Shared posts

08 Aug 08:16

Abschiebung trotz Gerichtsbeschluss

by Udo Vetter

Ein Tunesier ist heute aus Deutschland abgeschoben worden, obwohl das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Vortag die Abschiebung verboten hatte. Es geht um einen Mann, der im Verdacht steht, als Leibwächter für Osama bin Laden gearbeitet zu haben.

Nach den vorliegenden Informationen hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen am Donnerstagabend die Abschiebung untersagt. Gleichwohl wurde der Mann heute morgen um ca. 7 Uhr am Düsseldorfer Flughafen in ein Flugzeug nach Tunesien eskortiert. Das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat erklärt, man habe von dem Beschluss nichts gewusst. Dieser sei erst heute morgen um 8.27 Uhr an das BAMF gefaxt worden.

Mittlerweile gibt es auch eine umfassende Stellungnahme des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen zu den zeitlichen Abläufen. Danach hat das Verwaltungsgericht vom Bundesamt ausdrücklich eine Zusage gefordert, dass bis zu einer Entscheidung nicht abgeschoben wird. Dem Gericht sei dann vom Bundesamt geschrieben worden, eine Rückführung für den 12.07., also den Vortag, sei abgesagt. Da eine weitergehende Zusage nicht erfolgte, hat das Verwaltungsgericht dann noch am gleichen Tag bis 19.20 Uhr den 22-seitigen Beschluss ausgearbeitet. Dieser sei allerdings erst heute morgen an das Bundesamt gefaxt worden.

Andererseits ergibt sich aus der Stellungnahme recht deutlich, dass das Bundesamt mit so einem Beschluss zu rechnen hatte. Wieso dann nicht wenigstens noch mal vor einer eventuellen Abschiebung nachgefragt wurde, werden das Land NRW und das BAMF zu erklären haben.

Mich erinnert die Geschichte unangenehm an den Fall des mutmaßlichen Mörders Ali B., den die Bundespolizei ohne Zustimmung des irakischen Staates aus dem Irak nach Deutschland „rückgeführt“ hat. Der über den Einzelfall hinausgehende Kollateralschaden, wenn Behörden anfangen, gerichtliche Entscheidungen zu missachten, kann ganz erheblich sein. Insbesondere sind das alles Sargnägel für die funktionierende Gewaltenteilung und nicht unbedingt Ansporn für den Normalbürger, sich selbst an Recht und Gesetz zu halten.

Nachtrag: Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat angeordnet, dass der Betroffene nach Deutschland zurückgebracht werden muss. Die Abschiebung sei „grob rechtswidrig und verletzt grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien“, teilte das Gericht mit.

08 Aug 08:16

Links 958

by Udo Vetter
08 Aug 08:14

Geheimsache Notaufnahme: Münchner Kliniken sperren Online-Übersicht für Normalbürger

by Armin Geier
Wie ist die Patienten-Situation in den Notaufnahmen der Münchner Krankenhäuser? Darüber konnten sich Medien sowie Normalbürger bis zuletzt stets ein Bild machen. Doch damit ist nun Schluss.
13 Jul 12:55

Achtung: Ein angeblicher Trojaner erpresst dich mit deinem eigenen Passwort

Derzeit macht eine neue Betrugsmasche im Internet die Runde. Die Kriminellen behaupten, sie hätten einen Trojaner auf dem Rechner des Opfers installiert und nutzen als Beweis gestohlene Passwörter. Mit einem neuen Trick wird eine alte E-Mail-Betrugsmasche deutlich glaubwürdiger: Kriminelle verschicken derzeit E-Mails, in denen sie behaupten, sie hätten einen Trojaner auf dem PC des Opfers eingeschleust und ihn bei einer kompromittierenden Tätigkeit über die Webcam gefilmt. Der oder die Erpresser verlangen zwischen 1.400 und 1.900 US-Dollar in Bitcoin für die Löschung dieses Videos. Als Beweis für den angeblichen Trojaner wird ein echtes Passwort des Opfers im Klartext angehängt.

Allerdings gibt es gar keinen Trojaner und das Passwort stammt aus früheren Passwortdiebstählen. Immerhin: Die als Beweis für den angeblichen Trojaner verwendeten Passwörter sind ziemlich alt. In einigen Fällen sogar schon fast zehn Jahre. Da die Passwörter schon vor langer Zeit erbeutet wurden, dürften sie in aller Regel auch nicht mehr verwendet werden. Wenn doch, hätte der Empfänger vermutlich größere Probleme als eine automatisch versendete Erpresser-Mail.

Erpressermasche könnte zukünftig noch verbessert werden

Der Sicherheitsexperte Brian Krebs glaubt, dass diese Betrugsmasche in Zukunft um aktuellere Passwörter herum gestrickt werden könnte. Möglich wäre ein halbautomatisiertes System, das nach jedem größeren Passwortdiebstahl ein Erpresserschreiben nach obigem Muster an alle betroffenen Nutzer versendet. Außerdem könnten Kriminelle gezielt zu diesem Zweck Passwörter abfangen.

Ebenfalls interessant:

13 Jul 12:50

Vom Leihrad zum Gratisrad – das kann Ärger geben

by Udo Vetter

Leihfahrräder scheinen ein großer Markt zu sein. Hier in Düsseldorf mischt derzeit mobike das Stadtbild auf. Die Leihräder der Firma stehen praktisch an jeder Ecke, können per App entriegelt und genutzt werden. Das Fahrtende ist an jedem beliebigen Ort im Stadtgebiet möglich.

Damit hat mobike einen großen Vorteil zu anderen Anbietern wie Call-a-Bike. Deren Räder sind nämlich stationsgebunden, und von den Stationen gibt es gar nicht mal so viele. Wenn man seinen Start- noch Zielort nur mit zusätzlichem Fußmarsch erreicht, ist das Angebot für mich eher reizlos. Auch wenn ich ein eigenes Fahrrad habe, habe ich mich mal bei mobike angemeldet und bin auch schon ein paar Mal damit geradelt. Das System ist simpel, die Bikes mit ihren Vollgummireifen und geringer Höhe tierisch unbequem und behäbig. Aber wenn die Alternative eine stickige Straßenbahn ist, reicht es für die Kurzstrecke allemal.

Ob man Sharing-Unternehmen seine persönlichen Daten anvertraut, ist Geschmackssache. Klar sollte sein, dass Ausleihzeiten und Fahrtstrecken penibel dokumentiert werden. Das macht die eigenen Wege nicht nur nachträglich überprüfbar (zum Beispiel durch die Polizei), sondern die generierten Daten sind garantiert ein lukrativer Zweitmarkt für die Firmen. Mobike zum Beispiel nutzt die Daten schon selbst nicht nur für Abrechnungszwecke. Vielmehr wird jeder Nutzer anhand seines Miet-, Fahr- und Rückgabeverhaltens gescored. Pflegeleichte und emsige Nutzer erhält Rabatte, andere, deren Räder verschwinden oder beschädigt werden, müssen am Ende bis zu 100 Euro für eine 20-minütige Nutzung zahlen. Das Ganze erinnert stark an das Sozialkredit-System, das gerade in China flächendeckend eingeführt wird.

Was mich eigentlich auf das Thema bringt: Ein anderer Anbieter, der an mehreren Orten jeweils hunderte Fahrräder ins Stadtbild gekippt hat, ist mutmaßlich pleite. Die Firma Obike (Sitz in Singapur) soll Insolvenz angemeldet haben. Für die Berliner Behörden ist das Unternehmen nicht erreichbar (Bericht im Tagesspiegel). Die App scheint nicht mehr zu funktionieren; die Räder sind also nutzlos.

Das wiederum bringt findige Aktivisten auf Ideen, etwa die Initiative LibreBike. Der Name ist an sich selbsterklärend. Nutzer sollen die nun „herrenlosen“ Räder befreien. Sozusagen ein erster Schritt zu einem kostenlosen Bikesharing-System. Für die Befreiung der Räder gibt es auf der Seite von LibreBike eine sehr detaillierte Anleitung.

Man könnte allerdings auch von einem Aufruf zu Straftaten sprechen.

Denn aus gutem Grund verliert die Infoseite kein näheres Wort über die juristischen Aspekte. Herrenlos habe ich im letzten Absatz nicht ohne Grund in Anführungszeichen gesetzt. Denn selbst im Fall einer Insolvenz des Anbieters ist es natürlich keinesfalls so, dass man sich die Bikes jetzt unter den Nagel reißen kann. Sie haben nach wie vor einen Eigentümer, im Zweifel wird es nach wie vor der bisherige sein. Ein Insolvenzverfahren ändert insoweit nichts.

Die Manipulation am Radschloss inklusive Entfernung des Solarpanels ist eine strafbare Sachbeschädigung (§ 303 StGB). Und selbst wenn man ein von anderen befreites LibreBike nur für eine kleine Fahrt nutzen will, sollte man vorsichtig sein. Nicht nur der unbefugte Gebrauch eines Kraftfahrzeuges ist strafbar. Sondern auch der unbefugte Gebrauch eines Fahrrades (§ 248b StGB). Wer also auf einem bereits geknackten Leihfahrrad angetroffen wird, riskiert ganz eindeutig ein Strafverfahren. Da hilft dann auch die Ausrede nichts, dass man das Rad gar nicht behalten wollte. Denn auf diesen Willen kommt es gar nicht an.

Wenn man sich ein Leihfahrrad dann auch noch dauerhaft in den Keller stellt, wäre es ohnehin ein Diebstahl (§ 242 StGB). Aber das sagt einem ja fast schon der gesunde Menschenverstand.

13 Jul 12:14

First ever color X-ray on a human

13 Jul 09:37

Sextortion Scam Uses Recipient’s Hacked Passwords

by BrianKrebs

Here’s a clever new twist on an old email scam that could serve to make the con far more believable. The message purports to have been sent from a hacker who’s compromised your computer and used your webcam to record a video of you while you were watching porn. The missive threatens to release the video to all your contacts unless you pay a Bitcoin ransom. The new twist? The email now references a real password previously tied to the recipient’s email address.

The basic elements of this sextortion scam email have been around for some time, and usually the only thing that changes with this particular message is the Bitcoin address that frightened targets can use to pay the amount demanded. But this one begins with an unusual opening salvo:

“I’m aware that <substitute password formerly used by recipient here> is your password,” reads the salutation.

The rest is formulaic:

You don’t know me and you’re thinking why you received this e mail, right?

Well, I actually placed a malware on the porn website and guess what, you visited this web site to have fun (you know what I mean). While you were watching the video, your web browser acted as a RDP (Remote Desktop) and a keylogger which provided me access to your display screen and webcam. Right after that, my software gathered all your contacts from your Messenger, Facebook account, and email account.

What exactly did I do?

I made a split-screen video. First part recorded the video you were viewing (you’ve got a fine taste haha), and next part recorded your webcam (Yep! It’s you doing nasty things!).

What should you do?

Well, I believe, $1400 is a fair price for our little secret. You’ll make the payment via Bitcoin to the below address (if you don’t know this, search “how to buy bitcoin” in Google).

BTC Address: 1Dvd7Wb72JBTbAcfTrxSJCZZuf4tsT8V72
(It is cAsE sensitive, so copy and paste it)

Important:

You have 24 hours in order to make the payment. (I have an unique pixel within this email message, and right now I know that you have read this email). If I don’t get the payment, I will send your video to all of your contacts including relatives, coworkers, and so forth. Nonetheless, if I do get paid, I will erase the video immidiately. If you want evidence, reply with “Yes!” and I will send your video recording to your 5 friends. This is a non-negotiable offer, so don’t waste my time and yours by replying to this email.

KrebsOnSecurity heard from three different readers who received a similar email in the past 72 hours. In every case, the recipients said the password referenced in the email’s opening sentence was in fact a password they had previously used at an account online that was tied to their email address.

However, all three recipients said the password was close to ten years old, and that none of the passwords cited in the sextortion email they received had been used anytime on their current computers.

It is likely that this improved sextortion attempt is at least semi-automated: My guess is that the perpetrator has created some kind of script that draws directly from the usernames and passwords from a given data breach at a popular Web site that happened more than a decade ago, and that every victim who had their password compromised as part of that breach is getting this same email at the address used to sign up at that hacked Web site.

I suspect that as this scam gets refined even more, perpetrators will begin using more recent and relevant passwords — and perhaps other personal data that can be found online — to convince people that the hacking threat is real. That’s because there are a number of shady password lookup services online that index billions of usernames (i.e. email addresses) and passwords stolen in some of the biggest data breaches to date.

Alternatively, an industrious scammer could simply execute this scheme using a customer database from a freshly hacked Web site, emailing all users of that hacked site with a similar message and a current, working password. Tech support scammers also may begin latching onto this method as well.

Sextortion — even semi-automated scams like this one with no actual physical leverage to backstop the extortion demand — is a serious crime that can lead to devastating consequences for victims. Sextortion occurs when someone threatens to distribute your private and sensitive material if you don’t provide them with images of a sexual nature, sexual favors, or money.

According to the FBI, here are some things you can do to avoid becoming a victim:

-Never send compromising images of yourself to anyone, no matter who they are — or who they say they are.
-Don’t open attachments from people you don’t know, and in general be wary of opening attachments even from those you do know.
-Turn off [and/or cover] any web cameras when you are not using them.

The FBI says in many sextortion cases, the perpetrator is an adult pretending to be a teenager, and you are just one of the many victims being targeted by the same person. If you believe you’re a victim of sextortion, or know someone else who is, the FBI wants to hear from you: Contact your local FBI office (or toll-free at 1-800-CALL-FBI).

13 Jul 09:36

Künstliche Temperatur­rekorde II: Washington Post posaunt einen weiteren, potentiell betrüge­rischen „Allzeit-Rekord“ hinaus

by Chris Frey

Alles begann mit diesem Tweet von Freitag, dem 6.7.2018:

Im Artikel der WaPo heißt es dazu:

In Afrika könnte vor ein paar Tagen die höchste Temperatur aller Zeiten aufgetreten sein: 51°C.

Der heißeste Kontinent unseres Planeten war vielleicht Schauplatz des heißesten Wetters, das jemals zuverlässig gemessen worden ist. In einer algerischen Stadt stieg die Temperatur auf 51,3°C. Dies addiert sich zu den Rekordwerten extremer Hitze (hier), welche weltweit während der letzten 10 Tage aufgetreten waren.

Die glühend heiße Temperatur, gemessen in Ouargla, ist möglicherweise die höchste Temperatur, die jemals in Algerien und auch Afrika zuverlässig gemessen worden ist. Der Rekord wurde erstmals durch den Wetterrekord-Experten Maximiliano Herrera erkannt.

Ouargla, eine Stadt mit fast einer halben Million Einwohnern, liegt im nördlichen zentralen Algerien, etwa auf halber Strecke zwischen Marokko und Tunesien:

Lage von Ouargla, markiert mit einem roten Pfeil (Google)

Die Temperaturmessung von 51,3°C brach den bisherigen Rekord von 50,7°C, gemessen am 13. Juli 1961 in Marokko.

Erstens, das Schlüsselwort hier lautet „zuverlässig“. Mehr dazu weiter unten.

Zweitens, der Rekord ist bis heute nicht verifiziert. Während sowohl den Synop-Daten als auch den von Weather Underground gesammelten Daten zufolge die Temperatur von 51,3°C erreicht worden ist, und zwar zwischen 15 und 18 Uhr lokaler Zeit, scheint es so, als ob selbst bei diesem behaupteten Rekord, von der WaPo zu „Big News“ aufgeblasen, echte Probleme auftreten, sehr ähnlich der Art des zurückgewiesenen Allzeit-Temperaturrekord in Schottland (hier, auf Deutsch beim EIKE hier).

Hier folgt das SYNOP-Bulletin. Man beachte den Wert von 51,3°C:

Man beachte, dass aus der Ablesung der Maximum-Temperatur von 51,3°C nicht hervorgeht, zu welcher Uhrzeit sie gemacht worden ist, aber man kann aufgrund der Daten aus der Umgebung vermuten, dass es irgendwann zwischen 15 und 18 Uhr lokaler Zeit war. Man beachte auch den Wind während jenes Zeitraumes.

Im Falle des Rekords in Schottland hat das UK diesen näher untersucht und gesagt:

Auf den ersten Blick scheint der Motherwell-Rekord plausibel vor dem Hintergrund der allgemeinen Bedingungen an jenem Tag und wurde auch als solcher dargestellt. Allerdings schauen wir bei jedem neuen Rekord genau hin um sicherzustellen, dass die Messung einer Nachprüfung standhält. Diese Untersuchung umfasst u. A. eine statistische Analyse der Stationsdaten, eine Evaluierung im Vergleich zu Nachbarstationen und in einigen Fällen zusätzliche Untersuchungen vor Ort, um unerwartete Einflüsse mit dem Instrument oder der Ausrüstung zu erkennen. Mit all dem wollen wir sicherstellen, dass die Messung unseren geforderten Standards genügt.

Unglücklicherweise gibt es bei diesem besonderen Beispiel Beweise, dass ein Lastwagen mit laufendem Motor am 28. Juni zu nahe der Messwiese am Stevenson Screen geparkt hat, in welchem sich die Thermometer befanden.

Obwohl die Messung plausibel erscheint angesichts der herrschenden Wetterlage können wir nicht ausschließen, dass die Messung durch diesen nicht mit dem Wetter verbundenen Faktor kontaminiert worden ist.

Es hing also mit der Lage zusammen. Es stellte sich heraus, dass ein Eiskrem-Wagen nahe der Station geparkt war. Die Temperatur wurde an der falschen Stelle gemessen, nämlich dort, wo sich ein unerwarteter Bias eingeschlichen hat.

Drittens, das Met. Office von Algerien scheint nicht interessiert zu sein. Im Falle Ouargla könnte man denken, dass der Algerische Wetterdienst mit der Zentrale in Algier den Rekord zumindest erwähnt hätte, etwa „möglicherweise die höchste Temperatur, die jemals in Algerien und Afrika gemessen worden ist“ … aber da war nichts dergleichen. Entweder hat man es dort gar nicht bemerkt, oder man dachte, es sei meteorologisch/klimatologisch unerheblich. Was ich unter Punkt 5 weiter unten entdeckte, scheint der Grund zu sein, warum man kein Aufhebens darum machte.

Viertens, die Aufstellung des Thermometers erfolgte an einem Flughafen mit viel militärischem Flugverkehr, direkt neben der Rollbahn. Nachdem ich stundenlang Google Earth und andere Quellen miteinander verglichen hatte, habe ich identifiziert, was mit der Wetterstation am Ouargla Airport (OGX) los war, jetzt bekannt als Ain Beda Airport (ICAO-Kennung DAUU). Hier folgt das entsprechende Foto von Google Earth:

Ouargla Airport (OGX), jetzt bekannt als Ain Beda Airport (ICAO-Kennung DAUU). Die Standorte des Terminals und der algerischen Luftwaffenbasis sind markiert.

Und hier ein näherer Blick auf den zivilen Bereich des Flughafens:

Quelle

Flughäfen sind KEINE geeigneten Orte, um Klimawandel oder auch nur Rekordwerte beiderlei Vorzeichens zu messen. Warum? Weil es Orte mit viel Dynamik sind: Flugzeug-Abgase, sich ändernde Infrastruktur und konstanter Energieverbrauch. Man betrachte nur einmal das kleine Gebiet für den Jet oben. Er muss sich um 360 Grad drehen, und das bläst die Abgase überall hin. Beeinflusst dies den Temperatursensor? Wer kann schon mit Sicherheit ohne einen Flugplan den Rekordwert vergleichen? Aber falls das Met. Office einen Allzeit-Temperaturrekord aussortieren kann wegen eines Abgase ausstoßenden LKWs in der Nähe, dann würde man vermuten, dass meteorologische Fachkräfte untersuchen wollen, ob bzgl. Flugzeugen das Gleiche am Ouargla Airport der Fall war.

Fünftens, auf dem Flughafen wird derzeit gebaut. Eine Erweiterung des zivilen öffentlichen Bereiches ist für dieses Jahr 2018 geplant, wie aus folgendem Artikel aus dem Jahr 2017 hervorgeht:

Ein Projekt, das Terminal des Ain El Beda Airports in Ouargla zu erweitern, wird 2018 in Angriff genommen. Dies sagt der Transport-Manager des Flughafens. Die technischen Untersuchungen bzgl. dieses Vorhabens sind abgeschlossen, und die Arbeiten werden nächstes Jahr beginnen … *

[Der Autor dieses Beitrags hat die vorstehende Passage mittels Google Translator aus dem Französischen ins Englische übersetzt und diesen Link angegeben. Diese englische Übersetzung wurde ins Deutsche rückübersetzt. Wer des Französischen mächtig ist, sollte diese Passage direkt mit dem französischen Original vergleichen. Anm. d. Übers.]

Nach allem, was wir also wissen, und weil wir keine Bilder von Google Earth nach März 2018 haben, kann dieser Flughafen jetzt ganz anders aussehen. Vielleicht ist dunkle Erde an die Oberfläche gelangt, was die Albedo verändert, so dass der Untergrund in prallem Sonnenschein die Lufttemperatur beeinflusst hat, oder das Thermometer ist versetzt oder in anderer Weise verändert worden. Solange wir keine aktuellen Bilder haben, wissen wir es nicht.

Sechstens, auf der Grundlage des Ortes der AWS (automatische Wetterstation) und seines Temperatursensors im März 2018 sowie aufgrund der Wind-Daten kann der Allzeit-Hitzerekord in Afrika ein Produkt aus schlechter Aufstellung, Wind und Wärmetransport (ober auch Flugzeugabgasen) sein.

Ich habe viele Stunden damit zugebracht, den Temperatursensor zu lokalisieren. Es gibt dafür viele mögliche Stellen, und ich habe es auf einen eingeengt. Unglücklicherweise musste ich mich dabei ausschließlich auf Google Earth stützen, weil Ouargla Airport kein öffentlicher Ort ist und weil es praktisch keine Fotos vor Ort gibt (vermutlich wegen der Gegenwart der Luftwaffenbasis). Hier folgt der von mir als der wahrscheinlichste Aufstellungsort erkannte Kandidat:

Ouargla Airport – der beste Kandidat des Punktes der automatischen Wetterstation.

Und hier eine Nahaufnahme:

Ich habe alle Arten von Bauwerken unter die Lupe genommen und sie identifiziert, als da wären der ILS Sendeturm, Kommunikations-Türme, Flutlicht-Stellen, Windfahnen, Windsäcke usw. Dieser kleine eingezäunte Turm nahe dem Anfang von Rollbahn 20 ist die einzige Struktur, die aus folgenden Gründen in Frage kommt:

1. Sie befindet sich nahe dem Terminal und dem Direktionsgebäude – also kurze Übertragungswege dorthin, wo die Daten benötigt werden.

2. Es ist eine öffentliche Einrichtung mit gemeldeten Wetterdaten, keine militärische Wetterstation. Deshalb ist es sinnvoll, sie näher dem öffentlichen Gebiet zu platzieren.

3. Sie liegt in der Rollbahn-Einflugschneise und ist eingezäunt, um die Menschen fernzuhalten. AWS werden für Bedingungen der Rollbahnen benutzt, nicht für Klimamessungen, darum ist der Aufstellungsort und die Umzäunung sinnvoll.

4. Der Tower hat die richtige Höhe für eine AWS, typischerweise 10 Meter Anemometer-Höhe, und die Temperatursensoren liegen fast immer sehr nahe dieser Art von Türmen, weil man alle Ablesungen von der gleichen Stelle haben will.

5. Nichts sonst in dem gesamten Gebiet ist mir aufgefallen, was geeignet wäre für eine AWS. Die meisten anderen Bauwerke sind viel zu hoch.

Gehen wir also davon aus, dass die markierte Stelle der Aufstellungsort der AWS ist.

Dem SYNOP-Bulletin zufolge dürfte die Maximum-Temperatur zwischen 15 und 18 Uhr lokaler Zeit aufgetreten sein, jedenfalls auf der Grundlage der stündlich gemeldeten Tmax-Temperaturdaten:

Wir können die wahrscheinliche Zeit des Auftretens des Maximums von 51,3°C weiter einengen mittels der archivierten Daten von Weather Undeground:

Man beachte, dass die Temperatur um 14 Uhr gesunken war, jedoch um 15 Uhr wieder 49,9°C erreicht hatte und dass zur gleichen Zeit der Wind auf WSW gedreht hatte mit einer mittleren Geschwindigkeit von ca. 24 km/h. Etwa gegen 15 Uhr ist auch die maximale Sonneneinstrahlung zu erwarten an jener Stelle, was zu maximaler Aufheizung des Bodens führt.

Unter der Annahme, dass sich die AWS wirklich an der von mir vermuteten Stelle befindet – man rate einmal, was im Luv der AWS liegt, wenn der Wind aus WSW kommt?

Richtig! Ein großer Bereich asphaltierten Bodens und eine große Quelle von Flugzeug-Abgasen, wie man im von mir mit Anmerkungen versehenen Bild von Google Earth erkennt:

Eines ist sicher: Bei dieser Windrichtung gab es mit höchster Sicherheit einen Wärmetransport zu der AWS vom Terminal und der asphaltierten Rollbahn. Ich weiß nicht, ob gerade zur jener Zeit dort eine Flugzeugbewegung stattfand, aber falls das so war, würden die Abgase den Wärmetransport noch einmal verstärkt haben.

Ich glaube, dass der „Allzeit-Temperaturrekord in Afrika“ auf künstlichen Heizquellen beruht sowie auf vom Wind bewirkten Wärmetransporten zu jenem Zeitpunkt sowie auf der am besten geeigneten Windrichtung für Wärmetransporte von Terminal und Rollbahn.

Ich stelle damit auch fest, dass dieser Vorgang NICHTS zu tun hat mit globaler Erwärmung bzw. Klimawandel, sondern dass er wenig mehr ist als eine Kombination eines synoptischen meteorologischen Phänomens an jener Station mit über den Normalwerten liegenden Temperaturen, schlechter Thermometer-Platzierung und einem vom Wind getriebenen Wärmetransport-Ereignis.

Meiner Ansicht nach sollte dieser Temperaturrekord verworfen werden, scheint er doch beeinflusst durch künstliche Objekte – genau wie der Eiskrem-Lastwagen nahe der Wetterstation in Schottland.

Falls jemand Näheres von vor Ort beitragen kann zur Bestätigung meiner Theorie wie etwa Fotos oder Videos – bitte als Kommentar zumelden.

Eine letzte Anmerkung: Das NASA GISS zieht diese Station als Teil des GHCN (Global Historical Climate Network) von der NOAA heran. Nach dem Blick auf diesen gebrochenen Rekord und dem oben beschriebenen Szenario – würde dann nicht jeder vernünftige Mensch fragen: WARUM?

Die Moral dieser Geschichte: Wir sollten niemals Wetterstationen an Flughäfen heranziehen, wenn es um Klima-Rekorde geht. Sie stehen dort für Belange der Luftfahrt, nicht für Belange des Klimas. Sie stehen für aktive Energiequellen, Wärmesenken sowie unnatürliche oder künstliche Bodenbeschaffenheit, die nicht repräsentativ ist für das Klima des Gebietes.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/07/07/ouargla-africa-washington-post-promotes-another-potentially-bogus-all-time-high-temperature-record/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

13 Jul 09:36

Bub wurde mit halbem Herz geboren: Ärzte retten dem kleinen Faustus das Leben 

by Sarah Brenner
Faustus Beeger ist mit einem halben Herzen geboren worden – eigentlich ein Todesurteil. Doch ein Kardiologen-Team rettete dem Baby in München das Leben – mithilfe eines weltweit einmaligen Eingriffs.
13 Jul 09:33

Klimaskepti­zismus hat als Ursache eine Läsion im ventro­medialen präfron­talen Cortex

by Chris Frey

Zur Erklärung von Klimaskepsis versagt angestammtes, psychologisches Wissen

Was ausreichend lange „gesellschaftlicher Konsens“ ist, belegt laut katholischer Kirchenlehre automatisch Gottes Willen [4] und dass man mit einer solchen „Konsensstrategie“ (beharre nie zu lange auf der falschen Meinung, sondern erkenne, wann „der Wind sich dreht“), welche zum Schluss sogar zu der Pervertierung des Urgedankens führte, dass das Personal den Beamtenstatus erreichte und vom Staat bezahlt wird, als Institution problemlos Jahrtausende überleben kann.

Irgendwie scheint sich die Zunft der Psychologen daran zu orientieren. Denn schon fast „im Stundentakt“ zeigen uns forschende Psychologen, wie der Bürger Meinungen als „gute“ und als „schlechte“ alleine schon anhand der Konsensbetrachtung unterscheiden kann [2] [3].
Man soll zum Beispiel immer „über die Schreibtischkante“ sehen und beachten, welches die richtige, öffentliche Meinung ist. Stimmt eine Wissenschaft damit – und man selbst ebenfalls – überein, kommen Psychologen mit solchen Probanden dank ihrem angestammten Wissen gut zurecht. Verweigern sich Probanden allerdings standhaft der kritiklosen Zustimmung zur verordneten Meinung, kennt die Psychologie noch keine gefestigten Erklärungen. Und so wurde – und wird – der immer noch frei herumlaufende Homo Klimaskepsis inzwischen zum Objekt umfangreicher Studien.

Eine solche wurde wieder veröffentlicht. Damit auch die EIKE-Leser endlich erfahren, wegen welchem tiefenpsychologisch-medizinischem Befund sie laut neuesten Forschungserkenntnissen EIKE eigentlich lesen – und weil dies eine Krankheit ausweist, es gefälligst sein lassen sollten -, anbei die nötige Information daraus.

Ihr Gehirn schien sich weniger mit der fernen Zukunft zu befassen als das der übrigen Versuchspersonen

Mit einer wahrhaft spektakulären Studie an umfangreichen, 36 Probanden, gelang es Wissenschaftlern in Genf, endlich ein schlimmes Geheimnis zu enthüllen: Klimaskeptiker sind im tiefen Innersten krank. Doch nicht nur das kam dabei heraus, auch eine Lösung wurde für diese Krankheit gleich mit gefunden – modernster Technik sei Dank:
Spektrum.de: [1] Egozentriker kümmern die langfristigen Folgen der globalen Erwärmung wenig. Vielleicht könnte man ihnen mit einer Virtual-Reality-Brille auf die Sprünge helfen.

Wie gelang dieser phänomenale Durchbruch der psychologischen Forscher?

Die Genfer Psychologen sind sich der Ausgangsbasis absolut sicher. Schließlich kann man diese fast täglich in unseren investigativ, unbestechlichen Medien lesen:
Spektrum.de: [1] … Knappes Trinkwasser, Grenzkonflikte, Ausbreitung von Tropenkrankheiten: Die angekündigten Folgen des Klimawandels sollten Anlass zur Sorge geben. Warum also zögern so viele Menschen, die grundlegendsten Maßnahmen zu ergreifen? Offenbar ist ihr Gehirn der fernen Zukunft gegenüber gleichgültig, wie ein Experiment von Tobias Brosch und seinen Kollegen an der Universität Genf nahelegt.
Mit diesem – echten Wissenschaftlern geläufigem – Vorwissen versehen, wurden die Probanden befragt, wie viele Sorgen sie sich um den Klimawandel machen:
Spektrum.de: [1] … Das Forscherteam bat 36 Versuchspersonen, auf einem Fragebogen einzuschätzen, wie sehr sie gedanklich um sich selbst kreisten. Außerdem sollten sie die Schwere der zu befürchtenden Folgen des Klimawandels bewerten, die in der näheren oder ferneren Zukunft (bis 2080) zu erwarten seien. Währenddessen wurde ihre Gehirnaktivität mittels fMRT gemessen.
Wer sich um die Zukunft keine Sorgen macht, ist zwangsweise egoistisch. Unsere Gesellschaft erwartet, dass jeder bei jedem Tun auch daran denkt, was künftige Generationen davon halten werden. Was diese davon halten werden, wissen gute Wissenschaftler bereits heute.
Als gesichert gilt zum Beispiel, dass die zukünftigen Generationen über alle, welche sich heute keine große Sorgen um den Klimawandel machen, schimpfen werden. Die rasant zunehmende Überbevölkerung ist dagegen gar kein Problem. Denn immer mehr Population benötigt gerade die Generation zum Beispiel in 100 Jahren, sonst werden deren Renten ja nicht mehr bezahlt. Zudem lässt sich dieses Problem auch in der Zukunft leicht lösen: Es werden einfach alle Einwohner Beamte und bekommen Pension. Oder man macht es wie so vorbildlich wie Dänemark, wo schon heute festgelegt ist, das Renteneintrittsalter im Jahr 2100 bei 77 Jahren und sechs Monaten liegt [5]. Gute Wissenschaftler sind sich aber auch da ganz sicher, dass sich diese Dänen dann vor allem über das Klima beklagen werden, die Regierung, welche diese Altersanhebung einstmals beschlossen hat, aber für ihre weise Voraussicht loben.
Ganz bestimmt werden diese „Zukunftsdänen“ dann auch Frankreichs Präsident Macron „loben“, der seinen Landsleuten vor dann langer Zeit eine ganz andere Zukunftsvision gewiesen hatte – welche sie (und ganz sicher auch Deutschland) bezahlen durften:
Handelsblatt – Dienstag, 10. Juli 2018: … Macron wiederholte die Teile seiner Reformen, die seiner Ansicht nach für mehr soziale Gerechtigkeit sorgen werden, „weil der Kuchen größer wird, den wir verteilen können“

Wer als Proband nun aber nicht glauben will, dass im Jahr 2080 die Klimakatastrophe hereingebrochen ist, indem er etwa gar an den unbestechlichen Klimasimulationsprogrammen zweifelt, und das in einer Studienbefragung auch noch ankreuzt, muss krank sein. Einmal, weil er damit Indoktrinationsresistenz deklariert und dann, weil er auch seine wissenschaftliche Karriere aufs Spiel setzt – und welcher „Gesunde“ würde so etwas machen?
Spektrum.de: [1] … Egozentrische Menschen machen sich demnach viel weniger Sorgen darüber, was nach ihrem Tod geschehen wird. Soweit nicht überraschend, doch das Team entdeckte darüber hinaus eine Besonderheit in einem bestimmten Teil ihres Stirnhirns, des ventromedialen präfrontalen Cortex. Frühere Arbeiten hatten gezeigt, dass sich dieser Bereich besonders intensiv regt, wenn wir uns die ferne Zukunft vorstellen, und zwar umso mehr, wenn diese mit unseren persönlichen r Zielen verknüpft ist. Aber bei den egoistischen Versuchspersonen war kein entsprechender Anstieg der Hirnaktivität zu beobachten, wenn ihnen eine Klimakatastrophe für das Jahr 2080 angekündigt wurde.

Es gibt eine Therapie: Die simulierte, wahre Zukunft muss in das Gehirn „eingehämmert“ werden

Die katholische Kirche fand für solche kranken Schafe unter ihren Schäfchen schon vor Jahrhunderten eine Therapie. Sie ließ in den Barockkirchen die unvermeidbaren Folgen einer nicht vorbehaltlos, gläubig zustimmenden Meinung übergroß an Decken und Wände malen, vernachlässigte aber auch dessen Umsetzung in der Praxis nicht. Es war praktisch angewandte Augment-Reality mit den damaligen, technischen Mitteln. Genau so therapieren Psychologen „kranke Meinungen“ auch heute noch, nur die Mittel sind etwas moderner:
Spektrum.de: [1] … Ihr Gehirn schien sich weniger mit der fernen Zukunft zu befassen als das der übrigen Versuchspersonen. Ein Befund, der die Forscher an Patienten mit »Kurzsichtigkeit für die Zukunft« erinnert, wie sie insbesondere der Neurologe Antonio Damasio beschrieben hat. Infolge einer Läsion in der betreffenden Cortexregion treffen diese Patienten oft absurde Entscheidungen, weil sie die Folgen ihres Handelns nur schwer vorhersehen können.
Und wie korrigiert man nun eine solche Kurzsichtigkeit? Natürlich mit einer Brille! Laut Tobias Brosch könnte eine VR-Brille Menschen mit egoistischen Tendenzen jene Zukunft vor Augen führen, die sie nicht sehen wollen. »Wir könnten uns ein psychologisches Training vorstellen, dass diese Hirnregion mittels Projektionen in der virtuellen Realität stimuliert«, schlägt der Forscher vor.

Als Fazit fällt dazu nur die Frage ein, wer eigentlich der Kranke ist.

Woher wissen die wirklichen Wissenschaftler die gesunde Meinung

Greenpeace hat in einer Studie gerade gezeigt, wie man die richtige – also gesunde – Meinung statistisch eindeutig belegen kann.
Es ist ganz einfach: Greenpeace weiß, dass es Inhaber der gesunden Meinung ist. Nun befragt man das Volk. Stimmt es der Meinung von Greenpeace zu, ist belegt, dass diese die richtige ist und bekommt sogar eine Wahrheitsstatistik darüber. Nachlesen kann man es in einem Bericht auf klimafakten.de (der Nachfolge-Plattform von Klimaretter):
Bewusstsein für den Klimawandel: In der Lausitz offenbar deutlich geringer als im Bundesschnitt
…. Rund der Hälfte der Deutschen ist klar, dass der Klimawandel bereits heute ein ernsthaftes Problem ist. Ein weiteres knappes Drittel ist der Ansicht, dass die Folgen der Erderhitzung der Menschheit bereits innerhalb der nächsten fünf bis zwanzig Jahre Schwierigkeiten bereiten werden. Das ergab eine Umfrage der Universität im Schweizerischen St. Gallen im Auftrag der Umweltorganisation Greenpeace. 61 Prozent der Befragt ängstigt der Klimawandel, 75 Prozent bejahen einen Zusammenhang des Temperaturanstiegs und Trend zu mehr Extremwetter-Ereignissen …
… Auf die Frage beispielsweise, wie sehr die Kohleverstromung zum Klimawandel beiträgt, antworteten bundesweit 50 Prozent der Befragten „sehr stark“.
Diese Einschätzung ist korrekt

Oder direkt bei Greenpeace: Soziale Akzeptanz eines Kohleausstiegs in Deutschland und in den Kohlerevieren: Ergebnisse einer Umfrage und Conjoint-Analyse
Vorwort
Stürme werden stärker, Starkregen heftiger und der Golfstrom verliert an Kraft. Die zunehmenden Wetterextreme der vergangenen Jahre führen uns deutlich vor Augen: Wir erleben bereits heute, was verharmlosend als Klimawandel bezeichnet wird. Doch noch können wir beeinflussen, wie drastisch die Folgen der Erderhitzung ausfallen werden.
… Dazu benötigt Deutschland einen raschen, konsequenten Kohleausstieg …
Dass die meisten Menschen in unserem Land dies verstanden haben und unterstützen, belegt die repräsentative Umfrage und Studie der Universität St. Gallen, die von Greenpeace in Auftrag gegeben wurde …
Greenpeace ist Mitglied in der Kohle-Ausstiegskommission. Mit dieser „Studie“ ist deren längst vorgegebener Beschluss nun (pseudo-)wissenschaftlich untermauert. Unsere Abgeordneten werden es begrüßen. Da wissenschaftlich bewiesen, lässt sich beruhigt und ohne selbst nachdenken zu müssen, dem Beschluss der Frau Merkel Kommission zustimmen.

Moderne Wissenschaftler wissen, dass Statistik die Wahrheit von Aussagen unbezweifelbar macht und übernehmen solche selbstverständlich ungeprüft. Was bereits wahr ist, kann durch eine nochmalige Prüfung schließlich nicht mehr wahrer werden.

Angst ist dem Autor vor Folgendem: Die Zunft der Psychologen hat Kassenzulassung. Warten wir also ab, bis Klimaleugnung offiziell als Krankheit gilt und auf Krankenschein therapiefähig wird. Währen bisher in allen Umfragen auf möglichst wenig Skeptiker „geachtet“ wurde, explodieren dann auf einmal die Anteile Leugnungs-traumatisierter Bürger, welche dringend (in langwierigen, teuren, viele Psychologen erfordernden) Therapiesitzungen dem gesunden Klimaglauben zurückzuführen sind. Die Zeit läuft den Psychologen nämlich davon. Unsere Ärzte haben „den Braten“ ja auch schon gerochen:
EIKE 13.03.2018: Ärzte brauchen auf den Klimawandel medizinische Antworten

Weil es so gut in die inzwischen übliche und leider wirksame Gehirnwäsche passt, ein Werbespruch von BMW (übernommen von einem EIKE-Leserbeitrag im Blog):
Verlieren sie keine Zeit mehr beim Tanken, laden sie bequem zu Hause ihr neues BMW Elektroauto
Darauf muss man kommen – und Wissen, es dem Volk als zukunftsträchtige Errungenschaft vorsetzen zu können. Aber auch das ist angewandte Psychologie: Wenn sich ein Problem nicht lösen lässt, erkläre es einfach als Vorteil.
Quellen

[1] Spektrum.de 27.06.2018: KLIMAWANDEL Blind für die ferne Zukunft

[2] EIKE 29.03.2018: Klimaleugner befinden sich in der ersten Phase der Klimatraumatisierung

[3] EIKE 11. November 2017: Wie kommt es, dass Verleugnung umso wuchtiger zuschlägt, je mehr wir durch die Medien mit immer schlimmeren Bestätigungs-Meldungen zum Klimawandel konfrontiert werden?

[4] EIKE 18.04.2016: Kirche und Klimawandel Viel „Mensch“, viele Bibelsprüche, die Orientierung vom PIK, von kritischer Reflexion keine Spur

[5] FOCUS MONY online, 17.08.2016: Lebenserwartung bestimmt Renteneinstiegsalter Rente mit 77! Dänemark hat sich schon entschieden – und alle sind dafür

13 Jul 09:33

Das ultimative Cheat-Sheet für Programmiersprachen, Befehle und mehr

Cheat.sh ist das ultimative Cheat-Sheet. Mit der Software habt ihr schnellen Zugriff auf Informationen zu 55 Programmiersprachen, verschiedene Datenbankmanagementsysteme und mehr als 1.000 Linux-Befehle.

Cheat.sh bietet euch eine extrem praktische Methode, um schnell auf Informationen zu Linux-Befehlen, Programmiersprachen oder Datenbankmanagementsysteme zuzugreifen. Euch stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, um die Software zu verwenden. Zum einen gibt es das Web-Interface von Cheat.sh, das ist letztlich die wohl unpraktischste Methode zur Nutzung des Tools. Sie eignet sich aber ganz gut dafür, einen schnellen Überblick über den Umfang des Cheat-Sheets zu gewinnen.

Sinnvoller ist der Zugriff auf den Wissensschatz über den Curl-Befehl im Terminal. Über den Befehl curl cheat.sh/git könnt ihr euch beispielsweise Erklärungen zu den verfügbaren Git-Kommandos anzeigen lassen. Bei Programmiersprachen wiederum arbeitet Cheat.sh mit Unterverzeichnissen. Wollt ihr beispielsweise alle Einträge zu Java sehen, könnt ihr sie mit dem Befehl curl cht.sh/java/:list abrufen. Außerdem funktioniert bei fast jeder Sprache der Abruf einer Einstiegsseite über den Zusatz :learn.

Cheat.sh ist das ultimative Cheat-Sheet. (Screenshot: Igor Chubin / Github)Cheat.sh ist das ultimative Cheat-Sheet. (Screenshot: Igor Chubin / Github)
Cheat.sh ist das ultimative Cheat-Sheet. (Screenshot: Igor Chubin / Github)

Cheat.sh als Kommandozeilen-Client installieren

Cheat.sh verfügt auch über einen eigenen Client namens cht.sh. Den könnt ihr nach der Installation direkt im Terminal ausführen. Der Vorteil: Ihr vermeidet den Umweg über Curl und könnt außerdem eure Anfragen in einer etwas natürlicheren Art und Weise aufschreiben. Außerdem könnt ihr Befehle über das dafür vorgesehene C-Kommando direkt in die Zwischenablage kopieren.

Praktisch ist auch der sogenannte Stealth-Mode von cht.sh. Er zeigt euch automatisch passende Einträge an, wenn ihr einen Text in einem anderen Fenster markiert. Cht.sh könnt ihr auch direkt in Vim und Emacs einsetzen. Die Software und weitere Erklärungen zur Nutzung des extrem umfangreichen Cheat-Sheets findet ihm Github-Repository von Cheat.sh.

Ebenfalls interessant:

13 Jul 09:33

Mitarbeiterbindung: Diese 6 Faktoren sorgen für Zugehörigkeitsgefühl

Eine offene und respektvolle Unternehmenskultur lohnt sich. Hinsichtlich der Mitarbeiterbindung wiegt sie oft sogar schwerer als die Bezahlung. Diese Faktoren sorgen für Loyalität im Team.

Rein monetäre Anreize reichen vielen Arbeitnehmern schon lange nicht mehr aus, um einem Arbeitgeber gegenüber auf Dauer treu zu bleiben. Um im Job zufrieden zu sein, spielen etliche weitere Faktoren eine Rolle. Wer Talente halten will, muss beispielsweise ihre Bedürfnisse kennen und offen sein für ihre persönlichen Ziele. Viele junge Berufstätige wollen sich regelmäßig weiterbilden. Wer seinem Team die Möglichkeit zugesteht, ständig dazuzulernen, ist im sogenannten War for Talents immer eine Nasenlänge voraus. Die Unternehmenskultur des Arbeitgebers ist heutzutage wichtiger denn je.

Eine andere Frage ist jedoch, welche Faktoren dazu führen, dass ein Arbeitnehmer sich dem Unternehmen verbunden fühlt beziehungsweise welche Umstände ein Zugehörigkeitsgefühl wecken. Hier geht es weniger darum, was ein Chef seinen Mitarbeitern bietet als vielmehr, wie er sich ihnen gegenüber verhält. Dahingehend hat Linkedin in Zusammenarbeit mit Yougov kürzlich eine Studie veröffentlicht, die tief blicken lässt. Demnach sind Arbeitnehmer am loyalsten, wenn bestimmte Faktoren erfüllt sind. Die haben eine Menge mit Respekt, Offenheit und Vertrauen zu tun.

Mitarbeiterbindung: Unternehmenskultur ist Basis für Zusammengehörigkeitsgefühl

Mitarbeiterbindung: Diese Faktoren sorgen für ein Zugehörigkeitsgefühl. (Grafik: Linkedin)

Die Teilnehmer der Studie sind sich einig: Fairness ist ihnen am wichtigsten. Mit 58 Prozent hat mehr als die Hälfte den Punkt auf Platz 1 gewählt. Gemeint ist, dass „alle Mitarbeiter fair und gleich“ behandelt werden. Das fängt schon bei der Bezahlung an. Für 46 Prozent der weiblichen Befragten ist es diesbezüglich besonders wichtig, dass Männer und Frauen innerhalb ihrer Vergleichsgruppe auch das gleiche Gehalt bekommen. Unter den Männern haben 28 Prozent den Aspekt als besonders wichtig markiert. Vor allem Extrovertierte verkaufen sich oft besser als Introvertierte und gehen in Verhandlungen mit mehr Geld für gleiche Leistung heraus.

Was fair ist, ist oft subjektiv. Der eine Chef mag meinen, wer in der Gehaltsverhandlung die härteren Bandagen anlegt, hat sich den Extralohn auch verdient. Andere sehen hier eine Diskriminierung von vor allem weniger selbstbewussten Menschen. Kaum diskutabel dürfte hingegen Platz 2 unter den Faktoren sein. Mit 16 Prozent haben die Teilnehmer höchstmögliche Transparenz gewählt. Gemeint ist eine allzeit „offene und ehrliche Kommunikation“ dem Team gegenüber. Entscheidungen zu erklären, anstatt sie dem Team nur überzustülpen, stößt auf Respekt.

„Gerade bei jüngeren Generationen sehen wir, dass die Unternehmenskultur eine immer wichtigere Rolle spielt.“

Darauf folgt Platz 3: Partizipation. Mitarbeiter wollen bei Beschlüssen ins Boot geholt werden. Knapp elf Prozent haben sich dafür ausgesprochen. Bemühungen, Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund zu integrieren, wählten vier Prozent der Teilnehmer auf Platz 4. Diversität von Personen wird klassischerweise an Ebenen wie Ethnie, Alter, Geschlecht oder Behinderung festgemacht. Außerdem schätzen es Mitarbeiter, wenn ihr Arbeitgeber eine Haltung zu gesellschaftlichen Themen einnimmt und in CSR-Programme investiert. Jeweils zwei Prozent wählten den Faktor auf Platz 5 und 6.

„Das Ranking rund um Platz 1 bedeutet nicht, dass die Faktoren mit weniger Prozentpunkten unwichtig sind: Viele Befragte wählten diese auf Platz 2 oder 3“, kommentiert Barbara Wittmann, Direktorin für den Bereich Talent Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung von Linkedin DACH. „Gerade bei jüngeren Generationen, die jetzt in die Arbeitswelt einsteigen, sehen wir global seit einiger Zeit, dass die Unternehmenskultur eine immer wichtigere Rolle spielt.“ Es sei heutzutage wichtig, gute Talente nicht aufgrund fehlender Werte an die Konkurrenz zu verlieren.

Take Our Poll

Übrigens, auch dieser Beitrag könnte dich interessieren: Mitarbeiterführung in der digitalen Wirtschaft bricht mit althergebrachten Führungsstilen und muss daher neu gedacht werden. Wie können Unternehmen ihre Mitarbeiter fördern und fordern? Welche Softskills brauchen Führungskräfte heute? Wir haben bei Unternehmen der Digitalbranche nachgefragt – darunter Atlassian, Eventbrite und Axel Springer. Lies auch: Moderne Mitarbeiterführung – Von oben herab geht gar nicht mehr!

13 Jul 09:30

Produktiver arbeiten: Warum du nach 90 Minuten eine Pause einlegen solltest

Ab wann sollten Menschen eine Pause einlegen, um produktiv zu bleiben? Forscher haben darauf eine Antwort gefunden.

Pausen sind wichtig, um die eigene Produktivität aufrechtzuerhalten. Doch wie sie zu gestalten sind, darüber scheiden sich häufig die Geister. Eine Theorie besagt, dass Pausen nach 90 Minuten am effektivsten sind. Wissenschaftler erklären diesen Ansatz entlang des Basic Rest Activity Cycles (BRAC), dem Menschen in der Nacht unterliegen und der ebenfalls eine Gesamtlänge von 90 Minuten ausmacht. Innerhalb dieser Zeit durchläuft der Mensch mehrere Leicht- und Tiefschlafphasen. Der Zyklus wiederholt sich mehrmals.

In diesen Phasen verarbeitet das Gehirn diverse Informationen des Alltags und erholt sich anschließend wieder. Pro Nacht kommt es bei einem gesunden Menschen zu vier bis sieben Wiederholungen. Abweichungen von diesem Grundmuster führen oft dazu, dass der Schlaf als weniger erholsam empfunden wird. Das BRAC-Muster gilt insofern als Optimum beziehungsweise als für den Körper ideales Konzept der Regenerierung. Besser bekannt ist das Modell auch unter dem Namen „der Schlafzyklus“.

Das Modell des Schlafzyklus in den Arbeitstag übertragen

Hypnogramm mit einem Schlafzyklus – hier folgte nach kurzem „Wachliegen“ (W) etwas Leichtschlaf (N1), unterbrochen von erneutem Wachwerden, danach etwas Schlaf der Stadien N2 und ausgiebig Tiefschlaf (N3) sowie 13 Minuten REM-Schlaf (R). (Grafik: Wikipedia)Hypnogramm mit einem Schlafzyklus – hier folgte nach kurzem „Wachliegen“ (W) etwas Leichtschlaf (N1), unterbrochen von erneutem Wachwerden, danach etwas Schlaf der Stadien N2 und ausgiebig Tiefschlaf (N3) sowie 13 Minuten REM-Schlaf (R). (Grafik: Wikipedia)
Schlafzyklus – nach kurzem „Wachliegen“ (W) folgt etwas Leichtschlaf (N1), unterbrochen von erneutem Wachwerden, danach etwas Schlaf der Stadien N2 und ausgiebig Tiefschlaf (N3) sowie 13 Minuten REM-Schlaf (R). (Grafik: Wikipedia)

Einer der Forscher hinter dem BRAC-Modell, Professor Nathaniel Kleitmann, fand zudem heraus, dass dieser Rhythmus sich auf die menschliche Wachphase übertragen lässt. Der Körper durchläuft ebenfalls innerhalb von 90 Minuten verschiedene Intervalle, die sich aus erhöhter und weniger erhöhter Konzentrationsfähigkeit zusammensetzen. Das signalisiert er auch, gab Kleitmann zu verstehen, jedoch sind wir inzwischen gut darin, diese Signale mit Koffein oder Zucker zu übergehen, um uns künstlich mit Stresshormonen wachzuhalten.

Top-Performer gönnen sich alle 90 Minuten eine Pause

Inwieweit das Arbeiten in 90-Minuten-Zyklen tatsächlich produktiver macht, hat zudem der Psychologie-Professor der Florida State University, K. Anders Ericsson, erforscht. Der gebürtige Schwede gilt als Experte auf dem Feld der Gedächtnisleistungsfähigkeit. Er untersuchte im Rahmen der Arbeit „Elite Performers“ wie Musiker, Athleten, Schauspieler und Schachspieler trainieren und fand heraus, dass die besten unter ihnen tatsächlich in 90-Minuten-Zyklen arbeiten würden.

„Um leistungsfähig zu bleiben, müssen Menschen größere Erschöpfungsphasen vermeiden.“

Sie beginnen am Morgen, nehmen zwischen den Trainings-Sessions die besagten Pausen und arbeiten sogar selten mehr als 4 ½ Stunden am Tag durch, gab Ericsson zu verstehen. Diese Methode führte dazu, dass sie eine erhöhte Leistungsfähigkeit über mehrere Wochen am Stück aufrechterhalten konnten. „Um langfristig maximal leistungsfähig zu bleiben, müssen Menschen größere Erschöpfungsphasen während des Tages vermeiden“, hieß es in der Studie.

Auch der Autor Tony Schwartz („Be Excellent at Anything“) hat sich in einem Essay für die New York Times für diesen Ansatz ausgesprochen. Er beschreibt darin, wie er das BRAC-Modell und die Erkenntnisse von K. Anders Ericsson systematisch in den Schreibprozess seiner letzten Bücher integrierte und so wesentlich produktiver wurde. An seinen ersten Büchern habe er noch ein Jahr lang bis zu zehn Stunden täglich gearbeitet, schreibt er. Zuletzt arbeitete er nur 4 ½ Stunden pro Tag und schaffte es, binnen sechs Monate zwei Bücher fertigzustellen.

Auch dieser Beitrag könnte dich interessieren: 9 Lügen, die sich unproduktive Leute selbst auftischen

13 Jul 09:30

Stanford-Prison-Experiment: Böse! Böse?

by ZEIT ONLINE: Wissen - Stefanie Kara
Jeder kann zum Täter werden: Das belegt seit Jahrzehnten das Stanford-Prison-Experiment. Doch Tonbandaufnahmen offenbaren womöglich, dass Forscher zur Härte animierten.
13 Jul 09:29

„Spontan-Urlaub“ kann Arbeitsplatz kosten

by Udo Vetter

Ein spontaner Urlaub kann den Arbeitsplatz kosten. Klingt für mich jetzt wenig überraschend, aber genau zu diesem Thema musste das Landesarbeitsgericht Düsseldorf ein Urteil fällen.

Eine Controllerin hatte an einem Mittwoch ihr berufsbegleitendes Studium erfolgreich beendet, dafür gönnte sie sich für den Rest der Woche noch zwei Urlaubstage, die der Arbeitgeber genehmigte. Am Montag kam die Frau aber nicht pünktlich zur Arbeit. Vielmehr sandte sie um 12.04 Uhr, zwei Stunden nach ihrem Arbeitsbeginn, eine E-Mail aus Mallorca. Unter dem Betreff „Spontan-Urlaub“ teilte sie mit, ihr Vater habe ihr zur bestanden Prüfung einige sonnige Tage geschenkt. Sie in der folgenden Woche wieder ins Büro.

Der Arbeitgeber fand das weniger lustig und sprach eine Kündigung aus. Die Richter am Landesarbeitsgericht wiesen darauf hin, die eigenmächtige Inanspruchnahme von Urlaub sei ein Kündigungsgrund, der an sich nicht nur eine fristgerechte, sondern sogar eine fristlose Kündigung rechtfertigen kann. Spätestens ab Dienstag, als sie eine Rückreise endgültig ablehnte, habe die Klägerin ernsthaft zu erkennen gegeben, dass sie an dem eigenmächtig genommenen Urlaub festhalte und nicht zur Arbeit kommen werde. Damit habe sie falsche Prioritäten gesetzt und ihre vertragliche Pflicht zur Arbeit beharrlich verletzt.

Die Klägerin hatte dennoch Glück im Unglück. Es gab unter anderem Zweifel, ob der Betriebsrat wirksam angehört worden war. Deshalb einigte man sich vor Gericht auf eine fristgerechte Kündigung; eine Abfindung von einem knappen Monatsgehalt (4.000,00 €) erhält die Klägerin auch (Aktenzeichen 8 Sa 87/18).

13 Jul 07:47

Web Architecture 101

13 Jul 07:29

Power BI expands self-service prep for big data, unifies modern and enterprise BI

New capabilities for advanced data prep, enterprise-scale modeling and reporting.
13 Jul 07:29

Links 957

by Udo Vetter
13 Jul 07:20

Advanced | Flow of The Week: Creating Your Own Workplace Democracy With The Power of Approvals!

For this Flow of the Week learn from one of the Microsoft Flow Software engineers, Taylor Cambre as he teaches you how to do APPROVALS BY MAJORITY which is not a native feature in Flow but something that is OFTEN asked for! Come and check out his technique, learn a new skill and leave him a comment or question!
13 Jul 07:20

Star Trek’s Vision of the Future

by Kathi Kellenberger

St. Louis, MO, has a wonderful museum called The St. Louis Science Center. If you are ever in the area, it’s worth a visit. I’m lucky enough to live less than an hour’s drive away and visit once a month or so. My favourite event at the Science Center is called First Friday, an evening based on a different theme each month.

This month, the theme was Star Trek. Many people showed up in Star Trek costumes, several vendors were selling their Star Trek themed wares, two episodes of Deep Space Nine were featured, and the latest Star Trek movie was shown. In addition to these activities, there were also a couple of discussions about Star Trek philosophy. I attended one of the discussions, “Star Trek’s Vision of Humanity with James Croft.”

Mr. Croft explained that each series is set hundreds of years in the future, and many problems we see today, such as poverty and war on Earth, have been solved. People from Earthly origins get along great with each other, despite differences, and with most people from other worlds. The original series back in the 1960s shocked many when officers with varied Earthly backgrounds were seen in command on the Enterprise deck along with Mr. Spock, a Vulcan. Of course, the people of the Federation are not friends with everyone in the universe. They have a fragile relationship with the Klingons and have many dangerous enemies such as the Borg and the Dominion.

Even though the people of the future have managed to overcome so much, human nature often gets in the way of achieving the goals and philosophies of the Star Trek universe. Greed, jealously, lust, and ambition drive the plots of many the episodes. This is often surprising because everyone in Starfleet is considered trustworthy until proven otherwise. Even a greed-driven species such as the Ferengi are trusted a bit too much by most of the characters.

Other characters have imperfections that affect the storylines. One good example is the android, Data. He longs to be human, or to at least have human emotions, even though he is far superior. The blind from birth engineer, Geordi La Forge, can see only because of a special device called a VISOR. With the device, he can see outside the normal spectrum, but still would prefer to have typical human vision. The most conflicted character, in my opinion, is Worf, the Klingon. He was born on Kronos but raised on Earth by humans and finds that it’s difficult to be comfortable in either world.

Even though Star Trek attempts to create a perfect version of the future, it’s impossible to overcome human nature. Of course, conflict caused by human nature makes for the best stories. Over the decades, the special effects have improved, but Star Trek has stayed true to the vision of its creator, Gene Roddenberry. He dreamed of a world where humans are still human – but better.

Commentary Competition

Enjoyed the topic? Have a relevant anecdote? Disagree with the author? Leave your two cents on this post in the comments below, and our favourite response will win a $50 Amazon gift card. The competition closes two weeks from the date of publication, and the winner will be announced in the next Simple Talk newsletter.

The post Star Trek’s Vision of the Future appeared first on Simple Talk.

13 Jul 07:19

US-Pharmakonzern: Johnson & Johnson zu Milliardenstrafe verurteilt

by ZEIT ONLINE: Unternehmen -
Der US-Hersteller von Körperpflegeprodukten soll fast fünf Milliarden Dollar zahlen. Ein Gericht sah den Vorwurf der Krebsgefahr durch ein Puder des Konzerns bestätigt.
13 Jul 07:19

Neues Macbook Pro: Verbesserte Tastatur soll nicht gegen Ausfälle gefeit sein

In den neuen Macbook-Pro-Modellen steckt eine verbesserte Butterfly-Tastatur. Diese soll zwar leiser, aber weiterhin anfällig für Ausfälle sein. Das hat Apple eingeräumt, aber offengelassen, wer für den Ausfall der Tastatur aufkommt. (Macbook, Apple)
13 Jul 07:19

How NoSQL forced the evolution of a scalable relational database

13 Jul 07:19

Krankenversicherung: Der Papierkrieg geht weiter

Die Krankenversicherung der Zukunft wird digital und direkt, aber eine tiefgreifende Disruption des Gesundheitswesens à la Amazon wird in Deutschland wohl ausbleiben. Die Beharrungskräfte sind zu groß. Eine Analyse von Daniel Fallenstein (Medizin, Amazon)
12 Jul 15:25

Kosten für Brückenbau explodieren

Fast 700 000 Euro Steigerung bei fälligen Erneuerungen der Au-Querungen im Zuge des Langen Damms und des Schulauer Moorwegs
12 Jul 15:25

"Mobilfunkgipfel": Weiter keine flächendeckenden Netze

Der Mobilfunkgipfel bei Bundesverkehrsminister Andreas ScheuerNachdem Deutschland wegen zu großer Mobilfunk-Netzlücken ins Hinter­treffen kommen könnte, hat Ver­kehrs­minister Andreas Scheuer heute die Beteiligten zu einem Mobil­funk­gipfel geladen. Doch dieser brachte nur vage Ergebnisse.
12 Jul 15:24

Elementarteilchen: Astrophysikerteam meldet ersten Fund kosmischer Neutrino-Quelle

by ZEIT ONLINE: Wissen - Alina Schadwinkel
Fast so gut wie Gravitationswellen: 100 Jahre suchte man den Ursprung kosmischer Strahlung. Nun schlug ein Detektor an. Das könnte einen neuen Blick ins All ermöglichen.
12 Jul 15:24

Gletschermumie: Ötzi mochte es fettig

by ZEIT ONLINE: Wissen -
Forscherinnen und Forscher haben den Mageninhalt der Gletschermumie Ötzi ausgewertet. Vor seinem Tod hatte er Steinbock, Hirsch und Getreide gegessen – und giftigen Farn.
12 Jul 14:15

BGH-Urteil: Alles andere wäre unheimlich gewesen

by ZEIT ONLINE: Datenschutz - Lisa Hegemann
Ein Facebook-Konto ist vererbbar, hat der Bundesgerichtshof entschieden. Gut so! Auch wenn wir künftig zu Lebzeiten bedenken müssen, wer nach unserem Tod mitliest.
12 Jul 13:40

Facebook ruling: German court grants parents rights to dead daughter's account