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08 May 16:14

Neuer Report: ,Grüne‘ Politik bedroht arme Nationen

by Chris Frey

Dem von dem bedeutenden Epidemiologen Mikko Paunio verfassten Report zufolge versuchen internationale Agenturen und NGOs, arme Länder davon abzuhalten, ihren Verbrauch konventioneller Treibstoffe zu steigern. Sie haben die so genannte „Energie-Leiter“ verworfen, also die allmähliche Hinwendung zu saubereren Treibstoffarten, welche die Luftqualität in industrialisierten Nationen verbessert haben.

Dr. Paunio erklärt, warum dies verheerende Konsequenzen haben wird:

Die Luftverschmutzung in den Behausungen wegen offener Feuer in Innenräumen tötet jedes Jahr Millionen. Aber anstatt den armen Menschen zu helfen, auf der Energie-Leiter hoch zu klettern und die Luft in ihren Gemeinden sauberer zu machen, gibt man den ärmsten Menschen Mätzchen wie Kochherde, welche hinsichtlich der Luftgüte kaum einen Unterschied machen, und Solarpaneele, die kaum mehr als ein Witz sind“.

Aber noch schlimmer ist, dass die Grünen innerhalb und außerhalb der Entwicklungs-Gemeinschaft für die Luftverschmutzung Kraftwerke, Industrie und Autos verantwortlich machen. Sie sehen darin einen Weg unter Vielen, die industrielle Energieerzeugung zu verhindern. Dr. Paunio stellt klar, dass die stärkste Luftverschmutzung in Wirklichkeit der Verbrennung von Biotreibstoffen und Kohle minderer Qualität in heimischen Öfen geschuldet ist:

Der Versuch, Kraftwerke für die Luftverschmutzung in Innenräumen verantwortlich zu machen, mag den Grünen ein Gefühl der Rettung des Planeten vermitteln, aber in Wirklichkeit lassen sie zu, dass weiterhin Millionen Menschen an Luftverschmutzung in Innenräumen sterben. Die Zahl der Todesfälle wird demnächst in etwa die Größenordnung erreichen, welche totalitären Regimes des 20. Jahrhunderts geschuldet ist.

Executive Summary: 200 Millionen in Gefahr

Die heimische Verbrennung fester (Bio-)Treibstoffe ist mit großem Abstand die Nummer eins des globalen Verschmutzungs-Problems. 4,3 Millionen Todesfälle jährlich gehen direkt auf das Konto der Luftverschmutzung in Innenräumen (IAP), sagt die Weltgesundheits-Organisation WHO. Die häusliche Verbrennung fester Biotreibstoffe tötet fast sechs Millionen Menschen in jedem Jahr, wenn deren Auswirkungen auf die Güte der Umgebungsluft mit einbezogen werden.

Die so genannte ,Energie-Leiter‘ ist als eine Möglichkeit eingeführt worden zu verstehen, wie Todesfälle durch IAP verhindert werden könnten. Mit der Energie-Leiter sollen die Erfahrungen reicher Länder reproduziert werden, wo die Haushalte keine Biotreibstoffe mehr verbrennen und immer mehr an Stromnetze oder Fernheizung angeschlossen worden sind, womit sich das IAP-Problem erledigt hatte.

Allerdings hat der ständig zunehmende Widerstand der Umweltbewegung diese vorteilhafte Entwicklung von der Entwicklungs-Agenda getilgt. Umweltaktivisten fürchten, dass arme Länder wohlhabender werden, wenn sie auf der Energie-Leiter nach oben steigen und sich von schmutzigen Treibstoffen wie Kuhdung oder Ernteabfällen lösen, und sich dem Strom zuwenden. Damit würde sich jedoch ihr Energieverbrauch erhöhen und damit auch ihre Kohlenstoff-Intensität. Sie haben es tatsächlich fertig gebracht, alle bedeutenden, multilateralen Entwicklungs-Institutionen und die WHO davon zu überzeugen, die Energie-Leiter komplett fallen zu lassen. Stattdessen nötigen sie jetzt die ärmsten Länder, eine utopische Energiepolitik auf der Grundlage von Erneuerbaren zu übernehmen. Die Folge davon ist, dass der Kampf gegen IAP beispielsweise in Afrika südlich der Sahara unmöglich wird.

Aggressive Dekarbonisierung steht jetzt ganz oben auf der politischen Agenda. Im Gegensatz zu den weithin hinaus posaunten Behauptungen bedeutender globaler Akteure wird dies das IAP-Problem jedoch nicht lösen. Im Gegenteil, sie wird die Ausdehnung von Stromnetzen behindern, welche ein entscheidendes Mittel sind, eine angemessene Wasserversorgung sicherzustellen. Ohne diese Netze wird es unmöglich sein, das Wunder der öffentlichen Gesundheit in den reichen Ländern zu reproduzieren.

Diese ,ambitionierte‘ Politik zur globalen Klima-Abschwächung lässt die umweltlichen Gesundheitsprobleme unter den Armen außen vor und wird bis zum Jahr 2050 den Tod von 200 Millionen Menschen zur Folge haben. Genauso unwahrscheinlich ist es – sogar theoretisch –, dass diese Politik die 250.000 jährlichen Todesfälle verhindern kann, welche Spekulationen der WHO zufolge auf das Konto des Klimawandels von 2030 bis 2050 gehen können: Hoch qualifizierte Forschungen in Verbindung mit dem IPCC haben jüngst gezeigt, dass die Verbrennung fester Biomasse die CO2-Emissionen tatsächlich im Vergleich zur Verbrennung fossiler Treibstoffe steigen lässt, zumindest während der nächsten 100 Jahre.

Die ganze Studie (pdf) steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/new-report-green-policies-threaten-poor-nations/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

08 May 16:14

Maker's schedule, Manager's schedule (2009)

08 May 16:13

Sonnen­flecken ver­schwinden rascher als erwartet

by Chris Frey

Die Tatsache, dass die Sonnenflecken verschwinden, kommt nicht überraschend. Prognostiker haben schon seit Jahren gesagt, dass dies beim gegenwärtigen Sonnenzyklus (Nr. 24) der Fall sein wird. Überraschend ist jedoch, wie schnell die Flecken verschwinden.

„Der Sonnenzyklus 24 klingt rascher ab als erwartet“, verkündete das Space Weather Prediction Center der NASA am 26. April. Die folgende Graphik zeigt die beobachteten Sonnenfleckenzahlen in blau im Vergleich zur offiziellen Prognose in rot:

NOAA: „Die geglättete prophezeite Sonnenfleckenzahl für April-Mai liegt bei etwa 15. Allerdings lagen die tatsächlichen monatlichen Werte deutlich darunter“.

„Offizielle“ Vorhersagen des Sonnenzyklus‘ kommen vom Solar Cycle Prediction Panel der NOAA. Dabei handelt es sich um eine Expertengruppe von NOAA, NASA, der US-Luftwaffe, von Universitäten und anderen Forschungsorganisationen. Sie sind in unregelmäßigen Abständen seit 1989 immer wieder zusammen gekommen, um Timing und Intensität des solaren Maximums vorherzusagen. Auf dem jüngsten Treffen des Gremiums von 2006 bis 2008 wurden 54 verschiedene Verfahren verglichen, nämlich von empirischen Extrapolationen historischer Daten bis hin zu Berechnungen des magnetischen Dynamos der Sonne mittels hypermoderner Supercomputer-Modelle. Kein Verfahren kann in Gänze beschreiben, was derzeit vor sich geht.

Es ist wichtig nicht zu vergessen, dass ein solares Minimum ein normaler Bestandteil des Sonnenzyklus‘ ist. Sonnenflecken sind etwa alle ~11 Jahre oder so verschwunden (oder fast verschwunden) seit 1843, als der deutsche Astronom Samuel Heinrich Schwabe die periodische Natur der Sonnenaktivität entdeckte. Manchmal verschwinden die Flecken Jahrzehnte lang wie z. B. während des Maunder-Minimums des 17. Jahrhunderts. Alles ist schon mal da gewesen. Oder doch nicht…?

Forscher verfolgen jetzt sehr aufmerksam die Vorgänge auf der Sonne vor dem Hintergrund dessen, was passiert war, als die Sonnenflecken das letzte Mal verschwunden waren. Das solare Minimum der Jahre 2008-2009 war ungewöhnlich tief. Es traten Rekordwerte niedriger Sonnenfleckenzahlen bzgl. des Space Age auf, aber auch für schwachen Sonnenwind und schwächere solare Einstrahlung. Als die Sonne einige Jahre später schließlich wieder erwachte, schien sie einen „solaren Minimum-Überrest“ [solar minimum hangover] zu haben. Das solare Maximum der Jahre 2012 – 2015 schließlich war das schwächste solare Maximum des Space Age. Dies führte dazu, dass Einige sich fragen, ob die Sonnenaktivität in eine Phase nachhaltiger Ruhe eintritt. Die schneller als erwartet beobachtete Abnahme des Sonnenfleckenzyklus‘ kann diesen Gedanken stützen.

Neulinge in dem Bereich sind oft überrascht zu erfahren, dass während eines solaren Minimums eine ganze Menge passiert: Die Sonne scheint schwächer, wenn auch nur wenig. Die NASA hat jüngst einen neuen Sensor (TSIS-1) auf der ISS installiert, um diesen Effekt zu überwachen. Lässt die UV-Strahlung der Sonne nach, schrumpft die obere Atmosphäre und kühlt sich ab. Damit kann sich Weltraumschrott in einem niedrigen Erdorbit akkumulieren.

Abbildung: Eine Neutronen-Blasenkammer in einem Flugzeug 35.000 Fuß [ca. 10,6 km] über Grönland. Spaceweather.com und die Studenten des Earth to Sky Calculus betreiben diese Sensoren, um die Strahlung bzgl. der Luftfahrt während solarer Minima zu messen (mehr dazu hier).

Die bedeutendste Konsequenz dürfte aber die Zunahme der kosmischen Strahlung sein. Der schwache Sonnenwind zu Zeiten solarer Minima erlaubt es kosmischer Strahlung aus den Tiefen des Weltalls, bis in das innere Sonnensystem vorzudringen. Derzeit messen Wetterballone und NASA-Raumschiffe einen Sprung nach oben dieser Strahlung infolge dieses Effektes. Kosmische Strahlen können die chemische Zusammensetzung der oberen Erdatmosphäre verändern, Blitze auslösen und Wolken entstehen lassen.

Auch Flugreisende sind betroffen. Man weiß, dass kosmische Strahlen Flugzeuge durchdringen. Passagiere auf einem einzelnen Langstreckenflug empfangen eine Strahlendosis, die vergleichbar ist mit ähnlichen dentalen Röntgenstrahlen. Piloten werden von der International Commission on Radiological Protection (ICRP) als Strahlung ausgesetzte Arbeiter klassifiziert. Fortgesetzte Messungen zeigen, dass die Strahlendosis in der üblichen Reiseflughöhe von 35.000 Fuß etwa 40 mal höher ist als am Erdboden darunter. Diese Werte können mit der weiteren Abschwächung des Sonnenzyklus‘ sogar noch weiter steigen.

Das solare Minimum hat gerade erst begonnen. Wir bleiben dran!

Link: https://spaceweatherarchive.com/2018/05/01/sunspots-vanishing-faster-than-expected/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

08 May 16:13

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08 May 15:59

Lawblog.de nun managed durch uns

by nospam@example.com (Manuel Schmitt)
Seit letztem Freitag ist lawblog.de nicht nur auf einem unserer Root-Server gehostet, sondern auch durch uns gemanaged.

Florian Holzhauer hatte uns vor kurzem gefragt, ob wir das Projekt übernehmen wollen - er wollte es in sicheren Händen wissen. Dieser Vertrauensvorschuss hat uns riesig gefreut, und so wurde lawblog.de (wie auch viele der anderen von uns betreuten Blogs, z.B. das von Björn oder das BildBlog.de) schnell zu einem Herzensprojekt. Die Migration war problemlos, das Lawblog läuft nun innerhalb unserer Infrastruktur "mit".

Danke, lieber Florian, für 11 Jahre, in denen Du Udo unterstützt und das Lawblog administriert hast. Danke für Dein Vertrauen in uns. Wir werden Deine Arbeit gerne und in Deinem Sinne weiterführen.

Und Dir, lieber Udo: Willkommen im innersten Kreis der manitu-Indianer :-)
08 May 15:59

Rettet den Strompreis!

by Admin

Elektrischer Strom ist den Deutschen lieb – und vor allem teuer. Gerade hat der Haushaltspreis für eine Kilowattstunde die 30-Cent-Marke geknackt. Genau 30,8 Cent pro Kilowattstunde muss, laut McKinseys „Energie Index“ für das 2. Halbjahr 2017, der deutsche Bürger inzwischen zahlen, damit er kochen, seine Wohnung beleuchten, telefonieren, im Internet surfen oder Kühlschrank, Waschmaschine und zahlreiche andere Haushaltsgeräte betreiben kann. Das ist doppelt so viel wie Haushaltsstrom in Frankreich oder im Hochpreisland Schweiz kostet. Damit hat sich Deutschland eine Spitzenposition erarbeitet; nur die Dänen zahlen geringfügig mehr.

Vor zwei Jahrzehnten sah das noch anders aus. 1998 – der Strom kostete damals umgerechnet 14 Cent pro Kilowattstunde – liberalisierte die Bundesregierung den Strommarkt. Verbraucher konnten den Stromlieferanten frei wählen, Stromerzeuger durften überregional ihre Leistungen anbieten. Zunächst fiel der Strompreis. Ein Drei-Personen-Haushalt zahlte 1998 pro Monat durchschnittlich 50 Euro, im Jahr 2000 nur noch 40 Euro.

Das war’s dann aber auch. Im neuen Jahrtausend ging es mit dem Preis wieder kräftig aufwärts. 1999 brachte die rot-grüne Regierung unter Gerhard Schröder eine „ökologische Steuerreform“ ein. Dazu gehört eine Stromsteuer, die den Strom um knapp über zwei Cent pro Kilowattstunde verteuert und dem Bund jährlich etwa sieben Milliarden Euro bringt. Ein Jahr später folgte das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das dem Ökostrom eine komfortable Vorzugsbehandlung garantiert: Unabhängig vom Bedarf muss er vorrangig ins Netz eingespeist werden. Vergütet wird er in einer Höhe, die deutlich über den Gestehungskosten von Strom aus konventionellen Quellen liegt. Diese Vergütung, ein Festpreis, wird für die Dauer von zwanzig Jahren garantiert und vom Verbraucher bezahlt.

„Das EEG ermächtigte die Ökoindustrie, allen Bürgern zwangsweise das Geld aus der Tasche zu ziehen.“


Das EEG war, aus grüner Sicht, ein geniales Konstrukt. Es ermächtigte die Ökoindustrie, allen Bürgern mit einem alltäglichen, lebensnotwendigen Produkt zwangsweise das Geld aus der Tasche zu ziehen, und zwar an Marktgesetzen und demokratischer Kontrolle vorbei. Anstatt neue Energieformen aus dem Bundeshaushalt zu fördern, so kritisierte der Ökonom Prof. Carl Christian von Weizsäcker schon vor zehn Jahren 1, nehme „der Staat dem Bürger am Haushalt vorbei Geld ab“. Das sei „nicht verfassungsgemäß“.

Aber erfolgreich. Mit Hilfe dieses Gesetzes hat die Ökoindustrie inzwischen reichlich Kasse gemacht und Hunderte von Milliarden kassiert. 2 Kritiker des EEG wurden damals beruhigt: Subventionieren wolle man Windräder und Photovoltaik nur bis zur „technisch-industriellen Reife“ (diese ist schon lange erreicht, aber gefördert wird noch immer). Legendär die Aussage des Grünen Jürgen Trittin, damals deutscher Umweltminister: Die Förderung erneuerbarer Energien, so verkündete er 2004, werde einen Haushalt nur einen Euro im Monat kosten – „so viel wie eine Kugel Eis“.

Zwei Jahre nach dem EEG folgte die KWK-Umlage. Damit fördert der Verbraucher Strom aus Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung. Das macht etwa zwei Cent pro Kilowattstunde. Die Offshore-Haftungsumlage für Windparks in Nord- und Ostsee kam 2013. Sie soll Schadensersatzkosten decken, die durch verspäteten Anschluss der Anlagen an das Landstromnetz oder durch Netzunterbrechungen entstehen. Diesen Dilettantismus zahlt auch der Verbraucher, ebenso wie die 2014 eingeführte AbLa-Umlage. Damit werden Industriebetriebe für (freiwillige) Lastabwürfe zur Stabilisierung des Netzes entschädigt.

Abbildung 1: Zusammensetzung des durchschnittlichen Strompreises für Haushaltskunden (3500 kWh Jahresverbrauch) in Deutschland 2017 (Quelle: strom-report.de).

Abgaben und Umlagen machen bei Haushaltskunden inzwischen 55 Prozent des Strompreises aus (siehe Abbildung 1). Seit der Liberalisierung 1998 hat sich dieser Kostenblock mehr als verdoppelt. Stromerzeugung und Vertrieb – das eigentliche Produkt – machen hingegen nur noch ein Fünftel des Gesamtpreises aus.

Steigende Netzkosten

Geliefert wird Strom über ein Übertragungs- und Verteilnetz mit einer Länge von 1,8 Millionen Kilometern. Vier große Betreiber (Amprion, 50 Hertz, TransnetBW und Tennet) sind für die Hochspannungsübertragung zuständig, eine größere Zahl von Firmen verteilt den Strom in der Fläche. Für die Nutzung des Netzes, für Errichtung, Instandhaltung und Betrieb, zahlt der Kunde ein Entgelt. Am wenigsten zahlen Großabnehmer, die ans Hochspannungsnetz angeschlossen sind. Am teuersten ist das Niederspannungsnetz für die Verteilung vor Ort, zumal diese Leitungen überwiegend unter der Erde verlegt sind. Netzentgelte sind inzwischen größter Bestandteil des Strompreises. Kostentreiber sind vor allem Windräder und Photovoltaik-Anlagen. Zwar erzeugen sie Strom mittlerweile deutlich preiswerter als zuvor, aber jede neu ans Netz gehende Anlage erhöht die Netzkosten. Tausende Kilometer an neuen Leitungen müssen gelegt, alte ertüchtigt werden. Und neue, kostenträchtige Probleme ergeben sich aufgrund der Volatilität von Wind- und Photovoltaik-Strom.

„Die unstete Leistungseinspeisung durch Windräder und Solaranlagen macht das Netz instabil.“


Die konventionelle Elektrizitätsversorgung, wie sie bis zur Jahrhundertwende vorherrschte, war robust. Stromausfälle waren extrem selten, verursacht zumeist von äußeren Einflüssen, von Stürmen, Gewittern, von Schnee und starkem Frost, welche die Stromleitungen unterbrachen. Heute sitzt der Feind im Inneren des Netzes: Die unstete Leistungseinspeisung durch Windräder und Solaranlagen macht das Netz instabil. Netzbetreiber haben täglich alle Hände voll zu tun, um das Netz aufrecht zu erhalten.

So müssen sie immer häufiger die Leistung von Grundlastkraftwerken anpassen. Bei diesem sogenannten „Redispatch“ werden konventionelle Kraftwerke bei Stromüberschuss gedrosselt und bei Mangel an Wind und Sonnenschein hochgefahren. Außerdem halten die Übertragungsnetzbetreiber inzwischen einige Gigawatt an Reservekraftwerken vor, die bei hohem Strombedarf und gleichzeitigem Ausbleiben von Wind- und Solarstrom gestartet werden – wie etwa bei der Dunkelflaute vom Januar 2017. Das alles bringt erhebliche Kosten mit sich, die natürlich der Verbraucher zahlt.

Dazu kommen noch Zahlungen für nicht geleistete Arbeit. Wenn zu viel Ökostrom zur Unzeit ins Netz drängt, müssen vor allem Windräder zeitweise heruntergeregelt werden. Diese „Ausfallarbeit“ ist von etwa 100 Gigawattstunden im Jahr 2010 auf 4700 Gigawattstunden im Jahr 2015 angestiegen. Dafür wurden die Erzeuger mit 315 Millionen Euro „entschädigt“.

Beim Betreiber Tennet, so der Chef Urban Keussen, trieben vor allem die „netzstabilisierenden Notmaßnahmen“ die Kosten in die Höhe. „Nur fünf Prozent sind durch den Netzausbau begründet.“ Für 2017 rechnet Keussen mit einem Anstieg der Netzkosten um etwa 80 Prozent. Bei TransnetBW in Baden-Württemberg werde der Anstieg bei rund fünf Prozent liegen. Der Grund liegt auf der Hand: Im Ländle gibt es nur wenige Windräder und Photovoltaik-Anlagen, während Tennets Netz mit einem hohen Anteil volatiler Stromerzeuger gesegnet ist.

„In den vergangenen Jahren sind die Kosten für die Netzstabilisierung stetig angestiegen.“


In den vergangenen Jahren sind die Kosten für die Netzstabilisierung stetig angestiegen (siehe Abbildung 2). Sie werden weiter steigen, wenn, wie geplant, die Zahl von Windrädern und Photovoltaik-Anlagen weiterhin wächst. Dazu kommen weitere Ausgaben, um die Gebrechen volatiler Stromquellen abzufangen: neue Überlandleitungen, Smart Grids, Speicher … all das kostet.

2011 2012 2013 2014 2015
Kosten für die Abregelung nicht verwendbaren Stroms aus erneuerbaren Energien (Einspeisemanagement) 33,5 33,1 43,8 183,0 478,0
Kosten für die regionale Verlagerung von Kraftwerkseinsätzen (Redispatch) 41,6 164,8 113,3 185,4 402,5
Netzreserve für den Fall, dass in Deutschlands Süden zu wenig fossile Kraftwerke am Netz sind 16,8 25,7 56,3 66,8 168,0
Insgesamt 91,8 223,6 213,3 435,2 1.048,5

Abbildung 2: Kosten für die Netzstabilisierung 2011-2015 (Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln, 04.12.2016).

Im schon erwähnten „Energie-Index“ von McKinsey werden für 2020 Netzkosten von 27 Milliarden Euro angesetzt (davon 3 Milliarden für Netzeingriffe), für 2025 sind es 31 Milliarden Euro, inklusive 4 Milliarden Euro für Netzeingriffe. Ob es dabei bleibt, ist fraglich. Die Diplomingenieure Herbert Niederhausen und Andreas Burkert sehen weitaus höhere Aufwendungen für das Netz voraus, will man die Energiewende umsetzen. Die Politiker, so schreiben sie in ihrem Buch3, müssten endlich sagen, dass es nicht mit „dem Bau von zusätzlich 1000 Kilometern oder 3600 Kilometern Freileitungsstrecke“ getan sei. Die Autoren schätzen vielmehr, dass es etliche zehntausend Kilometer an Übertragungsleitungen und, je nach Ausbau von Windkraft und Photovoltaik, mehrere hunderttausend Kilometer Leitungen im Verteilnetz erfordern würde. Kostenschätzung: bis zu zwei Billionen Euro!

Derart hohe Beträge scheinen sehr unwahrscheinlich zu sein. Allerdings zeigen Erfahrungen mit der Energiewende, dass ihre Befürworter stets nach dem Prinzip vorgehen „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern“. Aufwendungen für die Energiewende werden erst einmal kleingeredet. Stillschweigend werden dann später die vielfach höheren Kosten übernommen. Den Finanzminister freut es in jedem Fall. Er „verdient“ kräftig mit, jährlich über zehn Milliarden Euro. Auf die Stromlieferung einschließlich aller Umlagen und Abgaben kommt die Umsatzsteuer von 19 Prozent. Selbst die Stromsteuer wird versteuert.

Subventioniertes Ökostromdumping

Warum zahlen die Haushalte so hohe Strompreise obwohl Solar- und Windstrom an der Leipziger Strombörse Tiefstpreise erzielt? Ganz einfach, so erzählen die Ökos, die großen Stromkonzerne geben diese nicht an die Verbraucher weiter. Das ist Unsinn. Tatsächlich ist die Preisgestaltung eine vertrackte Geschichte, bei der es nur einen Gewinner gibt: die Betreiber von Ökostromanlagen.

Der Vorgang ist Folgender: Die vier Übertragungsnetzbetreiber stehen immer wieder vor der Frage, wie sie große Mengen an erneuerbarem Strom loswerden. Ablehnen können sie ihn nicht, da er per Gesetz mit Vorrang eingespeist wird. Die Autoren Niederhausen und Burkert sehen das deutsche Stromnetz deshalb nicht mehr als Versorgungs-, sondern als Entsorgungsnetz an. Entsorgen lässt sich der grüne Überschussstrom nur durch den Verkauf zu Mindestpreisen an der Leipziger Strombörse. Und je mehr grüner Strom erzeugt wird, desto niedriger liegt der Verkaufspreis. 2016 betrug er im Jahresschnitt rund drei Cent pro Kilowattstunde. In den Wintermonaten liegt er höher; da scheint die Sonne nur kurz und bei ruhigem Winterwetter pausieren auch die Windräder manchmal tagelang. Dafür fällt der Preis in den Sommermonaten, da dann kurzzeitig große Mengen an Ökostrom ins Netz drängen.

„40 Millionen Euro mussten die Netzbetreiber zahlen, damit Kunden den zur Unzeit gelieferten Strom überhaupt abnahmen.“


Selbst negative Preise sind möglich. Der Netzbetreiber zahlt Großkunden Geld, wenn diese ihm Strom abnehmen. So geschehen am Sonntag, dem 30. April dieses Jahres, als über 40 Gigawatt Ökostrom auf einen niedrigen Feiertagsverbrauch trafen. Der Verkaufspreis sank zeitweise auf minus 10 Cent pro Kilowattstunde. 40 Millionen Euro mussten da die Netzbetreiber zahlen, damit Kunden den zur Unzeit gelieferten Strom überhaupt abnahmen. All diese Beträge landen letztlich auf der Stromrechnung der Haushalte.

Für drei Cent pro Kilowattstunde wird der Strom an der Börse verramscht, dank des zeitweise reichlich vorhandenen Ökostroms. Der Verbraucher aber zahlt weiterhin das Zehnfache. Wo ist der Pferdefuß? Dass daran die Stromkonzerne schuld seien, ist die größte Lüge der Ökolobby. Richtig ist, dass Strom aus Wind und Sonne einfach nicht mehr wert ist, da er dem Netz nicht bedarfsgerecht aufgedrängt wird. Richtig ist aber auch, dass die grünen Erzeuger davon keinen Nachteil haben. Sie erhalten stets die gesetzlich festgelegte Einspeisevergütung, die praktisch immer über dem Verkaufspreis liegt. Die Differenz zwischen Vergütung und Marktpreis (die EEG-Umlage) zahlt der Verbraucher.

Das ist Dumping. Man verkauft weit unter dem Herstellungspreis, um die Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen. Wenn eine Firma so etwas macht, braucht sie viel Geld in der Hinterhand, denn auch sie macht Verluste. Einfacher geht es mit dem „subventionierten Dumping“ der Ökostromproduzenten. Sie greifen auf das Geld des Millionenheers von privaten und gewerblichen Stromverbrauchern zu, das inzwischen jährlich über 20 Milliarden Euro an EEG-Umlage zahlt. Am meisten profitieren Besitzer von Photovoltaikanlagen, deren Zahl ab 2008 dramatisch zugenommen hat. Damals lagen die Vergütungen des Solarstroms noch zwischen 30 und 45 Cent pro Kilowattstunde – garantiert für 20 Jahre. Der Erzeuger kann also beruhigt seinen Strom für drei Cent pro Kilowattstunde verkaufen, denn er weiß: 27 Cent pro Kilowattstunde erhält er später dazu.

„Das fossil-nukleare Elektrizitätssystem kommt problemlos ohne die Ökostrom-Trittbrettfahrer aus. Umgekehrt aber gilt dies nicht.“

Dieses Dumping mit Öko-Label schädigt nicht nur Stromkunden, sondern das gesamte konventionelle Elektrizitätssystem. Kern- und Braunkohlenkraftwerke, welche die Grundlast liefern, haben Stromgestehungskosten von drei bis vier Cent pro Kilowattstunde. Börsenpreise um drei Cent pro Kilowattstunde führen dazu, dass Betreiber diese „auf Verschleiß“ fahren. Und neu gebaute Kraftwerke benötigen für einen wirtschaftlichen Betrieb Stromverkaufspreise zwischen fünf und acht Cent pro Kilowattstunde und lassen sich unter diesen Bedingungen nicht mehr wirtschaftlich betreiben.

Bei Verfechtern der Energiewende dürfte diese Entwicklung mehr als nur „klammheimliche Freude“ auslösen. Allerdings übersehen sie, dass ohne die stabile Grundlage durch konventionelle Kraftwerke die volatile Einspeisung des Ökostroms das Netz sofort zusammenbrechen lassen würde. Das fossil-nukleare Elektrizitätssystem kommt problemlos ohne die Ökostrom-Trittbrettfahrer aus. Umgekehrt aber gilt dies nicht.

Hält man trotzdem an der Energiewende fest, sind weitere Strompreistreiber vorprogrammiert. Dann müssen konventionelle Kraftwerke subventioniert werden, damit sie Windräder und Photovoltaik-Anlagen am Leben erhalten. So macht die Energiewende das, was sie am besten kann: neue Subventionen erzeugen. Und damit den Strompreis nach oben treiben.

Dieser Artikel ist zuerst bei Novo erschienen.

08 May 15:57

Noch was zu machen?

by Udo Vetter

Anfrage:

Ich bin leider zu schnell gefahren. Der Bußgeldbescheid ist rechtskräftig. Leider habe ich nicht gesehen, dass ich nicht einen Punkt bekomme, sondern 2, weil ich schon früher Probleme hatte. Das ist für mich ein Problem, weil ich dann nur noch einen Punkt „Reserve“ habe.

Nun zu meiner Frage: Ich habe gelesen, dass man Punkte auf einen Dritten abwälzen kann, wenn der sich meldet und den Verstoß zugibt. Aber das scheint nur möglich zu sein, am besten wenn noch gar kein Bußgeldbescheid ergangen ist. Aber wie sieht es aus, wenn der Bußgeldbescheid schon rechtskräftig ist und die Punkte im Register stehen?

Gibt es da noch einen Trick?

Also, ich muss leider passen, da ist mir nicht mal ein theoretisches Schlupfloch bekannt oder ersichtlich. Selbst wenn man ein Wiederaufnahmeverfahren anleiert und die hohen Zulässigkeitshürden nimmt, würde sich jeder Richter ja auch ganz genau die Beweismittel (Messfoto) ansehen. Er würde sicher nicht ein Geständnis kritiklos durchwinken, wie das wohl tatsächlich ab und zu bei Bußgeldstellen passieren soll.

Ich rate dem Mandanten, sich das Geld für den Anwalt zu sparen. Wenn er es wirklich mal eilig hat, kann er dann ja schon ein paar Mal den Taxifahrer Gas geben lassen, wenn der noch über ein ausreichendes Punktepolster verfügt.

08 May 15:57

Thermal Paper Polaroid

08 May 15:57

Fangen wir mit dem Stefan-Boltzmann-Gesetz noch einmal ganz von vorne an

by Admin

Das Gleichheitszeichen im S-B Gesetz stellt nun aber die physikalische Bedingung „gleichzeitig in einem thermischen Gleichgewicht“ dar und keineswegs eine mathematische Rechenanweisung, Zitat aus dem Handbook of Chemistry and Physics [1], 55thEdition 1974-1975, CRC Press 1974, Seite F-110:

Stefan-Boltzmann law of radiation – The energy radiated in unit time by a black body is given by, E=K(T4-T04), where T is the absolute temperature of the body, T0the absolute temperature of the surroundings, and K is a constant.

Das Stefan-Boltzmann-Gesetz bezieht sich also auf die Betrachtung eines einzelnen Schwarzen Körpers mit einer definierten Temperatur, aus der sich unmittelbar zum Betrachtungszeitpunkt dessen aktuelle Strahlungsleistung gegenüber der Umgebung ableitet. Das Stefan-Boltzmann-Gesetz ist also keine mathematische Rechenanweisung zur Umrechnung von räumlich und zeitlich beliebig ermittelter durchschnittlicher Temperaturwerte in durchschnittliche Strahlungswerte oder umgekehrt. Vielmehr verbindet es ausschließlich gleichzeitige Individualwerte von Strahlung und Temperatur eines ganz konkreten einheitlichen Schwarzen Körpers. Das Stefan-Boltzmann-Gesetz bildet also eine unmittelbar zeitgleiche physikalische Beziehung ab und darf mithin keinesfalls zur mathematischen Umrechnung von irgendwelchen zeitlich und/oder räumlich zusammengefassten Durchschnittswerten benutzt werden – wie das leider trotzdem immer wieder geschieht.

Wenn wir auf unserer Erde über Temperaturentwicklungen reden, dann beziehen wir uns aber gemeinhin genau auf solche Durchschnittswerte. Für die Zeit vor den ersten Thermometermessungen stehen uns nämlich nur sogenannte Temperaturproxys zur Verfügung, um die Paläotemperaturen unserer Erde für frühere Zeiträume abzuschätzen. Unter dem Begriff Temperaturproxy werden natürliche Abfolgen zusammengefasst, die über ihren jahreszyklischen Aufbau Informationen über diejenige Temperatur enthalten, bei der sie entstanden sind. Das bekannteste Beispiel sind Baumringe, es können aber auch Tropfsteine, Korallen, Sedimentabfolgen oder Eisbohrkerne sein.  All diesen Temperaturproxys ist gemeinsam, dass sich daraus meist nur durchschnittliche Jahreswerte ableiten lassen, die üblicherweise auch noch eine jahreszeitlich oder regional begrenzte Aussagekraft besitzen. Und es gibt Klimaphänomene, die sich dort ebenfalls abbilden, mit der Temperatur aber gar nichts zu tun haben und daher zu fehlerhaften Aussagen führen können, beispielsweise wirkt Trockenheit auf Baumringe ähnlich wie niedrige Temperatur.

Dem Paläoklima unserer Erde können wir uns also bestenfalls über Durchschnittswerte der Temperatur nähern, weil es für die geologische Vergangenheit eben nichts anderes gibt. Daher erhält auch die ominöse „gemessene“ globale Durchschnittstemperatur ein gewisses Gewicht. Diese Durchschnittstemperatur wird zwar an vielen Stellen erwähnt, aber wenn man dann versucht in die Tiefe zu gehen, werden üblicherweise irgendwelche Scheinbezüge hergestellt. Selbst wenn dort konkret zugrunde liegende Datensätze genannt werden, fehlt der eindeutige Hinweis auf das statistische „Kochrezept“, das auf diesen Datensatz angewendet worden sein soll, um zu dem genannten Ergebnis zu kommen. Die „gemessene“ globale Durchschnittstemperatur erweist sich damit als höchst spekulativ und wissenschaftlich nicht nachvollziehbar. Der Deutsche Wetterdienstbeschreibt die globale Durchschnittstemperatur folgendermaßen, Zitat:

Unter der globalen Durchschnittstemperatur versteht man die über die gesamte Erdoberfläche (Land/Wasser) gemittelte Temperatur in einem bestimmten Zeitraum. Da klimatologische Messungen über längere Zeiträume nur punktuell vorliegen, lassen sich Zeitreihen der globalen Mitteltemperatur nur annähernd bestimmen…

Die Angabe einer globalen Durchschnittstemperatur ist allerdings mit noch größeren Unsicherheiten behaftet als die Angabe von Abweichungen, da eigentlich kleinräumige Besonderheiten berücksichtigt werden müssten, während die Abweichungen räumlich einheitlicher sind. Daher werden bei den Zeitreihen meist nur die Abweichungen und nicht deren Absolutwerte angegeben.“

Diese Beschreibung geht nun also noch einen Schritt weiter, indem sie den Absolutbetrag der „gemessenen“ globalen Durchschnittstemperatur entwertet und irgendwelchen rechnerischen Differenzen eine geringere Unsicherheit zumisst. Das allerdings ist ganz große Zauberei, denn jede berechnete Differenz zu einem ungenauen Durchschnittswert ist natürlich vollautomatisch mit dessen Ungenauigkeit behaftet. Selbst bei der Beschränkung auf regionale Durchschnittswerte würde  bei kleinen Differenzen die relative Unsicherheit der Aussage ansteigen, beispielsweise ergibt sich allein bei einer Ungenauigkeit eines absoluten Messwertes von +/-0,5°C bereits eine Unsicherheit von +/-50% für einen auf dessen Basis ermittelten Differenzwert von 1,0°C.

Aber wie dem auch sei, es könnte tatsächlich eine gemessene globale Durchschnittstemperatur geben, wenn es ein ausreichendes globales Netz von ortsfesten primären Meßstationen geben würde, wenn von allen diesen Stationen eine ausreichend lange Zeitreihe vorliegen würde, wenn es ein wissenschaftlich abgestimmtes „Kochrezept“ für die statistische Berechnung gäbe, und wenn… wenn… wenn… Die Problematik solcher Temperaturmessreihen wird hierausführlich untersucht.

Und jetzt nehmen wir einfach einmal an, es gäbe eine solche gemessene globale Durchschnittstemperatur wirklich. Und daher lassen wir hier einfach einmal den vorgeblichen Wert von 14,8 °C für die gemessene globale Durchschnittstemperatur (NST) stehen, denn dieser Zahlenwert selbst hat auf die nachfolgende Betrachtung keinerlei Einfluss.

Schauen wir uns jetzt einmal an, was wir tatsächlich über den Klimamotor unserer Erde wissen:

  • Die Einstrahlung der Sonne erfolgt mit durchschnittlich 940 W/m² temperaturwirksamer Strahlung auf einer Kreisfläche mit dem Erdradius und beleuchtet die Tagseite der Erde.
  • Die Abstrahlung der Erdeerfolgt mit durchschnittlich 235 W/m² über ihre Gesamtfläche.
  • Die „gemessene Durchschnittstemperatur der Erde“(NST) soll im langjährigen Mittel 14,8 °C betragen.
  • Das Stefan-Boltzmann-Gesetzverknüpft Strahlung und Temperatur eines Schwarzen Strahlers im thermischen Gleichgewicht:
  • P / A = s*T4    mit  der Stefan-Boltzmann-Konstante  s= 5,670 10 -8[W m-2K-4]
  • und P = Strahlung [W], A = Fläche [m²], T = Temperatur [°K]

Anmerkung:Die hier dargestellte S-B Fassung repräsentiert den vereinfachten Fall (T0=0°K) des unter [1] beschriebenen vollständigen S-B Gesetzes, das in seiner ausführlichen Form auch als S-B Umgebungsgleichung bezeichnet wird.             

Und was fangen wir jetzt mit diesen Aussagen an?

Wir können die oben genannten Strahlungs-/ Temperaturwerte direkt miteinander in Beziehung setzen oder versuchen, ihnen mit dem Stefan-Boltzmann-Gesetz ihre jeweiligen S-B Äquivalente zuweisen:

  1. 940 W/m² @ Kreisfläche =  235 W/m² @ Kugelfläche      Globale Energiebilanz
  2. 235 W/m²~  -18 °C                          vorgeblich „natürliche“ S-B Temperatur der Erde (*)
  3. (940/2=)470 W/m² ~ +28,6 °C     rechnerische S-B Temperatur der Tagseite (*)
  4. 14,8 °C  ~  390 W/m²                       S-B Strahlungsäquivalent der Durchschnittstemperatur (*) 

Ergebnis: Alle mit (*) gekennzeichneten Aussagen verletzen das Stefan-Boltzmann-Gesetz!
Das S-B Gesetz beschreibt nämlich eine physikalisch eindeutige Verknüpfung von gleichzeitigen Werten von Strahlung und Temperatur für einen konkreten Schwarzen Körper. Wegen der diesem S-B Gesetz zugrunde liegenden T4-Beziehung lässt es keine mathematische Umrechnung von irgendwelchen durchschnittlichen Strahlungs- oder Temperaturwerten auf ein entsprechendes S-B Durchschnittsäquivalent zu. Daher muss beispielsweise eine Durchschnittstemperatur aus der Summe der beteiligten individuellen Ortstemperaturen ermittelt werden und nicht etwa aus dem Durchschnitt der individuellen örtlichen Strahlungswerte.

 (1) RICHTIG:Das wäre, unter der Voraussetzung einer langjährig konstanten gemessenen Durchschnittstemperatur, die durchschnittliche Energiebilanz unserer Erde. Der tatsächliche Ausgleich zwischen Ein- und Abstrahlung findet dabei über den gespeicherten Wärmeinhalt von Atmosphäre und Ozeanen statt. Dadurch ergibt sich bei der Abstrahlung eine permanente Zeitverzögerung über den Tages- und Jahresverlauf. Die aktuelle Sonneneinstrahlung wird also durch die Abstrahlung von Wärmeinhalten ausgeglichen, die teilweise schon längere Zeit von den globalen Zirkulationen verfrachtet worden waren. Aber insgesamt ist diese langjährige durchschnittliche Energiebilanz korrekt, solange die gemessene Durchschnittstemperatur tatsächlich konstant bleibt.

(2) FALSCH:Diese Berechnung ist falsch, weil sie die Gleichgewichtsbedingung des S-B Gesetzes missachtet und über eine Durchschnittsbildung mit der Nachseite der Erde die temperaturwirksame Sonneneinstrahlung willkürlich halbiert. Es wird üblicherweise versucht, diesen Ansatz dadurch zu retten, dass man dessen Differenz zur gemessenen Durchschnittstemperatur durch einen „natürlichen“ atmosphärischen Treibhauseffekt von 155 W/m² zu erklären sucht, für den es aber keinerlei wissenschaftlichen Nachweis gibt.

(3) FALSCH:Eine hemisphärische Betrachtung der globalen Temperaturgenese wäre eigentlich der richtige Ansatz. In dieser stark vereinfachten Form mit einer hemisphärischen Durchschnittsbildung widerspricht er jedoch dem Stefan-Boltzmann-Gesetz. Wenn man’s aber korrekt zu Ende denkt, landet man schließlich bei meinem hemisphärischen S-B Ansatz ohne Treibhauseffekt…

(4) FALSCH:Es gibt gar keine mittlere globale Abstrahlung von 390 W/m². Nur eine individuell gemessene Ortstemperatur von 14,8 °C hätte nach dem S-B Gesetz ein Strahlungsäquivalent von 390 W/m². Da sich die NST von 14,8 °C  aber aus der statistischen Bearbeitung von individuell gemessenen Ortstemperaturen zusammensetzt, müsste hier eine ebensolche statistische Mittelung über die jeweiligen örtlichen S-B Strahlungsäquivalente erfolgen. In der nachstehende Abbildung wird die globale Durchschnittstemperatur als ein Mittel aus +14,8°C +/- 35 °C betrachtet. Dabei stellen wir fest, dass sich die zugehörigen S-B Strahlungsäquivalente nicht proportional zu den Temperaturänderungen verhalten:

Wie bei einem T4-Gesetz zu erwarten ist, erhöht sich das individuelle S-B Strahlungsäquivalent mit ansteigenden Temperaturen überproportional. Wir erhalten für die ausgewählten Temperaturen damit folgende S-B Strahlungsäquivalente:

Eine beliebige symmetrische Temperaturverteilung um einen globalen Mittelwert von 14,8°C kann also niemals ein S-B Strahlungsäquivalent von 390 W/m² ergeben. Daher kann aus einem solchen falsch berechneten S-B Strahlungsäquivalent übrigens auch kein „natürlicher“ atmosphärischer Treibhauseffekt von 155 W/m² abgeleitet werden. Die hier vorgestellte einfache lineare Abschätzung aus 3 Einzelwerten liefert vielmehr rechnerisch einen „natürlichen“ Treibhauseffekt von

(413W/m²-235W/m²=) 178 W/m² anstelle der üblicherweise behaupteten 155 W/m²

und führt schon damit zu einem Widerspruch. Der „natürliche“ atmosphärische Treibhauseffekt resultiert also aus einer mangelhaften Kenntnis des Stefan-Boltzmann-Gesetzes, Zitat aus [1] zum ganz langsamen Mitdenken: „…energy radiated in unit time by a black bodywhere T is the absolute temperature of the body“. Das Stefan-Boltzmann-Gesetz ist demnach nur unmittelbar „just in time“ gültig, es dürfen damit also weder zeitlich noch räumlich zusammenfassende Durchschnittswerte verknüpft werden.
ABER:Die NST selbst stellt eine langjährige globale Durchschnittstemperatur dar, bei der im Idealfall alle Energieflüsse (IN and OUT) über den Tag- und Nachtverlauf sowie die Breitenverteilung und der Jahresverlauf aller benutzten Meßstationen bereits korrekt herausgemittelt worden sein sollten. Dieser quasi-konstante NST-Wert ist damit um die langjährige Ein-und Abstrahlung bereinigt worden und hat überhaupt nichts mehr mit der globalen Strahlungsbilanz zu tun.Ihr tatsächlicher Wert spielt bei dieser Betrachtung also keine Rolle, und sein S-B Strahlungsäquivalent ist irrelevant.

Für den Fall, dass wir alle wetterabhängigen sowie tages- und jahreszeitlich variablen Prozesse auf unserer Erde in einer langjährigen Betrachtung als durchschnittlich ausgeglichen voraussetzen können, wie das bei einer konstanten NST ja der Fall sein sollte, lässt sich aus der richtigen Beziehung (1) und dem „ABER“-Kommentar zu (4) schließlich eine konkrete Aussage herleiten.

Die Gleichung für die globale Energiebilanz unserer Erde heißt damit:

(IN =940 W/m² *pR2)  =  (OUT = 235 W/m² *4 pR2)  @  NST (= 14,8 °C)

Wir haben hier auf unserer Erde also eine ausgeglichene globale Strahlungsbilanz bei einer konstanten global gemessenen Durchschnittstemperatur, wie immer diese auch ermittelt worden sein mag oder vielleicht erst viel später einmal korrekt ermittelt werden wird. Diese global gemessene Durchschnittstemperatur repräsentiert damit den durchschnittlichen globalen Netto-Wärmeinhalt von Atmosphäre und Ozeanen auf unserer Erde, um den herum permanent die hemisphärische Einstrahlung und die globale Abstrahlung erfolgen.

08 May 15:57

Daimler und Bosch machen es vor: Working-Out-Loud – das steckt hinter dem Hype-Begriff

Bosch macht es schon seit Jahren, Daimler auch, und außer ihnen noch eine Reihe weiterer großer und namhafter Unternehmen: Working-Out-Loud. Doch was ist das eigentlich?

Nur ein weiteres Buzzword im Zuge von New Work und Digitalisierung? Schließlich begegnet einem der Name in letzter Zeit zunehmend in einschlägigen Blogs und Medien, die sich mit eben jenen Themen auseinandersetzen. Je nachdem, wen man fragt, bekommt man ganz unterschiedliche Antworten: eine Methode, ein Netzwerk, eine Gemeinschaft, ein Framework, eine Bewegung, eine Reise, ein Schutzraum. Ich könnte die Liste hier noch ewig weiterführen, doch eine eindeutige Antwort wird es nicht geben, denn Working-Out-Loud bedeutet für jeden etwas anderes. Zumindest soll in diesem Artikel erklärt werden, woher Working-Out-Loud kommt und wie es funktioniert.

Was steckt hinter Working-Out-Loud?

Und zwar geht es bei Working-Out-Loud, anders, als der Name zunächst vermuten lässt, eben nicht um aggressives und lautes Zurschaustellen der eigenen Arbeit, sondern eher um das bewusste Teilen und Bereitstellen von Wissen.

Der Begriff selbst tauchte zum ersten Mal 2010 in einem Blogartikel von Bryce Williams unter dem Titel „When will we start to Work Out Loud? Soon!“ auf. Der Gedanke dahinter: „Wissen teilen“ statt „Wissen ist Macht“. Was bisher unter Social Collaboration und Collaborative Learning firmierte, wurde durch Williams treffend mit der Wendung „Work-Out-Loud“ zusammengefasst: das eigene Wissen und die eigene Arbeit sichtbar machen, damit alle davon profitieren können.

Es dauerte ein paar Jahre und praktische Erfahrungen mit der Herangehensweise, bis John Stepper 2015 eine Weiterentwicklung des Gedankens in Buchform veröffentlichte und eine Methode daraus ableitete: „Working Out Loud: For a better career and life“. Neben dem Buch stellte John Stepper die Methode auch kostenlos auf seiner Website zur Verfügung, in den sogenannten Circle-Guides. Der Ansatz fand schnell Anklang in Unternehmen wie Bosch, wo einzelne Teams sich zusammenfanden, um Working-Out-Loud (WOL) zu praktizieren. Inzwischen sind die Circle-Guides, die ursprünglich nur in englischer Sprache vorhanden waren, dank engagierter Personen auch ins Deutsche und Portugiesische übersetzt worden und immer mehr Menschen, nicht nur in Unternehmen, sondern auch privat, arbeiten mit WOL – aktuell in rund 42 Ländern, darunter vor allem in den USA, in Deutschland, Großbritannien, Brasilien und China.

Wie funktioniert Working-Out-Loud?

Der Kerngedanke von WOL ist, mithilfe von bedeutungsvollen Netzwerken individuelle Ziele zu erreichen, indem man seine Angewohnheiten reflektiert und ändert. Dafür hat Stepper fünf Prinzipien aufgestellt, an denen sich das Konzept orientiert:

  • Beziehungen (Relationships): Man baut nachhaltige Beziehungen auf, die helfen können. Allerdings nicht nach dem klassischen Networking-Prinzip („Eine Hand wäscht die andere“), sondern in dem Sinne, dass man selbst sinnvoll etwas beiträgt (siehe nächster Punkt).
  • Großzügigkeit (Generosity): Man teilt Wissen, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, sondern um etwas Konstruktives beizutragen und damit das Netzwerk nachhaltig zu stärken.
  • Sichtbare Arbeit (Visible Work): Dieser (namensgebende) Punkt bedeutet wie oben schon erwähnt, dass man die eigene Arbeit sichtbar macht, aber in einer Art und Weise, die als wertvoller Beitrag für das Netzwerk dienen kann und nicht der reinen Selbstdarstellung.
  • Zielgerichtetes Entdecken (Purposeful Discovery): Dadurch, dass ein individuelles Ziel gewählt wird, richtet man seine Aktivitäten gezielt darauf aus: Welche Ressourcen benötige ich? Wie und was kann ich beitragen, um dem Ziel näherzukommen und etwas dabei zu lernen?
  • Wachstumsorientiertes Denken (Growth Mindset): Die Welt ist voller Möglichkeiten! Bei WOL geht es darum, immer offen und neugierig an die Dinge heranzugehen und so jene vielen Möglichkeiten zu entdecken, die einen dem Ziel näherbringen können.

Ausgehend von diesen Prinzipien findet man sich nun in einer kleinen Gruppe bestehend aus drei bis fünf Personen, den sogenannten Circles, zusammen und trifft sich zwölf Wochen lang regelmäßig für eine Stunde pro Woche, um gemeinsam an den jeweiligen individuellen Zielen der einzelnen Circle-Mitglieder zu arbeiten. Los geht es damit, dass alle im Circle für sich ein solches Ziel definieren, und zwar nach bestimmten Kriterien: Das Ziel soll persönlich bedeutsam, möglichst als Lernziel formuliert und möglichst in zwölf Wochen erreichbar sein. Damit soll sichergestellt werden, dass die Motivation über den relativ langen Zeitraum erhalten bleibt. Ob das Ziel privater oder professioneller Natur ist, spielt dabei keine Rolle.

Während der zwölf gemeinsamen Wochen arbeitet der Circle mit dem schon erwähnten Circle-Guide, der kostenlos auf der WOL-Website zu finden ist. Hier werden für jede Woche Übungen vorgeschlagen, die mit den fünf WOL-Prinzipien zusammenhängen. Während es zum Beispiel in der einen Woche darum geht, die für das Ziel bedeutsamen Netzwerke herauszuarbeiten, geht es in der nächsten Woche darum, sichtbarer zu werden und zu lernen, sinnvolle Beiträge in das Netzwerk einzubringen. Langfristig sollen die Übungen dazu beitragen, die Prinzipien zu verinnerlichen und zu einer Angewohnheit zu machen.

Wie genau die Übungen durchgeführt werden, bleibt jedem Circle selbst überlassen. So wird zwar im Circle-Guide unter anderem vorgeschlagen, in den Treffen ein Timeboxing durchzuführen, um sicherzugehen, dass die Stunde nicht überschritten wird. Aber das ist nicht fest vorgeschrieben. Wenn ein Circle das Bedürfnis hat, weiterzudiskutieren und alle mit einer Verlängerung einverstanden sind, ist das völlig in Ordnung. Der Circle kann zum Beispiel auch selbst entscheiden, ob die Übungen innerhalb der gemeinsamen Stunde gemacht werden oder im Vorfeld, um die gemeinsame Stunde dann zur Diskussion zu nutzen. Die Circle-Guides sind also als Empfehlungen zu verstehen, die dem Circle bei der Bearbeitung der Ziele helfen, ihn dabei aber nicht einschränken sollen.

Die Circles selbst können sich entweder virtuell, zum Beispiel per Skype, oder physisch treffen. Bei der virtuellen Variante besteht die Chance, auch deutschlandweite oder internationale Circles zu bilden, weil man ortsunabhängig ist. Trifft man sich physisch und vor Ort, kann man zum Beispiel im Anschluss noch gemeinsam etwas unternehmen, ist aber bei der Wahl der Circle-Mitglieder etwas eingeschränkter.

Wichtig ist nur, die empfohlene Gruppengröße von drei bis fünf Personen beizubehalten, denn bei größeren Gruppen wird es schwierig, in einer Stunde alle Circle-Mitglieder zu Wort kommen zu lassen und intensiv an den jeweiligen Zielen aller Mitglieder zu arbeiten. Auch der Zeitraum von zwölf Wochen sollte insgesamt beibehalten werden, um dafür zu sorgen, dass man sich die Übungen und Prinzipien zur Angewohnheit macht. Ideal ist es, wenn die Circles möglichst divers besetzt sind, um verschiedene Perspektiven und Sichtweisen auf die Ziele zu haben.

Warum Working-Out-Loud?

WOL bietet mit seinen Circles einen geschützten Raum, in dem eine geringere Hemmschwelle herrscht, Neues auszuprobieren. Das macht es leichter, neue Angewohnheiten zu entwickeln, die dem individuellen Ziel dienen können. Innerhalb der Circles bekommt man direktes Feedback in einem vertrauten Rahmen. Typisches Business-Netzwerken wird abgelöst durch ein starkes Netzwerk, das geprägt ist von echter Wertschätzung und aufrichtigem Interesse am Gegenüber. Das sorgt für nachhaltige und belastbare Beziehungen, wie sie auch in den WOL-Prinzipien beschrieben sind. Und ein wöchentliches Treffen von einer Stunde lässt sich relativ leicht in den eigenen Zeitplan integrieren, vor allem wenn es ortsunabhängig ist.

In Unternehmen ermöglicht WOL einen interdisziplinären und transparenten Wissensaustausch zwischen einzelnen Teams und Abteilungen, was letztendlich der Innovation und Erprobung von neuen Arbeitsmodellen zugutekommt. Dabei bedient es sich verschiedener Tools, die mit der Digitalisierung Einzug in unsere Kommunikation gehalten haben, wie etwa Social Media, aber auch der relativ neuen Enterprise-Social-Networks (ESN) wie Yammer oder Facebook Workplace. Damit liegt also der Bezug zu New Work und Digitalisierung klar auf der Hand – und somit auch der Nutzen von WOL als Skillset für die neue Arbeitswelt.

Wie finde ich einen Circle?

Doch wie anfangen? Zuerst braucht man ja einen Circle. Möglichkeiten, um Gleichgesinnte zu treffen und einen Circle zu bilden, gibt es viele. Im Unternehmen kann man entweder das firmeninterne ESN oder externe Corporate-Learning-Communities anzapfen oder die entsprechenden Verantwortlichen ansprechen. Vielleicht gibt es auch schon institutionalisierte WOL-Programme, in die man sich einklinken kann. Die schnellste und einfachste Möglichkeit im privaten Bereich bietet die WOL-Facebookgruppe, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Artikels deutlich über 2.000 Mitglieder hat. Wer dort nicht fündig wird oder Facebook nicht nutzt, kann es in einer der beiden Xing-Gruppen, bei Linkedin oder auf Yammer versuchen.

Nicht zuletzt kann man natürlich auch ganz einfach analog vor Ort schauen, ob man einem Circle beitreten kann. In immer mehr Städten finden WOL-Meetups statt, in denen man Mitstreiterinnen und Mitstreiter für einen Circle findet. Anlaufstelle sind hier meist die örtlichen Coworkingspaces beziehungsweise Orte, an denen Menschen zusammenkommen, die sich mit Innovation und New Work beschäftigen, wie etwa Startup-Meetups. Und wenn auch das nicht klappen sollte, gibt es immer noch die Option, selbst ein Meetup zu organisieren oder einen Circle zu gründen – vielleicht haben ja Freunde, Kolleginnen und Kollegen oder Bekannte Lust, WOL gemeinsam auszuprobieren! Auf jeden Fall ist Ausprobieren der beste Weg, um selbst zu erfahren, was WOL ist und was es bewirken kann, denn selbst die ausführlichste Beschreibung kann die Erfahrung eines WOL-Circles nicht ersetzen!

Mehr zum Thema:

08 May 15:57

Automated Software License Expiration Notifications Using Microsoft Flow

by Daler Sayfiddinov

As IT professionals, we have a lot of tasks that we run daily. One of those tasks in my professional career is to keep track of all kinds of licenses. There are a lot of subscriptions that I have to track either yearly, quarterly or monthly, and I have to make sure that I am aware of the expiration dates.

I decided to build a system which will give me a piece of mind and keep all my licenses up to date. A searchable, centralized database to store license information, with an ability to send expiration date reports to an email.

This is not the only use case where you can use this solution. Any data that is associated with expiration dates can use the same approach.

For this automated system, I am going to use three main components:

  • Backend database – SharePoint list to store license information
  • Workflow engine – Microsoft Flow to send email notification based on a business rule
  • Email notifications – Exchange Online as the delivery method

Building the SharePoint List

Let’s start by building a SharePoint List with the required columns. The list can live within one of your existing SharePoint sites, or even a Team site. An Office 365 Group is an easy way to create a Team site for this purpose.

For this example, I have built a very simple list based on the business requirements. The columns and column types are shown in the screenshot below.

You can add additional columns based on your business needs. For more details on SharePoint columns and options, visit Microsoft Office support webpage.

Now we can add software licenses to the list. The screenshot below shows what the new item form looks like for adding items to the list.

For this demonstration I’ve added a few Office 365 licenses to the list.

Creating the Flow

Now let’s build the workflow that will send an email notification when licenses are near their expiration date. We are going to use Microsoft Flow as the workflow engine to run daily and check the expiration date of the licenses. Flow will send an email if there are items that are expiring in the next seven days.

We need to configure five main steps in the workflow:

  1. Recurrence of the workflow (when to trigger the workflow)
  2. Get Items (Query SharePoint list)
  3. Filter Items (based on business needs, which is seven days prior the expiration date )
  4. Create an HTML output
  5. Send Email

The screenshot below is the final setup of the workflow.

The Filter Array step, which is the third step in the screenshot above, needs be added after the Create HTML table action is in place. You will have to place the Filter Array action between the Get Items and Create HTML Table steps.During workflow setup, if you create the Filter Array before the Create HTML table action is created, for some reason Flow changes Create HTML table step to apply for each item in the Array. I did not find any documentation explaining this behavior on Microsoft Flow’s website. If you find or know the reason, please comment below.

Let’s review each step one by one.

The Recurrence (first step) is a very simple step where I set the workflow to run daily at 06:00 AM CST. You have to specify Interval, Frequency and Time Zone.

In the next step, Get Items, we need to query data from SharePoint list by specifying the URL of the SharePoint site and the SharePoint list name where we store information about our licenses.

By running the Get Items action, we will pull all the items from the SharePoint list and store them in the Values output object. You will find the use of this object in the next step of the flow.

Next, let’s review the Create HTML table action. This action is very useful to generate table reports from SharePoint List, SQL server, Microsoft Dynamics and more.

Create HTML table is a part of the Data Operations action group. To add Create HTML table action to the flow start by adding a blank action to the flow. Then, search and click on Data Operations action group.

Next, search for Create HTML table within the Data Operations action group.

After adding Create HTML table action, we will need to link the dataset from the previous action step as a source for the table. Click on From, and then Show advanced options. From Dynamic content choose Value (which is the output from the previous step).

After the dataset is configured, we will design our HTML table by specifying fields from the SharePoint list that we would like to report on.

As I mentioned at the beginning of the blog post, we will be adding a Filter Array step between Get Items and Create HTML table actions to filter data based on our business needs.

In the From field of Filter Array action, we need to specify a collection of data to filter.  We are going to use data object from the previous step that was queried in the Get Items step and stored in the Value data object.

The Value object is automatically created by Flow and available for you to use in the Dynamic Content library. Now let’s set the filtering parameter where Expiration Date must be equal to [Today() + 7 days] to meet business requirements. The left side of the filtering requirements is a SharePoint column named Expiration Date, which is available in the dynamic content. The right side of the filtering requiremensts is an Expression.

To set the expression click on the right side of the condition, switch to Dynamic Content section,  click on Expression tab and type below expression.

addDays(utcNow(),7, ‘yyyy-MM-dd’

Where:

  • addDays – function to add a number of Days to a date
  • utcNow() – today’s date
  • ‘yyyy-MM-dd’ – comparison date format. Make sure to use capitalize “MM” for a month, since lowercase “mm” represents minutes.

You can also review your expression in the advanced mode of this step by clicking on Edit in advanced mode.

@equals(item()?['Expiration_x0020_Date'], addDays(utcNow(), 7, 'yyyy-MM-dd'))

Now, as we have our data filtered, we need to change the source of data in Create HTML table  from Value object to the outcome of Filter Array object. The need of this step is to build an HTML table only with items that are expiring in seven (7) days, not the entire SharePoint list.

In the last step, we need to send an email only if the data array contains at least one license that is expiring in 7 days. To achieve this goal, I am going to check the array length.

First, add a condition and set the statement:

Since the condition is complex, we have to switch to Advanced mode and enter the conditional expression below:

@greater(length(outputs('Filter_array').body), 0)

In the step above, we are checking if the array contains any data. You can switch back to Basic mode and review visually what is happening in this step.

In the screenshot below, you can find steps on how to review expression visually.

If the length of the array is greater than zero, we will be sending an email with an HTML table that we built in the previous steps.

As you can see, Flow created an output object from the Create HTML table step for us to use in the email body.

Since the body of the email is an HTML table, we will need to turn on an HTML mode in the email action by navigating to Advanced mode and setting an isHTML property to Yes.

Testing the Flow

Ok, we are all done. Let’s test our solution. For that, I’m going to set up a couple of licenses in SharePoint list to expire in 7 days and run the Flow manually. At the time I am running this flow today date is March 25, 2018. We can see that two licenses are expiring in 7 days (O365 Business Premium and O365E3).

To run the Flow manually, open the Expiration Notification Flow and click on Run Now.

After running the Expiration Notification Flow manually, let’s check the mailbox.

Awesome, we can see that expiring items are reported in our email message.

I hope this solution saves you time, and helps you track your software licenses to ensure that license expirations are not missed.

Photo by Sonja Langford on Unsplash

The post Automated Software License Expiration Notifications Using Microsoft Flow appeared first on Practical 365.

08 May 15:55

Meteorologe wurde offenbar von US-NWS-Direktor Uccellini ange­griffen

by Chris Frey

Der Direktor hatte offenbar als Warnung seine Hand auf die Brust des Meteorologen gelegt und diesen an die Wand geschubst. Der Whistleblower, welcher mit CFACT unter der Bedingung sprach, anonym zu bleiben, beschrieb eine Kultur der Angst und Ausgrenzung beim NWS und auch bei der NOAA gegen alle, die vom Narrativ der „globalen Erwärmung“ abweichen.

Der Meteorologe hat Dutzende von Artikeln begutachtet und selbst viele begutachtete Artikel geschrieben. Er hat über 40 Jahre Erfahrung im Bereich Meteorologie.

„Ich hielt vor NWS-Mitgliedern einen Vortrag über den Fluss des Jet Streams in der oberen Atmosphäre. Dieser zeigte Wellen mit großer Amplitude auf beiden Hemisphären. Ich erklärte, dass diese große Amplitude nur auftreten kann, wenn sich die Atmosphäre tatsächlich abkühlt“.

Direktor Uccellini ließ CFACT durch seine Sprecherin Susan Buchanan mitteilen, dass „dieser vermeintliche Vorfall niemals stattgefunden hat“ und dass er „niemals irgendjemanden während seiner 40 Jahre langen Laufbahn physisch angegriffen habe. In diesem speziellen Fall muss es sowohl zu Abkühlung als auch zu Erwärmung kommen, damit sich der Jet intensiviert, nicht einer gegen den anderen. Aus wissenschaftlicher Perspektive macht also eine vermeintliche Unstimmigkeit keinen Sinn“.

Allerdings konnte der altgediente Meteorologe zur Stützung seines Vorwurfs mit Details aufwarten. „Genau als ich in einer Pause auf der Toilette war, packte Direktor Uccellini seine Hand auf meine Brust und schubste mich gegen die Wand. Dabei sagte er ,Erwähnen Sie nie wieder das Wort Abkühlung!‘ Er meinte es nicht als Witz. Er verletzte absolut meine Person, und es war ihm todernst. Dies ereignete sich im Jahre 2014“.

Sprecherin Buchanan stellte dazu fest: „Uccellini ermutigt jede offene Diskussion zu allen wissenschaftlichen Themen und Perspektiven. Er hat sich immer für eine Kultur der robusten wissenschaftlichen Diskussion ausgesprochen“.

Jedoch sieht der betroffene Meteorologe dies ziemlich anders. Er beschreibt eine Kultur der Furcht innerhalb der Agentur, in welcher Experten mittels Einschüchterung ruhig gestellt werden. Der Meteorologe machte klar, dass sein Fall kein Einzelfall war.

„Ein Mitarbeiter, der Skeptiker ist, und ich selbst müssen sehr vorsichtig sein hinsichtlich dessen, über was wir an unseren Schreibtischen oder im Pausenraum reden“, erklärte der NWS-Mitarbeiter. „Wir dürfen einfach nicht sagen, dass wir uns das ganze Narrativ ,das Klima erwärmt sich‘ nicht zu eigen machen“.

Der Meteorologe beschrieb außerdem, dass Klimadaten beim NWS und bei der NOAA für politische Zwecke geändert werden: „Es ist eine unglaublich gut geölte Propaganda-Maschine. Ich lese die ausgegebenen Berichte – sie enthalten entweder keine Wissenschaft, oder sie sind vollständig falsch.

Nehmen wir als Beispiel die Arbeit zu den Wassertemperaturen der Meeresoberfläche. Diese wurden falsifiziert. Vor einigen Jahren erschien ein Artikel des Inhalts, dass NOAA und NWS die Temperaturmessungen von über die ganze Welt verteilten Bojen re-kalibrieren müssen, um sie an die Werte der Werte der Wassertemperatur anzupassen, die im in Schiffsmotoren einströmenden Kühlwasser gemessen werden.

Jeder weiß, dass Bojenmessungen der Wassertemperatur viel genauer sind als das Kühlwasser von Schiffen, sind letztere doch immer ein paar Gran wärmer einfach weil sie neben Schiffsmotoren ermittelt werden! Ich finde diesen Artikel nicht mehr, anscheinend hat man ihn entfernt“.

Dann lieferte der Whistleblower weitere Details zu inhärenten Betrügereien bei der Computer-Modellierung des Klimas:

„Computer-Modellierung oder Klima-Modellierung ist abstruses Zeug, einfach weil wir schon wissen, dass grundlegende Wettervorhersage-Modelle nicht wirklich über zwei Wochen hinaus vorhersagen können, wie sich das Wetter entwickeln wird. Keines der von ihnen betriebenen Klimamodelle wurde jemals getestet, ob sie gemessene Temperatur- und Niederschlagswerte seit den siebziger Jahren bis heute richtig simulieren können“.

Dem Meteorologen zufolge verfügen NOAA und NWS tatsächlich über CO2-Daten der letzten paar Jahrzehnte, mit welchen man evaluieren könnte, welchen Einfluss CO2 auf Temperaturvorhersagen in Klimamodellen hat. Man hat dies jedoch abgelehnt.

Nach den Gründen für die Ablehnung gefragt, gingen dem Meteorologen die Worte aus. „Offen gesagt, das weiß ich nicht! Vielleicht, weil nach einem solchen Test jeder sehen könnte, dass der Kaiser keine Kleider anhat“.

Mit anderen Worten, aus den Erklärungen des Meteorologen geht hervor, dass die Daten einen weitaus geringeren CO2-Einfluss auf die Temperatur haben als in Computer-Simulationen projiziert.

Falls sie nicht einmal in der Lage sind, grundlegende Phänomene in Atmosphäre und Ozean zu simulieren wie etwa El Nino oder La Nina, welche erhebliche Auswirkungen auf das Klima haben – wie kann man dann das Klima vorhersagen? Die Modelle weichen dann immer stärker von der Realität ab und gleiten nach zwei Wochen in etwas ab, das ich mal ,Klimamodell-Nirwana‘ nennen möchte, weil dann nichts mehr gezeigt wird, was auch nur noch annähernd der Realität entspricht“.

„Mein Hauptfachgebiet ist die Wettervorhersage, aber wir sagen für die ganze Welt vorher; wir haben alle Wetter-, Satelliten-, Bojen-, Schiffs- und Modelldaten, die ich mir anschaue, und wir sagen auch die Zirkulation in der Atmosphäre vorher. Man erkennt Trends mit den Jahren – oder das Fehlen derselben“.

Die Quelle von CFACT endete mit einer die Augen öffnenden Beschreibung des Zustandes der Klimadebatte in wissenschaftlichen Kreisen an Colleges und Universitäten.

„Als ich noch Student war, kam eines Tages Ende der siebziger Jahre ein Professor zu mir und sagte: ,Falls Sie sich einen Namen machen wollen in diesem Bereich und berühmt werden wollen, dann ist CO2 genau der Ort, wo man hingehen muss‘. Man könne dort sehr viel Geld verdienen sowie Autorität und Kontrolle über das Leben der Mitmenschen bekommen.

Das kam mir sehr seltsam vor, weil ich zwar wusste, dass der CO2-Gehalt zunimmt, aber auch wusste, dass dieser Vorgang kaum irgendwelche Auswirkungen auf die Temperatur haben würde. Wasserdampf ist das bedeutendste Treibhausgas.

Aber falls ich das erwähnen würde, oder auch, dass solare Minima und andere Klima-Phänomene tatsächlich Wissenschaft sind, würden meine jüngeren Kollegen keine Ahnung haben, über was ich überhaupt rede, lernen sie doch nichts darüber in der Schule. Auch an Colleges und Universitäten wird es kaum gelehrt“.

Fühlen regierungsamtliche Forscher, die es während der Obama-Regierung nicht wagten, offen über globale Erwärmung zu sprechen, ein neues Klima der Offenheit? Das wissenschaftliche Verfahren verlangt transparente, furchtlose und robuste Diskussionen und Fragestellungen. Forscher müssen frei über ihre wissenschaftlichen Zweifel und Beobachtungen reden dürfen, ohne Angst vor Repressionen.

NWS/NOAA policy on scientific integrity.

Link: http://www.cfact.org/2018/05/02/meteorologist-allegedly-assaulted-by-nws-director-uccellini/

 

Anmerkung des Übersetzers: Nach dem, was man hier so hört – ist es vielleicht bei unserem DWD genauso?

08 May 15:52

Streit um 3 Cent

by Udo Vetter

Wegen einer Zinsforderung von 3 Cent wollte ein Bürger gegen die Gemeinde Neustadt an der Weinstraße vollstrecken. Doch das Verwaltungsgericht Neustadt lehnt es ab, sich mit dem Antrag zu beschäftigen. Bei so einer Forderung, so das Gericht, gehe es offenbar nur um das „Prinzip des Rechthabens“.

Schon die Ausgangsforderung in dem Verfahren war bemerkenswert gering. Es ging um Prozesskosten in Höhe von 2,91 Euro, welche die Stadt zu erstatten hatte. Irgendwie ging die Überweisung zunächst schief, schließlich wurde korrekt gezahlt, aber die rechnerisch aufgelaufenen Zinsen von 3 Cent blieben möglicherweise zu Unrecht aus.

Laut dem Verwaltungsgericht hat zwar jeder Bürger Anspruch auf effektiven Rechtsschutz. Aber es gelte auch das Gebot von Treu und Glauben, das Verbot des Missbrauchs prozessualer Rechte sowie den Grundsatz der Effizienz staatlichen Handelns, der auch für Gerichte gelte. Damit sei das Vorgehen des Antragstellers nicht zu vereinbaren.

Die ganze Geschichte lässt sich in einer Pressemitteilung des Gerichts nachlesen.

08 May 15:52

Microsoft 365 bringt Windows 10, Android und iOS näher zusammen

Mit der Plattform Microsoft 365 lässt der Redmonder Riese Smartphones und Windows 10 noch enger zusammenwachsen. Microsoft hat im Zuge der Build-Entwicklerkonferenz neue Funktionen angekündigt, mit denen Daten nahlos über Geräte-Barrieren hinweg ausgetauscht werden können.

Schon auf der letztjährigen Build 2017 hatte Microsoft angekündigt, dass man dort hinwolle, wo die User seien – nicht nur auf Windows, sondern weiteren Plattformen wie iOS und Android. Dieses Thema setzt sich auch auf der Build 2018 fort. Entsprechend hat Microsofts Windows-Chef Joe Belfiore eine Reihe neuer Features für diverse Plattformen vorgestellt, mit der ihr auf eure Daten über Plattformgrenzen hinweg zugreifen könnt.

Microsoft 365: Neue „Your Phone“-Experience spiegelt Smartphone auf den Desktop

Ihr könnt euer Android-Smartphone künftig komplett auf windows 10 spiegeln. (Bild: Microsoft)

Mit der neuen Funktion „Your Phone“ sollt ihr künftig direkt von eurem Windows-Rechner auf euer Smartphone zugreifen können – Microsoft spricht von einem Fenster in eurem Smartphone. So sollt ihr etwa zugriff auf Textnachrichten, Fotos und Benachrichtigungen erhalten. Außerdem sollt ihr beispielsweise Fotos, die auf dem Smartphone liegen, per Drag-and-Drop in ein Dokument verschieben können. Die Funktion wird in Kürze im Windows-Insider-Programm eintrudeln.

Microsoft setzt auf eine Multi-Device-World mit Fluent-Design. (Bild: Microsoft)

Weiter geht's mit dem Microsoft-Launcher für Android: Der Alternative Launcher wird laut Microsoft Unterstützung für Enterprise-Kunden erhalten. Unter anderem wird er Zugriff auf Business-Anwendungen per Microsoft Intune erhalten. Darüber hinaus bekommt der Microsoft-Launcher Unterstützung für die Timeline-Funktion, die Bestandteil des Windows-10-April-Updates ist. Ab dem 7. Mai erhält der Edge-Browser für iPhones und iPads Zugriff auf eure Surf-Sessions eures Windows-10-Rechners – auch via Timeline.

Mit der Timeline-Funktion könnt ihr euch Aktivitäten in chronologischer Reihenfolge bis zu 30 Tage rückwirkend anzeigen lassen – und zwar auf jedem unterstützten Gerät.

Auch neu: Sets. Dabei handelt es sich gewissermaßen um Browser-Tabs, nur in weiteren unterstützten Programmen. Die Sets-Funktion soll speichern, welche Dokumente der Nutzer zuletzt bearbeitet hat und öffnet diese, sobald das betreffende Programm aufgerufen wird. Die Sets-Funktion wird zu Beginn von Universal-Windows-Platform (UWP) Anwendungen unterstützt. Auch Win32 und Web-Apps sollen mit wenigen Handgriffen ebenso eine entsprechende Funktion erhalten.

Passend dazu: Microsoft verpasst Outlook und Kalender neue Funktionen

Neuigkeiten sind auch im Bereich Adaptive Cards zu vermelden. Erstmals auf der Build 2017 angekündigt, hilft das quelloffene Framework dabei, interaktive Inhalte aus diversen Services zu visualisieren. Optisch entsprechen sie den Karten in Cortana, sollen aber plattformübergreifend in Microsoft-Diensten eingebunden werden. Unter anderem ist es laut Microsoft etwa möglich, Bezahlungen darüber zu autorisieren (in den USA) oder Issues auf Github in Outlook oder Microsoft Teams zu kommentieren.

Adaptive Cards: Github-Issues könnt ihr künftig direkt aus Outlook kommentieren. (Bild: Microsoft)

Künftig wird es per Adaptive Cards auch möglich sein, Bezahlungen per Outlook vorzunehmen. Dies wird via Microsoft Pay realisiert – ein Dienst, der in Deutschland nicht verfügbar ist. Falls er es denn einmal sein wird, könnt ihr direkt aus eurem Posteingang Bezahlungen vornehmen.

Microsoft 365: Neue Möglichkeiten für Entwickler für smartere Apps

Kern der neuen Microsoft-365-Funktionen ist der Microsoft Graph, mit dem Entwickler alle notwendigen Drähte wie Personen, Konversationen, Termine und Inhalte miteinander verflechten können. Für die Entwicklung „smarter Apps“, wie Microsoft sie nennt, bringt das Unternehmen zahlreiche neue Tools und Möglichkeiten der Entwicklung.

Die Microsoft Teams APIs für den Microsoft Graph ist aktualisiert worden, um „maßgeschneiderte“ Apps zu entwickeln. Ferner hat Microsoft eine tiefere Sharepoint-Integration für Microsoft Teams angekündigt, um eine Sharepoint-Page in einen Teams-Channel zu integrieren. Entwickler können skriptbasierte Frameworks in den Projekten nutzen. Außerdem soll es leichter sein, die neue Designsprache Fluent zu unterstützen. Weitere neue Tools sind .NET Core 3.0 und die Container-Lösung MSIX. Darüber hinaus sollen mit neuen Azure-ML und JavaScript-Funktionen angepasste Erweiterungen für Excel-Formulare erstellt werden können.

Maschinelles Lernen darf natürlich nicht fehlen: Mit der Windows-Machine-Learning-Plattform sollen Entwickler leicht Machine-Learning-Modelle in der Cloud erstellen und offline deployen können.

Auch Entwickler, die Windows-Desktop-Anwendungen entwickeln und pflegen, sollen all diese Tools mit ihren bestehenden Win32-, WPF- und Windows-Forms-Anwendungen nutzen können. Einige der Neuankündigungen stehen ab sofort zur Nutzung bereit, andere werden Microsoft zufolge erst im Laufe des Jahres verfügbar sein.

08 May 15:51

Do more at the intelligent edge with Windows 10 IoT

by James Coliz

In the world of connected things, devices are getting more powerful. Advances in silicon, memory, and cloud technologies including machine learning and artificial intelligence are enabling devices to do more at the edge. These advances will expand use cases in manufacturing, healthcare, agriculture, and many other industries where an intelligent edge will unlock the power of the intelligent cloud in new ways.

Today, we are excited to announce a Windows AI Platform-enabled solution to put this power in the hands of every developer. In the next update to Windows 10, the Windows AI Platform with Azure Machine Learning together with Azure IoT Edge will bring hardware-accelerated machine learning model evaluation on the edge. By using instruction set optimizations on modern CPUs, hardware acceleration on GPUs that support DirectX 12, and a driver model for purpose-built AI processors in the future, the Windows AI Platform will deliver performance and efficiency on the broadest range of form factors.

At Microsoft Build 2018, we are showcasing this through a powerful demonstration. Imagine a production line in a steel factory equipped with cameras that can capture every square inch of steel passing through the line. Using traditional image processing techniques, it’s difficult to process and analyze this information, derive insights, and take actions in a timely and affordable manner. Using the Windows AI Platform available on every Windows 10 device, the machine learning model on the device will process the images at the edge and can detect anomalies on the steel surface instantaneously. With Azure IoT Edge, the device can be configured to send alerts or take a corrective action. With Azure Machine Learning, the ML model will be retrained and redeployed easily and quickly across devices. Such a deployment will enable a truly intelligent edge with hardware that is already available in market on a Windows 10 device with Direct X12 GPU.

Drawing of Windows AI Platform powering edge solution at a steel factory.

Windows AI Platform powering edge solution at a steel factory.

At EmbeddedWorld2018, Microsoft announced 10 years of security updates and an expanded offering of long-life silicon for Windows 10 IoT Core. In close collaboration with NXP, we have begun a private preview of Windows 10 IoT Core on NXP i.MX 6 and i.MX 7 processors. Today, we are announcing that Microsoft and NXP will release commercial support for IoT Core with i.MX6 and i.MX7 with the next release of IoT Core.

Windows 10 IoT platform continues to evolve with feature investments including the Windows AI Platform, expanded silicon offerings, and long-term support commitment. We are excited about the possibilities and want to see what you do with this. To learn more about developing with Windows 10 IoT, enroll in our Early Adopter Program at EEAPIOTPartner@microsoft.com.

Do more at the intelligent edge with Windows 10 IoT

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08 May 15:50

Brain cells that track location in space appear to also count beats in time

08 May 15:50

A giant 360 LED clock

08 May 15:48

How to get your personal data from apps you use

08 May 15:44

Techniker Krankenkasse will digitale „Gesundheitsakte“ starten

Oft hakt es bei Behandlungen, weil Ärzten Informationen fehlen. Was hat ein Patient zum Beispiel bisher verschrieben bekommen? Große Krankenkassen wollen bei Angeboten via Smartphone aufs Tempo drücken.

Die Techniker Krankenkasse (TK) will mit einer eigenen „elektronischen Gesundheitsakte“ neue digitale Lösungen für Patienten voranbringen. Versicherte sollen Daten etwa zu Diagnosen, Impfungen, verordneten Medikamenten oder Röntgenbilder und Laborbefunde in der Akte sehen können, wie die TK am Dienstag in Berlin mitteilte. Dafür sollen bisher dezentral bei Krankenhäusern, Ärzten oder Therapeuten liegende Daten zusammengeführt werden können. Dies soll auch unnötige Doppeluntersuchungen oder Medikamenten-Wechselwirkungen vermeiden.

Freiwillige und kostenlose Nutzung

„Der Patient ist der Herr seiner Daten“, sagte TK-Chef Jens Baas. Die Nutzung soll freiwillig und kostenlos sein. Der Zugriff ist vom Handy über eine App vorgesehen. Geplant ist zunächst ein Anwendertest, für den sich TK-Versicherte bundesweit registrieren können. Der Start für alle Mitglieder wird noch für dieses Jahr angestrebt. Genaue Angaben zu den Kosten des Projekts wurden nicht gemacht.

Nach jahrelangem Gezerre um zusätzliche Funktionen der elektronischen Gesundheitskarte will die Bundesregierung bei der Digitalisierung der medizinischen Versorgung vorankommen. Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, bis 2021 eine elektronische Patientenakte einzuführen. Die AOK hat bereits ein eigenes Gesundheitsnetzwerk gestartet, das auch eine digitale Akte umfasst und ebenfalls anschlussfähig an ein einheitliches Datensystem sein soll. Die Konzepte von AOK und TK kommen ohne die elektronische Gesundheitskarte aus.

TK-Chef Baas betonte, dass es bei der technischen Basis elektronischer Akten unter den Krankenkassen keinen Wettbewerb geben solle. Denn Daten sollten bei Kassenwechseln mitgenommen werden können. Das Angebot setzt die TK mit dem IT-Dienstleister IBM um, Daten sollen in einem Rechenzentrum in Deutschland gespeichert werden.

Patientenschützer und die Verbraucherzentralen pochen auf hohe einheitliche Standards bei neuen digitalen Anwendungen. Das Nutzen einer elektronischen Patientenakte müsse kostenfrei und freiwillig sein, sagte der Gesundheitsexperte des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (VZBV), Kai Vogel, der Deutschen Presse-Agentur. „Jeder Patient muss die Hoheit über seine Daten behalten.“ Die Deutsche Stiftung Patientenschutz betonte, nur der Staat könne höchste Sicherheitsstandards garantieren. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) solle daher ein Bundesamt für die Digitalisierung im Gesundheitswesen schaffen, sagte Vorstand Eugen Brysch. dpa

08 May 15:44

Der Sonntagsfahrer: Die Rache der Ingenieure

by H.j. Lüdecke

„Dem Ingenieur, ist nichts zu schwör“ pflegte Daniel Düsentrieb das Wesen des Erfinders in kurzen Worten zusammenzufassen. Angrenzende Fachgebiete kommen oft nicht so gut weg, jedenfalls wird auf technischen Hochschulen gerne gelästert: „Dem Philosoph ist nichts zu doph“. Wobei der eigentliche Gegenspieler des Ingenieurs sicherlich nicht der Philosoph ist. Im Gegenteil: In einem guten Ingenieur steckt stets auch ein Philosoph, schließlich geht es auch dem Ingenieur darum, richtige Fragen zu stellen, oder – noch besser – alles in Frage zu stellen. Zur Veranschaulichung mag der folgende kleine Scherz aus dem technischen Gewerbe dienen. Der Optimist: „Das Glas ist halb voll“. Der Pessimist: „Das Glas ist halb leer“. Der Ingenieur: „Das Glas ist doppelt so groß, wie es sein müsste“.

Das kleine Beispiel veranschaulicht auch, warum Ingenieure und Techniker so selten in Talkshows anzutreffen sind. Da geht es immer nur um halb voll oder halb leer, um plus oder minus, um gut oder schlecht. Mehr als die ritualisierte Auseinandersetzung um das Grundsätzliche glaubt man dort dem Publikum nicht zumuten zu können. Ingenieure sind für solche Hahnenkämpfe denkbar ungeeignet, da sie ja stets nach einer Lösung suchen. Deshalb sind sie der natürliche Feind des Ideologen, der ja ganz im Gegenteil ein möglichst großes Problem braucht. Lösungen sind für den Ideologen im übrigen nur als Verwirklichung gesellschaftlicher Visionen denkbar.

Das ist beispielsweise der Grund dafür, dass es in Deutschland noch immer kein atomares Endlager gibt. Technisch wäre das keine besonders anspruchsvolle Aufgabe. Politisch ist eine Lösung aber überhaupt nicht erwünscht, da man den Bürger weiterhin mit dem atomaren Beelzebub einschüchtern will. Die Ingenieurs-Wissenschaften, ja überhaupt die Naturwissenschaften, sind in hohem Maße politisch unkorrekt. Deshalb fallen die Ideologen auch so wütend über ihre Vertreter her, wenn sich dann doch mal ein Physiker oder Chemiker in eine Talkshow verirrt. Alleine das kühle Abwägen verschiedener Risiken gegeneinander gilt bei den Maischbergers und Plasbergs als zynisch und amoralisch. Aktuelles Beispiel dafür ist die vollkommen aus dem Lot geratene Diesel-Debatte.

Wer rettete die Wale? Greenpeace? Nein, Rockefeller!

Merke: Technische Lösungen für gesellschaftliche Aufgabenstellungen kommen meist früher, als es die Ideologen gebrauchen können. Wer rettete die Wale? Greenpeace? Nein, das war Rockefeller, der mit der Technik der Erdölförderung die Nutzung der fast ausgerotteten Meeressäuger als Rohstoffquelle überflüssig machte. Wer rettete den Wald in Mitteleuropa? Der BUND? Nein, das war die Erfindung der Dampfmaschine, der die Förderung von Kohle aus großen Tiefen möglich machte. Die Waldzerstörung und die Übernutzung der Landschaft hatten in Mitteleuropa vor 200 Jahren jedes vernünftige Maß überschritten. Eine völlige Verkarstung Englands, das vor 200 Jahren schon nahezu entwaldet war, konnte so gerade noch abgewendet werden. Auch die Waldfläche Deutschlands verdoppelte sich im 19. Jahrhundert.

Ein den meisten bekanntes Beispiel ist die Warnung des Club of Rome von 1973 vor dem Ende des Erdöls, das man auf das Jahr 2000 terminierte. Die Ideologen hätten gerne sofort mit der Ausgabe von Rationierungs-Gutscheinen begonnen. Aber die Ingenieure versauten Ihnen das Geschäft, weil sie immer bessere Fördermethoden entwickelten und immer mehr Ölvorräte entdeckten. Und so wird das auch weitergehen, vorausgesetzt, man lässt die Ingenieure machen.

Kein Wunder, dass man mit allen Mitteln daran arbeitet, sie abzuschaffen. Ohne Not haben Politiker das bildungsmäßiges Alleinstellungsmerkmal, das weltweit hochangesehene deutsche Ingenieurs-Diplom der Unis und Fachhochschulen, zu Lasten eines Bachelor und Master Studiengangs aufgegeben. Viele Länder haben uns in der Vergangenheit um unser Ausbildungsprogramm beneidet. Es wurde für ein oberflächliches und universell austauschbares Studienprogramm geopfert.

Damit besteht zunächst auf dem Papier kein Unterschied zwischen einem Studienabgänger von Taka-Tuka-Land und einem einer technischen Hochschule in Deutschland. „Politisch korrekt, doch wo sind unsere Vorteile, wo ist unser Excellence Cluster, welches Alleinstellungsmerkmal soll unsere Ausbildung haben?“, fragte Wilfried Krokowski in diesem Achgut-Beitrag. Aber lassen wir das mal beiseite, es sind ganz offensichtlich noch ein paar muntere Ingenieure übrig, sie müssen ja auch nicht unbedingt aus Deutschland sein.

Echtes Unheil kündigt sich beispielsweise für die sogenannte „Deutsche Umwelthilfe“ und ihre Groupies in Regierung und Behörden an, die dem Auto und insbesondere dem Diesel den Auspuff endgültig abdrehen wollen. So trafen sich vergangene Woche mehr als tausend Motor-Entwickler zum „Wiener Motorensymposium“, der wichtigsten Fachveranstaltung zum Verbrennungsmotor. Und wie es aussieht, werden die Herren Ingenieure den Herren Ideologen schon wieder die Tour vermasseln.

Johannes Winterhagen schreibt dazu in der FAZ: „Der Ingenieur ist ein kritischer Geist. Das Wort ‚Wunder‘ löst in ihm bestenfalls den Willen aus, den Dingen genauer auf den Grund zu gehen. Denn er hat gelernt: Man muss nur lange genug schrauben und nachdenken, dann entpuppt sich jedes vermeintliche technische Mirakel als Apparatur, die allein den Gesetzen der Physik gehorcht“. Um den Stand der Dinge zusammenzufassen: Innerhalb der nächsten 5 Jahre wird man die Stickoxid-Emission der gesamten Fahrzeugflotte auf 20 Milligramm je Kilometer senken können (Beispiel Daimler), und zwar in den EU-Straßentests und nicht auf irgendwelchen wirklichkeitsfremden Prüfstand-Zyklen. Damit unterschreitet man die gesetzlichen Vorschriften um Größenordnungen. Nach derzeitigem Stand liegt der Grenzwert zu diesem Zeitpunkt bei 80 Milligramm je Kilometer.

Warum nicht gleich so?

Das Stickoxid-Problem des Diesels scheint also in relativ kurzer Zeit technisch lösbar – ob die Kunden das noch einmal glauben, ist eine ganz andere Frage. Man fragt sich natürlich auch: Warum nicht gleich so? Man hätte der Umwelt eine Menge Stickoxide und einer Reihe Mitarbeiter gesiebte Luft ersparen können. Ich vermute mal, hier kommt der zweite natürliche Feind des Ingenieurs ins Spiel: der Betriebswirt. Northcote Parkinson, der Urheber der berühmten Parkinsonschen Gesetze, behauptete einmal, Betriebswirte hätten „ungefähr so­viel Moral wie ein Beagle am Fressnapf“. Er meinte damit natürlich nicht das Individuum, sondern das mitunter suboptimale Wirken der Spezies als solche. Es ist ja durchaus gang und gäbe, dass hierzulande entwickelte neue Technologien erst einmal kaputtgerechnet werden, woraufhin sie dann im Ausland Karriere machen. Ideologen und Betriebswirte gehen im übrigen in Deutschland  durchaus arbeitsteilig vor: Ideologen vertreiben die Atomkraft, das Auto, die Chemie und die grüne Gentechnik, die Betriebswirte übernehmen den Rest, denn sie killen die gute Laune, die man zum Erfinden braucht.

Und jetzt wird es ganz bitter für die deutsche Weltuntergangs-Fraktion: Auch die Atomkraft feiert eine fröhliche Renaissance außerhalb des deutschen Windrad-Biotops. Ausgerechnet die Russen, die auf diesem Gebiet ja deutlich schlechter beleumundet sind als etwa deutsche Kernphysiker, bauen jetzt kleine AKW’s und schippern sie auf Flößen durch die Welt, schließlich haben sie mit atomgetriebenen U-Booten und Eisbrechern reichlich Erfahrung. Der Prototyp einer neuen Flotte von schwimmenden AKW’s machte sich dieser Tage via Ostsee zum Polarkreis in Ostsibirien auf, als „nördlichste Nuklear-Installation der Welt“ eine Kleinstadt mit Strom zu versorgen. Rosatom will so „neue Kundenkreise erschließen“, erklärte die Welt-Atompolizei von Greenpeace und zeigte sich entsetzt über die mangelnde Solidarität von China, Algerien, Indonesien, Malaysia und Argentinien. Die haben nämlich Interesse an den schwimmenden Meilern gezeigt. Und, liebe Freunde von Greenpeace, ich wage jetzt mal eine visionäre Prognose: Wenn es mit unserer erfolgreichen Energiewende so weiter geht, dann wird so ein Floß womöglich bald den Rhein hinauf schippern und im Stuttgarter Neckarhafen vor Anker gehen, als Notstromaggregat für Daimler.

Ja, dem Russ‘ ist alles zuzutrauen, sogar eine relativ intelligente Argumentation. Rosatom reagierte auf die Greenpeace-Proteste mit folgendem Hinweis, der ebenso gemein wie niederträchtig formuliert ist: „Wer von angeblich 100 Prozent erneuerbaren Energien träumt, realisiert nicht, dass in einer langen Polarnacht bei minus 60 Grad Celsius weder Wind- noch Solarkraft zur Verfügung stehen“, heißt es, „es ist dann entweder Kohle- oder Atomstrom.“ Kohleverstromung habe „erhebliche negative Auswirkungen auf die arktische Umwelt durch giftige Emissionen, die für den Klimawandel, vorzeitige Todesfälle und das Artensterben verantwortlich sind“. Demgegenüber vermeide Atomkraft „zehntausende Tonnen Kohlendioxid“ und versorge die Menschen „mit sicherer, sauberer und verlässlicher Energie“.

Ground-Control an Wolfsburg, Stuttgart, München

Während die Russen mit ihren AKW’s durch die Weltmeere pflügen, entwickeln die Amis aus ähnlichen Gründen jetzt Baby-Reaktoren für den Weltraum. Denn auch dort kann die Nacht schon mal was länger dauern. Der im Rahmen des Projekts „Kilopower“ entwickelte Reaktor ist demnach in der Lage, kontinuierlich für mindestens 10 Jahre bis zu 10 Kilowatt elektrische Leistung zu liefern. Grundlage ist ein Reaktorkern aus Uran 235 von der Größe einer Küchenpapierrolle. Das wird früher oder später auch die Generation Silicon-Valley auf den Plan rufen. Der Reaktor kann Raumschiffe und Raumsonden unabhängig von der Sonne mit Energie versorgen. Und was noch? Ja was denn wohl? Ich trau mich’s ja kaum zu sagen: Könnte man mit einem solchen Ding, ähm, nicht auch ein Auto antreiben? „Da Autos die meiste Zeit ohnehin nur herumstehen, würden die 10 Kilowatt Dauerleistung in Verbindung mit einem Puffer-Akku locker reichen – man müsste nie tanken und könnte das Auto mit einer ‚Atom-Küchenrolle‘ 10 Jahre lang betreiben“, schreibt ein Leser zu dem oben verlinkten Bericht.

Leute, da bin ich dabei! Ground-Control an Wolfsburg, Stuttgart, München: Übernehmen Sie, bevor es Elon Musk tut. Das Atomauto wäre jedenfalls die ultimative Rache des deutschen Ingenieurs an seinen Peinigern und die späte Erfüllung eines Traums aus den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts. Ich spendiere dann ein fliegendes Taxi für Dorothee Bär, powered by AKW. Auf Achgut.com wurde die Sache übrigens im vergangenen Sommer in einem „Sonntagsfahrer“ mit dem Titel „Rache an VW & Co.“ vorweg genommen. Da hieß es über den äußerst eigenwilligen aber längst verschiedenen Renault Vel Satis:

Gestartet wird er mit einem großen roten Knopf. Als Antrieb hatte ich deshalb eigentlich ein hübsches kleines Atomkraftwerk erwartet. Statt zur Inspektion führe ich dann einmal im Jahr zur Wiederaufbereitungsanlage nach La Hague, die Brennstäbe erneuern. Aber das hat sich Renault nun doch nicht getraut. Kann aber noch kommen. Für Elektroautos, die in Frankreich eine Steckdose aufsuchen, trifft der Slogan „Powered by Uranium“ ja heute schon zu.

 

Nachwort der EIKE-Redaktion

Die Vorgänge um Greenpeace sollten eigentlich in jedem demokratischen Land die Staatsanwaltschaft oder die Polizei auf den Plan rufen. Man kann den Russen nur für Ihre Konsequenz diesem fragwürdigen Verein gegenüber gratulieren. In Deutschland hat Greenpeace freilich Bestandsschutz und wird zumindest in unseren Lückenmedien gefühlt fast schon als Regierungsorganisation gehandelt. Ein Erlebnis des Verfassers mit dieser Organisation war erhellend, zumindest für ihn. Vor mehreren Jahren saß er zufällig anlässlich einer Podiumsveranstaltung mit einer Greenpeace-Funktionärin gemeinsam am Mittagstisch. Seine etwas naive Bemerkung, dass ihm der Schutz der Waale seitens Greepeace stets Sympathie und Respekt eingeflößt habe, erzeugte nur ein mildes, mitleidiges Lächeln bei der Dame. Ihre Entgegnung: Damit hätte Greepeace kaum noch etwas zu tun, man kämpfe nun gegen den Klimawandel und Kernkraftwerke. Wie heißt es so schön, um diese Bemerkung zutreffend einordnen zu können? Man folge dem Gelde.

Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke, EIKE-Pressesprecher

08 May 15:43

Wie Karl Marx das Google-Phänomen beschrieben hat

2018 ist Marx-Jahr. Der Ökonom, politische Aktivist und Philosoph wird als Visionär gefeiert und als Wegbereiter totalitärer Systeme verflucht. Spannend ist: In der Digitalwirtschaft gilt vieles, was er am Kapitalismus beobachtete, verstärkt. Die Neuland-Kolumne.

200 Jahre nach der Geburt von Karl Marx und fast 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer dominiert Karl Marx wieder die Medien. Er wird gefeiert und gehasst, vor allem aber wird immer wieder seine Relevanz für die heutige Zeit betont, selbst von wirtschaftsnahen Medien von Economist bis Handelsblatt.

Festzuhalten bleibt: Wenn auch sein Lösungsvorschlag für die soziale Frage seiner Zeit zu Diktaturen und wirtschaftlichem Kollaps führte – seine Beschreibung des Kapitalismus, seiner Triebkräfte und seiner Probleme liest sich auch heute noch erstaunlich modern.

Beispiel gefällig?

„Das Bedürfnis nach einem stets ausgedehnteren Absatz für ihre Produkte jagt die Bourgeoisie über die ganze Erdkugel. Überall muss sie sich einnisten, überall anbauen, überall Verbindungen herstellen. Die Bourgeoisie hat durch ihre Exploitation des Weltmarkts die Produktion und Konsumtion aller Länder kosmopolitisch gestaltet. […] An die Stelle der alten lokalen und nationalen Selbstgenügsamkeit und Abgeschlossenheit tritt ein allseitiger Verkehr, eine allseitige Abhängigkeit der Nationen voneinander. Und wie in der materiellen, so auch in der geistigen Produktion. Die geistigen Erzeugnisse der einzelnen Nationen werden Gemeingut. Die nationale Einseitigkeit und Beschränktheit wird mehr und mehr unmöglich, und aus den vielen nationalen und lokalen Literaturen bildet sich eine Weltliteratur.“

Das schreiben Karl Marx und Friedrich Engels in ihrem Kommunistischen Manifest von 1848 – eine Beschreibung der frühen Globalisierung, die bis heute anhält.

Es ist offensichtlich, dass das Internet als große Vernetzungsmaschinerie diese von Marx und Engels bereits beschriebenen Triebkräfte der Globalisierung noch verstärkt hat. Weniger offensichtlich ist allerdings, dass Marx viele Phänomene, die erst durch die Digitalwirtschaft ihre volle Relevanz entfaltet haben, bereits vorwegnahm.

Marxismus im Schnelldurchlauf

Um das zu verstehen, gehen wir einmal im Schweinsgalopp durch die marxistische Theorie: Marx sieht die westlichen Industrienationen zu seiner Zeit in zwei sich gegenüberstehende Klassen gespalten – die abhängig beschäftigten Lohnarbeiter und die Klasse der Kapitalisten, die die Produktionsmittel (Fabriken et cetera) und den Boden besitzt.

Marx sieht hier einen Widerspruch zwischen den Produktionsfaktoren Kapital und Boden auf der einen und Arbeit auf der anderen Seite. Der Kapitalist hat ein Interesse an einem möglichst hohen Profit. Dieser wird erreicht, indem die Differenz zwischen dem, was ein Arbeiter kostet und dem, was das Produkt kostet, das dieser herstellt, möglichst hoch ausfällt. Diese Differenz zwischen Arbeitslohn und dem Preis der fertigen Produkte, die ein Arbeiter herstellt, nennt Marx den Mehrwert.

In der Theorie von Marx wird der Mehrwert wird vom Arbeiter erwirtschaftet und vom Kapitalisten abgeschöpft. Je stärker der Kapitalist den Arbeitslohn drückt, desto größer wird der Mehrwert und damit der Profit. Je mehr Profit der Kapitalist erwirtschaftet, desto mehr kann er in weiteres Kapital reinvestieren, was wiederum zu noch größerem Profit und damit noch mehr Kapitalbesitz führt. Dadurch kommt es zur sogenannten Akkumulation, also der Anhäufung von Kapital.

Das Resultat: Immer mehr Kapitalisten mit wenig Kapital werden durch Kapitalisten mit größerem Kapitalbesitz verdrängt und rutschen in das Proletariat der besitzlosen Lohnarbeiter ab. Dadurch entsteht ein Überangebot an Arbeitskräften, wodurch die Löhne noch weiter gesenkt und der Profit damit noch weiter gesteigert werden kann. Am Ende dieses Verdrängungswettbewerbs steht die fast vollständige Konzentration des Kapitals in wenigen Händen und die völlige Verelendung der Arbeiter („Proletarisierung“), bis diese „nichts zu verlieren [haben] als ihre Ketten“ und mit einer Revolution die nächste Entwicklungsstufe der Gesellschaft, den Sozialismus, einläuten.

Marx irrte. Statt Verelendung der Massen folgten auf die Industrialisierung westlicher Staaten wie Großbritannien, Deutschland und den USA Sozialreformen, Gewerkschaften und Arbeitskämpfe ­– natürlich auch durch die vom Marxismus inspirierte Arbeiterbewegung. Das rettete am Ende den Kapitalismus vor sich selbst, der Wohlstand explodierte – und zwar nicht nur für Wenige, sondern für breite Teile der Bevölkerung. Das erste groß angelegte sozialistische Experiment wurden nicht in den besonders weit entwickelten westlichen Staaten durchgeführt, sondern im wirtschaftlich relativ rückständigen, von Zaren beherrschten Russland. Und die Planwirtschaft scheiterte – und zwar immer und immer wieder. Egal ob in der Sowjetunion und DDR gestern oder Nordkorea, Kuba und Venezuela heute – in vielen Spielarten. Sie scheiterte vor allem, weil individuelle Anreize, produktiv und innovativ zu sein, fehlen, wenn Unternehmen in staatlicher Hand sind.

Dennoch lässt eine Lektüre der marxistischen ökonomischen Theorie heute wieder aufhorchen: Wenige Kapitalisten, die immer mehr Kapital auf sich vereinen – kleinere Unternehmen, die an den Rand gedrängt werden. Auch wenn die meisten Mittelständler noch weit davon entfernt sind, zu besitzlosen Proletariern zu werden, ist die wirtschaftliche Macht der große digitalen Plattformen Apple, Google, Facebook und Amazon historisch dennoch einmalig.

Ersetze Kapital durch Daten

Marx überbetont die Rolle des Kapitals in seiner Betrachtung – also die Fabriken und andere Produktionsmittel. Dabei gibt es Kapital heute im Überfluss. Wettbewerbsvorteile, die die beispiellose wirtschaftliche Konzentration treiben, sind vielmehr Technologie, Marktdurchdringung, Talente und zunehmend auch Daten. Doch liest man die marxistische Theorie und ersetzt das Wort Kapital durch Daten und Technologie, wird die marxistische Betrachtung schlagartig wieder sehr relevant.

Google bietet die beste Suche an, fährt daher die größten Gewinne ein und gewinnt die meisten Daten. Mit den Daten kann Google die eigenen Machine-Learning-Programme trainieren und mit den Gewinnen die besten Experten der künstlichen Intelligenz einstellen – das alles führt zu einer Suche, die der Konkurrenz noch stärker überlegen ist – ein sich selbst verstärkender Effekt. Insbesondere bei Facebook und Amazon kommen noch starke Netzwerkeffekte hinzu: Die Plattform mit den meisten Nutzern stiftet für alle Beteiligten den meisten Nutzen, was immer mehr Nutzer auf die Plattform lockt.

Marx hat die Dynamik einer Wirtschaft erkannt, bei der selbstverstärkende Mechanismen zu einer Marktkonzentration führen, von der große Teile der Bevölkerung nicht profitieren.

Das Problem an dieser Dynamik, die Marx ebenfalls vorhersagte: Wenn sie an einem bestimmten Punkt nicht gestoppt wird, wird sich ein System, das einer solchen Logik folgt, früher oder später selbst abschaffen. Und zwar einfach deshalb, weil am es Ende noch jemanden geben muss, der die Produkte, Waren und Dienstleistungen kauft. Wenn aber immer mehr mit immer weniger menschlicher Arbeit hergestellt wird und ein immer größerer Teil der Wertschöpfung sich auf eine Handvoll Firmen konzentriert, die vergleichsweise wenige Angestellte haben, dann funktioniert das westliche Modell der Nachkriegsära nicht mehr: Statt einige Menschen sehr reich, aber viele Menschen zumindest relativ wohlhabend zu machen, macht ein solches System nur noch wenige superreich, aber viele zunehmend arm. Und damit bricht dann auch die Nachfrage nach den immer effizienter hergestellten Produkten und Dienstleistungen ein.

Rettet den Kapitalismus erneut vor sich selbst!

Alles, was den Kapitalismus zu der erstaunlichen Effizienz- und Fortschrittsmaschine gemacht hat, die er in den vergangenen Jahrzehnten war, funktioniert dann nicht mehr: Der Anreiz, zu investieren, innovativ zu sein und Produkte und Dienstleistungen zu verbessern, schwindet. Es wäre daher wieder einmal Zeit, den Kapitalismus vor sich selbst zu retten – damit seine beispiellose Innovations- und Schaffenskraft, seine Effizienz, seine anarchische Dynamik, der Erfindergeist und Risikobereitschaft belohnt wird und zu immer mehr Wohlstand trotz begrenzter Ressourcen führt.

Um ihn zu retten, müssten zwei Dinge angepackt werden: Erstens sollte die wirtschaftliche Übermacht der großen Plattformen reguliert und beispielsweise faire Marktbedingungen auf Amazon geschaffen werden. Amazon ist kein Marktplatz unter vielen mehr – im Bereich des Consumer-E-Commerce ist Amazon zunehmend der Markt. Und zweitens muss die Politik dafür sorgen, dass von der Wohlstandsexplosion durch Technologie wieder eine deutliche Mehrheit und nicht nur eine Minderheit profitiert.

Weitere Neuland-Kolumnen von Stephan Dörner:

08 May 15:42

Microsoft Teams erscheint im Store für Windows 10

by Albert Jelica

Im Zuge der Microsoft Build 2018-Konferenz hat das Unternehmen offiziell angekündigt, dass Microsoft Teams als eigene App im Store für Windows 10 erscheinen wird.

Bei der Anwendung handelt es sich um die Progressive Web App von Microsoft Teams, welche verpackt als Store-App unterschiedliche Funktionen der Plattform nutzen kann. Hierzu zählt beispielsweise die Möglichkeit, den Narrator zu nutzen oder Benachrichtigungen im Info Center anzuzeigen.

Aktuell ist Microsoft Teams für Windows 10 in der Preview Phase und zumindest laut dem Store-Eintrag vorrangig für Windows 10 S-Nutzer gedacht. Die Anwendung kann allerdings auf sämtlichen 64-bit basierten Systemen installiert und verwendet werden. Unter dem folgenden Link könnt ihr die Anwendung aus dem Store herunterladen:

Microsoft Teams for Windows 10 S (Preview) (Kostenlos, Windows Store) →

Der Beitrag Microsoft Teams erscheint im Store für Windows 10 erschien zuerst auf WindowsArea.de.

08 May 11:54

Aichach: Fahrdienstleiter nach Zugunglück vorläufig festgenommen

by ZEIT ONLINE: Zeitgeschehen -
Nach dem Frontalzusammenstoß zweier Züge in Bayern mit zwei Toten gehen Ermittler von menschlichem Versagen aus. Ein 24-Jähriger wird der fahrlässigen Tötung verdächtigt.
08 May 11:53

The Ulam Spiral of Primes (2010)

08 May 11:31

Abgasskandal: Audi soll A6-Diesel manipuliert haben

by ZEIT ONLINE: Mobilitaet -
Das Kraftfahrt-Bundesamt prüft offenbar, ob Audi beim A6 mit einer bislang unbekannten Software das Abgassystem manipuliert hat. Es könnte ein Verkaufsstopp drohen.
08 May 08:17

You Might Want to Turn Off Outlook Sync of My Tasks in Microsoft Planner

by Paul Cunningham

One of the top feature requests since the release of Microsoft Planner has been the ability to synchronize Planner tasks with Outlook. After a few years, Microsoft has delivered this capability. Sort of.

The obvious place to synchronize a Planner task would be into the Outlook tasks. But in Q1 of this year, Microsoft announced that Planner tasks can be added to the Outlook calendar as an iCalendar feed. The feature is enabled by default as it gets rolled out to Office 365 tenants.

You can also integrate Planner tasks and Outlook tasks using Flow, but I don't count that as proper integration. Microsoft controls all the plumbing on the back end to make Outlook and Planner integration work, and I don't think it should rely on users creating their own Flows that provide a limited experience anyway.

The iCalendar feed offers a limited view of Planner tasks based on their due date. Little detail is included with the calendar item, but you can click through to Planner to interact with the task.

Users can publish their tasks from within the My Tasks view of Planner.

Something that may raise concerns for some organizations is that the iCalendar feed is accessible by anyone who happens to know the URL. If you have multi-factor authentication requirements, or any other security measures in place such as conditional access or risk-based sign-in policies, none of that appears to make any difference to whether the URL is accessible by someone outside of your organization.

The risk in this situation is probably quite low. The iCalendar link is an obscure URL that would be difficult to guess. And the information included in the iCalendar feed is minimal. For example, descriptions, sub-tasks, and comments on a Planner task, any of which might contain sensitive information, are not included in the iCalendar feed. But for some customers any level of exposure is not acceptable, so it's up to you how you interpret the risk here.

Fortunately, you can turn off the iCalendar publishing option. Microsoft has provided a support article with the steps that you can follow to check your configuration, or disable/enable Outlook calendar sync.

The process is a bit awkward, and the documentation appears to have an error. Where Microsoft advises to name the PowerShell module and manifest files as SetPlannerTenantSettings.psm1 and SetPlannerTenantSettings.psd1 respectively, I recommend you instead use SetTenantSettings.psm1 and SetTenantSettings.psd1. I had errors trying to follow the support guidance until I renamed the files. You might also need to unblock the downloaded DLL files before they will work for you, but my testing wasn't conclusive either way on that point.

Once you have that all set up, you can use the Set-PlannerConfiguration and Get-PlannerConfiguration functions to manage the setting.

PS C:\Scripts\PlannerTenantSettings\lib\net45> Get-PlannerConfiguration
SettingName              Value
-----------              -----
AllowCalendarSharing     True
PS C:\Scripts\PlannerTenantSettings\lib\net45> Set-PlannerConfiguration -AllowCalendarSharing $false

Annoyingly, you will need to authenticate each time you run one of the functions.

Calendar sharing is the only Planner setting that is manageable with those functions. Perhaps there will be a fully functional, and easier to use, PowerShell module released some time in the future. For now, this is better than nothing.

Hopefully in the near future we'll see full Planner tasks integration with Outlook tasks. It's not currently on the roadmap, but the customer demand is definitely there.

Photo by Curtis MacNewton on Unsplash

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06 May 12:24

Locating where a term set is used in SharePoint using search

by Mikael Svenson

Joanne Klein asked on Twitter if there is a way to get all places where a specific term set is used in SharePoint.

image

One way would be to iterate all site collections and check if the term set was present in the Hidden Taxonomy List, which stores all used terms on a site collection (and if you have no idea what that is, that’s ok as well).

image
Hidden Taxonomy List at /Lists/TaxonomyHiddenList/AllItems.aspx

Another option which is the solution I proposed, is to use search. Of course you need to have read access to the items where the term set is used for it to be 100% accurate as well items using terms from a term set has to be present in the search index.

Read more »
06 May 11:47

Police defend facial recognition tech that wrongly identified 2000 people

06 May 11:46

Klimawandel macht nichts, aber kaltes Wetter kann sehr tödlich sein

by Andreas Demmig

In Großbritannien und anderswo war das Gegenmittel bisher bezahlbare Energie. Allerdings hat die Besessenheit an massiv subventionierter, wetterabhängiger Windenergie genau das außerhalb der Reichweite von allzu vielen mit geringem Einkommen entfernt; besonders alte Menschen.

In den letzten Sommermonaten haben die Australier beobachtet, dass ältere Menschen leiden und zugrunde gehen. Sie konnten es sich nicht leisten, Klimaanlagen bei heißem Wetter zu betreiben. Das heißt natürlich, wenn Strom gerade überhaupt verfügbar war.

Trotz der oft beschworenen Klimaerwärmung, sind Temperaturen unter Null viel tödlicher, wie James Delingpole berichtet.

Einleitung auf StopTheseThings vom 01.05.2018

https://stopthesethings.com/2018/05/01/deaths-icy-grip-climate-change-wont-kill-granny-but-climate-change-policies-do/

 

48.000 Briten starben in diesem Winter an Kälte; Die Britische Regierung lobt ihre Klimapolitik, die ihnen dabei geholfen hat

Breitbart; James Delingpole, 9. April 2018

Großbritannien durchlitt gerade seine schlimmste Wintersterblichkeit seit 42 Jahren.

Es wird geschätzt, dass zwischen Dezember und März 2018, 20.275 Briten mehr als im Durschnitt der letzten Jahre durch Erfrieren starben.

Aufgrund der kalten Bedingungen werden allein zwischen dem 23. und 31. März weitere 2000 Todesfälle angenommen, wie die durchschnittlichen Sterberaten dieses Winters anzeigen.

Bürgerrechtler haben die Todesfälle als eine „nationale Tragödie“ bezeichnet, da Opfer von zu kaltem Wetter, vor allem bei älteren Menschen, hätten verhindert werden können.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Office of National Statistics) sind jeweils einer von 10 Kaltwetter-Todesfällen sowohl bei den unter 65-Jährigen wie auch bei den 65-75-Jährigen zu beklagen, aber bei acht von 10 Todesfällen bei den über 75-Jährigen.

Das Gesundheitsministerium erklärte auch, dass kalte Bedingungen Erkrankungen wie Grippe, Lungenentzündungen, Herzinfarkt, Schlaganfall und Demenz verschlimmern.

Zusammengezählt bedeutet das, dass dieser Winter aufgrund des kalten Wetters mindestens 48.000 Todesfälle haben wird – was sich auf durchschnittlich einen Todesfall alle dreieinhalb Minuten errechnet.

Aber was noch schockierender ist, die britische Regierung – die sich als konservativ bezeichnet – prahlt tatsächlich noch mit der katastrophalen Politik, die geholfen hat, arme Menschen zu töten.

Hier ist das, was Energieministerin Claire Perry zum zehnten Jahrestag des Klimaschutzgesetzes von 2008 sagte – der ruinösesten und sinnlosesten Gesetzgebung in der jüngsten britischen Parlamentsgeschichte – die weitgehend dafür verantwortlich ist, Energie so teuer zu machen, dass die Armen und Schwachen es nicht können leisten, ihre Häuser zu heizen.

Die Dynamik des Klimaschutzes nimmt im Vereinigten Königreich an Fahrt auf. Der Klimawandel ist nicht mehr nur eine Phrase von ideologischen Umweltschützern und Wissenschaftlern, er ist Teil der alltäglichen Propaganda. Dies ist nicht nur der Moment für globale Bemühungen, unseren CO2-Ausstoß zu reduzieren, sondern auch für das Wachstum grüner Industrien und für die internationale Zusammenarbeit im Klimabereich.

Der Klimawandel überschreitet parteipolitische Grenzen und respektiert keine Landesgrenzen. Diese parteiübergreifende Unterstützung für den Klimaschutz und die Führungsrolle des Vereinigten Königreichs wurde 2008 mit der Einführung des historischen Climate Change Act [Klimaschutzgesetzes] demonstriert, das ein ehrgeiziges rechtsverbindliches Ziel zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen auf 80% des Niveaus von 1990 bis 2050 vorsieht.

Obwohl das Klimaschutzgesetz unter einer Labour-Regierung verabschiedet wurde, wurde es von fast der gesamten konservativen Opposition unterstützt, angeführt von David Cameron – der später als Premierminister fortfuhr, sich zu rühmen, die „grünste Regierung aller Zeiten“ anzuführen.

Das Klimaschutzgesetz wurde vor einem ganzen Jahrzehnt verabschiedet. Seitdem hatten die Konservativen mehr als genug Zeit, um die Beweise zu prüfen und eine Kosten-Nutzen-Analyse durchzuführen. Nach der Schätzung des Department of Energy (Energieministerium –Schätzung ist vermutlich jetzt veraltet) wird das Gesetz, wie von Großbritannien verlangt, seine Wirtschaft um unmögliche 80 Prozent dekarbonisieren und den Steuerzahler bis 2050 insgesamt 734 Milliarden Pfund gekostet haben.

Was genau erhalten die Britten als Gegenleistung für all das ausgegebene Geld?

Nun, wenn Sie der erwähnten „konservativen“ Ministerin Claire Perry glauben, ist eines der Dinge die sie erhalten, die moralische Überlegenheit.

10 Jahre später und im Jahr 2015 war das Vereinigte Königreich maßgeblich an der Umsetzung des Pariser Abkommens beteiligt und verpflichtete über 175 Länder, die Welt vor einer katastrophalen Erwärmung zu schützen.

Vor drei Jahren haben das Vereinigte Königreich und andere Industrieländer in Paris einen gemeinsamen Beitrag von 100 Milliarden US-Dollar zur Unterstützung der ärmsten und am meisten gefährdeten Menschen in der Welt beschlossen, um dem zunehmenden Risiko von Dürren und Überschwemmungen und dem Zugang zu sauberer Energie zu begegnen. Wir sollten stolz sein, dass das Vereinigte Königreich für seine Klimaschutzmaßnahmen sowohl in Übersee als auch zu Hause so hoch angesehen ist.

Allerdings, wie wir wissen, ist das Flickschusterei. Den wirklich großen Kohlendioxid-Emittenten – wie China und Indien – ist es gleichgültig, ob Großbritannien einseitig wünscht, seine Wirtschaft im Namen der „Rettung des Planeten“ zu dekarbonisieren. Der Beitrag Großbritanniens zur globalen Dekarbonisierung, sei es in Bezug auf die Führungsposition oder insgesamt gesehen, ist daher vernachlässigbar.

Wie Christopher Booker im Sunday Telegraph anmerkt:

Das Vereinigte Königreich wird Billionen ausgeben, um die C02-Emissionen zu reduzieren, während die größten Emittenten wenig tun.

Es gibt kein besseres Beispiel dafür, wie gleichgeschaltetes Denken immer weiter die gewünschte Realitätsverdrängung vorantreibt, als ein Statement von Claire Perry, unserer neuen Staatsministerin für Energie.

Hat Frau Perry jemals die Zahlen betrachtet, um zu sehen, wie weit der Rest der Welt tatsächlich in unsere Fußstapfen getreten ist? Es stimmt, dass das Vereinigte Königreich im letzten Jahrzehnt laut dem letzten BP Statistical Review of World Energy seine Emissionen um 28 Prozent reduziert hat, vor allem durch die Schließung der Kohlekraftwerke, die bis 2015 noch 30 Prozent unserer Elektrizität lieferten, so tragen wir jetzt noch kaum ein Prozent zur globalen Summe der CO2 Emissionen bei.

Aber China, der größte CO2-Emittent der Welt, der 27 Prozent der Gesamtmenge beisteuerte, hat im gleichen Zeitraum seine Emissionen um 24 Prozent erhöht und plant bis 2030, diese Emissionen zu verdoppeln. Indien, der drittgrößte Emittent, hat sie um 54 Prozent erhöht und will sie verdreifachen. Deshalb ist unsere Energieministerin der Meinung, dass wir der Welt weiterhin ein Beispiel geben sollten, indem wir „Billionen“ dafür ausgeben, ein Ziel zu erreichen, das nur durch die Schließung praktisch unserer gesamten Wirtschaft erreicht werden kann, während der Rest der Welt nicht die geringste Notiz davon nimmt.

Also, wenn nicht nur die moralische Überlegenheit, was hat Großbritannien im Gegenzug noch für diese 734 Milliarden Pfund an Ausgaben bekommen?

Abgesehen von den verschiedenen Fledermaus und Vogel schreddernden Öko-Kruzifixen, die die Landschaft zerstören und den Solarzellen, die Ackerland in etwas aus schlechten 70er Jahre Filme verwandeln, ist das einzig greifbare, was mir einfällt, all die extra Toten in Leichensäcken.

Im Gegensatz zu den meisten Dingen, um die sich Klimaaktivisten sorgen, sind diese toten Menschen keine theoretischen Projektionen, die von zweifelhaften Computermodellen abgeleitet sind. Das sind echte Menschen – Brüder, Schwestern, Großeltern, Urgroßeltern -, die vielleicht noch ein paar Jahre länger gelebt hätten, wenn die Kosten für die Beheizung ihrer Häuser nicht künstlich durch die Regierungspolitik erhöht worden wären.

Kälte ist für Menschen ein viel größerer Killer als Hitze.

 

Wie Harry Wilkinson bei Conservative Woman feststellt :

Die Energiepreise müssen sinken, um kältebedingte Todesfälle zu senken

Dies entsprach nicht dem Drehbuch in der Ära von Klimahype und -Alarm; Uns wurde gesagt, dass in England nie wieder schneereiche Winter erwartet werden und dass sogar alpine Skigebiete schneefrei werden können. Als die Realität der natürlichen klimatischen Variation offensichtlich wurde, änderte sich die Melodie. Jetzt wird uns gesagt: „Der Schnee draußen zeigt, wie die globale Erwärmung aussieht“. Für Guardianistas (Leser des Guardians, eine Zeitung ähnlich wie die SZ oder NN) ist Wetter jeglicher Art, immer ein weiterer Beweis für einen alarmierenden Klimawandel.

Im Science Daily wird eine Studie angesprochen, die eindeutig Kälte als die tödlicheren Umstände feststellt:

Kaltes Wetter tötet mehr Menschen als heiße Tage

Weltweit sterben zwanzig Mal mehr Menschen an der Kälte als an der Hitze, wie eine Studie feststellt, in der 74 Millionen Todesfälle an 384 Orten in 13 Ländern analysiert wurden. Die Ergebnisse zeigen auch, dass Todesfälle aufgrund von mäßig heißem oder kaltem Wetter wesentlich über denen von extremen Hitzewellen oder Kälteperioden liegen.. Dies ist genau der Fall in Großbritannien, wo die kältebedingte Sterblichkeit 61 Todesfälle pro 100.000 ausmacht, eine der höchsten Raten in Europa. Dies steht im Vergleich zu nur drei Todesfällen pro 100.000 für die wärmebedingte Sterblichkeit.

Menschen mögen die Kälte einfach nicht und wir sind bereit zu zahlen, um sie zu vermeiden. Für die Vereinigten Staaten ergab eine Stanford-Studie von 1996, dass 2,5 Grad Celsius mehr, Erwärmung die Zahl der Todesfälle pro Jahr um 40 000 senken würde und dass die Arbeitnehmer bereit wären, zwischen 30 bis 100 Milliarden Dollar ihres Einkommen auszugeben, für einen Temperaturanstieg von 2,5 ° C.

Hier in Großbritannien gingen die kältebedingten Todesfälle im letzten Jahrhundert zurück, aber in den letzten zehn Jahren sind diese Fortschritte ins Stocken geraten. Der Trend könnte sogar umgekehrt werden, wenn die Stromkosten weiter steigen, um unzuverlässige erneuerbare Technologien zu unterstützen.

Die Temperatur von zentral beheizten Wohnungen ist ebenfalls gesunken, was darauf hindeutet, dass die steigenden Energiekosten die Menschen davon abhalten, ihre Häuser angemessen zu heizen. Dies ist umso überraschender, als Verbesserungen bei der Isolierung zu wärmeren, nicht kälteren Häusern führen sollten.

Sie irren wenn Sie meinen, dass die Politik der britischen Regierung ein nationaler Skandal wäre und die Zeitungen voll davon. Auch regen sich diese eifrigen konservativen Hinterbänkler nicht über die entsetzliche Zerstörung von Leben auf. Offenbar ist das Gewissen der Regierung nicht befleckt und die Konservativen kommen ihrem früherem Ruf als die Partei der Anständigkeit und des gesunden Menschenverstandes nicht mehr nach. Und die Opposition der Labour Party [~Arbeiter Partei] sieht keine Veranlassung sich energisch gegen die unverschämten Kosten zu stemmen, die den Energieabrechnungen der Verbraucher durch grüne Abgaben hinzugefügt werden.

Stattdessen lässt das grüne gleichgeschalteten Denken es zu, dass die Regierung einfach so davon kommt: Im Namen der Rettung der Umwelt werden ihre eigenen Leute getötet.

Und fast niemand macht irgendetwas, um das aufzuhalten.

Übernommen von Breitbart vom 09.04.2018

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Alles übersetzt durch Andreas Demmig

06 May 11:44

Ich bin CTO und Vater: Diese vier Leitsätze sind der Schlüssel zum Erfolg in beiden Rollen

Unternehmensführung ist kein Kinderspiel – aber aus dem Umgang mit seinen Kindern hat unser Gastautor wertvolle Tipps für seine Tätigkeit als CTO ableiten können. Ich bin Vater von drei Mädchen im Alter von neun, sechs und zwei Jahren und gleichzeitig Chief Technical Officer eines Tech-Unternehmens. Man könnte meinen, dass sich diese beiden Rollen sehr schwer vereinen lassen, doch ich stelle oft fest, dass es viele Parallelen gibt. Vermutlich gilt dies für die meisten Führungspositionen, dennoch trifft es meiner Meinung nach besonders auf CTO zu. Die folgenden vier Leitsätze haben mir zum Erfolg als Vater und als CTO verholfen:

  1. Seid perfekt organisiert!
  2. Motiviert und bestärkt euer Team!
  3. Sorgt kurz- und langfristig vor!
  4. Denkt immer daran: Die harte Arbeit zahlt sich aus!

Lasst mich die einzelnen Punkte näher erklären.

Seid perfekt organisiert!

Zuallererst: Seid super organisiert! Nur so könnt ihr die wertvolle Zeit effizient einteilen und jedermanns Bedürfnissen gerecht werden. Zuhause haben wir einen gemeinsamen Google-Kalender, der uns als Eltern einen allgemeinen Überblick über den Wochenzeitplan jedes Familienmitglieds verschafft. Die Älteste geht nachmittags zum Musikunterricht, während unsere Mittlere gerade aus der Schule kommt. Außerdem muss der Babysitter die Kleine aus dem Kindergarten abholen (mit zwei berufstätigen Elternteilen und drei Kindern ist ein Alltag ohne verlässlichen Babysitter undenkbar!).

Eltern müssen unbedingt einen wasserdichten Plan B parat haben, besonders wenn sich beide zur selben Zeit auf Reisen befinden. Als ich vor Kurzem auf Malta und meine Frau in Südfrankreich unterwegs war, musste unser Babysitter kurzfristig wegen Krankheit absagen. Wir bekamen also kurz vor knapp einen Anruf mit der Nachricht, dass unser Babysitter die Mädchen um 16.30 Uhr nicht von der Schule abholen könne. Es war unglaublich nervenaufreibend, so kurzfristig einen Ersatz zu finden und die Genehmigungen für die Abholperson bei den Schulen zu erfragen.

So komisch das auch klingen mag, das ähnelt sehr der Rolle eines CTO. Er muss für jeden so gut es geht verfügbar sein. Ob es das eigene Team ist, die Kollegen, interne oder externe Projektbeteiligte oder auch privat – ein Plan B muss immer im Vorfeld definiert werden. Dass mein Kalender manchmal wie ein Tetris-Puzzle aussieht, gehört nun einmal dazu. Man muss lernen, Prioritäten zwischen Dringendem und Wichtigem zu setzen. Ihr solltet Zeitfenster für außerplanmäßige Unterbrechungen einplanen. Zudem muss man in der Lage sein, zu anderen „Nein“ sagen zu können, sodass man sich auf die Arbeit fokussieren können. Aus genau diesem Grund blockiere ich mir meist ein bis zwei Stunden am Stück in meinem Kalender. In diesem Zeitfenster bin ich hochkonzentriert und kann anstehende Aufgaben bearbeiten. Das gesunde Gleichgewicht zwischen technischem Beitrag und organisatorischen Aufgaben zu finden, ist eine der größten Herausforderungen für Entwickler, die zu Führungspositionen aufsteigen.

Motiviert und bestärkt euer Team!

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Motivation und Bestärkung des Teams. Als Elternteil und als CTO zählen die selbstständige Verbesserung des eigenen Teams sowie ein wachsendes Selbstvertrauen zu den angestrebten Zielen. Das bedeutet jedoch nicht, dass ihr damit aus dem Schneider sind.

Zentrale Aufgabe eines CTO ist es, sein Team zu coachen, zu führen und bei Verbesserungen zu unterstützen. Wenn Fortschritte erzielt werden, muss er sein Team loben und wenn die Dinge nicht wie geplant verlaufen, muss konstruktive Kritik geäußert werden (und manchmal hilft auch ein kleiner Schubs in die richtige Richtung).

Natürlich ist all das nicht direkt auf das Familienleben übertragbar. Nichtsdestotrotz hat es etwas mit der Rolle als Elternteil gemeinsam. Die Frage ist, wie bekommt man Kinder dazu, die Zimmer aufzuräumen, ihre Hausaufgaben selbstständig zu machen oder im Haushalt zu helfen? Dies gelingt nur mit viel Lob. Eltern müssen den Weg in die richtige Richtung vorzeigen und vorleben. Ebenfalls wichtig ist, es mit Humor anzugehen und die Kids dabei immer zu motivieren.

Sorgt kurz- und langfristig vor!

Als CTO muss man Kurzfristiges meistern und genauso gut langfristige Pläne verfolgen. Gewinnt Abstand von der täglichen Routine und werft einen Blick in die Zukunft. Nutzt eure Position, um einen Blick für Trends und Bedürfnisse zu bekommen und den Überblick über alles zu behalten.

Alle technischen Leiter sollten sich die Zeit nehmen und reflektieren, in welche Richtung sie ihr Team in technischer sowie organisatorischer Hinsicht führen wollen, um das Unternehmen bei zukünftigen Zielen und Anforderungen zu unterstützen. Außerdem müssen sie dem Team und auch jedem Mitglied individuell stets eine Vision vor Augen führen.

Als Elternteil will man natürlich nur das Beste für das eigene Kind. Also denkt man auch hier im Voraus: Welche weiterführende Schule werden sie besuchen? Wo liegen Stärken und Schwächen und wie kann man ihnen dabei helfen, die Stärken zu fördern und Schwächen zu bewältigen? Wie kann man finanziell mehr Verantwortung übernehmen, damit für ihre Ausbildung vorgesorgt ist?

Denkt immer daran: Die harte Arbeit zahlt sich aus!

Letztendlich ist es anstrengend und gleichzeitig bereichernd, ein CTO und Elternteil zu sein. Es kann sehr hart sein, da das Team und auch die Kinder es vermutlich als selbstverständlich ansehen, wenn alles gut läuft. Und jede noch so kleine Schwierigkeit kann Anlass sein, dass man für etwas verantwortlich gemacht wird und jeder sich beschwert.

Wenn alles in bester Ordnung und jeder glücklich ist, kommt normalerweise keiner mit entsprechend gutem Feedback zurück. CTO ist demnach manchmal ein undankbarer Job, genauso wie das Elternsein.

Andererseits bringt dieser auch Freuden mit sich und man bekommt oftmals mehr zurück, als bloß dem Team dabei zuzusehen, wie es wächst und aufsteigt, an Selbstbewusstsein gewinnt und in der Arbeit aufblüht. Ich erinnere mich noch gut an einen ehemaligen Kollegen, der mir eine E-Mail schrieb, nachdem er die Firma verlassen hatte. Er bedankte sich für all das, was er bei mir gelernt hatte und dafür, dass er sich in seinem neuen Abenteuer so selbstsicher fühlte. Ein ähnliches Gefühl ist es, wenn Kinder laufen, sprechen oder lesen lernen und irgendwann genug Vertrauen haben, all dies zu schaffen, ohne dabei die Hand zu halten.

Es vergeht kein Tag, an dem ich mich nicht bemühe, meinen Kindern ein guter Vater und meiner Frau ein guter Ehemann zu sein und gleichzeitig alles versuche zu erreichen, was ich mir in meinem Job vornehme. Auch wenn mein Leben stressig sein kann, lerne ich jeden Tag dazu, wie ich mich in beiden Rollen verbessern kann. Und ich würde sie für nichts in der Welt eintauschen.

Der Autor

Frédéric Rivain ist leidenschaftlicher CTO und betreut seit Ende 2015 die gesamte technische Komponente der Produktentwicklung bei Dashlane. Er ist stolzer Vater von drei Töchtern und praktiziert regelmäßig französisches Boxen und Trail Running.