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08 Aug 08:16

Außer Kontrolle

by Udo Vetter

Beim Wühlen im Aktenschrank bin ich vorhin auf einen Vorgang gestoßen, der mir vom Namen des Mandanten her rein gar nichts sagte. Ein Indiz, dass in der Sache was nicht stimmt – normalerweise erinnere ich mich nämlich ganz gut an einzelne Mandate.

Nachdem ich in die Akte geschaut habe, bin ich schlauer. Es geht um ein Verkehrsdelikt, das sich angeblich Mitte 2013 ereignet haben soll. Nach einem knappen Jahr erging ein Strafbefehl gegen meinen Mandanten. Gegen diesen Strafbefehl legte ich Einspruch ein, das war im Juli 2014. Seitdem, also nun fast schon vier Jahre, ist nichts mehr passiert. Gar nichts.

Mit bloßer Überlastung des Gerichts dürfte das kaum zu erklären sein. Mein Tipp: Die Akte ist verschollen. „Außer Kontrolle geraten“, wie es auf Justizsprech heißt. Ich werde meine Akte erst mal wieder in den Schrank hängen. Bald wird ja auch das Thema Verjährung interessant. Ich als Verteidiger bin der Letzte, der das Gericht jetzt anstoßen müsste. Das wäre sogar eine Verletzung meiner Berufspflicht, denn es würde dem Mandanten schaden.

Wie auch immer es weiter geht, eins ist jetzt schon klar. Das Fahrverbot von einem Monat wird man meinem Mandanten nach so langer Zeit nicht mehr aufs Auge drücken können. Das Fahrverbot soll eine Warn- und Denkzettelfunktion haben, wie es so schön heißt. Von der kann nach so langer Zeit nun wirklich nicht mehr die Rede sein.

Ansonsten bin ich mit dem Mandanten im Reinen. Die Rechnung hat nämlich schon gezahlt.

26 Jun 06:45

Die Robustheit eines Stromnetzes

by Admin

Präsident Trump hat versucht dem mit verschiedenen Erlassen entgegen zu wirken. Inzwischen gibt es in verschiedenen Bundesstaaten ebenfalls konkrete Maßnahmen, insbesondere um die Schließung von Kernkraftwerken zu verhindern. Es hat der bekannte planwirtschaftliche Teufelskreis eingesetzt: Die Verzerrung des Marktes durch Subventionen wird mit weiteren Subventionen an anderer Stelle bekämpft. Das Ergebnis sind allgemein steigende Kosten, die zu überhöhten Preisen und letztendlich zum Schaden der Gesellschaft wirken.

Das neue Modewort „Resilience

Der Begriff „Resilience“ kommt eigentlich aus den Gesellschaftswissenschaften. Man versteht darunter die Fähigkeit eines technischen Systems oder einer Gesellschaft Veränderungen oder zerstörerischen Ereignissen zu widerstehen, indem es die negativen Einflüsse dämpft (absorptive capability), sich selbst verändert und anpasst (adaptive capability) oder letztendlich durch eine Wiederherstellung (restorative capability). Es wird deshalb hier das Wort „Robustheit“ als Übertragung ins Deutsche verwendet.

Um dem ganzen einen wissenschaftlichen Anstrich zu verleihen, wird gern ein Bild gezeichnet, welches als „System Resilience Curve (SRC)“ bezeichnet wird. Darunter versteht man die bauchige Kurve der „Performance“ über der Zeit. Dem gewöhnlichen Ingenieur sei dringend empfohlen, sich mit diesem neuen Wieselwort vertraut zu machen, da es nur eine Frage der Zeit sein kann, bis es zum Standardrepertoire eines jeden Dampfplauderers gehört. Es werden üblicherweise vier Phasen definiert:

  1. Zum Zeitpunkt t1 tritt eine Störung auf. Bis zum Zeitpunkt t2 kämpft das System mit dieser Störung. Man bezeichnet diese Phase noch als Normalbetrieb, solange die Auswirkungen auf die „Performance“ noch im Rahmen der Toleranzen bleiben.
  2. Zum Zeitpunkt t2 beginnt der teilweise Zusammenbruch des Systems. Gegenmaßnahmen zur Stabilisierung werden ergriffen und die „Performance“ erreicht zum Zeitpunkt t3 ihren Tiefpunkt.
  3. Ab dem Zeitpunkt t4 beginnt die Wiederherstellung des Systems im Notbetrieb, die zum Zeitpunkt t5 abgeschlossen ist. Die „Performance“ erreicht aber nicht wieder den Wert im Normalbetrieb.
  4. Ab dem Zeitpunkt t4 beginnt die Reparaturphase bis zum Zeitpunkt t5 an dem ein neuer Normalbetrieb erreicht wird.

So theoretisch, so schön und gut. Nur, dem Techniker dürstet es immer nach konkreten Zahlenwerten und genauen Definitionen. Mit Geschwurbel kann man zwar in den Gesellschaftswissenschaften hervorragend Geld und Anerkennung verdienen, aber in der realen Welt bringt man damit keine Maschine zum Laufen — geschweige ein so komplexes System wie ein Stromnetz. Zumal Experimente nur sehr eingeschränkt möglich sind: Es wären Operationen am „offenen Herzen einer Gesellschaft“.

Was bitte, ist die .„Performance“ eines Stromnetzes?

In einer Marktwirtschaft sollte man immer zuerst nach den Anforderungen der Kunden fragen. Der Kunde — das sind wir alle selbst — will zu jedem Zeitpunkt, an jeder Steckdose, seine georderte Leistung haben. Er will selbst und frei entscheiden, wann er das Licht oder seinen Computer einschaltet oder was sonst er mit elektrischer Energie alles machen will. Für uns seit Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit. Vielleicht zu selbstverständlich, als das wir die heraufziehenden Gefahren „Der-schönen-neuen-Welt“ des Öko-Sozialismus noch wahrnehmen.

Wir sollen uns an einen Systemwechsel gewöhnen: Zukünftig geht es nicht mehr um die Interessen der Kunden, sondern ausschließlich um die Interessen der Lieferanten. Aus dem Kunden wird ein lästiger „Strom-Bittsteller“, dessen einzige Aufgabe noch darin besteht, mit seiner ständig steigenden Stromrechnung diejenigen zu mästen, die besonders gut und gerne von diesem Land leben — die Sonnen- und Windbarone.

In der guten alten Zeit, in der noch die Energieversorgung im Vordergrund stand, war die Aufgabenstellung einfach und klar definiert: Priorität hatte stets die Stabilität des Netzes. Auch die Verantwortung war über die Gebietsmonopole eindeutig geregelt. Jeder Versorger hatte von der Erzeugung (Kraftwerke) über den Transport (Netz) bis zur Abrechnung (Zähler usw.) alles bereitzustellen. Robustheit war so selbstverständlich, daß niemand darüber reden mußte. Die Bewertung der Performance war einfach: Wie oft und für wie lange ist die Stromversorgung in einem Gebiet ausgefallen?

Alles eine Frage der Verantwortlichkeit

Ein klassisches Energieversorgungs-Unternehmen mußte selbst entscheiden, in welchen Kraftwerkspark (Kohle-, Kernkraft-, Gaskraftwerke etc.) in welcher Zusammensetzung (Optimierung der Erzeugungskosten) es investierte. Welche Kraftwerke es in Betrieb hatte, welche in Reserve, wann Wartungsarbeiten, wann Modernisierungen etc. durchgeführt wurden. In der Praxis oft schwierig zu beantwortende Fragen, aber durch entsprechend große Stäbe an Ingenieuren handhabbar. Ein über alle Kulturkreise und sogar Gesellschaftssysteme erfolgreiches Modell.

Eine alte Volksweisheit besagt: Wenn es dem Esel zu wohl geht, geht er aufs Eis tanzen. Die „Große Transformation“ zurück ins Mittelalter ward erschaffen: Plötzlich wurde die Technik zwangsweise durch die vom Menschen nicht bestimmbare Kraft des Wetters ersetzt. Absurderweise auch noch mit der Begründung, genau diese Naturgewalt dadurch beeinflussen zu können und zu müssen („Klimakatastrophe“). Da kein Energieversorgungsunternehmen so blöd war, sich weiterhin für ein robustes Stromnetz verantwortlich machen zu lassen, aber die Stellhebel ausschließlich dem „Wettergott“ zu überlassen (100% Wind und Sonne), mußte die „Strommarktliberalisierung“ erschaffen werden. Eine herrliche Wortschöpfung um den verbrannten Begriff „Planwirtschaft“ zu vermeiden. Die Vorgehensweise ist und bleibt immer gleich: Zerschlage erstmal das funktionierende System und bilde möglichst viele Einheiten (Energieerzeugung, Netzgesellschaft etc.) mit möglichst gegensätzlichen und unterschiedlichen Interessen — auch als Teile und Herrsche bekannt. Damit die Sache beschleunigt wird, sorge für möglichst viele „Schlangenölverkäufer“ (EE-Gesetz) und Agitprop-Einheiten (Greenpeace, Klimainstitute usw.). [Einschub: Warum fällt mir an dieser Stelle bloß eine Paraderolle mit Mario Adorf ein: Ich sch… dich zu mit Geld.] In diesem Punkt unterscheidet sich der „Öko-Sozialismus“ von seinen eher armen Vorgängern. Man hat in diesem (noch) erfolgreichen System einfach mehr Geld anderer Leute — auch Steuern und Abgaben genannt — zur Verfügung.

Wofür dient die SRC wirklich?

Bisher hat man einfach den Bedarf gedeckt. Störungen für das Stromnetz haben sich aus technischen Fehlern (Kraftwerk, Trafo etc.), aus höherer Gewalt (Bagger) und zum geringeren Maße durch das Wetter (Sturm, Vereisung, Blitzschlag etc.) ergeben. Alles sehr gut beherrschbar, weil man stets selbst die Hoheit über die Produktion und Verteilung besessen hat. Man hat sich fast immer und ausschließlich in der ersten Phase des Normalbetriebes bewegt. Die Öffentlichkeit hat meist nichts von etwaigen Schwierigkeiten mitbekommen. Stromausfällen gab es — wenn überhaupt — nur lokal und kurzfristig.

Nun hat man — nicht aus Not, sondern nur aus ideologischen Gründen — die Erzeugung in die Hand des „Wettergottes“ übergeben. Dort geht aber die Bandbreite der Stromproduktion von nahezu Null (Dunkelflaute) bis zur maximalen installierten Leistung, die manchmal höher als der Gesamtbedarf sein kann. Mit zunehmendem Ausbau in Europa werden die notwendigen Abschaltungen immer weiter zunehmen. Wirtschaftlich eine sich selbst verstärkende Katastrophe. Mit jeder notwendigen Zwangsabschaltung wird die — ohnehin geringe — Arbeitsausnutzung (Strommenge, die die entsprechenden Anlagen pro Jahr produzieren) geringer und die Kosten der erzeugten Kilowattstunden steigen dadurch entsprechend an. Noch einmal in einem kurzen Merksatz zusammengefaßt: Je mehr Windmühlen und Sonnenkollektoren in Betrieb gehen, um so teurer werden die damit erzeugten Kilowattstunden! Ganz im Gegensatz zur geltenden Propaganda, die von immer weiter sinkenden Preisen faselt. Jeder Investor, der sich heute noch mit dem Gedanken trägt in Wind und Sonne zu gehen, sollte diesen Zusammenhang beherzigen. Ist der Redeschwall und die Zahlenakrobatik der Schlangenölverkäufer auch noch so verführerisch.

In diesem Zusammenhang ist die Einbeziehung des Wirtschaftsraumes Europa nicht zu vernachlässigen. Je weiter auch dort der Ausbau von „regenerativen Energien“ fortschreitet, um so mehr werden die Entsorgungsgebühren (negative Strompreise an den Börsen) ansteigen. Die von den Stromkunden in Deutschland bezahlten Entsorgungsgebühren machen die Preise für den Windstrom in unseren Nachbarländern immer weiter kaputt und erhöhen damit die dort fälligen Subventionen. Auch das, eine weitere Todesspirale für die „regenerativen Energien“. Die alte Propagandalüge „irgendwo-weht immer-der Wind“ ist längst als solche enttarnt. Was Meteorologen schon immer wußten, daß Großwetterlagen nicht an den nationalen Grenzen halt machen, ist heute bereits in den Übertragungsnetzen meßbar: Die Produktion von Windenergie in den zentraleuropäischen Staaten verläuft bemerkenswert synchron.

Wenn also der Wettergott die Produktion übernimmt, muß man von tagelangen und großräumigen Flauten ausgehen. Speicher in dieser Größe gibt es nicht. Wenn man zudem in der kurzen Zeit, in der der Wind genug weht und die Sonne scheint (Arbeitsausnutzung <15% in der Summe beider), nicht nur die aktuelle Nachfrage abdecken muß, sondern auch noch die zu speichernde Energie einschließlich der Verluste (mindestens 50%) produzieren muß, benötigt man gigantische installierte Leistungen. Dabei muß man auch noch beachten, daß die Vollbenutzungsstunden der Wandlungsanlagen (Batterien, Power to Gas oder was auch immer) und Übertragungsnetze ebenfalls sehr gering ausfallen müssen (Produktion minus Nachfrage), was bei den ohnehin sehr hohen Investitionskosten für Speicher- und Übertragungssysteme zu gigantischen spezifischen Kapitalkosten (€/kWh) führt.

Die Antwort liegt in Phase 2 der SRC

Jeder Fachmann weiß, daß bei immer weniger konventionellen Kraftwerken am Netz, zukünftig der Punkt 2 der SRC-Kurve immer häufiger zu dem Ergebnis führt, daß Störungen eben nicht mehr ausgeregelt werden können. Störungen sind zukünftig nicht mehr nur technische Fehler im System, sondern vielmehr auch noch die Launen des Wettergottes. Wenn erst einmal kein „Kohlestrom mehr die Netze verstopft“ und die Kernkraftwerke abgeschaltet sind, bleibt nur noch der Abwurf von Verbrauchern. Dieser muß in Sekundenschnelle erfolgen, sonst bricht — gemäß den Kirchhoffschen Regeln — das gesamte Netz großflächig (Europaweit?) zusammen.

Unsere Fachpersonen an den Schaltstellen der großen Transformation haben natürlich auch darauf eine Antwort: Man schwadroniert vom „Smart Grid“ und von „Smart Metering“. Dahinter verbirgt sich nichts anderes, als der elektronische Bezugsschein der Mangelwirtschaft. Auch die fanatischsten „Transformatoren“ sehen durchaus das Problem von großflächigen Stromabschaltungen. Deshalb wollen sie gemäß Dringlichkeit abstellen. Wer im Dunkeln sitzen muß, entscheidet wohl der örtliche Parteisekretär oder schlicht der Geldbeutel. Der dumme Michel wird schon zahlen, wenn er unbedingt die Sportschau sehen will oder sein Gefriergut retten muß. In Afrika überleben die Menschen schließlich auch irgendwie.

Wenn nun der Wind wieder richtig weht und der Tag nach einer langen Winternacht anbricht, kann man langsam in die Phase 3 übergehen. Es ist nämlich gar nicht so einfach ein Netz wieder zu stabilisieren. Man kann dann schrittweise die Notstromaggregate in den Krankenhäusern, Unternehmen usw. abstellen und die Verbraucher wieder aufs Netz schalten. Wie die „Performance“ aussieht, wird sich zeigen. Als letztes kommt dann mit Phase 4 die Beseitigung der entstandenen Schäden im Netz.

Ausblick

Der nächste Artikel wird sich mit den Konsequenzen für die Kernkraftwerke in dieser neuen Welt befassen. Mit Sicherheit wird es noch eine jahrelange Übergangszeit geben, bis man mit dem Spuk der „Regenerativen Energien“ wieder Schluß macht. Es gilt diese Zeit möglichst elegant aus zu sitzen.

Übernommen von NUKEKLAUS hier
26 Jun 06:43

Wie die Polizei in ihren Formularen blufft

by Udo Vetter

Aus einer Vorladung für eine Vernehmung bei der Polizei:

In der Ermittlungssache Besitz von Marihuana am … in Düsseldorf ist Ihre Vernehmung / Anhörung als Beschuldigter erforderlich.

Dieser Vorladung für Sie liegt ein Auftrag der Staatsanwaltschaft zugrunde.

Ich will nicht verhehlen: Der Satz mit der Staatsanwaltschaft hat bei meinem Mandanten seinen Eindruck nicht verfehlt. Genau das sollte er wohl auch bezwecken. Auftrag der Staatsanwaltschaft. Das klingt ja gleich ganz anders, als wenn nur der Herr Kommissar ein paar Fragen hat.

Allerdings ist das Ganze doch leicht irreführend. Denn die Sache mit dem „Auftrag der Staatsanwaltschaft“ ist nur an ganz anderer Stelle relevant. Zwar auch bei Vernehmungen, aber der von Zeugen. Hier gibt es seit kurzem eine Pflicht von Zeugen, auch bei der Polizei zu erscheinen. Aber eben nur, „wenn der Ladung ein Auftrag der Staatsanwaltschaft zugrunde liegt“ (§ 163 Abs. 3 StPO). Zu dieser Gesetzesänderung habe ich schon mal Näheres in meiner ARAG-Kolumne geschrieben, auch über die zahlreichen Fragen, die in der Praxis noch nicht einmal ansatzweise geklärt sind.

Bei der Vernehmung eines Beschuldigten hat sich dagegen folgendes geändert: gar nichts. Beschuldigte haben nach wie vor keinerlei Pflicht, auf Vorladungen der Polizei zu reagieren. Vielmehr ist es nach wie vor nur so, dass Beschuldigte verpflichtet sind, auf Ladung zu erscheinen – aber eben nur „vor der Staatsanwaltschaft“ (§ 163a Abs. 3 StPO). Der Staatsanwalt kann sein Recht, den Beschuldigten antanzen zu lassen, nicht auf die Polizei übertragen. Wobei die Erscheinenspflicht für einen Beschuldigten übrigens nicht bedeutet, dass er was beim Staatsanwalt sagen muss. Der Beschuldigte hat nach wie vor ein umfassendes Schweigerecht.

Ein wenig witzig ist es also schon, wenn der tolle Satz mit dem Auftrag der Staatsanwaltschaft jetzt in Vorladungen für Beschuldigte schwappt. Und auch ein wenig abgeschmackt, wenn man sieht, dass sich manche Polizeibeamte halt für keinen billigen Trick zu schade sind.

26 Jun 06:43

Monitoring the Fermentation of Sourdough Starter with Computer Vision

26 Jun 06:43

Homemade GPS Receiver (2011)

26 Jun 06:43

Sanmen 1: Erster AP1000-Reaktor geht in Betrieb

by Dominic Wipplinger

Am 21. Juni 2018 wurde der erste AP1000, ein Kernreaktor der Generation III+ von Westinghouse Electric, im chinesischen Kernkraftwerk Sanmen erstmals kritisch, zwei Wochen nach der Erstkritikalität des ersten EPR des französischen Konkurrenten Framatome. Der Reaktor ist mit Erreichen der ersten selbsterhaltenden nuklearen Kettenreaktion nach dem WWER-1200/392M im Kernkraftwerk Nowoworonesch II, dem WWER-1200/491 im Kernkraftwerk Leningrad II und dem EPR im Kernkraftwerk Taishan der dritte Reaktortyp der neuen Generation III+, der den Betrieb aufnimmt. Westinghouse unterstrich diesen Meilenstein am selben Tag mit dem Beginn der ersten Kernbrennstoffbeladung in einem weiteren AP1000-Reaktor, nämlich Block 1 des Kernkraftwerks Haiyang, ebenfalls in China.

Lange Bauzeit trotz modularer Bauweise

Die Erstkritikalität des 1.251 MW starken Reaktorblocks beendet eine mehr als 9 Jahre lange Bauzeit, die von zahlreichen Verzögerungen geprägt war. Eigentlich sollte der AP1000 durch seine modulare Bauweise ähnlich einem Fertighaus eine sehr kurze Bauzeit ermöglichen. Wie das geht, zeigten die ABWR-Blöcke (Advanced Boiling Water Reactor, weiterentwickelter Siedewasserreaktor) im japanischen Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa: Durch ihre modulare Bauweise konnten sie nach einer Bauzeit von unter 4 Jahren den Betrieb aufnehmen. Auch für Sanmen war ursprünglich eine Bauzeit von gut 4 Jahren vorgesehen. Ähnlich wie beim EPR machte sich allerdings auch hier die bei Westinghouse verlorengegangene Erfahrung im Bau von Kernkraftwerken bemerkbar. In Kombination mit einem völlig neuen Reaktordesign dauerte der Bau doppelt so lange wie geplant. Es bleibt zu hoffen, dass Folgeprojekte schneller und günstiger realisiert werden können.

Passives Sicherheitssystem kühlt ohne Strom

Westinghouse setzt beim AP1000 auf ein innovatives, passives Sicherheitskonzept, welches selbst die schwersten anzunehmenden Störfälle ohne Notstromversorgung beherrscht. Das neue Design macht zudem zahlreiche sicherheitsrelevante Komponenten überflüssig. Das sparte die Kosten ein, die mit der Lizenzierung dieser Komponenten verbunden gewesen wären – und natürlich die Kosten dieser Komponenten selbst.

Das Containment des AP1000 verfügt über ein passives Notkühlsystem, das ohne Strom funktioniert. Ein Kernreaktor produziert auch nach Abschalten der nuklearen Kettenreaktion durch den Zerfall radioaktiver Spaltprodukte weiterhin Wärme, die sogenannte Nachzerfallswärme. Sie muss kontinuierlich abgeführt werden. In »normalen« Kernkraftwerken erledigen das aktive Sicherheitssysteme. Die sind allerdings auf eine funktionierende Stromversorgung angewiesen. Im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi waren sämtliche unabhängige Stromversorgungssysteme durch Erdbeben und Tsunami ausgefallen. Dadurch ließen sich die Reaktorkerne nicht mehr kühlen, und es kam zu drei Kernschmelzen.

Mit dem AP1000 wäre es dank seines passiven Notkühlsystems nicht soweit gekommen, denn dieser Reaktor kann die Nachzerfallswärme über die Wände an die Atmosphäre abgeben. Das funktioniert so: Zwischen dem Reaktorgebäude (Schildgebäude), welches das Containment vor äußeren Einwirkungen schützt, und dem Containment selbst befindet sich der sogenannte Ringspalt. Durch diesen kann kalte Luft von draußen an der Stahlwandung des Containments nach oben entlangströmen und dort weiter ins Freie gelangen. Dieser Luftstrom kühlt das Containment bei Störfällen passiv.

Wassertank reicht für drei Tage

Unterstützt wird das bei Bedarf durch Besprühen des Containments mit Wasser. Zu diesem Zweck befindet sich auf dem Dach des Schildgebäudes ein großer Wassertank (Passive Containment Cooling Ancillary Water Storage Tank). Auch dieser Vorgang funktioniert ohne Strom, da das Wasser einfach durch die Schwerkraft auf das Containment fließen kann. Es dauert drei Tage, bis dieser Tank leer ist. Innerhalb dieses Zeitraums ist zur Beherrschung diverser Störfälle keine (Not-)stromversorgung erforderlich, und es bleibt viel Zeit, die Stromversorgung wiederherzustellen.

Passive Kühlung des AP1000

Abb. 1: Passive Kühlung des AP1000. Quelle: Nucleopedia

Im Normalbetrieb erfolgt die Kühlung des Reaktors über den Primärkreis. Er leitet das im Reaktorkern erhitzte Kühlmittel Wasser zu den Dampferzeugern, wo es Wärme abgibt, und wieder zurück zum Reaktorkern. Bei einem Störfall mit Stromausfall, aber intaktem Primärkreis, gibt Letzterer die Nachzerfallswärme innerhalb des Containments über einen Wärmetauscher an das Flutbecken ab. Das dort verdampfende Wasser kondensiert an den kühlen Wänden des Containments und fließt wieder zurück in das Flutbecken. So wird eine passive Kühlung sichergestellt.

Bei einem Kühlmittelverluststörfall, spricht: im Primärkreis tritt ein Leck auf, gleichen zunächst passive Druckspeicher den Wasserverlust im Primärkreis aus. Sinkt der Druck im Primärkreis in Folge des Lecks bis auf den Druck der Containment-Atmosphäre ab, fließt über ein passives Ventil Wasser aus dem Flutbecken in den Reaktor. Da das Flutbecken laufend über das an der Wand des Containments kondensierende Wasser nachgefüllt wird, stellt sich auch hier ein passiver Kühlkreislauf ein, der den Kern sicher kühlt.

Um bei kleinen Kühlmittelverluststörfällen zu verhindern, dass der Primärkreis trockenfällt, bevor der Druck weit genug abgesunken ist, um den Primärkreis passiv über das Flutbecken zu bespeisen, kann man den Primärkreis in solch einem Fall mit Hilfe von Sprengventilen druckentlasten. Deren Betätigung erfordert nur einen kleinen Stromimpuls zur Zündung, sodass für die nötige elektrische Energie batteriegestützte Notstromsysteme völlig ausreichen. Sollte es trotz allem zu einer Kernschmelze kommen, kann die Reaktorgrube über Motor- oder Sprengventile mit Wasser aus dem Flutbecken gefüllt werden. Der Reaktordruckbehälter wird damit von außen gekühlt, was ein Durchschmelzen verhindert.

Westinghouse-Pleite beeinträchtigt AP1000-Geschäft

Außerhalb Chinas befinden sich derzeit zwei AP1000-Blöcke im Bau, und zwar im Kernkraftwerk Vogtle (USA). Weitere Großprojekte sind in Planung. Das größte unter ihnen ist das 6.000 MW starke Kernkraftwerk Kovvada in Indien, für das der nötige Landkauf vor wenigen Wochen abgeschlossen wurde. Ebenfalls verhandelt die Türkei den Bau von zwei AP1000 und zwei CAP1400 am Standort İğneada.

Allerdings beeinträchtigte die Insolvenz von Westinghouse die Aussichten für den Bau weiterer AP1000-Blöcke beträchtlich. So wurde der Bau von zwei Blöcken im Kernkraftwerk V.C. Summer in den Vereinigten Staaten abgebrochen, ebenso die Planungen für drei Blöcke im Kernkraftwerk Moorside im Vereinigten Königreich.

Die Inbetriebnahme von Sanmen 1 könnte der Vermarktung des Reaktortyps neuen Schwung verleihen und das Geschäft von Westinghouse neu beflügeln.

AP1000 in China durch chinesische und russische Reaktoren unter Druck

Westinghouse war 2006 als Sieger einer Ausschreibung für den Bau von bis zu sechs Blöcken am Kernkraftwerksstandort Sanmen hervorgegangen und hatte auch die Ausschreibung von sechs Blöcken im Kernkraftwerk Haiyang gewonnen. Damit verbunden hatte Westinghouse einem Technologietransfer an die China State Nuclear Power Technology Company (SNPTC) zugestimmt. Das chinesische Unternehmen darf den AP1000 unter Lizenz von Westinghouse in Serie bauen, jedoch nicht im Ausland vermarkten.

Die für China angepasste Variante des AP1000 mit 50-Hz-Pumpen, lokalisierter Automatisierung usw. heißt CAP1000 (China Advanced Passive 1000). China darf den CAP1000 für 15 Millionen Euro Lizenzkosten pro Block selbst errichten. Allerdings legt eine vertragliche Sperrklausel eine Leistungsobergrenze von 1.350 MW für alle abgewandelten Reaktordesigns fest Das motivierte China dazu, den 1.400 MW starken CAP1400 zu entwickeln. Der erste Reaktor dieses Typs steht kurz vor seinem Baubeginn im Kernkraftwerk Shidaowan.

Seit 2010 gingen mehrere Dutzend Kernkraftwerksprojekte mit CAP1000-Reaktoren in Planung. Heute geht der Trend jedoch eher dahin, statt des CAP1400 den von China komplett selbstentwickelten und mittlerweile zur Marktreife gebrachten Hualong One (HPR-1000) einzusetzen. Im Kernkraftwerk Xudabao, das ursprünglich mit sechs CAP1000-Reaktoren geplant war, wurde erst kürzlich der Bau des dritten und vierten Blocks an Russland vergeben, das dort zwei WWER-1200 errichten soll. Westinghouse ließ diese Entscheidung Chinas unkommentiert.

Hintergrund ist auch eine Weisung der chinesischen Atomaufsichtbehörde, die den Bau weiterer CAP1000-Blöcke untersagte, bis die ersten beiden Referenzeinheiten Sanmen 1 und Haiyang 1 in Betrieb seien. Dennoch liefen die Arbeiten an zwei weiteren Standorten weiter: Die Bauvorbereitungen für die CAP1000-Blöcke Xudabao 1 und 2 sowie Lufeng 1 und 2 sind weit genug gediehen, dass nach der erfolgreich abgeschlossenen Inbetriebnahme von Sanmen 1 der Bau dieser Blöcke beginnen kann.

Literatur


Titelbild: Kernkraftwerk Sanmen, China. Quelle: Westinghouse


Dominic Wipplinger

Dominic Wipplinger studiert Elektrotechnik und ist in der Österreichischen Kerntechnischen Gesellschaft sowie in der Nuklearia aktiv. Er hat bereits in etlichen Kernkraftwerken als Messtechniker gearbeitet.

Der Beitrag Sanmen 1: Erster AP1000-Reaktor geht in Betrieb erschien zuerst auf Nuklearia.

25 Jun 15:59

Code-Editoren im Vergleich: Atom vs. Visual Studio Code

Wer auf der Suche nach Code-Editoren ist, stößt früher oder später auf Visual Studio Code von Microsoft oder Atom von Github. Wir haben uns beide angeschaut und die wichtigsten Unterschiede herausgearbeitet.

Auch wenn Microsoft kürzlich Github übernommen hat, so schrieb der künftige CEO von Github Nat Friedman, sollen Atom und VS Code weiterhin unabhängig voneinander entwickelte Code-Editoren bleiben. Also stellt sich die Frage, worin sich beide unterscheiden. Als Einstieg werfen wir einen kurzen Blick auf die wichtigsten Features beider Code-Editoren.

Kurz und knapp: Das verspricht Atom

Auf der Atom-Website werden einige Features angepriesen. Hier die wichtigsten Eckdaten:

  • Verfügbar auf: Windows 7+, MacOS 10.9+, Linux
  • „Smarte“ und „flexible“ Autovervollständigung
  • Dateibrowser: Soll das Öffnen von Dateien und Projekten ermöglichen
  • Package-Manager: Soll dich Erweiterungen installieren oder für Atom selbst welche schreiben lassen
  • Finden und ersetzen, auch über mehrere Projekte hinweg
  • Mehrere Fenster: Soll das Vergleichen von Code in verschiedenen Dateien vereinfachen
  • Themes: Du sollst Atom mit fremden, vorgefertigten oder selbstgeschriebenen Themes individualisieren können
  • Git-Integration
  • Echtzeit-Kollaboration soll das Zusammenarbeiten mit mehreren Entwicklern ermöglichen
  • Open Source: Atom ist ein Open-Source-Projekt, das mit Electron in HTML, CSS und Javascript geschrieben wurde

Das verspricht Microsoft mit Visual Studio Code

Bevor wir uns Atom näher anschauen und mit Visual Studio Code vergleichen, gibt es natürlich auch die Eckdaten von Microsofts Code-Editor.

Auch wenn Microsoft die Features ihres Code-Editors anders bewirbt, unterstützt VS Code prinzipiell die gleichen Funktionen wie Atom: Läuft auf Windows, Mac und Linux, ist Open Source und kann auch fast alles andere. Der Unterschied liegt im Detail. Die Frage ist also, wie die angepriesenen Features letztlich umgesetzt wurden.

Unterstützte Sprachen und Formate

Bei der Menge der unterstützten Sprachen ist bei beiden Editoren kein Unterschied festzustellen. Durch die Möglichkeit, Erweiterungen aus der Community zu installieren, gibt es nahezu keine Einschränkungen und die Auswahl an Sprachen ist gewaltig. So können beide Editoren beispielsweise sogar für Java verwendet werden. Die entsprechende Erweiterung für VS Code kommt dabei selbst mit Maven- und Gradle-Support daher.

Benutzeroberfläche

Der erste Eindruck der Editoren ist natürlich zum Großteil von der Benutzeroberfläche abhängig. Die kann durch entsprechende Erweiterungen bei beiden zwar angepasst werden, hier jedoch ein erster Blick auf die vorkonfigurierte Version.

Beide Code-Editoren in einem hellen Design. Links Atom, rechts VS-Code. (Screenshot: t3n.de)Beide Code-Editoren in einem hellen Design. Links Atom, rechts VS-Code. (Screenshot: t3n.de)
Beide Code-Editoren in einem hellen Design. Links Atom, rechts VS Code. (Screenshot: t3n.de)

Als erstes fällt auf, dass beide einen sehr ähnlichen Ansatz beim User-Interface verfolgen. Nicht nur bei Dateien, sondern auch bei den Einstellungen und anderen Menüpunkten arbeiten beide Editoren mit Tabs in einer oberen Leiste. Die Oberfläche von Atom wirkt dabei auf den ersten Blick aufgeräumter: Links findet sich der Dateibrowser, der aber auch mit einem Button einfach ausgeblendet werden kann. Das UI legt dabei den Fokus auf das Essenzielle: den Code.

Visual Studio Code hingegen kommt am Anfang direkt mit mehreren Seitenleisten daher: Links der Dateibrowser, weiter links eine dunkle Leiste mit weiteren Menüpunkten. Außerdem lässt sich neben dem normalen Scrollbalken am rechten Rand eine Minikarte finden, die einen Überblick über die gesamte Datei gibt. Die genannten Bereiche lassen sich zwar alle einzeln aus- oder einblenden, verbergen sich aber zum Teil hinter obskuren Menüpunkten wie Statusleiste oder Aktivitätsleiste ein- und ausblenden, Randleiste oder „Bereich“ umschalten. Manche Menüpunkte haben beim Ausführen erstmal keinen direkt sichtbaren Effekt. Das verstärkt das Problem, vorerst über die Funktion einiger Menüpunkte im Dunkeln zu bleiben.

Das Menü „Anzeigen“ ist unaufgeräumt und bringt teils obskure Menüpunkte zum Vorschein. (Screenshot: t3n.de)Das Menü „Anzeigen“ ist unaufgeräumt und bringt teils obskure Menüpunkte zum Vorschein. (Screenshot: t3n.de)
Der Reiter „Anzeigen“ ist unaufgeräumt und bringt teils obskure Menüpunkte zum Vorschein. (Screenshot: t3n.de)

Hier kann Atom gegenüber VS Code punkten. Es wird eine aufgeräumte und übersichtliche Oberfläche ausgeliefert, auf der man sich direkt zurechtfindet. Das zieht sich auch durch die Menüführung, Einstellungen und alle anderen Bereiche. Die Menüführung ist klar strukturiert und der gewünschte Punkt lässt sich meistens schnell erreichen.

Bei VS Code wirkt alles ein bisschen überladen und den gewünschten Menüpunkt findet man häufig nur über die Suche. Weitere Vergleiche der Oberfläche findest du in der folgenden Galerie.

 

Auch VS Code kann aufgeräumt sein: hier mit ausgeblendeten Seitenleisten. (Screenshot: t3n.de)

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Individualisierung beider Code-Editoren

Beide Editoren kommen mit einer riesigen Palette an herunterladbaren Erweiterungen daher: Themes und Programmiersprachen sind nur einige davon. Auch funktionserweiternde Pakete lassen sich in den Package-Managern finden. Die bei VS Code integrierte Minikarte beispielsweise kann bei Atom mithilfe der Installation eines Plugins nachgerüstet werden.

Durch die riesige Auswahl an Erweiterungen lässt sich insgesamt kein grundlegender Funktionsunterschied zwischen beiden Editoren feststellen. Sobald der jeweilige Code-Editor an die eigenen Bedürfnisse angepasst ist, Einstellungen vorgenommen und die nötigen Plugins installiert wurden, ist man mit Atom sowie auch mit VS Code gleichermaßen gut beraten. Die direkten Einstellungsmöglichkeiten sind bei Visual Studio Code jedoch deutlich größer als bei Atom.

Performance

Ein Github-Nutzer veröffentlichte vor einiger Zeit einen Vergleich der Performance aller gängigen Code-Editoren. Auffällig: Atom schneidet dort nicht gut ab. Der Editor ist bei einigen Testfällen deutlich schlechter als der von Microsoft. Auch wenn der Test von 2016 ist und deswegen mit einer älteren Atom-Version durchgeführt wurde, konnte Github die Performance-Probleme noch nicht gänzlich beseitigen.

Zusammenfassung der wesentlichen Unterschiede

Atom Visual Studio Code
+ Riesige Auswahl an Erweiterungen + Ebenfalls riesige Auswahl an Erweiterungen
+ Von Beginn an eine aufgeräumte Benutzeroberfläche mit klar strukturierter Menüführung - Zu Beginn unübersichtlich mit zu vielen Menüleisten. Teilweise unklare Menüführung und merkwürdig benannten Menüpunkten
+ Gut strukturierte Einstellungen - Ändern von Einstellungen ein bisschen umständlich
- Dafür fehlt die ein oder andere Einstellungsmöglichkeit + Mit über 500 Einstellungsmöglichkeiten kann vieles bereits ohne installierte Plugins realisiert werden
- Im Vergleich zu anderen Editoren hat Atom eine schlechte Performance, die sich vor allem bei größeren Dateien und Projekten bemerkbar macht + Die Performance ist im Vergleich zu Atom noch deutlich besser
+ Nahezu jede Programmiersprache wird unterstützt + Auch hier kaum ein Unterschied in der Auswahl. Die Qualität kann sich in einzelnen Plugins im Vergleich zu Atom aber deutlich unterscheiden (positiv wie auch negativ)

Insgesamt lassen sich nur wenige Unterschiede feststellen. Beide Code-Editoren machen im Kurztest eine gute Figur. Die größten Unterschiede tun sich bei der Benutzeroberfläche und der Performance auf. Vor allem die Benutzeroberfläche ist zum größten Teil aber auch abhängig vom persönlichen Geschmack. Bei der Autovervollständigung wiederum funktioniert der eine Editor mal besser, mal schlechter, abhängig von der Programmiersprache. Am besten probierst du beide Editoren mit der gewünschten Sprache aus und passt ihn an deine Bedürfnisse an. Häufig können es Kleinigkeiten sein, die bei einem Code-Editor stören und die der andere besser löst.

Passend zum Thema:

25 Jun 15:57

Warum unsere Dax-Vorstände falsch aufgestellt sind

Der Kunde sei König, heißt es in jedem Unternehmensleitbild. Und dennoch verschlafen die Dax-Vorstände um Daimler oder Deutsche Post wichtige Digitaltrends. Ein Vorschlag, wie es besser geht.

Plötzlich ist da jemand im Unternehmen, der sagt: „Die wollen alle Elektroautos haben.“ Er kämpft sich mit seiner These durch bis zum Vorstand. Dort sitzen die Hüter der Ressorts und die alles entscheidende Frage steht im Raum: „Was kostet das?“. Unser Mann ist gut vorbereitet und hat eine ziemlich konkrete Hausnummer parat. Daraufhin kippt der CFO direkt vom Stuhl. Der CEO sieht seine Fälle bei den Aktionären davon schwimmen. Der Sales-Mann zweifelt: „Bist du dir da wirklich sicher? Alle, die mit uns sprechen, wollen Benziner.“ Und der ganze Vorstand kommt einhellig zum Schluss: „Ist ‘ne Schnapsidee.“

Dax-Vorstände haben die falschen Ziele

Woran ist die Idee gescheitert? Waren die Autos tatsächlich zu teuer? Wusste es der Sales-Mann besser und unser Mann lag mit seiner Bedarfsvermutung falsch? Vielleicht.

Fakt ist, dass jedes Vorstandsressort eigene Ziele hat. Sagen wir es mal ganz plakativ:

  • Der CFO will das Geld zusammenhalten.
  • Der CIO hat die Automatisierung auf der Agenda.
  • Der Personaldirektor will eine große harmonische Belegschaft.
  • Der CEO strebt nach einem Schulterschluss mit den Aktionären.

Jedes dieser Ziele führt zu Entscheidungen. Doch ein Ziel fehlt…

Kunde sticht Aktionärswillen

„Die Ziele im Vorstand haben vor allem sachlichen und monetären Bezug“, so Olaf Kapinski, IT-Führungskräfte-Coach und Herausgeber des „Leben Führen Podcast“. „Der Kundennutzen rangiert nur nebenbei.“ Jeder Unternehmensbereich habe zwar das Kundeninteresse im Blick, doch auf diese Weise entstünde keine Durchschlagkraft im Unternehmen. Mit fatalen Folgen.

So müsse Daimler erst von Teslas Semi-Truck vorgeführt werden, bevor das Unternehmen selbst über Elektroauto nachdenke. Die Deutsche Post hat die Gewinnprognose von 4,15 auf 3,1 Milliarden Euro reduziert. Und warum? Weil es das Unternehmen verschlafen hat, in den wachsenden Paketsektor zu investieren. „Das verschlägt mir die Sprache“, so Kapinski. „Alle Städte geraten in Panik, weil sie die Straßen mit Zulieferautos zugeparkt sehen und die Innenstädte aussterben. Und der gelbe Riese hat davon nichts mitbekommen“, beschreibt Kapinski das Dilemma vieler Dax-Unternehmen am Markt. Es fehle ein Unternehmensziel, das explizit den Kundennutzen adressiert – und einer, der Verantwortung für dieses Ziel übernimmt. „Was wir brauchen, ist ein ‚Chief Customers Officer‘“, so Kapinski.

Scout und Politiker

Und was würde so ein „Chief Client Officer“ tun, wenn er oder sie morgens ins Büro kommt? „Eine routinierte Agenda für den Bürotag wird es sicher nicht geben“, so Kapinski. „Jemand, der den Draht zum Kunden und seinen Bedürfnissen hält, hat Ähnlichkeit mit einem Scout.“ Wichtig sei, sich mit den Wunschkunden zu vernetzen, sie tatsächlich physisch zu treffen.

Zudem empfiehlt sich ein direkter Zugriff auf die Kundenhotline. „Die spiegelt ziemlich gut wider, wie erfolgreich das Unternehmen gerade am Markt unterwegs ist.“ Um die Signale aufzunehmen und zu reflektieren, braucht es ein hohes Maß an kommunikativer Energie und eine ordentliche Portion Neugier. „Und da es in puncto Innovation in der Regel um Technologiesprünge geht, muss unser Mann oder unsere Frau mit einer hohen Technologie-Affinität ausgestattet sein“, empfiehlt Kapinski.

Dass ein „CCO“ die zentrale Verantwortung für den Kunden trägt, heißt nicht, dass er jetzt jede Idee, die er aufschnappt, direkt durchprügeln darf. „Auch die Idee eines CCO darf getrost reflektiert werden.“ Entscheidend an dieser Position sei, dass der Vorstand die Idee eines Kollegen eben nicht einfach vom Tisch wischen könne, sondern sich ernsthaft mit ihr auseinandersetzen müsse. „Und solange der Diskussionsprozess dauert, kann er oder sie schon mal leise Vorbereitungen treffen, sich Mitstreiter suchen und möglicherweise bereits etwas ausprobieren“, so Kapinski.

Die Position eines CCO verlange daher insbesondere politisches Geschick und Fingerspitzengefühl. Kein leichter Job. „Aber mit einer solchen Person an der Spitze hat das Unternehmen die Chance, wichtige Signale wahrzunehmen und sich am Markt zu behaupten, und das nicht nur bis zur nächsten Gewinnausschüttung“, ist Kapinski überzeugt. Vielleicht bleibt der Automobilindustrie die E-Mobilitätspleite dann erspart. „Wenn ich mir allerdings das Chaos der unterschiedlichen Ladedosen für E-Autos ansehe, werde ich nicht optimistischer. Ein CCO hätte das deutlich anders gemacht.

Mehr zum Thema: Marketing ist die Strafe für schlechten Service

25 Jun 15:57

Wo der Mensch hinkommt, verursacht er Klima­wandel, sogar auf dem Mond

by Chris Frey

Der Erdtrabant hat sich um zwei Grad Celsius erwärmt

Hätte dieses der FOCUS nicht geschrieben, die Frage „der Forscher“, warum die Temperatur auf dem Mond gestiegen ist, wäre am Autor vielleicht zeitlebens vorbeigegangen. Dabei ist diese wichtig. Denn wieder fand sich ein untrüglicher Beleg, wie enorm der Fußabdruck des Menschen auf wirklich alles, was im Universum um uns herum „kreucht und fleucht“ das Klima beeinflusst.

FOCUS Spezial (gekürzter Auszug) [1]: Jahrzehntelang fragten sich Forscher, warum die Temperatur des Mond gestiegen ist. Nun ist das Rätsel gelöst: Die Fußspuren, die Astronauten der Apollo-Mission auf dem Erdtrabanten hinterlassen haben, blieben nicht ohne Folgen.
Im Jahr 1969 landeten mit der Mission Apollo 11 die ersten Menschen auf dem Mond. Fünf weitere bemannte Flüge folgten, dann endete im Dezember 1972 mit Apollo 17 das Mondflug-Programm der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Bei zwei der Missionen – Apollo 15 und 17 – hatten die Astronauten Messgeräte installiert, die den Wärmefluss im Mondboden aufzeichneten. Die Daten wurden von 1971 bis 1977 an das Johnson Space Center der Nasa in Houston gesandt.

Bei deren Auswertung erlebten die Projektwissenschaftler eine faustdicke Überraschung: Beide Messstationen zeigten einen allmählichen Anstieg der Temperatur an. Am Ende hatte sich der Erdtrabant um zwei Grad Celsius erwärmt. Für das Phänomen fand sich jedoch keine Erklärung.

Verschollene Daten und kriminologische Glücksfälle

Wer sich mit Klimawissenschaft beschäftigt, kennt das Problem mit den Datensätzen, welches diese Wissenschaft von Anfang an bis heute wie ein „roter Faden“ begleitet. In dieser Wissenschaft scheint es ein latentes Problem zu sein. Und so wundert es nicht, dass auch für die „Mondstudie“ ein Datenproblem das größte Hindernis darstellte.
Aber mit einer Entdeckerstory, gegenüber der die Suche nach den verborgenen Geheimnissen der Pyramiden oder den Urdaten des „Hockeystick“ geradezu verblassen, fand sich zum „Mondklima“ der fehlende Datensatz:
FOCUS Spezial (gekürzter Auszug) [1]: Panne im Archivierungssystem der NASA
Das Rätsel blieb ungelöst – bis sich der Planetologe Seiichi Nagihara,von der Texas Tech University vor einiger Zeit der Sache annahm. Mit seinen Kollegen wollte er die Temperaturdaten beider Geräte erneut unter die Lupe nehmen. Dabei gab es aber ein Problem: Wie sich zeigte, waren im National Space Science Data Center der USA nur die bis Dezember 1974 übermittelten Messwerte registriert. Die restlichen Daten fehlten … Ursache war eine ungeheuerliche Panne im Archivierungssystem der Nasa.

Die ganze Entdeckungsstory bitte im Original weiterlesen. Schließlich darf ein Zeitungsartikel – und sei er für die Menschheit noch so wichtig – nicht einfach vollständig kopiert werden.

Das Ergebnis ist eine Sensation …

FOCUS Spezial (gekürzter Auszug) [1]: Jetzt legten Nagihara und seine Kollegen im Fachmagazin „Journal of Geophysical Research: Planets“ das Ergebnis ihrer Herkulesarbeit vor. Ihre Auswertungen ergaben, dass die Temperatur an der Mondoberfläche schneller und stärker angestiegen war als in tieferen Bodenschichten. Daraus folgt, dass die Erwärmung an der Oberfläche begann und nicht im Mond selbst stattfand.
Insgesamt wurden während der Missionen größere Flächen dunklen Mondbodens freigelegt, der schon Jahrmilliarden lang kein Sonnenlicht mehr sah. Das dunkle Material absorbiert indes mehr Wärme als der helle Regolith. Nach den Berechnungen Nagiharas genügte die erhöhte Wärmeaufnahme, um
die Temperatur der gesamten Mondoberfläche in sechs Jahren um die gemessenen zwei Grad ansteigen zu lassen.

… die selbstverständlich von Computermodellen bestätigt wird

In normalen Wissenschaften muss der Mensch anhand von Naturexperimenten getrennt den Nachweis seiner Hypothesen führen. In der Klimawissenschaft programmiert der Mensch einen Computer und belegt damit, dass seine Hypothesen richtig sind.

FOCUS Spezial (gekürzter Auszug) [1]: Computermodelle der Wärmeleitung im Mondboden, die eine Erhöhung der Oberflächentemperatur von 1,6 bis 3,5 Grad simulieren, ergaben dabei die beste Übereinstimmung mit dem beobachteten Temperaturanstieg.

Das Rätsel um die mysteriöse Erwärmung des Erdbegleiters ist damit nach über 40 Jahren wohl gelöst

So endet der Artikel im FOCUS. Selten liest man Investigativeres und von Wissen, welches einen schafft, Durchtränktes.

Ein weiteres Wissenschaftsrätsel wurde leider übersehen. Sollte dieses für immer ungelöst bleiben?

Für den Autor ist der Artikel mit der euphorischen Schlussfolgerung des Schreibers vom FOCUS nicht zu Ende. Für ihn fangen die Rätsel damit erst richtig an.
Die so akribisch ermittelten zwei Grad Erwärmung der „gesamten Mondoberfläche“ ist genau die Temperaturspanne, welche unsere Erde nach einhelliger Aussage unserer Klimaforscher zum unweigerlichen Temperaturkipppunkt treibt. Und das haben die wenigen Menschen, welche bisher auf dem Mond waren, innerhalb von sieben Jahren unserem Erdtrabanten „antun“ können.

Nun weiß jedes Kind, dass es „einen Mann im Mond“ gibt. Und dieser lebt(e) dort mindestens seit vielen, vielen Jahren, wie es alte Schriften belegen:

Zu seiner Zeit konnte dieser noch auf einem Pferd herumreiten, wie es damalige Forscher glaubhaft hinterlegten.

Und nun sehe man sich den Mond von heute an. Dies, in Verbindung mit der zusätzlichen Kenntnis über den unweigerlichen, schlimmen Klimawandel-Fußabdruck eines jeden Menschen, lässt nur einen Schluss zu: Der „Mann im Mond“ ist schuld, dass unser Erdtrabant nicht mehr grün ist und nicht mehr, wie noch zur Zeit unserer Ur-Urväter, „beritten“ werden kann.
Erst kürzlich wurden genaue Hintergründe und die Klimawandel-bedingte Ursache solcher „Trabantenverfälle“ rund um im Universum von Klimawissenschaftlern geklärt und publiziert:
EIKE 21.05.2018: [2] Wegen des Klimawandels finden wir keinen Kontakt zu Außerirdischen
Leider wurden die zwei Studien und die Aussagen der mittelalterlichen Forscher nicht miteinander verknüpft. Das Rätsel um den „Mann im Mond“ und seine schlimmen Auswirkungen auf den Klimaverfall unseres Erdtrabanten bleibt damit immer noch ungelöst, beziehungsweise die doch schlüssige Ableitung des Autors trotzdem eine Hypothese.

Löst sich damit auch noch ein anderes Rätsel?

Wie die „Mondstudie“, über welche der FOCUS berichtete wieder zeigt, ist absolute Genauigkeiten und Präzision in der Klimawissenschaft ein selbstverständlicher Mindeststandard. Deshalb lassen sich auch kleinste Veränderungen genau und sicher messen und zuordnen. Zum Beispiel ändert sich die Mondtemperatur laut „google“:
Das Gestein heizt sich tagsüber auf 130 Grad Celsius auf, kühlt nachts auf minus 150 Grad ab.
Dahinter die versteckten, 2 Grad Erwärmung unseres Erdtrabanten zu entdecken, waren die Klimakönner in der Lage. Zum Glück bringt die Klimawissenschaft solche fast wie am Fließband hervor.

Kenner des Mondklimas erinnern sich bestimmt an einen früheren Artikel des SPON, in welchem von seltsamen Temperatureffekten auf unserem Trabanten berichtet wurde:
SPON: [3]Eine Beobachtung auf der Nacht-Karte jedoch lässt Astronomen rätseln: Die Mondoberfläche ist nachts mit kalten Arealen gesprenkelt, die sich bei Mondfinsternis in heiße Flecken verwandeln. „Das Rätsel“, sagt Zheng, „wird uns noch eine Weile beschäftigen.“
Dieses Rätsel ist nach Ansicht des Autors dank der vom FOCUS berichteten Studie nun gelöst: Genau einen solchen Wärmeeffekt erzeugt der Fußabdruck vom „Mann im Mond“, wenn er bei Mondfinsternis dort herumjoggt. Die Korrelation dazu hat der Autor sorgfältig nachgerechnet, sie ist überhoch-signifikant. Excel gibt diese auch mit vielen Stellen nach dem Komma aus, was die Genauigkeit der Signifikanzaussage unterstreicht.
Wer daran zweifelt, outet sich nur als Statistikleugner, gleichzusetzen mit jemandem, der einfach keine Ahnung hat.

Die Klimafolgenforschung ist um einen interstellaren Zweig zu erweitern

Was lernt der ganz normale Bürger aus dem FOCUS-Artikel? Er erkennt (und lernt), wie viel mehr Forschungsarbeit die Klimaforschung noch durchführen muss.
Wird sie – wie zum Glück schon begonnen [2] – nicht zügig um einen interstellaren Zweig erweitert, besteht die Gefahr, wichtige Erkenntnisse niemals – schon gar nicht zur erforderlichen Zeit – zu erlangen. Auch diese Folgekosten könnten die Menschheit viel mehr Geld abnötigen, als die Ausgaben für die Forschergenerationen, welche bis zum Jahr 2100 – der „Deadline“ der Klimachronologie – Erkenntnisse dazu sammeln müssen.
Trump wird dies mit seiner Knauserigkeit für Klimafolgenforschungs-Fördermittel nicht bremsen können. Unsere Kanzlerin ist bestimmt bereit, selbst mühsam erarbeitetes Geld ihrer Steuerzahler zur Kompensation (von Trumps Knauserigkeit) und der Erweiterung um interstellare Klimafolgenforschung zuzuschießen.
Spätestens wird es der Fall sein, wenn das UNHCR die Brisanz hinter diesem bisher vernachlässigten Thema erkennt und eine erste Zahl der bestimmt bald in Computern simulierbaren Klimaflüchtlinge aus fernen Galaxien benennt.

Quellen

[1] FOCUS Spezial, Odenwalds Universum 19.06.2018: Temperatur des Mondes ist gestiegen – nun ist klar, dass Apollo-Missionen schuld sind

[2] EIKE 21.05.2018: Wegen des Klimawandels finden wir keinen Kontakt zu Außerirdischen

[3] SPIEGEL ONLINE 21.10.2010: Atlas zeigt Temperaturen auf dem Mond

25 Jun 15:56

Onlinehandel: Die Amazon-Abhängigkeit der Deutschen Post wächst

Jahrelang redete die Deutsche Post den Einfluss von Amazon klein. Interne Unterlagen belegen das Gegenteil und zeigen, dass die Post sehr genau beobachtet, was der Onlinehändler tut. Die Abhängigkeit von Amazon nimmt weiter zu. (Post, Amazon)
25 Jun 15:54

Lumia 950 XL: Dual Boot mit Windows 10 & Windows 10 Mobile gelungen

by Albert Jelica

Windows 10 ARM auf Lumia 950 XL-Smartphones auszuführen, ist bereits ein alter Hut. Entwicklern ist es mit großem Aufwand gelungen, die ARM-basierte Betriebssystemversion auf die Smartphones von Microsoft zu installieren.

Die Projekte zeigten auf eindrucksvolle Art, wie Windows 10 ARM auch auf älteren Chips verwendet werden kann. Das Unterfangen ist allerdings sehr riskant und das Desktop-Betriebssystem auf dem Smartphone nicht gerade benutzerfreundlich. Es ist zudem kaum möglich, das Smartphone wieder auf Windows 10 Mobile zurückzubringen.

Dies wird möglicherweise nicht notwendig sein. Ein Entwickler hat eine Möglichkeit gefunden, Windows 10 Mobile und Windows 10 per Dual Boot auf einem Lumia 950 XL auszuführen. In seinem YouTube Video zeigt der Entwickler, dass über den Windows Mobile-Bootloader beide Systeme geladen werden können. Nach dem Start des Smartphones muss der Anwender in diesem Fall jedes Mal das Betriebssystem auswählen.

Dual Boot am Lumia 950 XL

Somit kann das Gerät als Smartphone auch im Alltag verwendet werden. Bei Bedarf kann auf Windows 10 ARM umgeschaltet werden, sodass auch Desktop-Programme verwendet werden können. Bislang ist Windows 10 am Smartphone mangels Kompatibilität mit vielen Treibern allerdings eher eine Spielerei als ein nützliches Werkzeug. So funktioniert beispielsweise die Konnektivität über WLAN erst seit Kurzen und das zudem auch nicht vollkommen stabil. All diese Treiber müssen natürlich manuell eingerichtet werden und jede neue Version des Desktop-Systems bringt neue Probleme mit. Es handelt sich immerhin um nicht offiziell unterstützte Hardware. Dennoch ist es zweifellos beeindruckend, volles Windows 10 auf einem Smartphone zu sehen.


via Windows Latest

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25 Jun 15:54

FTTH: Eigenheimbesitzer wollen Glasfaseranschluss lieber gratis

Ein Glasfaseranschluss bis ins Eigenheim wäre den meisten Hausbesitzern nur recht, wenn er kostenlos ist. Jeder fünfte Immobilieneigentümer würde in keinem Fall Glasfaser ins Haus oder die Wohnung legen lassen. Allerdings wurden nur 500 Besitzer eines eigenen Hauses befragt. (Glasfaser, Studie)
25 Jun 15:54

„Absurdes“ Instagram-Urteil gegen Vreni Frost? So einfach ist das nicht!

Bloggerin Vreni Frost darf auf Instagram keine Marken mehr taggen, ohne die Posts als Werbung zu kennzeichnen. Absurd finden viele das Urteil des Berliner Landgerichtes. Doch so abwegig ist das gar nicht, meint t3n-Redakteurin Cornelia Dlugos.

„Muss jetzt jeder seine Posts als Werbung markieren“ oder „Angriff gegen freie Berichterstattung und Journalismus in sozialen Medien“ war in den letzten Tagen vielfach im Netz zu lesen, wenn es um das Urteil des Berliner Landgerichts gegen die Bloggerin Vreni Frost ging. Die deutsche Rechtsprechung habe das Internet nicht verstanden, meinen manche. Doch so schwarz-weiß ist der Sachverhalt nicht, denn das Urteil lässt sich nicht so einfach verallgemeinern, wie sich bei einem Blick auf die Urteilsbegründung zeigt.

Urteil gegen Vreni Frost: Worum geht es überhaupt?

Der Verband Sozialer Wettbewerb (VSW) hatte die Bloggerin und Influencerin Vreni Frost abgemahnt und gefordert, dass sie bestimmte Instagram-Posts, in denen sie Marken und Unternehmen vertaggt, als Werbung kennzeichnet. Das Berliner Landgericht gab dem Verband Recht und entschied, dass durch die fehlende Kennzeichnung als Werbung ein Wettbewerbsverstoß vorliege. Das Gericht untersagte Frost per einstweiliger Verfügung, weiterhin Marken ohne Kenntlichmachung der kommerziellen Absicht zu vertaggen.

Vreni Frost argumentierte, dass mit den fraglichen Postings keine kommerziellen Zwecke verfolgt würden, da keine bezahlte Kooperation mit den vertaggten Marken dahinterstehe. Mit den betroffenen Posts wollte sie ihre Nutzer über ihren Alltag auf dem Laufenden halten und die Vertaggungen sollten lediglich Fragen nach der Herkunft bestimmter Produkte vorbeugen.

Was sagt das Urteil?

Das Berliner Landgericht sieht die betreffenden Postings als unlautere geschäftliche Handlung gemäß § 5 Abs. 1 UWG. Demnach handelt unlauter, „wer den kommerziellen Zweck einer geschäftlichen Handlung nicht kenntlich macht, sofern sich dieser nicht unmittelbar aus den Umständen ergibt, und das Nichtkenntlichmachen geeignet ist, den Verbraucher zu einer geschäftlichen Entscheidung zu veranlassen, die er andernfalls nicht getroffen hätte.“

Die fraglichen Postings sind zudem nicht als private, sondern als geschäftliche Handlung zu sehen. Nach § 2 Abs.1 Nr.1 UWG ist eine geschäftliche Handlung „jedes Verhalten einer Person zugunsten des eigenen oder eines fremden Unternehmens vor, bei oder nach einem Geschäftsabschluss, das mit der Förderung des Absatzes oder des Bezugs von Waren oder Dienstleistungen oder mit dem Abschluss oder der Durchführung eines Vertrags über Waren oder Dienstleistungen objektiv zusammenhängt.“

Im Urteil des Berliner Landgerichts werden verschiedene Gründe für diese Entscheidung deutlich gemacht:

  • Mit ihren Postings weckt Vreni Frost das Interesse ihrer Follower an den gezeigten Produkten (hauptsächlich Kleidung, Kosmetika, Accessoires und Unterhaltungselektronik) und ermöglicht durch die Verlinkung des Instagram-Accounts des Herstellers einen leichteren Produktabsatz.
  • Das Gericht sieht einen objektiven Zusammenhang zwischen der Verlinkung und der Absatzförderung, denn um Fragen nach der Herkunft der gezeigten Produkte vorzubeugen, sei keine Verlinkung auf den Instagram-Account des Herstellers nötig.
  • Auch wegen der Accountgröße von mehr als 50.000 Followern kann nicht von einem privaten Handeln ausgegangen werden. Als „nicht unbedeutende Influencerin” sind Produktpräsentationen von Vreni Frost auch dazu geeignet, Unternehmen auf sich aufmerksam zu machen und das Interesse an konkreten Geschäftsbeziehungen zu wecken.
  • Der Instagram-Account wird außerdem als geschäftlich angesehen, da Vreni Frost in einem Interview angab, dass das Einzige, was man auf ihrem Blog nicht sehe, private Bereiche sind, die sie nicht ins Internet tragen möchte.
  • Frost beschäftigt zudem eine Projektmanagerin und hat ihre Geschäftsadresse in den Räumen einer Werbeagentur, was ebenso für geschäftliche Handlungen spricht.

Kurz gesagt handelt es sich nach Auffassung des Gerichts bei den Postings um geschäftliche Handlungen mit kommerzieller Absicht, da Vreni Frost auf Instagram nicht als Privatperson agiert, ihre Vertaggungen auf Unternehmensseiten führen, auf denen der ganze Shop oder zumindest viele Waren präsentiert werden, und sie sich damit für Unternehmen als mögliche Kooperationspartner attraktiv macht und somit ihr eigenes Unternehmen fördert.

Was bedeutet das Urteil – und was nicht?

Ein Großteil der bisherigen Diskussionen um das Urteil tut genau das, was im Internet schnell passiert: Hier wird aufgebauscht, skandalisiert und geschimpft, anstatt einen genauen Blick auf die Fakten zu werfen.

Anders als in den teils hitzigen Wortmeldungen zu diesem Fall kolportiert bedeutet das Urteil nicht, dass nun „alle unsere Posts als Werbung gekennzeichnet werden müssen“. Redaktionelle Inhalte oder reine Meinungsäußerungen müssen nicht als Werbung gekennzeichnet werden. Verlinkt ein Influencer jedoch die von ihm präsentierten Produkte mit Herstellerseiten, besteht eine Kennzeichnungspflicht. Links, die zu einem Shop oder einer anderen Einkaufsmöglichkeit führen (die ja mit der Shopping-Funktion von Instagram gegeben ist), werden in der Rechtssprechung schon länger als Werbung eingestuft.

Das Urteil bedeutet ebenso wenig, dass das Gericht das Internet nicht verstanden hat. Im Gegenteil: Es zeigt ganz deutlich, dass das Gericht sehr wohl verstanden hat, was Influencer-Marketing ist und welchen Einfluss Influencer auf ihre Follower haben – egal ob sie dafür bezahlt werden oder nicht. Als Begründung für das Urteil zog das Gericht schließlich nicht allein die Anzahl der Follower heran, sondern stütze sich auf eine Reihe weiterer Faktoren.

Was ist denn nun so problematisch an dem Urteil?

Das nicht unumstrittene Urteil hat zwei Probleme deutlich gemacht:

  1. Es herrscht nach wie vor große Unsicherheit im Social-Media-Bereich, was in die Kategorie kommerzielle Postings fällt und wie diese zu handhaben sind.
  2. Eine saubere Trennung von privat und öffentlich, kommerziell und nichtkommerziell, Werbung und Meinungsäußerung ist insbesondere auf Plattformen, wo Hashtags und Mentions essenziell sind, schwierig.

Beide Probleme spielen Abmahnanwälten und Verbänden wie dem VSW in die Hände. 2017 hatte der Verband Sozialer Wettbewerb allein in Berlin 142 Abmahnverfahren bemüht. In diesem Jahr sind es schon 82, wie der Moritz Meyer auf Anfrage bei der zuständigen Pressestelle erfuhr. Der Verband ist also kein Neuling in Sachen Influencer-Abmahnungen; mit teilweise absurden Zügen. So mahnte der Verband auch die Influencerin Vanessa Blumenthal ab, die in einem Instagram-Post ihren Lebensgefährten verlinkt hatte. Der VSW vermutete hier eine nicht kenntlich gemachte Bezahlung, was dazu führte, dass Blumenthal vor Gericht nachweisen musste, tatsächlich eine Beziehung zu führen. Andere Instagrammer wurden abgemahnt, weil sie Kleidung mit Logo-Aufdrucken trugen oder Geschäfte per Ortsmarkierung erwähnten.

Werbung ist durch die Möglichkeiten sozialer Netzwerke vielfältiger geworden und oft sind die Grenzen zu redaktionellen Beiträgen und Meinungsäußerungen verschwommen. Das Argument vieler Influencer ist daher nicht unangebracht: Wenn künftig alle Posts (mit Markenbezug) als Werbung gekennzeichnet werden, besteht für die Nutzer keine Transparenz mehr, für welche Inhalte nun tatsächlich Geld geflossen ist und für welche nicht.

Das Urteil des Berliner Landgerichts mag in dem konkreten Einzelfall in seiner Argumentation nachvollziehbar sein, hat jedoch eine offensichtlich problematische Signalwirkung und wirft Fragen auf. Wie lassen sich kommerzielle und nichtkommerzielle Inhalte klar voneinander trennen, sodass sowohl die Transparenz für die Nutzer gewährleistet ist, als auch die Interessen der Content-Ersteller im Blick behalten werden, statt Abmahnindustrien den Rücken zu stärken? Es muss auch in Zukunft weiterhin möglich sein, von den Möglichkeiten der sozialen Netzwerke zur Vernetzung und Verlinkung Gebrauch zu machen, ohne dass dies gleich als Werbung gilt. Für Medien, für Influencer und für „private“ User.

25 Jun 12:04

Google: Android-Apps bekommen DRM-Zusatz

Google fügt Android-Apps im Play Store Metadaten hinzu, um diese als von Google zertifizierte Anwendungen auszuweisen. Was nach DRM klingt, soll in Märkten Sicherheit bringen, in denen Nutzer Apps legal über Peer-to-Peer-Netzwerke teilen. Missbrauch ist aber dennoch denkbar. (Google, DRM)
21 Jun 18:24

Darlington to supply molybdenum-99

by Warwick Pipe
BWXT_OPG_Mo99_(BWXT)-48Ontario Power Generation's Darlington nuclear power plant is to produce molybdenum-99 for use in new technetium-99m generators designed by BWX Technologies Inc. The Candu plant will be the first large-scale commercial nuclear power plant in the world to produce Mo-99, OPG said.
21 Jun 14:44

Koko, a gorilla who could do sign language, has died at 46

21 Jun 14:43

Best iOS and Android apps for streaming OneDrive music

by Sean Endicott

With Groove Music retiring on Android and iOS, you'll have to look elsewhere to stream your music from OneDrive.

Microsoft didn't just discontinue Groove Music Pass; they're also retiring Groove Music on iOS and Android later this year. Users that prefer purchasing music, storing it on the cloud, and streaming it to their devices will have to look elsewhere to get their music fix. Luckily, there are a number of apps on both iOS and Android that allow you to stream music directly from OneDrive.

As a bonus, each of these also works with other popular cloud services like Dropbox and Google Drive, so you aren't locked into one cloud provider.

Best Windows 10 Music Player Apps for PCs of 2018

Cloudbeats

Cloudbeats is a simple music streaming app that lets you use OneDrive or other cloud services a source for music. The interface is a bit boxy, but it works well and supports music, audiobooks, and playlists.

If you upgrade to the pro version, you can use Cloudbeats with Chromecast and download tracks.

Cloudbeats is available on both iOS and Android. There are free or lite versions depending on your operating system but to remove ads and get all of its features you'll have to upgrade for $4.99.

21 Jun 13:45

Das iPhone als Autoschlüssel: Standard für „Digital Key“ verabschiedet

Das Car Connectivity Consortium (CCC) hat mit dem Digital Key einen offenen Standard verabschiedet, mit dem das Smartphone zum digitalen Schlüssel wird. Zum CCC gehören namhafte Unternehmen wie Audi, BMW, VW, Apple, Samsung und viele mehr.

Das Smartphone als Autoschlüssel zu nutzen, ist nicht vollends neu – einige Autobauer wie Tesla, Daimler oder BMW unterstützen diese Lösung. Einen einheitlichen Standard gab es nicht. Diesen Umstand will das Car Connectivity Consortium (CCC) ändern, um einer Marktfragmentierung Einhalt zu gebieten.

Digital Key: Das Smartphone als Autoschlüssel kommt

Die Mitglieder der Interessengruppe scheinen das ähnlich zu sehen: Sie wollen einen einheitlichen, interoperablen und offenen digitalen Schlüsel-Standard, um Smartphones als Autoschlüssel einsetzen zu können. Zu den über 80 Mitgliedern gehören neben VW, Apple. Samsung und Audi auch Daimler, Hyundai, LG, Qualcomm, Huawei auch PSA, Toyota und GM. Seltsamerweise sind in der langen Mitgliederliste weder Google noch Microsoft zu finden.

Viele Autohersteller wollen den Digital Key für ihre Autos haben. (Screenshot: Car Connectivity Consortium)Viele Autohersteller wollen den Digital Key für ihre Autos haben. (Screenshot: Car Connectivity Consortium)
Viele Autohersteller wollen den Digital Key für ihre Autos haben. (Screenshot: Car Connectivity Consortium/t3n.de)

Der neue Standard, der in Version 1.0 vorliegt, macht sich bestehende Technologien wie GSMA, Bluetooth, NFC, eine globale und eine Trusted-Service-Manager-Infrastruktur (TSM) zunutze. Die Daten des Autoschlüssels sollen per TSM sicher auf das Smartphone übertragen werden können.

Digital Key: Bequeme Lösung nicht nur für Carsharing-Anbieter

Ist der Digital Key auf dem Smartphone installiert worden, sollen sich damit Fahrzeuge auf- und abschließen und der Motor starten lassen – letzteres funktioniere nur, wenn das Smartphone sich im Fahrzeug befindet. Auch das Teilen des Autos oder anderen Gefährts mit entsprechender Unterstützung sei möglich.  Zudem könne der Teilende den geteilten Schlüssel jederzeit wieder zurückziehen.

Der Digital Key erfordert neben NFC auch Secure-Elements auf dem Smartphones. Der OEM integriert die Lösung in sein eigenes Backend. (Screenshot: CCC)Der Digital Key erfordert neben NFC auch Secure-Elements auf dem Smartphones. Der OEM integriert die Lösung in sein eigenes Backend. (Screenshot: CCC)
Der Digital Key erfordert neben NFC auch Secure-Elements auf dem Smartphones. Der OEM integriert die Lösung in sein eigenes Backend. (Screenshot: Car Connectivity Consortium/t3n.de)

Abgesehen von der bequemen Methode, sein privates Auto einfach per Smartphone zu steuern, dürfte die Lösung vor allem Miet- und Carsharing-Unternehmen ansprechen. Der Digital Key dürfte es erleichtern, Autoschlüssel zu teilen, sie zu übertragen und zu verwalten.

Der Release von Version 1.0 der Digital-Key-Spezifikationen ist erst der Anfang, stellt aber einen wichtigen Meilenstein für die Zukunft der Lösung dar. Mit dem Release des Digital Key Version 2.0, der im ersten Quartal 2019 erscheinen wird, soll ein standardisiertes Authentifizierungsprotokoll zwischen Auto und Smartphone eingeführt werden. Weitere Details zum technischen Hintergrund findet ihr im Digital-Key-Whitepaper.

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21 Jun 13:45

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Teradata verklagt SAP wegen geistigem Diebstahl beim Kernprodukt Hana. SAP reagiert mit Verwunderung, doch der Vorwurf ist nicht neu. (SAP, Urheberrecht)
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Was ein Ingenieur hinsicht­lich der Behaup­tungen über Schmelzen in Arktis und Antarktis erstaunlich findet

by Chris Frey

Der Anstieg des Meeresspiegels wird uns an jedem einzelnen Tag als eine unmittelbar bevorstehende, vom Menschen verursachte Klima-Katastrophe verkauft. Teile von Grönland schmelzen, und Teile der Antarktis schmelzen. Dies wird als Beweis hinaus posaunt, dass das Verbrennen fossiler Treibstoffe seitens der Menschen dafür sorgt, dass sich die Erde übermäßig erwärmt und damit dieses Abschmelzen auslöst … was zum Untergang von Küsten führt … und deswegen müssen wir unsere Lebensweise ändern – koste es, was es wolle.

Allerdings ist es nun zufällig so, dass diese gleichen Gebiete des Abschmelzens in Grönland und der Antarktis bekanntermaßen über hoch aktiven geothermischen Brennpunkten liegen … und dass 100% des beobachteten Schmelzens einfach und nachweislich der gegenwärtig verstärkten geothermische Wärmefreisetzung geschuldet ist.

Abbildung 1: 91 Unterwasser-Vulkane im Gebiet der Antarktis (Google Maps)

Abbildung 2

Nun ist unbekannt, warum diese geothermische Aktivität gerade jetzt so verstärkt daher kommt. Aber mit Sicherheit hat es nichts zu tun mit dem Verbrauch fossiler Treibstoffe seitens der Menschen. Kann man vielleicht sagen, dass diese Fehlinterpretation von Ursache und Wirkung irgendwie gleichwohl im öffentlichen Interesse liegt?

Eine intellektuell ehrliche, potentiell falsche und widerlegbare aber wahrscheinlich fundierte Antwort, warum die Freisetzung geothermischer Wärme derzeit verstärkt sein könnte, findet sich hier, in deutscher Übersetzung beim EIKE hier.

Aktualisierung: Die folgende Graphik von David Middleton erzählt die wirkliche Story von Grönland:

Abbildung 3

————————————

About the Author

Ronald D Voisin is a retired engineer.  He spent 27 years in the Semiconductor Lithography Equipment industry mostly in California’s Silicon Valley.  Since retiring in 2007, he has made a hobby of studying climate change.  Ron received a SEE degree from the Univ. of Michigan – Ann Arbor in 1978 and has held various management positions at both established semiconductor equipment companies and start-ups he helped initiate.  Ron has authored/co-authored 31 patent applications, 27 of which have issued. 

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/06/16/what-an-engineer-finds-amazing-about-the-claims-of-arctic-and-antarctic-melting/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

21 Jun 09:52

Deutsche Microsoft Rechenzentren statt Office 365 Deutschland Cloud?

by Thomas Maier
Kürzlich ist die Nachricht kursiert, dass Microsoft in Deutschland den Aufbau einer eigene Cloud plant. Dafür sollen zwei Rechenzentren gebaut werden. Der erste Gedanke dabei dürfte bei den meisten sein, [...]Ähnliche Beiträge:Microsofts ‘German Cloud’– ein deutsches Office 365…Kommentar: Microsofts Deutschland Cloud–kostspielig,…Amerikanischer Durchsuchungsbefehl für externe Clouds?…Microsofts Cloud-Strategie–am deutschen Markt vorbei? Nadella gibt…Kommentar: Nach Microsofts ‘Azure Stack’-Premiere –…

[Den vollständigen Beitrag finden Sie auf der Website]
21 Jun 09:50

Was ist eigentlich Pair-Programming?

Pair-Programming soll für eine schnellere Entwicklung mit weniger Fehlern sorgen. Doch wie genau funktioniert das Konzept und bringt es auch Nachteile mit sich? 

Beim Pair-Programming arbeiten immer zwei Personen gemeinsam am Quellcode. Dabei können beide in den Code eingreifen, optimalerweise mit zwei Mäusen und zwei Bildschirmen. Letztlich geht es aber weniger darum, wer nun welchen Teil des Codes tippt, sondern viel mehr darum, direkt zu zweit Ideen zu entwickeln und umzusetzen. Pair-Programming eignet sich etwa, um einen Entwickler auf Junior- und ...

weiterlesen auf t3n.de
21 Jun 09:50

Bericht: Microsoft Andromeda wird Telefonie-Funktionen bieten

by Albert Jelica

Die Informationen rund um Microsoft Andromeda verdichten sich. Laut mehreren aktuellen Berichten soll der neue Formfaktor auf der Surface Roadmap 2018 stehen.

Im Laufe der letzten Monate sind vor allem dank unterschiedlicher Patentanträge und Insider-Informationen immer wieder Details zur Entwicklung des Geräts durchgesickert. Klar ist, dass Project Andromeda den mobilen Wiedereinstieg für Microsoft bedeutet, wenn auch das Unternehmen mit Smartphones selbst nichts mehr zu tun haben will.

Andromeda-Prototypen bieten Telefonie

Einem neuen Bericht zufolge wird Microsoft Andromeda dem Smartphone von 2018 zwar äußerlich nicht ähneln dank zwei verbauter Displays, allerdings dennoch ähnliche Funktionen unterstützen. Demnach sollen aktuelle Prototypen des Geräts bereits mit einer vollständigen Telefonie- und SMS-Funktion ausgestattet sein. Daneben soll das Unternehmen auch in Partnerschaft mit WhatsApp an einer Universal App des Dienstes arbeiten. Somit wären praktisch die Grundfunktionen eines heutigen Smartphones abgedeckt.

Dennoch dürfte Microsoft das Gerät nicht als Smartphone-Konkurrenz oder gar „Surface Phone“ vermarkten. Mit dem Smartphone-Markt will Redmond schließlich nichts mehr zu tun haben. Project Andromeda ist ein digitales Notizbuch für die Arbeit unterwegs. Es soll das Smartphone nicht ersetzen, sondern ist tatsächlich eher noch als Companion Device gedacht.

Microsoft Andromeda Release?

Zum aktuellen Zeitpunkt scheint Microsoft die Entwicklung der Hardware finalisiert zu haben und auch Windows Core OS befindet sich auf einem guten Weg. Was Microsoft momentan hauptsächlich von einem Release abhält, ist der Sinn und Zweck dieses Geräts. Man sucht nach einem Verwendungszweck, der die Investition in dieses vermutlich sehr teure faltbare Tablet rechtfertigt.

Sollte man sich noch in diesem Jahr für den Microsoft Andromeda Release entscheiden, rechnen wir noch mit einer Präsentation im Oktober. Aktuell sind hierzu allerdings sehr viele Informationen unklar und es wäre keineswegs verwunderlich, wenn das Gerät mangels Perspektiven auf dem Markt letzten Endes noch eingestellt wird.


Quelle: WindowsCentral

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21 Jun 09:49

TOTALES SCHEITERN des Klima-Kreuz­zuges: Kohle­energie hat heute den gleichen Anteil am Energie-Mix wie vor 20 Jahren!

by Chris Frey

Die meiste Berichterstattung in den lamestream Medien hat sich auf diese einzelne Graphik aus dem BP-Report konzentriert. Sie zeigt, dass der Kohleverbrauch im Jahre 2017 nach Jahren des Rückgangs wieder etwas gestiegen ist. Sieht nach nicht viel aus, oder? Nur ein Funke. Nichts, um dass sich die Umweltfetischisten Sorgen machen müssten. Der Gesamttrend zeigt immer noch nach unten, oder? Dafür machen sie Präsident Trump verantwortlich.

Aber trotz des Schwerpunktes von Präsident Trump, Kohlebergleute während seiner Präsidentschaft wieder in Lohn und Brot zu bringen, spielt dies für den Rest der Welt keine große Rolle.

Der wirkliche Tritt gegen Umweltaktivisten im BP-Report ist dieser hier:

Die Kohle hat den gleichen Anteil an der globalen Energieerzeugung wie vor 20 Jahren:

Im Jahre 1997 machte Kohleenergie einen Anteil von 38% der globalen Energieerzeugung aus.

Im Jahre 2017 betrug der Anteil daran immer noch 38% – trotz der Abermilliarden, die der erneuerbaren Energie hinterher geworfen worden ist.

Bumm!

Der Gedanke, dass Al Gore und Bill McKibben nebst deren Armee trainierter Erfüllungsgehilfen Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt haben, um den Kohleverbrauch zu verdammen, irgendeine Auswirkung gehabt hat, hat sich einfach in Luft aufgelöst. Und obendrein noch das hier: Ihr Kumpan George Soros hat dem Guardian zufolge Millionen in Kohle investiert.

In den USA ist die Erzeugung von Treibhausgasen im dritten Jahr in Folge gesunken, wie mir Marc Morano in einer E-Mail schrieb.

Aktualisierung: WUWT-Autor David Middleton fügt in Kommentaren die folgende Graphik bei. Aus ihr geht hervor, dass die CO2-Emissionen aus Kohle stark gestiegen sind:

Und darum wird unser Planet immer grüner.

Link: https://wattsupwiththat.com/2018/06/17/total-failure-of-the-climate-crusade-coal-power-has-the-same-energy-share-it-had-20-years-ago/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

21 Jun 09:48

Work-Life-Balance: "Ich mache gern ein Nickerchen"

by ZEIT ONLINE: Arbeit - Juliane Frisse
Sie ist Geschäftsführerin, hat drei Jobs und macht trotzdem um 14 Uhr Feierabend. Wie schafft die "Original Unverpackt"-Gründerin Milena Glimbovski das?
21 Jun 08:38

Toxic Substances Portal - Perfluoroalkyls

21 Jun 08:37

Building a SQL Azure Database from TeamCity

by Annette Allen

I’m in the process of setting up a new environment using Azure SQL Databases, previously in Azure we’ve just used an Azure VM with SQL Server on it.  I’m also fairly new to setting up a Continuous Integration environment and in-house we use Team City, so in this blog and probably the next few I’m going to go through how to set up Team City to deploy to an Azure SQL database.  There are definitely other ways of doing it and probably better ways but this is how I tackled it.

In the full process, which I will cover in a series of blog posts, I will show you how to:

  1. Check for the existence of a database,
  2. Delete a database,
  3. Create a database,
  4. Sync the schema from source control
  5. Populate it with some data.

In this post we will cover points 1 to 3.

Assumptions:

  • You have Team City setup and have a basic understanding of how it works, if however you need some help please refer to my blog post on the subject here
  • You have a login to Azure
  • You have created a Resource Group in Azure
  • You have an understanding of Powershell

I write all my commands in Powershell and I write them using Visual Studio Code.

Before I start putting anything into TeamCity I write the code and make sure it’s doing what’s required and then I can quickly plumb it into TeamCity knowing that it’s basically working. One thing to remember when working with TeamCity is that you can parameterise everything, which means scripts can be written and used in different environments by changing the parameters, this obviously changes how we write the Powershell.

I also created a test database in the appropriate resource group via the Azure portal so that I had all the information I needed.

Before you start writing the Powershell code you will need to ensure that the required modules are installed as follows:

To create the database the parameters we will need are:

Server Name – the full name of the Azure Server, you can get this by clicking in the Azure Portal on the database need set up above and clicking on “Show database connection strings” and this will give you all the information you need  in relation to the server.

Azure Account Name – this is the login you use to connect to the portal, it will be in the format something@something.onmicrosoft.com

Password – in Team City you can save a password in a secure string, for testing purposes you can just put the password here, but NEVER save it here.

So the powershell will look something like this:

We then need to convert the password to a secure string and set the result as a parameter using the following code:

Using these details I logged in to the azure portal using the following code:

This uses the username passed in as the parameter, the password that we’ve converted to a secure string which we have set to be a credential, and then using these credentials we’ve logged in to our Azure account.

We then need to pass in the detail of which resource group we want to use, which location and pass it a database name.  We could parameterise these but in this case I haven’t as my resource group and location wont change, but if I wanted to use this code for a different resource groups or locations I’d definitely parameterise them.

Then we need to check whether our database exists, we can use an Azure command for this called Get-AzureRMSQLDatabase and we need to pass it the ServerName, ResourceGroupName and DatabaseName.  We need to pass this to a variable because really all we want to know is if it exists, if it does we want to delete it because, in my opinion, when you are building a test database from a source controlled environment you want to start with an empty database.  In future builds I will be building a pre-production environment in which case we will be comparing and making changes and not starting from empty.

To remove a database we use the command Remove-AzureRmSqlDatabase and we need to pass in the ResourceGroupName, ServerName and DatabaseName

The script to check and remove the database is as follows:

Once the database no longer exists we can create a new one.  We have to use the New-AzureRmSqlDatabase command and pass in the ResourceGroupName, ServerName and DatabaseName and the RequestedServiceObjectiveName which is basically what tier of database do we want, I’m using Basic because it’s a test box and I’m only interested in building the cheapest I can without compromising performance.  However remember some functionality which works on higher tiers may not work on this as I found out.  For example Clustered ColumnStore indexes do not work on the Basic tier so consider your functionality when setting the level you want.

The code to do this is:

So the entire script looks like this:

Once we’ve tested this script and prove it works we need to plumb it in to TeamCity.  However remember to remove the password, we don’t want to save a password in here.   We could encrypt the password and save it in a file, but TeamCity handles it quite well so I’ll leave it there.

In TeamCity open your Build Configuration and add a build step. 

The window will look like this:

Going through this step by step:

  • Runner type refers to what type of script we are using and in this case it’s Powershell.
  • Step name is up to you, whatever makes sense,
  • Execute Step defaults to “If all previous steps finished successfully”, but you can look at the options and choose which is most appropriate. I keep with the default because I don’t want it to continue if something hasn’t worked properly.
  • Platform relates to the version you are using,
  • Format stderr output as: defaults to Warning but if I want it to error if there is something that doesn’t work quite right so I often change this to Error.
  • Script, select file as we are running a script from a file.
  • Script File is, you will notice that I’ve used a parameter and then the \ and the file name, we’ll set the parameters shortly.
  • Then you need to click on Expand and the script arguments will be displayed, you can see here I’ve added in the 3 parameters that we set in the powershell script. We have to put parameter names in % and “, I can’t explain why I just know that we need to!!!

Then we save it.

Now we need to click on Parameters on the left menu to set our parameters.

It will list all parameters used and there will be red text in the value box for those parameters with missing values.

Populate the missing ones with the details you set in the powershell.

To set the password ones, click on edit and click in here click on “Edit” and in display select Hidden and in Type select Password, that way you enter the password in once and then it’s hidden from sight.

Once these are all saved you can click on Run and Run the build, hopefully without error.

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21 Jun 08:36

Ketogenic Diet Beats Chemotherapy for Most Cancers: Thomas Seyfried