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Arndt Dibi
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Landkreis könnte energieautark werden: Wie eine lokale Politikerin dank ausreichendem Nichtwissen das Trassenproblem in Bayern löst
Bild 1 (rechts): Quelle: Bayerischer Windatlas[3]
nordbayern 11.10.2016: [1] Strom vor der Haustür im Fürther Land Landkreis könnte energieautark werden
„Unsere Region muss ein Zeichen setzen“, sagt Gabi Schmidt ... Sie greift den Vorschlag auf, den vor ihr schon die Gegner der Stromtrasse hatten: „Statt Strom vom Norden her über hunderte Kilometer hinweg zu uns zu leiten, können wir ihn auch selber sauber vor Ort produzieren. Damit machen wir uns unabhängig und behalten die Wertschöpfung in der Region.“
Schmidt hat zu dem Thema Anfragen an die Staatsregierung gestellt. Die Antworten stimmen die Politikerin optimistisch.
Die Idee der Frau Schmidt ist nicht neu. Wenn man keine Trassen will, erzeugt man den Strom eben lokal. Das kann jedes Kraftwerk. Das will man allerdings auch nicht, also machen es die Grünen Energien – dafür sind sie schließlich da. Und was bitte soll daran schwierig sein? Schließlich wird dies auch vom Nordbayerischen Versorger N-ERGIE und vielen lokalen Protestorganisationen vertreten. Und es gibt Studien, welche beschreiben, dass das (mit vielen, herben Einschränkungen, mit vielen Fragezeichen und auch nicht wirklich autark, jedoch mit sicheren, horrenden Kosten) so in etwa funktionieren könnte. Anmerkung: Die ganz aktuelle Studie N-Ergie zur lokalen Energieversorgung in Franken stellt fest, dass selbst mit gravierenden Maßnahmen und Ausbau lokaler Speicher realistisch nur eine Reduzierung der Trassen auf die Hälfte möglich wäre.
Interessiert hat den Autor jedoch, welche Antwort der Bayerischen Staatsregierung diese energetische Fachfrau (Landwirtin und ehemals Leiterin eines Heimes), doch Betreiberin einer eigenen Photovoltaikanlage, so optimistisch stimmt.
Nach der Recherche müsste es sich bei der Antwort zur Anfrage der Frau Schmidt um den Schriftsatz: „Bayerischer Landtag 31.08.2016 17/12093, Erneuerbare Energien in Mittelfranken“ [2], handeln.
Die Anfrage der energetischen Fachfrau der Freien Wähler ist in dem Stil gehalten, wie ihn auch die Grünen und DIE LINKEN lieben, um den Beamtenapparat kontinuierlich zu beschäftigen und eine Reduzierung desselben zu verhindern:
G. Schmidt: [2] Ich frage die Staatsregierung:
1. Wie hoch ist die Menge an erneuerbarer Energie, die derzeit pro Jahr in Mittelfranken produziert wird (bitte aufgeschlüsselt nach Art der Erzeugung und Landkreisen), und wie hat sie sich im Vergleich zu vor fünf Jahren entwickelt?
2. Welche Menge an erneuerbarer Energie wird derzeit in den Landkreisen Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, Erlangen–Höchstadt und Fürth-Land sowie den Städten Fürth und Nürnberg produziert (bitte aufgeschlüsselt nach Art der Erzeugung und Gemeinde) und wie hat sie sich im Vergleich zu vor fünf Jahren entwickelt?
3. Welchen Überschuss (Unterdeckung) haben die genannten Kommunen im Vergleich Erzeugung – Verbrauch im Jahresdurchschnitt und wie haben sich die Zahlen im Vergleich zu vor fünf Jahren entwickelt?
Die Antwort kam. Die Bearbeiter(-innen) waren wirklich fleissig und haben alle Punkte der Anfrage sauber tabelliert dargestellt. Alle Angaben sind jedoch reine Statuswerte, über irgendwelche Ausbauszenarien oder Technisches findet sich keine Silbe.
Daraus die wichtige Information:
Bild 2.1 EEG-Stromerzeugung in Franken im Jahr 2014 [2]
Und nun ist der Autor am Grübeln, was die energetische Fachfrau der Freien Wähler veranlasst hat, den nordbayerischen Nachrichten mitzuteilen: [2] „Die Antworten stimmen die Politikerin optimistisch. Damit machen wir uns unabhängig und behalten die Wertschöpfung in der Region.
Aus der Anlage 1 der Antwort (Bild 2) kann man entnehmen, was die Region an Elektroenergie Erzeugt und „konsumiert“:
27 % des Strombedarfes im Regierungsbezirk Mittelfranken kamen aus EEG-Erzeugung,
3,9 % des Strombedarfes im Regierungsbezirk Mittelfranken kamen aus Windkraft,
12,6 % des Strombedarfes im Regierungsbezirk Mittelfranken kamen aus grundlastfähiger EEG-Erzeugung (Wasserkraft und Biomasse).
Um daraus ein Vorzeigebeispiel von Green-Energie-Versorgung herauszugreifen:
Die „Solarstadt Fürth“ erzielte trotz enthusiastischer Meldungen:
Stadt Fürth Homepage: Sonnige Aussichten für die Solarstadt
Auch 2014 war für die Solarstadt Fürth ein gutes Jahr: 55 Photovoltaikanlagen wurden neu installiert, worauf die Gesamtanzahl damit im Stadtgebiet auf 921 stieg. Auch das Ziel eines Solarstromzuwachses von mehr als einem Megawatt wurde erneut erreicht: Exakt kamen 1,169 Megawatt Solarstrom hinzu. Damit stieg die Gesamtleistung im Stadtgebiet auf über 21 Megawatt an - dies entspricht einem Stromertrag in einer Größenordnung von 21 Fürther Solarbergen.
... im Jahr 2014 gerade einmal 3,5 % seines Bedarfes durch Solarstrom und damit weit weniger als durch Biomasse (in der Stadt!). Man muss dazu anmerken, dass das Ergebnis verfälscht ist, weil ganz neue Solaranlagen viel im Eigenverbrauch fahren und nicht einspeisen, da sich das Einspeisen nicht mehr lohnt. Leider gibt es dazu aber keine Angaben. Darüber kann ein normaler Stromkunde allerdings nur froh sein, denn für die Zappelstrom-Eispeisung des Fürther Solarberges bezahlt er Netto noch ca. 10 Jahre lang über 50 ct / kWh direkt an die Betreiber.
Woher hat nun die energetische Fachfrau ihre Daten? Wir sehen in die Tabelle des Landkreises. In der Anlage 7 sieht man die zwei (von 14) Gemeinden, welche es schaffen, einen EEG-Überschuss zu erzeugen.
Bild 2.2 EEG-Stromerzeugung Landkreis Fürth im Jahr 2014 [2] (mit Ergänzungen durch den Autor)
Den Gemeinden gelingt es allerdings nur, weil es dort keine Industrie und keine größeren Verbraucher gibt.
Gemeinde Großhabersdorf
Einwohnerzahl: 4018
WIKIPEDIA: Durchschnittlicher Stromverbrauch in Deutschland pro Einwohner: 6.648 kWh/a
Die EEG-Vorzeigegemeinde Großhabersdorf erzeugt: 4,73 MWh / a Energie pro Einwohner. Das ist zwar ein Überschuss in dieser Gemeinde, reicht aber nicht im Ansatz, um den mittleren Strombedarf für diese Einwohnerzahl in Deutschland zu decken.
Der „grandiose EEG-Überschuss“ ist also sofort weggeschmolzen, sobald mehr als eine „Schlaf- und Bauerngemeinde“ versorgt werden muss. Würde die Gemeinde vor lauter EEG-Enthusiasmus, bzw. nach Vorschrift der Grünen, noch voll auf Elektroautos umrüsten und diese dann vom eigenen Strom laden müssen, wäre es mit dem Überschuss ebenfalls vorbei. Und dabei ist das Problem der Zwischenspeicherung noch gar nicht angesprochen worden.
Für Bayern sehen die Daten wie folgt aus (Bilder 3 und 4):
Nach dem Energieatlas Bayern betrugen die Anteile der Windenergie im Jahr 2014:
Windenergie Bruttostromerzeugung: 2 % (vom Verbrauch Bayerns)
Windenergie, Verhältnis installierte Leistung / erzeugte Energiemenge: 14 %
Bild 3 Anteil von Windstrom an der Energieversorgung Bayerns im Jahr 2014. Quelle: Energieatlas Bayern Windenergie im Vergleich
Bild 4 Windenergie Bayern, installierte Leistung und Energieertrag. Quelle: Energieatlas Bayern Windenergie im Vergleich
„Damit machen wir uns unabhängig und behalten die Wertschöpfung in der Region“
Um die Landkreise energieautark zu machen, müsste aufgrund der grottenschlechten Ganglinien demnach die EEG-Anschlussleistung ganz grob um das 5 ... 10-Fache erhöht werden. Da Wasserkraft und Biogas langsam ihre Ausbaugrenzen erreichen, würde dies einen exzessiven Ausbau der Windkraft erfordern. Damit wäre eine Autarkie aber noch lange nicht erreicht, sondern nur die Ladefähigkeit für die notwendigen Speichersysteme. Solche müssten noch zusätzlich errichtet werden.
In der Antwort steht das alles nicht drin, denn es war auch nicht gefragt. Der Autor vermutet sogar, dass danach nicht gefragt wurde, weil die energetische Fachfrau davon nichts wusste (nicht jede Person welche vom elektrischen Energiesystem keine Ahnung hat, nutzt die umfangreichen und vor allem kostenlos auf EIKE zur Verfügung gestellten Informationen).
Mal sehen was passiert, wenn die Landkreisbewohner mitbekommen, was die Freien Wähler da vorschlagen
Wenn den Landkreisbürgern klar wird, dass die Freien Wähler jetzt vorschlagen, ihre fränkischen Landkreise so wie Deutschlands Norden nun auch konsequent mit Windparks „vollzupflastern“ wo sie eben wegen der (im Gegenzug geringen) Landschaftsverschandelung durch Trassenmasten auf die Straße gegangen sind, werden die Freien Wähler vielleicht einen Gegenwind spüren, wie sie ihn bisher noch nie kennengelernt haben.
Die „landschaftsverschandelnden“ Stromtrassen kann man in den Tälern und Flachland verlegen, so dass man sie nicht von überall sieht, trotzdem sind alle dagegen. Die Windräder in Franken stehen alle! weithin sichtbar auf Höhenzügen (ähnlich dem Bild 5), denn nur dort weht ausreichend Wind. Man muss schon eine enthusiastische Begeisterung für Energielandschaften (Bild 5 und 8) haben, um dies nicht als Landschafts(zer)störend zu empfinden.
Wie die Stimmung dazu beginnt umzukippen, wurde in Der massive – gesetzlich forcierte - Windkraftausbau kostet Wählerstimmen beschreiben. Ob die energetische Fachfrau das so mit ihrem FW-Vorsitzenden, Herrn Aiwanger abgesprochen hat, dass sie das Thema noch vor der kommenden Wahl „lostreten“ will?
Bild 5 Bild aus dem SZ-Artikel: Ihre Frage - Stehen in Franken mehr Windräder, um die Landschaft in Südbayern zu schonen? Originaltext zum Bild: Eine Verschönerung für die Landschaft sind Windräder wirklich nicht. Im Bild: Ein Windpark im Kreis Euskirchen. (Foto: dpa) Anmerkung des Autors: Euskirchen steht nicht in Franken
Das Bild 6 zeigt den berechneten, standortabhängigen Windertrag in Bayern in 100 m Höhe. Nur die Braun hinterlegten Gegenden bieten ausreichende Windgeschwindigkeiten. Man sieht deutlich, dass Südbayern kaum Windstandorte bietet. Das Bild 1 aus dem Bayerischen Energieatlas welches in ganz Bayern Windräder zeigt, ist demnach eine künstlerisch freie Wunsch-Darstellung des Grafikers und hat mit der Wirklichkeit an Windstandorten überhaupt nichts zu tun.
Bild 7 zeigt dagegen, wie es mit der Windanlagendichte aktuell in NRW aussieht. So in etwa könnte die Energiekartierung nach dem Wunsch der Freien Wähler in Zukunft auch für Franken als „Energiebauern-Landkreis“ Bayerns aussehen.

Bild 6 [3] Standorte in Bayern Anteil am Referenzertrag in 100 Meter Höhe. Die Farben zeigen den Anteil in Prozent. Quelle: Bayerischer Windatlas, Abb. 7

Bild 7 Bestand Windenergieanlagen in NRW. Quelle: Energieatlas Nordrhein-Westfalen
Das folgende Bild 8 zeigt, wie ein solches Land dann aussieht. Wohl nur Personen die dort nicht wohnen, finden das schön und wünschen sich solche „Energielandschaften“ auch für Franken sehnlichst herbei.
Bild 8 Screenshot aus dem ARD-Beitrag: Der Kampf um die Windräder – Die Auswüchse der Boombranche
Und das Speicherproblem?
Es bleibt ungelöst. Die energetische Fachfrau spricht das Thema nicht an – wohl, weil es ihr nicht bekannt ist – und die Zeitungsredakteurin fragt nicht danach (zu vermuten ist: aus dem gleichen Grund). Kavernen für Power to Gas mit Rückverstromung oder Druckluftspeicher bietet der fränkische Boden nicht. Bleibt das übrig, was der Nürnberger Versorger N-ERGIE sich wünscht (weil er es über eine eigene Firma verkauft): Jeder stelle sich gefälligst teure Akkus in den Keller, sofern er Wert auf eine sichere Stromversorgung legt. Wer das nicht kann (oder will) bezahlt die exorbitanten Akku-Speicherkosten eben über eine Umlage als Kunde. Denn Ausweichen kann er nicht. Energie-Autarkie bedeutet so schwache Ausgleichsnetze (dagegen wurde ja protestiert), dass externe Bezugsalternativen dann nicht möglich sind und der lokale Versorger seinen Kunden endlich rücksichtslos „auf dem Kopf herum tanzen“ kann (wie es sich der N-ERGIE Vorstand wüscht).
Fazit
Wünsche als Lösungen präsentieren wird zunehmend zur Methode, dies zu tun, ohne eine Spur Ahnung vom Thema zu haben ebenfalls. Leider merken es die Verkünder nicht, da dieses Verfahren von unseren Medien (deren Redaktionen ähnlich besetzt sind) hofiert wird. Und im Landtag, wo man eine solche Partei dafür demonstrativ auslachen könnte, sitzen in den anderen Parteien die gleichen „xxx“ (ein Wort, welches hier stehen soll, bitte selbst denken).
Eine Anmerkung zum Schluss muss noch kommen
Die Bayerische CSU gehört beileibe nicht zu den Hellsten und beherbergt Minister(vor allem -innen), welche oft genug zur Zielscheibe von schlimmem Spott des Autors werden. Doch in der Politik lässt sich alles toppen. Es hat schon seinen Grund, warum die Oppositionsparteien in diesem Bundesland so wenig Stimmanteile bekommen.
Anlagen

Bild 9 Installierte Nettoleistungen Deutschland gruppiert dargestellt. Quelle: Fraunhofer ISE Energy Charts

Bild 10 Installierte Nettoleistungen Deutschland gestapelt dargestellt. Quelle: Fraunhofer ISE Energy Charts
Quellen
[1] nordbayern 11.10.2016: Strom vor der Haustür im Fürther Land Landkreis könnte energieautark werden
http://www.nordbayern.de/region/fuerth/strom-vor-der-haustur-im-further-land-1.5536138
[2] Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Gabi Schmidt FREIE WÄHLER vom 19.05.2016, Erneuerbare Energien in Mittelfranken. Bayerischer Landtag Aktenzeichen: 31.08.2016 17/12093
[3] Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, Bayerischer Windatlas März 2014: Windernte und Energieertrag.
Wie steht es um den Untergang der Marshall-Inseln?
In der Analysereihe:
[1]-Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang
[2]-Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 2
[3]-Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 1 Die Malediven
wurde das Thema zwar umgehend behandelt und (vom Autor) nirgendwo ein Untergang gefunden. Doch das Informationsportal der Klimaberaterin C. Kemfert brachte zum letzten Klimagipfel eine Reportage mit dem Außenminister der Marshall-Inseln, in welcher eigentlich alle Ergebnisse des Autors in Frage gestellt wurden.
Klimaretter.Info: "Die wichtigste Reise meines Lebens"
Ohne das 1,5-Grad-Ziel im neuen Klimavertrag will Tony de Brum, Außenminister der Marshallinseln, vom Paris-Gipfel nicht nach Hause fahren. Der Inselstaat im Pazifik ist vom steigenden Meeresspiegel bedroht, viele Bewohner emigrieren bereits in die USA. Für Tony de Brum, der in diesem Jahr den "Alternativen Nobelpreis" erhielt, entscheidet der Vertrag über das Leben seiner Enkel – ein Scheitern wäre für ihn "eine persönliche Niederlage".
Sie meinen das 1,5-Grad-Ziel, das vor allem die kleinen Inselstaaten fordern?
Ja, in dem neuen Text steht das Ziel als eine Option immer noch drin. Denn zwei Grad durchschnittlicher globaler Erwärmung sind einfach zu viel für uns. Wir spüren heute schon sehr ernste Folgen der Klimaerwärmung und wir sind noch nicht einmal ganz bei einem Grad. Was wird dann erst bei zwei oder drei Grad passieren? Das wollen wir uns gar nicht vorstellen. Es gibt genug politischen Willen, dieses Ziel zu erreichen, da bin ich mir sicher.
Mit dieser Überzeugung steht diese Informationsplattform nicht alleine da, unsere Bundesregierung einschließlich der Kanzlerin sind ebenfalls überzeugt, dass es so sein wird:
DIE BUNDESREGIERUNG Steigender Meeresspiegel Klimawandel bedroht kleine Inseln
Zahlreiche kleine Inselstaaten liegen nur geringfügig über dem Meeresspiegel. Schon jetzt müssen deren Bewohner ihre Wohngebiete an den Küsten verlassen, weil das Wasser ihren Lebensraum einnimmt. Im Süßwasser, das unter einigen der Inseln liegt, steigt der Salzgehalt. Früchte und Gemüse in den Gärten sterben ab, weil die Pflanzen mit Meerwasser in Kontakt kommen.
Die 44 Mitglieder der Allianz der Kleinen Inselstaaten (kurz: Aosis) befürchten, dass sie in einer um zwei Grad wärmeren Welt keine Inseln mehr haben. Deshalb drängen sie nicht erst seit der Klimakonferenz in Lima darauf, den Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu begrenzen. "Für die dort lebenden Menschen wäre ein Versagen der Weltgemeinschaft beim Klimaschutz eine Katastrophe", so Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Zwar hatte die Recherchereihe des Autors ermittelt, dass Tony de Brum (und viele andere „Chefs“ kleiner, in der Regel diktatorisch regierter Inselstaaten) genau weiß, welche Gelder ihm erschütternde „Klimawandel-Stories“ ins Land spülen (werden) und es deshalb mit Daten und Übertreibungen – vor allem aber auch Geldforderungen an die „Verursacherländer“ - überhaupt nicht genau nimmt.
Klimaretter.Info: [5] (Tony de Brum) Ich möchte nicht heimfahren ohne einen Vertrag, der unsere Forderungen nicht anerkennt. Wir wollen die 1,5 Grad zumindest als Langfrist-Ziel im Vertrag sehen, eine Überprüfung der Ziele alle fünf Jahre durchsetzen und vernünftige Finanzzusagen bekommen.
... wobei ihm die Durchsetzung von Geldforderungen mit Unterstützung seiner „Freundin“, unserer Umweltministerin Frau Hendricks über den Welt-Klimavertrag auch gelungen ist, aber man kann sich auch irren, oder der Klimawandel hat doch noch plötzlich „zugeschlagen“ und die ursprünglichen Daten sind plötzlich veraltet.
Deshalb eine kurze Information, wie es um den Pegelanstieg derzeit steht.
Tidenpegel
Der Mittelwert von 285 weltweiten Pegelstationen mit Langzeitdaten zeigt einen Anstieg von ca. 12 ... 13 cm in 100 Jahren.
NOAA's 2013 list of 285 long term trend tide stations :
Der Mittelwert des Pegelanstiegs hat den Wert: 1,272 +-0,711 mm / pa
Im folgenden Bild 1 sind der Verlauf des Absolutpegels und der Pegeländerungen aus einer Rekonstruktion (Fundstelle: PSMSL Homepage) gezeigt. Man erkennt die hohen Ungenauigkeiten der Rekonstruktion in historischen Zeiten (aus denen man die genaue Zukunft ableitet), aber keinerlei Anstiegsalarm in der jüngeren Zeit. Vor allem erschließt sich bei dieser Rekonstruktion überhaupt nicht, woraus die Aussage eines „erst in jüngerer Zeit übernatürlichen Anstiegs“ abzuleiten wäre.

Bild 1 PSMSL Jevrejeva et al, 2014, Global Mean Sea Level Reconstruction von 1807 - 2010. Linke Achse: gsl rate (grün), rechte Achse: absoluter Pegel (blau)
PSMSL Datenbeschreibung: This page provides a short description and file with data of global sea level reconstruction for the period 1807-2010 by Jevrejeva, S., J. C. Moore, A. Grinsted, A. P. Matthews and G. Spada. All questions about the data themselves should be addressed to Dr. Svetlana Jevrejeva.
Authors have used 1277 tide gauge records of relative sea level (RSL) monthly mean time series from the Permanent Service for Mean Sea Level (PSMSL) database [Holgate et al, 2013]. Detailed descriptions of the RSL time series are available from the data page at the PSMSL. No inverted barometer correction was applied. RSL data sets were corrected for local datum changes and glacial isostatic adjustment (GIA) of the solid Earth [Peltier, 2004].
Nun das aktuelle Pegelbild der Marshall-Inseln vom Sea-Level Centre (Bild 2). Einige Leser dürfte der aktuelle Pegelstand überrasschen, falls sie nur die Untergangsmeldungen der Medien (und des Umweltministeriums) kennen.

Bild 2 Pegelverlauf Marshall-Inseln. Quelle: PSMSL Catalogue Viewer
Um zu zeigen, dass der Verlauf keine Ausnahme ist, noch weitere von umliegenden Inseln des Süd-Pazifik.
Bild 3 Pegelverlauf Kiribati Christmas Is. 1974 – 7.2015 (2.2015 – 7.2015 Verlauf aus einem 2. Datensatz ergänzt) Gloss Nr.: 146.Bild vom Autor anhand der Daten erstellt. Quelle: UHSLC
Bild 4 Pegelverlauf RAROTONGA B COOK ISLANDS 1993 – 2015. Gloss ID: 139. Quelle: PSMSL Catalogue Viewer
Fazit
Es ist offensichtlich: Die alarmistischen Pegelanstiege sind in den Pegelverläufen „verschwunden“. Man könnte geradezu den Eindruck gewinnen: Nun ist der Welt-Klimavertrag unterschrieben, jetzt dürfen die Pegelstände wieder ihr normales Bild zeigen.
Immer neu muss man es betonen: Der Autor hat trotz jahrelangen, umfangreichen Recherchen noch keine Insel gefunden, welche belegbar wegen einem Klimawandel-bedingt steigendem Meerespegel „untergeht“ oder „versank“. Alle! Darstellungen und Berichte bei NGOs und in Büchern stellten sich beim Nachsehen als Vermutungen bis reine Fälschungen, meistens als fortwährende Wiederholungen alter, ungeprüfter Meldungen heraus. Unter gehen die Inseln ausschließlich in Computersimulationen, wenn man eingibt, dass die Grönlandgletscher abtauen und der Antarktische Festlands-Eispanzer ins Meer rutscht (was sie noch nie in den letzten Millionen Jahren gemacht haben, aber in den nächsten 85 Jahren nach Simulationen des PIK „passieren“ wird).
Hinweis: Es gibt Südsee-Inseln, welche unter Pegeländerungen leiden. Dies sind aber Effekte der Kontinentalplattentektonik. Fast alle Inseln dieser Gegend gibt es nur deswegen (es sind fast alles Vulkaninseln) und sie liegen auf der aktivsten Bruchstelle der Erde. Sie erleben häufiger Erdbeben mit Hebungen / Senkungen im Meter-Bereich, also innerhalb von Tagen mehr Veränderung, als in Hunderten Jahren Pegelverlauf.
Ist das eine neue Erkenntnis?
Nein, sie wird nur konsequent – auch von den Fachstellen - ignoriert. Ohne dieses „bewusste Wegsehen“ wäre der Welt-Klimavertrag sonst nie zustande gekommen.
„kaltesonne“ berichtete schon früher darüber:
kaltesonne 29. Juli 2015: Marschallinseln im Pazifik besonders vom Klimawandel betroffen? In den letzten 2000 Jahren fiel dort der Meeresspiegel um anderthalb Meter
Am 1. September 2014 informierte das deutsche Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) auf seiner Webseite über eine interessante neue internationale Kooperation:
Bundesumweltministerium stärkt Zusammenarbeit mit Pazifikinseln zum Schutz vor Klimawandel
Ein neues Projekt des Bundesumweltministeriums soll Küstenzonen und Ökosysteme auf Pazifikinseln vor den Folgen des Klimawandels schützen. Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter unterzeichnete das entsprechende Abkommen mit dem Generalsekretär des Sekretariats des Pazifischen Umweltprogramms, David Sheppard. Das Treffen fand im Vorfeld des UN-Gipfels zu “kleinen Inselstaaten” auf Samoa statt. Durch den Anstieg des Meeresspiegels, die Versauerung der Meere und Zunahme von Stürmen sind die Lebensgrundlagen vieler Bewohner der pazifischen Inseln in ökosystembasierte Maßnahmen zum Schutz von Küstenzonen und lebenswichtigen Ökosystemen auf pazifischen Inseln. […] Die drei Inselstaaten Fidschi, Vanuatu und die Salomonen dienen hierbei als Pilotgebiete. Das Sekretariat des Pazifischen Umweltprogramms wird die dort gesammelten Erfahrungen mit seinen anderen Mitgliedsstaaten teilen, so dass auch andere pazifische Inseln eigene Anpassungsmaßnahmen entwickeln können. Durch die Internationale Klimaschutzinitiative (IKI) fördert das BMUB eine Reihe von Kooperationsprojekten mit “kleinen Inselstaaten” in den Bereichen Klimaschutz, Erhaltung der biologischen Vielfalt und nachhaltige Energieversorgung mit einem Volumen von ca. 120 Millionen Euro. Das Projekt mit dem Pazifischen Umweltprogramm setzt die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Region bis 2019 fort und ist mit Mitteln im Umfang von fünf Millionen Euro ausgestattet.
Drei Gründe für die Projekte: „Anstieg des Meeresspiegels, die Versauerung der Meere und Zunahme von Stürmen“. Aber sind dies wirklich gute Gründe?
Meeresspiegel: Die Korallenatolle wachsen dem Meeresspiegel hinterher, so wie sie es seit 10.000 Jahren und länger tun. Überflutungsgefahr: Keine.
Versauerung der Meere: Vermutlich weitgehend gefahrlos: Siehe „Back to the roots: Meeresbewohner trotzen der Ozeanversauerung, da sie den abgesenkten pH-Wert bereits aus dem Urozean kennen“ und „Überraschung: Korallen kommen mit der Ozeanversauerung offenbar doch besser zurecht als lange gedacht“.
Stürme: Wohl ein Sturm im Wasserglas. Siehe „Schwerer Wirbelsturm verwüstet Vanuatu. Premierminister sieht es realistisch: “Stürme sind kein neues Phänomen, wir Insulaner leider darunter seit Besiedelung Vanuatus vor 5000 Jahren”“ und „Wer hätte das gedacht: Studien können keine Zunahme der tropischen Wirbelstürme im Indischen und Pazifischen Ozean feststellen“.
Fünf Millionen Euro für fragwürdige Probleme. Vielleicht sollte man das Geld lieber in eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung der Inseln stecken.
Euronews machte sich im April 2014 große Sorgen um die Marschallinseln:
Klimawandel: Marshallinseln schon jetzt betroffen
Den Bewohnern der Marshallinseln steht das Wasser sprichwörtlich bis zum Hals. Der Inselstaat im Pazifischen Ozean bekommt die Auswirkungen des weltweiten Klimawandels schon jetzt zu spüren. Starke Stürme mit heftigen Niederschlägen nagen an der Küste. Menschen müssen hilflos zusehen, wie Schutzmauern gegen die Flut im Meer versinken. Tony De Brum, verantwortlicher Minister für Energie und Klimafragen: “Wenn die Welt weitermacht, wie bisher und weiter die Umwelt verpestet, stellt sich nicht mehr die Frage, was in hundert Jahren geschieht. Es geht darum, was uns bereits jetzt widerfährt.” Die Küstenerosion geht mit Riesenschritten voran. Für den kleinen Inselstaat hat das geografische und wirtschaftliche Folgen. Genau davor warnt auch der jüngste Weltklimabericht. Tony De Brum appelliert eindringlich an die internationale Gemeinschaft. “Wir sind wie Kanarienvögel, die unter Tage sterben und dadurch Minenarbeiter vor dem Tod warnen. Wenn der Schaden so groß ist, dass wir diese Inseln räumen müssen, dann ist es auch für die Welt zu spät, sich selbst zu retten.”
Entwicklungspolitik Online schlug im Februar 2014 in die gleiche Kerbe:
Bevor die pazifischen Inseln versinken …
“Als ich jung war, wurde unser Garten noch nicht überflutet – und wir erlebten nicht, wie ein tropischer Sturm nach dem nächsten über die tropischen Inseln fegte.” So hat Tommy Remengesau, der Präsident von Palau, die Auswirkungen des Klimawandels auf seine pazifische Heimat wahrgenommen. Viele Menschen auf den pazifischen Inseln erkennen solch dramatische Veränderungen und warnen die Weltgemeinschaft vor den Folgen eines “weiter so” bei klimaschädlichen Emissionen. Sie fürchten, dass sie oder ihre Kinder ihre Heimat verlassen müssen, weil diese im Meer versinken könnte. Von Frank Kürschner-Pelkmann.
Die Marshallinseln gehören zu den Inselgruppen, die besonders stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Mitte 2013 litten die Bewohner der nördlichen Inseln unter Dürre und Wassermangel, während über den Süden starke Stürme mit heftigen Niederschlägen hinwegzogen. Seriöse Klimawissenschaftler sind sich einig, dass weltweit die Extremwetterereignisse durch die globale Erwärmung verstärkt haben und dieser Prozess sich in den nächsten Jahrzehnten noch beschleunigen wird. In der südpazifischen Region lässt sich studieren, wie sich dies konkret auswirkt. Die Weltregion, die am wenigsten zum globalen Klimawandel beigetragen hat, ist am stärksten von seinen Folgen betroffen. Tony de Brum, Regierungsmitglied der Marshallinseln, berichtete im Juni 2013: “Tausende meiner Mitbürger im Norden sind durstig und hungrig, Tausende von uns hier im Süden werden vom Meerwasser durchnässt.” Viele Inseln und Atolle der Marshallinseln und der Nachbarstaaten sind von einer Erosion der Korallenriffe und der Uferzonen betroffen, und vereinzelt dringt bereits Salzwasser in die kostbaren kleinen unterirdischen Süßwasserlinsen ein, ohne die ein Leben auf den Atollen unmöglich wäre. Wenn der Meeresspiegel im Südpazifik tatsächlich bis 2100 um zwei Meter steigen sollte, wäre dies zum Beispiel für die Bewohner der 500 flachen Atolle des mikronesischen Staaten Palau eine Katastrophe.
Zwei Meter Meeresspiegelanstieg bis 2100? Das sagt nicht einmal der IPCC. Derzeit steigt der Meerespiegel um 2-3 mm pro Jahr, was bis 2100 etwa 21 cm Anstieg ergibt. Die Stürme haben in den letzten Jahren keineswegs zugenommen (siehe Links oben). Und Dürren sind im Pazifik keineswegs ein ganz und gar neues Phänomen, vielmehr gibt es hier eine charakteristische Zyklik, die gerne übersehen wird. Siehe „Überraschung: Feucht- und Trockenphasen wechselten im Südpazifik in vorindustrieller Zeit stets ab“ und „Tropfstein aus Tuvalu birgt Überraschung: Niederschläge im Südpazifik schwankten in vorindustrieller Zeit viel dramatischer als heute“.
Bei all der Jammerei zu den Marschallinseln scheint vielen Schreibern nicht klar zu sein, dass sich der Meeresspiegel auf der Inselgruppe in den letzten 2000 Jahren um einen Meter abgesenkt hat (Abbildung 1). Dies zeigen Forschungsresultate eine Studie von Paul Kench und Kollegen, die im Februar 2014 in den Geophysical Research Letters erschienen ist.

Bild 5 Abbildung 1: Meeresspiegelentwicklung auf den Marschallinseln während der vergangenen 6000 Jahre. Quelle: Kench et al. 2014.
Quellen
[2] EIKE: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 2
[3] EIKE: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 1 Die Malediven
[4] kaltesonne: Marschallinseln im Pazifik besonders vom Klimawandel betroffen? In den letzten 2000 Jahren fiel dort der Meeresspiegel um anderthalb Meter
[5] Klimaretter.Info: "Die wichtigste Reise meines Lebens"
[6] EIKE: Falsche Satelliten-Altimetrie? 225 Tidenmessstationen zeigen einen nur um 1,48 mm steigenden Meeresspiegel pro Jahr … weniger als die Hälfte der von Satelliten gemessenen Werte
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/falsche-satelliten-altimetrie-225-tidenmessstationen-zeigen-einen-nur-um-148-mm-steigenden-meeresspiegel-pro-jahr-weniger-als-die-haelfte-der-von-satelliten-gemessenen-werte/
Lufthansa & Co.: "Hausverbot" für Note 7 von Samsung [Update]
Die größte deutsche Airline verbietet die Mitnahme des Pannen-Handys Samsung Galaxy Note 7 - auch wenn das Gerät ausgeschaltet ist. Damit ist die Airline nicht die erste mit einem solchen Verbot.
EuGH: EuGH stoppt Preisbindung verschreibungspflichtiger Medikamente
Ecuador zieht Wikileaks-Chef Assange wegen Clinton-E-Mails den Internet-Stecker
Seit 2012 lebt Julian Assange in London auf engem Raum in der Botschaft Ecuadors. Die hat den Gründer der Plattform Wikileaks nun vom Internet abgeschnitten – weil er sich in den US-Wahlkampf einmischt.
Ecuadors Außenministerium hat die Sperrung des Internet-Zugangs für Wikileaks-Gründer Julian Assange mit den Veröffentlichungen über US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton begründet.
Assange lebt seit 2012 in der Botschaft in London, um sich einer Auslieferung nach Schweden zu entziehen, wo ihm sexuelle Vergehen vorgeworfen werden. „Die Regierung von Ecuador vertritt den Grundsatz der Nichteinmischung in die Angelegenheiten anderer Länder, mischt sich nicht in Wahlprozesse ein und unterstützt keine bestimmten Kandidaten“, teilte das Ministerium am Dienstagabend (Ortszeit) mit.
Die Enthüllungsplattform Wikileaks habe eine Vielzahl von Dokumenten veröffentlicht, die Einfluss auf den Wahlkampf in den USA hätten. Das sei eine exklusive Entscheidung dieser Organisation. Aber gemäß den eigenen Richtlinien habe man „übergangsweise den Zugang zu seinen Kommunikationssystemen in der Botschaft im Vereinigten Königreich“ beschnitten, wurde in dem in der Hauptstadt Quito veröffentlichten Kommuniqué des Außenministeriums mitgeteilt.
Assange genießt weiter Asyl von Ecuador
Am Asyl für Assange halte man aber fest. „Ecuador, konsequent in seiner Tradition der Verteidigung von Menschenrechten, besonders bei Personen, die Opfer politischer Verfolgung sind, bekräftigt das Julian Assange gewährte Asyl und die Absicht, sein Leben und die körperliche Unversehrtheit zu schützen, bis er sich an einen sicheren Ort bewegen kann“, heißt es in dem Kommuniqué. Die Regierung des linksorientierten Präsidenten Rafael Correa betont, dass man souverän handele und sich niemals von anderen Staaten beeinflussen lasse.
Wikileaks veröffentlicht seit Wochen E-Mails, die von Hackern beim Parteivorstand der US-Demokraten erbeutet wurden. Die Enthüllungen über Clinton werden vom republikanischen Kandidaten Donald Trump immer wieder für Attacken im Wahlkampf gegen sie genutzt. Die Wahl findet am 8. November statt. Hinter dem Angriff werden Hacker mit Verbindungen zum russischen Geheimdienst vermutet.
Assange wies die Vorwürfe zurück, mit Moskau gemeinsame Sache zu machen und Trump zu helfen. Assange hatte 2012 in Ecuadors Botschaft Zuflucht gesucht, weil er und seine Unterstützer befürchteten, dass er nach einer Auslieferung von Stockholm an die USA weitergereicht werden könnte. sdr/dpa
Mehr zum Thema Wikileaks: Der tiefe Fall von Wikileaks – Wenn sich selbst Snowden abwendet
Ratingagentur Fitch: „Elektroautos schicken Ölfirmen in die Todesspirale.“
Ein Boom der Elektroautos wäre für die Ölindustrie eine ernsthafte Bedrohung. Die Ratingagentur Fitch sieht in einem Worst-Case-Szenario sogar eine „Todesspirale“ für Ölfirmen.
Elektroautos: Erfolg bedroht Ölindustrie
Die Autoindustrie ist längst auf den von Tesla in Fahrt gebrachten Elektroauto-Zug aufgesprungen. Sollten Elektroautos schon bald die Straßen in Europa und den USA übernehmen, wäre das eine ernsthafte Bedrohung für die Ölindustrie. Im Zusammenhang mit der Macht des Aktienmarktes sagt die Ratingagentur Fitch Ratings in einem Bericht zur Lage der Ölindustrie in einer zukünftig von Elektrik dominierten Welt vielen Firmen ein schnelles Aus voraus.
In dem extremen Szenario der „Todesspirale“ durch Investoren würden Elektroautos innerhalb der kommenden zehn Jahren einen Marktanteil von 50 Prozent erobern. Dadurch könnte der europäische Benzinverbrauch um ein Viertel einbrechen. Das wäre aber nur der Auslöser für einen rapiden Abwärtstrend. Denn der Prognose zufolge würden Investoren die Aktien von Ölfirmen in Massen verkaufen, was den Wert der Firmen senken und ihre Chancen, einen Kredit zu bekommen, schmälern würde. Das wiederum würde weitere Investoren nervös machen – und so weiter.
Akkus für Elektroautos: Durchbruch für Solarenergie?
Der Erfolg von Elektroautos würde den negativen Prognosen zufolge aber nicht nur Firmen aus der Ölbranche treffen. Genauso bedroht wäre der Geschäftserfolg von Energieversorgern, die bisher bei der Stromerzeugung auf fossile Brennstoffe gesetzt haben. Denn die Akkus, die in den Elektroautos verbaut werden, könnten auch für die Speicherung von großen Strommengen verwendet werden. Damit könnte das Problem der Stromspitzen von Solar- und Windenergie gelöst werden.
Tesla bietet mit der Powerwall schon einen solchen Energiespeicher für den Hausgebrauch an und engagiert sich auch darüber hinaus im Bereich der Solarenergie. Ende Oktober will Tesla die ersten Ergebnisse der Zusammenarbeit mit Solarcity vorstellen. Das könnte etwa ein Solar-Dach sowie eine neue Generation der Powerwall-Speicherlösung oder ein neues Tesla-Ladegerät sein.
via jalopnik.com
O2 Free im Test: Eine Drosselung, die nicht nervt
Ein Traum wird wahr: mobiles Internet ganz ohne merkliche Drosselung. Das erlauben die neuen Telefónica-Tarife. Wir sind überrascht, wie gut das mobile Internet mit nur 1 MBit/s funktioniert. Für Kunden ist das ein großer Gewinn, aber für den Netzbetreiber kann es zum Problem werden. (O2, Telefónica) Streaming: Amazon soll eigenen Internet Service Provider planen
Amazon prüft, ob es in Europa als Internet Service Provider auftreten kann, um seine Prime Services zusammen mit dem Internetzugang zu verkaufen. Dafür kommen regulierte Landesmärkte wie Deutschland und Großbritannien in Betracht. (Amazon-Video, Studie) Smartfrog: Deutsches Überwachungs-Startup bekommt 20 Millionen Euro
Das auf Überwachungssysteme für Privathaushalte spezialisierte Startup Smartfrog bekommt Geld von prominenten Investoren. In der dritten Finanzierungsrunde konnte das Berliner Unternehmen doppelt so viel wie bisher insgesamt einsammeln.
„Dieses Zeichen des Vertrauens werden wir nutzen, um unsere internationale Expansion weiter voranzutreiben“, sagte Mitgründer Andreas Rudyk am Mittwoch in Berlin.
An der neuen Finanzierungsrunde seien neben den bisherigen Investoren E-Ventures und Target Global renommierte Unternehmerfamilien beteiligt. Hinter E-Ventures stecken unter anderem Handelshäuser wie Otto, Metro und Rewe. Diese stehen Smartfrog zum Teil auch beratend und als Vertriebspartner zur Seite. Techcrunch spricht von einer Summe über 20 Millionen US-Dollar, davon jeweils 15 als Finanzierung und fünf Millionen als Kredit.
Smartfrog-Produkte werden unter anderem bei Amazon, Otto und Conrad verkauft
Smartfrog bietet eine Videokamera an, mit der sich Privat- oder Geschäftsräume über das eigene Smartphone überwachen lassen - und das laut Firmenwerbung relativ einfach und günstig. Auch sind Aufzeichnungen der letzten 30 Tage möglich.
Die Produkte von Smartfrog werden unter anderem über Kooperationen mit Amazon, Otto, Conrad, EnBW, Mediamarkt, Notebooksbilliger.de und Saturn vertrieben. Rudyk kündigte weitere Vertriebspartnerschaften an – Einzelheiten dazu soll es noch in diesem Jahr geben.
Berliner Startup Smartfrog – Büro und Produkt
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Das Unternehmen hat seine Mannschaft ein Jahr nach der Produkteinführung auf über 60 Mitarbeiter verdoppelt, verteilt auf vier Büros international. Damit seien die selbst gesteckten Ziele erreicht worden, sagte Rudyk.
Smartfrog laut Experten auf Augenhöhe mit US-Konkurrenz
Die bisher eingesammelten rund 30 Millionen Euro erscheinen im Vergleich zu den Summen bei Finanzierungsrunden bekannter US-Startups wie Uber oder Dropbox niedrig. Doch diese sind entweder schon ein paar Schritte weiter oder sie sind schlicht Ausnahmen. Branchenkreisen zufolge spielt Smartfrog für eine frühe Phase durchaus auf Augenhöhe mit der US-Konkurrenz. In Europa ist die Summe für eine Aufbauphase, in der sich Smartfrog immer noch befindet, sogar ein vergleichsweise hoher Wert.
Das Unternehmen profitiert dabei von einer zuletzt stark gestiegenen Nachfrage nach Sicherheit für das Eigenheim oder die Wohnung. Angaben zu Geschäftszahlen wie Umsatz und Gewinn machte Rudyk bei der Bekanntgabe der neuen Finanzierungsrunde allerdings nicht. sdr/dpa
Der Strom, die Preise und die Netze
Rund 120 Jahren hat es gedauert, bis ein hervorragendes Stromsystem aufgebaut war. Die erste Überlandleitung für Strom wurde anläßlich der Internationalen Elektro-technischen Ausstellung 1891 in Frankfurt gelegt. Seitdem bauten Ingenieure ein Stromnetz auf, das in Sachen Zuverlässigkeit seinesgleichen suchte. So wenig Stromausfälle wie hierzulande gab es in nur wenigen anderen Ländern. Ebenso lieferte die Kraftwerksindustrie relativ preiswerte Elektroenergie. Voraussetzung für eine erfolgreiche Industrialisierung Deutschlands.
Jetzt also die Frage, wie schnell man das System wieder zerstören kann.
Einmal, indem die Preise immer stärker steigen.
In Deutschland sehen wir die »Erfolge« an ins wahnwitzige gesteigerten Strompreise. Es sind die zweithöchsten in Europa. Rund 1050 Euro kosten jene 3500 kWh, die eine dreiköpfige Familie durchschnittlich im Jahr verbraucht.
Das bedeutet: Strom wird langsam zum Luxusgut. Das merkt jeder im trauten Heim: Eine Viertelstunde Haare föhnen kostet bereits 12 Cents. Der Sonntagsbraten wird ebenso teurer.
Den größten Teil der Summe schluckt mit rund 265 Euro die sogenannte EEG-Umlage. Geld, das eine normale Familie für die sicheren Renditen von acht Prozent der Energiewenden-Gewinnler abdrückt. Die bekommen Geld sogar dann, wenn ihre Photovoltaik-oder Windanlagen keinen Strom produzieren, weil zu viel davon vorhanden ist.
Viele Ärmere können sich Strom kaum noch leisten. Zumal er im kommenden Jahr wieder teurer wird. Die EEG-Umlage steigt, wie wir gerade mitgeteilt bekamen. Nur der Bundestagswahl ist es sicherlich geschuldet, daß sie nicht in noch höhere Dimensionen steigt. Das könnte im darauffolgenden Jahr nachgeholt werden.
Insgesamt, so erregte kürzlich eine Studie des Institutes für Wettbewerbsökonomik an der Universität Düsseldorf Aufsehen, werde die »Energiewende« bis zum Jahre 2025 die unvorstellbare Summe von 520 Milliarden kosten. Das ist deutlich mehr als der Bundeshaushalt ( ca. 300 Milliarden Euro) beträgt. Eine Familie wird dann in diesem Zeitraum 25 000 Euro bezahlt haben.
Die Belastung der durchschnittlichen Haushalte ist so dramatisch gestiegen, daß die Erinnerung an die Kosten jener berühmten Kugel Eis wie Hohn klingt.
Es nützt nichts, wenn jetzt einzelne Forderungen erhoben werden, die Preise zu senken. Das bedeutet gleichzeitig: Abschied von der Energiewende. Denn die kann nur funktionieren, wenn die Betreiber der Anlagen mit Geld zugeschüttet werden. Auf einem freien Markt könnten sich diese Formen niemals behaupten.
Sonne und Wind sind nicht in der Lage, allein die Stromversorgung aufrecht zu erhalten. Dazu müssen konventionelle Großkraftwerke bereit stehen. Das bedeutet doppelte Kosten.
Ökostrom ist nutzlos, liefert einen lächerlich geringen Anteil, obwohl die Landschaft bereits mit Windparks zugekleistert ist. Das zeigt ein Blick auf den Stromverbrauch an einem durchschnittlichen Tag:
( Bild chart 8.10.)
Die großen blauen Anteile sind die Einspeisungen von Kraftwerken. Gelb ist das, was Solaranlagen zeitweise liefern. Dieser Anteil wird sich jetzt im nebligen Herbst und Winter weiter verringern. Fast mit der Lupe suchen muß man den Anteil, der von den Windanlagen kommt.
Erstaunlich, wie rund um den Erdball den Kampf gegen billige Energie geführt wird. Das scheint der neue Klassenkampf zu sein: Strom wird so verteuert, daß er zum Luxusgut mutiert.
Das gleiche Spiel sehen wir in der USA.
»Die Ärmsten tragen die Kosten der grünen Energieträume.« Das sagt in den Vereinigten Staaten William F. Shughart II. Er ist Research Director und Senior Fellow am Independent Institute im kalifornischen Oakland.
www.independent.org/newsroom/article.asp
Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen verdienen so wenig, daß sie höhere Energiepreise nicht ausgleichen können. Sie werden am meisten belastet. Die Geringverdiener tragen also die Kosten der Spielereien der grünen Spitze. Die läßt sich‘s auf dem Rücken der Armen gut gehen.
In den USA hat die berüchtigte Environmental Protection Agency EPA, die amerikanische Umweltbehörde, den Clean Power Plan erlassen, ein »historischer und wichtiger Schritt«, eine Reaktion auf den Klimawandel, wie die EPA betont.
Doch Shughart und Kollegen stellen fest: Der Clean Power Plan wirke sich praktisch nicht aus. Es würde nur eine Temperaturreduktion von lediglich 0,0015 bis zum Jahr 2100 erreicht. Eine ähnliche Studie der American Coalition für Clean Coal Elektricity kommt zu dem Ergebnis, dass die Aktion gerade mal einen Effekt in der Größenordnung habe, wie »wenn sich der Meeresspiegel in der Stärke von ein bis zwei menschliche Haaren anhebe«.
Das einzige Ergebnis des Plans: Der Strom werde deutlich teurer als bisher sein, sagen die Forscher um William Shughart.
Sie werten in erstaunlicher Direktheit die Aktionen der EPA als aggressive Angriffe auf billigen Strom. Dabei werden die Eigentümer von Kohlekraftwerken gezwungen, ihre Kraftwerke zu schließen. Denn die lohnen nicht mehr.
Innerhalb eines Jahres nach der Umsetzung der Pläne würden Kraftwerkskapazitäten in der Größenordnung von 11 Gigawatt Kohleverstromung verschwinden. Das ist die Strommenge, die 2,5 Millionen Haushalte benötigen.
Dabei ist die EPA nicht die einzige staatliche Einrichtung in den USA, die preiswerte Stromquellen attackiert. Das Innenministerium will mit Hilfe einer Stream Protection Rule Kohlekraftwerken den Garaus machen.
Die merkwürdige Begründung: Die Qualität und Quantität von Oberflächenwasser solle geschützt werden. Auch das Grundwasser solle für die - na was wohl - nächsten Generationen geschützt werden. Es werden wie immer hehre Ziele ins Feld geführt; gegen die soll man schwerlich etwas sagen können.
Betroffen von diesen Regulierungen werden vor allem die Menschen in den Appalachen sein. Sie leben in den Mittelgebirgen im Osten Nordamerikas hauptsächlich vom Steinkohlebergbau und bezahlen einen dementsprechend hohen Preis, nämlich den mit Jobverlust. Das kennen wir - ähnlich wie hierzulande die Kohlearbeiter in den Braunkohlengebieten der Lausitz.
Rund 100.000 bis 300.000 Arbeitsplätze im Bergbau könnten verlorengehen. Kohle im Wert bis zu 29 Milliarden Dollar bliebe ungenutzt in der Erde, weil Bürokraten beschlossen hätten, sie dürfe nicht abgebaut werden.
Shughart und Kollegen machen die Rechnung auf: Das entspricht einem Verlust von bis zu 6,4 Milliarden Dollar an Steuereinnahmen.
»Ein sauberer und grüner Planet sind würdige Ziele«, sagen sie. Das dürfe aber nicht blind für die Kosten machen.
Umweltgesetzgebung sei Klassenkampf, da die Geringverdiener die Umweltziele der politischen Elite bezahlen müsse. »Wir müssen uns immer fragen, wen wir schaden, um unsere angeblichen »grünen« Träume zu erreichen.«
Soweit kommt uns das in Deutschland ziemlich bekannt vor.
Die EPA ist jene amerikanische Umweltbehörde, die zur Zeit auch VW zerschießt und sich auf Kosten des deutschen Autoherstellers profilieren will.
An der Spitze dieser Behörde sitzt die Regierungsbeamtin Gina McCarthy, eine studierte Anthropologin. Sie will als Hardcore Umweltkämpferin zu Ruhm und Ehre kommen. Doch geriet sie selbst unter Druck, weil sie 6000 SMS auf ihrem Diensthandy gelöscht hatte, statt sie zu archivieren, wie es eigentlich Vorschrift ist.
Die Industrie wiederum wirft der Behörde vor, Arbeitsplätze zu vernichten. Sogenannte »Umweltschützer« prügeln von der anderen Seite auf sie ein, zu weich zu sein.
Währenddessen sorgten Mitarbeiter der EPA selbst für einen deftigen Umweltskandal, als sie drei Millionen Liter kontaminiertes Wasser in einen Fluß laufen ließen. So kam ihr der VW Diesel Affäre gerade recht, um abzulenken.
Präsident Obama wollte sich einen grünen Anstrich verpassen und ließ in einer seiner letzten Amtsstreiche die USA auf den Klimawandel vorbereiten, den Kohlendioxid-Ausstoß in den USA drastisch verringern und eine Führungsrolle im Klimaschutz einnehmen. Er erklärte tatsächlich seinerzeit CO2 zum Feind.
Obama wollte im Kampf gegen diesen Feind der »Wissenschaft ihren rechtmäßigen Platz zurückgeben« und hatte dazu mit John Holdren ausgerechnet einen der führenden Panikmacher zu seinem wissenschaftlichen Chefberater berufen. Holdren ist ein bizarrer Physiker, der alles tun will, damit »Treibhausgase« reduziert werden, der auch schon mal Zwangssterilisation von Frauen, die zu viele Kinder haben, befürwortet und vor einem überbevölkerten Planeten warnt, ohne aber selbst den Anfang machen zu wollen.
Das Ganze, daran muß immer wieder erinnert werden, weil ein paar Leute die Mär in die Welt gesetzt haben, das Wohl der Menschheit hänge künftig davon ab, CO2 zu verringern. Es ist immer das gleiche Spiel: die bösen Abgase, das böse CO2 der Popanz. »Der Mensch«, der alles versaut. Wären da nicht die »Guten«, die alles retten wollen und dafür Spendengelder brauchen sowie »Staatsknete« für Umweltprojekte.
Und nein, es sind nicht nur umweltbewegte Gruppen und NGOs, die durch ihre unseligen Aktivitäten die Automobilindustrie zerstören wollen. Die Autoindustrie zerstört sich selbst.
So hatte bekanntlich VW eine Stiftung auf die Beine gestellt, mit 2,9 Milliarden an Kapital ausgestattet, um »Gutes« zu tun, zum Beispiel: »Wir stiften Wissen«.
Diese Volkswagenstiftung finanzierte jenes Apokalypsenszenario »Grenzen des Wachstums«, das der Club of Rome 1972 vorstellte. Der Fortgang der Geschichte ist bekannt.
Heute finanzieren viele Industriestiftungen Projekte, nach den am grünen Wesen die Welt genesen soll.
Die Folgen reichen mittlerweile bis in den Produktionssektor, als dort, wo noch das Geld verdient wird. Die deutsche Industrie leidet sehr unter den exorbitanten Stromkosten. Energiepreise sind ein wesentlicher Produktionsfaktor. Rainer Thiele, SPD-Abgeordneter im nordrhein-westfälischen Landtag, sieht diese Entwicklung mit erheblicher Sorge und weist auf eine Studie aus den USA (IHS) hin, die zu dem Ergebnis kommt, dass alleine von 2008 bis 2013 Deutschland bereits ca. 52 Milliarden Euro Nettoexportverluste hinnehmen musste wegen der im internationalen Vergleich stärker gestiegenen Industriestrompreise.
Thiele: »Mir bereitet die Energiewende, so wie sie gemacht wird, große Sorgen. Für unsere Metall- und Chemieindustrie ist neben bezahlbaren Strompreisen die Frage der Versorgungssicherheit mindestens genauso wichtig. Und die ist bei Wind- und Sonnenenergie noch lange nicht gegeben. Trotzdem wird ein gewaltiger Druck aufgebaut, Braunkohlekraftwerke möglichst schnell zu schließen.«
Viele Unternehmen geraten in Schwierigkeiten, weil die Energiepreise die Gewinne auffressen. Für Investitionen bleibt häufig nichts mehr übrig.
Der Vorstand der BASF in Ludwigshafen hat bereits einen Vorstandsbeschluß gefaßt, aufgrund der deutschen Energiekostenperspektive Zukunftsprojekte nicht mehr in Deutschland zu investieren.
Der Direktor der Denkschule für deutsche Energiepolitik »Agora Energiewende«, Patrick Graichen wird in »Die Zeit« vom 4.12.2014 zur Energiewende wie folgt zitiert:
»Wir haben uns geirrt bei der Energiewende. Nicht nur bei ein paar Details, sondern in einem zentralen Punkt. Die vielen neuen Windräder und Solaranlagen, die Deutschland baut, leisten nicht, was wir uns von ihnen versprochen haben. Wir hatten gehofft, dass sie die schmutzigen Kohlekraftwerke ersetzen würden, die schlimmste Quelle von Treibhausgasen. Aber das tun sie nicht.«
Ein Irrtum, den die Stromverbraucher bisher mit 20 Milliarden an Mehrkosten bezahlt haben und weiter sehr teuer bezahlen werden.
Der Vorschlag lag einmal auf dem Tisch, die Erzeuger von Sonnen- und Windstrom daraufhin zu verpflichten, daß sie nicht nur Zufallsstrom liefern können, wann es ihnen paßt - unabhängig davon, ob die Ware Strom jemand braucht oder nicht. So, wie das auf einem Markt eigentlich normal wäre.
Sie müßten - wie jeder Lieferant - auch eine Lieferverpflichtung über Menge und Lieferzeit eingehen und dafür sorgen, daß Strom dann vorhanden ist, wenn er gebraucht wird. Also nicht nur sagen: Hier habt ihr Strom, nehmt ihn, in der nächsten Minute aber haben wir keinen. Schon sähe die Bilanz ganz anders aus. Doch dieser Vorschlag wurde sehr schnell hinweggefegt.
Bleibt jetzt nur die einzige Lösung: Die zerstörerische »Energiewende« muß weg. So schnell wie möglich.
Der Haken: Es verdienen dabei mittlerweile zu viele »Kriegsgewinnler«.
Die 520 Milliarden sind erst der Anfang.
Marode Bausubstanz an 28 U-Bahnhöfen: Sanierungs-Stau
Soon you'll be able to login to Microsoft services using your Skype name
There have been a lot of shifts with the Microsoft-owned Skype team recently with the long-term goal of bringing development of the VOIP service closer to Windows 10. One of those changes is being announced by Microsoft today, and it has to do with the sign-in process.
Joidy: DHDL-Startup erhält saftige Finanzierung – trotz Absage im TV
Geschenke per App kaufen und mit einer Videobotschaft verschicken? Das Berliner Startup Joidy aus „Die Höhle der Löwen“ sieht darin einen Milliardenmarkt. Doch die Konkurrenz ist groß.
Sechsstellig für Joidy
In der gestrigen Sendung von „Die Höhle der Löwen“ hatten die Gründer ein Angebot von Jochen Schweizer noch ausgeschlagen. Wie Joidy am Mittwochmorgen mitteilt, konnte sich das Startup inzwischen selbst neues Kapital besorgen. So beteiligt sich der Münchner Erlebnisgeschenke-Anbieter mydays, 100-prozentige Tochter von Prosiebensat.1, am Unternehmen aus Berlin. Wie t3n von Mitgründer Philippe Singer erfuhr, bewegt sich die Finanzierungsrunde „im hohen sechsstelligen Bereich“, also deutlich über den 200.000 Euro, die Joidy noch in der Löwenhöhle gefordert hatte. Ebenfalls von ihrer App überzeugt haben die Gründer das Team des Prosiebensat.1-Accelerators, eines Investment-Programms für Startups in der frühen Wachstumsphase, sowie weitere Angel-Investoren aus der Berliner Szene.
Originalartikel vom 18. Oktober
Philippe Singer kann darüber nur den Kopf schütteln. Warum hinterlassen wir Freunden an Geburtstagen oft nur noch einen lieblosen „Happy Birthday!“-Einzeiler auf Facebook? Sind Geschenke im Zeitalter von Social Media nichts mehr wert? Das muss doch besser gehen, dachte sich der 24-jährige Wirtschaftsingenieur und entwickelte mit Timo Müller, einem Freund aus Studienzeiten, die App Joidy.
„Mit Joidy wollen wir das Schenken persönlich, einfach und schnell machen“, sagt Singer im Gespräch mit t3n.de. Die Idee: Statt stundenlang in irgendwelchen Onlineshops nach einem passenden Präsent zu suchen, können Nutzer mithilfe der App, physische Produkte wie etwa eine Uhr direkt vom Smartphone an beliebige Kontakte verschenken. Das gewählte Geschenk kann um eine persönliche Videobotschaft ergänzt und anschließend in digitaler Form über Whatsapp, Facebook oder Snapchat übermittelt werden. Die Besonderheit: Die Anschrift des Freundes muss der Nutzer nicht kennen. Der Beschenkte selbst entscheidet zum Schluss, wann und wohin das Produkt geliefert werden soll. Eine große Sache?
Was Joidy mit der App verdient
Noch nicht. Laut Singer wurde die App seit dem Launch im Frühjahr erst 20.000 Mal heruntergeladen. Bislang hätten er und Müller jedoch noch keinen Cent in Marketing gesteckt. Immerhin sollen bereits 6.000 Nutzer monatlich aktiv sein. Die Mehrheit von ihnen beschenkt den Partner oder die Familie. Vor allem Süßigkeiten und Textilien seien beliebt. „Einhornfilets, leckere Tees und auch Socken funktionieren super“, sagt Singer. Rund 600 physische Produkte hat das Startup nach eigenen Angaben im Sortiment. Zwischen 15 und 20 Euro geben Nutzer im Schnitt aus.
Geld verdienen wollen Singer und Müller über die Kooperation mit Partnershops. Für jedes über die App verkaufte Produkt zwackt sich das Startup eine Provision zwischen zehn bis 40 Prozent ab. Die hohe Pauschale begründet Singer damit, nicht bloß auf Affiliate-Links zu setzen. „Da wir das Payment auf unserer Seite abwickeln“, sagt Singer, „benötigen wir auch eine größere Marge, um profitabel wirtschaften zu können.“„Im kommenden Jahr sollte ein siebenstelliger Umsatz machbar sein“
Aufgrund der noch recht geringen Nutzerzahl sind die Umsätze von Joidy allerdings überschaubar. Konkrete Zahlen will Singer zwar nicht nennen. Für dieses Jahr rechnet er jedoch mit Einnahmen „jenseits von 100.000 Euro, im kommenden Jahr sollte ein siebenstelliger Umsatz machbar sein“, so der Mitgründer. Gewinne will das Unternehmen aber vorerst nicht abschöpfen. „Unser Businessplan sieht vor, alle Einnahmen ins Marketing zurückfließen zu lassen, um so schnell wie möglich zu wachsen und auch internationale Märkte angehen zu können“, sagt Singer.
Researchers reach human parity in conversational speech recognition
Skype-Account zukünftig zum Login bei OneDrive, Xbox Live und Co. nutzbar

Nach mehreren Jahren als Tochterunternehmen Microsofts wurde nun ein erster großer Schritt gesetzt, die beiden Angebote von Skype und Microsoft näher zu verknüpfen. Während es bereits seit längerer Zeit möglich ist, sich mit dem eigenen Microsoft-Account bei Skype anzumelden, soll in Zukunft auch der umgekehrte Fall möglich sein.
Wie Skype nun über den offiziellen Blog erklärt, wird der eigene Skype-Name in Zukunft auch zum Login bei diversen Microsoft-Diensten nutzbar sein. Dazu zählen beispielsweise die Services OneDrive, Office, Xbox Live und Outlook.com. Außerdem werden nun die Account-Daten von Skype komplett durch Microsoft verwaltet, was auch die Änderungen bei der Wiederherstellung des Passworts sowie den Skype Login-Bildschirm erklären soll. Keine dieser Änderungen sollen aber laut Skype etwas daran ändern, wie sich Nutzer bei Skype anmelden können.
Integration als Microsoft-Dienst
Damit wäre Skype dann vollumfänglich in Microsofts Ökosystem integriert, wie es Office 365, Outlook und OneDrive bereits sind. Ob dieser Schritt weitere Veränderungen mit sich bringen wird, ist allerdings unklar. Es trägt aber definitiv dazu bei, dass Skype als Teil des Microsoft Ökosystem wahrgenommen wird.
Ungeklärt ist auch noch, was dies für Skype-Nutzer bedeutet, die ansonsten keine Microsoft-Dienste nutzen. Gelten hier lediglich die AGB von Skype oder findet der gesamte Microsoft Service-Vertrag Anwendung. Interessant wäre damit auch, ob Nutzer so OneDrive nutzen könnten mit der Email-Adresse, die sie zur Registrierung bei Skype angegeben haben.
Dies alles ist Teil einer größeren strukturellen Änderung bei Skype, welche bis Anfang 2017 umgesetzt werden soll. Skype wird damit den Weg in die Cloud finden, was den Dienst stabiler aber auch wandlungsfähiger gestalten soll. Dem fallen jedoch die Apps für Windows 8, Windows RT sowie Windows Phone 8 zum Opfer. Außerdem hat Microsoft zahlreiche Stellen bei Skype gestrichen und kürzlich die Niederlassung in London geschlossen. Laut ehemaligen Mitarbeitern übernehme Microsoft nun die vollständige Kontrolle über Skype, was das Unternehmen zu einem Schatten seiner selbst werden ließe.
Quelle: Skype Blog
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Verkehr frei auf dem Isarring
Stufenlos: Durch barrierefreie Bahnen in den Ruin?
OneNote October roundup
This month, the OneNote team focused on updating our Android app to launch new features and bring back some fan favorites. We are also introducing new ways to embed content types and improving usability on shared devices.
New to the OneNote for Android app
Password protected sections—Now you can open sections that have been password protected on other devices, letting you access sensitive information on the go. We’re happy to make this top user request available.

Multi-window support—OneNote works side-by-side with other Android apps that have multi-window support. For example, now you can take notes on a PowerPoint deck you’re reading or while doing research on the web.

Available again in the Android app
Audio recording—OneNote works the way you want, letting you take notes by typing, inking, clipping from the web and now by recording audio. A recording is a natural way to capture notes and ideas on the go, giving you the ability to easily record a lecture or practice your accent as you learn a new language.

Insert embedded files—Easily insert and open any Office file or PDF that you saved into OneNote to review your docs on the go.
Coming soon to OneNote for Android app
Look for the ability to edit and personalize your section tabs directly in the Android app and easily go back and undo changes to your notes to make sure your ideas are written just the way you want them.
Embed content into OneNote
We’ve added the ability to embed new types of content right onto the OneNote canvas. In addition to YouTube and Vimeo, you can now embed Office 365 Videos and Repl.it. With Repl.it, you can show executable code snippets right in OneNote to teach inline with your notes and lesson plans. To learn more about OneNote and Repl.it, check out our blog last month.
In addition to the new content types, we have added single sign-on (SSO) authentication for embedded Office files. Once you sign in to view one embedded document, you automatically will be signed in to view the rest.

Use shared Windows devices more effectively in the classroom
Shared cart PC for OneNote is a new OneNote for Windows 10 feature to benefit schools that share devices among students and still want to provide a personalized experience for each of them. Before class begins, teachers can assign any student any shared Windows 10 PC. When students sign in to the shared PC, new OneNote features help them use their personalized OneNote across multiple shared PCs by doing the following:
- Office 365 sign-in credentials roam with students when they sign in to OneNote for Windows 10.
- New syncing indicator makes it easier to manage content saving to the cloud, including attachments, so students never lose work when they leave their shared PC.
Thanks for checking out what’s new with OneNote this month. We always want to hear your feedback, so make comments below or follow these links.
- Get OneNote: Mac | iOS | Android | Windows
- Suggestions: OneNote UserVoice
- Help: Answers.Microsoft.com
Users can update OneNote to use these features.
—Scott Shapiro, product marketing manager for the OneNote team
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Microsoft’s Home Hub Looks To Bring Cortana To The Kitchen

Microsoft is working on a 'home hub' that appears to be a Cortana-like device that is built to live in the Kitchen like an Echo or Google Home.
The post Microsoft’s Home Hub Looks To Bring Cortana To The Kitchen appeared first on Thurrott.com.
Breather: Das Hotel für gewisse Arbeitsstunden
The new Westworld: Humanizing the un-human, or dehumanizing humankind?
Awesome .NET – A collection of .NET libraries, tools, frameworks, and software
Photo-TAN: Apps der Deutschen Bank, Commerzbank und Norisbank angreifbar
Zement gehört nicht in die Salsa
Eine Textform, die nur wenige Journalisten beherrschen, ist die Korrekturmeldung. Und das liegt auch an der fehlenden Übung. Wenn der Lehrer in der Journalistenschule morgens an die Tafel schreibt: „Heute üben wir Korrekturen“, wird die Klasse gleich unruhig und die Schüler murren: „Bringen Sie uns lieber was Vernünftiges bei. In der Praxis brauchen wir das ja eh nie.“ Und dann üben sie Reportagen.
Ralf Heimann hat vor ein paar Jahren aus Versehen einen Zeitungsbericht über einen umgefallenen Blumenkübel berühmt gemacht. Seitdem lassen ihn abseitige Meldungen nicht mehr los. Er hat mehrere Bücher veröffentlicht, zuletzt zusammen mit Daniel Wichmann „Hier ist alles Banane — Erich Honeckers geheime Tagebücher 1994 – 2015“. Fürs BILDblog kümmert er sich um all die unwichtigen Dinge, die in Deutschland und auf der Welt so passieren.(Foto: Jean-Marie Tronquet)
In den Redaktionen sehen die Journalistenschüler später: Sie haben recht gehabt. Wieder einmal. In der Praxis müssen sie keine Korrekturen schreiben. Immer haben sie recht. Es ist fast schon unheimlich. Aber so ist es nun mal. Und wenn dann ein Leser anruft und behauptet, in die Reportage auf der dritten Seite sei wohl ein dicker Bock geraten, legen sie auf und rufen: „Wieder so ein Verrückter!“ Bis dann auch anderen auffällt: Ecuador liegt wirklich nicht in Afrika.
Tja, und dann rätseln sie in der Redaktion: Wie schreibt man jetzt so eine Korrektur? Ein Politik-Redakteur sagt: „Ich glaub‘, ich hab‘ da mal was gelesen.“ Dann lassen sie ihn das machen, und in der Zeitung steht am nächsten Tag: „Aufgrund eines technischen Defekts hat sich in unsere gestrige Ausgabe ein Fehler geschlichen.“
Georg Mascolo, der Chef der gemeinsamen Recherche-Abteilung von „NDR“, „WDR“ und „Süddeutscher Zeitung“, hat am vergangenen Donnerstag beim „Evangelischen Medienkongress“ in Hamburg die Fehlerkultur im deutschen Journalismus kritisiert und gesagt, in Amerika sei das alles etwas anders.
In den USA sind Fehler auch nicht viel beliebter als in Deutschland, aber irgendwie haben die Amerikaner es geschafft, hier die Überzeugung zu verbreiten, dass Fehler dort nicht ganz so verpönt seien. Und wenn man in die „New York Times“ schaut, könnte da tatsächlich was dran sein. Die „NYT“-Korrektur-Meldungen sind manchmal so lang wie ein ganzer Artikel.
In Deutschland wird auch korrigiert. Aber oft einfach Dinge, bei denen jeder denkt: Ach so, das, ja — nicht der Rede wert. Falsche Namen zum Beispiel:

Aber auch dabei fällt immer wieder auf: Den Journalisten in Deutschland fehlt einfach die Übung.

Natürlich korrigieren auch amerikanische Zeitungen Namen …

… aber sie stellen auch größere Dinge richtig:

In Deutschland geht man mit größeren Fehlern anders um. Intelligenter. Man hofft, dass sie am nächsten Tag vergessen sind. Ein weit verbreitetes Dogma in deutschen Redaktionen lautet: „Wir korrigieren nur, wenn einer anruft.“ Damit kommt man eigentlich immer ganz gut durch.
Redaktions-Dogma Nummer zwei: „Der Leser hat kein Archiv.“ Das war ja irgendwann wirklich mal so. Da konnte man als Redakteur so gut wie gar nichts falsch machen, wenn man überhaupt nichts korrigierte. Denn selbst, wenn dann wirklich mal ein Leser anrief, der zur Überraschung aller doch über ein Archiv verfügte, fehlte ihm immer noch etwas anderes: der Zugang zur Öffentlichkeit. Und den gab ihm dann auch die Zeitung einfach nicht.
Kleine Ausnahme vielleicht: Lokalprominenz mit Archiv. Ganz unangenehme Konstellation. Da musste man anders vorgehen.
Wenn es in dem fehlerhaften Bericht um den Prominenten selbst ging, konnte man sagen: „Wissen Sie was, wir kommen morgen vorbei und machen die Geschichte aus Ihrer Perspektive. Dann können Sie selbst noch mal erklären, wie Sie das Ganze sehen.“ Damit entfiel die Notwendigkeit einer Korrektur.
Ging es um etwas anderes als den Prominenten, blieb einem nichts übrig, als darauf zu hoffen, dass er sich mit der Ankündigung zufrieden gab, dass man in den nächsten Tagen noch mal über das Thema berichten werde. „Dann schreiben wir das noch mal so, wie es war. Und dann steht’s ja richtig in der Zeitung.“ Dass jemand noch zusätzlich eine Korrektur-Meldung einforderte, kam so gut wie nie vor.
Seit aber jeder Leser nicht nur ein Archiv hat, sondern auch noch eine verdammte Suchfunktion, funktionieren die alten Mechanismen nicht mehr so wie früher. Niemand ruft mehr an und bittet freundlich um eine Richtigstellung. Wozu auch? Man kann’s ja selbst gleich twittern. Und das machen eben auch die meisten. Ein falsches Wort, und schon weiß es die ganze Welt.

Da ist es auch fast egal, ob später eine Korrektur in der Zeitung steht. Aber es ist natürlich eine gute Gelegenheit, um noch mal klarzustellen, dass hier kein Redakteur, sondern die Technik versagt hat:

Und die Technik versagt ja schnell mal. Es genügt schon ein falscher Buchstabe, den die defekte Tastatur in ein Wort gemogelt hat, und schon bekommt die Geschichte einen vollkommen anderen Spin. In diesem Fall zum Beispiel hätte man den ja gar nicht vermutet:

In seltenen Fällen kann man Fehler sogar schmecken:

Aber zum Glück wird das ja alles korrigiert, zumindest in Amerika. Dann sieht man immerhin hinterher: Zwei Teelöffel Zement schmecken schlechter als zwei Teelöffel Koriander. Aber man überlebt auch das. Und wieder hat man aus der Zeitung gelernt.
Wenn aber nun alles korrigiert werden kann — das muss man auch sagen –, leidet möglicherweise auch die Sorgfalt. Natürlich auch die in den Korrekturen selbst. Aber zum Glück gibt es ja auch dafür die Spalte mit den Richtigstellungen:

Wedel: Frauenleiche im Garten gefunden
Google baut seine Flugsuchmaschine aus: Dieses neue Feature sollten Vielflieger kennen
Google baut seine Flugsuchmaschine „Google Flights“ aus und macht eure Urlaubsplanung noch entspannter. Welche Features neu sind.
Die Flug- und Hotelpreise schwanken stetig. Deshalb ist die Sorge vieler, den günstigsten Urlaub zu buchen, nicht ganz unberechtigt. Wir alle ärgern uns, wenn wir im Flugzeug erfahren, dass unser Sitznachbar nur die Hälfte für seinen Flug bezahlt hat. Genau diese Sorge will Google Flights euch mit dem neuen Update abnehmen.
Google Flights: Der richtige Flug
Google Flights hilft euch jetzt, den richtigen Flug zum besten Preis frühzeitig zu erkennen. Für Routen, die euch interessieren, könnt ihr sehen, wann Preise voraussichtlich steigen oder sinken werden. In einem kleinen Fenster, das als Hinweis auftaucht, sagt Google euch, in wie vielen Stunden der Preis günstiger oder teurer wird.
Wenn ihr noch keine genaue Route geplant habt, zeigt Google euch Tipps, wie ihr die beste und günstigste Route findet. In den Tipps findet ihr auch Vorschläge für alternative Flughäfen oder Daten. Auch hier bekommt ihr die Preisveränderungen zu sehen.
Wer noch nicht buchen will, kann die Flüge oder Routen einfach speichern. Bei voraussichtlichen Preisänderungen erreicht euch eine Benachrichtigung via E-Mail. Für ausreichend Inspiration sorgt Google Flights übrigens auch. Mit dem integrierten „Explore“-Tab könnt ihr Länder oder Städte eingeben und bekommt Urlaubsvorschläge mit direkten Flugverbindungen.
Passendes Hotel
Google macht auch die Suche zum passenden Hotel noch einfacher. Beim Suchen nach einem Hotel in einer beliebigen Stadt markiert Google bestimmte Hotelpreise mit einem Label. Die Labels basieren auf den bisherigen Preisschwankungen und werden dann ausgegeben, wenn das Hotel besonders günstig ist. Wer ausschließlich auf der Suche nach Deals, top-bewerteten oder Luxus-Hotels ist, kann das über die Filter steuern.
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