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Batkid – Superheld für einen Tag
Make-A-Wish foundation grants 5-year-old Miles wish to become Batman. Turning San Francisco into Gotham City, Miles shows the community just how strong of a fighter he is. After being diagnosed at 20 months-old with Leukemia, Miles has beat cancer and is now in remission. To see more photos and stories from batkids day in Gotham City… check out sfgate.com/batkid/
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Hoeneß ruft im Fernsehen an
Am kommenden Sonntag wird der »Doppelpass« 750. Also nicht Jörg Wontorra, nein, die Sendung feiert ihre 750. Ausgabe. Dazu gibt es jetzt schon den einen oder anderen Videoschnipsel aus der Vergangenheit: Hier ruft Uli Hoeneß in der Sendung an und beschwert sich über die Beurteilung von Daums Kokserei. In den gängigen Argumentationspraktiken dieser Tage würde es wahrscheinlich heißen, das alles sei »reine Privatsache« von Christoph Daum gewesen.
Hannoveraner Zirkusspiele
Es geht um 753,90 Euro und den Vorwurf der Vorteilsnahme. Für die Verhandlung gegen Ex-Präsident Christian Wulff hat das Landgericht Hannover schon mal 22 Verhandlungstage reserviert; 46 Personen stehen bislang auf der Zeugenliste. Der heutige Prozessauftakt lässt ein Spektakel erwarten, das seinesgleichen sucht. Am Ende wird vor allem eines leiden – das Bild von unserer Justiz.
22 Verhandlungstage, das bekommen normalerweise Mörder, Serienvergewaltiger, Mafiosi und Wirtschaftskriminelle der gerisseneren Sorte. Aber nicht Angeklagte, denen zur Last gelegt wird, sie hätten sich für 753,90 Euro kaufen lassen. Solche Verfahren landen, wenn überhaupt, vor dem Richter am Amtsgericht. Der erledigt das, auch wenn er Zeugen befragen muss, in einem Zeitraum von zwei Stunden. Und wenn er den Beteiligten eine großzügige Mittagspause gewährt, dann längstens an einem Tag.
Dieses Verfahren erweckt den Eindruck, als sei die Causa Christian Wulff noch ganz am Anfang. Als Vorwürfe ohne Ende auf ihn einprasselten und der Eindruck entstehen konnte, Wulff sei ein bis ins Mark korruptes Arschloch. Das allerdings ist offensichtlich nicht der Fall. Obwohl sich die Staatsanwaltschaft über etliche Monate mühte, die Vorwürfe in konkrete Straftaten umzumünzen, zerbröselte der Tatverdacht. Das räumen die Staatsanwälte auch selbst ein.
Es blieben nur die 753,90 Euro. Keineswegs Geld, das Wulff in bar angenommen hat. Sondern Kosten für Hotel und Oktoberfest, die ein Unternehmerfreund übernommen haben soll, dem sich Wulff dann später mit einem Empfehlungsschreiben erkenntlich gezeigt haben soll.
Das klingt sicher nicht appetitlich, aber hier haben sich die Strafverfolger – wieso auch immer – durch die Person des Beschuldigten den Blick vernebeln lassen. Selbst wenn das mit den 753,90 Euro stimmt, dann hätten sie Christian Wulff spätestens zu diesem Zeitpunkt behandeln müssen wie jeden anderen Menschen, der bislang nicht als Gesetzesbrecher aufgefallen ist. Eine Einstellung des Verfahrens hätte hier nahegelegen, und zwar eine wegen geringer Schuld. Diese Einstellung kann die Staatsanwaltschaft auch selbst aussprechen, so lange keine Anklage erhoben war. Wulff hätte also gar nicht zustimmen müssen.
Stattdessen kam das Angebot an Wulff, die Sache gegen Zahlung von 20.000 Euro einzustellen. An diesem Vorschlag zeigt sich, wie wenig die Ermittler offenbar von ihren hochfliegenden Träumen, einen großen Fisch geangelt zu haben, Abstand nehmen konnten. 20.000 Euro sind, ich spreche aus Erfahrung, eine realistische Summe für weit gravierendere Vorwürfe, aber nicht für ein mögliches Delikt in dieser Dimension.
Dabei hätte es für eine Einstellung wegen geringer Schuld keinerlei großer Verrenkungen bedurft. Die mögliche Tat ist nicht sonderlich schwer. Der Beschuldigte Wulff hat über die Sache ein nicht unattraktives Amt verloren, seine Ehe ging darüber in die Brüche und die psychische Belastung des Ermittlungsverfahrens war enorm. Alles Dinge, die für eine Einstellung sprechen.
Dagegen können die Staatsanwälte als einziges gesetzliches Kriterium nur anführen, der Einstellung stehe das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung entgegen. Da stellt sich allerdings die Frage, wer dann das öffentliche Interesse definiert. Der Stammtisch ist es sicher nicht.
Nun müssen wir abwarten und zuschauen, wie die Hannoveraner Zirkusspiele enden. Am Ende wird es auf jeden Fall nur Verlierer geben.
Mentoria Hutchinson, die tanzende Verkehrspolizistin von New York
GSEs gibt also doch noch nette Amis!
Mentoria Hutchinson ist 62 Jahre alt. Seit vier Jahrzehnten regelt sie nun schon den Verkehr in New York. Seit langer Zeit mit einem Lächeln im Gesicht, einem Schütteln ihrer Schultern und einem Wackeln ihrer Hüfte. Allerdings das ursprünglich nicht um Freude zu verbreiten. Nachdem sie angefahren wurde, nahm ihr das Tanzen die Angst davor, wieder auf die Straße zu gehen.
“When you get the people’s attention, you can basically get them to do anything,” said Ms. Hutchinson, 62, a traffic enforcement agent in Manhattan who, instead of shouts or whistles, uses dance moves to get drivers’ attention.
“I’ve never seen anyone dance and be mad,” she said one recent weekday morning at her post, directing traffic coming off the Ed Koch Queensboro Bridge.
Vielleicht sollten die Damen und Herren vom hiesigen Ordnungsamt bei der Dame mal eine Weiterbildung, wobei Knöllchen verteilen jetzt auch nicht freundlicher wirkt, wenn man das tanzend tut.
(Direktlink, via Like Cool)
Fünfjähriger Geographie-Crack zu Gast bei Jimmy Kimmel
GSKlugscheisser.

Keine Ahnung wie es um mein Geographie-Wissen im Alter von 5 Jahren so stand. Vermutlich hatte man mir bereits irgendwie klar gemacht, dass ich aus einem Land namens Deutschland komme, und wir im Urlaub in ab und an in andere Länder fahren. Arden Hayes hingegen weiß nicht nur wie jedes Land der Welt aussieht und die entsprechende Hauptstadt heißt, er kennt auch die richtige Aussprache. Das alles spult er locker flockig im Gespräch mit Jimmy Kimmel runter, als ob er tagtäglich in irgendwelchen Talkshows sitzt.
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Tüte?
GSGut gemacht!!
Die bei Edeka haben alles was man braucht. Aber diese Kiffer-Reklame ist doch fake, oder? Angeblich lief der Spot im Kino.
via DrLima
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Schokolade ist Salat

Logisch, oder?
via DrLima
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Tor des Monats: U9 Knirps macht Tricks wie ein ganz Großer
GSNoch Fragen?

Grandiose Hütte im Derby der Unter-9-Jährigen zwischen dem 1. FC Köln und Bayer 04 Leverkusen. Der Knirps am Ball vernascht eiskalt die gegnerische Abwehr und semmelt das Ding ins Netz. Sehen wir hier den neuen Messi?
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Christoph Waltz: “Ich riech’ das förmlich, dass Du das Zeug dazu hast mal ein ganz Großer zu werden.”: Christoph Waltz wurde laut Christoph Waltz hierzulande lange unterschätzt. Da musste erst ein Tarantino kommen, um ihm zu Weltruhm zu...
Tutorial: How To Death Metal
GSAch. So einfach ist das also.
Super Quest zeigt uns wie man ganz schnell zum Death Metal Gitarristen wird.
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Ein eigenes Metal Mobile WC für 150,- Euro auf dem Wacken Open Air: Okay, das Verrichten der großen Notdurft auf einem Dixie Klo macht keinen Spaß. Bei gefühlter Innenraumtemperatur von 50°C macht es...
Death Cab For Cutie – “Codes And Keys” im Albumstream: NPR hat das komplette Album von Death Cab For Cutie als Stream: “Codes And Keys”. via Like Testspiel.de auf Facebook:...
Der Bayerische Rundfunk warnt: Heavy Metal und Punk sind gefährlich
GSUnglaublich. Hätte ich das vorher gewusst...
Ein Wunder, dass wir nicht alle kriminell wurden oder längst tot sind, ein Wunder!
Nach dem wir gestern in völliger Verantwortungslosigkeit ein Heavy Metal Video gepostet haben, möchten wir schnellst möglich folgende Warnhinweise hinterherschieben, die der Bayerische Rundfunk für uns zusammengestellt hat. Die Redakteure scheinen 1990 tatsächlich geglaubt zu haben, dass Heavy Metal und Punk eine Welle von Gewalt, Morden und Sex-Orgien nach sich ziehen werden. Heute würde man den Beitrag wohl eher als Satire einstufen. Außerdem: Volksmusik ist auch Folter!
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“Heavy Metal bestimmt die Charts”: Heute erscheint “Death Magnetic”, das neue Album von Metallica (Albumstream). Passend hierzu der interessante Deutschlandfunk – Corso Beitrag “Heavy Metal...
White Rabbits – “Heavy Metal” live @ Fallon: Eine Band, die ich hier schon ein, zwei Mal brachte. Ich denke, das Album Milk Famous ist meins. Und die...
Martin Sonneborn ist eine Bank

Martin Sonneborn führt ein Interview mit einem Deutsche Bank Mitarbeiter. Netterweise hatte ihm die Bank die Interviewfragen und Antworten bereits vorformulliert. Eine Steilvorlage für Sonneborn.
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Super Spot, nur leider für eine Bank: Im dänischen TV lief dieser Spot mit bewegenden Bilder. Gleich in der ersten Szene sehen wir einen Demonstranten der einen...
Anlässlich der Wahl in Sachsen-Anhalt: Martin Sonneborn interviewt Hans Püschel von der NPD: Unter Hochspannung verfolge ich aus dem spanischem Exil den Wahlkampf in Sachsen Anhalt. Martin Sonneborn macht sich ein Bild von...
Der Herr im Haus
GSWitzig!
Bei einem auswärtigen Verhandlungstermin geriet ich vor einigen Tagen mal wieder an einen Richter der kernigen Sorte.
Zunächst hatte er Probleme damit, dass ich für mein Notebook die Stromversorgung des Gerichts in Anspruch nehmen wollte. Da es an meinem Platz keine Steckdose gab, musste ich das Netzkabel schräg hinter mir in die Wandsteckdose stöpseln. Das Kabel lag deshalb quer über den Gang, den der Richter und seine Protokollführerin begehen mussten, um zu ihren erhöhten Plätzen an der Saalfront zu gelangen.
„Das birgt aber erhebliche Stolpergefahr“, maulte der Vorsitzende. „Viel Durchgangsverkehr scheint es aber nicht zu geben“, erwiderte ich. Die Protokollführerin seufzte und verdrehte die Augen. Offensichtlich kannte sie das Ritual.
Der Richter aber meinte es ernst. „Das kann ich so nicht akzeptieren“, sagte er. „Schließlich bin ich für die Sicherheit im Saal verantwortlich.“ Ich erlaubte mir eine kleine Korrektur. „Sie sind nicht für die Sicherheit in diesem Saal verantwortlich. Das ist Aufgabe des Gerichtspräsidenten und der ihm unterstehenden Gerichtsverwaltung.“
Aber der Vorsitzende blieb hart. Er berief sich auf seine „Sitzungsgewalt“. Nun ja. ich gab nach. „Ich habe natürlich keine Probleme damit, mein Notebook erst mal über den Akku zu betreiben. Aber wenn der Akku leer ist, brauche ich eine Unterbrechung. Der Akku lädt schon anderthalb, zwei Stunden.“ „Und ohne Computer geht es nicht?“ „Nein, es geht nicht. Ich habe die gesamte Verfahrensakte auf dem Laptop. Meine Rechtsprechungsdatenbank. Und wie Sie vielleicht schon gemerkt haben, schreibe ich auch die allermeisten Notizen gleich in den Computer.“
Es ging noch ein wenig hin und her. Unter anderem philosophierte der Richter darüber, dass ich ja auch genügend Ersatzakkus mitbringen könnte, um einen „ganztägigen Betrieb“ meines Computers sicherzustellen. Letztlich wollte er sich die absehbare Aufladepause aber nicht antun. Das Problem Netzkabel schien plötzlich auf null geschrumpft.
Wir hatten allerdings schon mal ordentlich Zeit verpulvert. Aber es ging gleich munter weiter. Ich hatte gleich zu Beginn der eigentlichen Verhandlung meinem Mandanten dezent was zugeflüstert, als der Staatsanwalt eine Erklärung abgab. Auch das passte dem Richter nicht. „Bitte reden Sie nicht dazwischen, das Wort erteile nur ich.“
Diese Situation kommt bei Richtern schon mal vor, die extrem auf die Lufthoheit in ihrem Sitzungssaal achten. Ich war also mental vorbereitet. „Ich bin hier nicht nur Staffage“, sagte ich. „Ich muss meinen Mandanten in jeder Phase des Verfahrens beraten und mit ihm kommunizieren. Wenn mäßiges Flüstern schon stört, muss ich halt jedes Mal eine Unterbrechung beantragen, sobald ich mit meinem Mandanten sprechen muss. Oder er mit mir.“
„Dann tun sie das doch“, knurrte der Richter. Ich wartete also etwa 30 Sekunden, dann meldete ich mich. „Ich bitte um eine Unterbrechung, weil ich etwas mit meinem Mandanten besprechen muss.“ „Was ist denn so eilig, Herr Verteidiger?“ „Herr Vorsitzender, das darf ich Ihnen nicht sagen. Ich unterliege dem Anwaltsgeheimnis.“
Er schaute nicht erfreut, gewährte aber die Unterbrechung. Ich ging mit meinem Mandanten raus, klärte den offenen Punkt. Wir kamen wieder zurück. Die Verhandlung ging weiter. Nach ein paar Minuten Zeugenvernehmung stupste mein Mandant mich an. „Wir brauchen eine Unterbrechung“, sagte ich. „Es gibt leider schon wieder was zu besprechen.“
Das Spiel wiederholten wir noch einige Male. Ich ging eigentlich davon aus, dass dem Richter irgendwann der Kragen platzt. Für den Fall feilte ich schon in Gedanken am Befangenheitsantrag, der dann fällig war.
Allerdings drehte sich nach der vierten oder fünften Besprechungspause der Wind. „Wenn Sie was zu diskutieren haben, tun sie das halt“, sagte der Richter. „Aber bitte leise.“ Er meinte damit offensichtlich so leise wie zu Beginn der Veranstaltung.
Die Protokollführerin schaute enttäuscht. In einer der Unterbrechungen hatte sie mir erzählt, dass sie die unverhofften Zigarettenpausen schätzt. „Er ist manchmal etwas bärbeißig, unser Vorsitzender“, vertraute sie außerdem mir an. „Aber als Jurist ist er wirklich brauchbar.“
Den Eindruck hatte ich ebenfalls. Natürlich auch, weil am Ende für meinen Mandanten ein Freispruch stand. Im Zweifel komme ich also gerne mal wieder.
Das waren noch Preisausschreiben... (1970)
GSCool. Ich mag diese alten Autos wirklich gerne.
"Bild" feuert Büskens
Es war eine ziemlich klare Ansage, die "Bild" da am vergangenen Samstag gemacht hat:
"Nach BILD-Informationen", hieß es dort, werde Mike Büskens nicht weiter als Trainer von Fortuna Düsseldorf arbeiten. Oder anders gesagt:
Fortunas Manager Wolf Werner sagte zwar gleich, dies sei "eine Falschmeldung, die mir die Zornesröte ins Gesicht treibt", doch das ignorierte die "Bild am Sonntag" einfach mal, als sie tags darauf ebenfalls berichtete, die Entlassung sei "längst beschlossen". Auch über den Ablauf des Rauswurfs wusste die "BamS" genau Bescheid:
Mitte der Woche soll die Trennung vom gebürtigen Düsseldorfer vollzogen sein.
Inzwischen haben wir Mitte der Woche. Und siehe da: Fortuna Düsseldorf hat tatsächlich eine Entscheidung bekannt gegeben. Allerdings nicht ganz so, wie "Bild" vorhergesagt hat:
Vorstand und Aufsichtsrat von Fortuna Düsseldorf haben am Dienstagabend in einer gemeinsamen Sitzung die aktuelle sportliche Situation des Vereins intensiv erörtert. Die Gremien sind übereinstimmend zu dem Ergebnis gekommen, dass sie von der Arbeit von Mike Büskens weiterhin überzeugt sind und er Cheftrainer von Fortuna Düsseldorf bleibt.
Mit Dank an Tim, Toby J. und Bernd J.
Merkel und die Medien
Die Kanzlerin warnt vor einer Kostenexplosion bei den Energiepreisen. Das ist an sich keine Hammer-Nachricht. Weil sich aber Angela Merkel seit Wochen nicht mehr zu innenpolitischen Fragen geäußert hat, wird sie von den Medien aufgesogen wie Nektar. Gut, kann man sagen, was sollen die Medien machen, wenn sie über die Koalitionsverhandlungen zur Energiewende berichten. Da passt der Satz ganz gut hinein.
Die Sache hat nur einen Haken: der Satz stammt aus dem wöchentlichen Video-Podcast der Kanzlerin, einem Propaganda-Instrument der Bundesregierung. Die Kanzlerin ist damit wieder einen Schritt weiter gekommen bei der Entmündigung der Medien – und die Medien bei ihrer Selbstentmündigung.
Seit Wochen hat sich Merkel, außer ihren Anmerkungen zum Abhören ihres Handys (“Das geht gar nicht”), nicht mehr vor oder gegenüber Journalisten geäußert. Sie verweigert sich – auch deshalb, um sich alle Optionen für das Ergebnis der Koalitionsverhandlungen offen zu halten.
Gleichzeitig aber setzt sie damit einen Kurs konsequent fort, den sie schon lange verfolgt. Sie will ihr öffentliches Bild und das journalistische Abbild ihrer Politik immer stärker kontrollieren. Oder anders ausgedrückt: sie will die Deutung ihrer Politik selbst und möglichst allein bestimmen.
Diesen Kurs verfolgt sie mit drei Mitteln: sie verliest oder gibt immer häufiger nur noch Statements, bei den keine Nachfragen erlaubt sind, sie lässt ihren Sprecher nur die mit ihr abgestimmten Botschaften vortragen, und sie versendet ihre wöchentliche Video-Botschaft. Pressekonferenzen oder Interviews werden zur Rarität. Kritische Nachfragen oder Fragen zu Themen, zu denen sie nichts sagen will, sollen verhindert werden, um ihre Deutungshoheit nicht zu gefährden.
Nun ist es Angela Merkels gutes Recht, sich so zu verhalten. Schon immer haben auch demokratische Politiker versucht, die Medien auf subtile oder weniger subtile Weise zu kontrollieren oder zu manipulieren. Aber Demokratie lebt von der kritischen Auseinandersetzung, die Journalisten stellvertretend für die Wähler mit den Spitzenpolitikern führen. Fällt diese aus, können die Medien nur noch unzureichend ihre Aufgabe erfüllen. Und die Mächtigen werden weniger kontrolliert.
Die meisten Politiker sehen die Medien, wenn sie in Spitzenämter aufgestiegen sind, ohnehin nur noch funktional und verstehen unter Pressefreiheit nur noch, dass sie entscheiden, was die Presse erfahren darf und was nicht.
Die Journalisten helfen aber selbst bei ihrer Entmündigung mit, indem sie das Propaganda-Instrument Video-Podcast – im Gegensatz zu früher – immer häufiger zitieren und damit der Kanzlerin auf den Leim gehen. Und indem sie sich immer häufiger klaglos mit dem Hinweis “Keine Fragen” aus dem Saal hinauskomplementieren lassen. Zur gleichen Zeit aber sammeln sie im Wahlkampf jeden Krümel des Streuselkuchens auf, den Merkel für ihren Mann backt, um ihn als als Manna zu verbreiten.
Neuigkeiten von Pearl Jam,
GSPearl Jam im Juli 2014 in Deutschland?
Ein Plattenladen auf eBay
GSLust auf was neues? :-)

Tim Derbyshire eröffnete 1979 in der Nähe der Tottenham Court Road in London seinen Plattenladen The Off Beat. Seitdem verkauft er dort fast alle Stile, die je in Rillen gepresst wurden: von 60er Psychedelic Rock über 90er Grunge, Funk, Soul, Jazz, Folk bis hin zu Country war da immer alles dabei.
Jetzt hat er genug und verkauft den kompletten Laden inklusive Interieur und allen Platten auf eBay. Zu haben ist der Laden für £300,000.00 und wenn ich das richtig peile, gibt es auch schon einen Kaufwilligen. Crowdfunding anyone?
A unique and once-in-a-lifetime opportunity to live the “High Fidelity” life!
Live your dream and enter a rock’n’roll lifestyle – your chance to run a record shop!
If you’re at the stage in your life when you don’t have to worry about making money but can live the bohemian life, meet interesting people every day and the occasional pop or rock star, here’s your chance to take over the oldest record shop in the centre of Swinging London. It’s been there for five decades, right in Soho and just around the corner from Tin Pan Alley. A vinyl treasure trove with a pulsing, groovin’ history steeped in its very walls. You can make history and take it over! Without someone buying it, it will disappear. If you’re mad about music, love vinyl and want to keep the dream alive, here’s your chance to take on an Aladdin’s Cave of musical gems.
I’ve given it my heart and soul for all these years but it’s time for me to step down and let another passionate music lover take over.
Make your dreams come true, have a lifestyle change!
The Beat must go on. Keep my dream alive!
(via FACT)
Journalismus statt Inka und Johannes B.
GSStimmt. Wobei es bei Arte, 3sat, phönix und teilweise auch den dritten guite Sachen gibt. Und die sind ja auch gebührenfinanziert.
ARD und ZDF bekommen jährlich vom Zwangsgebührenzahler 7,5 Milliarden Euro. Unglaublich viel Geld, das sie in erster Linie deshalb erhalten, weil sie einen öffentlichen Auftrag erfüllen, nämlich die Informationen zu lieferen, die eine Demokratie für den politischen und gesellschaftlichen Diskurs braucht. Natürlich dürfen sie auch unterhalten, aber deswegen sind sie nicht privilegiert.
In dieser Woche kamen jetzt zwei Ereignisse zusammen, die zeigen, wie weit sich die öffentlich-rechtlichen Sender von dieser Aufgabe entfernt haben:
ARD-Programmdirektor Volker Herres lehnte einen “Brennpunkt” nach der Tagesschau zur unglaublichen Verschärfung des NSA-Abhörskandalsl ab, weil sich dadurch der Start der Unterhaltungsendung “Die deutschen Meister” um 15 Minuten verzögert hätte. Eine Sendung, die zudem nur 9,8 Prozent der Zuschauer interessierte. Die offizielle Begründung, es hätte nicht genug neues Material für eine Sondersendung gegeben, ist vorgeschoben oder eine Bankrotterklärung.
Zwei Tage später rügte Bundestagspräsident Norbert Lammert den Qualitätsverlust im deutschen Fernsehen. Es gehe nur noch “um Quote, Quote und nochmals Quote”. Und er sagte deshalb konsequenterweise, wenn ARD und ZDF immer weniger ihrem eigentlichen Auftrag der seriösen Information nachkämen, stelle sich zunehmend die Frage, inwieweit das System der staatlichen Rundfunkgebühren noch gerechtfertigt sei.
Recht hat er. Denn die Zwangsgebühren gibt es nicht für die gefühlt hundertste Unterhaltungsshow, nicht für Inka Bause als (gescheiterte) Nachmittagstalkerin und nicht für die Rückkehr von Johannes B. Kerner zum ZDF für 101. sinnlose Show.
ARD und ZDF merken gar nicht, dass sie an dem Ast sägen, auf dem sie komfortabel sitzen. Dabei wächst ihre Verantwortung täglich angesicht der Krise der Printmedien.
Wenn immer mehr Zeitungen Newsroom-Einheitsbrei servieren, wenn die Meinungsvielfalt dramatisch schwindet, wenn immer mehr Redaktionen zusammengelegt und Journalisten entlassen werden, so dass kaum noch Zeit zur Recherche bleibt, dann wird der Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender umso wichtiger.
ARD und ZDF müssen diese Lücke füllen – mit journalistisch herausragenden Produkten, mit aufregenden Magazinen, aufwändig recherchierten Storys, mit vielen zusätzlichen Sendeplätzen für investigativen Journalismus. Und auch für “Brennpunkte” nicht nur zu Naturkatastrophen.
ZDF-Anchorman Klaus Kleber, der von Lammert für seine Arbeit geehrt wurde, hat dies richtig formuliert. Medien sollten nicht nur fragen, was die Leute sehen wollen, sondern auch, “was sie sehen sollten”. Das ist die Verantwortung des Journalismus, die immer mehr verloren geht.
Das Geld muss raus aus Verwaltung, rein in die Redaktionen. Und dafür müssen Sendeplätze von Shows und Tralala geräumt werden. Das können die Privaten ohnehin besser.
Wenn dies nicht passiert, dann wird das Zwangsgebührensystem mit Recht immer mehr infrage gestellt. Der einzige Sinn der Zwangsgebühren ist doch, dass ARD und ZDF gerade nicht auf die Quote schielen müssen.




















