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German judges explain why Adblock Plus is legal

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Things You Notice When You Quit the News

13 Dec 16:48

Bundeswehr: Soldaten verzweifelt gesucht

by ZEIT ONLINE: Politik - Hauke Friederichs
Die Bundeswehr ist nicht besonders beliebt, teure Werbekampagnen helfen nicht, Rekruten anzuwerben. Also senkt Ministerin von der Leyen die Ansprüche an den Nachwuchs.
13 Dec 12:31

Routerfreiheit bei Vodafone: Der Kampf um die eigene Telefonnummer

Wer bei Vodafone einen eigenen Kabelrouter angeschlossen hat, möchte danach das Geld für die Homebox-Option sparen. Doch die Kündigung wird Nutzern nicht gerade leicht gemacht. Das Vorgehen grenzt schon an Schikane. (Router, DSL)
13 Dec 12:23

sipgate simconnect: Das Handy als Nebenstelle der Telefonanlage

sipgate simconnectsipgate hat in den vergangenen Jahren immer wieder Innovationen im Bereich der Telefonie vorgestellt, viele davon für Geschäftskunden. simconnect bindet das Handy als Nebenstelle in eine Telefonanlage ein. Wir erläutern, was der Dienst kostet.
13 Dec 11:55

Surface Hub demand is 'exceeding expectations'

by Richard Devine

Microsoft's impressive Surface Hub is "exceeding expectations" as demand increases and production ramps up. There's even going to be a 'try before you buy' scheme, but don't get too excited if you think you're going to trial one!

12 Dec 11:58

Android-Chef Lockheimer: Update-Situation ist „äußerst frustrierend“

by Andreas Floemer

Android-Chef Hiroshi Lockheimer ist mit der Android-Update-Situation ausgesprochen unzufrieden. In einem Interview unterstreicht er abermals seine Frustration, kündigt aber Besserung an.

Android-Update: Die Situation ist „äußerst frustrierend“

Hiroshi Lockheimer, seines Zeichens Senior Vice President (SVP) of Android, Chrome OS und Play bei Google, hat im All-about-Android-Podcast über die Entwicklung von Android gesprochen. Selbstredend waren dabei auch die Android-Updates ein Thema. Dies ist offensichtlich nicht nur bei bei Besitzern von Android-Smartphones ein wunder Punkt, denn Lockheimer wählt überraschend deutliche Worte.

Das Pixel und das Pixel XL sind diebisher einzigen (Foto: t3n)
Lahme Android-Update-Situation: Das Pixel und Pixel XL (Test) sowie eine Handvoll Nexus-Geräte sind die bisher einzigen Geräte mit der aktuellen Android-Version 7.1.1 Nougat. (Foto: t3n)

Während Lockheimer Mitte des Jahres die Update-Situation noch als „nicht ideal“ bezeichnete, beschreibt er sie im Podcast mehrmals schlichtweg als „äußerst frustrierend“. Relativierend ergänzte er aber noch, dass selbst ein Prozent der mittlerweile 1,4 Milliarden Android-Geräten eine große Anzahl an Smartphones und Tablets seien. Updates für eine so große Menge an Geräten bereitzustellen, erfordere sehr viel Zeit. Lockheimer ist sich aber sicher, dass der Update-Prozess keineswegs so viel Zeit benötige, wie es bis dato der Fall sei.

Lockheimer im Video - seine Ausage zu den Android-Updates findet ihr ab Minute 20:44: 

Google arbeitet an mehreren Wegen, den Android-Update-Prozess zu verbessern

Um den Update-Prozess zu optimieren, arbeitet man bei Google an einer Handvoll Lösungen, die einerseits technischer Natur sind. Andererseits wolle man bei den Hardware-Partnern verstärkte Überzeugungsarbeit leisten, um ihnen die Relevanz von Android-Udpates zu verdeutlichen - ob Lockheimer dabei unter anderem auch die kolportierte „Hall of Shame“ für Hersteller vor Augen hat, ist unklar.

Er erläuterte indes, dass es bei der Bereitstellung von Updates nicht nur darum gehe, neue Möglichkeiten für App-Entwickler und Funktionen für Nutzer zu liefern. Denn Software-Updates seien auch elementar für strukturelle Sicherheitsverbesserungen.

Auf technischer Seite plane Google Änderungen an Android vorzunehmen, um den Aufwand der Update-Entwicklung für Hersteller zu minimieren. Lockheimer geht zwar nicht ins Detail, allerdings sind dahingehend in der Dokumentation zu Android 7.0 Hinweise zu finden. Offenbar sollen mithilfe von sogenannten „Android Extensions“ Teile des Kernsystems in den Play Store ausgelagert werden, sodass sie wie Apps aktualisiert werden können.

Traurige Android-Update-Situation: Googles Hardware-Partner kommen mit der Verteilung aktueller Android-Versionen nicht hinterher. (Bild: Google)
Traurige Android-Update-Situation: Googles Hardware-Partner kommen mit der Verteilung aktueller Android-Versionen nicht hinterher. (Bild: Google)

Andreas Proschofski von der Standard.at spekuliert gar, dass die Android-Entwickler sich in Teilen auch bei Brillo, Googles Betriebssystem für das Internet der Dinge, bedienen könnten. Geräte mit Brillo sollen in Zukunft einen einheitlichen Linux-Kernel erhalten, mit dem die Entwicklung und Wartung des Kernels und der Treiber erleichtert werden soll. In der entsprechenden Dokumentation wird explizit davon gesprochen, durch diese Entscheidung einen langfristigen Support zu ermöglichen. Was das mit Android zu tun hat? Das embedded-System basiert zum Teil auf Android.

Dass Google sich Gedanken macht, wie der Update-Prozess von Android verbessert und optimiert werden kann, ist erfreulich. Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass solche Versprechen gemacht wurden: Beispielsweise wurde 2011 mit der „Android-Update-Alliance“ ein Projekt ins Leben gerufen, mit dem Hersteller ihre Geräte über einen Zeitraum von 18 Monaten regelmäßig mit aktuellen Android-Updates versorgen sollten. Daraus wurde bekanntlich nichts. Daher sollten auf Worte nun endlich Taten folgen. Bis dahin sollte sich jeder gut überlegen, von welchem Hersteller man sich ein Smartphone kauft, um zuverlässigen und langfristigen Support zu erhalten.

Auch lesenswert: Licht ins Dunkel: Android-Chef erklärt Googles Pixel-Strategie und Android 7.0: Welche Geräte bekommen das Nougat-Update?

12 Dec 10:31

Per Drag & Drop in Sekunden zum Cloud-Server: gridscale im Portrait

by t3n Redaktion

„Einsteigen, Losfahren, Aussteigen, fertig – und das mit minutengenauer Abrechnung.“ – Ein Blick hinter die Kulissen des jungen Cloud-Hosters gridscale. 

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Die drei gridscale Gründer Michael Balser (3. v. l.), Torsten Urbas (4. v. l.) und Henrik Hasenkamp (5. v. l.) mit ihrem Team.

„In erster Linie waren wir mit der Stabilität und der Benutzerfreundlichkeit heutiger IT-Hosting-Lösungen unzufrieden“, sagt gridscales Co-Gründer Henrik Hasenkamp (CEO). In den letzten 15 Jahren hatten er und seine späteren Mitgründer Michael Balser (CPO) und Torsten Urbas (CTO) in zahlreichen Projekten immer wieder einzelne Probleme der Verfügbarkeit, Automatisierung oder automatischen Skalierbarkeit gelöst. Damals sprachen sie viel darüber, wie sie die unterschiedlichsten Technologien und Erfahrungen aus den vergangenen Jahren kombinieren können. Und zwar so, dass sie nicht mehr nur projektbezogen, sondern allgemeingültig in einer modernen Cloud-Umgebung bereitstehen. „So kam die Idee zu gridscale und wir begannen die Entwicklung“, sagt Hasenkamp.

Nach den ersten Prototypen war klar, dass sie die Geschäftsidee umsetzen werden. „Wir haben damit den ersten autonomen und in Echtzeit skalierenden Hosting-Provider geschaffen“, so Hasenkamp. Im Fokus steht die einfache Bedienbarkeit, eine hochverfügbare IT-Infrastruktur mit proaktiver Fehlererkennung und Algorithmen zur Selbstoptimierung und Selbstheilung im Fehlerfall. Zudem werden keine vorgegebenen Pakete geschnürt, wie zum Beispiel aus zweimal CPU und viermal RAM (wie es Hosting-Unternehmen heute gerne machen). Bei gridscale entscheide der Anwender über die Dimensionen seiner IT und kann unabhängig voneinander CPU, RAM und SSD Speicher wählen, versichert Hasenkamp.

„Wir wenden das Carsharing-Prinzip bei gridscale an. Keine Grundgebühren, keine Verpflichtung, keine Laufzeiten. Einsteigen, Losfahren, Aussteigen, fertig – und das mit minutengenauer Abrechnung “

Als deutsches Unternehmen mit dem Rechenzentrum-Standort Deutschland unterliegt gridscale zudem den strengen deutschen Datenschutz-Richtlinien und kann damit alle Compliance-Fragen gewissenhafter IT-Entscheider mit „vollständig erfüllt“ beantworten.

Das Pay-as-you-go-Modell

gridscale
gridscale

Das gridscale-Büro befindet sich direkt im Zentrum von Köln, Im Mediapark 5. Online kannst du über folgende Kanäle Kontakt aufnehmen:

Der Hosting-Markt ist sehr groß und somit auch die Konkurrenz. Vor allem auch große Anbieter wie Amazon (AWS), Microsoft (Azure) und Google (Cloud Compute Engine) beobachten die Gründer von gridscale mit Interesse. Diese Anbieter einzuholen ist allerdings nicht das Ziel. „Unsere Lösung ist für einen Nutzer optimal, der mit weniger Komplexität eine super Performance möchte. Wie freuen uns aber genauso über einen sehr offenen und guten Austausch mit den Kollegen von AWS und Google über Marktentwicklungen, technische Neuerungen, Zukunftsvisionen und IT-Probleme“, so der gridscale-Chef. Der Hoster will sich als Lösung positionieren, die eine Vielzahl von Problemen in heutigen und künftigen IT-Landschaften lösen kann. „Dabei gehen wir ganz bewusst Wege, die andere Anbieter bis heute nicht in Erwägung ziehen oder wo andere Anbieter sich mit individuellen, hochpreisigen Managed-Hosting-Services platzieren.“

Das Geschäftsmodell von gridscale wird als Infrastructure-as-a-Service und Platform-as-a-Service bezeichnet. Darunter ist zu verstehen, dass IT-Infrastruktur, IT-Services und Rechenleistung in einem Pay-as-you-go-Modell sehr flexibel an die Anwender ausgeliefert werden.

Einer der ersten großen Anwender war Billwerk. „Die Firma lernten wir kennen, weil wir ein extrem flexibles Abrechnungssystem bauen mussten. Wir kamen ins Gespräch und tauschten uns ein wenig aus. Dabei stellte sich heraus, dass Billwerk wiederum eine Lösung wie gridscale suchte“, erzählt Hasenkamp rückblickend. So fanden zwei Unternehmen zusammen, die gegenseitig wichtige Probleme des anderen lösen konnten.

Feedbackkultur und keine Bullshit-Meetings

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Aktuell beschäftigt gridscale 14 Mitarbeiter aus Europa zusammen mit einer südamerikanischen Ausnahme. Hasenkamp, Balser und Urbas legen viel Wert auf die interne Feedback-Kultur: Alles darf und soll kritisch hinterfragt werden. Jeder hat das Recht, seine Arbeitsumgebung sowie den Ort frei zu wählen. Um dabei als Team verbunden zu bleiben, sind die Standorte in Berlin, Stuttgart und Köln mit Audio-Standleitungen vernetzt, sodass jeder immer alles mitbekommt – wenn er denn möchte. Auch in Sachen Arbeitszeiten werden die Zügel so locker gelassen, wie es geht. Die Gründer überlassen ihren Angestellten die Entscheidung, wie sie ihre Zeit einteilen. Als weiteren Benefit erhalten die Mitarbeiter Unternehmensbeteiligungen. Das soll den Teamgeist und das Verantwortungsgefühl gegenüber der Firma stärken.

Zudem legt das Team Wert auf regelmäßigen privaten und fachlichen Austausch. So haben sie jeden Montag um 13 Uhr einen Termin, in dem jedes Teammitglied in maximal 60 Sekunden pitchen kann, was es diese Woche für die Anwender macht. „So wollen wir unsere Anwender in den Fokus stellen und uns bei allen unseren Tätigkeiten immer überlegen, ob diese Tätigkeit für unsere Anwender von Nutzen ist“, dies sei ein noch recht neues Ritual, sagt Hasenkamp. „Das zweite Ritual ist eher aus der Unternehmensgründung heraus gewachsen. Wir haben von Anbeginn den Mittwochabend festgelegt und treffen uns bei Pizza und Mate Tee– virtuell oder physisch –, um zu diskutieren, einen Wochenrückblick zu machen, Learnings zu ziehen und Erfolge zu feiern.“

Luftbild: Mediapark Köln
Das Kölner Büro von gridscale befindet sich im Mediapark in Köln.

Gearbeitet wird wie in den meisten Digitalschmieden sowohl nach Scrum als auch nach Kanban. „Wir haben uns an Scrum angelehnt, aber nutzen auch Bestandteile von Kanban. Das Ziel ist natürlich eine moderne und agile Entwicklung zu unterstützen. Wir nennen es Scranban“, sagt Hasenkamp. Zur Unternehmenskultur gehört es zudem, dass keine Bullshit-Meetings abgehalten werden.

Welche Ziele verfolgt das Unternehmen in der nahen Zukunft?

Im letzten Jahr ging es, nach erfolgreichem Markteintritt in 2015 und einem starken Wachstum in 2016, auch darum Investoren an Bord zu holen. Im Herbst 2016 gelang es gridscale dann zwei sehr erfahrene Investoren für sich zu gewinnen. „Der Abschluss der Beteiligungsverträge war für uns ein wichtiger Meilenstein im Jahr 2016, um das Wachstum von gridscale noch etwas weiter zu beschleunigen“, sagt der Gründer.

In der nahen Zukunft sollen die IaaS-Services kontinuierlich mit weiteren PaaS-Services ausgebaut werden. So soll langfristig ein stabiles Wachstum gesichert und neue Kundengruppen erschlossen werden. „Klassische Services wie Datenbanken- oder Messaging-Services, verschiedene Appliances und Automatisierungen ermöglichen unseren Anwendern auf ein abgerundetes und vollständiges Portfolio zurückzugreifen. Und natürlich streben wir auch weiterhin Wachstum im deutschen Markt an und werden unsere Standorte weiter ausbauen“, sagt Hasenkamp.

Mit dem Wachstum werden auch weitere Teammitglieder nötig. Momentan sucht der Hoster händeringend nach Verstärkung im Bereich Frontend-Entwicklung (AngularJS) und Backend-Entwicklung (Python) sowie nach Unterstützung für die Anwendungen im Bereich Deep-Learning / AI (beispielsweise mxnet).

Du suchst einen neuen Hoster oder willst bei gridscale anheuern?

gridscale einen Besuch abstatten!

 

12 Dec 10:31

Sind Abmahnungen eine Bedrohung für den Onlinehandel?

by Jochen G. Fuchs

Abmahnungen sind eine Existenzbedrohung für den Onlinehandel, so denken laut einer aktuelle Umfrage viele Händler. t3n-Redakteur Jochen G. Fuchs hat nachgefasst.

Eine Erhebung der Trusted Shops GmbH hat erfasst, wie Onlinehändler über Abmahnungen denken – und wie sie davon im Alltag betroffen sind. Rund ein Viertel der Befragten ist abgemahnt worden, die meisten davon wegen eines Verstoßes mit Bezug auf das Widerrufsrecht. Die Stimmung ist mies: Fast die Hälfte der Befragten empfinden Abmahnungen als eine Existenzbedrohung. Und Trusted Shops sieht die Abmahnung in ihrer jetzigen Form als Nachteil für den Standort Deutschland. Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel sowie der Händlerbund sehen das ähnlich. Sind Abmahnungen also grundsätzlich eine Bedrohung für den Onlinehandel? E-Commerce Experte Mark Steier widerspricht dieser These: „Grundsätzlich ist das Konstrukt der Abmahnung gut, denn es schützt den abgemahnten Händler vor einer teuren Klage.“

Abmahnungen im deutschen Onlinehandel

Die Erhebung von Trusted Shops zeigt, dass Abmahnungen im Alltag eines Onlinehändlers nichts Ungewöhnliches sind. Rund 25,3 Prozent der 993 Befragten wurden seit Juli des vergangenen Jahres bis Juli diesen Jahres im Schnitt mit rund 1,52 Abmahnungen bedacht. Im letzten Jahr wurden nur 24,9 Prozent von 1007 Befragten im Schnitt rund 1,45 Abmahnungen zugestellt.

(Grafik: Trusted Shops)
Abmahnungen im Onlinehandel: Die Erhebung von Trusted Shops zeigt, welche Verstöße besonders häufig geahndet werden. (Grafik: Trusted Shops)

Der Händlerbund hat in diesem Jahr laut eigenen Angaben rund 3.000 Abmahnfälle bearbeitet. Die Trusted-Shops-Erhebung nennt insgesamt 382 Abmahnungen. Sowohl Trusted Shops als auch Händlerbund sprechen von einem Anstieg der Abmahnungen. Laut einer aktuellen Studie des Händlerbunds sollen mehr als die Hälfte der 2015 vom Händlerbund befragten Händler mehr Abmahnungen zu verzeichnen haben als im vorhergehenden Jahr.

Sind Abmahnungen eine Bedrohung für den Onlinehandel?

Die gängige Abmahnpraxis sehen sowohl der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (Bevh), als auch der Händlerbund kritisch: „Abmahnungen sind immer mit hohen Kosten und viel Ärger verbunden und stehen in keinem Verhältnis zum Verstoß“, sagt Yvonne Bachmann, Rechtsanwältin beim Händlerbund. Der Bevh spricht vom „Damoklesschwert der Abmahnung“ und meint, dass die mittlerweile gängige Abmahnpraxis den Händlern kaum mehr leistbare finanzielle, aber auch personelle Ressourcen abverlangen würde. Gerade für kleinere Händler habe das Gebaren von Abmahnanwälten und -vereinen so mittlerweile ein existenzgefährdendes Ausmaß angenommen.

Die Ursache für diese negative Entwicklung suchen beide Verbände am ehesten in der Politik. So nennt der Bevh kaum mehr überschaubare Informations- und Handlungspflichten und hat mögliche Korrekturen im Recht des unlauteren Wettbewerbs bereits im November 2015 in einem Forderungspapier zusammengefasst. Der Bundesvorsitzende des Händlerbunds Andreas Arlt bemerkt dazu, dass es sicherlich einzelne Rechtsanwälte gebe, die sich darauf spezialisiert hätten, die Schwächen anderer zu erkennen und Abmahnungen versenden. Aber auch hier sieht Arlt die Ursache des Problems eher beim Gesetzgeber: „Der tiefere Grund für diesen Missstand ist aber nicht allein die Praxis der Abmahnanwälte, sondern nach meiner Meinung auch die Vorschriftenflut aus Berlin und Brüssel, die kaum jemand durchblickt.“

Trusted Shops und auch der Händlerbund sind beide Anbieter eines Rechtsproduktes, der Bevh bietet keine entsprechenden kommerziellen Dienste an.

Oder sind Abmahnungen eher ein Schutz für Onlinehändler?

Das Thema Abmahnungen lässt die Gemüter schnell hoch kochen.  Jeder Onlinehändler ärgert sich über eine Abmahnung, die gutes Geld kostet. Dementsprechend findet sich die düstere Stimmung, die von den Verbänden beschrieben wird, direkt bei den Onlinehändlern wieder: Knapp die Hälfte der Befragten in der Trusted-Shops-Studie sehen Abmahnungen als existenzbedrohend an.

Dabei konnten immerhin 76 Prozent der abgemahnten Händler noch etwas positives bewirken und sich gegen die Abmahnungen wehren. Und sich zur Wehr zu setzen, hat sich dabei für viele Händler gelohnt – fast zwei Drittel der Abgemahnten hat etwas bewirkt. 37 Prozent konnten eine Änderung der Unterlassungserklärung bewirken, immerhin knapp ein Drittel konnte die Kosten der Abmahnung drücken und bei 12 Prozent der Händler ist die Gegenseite komplett eingeknickt. 27 Verfahren laufen zudem aktuell noch – die Statistik kann sich also noch ein wenig verändern.

E-Commerce-Experte Mark Steier sieht das Konstrukt der Abmahnung grundsätzlich eher positiv: es schütze den Händler vor einer teuren Klage. Eine Abmahnung würde einen Händler in der Regel 1.500 Euro kosten. „Wenn solche Kosten die Existenz gefährden, dann läuft bei den betroffenen Händlern einiges falsch“, hält der Betreiber von Wortfilter.de der Vorstellung der Existenzbedrohung entgegen. „Der Abgemahnte ist der Täter und nicht das Opfer. Denn er hat sich wettbewerbswidrig verhalten.“

Steier hat in seiner aktiven Zeit als Händler früher selbst Abmahnungen in fünfstelliger Zahl veranlasst.

Keine Panik! Abmahnungen sind selten existenzbedrohend

Es gibt Fälle, wie der Krimi um die Wortmarke Black Friday eindrucksvoll belegt, in denen Abmahnungen die Existenz eines Unternehmers bedrohen können. Die Regel ist das aber nicht. Auch der Händlerbund betont: „Das große Shop-Sterben sehen wir eher nicht.“

In seiner Studie gibt der Händlerbund an, dass etwa jede zweite Abmahnung durchschnittlich mehr als 500 Euro koste und jeder fünfte Händler durchschnittlich 500 bis 1.000 Euro pro Abmahnung zahlen würde. Laut Trusted Shops zahlten 52 Prozent der abgemahnten Händler in der Erhebung bis zu 1.500 Euro, 27 Prozent bis zu 3.000 Euro, neun Prozent bis zu 5.000 Euro und 12 Prozent über 5.000 Euro.

Steier hat nicht unrecht, wenn er die durchschnittlichen Kosten als tragbar einschätzt – was sie weder akzeptabel noch angemessen machen muss. Auch die Abmahnpraxis an sich ist kritikwürdig. Und die Gesetzeslage ohne Zweifel verbesserungswürdig. Aber kein Onlinehändler muss deswegen in Panik ausbrechen. Vorsorgen schadet aber nicht.

12 Dec 10:29

Browser: Chrome beginnt mit dem Ende von Flash

In zwei Monaten soll der Flash Player im Chrome-Browser deaktiviert werden - HTML5 ist dann Standard für alle Nutzer. Zwar lässt sich Flash dann noch für einige Seite nutzen, ab Herbst 2017 muss die Flash-Nutzung aber immer durch den Anwender erlaubt werden. (Chrome, Google)
12 Dec 09:18

Türkei: Erdoğan lässt mehr als 100 kurdische Politiker festnehmen

by ZEIT ONLINE: Ausland -
Nach den Anschlägen in Istanbul hat der türkische Präsident Vergeltung angekündigt. Bei Razzien wurden zahlreiche HDP-Politiker verhaftet, das Militär flog Luftangriffe.
11 Dec 19:36

Dinosaurier: Dino-Schwanz, eingegossen für die Ewigkeit

by ZEIT ONLINE: Wissen -
Vor 99 Millionen Jahren lebten gefiederte Dinos. Ein Stück Schwanz eines solchen Vogel-Vorfahren hat in einem Bernstein überdauert – und wurde auf einem Markt entdeckt.
11 Dec 19:35

Microsoft: (Volles) Windows 10 ist für ARM-Geräte ab 6-Zoll geplant

by Albert Jelica

Microsoft hat vor wenigen Tagen eine sehr große Ankündigung gemacht und zwar, dass „echtes“ Windows 10 in der Desktop-Version auf ARM 64-bit Prozessoren von Qualcomm laufen wird. Gezeigt wurde das Konzept auf einem Gerät mit Snapdragon 820-Prozessor und 4 Gigabyte Arbeitsspeicher, jener Hardware, die im HP Elite x3 verbaut ist. Dank einer Emulationstechnologie werden auch Desktop-Programme darauf laufen und offenbar außerordentlich gut, wie am Beispiel von Photoshop gezeigt wurde.

x86-Emulation nicht für Windows 10 Mobile

Wie Microsofts Windows- und Devices-Chef Terry Myerson kürzlich verlauten ließ, sei die Emulationstechnologie für x86-Programme nicht für Windows 10 Mobile gedacht. Das bedeutet, dass mittelfristig keine Desktop-Programme auf der Smartphone-Version von Microsofts Betriebssystem ausgeführt werden können.

Keine Grenze zwischen Smartphone und Desktop

Interessant ist aber, dass er daraufhin direkt sagte, man würde „keine scharfe Grenze zwischen Smartphone und Desktop ziehen“. Hersteller hätten demnach die Wahl, frei zu entscheiden, welches Windows 10 sie auf ihren Geräten installieren. Ob sie sich nun für Windows 10 Mobile entscheiden oder nicht, sei offenbar ihnen überlassen.

Windows 10 für ARM-Geräte ab 6-Zoll

Auf die Frage, für welche Displaygrößen Windows 10 auf ARM-Prozessoren gedacht sei, antwortete der hochrangige Microsoft-Manager, dass Microsoft Windows 10 für Qualcomm-basierte Geräte ab einer Displaygröße von 6-Zoll anbieten wird. Geplante Formfaktoren seien laut Myerson also 6-Zoll, 10-Zoll und 14-Zoll.

Prinzipiell bedeutet das, dass es tatsächlich Smartphones bzw. kleine Tablets geben könnte, welche mit „echtem“ Windows 10 laufen, sprich der Desktop-Version und auch x86-Anwendungen ausführen können. Wie das ganze Konzept letzten Endes umgesetzt wird, könnte aber noch interessant werden. Vor allem wird Microsoft eine Lösung finden müssen, wie so kleine Windows 10-Geräte effizient bedient werden können, denn hier dürfte auch der Tablet-Modus an seine Grenzen stoßen.

Windows 10 Mobile ist tot? Vielleicht. Ein Gedankenspiel zu einem Smartphone-Modus in Windows 10


Quelle: ZDnet

Der Beitrag Microsoft: (Volles) Windows 10 ist für ARM-Geräte ab 6-Zoll geplant erschien zuerst auf WindowsArea.de.

11 Dec 19:34

Peer review post-mortem: how a flawed aging study was published in Nature

11 Dec 17:41

Strom aus Atommüll: Schneller Reaktor BN-800 im kommerziellen Leistungsbetrieb

by Rainer Klute

Von Dominic Wipplinger und Rainer Klute

Foto: BN-800

Strom aus Atommüll: Wer etwas will, findet Wege. Wer etwas nicht will, findet Gründe. Foto: Rosatom

Seit dem 31. Oktober 2016 und damit gut einem Monat läuft Block 4 des russischen Kernkraftwerks Beloyarsk im kommerziellen Leistungsbetrieb. Es handelt sich um einen sogenannten Schnellen Reaktor vom Typ BN-800 mit einigen Eigenschaften, die ihn vom Gros der sonst üblichen Leichtwasserreaktoren abheben. Für das amerikanische Kraftwerkstechnikfachmagazins „POWER Magazine“ waren diese Besonderheiten jüngst Grund genug, der noch jungen Anlage die Auszeichnung „Top Plant“ zu verleihen.

Ein wesentlicher Punkt, der zu dieser Entscheidung führte, ist die Fähigkeit des BN-800, nicht nur Uran, sondern auch Plutonium und die übrigen Transurane als Brennstoff zu nutzen. Diese hochradioaktiven und langlebigen Stoffe fallen beim Betrieb üblicher Kernreaktoren als Atommüll an und lassen sich dort nicht weiter verwerten. Allerdings enthalten diese Abfälle noch 96 Prozent der ursprünglich im Kernbrennstoff steckenden Energie, also fast alles. Schnelle Reaktoren wie der BN-800 sind in der Lage, diese Energie freizusetzen und Strom daraus zu gewinnen. Die bessere Brennstoffausnutzung führt zu viel weniger Reststoffen, die außerdem erheblich geringere Halbwertszeiten aufweisen und somit viel schneller abklingen.

Russland will die Abfälle herkömmlicher Leichtwasserreaktoren reyclen und das Atommüllproblem innerhalb der nächsten Jahrzehnte mit Hilfe Schneller Reaktoren lösen. Fachleute nennen das Atommüll-Recycling auch das »Schließen des Brennstoffkreislaufs«. Der BN-800 ist für Russland ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg. Er zeigt, dass das Verfahren funktioniert – und zwar nicht nur im Labor oder mit einem Forschungsreaktor, sondern in einer industriellen Großanlage im kommerziellen Leistungsbetrieb mit einer planbaren und zuverlässigen Einspeisung von 800 Megawatt in das Stromnetz der Oblast Swerdlowsk.

Foto: Geschlossener Brennstoffkreislauf mit thermischen Reaktoren und Schnellen Brütern

Geschlossener Brennstoffkreislauf mit thermischen Reaktoren und Schnellen Brütern. Quelle: Deutsche Nucleopedia

Von Beloyarsk 4 versprechen sich die russischen Reaktorbauer wichtige Betriebserfahrungen für den Nachfolger des BN-800: Der BN-1200 soll eine um 50 Prozent höhere Leistung bringen, zugleich aber einfacher und preiswerter als der BN-800 sein und weiter gesteigerte Sicherheit bieten. Der erste der BN-1200-Reaktoren soll ebenfalls am Standort Beloyarsk entstehen; eine Entscheidung darüber wird 2019 erwartet und hängt von den Ergebnissen des BN-800 ab.

Der Reaktorkern des BN-800 wird nicht mit Wasser gekühlt, sondern mit flüssigem Natrium. Anders als in gewöhnlichen Kernkraftwerken gibt es keinen Moderator, der die bei der Kernspaltung freiwerdenden Neutronen abbremst. Der BN-800 arbeitet mit schnellen, energiereichen Neutronen – daher die Bezeichnung »Schneller« Reaktor. Zwar sind weltweit eine ganze Reihe Schneller Reaktoren in Betrieb, doch ist Beloyarsk 4 nach Stilllegung des französischen Superphénix 1997 der leistungsstärkste und zusammen mit seinem Vorläufer BN-600 der einzige kommerziell betriebene Kernkraftwerksblock mit einem derartigen Reaktor. Der BN-600 steht als Block 3 ebenfalls im Kernkraftwerk Beloyarsk und ist bereits seit 1980 in Betrieb.

Der BN-800 nutzt im Gegensatz zu den meisten gewöhnlichen Kernkraftwerken kein angereichertes Uran als Brennstoff, sondern Plutonium-Uran Mischoxid (MOX). In seiner gegenwärtigen Kernkonfiguration kommen Plutonium aus ehemaligen sowjetischen Kernwaffen sowie abgereichertes Uran zum Einsatz, das als Abfallprodukt bei Anreicherung und Wiederaufarbeitung anfällt. Damit soll der BN-800 den russisch-amerikanischen Abrüstungsvertrag (START) erfüllen, der auf beiden Seiten die Vernichtung von 34 Tonnen waffenfähigen Plutoniums vorsieht. Allerdings setzte Russland Anfang Oktober 2016 den START-Vertrag einseitig aus. Präsident Putin warf den USA vor, ihren Verpflichtungen nicht nachzukommen, da das Land die Herstellung von Plutonium-Uran Brennstoff aufgegeben habe.

Wie es mit der Vernichtung des Waffenplutoniums in Russland weitergeht, ist noch unklar. Sie sollte sich eigentlich über die nächsten Jahre erstrecken. Jedenfalls kann der BN-800 wie erwähnt auch Plutonium aus den gebrauchten Brennelementen gewöhnlicher Kernkraftwerke als Brennstoff nutzen.

Effektive Plutonium-Verwertung

Als Schneller Reaktor kann der BN-800 Plutonium effektiver verwerten als ein gewöhnliches Kernkraftwerk mit thermischem Leichtwasserreaktor, in welchem die bei der Kernspaltung entstehenden Neutronen durch das auch als Moderator dienende Kühlwasser abgebremst werden. Beim Einsatz von Plutonium als Brennstoff in einem thermischen Reaktor wird nur ein Teil der Plutonium-239-Kerne gespalten. Ein anderer Teil wandelt sich durch Neutroneneinfang in Isotope wie beispielsweise Plutonium-240 oder Plutonium-242 um. Da Isotope mit gerader Massenzahl im thermischen Neutronenspektrum schlecht spaltbar sind, nimmt ihr Anteil immer weiter zu, bis sich das Plutonium nicht mehr für den Einsatz in thermischen Reaktoren eignet.

Schnelle Neutronen hingegen neigen eher als thermische Neutronen dazu, Plutoniumkerne zu spalten, statt von ihnen absorbiert zu werden. Vor allem aber können sie auch die im thermischen Spektrum schlecht spaltbaren Isotope zerlegen. In einem Brennstoffkreislauf mit thermischen und Schnellen Reaktoren lässt sich das Plutonium daher vollständig verwerten. Die Plutoniumqualität verschlechtert sich im Schnellen Reaktor nicht weiter, sondern verbessert sich sogar. Im Idealfall kann man auf diese Weise das gesamte anfallende Plutonium verwerten, sodass am Ende kein Plutonium übrigbleibt, das endgelagert werden müsste.

Foto: Kartogramm des BN-800-Reaktorkerns (Brenner mit Equilibrium-Brennstoffkreis)

Kartogramm des BN-800-Reaktorkerns (Brenner mit Equilibrium-Brennstoffkreis) von innen nach außen:

■ Neutronenquelle
■ Steuerstäbe
■ Innere Brennelemente
■ Mittlere Brennelemente
■ Äußere Brennelemente
■ Abschirmelemente (Stahl)
■ Brutelemente (DU)
■ Reflektorelemente
■ Abschirmelemente (Stahl)
■ Borreflektorelemente
■ Abgebrannte Brennelemente

Quelle: Deutsche Nucleopedia

Der BN-800 kann aber nicht nur vorhandenes Plutonium als Brennstoff nutzen, sondern auch neues Plutonium aus Uran-238 erbrüten. Natururan besteht fast vollständig aus Uran-238, genauer: zu 99,3 Prozent. Es ist ein Uran-Isotop, das von thermischen Neutronen nicht gespalten werden kann und daher in herkömmlichen Reaktoren fast nutzlos ist. Durch Neutroneneinfang wandelt sich ein Uran-238-Atom jedoch in ein gut spaltbares Plutonium-239-Atom um; man spricht von »Brüten«. Dieser Prozess ist an sich nichts Außergewöhnliches, findet in jedem normalen Kernreaktor statt und trägt durch die Spaltung der Plutonium-239-Kerne auch dort mit einem gewissen Anteil zur Gesamtleistung bei.

Gegenwärtig ist der Kern des BN-800 für die Vernichtung des Waffenplutonium ausgelegt; er arbeitet als »Schneller Brenner«. In einer anderen Kernkonfiguration kann er aber auch mehr Plutonium erbrüten als er verbraucht (»Schneller Brüter«). Dadurch lässt sich letztlich das gesamte Uran-238 als Brennstoff nutzen, sodass aus einer gegebenen Menge Natururan über 100 mal mehr Energie als in konventionellen Kernkraftwerken gewonnen werden kann. Abgebrannter Brennstoff wird fast vollständig wiederverwertet, sodass als Abfall nur die mit überschaubaren Halbwertszeiten von weniger als 100 Jahren radioaktiven Spaltprodukte sowie geringe Mengen an Transuranen zurückbleiben. Hier dürften in Russland künftig auch bleigekühlte Schnelle Reaktoren wie der BREST-300 eine Rolle spielen.

Höhere Temperaturen ermöglichen höhere Effizienz

Auch sonst bietet der BN-800 einige technische Besonderheiten und Vorteile gegenüber gewöhnlichen Kernkraftwerken. Durch die Verwendung von flüssigem Natrium als Kühlmittel erreicht er Dampftemperaturen von 490 °C. Zum Vergleich: Konventionelle Kernkraftwerke kommen auf Dampftemperaturen um 280 °C. Die höhere Temperatur ermöglicht eine kompaktere und effizientere Heißdampfturbine. Die thermodynamische Nettoeffizienz des Kraftwerks liegt bei fast 40 Prozent, während sie bei gewöhnlichen KKW oft nur rund 30 Prozent beträgt. Trotz der hohen Temperatur wird der Primärkreis des Reaktors nicht unter erhöhtem Druck betrieben, da Natrium auch bei Normaldruck erst bei etwa 900 °C siedet. Der Primärkreis des BN-800 ist mit primären Umwälzpumpen und Wärmetauschern vollständig in einem natriumgekühlten Reaktorkessel untergebracht, der sich wiederum in einem Sicherheitsbehälter befindet. Ein Kühlmittelverluststörfall im Primärkreis ist dadurch einfach zu beherrschen und gleichzeitig sehr unwahrscheinlich.

Da Natrium und Wasser chemisch unter starker Wärmefreisetzung heftig miteinander reagieren, wird, wie bei natriumgekühlten Reaktoren üblich, zwischen dem Primärkreislauf und dem Wasser-/Dampfkreislauf ein weiterer, nicht radioaktiver Natriumkreislauf eingesetzt. Dies verhindert, dass bei einer Dampferzeugerleckage radioaktives Natrium freigesetzt wird.

Schnelle Reaktoren: die Zukunft der Kernenergie

Mit dem BN-800 im kommerziellen Leistungsbetrieb stellt Russland seine Technologieführerschaft bei Schnellen Reaktoren eindrucksvoll unter Beweis. Dennoch arbeiten auch in anderen Teilen der Welt Staaten und Unternehmen an fortschrittlichen Reaktorkonzepten, die den hochaktiven, langlebigen Atommüll beseitigen und zugleich die Reichweite des Brennstoffs Uran um Jahrtausende verlängern, von Thorium als alternativem Kernbrennstoff ganz zu schweigen.

Speziell natriumgekühlte Schnelle Reaktoren sind in China und Indien von strategischer Bedeutung. Indien wartet auf den Abschluss des Genehmigungsverfahren zur Inbetriebnahme des Prototype Fast Breeder Reactors (PFBR) im Kernkraftwerk Kalpakkam. Ein Prototyp zwar, aber mit einer elektrischen Leistung von immerhin 500 Megawatt. Frankreich arbeitet am 600-MW-Demonstrationsreaktor ASTRID (Advanced Sodium Technological Reactor for Industrial Demonstration); eine Entscheidung über den Bau der Anlage soll 2019 fallen. Japan hat sich ASTRID wegen Problemen mit dem eigenen Schnellen Brüter Monju angeschlossen. Technisch besonders interessant ist der PRISM (Power Reactor Innovative Small Module) von GE Hitachi Nuclear Energy, da er metallische Brennelemente verwendet, die sich in einem besonders einfachen und kostengünstigen Verfahren, dem Pyroprozess, aufbereiten und per Stangengießverfahren herstellen lassen. Der Reaktor selbst ist fertig entwickelt und wartet auf einen ersten Kunden, möglicherweise Großbritannien, wo über 100 Tonnen Waffenplutonium zu entsorgen sind.

Schnelle Reaktoren sind die Zukunft der Kernenergie.

Mehr zum BN-800:

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Dominic Wipplinger

Dominic Wipplinger studiert Elektrotechnik ist in der Österreichischen Kerntechnischen Gesellschaft und in der Nuklearia aktiv. Er hat bereits in etlichen Kernkraftwerken als Messtechniker gearbeitet.

Rainer Klute

Rainer Klute ist Diplom-Informatiker, Nebenfach-Physiker und Vorsitzender des Nuklearia e. V. Seine Berufung zur Kernenergie erfuhr er 2011, als durch Erdbeben und Tsunami in Japan und das nachfolgende Reaktorunglück im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi auch einer seiner Söhne betroffen war.

Der Beitrag Strom aus Atommüll: Schneller Reaktor BN-800 im kommerziellen Leistungsbetrieb erschien zuerst auf Nuklearia.

11 Dec 17:26

Die Woche im Video: Bei den Abmahnanwälten knallen wohl schon die Sektkorken

Das LG Hamburg hat wieder zugeschlagen und eine Entscheidung zum Urheberrecht getroffen. Auch die Unis haben ihre Not damit, weil sie mit der VG Wort nicht einig werden. Sieben Tage und viele Meldungen im Überblick. (Golem-Wochenrückblick, DSL)
11 Dec 17:25

Politisierung der Klimawissenschaft ist kein neues Phänomen

Im Jahre 1988 riefen die Vereinten Nationen, eine politische Institution, die globale Erwärmungsberichte schreibende Unternehmung Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) ins Leben. Das IPCC wurde gegründet mit der Aufgabe, politische Agenden zu stützen. Und im Jahre 1995 korrumpierte die Politik die Klimawissenschaft, als Politiker die Sprache des Zweiten IPCC-Zustandsberichtes änderten dergestalt, dass sie die von den Wissenschaftlern beschriebenen Unsicherheiten herausgestrichen haben. Bis auf den heutigen Tag kann die klimawissenschaftliche Gemeinschaft nicht wirklich unterscheiden zwischen der natürlichen und der anthropogenen globalen Erwärmung. Warum? Die in herangezogenen Studien verwendeten Klimamodelle können immer noch nicht Zustände der natürlichen Variabilität simulieren, die im multidekadischen Zeitmaßstab globale Erwärmung verursachen können.

Einführung

Der Skeptizismus von Donald Trump hinsichtlich einer vom Menschen verursachten globalen Erwärmung/Klimawandels war ein Konzentrationspunkt der Mainstream-Medien während der Wahlen in den USA. Das ist er immer noch in den Köpfen vieler Umweltaktivisten und ihren Verbündeten in den Medien. Eine Unmenge von Artikeln und Diskussionen wurde geschrieben bzw. gesendet, was die politische Natur der Klimawissenschaft für jedermann erneut sichtbar werden ließ.

Aber vor wie langer Zeit wurde die Klimawissenschaft politisiert?

Ich wurde an die Antwort auf diese Frage erinnert bei der Lektüre des jüngsten Blogbeitrags von Dr. Roy Spencer Global Warming: Policy Hoax versus Dodgy Science. Er beginnt diesen Beitrag so:

Anfang der neunziger Jahre besuchte ich den Wissenschaftsberater des Weißen Hauses Sir Prof. Dr. Robert Watson, der sich hochtrabend beweihräucherte, wie man doch erfolgreich den Gebrauch von Freon reguliert habe, um das Problem des Ozon-Abbaus zu lösen. Jetzt sei es das nächste Ziel, auch Kohlendioxid zu regulieren, von dem man zu jener Zeit glaubte, dass es die einzige Ursache für globale Erwärmung sei.

Ich war ein wenig begeistert ob dieses Verfahrens, den Karren vor das Pferd zu spannen. Es kam mir wirklich so vor, dass das politische Ziel in Stein gemeißelt werden sollte, und dass das neu gegründete IPCC jetzt die ziemlich dubiose Aufgabe hatte, die Wissenschaft zur Unterstützung dieser Politik zu erzeugen.

Die dubiose Aufgabe, die Wissenschaft zur Unterstützung von Politik zu erzeugen

Um Dr. Spencers Statement bzgl. des Karrens vor dem Pferd zu bekräftigen, werde ich einen Auszug aus der Einführung zu meinem über 700 Seiten starken Nachschlagewerk (ein Gratis-E-Buch) mit dem Titel On Global Warming and the Illusion of Control – Part 1 wiederholen. Dieser Auszug enthält Zitate der UN und des IPCC zusammen mit den Links zu den zitierten Websites. Unter der Überschrift [übersetzt] „Es ist ein Irrtum zu glauben, dass das IPCC eine wissenschaftliche Institution ist“ schrieb ich:

Das IPCC ist eine politische Einrichtung und nicht eine wissenschaftliche. Das IPCC leitet seine Eingangs-Paragraphen seiner History-Website mit den Worten ein (Hervorhebung von mir [Tisdale]):

Das IPCC wurde im Jahre 1988 ins Leben gerufen. Es wurde gebildet durch die Weltwetterorganisation WMO und durch das United Nations Environment Program (UNEP) aufgebaut, um auf der Grundlage aller verfügbaren wissenschaftlichen Informationen Zustandsberichte über alle Aspekte des Klimawandels und deren Auswirkungen zu erstellen mit Blick auf zu entwickelnde realistische Strategien, dem zu begegnen. Die ursprüngliche Aufgabe des IPCC, wie sie in der Resolution 43/53 des UN-Generalsekretariats vom 6. Dezember 1988 umrissen worden ist, war die Vorbereitung einer umfassenden Übersicht und Empfehlungen zu geben hinsichtlich des Status' des Wissens um die Wissenschaft vom Klimawandel; die sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen des Klimawandels sowie mögliche Strategien, dem zu begegnen, und Konzepte für die Inklusion in mögliche zukünftige internationale Konventionen bzgl. Klima.

Folglich ist das IPCC gegründet worden, damit es Berichte schreibt. Zugegeben, es sind sehr detaillierte Berichte; so sehr, dass kaum jemand diese Berichte zur Gänze liest. Von den wenigen Menschen, die das doch tun, lesen die meisten nur die ,Summary for Policymakers'. Aber ist man sich der Tatsache bewusst, dass Politiker in wochenlangen Diskussionen jedem einzelnen Wort in dieser Summary zustimmen müssen? Die Wissenschaftler schreiben eine Vorlage für die Politiker, aber die Politiker debattieren über die Formulierung jedes einzelnen Satzes und ob dieser überhaupt in der Summary auftauchen sollte. Und jene wochenlangen politischen Debatten über die Summary for Policymakers finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Ebenso geht aus obigem Zitat hervor, dass der Inhalt der IPCC-Berichte dazu gedacht war, ein internationales Klimawandel-Abkommen zu unterstützen. Jener Vertrag aus dem Jahr 1992 ist bekannt unter der Bezeichnung United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC). Eine Ausgabe des UNFCCC gibt es hier. Unter der Überschrift von Artikel 2 – Objective – definiert das UNFCCC sein Ziel als die Begrenzung der Emission von Treibhausgasen (Hervorhebung von mir):

Die ultimative Objektive dieser Convention und jedweder damit in Beziehung stehender rechtlicher Instrumente, die zu übernehmen der Conference of Parties empfohlen wird, ist es, in Übereinstimmung mit den relevanten Vorschriften der Convention die Stabilisierung von Treibhausgas-Konzentrationen in der Atmosphäre zu erreichen auf einem Niveau, welches eine gefährliche anthropogene Interferenz mit dem Klimasystem verhindern soll.

Weil es die Objektive des UNFCCC-Vertrages ist, die Emissionen anthropogener Treibhausgase zu limitieren, und weil es das Ziel des IPCC ist, Berichte zu erstellen, die den Vertrag stützen, kann man mit einiger Sicherheit sagen, dass es die einzige Rolle des IPCC ist, wissenschaftliche Berichte zu erstellen, die die vermeintliche Notwendigkeit zur Begrenzung von Treibhausgas-Emissionen stützen. Hmmm. Könnte diese Vorgabe wissenschaftliche Untersuchungen und das Verständnis begrenzen?

Weiter unten im Einführungsabschnitt der History-Website des IPCC heißt es (Hervorhebungen von mir):

Heute ist es die Aufgabe des IPCC, definiert in den Principles Governing IPCC Work „... auf einer umfassenden, objektiven, offenen und transparenten Grundlage die wissenschaftlichen, technischen und sozio-ökonomischen Informationen abzuschätzen, die relevant sind hinsichtlich des Verständnisses der wissenschaftlichen Grundlage des Risikos eines VOM MENSCHEN INDUZIERTEN Klimawandels, dessen potentielle Auswirkungen und Optionen zur Anpassung und Abschwächung.

Die Tatsache, dass das IPCC all seinen Bemühungen auf das „Verständnis der wissenschaftlichen Basis der Risiken des vom Menschen verursachten Klimawandels“ konzentriert hat, ist sehr bedeutsam. Das IPCC hat niemals ernsthaft versucht zu bestimmen, ob nicht natürliche Faktoren für den größten Teil der Erwärmung verantwortlich sind, zu der es auf der Erde im vorigen Jahrhundert gekommen war. Jahrzehnte lang hat man dort Scheuklappen aufgesetzt, welche ihre Übersicht zu allem und jedem blockiert haben – außer zu den hypothetischen Auswirkungen von Kohlendioxid. Die Rolle des IPCC war es immer gewesen, Berichte zu erstellen, die die Reduktion von Treibhausgasen stützen, die bei der Verbrennung fossiler Treibstoffe entstehen. Die Folge hiervon ist, dass alle Forschungsgelder ausschließlich in diesen Bereich fließen. Die Entscheidung, nur die vom Menschen verursachte globale Erwärmung zu untersuchen, ist eine politische Entscheidung, keine wissenschaftliche Entscheidung. Und es ist eine furchtbare Entscheidung.

Als Folge dieser politischen Entscheidung gibt es kaum wissenschaftliche Forschungen, die versuchen, realistisch zu ermitteln, wie viel der Erwärmung natürlichen Faktoren zugeordnet werden kann. Wir wissen, dass diese Tatsache besteht, weil die jetzige Generation von Klimamodellen – bisher die komplexesten jemals – immer noch nicht natürlich auftretende Ozean-Atmosphäre-Prozesse simulieren können, die eine Erwärmung der Erdoberfläche (und der Tiefen der Ozeane) über multidekadische Zeiträume bzw. deren Beendigung mit sich bringen können. Skeptiker haben dieses wiederholte Scheitern oftmals in Blogbeiträgen beschrieben, und ich selbst habe sogar ein Buch über dieses Scheitern geschrieben mit dem passenden Titel Climate Models Fail.

(Ende Auszug)

Sogar noch dubioser: Verbiegen der Wissenschaft zur Unterstützung der Politik

Weiß man eigentlich, dass Politiker den Text des 2. IPCC-Zustandsberichtes überarbeitet haben, wobei sie den Entwurf der Wissenschaftler drastisch veränderten? Hier folgt noch einmal ein Auszug aus meinem frei verfügbaren E-Book On Global Warming and the Illusion of Control – Part 1. Der Auszug steht im Kapitel mit der Überschrift [übersetzt] Die Evolution der Bewegung der katastrophalen anthropogenen globalen Erwärmung:

Während es frühe wissenschaftliche Studien gab, die auf einen möglichen Temperaturanstieg in Verbindung mit den Emissionen von anthropogenen Treibhausgasen hinwiesen, wollen wir diese Diskussion beginnen mit der Bildung des Berichte schreibenden Flügels der UN mit der Bezeichnung Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Wie oben erwähnt war es die primäre Aufgabe des IPCC, Berichte zu erzeugen, die die Agenden der Politiker stützen. Die Begrenzung der globalen Erwärmung war wahrscheinlich einer dieser Schwerpunkte, aber höchstwahrscheinlich gab es auch noch viele andere.

Die Politiker fanden Wissenschaftler, die jene Berichte schrieben – und damit begann die gegenseitige sehr vorteilhafte Beziehung zwischen Klimawissenschaftlern und Politikern. Die Politiker wollten für ihre Agenden wissenschaftliche Stützung, und die Wissenschaftler waren nur zu gerne dazu bereit, weil den Politiker die Verteilung Gelder für Klimaforschung oblag.

Der erste IPCC-Bericht 1991 war wenig aufschlussreich dahingehend, dass die Wissenschaftler nicht zwischen anthropogener und natürlicher Erwärmung unterscheiden konnten...

Anmerkung für diesen Beitrag: Die Summary for Policymakers im 1. IPCC-Zustandsbericht steht hier. Dort heißt es:

Die Größenordnung dieser Erwärmung ist im Großen und Ganzen konsistent mit den Prophezeiungen der Klimamodelle, aber sie weist auch die gleiche Größenordnung auf wie die natürliche Klimavariabilität. Folglich kann die beobachtete Erwärmung großenteils dieser natürlichen Variabilität geschuldet sein. Alternativ kann es aber auch sein, dass diese Variabilität und andere menschliche Faktoren eine noch größere, anthropogen induzierte Treibhaus-Erwärmung ausgelöst haben. Die eindeutige Bestimmung des verstärkten Treibhauseffektes aus Beobachtungen ist noch mindestens ein Jahrzehnt lang unwahrscheinlich.

Im Jahre 1991 sah sich die wissenschaftliche Gemeinschaft also noch bis mindestens zum Jahr 2001 außerstande, zwischen natürlicher und anthropogener globaler Erwärmung zu unterscheiden.

(Ende Auszug)

Und doch haben Politiker trotz dieses unbestimmten Ergebnisses nur ein Jahr später (1992) einen Vertrag erarbeitet mit der Bezeichnung United Nations Framework Convention on Climate Change mit der Absicht, den Anstieg der globalen Temperaturen auf 2°C über den vorindustriellen Werten zu begrenzen – ein Limit, das zuerst Mitte der siebziger Jahre von einem Ökonom ins Spiel gebracht worden war, nicht von einem Klimawissenschaftler.

In dem Artikel Two degrees: The history of climate change’s ‘speed limit’ bei TheCarbonBrief schreiben die Autoren Mat Hope & Rosamund Pearce:

Für Manchen vielleicht überraschend kam die Idee, dass die Temperatur dazu herangezogen werden könnte, die Reaktion der Gesellschaft auf den Klimawandel zu dirigieren, von einem Ökonom.

In den siebziger Jahren sprach der Yale-Professor William Nordhaus erstmals die Gefahr an, die sich aus dem Überschreiten einer Grenze von zwei Grad ergeben, und zwar in einem Paar von inzwischen berühmten Studien, in denen gezeigt wurde, dass eine Erwärmung um über 2 Grad das Klima über einen Punkt hinaus bringen würden, mit dem die Menschen noch fertig werden konnten:

Den meisten Quellen zufolge liegt die Bandbreite der Variation zwischen unterschiedlichen Klimaregimes in der Größenordnung von ±5°C, und zum gegenwärtigen Zeitpunkt befindet sich das globale Klima am oberen Ende dieser Bandbreite. Falls die globalen Temperaturen um mehr als 2 bis 3 Grad Celsius über der jetzigen mittleren Temperatur liegen, würde dies ein Klima schaffen, das außerhalb der Bandbreite von Beobachtungen liegt, die während der letzten vielen tausend Jahre gemacht worden sind“.

Anfang der neunziger Jahre fuhren die Politiker fort, mit Geld an Wissenschaftlern um sich zu werfen in der Hoffnung, dass der nächste Bericht mehr Unterstützung für ihre Agenden liefern würde. Sehr zur Überraschung der Politiker gab es jedoch auch im Original-Entwurf der Wissenschaftler aus dem Jahr 1995 der Summary zum 2. Zustandsbericht keinen Aufschluss.

Man stelle sich das mal vor. Im Jahre 1992 haben die UN viele Länder auf der ganzen Welt davon überzeugt, in einen Vertrag zur Begrenzung der Emissionen von Treibhausgasen einzutreten, obwohl das IPCC ein Jahr zuvor nicht den Fingerabdruck der Menschheit in der globalen Erwärmung auffinden konnte. Dann hat die wissenschaftliche Berichte schreibende Einrichtung der Politiker, das IPCC, im Jahre 1995 immer noch nicht unterscheiden können zwischen anthropogener und natürlicher Erwärmung – und genau diese Tatsache haben die Klimawissenschaftler im Entwurf ihres 2. IPCC-Berichtes geschrieben. Die Politiker saßen zwischen Pest und Cholera. Sie hatten seit drei Jahren einen Vertrag in der Hinterhand, aber ihre Berichte schreibenden Wissenschaftler konnten keine Beweise zu dessen Stützung finden.

Nachdem dann die meisten Wissenschaftler das Treffen verlassen hatten, änderten die Politiker und ein einzelner Wissenschaftler die Sprache des 2. Zustandsberichtes auf eine sehr subtile, aber bedeutende Art und Weise. Voila! Die Politiker und der eine Wissenschaftler initiierten das, was heute Konsens genannt wird. (Eine sehr detaillierte Analyse dazu von Bernie Lewin über die IPCC-Konferenz 1995 in Madrid steht hier).

(Ende Auszug)

Die Analyse von Bernie Lewin gliedert sich in drei Teile, jeweils mit sehr passenden Überschriften:

Madrid 1995: Was this the Tipping Point in the Corruption of Climate Science? (archived here.)

Madrid 1995 and The Quest for the Mirror in the Sky (archived here.)

Madrid 1995: The Last Day of Climate Science (archived here.)

In Teil 1 seiner Reihe schreibt Lewin über den Entwurf des 2. Zustandsberichtes (Hervorhebung von mir):

Oh weh, im Frühherbst des Jahres 1995 standen die Zeichen auf schlecht. Obwohl in einem durchgesickerten Entwurf im September zu lesen war, dass es unwahrscheinlich sei, dass die Erwärmung ausschließlich natürlichen Gründen geschuldet ist, wurde dies kaum bestritten, und es war nicht eigentlich die Verkündigung einer unmittelbar bevorstehenden Katastrophe. Außerdem verblieben immer noch außerordentlich große Schwächen, besonders in Kapitel 8, für jede positive Schlussfolgerung. Der Entwurf wurde allen Teilnehmern der Madrid-Konferenz zugeleitet und war auch der einzige Verfügbare, der schließlich auf dem Treffen ,akzeptiert' worden war. In der Introduction wurde auch festgestellt, dass die gegenwärtigen Studien auf einen menschlichen Einfluss hindeuten. Dies war bis dahin die stärkste Aussage, aber die Hauptfassung des Dokuments und die Zusammenfassung mit den Schlussfolgerungen war da nicht so vertrauensselig. Einige der verwegensten Rückzieher waren Folgende:

Aus Studien von Änderungen der globalen mittleren Variablen (8.4.1): Während keine dieser Studien das Thema Zuordnung speziell in Betracht gezogen hatte, ziehen sie oft einige Schlussfolgerungen bzgl. Zuordnung, für die es kaum eine Rechtfertigung gibt.

Aus dem Treibhaus-Signal in Studien der modellierten und beobachteten räumlichen und zeitlichen Verteilung von Änderungen (8.4.2.1): Keine der oben zitierten Studien hat klare Beweise dafür gezeigt, dass wir die beobachteten Änderungen der spezifischen Ursache Zunahme der Treibhausgase zuordnen können.

Aus Studien zum ,Fingerabdruck' der globalen Erwärmung: Während einige dieser Studien die Erkennung eines signifikanten Klimawandels behaupteten, hat keine davon die gesamte (oder Teile des beobachteten Klimawandels) anthropogenen Gründen zugeordnet. Auch hat keine einzige Studie die Größenordnung eines Treibhausgas- oder Aerosol-Effektes in den gemessenen Daten quantifiziert – ein Umstand, der für Politiker von primärer Relevanz ist.

Aus dem Gesamtniveau der Unsicherheiten: jedwede Behauptungen über positive Erkennung und Zuordnung eines signifikanten Klimawandels wird wahrscheinlich kontrovers bleiben, solange die Unsicherheiten bei der totalen natürlichen Variabilität im Klimasystem nicht reduziert werden.

Zur Frage: Wann wird der anthropogene Effekt auf das Klima identifiziert? (8.6): Es ist keine Überraschung, dass die beste Antwort auf diese Frage lautet ,wir wissen es nicht'.

Die Politiker mochten die Aussagen über die Unsicherheiten nicht, die in jenen Statements zum Ausdruck kamen, folglich haben sie diese gelöscht. Wussten Sie, dass die Politik der Klimawissenschaft diktiert, welche Ergebnisse sie zu erbringen habe?

Wichtige Anmerkung: Man vergesse nicht, dass der Pinatubo im Jahre 1991 ausgebrochen war, wodurch die Temperaturen global vorübergehend gesunken sind. Während die Temperatur bis 1995 wieder auf ein Niveau etwas über dem von 1991 gestiegen war, erzeugten die in die Stratosphäre geschleuderten Aerosole des Pinatubo einen merklichen Rückgang der Erwärmungsrate seit dem Beginn der Erwärmung Mitte der siebziger Jahre. Siehe Abbildung 1. Das heißt, die globale Erwärmungsrate von 195 bis 1995 ist merklich geringer als die von 1975 bis 1991, wie man auch erwarten würde.

Abbildung 1

Nun könnte man glauben, dass mit der massiven Auswirkung des Pinatubo auf die globalen Temperaturen die fortgesetzte Unsicherheit unter den Klimawissenschaftlern auch 1995 noch garantiert war.

Die Klimawissenschaft unter Führerschaft des IPCC kann immer noch nicht realistisch differenzieren zwischen natürlicher und anthropogen induzierter globaler Erwärmung!

Noch einmal möchte ich auf mein E-Book zurückgreifen On Global Warming and the Illusion of Control – Part 1. Das Kapitel 1.12 trägt den Titel [übersetzt] „Wie Wissenschaftler den größten Teil der globalen Erwärmung seit Mitte der siebziger Jahre anthropogenen Ursachen zuordneten“:

Eine der Objektiven der klimawissenschaftlichen Gemeinschaft unter Führung des IPCC war es, den größten Anteil der globalen Erwärmung seit Mitte der siebziger Jahre anthropogenen Gründen zuzuordnen. Mit anderen Worten, falls Mutter Natur für die Erwärmung verantwortlich war, würde das politische Ziel, die Verbrennung fossiler Treibstoffe zu begrenzen, keinerlei Grundlage haben, und weil es die Absicht des IPCC ist, politische Agenden zu stützen, hatte die klimawissenschaftliche Gemeinschaft in der Lage zu sein, auf die Menschheit als den Schuldigen zu zeigen. Die Klimamodellierer erreichten dieses Ziel mittels ein paar sehr einfacher Tricks.

Das erste, was die Klimamodellierer gemacht haben war, die natürlichen Ozean-Atmosphäre-Prozesse vollständig zu ignorieren, die eine globale Erwärmung verstärken oder unterdrücken. Die vom IPCC verwendeten Klimamodelle können bis auf den heutigen Tag immer noch nicht diese Prozesse angemessen simulieren, und diese Tatsache wird später in diesem Buch noch detailliert demonstriert. Die Beiträge von Mutter Natur zu ignorieren war der einfachste und bequemste Weg, um zu zeigen, dass die Menschen für die Erwärmung verantwortlich waren. Die Modellierer haben sich auch entschieden, diese Tatsache der Öffentlichkeit vorzuenthalten, als sie ihre modellbasierten Zuordnungs-Studien unter Verwendung der nächsten Taktik präsentierten.

Diese Taktik ist ein sehr einfacher und leicht zu verstehender Weg, das Meiste der Erwärmung fälschlich der Menschheit in die Schuhe zu schieben. Die Modellierer hatten ihre Klimamodell-Läufe, die einen virtuellen globalen Temperaturanstieg zeigten als Reaktion auf alle Klimaantriebe, die als Input für die Modelle dienten. Dann führten sie zusätzliche Modellierungs-Experimente durch. Anstatt alle Klimaantriebe heranzuziehen, die sie normalerweise für die Simulation des Klimas der Vergangenheit eingehen lassen, verwendeten sie in den zusätzlichen Klimamodell-Läufen ausschließlich die Antriebe durch Solarstrahlung und vulkanische Aerosole. Die betrügerische Logik dahinter: Falls die nur mit den natürlichen Antrieben Solarstrahlung und vulkanischen Aerosolen die Erwärmung, zu der es zum Ende des 20. Jahrhunderts gekommen war, nicht simulieren können, dann muss die Erwärmung seit den siebziger Jahren auf anthropogene Treibhausgase zurückgehen.

Als Beispiel ist Abbildung 1.12-1 eine Zeitreihe von 1880 bis 2010. Die durchgezogene braune Linie zeigt den Gesamt- Strahlungsantrieb von allen Antrieben, die in die Klimamodelle eingingen und die vom GISS aufbereitet worden waren. Sie stammen von der Forcings in GISS Climate Model-Website, vor allem aus der Tabelle hier. Ebenfalls in Abbildung 1.12-1 eingezeichnet ist der Antrieb allein durch Solarstrahlung und stratosphärische Aerosole (welche das Sonnenlicht blockieren), gezeigt als gestrichelte dunkelgrüne Kurve. Diese werden als natürlich auftretende Antriebe betrachtet. Wie man sieht, zeigt die Gruppe mit allen Antrieben eine langzeitliche Zunahme, die bei den kombinierten Antrieben durch Sonne und Aerosole nicht erkennbar ist.

# # #

Dann ließen die Klimawissenschaftler die zusätzlichen Modellsimulationen nur mit den natürlichen Antrieben laufen. Danach verglichen sie die Modellsimulationen mittels natürlicher und anthropogener Antriebe mit denen mittels natürlicher Antriebe allein. Als Beispiel eines dieser Vergleiche dient Abbildung 1.12-2. Die Modelle mit allen Antrieben zeigen deutliche Erwärmung zum Ende des 20. Jahrhunderts, die Modelle mit den natürlichen Antrieben allein zeigen dies nicht.

Ähnliche Graphiken wie die in Abbildung 1.12-2 gezeigte finden sich in den IPCC-Zustandsberichten Nr. 4 und 5. Ein Beispiel ist FAQ 10.1, Abbildung 1 im Kapitel Chapter 10, Detection and Attribution of Climate Change: from Global to Regional des IPCC’s 5th Assessment Report (AR5). Siehe meine Abbildung 1.12-3. Man beachte, dass die Überschrift ihres FAQ 10.1 lautet [übersetzt] „Das Klima ändert sich immer. Wie können wir die Gründe der beobachteten Änderungen bestimmen?“

(Ende des Auszugs)

Über ihr FAQ 10.1, Abbildung 1, schreibt das IPCC:

FAQ 10.1, Abbildung 1 illustriert einen Teil der Abschätzung eines Fingerabdrucks auf die Änderung der globalen Temperatur während der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die beobachtete Änderung während dieser Zeit, dargestellt durch die schwarze Zeitreihe in den linken Graphiken, ist größer als erwartet, wenn man nur die interne Variabilität betrachtet. Simulationen mit nur natürlichen Antrieben (gelbe und blaue Linien in der oberen linken Graphik) reproduzieren die Erwärmung zum Ende des 20. Jahrhunderts nicht, wobei die räumliche Verteilung der Änderung (oben rechts) vollkommen unterschiedlich ist von der beobachteten Verteilung der Änderung (Mitte rechts). Simulationen mit sowohl natürlichen als auch anthropogenen Antrieben zeigen eine viel bessere Repräsentation der zeitlichen Änderungsrate (links unten) und der räumlichen Verteilung (rechts unten) der beobachteten Temperaturänderung.

Beide Graphiken links zeigen, dass Computermodelle die natürlich getriebene Abkühlung ein oder zwei Jahre nach großen Vulkanausbrüchen reproduzieren, wie es 1982 und 1991 der Fall war. Simulationen mit natürlichen Antrieben allein zeigen die kurzfristigen Temperaturänderungen nach Eruptionen auch, aber nur die natürlichen + anthropogenen Antriebe simulierten den längerzeitlichen Erwärmungstrend.

Die Bildinschrift ihrer FAQ 10.1-Abbildung liest sich so:

(Links) Zeitreihe der globalen und jährlich gemittelten Temperaturänderung von 1860 bis 2010. Die Graphik oben links zeigt Ergebnisse aus zwei (sic) Ensembles von Klimamodellen mit nur natürlichen Antrieben, gezeigt als dünne blaue und gelbe Linien; Ensemble-Änderungen der Mitteltemperatur sind dick blau und rot. Drei verschiedene beobachtete Schätzungen sind als schwarze Linien dargestellt. Die Graphik links unten zeigt Simulationen der gleichen Modelle, aber diesmal mit sowohl natürlichen als auch anthropogenen Antrieben durch Treibhausgase und Aerosole. (Rechts) Räumliche Verteilung lokaler Temperaturtrends von 1951 bis 2010. Die obere Graphik zeigt die Verteilung von Trends mittels eines großen Ensembles von Coupled Model Intercomparison Project Phase 5 (CMIP5)-Simulationen mit nur natürlichen Antrieben. Die untere Graphik zeigt Trends eines korrespondierenden Ensembles mit natürlichen + menschlichen Antrieben. Die mittlere Graphik zeigt die Verteilung beobachteter Trends von HadCRUT4 während dieses Zeitraumes. [HadCRUT4 = Hadley Centre/Climatic Research Unit gridded surface temperature data set 4]

Für ein weiteres Beispiel dieser fehlgeleiteten, kindischen Logik schaue man auf Figure 9.5 im 4. Zustandsbericht. Die Bildunterschrift zu dieser Illustration im AR4 Chapter 9 lautet (Hervorhebungen von mir):

9.4.1.2Simulationen des 20.Jahrhunderts

Inzwischen gibt es eine größere Zahl von Klimasimulationen von AOGCMs (Atmosphere-Ocean General Circulation Models) für den Zeitraum der globalen instrumentellen Aufzeichnungen, als sie für den 3. Zustandsbericht zur Verfügung standen, einschließlich einer größeren Vielfalt von Antrieben in einer größeren Vielfalt von Kombinationen. Diese Simulationen stammen von Modellen mit unterschiedlichen Klimasensitivitäten, Raten der Wärmeaufnahme durch Ozeane sowie Größenordnung und Art der Antriebe. Abbildung 9.5 zeigt, dass Simulationen einschließlich anthropogener Antriebe, darunter zunehmende Treibhausgas-Konzentrationen und die Auswirkungen von Aerosolen, die außerdem natürliche externe Antriebe berücksichtigen, eine konsistente Erklärung bieten der gemessenen Temperaturaufzeichnung. Simulationen mit nur natürlichen Antrieben simulieren die während der letzten drei Jahrzehnte beobachtete Erwärmung nicht.

Wie zuvor schon erwähnt, ist die Logik hinter dieser Art von Zuordnung sehr einfach, kindisch einfach. Falls Modelle mit anthropogenen und natürlichen Antrieben die Erwärmung simulieren können und die Modelle mit natürlichen Antrieben allein nicht, dann müssen die anthropogenen Antriebe für die globale Erwärmung verantwortlich sein.

Aber diese Logik ist falsch – entsetzlich falsch. Es gibt natürlich auftretende Ozean-Atmosphäre-Prozesse, die die globalen Temperaturen steigen oder sinken lassen können, ohne durch menschliche Treibhausgase getrieben zu werden. Die Klimamodelle simulieren diese Prozesse nicht, das heißt sie werden in Zuordnungs-Studien wie dieser nicht berücksichtigt.

Man kann das noch auf andere Weise betrachten. Eines der größten Mängel der Klimamodelle ist deren Unfähigkeit, natürlich auftretende Ozean-Atmosphäre-Prozesse zu simulieren … wie jene in Verbindung mit El Nino und La Nina-Ereignissen, wie jene in Verbindung mit der Atlantic Multidecadal Oscillation. Wie jedermann, der ein falsches Produkt vermarkten will, stellte das listige IPCC diese Mängel als Vorteile dar, indem sie in den Zuordnungs-Studien ignoriert werden.

Jawoll, das ist eine ziemlich erbärmliche Art und Weise, die jüngste Runde der globalen Erwärmung anthropogenen Treibhausgasen zuzuordnen.

Schlussbemerkungen

Hat also der gewählte Präsident Donald Trump recht, skeptisch zu sein hinsichtlich der politisierten Wissenschaft hinter der hypothetischen, anthropogen induzierten globalen Erwärmung/Klimawandel? Natürlich hat er recht!

Die Klimawissenschaft ist im Jahre 1988 politisiert worden, als die UN-Politiker das IPCC ins Leben riefen und ihm die Richtung vorgaben. Die Klimawissenschaft wurde von der Politik im Jahre 1995 korrumpiert, also vor über 2 Jahrzehnten, als die Politiker den Wortlaut des 2. IPCC-Zustandsberichtes änderten. Und natürlich können Klimawissenschaftler bis auf den heutigen Tag immer noch nicht anthropogene Gründe realistisch der globalen Erwärmung zuordnen, wie sie seit den siebziger Jahren beobachtet wird, weil die Klimamodelle nicht sich aus natürlichen Antrieben speisende gekoppelte Ozean-Atmosphäre-Prozesse simulieren können, die im multidekadischen Zeitmaßstab Erwärmung verursachen können. Die Tatsache, dass die Modelle keinerlei Erwärmung simulieren können, es sei denn sie werden durch numerische Repräsentationen anthropogener Treibhausgase dazu gezwungen, ist ein Mangel des Modells und kein Mittel, die globale Erwärmung glaubwürdig den Emissionen von Kohlendioxid zuzuordnen. Mit dieser Klimawissenschaft befindet sich der Karren immer noch vor dem Pferd.

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/11/29/the-politicization-of-climate-science-is-not-a-recent-phenomenon/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

11 Dec 17:24

Let your kids lose: Success inhibits preschoolers’ ability to trust

11 Dec 17:22

Mehr Kreativität in der Teamarbeit: So verhinderst du, dass zu viele Köche den Brei verderben

by Kathrin Baumann

Effizienzdruck und kreative Arbeit sind nicht unbedingt die beste Kombination. Im Gastartikel von Katrin Baumann erfahrt ihr, wie ihr eure Strukturen für mehr kreatives Arbeiten anpassen könnt.

Design und Kreativität sind wichtige Faktoren für den Geschäftserfolg von Unternehmen. Dennoch nutzen viele Firmen das Potenzial bei weitem nicht aus. Im Schnitt können deutsche Kreative nur 35 Prozent ihrer Zeit für schöpferische Aufgaben nutzen. Dies geht aus der Studie State of Create: 2016 hervor. Im Berufsalltag bleibt die Kreativität oft auf der Strecke, weil immer größerer Druck herrscht, produktiv zu arbeiten. Über zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) sehen das so. Nur eine Minderheit (24 Prozent) der deutschen Kreativen hat das Gefühl, ihr kreatives Optimum abrufen zu dürfen.

Gutes Design ist selten eine „One Man Show“. Meist entsteht es in teambasierter Projektarbeit. Aus Gesprächen mit vielen Kreativen und Projektverantwortlichen wissen wir, dass die Kreativ-Prozesse dabei oft nicht optimal laufen. Eine Stolperfalle ist es, wenn zu viele (Un)Beteiligte zum falschen Zeitpunkt mitreden. Das hemmt die Kreativität und verzögert einen erfolgreichen Projektabschluss. Dies lässt sich aber ändern. Unsere fünf Tipps können dabei helfen.

Tipp 1: Lege fest, wessen Feedback wann eingeholt wird

Nichts killt Kreativität effektiver, als wenn Feedback dich ständig ausbremst. Klar, kleinere Kursänderungen sind normal. Und dass du Fachkollegen, Vorgesetzte und den Kunden miteinbeziehst, liegt nun mal in der Natur einer teambasierten Auftragsarbeit. Wen du nicht übergehen solltest, ist dir vermutlich klar. Der Schlüssel zu einer hohen Pace liegt vielmehr darin, das Feedback richtig zu timen. Beziehe Chefs früh mit ein: Sie haben das große Ganze im Blick und wissen, zu welchen Unternehmenszielen das Projekt gerade beitragen kann. Außerdem ist es besser, Chefs nicht erst so spät zu fragen, dass ihre Ideen möglicherweise quer zum Projektverlauf stehen – und dennoch umgesetzt werden müssen. Denn schließlich sind sie die Chefs.

Setze das Marketing vor die Tür, wenn es losgeht: Wir Marketer verstehen es, die großen Botschaften zu identifizieren. Zum Projektstart kann unser Feedback hilfreich sein. Doch wenn es um die konkrete Umsetzung geht, sollten Marketer sich und ihre Vorlieben zurücknehmen. Ich für meinen Teil habe gelernt, dass dann bessere Ergebnisse entstehen. Für viel wichtiger als Marketing-Feedback halte ich einen UX-Test durch reale Anwender.

Bewerte Layout und Usability mit Vertrieb und Kundenservice: Ist das Projekt in der Feinabstimmung, lohnt eine Begutachtung des Prototyps durch diese Kollegen. Sie sind in der Regel der Erstkontakt für Kunden-Feedback und haben ein Gespür für User Experience. Letztlich geht es darum, das live zuschalten, was den Kunden gefällt. Vergiss nicht, mit den Entwicklern zu sprechen: Das Design muss technisch zu verwirklichen sein. Entwickler solltest du daher bei jeder bedeutenden Weichenstellung des Projekts einbeziehen. Wer sie zu „Code Monkeys“ degradiert und zu lange auf Distanz hält, riskiert, dass sich Änderungswünsche als nicht programmierbar erweisen.

Tipp 2: Lasse zu Beginn der Kreativität freien Lauf – grenze später das Spielfeld ein

Bei den ersten Brainstormings sind so viele Sichtweisen willkommen wie nur möglich. An diesem einen Punkt kann wirklich jeder in die Rolle des Designers schlüpfen, schließlich geht es um generelle Problemlösungsstrategien. Kreative Übungen sind in dieser Phase unabdingbar. Egal, ob du die Beteiligten aufforderst, Ideen über Skizzen zu entwickeln oder etwas völlig Anderes probierst – in diesem Stadium wäre es ungünstig, den kreativen Prozess in irgendeiner Weise einzuschränken. Irgendwann steht fest, welche Ideen du weiterverfolgst. Der Fahrplan ist abgesteckt. Dann halte dich daran und stecke deine Köpfe nur noch mit Kreativkollegen zusammen. Erfahrene Designer können verwertbares Feedback von bloßen Meinungsäußerungen besser unterscheiden als jemand außerhalb des Kernteams.

Tipp 3: Lerne, mit Feedback in Spätphasen umzugehen

Wer von uns kennt das nicht: Das Projekt ist auf einem guten Weg, alles scheint wunschgemäß zu laufen, und kurz vor Toresschluss hat plötzlich jemand „nur noch ein paar kleine Anmerkungen“. Wichtig: Solches Feedback ist niemals in Stein gemeißelt, sondern Verhandlungssache. Mit einer klugen Moderation verhinderst du, dass unnötige oder unausführbare Änderungswünsche das Timing sprengen. Nachhaken: Feedback, das überhaupt nicht zielführend ist, entlarvst du schnell und einfach durch gezieltes Nachbohren. „W-Fragen“ helfen dabei. Warum gefällt das kleinere Logo nicht? Warum würde ein größerer Button den Nutzer zum häufigeren Anklicken motivieren? Es klingt banal, aber so erstickst du subjektive und willkürliche Änderungswünsche schnell im Keim.

Untermauere Entscheidungen mit Fakten: Meinungen sind billig zu haben, doch über knallharte Fakten zu streiten ist schwer. Wann immer es möglich ist, solltest du deshalb mit Statistiken, Nutzerdaten und Forschungsergebnissen zu Benutzerfreundlichkeit oder Designprinzipien deinen eigenen Ideen Nachdruck verleihen.

Tipp 4: Jeder kann sich einbringen, aber vergiss nicht: Du bist der Experte.

Man kann es nicht oft genug sagen: Auch, wenn der Prozess auf Zusammenarbeit beruht, hat immer noch der Designer das letzte Wort. Stelle das klar, wenn du dem Produkt den letzten Schliff gibst – andernfalls kann es leicht passieren, dass es sich in einen Haufen Kompromisse auflöst.

Das beste Design entsteht, wenn die getroffenen Entscheidungen einen Lernprozess auslösen. Nutze also dein Urteilsvermögen, führe Tests mit Anwendern durch, analysiere Verbesserungsmöglichkeiten und wiederhole anschließend das Procedere. Wenn du bei erneuten Würfen versuchst, es allen recht zu machen, wirst du letzten Endes trotzdem scheitern – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Davon ganz abgesehen: Wenn du auf Feedback reagierst, solltest du sicherstellen, dass es die anderen Teammitglieder auch mitbekommen. Das zeigt, dass du zugehört hast, und stärkt überdies das Vertrauen im gesamten Team.

Tipp 5: Erledige mit den richtigen Tools Kundenabstimmungen und andere Routineaufgaben schneller

Es ist kein Geheimnis mehr, dass du mit Tools und Webdiensten für Kollaboration die tägliche Teamarbeit viel effizienter bewältigen kannst. Mal angenommen, dass du als Kreativer ohnehin Tools von Adobe nutzt, etwa die Creative Cloud, hast du wichtige Werkzeuge schon zur Hand – ohne dass du vielleicht davon weißt.

Mit mobilen Apps kannst du genauso gut Layout-Skizzen anlegen wie auf Papier – und diese Entwürfe per Cloud-Sync gleich auf dem Desktop weiterbearbeiten. Und: Ein für Kreative optimierter Cloud-Speicher hilft dir dabei, immer wieder verwendete Assets auf jedem Gerät griffbereit zu haben und mit Teammitgliedern zu teilen. Außerdem erleichtert er die Abstimmung von Projektdateien mit dem Kunden viel besser als für den Allround-Gebrauch entwickelte Cloud-Dienste.

Die Autorin:

Kathrin Baumann ist Head of Marketing für den Bereich Digital Media in Zentraleuropa bei der Adobe Systems GmbH in München. Sie ist ein routinierter Marketing-Profi mit über 20 Jahren Erfahrung im Bereich der IT- und Software-Vermarktung. Dank ihrer Passion für die Themen Design, Kommunikation und digitale Transformation kennt sie sich bestens im deutschen Cloud-Markt aus und ist innerhalb der Kreativindustrie sehr gut vernetzt.

Ebenfalls interessant: „Gute Teamarbeit ist ein bisschen wie Jazz“: Diese Tipps vom Business-Coach für gute Zusammenarbeit bringen dein Team weiterDer Schlüssel zu guter Teamarbeit – Google will ihn gefunden haben und Adobe Max 2016: Die wichtigsten News für Design-Fans.

11 Dec 17:09

Common weaknesses in code

11 Dec 17:06

Learning Advanced JavaScript (2008)

11 Dec 17:06

Digitale Transformation: Abwarten ist die falsche Strategie

by Martin Recke

Warum warten viele Unternehmen immer noch ab, wie ihre Produkte durch die Digitale Transformation entwertet werden? Das war schon lange vorhersehbar, und verlorene Zeit lässt sich nie wieder aufholen.

Neulich hatte ich wieder einmal „Being Digital“ von Nicholas Negroponte in der Hand. In diesem Buch, das 1995 erschien, steht im Grunde schon alles drin, was man über die Digitale Transformation wissen muss. Okay, ich gebe zu, das ist ein wenig übertrieben. Dennoch, viele Unternehmen wären heute besser dran, wenn ihre Chefs damals „Being Digital“ in die Hand genommen und sich ein paar Gedanken darüber gemacht hätten, was die Digitalisierung für ihre Branche und ihr Unternehmen bedeuten könnte.

Wo das hinführen soll, war schon vor 20 Jahren bekannt

Denn dass Bits gegenüber Atomen unglaublich viele Vorteile haben, ist nicht erst seit gestern plausibel. Dass dadurch mittel- und langfristig alles digital sein wird, was sich nur irgendwie digitalisieren lässt, konnten vorausschauende Menschen schon vor mehr als 20 Jahren voraussagen: Nicholas Negroponte schrieb für einige Branchen sogar im Detail auf, welche Ereignisse und Konsequenzen aus seiner Sicht mit der Digitalisierung einhergehen. Er behielt oft recht – man hätte es also wissen können.

„Why Software Is Eating The World“, erklärte Marc Andreessen 2011 im Wall Street Journal – auch schon wieder fünf Jahre her. Trotzdem schien das damals für viele immer noch eine Neuigkeit zu sein. Warum ist eigentlich in vielen Branchen so wenig passiert? Warum warten viele immer noch seelenruhig ab, wie ihre bestehenden Produkte durch die Digitalisierung kommodifiziert, also austauschbar werden und dadurch an Wert verlieren? Warum ist die Größe der Herausforderung erst so spät und zum Teil anscheinend immer noch nicht richtig erkannt worden?

Stichwort: Informatikunterricht

Nun ist es so, dass auch das scheinbar Offensichtliche nicht für jeden gleichermaßen offensichtlich ist. Die Erkenntnis ist vielmehr an gewisse Voraussetzungen geknüpft. Zunächst einmal gehört dazu ein Grundverständnis digitaler Informationstechnik. Das ist nach wie vor weit weniger verbreitet, als es aus meiner Sicht wünschenswert wäre. Hier sind sicher die Schulen zu nennen, in denen die Informatik auch heute noch ein Schattendasein fristet. Meine eigene Schulzeit liegt schon so lange zurück, dass inzwischen bereits die nächste Generation ihre Schulzeit hinter sich gelassen hat. Manchmal habe ich dennoch den Eindruck, dass der Informatikunterricht im Vergleich zu damals heute eher schlechter als besser geworden ist.

Gewichtiger noch scheint mir aber eine Art kollektiver Verdrängungsmechanismus zu sein. Solche Mechanismen wirken auch in anderen Lebensbereichen. Zum Beispiel lässt sich kaum behaupten, dass die Flüchtlingskrise des Jahres 2015 quasi aus heiterem Himmel kam. Wer wollte, konnte auch schon in den frühen 90er Jahren wissen, was da auf uns zukam. Seit den 80er Jahren stieg bereits die Zahl der Asylanträge, 1992 beherrschte das Thema schließlich die Schlagzeilen. Damals wurde, ähnlich wie auch jetzt wieder, eine provisorische Lösung gefunden, um das Thema vom Tisch zu bekommen. An die Grundsatzproblematik traute und traut sich niemand heran. Die Konsequenzen wären einfach zu dramatisch.

So lange das Bestandsgeschäft funktioniert, ist der Veränderungssdruck gering. Und wenn das Bestandsgeschäft erst einmal nicht mehr so gut funktioniert, ist es meistens auch schon zu spät.

So läuft das auch in vielen Unternehmen. Überall gibt es kluge Leute, die wissen oder wenigstens ahnen, was auf sie zukommt. Sie werden aber häufig – eher: wenn überhaupt – zu spät gehört. So lange das Bestandsgeschäft funktioniert, ist der Veränderungssdruck gering. Und wenn das Bestandsgeschäft erst einmal nicht mehr so gut funktioniert, ist es meistens auch schon zu spät. Dann sind nicht mehr genügend Mittel vorhanden, um große Investitionen in Innovation zu stemmen. Außerdem fehlt die nötige Zeit. Als 2000/2001 die erste Internetblase platzte, legten sich gerade in Deutschland viele Unternehmen wieder schlafen. Das Thema Internet wurde vom CEO aus so lange nach unten delegiert, bis es beim Praktikanten angekommen war. Es dauerte entsprechend lange, bis es von dort wieder in die Chefetage geklettert war.

Verlorene Zeit?

In der Zwischenzeit haben unzählige Startups weiterhin fleißig Fakten geschaffen. Einige davon, darunter Namen wie Google, Facebook oder Amazon, zählen heute zu den großen Spielern. Die verlorene Zeit lässt sich nie wieder aufholen. Denn das Innovationstempo der digitalen Welt ist so hoch, dass mit konventionellen Mitteln wenig auszurichten ist. Es braucht schon eine Verzehnfachung des Kundennutzens, um hier mithalten zu können. Darin allerdings liegt tatsächlich die große Chance. Schließlich ist noch längst nicht alles digital, was sich prinzipiell digitalisieren lässt. Neue, digitale Produkte, die zehnmal so gut sind wie das, was den Konsumenten heute angeboten wird, sind möglich.

Sie müssen nur erfunden werden.

Der Autor

martin-recke-foto.256x256Martin Recke gehört zu den Gründern der NEXT Conference und arbeitet für SinnerSchrader in Hamburg, wo er bis 2010 für die PR verantwortlich war. Er schreibt regelmäßig ins Internet und hat einen journalistischen Hintergrund. Mehr zur NEXT unter nextconf.eu.

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11 Dec 17:05

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11 Dec 17:04

Windows 10 für ARM64 bekommt erste Programme

by Albert Jelica

Microsoft hat erst vor wenigen Tagen angekündigt, dass man Unterstützung für ARM 64-bit Prozessoren in Windows 10 implementieren wird und, um volle Kompatibilität zu Desktop-Programmen zu gewährleisten, wird es eine Emulation von x86-Anwendungen geben.

Das bedeutet allerdings nicht, dass nicht auch native für ARM-kompilierte Anwendungen unter Windows 10 laufen werden. Wer beispielsweise am Surface RT einen Jailbreak angewendet hat, kann tatsächlich auch Desktop-Programme nutzen, wenn diese für ARM kompiliert wurden.

Da zahlreiche Anwendungen Open Source zur Verfügung stehen, ist das auch nicht weiter ein Problem. Ein Entwickler und Microsoft-Fan hat mit einer bislang nicht veröffentlichten Version von Visual Studio nun die beiden Anwendungen 7zip und PuTTY für ARM64 kompiliert. Daher können Nutzer zum Start der neuen ARM-Geräte mit Windows 10 schon auf die ersten nativen Anwendungen zurückgreifen.

Traut man Microsofts erstem Demo-Video, so entsteht aber der Eindruck, dass dies gar nicht notwendig sein muss. Dank der „magischen Emulationstechnologie“, wie es das Unternehmen formuliert, laufen x86-Apps ohne Modifizierung ohne Probleme auf den lüfterlosen ARM-Prozessoren und zwar sehr flüssig. Qualcomm und Microsoft haben bereits angekündigt, dass diese Technologie ab Mitte 2017 von den ersten Prozessoren unterstützt werden wird und wir vermutlich dann auch mit ersten Geräten rechnen können, welche nur mit einem ARM 64-bit Prozessor ausgestattet sind.


via mspu / Quelle: xda developers

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11 Dec 17:04

Insider: Fotos-App für Windows 10 Mobile bekommt App-Vorschläge im Teilen-Menü

by Albert Jelica

Microsoft testet aktuell eine neue Version der Fotos-App für Windows 10 und Windows 10 Mobile, welche derzeit für Windows Insider im Fast Ring erhältlich ist. Die Version 16.1128.10012.0 bringt eine ganze Reihe von Neuerungen mit, darunter einiges Interessantes.

App-Vorschläge im Teilen-Menü

Vereinzelt sehen Windows Insider nun beim Teilen eines Fotos unter Windows 10 Mobile nun Vorschläge für Apps, wenn sie diese Anwendungen noch nicht installiert haben. Tippt man darauf, so gelangt man nicht auf die Store-Seite, sondern die App wird direkt installiert.

Die Reaktionen der Nutzer darauf sind unterschiedlich, jedoch ist die Mehrheit nicht wirklich davon begeistert. Vor allem die Tatsache, dass die Anwendungen sofort installiert werden, wenn man darauf tippt, scheint die Insider etwas zu beunruhigen. Microsoft sammelt aber offenbar Feedback dazu und sollte dieses  allzu negativ ausfallen, dürfte man diese Funktion wohl wieder zurückziehen.

Weitere Ordner hinzufügen

Außerdem neu ist, dass Nutzer beim ersten Start der Windows-App aufgefordert werden, neue Ordner zur Fotos-App hinzuzufügen. So können Nutzer von Dropbox oder anderen Cloud-Speichern direkt aus der Fotos-App darauf zugreifen, wenn sie diese Ordner hinzufügen.

Daneben werden Nutzer am Desktop darüber informiert, dass Microsoft auch OneDrive-Apps für Windows 10 Mobile, Android und iOS hat. Anwender können ihre Telefonnummer eingeben und bekommen daraufhin per SMS Anweisungen, wie sie die Apps aus den unterschiedlichen Stores holen können.


via mspu

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11 Dec 17:00

Atommüllendlager: Gorleben ist Geschichte

by ZEIT ONLINE: Wirtschaft - Michael Müller, Stefan Wenzel
Die Vorschläge der Atom-Endlagerkommission sind eine Zäsur. Im Wendland kann der Müll nicht gelagert werden.
11 Dec 17:00

Europäische Union: Österreich will Beitrittsgespräche mit der Türkei blockieren

by ZEIT ONLINE: Ausland -
Die EU ist über das weitere Vorgehen gegenüber Ankara uneins. Wiens Außenminister Kurz kündigt ein Veto gegen weitere Verhandlungen an. Juncker will jedoch weiter reden.
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Kinder am Gleis sorgen für Sperrung der Stammstrecke

by Kathrin Garbe
München - Die Stammstrecke in München ist am Sonntag zwischen Pasing und Donnersbergerbrücke etwa eine Stunde gesperrt worden. Kleine Menschen hatten ein großes Chaos angerichtet.
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Schlafmangel: Warum Unternehmen auf ausgeschlafene Mitarbeiter setzen sollten

by ZEIT ONLINE: Karriere - Tina Groll
Jeden Tag interessantes Karrierewissen. Folge 10 zeigt, dass durch übermüdete Mitarbeiter Milliardenschäden in der Wirtschaft entstehen. Warum Schlafpausen sinnvoll wären
11 Dec 16:55

NSA-Akten: Russland soll Akten aus Bundestagsausschuss veröffentlicht haben

by ZEIT ONLINE: Deutschland -
Deutsche Geheimdienste machen russische Hacker für die Wikileaks-Enthüllungen zum NSA-Ausschuss verantwortlich. Politiker warnen vor Einflussversuchen auf die Wahl 2017.