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08 Jun 12:30

Eine Woche DSGVO: „Und die Welt steht noch“

Die neue Datenschutzgrundverordnung ist nun knapp eine Woche in Kraft – und hat bereits teils kuriose Blüten getrieben. Unter Verbrauchern und Unternehmen herrscht Unsicherheit. Manche Befürchtungen blieben jedoch aus – zumindest vorerst.

Verheerende Folgen wurden prophezeit, bis zuletzt verbreiteten sich Unkenrufe und Warnungen. Nun ist die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) seit knapp einer Woche europaweit gültig. Was ist passiert? „Die Welt steht noch“, sagt Rechtsanwalt Christian Solmecke. „Die schlimmen Befürchtungen vieler Unternehmen haben sich bislang nicht bestätigt.“ Dennoch war das neue Regelwerk in vielen Bereichen folgenreich – und führte zu teils kuriosen Konsequenzen.

Eine ganze Reihe von Websites und Blogs war zum Stichtag vor allem aus Rechtsunsicherheit vom Netz genommen worden. Auch einige US-amerikanische Zeitungen hatten zunächst ihr Online-Angebot für europäische Leser gesperrt. Die E-Mail-Fächer unzähliger Nutzer liefen über durch massenhafte Bestätigungsaufforderungen. Die Polizei in Niedersachsen warnte zudem davor, dass sich darunter auch einige Phishing-Mails befinden könnten, die das Chaos ausnutzen wollen. Und die Erzdiözese Freiburg stellte aus Furcht vor Datenschutzverstößen laut Medienberichten ihr Livestream-Angebot gleich komplett ein.

„Das Anfrage- und Beschwerdeaufkommen war in meiner Behörde in den letzten Tagen erwartungsgemäß extrem hoch“, sagte die Berliner Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk der dpa. „Da wir gesetzlich dazu verpflichtet sind, Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern nachzugehen, ist das im Moment unsere oberste Priorität.“ Es bestehe aber keinerlei Grund zur Panik. „Unser Anliegen ist es nicht, Bußgelder einzunehmen, sondern Datenschutz sicherzustellen.“ Wer sich bemühe und sich mit den Behörden kooperativ zeige, habe nichts zu befürchten.

Die von vielen beschworene Abmahnwelle sei nicht eingetreten, sagte IT-Rechtsexperte Solmecke der dpa. Das könne auch daran liegen, dass noch immer große Rechtsunsicherheit herrsche. „Selbst Abmahner wissen im Moment nicht, was hinter vielen Regelungen der DSGVO steckt.“ Auch die Behörden seien derzeit selbst mit der neuen Verordnung überfordert. Es könne zwar im Wettbewerbsrecht künftig das ein oder andere Abmahnschreiben geben. „Abmahnwellen, wie sie in der Vergangenheit häufig schwarzmalerisch bezeichnet worden sind, sehe ich allerdings nicht anrollen.“

Erste DSGVO-Abmahnungen bereits nach wenigen Stunden

Nach Vorgabe der DSGVO dürfen nur Betroffene, Aufsichtsbehörden und Verbände gegen Datenschutzverstöße vorgehen. Aber dennoch: Am vergangenen Freitag dauerte es nur Stunden, bis es erste Abmahnungen gab. Wie die Anwaltskanzlei Weiß & Partner berichtet, ging in einem Fall ein Anwalt aus Bayern im Auftrag eines Geschäftsmannes gegen einen Konkurrenten vor. Dieser habe keine Datenschutzhinweise auf seiner Internetseite und verschaffe sich damit unlauteren Vorteil. Die Kanzlei Hechler zählte gleich drei Fälle.

Ob das Wettbewerbsrecht auf Grundlage der DSGVO solche Abmahnungen überhaupt legitimiert, darüber sind sich bislang auch Juristen nicht einig. „Wir sind offengestanden verblüfft, dass es tatsächlich Anwälte und Abmahner gibt, die sich nicht entblöden, prompt am Tage der Geltung der DSGVO eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung auf den Weg zu bringen und sind gespannt, was kommt“, schreibt Alexander Bräuer, Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz, in einem Beitrag.

Die Debatten der letzten Wochen hätten aber auf jeden Fall deutlich gezeigt, dass der Datenschutz nicht mehr stiefmütterlich behandelt werde, sagte Datenschutz-Experten Florian Glatzner vom Bundesverband Verbraucherzentrale VZBV. „Das ist ein Erfolg.“ Verbraucher hätten „keinen Grund, verunsichert zu sein. Im Gegenteil: Ihre Rechte wurden gestärkt.“

Erste Beschwerden gegen Facebook Google, Apple, Amazon, Linkedin, Instagram und Whatsapp

Ohnehin dürften die Aufsichtsbehörden ihr besonderes Augenmerk vor allem auf die großen Internet-Konzerne richten. Datenschützer erhoffen sich mit der Möglichkeit, hohe Bußgelder zu verhängen, endlich ein wirksames Instrument. Erste Beschwerden gegen Facebook Google, Apple, Amazon, Linkedin, Instagram und Whatsapp seien bereits bei den Aufsichtsbehörden eingereicht worden, sagte Verbraucherschützer Glatzner. „Ohne dem Ergebnis der Verfahren vorgreifen zu wollen, belegt das, dass die DSGVO Wirkung zeigt.“

Auch der österreichische Internet-Aktivist und Jurist Max Schrems nutzte den offiziellen Start der DSGVO über seinen Verein Noyb für seine Beschwerden gegen Google und Facebook sowie dessen Dienste Instagram und Whatsapp. Schrems will damit unter anderem gegen deren „Zwangszustimmungen“ vorgehen, die bislang erfolgen müssen, um die Dienste zu nutzen.

Dennoch bleibt Verunsicherung bei vielen Menschen, Verbänden und Unternehmen. Das könne „möglicherweise in einer ungenügenden Kommunikation begründet“ sein, sagt Glatzner. Für alle, die bereits datenschutzkonform gearbeitet haben, wäre bei einer Übergangszeit von zwei Jahren genügend Zeit gewesen. „Hier wären die Bundesregierung, Verbände und Kammern gefragt gewesen, frühzeitig über die Verordnung zu informieren.“

Bitkom: Helfen statt bestrafen

„Helfen statt bestrafen sollte die Leitlinie für Behörden sein“, sagt Achim Berg, Präsident des Bitkom, und spricht sich für längere Schonfristen aus. Die meisten Unternehmen hätten mit der Verordnung zu kämpfen.

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) warnt derweil vor einer „Entdigitalisierung unserer Wirtschaft“. Unternehmen würden aus Verunsicherung ihre digitalen Aktivitäten einschränken oder sogar einstellen, sagte Mario Ohoven der Deutschen Presse-Agentur. „Die Mittelständler brauchen deutlich mehr Zeit, um ihre Unternehmen komplett DSGVO-konform zu machen.“

Von Renate Grimming, dpa

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08 Jun 12:29

Wie soll Plutonium beseitigt werden?

by Admin

Nach den Zahlen des International Panel on Fissile Materials (IPFM) gibt es zur Zeit etwa 216 to „Waffenplutonium“ (in Kernwaffen verbaut und als Reserve) und etwa 271 to „ziviles Plutonium“ aus der Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen weltweit. Das Ganze ist also beileibe kein rein akademisches Problem.

Die Kernwaffen-Frage

Wenn man wirkliche Abrüstung will und nicht nur das Einlegen einer Pause, dann muß man nicht nur Trägersysteme und Kernwaffen verschrotten, sondern auch das „Bombenmaterial“ vernichten. Gerade dessen Herstellung — ob Plutonium oder höchst angereichertes Uran — ist der zeit- und kostenaufwendigste Teil bei einer „atomaren Aufrüstung“. Insofern war der Vertrag zwischen den USA und Rußland ihr Überschussplutonium zu vernichten, der einzig richtige Weg. Die Russen gehen nun den Weg — mit vollerZustimmung der USA — ihren Anteil an Überschüssen in ihren schnellen, natriumgekühlten Reaktoren als Brennstoff zu verwenden. Ganz so einfach und schnell geht das aber auch nicht. Selbst der größte „Brüter“ mit 800 MWel braucht überschlägig weniger als 5 to Plutonium für seine Erstbeladung. Es wird deshalb auch dort noch einige Jahre bis Jahrzehnte dauern, bis zumindest der Überschuß soweit „denaturiert“ ist, daß man ihn nie mehr zur Produktion von Kernwaffen einsetzen kann.

Die zivile Herkunft

Für die zivile Produktion von Plutonium aus abgebrannten Brennstäben gab es drei Beweggründe:

  1. Als Erstbeladung für schnelle Brüter
  2. Zur Streckung des Uranverbrauchs über MOX-Elemente
  3. Um das Volumen des „Atommülls“ zu verringern und die „Endlager-Anforderungen“ drastisch zu senken.

BRÜTER

Noch in den 1960er Jahren ging man von sehr begrenzten Vorräten an förderbarem Natururan aus. Man befürchtete eine baldige Preisexplosion. Gerade „Atomkraftgegner“ haben immer wieder dieses Argument für ihre Propaganda mißbraucht. In Wirklichkeit hängen die förderbaren Vorräte — wie beim Öl — immer vom Uranpreis selbst und von der technologischen Entwicklung ab. Nach heutigen Erfahrungen sind die Natururanvorräte nahezu unendlich. Sehr viel wichtiger ist das Verhältnis zwischen „Strompreis“ und „Brennstoffpreis“. Je 100 $US pro kg Natururan schlägt es mit 0,002 $US pro kWh (!) auf die Stromerzeugungskosten nieder.Wenn schon die Sonne keine Rechnung schickt, tut es die Uranader auch nicht.

Jedenfalls haben wir schon heute mit über 271 to Plutonium aus der Wiederaufbereitung abgebrannter Brennelemente weltweit einen beachtlichen Vorrat für den Start in die Technologie mit schnellen Reaktoren. Wir könnten damit auf einen Schlag 30.000 MWel Schnelle-Brüter bauen.

MOX-ELEMENTE

Die Verwendung von einer Mischung aus Uranoxid und Plutoniumoxid (MOX) in Leichtwasserreaktoren (LWR) kann nur eine Übergangslösung sein. Zwar kann man dadurch Natururan ersetzen, aber der Aufwand steht in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zum Nutzen. Zur Verringerung der Plutonium Vorräte trägt es auch nur wenig bei, da in einem LWR etwa für 10 Kerne die gespalten werden, gleichzeitig 6 neue Plutoniumkerne gebildet werden.

Außerdem verschlechtert sich die Isotopenzusammensetzung: Es bilden sich immer mehr Minore Aktinoide, was sowohl die Verarbeitung erschwert, als auch den „Restmüll“ aus der Wiederaufbereitung immer langlebiger macht.

Schon bei der Herstellung von MOX-Brennstäben bleiben etwa 10 bis 15% nach der erforderlichen Reinigung des Eingangsmaterials übrig. Diese gehen meist direkt in den Abfallstrom zur Endlagerung. Es lohnt einfach nicht, aus diesem Abfall noch das Rest-Plutonium zu extrahieren.

Hier sieht man auch den Vorteil metallischen Brennstoffs als Uran-Plutonium-Zirconium-Legierung, wie sie z. B. in PRISM-Reaktoren verwendet werden soll: In ihr kann aller „Dreck“ mit verarbeitet werden und erneut dem Reaktor zur Behandlung zugeführt werden.

WIEDERAUFBEREITUNG

Abgebrannte Brennelemente enthalten immer noch rund 95% Uran und etwa 1% Plutonium. Anders herum, sind im Sinne der Energieerzeugung nur etwa 4% Abfall. Dies ist die Asche der Kernenergie, die sicher deponiert werden muß. Durch das Recycling ergibt sich eine erhebliche Reduzierung des Abfalls. Man vergleiche dies einmal mit z. B. Altpapier oder gar Plastik.

Eine Wiederaufbereitung ist ein rein chemischer Prozeß. Es wird — anders als im Reaktor — keine Radioaktivität erzeugt, sondern schlimmstenfalls bereits vorhandene radioaktive Stoffe verschleppt. Dies kann aber durch Dekontamination wieder beseitigt werden. Wenn man früher alle Rohre, Schutzkleidung, Werkzeuge, Chemikalien etc. einfach weggeworfen hat, geschah dies aus Kostengründen.

„Atomkraftgegner“ versuchen diese Tatsachen immer noch zu leugnen. Ist doch die „angeblich ungelöste Atommüll-Frage“ ziemlich das letzte Argument, was ihnen gegen die friedliche Nutzung der Kernenergie geblieben ist. Wird dieser Schwindel auch in breiten Bevölkerungskreisen erkannt, ist es aus mit der Angstindustrie. Sie braucht dann dringend neue Phantome um ihre Einnahmen zu sichern.

Nachhaltigkeitsproblematik

In der Szene der „Atomkraftgegner“ ist das Neusprechwort „Nachhaltigkeit“ eine Grundvokabel der Propaganda. Zwar ist diese Försterweisheit [Wenn du mehr Bäume abholzt, als gerade nachwachsen, ist der Wald irgendwann futsch. Nur, gäbe es heute gar kein Deutschland, wenn die alten Germanen schon dem statischen Denken der Melonen-Partei verfallen gewesen wären] schon immer fragwürdig gewesen, hört sich aber gut an.

Wenn man 1 gr Plutonium spaltet, ist es nicht nur unwiederbringlich weg, sondern hat auch noch etwa 22800 kWh Energie geliefert. Wenn man also 70 to überflüssig gewordenes „Waffen-Plutonium“ in Kernreaktoren spaltet, entspricht das dem Energiegehalt von 210 Millionen to Kohle oder 910 Millionen barrel Öl. Damit ließen sich rund 630 TWh elektrische Energie erzeugen (mehr als ein Jahresverbrauch von Deutschland). Eine hübsche Friedensdividende, wenn nicht die verdammte „Grüne Ideologie“ davor stehen würde.

Geht nun Gefahr von Plutonium aus oder doch nicht?

Was „Waffen-Plutonium“ betrifft, ist die Frage eindeutig zu beantworten: Die Sicherheit — im Sinne von Diebstahl etc. — ist zwingend einzuhalten. Es ist ähnlich, wie mit Sprengstoffen: Sie sind an und für sich harmlos — wenn man damit nicht Menschen in die Luft sprengen könnte.

Wie verhält es sich aber mit Plutonium an sich? An den Lagerfeuern von Gorleben erzählt man sich die schaurigsten Geschichten von „wenigen Gramm, die die ganze Menschheit töten können“. Dies ist absoluter Blödsinn! Reines Plutonium ist ein α-Strahler, man kann es deshalb gefahrlos in die Hand nehmen. Dies geschah und geschieht in zahlreichen Labors und in der Waffenproduktion täglich. Schäden sind nicht bekannt. Solange man es nicht als Feinstaub einatmet oder mit der Nahrung zu sich nimmt, passiert rein gar nichts. Selbst bei einer Aufnahme in den Körper, spielt die chemische Verbindung eine große Rolle, in der es vorliegt. Seine (chemische) Wirkung als ein Schwermetall übertrifft meist sogar seine Strahlungswirkung.

Damit ergibt sich für „Atomkraftgegner“ ein schwierig zu lösendes Dilemma: Ist Plutonium ganz, ganz gefährlich, müßte man es zwingend aus der Welt schaffen. Dummerweise erzeugt aber Kernspaltung große Mengen an Energie. Ist es aber nicht so gefährlich, könnte man es problemlos lagern. Die „weltweit ungelöste Endlagerfrage“ — das zentrale Argument der Angstindustrie in Deutschland — platzt wie eine Seifenblase. Es bleibt daher nur der erprobte und erfolgreiche Weg, die Kosten in die Höhe zu treiben, um anschließend sagen zu können, die friedliche Nutzung der Kernenergie sei leider total unwirtschaftlich. Eigentlich ganz leicht zu durchschauen.

WIPP, das Gorleben der USA

In den USA gibt es überall große Mengen von „Atommüll“ aus den staatlichen Forschungslabors und der Kernwaffenproduktion. Manchmal sind ganze Landstriche noch Sperrgebiet. Es stand außer Frage, daß diese Gebiete nach und nach saniert werden müssen. Aber wohin mit dem Abfall? Ein Endlager mußte her, wollte man das Problem nicht den nachfolgenden Generationen aufbürden. Es entstand das Waste Isolation Pilot Plant (WIPP) in Carlsbad, New Mexico. Ein Endlager, in dem der gesamte hochaktive Müll aus Forschung und (militärischer) Wiederaufbereitung verschwinden soll. Ausdrücklich auch Plutonium. Dies ist nicht ganz unwichtig, denn wir haben es damit mit wesentlich langlebigerem „Atommüll“ zu tun, als dem aus z. B. der französischen Wiederaufbereitung von Kernbrennstoffen. Auch dies wird in Deutschland gern verschwiegen. Ist doch hier aus ideologischen Gründen der „Ausstieg aus der Atomenergie“ gefordert. Diesem Diktat haben sich selbstverständlich Sicherheit und Kosten unter zu ordnen. Die Stützung einer kleinen Partei — als potentiellem Koalitionspartner zum Erhalt des Machtgefüges — hat absoluten Vorrang.

Die Ironie an der Geschichte ist, daß das WIPP ein Abbild des Endlagers in Gorleben ist. Man hat es in einem Salzstock in 655 m Tiefe als Kavernenfeld von 1,6 x 1,4 km angelegt. Es werden dort Kammern bergmännisch aus dem Salz aufgefahren, in denen die „Müllbehälter“ gestapelt werden. Wichtig ist, es handelt sich hier nicht um ein altes Salzbergwerk wie bei den Schachtanlagen Asse und Morsleben, sondern eine ausschließlich für die Endlagerung geplante und neu gebaute Anlage. Es ist aber auch kein Zufall, daß man einst in USA und Deutschland einen Salzstock als das ideale Wirtsgestein für ein Endlager angesehen hat. Salz ist plastisch und umschließt langfristig „selbstabdichtend“ den Atommüll. Außerdem ist es ein Rohstoff, der im Überfluß vorhanden ist, was eine etwaige spätere Nutzung ausschließt. Die Baukosten betrugen in den 1980er Jahren rund 700 Millionen $US. Ein geradezu lächerlicher Betrag, wenn man ihn mit der „Geldvernichtungsmaschine“ Gorleben vergleicht.

In Deutschland fängt man gerade an, „ergebnisoffen“ einen neuen Standort zu suchen: Alles außer Gorleben, den Wallfahrtsort der Öko-Sozialistischen Bewegung. Wie putzig dieses neue Suchverfahren abläuft, sieht man schon an dem geforderten „strikten Bohrverbot“ für Gebiete, die von der „Endlagerkommission“ für potentiell würdig erachtet werden. Fährt man auf der kilometerlangen Zufahrtsstraße zum WIPP, hat man tunlichst auf zwei Dinge zu achten: Die halbwilden Rinder, die links und rechts grasen und die LKW und Tanklaster, die in unendlichem Strom zu den Bohrstellen rasen. Der Salzstock liegt mitten in einem Ölfördergebiet — was für Geologen nicht weiter verwunderlich ist. In Sichtweite rund um das WIPP sieht man zahlreiche Bohrtürme. Kein Mensch stört sich daran. Auch nicht die Rancher, deren überlebenswichtige Wasservorräte (Wüstengebiet) durchbohrt oder mit Atommüll unterfüttert werden.

Ausblick

Die letzte Folge dieser kleinen Serie wird sich mit den verschiedenen „Immobilisierungen“ für Plutonium beschäftigen.

Der Beitrag erschien zuerst bei NUKEKLAUS hier

08 Jun 12:29

Nun über­schwemmt der Klima­wandel bereits unsere Städte. Alter­nativ: Hat Deutsch­land kein Geld mehr, um sich gegen normale (Un-)Wetter zu schützen?

by Chris Frey

Wuppertal steht wegen des Klimawandels komplett unter Wasser

[1] WELT Panorama 30.05.2018: … „In Wuppertal steht die komplette Stadt unter Wasser“, sagte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes am späten Nachmittag in Essen. Er schätzte, dass dort in kurzer Zeit mehr als 40 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen waren … Wassereinbrüche in Kellern gab es auch im Raum Monschau. In Duisburg lief Wasser in den Keller des Polizeipräsidiums, wie die Beamten via Twitter mitteilten … Auch in anderen Teilen Nordrhein-Westfalens war der Bahnverkehr beeinträchtigt. Verspätungen gab es etwa in den Regionen Duisburg, Oberhausen, Gelsenkirchen, Aachen sowie im Kreis Euskirchen. Auch im Raum Hilden warteten die Züge zeitweise an Bahnhöfen. Bei Nettersheim wurde die Autobahn 1 überschwemmt. Zeitweise musste die Fahrbahn in Richtung Blankenheim gesperrt werden.

Ergänzend dazu zwei Berichte. Einmal vom ZDF (welches unser Bundespräsident für seine Untertanen empfiehlt, da es ausschließlich seriös berichten würde):
ZDF Katja Horneffer, ZDF-Wetterteam 30.05.2018: [5] 2016 Braunsbach – 2018 Wuppertal – Wenn verrücktes Wetter normal wird
Einzelne Unwetter, sagen Klima-Experten häufig, haben nicht unbedingt was mit dem Klima zu tun. Die verheerenden Mai-Unwetter dieses Jahr haben das aber sehr wohl … Erinnert sich noch jemand: vor zwei Jahren, Ende Mai? Braunsbach in Baden-Württemberg oder Simbach am Inn? Schwere Gewitter lösten Flutwellen aus.
Ist das der Klimawandel?
Und wie immer kommt die Frage: Ist das noch normal? Die Antwort lautet schlicht und einfach: Nein, das ist nicht normal. Klar kommen Unwetter dieser Größenordnung schon mal vor. Aber in dieser Häufung eher selten. Und diese Häufung ist nun genau das, was wir im Zuge der immer wärmeren Atmosphäre erwarten können.

Und dann von der „Westdeutschen Zeitung“. Etwas differenzierend und vor allem mit einer Fachfrau vom DWD, welche sich nicht auf den „Klimawandelzirkus“ einlässt:
WESTDEUTSCHE ZEITUNG, 30. Mai 2018: Wuppertal Unwetter in NRW: Deshalb hat es Wuppertal so heftig erwischt
In Wuppertal fiel am Dienstag so viel Regen, wie sonst in ein oder zwei Monaten.
Das Unwetter von Dienstag wird weitreichende Folgen haben, Stadt und Bewohner lange beschäftigen. Aber wie ist es entstanden und wird so etwas in Zukunft öfter passieren wegen des Klimawandels? Darüber sprachen wir mit der Diplom-Meteorologin Ulrike Zenker vom Deutschen Wetterdienst in Essen.
Wie schätzen sie das Unwetter von Dienstag ein?
Zenker: Aus meteorologischer Sicht war das ein extrem heftiger Starkregen. Das sind Regenmengen von mehr als 40 Liter pro Quadratmeter in der Stunde oder mehr als 60 in sechs Stunden. Mit knapp 80 Litern in etwa eineinhalb Stunden war das in Wuppertal definitiv der Fall …
Woran liegt das? Klimawandel?
Zenker: Solche extrem heftigen Starkregen kommen schon öfter vor. Ganz ungewöhnlich ist so etwas nicht. Wobei sie mittlerweile öfter passieren. Da spielt der Klimawandel sicher eine Rolle. Aber es ist schwierig jedes Unwetter damit zu begründen …
Zenker: Wie gesagt: solche Ereignisse kommen öfter vor – in ganz Deutschland. Für Wuppertal und dass es genau Wuppertal trifft, ist ganz bestimmt ungewöhnlich. Aber es ist eben eine Frage, wo solche Wetterereignisse passieren und wie dicht die Gebiete besiedelt sind, wie sehr sie verbaut sind. In Regionen mit mehr Grünflächen, auf denen das Wasser sich verteilen kann, hätte es solche Schäden und solche Bilder eben nicht gegeben …

Dabei zeigt sich in NRW laut Bericht der Landesregierung gar kein Klimawandel …

Was danach aussieht, sind die enormen Wärmeinseleffekte der dortigen Urbanisationen. Man wüsste es nicht, wenn man es nicht selbst gelesen hätte:
[2] EIKE 03.05.2018: Klima, wir handeln! Leider weiter ohne Sinn und Verstand. Oder: Klimaschutz (nicht nur) in NRW gibt Rätsel auf
Daraus das Bild der Starkregenereignisse in NRW seit 1950: Es zeigt nirgends eine Verstärkung von Starkniederschlag.

Bild 1 [4] NRW, Anzahl der Tage mit Starkniederschlägen seit 1950. Grafik vom Autor ergänzt
Doch wie kommt der Wetterexperte des ZDF dann auf seine Aussagen:
ZDF: [5] … Die verheerenden Mai-Unwetter dieses Jahr haben das aber sehr wohl … Erinnert sich noch jemand: vor zwei Jahren, Ende Mai? Braunsbach in Baden-Württemberg oder Simbach am Inn? Schwere Gewitter lösten Flutwellen aus.
Ist das der Klimawandel? … Und wie immer kommt die Frage: Ist das noch normal? Die Antwort lautet schlicht und einfach: Nein, das ist nicht normal.

Wer zu wissen glaubt , wann ein Unwetter „nicht normal“ ist, weiß nichts

Ins Grübeln kommt man bei der ZDF-Fachinformation zu Braunsbach und Simbach. Weiß der ZDF-Fachmann immer noch nicht, dass beide verheerenden Flutwellen die Folgen menschlichen Versagens – und keinesfalls eines „Klimawandels“ – waren?
Zu Braunsbach: EIKE 31.01.2018: Endlosschleife Klimaangst
Zu Simbach: EIKE 24.01.2017: Jahrtausendhochwasser am 01.06.2016 in Simbach – so entstehen Menetekel des Klimawandels
Oder will er es gar nicht wissen, weil er dann etwas anderes, als die politisch genehme Darstellung vermitteln müsste?
Es wird jedenfalls interessant, nachzusehen, wie die Daten der von den letzten Unwettern betroffenen Gegenden in NRW aussehen und ob diese Belege für die Aussage des ZDF-Fachmannes liefern.

Verläufe der täglichen Niederschläge der betroffenen Gegenden in Nordrhein-Westfalen

Der Autor hat sich wieder die Mühe gemacht und aus der Datenbank des Deutschen Wetterdienstes langfristige Verlaufsdaten geladen und aufbereitet. Leider sind die Hinterlegungen für NRW ziemlich chaotisch und nur wenige bis aktuell reichende Langzeitreihen verfügbar. Von einigen der betroffenen Orte fanden sich auch keine direkt an den Orten liegenden.
Es sind die Momente, wo sich der Autor fragt: Wenn es selbst in Deutschland so wenig brauchbare Langzeitdaten gibt, um historische Vergleiche durchführen zu können (wobei hier ca. 1940 schon als langer Zeitraum gemeint ist), wie „schaffen“ es dann nur die „Klimaexperten“ der Entwicklungsländer beim IPCC, den Klimawandel für ihre Länder zu „belegen“, wenn dafür noch weniger (oft gar keine) Daten vorliegen. Drei Mal darf man raten.
Jedenfalls dürften die folgenden Grafiken die besonders stark betroffenen Gegenden ausreichend repräsentieren,
um sich ergänzend zur Grafik von Bild 1 ein detaillierteres Bild zu machen, reicht die „Ausbeute“ auf jeden Fall.

Bitte beachten, dass alle Grafiken den schlimmen, 30. Mai beinhalten.

Bild 2 NRW Wuppertal-Buchenhofen. Tagesniederschlag 1937 – 30.05.2018. Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt.
Bild 3 NRW Wuppertal-Buchenhofen. Tage mit Niederschlag >30 mm. Gleitender Jahreswert der Anzahl solcher Tage im Zeitraum 1937 – 30.05.2018. Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt.
Bild 4 NRW Gelsenkirchen-Buer. Tagesniederschlag 1941 – 30.05.2018. Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt.
Bild 5 NRW Gelsenkirchen-Buer. Tage mit Niederschlag >30 mm. Gleitender Jahreswert der Anzahl solcher Tage im Zeitraum 1941 – 30.05.2018. Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt
Bild 6 NRW Monschau-Kalterherberg. Tagesniederschlag 1941 – 30.05.2018. Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt.
Bild 7 NRW Monscha-Kalterherberg. Tage mit Niederschlag >30 mm. Gleitender Jahreswert der Anzahl solcher Tage im Zeitraum 1941 – 30.05.2018. Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt.
Bild 8 NRW Aachen. Tagesniederschlag 1891 – 30.05.2018. Grafik vom Autor anhand von zwei DWD-Datensätzen erstellt.
Bild 9 NRW Aachen. Tage mit Niederschlag >30 mm. Gleitender Jahreswert der Anzahl solcher Tage im Zeitraum 1891 – 30.05.2018. Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt.
Bild 10 NRW Duisburg. Tage mit Niederschlag >30 mm. Gleitender Jahreswert der Anzahl solcher Tage im Zeitraum 1951 – 30.05.2018. Grafik vom Autor anhand von drei DWD-Datensätzen erstellt.
Bild 11 NRW Duisburg. Tage mit Niederschlag >30 mm. Gleitender Jahreswert der Anzahl solcher Tage im Zeitraum 1951 – 30.05.2018. Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt.
Bild 12 NRW Salzuflen Bad. Tagesniederschlag 1935 – 30.05.2018. Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt.
Bild 13 NRW Salzuflen Bad. Tage mit Niederschlag >30 mm. Gleitender Jahreswert der Anzahl solcher Tage im Zeitraum 1935 – 30.05.2018. Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt.

Korrelieren höhere Temperaturen und Niederschlag wirklich?

Nun noch eine Korrelationsbetrachtung. Im folgenden Bild sind für den Frühling Temperaturverlauf und Niederschlag gezeigt. Wer genauer hinsieht, stellt fest: Wurde es kälter, stieg der Niederschlag, wurde es wärmer, wurde der Niederschlag geringer. Seit über 30 Jahren – also über einen meteorologischen Zeitraum (seit genau 1983) zeigt es sich ganz eklatant.
Wieder ein Beleg, dass die „wärmere Atmosphäre“ keinesfalls zwingend mehr Niederschlag zur Folge hat (wie es in [3] ausführlicher gezeigt ist). Etwas komplexer ist Klimaphysik schon, sonst wäre die Sahara die regenreichste Gegend.

Bild 14 NRW Frühling Niederschlag und Temperatur mit 12jährigen, gleitenden Mittelwerten seit 1881 – 2017. Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt.
Bild 15 NRW Mai Niederschlag und Temperatur mit 12jährigen, gleitenden Mittelwerten seit 1881 – 2017. Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt.

Fazit

Wem gelingt es, aus diesen Langzeitverläufen irgendwo eine stetige Verschlimmerung durch einen Klimawandel abzuleiten? Das können wohl nur Öffentlich-Rechtliche, welche streng nach den Vorgaben [6] unseres neuen Grüßonkels Bundespräsidenten handeln und sich ihre „wissenschaftlichen Fakten“ (er-)schaffen:
F.W.Steinmeier: [6] Wie sollen wir die realen Probleme, zum Beispiel den Klimawandel, angehen“, fragt der Bundespräsident, „wenn andere die wissenschaftlichen Fakten bestreiten?
Die Studie der NRW Landesregierung mit ihren wissenschaftlichen Aussagen wird damit jedenfalls bestätigt, das ZDF bestreitet sie.

Wenn nicht der Klimawandel, was könnte es dann sein?

Die Fachfrau des DWD hat es im Interview bereits angesprochen. Wenn die bebauten Flächen zunehmen, nehmen zwangsweise auch die von Starkregen betroffenen Flächen und Folgen zu. Das ist ganz einfache Statistik und kein Klimawandel.
Erkennen kann man es an den vorherigen Verlaufsbildern. Nur für Aachen zeigt sich das Unwetter vom 30. Mai in den Daten, alle anderen Messstationen – obwohl nahe an den Orten von Starkniederschlags-Ereignissen vom 30. Mai stehend – haben davon nichts „mitbekommen“.
Wie lokal begrenzt solche Starkregen wirken, wurde in [3] bereits detaillierter gezeigt.

Hat der Klimawandel auch in Schleswig-Holstein angeklopft?

Nun hat es kurz davor auch in Schleswig-Holstein Unwetter gegeben. Der Vizepräsident des (aufgrund seiner Personal-Überkapazitäten auf klimaapokalyptische-Bedrohungen angewiesenen) DWD wusste sofort Bescheid:
Lokalausgabe der nordbayerischen Nachrichten vom 29. Mai 2018: … „Starkregen gab es in Deutschland zwar schon immer, aber eben fast nur im äußersten Süden, wo Campinplatzbesucher am Chiemsee … Die Plage breitet sich aus … Die Starkregenereignisse suchen immer öfter auch nördliche Gefilde heim … doch am Himmelfahrtstag prasselten sogar in Oststeinbeck in Schleswig-Holstein innerhalb einer Stunde satte 90 Liter Regen pro Quadratmeter herunter. „So etwas gab es dort früher nie“, meint Becker …

Herr Becker weiß ganz bestimmt was er da sagt. Alles andere (was einem auf der Zunge liegt) wäre sonst bestimmt üble Nachrede.
Nur, auch hier ist es dem Autor ein Rätsel, wo sich die Daten zur Belegführung finden. Wahrscheinlich hat der DWD ein eigenes Wahrheitsarchiv, auf welches normale Bürger vorsichtshalber nicht zugreifen können.
Jedenfalls gibt es keine länger zurückreichenden Niederschlags-Stundenwerte. Länger zurückreichende von Tageswerten muss man bereits mit der Lupe suchen (siehe NRW, in anderen Bundesländern ist es selten besser).
Es ist damit vollkommen unmöglich, Niederschlags-Stundenwerte in einen historischen Kontext zu stellen.

Deshalb folgt das gleiche Spiel wie zu NRW (und zum Vogtland in [3]). Die Messdaten ansehen und sich ein eigenes Bild dazu machen.

Bild 16 Schleswig Holstein, List auf Sylt. Tagesniederschlag 1931 – 29.05.2018. Grafik vom Autor aus den DWD-Daten (Station 3032) erstellt.
Bild 17 Schleswig Holstein, Joldelund Tagesniederschlag 1931 – 29.05.2018. Grafik vom Autor aus den DWD-Daten (Station 2462) erstellt

Fazit

In Schleswig Holstein findet der Autor beim Starkregen die vom DWD Klimafachmann, Herrn Becker getätigte Aussage: So etwas gab es dort früher niedefinitiv nicht nur nicht bestätigt, er ist sogar überzeugt, dass man anhand der früheren, hohen Tageswerte ableiten kann, dass es solche Ereignisse früher eher mit höheren Pegeln gab. Auf keinen Fall findet sich eine Verstärkung durch einen Klimawandel.

Abrundend die globale Betrachtung zum Frühling in SH. Im Gegensatz zu vielen übrigen Bundesländern ist der Frühling in SH nicht wirklich wärmer. Und sicher interessant ist auch, dass der Frühlingsniederschlag seit 1897 horizontal trendet und seit Jahrzehnten eher abnimmt.

Bild 18 Schleswig-Holstein. Maitemperaturen 1880 – 2017. Datenquelle: DWD
Bild 19 Schleswig-Holstein. Niederschlag Frühling 1897 – 2017. Grafik vom Autor aus den DWD-Daten erstellt.

Mit Fachausbildung wird man Fachperson

Wie man aus solchen Daten für Schleswig-Holsteineinen einen stetig schlimmeren Einfluss eines AGW-Klimawandels durch Niederschlagsereignisse ableiten kann, hat der Autor nicht herausfinden können. Sein Ergebnis dazu ist eindeutig negativ. Doch ist er kein Klimafachmann.

Solche gibt es zum Glück aber auf den wichtigen Positionen. Und dort können diese dank besonderem Wissen Klimadaten richtig einschätzen, wie es das folgende Beispiel zeigt:
In Schleswig-Holstein ist ein Herr R. Habeck (GRÜNE), Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung.
Diese Ernennung erfolgte bestimmt aufgrund seiner fundierten Fachausbildung: Studium Philosophie, Germanistik und Philologie, Dissertation: Die Natur der Literatur: zur gattungstheoretischen Begründung literarischer Ästhetizität.
Und als dadurch prädestinierte Fachperson sagt er in der Schrift: [11] Anpassung an den Klimawandel Fahrplan für Schleswig-Holstein im Vorwort:
Dr. Habek: …Wir alle sind Zeugen einer dramatischen Veränderung in unserer Atmosphäre … Der Klimawandel ist Fakt, nicht Fake. Die Weltbank rechnet damit, dass bis 2030 allein wegen des Klimawandels 100 Millionen Menschen zusätzlich von Armut bedroht sind. Durst und Hunger werden durch Dürren und extreme Wetterlagen zunehmen …
Im Bericht selbst (der allerdings keiner ist, sondern eher eine Ansammlung von Allgemeinplätzen darstellt) steht dazu:
Extreme gehören zum Wetter und Klima. So wie sie zum Klima der Vergangenheit gehört haben, so werden sie
auch zum Klima der Zukunft gehören.
… Mit tiefen Temperaturen verbundene Extreme nehmen stark ab und mit Wärme verbundene Extreme nehmen stark zu …
… Angesichts der bestehenden Unsicherheiten der Klimamodelle können Aussagen für die mögliche zukünftige Entwicklung von Extremwerten des Niederschlags und davon abhängig der Hochwassersituationen bislang nur mit erheblichen Bandbreiten getroffen werden. Grund hierfür ist u. a. die große Variabilität und Komplexität des Niederschlags. Die Ergebnisbandbreite wird umso größer, je kleiner die betrachtete Region ist und je seltener das jeweils betrachtete Ereignis auftritt …

Daten lügen nicht. Was sie aussagen, hängt halt vom gewählten Zeitraum ab

Dass der Niederschlag im Sommer nicht zunimmt – obwohl doch die Sommer immer wärmer werden (sollen) und damit die Niederschläge eigentlich zunehmen müssten – ist vom DWD „offiziell“ mitgeteilt, nur vielen nicht bekannt.
Dafür nehmen sie laut dem DWD im Winter zu – weil diese ja auch wärmer, richtiger: nicht mehr so kalt, werden:
[7] Umweltbundesamt: Monitoringbericht 2015: Niederschlag
… ist es insbesondere im Winter signifikant feuchter geworden … Die stärksten Änderungen wurden bislang für den Winter beobachtet. Wie Abbildung 2 zeigt, hat das Flächenmittel der mittleren Niederschlagsmenge seit dem Winter 1881 / 1882 um 28,0 % zugenommen. Die räumliche Verteilung der Änderungen ähnelt dabei der der Temperatur zu dieser Jahreszeit

Bild 20 [8] Deutschland Winterniederschlag seit 1880
Zumindest sollte man es denken. Jedoch verschweigt der Monitoringbericht und der DWD (von dem die Daten darin stammen) etwas Wichtiges:
Seit dem Jahr 1965, also dem Beginn des wirklich signifikanten, anthropogenen CO2-Eintrages in die Atmosphäre, nimmt der Winterniederschlag wieder ab, wie es die folgende Grafik anhand dem gleichen DWD-Datensatz zeigt:

Bild 21 Deutschland Niederschlag Winter 1965 – 2018 und Regressionsgerade. Daten: DWD, Grafik vom Autor erstellt

Im Monitoringbericht kann man es „ahnen“, muss dazu allerdings eine andere Grafik darin betrachten.

Bild 22 [8] Deutschland, mittlerer Abfluss der Fließgewässer seit 1951

Die Klima-„Wissenschaft“ ist desaströs (geworden) und Verrücktheit regiert zunehmend die Welt in der EU

Die Redaktion „meiner“ Tagszeitung gab als Antwort auf massive Reklamationen zu ihren „Klimaberichten“ (zur Zeit des letzten Klimagipfels) die Antwort:
wir veröffentlichen Recherchen von Agenturen, Fachjournalisten und Einschätzungen von renommierten (!) Wissenschaftlern …
Das Ergebnis ist das wie in diesem Artikel geschilderte. Als „Renommiert“ gilt inzwischen jeder, der der offiziellen (Klimawandel-)Meinung vorbehaltlos, möglichst mit Übertreibung, zustimmt. Da es offiziell nur noch diese Meinung gibt, ist es auch ganz einfach geworden, die „nicht Renommierten“ zu erkennen.
Claudia Roth zeigte, wie das gemacht wird: C. Roth in einer Talkshow: „Wer den Klimawandel leugnet, kann nicht intelligent sein
Mit dieser „Intelligenz“ gesegnet, benötigt man wirklich kein Wissen mehr und kann trotzdem an höchster, politischer Stelle „intelligente“ Entscheidungen treffen. Deswegen wird diese Frau wohl wieder verstärkt in Talkrunden der Öffentlich-Rechtlichen eingeladen.
Der Nachwuchs ist schon in den Startlöchern. In einer Lokalausgabe der nordbayerischen Nachrichten vom 28. Mai wurde stolz ein Jung-Karikaturist vorgestellt, der genau die offizielle Meinung wiederspiegelt: Neben dem, dass Trump selbstverständlich vollkommen doof ist, weiß er auch zum Klimawandel das Richtige zu sagen: „selbst verschuldete Unmündigkeit“ (ist ein Zitat von Kant).

Warum das ganze Lamento? Weil nur dank solcher „Führungskräfte“ – und deren Unterstützer, wozu auf Geheiß unserer unfehlbaren Kanzlerin inzwischen alle Altparteien gehören [8] – es so weit kommen konnte, dass mittelalterlicher Religions-Wahnsinn dank der Ökokirche wieder Methode bekommt:
[9] EIKE 24.05.2018: Das „natürliche“ Wetter einzuklagen, wird weltweit immer beliebter
Kaltesonne hat dazu ebenfalls ein aktuelles Beispiel aufgegriffen:
kaltesonne 28. Mai 2018: Peinlich: Klimaklägerin aus Langeoog liegt beim Regen komplett daneben
Zehn Familien aus fünf EU-Staaten sowie Kenia und Fidschi haben bei der Europäischen Union eine Sammelklage eingereicht. Ihrer Meinung nach tut die Europäische Kommission zu wenig für die Einhaltung der Klimaziele bis 2030. Unterstützt werden sie von den Klimaaktivistengruppen Climate Action Network Europe, Protect the Planet und Germanwatch.
Die Zeit brachte am 24. Mai 2018 ein Interview mit einer der Klägerinnen, Maike Recktenwald, die auf der ostfriesischen Insel Langeoog ein Biohotel mit Restaurant führt. Wie gut kennt sich Frau Recktenwald mit der Materie eigentlich aus?
ZEIT ONLINE: Frau Recktenwald, warum beteiligen Sie sich an der Klage?
Maike Recktenwald: Wir nehmen den Klimawandel besonders wahr, weil wir hier mit der Natur leben. Wir wohnen hundert Meter vom Strand entfernt und der Meeresspiegel steigt. Auch wenn wir das noch nicht sehen können, so ist das doch eine langfristige Bedrohung für unser Dorf. Schon jetzt merken wir den Unterschied beim Wetter: Im vergangenen Winter hatten wir sehr viel Niederschlag und extrem viel Westwind. Normalerweise haben wir in den Wintermonaten Ostwind. Der Westwind drückte das Regenwasser in die deutsche Bucht hinein. Normalerweise leiten die Deichschleusen das Regenwasser über das Entwässerungssystem von der Insel ab. Dieses Mal aber war das System voll ausgelastet, beinahe ist das Regenwasser ungefiltert in die Süßwasserbrunnen gelaufen. Dann hätten wir auf der Insel keine Trinkwasserversorgung mehr gehabt. Das könnte man jetzt als Sonderfall abtun. Ich bin mir sicher: Es ist eine Folge des Klimawandels. Wenn der Meeresspiegel weiter steigt, ist die Entwässerung der ostfriesischen Inseln in hundert Jahren gar nicht mehr möglich. Dazu gibt es inzwischen Messungen …
Eine Zusammenfassung dazu kam auf EIKE: Roda Verheyen II: Familie auf Langeoog verklagt EU für mehr Klimaschutz
Wie diese sich zur Klimaklage „berechtigt“ fühlende „Fachperson“ mit ihren Aussagen zum Niederschlag im Winter daneben liegt, zeigt das folgende Bild zu ihrem Bundesland:

Bild 23 Winterniederschlag seit 1975 mit Regressionsgeraden. Datenquelle: DWD. Grafik vom Autor erstellt.

Auch in diesem Bundesland stieg der Winterniederschlag seit ca. Mitte des letzten Jahrhunderts nicht mehr an, seit einem Maximum um 1995 hat er sich sogar stetig verringert. Der laut Klage extrem niederschlagsreiche Winter – war geradezu vorbildlich mittelmäßig.

Gleiches gilt für ihre weiteren Aussagen zum Meerespegelanstieg:
Klimabericht für die Metropolregion Hamburg:
Eine systematische Beschleunigung des Meeresspiegelanstiegs lässt sich aus Pegelmessungen derzeit weder für die niederländische noch für die deutsche Nordseeküste ableiten. Wie stark sich Sturmfluthöhen an der deutschen Nordseeküste ändern, hängt in erster Linie vom Meeresspiegelanstieg und vom Windklima in der Deutschen Bucht ab. Da sich die
Windverhältnisse über der Nordsee in den letzten 100 Jahren nicht systematisch verändert haben, laufen Sturmfluten
bisher nur aufgrund des Meeresspiegelanstiegs höher auf. Die windstaubedingten Anteile am Wasserstand zeigen keine Veränderung.
Für Angaben zum Seegang liegen nur relativ kurze Messreihen vor. Diese zeigen, dass sich der Sturmseegang in den
letzten 45 Jahren um einige Dezimeter erhöht hat. Die Änderungen fallen jedoch mit entsprechenden Schwankungen
im Sturmklima zusammen. Langfristig lässt sich kein Trend zu einer Zunahme erkennen – weder im Sturmklima noch beim
Sturmseegang …
Zur Angabe über den Wind hat kaltesonne noch konkreter nachrecherchiert: Oberpeinlich: Frau Recktenwald liegt auch beim Westwind voll daneben

Trotzdem nahm die Zeitung die Aussage dieser durch Unkenntnis herausragenden Person wohlwollend zur Kenntnis. Und bestimmt werden die Kläger*innen auch bei der EU auf ebenso viel Verständnis treffen. Es ist im Kern ja vollkommen egal, was Klimadaten wirklich sagen. Inzwischen kann man die Meinung dazu einzuklagen. Schließlich ist das natürliche Klima nicht mehr in Messdaten, sondern in Gesetzestexten wie dem Welt-Klimavertrag hinterlegt.
Klima der Gerechtigkeit: … Das Besondere: Auf diese Grundrechte können sich auch Menschen außerhalb der EU berufen, wenn sie durch Rechtsakte der EU betroffen sind. Insbesondere geht es um die Grundrechte auf Leben und Gesundheit, auf das Wohl der Kinder sowie auf Eigentum und Berufsfreiheit.
Die Kläger/innen sind besonders bedroht von Klimawandelfolgen wie Wassermangel, Überschwemmungen, Rückzug von Eis und Schnee, Meeresspiegelanstieg sowie der Zunahme von Stürmen und Hitzewellen.

Interessenskonflikte sind vorprogrammiert: Dem Alpenverein und dem BND wird es kaum gefallen, wenn die alpine Tourismusindustrie bald in Brüssel CO2-MInderung einklagt, damit die Schifahrsaison wieder länger dauert und der Schitourismus weiter ausgebaut werden kann.
… Eine Familie aus den italienischen Alpen, deren Eigentum und berufliche Möglichkeiten (Landwirtschaft und touristische Dienstleistungen) durch den Mangel an Schnee und Eis sowie die Temperatur- und Niederschlagsentwicklung gefährdet sind.

Nicht nur die „üblichen“ NGOs, auch „Wissenschaftler“ unterstützen es.
Deutscher Naturschutzring 25.05.2018: … Zahlreiche Klima- und Umweltschutzorganisationen, darunter das Climate Action Network (CAN) Europe, Germanwatch und Protect the Planet, aber auch Wissenschaftler*innen und Bürger*innen unterstützen die Klage ...

Bild 24 Screenshot Protect the Planet Homepage. Info zur Klimaklage

Protect the Planet Pressemitteilung: „Wir übernehmen die Verantwortung, die eigentlich unsere gewählten Vertreter für uns übernehmen sollten, da wir uns um unsere Kinder und Enkel sorgen.“ – so Giorgio Elter, Bergbauer aus Italien, der Ernteausfälle seiner Nutzpflanzen durch den Klimawandel zu beklagen hat … Die Klage in dieser Form ist einzigartig: Sie wirft der EU vor, zu viele Emissionen bis 2030 zu gestatten und damit fundamentale Grundrechte zu verletzen.

Fazit

Was die Deutsche Umwelthilfe in Deutschland durchführt, ist gegenüber dem, was NGOs weltweit mit der EU (und damit im Wesentlichen Deutschland) vorführen und „auszubauen“ gedenken, nur ein Vorgeplänkel gewesen.
Nur ist bei uns kein Trump in Sicht, der diesem Anspruch – dass einzelne Personen rund um die Welt per Klage über EU und deutsche Politik (auf Kosten der Untertanen) bestimmen -Einhalt gebieten würde. Im Gegenteil: In Deutschland werden solche NGOs vom Staat mit-finanziert.
Und es geht konsequent so weiter. Auch, weil Deutschlands Politik es selbst so will:
Tichys Einblick 31. Mai 2018: Aktionismus in Hamburg und Forderung flächendeckender Fahrverbote in Deutschland

In jede Amtsstube wieder ein Kreuz … könnte das eine Lösung sein?

Wenn der Autor die bisher (über mehrere Artikel) recherchierten Daten richtig interpretiert, hat es solche Unwetterereignisse schon immer gegeben und vor allem, nehmen sie in Deutschland auf keinen Fall zu.
Trotzdem scheint unsere kommunale Infrastruktur mit solchen Wetterereignissen hoffnungslos überfordert zu sein, wie es die vielen erschütternden Bilder – wie man sie sonst nur aus Dritte-Welt-Länder kennt – zeigen.
Bei Hildesheim war es so [13], bei Braunsbach [14] und Simbach ist sicher das schlimmste, jüngere Beispiel:
EIKE 24.01.2017: [10] Jahrtausendhochwasser am 01.06.2016 in Simbach – so entstehen Menetekel des Klimawandels
Um solches in Zukunft zu verhindern, wird seitens der bayerischen Landespolitik wirklich viel und zielorientiert getan:
EIKE 06.07.2016 : Das Unwetter bei Simbach am Inn – Ein Nachtrag zur Debatte im Bayerischen Landtag
... Bisher war beispielsweise eine Vorhersage für Starkregenereignisse nicht möglich. Das Ministerium prüft nun mit dem Deutschen Wetterdienst, ob man solche Vorhersagen ermöglichen kann. Außerdem in der Überlegung: Eine Warnung der Bevölkerung mit Sirenen bei bevorstehenden Sturzfluten und schnell ansteigenden Pegelständen. Damit aber nicht genug: Grambow spricht auch von einer Fortschreibung der technischen Normen für Hochwasserschutzanlagen, von einer Überprüfung der Bemessungsgrundlagen für ein tausendjähriges Hochwasser, von einer Überprüfung des Kanalnetzes und von einer besseren Berücksichtigung der Brücken und Durchlässe in den Hochwasserrisikokarten … Brücken und Durchlässe spielen im Zusammenhang mit Hochwassern eine wichtige Rolle, weil hier Äste, Bäume oder sonstige mitgeschwemmte Materialien zu einer Verstopfung und dadurch zu einer Verschlimmerung der Hochwassersituation führen können.
Und nun hat unser neuer, bayerischer Ministerpräsident ein Allheilmittel gefunden. Er lässt in allen bayerischen Amtsstuben wieder ein Kruzifix aufhängen. Das hat in der Vergangenheit zwar kein Problem wirklich gelöst, aber mit Sicherheit hatte es dazu geführt, dass das Volk der von Gott eingesetzten Obrigkeit gegenüber mehr Demut zeigte und ihre Mühsal williger ertrug.
Bestimmt soll dies durch diese Kreuzesgeste neu aktiviert und demonstriert werden. Schließlich hat unsere Regierung beschlossen, die Welt vor wirklich allem zu retten. Und da muss jeder schon länger hier wohnende Untertan einsehen, dass für ihn schlichtweg kein Geld mehr übrig sein kann. Folgerichtig wurde in Bayern zum Beispiel gleich festgelegt, dass es für Flutschäden keine Gelder mehr vom Staat gibt. Wer sich nicht dagegen versichern will, schaut eben in die Röhre (oder die hohen Versicherungsgebühren in Risikogebieten).

Der Eine versucht es mit dem Kreuz, die Anderen hungern den Beelzebub aus

Die GRÜNEN haben und forcieren immer die universelle Lösung: Nicht vor Ort kleckern, sondern global klotzen.
… Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, nannte die Überhitzung des Erdklimas ebenfalls als Ursache für die immer häufigeren, sintflutartigen Regenfälle und Überschwemmungen. Er kritisierte die Mitglieder der Großen Koalition in Berlin, die nicht bereit seien, politische Lehren aus den Folgen der Klima-Überhitzung zu ziehen. Statt dafür zu sorgen, dass weniger Klima-Gifte in die Atmosphäre gelangten, würden sie als „Schutzheilige der Braunkohle“ die erneuerbaren Energien ausbremsen und beim fortschreitenden Flächenfraß tatenlos zuzusehen …

Welchen absoluten Schwachsinn diese „Universallösung“ macht, hat der Autor anhand von Effizienzbetrachtungen vor Kurzem (wieder) etwas persifliert:
EIKE 08.05.2018: CO2-Zertifikatekosten: Wirkungsloser kann Klimak(r)ampf nicht betrieben werden, doch alle Altparteien plädieren dafür

Darauf kann sich nur eine Partei versteifen, welche sich auf ihren Pateitagen Herrn Schellhuber und Herrn Leschs abstrusen Klimaphantasien anhört:
EIKE 25.05.2018: Zu jedem Parteitag eine Freifahrt in der Klima-Geisterbahn
und seiner „Selbstverbrennung“, sowie den Klimageschichten immer mehr übersteigernder „Klimafachleute“ vertraut:
Buch: Der Tolhaus Effekt: Wie die Leugnung des Klimawandels unseren Planeten bedroht, unsere Politik zerstört und uns in den Wahnsinn treibt
Anmerkung: Herausgeber ist der Landesverband Franken der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS)

Bild 25 Buchcover. Screenshot

Leider stimmt das nicht. Unsere unfehlbare Einheits-Vorsitzende hat Deutschland den Einheits-GRÜN-Anstrich verordnet. Was die GRÜNEN fordern, fordern seitdem unisono auch alle Altparteien [8].

Wiederholung: Veraltete, kleingeistige Lösung und effektive, moderne

Dem Autor ist etwas haften geblieben: Nürnberg war über Jahrhunderte von regelmäßigen Überschwemmungen der durch die Stadt fließenden Pegnitz arg geplagt. Dann beschloss die Stadt kurz nach Anfang 1900 einen Flutüberlauf als Lösung, der so um 1950 fertig war. Seitdem gab es in Nürnberg trotz Klimawandel keine Überschwemmung mehr – wenn man von Unterführungen absieht, in denen sich regelmäßig das Wasser teils metertief staut (und man ebenso regelmäßig die darin versunkenen Autos herausziehen muss), weil die Stadt kein Geld mehr für solche Infrastruktur-Bereinigungsmaßnahmen hat (Hinweis: Das ist eine bewusste Übertreibung und stimmt mit der kommunalen Wirklichkeit nicht entfernt überein).

Man hält es wohl auch in Nürnberg nicht mehr für zeitgemäß, lokal für wenige Bürger etwas gegen „Wetter“ zu tun. Das wäre für die davon nicht direkt partizipierenden Bewohner diskriminierend.
Wenn man schon das (nicht vorhandene Geld, denn Nürnberg hat hohe Schulden) der Bürger ausgibt, muss man es richtig optimiert angehen und „das Klima machen“. Nur so nutzen die vom Munde abgesparten Ausgaben allen Menschen auf dem Globus gleich viel.
Nur so kann sich Nürnberg auch sicher sein, nicht irgendwann doch einmal wegen zu wenig Klimamaßnahmen verklagt zu werden. Denn für Klima-Strafzahlungen wäre ja überhaupt kein Budget mehr verfügbar. Dazu sind auch alle Menschenrechts-Konventionen eingehalten, denn kein schon länger dort lebender Bürger wird konventionswidrig bevorzugt.

Bild 26 Screenshot. Quelle: Homepage Stadt Nürnberg
Bild 27 Screenshot. Quelle: Homepage Stadt Nürnberg

Quellen

[1] WELT Panorama 30.05.2018: Heftiges Unwetter in NRW „In Wuppertal steht die komplette Stadt unter Wasser

[2] EIKE 03.05.2018: Klima, wir handeln! Leider weiter ohne Sinn und Verstand. Oder: Klimaschutz (nicht nur) in NRW gibt Rätsel auf

[3] EIKE: Früher war es schlimmes Wetter, heute ist es mit Sicherheit der Klimawandel

[4] Klimawandel und Klimafolgen in Nordrhein-Westfalen Ergebnisse aus den Monitoringprogrammen 2016, LANUV-Fachbericht 74

[5] ZDF Katja Horneffer, ZDF-Wetterteam 30.05.2018: 2016 Braunsbach – 2018 Wuppertal – Wenn verrücktes Wetter normal wird

[6] Westfalenpost 21.03.2018: Steinmeier warnt: Lügen im Netz spalten die Gesellschaft

[7] Umweltbundesamt: Monitoringbericht 2015 zur Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel Bericht der Interministeriellen Arbeitsgruppe Anpassungsstrategie der Bundesregierung

[8] EIKE 31. März 2018: Weil alle voneinander abschreiben, merkt keiner mehr, wenn etwas daran falsch ist – zur Bundestagsdebatte Umwelt

[9] EIKE 24.05.2018: Das „natürliche“ Wetter einzuklagen, wird weltweit immer beliebter

[10] EIKE 24.01.2017: Jahrtausendhochwasser am 01.06.2016 in Simbach – so entstehen Menetekel des Klimawandels

[11] Schleswig-Holstein Umweltministerium: Anpassung an den Klimawandel Fahrplan für Schleswig-Holstein

[12] EIKE 25.05.2018: Zu jedem Parteitag eine Freifahrt in der Klima-Geisterbahn

[13] EIKE 14.06.2017: Fake News: Diesmal Pfingstunwetter um Hildesheim – neue Einschläge des Klimawandels?

[14] EIKE 31.01.2018: Endlosschleife Klimaangst

08 Jun 12:28

Trumps Entschei­dung bzgl. Paris nach einem Jahr: sieht immer besser aus!

by Chris Frey

Der Klimawissenschaftler James Hansen nannte es einen „echten Betrug“. Präsident Trump nannte es eine „massive Umverteilung des Wohlstandes der USA hin zu anderen Ländern“. Und in einem Punkt stimmt dieses denkwürdige Paar aus einem alarmistischen Wissenschaftler und einem skeptischen Politiker überein: Bei dem von Obama geführten Pariser Klima-Abkommen ging es ausschließlich um Lobby-Arbeit und Image-Pflege, nicht um Klimawandel.

Trumps Entscheidung erscheint ein Jahr später als mutig, brillant und richtig. Und sie wird immer besser dastehen, wenn die übrige Welt mit dem Auseinanderdriften von dem, was ökonomische Koordination und Fortschritt einerseits erfordern und dem, was Betonkopf-Bürokraten wünschen andererseits.

Verbraucher wünschen sich die preiswerte, immer ausreichend zur Verfügung stehende und zuverlässige Energie. Steuerzahler favorisieren Neutralität und wollen nicht involviert werden. Und Regierungen auf der ganzen Welt müssen ihre limitierten Ressourcen mit den realen Problemen hier und jetzt verbinden, und nicht mit spekulativen, entfernten und unlösbaren Problemen. In dieser Hinsicht ist die Entscheidung zum Rückzug aus dem Abkommen pro Welt und lässt nur parasitäre Bürokraten im Regen stehen.

Das Abkommen

Was genau ist nun das Paris-Abkommen? Nach den Worten des Sponsors, also den UN:

Das Paris-Abkommen verpflichtet alle Beteiligten, ihre Bemühungen zu maximieren, um menschliche Treibhausgase zu reduzieren mittels national festgelegter Beiträge und diese Bemühungen während der kommenden Jahre noch zu verstärken. Darin enthalten ist die Erfordernis, dass alle Beteiligten regelmäßig Berichte bzgl. ihrer Emissionen und ihrer Bemühungen zur Umsetzung abliefern.

Das Ziel des Abkommens ist es, den Anstieg der globalen Temperaturen auf 2°C zu begrenzen – und sogar zu versuchen, diesen auf 1,5°C zu begrenzen – jeweils im Vergleich mit dem vorindustriellen Niveau. Die höchst fragwürdige Hypothese lautet, dass die Temperaturen anderenfalls dieses Niveau aufgrund menschlicher Aktivitäten übersteigen werden.

Das Abkommen ist notwendigerweise freiwillig und eine Absichtserklärung für jeden Unterzeichner. Aber es ist bindend für alle Bürger dahingehend, dass jede teilhabende Nation in seinen eigenen Energiemarkt intervenieren darf, um CO2-Emissionen zu reduzieren, ebenso wie Methan und andere anthropogene Treibhausgase – egal, was das kostet und welche Lasten darob anfallen.

In den USA spielte Präsident Barack Obama die interventionistischen Züge herunter und tat so, als ob dies zur Erfüllung des Paris-Abkommens nötig war. Es wurde zu seinen Bedingungen im November 2016 ratifiziert. Die USA stünden fest zu ihren Emissions-Reduktionen, während der Rest der Welt viel Freiheiten in dieser Hinsicht hatte. Und es waren auch die USA, welche die meisten Gelder an den im Abkommen genannten „Grünen Fonds“ zahlten, um ärmere Nationen bei ihren erzwungenen Bemühungen zu einer Energiewende zu helfen.

Trumps Begründung

Das Statement von Präsident Trump vor einem Jahr zum Rückzug aus dem Paris-Abkommen umfasste 2500 Wörter. Daraus hier einige Höhepunkte:

● Die Erfüllung der Bestimmungen des Paris-Abkommen und die Einhaltung der drückenden Energie-Restriktionen würde in den USA 2,7 Millionen Arbeitsplätze vernichten bis zum Jahr 2025, jedenfalls nach den National Economic Research Associates.

● China darf seine Emissionen noch atemberaubende weitere 13 Jahre lang steigen lassen – wir aber nicht. Indien macht seine Teilnahme von Milliarden über Milliarden über Milliarden Dollar abhängig im Rahmen von Entwicklungshilfe, zu zahlen von entwickelten Nationen.

● China darf Hunderte weitere Kohlekraftwerke errichten. Wir jedoch dürfen diese Kraftwerke nicht bauen, wenn man diesem Abkommen folgt. Indien darf seine Kohleproduktion noch bis zum Jahr 2020 verdoppeln … sogar Europa darf noch weitere Kohlekraftwerke bauen.

● Selbst wenn das Paris-Abkommen in vollem Umfang von allen Ländern umgesetzt werden würde, würde daraus lediglich eine Reduktion der globalen Temperatur um zwei Zehntelgrad Celsius – man lasse sich das auf der Zunge zergehen: zwei Zehntelgrad Celsius – Reduktion der globalen Temperatur bis zum Jahr 2100 resultieren … die Wahrheit ist, dass 14 Tage der Emissionen von China alle Fortschritte von den USA auslöschen würde – im Jahre 2030!

● Der Grüne Fonds (des Paris-Abkommens) würde wahrscheinlich die USA verpflichten, potentiell Zehner Milliarden Dollar aufzubringen, wovon die USA bereits über 1 Milliarde gezahlt haben … Im Jahre 2015 hat der Direktor des Green Climate Fund dem Vernehmen nach festgestellt, dass sich der geschätzte Finanzbedarf nach dem Jahr 2020 auf 450 Milliarden Dollar pro Jahr steigern wird. Und niemand weiß bis auf den heutigen Tag, wohin das ganze Geld fließen wird.

Die Risiken des Paris-Abkommens steigen, weil bisher in der Historie diese Abkommen lediglich dazu neigen, mit der Zeit immer ambitionierter zu werden. Mit anderen Worten, das Pariser Rahmenwerk ist ein Anfangspunkt – so schlimm das auch ist – und nicht ein Endpunkt.

● Der Ausstieg aus dem Abkommen schützt die USA vor zukünftigen Einmischungen in die Souveränität der USA von außen und vor massiven zukünftigen gesetzlichen Belastungen. Glauben Sie mir, wir hätten massive Belastungen, falls wir uns nicht zurückziehen würden.

Schlussfolgerungen

Der Widerstand gegen das Paris-Abkommen ist nur immer stärker geworden, richten sich doch dessen wertlose Wörter, wie Hansen sie nennt, gegen die Realität einer Business-As-Usual-Energiewelt. China und Indien steigen groß in Kohle ein. Die CO2-Emissionen der EU steigen. Und eine global verbundene Erdgas-Welt, welche aus dem Schiefergas-Boom hervorgeht, bedeutet noch Jahrzehnte lang eine Zukunft fossiler Treibstoffe.

„Der Präsident hat eine außerordentlich mutige Entscheidung getroffen, indem er sagte, dass wir uns aus dem Paris-Abkommen zurückziehen, Amerika an die erste Stelle setzen und sicherstellen, dass wir mit Taten vorangehen und nicht mit Worten“, sagte der Leiter der EPA Scott Pruitt. Trumps Statement geht in die Annalen der jüngeren Geschichte ein als einer der größten energiepolitischen Momente. Es steht damit in einer Linie mit der oil price-and-allocation decontrol-Anordnung von Präsident Reagan, welche die Energiekrise von Nixon bis Carter beendete.

Möge das Paris-Abkommen weiter abgewickelt werden und den gleichen Weg nehmen wie das vom Unglück verfolgte Kyoto-Protokoll aus dem Jahr 1997. Und mögen Energieverbraucher und Steuerzahler gewinnen und die Welt, nicht nur die USA, wieder groß machen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/06/trumps-paris-decision-one-year-later-looking-better-and-better/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Anmerkung des Übersetzers: Wie immer bei WUWT gibt es zum Beitrag zahlreiche Kommentare. Diese sind zu diesem Beitrag vielfach sehr interessant. Offenbar hat der Autor bei vielen Amerikanern weit offen stehende Türen eingerannt!

08 Jun 12:27

Campinos Badeausflug

by Udo Vetter

Für Schlagzeilen sorgt ein nächtlicher Badeausflug von Campino. Der Sänger der Toten Hosen soll nach einem Konzert in Dresden in der Nacht zum Sonntag mit diversen Begleitern im Georg-Arnold-Bad gefeiert haben – was ein Schnappschuss des Sängers auf Instagram belegen soll. Problem: Die Badeanstalt war um die Zeit geschlossen, wie sich das gehört.

Einzelheiten kann man zum Beispiel auf Spiegel Online nachlesen. Interessant finde ich die Aussage des Bäder-Geschäftsführers Matthias Waurick:

Uns bleibt nichts anderes übrig, als Anzeige wegen Hausfriedensbruch zu erstatten.

Juristisch ist das aber nicht so ganz richtig. Hausfriedensbruch (§ 123 StGB) ist ein reines Antragsdelikt, wie sich aus Absatz 3 des Paragrafen ergibt. Ohne Strafantrag des Bäderbetriebs hätten Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte keinerlei Möglichkeit, Campino und seine Begleiter zu belangen.

Ohne Strafantrag also keine Verfolgung. So viel in aller Kürze zur Aussage, es bleibe den Bäderbetrieben nichts anderes übrig. Nur der Vollständigkeit halber noch der Hinweis, dass der Hausrechtsinhaber den Strafantrag jederzeit zurücknehmen kann. In solchen Fällen kann es es also durchaus Sinn machen, wenn man sich beim Betroffenen entschuldigt und das Gespräch mit ihm sucht.

Gerade hätte doch eine sehr gute Chance, wenn er ganz lieb sorry sagt. Zum Beispiel, wenn er seinen guten Willen mit einem kleinen Überraschungskonzert zu normalen Öffnungszeiten untermauert. Dazu könnte der Bäderchef wahrscheinlich auch nur schwer nein sagen.

08 Jun 12:27

„Empfänger nicht zu ermitteln“

by Udo Vetter

Seit 23 Jahren hat mein Büro folgende Adresse: Lützowstraße 2, 40476 Düsseldorf. Jeden Tag erreicht uns ein ansehnlicher Stapel Post. Und ich bin mir sicher, das galt auch für den Tag, an dem mir in einem Verfahren die Staatsanwaltschaft Kassel Akteneinsicht gewähren wollte.

Dummerweise hatte die Staatsanwaltschaft Kassel die betreffende Sendung wie folgt folgt adressiert:

Anwaltsbüro Vetter & Mertens
Lützowstraße 3
40476 Düsseldorf

Dieser Maxibrief ging mit einem Vermerk an den Absender zurück, und zwar mit einem knallharten „Empfänger an der angegebenen Anschrift nicht zu ermitteln“. Die Hausnummer 3 liegt direkt gegenüber. Ich meine, hätte man da als Zusteller nicht ein ganz klein wenig schalten können nach dem Motto: Wo die anderen zweiunddrölfzig Schreiben für das „Anwaltsbüro Vetter & Mertens“ oder von mir auch aus auch „Rechtsanwalt Udo Vetter“ einzuwerfen sind, da hätte auch diese Sendung korrekte Aufnahme gefunden?

Immerhin hat die Staatsanwaltschaft die Akte jetzt noch mal zugesendet. Die Behörde erlässt uns auch die Übersendungsgebühren für den ersten, vergeblichen Versuch. Gedauert hat das Hin und Her allerdings einige Zeit. Und genau die hat doch etwas an den Nerven des Mandanten genagt, der über die Akteneinsicht natürlich gerne Klarheit bekommen möchte, wie die Beweislage gegen ihn ist.

08 Jun 12:27

President calls for action to preserve US nuclear plants

by Claire Louise Isted
Three Mile Island - 48US President Donald Trump has directed Secretary of Energy Rick Perry to take immediate action to stop the loss of "fuel-secure power facilities" from the country's power grid, including nuclear power plants that are facing premature retirement.
08 Jun 12:26

Inerscheinungtreten

by Udo Vetter

Heute muss ich eigentlich noch die Stellungnahme eines Strafverteidigerkollegen lesen. Dessen Schreiben an die Staatsanwaltschaft beginnt so:

In Bezug auf das auf Blatt 256 d. Ermittlungsakte angesprochene einschlägige Inerscheinungtreten teilen wir nach Rücksprache mit, dass…

Ich habe eine leise Ahnung, wie spannend die nächsten 23 Seiten werden. Darauf schnell noch eine Club-Mate, vielleicht geht’s damit.

08 Jun 12:26

Die Erde verzeichnet gerade den 600 millionsten aufeinander­folgenden Monat, dessen Tempe­ratur unter dem Mittel­wert liegt

by Chris Frey

Eine historische Rekonstruktion der Temperatur der Erde von Prof. Dr. Christopher Scotese von der Northwestern University zeigt einen erhellenden und überraschenden Vergleich der heutigen Temperaturen mit denen der Vergangenheit. Und der sieht nicht so aus, wie man denken könnte.

Scotese zufolge alternierte das Klima der Erde „zwischen einem ,Kühlhaus‘ wie heute und einer ,dampfenden Sauna‘ wie die Welt zu Zeiten der Dinosaurier“.

Das ist korrekt – er beschrieb die heutige Temperatur als kalt. Es stellte sich nämlich heraus, dass es während der meisten Zeit der Erdgeschichte seit der Explosion des Lebens im Kambrium vor fast 600 Millionen Jahren wärmer war als heute – sehr viel wärmer, trotz aller Bekundungen seitens des ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore.

Ganze zwei Drittel jener Zeit herrschten auf der Erde Temperaturen, die viel höher lagen als heute. Während dieser Zeiten mit Sauna-Bedingungen gab es an beiden Polen keinerlei Eis. Wir sind in unser derzeitiges ,Kühlhaus‘ erst vor etwa 50 Millionen Jahren eingetreten.

Mittelt man die Temperatur der Erde über die letzten 600 Millionen Jahre, erlebte die Erde 50 Millionen aufeinanderfolgende Jahre mit einer Temperatur unter diesem Mittelwert. Während dieser Umstand faktisch korrekt und für einen Klima-Freak wie mich sehr interessant ist, hat diese Information nichts mit der gegenwärtigen Klimadebatte zu tun.

Und auch nichts mit dem letzte Woche veröffentlichten und weit verbreitet erwähnten Bericht der NOAA, dem zufolge der Planet seinen 400. Monat in Folge mit einer Temperatur über dem Mittelwert durchlaufen hat. Man behalte im Hinterkopf, dass die „mittlere Temperatur“, auf die sich die NOAA bezog, diejenige des 20 Jahrhunderts ist. Nun ja.

Natürlich sind die gegenwärtigen Temperaturen höher als das Mittel des 20. Jahrhunderts. Schließlich ist die Temperatur der Erde seit über 300 Jahren gestiegen. Hätte die NOAA ein 300-Jahre-Mittel herangezogen, hätte sie noch viele Monate mit übernormaler Temperatur hinzufügen können, weil der Mittelwert tiefer gelegen hätte.

Der segensreiche Temperaturanstieg, den wir derzeit erleben, hebt uns aus der tödlichen Kälter der schrecklichen Kleinen Eiszeit gehoben, als die halbe Bevölkerung von Island ausstarb. Der Beginn dieser Erwärmung lag Ende des 17. Jahrhunderts, lange bevor der Mensch die Temperatur irgendwie beeinflusst haben könnte.

Tatsächlich betrug die Rate der Erwärmung während der ersten 40 Jahre des Trends bis in das 18. Jahrhundert hinein ein Vielfaches der Erwärmungsrate im 20. Jahrhundert – und er war zu 100 Prozent natürlichen Ursprungs.

Mindestens die ersten 150 Jahre unseres jetzigen Erwärmungstrends waren ebenfalls natürlichen Ursprungs – und trugen den gleichen Betrag zur Erwärmung bei wie die letzten 150 Jahre oder so, als wir Menschen der Atmosphäre CO2 hinzugefügt haben.

Die Frage lautet nicht, ob sich der Planet erwärmt. Das tut er, und zwar nachweislich. Wir wissen das sowohl durch direkte Messungen als auch aus Tausenden historischer Aufzeichnungen.

Die wirkliche Frage lautet: sind die natürlichen Kräfte, welche die Erwärmung im 17.Jahrhundert oder so und auch über die letzten paar hundert Millionen Jahre getrieben haben, aus irgendwelchen Gründen im 20. Jahrhundert plötzlich zum Stillstand gekommen? Natürlich nicht, aber genau das ist es, was die Ayatollahs des Alarmismus‘ uns glauben machen wollen.

Warum also apostrophieren die Medien die jüngsten Daten als gefährlichen Feuersturm? H. L. Mencken warnte uns vor imaginären „Kobolden des Alarms“, welche die Regierungen benötigen, um Furcht in der Bevölkerung zu schüren, damit diese drückende Vorschriften wie etwa das Pariser Klima-Abkommen akzeptiert. Der heutige Klimawandel ist einer jener Kobolde des Alarms, geschaffen, um die Menschen davon zu überzeugen, dass die gegenwärtige Erwärmung „ungewöhnlich und beispiellos“ ist, obwohl beides in Wirklichkeit gar nicht der Fall ist.

600 Millionen Monate mit einer Temperatur unter dem Mittelwert, oder 400 Monate mit einer Temperatur über dem Mittelwert? Beides ist richtig, abhängig davon, welche Metrik man heranzieht. Aber die Medien publizieren nur das, was am besten geeignet ist, die politische Agenda eines katastrophalen Klima-Alarms voranzutreiben.

[Originally Posted to Lifezette.com]

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/earth-records-600-millionth-consecutive-cooler-than-average-month

Übersetzt von Chris Frey EIKE

08 Jun 12:26

Ein alter und ein neuer Leser

by Udo Vetter

Seit einem knappen dreiviertel Jahr hat das law blog leider einen treuen Leser weniger. Der Betreffende sitzt momentan in Untersuchungshaft, mit Internet hat man es dort ja weniger.

Als ich den Mandanten die Tage besuchte, kamen wir auf das law blog zu sprechen. „Führen Sie das eigentlich noch?“ fragte der Mandant. Er erzählte, dass er in Freiheit alle zwei Tage reingeschaut hat und das doch etwas vermisst (wobei der Blogentzug für ihn sicher nicht die schlimmste Entbehrung ist).

Im Büro kam mir der Gedanke, ich kann dem Mandanten eine Freude machen, indem ich ihm die neun Blog-Monate, welche ihm fehlen, ausdrucke und schicke. Heraus kam ein schönes Päckchen Papier. Blieb die Frage, wie ich dem Mandanten das ausgedruckte Blog konkret übersende. Normal? Oder als sogenannte Verteidigerpost?

Als Verteidiger habe ich das Privileg, auch schriftlich mit dem Mandanten frei kommunizieren zu können. Das heißt, die Post, die wir wechseln, darf nicht kontrolliert werden. Auf der anderen Seite sagen die Gerichte, das Privileg erstreckt sich nur auf Unterlagen, die wirklich direkt mit dem Fall zu tun haben. Halte ich mich nicht an diese Vorgabe, droht am Ende ein Bußgeldverfahren nach § 115 OWiG (schöner Titel des Paragrafen: „Verkehr mit Gefangenen“). Und natürlich Ärger mit der Anwaltskammer.

Ich entschied mich, den Blog-Ausdruck als ganz normale Post zu senden. Vor einigen Tagen hatte ich einen Haftprüfungstermin in einer anderen Sache. Zuständig war der Richter, der auch die Post meines blogaffinen Mandanten kontrolliert. Am Ende des Termins kam der Richter auf mich zu. „Ich muss mich entschuldigen“, sagte er. „Die Weiterleitung der Unterlagen für Ihren Mandanten hat etwas länger gedauert als sonst.“ Zwei oder drei Tage habe er gebraucht. In der Zeit habe er den Ausdruck „penibel kontrolliert“ – aber nur, weil er sich gut unterhalten fühlte.

So hat das Blog jetzt zwei Leser mehr, einer hat sogar Internet. Der Richter wartet nach eigenen Angaben auch dringend auf diese Geschichte, damit er sie in der Kaffeepause am Gericht seinen Kollegen zeigen kann.

08 Jun 12:26

Microsoft: Von glücklichen Zufällen und verpassten Chancen zu einer Vision

Dass der ehemalige Windows-Monopolist einen der wichtigsten Dienste für Open-Source-Software kauft, ist nicht mehr überraschend. Microsoft hat Entwickler in den Mittelpunkt gestellt – und kuschelt dafür schon lange mit der Open-Source-Szene. Dahin war es ein langer Weg.

Sehr lange kam kein Artikel zum Thema Microsoft und Open Source ohne dieses Zitat aus: „Linux ist ein Krebsgeschwür, das in Bezug auf geistiges Eigentum alles befällt, was es berührt“, sagte der damalige Microsoft-Chef Steve Ballmer 2001 in einem Interview. Gemeint war die Copyleft-Eigenschaft der GNU-General-Public-License (GPL), unter der der Linux-Kernel entwickelt wird. Sie verlangt von jedem, der am Quellcode arbeitet, dass sämtliche Veränderungen wieder unter eine freie Lizenz mit Copyleft-Eigenschaft gestellt werden. So soll sichergestellt werden, dass GPL-Quellcode immer frei bleibt – es ist sozusagen ein Zwang zur Freiheit.

Das Zitat stammt aus einer Ära, die heute so weit entfernt scheint wie ein 486er vom aktuellen iPhone. Microsoft hat sich radikal gewandelt – auch aus purer Notwendigkeit. Die große Cash-Cow des Unternehmens sind zwar immer noch das PC-Betriebssystem Windows und das Office-Paket. Aber das große Wachstum kommt aus der Cloud – die Zukunft des Konzerns scheint derzeit klar vorgezeichnet.

Am Anfang des Microsoft-Erfolgs steht ein glücklicher Zufall

Dabei ist die Geschichte Microsofts lange Zeit eine Mischung glücklicher Zufälle und verpasster Chancen. Am Anfang stehen vor allem ein glücklicher Zufall und eine große verpasste Chance für IBM. Der damalige Platzhirsch der IT-Branche setzt auf riesige Mainframe-Computer und teure kommerzielle Betriebssysteme – und unterschätzt den selbstentwickelten IBM PC. Für den PC setzt der Konzern auf ein von Microsoft zugekauftes Betriebssystem namens MS-DOS, an denen der US-Softwarekonzern sogar die Rechte behalten darf. IBM verkennt damit gleich beide Treiber der IT-Revolution in den 1980er Jahren: den Personalcomputer und das Thema Software.

Microsoft profitiert von einem sich selbst verstärkenden Effekt der Branche: Das am weitesten verbreitete Betriebssystem ist auch das, für das sich das Schreiben neuer Software am ehesten lohnt. Und die immer größere Software-Vielfalt lockt immer mehr Nutzer auf die Plattform. Schnell hat Microsoft im Bereich der PCs ein Quasi-Monopol, das lange unangreifbar scheint.

Von 1.0 bis 10: Die Windows-Geschichte in Screenshots
Windows 1.0 erschien im Jahr 1985. (Screenshot: t3n.de)

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Das machte Microsoft in den 1980er Jahren zum dominierenden IT-Konzern der Welt – eine Vorherrschaft, die bis in die 2000er Jahre anhielt. Dabei hatte Microsoft die Chancen des Internets weitgehend verpasst. Zwar drückte der Konzern den ersten großen Browserhersteller Netscape in den 1990er Jahren durch die kostenlose Bündelung des Internet Explorers mit dem eigenen Betriebssystem an die Wand. Doch das, womit im Internet das große Geld verdient wurde, gründeten andere – Amazon, Google und Facebook zum Beispiel.

Microsoft hat den Trend zum Mobile Computing früh erkannt und dennoch verpasst

Den Trend zum Mobile Computing erkannte Microsoft zwar früh, setzt aber nicht auf die richtige Kombination von Hard- und Software. 2002 stellte Firmengründer Bill Gates die ersten Tablet-PCs vor. Doch Microsoft setzte darauf auf ein klassisches Windows mit herkömmlicher Windows-Software, die nur leicht für eine Bedienung mit dem Stift angepasst wurde. Microsoft wollte sein Windows-Monopol in die mobile Welt hinüberretten.

Microsoft-Gründer Bill Gates 2002 mit einem Tablet-PC. (Foto: dpa)

Den Markt des Mobile Computings knackten andere – erst Blackberry, dann Apple und schließlich Googles Android. Alle setzen auf neue, auf die mobilen Geräte angepasste Betriebssysteme und Software.

Dennoch war Microsoft in anderer Weise Ende der 2000er visionär und erkannte im aufkommenden Markt des Cloud-Computings die eigene Zukunft. Die Idee: IT-Dienstleistungen wie Rechenkraft, Speicherplatz, Entwicklungsumgebungen oder Software werden zu einer austauschbaren Dienstleistung, die Firmen je nach Bedarf direkt aus dem Internet beziehen und nach Verbrauch abrechnen – ähnlich wie Strom.

Die Cloud als Vision hat noch CEO Steve Ballmer verkündet. Doch erst Nachfolger Satya Nadella hat sie ab Anfang 2014 konsequent durch Öffnung vorangetrieben. Er erkannte, dass Microsoft die eigenen Cloud-Dienste und Software dort anbieten muss, wo Nutzer heute sind – und das sind neben Windows-PCs eben auch iPhones und Android-Smartphones.

Neben der Cloud hat Microsoft aber noch etwas anderes in Zentrum gestellt: die Entwickler. Nicht selten sind sie es, die Entscheidungen über den IT-Einkauf treffen oder zumindest deutlich mitprägen. Insbesondere die Beliebtheit der Cloud-Computing-Plattform Azure unter Entwicklern liegt Microsoft besonders am Herzen – und da viele Entwickler Freunde freier Software sind, kuschelt der Konzern seit Jahren mit der Open-Source-Community – inklusive dem einstigen Erzfeind Linux.

Microsoft und Open-Source-Community auf Kuschelkurs

Zu den Highlights des Kuschelkurses gehören die Veröffentlichung des eigenen Entwicklungs-Frameworks .Net unter einer freien Lizenz 2014, die seit Jahren anhaltende aktive Mitentwicklung des Linux-Kernels, die Platinum-Mitgliedschaft in der Linux-Foundation seit 2016 und die Veröffentlichung von Microsofts SQL-Server-Software auch für Linux im selben Jahr. Unseren Aprilscherz, dass sogar Windows 10 Open Source werde haben in der Folge viele geglaubt.

Microsoft-Chef Satya Nadella auf Kuschelkurs mit der Open-Source-Community. (Foto: Microsoft)

Es ist daher keine Überraschung, dass Microsoft mit der Übernahme von Github noch näher an die Entwickler heranrücken will. Microsoft selbst mach aus den Motiven keinen Hehl: Es gehe unter anderem darum, „neue Kunden für Microsoft-Tools und Dienste zu erschließen“, heißt es in der Mitteilung. Mit der Übernahme untermauere Microsoft seine Verpflichtung zur „Freiheit für Entwickler, Offenheit und Innovation“, wird Microsoft-CEO Satya Nadella zitiert.

Microsoft wird sich daran messen lassen müssen. Schon vor der Übernahme durch Microsoft haben prominente Open-Source-Projekte wie die Linux-Distribution Debian und der Gnome-Desktop – neben KDE die beliebteste grafische Oberfläche für Linux – die Plattform in Richtung der Konkurrenz Gitlab verlassen. Andere Microsoft-Übernahmen wie die von Skype oder Wunderlist zeigen, dass der Konzern nicht immer verantwortlich mit dem Erbe großer Software-Namen umgeht. Und ein Blick auf Twitter am Tag nach der Verkündung der Übernahme macht deutlich, dass die Skepsis der Open-Source- und Entwickler-Community gegenüber Microsoft noch nicht ganz verschwunden ist

Doch immerhin ergibt die Übernahme strategisch Sinn und unterstreicht die seit Jahren formulierte Vision eines Software-Konzern rund um die Cloud und Entwickler – das ist allemal besser, als sich wieder auf glückliche Zufälle zu verlassen.

Mehr zum Thema Microsoft:

08 Jun 12:25

Scrum oder Devops? Beides!

Obwohl Scrum immer noch das mit Abstand meistgenutzte agile Vorgehensmodell ist, wird Devops bereits als sein Nachfolger gehandelt. Dabei ergänzen sich beide Systeme perfekt, findet unser Gastautor.

Scrum ist inzwischen 23 Jahre alt und in einer Zeit entstanden, die – in unserer Branche – fast vorsintflutlich anmutet. Kein Wunder also, dass inzwischen die ersten Nachfolger am Start stehen. Devops gilt dabei als aussichtsreicher Kandidat. Aber wie unterscheiden sich beide Modelle eigentlich und könnten sie sich vielleicht auch gut ergänzen? Tatsache ist, dass aufgrund von Missverständnissen Scrum und Devops oft als konkurrierende Methoden betrachtet werden:

1. Missverständnis: „Mit Scrum kann man nur alle zwei Wochen eine neue Version liefern“

Bei Devops geht es um das häufige Liefern von neuen Versionen mit kleinen Verbesserungen. In entsprechenden Fallstudien werden oftmals mehrere Releases pro Tag erwähnt. Scrum kennt zwar keine minimale Zeit für den Planungs-Zyklus (Sprint), jedoch macht es in der Praxis nur selten Sinn, diese kürzer als eine Woche zu wählen. Eignet sich damit Scrum nicht für Continuous Delivery, also der kontinuierlichen Auslieferung neuer Funktionen? Wenn man den Scrum-Guide genau liest, stellt man fest, dass Scrum die Bereitstellung eines sogenannten Done Increments, also einer auslieferbaren Produktversion spätestens am Ende jedes Sprints fordert. Es gibt jedoch keine Regel, die verbietet, während des Sprints auch häufiger ein solches Done Increment bereitzustellen und auch auszuliefern, also gerne auch mehrfach am Tag.

2. Missverständnis: „Devops ist Automatisierung des Deployment-Prozesses“

Ein wichtiger Aspekt von Devops ist, daran zu arbeiten, den oben beschriebenen Devops-Zyklus so schnell und so häufig wie möglich durchlaufen zu können. Das ist nur möglich, wenn ein großer Teil der Abläufe wie zum Beispiel Build, Test, Release und Deployment automatisiert sind. Devops aber auf die Einführung entsprechender Tools zur Automatisierung zu begrenzen, würde bedeuten, den größten Teil des Verbesserungspotenzials außen vor zu lassen. Devops beginnt zunächst mit einem Mindset, mit der systemischen Betrachtung des gesamten Erstellungs- und Betriebsprozesses für Softwareprodukte mit dem Ziel, für die Anwender ein möglichst positives Benutzererlebnis zu schaffen. Dafür müssen unterschiedlichste Perspektiven berücksichtigt werden und verschiedene Konzepte müssen ineinandergreifen. Aus dieser Gesamtbetrachtung entsteht dann an verschiedenen Stellen ein Automatisierungsbedarf, der wiederum Tools notwendig macht. Devops also mit Tools zu beginnen, wäre wie das Pferd vom Schwanz her aufzuzäumen.

Scrum und Devops ergänzen sich

Scrum stellt ein Framework dar, das Rahmenbedingungen für die Planung und Umsetzung von Software-Produkten bis zur Bereitstellung eines auslieferfähigen Inkrements definiert. Mit Devops soll die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Verantwortungsbereichen optimiert und mit möglichst kurzen Feedbackzyklen eine bedarfsgerechte Fokussierung der Entwicklungsinvestitionen erreicht werden. Beide Konzepte entsprechen somit der Philosophie agiler Entwicklung und können sich gut ergänzen. Wie könnte denn nun ein solches kombiniertes Vorgehen aussehen? Das soll anhand eines fiktiven Teams kurz skizziert werden, wobei es sich dabei nicht um eine Blaupause handelt, sondern lediglich als Inspiration dienen soll. Jedes Team muss hier die passende Vorgehensweise für sich selbst finden.

Ein Beispiel: Unser fiktives Team hat ein Product-Backlog, in dem alle möglichen Verbesserungen am Produkt gesammelt werden. Der Product-Owner versucht dabei, die Themen zu identifizieren, die ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis haben. Das Development-Team hat ein tiefgreifendes Verständnis darüber, wie die Anwender das Produkt nutzen, da es nicht nur für die Implementierung, sondern auch für den Betrieb und den Anwender-Support verantwortlich ist. Product-Owner und Development-Team legen für jeden Sprint ein sogenanntes Sprint-Goal fest, ein Fortschritt, der am Ende des Sprints erreicht werden soll. Gemeinsam suchen sie nach der schnellsten und einfachsten Lösung zu diesem Ziel, um erste Erfahrungen zu sammeln und die so entstandene rudimentäre Lösung dann mit diesen neuen Erkenntnissen sukzessive auszubauen.

Das Development-Team implementiert nun die einzelnen Funktionen, die zur Erreichung des Sprint-Goals erforderlich sind. Dabei fokussiert sich das Team mit seinen interdisziplinären Kompetenzen auf die Fertigstellung einer Funktion statt gleichzeitig an vielen verschiedenen Stellen zu arbeiten. Ist die Funktion fertiggestellt und getestet, so wird sie umgehend auf das Produktivsystem ausgeliefert. Dabei nutzt das Team Techniken wie Feature-Flags und Blue-Green-Deployment. Damit kann die neue Funktion zunächst einem kleinen Anwenderkreis bereitgestellt werden und erst wenn dort keine Probleme auftreten, wird der Kreis der Nutzer erweitert. Bei Problemen wird die Funktion umgehend abgeschaltet und die Anwender können wieder ein stabiles System nutzen. Der Product-Owner ist im Entstehungsprozess kontinuierlich einbezogen. Treten im Betrieb kritische Probleme auf, so kümmert sich das Development-Team umgehend darum. Mit seinen interdisziplinären Kompetenzen aus Infrastruktur und Software kann eine Analyse und Behebung des Problems zügig umgesetzt werden. Noch wichtiger ist allerdings die anschließende Ursachenanalyse, um ähnliche Probleme zukünftig zu vermeiden und den Gesamtprozess robuster zu machen. Diese Erfahrungen wiederum werden auch die Art und Weise der Implementierung beeinflussen.

Am Ende des Sprints findet ein Sprint-Review statt. Dabei fasst das Scrum-Team nochmals zusammen, welche Funktionen in diesem Sprint ausgeliefert werden konnten. Das Ziel dabei ist es, Feedback von den Stakeholdern zu bekommen. Mit diesen Erkenntnissen kann entschieden werden, mit welchen Erweiterungen im nächsten Sprint der Mehrwert des Produktes optimal erweitert werden kann.

Scrum und Devops nicht nur für Web-Startups

Den hier beschriebenen Ablauf kann man sich gut in einem sehr kleinen Unternehmen, etwa in einem Startup, vorstellen. Dort gibt es meist keine klare Abgrenzung der Zuständigkeiten. Alle Beteiligten arbeiten Hand in Hand, um das gemeinsame Produkt und damit die gemeinsame Vision erfolgreich zu gestalten. Jeder bringt hierfür seine Erfahrungen und Kompetenzen ein und legt dort Hand an, wo es gerade notwendig ist. Mit Scrum und Devops können aber auch größere Unternehmen beginnen, eine solche Kultur zu entwickeln. Hierzu ist es meist notwendig, dass nicht nur die Unternehmensstruktur neu definiert wird, sondern auch die Produktmodularisierung muss dazu passen. Bei Unternehmen, die mit einer Devops-Kultur komplexere Produkte mit mehreren Teams entwickeln, beobachtet man häufig eine Architektur, die eine End-to-End-Verantwortung der Teams begünstigt. So wird das Produkt in einzelne Teilbereiche aufgegliedert, für die ein Team dann komplett verantwortlich ist – von der UI bis zur Persistierung der Daten, von der Definition von Mehrwerten durch das Teilmodul bis zum reibungslosen Betrieb.

Devops bedeutet damit viel mehr als nur die Lieferung von neuen Software-Inkrementen in kurzen Zyklen. Es bedeutet die Ausdehnung von agilen Prinzipien auf den Unternehmenskontext und lässt sich somit hervorragend mit Scrum kombinieren.

Mehr über agile Entwicklungsmethoden und deren Einsatz in der Praxis erfahrt ihr auf der Developer Week vom 25. bis 28. Juni 2018 in Nürnberg. Die Developer Week ist seit Jahren die Anlaufstelle für die deutschsprachige Entwickler-Szene und eine der größten, unabhängigen Entwickler-Konferenzen Europas mit über 130 Referenten und mehr als 170 Sessions in 30 Thementracks. Informationen und Anmeldung unter www.developer-week.de

Der Autor

Thomas Schissler hat sich ganz dem Thema effiziente Software-Entwicklung mit agilen Methoden verschrieben. Als Berater, Coach und Sprecher nutzt er seine Erfahrungen, um bei Unternehmen Transformationen in diesem Sinne zu initiieren und zu begleiten.​

08 Jun 12:25

Der Verweigerungs-Trick

by Udo Vetter

Wenn es darum geht, der Staatskasse ein paar Euro zu ersparen und einen Anwalt mal so richtig schön vorzuführen, sind manche – zum Glück sehr wenige – Strafrichter um keinen Trick verlegen.

Einer dieser Tricks geht so: Nach den vielen, vielen Änderungen der Strafprozessordnung in den letzten Jahren gibt es nun auch die Möglichkeit für Zeugen, für die Dauer ihrer Vernehmung einen Anwalt als Beistand beigeordnet zu erhalten. Der Anwalt soll die schutzwürdigen Interessen des Zeugen wahrnehmen, ihn etwa über Zeugnis- und Auskunftsverweigerungsrechte belehren. Bezahlt wird der Anwalt aus der Staatskasse.

So eine Beiordnung hat diverse Voraussetzungen. Diese stehen in § 68b StPO, wobei hier nur die Einleitung von Absatz 2 des Paragrafen wichtig ist:

Einem Zeugen, der bei seiner Vernehmung keinen anwaltlichen Beistand hat …

Genau in diese Falle tappen Anwälte schon mal. Dabei machen sie eigentlich alles richtig. Sie melden sich schriftlich beim Gericht, beantragen auch ihre Beiordnung. Das Gericht reagiert aber nicht. Oder ganz fies, der Richter flötet am Telefon, die Frage der Beiordnung könne man doch direkt vor der Vernehmung des Zeugen in der Hauptverhandlung klären. Spart ja auch Papier und so.

Und was passiert? In der Verhandlung fragt der Richter den Staatsanwalt, ob dieser einer Beiordnung zustimmt. Der Staatsanwalt sagt: Nö. Durchaus zu Recht verweist der Staatsanwalt auf das Gesetz. Dieses regelt ja ausdrücklich (warum auch immer), dass einem Zeuge, der mit einem Anwalt zum Termin kommt und somit einen Zeugenbeistand hat, die Beiordnung nicht gewährt wird. So jedenfalls die weithin akzeptierte Auslegung.

Der erschienene Anwalt kann in der Situation auch nicht rausgehen nach dem Motto: Ohne Beiordnung arbeite ich nicht. Das wäre wohl eine Mandatskündigung zur Unzeit, wie es der Vertragrechtlicher formuliert. Also wird der Zeugenbeistand auch ohne Beiordnung seine Arbeit machen, weil er halt physisch anwesend ist. Eine nachträgliche Beiordnung gilt ohnehin als nicht zulässig und wird dementsprechend nicht gewährt.

Als Anwalt musst du also darauf achten, dass dich das Gericht frühzeitig ( = vor dem Gerichtstermin) als Zeugenbeistand für die Vernehmung beiordnet. Ist nicht sonderlich schwer, aber man muss diesen Punkt halt auf dem Schirm behalten.

Ein klein wenig verstimmt bin ich aber trotzdem. Schon wegen der bloßen Tatsache, dass es ein Richter aus Süddeutschland aktuell den Zeugenbeistands-Verweigerungs-Trick bei mir versucht hat, obwohl wir uns aus einem anderen Verfahren vor drei Jahren eigentlich kennen. Wobei es auf seiner Seite beim Versuch geblieben ist. Nach einem freundlichen Schreiben meinerseits war der Beiordnungsbeschluss heute in der Post.

08 Jun 12:24

An Ancient Virus May Be Responsible for Human Consciousness

08 Jun 12:24

Schreib doch öfter mal was auf der Facebook-Seite der Polizei

by Udo Vetter

So kann es gehen, wenn man auf dem Facebook-Profil einer Landespolizei einen (nicht strafbaren) Kommentar abgibt. Dann schaut der Social-Media-Mensch von der Polizei nämlich nach, wer sich denn da eigentlich an der Diskussion beteiligt.

Das Ergebnis: eine kleine Denunziationsmail an die Polizeikollegen in dem Bundesland, aus dem der Facebook-Nutzer mutmaßlich kommt. Ich zitiere:

Hallo liebe Kollegen …, unter einem unserer Facebook-Einträge hat ein gewisser … kommentiert. Sein Facebookprofil unter … schmückt er mit einem sehr fragwürdigen … Profilbild. Seinen geposteten Fotos nach scheint er auch eine größere Affinität zu Waffen zu haben. … Ist euch dieser User vielleicht schon bekannt bzw. wäre das vielleicht etwas für eure Kollegen bei der Kripo? Grüße …

In diesem Fall kam es zu einer Hausdurchsuchung. Kein schönes Erlebnis.

Drückt euch also lieber dezent aus, wenn ihr auf einem Social-Media-Kanal der Polizei was schreibt. Und achtet darauf, dass euer Facebook-Profil völlig unverdächtigt ist, wenn das Social-Media-Team eurer Polizei nach eurem Kommentar wie selbstverständlich bei euch vorbei schaut und nach dem Rechten sieht.

Wobei zu unverdächtig vielleicht aber auch wieder verdächtig sein kann, aber dafür weiß ich jetzt auch keine Lösung.

08 Jun 12:20

Intermediate | Flow of the Week: Automating Change Management Processes

Change Management processes are important to organizations to ensure work is scheduled, prioritized, repeatable and that oversight has been applied. However, a problem may arise if organizations layer too many levels of bureaucracy on top of these processes. But, the good news is that Microsoft Flow can automate many Change Management processes that allow organizations to achieve their Change Management goals, without accruing inefficiencies. In this weeks blog, we take a look at how Change Management notification processes can be streamlined using Microsoft Flow and ServiceNow.
08 Jun 12:20

Wärmster Mai 2018 ? – Es kommt auf den Standort der Mess­station an.

by Chris Frey

Auch aufgrund unserer Artikel ist auch der DWD vorsichtiger bei Rekordangaben geworden und in den Pressemitteilungen wird nun differenzierter mit den Rekordmeldungen umgegangen, man redet nur von „ähnlich warm“, siehe hier beim DWD.

Denn das Deutschland von 1881 hatte ganz andere Grenzen als die heutige Bundesrepublik und die Messstationen innerhalb der heutigen Grenzen standen oft unter gleichem Namen an ganz anderen Orten als heute. Denn Mitteleuropa hat sich seit 138 Jahren durch menschliche Schaffenskraft vollkommen verändert. Der Mensch hat viele Wärminseln, inzwischen ganz Wärmeregionen durch Bebauung und Trockenlegung der Landschaft neu geschaffen. Auf einer Fläche mit dem Namen Wasserstall/Teich sind heute moderne Siedlungen auf absolut trockenem Untergrund entstanden. Ebenso erinnert ein Stadtteil namens „Brühl“ nur noch den Ortskundigen an den einstigen Bruchwald im Sumpf an gleicher Stelle. Dieser erwärmende Bebauungstrend setzt sich in der Gegenwart ungebremst fort.

Grundsätzlich stehen alle heutigen Messstationen an wärmeren Plätzen als früher, einsame Klöster mit unbeheizten Klosterkirchen gibt`s nicht mehr, ebenso wenig einsame Forsthäuser mit Wetterstationen am Waldrand. Aus diesem Grunde ist bei Temperaturvergleichen mit dem früheren Deutschland nur diese wissenschaftliche Ergebnisaussage erlaubt: Der Mai 2018 war bei den heutigen Messstationen an den heutigen Standorten um 0,1 C wärmer als der Mai 1889 an den damaligen kälteren Standorten.

Gibt es noch unveränderte Einzelstationen?

Antwort Nein, aber interessant sind Mai-Langzeitreihen bei einer Station, deren Umgebung sich weniger verändert hat. Berlin-Tempelhof wäre wie alle städtischen Wetterstationen absolut ungeeignet. Die städtischen Wetterstationen lagen vor 1900 meist noch deutlich außerhalb der Stadtgrenzen und somit sind Vergleiche mit heute nicht möglich. Eine Wetterstation mit geringer Ortsveränderung ist hingegen der Hohenpeißenberg (HPB) in Oberbayern. Zwar stand die Station früher bei der kälteren Klosterkirche/Klosteranlage und seit etwa 1970 in der etwas tiefer liegenden neu erbauten kleinen Siedlung mit Straßen und reichlich Parkplätzen, wo in früheren Zeiten Nasswiesen die Sonnenaufheizung abmilderten, aber die Umgebung blieb trotzdem fast gleich. Beim HPB handelt es sich somit um eine Station mit einem geringen menschengemachten Wärmeinseleffekt. Und da die Mönche auf dieser ehemals einsamen 789 hohen Bergkuppe die Aufzeichnungen schon lange betrieben haben, können wir die einzelnen Maimonate über einen langen Verlauf betrachten. Der Mai 2018 wurde auf dem Hohenpeißenberg im heutigen DWD-Zentrum mit 13,2 C registriert. Wir vergleichen die Langzeitreihe ohne Korrekturen.

Grafik 1: Wo ist die gefährliche Klimaerwärmung des Monats Mai? Hat die CO2-Erwärmungswirkung bei diesem Monat auf diesem Berg ausgesetzt? Die Trendlinie stimmt fast mit der Durchschnittslinie aller Maimonate von 10 C überein.

Wir stellen fest:

1) Die Trendlinie der letzten 222 Maimonate ist ziemlich eben, es gibt also keine Maierwärmung in diesem langen Zeitraum auf dem Hohenpeißenberg. Der CO2-Anstieg von damals 280 ppm auf 400 ppm hatte somit keine erwärmende Wirkung.

2) Die eigentlich heißen Maimonate lagen alle in früheren Zeiten und nicht in der Gegenwart. Allerdings gab es damals auch viel kältere Maimonate als in den letzten 30 Jahren. Wir fragen: Ist das ein Effekt unserer Heizungen, wo in der Neuzeit die kalten Maieinnächte in der Stationsumgebung einfach weggeheizt werden?

3) Die kälteste Maienjahre lagen im Zeitraum zwischen 1870 und 1900. Und just genau in diesem Kältewellental beginnt der Deutsche Wetterdienst mit seinen Aufzeichnungen. Der DWD erwähnt auch immer das Jahr 1881. Nur in den Medien wird dann daraus ein „aller Zeiten“ oder seit „Aufzeichnungsbeginn“. Darunter stellt sich der Laie dann mindestens 1000 Jahre vor.

Kleiner Wärmeinseleffekt (WI) auf dem Hohenpeißenberg.

Wir schätzen den WI aufgrund der Zusatzbebauung seit über 200 Jahren auf 0,2 C bis 0,5 C ein, sicherlich von Monat zu Monat verschieden. Wir gehen davon aus, dass man bei den Temperaturdaten vor 1970 mindestens 0,3 C dazugeben müsste, weil der damalige Mess-Standort noch naturnaher und somit kälter war. Also anstatt 15,2 C im Jahre 1868 wären es mindestens 15,5 C, hätte es die heutige wärmere Standortumgebung bereits damals schon gegeben und wäre die Station schon damals am heutigen wärmeren Standort gestanden. Unter Berücksichtigung dieses Wärmeinseleffektes wäre der Mai von 1868 somit mindestens um 2,3 Celsius wärmer gewesen als 2018. Trotz dieses relativ großen Temperaturunterschiedes war der Mai 2018 mit 13,2 C auch auf dem HPB natürlich mal wieder ein toller warmer Mai. Es war bei dieser Wetterstation etwa der 10.wärmste in der langen Betrachtungsreihe und deutlich über dem Schnitt der letzten 222 Jahre.

Der Mai-Temperaturverlauf der Gegenwart auf dem HPB

Als Gegenwart definieren wir das neue Jahrtausend oder die letzten 20 Jahre. In diesem Zeitraum sind die baulichen menschengemachten Wärmeinselveränderungen auf dem Hohenpeißenberg nahezu vernachlässigbar. Es handelt sich ja nicht im die Zugspitze.

Wir sehen: Mit 13,2 C war der Mai 2018 der wärmste Maimonat der Gegenwart

Abb. 2: Trotz des wärmsten Maimonates 2018 seit 1999 wurde es bei dieser wärmeinselarmen Station eindeutig kälter, die Trendlinie ist deutlich fallend in der Gegenwart.

Keine Mai- Erwärmung seit über 25 Jahren im ländlichen Raum?

Auch wenn sich die Ergebnisse des folgenden Vergleichs zweier DWD- Stationen aus Thüringen nicht unbesehen auf andere Regionen übertragen lassen und hinsichtlich des Betrachtungszeitraumes in Bezug auf die Signifikanz der Trends grenzwertig sind, so deuten sie doch erstens einen noch immer wachsenden Temperaturunterschied zwischen stark WI- belasteten (Jena- Sternwarte) und ländlichen Stationen (Dachwig nordwestlich von Erfurt) sowie zweitens ein Ende der leichten, langfristigen Mai- Erwärmung an:

Abb. 3: Im Dörfchen Dachwig gab es seit 27 Jahren keinerlei Mai- Erwärmung (blau); an der Station Jena-Sternwarte, nahe des Zentrums dieser Saalestadt gelegen, erwärmte sich der Mai noch leicht. 2018 war der Temperaturunterschied beider höhenmäßig fast identischen und nur etwa 50 Kilometer voneinander entfernten Stationen mit 1,4 Kelvin besonders groß, weil der sehr sonnenscheinreiche Mai WI-Effekte begünstigt hat.

Wir stellen fest:

Der Monat Mai wird in der jüngeren Gegenwart deutlich kälter, das ist bei allen wärmeinselarmen Stationen Deutschland so. Als weiteres Beispiel sei hierfür Goldbach bei Bischofswerda, im Osten Sachsens erwähnt.

Abb. 4: Goldbach bei Bischofswerda östliche der Elbe zeigt wie auch noch viele andere Wetterstationen Deutschlands in der Gegenwart eine leichte Maiabkühlung. Der Maimonat 2018 war im Osten Sachsens aufgrund der Rekordsonnenstunden eindeutig ein sommerlicher Monat. Trotzdem hat die Station eine deutlich fallende Trendlinie in der Gegenwart.

Zusammenfassung

  1. Der Maimonat 2018 war überall in Deutschland ein warmer sommerlicher Monat. Wir hätten gerne mehr davon.
  2. Über einen längeren Zeitraum betrachtet war der Mai bei wärmeinselarmen Standorten aber nicht der wärmste Monat. Das zeigt unser Beispiel Hohenpeißenberg.
  3. Wie der Mai sich weiterentwickelt weiß niemand, denn auch bei diesem Monat gibt es keinen Zusammenhang zwischen steigenden CO2-Konzentrationen und Temperaturverlauf, schon gar nicht in der Gegenwart.

Tipp: Unsere Leser mögen sich selbst bei Ihrer Heimatwetterstationen den Maiverlauf seit 20 Jahren geben lassen. Eine fallende Mai-Trendlinie zeigt eine brauchbare Station, eine steigende eine unbrauchbare Wetterstation an.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger Klimaforscher

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

08 Jun 12:20

Modernize your SharePoint team sites by connecting them to new Office 365 groups

by Mark Kashman

SharePoint powers content collaboration in Office 365. At work, it is important for every team member to streamline efforts and stay on the same page. Group-connected SharePoint team sites provide a central location to manage team files, input and connect to important data, and share timely news. With insight into what drives the most engagement and value, people can course correct and optimize for greatest impact.

 

Users have been adopting modern SharePoint lists and libraries and creating modern pages. And now it’s time to bring the full power of SharePoint and Office 365 to all your sites. We’re excited to announce that you can now further modernize your existing (classic) sites by connecting them to new Office 365 groups.

 

Connect SharePoint sites to new Office 365 Groups.gifIt is easy to connect your existing SharePoint site to a new Office 365 group. [30-second looping GIF]

This connection also allows you to associate your site to a SharePoint hub site now that it has a modern home page, and the site will look and function better via the SharePoint mobile app.

 

Connect your existing SharePoint sites to a new Office 365 group

You can connect your site to a new Office 365 group from the user interface site-by-site, which might be good for smaller environments. However, larger customers often want to offer a consistent experience to their users, and therefore want to perform a bulk operation of their sites. Last month, we made tools available for admins to connect existing sites to new Office 365 Groups.

 

Being able to connect an Office 365 group to an existing SharePoint site is important if you want to modernize that site and provide additional group capabilities to all team members. In addition to using modern pages, lists and libraries already available in your classic sites, once you have connected your site to an Office 365 group, it can benefit from all other shared group-connected apps such as Outlook for a group inbox and calendar, Planner for task management, Microsoft Teams for real-time, persistent chat, and more.

 

Now, we are expanding this capability to site owners directly from the team sites they own and manage.  When enabled in your environment, it’s easy to get started.  As a site owner, you can initiate the group connection by selecting Connect to new Office 365 Group from the upper-right site gear menu. Note: if this does not appear, either your tenant does not yet have this capability as it takes several weeks to roll out to all customers, or you are not a site owner of that site.

 

Connect-existing-SP-site_to-new-Office365_001.pngFrom an existing (classic) SharePoint site, select "Connect to a new Office 365 Group" from the upper-right gear icon menu to start the process.

This will launch an experience that will guide you step-by-step through the group connection process, where you provide details for the new Office 365 group, including name, email address, members and owners.  Upon completion, you will be presented with a new, modern home page created for your site with a new, editable page with new web parts to get you started– including a site activity web part that highlights relevant content actions occurring within your site. The page also includes a new link to the group’s inbox in the left navigation and a header with relevant group information and membership. Plus, when you hover on the team site name at the top, you will see the new group card that gives quick access to other apps and shows more about the group and what’s happening beyond the site.

 

Rest assured that all your previous content remains in the site, and a link to the previous home page is also added to the site’s navigation. No site left behind, AND no content left behind. Just moving forward!

 

Connect-existing-SP-site_to-new-Office365_002.pngAfter stepping through a few wizard-driven steps to add members and owners and adjust settings if needed, you'll be presented with an updated site connected to Office 365 group apps.

Beyond your content, all existing permissions in the site remain the same as well.  This ensures that anyone that had access to resources in the site will continue to have them once it is group connected.

 

 

Connect-existing-SP-site_to-new-Office365_003.pngThe updated Site permissions experience is available to site owners from the upper-right gear icon menu to allow inline management of site permissions and invite others to collaborate.

 

Get started today!

There is no reason to delay. Start your modernization journey now.  Get the most out of the power of SharePoint and Office 365 Groups to boost people productivity across your company.

 

SharePoint powers content collaboration for the modern workplace, enabling teamwork with team sites connected to Outlook, Microsoft Teams, Planner and more. Whether you call this ‘site modernization,’ ‘groupify’ or ‘no site left behind’ - start connecting your existing SharePoint sites to new Office 365 groups today! You’ll jump for joyify for sure.

 

Thanks,

Mark Kashman and Tejas Mehta, SharePoint team - Microsoft

 

FAQs and additional, related resources below…

 

Frequently Asked Questions (FAQs)

Q: How can I expect connecting existing SharePoint sites to new Office 365 Groups to roll out to Office 365 customers?

A: The ability to connect existing SharePoint sites to new Office 365 Groups Communication sites will begin to roll out to all Targeted Release customers this week, and will be completed within 2–3 weeks. We then are targeting end of July 2018 for complete worldwide roll out into production.

 

Q: What types of sites can I connect to new Office 365 Groups?

A: You can connect top-level site collections that use the team site web template (also known as STS#0). You cannot group-connect subsites.

 

Q: What permissions do I need to have to connect my existing site to a new group?

A: Site collection administrators of the existing SharePoint site have the appropriate permissions to initiate the group connection process from the upper-right gear icon menu.  Global admins can use PowerShell cmdlet or API tools as well.

 

Q: What if my site has items with unique permissions?  Do they change?

A: The group connection process does not change permissions on items with unique permissions. 

 

Q: Can I limit the availability of this feature to just my global admins?

A: Yes, there is an admin setting that lets you control whether this feature is available for site administrators from the gear menu.

 

Additional resources

  1. Overview of the "Connect to new Office 365 group" feature
  2. Connect to an Office 365 Group
  3. Connect to new Office 365 group: CSOM development
  • Previously disclosed at Ignite 2017: https://techcommunity.microsoft.com/t5/SharePoint-Blog/Work-better-together-with-SharePoint-team-sites-Office-365-app/ba-p/109550
  • Ignite 2017 session on-demand, “No team site left behind!
  • 08 Jun 12:19

    Kein staatlicher Zuschuss für „schöne Hochzeit“

    by Udo Vetter

    Wie üppig muss eine Eheschließung ausfallen? Nicht sehr, meint das Sozialgericht Mainz. Es verweigert einem jungen Paar, das Leistungen nach dem SGB II bezieht, ein „Heiratsgeld“.

    Das Mainzer Paar, das auch zwei Kinder hat, wollte wollte heiraten und dies auch in einem schönen Rahmen feiern. Da sie jedoch im Arbeitslosengeld-II-Bezug standen, beantragten sie beim Jobcenter „Heiratsgeld“: für Eheringe, Brautkleid, Anzug für den Bräutigam, Kleidung für die Kinder sowie die Feier an sich.

    Nach Auffassung des Sozialgerichts bietet das SGB II keine Rechtsgrundlage für „Heiratsgeld“. Auch ein Darlehen komme nur in Betracht, wenn ein unabweisbarer Bedarf vorliege. Der Wunsch nach einer Hochzeitsfeier sei jedoch kein unabweisbarer Bedarf; die Eheschließung selbst sei vor dem Standesamt auch ohne großen Aufwand möglich.

    Eine Feier sei folglich nicht aus Steuermitteln zu finanzieren. In der mündlichen Verhandlung erklärte das Paar, von anderen gehört zu haben, dass es „Heiratsgeld“ vom Jobcenter gebe. Nachdem der Vorsitzende nochmals die Rechtslage darlegte, nahmen die Kläger die Klage zurück (Aktenzeichen S 10 AS 777/17).

    08 Jun 12:19

    Transdifferentiation of human adult peripheral blood T cells into neurons

    08 Jun 12:19

    Microsoft is Going to Enable Your Azure Information Protection Features

    by Paul Cunningham

    In a new message center notice, Microsoft is advising customers of upcoming changes to Azure Information Protection.

    We are making some changes to your Azure Information Protection (AIP) configuration. Starting July 1, 2018, we will be enabling the protection features in Azure Information Protection to customers with the eligible Office 365 licenses.

    This follows the announcement in February that AIP will be enabled by default for eligible new Office 365 tenants.

    Azure Information Protection (AIP) is available as a standalone license subscription, and is also included with several licensing bundles. Office 365 Enterprise E3 or later, and EM+S E3 or higher, and Microsoft 365 E3 or higher all include AIP, AIP Premium 1, or AIP Premium 2. Importantly, all licenses that include AIP entitle users to use Office 365 Message Encryption (OME), which is the justification provided by Microsoft for enabling AIP automatically for eligible customers.

    With this update your organization can start using Office 365 Message Encryption capabilities.

    The main cause for concern here will be any user or admin training required for the use of Office 365 Message Encryption and other AIP features. Customers who have purchased AIP-included licenses, but are not yet using AIP, may well be doing so for good reasons. AIP is not a feature that you simply turn on. Information protection is largely a business-driven initiative, requiring the classification of information and the construction of appropriate policies to allow labels and protections to be applied to files and emails. You can find details of the default AIP policy here.

    However the ability for users to encrypt an email or apply “Do Not Forward” protection to a message, is fairly low hanging fruit that can be used with little friction. Protecting confidential information in emails is a high priority these days, so this is a positive change for customers who might be unaware of their entitlement to activate and use AIP.

    Customers using on-premises Active Directory Rights Management Services (AD RMS) need to take action. In the message center notification, Microsoft notes:

    If you are using Active Directory Rights Management Services (AD RMS) in your on-premises environment, you should opt-out of this change immediately. Without additional steps, some computers might automatically start using the Azure Rights Management service and also connect to your AD RMS cluster. This scenario isn't supported and has unreliable results, so it's important that you opt-out of this change within the next 30 days, when we roll out these new features.

    Presumably Microsoft has some idea of how many AD RMS customers would be impacted by this change, and consider it low enough risk that it is safe to proceed with the advice above. If you are an on-premises AD RMS customer, the command to run in Exchange Online PowerShell to opt-out is:

    PS C:\> Set-IRMConfiguration -AutomaticServiceUpdateEnabled $false

    If you'd prefer to migrate from AD RMS to AIP instead, Microsoft has provided guidance here.

    The post Microsoft is Going to Enable Your Azure Information Protection Features appeared first on Practical 365.

    08 Jun 12:18

    Too much of a good thing: Solar power surge is flooding the grid

    08 Jun 11:47

    Unvermeidlicher Übergang: Subventionen beenden das Leben der alternden Windturbinen in Europa

    by Andreas Demmig

    In der Zwischenzeit, zurück auf der Erde, haben sich diese bösen Mächte aus Physik und Wirtschaft zusammengeschlossen, um die Träumer mit ein bisschen Realität zu schlagen.

    Windkraftanlagen halten nicht die 25 Jahre, die die Promotoren versprochen haben – ihre wirtschaftliche Lebensdauer nimmt mit rund 15 Jahren wieder ab. Das bedeutet, innerhalb eines Jahrzehnts kann erwartet werden, dass in Europa Zehntausende von 2 bis 300 Tonnen schwere Wracks stehen, die vor sich hin rosten und einen Cocktail aus ungesunden Stoffen in die Landschaft ausströmen.

    In Ermangelung von Subventionen werden sie wohl kaum ersetzt und schon gar nicht abgebaut und stehen einfach als höchst sichtbare Denkmäler für das größte Beispiel kollektiver Dummheit seit den Pyramiden. Hier beschreibt John Constable, den Anfang vom Ende von Big Wind in Europa.

     

    Verlängerung der Nutzungszeit und Erneuerung (Repowering) von Windparks: Bewältigung der Todesspirale
    The Global Warming Policy Forum,

    John Constable am 13. Mai 2018

    In Ermangelung neuer Subventionen könnten wir den Anfang vom Ende der Windindustrie in Europa erleben.

    Neue wissenschaftliche Untersuchungen darüber, ob die Lebensdauer eines veralteten Windparks in Europa verlängert oder durch neue Windanlagen an alter Stelle (repowering) ersetzt werden soll, zeigen, dass ohne neue Subventionen für neu aufgerüstete Standorte, eine low-cost Verlängerung der Lebensdauer bei Maximierung der Rendite, vor der endgültigen Stilllegung wahrscheinlich ist. Das betrifft etwa die Hälfte der Windanlagen in Deutschland, Spanien und Dänemark. In Ermangelung neuer Subventionen könnten wir den Anfang vom Ende der Windindustrie in Europa betrachten.

    Im März dieses Jahres veröffentlichten die politischen Antreiber der Erneuerbaren, die Energy and Climate Intelligence Unit (ECIU), die überwiegend von der European Climate Foundation und der Grantham Foundation finanziert wird , eine Studie, Repower to the People – Mit der Behauptung, Großbritannien könne und sollte in den nächsten fünf Jahren rund 60 Onshore-Windparks repower-fähig machen und damit eine Netto-Kapazitätserweiterung von mehr als 1,3 GW erreichen. Die Studie untersuchte nicht den zugrunde liegenden ökonomischen und politischen Kontext von Entscheidungen zu Repower und stützte sich einfach auf die naive Begeisterung des Lesers für den technologischen Fortschritt, wenn man bedenkt, dass zum Beispiel zeitgenössische Turbinen die zwei- bis dreifache Kapazität (2-3 MW) der vorherigen Generation (<1 MW) haben, wobei die neuesten Modelle 4 MW erreichen. Größer muss sicherlich besser sein, besonders angesichts der offensichtlichen Einsparungen:

    Das Repowering bietet nicht nur Einfachheit [der Zulassung am schon vorher genutzten Standort] und potenziell niedrigere Kosten im Vergleich zur Entwicklung eines neuen Standorts, sondern ist auch logisch, da viele der ersten Windparks an Standorten mit der besten Windressource liegen. (Repower an das Volk, S. 4)

    Es wurden sympathisierende Parlamentarier gefunden, um in der Presse zu zitieren, dass es lediglich eine Frage der Regierung sei, die Hindernisse für diese Entwicklung des gesunden Menschenverstandes zu beseitigen. Simon Simon Clarke, das Parlamentsmitglied der Konservativen Partei für Middlesborough South und East Cleveland, berichtete:

    Für diejenigen, die sich Sorgen um die 1% der britischen Gasimporte machen, die von Herrn Putin kommen, würden diese Verbesserungen auch unsere Abhängigkeit von importiertem Brennstoff um das Äquivalent von zwei Gaskraftwerken reduzieren; und wenn wir Investoren nicht erlauben, sie zu repowern, können wir sie [diese WKA] für immer verlieren. (Utility Week, 27.03.18)

    Natürlich gibt es  nichts, was Investoren davon abhalten könnte, solche Standorte zu erneuern, außer dass: keine [neuen oder verlängerten] Subventionen zur Verfügung stehen und ohne solche Subventionen die niedrigen Marktpreise [für den erzeugten Strom], die im nächsten Jahrzehnt wahrscheinlich sind, nicht ausreichen, um Re-Investitionen anzuregen.

    Darüber hinaus könnte es passieren, dass die Eigentümer, die sich um Repowering bemühen, eine neue Baugenehmigung beantragen müssen, was problematisch sein kann, da die Nachbarschaft großer Windräder berüchtigt ist. Wie die Autoren einer neuen und wichtigen wissenschaftlichen Studie über Repowering und Lebensdauerverlängerung berichten, hat der Freistaat Bayern in 2014 sogar  eine Verordnung eingeführt, die einen neuen Mindestabstand von zehn Mal der Flügelspitzenhöhe zwischen einer Windenergieanlage und dem nächstgelegenen Wohngebiet  festlegt.

    L. Ziegler et al.) Verlängerung der Lebensdauer von Onshore-Windenergieanlagen: ein Überblick über Deutschland, Spanien, Dänemark und das Vereinigte Königreich, Renewable and Sustainable Energy Reviews82 (2018), 1261-1271).

    Eine moderne Windanlage kann bis zu 120 Meter (fast 400 Fuß) hoch sein, was einen Abstand von mehr als 1200 m bedeutet und das würde viele bestehende Onshore-Windparks in Großbritannien ausschließen, insbesondere in England, wo es derzeit keinen formell erforderlichen Trennungsabstand gibt!

    [Der Author ist nicht ganz auf dem Laufenden, über WKAs
    Gesamthöhe ist 246,5 Meter. Die Gondel in (Generator) 178 Meter Höhe, 3,4 MW Maximalleistung.
    https://www.golem.de/news/max-boegl-wind-das-hoechste-windrad-steht-bei-stuttgart-1711-130971.html]

    Im Gegensatz zu den von der ECIU geäußerten „Einfachheit“ machen die Arbeiten von Ziegler und ihren Kollegen deutlich, obwohl aus einer Position grundlegender Sympathie für die Windindustrie geschrieben, dass die Entscheidung für Eigentümer alternder Windparks extrem schwierig sein kann, außer zur Außerdienststellung. Repowering ist keineswegs einfach:

    Standorte mit bestehenden Windparks sind aufgrund mangelnder Verfügbarkeit, rechtlicher Zustimmung, Subventionsänderungen, Umweltschutz, öffentlicher Akzeptanz oder unzureichender Windverhältnisse oft nicht repowerfähig. (S. 1265)

    Der Landbesitzer möchte vielleicht keinen Windpark mehr und selbst wenn er dazu bereit ist, ist es vielleicht nicht leicht, eine neue legale Erlaubnis zu bekommen; Subventionen sind unzureichend oder nicht existent; die größeren Windturbinen können Umweltvorschriften verletzen; die Nachbarn dürften größere oder irgendwelche Windturbinen nicht begrüßen; und, interessanterweise, können die Windbedingungen jetzt als ungeeignet bekannt sein oder haben sich aufgrund der benachbarten Lage zu anderen Windparks verschlechtert. (siehe Ziegler et al., Tabelle 4, Seite 1269).

    Die Autoren der Studie berichten, dass die wichtigsten „rechtlichen und wirtschaftlichen Bedingungen für Repowering“ „profitable Subventionsregelungen“ und eine „Knappheit an Standorten“ seien. Im Vereinigten Königreich gibt es keine Subventionen [mehr (?)] und solange die schottische Regierung bereit ist, entgegen energischer Proteste weiterhin Planungsgenehmigungen zu erteilen, wird es im Vereinigten Königreich keinen Mangel an alternativen Standorten geben. Das von der ECIU vorgeschlagene größere Repowering im gesamten Vereinigten Königreich wird so nicht laufen. Darüber hinaus ist dies keine provisorische Angelegenheit. Wie Ziegler et al. zeigen, ist das Repowering ist europaweit unattraktiv, da es in Deutschland, Spanien, Dänemark und im Vereinigten Königreich [bislang ?] keine politischen Repowering – Subventionen gibt.

    Stattdessen werden Windparkbetreiber die Möglichkeit prüfen, die Lebensdauer ihrer bestehenden Windparks zu verlängern. Dies ist jedoch selbst keine einfache Option und erfordert eine sorgfältige Bewertung des Zustands und der Leistung des vorhandenen Vermögenswerts, um die Restnutzungsdauer (RLU) der Hauptkomponenten zu bestimmen, und, im Wesentlichen, ob die Betriebskosten durch Einnahmen für die produzierte Energie ausgeglichen werden“. Der Großteil dieser Überlegungen konzentriert sich auf den zukünftigen Marktpreis für die produzierte Elektrizität und nicht auf die Betriebskosten, wie die Autoren auf der Grundlage einer Reihe von Brancheninterviews berichten:

    Die Unsicherheit über künftige Ausfallraten wurde von den Betreibern nicht in erster Linie in Betracht gezogen. Da die Lebensdauerverlängerung nur geringe Investitionen erfordert, ist es ein gängiger Ansatz, den Turbinenbetrieb zu beenden, wenn kostspielige Reparaturen erforderlich werden. (S. 1268)

    Nichts davon klingt nach dem Verhalten einer starken und expandierenden Industrie. Eher scheint es wahrscheinlich, dass die Abschaltung geschickt gehandhabt wird und sichergestellt wird, dass die Eigentümer so viel wie möglich aus den im Rahmen der bestehenden politischen Instrumente getätigten Investitionen ziehen, bevor sie aussteigen, um ihre Gewinne zu genießen.

    Dies ist eine Situation, die sich sehr schnell entwickeln könnte. Ziegleret al. berichten, dass im Jahr 2016 rund 12% der installierten Windturbinenkapazität älter als 15 Jahre waren, ein Anteil, der bis 2020 auf 28% steigen wird (S. 1261). Das Vereinigte Königreich, das relativ spät mit Windkraft anfing, wird daher unterdurchschnittlich mit nur 10% seiner derzeitigen Kapazität in diesem Jahr älter als 15 Jahre Betrieb haben, aber in anderen Ländern, wie die Autoren selbst zugeben, sieht die „zukünftige Altersverteilung von installierter Windkapazität fast dramatisch aus „:

    Bis zum Jahr 2020 werden 41% der derzeit installierten Kapazität in Deutschland über 15 Jahre alt sein, 44% in Spanien und 57% in Dänemark.

    Werden die existierenden Anlagen nicht erneuert, dann legen die in dieser Studie vorgelegten Nachweise nahe, dass ohne neue Subventionen der Fokus auf kurzfristige low-cost Verlängerungen der Lebensdauer gerichtet sein wird. Dann werden wir den Beginn des Endes der Windindustrie in Europa erleben.

    The Global Warming Policy Forum

    Gefunden auf STT vom 30.05.2018

    Übersetzt durch Andreas Demmig

    https://stopthesethings.com/2018/05/30/inevitable-transition-end-to-subsidies-spells-armageddon-for-ageing-wind-turbines-in-europe/

    08 Jun 11:18

    Mapping legacy server shares in your Windows 10 MDM Intune pilot

    by Jos

    In a Windows 10 full MDM (AzureAD+Intune) scenario, you’ll move your email, app and file workloads to Office 365 (or alternatives).

    In your pilot or hybrid phase, you may still need access to certain file shares on your servers, so here’s a simple PowerShell script you can deploy using Intune Device Configuration that maps your desired share. Deploy multiple times for multiple shares (or groups of users).

    It will create a shortcut in a location you define, so the mapping is always user-driven, it will automatically suggest your user’s AzureAD login as username. You can of course customize the script to your liking if you did not change your local AD upn yet.

    Gitlab homehttps://gitlab.com/Lieben/assortedFunctions/blob/master/intuneServerShareMapper.ps1

    Requirements:

    • Windows 10 (MDM)
    • Intune
    • Direct SMB lan connection to share
    08 Jun 11:18

    Nicht einverstanden

    by Udo Vetter

    Aus dem Protokoll einer Hausdurchsuchung:

    Herr N.. erklärte ständig und stets, dass er gegen alles sei und einen Anwalt nehmen will. Das Formular „Belehrung“ oder sonstige Papiere wollte er auf keinen Fall unterschreiben. Des Weiteren erklärte er, dass er mit der Auswertung und Durchsicht der beschlangnahmten Gegenstände nicht einverstanden sei.

    Angaben zu Passwörtern/PIN/PUK/Emailadressen etc. … wollte er ebenfalls nicht machen.

    Er erklärte sich mit einer Speichelprobe und einer ED-Behandlung nicht einverstanden. Gesprächsversuche blockte der Beschuldigte ab.

    Oder wie der Strafverteidiger sagt: alles richtig gemacht.

    08 Jun 11:18

    Azure AD Conditional Access support for blocking legacy auth is in Public Preview!

    by Alex Simons

    Howdy folks,

    Today I’m excited to announce the Public Preview of Azure AD Conditional Access support for blocking legacy authentication. In the past you needed to use ADFS to do this, but using conditional access to do this is SO much simpler/better. Now you to can manage legacy authentication blocking as one part of your overall conditional access strategy, all from right in the Azure AD admin console. And for many of you, this will also give you the option to move away from ADFS to an cloud centered authentication model enabled by pass-through authentication.

    First things first, let’s define legacy authentication. Legacy authentication is a term that refers to authentication protocols used by apps like:

    • Older Office clients that do not use modern authentication (e.g., Office 2010 client)
    • Clients that use mail protocols such as IMAP/SMTP/POP

    Attackers strongly prefer these protocols in fact, nearly 100% of password spray attacks use legacy authentication protocols! This is because legacy authentication protocols don’t support interactive sign-in, which is required for additional security challenges like multi-factor authentication and device authentication.

    Before we get into the details, I want to be super duper clear – I strongly recommend you block use of legacy authentication protocols in your tenant. There are VERY few things you can do which are as easy to deploy and can improve your security posture as much.

    It should be one of the top items on your To-Do list for next week!

    Get started!

    Ready to try this new feature out? You’ll find it under the “Client apps” condition in Azure AD Conditional access.

    To create a test policy:

    1. In the Azure AD portal, go to “Conditional access” and create a new policy.
    2. Select the users for your pilot group. As with all conditional access policies, we recommend starting with a small set of users to be sure you understand the support and end user experience impact.
    3. Select “All cloud apps”.
    4. Under the “Client apps” conditions, you should now see the “Other clients” checkbox. The “Other clients” checkbox includes older Office clients that do not support modern authentication, as well as clients that use mail protocols like POP, IMAP, SMTP, etc.

    5. Select the “Block access” control.
    6. Save the policy.

    To test the policy, we recommend installing an older version of the Office client, like Office 2010, and signing in with a user from the pilot group.

    If you’d like to test with basic authentication clients that use SMTP, POP, IMAP, etc., first run this PowerShell commandlet for the test user and then sign-in with the test user after an hour. The PowerShell commandlet ensures that the policy will take effect for the user within an hour of when it’s run. Typically, it takes up to 24 hours for the policy to take affect for basic authentication clients.

    Don’t forget to review the FAQ section to learn more about this new feature. And if you’re not familiar with conditional access yet, go ahead and read through our Azure AD conditional access documentation.

    Tell us what you think

    As always, we’d love to hear any feedback or suggestions you have. We’ve even created a short survey for you to participate in. Please let us know what you think!

    Best regards,

    Alex Simons (Twitter: @Alex_A_Simons)

    Director of Program Management

    Microsoft Identity Division

    08 Jun 09:47

    Kostenlose WM-2018-Tippspiel-App für SharePoint-Intranets

    by Wolfgang Miedl
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    [Den vollständigen Beitrag finden Sie auf der Website]
    08 Jun 09:46

    Bundeswehr: Die Bundeswehr braucht nicht nur Geld

    by ZEIT ONLINE: Deutschland - Michael Thumann
    Die Bundeswehr ist in einem traurigen Zustand und Donald Trumps USA sind kein verlässlicher Partner mehr. Das den Deutschen zu erklären, ist sehr unpopulär.
    03 Jun 20:45

    Cells Talk and Help One Another via Tiny Tube Networks

    03 Jun 20:44

    This Roman Emperor's Motivational Advice Will Definitely Get You Out of Bed