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30 Nov 13:35

Die Buchhaltung aus der Cloud: So kannst du Papierkram.de als Agentursoftware nutzen

by t3n Redaktion

Papierkram.de zeichnet sich durch eine kurze Einarbeitungszeit und konsequente Reduktion von Komplexität aus. Dieser Artikel stellt euch die integrierten Funktionen vor, die Projektarbeit im Team effektiver gestalten.

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Papierkram.de ist den meisten Selbstständigen und Agenturen als einfache und übersichtliche Buchhaltung in der Cloud bekannt, mit der sich Angebote, Rechnungen, Belege, EÜR und UStVA komfortabel verwalten lassen. Doch Papierkram.de kann durch die Integration von weiteren Features in vielen Unternehmen auch als vollwertige Agentursoftware zum Einsatz kommen und stellt so eine echte Alternative zu teuren und komplexen Tools dar.

Kontakt- und Projektverwaltung, eingebauter Timetracker zur effektiven Zeiterfassung aller Mitarbeiter, übersichtliche Auswertungsfunktionen wie ein Cashflowdiagramm sowie Budgetkontrolle und Finanzübersicht von Projekten machen aus Papierkram.de eine einfach zu bedienende und schlanke Projektmanagementsoftware, die alle Belange von kleineren Agenturen abdeckt.

CRM – die Kundenverwaltung

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Eine übersichtliche Kundenverwaltung ist das Herzstück einer Agentursoftware und sollte einen schnellen Zugriff auf alle Kontakte und den Informationen zu den Kontakten bieten.

Das Adressbuch in Papierkram.de speichert alle relevanten Daten zu einem Kunden und listet diese übersichtlich auf. Jeder Firmenkontakt kann dabei mehrere Personen umfassen, so werden unterschiedliche Ansprechpartner zentral in einem Datensatz verwaltet.

Die Übersichtsseite eines jeden Kunden zeigt alle Personen, alle aktiven Projekte, alle zugeordneten Angebote, Rechnungen und Belege und eine Übersicht über bisher abgerechnete, noch abzurechnende und offene Posten.

Darüber hinaus stellt Papierkram.de zu jedem Kunden einen Verlauf der finanziellen Historie des letzten Jahres in einem Diagramm dar. So kann der bisherige Finanzverlauf mit einem Blick erfasst werden.

Projekte und Projektbudgets verwalten

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Agenturen arbeiten meist projektbasiert und Projekte müssen dokumentiert werden. Eine gute Agentursoftware zeichnet sich daher durch ein effizientes Projektmanagement aus, das die Dokumentation so einfach und effektiv wie möglich gestaltet und das Projekt möglichst unkompliziert begleitet.

Projekte lassen sich definieren als „einmalige Vorhaben mit Start- und Endtermin, die durch begrenzte Ressourcen determiniert sind“. Die ein Projekt determinierenden Ressourcen sind in der Dienstleistungsbranche üblicherweise Zeit und/oder Geld.

Legt man in Papierkram.de ein neues Projekt an, spielen genau diese Faktoren eine Rolle. Neben Projektname, Kunde und Team wird der Zeitraum, in dem das Projekt stattfinden soll, angegeben. Weiter wird zwischen den Budgettypen Zeit und Geld gewählt und der entsprechende Wert eingetragen. In der Projektübersicht hat man so jederzeit einen genauen Überblick über die Finanzen, das Restbudget und die noch zu erledigenden Aufgaben. Eine Liste aller aktiven Projekte gibt eine genaue Zusammenfassung über die das Projekt begrenzenden Faktoren.

Rechnungen können direkt aus einem Projekt heraus erstellt werden. Alle Rechnungen, die zu einem Projekt gehören, werden auf der Projektübersichtsseite aufgelistet und bereits bezahlte Rechnungen als Einnahmen, noch nicht abgerechnete Zeiten als abrechenbarer Betrag in einer Grafik dargestellt.

Auslagen, die man als Dienstleister für ein Projekt hatte, können als Beleg im System erfasst und an den Kunden beziehungsweise das Projekt weiterberechnet werden. Auch diese werden in der Dokumentübersicht des Projekts aufgelistet und in der Grafik zu den Finanzen dargestellt. So hat man auch die Ausgaben zu einem Projekt immer im Blick.

Exakte Zeiterfassung für jedes Teammitglied

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Die genaue Erfassung der Zeit, die für Projekte aufgewendet wurde, ist essentiell für Agenturen. Mit Papierkram.de können die Zeiten aller Teammitglieder ganz ohne externe Tools minutengenau erfasst und direkt in Rechnung gestellt werden.

Für jedes Projekt wird ein Team definiert. Jedes Teammitglied kann Aufgaben im Projekt erledigen und dafür mit dem integrierten Timetracker seine aufgewendeten Zeiten direkt erfassen und dokumentieren.

Da es sich bei Papierkram.de um eine Software in der Cloud handelt, können Teams weltweit verteilt sein. Eine Internetverbindung und ein Browser genügen, damit sich jedes Teammitglied in das entsprechende Projekt einklinken kann.

Erfasste Zeiten können wiederum mit wenigen Klicks in eine Rechnung überführt und abgerechnet werden.

Die Buchhaltung ist schon mit dabei

Neben den beschriebenen Funktionen zum Projektmanagement, zur Kundenverwaltung und zur Rechnungsstellung verfügt Papierkram.de über alle wichtigen Buchhaltungsfunktionen wie Erstellung von Angeboten, Belegverwaltung und Cashflow. Es können darüber hinaus häufig verwendete Waren und Dienstleistungen verwaltet werden und schließlich erstellt Papierkram.de die UStVA und die EÜR mit nur einem Klick.

Du möchtest dir den Service näher anschauen? Teste ihn jetzt kostenlos!

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30 Nov 13:35

Satya Nadella hints that Microsoft is at work on 'ultimate mobile device'

by Dan Thorp-Lancaster

Speaking in a new interview, Microsoft CEO Satya Nadella commented on Microsoft's current position in the phone business, hinting that the company may be working on the "ultimate mobile device."

30 Nov 13:35

Shades of gray, Terry Myerson on Microsoft's consumer and enterprise commitment

by Jason Ward

Microsoft claims a consumer and enterprise focus as a core strength. Some users have their doubts, however.

Microsoft's CEO Satya Nadella said it this way:

…we are a company that's centered around users who both have a professional role as well as happen to be consumers. That's where our strength lies.

Some of Microsoft's decisions have caused some enthusiasts and industry watchers to doubt Redmond's resolve in relation to that claim.

Redmond's consumer categories under pressure

Microsoft's unique family of devices would ideally address a range of use cases, share the same platform and provide access to all of a user's data for work and play all day across devices.

30 Nov 12:04

Energieversorger helfen ihren Kunden gegen teuren EEG-Strom! Aktion lokaler Versorger in Bayern: Energiewende bezahlbar

Und wie in der Politik üblich, sollen sich die Betroffenen nun wehren, indem sie sich dagegen beschweren. Jedoch nicht gegen das die Probleme verursachende EEG, sondern nur gegen „ungerechte Verteilung der hohen Kosten“, denn eines bleibt unantastbar: „Die Energiewende ist zwingend nötig“. Auch soll die Beschwerde nicht an die zuständigen Versorger gehen, sondern bitte direkt an die Kanzlerin nach Berlin.

openPetition Deutschland: Strom darf kein Luxusgut werden: Für eine bezahlbare Energiewende
Zum 1. Januar 2017 steigen die Strompreise in Deutschland auf ein neues Rekordniveau. Ursache hierfür sind massiv steigende Steuern, Abgaben und Entgelte. Damit werden die Kosten der Energiewende auf alle Haushalte und kleinen und mittelständischen Unternehmen umgewälzt. Wegen der massiv steigenden Netznutzungsentgelte der „Tennet“ werden die bayerischen Stromkunden besonders stark belastet.
14 nordbayerische Stadtwerke haben Initiative (www.energiewende-bezahlbar.de) ergriffen: Damit Strom nicht zu einem Luxusgut wird fordern wir, dass die Kosten für die Energiewende reduziert und solidarisch auf alle Stromkunden verteilt werden. Nur so wird die Energiewende ein Erfolg.
Wir fordern:
1.) Das Entgelt für die Stromübertragungsnetze in Deutschland soll für alle Regionen in Deutschland gleich sein.
2.) Der Ausbau von Stromtrassen und die Errichtung von Offshore-Windparks müssen besser koordiniert werden.
3.) Über eine Novelle des Erneuerbare Energien-Gesetzes muss die Umlagefinanzierung für erneuerbare Erzeugungsanlagen beendet werden.
4.) Energieintensive Unternehmen dürfen nicht weiter von den Kosten der Energiewende befreit werden.
Begründung: Die Energiewende ist zwingend nötig, doch die hohen Kosten hierfür sind ungerecht verteilt.

Bevor diese Petition ihre segensreiche Wirkung entfalten kann, habe sich diese Stadtwerke vorab eine tief greifende Unterstützung ausgedacht:
Stadtwerke Bamberg: Was tun die Stadtwerke jetzt für mich?
Im Rahmen unseres Klimaschutzprogramms belohnen wir die Treue unserer Kunden mit einer kostenlosen LED-Lampe.
Den Gutschein hierfür erhalten sie per Post.
Dadurch helfen Ihnen, Ihre Stromkosten trotz der Mehrbelastungen gering zu halten.
Zudem erhalten Sie beim Stromsparen fachkundige Hilfestellung durch unsere Energieberater. Dieser Service im Wert von 65 Euro ist für unsere Strom- und Gaskunden kostenfrei!

Es erinnert an die segensreichen Wirkungen des „unwiderlegbaren Sozialismus (und inzwischen auch der GRÜNEN)“: Wenn nichts mehr funktioniert, schröpfe die Reichen und erkläre den persönlich empfundenen Mangel als durch Unkenntnis entstanden – aber denkt nicht daran, an den die Probleme verursachenden Prinzipien rütteln zu dürfen.

Zu den Forderungen und ob diese Lösungen des sich anbahnenden EEG-Desasters darstellen*, mache sich jeder Leser seine Gedanken selbst. Darüber wurde auf EIKE genug veröffentlicht.

*Hilfestellung: Die Forderungen treffen keines der wirklichen EEG Probleme. Diese sind technisch bedingt und deshalb mit den vorgeschlagenen, ausschließlich administrativen Maßnahmen grundsätzlich nicht lösbar. Die Versorger wissen das, da sie aber selbst massiv im EEG-System investiert sind, „dürfen“ sie den Problemkern nicht ansprechen.

30 Nov 12:04

Überraschung zum Winterauftakt: Die Schneebedeckung Eurasiens trotzt dem „Klimawandel“- eine Ursachenforschung

Bild rechts: Riesen-Kontinent: Weite Teile des nördlichen und östlichen Eurasiens von Skandinavien über Russland, die Ukraine und Zentralasien bis hin nach Nordchina und Nordjapan sind im Winter schneebedeckt. Bildquelle: images.google.de

Seit vielen Jahren verhält sich die von Schnee bedeckte Fläche Eurasiens widersprüchlich. Im Spätherbst jagt ein Rekord den nächsten; auch 2016 war die Schneebedeckung sehr ausgedehnt und hatte mit 13,48 Millionen Km² im Oktober einen der höchsten Werte seit Aufzeichnungsbeginn erreicht. Die folgende Abbildung veranschaulicht die schon sehr massive Ausdehnung der Schneeflächen am 1. November:

Abbildung 1: Schneebedeckung (weiß) der Nordhalbkugel am 1. November 2016. Gelb ist das Meereis dargestellt. Quelle: USA- Wetterdienst (NOAA)

Dieser Trend zeigt sich schon seit dem Erfassungsbeginn der Schneebedeckung im Winter 1966/67; ebenso der zur deutlichen Abnahme der Schneebedeckung im Frühjahr. Die folgende Ursachenforschung beginnt aber erst mit dem Jahr 1978, weil fast alle hierfür benötigten Datensätze erst seit dieser Zeit einigermaßen lückenlos verfügbar sind. Zunächst soll daher die Entwicklung seit dem Winter 1977/78 gezeigt werden (Abbildung 2):

Abbildung 2: Seit 1978 wuchs die Schneefläche Eurasiens im Spätherbst (braun) tendenziell um etwa 3,25 Millionen Km², das entspricht der gut 9- fachen Fläche Deutschlands. Im Winter vergrößerte sie sich um gut 1 Million Km², während sie im März/April (hellgrün) um mehr als 2 Millionen Km² abnahm (im gesamten Frühling um knapp 2,5 Mio. Km²).

Doch welche Faktoren lösten dieses unterschiedliche jahreszeitliche Verhalten aus?

Der jahreszeitliche Trend der Lufttemperaturen im nördlichen Eurasien

Der Einfachheit halber wurde auf die aerologischen Daten des NOAA zurückgegriffen und das Flächenmittel der Lufttemperatur für die 1000 hPa- Fläche berechnet, welches grob nur etwa 100 Meter über dem Meeresspiegelniveau liegt und gute Rückschlüsse auf die in 2 Metern Höhe herrschenden Temperaturverhältnisse erlaubt. Die Berechnung erfolgte für den Sektor 40°N 0°E bis 70°N 180°E, welcher bis auf wenige Ausnahmen die im Spätherbst und Frühling vom Schnee bedeckten Gebiete erfasst (im Winter kann die Schneebedeckung durchaus zeitweise auch viel weiter südwärts reichen, und im hohen Norden setzt sie schon Ende September ein und verschwindet erst Ende Mai/Anfang Juni, während die höheren Berge Zentralasiens ganzjährig schneebedeckt bleiben). Die folgende Kartenskizze zeigt den Sektor:

Abbildung 3: Sektor für die Temperaturmittelberechnung des nördlichen Eurasiens.

Einem leichten, nahezu gleich verlaufenden Temperaturanstieg im Spätherbst und zeitigen Frühling von je etwa 1,8 K steht ein kaum merklicher, nicht signifikanter Anstieg der Wintertemperaturen von 0,4 K gegenüber:

Abbildung 4: Kaum winterliche Erwärmung des nördlichen Eurasiens, aber leichte Erwärmung im zeitigen Frühjahr und im Spätherbst.

Bei monatsweiser Betrachtung ergeben sich enorme Unterschiede zwischen September, Oktober sowie April einerseits (+1,9 und je + 1,8 K) und Dezember sowie Februar andererseits (+0,5 und +0,3 K). Warum es diese sehr unterschiedlichen Erwärmungsraten gab, ist unklar; allerdings könnten sie ein weiterer Hinweis auf die fehlende oder unbedeutende Erwärmungswirkung des CO2 sein, zumal dessen Konzentration auf der Nordhalbkugel gerade im September/Oktober ja am geringsten ist. Die leicht steigenden Temperaturen des Frühlings können die Abnahme der Schneebedeckung im Lenz nicht vollständig erklären, denn in dieser Zeit, speziell im März/April, ist es etwas kälter als im Spätherbst, und da nahm ja die Schneebedeckung trotz ebenso steigender Temperaturen massiv zu.

Die Niederschlagsverhältnisse

Leider war für die Niederschläge kein Flächenmittel verfügbar. Es wurde daher ein Mittel aus 22 halbwegs vollständigen Datensätzen berechnet, das natürlich für einen derartigen Riesenkontinent nicht repräsentativ sein kann, aber zumindest grobe Anhaltspunkte darüber vermittelt, wie sich die Niederschlagsverhältnisse entwickelt haben könnten. Die Liste der verwendeten Stations- Datensätze ist dem Anhang zu entnehmen. In 17 Fällen zeigte sich eine mehr oder weniger deutliche spätherbstliche Niederschlagszunahme, nur in 4 Fällen eine geringe Abnahme, in einem Fall Stagnation. Und im Vorfrühling (Februar/März), in welchem die Niederschläge in den meisten Gebieten noch ganz oder zumindest überwiegend als Schnee fallen, ergab sich bei 15 Fällen eine Zunahme. Die 4 Stationen mit geringer spätherbstlicher Niederschlagsabnahme lagen allesamt nördlich des 59. Breitengrades in Russland und damit in sehr kalten Regionen, in denen ab Ende September meist schon überwiegend bis ins Flachland Schnee fällt und sich nahezu immer schon im Oktober eine geschlossene Schneedecke bildet, selbst bei etwas weniger Niederschlag. Weiter südwärts, wohin sich ja die Schneebedeckung im fortschreitenden Spätherbst ausdehnt, zeigten alle Stationen eine spätherbstliche Zunahme der Niederschlagsmengen. Diese Zunahme kann also eine wesentliche Ursache der ausgedehnteren Schneebedeckung sein; während sich die Abnahme der Schneebedeckung im Frühjahr wohl nicht aus den Niederschlagsverhältnissen erklären lässt. Die Niederschlagstrends des Stationsmittels sind der folgenden Grafik zu entnehmen:

Abbildung 5: Die nicht repräsentative Mittelung aus 22 Stationen deutet auf eine überwiegende Niederschlagszunahme im Spätherbst, Winter und Vorfrühling hin.

Die Sonnenscheindauer

Daten der Sonnenscheindauer sind noch viel rarer und noch weniger zuverlässig, als die für den Niederschlag. Trotz intensiver Suche fanden sich nur 9 brauchbare Datensätze (Liste im Anhang). Deren Mittelung ergab eine geringe Abnahme der Sonnenscheindauer im Spätherbst; im Winter blieb sie nahezu unverändert, während sie in allen Frühlingsmonaten merklich zunahm. Von den 9 Datensätzen zeigten 7 eine meist deutliche Zunahme im Frühling, lediglich in Bor/Russland und in Sapporo/Japan gab es eine merkliche Abnahme, die nur in Sapporo auch in allen übrigen Jahreszeiten zu beobachten war. Und 5 Datensätze zeigten eine spätherbstliche Abnahme der Sonnenscheindauer; nur in Deutschland sowie in Busan/Korea nahm sie um je 16 Stunden zu; in Omsk und in Bor blieb sie mit +/- 1 Stunde nahezu unverändert. Auch hier gilt also: Keine Repräsentanz, keine Signifikanz, aber immerhin ein erster Hinweis, dass weniger Besonnung im Spätherbst und vor allem mehr Besonnung im Frühling die Schneeverhältnisse beeinflusst haben könnte:

Abbildung 6: Die nicht repräsentative Mittelung aus 9 Stationen weist auf eine geringe Abnahme der Sonnenscheindauer im Spätherbst um etwa 10 Stunden, aber auf eine merkliche Zunahme im Frühling um etwa 37 Stunden, hin. Alle 3 Frühlingsmonate wurden sonniger, besonders der März und der Mai.

Die hier gefundenen Hinweise werden durch andere wissenschaftliche Studien erhärtet. Folgende Abbildung zeigt die Entwicklung der gemittelten jährlichen Sonnenscheindauer mehrerer eurasischer Stationen in Stunden pro Tag:

Abbildung 7: Mittel der täglichen Sonnenscheindauer (Stunden) pro Jahr mit Beobachtungswerten aus Odessa, Moskau, Tartu (Estland), der Schweiz und Tateno/Japan. (Quelle http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2008JD011290/full#footer-citing ).

Weltweit nahm außerdem die kurzwellige solare Einstrahlung, welche ein wesentlich genaueres Maß als die Sonnenscheindauer ist, seit den frühen 1980er Jahren merklich zu:

Abbildung 8: Weltweit mehr Sonneneinstrahlung. Das erklärt, warum es insgesamt- auch in Eurasien- etwas wärmer wurde. Quelle http://static.skepticalscience.com/pics/Surface_Solar_Radiation.gif

Es versteht sich von selbst, dass zunehmende Sonnenscheindauer und Globalstrahlung im Frühling mit seinen langen Tagen einen viel größeren Einfluss auf die Temperaturverhältnisse und die Schneebedeckung ausüben als im Spätherbst mit seinen kurzen Tagen und der nur noch tief stehenden Sonne.

Ein Blick über den großen Teich

In Nordamerika zeigt die Schneebedeckung ein dem eurasischen Kontinent ähnelndes Verhalten. Stellvertretend und ohne näher darauf einzugehen, seien hier nur die Trends für November und April seit 1966 gezeigt:

Abbildungen 9a und 9b: Wie in Eurasien, so nahm auch in Nordamerika die von Schnee bedeckte Fläche im Spätherbst (November, oben) zu und im Frühling ab (April, unten). Quelle: NOAA

Beeinflusst die spätherbstliche Schneebedeckung Eurasiens die Wintertemperaturen in Deutschland?

Anlässlich des Winterbeginns soll abschließend noch diese Grafik gezeigt werden:

Abbildung 10: Trotz der wachsenden eurasischen Schneebedeckung im Spätherbst (rotbraun) stiegen die Temperaturen (DWD- Mittel) der Folgemonate Dezember (dunkelblau) und Januar (hellblau) seit 1972 geringfügig an; zum Dezember besteht keinerlei Zusammenhang; während zum folgenden Januar gar ein (nicht signifikanter) positiver Zusammenhang ermittelt wurde; eine umfangreiche spätherbstliche Schneebedeckung deutet sehr vage auf einen eher milden Januar hin- doch für eine brauchbare Prognose ist der Zusammenhang viel zu schwach.

Zusammenfassung

Der angebliche „Klimawandel“ führte bislang nicht zu einer generellen Abnahme der von Schnee bedeckten Flächen in Eurasien und Nordamerika. Einer merklichen Zunahme besonders im Spätherbst, doch auch im Winter, steht eine Abnahme im Frühling gegenüber. Als Hauptursachen deuten sich Kombinationswirkungen aus steigenden Niederschlagsmengen bei geringerer Sonnenscheindauer im Spätherbst sowie eine stark zunehmende Sonnenscheindauer in allen Frühlingsmonaten an; wobei diese Zusammenhänge noch intensiver erforscht werden müssen. Möglicherweise unterliegt die Ausdehnung der Schneebedeckung periodischen, natürlichen Schwankungen; welche sich aber nicht ermitteln lassen, weil erst seit den späten 1960er Jahren Daten vorliegen.

Anhang

Stationsliste (Niederschlag)

DWD- Flächenmittel für Deutschland

Vardo/Norwegen WMO- ID-Nr. 01098

Sodankyla/Finnland WMO- ID-Nr. 02836

Vytegra/Russland WMO- ID-Nr. 22837

Nar’Jan-Mar/Russland WMO- ID-Nr. 23205

Bor/Russland WMO- ID-Nr. 23884

Viljujsk/Russland WMO- ID-Nr. 24641

Ojmjakon/Russland WMO- ID-Nr. 24688

Jakutsk/Russland WMO- ID-Nr. 24959

Leningrad-St. Petersburg/Russland WMO- ID-Nr. 26063

Omsk/Russland WMO- ID-Nr. 28698

Chita/Russland WMO- ID-Nr. 30758

Kiev/Ukraine WMO- ID-Nr. 33345

Semipalatinsk/Kasachstan WMO- ID-Nr. 36177

Tashkent/Usbekistan WMO- ID-Nr. 38457

Busan/Korea WMO- ID-Nr. 47159

Sapporo/Japan WMO- ID-Nr. 47412

Hailar/China WMO- ID-Nr. 50527

Qiqihar/China WMO- ID- Nr. 50745

Kashi/China WMO- ID- Nr. 51709

Shenyang/China WMO- ID- Nr. 54342

Beijing/China WMO- ID- Nr. 54511

Stationsliste (Sonnenscheindauer)

DWD- Flächenmittel für Deutschland

Vytegra/Russland WMO- ID-Nr. 22837

Nar’Jan-Mar/Russland WMO- ID-Nr. 23205

Bor/Russland WMO- ID-Nr. 23884

Leningrad-St. Petersburg/Russland WMO- ID-Nr. 26063

Omsk/Russland WMO- ID-Nr. 28698

Tashkent/Usbekistan WMO- ID-Nr. 38457

Busan/Korea WMO- ID-Nr. 47159

Sapporo/Japan WMO- ID-Nr. 47412

Stefan Kämpfe, Diplom- Agraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

30 Nov 12:04

Die simulierte Klimakatastrophe

Donald Trump will vom Klimaschutz nichts wissen.*) Recht so. Ganz allein steht er damit ohnehin nicht. Viele Wissenschaftler halten ebenfalls nichts davon, nur lassen die System- und Lückenmedien sie nicht zu Wort kommen. Schon lange nichts davon hält das  Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) in Jena. Dieses Institut, ein eingetragener Verein (hier), hat jetzt während der UN-Klimakonferenz in Marrakesch**) selbst eine Klimakonferenz veranstaltet, allerdings eine der sehr viel anderen Art und in Berlin. Der amerikanische president elect dürfte seine Freude daran gehabt haben.

Zeitvertreib auf Steuerzahlerkosten in Marrakesch

In Marrakesch vertreiben sich tausende Delegierte und Journalisten aus rund 190 Staaten, angetan von der eigenen Bedeutsamkeit, die Zeit auf Kosten der Steuerzahler damit, den Klimaschutzvertrag von Paris in konkrete Folgen umzusetzen. In Paris (Dezember 2015) hatte man sich darauf geeinigt, die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad zu begrenzen. Ebenso hätte man beschließen können, die Erde mit ihrer Ellipsenbahn um die Sonne von diesem superheißem Himmelskörper etwas weiter weg kreisen zu lassen. Das würde zwar Abkühlung wirklich bringen, liegt aber nicht in menschlicher Macht. Ohnehin wäre es nicht ratsam, das zu tun: Eiszeiten sind nicht sehr komfortabel. So hat man denn „nur“ beschlossen, die vorgeblich durch anthropogenes CO2 befürchtete Erderwärmung auf höchstens zwei Grad Celsius zu begrenzen.

Die Freiheit, sich mutwillig zu ruinieren

Geschehen soll das mit weniger CO2-Ausstoß. Dass weniger anthropogenes CO2 die Erderwärmung begrenzt, wird zwar heftig geglaubt, liegt aber, selbst wenn die Begrenzung gelänge, ebenfalls nicht in menschlicher Macht. Vulgo: Es kann nicht gelingen, kostet aber Hunderte Milliarden von sinnlos rausgeschmissenem Geld. Doch was hat Menschen je daran gehindert zu glauben, was unglaublich ist und wissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht. Berufen dürfen sie sich  doch auf die Glaubensfreiheit. Und gehört zur Freiheit nicht sogar die Freiheit, sich mutwillig zu ruinieren? 

Das Klima-Abkommen 2015 von Paris und worauf es abzielt

Darüber, was die Klimaübereinkunft von Paris wirklich bedeutet, referierte EIKE-Vizepräsident Michael Limburg, der für alle berufsmäßigen Klimaschützer und CO2-Wahn-Anhänger ein rotes Tuch ist, folglich diffamiert wird, aber gelernt hat, damit zu leben. Er sprach in Berlin darüber, was die Klimaschutz-Übereinkunft 2015 in Paris wirklich bedeutet. Was im Kern dort beschlossen wurde, steht in deren Artikel 2. Danach zielt das Abkommen darauf ab, „die globale Antwort auf die Bedrohung durch den Klimawandel zu stärken“. Die Vorgabe dazu lautet: „Der Anstieg der globalen Durchschnitts-Temperatur ist klar auf weniger als 2°C über den vorindustriellen Werten zu begrenzen, und zugleich sind die Bemühungen zu verfolgen, diesen Temperatur-Anstieg auf 1.5° C zu begrenzen.“ Einzelheiten dazu in der Fußnote***).

Für den Klimaschutz völlig nutzlos, beliebig auslegbar und unglaublich teuer

Limburgs Zusammenfassung zum Pariser Abkommen lautet: 1. Es enthält keine bestimmte Bezugstemperatur, sie ist beliebig. 2. Es enthält keine erkennbar Bezugszeit, sie ist ebenfalls beliebig. 3. Es  enthält keine Aussage wann und wie das Ziel (höchstens 2 Grad mehr) erreicht werden soll. 4. Es enthält nur eine scharf definierte Differenztemperatur, und die ist (wegen der drei vorangegangenen Feststellungen)  nutzlos. 5. Es enthält auch keine Vorgaben für die CO2-Verminderung. 5. Es enthält aber die Zusicherung, von 2020 an jährlich 100 Milliarden Dollar einzusammeln (von 2025 an sogar erheblich mehr) und sie zu verteilen. Limburg Fazit: „Die Pariser Beschlüsse sind für den Klimaschutz völlig nutzlos, beliebig auslegbar und unglaublich teuer.“

Das eigentliche Ziel: die Große Transformation

Was wird das Schicksal des Pariser Abkommens sein? So, wie das von Kyoto? Limburg meint: „Ja, sehr wahrscheinlich.“  Aber das eigentliche Ziel sei nicht der „Klimaschutz“, sondern die „Große Transformation“ von Wirtschaft und Gesellschaft. Danach ist der Klimaschutz nur das politische Vehikel, um die Bürger zum Mitmachen zu bewegen. Oder noch deutlicher gesagt: Um ihre Bereitschaft zum Mitmachen zu erschleichen, ohne dass sie vorzeitig merken, was dahinter steckt und politisch wirklich gewollt ist.

Umweltministerin Hendricks hat das Ziel preisgegeben

Limburg zitierte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Es geht darum, der ganzen Gesellschaft, insbesondere der Wirtschaft, aber auch der ganzen Gesellschaft klar zu machen, dass wir einen Transformationsprozess vor uns haben. Weg von den fossilen Energieträgern bedeutet, dass wir eine wirkliche Umstellung in Wirtschaft und Gesellschaft haben werden, was aber nicht heißt, dass es hinterher schlechter ist. Es wird anders sein als jetzt und es wird gerade Deutschland mit seinen großen technologischen Möglichkeiten in eine Vorreiterrolle bringen.  (Interview im Deutschlandfunk am 30. September 2016 hier).

Otmar Edenhofer: Wir verteilen das Weltvermögen um

Oder Prof. Dr. Otmar Edenhofer als IPCC-Vizepräsident schon vor sechs Jahren: „Wir verteilen durch die Klimapolitik de facto das Weltvermögen um. Dass die Besitzer von Kohle und Öl davon nicht begeistert sind, liegt auf der Hand. Man muss sich von der Illusion freimachen, dass internationale Klimapolitik Umweltpolitik ist. Das hat mit Umweltpolitik, mit Problemen wie Waldsterben oder Ozonloch fast nichts mehr zu tun.“ (Neue Zürcher Zeitung vom 14. November 2010)

Christine Stewart: Gleichheit in die Welt tragen

Oder die frühere kanadische Ministerin für Umwelt Christine Stewart:  „Es ist egal, ob die Wissenschaft der globalen Erwärmung komplett an den Haaren herbeigezogen ist, gibt uns der Klimawandel doch die größte Möglichkeit Gerechtigkeit und Gleichheit in die Welt zu tragen.“

Timothy Wirth: Selbst wenn die Theorie falsch ist, tun wir das Richtige

Oder der Präsident der UN-Foundation und einstige amerikanische Senator Timothy Wirth: “Wir müssen auf dem Thema der globalen Erwärmung herumreiten. Selbst wenn die Theorie der globalen Erwärmung falsch ist, tun wir das Richtige im Sinne der Wirtschafts- und Umweltpolitik.“

David Rockefeller: Wir brauchen die richtige Krise

Oder der Executive Manager des Club of Rome David Rockefeller: „Wir stehen an der Schwelle einer globalen Transformation. Alles was wir hierzu brauchen, ist die richtige Krise.“  

Anmerkung der Redaktion:

Dass die Rockefellers die Klimahysterie immer weiter versuchen anzutreiben bemerkt sogar die New York Times Details hier 

Alle Zitate aus dem Vortrag von Michael Limburg.

Dekarbonisierung – für Merkel ein klarer Fall

Dies Ziel also ist die „Transformation durch Dekarbonisierung“. Es bedeutet auf Deutsch den kompletten Abschied von Kohle, Öl und Erdgas. Das ist auch für Kanzlerin Merkel ein klarer Fall: “Wir wissen, dass wir im Laufe des Jahrhunderts eine Dekarbonisierung brauchen.” Gesagt hat sie das am 8. Juni 2015 zum Abschluss des G7-Gipfels auf Schloss Elmau in Oberbayern. Wikipedia (hier) definiert Dekarbonisierung allgemein so: „Dabei werden Handlungen und Prozesse, durch die Kohlenstoffdioxid (CO2) freigesetzt wird, durch solche Prozesse abgelöst, bei denen diese Freisetzungen unterbleiben oder kompensiert werden.“ Gebraucht wird die Dekarbonisierung keineswegs, schon gar nicht für den vorgeblichen Klimaschutz.

Benny Peiser: Die deutsche Klimapolitik ist apokalyptisch

Auf der gleichen Konferenz in Berlin nannte Dr. Benny Peiser die deutsche Klimapolitik mit ihrer Angstmacherei, mit ihren Drohgebärden apokalyptisch. Sie sei eine nationale Selbstverletzung. Doch habe die Wahl von Donald Trump zum neuen amerikanischen Präsidenten die Klimapolitik erschüttert. Ihr Ende werde aber erst dann kommen, wenn die Angst vor der De-Industriealisierung größer sei als vor der Klimaerwärmung. Zum Pariser Abkommen sagte er, es verpflichte nicht dazu, die in ihm genannten Ziele einzuhalten und überhaupt etwas zu tun. Die EU habe ihr Hauptziel, dass sich auch die anderen Staaten zu Maßnahmen rechtlich verpflichten, nicht erreicht und eine diplomatische Niederlage erlitten. Das Abkommen sei das Papier nicht wert, auf dem es stehe. In der politischen Praxis werde es einfach ignoriert werden. Peiser ist Direktor der Global Warming Policy Foundation und des gleichnamigen Forums in Großbritannien.

Klaus-Eckart Puls: Die Achillesferse der Klimamodelle

Der Diplom-Meteorologe Klaus-Eckart Puls sprach über die „Achillesferse“ der Klimamodelle: die Wasserdampf-Verstärkung. Einzelheiten dazu finden Sie hier. Das Fazit: „Die Treibhaus-Wirkung von zusätzlichem CO2 ist marginal, und liegt im natürlichen Rauschen der Klima-Temperaturen. … Die Treibhaus-Eigenschaften von CO2 können bei Konzentrations-Verdoppelung in einer realen, also wasserdampf-haltigen Atmosphäre nur etwa ein halbes Grad Erwärmung bewirken. Die Klima-Modelle ‚benötigen’ für ihre spektakulären Temperatur-Prognosen hypothetische Verstärkungs-Prozesse, allen voran die Wasser-Dampf-Verstärkung. Allerdings – die Natur macht etwas anderes. … Die Messungen der Wasserdampf-Konzentration in der Troposphäre widersprechen weitgehend  den Annahmen und Ergebnissen der Klima-Modelle…. Die Messungen  zeigen, daß es global in der Atmosphäre weder mehr Wasserdampf noch mehr Niederschläge gibt.“

Die IPCC-Modelle arbeiten mit Verstärkungshypothesen

Das zusammengefasste Ergebnis von Puls lautet: „Bei CO2-Verdoppelung in einer realen, wasserdampf-haltigen Atmosphäre beträgt der zusätzliche Treibhaus-Effekt von CO2 auf der Basis von Labor-Messungen nur etwa ½ Grad. Die Modelle der IPCC-nahen Institute erzielen daher die ständig propagierten 2 … 5 Grad globaler Erwärmung nicht mit CO2, sondern mit Verstärkungs-Hypothesen, insbesondere mit der Wasserdampf-Verstärkung. Daraus folgt: Nach der säkularen Erwärmung im 20. Jahrhundert um ca. 0,7 Grad müsste einerseits die Wasserdampf-Gehalt der Atmosphäre schon messbar zugenommen haben, andererseits müsste die Temperatur von Jahrzehnt zu Jahrzehnt beschleunigt ansteigen. Beides wird von den meteorologischen Messungen widerlegt: Weder in der Troposphäre noch in der Stratosphäre sind solche Trends zu beobachten, eher ein leichter Trend zu weniger Wasserdampf, und auch zu weniger Verdunstung am Boden. Auch stagniert die Global-Temperatur seit 15 Jahren.“Oder ganz kurz formuliert: Real messen statt theoretisch modellieren

Die simulierte Klimakatastrophe

Die angebliche Klimakatastrophe ist für Puls, wie er in Berlin sagte, eine simulierte Katastrophe, keine gemessene. Die kritischen Fakten stünden auch in den IPCC-Basisberichten, aber in der 40-seitigen Zusammenfassung stehe das genaue Gegenteil.

Der CO2-Zertifikatehandel steht auf höchst fragiler Rechtsgrundlage

Der Jurist Prof. Dr. Markus C. Kerber, TU Berlin, befasste sich kritisch mit der EU als klimapolitischen Gestalter und der ordnungspolitische Grundlage dafür. Das Initiativ-Monopol der EU-Kommission sei eine ständige Einladung zu immer mehr staatlichen Eingriffen. Ganz allgemein stellte er fest: „Behörden suchen Kompetenzen und, wenn sie sie haben, tätig zu werden und sie auszuweiten.“ Das CO2-Emissionshandelssystem stehe auf einer rechtlich höchst fragilen Grundlage. Jeder könne gegen die betreffende EU-Richtlinie klagen (ultra-vires-Klage, zum Begriff siehe hier und   hier), weil sich die EU-Kommission Kompetenzen anmaße, die sie nicht habe. Kerber sprach von einem drangsalierenden und diktatorischen Handeln der EU-Kommission.

Die Unverhältnismäßigkeit der Klimaschutzpolitik

Dem Emissionshandel fehle es auch an der Verhältnismäßigkeit, weil er dazu führe, Industrien nach außerhalb der EU zu verlagern. Den quantitativen Beweis für die Unverhältnismäßigkeit der Klimaschutzpolitik sieht Kerber im unverhältnismäßig großen Abstand von Kosten und Ertrag dieser Politik. Ebenso sieht er (anders als der EuGH) das Gleichbehandlungsgebot verletzt. Kerber bezieht sich dabei auf die Liste privilegierter Unternehmen, die Gratiszertifikate für ihre CO2-Emissionen bekämen, die anderen Unternehmen vorenthalten würden.  Das Gebot besagt, gleiche Sachverhalte seien staatlicherseits nicht ungleich zu behandeln, und ungleiche nicht gleich. Kerber sieht im EuGH keinen Verbündeten gegen die Klimaschutzpolitik. Das „System Brüssel“ sei außer Kontrolle geraten, es habe jegliche Gewaltenteilung gesprengt.

Wettbewerbsverfälschung mit massivem Eingriff in Eigentums- und Freiheitsrechte

Mit kritischer juristischer Schärfe bedachte Kerber die Klimapolitik auch unter Aspekten des Wettbewerbs. Sie habe die EU-Wettbewerbspolitik zugunsten optionaler Aufgaben der EU-Kommission verdrängt. Sie greife massiv ein in das private Eigentum und in Freiheitsrechte. Die Liste für Gratiszertifikate privilegierter Unternehmen sei eine Quelle der Wettbewerbsverfälschung. Im internationalen Handel sei die Klimaschutzpolitik eine Wettbewerbsverfälschung zu Lasten von Unternehmen mit Standort in der EU. Die Quellen dieser Verfälschungen blieben von vielen in Wissenschaft und Öffentlichkeit unbemerkt. Der frühere französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy habe seinerzeit der besonders von Deutschland betriebenen Klimaschutzpolitik vor allem deswegen zugestimmt, weil sie die deutsche Wirtschaft und Deutschland wirtschaftlich massiv schädige, Frankreich aber drei Viertel seines Strombedarfs mit CO2-freien Kernkraftwerken erzeuge. Kerber: „Als einziges EU-Land betreibt Deutschland nicht seine nationalen Interessen.“

Die anderen Themen: Meeresspiegel, Vulkane, Eisschilde, Sonnenzyklen …

Insgesamt bekamen die Konferenzteilnehmer vierzehn wissenschaftliche Vorträge zu hören. Themen waren unter anderem

- Veränderungen im Meeresspiegel der Iberischen Halbinsel (Prof. Dr. Maria da Assunçâo, Araujo’s Universität Porto),

- Vulkane, die schwarzen Schwäne der Evolution? (Dr. habil. Sebastian Lüning. Geologe und Autor des Buches „Die kalten  Sonne“)

- Der Vulkan Tambora und „das Jahr ohne Sommer“ (Dr. Holger Thuß, Präsident des Europäischen Instituts für Klima und Energie)

- Sonne, Planeten, Vulkane und die Veränderungen der Eisschilde (Prof. em. Dr. Jan-Erik Solheim, Universität Oslo, Institut für Theoretische  Astrophysik)

- CO2-induzierte Erwärmung vs. gesteigertem Pflanzenwachstum (Prof. em. Dr. François Gervais, Universität Francois Rabelais, Tours)

- Bestimmen Sonnenzyklen unser Klima? Jüngste Forschungsergebnisse (Prof. Dr. Horst Lüdecke, Europäisches Institut für Klima und Energie)

- Multi-Frequenz Spektralkoherenz zwischen planetaren und globalen Oberflächentemperaturschwankungen (Prof. Dr. Nicola  Scafetta, Universität Neapel Federico II, Abteilung für Erdwissenschaften)

- Die unterschätzte Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen: Die Zukunft sichern (Steffen Henne, Forschungsleiter, Center for Industrial Progress, CIP, San Diego, Kalifornien)

- Experimentelle Überprüfung der CO2-Treibhausthese (das „Al-Gore-Experiment“ im Konferenzraum (Prof. em. Jan-Erik Solheim, Universität Oslo, Institut für Theoretische  Astrophysik)

Ergänzend zu meinem Bericht lesen Sie bitte den zusammenfassenden Konferenzbericht von EIKE selbst (Lüdecke und Limburg) hier.

_______________________________________________________________________________

*)  FAZ vom 10. November 2016, Seite 19 (Wirtschaft): „Ein Präsident Trump kann und will nach eigener Ankündigung die Verordnungen zur Reduzierung der Treibhausgase schnell widerrufen. Zudem kann er ein Gesetz auf den Weg bringen, dass der Umweltbehörde in der Regulierung von Klimagasen die Hände bindet. Im republikanisch beherrschten Kongress findet sich dafür leicht eine Mehrheit. Der Republikaner hat überdies eine Entmachtung der Umweltbehörde angekündigt und wird vermutlich deren Leiterin nach Hause schicken. … Trump will auch das Pariser Klimaschutzabkommen kündigen. Formal geht das erst in vier Jahren. Aber Trump kann aber das Abkommen schlicht ignorieren – ohne Folgen.“

**)  Vom 7. bis 18. November 2016.

***) Zum Zwei-Grad-Ziel im Einzelnen trug Limburg vor: „Für eine maximal zulässige Temperaturdifferenz von plus zwei Grad oder weniger gibt es keinerlei historische, physikalische oder biologische Begründung. Sowohl Mensch als auch Fauna und Flora haben schon bedeutend schnellere und stärkere Änderungen erlebt und überlebt. Warmzeiten waren immer gute Zeiten – Kaltzeiten immer schlechte Zeiten für Menschen und Fauna und Flora.“ Welcher Zeitraum mit „vorindustriell“ genau gemeint sei, finde sich im Abkommen nicht, sei dort also völlig unbestimmt. Doch von wann bis wann auch immer: Im größten Teil dieses Zeitraums habe die sogenannte kleine Eiszeit geherrscht, die Mittel-Temperatur habe große Schwankungen aufgewiesen und fast immer unter dem heutigen Niveau gelegen. Es war damals also kalt, und heute ist es wärmer. Die Folgerung: „Die natürliche  Rückerwärmung nach der kleinen Eiszeit ist sehr positiv und daher zu begrüßen.“ Nicht Warmzeiten sind die Bedrohung, sondern Kaltzeiten.

Auf welchen Referenzwert sich die 2 bzw. 1,5 Grad des Pariser Abkommens konkret überhaupt beziehen, ist im Abkommen unbestimmt. Limburg fragt sich: Welche Bezugstemperatur ist gemeint, die nicht um 1,5 oder 2 Grad überschritten werden dürfe? Wo wird die heute jeweils aktuelle Temperatur gemessen? Am Erdboden? In der Luft? In welcher Höhe? Am oberen Rand der Atmosphäre? Was besagt überhaupt die globale Durchschnittstemperatur, wenn auf der Erde so gewaltige Temperaturunterschiede herrschen wie in der Antarktis mit extremen minus 93 Grad und in der iranischen Wüste mit extremen plus 70 Grad? Zwischen 1850 und 2010 habe die durchschnittliche Globaltemperatur 14 Grad betragen mit durchschnittlichen Abweichungen darüber von plus 30 Grad und durchschnittlichen Abweichungen darunter von minus 35 Grad. In der Literatur, so Limburg, fänden sich als Bezugstemperaturen 13 Grad, 15 Grad und 15,6 Grad. Sie differierten also – 15,6 minus 13 – um 2,6 Grad. Diese 2,6 Grad überträfen die „zulässige“ Erderwärmung von 1,5 Grad um immerhin gut 70 Prozent. Bei einem „vorindustriellen“ Temperaturwert zwischen 12,0 und 14,6 Grad erlaube dann das Pariser Abkommen eine globale Erwärmung höchstens bis auf 14 Grad (nämlich 12 plus 2) oder bis auf 16,6 Grad (nämlich 14,6 plus 2). Limburg sieht darin für die (vorgebliche) Klimaschutzpolitik eine beliebige Auslegungsmöglichkeit.

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EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie e.V.) ist nach eigener Darstellung „ein Zusammenschluss einer wachsenden Zahl von Natur-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaftlern, Ingenieuren, Publizisten und Politikern, die die Behauptung eines „menschengemachten Klimawandels“ als naturwissenschaftlich nicht begründbar und daher als Schwindel gegenüber  der Bevölkerung ansehen. EIKE lehnt folglich jegliche „Klimapolitik“ als einen Vorwand ab, Wirtschaft und Bevölkerung zu bevormunden und das Volk durch Abgaben zu belasten. Im Rahmen seiner Aufgaben bietet EIKE Mitgliedern und Partnern eine Plattform für die Diskussion und Publikation wissenschaftlicher Erkenntnisse. EIKE erstellt Gutachten im eigenen und fremden Auftrag, organisiert Symposien und Kongresse. Darüber hinaus wirkt EIKE an der Bildung und Aufklärung der Bevölkerung mit und unterstützt die Gründung politischer Initiativen durch die Bereitstellung wissenschaftlicher Expertise. Bei Interesse bitten wir um Kontaktaufnahme. EIKE wurde im Februar 2007 gegründet und finanziert sich aus freiwilligen Beiträgen seiner Mitglieder sowie Spenden. Die Eintragung als Verein ist beim Amtsgericht Jena erfolgt.“ (Quelle: http://www.eike-klima-energie.eu/eike/)

übernommen vom Blog des Autors hier 

22 Nov 20:35

Millionen Android-Smartphones mit Rootkit ab Werk

Android: Sicherheitslücke Stagefright

Ein Android-Updater der eher unbekannten Firma Ragentek ist nicht nur extrem unsicher, er verhält sich auch wie ein Rootkit. Das Programm steckt in etlichen Smartphone-Modellen chinesischer Hersteller, welche auch auf dem hiesigen Markt vertreten sind.

22 Nov 20:35

Facebook Messenger: Malware via SVG

Facebook Messenger

Vorsicht bei Dateianhängen in Facebooks Chat: Gekaperte Accounts versenden Schadsoftware - neuerdings in Form einer SVG-Grafik.

22 Nov 20:35

Lobbyismus: Ein Minister für 7.000 Euro

by ZEIT ONLINE: Deutschland -
Eine SPD-Agentur hat laut ZDF-Recherchen Treffen mit Spitzenpolitikern gegen Zahlungen angeboten. Die Praxis könnte rechtliche Folgen haben.
22 Nov 20:34

LastPass Achieves SOC 2!

by Amber Gott

We’re proud to announce that LastPass has officially acquired a SOC 2 attestation report. To translate that tech speak: A third party, in this case RSM US LLP, provided a rigorous audit of our security and data practices to ensure we meet certain criteria. And we passed!

Why does SOC 2 matter? The SOC 2 audit is a detailed review of the controls and processes in place to ensure our products and systems are secure and reliable. That includes ensuring proper confidentiality of the data our systems handle, and the availability of those systems. And it doesn’t just stop there. Every year, we have to do an annual review to ensure continued SOC 2 compliance.

Completing the SOC 2 process is just one more way we’re demonstrating our commitment to security and privacy. We know this achievement is especially meaningful to the 25,000 businesses using LastPass Enterprise to safeguard passwords and oversee employee authentication. It’s a “gold standard” for software companies that is widely-recognized nationwide across industries. And we’re proud to have received it.

Security and privacy remain fundamental to what we do here at LastPass. We continue to invest in security as our digital world evolves, so that we can help you protect what matters most. We hope completing the SOC 2 attestation is one more proof point of our dedication to your security, and reinforces your trust in our team and our service. We continue to work hard to deliver you the best password manager, at home and at work!

22 Nov 20:30

Gewisse Verärgerung

by Udo Vetter

In einer Strafsache macht der zuständige Kripo-Beamte die Arbeitsmoral eines Kollegen aus dem Streifendienst aktenkundig:

Der Ursprungsvermerk (Anzeige) ging hier am 28.04.2016 erstmalig ein. Er enthielt wesentliche Fehler und wurde daher über die Dienststellenleitung an den aufnehmenden Beamten zwecks Korrektur zurückgesandt.

Danach ging der Vorgang trotz mehrfacher Anmahnung (wiederum durch die Dienststellenleitung) hier bis zum Eingang des Rechtsanwaltsschreibens nicht wieder ein. Erst auf nochmalige Aufforderung über den Vorgesetzten des Beamten bequemte sich dieser am 22.08.2016, den Vorgang neu zu schreiben.

Da muss der Haussegen schief hängen. Normalerweise gilt bei der Polizei der Grundsatz, dass man Nachteiliges über Kollegen möglichst nicht schriftlich fixiert.

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22 Nov 20:29

Tatvorwurf: Gesetz

by Udo Vetter

Aus einem Anhörungsbogen der Polizei:

Tatvorwurf: Warenbetrug, Warengesetz, Verdacht der Geldwäsche

Falls jemand dieses Warengesetz kennt und weiß, wo man es finden kann, bitte ich um kurze Aufklärung. Der Brief stammt übrigens von einem „Fachkommissariat Cybercrime“.

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22 Nov 20:29

Fahrscheine auch auf dem Klo kaufen: So wirbt die Deutsche Bahn für ihre App

by HORIZONT Online

Lange Warteschlangen vor den Service-Schaltern der Deutschen Bahn – wer den DB-Navigator nutzt, kann sich das eigentlich sparen. Theoretisch.

Die Anwendung gehört zwar zu den meist installierten Apps in Deutschland, doch viele Bahnfahrer wissen offenbar nichts damit anzufangen. Dieses Problem will die Deutsche Bahn mit ihrer neuen Kampagne aus der Welt schaffen. Der Startschuss für die Kampagne fiel diese Woche – und zwar dort, wo die Streuverluste am geringsten sind: an Bahnhöfen. Auf den Motiven, die auf Plakatwänden, Säulenummantelungen, Fahnen und Floorgraphics zum Einsatz kommen, sind Bahnfahrer zu sehen, die ihre Lieblingsfunktion der App vorstellen. So erfahren Passanten, wie sie mit der App Tickets mobil buchen, Echtzeit-Infos abrufen und den Verspätungs-Alarm einstellen können.

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Foto: DB

„Wir wollen zeigen, dass der DB-Navigator viele praktische Services und Informationen bietet und zum Ausprobieren motivieren“, erläutert Gabriele Handel-Jung, Marketingleiterin der Deutschen Bahn, das Ziel der Kampagne, mit der sich die Bahn erneut als Marke positioniert, die das Wohl ihrer Kunden im Blick hat. „Wer alle Funktionen der App kennt, reist entspannter“, verspricht Mathias Hüske, Geschäftsführer Digital Business bei DB Vertrieb.

Die Präsenz in den Bahnhöfen ist nur der Anfang

Ab Ende November sind die Motive auch auf Out-of-Home-Werbeflächen in den Innenstädten zu sehen. Zudem trommelt die Bahn im Netz und im TV für ihr Angebot. Eine Mitmach-Note erhält die Kampagne durch einen Video-Wettbewerb. So können Bahnfahrer bis zum 11. Dezember ein Video ihrer Lieblingsfunktion unter #MeinDBNavigator auf Instagram, Facebook oder Youtube hochladen. Eine Jury wählt aus allen Teilnehmern drei Gewinner aus.

Interessant ist diesmal die Agenturkonstellation. So wurde die Berliner Niederlassung von BBDO, die sich Anfang des Jahres im Bahn-Pitch neben dem langjährigen Stammbetreuer Ogilvy & Mather durchsetzen konnte , mit dem TV-Spot beauftragt. Der Rest, also auch die Plakate, kommt diesmal von Scholz & Volkmer – einer Agentur, die einen klaren Schwerpunkt in der digitalen Kommunikation hat. Um Media kümmert sich DB Media & Buch, die Inhouse-Agentur der Deutschen Bahn, gemeinsam mit Mindshare.

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22 Nov 16:09

Spectacles: 4 Gründe, warum die Snapchat-Brille im Gegensatz zur Google Glass ein Erfolg wird

by HORIZONT Online

Als Snapchat vor zwei Wochen mit dem Verkauf seiner Kamera-Brille Spectacles begann, sah sich die Tech-Branche sofort an die Google Glass erinnert – die scheiterte. Aber die Spectacles sind anders.

Das coole Gadget könnte zum echten Erfolg werden und die Kamera-Brille als gesellschaftlich akzeptierten Alltagsgegenstand etablieren. Der Grund: Snapchat macht im Gegensatz zu Google einiges besser. Das sind die vier wichtigsten Punkte.

Design

Anders als die Datenbrille von Google sehen Spectacles tatsächlich aus wie gewöhnliche Brillen, in diesem Fall eben Sonnenbrillen. Sie kommen relativ modisch daher, perfekt für die ohnehin junge Zielgruppe des Unternehmens, und sind in drei verschiedenen Farben erhältlich. Die 2012 von Google auf den Markt gebrachten Glasses sahen im Vergleich dazu sehr futuristisch aus: Silbernes Gestell, rahmenlose Gläser und ein opulentes Display im Sichtfeld des rechten Auges haben aus dem Gadget nicht gerade ein optisches Highlight gemacht. Träger der Google Glasses sahen nicht selten aus wie Cyborgs und wurden mit ihrem Gadget auf der Nase gesellschaftlich nicht akzeptiert, immerhin konnte man nun unauffällig Videoaufnahmen vom Gegenüber machen. Schnell machte deshalb das Wort „Glassholes“ die Runde – die Reputation des Produktes war schnell dahin.

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Bild: Snap

Snapchat hat aus diesem Fehler gelernt. Die Spectacles sind in ihrem Design nicht nur sehr viel einfacher und anschaulicher, sondern senden zudem ein blinkendes Licht ab, sobald der Träger ein Video oder Foto aufnimmt. Umstehende Personen wissen also Bescheid, wenn sie gefilmt werden.

Preis

Die Google Glass kostete bei ihrer Markteinführung in einer ersten „Explorer Edition“ etwa 1.500 US-Dollar, also so viel wie ein hochwertiger Computer. Nicht verwunderlich also, dass die smarte Brille in erster Linie von wohlhabenderen Geeks und Tech-Journalisten gekauft und verwendet wurde. Sie mussten zudem Mitglied eines exklusiven Clubs namens „Glass Explorer“ werden und ihre Glass-Erfahrungen mit dem Suchmaschinenreisen teilen. Der Zugang zur Snapchat Spectacle ist dagegen sehr viel demokratischer, wenn auch nicht unbedingt einfacher (siehe Punkt 3) – aber vor allem ist er um einiges günstiger. Die Spectacles kosten 129 US-Dollar und sind damit etwa genauso teuer wie eine Sonnenbrille von Ray Ban. Kein Wunder also, dass für die Snapchat-Kamerabrille die Menschen Stunden Schlange stehen, so wie in Kalifornien (siehe Tweet).

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Marketing

Als ob der niedrige Preis noch nicht genug wäre, hat sich Snap, der Mutterkonzern von Snapchat, eine geniale Marketing-Aktion für sein Gadget einfallen lassen. Die Kamera-Sonnenbrille wird nur über sogenannte Snapbots verkauft – quietschgelbe Verkaufsautomaten, die quer durch das Land wandern und nur für ein paar Stunden an ihrem Platz stehen. Die interessierten Käufer werden über den nächsten Aufenthaltsort der Snapbots im Unklaren gelassen und müssen auf einer eigens dafür eingerichteten Website selbständig nachschauen, wo sie denn nun stehen. Das Ergebnis dieser künstlichen Verknappung: riesige Warteschlangen vor den Automaten und ein großes mediales Echo. Sollten die Spectacles künftig auch online oder im Einzelhandel erhältlich sein, wäre die kommerzielle Nachfrage bereits geschaffen.

Es ist aber davon auszugehen, dass Snap mit den Spectacles gar kein kommerzielles Interesse verfolgt – zumindest nicht kurzfristig. Denn wenn das so wäre, würde das Unternehmen die Brillen nicht in geringer Stückzahl über Automaten verkaufen. Viel eher dient die kuriose Verkaufsaktion dazu, den Hype um die Marke zu pushen, immerhin peilt Snap im Frühjahr 2017 den Börsengang an und kann die Aufmerksamkeit sehr gut gebrauchen.

Funktionsweise

Mit dem Launch von Google Glass im Jahr 2012 machte das Unternehmen mehrere Fehler. Zum einen ging Google mit einer Betaversion der Gadgets in den Markt und musste sich entsprechende Kritik an dem unfertigen Produkt gefallen lassen. Außerdem überzeugte die Brille nicht gerade mit guten Akkulaufzeiten und einfachem Setup. Aber noch viel wichtiger: Der Endkonsument sah in diesem Produkt keinen realen Mehrwehrt. Kein Wunder, denn die Google Glass wurde entwickelt, ohne ein bestimmtes Problem lösen zu wollen. Sie war als Verlängerung eines Android-Devices gedacht, das die Informationen dupliziert, und zwar in das unmittelbare Sichtfeld des Nutzers. In Wirklichkeit aber wechselten die Glass-Träger viel lieber zu ihrem Smartphone, wenn eine wichtige Mail ankam.

Die Spectacles funktionieren anders. Im Gegensatz zu Google hat sich Snap bei der Konzeption seiner Kamera-Brille auf eine einzige Funktion beschränkt: Bild- und Video-Aufnahme. Es gibt keine Augmented-Reality-Funktionen. Der aufgenommene Inhalt lässt sich anschließend über Snapchat direkt an Freunde verschicken. Heißt: Anders als Google positioniert Snap sein Gadget nicht als Hightech-Endgerät, sondern als Spielzeug, wie es selbst CEO Evan Spiegel sagt. Nutzer sollen mit der Snapchat-Brille keine E-Mail beantworten oder Anrufe entgegennehmen, sondern ihre Freunde beim Football oder sich selbst auf dem Motorrad filmen. Das alles macht aus Snapchats Kamera-Brille ein Lifestyle-Produkt, das die Zielgruppe anspricht, einen echten Mehrwert bietet und gerne genutzt wird.

Passend zum Thema:

22 Nov 15:33

Automobilindustrie: 30.000 Entlassungen sind erst der Anfang

by Dirk Roeder

Kürzlich sorgte VW mit den angekündigten Entlassungen für Wirbel. Doch das war noch längst nicht alles, meint unser Gastautor: Gedanken über die Zukunft einer Branche in der Krise. Fast täglich steht es in irgendeiner Zeitung oder einem Magazin: Deutschland hinkt bei der Digitalisierung hinterher. Die Auswirkungen von gesellschaftlichen Veränderungen und technologischem Fortschritt treffen geballt auf die heiß und innig geliebte Automobilindustrie. Hier kann unter dem Brennglas beobachtet werden, wie eine erfolgsbesoffene Managerelite keine Antwort auf unvorhersehbare Rahmenbedingungen findet.

Dazu sollten zwei gesellschaftliche Wandlungen plus zwei Technologien vorerst getrennt und im Anschluss deren geballte Auswirkungen auf die Industrie betrachtet werden. Entscheidend ist dabei jedoch, die deutsche Brille abzusetzen und die globalen Märkte der internationalen Konzerne zu berücksichtigen, denn Deutschland ist schon lange nicht mehr Absatzmarkt Nummer eins.

Urbanisierung

Es handelt sich um einen seit Jahren fortschreitenden und erforschten Megatrend. Die Anziehungskraft von Metropolen nimmt stetig zu. Anfang der 2000er Jahre wohnten erstmals über 50 Prozent der Menschen in Städten und die Vereinten Nationen prognostizieren knapp 70 Prozent bis 2050. Während der Urbanisierungsprozess in den westlichen Ländern weitestgehend abgeschlossen ist, läuft er in Schwellen- und Drittweltländern auf Hochtouren. Die wirtschaftliche Entwicklung und Urbanisierung gehen typischerweise Hand in Hand und die Menschen entdecken im Zuge dessen den Faktor „Lebensqualität“.

Die Bilder aus indischen oder chinesischen Großstädten sprechen eine deutliche Sprache. Hier möchte keiner von uns wohnen, doch gleichzeitig glaubt die Managerriege fest daran, es könne dort immer mehr Fahrzeuge verkaufen. Denn die Märkte zu Hause sind bereits gesättigt und die Luft ist auch hier nicht sauber. Neben der Luftverschmutzung verhindern gigantische Staus jedwede Freude am Fahren. Deswegen sehen sich mehrere Großstädte in Asien genötigt, Zulassungen von neuen Fahrzeugen rigide zu reglementieren.

Teilen statt besitzen

Nicht erst seit Airbnb haben Menschen in den Industrienationen entdeckt, dass sie im Überfluss leben. Nicht jeder benötigt eine Bohrmaschine oder ein Ferienhaus in den Alpen. Vielleicht aus finanzieller Not oder einem altruistischen Ansatz heraus tauschen oder (ver)leihen wildfremde Menschen ihr Eigentum. Der Verleiher erhält einen Obolus für seine initiale Investition, während der Leihende sich den Kaufpreis spart.

Natürlich erreichte dieser gesellschaftliche Trend auch die Autosparte, stellt doch das 1,5 Tonnen schwere Stück Blech in der Einfahrt die wirtschaftlich dümmste Entscheidung für eine Privatinvestition seit Menschengedenken dar. Im Schnitt steht der Blechklumpen nämlich 22 Stunden herum, schlimmstenfalls kostet sogar das Herumstehen – neudeutsch Parken genannt – auch noch Geld.

Einige Hersteller haben hier ein Geschäft gewittert und bieten individuelle Mobilität an. Eine automobile Alternative zum öffentlichen Nahverkehr. Denn im Jahr 2014 kostete ein Auto im Durchschnitt 27.000 Euro oder 3.800 Euro pro Jahr bei siebenjähriger Nutzung. Dies entspricht über 200 Stunden car2go-Miete pro Jahr, ohne auch nur KfZ-Steuer, Versicherung, Parken, Wartung oder Kraftstoff zu berücksichtigen. Das führt dazu, dass viele sich statt eines Autos lieber das große iPhone, einen exklusiven Urlaub oder eine gute Altersvorsorge leisten.

Junge Leute haben zudem nachweislich nicht mehr denselben Drang, ein Auto zu besitzen oder gar einen Führerschein zu machen wie die Generationen vor ihnen. Sie wachsen zunehmend in einer Umgebung auf, wo fast alles auf Knopfdruck über ihr Smartphone zur Verfügung und ein Auto nicht als Symbol für Freiheit steht.

22 Nov 15:30

Donald Trump: Möglicher Heimatschutzminister offenbart versehentlich Sicherheitsplan

by ZEIT ONLINE: Ausland -
Ein Ministerkandidat von Trump hat seine Sicherheitsstrategie offen unterm Arm präsentiert. Demnach plant er neue Einreisebestimmungen und Sicherheitschecks.
22 Nov 15:29

NSA-Ausschuss: BGH-Entscheidung zu Snowden setzt Regierung unter Druck

Die Opposition im NSA-Ausschuss hat einen juristischen Erfolg erzielt. Nun muss die Bundesregierung Stellung beziehen, ob Whistleblower Edward Snowden nach Deutschland kommen kann. (Vorratsdatenspeicherung, Internet)
22 Nov 13:30

Reverse Engineering: Wie das Oszilloskop bootet

Linux läuft! Doch noch muss es von Hand gestartet werden. Um es automatisch zu starten, müssen wir den Bootvorgang und das Dateisystem besser verstehen. Unser zweiter Artikel zur Analyse eines Digital-Oszilloskops geht darauf ein. (Reverse Engineering, Technologie)
22 Nov 13:29

Facebook geht gegen Fake-News vor: Alle Meldungen von Bild.de und Focus.de gelöscht

by noreply@blogger.com (Der Postillon)
Menlo Park (dpo) - Hunderttausende Facebook-User dürften sich heute Morgen verwundert die Augen gerieben haben: Das soziale Netzwerk hat durch eine Änderung seines Algorithmus sämtliche Meldungen von Bild.de und Focus.de mit sofortiger Wirkung aus seiner Timeline verbannt. Ziel der Maßnahme sei es, die massenhafte Verbreitung von Fake-News einzudämmen, teilte das Unternehmen heute mit. mehr...

Kompletten Artikel auf www.der-postillon.com lesen.
22 Nov 13:28

Tarifstreit: Lufthansa streicht fast 900 Flüge – und klagt gegen Streik

by ZEIT ONLINE: Wirtschaft -
Wegen des Pilotenstreiks am Mittwoch streicht der Konzern seinen Flugplan zusammen. Zugleich versucht er, den Streik noch in letzter Minute vor Gericht zu verhindern.
22 Nov 13:28

Einbruchserie in Ottobrunn: Ein Täter vor Gericht

by Angela Walser
Ottobrunn – Ein Tag, fünf Einbrüche: Hausbesitzer standen unter Schock. Einen der drei Täter hat die Polizei gefasst. Er steht vor Gericht.
22 Nov 13:27

Nadellas Erfolgsgeheimnis für Microsoft: Keine Angst vor dem Scheitern

by Albert Jelica

Satya Nadella CEO Microsoft

Satya Nadella war kürzlich im Zuge eines Entwicklerednts in Australien, wo er der Microsoft-Chef der dortigen Financial Review ein Interview gab. Darin sprach er überraschend ehrlich über die jüngsten Erfolge des Unternehmens, die Position von Microsoft in unterschiedlichen Marktbereichen und seine Strategie für den Redmonder Hard- und Softwarekonzern.

Wir machen das, was keiner macht

Einer der Gründe für Microsofts Erfolg ist laut Nadella, dass man nicht neidisch zur Konkurrenz blickt, sondern sich immer selbst fragt, was man zu diesem Segment beitragen kann. Dasselbe gilt unter anderem natürlich auch für den mobilen Markt, wo nun über einen Wiedereintritt mit einem Surface Phone spekuliert wird. Diese Gerüchte kommentierte Nadella auch und zwar wolle man nicht in eine Gerätekategorie investieren, solange man nichts Anderes als die Konkurrenz vorzuweisen hat.

Lumia war ein „ich-auch“-Produkt

Aufgrund dieser Aussagen wird auch klar, weshalb letzten Endes die Lumia-Reihe eingestellt wurde. Nadella meinte im Interview, dass man aufgehört habe, in Bereichen mitzumischen, wo man keinen differenzierten Ansatz bieten kann. Man will sich auf einen Bereich fokussieren, eine bestimmte Zielgruppe an Kunden bedienen und etwas Einzigartiges schaffen.

Das ultimative mobile Gerät

Er fügte aber an, dass man sich aus dem Smartphone-Markt nicht zurückziehen und in diesen investieren wird, jedoch nicht genauso wie die beiden marktführenden Plattformen Android und iOS. Man selbst kann allerdings nur eines machen und zwar das ultimative mobile Gerät herstellen.

Keine Angst vor dem Scheitern

Nadella erklärte gegenüber der Financial Review außerdem, dass man bei Microsoft keine Angst mehr vor dem Versagen hat und man gerne Risiken eingehen will. „Man muss den Mut haben, Risiken auf sich zu nehmen und wissen, dass man es nicht immer hinbekommen wird.“, erklärte der gebürtige Inder. „Wir haben verstanden, dass wir manchmal treffen und manchmal nicht.“ Man sei als Unternehmen gewachsen und habe den Ansatz verändert, die Produkte entwickelt werden. Eine gescheiterte Idee werde intern nicht mehr als Karriere-Desaster gesehen.

Seitenhieb gegen Apple

Als Beispiel nennt Satya Nadella das noch unter Steve Ballmer entwickelte Microsoft Surface-Tablet, welches damals bereits vom Apple-CEO Tim Cook kritisiert worden war. Im Interview bezog sich Nadella direkt auf eine Aussage von Cook als er meinte, dass „selbst unsere Konkurrenz begriffen hat, dass es nicht ein Kühlschrank und ein Toaster ist, sondern es ist ein echtes 2-in-1.“ Vor vier Jahren meinte der Apple-Chef nämlich, dass Convertibles eine erzwungene Konvergenz aus PC und Tablet seien und nicht für den Endnutzer nützlich sind. Er verglich das Surface mit einer Kombination aus Kühlschrank und Toaster.


Quelle: Financial Review

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22 Nov 13:27

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22 Nov 13:25

Sony: Das Armband gegen vergessene Namen

Unangenehm: Man trifft jemanden wieder, kommt aber partout nicht auf den Namen des Gesprächspartners. In einem Patent beschreibt Sony eine Lösung für dieses Problem - in Form eines Armbandes, das Stimmen erkennen und Namen zuordnen kann. Ein Highlight des Antrags sind die Zeichnungen. (Sony, Patent)
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Die EU sollte den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan endlich ernst nehmen. Das heißt: Sie muss die Beitrittsverhandlungen abbrechen.
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Die neuen Macbook Pro verfügen über ein vergrößertes Trackpad, das aber bei einer bestimmten Geste Erkennungsprobleme hat. Die zu den Bedienungshilfen gehörende Dreifingergeste wird selten erkannt. (Macbook, Apple)
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