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Hitzeaktionstag fällt aus – wegen schlechten Wetters
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Karaganow: Wie Russland im neuen Weltkrieg gewinnen kann
Von Sergei Karaganow
Ein regelrechter Weltkrieg hat begonnen. Seine Wurzeln reichen bis ins Jahr 1917 zurück, als sich Sowjetrussland aus dem kapitalistischen System losriss. Zuerst wurden die Interventionsmächte auf uns gehetzt, dann das faschistische Deutschland und fast ganz Europa, doch Letzteres verlor. Die zweite Runde begann in den 1950er Jahren, als die Völker der UdSSR unter enormen Entbehrungen, in dem Bestreben, für sich Souveränität und Sicherheit zu gewährleisten, die Atombombe entwickelten und anschließend im nuklearen Bereich Parität mit den USA errangen. Damit haben wir, ohne es damals zu begreifen, das Fundament unter der fünfhundertjährigen Vorherrschaft Europas/des Westens im ideologischen Bereich weggerissen, die es ermöglichte, den Rest der Welt auszuplündern und zuvor die fortschrittlichsten Zivilisationen zu unterdrücken. Dieses Fundament war die militärische Überlegenheit, auf der das System der Ausbeutung der gesamten Menschheit beruhte.
Ab Mitte der 1950er Jahre erlitt der Westen eine militärische Niederlage nach der anderen. Es begann die nationale Befreiung der Menschheit, die Verstaatlichung der Ressourcen, die von westlichen Ländern und ihren Konzernen erobert worden waren. Das weltweite Kräfteverhältnis begann sich zugunsten des Nicht-Westens zu verschieben.
Zum ersten Mal versuchten die USA unter Reagan, sich zu rächen – durch rasantes Wachstum der Militärausgaben in der Hoffnung auf Wiederherstellung der Überlegenheit, durch die Lancierung des Mythos von den "Star Wars". Es folgte die Intervention in dem winzigen, wehrlosen Grenada, um zu zeigen, dass die Amerikaner immer noch siegen können.
Und dann hatte der Westen Glück. Aus internen Gründen – aufgrund des Verfalls des ideologischen Kerns und der Weigerung, die immer ineffizienter werdende Volkswirtschaft zu reformieren – brach die Sowjetunion zusammen. Das sich in der Krise befindliche kapitalistische Weltwirtschaftssystem erhielt eine riesige Dosis Adrenalin und Glukose – eine Vielzahl hungriger Konsumenten und billiger Arbeitskräfte.
Es schien, als hätte sich das Blatt gewendet. Es kam zu einer Euphorie, die jedoch nicht lange anhielt. Der Westen beging, berauscht vom Sieg, einige spektakuläre geostrategische Fehler, und dann begann Russland wieder aufzuleben – vor allem durch seine militärische Macht.
Die unmittelbaren Ursachen des aktuellen Weltkriegs traten Ende der 2000er Jahre zutage. Bereits unter Obama wurde der Kurs "America First" verkündet – die Wiederbelebung der Macht der USA –, die Militärausgaben stiegen, und eine Welle antirussischer Propaganda schwoll an. Moskau versuchte, durch die Rückeroberung der Krim einen neuen Revancheversuch des Westens zu stoppen, was bei diesem bereits regelrechte Hysterie auslöste. Doch wir haben diesen Erfolg nicht weiter ausgebaut. Die Hoffnungen auf eine "Einigung" blieben bestehen, man drehte sich um den "Minsker Prozess" im Kreis und wollte nicht sehen, wie auf ukrainischem Territorium die Armee und die Bevölkerung auf einen Krieg mit Russland vorbereitet wurden. Es folgten neue Sanktionswellen, noch während Trumps erster Amtszeit begann der Wirtschaftskrieg. Wir alle warteten auf irgendetwas. Dann lenkte COVID-19 die Aufmerksamkeit ab, was höchstwahrscheinlich eine der Fronten des beginnenden Krieges war, sich aber gegen den Westen selbst wandte.
Wir haben mit unserer Reaktion auf die Revancheversuche zu lange gewartet. Als wir schließlich 2022 damit begannen, haben wir einige Fehler begangen. Dazu gehörte die Unterschätzung der Absicht des Westens, Russland zu zerschlagen, um so den Grund für sein historisches Scheitern zu beseitigen, um sich anschließend China zu widmen und die von der UdSSR befreite Weltmehrheit (Dritte Welt, Globaler Süden) erneut zu unterdrücken. Wir haben die Kriegsbereitschaft des Kiewer Regimes und den Grad der Verblödung der ukrainischen Bevölkerung unterschätzt. Man hoffte, dass dort "unser Volk" sei, obwohl es westlich des Dnjepr ohnehin nur wenige gab und es immer weniger wurden. Ein weiterer Fehler: Wir begannen, gegen das Kiewer Regime zu kämpfen, ohne anzuerkennen, dass der Hauptgegner und die Quelle der Bedrohung der kollektive Westen war, insbesondere die Euro-Eliten, die bestrebt waren, von ihren eigenen Misserfolgen abzulenken und sich – im Idealfall – für die historischen Niederlagen des 20. Jahrhunderts zu rächen, allen voran die Niederlage der überwiegenden Mehrheit der Europäer, die unter Hitlers Fahnen gegen die UdSSR gezogen waren. Unser größter Fehler war jedoch die unzureichende Nutzung der wichtigsten Waffe in unserem Arsenal, für die wir in den 1940er und 1950er Jahren mit Unterernährung und sogar Hunger bezahlt haben: die nukleare Abschreckung.
Wir sind in einen Konflikt hineingezogen worden, der als "militärische Sonderoperation" bezeichnet wird, und haben damit im Grunde die uns aufgezwungenen Spielregeln akzeptiert – einen Zermürbungskrieg, angesichts des überlegenen wirtschaftlichen und demografischen Potenzials des Gegners. Der Krieg nahm den Charakter eines Stellungskrieges an, angepasst an die Technologien des 21. Jahrhunderts. In den Jahren 2023 und 2024 haben wir schließlich die nukleare Abschreckung und Eindämmung verstärkt, indem wir mehrere militärisch-technische Signale aussandten und die Doktrin zum Einsatz von Atomwaffen modernisierten. Die Amerikaner, die unter keinen Umständen vorhatten, für Europa zu kämpfen, insbesondere wenn es zu einer Eskalation auf nukleare Ebene kommen könnte (und damit zu einer Ausweitung des Konflikts auf das Territorium der USA), begannen bereits unter Biden, sich aus der direkten Konfrontation zurückzuziehen, während sie weiterhin vom Krieg profitierten und nebenbei die Europäer ausplünderten. Trump setzte unter dem Deckmantel der Friedensbemühungen diese Linie fort, indem er sich am Krieg bereicherte, aber das Risiko einer direkten Konfrontation mit Russland vermied.
Der Weltkrieg hat bislang zwei Hauptschauplätze, die miteinander verschmelzen – den europäischen (rund um die Ukraine) und den nahöstlichen (der Versuch der USA und ihres jüngeren Verbündeten Israel, den gesamten Nahen und Mittleren Osten zu destabilisieren). Als Nächstes wird Südasien folgen. Venezuela wurde bereits unterdrückt, Kuba wird weiter unter Druck gesetzt.
Es bedarf einer neuen Politik
Erstens: Uns muss klar werden, dass die tiefgreifenden Widersprüche im bestehenden Weltwirtschaftssystem, die das Wesen des Menschen selbst untergraben, den Untergang der Menschheit bedeuten könnten. Und die Fortsetzung unserer derzeitigen Halbherzigkeit in der Ukraine, die das Land zu erschöpfen droht, könnte die gerade erst wieder aufkeimende Kraft und den Geist Russlands untergraben.
Zweitens: Im militärisch-politischen Bereich kann man zwar über einen Waffenstillstand und den "Geist von Alaska" sprechen. Dabei muss man jedoch das Wesen der Geschehnisse verstehen und erkennen, dass langfristiger Frieden und die Entwicklung unseres Landes sowie der gesamten Menschheit unmöglich sind, ohne den Versuch eines militärisch-politischen Revanchismus des Westens zu unterbinden, dessen Speerspitze erneut Europa ist. Um diese Revanche zu verhindern, ist es notwendig, das Kiewer Regime zu vernichten und die für Russland aus Sicherheitsgründen notwendigen südlichen und östlichen Gebiete des Quasi-Staates "Ukraine" zu befreien. Unsere tapferen Kämpfer und Feldkommandeure können und müssen weiter vorrücken. Doch man muss begreifen, dass man mit einem modernisierten Stellungskrieg keinen Weltkrieg gewinnen kann. Man kann verlieren oder zumindest noch Hunderttausende unserer besten Männer opfern, die für den Kampf und die Siege in der bevorstehenden, äußerst gefährlichen und schwierigen – selbst ohne den Kampf um die Ukraine – historischen Phase notwendig sind.
Drittens: Es ist unmöglich, den aktuellen Konflikt in der Ukraine siegreich zu beenden und abzuschließen, geschweige denn zu verhindern, dass er sich zu einem Weltkrieg auf globaler thermonuklearer Ebene ausweitet, ohne die Politik der nuklearen Abschreckung und der Abschreckungsstrategie qualitativ zu verstärken. Dazu muss man aufhören, über "Rüstungsbegrenzung" zu schwadronieren. Die Frage nach einem neuen START-Vertrag muss ad acta gelegt werden. Allerdings sind Vereinbarungen über die gemeinsame Steuerung der Politik der nuklearen Abschreckung und der strategischen Stabilität nützlich und sogar notwendig. Der Aufbau von Raketen und anderen Trägersystemen mittlerer und strategischer Reichweite muss intensiviert werden, um den Westen von Versuchen abzuhalten, seine Überlegenheit zurückzugewinnen. Die Gegner müssen wissen, dass Überlegenheit und Straffreiheit unerreichbar sind.
Nuklearwaffen machen bei optimaler Anzahl und richtiger Einsatzdoktrin eine nichtnukleare Überlegenheit unmöglich und sparen Mittel für die Streitkräfte. Unsere "Burewestniks", "Oreschniks" und andere Hyperschall-Trägermittel müssen den Gegner davon überzeugen.
Es gilt, eine neue Generation vorzubereiten, damit die Amerikaner im Voraus wissen, dass ihre Träume von der Wiedererlangung der Überlegenheit und der Fähigkeit, ihren Willen mit Gewalt durchzusetzen, unerfüllbar sind.
Die rasante Steigerung der Flexibilität der nuklearen Potenziale soll allen vor Augen führen, dass es unmöglich ist, eine große Atommacht durch ein Wettrüsten mit nicht-nuklearen Waffen oder in einem konventionellen Krieg zu besiegen. Vorausgesetzt natürlich, wir vermeiden den Wahnsinn eines massiven Aufrüstungswettlaufs, wie ihn die UdSSR und die USA in den 1960er Jahren betrieben haben. Das war sinnlos, teuer und gefährlich. Man muss potenziellen Gegnern einfach klar machen, dass ein Wettrüsten für sie aussichtslos und sogar selbstmörderisch ist. Zu diesem Thema lohnt es sich, zumindest mit den Amerikanern einen Dialog zu führen.
Gleichzeitig sollte man, um das außer Kontrolle geratene Washington zu zügeln, in die Doktrin zum Einsatz von Atomwaffen und anderen Waffenarten – für den Fall, dass die USA und der Westen ihren derzeitigen Kurs auf die Entfesselung eines Weltkrieges fortsetzen – eine Bestimmung über die reale Bereitschaft aufnehmen, gegen die überseeischen Vermögenswerte der Amerikaner und Europäer vorzugehen. Selbst in befreundeten Ländern. Von diesen Vermögenswerten sollten sie sich trennen. Dazu ist es notwendig, die Flexibilität unseres militärischen Potenzials weiterzuentwickeln. Die USA und der Westen sind um ein Vielfaches stärker von ihren ausländischen Vermögenswerten, Stützpunkten und Engpässen in den Bereichen Logistik und Kommunikation abhängig als wir. Der Gegner muss seine Verwundbarkeit spüren und wissen, dass wir davon wissen.
Es lohnt sich, aus den Erfahrungen der iranischen Verteidigung im Zuge der aktuellen amerikanisch-israelischen Aggression zu lernen. Teheran hat begonnen, die Schwachstellen des Gegners anzugreifen – und dieser hat das gespürt und begonnen, sich zurückzuziehen. Änderungen in der Doktrin und im konkreten militärischen Aufbau hin zu der Bereitschaft und Fähigkeit, asymmetrische Schläge auszuführen, werden die abschreckende Wirkung verstärken und eine zivilisierende Wirkung auf den Gegner haben, der sich in wahnwitzige Abenteuer stürzt oder dazu bereit ist, der einfach den Verstand verloren hat.
Es lohnt sich, die Prioritäten der Ziele für Präventivschläge zu ändern – zunächst nicht-nukleare, dann nukleare (im äußersten Notfall). Zu den ersten gehören nicht nur Kommunikations- und Kommandozentralen, sondern, was wichtig ist, auch Orte, an denen sich die Eliten versammeln, insbesondere in Europa. Dies wird ihnen das Gefühl der Straffreiheit nehmen. Sie müssen wissen: Wenn sie den Krieg gegen Russland fortsetzen oder sich zu einer vertikalen bzw. horizontalen Eskalation des Konflikts entschließen, werden verheerende Schläge gegen sie und ihre Angehörigen erfolgen. Um die Wirksamkeit dieses Abschreckungsfaktors zu verstärken, sollte die Arbeit an der Entwicklung konventioneller und nuklearer Munition, die in große Tiefen vordringen kann, intensiviert und diese getestet werden. Die insbesondere in Europa von der Realität abgekoppelte Führungselite muss wissen, dass sie sich nicht in Bunkern oder auf Inseln verstecken kann. Die kürzlich erfolgte Veröffentlichung einer Liste europäischer Unternehmen, die Waffen für das Kiewer Regime herstellen, durch unser Verteidigungsministerium ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.
Derzeit gibt diese Elite vor, Angst vor uns zu haben. In Wirklichkeit aber hat sie keine Angst und beteuert ständig, dass Russland sie niemals mit Atomwaffen bestrafen werde. Wir müssen ihnen panische Angst einflößen. Vielleicht weichen sie dann zurück, oder ihre Herren aus den "tiefen Staaten" vertreiben sie. Vielleicht erheben sich auch die Gesellschaften. Die Glaubwürdigkeit der Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen muss verstärkt werden, um diese Gesellschaften aus ihrem "strategischen Parasitismus" zu wecken – aus der Gewissheit, dass es keinen Krieg geben wird, dass "alles gut gehen wird". Den Völkern, die den Krieg und die Verbrechen ihrer Länder in den vergangenen Jahrhunderten vergessen haben, muss wieder ein Bewusstsein für den eigenen Fortbestand vermittelt werden.
Es ist klar, dass eine solche Linie gegenüber Deutschland absolut notwendig ist. Ein Land, das zwei Weltkriege entfesselt und sich des Völkermords schuldig gemacht hat, hat kein Recht auf die "stärkste Armee Europas" und schon gar nicht auf Massenvernichtungswaffen. Sollte es danach streben, müssen die deutschen Bürger verstehen, dass ihre Heimat zerstört wird, damit nie wieder von deutschem Boden eine Bedrohung für den Frieden ausgeht.
Viertens: Um die Drohung glaubwürdiger zu machen, müssen einige Änderungen an der Doktrin zum Einsatz von Atomwaffen vorgenommen werden. Darin muss festgeschrieben werden, dass im Falle einer Aggression (oder der Fortsetzung einer Aggression) seitens eines Landes oder einer Gruppe von Staaten, die über ein größeres wirtschaftliches, demografisches und technisches Potenzial verfügen als wir, das russische Militärkommando nicht nur das Recht hat, sondern verpflichtet ist, Atomwaffen einzusetzen. Dabei muss natürlich zunächst eine Reihe von Atomtests durchgeführt werden (es ist unverständlich, warum wir darauf warten, dass die Amerikaner damit beginnen – wollen wir wieder einmal gefallen?). Darauf müssen Angriffe mit konventioneller Munition auf Logistikzentren, Kommandostellen und symbolische Ziele folgen. Wenn sie nicht aufhören oder zurückschlagen – muss eine Serie von gruppierten Atomschlägen folgen.
Das Setzen auf nukleare Abschreckung ist notwendig, um den Weg zum Drohnenkrieg zu versperren. Die Antwort muss vernichtend sein. Wenn beispielsweise nach möglichen Friedensvereinbarungen oder sogar einer Kapitulation erneut Raketen oder Drohnen vom Territorium der Ukraine und der Nachbarländer aus starten, müssen diejenigen, die hinter den Drohnenpiloten stehen, wissen: Vergeltung – sogar nukleare – wird sie ereilen. Dann werden sie selbst beginnen, auf die mutmaßlichen Provokateure Jagd zu machen.
Fünftens: Neben militärisch-technischen Maßnahmen und doktrinären Änderungen sollte dem Oberbefehlshaber (dem Präsidenten Russlands) vorgeschlagen werden, unverzüglich einen Befehlshaber für den europäischen Kriegsschauplatz zu ernennen, um die Glaubwürdigkeit unserer Drohung deutlich zu erhöhen. Diese Position sollte ein kampferprobter General bekleiden, der das Recht und die Pflicht hat, im Bedarfsfall Atomwaffen einzusetzen. Diese Person (und ihr Stab, in dem Offiziere mit Kampferfahrung überwiegen sollten) muss auf eine solche Entwicklung der Ereignisse vorbereitet sein.
Sechstens: Es ist längst an der Zeit, sich von der idiotischen These zu verabschieden – die vor allem den Amerikanern zugute kommt –, dass es in einem Atomkrieg keine Sieger geben könne und dass der Einsatz von Atomwaffen unweigerlich zu einer Eskalation auf weltweiter thermonuklearer Ebene führen würde. Diese Behauptungen widersprechen der elementaren Logik und konkreten militärischen Plänen. Ich wiederhole: Gott bewahre, dass Atomwaffen eingesetzt werden. Unschuldige Menschen würden sterben, und der Mythos, der die Menschheit rettete – dass jeder Einsatz dieser Waffen zu einem allgemeinen Armageddon führen würde –, würde zerbrechen. Aber in einem Atomkrieg, insbesondere im dicht besiedelten und moralisch schwachen Europa, kann man gewinnen. Sogar leicht. Aber, noch einmal, Gott bewahre!
Noch einmal: Der Einsatz von Atomwaffen ist eine große Sünde. Aber der faktische Verzicht auf ihren Einsatz ist ebenfalls eine schwere Sünde, denn er führt zur Ausweitung und Verschärfung des vom Westen begonnenen Weltkriegs. Wenn man ihn nicht aufhält, wird er in jedem Fall mit dem Untergang der Menschheit enden – und auf dem Weg dorthin mit der Erschöpfung und dem Untergang unseres Landes. Und wozu brauchen wir eine Welt, in der es kein Russland gibt?
Diese von Wladimir Putin gestellte Frage bleibt nach wie vor hochaktuell.
Siebtens: Parallel zu der längst überfälligen Notwendigkeit einer Modernisierung der Nuklearstreitkräfte, insbesondere ihrer Einsatzdoktrin, müssen dringend eine Reihe von parallelen Schritten unternommen werden. Gemeinsam mit China muss Iran dabei unterstützt werden, standzuhalten und zu siegen. Den Ländern des Nahen und Mittleren Ostens, einschließlich sogar Israels, das seine Legitimität untergraben hat, muss vorgeschlagen werden, die Schaffung eines regionalen Sicherheitssystems mit Garantien Russlands, der VR China und möglicherweise Indiens zu beschleunigen. Diese Großmächte haben im Gegensatz zu den USA und ihren Vasallen ein vitales Interesse an der Stabilität der Region.
Achtens: Angesichts der akuten Gefahr eines globalen Krieges in den kommenden Jahrzehnten und der Versuche des Westens, Rache zu üben, lohnt es sich schließlich, den Abschluss eines befristeten (auf zehn Jahre mit möglicher Verlängerung) Verteidigungsbündnisses mit der VR China in Betracht zu ziehen. Dies ist nützlich, um die Revanchisten aufzuhalten und um zu verhindern, dass das befreundete China die Notwendigkeit verspürt, im strategischen Nuklearbereich Parität mit den USA und Russland zu erreichen. Ein mit dem unseren gleichwertiges nukleares Potenzial bei einem Übergewicht Chinas in anderen Bereichen der Gesamtmacht (Wirtschaft, Demografie) könnte bei den künftigen Führern Russlands Ängste und Misstrauen hervorrufen. Das ist weder für das russische noch für das chinesische Volk von Nutzen.
Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere Schritte, die durchdacht und in die Tat umgesetzt werden müssen, um zu verhindern, dass sich ein neuer Weltkrieg ausbreitet und zu einem globalen thermonuklearen Konflikt eskaliert. Doch die oben aufgeführten Schritte reichen wohl aus, um den Krieg, der unser Land ausblutet, zu beenden und vor allem ein Abgleiten in eine globale Katastrophe zu verhindern. Dies ist eine dringende Aufgabe von weltgeschichtlicher Tragweite. Wenn wir sie nicht lösen, werden uns unsere Nachkommen (sofern es welche gibt) und der Allmächtige unsere geistige Trägheit und Feigheit nicht verzeihen.
Während wir dem Revanchismus des Westens und der Ausweitung des Weltkrieges zu einer allgemeinen Katastrophe entgegenwirken, dürfen wir nicht vergessen, die grundlegenden Probleme zu lösen, die der derzeitigen, schwersten Krise des Weltordnungssystems in der Geschichte der Menschheit zugrunde liegen. Das sind die Erschöpfung des modernen Modells der kapitalistischen Wirtschaft und die Bedrohung, die es in Verbindung mit der allgemeinen Informatisierung und einer Reihe anderer Merkmale der modernen Zivilisation für die Existenz des Homo sapiens darstellt. Doch darüber mehr in anderen Artikeln.
Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 4. Mai 2026 zuerst auf der Homepage von "Russia in Global Affairs" erschienen.
Sergei Karaganow ist Doktor der Geschichtswissenschaften, Verdienter Professor, wissenschaftlicher Leiter der Fakultät für Weltwirtschaft und Weltpolitik an der Nationalen Forschungsuniversität "Hochschule für Wirtschaft", Ehrenvorsitzender des Präsidiums des Rates für Außen- und Verteidigungspolitik Russlands.
Mehr zum Thema - Ritter: Ob Trump oder Biden – das Ziel ist dasselbe: Putin stürzen
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Der NSU-Eminger-Prozess: Kommt der V-Mann Marschner ins Spiel?

Die Anklage der Bundesanwaltschaft erodiert in der Hauptverhandlung vor dem OLG Dresden zusehends. Jetzt kam überraschend die Figur Ralf Marschner zur Sprache.
(Siehe auch die NSU Leaks)
Zeller der Woche: Jahresabschlussfest

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"It's Only Going To Get Worse" – Irish Teen Girl Delivers Passionate Warning Against Mass Immigration
A 15-year-old Irish girl, Kaiden McKenna, an active boxer in her hometown of Castleblayney, delivered a moving speech against mass immigration earlier this week. In the video, she describes her fear of taking public transportation and simply going for a jog in her hometown — all due to rising immigration and the presence of migration centers in her area.
“As a young person, especially a young girl, I feel more unsafe now than ever…After a few scary encounters, I can’t even walk alone to the bus anymore,” says McKenna,
“I’m here to give my perspective on the IPAS centers and the unvetted (migrants) moving into our town,” she says.
🇮🇪🔴Many European teenage girls now live in fear due to mass migration. There needs to be free debate on this issue — not repression.
— Remix News & Views (@RMXnews) October 24, 2025
A brave 15-year-old Irish girl, Kaiden McKenna, speaks out against local migrant centers in Castleblayney.
"As a young person, especially a… pic.twitter.com/0LDwFRtcUS
She directly blames IPAS centers, short for International Protection Accommodation Service, which are migrant accommodations sprouting up across Ireland. She also expresses her worries about future centers being built in her area.
“Every morning, either my mom just after a night shift or my dad dragging my brother out of bed, one of them has to walk me to the bus,” she stated.
McKenna also expresses her fears about going running in her own town.
“Going for a run with my mom meters behind me in the car because it’s not safe is unacceptable. It’s only going to get worse if there are more IPAS centers in Blaney,” she warns.
🇮🇪 "This has happened about three times in the last two weeks. It's very, very intimidating."
— Remix News & Views (@RMXnews) July 23, 2025
An Irish woman is too afraid to leave her car to walk to work because hooded migrants are lurking outside her workplace and staring at her. pic.twitter.com/BCvSiPLJL3
She laments that her mother being forced to tail her is “embarrassing as a 15-year-old. I crave freedom.”
She closes by asking an open-ended question: “Who is looking out for me?”
McKenna’s warning comes after protests and violence broke out earlier this week following the arrest of an African migrant for allegedly raping a 10-year-old girl in the massive migrant center at CityWest in Dublin.
Like McKenna, many women in Europe no longer feel they can no longer freely move about in public. Just like Ireland, other countries such as Germany and France have seen a dramatic increase in sexual assaults and violence against women associated with mass immigration.
The situation has left many European youths with a growing sense of hopelessness as the situation rapidly deteriorates.
🇩🇪🚨 "I can no longer go out alone. I need a bodyguard."
— Remix News & Views (@RMXnews) September 21, 2025
A German woman is sexually harassed in Bad Dürrenberg.
"This happens to me so often. I have contact with people like that every day when I go out."
"Really, there was a time when you could even go out at night." pic.twitter.com/ahz4kAkQcn
The state of fear McKenna describes echoes similar stories across Europe, which are often fueled by high-profile cases, such as the rape and murder of 12-year-old Lola in Paris by an Algerian migrant, who was just convicted yesterday and sentenced to life in prison. The heinous crime may have even had ties to North African occult beliefs.
However, it is the day-to-day crime and harassment that typically burdens European women the most.
A number of similar accounts from young European teens have sparked a continent-wide discussion about mass immigration. Much like McKenna’s video, a recent video featured a teen German girl speaking out about how dramatically life has changed due to mass immigration.
“I can hardly recognize the Germany you tell me about today. And since then, I’ve been asking myself. What would it be like if you could go to the outdoor pool without fear?” she said.
🇩🇪🔴 A young German teen ponders what Germany would be like if Merkel had not welcomed over 1 million migrants.
— Remix News & Views (@RMXnews) September 3, 2025
She was only 4 when the former chancellor made her decision, but life has dramatically changed.
"I can hardly recognize the Germany you tell me about today. And since… pic.twitter.com/uHRFov08z1
A stream of videos has been posted on a daily basis of women being sexually harassed, assaulted, and stalked.
🇬🇧‼️ "I f*ck women and I kill men."
— Remix News & Views (@RMXnews) April 4, 2025
A Somalian migrant is confronted for harassing women in Britain. pic.twitter.com/lbKwMKFvlQ
Even women going for a walk with their babies in strollers cannot escape this new reality.
🇩🇪🚨 "Your ass. Boom. I saw it and I just had to speak to you. Let's have a date, your man doesn't have to know. Just one kiss."
— Remix News & Views (@RMXnews) June 30, 2025
🗣️ "No, I am with my children. Can you please leave me alone?"
This is what women have to put up with in the new Germany. pic.twitter.com/t22G5eI2jD
Many European parks are no longer safe, with women not only being sexually harassed, as seen in the video below, but also increasingly victims of sex crimes — often in headline-grabbing nightmare stories. In some cases, these crimes do not just involve rape, but also murder.
🇩🇪 "If I don't have sex, as a man, I feel unwell."
— Remix News & Views (@RMXnews) September 26, 2025
Shocking footage of a migrant in Germany harassing a woman walking through Eschenheimer Anlage in Frankfurt.
He refuses to take 'No' for an answer when he demands sex, and a passerby steps in and calls the police. pic.twitter.com/wilfwVNKHX
There have always been sexual predators in every society, but statistics from every country that has embraced mass immigration in the West tell the same story: Sexual violence is growing worse and worse. While some may find McKenna’s worries about going for a jog overblown, going for a jog for many women in certain areas can mean harassment. In many cases, it has ended in disaster, as seen here, here, here, here, here, here, here, here, here, and here.
🇫🇷🚨 Female joggers in France face wave of rape and knife attacks in recent months.
— Remix News & Views (@RMXnews) January 14, 2025
A 44-year-old woman was stabbed several times in her back and neck while she was jogging in Gard. The suspect is still on the run.
In Nantes, a Somali migrant tackled a 58-year-old woman in the… pic.twitter.com/sU1pNUuMjj
Just earlier this week, Swedish 17-year-old girl Meya Åberg spoke about her rape at the hands of an Eritrean migrant when she was 16, while on her way home from work at McDonald’s. Her case sparked outrage on social media after it was revealed that the migrant would not be deported, because, among other factors, the rape’s “duration” was not long enough, according to a Swedish appeals court.
🇸🇪🔴"I still feel sick when I think about it."
— Remix News & Views (@RMXnews) October 23, 2025
A Swedish court is under fire after an African migrant raped 16-year-old Meya Åberg, with the court ruling the migrant could not be deported because the rape did not last long enough.
The victim is now speaking out.
"During the… pic.twitter.com/QR8XEc2WYD
She is just one of many horror stories out of Sweden, including the heartbreaking case of Luna, who still remains in a coma after being nearly strangled to death by an African migrant who attended her own school and has a history of violence and watching pornographic strangulation videos on school computers.
These are not just “isolated” instances, but instead, there are broad trend lines and statistics showcasing the rising threat across Europe. Approximately 75 percent of gang rapes in the German state of North Rhine-Westphalia are by those who are foreign or who have a migrant background, and at least half of gang rapes on a national level are committed by foreigners. Sexual violence is also increasingly common in German swimming pools, with young girls the most likely to be victimized. Again, foreigners are vastly statistically overrepresented.
Just like McKenna’s fear of taking the bus, there is also good reason for women to fear public transport in general. In Germany, foreigners commit 59 percent of all sexual violence on public transport. It has gotten to the point that in Berlin, the Green Party is calling for “women-only train cars.”
🇩🇪‼️ "Gold help me."
— Remix News & Views (@RMXnews) July 24, 2024
A thief stole a young German woman's phone and then tells her, "in a mixture of English and German, that he would only give it to me if I had sex with him."
It all happened in Berlin's famed Görlitzer Park, where migrants gang raped a woman last year. pic.twitter.com/wt0j674bji
That does not mean European men are not capable of committing sexual crimes, but the statistical over-representation of foreigners is incredible and undeniable. It is not just an issue of “young” men either, which the left often claims. When compared in the same age cohorts, foreign men are vastly overrepresented in serious crimes compared to German men of the same age. It is not even necessarily an issue of men, although men are much more likely to be involved in crime. However, shockingly, when German men are compared to certain foreign female groups, these females actually have higher rates of violent crime.
While there are many young women who either ignore this data, or have different life experiences or values that lead them to embrace open borders, many women are also turning to right-wing parties such as the Alternative for Germany (AfD).
🇩🇪🚨 "Germany needs the AfD"
— Remix News & Views (@RMXnews) February 16, 2025
Young women are increasingly promoting the AfD party on TikTok.
Many of them feel increasingly unsafe in Germany, and they believe AfD is the answer. pic.twitter.com/iXemPYBV0c
🇩🇪‼️ Young German woman explains why voters are turning to the AfD
— Remix News & Views (@RMXnews) February 10, 2025
"I’m afraid to travel by train, afraid to go into town, afraid to do anything in public. And they talk about people being afraid of the AfD. The AfD has done nothing to anyone, unlike other people." pic.twitter.com/hYlQVKXb1Q
Meanwhile, in countries like France, women are even more anti-immigration than men in many surveys. One poll from 2024 conducted by CSA for Europe 1, CNews and the Journal du Dimanche showed that 53 percent of women want zero immigration, which means an end to all legal and illegal immigration. Other polls showed that the vast majority of French want to sharply restrict immigration (again, more women than men) and end birthright citizenship (65 percent of all French).
🇫🇷🔴 "it seems he is looking for prey."
— Remix News & Views (@RMXnews) September 30, 2025
Serial groper, Tunisian migrant Nidhal O., sexually assaulted 3 different women in the Paris Metro — all on camera.
He was arrested in December 2023 and was finally sentenced to 11 years in prison on Sept. 26.
The footage only covers 3… pic.twitter.com/zFp9X1fXh6
Women across Europe are increasingly resorting to different methods to deal with the increasing sexual violence and harassment, whether it is avoiding certain areas at night, or simply avoiding going out entirely. Many are also using their smartphones as a method of self-defense.
🇳🇱🔥 A Dutch woman being harassed on the streets of Amsterdam by a Black male films herself for safety.
— Remix News & Views (@RMXnews) September 2, 2025
Then, her hero shows up. He pulls up his bike and holds her hand.
She's now asking TikTok to help her find the unknown man who came to her aid. pic.twitter.com/ljFnjDI1Yi
Some are dressing differently when they enter public transport.
🇫🇷🔴 Many young women in France have a "subway shirt" for avoiding harassment on the train system.
— Remix News & Views (@RMXnews) September 1, 2025
It has become a "reflex" to put on more clothing before getting on public transport, even in summer.
"Sometimes I even take the trousers and sweatshirt and put them over my… pic.twitter.com/7MA206RtoI
Some are even resorting to self-defense training and other non-lethal defense tools, such as “smurf spray” in the Netherlands.
🇳🇱🇩🇪 Women in the Netherlands and Germany are now trying to defend themselves with "Smurf spray" after an asylum seeker raped and murdered 17-year-old Lisa.
— Remix News & Views (@RMXnews) September 2, 2025
"Since Lisa’s death, many of (self-defense) products have been sold out, including the Smurf spray."
Pepper spray is… pic.twitter.com/CorZ9UKhbi
Regardless, the trend is clear. There will be more and more migration and, in turn, more and more suffering for Europeans.
As McKenna warns, “It’s only going to get worse.”
„Eineiige Zwillinge“ acht Jahre später: Die Ähnlichkeit „Rechts“- und „Links“-Extremer, nun auch in affektiver Hinsicht
Gesetzesänderung: Russland mobilisiert die Reserve
Es sind „juristische Formalitäten, die den Handlungsspielraum des Verteidigungsministeriums einschränken”, sagt Alexei Zhuravlev, erster stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses der russischen Staatsduma, mit Blick auf eine geplante Gesetzesreform.

Diese „Formalitäten” haben es allerdings in sich. Nach geltendem russischen Recht darf die Mobilisierungsreserve bislang nur im Rahmen einer offiziellen Mobilmachung oder unter Kriegsrecht einberufen werden. Der neue Gesetzentwurf sieht nun eine „Straffung” der Personalstruktur der russischen Streitkräfte vor – konkret Änderungen am Verteidigungsgesetz, die es ermöglichen sollen, Bürger aus der Mobilisierungsreserve auch außerhalb einer Mobilmachung zu rekrutieren.
Demgemäß sollen Reservisten künftig zur Durchführung „bestimmter verteidigungsbezogener Aufgaben” im Falle bewaffneter Konflikte, bei Anti-Terror-Operationen und beim Einsatz der Streitkräfte außerhalb Russlands herangezogen werden können. Es handelt sich somit um eine Mobilisierung, ohne diese so zu nennen.
Der Hintergrund der „juristischen Formalitäten” dürften die immer höheren Kosten für die Anwerbung von Vertragssoldaten sein. Die letzten Werbeaktionen versprachen Bewerbern für den freiwilligen Militärdienst drei Millionen Rubel gleich auf die Hand und einen Sold von 5,5 Millionen Rubel im ersten Jahr. Ein „Call-a-Friend”-Programm schüttet 100.000 Rubel an Soldaten aus, die Bekannte anwerben. Zum Vergleich: Das russische Durchschnittsgehalt liegt aktuell bei etwa 1,5 Millionen Rubel pro Jahr, außerhalb der Ballungsräume Moskau und St. Petersburg oft nur bei rund eine Million Rubel.

Die Mobilisierungsreserve der russischen Streitkräfte umfasst etwa zwei Millionen Mann. Russische Medien schreiben, dass die Entscheidung über den Einsatz der Reservisten allein beim russischen Präsidenten Wladimir Putin liegt.
Hier geht es zu weiteren Meldungen rund um die russischen Streitkräfte.
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Studie deutet auf gravierende Corona-Impfnebenwirkungen bei Kindern hin
ARD und ZDF lassen die Masken fallen
Der Beitrag ARD und ZDF lassen die Masken fallen erschien zuerst auf Tichys Einblick.
Gesellschaft der Übergriffe
The CIA, Mossad, and Epstein: Unraveling the Intelligence Ties of the Maxwell Family, by Alan Macleod
Die Demokratie lässt sich nicht retten, indem man sie abschafft
In Ludwigshafen am Rhein hat der Wahlausschuss, ein Gremium lokaler Politiker, den AfD-Landtagsabgeordneten Joachim Paul von der Kandidatur zur Oberbürgermeisterwahl ausgeschlossen. Begründung: Zweifel an seiner Verfassungstreue. Das Verwaltungsgericht Neustadt an der Weinstraße hat diese Entscheidung gestern bestätigt und Pauls Eilantrag abgelehnt. Die Frage lautet: Was ist das Demokratieprinzip noch wert, wenn Kandidaten vorher nach politischer Opportunität ausgesiebt wurden?
Zunächst einmal ist der Wahlausschuss selbst hochproblematisch. Er setzt sich ausschließlich aus Politikern zusammen – Vertretern etablierter Parteien, die direkt oder indirekt Konkurrenz zu Paul darstellen. Hier entscheidet die Konkurrenz über ihre eigene Konkurrenz, was einen eklatanten Interessenkonflikt darstellt. So argumentiert etwa der Cicero-Magazin, dass der Ausschluss Pauls eine neue Phase im „Kampf für ‚unsere Demokratie'“ markiert, in der der Verfassungsschutz instrumentalisiert wird, um politische Gegner zu diskreditieren. Interne Dokumente, aus denen Cicero zitiert, deuten sogar darauf hin, dass die amtierende Oberbürgermeisterin aktiv beim Verfassungsschutz nach belastendem Material gefragt hat. Denunziation als Teil des demokratischen Prozesses. Wem dabei nicht unwohl wird, dem ist fast nicht zu helfen.
Noch kritischer ist die Rolle des Verwaltungsgerichts. Es hat Pauls Eilantrag abgewiesen mit der Begründung, dass eine Prüfung der Verfassungstreue so kurz vor der Wahl nicht machbar sei. Das Gericht stützt sich dabei rein auf die „Bedenken“ des Wahlausschusses und des Verfassungsschutzes, ohne konkrete Beweise zu fordern oder die Vorwürfe substanziell zu überprüfen. Dabei ist die vom Verfassungsschutz gelieferte Auftragsarbeit nicht mehr als die Zusammenstellung über das, was man zu Paul im Internet finden kann. Das Papier erhebt noch nicht mal den Anspruch auf Vollständigkeit. Das Verwaltungsgericht hätte an dieser Stelle problemlos einhaken und das Spektakel mit der Klarstellung beenden können, dass allenfalls Fakten zählen, die in ihrer Gesamtschau zwingend sind.
Stattdessen erlaubt das Verwaltungsgericht die Aufhebung des Demokratieprinzips und die Einschränkung des passiven Wahlrechts auf bloße, einseitige und eingestandermaßen unvollständige Vermutungen hin. Es priorisiert administrative Hürden und „Zweifel“ zu Lasten des Wählerwillens. Man muss es leider offen sagen: Solche Entscheidungen erinnern an autoritäre Praktiken in anderen Ländern, bei denen der Staat – oder besser: seine politischen Akteure – die Opposition vorab eliminiert und sich noch nicht einmal dafür schämt. In Ludwigshafen zeigt sich, was vom Prinzip der Volkssouveränität übrig zu bleiben droht, wenn der Ausschluss unliebsamer Kandidaten Schule macht.
Wir riskieren mittlerweile sehenden Auges, dass Wahlen zu einer Farce werden, in der nur „genehme“ Kandidaten antreten dürfen. Die Wähler verdienen mehr Respekt – und eine echte Wahl. Und für alle, die mittlerweile an jeder Ecke die „Faschisten“ sehen: Die Demokratie lässt sich nicht dadurch retten, dass man sie abschafft.
Gib mir den Ballweg, ich gebe dir die Tat

Bürger demonstrieren für Grundrechte. Der Staat wirft ihren Anführer, Michael Ballweg, unter fragwürdigen Vorwürfen in den Knast, macht ihm einen langen Prozess – für nix. »Gib mir den Mann, ich gebe dir die Tat« – Stalinismus oder UnsereDemokratie™?



