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13 Jun 14:20

Die besten 11 Google-Reader-Alternativen

by Lars Budde

Es ist soweit: Der Google Reader wird eingestellt. Für alle verbliebenen Nutzer ist es höchste Zeit, die eigenen Daten zu sichern und den raschen Umzug vorzubereiten. Zur Auswahl stehen insgesamt elf Google-Reader-Alternativen, die wir euch in diesem Artikel vorstellen wollen.

1. Google-Reader-Alternative Feedly

Feedly Google Reader Alternative
Feedly ist mehr als eine Google-Reader-Alternative. (Screenshot: feedly.com)

Feedly ist mehr als nur ein RSS-Reader: Der Webdienst wirkt nach dem Import der abonnierten RSS-Feeds wie eine personalisierte Startseite im Magazinlook. Über die Funktion „Explore“ lassen sich Artikel populärer Quellen anzeigen, die Funktion „Saved“ speichert Artikel zum späteren Lesen. Alternativ können Nutzer auch Instapaper oder Pocket integrieren. Der Webdienst basiert auf Browser-Erweiterungen für Chrome, Firefox und Safari. Wer einen dieser Browser nutzt, erhält mit Feedly eine schicke Alternative – die zusätzlich über iOS- und Android-Apps verfügt.

Obwohl Feedly auf dem Google Reader basiert, soll er auch nach dessen Einstellung funktionieren. Im Unternehmensblog erklärte das Entwickler-Team schon im März, dass ein Klon der Google-Reader-API in Arbeit sei. Und tatsächlich scheint Feedly diesen Ankündigungen gerecht zu werden: Laut Kollege Andreas Floemer kristallisiert sich Feedly als eines der ambitioniertesten Projekte heraus, „das mit Volldampf zu einem Google-Reader-Ersatz werden will“. Im Unternehmensblog präsentierte das Entwickler-Team am 4. Juni die Roadmap der kommenden Monate und eine erste Version des API-Klons „Normandy“. Feedly ist damit der mit Abstand heißeste Kandidat auf die Thronfolge des Google Reader.

2. Google-Reader-Alternative Digg Reader

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Digg Reader: Eine gelungene Alternative. (Screenshot: digg.com)

Die Arbeit am Digg Reader startete nach der Ankündigung Googles, den Google Reader einzustellen. In Anbetracht der kurzen Entwicklungszeit hat das Entwicklerteam sehr ordentliche Arbeit geleistet: die Beta-Phase des Digg Reader startete am Mittwoch, den 26. Juni, am Donnerstag, den 27. Juni, wurde der Dienst in die aktuelle iOS-App von Digg integriert. Eine Android-App ist laut Unternehmensangaben in Arbeit und soll noch im Juli 2013 erscheinen.

Dass Nutzer ihre RSS-Abonnements auch mobil abrufen können, ist ein großer Vorteil des Digg Reader. Darüber hinaus besticht der RSS-Reader durch ein ordentliches und aufgeräumtes Design. Mit einer Reihe von Keyboard Shortcuts können Nutzer schnell durch unzählige Nachrichten navigieren. Auch Twitter und Facebook sind nur einen Mausklick entfernt. Der Digg Reader zählt damit definitiv zu den besseren Google-Reader-Alternativen.

3. Google-Reader-Alternative NewsBlur

Google Reader Alternative NewsBlur
NewsBlur ist klar als Produktivitätstool ausgelegt.

Wer keine optischen Leckerbissen erwartet, kann sich womöglich mit NewsBlur anfreunden. Die Google-Reader-Alternative stellt die Artikel selbst in den Vordergrund und eignet sich dadurch zum schnellen Überblicken der Newslage. Auch die zahlreichen Shortcuts, mit denen sich die gesamte Benutzung steuern lässt, sind ungemein praktisch. Zudem verfügt NewsBlur über intelligente Filter, die „Newsjunkies“ über Bewertungen der Artikel trainieren können. Einziger Wermutstropfen: In der kostenlosen Standardversion können Nutzer lediglich 64 Feeds abonnieren. Wer mehr will, muss für den Premium-Account einen US-Dollar pro Monat zahlen.

4. Google-Reader-Alternative Good Noows

GoogleReaderAlternative GoodNoows
Die Google-Reader-Alternative Good Noows bietet verschiedene Darstellungsmöglichkeiten.

Good Noows gehört zu den vielseitigen Alternativen des Google Reader. Der Webdienst sortiert populäre Quellen nach Kategorien, die Nutzer ohne ein fixes Abonnement einsehen können. Sobald eigene RSS-Feeds importiert wurden, serviert Good Noows eine bunte Mischung aus Artikeln der persönlichen und allgemeinen Quellen. Dies verschafft Nutzern einen guten Überblick über die aktuelle News-Lage, ohne dass eigene Spezialgebiete vernachlässigt werden. Die Artikel lassen sich hierbei nach Populariät und Aktualität ordnen, zum späteren Lesen ablegen und über soziale Netzwerke teilen. Besonders schön sind außerdem die Anpassungsmöglichkeiten: Nicht weniger als zehn verschiedene Darstellungen der RSS-Feeds bietet die Google-Reader-Alternative.

5. Google-Reader-Alternative The Old Reader

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The Old Reader profitierte ungemein von der Ankündigung Googles. (Quelle: thefearlesspenguin.wordpress.com)

Der RSS-Reader „The Old Reader“ orientiert sich mit seinem schlichten aber funktionalen Design am alten Google Reader. In diesem Sinne ermöglicht er auch soziale Funktionalitäten: Besonders interessante Artikel können Nutzer per Mausklick in den Ordner „Shared“ befördern und damit all ihren Followern zugänglich machen.  The Old Reader befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase, scheint aber schon voll funktionstüchtig zu sein. Der Import von RSS-Feeds des Google Reader ist ohne Probleme möglich.

6. Google-Reader-Alternative Curata Reader

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Minimalistisch und responsive: Curata.

Der Curata Reader präsentiert sich als minimalistische RSS-Alternative. Er baut auf Responsive Webdesign und lässt sich damit unproblematisch auch auf Smartphones und Tablets nutzen. Eine praktische Filterfunktion ermöglicht Nutzern darüber hinaus, je nach Belieben einzelne Themengebiete hervorzuheben oder auszusortieren. Kleinere Probleme bereitet vielen Nutzern die Import-Funktion alter RSS-Feeds. Im Großen und Ganzen macht die Google-Reader-Alternative aber einen guten Eindruck, schreibt Kollege Johannes Schuba.

7. Google-Reader-Alternative Yoleo

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Der Geheimtipp unter den Google-Reader-Alternativen: Yoleo. (Screenshot: yoleo.com)

Der RSS-Reader Yoleo ist weitgehend unbekannt. Sein schlichtes und aufgeräumtes Design sowie die gute User Eperience machen ihn jedoch zu einem klaren Geheimtipp. Die Entwicklung von Yoleo startete erst nach der Ankündigung Googles, dennoch: Schon jetzt bietet der RSS-Reader alle grundlegenden Funktionen – inklusive passender Shortcuts zum schnellen Navigieren. Wer sich mit seinem Google-Konto anmeldet, kann alte RSS-Feeds per Mausklick importieren. Die Nutzung von Yoleo ist kostenlos, auf der Startseite bittet das Entwickler-Team bei Gefallen jedoch um eine Spende in Höhe von 9 US-Dollar pro Jahr.

8. Google-Reader-Alternative AOL Reader

google reader alternative AOL Reader
Die Google-Reader-Alterantive von AOL ist erst seit wenigen Tagen am Start. (Quelle: aol.com)

Auch AOL lässt sich diese Chance nicht nehmen: Am vergangenen Montag veröffentlichte das US-Unternehmen eine eigene RSS-Lösung unter dem Namen AOL Reader. Vorerst nur als geschlossene Beta-Version im Web erhältlich, soll der AOL Reader alsbald auch um iOS- und Android-Apps ergänzt werden. Über eine API können außerdem auch externe Dienste auf den Lesedienst zugreifen. Gizmodo schreibt: „Alles in allem scheint er ein respektabler, leichter Reader – allerdings ohne irgendwelche Alleinstellungsmerkmale.“

9. Google-Reader-Alternative Feedreader

Google Reader Alternativen Feedreader
Feedreader ist eine schlichte Alternative zum Google Reader.

Mit Feedreader ergänzen wir diese Liste um eine Alternative, die sich optisch stark am alten Windows-Look orientiert. Der RSS-Reader bietet eine Online- und eine Desktop-Version, letztere ist aber nur für Windows-Nutzer verfügbar. Das simple Layout will mir persönlich nicht gefallen, ist aber ganz auf Nachrichten-Konsum ausgelegt und insofern durchaus für Blogger und Journalisten geeignet.

10. Google-Reader-Alternative NetNewsWire

Google Reader Alternative NetNewsWire
NetNewsWire ist eine passable Google-Reader-Alternative für Mac OS X.

Etwas schicker präsentiert sich der RSS-Reader NetNewsWire, der mit Applikationen für Mac, iPad und iPhone auftrumpfen kann. Er funktioniert als Erweiterung des Google Reader und als Einzellösung. Die Finanzierung erfolgt über Werbeeinblendungen, die Nutzer durch den Kauf einer Lizenz zum Preis von 14,95 US-Dollar entfernen können. Die Integration mit Instapaper ermöglicht das Später-Lesen einzelner Artikel. Twitter-Nutzer können über die Applikation Artikel mit ihren Followern teilen.

11. Google-Reader-Alternative Fever

Google Reader Alternativen Fever

Wer über einen eigenen Server verfügt, kann neben den zuvor genannten Diensten auch Fever nutzen. Die PHP- und MySQL-Applikation bietet zum einmaligen Kaufpreis von 30 US-Dollar einen guten Überblick – auch bei mehreren hundert abonnierten RSS-Feeds. Sie ermittelt bei Bedarf automatisch welche Artikel und Themen besonders relevant sind und reduziert die Auswahl dadurch aufs Wesentliche.

Weitere Alternativen zum Google Reader

Etwas anders als klassische RSS-Reader und Feedly nicht ganz unähnlich funktionieren News-Aggregatoren wie Flipboard, Pulse oder Zite. Sie kombinieren in der Regel mehrere News-Quellen – darunter auch soziale Netzwerke – und zeichnen sich durch ein magazinartiges Layout aus. Eine gute Übersicht über die verschiedenen Anbieter liefert unser Artikel mit dem Titel „28 News-Aggregatoren gegen die Informationsflut“.

So sicherst du die Feed-Sammlung deines Google Reader

Google Reader Export
Der Export der eigenen Feed-Sammlung ist denkbar einfach.

Bei nahezu allen Alternatividensten können Nutzer alte RSS-Feeds importieren. Google wiederum gestaltet den Export verhältnismäßig einfach. So erklären die US-Amerikaner im Support-Bereich, dass sich alle Reader-Daten über „Google Datenexport“ sichern lassen. In meinem Fall liegt die Größe der ZIP-Datei bei rund 680 KB. Der Download geht dementsprechend zügig vonstatten.Wer mehrere Alternativen ausprobieren möchte, tut gut daran im Vorfeld ungewünschte RSS-Feeds auszusortieren.

Letztes Update des Artikels: 01.07.2013

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