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29 May 19:45

Anleitung verfügbar: Windows 10 ARM auf Lumia 950 XL installieren

by Albert Jelica

Der chinesische Entwickler Ben Imbushuo hat nun offiziell seine Anleitung veröffentlicht, wie Windows 10 ARM auf dem Lumia 950 XL installiert werden kann. Die Installation beinhaltet mehrere nicht unkomplizierte Schritte, sodass dieses Unterfangen vorerst für die meisten Nutzer zu anfordernd bzw. für deren Geräte definitiv nicht sicher sein wird.

Windows 10 ARM auf Lumia 950 XL installieren – Was wird gemacht?

Im Grunde geht es darum, das Microsoft Lumia 950 XL zuerst über das Windows Phone Internals-Tool zu rooten, sodass Nutzer vollständig das System überschreiben können. Danach wird der Boot-Manager überschrieben und das Lumia 950 XL repartitioniert mittels cgdisk. Schließlich wird das Smartphone in den Android-Fastboot-Modus versetzt, der aufgrund der Qualcomm-Hardware auch auf dem Lumia 950 XL existiert, und mit dem Paket von Imbushuo überschrieben.

Für das Booten sowie die Nutzung des Touch-Displays sind weitere Patches und Treiber notwendig, welche Imbushuo teilweise in seiner Anleitung beschreibt. Die Touch-Treiber für das Lumia 950 XL mit Windows 10 ARM findet ihr unter diesem Link auf GitHub.

Wer davon wenig bis gar nichts versteht, sollte vorerst die Finger davon lassen. Womöglich wird sich ein Entwickler irgendwann sogar die Mühe machen, das gesamte Projekt in ein Tool mit User Interface zu packen. So lange sollte erfahreneren Nutzern die Sache überlassen werden, denn selbst nach Ausführung dieser Anleitung funktioniert vieles unter Windows 10 ARM schlichtweg nicht.

Windows 10 ARM auf Lumia 950 XL installieren – Desktop-Apps laufen

Erfreulich ist allerdings ein anderes Faktum und zwar können Desktop-Programme samt Emulation auf dem Smartphone genutzt werden. Chrome, Visual Studio, Photoshop. All das funktioniert ab sofort auch auf dem Microsoft Lumia 950 XL. Dies liegt daran, dass die Entwickler den ARM64-Bootloader verwenden, welcher auch Windows 10 ARM samt Emulation unterstützt. Sie funktioniert zwar furchtbar langsam, aber das ist in einem solchen Fall eine Nebensache.

> Anleitung auf GitHub


Bildquelle: Twitter

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29 May 19:44

Aus dem Forum: App-Vorstellung Project REST – Rest Calls verwalten und ausführen

by Albert Jelica

WindowsArea.de-Leser Capx hat im Forum eine neue Anwendung vorgestellt, welche vor allem für Entwickler interessant sein könnte. Project REST heißt die App, womit REST Calls ausführen und verwalten kann.

Der Entwickler bemerkte während seiner eigenen Arbeit, dass viele Tools dafür entweder nur für kleine Projekte ausgelegt sind oder vergleichsweise teuer sind. Daher hat er sich an die Arbeit gemacht, um eine eigene Anwendung zu kreieren, welche einige dieser Probleme lösen soll.

In seinem Post im WindowsArea.de-Forum erklärt er die Funktionsweise seiner App sehr ausführlich und bietet Interessierten auch direkt einige Codes für die Vollversion an. Die Anwendung ist grundsätzlich kostenlos und enthält In-App-Käufe, womit dann alle Funktionen freigeschaltet werden können. Kurzfristig kostet die Vollversion 2,99 Euro, doch der Preis soll laut dem Entwickler später auf 9,99 Euro angehoben werden. Privatkunden sollten allerdings in der Regel mit dem Funktionsumfang der kostenlosen App auskommen, informiert der Entwickler im Forum-Post.

Unter dem folgenden Link gelangt ihr zum Forum Post von Capx und darunter findet ihr einen direkten Link zum Download der App aus dem Microsoft Store:

App-Vorstellung: Project REST im Forum

Project REST (Kostenlos+, Windows Store) →

Anmerkung:

Wenn ihr selbst Entwickler seid und eine interessante Anwendung für Windows 10 und Windows 10 Mobile bereitgestellt habt, könnt ihr diese im WindowsArea.de-Forum gerne präsentieren.

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29 May 19:41

Islam: Dilara legt das Kopftuch ab

by ZEIT ONLINE: Gesellschaft - Deniz Baspinar
Ob eine Frau ein Tuch trägt, hat mit ihrem Selbstverständnis zu tun. Jugendliche suchen noch nach ihrer Identität. Viel spricht deshalb für ein Kopftuchverbot an Schulen.
29 May 19:41

Auskunfteien: Schufa bezahlt ihre Prüfer selbst

by ZEIT ONLINE: Wirtschaft -
Auskunfteien wie die Schufa werden von den Behörden der Länder kontrolliert. Grundlage sind Gutachten – doch BR-Recherchen zufolge steht deren Unabhängigkeit infrage.
29 May 18:15

Kurzmeldungen der GWPF

by Chris Frey

UN-Klimaverhandlungen erreichten bzgl. des Pariser Abkommens keine Übereinstimmung. China fordert Neuverhandlungen

Matt McGrath

10. Mai 2018: Es sieht ganz so aus, als ob die UN-Verhandlungen in Bonn zum Stillstand kommen, verloren sich doch die Delegierten im Klein-Klein technischer Argumente über den Pariser Klima-Pakt.

Ärmere Nationen sagen, dass sie die Schnauze voll hätten von der Bevormundung durch reichere Länder bzgl. Finanzen und Verpflichtungen zur Kohlenstoff-Reduktion. Einige Länder unter der Führung von China trachten jetzt danach, entscheidende Aspekte des Paris-Abkommens neu zu verhandeln. Man vereinbarte eine zusätzliche Woche mit Gesprächen im September, um zu versuchen, den Prozess wieder in fahrt zu bringen.

Die Unterzeichnung des Pariser Klima-Abkommens im Jahre 2015 wurde als momentane Errungenschaft betrachtet, aber in der Rückschau scheint die Erreichung des Abkommens der einfachste Part gewesen zu sein. Während der zwischenzeitlichen zweieinhalb Jahre blieben die UN-Delegierten immer mehr stecken, müssen sie sich doch durch einen Wust technischer und buchhaltungsrelevanter Regeln wühlen, mit welchem der Paris-Pakt im Jahre 2020 in Kraft treten soll.

Ärmere Länder sind frustriert durch das, was sie als das Gehabe der Reichen ansehen, hinsichtlich steigender Meeresspiegel sowie verheerender Überschwemmungen und Stürme. „Die entwickelte Welt muss vorangehen!“, sagte Amjad Abdulla, Delegationsleiter der Abordnung von den Malediven. „Wir haben einen gewaltigen Rückstand – die Maßnahmen (der reichen Nationen) zur Limitierung des Kohlenstoff-Ausstoßes vor 2020 haben nicht wirklich etwas bewirkt – und schon jetzt sprechen wir über Regeln für die Jahre nach 2020, und das ist unfair!“

Man folge dem Geld

Klima-Finanzierung ist fast immer die Wurzel der größten Streitpunkte in diesem Prozess. Hier in Bonn haben die Entwicklungsländer starken Druck ausgeübt, um reichere Nationen zu Verpflichtungen zu bringen sowie zu einem Fahrplan der zu zahlenden Gelder in der Zukunft.

Für viele Delegierte wie Amjad Abdulla ist diese Frage des Vertrauens auf Finanzierungen entscheidend, nicht nur hinsichtlich der Folgen Klimawandels, sondern auch, um den Entwicklungsländern zu helfen, Emissionen zu reduzieren und zu erneuerbarer Energie zu wechseln. „Die Verpflichtungen der Entwicklungsländer sind vorbehaltslos, aber es gibt Grenzen, und man muss der Realität ins Auge sehen, dass wir in einer limitierten Welt leben. Falls Ihnen die Hände gebunden sind, gibt es keine Möglichkeit, sich zu bewegen – man muss Gelder freigeben, denn sie sind der Schlüssel“.

Abkommens neu auszuhandeln – nämlich dass alle Nationen, reiche und arme, sich der Reduktion von Kohlenstoff verpflichten. „Die Signale, die hier zu hören waren, waren nicht wirklich hilfreich, sondern im Gegenteil ziemlich negativ“, sagte Ulrikka Aarnio, eine Beobachterin des Climate Action Network. „Es gibt eine Reihe von Ländern, die Finanzhilfen zur Anpassung brauchen, Anpassung und um den Auswirkungen zu begegnen. China gehört zu dieser Gruppe und könnte sie unterstützen wollen. Hier ist Verhandlungsgeschick gefragt“.

Widerstand gegen Änderungen?

Die chinesische Idee, dass „zurück in die Zukunft“ das beste wäre für Entwicklungsländer, hat sich auch in einem Disput niedergeschlagen über etwas, das lediglich der triviale Vorgang einer Namensänderung ist. Die UN brachten im vorigen Jahr ins Spiel, die sperrige Bezeichnung „UN Framework Convention on Climate Change“ in die einfachere Form „UN Clinate Change“ umzuwandeln.

Diese vorgeschlagene neue Bezeichnung erzürnte nun aber einige Delegationen, weil das Wort ,convention‘ daraus verschwunden war. Mit der Unterschrift im Jahre 1992 teilte die framework convention die Welt in die Reichen mit deren Verpflichtung der Reduktion ihres Kohlenstoff-Ausstoßes und in die Armen, welche nach wie vor so viele fossile Treibstoffe verbrennen dürfen, wie sie wollen.

„Alles, was wir gemacht haben, lief unter der framework convention. Ich denke nicht, dass wir das ändern sollten, die Bezeichnung muss bleiben – sie ist fest verankert. Wir arbeiten unter dieser Bezeichnung und bauen darauf auf. Eine Änderung ist eine sehr schlechte Idee“.

Der langsame Fortschritt hier bedeutet, dass nun eine zusätzliche Sitzung im September anberaumt worden ist, auf der ein wenig Fortschritt erreicht werden soll, bevor die Minister im Dezember zur nächsten großen Klimatagung in Polen zusammenkommen.

Die ganze Story

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UK treibt im Geheimen die Schwächung von EU-Klimagesetzen voran

Ein geheimer Vorstoß von UK, noch vor dem Brexit die EU-Klimagesetze zu schwächen, riskiert die in Paris eingegangenen Verpflichtungen der EU zu blockieren.

Die EU hat sich zu einer Reduktion ihres Energieverbrauchs um 20% bis zum Jahr 2020 verpflichtet. Dieses Ziel soll erreicht werden mittels zweier Direktiven bzgl. Energie-Effizienz und Gebäuden. Aber dem Guardian vorliegende durchgesickerte Dokumente zeigen, dass sich UK intensiv für eine Verschiebung des Zeitrahmens 2014 bis 2020 um mindestens vier Jahre stark macht, damit bereits ergriffene „frühe Maßnahmen“ bzgl. Energie-Effizienz berücksichtigt werden.

Jedwede weitere „exzessive Energieeinsparungen“ während der gesetzlich vorgegebenen Zeit würden dann in die Zeit nach 2020 verschoben. MEPs [= Parlaments-Abgeordnete] haben den Plan als „nicht umfassend“ abgetan. Benedek Jávor, Vizepräsident des Umweltkomitees des EU-Parlaments, sagte dem Guardian: „Die UK-Eingabe einer Ausweitung von ,Flexibilitäten‘ ist durch und durch verrückt und unterminiert das principle of additionality ebenso wie die über allem stehende Energieeffizienz-Direktive“.

„Ein solcher Vorgang würde das Scheitern unserer Bemühungen heraufbeschwören, selbst moderate Ziele zu erreichen, während die höheren – und vorteilhafteren – Ziele, die zu erreichen für unser Überleben wichtig ist, vollständig verloren gehen“.

Der ganze Beitrag.

Übersetzt von Chris Frey EIKE

29 May 18:14

Wie kommt es, dass sich so viele prominente Umwelt-Campaigner als solche Mistkerle, Widerlinge, Heuchler oder Betrüger erweisen?

by Chris Frey

In diesem Video aus dem Jahr 2014 erklärt er, dass „Klima-Leugner keinen Platz im öffentlichen Leben haben“:

Er war auch einer der führenden Aufhetzer von Aktivitäten linker Staatsanwälte [AGs], Gesetzes-Geschütze aufzufahren, um Unternehmen fossiler Treibstoffe wie Peabody Energy und Exxon Mobil zu schikanieren. Im Jahre 2016 brachte er 16 weitere Staatsanwälte der Demokraten sowie den ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore dazu, eine Koalition zu bilden mit der Bezeichnung AGs United for Clean Power.

Angesichts des Stillstandes und des Fehlverhaltens, welches derzeit Washington fest im Griff hat, ist es nun an den [US-]Staaten, beim Thema Klimawandel die Führung zu übernehmen. Wir stehen bereit, um die Klimawandel-Agenda des nächsten Präsidenten zu verteidigen, und wir geloben, jedwede Bemühungen zu bekämpfen, den bedeutsamen Prozess der letzten acht Jahre umzukehren“, sagte Staatsanwalt Schneiderman. „Unsere Büros untersuchen ernsthaft das Potential der Zusammenarbeit bei wirkungsvollen Initiativen auf [US-]staatlicher Ebene wie etwa Ermittlungen, ob Unternehmen fossiler Treibstoffe die Investoren in die Irre geführt haben darüber, wie der Klimawandel ihre Investitionen und Geschäfts-Entscheidungen beeinflusst“.

Meiner Treu, wie sehr hat sich das Rad des Schicksals seitdem gedreht!

Schneidermans Ausscheiden aus der Szene ist ein schwerer Schlag gegen den Klima-industriellen Komplex und dessen Bemühungen, die Umwelt- und Energie-Reformpolitik von Präsident Trump zu unterminieren. Der Jubel unter den Skeptikern war uneingeschränkt, wie aus diesem Bericht von E & E News hervorgeht:

Viele Skeptiker lächeln angesichts dieses tiefen Sturzes, weil er ein außer Kontrolle geratener, wirklich exzentrischer Kerl war, welcher sehr viel Macht besaß“, sagte Marc Morano vom Blog Climate Depot.

Besonders verächtlich fanden Morano und seine Verbündeten die Versuche Schneidermans, juristisch gegen die Exxon Mobil Corp. und andere Ölunternehmen vorzugehen, welche er als schuldig an der globalen Erwärmung hinstellte. Morano nannte ihn „den ultimativen Erpressungs-Artisten“.

Morano weiter: „Halten wir einmal kurz inne und schauen auf die Strategie, Energieunternehmen für schlechtes Wetter verantwortlich zu machen. Schneidermans Rückzug und dessen rasches Verschwinden aus der Öffentlichkeit wird die Klimaaktivisten dazu zwingen, ihr Vorgehen neu zu überdenken.

Er war der Blitzlenker. Er war der Aufhetzer. Die Bewegung wird definitiv getroffen, wenn deren Führer verschwindet“.

Genau! Das beantwortet aber immer noch nicht die Frage, warum so viele prominente Umwelt-Campaigner sich als derartige Kriecher erweisen. Dazu ein paar weitere Beispiele:

Al Gore und der Portland massage therapist [?]

Rajendra Pachauri, ehemaliger Vorsitzender des IPCC, der sich später als Serien-Sextäter herausstellte.

David Suzuki – der am meisten gefeierte kanadische Öko-Campaigner, der rein zufällig ein Schnüffler und extrem grob ist. Außerdem ist er – siehe Al Gore – ein überzeugter Heuchler:

Suzuki, der niemals Fragen beantwortet, bringt viel Zeit damit zu, andere bzgl. Überbevölkerung einzuschüchtern (aber er hat fünf Kinder), ebenso wie bzgl. der Reduktion unseres Kohlenstoff-Fußabdruckes (aber er führt das Jet-Set-Leben der Reichen und Berühmten), den Gürtel enger zu schnallen (aber er besitzt fünf Häuser und ein Appartement in Port Douglas, Australien) sowie viele weitere Scheinheiligkeiten.

Die Journalistin Licia Corbella: „David Suzuki rief mir ,verp… dich!‘ zu, aber seine Heuchelei führt ihn ad absurdum“ (hier):

Suzuki ist stolz darauf, über den ganzen Planeten zu fliegen, um seine Vorträge zu halten, für die er jeweils 30.000 bis 50.000 Dollar erhält. Gleichzeitig drängt er Andere in absoluter Heuchelei dazu, sich nicht zu weit von zu hause zu entfernen.

Michael Mann – Erzeuger des diskreditierten Artefaktes Hockeyschläger – ist ein hyper-empfindlicher und hyper-streitsüchtiger Tyrann und liebt es außerdem zu behaupten, er habe den Nobelpreis gewonnen.

Und so weiter.

Das ist zwar nur eine Hypothese – wenngleich eine wesentlich plausiblere Hypothese als AGW –, aber ich glaube, es könnte etwas zu tun haben mit dem altbekannten Phänomen, dass widerliche Menschen auf Umwelt-Themen fliegen, um ihr Image aufzupolieren. Sie verhalten sich ein wenig wie Sünder, welche in der Vergangenheit immer wieder versucht haben, sich als ihrer irdischen Laster entledigt dargestellt zu haben, indem sie sich besonders kräftigender Akte religiöser Ergebenheit bedienen.

Das Hervorheben grüner Anliegen ist das moderne Äquivalent, sich ein Büßer-Hemd überzustreifen oder nach Jerusalem zu pilgern oder der Gesellschaft insgesamt abzuschwören und auf der Spitze eines Felsens in der Wüste zu leben.

Der Unterschied besteht natürlich darin, dass dies keine persönlichen Kosten oder Leiden erfordert. Man betet einfach seine gesamten grünen Werte herunter, und siehe da, wie von Zauberhand verschwinden alle Laster, ohne dass man sich selbst irgendwelche Zwänge antun muss, um ein besserer Mensch zu werden.

Das gilt übrigens nicht nur für das grüne Gehabe. Es gilt auch für Menschen, welche für linke Politik allgemein eintreten. Grüne und Linke sind ständig auf der Suche nach Schmutz im Leben führender Konservativer. Der psychologische Terminus hierfür ist „Projektion“.

Die ganze Story hier bei Breitbart.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/05/11/why-is-it-that-so-many-prominent-environmental-campaigners-turn-out-to-be-such-scumbags-sleazebags-hypocrites-or-frauds/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

15 May 07:28

Früher war hier der Strand …

by Chris Frey

Warum trifft es immer neu die Malediven?

Wirklich nirgens gehen Inseln wegen des Klimawandels unter, behauptet der Autor weiterhin aufgrund jahrelanger und ständig aktualisierter Recherchen [2] [3] [4]. Trotzdem wird über deren „Untergänge“ weiterhin in allen Medien – und gerade wieder von Klimareporter – berichtet. Geben es die Daten nicht her, werden sie eben weggelassen und dafür Ursache und Wirkung vertauscht. So auch in der aktuellen „Untergangsreportage“ über die Malediven in Klimareporter.

Man könnte sich fragen, warum gerade die Malediven ausgesucht wurden, eine der wohl mit am besten „Pegelwandel“-untersuchten Atollgruppen.
Es bleibt nur die Vermutung: Sie sind einfach erreichbar und bieten auch Klimafolgen-Reportagetouristen viel Komfort. Vielleicht hat das Unterstützungsbudget auch nur nicht zur weiter entfernten Südsee gereicht. Verzichten wollte Klimareporter auf diese schöne Dienst-Reportagereise jedoch nicht.

Bild 1 Lage der Malediven und Pegel-Messstationen. Quelle: PSML-Viewer

Die Malediven gehen mal unter, dann steigen sie wieder auf. Es hängt von der gerade amtierenden Regierung ab

Wer es nicht mehr in Erinnerung hat: Die Malediven sind das Land, dessen (damaliger) Präsident im Jahr 2009 werbewirksam die berühmt-berüchtigte Unterwasser-Parlamentssitzung durchführen ließ (Bild 2), um Klimaschutzgelder einzufordern [11] [8] .
Worauf der Professor N. Mörner (Head of Paleogeophysics & Geodynamics at Stockholm University, Sweden (1991-2005)) damals dem Präsidenten in einem offenen Brief [9] Betrug bezüglich seiner Aussagen zum Untergang der Inseln vorgeworfen hat.
Anlass war, dass Herr Mörners zuvor auf den Malediven durchgeführte Tidenpegelanalysen ergaben, dass die Malediven auf keinen Fall von einem Meerespegel-Anstieg bedroht sind:
Studie, N. Mörner, Universität Stockholm (Auszug vom Summary): [10] … Novel prospects for the Maldives do not include a condemnation to future flooding. The people of the Maldives have, in the past, survived a higher sea level of about 50-60 cm. The present trend lack signs of a sea level rise. On the contrary, there is firm morphological evidence of a significant sea level fall in the last 30 years. This sea level fall is likely to be the effect of increased evaporation and an intensification of the NE-monsoon over the central Indian Ocean.
Ganz grobe Übersetzung:
Neue Betrachtungen über die Malediven zeigen keinen Anlass zur projizierbaren Überflutung. Die Menschen auf den Malediven haben in der Vergangenheit einen höheren Meeresspiegel von etwa 50-60 cm überlebt. Dem gegenwärtigen Pegeltrend fehlen Anzeichen eines Meeresspiegelanstiegs. Im Gegenteil, es gibt feste, morphologische Beweise für ein signifikantes Fallen des Meeresspiegels in den letzten 30 Jahren. Dieses Fallen des Meeresspiegels ist wahrscheinlich der Effekt der erhöhten Verdunstung und einer Intensivierung des NE-Monsuns über dem zentralen Indischen Ozean.

Bild 2 [9] Studie, Prof. Mörner: Tiden-Pegelverlauf der Malediven über die letzten 500 Jahre (blau) und Projektion bis 2100 (violet)
Nach dem Sturz von Herrn Nasheed sah es die Nachfolgeregierung im Jahr 2012 dann auch so. Auf einer Investorenversammlung erklärte sie, dass die Inselgruppe nun doch nicht untergeht. Der Grund: Man benötigte Investoren. Die vom Vorgänger-Premier erhofften Klimawandel-Hilfsgelder kamen nicht wie erhofft und so war es besser, das Scenario wieder an die Wirklichkeit anzupassen. Sie erklärte:
President Mohamed Waheed Hassan Manik today said though Maldives faces the dangers of climate change, the country would not be submerged in the Indian Ocean. Speaking to Sri Lankan businessmen this morning during his current visit to Sri Lanka, President stressed that Maldives can be sustained through efforts to avert the dangers of climate change. “First of all, I want give you a bit of good news. The good news is that the Maldives is not about to disappear,” President Waheed said countering the claims by his predecessor that the Maldives would be be completely submerged in the near future. He added that foreign investors were concerned with the talks of a submerged Maldives.
Von google übersetzt, sinngemäß:
Präsident Mohamed Waheed Hassan Manik sagte heute, obwohl die Malediven den Gefahren des Klimawandels gegenüberstehen, würde das Land nicht im Indischen Ozean untertauchen. … während seines aktuellen Besuchs in Sri Lanka, betonte der Präsident, dass die Malediven durch eigene Anstrengungen die Gefahren des Klimawandels abwenden kann… Die gute Nachricht ist, dass die Malediven nicht zu verschwinden drohen. Präsident Waheed trat den Behauptungen seines Vorgängers entgegen, dass die Malediven in naher Zukunft vollständig untertauchen würden.
Und die UN bemerkte es inzwischen auch. Im Welt-Risikobericht 2014 sind die Malediven nicht mehr enthalten.

Man braucht nicht zu raten, welche Version über die Malediven in unseren Öffentlich-Rechtlichen und seitens unserer Berliner Regierung ausschließlich verbreitet wird.
Beispiel gefällig: Das Bundesministerium für Umwelt hat seine Informationsseite zum Klimawandel am 25.01.2018 aktualisiert: Klimafolgen: Wenn die Heimat unbewohnbar wird
Als Startbild prang das Foto der Unterwassersitzung auf den Malediven von 2009

Bild 3 Bundesministerium für Umwelt: Klimafolgen. Screenshot von der Homepage am 12.05.2018

Wieder ist es erschütternd, was Einheimische berichten müssen …

Die Klimareporter-Journalistin, Verona Kern mit ihrer Klima-Fachausbildung Philosophie und Kommunikationswissenschaften war den Fotos nach zu urteilen, persönlich bei der Exkursion von „Klimareporter“ zu den Malediven dabei und konnte so mittels eigenem Augenschein das Schlimme berichten, was man bereits in tausenden (Mainstream-)Publizierungen über die Malediven lesen kann:
Klimareporter: [1]Die Malediven gelten als Paradies, ihren Besuchern versprechen sie die Sonnenseite des Lebens. Doch das stimmt eigentlich nur für die Touristen. Die Bewohner des kleinen Inselstaats leiden hingegen schon heute unter Klimawandel und steigendem Meeresspiegel …
Maabaidhoo heißt sie und ist Teil des Laamu-Atolls, weit im Süden der Malediven gelegen … Rasheed steht am Strand und deutet auf das Meer hinaus … „Dort“, sagt Rasheed und zeigt weit hinaus aufs Wasser, „war früher der Strand“. Seit seiner Kindheit, schätzt Rasheed, sind 50 bis 100 Fuß verschwunden, 15 bis 30 Meter. Der steigende Meeresspiegel hat den Strand verschlungen. Einige Häuser stehen nun gefährlich nahe am Wasser, Umsiedlungen werden bald nötig sein.
Mitte Vierzig ist Rasheed. Der Zeitraum, von dem er spricht, umfasst gut 30 Jahre, ungefähr eine Generation …

Diese rührende Geschichte von Aktivisten „Klimawandel-informierter“ Einheimischen hat der Autor fast wortgleich auch schon von anderen Inseln gelesen. Irgend eine NGO scheint dazu wohl eine Vorlage verteilt zu haben.
Bei der letzten ging es um die Marshall-Inselgruppe:
[5] EIKE 27. April 2018: SOS Südsee – Der Ozean steigt nicht übernatürlich, dafür umso stärker die Propaganda in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung (Teil 2)

Auch dort berichtete ein einheimischer (Aktivist) den es so hören-wollenden „Reportern“ von in kurzer Zeit überproportional gestiegenem Meerespegel, der sich in den Pegelmessdaten jedoch überhaupt nicht finden lässt.

und wie „Klimareporter*innen“ solche Unwahrheiten hemmungslos berichten

In der letzten Pegelsichtung, welche die Malediven mit einbezog, konnte der Autor auch dort (wie schon Prof. Mörner) keinen Untergang finden [6].
Sollte nun auf den Malediven urplötzlich ein Ereignis eingetreten sein, welches die besonders ausgebildete Klimareporterin durch ihren (gesponserten) Besuch auf den Malediven entdeckt hat?

Zur Klärung unbestechlich sind gemessene Pegeldaten. Leider sind die zwei Pegelreihen der Malediven zeitlich recht kurz. Um einen historischen Überblick zu gewinnen, muss man eine Station vom gegenüberliegenden Südindien hinzunehmen, deren Pegeldaten leider ab dem Jahr 2013 enden – ein öfters beobachteter Zustand, der den Eindruck erhärtet, dass niemand an der Pflege weit zurückreichender Klimadaten Interesse hat.
Trotzdem ist die Pegelübersicht der Südstation der Malediven und der Lanzeitreihe von Südindien eindeutig: Es gab und gibt keinen besonderen Pegelanstieg.
Die Langzeitreihe von Südindien weist 1,03 mm/pa aus, die kurze der Malediven 4,1 mm/pa

Bild 4 Pegelverläufe Malediven Südende GAN II und Indien Südende Cochin mit Trendeinhüllenden. Grafik vom Autor anhand der PSMSL-Pegeldaten erstellt

Wenn man etwas sorgfältiger sichtet, erkennt man, warum sich die Pegel-Änderungswerte der Langzeitreihe Indien und die kurze der Malediven so stark unterscheiden: Es hängt vom Betrachtungszeitraum ab. Die Ursache sind langdauernde Zyklen. Und die kurze Zeitreihe der Messstation der Malediven überstreicht ausschließlich den zyklischen Anstiegsbereich eines solchen.
Dadurch wird auch deutlich, dass die Aussage der „Fachfrau“: „Der Zeitraum, von dem er spricht, umfasst gut 30 Jahre, ungefähr eine Generation“ eine reine Irreführung – ob bewusst oder aus Unkenntnis – ist. Bei vielen mit dem Klima verbundenen Vorgängen reichen 30 Jahre für eine Bewertung definitiv nicht aus, weil langwellige Klimazyklen von 30 bis 60 Jahren die „so beliebten“ linearen Regressionen hoffnungslos verfälschen.

Bild 5 [6] Verlauf Seepegel Malediven und gegenüber liegendes Festland von Indien. Daten Maledives gedehnt und im Offset angepasst. Grafik vom Autor anhand der PSMSL-Daten erstellt
Dass die Pegelmessungen selbst auch problematisch betrachtet werden müssen, zeigt der Vergleich mit der südlich der Malediven gelegenen Station Diego Garcia. Deren kurzfristiger Pegelverlauf ist zu den Malediven gegenläufig.

Bild 6 Verläufe Malediven Südstation und Diego Garcia (British Indien Ocean Territory)

Nun noch eine zusätzliche Ergänzung mit einer weiteren, der (wenigen) aus dieser Region verfügbaren Langzeitdaten, hier wieder vom Indischen Festland:

Die längste Reihe (Chennai) – bei Südindien gegenüber von Cochin – weist über 100 Jahre nur 0,6 mm/pa Pegelanstieg aus.

Bild 7 Lanzeit-Pegelverläufe am den Malediven gegenüberliegenden, Indischen Festland von 1916 – 2013

Somit lässt sich anhand von Pegeldaten feststellen:
Es gibt in dieser Seegegend keinen besorgniserregenden Pegelanstieg. Langzeitreihen weisen sogar auf einen sehr niedrigen Pegelanstieg hin (und bestätigen die Ergebnisse von Professor Möller).

Die gemessenen Pegelverläufe zeigen damit, dass der Seepegelanstieg der letzten 30 Jahre von bis zu 30 mm (wahrscheinlicher Wert) bis 12 cm (vielleicht möglicher, kurzzeitiger Spitzenwert, aufgrund des letzten, sehr starken El Ninos) kaum Ursache für 15 … 30 m langfristigen Strandverlust sein kann.
Unabhängig davon, sind bei den Malediven im historischen Kontext wesentlich höhere Pegelschwankungen vollkommen normal, der aktuelle Pegel liegt im Vergleich am Pegel-Minimum.

Bild 8 [7] Fig. 1. Sea level curve for the last 5000 years for the Maldives.

Jeden Tag spürt er, wie die Natur um ihn herum sich verändert

Wieder so ein Standardsatz, der sich “auf jeder Insel” wiederholt. Und wieder zeigen die Daten, dass daran etwas nicht stimmen kann. Nicht, dass sich nichts verändert haben könnte, aber daran, dass der Verursacher der AGW-Klimawandel ist.
Anhand der folgenden Bilder ist zu sehen, dass sich in den genannten, 30 “Erlebnisjahren” des zitierten Einheimischen weder an der Temperatur, noch am Niederschlag etwas verändert hat.

Bild 9 Malediven Niederschlagsverlauf 1985 – 2015. Quelle: The Worldbank Group, Climate Change Knowledge Portal. Grafik vom Autor anhand der Daten erstellt
Bild 10 Malediven Temperaturverlauf 1985 – 2015. Quelle: The Worldbank Group, Climate Change Knowledge Portal. Grafik vom Autor anhand der Daten erstellt

Unsinn sollte ein Fachportal erkennen und nicht wiederholen

Vor kurzem kam die Meldung über eine bisher unentdeckte, in den Satelliten-Pegeldaten „schlummernde“, zusätzliche Pegel-Anstiegskomponente, welche das Wissenschaftsteam (eines ausgewiesenen Klimaaktivisten) entdeckt haben will [2].
Der Kunstgriff gelang dem Team durch hanebüchenes „verbiegen“ von Statistik und Vermutungskorrekturen an den bekannt schlechten Satellitendaten (Bild 11).
Natürlich berichtete nicht nur der BR [2], sondern auch „Klimaretter“ damals darüber:
Klimareporter: [1]Rund drei Millimeter steigt der Meeresspiegel derzeit pro Jahr. Genauer gesagt, so war es in den letzten 25 Jahren. Die Auswertung von Satellitenmessungen zeigte aber erst jüngst, dass sich der Anstieg von Jahr zu Jahr beschleunigt. Hält die Beschleunigung an, könnte das bedeuten, dass das Meer Ende des Jahrhunderts um zehn Millimeter jährlich ansteigt.
In einem Jahrzehnt wären das dann nicht mehr drei Zentimeter Anstieg, sondern zehn. Für tief liegende Inselstaaten wie die Malediven ist das keine gute Nachricht.

Anstatt zu erkennen und zu akzeptieren, welchem Unfug man dabei aufgesessen war, wird diese Story von der Klimareporter-Fachfrau nun aufgewärmt – einfach, weil sie so schön in ihren Reiseartikel passt.

Bild 11 [2] Darstellung der Original-Satellitenkurven und der Korrektur durch Nerem et al.

Erst zum Ende der Reportage kommt man den wirklichen Problemursachen langsam näher

Um diese zu erfahren, hätte es gereicht, auf EIKE [8] oder WIKIPEDIA die Probleme von Überbevölkerung und das desaströse Umweltverhalten auf den Malediven nachzulesen. Doch lassen wir die Fachfrau von ihrem Eindruck berichten,
Klimareporter: [1]Jeden Tag spürt er, wie die Natur um ihn herum sich verändert. „Die Korallenriffe sind in schlechtem Zustand und die Fischbestände nehmen ab“, sagt er. „Wir müssen immer weiter aufs Meer rausfahren, um noch etwas zu fangen.“
… „Das Schlimmste ist die Bodenerosion“, sagt Ali Faisal, ein Grundschullehrer von Ende 20, der ebenfalls im Inselrat sitzt. „Wir verlieren zu viel Land.“
Tourismus-Wirtschaft
Der Tourismus steuert ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts der Malediven bei, mehr als jeder andere Sektor. Rund 1,5 Millionen Touristen kommen pro Jahr. Die Regierung möchte diese Zahl jedoch verfünffachen.
Für die Resorts werden die unbewohnten Inseln genutzt, sodass Besucher und Einheimische getrennt bleiben. Knapp 100 Inseln sind bislang für den Tourismus erschlossen.
Die
Weltbank rechnet die Malediven nun zu den „Upper Middle Income“-Ländern. Alle wirtschaftlichen Indikatoren zeigen seit zehn bis 15 Jahren steil nach oben.
Die Entwicklung hat aber auch ihren Preis. Der allgegenwärtige Plastikmüll ist nur das sichtbarste Zeichen. Bitter daran ist, dass leere Plastikflaschen eine ideale Brutstätte für die Moskitos sind, die Denguefieber übertragen. Die gefährliche Krankheit wird sich mit zunehmender Erderwärmung voraussichtlich weiter ausbreiten.
„Wir müssen umdenken, ein Bewusstsein schaffen“, sagt Shareef vom Atoll-Rat. Eine Umweltaktivistin erzählt uns später in der Hauptstadt Malé, dass die Zentralregierung Anfang März die Benutzung von Einwegplastikflaschen in allen Schulen verboten hat. Doch im entlegenen Laamu-Atoll lässt sich das noch nicht umsetzen. „Wir würden gern Mehrwegflaschen verteilen“, sagt Shareef. „Doch uns fehlt das Geld.“
Ohne UN-Gelder hätte sich auch Rasheeds Insel noch nicht aufgemacht, das Müllproblem zu lösen. Von der Zentralregierung kommt wenig Unterstützung. Sie finanziert die Gehälter der Inselräte, viel mehr ist nicht drin.
Hinter dem künftigen Recyclinghof kann man sehen, dass Müllsammeln nur ein erster Anfang sein kann. Ein Strand ist kaum noch vorhanden, es gibt praktisch keinen Sand mehr. Er wurde weggespült vom Meer, das an dieser Stelle einem braunen morastigen Tümpel mit unzähligen toten Korallen gleicht.
„Die Leute haben die Mangroven abgeholzt“, sagt Rasheed. „Sie brauchten Feuerholz.“
Mangroven sorgen nicht nur für Schutz vor Überflutungen an tropischen Küsten. Sie verhindern auch die Bodenerosion. Ohne Mangroven reißt das Meer die Strände einfach weg.
Zurück bleibt eine tote, leere Landschaft. Nur einige Kokospalmen stehen noch da. Doch auf dem erodierten Boden können sie sich nicht halten. „Jeden Monat“, sagt Rasheed, „fallen ein bis zwei Palmen um.“ Sie liegen nun auf dem Strand oder hängen schief nur einige Meter über dem anbrandenden Meer, mit halb freigelegten Wurzelballen.
Und auch die Erneuerung der Hafenanlage, die Maabaidhoo kürzlich vorgenommen hat, hat weiter reichende Folgen. Weil eine vorgelagerte Steinmauer verstärkt wurde, haben sich die Strömungen im Meer verschoben. An bestimmten Stellen der Insel wird nun mehr Sand weggespült, zusätzlich zu den Verlusten durch den steigenden Meerespegel.
Selbst die Fischerei, von der die Inselbewohner hauptsächlich leben, wird alles andere als nachhaltig betrieben und verschlimmert so die Lage.
Nachts fährt Rasheed mit zehn anderen Fischern hinaus aufs Meer. Sie sind auf Köderfisch aus, der in den Korallenriffen lebt. Doch die Bestände haben stark abgenommen. „Viele Fischer sind zu Geld gekommen“, sagt Rasheed. „Sie kaufen größere Boote und fischen damit das Meer leer.“
Mit Scheinwerfern locken die Männer den Köderfisch ins Netz. Im Morgengrauen wird damit der Thunfisch geangelt. Doch die Fischer helfen auch anderweitig nach. Sie tauchen in die Riffe und schlagen auf die Korallen, um den Köderfisch hervorzulocken. „Ja“, sagt Rasheed, „auch das macht die Korallen kaputt.“
Auch der Bestand an Thunfisch ist geschrumpft. Oft sind es nur noch Jungtiere, die gefangen werden, bevor sie sich vermehren können. So gerät das Ökosystem noch mehr aus dem Gleichgewicht.
… „Wir müssen uns entscheiden, welche der rund 200 bewohnten Inseln wir entwickeln wollen“, fordert er. „
Gan als größte Insel wäre ideal“, sagt er. „Immerhin ist die Hauptinsel Malé viermal kleiner als Gan, und Malé ist schon überbevölkert.“
Für das Laamu-Atoll wäre Shareefs Idee ein Segen. Geld würde dann nicht nur in die Hauptstadtregion fließen, sondern auch in die entlegeneren Gebiete des Inselstaats. Dann könnte sich der Präsident des Atoll-Rats daran machen, Lösungen zu finden, anstatt nur die Misere zu verwalten.
Doch dazu wird es nicht kommen. Die Zentralregierung in Malé hat längst andere Pläne für die Zukunft des Landes. Mit großem Aufwand werden sie bereits in die Tat umgesetzt. Es sind gigantische Infrastrukturprojekte, die den kleinsten Staat Asiens in die Liga der reichen Länder katapultieren sollen. Ein vervielfachter Ausstoß an Klimagasen ist dabei fest einkalkuliert.

Die Storys gleichen sich, nur Henne und Ei wechseln

Und so schließ sich der Kreis: Atolle sind hoffnungslos überbevölkert, die Bewohner wollen modernes Leben, Komfort, Infrastruktur und auch Einkommen. Das hat die Natur den Atollen jedoch nicht „mitgegeben“.
Vor allem fehlt es an allen Ecken und Enden an Geld (welches diese, meistens diktatorisch regierten Staaten für anderes verbrauchen). Doch hat der reiche Westen dafür eine Lösung durch Klimaschutzgelder versprochen. Erkennbar „üben“ diese Staaten inzwischen – unterstützt von NGOs und unserer Regierung [11] -, wie sich die „Ansprüche“ darauf den westlichen Bürgern (die es bezahlen sollen) vermitteln lassen. Solche „Reportagen“ scheinen ein Weg dafür zu sein.

Eine vergleichbare Reportage hätte Frau Kern von vielen Südseeatollen berichten, oder viel einfacher, aus EIKE-Artikeln abschreiben können. Nur beim Erkennen von Ursache und Wirkung müsste die Klimareporterin noch üben.
Klimareporter: [1] … Die Bewohner des kleinen Inselstaats leiden hingegen schon heute unter Klimawandel und steigendem Meeresspiegel. Fehlender Umwelt- und Klimaschutz machen die Lage noch schwieriger.
Die wahren Probleme fangen im Satz hinten an und die vorne genannten gehen im Rauschen unter. Doch für eine solch banale Erkenntnis bekommt man sicher keine Klimawandel-Reportagereise durch die UN gesponsert.

Für den Autor bleibt damit das schon öfter angesprochene Rätsel, warum dieses, von sich als „honorig“ bezeichnenden Personen
[12] … Unterstützt wird das Projekt weiterhin von dem renommierten Herausgeberkreis, der auch klimaretter.info begleitet hat. Darunter sind die Ökonomieprofessorin Claudia Kemfert, der Klimaforscher Professor Hartmut Graßl und der frühere Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller … ,
betriebene Portal, keinerlei Scheu davor hat, sich durch solche inkompetenten Artikel zu blamieren.
Wahrscheinlich geben die Verantwortlichen damit auch nur kund, dass es beim Klimawandel und EEG eine Blamage gar nicht geben kann, sofern man der „amtlichen“ Meinung zustimmend berichtet. Im „heiligen Zorn gegen die Klimaleugner“ ist schließlich alles gerechtfertigt.
Jedenfalls hat sich dieses Portal im neuen Gewand wieder ganz offen als reines Medium zur Klimawandel-Propagandaverbreitung geoutet.

Quellen

[1] Klimareporter 07. Mai 2018: Steigender Meeresspiegel „Früher war hier der Strand“

[2] EIKE 7. März 2018: Flashcrash Klimaalarm. Wer Klimaalarm posaunt, bekommt immer recht (Teil 2 und Abschluss)
EIKE 06.03.2018: Flashcrash Klimaalarm. Wer Klimaalarm posaunt, bekommt immer recht (Teil 1)

[3] EIKE 30.12.2017: Ohne den Klimawandel hätte das gleiche Wetter nicht so schlimme Folgen…

[4] EIKE 19.02.2018: Die immer neu aufsteigenden und untergehenden Inseln wie zum Beispiel Tuvalu

[5] EIKE 27. April 2018: SOS Südsee – Der Ozean steigt nicht übernatürlich, dafür umso stärker die Propaganda in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung (Teil 2)

[6] EIKE 03.11.2017: Das Wochenende, an dem die Welt (wieder) begann unterzugehen

[7] Nils-Axel Mörner: SETTING THE FRAMES OF EXPECTED FUTURE SEA LEVEL CHANGES BY EXPLORING PAST GEOLOGICAL SEA LEVEL RECORDS

[8] EIKE 17.09.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 1 Die Malediven

[9] Nils-Axel Mörner 20.10.2009: Open Letter to President Mohamed Nasheed of the Maldives

[10] Stockholm University 4.12.2001 Nils-Axel Mörner at al: New perspectives for the future of the Maldives

[11] EIKE 15.04.2017: Im Klimawandel-Unterricht bitte üben, wie man unsere Regierung zum Bezahlen von Schutzgeldern auffordert

[12] Franz alt, Sonnenseite: Aus klimaretter.info wurde klimareporter.de

15 May 07:10

Microsoft Build 2018 sessions video recap

Last week we had seven sessions that focused on Microsoft Flow (and the broader Business Application Platform), and if you weren't able to join in person you can now watch them on-demand. These sessions covered everything from a broad overview of the platform and its capabilities, how to build a flow in just 10 minutes and detailed session on streamlining Office 365 with Microsoft Flow.
15 May 07:10

Query real-time client data with Configuration Manager Technical Preview 1805

by Yvette O'Meally

Hello everyone! We are excited to let you know that update 1805 for the Technical Preview Branch of System Center Configuration Manager has been released. Technical Preview Branch releases give you an opportunity to try out new Configuration Manager features in a test environment before they are made generally available.

Have you ever wanted to take real-time action to quickly respond to an event or discover a wide variety of information about your devices and hunt for anomalies? CMPivot is a new in-console utility that provides access to such real-time state of devices in your environment. It has the ability to immediately run a wide variety of queries on all currently connected devices in the target collection and return the results. You are then able to act upon those results. For example, in the scenario of mitigating speculative execution side channel vulnerabilities, one of the requirements is to update the system BIOS for your devices. You can use CMPivot to quickly query on system BIOS information and find clients that are not in compliance. You can then switch to Run Scripts to quickly remediate them with a scripted solution.

This diagram explains how –

For more information about CMPivot please see the technical preview documentation.

Additional new preview features include:

Modern Management

Device configuration workload transition – You can have Intune deploy MDM polices while using Configuration Manager for Win32 app deployment and configuration baselines on exception bases for co-managed devices.

Take actions based on management insights – Now you can directly take an action after viewing the details of a specific insight.

Microsoft 365 Adoption

Add or remove phases in phased deployments – You can now add more than two phases in a phased deployment, as well as rearrange or remove phases.

Streamlined Infrastructure

Cloud distribution point support for Azure Resource Manager – Azure Resource Manager is a modern platform for managing all resources as a single resource group. With this deployment method, Azure AD is used to authenticate and create the cloud resources. It doesnt require the Azure management certificate.

Enable distribution points to use network congestion control – Adjust the download speed between distribution points and clients to use unused network bandwidth by enabling the Windows Low Extra Delay Background Transport (LEDBAT) feature.

Cloud management dashboard – The new cloud management dashboard provides a centralized view for cloud management gateway usage and data about cloud users and devices. The dashboard also includes the CMG connection analyzer for real-time monitoring and to aid troubleshooting.

Improved secure client communications – Improvements to how clients communicate with site systems. This includes improvements for cloud domain joined clients.

Improved WSUS maintenance – The WSUS cleanup wizard now declines updates that are expired according to the supersedence rules defined on the software update point component properties.

Improvements in OSD

Improvements to PXE-enabled distribution points – PXE-enabled distribution points configured without Windows Deployment Services (WDS) now have improved and configurable logging as well as ease of deployment features such as auto-configured inbound firewall rules

Miscellaneous Improvements

Hardware inventory improvement to support larger integers – Hardware inventory now supports BIGINT integer type on both storage and management point.

Currently logged on user information is shown in the console – Currently logged on user information is available to the IT Admin for communication and troubleshooting with the end-user.

Improvements for enabling third party software update support– You can now enable configuration of ‘Allow signed updates from an internal Microsoft update service location’ policy and installation of Windows Software Update Services code signing certificates.

Client Tools: CMTrace – CMTrace is now installed by default by client setup. cmtrace.exe can be found in the client installation directory (%WINDIR%\CCM\cmtrace.exe).

Submit feedback from the Configuration Manager console (Send a Smile) – Send a Smile now remembers your previous settings such as e-mail address, and if screenshots were enabled. Offline feedback is now supported; you can now save your feedback and submit from another machine by using the Offline Feedback Uploader tool (cd.latest\SMSSETUP\Tools\UploadOfflineFeedback\UploadOfflineFeedback.exe).

Update 1805 for Technical Preview Branch is available in the Configuration Manager Technical Preview console. For new installations please use the 1804 baseline version of Configuration Manager Technical Preview Branch available on TechNet Evaluation Center.

We would love to hear your thoughts about the latest Technical Preview! Send us Feedback directly from the console. You may also use our feedback channels through theFeedback Hub app for product issues, and ourUserVoice page for ideas about new features.

Thanks,

The System Center Configuration Manager team


Configuration Manager Resources:

Documentation for System Center Configuration Manager Technical Previews

Try the System Center Configuration Manager Technical Preview Branch

Documentation for System Center Configuration Manager

System Center Configuration Manager Forums

System Center Configuration Manager Support

Download the Configuration Manager Support Center

15 May 07:09

Illegally enslaved and then marooned on Tromelin Island for fifteen years (2014)

15 May 07:09

Full Guide to Developing REST API’s with AWS API Gateway and AWS Lambda

15 May 07:08

A Chemist Shines Light on a Surprising Prime Number Pattern

15 May 07:01

Memory transfer between snails challenges view of how brain remembers

15 May 06:59

Schneller Git-Einstieg – mehr als diese Befehle brauchst du nicht

Wer ein Programmierprojekt angeht, wird früher oder später auch auf Git treffen. Wir haben dir eine einfache Übersicht über alle wichtigen Befehle zusammengestellt. Damit gelingt dein Einstieg garantiert.

Git ist ein Versionskontrollsystem, das im Bereich der Entwicklung unabdingbar geworden ist. Es hilft euch, die Übersicht über die Historie eures Codes zu behalten. Damit kann ein alter Stand einfach wieder hergestellt werden. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Entwicklern wird dadurch vereinfacht.

Wer allerdings in das Thema einsteigt, kann sich schnell überfordert fühlen. Bevor du versuchst, dich auf den erstbesten grafischen Git-Client zu stürzen, solltest du Folgendes beachten: Sie haben häufig den Nachteil, dass du keinen richtigen Überblick über die ausgeführten Befehle hast. Wenn irgendwo etwas falsch ausgeführt wurde oder manuell angepasst werden muss, dann kannst du nur schwer eingreifen. Deshalb kann man alle nötigen Git-Befehle auch über das Terminal ausführen. Wir haben dir eine einfache Übersicht zusammengestellt mit allem, was du brauchst, damit dein Git-Einstieg gelingt.

Git-Projekt aufsetzen

Navigiere in deinem Terminal zu deinem Projekt beziehungsweise in das Verzeichnis, in dem dein Projekt liegen soll. Nun kannst du ein neues Git-Repository aufsetzen:

git init

Falls bereits ein lokales oder entferntes Repository existiert, kannst du es ganz einfach in den gewünschten Ordner kopieren.

# lokaler Klon
git clone /pfad/lokales/repo /pfad/ziel
# entfernter Klon
git clone https://gitExample.com/user/repository.git

Auch über SSH ist möglich, wenn du einen SSH-Key angelegt hast.

git clone user@server:/pfad.git

Remote Repositories

Generell werden erstmal alle Repositories, die nicht lokal sind, als Remote Repository bezeichnet. Dein geklontes Repository heißt origin. Du kannst zusätzlich weitere Repositories bekanntmachen, um damit Dateien auszutauschen.

# Fügt Repository von url mit name hinzu
git remote add name url
# Zeigt Liste aller bekanntgemachten Repositories
git remote

Falls du bislang nur mit git init ein lokales Repository erstellt hast, kannst du ein entferntes Repository bekanntmachen, indem du ein Remote Repository mit dem Namen origin hinzufügst.

git remote add origin https://gitExample.com/user/repository.git

Änderungen hochladen

Dein lokales Repository umfasst nicht nur deine Dateien. Es gibt den Head, der sich deinen letzten Commit merkt, sowie den Stage, wo deine Dateien landen, wenn du sie mit dem Add-Befehl vormerkst. Dateien in dein entferntes Repository kannst du folgendermaßen hochladen:

1. Geänderte Dateien zum Stage hinzufügen

git add datei # Fügt einzelne datei hinzu
git add * # Fügt alle geänderten Dateien hinzu

2. Commit mit Dateien aus dem Stage erstellen

git commit -m "nachricht"
# Der 1. Schritt kann übersprungen werden,
# wenn alle geänderten Dateien hinzugefügt werden sollen
git commit -a -m "nachricht"

3. Zum entfernten Repository pushen

# Pusht deinen Commit auf branch zum Repository remote
git push remote branch
# Pusht auf Master-Branch zum Origin-Repository
git push origin master

Warum du mehr als einen Branch brauchst

Wie du bei dem Push-Befehl gesehen hast, muss immer ein Branch angegeben werden. Beim Erstellen eines Git-Repository gibt es standardmäßig immer einen Master-Branch. Von diesem ausgehend kannst du jedoch weitere Branches erstellen, dort Änderungen unabhängig vom Master-Branch pushen und später wieder zusammenführen (mergen). Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn du mit mehreren Entwicklern an einem Projekt arbeitest. So könnte es verschiedene Feature-Branches geben, wodurch jeder unabhängig und ausgehend von einer bestimmten Code-Version arbeiten kann.

# Erstellt einen neuen Branch mit dem Namen feature
# und wechselt direkt zu diesem
git checkout -b feature
# Branches löschen funktioniert analog mit -d
git checkout -d feature
# Den Branch wechseln (hier zum Branch master)
git checkout master

Wenn du einen Branch erstellst, ist er erstmal nur lokal verfügbar. Um ihn auch auf dem entfernten Repository zur Verfügung zu stellen, greifst du erneut auf den Push-Befehl zurück.

# Pusht den Branch feature auf das Repository origin
git push origin feature

Lokales Repository auf den neusten Stand bringen

Wenn andere Projektteilnehmer (oder du selbst von einem anderen Computer aus) Änderungen am entfernten Repository vorgenommen haben und du dein lokales Repository auf den neuesten Stand bringen willst, musst du die Dateien fetchen.

# Lädt Änderungen vom Repository origin herunter
git fetch origin
# Führt Änderungen mit dem Branch master zusammen
git merge origin/master
# Kann auch in einem Befehl ausgeführt werden
git pull origin master

Mergen und Konflikte lösen

Oben hast du bereits den Merge-Befehl verwendet. Er kann auch dazu genutzt werden, um zwei Branches zusammenzuführen.

# Der Branch feature wird mit dem aktuellen Branch zusammengeführt
git merge feature

Der Merge-Befehl kann allerdings auch Konflikte verursachen (kann auch beim Pull-Befehl auftreten). Das passiert häufig dann, wenn in zwei Branches Änderungen an derselben Datei durchgeführt wurden. Git versucht das selbst zu lösen, soferm es möglich ist. Falls es jedoch fehlschlägt, erhältst du eine Meldung und Git kommentiert an den entsprechenden Code-Stellen die gefundenen Konflikte. Diese müssen nun manuell gelöst werden. Danach musst du die Änderungen wieder wie in den drei oben beschriebenen Schritten hochladen.

Zusätzliche Befehle

Deine Nutzerdaten anpassen

Du kannst die Nutzerinformationen, die beispielsweise bei den Commits in Github stehen, leicht anpassen:

# Passe deine Nutzerinformationen an
git config --global user.name "Max Mustermann"
git config --global user.email max@mustermann.de

Fehler rückgängig machen

Wenn du eine Datei lokal geändert und noch nicht mit dem Add-Befehl an den Stage geschickt hast, kannst du sie mit einem Befehl zurücksetzen:

git checkout -- dateiname

Willst du alle lokalen Änderungen aller geänderten Dateien (hier auf dem Master-Branch) mit den vorherigen Dateien auf dem Remote-Repository (hier origin) überschreiben, benötigst du zwei Befehle:

git fetch origin
git reset --hard origin/master

Übersicht verschaffen

Mit folgendem Befehl kannst du dir eine Übersicht über alle lokal geänderten und gelöschten Dateien verschaffen.

# Relativ unübersichtlich
git status
# Einfachere Listen-Ansicht
git status -s

Folgender Befehl zeigt euch einen grafischen Verlauf der Branches und Commits an:

gitk

Passend zum Thema Git:

15 May 06:57

Höre auf dein „Inneres Kind“: Ein intuitiver Ratgeber für Konflikte am Arbeitsplatz

Auseinandersetzungen bei der Arbeit fressen enorm viel seelische Energie. Manchmal weiß man auch gar nicht, warum Konflikte eskalieren. Der bewusste Umgang mit deinem „Inneren Kind“ kann dir dabei helfen, Lösungsansätze zu finden. Unsere Gastautorin erklärt, wie das geht.

Wir waren alle auch einst Kind und tragen nach wie vor Erfahrungen und Kindheitsprägungen aus dieser Zeit mit uns. Das Innere Kind beschreibt diesen Teil unserer Psyche modellhaft. Insbesondere in der Kindheit erfahrene Kränkungen prägen sich ein und bestimmen oft unbewusst unser Verhalten im Erwachsenenalter und somit auch unsere Reaktion im Umgang mit Menschen. Gerade im Arbeitsalltag kann dies zum Problem werden, unter anderem durch fehlendes Selbst- und Urvertrauen, Misstrauen gegenüber Autoritätspersonen oder dem übertriebenen Bedürfnis zu gefallen.

Das Persönlichkeitsmodell

Sigmund Freud war der Erste, der die Persönlichkeit in verschiedene Instanzen aufteilte (das Drei-Instanzen-Modell). Das Innere Kind ist ein psychotherapeutisches Konzept, das unter anderem durch John Bradshaw in den 1980er Jahren bekannt wurde. Es ist eine Metapher, eine Betrachtungsweise, die unbewusste Anteile unserer Persönlichkeit umschreibt und gleichzeitig die Persönlichkeit in verschiedene psychologische Modelle teilt. Neben dem Inneren Kind beherbergen wir auch noch das „Erwachsene Ich“ und das „Eltern-Ich“. Das Innere Kind symbolisiert dabei alle unterschiedlichen Emotionen, Wünsche und Erinnerungen aus der eigenen Kindheit.

Was ist dein Inneres Kind?

Positive Erfahrungen wie Liebe, Zuwendung und kindliche Neugier nähren das Innere Kind ebenso wie es negative Erfahrungen wie Zurückweisung, übermäßige Kontrolle oder fehlende Sicherheit prägen. Unsere positiven Erlebnisse fördern ein gesundes Selbstbewusstsein und stärken uns im Erwachsenenalter. Negative Einflüsse hingegen können sich manifestieren und unsere Wahrnehmung maßgeblich formen. Als Kind können wir noch nicht beurteilen, ob das Verhalten unserer Eltern gut oder schlecht ist. Sie sind für uns groß und unfehlbar. Wir nehmen die Kindheitsgefühle und Erfahrungen mit unseren Eltern bzw. dem engsten Vertrautenkreis ungefiltert auf und interpretieren sie als „wahr“. Vereinfacht gesagt: Wenn wir uns gut fühlen, sind wir ein gutes Kind. Wenn wir uns schlecht fühlen, sind wir ein schlechtes Kind.

Konfliktpotenzial am Arbeitsplatz

Wir tragen das Innere Kind immer mit uns, auch zur Arbeit. Es beeinflusst all unsere zwischenmenschlichen Beziehungen. Situationen, die unbewusst Kindheitserinnerungen ins Gedächtnis rufen, können bestimmte Verhaltensmuster triggern. Wir „spulen“ dann ein angelerntes Programm ab, welches gleichzeitig dazu führen kann, dass unsere Verhaltensweisen oder Reaktionen nicht überlegt oder womöglich fehl am Platz sind. Um solche Reaktionen hervorzurufen, reicht die subjektive Wahrnehmung, dass man beispielsweise nicht fair behandelt worden sei.

Machtgefüge in Unternehmen können ebenfalls dazu führen, dass Erinnerungen an die Eltern-Kind-Dynamik wachgerufen werden und das Gefühl erzeugt wird, dass man jemanden „unterlegen“ ist oder „gehorchen“ muss. Es muss nicht zwangsläufig der Wahrheit entsprechen. Das Innere Kind folgt nicht der Ratio, es folgt dem Gefühl. Die Schwierigkeit liegt zudem darin, solche Eskalationen selbst zu antizipieren um sich nicht durch angelernte Verhaltensmuster leiten zu lassen. Der Beteiligte, zum Beispielt der Vorgesetzte, steht häufig vor dem Dilemma, solch eine Situation rational entschärfen oder lösen zu wollen, obwohl sie emotional gefüttert und der Betroffene von dem Inneren Kind geleitet wird.

Finde dein Inneres Kind

Die erlebten Erfahrungen und angelernten Verhaltensweisen sitzen tief und sind meist fest programmiert in unserer Psyche. Um diese Programmierung umzuformen, muss erst ein Bewusstsein und Zugang zu diesem Teil von uns geschaffen werden. Es gibt verschiedene Übungen, mit denen man sich frühkindliche Erfahrungen in Erinnerung rufen und sich insbesondere mit den negativen Empfindungen als Erwachsener auseinandersetzen kann.

  • Kindheit wiederbeleben

Um einen Erstkontakt zu deinem Inneren Kind herzustellen, ist es hilfreich, sich an konkrete Situationen zu erinnern und diese auch aufzuschreiben oder zu visualisieren. Stelle dir eine Situation mit einem Elternteil vor, welche du als Kind als lieblos empfunden oder in der du dich ohnmächtig gefühlt hast. Versuche diese Situation zu verbildlichen und Stichworte zu sammeln. Es hilft, sich bestimmte Fragen zu stellen, um die Gefühle und Erfahrungen zu verdeutlichen.

  • Was hast du getan?
  • Wie war eure Lebenssituation in der Zeit?
  • Haben sich deine Eltern scheiden lassen, gab es Schicksalsschläge oder große Veränderungen in deiner Familie?
  • Wie alt warst du?
  • Wie hat sich deine Mutter oder dein Vater in der Situation verhalten? War ein Elternteil wütend, enttäuscht oder lieblos?
  • Hat deine Mutter oder dein Vater typische Sprüche verwendet, wie „Du bist schuld, dass ...!“ oder „Du kannst doch gar nichts!“?
  • Hast du eine bestimmte Rolle in der Situation übernommen?
  • Hast du ein bestimmtes Verhalten angenommen, um den Konflikt beizulegen?

Je genauer du dich in diese Situation hineinfühlst, umso stärker ist der Kontakt zu deinem Inneren Kind. Gleichzeitig kannst du mit dieser schrittweisen Annäherung nachempfinden, was das Verhalten deiner Eltern in dir ausgelöst hat. Diese Erfahrungen zu verbildlichen oder Stichworte aufzuschreiben kann dir dabei helfen zu verstehen, welche negative Überzeugung du aus deiner Kindheit mitgenommen hast. Versuche diese Überzeugung in einem Satz zusammenzufassen. Von welchem Selbstverständnis wurden deine Emotionen dominiert? Beispielsätze könnten sein: „Ich bin schuld“, „Ich muss alles richtig machen!“ oder „Ich muss auf dich aufpassen!“. Dieser Glaube ist die Wurzel der Probleme im Alltag. In Situationen, welche dieses Selbstbild wachrufen, wird das angelernte Programm abgespult und dein Inneres Kind übernimmt.

  • Schutzstrategien und Verhaltensmuster erkennen

Daran anknüpfend stellst du dir vermutlich die Frage, welche Verhaltensformen du dir durch dieses Selbstbild angelernt hast. Es gibt zahlreiche klassische Schutzmechanismen, um auf solche Erfahrungen zu reagieren. Im Folgenden werden zwei beleuchtet – der Narzissmus und das Helfersyndrom.

  • Narzissmus

Narzisstische Verhaltensweisen können beispielsweise bei Menschen auftreten, die sich in ihrer Kindheit wertlos oder hoffnungslos gefühlt haben. Sie schaffen sich ein Selbstbild, welches unfehlbar und groß ist und strengen sich unheimlich an, etwas Besonderes zu sein. Gleichzeitig werten Narzissten andere Menschen oft ab, unter anderem da sie ihre eigenen Schwächen nicht ertragen und dies auch nicht bei ihren Mitmenschen aushalten können. Der Fokus auf die Schwächen anderer schützt sie davor, sich mit ihren eigenen Schwächen nicht auseinandersetzen zu müssen. Im Arbeitsalltag können Narzissten durch ihren extremen Ehrgeiz und ihr Machstreben auffallen. Auch sind sie sehr schnell gekränkt, was den Umgang mit ihnen als Kollegen zusätzlich erschwert.

  • Helfersyndrom

Indem sich Menschen anderer annehmen, die bedürftig erscheinen, werten sie ihr eigenes Selbstwertgefühl auf. Oft kann dies durch Vernachlässigung entstehen und dem Glauben, liebevoll und wertvoll zu sein, wenn andere ihnen dankbar sind. Menschen, die an einem Helfersyndrom leiden, erwähnen sich oft als Ritter oder Märtyrer, der sich für andere aufopfert. Im Arbeitsumfeld kann dies so weit gehen, dass sie ihre eigenen körperlichen Grenzen überschreiten oder auch die Unterstützung anderer vehement ablehnen. Im Gegenzug erwarten sie oft Anerkennung und Dankbarkeit für ihre Leistung und „Selbstausbeutung“.

Damit du dir über deine eigenen Schutzmechanismen bewusst wirst, kannst du dir zwei oder drei Situationen der letzten Wochen vorstellen, in denen du dich unwohl gefühlt hast oder sogar ein Problem erkennst. Dies können beispielsweise Konfliktsituationen aus deinem Arbeitsalltag sein. Sind solche Situationen schon häufiger aufgekommen? Hast du das Gefühl, in solchen Situationen zu überreagieren oder zu übertreiben? Du wirst vermutlich ein Muster erkennen können, welche Situationen dir Probleme bereiten und möglicherweise sogar erkennen, welche Reaktionen wachgerufen werden. Versuche dir diese Situationen vor Augen zu führen und einzuprägen. In Zukunft kann dir dieses Bewusstsein dabei helfen zu antizipieren, wann du gewisse Verhaltensweisen an den Tag legst, und dein Verhalten gezielter steuern. Die Arbeit mit dem Inneren Kind kann verschieden ablaufen und es gibt vielfältige Herangehensweisen, um sich Kindheitsprägungen bewusst zu werden. Die beschriebenen Übungen sind daher kein Patentrezept, um all seine Probleme zu lösen. Sie geben Anstoß eigene Verhaltensmuster zu erkennen und Inspiration für weitere Introspektion.

Der Nutzen

Die Selbsterkenntnis und das Erforschen des Inneren Kindes kann dabei unterstützen frühzeitig zu realisieren, dass die Kränkung aus einer bestimmten Prägung herrührt, um anschließend eine neue Perspektive einzunehmen. Gerade für Führungskräfte ist ein Verständnis für diese Thematik in der Kommunikation und der Konfliktbewältigung nützlich, insbesondere wegen des Vorbildcharakters und der maßgeblichen Rolle in der Prägung der Gruppenhygiene. Unterstützend zum Konzept des Inneren Kindes kann auch die Transaktionsanalyse von Eric Berne hilfreich sein, um Kommunikationsstörungen zu verstehen und zu entschärfen. Da das Innere Kind jeden von uns in unterschiedlichen Ausprägungen begleitet, wirkt sich die Sensibilisierung für unser aller Zusammensein positiv aus. Die Auseinandersetzung und Selbsterkenntnis als Erwachsene führt zudem zu einer reflektierteren Wahrnehmung der Realität. Wie Erich Kästner sagte: „Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch.“

Wie man selbst besser mit Konflikten umgeht, indem man erkennt, dass Trigger nicht zwingend eine Überreaktion auslösen müssen und gleichzeitig, wie man das Konfliktpotenzial durch das Verständnis des Modells „Inneres Kind“ reduziert, darüber referiert Elisa auf der Developer Week am 25. Juni 2018 in Nürnberg. Die Developer Week ist seit Jahren die Anlaufstelle für die deutschsprachige Entwickler-Szene und eine der größten, unabhängigen Entwickler-Konferenzen Europas mit über 130 Referenten und mehr als 170 Sessions in 30 Thementracks. Informationen und Anmeldung unter www.developer-week.de

Die Autorin

Elisa Schön ist People Managerin bei Checkout.com. Themenbereiche wie Psychologie, Verhaltensmuster, Kommunikation sind ihre Leidenschaft, die sie auch in der Personalpraxis umsetzt und dafür Bewusstsein schafft.

14 May 09:30

Solarkraftwerke – Probleme mit der thermischen Speicherung

by Andreas Demmig

Betrachten wir die neuesten Daten vom (2017) National Renewable Energy Laboratory (NREL) Annual Technology Baseline, [1] und [2], wird uns erklärt, die aktuelle repräsentative Technologie für die Nutzung von Solarenergie sind Türme mit Tanks, zur Wärmespeicherung von Salzschmelzen für eine Kapazität von 10 Stunden. Die erste (und bislang einzigste) große Kraftwerksanlage – mit 10 Stunden Speicherkapazität durch Salzschmelzen, ist Crescent Dunes, 110 MW, in Betrieb genommen im Jahr 2015.

[[Technische Anmerkung durch den Übersetzer:

Thermische Solarkraftwerke konzentrieren die Sonnenstrahlen mit Spiegeln, um mit letztendlich Dampf für eine Turbine zu erzeugen, die dann einen Generator antreibt, der Strom erzeugt.  Die Idee ist, ein Medium zu erhitzen/ zu nutzen, was die Hitze speichert, damit die Stromproduktion auch bei Wolken bzw. nachts weitergeht. In der hier beschriebenen Anlage wird Salz über seinen Schmelzpunkt erhitzt und in Tanks gespeichert. Information zur Salzschmelze: https://de.wikipedia.org/wiki/Salzschmelze und http://www.u-helmich.de/che/0809/04-Ionen/Ionen-06.html

„Solarkraftwerke“ nutzen also die Sonnenwärme nur zur Hitze bzw. Dampferzeugung, der Turbinenteil mit Generator ist gleich wie bei fossilen oder Kernkraftwerken. Unterschiede der Solarkraftwerke bestehen in der Anordnung der Spiegel – im Text weiter unten und ohne-oder-mit Speicher.

In Deutschland gibt es eine Versuchsanlage in Jülich, Rheinland mit Solarwärmespeicherung, 1,5 MW Generator, 2007. Bekannter ist das Project Desertec, inzwischen aufgegeben.]]

Solarreserve-Crescent Dunes – Speichertank – Pressebild

Die Erhöhung des Kapazitätsfaktors (tatsächlich gelieferte Energie in kWh / installierte Nennleistung mal Jahresstunden)  basiert auf direkt erhitzen Tanks zur Wärmespeicherung, angegeben sind hier 10-Stunden-Wärmespeichung. Der Kapazitätsfaktor der Anlage soll damit weit über die 50% -Marke kommen, genauer ausgedrückt 56%  bei Isolationsklasse 3 (Las Vegas, NV) oder 59% in Isolationsklasse 5 (Dagget, CA).

[im Original: insulation class location = Wärmedämmung an … Ort? – wieso unterschiedliche Isolationsklassen? – ich habe nicht gefunden, was in diesem Zusammenhang damit gemeint ist. Dagget hat bereits 1984 / 85 die ersten Solarkraftwerke bekommen; der Übersetzer]

Diese Kapazitätsfaktoren von 56% und 59% entsprechen einer jährlichen Stromproduktion von 4.906 und 5.168 kWh / kW Leistung, die in bisherigen Solarkraftwerken nicht einmal annähernd erreicht werden.

Betrachtet man die betriebenen Solarkraftwerke mit Spiegel Reflektoren oberhalb von nur 50 MW auf der ganzen Welt, so umfasst diese Liste 34 Stationen, 31 davon nutzen  Parabolrinnen, eine viel konsolidiertere und zuverlässigere konzentrierte Solarenergietechnologie, eine nutzt einen Fresnel-Reflektor und nur zwei von ihnen haben einen Solarturm.

Solarreserve-Crescent Dunes- Pressebild

Die beiden Kraftwerke mit Solartürmen befinden sich in den Vereinigten Staaten, das 377-MW-Solarstromerzeugungssystem von Ivanpah und das 110-MW-Solarprojekt Crescent Dunes. Da die tatsächliche Stromerzeugung dieser Anlagen von der Energy Information Administration [3] der Vereinigten Staaten verfügbar ist, können wir sicherlich prüfen, ob die Zahlen von NREL richtig sind.

Zum Vergleich betrachten wir auch die Daten einer zuverlässigeren konzentrierten Solarthermie-Parabolrinnenanlage, die kürzlich gebaut wurde, Genesis mit 250 MW, die keinen thermischen Energiespeicher hat. Die geplante Stromproduktion liegt bei nur 580.000 MWh pro Jahr, was einem Kapazitätsfaktor von 26,48% entspricht.

Für Ivanpah mit 377 MW betrug die geplante Stromproduktion 1.079.232 MWh pro Jahr, was einem Kapazitätsfaktor von 32,68% entspricht, mit minimaler Unterstützung durch das Nachheizen mit Erdgas.

Für die Crescent Dunes mit 110 MW beträg die geplante Stromproduktion 500.000 MWh pro Jahr, was einem Kapazitätsfaktor von 51.89% entspricht.

Abbildung 1 (unten) zeigt die monatlichen Kapazitätsfaktoren von Ivanpah, Crescent Dunes und Genesis. Erwähnenswert ist, dass die monatlichen Kapazitätsfaktoren je nach Jahreszeit variieren.

Um übers Jahr einen Kapazitätsfaktor von 56% oder 59% Solar zu erreichen, müssten die Kapazitätsfaktoren im Sommer viel größer sein, um die niedrigeren Kapazitätsfaktoren im Frühling / Herbst und mehr noch die geringen Winterkapazitätsfaktoren auszugleichen.

Ivanpah hat keinen thermischen Energiespeicher, sondern nutzt Erdgas zusätzlich zur Erzeugung von fehlender Wärme. Bislang konnte ein jährlicher Kapazitätsfaktor von 21,29% erreicht werden, der jedoch die signifikante Verbrennung von Erdgas nicht berücksichtigt. Da Erdgas in einer Gas- und Dampfturbinenanlage besser (aus-) genutzt werden kann, würde sich der tatsächliche Jahreskapazitätsfaktor auf 14,42% reduzieren, wenn zur Effizienzsteigerung des Erdgasverbrauchs einer GuD-Anlage kombiniert wird.

Nach NREL repräsentiert Crescent Dunes derzeit die aktuellste Technologie zur Konzentration von Sonnenenergie. Das Projekt hat übers Jahr mit einem Kapazitätsfaktor von maximal 13,21% bisher jedoch viel weniger als die prognostizierte Stromproduktion geliefert. Der Wärmespeicher macht große Probleme, die noch nicht ausgestanden sind. [Wenn die Salzschmelze erstarrt, verstopfen die Leitungen und müssen aufwendig wieder freigemacht, d.h. erhitzt werden]

Die zuverlässigere Genesis Anlage konnte ohne die Erdgasverbrennung einen Jahreskapazitätsfaktor von fast 30% erreichen – ein Wert, der sogar besser ist, als erwartet.

Es scheint nicht angebracht, als “ aktuelle Technologie “ eine Technologie vorzuschlagen, die noch nicht ausgereift ist und dabei herunterzuspielen, was bereits viel besser funktioniert.

Thermische Energiespeicher sind keine so bewährte und ausgereifte Technologie. Ähnliches gilt für die Solarturm-Technologie, die viel problematischer ist, als Anlagen mit Parabolrinnen.

Während NREL die Zahlen nicht aktualisiert, um der Realität zu entsprechen, haben die südaustralische Regierung und die australische Bundesregierung kürzlich entschieden, das Kraftwerk von Crescent Dunes von demselben Entwickler in Port Augusta, South Australia, zu bauen [4], [5] ].

Ergänzung:

SolarReserve hat ihr Hauptquartier in Santa Monica, California und entwickelt Solar Großprojekte weltweit.

Wie schon erwähnt, hat die Firma einen Vertrag, für Port Augusta, Australien, um dort auch eine Abwandlung ihres 110 MW Crescent Dunes Solar Energy Project von Nevada zu bauen, allerdings mit 150 MW, veranschlagtes Budget  $650.

Jay Weatherill, South Australia’s Premierminister ist schon ganz aus dem Häuschen, ob des größten Solarkraftwerkes der Welt. Der Vertrag mit SolarReserve läuft über 20 Jahre, und die Regierung ( – der Steuerzahler) werden maximal $78 für jede MW sauberer Energie zahlen [der Autor schrieb MW, m.e. sind MWh gemeint, der Übersetzer].

Solarkraftwerke-Kapazitätsfaktoren- Quelle NREL

Abb. 1 – Monatliche Kapazitätsfaktoren für die Solarkraftwerke Ivanpah, Crescent Dunes und Genesis. Die geplanten jährlichen Kapazitätsfaktoren sind 32,68% für Ivanpah (aber mit minimaler Unterstützung durch Verbrennung von Erdgas), 51,89% für Crescent Dunes und 26,48% für Genesis. Ivanpah konnte 2016 einen jährlichen Kapazitätsfaktor von 21,29% erreichen, ohne die signifikante Verbrennung von Erdgas zu berücksichtigen. Crescent Dunes hat 2016 einen Jahreskapazitätsfaktor von 13,21% geliefert. Genesis konnte Strom produzieren, der 2006 einen jährlichen Kapazitätsfaktor von fast 30% erreichte.

Original erschienen am 03. 05.2018 auf qualityassuranceofclimatestudies.wordpress.com

Übernommen von  https://principia-scientific.org/the-failure-of-solar-tower-thermal-energy-storage/

und https://wattsupwiththat.com/2018/05/05/the-tower-of-power-falls-short-produces-only-30-of-capacity/

Übersetzt durch Andreas Demmig

 

Referenzen

[1] National Renewable Energy Laboratory (NREL). 2017 Annual Technology Baseline. Golden, CO: National Renewable Energy Laboratory. www.nrel.gov/analysis/data_tech_baseline.html

[2] National Renewable Energy Laboratory (NREL). Concentrating Solar Power. atb.nrel.gov/electricity/2017/index.html?t=sc&s=ov

[3] Energy Information Administration (EIA). Electricity data browser – Plant Level Data.

Available online: www.eia.gov/electricity/data/browser/

[4] ABC News (2017), Solar thermal power plant announced for Port Augusta ‘biggest of its kind in the world’.

www.abc.net.au/news/2017-08-14/solar-thermal-power-plant-announcement-for-port-augusta/8804628

[5] Renewable Economy (2017). Aurora: What you should know about Port Augusta’s solar power-tower.

reneweconomy.com.au/aurora-what-you-should-know-about-port-augustas-solar-power-tower-86715

Ergänzung:

Übersicht über Solarenergieprojekte weltweit -in Betrieb, im Bau, geplant https://www.nrel.gov/csp/solarpaces/index.cfm

Frühere Berichte auf Eike:

https://www.eike-klima-energie.eu/2016/03/24/ivanpah-das-groesste-us-solarprojekt-koennte-gezwungen-werden-abzuschalten/

https://www.eike-klima-energie.eu/2016/05/26/das-groesste-solarkraftwerk-der-welt-hat-sich-soeben-selbst-verbrannt/

 

Die Probleme des Flächenverbrauchs, der Natur und der Vogelverbrennung wird vor allem von den Kommentatoren auf WUWT angesprochen.

14 May 09:30

PGP und S/Mime unsicher: Forscher empfiehlt Abschalten der E-Mail-Verschlüsselung

Zwei der populärsten Standards für die E-Mail-Verschlüsselung sind offenbar unsicher. Sicherheitsforscher empfehlen das Abschalten von PGP und S/Mime. Aber ob das hilft?

Die E-Mail-Verschlüsselung per PGP und S/Mime ist offenbar so unsicher, dass Sicherheitsforscher empfehlen, die beiden Standards in den jeweiligen Clients abzuschalten. Eine kritische Sicherheitslücke ermögliche es Hackern, verschlüsselte E-Mails im Klartext zu lesen – auch schon verschickte, warnte Sebastian Schinzel von der Fachhochschule Münster am Sonntag per Twitter. Eine Möglichkeit, die Lücke zu schließen, gebe es noch nicht. Nähere Details zu der kritischen Sicherheitslücke soll es am Dienstagmorgen geben.

Wie Schinzel hat sich auch die US-Organisation Electronic Frontier Foundation (EFF) für ein Abschalten oder gar Deinstallieren der entsprechenden Tools ausgesprochen. Die verschlüsselten E-Mails werden dadurch übrigens nicht automatisch entschlüsselt. Bis mehr über die Sicherheitslücke bekannt ist, rät die EFF dazu, verschlüsselte PGP-Nachrichten nicht mehr über den E-Mail-Client zu schicken und vor allem nicht zu öffnen. Nutzer, die auf eine sichere Kommunikation angewiesen seien, sollten auf Ende-zu-Ende-verschlüsselte Alternativen wie Signal umsteigen.

E-Mail-Verschlüsselung: Lücke betrifft Thunderbird, Mail und Outlook

Von der Sicherheitslücke betroffen sind laut Ars Technica die entsprechenden Plugins in den Mailprogrammen Thunderbird, Mail (macOS) und Outlook. Diese Tools verschlüsseln die E-Mails automatisch. Die Schwachstelle dürfte in genau dieser Situation auftreten. Zu PGP-Apps wie Gpg4win oder GNU Privacy Guard gibt es dagegen keine konkreten Warnungen oder Abschalthinweise.

In Panik sollten Nutzer jetzt allerdings nicht verfallen. Zumal sich die Verschlüsselung von E-Mails per PGP und S/Mime ohnehin noch nicht wirklich durchgesetzt hat. Solange noch nicht klar ist, worin die Sicherheitslücke besteht und wie sie gefixt werden kann, kann es nicht schaden, die Tools vorübergehend zu deaktivieren. Sensible Nachrichten sollten – wie von den Experten empfohlen – über Alternativen wie Signal versendet werden.

Interessant in diesem Zusammenhang: PGP-Erfinder Phil Zimmermann – „Ich kann meine eigene Erfindung nicht mehr nutzen“

14 May 09:29

„Stinkend und lärmend“: Panik in Perlach wegen Biomasse-Anlage

Perlachs Lokalpolitiker wehren sich mit aller Macht gegen eine „stinkende und lärmende“ Biomasse-Anlage, die an der Carl-Wery-Straße entstehen soll. Beim künftigen Betreiber herrscht Unverständnis über die harsche Ablehnung.
12 May 18:39

How-did-parents-have-intercourse-in-the-1800s-when-houses-were-so-small

12 May 18:38

Man donated blood every week for 60 years and helped save 2.4M babies

12 May 18:38

Passive Wi-Fi: Bringing Low Power to Wi-Fi Transmissions

12 May 18:37

Medizintourismus: Erst kamen Flüchtlinge. Jetzt kommen Medizintouristen

by ZEIT ONLINE: Zeitgeschehen - Henning Sußebach
Ein Mediziner in Bayern will keine Asylbewerber mehr behandeln. Er arbeitet im Auftrag der Regierung von Niederbayern. Und fühlt sich von der Politik alleingelassen.
12 May 14:00

Video: Hier läuft Windows 10 auf dem Lumia 950 XL

by Albert Jelica

Es ist vollbracht! Windows 10 ARM startet nicht nur auf dem Lumia 950, sondern das Betriebssystem kann bereits samt Touch-Funktionalität auf dem Smartphone verwendet werden. Windows 10 auf dem Lumia 950 XL ist ab heute Realität.

In dem 22 Sekunden langen Clip zeigt der Entwickler hinter dem Projekt, dass die Bedienung von Windows 10 auf dem Lumia 950 per Touch funktioniert. Dabei öffnet er den Windows Ink Arbeitsbereich mit einigen sehr genauen Klicks mit dem Finger, wobei auch schnell erkennbar wird, dass das kleine Interface des Desktop-Betriebssystem auf dem Display des Lumia 950 XL außerordentlich schwierig zu bedienen ist. Weiters öffnet er die Cortana-Suche sowie die Einstellungen, was vergleichsweise flott vonstatten geht.

Das Betriebssystem läuft nativ auf dem Smartphone, handelt es sich hierbei doch um Windows 10 ARM. Es ist dennoch überraschend, wie flüssig das auf den ersten Blick wirkt. Man muss nämlich bedenken, dass es sich hierbei einerseits um eine inoffizielle Modifikation handelt und andererseits, dass Windows 10 ARM erst für Geräte ab dem Snapdragon 835 gedacht ist.

Windows 10 auf dem Lumia 950 XL – Kein Internet

Momentan ist die Nutzung natürlich sehr eingeschränkt, da die Netzwerk-Treiber noch nicht installiert sind. Dieses Unterfangen dürfte womöglich noch etwas komplizierter werden als die Bereitstellung des Touch-Treibers. Bislang konnte bei keiner Modifikation, wo ein Desktop-Betriebssystem auf das Smartphone gebracht wurde, eine native Internet-Kommunikation hergestellt werden.

Stattdessen sind die Entwickler stets über Bluetooth ausgewichen, weswegen stets ein Smartphone als Hotspot genutzt werden musste. Eine Telefon-Funktionalität zu implementieren, dürfte noch deutlich schwerer oder gar unmöglich sein.

Bislang gibt es vom Entwickler hierfür noch keine öffentliche Anleitung, sodass die Installation von Windows 10 auf dem Lumia 950 XL für uns vorerst ein Geheimnis bleibt. Sollte dieses allerdings in nächster Zeit gelüftet werden, erfahrt ihr es natürlich zuerst auf WindowsArea.de.

Video: Windows 10 auf dem Lumia 950 XL

Kann dieses Smartphone euren PC ersetzen? Würdet ihr diese Modifikation bei eurem Lumia 950 ausprobieren?


Quelle: Twitter

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12 May 11:08

Feuer in Batterie des „Model S“ von Tesla tötet zwei Teenager

by Chris Frey

Bundesagentur untersucht den Tesla-Unfall, welcher zwei jungen Studenten das Leben gekostet hat

Linda Trischitta, David Lyons, Tonya Alanez, Wayne K. Roustanafter

Zwei Freunde sollten eigentlich das College besuchen. Stattdessen klagen ihre Eltern und Klassenkameraden nach einem Unfall eines Elektroautos auf einer kurvenreichen Straße in Fort Lauderdale Beach in Florida.

Fahrer Barrett Riley aus Fort Lauderdale und sein Beifahrer Edgar Monserratt Martinez aus Aventura, beide 18 Jahre alt und Studenten an der Pine Crest School, waren in dem brennenden Wrack eingeklemmt und starben, heißt es im Polizeibericht. Ein weiterer Mitfahrer, ebenfalls 18 Jahre alt, wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Das Trio war in einem Tesla Model S auf dem Seabreeze Boulevard unterwegs, bevor es gegen eine Betonwand prallte.

Die Tesla-Fahrzeuge fahren nicht mit einer von Benzin angetriebenen Maschine, sondern mit einer Batterie. Das National Transportation Safety Board NTSB sagte, es würde ein Team nach Fort Lauderdale schicken für eine Untersuchung, welche sich „primär auf das Notfall-Verhalten hinsichtlich des Batteriebrandes in dem Elektrofahrzeug konzentrieren soll, einschließlich des Verhaltens der Feuerwehr und des Abschleppens“.

Das NTSB sagte, es habe bereits Erfahrung mit der Untersuchung sich neu entwickelnder Technologien, um deren Auswirkung auf Verkehrsunfälle zu verstehen.

Der auf dem Rücksitz sitzende Mitfahrer Alexander Berry aus Fort Lauderdale wurde aus dem Auto hinaus geschleudert. Die Feuerwehr brachte ihn ins Krankenhaus, wo sich sein Zustand stabilisierte.

Die Chemikalien in den Batteriezellen können korrosiv und leicht entflammbar sein, sagte Karl Brauer, ein Sachverständiger. „Elektrofahrzeuge sind nicht stärker in Gefahr, in Brand zu geraten, aber Batteriebrände sind heißere Feuer und schwieriger zu löschen“, sagte er. „Ist die Batterie erst einmal in Brand geraten und das Gehäuse geschmolzen, treten die Chemikalien aus und können sich sogar ohne jeden Funken selbst entzünden“.

Mehr: http://www.sun-sentinel.com/local/broward/fort-lauderdale/fl-sb-engulfed-flames-car-crash-20180508-story.html

Unfallursache scheint nicht angepasste Fahrweise gewesen zu sein, aber nach den Worten des aus dem Auto geschleuderten Mitfahrers scheint es wahrscheinlich, dass die beiden Todesopfer ebenfalls überlebt hätten, falls die Batterien nicht in Brand geraten wären. Auch Benzinfahrzeuge können bei Unfällen in Brand geraten, aber der Umstand, dass Batteriefeuer heißer und schwieriger zu löschen sind als Benzinfeuer, gibt Anlass zu Bedenken.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/05/10/tesla-model-s-battery-fire-kills-teenagers/

11 May 15:31

Windows Remote Desktop: CredSSP-Update kann zu unerreichbaren Servern führen

Ein Windows-Update aus dem März sollte auf allen Rechnern installiert werden, die über das Remote Desktop Protokoll angesprochen werden. Ansonsten kann es sein, dass sich RDP-Nutzer dort nicht mehr anmelden können.
11 May 15:09

Caution when using $expand with Microsoft Graph

by Mikael Svenson

Using the $expand parameter with calls to the Microsoft Graph is very handy. In one API call you can retrieve both the object itself and additional properties.

Two examples are fetching a user and the direct reports, or a group and it’s members.

https://graph.microsoft.com/beta/users/061353c3-af75-4767-9b19-a5bceed85f53?$expand=directReports

https://graph.microsoft.com/v1.0/groups/79958190-024b-4c62-ab55-65dc9a066cac?$expand=members

image

The caution is that when you expand a property which has a collection of values, you will only get the first 20 items returned. This means that if you work in an organization with more than 20 people in it, you should not use $expand if you need all the values, but resort to two calls instead, one for the item, and one for the property you want to expand.

Summary

While using expand is very handy, it’s almost always better to break it into two API calls to avoid having issues if you can expect more than 20 items.

11 May 15:09

Siri, Alexa & Co. hackbar durch nicht hörbare Signale

Siri, Alexa & Co. können angegriffen werden, indem sie über nicht hörbare Signale aktiviert werden. Davor warnen Forscher.
11 May 15:09

Steam: Windows 10 ist wieder meistgenutztes Betriebssystem

by Albert Jelica

Windows 10 ist unter Gamern das meistgenutzte Betriebssystem und bis vor einigen Monaten hatten die Nutzungsstatistiken von Steam dies auch reflektiert. Mit dem Release von PUBG hat sich daran allerdings schlagartig etwas geändert.

Das Game sorgte weltweit für einen großen Hype und wurde besonders in China häufig ausgiebig in Internetcafés gespielt. Aufgrund der regelmäßigen Neuinstallationen des Clients sowie der dazugehörigen Ab- und Anmeldung von Nutzern wurden die Windows 7-PCs nicht selten mehrfach gezählt. Binnen eines Monats hatte Windows 7 das neueste Betriebssystem von Microsoft überholt und die Steam-Statistiken waren nicht mehr korrekt.

Mit den aktuellsten Zahlen von Valve zur Nutzung von Steam wurde dieser Fehler behoben, sodass die Anzahl der PCs weltweit im Netzwerk der Spiele-Software wieder korrekt abgebildet wird. Windows 10 ist damit wieder auf dem ersten Platz mit einem Marktanteil von 53,10 Prozent, während Windows 7 bei 36,15 Prozent steht.


Quelle: Steam

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11 May 15:09

Airbnb: "Für eine Selbstanzeige ist es zu spät"

by ZEIT ONLINE: Wirtschaft - Gregor Becker
Haben Sie vergessen, Ihre Mieteinnahmen von Airbnb dem Finanzamt zu melden? Der Steuerexperte Markus Meinzer sagt, warum sich die Steuerfahndung bei Ihnen melden könnte.
11 May 15:07

Symmetrie und Gleichgewicht

by Chris Frey

Fangen wir also am Anfang an, nämlich an der Obergrenze der Atmosphäre TOA. Die von der TOA nach unten strahlende Solarenergie für die nördliche und die südliche Hemisphäre sieht so aus:

Abbildung 1: Von der TOA nach unten strahlende Sonnenenergie, gemittelt über 24 Stunden an 7 Tagen der Woche [24/7] über die gesamte Erdoberfläche.
Allerdings kommt diese Energie nicht vollständig unten an. Vieles davon wird ins Weltall zurück reflektiert. Also nahm ich mir die CERES-Solardaten vor und subtrahierte die reflektierte Solarstrahlung. Die nach oben strahlende Solarenergie an der TOA wird reflektiert von Wolken, Aerosolen, Erde, Pflanzen, Eis und Ozeanen. Die von der TOA nach unten minus der von unten zur TOA reflektierten Solarenergie ist die zur Erwärmung des Planeten zur Verfügung stehende Energiemenge. Die Menge verfügbarer Solarenergie rund um die Welt sieht so aus:

Abbildung 2: Karte der globalen Verteilung der verfügbaren Solarenergie. Hierbei handelt es sich um verbleibende Solarenergie nach Abzug der Albedo-Reflektion des einfallenden Sonnenlichtes zurück ins Weltall.

Hatte ich erst einmal die verfügbare Energie, entfernte ich die jahreszeitlichen Variationen. Dabei handelt es sich um die Änderungen, welche sich Jahr für Jahr wiederholen. Die Eliminierung dieser wiederkehrenden Signale hinterlässt lediglich die geringen Variationen, die unregelmäßigen Änderung der reflektierten Strahlungsmenge geschuldet sind. (Es gibt auch eine sehr geringe, auf Sonnenflecken bezogene Variation der einfallenden Solarstrahlung von etwa einem Viertel eines W/m² auf der 24/7-Grundlage. Sie geht in die folgenden Berechnungen mit ein, macht aber praktisch keinen Unterschied).

Hier also ein erster Blick auf die Menge der verfügbaren Energie, welche die große planetenweite Wärmemaschine am Laufen hält, die wir Klima nennen, unterteilt für die beiden Hemisphären:

Abbildung 3: Solarenergie an der TOA und verfügbare Solarenergie nach [Entfernung der] Albedo-Reflektionen. Die Solarenergie macht etwa 340 W/m2 aus, wovon etwa 100 W/m2 wieder in den Weltraum reflektiert werden.
Dabei darf man nicht vergessen, dass die in das Klimasystem eintretende Energiemenge nach Albedo-Reflektionen eine Funktion hoch variabler Eis-, Schnee- und Wolkenverhältnisse ist … und trotzdem gibt es nur sehr geringe Variationen, sowohl räumlich als auch zeitlich. Jahr für Jahr gleichen sich Wolken, Eis und Schnee praktisch aus, auf beiden Hemisphären … warum?

Wie man oben erkennt, liegt die auf beiden Hemisphären verfügbare Solarenergie so nahe beieinander, dass ich die die Südhemisphäre repräsentierende Linie dünner zeichnen musste als die für die Nordhemisphäre, damit man beide erkennt. Um die beiden separat zu betrachten, müssen wir uns hinein zoomen, das Ergebnis davon zeigt Abbildung 4:

Abbildung 4: Verfügbare Solarenergie an der TOA ohne Albedo-Reflektionen, nördliche und südliche Hemisphäre.

Augenblicklich bemerkte ich einige Merkwürdigkeiten in dieser Graphik. Eine davon ist, dass trotz der großen Unterschiede zwischen der Nordhemisphäre (mehr Landfläche, viel Eis und Schnee in mittleren und hohen Breiten) und der Südhemisphäre (mehr Ozeanfläche, kaum Festland oder Eis/Schnee in mittleren Breiten) die Menge der mittleren einfallenden Energie innerhalb ½ W/m² liegt (NH = 240,6 W/m²; SH = 241,1 W/m², schwarze und rote gestrichelte horizontale Linie.

Zweitens, die Verhältnisse auf beiden Hemisphären sind allgemein parallel. Sie nahmen zu von 2003 bis 2004, blieben auf einem Niveau von 2013 bis 2014 und nahm dann wieder zu.

Drittens, es zeigt sich eine offensichtliche zeitliche Verschiebung zwischen den beiden Hemisphären. Zuerst dachte ich an die entgegen gesetzten Jahreszeiten … aber dann fiel mir ein, dass es in den Daten keine jährlichen Signale mehr gibt. Und ich vergewisserte mich, dass es auch kein Sechs-Monate-Signal mehr in den Daten gab. Nicht nur das, sondern auch – bis etwa 2011 lief die Südhemisphäre der Nordhemisphäre voran, aber danach lieft die Nordhemisphäre wieder voran. Warum?

Ich liebe die Freuden einer settled Wissenschaft …

In jedem Falle wollte ich jetzt die Variationen der verfügbaren Energie vergleichen mit den Variationen der Temperatur an der Erdoberfläche. Nun enthalten die CERES-Daten keine Oberflächen-Temperaturen. Allerdings gibt es darin einen Datensatz der von der Oberfläche nach oben gehenden Strahlung, welche manchmal „Strahlungstemperatur“ genannt wird, weil sie zur vierten Potenz der Temperatur variiert. Abbildung 5 zeigt die monatlichen Änderungen der von der TOA nach unten gehenden Solarstrahlung im Vergleich mit der von der Oberfläche nach oben gehenden Strahlung:

Abbildung 5: Scatterplot, Oberflächen-Strahlungstemperaturen (ausgehende langwellige Strahlung) im Vergleich mit der mittleren, an der TOA verfügbaren Solarenergie. Jeder Punkt steht für die Situation in einem 1° mal 1°-Gitternetz, welches den gesamten Planeten überspannt. Es befinden sich also 64.800 Punkte in der Graphik.

Was sagt uns dieser Scatterplot nun? Offensichtlich hängt das, was vor sich geht, von der Temperatur ab … und vielleicht weiteren Parametern. Um das verständlicher zu machen, möchte ich die gleichen Daten zeigen, aber getrennt nach Hemisphäre und getrennt zwischen Festland und Ozean. Hier zeige ich die vermutlich erhellendste Graphik bzgl. des Festlandes auf der Südhemisphäre:

Abbildung 6: Scatterplot, Strahlungstemperaturen der Südhemisphäre, nur Festland vs. mittlere verfügbare Solarenergie an der TOA

Rechts erkennt man die südlichen Gebiete von Afrika und Südamerika … und links die Antarktis. Man kann eindeutig die unterschiedlichen Reaktionen ausmachen, die auftreten bei Temperaturen im Minus-Bereich und im Plus-Bereich.

Als Nächstes kommt hier die gleiche Darstellung für die Nordhemisphäre:

Abbildung 7: Scatterplot, Strahlungstemperaturen der Nordhemisphäre, nur Festland vs. mittlere verfügbare Solarenergie an der TOA

Nirgendwo auf der Nordhemisphäre kühlt sich das Festland so stark ab wie in der Antarktis. Teilweise liegt das daran, dass sich der Südpol auf dem Festland und dort auf einem hoch gelegenen Plateau, der Nordpol dagegen in einem Meer befindet.

All dies zeigt, dass die Reaktion der Planetenoberfläche auf zunehmende Sonneneinstrahlung teilweise eine Funktion der Temperatur ist. Je niedriger die mittlere Temperatur, umso mehr reagiert das System auf zunehmende Sonneneinstrahlung.

Damit im Hinterkopf zog ich noch einmal Abbildung 5 heran und berechnete die Neigung in dem Teil der Welt, der im Mittel nicht gefroren ist. Das Ergebnis dieser Berechnung zeigt Abbildung 8:

Abbildung 8: Wie in Abbildung 5 einschließlich des Trends der nicht gefrorenen Gebiete des Globus‘.

Diese Graphik fand ich nun höchst eigenartig, und zwar aus folgendem Grund: Der Treibhauseffekt ist der Grund, dass die Oberfläche des Planeten wärmer ist als man aus der einfachen Berechnung auf der Grundlage der Menge Sonnenstrahlung, welche die Erde trifft, erwarten würde. Grund hierfür ist die Absorption der ausgehenden langwelligen Strahlung, und wenn sie strahlen, geht etwa die Hälfte der Strahlung in den Weltraum, die andere Hälfte zurück zur Erde. Als Folge davon ist die Erde wärmer als sie es anderenfalls wäre.

Falls der „Treibhauseffekt“ – eine schlechte Etikettierung – zu 100% perfekt wäre für jedes zusätzliche, in das System einfallende W/m² Sonnenlicht, würde die Oberfläche zwei W/m² abstrahlen – ein W/m² des Sonnenlichtes und ein W/m² der Einstrahlung aus der Atmosphäre. Auf der Grundlage des Verhältnisses der einfallenden Strahlung und der Strahlung von der Oberfläche können wir sagen, dass der Gesamt-Multiplikations-Faktor des perfekten Treibhauses 1,0 wäre (hier habe ich mehr dazu geschrieben).

Natürlich ist der Multiplikations-Faktor in der realen Welt geringer. Wir kennen den langzeitlichen mittleren Multiplikations-Faktor des Planeten. Wir können ihn berechnen, indem wir die mittlere ausgehende langwellige Strahlung von der Oberfläche durch die mittlere verfügbare Solarenergie dividieren. Die mittlere ausgehende langwelligen Strahlung macht 398 W/m² aus und die mittlere verfügbare Sonnenenergie 240 W/m². Daraus ergibt sich ein Treibhaus-Multiplikations-Faktor von 398/240 = 1,66.

Und da haben wir die Merkwürdigkeit: der mittlere Multiplikations-Faktor in Abbildung 8 beträgt 0,72, also deutlich weniger als 1,0. Weil dieser Multiplikator kleiner als eins ist, würde dies implizieren, dass es auf der Erde viel kälter ist als es in Wirklichkeit der Fall ist…

Wie können wir diesen offensichtlichen Widerspruch erklären? Für mich ist es ein Beweis für etwas, das ich schon viele Jahre lang gesagt habe, nämlich: Die Sensitivität der Temperatur an der Erdoberfläche auf die Menge der einfallenden Strahlung ist keine Konstante, wie es von Mainstream-Klimawissenschaftlern vertreten wird. Stattdessen ist es eine Funktion der Temperatur. Bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt nimmt die ausgehende Strahlung um etwa drei Viertel eines W/m² zu für jedes zusätzlich einfallende W/m² der Sonnenstrahlung.

Aber wenn es ziemlich kalt ist, wie es in der Antarktis der Fall ist, reagiert die Oberflächen-Temperatur viel stärker auf Änderungen der einfallenden Strahlung. Die Situation in der Antarktis ist Folgende:

Abbildung 9: Wie in Abbildung 8, aber für die Verhältnisse in der Antarktis

Man beachte, dass diese Sensitivität nicht eine Folge des Abschmelzens von Festlands-Eis in der Antarktis und sich die damit ändernde Albedo ist. Fast die gesamte Antarktis ist das ganze Jahr über gefroren.

Wir können aber noch auf eine andere Art und Weise auf diese Situation schauen. Die Abbildungen 5 bis 9 zeigen die langfristigen Verhältnisse, im Grunde eine Steady-State-Situation, belegt durch die 68.400 Gitterzellen von 1° mal 1°, welche die Oberfläche des Planeten ausmachen. Anstatt dieses langfristige Mittel zu betrachten, können wir aber auch betrachten, wie sich die Dinge mit der Zeit ändern. Abbildung 10 zeigt die zeitliche Änderung der Temperaturanomalie über den Zeitraum der CERES-Satelliten-Beobachtungen im Vergleich zur Anomalie der mittleren Sonnenenergie an der TOA:

Abbildung 10: Monatliche langwellige Strahlung von der Oberfläche und mittlere Sonneneinstrahlung an der TOA.

Man erkennt, dass es abgesehen von Sprüngen der Oberflächenstrahlung während der warmen El Nino-Jahre von 2009/10 und 2016/17 eine enge Relation gibt mit dem verfügbaren Sonnenschein. Eine Kreuz-Korrelations-Analyse (hier nicht abgebildet) verifiziert, dass es keine zeitliche Verzögerung gibt zwischen Änderungen des solaren Eingangssignals und der Reaktion der Oberfläche.

Wir können auch die Natur der kurzfristigen Relation zwischen diesen beiden Variablen bestimmen mittels eines Scatterplots wie hier in Abbildung 11:

Abbildung 11: Scatterplot, monatliche Mittelwerte der an der TOA verfügbaren Sonnenstrahlung und der ausgehenden langwelligen Strahlung von der Oberfläche.

Wie zu erwarten war, ist der Trend in den monatlichen Änderungen der kurzfristigen Daten kleiner als das längerfristige Gitterzellen-Mittel in Abbildung 8 (0,58 vs. 0,72 W/m² Oberflächen-Änderung pro W/m²-Änderung der solaren Einstrahlung).

Schlussfolgerungen:

● Alles in allem besteht die Reaktion der nicht gefrorenen Oberfläche auf zunehmende solare Einstrahlung in einer mittleren Zunahme der ausgehenden langwelligen Strahlung von etwa 0,7W/m² für jede Zunahme der verfügbaren Solarenergie um 1 W/m².

● Unterhalb des Gefrierpunktes nimmt diese Reaktion mit abnehmender Temperatur zu, bis die Reaktion bei den typischen Antarktis-Temperaturen zwischen -20°C und -60°C etwa 5 W/m² für jede Zunahme der Solarenergie um 1 W/m² beträgt.

● Mittels der Stefan-Boltzmann-Gleichung ergibt sich eine Änderung der Temperatur an der Oberfläche bei einer Änderung der langwelligen Ausstrahlung um 1 W/m² von etwa 0,2°C pro W/m² bei 0°C bis 0,16°C pro W/m² bei etwa 30°C.

● Bei einer gegebenen Änderung der einfallenden Solarstrahlung von 0,7 W/m² würde dies zu einer Temperaturänderung im nicht gefrorenen Teil des Planeten von 0,11°C pro zusätzlichem W/m² bei 30°C und einer Erwärmung von 0,4°C bis 0,6°C pro zusätzlichem W/m² bei 0°C führen.

● Die geschätzte Rückstrahlung bei einer Verdoppelung des CO2-Gehaltes beträgt 3,7 W/m². Dies würde zu einer Erwärmung von 0,4°C bis 0,6°C führen, falls die Sonneneinstrahlung um 3,7 W/m² zunehmen würde, abhängig von der Temperatur an der Oberfläche.

● Und schließlich als Randbemerkung: die mittlere Änderung der von der TOA nach unten gehenden totalen Sonneneinstrahlung TSI infolge einer Änderung der Sonnenflecken-Aktivität ist von einer Größenordnung von 0,26 W/m² von Spitze zu Spitze. Allerdings stehen nur etwa 240/340 = 70% davon zur Verfügung, der Rest wird zurück ins Weltall reflektiert. Setzt man die Relation von 0,72 W/m² Änderung an der Oberfläche pro jedem zusätzlichen W/m² der an der TOA verfügbaren Sonnenenergie an sowie eine maximale Temperaturänderung pro Watt von 0,16°C pro W/m², würde dies eine maximale Auswirkung von 0,26 X 240/340 X 0,72 X 0,16 = 0,02°C aus jener Änderung der TOA-Strahlung ausmachen…

——————————————

DATA: This is all done with the CERES satellite TOA and Surface datasets, which are available here under the heading:

Energy Balanced and Filled (EBAF)

Climate Data Record (CDR) of monthly TOA fluxes and consistent computed surface fluxes and clouds suitable for analysis of variability at the intra-seasonal, inter-annual, and longer time scales.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/05/05/symmetry-and-balance/

Übersetzt von Chris Frey EIKE