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11 Oct 08:29

The New Enterprise Update Ring for OneDrive

by Stephen Rose

The OneDrive Sync Team is happy to announce with the R9 payload, which will unblock a set of regulated enterprises to use OneDrive Sync. A key requirement that was blocking heavily regulatory enterprises was the need to be able to manage their updates and audit when new versions will be deployed.  As such, we've repositioned the enterprise update ring to provide the control necessary to unblock customers.

 

Goals of the new Enterprise Ring

  1. Provide customers a way to deploy updates to the sync client
  2. Allow enterprises to control and log when an update occurs, without losing our ability to auto update them
  3. A way to update the sync client without requiring using external internet bandwidth

Changes to the Enterprise Ring

How it used to work:

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Updates in OneDrive flow from internal or private rings to external rings as verification and validation of the build occurs. When the team is confident in the update, it is then released to the next ring, where the next set of users are then automatically updated.

 

In the old model, the enterprise ring was simply the last ring for customers to update.

 

How it will work going forward:

2.png

Sync Client updates will still follow the same order, however once an update has been fully validated in the production ring, there will be a sixty day delay before the enterprise ring auto updates.

During this sixty day period, customers can go deploy the update on their own accord, allowing them to record exactly when their software is updated. Additionally, since they are the ones deploying the update, they can do so without using external bandwidth.

 

We've updated our deployment and update documentation here 

14 Jun 17:15

Shell automation without the pain

14 Jun 15:58

Multifunktionales Instrumenten-Display: Nachrüsten mit F&F

by Benny

Das Multifunktionale Instrumentendisplay der BMW 3er- und 4er-Reihe ist für viele Kunden eine der wichtigsten Neuerungen der letzten Monate, es muss aber nicht unbedingt zum Grund für einen Neuwagen-Kauf werden: F&F Retrofittings bietet allen Fahrern eines aktuellen BMW 3er (F30, F31, F34) oder BMW 4er (F32, F33, F36) eine Nachrüst-Lösung an, die auch “älteren” Fahrzeugen vor dem jüngsten Update und sogar vor dem Facelift alle Vorzüge des neuen Displays bringt. Einzige Voraussetzung: Das Navigationssystem Professional muss bereits ab Werk verbaut sein.

F&F greift dafür ausschließlich auf Original-Teile von BMW zurück, weshalb es weder hinsichtlich der Qualität noch bezüglich der Kompatibilität Grund zur Sorge gibt. Dank der nahtlosen Integration gibt es bei Optik und Funktionsumfang des 10,25 Zoll großen Black Panel-Displays keinerlei Unterschiede zur seit wenigen Wochen ab Werk erhältlichen Lösung.

Für die Nachrüstung des Multifunktionalen Instrumentendisplays ruft F&F Retrofittings inklusive Montage und Programmierung einen Preis von 1.299 Euro auf. Deutlich teurer wird es, wenn zuvor in einem weiteren Schritt auch das Navigationssystem Professional nachgerüstet werden muss – prinzipiell lässt sich das Display auf diesem Weg aber auch in Fahrzeugen mit dem kleineren Navigationssystem Business installieren.

Einen weiteren Eindruck von den Funktionen und der Darstellung des Multifunktionalen Instrumentendisplays liefert ein Video, das einen bereits von F&F Retrofittings entsprechend nachgerüsteten BMW 3er F30 LCI zeigt:

(Bilder & Infos: F&F Retrofittings | Direkt-Link zum Video)

14 Jun 13:21

Pistol sights

13 Jun 15:19

The electric car has dropped out of favor in Denmark

13 Jun 15:16

ArcGIS Maps for Power BI is now Generally Available on PowerBI.com

In collaboration with Esri, a leader in the geographic information systems (GIS) industry, we're excited to announce that ArcGIS Maps for Power BI has reached general availability (GA).
13 Jun 15:14

Eye-witness stories from Chernobyl

13 Jun 15:14

Auf der Jagd nach Tickets für die Elbphilharmonie - ein Erfahrungsbericht

Die Hatz auf Karten kann zur nervenzerreißenden Geduldsprobe werden. Einige Vorverkaufsstellen kapitulieren.
13 Jun 14:58

Der Schleimer, die Diva, der Nerd: Diese Kollegentypen fordern dich heraus

Sie können euch nerven, ihr liebt oder hasst sie, aber Zeit verbringt ihr mit ihnen jeden Tag: Kollegen. Was die typischen Kollegen ausmacht und wie ihr mit ihnen umgeht, Teil eins.

Seine Familie kann man sich nicht aussuchen, heißt es oft. Bei Kollegen ist das ähnlich. Das ist ärgerlich, verbringt ihr mit ihnen doch die meiste Zeit unter der Woche – gefühlt zumindest. Da trägt es zum Seelenfrieden bei, wenn die Kollegen nett sind, aufgeschlossen, im Team arbeiten. Doch was ist, wenn das nicht der Fall ist? Wenn sie nerven, intrigieren oder keine Rücksicht auf Privatsphäre nehmen? Was solche Kollegen kennzeichnet und wie ihr damit umgeht: Ein Profil der 20 klassischen Kollegentypen, Teil eins.

Die Plaudertasche

„Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten.“ (Oscar Wilde)

Diesen Kollegen hatte jeder schon mal an der Backe: Er oder sie quatscht den ganzen Tag, egal ob im Frühdienst ab 6 Uhr oder abends um 19.30 Uhr. Die Themen sind dabei beliebig: das Freizeitprogramm vom vergangenen Wochenende, anstehende Projekte für den Tag, Termine in der Woche, das Wetter, die Luft im Büro, die Kollegin aus dem dritten Stock, das Mittagessen, der Kaffee nach dem Mittagessen, der Chef im Urlaub, die Chefin vor Ort, die After-Work-Party von letzter Woche, die After-Work-Party von dieser Woche, das Freizeitprogramm fürs kommende Wochenende. Und wieder von vorne.

Es gibt solche Plaudertaschen, die man mag, und solche, mit denen man nicht gut klarkommt. Das hängt ganz vom Rest der Persönlichkeit ab.

Deal with it: Fragt eure Kollegen oder eure Kollegin, warum Sie euch just diese Geschichte erzählt. Möglicherweise findet ihr heraus, ob das Plaudern ein Teil der Person ist, ob sie damit Ängste oder Einsamkeit kompensiert oder ob sie einfach nur keine Lust hat, sich bei der Arbeit anzuschweigen. Aber: Geht behutsam vor, sonst wurdet ihr vielleicht das letzte Mal bequatscht.

Der Verschwiegene

„Wo Worte selten sind, haben sie Gewicht.“ (William Shakespeare)

Leises Arbeiten, seltene Kommentare, ganz das Gegenteil der Plaudertasche. Der verschwiegene Kollege oder die verschwiegene Kollegin sind oft ein produktiver Teil des Teams – weil sie nicht so viel Zeit mit Reden und Büro-Quatsch verbringen. Dafür behalten sie ihre klugen Gedanken oft für sich, kommen, ohne Hallo zu sagen und gehen ohne ein Adieu. Trotzdem sind sie Teil des Teams, sie können sogar Freunde werden, nur eben ohne darüber zu sprechen, ohne die News des Tages zu analysieren, ohne zu lästern.

Deal with it: Fordert diesen Kollegentypen heraus. Stellt ihnen bewusst eine Frage oder nur ihm im Team eine Frage, die nur er beantworten kann. Dann muss er anfangen zu reden – und wer weiß, vielleicht gefällt es ihm und er redet in Zukunft mehr. Falls nicht, lasst ihn in Frieden.

Die Diva

„I want a big house with a moat and dragons and a fort to keep people out.“ (Viktoria Beckham) 

Posh ist eine der berühmtesten Diven weltweit. Wo sie ankommt, die Nase hat sie dabei sehr weit oben, verneigt sich quasi das Personal. So glamourös wie das Ex-Spice-Girl gibt sich die Diva in euren Büro hoffentlich nicht, denn das kann so richtig anstrengend sein.

Die Diva pickt sich die Rosinen im Joballtag heraus, hockt auf ihrem Schreibtisch wie eine Königin auf ihrem Thron und lässt den Pöbel die niedrige Arbeit verrichten – auch wenn sie in ihren Bereich fällt.

Deal with it: Holt eure Büro-Diva ganz ungeniert auf den Boden der Tatsachen hinunter, indem ihr ihr verdeutlicht, dass sie keine Königin ist, nur weil sie sich so fühlt. Seid ehrlich, aber behutsam – denn bei näherem Hinsehen hat der Nase-nach-oben-Typ oft eine sensible Seite.

Das Mimöschen

„Ein Wissenschaftler ist eine Mimose, wenn er selbst einen Fehler gemacht hat, und ein brüllender Löwe, wenn er bei anderen einen Fehler entdeckt.“ (Albert Einstein)

Das gilt nicht nur für Wissenschaftler. Das Mimöschen, abgeleitet übrigens von der Schamhaften Sinnpflanze, ist ein sehr emotionales und selbstfixiertes Wesen. Geht es dem Kollegen oder der Kollegin schlecht, ist kein Raum für Anderes, auch nicht für die Arbeit.

Deal with it: Sprecht sie oder ihn darauf an, obwohl sie mit der Unterlippe ein Schüppchen zieht. Das Mimöschen braucht manchmal einen Anstoß, wenn es wieder in der Realität ankommen soll.

Der Dynamische

„Wer zu schnell geht, kommt oft nicht mit.“ (Anke Maggauer-Kirsche)

In der Physik wird Dynamik zweigeteilt in Statik, die den Fall des Kräftegleichgewichts behandelt, und in Kinetik, die sich mit beschleunigten Körpern befasst. Betrachtet man die Statik des so dynamischen Kollegen, mit dem bestimmt auch ihr schon mal das Vergnügen hattet, zeigt sich: Die Kraft zwischen ihm und euch ist nicht im Gleichgewicht, zumindest was die Schnelligkeit angeht. Der Dynamische ist dem Normalo immer einen Schritt voraus, vielleicht weil er so früh aufsteht, bereits vor Arbeitsbeginn um acht Uhr zehn Kilometer gejoggt und 50 Bahnen im Wasser gezogen hat. So geht der Alltag weiter – zwar ohne Hektik, aber auch ohne Rast. Der dynamische Kollege ist immer „on the run“, ist immer motiviert, hängt nie durch.

Deal with it: Lasst euch davon anstecken und gebt ihm oder ihr eine Portion Entspannung mit. So verbindet ihr seine nicht endende Produktivität mit eurem Gefühl für gesunde Entschleunigung.

Der Blender

„Wer wirklich eine Eigenschaft vollkommen besitzt, dem fällt es nicht ein, sie herauszulegen und zu affektieren, sondern er ist darüber ganz beruhigt.“ (Arthur Schopenhauer)

Schaumschläger gibt es fast in jedem Büroalltag. Man erkennt sie daran, dass sie immer nut Gutes erzählen, sie sprechen gerne über ihre beruflichen Erfolge, über das Lob vom Chef für das aktuelle Projekt, das er so gut managen würde, über die nächste Reise zu den Galapagos-Inseln, wo sie mit Riesenschildkröten schwimmen gehen, oder von dem letzten Trip nach New York City, wo sie mit dem Stylist von Promi XY zu Abend gegessen haben. Man nennt sie auch schlichtweg Angeber.

Beim Kollegentyp Blender steckt jedoch meist nur ein Bruchteil dahinter von dem, was er anpreist. Möglich ist, dass nicht er allein für die Arbeit gelobt wurde sondern das ganze Team oder dass der VIP-Stylist in Wahrheit vor zehn Jahren einem B-Promi zufällig die Haarbürste aufgehoben hat.

Deal with it: Stellt gezielt Fragen, um den Blender auffliegen zu lassen. Er wird versuchen, sich darüber oder über euch zu amüsieren, dann dürft ihr erst recht nicht locker lassen. Am Ende wird er dadurch womöglich sich und sein Verhalten reflektieren.

Der Schleimer

„Der schlimmste Schleimer ist der, der dir mit einem Lächeln sagt, daß er schleimt, denn die wenigsten sehen die Wahrheit die hinter diesem schleimigen Lächeln steht.“ (Rose von der Au)

„Was hast du in dieser Woche doch für eine tolle Arbeit geleistet und dabei bist du immer so nett und hilfsbereit und siehst so gut aus und überhaupt bist du der beste Kollege des ganzen Teams. Das hätte der Chef auch schon gesagt, der ist ja auch ziemlich gut drauf im Moment und macht so lustige Witze. Auch der stellvertretende Chef erzählt super interessante Geschichten und ist einfach ein Vorbild für das gesamte Büro.”

Wenn ihr Sätze wie diese hört, wisst ihr: Ihr habt es mit dem Schleimer zu tun, der gerne und überall Lob verteilt, die Fehler seiner Vorgesetzten kleinredet und den Teamspirit anpreist. Und das obwohl er selbst kein Teil dessen ist, weil er lieber die Nähe des Chefs sucht anstatt sich mit Ehrlichkeit und guter Arbeit einen Platz im Team zu verschaffen. Der Schleimer bettelt um Anerkennung.

Deal with it: Zeigt Rückrat. Kritisiert offen, aber sachlich, um dem Kollegen zu zeigen, welchen Benefit es haben kann, wenn man im Team konspirativ über die Projekte spricht. Zeigt ihm, dass er nicht schleimen muss, um anerkannt zu werden.

Der Nerd

„Es gibt nur eine bewusstseinserweiternde Droge, die mir Spaß macht, und die nennt sich Wissenschaft.“ (Sheldon Cooper aka Jim Parsons, „The Big Bang Theory“)

Ein Nerd, die Abkürzung für „non emotionally responding dude“, ist ein Typ mit wenig Sinn für emotionale Beziehungen, dafür mit einer überdurchschnittlichen Intelligenz, der wochenlang ohne Frischluft vor dem Computer hocken kann, ohne das ihm das merkwürdig vorkommt. Der Niederländer Max De Bruijn hat mit „Wie werde ich Bill Gates?“ ein Buch über das Phänomen Nerd geschrieben. Er meint, jeder hätte einen Nerd in der Schulklasse gehabt: „Er saß allein an einem Tisch in der ersten Reihe, hatte eine dicke Brille und ungepflegtes Haar, war ein Ass in Mathe und eine Niete im Sport."

Wenn ihr euch im Büro so umguckt, wer von euren Kollegen passt auf diese Beschreibung? Eine Hornbrille auf der Nase, ungewaschene Haare, surft gerade im Darknet… gefunden?

Deal with it: Fragt euren nerdigen Kollegen, woran er gerade arbeitet. Vielleicht müsst ihr zwei- oder dreimal fragen, um Antworten zu bekommen. Dranbleiben lohnt sich. Nerds haben zwar oft wenig Gefühl für soziale Interaktion, aber dafür Spannendes zu erzählen.

Die Mami

„Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken; sie beleuchtet stets nur das Stück Weg, das wir bereits hinter uns haben.“ (Konfuzius)

Die Büro-Mami, jedes Team sollte sie haben. Sie backt Kuchen, kümmert sich um die schüchternen Kollegen, mahnt die ehrgeizigen zu Teamgeist, legt ein gutes Wort für jeden ein, gibt Mut und vermittelt Optimismus. Sie beschützt das Arbeitsklima und macht selbst gute Arbeit. Man kann sich auf sie verlassen. Ähnlich wie eine richtige Mutter ist sie manchmal streng und kann nerven, wenn man gerade nicht motiviert oder abgemahnt werden will.

Deal with it: Freut euch über die Büro-Mama. Sie (oder er) ist die Laterne in eurem Rücken und gibt euch ein gutes Gefühl. Also gebt dieser Kollegin oder diesem Kollegen ein gutes Gefühl zurück.

Der Freund

„Erfolg macht selten Freunde.“ (Luc de Clapiers)

So gut eine Büro-Mutti ist, so wichtig ist es Freunde im Kollegenkreis zu haben. Der Freund teilt mit euch Erfolge, geht Mittagessen, ist nicht aufdringlich, steht euch zur Seite bei beruflichen Fragen, ist aber auch bei privaten Schwierigkeiten für euch da, ohne euch daraus einen Strick zu drehen. Frollegen – Kollegen, die zu Freunden werden – bereichern das Arbeitsklima und erleichtern den Umgang mit Kollegentypen wie Diva, Schleimer und Co.

Deal with it: Pflegt die Freundschaften, aber verliert nicht die Professionalität aus den Augen. Redet privat nicht nur über den Job und im Job nicht nur über Privates. Dann zieht ihr große Vorteile aus dem Frollegentum.

Teil zwei der 20 klassischen Kollegentypen lest ihr in Kürze bei t3n.de.

Ebenfalls spannend: 

 

13 Jun 14:55

Dänemark: Elektroauto-Absatz bricht ohne Subventionen zusammen

In Dänemark ist der Markt für Elektroautos eingebrochen, nachdem die Regierung die Fahrzeuge nicht mehr subventioniert und sie genauso wie Autos mit Verbrennungsmotor mit einer hohen Importsteuer belegt hat. Der Subventionsabbau musste rückgängig gemacht werden. (Elektroauto, Technologie)
13 Jun 14:54

APFS-Konvertierung: Apple hat vorzeitig Pseudotests bei Endkunden durchgeführt

Wie erst kürzlich bekanntwurde, hat Apple schon mit iOS 10.0 bei Nutzern erste Tests des neuen Dateisystems APFS durchgeführt, allerdings ohne dies offen zu kommunizieren. Die Tests haben die eigentlichen Daten nicht modifiziert, eine Zustimmung der Endanwender fehlte aber trotzdem. (Dateisystem, Apple)
13 Jun 14:53

Statistisches Bundesamt: Einbürgerungen britischer Staatsbürger auf Rekordhoch

by ZEIT ONLINE: Gesellschaft -
Nach dem Brexit-Votum haben viele Briten einen deutschen Pass beantragt. Die Zahl der Einbürgerungen stieg 2016 um 361 Prozent.
13 Jun 11:52

Bamf: Chaos bei Asylentscheidern größer als angenommen

by ZEIT ONLINE: Deutschland -
Die neuen Mitarbeiter des Bamf sind nach Informationen der ZEIT unzureichend ausgebildet. Das geht aus internen Bewertung des Bundesamtes hervor.
13 Jun 11:51

Imagenet 1K: Facebook klassifiziert eine Million Bilder in einer Stunde

Die Forschungsabteilung von Facebook zeigt, dass eines ihrer Modelle extrem gut skaliert. Das Training zum Erkennen und Klassifizieren von rund 1,2 Millionen Bildern benötigt mit 256 Nvidia-GPUs nur 1 Stunde statt 29 Stunden mit acht GPUs. (Deep Learning, Soziales Netz)
13 Jun 11:50

Erstmals Ransomware-as-a-Service für macOS entdeckt

Ransomware-as-a-Service macht es technisch unbegabten Kriminellen möglich, Computer anzugreifen. Jetzt ist mit Mcransom erstmals eine solche Software für macOS im Darknet aufgetaucht.

Ransomware für macOS: Als Service im Darknet

Für Windows gibt es sogenannte Ransomware-as-a-Service schon seit dem vergangenen Jahr. Mit Macransom haben Sicherheitsforscher von Fortinet jetzt erstmals ein solches Angebot im Darknet entdeckt, das auf macOS ausgerichtet ist. Die Erpressersoftware wird auf einem nur per Tor-Browser erreichbaren Portal angeboten und dort als „anspruchsvollste Mac-Ransomware aller Zeiten“ beworben, wie es in einem Blogeintrag heißt.

Mcransom: So wirbt der Anbieter im Darknet für die Ransomware-as-a-Service für macOS. (Screenshot: Fortinet)

Allerdings kann das Softwarepaket auf dem Portal direkt nicht heruntergeladen werden. Der Autor muss per E-Mail kontaktiert werden. Die Fortinet-Sicherheitsforscher haben genau das getan und auch prompt eine Antwort sowie das Programm zugeschickt bekommen. Die Ransomware ist der Analyse zufolge nicht sehr bedrohlich – es können etwa nur bis zu 128 Dateien verschlüsselt werden.

Macransom: Erpresser fordert 0,25 Bitcoin, um die Dateien wieder zu entschlüsseln. (Screenshot: Fortinet)

Bei dem Test der Sicherheitsforscher hat sich zudem herausgestellt, dass die Ransomware auf Macs nur dann installiert wird, wenn die Nutzer dem zustimmen. macOS erkennt Macransom als ein Programm von einem nicht verifizierten Entwickler. Aber Macransom hat offenbar auch seine raffinierten Seiten. So können angehende Erpresser damit eine Verzögerung bei der Verschlüsselung einbauen oder den Zeitstempel der verschlüsselten Datei ändern, was die Wiederherstellung erschwert.

Ransomware Macransom kann Schäden anrichten

Hat es die Ransomware geschafft, Dateien zu verschlüsseln, fordert Macransom zur Zahlung von 0,25 Bitcoin (rund 620 Euro) auf. Die Opfer des Cyberangriffs sollen mit per E-Mail in Kontakt mit dem Erpresser treten. Das Fazit der Sicherheitsforscher von Fortinet lautet: Die Software ist längst nicht so ausgefeilt wie aktuell im Umlauf befindliche Windows-Ransomware, aber auch Macransom kann reale Schäden anrichten. Außerdem könnten Nachahmer schon an weitaus mächtigeren Programmen arbeiten.

Mehr zum Thema Ransomware:

13 Jun 11:50

Über Geld spricht man nicht? Deutsche wollen mehr Gehaltstransparenz

Über Geld spricht man nicht? Zumindest bezüglich einer erhöhten Gehaltstransparenz sehen das viele Deutsche inzwischen ganz anders.

Das eigene Gehalt gehört für viele Deutsche zu den am besten gehüteten Geheimnissen. Über Geld spricht man schließlich nicht, heißt es im Volksmund. Das Problem jedoch: Wer vor Gehaltsrunden oder Karriereentscheidungen steht, dem fehlt nicht selten eine Orientierung über die Verhandlungsspielräume. Und das will der Arbeitgeber in der Regel auch so, damit er in der besseren Position während der Vertragsverhandlung ist. Doch das könnte bald der Vergangenheit angehören.

Deutsche wünschen sich mehr Gehaltstransparenz

Gehaltstransparenz in Unternehmen: Deutsche wollen mehr Offenheit. (Foto: Shutterstock-Aastock)

Am 1. Juli tritt nämlich aller Voraussicht nach das Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit in Kraft und soll in der Wirtschaft für erhöhte Gehaltstransparenz sorgen. In Rahmen dessen hat sich auch Xing als führendes Karriere-Netzwerk im deutschsprachigen Raum thematisch mit einer Meinungsumfrage eingebracht. Insgesamt 2.024 deutsche Berufstätige beantworteten deren Fragen. Das Ergebnis: Rund 38 Prozent der Teilnehmer plädieren eindeutig („Ja, auf jeden Fall“) für mehr Offenheit bezüglich der Löhne.

Weitere 39 Prozent der Berufstätigen unterstützen das Vorhaben etwas verhaltener („Ja, eher schon“), zeigen sich jedoch grundsätzlich aufgeschlossen für die Initiative. Der überragende Teil der Befragten befürwortet somit die Gehaltstransparenz – zumindest in unterschiedlichen Abstufungen. Die Mehrheit der Befragten zeigt damit auch die Bereitschaft, den eigenen Lohn transparent zu machen. Lediglich 18 Prozent meinen „Nein, eher nicht“ und nur fünf Prozent sehen gar keinen Spielraum („Nein, auf keinen Fall“).

„Ohne Transparenz gibt es keine gerechten Einkommensverhältnisse", kommentiert Xing-Manager Felix Altmann die Ergebnisse gegenüber t3n.de. Er glaubt, dass sich diese Einsicht heutzutage bei immer mehr Menschen durchsetze. „Sie sehen die offensichtlichen Vorteile, sich auf Augenhöhe mit ihren Arbeit- und Auftraggebern zu bewegen. Auch wenn es bedeutet, dass sie selbst den Sprung in die Transparenz wagen müssen“, erklärt Altmann weiter. 

Interessant in dem Zusammenhang ist auch, dass mehr als 80 Prozent der weiblichen Befragten sowie rund 74 Prozent der Männer zum Ja-Lager gehören. Sowohl weibliche als auch männliche Arbeitnehmer liegen somit fast gleich auf. Immerhin 65 Prozent zeigen sich zudem überzeugt, dass Gehaltstransparenz ein Mittel ist, um geschlechterspezifische Gehaltsunterschiede zu eliminieren. Weitere gute Gründe für offene Gehälter lest ihr hier: Open Salaries – 5 Gründe, die für mehr Gehaltstransparenz sprechen!

Übrigens, auch dieser Beitrag könnte dich interessieren: Punkten im Vorstellungsgespräch – Zum richtigen Gehalt in drei Schritten

13 Jun 10:34

Aldi Talk erhöht monatliches Datenvolumen ab sofort

Bei Aldi Talk und Tchibo Mobile entfallen die Roamingkosten für EU-Staaten seit dem 13. Juni 2017.
12 Jun 10:50

Die unbekannte Slack-Alternative aus Deutschland, die schon über 500.000 Nutzer hat

Circuit will sich als deutsche Slack-Alternative etablieren. Die Argumente: Besonderer Datenschutz und eine Selfhosting-Option. Ein Großkonzern setzt bereits auf die Software.

Es gab mal Zeiten, da hat Siemens noch richtig viel Geld mit dem Verkauf von Telefonanlagen verdient. 3,2 Milliarden Euro Umsatz erzielte die entsprechende Konzernsparte noch 2008. Doch das war einmal. Spätestens mit dem Erfolg des iPhones und der wachsenden Verbreitung softwarebasierter Kommunikationslösungen setzte bei Siemens Enterprise Communications, das inzwischen Unify heißt, der wirtschaftliche Niedergang ein. Die Verluste stiegen von Jahr zu Jahr, ein angedachter Börsengang scheiterte.

„Lieber kannibalisieren wir uns selbst, als das unserer Konkurrenz zu überlassen“

In den Köpfen der Manager musste also ein Umdenken stattfinden. „Innovation und Veränderung passieren, ob man will oder nicht“, sagt Philipp Bohn, Chef der Softwaresparte bei Unify, heute. „Cloud ist Realität, unsere Kunden und ihre Mitarbeiter sind zunehmend mobil und arbeiten in virtuellen Teams. Sie verlangen die monatliche Abrechnung flexibler Dienste.“

So sieht das Interface von Circuit aus. (Screenshot: t3n.de)

Tatenlos zusehen aber wollte Unify den Wettbewerbern aus den USA nicht. „Darum haben wir entschieden, uns lieber selbst zu kannibalisieren, als das unserer Konkurrenz zu überlassen“, sagt Bohn rückblickend. Unify besann sich daraufhin auf das Know-how aus dem Bau von Telefonanlagen und entwickelte über die Jahre eine eigene Kollaborationssoftware für Teams: Circuit.

Circuit will besser sein als Slack

Noch nie gehört? So geht es vielen. Zumal Circuit auf den ersten Blick nicht mehr bietet als die bereits bestehenden Lösungen auf dem Markt. Die Zusammenarbeit zwischen Teammitgliedern erfolgt plattformübergreifend über Chat, Dateien können während der Konversation ausgetauscht und Nachrichten zurückverfolgt werden. Technisch basiert Circuit auf webRTC, einem offenen Kommunikationsstandard, den Google ursprünglich 2011 zur Nutzung freigab. Dessen Vorteile habe man bei Unify schnell erkannt. „Dass sich webRTC auch im Unternehmensumfeld durchsetzt, haben wir recht früh vermutet und voll darauf gesetzt“, sagt Bohn.

Optisch sind die Ähnlichkeiten von Circuit aber vor allem mit Slack unverkennbar. Wie das US-Startup setzt die deutsche Software auf ein vergleichsweise buntes Interface und unterstützt – konzernuntypisch – sogar Emojis. „Eine gewisse Ähnlichkeit an Funktionen und Design zeigt sich bei allen Team Collaboration-Tools und damit auch zwischen Circuit und Slack“ gesteht Bohn. Allerdings könne Circuit mit einigen Besonderheiten punkten, die das US-Startup nicht biete.

Datenschutz und Audioqualität im Fokus

Mehr Datenschutz zum Beispiel. Während Anbieter wie Slack oder Hipchat häufig für unzureichende Sicherheitsstandards kritisiert werden, stehen die Server von Circuit in Amsterdam und fallen damit unter die europäische Datenrichtlinie. „Dort können wir unseren Kunden sogar zeigen, wo ihre Daten physisch liegen“, sagt Bohn. Größere Kunden könnten die Software außerdem auf ihren eigenen Servern hosten. Auch das wünschen sich Unternehmen, die Slack nutzen, schon seit Jahren.

Eine weitere Stärke sieht Bohn in der Audio- und Videoqualität seiner Software, denn Nutzer können innerhalb von Circuit auch miteinander telefonieren, um etwa virtuelle Meetings abzuhalten. Zwar gebe es dafür bereits einige Tools auf dem Markt. „Die Kunst liegt allerdings darin, das Ganze auch für größere Kunden in bester Qualität skalierbar zu machen“, so Bohn. Und in dieser Hinsicht könne Unify von seiner Herkunft als Kommunikationsanbieter profitieren.

Hoffnung auf Kunden über Nacht

Trotz dieser Vorzüge und der Tatsache, dass die Software von jedem kostenlos über die Website heruntergeladen werden kann, ist Circuit sehr wahrscheinlich kaum jemandem ein Begriff. Bohn erklärt sich die geringe Bekanntheit mit fehlendem Marketing und Konzernen als primäre Zielgruppe. Konkrete Zahlen will er zwar nicht nennen: Allerdings werde Circuit bereits von rund 350.000 Mitarbeitern bei Siemens genutzt. Weltweit soll eine „hohe, sechsstellige Zahl“ an Nutzern sogar für eines der kostenpflichtigen Abonnements zahlen.

Dass Bohn die Wachstumsrate auf Nachfrage nur im mittleren einstelligen Prozentbereich angibt, sei kein Nachteil im Vergleich zu den Überfliegern aus den USA. „Das monatliche Wachstum ist für uns weniger eine KPI, da mit einzelnen Enterprise-Kunden über Nacht sehr viele Nutzer hinzukommen können“, sagt Bohn. Erstaunlich sei, dass die Software auch in Ländern genutzt werde, die man erstmal nicht vermuten würde. „Aktuell sind neben unseren etablierten Märkten etwa Australien, Nigeria und die zentralamerikanischen Länder besonders aktiv“, so Bohn.

Keine Angaben zum Umsatz

Ist die erhoffte Verwandlung vom Telefonanlagen-Verkäufer hin zum Softwareanbieter für Team-Kollaboration damit vollzogen? Auch wenn sich Unify um Leiter Philipp Bohn über den bereits mit Circuit erzielten Umsatz ausschweigt, sieht er das Projekt als Erfolg: „Mit Circuit geben wir bestehenden und neuen Kunden eine Innovationsroadmap. Sie haben die Möglichkeit, Circuit in die bestehende Kommunikationslandschaft einzubinden.“

Ganz bewusst sei man, auch gegen manche interne Widerstände, mit einer frühen Produktversion auf den Markt gekommen, um dann weiter zu iterieren. „Das traut sich in Deutschland nicht jeder“, fasst Bohn zusammen. Außerdem habe ja Circuit nicht bloß das Bestandsgeschäft abgelöst und verdrängt, sondern es ergänzt. Schließich verschwänden wie die E-Mail auch Telefonanlagen nicht über Nacht, wenn überhaupt.

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12 Jun 10:49

Senioren: Unterwegs am Steuer, bis ins hohe Alter

by ZEIT ONLINE: Mobilitaet - Ingrid Weidner
Viele EU-Länder schreiben Gesundheitschecks für ältere Autofahrer vor – hierzulande sind sie tabu. Experten setzen stattdessen auf freiwillige Fahrtrainings und Vernunft.
12 Jun 10:49

Auch Thomas de Maizière fordert Zugriff auf Whatsapp-Daten

Wenn es nach Thomas de Mazière geht, soll Gesichtserkennungssoftware auch an anderen videoüberwachten Orten eingesetzt werden – doch er fordert jetzt auch zusätzlich den Zugriff auf Whatsapp-Daten.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) möchte Software zur Gesichtserkennung nicht nur an Bahnhöfen einsetzen, sondern auch an anderen videoüberwachten Orten. Bereits seit Längerem ist von diesem Sommer an der bundesweit erste Test solcher Software am Berliner Bahnhof Südkreuz geplant. Dem Berliner „Tagesspiegel“ (Sonntag) sagte de Maizière nun: „Wenn die Software wirklich zuverlässig funktioniert, sollte sie bei schweren Verbrechen auch an anderen Stellen zum Einsatz kommen können, an denen öffentliche Videokameras eingesetzt werden.“ Auf diese Weise sollen Terroristen, Gefährder und Straftäter leichter erkannt und gefasst werden können.

Sicherheitsbehörden soll Whatsapp-Zugriff unter bestimmten Voraussetzungen gewährt werden

„Wir wollen, dass Messenger-Dienste eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung haben.“

Zugleich forderte der Minister, dass Sicherheitsbehörden auf die Kommunikation in verschlüsselten Messenger-Diensten wie Whatsapp zugreifen dürfen. „Wir wollen, dass Messenger-Dienste eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung haben, damit die Kommunikation unbescholtener Bürger ungestört und sicher ist. Trotzdem brauchen Sicherheitsbehörden, wie bei einer SMS auch, unter bestimmten Voraussetzungen Zugriffsmöglichkeiten“, sagte er. Dazu könnten Instrumente wie die Online-Durchsuchung und Quellen-Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) genutzt werden. Bei der Quellen-TKÜ können die Behörden die Kommunikation eines Verdächtigen auf einem Gerät mitlesen, bevor sie verschlüsselt wird.

Beide Instrumente sollen in den kommenden Sitzungswochen in der Strafprozessordnung geregelt werden. Der Maßstab müsse sein, was die Polizei im analogen Bereich darf. „Das muss sie auch im Digitalen rechtlich dürfen und technisch können“, sagte de Maizière. dpa

Passend zum Thema: 

12 Jun 10:49

Trojaner befällt Raspberry Pi: So schützt ihr euch

Ein Trojaner hat es auf das Raspberry-Pi-Betriebssystem Raspbian abgesehen. Nutzer sollten die Software unbedingt auf den neuesten Stand bringen.

Raspberry Pi: Trojaner nimmt Raspbian ins Visier

Mehr als 12,5 Millionen Exemplare wurden vom Raspberry Pi seit 2012 verkauft. Damit ist der Bastelrechner auch zunehmend für Kriminelle interessant. Nachdem Sicherheitsforscher Anfang Mai 2017 über ein Botnet berichtet haben, das beinahe zur Hälfte aus Raspberry Pis besteht, ist jetzt ein Trojaner für den Einplatinenrechner aufgetaucht.

Raspberry Pi: Nicht nur Bastler haben es auf den Mini-Rechner abgesehen. (Foto: Raspberry Pi Foundation)

Entdeckt wurde die Schadsoftware von dem Anti-Viren-Entwickler Dr. Web, der dem Trojaner den Namen Linux.MulDrop.14 gegeben hat. Bei Linux.MulDrop.14 handelt es sich um ein Bash-Script, das es gezielt auf das Raspberry-Pi-Betriebssystem Raspbian abgesehen hat. Es enthält einen verschlüsselten Bitcoin-Miner und versucht sich nach der Installation im lokalen Netzwerk auszubreiten.

Raspberry Pi 3 in Bildern

Raspberry Pi 3. (Pi Foundation)

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Raspberry Pi: Nutzer sollten Raspbian auf den neuesten Stand bringen

Die meisten Raspberry Pis sollten schon allein wegen des vorgeschalteten Routers vor dem Trojaner sicher sein. Sicherheitshalber sollte jeder Raspberry Pi, der vor 2017 gekauft wurde, das Update auf die aktuelle Version des Raspbian-Betriebssystems erhalten. Wer die sowieso schon einsetzt, muss sich keine Sorgen machen.

Ebenfalls interessant: 30 unglaubliche Raspberry-Pi-Projekte.

12 Jun 10:48

Quantenschlüsselaustausch: "Meine Forschung ist ein Alptraum für andere"

Er mag seine Privatsphäre und hält deshalb wenig von Geräten, die ihn ausspionieren, aber umso mehr von sicherer Kommunikation: Norbert Lütkenhaus ist Experte für Quantenschlüsselaustausch, ein Verfahren der Quantenkryptographie. Seine Arbeit bereite manchen Leuten Kopfzerbrechen, sagt er. Und das scheint ihm zu gefallen. Ein Interview von Werner Pluta (Quantenkonferenz, Interview)
12 Jun 06:52

Be Careful with UUID or GUID as Primary Keys

12 Jun 06:29

BlackBerry KEYone im Test: Android und Tastatur

Das BlackBerry KEYone ist außergewöhnlich: Es hat eine mechanische Tastatur auf der Vorderseite, die auch als Trackpad funktioniert. Mit 600 Euro ist der neue BlackBerry aber nicht gerade günstig, und der Blick aufs Datenblatt verrät, dass hier eher Komponenten aus dem mittleren Preissegment verbaut sind. Ist er sein Geld wert? Wir haben das Telefon drei Wochen im Alltag getestet. Was uns dabei aufgefallen ist, zeigen wir im ausführlichenTestbericht.


BlackBerry KEYone: Lieferumfang

Im Januar dieses Jahres haben wir das Gerät zum ersten Mal auf der CES in Las Vegas in die Finger bekommen. Damals noch unter den Namen DTEK70 oder BlackBerry Mercury bekannt, wurde es einige Wochen später auf dem Mobile World Congress offiziell vorgestellt (Ersteindruck im Hands-on-Video).

Auf Telefon und Verpackung steht zwar BlackBerry und auch das Emblem kommt uns sehr bekannt vor, hergestellt wird der KEYone allerdings von dem chinesischen Konzern TCL Communications. Ihm gehören nun die Markenrechte für BlackBerry-Smartphones.

Apropos Verpackung. In der Schachtel liegt das Smartphone ganz oben, hübsch präsentiert. Darunter das Übliche: ein modulares Aufladesystem bestehend aus einem einfachen USB-Netzgerät und einem USB-Type-C-Kabel. Außerdem findet sich ein kabelbasiertes Headset mit Freisprechfunktion im Karton. Die Kopfhörer kommen in Hochglanzoptik daher und schauen edel aus, überraschenderweise fühlen sie sich auch hochwertig an. Bei der Wiedergabe von Musik und beim Telefonieren machen die Gehörganghörer eine erstaunlich gute Figur. Sie überzeugen mit starken Bässen und einem insgesamt zufriedenstellenden Klangbild. In Zeiten, in denen (Premium-)Hersteller üblicherweise auf Zugaben wie Kopfhörer vollständig verzichten oder etwas ganz Billiges dazu packen, ist dies eine willkommene Abwechslung.

Als alte Fans von BlackBerry sind wir noch weitere Dreingaben gewohnt, zum Beispiel eine Dockingstation wie beim BlackBerry PRIV. Oder etwas nostalgischer: ein Gürtelholster. Aber gut, wer hängt bitteschön heute noch sein mobiles Kommunikationsgerät den Gürtel?

Wer mehr will, findet bei Amazon & Co. Zubehör für das BlackBerry KEYone. Für wenig Geld gibt es eine Display-Schutzfolie oder eine Hülle. Hochwertige Hüllen aus Leder gibt es auch, sie sind aber etwas teurer. Obwohl der neue BlackBerry sicherlich keine Massenware wird, ist die Auswahl erfreulich groß.

BlackBerry KEYone: Design und Verarbeitung

Das KEYone fühlt sich an wie ein Panzer. Es ist schwer, stabil, robust, dick und wuchtig, kurz: äußerst solide. Während der Testphase ist es uns gleich zweimal auf Asphalt gefallen. Einmal aus der Höhe einer Autotür während des Aussteigens und das zweite Mal aus Kopfhöhe. In beiden Fällen kam das Telefon unbeschadet davon, wir konnten noch nicht einmal Kratzer am Gehäuse feststellen.

Der Rahmen des KEYone ist aus Metall und in der Farbe Silber gehalten. Die Rückseite ist großflächig mit einem gummiartigen Material überzogen. Dadurch liegt das Smartphone fest in der Hand. Das Glas auf der vorderen Seite komplettiert das Aussehen des exzellent verarbeiteten BlackBerry KEYone.

Eines der Top-Argumente für dieses Smartphone dürfte seine Tastatur mit den 35 einzelnen und beleuchteten Tasten sein. Auf der linken Seite gibt es zusätzlich noch eine Power-Taste, rechts sitzen die etwas wackelige Lautstärkenwippe sowie ein frei konfigurierbarer Button mit Schnellstartfunktion. Wir haben WhatsApp draufgelegt, aber das ist die freie Entscheidung des Nutzers. Der Quick-Start-Button hätte von der Höhe her besser positioniert werden können, da die Taste sowohl für Links- als auch für Rechtshänder unkomfortabel zu benutzen ist. Die Android-Knöpfe Zurück, Home und Multitasking sind zwischen der Tastatur und dem Display platziert. Das erleichtert die Bedienung mit einer Hand, da der Bereich höher gelegen ist als bei Smartphones ohne Tastatur.

Die zunächst unauffällig aussehende Leertaste auf der Tastatur ist anders geformt als die restlichen QWERTZ-Tasten. Sie wirkt nicht so plastisch und ist matt. Hintergrund: Integriert ist ein aktiver Fingerabdrucksensor, der das System irre schnell entsperrt – selbst bei ausgeschaltetem Display im Bereitschaftsmodus.

BlackBerry KEYone: Hardware

Die wohl größte Schwäche des BlackBerry KEYone ist die Hardware-Ausstattung. Auf der einen Seite wird ein Preis verlangt, den man so nur von hochpreisen Smartphones mit entsprechender Leistung kennt, die Ausstattung lässt uns aber eher an ein Mittel- bis Oberklassen-Smartphone denken. In dem 9,4 mm dicken und 180 Gramm schweren KEYone arbeitet ein Snapdragon 625 Prozessor von Qualcomm. Der Achtkerner verrichtet seine Arbeit ordentlich. Anwendungen starten schnel und die Oberfläche ist flott genug für die täglich Nutzung. Trotzdem geht es spürbar performanter, zum Beispiel mit einem Prozessor der 800er-Reihe. Wer von einem High-End-Gerät wie dem Galaxy S8 (Testbericht) umsteigt, merkt die Minderleistung.

Der Arbeitsspeicher des Smartphones ist 3 GByte groß, wünschenswert wären auch in Anbetracht des Preises 4 GByte gewesen – gerade bei einer Produktivitätsmaschine wie dem KEYOne. Das Wechseln zwischen mehreren Apps klappt trotzdem vernünftig.

Der interne Speicher hat eine Größe von 32 GByte. Nach Abzug des Betriebssystems und der vorinstallierten Software stehen dem Nutzer etwa 17,7 GByte zur Verfügung. So viel ist das nicht – einzelne Apps belegen schon mal 2 oder mehr GByte. Zur Erweiterung nimmt der KEYone eine Speicherkarte im microSDXC-Format mit bis zu 256 GByte auf, allerdings kann man – typisch bei Android – nicht alle Daten hierhin auslagern. Apropos, die Übertragung von Dateien wie Fotos, Videos und Musik ist kabellos und kabelgebunden möglich. Erfreulich: Die USB-C-Schnittstelle des BlackBerrys unterstützt USB 3.1, damit sind Übertragungsgeschwindigkeiten von theoretisch bis zu 10 GByte/s möglich.

Der Akku im KEYone ist fest verbaut und nicht durch den Nutzer selbst austauschbar. Die Kapazität beträgt überdurchschnittliche 3505 Milliamperestunden. Entsprechend gut ist die Betriebszeit: 1,5 bis 2 Tage. Bei intensiver Nutzung wollte der BlackBerry aber auch schon nach einem Tag ans Netzteil. Unterm Strich ist das Ergebnis gut. Zwar verfügt das Telefon über eine Schnellladetechnik gemäß Qualcomm QuickCharge 3.0, aber ein entsprechendes Ladegerät ist nicht im Lieferumfang enthalten. Das vollständige Laden von 0 auf 100 Prozent dauerte im Test gute drei Stunden mit dem mitgelieferten Equipment.

Vieltelefonierer freuen sich, wie gut diese Funktion im KEYone umgesetzt ist. Der Klang der Hörmuschel ist kristallklar, der Mono-Lautsprecher für freihändiges Sprechen und Hören ist immens laut. Kurz das Gerät in die Mitte des Tisches gestellt, und schon läuft die Konferenz. In Sachen Empfang haben wir mit Vodafone und Telefonica Germany im Großraum Hamburg keine Schwierigkeiten gehabt; sowohl die Übertragung von Daten als auch die Sprachqualität waren erstklassig.

BlackBerry KEYone: Display

Das Display des KEYone hat eine Diagonale von 4,5 Zoll. Auch wenn es anfangs so wirkt, als wäre es quadratisch, praktisch, gut, hat es ein Seitenverhältnis von 3:2 mit einer Auflösung von 1620 × 1080 Pixeln. Bei einer Gesamtdarstellung von 1,7 Millionen Bildpunkten beträgt die Pixeldichte 433 ppi. Damit ist die Darstellung gestochen scharf. Zum Vergleich: Das Retina-Display des iPhones kommt auf 326 Pixel pro Zoll.

Das Panel ist ein IPS-basierter Flüssigkristallbildschirm. Das sorgt für anständige Blickwinkel und satte Farben. Im Test haben wir die Erfahrung gemacht, dass das Display an sonnigen Tagen ein wenig zu dunkel ist. Schade, das war bei früheren BlackBerrys immer eine der Stärken.

BlackBerry KEYone vs BlackBerry Priv

Das Priv von BlackBerry ist mit dem KEYone vergleichbar. Es hat einen Touchscreen und eine vollwertige Tastatur mit Trackpad-Funktion. Allerdings ist der Formfaktor ein anderer: Statt Barrendesign gibt es einen Slider-Mechanismus. Die späten 2000er lassen grüßen. Ein Vorteil, der sich daraus ergibt: Sowohl der Bildschirm als auch die Tastatur nehmen größere Flächen ein, weil beide Elemente auf unterschiedlichen Ebenen untergebracht sind. Außerdem verschwindet die mechanische Tastatur, wenn sie gerade nicht zum Einsatz kommt.

Im Vergleich zum KEYone war das Priv vor zwei Jahren noch richtig stark ausgestattet. Dafür kam es für satte 849 Euro auf den Markt. Heute findet man es hier und dort noch für gute 300 Euro. Gefehlt hat damals der Fingerabdrucksensor, der im Jahr 2017 undenkbar ist.

Die Tastatur-Layouts bei Priv und KEYone sind ähnlich: vierreihig, symmetrisch geformte Tasten, eine Hintergrundbeleuchtung und ein ordentlicher Hub für das Feedback. Beim ersten Android-Smartphone von BlackBerry diente die Tastatur direkt der Suchfunktion, wenn man außerhalb eines Textfelds auf die Knöpfe gedrückt hat: So wurden nach der Eingabe des Buchstabens „K“ beispielsweise Kamal Vaid, Kontakte oder Kalender angezeigt. Beim neuen KEYone kann jede Taste zweifach für eine Aktion belegt werden. Dabei unterscheidet die Software zwischen einem kurzen oder langen Druck. Ein kurzer Druck auf's „B“ ruft beispielsweise einen Kontakt, längeres Drücken den Browser auf. Das ist ein mächtiges Tool für produktives und schnelles Arbeiten im Alltag.

BlackBerry KEYone: Kamera

Das Kamerasystem des KEYone kennen wir schon vom Google Pixel – zumindest den Bildsensor mit 12 Megapixeln und großen Einzelpixeln (1,55 Mikrometer). Ob es die gleiche Optik wie beim Pixel ist, bleibt offen. Zumindest setzt TCL auf ein 6-Linsen-Element mit einer Blende von f/2.0. Neben dem herkömmlichen Kontrastautofokus ermittelt das System die Schärfe auch per Phasendetektion. Das geht erheblich schneller und das merkt man auch – selbst bei wenig Licht.

Videoaufnahmen kann das BlackBerry-Smartphone ebenfalls, im Format 4K Ultra-High-Definition mit einer Bildwiederholrate von bis zu 29,7 Bildern pro Sekunde. Das kontinuierliche Fokussieren während einer Aufnahmen funktioniert gut, bei schnellen Bewegungen ist jedoch ein kurzes, aber starkes Pumpen sichtbar.

Die Bildqualität der Kamera gefällt uns. Sie schießt überraschend gute Fotos. Gerade bei wenig Licht holt die 12-Megapixel-Kamera mehr heraus als etwa das Sony Xperia XZ Premium (Testbericht). Um mehr Schärfe zu bekommen, wäre ein optischer Bildstabilisator (OIS) sinnvoll gewesen. Stattdessen setzt der Hersteller auf die von Google entwickelte Multiframe-Bildtechnologie, die aneinanderreihende Aufnahmen zu einem hellen Bild konvertiert.

Testbilder des BlackBerry KEYone

BlackBerry KEYone: technische Daten

BlackBerry KEYone: Software

Auf dem BlackBerry KEYone läuft das Google-Betriebssystem in aktueller Version: Android OS 7.1.1 (Nougat). Der Hersteller wirbt zwar damit, dass es das sicherste Android-Smartphone auf der Welt sei, vernachlässigt jedoch die monatlichen Sicherheitspatches. In den Einstellungen unter Software entdecken wir den 1. April 2017. Der noch von BlackBerry gebaute Priv hat sein letztes Update am 5. Mai 2017 bekommen. Der Patch für Juni ist Stand heute, am Freitag, den 9. Juni, noch in der Vorbereitung und kurz vor der Verteilung. Das ist kein guter Start, TCL.

Das KEYone läuft mit der BlackBerry-eigenen Sicherheitssoftware DTEK. Sie teilt dem Nutzer mit, wie der aktuelle Status ist und welche Maßnahmen notwendig sind, damit das Smartphone sicher vor Angriffen ist. Dabei geht es um Dinge wie Apps und deren Berechtigung auf Informationen, oder ob und wie optimal die Bildschirmsperre eingerichtet ist. Vieles ist zwar selbstverständlich, aber dennoch gut zu wissen, dass ein System im Hintergrund aufpasst und notfalls seinen Nutzer warnt. Lieber einmal eine Sperre aufheben, als unbemerkt einen Informationsfluss durchlassen.

Nicht gefallen hat uns die Unübersichtlichkeit. Zwar basiert die Oberfläche auf nacktem Google Android und es gibt nur wenige Anpassungen, doch hier und da sind zu viele Verknüpfungen und Widgets vorhanden, die mehr an das Jahr 2013 erinnern. Seine Software-Strategie sollte der Hersteller gründlich überdenken und das Setup schlanker gestalten.

Sehr löblich: Auf dem KEYone ist keine einzige Bloatware vorinstalliert. Hiervon können sich viele andere Hersteller eine Scheibe abschneiden. Dafür übertreibt TCL es mit den hauseigenen Produkten und Diensten von BlackBerry. So gibt es gleich drei verschiedene Notiz-Apps. Das Gute ist, dass sich einiges deinstallieren lässt, manches aber nur deaktivieren. So gewinnt man zwar nicht unbedingt Speicherplatz, aber zumindest etwas Übersichtlichkeit.

Fazit: BlackBerry KEYone kaufen?

Das KEYone ist ein großartiges Smartphone zu einem – aktuell – teueren Preis. Statt bei 599 Euro sehen wir das Gerät eher bei 449 Euro, denn die Hardware einfach nicht so stark und zeitgemäß. Zwar wird ein typischer BlackBerry-Nutzer eher nicht High-End-Spiele auf dem Telefon zocken. Trotzdem: Für das Geld gibt es Besseres – und genau deshalb ist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für den Erfolg des KEYone so wichtig.

Sehr gut gefallen hat uns die Verarbeitung. TCL weiß, worauf es in dieser Klasse ankommt. Schade, dass Extras wie Wasserfestigkeit oder drahtloses Laden fehlen. Auch die Kamera ist ausgezeichnet, gleichwohl sind Pixel, HTC U11 und Galaxy S8 besser. Für einen BlackBerry schießt das KEYone vortreffliche Bilder.

Bleibt nur noch die Frage: Wer soll das Smartphone kaufen? Arbeitstiere, Fans und all jene, die Lust auf etwas Neues haben. Wenn es ein Tastatur-Phone sein muss, gibt es nichts Besseres als den King in dieser Nische: BlackBerry.

Günstigste Angebote zum BlackBerry KEYone

Kompletter Beitrag
12 Jun 06:13

Digitalisierung: Diese Kompetenzen solltest du im Arbeitsleben mitbringen

Aufgeschlossen, teamfähig und belastbar war gestern? Nicht ganz. Auch, wenn sich die Kompetenzen der neuen Arbeitswelt verschieben, sind alte Stichworte nicht per se aus dem Rennen.

Was soll eigentlich der ganze Rummel um die Digitalisierung – und hat das überhaupt Einfluss auf meine Arbeitsabläufe? Das fragen sich nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch diejenigen, die nach neuen Angestellten suchen. Fest steht, dass das Thema brennt – der Meinung ist auch Gesine Schulz, die als Head of People & Culture bei Piabo tätig ist: „Alle haben eine Meinung oder im Zweifel eine euphorische oder alarmierende Studie in der Hand – egal, ob im Studium, als Personaler oder auf den ganzen Job-Konferenzen.“ Es ergibt also Sinn, sich mit dem Wandel der Arbeitswelt auseinanderzusetzen.

„Auf neue Erfordernisse sollte jemand vorbereitet sein – denn diese sind unaufhaltsam. Aber war das nicht schon immer so?“, so Schulz. Wie schnell es in unserem Berufs-und Privatleben vorangeht, erkennt jemand spätestens daran, wenn der Satz „Huch, nächste Woche ist schon wieder Weihnachten!” gesagt oder zumindest gedacht wird: Auch, wenn die Fakten und das Datum von Weihnachten bekannt sind, kommt es jedes Jahr für viele Leute überraschend – bis es zu spät ist. Gesine Schulz vermutet, dass es beim Digitalen Wandel ähnlich ablaufen wird.

Kompetenzen im Lebenslauf: Keine falsche Bescheidenheit

Gibt es eigentlich auch Kompetenzen im Lebenslauf, die dort gar nichts zu suchen haben? Hier gilt: Keine falsche Bescheidenheit! Für seine Fähigkeiten sollte man sich nicht schämen: „Jedes Profil hat seinen eigenen Charme, seien es die seltenen Fähigkeiten der Stenografie, Eurythmie oder Altgriechisch“, sagt Schulz. Das Stichwort lautet Leidenschaft: „Hinzu kommt der nötige Drive und Witz, der für die jeweilige Company passend sein muss.“

Ecken und Kanten im Lebenslauf? Kein Problem für Gesine Schulz.

Sie selbst achte auf Ecken und Kanten im Lebenslauf: „Ein schmutziges Hobby oder spannende Lücken.“ Im Gegensatz zu früheren Zeiten sind Neuorientierung, ein Studienabbruch oder Kündigungen kein Grund mehr, sich klein zu machen: Dass heutzutage jemand länger als fünf Jahre im Unternehmen bleibt, ist eine Seltenheit geworden. Interessant seien zum Beispiel auch die Kandidaten, die neben dem Studium – auch in nicht-fachbezogenen Bereichen – gearbeitet haben: Ein guter Faktor, um zu sehen, ob sich der Bewerber gut organisieren kann.

Gesine Schulz fügt hinzu: „Entscheidend ist auch immer das bestehende Team und die Frage, ob der Kandidat herein passt.“ Diesen Faktor könne so gut wie kein Bewerber beurteilen oder beeinflussen: „Es lag an den anderen!” ist daher bei einer Absage nicht unwahrscheinlich – und besonders die jungen Bewerber sollten aufhören, sich nach einer Absage fertig zu machen.

Keine Chance mehr für die ältere Generation? So ein Quatsch!

Dies gilt auch für ältere Mitarbeiter und Arbeitssuchende: „Wer sich vor den digitalen Produkten und Prozessen der Zukunft verschließt, wird sich letztlich viele Chancen verbauen und das eigene berufliche Potenzial nicht ausschöpfen können.“ Technisches Verständnis sei keine Frage des Alters, sondern des Interesses: „Ich erzähle an dieser Stelle immer gerne von meinem 87-jährigen Großvater, der sich nicht scheut, Whatsapp oder Dropbox zu nutzen“ sagt Gesine Schulz und ergänzt: „Ja, man muss sich aufraffen - das wird für uns alle in Zukunft so sein. Lebenslanges Lernen und eine hohe Jobdynamik ist dann keine Option mehr, sondern Alltag. Gewöhnen wir uns lieber dran.“ Besonders im Zuge der Digitalisierung ist Wissenshunger von Bedeutung: Jemand sollte neugierig auf die Technologien sein – und im Idealfall auch nicht nur wissen, dass da ein Drucker steht, sondern auch, wie er funktioniert. Komplexes Denken ist das Zauberwort: Das beginnt bereits bei Kleinigkeiten – zum Beispiel zu erkennen, dass jetzt ein Update der Software fällig ist.

Digital Detox als Kompetenz: Warum abschalten so wichtig ist

Auch die „schnelle Auffassungsgabe“ ist in Zeiten der Digitalisierung keine abgedroschene Kompetenz – ganz im Gegenteil: Denn während jemand seine Arbeit verrichtet, prasseln zusätzlich E-Mails herein, 13 Slack-Nachrichten sind noch ungelesen und dann kommen da noch die Kollegen, die einen ansprechen – während der private Facebook-Messenger sich im Hintergrund zum vierten Mal meldet. In solchen Situationen ist es wichtig, sich auf das Wesentliche zu fokussieren und Prioritäten zu setzen – das setzt schnelles Filtern voraus. Daher scheint der nächste Punkt auf der Liste gar nicht so überraschend zu sein: Auch Digital Detox ist eine Kompetenz, die immer wichtiger wird. Obwohl sie für die meisten Arbeitnehmer bisher kleingeschrieben oder gar ignoriert wurde.

„Niemand hat den Geigerzähler für digitalen Overload von Geburt an um den Hals.“

„Die Digital-Detox-Kompetenz hat viel mit dem Vertrauen in die eigene Arbeitsleistung und das eigene Organisationstalent zu tun.“ Wem dies bisher immer schwer gefallen ist, braucht aber dennoch nicht in Panik verfallen: „Das kommt mit der Zeit und der Berufserfahrung“, rät Gesine Schulz. Wichtig ist hierbei, dass es um Disziplin geht – und die Hilfe dafür auch vom Arbeitgeber kommen sollte, indem er die Kultur des bewussten Offline-Seins unterstützt. Die Masse habe sich inzwischen etwas zu sehr daran gewöhnt – und „deshalb schalten wir im Urlaub, wenn überhaupt, erst nach einigen Tagen wirklich auf die Abwesenheitsnotiz“. Das ist laut der Recruiterin nicht ganz unbedenklich: „Auch ohne Schlaftracker und Health App sollte ich doch wissen, ob es mir körperlich und geistig gut geht  – das ist wahrscheinlich die nächste Challenge.“

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