Arndt Dibi
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Kurz erklärt: Wie der Cum-Ex-Steuerskandal abgelaufen ist
Das sind die Tricks der Einbrecher - und so können wir uns wehren
Service-Experience: So gelingt die Transformation des Nutzerverhaltens
In der alten Welt der Massenproduktion von physischen Gütern musste jeder Artikel genau einmal verkauft werden – egal für den Hersteller, wie oft das Produkt vom Kunden im Endeffekt genutzt wurde. Mit der Digitalisierung ändert sich das. Ob der Konsument dann das Produkt nur ein einziges Mal nutzte oder ob es zum Teil seines Alltags wurde, spielte für den Hersteller erst einmal keine große Rolle. Deshalb war es rational, große Mengen von standardisierten Gütern zu produzieren, die sich mit den Methoden des klassischen Marketings in den Markt drücken ließen. In der logischen Sekunde des Verkaufs an den Konsumenten war der wirtschaftliche Erfolg gesichert.
Deshalb war Nachhaltigkeit kein zentraler Wert des Industriezeitalters. Digitale Produkte funktionieren anders. Ein transformationales Produkt ist nur dann erfolgreich, wenn der Nutzer es regelmäßig nutzt und es auf ihn persönlich zugeschnitten ist. Es kreiert mehr Wert, je intensiver es genutzt wird. Regelmäßige Nutzung setzt eine Veränderung des Nutzerverhaltens voraus.
Lock-ins
Damit ein transformationales Produkt im Leben des Nutzers einrasten kann (Lock-in), braucht es zunächst etwas scheinbar Triviales: einen Login. Ein Nutzerkonto ist die Basis für personalisierte Services und das Wachsen einer nachhaltigen Beziehung zwischen Nutzer und Produkt. Das klingt banal, ist aber trotzdem nicht selbstverständlich. Gegenbeispiele gibt es viele.
Hängt die Beziehung zum Netzanbieter an der Rufnummer oder an der E-Mail-Adresse? Und wie ist es beim Stromlieferanten? Welches Versicherungsunternehmen bietet einen zentralen Login über alle Versicherungen hinweg als Basis für neue Dienste an? Sind die persönlichen Einstellungen im Auto (Sitzposition, Audioeinstellungen, Fahrmodus, Navigationsprofil) an einen personalisierten Login oder an den Fahrzeugschlüssel gebunden?
Am Login hängen nicht nur das persönliche Profil und die Nutzungshistorie. Das Nutzerkonto hat vor allen Dingen auch strategische Bedeutung. Es ist Ausgangspunkt für die Entwicklung von funktionalen und mentalen Einrastpunkten. Nur so ist es möglich, ausgehend von Core-Services wie Suche oder Bücherbesorgung, nach und nach einen immer größeren Teil der Aufmerksamkeit mit neuen Diensten zu besetzen. Der Login bereitet den Grund für funktionale Lock-ins, indem immer mehr digitale Dienste mit dem Nutzerkonto verbunden werden.Am Login hängen nicht nur das persönliche Profil und die Nutzungshistorie.
Bei Amazon zementiert sich dieser funktionale Lock-in etwa mit jedem neuen E-Book-Kauf. Die gesamte Kindle-Bibliothek hängt am Amazon-Nutzerkonto, und ohne Amazon-Account sind die elektronischen Bücher nicht mehr nutzbar – ein klassischer Lock-in. Ähnliches gilt für die meisten digitalen Medienbibliotheken, aber auch für E-Mail, Apps, Playlists oder Kontakte.
Auch dort, wo es keinen harten technologischen Lock-in gibt, theoretisch also ein Anbieterwechsel ohne Datenverlust möglich wäre, sorgen häufig die Convenience und die Routine für einen robusten mentalen Lock-in: Dem Aufwand und der Unbequemlichkeit eines etwaigen Wechsels steht kein entsprechender Nutzengewinn gegenüber. Die Kindle-Bibliothek auf ein nicht zum Amazon-Universum gehörendes Lesegerät zu übertragen, mag zwar technisch möglich sein, soweit dem das Digital-Rights-Management (DRM) nicht entgegensteht. Der Prozess ist aber zu kompliziert und verspricht keine maßgebliche Verbesserung der User-Experience. Deshalb wird der Nutzer in der Regel auf den Wechsel verzichten. Insbesondere durch Abomodelle können starke Lock-ins entstehen. Wer monatlich für den Zugang zu Streamingdiensten wie Netflix oder Spotify zahlt, verliert mit der Kündigung nicht nur den künftigen Zugang zu Filmen oder Musik, sondern muss auch die Zahlungen der Vergangenheit mental abschreiben. Die Sunk-Cost-Fallacy sorgt hier für ein mentales Festhalten am Produkt. Gleichzeitig ist mit dem Wechsel des Anbieters der Verlust des Nutzerprofils verbunden. Er hat, um im Beispiel zu bleiben, nicht nur explizite Playlists angelegt, sondern es dem Anbieter durch seine Nutzungshistorie auch implizit ermöglicht, mittels entsprechender Algorithmen sein künftiges Nutzungsverhalten immer besser zu antizipieren und über personalisierte Empfehlungen die Kundenbindung zu vertiefen. Bei einem neuen Service müsste der passionierte Nutzer wieder bei null beginnen und sich durch für ihn irrelevante Mainstream-Charts quälen.
Amazon als Schwarzgurtträger
Die Abomodell-Logik von digitalen Produkten unterscheidet sich dennoch scharf von klassischen Subskriptionsmodellen, etwa der Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio. Hier zahlen die besten Kunden jeden Monat pünktlich ihren Beitrag, ohne jemals zum Training zu erscheinen. Oder Versicherungen: Die besten Kunden zahlen regelmäßig, ohne jemals Leistungen in Anspruch zu nehmen. Der mentale Lock-in solcher Geschäftsmodelle entspricht dem Ablasshandel, wie ihn der Dominikanermönch Johannes Tetzel einst perfektionierte und der Martin Luther zur Reformation veranlasste. Gezahlt wird heute, die Gegenleistung gibt es erst im Jenseits – oder nie, je nachdem. Bei digitalen Gütern liegen, wie wir bereits gesehen haben, die Grenzkosten nahezu bei null. Der Anbieter schöpft daher bei Nutzung seines Produkts Wert, da die Produktnutzungskosten marginal sind und der Erlösstrom durch die Nutzung verstetigt wird.
Es gibt aber noch weitere mentale Lock-ins. Zum Beispiel „fire and forget“. Der Schwarzgurtträger in dieser Kategorie ist ohne Zweifel Amazon. Jeff Bezos erzieht seine Kunden sehr erfolgreich, Bestellungen als unbewusste Routine abzufeuern – und das am liebsten auf einem Amazon-Gerät. Der Hook ist hier das Kundenbindungsprogramm Prime, das eine kostenfreie Zustellung mit extrem hoher Zuverlässigkeit in kürzester Zeit garantiert. Prime ist so beliebt, dass mittlerweile über 17 Millionen Nutzer in Deutschland rund fünf Euro monatlich für die Teilnahme zahlen. Mit Amazon Go geht Bezos sogar noch einen Schritt weiter: Selbst der letzte Klick entfällt, der Kunde nimmt seine Ware einfach aus dem Regal. Wie bei Uber erkennen Sensoren nebenläufig, was passiert, und rechnen den Einkauf im Hintergrund ab. Die Nutzererfahrung mit Prime erzeugt einen starken mentalen Trigger, der die wesentlichen Nachteile des Versandhandels praktisch eliminiert: Lieferzeit, Zustellverbindlichkeit und Lieferkosten. Durch die taggleiche Zustellung treibt Bezos den Marktstandard immer weiter. Der auslösende Reiz ist der 1-Click-Bestellknopf, den sich Amazon bereits 1999 patentieren und als Marke eintragen ließ.
Dieser ist eine jener genial einfachen Ideen, bei denen man sich fragt, warum niemand vorher darauf gekommen ist. 1-Click verankert Themen wie Vertrauen, Sicherheit, Verlässlichkeit, Erledigung und Schnelligkeit direkt im User-Interface und damit tief in der Interaktion mit dem Nutzer. Besser lässt sich das Nutzenversprechen von Amazon kaum kommunizieren als mit diesem simplen Button auf jeder Produktdetailseite.
Amazon Dash ist nur die konsequente Übersetzung des mentalen in einen funktionalen Lock-in und in den physischen Raum. Wenn die schnelle und ver- lässliche Besorgung via Amazon erst einmal im Kopf eingerastet ist, dann kann diese Mechanik flächendeckend über mehr und mehr Sortimente ausgerollt und mit solchen Use-Cases verbunden werden, die heute noch eher fern der digitalen Welt liegen. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis Wasch- oder Kaffeemaschinen gleich ab Werk mit fest eingebauten Dash-Knöpfen geliefert werden.
User-Interfaces
Unter User-Interface verstehen wir die Mensch-Maschine-Schnittstelle. Das Interface kann neben den heute vertrauten Ausprägungen wie Webanwendung oder mobile App noch viele andere Formen der Interaktion zwischen Nutzer und System annehmen. So stand in der Prä-PC-Ära noch die Kommandozeile zwischen Mensch und Maschine. Heute verstehen wir als User-Interface meistens eine grafische Benutzerschnittstelle. Dieses Konzept wurde Anfang der 1980er-Jahre erstmals von einer Gruppe von Informatikern präsentiert, die in den Labs von Xerox Parc an innovativen Konzepten für den Fotokopierkonzern arbeiteten. Ihre Entwicklung – der Xerox Star – führte erstmals eine grafische Benutzeroberfläche mit Fenstern und Mausbedienung ein.
Xerox verfolgte diese Ansätze selbst nicht weiter, da das Unternehmen eine Kannibalisierung seines Kerngeschäfts fürchtete. Bill Gates und Steve Jobs zogen aus diesem Jahrhundertgeschenk ihre Produktikonen Windows und Macintosh.
Der Fortschrittsvektor in der Entwicklung von User-Interfaces ist seit diesem „Xerox-Moment“ auf die stete Vereinfachung der Computernutzung gerichtet. Die Komplexität der Maschine wird durch immer neue Schichten verborgen, die Technologie nahbarer machen: vom Lochstreifen über das Terminal, Fenster und Maus bis Touchscreen, Gesten- und Spracherkennung. Schließlich wird das Interface zu einer unsichtbaren Hülle, in der sich der Nutzer bewegt. Alles wird casual.
Der Autor
Matthias Schrader
Matthias Schrader gehört zu den digitalen Pionieren in Deutschland. Er gründete Mitte der 1990er-Jahre SinnerSchrader und entwickelte E-Commerce-Lösungen für Startups wie Intershop, Ricardo und buecher.de, deren Produkte in kürzester Zeit börsenreif waren.
Dieser Artikel ist ein Ausschnitt aus seinem neuen Buch „Transformationale Produkte: Der Code von digitalen Produkten, die unseren Alltag erobern und die Wirtschaft revolutionieren”. (Affiliate-Link)
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Cum-Ex: Ministerium auf Autopilot
Bundesregierung will Nutzung von Elektronik im Auto stark einschränken
Dass man mit dem Handy am Ohr während der Fahrt nicht telefonieren oder gar Nachrichten verschicken soll, ist bekannt. Gemacht wird es trotzdem. Die Bundesregierung plant drastische Maßnahmen.
Bosch bejubelt Durchbruch beim autonomen Fahren
Bosch und der Karten-Spezialist Tomtom haben ein System entwickelt, mit dem Autos auf wenige Zentimeter genau ihre Position auf der Straße bestimmen können. Ein nach eigener Darstellung technologischer Durchbruch.
Die Idee ist, die Karten mit einer „Lokalisierungsschicht“ aus Radarsignaturen von Objekten in der Umgebung zu versehen. Die Sensoren der Autos sollen ihre aktuellen Daten damit vergleichen und so den Aufenthaltsort feststellen.
Neues System für autonomes Fahren
Das Radar-Verfahren sei robuster als die Berechnung der Position mit Hilfe von Kamerabildern, weil sie auch nachts und bei schlechter Sicht funktioniere, argumentierten Bosch und TomTom bei der Vorstellung des Projekts am Mittwoch. Die nächste Generation der Sensoren des Autozulieferers werde in der Lage sein, die nötigten Daten für die Radar-Straßensignatur zu liefern. „Autos, die in den kommenden Jahren mit den Assistenzfunktionen von morgen auf den Markt kommen, fahren die Karte für die automatisierten Fahrzeuge von übermorgen ein“, erklärte Bosch-Geschäftsführer Dirk Hoheisel.
Besser bei Staus und Baustellen
Zudem soll es eine permanent aktualisierte „Dynamikschicht“ mit Informationen zu wechselnden Situationen wie Staus, Baustellen oder Unfällen geben. „Wir gehen davon aus, dass wir für Autobahnen in Europa, Nordamerika und Asien-Pazifik jeweils eine Flotte mit etwa einer Million Fahrzeuge benötigen, um eine hochauflösende Karte aktuell zu halten“, sagte Hoheisel. Bosch will die Daten der Sensoren in seiner Cloud aufarbeiten und dann Kartendiensten wie Tomtom zur Verfügung stellen.
Hochpräzise Karten, auf denen die Position eines Autos exakt bestimmt werden kann, gelten als eine zentrale Voraussetzung für den Betrieb selbstfahrender Autos. Unter anderem auch der Kartenanbieter Here, den Daimler, BMW und Audi Nokia abkauften, will Straßendaten mit Hilfe von Fahrzeug-Sensoren aktuell halten.
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Zensur: Netzwerkdurchsetzungsgesetz verstößt gegen Menschenrechte
Bislang war die Kritik am Netzwerkdurchsetzungsgesetz vor allem national, jetzt kritisiert auch der Sonderberichterstatter für Meinungsfreiheit der Vereinten Nationen das Gesetz. Die Strafen seien unverhältnismäßig, außerdem dürften Unternehmen nicht selbst für die Löschung verantwortlich sein. (Politik/Recht, Zensur) Vertraulich im Stadtpark
Mein Mandant filmte einen Polizeieinsatz. Nachts. In einem öffentlichen Park. Das tat mein Mandant ganz offen. Die Polizeibeamten störten sich hieran auch gar nicht. Was sich auch daran zeigt, dass der Einsatzleiter meinen Mandanten recht höflich bat, doch bitte einige Schritte zurückzutreten. Mehr aber auch nicht.
Später kam ein anderer Polizist hinzu. Der fühlte sich im Gegensatz zu seinen Kollegen durch meinen Mandanten mächtig gestört. Was schnell dazu führte, dass er das Mobiltelefon meines Mandanten beschlagnahmte. Angeblich soll sich mein Mandant nach § 201 StGB (Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes) strafbar gemacht haben, als er die „Sachverhaltsaufnahme“ filmte.
Der Beamte schreibt in seiner Anzeige sogar, er habe extra für meinen Mandanten § 201 StGB auf dem Handy gegoogelt und die Vorschrift vorgelesen. Das ist doch mal ein Service. Doch vom Gesetzestext habe sich mein Mandant rein gar nicht überzeugen lassen, schreibt der Beamte und beklagt sich wortreich über die „Renitenz“ des mutmaßlichen Straftäters bzw. Besserwissers.
Wobei es halt mitunter wirklich nicht reicht, einfach mal nach einem passenden Gesetz zu googeln. Auch wenn sich der Paragraf auf den ersten Blick recht passend liest, ist er es nicht. Das habe ich in einem Schreiben ans Gericht etwas näher dargelegt. Ich zitiere:
Es handelte sich hier bereits nicht um ein „nichtöffentlich“ gesprochenes Wort im Sinne des Gesetzes. Nicht geschützt sind von § 201 StGB nämlich Äußerungen, die zwar nicht an die Öffentlichkeit gerichtet sind, die aber – dem Sprecher bewusst – so in der Öffentlichkeit erfolgen, dass sie von Dritten ohne besonderes Bemühen mitangehört werden können und damit faktisch öffentlich sind (Schönke/Schröder, StGB, § 201 Rdnr. 10).
Hier erfolgte die vom Polizeibeamten dargestellte Sachverhaltsaufnahme mitten in einem öffentlichen Park. Herr J. hat sich dort weder verborgen noch sonstwie verheimlicht, dass er den Polizeieinsatz filmt. Er hat vielmehr öffentlich gefilmt. Sofern der Polizeibeamte also seine „Sachverhaltsaufnahme“ unter diesen Umständen fortsetzte, entfällt nach den vorstehenden Ausführungen der Schutz des § 201 StGB.
Dem Polizeibeamten hätte es freigestanden, sich zur Sachverhaltsaufnahme in einen räumlich geschützten Bereich zurückzuziehen. Oder er hätte Herrn J. gegebenenfalls einen Platzverweis erteilen können. Dies hat er nicht getan, so dass über die eventuelle Rechtmäßigkeit eines Platzverweises nicht weiter zu diskutieren ist.
Das nächste Wort hat der Richter.
Microsoft is shutting down Docs.com in December
Microsoft has started alerting Docs.com users that the service will shut down on December 15.
Windows 10 Build 16215: Bekannte Fehler, Bugs & deren Lösung

Mit Windows 10 Build 16215 hat Microsoft zahlreiche Funktionen ausgerollt, die wir bereits in einem vorherigen Artikel übersichtlich für euch zusammengefasst haben. Da auch die Liste der Fehler entsprechend lang ist, haben wir diese heute in einem eigenen Artikel zusammengefasst.
Windows 10 Build 16215 – Bekannte Fehler
- Features, die erst aktiviert werden müssen, darunter .NET 3.5, Sprachpakete, der Entwicklermodus und mehr, funktionieren in dieser Build nicht.
- Einige PCs in Enterprise-Konfigurationen könnten nicht in der Lage sein, PDF-Dateien in Microsoft Edge zu öffnen.
- Microsoft Edge könnte einige Seiten mit starkem Zoom laden. Beim Wechsel zu einem Browsertab sollte dieser Fehler verschwinden.
- Einige PDFs könnten beim Öffnen ebenfalls stark gezoomt dargestellt werden. Einige Inhalte könnten daher nicht für den Nutzer zugänglich sein. Microsoft empfiehlt, einen alternativen PDF-Reader aus dem Windows Store zu laden.
- Einige System-Apps werden nach dem Upgrade nicht mehr am Startbildschirm angezeigt. Wenn eine Anwendung betroffen ist, muss diese über die Einstellungen unter Apps & Features zurückgesetzt werden.
- Die Mixed Reality-Software kann unter Windows 10 Build 16215 nicht eingerichtet werden. Entwickler müssen die Einrichtung des Headsets bereits mit einer Creators Update Build vollzogen haben.
- Drucker werden in den Einstellungen kopiert. Nur der Drucker mit der höchsten Zahl ist funktionsfähig.
- Einige UWP-Apps, darunter Twitter, stürzen beim Start ab.
- Microsoft Text Input Application könnte unter alle Apps im Start angezeigt werden.
- Die Mini-Umfragen vom Feedback Hub funktionieren nicht.
Alle Neuerungen in Windows 10 Build 16215
Der Beitrag Windows 10 Build 16215: Bekannte Fehler, Bugs & deren Lösung erschien zuerst auf WindowsArea.de.
Wenn freitags immer frei ist: Diese Gründer schwören auf die Vier-Tage-Woche
Wenn am Donnerstag schon Freitag ist, dann hat der Arbeitgeber sich für die Vier-Tage-Woche entschieden. Vier Gründer berichten über ihre Erfahrungen.
Es scheint schon fast wie ein Naturgesetz: Fünf Tage die Woche, etwas über acht Stunden täglich arbeiten. So haben es schon die Eltern gemacht. So tun es auch die meisten ihrer inzwischen erwachsenen Kinder. Doch das jahrelange Konzept bröckelt an einigen Stellen. IT-Unternehmen aus dem Silicon Valley wie Facebook, Google und Amazon haben einen Trend ausgelöst, der inzwischen auch nach Deutschland schwappt. Innovative Arbeitszeitmodelle wie die Vier-Tage-Woche bieten Arbeitnehmern mehr Flexibilität. Manchmal bei gleichbleibender Stundenanzahl, häufig jedoch auch bei geringerer oder höherer Anzahl.
Wir haben uns mit vier deutschen Unternehmern in Verbindung gesetzt und ihnen die drängendsten Fragen gestellt: Sind die Mitarbeiter produktiver geworden? Hat das Unternehmen durch die Umstellung Kosten gespart? Wie war der Umstellungsprozess? Und vor allem auch im Hinblick auf die gesellschaftliche Relevanz flexibler Arbeitszeitmodelle: Wie verbringen die Kollegen ihre freie Zeit? Zu Wort kommen Andreas Stückl von Bike Citizens, Anna Kaiser und Jana Tepe von Tandemploy sowie Jan Eppers von Frische Fische. Sie alle berichten, wie es ist, wenn am Donnerstag schon Freitag ist.
Vier-Tage-Woche: 4 Unternehmer sprechen über ihre Erfahrungen

Andreas Stückl und Daniel Kofler haben Bike Citizens im Jahr 2011 zusammen in Graz gegründet. Neben der gleichnamigen App, die Radfahrern offline als Navi und Routenplaner dient, hat Bike Citizens auch die preisgekrönte Smartphone-Halterung Finn entwickelt. Das Startup beschäftigt sich außerdem mit der Visualisierung fahrradbezogener Daten und arbeitet als Agentur auch Kommunikationskonzepte zur Förderung nachhaltiger Mobilität aus. Die Vier-Tage-Woche wurde 2014 eingeführt.
t3n.de: Warum habt ihr die Vier-Tage-Woche eingeführt und wie verteilen sich die Stunden auf die Arbeitswoche?
Andreas Stückl: Wir verdienen unser Geld mit der Digitalisierung des Radfahrens - ein neuer, spannender, aber auch sehr zukunftsträchtiger Bereich. Gewissermaßen leisten wir Pionierarbeit, da wir uns in einem Segment bewegen, das viel Freiraum für Kreativität bietet. Daher die Fragen: Macht uns eine Vier-Tage Woche kreativer, wenn die Balance aus Arbeit und Freizeit maßgeblich zugunsten der Freizeit verschoben wird? Und schaffen wir nach wie vor das wöchentliche Pensum bei gleichzeitiger Verdichtung der zur Verfügung stehenden Arbeitszeit?
Bei uns gilt das Credo: Rein gar nichts ist in Stein gemeißelt, so auch nicht die fest verankerte Vorstellung von Arbeit und Arbeitszeit. Mit dem Ziel, Gewohnheitsstrukturen aufzubrechen, Neues zu versuchen und damit vielleicht auch mal zu scheitern, aber es sich auch erlauben können, Fehler zu machen, haben wir von 38,5 Stunden an fünf Tagen auf 36 Stunden an vier Tagen umgestellt. Eine Maßnahme, die ich zu keiner Zeit bereut habe.
t3n.de: Ist die Produktivität dadurch gleich geblieben oder vielleicht sogar angestiegen?
Unser Unternehmen befindet sich in einem sehr dynamischen Wachstumsprozess, daher ist es schwierig bis unmöglich zu identifizieren, welchen Effekt die Umstellung auf unsere Produktivität hatte. Parallel wurden auch Strukturen, die Qualität der Meetings, eben die ganze interne Kommunikation verbessert. Aber auch viele kleine bis große Baustellen, die sicherlich jede für sich einen Beitrag zur höheren Produktivität leisteten. Das ist die sachliche Betrachtung. Mein Bauchgefühl jedoch antwortet mit einem klaren „Ja!“. Denn nach einem langen Wochenende kommen die Kollegen wesentlich entspannter ins Büro. Wenn das keinen Einfluss haben soll, dann weiß ich auch nicht.
t3n.de: Wie lange hat es gedauert, bis sich das Arbeitszeit-Modell eingespielt hat?
Wir waren damals circa 20 Leute, dementsprechend schnell, innerhalb weniger Wochen wurde die neue Regelung zur Normalität und die Prozesse liefen flüssig.
t3n.de: Konntet ihr durch die Vier-Tage-Woche auch Kosten sparen?
Geringfügig. Die Einsparungen waren kaum der Rede wert. Zuallererst wurde die Gehälter aliquot neuberechnet. Im Laufe der Zeit wurden sie durch Lohnerhöhungen jedoch auch wieder angepasst und sind mittlerweile sogar auf einem höheren Niveau als noch vor zwei Jahren. Es war immer eine zukunftsorientierte Debatte. Wir wollen mit weniger Stunden gleich beziehungsweise mehr leisten können und dementsprechend mehr Umsatz generieren. Deshalb lag der Fokus auch weniger auf Einsparungsmöglichkeiten.
t3n.de: Wie wirkt sich das Modell bei Stellenausschreibungen aus?
Es ist das i-Tüpfelchen und sicherlich eines unserer Alleinstellungsmerkmale. Jedoch ist es mehr der Inhalt unserer Arbeit und unsere Visionen als Firma, welche spannende, interessante, extrovertierte und sympathische Persönlichkeiten zu uns locken, die sicherlich in Großkonzernen mehr verdienen würden, jedoch auf Entfaltungsmöglichkeiten, die wir bieten, verzichten müssten. Auf diesen bunten Mix sind wir sehr stolz.
t3n.de: Wie verbringen die Mitarbeiter ihren gewonnenen Tag?
Das ist total unterschiedlich. Einige haben schon Familie. Diese Kollegen verbringen natürlich mehr wertvolle Zeit mit den Kindern. Andere gehen auch sportlichen Aktivitäten nach. Die österreichischen Kollegen sind beispielsweise mit ihren Mountainbikes unterwegs oder klettern, wandern und genießen dazu ihr Radler. Die Berliner geben sich der Clublandschaft hin. Ich selbst bin gern auf Tour und unternehme Städtetrips oder Radausflüge.
Wenn man vier Tage frei nimmt, kann man im Endeffekt zehn Tage Urlaub machen. Also von Freitag bis nächste Woche Sonntag - perfekt. Generell ist es aber auch wahnsinnig angenehm, einfach mal den freien Freitag auszuschlafen, lange Kaffee zu trinken, Zeitung zu lesen und den Ruhepol zu finden. Ich bin auch fest überzeugt: Mehr Freizeit verbindet die Menschen mit ihrer Umwelt und miteinander.
t3n.de: Gab es auch Kollegen, die mit dem Arbeitszeitmodell wenig anfangen konnten?
Es gab einige Bedenken wegen des Arbeitspensums, was sich schnell gelegt hatte. Ansonsten gibt es mit meinem Berliner Kollegen Alex noch eine Alternativregelung. Da er sich die Kinderbetreuung mit seiner Frau teilt, passte die Vier-Tage-Woche nicht hundertprozentig, so dass er an zwei Tagen in der Woche früher geht und den Freitagvormittag im Home-Office arbeitet.
t3n.de: Ist die Vier-Tage-Woche etwas, dass du grundsätzlich jedem Unternehmen empfehlen würdest?
Nein, nur den ambitionierten, kreativen und frei von Ängsten agierenden Unternehmen. Ansonsten wäre unser Einstellungsmerkmal auch zu schnell verwässert.
Vier-Tage-Woche: 4 Unternehmer sprechen über ihre Erfahrungen

Anna Kaiser und Jana Tepe haben Tandemploy 2013 in Berlin gegründet. Sie entwickeln eine innovative HR-Software, die Unternehmen von innen heraus flexibilisiert. Dabei nutzen sie den stärksten Hebel, den Organisationen haben: die eigenen Mitarbeiter. Die Belegschaft, und nicht etwa das Management, benutzt und betreibt das Programm und wird somit zum Ideengeber für flexible Arbeits- und Kollaborationsformen. Für ihre gleichermaßen disruptive und alltagstaugliche Technologie wurden die beiden Gründerinnen und ihr 17-köpfiges Team bereits dutzendfach ausgezeichnet. Die Berliner arbeiten von Anfang an maximal flexibel.
t3n.de: Warum habt ihr die Vier-Tage-Woche eingeführt und wie verteilen sich die Stunden auf die Arbeitswoche?
Jana Tepe: Bei uns arbeitet jeder seine gewünschte wöchentliche Stundenzahl, im Schnitt sind das um die 32 Wochenstunden. Wie man seine Stunden verteilt, entscheidet man eigenverantwortlich und natürlich in enger Absprache mit den unmittelbaren Teamkollegen, deren Aufgaben mit den eigenen zusammenhängen. Die Vier-Tage-Woche ist bei uns also eine Option, die derzeit fünf von 17 Kollegen gewählt haben. Wieder andere verteilen ihre Stunden auf drei oder auch auf fünf Tage.
t3n.de: Ist die Produktivität dadurch gleich geblieben oder vielleicht sogar angestiegen?
Anna Kaiser: Die Forschung zeigt, dass Menschen in Teilzeitmodellen produktiver sind als Vollzeitangestellte, im Mittel zwischen zehn und 15 Prozent. Bei Jobsharing-Paaren, die nochmals eine engere Teamkonstellation und einen hohen Selbstmanagement-Fokus haben, spricht man sogar von bis zu 30 Prozent mehr Produktivität. Natürlich ist das in der Praxis schwer messbar, aber ich spüre deutlich, dass wir ein hochmotiviertes Team haben, das – in wirklich kurzen Zyklen – innovative Produkte auf den Markt bringt. Auch arbeite ich nun teilweise mit Teilzeit-Kollegen zusammen, die ich schon aus früheren Vollzeitarbeitsverhältnissen kenne. Und ich behaupte: Sie schaffen in 25 bis 30 Stunden genauso viel wie früher in 40 Stunden.
t3n.de: Wie lange hat es gedauert, bis sich das Arbeitszeit-Modell eingespielt hat?
Tepe: Das hat eigentlich von Beginn an sehr gut funktioniert, weil es einfach auch sehr fest in unserer Kultur verankert ist. Jetzt, wo wir weiter wachsen, merken wir aber, dass es ein paar mehr Regeln braucht. Aus großer Freiheit folgt eben auch große Verantwortung. Wir müssen uns sogar besser absprechen als Kollegen in klassischen Hierarchien mit festen Präsenzzeiten. Die Regeln hierfür finden wir gemeinsam im Team, probieren sie aus, verwerfen einige wieder, behalten gute Dinge bei. Es ist, auch für uns, immer wieder ein Experiment, das wir aber unbedingt eingehen wollen. Wir gewinnen damit ja alle.
t3n.de: Konntet ihr durch die Vier-Tage-Woche auch Kosten sparen?
Kaiser: Tatsächlich bewerben sich bei uns wegen der flexiblen Arbeitsmodelle viele tolle und auch sehr erfahrene Menschen, die wir uns zu deren Ursprungsgehältern eigentlich kaum leisten könnten. Wenn wir dann aber gemeinsam mit den Bewerbern anfangen, mit der Stundenzahl zu spielen, kommen wir eigentlich immer auf einen Deal, der für alle vorteilhaft und leistbar ist. Das Argument, mehr Zeit zu haben, darf man nicht unterschätzen, denn sie ist immerhin das Wichtigste, was wir haben.
Grundsätzlich versuchen wir dennoch immer überproportional zu zahlen und uns nicht an dem Standard der 40-Stunden-Woche und den damit assoziierten Gehältern aufzuhängen. Wir haben bestimmte Budgets für bestimmte Aufgabenfelder und fragen immer erst die Bewerber nach ihrem Wohlfühl-Wunsch-Gehalt. In den allermeisten Fällen können wir dieses auch zahlen oder aber werfen unsere weiteren Vorzüge ins Rennen: 30 Urlaubstage plus bayrische Feiertage, maximale Flexibilität und Zeitsouveränität.
t3n.de: Hast du das Gefühl, dass die Kollegen entspannter sind?
Kaiser: Auf jeden Fall. Unsere Arbeitsweise ist allermeistens entspannt, aber dennoch sehr konzentriert und zielorientiert. Dadurch, dass wir eben alle flexibel und auch alle anders arbeiten und hier sind, müssen wir uns sehr gut absprechen, für andere mitdenken, empathisch sein. Das ginge gar nicht anders.
t3n.de: Wie verbringen die Mitarbeiter ihren gewonnen Tag?
Tepe: Ganz unterschiedlich! Einige haben kleine Kinder, einer lernt an seinem freien Freitag Deutsch, andere sind künstlerisch tätig und spielen im Theater oder machen Musik. Wieder andere engagieren sich ehrenamtlich. Eine bunte Mischung verschiedener Interessen und Themen – wie im echten Leben eben.
t3n.de: Gab es auch Kollegen, die mit dem Arbeitszeitmodell wenig anfangen konnten?
Tepe: Manche Kollegen möchten in ihrer aktuellen Lebensphase gerne 40 Stunden die Woche arbeiten. Das geht natürlich auch, ist eben nur nicht das Nonplusultra, an dem man nicht rütteln darf. Denn wer hat eigentlich gesagt, dass jeder Job und jedes Lebensmodell am besten in eine 40-Stunden-Arbeitswoche passt? Das kann super passen, muss es aber eben nicht.
t3n.de: Ist die Vier-Tage-Woche etwas, dass du grundsätzlich jedem Unternehmen empfehlen würdest?
Kaiser: Auf jeden Fall würden wir jedem Unternehmen mehr Flexibilität und Lebensfreundlichkeit empfehlen. Ob in Form einer Vier-Tage-Woche oder in Form verschiedener Teilzeit- oder Jobsharing-Modelle, ist dabei eigentlich zweitrangig und sicher auch individuell nach Branche und Tätigkeiten. Viel wichtiger ist, die grundsätzliche Offenheit, andere Arbeitsweisen und -modelle auszuprobieren und das für sich passende Mosaik daraus zu basteln. Die Mitarbeiter kann und sollte man dabei unbedingt einbeziehen, denn flexible Unternehmen gestalten wir am Ende alle gemeinsam. Das ist ein Geben und Nehmen.
Vier-Tage-Woche: 4 Unternehmer sprechen über ihre Erfahrungen

Jan Eppers ist Gründer und Geschäftsführer von Frische Fische, einer PR-Kreativagentur für Technologie-Themen. Insgesamt 16 Mitarbeiter beraten sowohl internationale Konzerne als auch Startups aus dem Web- und IT-Umfeld. Gegründet hat Eppers die Agentur mit Sitz in Dresden und Berlin im Jahr 2004. Die Vier-Tage-Woche wurde 2015 eingeführt, nachdem er per Twitter auf ein Unternehmen aufmerksam wurde, das sie erfolgreich implementierte.
t3n.de: Warum habt ihr die Vier-Tage-Woche eingeführt und wie verteilen sich die Stunden auf die Arbeitswoche?
Jan Eppers: Ganz, ganz viel Flexibilität brauchte ich als Gründer immer schon selbst, damit ich mein Leben mit dem Job wunderbar kombinieren kann, und dieses Mehr an Gestaltungsspielraum wollte ich auch allen Mitarbeitern geben. Zwar hatten wir schon vorher keine starren Anwesenheitszeiten und Home-Office war auch immer möglich, aber so ein vertragliches Recht ist doch etwas anderes, als nur der gute Wille des Arbeitgebers, der jederzeit auch wieder entzogen werden kann.
Bei uns kann jeder eine feste Wochenarbeitszeit wählen und sich die Stunden selber einteilen. Wir haben also absolute Wahlfreiheit über die Arbeitstage, keinen Zwang zur Vier-Tage-Woche. Interessant war beim Start vor zweieinhalb Jahren, dass nur ein Kollege eine Stundenreduktion bevorzugte. Alle anderen 15 verteilen ihre frühere Stundenzahl auf vier Tage, so dass bei den Vollzeitlern somit Zehn-Stunden-Tage die Regel sind.
t3n.de: Ist die Produktivität dadurch gleich geblieben oder vielleicht sogar angestiegen?
Das kann ich nicht so einfach beantworten. In einer Agentur lässt sich Produktivität nicht in Stückzahlen messen und soll auch gar nicht gemessen werden. Das Prinzip der höchstmöglichen Selbstverantwortung besteht ja gerade darin, dass kein Kontrolleur dahinter steht und etwa die Zeichenzahl pro Stunde überwacht. Mein Bauchgefühl sagt mir aber, dass die Motivation und somit die Qualität der Arbeit gestiegen sind. Wir sind gefühlt einfach kreativer geworden. Bei zehn Stunden an einem Tag ist definitiv genug Zeit da, in aller Ruhe über Tellerränder zu blicken, sich gründlich mit Kollegen auszutauschen und Inspirationen zu sammeln. Und am Drei-Tage-Wochenende kommen dann noch weitere Inspirationen dazu, weil Kollegen wieder Zeit zur persönlichen Entwicklung haben.
t3n.de: Wie lange hat es gedauert, bis sich das Arbeitszeit-Modell eingespielt hat?
Von der ersten Idee bis zur Umsetzung vergingen rund acht Wochen. Auf das Einspielen der längeren Tage waren wir alle gespannt, es lief aber komplett ohne Probleme. Manche Kollegen haben ihre Essenszeiten umgestellt, mit einer Nachmittagspause experimentiert oder den Kaffeekonsum hochgefahren. Das waren schon die deutlichsten Anpassungen.
t3n.de: Konntet ihr durch die Vier-Tage-Woche auch Kosten sparen?
Nein, die Gehälter sind ja gleich geblieben, da sich die Stundenanzahl nicht verringert hat.
t3n.de: Wie wirkt sich das Modell bei Stellenausschreibungen aus?
Damit konnten wir noch keine Erfahrungen sammeln, weil unser Mitarbeiterstamm sehr stabil ist und wir zusätzliche Stellen eher aus unserem Netzwerk besetzen können. Da die Vier-Tage-Woche optional ist, sehe ich grundsätzlich aber auch bei der Mitarbeitergewinnung nur Vorteile.
t3n.de: Hast du das Gefühl, dass die Kollegen entspannter sind?
Donnerstagnachmittag nicht, aber Freitagvormittag beim dritten Umdrehen im Bett schon! Natürlich schlauchen Zehn-Stunden-Tage, aber die Belohnung durch drei freie Tage im Anschluss macht dies mehr als wett. Oder auch die Freiheit, an einem Tag spontan mittags nach Hause zu gehen oder erst mittags zu kommen und dafür dann eben doch am fünften Tag für ein paar Stunden ins Büro zu gehen.
t3n.de: Wie verbringen die Mitarbeiter ihren gewonnen Tag?
Sehr vielfältig und hier zeigt sich für mich auch die gesellschaftliche Relevanz flexibler Arbeitszeitmodelle: Eine Kollegin fungiert als Vormund für minderjährige Geflüchtete und kann dies wegen der vielen Behördengänge auch nur, weil sie jetzt einen Wochentag dafür frei hat. Eine andere hat wieder Zeit, Veranstaltungen für Amnesty International zu organisieren. Ein Kollege trainiert ein Kinder-Fußballteam, ein anderer organisiert Barcamps, eine weitere Kollegin kann ihre nebenberufliche Selbständigkeit als Fotografin ausleben, eine widmet sich Kiez-Aktivitäten und so weiter.
Natürlich ist das nicht repräsentativ, aber an einem normalen Wochenende muss man einkaufen, die Wohnung aufräumen, Wäsche waschen, Papierkram erledigen, geht abends aus und schwupps läutet der Tatort am Sonntagabend schon wieder leise die nächste Woche ein. Ein weiterer freier Tag schafft Raum für sehr wertvolle Dinge, ohne dass man an Erholungszeit verliert.
t3n.de: Gab es auch Kollegen, die mit dem Arbeitszeitmodell wenig anfangen konnten?
Ja, besonders mit kleinen Kindern passt das Vier-Tage-Modell nicht unbedingt zu allen Lebenssituationen. Auch am freien Tag wird man durch die Kleinen früh geweckt und bringt sie in den Kindergarten. Selbst wenn man sich anschließend wieder mit einem Buch ins Bett kuscheln könnte, ist der Tag nicht komplett frei, sondern es ist den meisten wichtiger, die Kinder an den anderen Tagen am Nachmittag früher wiederzusehen.
Wir haben auch zwei Kollegen mit je drei Kindern, die jede Woche wieder versuchen, den Freitag frei zu machen, aber fast immer scheitern, weil sie unter der Woche so flexibel sein müssen: Kind krank, Kind muss zum Geburtstag, Kind hat Schlüssel vergessen, Kind hat Loch im Kopf, Kind hat Läuse und so weiter. Das kann dazu führen, dass sie ihr Wochenpensum doch noch nicht geschafft haben. Geht mir persönlich auch hin und wieder so.
t3n.de: Ist die Vier-Tage-Woche etwas, dass du grundsätzlich jedem Unternehmen empfehlen würdest?
Ich kann jedem Unternehmen empfehlen, eine Vier-Tage-Woche auf jeden Fall zu prüfen. Einfach mal die Idee vorstellen, die Augen der Kollegen nach einem Leuchten absuchen, jedem die Gelegenheit zu einer spontanen Reaktion geben und dann weiter planen oder eben nicht. Formal ist die Umstellung ein Kinderspiel: Zwei Zeilen Zusatz zum Arbeitsvertrag und eine Meldung an die Krankenkasse. Bums, erledigt.
Du willst mehr zum Thema erfahren? Dann lies auch diesen t3n-Artikel: 7 gute Argumente für die Vier-Tage-Woche
Infrastruktur: Vorratsdaten kosten Mobilfunkbetreiber bis zu 15 Millionen
Die Kosten für die Vorratsdatenspeicherung gehen für einzelne Unternehmen in die Millionen. Die Befürchtungen von IT-Verbänden sind jedoch nicht eingetreten. Von Friedhelm Greis (Vorratsdatenspeicherung, Datenschutz) „Kiffer“ am Steuer: Daran wird man sich gewöhnen müssen
Seit dem 10. März 2017 ist Cannabis nicht mehr ein (fast immer) verbotenes Betäubungsmittel. Sondern ein Medikament. Möglich wurde dies durch eine Änderung des Betäubungsmittelgesetzes. Cannabis ist jetzt in der Anlage III zu § 1 BtMG aufgeführt. Die Substanz hat somit den Sprung unter die „verkehrsfähigen und verschreibungsfähigen Betäubungsmittel“ geschafft. Mit anderen Worten: Wer ein ärztliches Rezept hat und Cannabis aus der Apotheke bezieht, macht sich nicht mehr strafbar und begeht auch keine Ordnungswidrigkeit.
Rumgesprochen hat sich das allerdings noch nicht. So hielt die Polizei vor einigen Tagen einen meiner Mandanten am Steuer seines Wagens an. Dieser wies von sich aus darauf hin, dass er im Rahmen einer ärztlichen Therapie Cannabis auf Rezept bezieht. Er hatte auch alle Unterlagen dabei, doch davon zeigten sich die Beamten gänzlich unbeeindruckt.
Schon deswegen, wie mein Mandant zumindest berichtet, weil keiner der anwesenden Polizisten etwas von der Gesetzesänderung gehört hatte. Ein Polizist habe ihm sogar gesagt, verarschen könne er sich alleine. Aber da hat mein Mandant sicher nur was falsch verstanden.
Fest steht allerdings: Man fuhr das volle Programm. Also Beschlagnahme des Führerscheins, Verbot der Weiterfahrt, Blutprobe. Auf der Wache hatte dann wohl immerhin ein Beamter nach diesem neuen merkwürdigen Regelungen gegoogelt. Jetzt hieß es, das mit dem Rezept sei zwar schön und gut. Aber es gebe da ja noch den § 24a StVG (Straßenverkehrsgesetz), der eine Teilnahme am Straßenverkehr unter der Wirkung „berauschender Mittel“ untersagt. Hierfür reicht es schon aus, wenn die Substanz im Blut nachgewiesen werden kann.
Tja, und hier wird es wirklich spannend. Es empfiehlt sich zumindest, nicht schon an dieser Stelle mit dem Lesen aufzuhören. Schon der nächste Satz regelt nämlich ausdrücklich:
(Das Verbot) gilt nicht, wenn die Substanz aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels herrührt.
Cannabis entsprechend ärztlicher Verordnung = zugelassenes Arzneimittel = kein Bußgeld für Autofahrer unter Cannabiseinfluss. Daran werden sich Polizei, Staatsanwälte und Gerichte also gewöhnen müssen. Es ist mein erster Fall nach der neuen Rechtslage, deshalb wage ich momentan noch keine Prognose, ob der eine oder andere Jurist hier nicht doch noch eine Hintertür suchen wird. Weil ja nicht sein kann, dass man seit Jahrzehnten unter Aufbietung gewaltiger Ressourcen Cannabiskonsumenten kriminalisiert. Und jetzt dürfen diese nicht nur high sein, sondern auch noch Auto fahren!
Die Bundesregierung sieht das alles übrigens überraschend entspannt. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage heißt es:
Den Cannabispatientinnen und -patienten droht keine Sanktionierung gemäß § 24a Absatz 2 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG), wenn Cannabis aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels herrührt.
Das sind ja klare Worte. Die wird man als Anwalt vermutlich dankbar aufgreifen können, wenn jetzt der Umgewöhnungsprozess in der Justiz beginnt. Spannend wird das alles auf jeden Fall.
Europa: EU-Länder gründen Europäische Staatsanwaltschaft
VBB: Regionalzüge bekommen WLAN und Anzeige freier Sitzplätze
Die Regionalzüge bringen die Bewohner im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg schneller ans Ziel als die S-Bahn. Jetzt können Fahrgäste von außen sehen, ob noch Plätze frei sind. Und es gibt freies WLAN. (Deutsche Bahn, Telekom) Microsoft's next version of Continuum is what it should have been from the start
Here's a closer, more in-depth look at Microsoft's new Continuum experience powered by CShell, showcasing all the new enhancements that are currently in works.
CShell is Microsoft's upcoming Windows Shell for Windows 10 that brings the same experiences across devices. It enhances the Windows phone "Continuum" mode too, here are some of the new experiences and enhancements you can expect to see when CShell is ready.
It's pretty clear at this point that tech companies are looking to turn your phone into the only device you need for work and play, whether you're on the go or at home at a desk. Samsung is doing it with their Galaxy S8 and DeX, and Microsoft tried it with the Lumia 950 with Windows 10 Mobile. Admittedly, Microsoft's attempt at Continuum was pretty poor, with a lack of a windowed-mode being a big problem.
With CShell, Microsoft is giving Continuum another go, and this time they're pushing it further than before. No longer is Continuum a "limited" version of the Windows desktop. Now, it's an experience that's almost identical to the Windows desktop that you know and love on a normal PC or laptop, except with Continuum it's powered by your phone.
Terrorismus: EU will Polizei direkten Zugriff auf Clouddaten geben
Ermittler sollen leichter auf Daten zugreifen können, die auf Servern in anderen Staaten gespeichert sind. Dabei soll ein direkter Zugang möglich sein. (Cloud Computing, Microsoft) Airline: Air Berlin bittet Berlin und NRW um Bürgschaften
Amazon Cloud Drive reduziert Speicherplatz von unendlich auf 1 TB

Amazon hat kürzlich angekündigt, dass es den verfügbaren Speicherplatz in Amazon Cloud Drive von unendlich auf 1 TB reduzieren will. Das Unternehmen bietet seit März 2015 seinen Dienst an, welcher für Amazon Prime-Mitglieder kostenlos ist.
Bei Amazon Cloud Drive Photos können Nutzer unendlich Fotos hochladen und bekommen zudem 5 Gigabyte Speicherplatz für Videos und andere Dateien. Wer den Speicherplatz auch für Videos und Dateien auf unendlich erweitern wollte, zahlte bislang 70 Euro pro Jahr. Nun hat Amazon auch die Tarife umgestellt und erlaubt zwar weiterhin den unlimitierten Foto-Upload für Prime-Mitglieder, allerdings wird der verfügbare Speicher für andere Dateien reduziert.
Nutzer bekommen nun einen Terabyte Speicher für 59,99 US-Dollar und 100 Gigabyte für 11,99 US-Dollar pro Jahr. Somit ist der Dienst 10 US-Dollar günstiger als OneDrive für einen Terabyte, wobei Microsoft darin auch ein Office 365-Abo inkludiert.
Amazon gab keine Informationen darüber bekannt, weshalb man den Speicher für Videos und Dateien limitiert hat. Es dürften allerdings dieselben Gründe sein, wie sie Microsoft bei einem ähnlichen Schritt im Vorjahr angegeben hat. Das Unternehmen hat nämlich auch den OneDrive-Speicher von unendlich auf einen Terybte herabgesetzt, da zu viele Nutzer davon Gebrauch gemacht hatten. Laut Angaben des Unternehmens haben einige Nutzer ganze Systembackups mit bis zu 75 Terabyte an Größe hochgeladen.
Während es für die Nutzer von Amazon Cloud Drive unerfreulich ist, scheint die Zeit der unlimitierten Cloud-Speicher schlichtweg noch nicht gekommen zu sein. Für Amazon Prime-Kunden bleibt aber der inkludierte unendliche Speicher für Fotos weiter bestehen.
> Amazon Prime anmelden
via ghacks / Enthält Partnerlinks.
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Windows Server 2016: Run your applications on any platform
The thing about your digital transformation is that its a process, not an event. You can already see some benefits, but the ultimate payoff may be years down the road. In the meantime, youve got a wide variety of workloads running in different clouds, on different hosts, and on bare metal. That can create challenges when it comes to security, app development, VDI experiences, and disaster recovery.
Windows Server 2016 was designed specifically with these challenges in mind. In a new white paper, Windows Server 2016: Run Workloads for Any Platform, weve rounded up all of the guest-level benefits of running this OS in hybrid environments. Windows Server 2016 is designed to run both traditional and cloud-native workloads equally well on-premises or in the cloud, and can help resolve many of the issues that come with deploying workloads in hybrid and cloud environments:
- Built-in security for virtual machines: Many security concerns are common across all platforms, they exist no matter where you run them. Windows Server 2016 has protections against malware, ransomware, and credential theft built-in at the OS level. You can improve security for any app significantly, just by migrating that app to Windows Server 2016.
- Easier, more efficient app development: Whether youre writing apps for virtual machines or for the cloud, Windows Server 2016 helps developers deliver apps to market faster and with greater impact by supporting innovations like containers, Server Core, and Nano Server.
- Improved VDI experiences: With Windows Server 2016 as your work space, you can provide personal-session desktops in the cloud, support modern graphics and 3D apps, and eliminate MultiPoint Server licensing costs.
- More cost-effective disaster recovery: Storage Replica in Windows Server 2016 offers both synchronous and asynchronous replication of data between servers and clusters to keep all nodes in sync, regardless of whether they are located on-premises or in the cloud.
The white paper also provides an overview of capabilities that become available when you run your workloads on Windows Server 2016 on Azure. Download it today and learn more about the benefits of running Windows Server 2016, no matter where you run it.
Terrorismus: Das böse, böse Internet
Die britische Premierministerin May will nach mehreren Terrorattacken die Menschenrechte einschränken und das Internet stärker regulieren. "Genug ist genug", könnte die Antwort ihrer Kritiker lauten. Ein IMHO von Friedhelm Greis (Internetsperren, Google) Analysten: PC-Markt verlagert sich vom Desktop zum All-in-One

Waren All-in-One PCs, wie Dells XPS 27, bislang eher ein teures Premium-Vergnügen, scheinen sie zunehmend den Desktop-Markt zu übernehmen, heißt es in einer aktuellen Analyse von Digitimes.
Laut den Analysten sollen im Jahr 2016 12,8 Millionen All-in-One PCs verkauft worden sein, was im Vergleich zum Vorjahr dennoch ein Minus von 1,7 Prozent darstellt. Das sind in Relation zum ansonsten in den Vorjahren schwächelnden PC-Markt dennoch gute Zahlen. Praktisch alle Kategorien bis auf die 2-in-1-Geräte sind stärker rückläufig, sodass die All-in-One PCs, die in den Vorjahren am wenigsten verloren haben, praktisch an Marktanteil gewonnen haben.
Bei den Herstellern führt Lenovo den All-in-One-Markt momentan an, während HP an sich an zweiter Stelle befindet vor Apple und dem ODM Compal.
Trendsetter Microsoft?

In den vergangenen Jahren waren All-in-Ones vor allem aufgrund der raschen Obsoleszenz für viele Kunden weniger interessant, da bei vielen Geräten die Hardware praktisch nicht aufgerüstet werden kann. Da sich momentan allerdings die Zyklen beim Hardware-Fortschritt immer weiter verlängern und die neuen Produktgenerationen vor allem im Desktop-Bereich für Endkunden häufig nur kleinere Verbesserungen mitbringen, ist diese Sorge bei Kunden stark zurückgegangen.
Zudem die All-in-Ones heutzutage vor allem aufgrund ihrer Sparsamkeit beim Schreibtischplatz, dem besseren Kabelmanagement und ihres Designs erworben werden. Microsoft hat im Oktober 2016 mit dem Surface Studio eher überraschend den eigenen Einstieg in den All-in-One Markt angekündigt und damit weltweit für Aufsehen gesorgt. Microsofts Premium-AiO mit Stiftunterstützung und neigbarem Display schafft ein sehr attraktives Angebot für Kreative, die bislang häufig auf Apple-Geräte zurückgegriffen haben. Eine richtige Antwort darauf hat der Konzern aus Cupertino bis heute nicht gefunden.
Wir dürfen damit rechnen, dass in den nächsten Monaten nicht nur der Fokus auf Convertibles erneut bekräftigt wird, sondern, dass auch dem All-in-One PC etwas mehr Beachtung geschenkt wird. Microsoft wird auch Windows 10 entsprechend dieses Trends anpassen, um dafür zu sorgen, dass der Windows 10-PC wieder seinen Weg in die Wohnzimmer findet als Zentrale des eigenen Heims.
Quelle: Digitimes
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Messaging and Skype news roundup
A bevy of Skype and Messaging-related tweaks and stories has prompted me to round these up in a single post, for completeness. Takeaways include the 'Messaging+Skype' experiment being officially ended and that Skype UWP now supports animated GIFs 'inline', but there's more below too.
Vodafone boykottiert Fake-News-Seiten
Cum-Ex-Skandal : Der Milliardentrick
Tipp: Diagramme und Berechnungen in Excel erstellen – mit Daten aus SharePoint
[Den vollständigen Beitrag finden Sie auf der Website]



