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21 Sep 07:10

Nicolas Sarkozy wieder mal bei den Klima-Skeptikern

Am Mittwoch, dem 14. September, erklärte der um seine Wiederwahl ringende Ex-Präsident in einem Vortrag im unternehmernahen französischen Institut de l’Entreprise, der Mensch sei nicht alleine verantwortlich für den Klimawandel. Dass die Sahara zur Wüste geworden sei, könne schwerlich der Industrie angekreidet werden. Es sei menschliche Arroganz, zu behaupten, wir könnten das Klima ändern. Und dann kam der Satz, der rund um den Globus (außer in Deutschland!) von Print- und Online-Medien zitiert wurde: „Wir hatten eine große Klima-Konferenz. Wir diskutieren viel über Störungen des Klimas. Das ist interessant. Aber das Klima ändert sich seit viereinhalb Milliarden Jahren. Der Mensch ist nicht allein dafür verantwortlich. (…) Ich fände es besser, über ein viel wichtigeres Thema zu reden: den demografischen Schock. Frankreich sollte sich für eine internationale Konferenz über die Demografie stark machen. Noch nie hat die Erde eine demografische Explosion erlebt wie die, die auf uns zukommt: In wenigen Jahren werden wir elf Milliarden sein. Dafür sind die Menschen direkt verantwortlich. Aber niemand redet darüber.“ (zit. N. Le Figaro online vom 14. September 2016) Sarko möchte also lediglich eine Form des Malthusianismus durch eine andere ersetzen. Auf die Angst-Rhetorik möchte er keineswegs verzichten. Andernfalls liefe er Gefahr, den Machtanspruch der Nomenklatura, die er repräsentiert, in den Augen seiner potenziellen Wähler unglaubwürdig zu machen. 

Sarko sieht sich offenbar gezwungen, das Thema zu wechseln, weil er weiß, dass in Politikerkreisen kaum jemand wirklich von der Klimagefahr überzeugt ist und dass diese Gefahr inzwischen in internationalen Meinungsumfragen ganz am Ende der Sorgen-Skala von Normal-Menschen rangiert. Er hat auch den Aufstieg des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump in den Augen, der sich als Klima-Skeptiker geoutet hat und wohl gerade deshalb die Gunst vieler US-Wähler erwirkt hat. Und er möchte verhindern, dass ihm seine wichtigste Konkurrentin im Kampf um das Amt des Staatspräsidenten, Marine Le Pen vom Front National, dieses Thema wegschnappt. 

Sarko hatte sich übrigens schon einmal vor sieben Jahren als Staatspräsident mit dem Klima-Skeptizismus angefreundet. Ahnend, dass der „Klima-Gipfel“ von Kopenhagen Ende 2009 zum Fiasko werden würde, spielte er offen mit dem Gedanken, seinen farblosen Minister für Umwelt und Nachhaltigkeit, Jean-Louis Borloo, durch den weltbekannten Geologie-Professor Claude Allègre auszutauschen. (Borloo spielt übrigens eine unrühmliche Rolle in Michel Houellebecqs Zukunfts-Roman „Unterwerfung“) Allègre ist Sozialdemokrat der alten Schule (etwa wie unser Thilo Sarrazin) und als solcher ein rotes Tuch für alle Grünlinge. Der mit dem Crafoord-Preis, einem dem Nobelpreis ebenbürtigen Preis für Spitzenleistungen in den Naturwissenschaften, ausgezeichnete ehemalige Chef des Pariser Institut de la Physique du Globe, übte unter dem Trotzkisten Lionel Jospin einige Jahre lang das undankbare Amt des Ministers für Erziehung und Wissenschaft aus. In einer Reihe populärer Sachbücher tat er kund, dass er die Warnungen vor einer drohenden Klimakatastrophe für ausgemachten Schwindel hält. Er ging so weit, den ihm persönlich bekannten Ex-US-Vizepräsidenten Al Gore als Gauner zu bezeichnen. Doch nachdem erste Presseorgane bereits den bevorstehenden Amtswechsel von Borloo zu Allègre angekündigt hatten, machte Sarko im letzten Moment aus taktischen Erwägungen einen Rückzieher. 

Sarkos jüngste Wendung deutet an, dass die intelligentesten und machthungrigsten Vertreter der politischen Klasse nun ahnen, dass mit dem Schüren der Klima-Angst bald kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Das ist für uns Klima-Skeptiker sicher ein Grund zur Freude und für alle, die die Klima-Angst zu ihrem Geschäftsmodell erkoren haben, umgekehrt ein Grund zur Panik. Dem Anliegen der Freiheit ist damit aber nur vorläufig gedient. Es wird darauf ankommen, alle Formen des Malthusianismus zurückzuweisen.  

 

21 Sep 07:09

Bundesregierung will E-Auto-Ladesäulen mit bis zu 30.000 Euro fördern

Trotzdem ist es auch mit zusätzlicher Kaufprämie nicht gelungen, ausreichend viele Bürger vom E-Auto-Wahnsinn überzeugen zu können. Das ist auch nicht erforderlich, denn in Zukunft wird, beginnend ab dem Ortsschild in Städten, das Fahren ohne Strom sowieso verboten, so dass dann zumindest ein Hybridfahrzeug für jeden fast unumgänglich wird.

Wie Frau Hendricks die Bürger informierte, betrachtet sie die EEG-Wende als einen [1] „... konsequenten und gut geplanten Umstieg ... „, welcher auch überhaupt nichts mit Planwirtschaft zu tun hat: [1] „Dies als „Planwirtschaft“ zu bezeichnen, offenbart einen bemerkenswerten Mangel an Ernsthaftigkeit und Sachkenntnis in der Debatte“.

... was wohl nicht jeder Bürger so sehen muss. Aber dafür sind solche Personen ja in der Politik gelandet, wo Realitätsblindheit wohl zur Grundeigenschaft gehört1.
 

Auf jeden Fall wird die für „Sachkenner“ wie Frau Hendricks nicht existierende Planwirtschaft EEG und Elektroauto konsequent weiter geführt und mündet nun in die Subventionierung von Ladesäulen.

Wirtschaftswoche vom 15. September 2016: Bundesregierung will E-Auto-Steckdosen mit bis zu 30.000 Euro fördern
... Das geht aus dem Entwurf zu der entsprechenden Förderrichtlinie hervor, der der WirtschaftsWoche vorliegt.

... Mit der Förderung will die Regierung ihrem kaum noch erreichbaren Ziel von einer Million E-Autos im Jahr 2020 ein Stück näher kommen. ... Wer Geld aus dem Fördertopf möchte, muss nachweisen, dass der für den Ladevorgang erforderliche Strom aus erneuerbaren Energien oder aus vor Ort eigenerzeugtem regenerativem Strom - wie etwa einer Photovoltaik-Anlage stammt.

Wie man nachweist, dass der Strom aus Erneuerbaren Energie stammt, gar noch vor Ort erzeugt, entzieht sich jeglicher Kenntnis des Autors. Vielleicht sponsert Frau Hendricks Ministerium dafür noch ein Projekt „Ökostrom-Einfärbung“. Beim Diesel für die Bauern gab es das ja auch. Und die Physik des Färbens ist doch über all die Gleiche. Mit der Versorgung selbst dürfte es dann nachts und gleichzeitiger Windflaute schwierig werden. Aber dann wird der grüne Strom ja per Zertifikat durchs Internet rund um die Welt zur Steckdose transformiert. Und der green-Nachweis kommt per Mail-Anhang – moderne Energieversorgung eben.

Vorausdenkende Politiker wiesen schon darauf hin, dass die 1 Millionen ja auch nur zwei Räder haben könnten. Dann hätte der seligste Wusch von Frau Hendricks und unserer Kanzlerin immer noch die magische Millionen, aber eben nur die Hälfte „Beine“.

Vorausdenkende Städte haben sich dem bereits angenommen und helfen:

Süddeutsche Zeitung 30. November 2015: Stadt fördert auch E-Bikes
Die Stadt München will vom kommenden Jahr an nun doch den Kauf von Elektrofahrrädern, sogenannten Pedelecs, fördern. "Beim Verkauf von Pedelecs ist ein regelrechter Boom festzustellen", sagt Umweltreferentin Stephanie Jacobs. Sie hofft, dass in Zukunft nicht nur Privatleute, sondern auch Firmen die Vorteile der E-Bikes erkennen und "im Kurierdienstwesen, im Werksverkehr sowie im Dienstleistungsverkehr" verstärkt darauf setzen.
Die Förderung für all diese Fahrzeuge richtet sich aber nicht an Privatleute. Vielmehr können von April 2016 an nur Gewerbetreibende und Unternehmen sowie Freiberufler und gemeinnützige Organisationen das Geld beantragen.

Leider ist man als Bürger einer klammen Stadt damit immer noch ausgeschlossen, von der Antriebswende light zu profitieren. Aber als Arbeitnehmer freut man sich schon darauf, auf dem subventionierten E-Bike der Firma im Winter bei Schneetreiben zum Arbeitseinsatz dank Stromunterstützung mit einem das Klimakarma verbessernden Footprint zu E-Bike-radeln - ist ja immer noch besser als gar nichts von der Subventionierung zu haben.

 

1"Den Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf“, ein öfters gebrachter Ausspruch des ehemaligen DDR-Staatsrats-Vorsitzenden Erich Honecker. Von ihm letztmals in wohl fester Überzeugung getätigt am 14. August 1989, also genau einen Monat vor seinem Rücktritt (14. Oktober 1989).

 

Quellen

[1]

EIKE 14.09.2016: Frau Hendricks glaubt im Klimawahn, Klimapäpstin geworden zu sein und den Irrglauben ihrer Bürger verdammen zu dürfen Zu ihrem Gastbeitrag „Weit verbreiteter Irrglaube“ im Handelsblatt[1]

www.eike-klima-energie.eu/news-cache/frau-hendricks-glaubt-im-klimawahn-klimapaepstin-geworden-zu-sein-und-den-irrglauben-ihrer-buerger-verdammen-zu-duerfen-zu-ihrem-gastbeitrag-weit-verbreiteter-irrglaube-im-handelsblatt1/

21 Sep 07:07

Der Unterschied zwischen echtem Skeptizismus und Leugnen

Der Leser wird sofort mit dem Themenbereich ,Klimawandel' konfrontiert. Die Kontroverse um den Klimawandel ist lediglich ein Beispiel einer polarisierten öffentlichen Diskussion, die vom tatsächlichen Status der Wissenschaft entfernt und abgekoppelt ist: innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft gibt es einen allgegenwärtigen Konsens, dass sich die Erde durch Emissionen von Treibhausgasen erwärmt (Anderegg, Prall, Harold, & Schneider, 2010; Cook et al., 2013; Doran & Zimmerman, 2009; Oreskes, 2004; Shwed & Bearman, 2010), aber außerhalb der Wissenschaft wird diese Tatsache fest verwurzelt geleugnet, zumindest in einigen Teilen der Gesellschaft (e.g., Dunlap, 2013; Lewandowsky, Gignac, & Oberauer, 2013). (Hervorhebung von mir [= dem Autor]).

Hoppla! Substantiell geht es bei ,Klimawandel' nicht einfach darum, ob sich der Planet durch Treibhausgasemissionen erwärmt hat. Wichtigere und damit zusammenhängende Fragen sind u. A. wie viel er sich erwärmt hat, was noch außer Treibhausgasen dabei mitgewirkt hat, oder ob die Erwärmung beispiellos ist oder nicht, spielt es überhaupt eine Rolle (ist Erwärmung nicht besser als Abkühlung?) neben vielen anderen. Genau genommen gibt es keine Notwendigkeit, einen Konsens mit dem Adjektiv allgegenwärtig [pervasive] zu schmücken. Falls es ein Konsens ist, ist er definitionsgemäß allgegenwärtig, was ,durchdrungen' [permeated] bedeutet oder ,diffundiert durch' usw.

Dann könnten sich interessierte Leser fragen, wo man das fest verwurzelte Leugnen der vermeintlichen Tatsache findet, dass sich die Erde durch Treibhausgasemissionen erwärmt. Die skeptische Gemeinschaft akzeptiert meiner Ansicht nach großenteils, dass Treibhausgase zur Erwärmung beigetragen haben, zu der es im vergangenen Jahrhundert oder so gekommen war (was nicht wirklich das Gleiche ist). Es gibt jedoch ein paar Abweichler [dragon-slayers], die anderer Ansicht sind (hier). Aber tief verwurzeltes Leugnen? Davon sehe ich nichts. Die Links helfen nicht, befasst sich doch die Studie von Dunlap 2013 mit 108 Klimawandel-Leugungs-Büchern [climate change denial books], wobei das größte Interesse den vermeintlichen Links zu Industriegruppen gilt. Der Lewandowsky-Link ist sogar noch weniger hilfreich, abgesehen davon, dass es sich um eine intellektuell scheußliche Studie (hier) handelt. Ich weiß nicht, was ich als Beispiel für tief verwurzeltes Leugnen zu finden erwarte im Gegensatz zu allgegenwärtigem Konsens, aber dafür gibt es hier keinen Beweis. Weiter heißt es:

In Medienberichten wird sogar gelegentlich proklamiert, dass die Erwärmung aufgehört hat (Ridley 2014) oder dass wir einer globalen Abkühlung entgegen gehen (z. B. Rose 2013). Diese Einwürfe haben keine wissenschaftliche Unterstützung...

Nun, das Op Ed von Matt Ridley im Wall Street Journal mag keine Spitzen-Wissenschaft sein, obwohl er sich auf die Wissenschaft beruft (hier), aber das UK Met. Office hat tatsächlich bestätigt, dass es bzgl. der Erwärmung einen Stillstand gibt (hier) und dass sich dieser noch bis 2017 fortsetzen werde. Die Wissenschaftler, die die Möglichkeit einer Abkühlung ins Spiel bringen, sind zumeist Solarphysiker, und ihre Ansichten mögen falsch sein. Aber die ,Abkühlungs'-Sicht HAT einige wissenschaftliche Unterstützung (siehe z. B. hier).

Diese einführenden Bemerkungen sind ein wenig misstönend im Zusammenhang mit der reinen Plattitüde, die noch kommen wird. Öffentliche Debatte und Skeptizismus sind in einer funktionierenden Demokratie essentiell. Tatsächlich hat sich der Skeptizismus als fähig erwiesen, den Menschen die Unterscheidung zwischen Wahrheit und Lüge leichter zu machen. Wie könnte man anderer Ansicht sein? Wie also können wir feststellen, ob das, was man uns sagt, wissenschaftliches Faktum oder Leugnen ist? Aber – es gibt drei Faktoren, die immer gegenwärtig sind, wenn Leugner involviert sind. Erstens bauschen sie alles auf. Zweitens, Leugnen enthält immer Bemerkungen hinsichtlich einer Verschwörung. (Ich glaube, dass der o. g. Dunlap 2013 ein perfektes Beispiel für die Art und Weise ist, wie Verschwörung ins Spiel gebracht werden kann, aber ich glaube nicht, dass die Autoren ihn im Sinn hatten). Drittens, Leugner fahren persönliche und professionelle Angriffe auf Wissenschaftler sowohl öffentlich als auch hinter den Kulissen und stoßen reichlich Klagen aus gegen die Institutionen, an denen die Wissenschaftler arbeiten mit Vorwürfen bzgl. des Forschungsgebahrens. Zwei der Autoren dieses Beitrags geben an, Derartiges schon erlebt zu haben.

Die Autoren behaupten aufgrund von etwas, das sie jüngste Beweise nennen, dass bis zu 1 Milliarde US-Dollar in Stiftungen und Denkfabriken in den USA fließen, jedes Jahr, deren Zweck es ist, politische Lobbyarbeit zu leisten für alle möglichen Themen. Eine der prinzipiellen Objektiven dieses Netzwerkes ist es, eine Klima-„Gegenbewegung“ zu unterstützen, die danach trachtet, das öffentliche Gerede um Klimawandel umzuleiten von einem überwältigenden wissenschaftlichen Konsens hin zu Zweifel, Diskussion und Unsicherheit (Brulle, 2014; Plehwe, 2014). Zur Verdeutlichung: über 90% aller jüngst erschienenen Bücher, die Umweltprobleme nicht ernst nehmen, wurden mit konservativen Denkfabriken in Verbindung gebracht (Jacques, Dunlap, & Freeman, 2008),, und solche Bücher werden niemals einer Begutachtung unterzogen (Dunlap & Jacques, 2013).Das sieht mir schon nach Verschwörung aus, zumindest auf den ersten Blick, aber auch hier glaube ich nicht, dass die Autoren dies im Sinn hatten.

Jetzt kommen weitere Plattitüden: In einer Demokratie sind Aufforderungen zu einer echten Debatte willkommen und müssen ernst genommen werden. Angesichts des Umstandes, dass wissenschaftliche Dinge weit reichende politische, technologische oder umweltliche Konsequenzen haben können, kann eine stärkere Teilhabe der Öffentlichkeit nur willkommen sein und zu einer besseren Politik führen. Wer würde dem nicht zustimmen? Man gibt uns hier ein kleines Beispiel, wie dies in der Praxis ausgesehen hat (es geht nicht um Klimawandel): Trotz des Anspruchs der Öffentlichkeit, in Dinge involviert zu sein, die wissenschaftliche Bildung voraussetzen, müssen wissenschaftliche Debatten immer noch geführt werden, wenn man den Regeln der Wissenschaft folgt. Argumente müssen auf Beweisen beruhen und Gegenstand von Begutachtungen sein, bevor sie einstweilig akzeptiert werden. Halt! Falls Argumente auf Beweisen beruhen müssen und diese Beweise die Argumente nicht stützen – was dann? Müssen wir wirklich auf gute Politik warten, bis der Begutachtungsprozess (etwas, dass fast ausschließlich akademische Arbeiten betrifft) sich mit der Angelegenheit beschäftigt hat? In der Arena der Klimawissenschaft haben es selbst sehr angesehene skeptische Wissenschaftler sehr schwer gehabt, dass kritische Studien zur Veröffentlichung akzeptiert worden waren.

Was das Thema Nichtübereinstimmung betrifft: die beiden erstgenannten Autoren räumen die Unsicherheit von Klimaprojektionen ein, machen aber geltend, dass im Gegensatz zur populären Intuition jedwede Unsicherheit sogar noch größeren Auftrieb für Klima-Entschärfung [climate mitigation] bietet. Diese Argumentationskette ist mir schon früher begegnet, und ich muss hier der ,populären Intuition' folgen. Falls es Unsicherheiten gibt darüber, ob etwas getan werden muss, weil die Beweise schwach oder zweifelhaft sind, würde es wirklich seltsam daherkommen zu sagen ,Ha! Das ist sogar noch mehr Grund, meinem gewählten Pfad zu folgen!' Ich bin offen dafür, überzeugt zu werden, aber nicht für diese Art der Beteuerung.

Was meiner Ansicht nach in dieser seltsamen, wirren und von Beweisen freien Studie vor sich geht, ist eine Art expliziter Argumentation, dass Begutachtung der einzige Weg ist, und sei es nur, weil die Blogosphäre (welche die Autoren verunglimpfen) kaum etwas zur Stützung des vermeintlichen Konsens' bietet. Inzwischen haben die Autoren den Titel der Studie vergessen, und wir bekommen dies: Menschen, die wissenschaftliche Fakten leugnen, die sie unakzeptabel finden, sind im Gegenteil in keiner Weise Skeptiker. Im Gegenteil, sie scheuen demonstrativ zurück vor einer wissenschaftlichen Debatte, indem sie es umgehen, ihre Gedanken einer Begutachtung zu unterziehen. Man muss noch einmal sagen, dass Begutachtung etwas für Akademiker und nicht der goldene Standard der Wissenschaft ist. Schlechte Daten, schlechte Argumentation und Eigeninteresse werden normalerweise rasch erkannt, und jedweder Vorschlag, der daraus resultiert, wird gewöhnlich verworfen oder zumindest beiseite gelegt. Was ,Klimawandel' davon unterscheidet ist, dass politische Maßnahmen wie die Kohlenstoffsteuer eingeführt wurden, bevor die Wissenschaft ordnungsgemäß durchgeführt worden ist (was immer noch nicht der Fall ist), und dass aus politischen Gründen diese Maßnahmen bestehen bleiben, trotz des Fehlens bekräftigender wissenschaftlicher Beweise.

Oha, schon wieder eine engstirnige, zwielichtige begutachtete Studie. Wer hat diese durchgewunken? Oh, ich habe vergessen, die Leitlinien zu erwähnen. Die erste davon mit dem Titel [übersetzt] ,vorgeschlagene Leitlinien für kritisches wissenschaftliches Engagement durch Mitglieder der Öffentlichkeit' beginnt mit dieser kleinen Präambel: Falls man etwas zu einer wissenschaftlichen Konversation beitragen will, muss man bestimmten Regeln folgen. Eine dieser Regeln lautet, dass wissenschaftliche Argumente in der begutachteten wissenschaftlichen Literatur behandelt worden waren. Falls man hierzu unwillig ist, haben diese Leitlinien kaum einen Wert. Tatsächlich! Viel Glück, du Möchtegern-Beitragender!

Der zweite Satz ist für Wissenschaftler gedacht, die von einem Mitglied der Öffentlichkeit angegangen werden, das nach kritischem Dialog trachtet. Die Leitlinien sagen, dass man sorgfältig vorgehen soll – es könnte jemand kommen der nicht gutgläubig ist und der Fehler in der Arbeit der Wissenschaftler finden will. Man helfe ihnen nicht!

Und wenn man beiden Leitlinien genügt hat, weiß man immer noch nicht, was die Autoren meinen mit ,echtem Skeptiker', oder wie er oder sie von einem ,Leugner' unterschieden werden kann. Und doch ist das eingebettet in den Titel des Beitrags.

Und schließlich die Autoren. Die ersten beiden Namen werden Lesern dieser Website bekannt vorkommen, ebenso wie jedem, der am Thema ,Klimawandel' interessiert ist: Stefan Lewandowsky, Michael E. Mann, Nicholas J. L. Brown und Harris Friedman. Über den dritten und vierten Autor erfährt man etwas aus der Lektüre des Artikels. Sie scheinen irgendwie vernünftiger als die ersten beiden. Oh, es gibt 96 Referenzen, von denen 22 von den Autoren selbst stammen, 16 von Lewandowsky allein. Ich kann mich irren, aber ich konnte nur drei Referenzen finden, die kritisch gegenüber dem Standpunkt der Autoren eingestellt waren. Nicht wirklich eine begutachtete Studie, wenn man all die Ansprüche betrachtet.

Und ich frage mich selbst wieder einmal: diese schlimme, kaum durch Argumente belegte und eigensüchtige Studie hat den Begutachtungsprozess erfolgreich durchlaufen? Wohin sind wir in der Welt der Journale schon gekommen?

Link: http://donaitkin.com/the-distinction-between-true-scepticism-and-denial/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

21 Sep 07:07

Schiff HMS Terror nach 170 Jahren im nördlichen Eis wieder aufgetaucht.

Heute, also über 170 später ist das Wrack offenbar gefunden worden und viele der offenen Fragen zu dem Unglück von damals können möglicherweise beantwortet werden.

Die Meldung ist vermutlich genauso interessant, wie eine Meldung, die wir möglicherweise im Jahr 2050 lesen, wenn dann vielleicht endlich das Wrack von Flug MH370 gefunden wird.

Dennoch beinhaltet der Artikel, der beispielsweise auf dem Schweizer Fernsehen  oder auf n-tv  nachgelesen werden kann, noch eine ganz andere versteckte Nachricht:

Wie kann es sein, dass sich damals im Mai 1845 eine ganze Crew auf den Weg gemacht, um die Nordwestpassage zu durchqueren? War es damals vielleicht doch nicht so, dass die Eisbedeckung der Arktis viel größer war?

Es muss wohl bereits 1845 die realistische Chance gegeben haben, diese Seeroute zu durchqueren, hätte es auch im Sommer Packeis gegeben, wäre Sir Franklin wohl nie auf die Idee gekommen, es doch zu versuchen.

Manchmal gibt es in den Medien interessante Berichte, die ganz versteckt die Theorie der einzig vom Menschen gemachten Klimaerwärmung  in Frage stellen. Die Autoren stellen die wirklich kritischen Fragen zu ihren eigenen Artikeln leider nicht, aber Eike-Leser vielleicht eben schon. Dieser Artikel passt hier auch dazu. 

21 Sep 07:05

Biobauern sind die größten Lebensmittel-Vernichter Ohne Klimawandel überlebt die Biolandwirtschaft ihre Ernteverluste nicht

Die konventionelle Landwirtschaft hatte ein ganz kleines bisschen weniger Ertrag, als im letzten Jahr des „Klima-Menetekels“. Deshalb jammert sie (wegen einem Prozent weniger gegenüber dem Höchstertrag) wie üblich, wies aber Erträge aus, welche einfach weiterhin nur hervorragend waren:

Anm.: Nicht Deutschland, aber zur Information, wie das angebliche CO2-Gift den Weizenertrag fördert, obwohl Amerikas Westen angeblich durch den Klimawandel „verbrennt“:
dlz Agrarmagazin: USA: So soll sich die diesjährige Weltweizenernte nur noch auf rund 727 Mio. t belaufen und damit das zweithöchste Niveau erreichen. Das wären ein Prozent oder rund 7 Mio. t weniger als 2015.

 


Bild 1 Getreide Welt. Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Bericht Ernte 2016

Auch für Deutschland lässt sich das bekannte Frankenlied synonym verwenden, allerdings mit einer modernisierten Erweiterung:

So viel Korn ist zu verladen, dass auf des Maines Flut die Lastkähne in Stau geraten

Damit bestätigen die letzten Ernten, was bereits in „Ernteerträge und Klimawandel“ berichtet wurde: Die Erträge übersteigen laufend alles bisher da gewesene. Von einem negativen Klimawandel-Einfluss wirklich nirgends eine Spur.

Was nicht bedeutet, dass Bauernpräsidenten nicht umso dreister gegen alle Fakten (bzw. gegen die wegen Überangeboten zu niedrigen Weltmarktpreise) jammern, was das Zeug hält.

[2] Berlin - Die Ernte in Deutschland fällt diesmal drastisch schlechter aus
Vielen Ackerbauern geht das Geld jetzt auch aus», sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied bei der Vorlage einer Erntebilanz.
Wegen ungünstigen Wetters zeichnet sich bei Getreide ein Minus von elf Prozent auf 43,5 Millionen Tonnen ab - weniger waren es zuletzt vor fünf Jahren. Auch bei Raps dürften mit 4,5 Millionen Tonnen elf Prozent weniger hereinkommen als im Vorjahr. Angesichts niedriger Weltmarktpreise für viele Produkte hoffen die Landwirte auf mögliche weitere Krisenhilfen des Staates von 100 Millionen Euro.

DER SPIEGEL: Ernte 2016: Regen, Pilze, Krankheiten - schlechtes Wetter lässt Bauern verzweifeln Der verregnete Sommer sorgte bei Kartoffeln für Probleme mit Pilz- und Infektionskrankheiten. "Wir sind froh, dass wir heute mit Pflanzenschutzmitteln, die Pilzinfektionen bekämpfen können. Hätten wir diese nicht gehabt, gäbe es in diesem Jahr keine Kartoffeln", sagte Rukwied dem Bayrischen Rundfunk.

Was für einen Bauerverbands-Präsidenten „drastisch schlechter“ bedeutet, kann man in der offiziellen Ertragstabelle sehen. Die Abweichungen vom hohen Mittelwert der Jahre 2010 – 2015 sind in der Regel so minimal, dass es kaum gemessen werden kann. Interessant ist nur, dass die Erträge im angeblichen Katastrophenjahr 2015 bis auf Sommerweizen und Hafer durchgehend noch besser waren. Lediglich aufgrund der extrem guten Ergebnisse des Jahres 2015 ergeben sich nun moderate Minderungen:

  

Bild 2 Getreide Deutschland 2016, Daten aus dem Schaubild 1 im BFEL-Bericht vom Autor tabelliert und erweitert. Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Bericht Ernte 2016

Selbst der Hopfen, nach den Grünen und Prof. H. Lesch ein angeblich untrüglicher Indikator für den schlimmen Einfluss des Klimawandels „Wenn der Hopfen nicht stirbt, stirbt dann der Klimawandel?“, spielt das grüne Klimaspiel nicht mit:

Bild 4 Deutschland Hopfenerträge. Daten für 2016 vom Autor ergänzt (rot). Quelle: LfL Jahresbericht 2015 Sonderkultur Hopfen

Und nicht einmal die gemeldeten, angeblich immer schlimmeren Ertragsschwankungen zeigen sich bei einer Nachschau: „Schlechte Erntejahre kommen ganz offenbar immer häufiger

Einfügung: Gerade vor dem Wegschicken kam auf EIKE die Ernteinfo von Herrn Kämpfe:

Die erfreuliche Nachricht: Sehr gute Getreideernte 2016 in Thüringen- wo bleiben die negativen Folgen des angeblichen „Klimawandels“?

welche die Darstellungen bestätigt.

Trotzdem wird von Experten unbekümmert simuliert. Und im Computer sinken die Weizenerträge kontinuierlich. Wenn man feststellt, dass die Simulationen nicht mit den realen Daten übereinstimmen, werden viele Simulationen erzeugt und dann gemittelt – mangels Unabhängigkeit ein eklatanter, statistischer Fehler – beim Klimawandel aber erlaubt, falls sich nur so ein Alarm erzeugen lässt. Und wie früher dem Mann auf der Kanzel nicht widersprochen werden durfte, gilt es heute für Ergebnisse von Computersimulationen.

Bundesministerium für Bildung und Forschung, Journalbeiträge:

Rechnen mit der Unsicherheit Starke Einbrüche beim Weizen

Die Forscher verglichen die Ergebnisse von 30 Computermodellen mit experimentellen Daten von Versuchsfeldern in Arizona (USA). Dabei stellten sie fest, dass die Modelle mit zunehmender Temperatur von den Ergebnissen der Feldversuche abwichen. Lediglich der Median aller Modelle kam den im Feld ermittelten Ergebnissen nahe. Daraus schlossen die Forscher, dass ein Modell alleine unter Umständen keine realitätsnahen Prognosen liefern kann, sondern dass die Werte mehrerer Modelle verwendet werden sollten, um Aussagen zu treffen. Ihre Ergebnisse nutzten die Forscher anschließend zu einer Prognose der globalen Weizenerträge bei steigenden Temperaturen: Hier zeigte sich, dass die Erträge mit jedem Grad mehr um etwa sechs Prozent einbrechen werden. Weltweit wären das 42 Millionen Tonnen, etwa ein Viertel des 2013 global geernteten Weizens. Sie stellten zudem fest, dass die Ertragseinbußen beim Weizen bereits bei geringeren Temperaturanstiegen einsetzen, als bisher berechnet wurde.

Während sich die Ernten der gescholtenen Agrarindustrie allen Simulationsergebnissen sogenannter Klimafachleute widersetzen und dank dem sich stetig wandelnden Klima von einer Ertragsspitze zur nächsten eifern, gibt es eine Ausrichtung, welche nach der Ideologie davon nicht betroffen sein soll, aber genau darunter massiv verzweifelt.

 

Biobauern traf der Sommer 2016 hart

Neue Zürcher Zeitung 4.8.2016: [6] Miserable Weizenernte im Kanton Zürich Wer ist schuld an der Missernte?

In einem Jahr wie diesem zeige sich schonungslos, dass diese ökologisch geprägte Politik nicht aufgehe. An Zürcher Sammelstellen zeige sich bezüglich der Getreideernte «der blanke Horror»: Vor 150 Jahren hätte eine solche Missernte ein Hungerjahr bedeutet, sagt Haab, jetzt müsse halt stärker auf das Ausland gesetzt werden. Dies sei die Quittung dafür, dass Bauern mit Beiträgen vom Bund im Rahmen des Extenso-Programms und mit IP-Suisse-Geldern davon abgehalten würden, ihre Weizen wirksam vor Pilzbefall zu schützen.
Bauern, die extensiv produzierten, also ohne Einsatz von Fungiziden, hätten einen Ernteausfall von rund 40 Prozent zu verkraften, konventionelle Produzenten einen solchen von 20 bis 25 Prozent, sagt er.


DIE WELT 11.08.16: [5] Ernteausfälle bei Bio-Gurken im Spreewald
Ein Betrieb aus Steinreich (Dahme-Spreewald) etwa beklagt bei Bio-Schälgurken Ernteausfälle von 70 Prozent. Grund sei eine Pilzkrankheit. Die EU stufte vor Jahren ein Mittel dagegen, das im Ökolandbau angewendet durfte, als Pflanzenschutzmittel ein. Damit darf es nicht mehr auf die Felder
.

Frankfurter Rundschau 21. Juli 2016: Kleine Körner, faule Kartoffeln
Auch Kartoffeln dürfte es dieses Jahr weniger geben. Die Kraut- und Knollenfäule wütet, eine Pilzkrankheit, die ebenfalls durch Nässe ausgelöst wird. „Auf manchen Äckern gibt es Einbußen bis zu 100 Prozent“, sagt Weber.

[3] Insbesondere für die Erzeuger von Biokartoffeln war die Ausbreitung des Krautfäuleerregers Phytophthora infestans ein großes Problem; im Ökoanbau wurde auch ein vermehrtes Auftreten von Kartoffelkäfern beobachtet.

topagrarONLINE, 09.08.2016: Bio-Kartoffelbauern in der Pfalz drohen 100 Prozent Ernteausfall
Feucht-warme Witterung begünstigt die Krankheit und kann zu Ertragsverlusten von 20 bis 40 % oder sogar zu Totalschaden führen. Die Behandlung mit Kupfer, die im Bio-Anbau bis zu einer bestimmten Grenze pro Hektar erlaubt ist, greift bei häufigen Niederschlägen nicht, weil das Kupfer sofort wieder von der Pflanze abgewaschen wird und damit wirkungslos bleibt. Andere Pflanzenschutzmittel, wie zum Beispiel das systemisch wirkende und komplett abbaubare Kaliumphosphonat, sind beim Bio-Anbau nicht erlaubt.
Die Ökobauern befinden sich aufgrund des dauerhaft feuchten Wetters im Frühjahr und Frühsommer 2016 in einer Zwickmühle. Entweder sie verlieren ihr
Biosiegel oder die komplette Ernte.

 

Welch gewaltigen Ertragunterschiede schon „im normalen Mittel“ bestehen, zeigt ein Artikel von „agrar heute“. Und er zeigt, dass der Biolandbau im Vergleich nicht besser, sondern schlechter wird. Die Daten stammen vom inzwischen grün eingefärbten Landwirtschaftsministerium, somit dürften sie nicht allzu weit daneben liegen.


agrar heute 07.01.2016:  Öko-Erträge fallen weiter zurück - vor allem beim Raps

Die Datengrundlage lieferte das sogenannte Testbetriebsnetz des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Hier werden repräsentative Daten von Betrieben beider Bewirtschaftungsformen unter ähnlichen Bedingungen (u. a. Betriebsgröße, Standort) erhoben und verglichen.

Bild 5 Mehrerträge im konventionellen Landbau gegenüber Ökolandbau. Quelle: agrar heute, ausgabe 07.01.2016:  Öko-Erträge fallen weiter zurück - vor allem beim Raps

Natürlich finden sich beliebig viele Veröffentlichungen, welche das Gegenteil beweisen. In aller Regel gelingt dies, indem „Umweltkosten“ und vor allem auch „Klimaschutz-Nutzen“ monetär bewertet und zugerechnet werden.

Nutzen von Pflanzenschutzmitteln

Man sollte meinen, diese Tatsachen würden zwar nicht Biophantasten, aber wenigstens offizielle Verantwortliche überzeugen. Dem ist aber nicht so. Berliner Ideologie und Frau Hendricks kann keine Krautfäule überzeugen. Was ideologisch als böse festgelegt ist, muss bestraft werden.
Klimaretter.Info 08.09.3015: "Heutige Landwirtschaft ist auch nicht gut für Bauern"

(Anm.: Frau Hendricks)... auf Pflanzenschutzmittel soll es künftig eine Abgabe geben.

Die Natur hat auf den Menschen noch nie Rücksicht genommen

Das gesamte, vorherige Kapitel zieht es sich wie ein roter Faden hindurch: Ohne moderne Pflanzen-Schutzmaßnahmen geht in feuchteren Jahren ein erheblicher Teil der Ernte verloren.
Im Artikel: Biobauern darben ohne Klimawandel wurde es schon einmal thematisiert.

Eine Illusion der Grünen ist, Natur wäre grundsätzlich „gütig“. Dieses Jahr zeigte wieder, wie sie wirklich ist.

TELEPOLIS 22.08.2016: [4] Kartoffelernte würde ohne Pflanzenschutzmittel weitgehend ausfallen
Welche Folgen Missernten ohne Pflanzenschutzmittel haben, konnte man Mitte des 19. Jahrhunderts sehen: Damals sorgte der Kartoffelmehltau (Phytophthora infestans) dafür, dass die Ernten in Europa in den Jahren 1845 und 1846 deutlich zurückgingen: In Preußen beispielsweise um 47, in Württemberg um 55, in Dänemark um 50, in Schweden um 20 bis 25, in Frankreich um 20, in den Niederlanden um 71, in Belgien um 87 und in Irland um 88 Prozent zurückging.
Dort, in Irland (und in den schottischen Highlands), hatte der Ernterückgang die verheerendsten Folgen, weil man auf etwa einem Drittel der bebaubaren Fläche Kartoffeln anbaute, während man in Württemberg nur 3 bis acht Prozent dafür nutzte. Deshalb verhungerten auf der Insel zwischen 1845 und 1852 mindestens eine Million Menschen. Weitere ein bis zwei Millionen entkamen dem Hungertod nur dadurch, dass sie auswanderten - vor allem in die USA. Am Ende der Hungersnot lebte in Irland ein Fünftel bis ein Viertel weniger Menschen als vorher.

Damit sind die Grünen mit den Biobauern die größten Lebensmittel-Vernichter

Zitierungen aus einem lesenswerten Artikel, von dem die Überschrift zu diesem übernommen wurde.

Novo Argumente, Ludger Wes: [1] Schluss mit der Lebensmittel-Verschwendung
Oft wird den Discountern und Verbrauchern unterstellt, sie würden in großem Maße Lebensmittel verschwenden. Doch an anderer Stelle werden viel mehr Lebensmittel verschwendet.
Verschwendung Biolandbau
Aufmerksame Leser ahnen es: Es geht um den Biolandbau. Der hat in diesem Jahr bei Kartoffeln, Wein, Weizen und Gurken extreme Ernteausfälle zu verzeichnen; in einzelnen Regionen verdarben 30-50 Prozent der Ernte, in anderen 100 Prozent. Als Ursache geben die Ökobauern das feuchte Wetter an, das das Wachstum von Schädlingen wie dem Falschen Mehltau oder der Kraut- und Knollenfäule begünstigt habe.
Das ist jedoch nur die halbe Wahrheit. Unter der Witterung hatten auch konventionell arbeitende Bauern zu leiden. Doch ihre Ertragseinbußen waren weitaus geringer, dank moderner Pflanzenschutzmittel.

Ernteverlust durch Agrarwende
Andreas von Tiedemann, Professor für Pflanzenpathologie und Pflanzenschutz an der Universität Göttingen, rechnete kürzlich bei einem
Vortrag in Göttingen vor, dass Weizen, Reis, Mais, Kartoffeln und Soja etwa 90 Prozent der Weltnahrungsmittel ausmachen. Pro Jahr geht etwa ein Drittel davon durch Krankheiten und Schädlinge verloren. Ohne Pflanzenschutzmittel wären es zwei Drittel. Verluste bei Lagerung und Transport sind dabei noch nicht eingerechnet.
Von Tiedemann erinnerte daran, dass die Gelbrost-Epidemie, die sich seit 2010 in Europa ausbreitet, ohne den Einsatz von Pestiziden 60 Prozent der hiesigen Weizenernte vernichten würde. Ohne Pflanzenschutzmittel würde für Weizen, Gerste, Raps und Kartoffeln eine doppelt so große Anbaufläche benötigt, um die gleichen Erträge wie mit Pestiziden zu erzielen. Die von der Partei Die Grünen und von Umweltschützern geforderte Agrarwende mit Umstellung auf 100 Prozent Bio würde, so von Tiedemann, einen Ernterückgang von 20 bis 50 Prozent bedeuten. In diesem Jahr würden deutsche Landwirte dann womöglich gar keinen
Wein, kaum Kartoffeln und Gurken und nur minderwertigen Weizen ernten.

Das Beispiel zeigt: Bio ist eine Luxuswirtschaftsweise für Menschen in Ländern, in denen die Läden von Nahrungsmitteln überquellen. Menschen in solchen Ländern können es sich leisten, Feldfrüchte auf Hunderttausenden von Hektar vergammeln zu lassen. Mutwillig auf bewährte, jahrelang getestete Pflanzenschutzmittel zu verzichten, bedeutet, die Verschwendung von Ressourcen und Lebensmitteln in großem Maßstab in Kauf zu nehmen. Wer so handelt, hat kein Recht, Unternehmen und Menschen zu verurteilen, die Lebensmittel wegwerfen.
Es scheint also, dass die Verschwendung von Nahrungsmitteln im Ökolandbau zur Standardpraxis gehört. Dank der hohen Preise lässt sich auch dann noch Geld verdienen, wenn ein Großteil der Ernte den Schädlingen überlassen wird. Gelebte Nachhaltigkeit?

Das Klima des Jahres 2016

In einigen Publizierungen wurde das Wetter dieses Jahres und die langfristige „Einsortierung“ bereits dargestellt:

-Klima-Monatsrückschau August 2016

-Im Klimawandel nicht Neues, der Juli 2016 war im Mittel wieder zu warm

Nachdem vor allem die Feuchte den Biobauern zu schaffen machte, anbei die Niederschlagsdaten der Vegetationsperiode. Dieser lag dieses Jahr im Vertrauensbereich der Mittelwerte und innerhalb eines Bereiches, der dem Wert seit 1881 entspricht. Und trotzdem war es für die Biobauern bereits ein Fiasko. Was passiert erst, wenn das Wetter wie von den Grünen gefordert, noch schlechter wird?


Bild 6 Niederschlag Deutschland Frühling von 1881 – 2016. Vom Autor aus dem DWD-Datensatz erstellt

Bild 7 Niederschlag Deutschland Sommer von 1881 – 2016. Vom Autor aus dem DWD-Datensatz erstellt

An den Niederschlagsdaten kann man natürlich auch sehen, dass der ominöse Klimawandel in Deutschland bis auf einen geringen Anstieg der Temperaturen (nachdem vorher eine Kaltzeit war) mit keinem sonstigen Klimaparameter feststellbar ist. Da die Daten bis zum August 2016 reichen, lässt sich das Gerede immer weiter steigender Niederschläge (wärmer = mehr Niederschlag) auch in das Land der Klimafabeln verweisen. Jedenfalls lässt sich weder für den Frühling noch den Sommer ein statistischer Unterschied zum Beginn der Messreihe im Jahr 1881 feststellen. Auch die Variabilität nimmt nicht zu, wie es die goldenen Jahres-Differenz-Werte seit 1881 zeigen.

Bonner Politik ist inzwischen zur reinen Umsetzung von Ideologie verkommen

Von der Idee, sich an der Wirklichkeit zu orientieren und dazu glaubhafte Politik zu machen, haben sich die Koalitionsparteien längst verabschiedet. Es ist unfassbar, wie schnell, problemlos und konsequent es einer in Agitation geschulten Person gelang, eine komplette Parteienlandschaft zum reinen Marionettentheater zu degradieren – und wie unsere „Eliten“ wieder dazu überlaufen.
Nun war das Thema Landwirtschaft schon immer fest in Lobbyisten-Hand. Aber nun wird dies selbst in den C-Parteien im Bemühen, die Grünen unbedingt überholen zu müssen, stur um eine ideologische Komponente erweitert: Bayerischer Klimakongress 2016 in Würzburg.

Was auf Landesebene gilt, gilt natürlich auf Bundesebene:

BMEL: Eine Zukunftsstrategie für den ökologischen Landbau

Bei der Kick-Off-Veranstaltung im BMEL in Berlin hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt am 19. Mai 2015 den offiziellen Startschuss für die Entwicklung der "Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau" gegeben. "Die Öko-Landwirtschaft leistet schon heute einen entscheidenden Beitrag zu unserer Ernährung! Ihr Potenzial will ich voll auszuschöpfen!", unterstrich Schmidt.

Umweltbundesamt: Ziel der Bundesregierung ist es, den Ökologischen Landbau in Deutschland weiter zu stärken. Hierzu soll der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche an der gesamten landwirtschaftlich genutzten Fläche in Deutschland auf 20 % erhöht werden.

 

Wie in Berlin aber allgegenwärtig, gibt es Ressorts, welche jeden Unsinn noch wagen zu übertrumpfen. Frau Hendricks will eine Abgabe auf Pflanzenschutzmittel:

Klimaretter.Info 08.09.3015: Hendricks fordert stärkeres Ministerium
"Heutige Landwirtschaft ist auch nicht gut für Bauern"... auf Pflanzenschutzmittel soll es künftig eine Abgabe geben.

Damit nicht etwa noch im Ansatz so etwas Vernunft diese Erntevernichtung und Frau Hendricks Anweisungen topedieren kann, soll es per Machterweiterung geschehen:

Klimaretter.Info 08.09.3015: ... Und fordert ein neues Initiativrecht für ihr Haus – "zur Stärkung der Umweltpolitik des Bundes". Berater empfahlen Hendricks, ein Vetorecht zu fordern

Das würde bedeuten: Die Umweltministerin kann – im Einvernehmen mit der Bundeskanzlerin – verlangen, dass sie sich auch mit Angelegenheiten befassen darf, die eigentlich in den Geschäftsbereich eines anderen Ministeriums gehören.

Wer die Maßnahmen und vor allem unreflektierende Klimahysterie von Frau Hendricks und ihrem Ministerium verfolg, ahnt was das bedeutet: (Noch) denkbare Opposition soll in Zukunft von vornherein ausgeschaltet werden, damit Frau Merkel weiterhin international als Vorreiterin der Klimarettung brillieren kann.

 

Anmerkung:
Damit soll nicht gesagt werden, dass die industrielle Landwirtschaft in jeder Form immer problemlos und allein selig machend wäre. Aber von einer Seite zur anderen zu überschlagen, sind keine erfolgreichen Zukunftsszenarien.

Die Hopfenbauern machen vor, wie man mit Verzicht auf Ideologie mit gezielter Pflanzenzüchtung und gekonntem (und nicht ideologisch verbotenem) Planzenschutzmittel-Einsatz beides in Einklang bekommen kann.

agrar heute 18.08.2007: Laut dem Industrieverband hat sich gerade beim Hopfen in der Vergangenheit eine erstaunliche Entwicklung vollzogen. Der Ertrag an Alphasäure, der eigentlichen Bierzutat, konnte durch moderne Sorten von 50 auf 400 Kilogramm pro Hektar gesteigert werden. Auch im Pflanzenschutz gab es laut dem Industrieverband beispielhafte Fortschritte. Pilzkrankheiten hätten noch vor 30 Jahren 15 bis 16 Spritzungen im Jahr erfordert. Seither sei in der Hallertau ein raffiniertes Vorhersagesystem für Pilzkrankheiten entwickelt worden. An zahlreichen Beobachtungsstellen werde täglich die Anzahl der Pilzsporen ermittelt. Erreichen sie eine bestimmte Schwelle, werden die Hopfenpflanzer per SMS oder Fax informiert, dass sie eingreifen müssen. Dadurch hätten die Spritzungen bei den modernen toleranten Sorten auf zwei bis vier in der Vegetationsperiode reduziert werden können.

 

Quellen

[1]
Novo Argumente, Ludger Wes: Schluss mit der Lebensmittel­verschwendung
https://www.novo-argumente.com/artikel/schluss_mit_der_lebensmittelverschwendung

[2]
WELT, 19.08.2016: Schlechte Ernte 2016 bringt Bauern in Bedrängnis
https://beta.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/wirtschaft_nt/article157749020/Schlechte-Ernte-2016-bringt-Bauern-in-Bedraengnis.html?wtrid=crossdevice.welt.desktop.vwo.google-referrer.home-spliturl&betaredirect=true

[3]
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Bericht Ernte 2016

[4]
TELEPOLIS 22.08.2016: Kartoffelernte würde ohne Pflanzenschutzmittel weitgehend ausfallen
www.heise.de/tp/artikel/49/49188/1.html

[5]
DIE WELT 11.08.16: Ernteausfälle bei Bio-Gurken im Spreewald
www.welt.de/regionales/berlin/article157605956/Ernteausfaelle-bei-Bio-Gurken-im-Spreewald.html

[6]
Neue Zürcher Zeitung 4.8.2016: Miserable Weizenernte im Kanton Zürich Wer ist schuld an der Missernte?

21 Sep 05:49

The basic neurobiology behind the 12-dot illusion

21 Sep 05:49

Google HTML/CSS Style Guide – Omit Optional Tags

21 Sep 05:48

Ultrasound Haptic Technology Could Revolutionise Man-Machine Interaction

21 Sep 05:48

Embraer Phenom 300 yaw damper fail due to loss of GPS signal [pdf]

21 Sep 05:47

The Difference Between Rationality and Intelligence

21 Sep 05:47

Remix OS Player: Jide bringt kostenlosen Android-Emulator für Windows

by Jörn Brien

Jide bietet mit Remix OS schon eine Android-Version für den Desktop. Jetzt hat die Firma einen kostenloses Android-Emulator für Windows veröffentlicht: Remix OS Player.

Android-Emulator für Windows-Computer

Ehemalige Google-Mitarbeiter, die es sich mit der Firma Jide zur Aufgabe gemacht haben, das Potenzial von Googles OS auszuschöpfen, haben Mitte Januar mit Remix OS eine Android-Version für den Desktop veröffentlicht. Das OS steht für X86-PCs und Macs zum Gratis-Download bereit, es kann von einem USB-Stick oder DVD gestartet werden. Jetzt folgt mit dem Remix OS Player ein kostenloser Android-Emulator.

Kostenloser Android-Emulator für Windows: Jide zeigt Remix OS Player. (Screenshot: Youtube/Jide)
Kostenloser Android-Emulator für Windows: Jide zeigt Remix OS Player. (Screenshot: Youtube/Jide)

Der Remix OS Player läuft als virtuelle Maschine unter Windows und kann in einem eigenen Fenster ausgeführt werden, dort läuft dann Android 6.0 Marshmallow. Mehrere Anwendungen können dank Mehrfenstermodus parallel ausgeführt werden. Jide zufolge soll sich der Android-Emulator vor allem zum Spielen von Android-Games eignen. Es dürften aber auch die übrigen Apps ausführbar sein, wie Golem.de schreibt.

Android-Emulator unterstützt Google Play Store

Remix OS Player basiert auf der Android-Entwicklungsumgebung Android Studio, integriert sind Googles Play-Dienste. Nach dem Ausführen der App „Play Store Activator“ sollen über den Play Store Apps und Spiele installiert werden können. Voraussetzung für den Betrieb einer virtuellen Maschine ist die Aktivierung der Virtualisierungsfunktionen im BIOS.

Wer Remix OS Player am Windows-Computer nutzen will, sollte potente Hardware haben. Der PC muss mindestens über einen Core-i3-Prozessor, besser noch einen Core i5 oder i7, von Intel verfügen. Geräte mit AMD-Chips sind von dem Hersteller ausdrücklich von der Nutzung ausgeschlossen. Auf dem Computer muss mindestens Windows 7 in der 64-Bit-Version laufen, benötigt werden zudem vier Gigabyte RAM und acht oder 16 Gigabyte freier Speicherplatz.

Der Remix OS Player steht auf der Seite von Jide kostenlos zum Download zur Verfügung.

Auch interessant: Remix OS: Das ist der erste All-in-One-PC, der mit dem Fenster-Android läuft

20 Sep 08:08

Article 1 section 2 para 3 of U.S. Constitution, you aren't being represented

20 Sep 07:58

Die perfekte Rechnung schreiben: Dein Ratgeber zur rechtssicheren Fakturierung

by Jochen G. Fuchs

Du fragst dich, welche Vorschriften für die Rechnungsstellung gelten? In Kooperation mit Zervant haben wir alle Anforderungen an eine rechtssichere Rechnung zusammengetragen.

Ob Gründer, Onlinehändler oder Dienstleister: Jeder kommt irgendwann in die Situation, seine erste Rechnung erstellen zu müssen. Herzlichen Glückwunsch, aber wie erstellt ein Unternehmer eigentlich eine korrekte Rechnung? Und mit welchem Programm? Mit Word und Excel, einer kaufmännischen Software oder einer browserbasierten Software-as-a-Service-Lösung? Und was gehört eigentlich alles in diese Rechnung? Damit nach der ersten Rechnung nicht gleich die erste Abmahnung auf den Tisch flattert, haben wir hier alle Basics zum Thema „Rechnung erstellen“ für dich zusammengefasst.

Rechtliche Anforderungen an eine Rechnung

rechnung bezahlen
Rechnung schreiben: Nicht korrekt gestellte Rechnungen können dich nicht nur Zeit, sondern auch die Vorsteuer kosten. (Foto: © v.poth - Fotolia.com)

Die formellen Anforderungen, die das Bundesfinanzministerium an Rechnungen stellt, in der Übersicht:

  • deine Steuernummer, die dir vom Finanzamt ausgestellt wurde oder deine Umsatzsteuer-Identnummer
  • dein Name und deine vollständige Anschrift
  • Name und vollständige Anschrift deines Kunden
  • das Datum der Rechnungsstellung
  • das Lieferdatum oder das Leistungsdatum, bei Dienstleistungen
  • Eine fortlaufende Rechnungsnummer: Das heißt übrigens nicht, dass du Rechnungsnummern als lückenlose Zahlenabfolge („1, 2, 3 …“) vergeben musst. Du kannst auch Ziffern und Buchstaben kombinieren und dir dein eigenes System ausdenken. Die Rechnungsnummer muss nur einmalig sein.
  • Deine Produkte oder deine Dienstleistung: Hier musst du die Menge, den Umfang und die Art des Produktes oder der Dienstleistung eintragen.
  • Netto-Betrag
  • gegebenenfalls vereinbarter Rabatt
  • der Umsatzsteuersatz, der für deine Rechnung anfällt
  • der Steuerbetrag
  • Gesamtbetrag
  • Steuersätze: Enthält deine Rechnung mehrere Steuersätze, musst du pro Steuersatz Netto-Betrag, Umsatzsteuersatz und Steuerbetrag ausweisen.
  • Zeitpunkt der Rechnungsstellung: Für Dienstleistungen und Produkte musst du die Rechnung innerhalb von sechs Monaten stellen. Verkaufst du ins Ausland, muss die Rechnung spätestens am 15. des nächsten Monats gestellt werden.
  • Aufbewahrungspflicht: Alle gestellten Rechnungen musst du in Kopie zehn Jahre lang archivieren.

Rechnung schreiben: Besonderheiten und Auslandsrechnungen

Kleinunternehmer

Hast du im Vorjahr weniger als 17.500 Euro Umsatz erreicht und wirst in diesem Jahr nicht über 50.000 Euro Umsatz erreichen, dann darfst du die sogenannte „Kleinunternehmerregelung“ in Anspruch nehmen. Du weist keine Umsatzsteuer aus und führst auch keine an das Finanzamt ab. Einzige weitere Bedingung: Du gibst keine Steuer-Identifikationsnummer an und fügst eine Formulierung wie diese hier ein: „Der Rechnungsbetrag enthält gemäß §19 UStG keine Umsatzsteuer“.

Abrechnung für einen Kunden, die steuerrechtliche „Gutschrift“

Dabei geht es nicht um eine Gutschrift für eine Retoure, sondern um einen Unternehmer, der eine Rechnung im Namen eines anderen erstellt. Ein Beispiel: Handelsvertreter, die deine Produkte verkaufen, würden dir normalerweise eine Rechnung für ihre Provisionen stellen. Da du aber deinen Absatz aus deiner Warenwirtschaft ermitteln musst, schreibst du die Rechnung an dich für deine Handelsvertreter selbst. Hier ist es zwingend notwendig, das Wort „Gutschrift“ oder „self-billed invoice“ zu verwenden. Sonst ist der Vorsteuerabzug weg.

Rechnungen aus einem EU-Land in ein anderes EU-Land

Über die Umsatzsteuerregelung für Rechnungen ins Ausland gibt es einen eigenen Artikel, die  wichtigsten Pflichtangaben nachfolgend im Überblick.

B2B-Rechnungen: Reverse-Charge

  • deine Umsatzsteuer-Indentifikationsnummer und die des Empfängers
  • keine Umsatzsteuer ausweisen, der Empfänger führt die passende Steuer ab
  • zwingend die Angabe „Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“ oder „Reverse-Charge“ nutzen

Kleinunternehmer sind vom Reverse-Charge-Verfahren ausgenommen, dann kannst du den vorhergehenden Absatz ignorieren.

B2C-Rechnungen

Das Reverse-Charge-Verfahren darfst du nicht verwenden, wenn du dich an Verbraucher wendest. Dann gelten umfangreiche Bestimmungen, die festlegen, ob du die deutsche oder die ausländische Umsatzsteuer berechnen musst. Diese erklären wir im Artikel „E-Commerce im Ausland: Die 10 wichtigsten Umsatzsteuer-Tipps“.

Die Rechnung schreiben: Gestalterisches

Neben dem obligatorischen Logo solltest du eine Rechnung auch mit allen notwendigen Kommunikationskanälen und deinen Verkaufskanälen ausstatten: Website, Social-Media-Kanäle, Telefon, Fax und E-Mail-Adresse.

Wie du deine Rechnung am besten erstellen kannst

Am besten pünktlich, denn auf Geld warten schmerzt. Darüber hinaus hast du theoretisch die Wahl zwischen einem gängigen Textverarbeitungsprogramm, einer kaufmännischen Standardsoftware oder einer kaufmännischen Lösung aus dem Bereich Software-as-a-Service.

Die Textverarbeitungssoftware birgt einige Gefahren. Ganz abgesehen vom Zeitverlust durch den Aufwand bei einer manuellen Rechnungserstellung können auch schnell Fehler entstehen, die dazu führen, dass die Rechnung nicht mehr den rechtlichen Anforderungen entspricht. Oder noch wichtiger: Eventuell gibt es Probleme bei der späteren Weiterverarbeitung in der Einnahme-Überschuss-Rechnung (EÜR), deinem Jahresabschluss per Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV) oder bei der Durchführung der Umsatzsteuervoranmeldung.

Grundsätzlich ist es daher empfehlenswert, auf kaufmännische Software zurückzugreifen. Die dort hinterlegten Rechnungsvorlagen bieten eine gute Grundlage für die eigene Rechnung, und die Software hilft dabei, den nervigen Papierkram auf das Notwendigste zu reduzieren. So sparst du Zeit und Geld, denn nicht nur deine eigene Zeit wird geschont, sondern später auch die Zeit deines Steuerberaters. Der berühmt-berüchtigte Schuhkarton führt nämlich zu aufwendigen Buchungsarbeiten beim Steuerberater – und zu einer perfekt formulierten, rechtssicheren, aber leider hohen Rechnung von diesem.

Egal ob du dabei auf eine installierte Lösung oder eine browserbasierte Software-as-a-Service-Lösung zurückgreifst: Am wichtigsten ist der Datenaustausch, die von dir mühsam eingegeben Daten müssen zwingend über eine Exportfunktion als Datei ausgegeben werden oder als Datenübertragung über eine Schnittstelle zum Steuerberater und zum Finanzamt gehen können.

19 Sep 15:13

Create an Office 365 dev/test environment in Azure

by Joe Davies

With the Office 365 dev/test environment in Azure, you can follow step-by-step instructions to configure a simplified intranet in Azure infrastructure services, an Office 365 Enterprise E5 subscription, and directory synchronization for Azure Active Directory (AD). With this new dev/test environment, you can:

  • Perform Office 365 application development and testing in an environment that simulates an enterprise organization.
  • Learn about Office 365 Enterprise E5 features, experiencing them from a consequence-free configuration that is separate from your organization’s infrastructure and Office 365 subscription and your personal computer.
  • Gain experience setting up directory synchronization between a Windows Server AD forest and the Azure AD tenant of an Office 365 subscription.

Do all of this for free with Office 365 Enterprise E5 and Azure trial subscriptions.

Build out the Office 365 dev/test environment with these steps:

  1. Create a simulated intranet in Azure infrastructure services.
  2. Add an Office 365 Enterprise E5 subscription.
  3. Configure and test directory synchronization between the Windows Server AD forest of your simulated intranet and the Office 365 subscription.

Here is the progression:

Once complete, you can connect to any of the computers on the simulated intranet with Remote Desktop connections to perform administration, app development, and app installation and testing.

This dev/test environment can also be extended with an Enterprise Mobility Suite (EMS) trial subscription, resulting in the following:

With the Office 365 and EMS dev/test environment, you can test scenarios or develop applications for a simulated enterprise that is using both Office 365 and EMS.

19 Sep 14:58

ARD: Keine Haft mehr für Verweigerer der Rundfunkgebühr

Imageschaden und hohe Kosten: Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wollen bei Verweigerern der Rundfunkgebühr auf die Drohung mit Erzwingungshaft verzichten. Doch eine absolute Garantie gibt es nicht. (Rundfunkbeitrag, Internet)
19 Sep 14:22

Gerichtstermin am 2. Januar

by Udo Vetter

Das Amtsgericht schickt in einer Bußgeldsache die Ladung:

In dem Bußgeldverfahren gegen B. A. ist Termin zur Hauptverhandlung … auf Montag, 02.01.2017, 13.50 Uhr, Erdgeschoss, Sitzungssaal 1 … bestimmt.

Ich persönlich überlege, ob die Ladung hundertprozentig ernstgemeint ist. Vielleicht hat der Richter ja auch nur mal seinen Kalender studiert und festgestellt, wie ungünstig Weihnachten / Silvester diesmal für das werktätige Volk liegen. Vielleicht ist das also so was wie ein Frusttermin, wobei es mich dann hoffentlich nur zufällig getroffen hat.

Noch wahrscheinlich scheint mir allerdings, dass der Richter ohnehin schon zwinkernden Auges mit einem Verlegungsantrag rechnet. Weil entweder der Anwalt, sein Mandant oder beide am 2. Januar (noch) im Urlaub sind. Ein ganz klein wenig spricht dafür, dass in dem Fall Anfang Oktober die sechsmonatige Verjährungsfrist abgelaufen wäre, die den Richter dazu zwingt, Bußgeldsachen nicht auf die lange Bank zu schieben.

Also muss die Verjährung unterbrochen werden. Der zuverlässigste Weg hierfür ist die Ansetzung eines Verhandlungstermins. Gut möglich also, dass auch der Richter am 2. Januar doch nicht so tatkräftig ins neue Jahr durchstarten will, wie es sich auf dem Papier liest. Ich werde mal mit dem Mandanten reden, ob er nicht vielleicht sogar Zeit hat. Ich könnte nämlich nach meinem Terminkalender grundsätzlich kommen, auch wenn ich diese Einstellung am Morgen des 2. Januar sicher bereuen werde.

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19 Sep 14:21

Wunschgemäß

by Udo Vetter

In der Gerichtsakte eines Strafverfahrens hat die Mitarbeiterin der Geschäftsstelle folgendes notiert:

Frau Vorsitzende rief heute morgen um 8.52 Uhr an. Sie hat verschlafen und schafft es nicht zum Termin, 9 Uhr. Ich habe wunschgemäß einen Zettel am Saal angebracht, wonach der Termin heute aus dringenden dienstlichen Gründen entfällt.

So viel zur Wahrheitsliebe von Richtern…

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19 Sep 13:30

Inoffizielles Let's-Encrypt-Tool wechselt vorsichtshalber den Namen

Inoffizielles Let's-Encrypt-Tool wechselt vorsichtshalber den Namen

Das Skript zum Managen von SSL-/TLS-Zertifikaten LetsEncrypt.sh heißt ab sofort Dehydrated.

19 Sep 12:22

Mechanical keyboard switches: what they are and why you want them

by Rich Edmonds

You might have heard of "mechanical switches" for keyboards and found yourself on the confusing end of some technical jargon. What are they? Why would you want them? And what's with all the cherries?

Fear not, for we're hear to explain mechanical keyboards, their special switches. and what this all means — and why you'll want to consider one for your next keyboard purchase.

19 Sep 11:02

Ask HN: In what areas are NoSQL Databases beneficial over Relational Databases?

19 Sep 10:13

Der Kreis Pinneberg wird zum Gefahrengebiet

Polizei-Aktion im Kreisgebiet: Ab Oktober gibt es Großkontrollen im Kampf gegen Einbrecher.
19 Sep 09:35

Freihandelsabkommen: Kanada schließt Neuverhandlung von Ceta aus

by ZEIT ONLINE: Wirtschaft -
Kanada und die EU halten an Ceta fest, EU-Kommissarin Malmström spricht von "Lügen" in der Debatte. Gegen die Handelsabkommen wollen heute Zehntausende demonstrieren.
19 Sep 09:33

Microsoft SMS Relay Preview

by Paul Thurrott
Microsoft SMS Relay Preview

Yesterday, I wrote about the surprise appearance of what we used to call "Messaging Everywhere" in the Skype Preview app in the latest Windows 10 Insider Preview build. But that's just the tip of the iceberg, so here's what Microsoft has planned.

The post Microsoft SMS Relay Preview appeared first on Thurrott.com.

19 Sep 09:31

Sugar Industry Manipulated Research About Health Effects, Study Finds

19 Sep 09:30

HP Allegedly Time Bombs Unofficial Ink Cartridges from Working in Its Printers

19 Sep 09:30

Rüdiger Grube: Kampf gegen die Uhr

by ZEIT ONLINE: Mobilitaet - Claas Tatje
Nicht nur die Kunden leiden, wenn Züge zu spät kommen. Auch Rüdiger Grube, der Chef der Deutschen Bahn, gerät in Bedrängnis.
19 Sep 09:21

Seehofer lässt OB Reiter auf der Wiesn sitzen

by Janina Ventker,Sascha Karowski
München - Das hat es so auch noch nicht gegeben: Ministerpräsident Horst Seehofer (67, CSU) lässt OB Dieter Reiter (58, SPD) und die Stadt einfach sitzen!
19 Sep 09:15

Clouds & Dirt in Projekten – Konzentration auf die großen und die kleinen Themen.

by Stefan Hagen

Gary Vaynerchuck ist erfolgreicher Internet-Unternehmer, Investor und Speaker. Viele seiner Gedanken und Konzepte haben mich in den letzten Jahren immer wieder inspiriert.

Besonders gut gefällt mir Garys Managementphilosophie „Clouds & Dirt“. Watch this:

Clouds & Dirt einfach erklärt

Worum geht es? Vaynerchucks Idee ist einfach: 

clouds_dirt

  • Konzentriere Dich nur auf die großen (clouds) und die kleinen Dinge (dirt).
  • Lasse alles andere weg. Denn das sind die Dinge, auf die es nicht ankommt. (in-between, bullsh**)
  • „Clouds“ ist alles, was inspiriert, das große Bild klarer macht und Sinn gibt. Energetisierende Visionen, Leitbilder, Strategien, Gespräche und Überzeugungen (overall vision and strategy).
  • „Dirt“ ist das konkrete Wissen (real knowledge, details) und die konkrete Arbeit, die notwendig sind, um zu neuen Erkenntnissen und Ergebnissen zu kommen.
  • That’s it.

Clouds & Dirt in Projekten

Ich wende Vaynerchucks Philosophie seit einiger Zeit auch in unseren Projekten an. Und natürlich gehe ich meinem Team mit dem Thema immer wieder auf die Nerven – aber das ist eine andere Geschichte 🙂

  • Clouds: Was ist der Kern des Projekts? Worum geht es? Welche konkreten und wichtigen Probleme / Fragen müssen gelöst werden? Warum macht das Projekt Sinn? Was ist wichtig?
  • Dirt: Welche konkreten nächsten Schritte bringen uns weiter? Welches Know-How brauchen wir, um die Probleme zu lösen? Welche Details müssen wir beachten? WER macht WAS bis WANN?

OK, wenn Sie schon Teil richtig gut funktionierender „agile projects“ waren, ist das für Sie nichts wirklich Neues. Wenn Sie jedoch vor allem in klassischen Projektumgebungen gearbeitet haben, macht dieser Gedanke einen essenziellen Unterschied.

Wichtig: Damit meine ich nicht, dass klassische PM Methoden und Vorgehensweisen nicht wichtig oder richtig sind. Die C&D-Philosophie macht aber einen essenziellen Unterschied, WIE diese Methoden angewendet werden. Ein Beispiel:

  • Nehmen wir den Plan aller Pläne – den Balkenplan, Gantt-Chart oder Projektplan.
  • Wir erarbeiten natürlich für alle Projekte ab einer gewissen Größe (sprich häufig nicht für Kleinprojekte) einen Balkenplan.
  • Allerdings versuchen wir, als Richtwert max. 30-50 Vorgänge (= Zeilen) zu planen. Größere Vorhaben zerlegen wir in Teilprojekte und zeitliche Abschnitte.
  • So zeigt ein Balkenplan zugegebenermaßen nur die übergeordneten Teilaufgaben / Arbeitspakete, aber das reicht aus unserer Sicht in der Regel. Mehr noch: So konzentrieren sich alle auf das Wesentliche, und der Balkenplan bleibt ein gutes Kommunikationsinstrument für das Team.
  • Dieser Plan wird dann alle 2-4 Wochen aktualisiert.
  • Das waren die Clouds.
  • Im Dirt hingegen wenden wir agile Prinzipien (sprich tägliche, wöchentliche und monatliche Iterationen) an, um immer wieder die Frage nach dem „What’s next?“ und dem „Wer? Was? Wann?“ zu stellen.
  • Hierzu nutzen wir seit vielen Jahren die Collaboration Tools von Atlassian (Confluence, Jira, HipChat).
  • That’s it.

Es geht um den Fokus…

Die Clouds & Dirt Philosophie führt – konsequent angewendet – zu wesentlich mehr Fokus. Leitfragen:

  • Trägt das, was wir gerade tun, zu mehr Klarheit im großen Bild, der Vision und der Strategie bei?
  • Trägt das, was wir gerade tun, zum konkreten Wissen oder zu konkreten Ergebnissen bei?

Wenn Sie keine der obigen Fragen mit Ja beantworten können, stecken Sie wahrscheinlich gerade „in der Mitte“ fest. Nämlich dort, wo weder konkrete Ergebnisse oder Erkenntnisse noch inspirierende Gedanken oder Ideen entstehen.

Viel Spaß bei der Anwendung des Gedankens. Über Erfahrungsberichte würde ich mich sehr freuen.

 

19 Sep 09:12

HP: Drucker verweigern Zusammenarbeit mit Fremdtinte

HP-Drucker sollen ein fest einprogrammiertes Ausfalldatum haben, wenn Kunden die Drucker mit Tinte eines anderen Herstellers verwenden. Tintenpatronen von Drittanbietern sollen dann als fehlerhaft bezeichnet und nicht länger genutzt werden können. HP begründet das mit einer neuen Firmware. (HP, Drucker)
19 Sep 09:10

Update: Microsoft Lumia 950 gegen das iPhone 7 im Kamera-Vergleich (Low Light)

by Albert Jelica

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Wir haben heute bereits über den ersten ausführlichen Kamera-Vergleich zwischen Lumia 950 XL, Lumia 1020 und dem iPhone 7 Plus berichtet. Dort hatte das iPhone 7 Plus dank der zweiten Kamera mit Tele-Objektiv einen klaren Vorteil. Beim Test eines Lesers von mspoweruser zeigt sich nun, welches der beiden Smartphones zumindest am Tag die Nase vorn hat.

Die folgenden Bilder geben uns einen Eindruck davon, was die beiden Kameras bei Tageslicht erreichen können. Sie wurden jeweils mit automatischen Einstellungen erstellt und mit ausgeschaltetem HDR-Modus bei beiden Smartphones. Das iPhone 7 besitzt eine Kamera mit 12 Megapixel Sensor, einer Blende von f/1.8 und optischer Bildstabilisierung. Das Lumia 950 besitzt 20 Megapixel, eine Blende von f/1.9 und ebenfalls OIS. Im Folgenden die Ergebnisse in dieser Reihenfolge:

  • Apple iPhone 7
  • Microsoft Lumia 950
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Fazit

Die besseren Bilder macht zumindest bei Tageslicht ganz klar das Microsoft Lumia 950. Die Schärfe und der Dynamikbereich sind wesentlich besser bei Microsofts Flaggschiff. Das Apple-Flaggschiff hat dagegen bei manchen Bildern eine bessere Farbdarstellung, weil das Lumia 950 beim Weißabgleich die warmen Töne zu bevorzugen scheint. Während sich das aber dank RAW-Aufnahme in Lightroom problemlos ändern lässt, holt die verlorenen Details beim iPhone 7 aufgrund des schwächeren Dynamikbereichs keine Software mehr zurück.

Obwohl Microsofts Flaggschiff mittlerweile knapp ein Jahr alt ist und mit 300 Euro die Hälfte kostet im Vergleich zum iPhone 7, braucht es sich davor Kamera-technisch jedenfalls nicht zu verstecken.

Update:

Nun sind auch die Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen eingetroffen und sie zeigen ein sehr ähnliches Ergebnis wie beim Test bei Tageslicht. Das Lumia 950 profitiert von der höheren Schärfe, die einerseits durch die geringeren Belichtungszeiten, andererseits durch die höhere Auflösung begründet ist. Bei Low Light zeigt sich aber der Vorteil des Lumia 950 beim Dynamikbereich eindrucksvoll, vor allem, wenn man die Lichtquellen betrachtet.

Es zeigt sich aber auch, dass das Lumia 950 Bilder mit einem deutlich wärmeren Weißabgleich aufnimmt, was Microsoft aber problemlos per Software-Update lösen könnte. Das Low Light-Test bestätigt jedenfalls, was wir zuvor bereits dazu geschrieben hatten.


Quelle: mspoweruser

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