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24 Nov 16:26

Amazon, eBay & Co: Black-Friday-Angebote im Preischeck

Der größte Abverkaufstag des Jahres, der Black Friday, ist inzwischen über den großen Teich auch zu uns geschwappt. Große US-Onlinehändler wie Amazon und eBay überschlagen sich mit angeblichen Rabatten von 50% und mehr, und auch deutsche Anbieter mischen inzwischen kräftig mit.

Aber wie viel sind diese Rabattversprechen wirklich wert? Wir haben ausgewählte Black-Friday-Deals im Preisvergleich untersucht. In einigen Fällen sind die Deals echtes Geld wert, in anderen stimmt zwar die Prozentzahl des Rabatts – dass der Preis aber wenige Tage vor der Aktion erst kräftig erhöht wurde, steht so natürlich nicht in den Shops.

Update

Die Cyber-Monday-Angebote vom Sonntag haben wir hier zusammengefasst.

Links zu Amazon, eBay und Teufel in diesem Beitrag enthalten eine Partner-ID. TechStage bekommt u. U. Provisionen.

Amazon-Produkte

Neben Produkten gibt Amazon auch kräftigen Nachlass auf Services. Wer sich bis zum 30. November für ein Hörbuch-Abo bei Audible entscheidet, bekommt 50 Prozent Rabatt für die ersten sechs Monate und zahlt 4,95 statt 9,95 Euro. Wer sich für die Musik-Flatrate Amazon Unlimited entscheidet, bekommt die ersten drei Monate für 99 Cent.

Fast schon No-Brainer sind diverse Amazon-eigenen Produkte, darunter die Echo-Lautsprecher mit Alexa-Sprachassistent. Der kleine Echo Dot (schwarz / weiß) kostet knapp 35 statt 50 Euro (30 Prozent billiger), der „normale“ Echo (Testbericht) liegt in den Farben Anthrazit, Hellgrau und Sandstein bei 80 statt 100 Euro (minus 20 Prozent) und der Echo Plus mit integriertem ZigBee-Hub und einer Philips-Hue-Lampe (Testbericht) kostet 120 statt 150 Euro (minus 30 Prozent). Den Fire TV Stick gibt es weiterhin für 24,99 Euro statt 39,99 Euro (minus 38 Prozent).

Der günstigste Weg, erste Erfahrungen mit Sprachsteuerung und Heimautomation zu machen, ist heute allerdings nicht der Echo Plus: Wer mit dem Sprachassistenten nicht Musik hören möchte, kann zum günstigeren Echo Dot in Kombination mit dem Philips-Hue-Starterpaket mit ZigBee-Hub und zwei Leuchten für knapp 70 Euro greifen – das ist 37 Prozent billiger als sonst.

Außedem gibt es weiterhin den Kindle Paperwhite und das Amazon-Tablet Fire HD10 mit 33 beziehungsweise 28 Prozent Rabatt.

Roboter

Den Staubsauger-Roboter Roomba 650 von iRobot gibt es derzeit bei Amazon für 279 Euro. Andere Händler nehmen mindestens 50 Euro mehr, das entspricht einer Preisersparnis von 15 Prozent. Der Roomba 865 kostet im Moment 399 Euro (minus 16 Prozent), der Roomba 895 kostet 489 Euro (minus 11 Prozent).

Smart Home

Los geht's mit Philips Hue: Das Starter-Set mit 2 weißen ZigBee-LED-Lampen (E27) und dem zur Steuerung notwendigen Hub kostet heute 55 statt knapp 70 Euro. Damit liegt die Ersparnis bei rund 20 Prozent, außerdem war der Preis laut unserer Aufzeichnung bei diesem Set noch nie so niedrig wie heute. Auf der Produktseite kann man auch andere Sets auswählen, etwa mit drei Lampen und Dimmer, doch den besten Preisvorteil gibt es beim oben verlinkten Starter-Set.

Noch günstiger geht's mit dem Smart-Home-Starter-Set bestehend aus dem Echo Dot, der Philips Hue Bridge und zwei passenden weißen E27 Hue-Leds für 69,99. Gegenüber dem Einzelkauf von Echo Dot und dem Philips Hue Starter-Set bei der Konkurrenz liegt die Ersparnis bei satten 37 Prozent.

Das Philips Hue White and Color Ambiance Set mit zwei E14-LED-Kerzen und Hue-Dimmschalter ist so nur bei Amazon erhältlich. Das Bundle ist mit 78,95 Euro ebenfalls interessant, da man beim Einzelkauf mindestens 110,62 Euro auf den Tisch legt. Das entspricht einer Ersparnis von über 28 Prozent. Allerdings ist kein Hue-Hub im Set enthalten, für die Verbindung zum Heimnetz – und damit zu Amazon Alexa und anderen Diensten – braucht es zusätzlich den Hub oder Amazons Echo Plus.

Das Bundle aus Hue-Lightstrip und Hue-Tischleuchte für 95,95 Euro ist mit einer Ersparnis von 25 Prozent ebenfalls ein guter Deal, wenn man bereits über einen Hue-Hub verfügt.

Die Universalfernbedienung Logitech Harmony 950 ist heute ebenfalls ein echtes Schnäppchen. Amazons Preis liegt derzeit bei 119 Euro; das günstigste Konkurrenzangebot kostet 154,99 Euro – eine Ersparnis von 23 Prozent. Das kleinere Modell Harmony 650 liegt aktuell bei 44 Euro, gegenüber dem nächst günstigsten Angebot mit 51,64 Euro entspricht das einer Ersparnis von immerhin 14 Prozent.

Dieses Angebot ist leider nicht mehr verfügbar: Wer sein Fernbedienungen durch Alexa oder Google Home ersetzen will, bekommt den Logitech Harmony Hub heute für 66 Euro. Dabei handelt es sich um ein Gateway von WLAN zu Infratot, mit der passenden App fürs Smartphone oder den Sprachassistenten lassen sich so Geräte wie Fernseher, Stereoanlagen oder Klimageräte steuern. Das beste Angebot im Preisvergleich liegt bei 89 Euro. Die Ersparnis liegt bei satten 25 Prozent. Es gibt auch ein Set aus Harmony Hub und Amazon Echo Dot zur Sprachsteuerung für 79 Euro, das entspricht einer Ersparnis von fetten 40 Prozent.

Home Entertainment

Der Full-HD-TV M5590 von Samsung ist heute in verschiedenen Größen ebenfalls im Angebot.
Für die 32-Zoll-Variante verlangt Amazon 299 Euro; die Konkurrenz mindestens 346,16 Euro. Das entspricht einer Ersparnis von 13 Prozent. Das 43-Zoll-Gerät kostet bei Amazon 399 Euro; sonst mindestens 462,05 Euro. Amazon ist also 13 Prozent billiger.

Die Variante mit 49 Zoll ist kein echtes Schnäppchen. Amazon verlangt 499,99 Euro; die Konkurrenz liegt bei 499,75 Euro. Die größte Variante mit 55 Zoll kostet bei Amazon 699 Euro. Hier legt der Kunde sogar noch drauf, das günstigste Angebot im Preisvergleich kostet gerade einmal 649 Euro.

Teufel Lautsprecher feiert seinen eigenen Black Friday und wirbt mit Rabatten von bis zu 50 Prozent. Die größte Ersparnis von 50 Prozent gibt's beim Kopfhörer Move Pro (Testbericht), der heute noch 65 statt knapp 130 Euro kostet – ihn gibt es derzeit auch nicht bei anderen Händlern, weswegen die Angabe stimmt.

Ganz so toll, wie sie auf den ersten Blick aussehen, sind die meisten Deals aber leider nicht. Bei anderen Produkten konnten wir aber feststellen, dass die Preise teils erst vor wenigen Tagen angehoben wurden – und viele waren auch schon mal billiger zu bekommen als heute. So ist das Ultima-40-Set derzeit für 777 statt 999 Euro zu haben, allerdings wurde der Preis erst am 4. November auf 999 Euro angehoben, und im September 2015 war das Set auch schon einmal für 699 Euro zu bekommen. Wer aber ohnehin auf der Suche nach einem Teufel-System ist, sollte die konkreten Angebote checken – und im Preisvergleich prüfen.

Den 7.2-Kanal-Receiver AVRX1400H von Denon gibt es heute bei Amazon für 333 Euro. Das beste Alternativangebot liegt bei 359 Euro. Die Einsparung beträgt immerhin 7 Prozent.

Der Bluetooth-Lautsprecher JBL Flip 4 ist bei Ebay im Angebot. Wer heute beim Online-Auktionshaus zuschlägt, zahlt 73,90 Euro und spart fast 15 Prozent gegenüber dem nächstbesten Preis von 84,90 Euro.

DVD & Blu-Ray

Für die einen sind Blu-Ray-Boxen und DVD-Sets einfallslos, für die anderen unverzichtbare Weihnachtsgeschenke. Egal, bei Amazon gibt's heute einige echte Schnäppchen, darunter Star Wars: The Complete Saga mit sechs Filmen auf neun Blu-Rays für 56 statt 62 Euro (minus 10 Prozent), die Herr der Ringe-Trilogie für 35 statt 45 Euro (minus 22 Prozent) oder Stirb Langsam 1-5 für 15 statt 18 Euro (16 Prozent billiger).

Die von uns stichprobenmäßig untersuchten Preise waren allesamt günstiger als bei der Konkurrenz. Auf der Übersichtsseite finden sich mehr Angebote für Box-Sets, darunter acht Filme von Quentin Tarantino, Akte X (komplette Serie) oder Star Trek: The Next Generation, sowie Schnäppchen zum Mitnahmepreis wie die Matrix-Trilogie für 12 Euro, die Ocean-Eleven-Trilogie für 10 Euro, die Superman-Collection mit fünf Filmen oder Hangover-Trilogie für je 13 Euro.

Smartphones

Honor feiert den Black Friday mit Angeboten im eigenen Shop, die Preise von Amazon sind allerdings ebenfalls auf den gleichen Wert gesenkt worden. So gibt es aktuell das Honor 9 (Testbericht) mit 64 GByte Speicher für 329 Euro, das sind 60 Euro weniger als gestern – und entspricht einer Ersparnis von über 15 Prozent. Das Angebot gilt für das Honor 9 in Grau, in Blau und in Schwarz.

Außerdem gibt es das Honor 6x in Grau, Silber oder Gold für 179 statt 199 Euro (minus 10 Prozent). Im Preisverlauf beider Geräte sieht man, dass die Angebote wirklich gut sind: Sie waren noch nie so günstig wie heute (Honor 9 / Honor 6x).

Das goldene Samsung Galaxy S7 mit 32 GByte Speicher steht ebenfalls auf der Liste der Amazon-Angebote. Der heutige Preis von 395 Euro ist zwar günstig, aber die Einsparung gegenüber dem nächstbesten Preis von 389 Euro beträgt gerade einmal 5 Prozent.

Das iPhone SE mit 32 GByte Speicher kostet bei eBbay heute nur 283 Euro. Das günstigste Konkurrenzangebot ist die goldene Variante, sie liegt bei 313,11 Euro. Das entspricht einer Ersparnis von gut 30 Euro – oder 10 Prozent.

Das Einsteiger-Smartphone K6 von Lenovo geht heute bei eBay für 99,90 Euro über den Ladentisch. Das günstigste Angebot der Konkurrenz liegt bei 125,91 Euro. Wer hier zuschlägt, spart satte 26 Prozent.

Elektrische Zahnbürsten

Die elektrische Zahnbürste Sonicare DiamondClean von Philips in Schwarz mit Ultraschalltechnik kostet gut 111 Euro – und damit fast 25 Euro oder 17 Prozent weniger als beim nächst günstigsten Händler. Die E-Zahnbürste Philips SoniCare FlexCare gibt's heute im Doppelpack für 129 statt 175 Euro – das ist eine Ersparnis von über 26 Prozent. Die zugehörigen Bürsten sind im 6er-Pack heute mit 22 statt 27 Euro heute 19 Prozent billiger.

Nicht ganz so hoch ist die Ersparnis bei der Oral B Pro 6500, die heute mit zwei Handstücken und Timer 105 Euro kostet (minus 6 Prozent)

Fazit

Augen auf vorm Kauf! Wie wir festgestellt haben, gibt es zum Black Friday wirklich erstklassige Angebote – allerdings haben wir auch ein Vielfaches an Produkten untersucht, als wir hier publiziert haben. In anderen Fällen fühlen wir unsere Theorie bestätigt: Tatsächlich gibt es Händler und Hersteller, die ihre Preise kurz vor solchen Aktionen kräftig anheben, um sie danach mit hohem Rabatt anzupreisen.

Wir empfehlen grundsätzlich vorm Kauf einen Blick in den Preisvergleich – und da auch in den Preisverlauf, um einschätzen zu können, wie gut ein Deal wirklich ist.

Und wer auf der Suche nach weiteren Deals ist, wird vielleicht bei Steam auf Spielehard- und Software oder in unserem umfangreichen Black-Friday-Verzeichnis auf heise download fündig.

Kompletter Beitrag
24 Nov 16:11

Insolvenz von Air Berlin: Bundeskartellamt prüft Ticketpreise der Lufthansa

by ZEIT ONLINE: Wirtschaft -
Innerdeutsche Flüge sind so teuer wie nie, die Beschwerden darüber zielen vor allem auf die Lufthansa. Nun verlangt das Kartellamt Auskunft über deren Preispolitik.
24 Nov 16:11

Von Amazon bis Paypal: So sichert der Käuferschutz euer Geld

Wir haben fünf große Anbieter von Online-Käuferschutz unter die Lupe genommen und erklären, was ein guter Käuferschutz bieten muss.

Es gibt für alles eine Versicherung – auch fürs Online-Shoppen. Angeboten werden sie meist von Zahlungsdienstleistern wie Paypal, Klarna oder Paydirekt. Aber auch von Amazon oder Trusted Shops. Die Idee ist simpel: Alle Einkäufe, die zum Beispiel mit Paypal bezahlt werden, unterliegen dem Käuferschutz. Erhält der Kunde das Paket nicht oder weicht die Ware stark von der Produktbeschreibung ab, kann er reklamieren. Wenn Paypal die Reklamation anerkennt, wird dem Käufer der Kaufpreis zuzüglich Versandkosten erstattet. Doch nun stellen zwei aktuelle Gerichtsurteile zum Thema Käuferschutz das Geschäftsmodell in Frage.

Knackpunkt unversichertes Päckchen

Erster Fall (Aktenzeichen: VIII ZR 83/16): Der Käufer behauptete, das unversicherte Päckchen mit dem bestellten Smartphone (Wert 600 Euro) nicht erhalten zu haben. Der Verkäufer konnte keinen Versandbeleg vorlegen. Paypal buchte daraufhin das Geld zum Käufer zurück. Der Verkäufer klagte und das Landgericht Essen gab dem Verkäufer Recht. Und auch die BGH-Richter in zweiter Instanz lehnten sich an das Landgerichturteil an: „Eine GbR wird bei einem Verkauf wie eine Privatperson behandelt. Daher geht das Risiko des Warenversands auf den Käufer über.“

Im zweiten Fall (Aktenzeichen: VIII ZR 213/16) kaufte der Kunde für 500 Euro eine Metallbandsäge in einem Onlineshop. Das gelieferte Produkt widersprach jedoch der Beschreibung. Ein Gutachten bestätigte, dass die Säge Billigqualität aus Asien sei. Paypal hat daraufhin dem Käufer das Geld zurückerstattet. Der Verkäufer klagte. Nach dem letzten Urteil des Landgerichts hat der Verkäufer jetzt einen Anspruch darauf, den Käufer direkt auf die Zahlung des Kaufpreises zu verklagen. Wie es ausgehen wird -  ob der Käufer das schlechte Produkt bezahlen muss - ist noch offen. Sollte das Gericht zu dem Entschluss kommen, dass der Kunde zahlen muss, wäre jeglicher Käuferschutz ausgehebelt.

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Die Versprechen der Käuferschutzvereinbarungen

Doch was genau versprechen die Käuferschutzvereinbarungen der verschiedenen Anbieter überhaupt? Wir haben fünf große Anbieter von Online-Käuferschutz mal genauer unter die Lupe genommen und erklären, was ein guter Käuferschutz bieten muss. Und wir zeigen, wie sich der Amazon Käuferschutz vom Käuferschutz von Paypal, Klarna, Paydirekt oder Trusted Shops unterscheidet.

Der Paypal-Käuferschutz

Wenn dein bestellter Artikel nicht angekommen ist oder nicht der Beschreibung entspricht, kannst du über dein Paypal-Konto mit dem Verkäufer Kontakt aufnehmen. Du hast bis zu 180 Tage nach der Zahlung Zeit, das Problem zu melden. Kommt es zu keiner Einigung, kümmert sich Paypal um die Klärung. Ist der Käuferschutzantrag berechtigt, erhältst du den gesamten Kaufpreis sowie die Versandkosten zurück auf dein Konto. Jedoch gibt es auch Waren, die vom Käuferschutz ausgeschlossen sind, wie zum Beispiel Gutscheine, Fahrzeuge mit Motor, industrielle Maschinen und Artikel, die gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen, individuell gefertigt wurden oder persönlich abgeholt werden.

Der Käuferschutz von Klarna

Wenn du mit Klarna bezahlst, gilt der Klarna-Käuferschutz – egal, ob du mit Kreditkarte, Lastschrift oder per Sofortüberweisung die Rechnung beglichen hast. Achtung: Bei der Sofortüberweisung gilt die Käuferschutzrichtlinie nur, wenn dies ausdrücklich auf der Zahlungsarten-Auswahlseite im Online-Shop des Händlers angegeben ist.

Bei Problemen mit dem Händler kannst du den Kundenservice kontaktieren. Klarna hilft, den Verbleib der Ware zu klären. Du musst nicht zahlen, während Klarna überprüft, was geschehen ist. Wenn sich herausstellt, dass die Ware nicht geliefert wurde, musst du auch nicht zahlen.

Ausnahme: Der Verkäufer hat geliefert, aber du hast die Annahme nicht ermöglicht. Zum Beispiel, wenn du (oder eine durch dich beauftragte Person) die Ware nicht abgeholt hast, obwohl du über die Lieferung der Ware benachrichtigt wurdest. In diesen Fällen bist du gegebenenfalls entsprechend der einschlägigen gesetzlichen Vorschriften zum Schadenersatz beziehungsweise zur Abnahme der Ware und zur Zahlung verpflichtet.

Eine 100-prozentige Garantie gibt Klarna übrigens nicht: „Auch wenn Online-Shops sich oft an unsere Entscheidungen halten, können wir dir nicht garantieren, dass der Online-Shop nicht dennoch die Zahlung von dir verlangt. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Klarna eine Forderung aufgrund einer Streitigkeit zwischen dir und dem Online-Shop an diesen zurück überträgt.“

Der Paydirect-Käuferschutz

Der Käuferschutz greift, wenn die erworbene Ware bis zum angegebenen Lieferdatum noch nicht an den Kunden versandt wurde. Nutzer können den Käuferschutz innerhalb von 30 Tagen ab Zahlung in Anspruch nehmen. Dazu müssen sich die Paydirect-Nutzer nur im Kundenbereich einloggen und innerhalb der entsprechenden Bestellung die Funktion „Problem melden“ und dann „Keine Ware erhalten“ auswählen. Erbringt der Händler innerhalb einer zehntägigen Frist keinen Versandnachweis, transferiert Paydirect auf Wunsch das Geld zurück auf das Girokonto des Nutzers. Vom Paydirect-Käuferschutz ausgeschlossen sind Alkohol, Medikamente, Tabak, Beförderungsleistungen und Reisedokumente sowie digitale Güter (zum Beispiel Musikdownloads, Gutscheine, E-Books).

Amazon-Payments-Käuferschutz

Amazon ist wohl der bekannteste Online-Marktplatz in Europa und den Vereinigten Staaten. Das gigantische Angebot und die käuferfreundliche Zahlungsoption Amazon Payments sind die Hauptgründe dafür. Doch Kunden können den Amazon-Check-Out nicht nur auf der eigenen Seite nutzen, sondern auch bei anderen Online-Shops, die mit dem Internet-Giganten kooperieren, und die A-bis-Z-Garantie nutzen.

Amazon will für die Sicherheit der Bestellungen einstehen, wenn man von Drittanbietern bei Amazon einkauft oder Amazon Pay auf Websites von Drittanbietern nutzt. Der Käuferschutz von Amazon schützt die Nutzer bei einer verspäteten Lieferung, einem defekten oder falschen Artikel und einer fehlgeschlagenen Erstattung seitens des Händlers – bis zu einem Betrag von 2.500 Euro pro Bestellung. Bevor Amazons A-bis-Z-Garantie beantragt werden kann, ist es laut Amazon unbedingt erforderlich, dass der Verkäufer kontaktiert und ihm zwei Werktage Zeit gewährt wird, um die Angelegenheit zu klären.

Der Trusted-Shops-Käuferschutz

Trusted Shops bietet Online-Shoppern automatisch bei jedem Einkauf in einem von den über 25.000 Shops mit Trusted-Shops-Gütesiegel einen umfassenden Käuferschutz an, wenn der Shop die Ware nicht liefert oder wenn die zurückgesandte Ware nicht erstattet wird. Mit Trusted Shops Basic ( 0 Euro pro Jahr) sind die Einkäufe automatisch bis 100 Euro pro Einkauf abgesichert und mit Trusted Shops Plus (9,90 Euro pro Jahr) sogar bis 20.000 Euro pro Einkauf.

24 Nov 16:09

Erben: Wer kriegt welchen Schrank?

by ZEIT ONLINE: Wirtschaft - Laura Cwiertnia
Viele Geschwister verkrachen sich wegen des Erbes. Dabei geht es ihnen meist nicht ums Geld, sondern um Emotionen, sagt der Mediator Christoph Paul. Wie man das löst
24 Nov 16:08

Steuereinnahmen: Steuerfahnder sorgen für deutliche Mehreinnahmen

by ZEIT ONLINE: Wirtschaft -
Im vergangenen Jahr sind deutlich mehr Steuern eingetrieben worden. Das Finanzministerium führt dies vor allem auf den Kauf von Steuer-CDs zurück.
24 Nov 16:06

Mobilfunk: Netzqualität in der Bahn weiter nicht ausreichend

Laut Chip-Netztest 2017 ist die Netzqualität im Zug bei allen drei Netzbetreibern und der Deutschen Bahn nicht ausreichend. Die Telekom und Vodafone können sich im Gesamtnetz stark verbessern.

Mobilfunk auf  Schienen: Netzqualität weiterhin nicht ausreichend

Im Chip-Netztest 2017 ist die Deutsche Telekom wieder Testsieger mit dem besten Mobilfunk- und LTE-Netz, dicht gefolgt von Vodafone, das auf den Schienen überlegen ist. Das gab die Redaktion am 24. November 2017 bekannt. Insgesamt ist die Netzqualität im Zug bei allen drei Netzbetreibern und der Deutschen Bahn aber nicht ausreichend. Der Ausbau der Repeater in den Zügen geht demnach anscheinend nur schleppend voran.

Damit ist die Telekom zum achten Mal in Folge Gesamtsieger. Durchgeführt haben den Test Messexperten von Net Check und Chip, die 470.000 Daten-Samples – nach 400.000 im Vorjahr – erhoben haben. Die Tester legten eine Strecke von rund 13.000 Kilometern zurück, darunter 10.300 mit dem Auto, 2.500 mit dem Zug und rund 550 Kilometer zu Fuß.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr hätten insbesondere die Telekom und Vodafone einen großen Sprung nach vorne gemacht: Verantwortlich dafür sei vor allem die breite Verfügbarkeit von moderner LTE-Technik. Auch die Einführung des Enhanced Voice Systems (EVS) mache sich in den Ergebnissen positiv bemerkbar und sorge für bessere Audioqualität bei Telefongesprächen.

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Mobilfunk-Netze: O2 in allen Großstädten nur auf Platz 3

„O2 folgt der Konkurrenz mit klarem Abstand.“

O2 kam in allen Großstädten auf Platz drei und kämpft nach wie vor mit der Netzintegration. Fortschritte lassen sich hier punktuell verzeichnen, wie bei den Transferraten an städtischen Hotspots. O2 konnte die Netzperformance jedoch weitgehend stabil halten. Sichtbare Verbesserungen konnte der Netzbetreiber in der Kategorie Internet bei den durchschnittlichen Transferraten bei Downloads von 13,6 MBit/s im Jahr 2016 auf 20,35 Mbit/s und Uploads von 8,1 MBit/s in 2016 auf 10,3 Mbit/s in 2017 erzielen. Die Rufaufbauzeit hat sich von 10,1 Sekunden auf 6,69 Sekunden reduziert. Das Netz in Hamburg und München wurde bei laufender Netzintegration mit einem „Gut“ ausgezeichnet.

In Berlin, München, Stuttgart, Düsseldorf und Hamburg hatte die Telekom das beste Gesamtnetz. Nur in Düsseldorf ist Vodafone genauso gut.

Beim Tempo der vermittelten Telefongespräche zeigten Telekom und Vodafone insgesamt einen deutlich schnelleren Rufaufbau als bisher. Wolfgang Pauler, Testchef bei Chip, sagte: „Unsere Messungen zeigen, dass Telekom und Vodafone ihr LTE-Netz spürbar optimiert haben – etwa durch vermehrte Frequenzbündelung und effizientere Funktechniken wie 256 QAM und 4x4-MIMO.“

Im Vergleich zu den Vorjahresmessungen haben die Netzbetreiber ihr Durchschnittstempo bei Down- und Uploads deutlich erhöht. O2 folgt der Konkurrenz mit klarem Abstand und liefert Daten in der Stadt im Schnitt mit rund 20 MBit/s aus, einer Differenz von 50 MBit/s zur Telekom.

Autor des Artikel ist Achim Sawall.

Zum Weiterlesen:

24 Nov 16:05

The Girl with the Brick Earring

24 Nov 13:18

Mobilfunk: Netzqualität in der Bahn weiter nicht ausreichend

Laut Chip-Netztest 2017 ist die Netzqualität im Zug bei allen drei Netzbetreibern und der Deutschen Bahn nicht ausreichend. Die Telekom und Vodafone können sich im Gesamtnetz stark verbessern. (Test, UMTS)
24 Nov 12:31

Kirabatis-Klimaplan: Mehr Resorts, mehr Touristen

by Andreas Demmig

Ungeachtet des Klimawandel, plant Kiribatis Präsident die Weiterentwicklung der Inseln

Der tief liegende pazifische Inselstaat Kiribati ist einer der Teile der Welt, die am stärksten vom Klimawandel [CBS fake.news] und dem Anstieg des Meeresspiegels bedroht sind. Dieses erzählen uns Wissenschaftler, die auch sagen, dass die Inseln innerhalb von Jahrzehnten unbewohnbar sein könnten, und in den letzten Jahren hätten einige der dortigen Führer mit der Planung eines Worst-Case-Szenarios begonnen, das die Verlagerung der Bevölkerung in andere Länder beinhaltet.

 In einer Videopräsentation zur Weltklimakonferenz in Bonn vergangene Woche schien sich der Präsident von Kiribati jedoch von einem solchen Plan abzuwenden.

„Der Klimawandel ist in der Tat ein ernstes Problem“, sagte Präsident Taneti Maamau in dem Video. „Aber wir glauben nicht, dass Kiribati wie das Schiff der Titanic sinken wird. Unser Land, unser schönes Land, ist durch Gottes Hände geschaffen. „

Im weiteren Verlauf des Videos verkündet ein Erzähler, dass man weit davon entfernt sei, die Inseln verlassen zu wollen. Stattdessen verfolgt man das Ziel der Förderung des Tourismus durch die Anlockung ausländischer Investoren zur Entwicklung von „umweltfreundlichen 5-Sterne-Resorts, die erstklassige Tauch-, Angel- und Surf-Erlebnisse promoten sollen“ – auf den ansonsten unbewohnten Inseln.

Regierungsbeamte sagen, dass sie an einem Plan arbeiten, das Niveau einer großen Fläche von derzeit unbewohnbarem Land aufzufüllen, um es bewohnbar zu machen.

Kiribati (von Einheimischen „Kir-ah-Bahss“ genannt) besteht aus einer Kette von 33 kleinen Inseln, die auf halbem Weg zwischen Hawaii und Australien liegen. Es ist die Heimat von 100.000 Menschen und hat eine durchschnittliche Höhe von nur 6 Meter über dem Meeresspiegel. Extrem hohe Gezeiten, bekannt als „King Tides“, haben Häuser überflutet, Trinkwasser verschmutzt und Getreide vernichtet.

Text und Videoquelle: https://www.cbsnews.com/news/climate-change-kiribati-president-taneti-maamau/

 

Ich fange wirklich an, Präsident Anote Tong zu mögen . Er spielt das Spiel bis zu einem gewissen Grad mit, ist glücklich ein Gastgeber zu sein und gesehen zu werden mit Globetrotter Öko-Prominenten, aber er hat eine charmante Angewohnheit, das Skript zu umgehen, wenn es um den Klimawandel geht.

Anote Tong lehnt schlicht liberale Versuche ab, sein Volk auf ihren [der Öko-Promies] linken Intellektuellen Vorbehalt zu führen, um die Rolle von Opfern westlicher Gier zu spielen, die hilflos darauf warten, dass der Westen über ihr Schicksal entscheidet.

Anote Tongs Antwort auf die Frage, warum Kiribati-Bewohner nicht nach Neuseeland strömen, und warum Neuseeland Schwierigkeiten hatte, eine Lotterie zu verkaufen, bei der man 75-Jahre-Staatsbürgerschaft gewinnen kann;

Aber es hat noch keinen dramatischen Exodus gegeben. Die neuseeländische Einwanderungsbehörde stellt jährlich 75 Plätze in einer Lotterie für Migranten aus Kiribati zur Verfügung und kann sie im Moment nicht ausfüllen. Präsident Anote Tong meint, das liegt daran, dass die Dinge noch nicht genug verzweifelt sind.

Es ist noch kein kritisches Thema. Ich denke, wenn es Leute gibt, die jetzt abwandern, hoffe ich, dass sie es aus freier Wahl tun. Aber in Bezug auf die Frage, ist es [bei uns] so kritisch, dass diese Menschen als Flüchtlinge betrachtet werden können? Meine Antwort wäre nein, nicht zu diesem Zeitpunkt.“

 

Schauen und lesen Sie hier von Ioane Teitiota, der der erste Klimaflüchtling aus Kiribati sein möchte.  http://www.bbc.com/news/world-asia-34674374

Ich habe keine Ahnung, was für eine Art von Anführer Anote Tong zu Hause [in seinem Inselstaat] ist, aber zumindest in Bezug auf seinen Auftritt auf der Weltbühne ist mein Eindruck, Kiribati hätte sich viel schlimmer darstellen können. [..Kiribati could have done a lot worse]

Erschienen auf WUWT am

Übersetzt durch Andreas Demmig

Kiribati Climate Plan: More Resorts, More Tourists

 

* * *

Nachsatz durch den Übersetzer.

Wenn auch nicht auf Kiribati, so war ich in 2012 selbst auf den Malediven. Es sind nur einige Inseln für den Tourismus „hergerichtet“. Es muss alles per Boot von der Hauptinsel gebracht werden. Ich bin Taucher, das Wasser und der Strand waren traumhaft, aber wir mussten schon weit fahren, um genügend Fische zu sehen.

Die Einheimischen nutzen die Korralen als Baumaterial. Nach den Anzeichen (abgeschaut bei Prof. Mörner) gab es keine besondere Erhöhung des Meeresspiegels. Die meisten Einheimischen sind arm. Außer Tourismus gibt es keine Einnahmequellen. Der Islam ist die vorherrschende Religion.

Daher planten die Malediven 11 neue Flughäfen auf weiteren Inseln, um die touristische Entwicklung voranzubringen. Dazu gehören dann auch die Einrichtung von Hotel / Resort Anlagen. Sie erinnern sich, in 2009 hielt Präsident Mohammed Nasheed eine Konferenz unter Wasser ab.

http://www.dailymail.co.uk/news/article-1221021/Maldives-underwater-cabinet-meeting-held-highlight-impact-climate-change.html

Im gleichen Jahr verkündete die Tourismuszentrale:

http://www.maldivestourismupdate.com/2009/07/11-new-airports-to-be-constructed-in.html

In 2015 ist jetzt  auch der elfte Airport fertig

http://www.breitbart.com/london/2015/06/19/the-maldives-has-just-built-its-eleventh-airport-thats-how-scared-it-is-of-global-warming/

Malediven ist auf den Geschmack gekommen, und plant noch weitere fünf Flughhäfen

Maldives to develop another five airports to boost tourism

24 Nov 10:48

Nach dem Unfall in der Innenstadt: Jetzt macht die Polizei Jagd auf die Gaffer

by Mina Novalic
Immer wieder das gleiche Problem: Gaffer filmen an Unfallstellen und behindern Einsatzkräfte. Nach dem schweren Unfall in der Münchner Innenstadt will die Polizei dagegen vorgehen.
24 Nov 10:17

Necur-Botnet soll Erpressungstrojaner Scarab massenhaft verbreiten

Necur-Botnet soll Erpressungstrojaner Scarab massenhaft verbreiten

Derzeit beobachten verschiedene Sicherheitsforscher eine stetig ansteigende Verbreitung des Verschlüsselungstrojaner Scarab. Der Schädling soll weltweit unterwegs sein.

24 Nov 09:56

Warum wir an Black Fliday schwarz sehen

Wer für die Vermarktung eigener Produkte eine bestimmte Wortkombination aus dem Englischen verwendet, wird abgemahnt.
24 Nov 09:55

Sicherheitslücke: Forscher offenbaren Probleme in 31 Banking-Apps

Forschern ist es gelungen, die Sicherheitsmechanismen in 31 Banking-Apps auszuhebeln. Betroffen sind unter anderem die Angebote von Comdirect, Sparkassen, Commerzbank und Fidor.

Wissenschaftler der Universität Erlangen haben eine gravierende Sicherheitslücke in 31 Banking-Apps aufgedeckt. Mit einem Hack konnten sie nicht nur Schutzmechanismen aushebeln, sondern sogar die Angebote übernehmen: Sie konnten die App unerlaubt kopieren und ausführen, die IBAN abändern und die Transaktionsnummer (TAN) auf beliebige Geräte weiterleiten. Hackern wäre es dadurch möglich, Geld des Nutzers unbemerkt auf eigene Konten zu überweisen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung (SZ). Zu den betroffenen Banken zählen demnach unter anderem die Commerzbank, Comdirect, die Sparkassen und Fidor.

 „Es ist unzureichend, sich ausschließlich auf das Smartphone zu verlassen.“

Allerdings bestehe die Gefahr nur, wenn Kunden die Banking-App und die TAN-App auf demselben Smartphone verwenden. Den Forschern Vincent Haupert und Nicolas Schneider geht es aber um eine Sensibilisierung für das Thema. „Wir wollen zeigen, dass es unzureichend ist, sich für Online-Banking ausschließlich auf das Smartphone zu verlassen“, sagte Haupert der SZ. Es gebe keinen richtigen Weg, sich bei Banking-Verfahren auf ein einzelnes Gerät zu verlassen.

Banking-Apps können nur in kompliziertem Verfahren gehackt werden

Dass der Angriff überhaupt möglich wird, liegt offenbar daran, dass die betroffenen Apps den Dienstleister Promon nutzen. Der Firma zufolge ist es bisher noch keinem Kriminellen gelungen, die Sicherheitsmechanismen zu umgehen. Die Wissenschaftler schafften dies auch nur in einem sehr aufwändigen Prozess: Sie analysierten die App Schritt für Schritt und fanden einen Weg, die Schutzmechanismen auszuschalten, schreibt die Süddeutsche Zeitung. Den Erlanger Forschern zufolge dauert dieser Prozess ein bis zwei Monate.

Das Problem mit Sicherheitslücken beim Online-Banking ist nicht neu. Erst im Mai wurde bekannt, dass Kriminelle eine seit zwei Jahren bekannte Sicherheitslücke nutzten, um Geld zu entwenden. Damals ging es allerdings um eine Mobilfunkschwachstelle. Konkret verwendeten die Täter eine Lücke im Signalisierungssystem Nummer 7 (SS7). Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Protokollen und Verfahren, mit denen sich Kommunikationsanbieter weltweit austauschen.

Mehr zum Thema:

24 Nov 09:55

Kicker, Freigetränke, Sofas? Was wirklich für die Arbeit in einem Startup spricht

Gute Stimmung, flache Hierarchien – das ist das klassische Startup-Klischee. Aber was steckt wirklich dahinter? Gastautorin Lisa Teicher erklärt es im Rahmen der Themenwoche Digitale Transformation.

Im Sommer dieses Jahres verbreitete sich der Erfahrungsbericht einer jungen Frau im Netz, die ihre beruflichen Erlebnisse aus zwölf unterschiedlichen Startups schildert. Mathilde Ramadier kam für sich zu dem Schluss, dass die Szene für sie nichts als leere Versprechen übrig hatte und endete in einem Appell, sich als Berufseinsteiger besser keinem der vielen Berliner Startups anzuschließen – ein schlechtes Bild für die Branche.

Ihre individuellen Erfahrungen sind dabei sehr ernst zu nehmen, auch spricht sie relevante Probleme an, wie beispielsweise die Verteilung von Frauen in Führungspositionen oder auch die hohe Mitarbeiterfluktuation in einigen Jungunternehmen. Gleichzeitig können Startups aber auch Sprungbrett für eine Karriere sein sowie ein Umfeld, in dem junge Talente mit Verantwortung und einer modernen Unternehmenskultur wachsen können.

Es ist an der Zeit, sich einmal den positiven wie auch negativen Klischees der Startup-Branche zu widmen. Dafür lohnt sich ein Blick auf die zentralen Kritikpunkten von Ramadier. Das Resultat ist ein Plädoyer für die Startup-Szene und ein Appell an jede Bewerberin und jeden Bewerber, seine eigenen Vorstellungen genau zu hinterfragen und eine Entscheidung für sich selbst zu treffen.

Punkt 1: Flache Hierarchien und Eigenverantwortung

„Ich habe als Content Manager, Country Manager und People Manager gearbeitet und letztendlich jedes Mal monotone Praktikantenaufgaben gemacht. (...) Eigeninitiative war nicht gefragt.“  (Mathilde Ramadier)

Die Karriere in einem jungen Startup zu beginnen, bietet häufig die Möglichkeit, eigene Impulse zu setzen und Bereiche zu formen. Gleichzeitig benötigt diese Freiheit auch ein Maß an unternehmerischer Eigenverantwortung und die Bereitschaft, außerhalb der eigenen Job-Beschreibung zu agieren. Jungen Talenten wird oft viel Verantwortung übertragen. Im Gegenzug bedeutet das aber auch, dass Führungskräfte selbst auch Aufgaben übernehmen müssen, die in Konzernen vielleicht nach unten delegiert werden könnten.

Eigeninitiative wird dann positiv bewertet, wenn sie unmittelbar den dringendsten Anforderungen im Unternehmen zugute kommt. In kleinen Teams muss jeder das große Ganze im Blick haben, unter dieser Voraussetzung ist die Eigeninitiative kein Wert an sich, sondern entfaltet ihren Wert nur im Sinne des Unternehmens. Sie ist auch selten gefragt, sondern etwas, das aus den Mitarbeitern selbst heraus geschehen muss. Das gilt sowohl für etablierte Unternehmen als auch für Startups. In jungen Firmen ist es in der Regel leichter, bestehende Freiräume für eigene Initiativen zu nutzen. Junge Talente sollten genau abwägen, ob sie diese Freiräume für sich nutzen wollen oder lieber in festen Strukturen innerhalb eines Konzerns wachsen und lernen wollen. Beide Wege sind legitim.

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Punkt 2: Ein Startup verändert die Welt

„Ein großer Teil der Berliner Startups macht weder etwas Gutes noch etwas Bahnbrechendes, sondern E-Commerce. (...) Ich weiß nicht, was daran revolutionär sein soll.“ (Mathilde Ramadier)

Die moralische Beurteilung eines Geschäftsmodells spielt völlig zurecht eine wichtige Rolle bei der Berufswahl – heute vielleicht mehr denn je. Unternehmen aus dem Pharma- oder Energiebereich haben es unter Umständen schwerer als früher, Talente in speziellen Bereichen von sich zu überzeugen. Es ist jedoch wenig sinnvoll, Startups von anderen Unternehmen zu unterscheiden. Die Varianz der Geschäftsmodelle in der Startup-Szene ist groß und reicht von Social Startups oder NGOs, wie Go Volunteer, bis hin zu klassischen E-Commerce-Modellen, in denen es einzig und allein um Abverkauf geht.

Der moralische Aspekt, inwieweit ein Startup tatsächlich die Welt verändert, liegt am Ende in der individuellen Betrachtung des Einzelnen. Jeder Berufsanfänger muss sich im Vorfeld selbst eine eigene Meinung bilden und beurteilen, ob der künftige Arbeitgeber einen wertvollen Beitrag zu einer besseren Welt leistet – egal ob Startup, Mittelständler oder Konzern.

Punkt 3: Familiäre Unternehmenskultur

„‚Wir sind eine große Familie.' Aber gleichzeitig mussten sich alle Angestellten, alle ‚Brüder und Schwestern', gegenseitig für ihre Präsentationen oder Arbeitsperformance bewerten. Was ist das für eine Freundschaft, bei der man ständig fürchten muss, schlechte Noten von seinem Kumpel zu bekommen?“ (Mathilde Ramadier)

Moderne Unternehmenskulturen, wie sie sich häufig in Startups finden lassen, basieren auf eher demokratischen Führungsmodellen und flachen Hierarchien. Auch diese Formen haben sich nicht zum Selbstzweck entwickelt, sondern tragen dazu bei, dass Organisationen sich schneller entwickeln. Gerade für junge Unternehmen sind schnelle Entwicklungsprozesse für die Weiterentwicklung notwendig.

Ein starker Zusammenhalt kann und darf eine Feedbackkultur nicht ausschließen.

Das Gleiche gilt auch für die persönliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter. Ein starker Zusammenhalt, der rhetorisch gern als „familiär“ bezeichnet wird, kann und darf eine direkte und transparente Feedbackkultur nicht ausschließen. Letztlich geht es darum, an gemeinsamen Zielen zu arbeiten. Eine Feedback-Kultur über Hierarchieebenen und persönliche Nähe hinweg ist dabei unerlässlich und eher im positiven Sinne transparent als unfair.

Punkt 4: Diversität in Startups

„Bei keinem der zwölf Startups gab es auch nur eine einzige weibliche CEO. (...) Ich finde es naiv zu glauben, dass in einem Unternehmen Frauen und Männer gleichberechtigt arbeiten, nur weil dort junge Menschen beschäftigt sind.“  (Mathilde Ramadier)

Startups sind noch immer eine Männerdomäne, insbesondere in Führungspositionen. Diese Eigenschaft hat die Branche jedoch nicht exklusiv, sondern diese Strukturen finden sich auch in mittelständischen Unternehmen und Konzernen wider. Es gibt jedoch gerade in der Berliner Gründerszene Beispiele für erfolgreiche Frauen in Führungspositionen. Der beste Weg, einen Unterschied zu machen, ist nicht zuletzt die Gründung eines eigenen Unternehmens beziehungsweise der Mut, einen Unterschied machen zu wollen.

Frauen wie Ida Tin von Clue, Claudia Helming von Dawanda, Lea Sophie Cramer von Amorelie oder Verena Hubertz und Mengting Gao von Kitchen Stories sind nur einige Beispiele für erfolgreiche Gründerinnen. Wir brauchen solche Vorbilder, denn als Frau per se vor den aktuellen Strukturen zu resignieren, wird die Situation auf kurz oder lang nicht verändern.

Lea-Sophie Cramer zählt zu den bekanntesten Gründerinnen der deutschen Startup-Szene. (Foto: Amorelie)

These 5: Karriere-Chancen in und durch Startups

„Die meisten hochqualifizierten und motivierten Menschen, die in Startups anheuern, machen keine steile Karriere. Ihre Beschäftigung endet meistens damit, dass ihr Unternehmen Insolvenz anmeldet oder verkauft wird. Was dir niemand im Vorstellungsgespräch erzählt: Etwa neun von zehn Startups gehen pleite.“ (Mathilde Ramadier)

Nur wenig ist auf dem deutschen Arbeitsmarkt derzeit attraktiver als Erfahrungen in der Digitalwirtschaft. Das zeigen Gespräche mit Konzernen und Mittelständlern. Die große Herausforderung unserer Zeit ist der digitale Wandel – auch und gerade für etablierte Unternehmen. Sie suchen daher händeringend nach Talenten, die Erfahrungen in diesem Umfeld aufweisen können. Auch wenn also das Tätigkeitsfeld des ersten Jobs nicht in vollem Umfang beispielsweise den finanziellen Erwartungen entspricht, kann der Einstieg aus strategischer Sicht ein großer Vorteil für eine erfolgreiche Karriere sein. Oftmals werden Positionen in Startups als Karrierebeschleuniger genutzt, um sich für höhere Positionen in anderen Unternehmen zu empfehlen. Eine erfolgreiche Karriere bezieht sich also nicht ausschließlich auf die Zeit innerhalb eines Unternehmens, sondern zeigt sich im Gesamtkontext einer Laufbahn.

Entwickelt sich das Startup, für das man sich entschieden hat, gar zu einer großen Erfolgsgeschichte, so lassen sich auch innerhalb des Unternehmens erfolgreiche Karrieren bauen. In der Regel gilt, dass Mitarbeiter der ersten Stunde auch in die Lage versetzt werden, eigene Teams und Bereiche aufzubauen und somit ihre Karrieren in hohem Maße selbst gestalten zu können.

Am Ende geht es um beides: Pragmatismus und große Visionen

Berufseinsteiger stehen vor der schwierigen Entscheidung, welcher erste Schritt für ihre erträumte Karriere der richtige ist. Die Startup-Szene steht im Speziellen für eine neue Form des Arbeitens, die in Zukunft bestimmend sein wird. Gerade im Kontrast zur klassischen Konzernkarriere, die mit Sicherheit, planbaren Karrierestufen und guter Bezahlung wirbt, stehen Startups für die Chance, die Zukunft maßgeblich mitzugestalten. Es ist notwendig, sich seriös mit all diesen Klischees und Versprechungen auseinanderzusetzen und sich zu fragen, welche Strukturen für die eigenen Ziele und die eigene Persönlichkeit geeignet sind.

Die Startup-Szene ist nicht zwingend für jedermann gemacht. Wer Sicherheit, klassisch hierarchische Strukturen und eine langfristige Karriereplanung in der gleichen Firma anstrebt, ist unter Umständen woanders besser aufgehoben. Wer aber Lust hat, sich einzubringen, sich schnell zu entwickeln und zu lernen, für den können Startups eine gute Plattform bieten, die eigene Karriere zu starten. Da sind Pragmatismus und unternehmerisches Denken gefragt – wer sich dessen bewusst ist, der kann in der Startup-Szene auch die großen Träume und Visionen verfolgen, die so häufig versprochen werden.

Die Autorin

Lisa Teicher ist Co-Founder und Geschäftsführerin der Berliner Digitalberatung RCKT. Lisa begann ihre Karriere bei der Werbeagentur Jung von Matt und schloss sich im Jahr 2013 als Communications und Brand Manager Rocket Internet an. Dort entwickelte sie sich zum Head of Branding und Vice President Communications, ehe sie gemeinsam mit Nils Seger und Karolin Hewelt im Jahr 2015 RCKT gründete.

24 Nov 09:55

Crash-Kurs mit Python und Machine Learning: Einstieg in Scikit-Learn

Machine Learning und KI sind Buzzwords in der Tech-Szene. Doch was oft sehr kompliziert und abstrakt klingt, muss es gar nicht sein.

Ein Beispiel für einen ersten Einstieg in Machine Learning ist die Library Scikit-Learn für Python.

Wieso Scikit?

Scikit ist sicherlich nicht die Library mit der größten Auswahl an Machine-Learning-Algorithmen. Aber dafür ist die Dokumentation für Scikit sehr gut, und die Community auf Stackoverflow ebenfalls sehr lebendig, was vor allem Einsteigern hilft.

Ich persönlich habe Scikit im Rahmen meiner Masterarbeit zum ersten Mal genutzt. Ich wollte versuchen, Bot-Tweets über sprachliche Auffälligkeiten herauszufiltern, und habe dafür den Ansatz der Stylometrics verwendet. Das heißt also, dass zum Beispiel die Anzahl an bestimmten Satzzeichen, die Menge an verschiedenen Wörtern und die durchschnittliche Länge von Worten in Bot-Tweets anders ist als bei „normalen“ Tweets.

Für diesen Usecase habe ich verschiedene Algorithmen ausprobiert, darunter den klassische Decision Tree, Regressionsanalysen oder auch Support Vector Machine, das immer wieder als eines der besten Tools benannt wird. Am Ende bin ich jedoch bei einem Random Forrest Classifier gelandet, der eine Art Durchschnitt von Decision Trees ist, die aus Teilgruppen des Datensatzes gebildet werden.

Hier kurz mein Vorgehen Step by Step:

Step 0: Libraries laden

Wir benötigen die Python Libraries Pandas und Scikit-Learn, die am besten über die Command Line mit Pip Install installiert werden. Anschließend werden im Modul selbst folgendermaßen die Libraries geladen:

import pandas as pd
 import re
 #importing all machine learning libraries
 from sklearn.ensemble import RandomForestClassifier
 from sklearn.model_selection import train_test_split
 from sklearn import metrics
 from sklearn.metrics import confusion_matrix
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Step1: Datensatz aufbauen

Da es hier hauptsächlich um Scikit geht, will ich nicht lange darüber sprechen, wie genau ich den Datensatz zusammengestellt habe: Ganz einfach gesagt besteht er zur Hälfte aus Tweets, die ich als von Bots gesendet klassifiziert habe, und zur Hälfte aus Tweets von normalen Usern. Jeder Tweet ist eine Reihe von Zahlen in einem CSV-Dokument.

testdata=pd.read_csv("botRELcounts.csv")
 (testdata.head())

Step 2: Datensatz aufteilen

Dann definiere ich meine abhängige Variable, speichere sie separat und spalte nochmal den Datensatz in zwei Teile. Einen Teil, mit dem ich den Algorithmus trainiere, und einen anderen Teil, mit dem ich seine Performance teste. Hier gibt es verschiedene Herangehensweisen. Ich benutze hier den klassischen Ansatz des Hold-Outs (X Prozent eines Datensatzes werden zurückgehalten und für das Prüfen genutzt). Es gibt aber auch die Möglichkeit von Cross-Validation. Der Datensatz wird dafür in Y Teile geteilt, jedes Mal bleibt ein anderer Teil als Hold-Out zurück, und mit dem Rest wird der Algorithmus trainiert. Am Ende wird dann über Y Durchläufe das Ergebnis gemittelt.

#loading in the dataset
 X = testdata

#defining the dependent variable as the botornot column in the dataset
 y=X['botornot']

#removing user_id and bot_or_not column from the dataset with the independent variables
 del X['botornot']
 del X['user_id']
 (X.head())

#splitting the dataset
 X_train, X_test, y_train, y_test = train_test_split(X, y, test_size=0.1)

#defining rf as the RandomForestClassifier
 clf=RandomForestClassifier()

Step 3: Datensatz einlesen, Algorithmus trainieren und Performance prüfen

Das alles ist erstaunlich einfach in Scikit-Learn. Es wird dafür schlichtweg der eine Teil des Datensatzes fürs Aufbauen des Algorithmus eingelesen und mit dem anderen eine Vorhersage getroffen. Anschließend lässt sich über die Metrics sehen, wie genau der Algorithmus ist.

Was Mut macht: Mit dem relativ einfachen Ansatz hatte ich bereits eine Genauigkeit von rund 70 Prozent im Vergleich zu einem rein zufälligen Raten mit einer Genauigkeit von 50 Prozent. Entsprechend sind die Beispiele, die folgen, aus diesem Projekt.

#train the dataset with fitting
 clf.fit(X_train, y_train)
 #then run the prediction with the rest of the dataset
 pred_test = clf.predict(X_test)
 print ("Mean absolute error:",metrics.mean_absolute_error(y_test,pred_test))
 print ("Accuracy:",metrics.accuracy_score(y_test,pred_test))
 print (confusion_matrix(y_test, pred_test))

Step 4: Vorhersagen machen

Nun ist das Modell aufgebaut, und entsprechend könnte man sich jetzt an einem neuen Datensatz von Tweets an Vorhersagen versuchen. Dazu muss man schlichtweg die Zeile

pred_test = clf.predict(X_test)

nochmals auf den neuen Datensatz anwenden. Wichtig: Der Datensatz muss genau so viele Variablen/Spalten haben und genau auf die gleiche Art und Weise angeordnet sein.

Viel Spaß beim Ausprobieren! Der ganze Code ist hinterlegt auf Github.

24 Nov 09:53

Telekom CarConnect: Diese Frequenzen werden unterstützt

Telekom stellte CarConnect schon auf der IFA vorDas dem Telekom-CarConnect-Adapter beiliegende Datenblatt listet eine für den deutschen Markt wichtige Frequenz nicht auf. Wir haben bei der Telekom-Pressestelle nachgefragt.
24 Nov 08:09

An intuitive explanation of the SSD MultiBox object detection technique

24 Nov 08:07

Gießener Ärztin vor Gericht: "Der Skandal ist, dass sowas strafbar ist"

by ZEIT ONLINE: Gesundheit - Dagny Lüdemann
Eine Ärztin informiert auf ihrer Website über Abtreibungen und wird angeklagt, weil das nach § 219a Werbung ist. "Sie wird wohl verurteilt", sagt Juristin Ulrike Lembke.
24 Nov 08:03

How traveling back in time could really physically be possible

24 Nov 07:32

München: Tschüss Limux, hallo Chaos!

Nach dem beschlossenen Limux-Ende in München soll in fünf Jahren von Linux zurück auf Windows migriert werden und die Stadt endlich eine effektive IT-Landschaft bekommen. Dieser Plan ist aber klar überambitioniert. Eine Analyse von Sebastian Grüner (Limux, Verbraucherschutz)
24 Nov 07:32

Gutachten: Quote für E-Autos und Stop der Diesel-Subventionen gefordert

In Deutschland sollen laut Gutachten eines Umweltberatergremiums der Bundesregierung die Dieselsubventionen abgeschafft, eine streckenabhängige Maut eingeführt und eine Elektroautoquote beschlossen werden. So soll die Verkehrswende erreicht werden. (Auto, Technologie)
24 Nov 07:32

Gründen: Liebe Eltern, erzieht eure Töchter wie Mark Zuckerberg!

Noch immer stellen Frauen eine unbefriedigende Minderheit in der deutschen Startup-Szene dar. Die Ursache: Eine fehlerhafte Kinderziehung, meint t3n-Kolumnist Florian Nöll.

Schon gewusst? Der wichtigste Business Angel der deutschen Wirtschaftsgeschichte war eine Frau. „Sie war wagemutiger als ich und hat einst eine für die Weiterentwicklung des Motorwagens entscheidende, sehr strapaziöse Fahrt unternommen“ sagte Carl Benz mal über seine Frau Bertha.

Jene Frau, die Ende des 19. Jahrhunderts erst ihrem Mann, einem Tüftler und Ingenieur, das Wagniskapital gab, damit der seine Erfindung vorantreiben konnte und die dann den Mut hatte, mit dem ersten „Stinkkarren“, wie ihn Kaiser Wilhelm II. nannte, 180 Kilometern von Mannheim nach Pforzheim zu fahren. Ein Jahrhundert später scheint es fast selbstverständlich, dass Frauen keine Startups gründen. So wie auch kein Automobilkonzern von einer Frau geführt wird. Dabei belegen viele Studien, dass Unternehmen mit Frauen im Management erfolgreicher sind.

Die Spezies „Bertha Benz“ scheint in der deutschen Gründerszene ausgestorben zu sein

Bertha Benz, die Gattin von Karl Benz, taugt auch heute noch als Vorbild zum Gründen – gerade für Frauen. (Foto: dpa)

Seit dem jüngsten Deutschen Startup Monitor wissen wir, dass 15 Prozent der Startup-Gründer weiblich sind. 2014 waren es noch zehn Prozent. Ein kleiner Erfolg, besonders wenn man berücksichtigt, dass die Zahl der MINT-Absolventen unter den Gründern seitdem deutlich zugenommen hat. Studiengänge, in denen Frauen bekanntlich ebenso unterrepräsentiert sind. Und dennoch sind jene 15 Prozent eine völlig unbefriedigende Minderheit.

Noch seltener als Startup-Gründerinnen sind weibliche Business Angels und Investoren. Die Spezies „Bertha Benz“ scheint im Jahr 2017 ausgestorben zu sein. Dass es anders geht, zeigen Investoren wie iAngels in Israel. Zwei der drei Gründer sind Frauen. Die Männerquote unter den Mitarbeitern beträgt 20 Prozent. Das Ergebnis ist das weiblichste Portfolio in Israel. Es ist der Praxisbeweis aller Studien, die sagen, dass Männer vornehmlich in Männer investieren.

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Warum so wenige Frauen gründen

Eine Vielzahl der Startup-Investoren sind selbst aktive oder ehemalige Unternehmer. Mehr Gründerinnen werden deshalb in Zukunft auch mehr Investorinnen nach sich ziehen. Aber warum haben wir so wenige Startup-Gründerinnen?

  • Der erste Grund: Startup-Gründer sind größtenteils Hochschulabsolventen und zum Zeitpunkt der Gründung im Schnitt Anfang 30. Damit sind sie im gleichen Alter wie Akademikerinnen beim ersten Kind. Unternehmens- und Familiengründung zur gleichen Zeit. Das kann nicht funktionieren.
  • Der zweite Grund: Zu wenige Frauen studieren MINT-Fächer, also beispielsweise Ingenieurwesen oder Informatik, fast die Hälfte der Startup-Gründer hat jedoch ein MINT-Studium absolviert. Der Anteil der Studentinnen in diesen Studiengängen liegt nur zwischen einem Drittel und einem Fünftel.

Und dann gibt es jene weiteren Gründe, die sich nicht so einfach in Zahlen und Statistiken bemessen lassen. Wie die Erziehung unserer Töchter.

„Um es im Klartext zu sagen: In unserer Gesellschaft und bei dem hohen Niveau von sozialstaatlicher Fürsorge, das wir erreicht haben, muss jemand eigentlich verrückt sein, wenn er ein eigenes Unternehmen gründet“, schreibt Günter Faltin in seinem Buch „Kopf schlägt Kapital“. Ich gebe zu: Ja, Startup-Gründer sind regelmäßig verrückt, so wie es Faltin voraussetzt, und fast immer unangepasst.

Oder würdet ihr Mark Zuckerberg, Richard Branson oder Elon Musk als normal bezeichnen? Viele Gründer sind verhaltensauffällig, weil extrovertiert, extrem ehrgeizig, Extremsportler und manchmal schlimmeres. Es ist nicht nur gut, sondern für unsere Gesellschaft existenziell, dass wir diese Typen haben, die häufig schon in der Schule Schwierigkeiten hatten oder ihr Studium abgebrochen haben.

Für ein echtes Gründerland braucht es weibliche und männliche Pippi Langstrumpfs.

Prügeln auf dem Schulhof, dem Lehrer widersprechen und Streiche jeder Art: Was bei Jungen dazu gehört, wird bei Mädchen nicht toleriert. Unangepasstheit erziehen wir unseren Töchtern ab. Für ein echtes Gründerland braucht es aber weibliche und männliche Pippi Langstrumpfs. Und deshalb müssen wir gerade unseren Töchtern erlauben, sich hin und wieder wie Pippi Langstrumpf zu benehmen.

Der geringe Anteil von Gründerinnen ist eine gesellschaftliche Fehlentwicklung

Hinzu kommt: Knapp 80 Prozent der Deutschen nennen die Angst vor dem Scheitern als Hinderungsgrund für eine Gründung. Dabei ist die Angst vor dem Scheitern bei Frauen noch einmal deutlich stärker ausgeprägt, sagen Studien. Risikoaversion und vor allem Risikoreduktion müssen thematisiert werden, nicht nur bei Frauen und Mädchen. Risikoaversion muss auch nicht immer als etwas Negatives angesehen werden. Männer sind manchmal zu risikobereit.

Ein Startup zu gründen, ist keine Raketenwissenschaft. Und selbst wenn es das wäre, dann könnten es Frauen mindestens genauso gut wie Männer. Der geringe Anteil von Frauen in den Gründerteams von Startups ist nicht gottgegeben. Vielmehr ist er die Folge einer gesellschaftlichen Fehlentwicklung, der man energisch entgegentreten muss. Viel energischer, als wir es aktuell tun.

Und deshalb dürfen wir uns nicht mit der Situation abfinden. Wir müssen und können sie ändern! Mit einer Erziehung und Schulbildung, die zulässt, das Jungen und Mädchen Ecken und Kanten haben. Mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist viel zu tun. Familienleistungen wie das Elterngeld sind aktuell inkompatibel mit dem Leben von Selbstständigen, die Kinderbetreuungsangebote zu statisch. Darunter leiden alle selbständigen Eltern, egal ob Mann oder Frau. Hier sind konkrete Handlungsfelder für die künftige Bundesregierung. Zudem sollten Gründerzentren und Coworking-Spaces bei der Schaffung von Kitaplätzen unterstützt werden. Und der vielleicht wichtigste Punkt: Wir brauchen Vorbilder. Vorbilder wie Bertha Benz.

Der Autor

florian-noellFlorian Nöll hat seit seiner Schulzeit mehrere Unternehmen in der digitalen Wirtschaft gegründet. Als Vorsitzender im Bundesverband Deutsche Startups e.V, stv. Vorsitzender des Beirats „Junge Digitale Wirtschaft“ beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie und Vorstand des cnetz „Verein für Netzpolitik e.V.“ engagiert er sich für einen Dialog zwischen Startups und der Politik.

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Mercedes A-Klasse 2018: Erster Blick ins Cockpit des 1er-Rivalen

by Benny

Der BMW 1er hat vor wenigen Monaten ein weiteres Update erhalten, dass sich speziell auf den Innenraum und das Thema Infotainment konzentriert hat. Einen ganz ähnlichen Schwerpunkt setzt nun auch Daimler, denn die ersten offiziellen Teaser-Fotos zur neuen Mercedes A-Klasse 2018 befassen sich sogar ausschließlich mit dem Interieur. Wir erhalten so den ersten ungefilterten Eindruck von einem Kompaktklasse-Cockpit, das noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre: Analoge Rundinstrumente sucht man vergeblich, stattdessen glänzt die A-Klasse mit einem hochmodernen Look, der an die Widescreen-Cockpits größerer Mercedes-Baureihen erinnert.

Die freistehenden und daher scheinbar schwebenden Displays des Cockpits verzichten auf eine Hutze, das Lenkrad wurde aus der S-Klasse übernommen und die Vordersitze lassen sich gegen Aufpreis mit Sitzklimatisierung und Massagefunktion aufrüsten. Eine aufgewertete Ambientebeleuchtung mit 64 Farben und hochwertige Materialien bis hin zu offenporigen Hölzern für die Interieurleisten sollen dazu beitragen, dass sich der Premium-Anspruch der neuen Mercedes A-Klasse 2018 jederzeit erleben lässt.

Die ersten Fotos vom Innenraum zeigen die Highend-Lösung mit zwei 10,25 Zoll großen Displays, beim Basismodell kommen zwei Displays mit jeweils 7 Zoll Bildschirmdiagonale zum Einsatz. Optional wird es außerdem möglich sein, ein 7- und ein 10,25-Zoll-Display zu nutzen.

Neben dem neuen Design und dem offenbar aus der Oberklasse übernommenen Infotainment-Konzept will die Mercedes A-Klasse 2018 auch mit einem großzügigeren Platzangebot punkten. Mehr Kopffreiheit, mehr Ellenbogenbreite, mehr Schulterraum, ein größerer Kofferraum mit insgesamt 370 Liter Volumen und einer dank zweigeteilter Rückleuchten besser nutzbaren Ladeöffnung sollen weitere Kritikpunkte am bisherigen Modell aus der Welt schaffen.

Gorden Wagener (Chief Design Officer Daimler AG): “Die neue A-Klasse verkörpert den nächsten Schritt unserer Designphilosophie der Sinnlichen Klarheit und hat das Potential, eine neue Designära einzuleiten. Das Interieur inszeniert modernen Luxus auf einem in dieser Klasse bislang unerreichtem Niveau und überführt das User Interface in das digitale Zeitalter.”

(Bilder & Infos: Mercedes-Benz)