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26 Jun 16:41

Die JavaScript-Punks: Was die JS-Bibliothek React anders macht

by Ralf Graf

Facebooks JavaScript-Bibliothek React bricht zwar mit gewohnten Konventionen – bietet dafür aber ziemlich leistungsfähige Anwendungen. Mit dem Framework React Native lassen sich diese zudem in native Mobile-Apps umwandeln. Wie der Einstieg in die Arbeit mit React gelingt, zeigt die Beispiel-Applikation in diesem Artikel.

Spätestens seit das Framework React Native Ende März 2015 erschienen ist, ist React in aller Munde. Dabei handelt es sich um eine leistungsstarke JavaScript-Bibliothek, die der Entwickler Jordan Walke als persönliches Projekt bei Facebook realisierte. 2013 lösten er und sein Team React aus der Facebook-spezifischen Umgebung, überführten die Bibliothek für den Einsatz bei Instagram in eine eigenständig lauffähige Umgebung und veröffentlichten sie als Open Source.

Zunächst nahm die JavaScript-Community React aufgrund der darin umgesetzten Ideen durchaus gemischt auf. Doch dann holte React im Rennen der JavaScript-Bibliotheken zunehmend auf und ist heute beim Einsatz für Websites wie Facebook, Instagram, AirBnB oder Feedly ebenso beliebt wie in Githubs Open-Source-Editor Atom.

Oftmals wird React mit populären JavaScript-Frameworks wie Angular, Backbone oder Ember verglichen. Doch dabei handelt es sich um Web-Application-Frameworks, die ein ganzheitliches Werkzeug für die Erstellung von Anwendungen im Browser sein wollen. React hingegen will höchstens das „V“ – also der „View“ – in MVC (Model – View – Controller) sein und arbeitet mit beliebigen anderen Frameworks oder Bibliotheken zusammen.

Die mit React erstellten Komponenten sind View-Templates mit Event-Handler und eigener Zustandsverwaltung, die zusätzlich ihr benötigtes HTML und CSS enthalten können. Damit haben sie außer React selbst keine weiteren Abhängigkeiten und lassen sich universell sowie gemeinsam mit anderen JavaScript-Umgebungen und -Frameworks einsetzen. Zwar sind einzelne Elemente von Frameworks wie Angulars „Directives“ dem Ansatz der React-Komponenten ähnlich, erfordern aber als Teil des Frameworks eine Angular-Application und einen Controller.

React ist zudem isomorph, das heißt derselbe Code lässt sich mit relativ wenig Aufwand server- oder client-seitig verarbeiten. Die anderen Frameworks arbeiten in der Regel im Client (Browser) und brauchen derzeit – die künftige Version Angular 2.0 soll auch auf dem Server laufen – externe, zum Teil aufwendige Lösungen und Tools, damit ein Server sie verarbeiten kann.

Komponenten für die Web-Anwendung

In der Kapselung von Funktionen, Events und View-Code ähnelt React den W3C-Web-Components. Während diese aber mit ihrem Shadow-DOM nativ im Browser laufen, geht React den umgekehrten Weg und abstrahiert alle DOM-Operationen in seinem Virtual-DOM vom Browser.

React führt alle Operationen zunächst in diesem Virtual-DOM aus. Dann vergleicht es dessen Zustand mit dem des DOMs im Browser und ändert die Unterschiede im Browser-DOM entsprechend ab. Das klingt aufwendig, ist in der Praxis aber performant, da dies viele DOM-Operationen normaler JavaScript-Programmierung einspart. Ein Ansatz, der auch in 3D-Bibliotheken für die Spieleprogrammierung seinen Einsatz findet.

Zusätzlich reduzieren die React-Komponenten die Abhängigkeiten vom Rest der Web-Anwendung. Statt eines Mixes aus HTML, CSS und JavaScript, dessen Code über diverse Dateien verteilt ist, fasst React alle Bestandteile in einer Komponente zusammen. Das steht im Gegensatz zur herrschenden Lehre der Webentwicklung – die JavaScript, HTML und CSS fein säuberlich trennt – und rief entsprechend ablehnende Reaktionen hervor.

Doch dieser Virtual-DOM-Ansatz kann eine Anwendung aus React-Komponenten, etwas jQuery und einem kleinen JS-Router leistungsfähiger machen, als die eines ausgewachsenen JavaScript-MVC-Frameworks. Wenn eine typische MVC-Anwendung Daten aufgrund von Nutzer-Events ändert, ruft sie dazu diverse Controller auf, die ihre Views an den verschiedenen Stellen des DOM-Baums im Browser aktualisieren. React ändert aber nur das Virtual-DOM. Anschließend passt es nur den Teil des DOM-Baums an, dessen Zustand sich unterscheidet.

Da DOM-Operationen zu den langsamsten Elementen einer JavaScript-Anwendung gehören, erscheint React mit seinem Performance-Versprechen – Widerspruch zur herrschenden Lehre hin oder her – sehr attraktiv. So gewinnt React zunehmend Fans in der Entwicklergemeinschaft.

Grundlagen: Hallo Welt

Nach dem Download des Starter-Kits und der Einbindung der nötigen Bibliotheken können React-Einsteiger sofort loslegen. React bringt die XML-artige Template-Sprache JSX mit. Mit dieser können Entwickler JavaScript-Code, CSS und HTML kapseln und modular einsetzen.

React-Code binden Entwickler mit dem script-Tag in das HTML-Dokument ein. Um JSX zu rendern, kommt der eigene Typ „text/jsx“ zur Anwendung. Die React-Bibliothek JSXTransformer.js kompiliert diesen Code zur Laufzeit des Browsers in reines JavaScript.

Das folgende Beispiel definiert eine Klasse „HelloWorld“ mit React.createClass. Ihre Render-Methode gibt das in der Template-Sprache JSX formulierte HTML zurück. JSX ähnelt HTML, ist aber eine eigene XML-artige Sprache mit einigen Syntax-Unterschieden zu HTML. Sie wird zur Laufzeit in JavaScript übersetzt.

Anschließend initialisiert „React.render“ die Klasse als Komponente und fügt sie in das DOM ein. Die Referenzierung der Klasse erfolgt wiederum in einer XML-ähnlichen Schreibweise mit „<HelloWorld/>“ und wird in den div mit der ID „container“ gerendert:

Einstieg: Hello World

<div id="container"></div>`
<script type="text/jsx">`
  var HelloWorld = React.createClass({`
	render: function() {`
	  return (`
		<p>Hallo Welt!</p>`
	  )`
	}`
  });`
  React.render(`
	<HelloWorld/>,`
	document.getElementById('container')`
  );`
</script>`

Listing 1

Die kleine Beispiel-Anwendung von React zieht Bilder von flickr und zeigt sie in einer Art Lightbox. Anhand dieses Beispiels lässt sich die Funktionsweise von React gut erklären.
Die kleine Beispiel-Anwendung von React zieht Bilder von flickr und zeigt sie in einer Art Lightbox. Anhand dieses Beispiels lässt sich die Funktionsweise von React gut erklären.

Die dynamische flickr-Komponente

Um nützlich zu sein, sollten React-Komponenten auch Parameter verarbeiten, Datenstrukturen vorhalten und auf externe Events reagieren können. Dafür stellt React „Props“, Events und den „State“ bereit.

Die folgende, kleine Anwendung besteht aus drei einfachen React-Komponenten, die von flickr die aktuellsten Bilder zu einem bestimmten Tag „abholt“ und als Thumbnail darstellt. Beim Klick auf ein Thumbnail zeigt sie das entsprechende Bild in einer Art Lightbox und schließt sie mit einem Klick auf das Bild wieder.

Den Code dieser kleinen Testanwendung gibt es bei JSBin (dort kann man sie auch ausprobieren) oder in einem gist unter diesem Link. Der Ausgangspunkt ist die Komponente „Flickerer“, die Entwickler wie folgt mit React.render einbinden:

Die Komponente „Flickerer“ einbinden

React.render(
	<Flickerer tag="rp15" />,
	document.getElementById('container')
);

Listing 2

Das Argument tag=rp15 übergibt der Komponente Parameter, die sogenannten *Props* – abgeleitet von „Properties“, also Eigenschaften. Innerhalb einer React-Klasse kann eine Anwendung auf diese Parameter per this.props zugreifen. Mit this.props.tag gibt der JSX-Code im HTML das dargestellte Tag mit aus.

Eigenschaften per Props übergeben

<h2>Neueste Bilder für Tag <i>{this.props.tag}</i>:</h2>

Listing 3

Anhand der Klasse „Flickerer“ lässt sich nun der Lifecycle einer React-Komponente betrachten:

Lifecycle einer Komponente betrachten

var Flickerer = React.createClass({
  getInitialState : function() {
	... Code
  },
  componentDidMount: function() {
	... Code
  },
  render: function() {
	return (
	... JSX-Code zur Darstellung
	)
  }
});

Listing 4

Das Event „getInitialState“ führt grundlegende Operationen unmittelbar nach dem Laden aus. In diesem Beispiel initialisiert dies den „State“ mit einem leeren Array, das später unsere flickr-Bilder aufnimmt: this.state.pics. Der „State“ ist die interne Datenstruktur der React-Komponente. Er lebt quasi in ihr und lässt sich nicht von außen, sondern nur durch Events und Methoden der React-Klasse verändern.

Das Event „componentDidMount“ führt die Komponente aus, sobald das initiale Laden der Komponente in das DOM abgeschlossen ist. Das Beispiel lädt an dieser Stelle die flickr-Bilder für den mit den Props übergebenen Tag. Wenn das abgeschlossen ist, enthält this.state.pics ein Array mit flickr-Thumbnails. Der Befehl „render“ verarbeitet schließlich den Code für die Darstellung der Thumbnails und schreibt HTML in die Seite:

Darstellung der Thumbs rendern

return (
  <div>
  <h2>Neueste Bilder für Tag <i>{this.props.tag}</i>:</h2>
  {
	this.state.pics.map(function(pic) {
	  return (
		<FlickrThumb
		  key={pic.key}
		  image_url={pic.img.media.m.replace("_m", "_q")}
		image_title={pic.img.title} />
	  )
	})
  }
  </div>
)

Listing 5

Neu ist die Iterierung über das Array in this.state.pics. Für jedes Thumbnail lädt die Beispielanwendung nun eine weitere Komponente: <FlickrThumb />. Sie erhält die zur Darstellung nötigen Informationen als Props. JSX und normales JavaScript lassen sich hier gemeinsam in der render-Methode verwenden.

Die Events schließlich initialisieren den Ausgangszustand der Komponente oder verändern durch Reaktion auf externe Browser-Events ihren State. Neben den mitgelieferten Events wie getInitialState oder componentDidMount können Entwickler auch eigene Events als Reaktion auf Nutzereingaben definieren. Diese lassen sich dann ganz altmodisch mit Events wie „onclick“ direkt im HTML implementieren.

In der Beispielkomponente FlickrThumb soll ein Klick auf das Thumbnail das Bild in einer vergrößerten Darstellung öffnen. Dazu bindet man in der Render-Methode per JSX ein Event der Komponente mit „onclick“ an das kleine Bild:

Event an das Bild binden

<img onClick={this.handleClick} />

Listing 6

Die Anweisung „handleClick“ muss als Methode in der Komponente existieren. In diesem Beispiel initialisiert sie die dritte Komponente <FlickrFull /> mit den für das Bild benötigten Props und rendert sie in den div mit der ID „fullpic“:

Bei Klick Bild in Vollansicht zeigen

handleClick : function() {
 React.render( <FlickrFull image_url={this.props.image_url} /> ,
   document.getElementById('fullpic'));
}

Listing 7

Die Komponente <FlickrFull /> enthält ihrerseits Event-Code, um sich im Falle eines Klicks mit dem Event „unmountComponentAtNode“ selbst wieder zu entfernen:

Vollansicht bei Klick schließen

handleClick : function() {
React.unmountComponentAtNode(document.getElementById('fullpic'));
}

Listing 8

Wie bereits beschrieben, behandelt React die in ihm definierten Events stets nur intern am Virtual-DOM. Erst das Endergebnis nach der Verarbeitung übergibt es an das Browser-DOM.

Spätestens seit das Framework React Native im März 2015 erschienen ist, ist die JavaScript-Library React in aller Munde. React Native überführt JSX-Anwendungen in native mobile Apps.
Spätestens seit das Framework React Native im März 2015 erschienen ist, ist die JavaScript-Library React in aller Munde. React Native überführt JSX-Anwendungen in native mobile Apps.

Das React-Ökosystem

Das Kompilieren der JSX-Template-Sprache im Browser zu JavaScript ist relativ langsam. Darum bietet React diverse Möglichkeiten zur Integration von React in Tooling-Umgebungen an. Wer über den node.js-Paket-Manager die sogenannten „react-tools“ installiert, erhält einen Kommandozeilen-JSX-Compiler, der JSX-Code zur Auslieferung auf den Server in reines JavaScript umwandelt. Auch für grunt, gulp und Konsorten gibt es in den Complementary Tools diverse Werkzeuge zur Integration in diese oder für Code-Editoren.

Facebooks Flux wird gerne in einem Atemzug mit React erwähnt, ist aber eine unabhängig davon existierende, unidirektionale Datenfluss-Architektur, die Facebook für client-seitige Web-Anwendungen verwendet. Flux vereinfacht den Informationsfluss zwischen Daten und Views in der Oberfläche. Dazu verarbeitet es diesen nicht (wie Angular und Co) nach einem MVC-Modell, sondern, radikal vereinfacht, über einen zentralen Dispatcher. Diese Architektur können Entwickler unabhängig von React nutzen. React ist aber gut dafür geeignet, weil Facebook es parallel entwickelte und es konzeptionell von den auf Datenflüssen basierenden, reaktiven Paradigma inspiriert ist.

Zudem dient das Framework React Native dazu, in React-Code programmierte Anwendungen in native Apps für iOS, Android und Co. zu überführen. Damit soll es möglich sein, dieselben React-Komponenten in Websites und nativen Apps zu verwenden.

Fazit: Zunächst eigenwillig, aber Ausprobieren lohnt sich

React wirkt anfangs etwas eigenwillig. Die Facebook-Entwickler haben seine gesamte Architektur auf Hochleistung optimiert und dafür einige Dogmen der Webentwicklung über Bord geworfen. Dazu gehört die Trennung von HTML und CSS zur Darstellung sowie JavaScript-Code für die Applikationslogik. Lässt man sich aber darauf ein, lernt man schnell die Vorteile gekapselter Komponenten bei der Entwicklung komplexer Oberflächen zu schätzen.

React ist ein Gegenentwurf aus der Praxis zu den Web Components. Während sich letztere irgendwann nativ im Browser ausführen lassen sollen, macht React das Gegenteil: Es abstrahiert sich vom Browser mit Hilfe seines Virtual-DOM und seiner eigenen Event-Queue. Erst ganz am Ende, wenn React den Zustand seines Virtual-DOMs an das Browser-DOM anpasst, kommt der Browser ins Spiel. Im Gegensatz zu den Web Components des W3C ist React hier und jetzt verfügbar. Da es sich zudem noch mit anderen Technologien und Frameworks einsetzen lässt, gibt es eigentlich keinen Grund, React nicht einfach einmal auszuprobieren.

Der Autor

Ralf Graf Ralf Graf arbeitet unter netz8.de als freier Web-Entwickler in Karlsruhe. Er realisiert seit 1996 Web-Sites und -Anwendungen, aktuell mit den Werkzeugen Webstandards, Ruby On Rails, JavaScript und PHP. Er twittert unter @leralle über die Welt als solche und Fußball.

26 Jun 16:40

The Engineering of a Disposable Diaper [video]

24 Jun 12:52

Sensors and Data Intelligence Has Allowed This Airport to Cut Wait Times by Half

24 Jun 12:52

Aktuelles von Solar Impulse 2 - dem effektivsten Beleg dass Solarflugzeuge unbrauchbar sind

Bild rechts: Segelflugzeuge. Ein Solarflugzeug abzubilden ist aus Urheberrechtsgründen nicht möglich.

Der aktuelle Vertreter dieser Art – Solar Impulse 2 – darüber wurde letztes Jahr berichtet „Die Sonne fliegt immer mit!“:

[2] Solar Impulse 2: Doch die Reiseumstände sind nicht gerade modern. Das Flugzeug ist im Durchschnitt nur mit Tempo 60 unterwegs, eine echte Heizung fehlt. Die Piloten müssen extremen Temperaturen zwischen minus 20 und plus 40 Grad trotzen. Die Benutzung der Toilette – zu finden unter einem Deckel in der Sitzfläche – kommt einer logistischen Meisterleistung gleich: Es sind fünf Schichten Daunenkleidung abzulegen.

Dabei übertrifft das Solarflugzeug mit 72 Meter Spannweite die Flügelspannweite einer Boeing 747-8I (größtes Passagierflugzeug der Welt) von 68,7 m. Währen die Boeing dabei 362 komfortable Plätze alleine für die Passagiere bietet, findet sich im Solarflugzeug als Passagier einzig der Pilot, welcher sich in einer Minikabine mit 3,8 Kubikmetern auf der längsten Etappe ca. 5 Tage lang das Gefühl einer mittelalterlichen Folterzelle erfahren  darf. Froh darf er dabei sein, nicht als Legehuhn zu gelten, denn dann würden ihm Tierschützer den Aufenthalt darin verbieten. Zwischendurch auch mal schnell 4 Wochen Wartezeit wegen schlechtem Wetter - wer auf „Solar“ reist, nimmt das gern in Kauf. Die Segelklipper vor 100 Jahren waren auch nicht viel langsamer und mussten „schlechtes Wetter“ notfalls auch abwettern oder im Hafen abwarten.

Es wollte auf seiner von Problemen und Pannen gesäumten Erdumrundung zur letzten Etappe von Amerika zum alten Kontinent starten, was aber leider misslang. Das Wetter war wieder mal nicht gut genug.

Stuttgarter Nachrichten [1]

Ursprünglich hatte der aus Karbonfasern gebaute Flieger schon am Dienstag in Lehigh Valley im US-Bundesstaat Pennsylvania starten sollen, wo er in der Woche zuvor gelandet war. Der Abflug war allerdings wegen schlechten Wetters auf Freitagabend verschoben worden

Verblüffend ist die Ziel(un)genauigkeit der Ankunft:

[1] Das zuständige Kontrollzentrum in Monaco schaue bereits nach einem Schönwetter-Fenster für die Überquerung des Großen Teichs: „Wir werden irgendwo zwischen Irland und Marokko landen.

Einer Bewertung dieser Zielgenauigkeit enthält sich der Autor. Er erlaubt sich allerdings eine Anmerkung:

Ein Klipper traf noch weit vor der GPS-Ära mit Kompass und Sextant den vorgesehenen Hafen. Wenn nicht, war in der Regel der Kapitän besoffen - ein leider sehr weit verbreitetes Übel in der damaligen Seeschifffahrt. Warum ein Fluggerät, welches Schwierigkeiten hat einen Kontinent zu treffen nun „richtungsweisend“ und „super-modern“ sein soll, kann vielleicht ein Green-studierter Fachmann im Blog erklären. Am Leiden der alten Schifffahrt kann es nicht liegen, denn für den erforderlichen Schnaps ist gar kein Platz an Bord.

Sobald bekannt ist, wie der Geschwindigkeitswettstreit zwischen historischem Segelklipper und teuerster Green-Technik ausgeht, wird berichtet. Der Wettstreit, welche Transportart billiger, effektiver und zielsicherer war, ist bereits entschieden – EEG-Niveau eben -.

Klimaretter.Info sieht dafür trotzdem Verwendung:

[3] Neben dem Appell zum Klimaschutz soll der Rekordflug auch für die Entwicklung von umweltschonenden Motorflugzeugen werben, die ohne Brennstoff auskommen. Für große Flugzeuge eignet sich die Solartechnik allerdings kaum, heißt es bei Ingenieuren. Aussichtsreicher erscheint die Entwicklung von Elektroflugzeugen oder Luftschiffen.

Die letzte Firma, welche im großen Stil Luftschiffe bauen wollte, ist in den neuen Bundesländern mit dem Boom-Ende des Neuen Marktes zugrunde gegangen. Aber vielleicht lässt sich das (für die damaligen Anleger frustrierend ausgegangene Experiment) wiederholen, indem Solarpanelen aufgeklebt werden.

Quellen

[1] Stuttgarter Nachrichten: Solar Impulse 2 Sonnenflieger segelt über New York

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.solar-impulse-2-sonneflieger-segelt-ueber-new-york.4db5a605-6aef-4142-b05e-05519eb5576e.html

[2] EIKE 26.09.2015: Die Sonne fliegt immer mit! Wenn ein smarter Segelflugverein und ein überforderter Redakteur zusammentreffen – wird Solarflug zur Erfolgsstory

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/die-sonne-fliegt-immer-mit/

[3] Klimaretter.Info: "Solar Impulse 2" landet in New York

http://www.klimaretter.info/mobilitaet/nachricht/21395-solar-impulse-2-landet-in-new-york

24 Jun 12:52

Diese neue Studie nagt an den Behauptungen der globalen Panikmacher

Eine große wissenschaftliche Studie an der University of Reading stellt fest, dass die Wechselwirkungen zwischen Aerosolen und Wolken viel schwächer sind, als die meisten Klimamodelle annehmen, das könnte bedeuten, dass der Planeten sich viel weniger erwärmt als vorhergesagt .

"Derzeit sind nur wenige Details bekannt, aber die Ergebnisse einer großen wissenschaftlichen Studie über die Auswirkungen von anthropogenen Aerosolen auf Wolken, hat anscheinend große Auswirkungen auf die Projektionen zum Klimawandel -im Wesentlichen werden zukünftige Temperaturanstiege geringer ausfallen." schrieben die Klima-Wissenschaftler Patrick Michaels und Chip Knappenberger vom Cato Institute kürzlich in einem Blog-Post.

Michaels und Knappenberger, die sich selbst als "handwarm" bezeichnen, zitierten einen Blog-Post von Wissenschaftler Dr. Nicolas Bellouin über die vorläufigen Ergebnisse seiner umfangreichen Recherchen, in diesem eher vagen Bereich der Klimawissenschaft.

Bellouin schrieb: "Es gibt Grund zu der Annahme, dass die Wechselwirkungen von Aerosol-Wolken schwächer sind als von den Klimamodellen simuliert -. Und vielleicht sogar schwächer als die vorläufigen ... Schätzungen"

Wenn Bellouin‘s vorläufige Ergebnisse zutreffen (oder nach unten revidiert werden), würde das bedeuten, es gibt weniger kühlende Wirkung der vom Menschen verursachten Aerosole die mit Wolken interagieren, die Wolken verwandeln, so dass mehr ankommende Sonnenenergie in den Weltraum zurück prallt.

"Es kann sein, dass Aerosol-Wolken-Wechselwirkungen in der natürlichen Variabilität der Wolkeneigenschaften verloren gehen, aber für eine so große Störung, sind die Auswirkungen überraschend schwer zu isolieren", schrieb Bellouin.

Seit Jahrzehnten gingen die Wissenschaftler davon aus, dass Aerosole - emittiert vor allem aus Kohlekraftwerken, Schifffahrt , Autofahrten und anderen industriellen Quellen - eine beträchtliche Kühlwirkung auf den Planeten haben, aber das ist vielleicht nicht der Fall. Noch wichtiger ist jedoch die Tatsache, dass, wenn Aerosole nicht viel Kühlwirkung haben, der Planeten gegenüber einem Anstieg der Treibhausgasemissionen nicht so empfindlich ist. Das bedeutet weniger Erwärmung.

 

"Weniger Kühlung durch Wolken bedeutet, dass  dieTreibhausgase weniger Erwärmung produziert haben, als die Klimamodelle bestimmt haben", schrieben Michaels und Knappenberger. "Eine andere Möglichkeit, diese neue Erkenntnis zu bewerten ist, dass die Klimasensitivität der Erde - wie viel wird die Erdoberfläche bei einer Verdoppelung der vorindustriellen atmosphärischem Kohlendioxid Konzentration erwärmt - ist weit unter der des durchschnittlichen Klimamodells (3,2 ° C) und in der Nähe des unteren Ende des mit 1,5 °C bis 4,5 °C vom IPCC beurteilten Bereichs".

Michaels und Knappenberger sind an Bellouin Arbeit besonders interessiert, da es eine Studie aus dem letzten Jahr von Bjorn Stevens, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Meteorologie, zu unterstützen scheint. Auch dort wurde festgestellt, dass die Aerosole viel geringe Kühlwirkung auf den Planeten haben, als von Klimamodellen angenommen.

"Die Ergebnisse dieser neuen Studie scheinen die Ergebnisse einer Analyse - im vergangenen Jahr von Bjorn Stevens vom Max-Planck-Institut für Meteorologie veröffentlicht - zu bestätigen, die auch eine viel kleinere, anthropogene Steigerung der Kühleigenschaften von Wolken zeigte" schrieben Michaels und Knappenberger.

Stevens stützt sich auf seine eigene Meinung, nicht auf eigene Ergebnisse. Und jetzt scheint es, dass seine Forschung durch Bellouin Arbeit unterstützt wird. Mit weniger Aerosolkühlung könnten die Klimamodelle optimiert werden und würden dann weniger zukünftige Erwärmung vorhersagen.

"Am Ende rechnen die Wissenschaftler für Aerosol-Wolken damit, dass es dazu kommen wird, zu zählen, wie oft Wolken eine starke Empfindlichkeit zeigen bei Aerosol Störungen", schrieb Bellouin. "Diese Diskussionen geben mir das Gefühl, dass solche Situationen selten vorkommen und der Strahlungsantrieb der Wechselwirkungen von Aerosol-Wolken muss möglicherweise zu schwächeren Werten nach unten revidiert werden."

 

Sreenshot eines Videoclip von Barack Obama – Klimawandel kann nicht an einzelnen Wetterereignissen festgemacht werden, aber an verlorenem Leben und verlorenen Lebensgrundlagen

Erschienen auf The Daily Caller am 08. 06. 2016

Übersetzt von Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2016/06/08/this-new-study-devastates-claims-of-global-warming-alarmism/

24 Jun 12:51

Modulares Blockchain-Framework von Microsoft: Das steckt hinter Project Bletchley

by Kim Rixecker

Unter dem Namen Projekt Bletchley hat Microsoft ein modulares Framework für Blockchain-basierte Anwendungen vorgestellt. Wir verraten euch, was sich hinter dem ungewöhnlichen Namen verbirgt.

Projekt Bletchley: Microsoft stellt Framework für Blockchain-Anwendungen vor

Als Teil der Cloud-Plattform Azure arbeitet Microsoft schon seit geraumer Zeit an der Idee, den Blockchain als Service anzubieten. Mit dem neuen Framework Projekt Bletchley will der Softwaregigant jetzt die Entwicklung entsprechender Anwendungen vorantreiben. Projekt Bletchley führt dazu zwei neue Konzepte ein: Blockchain-Middleware und Cryptlets.

Das Framework Projekt Bletchley soll die Entwicklung von Blockchain-Anwendungen vorantreiben. (Grafik: Microsoft)
Das Framework Projekt Bletchley soll die Entwicklung von Blockchain-Anwendungen vorantreiben. (Grafik: Microsoft)

Blockchain-Middleware soll Kernfunktionen von Diensten in der Cloud wie beispielsweise zum Identitätsmanagement, beim Analytics oder dem maschinellen Lernen zur Verfügung stellen. Auf Basis der Azure-Cloud soll diese Middleware mit verschiedenen Blockchain-basierten Technologien zusammenarbeiten. Cryptlets wiederum bezeichnet Microsoft als neue Bausteine der Blockchain-Technologie. Sie sollen die sichere Kommunikation zwischen der Azure-Cloud, dem Middleware-Ökosystem und der Technologie des jeweiligen Kunden sicherstellen.

Projekt Bletchley: Weitere Details sollen im Juli 2016 folgen

Wer sich genauer mit Projekt Bletchley befassen möchte, der findet auf GitHub ein erstes Whitepaper. Darin erklärt Marley Gray, der bei Microsoft für den Geschäftsbereich Blockchain verantwortlich ist, wie sich der Konzern den Einsatz von Blockchain-Middleware und Cryptlets vorstellt. Weitere Details gibt es allerdings erst im Rahmen der diesjährigen Worldwide Partner Conference, die vom 12. bis zum 16. Juli 2016 in Toronto stattfinden wird.

Wer sich mit der zugrundeliegenden Technologie beschäftigen möchte, der sollte unseren Artikel „Die Technologie hinter Bitcoins: Wie Blockchain das Internet für immer verändern könnte“ lesen.

24 Jun 12:51

Der Hype um AGW bemühte Wetter-Mythen

Bild rechts: Ein Bericht von Daniel Defoe aus dem Jahr 1703! (Siehe unten im Beitrag)

Ständig wird die Verwirrung in den Klimadebatten neu geschürt, weil die Befürworter permanent je nach Belieben die Begriffe ,natürlich' und ,normal' verwenden. Dies ist eine Reflektion der philosophischen und intellektuellen Verwirrung und Widersprüche, die aus der Irreführung resultieren. Möglicherweise wird auch die im Hintergrund liegende Anti-Humanität vieler Extrem-Umweltaktivisten reflektiert. So heißt es beispielsweise im Global Warming: The Greenpeace Report aus dem Jahre 1990, herausgegeben von Jeremy Leggett, dass CO2 der Atmosphäre auf natürliche und unnatürliche Weise hinzugefügt wird. Mit ,unnatürlich' ist der anthropogene Anteil gemeint. Ist es da vernünftig anzunehmen, dass – falls das, was wir als Tiere tun, unnatürlich ist – wir selbst unnatürlich sind? Goethe hat dieses Dilemma auf den Punkt gebracht mit seinen Worten:

Das Unnatürliche – das ist auch natürlich“.

Ironischerweise hat der Markt über den Report von Legget geurteilt. Eine Paperback-Ausgabe ist erhältlich für einen Cent (1 Cent!) unter der Voraussetzung, dass man für die Lieferung 3,99 Dollar zahlt. Zum Vergleich: Eine zweite Ausgabe einer wirklichen wissenschaftlichen Arbeit, nämlich The Little Ice Age von Jean Grove, Erstveröffentlichung im Jahre 1988, ist in Hardcover erhältlich für 657,82 Dollar – Lieferung frei Haus.

Man kombiniere diese Verwirrungen des Natürlichen und des Unnatürlichen, des Normalen und des Anomalen mit falscher Wissenschaft – und man erzeugt Mythen wie etwa die Behauptung, dass mit der globalen Erwärmung Stürme* in Zukunft häufiger und heftiger werden.

[*Der englische/amerikanische Terminus ,storm' ist viel umfassender als die direkte Übersetzung ,Sturm'. Als ,Storm' bezeichnet man im angelsächsischen Sprachraum alle signifikanten Wettervorgänge, darunter natürlich auch Sturm, aber auch starken Regen/Schnee usw. ohne Sturmwinde. Ein ,thunderstorm' ist einfach ein Gewitter, egal ob dabei Sturm auftritt oder nicht. – Der Einfachheit halber bleibe ich hier bei der Übersetzung ,Sturm'. Anm. d. Übers.]

Der häufigste Sturmtypus, welcher möglicherweise für mehr Todesfälle mit der Zeit verantwortlich ist als Hurrikane und andere Wetterextreme sind Tiefdruckgebiete der Mittleren Breiten. Abbildung 1 zeigt eine [schematisierte] Karte eines solchen Tiefdruckgebietes sowie die Art und Weise, mit der sich kalt- und Warmfronten bilden:

Abbildung 1

Die Tiefdruckgebiete der Mittleren Breiten bilden sich an der Polarfront und verlagern sich meist von West nach Ost. Diesen Prozess nennt man Zyklogenese.

Abbildung 2

Das kritische Phänomen ist nicht die Kaltluft als solche, sondern das, was sie bei der Verlagerung anrichtet. Dass das IPCC für dessen politische Agenda den Schwerpunkt auf die Warmluft legt bedeutet, dass die meisten Menschen nicht wissen, dass es die Kaltluft ist, die vorgibt, was in der Atmosphäre passiert. Bei der weiteren Verstärkung des Tiefdruckgebietes dringt die Kaltluft mit der Kaltfront an ihrer Vorderseite immer weiter vor. Dieses Vorankommen macht die vorgelagerte feuchtwarme Luft instabil, was das Potential für Tornados erzeugt. Dringt auf der Vorderseite des Tiefdruckgebietes die Warmluft vor, bildet sich die Warmfront.

Das IPCC prophezeit, dass die Tiefdruckgebiete der Mittleren Breiten im Zuge der globalen Erwärmung an Häufigkeit und Stärke zunehmen. Das Problem dabei: Das ist wissenschaftlich falsch [was man jedes Jahr nachvollziehen kann, wenn man sich vor Augen führt, wann diese Tiefdruckgebiete am stärksten sind: im Winter nämlich. Im Sommer gibt es sie {fast} überhaupt nicht! Anm. v. Hans-Dieter Schmidt]. Dies bedeutet automatisch, dass man dort inkompetent ist oder absichtlich betrügen will: In jedem Falle handelt es sich um verwerfliches Verhalten.

Abbildung 3

Abbildung 3 ist eine einfache schematische Darstellung der zwei Hauptluftmassen, die die Atmosphäre teilen. Auf der Südhemisphäre ist es fast genauso, außer dass die wesentlichen Vorgänge auf einer anderen Breite und infolge des Verhältnisses zwischen Ozean und Festland intensiver ablaufen. Die Polarfront fällt zusammen mit der Linie der Null-Strahlungsbilanz [Zero Energy Balance (ZEB)], die Abbildung 4 zeigt:

Abbildung 4

Abbildung 4 zeigt die mittlere Position der ZEB und damit die Polarfront. Abbildung 5 zeigt die mittlere Lage im Sommer bzw. im Winter:

Abbildung 5

Die Zugbahnen der Stürme variieren mit der Jahreszeit, folgt doch die ZEB/Polarfront der saisonalen Verschiebung. Ein zweiter, die Zugbahnen der Stürme beeinflussender Faktor sind die Rossby-Wellen, die die Polarfront mäandrieren lassen. [Wer zu Rossby-Wellen Näheres wissen möchte, der klicke hier. Da gibt es eine gute und sehr anschauliche Erklärung. Anm. v. Hans-Dieter Schmidt]. Dabei gibt es zwei grundlegende Strömungsmuster: zonale (Abbildung 6) und meridionale (Abbildung 7) Strömung:

Abbildungen 6 und 7

Die Stärke der zirkumpolaren Strömung (Jet Stream) und die Intensität der sich in ihrem Bereich entwickelnden Stürme sind eine Funktion des Temperaturgegensatzes über die Polarfront, bekannt unter der Bezeichnung ,zonaler Grundstrom'. Er wird definiert als:

Eine Maßzahl der Stärke der Westwinde in den Mittleren Breiten, dargestellt als die horizontale Luftdruck-Differenz zwischen 35°N und 55°N; oder als der korrespondierende geostrophische Wind.

Die Druckdifferenz ist also eine Funktion des Temperaturgegensatzes – je größer der Temperaturgegensatz, umso größer die Druckdifferenz und umso stärker die Strömung und das Potential für stärkere Stürme. Dem IPCC zufolge soll die Erwärmung in polaren Luftmassen stärker zu Buche schlagen als in tropischen Luftmassen. Als Folge hiervon müsste sich der zonale Grundstrom abschwächen und damit auch das Potential für Zyklonen der Gemäßigten Breiten.

Jedermann weiß, dass eine kaputte Uhr zweimal pro Tag die genaue Zeit anzeigt. Genauso ist die Lage hinsichtlich der Behauptungen der AGW-Befürworter über zunehmende Tiefdrucktätigkeit, zu der es kommen wird, aber nicht wegen Erwärmung, sondern wegen Abkühlung. Die gegenwärtige Lage ist problematisch, weil die Erde im Begriff ist sich abzukühlen, wie all die Beweise der sich ändernden Sonnenaktivität zeigen. Historisch gut belegt ist der Umstand, dass die Sturmaktivität bei Abkühlung zunimmt. Lamb identifizierte die Perioden signifikanter Abkühlung aus dem allgemeinen Abkühlungstrend vom Höhepunkt der Mittelalterlichen Warmzeit MWP zum Tiefpunkt der Kleinen Eiszeit LIA. Er machte diesbezüglich neun markante Phasen aus, was er auf Seite 452 in seinem Werk Climate: Present, Past, and Future beschreibt. In Kapitel sechs schreibt er:

Es kam zu zunehmender Stärke von Sturmereignissen und damit einher gehend zu Sturmfluten und Katastrophen durch Treibsand in Breiten von 50°N bis 60°N, vor allem im 13. Jahrhundert; sowie zwischen 1400 und 1450 sowie zwischen 1530 und 1700 (darunter fallen die großen Nordsee-Stürme von 1530, 1570, 1634 und 1694, der Hebriden-Sturm 1697 und der von Daniel Defoe beschriebene Sturm, der im Dezember 1703 über Südengland hinweg fegte). Es gibt Beweise, dass all diese Stürme stärker waren als in anderen Zeiten außer zwischen 1212 und 1362.

Defoe reiste durch England und untersuchte die Natur und der Stärke des Sturmes, den Verlust von Menschenleben und das Ausmaß der Schäden. Er veröffentlichte seine Ergebnisse (Abbildung 8):

Abbildung 8

Speziell die Kältewelle, die die ZEB/Polarfront zu jener Zeit weit nach Süden in Richtung des Äquators verschob, verursachte erhebliche Schwierigkeiten. Im Jahre 1695 veröffentlichte Reverend John Shower eine Predigt mit dem Titel [übersetzt] Winter-Meditationen: Eine Predigt über Frost und Schnee und Winde“. Die Kältewelle erreichte ihren Höhepunkt in dem außerordentlich kalten Jahr 1709. In den Philosophical Transactions der Royal Society wurde berichtet:

Die Menschen in ganz Europa wachten am 6. Januar auf und sahen, dass die Temperatur stark gefallen war. Einer dreiwöchigen Frostperiode folgte ein kurzes Tauwetter – bevor die Temperatur erneut stark fiel und auf dem niedrigen Niveau verharrte. Von Skandinavien im Norden bis nach Italien im Süden sowie von Russland im Osten und der Westküste von Frankreich verwandelte sich alles zu Eis. Das Meer fror zu, Seen und Flüsse froren zu, und die Erde gefror bis zu einer Tiefe von einem Meter oder sogar noch tiefer. Das Vieh starb vor Kälte in seinen Ställen, Bäume platzten und Reisende erfroren auf den Straßen. Es war der kälteste Winter seit 500 Jahren.

Man braucht kleinere Mythen, um einen großen Mythos zu stützen. Genau das ist die Historie des Betruges der globalen Erwärmung. Einstein hat einmal für die Wissenschaft gesagt:

Keine noch so große Anzahl von Experimenten kann beweisen, dass ich recht habe; aber ein einziges Experiment reicht aus für den Beweis, dass ich total unrecht habe.

Das Problem ist, dass wenn man es mit Mythen zu tun hat genau das Gegenteil der Fall ist:

Keine noch so große Anzahl von Experimenten kann jemals beweisen, dass ich unrecht habe; aber ein einziges Experiment reicht aus für den Beweis, dass ich recht habe.

Die Tatsache, dass Stürme im Zuge einer globalen Abkühlung häufiger werden, wird höchstwahrscheinlich den Mythos befeuern, dass globale Erwärmung dafür die Ursache ist. Traurigerweise braucht man nur einen vermeintlich fundierten Mythos, um die gesamte Mythologie am Leben zu halten.

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/06/12/the-hyping-of-anthropogenic-global-warming-agw-required-weather-myths/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Der Übersetzer bedankt sich bei seinem Freund Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt für die fachliche Überarbeitung dieses Beitrags.

24 Jun 12:49

Webhosting: Deutsche Telekom will Host Europe übernehmen

Die Deutsche Telekom will offenbar den Hosting-Anbieter Host Europe übernehmen. Ein Kaufpreis von 1,7 Milliarden Euro soll im Gespräch sein. Für den deutschen Markt könnte die Übernahme drastische Konsequenzen haben, auch höhere Preise für Kunden. (Telekom, Internet)
24 Jun 12:48

90 Milliarden Dollar pro Jahr: Afrikas Forderung ,to go green'

Im Zuge hochrangiger Erklärungen bzgl. der Ziele nachhaltiger Entwicklung sowie nach der Klimakonferenz in Paris Ende 2015 wächst der Appetit auf erneuerbare Energie in Afrika. Diese wird dringend gebraucht; die Energieversorgung des Kontinents reicht hinten und vorne nicht für die Deckung des Bedarfs der Menschen. Ein besseres System wird die ökonomische Diversifizierung voranbringen, die Produktivität erhöhen sowie die Gesundheit und das Wohlergehen der Bewohner verbessern.

Afrika fordert zwischen 60 und 90 Milliarden Dollar jährlich, um dieser Energieknappheit zu begegnen, also etwa das Vierfache des Investitions-Niveaus im Jahre 2014. Während fossile Treibstoffe, vor allem Kohle, Öl und Gas, weiterhin eine bedeutende Menge Energie liefern – besonders in Südafrika – müssen Erneuerbare eine größere Rolle spielen.

Afrika verfügt über viele Ressourcen. Sie reichen von Geothermie in Kenia und Äthiopien bis zu Wasserkraft in Sambia und der Dem. Rep. Kongo. Solar und Wind sind besonders vielversprechend dank sinkender Kosten und reichlicher Verfügbarkeit. Von Krankenhäusern in Lagos, die mit Solarenergie betrieben werden, bis zu Windparks am Lake Turkana [Tanganjika-See?] ist erneuerbare Energie nicht bloß ein Hirngespinst – sie ist Realität. Erneuerbare Energie kann die Energiesicherheit steigern, die Rechnungen für importierte Energie senken sowie den Energie-Mix diversifizieren und weniger risikobehaftet machen. Mittels Technologien ohne Netzanschluss können sie direkt bezahlbare Energie in ländliche Regionen liefern, die von einem Netzanschluss weit entfernt sind.

Aber um Erneuerbare in ausreichendem Maßstab abzuschöpfen, braucht man sehr wichtige Infrastrukturen: Sowohl Kern-Einrichtungen wie Wind- und Solarparks und Überlandleitungen, aber auch verbindende Infrastrukturen wie Straßen und Transportmittel zur Auslieferung von Produkten wie solar betriebener Handys. Dies erfordert effektive Vorschriften, ausreichende Finanzierung, geeignete Technologien und kluge Geschäftsmodelle.

Mehr: http://www.ihstowers.com/documents/7/EIU_Renewable_Report.pdf

IHS Towers, das afrikanische Unternehmen, das diesen Report zusammengestellt hat, scheint eine wesentliche afrikanische Erfolgsstory bzgl. Telekommunikation zu sein. Diese wird gestützt durch große Finanzunternehmen des Westens, darunter Goldman Sachs sowie Staatsfonds der Niederlande und Singapore.

Meiner Ansicht nach ist dieser Report nichts weiter als ein erneuter Beweis, dass Erneuerbare absolut unbezahlbar sind, selbst wenn sie in ingenieurstechnischer Hinsicht praktisch aussehen. Anders als die Schätzung Indiens von 2.5 Billionen Dollar offeriert IFS Towers zumindest einen Teilzahlungsplan. Aber es erscheint zweifelhaft, dass hoch verschuldete Regierungen des Westens jemals in der Lage sein werden, das Geld aufzubringen, um den Ambitionen des Reports zu genügen – und dies ist lediglich der Preisrahmen für Afrika, grün zu werden. Keinen Zweifel jedoch gibt es daran, dass westliche Regierungen die Rechnungen für weitere Jet-Set-Klimagipfel bezahlen werden anstatt irgendetwas Sinnvolles zu unternehmen. Damit kann dann jeder diese Themen diskutieren.

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/06/15/90-billion-per-year-africas-demand-for-going-green/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

24 Jun 12:48

Die Sonne ist blank*

Bild rechts: Die Sonne vor ein paar Tagen – frei von Flecken. Bild: NASA/SDO, spaceweather.com

Sonnenfleckenzahl der solaren Zyklen 22, 23 und 24 mit einem klaren Abschwächungstrend. Quelle: Dr. David Hathaway, NASA/MSFC

Information zur solaren Maximum-Phase

Der Zyklus Nr. 24 ist mittlerweile 7 Jahre alt, und es scheint, als hätte er im April 2014 sein Maximum überschritten, gab es doch in jenem Monat eine Aktivitätsspitze. Geht man zurück bis zum Jahre 1755, gab es nur wenige solare Zyklen unter den 23 Zyklen zuvor, die während der Maximum-Phase noch weniger Sonnenflecken aufwiesen. Die Aktivitätsspitze im April 2014 war tatsächlich die zweite Spitze, die noch über die erste Spitze vom März 2012 hinausging. Während viele Zyklen ein Doppelmaximum aufwiesen, ist dies der erste Zyklus, in dem das zweite Maximum stärker war als das erste Maximum. Die Anzahl von Sonnenflecken (oben) zeigt einen klaren Abschwächungstrend seit dem Maximum von Zyklus Nr. 22 im Jahr 1990. Die jüngste solare Minimum-Phase dauerte von 2007 bis 2009 und war historisch schwach. Tatsächlich lagen diese drei Jahre ohne Sonnenflecken seit Mitte des 19. Jahrhunderts unter den 20 schwächsten Jahren (siehe die Balkengraphik):

Die Jahre mit den meisten Tagen ohne Sonnenflecken. Das letzte solare Minimum erstrecke sich über drei dieser Jahre.

Konsequenzen eines solaren Minimums

Im Gegensatz zur allgemeinen Auffassung ist ein solares Minimum keine Periode vollständiger Ruhe und Inaktivität, geht ein solches doch mit zahlreichen interessanten Änderungen einher. Erstens gelangen kosmische Strahlen während eines solaren Minimums relativ leicht in das innere Sonnensystem. Galaktische kosmische Strahlen von außerhalb des Sonnensystems müssen sich gegen den Sonnenwind durchsetzen sowie gegen ein Dickicht magnetischer Felder. Während eines solaren Minimums schwächen sich der Sonnenwind sowie das Magnetfeld der Sonne ab, weshalb kosmische Strahlen leichter die Erde erreichen können. Für Astronauten ist dies gefährlich, da eine Zunahme intensiver kosmischer Strahlung leicht die menschliche DNA verändern kann. Auch die Extreme Ultraviolette Strahlung (EUV) der Sonne nimmt in Perioden mit weniger Sonnenflecken ab, und die obere Atmosphäre der Erde kühlt sich ab und zieht sich zusammen. Mit deutlich geringerer aerodynamischer Bremswirkung haben es Satelliten leichter, im Orbit zu bleiben – das ist gut. Andererseits tendiert Weltraumschrott dazu, sich zu akkumulieren, was den Raum um die Erde zu einem gefährlicheren Terrain für Astronauten macht.

Konsequenzen eines schwachen solaren Zyklus'

Schwache solare Zyklen können bedeutende Konsequenzen haben; vor allem dann, wenn sie eingebettet sind in einen langfristigen Vorgang. Erstens, dieser einzelne schwache Sonnenzyklus hat zu ziemlich freundlichem „Weltraumwetter“ in jüngster Zeit geführt mit geomagnetischen Stürmen, die allgemein schwächer als normal ausgefallen waren. In allen auf der Erde durchgeführten Messungen der geomagnetischen und geoeffektiven Sonnenaktivität war dieser Zyklus extrem ruhig. Jedoch, während bei einem schwachen Sonnenzyklus weniger Sonnenstürme auftreten als bei stärkeren und aktiveren Zyklen, heißt dies nicht, dass sie überhaupt nicht auftreten. Beispielsweise kam es zu dem berühmten „Supersturm“, nämlich dem Carrington Event of 1859, während eines schwachen Sonnenzyklus' (Nr. 10). Außerdem gibt es einige Beweise, dass die größten Ereignisse wie starke Sonneneruptionen oder bedeutende geomagnetische Stürme tendenziell während der abnehmenden Phase eines Sonnenzyklus' auftreten. Mit anderen Worten, die Möglichkeit signifikanter Sonnenaktivität während der kommenden Monate und Jahre besteht nach wie vor.

400 Jahre der Sonnenflecken mit Maunder- und Dalton-Minimum (wikipedia)

Zweitens ist es heute ziemlich sicher, dass die Sonnenaktivität einen direkten Einfluss auf die Temperaturen in einer Schicht in sehr großer Höhe der Erdatmosphäre hat, nämlich der Thermosphäre. Dies ist die vertikal mächtigste Schicht der Erdatmosphäre, und sie befindet sich unterhalb der Exosphäre. Die Temperaturen der Thermosphäre nehmen mit der Höhe zu infolge der Absorption hoch energetischer solarer Strahlung zu. Sie sind sehr stark abhängig von der Sonnenaktivität.

Und schließlich, falls die Historie Anhaltspunkte bietet, kann man sicher sagen, dass eine schwache Sonnenaktivität während längerer Zeiträume einen Abkühlungseffekt auf die globalen Temperaturen der Troposphäre hat. Es gab zwei herausragende historische Perioden mit Jahrzehnte langer schwacher Sonnenaktivität. Die erste Periode hat die Bezeichnung „Maunder-Minimum“, benannt nach dem Sonnenastronom Edward Maunder. Sie dauerte von etwa 1645 bis 1715. Die zweite Periode wird „Dalton-Minimum“ genannt nach dem englischen Meteorologen John Dalton. Sie dauerte von etwa 1790 bis 1830 (oben).

Beide historische Perioden fielen zusammen mit globalen Temperaturen kälter als normal während einer Ära, die heute vielfach die „Kleine Eiszeit“ genannt wird. Einer der Gründe, warum diese Perioden schwacher Sonnenaktivität mit niedrigeren globalen Temperaturen zusammenfielen, ist einer komplizierten Beziehung geschuldet zwischen Sonnenaktivität, kosmischer Strahlung und Wolken. Forschungen während der letzten Jahre haben ergeben, dass in Zeiten geringer Sonnenaktivität – während der der Sonnenwind typischerweise schwach ist – mehr kosmische Strahlen die Erde erreichen. Dies wiederum hat zur verstärkten Bildung bestimmter Wolkentypen geführt, die abkühlend auf die Erde wirken können.

Aussichten

Dieser historisch schwache Sonnenzyklus setzt den abnehmenden Trend der Stärke von Sonnenzyklen fort, der vorüber 30 Jahren mit dem Sonnenzyklus Nr. 22 begonnen hatte. Falls sich dieser Trend auch bei den nächsten Sonnenzyklen fortsetzt, würde wahrscheinlich die Diskussion über ein weiteres „Grand Minimum“ der Sonne zunehmen, was mit Jahrzehnte langen Perioden geringer Sonnenaktivität korreliert. Einige Sonnenphysiker prophezeien schon jetzt, dass der nächste Zyklus sogar noch schwächer ausfallen wird als der jetzige, der auch schon historisch schwach ist. Allerdings ist es einfach noch zu früh, um jenen Vorhersage höheres Vertrauen entgegenzubringen, glauben doch viele Sonnenphysiker, dass der beste Prädiktor der zukünftigen Stärke von Sonnenzyklen die Aktivität an den Polen der Sonne während des solaren Minimums ist – welchem wir derzeit rasch entgegen gehen – und das gegenwärtige Erscheinungsbild der Sonne mit wenigen oder gar keinen Flecken kann gut und gern während der nächsten Monate immer häufiger werden.

Meteorologist Paul Dorian, Vencore, Inc.

Link: http://www.vencoreweather.com/blog/2016/6/4/300-pm-the-sun-has-gone-completely-blank

Übersetzt von Chris Frey EIKE

24 Jun 12:48

CO2 Absurdistan in Norwegen – das Vorbild für Deutschland?

Bereits 2008 beschloss Norwegen, zum Jahr 2030 CO2-neutral zu werden:

[1] Zwei Drittel der Emissionen müssten im Inland eingespart werden, hieß es. Das soll durch Investitionen in erneuerbare Energien und öffentliche Verkehrsmittel erreicht werden. Im Gegenzug sollen die Steuern auf Benzin und Diesel erhöht werden.

Ministerpräsident Jens Stoltenberg bezeichnete die Vereinbarung, die auch nach einem Regierungswechsel Bestand haben soll, als das weltweit ehrgeizigste Programm gegen die Erderwärmung. Die Herausforderung des Klimaschutzes sei mit dem Programm zur Mondlandung zu vergleichen, erklärte der sozialdemokratische Regierungschef.

Nun wird es in die Tat umgesetzt. Im Unterschied zu Deutschland ist aber die Regierung dagegen und das Parlament dafür.

[2]Norwegen will 20 Jahre früher klimaneutral sein als geplant. Ungeachtet der Bedenken der konservativen Minderheitsregierung stimmten die Abgeordneten im Parlament mit 54 zu 47 Stimmen für eine Resolution, wonach das Nettovolumen der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen schon 2030 auf Null gesenkt werden soll und nicht erst 2050.

Die Umsetzung ist genial und gleichzeitig absurd. Man handelt die „Luftrechte“ über den CO2-Zertifikatehandel. Wie im Mittelalter eben. Wenn man im eigenen Land das Geld für größere Kirchen nicht mehr hat, bezahlt man eben den großen Petersdom. Ob sich die norwegischen Bürger darüber freuen, dass alleine die CO2-Zertifikate jeden Bürger 670 EUR im Jahr kosten, wurde nirgends berichtet.

[2]Fast der ganze Strom wird bereits durch Wasserenergie gewonnen. Um die CO2-Emissionen zu senken, muss das Ölförderland Verschmutzungsrechte im Ausland kaufen. Dies werde das Land ab dem Jahr 2030 etwa 20 Milliarden Kronen (3,2 Milliarden Euro) jährlich kosten, kritisierte Klima- und Umweltminister Vidar Helgesen in einem Brief an die Abgeordneten.

Ob diese 670 EUR sinnvoll ausgegeben sind, mag jeder selbst entscheiden. Zur Unterstützung dazu beispielhaft berechnet die „Rettungs“-Daten:

Ein norwegischer Bürger emittiert statistisch ca. 9 Tonnen CO2 pa. Die Forcingdaten zeigt die Tabelle.

Mit den 670 EUR pa trägt jeder norwegische Bürger 0,000000000009 Grad pa zur Klimarettung bei und ganz Norwegen (4,7 Mio Einwohner) 0,000043 Grad pa. Allerdings nur beim hohen IPCC-Forcing. Beim realistischen sind es davon ca. 1/3, was man aber als unbedeutende Haarspalterei abtun könnte. Gut, die Regierung macht darauf aufmerksam, aber was nutzt das bei Politikern. Da unterscheiden sich die Politiker verschiedener Länder eben nicht – bis auf die Regierung.

Damit jeder Bürger auch selbst spürt, wie ernst die Lage ist, reicht nicht, dass er nur Luft mit Strafe bezahlt. Wie man auch bei uns lernt, gelingt das Retten der Welt nur, wenn er es zusätzlich sprichwörtlich persönlich „erfahren“ und „erstrampeln“ muss. Ein Beispiel, wie es auch in Deutschland kommen wird.

DiePresse.com

[3] Norwegen fordert im vor wenigen Tagen veröffentlichten "National Transit Plan" eine radikale Umstellung für Fahrzeuge im Straßenverkehr, um eine Klimaneutralität des Straßenverkehrs bis 2050 zu erreichen. Dazu will das Land Verbrennungsmotoren von seinen Straßen verbannen, berichten mehrere deutsche Medien. Laut dem Plan der Verkehrsbehörde sollen ab 2025 alle neuen Autos elektrisch betrieben werden, für Neuwagen mit herkömmlichen Motoren wie Benzin und Diesel soll ein Verkaufsverbot kommen.

Zudem will das Land eine knappe Milliarde Euro in Rad-Autobahnen investieren.

Warum macht Norwegen das? Nun - weil für nichts mehr Geld da ist. Profilieren kann man sich dann nur noch im Ausland, indem man allen zeigt, zu welchen Einschnitten die Bürger genötigt sind, man aber die Weltengemeinschaft, bzw. die welche in der Welt an den richtigen (Geld-)Quellauslässen sitzen niemals im Stich lassen würde. Ein paar internationale Posten für einige Politiker könnten für solche Wohltaten ja auch noch abfallen, wenn man es dann im eigenen Land „verschissen“ hat.

[4] ... Das alles klingt gut und schön, man darf aber dabei nicht vergessen, dass Norwegen seit den 1970ern stark vom Öl profitiert, ein Fünftel der Wirtschaftsleistung basiert auf dem Rohstoff, der vor den Küsten wie verrückt gefördert wurde und wird. Jetzt, wo der Ölpreis im Keller ist und die Öl-Unternehmen Jobs und Projekte stanzen, fällt die Abhängigkeit noch stärker auf. Statoil, ein Ölriese und zu 67 Prozent in Staatsbesitz hat 2015 mit allen Sonderbelastungen ein Minus von 37,3 Milliarden Kronen eingefahren.

Quellen

[1] Reuters 17. Januar 2008: Öl-Exporteur Norwegen will schon 2030 CO2-neutral werden

http://de.reuters.com/article/norwegen-klima-idDEHAG74476020080117

[2] n-tv 15. Juni 2016: Norwegen will 2030 klimaneutral sein

http://www.n-tv.de/der_tag/Norwegen-will-2030-klimaneutral-sein-article17953026.html

[3] Die PRESSE.com: Norwegen plant Verbot für Diesel- und Benzinautos

http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4952027/Norwegen-plant-Verbot-fur-Diesel-und-Benzinautos

[4] Motorblock: No Gas in Norway? No way!

http://motorblock.at/norwegen-will-benzin-und-dieselfahrzeuge-verbieten/

24 Jun 12:48

Microsoft Band 2 reportedly has thicker skins in newer lot numbers

by John Callaham

A new report claims that newer versions of its Microsoft Band 2 fitness wearable might be shipping with thicker skins, to prevent tearing.

21 Jun 12:19

Gabriel beerdigt ungewollt die Energiewende

Das EEG zum Beispiel wimmelt nach vielen derartigen Verbesserungen von widersprüchlichen Bestandteilen; deren begrenzter Wirkungsradius richtete aber üblicherweise keine riesigen Schäden am gesamten Programm an.

Bis Sigmar Gabriel kam.

Das Trassen-Dilemma

Die Regierung hat wiederholt erklärt, dass die Versorgung der südlichen Bundesländer mit in Norddeutschland und Offshore erzeugtem Windstrom über ein neu zu errichtendes System von Nord-Süd-Höchstspannungsleitungen das Kernstück bzw. den wichtigsten Stützpfeiler der Energiewende darstellt. Dann sei der durch die Stilllegung aller Kernkraftwerke eingetretene Verlust an Stromerzeugung mehr als ausgeglichen – und Deutschland ein leuchtendes Beispiel für den Klimaschutz. (Dass Kernkraft auch kein CO2 erzeugt, vergessen wir mal eben.)

Aber dieses große Werk geriet in Schwierigkeiten.

Die durch jahrelange Strahlenangst-Propaganda erfolgreich sensibilisierten Bürger wussten schon lange, dass Hochspannungsleitungen elektromagnetische Strahlung aussenden. Nach dem Netzausbauplan sollten nun neue Freileitungen durch ihre Gemeinden gebaut werden – die Riesenmasten in Sichtweite. Es kam wie es kommen musste: Bundesweit regte sich Widerstand entlang der geplanten Trassen, zahllose Bürgerinitiativen mit dem Motto „Keine 380 kV bei uns“ bildeten sich. Zur Strahlenfurcht kam noch die Wut über die Täuschungsversuche mit dem angeblich durch die neuen Leitungen fließenden klimafreundlichen Windstrom aus Norddeutschland, der sich durch einfache Betrachtung des Plans für die Nord-Süd-Trassen als Strom aus den Braunkohlerevieren herausstellte. Der harte und massive Widerstand veranlasste die bayerische Staatsregierung zu einer spektakulären Kehrtwendung bezüglich der Leitungsführung und sogar zur Infragestellung der Notwendigkeit dieser Pläne.

In der bayerischen Landesregierung sah man vermutlich zutreffend den Hauptgrund für den Widerstand in den oberirdisch geplanten neuen Freileitungen. Viele Bürgerinitiativen forderten schließlich eine unterirdische Trassenführung in ihrer Gemeinde: Durch Erdkabel. Die lokale Politik und anschließend auch die Landespolitik – in technischen Dingen ahnungslos wie meistens – unterstützte diese Forderungen in der Hoffnung auf eine Beruhigung der Bürger. Das Gejammer der Netzbetreiber half nichts.

Die Politik  beschloss  den Vorrang für Erdkabel.

Das wurde Ende 2015 Gesetz. Was die Politik – speziell den Energieminister – anscheinend  nicht so sehr interessiert hat, ist die fatale Auswirkung dieser Gesetz gewordenen Neuplanung auf die gesamte Energiewende. Man hatte den Bürgern ihre Erdkabel gegeben und gut war’s.

Diese Entscheidung hat  einige Auswirkungen, was man schon 2015 wusste:

  • Sie verteuert den Leitungsbau – um das vier- bis siebenfache.
  • Sie vermeidet riesige neue Freileitungen; durchaus ein Vorteil.
  • Sie verzögert den Leitungsbau beträchtlich, weil es die dafür benötigten Höchstspannungskabel technisch noch am Anfang stehen. Die längsten derartigen Kabelstrecken auf der Welt sind 20 km lang.
  • Die gesamte Planung muss neu aufgerollt werden. Die Eingriffe in Grundstücke sind größer; Genehmigungsverfahren könnten länger dauern.
  • Insgesamt bedeutet der Vorrang für Erdkabel eine starke Behinderung und Verzögerung

des Netzausbaus – was im Sinne der Bürgerinitiativen ist.

  • Dass sämtliche Kostenerhöhungen auf die Stromkunden abgewälzt werden, in diesem

Fall über die Netzentgelte, ist ein Grundprinzip der Energiewende, das auch hier beibehalten wird.

Mehrjährige Verzögerungen des Netzausbaus

Erst Anfang Juni 2016 meldete sich die Bundesnetzagentur (BNetzA) mit einem Bericht zu den erwarteten Konsequenzen dieser Entscheidung. Wichtigster Punkt darin sind die Aussagen über die nun zu erwartenden Verzögerungen. Die Gründe: Die bereits fertigen Planungen für Überlandleitungen müssen neu aufgerollt werden. Von den Lieferengpässen bei den noch unzureichend erprobten Kabeln ist nicht die Rede.

Die im Bericht der BNetzA aufgeführten konkreten Folgen sind:

- Die sog. SuedLink-Trasse von Norddeutschland nach Bayern und weiter nach Baden-

  Württemberg wird erst 2025 fertig – 3 Jahre später als geplant.

- Genau so sieht es beim Korridor A aus, einer Leitung von Emden nach Osterath in NRW.

- Die Leitung von Osterath in das baden-württembergische Philippsburg verzögert sich bis 2021,

  also um 2 Jahre.

- Die Trasse SuedOstLink von Sachsen-Anhalt nach Niederbayern wird erst 2025 fertig.

Ursprünglich sollten die Nord-Süd-Leitungen fertig sein, wenn die letzten deutschen Kernkraftwerke 2022 vom Netz gehen.

Das bedeutet für die beiden Süd-Bundesländer:

  • Die beiden nach Bayern führenden Leitungen werden erst 3 Jahre nach dem Abschalten der letzten Kernkraftwerke fertig. Bayern hat damit keine Chance, nach dem Ende der Kernkraft wenigstens Kohlestrom aus den beiden mitteldeutschen Braunkohle-Revieren über seine beiden Nord-Süd-Trassen zu erhalten.
  • Baden-Württemberg wird wegen seiner Anbindung an die SuedLink-Trasse ebenfalls bis 2025 auf deren Strom warten. Und weil Korridor A von Emden ebenfalls erst 2025 fertiggestellt ist, nutzt auch die Fertigstellung der weiterführenden Leitung nach Philippsburg bis 2021 nichts. Es sei denn, über diese Leitung fließt Strom aus dem rheinischen Braunkohlerevier, was Baden-Württemberg nur zu wünschen wäre.

Damit werden beide südlichen Bundesländer die Versorgung durch ihre Kernkraftwerke verlieren und keinen Ersatz dafür über die unfertigen neuen Trassen bekommen. Es ist schwer vorstellbar, dass sie das schweigend hinnehmen, weil es das Ende ihrer Industrie wäre. Stromimporte aus Österreich sind in dem nötigen Umfang kaum möglich. Und Stromimporte im Winter aus irgendeinem Nachbarland sind extrem unwahrscheinlich; man braucht dort seinen Strom selbst.

Damit hätte Gabriels Erdkabel-Gesetz das Ende der Energiewende zur Folge.

 

Die bayerischen Bürgerinitiativen hatten längst erkannt, dass die neuen Trassen in Wahrheit Strom aus den rheinischen und mitteldeutschen Braunkohlerevieren nach Süden transportieren sollten und waren gegen diese Täuschung auf die Barrikaden gegangen. Es wird auch dabei bleiben, wenn die Trassen endlich fertiggestellt sein werden, denn den „Zappel-Windstrom“ aus Norddeutschland kann niemand zu irgendetwas gebrauchen..

Wenn der Kohlestrom dann tatsächlich kommt und die Leitungen nur gelegentlich störende Windstrom-Spitzen übertragen, bricht das gesamte Begründungs-Gerüst vom sauberen, das Klima schützenden Windstrom, der die süddeutschen Kernkraftwerke ersetzt, endgültig in sich zusammen.

Es war schon immer so, dass staatliche Reparaturmaßnahmen für als unbrauchbar erkannte Gesetze und Regeln das Ganze nur noch schlimmer machten. Aber jetzt hat die Regierung in dieser Hinsicht ihr Meisterstück geliefert: Diese Änderung, die eigentlich nur die Bürgerinitiativen befrieden sollte, erledigt die ganze Energiewende.

Sind jetzt wenigstens die kritischen Bürger beruhigt?

Was die Politik möglicherweise nicht weiß, ist die Tatsache, dass man eine Scheinlösung zum Gesetz gemacht hat. Motto: Was ich nicht sehe (Masten und Seile), kann mir nichts schaden.

Die Forderung nach einer Verlegung der neuen Höchstspannungsleitungen unter die Erde kann  nicht mit einer angeblichen Verringerung oder gar Vermeidung der magnetischen bzw. der elektromagnetischen Strahlenbelastung begründet werden. Aber so lange die Bürger das glauben – so vermutlich die Haltung der Politiker – sollte man ihnen den Gefallen tun. Sie bezahlen die Mehrkosten schließlich auch.

Ihr am meisten Besorgnis erregendes Problem haben die Trassengegner leider behalten, obwohl sie vermutlich meinen, es nun los zu sein.  Es geht um die gesundheitlichen Auswirkungen von niederfrequenter elektromagnetischer Strahlung, die von Hochspannungsleitungen ausgeht – und um die erhoffte Entlastung, die Erdkabel an Stelle von Freileitungen bringen würden. Es geht also um zwei selbst für Fachleute schwer  durchschaubare Phänomene, die hier zusammen wirken: Die physikalische Strahlungseinwirkung auf die Bewohner eines Hauses in der Nähe einer Freileitung bzw. eines Erdkabels und deren eventuelle gesundheitliche Auswirkungen.

Es ist davon auszugehen, dass Erdkabel die gleiche Strahlungswirkung wie Freileitungskabel haben – wenn die Art des Stroms, die Stromstärke und der Abstand zum Empfänger der Strahlung gleich sind.  Alle 380-kV-Trassen, die sich in der Netzplanung befinden, transportieren 50-Hertz-Drehstrom, also Wechselstrom. Sie sind daher für die Anrainer problematischer als die Gleichstromleitungen.

Sobald sich diese Erkenntnis durchsetzt, kann man davon ausgehen, dass sich der Widerstand der Bürgerinitiativen künftig auf alle neuen Wechselstromleitungen konzentriert – ob Freileitungen oder Kabel – und damit auf den ungleich größeren Teil des Energiewende-Netzausbaus als der für die Nord-Süd-HGÜ-Leitungen vorgesehene, der nur im Moment mehr Schlagzeilen macht. Es handelt sich um die Verteilnetze, die zusammen eine Länge von 98 % der rund 1,8 Millionen km Stromleitungen in Deutschland haben und in denen wegen des diese Netze belastenden enormen Ausbaus der Solar- und Windenergie ein entsprechend großer Ausbau ansteht – mit sehr vielen neuen Wechselstromleitungen.

Wenn dann dieser Ausbau der Verteilnetze beginnt, wird die Zahl der Bürger, vor deren Haustür das stattfindet, entsprechend anwachsen. Sie werden dann von den Bürgerinitiativen, die heute gegen die Höchstspannungstrassen kämpfen, einiges lernen können.

Dazu gehört dann auch die schlechte Nachricht: Erdkabel bringen keine Verbesserung bei der Strahlungsbelastung. Außerdem ist es ein Irrtum, dass Erdverkabelung einen geringeren Umwelteingriff darstellt als  Freileitungen.

Dazu RA Dr. Herbert Posser: „Eine kurze Bestätigung aus meiner planungsrechtlichen Erfahrung: Es ist in der Tat ein weit verbreiteter Irrtum, dass Erdverkabelung einen geringeren Umwelteingriff darstellt als Freileitungen. Es gibt…erhebliche Eingriffe in die Natur, so dass es im Einzelfall durchaus sein kann, dass die Kabellösung unter Umweltverträglichkeits-Gesichtspunkten die schlechtere Variante ist.“

Würden die in der Schweiz geltenden Vorsorgegrenzwerte auch in Deutschland gelten, dann wäre es sowohl mit dem Bau von Freileitungen als auch von Erdkabeln, die näher als 500 Meter von einer Wohnbebauung entfernt verlaufen sollen, vorbei.

Es hat den Anschein, dass jetzt niemand mehr – außer den Unternehmen, die Trassen bauen - irgendeinen Vorteil aus diesem Schlamassel für sich reklamieren kann. Die Kernkraftwerke werden stillgelegt, die Mitarbeiter entlassen. Die Industrie braucht eine zuverlässige Stromversorgung, bekommt sie aber nicht. Den privaten Stromkunden geht es nicht besser. Die umfangreichen Baumaßnahmen längs der Trassen werden viel Ärger erzeugen; es wird Prozesse geben. Die Strahlenbelastung der Anrainer ändert sich kaum; Sicherheit gibt es bei diesem Thema nicht. Falls die neuen Trassen doch Kohlestrom heranschaffen, erhält der Vorwurf des Betrugs mit der angeblich klimafreundlichen  Öko-Stromversorgung neue Nahrung. Vielleicht beschließt die verzweifelte Regierung eine Verlängerung der Laufzeit für die Kernkraftwerke, um den großen Blackout zu vermeiden. Dann ist die Glaubwürdigkeit der gesamten Energiewendepolitik erledigt.

Aber die Energiewende ist dann angesichts der unauflösbaren Widersprüche, der Serie von Pannen, der angerichteten Schäden, der Ratlosigkeit über den Umgang mit dem selbstverschuldeten Chaos ohnehin am Ende.

Wir schulden Sigmar Gabriel Dank. Er hat es nur gut gemeint. Und aus dem Trümmerhaufen der Energiepolitik erwächst irgendetwas Neues. Zumindest neue Akteure.

 

20 Jun 14:53

Ein 106 Jahre altes Foto lässt Alarmisten über die Pariser Überschwemmung „alt aussehen“

Bilder, aufgenommen von der französischen Fotografin Julien Knez, kontrastieren zwei Fluten brillant und zeigen, dass hohe Wasserstände in der aktuellen Historie Frankreichs, Zweifel an die Ansprüche der globalen Erwärmung aufwirft, für die aktuellen Überschwemmungen verantwortlich zu sein.

 

Julien Knez

La crue de 1910 rencontre celle de juin 2016 #ParisCrue (Diaporama) http://bit.ly/1ZmwgKS 

 

Quelle: Golem 13.fr, Gare Saint-Lazare. Janvier 1910 - 2016

Während die einen die globale Erwärmung als Schuldigen herausstellen, war auf WuWT ein Bericht zu lesen, dass die "Große Flut von Paris im Jahre 1910 Wasserstände auf mehr als 20 Fuß (ca. 8,6 m) über dem normalen ansteigen sah, lange bevor die globale Erwärmung ein Problem war.

"Vor mehr als 100 Jahren stieg die Seine auf einen Rekord von mehr 8,6 m (ca. 20 Fuß) über dem üblichen Niveau, und verursachte eine Katastrophe die als die große Flut von Paris 1910 bekannt wurde." Schrieb Kristine Mitchell in einem Beitrag für mymodernmet.com am Juni 6.

 ***

Die Links zeigen sehr eindrucksvolle Bilder der Überschwemmungen in Paris, Einst und jetzt, hier für unsere Leser nochmals zusammengefasst:

bit.ly/1ZmwgKS

mymodernmet.com

 ***

Quelle Golem 13.fr, Quai des Grands-Augustins. January 1910 - 2016

 

Unter Berücksichtigung sowohl der 1910er Flut und der jüngsten Flut war Frankreich Opfer von sechs großen Überschwemmungen seit 1892:

die 1892 Mont-Blanc-Gletscher Flut, die große Flut von 1968, der Dezember 1981 Sturm- und den 2010 Var Überschwemmungen.

Einige sind immer noch scharf darauf, diese Flut auf die globale Erwärmung zu schieben, um „die Anstrengungen der Klima Wissenschaftsgemeinschaft zu beschleunigen“ um den Link zwischen extremer Wetterereignisse und Klimawandel zu ziehen, schrieb Adam Vaughan in einem Beitrag für The Guardian, während solche Ereignisse frisch in der Öffentlichkeit und den Köpfen der Politiker sind."

Die niederländische Wetteragentur und die University of Oxford veröffentlichten zusammen einen Bericht, der aussagt ihr Team habe "gefunden, dass ein Ereignis wie dieses, jetzt rund 80 Prozent häufiger als in der Vergangenheit für das Seine Becken zu erwarten ist, wegen Änderung des Klimas“.

Nicht jeder ist so schnell dabei, die globale Erwärmung verantwortlich zu machen."Diese Aussage fasst alles, was so falsch ist über diese fehlerhafte Studie zusammen. Es hat Eile, jedes schlechte Wetterereignis aus politischen Gründen als die globale Erwärmung zu tadeln und die Wissenschaft leidet als Folge. "Paul Hilton von notalotofpeopleknowthat.wordpress.com sagte das als Reaktion auf Vaughans Aussage in einem am Samstag veröffentlichten Artikel:" Wenn Sie auf dieses Ziel [AGW ist schuld] eingestellt sind, sind Sie zur Bestätigung verpflichtet, zusammen mit der Bestimmung, widersprüchliche Beweise zu ignorieren."

Homewood geht weiter zu sagen, das die Studien, welche die französische Flut mit der globalen Erwärmung verknüpfen, unter Verwendung von Computermodellen gemacht wurden – die „unter Feuer bezüglich ihrer Zuverlässigkeit“ gekommen sind - "Alles, was Sie tun müssen, ist dem Modell zu sagen, dass die globale Erwärmung zu schweren Niederschlägen führt und „alles ist klar“!

Erschienen auf The Daily Caller am 16.06.2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

dailycaller.com/2016/06/16/106-year-old-photo-makes-global-warming-alarmists-think-twice-about-paris-floods/

20 Jun 14:53

Wer möchte Windturbinen haben?

Der Brand der Windturbine nahe Palm Springs, Kalifornien, ließ brennende Trümmer auf den kahlen Boden darunter fallen. Dies beleuchtet nur einen der Gründe, warum Menschen nicht neben den turmhohen Stahlstrukturen leben wollen. In diesem Falle war niemand zu Schaden gekommen, weil der Brand im Motorgehäuse in einem abgelegenen, nicht bewirtschafteten Gebiet von Palm Springs ausgebrochen war. Aber man stelle sich vor, Derartiges ereignet sich lediglich rund 100 m von jemandes Hintertür entfernt – wie es an vielen Stellen der Fall ist – und die brennenden Trümmer wären auf das Land des Eigentümers gefallen, wo eventuell Kinder spielen.

Unter anderen Gründen, warum niemand diese Dinger in der Nachbarschaft haben möchte, sind die Auswirkungen auf die Gesundheit. Im vorigen Monat hat Dave Langrud, Bürger der Stadt Alden in Minnesota, eine sechs Seiten starke, detaillierte Klage an die Minnesota Public Regulatory Commission gesandt. Darin stellt er fest: „Das Unternehmen Wisconsin Power and Light errichtete den Bent Tree-Windpark um mein Haus herum. 19 Turbinen stehen innerhalb 1 Meile [ca. 1,6 km] und 5 innerhalb ½ Meile [ca. 800 m] um mein Haus. Sowohl meine Frau als auch ich selbst haben permanent Schlafschwierigkeiten, seit die Turbinen in Betrieb genommen worden waren. Verlassen wir das Gebiet, haben wir dieses Problem nicht. Die Turbinen waren auch ursächlich für starke Kopfschmerzen meiner Frau. Vor den Turbinen hatte sie dieses Problem nicht, und auch nicht, wenn sie sich anderswo aufhält. Sowie wir nach Hause kommen, stellen sich die Probleme wieder ein“.

Als Erwiderung auf andere Klagen aus jüngster Zeit über viele Windprojekte in Minnesota hinsichtlich der Nachbarschaft der Turbinen zu Anwohnern haben Mitarbeiter der Ministerien für Gesundheit, Wirtschaft und Verschmutzungs-Kontrolle von Minnesota eingeräumt, dass hinsichtlich der Genehmigungsverfahren „der Lärmstandard nicht mit dem Geräusch von Windturbinen im Hinterkopf bekannt gemacht worden ist. Man hatte nur hörbaren Lärm angesprochen, aber nicht Infraschall. Als solches ist es keine perfekte Maßgabe bei der Bewertung lärmrelevanter Rückschläge im Verhältnis zwischen Windturbinen und Anwohnern“. Aber trotzdem ist es die „Maßgabe“, die zugrunde gelegt wird. Die Mitarbeiter räumten ebenfalls ein: „Derzeit sind keinerlei Mittel zur Durchführung entsprechender Studien verfügbar“.

In Langruds Brief geht es um Eigentumswerte. Er fragt: „Wie können wir noch einen fairen Preis erzielen, falls wir unser Anwesen aus gesundheitlichen Gründen verkaufen müssen?“ Jüngste Studien belegen jedoch, dass es nicht nur um diejenigen geht, die gezwungen sind, im Schatten der Turbinen zu leben und deren Eigentumswerte gesunken sind. Wohneigentum an den Küsten mit Offshore-Windturbinen in Sichtweite hätten einen „gewaltigen Einfluss auf den Tourismus an den Küsten“. Das jedenfalls geht aus einer Studie der North Carolina State University hervor. Im Report vom April 2016, Thema in Science Daily, heißt es: „Falls die Turbinen nahe der Küste errichtet werden, sagen die allermeisten Menschen, dass sie sich einen anderen Ferienort suchen würden, an dem sie vom Anblick der Turbinen verschont bleiben würden“. Die ökonomischen Auswirkungen hiervon auf die küstennahen Gemeinden werden geschätzt „31 Millionen Dollar im Verlauf von 20 Jahren“ ausmachen.

Eine ähnliche Studie aus Henderson im US-Staat New York kam zu dem Ergebnis, dass ein geplantes Windprojekt „zu einem Gesamtverlust des Eigentumswertes um 40 Millionen Dollar führen könnte infolge des Anblicks der Turbinen“. Ein interessanter Teilaspekt der Henderson-Studie, der in der Studie aus North Carolina nicht behandelt wurde ist, wie stark der Verlust an Grundsteuern infolge der gesunkenen Werte zu Buche schlägt. Die Watertown Daily Times weist darauf hin, dass die meisten Grundstücke, deren Werte „infolge des Anblicks der Windturbinen stark fallen würden“, einen „geschätzten Wert über 1 Million Dollar“ haben würde. Weiter heißt es: „Grundstücke im Wertebereich von 200.000 Dollar ohne Turbinen in Sichtweite würden vielleicht die Grundsteuern steigen lassen, was den Gesamtverlust an Grundsteuern ausgleichen könnte“. Robert E. Ashodian, ein Bewohner vor Ort, wird mit den Worten zitiert: „Falls die Eigentumswerte sinken und die Stadt nicht bei öffentlichen Ausgaben spart, wird die Steuerlast für alle Hausbesitzer, die nicht betroffen sind, deutlich steigen“. Das Mitglied der Verwaltung von Henderson John J. Calkin gab seiner Bedenken Ausdruck hinsichtlich der „verheerenden Auswirkungen“, die das Windprojekt auf die Stadt und den Schulbezirk haben würde.

Offshore-Windturbinen sollten vermeintlich visuelle Vorteile haben, doch bringen diese offensichtlich andere Probleme mit sich.

Die Financial Times berichtet: „Die Errichtung von Windparks auf See anstatt auf dem Festland, wo Kritiker von ihnen als einem Schandfleck sprechen, bewirkte eine weniger umstrittene Form sauberer Energie [?] … aber sie sind auch deutlich teurer als die meisten anderen Kraftwerke, und viele EU-Regierungen sind massivem Druck ausgesetzt, grüne Subventionen zu streichen, deren Gegner sagen, dass sie die Energiepreise steigen und einige Industriezweige nicht mehr wettbewerbsfähig sein lassen“. Dieses Argument bzgl. höherer Kosten hat die Regierung von Dänemark – bekannt als internationales Aushängeschild für grüne Energie und das erste Land, das es gewagt hat, in Offshore-Windenergie zu investieren – veranlasst, die Subventionen für die Turbinen zu streichen. Es heißt, dass die Streichung der Windturbinen vor der Küste „dem Staat eine Ersparnis von etwa (umgerechnet) 1 Milliarde Dollar bescheren würde“. Bloomberg schreibt dazu: „Die Mitte-Rechts-Regierung von Premierminister Lars Loekke Rasmussen möchte eine Stromsteuer abschaffen, mit der die Windturbinen seit dem Jahr 1998 subventioniert worden waren“. Die Dänische Volkspartei mit dem größten Anteil an der Regierungskoalition trägt diese „politische Kehrtwende“ mit. Parteichefin Kristian Thulesen Dahl sagt: „Man erinnere sich, dies sind Milliardenkosten, die wir den Dänen auferlegen“. Sie fügte hinzu: „Wir stehen auch in der Verantwortung, über die Kosten zu reden, die wir den Dänen während der nächsten 10 Jahre auferlegen wollen“.

In Deutschland gibt es in der Politik bzgl. grüner Energie ähnliche Probleme. Das Magazin Energy Digital weist darauf hin, dass der rasante Ausbau grüner Energie in Deutschland „die Strompreise in die Höhe getrieben und das Netz schwer belastet hat“. Als Folge hat Deutschland inzwischen den weiteren Ausbau der Windenergie gestoppt. Tatsächlich werden Subventionen – die allein für das Wachstum erneuerbarer Energie verantwortlich waren – in ganz Europa zurückgefahren. Bloomberg drückt es so aus: „Erneuerbare fallen in Europa in Ungnade“.

Und dann gibt es da noch die Versorgungsunternehmen in den USA, die gezwungen werden, die viel teurere Windenergie zu kaufen, und zwar aufgrund eines missbrauchten – und in der Öffentlichkeit kaum bekannten – Gesetzes aus dem Jahr 1978, mit dem man der Erneuerbaren-Industrie in den USA helfen wollte, auf die Beine zu kommen. Das Public Utility Regulatory Policies-Gesetz (PURPA) war darauf ausgelegt, kleineren Energieunternehmen einen Zugang zum Markt zu verschaffen. Falls Windturbinen-Projekte den Vorgaben entsprechen, müssen die Unternehmen den so erzeugten Strom zu „oftmals über dem Marktwert liegenden“ Preisen erwerben. Aber es lief anders. In vielen Fällen werden große Projekte, die alle einem einzelnen Unternehmen gehören, in verschiedene Anteile aufgeteilt mit unterschiedlichen Projektbezeichnungen, die aber immer noch ein und demselben großen Unternehmen gehören. Das Magazin Energy Biz berichtet: „So schätzt beispielsweise PacifiCorp, dass ein derartiger Missbrauch die Verbraucher im kommenden Jahrzehnt mit 1,1 Milliarden Dollar teuer zu stehen kommt, weil das Unternehmen in unnötige Stromverträge getrieben wird zu Raten, die bis zu 43% über den Marktraten liegen“. Es zitiert John Rainbolt, Sprecher des in Wisconsin ansässigen Unternehmens Alliant Energy, mit den Worten: „Unsere Kunden zahlen für die PURPA-Energie 20% höhere Preise für Windenergie“. Im Kongress ist inzwischen auf Initiative mehrerer Senatoren der Republikaner eine Überarbeitung des fast 40 Jahre alten Gesetzes im Gange.

Also, Anwohner in der Nachbarschaft von Windturbinen wollen diese nicht. Gleiches gilt für Bewohner und Mieter mit Turbinen in Sichtweite, für Regierungen, die Kosten senken wollen, für Versorgungsunternehmen oder Grundsteuerpflichtige. Und wir haben all diejenigen noch nicht erwähnt, die Vögel und Fledermäuse schützen wollen. Scientific American gab jüngst der Sorge Ausdruck, dass sich „die Tötung von Fledermäusen durch Windturbinen fortsetzen werde“. Und weiter: „Windturbinen sind mit Abstand die schlimmste Ursache von Fledermaus-Sterblichkeit auf der ganzen Welt“, und darunter sind auch drei als gefährdet eingestufte Fledermaus-Spezies. Fledermäuse sind bedeutsam, weil ihre Hauptnahrung Insekten sind und sie damit den Landwirten Einsparungen in Milliardenhöhe bei der Schädlingsbekämpfung verschaffen. Dem Scientific American zufolge finden sich zusätzlich zu toten Falken und Adlern auch tausende tote Fledermäuse unter den Turbinen.

Wer also möchte Windturbinen haben?

Nun, als da wären: Hersteller von Windturbinen, die American Wind Energy Association und die vetternwirtschaftlich verbandelten Kapitalisten, die von Steuernachlässen und Subventionen profitieren. Robert Bryce Autor von Power Hungry und Smaller Faster Lighter Denser Cheaper berichtet, dass insgesamt über 176 Milliarden Dollar „an die größten Beteiligten der US-Windindustrie“ fließen. Er stellt fest, dass das Wachstum der Windenergie-Kapazität „nicht der Nachfrage der Verbraucher geschuldet ist, sondern den Zuwendungen von Milliarden Dollar der Steuerzahler“. Zu all denjenigen, die Windturbinen verteidigen und über die bevorzugte Behandlung von Öl- und Gasunternehmen lamentieren, sagt Bryce: „Auf der Grundlage von Energie-Äquivalenten machen die Subventionen für die Windenergie derzeit fast das Dreifache der gegenwärtigen Marktpreise für Erdgas aus“. Selbst der Milliardär Warren Buffet räumte ein, dass der einzige Grund dafür, dass seine Unternehmen in der Windbranche aktiv sind, ist: „Wir bekommen Steuervorteile, falls wir viele Windparks errichten“.

Falls niemand außer den Kapitalisten-Kumpanen Windturbinen haben möchte, warum müssen dann Menschen wie der Bürger von Minnesota Langrud darunter leiden? Weil die Windenergie-Lobby sehr mächtig ist und „grüne Energie“ zuvor viele Jahrzehnte lang einen guten Beiklang hatte, also zu der Zeit, als pro grüne Energie-Politik wie das PURPA in Kraft gesetzt worden sind. Wie jedoch der Bloomberg-Bericht über Dänemark zeigt, ist Windenergie „eine erwachsen gewordene Industrie ist, die keine staatliche Hilfen mehr braucht“. Unglücklicherweise hat der Kongress im Dezember 2015 die Steuervorteile für Windenergie bis zum Jahr 2021 verlängert. Aber Modifikationen wie eine Reform des PURPA sind möglich, und ein neuer Präsident kann die Energie-Empfehlungen total ändern – was gut wäre, weil, wie es scheint, niemand wirklich Windturbinen haben möchte.

Link: http://oilpro.com/post/25056/wants-wind-turbines

Übersetzt von Chris Frey EIKE

19 Jun 13:56

JPEG 101 – How does JPEG work?

19 Jun 13:56

Wie der Westen gesund und wohlhabend wurde

In jüngerer Zeit hat die Professorin für Geschichte und Ökonomie Deidre McCloskey einige Hinweise gegeben, wie und warum es so gekommen war. In einem Artikel des Wall Street Journal zum Thema „wie der Westen (und alles Übrige) reich geworden ist“ schreibt sie, dass die Gründe hierfür nicht Karl Marx' „Der ausgebeutete Arbeiter“ oder Adam Smith' „virtuos beiseite geschafftes Kapital“ waren, und auch nicht die essentiellen Eigentumsrechte von Hernando De Soto und Douglas North oder anderen gesetzlichen Institutionen.

Die vielleicht wichtigste Zutat war, dass im Zuge jener zwei Jahrhunderte die „Ideen und Gedanken begannen, Sex zu haben“, wie Matt Ridley diesen Prozess in seinem Buch The Rational Optimist beschrieb. Dies ermöglichte Erfindern, Entdeckungen zu machen und technologische Wunderwerke auf den Weg zu bringen, oftmals mittels zufälliger Verbindungen, die der Historiker James Burke zwischen scheinbar zusammenhanglosen früheren Erfindungen gefunden hatte und die uns das Fernsehen, Computer und andere Wunderdinge brachten.

Warum traten die Gedanken auf einmal in Verbindung miteinander und vermehrten sich?, fragt McCloskey. Ein Grund waren die Printmedien, die es immer mehr Menschen ermöglichten, von den Gedanken zu lesen und an diesen teilzuhaben. Allerdings führt sie noch zwei andere primäre Entwicklungen an: Freiheit und Gleichheit. Freie Menschen sind erfinderisch, beobachtet sie – frei, um dem Glück nachzujagen und Ideen zu entwickeln; frei zu versuchen und zu scheitern und erneut zu versuchen, frei, ihre eigenen Interessen zu verfolgen – und die damit bessere Menschen sind.

Freiheit sozialer Würde, bevor das Gesetz die Menschen ermutigte zu investieren, zu erfinden und Risiken einzugehen. Als erst einmal Abstammung, Titel, vererbter Wohlstand oder formelle Bildung nicht mehr Kontrolle über Schicksale und Gelegenheiten ausübten, konnten sich angeborene Inspiration, der Schweiß und die Beharrlichkeit von Personen wie Franklin, Bell, Edison, Wright, Kettering, Steinmetz, Ford, Benz, Borlaug und zahllose Andere frei entfalten.

„Vermeintlich unterlegene Rassen und Klassen und Ethniken erwiesen sich als keineswegs unterlegen“, sagt McCloskey. „Ganz normale Frauen und Männer mussten nicht von oben gesteuert werden. Vielmehr wurden sie, wenn sie geehrt und allein gelassen wurden, ungeheuer kreativ“. Das ist eine wichtige Botschaft in der hervorragenden britischen TV-Serie Downton Abbey. Kurz: wenn man soziale Restriktionen abschafft, laufen viele Menschen zu immer neuen Höhen auf.

Viele andere Faktoren spielten in diesem unglaublichen Prozess Schlüsselrollen. Zwei davon sind besonders wichtig:

Die wissenschaftliche Methode: Es beginnt mit einer Hypothese darüber, wie eine Komponente der natürlichen Welt wirkt, und eine Berechnung oder auch Vorhersage, was passieren würde, falls diese Hypothese richtig wäre. Wissenschaftler vergleichen die Hypothese und die Vorhersage dann mit Experimenten. Falls sie von Daten und Beobachtungen bestätigt wird, haben wir eine neue Theorie oder auch ein neues Naturgesetz gefunden. Passt es jedoch nicht zusammen, ist die Hypothese falsch.

Dieses Verfahren führte zu erstaunlichen Fortschritten – oftmals über langes und arbeitsaufwändiges Austesten, vielen Modifikationen und oft auch begleitet von hitzigen, scharfen Debatten darüber, welche Hypothese korrekt war, welches System besser war, und zahllose andere Untersuchungen.

Reichlich zuverlässige und bezahlbare Energie – das meiste davon fossile Treibstoffe – machten all dies und noch viel mehr möglich. Sie führte uns heraus aus menschlicher und tierischer Muskelkraft, aus Holz, Dung und Wasserrädern hinein in eine Energiedichte, die zuverlässig Fabriken, Labore, Schulen, Krankenhäuser, Wohnungen und Büros versorgen konnte. Genau jene Treibstoffe trieben auch Maschinen an, die schädliche Verschmutzungen aus Luft und Wasser herausfilterten, und sie beendeten unsere wenig nachhaltige Abhängigkeit von Walöl, was diese wunderbaren Tiere vor dem Aussterben bewahrte.

Heute machen Kohle, Öl und Erdgas immer noch 80% der Energie für Amerika und die Welt aus, gebraucht für Transporte, Kommunikation, Kühlung, Heizung, Licht, Erzeugung von Gütern, Entertainment und alle anderen Komponenten des heutigen Lebens. Zusammen ermöglichen es die wissenschaftliche Methode und Energie in industrieller Größenordnung unserer Ultimate Resourcedem menschlichen Gehirn – immer neue Ideen und Technologien zu entwickeln, welche das Leben für die Menschen in wohlhabenderen Ländern besser, gesünder und länger machen als jede Möglichkeit noch vor einem Jahrhundert.

Gehirn

Medizinische Forschung entdeckte, warum Menschen an Wunden starben; außerdem die wirklichen Ursachen von Malaria, Pocken, Cholera und anderen Krankheiten; sie entwickelte Antibiotika, Insektizide und Medikamente zur Bekämpfung von Krankheiten und zur Verbesserung unseres Wohlergehens insgesamt; Narkose- und chirurgische Verfahren, die lebensrettende Operationen und auch Organverpflanzungen ermöglichten; sanitäre Anlagen (Toiletten, Seife, Müllentsorgung) und Reinigung von Wasser; neben zahlreichen anderen Fortschritten, die die durchschnittliche Lebenserwartung in Amerika von 46 Jahren im Jahre 1900 auf heute 76 Jahre für Männer und 81 Jahre für Frauen hat steigen lassen.

Verbrennungsmotoren ersetzten Pferde durch Pflüge und Fahrzeuge für Transporte; sie sorgten dafür, dass die Straßen in Städten von Mist, Urin und Kadaver befreit wurden, während sie neue Probleme hervorbrachten, mit denen sich spätere Generationen abmühen mussten. Heute können wir innerhalb von Stunden in der Welt herumreisen sowie Kleidung und andere Güter in die entferntesten Ecken der Welt tragen.

Mechanisierte Landwirtschaft – in Verbindung mit modernen Düngern, Hybriden und Gen-Saatgut, Tröpfchen-Bewässerung und anderen Fortschritten – erzeugen Spitzen-Ernteerträge, die Milliarden ernähren, wobei immer weniger Land, Wasser und Insektizide verbraucht werden.

Häuser werden besser und stärker gebaut, um Kälte, Hitze und Krankheitserreger tragende Insekten herauszuhalten; um widerstandsfähiger gegen Hurrikane und Erdbeben zu sein; und um deren Bewohner in Kontakt zu halten mit allem, was auf unserem Planeten und sogar darüber hinaus passiert.

Moderne Bergbau-Verfahren und neue Technologien erspüren, extrahieren und verarbeiten die unglaubliche Vielfalt von Metallen und anderen Rohstoffen, die erforderlich sind, um die Ausrüstung und die Maschinen zu konstruieren, die die Energie liefern.

Falls Energie die Master-Ressource ist, die all das möglich macht, dann ist elektrischer Strom der König der modernen Energieformen. Man stelle sich unser Leben ohne Strom vor – erzeugt von Kohle, Erdgas, Kern- und Wasserkraft, Wind und Solar oder Batterien. Man stelle sich das Leben vor der Erfindung des Stromes vor, oder bevor Internet und Handys das gesamte Wissen der Menschheit sofort für jedermann verfügbar machten.

Mindestens ein weiterer Faktor half, sich diese plötzliche Flutwelle von Erfindungen, Fortschritt, Gesundheit und Wohlstand entfalten zu lassen. Eine relativ neue legale Möglichkeit, die Körperschaften, organisierten und lenkten Menschen, Geld und andere Ressourcen in Richtung allgemeiner Nutzung. Ein wachsender Privatsektor – freie Unternehmer und Unternehmungen – brachten Körperschaften, Ideen, Arbeit und das Geld von Investoren auf eine Linie, assistiert von sich entwickelnden Finanzierungs- und Investment-Systemen, während juristische und legislative Institutionen das ethnologische und gesetzliche Rahmenwerk innerhalb dieser Unternehmungen schufen.

Zahlreiche „unsichtbare Hände“ arbeiteten zusammen über Kontinente und Ozeane hinweg, oftmals sogar ohne dass die einzelnen Teilnehmer voneinander wussten. Damit wurden so einfache Produkte erzeugt wie ein Bleistift oder ein Handy.

All das hinterlässt uns eine tief greifende, profunde Frage. Wenn all diese Gesundheit, dieser Wohlstand und die Langlebigkeit für so Viele vorhanden ist – warum gibt es dann immer noch viele andere, die um ihr Überleben kämpfen? Warum haben zwei Milliarden Menschen immer noch kaum Strom und weitere 1,3 Milliarden Menschen überhaupt keinen? Warum müssen zwei Milliarden immer noch mit 3 Dollar pro Tag überleben? Warum sterben immer noch eine halbe Milliarde Menschen an Malaria? Und fünf Millionen weitere an Atemwegs- und Darmkrankheiten?

Die Formel für Gesundheit und Wohlstand ist kein Geheimnis. Sie kann jederzeit auf dem Handy abgefragt werden. Tatsächlich findet sich das wirkliche „ökonomische Wunder“ Leon Louw zufolge nicht in Südkorea, Singapur oder Botswana – sondern in Nordkorea, Venezuela und dem größten Teil Afrikas.

Was uns faszinieren sollte, ist das ,Wunder der Armut' [the miracle of poverty], also die Art und Weise, mit der unfähige, korrupte, habgierige und über-regulierte Regierungen zusammen mit Planwirtschaft verhindert haben, dass es zu Wohlstand kommt. Was uns wütend machen sollte ist, dass zahllose UN-Agenturen, NGOs und Aktivisten ihre öko-imperialistischen Agenden (hier) so frei zur Geltung bringen konnten und Länder daran hinderten, Eigentumsrechte und Technologien zu entwickeln, die so viele Nationen gesund und reich gemacht haben.

Was uns Sorgen machen sollte ist, dass viele Kräfte konspirieren, um freies Unternehmertum, freie Rede, die wissenschaftliche Methode sowie eine zuverlässige und bezahlbare Energie zurückzufahren, die den modernen Lebensstandard ermöglichen. Dass wir diesen heute haben, ist keine Garantie dafür, dass wir ihn auch morgen noch haben. Gelingt es uns nicht, diese essentiellen Fortschritte zu sichern, würde uns dies auf den Weg bringen, dem „Wunder der Armut“ immer näher zu kommen. Es würde uns zu ERLs – ehemals reichen Ländern [FRCs: Formerly Rich Countries] machen.

Link: http://www.cfact.org/2016/06/04/how-the-west-got-healthy-and-prosperous/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

19 Jun 13:55

Notbremse: Französische Regierung nimmt Kartierprojekt zur Mittelalterlichen Wärmeperiode aus dem Klimawettbewerb

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass alle Stimmen, die für das MWP-Projekt bislang abgegeben wurden, jetzt vom französischen Bundesministerium für Umwelt, Energie und Meere für ungültig erklärt worden sind. Eine Woche nach Beginn der Abstimmung erreichte uns am 13. Juni 2016 ein Brief des Ministeriums, in dem erklärt wird, man hätte das Projekt aus dem Wettbewerb nehmen müssen. Begründung: Es würde nicht den Kriterien des Wettbewerbs entsprechen. Unterzeichnet vom französischen General-Kommissar für nachhaltige Entwicklung. Das Originalschreiben in französischer Sprache können Sie als pdf abrufen, das wir im Sinne der nachhaltigen Transparenz hier in voller Länge zur Verfügung stellen. Seither bekommt man nach einem Klick auf die ursprüngliche Projektseite bei ’100 Projects for the Climate’ nur noch eine Fehlermeldung.

Über die wahren Hintergründe zu den Vorgängen kann man nur spekulieren. Vermutlich hat das MWP-Kartierprojekt eine so große Anzahl von Stimmen erhalten, dass den Verantwortlichen Angst und bange wurde. Die Bevölkerung wünscht sich offensichtlich eine wissenschaftliche Aufarbeitung der vorindustriellen Klimaentwicklung, die es in dieser detailierten und benutzerfreundlichen Art noch nicht gab, trotz Forschungsmilliarden, die bislang schon in die Klimawissenschaften geflossen sind. Offensichtlich möchte man nicht, dass die natürliche Wärmeperiode vor 1000 Jahren eine zu große Bühne bekommt. Daher nun die Notbremse. Schnell unter den Teppich kehren und hoffen, dass es keiner merkt. Nicht gerade die feine französische Art.

Dabei fördert die MWP-Kartierung gerade für Frankreich überaus Wichtiges zutage. Mit Ausnahme Südfrankreichs und der französischen Alpen herrscht in Sachen Klimageschichte der letzten 1000 Jahre in Frankreich peinliche Datenflaute. Wohlgemerkt, die Datenerfassung für Frankreich ist im ersten Durchgang bereits abgeschlossen. Mit vielen weiteren Studienpunkten ist daher nicht zu rechnen. Wollte man diesen unbequemen Umstand vertuschen? Schlimmer noch: Alle Studien mit Temperaturaussage fanden eine überaus warme MWP (rote Punkte). Aus hydrklimatologischer Sicht war die MWP eine Trockenphase mit verringerten Niederschlägen (gelbe Punkte). Klicken Sie in der Karte auf die entsprechenden Punkte, um Details zu den Arbeiten zu erfahren.

Link zum vergrößerten Bild: https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1akI_yGSUlO_qEvrmrIYv9kHknq4

Angesichts der offensichtlichen Datenlücken in Frankreich und der großen Bedeutung der MWP-Kartierung werden wir das Ministerium in unserem Antwortschreiben um alternative Förderung außerhalb des ’100 Projects for the Climate’ Programms bitten. Der Beginn einer fruchtbaren neuen Kooperation?

Immer ist Niederlage im Sieg und Sieg in der Niederlage

Wu Cheng-En
(um 1500 – 1582), chinesischer Schriftsteller

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du

Mahatma Gandhi

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Dieser Beitrag war zu erst auf dem Blog „kaltesonne.de“ erschienen.

19 Jun 13:55

Offizielles Microsoft-Tool beseitigt Bloatware von eurem PC

by Albert Jelica

Windows 10 Refresh Tool Microsoft Tool entfernt Bloatware

Bloatware gehört mittlerweile bei fast allen Windows-Geräten zur Standardausstattung und besonders bei günstigeren Notebooks, Tablets oder Convertibles mit schwacher Hardware und ohnehin wenig Speicherplatz wirkt sich jede zusätzliche redundante Software negativ auf das Benutzererlebnis aus.

Microsoft predigt seit Jahren, dass Hersteller die Installation von zusätzlicher Software unterlassen sollen und hat dazu Studien publiziert, Programme gestartet und selbst mit den Surface-Geräten vorgezeigt, wie ein sauberes Windows-System aussehen sollte. Wirkliche Konsequenzen gab es seitens Microsoft für die Hersteller nie, denn jede öffentliche Ermahnung hätte die Geschäftsbeziehungen dramatisch verschlechtert. Nun hat man es aber doch gewagt, einen indirekten Schritt in diese Richtung zu gehen und bietet nun Nutzern selbst die Wahl, ob sie Bloatware haben wollen oder nicht.

Das Windows 10 Refresh Tool vereinfacht nämlich die saubere Neuinstallation von Windows 10 und hilft auch unerfahrenen Nutzern durch diesen Prozess. Apps und Programme werden zwar dadurch gelöscht, aber persönliche Daten bleiben gespeichert. Vor allem ein Szenario ist damit aber denkbar, nämlich die Neuinstallation direkt nach dem Kauf. Was viele erfahrene Nutzer ohnehin direkt nach dem Auspacken einer neuen Windows Maschine machen, ist für viele weniger technikaffine Nutzer nicht zu schaffen. Dieses Werkzeug bietet auch jenen Anwendern eine Möglichkeit, ihr System zurückzusetzen, Windows 10 ohne großen Aufwand oder Fachkenntnisse neu zu installieren und ein System ohne Bloatware zu genießen.

Aktuell befindet sich das Windows 10 Refresh Tool in der Preview und Windows Insider können es bereits ausprobieren. Bislang wurde das Tool noch nicht allzu groß von Microsoft angekündigt, aber es ist in den Einstellungen unter Wiederherstellung bereits ein Link zum Tool integriert.

Windows 10 Refresh Tool herunterladen:

Download Button WindowsArea.de


Quelle: Microsoft

Der Beitrag Offizielles Microsoft-Tool beseitigt Bloatware von eurem PC erschien zuerst auf WindowsArea.de.

19 Jun 13:54

Keine Meinungsfreiheit für Klimaskeptiker - Demokraten in USA

Aufmacherbild rechts: Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore spricht auf einer Pressekonferenz mit dem US-Generalstaatsanwalt, um zustandsbasierte Anstrengung anzukündigen, den Klimawandel zu bekämpfen

In Manhattan, New York City, 29. März 2016. REUTERS / Mike Segar

Neunzehn Abgeordnete der Demokratischen Partei unterrichteten Harris über ihre "Untersuchung“, ob ExxonMobil über die Wahrheit des Klimawandels gelogen und Investoren getäuscht hat und die Sprecher oder wissenschaftliche Forschung [über das Thema Klimafolgen] zum Schweigen gebracht hat.

 

Denken Sie, Klimaskeptikern zum Schweigen zu bringen ist verfassungswidrig?

 "Die Meinungsfreiheit schützt die Freiheit der Rede, aber schützt nicht Unternehmen, die das amerikanische Volk betrügen oder nicht ordnungsgemäße Informationen an ihre Aktionäre offenlegen“, Abgeordnete, darunter die kalifornischen Abgeordneten Maxine Waters und Ted Lieu, unterschrieben den Brief an Harris.

Harris schloss sich den Generalstaatsanwälten von New York, Massachusetts und den US-Jungferninseln an, die die Haltung von Exxon in Bezug auf die globale Erwärmung untersuchen, auf Basis von Berichten liberaler Journalisten.

Reporter von „InsideClimate News“ und der Columbia University beschuldigen das Öl-Unternehmen der Verschleierung der Klimawissenschaft und von Fondsgruppen, die den Bundes-Energievorschriften und der von Menschen verursachten Erwärmung skeptisch entgegenstehen. Harris untersucht nun, ob Exxon Aktionäre über die Risiken der globalen Erwärmung in die Irre geführt wurden oder nicht.

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[Recherche Hinweis zu vorstehendem Link des AGW Think Tanks Inside Climate News;

Berichttitel „Exxon's eigene Forschung bestätigt die Rolle der Fossilen Brennstoffe zur jahrzehntelangen globalen Erwärmung“, der Übersetzer]

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Lieu, Waters und die anderen Demokraten die an Harris schrieben, schickten diesen Brief als Antwort auf eine Anfrage von Texas Abgeordneten Lamar Smith. Smith, der Vorsitzende des House Committees für Wissenschaft, Weltraum und Technologie, forderte die gegen Exxon gerichteten Dokumente von Staatsanwälten und Umweltschützern.

"Wir unterstützen Ihre Untersuchung und glauben, dass die unbegründeten Behauptungen des Wissenschaftlichen Ausschusses, nichts als ein Teil des fortgesetzten Angriffs auf die Klimaforschung sind", schrieben die Demokraten. "Wie Sie wissen, deuten neuere Belege darauf, dass führende Ölgesellschaften wie ExxonMobil und Shell, die Wissenschaft des Klimawandels vor Jahrzehnten bestätigt haben und sogar ihre Geschäftsentscheidungen verändert haben, um sie auf einen aufheizenden Planeten anzupassen."

Republikaner haben sich jedoch gegen die Exxon-Untersuchung gestellt, mit dem Argument, dass diese hinter den Kulissen von Aktivisten ausgegraben wird. Die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft zu Exxon hat auch Bedenken zur Meinungsfreiheit geweckt, da Dutzende von konservativen Think Tanks, Politikexperten und Wissenschaftler verstrickt sind.

Virgin Islands Staatsanwalt Claude Walker folgte Harris und anderen bei der Ausrichtung gegen Exxon. Walker hat bereits eine libertäre Beratungs- und Public Relations Firma aus D. C.- vorgeladen.

Walkers Vorladung zielt auf prominente, konservative und libertäre Think Tanks, einschließlich der Heritage Foundation, das Heartland Institute, das Cato-Institut, das Competitive Enterprise Institute und das Institut für Energieforschung.

Walker zielt auch auf die Kommunikation mit Klimawissenschaftlern, die skeptisch den Ansprüchen gegenüberstehen, dass fossile Brennstoffe eine katastrophale Erderwärmung verursachen. Im Fokus von Walker stehen Wissenschaftler, darunter Dr. John Christy von der University of Alabama, der satellitengestützten Klimadaten-verarbeitet, Catos Dr. Patrick Michaels und Dr. Willie Soon vom Harvard-Smithsonian Institute. [Hervorhebung durch den Übersetzer, Dr. Soon sprach auch bei Eike in Essen]

"Exxon ist ein Bewohner des Staates Texas und wir sind der Meinung, dass dieses ein Angriff auf ihr oberstes Recht der Meinungsfreiheit ist", so der texanische Staatsanwalt, der Republikaner Ken Paxton, nachdem er und der Staatsanwalt von Alabama gerichtliche Unterstützung für Exxon eingereicht hatten.

"Sie haben jedes Recht, ihre eigenen Meinungen über den Klimawandel zu haben. Meiner Meinung nach haben Sie die Linie überschritten, wenn Sie anfangen, Individuen zu verfolgen, die mit Ihnen nicht übereinstimmen", sagte er.

Kalifornien Demokraten scheint Exxon‘s Recht auf freie Meinungsäußerung nicht zu kümmern, da sie glauben, dass das Unternehmen eine massive Desinformationskampagne unternimmt – um eine der größten Ölgesellschaften der Welt am Laufen zu halten.

Demokraten schrieben: „die Ölindustrie betreibt eine koordinierte Kampagne der Massentäuschung über die Wahrheit der Klimawissenschaft - verbreitet Zweifel und Verwirrung in der Öffentlichkeit und um letztlich die Klimapolitik im Kongress totlaufen zu lassen".

Screenshot vom Video im Originalbericht

Erschienen auf The Daily Caller am 13.06.2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2016/06/13/dem-congressmen-first-amendment-doesnt-protect-global-warming-skeptics/

 

Fortsetzung folgt

19 Jun 13:54

Deutschlands Green-Energie sollte in Bürgerhand – doch unsere Regierung hilft, sie nach China zu verkaufen

Was die einen forderten, versprachen die anderen:

Bündnis 90 / Die Grünen: Der grüne Energiefahrplan: Wir gestalten die Energiewende in Bürgerhand durch die Unterstützung von Energiegenossenschaften und verbesserte Bürgerbeteiligung bei Netzausbau und Projektplanungen.

Inzwischen ist die Umsetzung eines Teils dieser Kampagnen gelungen und die deutschen Versorger liegen am Boden. Solche Bilderstürmerei unter dem Slogan „macht kaputt, was euch kaputt macht“, gelingt oft verblüffend schnell und erfolgreich, wie die Geschichte zeigt.

Nun müsste der zweite Teil folgen und alle Bürger glückliche Besitzer von billiger Energie sein. Doch die Mängel des sozialistischen Gedankens sind unerbittlich und lösen sich auch durch laufendes Wiederholen nicht in Luft auf.

Und wie es immer beim Sozialismus der Fall ist: Sobald dies offensichtlich wird, koppelt sich die Politik ab und macht genau das Gegenteil – Zu ihrem Vorteil und zum Nachteil der erwartungsfrohen Bürger.

Es begann damit, dass die Investitionen des EEG zu einem erheblichen Teil vom Bürger an das Ausland zu bezahlen waren:

[4] ... Wurden schon gegen alle Versprechungen die Investitionsgüter des EEG im Wesentlichen aus China geliefert

Die Volksrepublik China beachtet die Entwicklung der deutschen Energiewende schon länger. So war die hohe Einspeisevergütung für Solarstrom in Deutschland vor einigen Jahren der wichtigste Anreiz für den Bau riesiger Herstellungskapazitäten für Solarzellen und -Module in China und für den Export dieser Produkte nach Deutschland.” (in: Die Welt, 13.06.2016)

Und nun wird es weiter geführt, indem begonnen wird, die Investitionen selbst ebenfalls an das Ausland zu verkaufen – mit Unterstützung der Kanzlerin:

[2] Nun übernimmt ein chinesischer Investor einen deutschen Offshore-Windpark – gute Erträge inklusive.

Der größte Wasserkraftkonzern der Welt, China Three Gorges (CTG), übernimmt den deutschen Nordseewindpark Meerwind. Damit werden erstmals chinesische Investoren in substanziellem Umfang Ökostrom-Produzenten in Deutschland.

In Anwesenheit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang unterzeichneten Blackstone und China Three Gorges jetzt in Peking die Verkaufsunterlagen.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters soll die Transaktion aber einen Wert von rund 1,6 Milliarden Euro haben.

Als Betreiber eines großen Offshore-Windparks profitieren die Investoren auch heute von einer offenbar attraktiven deutschen Einspeisevergütung für Ökostrom. Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz erhalten Produzenten von Offshore-Windstrom in der Basisvariante zwölf Jahre lang eine Einspeisevergütung von 15,4 Cent pro Kilowattstunde.

Alternativ können die Betreiber nach dem sogenannten Stauchungsmodell auch acht Jahre lang 18,4 Cent pro Kilowattstunde einstreichen. Nach dem Ablauf der jeweiligen Förderdauer bekommen die Betreiber noch eine Grundvergütung von 3,9 Cent ausgezahlt.

So hatten sich das viele der Green-Energie-beseelten Kraftwerksstürmer wohl nicht vorgestellt. Nach und nach und unerbittlich zerplatzen ihre öko-sozialistischen Träumereien und nicht einmal mehr die vom deutschen Verbraucher zu bezahlenden, hohen Vergütungen verbleiben im Land:

[4] China hat vor wenigen Monaten den Bau weiterer Windkraftanlagen gestoppt, mit der Begründung, dass das chinesische Stromnetz durch die Windenergie zu sehr destabilisiert werde und der Leitungsbau von den windreichen Gegenden in die Siedlungszentren unrentabel sei. Im Jahr 2015 wurden 15 % des erzeugten Stromes aus Windkraftanlagen nicht genutzt. In Zukunft wird die Stromversorgung in China durch Kernkraftwerke gesichert, womit China seine internationalen Verpflichtungen zur Schadstoffbegrenzung einhalten wird.

Bei den kommunalen Wasser- und Abwasserversorgern gab es das schon einmal. Klamme Kämmerer verscherbelten bedenkenlos ihre Liegenschaften gegen Rückleasing an US-Investoren. Doch darauf begann im gesamten Land eine Protestwelle - dabei bezahlte es damals das Land der Käufer, denn der Gewinn basierte auf Steuersparmodellen, die der US-Bürger löhnen musste.

Diesmal bezahlt es der deutsche Bürger - und es gibt keinen Protest.

EEG Strom kommt ja von Wind und Sonne und die stellen keine Rechnungen. Wie man aber am Transport von Sonne und Wind zur Steckdose verdient, scheinen die Chinesen auch gut zu wissen.

Quellen

[1] Bündnis 90 Die Grünen, Broschüre: Neue Energie in Bürgerhand 17/34

https://www.gruene-bundestag.de/uploads/tx_ttproducts/datasheet/Neue_Energie_in_Buergerhand__DVD_.pdf

Mit erneuerbaren Energien werden Energiekosten dauerhaft gesenkt, Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der eigenen Region entstehen. So schaffen erneuerbare Energien auch für strukturschwache Räume eine Zukunft.

[2] Die Welt 13.06.16: Chinesen kassieren jetzt direkt Ökostrom-Abgabe

http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article156195945/Chinesen-kassieren-jetzt-direkt-Oekostrom-Abgabe.html

[3] BUND, Kampagne: Initiative stellt Kampagne "Die Wende – Energie in Bürgerhand" vor

http://www.bund.net/nc/presse/pressemitteilungen/detail/artikel/initiative-stellt-kampagne-die-wende-energie-in-buergerhand-vor-und-kritisiert-energiepolitik/

[4] Ruhrkultour 14.06.2016: Der Windpark Meerwind und die Einspeisevergütung gehen an China

http://ruhrkultour.de/der-windpark-meerwind-und-die-einspeiseverguetung-gehen-an-china/

19 Jun 13:54

Die Niederschlagsentwicklung in Deutschland und weltweit zeigt keinen Klimawandel-Einfluss

Die Unverfrorenheit und Breite, mit der die jüngsten Ereignisse für den ominösen Klimawandel instrumentalisiert und von den wirklich menschlichen Ursachen abgelenkt wurde ist jedoch so erschreckend, dass man einfach mehrfach dagegen anschreiben muss.

Als wahres Ergebnis zeigten sie nämlich ein eklatantes Versagen der Behörden und Unwetter-Vorhersagen auf, welche die wesentliche Ursache der großen Schäden sein dürfte. Für Simbach ist es inzwischen sogar bestätigt, dass ein Dammbruch aufgrund einer Verstopfung des viel zu engen Durchlasses den hohen Schaden verursacht hat.

Nirgendwo ist jedoch belegt, dass die Unwetter eine Folge des ominösen Klimawandels wäre. Doch die, welche die Aufgabe haben den Bürger richtig zu informieren unterlassen es, weil es der vorgegebenen Ideologie und Parteiräson widerspricht.

Bild rechts [18]: Barbara Hendricks bei der Auftaktkonferenz zur Erarbeitung des Klimaschutzplans mit dem Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung Hans Joachim Schellnhuber und Franzjosef Schafhausen (links) aus ihrem Ministerium.(Foto: Inga Wagner/BMUB)

Dass Ideologie und Parteienräson jegliche Akzeptanz von Fakten verhindert, zeigt sich in den Debattenprotokollen

Unsere Umweltminister(innen) nahmen von den wirklichen Schadensursachen keine Notiz, sondern leierten ihre wohl auswendig gelernten Mantras wie gewohnt ab (siehe Bild 1: Frau Hendricks und Ihr „Einflüsterer“), gefolgt von den Grünen welche verzweifelt versuchen beim Überholversuch durch die Regierungsparteien die Klimaalarm-Lufthoheit zu behalten. Bei den Ministerinnen kann der Widerwille nach Faktenwissen die Ursache sein, bei den Grünen ist Prinzip zu vermuten:

[4] Bundestagsdebatte, Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks (SPD)

... Hendricks machte deutlich, dass diese Starkregenereignisse, die lokal zu massiven Zerstörungen führten, schon lange keine Einzelfälle mehr seien. Die Umweltministerin sah in den Unwetterereignissen Auswirkungen des Klimawandels. Es sei daher nötig, dass die Anpassung an den Klimawandel einen höheren Stellenwert bekommt.

Harald Ebner (Bündnis 90/Die Grünen)

... Der Grünen- Abgeordnete sagte eine Häufung solcher Ereignisse im Zuges Klimawandels voraus. Es sei nun das „oberste Gebot“, das 1,5-Grad-Ziel des Weltklimaabkommens von Paris einzuhalten, sagte Ebner.

[3] Bayerischer Landtag, Donnerstag, 9. Juni 2016:

Umweltministerin Ulrike Scharf „ ... Die erlebte Sturzflut zeige die gravierenden Folgen des Klimawandels, der 2013 mit dem verheerenden Hochwasser und 2015 mit Trockenheit aufgetreten sei und sich nun mit einer „Mega-Regenzelle“ niederschlage. „Deswegen ist Klimapolitik Existenzpolitik“, erklärte die Staatsministerin. Sie erinnerte an die Bayerische Klimaanpassungsstrategie ... „

Ludwig Hartmann, Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, nannte die Überhitzung des Erdklimas ebenfalls als Ursache für die immer häufigeren, sintflutartigen Regenfälle und Überschwemmungen. Er kritisierte die Mitglieder der Großen Koalition in Berlin, die nicht bereit seien, politische Lehren aus den Folgen der Klimaüberhitzung zu ziehen. Statt dafür zu sorgen, dass weniger Klima-Gifte in die Atmosphäre gelangten

Keiner der Redner(innen) scheint Ahnung von dem zu haben, was sie vortrugen. Es soll ab dem übernächsten Kapitel deshalb nachgeholt werden.

Was die „Klimafachleute“ von sich gaben, grenzt an bewusste Volksverdummung

Die streng auf der Regierungslinie agierenden „Klimawissenschaftler“ nutzten die Gunst der Stunde und versicherten, dass es so wäre, obwohl ihnen die wirklichen – widersprechenden - Fakten bekannt sein müssen:

[1] Video vom Autritt des ZDF Chefmeteorologen Dr. Gunter Tiersch vom 7.6.16 bei Markus Lanz. Nach den verheerenden Gewitterschäden der letzten Tage vor allem in Süd- und Westdeutschland kann Dr. Gunter Tiersch wieder mal nicht anders, als diese Wetterextreme dem Klimawandel in die Schuhe schieben. Nur als "Vermutung" wie er später kurz hinzufügt.

Zu Dr. Gunter Tiersch kann der Autor ebenfalls etwas beitragen.

In der Fernsehzeitschrift „Funk Uhr“ Heft 20 erklärte er in einem typischen Klimaalarmartikel:

Wir haben seit 20 Jahren einen massiven Klimawandel in Deutschland, die Winter werden immer milder, die Sommer immer heißer“.

Die Höchsttemperatur in den letzten zwei Sommern ist von 40,2 auf 40,3 Grad angestiegen

Beide Aussagen sind definitiv falsch. Eine Nachfrage des Autors nach Belegen wurde trotz Mahnung bisher nicht beantwortet.

PIK-Forscher Rahmstorf erklärte am 30. Mai im "Heute-Journal" –Interview zu den Gewitter- und Hochwasser-Ereignissen in Süddeutschland, es sei durch Berichte des Klimarates IPCC sowie durch Messungen belegt, dass es global und in Deutschland mehr Energie in der Atmosphäre gäbe, mit der Folge stärkerer Gewitter und zunehmender Starkregen.

E.-K. Puls zeigte in einer Darstellung auf EIKE, dass in den IPCC Berichten das Gegenteil (von Herrn Rahmstorfs Aussagen) steht und die DWD-Messdaten ebenfalls etwas anderes aufzeigen [5]

Klar, dass öffentliche Vertreter aus der Politik auch ihren Beitrag leisten – sofern eine Lokalzeitung Gelegenheit dazu gibt.

Der Bürgermeister (Jurist) einer fränkischen Stadt gab in einem Zeitungsinterview die Auskunft:

... (der Bürgermeister) glaubt, dass Rednitz-,Pegnitz- und Rednitzgrund früher häufiger, länger und regelmäßiger überschwemmt waren als heute. Die Welt wird unberechenbarer und bedrohlicher, niemand kann sich sicher fühlen.“

In der Nachfrage des Autors (bezogen auf den zweiten Satz) wurde es dann relativiert:

... die Zitate sind richtig. Im Artikel steht aber auch, dass nach meiner Meinung früher viel größere, längere und häufigere Hochwasser waren als jetzt. Ich kann das sehr gut beobachten und führe da keine eigene Statistik. Mein Gefühl sagt mir, dass noch vor 20 Jahren fast jedes Jahr 1-2, manchmal sogar 3 Hochwasserereignisse da waren, jetzt liegt das letzte Ereignis schon 3 Jahre zurück. Das gibt aber keinen Grund davon auszugehen, dass in Zukunft nicht neue und schlimmere Hochwasser kommen können. Mehr kann ich nicht sagen.

Es ist eben nie falsch, vorsichtshalber sorgenvoll in die Zukunft zu blicken weil es gängige Meinung ist, auch wenn sogar die selbst erlebte Vergangenheit das Gegenteil ausweist.

Eine lokale Ausgabe der nordbayerischen Nachrichten brachte deshalb auch auf Seite 2 eine große, sorgenvolle Karikatur mit dem Inhalt:

SOWEIT DAS VORSPIEL! Die Klimakiller Ouvertüre: Die Hochwasser 2016 ... und nun viel Vergnügen im kommenden Gesamtwerk!“

Man kann die vollkommene Ignoranz unserer Medien gegenüber Daten und Fakten nicht besser als mit dieser Karikatur ausdrücken.

Als Ergebnis kommt dann das heraus, was sich in Simbach gezeigt hat: Die Stadt hat einen Europäischen Klimapreis Climate-Stars gewonnen weil es CO2 einspart[1], aber für die Bevölkerung das Notwendige und Naheliegende an Schutz und vorbeugenden Katastrophenmaßnahmen sicherzustellen, wurde trotz historisch belegt regelmäßigem Auftreten extremer Hochwasser durch den Inn und den Simbach versäumt[1].

Und die Unwettervorhersagen und Maßnahme zeigten das gleiche Trauerspiel. Wie soll man auch den Niederschlag der nächsten Stunden vorhersagen um Maßnahmen einzuleiten, wenn die leistungsstarken Computer doch den viel wichtigeren, möglichen Ausfall der nächsten Eiszeit berechnen müssen [17].

Es soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass es auch positive Beispiele gab:

SWR Fernsehen

Extreme Wetterlagen Wer hat Schuld am Hochwasser?

Sintflutartige Regenfälle, überschwemmte Straßen, geflutete Keller und Häuser: Der Mensch hat seinen gehörigen Anteil an diesen Naturkatastrophen.

Die schlimmsten Hochwasser gab es im Mittelalter

Ackerböden sind nur zweite Wahl beim Hochwasserschutz. Gerade der fruchtbare Löss macht schnell zu und nimmt nur 5 mm pro Stunde auf. Historiker sagen: Die schlimmsten Hochwasser gab es, als im Mittelalter praktisch kein Wald mehr in Deutschland war. 1342 zum Beispiel. Heute haben wir wieder mehr. Gut 30 Prozent, bis zu 80 Prozent wären es im natürlichen Zustand.

Was der SWR nur noch vergaß: Es lag im Mittelalter nicht nur am fehlenden Wald, sondern an den damals vom Himmel kommenden Wassermengen. Wie extrem Niederschläge in der geschichtlichen Vergangenheit waren, kann man in der Wüste Namib sehen

[7] EIKE: Der Klimawandel bedroht die Wüste Namib (nicht)

Bild2 [8]: Teils mehrere Meter messende Blöcke im Bereich der Uniab-Mündung (Skelettküsten-Wüste, zu deren Transport hoch-energetische Flutwellen erforderlich waren. Beim Endringen von Wassermassen in den Erg brachen Dünen zusammen und wurden schluffreiche Sedimente (Suspensions-Ablagerungen) ausgebreitet. Canyon-artige Erosionsrinnen entstanden beim Ausbruch eines „Dünen-Stausees“. Foto: Blümel 2001.

[8] Die Skelettküste im Großraum von Terrace Bay ist unzweifelhaft einer der extremsten Bereiche der Namib. Umso überraschender erscheinen die inzwischen identifizierten, äußerst zahlreichen Siedlungsspuren in diesem lebensfeindlichen Milieu.

Die Frage nach jungen Klimaschwankungen in der vermeintlich klimastabilen Extremwüste gewinnt durch diese ungewöhnlichen, bisher kaum datierten Funde neue Impulse, Zwei vor einigen Jahren aus Feuerstellen gewonnenen Holzkohle- und Knochenproben stellten die Funde mit 950 und 650 Jahren vor heute in das Mittelalter.

Es gibt klare Hinweise darauf, dass innerhalb der letzten zwei Jahrtausende hygrische Veränderungen im Bereich der Wüstengrenze stattgefunden haben. Zufügung: Sogar verschütte Wälder wurden gefunden.

Es ist auch angebracht, an ein paar weitere historische Daten zu erinnern:

- Der trockenste Sommer der (aufgezeichneten) Geschichte soll im Jahr 1540 gewesen sein[15]

- Der Sommer 2015 war nach den DWD-Daten der dritt-heißeste nach 2003 und noch kühler als der von 1947 [16], also „vor“ dem ominösen Klimawandel.

Das Maiwetter in Deutschland

Herr Kowatsch und Herr Kämpfe mögen verzeihen, dass sich der Autor nicht auf ihre Artikel:

Der Wonnemonat Mai: Wo ist die Erwärmung? und Die Eisheiligen werden kälter – Nachtrag bezieht (die das Gleiche belegen), sondern eine „offizielle“ Quelle anzieht.

Auf wetteronline sind die Daten des vergangenen Mai für Deutschland grafisch dargestellt. Nichts daran ist im Mittel außergewöhnlich. Außergewöhnlich waren lediglich lokale Extreme, verursacht, weil sich die üblichen Gewitterfronten mangels Wind (der durch CO2 zunehmen soll) nicht weiterbewegten. Es hat sich also nicht mehr Feuchte gebildet (wie es die Klimawandel-Theorie fordert und Herr Rahmstorf behauptet), sondern die übliche fiel einfach lokaler begrenzt herunter.

Bild 3 [14] Deutschlandtemperaturen Monat Mai

Bild 4 [14] Deutschland Regensumme Mai

Unwetterereignisse und Hochwasser in Deutschland

In den vielen EIKE-Artikeln über die Unwetter ist dargelegt, dass Starkregen entgegen aller Aussagen der Mainstream-„Wissenschaftler“ weder in Deutschland noch weltweit zunehmen, schlimmer noch, früher stärker waren. Exemplarisch dazu Daten von Deutschland:

Der Deutsche Wetterdienst sagt: „Es gebe keinen Trend zu heftigeren Regenfällen“ [5]

Bild 5 [5] Starkregen Deutschland seit 1950

Oft wird die MunichRe bemüht und darf im Fernsehen ihr (vom PIK stammendes) Wissen über den Klimawandel verkünden. Dann zeigt sie gerne schlimme Schadensmengen-Folien, in denen die wirkliche Information - die Schadenshäufigkeit – sorgfältig versteckt ist. Denn diese zeigt keinen steigenden Trend. Wenn die Umwelt-Elementarversicherung wie geplant in Deutschland Pflicht wird, werden die Schadenssummen jedoch weiter steigen (die Einnahmen von MuRe jedoch noch weiter) – und als weitere Begründung für einen eingetretenen Klimawandel gelten.

Bild 6 [1] Daten MuRe Schwergewitterschäden in Deutschland 1980-2015, Teil Sturzfluten. Die Daten Sturzfluten wurden vom Autor aus der Originalgrafik separiert und mit der linearen Trendlinie ergänzt (rote Linie)

Im schlimm betroffenen Ort Simbach zeigt die Datenaufzeichnung eher eine Abnahme an. Das letzte große Hochwasser (vor dem aktuellen) war 2013. Die Regenmenge war damals nicht besonders hoch, im Gegensatz zur Wassermenge im Ort. Ein sicheres Zeichen, wer für solche Schäden wirklich verantwortlich ist.

Bild 7 [1] DWD-Daten der Niederschlagsmengen Station Simbach ID 4706 von 1981 – 2015 in Tagesauflösung. Lineare Trendlinie zugefügt (rote Linie).

Über einen längeren Zeitraum sieht es wie folgt aus (Bild 5, Abbilder aus einer Dissertation von 2007). Auch darin sind die schlimmen Ereignisse vor dem Klimawandel aufgetreten und ein zunehmender Trend nirgends erkennbar.

08

Bild 8 [9] Niederschlagsmengen 1902 – 2000 Station Schraplau

Und ganz langfristig ist auch keine Zunahme erkennbar. Man sieht aber, dass sich katastrophale und Große Hochwasser wie ein Schnürlband durch die Geschichte ziehen. Auch hier ist eher eine Abnahme, als eine Zunahme erkennbar.

Bild 9 [1] Stadt Nürnberg Hochwasserereignisse. Daten vom Autor als Ereignisgraphik umgesetzt

Fazit

In Deutschland ist beim Niederschlag keinerlei signifikanter Einfluss eines ominösen Klimawandels messbar der zu erhöhten Starkniederschlägen führen würde wie es der Uba-Klimamonitoringbericht auch unmissverständlich festgestellt hat.

Wer etwas anderes behauptet, kennt die Datenlage nicht, bzw. ignoriert sie!!!! und äußert nur unbelegte Vermutungen – oder wie es typisch das PIK macht – simuliert es eben.

Alles kein Problem - so lange dies Privatmeinung bleibt. Dass sich aber auch unsere Regierung alleine auf Vermutungen stützt und die Fakten ignoriert, ist ein Problem.

Nun könnte es sein, dass Deutschland noch eine „selige Klimainsel“ ist, welche nur aufgrund der vielen Anstrengungen und Überlastung durch den selbst angeordneten Zwang zur CO2-Vermeidung kein Geld und keine Zeit mehr für sinnvollen Bevölkerungsschutz findet, weltweit aber schon die Klimahölle tobt. Um das heraus zu finden, erschien kürzlich eine Studie.

Historische Niederschlagsdaten weltweit aus einer aktuellen Studie

Diese Studie analysierte die Niederschlagsdaten von weltweit ca. 1000 Stationen ab 1700 bis 1800 und schlüsselte diese für Regionen auf. Eine umfassendere Analyse anhand wirklicher Messdaten dürfte sich damit kaum mehr finden lassen.

Studie: [6] Journal of Hydrology 531(2015), W.A. van Wijngaarden at al, 2015:

Changes in annual precipitation over the Earth’s land mass excluding Antarctica from the 18th century to 2013

Bild 10 [6] Verteilung der Stationen welche in der Studie berücksichtigt wurden

Bildunterschrift: Fig. 1. Locations of stations examined in this study. Red dots show the 776 stations having 100–149 years of data, green dots the 184 stations having 150–199 years of data and blue dots the 24 stations having more than 200 years of data. (For interpretation of the references to colour in this figure legend, the reader is referred to the web version
of this article.)

Das Ergebnis in Kurzform lautet:

[6] Most trends exhibited no clear precipitation change. The global changes in precipitation over the Earth’s land mass excluding Antarctica relative to 1961–90 were estimated to be:
1.2 ± 1.7, 2.6 ± 2.5 and 5.4 ± 8.1% per century for the periods 1850–2000, 1900–200 0 and 1950–2000, respectively.

... Hence, the resulting trends frequently are not statistically significant.

Im Klartext: Die meisten Niederschlagsverläufe zeigen keine signifikanten Trends.

Die globalen Veränderungen der Niederschläge über Landmassen mit Ausnahme der Antarktis (Anm.: die wurde mangels Daten nicht berücksichtigt) in Bezug auf den meteorologischen Zeitraum 1961-1990 betragen in einem Zeitraum von 100 Jahren als Schätzwerte:
1,2 ± 1,7 % pro Jahrhundert für den Zeitraum 1850-2000

2,6 ± 2,5 % pro Jahrhundert für den Zeitraum 1900-2000

5,4 ± 8,1 % pro Jahrhundert für den Zeitraum 1950-2000
Die möglichen Veränderungen sind demnach gering und niedriger als die Messgenauigkeit. Die folgende Tabelle zeigt es attributiv. Ausgerechnet seit man genauere Werte hat (seit 1950) ist weltweit überhaupt keine eindeutige Trendrichtung messbar und die geringfügigen Trends davor sind im Wesentlichen nicht signifikant.

Bild 11 [6] Table 1 Number of stations having decreasing/increasing precipitation trends for different time periods. The number of stations having statistically significant trends is in brackets. Trends were only found for stations having data for 80% of all years in the time period as is discussed in the text.
Anhand von Grafiken aus der Studie wird es augenscheinlicher.

Zuerst die globale Verteilung der Niederschläge seit 1750. Auffallend ist die hohe Variabilität und aktuell ein mittlerer Niederschlagsstand der aufgrund der Variabilität eher zufällig dem vor 1900 entspricht.

Bild 12 [6] Prozentuale Niederschlagsveränderungen (0 = 1961 – 90) für alle Messstationen. Rote und grüne Kurve 5-jahres-Mittelwerte. Blau: Anzahl berücksichtigter Stationen

Bildtext: Fig. 6. Percentage precipitation change relative to 1961–90 for all stations. The black dots represent data found by averaging the data over all stations while the crosses were found by weighting the various continental time series by the continental area. The red (green) curves are the 5 year moving averages while the blue curve indicates the number of stations. The green curve was only found for years where data exists for all 6 continents. (For interpretation of the references to colour in this figure legend, the reader is referred to the web version of this article.)

Die beispielhaften Niederschlagsverläufe auf der Nord- und Südhemisphere zeigen rein gar nichts und vor allem niemals einen schlimmen Klimawandel-Einfluss, allerdings massive Datenprobleme der Südhemisphäre.


Bild 13 [6] Teilbild (a) Fig. 2. Examples of annual precipitation for stations located in (a) Northern Hemisphere and (b) Southern Hemisphere.

Bild 14 [6] Teilbild (b) Fig. 2. Examples of annual precipitation for stations located in (a) Northern Hemisphere and (b) Southern Hemisphere.

Und die Detailbilder großer Landregionen ergeben das gleiche Bild: Es gibt keine auf einen Klimawandel rückführbare Veränderung beim Niederschlag.

Bild 15 [6] Europa 1700 – 2013, relative Niederschlagsveränderung

Bildtext: Fig. 4. Percentage precipitation change relative to 1961–90 for various countries. The red curve is the moving 5 year average while the blue curve shows the number of stations. Considering only years having at least 5 stations reporting data, the trends in unitsof% percentury are: (a) Australia 1.0 ± 4.8,(b)France0.3 ± 2.8,(c) India/Pakistan 0.5 ± 5.3, (d) Japan 1.5 ± 4.5, (e) South Africa, Lesotho and Swaziland 1.4 ± 10, (f) Africa North of Equator 10 ± 5.2, (g) Sweden 9.0 ± 4.3, (h) United Kingdom 0.6 ± 2.4 and (i) U.S. (Lower 48 States) 2.2 ± 2.0. (For interpretation of the references to colour in this figure legend, the reader is referred to the web version of this article.)

Bild 16 [6] Nordamerika 1800 – 2013, relative Niederschlagsveränderung. Bildtext siehe Bild 12.

Bild 17 [6] Afrika 1800 – 2013, relative Niederschlagsveränderung. Bildtext siehe Bild 12.

Bild 18 [6] Asien 1750 – 2013, relative Niederschlagsveränderung. Bildtext siehe Bild 12.

Und wie ist es mit Trockenheit?

Ein ähnliches Bild - alles früher schon einmal dagewesen. Vor allem: Aktuell bei Weitem nicht so extrem wie immer dargestellt (und wie von der bayerischen Umweltministerin, Frau Scharf als Klimamenetekel bemüht). Würden sich die damaligen Verhältnisse wiederholen – wie es von unserer Politik und den Grünen sehnlichst gewünscht und mit bald Billionen EUR „erzwungen“ wird – wären die negativen Folgen dramatisch[20].

Rekonstruktion extremer Niederwasser im Rhein bei Basel bis zurück ins Jahr 1540, Ergebnis:

[19] Seit 1540 ließen sich insgesamt 31 extreme Niederwasserereignisse finden. Relativ häufig waren extrem niederschlagsarme Winter in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, eher selten dagegen im 20. Jahrhundert und zwischen 1540 und 1640.

So traten nach 1910 nur noch zwei Winter auf, deren Abflüsse ähnlich tief waren wie im Bereich des 19. Jahrhunderts, nämlich der «Seegfrörni»-Winter 1962/63 und der eingangs erwähnte Winter 2005/06,

Die extremen Niederwasserverhältnisse im Winter 2005/06 sind also nicht ein Ausdruck eines menschengemachten Klimawandels, sondern vielmehr ein Hinweis darauf, dass das allgemeine Klimasignal durch eine hohe Variabilität von Jahr zu Jahr überlagert wird.

WIKIPEDIA

Am 2. November 1947 betrug der historisch niedrigste Wasserstand am Pegel Mainz 1,10 m. Am 8. Dezember 1962 zeigte der Pegel nur 1,17 m. Anm.: Danach gab es keinen niedrigeren mehr.

[20] SPIEGELONLINE: Hitze-Jahr 1540: Wetterdaten enthüllen Europas größte Naturkatastrophe

Elf Monate kaum Regen und Extremhitze: Mehr als 300 Chroniken aus ganz Europa enthüllen die grausamen Details einer gigantischen Katastrophe im Jahr 1540.

Was passiert, wenn sich das Wetter von 1540 wiederholt? "Die Folgen wären dramatisch", warnt Pfister. Ein Massensterben von Tieren sei zu erwarten, Kühlwasser für Atomkraftwerke würde knapp, der Warentransport über Flüsse käme großteils zum Erliegen, und über die Folgen für die menschliche Gesundheit lasse sich nur spekulieren.

Fazit

Weder in Deutschland noch weltweit lässt sich anhand von Daten ein Klimawandel-bedingter Anstieg (oder Abfall) der Niederschläge nachweisen. Es gibt einfach überhaupt keinen signifikanten Trend, sondern im Wesentlichen die Wiederholung der Vergangenheiten mit ihren hohen Variabilitäten. Auch die gängige Aussage: Trockenen Zonen würden trockener und nasse feuchter ist mehrfach widerlegt.

Dies bestätigen das Umweltbundesamt und der DWD. K. Puls hat es nachgesehen und gezeigt, dass auch das IPCC dieser Meinung ist. Beim IPCC findet man es allerdings nur, sofern man nicht nur das Summary für die Politiker, sondern die Detailberichte sichtet: K. E. Puls: Extremwetter-Ereignisse : Was finden die Wetterdienste? Was schreibt der Klimarat IPCC?

Es muss deshalb immer neu betont werden: Alle! diesbezüglichen Schreckensszenarien entstammen Computersimulationen und nicht der Wirklichkeit: Rezension: UBA Studie 24/2015 Die Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel[10]

Und dass die Simulationen gerade bei den Niederschlägen versagen wird immer neu bestätigt:

Dresdner Max-Planck-Institut: Kopplung von Extremniederschlägen an Klimaerwärmung offenbar schwächer als befürchtet[12]

Darstellung von Fehlern der Niederschlagssimulationen:

Ist der „Arabische Frühling“ wirklich wegen unserem CO2 gescheitert? [13]

Leider kommen Fakten gegen die etablierte Ökokirche (noch?) nicht an, zumindest so lange in Deutschland Nachplappern und Parteiräson die wesentlichen Auswahlkriterien für politische Ämter und Fördergelder sind und beim Klima (und auch EEG) jeder Unsinn Gehör findet. Zu welch extremer Hofberichterstattung dies führen kann, zeigt das Portal Klimaretter.Info beispielhaft immer wieder neu.

Nachspann

Beim Betrachten der Niederschlagsverläufe der Studie [6] fällt auf, dass die Niederschläge offensichtlich einen erheblichen, wenn nicht sogar vorherrschenden, stochastischen Verlaufsanteil haben. Es ist also aus Daten der Vergangenheit nie vorhersagbar, wann ein Ereignis eintritt. Dazu kommt dem Autor in den Sinn, was er vor langen Jahren in einem Verhaltensforschungs-Buch gelesen hat:

Wenn man Tieren zu stochastisch verteilten Zeiten Futter gibt, generieren sie spezielle, chaotische Verhaltensmuster wie spontanes Flattern, Picken oder regelloses Herumlaufen, weil sie meinen, damit die Futterzeit „herbeizurufen“ (auch Tiere merken sich Zeitmuster). Im Buch wurde dies damals auf religiöse Maßnahmen übertragen.

Wenn man die Debattenprotokolle und Medienmitteilungen Revue passieren lässt, hat man den Eindruck, solche Verhaltensmuster auch zum Klimawandel zu erkennen.

Quellen

[1] EIKE 09.06.2016: An den Unwettern ist der Mensch eher nicht schuld – aber ganz sicher an deren Folgen

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/an-den-unwettern-ist-der-mensch-eher-nicht-schuld-aber-ganz-sicher-an-deren-folgen/

[2] EIKE 06.06.2016, Kowatsch: Hintergründe der Unwetter in Süddeutschland. Vergleich von Braunsbach und Niederalfingen

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/hintergruende-der-unwetter-in-sueddeutschland-vergleich-von-braunsbach-und-niederalfingen/

[3] Bayerischer Landtag, Donnerstag, 9. Juni 2016: Hochwasserkatastrophe: Landtag debattiert über politische Konsequenzen

https://www.bayern.landtag.de/aktuelles/sitzungen/aus-dem-plenum/landtag-debattiert-ueber-politische-konsequenzen-aus-der-hochwasserkatastrophe/

[4]

Protokoll der Redebeiträge vom 8. Juli im Bundestag: Bundestag zieht Bilanz der Unwetter-Zerstörungen

[5] EIKE 02.06.2016, E-K Puls: PIK-Forscher Rahmstorf hält im ZDF seine eigenen Extremwetter-Vorlesung - IPCC und DWD-Messungen sagen was Anderes!

http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/pik-forscher-rahmstorf-haelt-im-zdf-seine-eigenen-extremwetter-vorlesung-ipcc-und-dwd-messungen-sagen-was-anderes/

[6] Journal of Hydrology 531(2015), W.A. van Wijngaarden at al, 2015: Changes in annual precipitation over the Earth’s land mass excluding Antarctica from the 18th century to 2013

[7] EIKE 14.10.2015: Der Klimawandel bedroht die Wüste Namib – glaubt Deutschlandradio Kultur

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/der-klimawandel-bedroht-die-wueste-namib-glaubt-deutschlandradio-kultur/

[8] Nova Acta Leopoldina NF 108, Nr. 373, 125-149 (2009): Holozäner Klima- und Landschaftswandel in der Namib?

[9] Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 2007, Dissertation: Die Niederschlags- und Starkregenentwicklung der letzten 100 Jahre im Mitteldeutschen Trockengebiet als Indikator möglicher Klimaänderungen

[10] EIKE 07.02.2016: Der Himmel fällt uns auf den Kopf und ohne die Glaskugel im Computer würden wir es nie erfahren

Rezension: UBA Studie 24/2015 Die Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/der-himmel-faellt-uns-auf-den-kopf-und-ohne-die-glaskugel-im-computer-wuerden-wir-es-nie-erfahren/

[12] kaltesonne: Dresdner Max-Planck-Institut: Kopplung von Extremniederschlägen an Klimaerwärmung offenbar schwächer als befürchtet

http://www.kaltesonne.de/dresdner-max-planck-institut-kopplung-von-extremniederschlagen-an-klimaerwarmung-offenbar-schwacher-als-befurchtet/

[13] EIKE 21.09.2016: Ist der „Arabische Frühling“ wirklich wegen unserem CO2 gescheitert? Eine von Herrn Rahmstorf begrüßte Studie legt es nahe

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/ist-der-arabische-fruehling-wirklich-wegen-unserem-co2-gescheitert-eine-von-herrn-rahmstorf-begruesste-studie-legt-es-nahe/

[14] wetteronline: Rückblick Mai 2016 Ein Monat der Wetterkontraste

http://www.wetteronline.de/wetterrueckblick

[15] Die Presse.com: Hitzewelle: 1540 war es noch schlimmer

http://diepresse.com/home/zeitgeschichte/4782130/Hitzewelle_1540-war-es-noch-schlimmer

[16] Deutscher Wetterdienst, Abteilung Klimaüberwachung, 13.10.2015 Publikation: Klimatologische Einschätzung des Sommer 2015

Viele Hitzewellen, aber nicht so intensiv wie 2003

Insgesamt war es mit einer Temperatur von 18,4°C der drittwärmste Sommer seit 1881. Damit liegt die Abweichung zum internationalen klimatologischen Referenzzeitraum 19611990 bei +2,1 K (siehe Abbildung 1). Nur die Sommer 2003 mit 19,7°C und 1947 mit 18,5°C waren wärmer.

[17] EIKE 17.10.2015: Fällt die nächste Eiszeit aus? PIK Chef Schellnhuber behauptet: Ja, so sicher wie das Amen in der Kirche!

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/faellt-die-naechste-eiszeit-aus-pik-chef-schellnhuber-behauotet-ja-so-sicher-wie-das-amen-in-der-kirche/

[18] Klimaretter.Info, 10. Juni 2016: "Weckruf" gegen Hendricks

[19] Pfister, C., Weingartner, R. and Luterbacher, J. 2006. Hydrological winter droughts over the last 450 years in the Upper Rhine basin: a methodological approach. Journal des Sciences Hydrologiques 51: 966-985.

Neue Zürcher Zeitung, 6.2.2007: Studie zur Häufigkeit extremer Niederwasser im Einzugsgebiet des Rheins seit 1540

Der trockene Winter vor einem Jahr - atypisch für ein warmes Klima

[20] SPIEGELONLINE, Hitze-Jahr 1540: Wetterdaten enthüllen Europas größte Naturkatastrophe

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/hitze-und-duerre-1540-katastrophe-in-europa-im-mittelalter-a-978654.html

[21]

EIKE: Axel BOJANOWSKI von SPON entlarvt die Klimahysterie: "Das Unwetter und der Klimabluff !"

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/axel-bojanowski-von-spon-entlarvt-die-klimahysterie-das-unwetter-und-der-klimabluff/

19 Jun 13:49

Low-Background Steel

19 Jun 13:48

Rettet die Erde – Nutzt den “Nicht-Duschen-Tag“

http://dailycaller.com/author/chris-white/

"Die Reduzierung der Häufigkeit von Duschen (und der Reduzierung von Reinigungsprodukten) hat sehr reale Auswirkungen auf unsere Umwelt", schrieb Guardian’s Miss Madeleine Somerville."Die durchschnittliche Dusche dauert 7 Minuten und verwendet 65 Liter Wasser."

"Es wird immer schwieriger, die entscheidende Bedeutung von sauberem Wasser zu ignorieren, wenn in Kalifornien einen weiter Sommer der Dürre erlebt", fügte sie hinzu. "Es ist klar, sauberes Wasser ist eines der kostbarsten Rohstoffe der Welt und einer, der bald knapp werden wird. Bedenken Sie die Umwelt Maut durch all jene Körperwaschseifen und Sie haben eine Handvoll sehr zwingende Gründe Ihren Körper au' naturel zu lassen. "

***   [Es ist schon enorm, was so gute Menschen wie Miss Sommerville alles zur       Rettung von allem Möglichen vorschlagen – Wer mehr wissen möchte, klickt sich zur Vita von Miss Sommerville „all you need is less“ durch, der Übersetzer]

Miss Somervilles Bedenken sind unbegründet, wie sich herausstellt.

Jüngste Untersuchungen durch Andrew Montford (britischer Autors und AGW Skeptiker) die von der Global Warming Policy Foundation veröffentlicht wurden, zeigen, dass Dürren heutzutage nicht weiter verbreitet sind, als sie es je waren.

"Der Nachweis, dass Dürren auf globaler Ebene häufiger geworden sind, ist schwer zu bekommen", schrieb Montford in einem im April veröffentlichten Bericht. Montfords Bericht ist kein Ausreißer, auch das IPCC, der Klima Zweig der Vereinten Nationen, hat frühere Behauptungen von Dürren und Umweltzerstörung durch ausgetrocknete Erde langsam zurückgezogen.

Im Jahr 2013 stellte der IPCC fest, dass "die Gewissheit niedrig ist, für einen im globalen Maßstab beobachteten Trend der Dürre oder Trockenheit (fehlende Niederschläge) seit der Mitte des 20. Jahrhunderts, wegen Mangels an direkten Beobachtungen, methodischer Unsicherheiten und geografischen Inkonsistenzen in den Trends. "

Somerville stellt auch andere Gründe für das Nicht-Duschen fest, wenn das Dürre Argument nicht zu Ihrer Vorstellung passt: Ihr Körper baut natürliche bakterielle Enzyme auf, anstatt sie in den Abfluss zu schwemmen.

"Wenn diese ganze Sache Ihnen eine Gänsehaut bereitet, wenn Sie sich an das letzte Mal erinnern, als Sie sich Wange an Wange pressten mit einem, der mit dem Duschen offenbar bereits knausert - dann haben Sie eindeutig noch nicht den geheiligten Duft der freien Natur erreicht", fügte sie hinzu „entspannen Sie sich“

Offenkundig heißt “Nicht-Duschen” aber nicht, keinen Deodorant zu verwenden.

Erschienen auf The Daily Caller am 14.06.2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2016/06/14/british-news-outlet-says-save-the-earth-take-the-no-shower-challenge/

19 Jun 13:47

Energiewende: Warum dem Wasser die Kraft ausgeht

Die Existenzkrise der fast mythischen Wasserkraft lässt viele Schweizer misstrauisch werden. Doch die Propaganda der Befürworter der Energiewende verstellt den Blick auf die harten Fakten und Widersprüche:

1 – Installierte Kapazitäten versus produzierte Mengen: 

Viel Geld wird in Kapazitäten von Sonne und Wind investiert, obwohl die Lastfaktoren in der Schweiz bei der Sonne lediglich 12 Prozent und beim Wind bloss knapp 20 Prozent betragen. Die installierte Kapazität liefert zu 80 bis 90 Prozent null und nichts. Kern- oder Gaskraftwerke dagegen erreichen problemlos einen Faktor von 85 bis 90 Prozent. Doch selbst bei 100 Prozent Versorgung mit Sonne und Wind benötigten wir für windstille und sonnenfreie ­Tage 100 Prozent Ersatzkapazität.

2 – Produzierte Mengen versus Marktwert: 

Weil subventionierte Fotovoltaik- und Windanlagen mit Vorrang ins Netz einspeisen, produzieren sie bei Dunkelheit oder Flaute zu wenig, aber bei starkem Sonnenschein oder Wind zu viel. Der Strom­überschuss bei guter Witterung ist wertlos, weil das Netz kein Speicher ist und die überschüssige Produktion mit Negativpreisen verschachert werden muss.

3 – Markt- versus Verbraucherpreise: 

Wegen des allein in Deutschland mit 25 Milliarden Euro pro Jahr subventionierten Flatterstroms von Wind und Sonne fallen die internationalen Grosshandelspreise unter die ­Produktionskosten von Wasserkraft. Der Marktwert der «neuen erneuerbaren Energien» (NEE) betrug in Deutschland nicht einmal 10 Prozent der Subvention. Je grösser die Marktverzerrung, desto grösser die Kosten-Unterdeckung und die Verluste der Wasserkraft. Aber mit zunehmendem NEE-Anteil steigen die Preise für die Endverbraucher wegen der Einspeisevergütungen, der wachsenden Aufwendungen für Reserve- und Speicherkapazitäten sowie der Kosten für die Netzstabilisierung.

4 – Politik versus Wirtschaft: 

Der Strommarkt ist regulierungsbedürftig, weil die Netze «natürliche Monopole» sind, die ihre Leistungen billiger als mehrere Konkurrenten erbringen. Der Staat regelt, wer zu welchen Preisen das Netz als Anbieter oder Nachfrager benutzen darf. Doch die Anbieter von Solar- oder Windstrom ­liefern zu garantierten und viel zu hohen Entschädigungen, so viel und wann sie gerade können. Ihre private Rendite ist ein vervielfachter volkswirtschaftlicher Verlust. Sie verdrängen damit vor allem Wasser- und Kernkraft und vermehrt auch Gaswerke vom Markt. Davon profitiert aus­gerechnet die dreckige, aber eben billige Kohle. Weil Wasser- und Kernkraft nicht so leicht den Kapriolen von Sonne und Wind folgen können, produzieren sie mit Verlusten weiter.

5 – Gewinner versus Verlierer: 

Die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) für NEE wurde nicht zuletzt deshalb eingeführt, weil marktfreundliche Kreise ein Referendum gegen die Strommarktliberalisierung vermeiden wollten. Bittere Ironie: Die KEV ist seither auf ­stolze 1,3 Rappen gestiegen, während die Haushalte noch immer auf die freie Wahl des Versorgers warten müssen. 2015 wurden von der KEV 148 Millionen Franken für Fotovoltaik-Anlagen ausgezahlt. Der Kreis der Begünstigten weitet sich rasch aus. Auch wenn die Vergütungs­tarife stark reduziert wurden, bleibt eine KEV-Zusage ein Geschenk für wenige, das viele unter Zwang berappen. Man muss sich deshalb über die 30 000 Fotovoltaik-An­lagen auf der Warteliste nicht wundern. Die Migros-Verteilbetrieb Neuendorf AG erhielt 2015 aus der KEV für vier grosse Fotovoltaik-Anlagen rund 1,5 Millionen Franken – dies bei garantierten Tarifen bis 2038. Eine einzige Fotovoltaik-Scheune ­beglückte ihren Bauern mit über 150 000 Franken. Rund 3000 Anlagenbetreiber erhalten noch für 20 Jahre und mehr 70 Rappen pro Kilowattstunde. Der Marktwert dieses Stroms liegt zurzeit bei rund 4 Rappen. Bei den heutigen Netztarifen lohnt sich die Stromproduktion für Hausbesitzer, weil sich durch Eigenverbrauch ihre Netzkosten senken lassen. Aber natürlich bleiben auch sie im Netz, für das sie aber wenig zahlen – und werden so zu Schmarotzern.

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)*  Anmerkung der EIKE-Redaktion : Dieser Artikel ist zuerst erschienen in WELTWOCHE Zürich:

"Energiewende: Warum dem Wasser die Kraft ausgeht" | Die Weltwoche, Ausgabe 24/2016 | Mittwoch, 15. Juni 2016

http://www.weltwoche.ch/

EIKE dankt der Redaktion der WELTWOCHE und den Autoren Silvio Borner und Dominik Hauri für die Gestattung des ungekürzten Nachdrucks.

Silvio Borner ist Mitglied im Carnot-Cournot-Netzwerk, einem Interdisziplinären Think Tank für Politikberatung in Technik und Wirtschaft  [ http://www.c-c-netzwerk.ch/ ].

Dominik Hauri ist Ökonom und war bis 2015 ­Projektleiter des Instituts für Wirtschaftsstudien in Basel.

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17 Jun 15:17

Intelligente Stromzähler: Besitzern von Solaranlagen droht ebenfalls Zwangsanschluss

Der Bundestag will den Zwangsanschluss kleiner Verbraucher an vernetzte Stromzähler nicht verhindern. Im Gegenteil. Nun könnten noch mehr Anlagen mit den teuren Geräten angeschlossen werden. (Smart Meter, GreenIT)
16 Jun 17:27

Studie stellt fest, dass du Fotos knipsen und trotzdem im „Hier und Jetzt“ sein kannst

by Andreas Weck

Mit dem Aufkommen der Smartphone-Fotografie wächst auch die Kritik daran. Wer ständig nur durch sein Gadget schaue, verpasse den Moment. Eine Studie kommt jetzt zu einem anderen Schluss.

Bei dieser einen Sache sind sich fast alle einig: Wer Momente mit dem Smartphone fotografiert, sei nicht im „Hier und Jetzt“ und könne sie gar nicht richtig genießen. Gegen diese These sagt heute kaum noch einer etwas. Warum auch? Sie scheint auf den ersten Blick komplett nachvollziehbar. Doch jetzt haben ein paar Wissenschaftlerinnen aus den USA dieser Meinung etwas entgegen zu setzen – eine wissenschaftliche Überprüfung dieser Aussage, die zu einem anderen Ergebnis kommt.

US-Forscher entkräften Vorurteil: Smartphone-Fotos intensivieren Erlebnis

Lenkt das Fotografien von dem Moment ab? US-amerikanische Forscher gingen dieser Frage nach. (Foto: Christian Bertrand / Shutterstock.com)
Lenkt das Fotografien von dem Moment ab? US-amerikanische Forscher gingen dieser Frage nach. (Foto: Christian Bertrand / Shutterstock.com)

Kristin Diehl von der University of Southern California, Gal Zauberman von der Yale University und Alixandra Barasch von University of Pennsylvania haben diese These im Auftrag der American Psychological Association untersucht. Die Studie „How Taking Photos Increases Enjoyment of Experiences“ behauptet jetzt, dass das Gegenteil der Fall ist. Dass Menschen, die einen Moment mit dem Smartphone festhalten, sich intensiver mit ihm beschäftigen und sich in der Folge auch länger und besser daran erinnern können.

Um das zu überprüfen, haben die Wissenschaftlerinnen mehrere Experimente durchgeführt. In einem wurden beispielsweise zwei Gruppen in einem Sightseeing-Bus durch die Stadt gefahren. Die eine Gruppe sollte Bilder aufnehmen und die andere Gruppe nur die Umgebung beobachten. Die fotografierende Gruppe konnte später deutlich mehr über die Umgebung und die Touristenattraktionen berichten, so das Ergebnis einer anschließenden Befragung.

„Menschen, die einen Moment mit dem Smartphone festhalten, erleben ihn intensiver.“

Gleiches geschah auch in einem zweiten Experiment, im Rahmen dessen die Probanden in ein Museum geschickt wurden. Die eine Gruppe bekam erneut den Auftrag, die Räumlichkeiten und Kunstwerke fotografisch festzuhalten. Die anderen Teilnehmer waren nur zum Beobachten dort. Und auch hier trafen die Fotografen anschließend detailliertere Aussagen über das Museum und seine Schätze.

Das Fazit der Studie unterstützt zudem eine andere Erhebung, die bereits im Jahr 2013 veröffentlicht wurde. Auch darin haben Forscher untersucht, ob sich Fotografen besser an Erlebnisse erinnern können, wenn sie festgehalten wurden. Dort kamen die Wissenschaftler ebenfalls zu dem Ergebnis, dass die Fotografie an sich wie eine Transformation wirke. Die Erinnerung scheint vom Gehirn zu erst direkt in das Foto ausgelagert zu werden. Das Bild wiederum wirkt anschließend rückwirkend auf das Gehirn und brennt sich quasi fest in die Erinnerung.

Ob man dadurch nun einen Moment mehr genießt oder nicht, wird durch die Forschungsergebnisse zwar auch nicht wirklich beantwortet. Jedoch scheint die Aussage, dass man quasi gar nicht im Moment beziehungsweise im „Hier und Jetzt“ stecke, somit entkräftet.

Übrigens ein guter Fotograf sollte nicht nur ein tiefes technisches Verständnis für seine Kamera haben, sondern auch einen Blick für gute Motive. Doch wie gelingt Amateuren das perfekte Foto? Ein Video zeigt es euch.

via www.reddit.com

16 Jun 16:10

Sprache: Es heißt Stu- denten! dierende!

by ZEIT ONLINE: Campus - Anna-Lena Scholz, Thomas Kerstan
Arndt Dibi

Solange in Deutschland, oder auf der Welt, Kinder an an Hunger und Co. sterben, gibt es m.A.n. wichtigeres, als sich über "gendergerechte Sprache" aufzuregen.

Nur fünf Buchstaben änderte unser Redakteur in einem Text unserer Autorin. Daraus entwickelte sich ein Streit: über Sprache, Gender und die Macht an den Unis.
16 Jun 15:42

Deutschland auf dem Weg in die « Dritte Welt »

Lieber Leser, seinen Sie gewiss: ohne eine billige, zuverlässige und großindustriell nutzbare Speichertechnologie muss die Energiewende scheitern. Und diese Speicher-Technologie ist noch nicht erfunden, auch wenn die grünlackierten Experten noch so schrill das Gegenteil behaupten. Es sollte uns zu denken geben, dass kein einziges Land der Welt den deutschen Vorreitern folgt - Geisterfahrer ist stets der, dem alle anderen entgegenkommen.

Warum unbemerkt?

Die Energiewende surft auf einem Tsunami von Lügen und Unwissenheit durch ein Labyrinth voller Nebelbombenwerfer und Möchtegernexperten.

Energiesysteme sind komplizierte, schwer zu verstehende Zusammenhänge. Sie werden weder vom Laien noch von Journalisten oder gar von Politikern so einfach überblickt. Die Beschäftigung damit ist langweilig und erfordert tieferes Fachwissen. So kommt es, dass selbst eine Physikerin, die in Chemie promoviert hat, an eine Energiewende ohne industrielle Speicher glaubt. Aber sie glaubt ja auch daran, dass wir das schaffen.

Die von der Energiewende ausgelösten Erosionsprozesse der Wirtschaft sind schleichend und somit für den Laien fast unsichtbar. Da haben es Scharlatane leicht, die der Öffentlichkeit physikalischen Unsinn als Tatsachen verkaufen. Und alle fachkundigen Warner werden von einer grün-moralinsauren Inquisition an den Pranger gestellt, damit ja niemand auf die Idee kommt, ihnen zuzuhören.

Es fehlt auch nicht an Geld, um das Scheitern der Energiewende mittelfristig kaschieren zu können. Immer neue Kurpfuscherei an den Symptomen wird von der Politik eingeleitet. Zwangsbezahlt wird diese Vergeudung von inzwischen 27 Milliarden Euro pro Jahr vom Stromkunden und Steuerzahler. Auch die Steigerung dieser gewaltigen Summe geht schleichend voran.

Die Profiteure und Scharlatane sitzen in den Redaktionsstuben, auf den politischen Machtpositionen und sogar in den „Expertengremien“. Sie behaupten unisono den selben physikalischen Blödsinn vom Endsieg der Energiewende: es ist bald geschafft, man brauche nur noch etwas mehr vom Selben (Geld) und ein paar Stromtrassen. Die Öffentlichkeit hat keine Chance, sich vernünftig zu informieren. Nunmehr, nach vielen Jahren Propaganda-Trommelfeuer glauben fast alle Menschen in Deutschland an eine erfolgreiche Energiewende.

Im benachbarten Ausland – ohne diese Propaganda - schüttelt man verständnislos den Kopf und baut an den Grenzen teure technische Schutzmaßnahmen, um sich vor den Folgen dieser irrsinnigen Energiepolitik zu schützen. Phasenschieber als Stacheldraht, um die Invasion der deutschen Dumping-Energie aufzuhalten, mein Gott!

Warum kann die Energiewende nicht gelingen?

Stellen Sie sich vor, Sie wären stolzer Besitzer eines revolutionären Öko-Volkswagens. Viele Windrädchen auf dem Auto-Dach und auch viele Sonnenkollektoren. Wenn der Wind weht und die Sonne scheint ist das Fahren damit eine Freude. Leider bleibt die Kiste sofort stehen, wenn es dunkel und windstill wird, weil sie keinen Speicher hat, der die Energie hätte speichern können, während es auf dem Parkplatz stand. Im Gegenteil, Sie mussten die Windrädchen blockieren und die Kollektoren abdecken, damit das Ökoauto sich nicht selbstständig macht, wenn Sie gar nicht fahren wollen.

Nun können Sie sagen: „Fahre ich eben nicht, wenn kein Wind weht“ – für die Umwelt. Aber Sie sind Taxifahrer, Ihr Einkommen hängt gewissermaßen von der Kontinuität ihrer Fahrerei ab. Und einen Energiespeicher hat Ihr Auto nicht, weil der noch nicht erfunden ist.

Was tun? Richtig geraten, Sie brauchen noch ein zweites Auto für diese Fälle, eines mit einem richtigen Motor, das auch dann fährt, wenn’s dunkel und windstill ist. Das ist machbar, aber teuer – Sie müssen zwei völlig gleichwertige Autos betreiben, eins für das passende Wetter und eines für immer dann, wenn das Wetter nicht passt.

Abb. 1 Netzeingriffe seit 2007. Man sieht deutlich den exponentiellen Anstieg. Grafik: M. Limburg; Daten www.netztransparenz.de/de/Redispatch.htm

Genauso funktioniert die Energiewende. Wir haben ein schönes Öko-Energie-System aus Wind und Sonne, das uns am 8. Mai dieses Jahres sogar für ein paar Minuten voll mit Elektroenergie versorgte. Manchmal wird sogar zu viel Strom erzeugt. Aber am 9. Mai war‘s vorbei mit Wind und Sonne und die Kohlekraftwerksschornsteine rauchten wieder. Der Strom kam für den Verbraucher wie immer aus der Steckdose. Nur, vom Kunden unbemerkt, der konventionelle „Zweitkraftwerkspark“ machte den Strom.

Die Windmüller und Sonnenkönige ficht das nicht an, denn den Zweitkraftwerkspark bezahlt ja der Staat. Der französische Präsident Hollande hat mal im Fernsehen gesagt: „Das kostet nichts, das bezahlt ja der Staat“. Dazu hat er dümmlich gegrinst. Ein Wutschrei ging durch Frankreich. Dort weiß jedes Kind: der Staat kann gar nichts bezahlen, was der Steuerzahler nicht vorher erarbeitet hat.

Also, liebe Leser, den Zweitkraftwerkspark bezahlen Sie.

Selbst wenn die Sonne Tag und Nacht 360 Tage im Jahr schiene und der Wind 364 Tage durchwehte, brauchten wir den ganzen Zweitkraftwerkspark mit 100% Kapazität für die paar Stunden, in denen absolut kein Wind weht und keine Sonne scheint. Sonst bricht das Stromnetz zusammen – es gibt einen Blackout. Das ist der unheilbare Konstruktionsfehler der Energiewende. Die Gefahr eines Blackouts wächst und wächst mit jedem konventionellen Kraftwerk, dass in diesem Subventionsgestrüpp pleitegeht und mit jedem neuen Windrad.

Abb. 2: Netzeingriffe pro Jahr und Hochrechnung bei unverändertem Zubau. Wann der Blackoutpunkt erreicht wird, ist unbekannt. Das er erreicht wird ist sicher. Grafik: M. Limburg; Daten www.netztransparenz.de/de/Redispatch.htm



Was passiert bei einem großen Stromausfall?


Nun könnten Sie sagen: „Für ein paar Stunden verzichten wir doch gerne mal auf Strom und machen es uns im Kerzenschein gemütlich. Für die Umwelt! Das klingt auf den ersten Blick gut. Meinen Sie wirklich?

Ein großflächiger Stromausfall heißt „Blackout“. Hier mal eine kleine unvollständige Liste, was bei einem Blackout so alles nach und nach nicht mehr funktioniert:

·       Das Licht geht aus, auch auf den Straßen und in den Geschäften, in der U-Bahn, in den Fabriken…

·       Tausende Aufzüge bleiben stecken…

·       Verkehrsampeln fallen aus, es entsteht ein Verkehrschaos mit diversen Unfällen…

·       U-Bahn, Metro und Bahn bleiben stehen…

·       Die Benzinpumpen an den Tankstellen fallen aus, es gibt keinen Sprit mehr…

·       Geldautomaten und Ladenkassen funktionieren nicht mehr, die Banken und Geschäfte schließen…

·       Kühltruhen werden nicht mehr gekühlt…

·       Das Telefonnetz und Radio und Fernsehen gehen nicht mehr – außer ein paar batteriegerieben Geräte für kurze Zeit, dann fallen auch die Sender aus…

·       Die Heiznetzumwälzpumpe und die Elektronik Ihrer Heizung bleibt stehen, es wird kalt in Ihrem Haus…

·       Das Leitungswasser hört auf zu fließen, da die Trinkwasser-Pumpen nicht mehr laufen – Sie können ihre Toilette nicht mehr benutzen, sich nicht mehr waschen… Hoffentlich haben Sie genügend Mineralwasser für die Familie im Haus…

·       Alle elektrischen Kochstellen versagen, auch zum Wärmen von Babynahrung, die Leute fangen an und machen provisorische Feuer in den Wohnungen… es fängt an, hier und dort zu brennen…

·       Krankenwagen und Feuerwehr bleiben im Verkehrschaos stecken…

·       Die Krankenhäuser werden über Notstromdiesel versorgt – für zwei Tage … dann ist der Diesel alle … die Ärzte müssen die nichtversorgungsfähigen Intensivstation Patienten einfach sterben lassen oder eutanasieren…

·       Der Notstand wird ausgerufen, es gibt Ausgangssperren…

·       Plünderungen und Unruhen brechen aus…

Eine Studie des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) kommt zu dem Ergebnis, dass durch einen langandauernden und großflächigen Stromausfall alle kritischen Infrastrukturen betroffen wären und ein Kollaps der gesamten Gesellschaft kaum zu verhindern wäre. Insbesondere die einschlägige Drucksache des deutschen Bundestages Nr. 17/5672 vom Jahre 2012 verschweigt hier nichts mehr. Trotz dieses Gefahren- und Katastrophenpotenzials sei ein diesbezügliches gesellschaftliches Risikobewusstsein nur in Ansätzen vorhanden – sagt Wikipedia

Bei einem Blackout dauert es oft mehrere Tage, bis das System systematisch wieder angefahren werden kann. Man benötigt „kaltstartfähige“ Kraftwerke und muss nach und nach das ganze Energiesystem wiederaufbauen. Einfach zuschalten geht nicht, da alle Verbraucher eingeschaltet sind und das Netz sofort wieder zusammenbricht.

In diesen wenigen Tagen wird es viele Todesopfer geben: Kranke auf der Intensivstation, Verletzte von Unfällen und Bränden, Erfrorene, Opfer von Kriminalität und Unruhen. Die Schwächsten trifft es zuerst – Babys, Kinder, Alte, Kranke.

Die Decke unserer Zivilisation ist dünn

Was ich hier mit Blackout beschreibe, ist ein Worst-Case-Szenario, wenn auch vielfach geschehen. Man denke nur an einige Blackouts in großen USA-Städten und ihre Folgen. Und die waren nicht mal flächendeckend.

Wenn Sie meine Beschreibung des Blackouts für übertrieben halten, dann stellen Sie sich bitte folgende Situation vor: Sie sind mit dem PKW und ihrer Familie auf der Flucht vor dem Chaos in ihrer Stadt zu Verwandten auf dem Land. Die Verwandten haben noch einen eigenen Brunnen, eine volle Speisekammer, Hühner im Stall, einen Kachelofen und ein Plumpsklo. 300 km vor dem Ziel geht Ihnen der Sprit aus. Auf den Straßen herrschen Anarchie und der Mob. Ihre Familie, die Kinder sind bedroht. Würden Sie einem Schwächeren seinen vollen Benzinkanister wegnehmen, um Ihre Familie zu retten? Würden Sie sich am Plündern eines Supermarktes beteiligen, wenn ihr Baby unbedingt etwas Wasser und Baby Brei benötigen würde?

Solange die Zivilisation unsere Grundbedürfnisse decken kann, benehmen wir uns einigermaßen zivilisiert - wenn man mal von einigen Fußball-Hooligans und der Antifa am Rande einer Pegida-Demo absieht. Aber bei Durst, Hunger, Kälte und Lebensgefahr reagiert etwas Uraltes in uns, das wir zum Glück noch nicht kennen und auch nie kennenlernen möchten. Die Decke unserer Zivilisation ist papierdünn und fragil und wir möchten uns nicht in einer Situation sehen, wenn sie zerreißt.

Das unsichtbare Szenario

Vor 10 Jahren hatte Deutschland eine stabile Energieversorgung mit zuverlässigem Strom zu durchschnittlichen Preisen. Heute muss der Netzbetreiber mit tausenden von Eingriffen das Stromnetz stabil halten und die Preise haben sich verdoppelt, sie sind weltspitze.

Das unsichtbare Szenario der Energiewende, das wirtschaftlich verheerende, ist längst eingetreten, nämlich die umweltschädliche Geldvernichtung. Die Stromkunden schultern Milliarden ohne Nutzen für die Umwelt. Geld, das woanders bitter fehlt. Das Geld der Steuerzahler wird von unten nach oben umverteilt. Der Industriestandort schwächelt, die Industrie verabschiedet sich leise und langsam aus Deutschland.

Mich beeindrucken dabei zwei Dinge:

Die Bürger lassen sich diese Abzocke ohne Murren seit Jahren gefallen und glauben immer noch den falschen Energiewendepropheten. Die Energiewende ist nicht nur ein technisches Experiment, sondern ein Menschenexperiment mit völlig fragwürdigem Ausgang. Es wäre besser, dieses Experiment erst mal an Ratten auszuprobieren.

Die Politiker haben offensichtlich keinerlei Skrupel, das Geld der Bürger mit vollen Händen zum Fenster raus zu werfen. Was, die Erdkabel kosten zehn Mal so viel, wie Freileitungen? Dafür ist die Akzeptanz besser? Dann machen wir die Stromtrassen eben mit Erdkabeln. Die Rechnung bekommt der Stromkunde. Dass EEG mit seiner „Umlagen Finanzierung“ ist ein klassisches Beispiel von Steuererhöhung ohne die Steuer zu erhöhen. Aber das Geld des Steuerzahlers ist trotzdem weg. Nein, es ist nicht weg, es haben nur Andere.

Eine Gruppe von Scharlatanen und Nebelkerzenwerfern ist am Ruder

Die Energiewende wird angetrieben von Umverteilung gewaltiger Geldmengen und von ideologischem Wunschdenken von spinnerten Eliten. Die Scharlatane verstehen noch nicht einmal, wie das System funktioniert, drehen aber wie wild am Steuerrad. Ihre Unterstützer, die linken Journalisten verstehen die Physik auch nicht, sind aber ebenfalls getrieben von Illusionen über die Machbarkeit ihrer Ideologie. Es regiert das Prinzip Hoffnung. In ihrer Selbstherrlichkeit haben sie es sogar versäumt, die vielbeschworene „europäische Lösung“ auf dem Gebiet der Energiepolitik auch nur zu erwägen. Alle zusammen drehen ein gigantisches planwirtschaftliches Rad, das von Vornherein zum Scheitern verurteilt war. Das Urteil spricht die gnadenlose Physik.

Man darf den falschen Propheten nicht das Wohl und Wehe einer modernen Industriegesellschaft überlassen. Die Energieversorgung ist nämlich ihr Rückgrat.  In zwei Jahrzehnten werden sie Deutschland zu einem dritten Welt-Land heruntergewirtschaftet haben, wenn man sie nicht aufhält. Und unsere Energiewirtschaft wird den Russen oder den Chinesen gehören – mit allen nur denkbaren Folgen.

Wenn die Deutschen keine Kernenergie wollen, selber schuld. Aber dann brauchen wir entweder 4000 neue Pumpspeicherwerke zu den bestehenden 35 dazu, oder wir brauchen Kohle und Gas. Aus allem aussteigen, heißt nämlich aus dem Lebensstandard aussteigen. Ich glaube beinahe, das ist das heimliche Ziel der Eliten – einfach leben - für die Anderen. Unsere Gesellschaft wird sich ändern und ich freue mich nicht darauf.

Es sei denn, irgendein Genie erfindet einen billigen industriereifen großtechnischen Energiespeicher. Aber was, wenn nicht?

Autor Manfred Haferburg reist als Experte für Kernkraftsicherheit um die Welt und kennt so viele Atomkraftwerke wie kaum ein anderer Mensch. Bis 1989 gehörte er zur Leitung des größten AKW der DDR (Greifswald) – geriet in Ungnade, wurde von der Partei zum Staatsfeind erklärt und inhaftiert. Das Vorwort zu seinem Roman „Wohn-Haft“ (erschienen beim KUUUK-Verlag) schrieb Wolf Biermann.

Ergänzung der Redaktion

Dazu passt die PM die die Europäische Kommission jüngst herausgab. Acht Braunkohle-KW werden bis 2022 stillgelegt.

Die Europäische Kommission hat festgestellt, dass die von Deutschland geplante Gewährung öffentlicher Mittel von 1,6 Mrd. Euro für die schrittweise Stilllegung von acht Braunkohlekraftwerken mit den EU-Beihilfevorschriften im Einklang steht. Die Kommission kam zu dem Schluss, dass die Maßnahme umweltpolitische Zielen der EU fördert, da sie Deutschland hilft, sein CO2-Emissionsziel zu erreichen, ohne den Wettbewerb im Binnenmarkt übermäßig zu verfälschen. Die Entscheidung betrifft Meiler in Buschhaus (392MW) (MIBRAG), Frimmersdorf (600MW), Niederaußem (3091MW), Neurath (4400MW) (RWE) und Jänschwalde (3000MW) (Vattenfall).

(27.5.2016) Nach den von Deutschland im November 2015 angemeldeten Plänen sollen acht Braunkohlekraftwerke in Deutschland schrittweise stillgelegt werden. Der erste Meiler soll im Oktober 2016 den Betrieb einstellen, der letzte im Oktober 2019. Die Betreiber dieser Kraftwerke sollen einen Ausgleich für die Gewinne erhalten, die ihnen entgehen, weil sie dann keinen Strom mehr auf dem Markt verkaufen können.

Die Verbrennung von Braunkohle ist eines der umweltschädlichsten Stromerzeugungsverfahren und mit sehr hohen CO2-Emissionen verbunden. In Deutschland, wo der Strommarkt derzeit Überkapazitäten aufweist, ist die Braunkohleverbrennung nach wie vor die wichtigste Technologie. 2015 wurden 24 Prozent der gesamten Stromerzeugung durch Braunkohlekraftwerke bereitgestellt. Auf die acht betroffenen Kohlemeiler entfallen 13 Prozent der Gesamtkapazität der deutschen Braunkohlekraftwerke.

Stillegung dient dem Emissionsziel Deutschlands

Mit der schrittweisen Stilllegung von acht Kraftwerken möchte die Bundesregierung eine Verringerung der CO2-Emissionen um 11-12,5 Millionen Tonnen pro Jahr erreichen, sobald alle acht Blöcke im Jahr 2020 vom Netz gegangen sind. Dies ist mehr als die Hälfte des zusätzlichen Beitrags, den die deutsche Energiewirtschaft noch leisten muss, um das Emissionsziel Deutschlands für das Jahr 2020 zu erreichen. Im Dezember 2014 hatte die Bundesregierung angekündigt, dass die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent gesenkt werden sollen.

Die Kosten für die Stilllegung der Anlagen werden von den Betreibern selbst getragen. Für die entgangenen Gewinne will Deutschland den Betreibern jedoch einen Ausgleich gewähren. Die Kommission berücksichtigte bei der Prüfung des Ausgleichs, dass die Maßnahme Deutschland bei der Verwirklichung seines Emissionsziels deutlich voranbringt.

Kein ungerechtfertigter Vorteil  gegenüber Wettbewerbern

Ferner nahm sie die Vergütung für die Betreiber unter die Lupe, um sicherzustellen, dass diesen kein ungerechtfertigter Vorteil gegenüber ihren Wettbewerbern verschafft wird. Dabei stellte die Kommission fest, dass die Vergütung im Wesentlichen auf den Gewinnen basiert, die die Betreiber der acht Anlagen erzielen würden, wenn sie weitere vier Jahre (womit die durchschnittliche erwartete Lebensdauer der Anlagen noch nicht ausgeschöpft wäre) auf dem Strommarkt tätig wären.

Daher kam die Kommission zu dem Schluss, dass die Maßnahme voraussichtlich geringe Auswirkungen auf den Strommarkt haben wird und etwaige beihilfebedingte Wettbewerbsverfälschungen durch die Vorteile für die Umwelt weitgehend ausgeglichen werden.

Die Maßnahme betrifft acht Braunkohlekraftwerke verschiedener Betreiber: Buschhaus (MIBRAG), Frimmersdorf P, Frimmersdorf Q, Niederaußem E, Niederaußem F, Neurath C (RWE) sowie Jänschwalde F und Jänschwalde E (Vattenfall).

Weitere Informationen sind auf der Website der GD Wettbewerb im öffentlich zugänglichen Register unter der Nummer SA.42536 verfügbar.

In einer separaten Entscheidung hat die Europäische Kommission festgestellt, dass die von Spanien geplante Beihilfe in Höhe von 2,13 Mrd. Euro für die ordnungsgemäße Stilllegung von 26 nicht wettbewerbsfähigen Steinkohlebergwerken mit den EU-Beihilfevorschriften im Einklang stehen. Die Beihilfe soll die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Bergwerksstilllegungen abfedern, ohne den Wettbewerb im Binnenmarkt übermäßig zu verfälschen.  

 

 

Pressekontakt: Reinhard Hönighaus, Tel.: +49 (30) 2280-230

Mit Dank an Spürnase Hartmut Huene

16 Jun 15:37

Tesla zeigt seine andere Seite: Eine gerostete Radaufhängung und der Umgang mit Kunden

by Mobilegeeks

Viel Wirbel um Tesla. Neben einer gerosteten Radaufhängung versucht das Unternehmen das Ganze zu verdecken, um eventuellen Konsequenzen aus dem Weg zu gehen. Dazu holt Tesla zusätzlich gegen einen Kritiker aus.

Vor einer Woche tauchte auf dem US-amerikanischen Fachblog Daily Kanban ein umfangreicher Bericht über Probleme mit den Radaufhängungen des Tesla Model S auf. Die Autoren waren verschiedenen Hinweisen in Tesla-Foren und -Communities nachgegangen, die über einen Zeitraum von mehreren Monaten immer wieder erschienen.

Sie nahmen Kontakt zum Besitzer eines Tesla Model S (Baujahr 2013, ca. 117.000 km) auf, der sich über eine bei nur niedriger Geschwindigkeit gebrochene Radaufhängung beschwerte. Glücklich über den bei höheren Geschwindigkeiten sicherlich nicht so glimpflichen Ausgang, habe er sich an das ihm zugewiesene Service Center gewendet. Dieses habe die Reparatur abgelehnt, es handele sich um eine normale Verschleißerscheinung, die nicht von der Garantie erfasst sei.

Die defekte Radaufhängung des Tesla Model S. (Foto: gpcordaro / teslamotorsclub.com)
Die defekte Radaufhängung des Tesla Model S. (Foto: gpcordaro / teslamotorsclub.com)

Radaufhängungen sind normalerweise überaus robust konstruiert, da sie als sicherheitsrelevante Komponente des Fahrwerks enormen Belastungen in Form von Antriebs-, Brems- und Seitenkräften ausgesetzt sind. Sie gelten über eine relativ lange Lebensdauer als verschleißfrei, sofern kein Material- oder Konstruktionsfehler vorliegt und der Besitzer sein Fahrzeug nicht missbräuchlich überlastet (beispielweise als „Geländewagen“ oder durch regelmäßige unzulässige Überladung).

Dementsprechend wiesen andere Forenteilnehmer den Besitzer recht zügig darauf hin, dass er sich mit seinem Anliegen an das Tesla Management wenden und den Fall dort eskalieren solle. Ohne Erfolg: Die Zentrale lehnte die Übernahme der Reparaturkosten ebenfalls ab, ruderte aber wenige Tage später zurück. Nun bot man dem sichtlich konsternierten Kunden an, 50% der Rechnung über 3.100 US-Dollar zu übernehmen.

Tesla-Goodwill-Agreement

 

Im Gegenzug für dieses Entgegenkommen forderte Tesla vom Kunden die Unterzeichnung eines „Goodwill Agreement“ (siehe oben). Darin wird einerseits vereinbart, dass der Kunde keine weiteren Ansprüche gegen Tesla stellen wird und auf gerichtliche Schritte oder Schadenersatzforderungen verzichtet – so weit, so gut. Andererseits wird dem Kunden aber auch untersagt, sich zukünftig in irgendeiner Weise über den Schaden zu äußern. Tesla schreibt wörtlich:

„[…]You agree to keep confidential our provision of the Goodwill, the terms of this agreement and the incidents or claims leading or related to our provision of the Goodwill. […]You further agree that you will not commence, participate or voluntarily aid in any action at law or in equity or any legal proceeding against Tesla or related persons or entities based upon facts related to the claims or incidents leading to or related to this Goodwill.“

— Tesla, Goodwill Agreement

Diese seltsame Verschwiegenheitserklärung machte die Reporter misstrauisch, denn derart weit gefasst wird der Unterzeichner unter anderem daran gehindert, den Vorfall an die US-amerikanische National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) zu melden. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde erfasst in einer zentralen Datenbank alle möglicherweise aus Qualitätsmängeln resultierenden Schäden und Vorfälle, um möglichst früh eine potentiell weit verbreitete Gefahr für Autofahrer zu erkennen und gegebenenfalls eine (für den Hersteller unangenehme) Rückrufaktion anzuweisen.

Der Kunde unterzeichnete die Verschwiegenheitserklärung, wendete sich aber dennoch an die NHTSA. Die Behörde bestätigte ihm wenige Tage später per Email, dass seine Beschwerden berechtigt seien und man sich mit Tesla in Verbindung gesetzt habe, um weitere Test-Exemplare der Radaufhängungen sowie evtl. vorliegende technische Informationen, Datenblätter, Konstruktionspläne und ähnliches zu erhalten.

Bei weiteren Recherchen von Daily Kanban stellte sich heraus, dass Tesla selbst bereits im März 2015 einen „nicht sicherheitsrelevanten“ Fehler an die NHTSA gemeldet hatte, der sich auf ein nicht geplantes „Spiel“ der Radaufhängung auswirken und diese beschädigen könne. Auch bei der vorgelegten Verschwiegenheitserklärung scheint es sich nicht um einen Einzelfall zu handeln: So berichtet der Besitzer eines Tesla Model X, dass das Unternehmen bis zu 150.000 US-Dollar Vertragsstrafe von ihm fordere, wenn er die Defekte an seinem Fahrzeug an die NHTSA melde.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde erfuhr von diesen Verschwiegenheitserklärungen erst im Mai 2016 und wurde nach eigener Aussage sofort tätig. Man habe, so ein Sprecher, Tesla unverzüglich darauf hingewiesen, dass derartige Formulierungen und Vereinbarungen unzulässig seien. Das Unternehmen habe daraufhin mitgeteilt, es handele sich lediglich um ein Missverständnis oder einen Interpretationsfehler, man habe die Kunden niemals von einer Kontaktaufnahme mit der NHTSA abhalten wollen.

So weit, so gut. Geplänkel.

Tesla bläst zum Gegenangriff

Doch am vergangenen Donnerstag erreichte der Vorfall eine neue Dimension. Tesla veröffentlichte im eigenen Unternehmensblog eine ausführliche Stellungnahme mit dem Titel „A Grain of Salt“. Die Redewendung ließ bereits erahnen, dass man nun zum Gegenangriff übergeht – doch die hierzu gewählten Mittel entsetzen bis heute die Fachpresse.

Tesla hält fest, dass es keinerlei Sicherheitsdefekte bei den Radaufhängungen des Model S gebe. Sowohl die Qualitätssicherung als auch die enge Koordination mit den eigenen Service Centern schließe dies aus, es sei kein anderer Fall bekannt. Vielmehr wohne der Besitzer des reklamierten Fahrzeugs am Ende einer langen, schmutzigen Straße, was unter Umständen eine Erklärung für den ungewöhnlich stark verrosteten Zustand der Radaufhängung sei.

Entgegen der Darstellung des Fahrzeuginhabers gebe es auch keine offizielle Untersuchung der US-Verkehrssicherheitsbehörde. Die bisherigen Anfragen seien reine Routine und man habe vollumfänglich mit der Behörde kooperiert.

Der Vorwurf, man wolle mit der Unterzeichnung der Verschwiegenheitserklärung Kunden von einer Meldung eventuell auftretender Sicherheitsmängel abhalten, sei absurd. Das „Goodwill Agreement“ diene allein der Vermeidung nachfolgender Regressansprüche oder Gerichtsverfahren und solle ausschließen, dass der Kunde aus der teilweisen Übernahme von Tesla ein Schuldeingeständnis oder erweiterte Garantieansprüche ableite. Die NHTSA oder andere Behörden würden in der Verschwiegenheitserklärung nicht erwähnt, also könne man auch kein Kontaktverbot aus der gewählten Formulierung ableiten. Dennoch werde man in Absprache mit der NHTSA an der Formulierung arbeiten.

Es gebe, so das Unternehmen weiter, „keinen anderen Fahrzeughersteller auf der Welt, der sich mehr um die Sicherheit kümmert als Tesla“ (puuuuuh …). Nicht nur die exzellenten Security Ratings seien ein Beweis für die Qualität der Autos und Fahrzeugkomponenten, es gebe auch aktuelle Beispiele. So sei erst kürzlich ein Tesla Model S bei einem Unfall mit hoher Geschwindigkeit 24 Meter durch die Luft geflogen, alle 5 Insassen hätten das Fahrzeug danach aus eigener Kraft verlassen.

So weit, so gut. Abgesehen von dem etwas dick aufgetragenen Vergleich mit allen anderen Fahrzeugherstellern auf diesem Planeten klingt das nach einer legitimen Stellungnahme, zu der man – sofern nötig – nun die weiteren Statements der NHTSA abwarten könnte.

Doch dann holt Tesla die Keule raus.

„Finally, it is worth noting that the blogger who fabricated this issue, which then caused negative and incorrect news to be written about Tesla by reputable institutions, is Edward Niedermeyer. […] We don’t know if Mr. Niedermeyer’s motivation is simply to set a world record for axe-grinding or whether he or his associates have something financial to gain by negatively affecting Tesla’s stock price, but it is important to highlight that there are several billion dollars in short sale bets against Tesla. This means that there is a strong financial incentive to greatly amplify minor issues and to create false issues from whole cloth.“

Es sei, so Tesla, wichtig zu erwähnen, dass der Autor bei Daily Kanban Edward Niedermeyer sei, der sich bereits in der Vergangenheit kritisch zu Tesla geäußert habe (was offenbar nicht stimmt, wie Niedermayer in seiner Antwort klarstellt). Daraus leitet Tesla offenbar den Verdacht ab, dass der Blogger oder einer seiner Kollegen von sinkenden Börsenkursen des Unternehmens profitieren könne, seine investigative Berichterstattung also lediglich eigenen finanziellen Interessen diene.

Ein derart lapidar in den Raum gestellte Vermutung der Käuflichkeit oder Bestechlichkeit, ohne belegbare Beweise, ist das Allerletzte.

Die Logik hinter jedem Käuflichkeitsvorwurf: berichtest Du positiv über ein Unternehmen, wurdest Du dafür bezahlt. Berichtest Du negativ über ein Unternehmen, wirst Du von einem Konkurrenten dafür bezahlt.

Es gibt für Journalisten oder Blogger fast nichts, was die Reputation mehr gefährden könnte als der Verdacht, man schreibe aus Gefälligkeit oder sogar getrieben von eigenen finanziellen Interessen gut (oder schlecht) über ein bestimmtes Unternehmen oder Produkt. Nach diversen Skandalen über intransparente Benefits in Form von beispielsweise teuren Reisen zu Teststrecken in der Nähe besonders schöner Urlaubsziele, standen die Redaktionen diverser Automagazine oder Auto-Blogs ohnehin unter Generalverdacht und dementsprechend unter skeptischer Beobachtung der Leser und Konkurrenten.

Das Tesla Model S. (Foto: Tesla)
Das Tesla Model S. (Foto: Tesla)

 

Immer wieder tauchen Vorwürfe auf, dass ein bestimmter Autor eine besondere Vorliebe oder Abneigung gegen eine bestimmte Marke habe, die – so die vermeintliche Logik – nur ein Resultat von Bestechungszahlungen oder anderen Zuwendungen sein könne. Viele Autoren sind mittlerweile proaktiv dazu übergegangen, sich ganz offen als Fan einer bestimmten Marke zu „outen“. Aus der intensiven Beschäftigung mit der Marke leiten die Autoren eine besondere Kompetenz für die verschiedenen Modelle ab, immerhin kennt man sich damit aus.

Doch während einem das in vergangenen Zeiten vielleicht den Ruf als Experte oder Koryphäe einbrachte, öffnet man damit heutzutage die Büchse der Pandora und sieht sich permanent dem Vorwurf ausgesetzt, man sei – positiv oder negativ – voreingenommen. Bis zum Auftauchen des ersten „Pinocchio-Presse!!!“ dauert es dann oft nur wenige Minuten.

Man muss an dieser Stelle ausdrücklich festhalten, dass Niedermeyer den gesamten Vorfall auf Daily Kanban ausführlich dokumentiert und mit dutzenden Links, Scans der Verschwiegenheitserklärung, Statements der NHTSA und allen anderen relevanten Fakten der bisherigen Recherche darlegt. Zudem wurde Tesla offenbar zeitig um eine Stellungnahme gebeten, nahm diese Möglichkeit gegenüber dem Autor aber nicht wahr.

Nun – nachdem auch größere Medien den Fall aufgegriffen haben – eine derart heftige Unterstellung in den Raum zu werfen, ist einfach nur billig und lässt nur den Schluss zu, dass hier (zum wiederholten Male, siehe unten) ein Kritiker möglichst schnell mundtot gemacht werden soll.

Niedermeyer und sein Co-Autor Bertel Schmitt sahen sich offenbar genötigt, der eigenen Recherche umgehend eine Eidesstattliche Erklärung hinzuzufügen, in der sie jegliche finanzielle Motivation abstreiten. Tesla wird zeitgleich aufgefordert, die Anschuldigungen gegen die Autoren sofort öffentlich zurückzunehmen. Pikanterweise eröffnen die beiden Autoren Elon Musk die Option, ebenfalls eine gleichlautende Eidesstattliche Versicherung zu unterzeichnen und so klarzustellen, dass nicht er selbst in „short sale bets against Tesla“ involviert sei.

„And yet tragically we find ourselves in a disturbingly similar situation with Tesla: parts of the press, awed by Tesla’s sexy vehicles and cowed by its brutal attacks on any dissent, has become so universally laudatory that criticism is once again being mistaken for hatred and troubling issues are conveniently ignored.“ Edward Niedermeyer

Parallel zu diesen Erklärungen schildert Niedermeyer den Spießrutenlauf, den er seit den Anschuldigungen von Tesla habe durchleben müssen. Der Beitrag auf den Internetseiten des Herstellers habe die überaus loyale Fan-Gemeinde von Tesla aktiviert, die ihn online und offline mit Wut, Hass und Verleumdungen überschüttet habe.

Gleichzeitig zeige der Fall eindrucksvoll, wo die allgegenwärtige Lobhudelei für Tesla in weiten Teilen der Presse herrühre. Kaum ein Journalist oder Blogger wage es noch, kritisch über Tesla zu berichten, weil das Unternehmen rigoros gegen jede unangenehme Berichterstattung vorgehe. Niedermeyer bezieht sich dabei unter anderem auf einen Fall aus dem Jahr 2013, als Tesla einen Prozess gegen die populäre BBC-Sendung Top Gear anstrengte, aber vom Gericht abgewiesen wurde.

Wir selbst durften bereits unsere Erfahrungen mit der Tesla-Community machen, als wir über den Entzug der Kaufempfehlung für den Tesla Model S P85D durch das angesehene US-amerikanische „Consumer Reports“ Verbrauchermagazin berichteten. Eine Umfrage unter 1.400 Model-S-Besitzern hatte ergeben, dass der Sedan überdurchschnittlich anfällig für Defekte ist. Der CR-Autor Mark Rechtin sah sich in der Folge in vielen Foren und Social Networks ähnlichen Attacken ausgesetzt.

Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Tesla hier eine willkommene Möglichkeit entdeckt hat, kritische Berichte im Keim zu ersticken. Es wäre schön, wenn die ach so fortschrittliche und einer besseren Welt verschriebene Tesla-Community nun von Elon Musk einfordere, dass sein Unternehmen die in den Raum gestellten Vorwürfe mindestens ebenso plausibel darlegt wie Niedermayer seine Recherchen. Dann könnte man sich auch ein wenig von den Apple-Fanboys abheben, die gleichlautende Käuflichkeitsvorwürfe ebenso fahrlässig in den virtuellen Raum rotzen.

Man stelle sich vor, Volkswagen hätte im Rahmen des Abgas-Skandals derartige Gerüchte über einen der beteiligten Journalisten verbreitet … nicht auszudenken, welchen Shitstorm das ausgelöst hätte.

Oder?