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10 Oct 21:21

Interview zu BMW Connected: Autos und Smartphones

Zum Auftakt des Pariser Autosalons hatten wir die Möglichkeit, mit Dieter May über BMWs Vision zum Thema Vernetzung und digitaler Dienste im Fahrzeug zu sprechen. Herr May ist als Senior Vice President Digital Services and Business Models für Software-Lösungen und digitale Dienste sowie die dazugehörigen Geschäftsmodelle verantwortlich.

TechStage: Herr May, die Auto-Industrie steht an einem Scheidepunkt. Manche Auto-Hersteller verbauen zunehmend mehr Technik im Fahrzeug und versuchen, ihre Kunden mit eigenen Diensten versorgen; andere reduzieren die eigene Technik und setzen auf die bereits vorhandenen Endgeräte der Fahrzeug-Käufer – Stichwort Apple Car Play und Android Auto. Wie verhält sich BMW?

Dieter May: Ist das so? Natürlich gibt es gerade im Bereich der günstigeren Fahrzeuge einen Trend zur Integration der Smartphone-Technik. Einem Käufer eines 10.000-Euro-Autos können Sie kein Infotainment-System für mehrere tausend Euro als Zusatz-Ausstattung verkaufen. Aber mit einem per USB an einem „Bildschirm“ angeschlossenen Smartphone werden Sie kein automatisiertes Fahren ermöglichen können. Dafür ist mehr Technik, Integration und vor allem Sensorik im Fahrzeug nötig.

TS: Trotzdem ist doch die Integration des Smartphones ins Auto eine essentielle Funktion, oder?

May: Wir fahren bei BMW einen anderen Ansatz. Unserer Meinung nach sollte das Fahrzeug in die digitale Welt des Fahrers integriert werden und nicht umgekehrt. Das Auto ist ja nicht das einzige digitale Device des Kunden: So problemlos, wie beispielsweise iPhone, Apple Watch, iPad und MacBook miteinander kommunizieren und Daten wie selbstverständlich über die Cloud abgleichen, sollte auch das Auto ein zusätzliches digitales Device sein – vollkommen integriert, permanent abgeglichen und immer Up-to-Date. Natürlich gilt das auch für die anderen Ökosysteme wie Android oder Microsoft.

TS: Wie könnte das aussehen?

May: Das bieten wir schon jetzt mit BMW Connected an. Wenn wir über eine App auf dem Smartphone des Kunden beispielsweise Zugriff auf seinen Kalender haben, wissen wir, wann er wo sein muss. Wir können den Weg mit Echtzeit-Verkehrsdaten permanent abgleichen und den Fahrer beispielsweise über eine Erinnerung auf seiner Smartwatch oder seinem Smartphone darüber informieren, dass er besser ein paar Minuten früher losfahren sollte.

TS: So etwas können die Cloud-Dienste von Apple und Google auch.

May: Ja, aber wir gehen noch einen Schritt weiter. Wir wissen beispielsweise, wenn die Verkehrssituation problematisch wird – etwa bei winterlichem Wetter und vollen Straßen. Wenn wir den Kunden erst beim Start der Navigation darüber informieren, ist es doch ein bisschen spät, oder? Schon jetzt bekommt der BMW Connected Kunde bevor er im Fahrzeug sitzt eine Nachricht auf sein Smartphone, wann er losfahren muss, um rechtzeitig am Ziel zu sein. In Zukunft könnte man bei Bedarf beispielsweise den Wecker auf dem Smartphone eine halbe Stunde nach vorne stellen, um eine pünktliche und sichere Ankunft am Flughafen zu gewährleisten und vor der Fahrt das Fahrzeug vorkonditionieren, um ein personalisiertes Erlebnis anzubieten. Wir wollen für nahtlose Mobilitätserlebnisse stehen.

TS: Dafür sind aber viele Daten nötig.

May: Natürlich benötigen wir für die vollen Funktionen Zugriffe auf bestimmte Daten – eben etwa den Kalender, damit wir wissen, wer wann wo sein muss. Das Nutzerprofil des Fahrers liegt in der BMW Open Mobility Cloud und wächst mit der Nutzung des Fahrzeugs. Wenn wir beispielsweise sehen, dass jemand jeden Tag um 6:30 Uhr ins Büro fährt, könnten wir den Fahrer bei leerem Tank schon vorab informieren, dass er heute besser einen Tankstopp einplant und sich etwas früher auf den Weg macht. Und wenn morgens gelegentlich noch zwei Plätze auf der Rücksitzbank belegt sind, hat er vermutlich seine Kinder im Auto. Statt Heavy Metal könnte dann beim Losfahren sofort ein Hörspiel starten und das Navi wird so eingestellt, dass die Route ins Büro einen Zwischenstopp beim Kindergarten einplant.

TS: Haben Sie noch ein anderes Beispiel?

May: Wenn der Fahrer vor dem verlängerten Wochenende eine Route zum Gardasee berechnen lässt, liegt es nahe, dass er sich auf den Weg in den Urlaub macht. Wir könnten ihm, je nach Uhrzeit, dann gute Restaurants auf dem Weg vorschlagen. Und in Zukunft vielleicht auch anbieten: Hey, die Tour sieht nach Spaß aus. Dürfen wir Dir für die kommenden Tage zehn PS extra anbieten?

TS: Zehn PS extra? Also eine Art Feature-Store im Auto?

May: Es ist durchaus denkbar, dass wir die Hardware bestimmter Funktionen in Zukunft standardmäßig in manchen Autos verbauen – auch, wenn der Kunde ein Ausstattungsmerkmal eigentlich nicht bestellt hat. Wir könnten ihm dann beispielsweise bei schlechtem Wetter anbieten, dass er die Sitzheizung ein paar Stunden kostenlos ausprobieren kann. Und wenn ihm die Funktion zusagt, kann er sie abonnieren. Schon heute bieten wir dem Kunden über den ConnectedDrive Store die Möglichkeit, bestimmte Dienste nachträglich freizuschalten.

TS: Der BMW der Zukunft ist also immer ein vollausgestattetes Fahrzeug mit Top-Motorisierung, bei dem sich Funktionen und Leistung nachträglich gegen Gebühr freischalten lassen?

May: Das ist der extreme Fall. Ich denke nicht, dass es in absehbarer Zeit so weit kommt. Bei bestimmten Austtattungsmerkmalen können wir uns das aber gut vorstellen.

TS: Das ist ja auch eine völlig neue Einnahmequelle für einen Auto-Hersteller, der bislang ein Fahrzeug verkauft und dann, abgesehen von der Wartung, mit dem Produkt kaum noch etwas zu tun hat.

May: Wissen Sie, der typische Auto-Käufer hat nun mal ein vorgegebenes Budget. Letztlich konkurrieren verschiedene Ausstattungsmerkmale miteinander. Wenn ich maximal 30.000 Euro für mein neues Auto ausgeben kann oder möchte, muss ich mich entscheiden: Will ich eine Verkehrsschilderkennung, die Sitzheizung oder dickere Felgen? Aber ein, zwei Jahre später hat der Kunde vielleicht neue Wünsche an sein Fahrzeug – und kann sich dann ein Ausstattungsmerkmal oder eine Funktion hinzubuchen, an der er Freude hat. Letztlich wächst das Auto so über seinen Lebenszeitraum auch mit, es bleibt immer aktuell.

TS: Aktuell ist ein gutes Stichwort. Der Produktlebenszyklus eines Fahrzeugs ist im Vergleich zur IT- und Entertainment-Welt immer noch extrem lang. Wenn ich mir einen drei Jahre alten Gebrauchten kaufe, habe ich da unter Umständen „alten Kram“ verbaut – das Auto wird aber wohl noch weitere zehn Jahre auf den Straßen unterwegs sein. Wie sieht es mit Updates aus?

May: Schon jetzt haben wir es mit BMW Connected geschafft, die Geschwindigkeit der Update-Zyklen drastisch zu erhöhen. Wir können alle sechs Wochen neue Software einspielen und komplett neue Funktionen hinzufügen oder neue Dienste unterstützen. Wir haben beispielsweise eine Partnerschaft mit Amazon, um deren Sprachassistenten Echo zu integrieren.

TS: Software ist das Eine, aber wie sieht es mit der Hardware aus?

May: Wir arbeiten an Hardware-Lösungen. Aktuell können wir die neuen BMW Connected Dienste in vielen Fahrzeugen anbieten, die ab Werk mit Connected Drive ausgeliefert wurde – auch, wenn das Auto vielleicht schon einige Jahre alt ist.

TS: Thema Apps im Auto: Was ist bei BMW Stand der Dinge?

May: Wir bieten Software-Schnittstellen und ein SDK, damit sich Apps nahtlos im Auto integrieren lassen – etwa Spotify oder Glympse. Entsprechend durch den Entwickler angepasste Apps lassen sich dann über das Infotainment-System des Fahrzeugs bedienen und benutzen, ohne, dass man das Smartphone in die Hand nehmen muss.

TS: Werden Apple Car Play und Android Auto Einzug in BMWs erhalten?

May: Im Rahmen des Angebots von BMW ConnectedDrive erwarten die Kunden in der heutigen Zeit eine nahtlose Integration des Smartphone in das Fahrzeug. Dem kommen wir, neben unserer eigenen Lösung durch BMW Connected, auch mit der Integration von Apple CarPlay nach.

TS: Letztes, aber sehr wichtiges Thema: Datenschutz.

May: Selbstverständlich wissen wir, dass die Daten unserer Kunden ein hohes Gut sind. Wir verarbeiten und nutzen nur, was uns der Kunde explizit erlaubt. Um bestimmte Funktionen anbieten zu können, benötigen wir Zugriff auf den Kalender oder sammeln Daten zur Fahrzeugnutzung. Es ist aber jederzeit möglich, diese Datensammlung zu unterbrechen oder auch alle Daten, die wir zu einem Nutzer gesammelt haben, vollständig zu löschen.

TS: Vielen Dank für das Interview.

Kompletter Beitrag
10 Oct 12:31

Lidl: Ein Traum in Billig

by ZEIT ONLINE: Unternehmen - Peer Schader
Hochglanzläden, Kaffeeautomaten, glutenfreie Pizza: Lidl erfindet sich neu und streift alte Discounterklischees ab. So will die Kette den Hauptrivalen Aldi überholen.
10 Oct 12:31

Nicht mal Vectoring: Telekom darf in Fördergebiet nicht über 50 MBit/s bieten

Eine Förderrichtlinie verbietet es der Deutschen Telekom, eine höhere Datenrate anzubieten. Die Technik ist auf das Vectoring vorbereitet, doch darf für sieben Jahre nicht genutzt werden. (Vectoring, DSL)
10 Oct 12:31

Google Noto Fonts

10 Oct 12:30

What’s brewing in Visual Studio Team Services: October 2016 Digest

by Buck Hodges

This post series provides the latest updates and news for Visual Studio Team Services and is a great way for Azure users to keep up-to-date with new features being released every three weeks. Visual Studio Team Services offers the best DevOps tooling to create an efficient continuous integration and release pipeline to Azure. With the rapidly expanding list of features in Team Services, teams can start to leverage it more efficiently for all areas of their Azure workflow, for apps written in any language and deployed to any OS.

Git best practice with Team Services: Branch Policies

How can you ensure you are finding bugs before they’re introduced into your codebase while still ensuring you have the right people reviewing? Branch policies can go a long way to enhancing your Pull Requests workflow.

Configure branch policies from the branches page.

Becoming more productive with Git: Tower and Team Services

Working with Git in Visual Studio Team Services and Team Foundation Server just became even easier: the popular Git desktop client Tower now comes with dedicated integrations for these services.

Team Services Git repositories in Tower

One-click Import of Git repositories into Team Services

Teams can now import a Git repository from GitHub, BitBucket, GitLab, or other locations. You can import into either a new or an existing empty repository.

import private repo

Enable continuous deployment to App Stores with Team Services

Whether you build apps for the iOS, Android or Windows, Team Services has app store extensions that make it easy to publish your app and set up continuous deployment

New features released in September 2016

Two rounds of Team Services updates in September empower your team to get stuff done faster so you can enjoy those pumpkin spice lattes and the crisp autumn air. Custom work item types, more static analysis options in builds and a new feedback option in the Exploratory Testing extension are just a few among many new delightful updates.

 Deployment widget

Build and Release pricing update

Release Management is coming out of trial mode in Team Foundation Server “15”. Learn more to see how teams get billed for releases in Team Services and TFS post TFS “15” release.

New build queue tab

A redesign of the Queued builds experience in the Build hub brings richer details of your queued/running builds in a more intuitive way.

Redesigned Queued Builds page

Changes to the way you log into Team Services

The new screens simplify login for users in organizations that use Azure Active Directory, bringing the experience more in line with the way you login to Azure, Office 365, etc.

New Azure SignIn Flow

10 Oct 12:30

‘Security Fatigue’ Can Cause Computer Users to Feel Hopeless and Act Recklessly

10 Oct 12:29

WhartonBrooks Part III: Can Cerulean be the next Lumia?

by Jason Ward

Microsoft is ending its Lumia line of smartphones and WhartonBrooks is planning to pick up where they leave off.

In our exclusive interview with Greg Murphy, the CEO of WhartonBrooks hinted at the pricing and investor challenges his young Windows Phone startup faces and their ambitions within the Windows 10 Mobile market. He wants his Cerulean phones to succeed the now-cancelled Lumia line — but is WhartonBrooks up to the challenge?

10 Oct 12:29

How to convert desktop apps to Universal Windows Platform apps with Desktop Bridge

by Mauro Huculak

If you're looking to bring your traditional app to the Universal Windows Platform, this guide walks you through the steps to use the DesktopAppConverter to convert your app.

On Windows 10, Microsoft is not only adding new features and making the operating system more secure, but it's also investing on making the Windows Store the single place for users to acquire apps.

The caveat with the Windows Store is that it doesn't include support for distribution of traditional desktop applications -- you're only able to download Universal Windows Platform (UWP) apps. However, Microsoft is making some changes, and now thanks to Desktop Bridge, we're slowly starting to see desktop apps and tools available in the Store.

07 Oct 10:31

Tip: a few useful PowerShell scripts for Exchange and Office 365 Admins

by The Exchange Team

Recently there has been some helpful activity over on the Microsoft Script Center for Exchange and Office 365 administrators. Here are 3 scripts that we wanted to call out, as well as a bit of an overview of what they do:

  • Install Exchange 2016 Pre-requisites.ps1 – makes it easier to install Exchange 2016 prerequisites
  • O365_Installs_Connections.ps1 – makes it easier to prepare machines from which you administer Office 365
  • O365_Logon Module – an easier way to log into Office 365 services using PowerShell

Please see specific script downloads for support options and more details.

Install Exchange 2016 Pre-requisites.ps1

This script installs and adds all of the needed software, features, roles, and server settings to a Windows Server 2012 R2 Operating System in preparation for an Exchange 2016 installation. No more looking for which roles or which required software to install. Simply launch this script, select an option, and it goes out to the Internet, gets the installs, silently completes them, and adds all of the required roles and features. After a reboot, you can then install Exchange 2016.

image

O365_Installs_Connections.ps1

This script simplifies IT administrators installs for all the required additional software/modules for a proper Office 365 PowerShell connection experience. Included in this script is a text based menu with options for creating connections to the different Office 365 services. Due to the fact that some installs are .exe downloads, some are .msi installs, and some are from a .zip file, each install can be slightly different. You can find additional information on how to use this ps1 file in this blog post.

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O365_Logon Module

This is a PowerShell module, written to quickly log into any or all the Office 365 services with a simple verb-noun CMDLet format.

  • Connect-CCO – connect to the online Compliance Center
  • Connect-EXO – connect to Exchange online
  • Connect-SPO – connect to SharePoint Online
  • Connect-SfbO – connect to Skype for Business Online
  • Connect-O365 – connect to all four services with one CMDLet

With this installed onto your local client machine, with a single CMDLet, all the steps to log into Office 365 are combined for you. You just have to put in the proper credentials and PowerShell does all the work. Additional information on how to use this module is in this blog post.

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Conclusion

There you have it; a few fast, simple ways to help you get your job done a little bit easier and a little bit quicker.

And – this goes without saying – please validate that things will work in your environment!

Mike O’Neill

07 Oct 10:28

What SMART Stats Tell Us About Hard Drives

07 Oct 10:27

First farm to grow vegetables in a desert using only sun and seawater

07 Oct 10:26

Groove Music Windows 10 and Xbox One Insider update adds new voice controls and more

by John Callaham

Microsoft is rolling out a new update for the Groove Music app for Windows 10 and Xbox One for members of the Insider program. It adds a number of new features and improvements, including voice controls on the Xbox One version.

07 Oct 07:38

Flüchtling (17) droht mit "Dschihad-Aktion" am Hauptbahnhof

by Dpa Deutsche Presse-Agentur
München - Mit einer als Scherz gedachten Äußerung hat ein Jugendlicher in München für Wirbel gesorgt: Der 17-jährige Flüchtling drohte in einer Unterkunft für Jugendliche eine "Dschihad-Aktion" an.
07 Oct 07:13

WhatsApp-Update bringt OneDrive-Backups und GIF-Unterstützung

by Albert Jelica

WhatsApp Update Store

Erst kürzlich wurde die WhatsApp Beta-App, welche nun für sämtliche Windows Phone-Nutzer frei im Windows Store zugänglich ist, um OneDrive-Backups und die Unterstützung von GIF-Dateien erweitert.

Nun hat die Facebook-Tochter diese Features auch für reguläre WhatsApp-Nutzer ausgerollt und zwar mit der Version 2.16.240.0.

Ab sofort habt ihr die Möglichkeit, ein OneDrive-Backup eurer WhatsApp-Nachrichten zu erstellen. In den WhatsApp Einstellungen unter Chats und Anrufe habt ihr nun die Möglichkeit bei Backup eine OneDrive-Sicherung zu aktivieren. Ihr könnt dabei wählen, ob Backups nur dann aktiviert werden sollen, wenn ihr auf sichern tippt, oder festlegen, dass täglich, wöchentlich oder monatlich eure Daten auf eure private OneDrive hochgeladen werden. Zudem habt ihr die Option zu wählen, ob der Upload nur im WLAN oder auch bei Nutzung der mobilen Datenverbindung stattfinden soll.

Außerdem lässt euch die Aktualisierung ein Video auf 6 Sekunden trimmen und als GIF-Datei senden.

Die App ist weiterhin für Windows Phone 8.x und Windows 10 Mobile im Store erhältlich. Solltet ihr weitere Veränderungen an WhatsApp bemerken, könnt ihr uns dies gerne in den Kommentaren mitteilen.

Unter dem folgenden Link könnt ihr die reguläre WhatsApp-Version aus dem Windows Store herunterladen und das Update starten, sollte die Aktualisierung nicht bereits über Nacht eingespielt worden sein.

\Download


Danke an alle Tippgeber!

Der Beitrag WhatsApp-Update bringt OneDrive-Backups und GIF-Unterstützung erschien zuerst auf WindowsArea.de.

07 Oct 07:12

WhatsApp adds OneDrive chat backups and more to non-beta Windows Phone app

by John Callaham

The WhatsApp messaging app has updated its non-beta Windows Phone client, adding the ability to back up chats to a OneDrive account. This feature was added in the beta version of WhatsApp in September.

06 Oct 20:18

AEMO*: Windparks waren ultimative Ursache von Blackout. Das Netz widerstand den umgestürzten Masten

Bild rechts: Strommasten nahe Melrose bei Mid North in South Australia hielten dem Sturm nicht stand. Quelle: ABC News Australia

Aus dem Institute of Public Affairs, der führenden Denkfabrik Australiens:

5.Oktober 2016: Vorläufiger Bericht der AEMO zum Stromausfall in South Australia: Ursache war Wind.

Der vorläufige Bericht des australischen Netzbetreibers AEMO zum Stromausfall in South Australia zeigt auf: Der Hauptgrund für den totalen Stromausfall war eine plötzliche Reduktion der Windenergie, die ins Netz eingespeist worden war.

„Der Vorläufige Bericht stellt klar: während das Wetter Ursache für multiple Ausfälle des Strom-Übertragungssystems war, kam es zu dem Blackout erst nach dem plötzlichen Abfall von Wind-Output um 315 Megawatt an sechs verschiedenen Stellen im Verlauf von sechs Sekunden“, erklärte Forschungsdirektor Brett Hogan. „Die Regierung von South Australia und die Erneuerbaren-Industrie können nicht länger glaubwürdig geltend machen, dass die Gründe für den Ausfall ausschließlich beim Wetter zu suchen sind. Bilder umgefallener Strommasten erzählen nicht die ganze Geschichte.

Einfach gesagt, der Wind frischte auf und einige Übertragungsleitungen rissen, aber die Stromerzeugung ging weiter. Es war ausschließlich die bislang noch unerklärliche Reduktion des Outputs von Windparks bei gleichzeitiger Überlastung des Interkonnektors mit Victoria, was zum Zusammenbruch des gesamten Netzes führte“.

„Die Stromerzeugung mittels Gas wurde durch den Sturm und die Ausfälle der Übertragungsleitungen nicht unterbrochen, ebensowenig wie die Versorgung durch den Interkonnektor. Außerdem war es von Wichtigkeit, dass das auf Torrens Island stehende Gaskraftwerk herangezogen wurde, um das Stromnetz später an jenem Abend wieder in Betrieb zu nehmen.

Wenn man sich zur Stromerzeugung auf das Wetter verlässt und das Wetter schlecht wird, sollte man nicht überrascht sein, wenn das Stromsystem als Reaktion darauf damit nicht fertig wird. Während die Erneuerbaren durchaus ihren Platz in unserem zukünftigen Energiebedarf haben können, beginnt deren unkontrollierter Ausbau, befeuert durch Subventionen der öffentlichen Hand, Australien zu schädigen.

Die Begrenzung der Nachfrage legt Umschalter lahm, und Blackouts sind Symbole für gescheiterte Politik. Es ist nicht Aufgabe der Regierung, eine Energie-Technologie oder einen Provider gegenüber Anderen zu bevorzugen. Die Regierung sollte den Wettbewerb in einem offenen und freien Markt fördern, so dass sich Technologien und der private Sektor frei für die besten Energiequellen entscheiden können.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Die Erzeugung war ursprünglich durch die Schäden nicht beeinträchtigt, aber um 16.18 Uhr wurden im Zuge einer außerordentlich großen Zahl von Ausfällen innerhalb eines kurzen Zeitraumes 315 Megawatt Windenergie abgekoppelt, wovon auch das Gebiet nördlich von Adelaide betroffen war“. Quelle: AEMO Preliminary Report – Black System Event in South Australia am 28 September 2016, Seite 2.

Eine Ausgabe dieses Reports steht hier.

[Im Original folgt jetzt ein wörtlicher Auszug aus diesem Bericht mit vielen technischen Einzelheiten. Da das Wesentliche oben bereits zusammengefasst ist, wird auf dessen Übersetzung hier verzichtet. Anm. d. Übers.]

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/10/05/australian-energy-market-operator-report-says-wind-farms-were-the-ultimate-cause-of-blackout-network-withstood-pylon-downings/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

06 Oct 20:18

Stadtwerke senken Erdgaspreise

München - Sowohl Privat- als auch Gewerbekunden der SWM können sich auf eine deutliche Senkung der Erdgaspreise freuen. Strom hingegen wird im nächsten Jahr wohl für alle Kunden teurer werden.
06 Oct 20:18

Deutsche Bahn verspricht: Handy-Empfang im Zug wird bald besser

Handynetze imICE sollen besser werdenWer sein Smartphone im ICE nutzt, hat oftmals nur GSM-Empfang oder gar kein Netz. Das soll sich ändern: Zusammen mit den Netzbetreibern beginnt die Bahn jetzt mit dem Einbau neuer Repeater.
06 Oct 20:18

Entschädigung für Kunden von TUIfly?

by Udo Vetter

Das Flugunternehmen TUIfly muss derzeit einen großen Teil seiner Flüge absagen. Grund dafür ist der Umstand, dass sich Cockpit und Kabinenpersonal massenhaft krankmeldet. Die Ausfälle liegen wohl weniger am Erkältungswetter, sondern vielmehr am Unmut der TUIfly-Mitarbeiter über den geplanten Unternehmensumbau im Schlepptau der Turbulenzen um Air Berlin. Die Kunden bleiben wegen des fehlenden Flugpersonals aber nicht nur am Boden, vielmehr will TUIfly laut Berichten auch keine Entschädigung für Verspätungen und Annulierungen zahlen.

Nach EU-Recht steht jedem Kunden eine finanzielle Entschädigung zu, wenn sein Flug stark verspätet (mehr als drei Stunden) ist oder gar gestrichen wird. Die Entschädigungen betragen bis zu 600 Euro pro Strecke. Eine Ausnahme gilt nur dann, wenn die Airline nicht für die Flugverspätung verantwortlich ist. Dafür bedarf es aber „außergewöhnlicher Umstände“. Außergewöhnlich sind Umstände nur dann, wenn die Fluggesellschaft sie nicht vermeiden konnte. Typische Beispiele sind Sperrungen des Flughafens oder Luftraums, politische Instabilität, Vögel im Triebwerk, Unwetter und Streiks.

Streik?

Nach außen hin hat es TUIfly erst mal mit individuellen Krankmeldungen zu tun. Und nicht mit einem Arbeitskampf. Gewerkschaftsvertreter haben ja auch bereits erklärt, dass sie so eine subversive Form des Arbeitskampfes nicht unterstützen. TUIfly macht es sich also etwas zu leicht, wenn die Krankmeldungen pauschal mit einem Streik gleichgesetzt werden und deshalb nicht gezahlt wird.

Jedenfalls dürfte die Beweislast für einen tatsächlichen (wilden) „Streik“ bei TUIfly liegen. Ebenso dafür, dass man sich bis heute nicht ausreichend auf den hohen Krankenstand einstellen konnte, zum Beispiel durch das Engagement von Ersatz-Crews bei anderen Airlines oder Personaldienstleistern.

Gute Gründe also, sich als Fluggast nicht so einfach abwimmeln zu lassen.

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06 Oct 19:37

New resource blade for Azure SQL Data Warehouse

by Matt Usher

We’re happy to introduce a new top level resource blade for Azure SQL Data Warehouse that allows you to quickly manage all of your databases. You can use the SQL Data Warehouse resource blade to quickly scan through your data warehouse for details like the name, status, server, pricing tier, location, and subscription.

You can find the new SQL Data Warehouse resource blade on the left navigation. Simply click the SQL data warehouses link to get started.

sql-data-warehouse-resource-blade

Customization

If you can’t see the new left navigation or would like to move it the top of your Azure portal, you can use the customization features of the Azure portal to place the link we’re you would like.

Enable the SQL Data Warehouse Link

If the link is not enabled in your portal, you will have to manual enable it. To enable the link, you can click on the Show Menu link in the left navigation.

portal-show-menu

Once expanded, click on the More Services link at the bottom of the list of items.

portal-more-services

Then scroll to find the SQL data warehouses link. Simply click the star on the right, turning it to yellow, and the link will appear.

portal-sql-data-warehouse-resource

Moving the Link

You can move the link anywhere on the left navigation exposing the grab handle.

portal-move-link

You can simply drag the link to anywhere on the left navigation.

Learn more

Check out the many resources for learning more about SQL Data Warehouse, including:

What is Azure SQL Data Warehouse?

SQL Data Warehouse best practices

Video library

MSDN forum

Stack Overflow forum

06 Oct 13:20

Erpressungs-Trojaner Cerber lernt dazu und verschlüsselt noch mehr

Erpressungs-Trojaner Cerber lernt dazu und verschlüsselt noch mehr

Sicherheitsforscher warnen vor einer neuen Version der Ransomware, die nun unter anderem auch bestimmte laufende Prozesse beenden kann, um so Datenbanken in ihre Fänge zu bekommen.

06 Oct 13:20

Outlook.com Kontaktbilder verschwunden: Erstes Microsoft-Statement liegt vor

by Albert Jelica

outlook

Update: Wir stehen seit einiger Zeit in engem Kontakt mit Microsoft und haben uns bemüht, möglichst viele Informationen zu diesem Problem zu erhalten. Seit knapp zwei Wochen gibt es auch ein offizielles Statement des Unternehmens und zwar hat Microsoft-Mitarbeiter Chee Loon Leong im offiziellen Forum folgendes bekanntgegeben:

We’re aware of these reports and currently looking into the issue. Updates regarding a fix will be posted here.

Das ist zumindest eine Bestätigung, dass die zahlreichen Berichte bei Microsoft auch ernstgenommen werden und man sich das Problem auch ansieht. Sobald es eine Lösung gibt, werden wir euch natürlich auf WindowsArea.de darüber informieren.

Unterdessen möchten wir uns bei all jenen Nutzern bedanken, die uns E-Mails geschickt und uns gestattet haben, diese an einen engagierten Microsoft-Mitarbeiter weiterzugeben. Das Outlook.com-Team wird sich diese Accounts nun ansehen und hoffentlich das Problem bald beheben können. Informationen darüber, woran das liegen könnte, gibt es bislang nicht.

Ursprünglicher Artikel vom 6. Oktober 2016:

Wir haben in den letzten Tagen zahlreiche E-Mails von aufmerksamen Nutzern bekommen, die uns darüber informiert haben, dass bei der Umstellung auf das neue Outlook.com-Design ihre Kontaktbilder verschwunden sind. Auch in unserem Forum wurde das Problem kürzlich thematisiert.

Es scheint, als sei nun die nächste Welle beim Update auf das neue Design durchgeführt worden, denn weitere Nutzer scheinen nun das neue Interface zu bekommen. All jene Nutzer, die das neue Design erhalten, verlieren ihre bisherigen Kontaktbilder, wie uns mittlerweile von zahlreichen Nutzern mitgeteilt wurde. Bei meinem eigenen Account sind ebenfalls die Kontaktbilder verschwunden.

Microsoft scheint das Problem nicht bekannt zu sein. In einem Forum-Eintrag vom 13. Juli dieses Jahres antwortete man, dass Problem vermutlich speziell das Windows Phone 8.1-Gerät oder den Mail-Account des jeweiligen Nutzers betrifft. Das ist jedoch kein Einzelfall, wie wir mittlerweile wissen.

Von Microsoft gibt es dazu bislang kein offizielles Statement und auch die Moderatoren im offiziellen Microsoft Forum können bei der Lösung nicht weiterhelfen. Seit August antworten diese auch nicht mehr auf die Fragen der Nutzer. Brauchbare Antworten lieferte man aber auch vorher nicht, da man offenbar das Problem nicht verstanden hatte.

Vermutlich wurden die Kontaktbilder beim Update einfach nicht übernommen und das Problem müsste für Microsoft recht einfach zu lösen sein. Es bleibt zu hoffen, dass man aber wenigstens die Kontaktbilder der bereits aktualisierten Accounts nicht endgültig gelöscht hat.

Wir haben zu diesem Fall jedenfalls bereits bei Microsoft nachgefragt und werden euch informieren, sobald es eine Antwort gibt. Bis Microsoft das Problem behebt, heißt es wohl abwarten oder die Kontaktbilder notfalls manuell neu hinzufügen, sofern man diese noch irgendwo gespeichert hat. Es ist aber höchst unerfreulich, dass das neue Outlook-Design die Outlook Kontaktbilder so vieler Nutzer entfernt hat.


Vielen Dank an alle Tippgeber!

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06 Oct 12:47

Universität : Wie sich Studierende mit ihrem Imponiergehabe Stress machen

by ZEIT ONLINE: Gesellschaft - Tasnim Rödder
Jeder vierte Studierende fühlt sich gestresst. Ein Grund dafür: Selbstdarstellerei und der übertriebene Umgang mit Fachwörtern.
06 Oct 12:47

Apple: iMessage-Linkvorschau leakt IP-Adresse der Nutzer

Die automatische Vorschau von verlinkten Inhalten ist für Nutzer in der Regel praktisch - kann aber zum Problem werden. Weil Apple in iMessage keinen Proxy einsetzt, wird die IP-Adresse der Nutzer einem Server mitgeteilt, sobald sie eine Nachricht mit Link erhalten. (Apple, Instant Messenger)
06 Oct 12:46

Krankmeldungen: Tuifly muss immer mehr Flüge streichen

by ZEIT ONLINE: Wirtschaft -
Die Belegschaft der Fluglinie protestiert gegen die geplante Fusion mit Air Berlin. Wegen vieler kurzfristiger Krankmeldungen entfallen fast 50 Prozent aller Flüge.
06 Oct 12:46

Instagram für Windows 10 Mobile erhält ein kleines Update

by Albert Jelica

Instagram WindowsArea.de

Facebook hat heute die eigene Instagram-App aktualisiert, jedoch erneut keinen Changelog mitgeliefert. Auf den ersten Blick scheint das Update keine Neuerungen mitzubringen, weswegen wohl nur einige kleinere Verbesserungen enthalten sein dürften.

Diese hat die Anwendung auch bitter nötig, denn besonders in letzter Zeit häufen sich die Beschwerden von Nutzern über die Anwendung. Vor allem ein Problem dürften die meisten Nutzer bereits bemerkt haben: Wenn das eigene Smartphone binnen zwei oder drei Tagen nicht neu gestartet wird, ist die Instagram-App sowie andere Facebook-Apps nicht nutzbar. Dabei friert die jeweilige Anwendung nach dem Start ein und reagiert nicht mehr auf Touch-Eingaben. Damit ist sie nicht nutzbar.

Unklar ist allerdings, ob es sich hierbei um ein Problem der iOS-Ports von Facebook handelt oder, ob das Betriebssystem versagt. Jedenfalls sollte dieser Fehler schleunigst behoben werden, weil er außerordentlich störend ist im alltäglichen Gebrauch.

Ob dieser Fehler mit dem Update nun gefixt wurde oder nicht, werden wir also frühestens in zwei Tagen erkennen, sofern vorher keine Berichte über hängenbleibende Apps eintrudeln. Einen Changelog, welche Probleme mit dieser Aktualisierung behoben werden sollten, hat Facebook, wie eingangs erwähnt, erneut nicht mitgeliefert.

Den Link zu Instagram im Windows Store findet ihr unter dem folgenden Link, wo ihr das Update installieren könnt, sofern es nicht bereits installiert worden ist. In den Kommentaren könnt ihr uns gerne berichten, solltet ihr irgendwelche Verbesserungen finden.

\Download


Danke an alle Tippgeber!

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06 Oct 12:45

Kundus-Affäre: Hinterbliebene von Kundus-Opfern erhalten keine Entschädigung

by ZEIT ONLINE: Deutschland -
Deutschland muss keinen Schadensersatz für die zivilen Opfer des Tanklaster-Angriffs 2009 in Kundus zahlen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden.
06 Oct 12:45

E-Mail-Überwachung: Yahoo musste Spamfilter zur Terrorbekämpfung einsetzen

by ZEIT ONLINE: Datenschutz - Hauke Gierow
Die Mails von Millionen Yahoo-Nutzern wurden untersucht, weil das Unternehmen im Auftrag der US-Regierung nach den "digitalen Signaturen" von Terroristen suchen musste.
06 Oct 10:47

Hatespeech: Facebook und Twitter dürfen nicht zur Meinungspolizei gedrängt werden

by Stephan Dörner

Bundesjustizminister Heiko Maas will Facebook und Twitter für Hatespeech haftbar machen. Damit drängt er die Tech-Konzerne in eine fatale Rolle. Ein Kommentar von t3n.de-Chefredakteur Stephan Dörner.

Ist der Betreiber eines Marktplatzes schuld daran, wenn ein Besucher einen anderen beleidigt? Wohl kaum. Aber muss er einschreiten, wenn sich immer wieder Besucher zusammenrotten und gemeinsam andere Personen aufs Übelste beschimpfen, beleidigen und hetzen? Schon eher. Oder ist das im Falle eines öffentlichen Raums nicht ein Fall für Polizei und Gerichte?

Die modernen Marktplätze des Meinungsaustauschs sind Plattformen im Netz wie Facebook und Twitter. Häufig aus der Anonymität und unter Zuhilfenahme zahlreicher Fake-Accounts heraus – Stichwort „Sifftwitter“ und Trollring – werden diese Plattformen inzwischen auch zur organisierten Hetze genutzt.

Im Interview mit dem Handelsblatt fordert Justizminister Heiko Maas (SPD), Facebook und Twitter in Haftung zu nehmen. „Wenn strafbare Inhalte nicht konsequenter gelöscht werden, müssen wir darüber nachdenken, Facebook und Twitter in Haftung zu nehmen, wenn sie strafbewehrte Inhalte trotz Hinweisen nicht löschen“, sagte Maas. Nur ein Prozent der auf Twitter und 46 Prozent der auf Facebook gemeldeten Inhalte würden durch die Betreiber entfernt.

Facebook und Twitter: Gerichte sind der Kommentarflut nicht gewachsen

Maas drängt Facebook und Twitter – zwei Dienste, die längst Teil des öffentlichen Raums geworden sind – hoheitliche Aufgaben auf. Zu entscheiden, welche Aussagen strafbare Beleidigungen, Volksverhetzungen oder Drohungen sind und was sich im Rahmen einer zulässigen, vom Grundgesetz geschützten Meinungsfreiheit bewegt, wäre eigentlich Aufgabe von Gerichten. Die Dienste sollen zu Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht in Personalunion werden. Natürlich darf ein privates Unternehmen von seinem virtuellen Hausrecht Gebrauch machen und Nutzer oder einzelne Inhalte löschen. Doch Facebook oder Twitter sind längst nicht mehr nur ein Dienst von vielen, sondern Massenmedien. Ein Ausschluss aus ihnen bedeutet den Ausschluss aus einem der wichtigsten gesellschaftlichen Diskursmedien.

Gerichte sind der Kommentarflut im Internet natürlich nicht gewachsen und Straftaten häufig eher schwer zu verfolgen. Aber private Unternehmen für einen öffentlichen Raum entscheiden zu lassen, welche Aussagen zulässig sind und welche nicht, drängt Facebook und Twitter in die Rolle einer Meinungspolizei, die gefährlich ist und um welche die Unternehmen niemals gebeten haben.

Gegen strafbare Hetze sollten sich Menschen im Internet genauso wehren können wie im Leben außerhalb des Netzes – doch dafür muss ein neuer Regulierungsrahmen gefunden werden. Es braucht juristische Experten und gesellschaftliche Interessensvertreter, am besten demokratisch legitimiert, die einen Gesellschaftsvertrag darüber aushandeln, was zulässige Meinungsäußerung ist und in welchen Fällen auch ohne Gerichtsbeschluss Aussagen gelöscht werden dürfen.

Die Patentlösung für dieses Problem gibt es nicht – die Herausforderung einer Massenprüfung von Äußerungen auf Strafbarkeit ist neu. Aber die Tatsache, dass der Staat private Unternehmen in die Rolle einer Meinungspolizei drängen möchte, ist der falsche Weg.

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06 Oct 10:47

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