’s shoulder or a dinosaur lurking around the corner. It’s easy. Just click the Remix 3D button to find animated objects you can drop into your video. Or from the bottom right of the app, you can find one click animations to make static 3D objects come to life.

3D animations shown in PowerPoint

  • 3D Animations in PowerPoint. With your Office 365 subscription, you can add 3D animation to static 3D models you’ve added to your PowerPoint. Just click on Animations and choose from an auto-rotating Turntable to Jump & Turn to give movement to your 3D models.
  • Edit your snips directly in Paint 3D. With the new “edit in Paint 3D” button built into the Snipping Tool, you can take your snip to the next level via Paint 3D. Move (or remove) objects with Magic select, augment and annotate with realistic brushes, bring in 3D objects from Remix 3D, and more.

Cortana

Turn up the heat and the beat. Cortana now lets you manage your smart home and play your favorite music and playlists on Spotify from your PC using just your voice.11 Cortana has expanded home automation skills, making it even easier for you to control your smart home devices while you’re on the go. For example, want to come home to a warm house from a long day at work? Just tap Cortana on your PC and say “Hey Cortana, set the living room thermostat to 72 degrees” to control your ecobee3, ecobee3 lite, ecobee4, Honeywell Lyric, Honeywell Total Connect Comfort, Nest Learning ThermostatNest Thermostat E and more. To set up your connected home with Cortana, open Cortana on Windows 10 or go to the Cortana app on your phone, click the Notebook icon, then click Connected Home. From there, you can connect your favorite smart home accounts and control your devices from anywhere you use Cortana.12

Person sitting at desk with a Windows 10 PC and phone on the desk

With Spotify now available with Cortana on PC, you can use the power of your voice to play your favorite music. For example, if you want to kick back and relax after a long day of work, simply tap on the microphone icon on your Windows 10 taskbar or say “Hey Cortana” then say “Play some chill music on Spotify” and she’s on it. To get started, simply try saying “Hey Cortana, play some chill music on Spotify” and Cortana will guide you through linking your Spotify account to Cortana. Or, open Cortana on Windows 10, click the Notebook icon, then click Music and link your favorite provider, like Spotify, TuneIn or iHeartRadio.

PC Gaming

Game bar in Windows 10 shown with the dark theme Game bar in Windows 10 shown with the light theme

Improved Game bar. We’ve given Game bar a makeover so it’s even easier to find what you’re looking for. Go to your captures, toggle your microphone and camera, choose a theme, and edit the title of your Mixer stream—all from new buttons on Game bar. You can also and choose a theme (dark, light, or your current Windows theme), and quickly check the time using the new clock. And of course, start a Mixer stream from the Game bar without any extra hardware or software.

Stay productive

  • Dictation. Natural computing experiences enable us to speak directly to our devices to accomplish tasks, without typing. One way we’ve done this is with Dictation. It’s now easier than ever to take a note or write a paper, with just your voice using your device’s microphone13. With your cursor in any text field either in Windows 10 or in an app, simply press Win + H and start talking. The improved Dictation feature in Windows 10 will capture your thoughts quickly and accurately so that brilliant idea you just riffed on with your colleagues or the speech you’re practicing for your best friend’s wedding isn’t lost forever.
  • My People
    • Drag and drop. You can now drag and drop contacts to rearrange them in the taskbar.
    • You decide how many contacts to show in the taskbar, up to ten. You can find People settings under Settings > Personalization > Taskbar.
    • Animations for people in overflow. To improve discoverability, you’ll now see an animation across the People icon to let you know when someone is pinned to the overflow list in the flyout.
    • Improving app discoverability. As developers work to integrate My People support into their apps, we’ll now suggest apps that you might be interested in. There’s an option to turn this on or off in the People settings under Settings > Personalization > Taskbar.
  • The Start menu is better than ever. We’ve made it even easier to find your stuff by default pinning documents and pictures and adding flexibility for you to pin your frequent destinations like downloads, music, and videos.
  • HDR Video on more Windows PCs with Windows HD Color. HDR video delivers an immersive, ultra-realistic viewing experience, with a stunning range of possible brightness and color.
    Man wearing a backpack walking outside

    HDR Video

    Man wearing a backpack walking outside

    SDR Video

    Windows HD Color is all about bringing HDR content to your Windows devices. With our latest update, Windows HD Color is now bringing HDR video to more and more users. You can now enjoy HDR video on many new types of laptop or external displays, as long as it is a compatible Windows device. If you are enjoying your HDR video on your laptop display, you can also personalize that experience using our new calibration feature.

  • Touch Keyboard improvements
    • The standard touch keyboard layout option comes to 190+ more keyboards. The touch keyboard now supports the standard keyboard layout. If you want to switch between wide, one-handed, and the standard touch keyboard layouts, just tap the button on the top left of the keyboard. This includes adding the standard keyboard layout to the following keyboards and more: English (United Kingdom), Irish, Czech, Danish, Greek, Canadian French, Finnish, Hebrew, Hungarian, Latvian, Dutch, and Polish.
    • Shape-writing with wide touch keyboard. Shape-writing is now available when using the wide keyboard.
    • Multilingual text support in Windows. If you type in more than one Latin script languages on Windows, you’re going to like this new feature. With the Touch Keyboard, you do not have to manually switch the language anymore. Simply continue typing in multiple languages and Windows will assist you by showing predictions from multiple languages to make you more productive. You can turn the feature off by going to Settings > Devices > Typing > Multilingual Text Prediction.
    • Text Prediction support for more languages. If you’re using the touch keyboard in any of the following languages, you’ll now see words suggested as you type: Assamese, Bashkir, Belarusian, Greenlandic, Hawaiian, Icelandic, Igbo, Irish, Kyrgyz, Luxembourgish, Maltese, Maori, Mongolian, Nepali, Pashto, Sakha, Tajik, Tatar, Tswana, Turkmen, Urdu, Uyghur, Welsh, Xhosa, Yoruba, and Zulu.
    • Emoji data overhaul for the touch keyboard. We’ve taken a look at the emoji data across all of the languages we support and have updated it so that more of the emoji you love will appear as you’re typing related words with the touch keyboard. We’ve also added support for a number of languages that didn’t previously support emoji candidates. This release includes new and updated emoji data for over 150 languages. Note: To see the emoji predictions as you type in a particular language, as well as typing predictions, you will need to have the optional typing feature applied for that language. It should download on its own as long as you have an internet connection when you add the language to your language list, or once you connect to the internet thereafter. If you’re not seeing predictions and have internet connectivity, try removing the language and then adding it back again.
    • Now you can use Emoji Panel to insert multiple emoji at once. Based on feedback, we’re adjusting the design of the Emoji Panel so that after opening up the panel by pressing hotkey Windows logo key + “.” or “;”, you could browse, search and then select more than one emoji. The panel won’t go away until you click close button or press “Esc” key.
    • Emoji search comes to more languages. You can find an emoji by keyword in more than 150 locales, including English (Great Britain), French (France), German (Germany), Spanish (Spain), and more. This will help you get the emoji you want easily and quickly.
    • You can also use the Emoji Panel in more languages. We’ve added support for more languages and you can now use the emoji over 190 locals – 151 of which have tooltip support when you hover over each emoji. This includes English (Great Britain), French (France), German (Germany), Spanish (Spain), and more.
  • Handwriting improvements
    • Split layout comes to the touch keyboard. As many of you know we redesigned the touch keyboard to be XAML-based for the Windows 10 Fall Creators Update. We’ve been hard at work addressing feedback and are happy to share that the touch keyboard now supports the split layout – an ergonomic layout designed to be used with both hands, one on each side of your tablet.
    • Personalize the handwriting panel. You can now change the font that your handwriting converts to in the handwriting panel. Go to Settings > Devices > Pen & Windows Ink > “Change the font of the handwriting experience”, select your preferred font from the drop-down, then write in the handwriting panel to see your chosen font.
  • Fluent Design. We’ve redesigned the Action Center, My People, Settings, Start, Taskbar, and the Touch Keyboard to leverage Fluent Design.
  • Save notification drafts in Action Center. Now, if you’re writing a response in a notification (such as one from Skype), and the notification gets dismissed with unsubmitted text, your draft will be saved; open the action center and your text will now be saved with the notification.

Accessibility improvements

The April 2018 Update is for each us, so it also includes enhanced and new accessibility features that let you be more creative, collaborative, and connected in a way that fits your individual needs and style. Many of the accessibility features can now be found in one place with related features organized under Vision, Hearing, and Interaction. Additionally, you can enable text suggestions to get help constructing sentences. As you type on a keyboard, you’ll see three suggested words and can pick one to insert. This is a great feature for English language learners or anyone who’d like a little help with their writing.

Accessibility features shown in Settings

  • Make your device fit your needs. Many of the accessibility features can now be found in one place, with related features organized under Vision, Hearing, Interaction.
  • Get text suggestions as you type. You can enable text suggestions to get help constructing sentences. As you type on a keyboard, you’ll see three suggested words and can pick one to be inserted. This feature is great for English language learners – and anyone who’d like a little help with their writing. Available for EN-US in this release.
  • Click with your eyes. Improvements in the eye control14 experience include easier navigation with the addition of scrolling and direct left and right click capabilities, acceleration to common tasks such as Windows Start and device calibration, and the flexibility to pause eye control. Eye control is still in preview, and we welcome your feedback to help improve the experience.
  • Grammar Tools for EPUB books and Reading View. Make reading websites in Reading View and EPUB books with Microsoft Edge easier with Grammar Tools that break words into syllables and highlight parts of speech, such as nouns, verbs, and adjectives.
  • Listen to books your way. Use Microsoft Edge to hear an EPUB book read aloud with custom narration and ambient sounds embedded in the book.
  • See greater contrast. Microsoft Edge Dark theme has darker blacks and better contrast across all colors, text, and icons, making it easier for many people with accessibility contrast issues to navigate. It also can prevent eye strain, generally, especially when you’re working at night.

Security

Windows Defender Application Guard (WDAG) comes to Windows 10 Pro. Microsoft is bringing Windows Defender Application Guard to Windows 10 Professional in the next feature update of Windows 10. Now, like Windows 10 Enterprise users, Windows 10 Pro Users can navigate the Internet in Windows Defender Application Guard knowing their systems are protected from even the most sophisticated browser attacks.

Windows Defender Security Center Improvements

  • Quick access from the context menu. You can now right-click on the Windows Defender Security Center icon in the notification area and get an updated context menu that lets you quickly do a quick scan, update your Windows Defender Antivirus definitions, change the notifications and open Windows Defender Security Center.
  • Account Protection Pillar in Windows Defender Security Center. We’ve made it easier for users to protect their identity when signing into Windows with the new Account protection pillar in Windows Defender Security Center. Account protection encourages local account users to connect a Microsoft Account (MSA), password users to set up Windows Hello Face, Fingerprint or PIN for faster and more secure sign in. Additionally, Dynamic lock leverages the alerting system in Windows Defender Security Center to notify users when Dynamic lock has stopped working because their phone or device Bluetooth is off.
  • Device Security Pillar in Windows Defender Security Center. We’re giving you greater insight into the security features integrated in your Windows device. The Device security page provides you with status reporting and management of security features built into your devices – including toggling features on to provide enhanced protections.
  • More options for how we notify you. You can now further customize what types of notifications you get from Windows Defender Security Center, including disabling or enabling notifications about recent, automatic scans that keep your PC safer or if there are threats or files that have been blocked.

Windows 10 in S Mode

Windows 10 in S mode now comes enabled on both Windows 10 Home and Pro PCs, and commercial customers will be able to deploy Windows 10 Enterprise with S mode enabled. Some additional information about Windows 10 in S Mode:

  • Microsoft-verified. All of your applications are verified by Microsoft for security and performance.
  • Performance that lasts. Start-ups are quick, and S mode is built to keep them that way.
  • Choice and flexibility. Save your files to your favorite cloud, like OneDrive, and access them from any device you choose. Browse Microsoft Store for apps.
  • S mode, on a range of modern devices. Enjoy all the great Windows multi-tasking features, like snapping windows, task view and virtual desktops on a range of S mode enabled devices.

If you want to switch out of S mode, you will be able to do so at no charge, regardless of edition. Once you switch out of S mode, you cannot switch back.

Microsoft Store

  • Reimagined localization and Windows local experience. Now you can find your desired language (Local Experience Pack – or “Language Pack”) right in Microsoft Store or in the Settings menu. The Settings app has improved discoverability and usability of features supported for each language. Having the Local Experience Packs in the Microsoft Store allows us to take advantage of user feedback via Language Community App to release better translations more frequently. This will consistently improve the experience of our international customers with Windows.

Local experience packs in Microsoft Store

  • Font Settings and Fonts. Fonts are an important asset for your visual creativity. We’re introducing new experiences for managing your fonts in Settings, and for acquiring additional fonts from Microsoft Store. Along with the new Settings experience, we are introducing a curated set of fonts as a new content type in Microsoft Store. To find them easily, there is a link from the Fonts page in Settings directly to the Fonts collection in Microsoft Store. We will continue to add new fonts to the collection so keep checking.

New experiences coming to Office on Windows

OneDrive Files Restore integrated with Windows Defender for expanded ransomware protection

OneDrive Files Restore integrated with Windows Defender for expanded ransomware protection

Save your files in OneDrive for an additional layer of protection from ransomware. If a ransomware threat is found on a device, Windows Defender will notify you of the threat, help you remove the ransomware from your device, and give you the option to use OneDrive Files Restore so you can recover your OneDrive files to the state they were in before the attack occurred. The date and time that Windows Defender detected the attack will be pre-selected in Files Restore, making the process simple and easy to use. Files Restore is available for Office 365 Home subscribers, Office 365 Personal subscribers, and OneDrive for Business users. It can be used to restore your OneDrive to a previous point in time within the last 30 days. This integration is beginning to roll out to Windows Insiders today and will be available to all Windows 10 April 2018 Update customers in the coming weeks. Learn more about the protections from online threats available to Office 365 Home and Office 365 Personal subscribers.

Work smarter with AI-powered inking features in Office on Windows

New inking innovations are coming to Office 36515 in the next few months. Here’s what you can expect:

Intelligent editing in Word. Use your digital pen to make editing Office docs easier than ever

  • Intelligent editing in Word. Use your digital pen to make editing Office docs easier than ever: Strikethrough words to make them disappear, make room to insert text, circle text to select, highlight with precision.

Use your digital pen to work on your PowerPoint presentations. You can easily convert handwritten headlines, text and hand-drawn shapes into a presentable format.

  • Power to your point. Use your digital pen to work on your PowerPoint presentations. You can easily convert handwritten headlines, text and hand-drawn shapes into a presentable format.

OneNote Math Assistant shown. Ink math assistant in OneNote for Windows 10 helps you solve handwritten equations

  • OneNote Math Assistant. Ink math assistant in OneNote for Windows 10 helps you solve handwritten equations, provides step-by-step instructions, and even graphs the results to enhance learning and problem-solving.

Windows and Office are getting even better together

Sign in to Office, Sign in to Microsoft. With the April 2018 Update, we’re launching a brand new, industry-leading Single Sign-On experience. Signing into one Microsoft app or service on a device signs you into them all. Using your personal Microsoft account, or the account given to you by your work or school, you will now be able to sign into Office 36516 and use that same account across a full range of Microsoft apps and services. And, just as you’d expect, it works both ways – by signing in to Windows you sign in to Office.

Office single sign on

This experience is available to Office Insiders Fast today and will be available to all Office 365 subscribers by June. To get started you’ll need to have the April 2018 update installed, along with the latest version of Office. While all new accounts added will be able to opt into this by default, it can be extended to accounts you have already added as well. Just head to the Settings app, click “Accounts” followed by “Email & app accounts.” Choose the account you added previously and select “Microsoft apps can sign me in” from the drop-down.

And don’t worry, if you’d rather be selective in which Microsoft apps you sign into we’ve got you covered – simply choose “Apps need to ask me to use this account” from the Settings app and things will work just as they have before.

We hope you enjoy all the great new features included in the Windows 10 April 2018 Update, designed to help you make the most of your time. You can learn more about how to get the update in this blog post here. If you want to experience the Windows 10 April 2018 Update first hand, you can do so starting May 8 at your local Microsoft Store in person or online. You can even get a free consultation from our expert Answer Desk technicians to determine if your device is eligible for the update, or help you set up and customize a new device.

What’s new in the Windows 10 April 2018 Update

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1 Timeline shows up to 30 days of past activities.

2 Timeline shows activities done on tablet and mobile phone when users are signed into their Microsoft accounts. Office 365 subscription sold separately.

3 Sharing is only available between Windows 10 PCs. Nearby sharing must be enabled on both devices.

4 Recipients can choose whether to accept the item a user wants to share.

5 Support may vary for certain type of websites and by region and CVV information is never saved.

6 This option will only be visible for certain types of web pages.

7 User must download Microsoft Edge on iOS and Android phones, follow setup prompts, and link the mobile phone to the PC in PC settings.

8 Touch-enabled device required; pen accessory may be sold separately. Tap to ink available in UWP and XAML fields. User must enable in pen settings.

9 Compatible on select devices with Intel 8th Generation chipsets.

10 PC requirements may vary for available apps and content.

11 Cortana available in select markets; experience may vary by region and device. Cortana Skills only available in the US and work with select home automation and music services (paid subscriptions may be required). Some experiences may require Spotify Premium, users must accept Spotify’s Privacy policy and Terms of Use. Spotify available in select markets only. A free Spotify account and Internet access is required to stream music. To stream music ad-free, Spotify Premium is required. Catalog size and service availability varies by market over time.

12 Additional requirements may apply per device.

13 Dictation available in select markets; experience may vary by region and device.

14 Eye control requires a compatible eye tracker (sold separately) and calibration software (included with eye tracker).

 15 Office 365 sold separately. Inking requires touch-enabled device; pen accessory may be sold separately.

16 Office 365 sold separately.

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30 Apr 15:38

Netflix Blog: Tips for High Availability

30 Apr 15:38

A home-made lithographically-fabricated integrated circuit

30 Apr 15:38

In die deutsche Sprache übernommen

by Udo Vetter

Der Bundesgerichtshof erweist sich nicht als Gralshüter der deutschen Sprache. Aus einem aktuellen Beschluss:

Das Landgericht hat durch die Verwendung weniger einzelner, ursprünglich aus der englischen Sprache stammender Begriffe (wie „Blow-Job“ oder „Doggy-Style“) bei der Wiedergabe der Aussagen der Nebenklägerin im Urteil nicht gegen § 184 GVG (i.V.m. § 267 Abs. 1 StPO) verstoßen.

Dabei kann offenbleiben, ob die genannten Begriffe nicht ohnehin bereits in die deutsche Sprache übernommen worden sind, worauf der Generalbundesanwalt hinweist. Das aus § 184 GVG folgende Gebot, Urteile in deutscher Sprache sowie in verständlicher Form abzufassen, wäre allenfalls dann verletzt, wenn das Urteil wegen der Verwendung fremdsprachlicher Begriffe nicht mehr die durch § 267 StPO vorgegebenen Inhalte in einer nachvollziehbaren Weise darstellt.

Das ist angesichts der umfassenden Beschreibung der den Schuldsprüchen zugrunde liegenden sexuellen Handlungen des Angeklagten in deutscher Sprache offensichtlich nicht der Fall.

Ich wollte euch das nicht vorenthalten (Aktenzeichen 1 StR 625/17).

30 Apr 15:38

Smartphone: Studie sieht kaum Zukunft für mobiles Zahlen in Deutschland

Per Smartphone unterwegs bezahlen nur wenige Nutzer in Deutschland - etwa beim Kauf von Bahntickets. Berater glauben nun, dass sich die Technik erst gar nicht flächendeckend durchsetzt, denn es nahen schon neue Verfahren. (Wirtschaft, Paypal)
30 Apr 15:37

Lösung: Windows 10 Icons in der Taskleiste verschwunden

by Albert Jelica

Mit der aktuellen Windows 10-Version kommt es gelegentlich vor, dass Windows 10 Icons in der Taskleiste verschwunden sind bzw. nicht mehr angezeigt werden.

Icons in Taskleiste verschwunden – Ursache

Das Problem tritt bei vielen Nutzern seit dem letzten Update auf und äußert sich darin, dass manche Icons auf der Taskleiste einfach nicht zu sehen sind. Ein Neustart des Windows Explorer über den Taskmanager hilft oft nur zwischenzeitlich und selbst ein Neustart bewirkt oft nicht das gewünscht Resultat.

Lösung: Icons in Taskleiste verschwunden

Um das Problem zu lösen, wird unter Windows 10 der Icon Cache gelöscht. Hier werden die Icons gespeichert und oftmals ist diese Datenbank schlichtweg defekt. Mit dem folgenden Befehl wird der Icon Cache gelöscht. Hierfür muss der Windows Explorer zwischenzeitlich deaktiviert werden.

Öffnet die Kommandozeile unter Windows 10 als Administrator und gebt daraufhin die unten gelisteten Befehle ein.

  1. Gebt cmd im Startmenü ein.
  2. Rechtsklick auf Eingabeaufforderung und klickt nun auf Als Administrator ausführen.
  3. Gebt nun die folgenden Befehle in die Kommandozeile ein:

taskkill /f /im explorer.exe

del %localappdata%\Packages\Microsoft.Windows.ShellExperienceHost_cw5n1h2txyewy\TempState\* /q

start explorer

Wenn der Windows Explorer am Ende wieder neu gestartet wurde, sollten die Icons in der Taskleiste wieder korrekt angezeigt werden. Es bleibt zu hoffen, dass Microsoft mit dem kommenden Windows 10 April 2018 Update auch die Ursache dieses Fehlers behebt.

> Windows 10 April 2018 Update Download

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30 Apr 15:35

Atomausstieg: Akw-Betreiber sollen mit rund einer Milliarde Euro entschädigt werden

by ZEIT ONLINE: Deutschland -
Atomausstieg ja, dann nein, dann doch: Wegen dieses politischen Hin und Her haben Vattenfall und RWE Entschädigungsansprüche. Das Umweltministerium nennt nun Zahlen.
30 Apr 15:34

Deals des Tages: Tolle Speicher-Angebote (MicroSD-Karten, USB-Sticks), Gaming-Notebook und Philips Hue

by dealy

Heute haben wir wieder die besten Angebote des Tages für euch zusammengefasst und sind wieder bei unterschiedlichen Anbietern fündig geworden.

Speicher-Angebote

 

MSI Gaming Laptop (17,3-Zoll, i7, 1070, 16GB) für 1389 Euro

Bei notebooksbilliger.de bekommt ihr derzeit den MSI GE73VR mit wirklich guter Ausstattung für vergleichsweise wenig Geld. Das 17,3-Zoll Notebook mit Intel Core i7-7700HQ Prozessor, Nvidia GTX 1070-Grafik und 16 Gigabyte Arbeitsspeicher gibt es für 1389 Euro.

Spezifikationen:

  • Display: 17,3-Zoll, FullHD, 120Hz, IPS
  • Prozessor: Intel Core i7-7700HQ
  • Grafik: Nvidia GeForce GTX 1070, 8GB
  • Arbeitsspeicher: 16 Gigabyte DDR4
  • Speicher: 1000 Gigabyte, 2 x M.2-Slots frei
  • ohne Windows

400 Gigabyte MicroSD-Karte für 167,99 Euro

Bei Amazon Deutschland bekommt ihr derzeit die SanDisk MicroSD-Karte mit stolzen 400 Gigabyte Speicher für 167,99 Euro. Üblicherweise kostet die Karte alleine mindestens 205 Euro zahlen exklusive Versandkosten. Hier ist also eine wirklich gute Ersparnis möglich.

128 Gigabyte MicroSD-Karte für 36,50 Euro

Wer eine Speichererweiterung für das Smartphone, Tablet oder die Nintedo Switch sucht, bekommt derzeit die SanDisk 128 Gigabyte MicroSD-Karte für 36,50 Euro. Die Ultra-Modelle sind etwas langsamer als die Extreme, allerdings für Normalverbraucher in der Regel ausreichend schnell.

Schnelle SanDisk 128 GB MicroSD-Karte für 59,99 Euro

Amazon bietet derzeit die 128 Gigabyte microSD-Karte von SanDisk für 59 Euro an, was für die Karte ein äußerst gutes Angebot darstellt. Der Vergleichspreis für das gleiche Modell liegt sonst etwa bei knapp 75 Euro.

Die MicroSD-Karte ist ideal, wenn ihr den Speicher eures Surface-Tablets oder eures Smartphones erweitern wollt, denn solltet ihr nicht Unmengen an Daten speichern, dann dürfte die SD-Karte durchaus für einige Zeit ausreichen. Sie eignet sich perfekt für 4K-Videos und hochauflösende Fotos, welche gespeichert werden sollen ohne lange Wartezeiten.

SanDisk Ultra Fit V2 128 GB USB 3.0 für 29,60 Euro

Bei Amazon bekommt ihr aktuell einen 128 Gigabyte USB 3.0 Stick für 29,60 Euro. Der USB-Stick ist kompakt, passt in jedes Portemonnaie und bietet eine sehr solide Geschwindigkeit, ideal zum schnellen Übertragen von Daten oder Installieren von neuen Insider Builds.

Zum Angebot klein

128 Gigabyte Ultra Cruzer für 25 Euro

Bei Amazon Deutschland bekommt ihr derzeit den SanDisk 128 Gigabyte USB 3.0-Stick zum günstigen Preis von 25 Euro.

Zum Angebot klein

16 Gigabyte für 6 Euro

Bei MediaMarkt gibt es derzeit noch denselben USB 3.0-Stick für den günstigen Preis von 6 Euro. Wer weniger Kapazität braucht, kann somit etwas Geld sparen. Versandkosten fallen keine an.

Zum Angebot klein

Philips Hue Starterpack (3-er Pack E27 Color) für 99 Euro

Ein erster Schritt in die Heimautomatisierung besteht darin die Glühbirnen durch ein smartes Produkt zu ersetzen. Ein sehr gutes Angebot für den Einstieg gibt es derzeit bei Amazon, wo ihr das Philips Hue White and Color Ambiance Starter-Set, bestehend aus drei farbigen E27 LED-Lampen zum sehr günstigen Preis von 99 Euro bekommt.

Eine offizielle App von Philips gibt es für die Windows-Plattform zwar nicht, dafür sind jedoch die Schnittstellen offen und jeder Entwickler kann Unterstützung dafür in eigene Apps implementieren. Daher gibt es im Windows Store auch mehrere Apps für Philips Hue, jedoch ist Huetro for Hue mit Abstand die beste Anwendung. Euer gesamtes Heim könnt ihr übrigens mit der App Home Remote steuern und auch diese App für Windows 10 und Windows 10 Mobile funktioniert großartig mit Philips Hue.

Ihr könnt damit die Lichter direkt per Smartphone steuern, sprich einschalten, ausschalten, die Farben verändern und dimmen. Das könnt ihr dann auch unterwegs machen, wenn ihr nicht zuhause seid.

Zum Angebot klein

White Starterpack für 79,99 Euro

Sofern ihr nur weiße LEDs wollt, bekommt ihr das Philips Hue-Starterpack mit Dimmschalter und drei weißen LEDs für 79,99 Euro.

Zum Angebot klein


Enthält Partnerlinks.

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30 Apr 15:33

Glyphosate found in granola, crackers and oatmeal

30 Apr 15:32

Floating nuclear power plant starts journey north

by Warwick Pipe
FNPP on the move - 48Russia's floating nuclear power plant Akademik Lomonosov has left Baltiysky Zavod shipyard in Saint Petersburg, where its construction began in 2009. Housing two 35 MW KLT-40S nuclear reactors, similar to those used in Russia's nuclear-powered ice breakers, Akademik Lomonosov left the shipyard on 28 April and is now heading to its permanent base in Russia's northernmost city of Pevek.
30 Apr 15:32

"Was Deutschland bewegt": Fesselnde Recherchen

by ZEIT ONLINE: Film - René Martens
Mit zwei neuen Reportagereihen will die ARD künftig aktueller wirken. Gestellt werden große Fragen wie nach der Ungleichverteilung in Deutschland - und ein paar kleinere.
30 Apr 15:32

Jake Dyson: Der Staubsaugerprinz

by ZEIT ONLINE: Wirtschaft - Marcus Rohwetter
Mit Haushaltsgeräten wurde sein Vater Milliardär. Bald soll Jake Dyson dessen Firma übernehmen und muss selbst etwas Neues erfinden. Aber was?
30 Apr 15:31

„Neue und alte Arbeitswelt gehen nicht zusammen!“ – New-Work-Experte Markus Albers

Markus Albers galt viele Jahre als flammender Befürworter neuer Arbeitsprozesse. Jetzt nimmt der New-Work-Experte eine Neubewertung vor und spricht sogar von digitaler Erschöpfung.

Als Markus Albers vor zehn Jahren sein Buch „Morgens komme ich später rein“ schrieb, war er einer der Ersten in Deutschland, die von einer neuen Arbeitskultur sprachen: von zeitlicher und räumlicher Flexibilität. „Unabhängiges Arbeiten mit Hilfe von Technologie und Tools war damals alles andere als ein Massenphänomen, vor allem für Festangestellte“, sinniert er heute über die Beweggründe von damals.

Doch so euphorisch ist der New-Work-Experte heute nicht mehr. Sein neues Buch thematisiert die „digitale Erschöpfung“. (Markus Albers: Digitale Erschöpfung. Wie wir die Kontrolle über unser Leben wiedergewinnen, Hanser-Verlag). Darin spricht der Autor und Berater von digitalen Werkzeugen, „die alles nur noch schlimmer machen“, von der „Falle des Großraumbüros“ und von dem Verlust des Feierabends. Das „Always on“ sei nicht mehr nur ein Versprechen, sondern für viele Mitarbeiter eine Belastung geworden. Wir haben mit ihm über die Arbeit der Zukunft gesprochen, über sinnvolle Übereinkünfte, clevere Strategien und gefährliche Trends in der Mitarbeiteranalyse.

New-Work-Experte Markus Albers: „Zeit freischaufeln zum Nachdenken“

t3n Magazin: Markus, was ist aus deiner Euphorie um neue Arbeitsmodelle geworden, die du noch vor zehn Jahren hattest?

Markus Albers: Die Zeit ist heute sicherlich eine andere als vor zehn Jahren. Während New Work damals eine Idee einer Minderheit war, die man auf Technologie- und HR-Kongressen besprochen hat, ist die Thematik seit etwa zwei Jahren ein populäres Mainstream-Thema geworden, für das sich auch Großunternehmen wie Siemens oder Microsoft bis hoch in die Chefetagen interessieren. Allerdings machen wir nun die ersten Erfahrungen damit, wie diese neuen Arbeitsmodelle in der Praxis gelebt werden können. Und da stellt sich jetzt heraus, dass vieles von dem, was sich die Befürworter dieser Arbeitsweise erhofft haben, zu denen ich ja auch gehört habe, so nicht eintritt – teilweise sogar das Gegenteil der Fall ist.

„Statt acht Stunden ­­­kopf­los Dinge ­wegzu­arbeiten, muss man sich Zeit freischaufeln zum Nachdenken.“

Was heißt das genau?

Markus Albers: In sehr vielen Unternehmen lässt sich beobachten, dass sie sich auf das Neue einlassen, ohne das Alte zu reduzieren. Das Neue ist etwa die erhöhte Flexibilität, also die Beantwortung von E-Mails am späten Abend oder die sporadische Erreichbarkeit im Urlaub. Das Alte sind die gewohnten Präsenz- und Meeting-Kulturen und die alten Hierarchien. Und beides zusammen geht einfach nicht.

„Neue und alte Arbeitswelt gehen nicht zusammen!“ – New-Work-Experte Markus Albers. (Foto: t3n.de)

t3n Magazin: Weil es die Menschen zermürbt?

Markus Albers: Genau. Außerdem wird es der Verantwortung für Mitarbeiter nicht gerecht. Hier muss man ansetzen. Wir werden die Zeit ­sicher nicht zurückdrehen und ich will auch die Möglichkeiten, die das flexiblere Arbeiten bietet, nicht mehr missen. Die ­Möglichkeiten, die uns Technologie hier bietet, sind ja erst einmal positiv, weil sie uns ermöglichen, Arbeit zu entfesseln und stärker an die persönlichen und familiären Gegebenheiten anzupassen.

t3n Magazin: Aber wie lässt sich denn dieser Konflikt zwischen alten und neuen Arbeitsmodellen auflösen?

Markus Albers: Es braucht klare Absprachen und Regeln. Kulturtechniken, die wir lernen und über die wir uns verständigen müssen.

t3n Magazin: Und welche Regeln sollen das sein?

Markus Albers: Zum Beispiel müssen die Chefs den Mitarbeitern explizit erlauben, auch einmal nicht erreichbar zu sein. Es hilft auch schon, wenn der Chef die klare Ansage macht, dass er zwar am Wochenende mal etwas herumschickt, an dem er inzwischen gearbeitet hat, aber das heißt ja nicht, dass die Mitarbeiter gleich reagieren müssen. Es muss einfach klar sein, wer wann auf welchen Kanälen wofür erreichbar ist und wann eben auch mal nicht.

t3n Magazin: Du unterscheidest in deinem Buch zwischen der Arbeitsweise eines Managers, also einer Führungskraft, und eines Makers, einer Fachkraft. Was steckt dahinter?

Markus Albers: Maker und Manager haben unterschiedliche Kalender. Der des Managers sieht aus wie ein Flickenteppich aus vielen kleinen bunten Terminen. So kann ein Manager zwar arbeiten, eine Fachkraft aber nicht. Der Manager hat einen zerstückelten Tag mit Meetings, Gesprächen und anderen Terminen zur Entscheidungsfindung bereits vorbereiteter Inhalte, ein mehr fachlich arbeitender Angestellter braucht dagegen längere Phasen ununterbrochener Konzentration, also halbe und ganze Tage. Und zunehmend sind unser aller Kalender so kleinteilig wie bei einem Manager, weil immer mehr Projekte in immer weniger Zeit gepackt werden.

t3n Magazin: Warum sind denn unsere Kalender heute so verdichtet?

Markus Albers: Die Arbeitsverdichtung läuft ja unabhängig und parallel zur technologischen Entwicklung. Insofern hat das eine nicht zwingend etwas mit dem anderen zu tun. Verdichtung geht aber in der Tat besser, wenn man über Tools beispielsweise sieht, wo noch eine Lücke im Kalender ist, die dann früher halt einfach mal existierte und unbeachtet blieb. Heute sucht man ja oft schon über Wochen nach einer kurzen Lücke im Kalendar, in die man ein Meeting legen kann. Da ist der Vorgesetzte oder der Betriebsrat gefordert, für eine maßvolle Arbeitsbelastung zu sorgen.

t3n Magazin: Kann ich selbst auch was dagegen tun?

Markus Albers: Zu Dingen auch mal komplett „Nein“ sagen – wahrscheinlich sollte man als Mitarbeiter sogar zu 80 Prozent der Dinge „Nein“ sagen, um Zeit für die wichtigen Dinge zu haben.

t3n Magazin: Das traut sich aber nicht jeder.

Markus Albers: Das erfordert ganz viel Selbstbewusstsein, richtig. Ich habe permanent eine Liste von rund zwanzig Leuten, die mit mir ohne einen konkreten Anlass mal Mittagessen oder Kaffee trinken wollen. Ich sage da nicht sofort ab, aber ich sage auch nicht einfach zu, weil ich sonst jeden Tag terminlich verplant wäre. Aber auch andere Zeitfresser müssen weg.

t3n Magazin: Zum Beispiel?

Markus Albers: Meetings! Dropbox hat das mal gemacht – die haben alle ­Meetings abgesagt und dann geschaut, welche Meetings man wirklich braucht und was anders zu erledigen ist.

t3n Magazin: Apropos Meetings: Ein großer New-Work-Trend ist ja das Großraumbüro. Eine sinnvolle Entwicklung?

Markus Albers: Man sieht bei vielen Unternehmen, die auf digitale Tools setzen, dass diese zugleich auch neue Büroformen wie Großraumbüros einführen. Und dahinter steckt die Philosophie, dass man durch mehr Kommunikation auch besser arbeitet. Ich bezweifle das.

t3n Magazin: Wieso?

Markus Albers: Es gibt zahlreiche Studien, die zeigen, dass Gruppen oft zu weniger originellen Lösungen und Ergebnissen kommen als der Einzelne. Wir opfern im Interesse der Kollaboration einiges, unter anderem die Konzentration und die Kontemplation. Dass es zum Beispiel in Büros weniger Rückzugsmöglichkeiten gibt als früher, halte ich für eine Fehlentwicklung. Wohl jeder von uns kennt Büros, in denen sich Mitarbeiter mit Kopfhörern abschirmen, um überhaupt noch einmal in Ruhe arbeiten zu können oder Büros, in denen die Kollegen mit einem Telefon am Ohr die Flure entlang- laufen, auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen für ein Telefonat, auf das sie sich konzentrieren müssen. Solche Bürokonzepte sollten hinterfragt werden.

t3n Magazin: Plädierst du etwa dafür, wieder Wände einzuziehen?

Markus Albers: Nein. Aber es würde schon helfen, wenn man das Büro tatsächlich zur Fläche der Zusammenarbeit erklärt – und im Gegenzug als Mitarbeiter auch wieder raus darf oder nur einzelne Tage dort arbeitet, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben.

t3n Magazin: Du hast im Rahmen deiner Recherchen Ben Hammersly, den ehemaligen Wired-Chefredakteur, getroffen. Neben seinen Vortragsreisen soll er täglich nur eine Stunde arbeiten. Was können wir von ihm lernen?

Markus Albers: Zum einen das Automatisieren von Tätigkeiten. Dinge, die man mehrfach tut, sollte man automatisieren und die Be­schäftigung damit auf ein Minimum reduzieren – das reicht bei ihm bis hin zu Amazon-Abos für Toilettenpapier. Zum anderen ist es ­seine Herangehensweise an die Arbeit selbst: Statt acht, zehn oder mehr Stunden kopflos Dinge wegzuarbeiten, muss man es ­schaffen, sich Zeit freizuschaufeln, um darüber nachzudenken, was wirklich wichtig ist. Was ist wichtig in meiner Arbeit, was will ich erreichen und auf welchem Weg erreiche ich das? Das klingt zunächst einmal nach Zeitverschwendung, bringt am Ende aber einen ­riesigen Zeitgewinn, weil man sich nicht auf das scheinbar Dringende stürzt, sondern auf das Wichtige. Und diese ­Unterscheidung müssen wir jeden Tag wieder von Neuem treffen.

Ich sehe die Gefahr, dass wir uns schon in wenigen Jahren in einer Arbeitswirklichkeit wiederfinden, die keiner wollte.

t3n Magazin: Du schreibst „Wir stellen jetzt die Weichen dafür, wie wir in den nächsten zehn oder zwanzig Jahren arbeiten.“ Das klingt fast so, als könnten wir gerade sehr viel falsch ­machen.

Markus Albers: Ich sehe die Gefahr, dass wir uns schon in wenigen Jahren in einer Arbeitswirklichkeit wiederfinden, die keiner wollte. Künstliche Intelligenz, Sprachassistenten, Datenbrillen – all das erleichtert unsere Arbeit, kann sie aber auch unmenschlicher machen.

t3n Magazin: Wie meinst du das?

Markus Albers: Ich meine damit, dass diese neuen Technologien ein selbstverständlicher Teil unseres Lebens werden. Dann sind wir in ­Zukunft vielleicht nie mehr allein. Können wir dann überhaupt noch ­abschalten? Diesen digitalen Layer über allem, was ­unsere ­Arbeit und unser Privatleben betrifft, sehe ich als ­ernst­zunehmende Gefahr. Dann ist all das, was wir heute erleben, nur ein Vorgeschmack auf das, was uns erwartet. Und daher haben die Unternehmen, die all das entwickeln, eine gesellschaftliche ­Verantwortung, die darüber hinausgeht, neue Dinge zu erfinden.

t3n Magazin: Worin siehst du die Gefahr genau?

Markus Albers: Je kleiner und unauffälliger die Geräte werden, desto größer und mächtiger wird die Infrastruktur im Hintergrund, heißt: Server, Bandbreite, Rechenkraft und Speicher, die nötig sein werden, um ­vernetzte virtuelle Welten zur Verfügung zu stellen, sind ­jenseits von Big Data. Schon heute heißt einer der heißesten Trends unter Personalberatern in den USA zum Beispiel People Analytics, also das Auswerten von Daten über Mitarbeiter, um Muster zu erkennen und darauf zu reagieren. Dabei werden im Auftrag von Unternehmen Bewegungs- und Kommunikationsmuster der ­Angestellten ­analysiert. Auch wenn hierzulande Datenschutzgesetze dem noch einen Riegel vorschieben – diese Entwicklung wird kommen.

Übrigens, auch dieser Beitrag könnte dich interessieren: Zwei Podcaster wollen herausfinden, wie wir in 20 Jahren arbeiten

30 Apr 15:31

Dieses Firefox-Addon verhindert Google-Tracking auf anderen Websites

Ein Firefox-Addon verhindert das Google-Tracking auf anderen Websites und gibt euch so mehr Kontrolle über eure Daten. Der Fork eines Mozilla-Plugins greift dafür auf eine bestehende Firefox-Funktion zurück. 

Letztes Jahr hatte Mozilla die sogenannte Container-Funktion in seinen Firefox-Browser integriert. Damit können Nutzer verschiedene Umgebungen einrichten, beispielsweise für Shopping, Arbeit oder Privates. Damit lassen sich einerseits mehrere Accounts beim gleichen Anbieter in unterschiedlichen Tabs aufrufen, andererseits wird die Tracking-Möglichkeit von beispielsweise Onlineshops wie Amazon begrenzt. Jeder Container hat eigene Cookies und einen eigenen Local Storage, auf den andere nicht zugreifen können. Chronik, Lesezeichen, gespeicherte Passwörter und Formulardaten teilen sich alle Container.

Fork von Firefox-Facebook-Container separiert Google-Dienste

Mit dem Firefox-Addon läuft Google in einer eigenen Umgebung. Deutlich wird das über die Anzeige der Google-Tab-Umgebung in der Adressleiste. (Screenshot: Firefox / t3n)
Mit dem Firefox-Addon läuft Google in einer eigenen Umgebung. Deutlich wird das über die Anzeige der Google-Tab-Umgebung in der Adressleiste. (Screenshot: Firefox/t3n.de)

Im März dieses Jahres hatte Mozilla ein Firefox-Addon veröffentlicht, das einen Facebook-Container erstellt. Bei der Installation werden die Cookies des sozialen Netzwerks gelöscht und es wird eine separate Browser-Umgebung in einem Tab erstellt. Damit ist Facebook von allen anderen Websites isoliert, wodurch beispielsweise auf anderen Seiten eingebundene Like- und Kommentar-Boxen eure Daten nicht mehr mit eurem Facebook-Account verknüpfen können.

Ein Fork des Facebook-Addons ermöglicht das jetzt auch für Google-Dienste. Bei der Installation wird der Nutzer ausgeloggt und die Cookies werden gelöscht. Damit lebt dann auch Google in seinem eigenen Container und kann den Nutzer nicht über verschiedene Websites hinweg verfolgen. Entsprechend funktionieren Google-Kommentare oder Like-Buttons außerhalb des Containers nicht, auch Social-Logins sind entsprechend umständlicher, der Datenschutz sollte es Nutzern allerdings wert sein.

Die Macher weisen darauf hin, dass das Addon natürlich nichts an den bestehenden Daten bei Google ändern kann. Außerdem empfehlen sie Nutzern, weitere Privatsphärefunktionen von Firefox aktiv zu nutzen.

Passend dazu: Warum Firefox eine zweite Chance verdient

30 Apr 15:31

Bots für den Briefträger: So geht Digitalisierung bei der Deutschen Post

Es sind nur ein paar Meter, und doch stellen sie derzeit die größte Herausforderung für die Deutsche Post DHL dar: Der Konzern muss die letzte Meile, die Zustellung bis zur ­Haustür verbessern die Standardlösungen greifen nicht mehr. Noch ist das ein Luxusproblem. Doch im Hintergrund lauert ­bereits ein großer Konkurrent.

Mehr als zehn Millionen Mal Amazon, Otto, Zalando, Media Markt, Tchibo, Apple, Doc Morris, Esprit, Ikea, Douglas: Eine unvorstellbare Menge an Paketen bringt die Deutsche Post DHL in der Weihnachtszeit jeden Tag an die Haustür, zum Nachbarn, zum Kiosk nebenan. Selbst an einem gewöhnlichen Wochentag sind es immer noch vier Millionen. Und ein Ende des Booms ist nicht in Sicht. Um fast 16 Prozent ist der Umsatz mit den Paketen allein für DHL gewachsen, vergleicht man die ersten neun Monate 2016 und 2017. In Summe sind das sechs Milliarden Euro.

Der E-Commerce hat sich für die Deutsche Post DHL zu einem echten Luxusproblem entwickelt. Anders als andere Unternehmen leidet der Konzern nicht unter der Digitalisierung, er zählt zu ihren Gewinnern: Weil die Menschen weltweit immer mehr online bestellen, liefert der Konzern mehr und mehr Pakete aus und verdient damit mehr und mehr Geld. Allerdings steht dadurch ein ganzes System aus altbewährten Prozessen plötzlich auf dem Prüfstand. Die Standardroute funktioniert nicht mehr, ein optimal getimter Weg vom Logistikzentrum am Stadtrand bis zur Haustür des Kunden ist gefragt. Und ausgerechnet einer der größten Kunden könnte schon bald einer der größten Konkurrenten werden. Um die Herausforderungen zu meistern, schnürt die Post an einem ordentlichen Paket Innovationen.

Paketkopter in Reit im Winkel. (Foto: Andreas Heddergott)

Bisher lief bei der Deutschen Post alles über die Menge. Als weltgrößter Logistiker mit einem Jahresumsatz von zuletzt 57 Milliarden Euro sowie einem Vorsteuerergebnis von 3,5 ­Milliarden Euro ­ist das Unternehmen auf Masse programmiert. Die Prozesse sind hochstandardisiert, funktionieren auch unter Spitzenlast fast reibungslos. In 90 Prozent der Fälle gelingt es dem Konzern nach eigener Aussage, ein Paket im ersten Versuch erfolgreich abzuliefern. Dazu zählt nicht nur die Abgabe an der Haustür, sondern auch die beim Nachbarn. „Ein hoher Grad an Standardisierung ermöglicht uns überhaupt erst, die Masse an Paketen zu bewegen“, sagt Marc Hitschfeld. Der Manager mit dem Titel „Geschäftsbereichsleiter Consumers DHL Paket“ ist dafür verantwortlich, die Prozesse auf der letzten Meile auf die digitale Zukunft einzustellen.

Doch hinter den Kulissen geht es längst nicht mehr um die Masse, sondern um Individualisierung – die Post muss die letzte Meile bewältigen. Denn die Digitalisierung eröffnet eine Welt der Sonderwünsche. Per Knopfdruck ist nicht nur eine Bestellung bezahlt, sondern auch direkt festgelegt, wann und wo das Paket ankommen soll. „Die Aufgabe ist jetzt, dieses System mit dem Wunsch nach mehr Transparenz und Flexibilität zu verbinden“, sagt Hitschfeld. In dieser Hinsicht unterscheidet sich das Logistikgeschäft kaum von anderen Branchen: In der Digitalisierung gewinnt die einfachste und bequemste Lösung, ob die des Großkonzerns oder die des Startups.

Für einen Großkonzern wie Deutsche Post DHL ist es allerdings ein langer Weg von der bewährten Routine zur moderneren Auf-Abruf-Lieferung. Dass der Wandel gelingt, bewertet zumindest die Wissenschaft skeptisch. Denn insbesondere im Paket­markt sei die Logistik stark industrialisiert, sagt ­Wolfgang Stölzle, Professor für Logistikmanagement und Geschäfts­führender Direktor des Instituts für Supply-Chain-Management an der Universität Sankt Gallen. Das Problem: „Diese hochstandardisierten und hochautomatisierten Prozesse beißen sich mit dem Trend zur zunehmenden Individualisierung. Denn spezifische Kundenbedürfnisse im Hinblick auf Zustellort und -zeit­fenster sind mit industrialisierter Logistik schwer zu vereinen.“ Die Firma muss sich also entscheiden – soll alles möglichst schnell und kostengünstig nach einem festgelegten Plan funktionieren oder ist ein flexibler Ablauf wichtiger?

Tourenplanung per Algorithmus

Wie schwierig eine Antwort auf diese Frage ist, zeigt die Heraus­forderung der Haustürzustellung. Für die kommenden Jahre geht Hitschfeld davon aus, dass die meisten Kunden ihre Pakete bevorzugt nach Hause liefern lassen werden – das sei einfach am bequemsten. In den Ballungsgebieten können bereits jetzt zehn Millionen registrierte DHL-Kunden praktisch jederzeit ihre ­Pakete stoppen oder umlenken – bis kurz vor der Ankunft. Wer genau weiß, dass er nicht da ist, wenn das Päckchen kommt, leitet es in den Schuppen im Garten um, zum Beispiel per Klick in der Smartphone-App. Wer kurzfristig die Wohnung verlassen muss, verschiebt den Zeitpunkt der Lieferung einfach um ein paar Stunden. Und wer überhaupt nicht planen will, lässt den Zusteller einfach testweise klingeln. Wenn niemand die Tür öffnet, bringt er das Paket an einen vereinbarten Ort. „Rerouting“ heißt das in DHL-Fachsprache. Unkalkulierbares Risiko könnte man auch ­sagen. Schließlich kann jeder einzelne Kunde ständig in den Weg der Pakete eingreifen.

In der Theorie profitieren beide Seiten von der neuen Spontaneität: Je enger und regelmäßiger der Kontakt zum Empfänger ist, desto höher sind die Chancen für den Logistiker, Sendungen im ersten Anlauf loszuwerden. Alles andere verursacht nur ­zusätzliche Kosten – auch wenn der Konzern über die genaue Höhe lieber schweigt. Für den Endkunden liegt der Vorteil ebenfalls auf der Hand: Er erhält sein Paket direkt am gewünschten Ort und muss der Sendung nicht bis in die nächste Post­filiale hinterherlaufen. In der Praxis bedeutet das für die Post ein ­Umdenken.

Neue Ideen für die Zustellung müssen her: In geographisch schwierig erreichbaren Gegenden beispielsweise per Drohne oder an Knotenpunkten wie Bahnhöfen über dort aufgestellte Packstationen. (Foto: DHL)

17 Kilometer entfernt vom Innovation Center wird an einer Lösung getüftelt. In der Nähe des Post-Towers in Bonn-Gronau liegt das Büro von Clemens Beckmann, Geschäftsbereichsleiter Innovationen für die Division „Post – E-Commerce – Parcel“ (PeP). Mit seinem Team versucht er, den optimalen Tourenplan der Zukunft zu berechnen. Wobei eigentlich kaum mehr die Rede von einem Plan sein kann. Denn auf der digitalisierten letzten Meile fährt der Zusteller zwar mit einem ersten Ziel vor Augen los, muss aber ständig mit einer spontanen Änderung rechnen. „Wenn der Empfänger in Zukunft jederzeit in den Zustellprozess eingreifen kann, muss die Tourenplanung fast in Echtzeit aktualisiert werden“, sagt Beckmann. Bereits am Vortag ausgerechnete Routen- pläne haben ausgedient – erst recht, wenn sich Kunden dafür entscheiden können, dass sie ein Paket noch am selben Tag erhalten wollen. Dann lädt der Zusteller nicht mehr nur einfach ab, sondern sammelt auf dem Weg auch noch gleichzeitig ein paar Kisten ein.

So startet eine Fahrt mit unendlich vielen unbekannten Wendungen. „Mit Same-Day-Delivery und der Zustellung im Wunschzeitraum müssen wir unser Wissen deutlich erweitern, da extrem viele neue Planungsparameter hinzukommen“, sagt Beckmann. In den Postalltag übersetzt heißt das: Der Fahrer weiß morgens nicht, wo er während des Tages überall hinfahren wird. „Wir entwickeln dazu neue Algorithmen.“ Um die mathematischen Probleme zu lösen, holt sich das Team Hilfe beim ­Bonner ­Forschungsinstitut für Diskrete Mathematik, das unter anderem für Chip-Design bekannt ist und sich mit Kombinatorischer Optimierung beschäftigt – einem Teilgebiet der Wahrscheinlichkeitsrechnung.

Man könnte von einem Zufallsexperiment sprechen: Trotz all der unbeeinflussbaren Faktoren will der Konzern vorhersagen können, wann ein Paket ankommt. DHL verschickt inzwischen standardmäßig eine Vorwarnung per Mail, wenn sich die Sendung im Anflug befindet. Bei dieser sogenannten Paketavise sieht der Leiter des Privatkundengeschäfts Luft nach oben: „Wir wollen künftig noch besser verstehen, wie verschiedene Faktoren, zum Beispiel das Verkehrsaufkommen oder auch das Wetter, unsere Fahrten beeinflussen“, sagt Hitschfeld. „Ziel ist, den Zeitpunkt der Zustellung noch genauer vorhersagen zu können.“ Briefe lassen sich auf ihrem Weg bislang noch nicht so genau verfolgen – ein Thema, das PeP-Innovationschef Beckmann künftig angehen will.

[pullquote]Die Post muss die letzte Meile bewältigen, denn die Digitalisierung eröffnet eine Welt der Sonderwünsche.[/pullquote]

Doch selbst wenn die Wege absolut flexibel und optimal berechnet sind, ist die Digitalisierung der letzten Meile noch nicht perfekt. Vor Ort tauchen für Zusteller weitere Fragen auf: Wo ist der nächste Parkplatz? Wo befindet sich der Eingang zum Hinterhaus? Und welcher Weg ist der kürzeste dorthin? Bislang ist dieses Wissen in den Köpfen einzelner Mitarbeiter gespeichert – was Probleme verursacht, wenn sich das Personal ändert. Deshalb sei ein Ziel, Daten im Konzern besser verfügbar zu machen, so Beckmann.

Über sogenannte „Heatmaps“ lasse sich zum Beispiel erkennen, wo Fahrzeuge häufig parkten – eine Information, die schließlich an andere Zusteller weitergegeben werden könne. Derzeit testet die Innovationsabteilung, wie sich Daten als ­Augmented Reality ausspielen lassen. Statt einfacher Adresse könnten per Brille oder Smartphone auch Zusatzinformationen wie der genaue Weg zur Haustür angezeigt werden. Es ist auch denkbar, dass der Zusteller darüber informiert wird, dass das Kleinkind in einem Haushalt von 12 Uhr bis 15 Uhr schläft, und er statt Klingel den Ersatzschlüssel unter der Fußmatte verwenden soll. Genauere Angaben zum Erfolg der Tests mit Augmented Reality will der Konzern derzeit aber noch nicht machen. Immerhin zu einem Thema gibt die Post ein klares Statement ab: Anders als die Konkurrenten DPD und Hermes hegt sie aktuell keine ­Pläne, eine Gebühr für die Haustürzustellung einzuführen. Die soll vorerst kostenlos bleiben.

Aber den Weg zur Haustür meistern zu wollen, das ist noch das alte Denken. Dass die letzte Meile auch ganz anders aussehen könnte, zeigt sich in Troisdorf. Dort demonstriert DHL in einer Halle zwischen Büro- und Seminargebäuden die Schmuckstücke der hausinternen Entwicklungsarbeit. Auf dem überdimensionalen Bildschirm im Innovation Center schwirrt eine Drohne über die verschneite Bergkulisse. Der sogenannte „Paketkopter“ ­landet auf einer umgebauten Packstation, die sich nach oben öffnen lässt. Eine Szene aus dem bayerischen Ort Reit im Winkl. Fast zwei Jahre ist die Aufnahme alt, aber auch heute noch wird sie Gästen bei Führungen prominent präsentiert. Es soll der Eindruck entstehen: Hier wird an Innovationen getüftelt. Abgesehen von Klassikern wie den Packstationen und Paketkästen, die als eine Art übergroßer Briefkasten an Hauseingängen stehen, werden auch Neuheiten wie die Zustellung im Kofferraum präsentiert – ein Vorzeigeprojekt der Deutschen Post.

Seit 2015 arbeitet der Konzern daran, Autos zur mobilen Paketablage zu entwickeln – zunächst als Pilotprojekt im Raum München mit Amazon Prime und Audi. Inzwischen sind auch Smart und Volkswagen mit an Bord für Praxistests in Berlin, Stuttgart, Köln und Bonn. Das Prinzip ist einfach: Der Zusteller erhält die GPS-Koordinaten des Fahrzeugs, fährt in die Nähe und kann es mit einem Transponder anpingen. Am Auto gibt er die im Onlineshop generierte TAN-Nummer ein – und zur Sicherheit auch das Kennzeichen. Dann öffnet sich der Kofferraum und das Paket wird hinterlegt. In Zukunft soll die Freigabe ohne Code laufen, einfach, indem die Backends der Systeme direkt miteinander kommunizieren.

Für die Kofferraumlösung will das Unternehmen speziell ­junge Leute in deutschen Großstädten begeistern. Das nötige Vokabular haben sich seine Vertreter schon bei der hippen Konkurrenz abgeschaut: Mit „Unattended Delivery“ will DHL die „Customer Convenience“ erhöhen. Im Klartext: Man muss nicht immer zu Hause auf das warten, was man will. „Die Kofferraumzustellung wird es voraussichtlich innerhalb der kommenden zwei Jahre in die breite Anwendung schaffen, weil ­immer mehr Autos – vor ­allem Neuwagen – mit Connected-Car-­Anwendungen ausgestattet werden“, sagt Privatkunden-Manager Hitschfeld. Auf der digitalisierten letzten Meile sind dann bald nicht mehr nur die Versandhändler, deren Logistiker und die Paketempfänger online, sondern eben auch Autos, Briefkästen und Packstationen.

Ein Bot für den Briefträger

Während die Post mit Paketen ordentlich Geld verdient, schwächelt allerdings ihr Kerngeschäft: die Zustellung von Briefen. In Deutschland werden jedes Jahr weniger Briefe verschickt, so schrumpft der Markt mit zwei bis drei Prozent pro Jahr. Der E-Postbrief sollte wieder für Aufwind sorgen, erwies sich aber zumindest bei Privatkunden als großer Flop und Millionengrab – auch wenn das Unternehmen offiziell noch immer an das Konzept glaubt. Es gibt aber noch andere Wege, mit denen die Post das traditionelle Briefgeschäft digitalisieren will.

Das jüngste Vorzeigeprojekt aus der Welt der Briefe rollt von Zeit zu Zeit durch das hessische Bad Hersfeld. Dort heftet sich der sogenannte „Postbot“, ein Roboter in Kastenform, an die Versen der Zusteller und folgt ihnen auf ihrer Tour entlang der Briefkästen der Stadt. Der Bot soll die Briefträger körperlich entlasten. In Zukunft könnte er aber noch höhere Dienste erfüllen. Der Bot könnte beispielsweise selbstständig Nachschub an Briefen holen, sobald er leer ist. So würden sich die menschlichen Kollegen ein paar Wege sparen. Noch sind aber einige rechtliche Fragen zu klären – vorerst darf der kleine Roboter deshalb nur teilautonom durch die Stadt fahren. Er muss also im Sichtfeld eines Zustellers bleiben. Der flächendeckende Einsatz dürfte daher noch in weiter Ferne liegen.

Dass die Deutsche Post auf so viele unterschiedliche Methoden setzt, hängt mit ihrer jetzigen Situation zusammen. „Der Konzern profitiert natürlich von enormen Netzwerkvorteilen sowie seiner Rolle als Marktführer“, sagt Christian Cohrs. Er verfolgt die Geschäftsentwicklung der Post für die Hamburger Privatbank M.M. Warburg seit Jahren. Das Unternehmen könne es sich durch diese Position gut leisten, viele Testballons in der Luft zu halten. Trotzdem sieht er die Innovationspläne nicht als reinen Aktionismus, sondern lobt die Strategie des Konzerns: Die Post habe schon einige richtige Entscheidungen getroffen. „Mit Innovationen wie Packstation oder Postbot hat die Deutsche Post DHL sehr früh die richtigen Schritte gemacht“, so Cohrs.

[pullquote]„Mit Innovationen wie Packstation oder Postbot hat die Deutsche Post DHL sehr früh die richtigen Schritte gemacht.“[/pullquote]

Bei allem Lob für den Innovationsgeist – die Post muss sich auch digitalisieren, schließlich sitzt ihr ein großer Konkurrent im Nacken. „Seit Jahren hält sich in der Branche das Gerücht, dass Amazon auch die komplette Distributionslogistik in Eigenregie übernehmen will“, sagt Logistikprofessor Stölzle. „Das steigert den Druck auf die etablierten Logistikdienstleister.“

Eine eigene Flugzeugflotte hat sich der Internetgigant von Jeff Bezos bereits zugelegt. Die geleasten Frachtmaschinen der ­„Prime Air“ steuern künftig den US-Flughafen Cincinnati im Norden Kentuckys als Drehkreuz an. Auch Paketkästen und Lieferung per Drohne treibt der Onlinehändler voran. Außerdem will Amazon einen Eigenentwurf der Packstation in Deutschland ­etablieren: Die sogenannten Locker sind bereits an vielen Standorten im Einsatz, darunter Berlin und München. Mit The Hub bastelt Amazon in den USA auch an einer Art Paketstation für zu Hause.

Doch wie ausgefeilt sind die Pläne aus Seattle wirklich? Analyst Cohrs vermutet, dass Amazon zumindest für den Augenblick keine große Gefahr für DHL darstellt – auch weil der Konzern zunächst schwächere Logistikanbieter abstoßen würde. Dauerhaft könnten die Seattler jedoch zum Problem werden. Es wäre beispielsweise denkbar, dass sie auch Logistikleistungen für andere Unternehmen anbieten. Dann wären sie nicht mehr nur ein Kunde weniger für die Deutsche Post, sondern auch ein direkter Konkurrent.

Konzernchef Frank Appel hat es einmal so formuliert: ­Amazon sei ein herausfordernder Kunde und wecke den „sportlichen Ehrgeiz“. Bleibt die Frage, wie lange reiner Ehrgeiz noch ausreicht und ob sich der Konzern nicht irgendwann dem Konkurrenten aus Seattle geschlagen geben muss.

30 Apr 15:30

Der Krieg nach dem Kampf

by Udo Vetter

Als Anwalt sollte man sich eigentlich freuen, wenn der Mandant freigesprochen wird. Oder wenn das Gericht das Verfahren einstellt, wobei die Staatskasse die gesamten Kosten trägt. Auf der anderen Seite beginnt danach oft genug etwas, was ich einen Krieg nach dem Kampf nennen möchte. Es geht um die beharrliche Neigung vieler sogenannter Bezirksrevisoren, das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz extrem kleinlich auszulegen.

Dabei setzen die zuständigen Damen und Herren natürlich auch auf den Effekt, dass sie als Beamte alimentiert werden, wogegen der Anwalt den Streit um gestrichene oder reduzierte Kostenpauschalen, Fahrtkosten, die richtige Höhe der Verfahrensgebühren etc. erst mal mit Arbeitszeit unterfüttern muss, die er ansonsten womöglich besser bezahlt bekäme.

Ich habe vor langer Zeit beschlossen, zumindest echten Kriegserklärungen ( = wirklich hanebüchene Auslegungen des Vergütungsgesetzes) nicht deshalb aus dem Weg zu gehen, weil es vielleicht „nur“ um 94,30 Euro geht. Oder auch mal nur um 12 Euro. Wobei wir beim aktuellen Fall wären.

Thema war die sogenannte Aktenversendungspauschale. Diesen Betrag muss der Verteidiger an die Staatskasse zahlen, wenn er sich die Ermittlungsakte für die Akteneinsicht zusenden lassen will. Es gibt hunderte Gerichtsentscheidungen zu Einzelfragen. An sich dachte ich, dass da nichts mehr kommen kann (außer, dass sich ein Kostenbeamter schlicht nicht an die Präzedenzurteile hält). Aber vor kurzem wurde ich eines Besseren belehrt.

Der Bezirksrevisor beim Amtsgericht Köln wollte mir die 12 Euro nicht gönnen. Mit folgender Argumentation:

Unzweifelhaft ist eine Akteneinsicht des Verteidigers notwendig. Für die Einsicht vor Ort werden von dem Anwalt keine Kosten erhoben. (Die Aktenversendungspauschele) entsteht nicht, wenn die Akten innerhalb desselben Gerichts in ein Fach zur Abholung durch den Anwalt gelegt werden. … Ein örtlicher Verteidiger erhält weder bei einer Akteneinsicht vor Ort noch bei einer Abholung der Akten Ersatz seiner Reisekosten. Dienst die mit Kosten verbundene Übersendung der Arbeitserleichterung des Anwalts, sind solche Kosten keine zur Erfüllung des Mandantenauftrags Erforderlichen, also keine Aufwendungen.

Übersetzt heißt das: Weil in Köln eine (sicher überschaubare) Zahl von Anwälten sich die Post in ein Fach einlegen lässt und dies für sie kostenlos ist, müssen andere Anwälte – egal aus welchem Ort – sich halt auch ein solches Postfach besorgen. Oder eben die Aktenübersendung aus eigener Tasche bezahlen.

Das Amtsgericht Köln folgt dieser Argumentation allerdings nicht:

Nach hiesiger Auffassung wäre es auch einem in Köln und somit am Prozessgericht ansässigen Rechtsanwalt nicht zumutbar, für jede Akteneinsicht die Akte am Prozessgericht abzuholen oder sie dort einzusehen. (Somit kann dies einem außerhalb des Prozessgerichts ansässigen Rechtsanwalt erst recht nicht zugemutet werden.)

Ich will jetzt nicht lamentieren, wie viel Zeit, Personal- und Materialkosten sowie Porto mich dieser Streit um 12 Euro gekostet hat. Es ist mir vielmehr eine Freude, dass der betreffende Kostenbeamte sich jetzt nach einer noch abenteuerlichen Begründung umsehen muss. Dafür zahle ich gerne drauf (Aktenzeichen 540 Ds 161/15).

30 Apr 15:30

Darf ein Anwalt eine Strafe für seinen Mandanten fordern?

by Udo Vetter

Mein Berliner Kollege Carsten R. Hoenig schaut in seinem Blog auf den NSU-Prozess in München. Konkret geht es den „Antrag“, welchen die Wahlverteidiger von Beate Zschäpe ans Schluss ihrer Plädoyers gestellt haben. Zehn Jahre Freiheitsstrafe halten die Anwälte bei ihrer eigenen Mandantin für angemessen, eine Verurteilung wegen Mordes ( = lebenslänglich) aber nicht.

Darf ein Anwalt eine Freiheitsstrafe für seinen Mandanten „fordern“? Das eher nicht, aber im Sinne eines dringenden Wunsches haben es Zschäpes Verteidiger sicher auch nicht formuliert. Anders als Carsten meine ich aber schon, dass auch ein Verteidiger sich zu einem Strafmaß äußern kann und sogar soll – zumindest wenn eine Verurteilung aus sachlichen Gründen zu erwarten ist.

Vornehme Zurückhaltung in dem Bestreben, dem Mandanten nicht zu schaden, zahlt sich nach meiner Erfahrung nämlich am Ende gar nicht positiv aus. Die Situation ist ähnlich, wie wenn man als Verteidiger mit der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht vor oder während der Verhandlung (informell) über einen Deal spricht. Auch hier ist es fast immer sinnvoll, wenn der Anwalt als erster eine konkrete, im Idealfalls natürlich nicht ganz zu absurde Vorstellung äußert.

Das ergibt sich aus dem sogenannten Ankereffekt. Wer als erster eine konkrete Zahl oder einen akzeptablen Rahmen nennt, beeinflusst sein Gegenüber damit regelmäßig in seine Richtung. Er manipuliert die Verhandlungsgrundlage sogar dann, wenn die Gegenseite widerspricht. So ganz kann sich nämlich auf der unterbewussten Ebene niemand dem Sog entziehen, den ein solches Commitment mit sich bringt. Das gilt gerade auch gegenüber ehrenamtlichen Richtern, die ja zu 99 % ihrer Lebenszeit nicht über das richtige Strafmaß für einen Angeklagten grübeln.

Der Ankertrick funktioniert natürlich nicht nur im juristischen Bereich, sondern in so gut wie allen Lebenssituationen. Man muss halt möglicherweise etwas über den eigenen Schatten springen, wenn man eher zurückhaltend ist. Wobei das jetzt nicht auf den Kollegen Hoenig gemünzt ist, denn den kenne ich alles andere als schüchtern.

30 Apr 15:30

Unbekannter versprüht Pfefferspray in der S3 - mehrere Verletzte

Am Samstag, den 28. April, sprühte ein bisher Unbekannter in einer S-Bahn mit einem Tierabwehrspray. Mehrere Personen erlitten vorübergehende Reizungen, ein Mann musste sogar im Krankenhaus behandelt werden.
30 Apr 15:29

Microsoft 365 adds phishing, ransomware protections for small businesses

by Dan Thorp-Lancaster

Small businesses are getting access to a new set of security features with Microsoft 365.

Microsoft is looking to give small and medium-sized businesses some added protection against ransomware and fishing attacks with some new security features headed to Microsoft 365 Business.

30 Apr 15:29

Windows Marketing-Chef: Die Zeiten von Apple vs. Microsoft sind vorbei

by Albert Jelica

Stylus Vergleich

Vor einigen Jahren führten Technik-Fans auf der ganzen Welt einen „Stellvertreterkrieg“ zwischen Microsoft und Apple aus. In Foren, Kommentarspalten und sogar im Privatleben wurden oftmals heftige Diskussionen geführt um die Vorzüge der einen Plattform gegenüber der anderen.

Diesen Kleinkrieg haben die beiden Unternehmen allerdings meist selbst befeuert: Apple warb vor einigen Jahren mit dem „PC-Guy“ als Negativbeispiel für den Windows-Computer, während Jahre später mit der Surface-Reihe die Retourkutsche von Microsoft folgte.

Microsofts Marketing-Chef Chris Capossella erklärte kürzlich in einem Interview, dass diese Zeiten nun vorbei seien. Der ewige Kampf Apple vs. Microsoft sei vorbei. Marketing-technisch sei laut dem langjährigen Microsoft-Mitarbeiter heutzutage wichtiger, den Einsatzzweck hervorzuheben als das Produkt selbst. Die Mission von Microsoft sei, Menschen und Organisationen produktiver zu machen und das führe das Unternehmen im Marketing weg von individuellen Produkt-Werbungen, sondern hin zum Sinn und Zweck dieses Unternehmens.

„Fokus auf unsere Fans“

Chris Capossella lässt in dem Interview zudem einen besonders interessanten Satz verlauten: „Es ist weit besser für uns, uns auf unsere Fans zu konzentrieren.“ Sie sind es nämlich, die über die Produkte reden, neue Menschen anwerben und dem Unternehmen ehrliches Feedback geben, wie es die eigenen Produkte verbessern kann.

Interessanterweise spricht er hier ausgerechnet jene Fan-Gemeinde an, die Microsoft in den letzten Jahren durch die Einstellung von Windows Phone 8.1 besonders enttäuscht hat. Dieser Fokus auf Fans ist offensichtlich eine ganz neue Marketing-Aktion bei Microsoft.

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25 Apr 13:51

Instagram: So könnt ihr eure persönlichen Daten herunterladen

Auch Instagram bietet seinen Nutzern nun die Möglichkeit, ihre persönlichen Daten zu exportieren. Damit wird Instagram den Bestimmungen der DSGVO, die am 25. Mai in Kraft tritt, gerecht.

Mitte April hatte Instagram angekündigt, ein Tool zum Datenexport anbieten. Nun ist die Funktion – zumindest in der Web-Version – für alle Nutzer verfügbar. Der Download enthält:

  • Profilinformationen
  • Fotos, Videos und archivierte Stories
  • Post- und Story-Untertitel
  • hochgeladene Kontakte
  • Benutzernamen von Followern und Usern, denen man folgt
  • Direktnachrichten
  • Kommentare und Likes
  • Suchen und Einstellungen

Die Option ist in der Web-Version in den Profileinstellungen „Privatsphäre und Sicherheit“ unter dem Punkt „Datendownload“ zu finden. Der Datenexport über die Android- oder iOS-App wird in der nächsten Zeit nach und nach ausgerollt. Das Bearbeiten der Anfrage und Bereitstellen der Daten zum Download kann bis zu 48 Stunden dauern, so Instagram.

Daten-Download ist im Sinne der DSGVO

Die neue Funktion zum Datenexport ist für Instagram notwendig, um den Bestimmungen der DSGVO gerecht zu werden, die am 25. Mai in Kraft treten. Darin heißt es in Artikel 20, dass User die Möglichkeit haben müssen „die sie betreffenden personenbezogenen Daten, die sie einem Verantwortlichen bereitgestellt hat, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten“.

Doch auch unabhängig von der DSGVO tut Instagram gut daran, seinen Nutzern den Zugang zu ihren Daten zu erleichtern. Als größtes Bilder-Netzwerk mit über 800 Millionen Usern wurde Instagram bereits häufiger dahingehend kritisiert, dass es die Daten seiner Nutzer vor ihnen verschließt. Die Option des Datenexports vermittelt nicht nur ein Gefühl der Transparenz, sondern könnte auch den Wechsel auf eine andere Plattform erleichtern.

25 Apr 11:27

Telefónica Deutschland bekommt Roaming-Aus zu spüren

Telefonica DeutschlandDie Quartalszahlen sind da und eigentlich sieht es für Telefónica Deutschland nicht schlecht aus. Wäre jedoch das Roaming-Aus nicht gekommen, sähe es noch besser aus.
25 Apr 11:27

Neuer Steuerschock für Wedel

4,1 Millionen Euro Mindereinnahmen von Gewerbebetrieben erwartet. Prognose: 1,9 Millionen Euro Jahresdefizit.
25 Apr 11:25

How to build a Raspberry Pi-powered NAS

by Rich Edmonds

Forget spending hundreds on a pre-assembled NAS solution. Do it yourself with Raspberry Pi!

There are some awesome Network Attached Storage (NAS) solutions out there that can be bought, setup and accessed within an hour. The downside to these devices is the cost, which can be upwards of $1,000 depending on what you need from connected storage. Luckily, if you haven't quite got enough cash to spare, or wish to build one yourself, it's easy to do with a Raspberry Pi.

We're big fans of the Raspberry Pi. They're excellent pieces of kit that offer everyone the opportunity to purchase a ready-to-go micro PC that can do almost anything — within reason. One such use of the newest Raspberry Pi 3 (which can be purchased for around $40) is to run a home or office-based NAS.