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05 Dec 11:30

Kantinenessen: Fettes Essen macht denkfaul

by ZEIT ONLINE: Karriere -
Jeden Tag ein guter Tipp im Adventskalender. Heute: Die Deutschen lieben fettiges Kantinenessen. Aber genau so eine Ernährung senkt die Leistungsfähigkeit.
05 Dec 11:30

Criminals can guess Visa number and security code in six seconds, experts find

05 Dec 11:25

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by Daniel Rubino

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05 Dec 11:25

PouchDB, the JavaScript Database That Syncs

05 Dec 11:25

HDEV: High Definition Earth-Viewing System

05 Dec 09:44

Vorstellungsgespräch: Woran du erkennst, dass du den Job kriegst

by Daniel Hüfner

Das Vorstellungsgespräch ist vorbei – und was bleibt, ist Ungewissheit? In unserer Themenwoche Karriere erklären wir, woran du erkennst, dass du den Job bekommst.

Und, wie war es? Diese Frage hören Bewerber oft nach einem Vorstellungsgespräch. Vielleicht fällt ein „Ganz gut“ oder „Eigentlich nicht schlecht…“ als Antwort, mit absoluter Gewissheit sagen lässt sich das jedenfalls nicht. Was nicht heißt, dass Bewerber tagelang mit Bauchschmerzen auf den erlösenden Anruf warten müssen. Denn schon während des Vorstellungsgesprächs lassen sich die Chancen für eine Zusage relativ gut von den Lippen der Personaler ablesen. Wir sagen euch, welche Indizien das Gespräch entschlüsseln.

Das Gespräch dauert länger als erwartet

Ein Vorstellungsgespräch dauert in der Regel zwischen 15 und 20 Minuten. Vor allem bei größeren Arbeitgebern finden oft mehrere Gespräche am gleichen Tag, möglicherweise kurz hintereinander statt. Wessen Gespräch länger dauert als die angepeilte Zeit, kann auf eine Zusage hoffen. Denn je mehr Zeit sich ein Personaler für den Bewerber nimmt, desto größer ist das Interesse.

Es wird nicht im Konjunktiv gesprochen

„Sie würden bei uns Führungsverantwortung bekommen und könnten ein Budget von 100.000 Euro betreuen“ versus „Sie bekommen Führungsverantwortung und betreuen ein Budget von 100.000 Euro“ – den Unterschied bemerkt? Fällt der Konjunktiv weg, wirkt der Satz gleich viel überzeugender. Äußert sich der Personaler derart verbindlich im Ton, kann er sich eine Zusammenarbeit mit dem Bewerber sehr gut vorstellen.

Der Personaler schreibt fieberhaft mit

Auch vermeintlich unwichtige Details geben Aufschluss über den Verlauf eines Vorstellungsgesprächs. Liegt der Kugelschreiber auf dem Tisch oder in der Hand des Personalers? Schreibt dieser eifrig und kopfnickend mit, sorgen die Antworten des Bewerbers für Neugier. Wird hingegen kaum etwas notiert und nur wiederholt auf die Uhr geschaut, ist die Sache klar: kein Interesse.

Ihr sprecht über richtige Details

Nur wenn sich der Gesprächspartner ernsthaft für den Bewerber interessiert, wird er auch über Details zur ausgeschriebene Stelle sprechen. Wie sieht der Arbeitsablauf typischerweise aus? Wann und wie oft werden Fortbildungen angeboten? Gibt es eine Homeoffice-Regelung und wie viel Verantwortung hat der Bewerber? Beantworten Personaler diese und weitere Fragen von sich aus, ist das ein gutes Zeichen: Der Bewerber passt in den Augen des Gesprächspartners gut in das Unternehmen.

Du wirst nach deinem Gehaltswunsch gefragt

Klingt trivial? Von wegen. Auch wenn jeder Bewerbungsratgeber zur akribischen Vorbereitung auf die Gehaltsfrage mahnt, ist sie keineswegs garantiert. Viele Personaler fragen nämlich nur solche Bewerber nach ihrem Gehaltswunsch, die auch ernsthaft für die Stelle infrage kommen. Ist dies nicht der Fall, wird sich gar nicht erst die Mühe gemacht, das Thema zu diskutieren.

Du wirst nach dem Einstiegsdatum gefragt

Wann können Sie denn frühstmöglich bei uns anfangen? Wann darf unsere Personalplanung mit ihnen rechnen? Wie schon bei der Gehaltsfrage gilt auch hier: Die Mühe macht sich ein Personalverantwortlicher nur dann, wenn eine Zusammenarbeit mit dem Bewerber auch wirklich infrage kommt.

Es wird sich nach anderen Jobangeboten erkundigt

Wo haben Sie sich noch beworben? Haben Sie eigentlich schon andere Jobangebote? Zwar ist diese Frage eher ungewöhnlicher Natur, sollte sie jedoch vom Personaler gestellt werden, ist das kein Grund zur Unruhe – im Gegenteil: Dahinter steckt meist der Versuch herauszufinden, wie hoch der Marktwert des Bewerbers ist und ob besonders schnell gehandelt werden muss, um gegenüber der Konkurrenz nicht den Kürzeren zu ziehen. Wenn du am Ende des ersten Gesprächs eine Einladung zum zweiten kriegst, gehörst du zu den Top-Kandidaten.

Du bekommst eine Führung durch die Abteilungen

Wer nach dem Vorstellungsgespräch zu einer Führung durch die Abteilungen eingeladen wird, ist heißer Kandidat auf den Posten. Immerhin setzt das Kennenlernen anderer Mitarbeiter aus dem Unternehmen voraus, dass der Bewerber einen positiven Eindruck bei den Personalverantwortlichen hinterlassen hat.

Passend zum Thema: Vorstellungsgespräch: Wie du einen schlechten Chef erkennst

05 Dec 09:44

Was der aussetzende Klimawandel für Folgen haben kann: Gendergerechtes Schneeräumen versagt in Stockholm

(Bild 1 rechts: Früher Wintereinbruch im Allgäu. Quelle: BR-Homepage (Stand 13.11.2016)
meteo.plus: Die Schneefläche in der Nordhemisphäre ändert sich infolge der Jahreszeiten gravierend. Während sie im Sommer nahezu verschwinden kann, nimmt sie im Winter in weiten Teilen Nordamerikas, Grönlands, Europas und Asiens auf mehr als 45 Millionen Quadratkilometer zu. Infolge der Klimaerwärmung hat sich in den letzten Jahrzehnten jedoch kaum etwas an der Ausdehnung der Schneefläche geändert. Die Trends deuten seit den 1990er Jahren eher wieder auf eine Zunahme der Schneebedeckung hin.


Bild 2 Jährliche Schneebedeckung der Nordhemisphäre Quelle: meteo.plus (Datenquelle: Rutgers University Global Snow Lab (NOAA)

Das ist nichts Neues, auch wenn es nach Grüner Überzeugung eigentlich nicht mehr wirklich vorkommen sollte. Aber dieser Wintereinbruch offenbarte auch ein bisher eher unbekanntes Beispiel, wie beim Lösen eines Klimaproblems (eigentlich ist es ja Wetter) nicht nur Grüne Ideologie, sondern auch Grüne Lösungen versagen. Es kam dem Autor zu Ohren und da man sich gut vorstellen kann, dass so etwas auch einmal in Deutschland verordnet wird, soll es den EIKE-Lesern nicht vorenthalten werden.

Die Vorgeschichte:
In Stockholm wurde angeordnet, dass bei Schneefall nicht die Straßen, sondern zuerst die Gehwege geräumt werden. Der Grund ist, dass die Räumung der Straßen die Männer als Haupt-Autofahrer bevorzugt, was als nach Gender-Gesichtspunkten nicht zulässige Benachteiligung der eher zu Fuß gehenden weiblichen Personen angesehen wurde. Allerdings hatte man – neben vielem Anderen - übersehen, dass zum Räumen der Gehwege die Räumdienste geräumte Straßen zum Hinkommen benötigen.

Wie immer, wenn Politiker etwas beschließen (es erinnert so stark an das EEG), darf allerdings nicht der Beschluss der Grund des Übels sein...
(Auszug)[1] Nach Wetterchaos: Stockholm verteidigt gendergerechtes Schneeräumen
STOCKHOLM. Der Vizebürgermeister und Verkehrsminister von Stockholm, Daniel Helldén, hat nach dem Wetterchaos in der schwedischen Hauptstadt die Kritik am gendergerechten Schneeschippen zurückgewiesen. „Die gendergerechte Schneebeseitigung ist nicht schuld“, sagte er der Tageszeitung Expressen.
„Es gibt derzeit einen Mangel an gendergerechter Schneebeseitigung“, unterstrich der Politiker. „Es ist immer noch schwierig, auf den Gehsteigen zu gehen.
Gehwege zuerst geräumt
Weil aus Gründen der angeblichen Verbesserung der Geschlechtergerechtigkeit Gehwege zuerst geräumt wurden, waren die nach einem unerwartet hohen Schneeaufkommen zugeschneiten Straßen weder für Einsatzkräfte noch für Berufstätige nutzbar.
In der Folge blieben Firmen, Schulen, Kindergärten und Geschäfte geschlossen, Zugstrecken und Autobahnen konnten nicht mehr befahren werden. Auf den glattgeschaufelten Gehsteigen häuften sich indes die Unfälle. „Ja, es ist offensichtlich, dass es nicht funktioniert hat.
Mangel an „geschlechtergerechter Schneeräumung“
Die rot-grüne Stadtkoalition in Stockholm hatte im Vorjahr beschlossen, künftig beim Schneeräumen feministische Aspekte zu berücksichtigen. Eine Untersuchung hätte ergeben, daß Männer auf dem Weg zur Arbeit eher das Auto nutzen als Frauen. Diese seien zwar seltener berufstätig, nutzen aber häufiger die Gehsteige mit dem Fahrrad oder zu Fuß.
Sozialdemokraten und Grüne stellten daraufhin einen „Mangel an geschlechtergerechter Schneeräumung“ fest und ordneten an, Gehsteige zuerst zu räumen.

Hoffen wir, dass die Münchner Rückversicherung (MuRe) dies nicht als klimabedingtes Extrem-Wetterereignis in ihre Schadensstatistik-Datenbank einträgt, denn Grün-Linke Dummheit lässt sich an deren Daten nicht nachträglich herausrechnen.

Quellen

[1] JUNGE FREIHEIT: Nach Wetterchaos: Stockholm verteidigt gendergerechtes Schneeräumen

05 Dec 09:44

Gorleben – Endlagerwende 2016 (Teil I von III) Stefan Wenzel Umweltminister – Mastermind der Wende

Anfrage:

Am 22.05.2014 hat die Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe, deren Aufgabe es sein wird, einen geeigneten Standort für ein Endlager für hoch radioaktive Abfallstoffe zu finden, ihre Arbeit aufgenommen.

Vor diesem Hintergrund fragen wir die Landesregierung:

1. Aus welchen Gründen hält die Landesregierung den Standort Gorleben für geologisch ungeeignet?

2. Auf welche belastbaren und nachgewiesenen wissenschaftlichen Erkenntnissen stützt die Landesregierung diese Meinung?

3. Welche Sachverständigengutachten liegen der Landesregierung vor, die Gorleben als geologisch ungeeignet einstufen?

4. Welche geologischen und geotechnischen Gegebenheiten müssen nach Auffassung der Landesregierung in den Gebirgsformationen Salz, Ton und Granit jeweils vorherrschen, damit ein Standort als Endlager geeignet ist.

5. In wieweit ist die Auffassung der Landesregierung über die geologische Eignung Gorlebens auch die Auffassung der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe?

(An die Staatskanzlei übersandt am 03.07.2014 - II/725 - 808)

Antwort der Landesregierung

Niedersächsisches Ministerium  für Umwelt Energie und Klimaschutz, MinBüro 01425/17/7/08-0012-; Hannover, den 12.09.2014                                                                                                                                                                                              

Die Kernbrennstoff-Wiederaufarbeitungsgesellschaft mbH (KEWA) führte in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts im Auftrag der Bundesregierung ein Auswahlverfahren für eine industrielle Kernbrennstoffwiederaufbereitungsanlage durch. Geplant war eine Fabrik, die nach damaligen Maßstäben zu den weltweit größten Anlagen ihrer Art gehört hätte. Unterhalb der Anlage sollten tritiumhaltige flüssige Abfälle in "Porenspeichern" verpresst werden können und hochradioaktive Abfälle "abgesenkt" werden können.

Die Auswahlkriterien waren insbesondere an den technischen Anforderungen für eine große Anlage zur Abtrennung von Uran und Plutonium bei der Wiederaufarbeitung von Atommüll ausgerichtet. Untersucht wurden Standorte mit geringer Bevölkerungsdichte und einem in der Nähe befindlichen Salzstock. Dabei kam der Standort Grobleben nicht in die engere Auswahl. Ausgewählt wurden zunächst 26 Standorte, daraus wiederum acht, und daraus letztlich drei Standorte in Niedersachsen. Gorleben war weder unter den letzten 26 Standorten noch unter den letzten acht Standorten, noch unter den letzten drei Standorten. Kristallin und Tonstandorte wurden gar nicht untersucht.

ñ Das ist Geschichte (aus den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts). Meint Umweltminister Wenzel wirklich, dass all das, was mit seiner Hilfe 2016 in den heutigen Bericht der Standortsuchkommission geschrieben wurde, im Jahr 2055 auch noch gelten wird? Insbesondere wenn in Zukunft beispielhaft durch das mehrstufige Recycling (Wiederaufarbeitung und verschiedene „ Transmutatiostechniken“) die abgebrannten Brennelemente zum wertvollen Energie-Rohstoffe werden? In dem gerade fabrizierten Endlagerbericht wird dieses Thema kaum angesprochen: Mehr Vergangenheitsbewältigung als Zukunftsvisionen.

Nachdem das KEWA-Verfahren des Bundes im Verlauf des Jahres 1976 abgebrochen wurde, wurde innerhalb weniger Wochen von der damaligen Landesregierung ein Standort präsentiert, der bereits ausgeschieden war. Bei diesem Standort handelte es sich um den Salzstock Gorleben.

♦ Wir sind heute im Jahr 2016. In der Vergangenheit wurde viel geplant und diskutiert, das heute längst weiterentwickelt wurde. Diese Aussage ist irrelevant für die Sicherheit eines langzeitsicheren Endlagers = Untertage-Deponie für „Atommüll“ = Energie-Rohstoff sowie die heutigen Planungen für die zukünftige Entsorgung von hoch radioaktiven Stoffen. 

Die Auswahlkriterien der KEWA wurden am 20.04.1983 durch Kriterien des Bundesinnenministeriums ersetzt. Diese „Sicherheitskriterien für die Endlagerung radioaktiver Abfälle in einem Bergwerk“ forderten u. a., dass sowohl das Wirtsgestein selbst auch das Deckgebirge und Nebengestein im Rahmen eines Mehrbarrierenkonzepts die Freisetzung unzulässiger Konzentrationen von Radionukliden verhindern müssten.

♦Dies wurde bei der Erkundung von Gorleben genauestens beachtet. Deshalb hier einige allgemeine Worte zu geologischen Barrieren:

Heilbronn: Salzbergwerk und Untertage-Deponie = Endlager. Die vom Salzbergwerk getrennte Untertage-Deponie/(Endlager) für nicht hoch toxische Abfälle wurde nach dem Abfallrecht genehmigt. Es gelten neben dem Abfallgesetz mit den zugehörigen Verordnungen auch bergrechtliche Vorschriften. Genehmigungsbehörde ist die baden-württembergische Bergbehörde. Das Bild soll zeigen, welche hohe Qualität das geologische Medium Salz mit einer Wasser dichten Lage von nur 50 Metern im Bezug zur Sicherheit über einen Zeitraum von über 100 Jahren  hat. Direkt über dem Salzbergwerk fließt der Neckar auf einer Länge von mehr als 10 Kilometern. Auch das gesamte heutige AUDI-Werk Neckarsulm liegt direkt über der in einer Tiefe von nur 155 m auftretenden Salzformation, die nur durch eine 50 m mächtige wasserundurchlässigen Gesteinsschicht (Obere Sulfatschichten: Mittlerer Muschelkalk) abgedichtet ist. Das Bergwerk ist seit 1895 ohne nennenswerten Wassereinbruch in Betrieb. Das gesamte heutige Grubengebäude besteht aus ca.700 km hauptsächlich wieder mit Salz verfüllten Strecken und Abbaukammern, die durch Sicherheitspfeiler voneinander getrennt sind. Das gesamte Grubenfeld hat den massiven Bombenhagel des zweiten Weltkriegs überstanden. Es gibt derzeit keine Zweifel an der Betriebssicherheit des Bergwerkes.

♦ Geologische Barrieresysteme zum Vergleich:

♦ Herfa-Neurode: Untertage-Deponie = Endlage für ewig toxisch bleibende Abfallstoffe: Barriere knapp 350 m. Bisher eingelagerte Mengen ca. 2 Mio. Tonnen.

♦ Heilbronn: Salzbergwerk und Untertage-Deponie: wasserundurchlässige 50 m, gesamte geologische 170 m.

♦ Gorleben: im Salzstock selbst seitlich über Jahrmillionen, nach oben 600 m durch massives, unverritztes Salz geschützt, direkt darüber durch ca. 200 m wasserführende Sande und Tongesteine, in denen diese Wässer zur Teufe hin zunehmend zur gesättigten Salzlauge werden. 

Später stellte sich heraus, dass über dem Salzstock von Gorleben kein durchgängiges dichtes Deckgebirge vorhanden ist.

Die Kriterien der Salzstudie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe von1995 hielten ebenfalls ein möglichst ungestörtes Deckgebirge mit „Rippelton“ in ausreichender Mächtigkeit für erforderlich; die Salzstudie betrachtete den Salzstock Gorleben jedoch nicht. Der Standort Gorleben hätte den Kriterien nicht entsprochen.

♦  Für beides gilt das Gegenteil, wie die Untersuchungen der GRS-Sudie (Vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben, 2012) auf Seite 131 (M13 und M14) nachweist: „... dass das Hauptsalz im Kernbereich des Salzstocks und damit auch in der Umgebung des Einlagerungsbereiches auf Grund der geologischen Entwicklungsgeschichte durch eine halokinetisch bedingte intensive Deformation und daraus resultierende Homogenisierung gekennzeichnet ist. Gleichzeitig weist es einen hohen Rekristallisationsgrad und die Abwesenheit von hydraulischen Klüften, Störungen oder makroskopischen Lösungsvorkommen auf ...

♦  „Die Erfüllung der mit der Maßnahme M2 verbundenen Anforderungen an die Eigenschaften der geologischen Barriere kann daher unter der grundlegenden Annahme im Vorhaben VSG, dass die im Erkundungsbereich 1 erzielten Erkundungsergebnisse auf nicht erkundete Hauptsalzpartien übertragen werden können, grundsätzlich als gegeben angesehen werden ...“ (siehe Teil II)

Mit den Sicherheitskriterien des Bundesumweltministeriums von 2010 wurde die maßgebliche Systematik der Sicherheits Anforderungen zum dritten Mal verändert. Nunmehr wurde ein 'einschlusswirksamer Gebirgsbereich' definiert. Für wahrscheinliche Entwicklungen wurde ein Wert der maxmal zulässigen Exposition einer einzelnen Person der Bevölkerung von 10 Mikro-Sievert p.a. festgelegt; für weniger wahrscheinliche Entwicklungen wurden 0,1 Milli-Sievert p.a. festgelegt, für unwahrscheinliche Endwicklungen wurden kein Wert festgelegt. Zudem muss für 'wahrscheinliche Entwicklungen' danach aber eine Handhabbarkeit der Abfallgebinde bei einer eventuellen Bergung für einen Zeitraum von 500 Jahren gegeben sein.

♦ Die Forderung nach einer Rückholbarkeit (Bergung) ist nicht nur bei einer endgültigen Entsorgung in tiefen geologischen Formationen (Gesteinsarten wie Salz, Ton oder Granit), sehr widersprüchlich, denn wie oben erwähnt „... dass sowohl das Wirtsgestein ...“, müssen auch die technischen Barrieren wie Behälter, Versatz, Kammerverschluss, Stollenverschluss etc. sukzessive mit der Einlagerung langzeitsicher verschlossen werden. Zu erwarten, dass dies in 500 Jahren unsere Nachfahren tun müssen ist nicht zu verantworten. Wird in Zukunft ein Recycling des 'Mülls' erwartet, sollte dies mit einer Zwischenlagerung in Hallen oder in Bergwerkstollen geplant werden, für den Fall einer gewünschten endgültige sicheren Entsorgung dagegen muss dies schon aus ethischen Gründen in tiefen geologischen Formationen unter Nutzung alle Barrieren von unserer Generation geschehen.

Als das Versuchsendlager und Forschungsberg Werk Asse in Betrieb genommen wurde, erklärten die Verantwortlichen Institutionen, dass hier Sicherheit für alle Zeiten gewährleistet sei. Ein Wassereinbruch wurde als größter anzunehmender Unfall definiert und zu gleich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen. Zehn Jahre später trat genau dieser angeblich höchst unwahrscheinliche Fall ein.

Jahrelang behaupteten die verantwortlichen Institutionen, dass sich Risse im Steinsalz durch den Gebirgsdruck und die plastische Eigenschaften des Materials von alleine schließen würden. Verschwiegen wurde gegenüber der Öffentlichkeit, dass es ausgerechnet im Untertage- und Forschungslabor für das Endlagermedium Salz zu Rissbildungen und Wegsamkeiten mit Wassereinbruch kam, die sich nicht von allein schlossen.

In Unterlagen des damals zuständigen niedersächsischen Sozialministeriums wurde die Asse Anfang der 80er-Jahre des letzten Jahrhunderts als Prototyp für Gorleben bezeichnet. Forschungsminister Heinz Riesenhuber und die niedersächsische Wirtschaftsministerin Birgit Breuel erklärten seinerzeit, dass u. a. Versuche in der Asse zur Wirkung von Radiolysevorgängen im Salz für die Genehmigung von Gorleben unverzichtbar seien. Nach dem Wassereinbruch wurden die Versuche gestoppt und auch an anderer Stelle nicht durchgeführt.

♦ Wassereinbruch ist das falsche Wort. Stetiger geringer Laugenzutritt entspricht eher der Situation.

♦  Über die Asse haben eine sehr große Anzahl von kompetenten und inkompetenten Bürger geschwätzt und geschrieben. Es würde hier zu weit führen, auf alle Argumente einzugehen und deshalb verweise ich hier auf meinen im Internet zu findenden Artikel “Asse, die Fakten“, 2013.

♦  Bei der Asse handelt es sich um ein altes Salzbergwerk, in dem zwischen 1908 und 1925 bis an die äußerste Grenze des Salzes zum Nebengestein Salz abgebaut wurde, ohne den heute üblichen Sicherheitsabstand einzuhalten. Dabei wurde die wasserdichte Grenzschicht zwischen Salz und Nebengestein verletzt. Deshalb diese geringen Laugenzuflüsse.

♦ Das Einlagern von hauptsächlich schwach radioaktiven und etwas mittel-aktiven Abfällen fand nach dem Bergrecht statt, zu einer Zeit, zu der sich eine strikte Klassifizierung der Abfälle noch in den Kinderschuhen befand. Nach dem Ende der Einlagerung wurden einige offene Streckung für wissenschaftliche Untersuchungen genutzt, um grundsätzliche wissenschaftliche und technische Fragen zu klären, die in zahlreichen Berichten veröffentlicht sind und für das Verständnis für Salz als Endlagermedium auch heute noch sehr hilfreich sind. Ein Vergleich der Situation Asse mit der von Gorleben zeugt von einer schon fast sträfliche Unkenntnis von Fakten – eignet sich jedoch bestens als bleibendes politisch aufgebautes Angstthema, das sich im Netz vortrefflich weit verbreiten lässt. (siehe Teil  III).

Schweizer Institutionen, die mit der Sicherheit der Lagerung von hochradioaktiven Abfallstoffen befasst sind, verweisen auf ein zentrales Grundprinzip ihrer Arbeit. Demnach seien die Verfahren, die Regeln, die Akteure, die Sicherheitskriterien und die Sicherheitsanforderungen zu Beginn und vor der Auswahl möglicher Standorte festzulegen. Später sei dann in festgelegten Verfahren und nach festgelegten Regeln zu prüfen, ob ein gegebenenfalls geeigneter Standort und eine gegebenenfalls geeignete Lageroption für die Lagerung von hoch radioaktivem Abfall diese Sicherheitskriterien und Sicherheitsanforderungen erfüllen können.

♦ Recht haben die Schweizer. Nur denken sie nicht statisch bzw. vergangenheitsgläubig, sondern sie sind offen und flexibel für zukünftige Entwicklungen. Die Ergebnisse der 'VSG Studie' sind ein Beweis dafür, dass bei Gorleben all das berücksichtigt worden ist, außer dass in ganz Deutschland auf theoretischer Basis nach den „bestmöglichen Endlagerstandorten“ gesucht wurde. Wegen der positiven Entwicklung von Gorleben war das auch nicht nötig. Im übrigen bestätigte im Jahr 2001 Dr. McCombie, seit 20 Jahren „Executive Advisor“ für die  NAGRA (Schweiz), damaliger Leiter der „International Expert Group Gorleben (IEG“) (siehe Teil II), dass das politisch durchgesetzte Gorleben-Moratorium aus fachlicher Sicht in keinster Weise gerechtfertigt ist. (Im Internet zu finden unter „International Expert Group Gorleben: „Repository Project Gorleben – Evaluation of the Present Situation. 125 S. Juli 2001). 

In Deutschland ist der Prozess umgekehrt verlaufen. Zunächst wurde ein laufender Auswahlprozess abgebrochen und ein bereits ausgeschiedener Standort nachträglich doch noch benannt. Im Anschluss wurden Kriterien angepasst. Als absehbar war, dass der ausgewählte Standort auch diese Kriterien nicht erfüllt, erfolgten weitere Anpassungen. Diese Kriterien sind nunmehr sehr flexibel definiert. Annahmen zur Wahrscheinlichkeit bestimmter Ereignisse und zu mathematischen Modellierungen lassen sehr weite Interpretationsspielräume zu.

♦ Historisch mag das alles so gewesen sein. Die heute bekannten Ergebnisse von Gorleben sprechen jedoch eine vollkommen andere Sprache: Mit nur vier geologisch bestens ausgewählten Tiefbohrungen in den Salzstockflanken mit einer Teufe von knapp 2000 Metern wurde die räumliche Erstreckung des Salzstocks definiert. Und, was extrem wichtig ist, wurde dabei die ca. 600 Meter mächtige natürliche Salz Barriere praktisch nicht durchlöchert, die über den in ca. 850 m Teufe geplanten Einlagerungsstrecken liegt. Für die Detailplanung der beiden Schächte wurden nur noch zwei weitere Tiefbohrungen abgetäuft: Das bedeutet, dass die natürliche Deckgebirgsbarriere über dem gesamten Einlagerungsbereich von über einem Kilometer Erstreckung nur an sechs Stellen durch Menschenhand „beschädigt“ worden ist und später problemlos abgedichtet werden kann. In keinem anderen geologischen Medium als Salz in einem Salzstock ist dies möglich. In tiefliegenden Tongesteinen oder Graniten ist eine Vielzahl von Bohrungen durch die natürliche Barrieregesteine notwendig, um den Einlagerungsbereich zu erkunden. Diese müssen später genehmigungssicher verschlossen werden.

Die neue Landesregierung hat in Kenntnis der o. g. Vorgänge und in Kenntnis der Ergebnisse der Untersuchungsausschüsse von Land und Bund eine Neubewertung des Standortes Gorleben vorgenommen. Sie ist der Auffassung, dass der Standort geologisch ungeeignet und politisch verbrannt ist.

♦ Das Gegenteil ist der Fall wie die Untersuchungen der GRS-Sudie (Vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben, 2012) auf Seite 229 nachweist: Einschluss der Nuklide:Aufgrund der großräumigen Integrität der an das Endlagerbergwerk angrenzenden Bereiche der geologischen Barriere, der Integrität der Verschlussbauwerke über ihre Funktionsdauer sowie der Einschlusseigenschaften des kompaktierten Versatzes kann für den Standort ein einschlusswirksamer Gebirgsbereich in Lage und Grenze ausgewiesen werden ...“ (Siehe Teil II).

Die Ergebnisse des parlamentarischen Untersuchungsausschusses Asse und die Erkenntnis des parlamentarischen Untersuchungsausschusses Gorleben haben die Landesregierung in dieser Auffassung bestätigt (S. Anlage 1)

Dies vorausgeschickt, beantworte ich die Kleine Anfrage namens der Landesregierung wie folgt:

Zu 1 und 2: Siehe Vorbemerkungen.

♦  Die Autoren der Berichte mit den genannten Erkenntnissen stammen hauptsächlich aus der Feder der Anti-Nuc Bewegung; die Inhalte der Berichte sind in mehreren Fällen weder belastbar noch nachgewiesen: siehe     Gutachten dazu von Wissenschaftlern der Bundesanstalt für Geologie und Rohstoffe (BGR).

 

Zu 3: Eine nicht abschließende Liste von Veröffentlichungen ist als Anlage 2 beigefügt.

♦  Stimmt: nur 20 von vielen hunderten von Berichten werden genannt: Das Verhältnis von genannten zu nicht genannten Berichten dürfte 1% zu 99 % betragen. (siehe Teil III)!

 

Zu 4: die Landesregierung hat im Rahmen der Gesetzesberatung zum Standortauswahlgesetz der Einrichtung einer Atommüllkommission vorgeschlagen, die u.a. Entscheidungsgrundlagen, Ausschlusskriterien, Mindestanforderungen, Kriterien einer möglichen Fehlerkorrektur, Anforderungen an die Organisation, die Beteiligung der Öffentlichkeit und die Transparenz vorlegen soll. Dabei sollen alle Wirtsgesteine und alle Lageroptionen berücksichtigt werden, die infrage kommen.

♦ Nach dem oben Gesagten erübrigt sich hierzu ein objektives wissenschaftlich-technisches Kommentar, denn die Aussagen enthalten eine Anzahl von Behauptungen, die mit dem heutigen Kenntnisstand von Gorleben wenig zu tun haben. Im übrigen verweise ich auf das weiter unten Beschriebene (siehe Teil II). 

Zu 5: Die Kommission hat ihre Arbeit aufgenommen und soll bis spätestens zum 30.06.2016 einen Bericht vorlegen. Die Landesregierung setzt auf einen Neubeginn, der die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholt. Ein Grundprinzip der künftigen Auswahl eines Ortes und einer Methode für die sichere Lagerung von hoch radioaktivem Atommüll sollte sein, dass erst die entscheidenden Sicherheitsanforderungen und Sicherheitskriterien festgelegt werden und erst im Anschluss mögliche Standorte ausgewählt werden. Da die Kommission ihren Bericht noch nicht vorgelegt hat, kann die Landesregierung dazu noch nicht Stellung beziehen.

♦ Die entscheidenden Sicherheitsanforderungen und Sicherheitskriterien sind schon jahrzehntelang bekannt.

♦ Sie sind bei der Standortuntersuchung von Gorleben berücksichtigt worden (siehe Teil II, VSG Strukturplan, Arbeitspaket 4). 

♦ Die Fragen 4 und 5 der Kleinen Anfrage der FDP Politiker wurden dagegen von Stefan Wenzel weder angesprochen noch beantwortet.

♦ Die von dem Minister genannten Aussagen haben nichts mit den heute bekannten Fakten von Gorleben zu tun. Das Gegenteil ist der Fall: Er verweist eher auf seine großen und teuren politischen Visionen einer von Fehlern freien Zukunft nach der Endlagerwende!

Stefan Wenzel.

ANLAGE 1

-Niedersächsischer Landtag - 16. Wahlperiode (18.10.2012) Drucksache 16/5300, Bericht zum 21. Parlamentarischen Untersuchungsauschuss.

-Deutscher Bundestag -17. Wahlperiode (23.05.2013), Drucksache 17/13700, Beschluss Empfehlung und Bericht des 1. Untersuchungsausschusses nach Art. 44 des Grundgesetze.

-Bundesministerium für Forschung und Technologie/KEWA GmbH, Ermittlung mehrerer alternativer Standorte für eine industrielle Kernbrennstoff - Wiederaufarbeitungsanlage, KWA 1224,VS, Abschlussbericht Dezember 1974

-Bundes Innenministeriums, Sicherheits-Kriterien für die Endlagerung radioaktive Abfälle in einen Bergwerk, 20.04.1983, GMBI. 1983, in R. 13, S. 220, RDSHCHR. D. B am IV. 2004.1983- AGK 3 - 515 790/2 -

-Bundesumweltministerium, Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung Wärmeentwicklung Teilen der radioaktiver Abfälle, 30.09.2010

♦  Zu den Inhalten dieser Erklärungen äußere ich mich nicht!

ANLAGE 2“

♦ Die Langfassung der  ANLAGE 2 mit den Titelnennungen können im Original nachgelesen werden. Im Folgenden sind nur die Autoren, das Erscheinungsjahr und die Finanziers der Berichte genannt. 

„Grimmel, E. (1979) .. (59 S.) .. Institut für Angewandte Ökologie e.V.; Mauthe, F. (1979) .. (60 S.)  … Geologisches Institut der Universität Hannover; Duphorn, K. (1983) .. (265 S.) .. Universität Kiel;*Appel, D. et al. (1984) .. (?)   .. Fraktion der Grünen; Duphorn, K. (1984) ..  (47 S.) .. Universität Kiel; Grimmel, E. (1984) .. (?) .. (?); Duphorn, K. (1986) ..  (?) .. Z. dt. geol. Ges.; Duphorn, K. (1988) ..  (141 S.) .. im Auftrag der SPD, Kiel; Duphorn, K. (1993) ..  (202 S.) .. im Auftrag des rot-grünen Nie­ders. Umweltministeriums; Albrecht, I et. al. (1993) .. (166 S.) ..  im Auftrag des rot-grünen Nieders. Um­weltministeriums; Grimmel, E. (1993) .. (152 S.) ..  im Auftrag des rot-grünen Nieders. Umweltministeri­ums; Paluska, A. (1993) .. (236 S.) .. (?); Schenk, V. (1993) .. (39 S.) … (?); *Appel, D. et al. (1993)  ..  (118 S.) .. PanGeo Geowissenschaftliches Büro; *Appel, D. et al. (2006) .. (40 S.) .. Gruppe Ökologie e.V. im Auftrag von Greenpeace; Schneider, U. (2009) .. (64 S.) …  im Auftrag der Fraktion Die Linken im Niedersächsischen Landtag;  Kreusch, J. (2010) .. (12 S.) .. Ausarbeitung für den 1. Untersuchungsaus­schuss der 17. Wahlper.; *Kleemann , U. (2011) .. (28 S.) ..  im Auftrag der Rechtshilfe Gorleben; Schnei­der, U. (2011) .. (36 S.) ..  im Auftrag von Greenpeace;  Kreusch, J. (2012) .. (30 S.) ..   im Auftrag von Greenpeace!“

(*Mitglieder im heutigenGorleben-Ausschuss, (unterstrichen: finanziert von Politik oder NGO).

Dies sind alles 'wissenschaftliche' Stimmen von Autoren, die sich seit Jahrzehnten gegen die Eignungshöffigkeit von Gorleben aussprechen. Sie stammen hauptsächlich aus dem letzten Jahrhundert. Die genannten Kritikpunkte wurden weder in der Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und der Energiewirtschaft [Anlage 4 der Vereinbarung vom 11.06.2001] noch in dem VSG-Bericht bestätigt. Auch wurde einer größeren Anzahl der Schlussfolgerungen in den Berichten von der BGR widersprochen. Weder einige der wesentlichen Berichte von den hunderten, die von der BGR, der DBE oder von neutralen Forschungsinstituten geschrieben wurden, werden hier genannt, noch der Bericht der International Expert Group Gorleben „Repository Projekt Gorleben - Evaluation of the Present Situation“ (IEG) 2001 (S.125) (siehe Teil II) und auch nicht der Bericht „Vorläufige Sicherheitsanalyse Gorleben“ der GRS 2012 (S.424) (siehe Teil II).

 

Die schönsten Märchen der Welt, H. Lingen Verlag, Stuttgart, 1945                 

Die vom niedersächsischen Umweltminister Stefan Wenzel sehr verkürzte Zusammenstellung der Ergebnisse von Gorleben zeigt überdeutlich, wie die Gläubigen der grünen-ökologistischen Bewegung mit ihren grünen Hilfstruppen von NGOs in der politischen Diskussion zu Gorleben jahrelang eine massive, sehr selektive, ja destruktive Berichterstattung gegenüber der Bevölkerung, den Medien und der Presse praktiziert haben und noch praktizieren – und möglicherweise die Mitglieder der Endlagerkommission und nicht nur diese dadurch manipulativ, d.h. verdeckt aber gezielt bei  ihren Entscheidungen zu Gorleben beeinflusst haben könnten. Den  Abgeordneten Dr. Gero Hocker sowie Dr. Stefan Birkner (FDP) sei hier deshalb großer Dank ausgesprochen. Mit ihrer Kleinen Anfrage an das niedersächsische Umweltministerium 'Darf  Gorleben ausgeschlossen werden?' war diese gezwungen, mit der Beantwortung der Frage ihre langjährige politische Strategie Preis zu geben, wie sie ihr Ziel erreichen konnte, Gorleben von der Landkarte zu streichen.                    

Vernichten von Beweisen.                          


Die schönsten Märchen der Welt, H. Lingen Verlag, Stuttgart, 1945                 

 

 Lit.: Hintergrundinformationen sind bei Google im Internet zu finden unter 'Helmut Fuchs, Geologe'                    

 

Teil II:   Realität

Teil III:  Analyse

05 Dec 09:42

Onlineshopping: Amazon startet Zwei-Faktor-Authentifizierung in Deutschland

Bislang ging es nur über Umwege, jetzt funktioniert die Zwei-Faktor-Authentifizierung bei Amazon auch in Deutschland offiziell. (Amazon, Google)
05 Dec 09:35

Geschenke für Geeks: 20 Empfehlungen zu Weihnachten 2016

by Sébastien Bonset

Geschenke für Geeks sind gar nicht so schwer zu finden. Auch in diesem Jahr haben wir euch die t3n-Empfehlungen zu Weihnachten mit tollen Gimmicks und Gadgets zusammengestellt. Die Geschenke-Tipps für Geeks verteilen sich auf die Kategorien „unter 50 Euro“, „50 bis 100 Euro“, „100 bis 200 Euro“ und „über 200 Euro“. Somit sollte für jedes Budget etwas dabei sein, um den Lieblings-Geek zu Weihnachten zu beschenken. Eine Übersicht aller Empfehlungen findet sich in der folgenden Galerie.

Riesige Mechs und jede Menge Action – Titanfall 2 macht auf PC, Xbox One oder PlayStation 4 eine gute Figur. (Bild: Electronic Arts)

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Zur Galerie

Weihnachtsgeschenke über 200 Euro

Handgefertigte Feuerstelle Todesstern

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Unter den Geschenken für Geeks ist das sicherlich die teuerste, wenn auch ausgefallenste Variante: eine handgefertigte Feuerstelle in Form des Todessterns. (Foto: Etsy / KGFirePits)

Rund 1.000 Euro plus erhebliches Porto sind für die handgefertigten Feuerstellen nach dem Vorbild des Todessterns fällig. Wer sich das Monster allerdings in den Garten stellt, dürfte sich des Neids von Star-Wars-Geeks im Umkreis von hunderten Kilometern sicher sein. Die Feuerstellen werden von einem 85-jährigen Amerikaner gefertigt und auf Wunsch auch bemalt.

Gopro Hero 5 Black

Die neue GoPro Hero 5 Black bietet gegenüber der Vorgängerin einige sinnvolle Neuerungen. (Foto: GoPro)
Die neue Gopro Hero 5 Black bietet gegenüber der Vorgängerin einige sinnvolle Neuerungen. (Foto: GoPro)

Unter den Action-Kameras hat die Gopro immer noch einen besonderen Stellenwert. Die kürzlich erschienene Gopro Hero 5 Black ist auch ohne Gehäuse wasserdicht, bietet ein Touchdisplay, Sprachsteuerung und viele weitere Features. Die Kamera eignet sich eher für körperlich aktive Geeks und kostet rund 430 Euro.

Insta360 nano: 360-Grad-Kamera für das iPhone

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Dieses Geschenk für Geeks macht ein iPhone zur 360-Grad-Kamera. (Foto: hardwrk)

360-Grad-Kameras liegen voll im Trend. Mit der Insta360 nano von hardwrk werden aktuelle iPhones zu einer vollwertigen 360-Grad-Kamera. Egal ob beim Snowboarden, der nächsten Klettertour durch die Berge oder beim Feiern: Mit der Insta360 Nano lassen sich Erinnerungen in einer völlig neuen Dimension festhalten. Mithilfe der Insta360 Nano-App kann man Videos und Bilder zudem problemlos auf Facebook und YouTube teilen. Für rund 240 Euro wechselt die Kamera den Besitzer.

Tado: Starter-Kit Heizungssteuerung

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Neben dem smarten Thermostat bietet Tado auch Module für Heizkörper an. (Foto: Tado)

Das smarte Thermostat von Tado steuert Heizungen ortsabhängig und heizt nur, wenn der Besitzer zu Hause ist. Mit der Smartphone-App hat der Nutzer jederzeit volle Kontrolle über seine Heizung. Laut Hersteller lassen sich Energie und bis zu 31 Prozent Heizkosten einsparen. Das Starter-Kit kostet inklusive Smart Thermostat, Internet Bridge, USB-Kabel, Stecker, Ethernetkabel, Befestigungsschrauben, Dübel, Klebepads, Aufkleber zum Markieren der Kabel und drei AAA-Batterien rund 250 Euro.

Polaroid Snap Touch

Wie in guten, alten Zeiten – nur mit Touchdisplay und Bluetooth-Verbindung zum Smartphone. (Foto: Polaroid)
Wie in guten, alten Zeiten – nur mit Touchdisplay und Bluetooth-Verbindung zum Smartphone. (Foto: Polaroid)

Seit ein paar Jahren feiern Sofortbildkameras ein Comeback. Die Polaroid Snap Touch ist ein neues, digitales Modell, das über ein Touchdisplay verfügt und nicht nur mit der Kamera selbst geschossene Fotos ausdruckt. Dank integriertem Bluetooth lassen sich auch Fotos von anderen Geräten wie zum Beispiel einem Smartphone an die Snap Touch senden, so dass das Gadget auch als mobiler Mini-Drucker verstanden werden kann. Die Polaroid Snap Touch schlägt mit rund 200 Euro zu Buche.

Anki Cozmo

Nicht nur für Kinder geeignet: der Anki Cozmo. (Foto: Anki)
Nicht nur für Kinder geeignet: der Anki Cozmo. (Foto: Anki)

Wer bei Cosmo an Wall-E denkt, liegt nicht ganz falsch, denn die Ähnlichkeiten sind frappierend. Der handtellergroße Roboter setzt auf künstliche Intelligenz, um seinen Besitzer um den nicht vorhandenen Finger zu wickeln. Der Beschenkte kann mit dem kleinen Roboter diverse Spiele spielen, ihn als fahrbare Kamera verwenden und sich der integrierten Emotions-Routinen erfreuen. Cozmo ist aktuell nur in den USA erhältlich und kostet rund 230 US-Dollar.

Weihnachtsgeschenke von 100 bis 200 Euro

Dronen-Set X-Wing vs. Todesstern

Welcher Geek träumt nicht von einer Drone in Form eines X-Wing? (Foto: ThinkGeek)
Welcher Geek träumt nicht von einer Drone in Form eines X-Wing? (Foto: ThinkGeek)

Diese ferngesteuerte Drone sieht aus wie ein X-Wing und wird inklusive einem selbst schwebenden Todesstern ausgeliefert. Mit von der Partie sind auch waschechte Kampfgeräusche, die den Mini-Kampf um den Todesstern noch ein wenig unterhaltsamer gestalten. Das Kit ist für rund 130 US-Dollar erhältlich.

Visions of the Future: 3 Drucke

Warum nicht mal Kunst verschenken? Drei Drucke mit Sci-Fi-Bezug gibt es zum Preis von 60 US-Dollar. (Bild: Invisible Creature)
Warum nicht mal Kunst verschenken? Drei Drucke mit Sci-Fi-Bezug gibt es zum Preis von 60 US-Dollar. (Bild: Invisible Creature)

Diese drei Kunstdrucke sind inspiriert von der Reihe Visions of the Future. Dabei handelt es sich um Poster, mit denen die Nasa und das Jet Propulsion Laboratory für Weltraum-Tourismus wirbt. Insgesamt 14 dieser tollen Science-Fiction-Motive können beim JPL der Nasa kostenlos heruntergeladen werden. Auf diese Weise können sich Interessierte die Poster auch wo anders ausdrucken lassen. Bei Invisible Creature gibt es drei Motive als Kunstdruck zum Preis von 60 US-Dollar.

Parrot Pot: Der Roboter mit dem grünen Daumen

Der Parrot Pot ist ein Blumentopf, der sich automatisch um eure Zimmerpflanzen kümmert. (Foto: Parrot Pot)
Der Parrot Pot ist ein Blumentopf, der sich automatisch um eure Zimmerpflanzen kümmert. (Foto: Parrot Pot)

Der Parrot Pot eignet sich für alle Geeks ohne grünen Daumen, die sich aber dennoch gern mit Zimmerpflanzen umgeben. Der automatisierte Blumentopf überwacht mit Hilfe von Sensoren die Pflanze und die Blumenerde, bewässert selbstständig und sammelt Informationen über das verfügbare Licht, die Temperatur, die Feuchtigkeit der Erde und den Anteil an Dünger. Der Parrot Pot schlägt mit rund 140 US-Dollar zu Buche.

Osmo Coding Wonder-Kit

Nachwuchs-Geeks können mit diesem Geschenk und einem iPad das Programmieren lernen. (Foto: Osmo)
Nachwuchs-Geeks können mit diesem Geschenk und einem iPad das Programmieren lernen. (Foto: Osmo)

Für Osmo Coding ist ein iPad die Grundvoraussetzung und es handelt sich bei diesem Konzept um eine Möglichkeit, Kindern spielend das Programmieren beizubringen.  Mit Hilfe von Code-Blöcken, einem Ständer für das iPad und einer Spezialkamera lassen sich Befehle mit den speziellen Bauklötzen legen. Es stehen zudem viele Erweiterungen zur Verfügung. Das umfangreiche Wonder-Kit kostet rund 130 Euro.

Weihnachtsgeschenke von 50 bis 100 Euro

3D-Stift für Einsteiger

Der 3D-Stifft 3Doodler ist ein guter Einstieg in die Maker-Szene. (Foto: ThinkGeek)
Der 3D-Stift 3Doodler ist ein guter Einstieg in die Maker-Szene. (Foto: ThinkGeek)

Bei dem 3Doodler Start handelt es sich um eine besonders sichere Version des 3Doodler 3D Druckstifts. Dank des zum Einsatz kommenden Bioplastiks liegt der Schmelzpunkt bei der Hälfte von herkömmlichen Materialien, so dass weder der Stift selbst noch die Kreationen zu heiß zum Berühren sind. Da das Material nicht giftig und biologisch abbaubar ist, eignet sich dieser 3D-Druckstift auch für Kinder. Das Einsteiger-Set ist für rund 50 US-Dollar zu haben.

Smartglove: Lederhandschue für Smartphone-Junkies

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Mit feschen Lederhandschuhen, die sich auch für die Bedienung von Touchscreens eignen, kann man nichts falsch machen. (Foto: artwizz)

Handschue, mit denen sich Touchscreens bedienen lassen, sind nicht neu. Es ist aber weiterhin gar nicht so einfach, Exemplare zu finden, die nicht total geekig aussehen. Der Smartglove von Artwizz ist ein positives Beispiel für die Verbindung von Style und Funktion. Das Paar kostet rund 80 Euro und besteht aus Lammleder, einem weichem Wollmix und einer Fleece-Innenfütterung.

Titanfall 2

Riesige Mechs und jede Menge Action – Titanfall 2 macht auf PC, Xbox One oder PlayStation 4 eine gute Figur. (Bild: Electronic Arts)
Riesige Mechs und jede Menge Action – Titanfall 2 macht auf PC, Xbox One oder PlayStation 4 eine gute Figur. (Bild: Electronic Arts)

Die Vorweihnachtszeit ist traditionell bei Zockern bekannt als die Zeit des Jahres, in der die besten Spiele auf den Markt kommen. Besonders Shooter-Freunde fiebern jedes Jahr aufs Neue dem Jahresende entgegen. Mit Titanfall 2 kam in kürzlich ein Titel heraus, der neben den großen Blockbustern wie Battlefield 1 und Call of Duty ein wenig untergeht, aber dennoch sehr empfehlenswert ist. Das Sci-Fi-Szenario bietet neben einem gelungenen Multiplayer eine gute, wenn auch kurze, Kampagne, in der auch die riesigen Mechs nicht zu kurz kommen. Titanfall 2 ist für PC, Xbox One und PlayStation 4 erhältlich und kostet zwischen 30 und 60 Euro.

Agic Circuit Marker Set

Mit diesem Geschenk lassen sich Schaltpläne dank leitender Tinte direkt auf Papier zeichnen. (Foto: Agic)
Mit diesem Geschenk lassen sich Schaltpläne dank leitender Tinte direkt auf Papier zeichnen. (Foto: Agic)

Schaltkreise finden sich normalerweise auf einer Platine. Das japanische Unternehmen Agic hat allerdings eine silberhaltige Tinte entwickelt, die es Tüftlern erlaubt, auf speziellem Papier einfach Schaltkreise zu zeichnen. Das ermöglicht einige interessante Anwendungsfälle, die sich besonders für blutige Anfänger eignen. Mit dem Starter-Kit lassen sich beispielsweise beleuchtete Weihnachtskarten basteln. Für rund 32 US-Dollar erhält man alle benötigten Materialien, um spielend am Beispiel einer leuchtenden Weihnachtskarte zu lernen.

Khet Laser Spiel 2.0

Strategie und echte Laser! Mehr muss man zu diesem Brettspiel nicht sagen. (Foto: Getdigital)
Strategie und echte Laser! Mehr muss man zu diesem Brettspiel nicht sagen. (Foto: Getdigital)
05 Dec 08:48

Gerichtsgutachten: Unerwünschte Wahrheit

by ZEIT ONLINE: Zeitgeschehen - Tanja Stelzer
Ein renommierter Gerichtsgutachter soll klären, warum ein Baby starb – und steht am Ende selbst am Pranger.
05 Dec 08:47

Nikolaus-Service-Chef packt aus: „Münchner Kinder immer frecher“

by Andrea Stinglwagner
München - Seit 30 Jahren lässt Günter Tobsch als Krampus oder Nikolaus Kinderherzen schneller schlagen. Er hat aber nicht nur positive Erfahrungen gemacht. Darüber spricht er im Interview.
05 Dec 08:44

Welcome to the World of Software Defined Radio

05 Dec 08:44

Best Wifi Mesh Network Kits

05 Dec 08:44

Secrets of the Medtronic MyCareLink Patient Monitor

05 Dec 08:44

A fast multi-producer, multi-consumer lock-free concurrent queue for C++11

05 Dec 08:44

Technische Störung: Wer zum Flughafen will, hat ein Problem

München - Aufgrund einer technischen Störung an der Strecke fahren die S-Bahnen der Linie S1 nur zwischen München-Ostbahnhof und Freising. Wer zum Flughafen will oder vom Flughafen in die Stadt, nimmt den Bus oder die S8. 
04 Dec 18:06

Repair Café Pinneberg: „Hilfe zur Selbsthilfe“

Das Sonntagsgespräch: Heute mit Holger Jensen (Repair Café Pinneberg).
04 Dec 18:05

Temperaturentwicklung des Monates November in den letzten 100 Jahren. Wo ist die Erwärmung?

Von den CO2-Treibhausgläubigen wird stur behauptet, dass die Temperaturen aufgrund der allmählichen CO2-Zunahme ebenso kontinuierlich steigen würden. Angeblich soll eine je…desto Beziehung vorliegen, so ihr fester Glaube. Schauen wir uns deshalb den Monat November in Deutschland über die letzten 100, exakt 101 Jahre an. Auf der y-Achse sind die Temperaturen, auf der x-Achse die Jahre aufgetragen.

Abb.1: Neben extrem kalten Novembermonaten wie 1993 mit 0,36C im Schnitt gibt es wärmere wie letztes Jahr, wo uns der November mit Sonnenschein und milden Temperaturen verwöhnte.

Zwar ist seit 1926 die CO2-Konzentration von damals 290 ppm auf nunmehr 400 ppm angestiegen. Aber keinesfalls sind wie von der Erwärmungsfraktion behautet, die Temperaturen kontinuierlich gestiegen. Es gab nicht nur kalte und warme Jahre, sondern im zeitlichen Ablauf ist auch eine Temperaturschwingung deutlich erkennbar. Die Polynom-2-Trendlinie zeigt zunächst zu Beginn über 50 Jahre lang eine Abkühlung des Monates November in Deutschland. Grob könnte man sagen: Zwei Drittel Abkühlung und ein Drittel Erwärmung. Momentan liegt das Temperaturniveau gering über dem vor 100 Jahren. Und wie es weitergeht weiß niemand.

Damit verhält sich der November genauso wie all die anderen Monate, nämlich mit einem Kältetal in der 2.Hälfte des 20. Jahrhunderts. Jedoch ich dieses Kältetal länger ausgeprägt. Im Gegensatz zu den anderen Monaten wurde der Kältetiefpunkt sogar erst 1993 erreicht. Eine lineare Trendlinie zeigt somit für einen langen Zeitraum eine Abkühlung bis zum Jahre 1993.

Abb.2: Der Monat November wurde im letzten Jahrhundert zunächst kontinuierlich kälter, ganz im Gegensatz zu den CO2-Konzentrationen der Atmosphäre. Diese sind nämlich im gleichen Zeitraum kontinuierlich gestiegen.

Das Jahr 1993 war zugleich der Tief- und Wendepunkt bei dieser Novemberbetrachtung. Die Temperaturen des Novembers steigen seitdem angenehm in Deutschland.

Abb.3: Seit über 20 Jahren wird der Monat November angenehm wärmer in Deutschland. Klimaerwärmung bestätigt?

Von 1993 auf 1994 sind die Temperaturen des Novembers sprunghaft auf ein höheres Niveau gestiegen, was natürlich nicht durch Kohlendioxid verursacht worden sein kann. Das beweisen deutlich die beiden ersten Grafiken des Artikels. Als Auslöser des Temperatursprunges vor 23 Jahren kommen mehrere Ereignisse in Betracht, vor allem die Umstellung auf vermehrte SW-und Südwetterlagen, verbunden mit mehr Sonnenschein. Bemerkenswert bleibt jedoch, dass dieses höhere Niveau bis heute anhält, die Trendlinie ist immer noch steigend. Es sieht so aus als ob der obere Wendepunkt der November-Temperaturen noch nicht erreicht wäre. Demnach könnten wir uns auch zukünftig auf einen schönen Spätherbstmonat freuen.

Wir betonen ausdrücklich: Es ist logischerweise reiner Zufall, dass seit über 20 Jahren die November wärmer werden und zugleich auch die CO2-Konzentrationen gestiegen sind. CO2 hat auf die Temperaturentwicklung keinen Einfluss, wenigstens nicht in diesem unteren minimalen Konzentrationsbereich zwischen 300 und 400 ppm. Das zeigen erneut und eindeutig die Temperaturerhebungen des Deutschen Wetterdienstes. Es bleibt fraglich, ob eine Erhöhung auf 500 oder 600 ppm CO2 in der Atmosphäre eine Erwärmung bringen könnte. Alle diesbezüglich durchgeführten wissenschaftlichen Versuche beweisen nichts. Für das Pflanzenwachstum und damit die Ernährung der Menschheit wäre ein mehr an Kohlendioxid allerdings eine segensreiche Wohltat.

Luftverschmutzung und Nebeltage

Die folgende Grafik mit Daten aus Potsdam zeigt, wie der Mensch tatsächlich das Klima beeinflussen könnte- nicht mit der Freisetzung von CO2, sondern mittels der Luftverschmutzung, welche Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre ihren Höhepunkt erreicht hatte (Staub, Ruß Schwefelgase):

Abb. 4: Besonders zwischen den 1950er und den späten 1970er Jahren gab es in Potsdam an oft mehr als 10 Novembertagen Nebel. Dank der Luftreinhaltemaßnahmen (und möglicherweise auch anderer Einflussgrößen wie der Änderung der Wetterlagenhäufigkeiten- es gibt mehr windige Süd- und Südwestlagen - oder der Sonnenaktivität) nahm die Häufigkeit der Nebeltage bis in die 2000er Jahre stark ab; neuerdings deutet sich wieder eine leichte Zunahme an.

Und warum wurde die Entwicklung Lufttemperatur davon kaum beeinflusst? Nebel wirkt im November zwar tagsüber leicht kühlend (fehlende Sonneneinstrahlung), allerdings sind die wärmenden Effekte aufgrund des niedrigen Sonnenstandes und der geringen Stundenzahl oft unbedeutend. In den langen Vorwinternächten bremst Nebel jedoch die langwellige Ausstrahlung und damit die Auskühlung. Beide Effekte neutralisieren sich. Das mag auch der Grund sein, weshalb sich die Schere der Wärmeinseleffekte im Vergleich mit einer ländlichen Station nicht vergrößert.

Abb.5: Die Gesamtzahl der Stationen verhalten sich seit 1944 vollkommen ähnlich wie die ländlich geprägte DWD- Station Zwönitz. Das ist eine Besonderheit beim November.

Natürlich wurde in diesem langen Zeitraum und vor allem nach dem 2.Weltkrieg Deutschland immer weiter urbanisiert und die Wärmeinseleffekte haben überall zugenommen, in Zwönitz allerdings etwas weniger als bei den restlichen DWD-Stationen. Das haben alle unsere anderen Monatsdiagramm-Vergleiche in den Artikeln bei EIKE gezeigt. Beim Monat November geht die Schere der beiden Trendlinien jedoch fast nicht auseinander, da die WI-effekte im November relativ unbedeutend sind im Vergleich zu den restlichen Monaten. Ähnlich verhalten sich auch andere WI-arme Stationen wie Schneifelforsthaus oder Amtsberg-Dittersdorf.

Vereinfacht könnte man sagen: Die WI-effekte haben zugenommen, bei den DWD-Stationen mehr als im WI-armen Zwönitz, im Monat November hat die unterschiedliche Wärmeinselentwicklung jedoch kaum Einfluss auf das Temperaturverhalten.

Der leichte (und keinesfalls besorgniserregende!) Temperaturanstieg im November ist eine Folge der häufiger werdenden Süd- und Südwestlagen gewesen; möglicherweise wird sich auch diese Tendenz bald umkehren.

Josef Kowatsch, Naturbeobachter und unabhängiger Klimaforscher

Stefan Kämpfe, Diplom- Agraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

04 Dec 18:05

Noch mehr Arbeit, weniger Schlaf: So tickt die neue Arbeitswelt

by Dieter Petereit

Dem Wunsch nach perfekter Work-Life-Balance stehen Forderungen ständiger Erreichbarkeit und eine wachsende Zahl psychischer Erkrankungen gegenüber. Schuld daran sind auch die Produkte der Tech-Riesen.

Microsoft hat es wieder getan. Die Werbung für das Surface Pro 4 impliziert, dass wir mit den Geräten aus Redmond noch mehr leisten könnten. Testimonial Victoria Alonso von den Marvel Studios bestätigt im folgenden Videoclip, dass sie ein Gerät wie das Surface Pro 4 benutzt, weil es sie dabei unterstütze, 14 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche zu arbeiten. Das immerhin täte sie schon seit Jahrzehnten. Ihre Superkraft bestünde darin, niemals schlafen zu müssen.

Dieser Videoclip treibt David Heinemeier Hansson, Manager bei Basecamp, erneut auf die Palme. Schon im Jahre 2013 echauffierte sich Hansson über eine Werbekampagne von Microsoft. Seinerzeit ging es um das damals neue Office365 und diese Werbeanzeige:

Microsoft: Werbung für Office 365. (Quelle: Microsoft)
Microsoft: Werbung für Office 365. (Quelle: Microsoft)

Die Anzeige suggeriert, mit Office365 würdest du sogar im Badezimmer und während des Fußballspieles deines Sohnes arbeiten können. Ebenso könntest du deinem Lebensabschnittsgefährten einen gemütlichen Videoabend vorgaukeln, während du in Wirklichkeit an einem deiner Excel-Sheets arbeitest. Toll, oder doch nicht?

Hansson erstellte auf der grafischen Basis des Originals eine eigene Anzeige und rief unter dem Hashtag #workcanwait zu einer Gegenbewegung auf. #Workcanwait soll das Bewusstsein dafür schärfen, dass es wichtig ist, die Arbeitszeiten der Mitarbeiter schon von Seiten der Unternehmensführung zu begrenzen, um Burnout und andere langfristige Folgen zu vermeiden.

Überarbeitung schadet nicht nur dem Mitarbeiter, sondern auch dem Produkt

In der Tat gibt es keine seriöse Studie, die nicht zu dem Ergebnis käme, dass Überarbeitung als Regelbetrieb keinerlei positive, dafür aber jede Menge negative Effekte erzeugen würde. Dabei ist der Aspekt der Mitarbeitergesundheit ein wichtiger, aber nicht der einzige. Wäre er der einzige, dürfte man mit Sicherheit davon ausgehen, dass sich viele Arbeitgeber nicht dafür interessieren würden. Der Krug geht halt solange zum Brunnen, bis er bricht. Und Krüge gibt es ja in genügender Zahl...

Wichtiger, und damit mehr Schutzwirkung entfaltend, ist der Umstand, dass dauerhafte Überarbeitung nicht nur die Mitarbeiter schädigt, sondern auch deren Arbeitsqualität verschlechtert. Der Kundenkontakt leidet, die Produktqualität geht zurück, die Teamleistung sinkt. Es gibt keinen Bereich im Unternehmen, der durch erschöpfte Mitarbeiter nicht in Mitleidenschaft gezogen würde.

Flexible Arbeitszeiten, aber begrenzte Gesamtstundenzahl

Um allen potenziellen negativen Aspekten vorzubeugen, befürwortet Hansson die flexible 40-Stunden-Woche. Dabei gibt es natürlich Kernzeiten, in denen sich die Arbeitszeiten der einzelnen Mitarbeiter überlappen, damit unbedingt erforderliche Besprechungen und der fachliche Austausch im Einzelgespräch weiterhin möglich bleiben. Generell aber bleibt es den Mitarbeitern vorbehalten, ihre Anwesenheitszeiten mit ihrem sonstigen Leben frei in Einklang zu bringen.

Mit seinem Konzept, das wir zumindest in Deutschland formal kennen, praktisch aber ebenfalls zu oft nicht leben, konnte er in der amerikanischen Tech-Szene durchaus einige Überzeugungsarbeit leisten. Erfahrungsberichte aus Unternehmen, die die Veränderung eingeführt haben, lesen sich durchweg positiv.

Unqualifizierte Kritik bleibt nicht aus

Nicht alle Unternehmenslenker stimmen mit Hansson überein. Erst vor wenigen Wochen schaltete sich das indische Tech-Unternehmen Zoho in die Diskussion ein. In einem prägnanten Blogbeitrag mit einer eher dümmlichen Illustration erläuterten sie, warum sie die #Workcanwait-Initiative im Allgemeinen und die 40-Stunden-Woche im Besonderen nicht unterstützen würden.

Die Argumentation diskreditiert sich mit einem Blick auf die bereits erwähnte Illustration:

Der Zoho-Zeichner hat anscheinend noch nie was von Dienstplanung gehört. (Quelle: Zoho)
Der Zoho-Zeichner hat anscheinend noch nie was von Dienstplanung gehört. (Quelle: Zoho)

Am Ende proklamiert Zoho, es handele sich beim Vorschlag einer 40-Stunden-Woche schlussendlich um einen Angriff auf die Freiheit des Individuums. Naja, du kennst diese Argumentation auch von marktradikalen Kräften hier in Deutschland.

Produktivitätssteigerung hat Grenzen

Hartnäckig hält sich das Gerücht, die Menschen wären zwar möglicherweise 14 Stunden am Tag anwesend, davon aber höchstens die Hälfte der Zeit tatsächlich produktiv. Auch hierbei handelt es sich um eines der beliebtesten Argumente Marktradikaler aller Nationen. Faktisch ist es nicht mehr als propagandistische Rhetorik. Denn die Zahl der psychischen Erkrankungen, die seit Jahren steigt, spricht eine deutliche Sprache.

Sicherlich haben Methoden der Produktivitätssteigerung ihren Sinn. Allerdings beschränkt sich deren Wirksamkeit auf ein Normalmaß. Natürlich benötigst du Strategien der effektiven Bewältigung deiner Arbeitsaufgaben. Und es ist gut möglich, dass du in diesem Punkt Nachholbedarf hast. Letzten Endes muss aber ein Arbeitsplatz stets so gestaltet sein, dass eine Person mit guten Produktivitätsstrategien die anfallenden Arbeiten innerhalb der regulären Arbeitszeit bewältigen kann.

Methoden der Produktivitätssteigerung dürfen nicht dazu missbraucht werden, weiteres Wasser in ein randvolles Fass füllen zu wollen. Für Dr. Web schrieb ich kürzlich den Kein-Scheiß-Guide für Kreativarbeiter, in dem ich das Thema ebenfalls behandelt habe. Tenor: Unmenschliche Anstrengungen sind von Menschen nicht zu bewältigen.

Es bleibt zu hoffen, dass sich auch in Unternehmen wie Microsoft der gesunde Menschenverstand wieder ins Marketing zurückschleicht, damit uns Werbeaussagen wie die obigen künftig erspart bleiben.

04 Dec 18:05

A presentation about optical networking (2010) [pdf]

04 Dec 13:10

3D Builder für Xbox One und Windows 10 Mobile erschienen

by Albert Jelica

3d-builder

Mit Windows 10 hat Microsoft eine neue System-App mitgeliefert, mit der das Unternehmen das eigene System als Hub für 3D-Drucker etablieren will. Das Drucken von einem PC aus soll ähnlich einfach funktionieren, wie es bei vielen aktuellen Druckern für Papier der Fall ist.

Bei der Anwendung handelt es sich um die 3D Builder-App, womit ihr ganz einfach 3D-Objekte erstellen und daraufhin entweder über einen Druckdienst erstellen oder für einen kompatiblen 3D-Drucker exportieren könnt.

Microsoft hat die Anwendung nun auch für die Xbox One und Windows 10 Mobile veröffentlicht, sodass ihr entweder gemeinsam zuhause vor dem Fernseher eine Kreation erstellen könnt oder unterwegs am Smartphone. Solltet ihr die App noch nicht ausprobiert haben, raten wir euch das dringend nachzuholen und vielleicht könnt ihr noch rechtzeitig vor Weihnachten ein so ein Geschenk „basteln“. Ein kleiner Monochrom-Druck bei diesem Anbieter, mit dem Microsoft eine Partnerschaft hat, kostet etwa 10 Euro und hinzu kommen Versandkosten in Höhe von 9,50 Euro, sprich, es würde sich wohl erst bei einer größeren Bestellmenge richtig auszahlen. Einige Ideen findet ihr bereits in der App, aber ihr könnt jedes PNG selbst in ein 3D-Objekt verwandeln.

Unter dem folgenden Link könnt ihr die App für Windows 10 Mobile herunterladen. Auf der Xbox One sollte die Anwendung unter den Neuerscheinungen gelistet sein.

\Download


via mspu

Der Beitrag 3D Builder für Xbox One und Windows 10 Mobile erschienen erschien zuerst auf WindowsArea.de.

04 Dec 13:08

Rot-rot-grünes Wunderland - Die Hauptstadt und ihre Ziele

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Rot-rot-grünes Wunderland

Auffällig ist und bei dieser Farbkombination nicht anders zu erwarten, dass jede Menge Geld verteilt werden soll. Das Füllhorn wird in alle Richtungen ausgeschüttet, Geld hat in diesen Kreisen eher virtuellen Charakter. In der Tradition linksgrüner Weltsicht geht es um eine andere Verteilung des Kuchens, nicht um dessen Vergrößerung.

Als zusätzliche Einnahmepositionen finden sich die Erhöhung der Zweitwohnungssteuer, ein „Naturcent“ auf die Grundsteuer und ein Pfandsystem auf To-Go-Becher (das reduziert die Müllmenge).

 

Rechnung ohne Wirt

 

Geld wird es auch kosten, bei Migranten die „aufenthaltsrechtlichen Möglichkeiten auszuschöpfen“, was nicht s anderes bedeutet, als dass kaum oder gar nicht mehr abgeschoben werden soll. Dies entspricht der Überschrift über dem Werk „solidarisch und weltoffen“. Wozu dann noch die Einführung eines europaweiten Sicherheitssystems für visafrei Einreiseberechtigte, wenn auch die Unberechtigten ohne Visum einreisen und in manchen Städten bleiben dürfen?

 

Wenig Erwähnenswertes liest man zur inneren Sicherheit. Die Autonomen in der Rigaer Straße haben sicherlich ein paar Tetrapacks Rotwein zusätzlich geöffnet beim Anblick dieser Vereinbarung. Mehr Polizei – na gut, dann kann man schwarz vermummt mehr verhauen, wenn die Beamten mit Namensschildern versehen und ohne Taser zu deeskalieren versuchen.

Schwerpunkt soll die Kriminalitätsprävention sein, das klingt gut und wird in etwa so erfolgreich sein wie die Bekämpfung von Fluchtursachen im Nahen Osten.

Geld für mehr Streetworker soll auch da sein, vor allem sind „Städtebauliche Maßnahmen gegen Angsträume“ geplant, ohne dass Einzelheiten genannt sind.

Ich könnte mir vorstellen, dass ein paar von Landschaftsarchitekten gekonnt in den Görlitzer Park platzierte Rhododendren und eine andere Wegführung die Drogendealer von ihrem kriminellen Tun abhalten werden - falls der Drogenhandel nicht ohnehin teilweise legalisiert wird und der Stadt sogar Einnahmen bringen könnte. Die Beschaffungskriminalität bleibt in jedem Fall. Und wer geschnappt und dann sogar noch verurteilt werden sollte - Strafgefangenen soll der Zugang zu modernen digitalen Kommunikationsmitteln erlaubt werden.

 

Den größten Brocken bei der Geldausgabe stellt die Energiewende dar. Diese soll  durch ein eigenes Stadtwerk gesichert werden. Die Idee entstammt einem von den Grünen 2013 gefassten Beschluss zur Gründung eines „Klimastadtwerks“.  Auch hier gibt der Begriff selbst keinen Sinn. Ein Stadtwerk soll versorgen – sicher, kostengünstig, umweltfreundlich, das berlinische kommt natürlich  „klimaneutral“ daher.

Traditionell leistete die BEWAG (Berliner Städtische Elektrizitätswerke AG) seit 1884 der Stadt treue Dienste, vor allem in teilungsbedingter Inselexistenz bei der Versorgung im Westen der Stadt. 2003 verscherbelte der Senat aus Finanznot den Mehrheitsanteil an der BEWAG an Vattenfall und wird seitdem von ehemaligen BEWAG-Mitarbeitern unter schwedischem Kommando gut und sicher versorgt. Natürlich erfolgt dies aus dem bestehenden und modernisierten Kraftwerkspark, was insofern problematisch für die Großstädter ist, dass dies mit CO2-Emissionen verbunden ist.

Wie bei allen hippen, urbanen und vergeistigten Metropolenbewohnern üblich, herrscht der Wunsch nach Versorgung allein aus Wind, Sonne und Umweltwärme vor. Bis 2050, so das Ziel, will man die Fossilen in die Tonne treten. Zunächst soll der Platzhirsch Vattenfall vom Hof gejagt werden, was sich als schwierig erweist. Die Konzessionsverträge müssen diskriminierungsfrei ausgeschrieben werden, was direkte Einflussnahme der potenziellen Planwirtschaftspolitiker verhindert.

 

Mit den „Berliner Stadtwerken“ existiert seit 2013 eine GmbH als hundertprozentige Tochter der berlineigenen Wasserwerke, die die Erwartungen nun erfüllen soll. Bisher stand die CDU mit kleinlichen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen im Weg, das hat jetzt ein Ende. Nach dem zaghaften Beginn  mit einer bescheidenen Kapitalausstattung von 5,5 Millionen Euro wird jetzt richtig Kohle – pardon, Geld – fließen. 100 bis 150 Millionen Euro gehen zunächst ans Stadtwerk. Bisher beschäftigte sich die GmbH nur mit der Vorbereitung der Angebote für die Ausschreibungen der Gas- und Stromnetze. Sieben Mitarbeiter gaben anfangs ihr Bestes. Der Chef wurde zunächst mit Wolfgang Neldner prominent eingekauft, einem  alten Fahrensmann der Energiewirtschaft und anerkannten Spezi aus dem Netzbereich. Für 230.000 Euro pro Jahr leitete er die überschaubare Mitarbeiterschar an, neben seiner Unternehmertätigkeit . Für ihn ein wirtschaftliches Optimum.

 

Die 100-Prozent Regenerativversorgung soll beim Strom schon 2030, bei der Wärme 2050 erreicht werden. Wie zu erwarten, werden Energie aus Solar- und Windenergie, Biomasse und Geothermie und begleitende Aktivitäten wie Gebäudedämmung und Smart-Grid favorisiert. Gaskraftwerke mit Kraftwärmekopplung sind (zunächst) noch zugelassen. Für die Windenergie würden „die Bedingungen verbessert“, was Fragen offen lässt. Ein gutes halbes Dutzend bestehender Anlagen auf Stadtgütern oder im Brandenburgischen lassen nicht wirklich viel weiteres Potenzial erkennen, es sei denn, man belebt die Idee der „Reichskrafttürme“ neu.

 

Berliner Luft

 

Im Jahr 1932 berichtete der „Völkische Beobachter“ über eine Idee Herrmann Honnefs, bis zu 400 Meter hohe Windtürme („mit Restaurationsbetrieb“) in die Stadt zu stellen, um mit den Kräften der oberen Luftschichten Energie zu erhalten. Selbst über die dringend erforderliche Verbindung über ein „Windkraftnetz“ machte er sich Gedanken wie auch über die Überproduktion zu Nachtzeiten. Dieser Strom solle in „Wasserkraftspeichern“ oder „zur Erzeugung billigen Wasserstoffs“ genutzt werden, wie das „Linzer Volksblatt“ am 2. März 1932 schreibt. Der Beginn des Wasserstoffzeitalters wurde angekündigt.

„Auch bei der Windkraftausnützung ist der Ausgleich von überragender Wichtigkeit, denn nicht jedem Windkraftwerk würde zu jeder Zeit die erforderliche Windstärke zur Verfügung stehen.“ Man sieht, heutige Erkenntnisse sind wirklich nicht neu. Auch ein konkretes Vorhaben gab es: Ein 400 Meter hoher Turm am Messegelände mit bis zu 20.000 PS (ca. 14,7 MW) Leistung. Es spricht für den Sachverstand der damaligen Ingenieure und Kaufleute, das Projekt nicht weiter verfolgt zu haben. Klimahysterie behinderte noch nicht klares Denken.

Hitler soll sich interessiert gezeigt haben. Schade, eine Reichsenergiewende hätte das Geld gebunden, das dann in die Aufrüstung ging . . .

 

Man darf also gespannt sein, welche Rolle die Windenergie bei den Berliner Stadtwerken spielen wird. Bei der Preisentwicklung ist man sich wohl nicht so sicher, deshalb sind Sozialtarife vorgesehen. Eine dauerhafte Subventionierung fürs Stadtwerk könnte das möglich machen, ob es wettbewerbsrechtlich zulässig ist, steht auf einem anderen Blatt. Es läuft wohl auf Sozialgeld an bedürftige Bürger hinaus, welches die Stadt zahlt.

 

Damit die Umweltwirkung Berliner Energievorgaben auch ins Land hinausreicht, soll künftig kein aufbereiteter Müll mehr in Lausitzer Kohlekraftwerken mitverbrannt werden. Bisher schoben die Hauptstädter etwa 250 Kilotonnen pro Jahr und damit etwa ein Drittel der Gesamtmenge dahin ab. Derzeit sind die Entsorgungspreise deutlich am Steigen, weil die Kapazitäten zur thermischen Entsorgung nicht ausreichen. Wo dann der Berliner Dreck landet, ist eine offene Frage, denn deponieren ist nicht zulässig. Die Brandenburger bauen schon mal vor und erweitern das Zwischenlager in Niederlehme, um mehr Menge puffern zu können. Das riecht, nein, es stinkt sogar, nach höheren Müllgebühren.

 

Auch die Verkehrspolitik nimmt in den rotgrünen Visionen konkrete Formen an.

Unter der Überschrift „Fußverkehr sicherer und komfortabler gestalten“ finden sich neben neuen Fußgängerzonen auch “fußgänger*innenfreundliche Ampelschaltungen“, was zur Folge haben dürfte, dass täglich zigtausende Autos im Standgas länger als heute an der roten Ampel stehen. Besonderer Zuneigung erfreuen sich die Radfahrer, deren Wegenetz, Parkraum, Parkhäuser, Fahrradmitnahme im ÖPNV und der Anreiz zu Fahrrad- und Carsharing-Kombination jetzt besonders bedacht sind. Auch ein Citylogistikkonzept ist erwähnt, bei dem die Letztverteilung von Waren über Lastenfahrräder erfolgen soll.

 

Ein wesentlicher Punkt ist vollkommen zu Recht die Wohnungsfrage. Hier werden Zahlen zum Neubau genannt und den städtischen Wohnungsunternehmen Einschränkungen der Miethöhen angekündigt, die große öffentliche Zahlungen erfordern würden. Inwieweit es gelingt, Angebot und Nachfrage dem marktgerechten Handeln zu entziehen und Berlin zur Insel glückseliger Mieter werden zu lassen, schauen wir uns am Ende der Legislaturperiode einfach mal an.

 

Es finden sich noch einige Selbstverständlichkeiten und viel Kleinteiliges in der Vereinbarung, zum Beispiel:

            -  „Der Einstieg beim Bus soll in der Hauptverkehrszeit grundsätzlich an allen                                 Türen erlaubt werden."

            -   „Die weitere Nutzung des Müggelsees für den muskelbetriebenen

                Wassersport wird gesichert."

 

Sowie schwer Verdauliches:

-       "Die Koalition unterstützt die Erweiterung bestehender Welterbe-Ensembles, deren Arrondierung sowie die Sondierung von Möglichkeiten internationaler serieller Nominierungen."

 

Und ganz wichtig als Vorhaben ist:

-       „Die Koalition will den Flughafen BER schnellstmöglich fertig stellen und in  Betrieb nehmen."  Wer hätte das gedacht?

 

-       "Berliner Taxis müssen am BER Fahrgäste laden können." Damit ist der Konflikt beschrieben, bei dem Berliner Taxis nicht leer zum Flughafen Schönefeld fahren und Brandenburger Taxis nicht einfach so in Tegel laden dürfen.

 

Festzustellen bleibt, dass die Berliner*_Innen im Licht mit Ökostrom betriebener LED einer weltoffensolidarischnachhaltigen Zukunft entgegen gehen. Inwiefern eine Blaupause für gleichfarbige Bundespolitik nach der Wahl 2017 besteht, bleibt dem unberechenbaren Schwarmverhalten der Wähler überlassen. Nehmen wir die optimistische Formulierung: Es wird spannend.

 

 

04 Dec 13:08

Klimaprozess: Der Strohmann und der Türke

Der Grund: Der Konzern habe mit seinen Kohlekraftwerken die Erderwärmung mitverschuldet, die ihn, und das will er beweisen, in seiner Heimatstadt Huaraz bedroht. Ein schmelzender Gletscher könne den Palcaccocha-See zum Überlaufen bringen, was die 60.000 Einwohner seiner Heimatstadt gefährde. Unterstützt wird Lliuja von der deutschen Organisation „Germanwatch“, die sich um die weltweiten Gefahren durch den angeblich menschengemachten Klimawandel kümmert. Auch sie bekam ein Sück des Publicity-Kuchens ab.

In den Artikeln und Rundfunkbeiträgen hieß es, der peruanische Bauer habe vor der Konzernzentrale in Essen in einem weißen Hemd und mit blauen Rucksack eher schüchtern viele Interviews gegeben. Die „Süddeutsche Zeitung“ und andere Medien berichteten auch, wie Lliuja auf die 17.000 Euro gekommen ist: RWE habe 0,47 Prozent Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß. Die Baumaßnahmen zur Abwendung der Katastrophe kosteten 3,5 Milliarden Euro, also betrage der RWE-Anteil 17.000 Euro.

Der Mann muss ein Genie sein

Wow, dachte ich, Saul Luciano Lliuja - den Namen musst Du Dir merken. Dieser Bauer ist ein Genie. Allein wie er die 0,47 Prozent errechnet hat, setzt ja ein ungeheures Wissen über die Energieversorgung der Welt und der damit zusammenhängenden physikalischen und chemischen Prozesse voraus. Da in keiner Zeitung und in keinem TV-Beitrag berichtet wurde, wie er zu diesen Zahlen und auf die Idee kam, das Unternehmen RWE zu verklagen, habe ich mir eine Theorie zurechtgelegt, wie es wohl gewesen sein muss.

Lliuja, der drei- bis viermal im Jahr auch als Bergführer unterwegs ist, hat in seiner Freizeit die Weltpresse gelesen, die über den „menschengemachten“ Klimawandel berichtet: Die „New York Times“, den Pariser „Le Monde“, den Londoner „Guardian“ und so weiter. Vielleicht hat er auch ausändische Fernsehsender verfolgt und sich im Internet umgeschaut. Besonders aber fiel ihm auf, dass die deutschen Zeitungen sehr ausführlich und klar beschreiben, warum die industrielle Welt für das Elend des Klimawandels verantwortlich ist. Also suchte er Kontakt zu Deutschen, denen er von der drohenden Katastrophe durch den Palcacchocha-See erzählen konnte. Bei seinen umfassenden Nachforschungen hatte er auch herausgefunden, dass es in Deutschland einen unverantwortlichen Industriemoloch gibt, der hemmungslos das Klima aufheizt.

Zufällig kamen deutsche Extremwanderer in seine Gegend und die empfahlen ihm, sich an „Germanwatch“ zu wenden, eine Organisation, die in Deutschland einen guten Namen habe und nicht müde werde, vor der nahenden Katastrophe des menschengemachten Klimawandels zu warnen. Der Kontakt klappte und „Germanwatch“ ermutigte ihn, seine Klage zu formulieren, sie würden ihm auch dabei helfen, in Deutschland das zuständige Gericht zu finden und sein Anliegen publik machen. Der Bauer aus dem kargen Hochland kratzte daraufhin alle seine Ersparnisse zusammen und machte sich auf den Weg nach Essen und Berlin. Den Rest kennen Sie aus den Medien.

Vor allem eine Propaganda-Schau

Sie glauben diese Geschichte nicht? Ich auch nicht. Aber so ähnlich will uns die geballte deutsche Medienwelt den Auftritt des Bergbauern in Essen und Berlin andrehen, oder warum sonst haben sie alle nicht nachgefragt? Lliuja kann keine ausländische Zeitung lesen. Peruanische Blätter in den Hochanden berichten viel, aber der Klimawandel und das RWE kommen sicher nicht gemeinsam in einem Artikel vor. Lliuja ist also kein Genie, sondern ein Strohmann der linksgrünen deutschen Weltrettungsorganisationen. Sein Auftritt in Essen und die Klage gegen RWE sind vor allem eine Propaganda-Show. Deshalb fehlen die Fragen der deutschen Medien, auch von denen, die sich gern mit ihrem investigativen Journalismus rühmen.

Dabei gäbe es genug Stoff zum Nachforschen: Wer bezahlt die Reise, die Anwaltskosten, den ganzen PR-Aufwand? Wie und wo hat „Germanwatch“ den Bauern Saul Luciano Lliuja tatsächlich aufgetrieben? Was bekommt er für seine Rolle als Ankläger gegen die Kohleindustrie und vor allem - wer finanziert „Germanwatch“, so dass dieser Verein es sich leisten kann, aus einem Problem im Hochland von Peru einen Propagandafeldzug für Kampagnen gegen die Kohle in Deutschland zu machen?

Wie zweifelhaft alle Behauptungen von „Germanwatch“ über die Ursachen des Klimawandels sind, hat Ulli Kulke kürzlich hier auf der „Achse“ beschrieben. Bleibt höchstens die Frage, warum RWE so kleinlaut auf diesen PR-Gag von „Germanwatch“ reagiert. Aus Feigheit? Opportunismus? Längst haben sich viele Industrievorstände dem linksgrünen Zeitgeist angepaßt.

Erfahrungen mit einem „selbstveredelten“ Verein

Eigentlich war die Hauptfigur in Essen Klaus Milke, der Vorstandsvorsitzende von „Germanwatch“. Das Motto dieser Organisation: „Wir engagieren uns für globale Gerechtigkeit und den Erhalt der Lebensgrundlagen.“ Das lässt sich „Germanwatch“ einiges kosten. Milke rechnet bei dieser Klage gegen das RWE bis in die letzte Instanz mit einer Dauer von 4 Jahren. Und wieder die Frage: Woher kommen die Gelder, um einen solchen Prozess durchzufinanzieren?

Vor einigen Jahren hatte ich mit diesem „selbstveredelten“ Verein schon einmal für einen Fernsehbeitrag journalistisch zu tun. Es ging darum, dass einige Bundesländer, zum Beispiel Rheinland-Pfalz, „Germanwatch“ erlaubten, in den Schulen ihre Propaganda vom menschengemachten Klimawandel zu verbreiten, mit teilweise hanebüchenen Beispielen und getürkten Argumenten, die heute selbst das IPCC, die oberste UN-Organisation der Klimareligion, nicht mehr aufrechterhalten würde.

Bei weiteren Recherchen stellte sich heraus, dass diese aufwendig gestalteten Vorträge durch Spenden an „Germanwatch“ möglich sind, weil sie zu einem erheblichen Teil von der Münchner Rückversicherung bezahlt wurden, was dieser weltgrößte Rückversicherer in einem Interview auch nicht bestritten hat.

Es wäre allerdings sehr naiv zu glauben, dass die Münchner Rückversicherung aus reinem Altruismus „Germanwatch“ mitfinanziert. So ist in den Positionspapieren der Münchner Rück zu lesen: Eine wichtige Rolle (bei den Schäden durch den Klimawandel) könnten Fonds- und Versicherungen Lösungen bieten, bei denen die Verursacher die Prämien zahlen. Aber genau so ein Urteil, das in diese Richtung geht, erhofft „Germanwatch“ von den Essener Richtern, wenn jetzt ein peruanischer Bauer, finanziert von „Germanwatch“, das wiederum mitfinanziert von der Münchner Rück, seine Show in Essen und Berlin abzieht. Das Ziel: „REW zahlt für eine Flutwelle in Peru, egal, ob aus juristischen oder aus moralischen Gründen. Allein dass das Essener Gericht sich ernsthaft mit der Klage beschäftigt, ist ein Riesenerfolg für das Duo „Germanwatch“ / Münchner Rück. Würde dies aber auf Druck der Weltrettungs-NGO´s und klimatrunkener Regierungen, wie die der Kanzlerin Merkel, und Parteien wie die der Grünen, einklagbares Recht, dann wäre das für die Münchner Rück und alle anderen Versicherungen ein Milliardengeschäft. Diese moralisch motivierten Zahlungen gehören zur Abteilung „Ablasshandel“ - und der ist Bestandteil jeder erfolgreichen Religion.

Die personifizierte Alarmglocke im Bundestag

Bärbel Höhn, die personifizierte Alarmglocke im Bundestag, hat auch gleich die Position ihrer Partei deutlich gemacht. In den Wirtschaftsnachrichten, einem Blatt aus dem Bonnier Verlag, erklärte sie:

„Es kann nicht sein, dass Menschen, die nicht zum Klimawandel beitragen, ihre Lebensgrundlage verlieren. Letztendlich brauchen wir eine politische Lösung, damit Konzerne sich ihrer Verantwortung stellen“

- heißt: Juristisch ist die Zeit noch nicht reif für diese Fremdhaftung. Aber der Propaganda-Druck der Gutmenschen, die vorgeben, die Welt zu retten, muss so groß werden, damit Parlamente entsprechende Gesetze erlassen, oder was noch naheliegender ist: Die öffentlich angeprangerten Konzerne und Industriezweige freiwillig spenden, um aus den Schlagzeilen herauszukommen.

Sie zahlen Spenden, die dann vor allem den Nichtregierungsorganisationen (NGOs) in den Industrieländern zugutekommen, damit deren Geschäftsmodell aufgeht. Das steht und fällt mit der Angst vor dem angeblich drohenden Weltuntergang durch den Hitzetod. Diese NGOs sind Vorfeldorganisationen der Grünen Partei, und um die buhlen sowohl SPD als auch CDU als Koalitionspartner - das sollte hier erwähnt werden, damit Sie sich bei den nächsten Wahlen danach richten können.

Damit kein Missverständnis aufkommt: Die Münchner Rück hat alles Recht der Welt, sich nach neuen Geschäftsfeldern umzusehen. Und wenn sich mit einem ablassähnlichen Versicherungsgeschäft Milliarden verdienen lassen, um dann auch noch als Wohltäter wahrgenommen zu werden, dann ist dies erst einmal clever.

Wenn sich eine NGO, in diesem Fall „Germanwatch“, als Partner andient und dafür gut alimentiert wird, ist aus Sicht der Verbände ebenfalls vorteilhaft. Moralisch aber ist das für einen Verein, der mit der Moralkeule unterwegs ist, ganz bestimmt nicht. Dass keine einzige Zeitung und kein einziger Sender die Hintergründe des professionell inszenierten „David gegen Goliath“-Märchens aufgedeckt hat, als sie über den armen Bauern aus den Hochanden vor dem RWE-Konzern berichteten, ist der eigentliche Skandal.  

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04 Dec 13:08

Amazon: Downloader-App aus dem Fire-TV-Store entfernt

Amazon will das Sideloading von Apps auf Fire-TV-Geräten wohl nicht zu einfach machen. Eine zuvor von Amazon freigegebene App für diesen Einsatzzweck wurde überraschend aus dem App-Shop entfernt. (Fire TV, Amazon)
04 Dec 13:08

Apple: Aktivierungssperre des iPads lässt sich umgehen

Ein Fehler in iOS 10.1.1 macht das iPad unsicher. Ein verlorenes oder gestohlenes iOS-Tablet kann ohne viel Aufwand in Betrieb genommen werden. Dabei wird die Aktivierungssperre umgangen, die genau das verhindern soll. Von Apple gibt es noch keine Reaktion darauf. (iPad, Apple)
04 Dec 10:39

Teure Abo-Falle: Verbraucherschutz warnt vor LiQuiDaDo.de

Das Internet-Verkaufsportal LiQuiDaDo verlangt 199 Euro Gebühren von Kaufinteressenten pro Jahr.
03 Dec 18:24

Scheitert Frau Nahles Rentenreform auch am Klimawandel? Eine Studie legt es nahe

Eine sehr prägnante Analyse, welche direkt in aktives Politikgeschehen eingreift, sei diesmal rezensiert. Dabei geht der Dank an das Team von kaltesonne, welches unermüdlich (wie auch der Autor) solche bewegenden Studien recherchiert und bespricht:
kaltesonne, 9. November 2016: [1] Neues Highlight der Klimafolgenforschung: Heiße Tage hemmen die Kopulation
Eine wissenschaftliche Studie [2] hat jetzt Sensationelles herausgefunden: Nach einem einzelnen heißen Tag geht die Geburtenrate 9 Monate später zurück. Alan Barreca vom Department of Economics der Tulane University schlussfolgert zusammen mit zwei Kollegen daraus messerscharf, dass in Folge des Klimawandels das Bevölkerungswachstum ernsthaft gefährdet sein wird.
Demnach ist wissenschaftlich belegt, dass Tage, an denen die Temperatur genau 80 Fahrenheit, also aufgerundet 26,667 °C überschreitet, zu einer messbaren, heißt statistisch unbezweifelbar signifikanten Verringerung der Geburtenrate führen:
[2] To investigate whether such adjustments could apply to fertility, we estimate the effects of temperature shocks on birth rates in the United States between 1931 and 2010. Our innovative approach allows for presumably random variation in the distribution of daily temperatures to affect birth rates up to 24 months into the future. We find that additional days above 80 °F cause a large decline in birth rates approximately 8 to 10 months later.

[Übersetzung: Um festzustellen, ob derartige Adjustierungen auch auf die Fruchtbarkeit angewendet werden können, schätzen wir die Auswirkungen von Temperatur-Schocks auf die Geburtenrate in den USA von 1931 bis 2010. Unser innovatives Verfahren steht für vermutlich zufällige Variationen der Verteilung der täglichen Temperaturen, die die Geburtenraten bis zu 24 Monaten danach beeinflussen können. Wir kommen zu dem Ergebnis, dass zusätzliche Tage mit über 80°F zu einer großen Abnahme der Geburtenrate etwa 8 bis 10 Monate später führen]

Bild 1 Umrechnung der Geburtenraten – Kipptemperatur von Fahrenheit in Celsiusgrade

Zu einer guten Rezension gehört die eigene Nachschau. Leider gibt es beim DWD keine Deutschlandtemperaturen in Tagesauflösung, anhand deren man die Anzahl signifikanter Tagestemperaturen über einen ausreichend langen Zeitraum ermitteln könnte, weshalb sich der Autor mit den Sommertemperaturen behelfen muss. Um die in der Klimawissenschaft als unbestechlich geltende Korrelation zu prüfen, sollte dies jedoch ausreichen. Im folgenden Bild ist das Ergebnis – eine deutliche Korrelation – sichtbar. Man meint sogar, den Hiatus (Wärmestillstand) auch anhand der Geburtenrate zu erkennen. Dass dabei der unbedingt erforderliche Vertrauensbereich fehlt, ist diesmal kein Mangel, denn man kann die untersuchte US-Population aus historischen Gründen als mit der Europäischen sehr ähnlich betrachten.
Fazit: Das Ergebnis der Studie trifft signifikant eindeutig auch auf Deutschland zu.

Bild 2 Verlauf der Geburtenrate Deutschland (linke Achse, blau) und der Sommertemperatur (rechte Achse, rot) seit 1960

Nun kann man (wie es bei kaltesonne steht) einwenden:
[1] Kurzer Faktencheck: Wenn heiße Tage die Geburtenrate hemmen, weshalb ist dann das heiße Afrika eigentlich bei den Geburten in der Welt führend?
Das erscheint naheliegend, ist aber zu kurz gedacht. In der erst kürzlich vom Autor erschienenen Analyse:
EIKE: Forscher des Weltklimarates IPCC rechnen, dass die globale Erwärmung 10 bis 50 % der jährlichen Ernte bedroht
wurde gezeigt, dass es Gene gibt, welche diesen Einfluss der Tageshitze ausschalten können. Und irgend so etwas muss auf diesem Kontinent passiert sein, womit manche Maßnahmen unserer Kanzlerin damit in einem ganz anderen Licht erscheinen.

Und man weiß endlich auch, warum die vielen Geld-Segnungen der bisherigen Familienministerinnen zur Ankurbelung des Nachwuchses bei unserer einheimischen Bevölkerung immer versagten und weiter versagen müssen, weshalb Frau Nahles Rentenreform(-Vorschlag) alleine schon am Klimawandel scheitern würde.

Eine mögliche (gewesene) Alternative muss der Vollständigkeit halber jedoch auch erwähnt werden.
In der Pressemitteilung der Studie steht ganz zum Schluss:
[2] Based on our analysis of historical changes in the temperature-fertility relationship, we conclude air conditioning could be used to substantially offset the fertility costs of climate change.
Es ist danach also denkbar, die vielen, zu einer Anpassung an das für die Zukunft simulierte Klima erforderlichen Generationen ausfallen zu lassen, indem man dem Bürger Klimaanlagen vorschlägt! – wie der Autor findet, ein absolut genialer Einfall, auf den man selbst kaum gekommen wäre. Und wie in der Studie schon angesprochen, wäre diese Lösung eventuell sogar billiger als das, was bisher als Lösung durchgeführt wurde.

Leider ist diese Alternativ-Lösung inzwischen nicht mehr möglich:
Im Klimaschutzplan von Umweltministerin Hendricks sind so eiserne und weitgehende Energie-Reduzierungsverpflichtungen hinterlegt, dass zusätzlicher Energiebedarf durch Klimaanlagen wohl kaum zugelassen werden kann. Es würde zum Beispiel auch dazu führen (müssen), dass der Bürger zu entscheiden hat, ob die Klimaanlage laufen darf, oder das verpflichtende E-Auto zu laden ist. Oder noch schlimmer: Das E-Auto für die Klimaanlage zu entladen wäre (und man dann am nächsten Morgen nicht mehr in Arbeit fahren kann). Wie wird der Bürger dann wohl entscheiden? Wahrscheinlich wieder falsch.
Solchen Risiken kann sich keine Regierung mehr aussetzen.

Eine Rezension ohne eigenen Analyseanteil taugt nichts. Deshalb ein paar exemplarische Temperaturverläufe, um die Auswirkungen auf deutsche Städte zumindest grob abschätzen zu können.
Wie man sieht, sind nicht glücklicher Weise nicht allzu viele Gegenden Deutschlands von der Gefahr wesentlich betroffen. Und ausgerechnet die Stadt, deren Temperaturen öfters einmal darüber „herausragen“ (Freiburg), zeigt eine deutliche Korrelation, jedoch in der umgekehrten Richtung.

Bild 3 Tageswerte von München, rote Linie ca. 26,7 °C


Bild 4 Tageswerte von Berlin, Schönefeld, rote Linie ca. 26,7 °C


Bild 5 Tageswerte von Freiburg, rote Linie ca. 26,7 °C, darüber die Entwicklung der Einwohnerzahl

Wer allerdings der stetigen Überhitzung durch einen imaginären Klimawandel anhängt, sieht sich ebenfalls enttäuscht. Wie die Temperaturverläufe zeigen, wurde es in Deutschland bisher nicht wirklich heißer. Da nutzt es nichts, dass Klimaretter.Info (wie immer, wenn etwas pro Klimawandel berichtet werden kann) massiv dagegen anschreibt (weil es unsere Bundesregierung so behauptet):
Klimaretter.Info: Bundesrepublik plant Hitzeschutz
Vor allem auf die steigende Belastung durch Hitze muss sich Deutschland beim Klimawandel einstellen.
EIKE: Die heißeste Temperatur Deutschlands war nur ein Wärmeinseleffekt

Man stelle sich vor, in den DWD-Daten wären die städtischen Wärmeinseleffekte, die zum Beispiel in der Innenstadt von München bis zu 10 °C erreichen, nicht enthalten. Dann würde es kälter (wie es Herr Kowatsch auf EIKE ja vehement publiziert):
Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg: Städtebauliche Klimafibel 2.3 Urbane Wärmeinsel
Hinsichtlich der Temperatur tragen Städte stets zu einer Erwärmung bei ... Städte sind im Jahresmittel um 1 bis 2 Grad Celsius wärmer als die sie umgebende Landschaft.
Der langfristige Mittelwert der Lufttemperatur im Baugebiet steigt nach Vollzug aller Baumaßnahmen je 10 % Versiegelungsgrad um ca. 0,2 Grad Celsius über die Temperatur der unbebauten Umgebung. Bei Strahlungswetterlagen erhöht sich je 10% Versiegelungsgrad die mittlere Tagesmitteltemperatur um 0,3 bis 0,4 Grad Celsius, das mittlere Tagesmaximum um ca. 0,3 Grad Celsius und das mittlere Tagesminimum der Lufttemperatur um 0,5 bis 0,6 Grad Celsius (Abb. 2/5, Anmerkung: hier Bild 6)

Würde man unserer fürsorglichen und allwissenden Bundesregierung (und Klimaretter.Info) glauben, müssten praktisch alle Städte alleine aufgrund der selbst verursachten Temperaturerhöhung schon längst unbewohnbar sein. Dabei muss man beachten, dass unsere Regierung (mit dem Geld der Bürger) gegen eine Erhöhung von 0,41 … 0,87 Grad „Resttemperatur“ zum imaginären 1,5 Grad Ziel ankämpft:
EIKE: Klimavertrag von Paris im Bundestag erreicht 100 % Zustimmung

Es überrascht, dass dazu ausgerechnet ein Ministerium des Grünen Baden-Württemberg, welches geleichzeitig eines der (wenigen) Bundesländer mit einem Klimaschutzgesetz ist, verkündet, dies hätte Vorteile für den Bürger:
Städtebauliche Klimafibel: Eine wahrnehmbare positive Wirkung übt dieses generell höhere Temperaturniveau der Städte auf die innerstädtische Vegetation aus. Die Wirkung kommt im Vorhandensein zahlreicher wärmeliebender Pflanzenarten in Vorgärten und Grünanlagen sowie in der verlängerten Vegetationsperiode zum Ausdruck. Auch ist in Städten häufiger die Möglichkeit zu Freizeitaktivitäten im Freien gegeben. Ebenso ist der Heizenergiebedarf reduziert.
Was sich damit wie Satire liest (Vorteile ableiten, aber gleichzeitig bekämpfen), hat in unserer grün infiltrierten Politik jedoch Methode:
EIKE: Tollhaus Berlin – Forscher sollen nachträglich die „Wissens- und Entscheidungsbasis“ für das verabschiedete 1,5 Grad Ziel suchen


Bild 6 Maximale Temperaturunterschiede in europäischen Städten. Quelle: Städtebauliche Klimafibel

Weiteres kann diese Studie allerdings auch nicht erklären, man könnte fast behaupten, es widerspricht ihr vollkommen: Nach der Kenntnis des Autors kann man in den Kirchenbüchern nachlesen, dass auch während der mittelalterlichen Kaltzeit bis in noch nicht allzu ferne vor-Klimawandel-Jahre die Geburtenrate in Europa und Deutschland wesentlich – eigentlich drastisch - höher war:
Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung: Vom Kinderreichtum zur planbaren Familie
Die Bauersfrau im Mittelalter bekam durchschnittlich wohl fünf bis sechs Kinder. Im späten Mittelalter und in der beginnenden Neuzeit vor dem 17. Jahrhundert waren bis zu zwanzig Geburten in der Ehe nicht selten. Allerdings gilt es, zwischen Geburtenzahl und Kinderzahl zu unterscheiden. Es wurden viele Kinder geboren, aber ein Viertel bis ein Drittel starb vor der Mündigkeit, oftmals sogar mehr. Mangelnde Hygiene, Epidemien, Kriege, Schmutz und Enge der Wohnung trugen zu einer sehr hohen Kindersterblichkeit bei, so dass in vielen Familien nur ein bis zwei Kinder überlebten.

Nur hat sich das nicht in „Lebenden“ geäußert, weil die wenigsten Kinder das 1., maximal das 2. Lebensjahr überlebten. Den Müttern erging es ähnlich, weshalb in Grimms Märchen so häufig die bösen Stiefmütter vorkommen.
Vielleicht bleibt dies aber ein Geheimnis, welches so viele Klimawandel-Studien hinterlassen. Kein Geheimnis ist jedoch: Falls der neue US-Präsident seine Ankündigung wahr machen würde – die Forschungsmittel für den AGW-Klimaglauben einzuschränken – geht der Welt nichts an Wissen verloren, eher wäre es für den verbleibenden Rest an Klima-„Wissenschaft“eine Überlebensschance.

Quellen

[1] kaltesonne, 9. November 2016: Neues Highlight der Klimafolgenforschung: Heiße Tage hemmen die Kopulation

[2] NBER Working Paper No. 21681 October 2015, Alan Barreca, Olivier Deschenes, Melanie Guldi: Maybe Next Month? Temperature Shocks, Climate Change, and Dynamic Adjustments in Birth Rates

03 Dec 18:24

Notorische Falschparker riskieren Führerschein

by Udo Vetter

Schlechte Nachrichten für notorische Falschparker, die sich Strafzettel problemlos leisten können. Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden, dass bei beharrlichen Parkverstößen die Fahrerlaubnis entzogen werden kann – und zwar unabhängig vom Punktestand in der Flensburger Verkehrssünderkartei.

Das Auto des Betroffenen war zwischen Januar 2014 und Januar 2016 in Berlin 83-mal falsch geparkt; außerdem gab es fünf weitere Ordnungswidrigkeiten. Daraufhin entzog das Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten dem Mann sofort vollziehbar die Fahrerlaubnis. Dieser hatte sich geweigert, seine Fahrtauglichkeit durch ein ein Gutachten (MPU) überprüfen zu lassen.

Durch dauerndes Falschparken zeigt ein Autofahrer nach Auffassung der Richter, dass ihm die Farheignung fehlt. Der Betreffende dokumentiere durch sein Verhalten, dass er nicht willens sei, „die im Interesse eines geordneten, leichten und ungefährdeten Verkehrs geschaffenen Ordnungsvorschriften einzuhalten“. Der Mann wandte ein, meist habe seine Frau falsch geparkt. Das lassen die Richter nicht gelten. Wer nichts dagegen unternehme, dass andere Personen mit seinem Auto ständig falsch parken, zeige auch dadurch einen charakterlichen Mangel (Aktenzeichen 11 K L 432.16).

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03 Dec 18:17

Wohnungseinbrüche: Polizei wird nicht ernst genommen

by ZEIT ONLINE: Zeitgeschehen -
Serienwohnungseinbrecher lassen sich von hohen Strafen nicht beeindrucken. Denn sie glauben erst gar nicht daran, entdeckt zu werden. Das hat eine Studie herausgefunden.