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30 Nov 14:21

Time to release the internet from the free market – and make it a basic right

30 Nov 14:21

Australian uses snack bags as Faraday cage to block tracking by employer

30 Nov 14:04

Länger mit begrenzten Datenvolumen auskommen: So hilft Googles Datally-App dabei

Mit der kostenfreien Android-App Datally will euch Google dabei helfen, euer mobiles Datenvolumen zu schonen. Die App hat aber auch Nachteile, die nicht jedem Nutzer schmecken dürften.

Datally: Google veröffentlicht Android-App, die euer Datenvolumen schonen soll

Mit Datally hat Google jetzt eine Android-App für alle Nutzer vorgestellt, die ein eher geringes monatliches Datenvolumen zur Verfügung haben. Die App hilft dabei, den Datenverbrauch gering zu halten, und hat dazu ein paar praktische Funktionen an Bord. So könnt ihr mit Datally unter anderem festlegen, welche Apps im Hintergrund Daten versenden und empfangen dürfen.

Außerdem erfasst Datally auch den Datenverbrauch eurer Apps, damit ihr besser im Auge behalten könnt, wohin euer Datenvolumen entschwindet. Obendrein besteht auch die Möglichkeit, ein öffentliches Wlan in eurer Umgebung aufzuspüren. Sofern verfügbar bekommt ihr auch angezeigt, wie andere Nutzer die Qualität des Netzwerks bewertet haben.

Datally in Bildern

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Datally funktioniert nur, wenn ihre euren Traffic über ein Google-VPN leitet

Leider hat Datally aber auch gewisse Nachteile. Das größte Problem: Zur Erfassung des Datenverbrauchs wird euer Traffic über ein Virtual-Private-Network von Google umgeleitet. Der Konzern verspricht zwar, von den Daten die Finger zu lassen, aus Datenschutzsicht ist das aber trotzdem bedenklich. Außerdem bedeutet das leider auch, dass ihr Datally nicht verwenden könnt, wenn ihr ein anderes VPN einsetzen wollt. Für alle, deren Mobilfunkvertrag Streaming-Daten eines bestimmten Anbieters nicht auf das Datenvolumen anrechnet, ergibt sich ein weiterer Nachteil. Durch das VPN wird dieser Traffic nicht als solcher erkannt und dann eben doch von eurem Volumen abgezogen.

Abgeseheh von VPN-Umleitung verlangt Datally auch Zugriff auf eure Telefonliste und eure SMS. Laut Google wird Ersteres zur Auswertung des Datenverbrauchs benötigt, für den SMS-Zugriff gibt es allerdings keine echte Erklärung. Laut Konzernangaben sollen spätere Versionen der App die Berechtigung für nicht näher erläuterte Features nutzen. Welche das sein könnten, verrät Google indes nicht.

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30 Nov 13:34

Welt-Aids-Tag: "Wir haben doch schon alles, um Aids zu besiegen!"

by ZEIT ONLINE: Gesundheit - Jakob Simmank
Die Medizin könnte HIV auslöschen. Schon heute. Doch Homophobie, kulturelle Unterschiede und politische Kampagnen verhindern das, sagt Peter Piot, der erste UNAids-Chef.
30 Nov 13:34

Terror auf dem Viktualienmarkt: Marktleute fordern Poller

by Christina Meyer
Nach dem Weihnachtsmarkt-Anschlag von Berlin 2016 wurde auch in München die Sicherheitsstufe erhöht. Nachholbedarf herrscht allerdings auf dem Viktalienmarkt, wenn es nach den Händlern geht.
30 Nov 13:33

Islamismus: Menschengerichtshof weist Klage von abgeschobenem Gefährder ab

by ZEIT ONLINE: Zeitgeschehen -
Die Abschiebung eines Russen, der wegen Islamismus-Verdachts festgenommen worden war, ist rechtmäßig. Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte entschieden.
30 Nov 13:33

VGH Bayern: Fläche vor einem Haus ist nur dann Grundstückszufahrt, wenn ein Pkw dort abgestellt werden kann

by Alexander Gratz

Nach § 12 Abs. 3 Nr. 3 StVO ist das Parken vor Grundstücksein- und -ausfahrten, auf schmalen Fahrbahnen auch ihnen gegenüber, unzulässig. Der Bayerische VGH klärt in einem aktuellen Beschluss, was unter einer Grundstücksein- bzw. -ausfahrt zu verstehen ist. Nach der Rechtsprechung des BGH sei dafür Voraussetzung, dass ein Fahrverkehr zwischen Grundstück und öffentlicher Fahrbahn in Betracht kommen kann und beides für jedermann ohne weiteres erkennbar ist. Dies sei nicht der Fall, wenn auf dem Platz vor einem Wohnhaus auf Grund seiner geringen Ausmaße nur Fahrräder oder Motorräder, aber keine Kraftfahrzeuge abgestellt werden können.

VGH Bayern, Beschluss vom 18.10.2017 – 11 ZB 17.1301

I. Der Antrag auf Zulassung der Berufung wird abgelehnt.

II. Der Kläger trägt die Kosten des Berufungszulassungsverfahrens.

III. Der Streitwert für das Berufungszulassungsverfahren wird auf 5.000,- Euro festgesetzt.

Gründe

I.

Der Kläger begehrt die Anordnung eines Parkverbots vor dem in seinem Eigentum stehenden Anwesen S…-…, … D….

Das Grundstück ist mit einem zum öffentlichen Gehweg hin grenzständigen Mehrfamilienhaus bebaut, das im Bereich der ca. einen Meter breiten Hauseingangstür auf einer gesamten Breite von ca. zwei Metern ungefähr drei Meter von der Grundstücksgrenze zurückversetzt ist. Die auf der östlichen Seite in dem Rücksprung im Hochparterre gelegene Hauseingangstür ist über eine ca. einen Meter breite Treppe mit fünf Stufen zu erreichen. Westlich von der Hauseingangstür befinden sich vier Briefkästen, die vom Treppenpodest aus erreichbar sind. Auf dem westlichen Teil des durch den Rücksprung des Gebäudes gebildeten Vorplatzes werden gemäß den beigefügten Lichtbildern bis zu fünf Mülltonnen aufgestellt. Vor diesem Vorplatz ist der Bordstein auf eine Länge von ca. sieben bis acht Metern abgesenkt.

Seit einiger Zeit lehnte die Beklagte es ab, gegen Fahrzeugführer, die entlang dieser Bordsteinabsenkung parkten, Bußgelder zu verhängen oder Verwarnungen auszusprechen, da das Amtsgericht D… in einem Verfahren die Rechtsansicht vertreten hatte, es handele sich nicht um eine Grundstücksein- und -ausfahrt und Bußgelder wegen ordnungswidrigen Parkens vor einer Grundstückszufahrt seien deshalb nicht rechtmäßig.

Das Verwaltungsgericht Regensburg hat die daraufhin erhobene Klage auf Anordnung eines Parkverbots abgewiesen. Die Anordnung eines Parkverbots vor dem Grundstück des Klägers sei nicht auf Grund der besonderen Umstände zwingend erforderlich, denn es handele sich nicht um eine Grundstücksein- und -ausfahrt. Das Parken sei ohnehin wegen der Bordsteinabsenkung unzulässig. Ein Anspruch auf weitergehende Beschilderung bestehe nicht. Die Beklagte habe auch verschiedene Möglichkeiten, ihr Ermessen auszuüben. Es könne z.B. der abgesenkte Bordstein beseitigt oder eine Markierung auf der Straße aufgebracht werden. Das Ermessen sei nicht auf Null reduziert.

Dagegen wendet sich der Kläger mit seinem Antrag auf Zulassung der Berufung, dem die Beklagte entgegentritt. Er macht geltend, nach einer Gesamtbetrachtung handele es sich um eine Grundstücksein- und -ausfahrt. Darüber hinaus seien dort nicht mehr Mülltonnen aufgestellt als auf den Bildern ersichtlich und die Mülltonnen könnten jederzeit vom hinteren Bereich des Grundstücks durch das Gebäude und über die Treppe nach vorne verbracht werden. Diese Grundstückszufahrt sei ständig zugeparkt und er habe deshalb einen Anspruch auf Anordnung eines Parkverbots.

Hinsichtlich der weiteren Einzelheiten wird auf die vorgelegten Behördenakten und die Gerichtsakten beider Instanzen verwiesen.

II.

Der Antrag auf Zulassung der Berufung hat keinen Erfolg.

Aus der Antragsbegründung, auf die sich die Prüfung des Verwaltungsgerichtshofs beschränkt (§ 124a Abs. 4 Satz 4, Abs. 5 Satz 2 VwGO), ergeben sich keine ernstlichen Zweifel an der Richtigkeit des Urteils (§ 124 Abs. 2 Nr. 1 VwGO). Ernstliche Zweifel an der Richtigkeit eines verwaltungsgerichtlichen Urteils bestehen dann, wenn der Rechtsmittelführer einen einzelnen tragenden Rechtssatz oder eine einzelne erhebliche Tatsachenfeststellung mit schlüssigen Gegenargumenten in Frage stellt (BVerfG, B.v. 16.7.2013 – 1 BvR 3057.11 – BVerfGE 134, 106/118). Für das Vorliegen ernstlicher Zweifel kommt es grundsätzlich auf den Sachausspruch der Urteilsformel und nicht auf die Entscheidungsgründe an. Hat das Ausgangsgericht seine Entscheidung selbstständig tragend auf mehrere Erwägungen gestützt, liegen ernstliche Zweifel an der Richtigkeit des Urteils nur vor, wenn die fristgemäß dargelegten Zweifel an der Richtigkeit einzelner Begründungselemente auf das Entscheidungsergebnis durchschlagen (st. Rspr., vgl. BVerwG, B.v. 10.3.2004 – 7 AV 4.03NVwZ-RR 2004, 542/543; Happ in Eyermann, VwGO, 14. Auflage 2014, § 124 Rn. 12). Dies ist hier nicht der Fall, da das Verwaltungsgericht seine Entscheidung auf zwei tragende Erwägungen gestützt und der Kläger nur eine davon angegriffen hat.

1. Nach § 45 Abs. 1 Satz 1 der Straßenverkehrs-Ordnung vom 6. März 2013 (StVO, BGBl I S. 1635), zuletzt geändert durch Gesetz vom 30. September 2017 (BGBl I S. 3532), ist die Straßenverkehrsbehörde ermächtigt, die Benutzung bestimmter Straßen oder Straßenstrecken aus Gründen der Sicherheit oder Ordnung des Verkehrs zu beschränken oder zu verbieten. Diese Befugnis ist grundsätzlich auf den Schutz der Allgemeinheit und nicht auf die Wahrung der Interessen einzelner gerichtet (vgl. BVerwG, U.v. 4.6.1986 – 7 C 76/84BVerwGE 74, 234).

Die Anordnung von Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen ist nach § 45 Abs. 9 Satz 1 StVO darüber hinaus nur dort zulässig, wo dies aufgrund der besonderen Umstände zwingend erforderlich ist. Der einzelne kann dabei allenfalls einen Anspruch auf ermessensfehlerfreie Entscheidung der Behörde über ein verkehrsregelndes Einschreiten haben, wenn die Verletzung seiner durch das Straßenverkehrsrecht geschützten Individualinteressen in Betracht kommt (vgl. BVerwG, U.v. 4.6.1986 a.a.O., juris Rn. 10).

2. Im vorliegenden Fall hat das Verwaltungsgericht zum einen die Tatbestandsvoraussetzungen des § 45 Abs. 1 Satz 1, Abs. 9 Satz 1 StVO verneint. Es ist dabei zutreffend davon ausgegangen, dass es sich bei dem Vorplatz auf dem klägerischen Anwesen nicht um eine Grundstückszufahrt handelt. Der Begriff der Grundstücksein- und -ausfahrt richtet sich nach den gesamten baulichen Umständen (König in Hentschel/König/Dauer, Straßenverkehrsrecht, 44. Auflage 2017, § 12 StVO, Rn. 47). Hier ist der Vorplatz wegen der aus dem vorgelegten Lageplan und den Lichtbildern erkennbaren geringen Ausmaße weder für die Einfahrt eines Personenkraftwagens noch von Lieferfahrzeugen auf das klägerische Grundstück geeignet. Selbst wenn dort keine Mülltonnen stehen würden, könnten vor oder neben der Treppe nur Fahrräder oder ein Motorrad abgestellt werden, ohne den Zugang zu der Treppe stark einzuschränken oder gar zu versperren. Für einen objektiven Betrachter stellt sich dieser Vorplatz daher nicht als Grundstückszufahrt i.S.d. Straßenverkehrs-Ordnung, sondern allenfalls als Fahrrad- oder Motorradabstellplatz dar. Dies steht auch mit der Definition des Bundesgerichtshofs in seinem Beschluss vom 3. April 1971 (4 StR 535/70BGHSt 24, 111 = juris Rn. 16) im Einklang, denn auch der Bundesgerichtshof geht davon aus, dass eine Grundstückszufahrt nur dann vorliegt, wenn ein Fahrverkehr zwischen Grundstück und öffentlicher Fahrbahn in Betracht kommen kann und beides für jedermann ohne weiteres erkennbar ist. Dies ist hier nicht der Fall. Dass auf dem Vorplatz unter zumindest teilweiser Versperrung der Treppe und ggf. Mitnutzung eines Teils des Bürgersteigs eventuell gelegentlich ein kleines Leichtkraftfahrzeug geparkt wird, macht den Vorplatz für einen objektiven Betrachter nicht zu einer Grundstückszufahrt. Nur gegen diese Einschätzung des Verwaltungsgerichts wendet sich die Begründung des Zulassungsantrags, indem geltend gemacht wird, es handele sich um eine Grundstücksausfahrt, die ständig zugeparkt sei.

3. Das Verwaltungsgericht ist aber zum anderen auch davon ausgegangen, dass der Beklagten verschiedene Handlungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen würden, über die im Ermessen zu entscheiden sei, wenn die Tatbestandsvoraussetzungen für die Anordnung von Verkehrszeichen oder Verkehrseinrichtungen vor dem Grundstück des Klägers nach § 45 Abs. 1 Satz 1, Abs. 9 Satz 1 StVO gegeben wären. Dieses Ermessen sei nicht auf Null reduziert. Damit setzt sich der Zulassungsantrag auch nicht ansatzweise auseinander. Dies wäre aber erforderlich gewesen, denn das Verwaltungsgericht hat aufgezeigt, dass z.B. auch eine Bodenmarkierung (Zeichen 299 der Anlage 2 zur StVO) zur Kenntlichmachung des nach § 12 Abs. 3 Nr. 5 StVO ohnehin bestehenden Parkverbots vor dem abgesenkten Bordstein in Betracht käme.

4. Als unterlegener Rechtsmittelführer hat der Kläger die Kosten des Verfahrens zu tragen (§ 154 Abs. 2 VwGO).

5. Die Streitwertfestsetzung beruht auf § 47 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3, § 52 Abs. 1 und 2 des Gerichtskostengesetzes i.V.m. den Empfehlungen in Nr. 46.15 des Streitwertkatalogs für die Verwaltungsgerichtsbarkeit (abgedruckt in Kopp/Schenke, VwGO, 23. Aufl. 2017, Anhang zu § 164 Rn. 14).

6. Dieser Beschluss, mit dem die Entscheidung des Verwaltungsgerichts rechtskräftig wird (§ 124a Abs. 5 Satz 4 VwGO), ist unanfechtbar (§ 152 Abs. 1 VwGO).

30 Nov 13:33

Ältere macOS-Versionen: Apple fixt heimlich schwerwiegende Lücke im Schlüsselbund

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Mit einem Security-Update für Sierra und El Capitan, das bereits Ende Oktober erschien, wurde auch ein böser Keychain-Bug behoben. Das hat Apple erst jetzt in den Releasenotes zur Aktualisierung klargestellt.

30 Nov 13:27

20 Fakten zur Schnellfahrstrecke Berlin-München

by DB Redaktion

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 geht nicht nur der ICE 4 in den Regelbetrieb über, auch die neue Schnellfahrstrecke zwischen Berlin und München wird in Betrieb genommen. Jahrelang planten Ingenieure das größte Infrastrukturprojekt Deutschlands unter dem Namen „Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8“. Doch was zeichnet das Projekt wirklich aus? Wir haben ein paar Zahlen für Sie zusammengefasst:

20 Fakten zu VDE8

  1. Großprojekte benötigen eine entsprechende Planung, um alle Komponenten und Teilprojekte perfekt aufeinander abzustimmen. Genau gesagt wurde das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 8 etwa 2 Jahre geplant.
  2. Auch bei der Umsetzung gibt es viele Details zu beachten, deshalb wurden dafür 800 Verträge abgeschlossen.
  3. Es wurden 300 Planrechtsverfahren durchgeführt. Innerhalb dieses Verfahrens haben Anwohner und Bürger Einsicht in die Baupläne bekommen.
  4. Die hohe Anzahl an Verträgen und Verfahren erklärt auch unsere nächste Zahl: 770.000 Pläne und Dokumente sind innerhalb des Projekts entstanden.
  5. Während der Bauphase wurde meist an verschiedenen Stellen gebaut. Insgesamt gab es 12 Teilprojekte. (Nürnberg-Fürth, Erlangen, Forchheim, Breitengüßbach, Ebensfeld-Ilmenau, Ilmenau-Erfurt, Erfurt, Erfurt-Halle/Gröbers, Gröbers-Leipzig, Leipzig, Halle, Halle-Bitterfeld)
  6. Die Investitionskosten liegen bei 10 Milliarden Euro.
  7. Heute profitieren insgesamt 17 Millionen Menschen von der neuen Strecke.
  8. Die Fahrtzeitverkürzung zwischen Berlin und München beträgt 2 Stunden.
  9. Die Strecke bietet Vorteile sowohl im Fern- als auch im Nahverkehr. Täglich gibt es bis zu 10.000 zusätzliche Sitzplätze.
  10. Zwischen den Hauptbahnhöfen Berlin und München liegen 623 Schienenkilometer.
  11. Das Projekt umfasste den Bau von 37 Brücken und 27 Tunnel.
  12. Legt man alle Tunnel zusammen, erhält man eine Gesamtlänge von 63.810 Metern.
  13. 230 Kilometer Neubaustrecke wurden geschaffen.
  14. Dafür wurden 156.000 Betonplatten Feste Fahrbahn verlegt. Dabei liegen die Schienen nicht mehr länger auf Schotter, sondern direkt auf Beton.
  15. Für den Bau benötigten die Mitarbeiter rund 4 Millionen Tonnen Beton.
  16. 4.500 Mitarbeiter waren am Bau der neuen Strecke beteiligt.
  17. Es wurden 4.000 Hektar Ausgleichsfläche für Umweltmaßnahmen geschaffen.
  18. Die Baumaßnahmen weckten großes Interesse: Rund 100 000 Besucher kamen zu den Informationsstätten.
  19. Die Saale-Elster-Brücke ist mit 8.600 Metern nicht nur die längste Brücke des Projekts, sondern auch die längste Talbrücke Deutschlands.
  20. Der längste Tunnel des Projekts ist der Bleßbergtunnel, mit 8.314 Metern.

30 Nov 13:27

Wegen Parkverbot-Schild: Brüder prügeln Umzugs-Team krankenhausreif

In der Maxvorstadt ist ein Streit um ein Halteverbot derart eskaliert, dass ein Mann mit schweren Verletzungen in die Klinik eingeliefert werden musste. 
30 Nov 13:26

Mit Tempo 100 über rote Ampel gebrettert - die Polizisten finden den Grund heraus

Eine rote Ampel missachtet und dann auch noch viel zu schnell unterwegs: Die Polizei zog einen Mann aus dem Verkehr. 
30 Nov 13:26

Winter 2017/18 – lässt er Milde walten?

by Chris Frey

1. Die Bauernregeln und die „Milde Oktober- kalte Winterregel“

Der sehr milde Oktober 2017 ruft die Regel „Ist Oktober mild und fein (trocken- sonnig), wird ein harter Winter sein“ auf den Plan. Korrekter formuliert, lautet die Regel folgendermaßen: „Ist der Oktober in Deutschland wesentlich (mehr als 1,5 Kelvin) zu warm und gleichzeitig merklich zu trocken, beides bezogen auf den Langjährigen Mittelwert, so wird der Folgewinter mit etwa 80%iger Wahrscheinlichkeit zu kalt ausfallen.“ Und 2017 scheidet diese Regel sowieso aus, weil der milde Oktober insgesamt deutlich zu niederschlagsreich ausfiel. Die Oktoberkombination „deutlich zu mild (mind. 1 K) und mehr oder weniger deutlich zu nass“ findet sich beim DWD- Mittel seit 1881 nur sechsmal (1923, 1942, 1966, 1989, 2013 und 2014). Von den Folgewintern war nur der von 1923/24 merklich zu kalt, alle übrigen um >1 bis teils um 3 K deutlich zu mild. Bei dieser geringen Zahl der Vergleichsfälle ist aber Vorsicht geboten.

„Wenn im Herbst viel Spinnen kriechen, sie einen harten Winter riechen.“ Im Spätsommer/Herbst 2017 gab es ungewöhnlich viele Spinnen; doch lässt sich daraus nicht auf die Winterstrenge schließen. Aber auf etwas Anderes- soll es nach den rot- grünen Mainstream- Medien nicht immer weniger Insekten in Deutschland geben? (die angeblichen Schuldigen: Eine „böse“ intensive Landwirtschaft und der Klimawandel). Doch alle Spinnenarten ernähren sich räuberisch von Insekten- es muss also sehr viele Insekten gegeben haben! „Ist Martini (10./11.11.) trüb und feucht, wird gewiss der Winter leicht.“ Um den 10.11.2017 herrschte trübes, feuchtes, normal temperiertes Wetter. Wegen der Kalenderreform von 1583 (10 Tage Verschiebung aller Lostage) ist auch die Witterung um den 20.11. beachtenswert. „Elisabeth (19.11., diesmal normal temperiert, windig und wechselhaft) sagt an, was der Winter für ein Mann“. „Wie’s Wetter an Kathrein (25.11., diesmal fast temperaturnormal und verregnet), so wird es auch im Januar sein.“ Solche Regeln treffen keinesfalls immer zu. Insgesamt deutet die Mehrzahl der Bauernregeln auf einen sehr milden bis höchstens normalen Winter hin.

2. La Nina- was bedeutet das?

Momentan herrschen im tropischen Südost- Pazifik einschließlich der Südamerikanischen Küste deutlich zu niedrige Meeresoberflächentemperaturen- ein klassischer „La Nina“. Dieser soll sich im Winter fortsetzen. Direkte Auswirkungen auf die Winterwitterung in Deutschland lassen sich daraus aber kaum ableiten; La- Nina- Winter können hierzulande mild (2013/14, 2007/08,1999/2000,1998/99, 1988/89,1974/75) oder zu kalt (1995/96,1984/85,1962/63) ausfallen. „La Nina“ hat aber eine andere Auswirkung- auf die globalen Durchschnittstemperaturen. Der seit etwa 20 Jahren zu beobachtende Hiatus der „globalen Erwärmung“ dürfte sich dadurch manifestieren.

3. Nachlassende Sonnenaktivität- Menetekel der Abkühlung

Direkte Sonnen- und Infrarotstrahlung schwanken nur wenig, umso mehr aber das solare Magnetfeld, die Teilchenstrahlung („Solarwind“, verantwortlich u.a. für Polarlichter), die Radiostrahlung und die von der oberen Erdatmosphäre weitgehend absorbierte kurzwellige Strahlung (Röntgen, kurzwelliges UV). Sie beeinflussen Wetter und Klima wesentlich; allerdings besteht noch Forschungsbedarf. Die Sonnenfleckenanzahl bildet die Sonnenaktivität grob ab; je mehr Sonnenflecken, desto höher die Sonnenaktivität. Die Sonnenaktivität wirkt auf verschiedenen Zeitskalen; hierzu wird intensiv geforscht. Im Jahr 2017 nahm die Fleckenzahl tendenziell weiter ab; oftmals war die Sonne schon fleckenlos, was Kältewellen in den kommenden Monaten begünstigen könnte.

Dem noch intensiven 23. folgte der schwache 24. SCHWABE-Zyklus. Dieser ist mit maximal nur gut 100 Flecken einer der schwächsten Sonnenfleckenzyklen seit 200 Jahren:

Nach dem absoluten Zyklus-Maximum (Februar 2014) sank die Fleckenzahl. Der Winter 2017/18 ist der vierte nach dem Maximum des SCHWABE-Zyklus. Die 23 Vergleichswinter seit 1760/61 trafen mit -0,2°C genau das langjährige Wintermittel dieses 257ig- jährigen Zeitraumes, wobei aber auffällt, dass die letzten sechs, beginnend mit 1950/51, allesamt zu mild waren. Sehr kalte Winter treten ohnehin bevorzugt zum Minimum des Schwabe-Zyklus oder 1 bis 2 Jahre nach diesem auf; letztmalig 2009/10, davor 1995/96 und 1996/97 sowie 1986/87. Hier zeigt sich schon eine gewisse Verzögerung, mit der die Wintertemperaturen der solaren Aktivität folgen. Eine bessere Aussagefähigkeit hat der solare Ap- Index, welcher die magnetische Wirkung der solaren Teilchenstrahlung beschreibt. Er hatte sein Minimum zwischen 2008 und 2010, was die damaligen Kälte- Winter mit erklären könnte. Gegenwärtig ist aber der Ap- Index, im Gegensatz zur Anzahl der Sonnenflecken, noch mäßig hoch, was für einen eher normalen Winter spricht:

In den kommenden Jahrzehnten sinkt die Sonnenaktivität aber vermutlich weiter (neues Dalton- oder Maunder-Minimum), was weltweit abkühlend wirkt und in Mitteleuropa Meridionallagen (im Winter oft kalt) begünstigt. Das träge Klimasystem reagiert nur mit Verzögerungen von etwa 10 bis 30 Jahren auf die schon nach 1990 beginnende tendenzielle Abschwächung der Sonnenaktivität, so dass sich negative Auswirkungen erst weit nach 2015 deutlicher zeigen werden. Vermutlich gab es deswegen bereits in den letzten 20 Jahren kaum noch Erwärmung in Deutschland; in Zentralengland kühlte es sich gar leicht ab:

Bei globaler Betrachtungsweise (die „Erdmitteltemperatur“ ist strenggenommen ein wertloses Kunstgebilde) fehlt, trotz des starken El Ninos 2015/16, nun schon seit gut 20 Jahren eine signifikante „globale“ Erwärmung. Insgesamt lässt die geringe Sonnenaktivität 2017 einen eher normalen bis zu kalten Winter erwarten.

4. Die Zirkulationsverhältnisse

Westliche Luftströmungen (Zonale Großwetterlagen) bringen milde Atlantikluft nach Deutschland, nördliche und vor allem östliche Kaltluft. Bei Süd- und Zentralhochlagen muss ein starker Wind die bodennah aus Ost einsickernde oder vor Ort immer wieder neu entstehende Kaltluftschicht vertreiben, ansonsten können auch sie im Tiefland bitterkalt sein, während es auf den Berggipfeln sehr mild ist. Der Zusammenhang zwischen der Häufigkeit der Luftströmungen mit Westanteil (Großwettertypen W, SW und NW) sowie den Wintertemperaturen in Deutschland ist sehr eng (folgende Grafik):

Für längerfristige Vorhersagen muss man die Zirkulationsverhältnisse vorhersehen können, was kaum möglich ist. Im Herbst 2017 war die Zonalzirkulation zeitweise kräftig entwickelt; so Mitte September und in der ersten sowie letzten Oktoberdekade, was auf einen eher milden Winter hindeutet; ähnlich wie 2013/14, 1988/89 oder 1989/90. Ob die seit der Jahrtausendwende zu beobachtende leichte Abnahme der Westlagenhäufigkeit in diesem Jahr eine Rolle spielt, ist mehr als fraglich. Wegen der sich aktuell vermutlich verstärkenden Ostwind-Phase der QBO (Erklärung siehe Punkt 7) liegt eine verstärkte Meridionalisierung mit Kälte im Laufe des Hochwinters aber noch im Bereich des Möglichen. Einhergehend mit der lebhaften Zonalzirkulation gab es schwere Herbststürme („XAVIER“ Anfang und „HERWART“ Ende Oktober). Die Zirkulationsverhältnisse weisen überwiegend auf einen eher milden Winter hin.

5. Die mittelfristigen Modelle

Die verbesserte Kurzfrist-Vorhersagegüte (etwa 1 bis 4 Tage im Voraus) resultierte aus der Entwicklung und Verfeinerung numerischer Modelle, basierend auf Gleichungen der Thermodynamik, in Verbindung mit immer schnelleren Computern sowie mehr und besseren Mess- oder Beobachtungsdaten per Satelliten und Automaten. Für längerfristige Vorhersagen dienen sogenannte Ensemble- Modelle, bei denen man die Ergebnisse mehrerer Modell- Läufe (gerechnet mit leicht variierten Anfangsparametern) mittelt. Sie liefern keine detaillierten Vorhersagen, doch gute Abschätzungen des Temperaturniveaus für etwa eine Woche im Voraus und vage für bis zu 15 Tagen.

Die Ensemble-Vorhersagekarte des NOAA (USA- Wetterdienst) vom 26.11. für den 10.12.2017 zeigt ein Tief über Skandinavien, flankiert von hohem Luftdruck über dem Atlantik und Osteuropa (Quelle NOAA). Sollte das so eintreten (noch sehr unsicher), so wäre es zumindest im Bergland oberhalb 600 bis 800 Meter winterlich; im Tiefland wäre nasser Schnee oder Regen bei leichten Plusgraden möglich:

Es deutet sich, auch nach den hier nicht gezeigten Einzel- Modell- Läufen, für die erste Dezemberdekade normal temperiertes, nasskaltes Wetter an; im Bergland oberhalb etwa 600 bis 800m könnte gar Dauerfrost mit guten Wintersportbedingungen herrschen; im Tiefland zumindest zeit- und gebietsweise nasser Schnee liegen; zumindest gelegentliche Nachtfröste mit Glättegefahr sind hier zu erwarten; tagsüber aber meist mehr oder weniger deutliche Plusgrade; vielleicht kurzzeitig im Nordosten auch mal schwacher Dauerfrost.

6. Die aktuelle Tendenz der Wintertemperaturen in Deutschland

Trends erlauben nie Rückschlüsse auf den Einzelfall und keine Extrapolation in die Zukunft. Die Wintertemperaturen entwickelten sich in den letzten 30 Jahren folgendermaßen:

Trotz der sehr milden Winter 2013/14 und 2015/16 und kontinuierlich steigender CO2- Konzentration (obere, grüne Linie) fiel das Wintermittel seit 30 Jahren, wenngleich nicht signifikant, weil die schon erwähnte nachlassende Sonnenaktivität und schwächere Zonalzirkulation bereits Wirkung zeigen. Doch die DWD-Daten sind nicht wärmeinselbereinigt. Einen deutlicher fallenden Trend zeigt die wärmeinselarme Station Amtsberg/Erzgebirge:

Aber die „richtige“ Kälte dürfte indes wegen der Trägheit des Klimasystems erst in wenigen Jahren bis Jahrzehnten zuschlagen („Kleine Eiszeit“). Die seit einigen Jahren wieder leicht steigende Zahl von Nebeltagen weist gleichfalls auf eine langsam beginnende Abkühlung hin.

7. Die Nordatlantische Oszillation (NAO), die AMO, die QBO und der Polarwirbel

Der NAO- Index ist ein Maß für die Intensität der Westströmung über dem Ostatlantik im Vergleich zum Langjährigen Mittel. Positive NAO- Werte bedeuten häufigere und intensivere, im Winter eher milde Westwetterlagen. Bei negativen NAO- Werten schwächt sich die Intensität der Zonalströmung ab, bei stark negativen Werten kann sie gar in eine Ostströmung umschlagen oder meridional verlaufen. Die NAO schwankte seit Sommer 2017 häufig zwischen positiven und negativen Werten; zum Schluss war der Index negativ (Quelle http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/precip/CWlink/pna/nao.mrf.obs.gif ):

Mitunter verändert sich die NAO sprunghaft (schwere Vorhersagbarkeit). Die AMO (ein Maß für die Wassertemperaturschwankungen im zentralen Nordatlantik) beendet gegenwärtig ihre Warmphase. Ein kompletter AMO- Zyklus dauerte seit Beginn regelmäßiger Messungen immer etwa 50 bis 80 Jahre, somit ist in naher Zukunft ein Wechsel in die Kaltphase wahrscheinlich. Mehr zum Zusammenhang von AMO, NAO und den Temperaturverhältnissen in Deutschland unter anderem hier http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/im-takt-der-amo-und-der-nao-3-das-haeufigkeitsverhalten-der-grosswetterlagen-und-dessen-auswirkungen-auf-die-deutschland-temperaturen/ . Die folgende Abbildung beginnt mit dem 10-jährigen Gleitmittel ab 1880/81 unter Einbeziehung der Werte ab 1871/72. Die AMO (grün) verhält sich fast spiegelbildlich zu NAO (obere schwarze Kurve), der Westwetterlagenhäufigkeit (unterste, violette Kurve) und den Wintertemperaturen in Deutschland. Die Gleitmittel wurden dann nochmals 15- jährig geglättet (fette Linien).

AMO- Warmphasen erhöhen die Wahrscheinlichkeit für einen kalten Winter leicht, weil diese Konstellation kalte, nordöstliche Strömungen („Wintermonsun“) begünstigen könnte. Und die sogenannte QBO (Windverhältnisse in der unteren Stratosphäre der Tropen, die etwa alle 2,2 Jahre zwischen West und Ost wechseln) verhält sich momentan ungewöhnlich uneinheitlich (Westwindphase in der unteren Stratosphäre und Ostwindphase in der oberen Stratosphäre). Nur wenn die Westwind- Phase in der unteren Stratosphäre enden sollte, könnte das Meridionale Lagen und damit einen Kaltwinter begünstigen. In diesem Zusammenhang lohnt noch ein Blick auf die mögliche Entwicklung des Polarwirbels. Ein ungestörter, sehr kalter Polarwirbel im 10- hPa- Niveau (gut 25 Km Höhe, Stratosphäre) ist kreisrund und in der Arktis extrem kalt, was Westwetterlagen begünstigt, welche in Deutschland mild sind. Für den 10. Dezember wird ein Polarwirbel vorhergesagt, der merklich gestört und über Grönland/Island am kältesten ist, was alle Möglichkeiten für milde oder kalte Witterungsabschnitte noch offen lässt:

NAO, QBO, AMO und das Verhalten des Polarwirbels deuten auf einen eher normalen bis milden Winter hin.

8. Verursacht das angeblich verschwindende Arktische Meereis kältere Winter? Für die relativ kalten Winter 2009/10 und 2012/13 wurde das schwindende arktische Meereis, speziell im September, verantwortlich gemacht. Mit etwa 4,8 Millionen Km² gab es im Septembermittel 2017 eine etwas größere Eisfläche, als in den beiden Vorjahren, und deutlich mehr zum bisherigen Negativ- Rekordmittel von 3,57 Millionen Km² (Sept. 2012) (Daten: NSIDC, National Snow and Ice Data Center der USA). Bei AMO- Warmphasen wird mehr Wärme in die Arktis eingetragen. Die minimale Eisausdehnung und die geringere Westlagenhäufigkeit der 2000er Jahre „passen“ gut zum AMO- Maximum. Genaueres Zahlenmaterial zur Eisausdehnung liegt leider erst seit 1979 vor (Einführung der flächendeckenden, satellitengestützten Überwachung). Zumindest in diesem relativ kurzen Zeitraum von mehr als 35 Jahren bestand ein signifikanter Zusammenhang zwischen der AMO und der Fläche des winterlichen Arktis- Meereises:

Ähnlich wie in den 1930er Jahren, als während der damaligen AMO- Warmphase ebenfalls ein Meereisrückgang sowie vor allem ein starkes Abschmelzen der Grönland- Gletscher herrschte. Näheres dazu unter http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/fotos-aus-den-dreissiger-jahren-groenland-gletscher-haben-sich-damals-schneller-zurueck-gezogen-als-heute/ . Die These „weniger Arktiseis – mehr Winterkälte in Deutschland“ ist unhaltbar; tatsächlich fehlt jeglicher Zusammenhang:

Auch bei Betrachtung anderer Bezugszeiträume besteht keine Korrelation. Die aktuelle Meereisbedeckung im Vergleich zu den Vorjahren auf der Nordhalbkugel kann man hier abrufen: http://ocean.dmi.dk/arctic/icecover.uk.php . Laut einer Fehlprognose von Al Gore sollte der Nordpol schon im Spätsommer 2013 eisfrei sein. Näheres bei http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/alex-newman/al-gore-sagte-voraus-2-13-sei-die-arktis-voellig-eisfrei-stattdessen-ist-die-eisschicht-um-die-ha.html . Im Herbst 2017 war ein stärkeres Eiswachstum als in den Vorjahren zu beobachten, was den Polarwirbel stärken und milde Westlagen begünstigen könnte. Insgesamt hat das komplizierte, wenig erforschte Zusammenspiel zwischen Meeresströmungen, AMO, Meereis und Großwetterlagen wahrscheinlich großen Einfluss auf die Witterungsverhältnisse. Die Ausdehnung der Schneebedeckung im Spätherbst (Okt/Nov) in Eurasien hat ebenfalls keine eindeutigen Auswirkungen auf die deutsche Winterwitterung. So bedeckte der Schnee in den Spätherbsten 1968, 70, 72, 76, 93, 2002, 09, 14,15 und 16 auf der größten zusammenhängenden Landmasse der Erde eine deutlich überdurchschnittliche Fläche, doch nur die 3 Winter 1968/69, 2002/03 und 2009/10 waren danach zu kalt, während die anderen 7 zu mild ausfielen; letztmalig der von 2016/17, trotz des kalten Januars. Eine große Überraschung bot dieser Analyseteil trotzdem. Im Herbst und Winter wächst nämlich die mit Schnee bedeckte Fläche Eurasiens; nur im Frühling und Sommer nimmt sie ab. Sollte es Dank des „Klimawandels“ nicht immer weniger Schneeflächen in allen Jahreszeiten geben?? Und die wahre Ursache für die Abnahme im Frühjahr/Sommer ist nicht das CO2, sondern vermutlich mehr Sonnenschein (siehe folgende Abbildung):

9. Analogfälle (ähnliche Witterung wie 2017)

Bei dieser Methode werden die dem Winter vorangehenden Monate hinsichtlich ihres Witterungsverlaufs untersucht. Betrachtet man alle mehr oder weniger zu kalten Winter der vergangenen 4 Jahrzehnte inklusive solcher, die bei milder Gesamtwitterung mindestens eine mehrwöchige Kälteperiode aufwiesen, so gingen diesen Wintern bis auf die Ausnahme von 2011 Herbste voraus, die schon mindestens einen auffälligen Kälteeinbruch hatten. Dabei war nur selten der Herbst insgesamt zu kalt, aber er wies dann mindestens einen zu kalten Monat oder wenigstens eine markante Kaltphase auf (November 1978, 1980, 1981, 1984, 1985, September 1986, September 1990, November 1993, November 1995, September 1996, September/Oktober 2002, November 2005, September 2008, Oktober 2009, November 2010, Oktober 2012, 2015, Oktober/November 2016). Schneite es bereits im Oktober stellenweise bis ins Flachland (2002, 2009, 2012 und 2015), so war in den ersten 3 Fällen der gesamte Winter zu kalt; 2015/16 kam es nur im Januar besonders in Nordostdeutschland zu längeren, winterlichen Phasen. Vor den meisten fast durchgängig milden Wintern (1973/74,1974/75,1987/88,1988/89,1989/90, 2006/07, 2007/08, 2013/14, 2014/15) waren die Herbste entweder rau, gemäßigt oder extrem mild; markante Kälteeinbrüche fehlten jedoch so wie auch 2017 oder waren nur ganz kurz (November 1988 und 1989). Das Witterungsverhalten im September/Oktober 2017 (September etwas zu kalt, Oktober zu feucht und viel zu mild) ähnelte, freilich nur sehr grob, dem der Jahre 1923, 66 und 2013, wonach der Winter 1923/24 zu kalt und die beiden letzten zu mild waren. Die wahrscheinliche (trotzdem sehr unsichere) Luftdruckabweichung vom Langjährigen Mittel über Europa (Quelle: langfristwetter.com) sieht für die kommenden Wintermonate so aus:

Im Dezember 2017 (oberes Bild) positive Luftdruck-Anomalie in hpa auf Meeresspiegelniveau über dem Nordatlantik und etwas zu tiefer Luftdruck über Skandinavien. Das hätte normale Dezembertemperaturen in Mitteleuropa zur Folge; mit Schneefällen besonders in den Mittelgebirgen. Im Januar 2018 (Mitte) leicht erhöhter Luftdruck über Nordosteuropa- zumindest einzelne Kältewellen aus Nordost wären bei insgesamt etwas zu kaltem Januar denkbar. Im Februar deutlich zu tiefer Luftdruck bei Island mit sehr mildem Westwetter bei uns. Die Vergleichsjahre mit ähnlicher Vorwitterung, aus der sich die berechnete Druckverteilung ergab, waren 1949, 1967, 1970, 1973, 1983, 1984, 1990, 1994, 1996, 1999, 2001, 2005 und 2013. Es finden sich danach 6 zu milde (am deutlichsten 2013/14), 4 fast temperaturnormale und 3 zu kalte Winter; am markantesten 1984/85. Damit deutet sich bei Mittelung eine Tendenz zu einem eher normalen Winter an. Auch hier ist die geringe Zahl der Vergleichsfälle problematisch; Näheres zu der Methode unter http://www.langfristwetter.com/langfristprognose-europa.html . Zu warmen Sommern (auch der Sommer 2017 war trotz seiner sehr wechselhaften, nassen Witterung deutlich zu warm!) folgen meist milde statt kalten Wintern (positiver Zusammenhang). Für seriöse Vorhersagen ist diese Beziehung freilich auch viel zu schwach. Zwischen den Herbst- und Wintertemperaturen findet sich sogar ein etwas deutlicherer positiver Zusammenhang. Schon der August liefert aber manchmal erste Hinweise. Er wies 2017 nach der Objektiven Wetterlagen- Klassifikation des DWD (seit 1979 verfügbar) mit 30 Tagen auffallend viele mit Westanteil und nach der HESS/BREZOWSKY- Klassifizierung mit 15 Tagen auffallend viele mit Südanteil auf. Ähnlichen Augusten folgten in der Vergangenheit zu 50 bis 60% milde und nur zu 10 bis 25% kalte Winter; die restlichen waren normal. Und sogar der dem Winter vorausgehende März (2017 extrem mild) lässt einen sehr kalten Winter unwahrscheinlich werden. In den 36 Fällen seit 1881, bei denen der Vor- März im Deutschlandmittel mindestens 5°C erreichte, also merklich zu mild war, verlief der folgende Winter in 17 Fällen zu mild, in 13 normal und nur in 6 Fällen etwas zu kalt. Ähnliches gilt für den Vor- Mai. Insgesamt deutet sich nach den Analogfällen also eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen normalen bis zu milden Winter an.

10. Die Hurrikan- Aktivität (Nordatlantik) und Zyklonen- Aktivität (nördlicher Indik)

Mit gewissen Abstrichen (mangelnde Beobachtungsmöglichkeiten vor Einführung der Satellitentechnik) ist die jährliche Anzahl der Tropischen Wirbelstürme im Nordatlantik (Hurrikane) und der Zyklone (nördlicher Indischer Ozean) etwa bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt. Die verheerenden, meist wenige Tage bis selten länger als zwei Wochen existierenden Hurrikane gelangen nie nach Mitteleuropa. Aber sie beeinflussen unsere Witterung. Sie schwächen bei bestimmten Zugbahnen das Azorenhoch oder kommen bei Einbeziehung in die Westdrift als normale Tiefs nach Europa, wo sie im Spätsommer/Frühherbst mitunter einen Witterungsumschwung einleiten. Auch die Anzahl der im nördlichen Indischen Ozean jährlich vorkommenden Wirbelstürme (Zyklone) könnte einen gewissen Einfluss auf unsere Winterwitterung haben; es gibt von 1890 bis 2014 eine leicht negative Korrelation (tendenziell kältere Winter, wenn dort viele Zyklone auftraten). Im Mittel von 1851 bis 2014 sind gut 5 Hurrikane pro Jahr (die Saison beginnt meist erst zwischen Mai und Juli, doch 2016 gab es schon im Januar einen Hurrikan, und endet spätestens Anfang Dezember) aufgetreten. Erreichte ihre Zahl mindestens 10 (1870, 1878, 1886, 1887, 1893, 1916, 1933, 1950, 1969, 1995, 1998, 2005, 2012), so waren von den 13 Folgewintern 11 zu kalt, nur 2 (1998/99 und 1950/51) zu mild. Bei fast all diesen Fällen brachte allerdings schon der Spätherbst markante Kältewellen; selbst vor den beiden dann milden Wintern waren sie zu beobachten; besonders markant 1998. In diesem Jahr gab es bislang 10 Hurrikane und damit deutlich zu viele, was eher für einen kalten Winter spricht. Im Indischen Ozean blieb die Zyklonen- Aktivität 2017 jedoch unterdurchschnittlich, was auf einen eher milden Winter hindeutet. Die Wirbelsturm- Aktivität liefert diesmal also keine eindeutigen Hinweise auf den Charakter des Winters in Deutschland.

11. Die Langfrist- Vorhersagen einiger Institute, Wetterdienste und Privatpersonen:

UKMO (Großbritannien): Stand 11.11.2017 Winter (D, J, F) mit leicht erhöhter Wahrscheinlichkeit in Deutschland zu mild (folgende Karte):

Anmerkung: Hier wird nur die erste UKMO- Karte gezeigt. Es gibt zwei weitere, eine mit der Probability (Wahrscheinlichkeit) für einen normalen Winter und eine für einen zu kalten; erstere weist ebenfalls eine leicht erhöhte Wahrscheinlichkeiten auf; während ein zu kalter Winter höchstens zu 20% wahrscheinlich ist . Die aktuellen Karten jederzeit unter http://www.metoffice.gov.uk/research/climate/seasonal-to-decadal/gpc-outlooks/glob-seas-prob

Meteo Schweiz Stand Nov. 2017: Leicht erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen zu milden Winter. Zu kalter Winter nur zu etwas mehr als 20% wahrscheinlich); normaler zu knapp 30%. Die „doppelten T“ sind die Fehlerbalken:

LARS THIEME (langfristwetter.com) Vorhersage von Anfang November 2017: Alle drei Wintermonate zu mild.

IRI (folgende Abbildung), Vorhersage vom Nov. 2017: Keine Aussagen für Deutschland und weite Teile West- und Mitteleuropas; zu mild in Nord- und Osteuropa.

DWD (Offenbach): In Deutschland 0,5 bis 1°C zu mild, bezogen auf den Mittelwert der Jahre 1981 bis 2014 (Stand Nov. 2017):

NASA (US- Weltraumbehörde) Karte vom November 2017: Winter in Mitteleuropa etwa 2 bis 3 K zu mild. Bei dieser Karte liegt Mitteleuropa am linken Kartenrand, weit oben:

 

CFSv2- Modell des NOAA (Wetterdienst der USA, folgende 3 Abbildungen, Eingabezeitraum 16. bis 25.11. 2017): Alle 3 Wintermonate um 1 bis 2 K zu mild. Dezember (links) Januar (rechts) Februar (unten); damit Winter insgesamt sehr mild. Die vorhergesagten Temperaturabweichungen beziehen sich auf die Mittelwerte der Periode 1981 bis 2010. Die fast täglich aktualisierten, aber leider oft falschen Prognosen unter http://www.cpc.ncep.noaa.gov/products/people/wwang/cfsv2fcst/ (Europe T2m, ganz unten in der Menütabelle; E3 ist der aktuellste Eingabezeitraum):

Die Mehrzahl dieser experimentellen, nicht verlässlichen Langfristprognosen deutet einen eher zu milden Winter an.

Fazit: Eindeutige, verlässliche Anzeichen für einen durchgehend kalten Winter fehlen. Die Prognosesignale sowie die Vorhersagen der Wetterdienste und Institute tendieren bei großer Unsicherheit in Richtung eines normalen bis extrem zu milden Winters. Momentan kündigen sich keine markanten Kälteeinbrüche im Frühwinter an; aber nasskaltes Wetter; im Bergland oberhalb von etwa 500 Metern könnte im Dezember häufiger, im Tiefland gelegentlich Schnee liegen. Insgesamt fällt der Winter 2017/18 nach momentanem Stand also normal bis extrem zu mild aus und wird im Deutschland- Mittel auf +0,5 bis +3,5°C geschätzt (LJM 1981 bis 2010 +0,9°C); bei den sehr widersprüchlichen Prognosesignalen muss die weitere Entwicklung aber noch abgewartet werden. In den Mittelgebirgen bestehen zumindest zeit- und stellenweise gute Wintersportmöglichkeiten. Geschätzte Dezember- Monatsmitteltemperatur für Erfurt- Bindersleben (Mittel 1981- 2010 +0,5°C) 0,0 bis +2,5°C (normal bis deutlich zu mild). Für Jan/Feb. 2018 lässt sich noch kein Temperaturbereich schätzen! Das Schneeaufkommen ist kaum vorhersehbar (langfristige Niederschlagsprognosen sind besonders unsicher). Zur Winterlänge fehlen bisher ebenfalls noch Hinweise. Die Hochwinterwitterung (Jan/Feb.) kann erst anhand des Witterungstrends zum Jahreswechsel etwas genauer abgeschätzt werden; momentan ist ein zu milder Hochwinter deutlich wahrscheinlicher, als ein zu kalter. Wegen eines möglichen Wechsels zur Ostwindphase in der unteren Stratosphäre (QBO) sind aber winterliche Phasen oder wenigstens ein einzelner, kalter bis sehr kalter Wintermonat noch nicht völlig ausgeschlossen. Sollte allerdings der Dezember tatsächlich zu mild ausfallen, so erhöht das die Wahrscheinlichkeit für einen milden Hochwinter 2018 noch weiter.

Dieses Fazit wurde aus 10% der Tendenz der Bauern- Regeln, 10% Sonnenaktivität, 20% Zirkulationsverhältnisse, 10% Mittelfrist- Modelle, 10% NAO, AMO,QBO, Polarwirbel, 20% Analogfälle und 20% der vorwiegenden Tendenz der Langfristprognosen gewichtet.

Aktualisierung voraussichtlich Ende Dezember.

Zusammengestellt von Stefan Kämpfe, unabhängiger Klimaforscher, am 26.11. 2017

30 Nov 13:24

Reich, aber unsexy: Trotz guter Bezahlung sinkt das Interesse am Informatik-Studium

Gutes Gehalt und gute Jobaussichten: Eigentlich ist der Fachbereich Informatik der Traum eines jeden Karrieristen. Trotzdem zeigt die Statistik, dass die Zahl der Informatik-Studenten sinkt.

Erst 2016 beklagten sich mehr als 70 Prozent der Unternehmen über einen IT-Fachkräftemangel. Zu dem Zeitpunkt gab es rund 51.000 offene Stellen im IT-Sektor – ein Großteil davon bei Softwareanbietern und IT-Dienstleitern. Doch trotz des aktuellen Hypes um künstliche Intelligenz und Big Data sowie trotz guter Bezahlung scheint Informatik noch immer nicht attraktiv genug zu sein.

Denn in Deutschland haben sich 2017 nur 37.400 IT-Interessiere für ein Informatik-Studium immatrikuliert. Das sind im Vergleich zu 2016 4,1 Prozent weniger. Dies geht aus einer von Destatis veröffentlichten vorläufigen Auswertung der Zahlen von Universitäten und vergleichbaren Bildungseinrichtungen durch das Statistische Bundesamt hervor.

Die Zahl der Personen, die 2017 ein Studium an einer deutschen Hochschule aufgenommen haben, ist derweil gegenüber dem Vorjahr nur leicht um 0,1 Prozent auf 509.400 gesunken. Insgesamt sind im Wintersemester 2017/18 laut Destatis mit knapp 2,9 Millionen so viele Studierende wie noch nie an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Die Zahl erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum 2016 um 1,5 Prozent.

Es mangelt nicht nur an Studienanfängern im Informatik-Bereich, auch im Bereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik haben sich dieses Jahr 4,7 Prozent weniger immatrikuliert. In Zahlen bedeutet das 37.400 Studenten.

Mehr IT im Kindesalter

Der Fachkräftemangel ist auch in diesem Jahr wieder ein großes Thema und laut Peter Liggesmeyer besorgniserregend. Er forderte die Politik auf, Informatik-Unterricht bereits in der Grundschule im Lehrplan zu verankern, um Kinder bereits früh an die technischen Herausforderungen einer zunehmend digitalisierten Welt heranzuführen.

Ein weiterer Fakt, der negativ auffällt: Die Zahl der Studienanfängerinnen im Bereich Informatik ist um 8,8 zurückgegangen. Peter Liggesmeyer: „Nur ein attraktiver Informatik-Unterricht durch gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer kann helfen, jungen Mädchen den Zugang zur Informatik schmackhaft zu machen und das Fach von altbekannten Vorurteilen zu befreien.”

Jobs für IT-Profis findet ihr unter t3n.de/jobs.

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Kommentar: High Sierra ruiniert langsam Apples Ruf

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30 Nov 11:18

Alexa for Business: Amazon will den Sprachassistenten ins Büro bringen

Amazons Sprachassistent Alexa wird in Kürze ins Office einziehen. Der E-Händler plant Berichten zufolge am Donnerstag den Dienst „Alexa for Business“ vorzustellen.

Alexa for Business: Amazon will ins Office

Amazons Sprachassistent Alexa ist in Millionen Haushalten – vor allem in den USA – zuhause. Damit will der E-Händler sich aber nicht zufriedengeben: Wie das Wall Street Journal und CNBC unabhängig voneinander berichten, werde Amazon am Donnerstag im Zuge der derzeit in Las Vegas stattfindenden Konferenz AWS Reinvent die „Alexa for Business“-Plattform enthüllen.

Die neue Plattform soll mit einer Handvoll Launch-Partnern an den Start gehen und direkt verfügbar sein. Mit „Alexa for Business“ sollen unter anderem Räume gebucht, Termine erstellt und Telefonkonferenzen aufgebaut werden können. Wir erinnern uns: Mit Amazons Alexa ist es auch möglich, zu telefonieren und Sprachnachrichten zu senden.

Mit dem Sprachassistenten könne außerdem eine Sicherheits-Ebene für Unternehmen eingeführt werden, die Nutzer an der Stimme identifiziert und authentifiziert. Ferner sollen Firmen eigene Skills entwickeln können. Darüber hinaus ist die Rede vom Start eines eigenen Marktplatzes für Business-Skills.

Die Vorstellung der neuen Plattform Alexa for Business wird am Donnerstag erwartet. (Foto: dpa)
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Alexa for Business: Erste Partner SAP und Wework

Dem Wall Street Journal zufolge gehören zu den ersten „Alexa for Business“-Partnern unter anderem SAP und Wework. SAP arbeite an einem Skill für Concur Technologies, ein internes Reisemanagement- und Reisekostenabrechnungs-Unternehmen. Mit dem Skill sollen Mitarbeiter Alexa beispielsweise fragen können: „Alexa, frag Concur, wann ich zum Flughafen muss.“ Daraufhin gibt der Sprachassistent eine Antwort basierend auf Reiseroute, Standort und öffentlich zugänglichen Verkehrsinformationen, erklärt John Dietz, Abteilungsleiter von Concur Labs.

Wework arbeite laut Josh Emig, verantwortlich für die Abteilung Produktentwicklung und Entwicklung, an mehreren Skills. Mit diesen sei es möglich, eine Benachrichtigung zum Nachfüllen von Druckern zu versenden, Meeting-Räume zu reservieren sowie Raumtemperatur und die Beleuchtung zu steuern. Emig erklärt: „Ich denke, je natürlicher die User-Interfaces werden – also je mehr sie verschwinden –, desto besser.“

Die Autoren des Wall-Street-Journal-Beitrags stehen dem Vormarsch von Alexa ins Büro noch etwas skeptisch gegenüber. Es sei fraglich, wie viele Unternehmen sich einen Echo oder Echo Dot in ihre Büro- und Konferenzräume stellen und Programme für eine noch junge Technologie entwickeln wollen. Darüber hinaus könnten Unternehmen es möglicherweise kritisch betrachten, dass Mitarbeiter in überfüllten Büros mit Geräten sprechen.

Weiterlesen:

30 Nov 11:18

Remote-Arbeiten auf Zeit: Das etwas andere Sabbatical

t3n-Redakteurin Melanie Petersen hat ihre Arbeit einen Monat lang aus Barcelona gemacht und ihren festen Büroplatz aufgegeben. Samsung hat sie gebeten, ihre Erfahrungen zum Thema #NewOfficeRoutines zu teilen.

Ortsunabhängiges Arbeiten wird auch im Büro gelebt. Bei t3n sitzt kaum einer acht Stunden am Schreibtisch.

New Work, Remote-Arbeiten, Homeoffice, Work-Life-Balance – diese Begriffe gewinnen in den letzten Jahren in der Karrierewelt massiv an Bedeutung. Die Bedürfnisse von Angestellten und auch Führungskräften ändern sich stetig. In einer großangelegten Studie des Umfrageinstituts YouGov im Auftrag von Samsung zum Thema Homeoffice und Mobile-Work gaben 70 Prozent der befragten Mitarbeiter an, dass der größte Vorteil vom Homeoffice in einem besseren Ausgleich von Arbeit und Freizeit liege.

Was für den Mitarbeiter offenbar eine große Auswirkung auf die Work-Life-Balance hat, ist laut der Studie heutzutage auch für die Chefs immer weniger problematisch. Lediglich sechs Prozent der Führungskräfte sehen eine mangelnde Kontrolle von Mitarbeitern als Nachteil des mobilen Arbeitens von Zuhause, denn für die große Mehrheit (85 Prozent) der Führungskräfte macht es das Homeoffice nicht schwieriger, die Arbeit der Mitarbeiter zu bewerten.

Das wollte ich ausprobieren!

Also fand ich mich im Mitarbeitergespräch vor meinem Chef wieder und bat um einen Monat Auszeit. Nicht als Urlaub, sondern als Remote-Work aus Barcelona. Wenige Zeit später kam das Go. Warum nicht, hieß es. Es käme auf einen Versuch an.

Wie überzeuge ich meinen Arbeitgeber – und muss ich das überhaupt?

Ich hatte mir lange den Kopf zerbrochen, wie ich meinen Chef überzeugen könnte, mich gehen zu lassen. Würde er mir genug vertrauen? Ich hatte mir vorgenommen, schon vor dem Gespräch alle möglichen Fallstricke zu identifizieren und eine Lösung zu finden. Auf der Suche fiel mir jedoch mehr und mehr auf, dass es eigentlich keine besonders großen Hindernisse gab.

Der Unterschied zu einem Remote-Worker in Berlin oder Frankfurt ist ja nicht wirklich spürbar, solange man in der selben Zeitzone arbeitet. Meine Firma arbeitet bereits teilweise remote. Wir haben zum Beispiel viele Mitarbeiter, die aus Berlin arbeiten und nur einmal die Woche vor Ort sind. Das heißt zwar nicht, dass ich automatisch auch ein Anrecht darauf habe – es zeigt aber, dass meine Chefs grundsätzlich aufgeschlossen sind, was das Arbeiten aus der Ferne angeht. Außerdem bedeutet es, dass bei uns bereits Strukturen bestehen, die Remote-Arbeit unterstützen. Genau diese Argumente überzeugten letztendlich auch.

Ein bisschen mehr Überzeugungsarbeit bedarf es sicher in Unternehmen, die bisher keine Erfahrung mit mobilem Arbeiten gemacht haben.

Geschafft! Und jetzt?

Die Entscheidung stand also und es kam der Tag der Abreise. Nicht mehr als meinen Laptop, mein Ladekabel und ein Smartphone hatte ich für meine Arbeit im Gepäck.

Mein erster Tag vor Ort war ein deutscher Feiertag. Ich hatte also frei, in Barcelona war aber alles geöffnet. Perfekt, um sich Co-Working-Spaces und Cafés anzusehen. Zunächst hatte ich noch damit geliebäugelt, aus meiner Wohnung zu arbeiten. Ich mag aber das Prinzip, für die Arbeit den Raum zu wechseln. Da es keinen Büroraum daheim für mich gab, sah ich mir alles an, was mein Viertel an möglichen Arbeitsstätten hergab. Letztendlich landete ich in einem Co-Working-Space mit flexiblen Arbeitsplätzen und einem Innenhof, der ebenfalls zum Arbeiten einlud.

Der Ort gab mir die Struktur zurück, die ich mit meinem Büro daheim aufgegeben hatte: stabiles Internet, Ruheräume für Telefonate und auch etwas anderes, das mir sicher irgendwann fehlen würde, nämlich den Austausch mit Kollegen und gemeinsame Mittagessen. Ich hielt mir aber offen, einzelne Tage im Café zu arbeiten. Denn einige meiner Aufgaben mache ich sogar lieber in geschäftigem Umfeld.

Arbeiten aus der Ferne – gar nicht so anders!

Ich hatte schon vor der Reise meine Arbeit genauer unter die Lupe genommen und mir angeschaut, wie ich eigentlich mit Kollegen und Kunden kommuniziere. Ich musste überlegen, ob ich das so weiterführen konnte, oder ob ich etwas ändern muss. Bei einigen Meetings hat sich herausgestellt, dass es reicht, wenn jemand aus meinem Team teilnimmt, bei anderen Meetings musste ich vorher klären, dass ich per Videochat dazugeschaltet werde. Hier eignet sich natürlich am Besten ein Raum, der dafür vorgesehen ist – mit Beamer und Kamera. Sagt man also rechtzeitig Bescheid, kann das entsprechend vorbereitet werden. Ich war meist einfach über den Laptop dabei, was für die Art der Besprechungen ausreichend war. Bei längeren Meetings mit größerem Redeanteil oder einer eigenen Präsentation wäre dieser Kanal allerdings an seine Grenzen gestoßen.

Telefonate konnte ich problemlos führen – genau wie aus dem heimischen Büro. Auch dort habe ich dafür meist nicht am Schreibtisch gesessen.

Flurfunk und Dailies

Mein größtes Problem in dem Monat waren eigentlich weder die Meetings oder die Calls, noch die Erreichbarkeit. Mit einer stabilen Internetverbindung, ohne große Zeitverschiebung und der passenden Software habe ich so gut arbeiten können wie im Büro daheim. Wo ich allerdings bei längerer Abwesenheit eine Hürde sehe: im Flurfunk. All die kleinen Dinge, die zwischen Tür und Angel besprochen werden, die bei Dailies auf den Tisch kommen oder beim Team-Essen besprochen werden, fehlen plötzlich – wenn man sich nicht dahinterklemmt.

Nicht zu unterschätzen: das persönliche Gespräch und der Kontakt zu den Kollegen. Präsenztreffen für permanente Remote-Kollegen sind also durchaus sinnig.

Es ist also wichtig, sich dafür Strukturen zu bauen, seine engsten Kollegen dafür zu sensibilisieren. In meinem Unternehmen gibt es diese Strukturen schon – von verschiedenen Slack-Channels bis hin zum intern genutzten sozialen Netzwerk Yammer. Diese Kanäle helfen mir, weiter an Gruppengesprächen teilzunehmen und mitzuhorchen. Vor dem wöchentlichen Teammeeting bat ich jeweils eine Person, mir im Nachhinein eine kleine Zusammenfassung zu geben.

Routine und feste Arbeitszeiten

Normalerweise arbeite ich eher selten aus dem Homeoffice. Daher war ich gespannt, ob es mir und meiner Arbeit gut bekommen würde, so ganz und gar flexibel zu sein. Es hat sich aber schnell gezeigt, dass man an jedem Ort eine Routine aufbauen kann und sich überall ein passendes Plätzchen findet. Während ich meine Arbeitszeiten daheim relativ flexibel gestalte und zu sehr unterschiedlichen Zeiten anfange, habe ich in Barcelona gemerkt, dass das Arbeiten aus der Ferne für mich besser funktioniert, wenn ich nicht auch noch die Zeiten flexibel gestalte. Da meine Kollegen nicht mehr sehen konnten, ob und wann ich am Platz war, fand ich es besser, ihnen Verlässlichkeit durch relativ feste Arbeitszeiten zu bieten. Das war aber mein eigener Anspruch – wirklich wichtig wird dieser Punkt meines Erachtens aber erst, wenn man die Zeitzone wechselt. Dann muss man seinen Tag wirklich auf gemeinsame Kernzeiten einrichten.

Habe ich mich doch mal zu einer längeren Mittagspause hinreißen lassen oder hatte einen Termin während der Arbeitszeit, konnte ich meine Kollegen über einen Channel im Teamchat informieren und alle wussten Bescheid. Ein Zeittracking seitens des Unternehmens gab es nicht, das lief auf Vertrauensbasis – ebenfalls eine sehr positive Erfahrung für mich.

Mein Fazit nach einem Monat

Mir hat die Remote-Zeit gezeigt, wie hoch das Vertrauen meines Arbeitgebers in mich ist. Für mich erhöhte das ebenfalls die Motivation, meine Chefs in dieser Hinsicht keinesfalls zu enttäuschen. Die Auszeit vom Büroalltag hat mir genau das gegeben, was ich mir erhofft hatte: eine neue Perspektive und Motivation. Denn sie hat mir ermöglicht, etwas, was mir persönlich wichtig war, mit meiner Arbeit zu verbinden.

Was das meinem Unternehmen gebracht hat: Einfach einen glücklichen Mitarbeiter, der die Work-Life-Balance, die ihm ermöglicht wird, zu schätzen weiß.

Immer mehr Unternehmen begreifen glücklicherweise heutzutage, dass darin ein Wert liegt. Man bindet Mitarbeiter in einer Zeit, in der die Personalfluktuation enorm ist. Meine Kollegen und mein Chef haben mir nach meinem Auslandsaufenthalt positives Feedback gegeben und fanden nicht, dass unsere Zusammenarbeit beeinträchtigt wurde. Sie haben aber auch gesagt, dass es nach vier Wochen mal wieder Zeit wurde, dass man sich auch außerhalb des Internets begegnet.

Wie groß dieses Thema ist, hat mir das große Interesse und die vielen Fragen von Freunden und Kollegen gezeigt. Ich glaube, dass es gerade in der digitalen Arbeitswelt künftig viel mehr in diese Richtung gehen muss.

30 Nov 11:16

Diginetz: Überbauen von Glasfaser durch neues Gesetz in der Kritik

Die großen Netzbetreiber nutzen das Diginetz aus, um bei der Bundesnetzagentur Open-Access-Netz zu verhindern und eigene Glasfaser zu verlegen. Die kommunalen Unternehmen können so nicht mehr wirtschaftlich Glasfaser ausbauen. (Bundesnetzagentur, Open Access)
30 Nov 11:16

Jan Böhmermann: "Jetzt halt mal die Fresse"

by ZEIT ONLINE: Kultur - Lars Weisbrod
"Ich bin menschlich enttäuscht von meiner direkten Vorgesetzten." Jan Böhmermann über Angela Merkel, Harald Schmidt und Tweets, die er nie abgeschickt hat.
30 Nov 11:15

Sicherheitsupdates: Kritische Lücke bedroht Cisco WebEx

Sicherheitsupdates: Kritische Lücke bedroht unter anderem Cisco-Firewalls

In Ciscos WebEx Network Recording Player klafft eine als kritisch eingestufte Sicherheitslücke. Darüber hinaus veröffentlicht der Netzwerkausrüster Patches für mehr als ein Dutzend weitere Produkte.

30 Nov 11:15

Dieser Deutsche hat das Twitter-Konto von Donald Trump gesperrt – unabsichtlich

Er hat den Twitter-Account von Donald Trump gelöscht – versehentlich. Jetzt spricht der ehemalige Twitter-Mitarbeiter aus Deutschland erstmals mit der Presse über den Vorfall.

Dieser Mann hat Donald Trump für 11 Minuten verstummen lassen

Am 2. November 2017 waren es für einen kurzen Zeitraum nicht die Tweets von Donald Trump, die international für Aufregung sorgten. Für etwas mehr als zehn Minuten war das Twitter-Konto des US-Präsidenten nicht mehr erreichbar. Wer es aufrufen wollte, sah die Fehlermeldung: Diese Seite existiert nicht. Kurz darauf wurde die Seite wieder hergestellt und Twitter erklärte, dass das Konto von einem Kundendienstmitarbeiter an seinem letzten Arbeitstag gelöscht worden sei. Jetzt wissen wir endlich, wer dieser Mitarbeiter war.

Der Mann, der für so viel Wirbel gesorgt hat, ist der deutsche Bahtiyar Duysak. Aufgespürt hat ihn das US-Blog Techcrunch. Gegenüber der Online-Publikation erklärte Duysak jetzt, wie es zu der Löschung kam. „Meiner Meinung nach war es definitiv ein Versehen“, so Duysak, für den es vor allem eine Verkettung unglücklicher Umstände war, die zu der Löschung des Präsidentenkontos geführt haben.

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Duysak: „Ich will nur weiter mein normales Leben führen“

Die Löschung von Donald Trumps Twitter-Konto wurde von vielen Gegnern des umstrittenen Präsidenten bejubelt. Für Duysak war der ganze Vorfall jedoch nur Zufall. Darauf angesprochen, warum er sich jetzt den Fragen des Techcrunch-Journalisten stelle, antwortete Duysak, er wolle nicht länger vor den Medien flüchten. „Ich will nur weiter mein normales Leben führen“, erklärt Duysak, der sich von Pressevertretern auf Facebook gestalkt gefühlt hat. In der Technologiebranche will Duysak, der mittlerweile wieder in Deutschland lebt, in naher Zukunft nicht mehr arbeiten. Viel mehr schwebt ihm eine Tätigkeit im Finanzwesen vor, so Techcrunch.

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30 Nov 11:15

KI in der Wirtschaft: Intelligenz braucht keine Regeln

Künstliche Intelligenz gilt als der vielleicht wichtigste Tech-Trend. Doch in Deutschland legen die Industriepioniere die Fesseln an. Startups experimentieren viel freier und nutzen bereits heute die Potenziale der Zukunftstechnologie.

Bist du schwul, depressiv oder in Kauflaune? Sorgst du dich um deine Kinder, bist du ein aggressiver Zeitgenosse oder hast du gar eine Ehekrise? Das alles – so heißt es – weiß die künstliche Intelligenz über uns. Sie kennt uns besser als unsere Freunde, weiß mehr als unser Partner. Das zumindest behaupten jene, die von solchen Entwicklungen profitieren: Immer mal wieder geistern Studien durch die Medien, die beispielsweise aus Twitterdaten vorhersagen wollen, ob jemand eine psychische Krankheit ent­wickelt, oder aus Facebook-Posts die Persönlichkeit berechnen wollen. Psychologen würden für diese Definition wohl diverse Fragebögen und wochenlange Gesprächssitzungen benötigen. Mit der KI hingegen reicht schon ein wenig Datenauswertung – so das Versprechen.

Das ist nicht so größenwahnsinnig, wie es sich vielleicht liest. Mit der neuen Technologie könnten Kundenwünsche generiert, Prozesse optimiert, die Produktion effizienter, unser Alltag leichter werden. Unternehmen müssten sich eigentlich darauf stürzen. Aber die Wahrheit ist eine andere: Die großen deutschen Konzerne sind extrem zögerlich, wenn es zu den Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz kommt.

So bemängeln Technologieberater, dass die deutsche Wirtschaft im KI-Bereich nicht gut aufgestellt sei. Eine Umfrage von Sopra Steria unter 200 Managern großer Unternehmen ergab im April, dass sie sich von der Angst vor der neuen Technologie ausbremsen ließen, und auch der Leipziger Thinktank 2b Ahead vermeldete nach seiner Trendstudie im Juni, deutsche Unternehmen fühlten sich „mangelhaft auf künstliche Intelligenz vorbereitet“.

Regeln statt Lernen

Von den großen Anbietern können sie wenig Hilfe erwarten. Selbst KI-Pioniere wie IBM, die KI-Dienstleistungen in Deutschland anbieten, sind hierzulande noch zurückhaltend. Das Unternehmen ist spätestens seit dem Sieg seines Computers Deep Blue 1996 gegen den amtierenden Schachweltmeister Garry Kasparow für die Öffentlichkeit ein Begriff. Und seit der Supercomputer Watson 2011 Menschen in der Quizsendung Jeopardy weit übertrumpfte, steht der Name für das Potenzial der künstlichen Intelligenz.

Aber als sich Computerlinguisten einer deutschen Universität kürzlich in einer internen Veranstaltung mit einem IBM-Forscher trafen, waren sie baff. Die Wissenschaftler hatten selbst viel Erfahrung darin, aus Tweets oder Facebook-Posts weitere Informationen zu berechnen, die Nutzer teils nicht bewusst geteilt hatten. Sie kannten verschiedene Ansätze, wie ein maschinelles Lernverfahren aus den Tweets beispielsweise das Geschlecht eines Nutzers erkennt oder ob dieser Kinder hat – ähnlich wie die erwähnten Verfahren, die teils allein aus der Wortwahl erkennen, ob jemand depressiv ist. Sie kannten schon die Hürden jener Verfahren, aber auch die rasanten Fortschritte der Mustererkennung dank künstlicher neuronaler Netze. Die Forscher waren neugierig, wie diese die Praxis voranbringen. Und welches Unternehmen steht schon so sehr für künstliche Intelligenz wie die Watson-Mutter? Die Enttäuschung war groß: Der Watson-Forscher zeigte ihnen lediglich, wie das Unternehmen für seine Kunden – beispielsweise deutsche Supermärkte – ein Stimmungsbild aus sozialen Netzwerken extrahiert. Praxiseinsatz von komplexer KI? Von wegen. „Die machen das gar nicht!“, sagt einer der Forscher im Rückblick, „die sind total basic.“

In der Tat: Wer bei IBM selbst nachfragt, erfährt von Alexander Lang, Chief Data Scientist für Watson Analytics for Social Media, dass diese Stimmungsanalyse gespickt ist von programmierten Regeln. Maschinelles Lernen wird nur am Rande genutzt. Im Prinzip nutzt IBM also den Stand der Technik aus den 1990er Jahren, als Computer allein per vorgegebenen Regeln beigebracht wurde, wie sie in welcher Situation reagieren sollen – obwohl die Technologie schon viel weiter ist.

Mit der steigenden Komplexität der Systeme wird das Programmieren von Regeln immer schwieriger: Abgesehen von der reinen Fleißaufgabe, tausende Regeln für jeden erdenklichen Fall einzugeben, ist es für Menschen kaum möglich, alle Eventualitäten zu bedenken. Heute sind jene Algorithmen des maschinellen Lernens, die sich die Welt „selbst“ erklären, indem sie anhand von Trainingsdaten Zusammenhänge lernen, üblicherweise leistungsfähiger. Wer weiterhin allein auf Regeln vertraut, verzichtet darauf, die maschinelle Intelligenz zu nutzen, und wird weniger Informationen aus Daten extrahieren können. Genau das sieht man auch bei IBM.

Geschlechtserkennung von Social-Media-Nutzern? Dafür nutzt das Unternehmen eine Liste mit Vornamen – der Computer bekommt also eine klare Vorgabe. „Wir finden das immerhin bei 50 Prozent der Nutzer heraus“, sagt Lang. Hobbys der Nutzer? Das, was sie in ihrem Profil angeben. Nur: Die wenigsten geben Hobbys an. Kann man sie nicht viel besser mit künstlicher Intelligenz aus den Posts an sich extrahieren? „So genügt es uns“, sagt Lang. Ebenso ist es mit der Erkennung von Eltern, die für viele Unternehmen eine besonders interessante Kundengruppe darstellt: Die Watson-Erkennungsraten in Social Media und Foren liegen laut Lang bei rund fünf Prozent. Nur fünf Prozent? Das reicht, sagt der IBM-Manager einmal mehr: „Bei 200.000 Profilen sind das 10.000 Nutzer – da müssten Sie lange vor den Supermarkt stehen und Umfragen machen.“

Während sich Computerlinguisten mehrheitlich einig sind, dass dieses klassische Regeln-Programmieren Probleme deutlich schlechter löst, als wenn man neuronale Netze ihre eigenen Schlüsse aus Trainingsdaten ziehen lässt, halten die KI-Pioniere an den alten Regeln fest – weil es reicht. Das System von IBM erkennt zwar, wenn jemand schreibt „Die Schokonusscreme von X ist besser als die von Y“ und verteilt einen Pluspunkt an X und einen Minuspunkt an Y – aber nur aufgrund vorgegebener syntaktischer Regeln. Wenn jemand twittert „meine Frau“, dann geht Watson aufgrund einer einprogrammierten Regel davon aus, dass der erstens ein Mann und zweitens verheiratet ist. „Das ist simpel genug, um es mit einer Regel zu machen“, sagt Lang. Dabei wäre ja angefangen bei lesbischen Frauen bis hin zu einer Lüge vieles andere denkbar, was eine künstliche Intelligenz aus den Posts errechnen könnte. Wenn man sie denn darauf loslassen würde. Aber IBM hält seine vielgerühmte KI an der kurzen Leine – zumindest, wenn sie für Kunden arbeitet. Es ist die sichere Variante: So ist das System unter Kontrolle.

Startups sind das neue IBM

Wer sich in der Startup-Szene rund um maschinelles Lernen in Deutschland umhört, hört kaum Widerspruch zur These, dass IBM seine künstliche Intelligenz nicht von der Leine lässt. Wenn Fabian Westerheide, Investor und KI-Experte, einen seiner Vorträge vor Startup-Gründern im Bereich KI hält und fragt „Wer ist mit Watson zufrieden?“, dann nickt keiner. Die Vision der Gründer ist deutlich radikaler als die der älteren Pioniere. „Die meisten Startups sind innovativer“, sagt Fabian Westerheide.

(Foto: Kopf&Kragen)

So hat IBM zwar auch einen Chatbot – wer den allerdings etwas fragen will, solle doch erst die Liste möglicher Fragen lesen, so die Bitte auf der Website. Dass es auch anders geht, zeigt das Berliner Startup Parlamind von Christian Wolf und Tina Klüwer. Parlamind hat eine künstliche Intelligenz entwickelt, die E-Mails mit Kundenanfragen liest, auswertet und selbstständig auf Basis von vorgefertigten Text-Bausteinen beantwortet. „Maschinen sollten auf unterschiedlichen Ebenen verstehen, was Menschen wollen“, sagt Klüwer – ganz egal, ob es um Fragen, Beschwerden oder Forderungen geht. Ihre KI kann selbst einschätzen, wie sicher sie sich ist, eine Anfrage richtig verstanden zu haben – und die Kunden von Parlamind können festlegen, ab welcher Sicherheit sie die Antwort sofort rausschickt und wann noch ein Mensch darauf schauen soll.

Viele Chatbots schauen laut Klüwer nur nach einzelnen Schlüsselwörtern. Die Modelle von Parlamind seien hingegen komplexer. Die Gründer programmieren keine Regeln, sie verlassen sich ganz auf die maschinelle Intelligenz: „Maschinen extrahieren sich das Wissen selbst.“ Vor der viel zitierten Blackbox hat Wolf keine Angst. „Hundertprozentig fehlerfrei ist das praktisch nie, aber auch kein Mensch ist perfekt.“ Auch eine falsche Rechtschreibung, fehlende Interpunktion und ähnliches bringt das System nicht durcheinander. Es ist auf diesen Spezialfall trainiert und dafür gut. 70 Kunden nutzen den Service bereits, 160.000 E-Mails schreibt das System pro Tag. Dass viele große Unternehmen nach wie vor Regeln programmieren, obwohl das eigentlich nicht mehr Stand der Technik ist, hat aus Klüwers Sicht historische Gründe. „Ich sehe in deutschen Unternehmen vor allem den Bedarf, besser zu verstehen, was KI eigentlich genau bedeutet“, sagt sie.

Doch daran mangelt es offensichtlich. Die Einstellung der etablierten Unternehmen zu KI erscheint schizophren: Auf die Frage „Glauben Sie, dass KI ganz viel Potenzial hat?“ antwortet der Großteil der Manager in der erwähnten 2b-Ahead-Studie mit Ja. Auch die Frage, ob KI künftig nicht nur Fachaufgaben übernehmen, sondern auch Entscheidungen treffen kann, bejahte die große Mehrheit. Selbst bei der Frage, ob KI in den kommenden fünf Jahren Führungsaufgaben übernehmen wird, stimmten noch 50 Prozent zu. „Wenn das eine belastbare Perspektive ist, dann muss ich mich doch fragen: Wie bereite ich mich darauf vor?“, sagt Michael Carl von 2b Ahead. Aber das geschieht kaum. Das Motto der Unternehmen scheint zu sein: KI ist wichtig, aber das hat mit mir nichts zu tun. Scheuen sie die Investition, die nötig ist, um sich mit der Technik genauer zu beschäftigen?

Denn wer KI nutzen will, der muss investieren. Einer, der das verstanden hat, ist Erik Pfannmöller. Der ehemalige Weltmeister im Kanu-Slalom gründete nach seinem sportlichen Karriereende und dem Abschluss der Business-School ein E-Commerce-Unternehmen. Schnell hatte es 70 Mitarbeiter, machte 20 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Pfannmöller verkaufte – und beschloss, sich in einen neuen Bereich zu wagen: „Jetzt will ich Hightech gründen“, sagte er sich. Nur: Wie geht das? Ein Jahr lang mietete er sich ein Büro allein zum Selbststudium, las alles, was er über künstliche Intelligenz finden konnte, besuchte jedes Webinar und jede Online-Schulung, büffelte Lehrbücher. „Ich habe 100 Stunden Videokurse gesehen, 100 Menschen zum Lunch getroffen, 1.000 Seiten im Mathebuch gelernt“, fasst er zusammen.

Erst als sich die Gespräche und Inhalte wiederholten, fand er sich reif fürs Gründen. So entstand Fredknows.it: ein Chatbot, der Probleme lösen will. Die künstliche Intelligenz stellt dem Nutzer systematisch Fragen, die er mit Ja oder Nein beantworten kann – so lange, bis sie die Antwort weiß. Pfannmöllers Kunden sind Unternehmen, die diesen Service an ihre Kunden weitergeben, beispielsweise Banken oder E-Commerce-Unternehmen. Dafür trainiert jedes Unternehmen den Chatbot selbst mit seinen Kundenfragen und -antworten. Aktuell liegt das System zu 72 Prozent richtig, vor falschen Antworten hat der Gründer keine Angst. „Unsere KI lernt mit jeder Frage und Antwort dazu“, sagt Pfannmöller. Das erspart es seinen Kunden, die Fragen am Telefon beantworten zu müssen, und erfreut deren Nutzer, die dann nicht mehr in der Warteschleife einer Telefonhotline hängen.

Wieso sind die großen Unternehmen also so zögerlich? „Die Großen haben mehr zu verlieren“, sagt er. Das führe häufig zu einer Risikovermeidungsstrategie. Doch langsam brechen die Barrieren in den Köpfen, beobachtet er: „Wir sind gerade in der Phase, in der alle Leute merken: Hey, das funktioniert ja wirklich!“ Aber von dort bis zur eigenen Adaption der Technologie ist es ein weiter Weg. Immer mal wieder wird Pfannmöller von Unternehmensberatungen eingeladen, die für große Konzerne arbeiten, die verstehen wollen, wie KI funktioniert. Er nennt das „Startup-Zoo“. Dass sich die Unternehmen nicht gut vorbereitet fühlen? „Selbst schuld, so etwas muss strategisch geplant werden – es genügt nicht, drei Blogartikel zu lesen.“

Laut der Leipziger 2b-Ahead-Studie sehen die Entscheider sogar ein, dass sie sich mehr mit der Technologie beschäftigen müssen, aber offenbar fühlen sie sich teilweise ausgebremst von der Trägheit großer Unternehmen. Zudem haben sie Sorgen, wie sie das den Mitarbeitern vermitteln sollen. „Wie bringe ich Teams bei, dass Technologie zum Teil bessere Entscheidungen trifft als ein erfahrener Kollege, der das seit 20 Jahren macht?“, fragt Michael Carl.

Kontrollverlust als Problem

Nicht zuletzt steckt hinter dem Zögern auch eine gesellschaftliche Debatte angesichts der Gefahren der künstlichen Intelligenz. Denn da die Algorithmen selbst lernen, können Menschen nicht jede Entscheidung nachvollziehen. Und was ist, wenn die KI falsch­­liegt? Für Carl ergibt sich daraus die Frage: „Wollen wir nur Technologie einsetzen, die wir auch kontrollieren können?“ Für die großen Unternehmen lautet die Antwort scheinbar: Ja. Zudem sei ein kurzfristiger Erfolg meist schneller zu haben, wenn das Einsatzgebiet möglichst eng begrenzt werde: „Um schnell viel Effekt zu erhalten, muss ich das Problem möglichst spitz halten und Regeln programmieren.“ Breite KI-Anwendungen hingegen gebe es noch kaum in der Praxis.

Der Berliner Christian Thurau versucht, das zu ändern. Sein Startup Twenty Billion Neurons will künstlicher Intelligenz die Welt erklären. Dafür lehrt es neuronale Netze zu erkennen, was in Videos geschieht. An sich eine große Aufgabe, denn es müssen nicht nur Bilder, sondern auch ein gewisser Sinn dahinter erkannt werden. „Man möchte verstehen: Was passiert da eigentlich?“, sagt Thurau. Die Gründer zerlegen das Problem in viele kleine lösbare Einheiten. Dafür beauftragen sie Crowdworker aus dem Netz, sich bei allerlei alltäglichen Handlungen zu filmen. „Wir haben das Label vorgegeben, beispielsweise: eine Tasse Kaffee trinken.“ Damit haben sie die klassische Herangehensweise auf den Kopf gestellt: Normalerweise suchen Forscher Videos und lassen sie von Menschen annotieren. Um derart um die Ecke denken zu können, braucht es vielleicht einfach ein Startup.

Dass die großen deutschen Konzerne eher zögerlich sind, wundert ihn. „Es müsste mehr laufen hierzulande, wenn man sieht, wie weit die Unternehmen in den USA schon sind.“ Dort scheint man mutiger und unbedarfter zu sein: Ähnlich wie die hiesigen Startups probieren dort auch die etablierten Unternehmen einfach mal aus – was sich eben auch in der ein oder anderen Panne niederschlägt wie bei der Google Bilderkennung. Deutsche Unternehmen signalisieren zwar Interesse und Thurau verhandelt auch mit den ersten Branchen. In der Automobilszene ist Gestenerkennung – wenn KI also die korrekte Interpretation räumlicher Daten durchführen soll – schließlich der erste Schritt hin zum autonomen Auto. Dennoch beobachtet er, dass Startups hierzulande weniger ernst genommen werden. Um die künstliche Intelligenz voranzubringen, stellt Twenty Billion Neurons deshalb einige seiner Datensätze öffentlich zu Forschungszwecken zur Verfügung.

Aber es geht nicht nur um die Technik. „Es mangelt auch an der kulturellen Bereitschaft zu akzeptieren, dass Ingenieure Software verkaufen“, sagt Investor Westerheide. Schließlich spielt am Ende weniger das Äußere eines autonomen Autos eine Rolle als vielmehr die Software, die es steuert. Das verlangt von den deutschen Großunternehmen ein radikales Umdenken, schließlich ist das ein ganz anderes Geschäftsmodell.  „Für KI muss man mutig sein, man kann nichts inkrementell verbessern.“ Die Hardware sei lediglich noch das trojanische Pferd, um die Software zu verkaufen. Die Software hingegen der Wertschöpfungstreiber. „Mir fallen nicht viele deutsche Unternehmen ein, die das verstanden haben.“

Künstliche Intelligenz werde am Ende alles bestimmen, ist Westerheide überzeugt: „Wo vorher 100 Arbeiter waren, werden künftig zehn eine KI steuern.“ Und natürlich wird am Ende jener gewinnen, der seine Prozesse am schnellsten umbaut. Doch genau das führt bei deutschen Angestellten kaum zu Euphorie: Viele haben die Angst, einer der 90 zu sein, die gehen müssen. Kein Wunder, dass große Unternehmen auch am inneren Widerstand scheitern: Eine große Umwälzung lässt sich nur durchsetzen, wenn diejenigen, die sie vorantreiben sollen, auch wirklich überzeugt sind davon. Doch wie ankommen gegen die Angst der Menschen, durch eine KI ersetzt zu werden?

Vielleicht lohnt es, die Perspektive zu wechseln. „Ich hasse es, dass Menschen arbeiten müssen“, sagt Westerheide. „Wir existieren doch nicht nur, um die Produktivität unseres Chefs zu erhöhen, das kann doch nicht der Sinn sein.“ Eine Gesellschaft, in der alle weniger arbeiten müssen, weil die Automatisierung die Produktivität erhöht, ist eine schöne Utopie. Man müsste nur dafür sorgen, dass alle davon profitieren und nicht nur die Manager der Großkonzerne.

Vielleicht ist künstliche Intelligenz aber tatsächlich noch nicht bereit für den produktiven Einsatz in allen Branchen. Ihre Schwächen sind nicht zu übersehen: Die modernen ­Algorithmen sind zwar super darin, Muster in großen Mengen un­strukturierter Daten zu finden, und werden täglich besser darin. Aber manche Studien wie jene, laut derer man die Persönlichkeit ­eines ­Facebooks-Nutzers anhand weniger Klicks berechnen kann und Empörungswellen nach sich ziehen, zeigen bei genauerem Hinsehen keine besonders hohe Genauigkeit. Forscher sorgen sich zudem, weil der Weg, wie eine künstliche Intelligenz zu ihrer Entscheidung gelangt, nicht nachvollzogen werden kann. Manchmal kommen die Algorithmen zu Schlüssen, die Menschen überraschen. Und das kann alles sein: von peinlich – wie der Vorfall mit der Google-Bilderkennung, die dunkelhäutige Menschen zu Gorillas erklärte – bis hin zu gefährlich, wenn man etwa an autonome Autos oder den militärischen Einsatz von Drohnen denkt. Wenn sich die KI da irrt, kann es zu brenzligen Situationen kommen.

30 Nov 11:14

Skype für Windows 10 bekommt einen Hauch Fluent Design

by Albert Jelica

Microsoft hat heute ein Update für Skype für Windows 10 veröffentlicht, welches aktuell lediglich an Windows Insider im Fast Ring verteilt wird.

Es handelt sich hierbei um ein eher kleineres Update, welches Skype für Windows 10 zumindest in Sachen Design auf den aktuellen Stand bringt. Das Menü mit den Kontakten auf der linken Seite weist nun eine leichte Transparenz auf und lässt die Fenster dahinter etwas durchscheinen. Mehr ist es auch schon nicht.

Nachdem Skype für Windows 10 bereits seit Wochen nur noch kleinere Aktualisierungen bekommt, stellt sich die Frage, ob die „nächste Generation von Skype“ jemals Windows 10 erreichen wird. Die iOS- und Android-Versionen haben einerseits zahlreiche neue Funktionen erhalten, darunter das Senden von Geld an Freunde mittels PayPal, andererseits auch ein komplett überarbeitetes Design. Davon fehlt unter Windows 10 weiterhin jede Spur.

Skype (Kostenlos, Windows Store) →

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30 Nov 11:14

Deep Speech und Common Voice: Mozilla bringt freie Spracherkennung für alle

Mit Deep Speech steht ein erstes freies Modell zur Spracherkennung von Mozilla bereit. Parallel dazu sammelt Mozilla mit Common Voice die Sprachdaten dafür und stellt diese ebenfalls frei zu Verfügung. Golem.de hat mit den Verantwortlichen der beiden Projekte gesprochen. Von Sebastian Grüner (Mozilla, Spracherkennung)
30 Nov 11:14

Netztest Österreich & Schweiz: Besserer Ausbau als in Deutschland

connect-Netztest auch in Österreich und der SchweizNeben Deutschland hat connect auch die Mobilfunknetze in Österreich und der Schweiz einem ausführlichen Test unterzogen. Wir haben uns die Ergebnisse einmal angesehen.
30 Nov 10:23

Repair file sharing after Security Update 2017-001 for macOS High Sierra 10.13.1

30 Nov 09:42

Workshop: Alexa kann Helligkeitsprobleme mit Hue-Lampen umgehen

Es ist nervig, wenn sich eine dimmbare Lampe mit einer viel zu geringen Helligkeit einschaltet. Das kann passieren, wenn Hue-Lampen über digitale Assistenten wie Alexa oder Google Assistant mit Sprachsteuerung bedient werden. Zumindest für Alexa gibt es einen Kniff. Von Ingo Pakalski (Hue, Amazon)
30 Nov 09:42

Liebesgrüße aus Moskau – Vom Ausland unterstützte Umweltgruppen fallen unter Spionageverdacht

by Andreas Demmig

Fast 30 Umwelt-Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sind damit gezwungen, der Regierung Berichte [über ihre Tätigkeiten, finanzielle und sonstige Unterstützungen und Kontakte] zu übermitteln. Bei  Nichteinhaltung sind Bußgelder fällig, stellte HRW fest. Von 29 Gruppen sind nun nur vier davon noch aktiv, während die übrigen nicht erreichbar sind oder nicht antworten wollen.

„Die Regierung hat eine administrative Struktur geschaffen, um Umweltorganisationen und Aktivisten zu delegitimieren und sie effektiv als antirussische Spione aussehen zu lassen“, sagte Richard Pearshouse, stellvertretender Umweltdirektor bei HRW, den Reportern über das Gesetz, das für jede Organisation gilt, die Hilfe aus dem Ausland für politische Aktivitäten erhält.

Einige der angegriffenen Gruppen argumentieren, dass die Verhängung von Geldstrafen und Genehmigungen es unmöglich macht, im Land präsent zu bleiben.

Bellona Murmansk, eine norwegisch unterstützte NGO, wurde wegen des Engagements von „Öko-Tagen“ bei Studenten-Sommerlager, zu einer Geldstrafe von 850 US-Dollar verurteilt. Diese Organisation wurde im Oktober 2015 geschlossen, weil sie nicht in der Lage waren, eine weitere Geldstrafe in Höhe von $ 5.000 zu zahlen.

„Vor der Ausweisung arbeiteten wir aktiv mit staatlichen Institutionen zusammen, einschließlich Schulen und öffentlichen Bibliotheken“, sagte der ehemalige Leiter von Bellona Murmansk, Andrey Zolotkov, den Mitgliedern von HRW. „Sowie wir das Label ‚Foreign Agent‘ erhalten hatten, sagten uns viele Kontakte in der Regierung, dass eine weitere Zusammenarbeit unmöglich sei.“

Spione; wuestenfux_pixelio.de

[[ de.wikipedia

Die Bellona-Stiftung ist eine internationale Umweltschutzorganisation mit Hauptsitz in Oslo. Sie hat Büros in Brüssel, bei der EU und in Washington, D.C. In Sankt Petersburg gibt es eine eigenständige Organisation.

Hauptziele sind nach der Satzung, für eine Förderung des ökologischen Verständnisses zu arbeiten sowie für den Schutz von Natur, Umwelt und Gesundheit aktiv einzutreten. Schwerpunkte sind die Gefährdungen durch die Atomenergie, Erdöl und Erdgas, der Klimawandel, die Ressourcen von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz.

Bellona Murmansk als russische NGO aufgelöst

… hat der Leiter von Bellona Murmansk Andrey Zolotkov bestätigt, dass die Gruppe aufhören wird, als NGO zu operieren. Der Prozess der Kündigung begann bereits im April, als die Gruppe zu 50.000 Rubel Geldstrafe verurteilt wurde, weil sie sich nach dem russischen Gesetz über NGOs von 2012 nicht als ausländischer Agent registrieren ließ.  …]]

Berichte, dass Russland die öffentlichen Kampagnen von verschiedenen Umweltgruppen einschränkt, kamen hoch, obwohl das Land Präsident Donald Trump ständig kritisiert, weil dieser das Klimaabkommen von Paris verlassen hat.

Der Sprecher des Kremls, Dmitri Peskow, sagte Reportern während einer Telefonkonferenz am Anfang dieses Jahres, dass das Abkommen zahnlos sei, wenn die USA ihren Anteil des Abkommens nicht aufrechterhalten würden.

„Präsident Putin hat diese Konvention in Paris unterzeichnet. Russland misst ihm große Bedeutung bei „, sagte Peskov im Januar, kurz bevor Trump die Aufkündigung von Paris verlauten ließ. „Gleichzeitig ist es selbstverständlich, dass die Effektivität dieser Konvention ohne ihre wichtigsten Teilnehmer reduziert wird.“

Gefunden auf The Daily Caller vom 22.11.2017

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2017/11/22/report-russia-uses-anti-spying-legislation-to-shut-down-subversive-enviro-groups/

 

30 Nov 09:28

Google faces legal action in UK over data collection on iPhones