Arndt Dibi
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So gelingt die Digitale Transformation
An der Digitalen Transformation beißen sich Unternehmen bisweilen die Zähne aus. Eine neue Methode hilft beim Wandel.

Digitalisierung ist in aller Munde, Unternehmen aller Branchen sind gefordert, dieser Entwicklung zu folgen statt sich von ihr überholen zu lassen. Zurücklehnen kann und darf sich niemand. Als neue Wettbewerber werden häufig Google, Apple, Amazon oder Facebook genannt. Sie sind Profis im digitalen Geschäftsverkehr, nah am Kunden und können dadurch ihren Nutzern auch Produkte anbieten, mit denen sie etablierten, nicht-digitalisierten Unternehmen verschiedenster Branchen Konkurrenz machen.
Sei es das selbstfahrende Auto, an dem Google arbeitet, oder Versicherungsprodukte bei Amazon. Damit stellen sie für die Unternehmen eine nicht zu unterschätzende Gefahr, aber auch die Chance auf neue Geschäftsmodelle und -felder dar. Wie lässt sich die Digitale Transformation aber operativ umsetzen? Auch msg hat sich dieser Frage angenommen und mit dem „Digital Transformation Cycle“ (DTC) ein methodisches Vorgehen für die Operationalisierung der Digitalen Transformation entwickelt.
Der Cycle basiert auf drei Thesen:
- Die Customer Experience ist der Treiber der Digitalen Transformation, die den Kunden in den Mittelpunkt stellt, mit dem Ziel, zufriedene Kunden zu loyalen und begeisterten Kunden zu machen.
- Die Transformation der Unternehmen in Richtung Customer Experience ist nur möglich, wenn das Geschäftsmodell fachlich und technologisch mit dem Internet verknüpft wird. Bestehende Geschäftsmodelle werden dabei zu digitalen Geschäftsmodellen mit solchen Technologien erweitert, mit denen sich der Kunde tagtäglich umgibt.
- Die Transformation hin zu digitalen Geschäftsprozessen erfordert im Unternehmen eine Anpassung der IT-Governance, die für die IT-Umsetzung der Geschäftsprozesse verantwortlich ist.
Die 6 Disziplinen des „Digital Transformation Cycle“
Der DTC wird in sechs Disziplinen unterteilt. Dabei handelt es sich zum einen um konzeptionelle und zum anderen um technische Disziplinen. Die ausgewählten Disziplinen ergeben sich aus den Thesen zur Digitalen Transformation und setzen diese um. Jede Disziplin besitzt ein definiertes Vorgehen, eine verantwortliche Rolle, benötigt spezielle Fähigkeiten und erzeugt ein spezifisches Ergebnis. Der Digital Transformation startet bei der „Digital Vision“ und konkretisiert diese auf Ebene der „User Experience“ und „Digital Experience“. Die Vision bildet er dann über die „Business Architecture“ fachlich und über die „Application Architecture“ und „Enterprise Architecture“ technisch ab.

Jede Disziplin grenzt sich klar von der organisatorischen Transformation ab und ist nur für den operativen Bereich verantwortlich: Beispielsweise ist die Disziplin „Digital Vision“ nicht für die gesamte digitale Vision des Unternehmens verantwortlich, sondern nur für den operativen Teil, die Produktentwicklung. Die „Customer Experience“ wirkt auf jede Disziplin des Cycles. Jede Disziplin greift die spezifische Wirkung der „Customer Experience“ auf und setzt sie optimal um. Gerade die enge Verzahnung von „Customer Experience“ und Cycle macht die Methode so wertvoll.
Das Vorgehen ist iterativ-inkrementell, das heißt, der „Digital Transformation Cycle“ wird iterativ durchlaufen und erzeugt pro Iteration ein weiteres Inkrement der Transformation. Die Iterationen durchlaufen üblicherweise drei Phasen – Analyse, Konzeption und Konstruktion. In der Analysephase liegt der Schwerpunkt auf der Entwicklung einer „Digital Vision“. Die Konzeptionsphase fokussiert sich auf die Gestaltung der „User Experience“ und „Digital Experience“, die Konstruktionsphase auf die konzeptionelle Umsetzung der „Business Architecture“, der „Application Architecture“ und „Enterprise Architecture“. Die Summe aller Ergebnisse aus den einzelnen Disziplinen stellt das Gesamtergebnis dar: eine transformierte Beschreibung eines Business-Kontexts, bestehend aus einem einzelnen Produkt, Dienst oder Prozess. Ein Inkrement einer Iteration ist durch die Ausbaustufe des Gesamtergebnisses definiert.
Bewusstsein schaffen und digitale Reife als Voraussetzung
Die Methode „Digital Transformation Cycle“ unterstützt Unternehmen bei der Transformation ihrer Business-Kontexte. Für eine erfolgreiche unternehmensweite Digitalisierung ist die DTC-Methode aber nur ein Teilaspekt. Zu Beginn müssen das Bewusstsein für die Digitale Transformation geschaffen und die digitale Reife des Unternehmens ermittelt werden. Mit der Installation eines Customer Experience Management wird der Rahmen für digitale Transformationsprojekte geschaffen.

Zum Kennenlernen der Methode ist ein konkreter Business-Kontext beziehungsweise ein konkretes fachliches Szenario auszuwählen, auf dessen Grundlage ein erstes Transformationsprojekt durchgeführt wird. Nach der erfolgreichen Umsetzung eines späteren Leuchtturmprojektes, bei der auch die Tragfähigkeit der Methode erprobt wird, steht der Transformation weiterer Business-Kontexte und ihrer Produkte, Dienste und Prozesse nichts mehr im Wege.
Instagram: So baust du automatisiert Reichweiten auf
Bei Instagram schnell und mit wenig Aufwand große Reichweite aufbauen – das wollen aktuell viele Marketingmacher. Anbieter sogenannter Like-Bots versprechen Abhilfe.
Funktionieren Likebots wie Instagress? Wir haben uns angeschaut, wie die automatisierte Follower-Gewinnung mittels Software genau funktioniert, ob Instagress und Co. ihre Versprechen halten können und klären über die Risiken auf.
Sie heißen Instagress, Archie, Crowdfire oder Rango und sollen durch automatisierte Prozesse für jede Menge Instagram- oder Twitter-Follower sorgen. Die Funktionsweise ist bei allen Programmen ähnlich: Sie verbinden sich nach eigenen Angaben mit der Instagram-API, dann liken und kommentieren sie Inhalte auf der Plattform. Darüber hinaus folgen sie anderen Accounts – jeweils vom Instagram-Account des Nutzers aus. Dadurch sollen andere Nutzer auf den Account aufmerksam gemacht werden und jeweils zurück liken oder folgen. Der psychologische Trick „Folgst du mir, folge ich dir“ kommt zum Einsatz. Im Gegensatz zu Fiverr oder einfachen Follower-Kauf-Seiten, auf denen teilweise 50.000 Abonnenten für 250 US-Dollar angeboten werden, soll dieses Vorgehen für „echte“ neue Follower und potenzielle Kunden sorgen.
Die Software übernimmt die Arbeit
Unter den erwähnten Programmen ist Instagress eines der bekanntesten. Seit 2014 können Nutzer mit dem Tool versuchen, neue Follower auf der Foto-Plattform zu gewinnen. Instagress bietet eine dreitägige Testversion an und rechnet anschließend pro Tag ab. Die Nutzung kostet für drei Tage etwa zwei US-Dollar und für ein Jahr etwa 80 US-Dollar. Mit dem Tool lassen sich mehrere Accounts verwalten, für jeden muss einzeln Zeit gekauft werden.
Für das Versprechen von Hunderten oder gar Tausenden neuen Followern sind das relativ geringe Kosten – wenn es denn funktioniert. Instagress lässt sich zumindest leicht bedienen. Nachdem man sich mit seinem Instagram-Nutzernamen und Passwort angemeldet hat, landet man im „Dashboard“. Hier können Nutzer einstellen, welche Aktionen Instagress im Namen des eigenen Kanals durchführen soll.
Jede Aktivität, egal ob Likes, Kommentare oder das Folgen von anderen Kanälen, kann einzeln gesteuert werden. Wer schnell neue Follower sammeln will, kann auch alle drei Funktionen gleichzeitig aktivieren. Während Instagress automatisch Fotos liket, Kommentare postet oder anderen Nutzern folgt, soll man laut Betreiberangaben die Finger vom Account lassen.
27 Follower in drei Tagen
Wir haben Instagress mit einem frisch erstellten Instagram-Kanal ausprobiert. Die Anmeldung funktioniert einfach über den Instagram-Nutzernamen und das Passwort. Beim Test fallen vor allem die vielseitigen Einstellungsmöglichkeiten auf: Nutzer können bestimmen, aus welchen Regionen die Accounts kommen sollen, die Likes, Kommentare oder Follows bekommen – und wie viele der Aktionen pro Stunde ausgeführt werden. Darüber hinaus können Instagress-Nutzer die ausgespielten Kommentare und Hashtags im Vorfeld festlegen. Und das ist nur ein Bruchteil der individuellen Optionen.
Bei unserem Test erreichten wir innerhalb von drei Tagen immerhin 27 Follower, auch weil wir mit langsamer Geschwindigkeit gestartet sind – also nur wenige Aktionen pro Stunde haben ausführen lassen. Die Follower kommen aus der ganzen Welt und scheinen zumindest echt zu sein. Unser eigener Account folgt über 460 Instagrammern und hat über 400 Likes verteilt. Laut Tipps von Instagress selbst soll man langsam starten und dann die Aktionen mit wachsender Follower-Zahl steigern – also mehr Likes und Follows verteilen. Das führe dann auch zu mehr neuen Abonnenten pro Tag
Hundemarke mit Instagress aufgebaut
Der Kanadier Pat Lum beschreibt in einem längeren Artikel (den er auch als Werbung für sein Unternehmen nutzt), wie er Instagress eingesetzt hat, um den Kanal „@dogownersonly“ von 0 auf 1.000 Follower zu pushen. Heute heißt der Hunde-Account „@4leggerz“ und hat knapp über 1.400 Abonnenten. Lum habe zuerst acht bis zehn Fotos mit passenden Hashtags zum Thema Hunde auf dem Kanal gepostet und dann Instagress eingesetzt, um Follower zu gewinnen.
Er habe alles auf das Thema Hunde getrimmt, um die richtige Zielgruppe anzusprechen und nicht mit komischen Kommentaren aufzufallen. Instagress selbst hat zu Beginn automatische Kommentare wie „Such an inspiration“ oder „Aww nice“ eingestellt, die unter einem unpassenden Foto ziemlich komisch wirken dürften. Mit „Beautiful dog“ sei diese Gefahr geringer – da Lum Instagress zeitgleich so eingestellt hatte, dass nur Bilder mit bestimmten Hashtags geliket oder kommentiert werden. Passende Tags habe er mit einer kurzen Suche bei Instagram gefunden.
Nach nur drei Tagen habe Lum 280 Follower durch Instagress gewonnen, nach zehn Tagen seien es 540 gewesen, nach 30 Tagen 895. Um den Erfolg zu messen, nutze Lum die Kennzahl FOBAR („Follow Back Rate“). Das ist die Zahl der Follows in Relation zu den eigenen Followern. Die KPU zeigt, wie viele Instagram-Nutzer zurück folgen und den Content gut finden. Sein Account habe immer bei etwa 30 Prozent FOBAR gelegen (z.B. 540 Follower bei 1915 gefolgten Accounts). Wir müssen wohl noch am Content des Testaccounts arbeiten, unser FOBAR liegt bei 5,8 Prozent.
Dieser Beitrag erschien zuerst auf OnlineMarketingRockstars Daily
Wer Propaganda teilt, darf nicht zur Polizei
Schon die bloße Verbreitung islamistischen Materials im Internet führt dazu, dass ein Bewerber keinen Ausbildungsplatz bei der Bundespolizei erhält. Wer Propagandamaterial teile, begründe den Verdacht, dass er nicht ausreichend fest auf dem Boden des Grundgesetzes stehe. So entschied das Verwaltungsgericht Koblenz in einer Eilentscheidung.
Ein Bewerber um einen Ausbildungsplatz bei der Bundespolizei hatte in sozialen Netzwerken etliche Propaganda-Videos eingestellt. Unter anderem teilte er einen Clip, in dem es heißt, es sei eine größere Sünde, nicht zu beten, als einen Menschen zu töten. Vor diesem Hintergrund lehnte die Bundespolizei seine Einstellung ab.
Laut dem Gericht muss ein angehender Beamter Gewähr dafür bieten, dass er sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes bekennt. Beim Betroffenen gebe es hieran Zweifel. Auch wenn er nur fremde Inhalte geteilt habe, fehle es an jedweder Distanzierung. Deshalb seien die Zweifel an seiner Eignung berechtigt (Aktenzeichen 2 L 11591/16.KO).
Neuer US Präsident wird Obamas Klima- und Energiepolitk umkehren
1) Sieg von Trump signalisiert das Ende des Grünen Zeitalters
Der globale Kampf gegen Klimawandel wird durch den Wahlsieg von Donald Trump einen ernsthaften Dämpfer bekommen, was für die Industrien bedrohlich ist, die daran arbeiten, die Verschmutzung durch fossile Treibstoffe zu säubern. Der nächste Präsident hat die Wissenschaft vom Klimawandel in Frage gestellt [womit er nun wirklich nicht allein steht! Anm. d. Übers.], sich für den Rückzug aus dem Paris-Abkommen zur globalen Erwärmung ausgesprochen und versprochen, die Kohleerzeugung anzukurbeln, also den schmutzigsten fossilen Treibstoff. Grüne Campaigner und Politiker, von denen einige diese Woche in Marrakesch zusammengekommen waren, um das Paris-Abkommen mit Leben zu erfüllen, schlugen Alarm hinsichtlich des Umbruchs, welchen sie erwarten, wenn Trump im Januar in das Amt eingeführt wird. --Bloomberg News, 9 November 2016
2) Neuer US-Präsident wird Obamas Energie- und Klima-Prioritäten umkehren
Donald J. Trump tritt sein Amt an mit einem Plan, das meiste von dem zu verwerfen, was Präsident Obama hinsichtlich Energie und Umwelt erreicht hat. Er hat sich nicht nur für die „Kündigung“ der internationalen Klimavereinbarungen von Paris ausgesprochen, sondern will auch die heimischen Energie- und Umweltprioritäten neu setzen. Er möchte auf öffentlichem Land Öl- und Gasbohrungen sowie Kohlebergbau ermöglichen. Er möchte Vorschriften annullieren, die er unnötig nennt. Er wird zur Abstimmung anstehende Vorschriften für stärkere Methan-Kontrollen von heimischen Bohrunternehmen zurückziehen. Er möchte die Rolle der Environmental Protection Agency beschneiden und auf einen reinen Berater-Status zurückstufen. Außerdem will er den Clean Power Plan außer Kraft setzen, also die Verpflichtung von Unternehmen, für niedrigere Kohlenstoff-Emissionen zu sorgen. Obwohl Trump sich als der ultimative Außenseiter geriert bei der Zusammenstellung eines Transitions-Teams, hat er dafür Insider-Veteranen aus Washington gewählt, von denen viele Lobbyisten sind für fossile Energie-Unternehmen und für Skeptiker der Klimawissenschaft [das ist doch eine gute Nachricht, oder? Anm. d. Übers.]. --Steven Mufson and Brady Dennis, The Washington Post, 9 November 2016
3) Schlechte Laune in Brüssel: Präsident Trump kann das UN-Klimaabkommen töten, warnt der Leiter des EU-Kohlenstoffmarktes
Stephen Brown prophezeite, dass das Pariser Klimaabkommen „rasch ad acta gelegt wird“, dass Hindernisse und „verfahrenstechnische Hürden“ für Infrastrukturprojekten wie Pipelines neu überdacht werden, und Vorschriften über die sozialen Kosten von Kohlenstoff und anderen Umweltauswirkungen „verschwinden“ werden. „Der Clean Power Plan wird einen langsamen Tod erleiden“, sagte er und fügte hinzu, dass für Öl- und Gasbohrungen auf öffentlichem Land Tür und Tor geöffnet werden. --Steven Mufson and Brady Dennis, The Washington Post, 9 November 2016
4) Der Stern des weltgrößten Herstellers von Windturbinen sinkt nach Trumps Sieg
Aktien des Unternehmens Vestas Wind Systems A/S stürzten ab, nachdem die US-Wähler unerwartet Donald Trump zum Präsidenten wählten. Dies nährte die Besorgnis, dass die Industrie erneuerbarer Energie in Zukunft politischem Gegenwind ausgesetzt sein wird. [Die Anteile des] weltgrößten Herstellers von Windturbinen fielen um bis zu 14% und wurden zu einem um 6,6% niedrigeren Preis in Kopenhagen gehandelt. Einer Umfrage von Ernst & Young LLP aus dem vorigen Monat zufolge droht den USA der Verlust der Position als bester Markt für erneuerbare Energien für Investoren unter einer Regierung Trump. Trump hat klargestellt, dass er „Windturbinen hasst und alles tun wird, sie zu bekämpfen“, sagte Jacob Pedersen, Leiter von Gerechtigkeits-Analyse [equity analysis] bei Sydbank Anfang dieses Monats. --Christian Wienberg, Bloomberg News, 9 November 2016
5) Was wird Präsident Trump hinsichtlich Klima und Energie tun?
Kaufen Sie keine Anteile von Air Canada, nur weil Donald Trump gewählt worden ist; die Sofort-Reaktion unterscheidet sich nicht allzu sehr von der nach den Wahlsiegen von Ronald Reagan und George W. Bush. Obwohl viele Liberale nicht glücklich mit ihrem Wahlerfolg sind, gab es danach nichts weniger als die prophezeite Apokalypse. Angesichts Donald Trumps Wesen kann man erwarten, dass auch er sich als moderater erweisen wird als er im Wahlkampf daher gekommen war; vor allem, wenn er immer mehr mit den Realitäten präsidialer Gewalt konfrontiert wird. Erstens, man erwarte nicht, dass er viele seiner Versprechungen erfüllen wird wie etwa die Wiederbelebung von Kohle-Arbeitsplätzen. Wie bei vielen Kandidaten zuvor wird die Realität des Amtes bald Einzug halten, und die Tatsache, dass der Präsident nicht die Energiemärkte beherrscht, wird überdeutlich und rasch klar werden. Während er zweifellos die Entwicklung von Petroleum fördern wird, sind Öl- und Gaspreise für jene Industrie wichtiger. Hinsichtlich Klimawandel wäre das Verwerfen des Paris-Vertrages primär von symbolischer Bedeutung, war doch dessen Inkrafttreten immer das größte Hindernis. Chinas Ankündigung einer Erhöhung der Kohle-Kapazität um 19% während der nächsten 5 Jahre demonstriert, wie wenig verpflichtet sich viele Unterzeichner fühlen. --Michael Lynch, Forbes, 9 November 2016
Link: www.gwpf.com
Übersetzt von Chris Frey EIKE
Eine Wahlanalyse, die Sie nicht in den Mainstream Medien sehen
Als ich ein Kind war, waren die Demokraten die Partei der Armen und die Republikaner waren die Partei der Reichen. Irgendwie änderte sich das, als ich nicht hinsah und jetzt ist das nicht mehr der Fall. Siehe die Ergebnisse unten. Je wohlhabender der Staat, desto mehr Leute stimmten für Hillary.
[gefundene Schlagzeile auf The Guardian: Nie hat Amerika mehr als jetzt, furchtlose und unabhängige Medien gebraucht - dem kann ich mich für Deutschland anschließen, der Übersetzer]
Schließlich zeigt die Grafik unten auch den Grund, warum die meinungsmachenden Köpfe durch das Ergebnis so schockiert waren ... sehen Sie den einen Bundesstaat mit 93% Stimmen für Hillary oben an der Spitze?
Grafik: Eschenbach - Stimmen für Clinton nach Wohlstand (Einkommen)
Das ist der District of Columbia, der mehr als 10 zu 1 liberal ist ... und sie fragen sich, warum sie [dort] keine Trump-Anhänger kennen, warum sie keine Ahnung vom Puls der Leute haben und warum sie dachten, Trump könne nie gewinnen? Sie stecken in der Beltway Blase, mit der üblichen Realitätsverzerrung, die dort auftritt.
[Beltway - der „Gürtel“ rund um Washington DC. Ausdruck für die Leute und Institutionen, die dort wohnen bzw. angesiedelt sind und mit dem Rest von Amerika politisch und sozial nicht in Kontakt sind, aber viel politischen Einfluss haben - der Übersetzer]
Mein besten Wünsche für alle auf beiden Seiten. Meine Hoffnung ist, dass wir alle das uns Trennende überwinden können und erkennen, dass dies eine riesige Chance für uns ist, eine Regierung zu ändern, die ehrlich gesagt nicht funktioniert. Wir werden uns nicht auf eine bestimmte vorgeschlagene Lösung einigen können, aber ich glaube, wir können zustimmen, dass der gegenwärtige Reformstau unerträglich ist.
Wie immer: Ich, wie die meisten Leute, kann meine eigenen Worte und Ansprüche verteidigen. Jedoch kann sich niemand gegen ein Missverständnis seiner eigenen Worte verteidigen. Um Missverständnisse zu vermeiden, geben Sie bitte genau die Wörter an, mit denen Sie nicht einverstanden sind. Auf diese Weise können wir alle den genauen Grund Ihres Einwandes klar erkennen.
Willis Eschenbach
Erschienen auf WUWT am 09.11.2016
Übersetzt durch Andreas Demmig
https://wattsupwiththat.com/2016/11/09/an-election-analysis-you-wont-see-in-the-msm/
Show HN: Amazon S3, Microsoft Azure, Rackspace, Backblaze via a Single API
Limux: München verbastelt das nächste IT-Großprojekt
Eigentlich soll die IT-Verwaltung in München endgültig zentralisiert werden. Doch sowohl der Stadtrat als auch Verwaltungsreferate agieren gegen den Plan und gegeneinander. Dass Gutachter und die CSU eine Totalabkehr von Limux und Libreoffice in Erwägung ziehen, ist dabei vermutlich wenig hilfreich. (Open Source, Office-Suite) Extremismus: Österreich schiebt deutsche Reichsbürgerin ab
Telefónica legt Netzkennungen bei GSM und UMTS zusammen
Der nächste Schritt bei der Zusammenlegung der Netze von o2 und E-Plus erfolgt jetzt in Bayern und Baden-Württemberg. Hier wird kommende Woche bei GSM und UMTS die Netzkennung 262-07 verschwinden, nur bei LTE bleibt sie noch vorhanden.
Jugendamts-Chefin in Bedrängnis
PayPal: Geld senden per Siri
"Siri, sende 5 Euro an Lieschen Müller" - so einfach kann der Geldversand per PayPal bald sein. Ganz ohne Touch-Eingabe geht es aber trotzdem nicht - zur Sicherheit.
Missed Opportunity: Microsoft Won’t Sell Surface Performance Base Separately

Microsoft is missing an opportunity to maximize the value of owning a Surface Book; selling a new base to existing owners so that they can upgrade their devices.
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Weihnachtsshopping dieses Jahr altmodisch: Digitale Gadgets kaum gefragt
Drohnen, Smartphones, Smartwatches, E-Book-Reader – das klingt nach Weihnachtsbestsellern? Weit gefehlt, denn dieses Weihnachten wird ziemlich analog.
Für den Handel steht die umsatzstärkste Jahreszeit bevor, denn in Kürze stürzen wir uns alle wieder in das Weihnachtsshopping. Die Otto Group hat zusammen mit dem Onlinemarktforscher Appinio Verbraucher zu ihren Weihnachtseinkäufen befragt, um herauszubekommen, welche Gadgets dieses Jahr besonders beliebt sind. Die überraschende Antwort: Digitale Gadgets spielen dieses Weihnachten eher eine untergeordnete Rolle. Weihnachten wird wohl bei vielen ziemlich analog.
Digitale Gadgets spielen keine Rolle unter dem Weihnachtsbaum
Deutschlands Nummer zwei im Onlinehandel, die Otto Group, hat über Appinio 1000 Verbrauchern die 14 aktuell beliebtesten technischen Gadgets zur Auswahl vorgelegt und gefragt, welches dieser Geräte dieses Jahr wohl unter dem Weihnachtsbaum liegen würde. Überraschenderweise wollten 57,1 Prozent der Befragten gar keines dieser Gadgets verschenken. VR-Brillen sind mit nur drei Prozent genauso unbeliebt wie E-Book-Reader mit 3,2 Prozent, Smartwatches sind mit 6,5 Prozent nicht viel besser dran.
Was stattdessen unter dem Baum liegt: Die beliebtesten Geschenke für Weihnachten 2016
Geschenkgutscheine oder Geld führt die Tabelle an, dicht gefolgt von Büchern (und einer verschwindend geringen Anzahl von E-Books) sowie Lebensmittel oder Süßwaren, so hat eine andere Verbraucherumfrage von Ernst & Young festgestellt.
Wofür Geschenkgutscheine eingelöst werden
Das Startup Wunschgutschein.de will dieses Jahr schon gut zwei Millionen Geschenkgutscheine von Nutzern eingelöst haben. Die Gutscheine sind nicht anbietergebunden, der Beschenkte wählt unter 500 Anbietern aus und sucht sich sein Geschenk so quasi selbst aus. Die Anzahl der verkauften Gutscheine und die Tatsache, dass der Nutzer den Verwendungszweck selbst aussucht, ermöglicht einen guten Einblick in die Vorlieben der Verbraucher.
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Marktplätze (32.8 Prozent) – die Liste wird von Gutscheinen der großen Marktplätze angeführt, wie Amazon, Hitmeister und Rakuten oder Dawanda, der Marktplatz für Selbstgemachtes.
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Mode & Parfum (24,7 Prozent) – etwas eindeutiger wird es beim zweiten Platz, hier gehen Gutscheine von Anbietern wie Zalando, Dress-for-Less, Fashionette oder Flaconi über den Tisch.
- Tiere und Freizeit (15,4 Prozent) – der dritte Platz wird belegt von Gutscheinen für Anbieter wie Zooplus, Fahrrad.de oder Amorelie.
Digitales und Elektronik ist auch bei den Geschenkgutscheinen erst an vierter Stelle mit 13,3 Prozent der eingelösten Gutscheine zu finden.
Mehr zum Thema E-Commerce: Warum Trump dem deutschen E-Commerce Chancen eröffnet
via www.ottogroupunterwegs.com
88 Mal zur Sonne und wieder zurück: So lang müsste die Teststrecke für autonome Autos sein
Bis autonome Autos wirklich auf unseren Straße fahren, müssen noch zahlreiche rechtliche und praktische Probleme geklärt werden. Der Weg ist noch weit.
Wohl jeder Autofahrer kann sich noch an diese aufregende Dreiviertelstunde erinnern: In der praktischen Führerscheinprüfung dem strengen Prüfer zu zeigen, dass man einen Pkw sicher durch den Verkehr schleusen kann - rückwärts einparken inklusive. Dabei war klar: Erst die anschließende Praxis machte aus dem Fahrschüler einen sicheren Autofahrer. Doch wie sollen hochautomatisierte oder gar autonome Autos einmal nachweisen, dass sie möglichst alle Verkehrssituationen sicher beherrschen? Eine 45-minütige Testfahrt reicht da sicher nicht aus. Während Wissenschaftler Milliarden an erforderlichen Testkilometern ausrechnen, will die Autoindustrie auch mit Hilfe von Simulation den Sicherheitsnachweis führen. Tödliche Unfälle durch technische Fehler, wie jüngst bei einem Tesla, sollen dadurch möglichst ausgeschlossen werden.
Die Bundesregierung hat inzwischen die Zulassungsproblematik erkannt und zu Beginn dieses Jahres das Projekt Pegasus ins Leben gerufen. Pegasus ist in diesem Fall ein Akronym für das „Projekt zur Etablierung von generell akzeptierten Gütekriterien, Werkzeugen und Methoden sowie Szenarien und Situationen zur Freigabe hochautomatisierter Fahrfunktionen”. Was ziemlich kompliziert klingt - und es auch ist. Es ist daher kein Zufall, dass Pegasus eine Laufzeit von knapp vier Jahren hat und damit erst Ende 2019 abgeschlossen sein dürfte. Bis dahin sollte also feststehen, welche Anforderungen Autos mit einem Autobahnpiloten zu erfüllen haben und wie das nachgewiesen werden soll.
Fehler können tödliche Folgen haben
Wie sinnvoll solche Tests sind, hat der tödliche Unfall mit einem Tesla Model S im vergangenen Mai gezeigt. Dabei hielt das Elektroauto im Autopilotmodus einen querenden Sattelschlepper für ein Verkehrsschild und ignorierte ihn daher. Wie kann so etwas möglich sein und wie lässt sich eine solche Fehlinterpretation der Sensorauswertung testen und verhindern? Kritiker werfen Tesla-Chef Elon Musk vor, unfertige Produkte auszuliefern und seine Kunden wider Willen zu Testfahrern zu machen.
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Diese Frage nach der Zulassung stellt sich vor allem dann, wenn in wenigen Jahren die ersten Autos bestimmte Verkehrssituationen völlig allein bewältigen sollen. Schließlich darf sich der Fahrer in solchen hoch- und vollautomatisierten Autos „vom Verkehrsgeschehen und der Fahrzeugsteuerung abwenden”, wie es in einem Entwurf des Bundesverkehrsministeriums zur Anpassung des Straßenverkehrsgesetzes heißt. Eine falsche Sensorwahrnehmung, eine Fehlinterpretation der Daten sowie eine unangemessene Lenkung oder Bremsung könnten zu schweren Unfällen führen. Bei den aktuellen Assistenzsystemen ist immer noch der Fahrer als „Rückfallebene” vorgesehen und verantwortlich. Verlässt er sich hingegen zu sehr auf die Fähigkeiten des Autos, kann das, wie beim Tesla-Unfall, tödliche Folgen haben.
Was leistet der Mensch als Beifahrer
Frank Köster vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Braunschweig ist federführend für das Projekt Pegasus. Zusammen mit 16 weiteren Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen will er darin folgende Leitfragen klären: „Wie gut müssen automatisierte Fahrzeuge sein? Wie zeigen wir zuverlässig, dass die Fahrzeuge dies auch sind?” Allerdings geht es bei Pegasus nicht alleine um die Fähigkeiten der Technik. Eine zentrale Frage lautet zudem: „Was leistet der Mensch?”, und wie können Fahrer und Fahrzeug auf sinnvolle Weise interagieren?
So will Köster mit seinen Forschungen unter anderem klären, wie viel Zeit das System dem Fahrer einräumen muss, um das Steuer in einer schwierigen Verkehrssituation wieder zu übernehmen. „Was ist die dafür angemessene Zeit und welche Aufgabe kann man als Fahrer übernehmen, wenn man in eine Nebenaufgabe eingebunden war? Pegasus soll die menschliche Leistungsfähigkeit beim Fahren genauer definieren, von der man bei der Gestaltung von Übergabe- beziehungsweise Übernahmeprozeduren ausgehen kann”, sagte der Informatiker.
Die Antwort auf diese Frage wirkt sich wiederum entscheidend auf die Anforderungen an die Fahrzeugtechnik aus. Denn es macht einen großen Unterschied auf der Autobahn aus, ob ein Fahrer nach 5, 10 oder erst nach 15 Sekunden fahrbereit sein muss. Bei Tempo 130 legt das Auto in fünf Sekunden 180 Meter zurück, in 15 Sekunden bereits mehr als einen halben Kilometer.
Trump-Sieg: So reagieren Nadella, Cook und andere IT-Manager
Die IT-Branche stand im US-Präsidentschaftswahlkampf nahezu geschlossen hinter Hillary Clinton. Nach dem Trump-Sieg ist die Szene gespalten. Was Nadella, Cook und Co. zu sagen hatten, lest ihr hier.
Trump-Sieg versetzt IT-Welt in Schockstarre
Donald Trump hat für die Republikaner überraschend die Wahl gewonnen, der Multimilliardär und TV-Star wird der 45. Präsident der USA. Die IT-Branche hatte zum überwiegenden Teil die demokratische Rivalin Hillary Clinton unterstützt und muss sich jetzt offenbar erst einmal aus der Schockstarre befreien. Die ersten Reaktionen der Top-Manager wie Microsoft-Boss Satya Nadella oder Apple-Chef Tim Cook fallen recht unterschiedlich aus. Sie reichen von Aufrufen zur Versöhnung bis hin zur Forderung, Kalifornien abzuspalten.
Nadella etwa gratulierte dem neuen Präsidenten im Namen von Microsoft auf Linkedin und kündigte an, dass sein Unternehmen auch mit allen weiteren neugewählten Volksvertretern im Kongress zusammenarbeiten wolle. Aber, so betonte Nadella, Microsoft wolle an seiner Mission und seinen Werten festhalten, etwa seiner vielfältigen und inklusiven Kultur. Apple-Chef Tim Cook hat sich öffentlich noch nicht zum Sieg von Donald Trump geäußert, vielleicht auch, weil der designierte US-Präsident sich im Wahlkampf auf Apple eingeschossen hatte. In einer internen E-Mail, die Buzzfeed zugespielt wurde, forderte Cook seine Mitarbeiter zur Geschlossenheit auf.
Nach Trump-Sieg: Kalifornien abspalten?
Es gibt aber auch weniger gelassene Reaktionen auf den Trump-Sieg in der Tech-Welt, insbesondere aus dem Silicon Valley. So brachte Hyperloop-Gründer Shervin Pishevar (erste Reaktion: „Horror, Horror“) die Abspaltung Kaliforniens ins Spiel und fand durchaus positives Echo für diese Idee. Noch deutlicher äußerte sich Dave McClure, der Gründer der Startup-Schmiede 500 Startups, auf dem Web Summit: „Wir sollten nicht einfach hier herumsitzen und so tun als sei nichts passiert. Wir wurden bestohlen, wir wurden vergewaltigt, die Wahl wurde uns gestohlen.“
Selbst Tech-Milliardär Peter Thiel, einer der wenigen aus der Szene, die sich im Vorfeld öffentlich zu Trump bekannten, räumte nach dem Überraschungserfolg des Quereinsteigers ein, dass das Land vor großen Herausforderungen stehe und jetzt alle US-Amerikaner zusammenstehen sollten. Wie wenig beliebt Trump in der Tech-Branche ist, zeigt sich auch daran, dass Oculus-Gründer Palmer Luckey aufgrund seiner Unterstützung für den republikanischen Präsidentschaftskandidaten von der Entwicklergemeinde und den Facebook-Kollegen geschnitten wurde.
Mehr zu Donald Trump: Diese KI hat den Trump-Sieg vorhergesagt – und die drei US-Wahlen zuvor ebenfalls
via winfuture.de
Möglicherweise. Eventuell.
Die Hausdurchsuchung bei meinem Mandanten lief schon einige Zeit, als er dann doch kalte Füße bekam. Er wollte mit mir als seinen Anwalt telefonieren. Was die Polizeibeamten ihm nicht versagen durften. Und es auch nicht taten.
So hatte ich dann also zunächst den Ermittlungsführer am Telefon. Der schilderte mir kurz den Tatvorwurf, nämlich dass mein Mandant über eine dritte Person möglicherweise Chemikalien im Internet bestellt haben könnte, die eventuell zum Bombenbau geeignet sein könnten.
Möglicherweise.
Eventuell.
Insgesamt jede Menge Ungewissheiten, die offenbar auch dem Ermittlungsrichter sofort ins Auge fielen. Der Richter weigerte sich, einen Durchsuchungsbeschluss gegen meinen Mandanten zu erlassen. Er sah keinen Anfangsverdacht, sondern allenfalls straflose Vorbereitungshandlungen. Was die Polizisten aber nicht daran hinderte, auf Anweisung des Staatsanwalts doch zu einer Durchsuchung bei meinem Mandanten anzurücken.
Allerdings waren dem Staatsanwalt die Hände gebunden. Früher hätte er trotz der negativen Entscheidung des Ermittlungsrichters die Durchsuchung sogar noch selbst anordnen können. Trotz des richterlichen Neins hätte er zum Beispiel „Gefahr im Verzug“ bejahen können.
Das ist heute nicht mehr möglich, denn das Bundesverfassungsgericht hat letztes Jahr entschieden, was eigentlich auf der Hand liegt: War der Richter mit der Sache befasst und hat er einen Durchsuchungsbeschluss abgelehnt, steht dem Staatsanwalt keine eigene Eilkompetenz mehr zu. Das Nein des Richters ist also bindend.
Sehr kreativ kriegten die Polizisten eine andere Marschroute. Sie sollten offenbar meinen Mandanten so lange belatschern, bis er sich „freiwillig“ mit einer Durchsuchung einverstanden erklärte. Das war wohl auch zunächst erfolgreich, bis mein Mandant nach Beginn der Durchsuchung doch leise Zweifel bekam, ob das alles korrekt abläuft.
Von der angeblichen „Freiwilligkeit“ konnte ich nach meinem Gespräch mit dem Beamten auch nicht mehr viel erkennen. Der Ermittlungsführer räumte ein, mein Mandant habe gefragt, ob es einen Durchsuchungsbeschluss gibt. Das habe er verneint. Was er aber wohl für sich behielt oder zumindest nicht mal ansatzweise deutlich machte, war der Umstand, dass ein Richter den Durchsuchungsbeschluss ausdrücklich abgelehnt hatte. Ich bin mir sicher, dass mein Mandant es sich bei Kenntnis dieses Details noch einige Male wesentlich intensiver überlegt hätte, ob er tatsächlich „freiwillig“ der Durchsuchung zustimmt.
In so einer Konstellation verlangt das Bundesverfassungsgericht offene Worte gegenüber dem Beschuldigten. Er muss darüber belehrt werden, dass die Durchsuchung auch wirklich nicht stattfindet, wenn er es nicht will. Dazu gehört meiner Meinung nach auch eine ehrliche Information darüber, dass ein Richter die Durchsuchung gerade nicht gestattet hat. „Der Beschuldigte hat ja nicht danach gefragt“, wäre hier wohl keine taugliche Ausrede.
Das alles schien dem Beamten auch einigermaßen klar zu sein. Jedenfalls reagierte er in der einzig richtigen Weise, als ich für meinen Mandanten jedwedes Einverständnis mit sofortiger Wirkung widerrief. Die Durchsuchung war an dieser Stelle zu Ende, man verabschiedete sich höflich.
Version 1.0.42: Spotify reagiert auf SSD-Problematik
Vor wenigen Stunden hat Spotify offiziell auf die Probleme mit hohen Schreiblasten des Programms reagiert, wenn auch nur halbgar. Angeblich wurden sämtliche Probleme vollständig gelöst. Einige Nutzer berichten aber nur von einer Minderung. (Spotify, Speichermedien) US-Wahl: Russland gibt Kontakte zu Trumps Wahlkampfteam zu
Telefónica: "50-GB-Prepaid-Flatrate gibt es nicht mehr"
Telefónica verwehrt Base-Go-Kunden nach Migration zu o2 die Buchung bislang verfügbarer Tarif-Optionen. "Das Internet Paket Plus gibt es nicht mehr", bestätigt auch die Pressestelle des Unternehmens.
Microsoft Finally Issues Surface Pro 3 Battery Fix

Good news, Surface Pro 3 users: A new firmware update for your tablet promises to fix the battery issues many have been experiencing since the summer.
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Smarte Lautsprecher: Amazon nennt verkürzte Wartezeit für Echo und Echo Dot
Ein Vorgeschmack zum Klimaschutzplan 2050: Kaminöfen sind auf Helgoland ab dem Jahr 2016 zu verbieten
Worum ging es?
Pinneberger Tageblatt 3. Oktober 2016: [1] ... Die Insel ist an ein Fernwärmenetz angeschlossen. Gut 80 Kaminöfen gibt es aber noch. Die neue Fernwärmesatzung wurde zwar bereits 2014 erlassen. Nach einer Übergangszeit wurde darin die Nutzung der Öfen und Kamine zum „1. Juli 2016 auf der Insel Helgoland verboten“. Das will die Initiative der „Ofen-Freunde“ nicht akzeptieren und hat dagegen das Bürgerbegehren „Private Öfen heben Lebensqualität“ gestartet und 349 Unterschriften gesammelt.
Die Ofen-Befürworter argumentieren, sie wehrten sich nicht gegen den Anschluss- und Benutzerzwang an das öffentliche Fernwärmenetz. Die Öfen würden nicht als primäre Wärmequelle genutzt. Das Verbot werten sie als unrechtmäßigen Eingriff in ihre Lebens- und Wohnqualität. Weil die Gemeindevertretung aber an ihrer Entscheidung von 2014 festhält, kommt es am 6. November zu einem Bürgerentscheid.
Der Beschwerde über einen „Eingriff in ihre Lebens- und Wohnqualität“ setzten die Befürworter des Verbotes entgegen: „Wenn die anderen gewinnen, wird die ganze Insel verlieren.“ Es sei unstrittig, dass jeder Ofen Feinstaub produziere. Die Insel-Ziele wie die CO2-Neutralität und auch der Gesundheits-Tourismus seien in Gefahr. „Die Gesundheit des Menschen ist aber ein höheres Gut als die Behaglichkeit eines Kaminfeuers.“
Bei einem solch drastischen Gefährdungspotential des Lebens, der CO2-Neutralität und (ferner liefen noch) denkbarer touristischer Einbußen (ertragen und wollen Touristen auf einer unwirtlichen, öden Insel wirklich kein behagliches Kaminfeuer?) ist klar, dass kein Argument – schon gar nicht das einer fiktiven „Lebensqualität“, akzeptiert werden kann. Auch, dass die „Belastung“ nicht messbar ist, darf man nicht als Argument betrachten:
„Der gelegentliche Betrieb von einigen ordnungsgemäß geprüften Kaminen auf einer windumtosten Insel, auf der an über 200 Tagen pro Jahr Windstärken über 6 Beaufort gemessen werden, erscheint daher kaum geeignet zu einer nennenswerten Feinstaubbelastung zu führen...“, heißt es in einer Stellungnahme der Initiative.
Helgolands Tourismusdirektor Klaus Furtmeier sieht im verantwortungsvollen Umgang mit Öfen keine negativen Auswirkungen für die hochgeschätzte Luftqualität. „Die regelmäßig stattfindenden, stets zwölfmonatigen Luftmessungen auf Helgoland, die unter anderem für den Erhalt des Prädikates 'Nordseeheilbad' vorgeschrieben sind, haben seit vielen Jahren (auch damals wurden Öfen eingesetzt) immer sehr gute Werte ergeben.“
Wie es auch die Volksvertreter sahen, welche das Verbot befürworteten:
... Die Gemeindevertretung argumentiert, Gesundheit gehöre zu den wichtigsten Grundwerten für das Gemeinwohl auf der Insel.
Aber die Inselbewohner wehrten sich – und gewannen (wenn auch sehr knapp):
shz.de, 06. November 2016: [2] Bürgerentscheid: Helgoland entscheidet sich für Kaminöfen
Helgoland hat sich mit in einem Bürgerentscheid für die Nutzung von Kaminöfen auf der Insel entschieden. Die aktuelle Satzung der Gemeinde Helgoland muss geändert und der § 6 Absatz 3 der Fernwärmesatzung abgeschafft werden. Das amtliche Wahlergebnis wird im Laufe des Abends erwartet.
678 Helgoländer gingen an diesem Sonntag in die Wahlbüros auf dem Ober- und dem Unterland. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 51,32 Prozent. 54,25 Prozent (364) der Wähler stimmten mit „Ja“. 45,75 Prozent (307) der Wähler stimmten mit „Nein“. „Helgoland entscheidet sich für ,Gemütlichkeit'“, kommentiert Bürgermeister Jörg Singer.
Und die Moral von der Geschichte? Den Bürgern auf dem Festland bleibt diese Möglichkeit verschlossen. Doch es zeigt, wie Abstimmungen wohl auch in Deutschland ausfallen würden, wenn nicht die Volksvertreter unter Fraktionszwang, sondern die Bürger entscheiden dürften:
EIKE: 15.10.2016: Volksbegehren für eine „Grüne Wirtschaft“ in der Schweiz gescheitert
Quellen
[1] Pinneberger Tageblatt 3. Oktober 2016: Gegen den Feinstaub: Warum die Helgoländer über Kamine streiten
http://www.shz.de/lokales/pinneberger-tageblatt/gegen-den-feinstaub-warum-die-helgolaender-ueber-kamine-streiten-id14992656.html
[2] shz.de, 06. November 2016: Bürgerentscheid: Helgoland entscheidet sich für Kaminöfen
http://www.shz.de/regionales/schleswig-holstein/panorama/buergerentscheid-helgoland-entscheidet-sich-fuer-kaminoefen-id15272181.html
Sonne ist wieder ruhig, geht sie doch einem solaren Minimum entgegen
Bild rechts: Das aktuelle Bild der Sonne (vom 31. Oktober 2016) zeigt eine eingekreiste Sonnenfleck-Region. Bild: NASA
Zunächst wird sich die Fleckenfreiheit immer nur ein paar Tage lang zeigen, dann werden daraus Wochen und schließlich ganze Monate, wenn der Sonnenfleckenzyklus seinen Tiefstpunkt erreicht. Die nächste Phase des solaren Minimums wird für das Jahr 2019 oder 2020 erwartet. Der gegenwärtige Zyklus ist der 24. Zyklus seit 1755, zu welchem Zeitpunkt die extensive Beobachtung der Sonnenflecken-Aktivität begonnen hatte. Er ist der schwächste Zyklus seit über einem Jahrhundert mit der geringsten Anzahl von Sonnenflecken seit dem Zyklus 14 mit seinem Höhepunkt im Februar 1906. Und noch etwas: der schwache Solarzyklus und die Erwartung fortgesetzter geringer Sonnenaktivität im kommenden Winter ist ein wichtiger Faktor bei den Winter-Aussichten im Gebiet des mittleren Atlantik, die kälter als normal sind.
Sonnenfleckenzahlen der solaren Zyklen 22, 23 und 24, die einen klaren Abschwächungstrend zeigen; die derzeitige Sonnenfleckenzahl ist durch den Pfeil markiert. Bild: Dr. David Hathaway, NASA/MSFC
Solarzyklus 24
Die Sonne durchläuft etwa alle 11 Jahre einen natürlichen Zyklus. Dieser Vorgang ist gekennzeichnet durch die Zu- und Abnahme von Sonnenflecken, die sich als sichtbare dunkle Regionen auf der Sonnenoberfläche abzeichnen und in denen es kühler ist als in der Umgebung. Die größte Anzahl in jedem gegebenen Solarzyklus wird als das „solare Maximum“ bezeichnet und die niedrigste Zahl entsprechend als „solares Minimum“. Wir befinden uns jetzt seit über 7 Jahren im Zyklus 24, und es scheint, als wäre es bereits im April 2014 während einer Aktivitäts-Spitze zum Maximum gekommen (jetzige Stellung gekennzeichnet durch den weißen Pfeil).
Geht man zurück bis zum Jahr 1755, gab es nur wenige solare Zyklen unter den 23 vorangegangenen Zyklen, die während der Maximum-Phase eine noch geringere Sonnenfleckenzahl aufwiesen. Die Aktivitätsspitze im April 2014 war tatsächlich die zweite Spitze im Zyklus 24, die noch etwas höher ausgefallen war als die erste Spitze im März 2012. Während es in vielen solaren Zyklen zu einer Doppelspitze kommt, ist dies das erste Mal, bei dem die zweite Spitze der Sonnenfleckenzahl höher war als die erste. Der zeitlichen Verlauf der Sonnenfleckenzahl (oben) zeigt einen eindeutigen Abschwächungstrend der solaren Zyklen seit dem Zyklus 22 mit seiner Spitze um das Jahr 1990.
Während im Verlauf eines schwachen Solarzyklus' seltener starke Sonnenstürme auftreten als in starken und aktiveren Zyklen, bedeutet das aber nicht, dass überhaupt keine auftreten. Tatsächlich war es zu dem berühmten „Supersturm“, bekannt als das Carrington-Ereignis im Jahre 1859 während eines schwachen Solarzyklus' gekommen (Nummer 10). Außerdem gibt es einige Hinweise, dass die größten Ereignisse wie etwa starke Flares und bedeutende geomagnetische Stürme dazu tendieren, während der abnehmenden Phase des Solarzyklus' aufzutreten. Mit anderen Worten, nach wie vor besteht die Chance starker Sonnenaktivität während der nächsten Monate und Jahre. Die letzte solare Minimumphase dauerte von 2007 bis 2009 und war historisch schwach. Tatsächlich war es dabei zu drei Tagen mit der geringsten Fleckenzahl seit Mitte des 19. Jahrhunderts gekommen (siehe folgende Graphik).
Höchste Anzahl von Tagen ohne Sonnenflecken pro Jahr; während des letzten solaren Minimums waren sogar gleich drei Jahre vertreten.
Konsequenzen eines solaren Minimums
Im Gegensatz zum allgemeinen Glauben ist ein solares Minimum keine Periode einer vollkommen ruhigen und inaktiven Sonne, ist dies doch mit zahlreichen interessanten Änderungen verbunden. Erstens, kosmische Strahlen können während solarer Minima relativ leicht bis in das innere Sonnensystem eindringen. Galaktische kosmische Strahlen von außerhalb des Sonnensystems müssen sich gegen den Sonnenwind und gegen ein ganzes Dickicht solarer Magnetfelder durchsetzen. Während solarer Minima schwächen sich sowohl der Sonnenwind als auch das Magnetfeld der Sonne ab, was es leichter für die kosmische Strahlung macht, die Erde zu erreichen. Für Astronauten ist dies eine gefährlichere Zeit, kann doch eine Zunahme kosmischer Strahlung menschliche DNA zertrümmern. Außerdem ist auch die extreme ultraviolette Strahlung der Sonne (EUV) in Jahren mit geringer Sonnenfleckenzahl geringer, wodurch sie die obere Atmosphäre der Erde abkühlt und zusammenzieht. Mit einem deutlich niedrigeren aerodynamischen Widerstand bleiben Satelliten leichter im Orbit – was gut ist. Andererseits tendiert Weltraummüll dazu, sich zu akkumulieren, was den Weltraum um die Erde zu einem gefährlicheren Gebiet für Astronauten werden lässt.
Meteorologe Paul Dorian, Vencore, Inc., vencoreweather.com
Übersetzt von Chris Frey EIKE
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Apple hat eine Idee entwickelt, um die iPhone-Kamera zum Hilfsmittel für Urlauber zu machen. Ein Patent, das Apple zugesprochen wurde, beschreibt ein Augmented-Reality-System, bei dem Navigationspfeile und Hinweise auf Sehenswürdigkeiten direkt ins Kamerabild eingeblendet werden. (Augmented Reality, Apple) 

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