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19.4.2014
Heute kauften wir eine neue Klobrille – das mit der Klobrille und mir ist eine längere Geschichte, länger meint: Jahre – die sich überraschenderweise unkompliziert auf die alte Halterung aufstecken ließ. Jedoch weiß ich aus Erfahrung: die alte Halterung sich irgendwann lösen, und zwar ungefähr genau dann, wenn ich vergessen habe, wie man die neue Halterung befestigt. Wie das geht ist auf der Rückseite der Klobrillenverpackung vermerkt, die ich aber nicht aufbewahren möchte.
Ich habe deshalb die Rückseite der Verpackung abfotografiert und das Bild plus die Information, wo ich das neue Befestigungsset hingepackt habe, an alle meine E-Mail-Adressen (jedenfalls an all die, die mir eingefallen sind) geschickt und mit dem Betreff “Klobrille Toilette Sitz Schrauben Befestigung” versehen. Das bedeutet: außer, das Internet wird abgeschafft (und dann habe ich größere Probleme als einen lockeren Klositz), werde ich diese Information, wann immer ich sie benötige, auffinden können!
Ich fühle mich gerade sehr schlau.
(Novemberregen)
Kommunalwahlkampf der PARTEI
LOL!
(via schwachgetränkesortiermanufaktur)-=daMax=-, Apr 20, 2014. |
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Abgelegt unter: Spaß, The power game
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R.I.P. Rosi
Alle Kinder wollen Haustiere. Natürlich auch meine.
Es gibt da nur ein Problem: Ich hasse Haustiere.
Das hat unzählige Gründe. Der Dreck (an den Pfoten, die Haare, die ausfallen, die Ausscheidungen), der Gestank (der nasse Hund, das Katzenklo, der Hasenstall, das Futter), die eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten (wohin mit dem Tier, wenn wir in den Urlaub fahren), die Streitpotenziale (wer geht mit dem Hund? Wer füttert die Meerschweinchen?), die Kosten (Ausstattung! Tierarzt! Nahrung!) und nicht zu letzt: Am Ende hat man das Vieh eben doch lieb und dann stirbt es irgendwann und alle sind fix und fertig mit den Nerven.
Meine Ansage diesbezüglich war also immer sehr klar. So lange wir keinen Bauernhof haben, haben wir keine Tiere.
- Einen Hund vielleicht?
- Nein.
- Einen kleinen Hund?
- Nein.
- Katze?
- Nein.
- Hasen?
- Nein.
- Meerschweinchen?
- Nein.
- Hamster, Mäuse, Ratte?
- Nein.
- Vögel?
- NEIN!
- Ok, Schildkröte?
- Nein. Himmelherrgott! Ihr habt doch eure Geschwister. Spielt mit denen.
Letztendlich kann ich nicht rekonstruieren wie es dazu kam, aber ich stand irgendwann mal mit den Kindern in einem Zoofachgeschäft. Sie streunten durch den Laden, ich sah wie sie hinter einem Regal verschwanden. Es sah so aus, als ob sie etwas miteinander beraten würden. Dann kam Kind 2.0 festen Schrittes auf mich zu: “Mama, wir haben da eine Frage!” Die Geschwisterkinder nickten und machten ernste Gesichter.
- Ja, bitte?
- Du magst Haustiere nicht, weil sie teuer sind, weil sie Dreck machen, sich immer einer kümmern muss, richtig?
- Das ist korrekt
- Ok, wir hätten gerne eine Wasserschnecke.
Kind 2.0 zog mich zu einem der Aquarien. Gelbe Apfelschnecke stand da: 1,20 Euro/Stck.
- Hm, sagte ich
- Sie machen keine Arbeit. Das Kind schnappte sich einen der Mitarbeiter.
- Brauchen Wasserschnecken ein Aquarium?
- Nein.
- Hm, sagte ich.
Der Mitarbeiter schwärmte mir vor, wie pflegeleicht Wasserschnecken sind. Sie brauchen eigentlich kein sauerstoffangereichertes Wasser. Ein paar Algen, dann müssen sie auch nicht gefüttert werden. Etc. etc.
Um es abzukürzen, ich habe eingewilligt. Wir kauften zwei Schnecken. Eine gestreifte und eine gelbe und drei Wasserpflanzen. Die Kinder zahlten mit ihrem Taschengeld.
Zuhause füllte ich in eine große, rechteckige Glasvase Wasser und schmiss Pflanzen und Schnecken rein.
Sie sanken auf den Boden.
- Sie sollen Rosi und Zenta heißen!
- Jaja, sagte ich und ging in die Küche um zu kochen.
Als ich eine Stunde später den Tisch deckte und nach den Schnecken schaute, lag Zenta die Zebraschnecke immer noch eingerollt auf dem Boden. Rosi hingegen war an die Wasseroberfläche gerobbt.
Zwei Tage später hatte sich das Bild nicht geändert. Rosi oben, Zenta eingerollt unten.
In mir keimte ein schrecklicher Verdacht. Zenta war auf mysteriöse weise verstorben. Warum Rosi als Wasserschnecke aber unter allen Umständen dem Wasser entkommen wollte, war mir ein Rätsel.
Ich googelte “Apfelschnecke an Wasseroberfläche” und bekam meine Antwort. Apfelschnecken haben Lungen und Kiemen. Wenn das Wasser zu wenig Sauerstoff hat, kommen sie an die Wasseroberfläche, um dort über ihre Lungen zu atmen.
Auch sonst stimmte rein gar nichts von dem was der Zooladenmitarbeiter mir gesagt hatte. Wasserschnecken haben komplexe Bedürfnisse, wollen gefüttert werden, mögen Sauerstoff im Wasser und sind auch ansonsten so kompliziert wie jedes x-beliebige andere Haustier.
Nachdem am fünften Tag Zenta noch so aussah wie am ersten Tag, erklärte ich sie für tot. Die jüngeren Kinder heulten Rotz und Wasser. Zenta! Zanta! Die wunderbare Zebraschnecke! Sie war tot! Tot! Tot!
Wir mussten sie beerdigen und ein Grab basteln und man verlangte von mir eine mitfühlende Rede. Es war grauenhaft. Ich kannte Zenta doch gar nicht. Wie sollte ich meine Worte wählen, wenn ich doch gar nichts über sie wußte?
Um Rosi machten wir uns auch große Sorgen. Sie saß da am oberen Rand der Glasvase, war einsam, vermutlich hungrig und atmete lautlos durch ihre Lungen.
Da der Kindergarten ein Aquarium hat, haben wir sie am nächsten Morgen in den Kindergarten gebracht.
Alle Kinder waren fröhlich!
Am übernächsten Morgen war Rosi verschwunden. Genau genommen war Rosis Schneckenhaus noch da, nur der Fleischteil von Rosi war fort. Einer der Fische sah etwas dicker und zufriedener aus als sonst.
Als wäre das nicht genug, hat Rosi beim Wasserwechsel kurz vor ihrem Dahinscheiden noch mal ordentlich abgelaicht. (Wie sagt man da bei Schnecken? Abgeschneckt?) Sie gebar mehrere Dutzend gelbe Minischneckchen, die wiederum mehrere Duzend Minischnecken gebaren, die ihrerseits …
Das war vor einem Jahr. Seitdem werden wir nicht Herr über die Schneckenplage im Aquarium. Selbst die Fische haben aufgegeben die Schnecken zu fressen. Es sind einfach zu viele.
Und das liebe Kinder ist, warum ich ab jetzt WIRKLICH NIE MEHR EIN HAUSTIER MÖCHTE.
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Fünf Filmfreunde in neu
Die Fünf Filmfreunde

Wie fängt man am Besten einen Artikel wie diesen an? Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung, also lege ich gleich los:
Es tut uns leid, dass wir die letzten Wochen so schweigsam waren und nichts gebloggt haben. Aber nicht nur in den letzten Wochen war es still, in dem letzten Jahr hatten wir mit großen technischen Herausforderungen zu kämpfen, die stellenweise das Bloggen schwierig bis unmöglich machten. Und wie das so ist, verändert sich das eigene Verhalten gegenüber dem Projekt, das einem eigentlich so am Herzen liegt. Wir hätten schneller die Probleme aus der Welt schieben können, wenn wir uns mehr angestrengt hätten. Das ist uns klar. Aber andererseits sind wir fünf verschiedene Menschen, die fünf verschiedene Leben leben und es ist manchmal eben nicht einfach diese Leben unter einem Dach zu vereinen.
Jetzt ist alles neu. Aber auch wirklich alles. Am Besten fange ich mit dem Offensichtlichen an: Wir haben das erste große Redesign seit unserem Bestehen hinter uns. Das ist sicherlich sehr gewöhnungsbedürftig, aber es ist eine bewusste Entscheidung. Sollte euch das Magazin nicht gefallen, dann könnt ihr den gewohnten Bloglook auch einfach über den Navigationspunkt Aktuelle Beiträge verwenden. Ihr könnt euch vorstellen, dass es vor allen Dingen nicht einfach ist fünf Meinungen unter einem Hut zu bringen, aber dazu gleich mehr.
Wir werden an dem Design weiter arbeiten. Es ist nicht perfekt, aber es ist ein Anfang. Für uns ist es auch gewöhnungsbedürftig und wir haben noch viel Arbeit vor uns. Allerdings sind wir sehr zuversichtlich, dass die Entwicklung in den nächsten Wochen nur zum Besten sind.
Kommen wir zu der größten Änderung von allem. Die Änderung, die letztendlich die schwerste von allen ist.
Wir sind jetzt für eine gewisse Zeit nur vier Filmfreunde, weil René sich dazu entschieden hat aus dem Projekt auszusteigen. Nein, es gab keinen Streit. Es war ganz alleine seine Entscheidung und die hat er sich seit Monaten gut durchdacht.
Das erste Mal erzählte er uns im Herbst davon und wir waren mehr als erstaunt über diese Entscheidung. Immerhin ist René einer der Filmfreunde-Urgesteine. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie wir vor vielen Jahren gemeinsam von einem Konzert nachhause fuhren und uns darüber beklagten, dass es keine guten Filmblogs in Deutschland gibt. Ich werde den Moment nicht vergessen, als wir uns ansahen und genau wussten was jetzt passieren musste. René sprach es zuerst aus: “Dann machen wir es eben selber. Wir machen das beste Filmblog der Welt!”
Wer René kennt, weiß, dass er nichts darunter macht. Wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann zieht er es durch. Natürlich gab es Reibereien, weil wir nach kurzer Zeit eben fünf grundsätzlich verschiedene Menschen waren, die jeder eine andere Vision für das Filmfreunde Projekt hatte. Aber wir hatten alle gemeinsam, dass wir die Liebe zum Film teilen wollten.
René wird ohne Frage fehlen und wir möchten uns auch auf diesem Wege bei ihm für die vergangenen Jahre bedanken. Wir werden bald wieder fünf sein, aber René kann niemals ersetzt werden.
In diesem Sinne hoffen wir, dass ihr uns verzeiht, dass wir so lange so nachlässig waren. Wir geloben Besserung und versprechen euch weiterhin mit Mainstreamarthousecomictrailerpostergedöns zu nerven.
Und jetzt: Gruppenkuscheln!
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