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08 Aug 08:16

Keine Steinigung

by Udo Vetter

Manche Mandanten machen es einem nicht leicht. Nicht mal sich selbst. Die Tage habe ich mal wieder so jemanden verteidigt. Ein Mandant, der zum bestmöglichen Ergebnis getragen werden musste.

Eine Anwältin und ich hatten in einem sehr langen Rechtsgespräch einen Deal ausgehandelt. Die Anwältin hatte der Mandant erst kurz vor der Verhandlung zusätzlich ins Boot genommen, weil dieser mit dem Ergebnis der 1. Instanz nicht glücklich war. Die Anwältin konnte ihm zum Glück aber auch nur sagen, dass der im Raum stehende Deal deutlich besser ist als alles, was bei einem Urteil herauskommen würde. In der Tat hatte das Berufungsgericht dann einen sehr freundlichen Tag. Auch der Staatsanwalt ließ sich einfangen.

Der Deal stand also, das Gericht gab dessen Inhalt in der Verhandlung bekannt, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist. Nun wurde es interessant. Der Richter wollte den Angeklagten erst mal ausführlich zu seinem Lebenslauf befragen. Das für den Deal notwendige (Teil-)Geständnis wollte er dann offensichtlich später entgegennehmen.

Es war so was wie Gedankenübertragung, jedenfalls grätschten meine Kollegin und ich gleichzeitig in die Verhandlung rein. Mit dem Vorschlag, doch lieber erst das Geständnis zu hören. Den Lebenslauf später. Der Richter war erst leicht irritiert, aber nach einigen Sekunden wurde ihm wohl klar, warum wir diesen Vorschlag machten. Der Mandant sitzt seit rund einem Jahr in Untersuchungshaft, was natürlich an seinen Nerven nagt.

Zu groß war demgemäß das Risiko, dass er die ganze Sache am Ende doch noch platzen lässt, weil ihm irgendwas quer kommt. Leider konnte das halt auch eine Kleinigkeit sein, so angespannt war sein Nervenkostüm. Das Geständnis kam also zuerst, damit war der Deal dann in trockenen Tüchern. Der Mandant hat uns im weiteren Verlauf der Verhandlung auch nicht gesteinigt. Am Ende siegt halt mitunter doch die Vernunft.

08 Aug 08:16

Viel Zeit mitbringen

by Udo Vetter

Heute morgen dachte ich noch erfreut, das Pensum für den Arbeitstag ist sehr überschaubar. Um 10 Uhr ein Verhandlungstermin an einem Amtsgericht im Kölner Umland. Dann gemütlich zurück, noch etwas Büro, und ab 16 Uhr Viertelfinale.

Jetzt, um kurz nach halb drei, sítze ich wirklich noch live im Gerichtssaal. Das Gericht hat sich zur Urteilsberatung zurückgezogen, die anderen Beteiligten stehen draußen und rauchen sich eine. Um 14.50 Uhr ist voraussichtlich mit einem Urteil zu rechnen.

Normalerweise stehen ja wir Anwälte im Geruch, Verfahren in die Länge zu ziehen. Das war heute definitiv nicht der Fall. Mein Mandant hat die ihm zur Last gelegten Taten gestanden. Und zwar bilderbuchmäßig. In solchen Fällen wird vom Gericht dann nur noch verlangt, dass es sich nicht allein auf das Geständnis stützt. Als Gegencheck reicht es dann aber aus, wenn man sich bei den Zeugen erkundigt, ob diese das im Großen und Ganzen bestätigen können. Gern wird auch ein Polizeibeamter gefragt, der in der Sache ermittelt hat.

Leider scheint das vor diesem Gericht nicht zu gelten. Die Zeugen wurden bis zum letzten Detail gegrillt, und zwar auch vom Staatsanwalt. Gerade dieser stellte viele – aus meiner Sicht – völlig überflüssige Fragen. So ging die Zeit dann ins Land, am Ende liegt die Verhandlungsdauer knapp über fünf Stunden.

Dabei, ich lege mich mal fest, hätte man das Ganze auch in 60 bis 90 Minuten abwickeln können, ohne dass die Wahrheitsfindung irgendwie gelitten hätte. Es immerhin war wohl ein wenig Vorsehung, dass ich für heute Nachmittag keine Besprechungstermine gemacht habe.

Wenn ich mal wieder zu diesem Richter muss, bin ich gewarnt und bringe wieder viel Zeit mit.

08 Aug 08:16

Verfahren, eng getaktet

by Udo Vetter

Ein Mandant hatte über einige Tage hinweg vermutlich eine sehr schlechte Phase. Das sicherte ihm bei einer Staatsanwaltschaft hier in Westdeutschland folgende Aktenzeichen:

42 Js 708/18
42 Js 713/18
42 Js 714/18
42 Js 715/18
42 Js 716/18
42 Js 733/18

Ich habe zwar kein betriebswirtschaftliches Soll für neue Mandate im Kopf, aber heute müssten nicht unbedingt noch weitere kommen, damit ich zufrieden bin.

08 Aug 08:16

Eine DENIC-Abfrage ist so nutzlos wie nie zuvor

by Udo Vetter

Gastbeitrag von Rechtsanwältin Katia Genkin, Düsseldorf

Dass Datenschutz mitunter den Tatenschutz fördert, ist schon öfter behauptet worden. Aber die DSGVO liefert nun den Beleg für diese These. Während um Redlichkeit bemühte Blogger oder Shop-Betreiber jeden Tag fürchten, wegen einer Banalität abgemahnt zu werden, können sich die professionellen Schmutzfinken des Internets entspannt zurücklehnen: Mit der DSGVO ist es noch schwieriger geworden, etwa gegen Verleumdungen oder Beleidigungen vorzugehen. Der Grund: Auch Domain-Inhaberdaten sind nun gut geschützt.

Was einem Unternehmen oder einer Privatperson passieren kann, zeigt das Beispiel der Stiftung Warentest.

Deutschlands höchste Instanz für den Verbraucherschutz kämpft derzeit ebenso verzweifelt wie erfolglos gegen Internetveröffentlichungen eines “Anleger-Portals”, das den Angaben zufolge “frei erfundene Vorwürfe gegenüber der Stiftung und speziell einer Redakteurin” in Netz gestellt hat. Das deutschsprachige Portal nennt im Impressum eine Adresse in den USA, bei der es sich laut Stiftung Warentest um eine reine Briefkasten-Adresse handelt.

Sinn und Zweck der Impressumspflicht ist es, einfach Information darüber erhalten zu können, wer für den Webauftritt verantwortlich ist und Reklamationen und Klagezustellungen zu ermöglichen. Ohne (zutreffende) Impressumsangaben läuft aber eine juristische Maßnahme etwa gegen Verleumdung ins Leere, denn eine Klage muss zugestellt werden können.

Bis vor kurzem gab es noch eine Chance, einen Impressums-Schummler mit vertretbarem Aufwand zu ermitteln: über die Inhaberdaten der Domain.

Zwar sieht der Bundesgerichtshof die Eintragung einer Person als Inhaberin in der WHOIS-Datenbank nur als ein Indiz an, nicht als einen stichhaltigen Beweis für die Inhaberschaft der Domain (BGH, Urteil vom 18.01.2012, I ZR 187/10) und ein Domain-Inhaber ist nicht zwangsläufig der Verantwortliche einer Onlineveröffentlichung. Aber die Domainabfrage ist immerhin ein erster Ansatz, dem Verantwortlichen auf die Spur zu kommen.

Seit dem 25.05.2018, dem Inkrafttreten der DSGVO ist es damit vorbei. Wer etwa bei ICANN wissen will, wer hinter whitehouse.gov steckt, erfährt nur:

DOTGOV WHOIS Server ready
Domain Name: WHITEHOUSE.GOV
Status: ACTIVE

Bei Fake-News hätte man also bei so einer Adresse möglicherweise ein echtes Problem, falls kein Impressum existiert. Wie wäre es zum Beispiel mit handelsblatt.com? Das Ergebnis ist ziemlich eintönig.

Name: REDACTED FOR PRIVACY
Organization: REDACTED FOR PRIVACY
Mailing Address: REDACTED FOR PRIVACY
Phone: REDACTED FOR PRIVACY
Ext: REDACTED FOR PRIVACY
Fax: REDACTED FOR PRIVACY
Fax Ext: REDACTED FOR PRIVACY
Email:info@domain-contact.org
etc.

Wer Glück hat, findet bei den verbliebenen Angaben noch eine Mail-Adresse für Missbrauchsfälle und kann dann mal gucken, ob irgendjemand, wo auch immer, irgendwann mal darauf antwortet.

Der Fairness halber sei gesagt, dass es schon früher bei Domain-Registraren in fernen Ländern möglich war, mehr oder weniger inkognito eine Domain zu registrieren, weil Angaben kaum geprüft wurden oder eine Anmeldung über sogenannte „WHOIS Protection“-Dienste möglich war, die bei einer „Whois-Abfrage“ – etwa im DENIC-Register – falsche Angaben lieferte.

Auch deshalb genießen .de-Domains viel Vertrauen, denn da geht es mit deutscher Gründlichkeit zu. Früher gab es bei der Vergabestelle DENIC verlässliche Domain-Inhaberdaten, heute gibt es verlässlich im Sinne der DSGVO erst mal … nichts mehr. Klare Ansage: Daten zum Domaininhaber werden nicht mehr angezeigt.

Ausnahmsweise können Behörden die Domaindaten noch bekommen. Die DENIC erteilt zudem, “auf Basis von Einzelfallprüfungen”, gegen Nachweis eines berechtigten Interesses Auskünfte zum Domaininhaber an

– Inhaber eines Namens- oder Kennzeichenrechts, das durch die Domain möglicherweise verletzt wird.
– oder Anspruchsteller, die im Besitz eines vollstreckbaren Titels sind und die zivilrechtliche Pfändung der domainvertraglichen Ansprüche des Domaininhabers beabsichtigen.

Wie das in der Praxis gehandhabt wird, ist mir noch nicht bekannt. Absehbar aber ist, dass die DENIC bei Fällen von Verleumdungen oder Beleidigungen kaum Auskunft erteilen wird, denn sie spricht von einer Rechtsverletzung durch die Domain, nicht von einer Rechtsverletzung durch den Inhalt.

Der Inhaber einer Domain wie www.besser-als-allianz-versicherung.de würde vermutlich preisgegeben. Wenn hingegen jemand die Domain www.50-korrupte-politiker.de registriert und anonym Verleumdungen und Beleidigungen über Politiker verbreitet, wird es kaum Domain-Daten geben, wodurch Politiker aber immerhin einen ungeahnten Praxisbezug ihrer Gesetzgebung erhalten würden.

Der Domain-Zuteiler ICANN, der mit einer Klage gegen den in Bonn sitzenden Domain-Registrar EPAG das Ziel verfolgte, dass auch nach Inkrafttreten der Datenschutzgrundverordnung zusätzliche Daten weiterhin erhoben und ihr mitgeteilt würden, hat eine Schlappe erlitten. Das Landgericht Bonn (LG Bonn, Beschluss vom 29.05.2018, 10 O 171/18, nicht rechtskräftig) hat klargestellt, dass Datenerhebungen restriktiv zu handhaben sind. Das Gericht hat argumentiert, dass zwar „ein Mehr an Daten die Identifizierung von hinter einer Domain stehenden Personen und eine Kontaktaufnahme zu diesen verlässlicher erscheinen“. Vor dem Hintergrund des Grundsatzes der Datensparsamkeit sei aber nicht zu erkennen, warum zusätzlichen Datensätze erhoben werden müssten.

Bleibt der Löschungsanspruch gegen Google und andere Suchmaschinen-Betreiber, damit Schmutzkampagnen zumindest nicht noch prominent in den Suchergebnissen gezeigt werden. Wie das Beispiel der Stiftung Warentest zeigt, ist jedenfalls Google dabei offenkundig nicht besonders kooperativ.

Da war noch was? Wer als Opfer von Verleumdung und Beleidigung auf das Netzwerkdurchsetzungsgesetz hofft, dem Berliner Schwert gegen das Böse im Internet, der wird schon wieder enttäuscht. Es gilt nur für die Sozialen Netzwerke, nicht für eine Homepage.

Fazit also: Während die Politik mit dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz gerade Verleumdungen und Beleidigungen im Netz unterbinden wollte, hat sie mit der DSVGO eine komfortable Schutzzone eben dafür eingerichtet. Unternehmen haben zunächst viel investieren müssen, um allen DSVGO-Anforderungen gerecht zu werden. Künftig werden sie auch noch – wenn sie nicht einfach nichts tun wollen – erheblich Budget und Personalressourcen aufbringen müssen, um die Personen zu identifizieren zu versuchen, die unter dem Schutz der DSGV illegale Machenschaften gegen sie betreiben.

Die Autorin Katia Genkin ist Rechtsanwältin in Düsseldorf. Sie berät deutsche und französische Unternehmen unter anderem zum Gewerblichen Rechtsschutz sowie Reputationsschutz.

08 Aug 08:16

Datenträger können auch gelöscht werden

by Udo Vetter

Gerichte kassieren ja sehr gerne ganze Computer, Smartphones und Festplatten ein. Oft genügt es, wenn diese Dinge als „Tatwerkzeug“ in Betracht kommen. Dabei ist die Rechtslage aber längst nicht so simpel, wie es aussieht. Das hat der Bundesgerichtshof aktuell für Festplatten klargestellt.

Bei Speichermedien mit möglicherweise strafbaren Inhalten müsse das Gericht prüfen, ob es technisch möglich ist, die Dateien in einer Art und Weise von der Festplatte zu löschen, dass sie nicht mehr wiederhergestellt werden können. Nur falls das Gericht dies ausdrücklich bejaht (und entsprechend begründen kann), könne die Festplatte einbehalten werden. Das Bundesgerichtshof verweist auf den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz.

In der Praxis wird diese Rechtsprechung, die der aktuelle Beschluss bestätigt, gerne ignoriert. Man muss also aktiv darauf hinweisen, dass die Einbehaltung von Datenträgern selbst dann kein Automatismus ist, wenn sich darauf eventuell strafbare Inhalte befinden (Aktenzeichen 5 StR 65/18).

13 Jul 12:56

Unified access to the best community-driven cheat sheets repositories

13 Jul 12:28

Neuanfang

by Udo Vetter

Gestern nachmittag bin ich ziemlich übel mit einer Polizistin aneinander gerasselt. Unser Telefonat eskalierte in einer Art und Weise, wie ich es wirklich nicht oft erlebe.

Ich will jetzt gar nicht diskutieren, ob meine Position oder die der Beamtin eine sachliche Rechtfertigung hatte. Sondern eigentlich nur erzählen, dass ich mir so zwei, drei Minuten nach dem Gespräch dachte: Komm‘, ruf die Frau noch mal an, entschuldige dich und schlage einen Neuanfang vor.

Sie ging auch ans Telefon. Während ich meine Entschuldigung vorbrachte, kam aus meinem Sekretariat eine Telefonnotiz rein. Die Notiz war erst wenige Sekunden alt:

Frau B. von der Kripo bittet um Rückruf, wenn Sie Gelegenheit haben. Es tut ihr leid und sie möchte gerne mit Ihnen sprechen, wie die Meinungsverschiedenheit aufzulösen ist.

Genau das war dann gar nicht so schwer. Also immer dran denken, auch mal über den eigenen Schatten zu springen. Es kann sich lohnen.

13 Jul 12:28

Microsoft Teams oder Office 365 Gruppen, oder beides? 3 Tipps für eine produktive Koexistenz

by Wolfgang Miedl
In der langen Reihe der Kollaborations-Werkzeuge auf SharePoint- und Office 365-Basis ist Microsoft Teams das jüngste und auch das bisher erfolgreichste. Dennoch wird wohl auch Teams nicht so schnell die [...]Ähnliche Beiträge:Aktenzeichen ‘Office 365 Gruppen’– gelöst:…Grundlagen Rechteverwaltung: Benutzergruppen in SharePoint anlegen und verwaltenKommentar: „Skunk Works“ – interner…Was ist besser für E-Mail-Teamarbeit: Office 365 Gruppen oder…Microsoft Teams vs. Office 365 Gruppen im Direktvergleich – wer…

[Den vollständigen Beitrag finden Sie auf der Website]
13 Jul 12:27

Kurz mal über den Tisch?

by Udo Vetter

Die Sitzordnung im Saal bestimmt das Gericht. Das will ich gar nicht bestreiten. In einem größeren Verfahren mit etlichen Angeklagten hatten mein Mandant und ich bislang die Ehre, dass wir in der ersten Reihe Platz nehmen durften. Das Vergnügen war aber anscheinend etwas einseitig, denn die Richter fühlten sich mitunter von meinem Mandanten gestört.

Aus meiner Sicht hielt sich das Belästigungspotenzial allerdings im zulässigen Rahmen. Gut, der Mandant schnaubte schon mal vernehmlich, wenn sich das Gericht – aus seiner Sicht – mal wieder einen Klops erlaubte. Ein paar Mal kam von ihm auch eine deutliche Bemerkung, aber nichts, was einen aus der Fassung bringen müsste. Anders bei diesem Gericht: Es folgte dann irgendwann die „Drohung“, man könne die Sitzordnung ja auch ändern und meinen Mandanten weiter nach hinten verbannen.

Darauf passierte einige Verhandlungstage nichts. Ich ging eigentlich davon aus, die Sache sei vielleicht auch deswegen erledigt, weil mein Mandant sich auf die Rüffel der Vorsitzenden hin schon einsichtig zeigte. Während dieser Zeit fiel er jedenfalls keinesfalls aus der Rolle.

Umso überraschter war ich, als ich einige Zeit später vor Verhandlungsbeginn meinen angestammten Platz von einem anderen Verteidiger eingenommen fand. Die Papierschildchen mit den Namen der Verfahrensbeteiligten, welche die Wachtmeister jeden Morgen aufstellten, sprachen ebenfalls eine klare Sprache. Ab sofort sollten wir hinten sitzen.

Ich rätselte schon ein wenig, wieso es jetzt dazu gekommen war. So richtig musste ich aber nicht. Nach der Mittagspause an dem Verhandlungstag erhielt ich von meinem Sekretariat das PDF eines Faxes, welches das Gericht gerade in mein Büro geschickt hatte. Es war die schriftliche Ablehnung eines Antrags auf Haftentlassung. Diesen hatte ich für den Mandanten gestellt, weil der nun schon geraume Zeit in Untersuchungshaft schmort. Nach meiner Meinung zu Unrecht.

Nun gut, das Gericht hätte mir die Entscheidung natürlich auch persönlich aushändigen können. Ich war ja da – und zwar noch bis in den Nachmittag. Über Stil kann man halt streiten. Allerdings war jetzt natürlich klar, wieso die Verbannung nach hinten genau an diesem Verhandlungstag begann. Dem Gericht war bewusst, dass ich wohl noch im Laufe des Tages von dem Fax erfahre. Da wollte man anscheinend lieber auf Nummer sicher gehen und Abstand schaffen für den Fall, dass mein seeeeehr kräftiger Mandant etwas in Richtung Richterbank unternimmt, bevor die im Saal postierten Wachtmeister eingreifen können.

Dieser Gedanke ist allerdings schon reichlich absurd, für so was ist mein Mandant ein Quentchen zu schlau. Letztlich sagt der Ablauf aus meiner Sicht weniger über den Mandanten, dafür umso mehr über die Befindlichkeiten auf der Richterbank. Ich weiß nicht, ob ich mir als Richter so eine Blöße geben würde.

13 Jul 12:16

A biologist who believes that trees speak a language we can learn to listen to

13 Jul 09:55

Bedeutende Geister des Jahrhunderts – heute Andreas Jung MdB (CDU/CSU)

by Admin

Teil III Andreas Jung (CDU/CSU)

Für alle gilt jedoch: Sie hatten alle den gemeinsamen Nenner, dass keiner der Redner den Antrag gelesen hatte, oder wenn doch, nicht verstanden, oder wenn doch, wider besseres Wissen das Gegenteil dessen behauptete, was im Antrag steht. Teil I finden Sie hierTeil II hier

Zunächst mal wollen wir den Anlass der Rede von Herrn Jung zeigen. Nämlich die Rede des umweltpolitischen Sprechers der AfD Fraktion, Herrn Karsten Hilse, der den Antrag damit ins Plenum einbrachte.

Videoausschnitt der Rede von K. Hilse in dem er den Antrag der AfD Fraktion die deutschen „Klimaschutzbemühungen“ wegen erwiesener Nutz- und Wirkungslosigkeit einzustellen, begründet. Mit Dank an HSM2k2 für die Bereitstellung

 


Video der Rede von Andreas Jung CDU MdB am 28.5.18 im Deutschen Bundestag. Außer den Abgeordneten der AfD „lauschten“ noch ca. 30 andere Parlamentarier der Rede (von insgesamt 709!!). Mit Dank an FMD’s TV-Channel für die BereitstellungSchaut man sich den Antrag (hier) an, der in sich so klar und in einfacher Sprache umfassend begründet ist, dass es eigentlich keinerlei weiteren mündlichen Begründung bedurfte, dann war die Vorstellungsrede mit der der AfD Abgeordnete Karsten Hilse ihn ins Plenum einbrachte, eigentlich doppelt gemoppelt. Sie war sozusagen eine Zusatz-Verständnis- Hilfskrücke für völlig Begriffstutzige. Also z.B. für Leute, die zwar ein gewisses Mindest-Denkvermögen besitzen, aber sich nicht jeden Tag mit den Feinheiten des Klimawandels, oder des IPCC beschäftigen wollen oder können.Die sollten eigentlich auch im Deutschen Bundestag zu finden sein, so die Annahme.

Doch mit dieser Annahme lagen sowohl der Antragssteller Karsten Hilse, als auch die antragstellende AfD Fraktion völlig daneben. Denn wer sich den Tort antut und die Gegenreden der anderen Fraktionen zum Antrag anhört oder nachliest, der staunt nur noch mit welcher dreisten Ignoranz von den jeweiligen Rednern, sowohl der Inhalt des Antrags, als auch der Rede völlig missverstanden, oder – noch schlimmer- in ihr glattes Gegenteil verkehrt werden konnte.

Daher drängen sich einige Fragen dem neutralen Beobachter auf:

  1. Sind die wirklich alle so dumm, wie es scheint, wenn sie nicht verstanden haben, was im Antrag steht?
  2. Und wenn sie so dumm sind, mittels welcher Auswahlverfahren sind sie dann ins Parlament gekommen?
  3. Oder, wenn sie nicht so dumm sind, warum nehmen sie nicht zum Inhalt selber mit rationalen Argumenten Stellung, sondern erfinden einen völlig neuen Inhalt – den sie dann nach Herzenslust in der Luft zerreißen können?

Ist das antrainiertes Verhalten oder können sie nicht anders? Wenn sie nicht anders können, dann wäre automatisch Frage 1  beantwortet. Aber immer noch nicht die Frage 2. Wie schaffen die das ins Parlament? Wer wählt die denn?

Fragen über Fragen!

Doch zurück zu MdB Andreas Jung.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben, war seine Gegenrede nicht besser oder schlechter, als die der anderen Fraktionsredner – incl. der  grottenschlechten Reden, die hier bereits analysiert wurden. Das Niveau aller anderen war genau so unterirdisch.

Doch zunächst stellt sich die Frage: Wer ist Andreas Jung?

Bei Wikipediafinden wir

Nach dem Abitur 1994 am Nellenburg-Gymnasium in Stockach studierte Jung Rechtswissenschaftenan der Universität Konstanz. 2000 legte er sein erstes juristisches Staatsexamen ab und war als Referendar beim Landgericht Freiburg tätig. Nach seinem zweiten Staatsexamen 2002 erfolgte 2003 die Zulassung als Rechtsanwalt. Er ist seitdem als Anwalt in der Wirtschaftskanzlei Rittershaus am Standort Mannheim tätig.[1]

Seit 2009 hat er den Vorsitz des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung im Bundestag inne.[3]

Von 2005 bis 2009 (16. Wahlperiode) war er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, ordentliches Mitglied im Petitionsausschuss, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union.[4]

Von 2009 bis 2013 (16. Wahlperiode) war er ordentliches Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (Berichterstatter für Klimaschutz, Emissionshandel), stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Technologie sowie Beauftragter der CDU/CSU Bundestagsfraktion für Elektromobilität.[4]

Seit 2014 ist Andreas Jung ordentliches Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Zudem gehört er der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe an.[5]

Jung ist Mitglied der Europa-Union Parlamentariergruppe Deutscher Bundestag. Er ist Mitglied im Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) und seit 2014 Präsident von GLOBE – Globales Netzwerk für Umweltbildung und Umweltschutz.

Er ist Mitglied des Beirates der Mainau GmbH auf der Insel Mainau

Und

…Er zählt zu den 75 Unionsabgeordneten – 68 von der CDU (26,9 % aller CDU-Abgeordneten) und 7 von der CSU (12,5 % aller CSU-Abgeordneten) – die Ende Juni 2017 für die Gleichgeschlechtliche Ehe gestimmt haben.[7]

Das ist es also. Nein, nicht seine Befürwortung der gleichgeschlechtlichen Ehe, das dürfte reines Zeitgeist-Verhalten sein. Nach dem Motto: Ich bin ja soooo modern! Selbst als papsttreuer Christ. Ich komme später darauf zurück.

Nein, Jung versteht zwar nichts, ist aber schwer befangen. Denn er ist u.a. Mitglied im Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. und hat somit ein vitales Interesse daran, dass alles so schön weiterläuft wie bisher.  

Denn vom eigentlichen Thema, dem Klimathema, versteht er überhaupt nichts, wie man seiner Rede unschwer entnehmen kann, aber vom Zuschustern von Geldern an die Profiteure der „Erneuerbaren“ dürfte er viel verstehen. Waren doch allein im Jahr 2017 mehr als 27 Mrd. € zu verteilen, und zwar aus dem EEG Topf allein, so dürften es, wenn es nach Jung und seiner Klimakanzlerin geht, in den nächsten Jahren noch deutlich mehr werden. Nämlich dann, wenn die hehren Klimaziele der immer kleiner werdenden GroKo in Gesetze gegossen werden. Dann rollt der Rubel so richtig. Und die Milliarden werden nicht nur weiter fließen, sondern es werden weitere riesige Abkassier- und Umverteilungsfelder aufgetan. Da heißt es dabei zu sein!

Und jetzt versteht man auch, warum dieser Mann so sehr dafür wirbt, diese Ziele auch um jeden Preis zu erreichen. Da wäre ein Eingehen auf die im AfD Antrag genannten Fakten nur störend.

Hier nun einigen „Low lights“ aus seiner Rede (Hervorhebungen von mir):

(An Karsten Hilse gewandt)… Ich habe Ihren Antrag gelesen,Sie offensichtlich nicht. …. Sie haben in Ihrer Rede mit abstrusesten Argumentenversucht, uns weiszumachen, es gebe keinen Klimawandel.

Schon hier zeigt er deutlich, dass er – obwohl öffentlich so behauptet- weder den Antrag gelesen hat, sowie die darin ausgeführten Argumente zwar als „abstrus“ bezeichnet, aber dem (Rest-) Parlament vorenthält, welche der Argumente „abstrus“ seien, und vor allem warum? Denn im Antrag steht kein Wort darüber, dass die AfD „den Klimawandel“ als nicht existent betrachtet. Im Gegenteil, hätte er den Antrag gelesen, und auch die Fähigkeit gehabt ihn zu verstehen, dann hätte er feststellen müssen, dass die AfD gerade deswegen, weil niemand einen zukünftigen, evtl. gefährlichen Klimawandel aus natürlichen Gründen, ausschließen kann, einen Klimawandelfolgen-Anpassungsfonds vorschlägt. Und weil er diesen Zusammenhang überhaupt nicht mitkriegt wo der Bartel den Most holt, brüstet er sich damit im Text des Antrage einen „Widerspruch“ entdeckt zu haben, – von Frau Dr. Weisgerber per Zwischenruf freudig unterstützt- denn er sagt unmittelbar danach:

In Ihrem Antrag fordern Sie einen Klimaanpassungsfonds für Deutschland, die Bewässerung von Dürregebieten, Renaturierung usw., um die Folgen des Klimawandels in Deutschland zu bekämpfen. Das ist doch ein eklatanter Widerspruch.

(Dr. Anja Weisgerber [CDU/CSU]: Ja, genau!)

Entweder es gibt einen Klimawandel, oder es gibt ihn eben nicht. Aber wenn nicht, dann brauchten Sie auch keinen Anpassungsfonds….

Da fragt man sich wieder fast schon verzweifelt: Womit haben wir solche Geistesriesen verdient?

Von K. Hilse in der folgenden Zwischenfrage auf seine Falschaussage hingewiesen, zeigt er seine wahren Talente. Wir erinnern uns: Herr Jung ist Anwalt.

Und ist darin geübt anderen das Wort im Munde zu verdrehen, denn (zunächst Hilse)..

Herr Jung, bei allem nötigen Respekt: Könnten Sie bitte zur Kenntnis nehmen, dass wir nicht den Klimawandel leugnen?

(Steffi Lemke [BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN]: Doch! Genau das machen Sie!)

– Kann ich jetzt die Frage stellen? Das wäre nett. Vielen Dank. – Ich habe auch in meiner Rede extra darauf ab- gehoben: Natürlich gibt es seit Jahrmillionen einen Klimawandel. Wir sagen einfach nur, dass der menschenge- machte Anteil daran so gering und nicht messbar ist, dass aufgrund dessen keine Maßnahmen erfolgen müssen.

Und: Ich habe den Antrag gelesen.

(Zuruf von der SPD: Wer hat ihn denn geschrieben?)

Ich denke, Sie haben ihn auch gelesen. Es geht in diesem einen Punkt um eventuelle negative Auswirkungen in einigen Gebieten durch Klimawandel und darum, dass wir dafür quasi einen Klimawandelanpassungsfonds einrichten mit circa 10 Prozent der Mittel, die jetzt für den sogenannten Klimaschutz aufgewendet werden. Ich gehe davon aus, dass Sie das dann doch auch so gelesen haben. Danke…

Darauf antwortet Jung tatsächlich …

Herr Hilse, das ist immerhin eine Weiterentwicklung, wenn Sie zugeben, dass es einen Klimawandel gibt.

(Zuruf von der AfD: Steht doch drin!)

und setzt dann noch einen drauf, in dem er sagt…

Zu dem Punkt, er sei nicht menschengemacht, kann ich nur sagen: Das steht im Widerspruch zur übergroßen Mehrheit der Wissenschaftler, übrigens auch zum Erleben vieler Menschen in diesem Land.

 Halten wir fest.

Bei der glatten Lüge erwischt, dass die AfD „den Klimawandel“ leugne, und statt sich dafür wenigstens zu entschuldigen, wie es anständige Menschen tun würden, versucht er den Spieß umzudrehen, und wertet die Korrektur seiner Lüge als Beweis für sie. Um dann erneut zu demonstrieren, wie zuvor auch schon seine Kollegin Frau Dr. Anja Weisgerber, übrigens ebenfalls Rechtsanwältin,  dass er nicht weiß, welche Wissenschaftler auf diesem Gebiet forschen – für mich ist das doch alles dasselbe – noch wie Klima überhaupt definiert ist. Denn er sagt schön naiv, aber im Brustton der Überzeugung:

Das steht im Widerspruch zur übergroßen Mehrheit der Wissenschaftler,übrigensauch zum Erleben vieler Menschen in diesem Land. „

Ja und die Erde ist eine Scheibe, möchte man hinzufügen, denn auch das entspricht dem Erleben vieler Menschen in diesem Land. Er tut also kund, dass er vom rein statistischen Begriff  Klima, wie er von den großartigen Meteorologen der Vergangenheit definiert wurde, nichts weiß. Nicht die Bohne. Wetterdaten müssen über mindestens 30 Jahre, besser 60 oder gar 90 Jahre gesammelt und verdichtet werden, um Aussagen über eine evtl. zwei Klimaperioden zu erlauben. Das IPCC gibt es jedoch erst seit 30 Jahren und erst einige Jahre später pflanzten Medien und Politik, unterstützt von willfährigen Wissenschaftlern, die Idee vom menschgemachten Klimawandel und seiner Gefährlichkeit in die Köpfe der westlichen Menschen. Bis dahin – und in realita auch heute– ist alles was Menschen erleben – Wetter. Wie früher auch. Für den Anwalt Jung ist es aber Klima, bzw. das Erleben desselben. 

Es ist für den Chronisten ermüdend den weiteren Unsinn zu dokumentieren, die dieser Lobbyist im Gewande eines Abgeordneten noch so von sich gab.. nur eines noch sei mir gestattet:

Jung führt jetzt –unwiderlegbar- höhere Mächte ins Feld, denn er sagt doch tatsächlich..

Als Christdemokrat möchte ich Ihnen noch dazusagen: Uns Christdemokraten geht es beim Klimaschutz um die Bewahrung der Schöpfung. Diese Auffassung teilen wir übrigens mit dem Papst. …. Aber für das Christentum, Herr Hilse, spricht nicht die AfD, für das Christentum spricht der Papst;

Um dann sofort etwas zu relativieren, denn die Evangelen gibt es ja auch noch

…er ist jedenfalls eine gewichtige Stimme.

Das müsste doch wohl gesessen haben! Der ultimative Hieb für die Gottlosen. Glaubt er wenigstens. Für Herrn Jung sind zwar schon die ..übergroßen Mehrheit der Wissenschaftler.. Beweis genug, aber es kann ja nichts schaden zur Absicherung noch auch die höchste katholische Instanz zu bemühen. Den Papst! Gottes Stellvertreter auf Erden.

Mein Fazit:

Besser als dieser Herr Jung, kann eigentlich niemand demonstrieren, dass die es sich bei der ganzen Klima-Geschichte um eine reine Glaubenslehre handelt. Gern auch mittels Wissenschaft, Wissenschaftlern garniert? Wenn´s sein muss, dann aber natürlich die übergroßen Mehrheit derselben;

Aber noch besser ist der Papst.

Denn was der sagt ist unfehlbar. So verlangt es jedenfalls die immer noch geltende Glaubensdoktrin:

„Die Gesamtheit der Gläubigen, welche die Salbung von dem Heiligen haben, kann im Glauben nicht irren.“[1][

Und so glaubt es auch Herr Andreas Jung. Deswegen war es für ihn auch völlig unnötig sich mit den vielen Zahlen und Fakten im Antrag zu beschäftigen, die stören nur bei der Ausübung des reinen Glaubens. Um schlussendlich dann noch dem Volk, dass all dies zu erdulden hat zu drohen:

Aber wir Deutsche haben eine besondere Verantwortung; denn bei allen Erfolgen, die noch nicht weit genug gehen, aber unstreitig sind, haben wir in Deutschland nach wie vor einen Pro-Kopf-Ausstoß an CO2, der erheblich größer ist als der Durchschnitt in der Welt. 
(Beifall bei der AfD: Wir sind eine Industrienation!) 


Wir werden jene, die wir zur Erreichung unserer Ziele brauchen, nicht ermuntern, etwas zu tun, wenn wir nicht vorbildlich sind. Deshalb müssen wir vorankommen. Deshalb müssen wir zeigen, dass es in einem Industrieland möglich ist, engagierten Klimaschutz zu machen und zugleich so umzusetzen, dass Wohlstand erhaltenbleibt, dass Arbeitsplätze erhalten bleiben. So muss Klimaschutz engagiert und effizient umgesetzt werden. Das ist unsere Verantwortung. Wir werden das gemeinsam mit den internationalen Partnernangehen. „

Auch bei diesem weiteren Glaubensbekenntnis offenbart Vorreiter Jung mal wieder seine völlige Ignoranz. Hätte er sich nur einmal in der Welt umgeblickt, dann wäre ihm dreierlei aufgefallen.

  1. ..ein Blick in den jüngsten BP Report hätte ihm gezeigt, dass außer den „bösen“ USA und einigen wenigen krisengebeutelten oder gar kriegsgeschüttelten Ländern, wie z.B. die Ukraine, kein Land seine CO2 Emissionen gesenkt hat. Weder Deutschland, noch die per Lippenbekenntnis ebenso klimafanatische EU, und schon gar nicht die Riesenländer wie China oder Indien. Deren Emissionen stiegen sogar steil an. Da ist nix mit internationalen Partnern.
  2. ..hätte er sich überdies noch ein paar weitere Statistiken angeschaut, die klar zeigen, wie eng CO2 Emissionen pro Kopf und Wohlstand zusammenhängen, dann hätte er erkennen müssen, dass wer fordert, dass Deutschland seine pro Kopf Emissionen auf das Niveau der Inder senken müsse, ebenso fordert auf das Armutsniveau der Inder herabzusteigen. Wer das nicht begreift ist überall fehl am Platz, nicht nur im Bundestag.
  3. ..dass auch der tüchtigste und brutalste Vorreiter (das waren die, die ihrer Herrschaft in den Kutschen den Weg durch den Pöbel bahnten) sich hin und wieder vergewissern sollte, dass seine Kutsche samt Herrschaft ihm noch folgt. Die AfD hatmit ihrem Antrag nachgewiesen, dass dies schon lange nicht mehr der Fall ist. Widerlegen konnte das keiner. Jung und all die anderen weigern sich jedoch, die Realität anzuerkennen.

Es gilt immer noch das Wort der scharfen Beobachterin der Deutschen, Hannah Arendt die feststellte:..„der wohl hervorstechendste und auch erschreckendste Aspekt der deutschen Realitätsflucht“, liege ..„in der Haltung, mit Tatsachen umzugehen, als handele es sich um bloße Meinungen“!

Wer glaubt denen noch?

Wer wählt die noch?

 

 

 

 

 

 

[1]Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen gentium Nr. 12

 

13 Jul 09:44

Südkoreas Solarfelder rutschen ab – wörtlich gemeint, einen Hang hinunter.

by Andreas Demmig

Wegen Copyright, hier der Link zum Originalbild (und Beitrag) der The Korea Times.

Der Korea Forst Service und fast 30.000 Solarpanel-Betreiber werden bei der Inspektion helfen. Solarenergie, eine wachsende Investitionen in Südkorea, hat  eine Reihe von Umweltproblemen verursacht , obwohl Solarenergie als eine relativ starke Energiequelle angesehen wird, wie die Korea Times berichtet.

„Basierend auf der Inspektion wird die Regierung stärkere Sicherheitsmaßnahmen für Solarkraftwerke vorbereiten“, sagte das Ministerium in einer Erklärung.

Südkorea hat den Bau von 3.000 Solarkraftwerken im ganzen Land subventioniert, von denen 600 in den Bergen installiert wurden. Die Installationsorte sind von Bäumen und anderem Pflanzen befreit, wodurch der Boden offen und anfällig für Regen und Wegschwemmen ist. Die Infrastruktur hat mehrere Erdrutsche ausgelöst.

„Wenn man Sonnenkollektoren auf Bergen, Feldern oder über Stauseen baut, wird das Ökosystem dort unweigerlich zerstört. Wenn man den Herstellungsprozess von Sonnenkollektoren in Betracht zieht, ist es überhaupt nicht umweltfreundlich „, sagte Lee Duck-hwan, Professor an der Sogang University.

Sonnenkollektoren sind auch in anderen Teilen Asiens die Ursache von Umweltproblemen.  Chinas alternde Solar-Infrastruktur ist eine langsam tickende Umwelt-Zeitbombe, da das Land weiterhin Sonnenkollektoren verschrottet, ohne sie recyceln zu wollen. [Im Original, hier der Link zum unten angehängten Bericht]

Erschienen am 05.07.2018 auf The Daily Caller

http://dailycaller.com/2018/07/05/south-korea-power-plan/

* * *

 

Alte Sonnenkollektoren bedeuten Umweltprobleme in China

Andrew Follett

Tausende alternde Solarzellen, die in ganz China aufgestellt sind, könnten laut Branchenexperten in den nächsten zwei Jahrzehnten große Umweltprobleme bedeuten.

China hat mehr Solarkraftwerke als jedes andere Land und betreibt etwa doppelt so viele Sonnenkollektoren wie die USA, ohne dass Pläne für die Entsorgung der alten Panels bestehen.

„In zwei oder drei Jahrzehnten wird das Ganze mit voller Wucht auf uns zukommen und die Umwelt zerstören, wenn die Schätzung stimmt. Dies ist eine riesige Mengen an Abfällen und sie sind nicht leicht zu recyceln.“  sagte Tian Min, General Manager eines chinesischen Recyclingunternehmens  gegenüber der South China Morning Post im Juli 2017.

Laut Lu Fang, dem Generalsekretär der Solarenergie der China Renewable Energy Society, könnten 2050 an Abfall 20 Millionen Tonnen Sonnenkollektoren anfallen.

Sonnenkollektoren nutzen gefährliche Materialien wie Schwefelsäure und Monophosphan im Herstellungsprozess, der sie schwer zu recyceln macht. Sonnenkollektoren haben auch eine relativ kurze Lebensdauer und können nicht ohne Schutz gegen Verschmutzung auf einer Mülldeponie gelagert werden.

Sonnenkollektoren bedeuten 300 Mal mehr Giftmüll pro produzierter Stromeinheit als Kernkraftwerke,  so die Untersuchung der grünen Gruppe Environmental Progress. Sonnenkollektoren verwenden Schwermetalle, einschließlich Blei, Chrom und Cadmium, die die Umwelt schädigen können. Die Gefahren nuklearer Abfälle sind gut bekannt und können eingeplant werden, aber es wurde nur  sehr wenig  unternommen, um die Probleme der solaren Abfälle zu verringern.

Das nahe gelegene Japan sucht bereits nach Möglichkeiten, seinen wachsenden Bestand an Solar Panelschrott wiederzuverwenden, der bis 2020 voraussichtlich auf 10.000 Tonnen und bis 2040 auf 800.000 Tonnen pro Jahr wachsen wird. Doch Regierungen wie Japan und China, die die Solarenergie stark unterstützen, fordern nicht, dass die Hersteller solaren Abfälle sammeln und entsorgen müssen.

Untersuchungen zeigen, dass Sonnenkollektoren nicht einmal eine effektive Möglichkeit zur Verringerung von Treibhausgasemissionen darstellen, was die Begründung für die Förderung der Technologie in Frage stellt.

Die Nettoauswirkung von Solarmodulen steigerte die Kohlendioxidemissionen (CO2-Emissionen) aufgrund des Energieverbrauchs beim Bau vorübergehend, wie eine im Dezember 2016 veröffentlichte Studie ergab. Die Solarbranche ist „ein vorübergehender Nettoemitter von Treibhausgasemissionen“, aber modernere Solarzellen haben geringere Umweltauswirkungen als ältere Modelle. Wissenschaftler schätzen, dass die Solarbranche bis spätestens 2018 insgesamt positive Umweltauswirkungen haben könnte.

Offizielle Daten deuten darauf hin, dass der Bau von Solarmodulen die Emissionen des potenten Treibhausgases Stickstofftrifluorid (NF3), das  als Treibhausgas über einen Zeitraum von 100 Jahren 17.200-mal stärker wirkt als CO2, signifikant erhöht. Die NF3-Emissionen sind in den letzten 25 Jahren um 1.057 Prozent gestiegen. Im Vergleich dazu stiegen die CO2 Emissionen in den USA im gleichen Zeitraum nur um etwa 5 Prozent.

Erschienen auf The Daily Caller am 01.08.2017

http://dailycaller.com/2017/08/01/old-solar-panels-causing-an-environmental-crisis-in-china/

Alle Übersetzungen Andreas Demmig

13 Jul 09:44

Europäischer Gerichtshof: Großbritannien darf AKW-Bau fördern

by ZEIT ONLINE: Wirtschaft -
Der Europäischen Gerichtshof hat eine Klage gegen staatliche Hilfen für ein britisches Atomkraftwerk abgewiesen. Großbritannien dürfe seinen Energiemix selbst bestimmen.
11 Jul 07:59

Trial wipes out over 80% of Australian disease-spreading mosquito

10 Jul 07:33

Natural Nuclear Fission Reactor

10 Jul 06:56

Glow: Better Reversible Generative Models

10 Jul 06:56

DIA Study: Warp Drive, Dark Energy, and the Manipulation of Extra Dimensions

10 Jul 06:56

How to Analyze Billions of Records per Second on a Single Desktop PC

10 Jul 06:56

Rettungsaktion in Thailand: Was wir wissen – und was nicht

by ZEIT ONLINE: Wissen - Alina Schadwinkel
Acht Jungen sind befreit, der Rettungseinsatz läuft. Medien weltweit überschlagen sich mit Meldungen zu Thailands Höhlenunglück. Doch was ist bestätigt? Ein Faktencheck
10 Jul 06:56

Eltern entscheiden selbst über Internetnutzung ihrer Kinder

by Udo Vetter

Ein Familienrichter braucht einen guten Grund, wenn er Eltern vorschreiben will, ob und in welchem Umfang deren Kinder das Internet nutzen bzw. ein Smartphone besitzen dürfen. Das Oberlandesgericht Frankfurt stellt in einem aktuellen Beschluss klar, dass hierzu konkrete Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Kindeswohls vorliegen müssen.

Ein Familienrichter hatte der Mutter eines achtjährigen Mädchens, die vom Vater des Kindes getrennt lebt, das Aufenthaltsbestimmungsrecht übertragen. Bei der Anhörung hatte sich herausgestellt, dass das Mädchen über Geräte der Mutter online gehen konnte; außerdem besaß das Kind ein eigenes Smartphone. Dem Richter gefiel das nicht, deshalb ordnete er Beschränkungen an. Unter anderem sollte das Kind bis zum 12. Geburtstag kein Smartphone haben dürfen.

Die Eltern des Mädchens wandten sich gemeinsam gegen die Anordnung. Mit Erfolg. Eine Gefährdung des Kindeswohls müsse nicht nur möglich erscheinen, sondern mit „ziemlicher Sicherheit“ zu erwarten sein, sagt das Oberlandesgericht. Es sei nicht Aufgabe des Staates, die „perfekten“ Erziehungsmethoden vorzugeben. Vielmehr dürfe in die Grundrechte der Eltern und auch des Kindes nur eingegriffen werden, wenn konkrete Schäden drohen.

Das Gericht sieht zwar eine potenzielle Gefährdung durch „smarte Technologien und Medien“. Gefahren seien aber auch gegeben, wenn Eltern ihre Kinder zu lange vor dem Fernseher sitzen lassen oder die Kindern ausschließlich Junkfood bekommen. Das Gericht sieht zahlreiche individuelle Spielräume, in denen Eltern eigenverantwortlich ihr Erziehungsrecht ausüben können. Ausdrücklich weist das Gericht darauf hin, die Nutzung digitaler Medien durch Kinder müsse nicht komplett untersagt, sondern pädagogisch begleitet werden (Aktenzeichen 2 UF 41/18).

09 Jul 15:29

What cracking open a Sonos One tells us about the Sonos IPO

09 Jul 15:29

British geologist Herbert Henry Thomas’ seminal study on Stonehenge was wrong

09 Jul 15:25

Jetzt patchen! Exploit-Code für extrem kritische Lücke in HPE iLO4 öffentlich

Sendet ein Angreifer eine cURL-Anfrage mit „AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAA“ an verwundbare HP-Proliant-Server, könnte er diese übernehmen.
09 Jul 15:23

After Strava, Polar is Revealing the Homes of Soldiers and Spies

by Foeke Postma

Polar, a fitness app, is revealing the homes and lives of people exercising in secretive locations, such as intelligence agencies, military bases and airfields, nuclear weapons storage sites, and embassies around the world, a joint investigation of Bellingcat and Dutch journalism platform De Correspondent reveals. 

In January Nathan Ruser discovered that the fitness app Strava revealed sensitive locations throughout the world as it tracked and published the exercises of individuals, including soldiers at secret (or, “secret”) military outposts. The discovery of those military sites made headlines globally, but Polar, which can feed into the Strava app, is revealing even more.

The manufacturing company known for making the world’s first wireless heart-rate monitor uses its site ‘Polar Flow’ as a social platform where users can share their runs. Compared to the similar services of Garmin and Strava, Polar publicizes more data per user in a more accessible way, with potentially disastrous results. 

Exercises tracked at a military base in the Middle East. Red squares with white dots are clusters of many more sessions which started at that location.

Home is where the heart is

By showing all the sessions of an individual combined onto a single map, Polar is not only revealing the heart rates, routes, dates, time, duration, and pace of exercises carried out by individuals at military sites, but also revealing the same information from what are likely their homes as well. Tracing all of this information is very simple through the site: find a military base, select an exercise published there to identify the attached profile, and see where else this person has exercised. As people tend to turn their fitness trackers on/off when leaving or entering their homes, they unwittingly mark their houses on the map. Users often use their full names in their profiles, accompanied by a profile picture — even if they did not connect their Facebook profile to their Polar account.

Secretive locations are blurred by Google on satellite imagery, but Polar reveals the invidiuals exercising there.

Polar is not the only app doing this, but the difference between it and other popular fitness platforms, such as Strava or Garmin, is that these other sites require you to navigate to a specific person to view separate instances of his or her sessions, each exercise having its own small map. Moreover, they often limit the number of exercises that can be viewed. Polar makes it far worse by showing all the exercises of an individual done since 2014, all over the world on a single map.  

As a result, you only need to navigate to an interesting site, select one of the profiles exercising there, and you can get a full history of that individual. 

Polar’s map based on individualized data, showing exercises done by one person in the Middle East, and the United States.

Recorded activities globally from the past 6 months. Left to right: Global, North Korea and South Korea, French Polynesia, Antarctica.

Know by heart

With only a few clicks, a high-ranking officer of an airbase known to host nuclear weapons can be found jogging across the compound in the morning. From a house not too far from that base, he started and finished many more runs on early Sunday mornings. His favorite path is through a forest, but sometimes he starts and ends at a car park further away. The profile shows his full name.

Activities normally shrouded in secrecy are laid bare with incredible detail. At a U.S. Air Force base where armed drones are stationed, an intelligence officer can be found exercising. Again, his name and profile picture openly available.

We can find Western military personnel in Afghanistan through the Polar site. Cross-checking one name and profile picture with social media confirmed one soldier or officer’s identity. Polar showed his runs in several military bases spread throughout the Middle East, as well as the start and finish of dozens of exercises from a house in New York state. In early 2017, as the Polar app freely tells us, he made a trip to the west-side of the US and used a bike there. He also logged exercise from a hotel during a stay in Thailand. All this activity was accompanied with a time-stamp, his exact route, his heart-rate, and the amount of calories he burned.

Exercises tracked at a military base in Africa.

We can go through other military bases in the Middle East, Southern Asia, and Africa to find Western military servicemen and women and cross-reference their full names with social network profiles, including LinkedIn. A selection of individuals that we found on the Polar site who were identifiable from their public information, and whose homes we where able to locate includes:

  • Military personnel exercising at bases known, or strongly suspected, to host nuclear weapons.
  • Individuals exercising at intelligence agencies, as well as embassies, their homes, and other locations.
  • Persons working at the FBI and NSA.
  • Military personnel specialised in Cyber Security, IT, Missile Defence, Intelligence and other sensitive domains.
  • Persons serving on submarines, exercising at a submarine bases.
  • Individuals both from management and security working at nuclear power plants.
  • A CEO of a manufacturing company, exercising in locations all over the world.
  • Americans in the Green Zone in Baghdad.
  • Russian soldiers in Crimea.
  • Military personnel at Guantanamo Bay.
  • Troops stationed near the North Korean border.  
  • Airmen involved in the battle against the Islamic State. 

This list is not exhaustive. We were able to scrape Polar’s site (another security flaw) for individuals exercising at 200+ of such senstive sites, and we gathered a list of nearly 6,500 unique users. Together, these users had made over 650.000 exercises, marking the places they work, live, and go on vacation.

The security implications are obviously grave. In countries where soldiers were banned from wearing their uniforms on the street in the off-chance that they would run into a potential terrorist, addresses and living patterns can now be found easily by anyone with internet access and the wits to use Polar’s site. In its current form, it is not difficult to find the time of deployment, home, photograph, and the function of a soldier in a conflict zone. It does not take much imagination to see how this information could be used in dangerous ways by extremists or state intelligence services. This is especially concerning considering the data we managed to gather on personnel at multiple nuclear weapons storage sites.

The risk from Polar’s open data set also poses a risk to civilians, as those with ill intentions could use Polar to see when, and for how long, users in an area tend to be away from their homes, as well as when they are abroad if they bring the heart rate sensors with them.

Runners in Amsterdam, The Netherlands.

Open Season

On registering your account, Polar asks you to provide a name, location, height, weight, date of birth, gender and the amount of training per week. Though you can obviously fill in fake information, the majority of users we surveyed provided what seems to be reliable information. Along with the ability to connect your account to Facebook, Polar also offers integration with five other apps (including Strava) to share “all your sessions automatically”. 

Even with turning up the privacy settings, plenty of data will still be available. Here are some examples:  

  • Changing the privacy from ‘Public’ to ‘Followers’ will still let profiles show a name, photo and the location they wrote in during registering to anyone. Users would also need to turn off the option that allows others to become a ‘Follower’ automatically if they want to.
  • Changing the privacy of sessions, even to the most strict, only affects new sessions. Older sessions will remain visible.
  • Other fitness sites, such as Strava, provide the option to automatically prevent your home or work-location from being published. Polar doesn’t.
  • It is possible to remove individual sessions, but many accounts appear to have hundreds of sessions logged, making it a very cumbersome process.
  • There are sessions on the map which are completely private, not linked to anything else. However, once several of these private exercises starting and ending at the same home are located, it is still possible to gather information about when and where a person living there is going.
  • User ID’s connected to “private” runs are easily retrievable, meaning it is still possible to connect exercises at different locations to one person.

The privacy policy has been updated in August 2017, and new accounts do have their default settings set to the most private options available, meaning users have to opt-in to share. In response to our research, Polar stated it recognized the sensitive nature of the data that was being revealed, and decided to temporarily suspend the ‘explore’ function. Polar is also now working on other solutions to these issues, such as adding the ability to remove the exercise history in one go. 

Drawbacks

As with most open sources, Polar’s platform has its limitations. The Polar data relies on GPS, which can be inaccurate and spoofed, as Bellingcat described in an article on how to use Strava data. Moreover, users can (and probably should) turn their sensors on/off some distance from their homes. However, this is mostly negated by the fact that after multiple exercises, start- and end-points usually do average out to one particular residence.

The data tends to be accurate enough to tell when users are on the street, or on the property of a particular house. It becomes more difficult when dealing with dense cities and apartment buildings, though most fitness trackers seem to track elevation fairly accurately. In one instance, we tracked an individual working at a senstive location back to an appartment building. This person often started running in front of the building on the ground, but also had occasionally started an exercise at a much higher altitude. The difference between those two heights, combined with the coordinates, matched an exact floor within the apartment building. 

The Heart of the Matter

Finding the names and even addresses of soldiers online is in itself not new. The amount of data people are (unknowingly) putting online has long raised concerns with both the public and with governments. Separate social media accounts, posts, and information can be pieced together to provide a fairly complete picture about an individual. As seen in hundreds of articles on Bellingcat and other open source-focused sites, images and videos reveal a lot of information and can be used in geolocation to provide additional context. What is new is how easy it has become to track individuals using fitness apps such as Strava, and especially with the scale and speed of Polar.

The U.S. military has already reviewed its rules for fitness trackers, and it is likely other countries will have done so too. However, it was still possible to identify plenty of American users at many military locations. It is also worth noting that this is only data from Polar heart rate monitors, while there is a whole world of tracking devices and apps out there. Chinese fitness apps, for example, are already used by hundreds of millions and are sponsored by the government, which aims to develop ”a variety of fitness activities and special sports items”.

Clusters of individual exercises. Left: Hong Kong, Right: Moscow

Fitness devices and apps are just one more area where people need to be aware of what kind of data they are sharing, particularly as they strongly rely on sensitive data such as location and health-metrics. As always, check your app-permissions, try to anonymize your online presence, and, if you still insist on tracking your activities, start and end sessions in a public space, not at your front door. Finally, if you want absolute assurance that you are not running into data-pitfalls during future exercises, you could leave your device at home, so you can jog around anonymously to your heart’s content.

 

Foeke Postma (@FoekePostma) is a researcher on peace and security. He works at PAX, where he specializes in humanitarian disarmament. 

The author would like to thank Aric Toler (@AricToler) for editing and feedback, as well as Wim Zwijnenburg (@wammezz) for his help.

The articles on De Correspondent:
Main story
Methodology
How we dealt with this sensitive data
Tips for fitness-tracker users

The post After Strava, Polar is Revealing the Homes of Soldiers and Spies appeared first on bellingcat.

09 Jul 08:53

The EPA Is Hiding Proof That a Widely Used Chemical Causes Leukemia

09 Jul 08:33

Wegen Diesel-Skandal: Hilfe! Die Stadt legt unser Auto lahm

by Marc Kniepkamp
Diesel-Fahrer müssen seit der Aufdeckung des Skandals um Betrügereien mit der Schadstoffsoftware zittern. Das gilt auch für Helmut Steinle und die Familie seiner Tochter. Doch er setzt sich zur Wehr.
09 Jul 08:33

Bericht: Microsoft Andromeda kommt definitiv nicht mehr 2018

by Albert Jelica

Microsoft Andromeda ist wohl eines der interessantesten Projekte, die aktuell bei den Redmondern entwickelt werden. Der Hybrid aus Smartphone und Tablet soll zwei Displays besitzen und laut einer durchgesickerten Microsoft-Mail die Grenzen zwischen Smartphone und PC verschwimmen lassen.

Surface Phone 2018 wird nichts

Erst vor wenigen Tagen hatten wir berichtet, dass dieses Surface Phone verschoben oder sogar eingestellt wurde. Diese Berichte hat Microsoft-Insider Tom Warren nun bestätigt. Seinen Informationen zufolge soll dieses Gerät tatsächlich nicht mehr in diesem Jahr erscheinen.

Demnach sei Andromeda OS schlichtweg noch nicht bereit für den Markt. Bei Andromeda OS handelt es sich um Windows 10, das für Geräte mit zwei Displays optimiert wurde. Dieses System basiert auf Windows Core OS, das auch im Surface Hub 2 zum Einsatz kommen wird. Die entsprechende Version für Microsoft Andromeda und ähnliche Hardware ist schlichtweg nicht bereit.

Surface Phone 2018 – Gesamtes Projekt wird nochmals geprüft

Die Nachrichten zum Surface Phone, auf das Fans lange sehnsüchtig warten, werden nicht besser. Laut Tom Warren werde das gesamte Projekt aktuell nochmals geprüft, um die Sinnhaftigkeit der Fortsetzung der Entwicklung zu evaluieren. Grund dafür ist, dass es momentan schlichtweg kein App-Ökosystem gibt rund um das Produkt. Microsoft hat in der Vergangenheit bereits gelernt, dass es außerordentlich schwer sein kann, Entwickler für ein neues Produkt zu begeistern. Zudem werden auch Progressive Web Apps nur von einigen wenigen Unternehmen angeboten und dann auch noch mit Einschränkungen.


Quelle: Twitter

Der Beitrag Bericht: Microsoft Andromeda kommt definitiv nicht mehr 2018 erschien zuerst auf WindowsArea.de.

06 Jul 11:09

A graph of programming languages connected through compilers

06 Jul 11:08

Lücken im Lebenslauf: So solltest du damit umgehen - aus Sicht eines Profis

Eine berufliche Auszeit, aus eigenem Antrieb oder erzwungen: Damit wissen Bewerber oft nicht umzugehen. Wir haben einen HR-Manager gefragt, wie er generell zu Lücken im Lebenslauf steht.

Eines ist wichtig zu verstehen, wenn wir über Lücken im Lebenslauf sprechen: Den geradlinigen Werdegang gibt es immer seltener! Mit den steigenden Angeboten auf dem Arbeitsmarkt probieren sich vor allem junge Menschen zunehmend aus. Sie beginnen ein Studium und brechen es wieder ab oder bereisen ferne Länder – bevor es von der Schulbank in den Lehrsaal der Universität geht.

Und selbst ältere Arbeitnehmer haben in ihrem Leben häufiger weiße Flecken im Lebenslauf. Sei es aufgrund der Familienplanung, der Pflege der Eltern, weil ein Arbeitgeber in die Insolvenz gegangen ist oder weil man sich beruflich neu orientieren will. Nicht selten gönnen sich langjährige Berufstätige aber auch konsequente Auszeiten, um den Geist wieder auf Trab zu bringen.

Lücken im Lebenslauf lassen sich in der Regel erklären

Lücken im Lebenslauf sind nicht automatisch mit einer Absage verbunden. (Foto: Shutterstock-baranq)

Dass das so ist, bestätigt auch Christoph Schipper. Der Hamburger ist Personaler beim Startup Jimdo. Er bemerkt seit einiger Zeit, dass der Trend auf jeden Fall zu mehr Lücken im Lebenslauf geht. „Vor allem Sabbaticals oder längere Auslandsaufenthalte wie Weltreisen nehmen immer mehr zu“, weiß Schipper zu berichten. Und er glaubt, dass Arbeitnehmer sich das inzwischen trauen dürfen, denn die Angst, aufgrund einer Auszeit per se nicht mehr ernstgenommen zu werden, sei viel zu oft völlig unbegründet: „Bewerber sollten sich mittlerweile bewusst sein, dass eine Auszeit im Lebenslauf nicht automatisch mit einer Absage verbunden ist.“

Positiv reagieren Personaler vor allem dann, wenn die Auszeit nicht untätig verbracht worden ist. Wobei „untätig sein“ eben auch eine Frage des Blickwinkels ist. Wer viel reist, wird mindestens seine Sprachfähigkeiten verbessert und seinen kulturellen Horizont erweitert haben. Hier ist das ziemlich offensichtlich.

„Ein Auszeit ist nicht automatisch mit einer Absage verbunden.“

Doch auch Auszeiten, die einzig und alleine der Erholung dienen, müssen nicht gleich ein Manko für die Karriere bedeuten. Wer einen kreativen Job ausübt, kann immer auch darauf verweisen, dass er neue Inspiration gesucht hat. Darauf sollten Bewerber sich beziehen. Wer unverschuldet in eine längere Pause geraten sei, habe meist sowieso handfeste Gründe, verrät uns Christoph Schipper: „Auszeiten für die Pflege eines Familienmitglieds sehen wir beispielsweise überhaupt nicht als Nachteil.“ Nicht selten werde das sogar als Zeichen hoher Fürsorgequalitäten gewertet.

Ein weiterer Faktor, der – neben dem Grund einer Auszeit – von Personalern betrachtet werde, sei die Dauer der Lücke im Lebenslauf. Bei längeren Lücken werde es schwieriger. Denn, klar sei, dass auch irgendwann der Punkt erreicht werde, an dem Bewerber fachlich den Anschluss verpassen könnten: „Vor allem in technischen Bereichen kann es schwierig werden, wenn man vier Jahre lang nicht im Beruf war und so eventuell neue Technologien oder generelle Veränderungen verpasst hat“, räumt der HR-Manager ein.

Wer die Möglichkeit habe, solle auch während der Pause schauen, dass er sich in irgendeiner Art und Weise engagiere. Weiterbildungen oder Ehrenämter böten sich an, denn hier könne man in der Regel frei über die Zeiten entscheiden.

Mut zur Lücke im Lebenslauf: „Seid ehrlich und hört auf mit den ,Schönereien!‘“

Grundsätzlich sollten Bewerber ehrlich mit ihren Lücken umgehen. Insofern man eine Auszeit nicht nur aus Faulheit genommen habe, ließen sich die Gründe in einem persönlichen Gespräch immer auch gut erklären. Von „Lebenslaufschönerei“ rät Christoph Schipper auf jeden Fall strikt ab, denn „am Ende besteht immer die Gefahr, dass die Lügen nach hinten los gehen und durch irgendwelche Umstände ans Tageslicht kommen“.

Auf die Frage hin, ob Bewerber denn wirklich immer ehrlich sind oder die „Schönerei“ inzwischen gängig ist, sagt der erfahrene Personaler: „Mittlerweile bin ich der Meinung, dass die meisten Bewerber ehrlich mit Auszeiten, Wünschen und Erwartungen umgehen.“ Denn für Schipper steht fest: Am Ende kann nur so ein vertrauensvolles und kollegiales Miteinander entstehen.

Erfolgreicher im Job: Diese Apps helfen euch bei der Karriere
Jobsuche: Die kostenlose „Truffls“-App für iOS und Android ist ein Tinder für Bewerber. Wer auf der Suche nach einem interessanten Job ist und fündig wird, swipt einfach nach rechts und schickt einen Lebenslauf ab. Antwortet das Unternehmen, kommt es zum Match. (Grafik: t3n.de / dunnnk)

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Übrigens, auch dieser Beitrag könnte dich interessieren: Lebenslauf ausmisten – Diese Infos können raus

06 Jul 11:08

Preis-Revolution beim MVV: Tarif-Reform ist beschlossen

by Dirk Walter,glomex
Die MVV Tarifreform ist am Freitag beschlossen worden. Statt der bisher 16 Ringe wird es einen Innenstadt-Bereich geben und sechs Zonen rundherum. Auch der Preis der Isarcard verändert sich dadurch.