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Arndt Dibi
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Amazon Marketing Services: Was ihr über die Ad-Formate bei Amazon wissen müsst
Obwohl inzwischen jeder Shop-Betreiber von Amazon Marketing Services gehört haben dürfte, sind sie immer noch eine Art Geheimtipp. Dabei können gerade kleine und mittelgroße Händler profitieren.
Wer im Internet ein Thema recherchieren will, startet bei Google. Wer dagegen ein bestimmtes Produkt sucht, bei Amazon. Laut einer Bloomreach-Studie von 2016 beginnen 55 Prozent aller Produktsuchen bei Amazon, bei Suchmaschinen sind es gerade mal 26 Prozent. Das verwundert nicht – schließlich verfügt die Mehrheit der Deutschen dort über ein Konto und der Amazon-Preis einer Ware ist inzwischen für viele so etwas wie ein Richtwert.
Google bemüht sich zwar gerade in den USA darum, Amazon mit dem Buy-Button diese Bastion streitig zu machen. Aber noch hat der E-Commerce-Riese aus Seattle vor allem in Europa die Nase vorn. Da nicht nur ein Großteil der Produktsuche dort stattfindet, sondern Amazon auch in diesem Umfeld die besten Konversionsraten erzielt, können Budgets von Anbietern und Herstellern auf dem Marktplatz eine große Wirkung haben. Das gilt nicht nur für die Samsungs, Esprits und Yamahas dieser Welt, sondern insbesondere auch für kleinere Händler, die vermehrt mit einer Private-Label-Strategie arbeiten.
Amazon-Werbung: Von ganz groß bis ziemlich klein
Amazon deckt inzwischen die gesamte Klaviatur der Werbung ab: Abgesehen von den Amazon Marketing Services gibt es noch die Amazon Media Group (AMG) und die Amazon Advertising Platform (AAP). Die Amazon Media Group ist das Werbenetzwerk, über das Großunternehmen und bekannte Marken spezifische Werbung ausliefern lassen können. Im Vordergrund stehen Kampagnenziele wie Branding, Markenbekanntheit und -image. Große Unternehmen und Konzerne entwickeln mit Amazon maßgeschneiderte Werbeformen und Vorzeigekampagnen – übrigens auch im Zusammenhang mit Kindle, Kindle Fire und Echo. Mercedes hat auf diese Weise beispielsweise seine E-Klasse beworben. Was Amazon vor allem einbringt ist, der eigene Datenschatz mit einem Fokus auf Einkaufsverhalten, Produktvorlieben und andere handelsbezogene Informationen über den Kunden.
Eine Stufe darunter befindet sich die Amazon Advertisting Platform. Über diesen Kanal lassen sich automatisiert Display- und Reichweitenkampagnen über Amazon-eigene Ressourcen wie Amazon.de oder den Kindle Fire, aber auch über andere relevante Display-Netzwerke wie Tradedoubler oder Valueclick aussteuern. Die Kampagnen sind nicht ganz so individualisiert wie bei AMG, dafür aber auch günstiger. Die Händler können dabei ebenfalls Amazons reichen Datenschatz als Basis nutzen – in Form von Realtime Advertising quasi aus erster Hand.

Die Daten zur Aussteuerung werden pseudonymisiert gemietet, der Werbekunde kann also nicht die Kunden selbst im Nachhinein ansprechen. Kombiniert mit der enormen Reichweite und dem detaillierten Wissen, das der Online-Händler über seine Kunden hat, ergibt sich die Möglichkeit der individuellen Vermarktung. Denn auch wenn Google und Facebook ebenfalls über Daten verfügen, aus denen sich Kaufabsichten und Interessen an Produkten ableiten lassen, ist niemand im E-Commerce näher am Kunden als Amazon selbst – vor allem, weil das Unternehmen über die Jahre mehr Erfahrung und somit Daten gesammelt hat als die meisten anderen. Deswegen lassen sich Media-Budgets auf der Plattform einsetzen, um individuelle Vermarktung, Werbemittel und Zielgruppen zu erreichen.
Amazon Marketing Services: Drei Wege zum Kunden
Nun ist nicht jeder Händler Apple, Samsung oder Esprit. Trotzdem können auch kleine Anbieter vom Amazon-Universum profitieren. Am Spannendsten für Händler, die sich beispielsweise als Betreiber eines Private Labels von der Konkurrenz abheben wollen, sind die Amazon Marketing Services. Abgerechnet werden diese selbstbuchbaren Formate nach Kosten per Klick auf Auktionsbasis. Der Vorteil: Der Weg vom Suchergebnis bis zum Warenkorb ist bei Amazon deutlich kürzer als bei Google, da der Kunde nicht auf einem ihm unbekannten Shop landet, für den er sich womöglich erst registrieren muss. Die Konversionsrate liegt damit höher.
Und da ist schon der springende Punkt: Da die Amazon Marketing Services zum jetzigen Zeitpunkt noch am Anfang stehen, sind vor allem deutsche Keywords und Begriffskombinationen in bestimmten Kategorien noch nicht oder nur zum Teil gebucht. Werbung lässt sich deshalb noch vergleichsweise günstig schalten – billiger auf jeden Fall als mit vergleichbaren Werbeformen bei langjährig etablierten Systemen wie Google oder Facebook. Die besten Chancen auf einen attraktiven Return on Invest haben Händler mit Nischenprodukten.
Die eigentliche Buchung erfolgt ähnlich wie bei Google. So wird im Realtime-Bidding-Verfahren gegen den Wettbewerb auf eine Ausspielung geboten. Der Algorithmus entscheidet auf Basis des gewählten Maximal-Klickpreises und Faktoren wie Relevanz und Verfügbarkeit über die Anzeigen. Kampagnen lassen sich bereits ab einem Budget von 100 Euro oder mit einem Tageslimit von einem Euro planen. Für ein aussagekräftiges Monitoring sollten Händler aber je nach Produktkategorie und Sortimentsbreite mit einem zumindest vierstelligen Budget planen.
Unter die AMS fallen drei Anzeigeformate
Als Headline Search Ad erscheint eine Anzeige oberhalb der Suchergebnisseite. Diese Werbeform gilt als wertiger als etwa die Sponsored Products, weil Letztere vor allem im Niedrigpreisumfeld von internationalen Händlern auf der Plattform gebucht werden. Das macht die Headline Search Ad allerdings auch gefragter. Bild, Titel und Slogan (hier „Ad Copy“ genannt) lassen sich individualisieren und mit bis zu drei Produktabbildungen ausspielen. Ob die Anzeige erscheint, hängt von den Suchbegriffen ab. Mit einer individualisierten Ansprache erhöht sich dabei die Click-Through-Rate (CTR). Händler sollten deshalb möglichst auf eine ansprechende Werbung achten, denn Amazon deaktiviert Headline Search Ads mit weniger als einem Prozent CTR. Schließlich will das Unternehmen möglichst viele Klicks erwirtschaften.

Sponsored Products sind das Pendant zu den Shopping-Ergebnissen auf der Suchergebnisseite bei Google. Sie erscheinen unterhalb der Produktdetails und unterscheiden sich von den organischen Suchergebnissen lediglich durch den kleinen „Sponsored“-Hinweis. Sie sind die geeignete Anzeigenform, wenn Händler ihren Umsatz für ein bestimmtes Produkt unabhängig vom organischen Rang erhöhen wollen. Als einziges Format lässt sich diese Anzeigenform sowohl von Sellern als auch von Vendoren nutzen, also sowohl von Unternehmen, die ihre Produkte direkt an Amazon liefern, als auch jenen, die über den Marktplatz verkaufen. Zusätzlich sind gegen Aufschlag bis zu drei Anzeigen im Produktkatalog oberhalb der Suchergebnisse buchbar. Allerdings sind diese Anzeigen nicht individualisierbar, sondern richten sich nach den Einträgen in der Produktdatenbank. Das hat wiederum auch einen Vorteil: Die Händler müssen sie nicht editieren. Da die Sponsored Products auf dem deutschen Markt gerne auch von asiatischen Händlern mit englischsprachigen Keywords genutzt werden, sind die Chancen, deutsche Begriffe günstig unterzubringen, in vielen Produktkategorien noch erstaunlich gut.
Während sich die beiden genannten Werbeformen eher auf den Anfang der Kaufentscheidung beziehen, lassen sich Product Display Ads an prominenter Stelle auf den Detailseiten, also zu einem fortgeschrittenen Zeitpunkt, einsetzen. Sie werden nach Kundeninteressen oder ASIN-basiert ausgespielt, sind am individuellsten anpassbar und können Titel, Slogan und Logo enthalten. Aufgrund ihrer großen Auffälligkeit – auftauchen können sie unter oder neben der Buy-Box und als Banner auf der Suchergebnisseite – bieten sie die beste Wahrnehmung, sind aber auch von der Kosten-Umsatz-Relation gerechnet am teuersten. Sie eignen sich entweder, um den Kunden des eigenen Produkts zum Upselling auf ein höherpreisiges Produkt zu fokussieren oder um die Aufmerksamkeit von einem direkten Mitbewerberprodukt auf das eigene zu lenken. In Zukunft dürften sich manche Markenartikler bereits die Plätze neben den eigenen Produkten sichern, um sie nicht der Konkurrenz zu überlassen.
Erfolge abhängig von Bewertungen
Für alle diese Anzeigenformate, vor allem aber für die vergleichsweise günstigen Sponsored Products, gilt: Ihr Erfolg steht und fällt mit den Bewertungen, die ein Produkt quantitativ und auch qualitativ aufweist. Experten geben an, dass sich Angebote, die im Vergleich zu ähnlichen Produkten schlecht bewertet sind, dauerhaft nicht oder nur schlecht verkaufen lassen. Ein Manager aus der Unterhaltungselektronik erklärt sogar, dass man ein Produkt, das bei Amazon weniger als drei Sterne aufweise, quasi vom Markt nehmen könne. Wichtig: Je ähnlicher die Produkte in einem Bereich sind, desto höher der Einfluss von Rezensionen und Empfehlungen. Insofern wäre das Werbegeld dort schlecht angelegt.

Erfahrungswerte schaffen Wissensvorsprung
Amazon ist in einer komfortablen Lage: Der Konzern profitiert gleich dreifach, wenn ein Kunde ein Produkt auf der Plattform sucht. Erstens hat das US-Unternehmen die Chance, dass der Kunde jetzt oder später über Amazon oder einen der Marktplatz-Händler auch kauft; zweitens fördert es auch die Kundenbindung, die sich positiv in den Klickzahlen bemerkbar macht und Amazon quasi nebenbei noch weitere Nutzerdaten hinterlässt. Und drittens verdient das Unternehmen ganz nebenbei noch Geld, wenn Händler für Anzeigen in seinem Kosmos zahlen, weil sie unbedingt gefunden werden wollen.
Dass die Amazon Media Services in Zukunft an Bedeutung gewinnen, gilt daher als sicher – zumal sie aktuell gerade bei den niederschwelligen Anzeigeformaten auch für kleinere Budgets geeignet sind. Für Marketer und Vendoren ist es also eine relativ sichere Bank, sich dort zu engagieren und sich einen Wissensvorsprung gegenüber Mitbewerbern aufzubauen.
Dieses Know-how sollte zunächst darin bestehen, ein Gefühl für AMS zu entwickeln und zu prüfen, welche Keyword-Kombinationen gut funktionieren. Größere Händler mit Eigenmarken können außerdem über Kombinationen mit klassischen Displaykampagnen nachdenken, entweder bei Amazon selbst oder über andere relevante Display-Netzwerke.
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weiterlesen auf t3n.deContent-Management in der ALDI-IT: So werden Online- zu Offline-Kunden
Wie schaffen es Unternehmen, potenzielle Kunden zu motivieren, die Reise von der Online- in die Offline-Welt zu wagen? Nicole Ignaciuk, Projektmanagerin IT, erzählt, wie das bei ALDI Nord funktioniert.

Discount und IT, wie passt das eigentlich zusammen?
Das passt sogar sehr gut. Man muss nur in eine ALDI-Nord-Filiale gehen und man sieht, was allein dort an Unterstützung aus der IT benötigt wird. Kassensysteme, Leergutautomaten und Filialmanagement – das alles braucht Systeme dahinter. Auch im Bereich Warenwirtschaft und Logistik sorgt die IT dafür, dass die Geschäftsprozesse reibungslos funktionieren. ALDI Nord zählt zu den führenden Handelsunternehmen in ganz Europa. Allein in Deutschland gibt es mehr als 2.300 Märkte. Von der Filiale über die verschiedenen Regionalgesellschaften, die Zentrale bis hin zu unserem Online-Auftritt – wir in der IT von ALDI Nord sorgen dafür, dass alle Bereiche des Unternehmens ideal miteinander vernetzt sind. Und das auf internationaler Ebene.
ALDI wird also digital?
ALDI ist digital. Wir befinden uns seit einigen Jahren auf einem absoluten Modernisierungskurs. Das beinhaltet neben der Neugestaltung aller Filialen natürlich auch zahlreiche technische Innovationen. Wir sind dabei, eine optimale IT-Systemlandschaft zu kreieren, die für die gesamte Unternehmensgruppe greift. Auch im Online-Bereich gibt es einiges zu tun: Die stetige Weiterentwicklung unserer Website sowie verschiedener Microsites, die digitale Implementierung unserer Marketing-Kampagnen sowie die zentrale Verwaltung von Produktinformationen und Assets. Und auch wenn wir noch keinen Onlineshop haben, ist E-Commerce natürlich ein großes Thema bei uns.
Das hört sich aber noch nicht nach digitaler Revolution an. Was ist denn der derzeit neueste Clou in der ALDI-IT?

Im Online-Bereich ist Content-Management derzeit ein zentrales Thema. Unser Ziel ist es, digitale Kundenerlebnisse zu schaffen, die unsere Kunden letztendlich am Point-of-Sale überzeugen. Unsere Kunden kommen über unterschiedliche digitale Touchpoints mit der Marke ALDI in Kontakt. Dabei ist jeder Kunde anders und bevorzugt verschiedene Wege. Beispielsweise unsere neue responsive Website, auf der man sich jederzeit über Angebote informieren und unsere Erinnerungs- und Empfehlungs-Services nutzen kann. Wir bieten unseren Kunden damit auf jeglichen Devices eine optimale User Experience – sei es mit dem Smartphone unterwegs, mit dem Tablet auf der Couch oder am Desktop-PC.
Dann gibt es noch die ALDI-Nord-App, auf der ebenfalls alle Aktionen und Neuigkeiten jederzeit abrufbar sind. Zusätzlich haben unsere Kunden zum Beispiel die Möglichkeit, sich für unsere wöchentlichen Newsletter anzumelden.
ALDI Nord hat seine Marketing-Präsenz in letzter Zeit massiv ausgebaut. Das schafft natürlich auch neue Möglichkeiten in der Online-Welt. Die Frage ist, wie schaffen wir es, alle relevanten Inhalte für unsere bestehenden und neuen digitalen Touchpoints zu managen? Zum Beispiel auch für Screens und digitale Displays in unseren neu gestalteten Filialen. Und auch an der Kasse wachsen die Möglichkeiten, den Kunden digital abzuholen. Dazu kommen viele neue Ideen aus dem digitalen Marketing wie Bannerwerbung und Targeting. Man sieht, eine zentrale Verwaltung und Steuerung ist absolut notwendig. Auf der Suche nach einer Allround-Lösung hat uns die Adobe Experience Manager Platform überzeugt – sowohl im Bereich Content als auch Asset Management.
Und als nächstes? Welche Herausforderungen erwarten neue ITler im Online-Team bei ALDI Nord?

Unser Ziel ist, es bestehende digitale Kundenkontaktpunkte zu optimieren und neue Möglichkeiten zu erschließen. Dabei ist es unser Hauptanliegen, technisch integrierte und vor allem hochautomatisierte Lösungen zu schaffen. Denn all unsere Inhalte müssen zur richtigen Zeit auf den richtigen Kanälen sein. Eine effiziente Verteilung der Inhalte ist essenziell. Da spielen aber auch regionale oder auch filialspezifische Inhalte eine Rolle. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass wir sehr hohe Nutzerzahlen haben. Das Sizing und die Hochverfügbarkeit unserer Lösungen sind entscheidend. Dazu kommt unser wöchentlich wechselndes Angebot an unterschiedlichen Aktionen, das an allen Touchpoints stets aktuell und inhaltlich konsistent sein muss.
Und nicht zuletzt: Die hohe Dynamik im Online Marketing fordert natürlich auch eine starke IT. Man muss heutzutage einfach schnell reagieren können. Anwendungen und Systeme müssen so konzipiert sein, dass sie flexibel skalierbar und erweiterbar sind. Man sieht, wer bei ALDI Nord einsteigt, dem wird nicht langweilig.
Was muss man denn als ITler bei ALDI mitbringen?
Das ist ganz unterschiedlich. Vor allem erst einmal IT-Know-how und Spaß an der Sache. Außerdem natürlich Interesse am Handel und Lust, Dinge neu zu denken. ALDI Nord ist auf dem Weg Richtung Zukunft und es passiert wahnsinnig viel, vor allem in der IT. Daher gibt es zahlreiche unterschiedliche Bereiche, in denen man sich als ITler einbringen und ausleben kann. Wir freuen uns auf jeden, der neue Ideen, starken Input und eine gute Portion Teamgeist mitbringt.
Interessiert? Weitere Informationen findest du auf der Karriereseite von ALDI Nord.
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Das üben wir noch: Siri wählt den Notruf, wenn sie Prozentangaben hört
Apples Sprachassistent Siri wählt den Notruf, wenn Nutzer „100 Prozent“ sagen. Was hat es mit dem ärgerlichen Fehler auf sich?
Siri wählt ohne Not den Notruf
Sprachgesteuerte Assistenzsysteme können praktisch sein, aber auch nur dann, wenn sie auch wirklich aufs Wort hören. Bei Apples Siri hat sich in der deutschen Sprachversion offenbar ein Fehler eingeschlichen, der durchaus ernste Konsequenzen haben könnte. Sagt der Nutzer „100 Prozent“, ignoriert Siri nicht nur das Wort Prozent, sondern wählt auch ohne ersichtlichen Grund den Notruf. Wir konnten den Fehler, der von dem Blog Mactechnews entdeckt wurde, verifizieren.

Der Fehler ist nicht nur ärgerlich, sondern könnte theoretisch auch juristische Folgen haben. Denn ein Missbrauch der Notrufnummer kann mit einer Geldstrafe oder sogar mit einem Gefängnisaufenthalt von bis zu einem Jahr bestraft werden. Allerdings setzt der Gesetzgeber voraus, dass der Missbrauch absichtlich oder zumindest wissentlich geschieht. Was vermutlich der Fall ist, wenn ihr nach der Lektüre dieses Artikels auf die Idee kommen solltet, den Fehler zu testen. Immerhin wählt Siri die Nummer aber nicht direkt, sondern startet einen dreisekündigen Countdown, während dem ihr den Anruf noch abbrechen könnt.
Nicht das erste Mal, dass Siri ungewollt den Notruf wählt
Ein ähnliches Problem gab es bereits 2015. Damals entdeckten US-amerikanische iPhone-Nutzer, dass der Befehl „Charge my phone 100 percent“ dazu führt, dass Siri den Notruf wählt. Apple hatte das Problem daraufhin behoben. Es bleibt zu hoffen, dass auch bei dem Bug in der deutschen Version schnell reagiert wird.
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Wannacry, Petya und mehr: Malware-Attacken kosten deutsche Firmen richtig Geld
Deutsche Unternehmen müssen mit einem drastischen Anstieg der Kosten durch Malware-Attacken wie Wannacry oder Petya rechnen. Besonders betroffen sind Finanzdienstleister.
Malware-Attacken treiben Kosten in Unternehmen
Malware-Attacken wie Wannacry oder Petya haben in diesem Jahr über Wochen hinweg die IT-Schlagzeilen bestimmt. Jetzt schlagen diese und weitere Cyber-Angriffe sich auch auf der Kostenseite nieder – bei deutschen Unternehmen. Laut der Studie „Cost of Cybercrime“ der Beratungsagentur Accenture sehen sich Firmen aus Deutschland mit einem drastischen Kostenanstieg gegenüber dem Vorjahr in der Höhe von 42 Prozent auf durchschnittlich 11,2 Millionen US-Dollar jährlich konfrontiert.

Die höchsten Kosten entstanden US-Unternehmen, die durchschnittlich 17,4 Millionen Dollar ausgaben. Weltweit verbuchte Accenture eine Steigerung um knapp 23 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre kletterten die Kosten für Hackerangriffe um satte 62 Prozent, wie Zdnet.de berichtet. Der deutliche Kostensprung in diesem Jahr lag laut Accenture an den erwähnten Erpressungstrojanern Wannacry und Petya, die internationalen Konzernen Umsatzausfälle von mehreren Hundert Millionen Dollar beschert haben sollen.
Malware-Attacken: Finanz- und Energiebranche im Fokus
Besonders stark betroffen waren demnach Finanzdienstleister und Unternehmen aus der Energiebranche. Insgesamt haben die Befragten im Schnitt 130 Sicherheitsverletzungen erlebt, bei denen das Kernnetzwerk oder das Unternehmenssystem betroffen waren – ein Anstieg gegenüber 2016 von 27 Prozent. Die Zeit, um die Folgen der Angriffe zu beheben, betrug bei den befragten Unternehmen bei Vorfällen, in denen Firmeninsider verwickelt waren, 50 Tage, bei Ransomware-Attacken immerhin 23 Tage.
Interessant ist auch, dass in Deutschland und Australien knapp ein Viertel der Kosten auf Angriffe mit Schadsoftware entfallen. In Frankreich dagegen sind webbasierte Angriffe der größte Kostentreiber. DDoS-Angriffe verursachen in Deutschland und Großbritannien jeweils 15 Prozent der Kosten. Der mit den Angriffen verbundene Informationsverlust wurde übrigens von 43 Prozent der Unternehmen als besonders schädlich empfunden.
Für die Accenture-Studie (PDF) befragte das Ponemon Institute mehr als 2.000 Sicherheits- und IT-Verantwortliche in sieben Ländern (USA, Deutschland, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien und Australien).
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Immer ein Ohr an der Schiene: Fiber Optic Sensing
„Wegen Gegenständen im Gleis ist die Strecke vorübergehend gesperrt." Diese Meldung wird in Zukunft immer seltener zu hören sein, denn nach einer längeren Testphase von 2014 bis Mitte 2018 setzt die Deutsche Bahn nun auf ausgewählten Strecken ein faseroptisches Sensorsystem, das Fiber Optic Sensing, ein. Mit dessen Hilfe können Tiere im Gleis, Hangrutsch oder Kabeldiebstahl schneller entdeckt werden – um die Sicherheit und Qualität des Bahnbetriebes weiter zu verbessern.
Was ist Fiber Optic Sensing?
Glasfaserkabel sorgen für eine schnelle Übertragung von Daten, beispielsweise bei Internetleitungen. Die Öl- und Gasindustrie verwendet sie als Lichtwellenleiter schon länger zur Überwachung entlegener Pipelines. Eine ähnliche Einsatzmöglichkeit verfolgt die Deutsche Bahn. Glasfaserkabel liegen bereits entlang der Hälfte der Gleise und dienen als Kommunikationsleitungen für Leit- und Sicherungstechnik. Mit Fiber Optic Sensing kann die Bahn Glasfaserkabel auch zur verbesserten Überwachung und Instandhaltung des Schienennetzes nutzen.
Wie funktioniert Fiber Optic Sensing?
Das faseroptische Sensorsystem funktioniert wie ein Radar: Ausgesandte Lichtimpulse werden durch äußere Einwirkungen teilreflektiert. Diese Reflexionen lassen sich registrieren und interpretieren – die Bahn hat so quasi immer ein Ohr an der Schiene!

1Einwirkung: Ein vorbeifahrender Zug, Menschen, Tiere oder Gegenstände im Gleis, sogenannte akustische Quellen, lösen Schallwellen aus. Diese verursachen Mikrobiegungen des Lichtwellenleiters und damit charakteristische Reflexionen der ausgesandten Lichtimpulse.
2Übertragung: Durch das Senden von Lichtimpulsen und das Messen der Reflexion im Glasfaserkabel werden die Schallwellen für die Auswertung sichtbar gemacht.
3Auswertung: Eine spezielle Software vergleicht permanent eingehende Akustikdaten mit bekannten digitalen Fingerabdrücken und gibt in Echtzeit Auskunft über die aktuelle Geräuschquelle. Spezielle Filter helfen dabei, Typ, Position und Zeitpunkt zu bestimmen.
Nach dem Stand der aktuellen Technik kann mit einer Fiber Optic Sensing Anlage ein Bereich von 40 Kilometern überwacht werden. Ereignisse werden bis auf +- fünf Meter genau angezeigt.
Wo kommt die Technik zum Einsatz?
2014 wurde für eine erste Studie ein 33 Kilometer langes Testfeld auf der Strecke Fulda-Würzburg eingerichtet. Seit Dezember 2016 stehen fest installierte faseroptische Sensorsysteme an drei Standorten. Hier hat die Deutsche Bahn verschiedene Anwendungsszenarien getestet: In Berlin Wannsee wurde auf einer 13 km langen S-Bahnstrecke die zuverlässige Ortung von Kabeldiebstählen weiterentwickelt. Entlang der rechten Rheinstrecke standen Hangrutsch, Steinschlag und Flachstellen an Rädern von lauten Güterzügen im Vordergrund. Auf der Schnellfahrstrecke VDE 8.2 wurde die Position der Züge in Echtzeit verfolgt und der Oberbau überwacht (Gleisbetts und der Gleise).
Mitte 2018 wurden die Vorprojekte an diesen drei Standorten erfolgreich abgeschlossen. Im Westen Deutschlands und im Großraum Berlin wird Fiber Optic Sensing nun insbesondere mit Fokus auf die Ortung von Kabeldiebstahl im laufenden Betrieb erprobt. Daneben kooperiert die Bahn auf nationaler und internationaler Ebene mit Bahnbetreibern sowie Wissenschaftlichen Instituten, um den Mehrwert von Fiber Optic Sensing möglichst umfassend auszuschöpfen.
[Aktualisierung am 25.02.2019: Nach der Mitte 2018 abgeschlossenen Testphase wird Fiber Optic Sensing an drei Standorten im laufenden Betrieb erprobt.]
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„Jegliche andere Sichtweise würde dem Denunziantentum Tür und Tor öffnen“
Tag für Tag gehen bei den Strafverfolgungsbehörden anonyme Anzeigen ein. Wie ist damit umzugehen? Das Landgericht Augsburg vertritt eine klare Meinung: Eine substanzarme, anonyme Anzeige reicht grundsätzlich nicht aus, um einen Anfangsverdacht zu rechtfertigen. Dementsprechend lehnt das Gericht die von der Staatsanwaltschaft beantragte Durchsuchung eines Wohnhauses ab.
Bei der Polizei war eine anonyme Anzeige eingegangen. Darin hieß es:
Die Pädophilen sind überall. So ist mir bekannt, dass auch in D. die Pädophilen ihr Unwesen treiben. Besonders Herr … und sein Sohn vertreiben Kinderpornographie der übelsten Art. Der Computer ist im Keller versteckt.
Die Staatsanwaltschaft beharrte darauf, dass an der genannten Adresse durchsucht wird.
Dazu findet das Landgericht Augsburg deutliche Worte. Ich zitiere aus der Entscheidung:
Im Einklang mit der eindeutigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (Beschluss vom 14.07.2017, 2 BvR 274/14) bedeutet dies, dass eine anonyme Anzeige grundsätzlich nicht ausreicht einen Anfangsverdacht zu begründen.
Jegliche andere Sichtweise würde dem Denunziantentum Tür und Tor öffnen.
Es ist mit der Rechtsordnung und dem Wertesystem der Bundesrepublik Deutschland nicht vereinbar, wenn allein aufgrund einer anonymen Behauptung Durchsuchungen bei bislang völlig unbescholtenen Bürgern erfolgen. Insoweit hat die Staatsanwaltschaft auch die Unschuldsvermutung zu beachten.
Soweit die Staatsanwaltschaft die anonyme Anzeige rechtsirrig für nicht pauschal erachtet, weil eine Adresse angegeben wurde und als Standort eines Computers der Keller genannt wurde, verkennt sie, dass sich aus derart nichtssagenden Angaben bei objektiver Betrachtung keinerlei Erkenntnisse ergeben, die einen Verdacht begründen oder erhärten können.
Daraus, dass ein Haus einen Keller hat, lässt sich jedenfalls kein Schluss darauf ziehen, dass kinderpornographische Schriften vertrieben werden. Und die Behauptung, dort sei ein Computer, ist genauso pauschal gehalten, wie die Beschuldigung selbst. Rückschlüsse auf den Wahrheitsgehalt der anonymen Anzeige lassen sich hieraus nicht ziehen.
Anders als bei namentlich gekennzeichneten Anzeigen setzt sich ein anonymer Anzeigeerstatter nicht der Strafverfolgung wegen falscher Verdächtigung und übler Nachrede aus. Weder die Glaubwürdigkeit des Anzeigeerstatters noch die Glaubhaftigkeit seiner Angaben ist für die Ermittlungsbehörden einschätzbar. Das Bundesverfassungsgericht hat deshalb im bereits zitierten Beschluss ausführlich und zu Recht dargelegt, dass eine anonyme Anzeige nur genügen kann, „wenn sie von beträchtlicher sachlicher Qualität ist oder mit ihr zusammen schlüssiges Tatsachenmaterial vorgelegt wird.“
Beides ist im vorliegenden Fall so offensichtlich nicht gegeben, dass sich die Frage stellt, ob die Einleitung eines förmlichen Ermittlungsverfahrens im vorliegenden Fall überhaupt zulässig war, zumal bereits Form und Diktion der Anzeige im vorliegenden Fall die Glaubhaftigkeit der Behauptungen nicht unterstreichen.
Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer, dass es wünschenswert wäre, wenn diese Vorgaben in der täglichen Praxis auch anderswo öfter beachtet würden (Aktenzeichen 1 Qs 339/17).
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Waipu TV: Produkte aus Werbeblock direkt bei Amazon bestellen
Der Fernsehstreamingdienst Waipu TV geht einen neuen Weg bei Fernsehwerbung. Auf Amazons Fire-TV-Geräten werden in der Werbepause Kauf-Links zu Amazon eingeblendet. Mit einem Knopfdruck auf der Fernbedienung wird das beworbene Produkt bestellt. (WaipuTV, Onlineshop) Radikale Kehrtwende: Wie Ikea zur digitalen Aufholjagd bläst
Als Hort für Innovationen ist Ikea nicht bekannt: Den Onlinehandel hat der Möbelriese lange bekämpft. Doch nun findet ein Umdenken statt. Wie die Schweden die digitale Transformation angehen.
Wie schlecht es um die Digitalisierung bei Ikea bestellt ist, können Kunden des Möbelriesen bis heute im Onlineshop sehen. „Gefühlt bewegt sich der Shop auf dem technischen Niveau der 90er-Jahre“, sagt Alexander Graf. Für den Betreiber des Branchenblogs Kassenzone.de sind die Ikea-Produkte nicht nach modernen Webstandards bestellbar. Die meisten Artikel seien entweder gar nicht verfügbar oder nur über Umwege zu finden. Eine mobile Ansicht für Smartphones? Fehlanzeige.
„Ikea bestraft den Kunden, wenn er online einkauft“
Und dann wäre da noch die Versandkostenpolitik: Statt einer Gratislieferung gibt es warenwertabhängige Gebühren, die sich selbst bei großen Bestellungen schnell zu den Kosten eines Kleiderschranks aufsummieren. Wer zum Beispiel ein Dreisitzer-Sofa für 479 Euro bestellen will, zahlt für die Lieferung 69 Euro. Kunden, die sich lieber für das Stockholm-Sofa entscheiden und Ikea damit dreimal soviel Umsatz in die Kasse spülen, bekommen für den Versand 149 Euro aufgebrummt. Selbstabholung? Kostet ebenfalls extra. Laut Alexander Graf eine nicht unbeabsichtigte Praxis. „Ikea bestraft den Kunden, wenn er online einkauft“, fasst der E-Commerce-Experte zusammen.
Die Erklärung für diese fragwürdige Strategie: Ikea will Kunden in die Ladengeschäfte treiben. So sieht es die Idee von Firmengründer Ingvar Kamprad vor. Seiner Philosophie nach geht es beim Besuch einer Filiale nicht hauptsächlich um den Kauf einer Schrankwand oder eines Bettes, sondern vor allem darum, auf dem Weg durch die Gänge eine große blaue Plastiktüte mit Ramschartikeln wie Teelichtern, Besteck oder Gläsern zu füllen. Am Ende verspeisen die Kunden noch eine Portion Köttbullar oder nehmen einen günstigen Hotdog für den Nachhauseweg mit.
Ikea auf dem Weg zur Tech-Firma
Das Ladenkonzept hat Kamprad zu einem der reichsten Menschen des Planeten gemacht, doch seinen Konzern zur digitalen Randerscheinung. Nur 1,4 Milliarden Euro – und damit nur vier Prozent seines weltweiten Gesamtumsatzes von 34,2 Milliarden Euro – erwirtschaftete Ikea 2016 über das Internet. Im deutschen Onlinehandel sieht es kaum besser aus: Allein das Versandhaus Otto hat im vergangenen Jahr Möbel und Haushaltswaren für rund 689 Millionen Euro verschickt – fast viermal so viel wie Ikea.
Doch was viele nicht wissen: Im Hintergrund arbeiten die Schweden längst an einer radikalen Kehrtwende. Geplant ist nicht weniger als der größte Konzernumbau seit 30 Jahren. Erst vor wenigen Wochen wurde eine bisher nie dagewesene E-Commerce-Offensive angekündigt. Schon bald will Ikea seine Produkte auf Plattformen wie Amazon oder Alibaba verkaufen. Und dabei soll es nicht bleiben: „In unserer Strategie ist auch klar festgehalten, dass wir mit neuen digitalen Möglichkeiten experimentieren und diese für das Unternehmen nutzbar machen wollen“, sagt Christian Möhring, Web- und Digitalmanager bei Ikea Deutschland, in der neuen Ausgabe des t3n Magazins.

Shoppen mit VR-Brille, Startup-Inkubator in Älmhult, Köttbullar aus dem 3D-Drucker
Auf insgesamt fünf Seiten beleuchtet t3n den langsamen, aber sicheren Weg Ikeas zum Technologie-Konzern. So arbeiten die Möbelbauer nicht nur am Einstieg in den Milliardenmarkt für das Internet der Dinge, sondern wollen ihre Ladengeschäfte in Zukunft auch virtuell begehbar machen. In der Filiale in Berlin-Lichtenberg beispielsweise können Besucher mit Hilfe von VR-Brillen ein virtuelles Wohnzimmer betreten, das nach den eigenen Vorstellungen umgestaltet werden kann.
Langfristig will Ikea die Technologie unter Zuhilfenahme von Apples ARKit in die heimischen vier Wände der Kunden bringen. Müssen wir samstags bald gar nicht mehr zu Ikea?

Darüber hinaus setzen die Schweden nach dem Vorbild von Google oder Microsoft auf das Know-how junger Gründer. Erst im September wurde am Stammsitz in der schwedischen Provinz Älmhult ein eigener Startup-Inkubator eröffnet. Zwischen turmhohen Bücherregalen, frischen Köttbullar und bunten Sitzsäcken sollen Gründer im „Ikea Bootcamp“ an Geschäftsideen arbeiten, die das Einkaufserlebnis des Möbelkonzerns irgendwann einmal prägen könnten. Konkret denkt Ikea an Technologien wie 3D-Druck, Chatbots, Lieferdrohnen und das Internet der Dinge. t3n hat mit einigen Gründern aus dem Programm über ihre Ideen gesprochen.
Wie die konzerneigenen Visionen aussehen, versucht Ikea dagegen in Kopenhagen zu ergründen. In einem ehemaligen Fischereigebäude im Szeneviertel Vesterbro unterhalten die Schweden seit 2015 das Space10 Research Lab. In dem Bau beschäftigen sich Designer, Ingenieure und Entwickler mit der Frage, wie die Wohnformen der Zukunft aussehen und welche Auswirkungen etwa der Klimawandel, die Urbanisierung oder der schnelle technologische Fortschritt darauf haben.

So treibt Ikea beispielsweise das wachsende Problem der globalen Nahrungsmittelknappheit um. „Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass der Bedarf an Lebensmitteln in den nächsten 35 Jahren um 70 Prozent steigt. Das erfordert smartere und effizientere Lösungen“, sagt Simon Caspersen, bei Space10 verantwortlich für die Pressearbeit, im Gespräch mit dem t3n Magazin.
Welche Technologien das konkret sind und was sich Ikea von 3D-Druckern erhofft, das erklären wir ausführlich in der t3n 50. Außerdem im Heft: Ikeas Pläne für sein Sortiment im Bereich Smart Home, was es mit künstlichen Intelligenzen in Möbeln auf sich hat und was Branchenexperten von der Digitaloffensive des Konzerns halten. Zur ganzen Geschichte und zum Heft geht es hier.
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Docker: Mit diesen Tutorials gelingt der Einstieg
Docker spielt heutzutage in den meisten Projekten eine Rolle. Wer bisher nicht damit gearbeitet hat, findet hier Ressourcen für den Einstieg.
Docker ermöglicht euch die Auslagerung von Anwendungen in Images, genauen Abbildungen des aktuellen Zustandes. Die Images enthalten zusätzlich alle nötigen Dependencies, um eine Ausführung zu ermöglichen. Dank der Nutzung des Linux-Kernels werden Abhängigkeiten von externen Gegebenheiten wie RAM und Prozessor hingegen entkoppelt. So kann der Container zwischen verschiedenen Systemen hin- und hergeschoben werden und funktioniert auf allen Windows- und Linux-PCs. Zur Laufzeit wird aus diesem Image ein konkreter Container erstellt. Dieser teilt sich den Linux-Kernel mit allen anderen Containern im System. Genaue Festlegungen, welcher Prozess welche Ressourcen bekommt, sind dabei möglich. Eine ausführlichere Übersicht haben wir in diesem Artikel über Docker für euch bereits zusammengestellt.
Tutorials für den Einstieg in Docker
Docker bietet Anleitung zu Installation und ersten Schritten unter Linux und Windows sowie Mac. Alle drei bieten Links zu weiterführenden Inhalten, um Themen zu vertiefen, liefern Motivationen und nebenbei auch Erklärungen, wieso bestimmte Schritte mit Docker genau so abzuarbeiten sind, wie sie es vorgeben.
Das Tutorial von Scotch.io bietet einen ersten Einstieg und gibt Hinweise, wieso was installiert werden muss, welcher Command was ausgibt und wie ihr eure Images genau aufbauen solltet. Eine konkrete Anwendung erstellt ihr dort nicht, sondern baut stattdessen ein Image und ein Dockerfile auf.
Für Ubuntu 16.04 hat auch Digital Ocean ein Tutorial geschrieben, das richtet sich aber an diejenigen, die Docker grundsätzlich schon durchschauen und die relevanten Begriffe nicht mehr erklärt bekommen müssen.
Ein sehr großes Tutorial ist das Docker Curriculum. Dort geht es darum, verschiedene Anwendungen selbst zu erstellen, etwa eine Website mit den Amazon Webservices und zwei Apps mit EC2. Bis zum Deplox wird alles durchgegangen, sodass ihr den gesamten Prozess einmal durchlaufen könnt.
Auf deutsch bietet euch Jaxenter ein Tutorial, mit dem ihr die Grundzüge von Docker kennenlernt. Dabei werden Installationsanleitungen für Linux, Mac und Windows mitgeliefert und ihr bekommt in praktischen Beispielen die bekanntesten Befehle gezeigt und erläutert.
Nutzt ihr Docker? Und wie habt ihr den Umgang damit erlernt?
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- Neue Docker-Version 1.13: Die beliebten Container laufen jetzt auf AWS und Azure
Bing for iOS Gets Redesigned Homepage, iPhone X Support

Bing now puts its voice and camera search capabilities on its revamped homepage with the latest update on the iPhone.
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Open Access: Konkurrenten wollen FTTH-Ausbau mit der Telekom
Viele Netzbetreiber wollen zusammen mit der Deutschen Telekom einen Glasfaser-Ausbau im Open-Access-Modell. Doch der Übergang vom Kupfer der Telekom auf Glas ist strittig. (Open Access, Glasfaser)
Mit knapp 90 Millionen Euro über die kommenden sechs Jahre soll die IT der Stadt München völlig umgebaut werden. Davon sollen allein für den geplanten Limux-Ersatz mit einem Windows-Client rund 50 Millionen Euro entfallen. (
Ein 29-Jähriger soll gemeinsam mit Komplizen viele Kilo Rauschgift über Darknet-Marktplätze verschickt haben. Er wurde bei einer Grenzkontrolle festgenommen, auch die Wohnung seiner Mutter wurde durchsucht. (

