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Hamburger Innenstadt: Der Ost-West-Konflikt

by ZEIT ONLINE: politik-wirtschaft - Oliver Hollenstein
Seit Jahrzehnten zerreißt eine sechsspurige Straße die Hamburger Innenstadt. Das muss sich endlich ändern, fordert Architekt Rolf Kellner – und macht konkrete Vorschläge.
24 Oct 09:53

CCS-Speicherung ist Klimarettung mittels Homöopathie

Gerade wurde noch darüber gelacht, dass Klimaseniorinnen in der Schweiz ihren Staat wegen 0,00137 °C Klimamaßnahme verklagen „150 Klimaseniorinnen verklagen die Schweiz wegen 0,00137 Grad“, da kommt eine Meldung aus Norwegen, welche diese Maßnahme deutlich toppt. Allerdings sind es dort nicht Seniorinnen, welche an sich Klimawandel-bedingte Altersbeschwerden vermuten. Es sind die Politiker selbst, die sich aus lauter Sorge vor der fernen Klimazukunft sicher sind, genau das Richtige tun zu müssen, was immer eines bedeutet: Das Geld der Bürger zum Fenster hinaus zu schmeißen, oder wie es unser Minister Maas und der SPD-Parteivorstand dem Volk melden [8]: Geld, welches im Land erwirtschaftet, aber niemandem weggenommen wird.
Solche heroischen Taten müssen dem deutschen Bürger sofort als Vorbild im Klimakampf berichtet werden und wer kann das besser als:

Klimaretter.Info: CCS: Norwegen versucht neuen Anlauf
Eigentlich hat Norwegen seine Pläne zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid längst ad acta gelegt. Doch nun bringt die konservativ-rechtspopulistische Regierung einen neuen Vorschlag auf den Tisch: Die CO2-Emissionen von drei Industrieanlagen sollen unter der Nordsee gespeichert werden.
Konkret will man die Technik an einer Zementfabrik und einer Anlage zur Produktion von Ammoniak sowie am Kraft-Wärme-Werk der größten norwegischen Müllverbrennungsanlage in Klemetsrud testen, in dem der Restmüll der Region um Oslo verbrannt wird. Das abgeschiedene Kohlendioxid soll dann per Schiff zu einer Nordseelagerstelle etwa 50 Kilometer vor der Westküste Norwegens transportiert werden.
Auch Grüne und Umweltorganisationen sind dafür
Die Regierung hat den Ehrgeiz, zumindest eine solche Anlage bis 2020, spätestens 2022 realisieren zu wollen. Für Machbarkeitsstudien hat man für die kommenden Jahre erst einmal umgerechnet 40 Millionen Euro an staatlichen Geldern reserviert. Für eine einzelne Anlage kalkuliert man die Baukosten auf zwischen einer und 1,4 Milliarden Euro. Würden alle drei Projekte verwirklicht werden, rechnet man, jährlich bis zu 1,5 Millionen Tonnen CO2 abscheiden und einlagern zu können.

Nun ist CO2 in verdichteter Form ein höchst gefährliches Gas, so dass nicht einmal der Weltretter Greenpeace dafür ist:
[1] "... Das ändert nichts an den großen Bedenken, die wir gegenüber dem Transport und der langfristigen Lagerung von CO2 haben".
Doch um die Klimawelt noch zu retten, muss man notfalls auch mit dem Teufel paktieren. Mit dem kennt man sich schließlich aus und er ist beherrschbar, während die Ergebnisse der von den rund um den Erdball wie Pilze aus dem Boden geschossenen Klimapropheten präsentierten Klimasimulationen undurchschaubar, aber immer drohender werden und jedem Politiker (in reichen Klimawandelablass-Geberländern) inzwischen den Angstschweiß auf die Stirn jagen.

Weil es passieren kann, dass unsere Frau Hendricks und auch das von einer genau so klimahysterischen Soziologin verwaltete Umwelt-Bundesamt die Idee gut finden und auch an solche Maßnahmen denken – nachdem auch die Klimaberaterin C. Kemfert eine überzeugte Befürworterin der CCS-Abscheidung ist [2] – soll dazu eine orientierende Nutzen- / Kostenbetrachtung erfolgen.

Orientierende Nutzen- / Kostenbetrachtung

Die Abschätzung orientiert sich an den bei Klimaretter.Info genannten Zahlen. Die Hochrechnungen daraus dürften stark fehlerbehaftet sein und auch nicht 1:1 auf Deutschland übertragbar. Um den Sinn oder Unsinn solcher Maßnahmen zu bewerten, ist die Abschätzungsermittlung jedoch selbst mit den großen Fehlern brauchbar.

Geplantes CCS-Projekt in Norwegen

Bei Klimaschutzmaßnahmen lohnt es sich immer, orientierend den möglichen Einfluss auf die Welttemperatur abzuschätzen. Norwegen emittiert ca. 0,1 % des AGW-CO2-Weltwertes. Für die CCS-Abscheidung sehen die möglichen „Temperatur-Minderungserfolge“ wie folgt aus:

Bild 1 Einfluss von Norwegens CO2 Emissionen auf die Welttemperatur

Mehr Verminderung der Welttemperatur kann selbst eine vollständige CO2-Neutralisierung Norwegens nicht erreichen. Um diese Verringerungen zu erzielen, sind mittels CCS-Abscheidung und Lagerung die folgen Kosten aufzuwenden.

Angaben und Schätzwerte des Projektes zur CCS-Verarbeitung:
Inverstkosten für alle drei Anlagen: zwischen 3 ... 4,2 Millarden EUR
Damit lassen sich separieren und abspeichern: 1,2 Mio t CO2 / pa
Norwegen emittierte 2011: 45,5 Mio t CO2
Für das CO2 Abscheiden rechnet man mit Kosten zwischen: [4] 75-150 EUR / t
Das CO2 Forcing beträgt: [3] 0,001 °C / Gt nach IPCC; 0,0003 °C / Gt wahrscheinlicherer Wert

Projektdaten

Investkosten: 3 ... 4,2 Milliarden EUR
Laufende Kosten: 111 ... 225 Mio EUR/ pa
Dadurch erzielte Reduzierung der Welttemperatur pa (Bild 1):
Erzielbare Temperaturrettung: 0,0000015 °C / pa (IPCC-Wert); ... 0,0000005 °C / pa (wahrscheinlicherer Wert)

Die für gesamt-Norwegen hochgerechneten Daten, wenn deren CO2-Emission vollständig gespeichert wird:

Einwohner: 5.084.000
Investkosten:
91 ... 127 Milliarden EUR
Jährliche Betriebskosten für 45,5 Mio t Abscheidung mit lagern:
3,37 ... 6,83 Milliarden EUR
Investkosten pro Einwohner:
18.000 ... 25.000 EUR
Jahreskosten für eine laufende Abscheidung pro Einwohner:
663 ... 1.343 EUR
Dadurch erzielte Reduzierung der Welttemperatur pa (Daten aus Bild 1)
Erzielbare Temperaturrettung: 0,000045 °C / pa (IPCC-Wert); ... 0,000015 °C / pa (wahrscheinlicherer Wert)

CCS-Abscheidung mit den Norwegischen Kosten hochgerechnet für Deutschland

Immer neu muss man aufzeigen, wie wenig die CO2-Emissionen Deutschlands Einfluss auf die Welttemperatur haben.

Deutschland emittierte im Jahr 2014: 902 Mio t CO2

Dies ergab einen Einfluss auf die Welttemperatur pa [3]:
0,00090 °C / pa (IPCC-Wert); ... 0,00030 °C / pa (wahrscheinlicherer Wert)

Mehr „Nutzen“ kann eine Reduzierung durch CO2-Minderung nicht erzielen (außer man geht weiter und „zieht“ zusätzliches CO2 aus der Atmosphäre).

Um die Emission Deutschlands mittels CCS aufzuheben, wäre ganz grob das folgende Kostenbudget abzuschätzen:
Einwohner im Jahr 2014: 81,2 Millionen
Investkosten zur CCS-Abscheidung:
1.786 ... 2.500 Milliarden EUR
Jährliche Betriebskosten für 902 Mio t CO2-Abscheidung mit lagern:
66 ... 135 Milliarden EUR
Erforderliche Investitionskosten pro Einwohner:
22.000 ... 30.000 EUR
Jahreskosten für die laufende CCS-Abscheidung pro Einwohner:
822 ... 1.666 EUR

Wenn Wahnsinn Methode bekommt, dann ist ein Beispiel der Klimawandel

Man sollte meinen, bei solchen Wahnsinnszahlen, verbunden mit einem rein homöopathischen Nutzen käme vielleicht eine Spur Realitätssinn auf und wenigstens ein kleines bisschen Vernunft gewinne die Oberhand.
Dem ist aber nicht so. Wie im Mittelalter die Höhe der Kirchtürme über die „Zukunft“ der Christenheit „entschied“ und die Entscheider dabei keine „Kosten- / Nutzenbetrachtung“ erlaubten, ist es heute mit jeder Art von Klimaaktionismus der Ökokirche. Man kennt dabei scheinbar nur eine Betrachtung: Je höher die Kosten, umso wirkungsvoller wird es schon sein.
Warum sollte eine deutsche Regierung dazu anders denken, als eine norwegische. Beim Lesen der damaligen Pressemeldung des Umweltministeriums zum CCS-Gesetz kann man zudem feststellen, dass der damalige Umweltminister Herr Röttgen unserer Frau Hendricks an erschreckender Unwissenheit und ökogläubigster Euphorie wirklich in nichts nachstand.

Bundesministerium für Umwelt, Nr. 053/11 | Berlin, 13.04.2011: Kabinett verabschiedet CCS-Gesetz

... Die Bundesregierung hat heute den Entwurf für ein Gesetz zur Demonstration und Anwendung von Technologien zur Abscheidung, zum Transport und zur dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid (CO2) beschlossen.

Damit wurde die Voraussetzung dafür geschaffen, dass auch in Deutschland Modellprojekte zur Erprobung der CCS-Technologie durch die EU gefördert werden können.

Bundesumweltminister Dr. Röttgen: ... Durch die Möglichkeit einer Erprobung der CCS-Technologie öffnet Deutschland sich einer international beachteten Klimaschutzoption, die als Exportprodukt auch ökonomisch von großer Bedeutung sein kann. Der Gesetzentwurf ermöglicht die Erprobung am Maßstab höchster Umweltstandards ... Die Erprobung von CCS eröffnet eine wichtige Perspektive für den Klimaschutz, vor allem für eine CO2-arme Industrieproduktion. Das ist gerade für den Industriestandort Deutschland von Bedeutung, da Stahlwerke und Chemieanlagen auch langfristig nicht ganz ohne CO2-Emissionen auskommen werden. Ungeachtet der beschleunigten Energiewende, dem beschleunigten Ausbau der Energieeffizienz und der Erneuerbaren Energien werden Kohlekraftwerke sowohl bei uns als auch weltweit noch auf längere Sicht eine Grundlage der Stromerzeugung bilden. CCS kann eine Lösung zur Reduktion der dabei entstehenden Emissionen sein. Die Technologie kann außerdem zur Reduktion von Treibhausgasen bei der Nutzung von Biomasse eingesetzt werden.

Die Unwissenheit zum sich ständig wandelnden Klima beschränkt sich natürlich nicht auf Fachminister-/innen. Die GRÜNEN sind ebenfalls immer vorne dran, wenn die Klimaapokalypse beschworen werden muss:

SPIEGEL ONLINE 02.02.2007: Uno-Klimabericht"Wir haben keine zweite Chance"
Die Sahara in Berlin, Land unter in Merkels Wahlkreis? Es gibt eine Chance, die Klimakatastrophe zu verhindern, sagt Reinhard Bütikofer. Im Interview spricht der Grünen-Chef über energiesparende Geräte, Umweltschutz in China und eine CO2-freie Wirtschaft.
Bütikofer: ... Wir dürfen nicht zulassen, dass diejenigen, die bis gestern gesagt haben, es gibt keinen Klimawandel heute sagen: Da kann man nichts machen und deshalb können wir gleich weiter machen wie bislang. Die CO2-freie Wirtschaft ist keine Utopie. Es ist zu verhindern, dass in 100 Jahren die Sahara bis Berlin reicht oder London, Hamburg und der Großteil von Holland vom Meer bedeckt werden.

Auch die Industriebosse drehen durch

So wie unsere großen Versorger und nun die Autoindustrie ein Beispiel bieten, wie man sich sein Geschäftsfeld durch die Politik vorbeugend kaputt machen lässt und nach erfolgreich erlittener, politischer Gehirnwäsche auf einmal freudig dafür ist und daran mitarbeiten, geht es auch anderen, größeren Konzernen.

Klimaretter.Info 07. Mai 2016: Exxon setzt jetzt auf CCS
Exxon Mobil, der größte börsennotierte Ölkonzern der Welt, will sein Geschäftsmodell mithilfe der umstrittenen CCS-Technologie sauberer machen. Der Multi vereinbarte in dieser Woche eine engere Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Fuel Cell Energy, das die CO2-Abscheidung unter dem Namen DFC weiterentwickelt. Damit soll es möglich werden, 90 Prozent des Kohlendioxids aus Kraftwerksabgasen abzutrennen, um sie dann im Untergrund zu speichern. Mit der Forschungskooperation wolle Exxon sein öffentliches Image verbessern, schreibt die New York Times.

Es bietet sich an, dazu einen Artikel von Achgut zu lesen: [7] Dirk Maxeiner: Unbequem ist stets genehm: Die Irrtümer des Klimawarners Joachim Gauck

Herrn Bütikofer „GRÜNE“ nehme man als ein Lehrbeispiel

Wer nun auf die Idee kommt, nicht nur das CCS-Verfahren, sondern vielleicht die gesamte CO2-Emissions-Minderungsthematik könnte eine „Luftnummer“ und unter Kosten-Nutzenbetrachtung in die Kategorie „Wahnsinn“ eingeordnet werden, dürfte nicht weit weg von der Wahrheit liegen. Aber welchen Weltretter mit AGW-Klimawandel-Schnellkurs interessiert schon „Wahrheit“, seit diese aus der Klimabibel Computersimulation zu jedem schlimmen Wetterereignis rund um die Welt frisch Apokalypse-parametriert mit neuen Schrecken im Jahr 2100 zu uns kommt. Herrn Bütikofer nehme man dazu als gelungenes Lehrbuch-Beispiel.

Quellen

[1] Klimaretter.Info 16. Oktober 2016: CCS: Norwegen versucht neuen Anlauf
http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/22092-norwegen-versucht-einen-neuen-anlauf

[2] EIKE: C. Kemfert, Professorin und Politik-Beraterin für Umwelt und Energie, bekommt Ehrenpreise für Agitation
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/c-kemfert-professorin-und-politik-beraterin-fuer-umwelt-und-energie-bekommt-ehrenpreise-fuer-agitation/

[3] EIKE 11.06.2015: Mit CO2-Reduzierung retten wir die Welt – Einige Rechenspiele (nicht nur) für regnerische Nachmittage
http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/mit-co2-reduzierung-retten-wir-die-welt-einige-rechenspiele-nicht-nur-fuer-regnerische-nachmittage/

[4] AGENDA 21 Treffpunkt: eine Expertise für den WBGU nennt eine Bandbreite von 75-150 Euro
http://www.agenda21-treffpunkt.de/lexikon/CO2-Sequestrierung.htm
Inhalt

[5] DIE Bundesregierung: Rede von Bundeskanzlerin Merkel zum VII. Petersberger Klimadialog am 5. Juli 2016
https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Rede/2016/07/2016-07-05-merkel-petersberger-klimadialog.html

[6] SPIEGEL ONLINE 02.02.2007: Uno-Klimabericht "Wir haben keine zweite Chance"
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/uno-klimabericht-wir-haben-keine-zweite-chance-a-463970.html

[7] Achgut,com, Dirk Maxeiner: Unbequem ist stets genehm: Die Irrtümer des Klimawarners Joachim Gauck
http://www.achgut.com/artikel/unbequem_ist_stets_genehm_die_irrtuemer_des_klimawarners_joachim_gauck

[8] rundertischdgf: SPD Maas bei Illner: „Milliarden für Millionen von Asylanten erwirtschaftet die Wirtschaft, es sind keine Steuergelder!“
https://rundertischdgf.wordpress.com/2016/10/07/spd-maas-bei-illner-milliarden-fuer-millionen-von-asylanten-erwirtschaftet-die-wirtschaft-es-sind-keine-steuergelder/

24 Oct 09:53

Durchgesickertes Memo von der Clinton-Kampagne betreffs ,Klimawandel' zeigt: es geht wirklich um Politik, nicht um Wissenschaft

John Podesta war leitender Mitarbeiter des Büros von Bill Clinton und Berater des Präsidenten für Obama. Er ist Chef der Kampagne von Hillary Clinton.

Chris Lehane – als er ein Anwalt im Counsel's Office des Weißen Hauses war, haben er und sein jetziger Geschäftspartner Mark Fabiani sich selbst als die „Masters of Disaster” bezeichnet, und zwar wegen ihrer Arbeit als ein „Schnellreaktions-Team“ bzgl. der vielen Skandale der Clinton-Administration. Lehane war Mitautor eines Buches über Schadensbegrenzung mit dem Titel „Masters of Disaster: The Ten Commandments of Damage Control [etwa: Katastrophen-Meister: Die zehn Gebote der Schadensbegrenzung]. Jim Jordan, ehemaliger Kampagnen-Manager von John Kerry, nannte ihn einen „Meister des politischen Nahkampfes“ (hier) wegen seiner Arbeit als politischer Stratege.

Hier folgen Auszüge aus diesem Memorandum:

Danke, dass Sie uns aufgefordert haben, ein paar Gedanken für eine holistische Herangehensweise an das Thema Klima zu teilen. Unserer Anweisung zufolge ist das Ziel, Politik und Politiker zu vereinheitlichen. Außerdem sollen wir der Administration Hinweise geben, die ihr helfen zu entscheiden, wie man am besten einen fundierten Plan über einen Zeitraum von vielen Jahren ausführen könnte … Dieses Dokument soll soll einigen Stoff zum Nachdenken liefern angesichts des Umdenkens der Administration beim Thema Klima … es spricht die vier Komponenten an, die die Administration berücksichtigen sollte, wenn sie eine Führerschaft hierzu einnehmen möchte.

1. Drei-Jahre-Rahmen. …

2. Richtig oder falsch. Sammeln Sie Argumente, dass man das Thema Klima als eine Herausforderung einer historischen sozialen Veränderung sehen muss, wobei der Fortschritt teilweise davon abhängt, ob man das Thema erfolgreich als einen moralischen Fall betrachten kann, wer recht hat und wer falsch liegt …

3. Der Große Gedanke … Er könnte ein herangehen der gesamten Administration an das Thema Klima während der nächsten drei Jahre antreiben …

4. 2014 Aktionsplan ...

Um den Sieg zu erringen, müssen wir den Klimawandel als eine Angelegenheit von historischer Bedeutung behandeln, die einer wirklichen politischen Bewegung wert ist, um Änderungen zu erzeugen. Diese politische soziale Bewegung muss auf moralischen Prinzipien fußen mit handfesten Definitionen, wer recht hat und wer unrecht hat, und es ist wichtig, die historisch negativen, irreversiblen Implikationen herauszustellen, zu denen es kommen wird, wenn wir nicht erfolgreich sind.

Mit der Verfolgung dieses Themas als politische soziale Bewegung werden Präsident Obama und seine Regierung am ehesten in der Lage sein sicherzustellen, dass sein Erbe seine beispiellose Führerschaft zum Thema Klima enthält, die initiativ dazu führte, die politischen tektonischen Platten unseres Landes so zu verschieben, dass eine transformative Klimawandel-Politik durchgeführt werden kann.

Am Ende muss man angesichts der mächtigen und fest verwurzelten Interessen gegen diese Klimawandel-Politik über eine Organisationsstruktur verfügen, die definitiv festlegt, dass die Regierung auf der richtigen Seite der Sache steht, und – genauso wichtig – die definitiv die Opposition dagegen als moralisch unverantwortlich hinstellt bei einem Vorgang, der Gesundheit und Wohlstand des amerikanischen Volkes bedroht. …

Man definiere das Thema so, dass all jene, die an die Wissenschaft glauben und daher Schritte unternehmen, um den wissenschaftlichen Ergebnissen Rechnung zu tragen auf der einen Seite stehen, und alle Opponenten als nicht an die Wissenschaft glaubend auf der anderen Seite. Die Kraft dieses Vorgehens liegt darin, dass die Opposition in eine unhaltbare Ecke gestellt wird (die große Mehrheit der Menschen glaubt der Wissenschaft, dass sich das Klima ändert). Außerdem passt es zu dem, was wir das Höhlenmensch-Narrativ nennen (Anti-Frauen; Anti-Latino; gegen eine dem gesunden Menschenverstand folgende Finanzpolitik und anti-wissenschaftlich). Dies wird grundlegendes Misstrauen gegenüber der Republikanischen Partei wecken – besonders bei wahlentscheidenden Wählergruppen. Entweder man glaubt an die Grundlagenwissenschaft, oder man ist gegen Grundlagenwissenschaft – wobei Letzteres eine Grundvoraussetzung vermissen lässt, in der Lage zu sein, ein öffentliches Amt zu bekleiden. ...

Das Gewinnen-Prinzip

Der gesamte Vorgang muss animiert werden durch drei Prinzipien, die politische Maßnahmen in Verbindung bringen mit den „vier Freiheiten“ von Präsident Roosevelt [hier bei Wikipedia] oder den ,Three C's von TR' [Google brachte keine Lösung, was das ist. Anm. d. Übers.]). Im Zusammenhang mit Informationen durch verschiedene Kampagnen (Kandidaten- und Abstimmungs-Initiativen), in welchen Klima eingesetzt wird als ein definitiv gewinnendes politisches Element gibt es drei Dinge, die wirklich als fest verankerte Prinzipien herausragen, die den Großen Gedanken stützen können (was immer der Große Gedanke sein möge).

Gesundheit/Sicherheit: Die Opposition muss dargestellt werden als engagiert in Praktiken oder als auf Positionen stehend, die demonstrativ Gesundheit und Sicherheit unserer Bürger gefährden. Dies reicht von großen Themen wie Extremwetter über lokale Themen wie Trinkwasser, Luftgüte und ,rail safety' [wie übersetzt man das? Anm. d. Übers.] bis hin zu Mikrothemen wie Asthma bei Kindern. Die Menschen werden aufmerksam, wenn es um Gesundheit und Sicherheit ihrer Familien geht.

Brieftasche: Die Menschen werden aufmerksam, wenn Klimaauswirkungen sie ökonomisch betreffen. Auf der positiven/angestrebten Seite kann es bei diesem Prinzip darum gehen, ob neue grüne Arbeitsplätze hier oder in Übersee entstehen, oder wie Bürger Geldsparen können, indem sie weniger für Energie bezahlen. …

Zuverlässigkeit/Berechenbarkeit: Man folge dem Geld! Wer ist verantwortlich für die schlimmen Dinge, die vor sich gehen, und wie malträtieren sie das System, um aus den schlimmen Dingen Kapital zu schlagen? …

Aktionsplan 2014

Einrichtung einer Extremwetter-SWAT [Special Weapons and Tactics = Spezialeinheit der amerikanischen Polizei], die auf Zusammenarbeit vorbereitet sein muss und bei Extremwetterereignissen eingreifen soll – einschließlich der Reaktion darauf im lokalen Bereich, bei Medien und über wissenschaftliche Informationen der historischen Natur des Ereignisses …“

-----------------Ende der Auszüge-----------------

Schlussfolgerungen daraus:

Das Wichtigste bzgl. dieses Memos [warum nur musste ich bei der Übersetzung ständig an die Berichterstattung z. B. in der „Süddeutschen Zeitung“ denken? Anm. d. Übers.] – nach offensichtlich drei Jahren – ist dessen komplettes Scheitern [was die SZ offenbar noch nicht mitbekommen hat. Anm. d. Übers.]. Nur wenige Amerikaner betrachten Umweltprobleme als unser größtes Problem (hier). Es spielt bei der Präsidentenwahl nur eine untergeordnete Rolle (hier) und wird sogar kaum einmal erwähnt (hier). Klimawandel befindet sich nicht unter den Top 10 unserer Befürchtungen (hier).

Der ganze Vorgang ist reine Politik, und Wissenschaft wird kaum einmal erwähnt. Beispiel: die SWAT-Teams machen für sämtliche „Extrem“-Wetterereignisse den Klimawandel verantwortlich – und ignorieren die Tatsache [die jeder selbst nachvollziehen kann, wenn er denn will, Anm. d. Übers.], dass Extremwetter normal ist und auch schon lange vor irgendwelchen anthropogenen Effekten aufgetreten ist. Das IPCC hat dies wiederholt erklärt, nicht nur in den regelmäßigen Zustandsberichten, sondern auch in dem Report aus dem Jahr 2012 „Managing the Risks of Extreme Events and Disasters to Advance Climate Change Adaptation” (SREX).

Noch schlimmer: der polarisierende Rahmen („Die große Mehrheit der Leute glauben der Wissenschaft, dass sich das Klima ändert“) ignoriert die Schlüsselfrage, wie viel der Änderung anthropogenen Quellen geschuldet ist – und wann. Darüber wird unter Klimawissenschaftlern diskutiert (und da gibt es längst keinen Konsens), ebenso wie über den notwendigen Input für öffentliche politische Entscheidungen.

Klimawandel als moralische Angelegenheit zu beschreiben, schien für Lehane wie der sichere Gewinner auszusehen, vor allem in der Akademia, bei Journalisten und den meisten sie unterstützenden NGOs. Aber dies verhinderte politische Kompromisse oder auch jedwede rationale Diskussion über einen Kosten-Nutzen-Vergleich – beides ist unabdingbar für eine erfolgreiche öffentliche Politik. Das Ganze wurde polarisiert, so dass Amerika nur wenige Maßnahmen ergriffen hat, um sich auch nur auf Wiederholungen von Wetterereignissen der Vergangenheit vorzubereiten (woran uns der Hurrikan Matthew erinnert hat).

Noch schlimmer, Lehane erwähnt nicht, auf welche Quellen der Wissenschaft er sich stützt. Ist es das IPCC? Die NOAA? Sind es die Alarmisten, die Journalisten lieben ob ihrer markigen Schlagworte? Sind es die Klimawissenschaftler, die die Berichte der IPCC-Arbeietsgruppe I schreiben und die größte Mühe darauf verwenden, ihren Wissensstand zu erklären – und die vielfach großen Unsicherheiten darin? Es gibt eine große Lücke zwischen der Gewissheit der Erwärmung seit Anfang des 19. Jahrhunderts plus hinsichtlich der Größe der Rolle anthropogener Antriebe seit 1950 einerseits – und den massiven Wissenslücken hinsichtlich der Treiber des Klimas während des 21. Jahrhunderts andererseits. All das geht verloren, wenn das Ganze unter rein moralischen Gesichtspunkten erörtert wird.

Folglich haben sie verloren. Clintons möglicher Wahlsieg gibt Lehane und seinen mitstreitenden Aktivisten eine zweite Chance. Werden sie Lehren ziehen aus ihrem Versagen während der 28 Jahre, seit die Anhörung von James Hansen im Jahre 1988 vor dem Kongress (hier) die Bewegung ins Rollen brachte? Oder werden sie ausreichend politische Macht haben, um ihre Agenda durchzupeitschen trotz der geringen politischen Unterstützung und trotz ihrer ineffektiven Pläne?

Es gibt bessere Wege, mit großen öffentlichen Politik-Themen umzugehen. Klimawandel, oder verrückte Kriege im Ausland oder auch unser falsches Umgehen mit so vielen anderen grundlegenden Herausforderungen – diese zeigen unsere dysfunktionelle Politik bei der Arbeit. Wir können es besser!

Timothy Wirth (Präsident der UN-Foundation) ehemaliger Senator der Demokraten und Kumpel von Al Gore:

Wir müssen auf dem Thema globale Erwärmung herumreiten. Selbst wenn die Theorie der globalen Erwärmung falsch ist, tun wir das richtige im Sinne der Wirtschafts- und Umweltpolitik.“

Christine Stewart (frühere kanadische Ministerin für Umwelt):

Es ist egal, ob die Wissenschaft der globalen Erwärmung komplett an den Haaren herbeigezogen ist, gibt uns der Klimawandel doch die größte Möglichkeit, Gerechtigkeit und Gleichheit in die Welt zu tragen.“ 

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/10/17/leaked-clinton-campaign-memo-on-climate-change-shows-its-really-about-politics-not-science/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

24 Oct 09:52

Editorial: Was, wenn die Werbung zu viel Bandbreite verspricht?

Internetgeschwindigkeit: Was bekommt der Kunde wirklich?Die Grünen fordern, dass Anbieter die Bandbreite künftig verbindlich versprechen. Doch in der Praxis wäre ein solches Gesetz schwer umzusetzen. Zudem gibt es eine viel einfachere Lösung.
24 Oct 09:50

Symmetric multi-processing, multi-threading and synchronisation explained

24 Oct 09:50

The Sad State of HTML Email Input Fields and IDNs

24 Oct 09:49

Elon Musk's finances

24 Oct 09:36

Microsoft-Patent beschreibt Verbindung zweier Surface-Tabets über den Tastatur-Anschluss

by Albert Jelica

microsoft-patent-surface-display

Microsoft im Juni dieses Jahres ein Patent beantragt, das die Verbindung zweier Tablets mit einem an der Unterseite angebrachten Anschluss beschreibt. Der Antrag der Redmonder wurde am 20. Oktober vom US-Patentamt veröffentlicht.

Das Patent ist sehr oberflächlich verfasst und beschreibt lediglich eine physische Verbindung zweier Computer über einen Anschluss. Beispielsweise können so Tablets oder auch Smartphones über einen magnetischen Anschluss oder auch kabellos miteinander verbunden werden, um beispielsweise die verfügbare Displaygröße zu erweitern oder das untere Gerät als Tastatur zu nutzen.

Das Lenovo Yoga Book verfolgt ein sehr ähnliches Konzept und zwar besitzt das Convertible-Notebook eine Touch-Fläche anstelle der Tastatur. Diese dient zwar nicht als Display, dafür kann darüber aber mittels eines aktiven Stylus auch gezeichnet werden. Der HP Sprout nutzt ebenfalls eine weitere Fläche als Displayerweiterung, welche vom oberen Rand des Displays auf die Fläche vor dem All-in-One projiziert wird. Dafür sind allerdings externe Softwarelösungen und Treiber vonnöten.

Jedenfalls ist es interessant zu sehen, dass auch Microsoft solche Konzepte in Betracht gezogen hat. Dass daraus aber tatsächlich etwas wird, deutet sich bislang jedoch nicht an. Wenn Windows 10 solche Dual-Dispalys unterstützen würde, könnten Hersteller weitere Formfaktoren leichter umsetzen und für das Windows-Ökosystem wären diese gewiss eine Bereicherung.


via mspu / Quelle: USPTO

Der Beitrag Microsoft-Patent beschreibt Verbindung zweier Surface-Tabets über den Tastatur-Anschluss erschien zuerst auf WindowsArea.de.

24 Oct 09:34

Google Pixel XL im Teardown: Komponenten leicht ersetzbar, Kritik am Display

by Jörn Brien

Das neue Google Pixel XL lässt sich im Vergleich zu anderen von HTC entwickelten Smartphones leicht reparieren. Kritik von den Bastelprofis von iFixit gibt es aber trotzdem.

Google Pixel XL im Teardown hinter iPhone 7

Im traditionellen Teardown, in dem die Reparaturfreundlichkeit neuer Geräte getestet wird, haben die Bastelprofis von iFixit sich dieses Mal das Google Pixel XL (Test) vorgenommen. Das Fazit: Das größere der beiden neuen Google-Smartphones, das von HTC zumindest mitentwickelt wurde, hat die Note sechs von zehn erhalten. Damit liegt das Google-Phone deutlich vor den Highend-Smartphones aus dem Hause HTC – das One M9 etwa bekam nur zwei Punkte –, aber hinter dem Rivalen iPhone 7, der von iFixit sieben von zehn möglichen Punkten erhielt.

Das Display des Google Pixel XL ist nicht so leicht zu öffnen. (Foto: iFixit)
Das Display des Google Pixel XL ist nicht so leicht zu öffnen. (Foto: iFixit)

Das iFixit-Team hebt in seinem Pixel-XL-Teardown positiv hervor, dass sich viele modulare Komponenten leicht ersetzen ließen. Außerdem sei nur eine Sorte an Schrauben verwendet worden, was das Auseinanderbauen und Wiederzusammensetzen erleichtere. Der Akku, übrigens die einzige Komponente auf der HTC ein deutliches Markenzeichen hinterließ, sei nur leicht verklebt und ebenfalls einfach zu ersetzen.

Google Pixel XL: Display nicht gut verbaut

Allerdings bemängelten die iFixit-Profis, dass das Display des Pixel XL vergleichsweise schlecht verbaut sei. Beim Öffnen des Geräts müsse dieses nahezu aufgestemmt und könne daher leicht beschädigt werden. Dafür hat das Pixel XL laut iFixit einen besseren Akku als das iPhone 7 Plus (Test) (13,28 Wattstunden versus 11,1 Wattstunden), aber an das Samsung S7 Edge (Test) mit 13,86 Wattstunden kommt das Google-Smartphone nicht heran.

Der Youtuber „JerryRigEverything“, der schon das iPhone 7 einem Härtetest unterzogen hat, lobte die neuen Google-Smartphones ebenfalls. Er bescheinigte dem Pixel, das es sich kaum verbiegen lasse und zu den widerstandsfähigsten Smartphones des Jahres 2016 gehöre. Allerdings wurde die Abdeckung des Lautsprechers bemängelt, die offenbar nur aus Stoff besteht. Offenes Feuer verträgt das Display des Pixel ebenfalls nicht so gut.

Google Pixel XL von allen Seiten

Mit dem Pixel und XL positioniert Google sich erstmals als Smartphone-Hersteller. (Foto)

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Passend zum Thema: Pixel und Pixel XL im Test: Viel Google zum iPhone-Preis

via www.engadget.com

24 Oct 09:34

We've been working on a new look and feel for OSMC

by Sam Nazarko

A while back, we showed you that we were working on a new look and feel for OSMC.

Our brand has evolved a lot over the past few months and we want to update our skin to reflect that. Our current skin is not supported by the upcoming Kodi Krypton (v17), so we took the opportunity to work on something new. Many of you will no doubt already have favourite skins, but we feel that there is a place for a well designed OSMC skin that provides a unique look and feel.

We made some changes to our skin in June 2015, and some of you liked the new changes, and some of you didn't. We believe that your feedback is an important part of making the new OSMC skin as user friendly and visually stunning as possible for as many different users as possible.

While the OSMC team is lucky enough to have a talented graphic designer, we have always struggled to find a permanent skinner committed to improving the OSMC look and feel. Developing a skin from a design takes a large amount of patience; effort and skill. It's a tough job. Our resident designer Simon Brunton teamed up with Andy M to work on something special.

When we refreshed the OSMC skin, we understand that many saw this as a regression, and in fact preferred the first iteration of the skin. As a result, with our new skin, we've gone back to our roots, and added a little of the new OSMC flare.

We'd love for you to test the skin. This skin is compatible with the upcoming Kodi Krypton (v17), so you will need to be running a test build to try the skin.

Please let us know what you think of the skin. We've got some great plans for it!

24 Oct 09:32

Ich habe bei der Produktion meines iPhone-Cases in China zugesehen

by Moritz Stückler

Unser Autor hat sich die Produktion seines iPhone-Cases in China angesehen: Eine Begegnung mit der Globalisierung.

Ich habe ein bisschen Angst, dass meine bisherig jungfräuliche westliche Ignoranz heute ihr Ende findet. Globalisierung ist an allem Schuld und in China hocken die Kinder und nähen oder schrauben unsere Wohlstandsgüter für die westliche Welt zusammen, das weiß doch jeder. Als ich auf den Hof der Fabrik in Shenzhen einbiege, habe ich also Bilder von riesigen Industriehallen, architektonischer Monotonie, minderjährigen Arbeiterinnen, verschmutzten Flüssen und rauchenden Schornsteinen im Kopf.

Der erste Eindruck als ich aus dem Auto steige hilft in dieser Hinsicht auch nicht weiter: Das Fabrikgebäude hat schon bessere Zeiten gesehen und wirkt nicht gerade einladend. Das Tor zur Straße ist ramponiert, im Hof liegen Autoreifen herum und es stapeln sich an vielen Stellen anonym aussehende braune Pappkartons. Die Fabrik ist deutlich kleiner als erwartet.

Die Tore stehen offen, Werkschutz gibt es nicht

Außerdem war ich darauf eingestellt, dass ich mich bestimmt an gewisse Regeln halten muss, wie man sie von anderen Firmen-Besuchen kennt: Keine Fotos, keine Gespräche mit den Mitarbeitern, eventuell sogar ein Vertrag, der zum Stillschweigen verpflichtet. Aber nichts davon trifft hier zu. Unser englischsprachiger Kontakt bittet uns direkt ins Erdgeschoss eines der Gebäude. Sowas wie Werkschutz oder Zugangskontrollen gibt es hier nicht. Die Tore zu den Produktionsräumen stehen offen – jeder kann rein und raus. Und über unseren westlichen Voyeurismus beschwert sich auch niemand. Ich darf alles filmen, fotografieren und anfassen.

Der Formenbau im Erdgeschosse. (Foto: Moritz Stückler)
Der Formenbau im Erdgeschoss. (Foto: Moritz Stückler)

Formen aus Kupfer und Aluminium: CNC-Maschinen überall

In der ersten Halle ist der Formenbau untergebracht. Überall liegen große Metallteile auf dem Boden und es ist sehr laut. Um uns herum stehen einige riesengroße Maschinen und gehen ihrer Arbeit nach. Spätestens beim ersten Blick auf die verwendeten Maschinen trennt sich der reale Eindruck deutlich von meiner Erwartungshaltung. Soweit das mein Informatiker-Auge beurteilen kann, ist hier alles auf dem neusten Stand der Technik. Die Formen werden alle komplett computergesteuert gefräst. Der Inhalt der grünen Schwerlastregale sieht fast aus wie die Handysammlung eines Smartphone-Nerds. Erst bei genauem Hinsehen erkennt man, dass es sich nur um Formen aus Kupfer und Aluminium handelt.

Einige der älteren Formen lagern im Regal. (Foto: Moritz Stückler)
Einige der älteren Formen lagern im Regal. (Foto: Moritz Stückler)

Im ersten Stock befindet sich das Herzstück der Produktion: Neun riesige Spritzgussmaschinen, auch hier wieder modernste Technik. Der Spritzvorgang passiert in einer geschlossenen Kabine. Die fertigen Werkstücke müssen nach dem Spritzvorgang nicht einmal manuell von der Form genommen werden. Ein mechanischer Greifarm übergibt das noch warme Case an einen Mitarbeiter, der an einem Arbeitstisch vor der Maschine hockt. Mit einer gekonnten Handbewegung entfernen die Mitarbeiter dann eine Gussnase und mit einer kleinen mechanischen Stanze wird noch schnell die Kamera-Öffnung in die Rückseite der Hülle gestanzt, bevor schon das nächste Case aus der Maschine kommt.

Neun Spritzgussmaschinen schaffen 40500 Cases am Tag. (Foto: Moritz Stückler)
Neun Spritzgussmaschinen schaffen 40500 Cases am Tag. (Foto: Moritz Stückler)

Rohstoff: Ausschließlich recyceltes Plastik

Als Rohstoff dienen große Säcke voll mit Polypropylen. Laut unserem Guide werden die Cases aus hundert Prozent recyceltem Plastik hergestellt. Und tatsächlich finde ich im Sack noch die Reste von alten Kabelbindern und Plastikflaschen. Das recycelte Material habe angeblich sogar bessere Eigenschaften für die Produktion als „frisches“ Plastik. Die Farben werden in Form diverser Pülverchen zugegeben.

Kleine Fabrik: Hier werden „nur“ 40.500 Hüllen pro Tag gefertigt.

Eine einzige der Maschinen könne etwa 4500 Hüllen pro Tag produzieren, erzählt mir unser Ansprechpartner. Dabei laufen die Maschinen 22 Stunden täglich. Im Kopf überschlage ich schnell die Zahlen: Bei neun Maschinen kann diese Fabrik also rund 40.500 Hüllen pro Tag fertigen – verrückterweise gilt das hier als sehr kleine Fabrik.

Viel Handarbeit: Entgraten, stanzen, putzen und verpacken

Ich bin relativ überrascht, wie viel Handarbeit noch in so einer simplen Handyhülle steckt. Es ist doch ein ganz einfaches Modell, ultra-dünn, eine Farbe, ein Material und kein Schnickschnack. Trotzdem sitzen im nächsten Raum etwa 30 Arbeiter. Im vorderen Bereich sind es nur Frauen, die mit einem Skalpell den verbleibenden Grat von den Cases abtrennen – eine unglaublich filigrane Arbeit. Definitiv ein Job, den ich mir nicht wünschen würde, aber die Frauen machen keinen unzufriedenen Eindruck. Als ich reinkomme, wird an einigen Stellen gekichert – westliche Besucher haben sie hier bestimmt nicht jeden Tag.

Alle haben ihre (privaten) Smartphones auf dem Tisch liegen, manche hören Musik, andere unterhalten sich. Keiner der Mitarbeiter sieht so aus als müsse er hungern, hätte nicht genug Klamotten im Schrank oder wäre minderjährig – beweisen kann ich das nicht. Die Frage nach dem Lohn und den Sozialleistungen (falls es sowas gibt) traue ich mich trotzdem nicht zu stellen. Dafür lasse ich mir von einigen Mitarbeitern ihre jeweiligen Arbeitsschritte erklären und sie zeigen mir die kleinen Details, auf die sie achten.

Filigrane Akkordarbeit: Letzte Gratreste werden mit dem Skalpell entfernt. (Foto: Moritz Stückler)
Filigrane Akkordarbeit: Letzte Gratreste werden mit dem Skalpell entfernt. (Foto: Moritz Stückler)

Am hinteren Ende des gleichen Raumes sitzen viele Männer an größeren, mechanischen Stanzen und entfernen die Ausschnitte für Ladekabel, Lautstärke- und Power-Button. Neue Hülle vom Stapel nehmen, auf die Metallform auflegen, Schwungrad drehen, Hülle um 90 Grad rotieren, nochmal am Rad drehen, fertig sind die Löcher. Ebenfalls wieder eine äußerst monotone Arbeit.

Einkaufspreis: 1 Euro – Verkaufspreis: 15 Euro

An den letzten beiden Stationen werden noch eventuelle Flecken und Fingerabdrücke auf den Hüllen mit etwas Putzmittel weggewischt, gleichzeitig werden die letzten feinen Grat-Reste mit einer Lampe abgeflammt und jedes Case wird in eine Plastikhülle gepackt. Optional gibt es im nächsten Raum noch aufwändige Verkaufs-Verpackungen – je nachdem ob der Kunde das wünscht. Ohne Verpackung verschickt die Fabrik 500 Hüllen in einem Karton. Einkaufspreis für mein Modell: Etwa ein Euro, je nach Stückzahl und Verpackung. Die Verkäufer in Europa müssen dann noch Versand, Zoll, Verpackung, Personalkosten und einiges mehr addieren. Auf Amazon wechselt das Case am Ende für 15 Euro den Besitzer.

Einige der produzierten iPhone-Cases. (Foto: Moritz Stückler)
Einige der produzierten iPhone-Cases. (Foto: Moritz Stückler)

Die Besichtigung war extrem spannend und auf dem Heimweg versuche ich meine Gedanken zu ordnen: Meine Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet. Natürlich sind die Tätigkeiten sehr monoton und körperlich anspruchsvoll. Der Job in so einer Fabrik hat bestimmt nichts mit Selbstverwirklichung zu tun. Andererseits ist der Eindruck weit entfernt von dem, was man oft in den Medien liest und hört. Es gibt hier keine Selbstmord-Netze, keine Aufseher und keine disziplinarische Stille. Stattdessen bleiben mir am ehesten freundliche Menschen und hohe technische Präzision als Erinnerung im Kopf.

Einige der produzierten iPhone-Cases. (Foto: Moritz Stückler)

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24 Oct 09:30

Map of the Internet: Fundierte Hintergründe zum Netz der Netze

by Dieter Petereit

Das Parallaxdesign der „Map of the Internet” mit seiner Retrooptik umrahmt sehr schön eine sehr fundierte Erklärung dessen, was das Internet an den Stellen ausmacht, die man nicht sieht. Das solltest du nicht verpassen.

Map of the Internet: Faktenwissen zum Rückgrat des Netzes

Die Macher des News-Aggregators Quarz erklären mit ihrer „Map of the Internet” unter anderem, wie eine News es schafft, zur Anzeige in deinem Bildschirm zu gelangen. Dabei verwenden sie das moderne Parallaxdesign. Neue Inhalte blenden sich während des vertikalen Scrollings animiert ein. Die Animationselemente erinnern an die Pixelgames der Neunziger.

Die „Map of the Internet” richtet ihr Hauptaugenmerk auf die Hardware zwischen der Hardware, mithin alles, was sich außerhalb deines Einflussbereichs abspielt. Es erklärt die Bedeutung der Unterseekabel, die Satellitenanbindung, die Möglichkeit der Manipulation der übertragenen Inhalte und mehr.

Dabei bedienen sich die Autoren der Parabel eines Waldes. Obwohl sich nur wenige Teile des Internets tatsächlich physikalisch berühren, ist das System untereinander verästelt wie das eines Waldes. Informationen werden permanent in verschiedene Richtungen übertragen, immer wieder konvertiert und rückkonvertiert.

Schicke Animationen und parallaxes Scrolling bietet spielerischen Zugang zu den fundierten Hintergrundinformationen. (Screenshot: t3n)
Map of the Internet: Schicke Animationen und parallaxes Scrolling bieten spielerischen Zugang zu den fundierten Hintergrundinformationen. (Screenshot: t3n)

Die Übertragungstechnologie ist ebenso vielfältig. Über manche Strecken nimmt die Information die Form des Lichts an, über andere überträgt sie sich mittels Funkwellen oder als elektrisches Signal. Dabei überschreitet sie die unterschiedlichsten Grenzen und verändert Gesellschaften, Branchen, Menschen.

Der Ausbau des Netzes schreitet beständig voran, getrieben von dem Erfordernis, immer mehr Videocontent in immer besserer Qualität immer schneller zu den Nutzern bringen zu müssen. Gegenwärtig besteht rund 70 Prozent des gesamten Netztraffics aus Videoinhalten. Cisco rechnet damit, dass dieser Anteil bis 2020 auf 90 Prozent ansteigen wird. Hauptverantwortlich für die Hälfte der Trafficspitzen in den USA ist Netflix allein.

Besonders die Content Delivery Networks arbeiten stetig daran, mit parallelen Strukturen für eine Entlastung der Hauptadern und eine Beschleunigung der eigenen Dienste zu sorgen.

Das heutige Kabelsystem hat mit jenem von vor zwanzig Jahren nur noch wenig gemein. In diesem Artikel auf Quarz kannst du dir den Ausbau des Netzes seit 1990 visualisieren lassen.

Map of the Internet: Das Netz ist zentraler und überwachter als man annehmen könnte

Dennoch ist es so, dass das viel gelobte dezentrale Internet weitaus zentraler strukturiert ist als man annehmen würde. Das liegt daran, dass es weltweit nur relativ wenige Hauptknotenpunkte, etwa den DE-CIX in Frankfurt gibt, die man natürlich relativ leicht abschalten und so das Netz zum Erliegen bringen könnte.

In weniger demokratisch organisierten Ländern wird überdies so vorgegangen, dass nur wenige Übergänge vom inneren zum weltweiten Netz gebaut werden. Insbesondere China vertritt den Grundsatz der „Internet Souveränität", was im Kern bedeutet, dass nach chinesischer Lesart jeder Staat in der Lage sein sollte, ein eigenes Internet zu betreiben und zu gestalten. Da freut sich jeder Kontrollfreak. Mehr zu diesem Thema erfährst du in diesem Artikel.

Ungeachtet dessen ist es so, dass Informationen ansonsten selbst dann nicht im Inland bleiben, wenn sie es könnten. So ergab eine Untersuchung, dass vier Prozent des Traffics zwischen Frankfurt und Hannover nicht direkt übertragen, sondern über Paris und München geroutet wird. Nutzer in Singapore stellten sogar fest, dass 25 Prozent ihres digitalen Nahverkehrs sowohl den Pazifik als auch den Atlantik überquert, bevor er an der gewünschten Destination ankommt.

All diese und noch weit mehr Informationen erreichst du über die „Map of the Internet”. Wenn du mal eine andere Art von abendfüllendem Programm als die nächste Folge von ”Das Supertalent” suchst, kannst du hier mühelos fündig werden.

23 Oct 17:05

Psychologie: Warum ist es so schwer, mit dem Nägelkauen aufzuhören?

by ZEIT ONLINE: Gesellschaft - Philipp Kienzl
Meistens geschieht es unbewusst, manchmal tut es weh, schön sieht es nie aus. Hier sind Tipps, wie Sie auch als erwachsener Mensch vom Nägelkauen loskommen können.
23 Oct 17:05

Researchers: Medical errors now third leading cause of death in United States

23 Oct 17:05

Die skurrilsten Kommentare: Wer solche Design-Kunden hat, braucht keine Feinde mehr

by Jessy Kösterke

Der Kunde aus der Hölle, jeder kennt ihn. Grapheine macht sich einen Spaß daraus und zeigt die besten Kommentare.

Besonders Designer kennen diese Nachrichten von Kunden nur zu gut. Nach unzähligen Änderungswünschen wird endlich die Datei newfinalestfinal.psd zum Kunden geschickt. Und alle hoffen auf die Abnahme. Doch leider freut man sich oft zu früh, denn der Kunde hat da noch ein paar Extrawünsche. Und wie er diese besonderen Wünsche mitteilt, malt Designern das ein oder andere Lächeln ins Gesicht.

Und aus all den Weisheiten, Verbesserungsvorschlägen oder Sonderwünschen, die Designer täglich von Kunden erhalten, hat sich die Agentur Grapheine einen Spaß gemacht. Sie haben anhand von vier Beispiel-Illustrationen typische Kommentare von Kunden aufgelistet. Kommentare, die in der Realität leider jedem begegnen.

Der Kunde ist König

Die von der Agentur kommentierten Bilder sind weltbekannte Design-Exemplare. Die Ausrichtung, Gestaltungselemente oder Farben wurden also bewusst gewählt. So, wie es in einem Screendesign oder allen Arten von Print-Design auch gewählt wird. Leider müssen sich Designer von heute für jeden Pinselstrich und jedes Element rechtfertigen.

Die Bilder zeigen die Klassiker von A bis Z. Sie beginnen beim Hinzufügen eines weiteren Logos, welches sich der Designer aus einer Word-Datei ziehen darf, bis hin zu weisen Hinweisen über die Anordnung einzelner Elemente oder jeglichen Abständen.

Aber auch Vorschläge vom Kunden, die in der Praxis oft sehr absurd sind, kommen nicht zu kurz. Anhand eines Posters von Bob Dylan würde der Kunde zum Beispiel die weißen Flächen mit Bildern oder Text restlos ausfüllen und Partner-Logos hinzufügen – die passenden Dateien können dann aus der mitgelieferten Gif, Jpg oder Doc-Datei entnommen werden.

Was sind eure Klassiker? Schreibe es in die Kommentare!

(Grafik: grapheine.com)

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via www.grapheine.com

23 Oct 17:04

Schwan fährt eine Runde im Streifenwagen mit

München - Ob es wohl der Traum jedes Schwans ist, einmal in einem Streifenwagen mitfahren zu dürfen? Für ein Tier aus München hat sich dieser Traum nun erfüllt.
23 Oct 17:04

Hohe Phishing-Quote: So einfach ließen sich US-Politiker hacken

Die Veröffentlichungen von Wikileaks bringen die US-Politik in Schwierigkeiten. Die Hacks machen deutlich, welche Gefahren durch die Nutzung populärer E-Mail-Dienste wie Gmail entstehen. (Security, Gmail)
23 Oct 17:03

BMW kracht gegen Baum: 16-Jährige schwebt in Lebensgefahr

München - Bei einem schweren Unfall am Freitagabend ist ein 16-jähriges Mädchen lebensgefährlich verletzt worden. Ob sie überlebt, ist noch nicht klar.
23 Oct 17:03

19.000 Euro Hotelrechnung: Gast will nicht zahlen

München - Auf die stattliche Summe von 19.000 Euro hat sich die Rechnung eines Saudi-Arabers in einem Hotel angehäuft. Zahlen allerdings wollte er nicht.
23 Oct 17:03

Controllers punished over near collision incident at Shanghai Airport, China

by Harro Ranter
Hongqiao Airport and the incident aircraft routes

Hongqiao Airport and the incident aircraft routes

Fifteen Chinese air traffic controllers were punished by authorities for their involvement in a serious runway incursion incident at Shanghai-Hongqiao Airport last week.

On October 10, 2016 China Eastern Airlines flight MU5643, an Airbus A320, was involved in a serious runway incursion incident during takeoff from Shanghai-Hongqiao Airport, China.
The aircraft was cleared for takeoff from runway 36L for a domestic flight to Tianjin. As it was accellerating down the runway, an Airbus A330 entered the active runway via taxiway B3. The China Eastern Airbus A330-343 had landed on runway 36R after a flight from Beijing (MU5106). The flight was then cleared to taxy to the terminal.

It left the runway via B3, crossed taxiway Bravo and entered the active departure runway via taxiway H3. This crossing is located 2110 meters from the threshold of runway 36L and 2400 m from the point where the A320 commenced takeoff.
The A320 was accellerating through 110 knots when the crew noted the A330 entering the runway. The crew selected TOGA thrust and continued their takeoff. The aircraft rotated at about 130 knots and climbed over the A330 with a separation of just 19 m.

punishment

The Civil Aviation Administration of China (CAAC) stated that air traffic controllers at Hongqiao Airport had issued clearances to both aircraft, causing the conflict.
The licenses of the controllers manning the commanding and monitoring positions were revoked, in one of the cases for life.  Thirteen officials with the East China Air Traffic Management Bureau as well as the bureau’s air traffic control center and safety management department were either given Party warnings, serious warnings, had demerits recorded or faced losing their positions, the CAAC stated.

The captain of the A320 on the other hand was granted a ‘first-class merit,’ along with other rewards.

More info:

 

The post Controllers punished over near collision incident at Shanghai Airport, China appeared first on ASN News.

23 Oct 10:12

WikiLeaks, Hillary Clinton, and the Julian Assange Paedophile Smear Campaign – Separating Facts from Fiction

by Bellingcat

By Iggy Ostanin and Eleanor Rose

When WikiLeaks claimed that silver-haired figurehead Julian Assange had been smeared as a paedophile and Russian shill this week, a thousand keyboard warriors were sent into a flurry of tippy-tapping as they tried to track down the perpetrators.

According to a post from WikiLeaks on October 18th, Assange was targeted by a campaign to brand him a child molester and falsely claim he took money from the Russian government.

The story, which was covered by Buzzfeed, centres around an obscure dating website named toddandclare.com.

WikiLeaks has published a report into toddandclare.com, and efforts to research the site as well as the allegations have been taken up by users of social media sites Reddit and 4chan.

WikiLeaks has pinned a tweet that came from crowdsourced research, claiming it connects the campaign against Assange to individuals linked to Hillary Clinton.

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This claim was also spread RT, who ran an article with the headline “Suspicious US company tried to frame Assange as ‘pedophile’ and Russian spy” and also published images tweeted out by WikiLeaks.

The toddandclare.com controversy is not trivial, particularly because Assange has been evading arrest for sexual assault charges in Sweden at the Ecuadorian Embassy.

WikiLeaks has also come under fire for allegedly taking information hacked from the US Government by Russian Intelligence Services and publishing it with the aim of boosting Donald ­Trump’s presidential campaign.

If, as WikiLeaks have suggested, this campaign against Assange is linked to a “mysterious intelligence contractor” and Hillary Clinton, it would boost the arguments made by Wikileaks that longstanding and more recent criticisms of WikiLeaks and Assange are US government propaganda.

So how do the claims stack up?

Claim One: Address Connects Scam with Clinton-Affiliated Firm

An address in San Francisco caught the eye of “internet sleuths” who found a connection between the address and Premise Data Corporation, which is said to have ties to Hillary Clinton and USAID.

645 7th St was the first address used on the domain records for toddandclare.com. (source)

2

A connection between the address and Premise Data Corporation can be confirmed. For instance, domain records for riosupervia.com from 2016-02-14 to 2016-07-25 show the email address NIKI@PREMISE.COM, which is indeed associated with the Premise Data Corporation website.

Ownership of the property at the San Francisco address is registered to Mark C Raggo Trust while records for tenants of the property show the following information. (source)

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This confirms that Premise Data Corp was listed at the address from 2013, and that the address has previously been used by Noise 13, also confirmed by domain records for noise13.com (the website has used the address 645 7th Street address from as far back as 2014-10-27 as the record shows).

Google Street view imagery, however, suggests that Premise Data Corporation has ceased to be linked to the address. For example, Google captured the sign saying “Premise” at 645 7th Street in November 2014. In a June 2016 Street View image, the front of the building appears to have been renovated and the sign is no longer visible.

Claim Two: Another Address Connects the Scam to Clinton Via Panama Papers

Another important address in this investigation is 10685-B Hazelhurst Drive in Houston, which has also appeared in domain records for toddandclare.com.

Ownership of the property at 10685-B Hazelhurst Drive is registered to ELBAR PROPERTIES LLC as tax docs and property records show.

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The director of the company is RAUL ELORDUY who is also the head of the USA2ME mail forwarding company that lists the Houston address as its location.

Panama Papers Connection

According to another popular tweet, a street address associated with Toddandclare.com has links to a firm found in the Panama Papers. The claim, made by a pro-Trump account, was retweeted more than 800 times.

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But the idea that a Panama Papers link strengthened the theory that toddandclare.com was part of a US plot to undermine Assange did not seem particularly convincing.

 

While there is a connection between a company listed in the Panama Papers and one of the addresses used to register the domain toddandclare.com, what the pro-Trump, pro-WikiLeaks activist does not mention is that this address is not only linked to a mail forwarding company, but that it doesn’t quite match.

The Houston address, which is owned by a mail forwarding company appears in the Panama Papers only in reference to suite number #5830. For example, there is also reference to  someone named Santiago Jaramillo Crespo also being linked to this suite. The same suite, #5830, was also used as a registered address by Brian Alexander Konradi, a Texas-based lawyer whose name appears in the Panama papers.

However, toddandclare and associated websites are associated with a different suite number – 10685-B Hazelhurst Dr. Suite #8575, Houston, TX 77043. Suite #8575 was listed on domain records for the website yamiechess.com on 2012-06-03. The registration details also included the organization name as  “SCHIEL & DENVER PUBLISHING LTD”. Both yamiechess.com and Schiel & Denver have a strong connection to toddandclare.com as will be explored below.

Websites and IP addresses linked to toddandclare.com

A number of websites have been found to be linked to toddandclare.com. These are

Yamiechess.com

Findingmeg.com

Trafficsail.com

Toddandclare.com

Eroticfetishclips.com

Schieldenver.com

Xxxnv.com

Rapescreening.com.

What the domains have in common are the use of IP addresses 209.133.202.131 and 209.133.202.133. Further details of the recent IP address changes of website part of this network can be found in this document.

Yamiechess and schieldenver.com can be grouped together because they both appear linked to toddandclare.com and provide further clues.

The first domain record for schieldenver.com from 2008-05-16 shows the registrar as “Simon Hornby”.

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The address used for registration is linked to a company formation agent, and is therefore not associated with the actual owner of the domain.

The phone number 02074864961, however, has been used on the letterhead of “Tunde Reid-Kapo” in correspondence to the United Nations in 2009.

The name “Simon Hornby” has also been given in the contact information for Schiel & Denver in a July 2010 article on the website prnewswire.com.

Both of these points are important. Prnewswire also used by toddandclare.com to discuss the dating’s site’s disassociation with the UN and the claims against Assange earlier this month. Similarly, toddandclare.com had also contacted the United Nations, and a copy of the document they sent can be seen on unglobalcompact.org.

Yamiechess.com is also very similar to schieldenver.com. A copy of a Trademark/Service Mark Application for yamiechess from 2012 lists contact information for “Tunde Reid-Kapo” alongside the 10685-B Hazelhurst Dr. Houston address.

In a similar vein to the claims against Assange, yamiechess.com have also used another website, prweb.com to claim that they were donating $30,000 to US Military families and that they “received a supportive letter from First Lady Michelle Obama”.

Toddadnclare.com also used prweb.com to make allegations against Julian Assange.

As an extra point, it is interesting to note that schieldenver.com has been registered through an anonymous registrar since 2009-12-02, where a Proxy company is listed instead of any contact information. It begs the question why someone who is aquainted with anonymous domain registration would use an address that formerly belonged to Premise Data, which is linked to Hillary Clinton to register a website in recent months.

Who is “Tunde Reid-Kapo”

Tunde Reid-Kapo appears linked to Margo Reid, who was listed as a director at Reid-Kapo’s Yamie Chess in the UK.

It has been possible to find an address where Margo Reid was registered on the electoral Roll between 2012 and 2014. This address is at Flat G 95  Marylebone High Street West Central London, which matches an address used by Kapo in the company records for Yamie Chess in the UK.

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Margo Reid is listed as being between 45 and 49 years of age on the electoral roll.

Birth records from the UK show Tunde was born “Akintunde Sahara Reid Kapo” in May 1984, with his birth reigtsered in Camden, London. His mother’s maiden name is listed as “Reid” on his certificate.

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The Australia Link

In February 2014, a disgruntled member of the public who had contact with Schiel & Denver wrote up their experience with the publishing company on ripoffreport.com.

The complainant alleges they paid Schiel & Denver to print copies of their book, and sent a cheque to the Hazelhurst Drive, Houston address. Schiel and Denver confirmed they received payment but told the author they needed more funds to cover Texas sales tax. Further issues are described including Schiel and Denver failing to honour their promises to stock copies of the book in various stores and paying royalties to the author for book sales.

The complainant writes that they started pursuing legal means against Schiel and Denver, eventually travelling to Houston to file a claim in Harris County, where Schiel and Denver were registered. They also visited the registered address of the company but discovered it was just a mail forwarding service. They author even checked with the office of the Secretary of State about the company only to be told that Schiel and Denver had never registered for a business license.

Eventually, the ripped-off author checked with their bank to see where their cheque was cashed. They say the “bank was able to trace the check to it being processed to USD Commonwealth Bank of Australia, Sydney A.C.N. 123 123 124 also there was a stamp on the back of the check stating “Deposit Only”.

Surfers Paradise

One of the websites associated with toddandclare.com, eroticfetishclips.com also had Australian contact details in the registration information.

On 2015-07-26, the registrant information was changed to E F CLIPS and the address became U 2 9 Dandaloo Dr, Gold Coast, Queensland in Australia. The registrant email became support@pornxxx.com.au.

On 2015-11-01, the domain registration details for eroticfetishclips.com were changed to Emily Morris, Non-Verbal Communications, 3/126-128 Wolseley Rd, New South Wales. The registrant email became officeemily1989@gmail.com. This email address has also been seen  in the registration details for toddandclare.com in September this year.

The links between toddandclare.com and Australia do not end there, however. Company records for Schiel & Denver in Australia show contact details for Tunde Reid-Kapo. His date of birth is given as 19/04/1984 in London and his address is given as 104, 3 OAK Avenue, Surfers Paradise QLD, 4217.

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This location is particularly important. On the 30th of August this year, a user with an IP address linked to Australia argued against the deletion of the Wikipedia page for Todd and Clare.

Their defence of keeping an entry on Wikipedia for the obscure dating website was “The article is notable. The company is a bone fide UN Global Compact member, and the only online dating business which has ever been granted membership. Even out here in Australia, that means it has achieved a basic standard of notability. ~Kevin L”.

The IP address for the anonymous Wikipedia user who added the comment was logged as 124.191.101.214.

This IP resolves to Queensland 4217; the same postcode as Tunde Reid Kapo’s Surfers Paradise address. The Internet Service provider for this IP address is Telstra Internet, which is also significant. One of the threatening emails sent to WikiLeaks by toddandclare.com specifically referred to “Hannah Hammond” of using a “Telstra Computer in Australia”.

“Our source has provided information that Julian’s stay in Ecuador will not be permanent. Exit visas are imminent onto London streets. This dramatic turn of events is planned to have a “spectacular” conclusion. If Julian wishes to avoid ADX Florence, we suggest he considers, given the extent of restrictions in place in Knightsbridge, how else the Russian government could credibly contact Mr Assange, other than through Hannah Hammond who is based on her Telstra computer in Australia?”.

Summary

Research into toddandclare.com by “Internet sleuths”  led WikiLeaks to suggest that the campaign against Assange was associated with a “mysterious intelligence contractor” connected to Hillary Clinton.

This is wrong because the company in question, Premise Data Corporation does not have a proven connection to toddandclare.com and related websites. Premise was formerly based at 645 7th Street in San Francisco, but had ceased using it by the time toddandclare.com and websites in their network started listing the address in their domain registration data. There is also no proof that toddandclare.com ever had a physical connection to that address.

Another popular claim in this saga has been that toddandclare.com are linked to the Panama Papers. However, the Houston address that does appear in the Panama Papers is associated with a mail forwarding company. The address that appears in the Panama Papers is specifically Suite  #5830 at 10685-B Hazelhurst Dr., not Suite #8575 –which is linked to toddandclare.com.

It has been possible to establish a network of websites linked to toddandclare.com using domain registration data and historical IP addresses used to host these websites. It then becomes possible to match this network of websites to a real individual linked to two of these domains, yamiechess.com and schieldenver.com.

This individual is Tunde Reid-Kapo, who was born in the UK and can be linked to a London address. Tunde Reid-Kapo appears to be associated with suspicious business activities. One report written by an unhappy client of Reid-Kapo’s publishing company investigated Reid-Kapo after he failed to receive the services he paid for. His bank told him that a cheque he sent to Schiel & Denver was cashed in Australia.

Two of the sites in the toddandclare.com network are also linked to Australian addresses through domain registration data. Tunde Reid-Kapo also registered a company in Australia, and listed his personal address at Surfers Paradise in Queensland, with the postcode 4217.

This appears linked to an anonymous Wikipedia edit made in August this year on the page for toddandclare.com. The IP address of this user resolves to Queensland, postcode 4217. The IP is also tied to Telstra Internet, the ISP mentioned in a threatening email from toddandclare.com to WikiLeaks.

Despite the claims tweeted by WikiLeaks and published by RT, there is no link between the toddandclare.com campaign against WikiLeaks and Hillary Clinton or Premise Data Corporation. However, there is evidence that Tunde Reid-Kapo, who is linked to Australia and the UK, and has accused of running scams in the past could be involved.

The post WikiLeaks, Hillary Clinton, and the Julian Assange Paedophile Smear Campaign – Separating Facts from Fiction appeared first on bellingcat.

23 Oct 10:11

Using the KVM API

23 Oct 10:11

How we built a Smart Office system based on Raspberry Pi

Arndt Dibi

AWESOME!

23 Oct 10:10

Tardigrades Can Survive Almost Anything, and Now We Know How

23 Oct 10:09

Gutenberg.css: Schnelle Druckansicht für deine Website ohne CSS-Kenntnisse

by Dieter Petereit

Mit der Hilfe von Gutenberg.css definierst du mit wenig Zeitaufwand eine nahezu perfekte Druckausgabe für deine Website. Dazu benötigst du nicht mal Kenntnisse im Umgang mit CSS. Der Erfinder des Buchdrucks hätte vermutlich seine wahre Freude daran gehabt.

Gutenberg.css: Drei Themes, drei verschiedene Ergebnisse

Fabien Sa, Entwickler bei Quarkdev aus der Schweiz, stellt eine CSS-Lösung für das immer noch aktuelle Problem der Print-Darstellung deiner Website vor. Gutenberg.css, so der Titel der Projekts, kannst du auf Github kostenlos herunterladen und völlig frei verwenden, da es unter der liberalen MIT-Lizenz steht.

Um es zu verwenden, bindest du die zentrale Datei Gutenberg.css in deine Dokumente ein und lässt ihr noch eines der drei mitgelieferten Themes folgen. Das sieht dann etwa so aus:

<link rel="stylesheet" href="dist/gutenberg.css" media="print">
<link rel="stylesheet" href="dist/themes/oldstyle.css" media="print">

Sa gibt seinem knapp 11 Kilobyte schlankem Stylesheet drei unterschiedliche Layouts mit, die er als book.css, modern.css und oldstyle.css bezeichnet. Du kannst dir anhand der Namensgebung eine Vorstellung davon machen, was dich optisch jeweils erwartet.

Da die Stylesheets mit dem Zusatz media="print" eingebunden werden, ist klar, dass sie sich lediglich dann auswirken, wenn der Besucher deiner Website die Druckfunktion des Browsers nutzt, um die Informationen auszudrucken.

Links ohne Gutenberg.css, Mitte und rechts mit Gutenberg.css. (Screenshot: Github)
Links ohne Gutenberg.css, Mitte und rechts mit Gutenberg.css. (Screenshot: Github)

Zusätzliche Eingriffe deinerseits sind nicht erforderlich, aber möglich. So wirst du mit einiger Sicherheit einzelne Elemente deiner Seite von der Druckdarstellung ausnehmen wollen. Das gelingt ganz einfach unter Verwendung der Klasse no-print. Bei längeren Texten wirst du Einfluss darauf nehmen wollen, wann der Seitenumbruch auf eine neue Druckseite erfolgt. Dazu fügst du dem Element, das auf der neuen Seite ganz oben erscheinen soll die Klasse page-break hinzu.

Sollte es im Ausnahmefall mal erforderlich sein, auch den Hintergrund deiner Website in den Druck mit aufzunehmen, so kannst du sogar das erreichen. Du musst hierzu jedoch eine Ergänzung im CSS vornehmen:

-webkit-print-color-adjust: exact;
print-color-adjust: exact;

Es gibt sie noch, die Internetausdrucker

Generell versucht Gutenberg.css die semantische Logik in der Darstellung zu erhalten, egal für welches Theme du dich entscheidest. Formatierungen, die im Standarddruckprozess verloren gingen, erhält Gutenberg.css, was der Lesbarkeit des Ausdrucks deutlich zugutekommt. Sa verwendete SCSS zur Entwicklung seiner Lösung.

Gutenberg.css befindet sich in reger Entwicklung. Die letzten Updates datieren von vor etwas mehr als zwei Wochen. Der Bedarf an Lösungen für das stilsichere Ausdrucken digitaler Inhalte ist ungebrochen.

Worauf setzt du, wenn es um die Druckdarstellung deiner Website geht? Drüben bei Dr. Web stellte Andreas Hecht vor einiger Zeit seinen eigenen diesbezüglichen Vorschlag vor.

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