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Lenovo's new docks and displays embody the single-cable USB-C dream
Lenovo has a pair of laptop docks and a pair of new monitors that embrace the dream of a single cable.
USB-C and Thunderbolt 3 have the potential to revolutionize how we plug in — a single cable that can do general purpose data, video, and power. And it's reversible! Lenovo's embracing USB-C in a big way with their newest docks and monitors.
Lenovo ThinkVision displays
There are two new displays to note here: the ThinkVision P27h (27 inches) and P24h (23.8 inches). Both are QHD (2560x1440) IPS LCD panels, supporting nearly 100% of the sRGB color gamut and a 6ms response time. Lenovo's shunning bezels here, with barely a border across the top and sides; even the one across the bottom isn't exceedingly thick.
And while they each sport HDMI and DisplayPort inputs, it's the USB-C port that's the real star here. This single port allows you to plug in your laptop with just one cable, sending video, data, and power. There are four full-sized USB ports along the edge of the display (all the better to connect with ease). Thanks to the 10GBPS capabilities of USB-C 3.1, there's even DisplayPort out so you can hook up a second display.
Lenovo's priced the ThinkVision P27h display at $329 and the P24h at $259, with availability expected in March 2017.
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Bundesarbeitsgericht: Betriebsrat darf beim Facebook-Auftritt mitbestimmen

Facebook und Co. gewinnen schon aufgrund der weiterhin steigenden Benutzerzahlen auch künftig an Wichtigkeit für Unternehmen. Zur rechten Zeit entschied daher das BAG, dass der Betriebsrat durchaus ein Mitspracherecht beim Facebook-Auftritt hat, wenn auch in gewissen Grenzen.
Das Web 2.0 stellt den deutschen Gesetzgeber und die Rechtsprechung vor eine qualitativ und quantitativ höchst anspruchsvolle Herausforderung. Denn es genügt längst nicht mehr, die schier zahllosen Gesetze schlicht zu novellieren. Ein Mindestmaß an Nachhaltigkeit ist von hoher Wichtigkeit, um den sich täglich, stündlich, gar minütlich ergebenden Neuerungen im Internet Rechnung zu tragen. Diese Herkulesaufgabe bewältigt unter anderem das Bundesarbeitsgericht in stetiger Folge. Jüngstes Beispiel hierfür ist der Streit zwischen einem Konzern, der Blutspendedienste betreibt, und seinem Betriebsrat über die Frage, ob die Mitarbeitervertretung ein Mitbestimmungsrecht am Unternehmensauftritt auf sozialen Netzwerken hat und wie weit dieses Recht reicht.
Der Sachverhalt
Das besagte Unternehmen hatte im April 2013 eine eigene Facebook-Seite eingerichtet, auf der es Nutzern möglich war, eigene Beiträge zu hinterlassen. Da es jedoch auch zu Nutzerbeiträgen kam, die das Verhalten von Ärzten und weiteren Arbeitnehmern des Unternehmens beanstandeten, wehrte sich der Betriebsrat dagegen und begehrte die vorläufige Schließung der Facebook-Seite. Zur Begründung führte der Betriebsrat an, die Facebook-Seite eröffne dem Unternehmen die Möglichkeit der Überwachung der eigenen Beschäftigten. Dreh- und Angelpunkt dieser Argumentation ist § 87 Abs. 1 Nr. 6 des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG), wonach dem Betriebsrat im Falle der
Einführung und Anwendung von technischen Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen
ein Mitbestimmungsrecht zusteht. Das ursprünglich angerufene Arbeitsgericht Düsseldorf untersagte dem Unternehmen die Fortführung des Betriebs der Facebook-Seite und bejahte ein umfassendes Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats bei der Einrichtung und dem Betrieb der Facebook-Seite. Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf hob mit Beschluss vom 12. Januar 2015 (Az.: 9 TaBV 51/14) diese Entscheidung indes auf und wies die Klage des Betriebsrates zurück. Auf die dagegen eingelegte Rechtsbeschwerde bekam der Betriebsrat vor dem Bundesarbeitsgericht nun teilweise Recht.
Die Entscheidung & (rechtliche) Hintergründe
Mit Beschluss vom 13. Dezember 2016 (Az.: 1 ABR 7/15) räumte das Bundesarbeitsgericht dem Betriebsrat ein Mitbestimmungsrecht für den Fall ein, dass der Arbeitgeber auf seiner Facebook-Seite für andere Facebook-Nutzer die Veröffentlichung von Besucher-Beiträgen ermöglicht, die sich auf das Verhalten oder die Leistung einzelner Beschäftigter beziehen. Die Veröffentlichung von Posts mit Bezug auf das Verhalten oder die Leistung von Arbeitnehmern entspricht folglich einer „technischen Einrichtung zur Überwachung von Arbeitnehmern“ im Sinne des § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Entscheidet sich ein Unternehmen demnach bei unternehmenseigenen Social Media-Auftritten für eine solche Funktion, ist der Betriebsrat in diese Entscheidung einzubeziehen. Das Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats wird durch Betriebsvereinbarungen und Regelungsabreden zwischen Mitarbeitervertretung und Arbeitgeber realisiert. Der Betriebsrat muss also nach vorheriger Anhörung in die Entscheidung zustimmen. Gelingt eine Einigung nicht, entscheidet die sogenannte Einigungsstelle (§ 76 BetrVG).
Das BetrVG trat im Jahr 1952 erstmals in Kraft und umschreibt in § 87 die obligatorische Mitbestimmung des Betriebsrats detailliert und abschließend. Dem § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG kommt dabei eine besonders gewichtige Rolle zu, da der Gesetzgeber zum Zeitpunkt seiner Einführung über die heute existierenden technischen Szenarien bzw. Möglichkeiten bestenfalls spekulieren konnte. Dementsprechend legt das Bundesarbeitsgericht diese Regelung seit Langem dahingehend aus, dass technische Überwachungseinrichtungen in diesem Sinne nicht tatsächlich zur Überwachung bestimmt sein müssen. Ausreichend ist nach herrschender Auffassung vielmehr, dass die Einrichtungen zur Durchführung entsprechender Überwachungen geeignet sind. Deswegen erfasst § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG letztlich alle modernen technischen Lösungen, die Daten erfassen (Mobiltelefone, Telefonsysteme, Zeiterfassungssysteme, GPS-Systeme, Druckersysteme, EDV u.ä.). Schließlich besteht zumindest die theoretische Möglichkeit, mithilfe dieser aufgezeichneten Daten Schlussfolgerungen auf das Arbeitsverhalten der Arbeitnehmer zu ziehen.
Hinweis: Es handelt sich hierbei um einen weiteren Artikel aus unserer neuen Kategorie „Recht & Wirtschaft„.
(Bild-)Quellen: Bundesarbeitsgericht (Pressemeldung), Venturebeat, Q.pictures / pixelio.de, stevepb/ pixabay | via: RAe von Bergner & Özkan Wedel
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Wohnungsmiete darf später gezahlt werden
Viele Wohnungsmieter können sich ab sofort mehr Zeit lassen, wenn sie die Monatsmiete überweisen. Entgegen dem Wortlaut der meisten Formularverträge ist es nicht erforderlich, das die Miete am dritten Werktag eines Monats beim Vermieter eingeht. Vielmehr genügt es, wenn das Geld bei der Bank eingezahlt ist bzw. der Dauerauftrag ausgeführt wird. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden.
Die meisten Formularverträge orientieren sich am Gesetz. Danach muss die Miete bis zum 3. Werktag des Monats entrichtet werden (§ 556 BGB). Das wurde bisher so verstanden, dass die Miete spätestens am 3. Werktag des Monats beim Vermieter eingegangen sein muss. Nach Auffassung des Bundesgerichtshofs wird „entrichten“ heute aber allgemein so verstanden, dass das Geld bei der Bank eingezahlt wird und dann auf die Reise zum Empfänger geht. Die schärfere Regelung bürde dem Mieter das Risiko für Verzögerungen bei der Bank auf. Das benachteiligt laut dem Gericht den Mieter, weswegen die Klausel unwirksam ist (Aktenzeichen VIII ZR 222/15).
Kündigung: "Viele Chefs sind schlecht vorbereitet"
LogoMiner: Diese Schriftarten stecken hinter bekannten Logos
LogoMiner zeigt über 70 Logos, deren Farben, Fonts und vieles mehr. Die perfekte Sammlung für alle Web-Worker.
Was sind nochmal die Hausfarben von Ikea, Redbull oder Facebook? Oder welche Fonts verwenden Facebook, Subway und Co.? Auf diese Fragen findet ihr bei LogoMiner Antworten. LogoMiner zeigt euch übersichtlich die Details bekannter Logos – auch zum Download.
LogoMiner: Die Logo-Sammlung
LogoMiner ist eine gut gefüllte Sammlung mit den Logos von bekannten Unternehmen – darunter Burger King, Ikea, Kodak, Rebull, Starbucks und viele weitere. Das Besondere an der Sammlung ist die detaillierte Ansicht eines einzelnen Logos, denn da können die verwendeten Fonts und Farben der der Logos eingesehen werden. Natürlich haben auch viele Unternehmen ihre eigenen Fonts oder welche, die verändert wurden; dafür werden dann alternative Fonts gezeigt, die dem Original stark ähneln. Darüber hinaus können die Logos in den gängigen Formaten (eps, jpg, svg, png, pdf) kostenlos und ohne Anmeldung abgespeichert werden. Die Schriften sind leider nicht enthalten und müssen gesondert heruntergeladen werden.
Im Dashboard kann nach verschiedenen Suchkriterien gefiltert werden, zum Beispiel nach Branche der Unternehmen, Farben, Schriftart oder -stärke. Es kann auch nach Logo-Art gefiltert werden, sprich, ob ein Logo nur aus einem Symbol besteht, ein Symbol mit Text ist oder nur Text enthält.
Geeignet ist LogoMiner für alle aus den Berufsfeldern Marketing, Design und Typografie, vielleicht sogar für den ein oder anderen Entwickler. Bisher ist die Sammlung sehr überschaubar, es werden jedoch wöchentlich fünf bis zehn neue Logos hinzugefügt. Das eigene Logo kann auf Anfrage über das Kontaktfeld auch hinzufügt werden – nachdem es von LogoMiner überprüft wurde.
Flüchtlinge wollen Wohngruppe anzünden
Löwen-Dompteur im Circus Krone: Peta-Aktivisten haben keine Ahnung
So wirst du zum Frühaufsteher
Na, wie oft denkst du dir morgens: „Juhu, endlich aufstehen und das Bett verlassen!" – eher selten, oder? Dabei kann es wirklich effizient sein, ein Frühaufsteher zu werden.
Es ist gar nicht so schwer, sich zum frühen Aufstehen zu motivieren. Wie t3n-Redakteur Lars Budde in seinem Selbstversuch berichtete, sind die Schlüssel zum Erfolg als Morgenmensch klare Ziele und eine Routine. Doch wo kannst du am besten anfangen?
Früh aufstehen heißt, dass du mehr von deinem Tag hast. In einer US-Studie von CashNET USA wurden jetzt sechs Tipps dafür ermittelt – mit wissenschaftlichem Hintergrund.
Ein gutes Frühstück macht dich als Frühaufsteher zum Problemlöser
Oder zumindest hilft dir ein ausgewogenes Frühstück dabei, besser beim Lösen von Problemen zu werden. Laut der Studie sind Menschen, die eher aufstehen, nämlich besonders gut darin, eine Lösung zu entwickeln. Und glücklicher bist du dabei auch noch: Die Lerchen – so wie die Frühaufsteher ebenfalls bezeichnet werden – sind laut Wissenschaft besser darin, ihre (morgendlichen) Aktivitäten zu planen und sind stabiler in ihrer Persönlichkeit. Den Nachteulen eilt da ein schlechterer Ruf voraus: Ihnen wird nachgesagt, zu Depressionen zu neigen.
Zwei weitere Gründe, um morgens früh aufzustehen, sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse, dass du morgens produktiver bist und deine Sportübungen bis zu 20 Prozent mehr Fett verbrennen. Wenn du dich denn dazu aufraffen kannst, bevor du deinen ersten Kaffee hattest.
Wie kommst du besser aus dem Bett?
Die Tatsache, ob du ein Frühaufsteher oder Langschläfer bist, hängt zu 50 Prozent von erblichen Faktoren ab. Die anderen 50 Prozent können zumindest daran arbeiten, sich ihren Morgen zu optimieren. Mit einigen Techniken kann das ganz leicht klappen.
Auch hierfür gibt es 11 Tipps aus der Wissenschaft, an die du dich halten kannst: Im Artikel von Lars Budde kannst du ebenfalls noch einmal nachlesen, wie alt bewährte Tipps im Umgang mit Smartphone und Routinen umgesetzt wurden. Nur einen Tipp gab es da noch nicht: Campen gehen! Ja, du hast richtig gelesen. Ergebnisse zeigen, dass natürliches Licht Campern dazu verhilft, in einen natürlichen Schlafrhythmus zu finden. Je nachdem welche Jahreszeit ist, stehen Camper automatisch bis zu einer Stunde früher auf. Natürlich sollst du nicht sofort in ein Zelt vor dein Büro ziehen, aber vielleicht mal einen einwöchigen Camping-Trip in Erwägung ziehen.
Mit einem Klick auf das untenstehende Vorschaubild öffnet ihr die komplette Infografik:
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via designtaxi.com
Die Lebendigkeit des Formalen oder «Wer hat Angst vor Dapertutto?»
In meinem letzten Blogbeitrag habe ich über die Natur-Kultur-Dichotomie nachgedacht und sie im Lichte Bruno Latours Ideen beleuchtet. Seine Schlussfolgerung, dass eine strikte Trennung von Natur und Gesellschaft zu hybriden Monsterwesen führt, ist zwar eigensinnig, reiht sich aber in ein zunehmendes Unbehagen gegenüber gewissen Denkdoktrinen ein. Es scheint, dass Grundsätze der klassischen abendländischen Tradition in Frage gestellt werden, weil sie immer öfter Beobachtungen zu widersprechen scheinen.
Während Latour feststellte, dass es zu Problemen kommt, wenn immer Gegensätze konstruiert und getrennt werden, stolperte z.B. Gotthard Günther über selbstreferentielle Aussagen, die sich zwar umgangssprachlich formulieren lassen, sich bei näherem Hinsehen aber als Zirkelschlüsse erweisen (z.B. wenn ein Kreter behauptet, dass alle Kreter Lügner seien). Beide Unbehagen – das gegenüber Dichotomien, wie das gegenüber Zirkelschlüssen – sind verwandt und lassen sich nur auflösen, wenn gewisse Paradigmen in Frage gestellt werden. Günthers Morphogrammatik will der phänomenologisch beobachteten Aufspaltung der individuellen Realität in Subjekt und Objekt (oder Gesellschaft und Natur) vorangehen.
Dichotomien in indoeuropäischen Sprachen
Es ist zwar richtig, dass Menschen vorwiegend intuitiv-gefühlsmässig urteilen und nicht denkbasierend. Was ich oben mit „Denkdoktrinen“ meinte sind Denkformen, die sich in die Gefühlswelt fortsetzen und auch die Intuition beeinflussen. Wir haben das Gefühl, dass etwas ist oder nicht ist und kein Zwischenweg existieren kann. Und wenn ich etwas „im Gefühl habe“, dann glaube ich, dass es richtig ist. Denkdoktrinen oder Denkformen kommen vor allem über die Sprache in unsere Gefühls- und Glaubenswelt.
Anders als etwa in Mandarin oder in Fahrsi trennen die indoeuropäischen Sprachen Subjekt und Prädikat.
Aristoteles hat daraus ein Gesetz der Vernunft gemacht und seine Logik darauf aufgebaut. Descartes schied die Welt in eine res extensa und eine res cogitans.
Die westliche Kultur war dank der aristotelischen Logik und der kartesischen Physik zunächst enorm erfolgreich, gerät aber mit den Dichotomien Subjekt und Prädikat, Täter und Tätigkeit, Quantität und Qualität, Natur und Geist nach und nach in eine Krise. Der Grund dafür ist u.a. die Digitalisierung, wie ich weiter unten noch darlegen werde.
Thomas Mahler schreibt in seiner Morphogrammatik (1):
Diese Substantiv:Verb Unterscheidung innerhalb der Grammatik kann …. nicht als Beleg für eine tatsächliche Aufspaltung der ‘Realität’ in aquivalente dichotome Strukturen gewertet werden, da Sprachen existieren, in denen solche Unterscheidungen unbekannt sind, die den Menschen des jeweiligen Kulturkreises dennoch eine adäquate Kommunikation über die Welt ermöglichen.
Die dichotome Struktur der Grammatiken indoeuropäischer Sprachen, deckt sich … mit der dualistischen Form der klassischen Logik, die die grammatikalische Dichotomie auf ihre knappste Gestalt, die Spaltung von Subjekt und Objekt, verkürzt und sie zur Grundlage der abendländischen Rationalität erhebt

„Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“, sagte Ludwig Wittgenstein. Wenn unsre Sprache Subjekt und Objekt dermassen strikt trennt, so bin ich kaum in der Lage, über den Schatten dieser Dichotomie zu springen. Sie definiert meine Welt und meine Gefühle. Aber ich bin unter Umständen fähig, sie mit formalen Mitteln zu überwinden.
Die Natur ist konstruiert
Immer ausgeklügeltere Theorien und immer feinere und empfindlichere Instrumente machen klar, dass wir nicht die Natur beschreiben, sondern uns ein Bild von der Natur konstruieren, das von unseren Instrumenten und Theorien abhängig ist.
Carl Friederich von Weizsäcker schreibt(2):
Ein Kernstück von Sein und Zeit ist die Kritik der Cartesischen Ontologie. Dort wird gezeigt, daß Descartes nach dem Sein selbst nicht fragt. Deshalb ist es möglich, daß für ihn spezielle Bestimmungen [des Seins] zu definierenden Merkmalen seiner zwei ‘Substanzen’ werden. Die substantielle Trennung von res cogitans und res extensa nun ist die methodische Voraussetzung der gesamten klassischen Naturwissenschaft. Der sogenannte ‘naturwissenschaftliche’ Begriff methodischer Sauberkeit verlangt das absolute Vermeiden von ‘Grenzüberschreitungen’ zwischen diesen beiden Bereichen (erinnert an Latours Reinigungsarbeit; PA). Es scheint mir charakteristisch für die positive Wissenschaft unserer Zeit, daß die innere Logik ihrer eigenen Probleme sie zur Sprengung dieses Dammes zwingt. Dies wird evident in allen psychophysischen Problemen, wie etwa der Erforschung der Wahrnehmung, der Bewegung organischer Körper, des Ausdrucks. Es zeigt sich aber ebenso in der Problematik des ‘Beobachters’ in der Atomphysik
Wer immer die naturwissenschaftliche Betrachtungsweise kritisiert und ihr irgend eine Relevanz für das Leben abspricht, muss also die Trennung von Objekt und Subjekt und von Natur und Kultur aufgeben und Natur im Sozialen zulassen (das ist selbstreferentiell). Wer Natur und Gesellschaft strikt trennen will, fällt dem kartesischen Irrtum anhin.
Ironie der Digitalisierung: 0 und 1 sind nicht genug!
Mit zunehmender Digitalisierung gerät die aristotelische Logik in Zugszwang. Die zweiwertige Logik, die auf dem Tertium non Datur beruht – eine Aussage ist entweder wahr oder sie ist unwahr, etwas Drittes gibt es nicht –ist für Computer nur auf der Elementarebene nützlich. Auf der Anwendungsebene kann ein Computer Objekte nur konstruieren. Ein indirektes Argument für die Existenz eines Objekts nützt einem Computer nichts, da er das Objekt ohne weitere Angaben nicht konstruieren kann. Die Ironie ist, dass der Computer selbst auf der Zweiwertigkeit basiert. Die strikte Unterscheidung «ein Leiter führt Strom oder er führt keinen Strom, etwas Drittes gibt es nicht», ist ja genau das, was das Tertium non Datur fordert. Und genau diese Unterscheidung führt nun zu Problemen, wenn ein Computer ein Objekt konstruieren soll.

Selbst Zahlen sind davon betroffen, denn ein Computer kann nicht mit «unendlichen Zahlen» umgehen. Unendlichkeit ist nicht konstruierbar. Ausgerechnet die Bruchzahlen, die auf dem Dezimalsystem beruhen, also z.B. 0.1 oder 0.01, sind für einen Computer überhaupt nicht fassbar, denn sie können im Binärsystem nur als unendlichen Bruch geschrieben werden. Ein Computer schneidet aber nach ein paar Stellen ab, so dass ein Zehntel nicht genau als einen Zehntel gespeichert ist. Natürlich gibt es dazu Lösungen und alternative Darstellungsmöglichkeiten, aber das würde hier zu weit führen.
Wie bei allen Beispielen kann man auch hier über Relevanz und Präzision diskutieren. Beispielsweise bieten die Entwicklung von Wissensrepräsentationen oder von künstlicher Intelligenz viele weitere Bedürfnisse nach einem konstruktiven Formalismus, der vom Tertium non Datur absieht. Ich will damit zeigen, wie die Trennung eines dualen Begriffspaares anderswo zu Schwierigkeiten führen kann und gerade die Informatik an den Grundfesten der klassischen Logik rüttelt.
Kritik des Formalen
Immer häufiger treffe ich in meinem Wahrnehmungsbereich formalisierungs- und mathematikkritische Meinungen an, wie z.B. dass das Formale sich nur auf den «toten» (ich würde besser von «unbelebt» oder «physikalisch» sprechen) Teil der Welt anwenden lasse und das Lebendige nicht erfassen könne. Konkret wird z.B. behauptet:
- Mathematische Objekte sind nicht Teil der Wirklichkeit.
- Die Mathematik liefert unveränderliche ideale Formen.
- Formale Logik ist aus logischer Sicht nicht logisch.
- Formale Logik systematisiert das Denken.
Der Behauptung, Mathematik liefere unveränderliche ideale Formen und sei nicht Teil der Wirklichkeit, mangelt es womöglich an tieferen Kenntnissen der Mathematikgeschichte, der Philosophie der Mathematik sowie des Universalienproblems.
Aus solchen Behauptungen wird dann schnell geschlossen, dass Mathematik formalisierte Sprache sei, die zu Totalitarismus führe. Jemand hat geschrieben, dass die Menschen durch Belohnung und Bestrafung darauf konditioniert werden, auf ideale Formen der Sprache zu achten und dadurch ihr Mitgefühl und ihre Denkfähigkeit verkümmere und nur noch Gier, Neid und Hass übrigbleibe. Die Behauptung scheint mir aus den Fingern gesogen und die Schlussfolgerung willkürlich zu sein.
Andere behaupten etwas weniger spezifisch, Mathematik erzeuge Angst. Da wundere ich mich, wovor Menschen Angst haben können. Ich habe Angst vor Gespenstern, Monstern, Krieg oder Krankheiten, die mein Leben bedrohen, aber eine Wissenschaft kann mir nicht Angst machen, sondern mich allenfalls nicht interessieren.
Digitalität erhöht den formalen Anteil unseres Lebens
Während es bis vor paar Jahrzehnten noch möglich war, Mathematik einfach zu ignorieren, droht nun die Digitalisierung mit der Unausweichlichkeit, sich mit dem Formalen zu versöhnen.
Ohne Formalismus geht nichts mehr. Die Formatierung eines Textes, formelmässiges Auswerten von Daten in einer Tabellenkalkulation, Programmierung als obligatorisches Schulfach, Entwicklung von Blockchaintechniken, etc. erfordert ein weitergehendes Verständnis des Formalen. Der Vorwurf, die Welt bestünde nicht nur aus Zahlen, greift nicht mehr, weil Computer nicht in erster Linie zum Rechnen dienen, sondern zur Symbolmanipulation, wie Bildbearbeitung, Abspielen von Musik, Erfassen von Stimmungen, checken des Gesundheitszustandes, etc. Symbolmanipulation ist aber reine Mathematik.
Die Abneigung gegen alles Formale kann von der Abwertung der Relevanz von MINT-Fächern bis hin zur Leugnung der Digitalität oder gleich von allem Faktischen führen. Wer immer sich dann anbietet, die intellektuellen Klugscheisser mundtot zu machen, hat schnell die Sympathie aller Formalisierungsgegner gewonnen. Hier erscheint Mangel an Akzeptanz des Formalen als Mangel kritischen Denkens, denn dass «des Retters» Argumentarium sich nicht an logische Grundsätze hält und voll Zirkelschlüsse und falschen Schlussfolgerungen ist, können die Formalisierungsgegner dementsprechend gar nicht feststellen, weil sie ja keine Möglichkeit zur Analyse haben.
Das Formale ist nicht starr und hat nichts mit dem Tod zu tun!

Zurück zum Dichotomien-Problem stellen wir fest, dass die Trennung von nichtformal-lebendig und formal-unbelebt selbst eine Dichotomie und damit problembehaftet ist. Dichotomien gibt es nicht, es ist bloss eine Medaille mit zwei Seiten. Wie ein Baum aus einem Samenkorn hervorgeht, um dann selber wieder Samenkörner zu produzieren, so bedingen die beiden Pole einer Dichotomie einander gegenseitig.
Das Formale wäre ohne das Lebendige undenkbar und das Lebendige baut auf dem Formalen auf (z.B. die Kombinatorik der DNS-Basenpaare). Formalismus kommt von Form. Und wer möchte behaupten, das Leben sei formlos? Form und Formalismus kann vom Leben nicht getrennt werden! Wer das eine vom anderen trennt, gerät immer tiefer in die Bedrouille.
Addendum: Hoffmanns Erzählungen oder was es mit Dapertutto auf sich hat
Ich erinnere mich an Jacques Offenbachs Oper «Hoffmanns Erzählungen», die sehr lebendig und (be-)rauschend in einem studentischen Weinlokal beginnt («wer zu wenig verträgt, fällt unter’n Tische»). Hoffmann singt das Lied vom Zwerg Kleinzack und erzählt auf Drängen seiner Kommilitonen seine drei Liebesgeschichten. Darin ist sein Gegner der personifizierte Formalismus, ein Physiker, der mit allerlei formalen Tricks versucht, Hoffmann zu zerstören.
In der ersten Geschichte heisst er Spalanzani und baut einen Roboter, der äusserlich wie eine anmutige Frau aussieht, in die sich Hoffmann verliebt. Damit dieser den Fake nicht wahrnimmt, schenkt Spalanzani ihm eine Spezialbrille (als Physiker versteht er etwas von Optik), durch die alles idealisiert wird.
In der zweiten Geschichte tritt der Formalismus als Dr. Mirakel auf und entpuppt sich als Teufel, der die musikbegeisterte Geliebte Hoffmanns zu ausdauerndem Singen verleitet, bis sie, ausser Atem, tot umfällt. Das gelingt Mirakel durch Kenntnisse des formalen Aspekts der Musik, indem er vielleicht Rhythmus und Frequenz entsprechend steigert.
In der dritten Geschichte heisst der Formalismus Dapertutto und besitzt einen funkelnden Diamanten, der Hoffmann sein Spiegelbild raubt. Der tetraedrische Aufbau von Diamant ist der Inbegriff des Formalen schlechthin, während die Wahl des Spiegelbildmotivs eine erneute Anspielung auf die Optik als Teilgebiet der Physik ist.
Die Schlussszene spielt wieder im Weinlokal. Hoffmann und seine Kommilitonen sind vor lauter Formalismus betrunken. Geschwunden ist die anfängliche Lebendigkeit. Es gibt nur Formalismus oder Lebendigkeit. Das ist die Dichotomie. Aber ohne Spalanzani/Mirakel/Dapertutto wären die Liebesgeschichten nicht lebendig gewesen. Es hätte schlicht nichts zu erzählen gegeben. Und ohne die Lebendigkeit Hoffmanns hätte es Spalanzani/Mirakel/Dapertutto nicht gebraucht.
Wie löst Offenbach die Dichotomie auf? Statt alles zusammenbrechen und Hoffmann der Hoffnungslosigkeit anheimfallen zu lassen, wird er in einer Apotheose in den Götterhimmel und selbst zum Gott befördert. Damit entlässt Offenbach die Zuschauer mit gutem Gefühl nach Hause. Für mich bedeutet das jedoch, dass wer in Dichotomien denkt, nicht von dieser Welt ist.
(1) Thomas Mahler: Morphogrammatik – Eine Einführung in die Theorie der logischen Form
(2) Von Weizsäcker, C.F.: Der Garten des Menschlichen. Beiträge zur geschichtlichen Anthropologie. München, C. Hanser Verlag, 1977. S.244 f.
Sie müssen erst den Nippel durch die Lasche ziehen
Sicherlich gibt es einige, die just in diesem Augenblick versuchen, ein mutmaßlich aus fernen Ländern importiertes, in Einzelteilen geliefertes Weihnachtsgeschenk zu montieren, einzurichten oder wenigstens zum Blinken zu bringen.
Falls das Ganze in Flüchen und Verwünschungen endet, hält vielleicht ausgerechnet das Bürgerliche Gesetzbuch ein wenig Trost bereit. Die frohe Botschaft stammt aus § 434 BGB:
Ein Sachmangel liegt bei einer zur Montage bestimmten Sache ferner vor, wenn die Montageanleitung mangelhaft ist…
Vielleicht ist einviertelaufgebaut zurückgeben also seliger als behalten. In diesem Sinne: frohe und stressfreie Weihnachten.
Die Telekom wird beim Netzausbau schneller: Mit dem Horizontalbohrverfahren müssen keine Gräben ausgehoben werden und beim Einblasen der Glasfaser gibt es Verbesserungen. (




Für IT-Firmen ist die Suche nach Fachkräften eines der größten Probleme des kommenden Jahres. Der Mangel an Experten für IT-Jobs werde zu einem der Hauptrisiken für künftige Geschäftstätigkeiten. (