Shared posts

30 Nov 13:52

Nvidia on new self-driving system: “basically 5 years ahead and coming in 2017”

30 Nov 13:52

Digital Leadership: Agilität und Scrum verstehen

by Daniel Konrad

Wofür die beiden Begriffe stehen und wie Führungskräfte effektiv damit arbeiten können. Stellvertretend für viele Herausforderungen von Managern hat sich das Akronym VUCA etabliert. Auf der Suche nach Lösungen befassen sich einzelne Firmen bereits intensiv mit Aspekten wie Fehlerkultur und Neugier-Management – beides Themen mit großer Relevanz für ihre Mitarbeiter und die Unternehmenskultur. Auch die Rolle von Führung verändert sich unter dem Einfluss der VUCA-Welt. Gesucht wird der Manager, der agil und beidhändig führt. Dieser Beitrag möchte Managern den Einstieg in „agile Methoden“ erleichtern und einen ersten Einblick ins Thema geben.

Im Jahre 2001 formulierten 17 Vordenker ihre gebündelten Werte und Ideen im „agilen Manifest“. Die vier Werte und zwölf Prinzipien aus dem Manifest konkretisieren die Vorstellung von Agilität näher. Ursprünglich stammt Agilität aus der Software-Entwicklung.

Agile Methoden sind in der Managementtheorie angekommen

In den 90er Jahren wurden agile Ansätze als Kritik an traditionellen Methoden des Projektmanagements verstanden. Heute sind agile Methoden in der Managementtheorie angekommen. Zu ihrer Umsetzung in Organisationen gibt es eine Vielzahl von Methoden. Zu den am weitesten verbreiteten gehört Scrum.

Scrum ist als Rahmen zu verstehen, in dem Menschen sich mit komplexen, adaptiven Problemen befassen können. Dazu zerlegt Scrum den Entwicklungsprozess eines Produkts in maximal vierwöchige Schritte, die sogenannten „Sprints“. Der Unterschied zum klassischen Projektmanagement: Das Produkt wird nicht bis in die Einzelheiten hinein spezifiziert. Festgelegt werden lediglich wesentliche Funktionalitäten, um sie danach weiterzuentwickeln. Die kurzen, produktiven Entwicklungszyklen beinhalten Reflexionsphasen für das Team. In dieser Zusammensetzung werden Entscheidungen gemeinsam getroffen und das Kundenfeedback integriert. So ist der Kunde in den Prozess jederzeit involviert. Zudem ist am Ende eines Zyklus jeweils ein Teil des Produkts fertig, das der Kunde bereits einsetzen kann.

Scrum ist gekennzeichnet durch mehrere Organisationsprinzipien, die die Autoren Boris Gloger und Jürgen Margetich in ihrem Standardwerk „Das Scrum Prinzip“ beschreiben.

14 Nov 16:35

Where Even Nightmares Are Classified: Psychiatric Care at Guantánamo

14 Nov 15:48

Your slow email replies are causing serious anxiety

14 Nov 15:46

Tschernobyl: Übergangslösung für 100 Jahre

by ZEIT ONLINE: Umwelt - Alina Schadwinkel
Die tödliche Strahlung in Tschernobyls Atomruine wird zum dritten Mal eingemauert. Um die Radioaktivität unter der neuen Schutzhülle müssen sich später andere kümmern.
14 Nov 15:46

How an accused drug dealer revealed Jacksonville's facial recognition network

14 Nov 15:42

Hauskredit: Müssen jetzt die Eltern helfen?

by ZEIT ONLINE: Geldanlage - Sabine Hölper
Neue Regeln erschweren es jungen Familien und älteren Menschen, einen Hauskredit zu bekommen. Wie kann man es trotzdem schaffen?
14 Nov 15:42

Service Workers: an Introduction

14 Nov 15:41

Tango: Distributed Data Structures Over a Shared Log (2013)

14 Nov 15:25

Overlay.NET: An easy-to-use overlay library written in C#

14 Nov 15:24

Trigger Happy: An opensource clone of IFTTT

14 Nov 15:24

What It’s Like to Have a VR Orgy with Loads of Random People

14 Nov 11:30

Pelagor: Bodeneffekt-Transportflugzeug braucht keinen Flughafen

Pelagor heißt das Flugboot, das einen 40-Fuß-Container wenige Meter über der Meeresoberfläche transportieren soll. Ziel sind Orte ohne Flughafen. Entwickelt hat das Konzept der Urenkel des kanadischen Erfinders Joseph-Armand Bombardier. (Flugzeug, Technologie)
12 Nov 20:51

Spotify ruiniert SSDs: Ruf nach einer Windows Universal App wird größer

by Albert Jelica

Cruicial 500 Gigabyte SSD Deal Angebot

Spotify beharrt seit Jahren darauf, keine App im Windows Store zu veröffentlichen und bedient Windows-Nutzer lediglich mit einer Desktop-App und mobile Kunden mit einer Windows Phone 8-App, welche ebenfalls nicht großartig funktioniert.

In den letzten 5 Monaten hat das Spotify-Desktop Programm dutzende bis hunderte Gigabyte an Datenmüll auf die Festplatten der Nutzer geschrieben, wo die Anwendung installiert ist. Problematisch ist dies vor allem bei den SSDs, die ohnehin nur eine begrenzte Lebenserwartung haben. Aufgrund der vielen Schreibzugriffe von Spotify auf die SSDs vieler Rechner könnten viele Speicher nun wesentlich langsamer sein und auch um einige Jahre weniger lang halten. Spotify könnte, wenn täglich eingeschaltet, eine gute SSD binnen eines Jahres komplett ruinieren.

Grund dafür ist ein Datenbankaufruf, der zu häufig wiederholt wurde und so innerhalb einer Stunde zwischen 5 und 10 Gigabyte an Daten schrieb. Das liegt daran, dass der Desktop-Client von Spotify auf Web-Technologien basiert und nicht vollständig nativ ist. Kritiker bezeichnen den Spotify-Client sogar als Chrome-Tab mit Desktop-Elementen.

Mit einer nativen Anwendung, auch einer Universal App, wären solche Datenbanken nicht nötig, zumindest nicht auf dem PC des Nutzers und derartige Probleme könnten vermieden werden. Spotify hält jedoch an der eigenen Strategie fest, keine Windows 10-App anzubieten und will auch an der Partnerschaft mit Sony festhalten obwohl die Xbox One mittlerweile zum vierten Mal in Folge die meistverkaufte Konsole des Monats war.

Das Problem will Spotify mit der neuen Version 1.0.42 behoben haben, welche nun schrittweise an Nutzer ausgerollt wird. Wer Spotify benutzt und es auf einer SSD installiert hat, sollte das Desktop-Programm jedoch nicht im Hintergrund laufen lassen, solange das Update nicht eingespielt ist. Wie Spotify weiter vorgehen wird, ist nicht klar. Nutzer des Dienstes fordern Klarheit, „schließlich würdet ihr es auch wissen wollen, wenn das Motoröl die Lebenserwartung eures Motors um fünf bis 10 Jahre verkürzt.“


Quelle: Spotify / via ars technica

Der Beitrag Spotify ruiniert SSDs: Ruf nach einer Windows Universal App wird größer erschien zuerst auf WindowsArea.de.

12 Nov 20:49

EU-Parlament: Zwei Millionen Euro, nebenbei

by ZEIT ONLINE: Wirtschaft - Claus Hecking, Ulrich Ladurner
EU-Abgeordnete fordern schärfere Regeln für Nebenverdienste und Wechsel in die Privatwirtschaft – von EU-Kommissaren. Die Regeln für die Parlamentarier sind viel laxer.
12 Nov 20:49

Ingenieure: Kommt ihr klar?

by ZEIT ONLINE: Campus - Katharina Heckendorf
Deutsche Ingenieure gelten als gut ausgebildet, technikaffin, effizient. Doch nicht immer ist das Verständnis für IT stark genug. Experten und Berufseinsteiger erzählen.
12 Nov 17:13

Reise nach Tschernobyl 2016

Dr. Hinsch ist Strahlenfachmann, war über Jahre als solcher für die Messungen im Bergwerk Asse zuständig, dem vormals beabsichtigten Endlager für schwach- und mittelaktive Abfälle aus Medizin und Strahlentechnik, wobei KKWs und Wiederaufarbeitung Karlsruhe mit Filtermaterial, verfestigtem Abwasser und dergl. den Hauptanteil der Radioaktivität brachten. Dr. Hinsch hat das Tschernobyl-Sperrgebiet seit 1986 schon mehrfach besucht. Über Sinn und Zweck dieser Besuche ist am Ende dieses Berichtes mehr zu lesen.

Zur oben genannten Erwartungshaltung gehört die Kenntnis von der Erfassung und der Wirkung erhöhter radioaktiver Belastung: dazu aus dem Tschernobylbericht von Prof. Appel von 2014 (1):

Strahlenbelastung:

Die Messung und Bewertung radioaktiver Strahlung … soll hier kurz erwähnt werden:

 

Becquerel  (Bq):            1 Bq = 1 / s

1 Bq ist ein radioaktiver Zerfall pro Sekunde. Die Energie und die Zerfallsprodukte sind je nach Isotop unterschiedlich.

In unserem Körper besteht das Kalium zu 0,012 Prozent aus dem radioaktiven Kalium-Isotop K40. Diese Isotope erzeugen ständig 40 bis 60 Bq pro Kilogramm Körpergewicht. Die zweite große körpereigene Strahlenquelle ist das Kohlenstoff-Isotop C14. Zusammen mit einigen weiteren radioaktiven Isotopen als Spurenelemente strahlt es im Menschen mit rund 8.000 Bq. Die „innere" Strahlung beträgt in Deutschland etwa ein Zehntel der natürlichen Umgebungs-Strahlung. Becquerel ist aber noch kein ausreichendes Maß für die Strahlenbelastung, da die Energie nicht angegeben wird.

 

Gray (Gy):                     1 Gy = 1 Ws / kg

Gray ist die Strahlungsenergie (Dosis), die von einen Kilogramm Masse aufgenommen wird. Sie wird in Wattsekunden pro Kilogramm angegeben. Die Strahlungsenergie ist biologisch wirksam. Die radioaktive Strahlung besteht aus a-, b- und g-Strahlung, die wegen ihrer unterschiedlichen Natur unterschiedliche biologische Wirksamkeit haben. Für die biologische Wirksamkeit werden daher Wichtungsfaktoren eingeführt. Die biologisch wirksame Strahlung (Strahlendosis) wird in Sievert gemessen.

 

Sievert (Sv):                 1 Sv = 1 Ws / kg (für  g-Strahlung)

Sievert ist die biologisch wirksame Äquivalenzenergie einer radioaktiven Strahlung. Auch Sievert wird in Wattsekunden pro Kilogramm angegeben, Für Gamma- oder Röntgenstrahlung ist der Wichtungsfaktor 1.  a- und b-Strahlung haben höhere Wichtungsfaktoren. Z.B gilt für  a-Strahlung: Der Wichtungsfaktor ist 20, daher: 1 Sv(a)  entspricht 0,05 Ws/kg. Für die nachfolgenden Betrachtungen wird ausschließlich Sievert verwendet.

Typische Strahlenwerte / Strahlenleistungen in Mikrosievert pro Stunde (mSv/h):

Natürliche Strahlung in Deutschland:              0,1 -  0,6

Natürliche Strahlung in der Welt:                     0,1 - 30*     (*Ramsar, Iran)

 

Sperrgebiet Tschernobyl:                                 unbelastet 0,1

am Kraftwerk maximal 12

(am Kraftwerk am 30.8.1992 noch max.17)

Bereich der Rauchwolke 0,6 - 8

Durchschnitt bei Besuch <1

Flug in 10 km Höhe                                          4-5

Grenzwerte in Deutschland  zusätzlich zur Hintergrundstrahlung:
Diese Grenzwerte werden in Millisievert (mSv) pro Jahr angegeben.

Kernkraftwerk Umgebung                                  0,3

Endlager                                                          0,1

Kernforschung und Medizin                             2,4        (ca. 20.000 mSv als                                                                                                   Jahresstrahlendosis)

 

Am Vormittag des 24. August 2016 bricht unsere achtköpfige Gruppe zusammen mit noch einmal acht Individualreisenden in einem Kleinbus vom Maidan in Kiew auf. Der Schauplatz der ukrainischen Revolution wimmelt von Polizei und Miliz. Man will sicher gehen, daß der Feiertag nicht gestört wird. Zahlreiche Musiker formieren sich zu einer umfangreichen Militär-Kapelle. Bei leichtem Nieselregen schicken sich die Kiewer an, ihren Nationalfeiertag zu begehen.

Jenseits der Vororte von Kiew wird es auf der Landstraße in Richtung Tschernobyl einsam, es gibt kaum Gegenverkehr. Unsere englischsprachige Reiseleiterin gibt einige Regeln für das Verhalten im Tschernobyler Sperrgebiet aus und lässt sich deren Akzeptanz durch Unterschrift bestätigen. Dann ‚spricht’ zu uns der Bildschirm mit Videos von den Ereignissen damals 1986 am 26. April in der Nähe der Stadt Tschernobyl. Wir sehen in einer (echten?) Aufnahme aus einiger Entfernung wie der Block vier der Reaktorgruppe ‚hochgeht’ – eine Feuersäule von einigen hundert Metern Höhe, durchsetzt mit glühenden Trümmern gegen den dunklen Nachthimmel. Ein Höllenfeuer. Es folgen Aussagen und Gespräche von Politikern (Gorbatschow), von internationalen Fachleuten (Carl Bildt) und vor allem Bilder von Beteiligten und damit Opfern der ersten Maßnahmen am und um den havarierten Meiler. Zu den ersten Maßnahmen gehört auch das bergmännische (erfolgreiche) Bemühen, einen Wassertank unterhalb des geschmolzenen Reaktorkerns zu entleeren, um ein Durchschmelzen und eine weitere (dann gigantische) Knallgasexplosion zu verhindern. Wir sehen Luftbilder von der Mustersiedlung Pripjat, wo das Betriebspersonal der Anlagen mit den Familien lebte, und sehen, wie es (erst) 36 Stunden nach dem Unfall innerhalb von zwei Stunden evakuiert wurde. … 

(2) Die Atomreaktoren wurden etwa 20 Kilometer von der Grenze zu Weißrussland gebaut. Zur Kühlung wurde neben dem Fluss Pripyat  ein riesiger Kühlteich mit einer Fläche von 22 Quadratkilometer angelegt (s.u.). Der Wirkungsgrad der Kernkraftblöcke lag bei knapp 30 Prozent. Es mussten also mehr als 70 Prozent der in Wärme umgewandelten Kernenergie vom Kühlwasser abgeführt werden.  So ist das auch bei unseren KKWn. Dazu wurde das Wasser vom Stausee über einen Kanal zum Kraftwerk, und das erwärmte Wasser wieder zurück geleitet. Die große Stauseefläche ließ das Wasser dann wieder abkühlen. In dem Kühlwasserkanal wurden Welse ausgesetzt, die heute die stattliche Länge von mehr als einen Meter haben. Angeblich ist das Fleisch der Fische selbst in unmittelbarer Nachbarschaft des Kraftwerks heute nur noch unwesentlich radioaktiv belastet - zu Anfang war dies ganz erheblich. In den Knochen konnte eine deutliche, aber unkritische Strahlenerhöhung durch das Isotop Cäsium 137 nachgewiesen werden.

Das Kernkraftwerk ging 1977 mit dem Block 1 in Betrieb. Ab 1983 waren die ersten 4 Blöcke mit einer elektrischen Leistung von zusammen 3.800 Megawatt angeschlossen. 2 weitere Blöcke waren im Bau. Alle Reaktoren waren Graphit-moderiert; das heißt, die Brennstäbe waren von Graphit umgeben.

 

Am 26. April 1986 kam es zu einer Kernschmelze im Block 4. Der Graphit entzündete sich. Es gab eine Knallgasexplosion und einen großen Brand. Das einfache Fabrikdach über dem Reaktor (es gab keine Stahlbetonhülle wie bei allen kommerziellen westlichen Reaktoren) war kein Schutz und wurde zerstört. Der Rauch, den östliche Winde Richtung Europa trieben, transportierte radioaktive Isotope weit nach Westen. Sie konnten noch in Deutschland nachgewiesen werden. Die daraus resultierende zusätzliche Strahlung war aber in Deutschland und in den anderen Europäischen Ländern niemals gesundheitsgefährlich.Nach dem Reaktorunfall wurden die drei intakten Blöcke weiter betrieben. 9.000 Menschen arbeiteten weiterhin in unmittelbarer Umgebung des zerstörten Reaktors. Block 2 wurde 7 Jahre nach dem Unfall still gelegt. Block 1 folgte 3 Jahre später. Block 3 in unmittelbarer Nachbarschaft des Unglückreaktors ging erst auf Druck der Europäischen Union und nach einer Ausgleichszahlung im Dezember 2000 vom Netz. Die Blöcke 5 und 6 wurden nach dem Unfall nicht weiter gebaut.

Nach dem Aufschrei über die gefährliche Strahlenverseuchung vor allem von Europa mit Deutschland an der Spitze wurde 36 Stunden nach dem Unfall die Stadt Pripyat innerhalb von 2 Stunden evakuiert. Pripyat liegt ca. 4 Kilometer nordwestlich vom Kraftwerk. Die Stadt hatte über 40.000 Bewohner, die weitgehend für das Kraftwerk arbeiteten. Danach wurden auch die umliegenden Dörfer geräumt und die Verbots- und Kontrollzone auf einen Radius von 30 Kilometern ausgeweitet. Insgesamt mussten mehr als 200.000 Menschen ihre Wohnung verlassen.

Gleichzeitig ging der Betrieb des Kraftwerks weiter. Die Bedienungsmannschaften arbeiteten 2 Wochen im Kraftwerk und kehrten dann für 2 Wochen zu ihren ausgesiedelten Familien zurück. Sie wohnten in der verlassenen Stadt Pripyat. Schwimmbad und Sporthalle der Stadt nutzten die Arbeiter noch bis zum Jahr 2000. Heute hat die Natur sich dort wieder ausgebreitet. Die mehrstöckigen Häuser sind von dichten Baumwuchs umgeben und von den Straßen kaum zu sehen. Sie sind ausgeschlachtet. Fenster, Türen und Armaturen konnte man wohl an anderer Stelle gut brauchen. 

Nach etwa 140 km und zwei Stunden erreichen wir die Grenze der äußeren Sperrzone. An diesem ersten, äußeren Kontrollpunkt werden während kurzer Pause die genannten Verpflichtungserklärungen und Pässe der Reisenden abverlangt. Auf Schautafeln ist das Sperrgebiet gezeigt und das Ausmaß der dortigen Kontamination mit detaillierten Tabellen zur Belastung in Bequerel – leider nur auf ukrainisch.

Zu erkennen ist die relative Lage der relevanten Orte: Tschernobyl, das Kraftwerk, der Ort Pripjat, der Pripjat-Stausee mit dem Kühlwasserkanal. Die Grenzen des Sperrgebiets entsprechen der Höhe der  Kontamination durch die zum Zeitpunkt der Havarie herrschenden Winde in Ost-Westrichtung. Die Grenzen umfassen keinen Kreis, sondern eher eine Ellipse. Ein Teil des Sperrgebiets befindet sich auf weißrussischem Gebiet im Norden, 

Die Fahrt geht weiter durch üppigen Wald. Ein Halt: Wir sind in einem Dorf, dessen Hütten und Häuser völlig vom Wald überwuchert sind. Auf schmalem Pfad durch Buschwerk erreichen wir nach etwa 40 Metern das ehemalige Kulturhaus des Dorfes: Das Mauerwerk steht noch, aber Fenster. Türen, Fußböden sind weitgehend zerstört, verrottet, herausgerissen. Die Strahlung ist hier (noch) normal bei 0,15 mSv/h (Mikro-Sievert pro Stunde). 

Nach weiteren Kilometern durch den Wald erreichen wir die Stadt Tschernobyl. Sie ist noch bewohnt von einer Stammbesatzung für die Verwaltung und Sicherung und von den Bauarbeitern, die den neuen `Sarkophag` für den havarierten Block 4 des ehemaligen KKW baut. Wie wir später sehen, ist diese riesige `Nissen-Hütte` (das größte verfahrbare Gebäude der Welt) fast fertig und kann demnächst über Block 4 gefahren werden. Sie wurde aus Betonfertigteilen errichtet, die hier in Tschernobyl fabriziert wurden. Wir halten am Ortseingang von T. direkt neben der Betonfabrik und den Gebäuden der Feuerwehr, die vor allem dafür sorgt, daß jeder Waldbrand schon im Entstehen bekämpft wird. Kein  strahlendes Material darf (wieder) in die Atmosphäre. Diese kleine Stadt ist noch nicht von der Natur zurückerobert worden. Wir befahren die breite menschenleere Hauptstraße. Manche Gebäude werden erkennbar noch genutzt, wie das der Stadtverwaltung, der Feuerwehr, die Wohnblocks für die Arbeiter an der KKW-Ruine, das Restaurant mit Hotel, in dem wir ein reichliches Mittagessen serviert bekommen. Drei Gedenkstätten werden uns gezeigt: für die heldenhaften Feuerwehrleute der ersten Stunden, Tage und Wochen, für die 96 aufgegebenen Dörfer und Siedlungen innerhalb des Sperrgebietes, für den Schulterschluß mit Fukushima, wo bekanntlich eine andere Spielart menschlichen Versagens (schon in der Planung der KKW) zur  Katastrophe geführt hat.

Überhorizont-Radarstation “Tschernobyl-2” :

Später – wir haben Tschernobyl verlassen – biegt der Kleinbus ab. Auf schmaler Betonplattenstraße fahren wir 5 oder 7 km durch den Kiefernwald. Ziel ist `Tschernobyl 2`, eine Siedlung, zu dem Zweck erbaut, eine monströs-riesige Radar-Antennen-Anlage zu erbauen und zu betreiben, stillgelegt nach dem Ende der Sowjetunion, ein Beispiel für den fast grenzenlosen Einsatz von Technik und Material zur Abwehr des (vermeintlichen?) Gegners. Die Antennen sollten den Start von Interkontinental-Raketen melden – frühzeitig genug für die Auslösung des Gegenschlages. … Einzelheiten und vielfältiges Bildmaterial hierzu sind dem folgenden link3 zu entnehmen – einschließlich der Theorien der Anhänger von Weltverschwörungen und anderer finsterer Kräfte. Hier sind zahlreiche Fotos der Anlagen, Gebäude und Arbeitsplätze zu finden… Von Tschernobyl 2 aus kann man schon die KKW-Ruinen sehen mit dem neuen Wahrzeichen des silberglänzenden Halbzylinders als dem künftigen 'Sargdeckel'. Die Nähe zu den Kraftwerken wird aus der enormen Leistungsaufnahme der Antennenanlage von Pulsen von mehreren  Megawatt verständlich. Beim Verlassen der Station messen wir 0,7 mSv/h.

 

Woodpecker4 (deutsch: Specht) ist die Bezeichnung für ein sowjetisches Kurzwellensignal, das zwischen Juli 1976 und Dezember 1989 weltweit auf Radiofrequenzen zu hören war. Die zufälligen Frequenzwechsel störten den öffentlichen Rundfunk sowie Funkamateure, was weltweit zu tausenden Beschwerden führte. Das Signal hörte sich wie ein scharfes Klopfen an, das sich in der Regel mit einer Frequenz von 10 Hz wiederholte. Die Leistung des Signals wurde auf 10 MW EIRP geschätzt. Die Aussendung erfolgte auf wechselnden Frequenzen im Kurzwellenbereich zwischen 7 und 19 MHz. Die Ähnlichkeit mit dem Klopfen eines Spechtes führte zu seinem Namen.

Bereits recht früh wurde vermutet, dass das Signal zu einem sowjetischen Überhorizontradar gehört. Diese Theorie wurde nach dem Fall der Sowjetunion bestätigt. Das Signal wurde von Anlagen namens Duga erzeugt, die Teil des sowjetischen Raketenabwehrsystems waren. Mit diesen Radargeräten sollte ein möglicher Start von Raketen im europäischen und amerikanischen Raum frühzeitig erkannt werden. Aus der offensichtlich hohen Sendeleistung der Duga-Anlagen sowie aus der Pulsfrequenz von 10 Hz lässt sich eine Entdeckungs-Reichweite von bis zu 15.000 km ableiten. Bei der NATO wurden die Anlagen unter dem englischen Begriff Steel Yard geführt. Die bekannteste dieser Anlagen, Duga-3, befindet sich in der Ukraine in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Kernkraftwerks Tschernobyl. Erst als Duga-3 aufgrund der dortigen Reaktorexplosion im Jahr 1986 aufgegeben werden musste, gelangten Einzelheiten und Fotos der Anlage an die Öffentlichkeit.

Bei der Anlage Duga-3 nahe Tschernobyl sind Sender (51° 18′ 19,1″ N, 30° 3′ 57,4″ O) und Empfänger (51° 38′ 16″ N, 30° 42′ 10,4″ O) rund 50 Kilometer voneinander entfernt. Sie bestand aus rund 50 Großantennen mit einer Höhe bis zu jeweils 150 Metern. Die Reichweite lag bei 9000 Kilometern. Für den Betrieb der Anlage und die Auswertung der Daten waren zahlreiche Fachleute erforderlich, die in einer Siedlung von rund 2000 Menschen in der Nähe wohnten. Nach der Katastrophe von Tschernobyl musste dieser Standort aufgegeben werden.[2] Die Empfangsanlage wurde teilweise demontiert und in Komsomolsk am Amur aufgebaut. 

Wieder auf der Hauptstraße, Halt an einer nächsten kleinen, wieder unsichtbaren Siedlung, wo ein paar Schritte neben der Straße im dichten Wald ein ehemaliger Dorfkindergarten besucht wird. Der Bauzustand entspricht dem besichtigten `Kulturhaus`. Hier berühren vor allem die verlassenen Reihen von doppelstöckigen Kinderbetten...Hier messen wir 12 µSv/h, 100 mal so viel wie von Natur aus. 

Wenig später nähern wir uns dem Ziel, der KKW-Ruine, passieren noch eine Schranke, die die innere Sperrzone andeutet, und machen wenig später Halt neben dem Kühlwasserkanal (von der Dimension unserer Binnenwasserstraßen), der die Abwärme aus den KKW-Blöcken 1 bis 4 in den aufgestauten Pripjatsee transportierte. Wir messen hier 0,64 mSv/h. Die Anlagen der Blöcke 1 – 4 mit dem neuen `Sargdeckel`sind nur wenige hundert Meter entfernt, ebenso wie die aufgegebenen Torsi der angefangenen Blöcke 5 und 6. Sie sollten ihre Abwärme allerdings über Kühltürme abgeben. 

Wenige Meter weiter nochmal Halt zur Beobachtung der Riesenwelse im Kanal. Von einer Eisenbahnbrücke lassen sie sich leicht beobachten. Sie sollen kaum belastet und durchaus eßbar sein. 

Wir umrunden das Gelände der in Reihe aneinander gebauten Blöcke 1 bis 4 auf der Nordostseite. Erneuter Halt neben dem Sarkophag-Neubau, der sich hier in seinen gigantischen Ausmaßen von über 100 Metern Höhe weißglänzend im Sonnenlicht präsentiert. Der havarierte Block 4 liegt vielleicht 200 m vor uns. Wir messen 3,1 mSv/h. Immerhin – so heißt es – war die Strahlenbelastung direkt über dem Wrack in den letzten Jahren noch so hoch, daß man den neuen `Deckel` seitab hochgezogen (gewissermaßen entfaltet`) hat, um die Belastung der Arbeiter in (ungefährlichen) Grenzen zu  halten. Diese arbeiten im Zwei-Wochen-Rhythmus: zwei Wochen am Kraftwerk mit Unterbringung in Tschernobyl und zwei bei den Familien außerhalb der Sperrzonen. (Auch Bohrinsel-Besatzungen kennen diesen Wechsel.) Mit uns stand im Angesicht der nun verborgenen, nicht mehr sichtbaren Höllenglut eine Gruppe von fröhlichen jungen Soldaten. Es war nicht zu erkennen, ob sie zur Sicherung der Sperrzone eingesetzt oder lediglich mit touristischer Neugier hier waren. 

Kurze Fahrt bis zur nächsten Straßenkreuzung. Halt am 'Wegweiser' (in mannshohen Betonlettern) nach Pripjat. dem ehemaligen Wohnort der KKW-Mannschaften, der 1986 drei Tage nach der Havarie innerhalb von zwei Stunden evakuiert wurde. Links und rechts der Straße Hinweisschilder auf erhöhte Strahlung: Wir messen am Erdboden 19 mSv/h. Dies ist dr höchste Wert auf unserer Reise. 

Drei Kilometer weiter fahren wir in Pripjat ein. Halt am zentralen Platz des Ortes, heute ein dichtes Wäldchen übermannshoher junger Bäume, die Randbebauung des Platzes ist kaum zu erkennen. Vorbei an der verwüsteten Halle des ehemaligen Supermarkts, der Kulissenhalle des Kulturhauses/Theaters mit den überlebensgroßen Portraits der örtlichen Parteigrößen von 1986, die für den dann nicht mehr möglichen Maiumzug bereit standen, über den Rummelplatz mit den dahin rostenden Kindervergnügen, dem Autoscooter (hier 9 mSv/h), der Schiffschaukel, dem nicht ganz so riesigen Riesenrad, durch das inzwischen gewucherte Wäldchen auf dem ehemaligen Fußballplatz hin zu den immer noch hoch aufragenden Tribünen. 

Das Stadion verlassen wir durch die nicht mehr benötigte Sperre, fahren einige Meter, tauchen wieder ein in den dichten Wald und wieder auf vor der verfallenden Sporthalle und dem Hallenbad, die beide noch bis zur endgültigen Stillegung des letzten KKW-Blocks im Jahr 2000 von den Betriebsmannschaften genutzt wurden. Wir schauen in das daneben im Wald versteckte Gebäude der Grundschule: in verlassene Klassenzimmer, auf Haufen von Schulbüchern und eine erschütternde Halde von Gasmasken im Kinderformat. 

Damit verlassen wir den vormaligen Vorzeigeort der Sowjetzeit. Zweimal passiert jeder von uns, an der inneren und äußeren Sperrzonengrenze einen Strahlendetektor. Niemand muß dekontaminiert werden. Keiner hat offensichtlich aus den Sperrzonen strahlende Souvenirs mitgenommen, auch der Staub an unseren Füßen ist nicht kontaminiert.

Wir haben uns etwa 5 Stunden in den Sperrgebieten um die KKWe aufgehalten. Die Strahlenbelastung (Gesamtdosis) kann aus den punktuellen Messungen zu 4,5 mSv abgeschätzt werden. Dieser Wert ist deutlich niedriger als die Belastung während der Flugreisen, die wir für diesen Besuch ohne alle Bedenken unternommen haben. Für den Flug Hannover – Amsterdam – Kiew waren dies etwa 12 mSv.

Zur Relativierung der weit verbreiteten Strahlenhysterie noch einmal Prof. Appel (5):

Gefährdung durch radioaktive Strahlen

Radioaktive Strahlung durchdringt den Körper und zerstört Gene, wenn sie von der Strahlung getroffen werden. Die Zellen sind dann nicht mehr teilungsfähig. Sie sterben ab und müssen vom Körper abgebaut werden. Sie werden von Nachbarzellen, die weiter teilungsfähig sind, ersetzt. Unser Körper hat sich auf diese Arbeit eingestellt. Es kommt erst zu ernsthaften Schädigungen, wenn die Strahlung und damit die Zerstörung der Gene so hoch ist, dass der Körper die Schäden nicht mehr reparieren kann. In Tschernobyl hat sich gezeigt, in vielen Fällen kann der Körper längerfristig selbst mit hohen Strahlenschäden fertig werden. Denn von den 138 strahlenkranken Feuerwehrmännern und Hubschrauberpiloten starben nur 28 innerhalb von 8 Monaten.

Bewohner in Gebieten mit hoher natürlicher Strahlung sind nach einer Reihe von Berichten gesünder und leiden weniger unter Infektionskrankheiten. Krebs und Fehlgeburten sind nicht erhöht. Unser Körper braucht offensichtlich eine ausreichende Strahlendosis (Hormesis) für ein optimales Wohlbefinden.

Tote durch den Reaktorunfall

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Internationale Atom Energie Organisation (IAEA) haben die Folgen des Reaktorunfalls auf die Menschen untersucht. Die Berichte über die Todesfälle durch die radioaktive Strahlung sind sehr unterschiedlich. Sicher ist das Auftreten der Strahlenkrankheit (Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall, Haarausfall, Hautveränderungen, Kreislaufbeschwerden) bei 134 Feuerwehrleuten und Hubschrauberpiloten, die den Brand gelöscht haben. Sie waren der starken Strahlung ohne nennenswerten Schutz ausgesetzt. Davon starben 28 im Jahr der Katastrophe. In den nächsten 8 jähren starben 19 weitere Helfer, die von der Strahlenkrankheit betroffen waren. Ein Teil dieser Todesfälle wird auf die Strahlenkrankheit zurückgeführt.

Danach konnten akute Verstrahlungen nicht mehr nachgewiesen werden. Es gab etwa 6.000 Krebserkrankungen der Schilddrüse in den Gebieten um Tschernobyl und den Gebieten in Russland und Weißrussland, in die der Rauch größere Mengen radioaktives Jod transportiert hatte. Der Krebs wurde weitgehend erfolgreich bekämpft. 

Eine neuere weißrussische Veröffentlichung6  gibt dazu Zahlen – siehe Grafik. Glücklicherweise sind bei dieser Krebsart die Heilungschancen groß.

Nach Angaben der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) wurden mit Ausnahme von Schilddrüsenkrebs in den am stärksten kontaminierten Gebieten keine erhöhten Krebsraten festgestellt, die eindeutig auf die Strahlung zurückgeführt werden können.

Der staatliche Führer nannte uns jedoch einige tausend Todesfälle durch den Reaktorunfall. Auf Nachfrage waren dies alle Sterbefälle von den mehr als 200.000 Menschen, die aus der Schutzzone um das Kraftwerk evakuiert wurden. Weder das Sterbealter noch die Todesursache sind bewertet worden.

Auch den Grünen waren die sachlich fundierten Erkenntnisse der Weltgesundheitsorganisation WHO nicht schwerwiegend genug. So hat die grüne Europa-Abgeordnete, Rebekka Harms, eine Studie von den Briten lan Fairlie und David Sumner angefordert, die weitaus schwerwiegendere gesundheitsschädigende Folgen des Reaktorunglücks voraussagen. Die Wirklichkeit hat diese Voraussagen bisher aber nicht^ bestätigt.

Dagegen hat die Evakuierung, die mit der Strahlengefahr begründet wurde, zu einem deutlichen Ansteigen der Selbstmordrate geführt. Die Angst, langsam sterben zu müssen, führt wohl häufiger zu der Entscheidung auf ein schnelles Ende. Aber auch der Verlust des Hauses und sozialer Bindungen führen zu Ängsten, Stress und Hoffnungslosigkeit.

Folgerungen

Die Wirkung radioaktiver Strahlung auf den Menschen ist noch nicht voll verstanden. Sicher ist jedoch, die Angst verbreitenden Warnungen vor tödlichen Gefahren durch einen GAU in einem Kernkraftwerk über Jahrhunderte und Gesundheitsschäden über die kommenden Generationen sind um viele Größenordnungen zu hoch. Dies hat Tschernobyl gezeigt. Die Warnenden müssen sich im Klaren sein, dass sie viele Menschen bereits durch ihre unbewiesenen Schreckens-aussagen ins Unglück oder gar in den Selbstmord getrieben haben. Es wird höchste Zeit, sachlich und ohne ideologische Vorbehalte die breite Öffentlichkeit über die Wirkung radioaktiver Strahlung aufzuklären. 

Ein Besuch in den Sperrgebieten von Tschernobyl bis in die unmittelbare Nähe des ('vergewaltigten' und so 'entgleisten') KKW und die dabei vermittelten Informationen zeigen, daß der Umgang mit der KKW-Problematik auf sachlicher Grundlage uns helfen kann und helfen sollte, die über Jahrzehnte besonders in Deutschland geschürte Strahlenhysterie und -Angst abzubauen und auf das angemessene Maß gegenüber dem verantwortungsvollen Umgang mit der 'strahlenden Technik' zu reduzieren, wie es weltweit üblich ist. 

Dies ist umso nötiger, als gerade zur Zeit angesichts des weltweiten Energiehungers eine tragfähige Befriedigung diese Bedarfs auf der Grundlage des deutschen Energiewende-Irrwegs nicht zu erwarten – dagegen aber ein neuer Frühling für die KKW-Nutzung erkennbar ist. Unter den Stichworten von z.B. 'Thoriumreaktor' und 'fluid-bed-reactor' wird heute alternative Kerntechnik erforscht und propagiert, die schon in den frühen Tagen der Entwicklung mit vielversprechenden Ergebnissen bearbeitet wurde und Schwächen der konventionellen Druckwasser- und Graphitreaktoren vermeiden  (fluid-bed) bzw. die künftige Reichweite der verfügbaren Kernbrennstoffe erheblich vergrößern kann (Thorium).

 

im September 2016

 

Dr. Wilfried Jacobi

Den ganzen Reisebericht mit vielen Bildern können Sie als pdf im Anhang herunterladen

 

 


1

      In diesen Bericht sind wesentliche Teile des Berichtes aus 2014 von Prof. Dr. Hans-Günther Appel abschnittweise (wie hier) eingefügt. Sein Bericht wurde 2014 von NAEB Stromverbraucherschutz e.V. veröffentlicht.

2

      Prof. Appel, wie (1)

3

      pripyat.de/chernobyl2.htm

4

      https://de.wikipedia.org/wiki/Woodpecker_(Kurzwellensignal)

5

      Prof. Appel, wie (1)

6

            Aus einer weißrussischen Publikation (Mitteilung Dr. Hinsch) „30 Jahre nach dem Unfall von Tschernobyl: Ergebnisse und Perspektiven der Überwindung der Folgen“, 2016

12 Nov 16:57

Recruiting vom Erstkontakt bis zum Arbeitsbeginn: So geht’s richtig

by Melanie Botzki

Frust bei Bewerbern und Personalern gibt es häufig – jetzt ist Schluss mit dem Einheitsbrei bei der Berufs- oder Personalsuche. Und vor allem mit lieblos kopierten Jobangeboten.

Eine neue Nachricht von einem Recruiter liegt in deinem Postfach. Ein „dynamisches“ Unternehmen mit „Gestaltungsfreiheit“ und „flexiblen Arbeitszeiten“ ist auf dich aufmerksam geworden, heißt es darin. Die E-Mail liest sich wie die zum 73. mal kopierte Nachricht, die bis auf deinen Namen keinen persönlichen und zutreffenden Inhalt hat. Und deshalb darf sie sich auch direkt zu den hundert weiteren Anfragen in deinem Papierkorb gesellen. Gutes Recruiting geht anders.

Denn der Markt ist hart umkämpft. Obwohl sich viele Experten immer wieder Gedanken zum Thema Recruiting machen, bleibt es für viele Unternehmen eine Herausforderung, die richtigen Talente zu finden und zu halten. Dabei mangelt es nicht an Kreativität, denn die geht längst über das Active Sourcing – die direkte Ansprache über soziale Netzwerke – hinaus: Stellenanzeigen in Pizzakartons, unübersehbare Werbung direkt vor den Türen und Fenstern der Konkurrenz, Giveaways auf Veranstaltungen, Ein-Cent-Überweisungen an fremde Unternehmen mit versteckten Hinweisen im Buchungstext. Doch solche Guerilla-Taktiken sind bei weitem nicht alles, worauf es bei einer nachhaltigen wie modernen Personalbeschaffung ankommt.

Recruiting ist nicht nur HR-Sache

Wenn eine Stelle seit gestern besetzt sein sollte und das Recruiting dafür heute erst beginnt, ist es kaum möglich, auf die Schnelle den richtigen Kandidaten zu finden. Kontinuierliches Netzwerken kann sich in diesen Momenten auszahlen. Besonders effektiv ist es, wenn sich hieran nicht nur die HR-Abteilung, sondern die gesamte Firma beteiligt. Recruiting wird somit zur Angelegenheit von allen, denn gute Leute kennen andere gute Leute und eine individuelle wie persönliche Empfehlung bietet einen Vertrauensvorschuss.

Dabei muss es nicht zwingend um die Besetzung einer konkreten Stelle gehen, sondern viel mehr darum, Kontakte zu knüpfen für den Fall, dass für beide Seiten irgendwann der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Das hat eine viel größere Wirkung als die Nachricht des nächsten x-beliebigen Headhunters.

Die eigenen Mitarbeiter werden dabei zum größten Hebel. Bereits das Teilen einer Stellenausschreibung in den sozialen Netzwerken oder das Bild eines Kollegen beim Waffeln backen treiben den Recruiting-Prozess voran. Gleichzeitig können die Mitarbeiter die Zusammensetzung ihres Teams so aktiv mitgestalten. Will niemand an solchen Maßnahmen partizipieren, hat die Personalabteilung mit hoher Wahrscheinlichkeit zuerst eine andere Baustelle zu lösen.

Diese Beispiele zeigen auch: Der Erstkontakt muss nicht immer in der steifen Atmosphäre eines Meetingraumes vor einem Gremium aus drei Interviewpartnern stattfinden, sondern ist auch ganz gelassen bei einem Kaffee in der Firmenküche, beim Mittagessen im Restaurant oder nach Feierabend in einer Bar möglich. Auch Firmen-Parties oder interne Fortbildungen sind eine gute Gelegenheit, sich unverbindlich kennenzulernen.

Tipps für das erste formelle Gespräch

Entwickelt sich ein echtes Interesse auf beiden Seiten, können Recruiter ihren Wunschkandidaten zu einem formelleren Gespräch einladen. Damit ist nicht gemeint, dass der Kandidat an dieser Stelle mit fachlichen Fragen durchlöchert wird und er darauf gefasst sein muss, jeweils drei Stärken und Schwächen aufzählen zu müssen. Vielmehr sollte es ein Gespräch auf Augenhöhe sein, in dem beide Parteien gemeinsam herausfinden, welcher Job der richtige für den Kandidaten ist. Hierbei ist darauf zu achten, die Person entsprechend ihrer wahren Interessen einzusetzen. Denn was ich gern mache, mache ich bekanntlich auch verdammt gut – und habe auch noch Spaß dabei, neue Dinge zu lernen. Um insbesondere in der IT-Branche als Innovationstreiber gelten zu können, ist dies ein extrem wichtiger Faktor.

Die richtigen Softskills sind dabei mindestens genauso wichtig wie die fachlichen Fähigkeiten. Denn vor allem die richtige Einstellung führt am Ende dazu, dass man auch in schwierigen Situationen weiterkommt. Welche Skills hier besonders wichtig sind, muss jedes Unternehmen entsprechend seiner Strategie und Werte selbst definieren.

Wichtig kann beispielsweise sein, nicht nur wiederzugeben, was andere sagen, sondern den Mut aufzubringen, sich eine eigene Meinung zu bilden. Auch wenn das bedeuten kann, ein Problem auf den Tisch zu packen, das sich unter dem Teppich echt gut gemacht hätte. Denn nur, wenn wir immer wieder hinterfragen, ob das, was wir heute machen, morgen noch gut genug sein wird, verlassen wir unsere kuschelige Komfortzone und entwickeln uns weiter.

Taten sagen mehr als Worte

Ist dann klar, welche Position die richtige ist, kann im nächsten Schritt noch eine Art Probetag organisiert werden. Der Bewerber bekommt hier eine kleine Aufgabe, die er lösen muss, und wird dabei vor das ein oder andere Problem gestellt. Beim Mittagessen kann er die Teamkollegen kennenlernen und zum Abschluss wird Feedback ausgetauscht. So prüft nicht nur das Unternehmen, wie fit der Kandidat fachlich ist und wie gut er ins Team passt, sondern auch der Kandidat selbst hat die Gelegenheit, einen echten Arbeitstag mitzuerleben und so zu schauen, ob er sich im Team wohlfühlt.

12 Nov 16:56

Steuerpolitik: Grüne fordern Vermögensteuer für "Superreiche"

by ZEIT ONLINE: Deutschland -
Im Bundestagswahlkampf 2017 wollen die Grünen für die Einführung der Vermögensteuer eintreten. Der parteiinterne Streit um die Steuerpolitik ist damit noch nicht beendet.
12 Nov 16:56

Hacker knacken Googles Smartphone Pixel

Hacker knacken Googles Smartphone Pixel

Zwei Tage lang demonstrierten Hacker in Seoul auf dem "PwnFest" diverse Schwachstellen verbreiteter Software, darunter der Browser Edge und Safari. Auch VMWare Workstations und das Google Pixel wurden geknackt.

12 Nov 15:38

Erfolgreiche Onlineshops: Warum IT-Infrastruktur und Content gleichermaßen von Bedeutung sind

by Daniel Reyhe

Zuerst das eine, dann das andere. Oder doch nicht? Wie man zwei wichtige Komponenten bei der Entwicklung eines Onlineshops verbindet.

Du entwickelst einen Onlineshop und weißt nicht so recht, wo du anfangen sollst? Erst die Technik, dann der Content – oder besser umgekehrt? Drei Tipps, wie du beide Komponenten verbindest.

Bei der Entwicklung eines Onlineshops stehen Betreiber vor einer Art Henne-Ei-Problem: Was sollte zuerst da sein? Die Infrastruktur oder der Content? Meist denken Shop-Betreiber zuerst über die technische Umsetzung ihres Onlineshops nach: Welche Lösungsansätze gibt es? Welche Systeme benötige ich überhaupt? Und wie kann ich diese optimal miteinander verbinden? Der Content folgt dann meist erst im zweiten Schritt. Dabei spielt er eine wichtige Rolle, wenn es um einen erfolgreichen Online-Auftritt geht:

Im E-Commerce ist das zentrale Ziel, eine maximale Konversionsrate zu generieren. Das bedeutet, so viele Besucher des eigenen Onlineshops wie möglich in Kunden umzuwandeln, also zum Kauf der angebotenen Produkte zu bewegen. In einer nahezu gesättigten Online-Einkaufswelt mit starken globalen Playern stellt das eine große Herausforderung für Händler dar. Um aus dem Marktangebot hervorzustechen, gilt es, den Kunden ein einzigartiges und emotionales Einkaufserlebnis zu bieten. Das gelingt zum einen durch guten, relevanten Content und zum anderen durch eine optimale Shop-Infrastruktur bzw. Lösungsarchitektur als Bestandteile einer Content Commerce-Strategie.

Nutzwertiger Content und eine geeignete Lösungsarchitektur sind also beides wichtige Komponenten für einen erfolgreichen Onlineshop. Wie dieser Content aussehen sollte, welche Möglichkeiten Shop-Betreiber bei der technischen Umsetzung haben und wie diese Komponenten zusammenspielen, zeigen die folgenden Tipps und Lösungsansätze:

Was ist eigentlich „guter“ Content?

Content sollte ganz generell für Menschen erstellt werden, nicht für Suchmaschinen. Ein Text muss den Nutzer an genau dem Touchpoint der Customer Journey abholen, an dem dieser sich gerade befindet, ihm Informationen und Orientierung liefern, Fragen beantworten und Tipps geben. Das muss nicht zwangsläufig nur in Textform geschehen. Je nach Thema und Zielgruppe eignen sich auch Bilder, Infografiken, Audio-Aufnahmen oder Video-Clips, um Informationen zu vermitteln. Auch in puncto Suchmaschinenoptimierung wirkt sich konsequent nutzerorientierter Content positiv aus: Suchmaschinen erkennen heute, ob Inhalte semantisch so gestaltet sind, dass sie sich an menschliche Nutzer richten, oder ob sie beispielsweise mit Keywords überladen sind und offensichtlich nur für die Suchmaschinen erstellt wurden.

Content für verschiedene Shop-Kategorien erstellen

Damit ein Onlineshop erfolgreich ist, sollte der Nutzer durch eine gute Struktur an die Hand genommen werden. Ein wesentlicher Faktor hierfür sind klar gekennzeichnete Kategorien und Unterkategorien. Wer in einem Onlineshop für Kleidung nach einem Gürtel sucht, sollte ihn beispielsweise schnell unter der Kategorie „Accessoires“ finden. Auch der Content muss dieser Struktur folgen und entsprechend der verschiedenen Kategorien aufbereitet sein. Der Nutzer möchte sich schließlich durchklicken, um am Ende auch detaillierte Informationen zu dem Produkt zu erhalten, wie zum Beispiel zu Qualität und Material. Nicht nur die Einstiegstexte auf der Homepage sind also relevant, sondern auch die Kategorie-Beschreibungen – als Einstieg zu den einzelnen Produkten – und die Produktbeschreibungen auf den einzelnen Unterseiten. Vor allem diese detaillierteren Texte bieten die Chance, Nutzer gezielt über Suchmaschinen zu gewinnen und zu überzeugen. Außerdem sollen sie dem Nutzer Orientierung und Zusatzinformationen bieten - und ihn so bei der Kaufentscheidung unterstützen. Spezifischer Content hilft dem Shop-Betreiber zudem dabei, eine höhere Konversionsrate zu erzielen: Da er sich durch guten Content als Produkt-Experte präsentiert, gewinnt er das Vertrauen der Nutzer, die daraufhin eher gewillt sind, ein Produkt zu kaufen, als wenn sie keine zusätzlichen Informationen dazu bekommen hätten. Über geeigneten Content ein Produkt und seine Besonderheiten vorzustellen und dessen Vorteile zu erklären, kommt am Ende also sowohl dem Käufer als auch dem Verkäufer zugute.

Nutzwertiger Content, der unterhält und informiert

Zu den Inhalten eines Onlineshops gehören natürlich Produktbeschreibungen. Doch Internetnutzer, die online einkaufen, suchen nicht nur nach Informationen, sondern auch nach Unterhaltung. Zum nutzwertigen Content eines Onlineshops zählen also auch Inhalte, die nicht direkt etwas mit dem Produkt zu tun haben. Das können zum Beispiel Tipps, Trends oder Erfahrungsberichte sein wie „So werden Ihre Urlaubsfotos noch schöner“ oder „5 praktische Tipps, um Energie zu sparen“. Diese „Ratgeber-Inhalte“ stellen den Shop-Betreiber erneut als Experten dar, der nicht nur seine Produkte verkauft, sondern auch seinen Kunden einen Mehrwert bietet. Dieser Content sollte dann nicht nur auf der Website erscheinen, sondern über sämtliche Kanäle (in angepasster Form) ausgespielt werden. Im Idealfall wirken sich diese Ratgeber-Inhalte positiv auf die Kaufentscheidung des Nutzers aus.

12 Nov 15:15

Autobahnen: Koalition streitet um Privatisierung von Autobahnen

by ZEIT ONLINE: Deutschland -
Finanzminister Wolfgang Schäuble will den Betrieb des Autobahnnetzes teilprivatisieren – die SPD ist strikt dagegen. Selbst in Schäubles CDU gibt es Bedenken.
12 Nov 15:02

Dell Stack: Neues Bild des Intel-Smartphones mit Windows 10 Mobile aufgetaucht

by Albert Jelica

delll-intel-dell-stack-intel-windows-10-mobile

Wir haben erst kürzlich über die Entstehung und die Einstellung des Dell Stack berichtet, eines Dell-Smartphones mit Windows 10 Mobile, welches von einem Intel-Prozessor betrieben wird. Dazu hatten wir bereits einen sehr ausführlichen Bericht, wo ihr sämtliche Informationen dazu finden könnt.

Nun hat der bekannte Journalist Evan Blass, auch bekannt dank des Twitter-Kanals evleaks, ein weiteres Bild des Dell Stack veröffentlicht. Das Tablet mit 6,4- bis 7-Zoll Display ist darin in angedocktem Zustand zu sehen, wo nun auch erstmals das Dell-Logo ersichtlich ist. Als Displayinhalt ist der Sperrbildschirm von Windows 10 Mobile abgebildet und das Datum ist der 13. November angegeben, also im Prinzip der morgige Tag. Das Gerät scheint darüber auch geladen zu werden. Das Gerät hat auch Mobilfunkkonnektivität, wie es sich für ein Windows 10 Mobile-Smartphone gehört.

Hierbei handelt es sich lediglich um ein Rendering, welches mit spezieller Software erstellt wurde, also nicht wirklich um eine tatsächliche Abbildung des Geräts. Wir gehen aber davon aus, dass diese Bilder direkt von Dell, Intel oder Microsoft stammen und illustrieren sollen, wie das Konzept funktionieren hätte können.

Dell hatte im Vorjahr in Partnerschaft mit Intel und Microsoft am Dell Stack gearbeitet, welches Windows 10 Mobile und Intel-Prozessoren zu einem unschlagbaren Continuum-Gerät machen sollten. Unterwegs ein Smartphone mit Windows Store-Apps, angedockt ein leistungsfähiges Arbeitsgerät mit Unterstützung für Desktop-Apps auf Basis der x86-Architektur. Der Traum jedes Unternehmens, das auf Mobilität, die Cloud, leichte Verwaltbarkeit der IT-Infrastruktur und die Sicherheit der eigenen Daten schätzt. Intel hat aber die eigenen Pläne, im Smartphone-Geschäft Fuß zu fassen anfang dieses Jahres verworfen und daher ist auch dieses Gerät vermutlich gestorben.


Quelle: evleaks

Der Beitrag Dell Stack: Neues Bild des Intel-Smartphones mit Windows 10 Mobile aufgetaucht erschien zuerst auf WindowsArea.de.

12 Nov 14:43

Next EPA chief does not believe in climate change, aligned with coal industry

12 Nov 13:52

FDP: Brrrrrommmmm!

by ZEIT ONLINE: Mobilitaet - Gero von Randow
Der FDP-Chef will den Verbrennungsmotor vor den Grünen retten und nennt ihn ein Kulturgut. Das ist ziemlich retro – technisch, ökologisch und politisch.
12 Nov 13:33

Eingestellte Nokia-Smartwatch ‚Moonraker‘ zeigt sich im Video

by Albert Jelica

nokia-moonraker

Erneut erreichen uns weitere Infos zu früheren Plänen von Microsoft und Nokia, welche mittlerweile mit großer Sicherheit eingestellt wurden. Das Produkt unter dem Codenamen Moonraker, über das wir bereits zuvor berichtet hatten, sollte eigentlich 2015 auf den Markt kommen.

Das Produkt, welches im Zuge des Mobile World Congress sogar schon potenziellen Großkunden vorgestellt worden sei, war zu dem Zeitpunkt bereits fertiggestellt, hat allerdings die Transition nach der Nokia-Akquise durch Microsoft nicht geschafft. Die Nokia Moonraker wurde Berichten zufolge zugunsten des Microsoft Band eingestellt. Die chinesische Seite Nokibar hat es nun geschafft, ein komplett funktionstüchtiges und praktisch marktreifes Modell dieser Smartwatch aufzutreiben. Das Produkt war wohl bereits verpackt, scheint es doch sogar eine Displayschutzfolie zu besitzen.

Die Nokia Moonraker besitzt an der Unterseite einen Button, über den das Display eingeschaltet werden kann. Das funktioniert auch über Doppeltippen auf den permanent aktivierten Glance Screen. Daher liegt die Vermutung nahe, dass es sich hierbei um ein AMOLED-Panel handelt. Über das Menü in der Uhr könnt ihr euer Smartphone klingeln lassen, einen Schrittzähler aufrufen, die Musik am Smartphone steuern, verpasste Anrufe, Facebook-Benachrichtigungen, Emails und SMS einsehen. Geladen wird das Gerät übrigens über einen an der Unterseite angebrachten magnetischen Stecker. Nicht die feinste Lösung aus heutiger Sicht, aber zum damaligen Zeitpunkt definitiv nicht die Schlechteste.

Berichte vom Friedhof

nokia-moonraker-1

Microsoft dürfte an diesem Produkt nicht mehr weiter arbeiten, denn die Hardware des Geräts kann nicht mehr aktuell sein und zudem war es praktisch bereits fertiggestellt. Außerdem scheint Nokia hier ein proprietäres Betriebssystem genutzt zu haben, da Microsoft damals schlichtweg kein Smartwatch-System hatte und das passt einfach nicht in die neue Strategie.

Diese Berichte sind für die Zukunft von Microsoft oder Nokia kaum noch relevant, darüber muss man ehrlich sein. Als Fan, der das Konzept und die Entwicklung damals verfolgt hat, weiß man nun allerdings mehr darüber als je zuvor und ist nun auch nicht mehr im Unklaren darüber, was damit passiert ist.

Die ehemaligen Nokia-Mitarbeiter bei Microsoft wurden praktisch allesamt entlassen, also gibt es auch nicht wirklich jemanden, der basierend auf seine Erfahrungen mit diesem Produkt konstruktiv zur Entwicklung einer Microsoft-Smartwatch beitragen könnte. Microsoft sieht aber die Zukunft des ultramobilen Computings, das noch kleiner als Notebooks oder Tablets ist, derzeit nicht im Smartphone, sondern bei Smartwatches, wenn man der Vision des Unternehmens vertraut. Daher darf davon ausgegangen werden, dass die Redmonder in diesem Bereich nicht ruhen werden.


via mspu / Quelle: Nokibar

Der Beitrag Eingestellte Nokia-Smartwatch ‚Moonraker‘ zeigt sich im Video erschien zuerst auf WindowsArea.de.

12 Nov 13:13

Social Selling: Das sind die häufigsten Missverständnisse

by OnlineMarketing.de

Welches Potential steckt eigentlich hinter Social Selling – und was zur Hölle verbirgt sich genau hinter diesem Begriff?

Social Selling ist in aller Munde. Alle reden darüber, aber weiß auch jeder Bescheid? Wenn ein Buzzword auftaucht, dann passiert etwas Seltsames. Je mehr darüber reden, desto unklarer wird das Thema. Dieser Beitrag dient dazu, Missverständnisse aufzuklären und zu definieren, was Social Selling ist und was nicht. Wir stützen uns dabei auf die Expertise von Maz Nadjm von Econsultancy.

Fangen wir mal mit einer Minimal-Definition an: Social Selling ist eine Absatzstrategie, die über soziale Kanäle läuft. Auf dieser Basis können wir gleich mit zwei grundlegenden Missverständnissen aufräumen.

Missverständnis: Der Verkäufer als soziale Litfaßsäule

Social Selling heißt nicht, dass du deinen Außendienst oder deine Verkäufer dazu bewegst, Profile über Profile in allen möglichen sozialen Kanälen anzulegen, um darüber die Communities mit Hardselling-Botschaften zu bombardieren.

Negativ-Beispiele gibt es hier in der Praxis zur Genüge.

Beispiel: Die XING-Massenstrategie

Rezeptur: Geh auf XING, verbinde dich mit Hinz und Kunz, lass all deine Sales-Pitches vom Stapel in der Hoffnung, dass von 10.000 Kontakten 300 auf dein Angebot hereinfallen.

Das ist Hardselling pur. Damit verärgerst du nicht nur eine ganze Menge Leute. Schlimmer ist, dass du das Potenzial der sozialen Medien nicht nutzt. Denn Social Selling – richtig angewandt – respektiert grundlegende Bedürfnisse des Menschen.

Missverständnis: Social Selling ist eine völlig neue Technik

Social Selling berücksichtigt das Urbedürfnis der Menschen nach sozialem Austausch. Soziale Interaktion für Verkaufsstrategien auszunützen, ist nichts Neues. Betrachten wir ein paar Beispiele.

Beispiele für nicht-technisches Social Selling

Wenn eine Vertriebsorganisation eine Kunden-Veranstaltung organisiert oder ein Einzelhändler eine Kunden-Gala veranstaltet, dann bedient er sich Techniken des Social Selling.

Wenn du willst, kannst du Kaffeefahrten, Szenelokale oder Diskotheken als Geschäftsmodelle interpretieren, die auf Social Selling beruhen. Oder nimm Tupper-Parties als Beispiel.

Tupperware ist ein schönes Beispiel, wie das klassische Offline-Social-Selling in den Webraum übertragen wird. Auf Facebook findest du viele Gruppen, die Tupperware-Manager für Tupperware-Fans und -Kunden eingerichtet haben. Und hier gibt es nicht nur Sales-Pitches, sondern viele nützliche Informationen rund um Tupperware-Produkte. Ähnlich funktioniert das bei der deutschen Vermögensberatung.

Betrachten wir nun, was Social Selling ist.

Wie kannst du Social Selling prägnant definieren?

Lass uns versuchen, dem Social Selling eine griffige Beschreibung zu geben.

Social Selling ist ein Verkaufsprozess

  • der sich an Kunden-Bedürfnissen orientiert und dabei…
  • eine Beziehung zum Kunden aufbaut und…
  • bei dem die wechselseitigen Beziehungen innerhalb einer Community Teil des Verkaufens sind.

Wo liegen die Potenziale im Social Selling? Betrachten wir dazu einen Sales Funnel.

Warum ist Social Selling ein Sales-Booster?

Wer Social Selling im Web richtig betreibt, entlastet die Verkaufsmannschaft und hat die Chance, mehr Umsatz zu machen, als auf klassischem Weg ohne das Web.

Nehmen wir ein Framework für eine Customer Journey und überlegen uns, auf welcher Stufe Social Selling eingreift.

Hier die Stufen der Customer Journey:

  • Awareness: Dein Kunde hat ein latentes Bedürfnis und wird auf dein Produkt aufmerksam.
  • Interest/Consideration: Er empfindet sein Bedürfnis als dringend und beginnt sich für dein Produkt und für Konkurrenzprodukte zu interessieren.
  • Intent/Evaluation: Er entscheidet sich, sein Bedürfnis zu befriedigen und vergleicht dein Produkt mit denen der Konkurrenz.
  • Purchase: Er trifft ein Kaufentscheidung.

Vergleichen wir jetzt den klassischen Verkauf mit Social Selling.

social-selling-the_marketing_and_sales_funnel_2-530x529
(Screenshot: Econsultancy)

Beim klassischen Verkauf reicht die Marketing-Kommunikation nur bis zur Consideration-Phase. Den Rest übernimmt der Verkäufer beziehungsweise der Vertreter im direkten Kontakt mit dem Kunden.

Social Selling dagegen greift tiefer. Es unterstützt die Entscheidungsfindung des Kunden bis kurz vor der Kaufentscheidung. Das entlastet die Verkaufsmannschaft, die sich jetzt auf den erfolgreichen Verkaufsabschluss konzentriert.

Wenn du als Verkaufsmanager Social Selling einführst, erfreust du angesichts der Umsatzpotenziale deine Geschäftsleitung – aber nicht nur die.

Warum Social Selling den Marketing-Controller freut

Dein Marketing-Controller wird erfreut sein zu hören, dass Social Selling mit kleinem Budget funktionieren kann.

Voraussetzung ist, dass du für dein Programm klare Ziele definierst und diese mit eindeutigen KPIs operationalisierst. Dann ist Social Selling eine Strategie, die du auf jeder Stufe des Verkaufsprozesses bewerten kannst.

Zusammenfassung

Social Selling ist Beziehungsverkauf. Deine Marketing-Kommunikation nimmt frühzeitig Kontakt mit deinen potenziellen Kunden auf, setzt auf echte Kommunikation mit dem einzelnen Kunden und nutzt die Gruppendynamik im Web. Sie greift tief in den Entscheidungsprozess ein und skaliert die Entscheidungsphasen bis kurz vor der Kaufentscheidung. Die Absatz-Chancen steigen, weil du Aktivitäten an deine sozialen Kanäle delegierst, die vorher deine Verkäufer übernehmen mussten.

Social Selling ist kein Sales-Pitch-Spam in Webräumen, sondern transferiert die klassischen Kundenveranstaltungen in deine sozialen Kanäle.

Was für Erfahrungen konntet ihr schon mit Social Selling machen? Schreibt es uns in die Kommentare!

12 Nov 13:08

Bericht des BSI: Bedrohungslage bei IT-Sicherheit wächst weiter

Angreifer werden immer professioneller, während die Abwehrmaßnahmen weiter an Wirksamkeit verlieren: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeichnet in seinem Jahresbericht 2016 ein düsteres Bild der Bedrohungslage für private Nutzer, Unternehmen und den Staat. (BSI, Spam)
12 Nov 13:07

Themes schneller finden: Schluss mit der langen Suche

by Jonathan Schneider

Themes suchen kann zu einer Qual werden. Wir zeigen euch einen Trick, wie ihr den ganzen Prozess vereinfachen könnt und schneller euer Wunsch-Theme findet.

Nicht jedes Projekt verfügt über ein riesiges Budget und trotzdem muss eine Lösung gefunden werden, die Webseite halbwegs hübsch umzusetzen. Natürlich kann es sich auch um ein privates Projekt handeln, welches schnell umgesetzt werden muss und auch keine externen Kosten verursachen darf. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wieso ein Theme jetzt genau Sinn macht. Dabei sollte man sich aber direkt kompromissbereit aufstellen, da es niemals ein fertiges Theme geben wird, was alle Wünsche und Anforderung perfekt abdecken wird.

Marktplätze für Themes sind riesig und unübersichtlich

Meist beginnt die Suche auf einem Theme-Marktplatz, der mit den unterschiedlichsten Filtern ausgestattet ist, um uns schnell zum Ziel zu führen. Leider sind die Filter und Einstellungen oftmals nicht ausreichend oder wir finden nach der 100. Seite immer noch nicht das richtige Theme. Folgend müssen wir einen weiteren Theme-Marktplatz besuchen und wieder alle Einstellungen übernehmen. Wir wuseln uns durch die neue UI und können nur hoffen, dass das richtige Theme dabei ist. Viele Theme-Marktplätze zeigen auch keine Screenshots, sondern nur geschönte Bilder, die die Nutzer locken sollen. Eine schnelle Übersicht ist somit leider nicht möglich und es vergeht meist sehr viel Zeit.

Themes noch schneller finden. (Screenshot: bestofthemes)
Themes noch schneller finden. (Screenshot: bestofthemes)

Die Webseite bestofthemes will das nun ändern. Schluss mit Werbebildern, unübersichtliche Seiten, schlechten Filtern und einer Menge benötigter Zeit. Natürlich kann bestofthemes keine Garantie bieten, dass wir auch ein Theme finden, aber es sorgt für eine saubere, umfangreiche Auflistung von qualitativ hochwertigen Themes aus unterschiedlichen Quellen und Marktplätzen. Der große Vorteil: Die Themes werden direkt mit Screenshots dargestellt, ohne einen weiteren Klick verschwenden zu müssen. Besonders in der Routine wird man das Konzept und die Idee schnell nicht mehr missen wollen.

Grundsätzlich können wir mit Stichworten suchen, aber natürlich auch mit Filtern die Suche nochmals eingrenzen. Es kann zwischen Typ, Plattform, Tags oder benötigter Abhängigkeit nochmals unterschieden werden. Dabei werden aber nicht nur WordPress- oder HTML-Themes angeboten, sondern auch Drupal, Magento, Mail-Themes und noch viele mehr. Haben wir die Instant-Suche ausgeführt, erhalten wir eine saubere Übersicht aller Themes und sehen auch direkt die zugehörigen Screenshots. Mit einem weiteren Klick kommen wir zur Demo oder können das Theme über den jeweiligen Marktplatz direkt kaufen.

Zusätzlich zu der normalen Übersicht gibt es noch die Collections, die für bestimmte Bereiche ausgewählte Themes beinhalten – zum Beispiel für Rechtsanwälte. Wer öfters nach Themes suchen muss, möchte die Plattform bestofthemes nicht mehr so schnell missen wollen. Wir wünschen viel Erfolg bei der nächsten Suche!

Auf welchen Theme-Marktplätzen kauft ihr oft ein?

12 Nov 13:07

Privates Handy am Arbeitsplatz: Was erlaubt ist und was nicht

Bezüglich privater Handynutzung während der Arbeitszeit sollten Beschäftigte zuvor Rücksprache mit Ihrem Chef halten. (Symbolfoto)Wer während der Arbeitszeit zum Handy greift, sollte sich zuvor über die geltenden Vorschriften informieren.