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Ultrakompakt und mit sattem Sound: Huawei Matebook X im Test

Das Matebook X ist Huaweis erstes Notebook, das nicht nur äußerst schlank und kompakt gebaut ist, sondern auch rechenstarke Core-i-Prozessoren an Bord hat. Wir haben die flinke Flunder ausprobiert.

Huawei Matebook X: Viel kompakter gehts kaum

Huawei kommt wohl den wenigsten in den Sinn, wenn es um Notebooks geht. Kein Wunder, schließlich feierte das chinesische Unternehmen erst im letzten Jahr mit dem 2-in-1-Rechner Huawei Matebook Premiere auf dem Windows-10-Sektor. Im Mai dieses Jahres hat Huawei gleich zwei neue Modelle für den europäischen Markt vorgestellt: den direkten Nachfolger des Matebooks, das Matebook E – und das erste waschechte Notebook: das Matebook X.

Kaum Rahmen ums Display: das Matebook X ist mit seinen Abmessungen von 286 x 211 x 12,2 mm kompakt. (Bild: Huawei)

Beim Matebook X handelt es sich um ein äußerst kompaktes Notebook mit edlem Aluminiumgehäuse und einem 13-Zoll-IPS-Display, das mit 2.160 x 1.440 Pixeln auflöst. Das nahezu rahmenlose Gerät ist nur 12,5 Millimeter dünn und besitzt ein sagenhaftes Display-zu-Gehäuse-Verhältnis von 88 Prozent – der Rahmen zwischen Display und Gehäuse beträgt lediglich 4,4 Millimeter.

08Das Matebook fühlt sich hochwertig an, ist stabil und es lässt sich auch bei geöffnetem Display mit einer Hand heben, ohne dass es flext. Erfreulich: Das Display lässt sich bequem mit einer Hand hochklappen, ohne den Rest des Geräts mit anzuheben. Dies ist leider immer noch bei vielen Notebooks ein Ärgernis.

Das Huawei Matebook X besitzt viel Technik auf wenig Raum. (Foto: t3n)

Da Huaweis Matebook X aufgrund seines Metallgehäuses und dem reduzierten Design eine gewisse Ähnlichkeit zu Apples Macbook besitzt, kommen wir nicht umhin, einen Vergleich der Abmessungen zu machen: Das Matebook X ist mit seinem 13,3-Zoll-Display 286 x 211 x 12,6 Millimeter groß, das Macbook Apples misst 280,5 x 196,5 x 13,1 Millimeter. Beim Gewicht – 1,02 gegen 0,95 Kilogramm – nehmen die beiden sich nicht viel. Neben das 13,3-zollige Macbook Air gelegt, wirkt das Matebook X regelrecht winzig:

Größenvergleich: Apples Macbook Air neben dem Huawei Matebook X. (Foto: t3n)

Sowohl das Matebook X als auch das Macbook werden lüfterlos betrieben – während Apple seinem kompakten macOS-Rechner Intels Core-M-Prozessoren einsetzt, geht Huawei einen Schritt weiter: im Matebook X stecken je nach Variante Intels Core-i5- oder i7-Prozessoren der siebten Generation. Eigentlich erfordern die performanteren Chips einen Lüfter – durch eine besondere Kühlungs-Technologie (Phasenwechselmaterialien) aus der Raumfahrt hat Huawei es dennoch hinbekommen, das Notebook lüfterlos zu bauen, ohne Kompromisse in puncto Performance eingehen zu müssen. Im Laufe der Nutzung ist das Gerät nie heiß gelaufen, auf der Unterseite wird es bei rechenintensiven Aufgaben und beim Aufladen aber spürbar wärmer.

Das Huawei Matebook X besitzt viel Technik auf wenig Raum. (Foto: t3n)

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Display, Keyboard, Ausstattung und Performance

Das Display des Matebook X mit seiner 2K-Auflösung besitzt ein Seitenverhältnis von 3:2, was bei Notebooks eher ungewöhnlich ist, aber sich seit einiger Zeit allmählich verbreitet. Microsofts Surface Laptop und weitere Modelle der Surface-Reihe besitzen das gleiche Format. Microsoft erklärt, ein 3:2-Display habe den Vorteil, dass das Gerät die Abmessungen eines 13-Zoll-Notebooks hätte, die Display-Fläche entspreche aber eher der eines 14-Zoll-Notebooks im 16:9-Format. Das gilt selbstredend auch für Huaweis Matebook X.

Zwar ohne Touch, aber hell und knackig. (Foto: t3n)

3:2-Displays sind höher als die üblichen 16:9-Displays – beim Matebook X fällt dieser Aspekt aber kaum auf, da es dank seiner ultraschmalen 4,4-Millimeter dünnen Ränder um den Screen außerordentlich kompakt daherkommt. An der Displayqualität ist nichts zu meckern: Es ist hell, Farben werden brillant dargestellt und kontrastreich ist es auch. Für manch einen dürfte allerdings die Tatsache, dass der Screen keine Touch-Funktion besitzt, ein Ausschlusskriterium für den Kauf sein. Es sollte erwähnt werden, dass Huawei kein mattes sondern ein glänzendes Display verbaut hat – entsprechend spiegelt es bei Lichteinfall.

Gutes, großes Keyboard

Auf dem Chiclet-Keyboard mit Hintergrundbeleuchtung des Matebook X lässt es sich angenehmen tippen – auch längere Texte. Die einzelnen Tasten fallen im direkten Vergleich zu denen des Macbook Air sichtbar größer aus, entsprechend nimmt das Keyboard auch einen Großteil der Gehäusefläche ein. Aufgrund der geringen Gehäusedicke des Notebooks ist der Tastenhub verhältnismäßig kurz – man hat sich aber rasch daran gewöhnt.

Auf dem Keyboard des Huawei Matebook X lässt es sich gut schreiben. (Foto: t3n)

Das Touchpad besitzt eine noch akzeptable Größe, könnte aber gerne ein wenig mehr Raum vereinnahmen. Immerhin unterstützt es Microsofts Präzisionstouchpad-Gesten, mit denen sich diverse Funktionen ausführen lassen – beispielsweise zeigt ein Dreifingerwisch nach oben die „aktiven Anwendungen“ an. Ein Wisch mit drei Fingern nach unten blendet den Desktop ein.

Das Huawei Matebook X unterstützt Microsofts Touchpadgesten. (Bild: Microsoft)

In Sachen Performance macht das Matebook X eine gute Figur, was nicht zuletzt mit dem Intel-Core-i-Prozessor der siebten Generation zu tun hat. Unser Testgerät besitzt einen Core-i5-7200U-Prozessor, Intels HD 620 Grafik, acht Gigabyte RAM und eine 256-Gigabyte SSD. Der SSD-Speicher legt ein ordentliches Tempo an den Tag und schafft laut Crystaldiskmark ordentliche Lese- und Schreibraten von bis zu 1.296 respektive 648 Megabit pro Sekunde. Das Matebook X liefert Top-Performance bei Bildbearbeitung und den üblichen täglichen Aufgaben, selbst das eine oder andere Spiel lässt sich spielen, wobei man die Details herunterdrehen muss – aber das ist auch bei Notebooks mit Core-i-Chips anderer Hersteller der Fall.

Huaweis Matebook X im Crystaldisk-Benchmark. (Bild: t3n)

Bei der Akkulaufzeit verspricht Huawei, dass der 5.449-Milliamperestunden-Akku etwa zehn Stunden halten soll. Das ist in bestimmten Szenarien auch durchaus erreichbar. Wer aber mehr als nur Word nutzt und mehrere Anwendungen wie Chrome oder Edge, die Mail-Anwendung und andere Apps wie Spotify und verwendet, dürfte eher auf sieben Stunden kommen. Notebooks der Konkurrenz wie Apples Macbooks oder Dells XPS 13 oder HPs Spectre 13 liefern etwas mehr. Andererseits sind die Geräte in den meisten Fällen nicht so kompakt wie Huaweis Matebook X.

Aufgeladen wird das Matebook X per USB-C-Port. (Foto: t3n)

Der Sound des Huawei Matebook X: Eines der lautesten Notebooks auf dem Markt

Was die weitere Ausstattung angeht, stecken im Matebook X Bluetooth 4.1, und WLAN nach ac-Standard. Das sind allerdings die üblichen Standards, die in den meisten Notebooks verbaut sind. Im Unterschied zu den meisten Windows-Notebooks setzt Huawei auf einen biometrischen Fingerabdrucksensor, der elegant in den Powerbutton eingelassen wurde und mit Microsofts Windows Hello verknüpft ist. Auf einen Irisscanner für Windows Hello hat Huawei allerdings verzichtet, was zu verschmerzen ist.

Aus den Lautsprecher-Öffnungen kommt bei Bedarf viel Sound. (Foto: t3n)

Während Microsoft bei seinem Surface Laptop weiterhin auf USB-Typ-A setzt, ist Huawei (wie auch viele andere Hersteller) auf der Höhe der Zeit und setzt auf USC-C-Ports. Allerdings sind lediglich zwei von ihnen verbaut, von denen nur der linksseitige als Anschluss für das Netzteil genutzt werden kann. Zur Erweiterung des spärlichen Anschlussangebots liegt dem Matebook eine Dockingstation bei: Sie umfasst einen USB-C, einen klassischen USB-Typ-A-Anschluss sowie HDMI- und VGA-Ports.

Eines der Highlights des Notebooks ist neben der kompakten Bauweise und dem Core-i5-Prozessor der Sound: Huawei hat zusammen mit Dolby ein Atmos-Soundsystem für das Matebook X entworfen, das einen satten, lauten und klaren Klang produziert. Die zwischen dem Display und dem Keyboard verbauten Speaker dürften zu den besten gehören, die in einem Notebook zu finden sind. Sie reichen ohne Weiteres aus, um sich Videos anzusehen  oder raumfüllend (abhängig von der Raumgröße) Musik zu hören.

Mit der Dolby-App könnt ihr den Sound optimieren. (Bild: t3n)

Softwareseitig wird das Sound-System von einer vorinstallierten Dolby-Atmos-App unterstützt, mit der ihr zwischen diversen Soundprofilen wie Film, Musik und weiteren wechseln könnt. Falls ihr ein eigenes Profil anlegen wollt – es gibt auch einen Equalizer.

Bei der Installation von Zusatzsoftware hält Huawei sich weitgehend zurück. Seitens Microsoft sind abgesehen von den üblichen Windows-Systemanwendungen wie üblich die Apps Candy Crush Soda Saga und Groove Music vorinstalliert. Von Huawei stammen nur der Sound-Manager und ein Matebook-Manager. Mit Letzterem erhaltet ihr eine Übersicht über das System wie aktuelle Treiber, außerdem soll die Anwendung bei der Fehlersuche helfen – des Weiteren besitzt der Manager eine Backup-Lösung.

Fazit: Gelungener Einstieg in den Notebookmarkt

Huawei baut nicht nur gute Smartphones. (Foto: t3n)Huawei hat mit seinem ersten klassischen Notebook ein überaus gutes Debüt hingelegt. Das Matebook X ist top verarbeitet und äußerst kompakt, das Display mit seinen dünnen Rändern abgesehen vom Fehlen des Touchscreens sehr gut. In Sachen Performance liefert das Matebook X solide Resultate und dürfte für die meisten User locker ausreichen.

Wenn ihr auf der Suche nach einem schicken, schnellen, leisen und zugleich lauten Notebook seid, das sich locker mitschleppen lässt und dennoch ein verhältnismäßig großes Display besitzen soll, dürfte das Matebook X ganz eure Kragenweite sein. Vor allem, wenn ihr Apples Macbook-Design als Referenz seht, aber ein Windows-Gerät wollt, gehört Huaweis Modell ohne Zweifel in die engere Auswahl. Das Matebook X ist allerdings kein Schnäppchen: Es kostet mit Core-i5-Prozessor, acht Gigabyte RAM und 256 Gigabyte SSD etwa 1.400 Euro (Affiliate-Link). Derzeit wird es in Deutschland nur in Grau verkauft, zu einem späteren Zeitpunkt könnte es möglicherweise noch in den weiteren Farben Gold und Rosé angeboten werden.

In diesem Farben wurde das Huawei Matebook X vorgestellt. (Bild: Huawei)

Falls euch der Preis des Matebook X zu hoch sein sollte, könnt ihr einen Blick auf Alternativen wie das Asus UX330UA oder das HP Spectre 13 werfen. Das Asus besitzt einen Core-i7-Prozessor, acht Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Speicher, dafür ist es allerdings größer und nicht lüfterlos. Es kostet bei Amazon um die 1.000 Euro (Affiliate-Link). Das HP x360 ist ultradünn, hat auch Core-i-Chips verbaut, sowie acht Gigabyte RAM und Thunderbolt-Ports. Es kostet ab 1.000 Euro (Affiliate-Link).

Pro:

  • ultrakompakt
  • leicht
  • hochwertig verarbeitet
  • gute Performance
  • lüfterloses Design
  • bequemer Fingerabdruckscanner
  • laute Speaker

Kontra:

  • kein Touchdisplay
  • nur über einen USB-C-Port aufladbar
  • maximal acht Gigabyte RAM

Disclosure: Wir haben in diesem Artikel sogenannte Affiliate-Links verwendet und sie durch „(Affiliate-Link)“ gekennzeichnet. Erfolgt über diese Links eine Bestellung, erhält t3n.de eine Provision vom Verkäufer, für den Besteller entstehen keine Mehrkosten.

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Versammlungsfreiheit vs. Vermummungsverbot

by Udo Vetter

Die Hamburger Polizei hat gestern Verstöße gegen das Vermummungsverbot zum Anlass genommen, eine bis dahin absolut friedliche Demenstration in Hamburg gewaltsam aufzulösen.

Ich wollte eigentlich einen Beitrag dazu schreiben. Aber da rief gerade die taz an und fragte mich nach meiner Einschätzung.

Ergebnis ist ein Interview. Es ist hier nachzulesen.

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11 Aug 14:23

Overcoming negative experiences and stereotypes in computer science education

by Microsoft Learning

Bre’Ana Deen is a content developer at Microsoft Learning, where she develops computer science courses and curriculum. She has a background in software engineering and a passion for empowering others through education and mentorship. She’s been a computer science (CS) teacher in many capacities—from after-school programs for high-school students, to tech camps for elementary school students, and now is a volunteer high-school teacher through the Microsoft Technology Education and Literacy in Schools (TEALS) program. In this blog series, she’ll share her thoughts on how we can continue to improve computer science education for all students. 

 


 

A student’s introductory experience with computer science (CS) makes or breaks their likelihood of pursuing a CS education. Unfortunately, CS can leave a terrible first impression on many students, either in their introductory courses or before they even decide to take an intro course. The factors in this negative experience are usually related to some combination of interest, confidence, and understanding. 

 

There is a huge need to educate more students in computer science—and there is an abundance of career opportunities for CS graduates. Additionally, minorities and women are vastly underrepresented in CS. So what can we do to ensure that we aren't turning potential students away, especially these minorities and women, in their first encounter with CS? 

 

It is important to note that access to computing education is an even greater barrier for some. In this post, I’ll focus on the things we can do to increase interest in CS and ensure that students take full advantage of the computing education options they do have access to. 

 

Make it interesting. Make it real.
CS needs to be interesting! Students shy away from computing for a variety of reasons, but many of those boil down to students misunderstanding what computer science is and the opportunities it offers. This initial understanding matters well before students even have the chance to enroll in a CS course or program because it will largely influence whether they decide to do so. 

 

Many students (and people in general) tend to think of computer science as a very narrow field of study that leads only to a job related to programming. Additionally, the "brogrammer" stereotypes (pale, nerdy, insecure males) dominate many people's perceptions of CS. These ideas are simply false. 

 

We can influence more accurate perceptions and generate interest from a broader set of students by exposing them to the large variety of opportunities that a computer science education makes available. Careers in CS range from software engineering, which focuses on system architecture, to user experience design, which focuses on human-computer interaction, with various concentrations in between. 

 

CS means creativity
We also can make it clear to students that if they want to be creative and have an impact on society, they can do so by learning computer science. We can promote role models of diverse backgrounds who work in these interesting, well-paying, and impactful careers so that students have a clear perception of what it's like to work in the tech industry, or what it's like to use tech in other industries. 

 

Even as someone who was exposed to computer science earlier than many—during my junior year of high school—I had no idea there was such variety in the activities and jobs in CS until I started my own career. I had no idea that there were roles that required technical expertise but didn't require you to sit in front of a computer writing code all day. I also didn't know that software engineers don't only sit in front of the computer writing code all day. Working as a software engineer at Microsoft showed me that my passion for people and user experiences mattered as a developer. 

 

Going beyond the lines of code
Computer science is more than just programming. It is understanding what computers can do, being knowledgeable about how computers function, designing and building solutions using computers and technology, understanding various environments/situations that computing solutions work in, and much more. A variety of knowledge areas and skills is required to build great software products. We can't expect a variety of students to be interested in their idea of "computer science" if they aren't aware of the breadth of areas and skills involved in CS. Yes, students will eventually need to learn the advanced details and intricacies of programming and languages, but going in depth in one particular language shouldn't be their first introduction to CS. That's how you overwhelm and intimidate students, and it’s not necessary. 

 

The one thing that more students than ever before have in common is that they are passionate and engaged consumers of technology. Students are creative and motivated by their desire to work on things that matter to them. If we show them that they can do all of that by learning computer science, and that the tech industry needs people from a diverse set of backgrounds, interest in CS should not be a problem. Teachers must do more than simply teach concepts in a vacuum. When it comes to teaching computer science, it's important for us to understand and expose students to all aspects of computer science and the exciting variety of opportunities that are available. 

 

Inclusive experiences
Reinforcing the opportunity for creativity, meaningful careers, and impact can have an even greater influence on minorities and women. The lack of interest among these groups largely stems from the same issues that affect all students. However, these factors can affect minorities and women at a greater level because they suffer the most from lack of exposure to computing, lack of influence to pursue computing, and lack of awareness of the breadth of computing opportunities. 

 

The questions these students are dwelling on is “Is computer science for me?” and “Will I enjoy CS?” The reason this answer is often “no” (from the standpoint of interest) has a lot to do with their perception of who computer scientists are and what they do. Because of lack of exposure to computing and role models in computing, these students often believe that computer science is a narrow field that is boring and suits only the stereotypically nerdy programmer.

 

As educators, we should ensure that introductory computing courses don’t promote the stereotypically exclusive culture that alienates students who would otherwise enjoy computing. Perhaps, instead of always building games, we allow students to build products to solve a problem that matters to them. Instead of introducing a course by focusing on what language the students will learn, let the students know what they’ll be able to create using that language. 

 

On the first day of a high school CS class I helped teach last year, there was a student who reinforced this idea for me. He didn’t really care to know that we’d be learning Java. He didn’t know what Java was, didn’t know anything about programming. What he eagerly asked me before class was “will we learn how to build an app?” A simple change in how we frame computing education can make computer science more accessible and interesting to more students. 

 

Additionally, research shows that many students from these groups care a lot about impact and creativity, which they don’t relate to computer science. I’ve seen this firsthand in situations where I’ve tried to influence students to explore CS. Many students have responded directly with the idea that it’s “just not for me” or “I don’t think I would like it." 

 

But when I worked at an all-girls summer tech camp and showed my students videos of women in tech doing fun and impactful work, their eyes lit up and their perception of what it meant to be a computer scientist changed. When I welcomed my class of fourth grade girls by showing them the wearable technology they’d be creating, they were eager to learn how to code in C because they were coding within the context of being creative and building something real. 

 

These barriers affected me before I took my first CS class, and I’m glad that I was challenged to give it a chance. Back then, even though I was strong in math and science and sought a challenging field of study, I disregarded computing as an option because my idea of computing was the image of all-male robotics teams that I had in my mind. All it took for me to fall in love with computing was encouragement by my teacher and family, and exposure to people who looked like me that were “normal” people and who were doing cool, impactful work with computing. These subtle influences and images made a huge difference mentally. 

 

Putting it into practice
In the high school intro computing course I'm currently teaching, and the corresponding edX courses we’ll be launching this summer, we integrate aspects of many tech roles into the curriculum so that students are not only learning to code, but are also being exposed to the other activities and jobs that are required for designing and building tech products. We also leave room for creativity so that every project can be relevant to something students care about. We've clearly seen that when students are interested and engaged, mastering the complex and difficult concepts that follow are a challenge they are easily willing to accept. 

 

We're taking the same approach with the other courses that make up a full pipeline of online computing fundamentals courses we are developing for edX here at Microsoft Learning. Each of these courses is designed to provide relevant context and exposure to tech concepts while we teach the fundamentals of programming. This results in more engaged students, but also students who are much better prepared for jobs and continuing education because they are more technically literate. 

 

Once we move past the issue of having students interested in computing, we must also deal with the other parts of the problem that contribute to a lack of engagement. Some students decide not to pursue computer science because they feel they don’t have the skills, background, or ability to be successful. Some students don’t pursue CS because they’re not being taught effectively. I’ll continue my thoughts on how we can address these issues in upcoming posts. Stay tuned!

09 Jul 16:38

G20-Gipfel: Wenn die Verrohung zum Zeitgeist wird

by ZEIT ONLINE: Deutschland - Karsten Polke-Majewski
Die Verantwortlichen können nicht erklären, weshalb die Lage in Hamburg so eskalierte. Eine Frage treibt sie um: Warum haben Autonome und Partyvolk sich derart gemischt?
09 Jul 12:08

Loudness (2007)

09 Jul 12:07

Broadpwn Bug Affects Millions of Android and iOS Devices

09 Jul 12:07

Cameras are about to get a lot smaller

09 Jul 12:06

A massive volcano that scientists can't find

09 Jul 12:06

VW-Abgasskandal: Kronzeuge belastet Winterkorn

by ZEIT ONLINE: Unternehmen -
Die VW-Spitze will erst kurz vor Bekanntwerden des Dieselskandals 2015 Bescheid gewusst haben. Das treffe nicht auf Ex-Chef Winterkorn zu, behauptet ein wichtiger Zeuge.
09 Jul 12:05

Keine Gebetsräume in Innenstadt: Münchner Muslime in Not

by Dpa Deutsche Presse-Agentur
München - In der Münchner Innenstadt wissen Muslime seit Wochen nicht, wohin: Es gibt keine Gebetsräume mehr. Das ist ein Problem, das auch viele andere muslimische Gemeinden in Deutschland haben. Und für das es viele Gründe, aber keine einfache Lösung gibt.
09 Jul 12:04

Show HN: Crowdsourced visualization of neighborhoods in cities

09 Jul 12:04

Handy am Steuer: Auch Nutzung ohne SIM verboten

Musikhören und Homebutton drücken am SteuerMit dem Handy am Steuer zu telefonieren ist verboten - doch nun müssen sich die Gerichte auch mit anderen Fragen beschäftigen. In zwei Urteilen des OLG Hamm ging es um das Musikhören ohne SIM und das Drücken des Home-Buttons.
09 Jul 12:03

Ausschreitungen in Hamburg: Gebrauchsanweisung für den Aufstand

by ZEIT ONLINE: Deutschland - Frank Drieschner
Ein Gespenst geht um unter Hamburger Linken: Die Verfechter politisch motivierter Gewalt gehen auf Distanz zu den Ausschreitungen. Doch die sind Ergebnis ihrer Lehren.
09 Jul 12:03

Hamburg: Steinmeier verteidigt G20-Treffen in Deutschland

by ZEIT ONLINE: Politik -
Nach dem G20-Gipfel mit vielen aggressiven Krawallen besucht der Bundespräsident Hamburg. Er ist schockiert, rechtfertigt aber die Entscheidung für den Tagungsstandort.
09 Jul 11:08

Google Chrome vertraut StartCom- und WoSign-Zertifikaten nicht mehr

Google Chrome vertraut StartCom- und WoSign-Zertifiakten nicht mehr

Die noch für diesen Monat angekündigte Beta-Version von Chrome soll den von StartCom und WoSign ausgestellten Zertifikaten nicht mehr vertrauen.

08 Jul 11:21

Android-Mega-Patch: Google schließt haufenweise kritische Lücken

Android

Unter anderem werden Lücken in WLAN-Chipsets von Broadcom geschlossen, die Angreifern das Ausführen von Code mittels manipulierter Wifi-Pakete erlauben. Auch für Android 4.4 (KitKat) sind Patches dabei.

08 Jul 11:20

Frankreich will ab 2040 nur noch Elektroautos zulassen

Autos mit Verbrennungsmotoren sollen ab 2040 in Frankreich nicht mehr zugelassen werden. Noch ehrgeiziger: Bis 2050 will das Land klimaneutral werden und somit seine Klimaschutzziele verschärfen.

Bis zum Jahr 2040 sollen in Frankreich keine Autos mit Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden. Umweltminister Nicolas Hulot kündigte das Vorhaben bei der Vorstellung des neuen Klimaplans an, wie automobilwoche.de berichtet. Bisher sieht Frankreich in seinem Energiewendegesetz vor, die Emission bis Mitte des Jahrhunderts im Vergleich zu 1990 um 75 Prozent zu senken.

Bis 2050 soll Frankreich klimaneutral werden. Das heißt, dass nur so viel CO2 ausgestoßen werden soll, wie im Gegenzug durch Wälder und Speichertechniken aus der Atmosphäre geholt werden kann. Das Land will so seine Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen erfüllen. Der Anteil von Atomenergie könnte mit diesem Vorhaben im Jahr 2025 auf 75 Prozent sinken. Die Kohlekraftwerke in Frankreich, aus denen momentan noch fünf Prozent der Elektrizität gewonnen werden, sollen bis 2022 geschlossen werden.

Frankreich plant Prämie für Geringverdiener

Geringverdiener sollen nach den Plänen der französischen Regierung eine Prämie bekommen, um ihr altes Auto mit Verbrennungsmotor durch ein anderes, klimafreundlicheres Modell zu ersetzen. Autohersteller sollen ermutigt werden, Innovationen durchzusetzen und Marktführer im Umweltschutz zu werden. Steuervorteile gab es bisher nur für Dieselautos.

In Deutschland schlugen die Grünen vor, dass ab 2030 nur noch abgasfreie Autos zugelassen werden sollen – ein Vorstoß, der auf viel Skepsis stieß. Fraktionschef Anton Hofreiter lobte das Vorhaben Frankreichs und die damit verbundene Entschlossenheit.

Auch Volvo hatte bereits angekündigt, ab 2019 nur noch Hybrid- und Elektroautos zu produzieren und vertreiben. Indien will ein bisschen schneller sein und ab 2030 nur noch Elektroautos neu zulassen. Norwegen geht noch einen Schritt weiter – und hat sich vorgenommen, dass ab 2025 alle Neufahrzeuge emissionsfrei sein sollen.

Passend zum Thema: 

08 Jul 11:17

Dropshipping-Guide: So funktioniert das E-Commerce-Geschäftsmodell

Dropshipping: Händler verkaufen und Großhändler oder Hersteller versenden. Wir erklären euch, wie Dropshipping funktioniert, geben Praxistipps und helfen bei der Suche nach dem richtigen Großhändler.

Immer wieder stolpern Online-Händler über den Begriff Dropshipping, der vor einigen Jahren Zeit aus den USA herübergeschwappt sein soll. Der Handelswelt ist Dropshipping in Wirklichkeit jedoch schon sehr lange als Streckengeschäft bekannt. Ursprünglich sind im Streckengeschäft drei Wirtschaftsunternehmen am Ablauf beteiligt: Hersteller, Großhändler und Wiederverkäufer beziehungsweise Retailer. Bestellungen von Wiederverkäufern gehen bei Großhändlern ein, werden aber vom Hersteller direkt an den Wiederverkäufer ausgeführt.

Dieses Prinzip hat sich in den letzten Jahren auch im B2C-Online-Handel etabliert und ist meist unter den Begriffen Dropshipping, Direktversand oder Fullfilment zu finden. In dieser dreiteiligen Artikelserie beleuchten wir das Thema Dropshipping im Detail, beginnend mit einer allgemeinen Einführung und Tipps zur Wahl des richtigen Großhändlers.

Was ist Dropshipping?

Im Prinzip geht es beim Dropshipping darum, dass ein Glied in der Lieferkette übersprungen wird. Einfachstes Beispiel: Ein Kunde bestellt ein Schmuckstück in einem Onlineshop, der Online-Händler leitet die Bestellung zur Ausführung an seinen Großhändler weiter. Der Großhändler schließlich führt die Bestellung im Namen des Online-Händlers aus, tritt im Idealfall aber gar nicht in Erscheinung. Dropshipping ist also im Prinzip eine Logistik-Dienstleistung des Großhändlers. Wie weit die Dienstleistung geht, hängt dabei vom Anbieter ab. Die einen behandeln Dropshipping lediglich als innovativen Lieferservice an eine andere Lieferadresse, die anderen bieten einen auf Dropshipping ausgerichteten Geschäftsprozess, der alle Aspekte von der automatisierten Auftragserteilung bis zur Einrichtung eines kundenspezifischen Warenlagers abdeckt.

Dropshipping ist ein Logistik-Service (Foto: © iStockphoto/tbabasade)
Dropshipping ist ein Logistik-Service (Foto: © iStockphoto/tbabasade)

Welchen Regeln folgt das Dropshipping?

Kurz gesagt folgt das Dropshipping den selben Regeln wie der normale Handelsverkehr zwischen Großhändler und Wiederverkäufer. Der Wiederverkäufer kauft beim Großhändler zu den vereinbarten Konditionen ein, Zahlungsweg und Rabattkonditionen werden dabei ganz normal zwischen den beiden Unternehmen verhandelt. Der Direktversand an den Kunden wird dem Wiederverkäufer berechnet, ebenso der logistische Aufwand für die Bestellabwicklung, der auch gerne als „Pick und Pack“ bezeichnet wird. Der Großhändler hat nichts mit der Kundenbestellung zu tun, er versendet in der Regel lediglich im Auftrag des Wiederverkäufers. Will ein Kunde eine Bestellung rückabwickeln, muss der Widerruf beim Wiederverkäufer erfolgen. Die Waren wird dann in der Regel an den Händler zurückgesandt, da dieser ja der rechtmäßige Eigentümer der Ware ist. Es ist selten, dass ein Großhändler anbietet, die Kunden-Retouren wieder zurückzunehmen und gutzuschreiben.

Vorteile des Dropshippings

Dropshipping wird oft als unkomplizierte Möglichkeit gepriesen, ohne jegliches Kapital und Know-how in den Online-Handel einzusteigen, was mehr als irreführend ist. Die Anforderungen an einen Handelsbetrieb fallen nicht weg, nur weil eine innovative Liefermethode existiert. Die Vorteile dieser Liefermethode liegen jedoch klar auf der Hand:

  • Geringerer Eigenkapitalbedarf, die Kapitalbindung verringert sich.
  • Schneller Aufbau einer nennenswerten Sortimentstiefe oder einer Sortimentserweiterung im Einzelfall.
  • Großes Wachstum in einem kleinen Zeitraum möglich.
  • Lokale Lagerhaltung im internationalen Geschäft, wenn kein eigenes Lager vor Ort ist.

Nachteile

  • Geringere Marge im Vergleich zum direkten Einkauf und Verkauf.
  • Cross-Selling wird erschwert, unter Umständen sind mehrere Sendungen nötig.
  • Versandkosten sind nur schwer kalkulierbar und lassen sich in der Regel nicht oder nur teilweise an den Kunden weiterreichen.
  • Unkontrollierbare Warenbestände, unsichere Liefersituation für den Endkunden.
  • Kontrollverlust über den letzten und wichtigsten Punkt der Supply-Chain: Die Übergabe zum Kunden. Hier ist man schlichtweg nicht mehr Herr des Versandweges, weder Liefer- noch Packzeiten oder Zustellzeiten sind vom Händler direkt steuerbar.
  • Retouren erzeugen einen zweiten Warenbestand direkt beim Händler.

Dropshipping ist nicht gleich Dropshipping

Es gibt unterschiedliche Formen des Dropshippings, manchmal wird der Begriff auch fälschlicherweise mit dem Kommisionsgeschäft vermengt. Beim Kommisionsgeschäft verkauft der Online-Händler Ware auf fremde Rechnung. Beliebt bei Multi-Level-Marketing-Systemen, bei denen ein vollwertiger Onlineshop zur Verfügung gestellt wird, befüllt mit allerlei Krimskrams. Bestellt der Kunde etwas, dann gibt er diese Bestellung beim Lieferanten auf und der Online-Händler erhält eine Provision für den Verkauf. Wir wollen uns aber mit dem echten Dropshipping befassen, das vorrangig in zwei Varianten auftritt:

Standard-Fullfilment aus dem Großhandelslager Hier steht dem Online-Händler potenziell das gesamte Portfolio des Großhändlers zur Verfügung, allerdings nur, solange der Vorrat reicht. Sind im Onlineshop des Händlers noch Produkte gelistet, die zum Zeitpunkt der Liefererfüllung nicht mehr beim Großhandel auf Lager sind, kann die Bestellung nicht mehr ausgeführt werden. Hier entstehen dem Händler zusätzlich zum Einkaufswert der Ware noch Kosten für den Versand zum Endkunden.

Fullfilment aus dem Konsignationslager Beim Konsignationslager handelt es sich um ein Lager, das speziell für den Kunden im Zentrallager des Großhändlers eingerichtet wird. Traditionell werden Konsignationslager eher in den Räumlichkeiten des Kunden oder zumindest in Kundennähe eingerichtet, beim Dropshipping jedoch in den Räumen des Lieferanten. Vorteil für den Online-Händler ist hier die gesicherte Warenversorgung, da ihm die Lagerbestände exklusiv zur Verfügung stehen. Für diese Form des Streckengeschäfts können jedoch zusätzliche Kosten oder Abnahmeverpflichtungen entstehen.

Dropshipping: Paketverteil-System (Foto: mdornseif / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Dropshipping ja, aber nicht als einziges Geschäftsmodell

Das Konzept Dropshipping an sich ist überzeugend, es ist jedoch meiner Meinung nach nur bedingt empfehlenswert, ein vollständiges Geschäftsmodell auf dieser Methode aufzubauen. Man begibt sich zum einen vollständig in die Hand des Großhändlers, und zum anderen ist eine steigende Rentabilität nur in begrenztem Maße zu erwarten. Wenn mehrere Lager gepflegt werden, wodurch mehrere unberechenbare Faktoren wie zum Beispiel die Warenverfügbarkeit sowie die verschiedenen Versandkosten aus den verschiedenen Lagern entstehen, wird sowohl die betriebswirtschaftliche Kostenrechnung als auch die Geduld des Kunden unter Umständen arg strapaziert. Wenn sich ein Online-Händler für den Einsatz von Dropshipping entscheiden sollte, dann sind wichtige Punkte die Auswahl des richtigen Großhandelspartners und der passenden Infrastruktur.

Im zweiten Teil unseres Artikels erklären wir euch, wie man den richtigen Großhändler für's Dropshipping findet.

Mit Dropshipping durchstarten: Den richtigen Großhändler finden

Den Begriff „Dropshipping“ bei Google als Suchbegriff einzugeben, erzeugt gelinde gesagt Frustration, denn man wird überhäuft mit Portalen und Anbietern, die in irgendeiner Form Geld für die banalsten Dinge verlangen: Großhandelsadressen, Informationen zum Dropshipping, den Einkauf beim Großhändler und vieles mehr. Das ist zum größten Teil schlicht unseriös. Um faire Anbieter zu finden, gibt es eine einfache Faustregel: Die direkte Geschäftsbeziehung zu einem Dropshipping-Großhändler sollte nicht anders verlaufen als die Beziehung zu einem „normalen“ Großhändler. Oder – um das klar herauszustellen: Ein Großhändler spezialisiert sich in der Regel nicht auf Dropshipping, sondern bietet diesen Service als Ergänzung zum bestehenden Dienstleistungsportfolio an. Es gibt auch einige Dropshipping-Marktplätze für Großhändler und Händler, auf die ich noch kurz eingehen möchte.

Geht schon ein Licht auf, beim Thema Dropshipping? (©iStockphoto.com/tumpikuja)
Geht schon ein Licht auf  beim Thema Dropshipping? (Foto: © iStockphoto.com/tumpikuja)

Worauf man beim Dropshipping-Start achten sollte

Der Unternehmensstart mit Dropshipping

Angehende Online-Händler sollten für den Start auf ein eigenes Sortiment und eigene Lagerhaltung sowie Versand setzen. Wenn das vorhandene Eigenkapital nicht ausreicht, um einen Start mit eigenem Sortiment zu ermöglichen, sollte man ergänzende Fremdfinanzierungen über zusätzliche Finanzinstrumente oder spezialisierte Anbieter in Betracht ziehen. Die bittere Wahrheit in einem solchen Fall liegt meiner Meinung nach aber auf der Hand: Wenn nicht genügend Geld für einen Start im Kleinen vorhanden ist, sollte besser keine Gründung erfolgen, sondern erstmal Eigenkapital angesammelt werden.

Ansonsten lauten meine Tipp:

  • Dropshipping nur als Ergänzung zum eigenen Sortiment verwenden, für den Anfang eine überschaubare Anzahl von Artikeln wählen. Bedenken: Retouren oder stornierte Bestellungen belasten die Liquidität. 
  • Einen Großhändler auswählen, nicht mit mehreren gleichzeitig zusammenarbeiten. Der Tipp mag erfahrenen Händlern seltsam anmuten, da man ja eigentlich nicht alles aus einer Quelle einkauft. Aber der Aufwand für eine reibungslose Integration des Großhändler-Sortiments ist für kleine Händler zum Start schon schwer genug zu bewältigen – mehrere Dropshipping-Anbieter gleichzeitig einzubinden überfordert hier meistens.
  • Dropshipping-Großhändler nur auswählen, wenn nachweislich eine langjährige Erfahrung vorhanden ist. Auf www.handelsregister.de lässt sich durch Eingabe der Registernummer überprüfen, wie lange der Großhändler schon im Geschäft ist. Die Registernummer sollte sich im Impressum der Unternehmensseite des Großhändlers finden.
  • Einschränkung auf eingetragene Unternehmen oder Kapitalgesellschaften. Auch kleinere Einzelunternehmer oder Personengesellschaften können zuverlässigen Service bieten, allerdings gibt es wenig Möglichkeiten, die Verlässlichkeit und die „Lebensfähigkeit“ des potenziellen Großhändlers zu bewerten.
  • Grundsätzlich nur Unternehmen mit einem Sitz und einem Versandzentrum in Deutschland auswählen. Sonst wird der kleine Online-Händler ganz schnell zum Importeur der versandten Ware – mit unüberschaubaren Auswirkungen hinsichtlich der Produkthaftung und der sonstigen rechtlichen Folgen.

Große Sortimentserweiterung mit Dropshipping

Die Tipps zum „Unternehmensstart mit Dropshipping“ verlieren ihre Gültigkeit nicht für den Fall einer großen Sortimentserweiterung. Ein zuverlässiger Partner ist hier genauso wichtig, jedoch können die Maßstäbe bei der Auswahl des Großhandelspartners etwas weniger streng angelegt werden. Bei größeren Sortimentserweiterungen sollte über ein Konsignationslager nachgedacht werden, um größere Nachfragen decken zu können. Besonders in der Weihnachtszeit kann es schnell zu Umsatzeinbrüchen kommen, wenn Topseller auf einmal nicht mehr kurzfristig ausgeliefert werden können, weil der Großhändler zwischenzeitlich alles abverkauft hat. Sollte ein Lieferant aus dem Ausland in Betracht gezogen werden, ist eine Rechtsberatung dringend empfohlen. Abgesehen von der steuerrechtlichen Sonderstellung spielt hier, wie oben bereits erwähnt, die Tatsache eine Rolle, dass der Online-Händler hier zum Importeur, beziehungsweise rechtlich sogar zum Hersteller mutiert – als sogenannter „In-Verkehr-Bringer“ einer Handelsware in den EU-Binnenmarkt.

Diese Möglichkeiten führen zum Dropshipping-Anbieter

Grundsätzlich lohnt es sich für Händler, die bestehenden Kontakte und Großhandelsbeziehungen auszunutzen. Oft bieten Großhändler Dropshipping an, bewerben es aber nicht aktiv, um bestehende Handelsbeziehungen nicht zu gefährden oder zu beschädigen. Sollen schließlich doch neue Lieferanten gesucht werden, bieten die untenstehenden Möglichkeiten einen ersten Ansatz.

Internet-Recherche

Erste Eindrücke bei der Bewertung eines Großhändlers sind schwer zu gewinnen, manche Internetauftritte sind gestalterisch im letzten Jahrzehnt stehengeblieben, es stehen aber seriöse Großhändler hinter den Website-Wracks – andere sind nach aktuellen Designtrends gestaltet, es steht aber kein seriöser Anbieter hinter dem Angebot. Erste Anzeichen für einen seriösen Großhändler:

  • Kein Verkauf an die Öffentlichkeit, nur an Wiederverkäufer. In der Regel wird ein Nachweis über die gewerbliche Tätigkeit verlangt.
  • Keine monatlichen oder einmaligen Gebühren. Kein ernstzunehmender Großhändler verlangt Geld für die „Ehre“, mit ihm eine Geschäftsbeziehung einzugehen.
  • Im Zweifelsfall immer die Kriterien unter „Unternehmensstart mit Dropshipping“, wie weiter oben aufgeführt, miteinbeziehen.

Lieferanten-Suchmaschinen

Dropshipping aus dem Ausland: AliBaba kann hier helfen (Screen: AliBaba.com)
Dropshipping aus dem Ausland: Alibaba kann hier helfen. (Screenshot: AliBaba.com)

Auch klassische Lieferanten-Suchmaschinen oder Verzeichnisse sind eine brauchbare Anlaufstelle. Die Suchanfrage sollte hier allerdings nicht „Dropshipping“ lauten, das führt zu keinem brauchbaren Ergebnis. Die Recherche sollte eher auf den gewünschten Handelssektor ausgerichtet sein: also „Lederwaren“, „Amerikanische Lebensmittel“, „Batterien“ oder was auch immer benötigt wird. Beispiele für populäre Suchmaschinen oder Verzeichnisse:

National

International

Dropshipping-Marktplätze

(Screenshot: Shopware Connect)
Shopware Connect bietet eine Produkt-Suche und die Erstellung sogenannter Product-Streams, die Händler dann abonnieren und direkt in ihren Onlineshop einfügen können – samt Beschreibung und Bilder. (Screenshot: Shopware Connect)

Noch relativ neu sind B2B-Marktplätze speziell für den Bereich Dropshipping. Hier werden meist direkt Produkte zum Kauf beziehungsweise zum Import ins eigene Portfolio angeboten. In der Regel fällt für den Großhändler eine Transaktionsgebühr an, einige bieten auch erweiterte Händlerzugänge, die eine monatliche Gebühr kosten – oft verbunden mit zusätzlichen Dienstleistungen, deren Wert mal durchwachsen, mal durchaus angemessen sein kann. Empfehlenswert ist hier auch ein Blick auf den Marktplatz Shopware Connect vom gleichnamigen Shopsystem-Hersteller. Shopware Connect verbindet Onlineshops, Händler und Lieferanten über eine Art „Betriebssystem des Dropshippings“. Ein einzigartiges Konzept, dessen Automatisierungs- und Workflow-Funktionalitäten seinesgleichen sucht.

Den kostenpflichtigen, reinen Adressdatenbank stehe ich eher kritisch gegenüber. Allgemein verfügbare Informationen mit dem Hinweis auf Exklusivität zu verkaufen, halte ich für nicht angemessen. Gerade im Dropshipping-Bereich tummelt sich hier allerlei Merkwürdiges. Die oben genannten Marktplätze bieten aber entweder einen kostenfreien Basiszugang oder wenigstens ein kostenfreies Anbieterverzeichnis. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit sondern soll lediglich einen ersten Ansatz für eigene Recherchen bieten.

Klassische Messebesuche

Nicht zu unterschätzen: Das persönliche Networking auf einer Messe. Alle nötigen Ansprechpartner sind meist direkt Vor Ort, so können Fragen zu nicht gerade alltäglichen Themen wie Dropshipping meist schnell geklärt werden. Die meisten Branchen haben bekannte Messe-Events, die sich wunderbar als Anlaufstelle eignen. Auf Gründer-Messen wird das Thema Dropshipping zwar gelegentlich auch behandelt, als ergiebiger für Handelskontakte erweist sich aber generell das Branchen-Event.

Zum Abschluss: Was kostet Dropshipping?

Damit kein Missverständnis entsteht: Dropshipping selbst ist nicht kostenfrei, es gibt durchaus legitime Gebühren für die eigentliche Abwicklung des Dienstes:

  • Versandgebühren: Hier werden lediglich marktgerechte Versandkosten abgerechnet, die in der Regel deutlich unter den Versandkosten für ein einzelnes Paket bei DHL liegen. Der Großhändler hat durch größere Versandmengen Zugriff auf Rabattstaffeln bei den Paketdiensten.
  • Handlingsgebühren: Auch als „Pick & Pack“ bezeichnet. Hier wird in der Regel pro Artikel eine Handlingspauschale für das Einpacken in die einzelne Sendung berechnet.
  • Mindestumsatz: Ein Mindestumsatz ist nicht ungewöhnlich, Großhändler schützen sich so vor Kleinstbestellungen oder Einmal-Bestellungen. Eventuell lässt sich der Mindestumsatz als Vorauszahlung leisten.

Der nächste Abschnitt des Dropshipping-Guides erklärt mehr über die technischen Anforderungen, die nötige Infrastruktur und die Herausforderungen im Tagesgeschäft eines Dropshippers.

Die ultimativen Praxistipps für Einsteiger

Dropshipping klingt nach einem leichten Weg zum schnellen Geld, ist aber eigentlich das Gegenteil davon. Der Weg kann sehr schnell holperig und schwierig werden, ein hohes Maß an Organisation und zuverlässige Partner sind notwendig, um einen funktionierenden Ablauf zu gewährleisten. Sonst besteht für den Online-Händler die Gefahr, dass ihm „der Laden um die Ohren fliegt“.

Bisher haben wir das Konzept Dropshipping und was beim Start in das Dropshipping-Geschäft nötig ist, ausführlich erklärt. In diesem Abschnitt zeigen wir, welche Punkte beim Umsetzen eines Dropshipping-Geschäfts wichtig sind – und wie auftretende Probleme am besten gelöst werden.

Amazon-Lager im Streik: Bis voraussichtlich Mittwoch wollen rund 1.800 Beschäftigte an drei deutschen Standorten gleichzeitig ihre Arbeit niederlegen.
Dropshipping kann Online-Händlern eigene, aufwendige Lagerhaltung ersparen – nicht jeder hat so viel Fläche wie Amazon zur Verfügung. (Foto: Amazon)

Abgleich des Warenbestands und der Preise

Problemlieferant Nummer eins sind falsche Warenbestände, dicht gefolgt von Verlusten durch gestiegene Einkaufspreise. Der Warenbestand muss möglichst schnell vom Lieferanten in den Shop gelangen, um eine möglichst realistische Anzeige der Warenverfügbarkeit zu gewährleisten. Bestenfalls sollten die Warenbestände in Echtzeit mit dem eigenen Onlineshop synchronisiert werden. Kunden sind es gewohnt, eine verlässliche Lieferzusage zu erhalten, denn sollte trotz auf der Website ersichtlicher Warenverfügbarkeit keine Lieferung erfolgen können, ist das Vertrauen des Kunden dahin.

Tipps

  • Nur Lieferanten wählen, die Produktdaten in Echtzeit oder zumindest in kurzen Abständen synchronisieren können.
  • Einen ausreichenden Puffer in den Warenbestand einbauen. Wenn schon klar ist, dass der Lieferant nur in größeren Abständen Bestände aktualisiert, muss ein entsprechend großer Puffer im Onlineshop oder Warenwirtschaftssystem hinterlegt sein, der die Bestandsschwankungen abfedern kann.
  • Falls ein eigenes Lager betrieben wird, kann es sinnvoll sein, die Dropshipping-Artikel in einzelnen Stückzahlen selbst zu bevorraten, um im Worst-Case-Szenario noch eine einzelne Kundenbestellung zu „retten“ – beispielsweise, falls der Artikel plötzlich aus dem Programm des Großhändlers genommen wird oder eine Sendung verloren geht und der Großhändler keine Ersatzlieferung mehr leisten kann. Bei größeren Sortimenten schwer umzusetzen, bei einem überschaubarerem Produktangebot hingegen machbar.

Dropshipping: Versandstatus und Lieferzeiten

Sobald der Großhändler die Lieferung an den Zusteller übergeben hat, muss der Versandstatus auch im Onlineshop aktualisiert werden, weshalb der Großhändler unbedingt eine Versandbenachrichtigung versenden muss. Falls die nur per E-Mail erfolgt, muss der Händler den Versandstatus manuell übertragen – auf Dauer und bei größeren Bestellmengen kein tragbarer Zustand. Eine automatisierte Verarbeitung ist für einen reibungslosen Betrieb Pflicht.

Die Lieferzeiten müssen deutlich gekennzeichnet sein – besonders, falls die Lieferzeiten der Dropshipping-Artikel von denen der ab Lager erhältlichen Stammartikel abweichen. Wenn der Lieferant eine schwankende Lieferdauer produziert, sollte der Erfahrungswert eher am oberen Ende der Skala abgelesen werden: lieber eine einen Tag längere Lieferfrist angeben, Erwartungen eher übererfüllen, als sie zu enttäuschen.

Tipps

  • Der Versandstatus sollte vom Dienstleister automatisiert und zeitnah übertragen werden, möglichst mit Tracking-Nummer.
  • Die Lieferzeiten des Kernsortiments sollten kurz sein, Dienstleister, die zu lange Lieferzeiten produzieren, sind auf Dauer nicht tragbar.

Verpackung und Rechnungsstellung

Die Verpackung der Warensendung und die beiliegenden Lieferpapiere sollten mindestens neutral gestaltet sein und keinerlei Rückschluss auf den Großhändler ermöglichen. Optimal ist es, wenn der Großhändler die Verwendung von gebrandeten Verpackungsmaterialen und Drucksachen des Händlers ermöglicht. Sollte das nicht möglich sein, sollte ein separates System dafür sorgen, dass der Endkunde zusammen mit der Versandbestätigung seine Rechnung erhält – notfalls auf dem Postweg, was aber die Marge unnötig schmälert.

Tipps

  • Großhändler müssen in neutraler Verpackung ohne Hinweis auf das eigene Unternehmen liefern.
  • Wenn möglich, den Großhändler mit eigenen Verpackungen ausstatten.
  • Absender- und Adressangaben des Onlineshops auf allen Materialien, keine Angaben des Lieferanten zulassen.

Reklamation und Retouren

Die Kundenseite dieses Problems wird im Absatz „Kundenservice“ erklärt, hier wollen wir uns eher mit dem Background beschäftigen. Werden Waren retourniert, ergeben sich für Dropshipper einige Fragen: Wohin retourniert der Kunde – zum Händler oder zum Lieferanten?  Im Regelfall wohl zum Händler, der dann die Retoure behandeln muss. Liegt ein Defekt vor, muss die Serviceregelung des Lieferanten berücksichtigt werden: Entweder geht die defekte Ware zum Hersteller oder zum Lieferanten. Um Verwirrungen zu vermeiden, sollte, wie schon beim Punkt Verpackung erwähnt, die eigene Adresse klar und deutlich auf dem Versandkarton und den Lieferpapieren vermerkt sein. Sonst besteht die Gefahr, dass die Sendung zum Großhändler zurückgeschickt wird.

Was passiert mit der Retoure? Ein ordentlicher Großhändler sollte eine vernünftige RMA-Regelung anbieten, auch ein Dropshipper muss also im Falle einer Retoure wegen Nichtgefallens die Möglichkeit haben, den Artikel ebenfalls zu retournieren. Artikel, die häufig verkauft werden oder deren Marge durch Rücksendekosten zu sehr geschmälert wird, können auch im Lager des Online-Händlers verbleiben.

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Retourenregelungen sind beim Dropshipping sowohl für den Endkunden als auch für den Händler wichtig. (Foto: © Leonardo Franko – Fotolia.com)

Dropshipping: Technische Umsetzung

Zweierlei Daten werden zwischen Händler und Großhändler übertragen: Produktdaten und Versanddaten. Ohne zu sehr in die technischen Details zu gehen: Es existieren zwei Kategorien von Anbindungen. Entweder bietet der Lieferant eine Datei zum Austausch an, beispielsweise CSV-Dateien, oder es wird eine direkte Anbindung über eine definierte Schnittstelle angeboten. Entscheidend sind drei Punkte:

1. Aktualität der Daten

Damit möglichst wenig Probleme durch Überverkauf entstehen, also die Verfügbarkeit der Waren realistisch eingeschätzt wird, sollte eine Aktualisierung in möglichst kurzen Intervallen möglich sein. Je nachdem, in welchen Intervallen der Großhändler Preisanpassungen vornimmt, ist die Aktualität auch für die Kalkulation wichtig.

2. Automatisierung

Bei Aktualisierungen mit CSV-Dateien sollten diese nicht nur zum manuellen Export und Import zur Verfügung stehen, sondern auch für eine automatisierte Verarbeitung vom Großhändler bereitgehalten werden – beispielsweise in einem per FTP erreichbaren Ordner, damit per Cron-Job die Aktualisierung durchgeführt werden kann. Optimal ist eine in Echtzeit arbeitende Schnittstelle, die Änderungen proaktiv in den Onlineshop überträgt. Die selben Kriterien gelten für die unverzichtbare Versandbestätigung des Großhändlers an den Händler.

3. Selektive Aktualisierung

Manche Großhändler bieten CSV-Dateien mit einem kompletten Produktkatalog samt Artikelbeschreibungen an. Das mag für einen ersten Aufbau des Sortiments ganz nützlich sein, wird später aber eigentlich nicht benötigt. Online-Händler sollten zum einen Artikelbeschreibungen so überarbeiten, dass sie zum eigenen Shop passen – zum anderen werden auch meist Onpage-SEO-Optimierungen an den Produktbeschreibungen durchgeführt. Wird jetzt ein ganzer Produktkatalog übertragen, werden Händler-eigene Daten überschrieben. Hier ist es wichtig, nur die Preise und Warenbestände zur Aktualisierung aufzunehmen.

Klare Kommunikation

Die eigenen Prozesse müssen realistisch eingeschätzt werden. Die Zeitangaben, die Kunden vorab kommuniziert werden, müssen eingehalten werden. Lieber die Zeitangaben etwas großzügiger gestalten und Erwartungen übererfüllen. Ist der Kunde aus dem Händler-eigenen Sortiment eine kurze Lieferzeit gewohnt, muss bei den Dropshipping-Artikeln klar erkennbar sein, ob die Versandzeit abweicht. Unter solchen Umständen kann auch klar kommuniziert werden, dass der Artikel nicht lagernd vorrätig ist und von einem Partner erfüllt wird – besonders bei starken Abweichungen von der Regellieferzeit.

Kundenservice kostet Geld: Bei Dropshipping mehr als üblich

Um es gleich zu sagen: Es wird etwas schief gehen. Nein, es wird unter Umständen sogar viel schief gehen. In dem Moment, in dem ein Dritter mit in den Prozess eingebunden wird, sorgt der Kontrollverlust gleichzeitig für zusätzliche, mögliche Fehlerquellen. Wichtig ist es für den Händler jetzt, richtig zu reagieren: Die Kalkulation im Auge zu behalten und zu argumentieren, man würde an einer einzelnen Lieferung nichts mehr verdienen und könne sich deswegen keine Kulanz leisten, wird nach hinten losgehen. Dropshipping kann mehr Service-Probleme verursachen als eine eigene Versandabwicklung. Das müssen Online-Händler mit in ihre Überlegungen einbeziehen und entsprechend kulant handeln: Kostenlose Expresslieferungen bei Ersatzsendungen und teilweise Erstattungen bei Lieferverzögerungen gehören mit zum Dropshipping-Handwerkszeug.

Retouren erfordern oft eine größere Kulanz und können auch das Kapital des Händlers belasten. Schickt der Kunde Ware zurück und der Händler leistet Ersatz, ist auf einmal Ware im doppelten Wert unterwegs – die Gutschrift für die Retoure bekommt der Händler erst noch von seinem Lieferanten. Steht eine Gutschrift beim Kunden an, wäre es eine schlechte Reaktion, hier auf die Gutschrift des Lieferanten zu warten. Die Bearbeitungszeit für den Kunden verdoppelt sich so und macht sich unangenehm bemerkbar.

Die Kunst beim Kundenservice für Dropshipper besteht darin, die Ecken und Kanten des Dropshippings mit erweiterter Kulanz auszugleichen. Keine leichte Aufgabe.

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Kundenservice kostet Geld – schlechter Kundenservice kostet noch mehr Geld. (Foto: Tax Credits / flickr.com, Lizenz: CC-BY-SA)

Fazit: Eine Automatisierung und realistische Kalkulation entscheidet über Gewinn oder Verlust

Auch auf die Gefahr hin, dass jetzt kommerzielle Dropshipping-Vermarkter aufheulen werden: Dropshipping ist keine besonders leichte oder „günstige“ Methode, um als Online-Händler durchzustarten – und erst recht keine Methode, um ohne nennenswertes Kapital durchzustarten, wie ganz oft unterschwellig mit „keine Vorfinanzierung, keine Kapitalbindung“ beworben wird. Ein komplett aus Vorkassezahlungen finanziertes Geschäftsmodell ist nicht stabil und hart an der Grenze zur Unseriösität. Retouren müssen finanziert, die Warenbestellungen beim Großhändler bezahlt werden, und eine eventuelle zeitliche Differenz zwischen der Ausschüttung des Payment-Dienstleisters und der Abrechnung des oder der Großhändler sorgt da schon für Kapitalbedarf – sicher für einen geringeren Bedarf als bei eigener Lagerhaltung des kompletten Sortiments, aber ohne Kapitaldecke geht es nicht.

Die entstehenden Kosten durch Retouren sowie die Kosten für die eingeforderte erweiterte Kulanz müssen in die Kalkulation des Händlers mit einfließen. Gerade in der Startphase sollten Händler eher großzügig kalkulieren, bis reelle Erfahrungswerte gesammelt werden können. Keinesfalls sollte sich ein frisch gestarteter Händler auf die Verlockung einlassen, die auch des öfteren beworben wird: Preiskampf, der in niedrigen Margen resultiert. Es spielt keine Rolle, wo das Lager ist und wer die Ware versendet – die Marge muss sinnvoll kalkuliert werden.

Automatisierung ist ein Schlüsselwort bei der Umsetzung von Dropshipping. Die Infrastruktur der beteiligten Großhändler muss die Möglichkeit eines hohen Automatisierungsgrads bieten – auch wenn anfangs noch einiges manuell erledigt wird. Der Zeitpunkt kommt, an dem der Händler die vielen Änderungen nicht mehr zeitgerecht durchführen kann und am eigenen Erfolg scheitern könnte. Hohe Automatisierung führt bei den Bestandsdaten zu einer hohen Aktualität – und das führt letztlich zum Erfolg beim Dropshipping. Denn: Je aktueller die Versanddaten sind, desto schneller werden die Kunden eine Versandbenachrichtigung erhalten. Je aktueller die Warenbestände sind, um so weniger Kunden werden Schiffbruch an Fehlbeständen erleiden.

Antworten auf viele Fragen, die uns zu diesem Thema erreicht haben, gibt der abschließende Artikel der Serie mit den wichtigsten Antworten zum Thema Streckengeschäft.

Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Streckengeschäft

Im abschließenden Teil unseres Dropshipping-Guide beantworten wir die häufigsten Fragen: Ist Dropshipping noch zeitgemäß? Kann ich alleine mit dem Streckengeschäft ein nachhaltiges Unternehmen aufbauen? Ist Dropshipping überhaupt seriös? Kann ich damit Geld verdienen? Welchen Anbieter nehme ich?

Ist Dropshipping noch zeitgemäß?

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Beim Dropshipping senden Hersteller oder Großhändler den Endkunden eines Händlers direkt die bestellte Ware zu.Der Online-Händler erweitert so sein Portfolio und reduziert Kapitaleinsatz und Lagerkosten. (Foto: © industrieblick - Fotolia.com)

Ja, denn hinter dem ehemaligen Trend-Begriff „Dropshipping“, einem Begriff, den ich am liebsten für die Zukunft feierlich beerdigen würde, steckt ein ernsthaftes und traditionelles Thema: Die Sortimentserweiterung durch das sogenannte Streckengeschäft. Ein Thema, das jeden Online-Händler angeht, der sein Sortiment mit Produkten aus dem sogenannten „Long Tail“ erweitern möchte. Der Long Tail besteht aus der Vielzahl von Produkten, die aufgrund geringer und geringster Drehzahlen nicht wirtschaftlich selbst gelagert werden können und deshalb bei Bedarf über die „Strecke“ vom Lieferanten direkt an den Endkunden geliefert werden. Als Ergänzung zum bestehenden Kernsortiment lässt sich so zusätzlicher Umsatz und Ertrag erwirtschaften.

Auch Amazon bedient sich des Streckengeschäfts: „Lieferbar in drei bis fünf Tagen“, „Lieferbar in ein bis zwei Wochen“, das können Hinweise auf einen Erfüllungsgehilfen sein: Mal ein Amazon-Lager aus einem anderen Land, mal ein Lieferant.

Für kleine bis mittlere Händler wird die Luft immer dünner. Neue Konzepte für die Strecke, wie Shopware Connect, setzen auch auf Kooperationen zwischen Händlern, wodurch Sortimentserweiterungen ermöglicht werden, ohne den Händler dazu zu zwingen, seine Kapitaldecke extrem aufzustocken. Ein Online-Händler mit einem schlanken und beweglichen Lager kann Just-in-Time-Disposition und Streckengeschäft nutzen, um Lagerkosten zu senken und Erträge zu steigern.

Kann ich alleine mit dem Streckengeschäft ein nachhaltiges Unternehmen aufbauen?

Wie bereits erwähnt, ist das Streckengeschäft als gute Ergänzung zum Kernsortiment zu betrachten. Macht man das Streckengeschäft zum Kerngeschäft, macht sich der Händler entweder sehr abhängig von einem Lieferanten, oder eine Vielzahl von Lieferanten sorgt für ein unhaltbares Prozess-Gewirre, das dazu führt, dass der Kundenservice des Händlers unterirdisch wird. Einige wenige Händler sind unter Umständen in der Lage, vom Start weg eine attraktive Nische mit einem ausgeklügelten Markenprofil zu füllen, dabei das Nischenprodukt bei einem einzelnen Hersteller zu beziehen und direkt vom Hersteller an den Kunden liefern zu lassen. Alle anderen halten sich lieber an das Pareto-Prinzip: 20 Prozent des Sortiments machen 80 Prozent des Umsatzes, deshalb werden 20 Prozent mindestens lagernd vorrätig gehalten und die restlichen 80 Prozent in den Long Tail auf die Strecke gelegt. Die Zahlen sind hier nur eine Faustregel, abgeleitet aus einem statistischen Prinzip – über die tatsächliche Verteilung sollten betriebswirtschaftliche Kennzahlen entscheiden.

Wenn diese Frage gestellt wird, ist aber meist gemeint: „Kann ich Online-Händler ohne Kapital und ohne Lager werden? Ich habe da so ein tolles Angebot mit einem fertigen Onlineshop und Produkten und ...“. Dann lautet die Antwort schlicht nein. Austauschbare Onlineshops ohne Zielgruppe, ohne besonderes Sortiment und ohne jegliches Markenprofil zu starten, ist heute nicht mehr tragfähig.

Ist Dropshipping überhaupt seriös?

gebrauchtwagenhändler
Auch wenn mancher Anbieter daherkommt wie der sprichwörtlich schmierige Gebrauchtwagenhändler: Dropshipping wird auch von seriösen Großhändlern angeboten. (Foto: © Nick Freund - Fotolia.com)

Das Thema Dropshipping nimmt oft seltsame Formen an: „Ohne Kapital einen Onlineshop eröffnen und für 19,90 Euro im Monat Tausende von Euro Umsatz machen“. Das klingt schon schäbig, aber es lässt sich auch noch auf die Spitze treiben: Magnetfeld-Voodoo oder Nahrungsergänzungsmittel, die der Körper sowieso nicht verarbeiten kann und deshalb genauso gut ohne den zeitraubenden Umweg über den Magen-Darm-Trakt in die Kanalisation wandern könnten. Das sind Produktfelder, die immer mit einem Dropshipping-Onlineshop im Multi-Level-Marketing daherkommen. Auch die oben erwähnten „schlüsselfertigen Onlineshops“ mit kompletten Produktdaten sind immer noch zu entdecken – in vielen bunten Varianten. Das ist seriös im Sinne von „rechtlich nicht zu belangen“, seriös im Sinne von „eine angemessene Leistung für den Einsatz erhalten“ ist es nicht. Geschweige denn, dass es ein nachhaltiges Geschäftsmodell für den Online-Händler auf die Beine stellen würde.

Bei einem „normalen“ Großhändler im Streckengeschäft Waren zu beziehen, ist hingegen ein gängiger und seriöser Anwendungsfall.

Kann ich damit Geld verdienen?

Womit? Mit Dropshipping? Als Logistiker, ja. Alle anderen verdienen ihr Geld als Händler mit dem Verkauf von Waren, nicht mit Dropshipping. Dropshipping ist kein Konzept zum Geld verdienen, sondern ein Modebegriff für eine Liefermethode. Gibt man den Begriff „Dropshipping“ in eine Suchmaschine ein, findet man jede Menge Anbieter, die „leichtes Geld verdienen“ versprechen. Im Online-Handel lässt sich kein leichtes Geld verdienen. Ende der Geschichte.

Welchen Anbieter nehme ich?

Die Frage zielt meist darauf ab, einen „Dropshipping-Anbieter“ zu finden. Ein Vorhaben, das man besser vergessen sollte. Oft handelt es sich um Zwischenhändler oder Anbieter, die sich auf Kleinsthändler spezialisiert haben und einen kruden Gemischtwarenhandel führen. Mit so etwas ist kein nachhaltiges Geschäft möglich. Ein Online-Händler, der sein Sortiment erweitern möchte, sucht nach einem Großhändler.

Dienstleister sind ein weiteres Feld, auf dem sich Anbieter tummeln. Für kleinere Online-Händler hebt sich hier besonders Shopware Connect hervor, eine Initiative des Shopsystemherstellers Shopware, ein Marktplatz mit integriertem E-Commerce-Betriebssystem. Ansonsten ist die Automatisierung und Anbindung des Handelspartners im Streckengeschäft Sache einer Middleware oder eines ERP-Systems. Mit JTL-WaWi existiert selbst eine kostenfreie Warenwirtschaft mit einem speziellen Dropshipping-Modul. Eine Middleware agiert als „technischer Übersetzer“ zwischen den Verkaufskanälen, der Warenwirtschaft/ERP und den Lieferanten.

Dienstleister, die als Dropshipping-Marktplatz auftreten, sind schwer zu bewerten. Einige bieten segmentierte Großhandelsverzeichnisse mit normalen Großhändlern, einige eine wilde Sammlung aus seltsamen Zwischenhändlern. Die Nutzung eines solchen Anbieters ist meist dann sinnvoll, wenn der Marktplatz auch eine technische Integration der Lieferanten anbietet.

Fazit: Dropshipping ist tot, es lebe das Streckengeschäft

Kurz gesagt, Dropshipping ist seriös und lohnt sich, wenn der Online-Händler den Begriff Dropshipping und die damit verbundenen Mythen aus seinem Gedächtnis streicht und, um den „seriöseren Begriff“ zu benutzen, das Streckengeschäft als das behandelt, was es ist: ein normaler Teil des Einkaufs.

Dieser Artikel ist die Überarbeitung eines Artikels aus dem Jahr 2013. Letztes Update dieses Artikels: 07. Juli 2017.

08 Jul 11:15

Wolfram Alpha Is Making It Extremely Easy for Students to Cheat

08 Jul 11:15

Staatstrojaner: Lieber verwanz' ich als G20

by ZEIT ONLINE: Datenschutz - Patrick Beuth
So kann man Debatten auch vermeiden: Während alle zum Gipfel nach Hamburg schauen, verabschiedete der Bundesrat in Berlin neue Regeln zum Einsatz von Staatstrojanern.
08 Jul 11:10

Offizielle Facebook-Seite kündigt Timeline für das Fall Creators Update an und zeigt ein großes Problem von Microsoft auf

by Albert Jelica

Seit einiger Zeit kann Microsoft jene Versprechen nicht halten, welche man nur Monate zuvor noch gegeben hatte. Es fing an mit Windows 10 Mobile, das für alle Geräte geplant war, setzte sich beim People-Feature fort und wiederholt sich nun bei der Timeline, welche ursprünglich für das Windows 10 Fall Creators Update vorgesehen war.

„Overpromise, underdeliver.“

Im Zuge der Build 2017-Konferenz wurde die Funktion angekündigt und vor wenigen Tagen erst verschoben auf das übernächste Update. Joe Belfiore kündigte das vor vier Tagen auf Twitter an und rechtfertigte die Verschiebung damit, dass man die Funktionen so angekündigt hat, dass diese ab dem Windows 10 Fall Creators Update kommen wird. Er behauptet, in den Ankündigungen habe man glasklar kommuniziert, die Features könnten also auch später kommen und die Fans und Medien hätten Microsoft missverstanden.

Naja, nein, falsch. Im Zuge der Build-Keynote sagte Joe Belfiore genau bei Minute 48:44, dass die Timeline im Windows 10 Fall Creators Update enthalten sein wird. Microsoft verkauft damit die Nutzer, Fans und Medien für dumm anstatt sich einfach dafür zu entschuldigen, dass man die eigenen Pläne nicht einhalten kann. Ist ja nicht weiter schlimm.

Microsoft Deutschland bewirbt die Funktion

Am 3. Juli kam die Ankündigung vom Microsoft-Manager per Twitter und die meisten größeren Windows-Medien, darunter natürlich WindowsArea.de haben sofort darüber berichtet. Am 6. Juli hat die offizielle Windows-Seite auf Facebook das Timeline-Feature beworben und auch damit, dass es mit dem Windows 10 Fall Creators Update kommt. Das Posting selbst wurde zwar bearbeitet, der verlinkte Blogpost von Microsofts News Center allerdings nicht. Dort steht weiterhin, das Windows 10 Fall Creators Update werde die Timeline enthalten.

Es sind Dinge, die bei Nutzern für Verwirrung sorgen und als offizielle Medien von Microsoft sollten diese möglichst akkurat sein. Dass Microsofts Social Media-Seiten häufig kompletten Schwachsinn verbreiten und damit für falsche Hoffnungen bei den Nutzern sorgen, ist keine neue Erscheinung. Microsoft hatte zuvor bereits Snapchat für Windows Phone versprochen und auch Pokémon GO und über Twitter das Windows 10 Mobile-Update für alle Geräte angekündigt.

Marketing übernimmt Führungspositionen

Das Problem ist allerdings weitaus größer und nicht beschränkt auf Microsoft, das zu viel verspricht oder, dass die Facebook-Seite von Windows ein vor drei Tage zuvor verschobenes Feature extra nochmals bewirbt, was natürlich bei den Nutzern für Verwirrung und bei Fans für Ärger sorgt. Das sind Fettnäpfchen, vor denen kein Konzern wirklich gescheut ist.

Sie häufen sich allerdings und das aus einem einfachen Grund: Microsoft besetzt Führungspositionen in vielen Ländern nicht mit Experten oder leidenschaftlichen Mitarbeitern, sondern mit reinen Marketiers.

Die Microsoft-Zentrale in Redmond übernimmt in den letzten Jahren immer mehr das Steuer, auch im Ausland. Die einzelnen Länderzentralen haben immer weniger Mitbestimmung. Microsoft hat das Skype-Entwicklungsteam in London komplett aufgelöst und leitet die Operationen nun aus Redmond. Langgediente Nokia-Mitarbeiter wurden praktisch ohne Evaluierung ihrer Fähigkeiten entlassen und viele von ihnen, darunter Apples neuer Kamera-Chef Ari Partinen, wären außerordentlich fähige Microsoft-Mitarbeiter gewesen. War zu Windows Phone-Zeiten der Verkauf mehr in der Hand der einzelnen Länder, wird Surface heute praktisch nur noch von Microsoft aus Redmond gesteuert. Erfolgreich, weil das Produkt gut ist, aber das war nicht immer so.

„Erfolgsbeispiel“ Windows Phone

Und ja, Windows Phone ist ein Erfolgsbeispiel von lokalem Marketing. Microsoft kam im eigenen Heimatmarkt mit dem mobilen Betriebssystem nie wirklich über die 1-Prozent-Marke. Windows Phone schaffte im Juni 2015 sogar 10,5 Prozent Verkaufsanteil in Deutschland. In Italien, Großbritannien und Polen war der Marktanteil noch höher. Im Gegensatz zu heute hatten die lokalen Teams wesentlich mehr Verantwortung und die Führungspositionen waren von Ingenieuren, Entwicklern und leidenschaftlichen Mitarbeitern besetzt und ich wage zu wetten, dass sie die Spezifikationen der damals verkauften Lumia-Modelle auch im Schlaf konnten. Es waren Mitarbeiter, die wirklich vom Produkt überzeugt waren und mit dieser Überzeugung vor die Journalisten traten und zu den Unternehmen gingen, die man als Kunde gewinnen wollte.

Es lässt sich beobachten, dass mit jeder Umstrukturierung bei Microsoft genau solche Mitarbeiter gehen müssen und langsam durch Menschen ersetzt werden, die zwar hervorragende Marketiers sind, allerdings von Surface, Windows und Microsoft nicht wirklich viel Ahnung haben. Dafür gibt es Belege, allerdings will ich hier niemandem persönlich schaden und Namen nennen. Es beginnt dort, dass viele Mitarbeiter technische Daten nur auswendig lernen, allerdings manche Daten für unwichtig erachten, weil sie nicht verstehen, was sie bedeuten.

Zum Beispiel: Nur, weil Intel Core i7 auf beiden Datenblättern draufsteht, ist er am Surface Studio nicht derselbe wie im Surface Book. Einem Innenpolitikjournalisten, der für seinen Kollegen vom Technik-Ressort einspringt, muss man das auch erklären, denn sonst steht es möglicherweise in der auflagenstärksten Zeitung falsch drin. Ob das Surface Book eine beinahe 100 prozentige Abdeckung des sRGB-Farbraums besitzt, ist für die Zielgruppe ein wichtiges Detail, konnte allerdings auf Nachfrage eines Journalisten durch die anwesenden Mitarbeiter nicht beantwortet werden. Mein Lieblingszitat ist allerdings:“Surface Studio ist ein stinknormaler All-in-One.“ Natürlich weiß jeder, was gemeint ist, aber ein 3000 Euro-Premium-Produkt stellt man so trotzdem nicht vor. Während der Surface Pro (2017)-Präsentation haben wir zudem das Lenovo Miix 510 an die Stelle am Präsentationstisch hingestellt, wo Microsofts Tablet hätte stehen sollen. Keiner der Microsoft-Mitarbeiter hat es bemerkt, sondern nur ein kompetenter Herr von der Presseagentur.

Diese Begeisterung, welche Panos Panay während seiner Pressekonferenzen an sein Publikum überträgt, die existiert bei lokalen Pressekonferenzen schon lange nicht mehr. Gefühlsmäßig haben sie meines Erachtens dann aufgehört, als Microsoft die letzte Umstrukturierung durchgeführt hat und als wir bereits warnten, dass Microsoft mit den Entlassungen über die Stränge schlägt.

Wir schrieben damals als es um die Entlassung von tausenden Nokia-Mitarbeitern ging:

In Europa ist Microsoft mit High-End Smartphones stark, zumindest 10 Mal stärker als man das mit eigenen High-End Geräten in den USA ist. Genau diese Leute in den USA sollen aber in Zukunft für die Operationen in Europa verantwortlich sein. Und das statt jenen, die jahrelang in diesem Markt arbeiten, teils trotz Gegenwind aus Redmond, beispielsweise durch die Bevorzugung von US-Kunden, beträchtliche Erfolge in Europa erzielen konnten. Microsoft sieht den europäischen Markt als Goldgrube und schreibt die höhere Verbreitung der Geräte sich selbst zu und nicht den Leuten, die in Europa arbeiten. Das ist ein Denkfehler.

Microsofts größtes Problem

Dass Microsoft diese Ingenieure und Entwickler, welche bislang viel Verantwortung hatten, aus den Führungspositionen hebt und stattdessen Marketing-Menschen beschäftigt, ist ein solcher Schritt zur zentraleren Organisation des Unternehmens. Reine Marketiers  haben nicht die Aufgabe, eigene Strategien basierend auf ihre Kenntnis der Spezifikationen und der Bedürfnisse ihres Heimatmarktes zu entwickeln, sondern nur die Microsoft-Broschüren nachzuplappern. Der Erfolg von Windows Phone in Europa basierte allerdings darauf, dass die Mitarbeiter in Deutschland, Italien, Finnland und Großbritannien ihre Kunden kannten und wussten, wie sie das Produkt vermarkten können.

Im Cloud-Geschäft ist das sogar noch viel wichtiger und da gab es erst gestern eine Umstrukturierung.

Der Beitrag Offizielle Facebook-Seite kündigt Timeline für das Fall Creators Update an und zeigt ein großes Problem von Microsoft auf erschien zuerst auf WindowsArea.de.

08 Jul 11:09

Announcing Windows 10 Insider Preview Build 16237 for PC

by Dona Sarkar

Hello Windows Insiders!

Today we are excited to release Windows 10 Insider Preview Build 16237 for PC to Windows Insiders in the Fast ring!

Upcoming Bug Bash

We’re really excited to do our 2nd (and final) Bug Bash for the Windows 10 Fall Creators Update! The Bug Bash will start at 12am (Pacific Time) on Friday July 14th and will run a full week ending at 11:59 pm (Pacific Time) on Sunday July 23rd. As usual, we will be publishing new quests and will be doing some Mixer webcasts. So be sure to open Feedback Hub and complete as many quests as you can! More details to come early next week!

What’s New in Build 16237 For PC

Microsoft Edge Improvements:

Read aloud with word and line highlighting for all websites: With the read out loud feature for web, users will be able to read aloud any webpage with word and line highlighting.

PDF read aloud:  With the read out loud feature for PDF, users will be able to read aloud any PDF document with word and line highlighting.

Other improvements to address your feedback including:

  • If you click Share in Microsoft Edge, the Share UI will now match the Microsoft Edge theme if it is different from the rest of the system. Share UI will also now launch under the Share button, rather than in the center of Microsoft Edge.
  • When you add a favorite, you will get a delightful animation now that indicates where users can find their most important websites in the future.
  • We fixed an issue where copying double byte characters (for example Japanese or Chinese) out of Microsoft Edge and pasting into another app wouldn’t show the characters correctly in the second app.
  • We fixed a Microsoft Edge issue from the previous flight where opening links in a new tab might cause a new window to open with the link instead.
  • We fixed an issue from recent flights where the Print dialog in Microsoft Edge would show a blank preview page and lead to printing a blank page.
  • We fixed an issue resulting in the Microsoft Edge context menu not showing up on pen barrel button tap.
  • We fixed an issue when returning to Edge after a crash. Your tabs will be automatically restored for you.

Windows Shell Improvements:

No more logging out to fix blurry desktop apps: Hey, do you hate having to log out and back in to Windows to fix blurry desktop apps after docking, undocking, or remoting? We do too! In this flight, you only have to relaunch these apps in order to have them render crisply. If you have a high DPI display (a 4K display or other high dots-per-inch (DPI) display, such as Surface displays) and change the display scaling value in any way (this can happen when you dock/undock, remote from a device with a high DPI display, or otherwise change the display scaling setting) most desktop apps become blurry. This is due to 1) the apps don’t respond to a DPI change notification, because they haven’t been updated and 2) Windows keeps the display scaling/DPI data that it reports to apps constant until you log out and back in.

In this flight we’ve changed the way that Windows provides DPI-related information to these applications such that each time one of these applications starts, they’ll get updated data from Windows. This means that for these applications, you simply re-launch them in order for them to render correctly if they’re blurry. While this isn’t what we all want: having these applications render crisply all the time, we feel that it’s a lot less painful to relaunch apps instead of having to close out of all apps and going through a log-out/log-in cycles.

Some things to note: this won’t work for all desktop apps (and doesn’t apply to UWP apps). Also, this only helps apps that become blurry after a change to the display scale factor of the main/primary display. This change, unfortunately, doesn’t improve apps that are blurry on secondary displays when in “extend” display mode. Please give this change a try and let us know if you hit any bugs.

Notification and Action Center improvements:

• We’ve adjusted our notification buttons to now span across the bottom of the notification, rather than being right-justified.

  • We’ve adjusted our notification buttons to now span across the bottom of the notification, rather than being right-justified.
  • We just made it easier for you to take action on your notifications by auto-expanding the first notification in each notification group in the Action Center. Now you can quickly triage your emails, snooze your reminders, reply to your texts, etc. without the need to expand every single one of them.
  • In response to feedback about the X to “dismiss” notifications being confusing, we’ve adjusted it to now be an arrow to make it more clear that the notification is actually being pushed to the Action Center to be reviewed later.
  • We fixed an issue from recent flights where if you received 20 notifications from a specific app, then received more (without ever clearing them from the Action Center), ShellExperienceHost would start crashing repeatedly in the background.
  • We fixed a recent issue where tapping on the chevron of an expanded notification in the Action Center wouldn’t collapse the notification.
  • We fixed an issue from recent flights where opening the Action Center might not clear the badge on the Action Center icon, leading one to later believe there were new notifications when there weren’t any.
  • We fixed an issue where Notifications and Actions Settings might have unexpectedly had a number of unnamed apps listed at the top in recent flights.
  • We fixed an issue where Windows Defender notifications might include unparsed parameters (showing a % sign).

My People improvements:

  • Notification badges for people pinned to the taskbar will now be consistent with the color of your theme if you’ve opted into showing color in Start, Action Center, and other places on the system.
  • When you receive emoji from people pinned to the taskbar, we now refer to this as a “pop”. You’ll see this terminology reflected under Settings > Personalization > Taskbar.

Input Improvements:

Emoji Panel turns it up a notch:

  • Type to search with the new Emoji Panel now supports emoji 5.0! We also added a bunch more keywords along the way.

Type to search with the new Emoji Panel now supports emoji 5.0! We also added a bunch more keywords along the way.

  • Have you ever wondered “What the heck is this emoji supposed to be”? Wonder no more! If you hover your mouse over any of the emoji in the Emoji Panel, you’ll now see a handy showing you the exact Unicode character name. Bonus: we’ve added tooltips to the categories so they’re no longer a mystery.
  • We fixed an issue for our dark theme lovers where the X to close out the Emoji Panel was black on black.

Improved touch keyboard experience:

  • We fixed an issue where the touch keyboard was passing the wrong window size information when shapewriting with the one-handed keyboard, leading to accuracy issues. Please try it again in today’s build and let us know if it seems improved.
  • As you type with the touch keyboard, you will now hear a sound with each key press – much as you did with the previous version of the keyboard before we introduced our new one.
  • We fixed some issues in learning your typing style, so you should find text predictions improved now the more you type and correct using the touch keyboard.
  • Since we now will relaunch the keyboard where you left it, we’ve decided to remove the left and right docked modes from the one-handed keyboard. As a refresher, if you want to move the keyboard, simply drag the candidate bar.
  • We improved the reliability of the Japanese one-handed 10-key Kana touch keyboard.
  • We fixed an issue from recent flights where the touch keyboard and handwriting panel would unexpectedly appear sometimes.
  • We fixed an issue where the text candidates would appear using unexpectedly small font.
  • We fixed an issue where only the one-handed keyboard was available on PCs with small screens.

Handwriting panel improvements:

  • We fixed an issue where if the text in the handwriting panel shifted while you were inking, it could result in an unintentional ink stroke across the panel.
  • We fixed an issue where a word might be inserted twice if you dismissed the panel by changing focus to somewhere else on the screen.

PC Gaming Improvements:

  • We have updated the Game Mode icon on the Game bar.

• We have updated the Game Mode icon on the Game bar.

Task Manager Improvements:

With Build 16226, we added GPU support to the Task Manager. We’ve made some improvements to the Performance tab, and in today’s build you’ll find:

  • GPU performance updates: We’ve made a few small changes in this build to the GPU performance tracker in Task Manager. We’ve updated the UI layout, and added more details like DirectX version and the physical location of your GPU. Only hardware GPUs show up in the list, and the software-only basic display adapter is hidden. More improvements coming soon!

We’ve made a few small changes in this build to the GPU performance tracker in Task Manager.

Hyper-V Improvements

You will see a new “virtual machine gallery” under quick create. There isn’t anything in the gallery yet and we’ll have more details on this in the future. In the meantime, choosing “Local installation source” will allow you to pick an image from your computer.

You will see a new “virtual machine gallery” under quick create. There isn’t anything in the gallery yet and we’ll have more details on this in the future.

If you’re wondering where the options for VM Name and networking went, they’re in the “More options” section which introduces another new feature in Hyper-V. Hyper-V on Windows 10 provides a default network so your virtual machines share networking with your computer using NAT.

If you’re wondering where the options for VM Name and networking went, they’re in the “More options” section which introduces another new feature in Hyper-V.

 Changes, improvements, and fixes for PC

  • We fixed an issue from the last flight where doing a PC reset via Settings > Update & security > Recovery and choosing “Remove everything” might put your device into a reboot loop. It is now safe to use this option again.
  • We fixed the issue causing some inbox apps to be displayed with a name that looked like “ms-resource:” and listed at the bottom of Start.
  • We fixed an issue from recent flights resulting in the Photos, Groove Music, and certain other app’s live tiles not working.
  • We fixed a high hitting crash impacting Start and Cortana in recent flights.
  • We fixed a recent issue where you’d find two Connect apps in Start – one as expected, with a blue app icon, one unexpected with a light grey app icon and non-functional.
  • We’ve updated Start so that if you press and hold on an app in the all apps list, the context menu will now appear after a moment, rather than first having to lift your finger.
  • We’ve added a new option to Cortana to enable or disable showing your cloud content in the search results.
  • We fixed an issue where Cortana search might drop the first typed character if Microsoft Edge was the foreground app.
  • We fixed an issue from recent flights where Alt+<number> wasn’t working in Win32 apps to input special characters.
  • We fixed an issue resulting in the up/down keys potentially hanging input when used after typing something into certain search boxes that offered dropdown suggestions.
  • We fixed an issue where the Network & Internet Status Settings page might say a network was public even though it had been set to be private using the Control Panel.
  • We fixed an issue where the “More”/“Less” text wasn’t localized in the custom color picker in Color Settings.
  • We fixed an issue where switching away and back to Windows Spotlight in Lock Screen Settings resulted in an infinite spinner in the preview image.
  • In order to fulfill our promise to always ship with quality, we have made the decision to disable Chinese (Simplified) dictation. It will be back once we have had some time to smooth out the experience. Voice input for English (United States) will still be available.
  • We fixed an issue from the last few flights where Task Manager was frequently hanging on launch for some Insiders.
  • We fixed an issue from the last flight resulting in Storage Spaces unexpectedly erroneously saying there was no disk space available.
  • For Insiders flighting using the Pro edition on a Surface Laptop, we’ve addressed a recent issue where Win32 apps (for example PowerShell and Command prompt) were blocked by Device Guard after upgrading.
  • We fixed an issue some people were experiencing resulting in content copied from Screen Sketch and pasted elsewhere appearing to be just a black box rather than the expected sketch.
  • We fixed the issue causing Xbox Live in-game experiences such as gamer profiles, achievement details, and other dialogs to fail to load.
  • We’ve updated the Win32 MessageBox to now be natively per-monitor DPI aware! That means it should no longer be blurry when used in mixed DPI environments, or when changing DPI. Curious to try it? One place in particular MessageBox is used is in Notepad, in the error dialog that pops up if you search for a word that’s not found in the text.

Known issues for PC

  • Thank you to everyone who tested and submitted feedback on the Cortana Vision features –including the Camera Roll Insights and Cortana Lasso – which we introduced in Build 16215. These features will no longer be available in Insider Preview builds going forward. The cross device Map Handoff feature has also been removed from Insider Preview builds. You will no longer see directions shared with your mobile device after searching for a location on your PC.
  • We’re continuing to investigate reports that the battery status on certain laptops isn’t updating while the device is unplugged. If you think you are seeing this, please send in feedback via Feedback Hub and use the capture feature when logging your feedback so we can get your logs.
  • Depending on the implementation of the 3rd party firewall product, it might result in Windows Defender Security Center showing an ‘Unexpected’ state. We’re investigating options for addressing this.  Until that time, if you are using a 3rd party firewall product, and see this state in Windows Defender Security Center, please reference the UI of your 3rd party provider to understand your protection status.
  • In Recovery Settings if you choose “Reset This PC” > “Keep My files” the operation will fail at 1% and will revert with no changes to the system. “Remove My files” option will work as expected.
  • Apps that call into the firewall, such as Microsoft Edge and other apps that use networking, may become unresponsive until you reboot.
  • Trying to use the dictation hotkey (WIN + H) in UWP apps won’t work – you’ll see the UI come up and immediately dismiss. If you’d still like to use dictation, the microphone in the touch keyboard will work. You can right-click the taskbar for an option to show the touch keyboard button if it’s not already visible.
  • We’re investigating your reports that the Copy Link option displayed in Microsoft Edge when you right-click a hyperlink isn’t working in recent builds.
  • ADDED 7/11: IMAP email accounts such as Gmail, Yahoo, and Aol may not sync in the Mail app in this build.
  • ADDED 7/11: Surface Dial will not work on this build.
  • ADDED 7/11: Some apps like Tweetium may not render the UI correctly and be difficult to use.
  • ADDED 7/11: Windows Defender Security Center cannot be used to configure and list items for Controlled folder access, Threat History and Exclusions due to a crash in the UI. This is not affecting the real-time protection capabilities.

And finally: Check out what our amazing friend and fellow Insider Dux Raymond Sy from AvePoint (got for our team.

We are off to the Inspire conference in Washington D.C. next week to say the words and do the thing. Insiders who are attending, please do come by our booth and say hi!

No downtime for Hustle-As-A-Service,
Dona <3

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08 Jul 11:03

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